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Eine tragfähige Stimme erreicht das Publikum. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Lautstärke. Eine solche Stimme basiert auf einem optimalen Zusammenspiel von Atmung, Stimme und Artikulation und ist von jedem erlernbar.
Eine tragfähige Stimme erreicht das Publikum. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Lautstärke. Viel mehr Tragfähigkeit liefert eine resonanzreiche, voluminöse Stimme. Eine solche Stimme basiert auf einem optimalen Zusammenspiel von Atmung, Stimme und Artikulation und ist von jedem erlernbar. Ein Redner dem es gelingt mit seiner Stimme auch das Publikum in der letzten Reihe zu erreichen, ohne sich dabei anstrengen zu müssen, verfügt über eine tragfähige Stimme. Und das Publikum honoriert sie mit erhöter Aufmerksamkeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43313
K:CNB
Ü:X
Irgendetwas stimmt da nicht. Nur was ist die Ursache dieses komischen Gefühls in der Magengegend? Was weiß das Bauchgefühl schon über Vertrauen? Und sind Sie sich sicher, dass Ihre Körpersprache Vertrauen fördert? Worauf lohnt es sich zu achten?
Irgendetwas stimmt da nicht. Nur was ist die Ursache dieses komischen Gefühls in der Magengegend? Am Gesprächspartner kann es doch nicht liegen oder doch? Der hat einen renommierten Namen und besitzt ein bekanntes Unternehmen. Es wird wohl eher an der einen Tasse Kaffee zu viel liegen, denn so ein lukratives Angebot hat doch keine Zweifel verdient.
Später zeigt sich dann; es war doch nicht so gut, das Bauchgefühl zu ignorieren. Für die Entscheidungsfindung lohnt es sich solchen Hinweisen auf den Grund zu gehen und die Ursachen genauer zu betrachten. Das erspart Ihnen so manche unangenehme Erfahrung. Ein mindestens genauso wichtiger Grund sich mit den Mechanismen zu beschäftigen; auch ehrliche Menschen verhalten sich mitunter unabsichtlich so, dass sie Misstrauen fördern, obwohl es dazu keinen Anlass gibt.
Ich zeige Ihnen, worauf es sich lohnt zu achten. Das hilft Ihnen dabei, sich und Ihr Angebot überzeugend zu präsentieren.
Weshalb vertrauen wir einer Person, einer anderen hingegen nicht? Was steckt körpersprachlich dahinter? Woran meinen wir die Vertrauenswürdigkeit eines Menschen erkennen zu können?
Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade mehrere neue Bekanntschaften gemacht. Bei dem einem beschleicht Sie schnell ein mulmiges Gefühl im Bauch, während Sie sich mit einer anderen Person nach wenigen Augenblicken vertraut fühlen und ihr deshalb entsprechendes Vertrauen entgegenbringen.
In der Praxis gibt es einige Signale, die sich negativ auf das Vertrauen auswirken.
Zu den Misstrauen weckenden körpersprachlichen Signalen gehören:
Und all die als Hinweise für Lügen geltenden Verhaltensweisen gehören ebenfalls dazu. Ob berechtigt oder nicht; es hat Konsequenzen, wenn wir mit unserer Körpersprache Misstrauen erwecken.
Das vereinzelte Auftreten eines dieser Signale bleibt oft ohne negative Auswirkungen, bis sich die Signale häufen und sich wiederholen. Es handelt sich um Signale, die auch eine wesentliche Rolle beim Statusverhalten spielen. Berührungen des eigenen Gesichtes gehören beispielsweise zu den Tiefstatus-Signalen, während Zurücklehnen eher als Hochstatus-Signal gilt. Auch Inkongruenz ist daran beteiligt, weshalb solche Signale in Kombination Misstrauen auslösen.
Die gute Nachricht: Solche Signale basieren auf Verhaltensgewohnheiten und können als solche verändert werden. Und es lohnt sich unnötige und erschwerende Muster abzulegen, da Vertrauen in vielen Bereichen zu den notwendigen Voraussetzungen gehört.
Wer Vertrauen fördern will, unterlässt besser die entsprechenden Signale, die, selbst wenn sie nicht so gemeint sein mögen, Misstrauen wecken. Offenheit lässt sich sowohl verbal als auch nonverbal an den Tag legen. Entsprechend gilt es vorzugsweise eine offene und zugewandte Körpersprache zu pflegen. Also weder Arme noch Beine überkreuzen und nichts vor dem Körper halten. Die Hände und noch besser die Handflächen zu zeigen wirkt positiv. Ansonsten gilt der klassische Hinweis: Wir vertrauen am ehesten Menschen, die uns ähnlich sind. Vertrauen erweckend ist es deshalb beispielsweise Tonfall, Gestik und Mimik dem Gegenüber anzupassen. Wobei dabei wichtig ist authentisch zu bleiben. Wer es übertreibt, weckt stattdessen Argwohn.
Besonders, wenn Menschen aufgeregt sind, wissen sie meist nicht, was sie mit ihren Händen anstellen sollen. Als Folge werden diese oft in den Hosentaschen versteckt oder einfach vor der Brust verschränkt. Hände in den Hosentaschen wirken jedoch weder interessiert noch sicher. Verschränkte Arme werden als Abwehrhaltung interpretiert. Beides ist keine sonderlich gute Voraussetzung für ein Vertrauen erweckendes Gespräch.
Bei Begrüßungen kommt es sehr häufig zu einem Handschlag. Der perfekte Händedruck ist fest, dennoch sehr angenehm. Nein, es geht nicht darum die Hand des Gegenübers zu zerquetschen.
Wichtig: während der Begrüßung dem Gegenüber in die Augen blicken. Wer in diesem Moment wegschaut, wirkt respektlos, verschämt und könnte etwas im Schilde führen. Ein offener Blick ins Gesicht des anderen und ein freundliches Lächeln öffnen Türen.
O schaudre nicht!
Lass diesen Blick.
Lass diesen Händedruck dir sagen,
was unaussprechlich ist.
Johann Wolfgang von Goethe
Wenn sich zwei Menschen sympathisch sind, passen sie unbewusst ihre Bewegungen und ihre Körperhaltung aneinander an. Das können Sie auch zur Einstimmung nutzen, um das Vertrauen zu fördern. Beispielsweise können Sie sich, wenn sich Ihr Gesprächspartner leicht nach vorn lehnt, ebenfalls leicht nach vorn lehnen. Sie können Ihre Stimme, Ihre Gesten, Ihre Körperhaltung und viele andere Verhaltensweisen, an die des anderen angleichen.
Achtung: Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie die andere Person auf angemessene Weise spiegeln und nicht imitieren oder ins Lächerliche ziehen. Sie spiegeln die Körpersprache aus Respekt vor der Person und der Kommunikation, um so eine tiefere Bindung herzustellen. Bleiben Sie dabei in Ihrer Komfortzone und authentisch.
Wer aufgeregt ist produziert Adrenalin. Das macht es schwerer ruhig zu sitzen. Wer die gesamte Zeit aufregt herumzappelt, tut sich und der eigenen Glaubwürdigkeit keinen Gefallen. Ruhe und Gelassenheit färbt hingegen ab und wirkt auf die Umgebung.
Gehen Sie locker und entspannt in Ihre Gespräche, auch hinsichtlich der Körpersprache. Vermeiden Sie Druck, geben Sie anderen angemessenen Raum, anstatt zu versuchen, augenblicklich die Kontrolle zu übernehmen.
Positionieren Sie Ihren Körper so, dass die Haltung Ihre gewünschte Wirkung unterstützt. Widmen Sie Ihrem Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit und wenden Sie sich ihm zu. Wer mit dem Körper in eine andere Richtung wie dem Ausgang zeigt, wirkt als, wenn er auf dem Sprung und fluchtbereit ist.
Was jemand denkt, merkt man weniger an seinen Ansichten als an seinem Verhalten.
Isaac Bashevis Singer
Der Blickkontakt gibt Hinweise darauf, was der Gesprächspartner denkt. Wer ihn vermeidet, wirkt so, als wenn etwas verborgen werden soll oder sich jemand schämt. Wir vertrauen eher Menschen, mit einem angenehmen Augenkontakt
Ein natürlicher Blickkontakt hat allerdings nichts mit Starren zu tun und auch ein Kräftemessen mit Blicken dient nicht der Beziehungspflege.
Im Artikel Was verraten die Augen? erfahren Sie mehr darüber.
Vom starren Blick erstarrt des Menschen Blut.
Johann Wolfgang von Goethe
Eine offene Körperhaltung wirkt vertrauenerweckender, als eine geschossene. Also solltest du lieber vermeiden Arme und Beine zu verschränken oder Gegenstände vor den Körper zu halten.
Widersprüchliche Botschaften, bei denen verbale und nonverbale Hinweise sich nicht decken, reduzieren das Vertrauen. Kennzeichen für kongruentes Verhalten sind Übereinstimmungen der verbalen Äußerungen mit Gestik, Mimik, Tonfall etc..
Sich selbst zu berühren kann sehr unterschiedlich gedeutete werden, je nachdem, wie es geschieht. Ein Griff an die Nase wird leicht als Hinweise auf eine Lüge gedeutet. Die Hand vor dem Gesicht halten manche für den Versuch eine Lüge zu vermeiden oder zumindest nicht dabei erwischt zu werden.
Lächeln ist ein häufig eingesetztes Signal, das Vertrauen herstellt und unsere Kooperationsbereitschaft fördert. Mit einem Lächeln gewinnt man mehr Freunde als mit einem langen Gesicht, glauben die Chinesen.
Ein einfaches Lächeln erfordert nur einen Muskel, den großen Jochbeinmuskel (lateinisch zygomaticus major). Der beginnt am Jochbogen und wirkt in die Mundwinkel hinein. Bei einem echten Lächeln werden zusätzlich die Augenringmuskeln (lat. orbicularis oculi) aktiviert. Es können sich bis zu 50 Gesichtsmuskeln an einem authentischen Lächeln beteiligen. Ein echtes Lächeln basiert auf einer entsprechenden Geisteshaltung. Dann geht es ganz leicht!
Kaum jemand mag es, wenn er von oben herab behandelt wird. Deshalb solltest du sich möglichst auf Augenhöhe begegnen.
Den meisten Menschen ist es sehr unangenehm, wenn jemand den sie nicht so gut kennen, ihnen bei einem Gespräch zu nahekommt. Die akzeptierte Nähe ist vom schon vorhandenen Vertrauen und anderen Faktoren bestimmt. Es empfiehlt sich, den persönlichen Freiraum anderer Menschen zu respektieren, auf sich selbst zu achten und das Gespür zu pflegen, was angemessen ist. Treten wir jemanden unerlaubt zu nahe und dringen in den persönlichen Intimbereich ein, macht uns das unsympathisch.
Die innere Einstellung sorgt dafür, dass sich der Körper entspannt und Sie natürlich wirken. Da kann ein oberflächliches Schauspieltraining nicht mithalten. Das wirkt sonst so glaubhaft wie in den Seifenopern im Nachmittagsfernsehen. Wenn es Ihrer persönlichen Haltung entspricht, werden Sie nicht nur freundlicher und zugänglicher wirken, sondern es auch tatsächlich sein. Sie brauchen sich nicht zu verstellen. Nicht förderliche Verhaltensweisen, die Sie sich angewöhnt haben, lassen sich durch Übungen in positive verwandeln. Ich zeige Ihnen gerne, wie Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren.
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Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017 n=861)
Welche Gründe haben Missverständnisse?
Executive Presence entwickeln: Klarheit, C-Level-Kommunikation, Präsenz und Souveränität unter Druck. Für Geschäftsführer im Executive Sparring, für Führungskräfte passend zum Kontext.
One fits it all? Patentrezepte werden an vielen Stellen angeboten, auch in der Rhetorik. Sein Sie vorsichtig bei Reden und Präsentationen!
Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?
Diese 16 Eigenschaften zeichnen extrem sympathische Menschen aus. Was können wir von welchen Personen lernen, was Menschen besonders sympathisch macht?
Spiegeln schafft häufig Nähe und Vertrauen. Erfahre, wann Mirroring natürlich entsteht, wann es strategisch eingesetzt wird und woran du Manipulation erkennst.
Fragen Sie sich manchmal wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen? Hier kommt die Antwort.
Nutzen Sie Grounding (Erdung) für Präsenz und Sicherheit bei Reden und Präsentationen. Mehr als nur ein Mittel gegen Lampenfieber.
Wie wirkst du tatsächlich auf andere? Erfahre, wie Selbstbild, Fremdbild, Körpersprache, Stimme und Feedback deine Wirkung prägen und blinde Flecken sichtbar machen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2013
Überarbeitung: 8. Juli 2019
AN: #105149
K:
Ü:X
Stress verändert die Stimme und damit den Eindruck, den Sie vermitteln. Im Artikel erwarten Sie Tipps für die Stimmpflege bei Stress und 5 Stimmübungen.
Untrainierte Stimmen klingen nicht sehr stimmig. Und, obwohl das schon genug Glaubwürdigkeit kostet, es kommt noch schlimmer. Die Stimme verändert sich bei Stress. Mit hoher Wahrscheinlichkeit klingt sie dann höher. Bei sehr großem Stress werden im Kehlkopf die Stimmlippen unwillkürlich aneinander gepresst, was zu einer ebenso gepressten Stimme führt. Zusätzlich wird der Rachen zugeschnürt, was als der berüchtigte „Kloß im Hals“ bezeichnet wird.
Oft werden die Einzelheiten, die Auswirkungen auf die Stimme, selbst nicht bemerkt. Nutzen Sie Ihr Smartphone und machen Sie in verschiedenen Situationen Aufnahmen Ihrer Stimme. Hören Sie genau zu und Sie werden den Unterschied wahrnehmen.
Lernen Sie auf Ihre Stimme Acht zu geben. Im Artikel „Was in Ihrer Stimme mitschwingt!“ finden Sie gute Gründe dafür. Und das nicht nur, weil eine gestresste Stimme zusätzliche Unsicherheit signalisiert.
Machen Sie frühzeitig oder zumindest bei Bedarf eine der folgenden Stimmübungen, um Ihre Stimmwerkzeuge zu pflegen. Selbst das Erzeugen eines „Mhmmm!“ mit möglichst angenehmer Resonanz wirkt oft schon Wunder. So reduzieren Sie Ihren eigenen Stress und wirken positiver auf Ihre Gesprächspartner, sprechen mit einer angenehmen, vollen, klaren Stimme − sind stimmig und klingen nun auch so!
Gähnen ist eine der besten und effektivsten Maßnahmen, um sich und die eigene Stimme schnell zu entspannen. Gähnen entspannt den Gaumen, Rachen und sogar den oberen Nacken. Das lockert und dadurch kommt einiges wieder besser in Bewegung. Gähnen regt auch die Speichelbildung an, steigert die Serotoninproduktion im Gehirn und wirkt dadurch stimmungsaufhellend und -ausgleichend. Die Spiegelneuronen melden sich und ich fange schon beim Gedanken daran an zu gähnen.
Ihre Zunge ist wesentlich an der Lautbildung beteiligt. Mit dieser Übung aktivieren Sie Ihre Zunge besonders wirkungsvoll. Kreisen Sie mit Ihrer Zunge im Mundraum herum. Erkunden Sie mit Ihrer Zungenspitze Ihren Mund bis in die hintersten Winkel. Yoga für die Zunge!
Bewegen Sie Ihre Zunge möglichst schnell hinein und hinaus aus Ihrem Mund, so als würden Sie jemandem die Zunge herausstrecken. Auch, wenn Sie das natürlich sonst nie tun würden. Dann die Zunge so weit wie angenehm hinausstrecken und von links nach rechts zwischen den Mundwinkeln hin und her flattern lassen.
Nichts gegen den Brustton der Überzeugung nur gehört noch weit mehr Atemvolumen zu einer vollen Stimme. Aktivieren Sie mehr Bereiche. Atmen Sie in Ihren Bauch ein und pusten Sie dann in Ihrer Vorstellung eine Kerze mit „P, P, P“ kräftig aus. Dadurch wird Ihre Zwerchfellatmung aktiviert.
Formen Sie einen Kussmund und versenden Sie Luftküsse. Und wenn Sie dabei herzhaft lachen müssen, lockern Sie dabei gleich die gesamte Körpermuskulatur: Ziel erreicht, gut gemacht!
Die Stimme ist ein wichtiges Instrument, um sich zu verständigen und um Gedanken und Emotionen auszudrücken. Sie ist aber auch empfindlich und kann leicht erschöpft werden, wenn sie nicht richtig gepflegt oder eingesetzt wird.
Um eine gesunde und kräftige Stimme zu haben, ist es wichtig, die Stimme regelmäßig zu üben und zu trainieren. Durch das Üben der Stimme werden die Stimmbänder gestärkt und die Stimme wird belastbarer. Auch die Atmung und die Körperhaltung, die für eine gute Stimme wichtig sind, werden durch das Üben verbessert.
Das Üben der Stimme kann zum Beispiel durch Gesangsübungen, das Sprechen von Texten oder das Nachsprechen von Sprachaufnahmen erfolgen. Auch Atemübungen und Entspannungsübungen können dazu beitragen, die Stimme zu stärken und zu verbessern.
Wichtig ist auch, die Stimme richtig einzusetzen und sie nicht zu überbeanspruchen. Dazu zählt zum Beispiel, dass man die Stimme nicht zu laut oder zu lang einsetzt, sondern sie regelmäßig pausiert und entspannt. Auch das Trinken von genügend Flüssigkeit und das Vermeiden von Rauchen und Alkohol können dazu beitragen, die Stimme gesund und kräftig zu halten.
Das Üben der Stimme ist insbesondere für Menschen, die viel sprechen oder singen müssen, wichtig, um die Stimme gesund zu halten und um eine gute Stimme zu entwickeln. Auch für Menschen, die Angst haben, vor anderen zu sprechen, kann das Üben der Stimme dazu beitragen, dass sie sich sicherer und selbstbewusster fühlen.
Es gibt keine festgelegte Regel, wie oft Stimmübungen gemacht werden sollten. Es hängt davon ab, wie viel die Stimme beansprucht wird und wie viel Zeit und Energie derjenige, der die Stimmübungen macht, dafür aufbringen möchte.
Grundsätzlich gilt: Je öfter Stimmübungen gemacht werden, desto schneller können Verbesserungen erzielt werden. Es ist jedoch wichtig, dass die Stimmübungen regelmäßig und kontinuierlich durchgeführt werden und nicht nur gelegentlich.
Es empfiehlt sich, Stimmübungen mindestens einmal pro Woche zu machen. Für Menschen, die viel sprechen oder singen müssen, kann es sinnvoll sein, die Stimmübungen häufiger zu machen, zum Beispiel täglich oder mehrmals pro Woche.
Wichtig ist, dass die Stimmübungen in einem angemessenen Umfang durchgeführt werden und dass sie nicht zu anstrengend oder belastend sind. Auch das Trinken von genügend Flüssigkeit und das Vermeiden von Rauchen und Alkohol können dazu beitragen, die Stimme gesund und kräftig zu halten.
Eine einfache Stimmübung, die Redner jeden Tag machen können, ist die Sirenenübung. Hier ist, wie es geht:
Diese Übung hilft dabei, die Stimmbänder zu dehnen und zu stärken und die Stimme insgesamt kraftvoller und kontrollierter zu machen. Probieren Sie es ein paar Minuten am Tag und Sie werden bald Fortschritte bemerken!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Juni 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #34433
K: CNB
Ü:
Am Telefon fehlt das Bild.
Dein Gegenüber sieht nicht:
Dadurch bekommt etwas anderes mehr Gewicht:
deine Stimme.
Sie transportiert nicht nur Worte.
Sie beeinflusst auch:
Das bedeutet nicht:
Du brauchst eine besonders tiefe oder eindrucksvolle Stimme.
Wichtiger ist:
Wie gut unterstützt deine Stimme das, was du sagen möchtest?
In einem persönlichen Gespräch stehen mehrere Informationskanäle zur Verfügung.
Am Telefon fallen viele davon weg.
Das erhöht die Bedeutung von:
Auch die Gesprächsstruktur wird wichtiger.
Denn dein Gegenüber kann nicht immer durch:
Blickkontakt oder Gestik
erkennen, wann ein Gedanke beendet ist oder wann du etwas besonders hervorheben möchtest.
Aus einer Stimme lassen sich Eindrücke bilden.
Das bedeutet nicht:
Sie verrät zuverlässig den Charakter.
Eine leise Stimme kann viele Gründe haben.
Eine schnelle Stimme ebenfalls.
Zum Beispiel:
Deshalb würde ich nicht fragen:
„Was verrät meine Stimme über mich?“
Sondern:
„Welche Wirkung unterstützt meine Stimme in dieser Situation?“
Viele Menschen wünschen sich:
eine schönere Stimme.
Für berufliche Telefonate ist etwas anderes häufig relevanter:
eine gut verständliche Stimme.
Dazu gehören:
Gerade bei komplexen Informationen gilt:
Verständlichkeit ist Wirkung.
Unter Zeitdruck oder Anspannung sprechen viele Menschen:
schneller.
Dann steigen die Anforderungen an das Gegenüber.
Besonders bei:
ist ein etwas ruhigeres Tempo häufig hilfreicher.
Die Lösung lautet nicht:
künstlich langsam sprechen.
Sondern:
dem Inhalt genügend Zeit geben.
Eine Pause kann anzeigen:
Menschen vermeiden Pausen manchmal aus Sorge:
„Das wirkt unsicher.“
Oft ist das Gegenteil der Fall.
Eine kurze, bewusste Pause kann:
Orientierung schaffen.
Der Satz:
„Wir brauchen die Unterlagen heute.“
kann unterschiedlich wirken.
Je nachdem, welches Wort betont wird.
Zum Beispiel:
„WIR brauchen die Unterlagen heute.“
Oder:
„Wir brauchen die Unterlagen HEUTE.“
Betonung hilft:
Bedeutung hörbar zu machen.
Eine Stimme klingt häufig monoton, wenn:
Lebendiges Sprechen bedeutet nicht:
ständig mehr Energie zu zeigen.
Es bedeutet:
Bedeutung hörbar zu machen.
→ Monotonie beim Sprechen vermeiden
Am Telefon führt schlechte Technik manchmal dazu, dass Menschen:
lauter werden.
Das verbessert die Verbindung nicht.
Es kann eher:
angespannt oder druckvoll
wirken.
Prüfe besser:
und sprich:
klar statt kraftvoll.
Immer wieder wird empfohlen:
„Sprich tiefer, dann wirkst du souveräner.“
Das ist zu einfach.
Eine künstlich abgesenkte Stimme kann:
klingen.
Stärker ist:
in einer für dich tragfähigen Sprechstimmlage zu sprechen.
Präsenz entsteht nicht allein durch Tonhöhe.
Der Satz:
„Man hört ein Lächeln am Telefon.“
ist populär.
Dahinter steckt ein sinnvoller Gedanke:
Gesichtsausdruck und Körperspannung können:
die Stimme beeinflussen.
Ein erzwungenes Dauerlächeln ist trotzdem keine gute Technik.
Es kann bei ernsten Themen:
unpassend wirken.
Die bessere Frage lautet:
Passt mein stimmlicher Ausdruck zum Inhalt?
Auch wenn dein Gegenüber dich nicht sieht, kann deine Körperhaltung:
dein Sprechen beeinflussen.
Wenn du stark zusammensinkst, verändert sich möglicherweise:
Deshalb kann es hilfreich sein:
aufrecht und beweglich zu sitzen oder zu stehen.
Nicht für die Kamera.
Sondern:
für deine eigene Stimme.
Beides kann funktionieren.
Bei längeren oder wichtigen Telefonaten kann Stehen helfen:
Wenn du im Sitzen konzentrierter bist:
bleib sitzen.
Es gibt keine universelle Regel.
Unter Anspannung verändert sich häufig die Atmung.
Dann entstehen:
Hilfreich kann sein:
vor dem Gespräch kurz anzukommen und nicht bereits außer Atem zu starten.
Während des Gesprächs:
lass Satzenden auch wirklich Satzenden sein.
Dann entsteht automatisch Raum zum Atmen.
Am Telefon kann ein Gespräch schnell unübersichtlich werden.
Besonders wenn mehrere Punkte geklärt werden sollen.
Eine einfache Struktur:
Warum rufst du an?
Was soll nach dem Gespräch geklärt sein?
Welche zwei oder drei Themen gehören hinein?
Was geschieht als Nächstes?
So entsteht:
Orientierung.
Gerade bei beruflichen Gesprächen hilft ein klarer Einstieg.
Zum Beispiel:
„Ich rufe wegen des Termins am Donnerstag an. Ich möchte zwei Punkte mit Ihnen klären.“
Jetzt weiß das Gegenüber:
worum es geht.
Das spart Zeit und reduziert Missverständnisse.
Am Telefon können lange verschachtelte Sätze besonders schwer verständlich werden.
Hilfreicher sind:
Besonders bei wichtigen Informationen gilt:
erst der Kern, dann die Erläuterung.
Bei:
solltest du:
bewusst langsamer werden.
Bei wichtigen Angaben:
wiederholen oder bestätigen lassen.
Zum Beispiel:
„Nur zur Sicherheit: Wir sprechen vom 18. November um 14 Uhr.“
Da sichtbare Rückmeldungen fehlen, kann dein Gegenüber nicht immer erkennen:
ob du noch aufmerksam bist.
Deshalb helfen gelegentliche kurze Rückmeldungen.
Zum Beispiel:
Ohne ständig dazwischenzusprechen.
Nach einem längeren Abschnitt kann eine kurze Zusammenfassung helfen.
Zum Beispiel:
„Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind für Sie zwei Punkte entscheidend …“
Das prüft:
ob beide Seiten noch über dasselbe sprechen.
Wenn visuelle Hinweise fehlen, entstehen leichter:
gleichzeitige Redeanfänge.
Das ist normal.
Wenn es passiert:
kurz zurücknehmen.
Zum Beispiel:
„Bitte, machen Sie Ihren Gedanken zuerst zu Ende.“
Das ist oft souveräner als:
mit Lautstärke um das Rederecht zu kämpfen.
Eine gereizte Stimme erzeugt schnell:
eine gereizte Gegenreaktion.
Hilfreich kann sein:
Zum Beispiel:
„Ich höre, dass der Punkt für Sie sehr wichtig ist. Lassen Sie uns genau diesen Punkt klären.“
Das bedeutet nicht:
der anderen Person automatisch recht zu geben.
Nicht jede Nachricht eignet sich:
für einen kurzen Telefonanruf.
Bei sensiblen Themen sollte überlegt werden:
Medium und Botschaft sollten:
zusammenpassen.
Bei Video kommen wieder visuelle Signale hinzu.
Das verändert:
Viele Grundprinzipien bleiben trotzdem gleich:
Ein schlechtes Mikrofon kann eine gute Stimme:
schlecht klingen lassen.
Typische Probleme:
Deshalb gehört zu professioneller Telefonkommunikation auch:
brauchbare Technik.
Ein gutes Headset kann helfen:
Entscheidend ist:
wie gut die Sprachqualität tatsächlich ist.
Nicht:
welches Gerät professioneller aussieht.
Gerade beim Erstkontakt entsteht häufig:
schnell ein Eindruck.
Dabei wirken zusammen:
Eine freundlich klingende Stimme kann helfen.
Sie ersetzt jedoch nicht:
einen relevanten Gesprächsanlass.
Wer ohne erkennbaren Nutzen anruft, wird nicht durch bessere Stimmlage plötzlich überzeugend.
Führungskräfte telefonieren häufig über:
Dann ist besonders wichtig:
Klarheit ohne unnötigen Druck.
Eine ruhige Stimme kann helfen.
Entscheidend bleibt:
wie klar die Botschaft selbst ist.
In einer Verhandlung lohnt sich:
nicht jede Pause sofort zu füllen.
Wenn du eine Frage gestellt hast:
warte auf die Antwort.
Menschen reden aus Nervosität häufig weiter und:
schwächen ihre eigene Position.
Eine Pause kann:
Teil souveräner Gesprächsführung sein.
Auch hier gilt:
Natürlichkeit vor Technik.
Hilfreich sind:
Du musst nicht versuchen:
besonders „kompetent“ zu klingen.
Kompetenz sollte vor allem:
im Inhalt sichtbar werden.
Viele Menschen erleben ihre eigene Stimme auf einer Aufnahme zunächst:
ungewohnt.
Das ist normal.
Eine Aufnahme kann trotzdem sehr hilfreich sein.
Achte beispielsweise auf:
Frag weniger:
„Gefällt mir meine Stimme?“
Und mehr:
„Unterstützt meine Stimme die Botschaft?“
Nimm einen Satz wie:
„Ich möchte heute drei Punkte mit Ihnen besprechen.“
Sprich ihn:
Dann hör dir die Unterschiede an.
Die Übung macht hörbar:
wie stark Rhythmus und Betonung die Wirkung verändern.
Vor einem wichtigen Telefonat:
Formuliere:
Was möchte ich in maximal 20 Sekunden erklären können?
Dann sprich es laut.
Wenn der Gedanke zu kompliziert klingt:
vereinfache die Struktur.
Nicht:
die Bedeutung.
Vor einem Gespräch mit hoher Bedeutung lohnt sich ein kurzer Check.
Dann entsteht aus einem Telefonat:
ein vorbereitetes Gespräch.
Heiserkeit kann viele Ursachen haben.
Wenn die Stimme:
sollte sie medizinisch beziehungsweise stimmfachlich abgeklärt werden.
Stimmtraining ersetzt:
keine medizinische Diagnostik.
Stimmcoaching kann helfen, wenn es beispielsweise um Folgendes geht:
Das Ziel ist nicht:
eine künstlich andere Stimme zu erzeugen.
Sondern:
deine vorhandene Stimme bewusster und situationsgerechter einzusetzen.
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Stimme, Telefonkommunikation oder wiederkehrende berufliche Gesprächssituationen geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkretes Gespräch hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
Wenn das Bild fehlt, bekommt die Stimme mehr Gewicht.
Das bedeutet nicht:
Du brauchst eine perfekte Stimme.
Wichtiger sind:
Und vor allem:
Die Stimme sollte zur Botschaft passen.
Denn professionelle Wirkung entsteht nicht daraus, möglichst beeindruckend zu klingen.
Sie entsteht, wenn dein Gegenüber:
dich gut versteht, dir gut folgen kann und erlebt, dass Inhalt und Ausdruck zusammenpassen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 30. Juni 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2026