Eröffnungsrede bei einer Debatte: Tipps, Aufbau,…

Eröffnungsrede bei einer Debatte

Eine Eröffnungsrede als Ansprache, zu Beginn einer Debatte
Eine Eröffnungsrede ist meist eine Ansprache, die am Beginn einer Veranstaltung oder eines Festaktes zur Einstimmung der Teilnehmer dient.

 

Eröffnungsrede bei einer Debatte

 

Tipps, Aufbau und ein Beispiel für eine Eröffnungsrede bei einer Debatte. Der Einstieg zählt! So gelingt es.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Eröffnungsrede für eine Debatte

 

Es gibt viele Anlässe und Formen einer Eröffnungsrede. Es ist meist eine Ansprache, die am Beginn einer Veranstaltung oder eines Festaktes zur Einstimmung der Teilnehmer dient. Oft fällt sie in die Verantwortung der Gastgeber oder Veranstalter. Wenn Sie gebeten werden, die Eröffnungsrede für eine Gebäudeeinweihung, zu einem Konzert oder anderem kulturellen Ereignis, einem Wettbewerb oder bei einer Geschäftseröffnung zu halten, helfen Ihnen die Tipps dafür in einem eigenen Artikel. Auf dieser Seite geht es um eine Eröffnungsrede zum Einstieg in eine Debatte. In der Eröffnungsrunde beantwortet jeder Teilnehmer in Kurzform die Streitfrage aus der eigenen Sicht.

 

 

 

Beispiel für den Aufbau der Eröffnungsrede einer Debatte

 

Eine Eröffnungsrede für eine Debatte könnte beispielsweise so aufgebaut werden:

 

1. Anfang

 

Der Einstieg in das Thema kann aktuelle Anknüpfungspunkte nutzen.

 

Mögliche Formulierung:

  • „Wie heute in der Zeitung zu lesen war, ….“

 

 

 

2. Frage

 

Welche Frage (Herausforderung) resultiert daraus?

 

Mögliche Formulierung:

  • „Deshalb stelle ich nun die Frage…“

 

 

 

3. Definition

 

Klarstellung, wovon die Rede ist. Allzu leicht wird aneinander vorbeigeredet, mit Absicht oder aus Versehen. Bei Begriffen, die unterschiedlich verstanden werden können, lohnt sich eine Definition.

 

Mögliche Formulierung:

  • „Was verstehen Sie unter den Begriffen?“

 

 

 

4. Gründe / Argumente

 

Für die Begründung wird eine geeignete Struktur gewählt.

 

Beispiel:

  • Es könnte so wirken als …. (Gegenargument / potenzieller Einwand), doch tatsächlich …. (Entkräftung). Entscheidend ist …. (Argument).

 

Hier ein paar Anregungen:

 

 

 

5. Maßnahme

 

Welche Optionen bieten sich an?

 

Mögliche Formulierung:

  • „Was Sie dagegen beziehungsweise dafür tun können ist … (Empfehlung).“

 

 

 

6. Handlungsaufforderung

 

Geben Sie die Richtung vor.

 

Mögliche Formulierung:

  • „Deshalb plädiere ich dafür….“

 

 

 

Mögliche Strukturen als Beispiele

 

1. Einfache Struktur einer Eröffnungsrede für eine Debatte

 

  • Wie Sie selbst erfahren haben, ist … (Streitthema).
  • Das bedeutet beispielsweise … (Folgen)
  • Deshalb frage ich: Soll … ?
  • Dafür spricht / dagegen spricht …(Argumente)
  • Ein Einwand lautet … (Gegenargument, Einwand)
  • Allerdings: … (Entkräftung)
  • Entscheidend ist: …
  • Deshalb ist es an der Zeit nun … (Handlungsaufforderung)

 

 

 

2. Struktur einer Eröffnungsrede für eine Debatte

 

  • Der Umstand, dass … (Problem), ist Ihnen bekannt. Damit meine ich zum Beispiel, dass … (Folgen)
  • Aus diesem Grund frage ich Sie: Soll … ?
  • Darunter verstehe ich …
  • Dafür spricht / dagegen spricht, dass …
  • Ein Einwand lautet … (Gegenargument, Einwand)
  • Allerdings: … (Entkräftung)
  • Für mich ist entscheidend, dass …
  • Deshalb sage ich: …

 

 

 

3. Struktur einer Eröffnungsrede für eine Debatte

 

  • … ist ein Problem, das in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert wird. Dieses Problem besteht unter anderem darin, dass …
  • Vor diesem Hintergrund debattieren wir darüber, ob …
  • Ich empfehle, …
  • Ein Grund, der für / gegen … (Thema) spricht, ist …
  • Jemand könnte gegen dieses Argument einwenden, dass … (Einwand). Dem halte ich entgegen, dass … (Argument)
  • Entscheidend ist für mich, dass … (höherer Vorteile, Werte)
  • Deshalb bin ich für / gegen …

 

 

 

4. Struktur einer Eröffnungsrede für eine Debatte

 

  • An … (Beispiel) zeigt sich, was das Problem … (Streitthema) mit sich bringt.
  • Stellen Sie sich vor, was das für …. (Betroffene) bedeutet, wenn Sie an die … (Folgen) denken.
  • Und daher stelle ich die Frage, ob wir im Hinblick auf … (Thema) … (Umgang mit Thema).
  • Meine Empfehlung sieht konkret vor, …
  • Für / gegen diese Empfehlung spricht …, insbesondere …
  • Möglicherweise möchte hier jemand einwenden, es sei … (Gegenargument, Einwand).
  • Allerdings ist nicht entscheidend, ob …, sondern … (größerer Vorteil) und das ist entscheidend.
  • Deshalb spreche ich mich dafür / dagegen aus, … und empfehle …(Handlungsempfehlung)

Unterstützung

 

Sie wollen eine gute Eröffnungsrede als Einstieg in die Debatte halten? Dann helfe ich Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Eröffnungsrede. Den Umfang der Unterstützung können Sie wählen.

Dringende Empfehlung: Gönnen Sie sich zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback zu Ihnen und Ihrer Botschaft. Anschließend wissen Sie, wie Sie und Ihre Argumente auf Gegenspieler und Publikum wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso solltest du erst nach Ihrem echten Auftritt über solch eine Rückmeldung verfügen? Dann ist es für Korrekturen zu spät.

Was der Preis dieser professionellen Unterstützung für Ihre Vorbereitung ist? Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung.

Was oft unter den Teppich gekehrt werden soll und sich doch immer wieder in den Vordergrund drängt, ist Lampenfieber. Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter sehr intensivem Lampenfieber. Das ist schade, denn das ist mit entsprechender Hilfe nicht notwendig. Nur, für den Fall …

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achten Sie bei einer Eröffnungsrede bei einer Debatte?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Eröffnungsrede?

Wie baue ich eine Eröffnungsrede auf?

Für den Aufbau einer Eröffnungsrede kommen, ja nach Zielsetzung, zahlreiche Redestrukturen in Betracht. Eine Sammlung bewährter Strukturen für Redebeiträge finden Sie hier: Redestrukturen für deinen Redeaufbau: Gut für die Redner, gut für das Publikum

Wie baue ich eine Eröffnungsrede für eine Debatte auf?

Eine Eröffnungsrede für eine Debatte könnte beispielsweise so aufgebaut werden:

  1. Anfang. Der Einstieg in das Thema kann aktuelle Anknüpfungspunkte nutzen. …
  2. Frage. Welche Frage (Herausforderung) resultiert daraus? …
  3. Definition. Klarstellung, wovon die Rede ist. …
  4. Gründe / Argumente. …
  5. Maßnahme. …
  6. Handlungsaufforderung.

 

Weitere Redestrukturen für Eröffnungsreden in Debatten im Beitrag Eröffnungsrede bei einer Debatte: Tipps, Aufbau, …

Wie wichtig ist eine Eröffnungsrede?

Das Publikum ist üblicherweise hierzulande nicht sehr verwöhnt, wenn es um die Qualität von Eröffnungsreden geht, wobei die Ansprüche steigen.  Mit einer Eröffnungsrede wird der Rahmen der folgenden Aktivitäten gesetzt. Entsprechend kann eine durchdachte und gut präsentierte Eröffnungsrede viel bewirken.

Artikel

Einwandvorwegnahme: Argumente besser vorbereiten und überzeugen

Einwände früh erkennen, starke Gegenargumente prüfen und glaubwürdig kommunizieren: So verbessert Einwandvorwegnahme Argumente und Entscheidungen.

Komfortzone

Komfortzone

Was ist das mit diesem Bereich, der sich Komfortzone nennt?

mehr lesen
5 Schritte zur wirksamen Motivationsrede

5 Schritte zur wirksamen Motivationsrede

Sie wollen Menschen dazu inspirieren, eine Veränderung vorzunehmen, sich für ein Ziel einzusetzen, es sich zu eigen zu machen? Mit einer wirksamen Motivationsrede wecken Sie in den Menschen den Wunsch danach. So gelingt eine Motivationsrede in 5 Schritten.

mehr lesen
Die häufigsten Fehler beim Storytelling

Die häufigsten Fehler beim Storytelling

So umschiffen Sie die häufigsten Fallgruben bei professionellem Storytelling. Was sind die typischen Fehler beim strategischem Erzählen von Geschichten und wie lassen sie sich vermeiden?

mehr lesen

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. April 2017
Überarbeitung: 14. Januar 2019
AN: #4332131

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

Nein, Schmierentheater ist keine schmeichelhafte Bezeichnung
Schmierentheater

Schmierentheater hat keinen guten Ruf

 

Manche Erklärungen in den Medien erinnern an billiges Schmierentheater. In der Politik ist Schmierentheater häufig und das ist nicht schmeichelhaft gemeint.

Überblick

 

 

 

 

Schmierentheater

 

So manche Erklärung in den Medien erinnert an ein billiges Schmierentheater. Im Wahlkampf bezeichnen Politiker Äußerung von Gegenspielern ebenfalls gerne als Schmierentheater. Selbst mag kaum jemand als Schmierenschaupieler bezeichnet werden.

Nein, das ist kein Hinweis darauf, dass es wie geschmiert läuft, denn die Bezeichnung Schmierentheater ist nicht schmeichelhaft gemeint. Schmiere, als Ausdruck für Fett, drückt vermutlich aus, dass sie „schmutzig“ oder „zusammengeschmiert“ sind. Der Begriff Schmierentheater stammt aus dem 16. Jahrhundert. Verbreitung fand er in der Theatersprache. Im 19. Jahrhundert waren in Europa sehr viele Wanderbühnen unterwegs. Deren amateurhafte Schauspieler hatten einen schlechten Ruf. Böse Stimmen vergleichen deren Schauspielkunst mit der Qualität heutiger Nachmittagsschauspieler in Billigseifenopern. Auch die haben wohl ihr Publikum, sonst würde es sie nicht geben.

Ob in Berlin, auf der Weltbühne oder wo auch immer: Politisches Schmierentheater mag auf den ersten Blick als Inspirationsquelle für Kabarettisten belächelt werden, doch es ist mehr zum Weinen als Lachen. Daran ändert sich auch wenig, wenn das Schmierentheater als Schmierenkomödie, Kasperletheater, Possenspiel, Affentheater oder Affenkomödie bezeichnet wird, es bleibt ein unwürdiges Schauspiel.

Wer es nicht ignorieren mag, den verärgert der Etikettenschwindel, das Ablenkungsmanöver, der Bluff. Leider dauert es zu oft zu lange, bis es Konsequenzen hat und manch ein Schmierentheater gastiert deswegen länger, als es sollte.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Schmierentheater?

Ein Schmierentheater ist eine Art von Theater, die in der Regel als billig und unterhaltsam gilt. Die Bezeichnung kommt von dem früheren Brauch, dass Schauspieler sich Schminke auf das Gesicht schmierten, um ihre Mimik und Gestik zu betonen. Schmierentheater wurde in der Vergangenheit oft in Varietés oder Zirkussen aufgeführt und zeichnete sich durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung und Comedy aus. Heute wird der Begriff manchmal auch als Metapher für eine inszenierte oder aufgesetzte Veranstaltung oder Situation verwendet.

Was bedeutet Schmierentheater in der Öffentlichkeitsarbeit?

In der Öffentlichkeitsarbeit wird der Begriff „Schmierentheater“ manchmal als Metapher für eine inszenierte oder aufgesetzte Veranstaltung oder Situation verwendet, die dazu dient, die Öffentlichkeit zu täuschen oder von wichtigen Themen abzulenken. Ein Schmierentheater in der Öffentlichkeitsarbeit könnte zum Beispiel eine Pressekonferenz sein, bei der Führungskräfte eines Unternehmens eine Frage-Antwort-Session mit Journalisten abhalten, die jedoch in Wirklichkeit nur dazu dient, von einem negativen Ereignis abzulenken oder die Öffentlichkeit zu beruhigen. Oder es könnte eine PR-Kampagne sein, die darauf abzielt, ein Unternehmen oder eine Person in einem besseren Licht darzustellen, als es der Realität entspricht. In solchen Fällen könnte man von einem Schmierentheater sprechen, da die Veranstaltung oder Kampagne inszeniert und nicht echt ist.

P.S.

 

Wie reagieren Sie auf Schmierentheater und ist es eine Seltenheit?

Das Geld vergeht so schnell wie Zeit, Der Nepp besteht, der Kitsch gedeiht. Und es kämpft keine Geschlossenheit Dagegen. Der Kitsch, der Nepp; es spricht davon kein Strafbuch und kein Lexikon. Weswegen? Joachim Ringelnatz

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. November 2018
Überarbeitung: 25. Juni 2019
AN: #7640
Ü: 
K: 

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur: Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur: Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren
Dialektischer Fünfsatz - Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur

 

Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Struktur für Reden und Präsentationen an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt überzeugend vertreten werden soll.

Überblick

 

 

 

 

Dialektischer Fünfsatz

 

Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Redestruktur vor allem dann an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt klargemacht werden soll. Außerdem eignet er sich gut, um auf Angriffe zu reagieren. Durch den Einsatz dieses Argumentationsaufbaus vermitteln Sie dem Publikum, dass Sie Ihre Lösungsempfehlungen systematisch und durchdacht entwickelt haben.

Redeformat: Schritt für Schritt zur Stellungnahme

 

Für einen überzeugenden Standpunkt braucht es fünf Schritte:

Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

1. Vorstellung des Themas

 

Worum geht es? Beginnen Sie damit in das Thema einzuführen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Worum geht es?
  • Was hat das Publikum damit zu tun?

 

 

 

2. These

 

Liefern Sie eine Begründung für die dominierende These, also das Pro. Verwenden Sie ein bis zwei Argumente dafür.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist die dominierende These?
  • Was stützt die These?

 

 

 

3. Antithese

 

Welche entgegengesetzte Position gibt es, also das Kontra? Nennen Sie ein bis zwei Argumente, die dagegen sprechen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Gegenposition und Einwände gibt es?

 

 

 

4. Synthese und eigener Standpunkt

 

Was ergibt sich unter Berücksichtigung der Positionen daraus und was ist Ihre Empfehlung? Hier beziehen Sie Stellung.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist Ihr Standpunkt?
  • Was spricht dafür?

 

 

 

5. Handlungsaufforderung

 

Was soll das Publikum nun tun? Liefern Sie eine Handlungsaufforderung, die Aussicht auf Erfolg hat.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie geht es weiter?
  • Was ist der Appell an das Publikum?

Wie für einen guten Fünfsatz üblich wird er bei der Vorbereitung von hinten aufgezäumt. Es ist schon am Anfang erforderlich zu wissen, worauf es hinausläuft. Mit etwas Übung beweist der dialektische Fünfsatz seinen praktischen Wert in vorbereiteten Reden und auch in spontanen Diskussionen.

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Hast du mit dieser oder einer anderen Redestruktur Erfahrungen gemacht?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Redestruktur

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43374

Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

Fünf-Punkte-Gliederung

Reden und Präsentationen klar aufbauen
Präsentieren mit der Fünf-Punkte-Gliederung

Die Fünf-Punkte-Gliederung für Reden und Präsentationen

 

Mit dem Klassiker der Redestrukturierung, der Fünf-Punkte-Gliederung, bauen Sie wirksam Reden und Präsentationen auf.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Redegliederung für den vielfältigen Einsatz

 

Alle guten Dinge sind DREI? Manchmal ist FÜNF noch besser. Eine der geläufigsten Redeformeln ist deswegen die Fünf-Punkte-Gliederung, die auch als Fünf-Finger- oder Fünf-Satz-Formel bezeichnet wird.

Hierbei geht es darum, eine Argumentation Schritt für Schritt aufzubauen, damit der Zuhörer jeden einzelnen Gedankengang nachvollziehen kann. Die Hauptaussage wird dann in Form eines Fazits nah an das Ende gestellt.

Diese Redeformel eignet sich besonders für einfache Überzeugungsvorträge. Sie ist aber auch bei einem Sachvortrag oder einer Stegreifrede anwendbar.

Die Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

 

Du hast viel zu sagen.

Vielleicht sogar zu viel.

Du kennst das Thema.

Du hast Argumente, Beispiele, Zahlen und Ideen.

Und genau darin kann das Problem liegen.

Denn was für dich längst zusammengehört, muss für dein Publikum noch lange keinen erkennbaren Zusammenhang ergeben.

Eine gute Rede braucht deshalb mehr als gute Inhalte.

Sie braucht eine Gedankenführung.

Eine einfache und vielseitige Möglichkeit dafür ist die Fünf-Punkte-Gliederung.

Sie führt das Publikum Schritt für Schritt von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer klaren Schlussfolgerung und – wenn es zum Anlass passt – zu einer konkreten Handlung.

Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Die fünf Schritte sind:

1. Interesse und Relevanz schaffen
2. Orientierung geben
3. Begründen und anschaulich machen
4. Schlussfolgerung formulieren
5. Konsequenz oder Handlung deutlich machen

Der eigentliche Wert liegt jedoch weniger in der Zahl fünf.

Er liegt in einer entscheidenden Frage:

Kann mein Publikum meinem Gedankengang mühelos folgen?

Gute Struktur dient dem Publikum

 

Wer ein Thema sehr gut kennt, unterschätzt leicht, wie viele gedankliche Schritte das Publikum benötigt.

Der Redner denkt:

„Das ist doch offensichtlich.“

Für die Zuhörer fehlt möglicherweise genau die Verbindung zwischen zwei Gedanken.

Deshalb bedeutet gute Struktur keineswegs, Inhalte lediglich in fünf Kästchen zu sortieren.

Sie bedeutet:

die Gedanken in der Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen sie verstehen können.

Das ist ein Perspektivwechsel.

Du strukturierst die Rede weniger nach der Reihenfolge, in der dir die Gedanken eingefallen sind.

Du strukturierst sie danach, wie dein Publikum sie am besten aufnehmen kann.

 

 

 

Schritt 1: Interesse und Relevanz schaffen

 

Die ersten Momente beantworten für das Publikum eine unausgesprochene Frage:

Warum sollte ich jetzt zuhören?

Deshalb braucht ein guter Einstieg Relevanz.

Das kann durch eine überraschende Beobachtung geschehen.

Eine Frage.

Eine kurze Geschichte.

Eine konkrete Situation.

Eine starke Aussage.

Oder ein Problem, das dein Publikum unmittelbar betrifft.

Zum Beispiel:

„Wir diskutieren seit Monaten über die Kosten dieser Veränderung. Heute möchte ich über die Kosten sprechen, die entstehen, wenn wir nichts verändern.“

Damit ist sofort klar:

Hier geht es um etwas, das Konsequenzen hat.

 

 

 

Leitfragen für den Einstieg

 

Was betrifft mein Publikum unmittelbar?

Welche Frage beschäftigt diese Menschen?

Was steht auf dem Spiel?

Welche Beobachtung macht neugierig?

Und:

Warum lohnt es sich, mir die nächsten Minuten zuzuhören?

 

 

 

Der häufigste Fehler beim Einstieg

 

Viele Redner beginnen mit sich selbst.

„Ich freue mich, heute hier zu sein.“

„Ich möchte Ihnen etwas über unser Projekt erzählen.“

„Mein Thema lautet …“

Das kann höflich sein.

Es erzeugt jedoch selten starke Aufmerksamkeit.

Das Publikum interessiert sich zunächst weniger dafür, was du erzählen möchtest.

Es interessiert sich dafür:

Was bedeutet das für uns?

Deshalb darf die Relevanz möglichst früh sichtbar werden.

 

 

 

Schritt 2: Orientierung geben

 

Nachdem Interesse entstanden ist, braucht das Publikum Orientierung.

Worum geht es genau?

Welche Frage wird beantwortet?

Was möchtest du zeigen?

Was soll nach deiner Rede klarer sein als vorher?

Hier formulierst du den gedanklichen Rahmen.

Zum Beispiel:

„Ich möchte Ihnen heute drei Gründe zeigen, weshalb wir diesen Schritt jetzt gehen sollten – und welche zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit er funktioniert.“

Jetzt weiß das Publikum, worauf es achten soll.

Orientierung reduziert kognitive Arbeit.

Und genau das hilft beim Zuhören.

 

 

 

Eine Rede braucht eine zentrale Botschaft

 

Vor jeder Strukturfrage steht deshalb eine noch wichtigere Frage:

Was soll mein Publikum am Ende verstanden haben?

Versuche, die Botschaft in einem Satz zu formulieren.

Wenn dir das kaum gelingt, ist häufig auch die Rede noch zu unscharf.

Zum Beispiel:

„Wir sollten das Projekt starten.“

Das ist eine Position.

Stärker wäre:

„Wir sollten das Projekt jetzt starten, weil der erwartete Nutzen die überschaubaren Risiken deutlich überwiegt und weiteres Warten zusätzliche Kosten erzeugt.“

Jetzt ist der Kern sichtbar.

Die Struktur kann darauf aufbauen.

 

 

 

Schritt 3: Begründen und anschaulich machen

 

Nun kommt der Hauptteil.

Hier zeigst du:

Warum ist deine Einschätzung nachvollziehbar?

Welche Informationen tragen sie?

Welche Optionen gibt es?

Welche Gegenargumente verdienen Aufmerksamkeit?

Welche Beispiele machen die Aussage verständlich?

Hier entsteht die eigentliche argumentative Substanz.

Doch Vorsicht:

Mehr Argumente machen eine Rede keineswegs automatisch überzeugender.

Manchmal bewirken sie das Gegenteil.

Das Publikum verliert die Prioritäten aus dem Blick.

Deshalb solltest du auswählen.

Welche zwei oder drei Gedanken tragen deine Botschaft wirklich?

Welche Informationen sind erforderlich?

Welche Details gehören eher in eine Fragerunde, einen Anhang oder ein Gespräch danach?

 

 

 

Argumente brauchen eine erkennbare Hierarchie

 

Nicht jedes Argument ist gleich stark.

Und nicht jedes ist für dein Publikum gleich relevant.

Deshalb solltest du unterscheiden:

Was ist mein stärkstes Argument?

Was unterstützt es?

Was ist ein Beispiel?

Was ist Hintergrundinformation?

Was kann weg?

Diese letzte Frage ist besonders wertvoll.

Eine gute Rede entsteht häufig ebenso durch Weglassen wie durch Hinzufügen.

 

 

 

Beispiele machen Gedanken greifbar

 

Abstrakte Aussagen sind schnell vergessen.

Konkrete Beispiele bleiben eher hängen.

Statt:

„Die bisherige Vorgehensweise verursacht erhebliche Verzögerungen.“

könntest du sagen:

„Im vergangenen Quartal haben wir dadurch bei drei Projekten insgesamt sechs Wochen verloren.“

Jetzt bekommt die Aussage Kontur.

Geschichten, Vergleiche und Beispiele können dasselbe leisten.

Sie übersetzen einen abstrakten Gedanken in etwas Vorstellbares.

 

 

 

Gegenargumente erhöhen Glaubwürdigkeit

 

Eine überzeugende Rede tut selten so, als gäbe es ausschließlich Vorteile.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst die Einwände.

Wenn du sie verschweigst, entstehen Zweifel.

Deshalb kann es stark sein, selbst zu sagen:

„Der wichtigste Einwand gegen diese Lösung ist …“

Und anschließend:

„Genau deshalb sollten wir uns diesen Punkt genauer ansehen.“

Damit zeigst du:

Du hast die Gegenposition wahrgenommen.

Du hast sie geprüft.

Und deine Empfehlung besteht auch nach dieser Prüfung.

Das wirkt häufig stärker als eine einseitige Verkaufsschau.

 

 

 

Schritt 4: Die Schlussfolgerung formulieren

 

Nach Argumenten, Beispielen und möglichen Gegenpositionen braucht das Publikum eine klare Antwort:

Was folgt daraus?

Genau dafür ist das Fazit da.

Jetzt fasst du weniger alles noch einmal zusammen.

Du verdichtest.

Zum Beispiel:

„Deshalb empfehle ich, das Projekt im kommenden Quartal zu starten – zunächst begrenzt auf die beiden Bereiche, in denen Nutzen und Umsetzbarkeit bereits ausreichend belegt sind.“

Das ist konkret.

Die Zuhörer wissen, wofür du stehst.

 

 

 

Ein Fazit braucht Entscheidungskraft

 

Manche Reden verlieren kurz vor dem Ende ihre Klarheit.

Nach zwanzig Minuten überzeugender Argumentation kommt:

„Das waren einige Gedanken dazu. Vielen Dank.“

Damit bleibt erstaunlich viel Wirkung liegen.

Wenn du zu einer Schlussfolgerung gekommen bist, darfst du sie aussprechen.

Klar.

Präzise.

Und ohne sie anschließend durch drei zusätzliche Absicherungen wieder zu verwässern.

Eine gute Argumentation darf zu einem klaren Ergebnis führen.

 

 

 

Schritt 5: Was soll jetzt geschehen?

 

Nicht jede Rede braucht einen klassischen Call-to-Action.

Eine Gedenkrede hat ein anderes Ziel als eine Vorstandspräsentation.

Ein Fachvortrag ein anderes als ein Pitch.

Doch fast jede gute Rede hat eine gewünschte Wirkung.

Vielleicht soll das Publikum:

entscheiden,

zustimmen,

eine Möglichkeit prüfen,

eine Vorgehensweise verändern,

eine Information behalten,

eine Frage weiterdenken,

oder einen konkreten nächsten Schritt gehen.

Deshalb lohnt sich am Ende die Frage:

Was soll nach meiner Rede anders sein als vorher?

Wenn daraus eine Handlung folgt, formuliere sie möglichst konkret.

Statt:

„Wir sollten jetzt gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.“

besser:

„Ich schlage vor, dass wir heute die Freigabe für die Pilotphase beschließen und bis Freitag die Verantwortlichkeiten festlegen.“

Jetzt wird aus Zustimmung Bewegung.

 

 

 

Die fünf Punkte auf einen Blick

 

Eine klare Rede beantwortet fünf Fragen:

 

1. Warum soll ich zuhören?

Schaffe Interesse und Relevanz.

 

2. Worum geht es?

Gib Orientierung und formuliere deine zentrale Botschaft.

 

3. Warum sollte ich das nachvollziehen?

Begründe, prüfe und veranschauliche.

 

4. Was folgt daraus?

Formuliere eine klare Schlussfolgerung.

 

5. Was bedeutet das jetzt?

Zeige die Konsequenz oder den nächsten Schritt.

Damit entsteht eine natürliche Gedankenbewegung:

Relevanz → Orientierung → Begründung → Schlussfolgerung → Konsequenz

 

 

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein Werkzeug, kein Korsett

 

Eine Redestruktur soll dir dienen.

Wenn sie deine Botschaft schwächt, verändere sie.

Vielleicht braucht deine Rede mehr Raum im Hauptteil.

Vielleicht ist die Handlungsaufforderung unnötig.

Vielleicht eröffnet eine Geschichte und die eigentliche Orientierung folgt etwas später.

Vielleicht braucht ein komplexes Thema mehrere argumentative Schleifen.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Struktur bedeutet Ordnung – nicht Starrheit.

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist deshalb besonders hilfreich als Ausgangspunkt.

Sie zwingt dich zu fünf wichtigen Entscheidungen.

Was ist relevant?

Was ist meine Botschaft?

Was trägt sie?

Was folgt daraus?

Was soll anschließend geschehen?

 

 

 

Besonders hilfreich bei wenig Vorbereitungszeit

 

Die Struktur eignet sich auch für Situationen, in denen wenig Zeit vorhanden ist.

Bevor du sprichst, notiere fünf Stichworte:

Relevanz

Warum betrifft das mein Publikum?

 

Botschaft

Was möchte ich auf den Punkt bringen?

 

Begründung

Welche zwei oder drei Gedanken tragen die Botschaft?

 

Fazit

Was folgt daraus?

 

Konsequenz

Was soll anschließend geschehen?

Damit lässt sich auch eine kurzfristige Wortmeldung wesentlich klarer strukturieren.

 

 

 

Die Struktur beginnt vor den Folien

 

Ein häufiger Fehler bei Präsentationen:

PowerPoint wird geöffnet, bevor der Gedankengang steht.

Dann entstehen Folien.

Noch eine Folie.

Noch eine Zahl.

Noch ein Diagramm.

Und irgendwann versucht der Redner, aus den vorhandenen Folien eine Geschichte zu bauen.

Hilfreicher ist die umgekehrte Reihenfolge:

Erst die Gedankenführung. Dann die Folien.

Wenn die Struktur ohne Präsentationssoftware kaum funktioniert, werden zusätzliche Folien das Problem selten lösen.

 

 

 

Was wirklich überzeugt

 

Eine Fünf-Punkte-Gliederung allein macht noch keine überzeugende Rede.

Entscheidend bleiben:

eine relevante Botschaft,

tragfähige Argumente,

ein Verständnis für das Publikum,

gute Beispiele,

glaubwürdige Präsenz

und eine klare Schlussfolgerung.

Die Struktur verbindet diese Elemente.

Sie ersetzt sie nicht.

 

 

 

Der Struktur-Check vor deinem Auftritt

 

Vor einer wichtigen Rede oder Präsentation helfen fünf abschließende Fragen:

1. Ist bereits am Anfang klar, warum das Thema relevant ist?

2. Kann ich meine zentrale Botschaft in einem Satz formulieren?

3. Tragen meine wichtigsten Argumente diese Botschaft tatsächlich?

4. Ist am Ende eindeutig, welche Schlussfolgerung ich ziehe?

5. Weiß mein Publikum, was daraus folgt?

Wenn du diese fünf Fragen klar beantworten kannst, besitzt deine Rede bereits ein sehr solides Fundament.

 

 

 

Fazit: Gute Struktur macht Denken nachvollziehbar

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein einfaches Werkzeug.

Gerade darin liegt ihre Stärke.

Sie erinnert dich daran, dass eine gute Rede mehr braucht als interessante Inhalte.

Sie braucht eine nachvollziehbare Gedankenführung.

Schaffe Relevanz.

Gib Orientierung.

Begründe.

Ziehe eine klare Schlussfolgerung.

Und zeige, was daraus folgt.

Denn überzeugende Kommunikation bedeutet weniger, möglichst viel zu sagen.

Sie bedeutet:

die richtigen Gedanken in einer Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen ihnen folgen können.

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 8. März 2026

Spontanreden, unverhofft kommt oft: Wie jede spontane Rede gelingt.

Spontanreden, unverhofft kommt oft: Wie jede spontane Rede gelingt.

Überzeugende Reden aus dem Ärmel schütteln

Unverhofft kommt oft: Spontanreden

Spontanreden

 

Welche Freude! Was tun, wenn Sie überraschend mit einer Redegelegenheit beschenkt werden? Hier erfahren Sie, wie Sie die Gelegenheit erfolgreich meistern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Eine Rede aus dem Handgelenk schütteln

 

Na toll; unverhofft kommt oft. Und nun dürfen Sie nach vorne vor Ihr Publikum schreiten und unvorbereitet eine Rede halten. Sozusagen, sich eine Rede aus dem Handgelenk schütteln. Im Englischen „off the cuff“, eine Formulierung, die auf Kellner zurückgehen soll, die sich Notizen auf die Manschetten ihrer Hemden geschrieben haben. Und tatsächlich können Redner dabei beobachtet werden, wie sie ständig dorthin schauen. So, als würden dort Hinweise zu finden sein, was zu sagen ist. Üblicherweise ist dort aber nicht viel zu finden. Hoch lebe das Sprungverhalten: So wird dann an der Manschette gezuppelt oder der Manschettenknopf neu justiert, anstatt sich der Situation mit voller Aufmerksamkeit zu stellen.

 

 

 

Spontanrede: Was nun?

 

Wie reagieren Sie, wenn wir überraschend mit einer Redegelegenheit beschenkt werden? Begrüßen Sie die Gelegenheit oder verwünschen Sie den Auffordernden?

Was tun? Zuerst ist es hilfreich sich daran zu erinnern, dass dies im Grunde keine außergewöhnliche Situation ist. Sie fühlt sich nur so an. Die meisten Gespräche werden ja auch ohne gründliche sprachliche Vorbereitung geführt. Doch kaum bekommt der Rahmen einen öffentlicheren Charakter, verändert sich unsere Wahrnehmung und unser Anspruch an uns selbst. Und der daraus resultierende Druck macht nicht unbedingt geistreicher. Druck schneidet uns eher von unseren Ressourcen ab, erschwert, was sonst ganz leicht geht.

 

 

 

EIGENTLICH ganz leicht!

 

Vorausgesetzt, wir sind in Gesprächen in der Lage interessant und strukturiert zu reden, basiert der spontane Redeerfolg vor Gruppen im Wesentlichen auf dem eigenen Zustandsmanagement. Es hat sich bewährt, sich wie in einer kleinen Runde zu fühlen und ähnlich zu verhalten. Dann ist es eigentlich ganz einfach! Eigentlich? Ja, denn viele neigen dazu, sich selbst Druck zu machen. Nicht jeder hat Übung darin, vor Publikum spontan Gedanken zu sortieren und dabei auch noch überzeugend zu reden. Deswegen sind entsprechende Orientierungshilfen von Vorteil und viel Übung, sehr viel Übung. Das entsprechendes Training nicht nur wirkungsvoll, sondern auch mit Spaß verbunden sein kann, beweisen Trainings mit Elementen der ImproRhetorik™.

 

 

 

Trainingsgelegenheiten

 

Im Gruppentraining an zwei Tagen oder im Einzeltraining mit 10 bis 15 individuell vereinbarten Stunden lernen Sie, wie Sie auch in spontanen Redesituationen eine gute Figur machen und überzeugen.

Erfolgreich eine Rede aus dem Ärmel schütteln, Anregungen und Unterstützung:

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Wie meistern Sie spontane Redegelegenheiten?

Artikel

Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

Spontaneität ist mehr als Impulsivität. Erfahre, wie Präsenz, Vorbereitung und innere Klarheit helfen, flexibel und souverän zu reagieren.

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

So manche Erklärung in den Medien erinnert an ein billiges Schmierentheater. Im Wahlkampf bezeichnen Politiker Äußerung von Gegenspielern ebenfalls gerne als Schmierentheater. Nein, das ist nicht schmeichelhaft gemeint.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4338
K:CNB
Ü:B

Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. aus dem Ärmel zaubern. Spontan reden und überzeugen.

Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. aus dem Ärmel zaubern

Sich und Ihre Botschaft auch bei Stegreifreden überzeugend präsentieren
Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. meistern

Stegreifreden mit P.R.E.P. strukturieren

 

Bei Stegreifreden, sei es in einem Interview, bei Arbeitstreffen oder bei gesellschaftlichen Ereignisse, helfen Ihnen diese Tipps zum Redeformat P.R.E.P. weiter.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

P.B.B.P. oder P.R.E.P., damit Sie und Ihr Publikum sich bei Stegreifreden zurechtfinden

 

Auch den zuversichtlichsten oder erfahrensten Rednern wird etwas wärmer, wenn sie aufgefordert werden, kurzfristig über etwas zu sprechen, für das sie sich nicht vorbereitet haben. Gelegenheiten für Stegreifreden gibt es viele, sei es in einem Interview, bei einem Arbeitstreffen oder bei einem gesellschaftlichen Ereignis wie einem Familienzusammentreffen.

 

 

 

Von Null auf Hundert

 

Was gibt es zu diesem Thema auf die Schnelle zu sagen? Wie beginnen und womit einen Eindruck hinterlassen? Dafür oder dagegen? Manchmal ist es zuerst auch noch erforderlich, den eigenen Standpunkt zu klären. Die vielen Gedanken wollen geordnet werden, um sich selbst zurechtzufinden und es den Zuhörern überzeugend zu präsentieren. Deshalb ist einer der ersten Schritte, die Wahl einer geeigneten Redestruktur.

 

 

 

Stegreifreden mit P.R.E.P. meistern

 

Eine sehr einfache Redestruktur, die sich für Stegreifreden eignet, ist P.R.E.P. Hier steht jeder Buchstabe für einen englischen Begriff, eine Art Eselsbrücke. Mit dieser Orientierungshilfe können Sie innerhalb kürzester Zeit eine Rede vorbereiten und sogar bei einer Stegreifrede einsetzen.

 

P.R.E.P. steht für:

 

Point (Punkt)

 

Point, also Punkt. Starten Sie Ihre Rede mit Ihrem Hauptpunkt. Konzentrieren Sie sich auf einen Punkt, anstatt sich zu verzetteln. So ist es einfacher für Ihr Publikum, Ihren Gedanken zu folgen.

 

 

Reason (Begründung)

 

Reason, also Gründe im Sinne von Begründung. Sagen Sie Ihrem Publikum, weshalb Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Hauptpunkt wahr ist. Wenn verfügbar, können Sie Forschungsergebnisse und Statistiken hinzuziehen, wenn es der Glaubwürdigkeit dient.

 

 

Example (Beispiel)

 

Example, also Beispiel. Veranschaulichen Sie durch ein oder mehrere Beispiele Ihren Hauptpunkt und Ihre Begründungen.

 

 

Point (Punkt)

 

Point. Wiederholen Sie Ihre wichtigsten Aussagen, sodass sie in den Köpfen des Publikums ihre Wirkung entfalten.

P.S.

 

Und, wie finden Sie P.R.E.P. oder ist Ihnen P.B.B.P. lieber? Schön, wenn Ihnen diese einfache Struktur bei Ihrer nächsten spontanen Redegelegenheit von Nutzen ist. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen, ich freue mich auf Rückmeldungen.

P.S.

 

Wie geben Sie Ihren Redebeiträgen Struktur?

Artikel

Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

Spontaneität ist mehr als Impulsivität. Erfahre, wie Präsenz, Vorbereitung und innere Klarheit helfen, flexibel und souverän zu reagieren.

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

Schmierentheater: Was bedeutet das und wer will es?

So manche Erklärung in den Medien erinnert an ein billiges Schmierentheater. Im Wahlkampf bezeichnen Politiker Äußerung von Gegenspielern ebenfalls gerne als Schmierentheater. Nein, das ist nicht schmeichelhaft gemeint.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2013
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43317
K:CNC
Ü:

Spontane Präsentationen meistern: Klar und souverän sprechen

Spontane Präsentationen meistern: Klar sprechen, wenn kaum Vorbereitungszeit bleibt

 

„Können Sie dazu vielleicht kurz etwas sagen?“

Ein harmloser Satz.

Bis du merkst:

Alle schauen dich an.

Vielleicht sitzt die Geschäftsführung am Tisch.

Vielleicht erwartet ein Kunde eine Einschätzung.

Vielleicht sollst du innerhalb weniger Minuten ein Projekt erklären.

Oder eine Entwicklung einordnen, auf die du dich kaum vorbereiten konntest.

Jetzt zeigt sich eine besondere Form kommunikativer Kompetenz:

Kannst du deine Gedanken unter Zeitdruck ordnen und so sprechen, dass andere dir folgen können?

Spontane Präsentationen brauchen weniger Perfektion.

Sie brauchen Klarheit.

Und dafür hilft eine einfache Struktur.

 

 

 

Spontan bedeutet weniger vorbereitet – keineswegs unstrukturiert

 

Wer spontan sprechen soll, begeht leicht einen von zwei Fehlern.

Der erste:

Sofort losreden.

Dann entstehen Gedanken während des Sprechens, springen hin und her und das Publikum muss die Struktur selbst suchen.

Der zweite:

Zu lange nach der perfekten Antwort suchen.

Dann wächst der Druck.

Dabei braucht eine spontane Präsentation häufig etwas viel Einfacheres:

einen klaren Gedanken und eine nachvollziehbare Reihenfolge.

Struktur schafft dafür Orientierung.

Für dich.

Und für dein Publikum.

 

 

 

Gute spontane Beiträge beginnen im Kopf

 

Bevor du sprichst, brauchst du keineswegs die gesamte Präsentation.

Oft reichen wenige Sekunden und drei Fragen:

Was ist mein wichtigster Punkt?

Warum ist er für dieses Publikum relevant?

Was soll nach meinem Beitrag klarer sein?

Diese Fragen helfen, aus vielen möglichen Gedanken eine Richtung auszuwählen.

Denn das größte Problem spontaner Beiträge ist häufig weniger fehlendes Wissen.

Es ist zu viel Wissen ohne Auswahl.

 

 

 

Die stärkste Fähigkeit: auswählen

 

Wenn du ein Thema gut kennst, könntest du möglicherweise zwanzig Dinge dazu sagen.

Spontane Präsentationen verlangen etwas anderes.

Welche zwei oder drei Punkte sind jetzt entscheidend?

Was braucht dieses Publikum?

Was kann draußen bleiben?

Das ist eine Form von Urteilsfähigkeit.

Souveränität zeigt sich häufig darin, Wesentliches auswählen zu können.

 

 

 

Eine einfache Struktur: WESHALB – WAS – WIE – WOZU

 

Für spontane Präsentationen nutze ich gerne eine sehr einfache Struktur:

WESHALB
WAS
WIE
WOZU

Vier Fragen.

Vier gedankliche Schritte.

Damit kannst du innerhalb kurzer Zeit einen Beitrag entwickeln, der nachvollziehbar wirkt.

 

 

 

1. WESHALB – Warum ist das relevant?

 

Beginne mit der Bedeutung.

Warum sollten die Menschen zuhören?

Was steht auf dem Spiel?

Welches Problem wird gelöst?

Welche Gelegenheit entsteht?

Zum Beispiel:

„Wir sollten uns diese Entwicklung ansehen, weil sie unmittelbar beeinflusst, ob wir unseren Zeitplan halten können.“

Damit weiß dein Publikum sofort:

Darum geht es.

Das betrifft uns.

 

 

 

2. WAS – Worum geht es konkret?

 

Jetzt beschreibst du den Kern.

Was ist geschehen?

Was wissen wir?

Was ist die zentrale Information?

Welche Veränderung steht an?

Zum Beispiel:

„Der wichtigste Lieferant hat heute Morgen angekündigt, dass sich die Lieferung voraussichtlich um zwei Wochen verschiebt.“

Klar.

Konkret.

Ohne unnötige Vorgeschichte.

 

 

 

3. WIE – Wie gehen wir damit um?

 

Nun wird es handlungsorientiert.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Was schlägst du vor?

Wie lässt sich das Problem lösen?

Zum Beispiel:

„Wir prüfen parallel zwei Alternativlieferanten und verschieben die weniger zeitkritischen Arbeitsschritte nach hinten.“

Jetzt entsteht Orientierung.

 

 

 

4. WOZU – Was soll dadurch erreicht werden?

 

Zum Schluss führst du den Gedanken in die Zukunft.

Was verändert sich?

Welches Ergebnis wird angestrebt?

Warum lohnt sich der vorgeschlagene Weg?

Zum Beispiel:

„Damit können wir den kritischen Teil des Projekts voraussichtlich im Zeitplan halten und gewinnen gleichzeitig eine zweite Bezugsquelle für zukünftige Projekte.“

So bekommt dein Beitrag einen klaren Abschluss.

 

 

 

Ein Beispiel in weniger als einer Minute

 

Angenommen, jemand fragt dich spontan:

„Wie bewerten Sie die aktuelle Entwicklung?“

Du könntest antworten:

WESHALB

„Die Entwicklung ist für uns relevant, weil sie unseren größten Wachstumsbereich betrifft.“

WAS

„Wir sehen seit drei Monaten deutlich steigende Nachfrage, gleichzeitig steigen unsere Bearbeitungszeiten.“

WIE

„Deshalb sollten wir zunächst Prozesse und Kapazitäten in diesem Bereich anpassen, bevor wir zusätzliches Wachstum forcieren.“

WOZU

„So sichern wir die Qualität und schaffen gleichzeitig die Grundlage, anschließend kontrolliert weiter zu wachsen.“

Vier Schritte.

Eine klare Position.

Keine vorbereitete Rede erforderlich.

 

 

 

Struktur klingt keineswegs automatisch schematisch

 

Eine gute Struktur sollte im Vortrag kaum hörbar sein.

Du musst keineswegs ankündigen:

„Nun komme ich zum WESHALB.“

Die Struktur arbeitet im Hintergrund.

Sie dient dir als Denkgerüst.

Das Publikum erlebt einfach:

Der Beitrag ergibt Sinn.

Genau darin liegt der Wert.

 

 

 

Wenn du nur 30 Sekunden hast

 

Manchmal ist selbst die Vier-Punkte-Struktur zu umfangreich.

Dann reduziere weiter.

Zum Beispiel auf:

Punkt – Grund – Konsequenz.

„Mein Vorschlag ist, die Entscheidung um eine Woche zu verschieben.

Uns fehlen aktuell zwei Informationen, die das Risiko erheblich beeinflussen.

Mit einer Woche gewinnen wir eine belastbarere Entscheidungsgrundlage.“

Fertig.

Kurze Beiträge gewinnen durch Prägnanz.

 

 

 

Wenn du zwei Minuten hast

 

Dann kannst du WESHALB – WAS – WIE – WOZU vollständig nutzen.

Vielleicht ergänzt du ein Beispiel.

Oder eine Zahl.

Oder einen relevanten Einwand.

Zwei Minuten sind wesentlich länger, als sie sich zunächst anfühlen.

Wenn du weißt, was du sagen möchtest.

 

 

 

Wenn du zehn Minuten hast

 

Dann bleibt die Struktur ebenfalls erhalten.

Du kannst jeden Punkt vertiefen.

Beim WESHALB:

Ausgangslage und Relevanz.

Beim WAS:

Daten und Beobachtungen.

Beim WIE:

Optionen, Kriterien und Empfehlung.

Beim WOZU:

Auswirkungen und nächster Schritt.

Damit lässt sich dieselbe Grundstruktur flexibel skalieren.

 

 

 

Spontane Präsentationen vor Führungskräften

 

Gerade bei Führungskräften und Entscheidungsgremien ist Klarheit häufig wichtiger als Vollständigkeit.

Die entscheidenden Fragen lauten oft:

Was ist passiert?

Warum ist das relevant?

Was empfehlen Sie?

Was brauchen Sie von uns?

Wer hier zehn Minuten Vorgeschichte liefert, bevor die eigentliche Aussage sichtbar wird, verliert leicht Aufmerksamkeit.

Deshalb kann es sinnvoll sein, mit der Kernaussage zu beginnen:

„Meine Empfehlung lautet …“

Danach folgt die Begründung.

 

 

 

Das Publikum möchte Orientierung

 

Spontane Präsentationen entstehen oft in Situationen, in denen andere Menschen etwas von dir brauchen.

Eine Einschätzung.

Eine Empfehlung.

Eine Entscheidung.

Eine Erklärung.

Dann hilft die Frage:

Was braucht dieses Publikum jetzt von mir?

Manchmal Fakten.

Manchmal Orientierung.

Manchmal Zuversicht.

Manchmal eine klare Grenze.

Manchmal die ehrliche Aussage:

„Dazu reichen die Informationen derzeit noch nicht.“

Auch das kann souverän sein.

 

 

 

Du musst spontan keineswegs alles wissen

 

Ein gefährlicher Gedanke lautet:

„Wenn ich jetzt gefragt werde, muss ich sofort eine vollständige Antwort haben.“

Gerade mit wachsender Verantwortung entstehen jedoch Fragen, auf die eine seriöse Antwort Vorbereitung braucht.

Dann darfst du sagen:

„Dazu möchte ich zwei Punkte prüfen, bevor ich eine belastbare Einschätzung abgebe.“

Oder:

„Mein erster Eindruck ist folgender. Für eine endgültige Empfehlung brauche ich noch diese Information.“

Das ist keine Schwäche.

Es ist saubere Kommunikation.

Souveränität bedeutet auch, die Grenzen der eigenen Aussage zu kennen.

 

 

 

Eine kurze Pause hilft

 

Spontanität bedeutet keineswegs sofortige Reaktion.

Eine Sekunde kann einen großen Unterschied machen.

Atmen.

Den Kern suchen.

Die Struktur wählen.

Dann beginnen.

Eine kurze Pause wirkt häufig wesentlich souveräner als hektisches Losreden.

Du kannst sogar sagen:

„Lassen Sie mich das kurz strukturieren.“

Damit gewinnst du Zeit und signalisierst gleichzeitig Klarheit.

 

 

 

Beginne einfach

 

Viele Menschen suchen spontan nach einem besonders starken Einstieg.

Das erzeugt zusätzlichen Druck.

Du brauchst keineswegs sofort eine brillante Formulierung.

Ein klarer Anfang reicht.

Zum Beispiel:

„Der wichtigste Punkt ist aus meiner Sicht …“

Oder:

„Ich würde dabei drei Dinge unterscheiden.“

Oder:

„Meine Einschätzung ist folgende.“

Ein guter Beitrag gewinnt selten dadurch, dass der erste Satz besonders spektakulär ist.

Er gewinnt dadurch, dass der Gedankengang trägt.

 

 

 

Vermeide das Denken laut vor Publikum

 

Bei spontanen Beiträgen entsteht schnell eine Form des Suchsprechens:

„Also, ich denke, vielleicht müsste man zunächst … wobei natürlich … also grundsätzlich …“

Das Publikum hört dann weniger deine Erkenntnis und stärker deinen Denkprozess.

Hilfreicher:

Kurze Pause.

Gedanken sammeln.

Dann:

„Ich sehe dabei zwei entscheidende Punkte.“

Damit beginnt Kommunikation erst, wenn bereits eine erste Ordnung vorhanden ist.

 

 

 

Sprich in Gedankenblöcken

 

Spontane Beiträge werden klarer, wenn du in Einheiten sprichst.

Ein Gedanke.

Pause.

Nächster Gedanke.

Statt einen immer längeren Satz zu bauen, der während des Sprechens seine Richtung verändert.

Kurze Sätze unterstützen klares Denken.

Und klares Denken unterstützt kurze Sätze.

 

 

 

Was tun, wenn der Kopf leer wird?

 

Auch erfahrenen Menschen kann das passieren.

Plötzlich schauen alle.

Der Kopf wirkt leer.

Dann brauchst du keinen Kampf gegen die Leere.

Beginne mit etwas, das du sicher weißt.

Zum Beispiel:

„Der entscheidende Punkt ist …“

Oder:

„Was wir bisher wissen, ist Folgendes …“

Oder sogar:

„Ich möchte das in zwei Punkten beantworten.“

Damit gibst du deinem Denken eine Aufgabe.

Häufig kommen die nächsten Gedanken während des Sprechens zurück.

 

 

 

Nutze Fragen als Strukturhilfe

 

Manchmal kannst du die Frage sogar zurückgeben:

„Geht es Ihnen vor allem um die wirtschaftliche Auswirkung oder um die Umsetzung?“

Damit erreichst du zwei Dinge.

Du gewinnst Klarheit.

Und du vermeidest, eine ausführliche Antwort auf eine Frage zu geben, die anders gemeint war.

Spontane Präsentation beginnt also manchmal mit Zuhören.

 

 

 

Spontane Beiträge in Meetings

 

Meetings liefern täglich kleine Präsentationsgelegenheiten.

Du möchtest eine Idee einbringen.

Ein Projekt einordnen.

Einen Einwand formulieren.

Eine Empfehlung geben.

Dann hilft eine sehr kompakte Struktur:

Beobachtung – Bedeutung – Empfehlung.

„Wir haben in den vergangenen drei Wochen dreimal dieselbe Verzögerung erlebt.

Damit gefährden wir zunehmend den Gesamttermin.

Ich schlage vor, die Freigabe künftig einen Schritt früher einzuholen.“

Das ist bereits eine kleine Präsentation.

 

 

 

Spontane Statements vor Kamera oder Medien

 

Vor Kamera steigt der Druck zusätzlich.

Zeit ist knapp.

Formulierungen bleiben stärker hängen.

Deshalb braucht es vor allem:

eine klare Kernbotschaft,

wenige Gedanken,

verständliche Sprache,

und einen guten Endpunkt.

Eine hilfreiche Regel:

Ein Statement braucht weniger Informationen als eine Antwort im Fachgespräch.

Wähle das aus, was wirklich transportiert werden soll.

 

 

 

Vorbereitung für spontane Situationen

 

Das klingt paradox:

Kann man Spontaneität vorbereiten?

Ja.

Du kannst vorbereiten:

deine Kernthemen.

deine wichtigsten Positionen.

typische Fragen.

Beispiele.

Zahlen.

Geschichten.

und einige wenige Strukturen.

Dann musst du im Moment weniger neu erfinden.

Du kombinierst Bekanntes passend zur Situation.

Spontaneität entsteht oft aus gut vorbereitetem Material, das flexibel verfügbar ist.

 

 

 

Lerne Gedanken statt Formulierungen

 

Wer ganze Sätze auswendig lernt, wird abhängig vom Wortlaut.

Wer Gedanken verstanden hat, kann sie immer wieder neu formulieren.

Deshalb lohnt sich bei der Vorbereitung die Frage:

Kann ich diesen Gedanken in 20 Sekunden erklären?

In einer Minute?

In fünf Minuten?

Wenn ja, hast du ihn vermutlich wirklich verstanden.

 

 

 

Spontane Präsentationen zeigen Führungsqualität

 

Gerade in verantwortungsvollen Rollen entstehen viele wichtige Kommunikationsmomente ungeplant.

Eine schwierige Frage im Meeting.

Eine überraschende Entwicklung.

Ein Kommentar des Kunden.

Ein kurzes Statement der Geschäftsführung.

Dann geht es keineswegs nur um Rhetorik.

Menschen suchen Orientierung.

Und genau hier zeigt sich:

Kann jemand Komplexität schnell ordnen?

Kann er Unsicherheit angemessen benennen?

Kann er Wesentliches auswählen?

Kann er einen nächsten Schritt formulieren?

Das ist kommunikative Souveränität.

 

 

 

Der Spontan-Präsentations-Check

 

Wenn du wenige Minuten Vorbereitung hast, helfen sechs Fragen:

 

1. Was ist die eigentliche Frage?

Worauf soll ich antworten?

 

2. Was ist mein Kernpunkt?

Wenn nur ein Gedanke bleibt – welcher?

 

3. Warum ist er für dieses Publikum relevant?

Was steht auf dem Spiel?

 

4. Welche zwei oder drei Informationen tragen meine Aussage?

Mehr braucht es häufig kaum.

 

5. Was empfehle ich?

Welche Orientierung gebe ich?

 

6. Was soll anschließend geschehen?

Welche Konsequenz oder welcher nächste Schritt folgt?

Damit entsteht innerhalb kurzer Zeit ein belastbarer Beitrag.

 

 

 

Struktur schafft Freiheit

 

Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke.

Struktur macht spontane Präsentationen keineswegs steif.

Sie bewirkt das Gegenteil.

Wenn du weißt, wo du gedanklich bist, kannst du freier sprechen.

Du kannst auf Reaktionen eingehen.

Du kannst kürzen.

Du kannst ergänzen.

Du kannst Fragen aufnehmen.

Und du findest leichter zurück zum roten Faden.

Struktur entlastet den Kopf und schafft Raum für Präsenz.

 

 

 

Fazit: Spontan sprechen heißt schnell Klarheit herstellen

 

Spontane Präsentationen verlangen keineswegs, dass dir jederzeit brillante Formulierungen einfallen.

Sie verlangen etwas Wertvolleres:

Du erkennst, worum es geht.

Du wählst das Wesentliche aus.

Du bringst es in eine nachvollziehbare Reihenfolge.

Und du gibst deinem Publikum Orientierung.

Dabei kann die Struktur

WESHALB – WAS – WIE – WOZU

ein einfacher und zuverlässiger Rahmen sein.

Frag dich:

Warum ist das relevant?

Was ist der Kern?

Wie gehen wir damit um?

Wozu soll das führen?

Denn wenn Vorbereitungszeit knapp wird, zeigt sich kommunikative Kompetenz besonders deutlich:

nicht daran, wie viel du spontan sagen kannst, sondern wie schnell du Klarheit herstellen kannst.