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Podcast: Karsten’s Welt

Podcast: Karsten's Welt (Testphase)

Karsten Noack & Gäste
Podcast Karsten‘s Welt

Podcast: Karsten’s Welt

 

Im Podcast Karsten‘s Welt, reichen die Themen von praktischen Überlegungen und vielleicht sogar Tipps bis hin zu philosophischen Fragen oder Gedanken zum Zeitgeist. Und das ganz ohne Löffel! Und ich rede dort üblicherweise auch nicht in der dritten Person über mich selbst, versprochen.

Podcast Karsten’s Welt

 

Willkommen beim Podcast Karsten‘s Welt, bei der Gäste mit Ihren Antworten auf meine Fragen zu Einsichten anregen mögen. Sei es ein Ort für Menschen, die Freude an Inspiration und unterschiedlichsten Perspektiven haben. Beschreibt das ausreichend, worum es geht? Dann hoffe ich, dass im Intro zu erhellen.

 

Intro 

Episoden

P.S.​

 

Fragen und Kommentare sind willkommen.

Artikel zum Bereich Podcasts

Podcast: Karsten’s Welt

Im Podcast Karsten‘s Welt, reichen die Themen von praktischen Überlegungen und Tipps bis hin zu philosophischen Fragen oder Gedanken zum Zeitgeist. Und das ganz ohne Löffel! Und ich rede dort üblicherweise auch nicht in der dritten Person über mich selbst, versprochen.

Was ist ein Podcast?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Juni 2017
Überarbeitung: 13. Januar 2019
AN: #553
K: CNC
Ü:

Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Überzeugen in den Medien
Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Schwierigen Situationen bei Medieninterviews

 

Selbst noch so gut vorbereitet läuft nicht jeder Kontakt mit den Medien wie gewünscht. Was tun, bei schwierigen Situationen in Medieninterviews?

Schwierige Situationen bei Medieninterviews

 

Mit guter Vorbereitung lassen sich viele Fettnäpfchen bei Medieninterviews umschiffen und der Botschaft die verdiente Chance geben. Allerdings spielt die Realität dann nicht immer mit. 

 

 

 

5 Tipps bei schwierigen Situationen in Medieninterviews

 

Auch wer sich vorbereitet hat, ist nicht davor geschützt, dass bei einem Interview etwas nicht glattläuft. Ich habe daher einige Tipps zusammengestellt, wie Sie schwierige Interviewsituationen positiv bewältigen, den Ruf Ihres Unternehmens schützen und gleichzeitig ein gutes Verhältnis zu dem Journalisten aufrechterhalten können.

 

 

 

1. Sie kennen die Antwort auf eine Frage nicht

 

Geben Sie es zu. Versuchen Sie nicht, eine Antwort herbeizuzaubern oder mit Zahlen zu prahlen. Weder Journalisten noch Zielgruppe wissen es zu schätzen, wenn Sie deren Zeit verschwenden.
Geben Sie eine vernünftige Erklärung, wenn das möglich ist. Sie müssen nicht für alles Experte sein, denn das gibt der Begriff nicht her. Vielleicht liegt das Spezialgebiet Ihres Unternehmens in anderen Bereichen, oder vielleicht sind Sie in Ihrem Unternehmen nicht die Person, die diese Frage am besten beantworten kann. Versprechen Sie, den Journalisten so schnell wie möglich eine Antwort zukommen zu lassen und halten Sie Ihr Versprechen.

Wenn Sie um Daten oder Informationen gebeten werden, die Sie nicht zur Hand haben, auf die aber später zugegriffen werden könnte, sagen Sie dies einfach. Im Unternehmen gibt es oft jemanden, der sich um die Nachbereitung von Interviews und können in Ihrem Namen Informationen für Journalisten zusammenstellen, die nach dem Interview benötigt werden.

 

 

 

2. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie über ein bestimmtes Thema sprechen dürfen

 

Keine Notlügen! Auch hier gilt, dass Ehrlichkeit die beste Strategie. Wenn Sie Gefahr laufen, sich auf umstrittenes oder vertrauliches Gebiet zu begeben, sagen Sie es und nehmen Sie dazu Abstand. Es ist viel besser, Journalisten Ihr Zögern einzugestehen, als diese im Unklaren darüber zu lassen, warum Sie stockende, gestelzte und halbfertige Antworten geben, während Sie versuchen, bei einem heiklen Thema eine Gratwanderung zu absolvieren.

 

 

 

3. Ein Journalist drängt Sie ständig zu einem Thema, mit dem Sie nicht einverstanden sind

 

Knallharter Enthüllungsjournalismus verspricht den Pulitzerpreis, und das motiviert mitunter entsprechende Zeitgenossen es zu übertreiben. Je mehr Interviews Sie führen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie auf den einen Journalisten treffen, der glaubt, Blut gerochen zu haben und einfach nicht von seinem Verhör abweichen will. Vielleicht spürt er, dass Sie nicht bereit sind, das Thema anzusprechen, vielleicht hat er eine Vermutung, der er nachgehen möchte, vielleicht genießt er einfach das Katz-und-Maus-Spiel, das sich daraus ergibt! Sollte dies der Fall sein, respektieren Sie, dass sie nur ihre Arbeit machen, und denken Sie daran, dass Sie zwar wenig Kontrolle über die Fragen haben, aber das Steuer in der Hand, wenn es um die Antworten geht. Seien Sie wohlwollend und bestimmt. Nehmen Sie die gestellte Frage zur Kenntnis sich zwingen zu lassen diese zu beantworten. Und wenn Sie nicht antworten wollen, sagen Sie gegebenenfalls wohlüberlegt: „Kein Kommentar!„.

 

 

 

4. Die Fragen weichen zu weit von Ihren Erwartungen ab

 

Gespräche lassen sich nur schwer vorhersagen und noch schwerer steuern. Die Fragen können so weit abschweifen, dass Sie ein Thema erörtern, auf das Sie nicht vorbereitet waren, oder schlimmer noch, das nicht zu Ihrer Unternehmensbotschaft passt. Sollte dies passieren, ist es absolut nicht verkehrt, wenn Sie versuchen, das Gespräch höflich wieder auf das Kernthema zu lenken. Vorausgesetzt, Sie geben offen zu, dass Sie dies tun.

Möglicherweise hilft Ihnen die Technik des Bridging, bei unangenehmen Fragen.

 

 

 

5. Sie sagen etwas, was Sie sofort bedauern

 

Selbst die erfahrensten Menschen machen manchmal einen Fehler und sagen etwas, das sie bereuen. Das gehört dazu, und das Wichtigste ist, wohlwollend mit sich selbst umzugehen anstatt sich der Panik hinzugeben.
In den meisten Fällen ist es besser, den Fehler direkt nach dem Interview mit der PR-Abteilung zu besprechen und es dieser zu überlassen, mit beim Journalisten entsprechend nachzufassen. Wenn Sie den Fehler in diesem Moment ansprechen, kann er nur noch mehr an Bedeutung gewinnen und den Journalisten zum Nachhaken verleiten. Das, was Sie nicht sagen wollten, wird dann zu dem, was den Interviewer interessiert.

Auch hier gilt; bleiben Sie ehrlich; falsche Darstellungen oder Übertreibung ist keine Option. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben und sich korrigieren wollen, haben Sie bereits eine Plattform, um dies zu tun. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Sie Ihren Ausrutscher für so schwerwiegend halten, dass die Korrektur nicht warten kann. Vielleicht haben Sie sich in unangemessenen oder kulturell unsensiblen Sprachgebrauch verrannt, vielleicht haben Sie Kommentare personalisiert, die nicht personalisiert werden mussten, vielleicht haben Sie eine unentschuldbare flapsige Bemerkung gemacht, die besser zu einem Kneipengespräch mit Ihren Kumpels als zu einem Interview mit einem professionellen Journalisten passt. Sollten Sie sich in einem solchen Fall wiederfinden, entschuldigen Sie sich aufrichtig und ohne Ausreden.

P.S.​

 

Wie gehen Sie mit schwierigen Situationen in Medieninterviews um?

Artikel

Podcast: Karsten’s Welt

Im Podcast Karsten‘s Welt, reichen die Themen von praktischen Überlegungen und Tipps bis hin zu philosophischen Fragen oder Gedanken zum Zeitgeist. Und das ganz ohne Löffel! Und ich rede dort üblicherweise auch nicht in der dritten Person über mich selbst, versprochen.

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

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Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

In einigen Beiträgen verrate ich, wie Sie mit Ihrer Körpersprache erreichen, dass die Menschen Sie sympathisch finden. In diesem Beitrag geht es darum, was Sie körpersprachlich unsympathisch wirken lässt.

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Körpersprache während Krisen

Körpersprache während Krisen

Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2016
Überarbeitung: 14. November 2020
Englische Version:
AN: #231
K: CNB
Ü:

Pressebeiträge aus dem Home-Office

Pressebeiträge aus dem Home-Office

Überzeugen vor der Kamera
Home-Office

Pressebeiträge aus dem Home-Office

 

Heute werden Pressebeiträge häufig jenseits professioneller Studios beigesteuert. Häufig bringen sich Experten und Unternehmensvertreter aus dem Home-Office ein. Damit Sie auch in solchen Situationen sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Bei Auftritten jenseits des Studios kommen weitere wichtige Aspekte hinzu, die Sie kennen sollten.

Pressebeiträge aus dem Home-Office

 

Viele Menschen haben sich während der Pandemie daran gewöhnt, dass Pressesprecher, Virologen und Politiker ihr Statement direkt aus dem Home-Office geben. So wurden viele Erfahrungen gesammelt. Profitieren Sie davon.

 

 

 

Mit geringem Aufwand große Wirkung

 

Ähnlich wie Sie sich bei einem Statement im Freien oder im Unternehmen genau überlegen, welcher Hintergrund der beste ist, zählt auch bei Beiträgen aus dem Home-Office mehr als die bloße inhaltliche Vorbereitung. Beleuchtung, Hintergrund, Kleidung, Bildausschnitt: Alles lässt sich mit kleinen Mitteln optimieren. Zusätzlich zu diesen Aspekten ist die Gesamtsituation bei der Aufzeichnung eines Videobeitrags eine andere als bei einem verabredeten Statement mit Kameramann und Journalist. Es ist mitunter sogar schwieriger, einen guten Ausstieg aus der Situation zu bekommen, als bei einem Statement im Studio des Fernsehsenders.

 

 

 

Coaching für Ihre Beiträge

 

Sie erhalten im Coaching zu den Einflussfaktoren und Ihrer Wirkung Feedback von mir sowie Anregungen, die Sie von den Erfahrungen mit verschiedenen Formaten profitieren lassen. Und wie bei üblich werden Sie das Gelernte ausführlich mit mir üben.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit Beiträgen aus dem Home-Office?

Artikel

Podcast: Karsten’s Welt

Im Podcast Karsten‘s Welt, reichen die Themen von praktischen Überlegungen und Tipps bis hin zu philosophischen Fragen oder Gedanken zum Zeitgeist. Und das ganz ohne Löffel! Und ich rede dort üblicherweise auch nicht in der dritten Person über mich selbst, versprochen.

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

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Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

In einigen Beiträgen verrate ich, wie Sie mit Ihrer Körpersprache erreichen, dass die Menschen Sie sympathisch finden. In diesem Beitrag geht es darum, was Sie körpersprachlich unsympathisch wirken lässt.

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Körpersprache während Krisen

Körpersprache während Krisen

Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2016
Überarbeitung: 14. November 2020
Englische Version:
AN: #231
K: CNB
Ü:

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen ...
Barrieren

Grenzen der Kommunikation

 

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern. Was tun?

Video

Grenzen der Kommunikation: Wer will versteht uns falsch. Da hilft keine Rhetorik.

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Wer will, versteht uns falsch

 

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob die Dinge wert sind, was sie scheinen. So ist es auch mit Aussagen von Menschen. Es gibt Menschen, die sich wunderbar gewählt ausdrücken können, während sie Unfug reden. Manche haben geübt, ihre Gesprächspartner, beziehungsweise das Publikum, lächelnd anzustrahlen, während sie es betrügen wollen. Und dann gibt es ehrliche Menschen, die sich durchaus Gedanken gemacht haben, aber nicht geübt darin sind, sich so auszudrücken, dass ihr Publikum sie sofort versteht.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Und auch andersherum und in alle Richtungen kann das stimmen. Auch Absicht oder Wert einer Botschaft sind nicht immer sofort erkennbar. Umso wichtiger ist es, sich als Zuhörer, genauer den Botschaften, den Botschaftern und den Zusammenhängen zu widmen.

Schon das ist oft nicht so einfach, wie es wünschenswert wäre. Erstens machen es uns manche Botschafter nicht gerade leicht, den Wert ihres Angebots zu verstehen. Zweitens machen es uns unsere eigenen Überzeugungen und Filter oft noch schwerer. Sich offen mit Ideen auseinanderzusetzen, erfordert die Bereitschaft und die Fähigkeit dazu. Ist mir dann noch die Persönlichkeit oder das Thema, welches vertreten wird, unsympathisch, kommen nur selektive Informationen bei mir an und bekommen eine minimale oder auch keine Chance. Je nach dem Grad der Selbstreflexion, persönlichen Entwicklung und Motivation werde ich mich mehr oder weniger engagieren, die Idee zu erkunden oder nicht.

Wer selbst eine Botschaft hat, tut gut daran, sie möglichst verständlich, geeignet für das Thema und die Zielgruppe zu äußern. Wenn es die Botschaft verdient hat, dann lohnt sich hier entsprechender Aufwand. Und es lässt sich so einiges dafür tun, dass die Botschaft eine möglichst große Chance hat, verstanden und angenommen zu werden. Schon allein die Übersetzung in die Sprache des Publikums, deren Motivation und die Reduzierung möglicher Missverständnisse kann recht lohnenswerten Aufwand bedeuten.

Doch selbst mit umfangreichster Vorbereitung hat eine Botschaft spätestens dann keine Chance, wenn Zuhörer kein Interesse daran haben, Sie zu verstehen oder zumindest nicht bereit sind, das zuzugeben. Aus vielerlei Gründen kann das Interesse viel größer sein, Ihnen in irgendeiner Form die Worte im Mund umzudrehen. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein ein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern. Es wird nicht immer fair gespielt.

Wie wahrscheinlich das ist, lässt sich oft auch schon im Vorfeld erkennen, wenn die Bereitschaft dafür vorhanden ist, genauer hinzusehen.

Der Austausch mit solchen Menschen ist recht einseitig, da es ja nicht um die beste Lösung geht. In solchem Film kann sich nur darauf konzentriert werden, den Gegenspielern möglichst keine unnötigen Trümpfe in die Hand zu geben. Selbst, wenn deren Taktiken sehr offensichtlich und oberflächlich sein sollten, muss das nicht jeder im Publikum sofort erkennen. Das würde dann der eigenen Botschaft schaden. Entweder kann solch ein Austausch ganz unterlassen werden, oder er hat ein anderes Ziel. Dann findet die Kommunikation nicht mehr dafür statt, um die Gesprächspartner zu überzeugen und eine Lösung zu finden, sondern mit Blick auf die Wirkung auf das Publikum.

Wer sich und die Botschaft überzeugend präsentieren will, geht dabei am besten systematisch ans Werk und erkundet frühzeitig die Perspektiven. Wie das geht, erfahren Sie in den Beiträgen, die unten mit Links zu finden sind.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Wie weit geht Ihre Vorbereitung und Bereitschaft sich für Ihre Botschaft einzusetzen?

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Missverständnis?

Ein Missverständnis liegt vor, wenn ein Kommunikationsvorgang misslingt, weil das, was die Sprechenden auszudrücken beabsichtigen, von dem abweicht, was die Hörenden glauben, dass ausgedrückt worden ist.

Was sind die Auswirkungen von Missverständnissen?

Missverständnisse können große Auswirkungen auf unsere persönlichen und beruflichen Beziehungen haben. In unserem persönlichen Leben können Missverständnisse zu Verbitterung, angespannten Beziehungen zu unseren Angehörigen oder sogar zu extremen Situationen wie Scheidungen und Trennungen führen. Auf der Basis von Missverständnissen werden Entscheidungen aufgrund falscher Annahmen getroffen.

Warum missverstehen sich Menschen?

Menschen missverstehen sich, weil wir uns nicht immer klar ausdrücken. Wir merken es vielleicht nicht, aber manchmal können unsere Worte unterschiedlich interpretiert werden. Das kann zu Missverständnissen und Konflikten führen. Ein weiterer Grund, warum wir missverstanden werden, ist, dass Gesprächspartner nicht hellsehen können, nicht wissen, was wir fühlen.

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Wer will, versteht uns falsch. - Karsten Noack

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Bei manchen Rednern ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob das Gesagte nun eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung ist. Sogenannte Girlandensätze, lassen klanglich mehr offen als zu klären. Das macht es nicht gerade einfach die beabsichtigte Botschaft zu erkennen. Lernen Sie Bogensätze einzusetzen.

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 31. März 2020
Überarbeitung: 31. März 2020
AN: #345
K: CNC
Ü:

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

Wissenswertes zur Körpersprache
Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, verbal und nonverbal

Körpersprache, die unsympathisch macht

In einigen Beiträgen verrate ich, wie Sie mit Ihrer Körpersprache erreichen, dass die Menschen Sie sympathisch finden. In diesem Beitrag geht es darum, was Sie körpersprachlich unsympathisch wirken lässt.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Paul Watzlawick

Überblick

 

 

 

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

 

Üblicherweise wollen wir angenehm wirken und mit positiven Attributen belegt werden. Doch auch das Gegenteil kann hilfreich sein.

Menschen können eine Bereicherung sein, nur sind es nicht alle immer. Und nicht immer ist eine Flucht so einfach, wenn wir andere Personen in Ihrer Gegenwart bevorzugen. Dann wäre es einfacher, die Nervzwerge würden sich selbst trollen. Darum geht es in diesem Beitrag.

Video

 

Vorsicht: Körpersprache, die unangenehm wirkt

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Antworten auf häufige Fragen

Was macht Menschen unsympathisch?

Die meisten Menschen sind abgeneigt gegenüber Menschen, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit streben. Um Menschen für sich zu gewinnen, hilft es, freundlich und rücksichtsvoll zu sein. Wenn Sie freundlich, selbstbewusst und prägnant sprechen, sind die Menschen viel aufmerksamer und zugänglicher als wenn versucht wird, ihnen zu zeigen, dass wir wichtiger als sie sind.

Was sind die Anzeichen für negative Körpersprache?

Beispiele für negative Körpersprache sind:

  • Schlechte Körperhaltung oder Nachlässigkeit
    Nimmt die Person, mit der Sie kommunizieren, eine geduckte Haltung ein oder ist angespannt, wird das beispielsweise als ein Zeichen dafür interpretiert, dass sie desinteressiert oder abgelenkt ist.
  • Vermeidung von Augenkontakt.
  • Starren
  • Verschränkte Arme oder Gegenstände vor dem Körper
  • Unruhige Bewegungen
  • Negativer Gesichtsausdruck

Welche Körpersprache gilt als unhöflich?

Folgendes Verhalten gilt beispielsweise als unhöflich: Heben wir unser Kinn über die neutrale waagerechte Ebene hinaus, können wir damit den Eindruck erwecken, dass wir aggressiv sind und die Führung übernehmen wollen oder dass wir unseren Mitmenschen gegenüber respektlos sind. Wenn Sie vermeiden wollen, jemandem zu drohen, sollten Sie die Augen senken und den Kopf nach unten halten. Die gegenteilige Bewegung vermittelt eine Bedrohung oder den Versuch der Dominanz.

Was ist defensive Körpersprache?

Negative Körpersprache wird oft als defensive Körpersprache bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn Bewegungen und Gesten vermitteln, dass Sie unsicher, verschlossen, unnahbar, feindselig oder desinteressiert sind.

Was ist aggressive Körperhaltung?

Als aggressive Körperhaltung wird eine drohende Haltung empfunden, bei der beispielsweise die Füße auseinander stehen und Hände in die Hüften gestemmt werden. Diese Haltung lässt Menschen größer und damit bedrohlicher erscheinen. Menschen, die diese Haltung einnehmen, wollen ihre Dominanz demonstrieren. Ihr Brustkorb und ihre Kehle sind angreifbar und sie wissen es, doch sie sind bereit für die Herausforderung.

Was ist passiv-aggressive Körpersprache?

Die meisten Menschen, die passiv-aggressives Verhalten an den Tag legen, versuchen, unschuldig und gutmütig zu wirken, während sie Sie angreifen. Sie haben die Absicht, gemein zu sein oder Sie zu verletzen, doch sie geben das nicht zu. Deshalb kommt es häufiger zu Inkongruenzen von verbalen und nonverbalen Botschaften.

Passive Aggression ist eine ungesunde Art, Ärger auszudrücken. Zu den typischen Taktiken passiv-aggressiver Menschen gehören Sarkasmus, bissige Witze, Zusagen, die dann in letzter Minute wieder zurückgenommen werden, Schmollen, Ewigkeiten brauchen, um eine einfache Aufgabe zu erledigen, absichtlich Fehler machen oder Dinge „aus Versehen“ kaputt machen.

P.S.

 

Wie bewusst sind Sie sich Ihrer Körpersprache und deren Wirkung?

Sympathie ist der wichtigste Faktor jedes Schicksals. Sympathie ist Kraft. Prentice Mulford

Artikel zum Thema Körpersprache

Sympathie: 16 Eigenschaften sympatischer Menschen

Diese 16 Eigenschaften zeichnen extrem sympathische Menschen aus. Was können wir von welchen Personen lernen, was Menschen besonders sympathisch macht?

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Grenzen der Kommunikation: Wer will, versteht uns falsch

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

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Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

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Körpersprache während Krisen

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Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 29. Juli 2019
AN: #45415
K:
Ü:

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

Falschsspieler nutzen gespielte Empörung als Mittel der Manipulation

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel

Mit Empörung beeinflussen

 

Vorsicht vor Manipulation durch falsche Entrüstung, Aufgebrachtsein und Empörung. Falschspieler nutzen gespielte Empörung als Mittel der rhetorischen Manipulation. Lassen Sie sich nichts unterjubeln: Tipps, wie Sie damit umgehen.

 

 

Überblick

 

Video

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

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Empörung als Mittel der Rhetorik?

 

Zumindest beim Blick in die Medien drängt sich der Eindruck auf, Empörung wäre momentan das beliebteste rhetorische Mittel. Da empören sich auch recht häufig zweifelhafte Zeitgenossen, mit dem Ziel, das Schweigen der Lämmer herbeizuführen. Auf diese unfaire Weise wird das Ausblenden unerwünschter Fakten und die Steuerung der Wahrnehmung angestrebt. Es ist schade, wenn solche rhetorischen Falschspieler damit ihr böses Spiel gewinnen.

 

 

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.

Herbert George Wells

 

 

Echte Empörung ist ein moralisches, ein sittliches Gefühl. Ein Gefühl, das in Verbindung mit dem eigenen moralischen Verständnis steht. Wirkliches Aufgebrachtsein orientiert sich an moralischen Werten und sozialen Normen. Werden diese Werte verletzt, bringt es das Gemüt in Wallung. Insofern kann Empörung durchaus einen konstruktiven Impuls liefern. Doch in diesem Artikel geht es um den Missbrauch von Entrüstung, um unechte oder zumindest übersteigerte Empörung als Mittel zum Zweck.

 

 

 

Unverschämtheit!

 

Sich voller Inbrunst künstlich empört zu zeigen, gehört zu den manipulativen Mitteln. So ersparen sich viele Redner Argumente oder gar Lösungsempfehlungen zu liefern. Es scheint ja so viel einfacher sich zu empören. Das soll dabei auch den Eindruck vermitteln, nicht Teil des Problems, sondern der Lösung zu sein. Wer genauer hinschaut, bekommt allerdings sehr häufig einen anderen Eindruck. Also lassen Sie sich nichts unterjubeln.

 

 

 

Wachsamkeit

 

Besondere Wachsamkeit ist bei Empörung im Zusammenhang mit vorgespielter politischer Korrektheit und Schwarzspielertricks angesagt. Solche Situationen, habe ich im Artikel Mit schmutzigen Tricks Debatten gewinnen beschrieben. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass so manches gespielte Aufgebrachtsein so echt ist, wie die Rolex auf dem thailändischen Trödelmarkt.

 

 

 

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen unechte Entrüstung begegnet

 

Lassen Sie sich nicht entmutigen. Allerdings ist mitunter die öffentliche Meinung zu aufgebracht, um mit Argumenten durchzudringen. Selbst wenn die Grundlagen der Skandalisierung unverhältnismäßig sind, kann sich die Wut aufgebrachter Gruppen gegen einen wenden. Dann ist es oft besser einen Beitrag zu vertagen oder sehr strategisch ans Werk zu gehen.

P.S.

 

Was halten Sie von Empörung als rhetorisches Mittel?

Artikel

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lernen Sie Schönfärberei schneller zu erkennen.

Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird. Wilhelm Busch

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2016
Überarbeitung: 31. Januar 2022
AN: #61630
K:
Ü:

Körpersprache während Krisen

Körpersprache während Krisen. Was hilft, was schadet?

Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt

Glossar Rhetorik und Kommunikation: Körpersprache

Körpersprache während Krisen

 

Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?

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Körpersprache während Krisen

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Körpersprache und Botschaft

 

Körpersprache spielt grundsätzlich eine große Rolle bei der Kommunikation. Steht die Körpersprache nicht im Einklang zu den Aussagen, dann sorgt die Inkongruenz dafür, dass die Glaubwürdigkeit verloren geht. In Krisenzeiten können die Folgen inkongruenter Botschaften Wellen schlagen.

 

 

 

Körpersprache während Krisen

 

Die Körpersprache spricht für diejenigen, die Sie ansprechen, Bände, sodass die sorgfältige Berücksichtigung des Eindrucks, den Sie erwecken, gerade für das Krisenmanagement von entscheidender Bedeutung ist.

Bei der Krisenkommunikation ist darauf zu achten, dass verbale und nonverbale Botschaften kongruent, also stimmig wahrgenommen werden. Ist das nicht der Fall, leidet die Glaubwürdigkeit bis hin zur Unterstellung von Unwahrheiten. Deswegen sind Medientraining und die konkrete Vorbereitung auf Medienauftritte so wesentlich, um möglichen Missinterpretationen vorzubeugen. Das wird leider immer wieder unterschätzt.

 

 

Beispiele

 

Redende verschränken oft ihre Arme oder lehnen sich vom Interviewer weg und wirken defensiv. Das Lecken der Lippen oder das Hin- und Herwandern der Augen sind weitere häufige Fehler, die Menschen viel nervöser wirken lassen, als es wünschenswert ist. Ich hab schon erlebt, dass Kameraleute mit eigenem Interesse herangezoomt haben, um sicherzustellen, dass der Schweiß klar und deutlich heraussticht.

Ein extrem schädlicher und oft übersehener Fehler in der Körpersprache ist das ansteckende Nicken. Es ist für viele von uns natürlich, zu nicken, wenn jemand spricht, um zu zeigen, dass wir folgen. Die Sache ist die: Wenn jemand eine Liste von Anschuldigungen gegen etwas vorträgt, dass Ihnen am Herzen liegt, dann, ist das Letzte, was Sie tun wollen; bei jedem Satz mit zunicken.

 

 

 

Mehr?

 

In eigenen Beitragen finden Sie Hinweise, welche Faktoren Ihnen und Ihrer Botschaft schaden können. Einer dieser Artikel ist Körpersprache, die Ihnen schadet: 17 Gesten, die Sie lieber vermeiden sollten.

 

 

 

Probelauf

 

Bevor Sie jemals versuchen, Krisenkommunikation in der Öffentlichkeit zu betreiben, machen Sie einen Probelauf. Das geschieht am besten mit einem qualifizierten Medientrainer. Notfalls können Sie einen Auftritt proben, indem Sie eine Kamera aufstellen und Ihren Beitrag aufnehmen, um sich dann wenigstens von vertrauten Menschen Rückmeldungen geben zu lassen. Die haben dann zwar eigene Interessen und Filter, doch das ist besser als überhaupt keine Rückmeldung vor dem eigentlichen Auftritt.

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Worauf kommt es an bei der Körpersprache während Krisen?

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Körpersprache während Krisen

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Glossar

 

Im Glossar finden Sie Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass Sie und Ihre Botschaft überzeugen ﹣ in Gesprächen und Präsentationen.

 

 

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Coaching Berlin

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2007
Überarbeitung: 11. Mai 2021
AN: #43327
K:
Ü:B

Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen? 10 Tipps!

Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen?

Gestik richtig nutzen, in Reden und Präsentationen überzeugen
Singletasking

Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen?

 

Fragen Sie sich manchmal wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen? Hier kommt die Antwort.

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Hände in den Hosentaschen bei Gesprächen, Reden und Präsentationen?

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Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen?

Menschen tun eigenartige Dinge mit ihren Händen, wenn sie vor Publikum stehen. Der Botschaft dient das leider selten. Woran liegt das und wie geht es besser?

 

 

 

Ursachen der Unsicherheit

 

Wenn Sie mit Begeisterung etwas beschreiben, wie beispielsweise einen ganz besonderen Moment in Ihrem Leben, denken Sie dann darüber nach wohin mit den Händen? Die meisten Menschen setzen in solchen Situationen ganz natürlich Hände und Füße dafür ein Geschehnis und Eindrücke zu vermitteln, die ihnen nahe gegangen sind. Und das entfaltet seine Wirkung. So einfach, so gut!

Und sonst? Haben wir nichts zu sagen, dürfen die Arme neben dem Körper eine Pause machen. Wer würde sich daran stören? Das ist deutlich besser als eigenartige Verrenkungen, die nicht zu Redner oder Rednerin, Thema, Kontext und Publikum passen.

Doch kaum meinen Menschen sie wären herausgehoben und unter Beobachtung machen sie es sich kompliziert. Auf einmal wird über Dinge nachgedacht, die sonst ganz natürlich sind.

 

 

 

Die Lösung: 10 Tipps

 

 

1. Ruheposition

 

So wie auch sonst dürfen die Hände neben dem Körper sein. Für den Anfang ist es ein guter Ausgangspunkt, sich daran zu gewöhnen, die Arme in ihrer Ruheposition zu lassen. Und bitte lassen Sie die Hände im sichtbaren Bereich. Wer seine Hände versteckt wirkt unehrlich und das führt zu Misstrauen. Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Hände nicht in die Hosentasche gehören.

Wo ist die Ruheposition? Für die meisten Menschen ist die beste Ruheposition auf der Höhe des Bauchnabels mit den Handflächen nach oben. Ohne individuelle Anpassung sieht das allerdings oft eigenartig aus.

 

 

 

2. Passiver Bereich

 

Haben wir gerade nichts mitzuteilen, dann dürfen die Arme und Hände auch neben dem Körper eine Pause machen. Wer würde sich daran stören? Das ist deutlich besser als eigenartige Verrenkungen, die nicht zu Redner oder Rednerin, Thema, Kontext und Publikum passen.

 

 

 

3. Sichtbare Hände

 

Bitte lassen Sie die Hände stets im sichtbaren Bereich. Wer die Hände versteckt wirkt unehrlich und das führt zu Misstrauen. Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Hände nicht in die Hosentasche gehören.

 

 

 

4. Handflächen

 

Tendenziell wirken Handflächen vertrauenerweckender als Handrücken. Das lässt sich nutzen.

 

 

 

5. Offenheit

 

Achten Sie auf eine offene Körperhaltung. Verschränkte Arme vor dem Körper oder der Versuch Sicherheit durch Gegenstände zu finden, die zwischen sich und dem Publikum zum Einsatz gebracht werden, schaffen Distanz. Dazu gleich mehr.

 

 

 

6. Aktiver Bereich

 

In den meisten Situationen ist das Quadrat vor dem Körper, zwischen Gürtel und Schultern für unterstützende Gesten geeignet.

 

 

 

7. Sehr emotionaler Bereich

 

Bewegen die Hände sich nach oben außerhalb des üblichen aktiven Bereichs, dann wird es dramatischer und emotionaler. Dafür kann es gute Gründe geben, die wohl gewählt sein sollten.

 

 

 

8. Gegenstände in der Hand

 

Rednerinnen und Redner suchen sich gerne etwas, an dem sie sich festhalten können. So ein Rettungsring ist nur bedingt eine gute Idee. Er schränkt beispielsweise die Gestik ein und lenkt leicht ab.

Nehmen Sie nur dann Gegenstände in die Hand, wenn das dem Redebeitrag dient. Beispielsweise haben Stifte, die nicht eingesetzt werden, nichts in den Händen zu suchen.

 

 

9. Gestik erlauben

 

Wer über eine aussagekräftige Gestik verfügt, braucht sie nur zu erlauben. Mit der entsprechenden Ruheposition lässt sich das fördern.

Denken Sie in realen Situationen nicht krampfhaft über Ihre Handposition nach. Das würde nur Stress erzeugen und unnatürlich aussehen. Entsprechende Anregungen finden Sie im Beitrag 30+ Tipps für Gesten, die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützen.

 

 

 

10. Training

 

Körpersprache einschließlich Gestik lässt sich trainieren. Ungeeignetes Training erzeugt allerdings beim Publikum den Eindruck einen schlechten Schauspieler vor sich zu haben. Gutes Training inspiriert und ermutigt den gesamten Körper authentisch einzusetzen, sodass er im Einklang mit der verbalen Botschaft steht.

Trainieren Sie Körpersprache so, dass Sie ganz automatisch dafür sorgt, dass Sie und Ihre Botschaft überzeugen, in Reden und Präsentationen. Am besten beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und einem professionellen Feedback.

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Was machen Sie mit Ihren Händen während Reden und Präsentationen?

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Artikel zu Reden und Präsentationen

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Bei manchen Rednern ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob das Gesagte nun eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung ist. Sogenannte Girlandensätze, lassen klanglich mehr offen als zu klären. Das macht es nicht gerade einfach die beabsichtigte Botschaft zu erkennen. Lernen Sie Bogensätze einzusetzen.

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 31. Juli 2020
AN: #639
K: CNC
Ü:

Bereiten Sie sich gut vor, politische Diskussionen werden immer radikaler

Bereiten Sie sich gut vor, politische Diskussionen werden immer radikaler

Seien Sie vorsichtig, wenn es auch nur um andeutungsweise politische Diskussionen geht
Die politische Diskussion hat sich in den letzten Jahren deutlich radikalisiert

Politische Diskussionen werden rücksichtsloser

 

Diskussionen, Radikalisierung und harte Rhetorik. Was ist bei öffentlichen Diskussionen zu beachten, wie können Sie sich schützen, wie überzeugen?

 

 

 

Überblick

 

Video

Politische Diskussionen werden immer radikaler, bereiten Sie sich gut vor

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Radikalisierung politischer Diskussionen

 

Die politische Diskussion hat sich in den letzten Jahren deutlich radikalisiert und das nicht nur auf der offiziellen politischen Bühne. Wer an auch nur andeutungsweise politischen Diskussionen teilnimmt, sollte sich auf Aggressionen gefasst machen. Der Ton wird zunehmend schärfer. Kaum eine politische Richtung oder sonstige Interessengruppe verzichtet auf radikalere Formen der Rhetorik, als noch vor wenigen Jahren. Die Bereitschaft, Regeln halbwegs seriöser Argumentation zu verletzen, nimmt zu. Zeitgeist!

Wer nicht so einfach mit Argumenten bekämpft werden kann, wird mit Dreck und Beleidigungen beworfen. Konstruktiv ist das nicht. Auch verbale Gewalt zerstört, lässt nichts wachsen, nichts erblühen, sondern reißt die Wurzeln von Chancen aus. Und der Trend hat noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht. Nicht schön, jedoch absehbar.

 

 

 

Brauchen Sie das?

 

Vor der Teilnahme an öffentlichen Themen sollte sich daher jeder frühzeitig fragen, was das für die eigene Person und den beabsichtigten Beitrag bedeutet. Leicht entgleiten vermeintlich harmlose Themen und werden von anderen Teilnehmern zweckentfremdet. Schnell lässt sich eine Bühne für zweifelhafte Zwecke missbrauchen und Sie werden gekidnappt.

 

 

 

Ausführliche thematische Vorbereitung

 

Schön, wenn Sie fair spielen, doch so denkt leider nicht jeder. Weit verbreitet ist stattdessen die Überzeugung, dass fundierte Argumente überbewertet werden. Sehr häufig wird daher von Falschspielern – gerne als Wölfe mit Schafspelz verkleidet – großzügig mit luftigen Behauptungen getäuscht und manipuliert.

Das lässt sich doch später nachprüfen, meinen Sie? Nun ja, mit dem nachfolgenden Faktencheck ist das in der Praxis bedauerlicherweise so eine Sache. Richtigstellungen erreichen dann oft nicht mehr das relevante Publikum. Auch weil gerne mit Pseudoargumenten gearbeitet wird, lohnt es selbst auf der sicheren Seite zu bewegen und das jeweilige Thema in- und auswendig zu kennen. Das erschwert es Schummlern, Ihnen falsche Informationen unterzujubeln.

Jedoch; wenn Ihre Argumente nicht angreifbar erscheinen, werden unseriöse Gegner Sie spätestens dann persönlich angreifen.

 

 

 

Umgang mit unfairen Mitspielern

 

Im ironischen Artikel Mit schmutzigen Tricks jede Debatte gewinnen, finden Sie einige Methoden, die Ihnen bedauerlicherweise auch in der Praxis begegnen werden. Die Realität holt die Satire schneller ein, als sie sich steigern lässt.

Inwieweit Sie sich auf das zunehmend übliche Niveau hinablassen, sollten Sie frühzeitig entscheiden. Wobei die Entscheidung nicht immer so einfach ist. Doch im Eifer eines Gefechts wird eine gute Entscheidung dann nur noch schwerer, zumal andere Personen Ihnen dann, deren Spielregeln unterjubeln wollen. Umso präsenter Sie Ihre Werte und Entscheidungen haben, desto leichter wird es für Sie sein, sich treu zu bleiben.

 

 

 

Professionelle Schlagfertigkeit und Zustandsmanagement

 

Halten Sie mindestens einen Trumpf in der Hinterhand. Sie sind Falschspielern nicht wehrlos ausgeliefert. Es tut gut, sicher in der professionellen Schlagfertigkeit zu sein. Das reduziert mitunter allzu dreiste Angriffe unter der Gürtellinie. Überhaupt ist Ihr Zustandsmanagement von elementarer Bedeutung; wer aus der Rolle fällt, holt sich blaue Flecken. Wer zwischen die Fronten gerät, wird aufgerieben.

So oder so: Wer etwas sagt, das der Meinung einer größeren Gruppe entspricht, wird schnell zum Populisten. Wer einen eigenen Standpunkt vertritt, zum Egoisten. Nehmen Sie solche Beleidigungen nicht allzu persönlich.

Hat er das jetzt gerade wirklich gesagt? Bei manchem Satz wäre es besser, den Punkt ganz am Anfang zu machen und alles dahinter wegzulassen. Den Gefallen tun einem aber manche Brandstifter nicht. Rhetorische Brandstiftung hat viele Formen und ist schon lange nicht mehr den als extrem geltenden Gruppierungen vorbehalten. Mitunter ist es in Ordnung sich abzuwenden, manchmal ist es besser beherzt für eine Sache einzutreten.

 

 

 

Ideologien, Brandstiftung und Anstand

 

Rücksichtslosigkeit kennt keine Bedenken und Sprache hat kein Gewissen. Rhetorik ist ein Werkzeug, das in viele Richtungen wirken kann. Ob für das Gute oder die dunkle Seite der Macht mag auch im Auge des Betrachters liegen. Und doch gibt es gewisse Regeln, bei deren Verletzung erheblicher Kollateralschaden entsteht. Wer den Boden des Meinungsaustauschs vergiftet, muss sich nicht wundern, wenn dort nur noch eingeschränkt zu ernten ist. Gerade die vorsichtigeren Stimmen verstummen dann und die extremeren dominieren.

Da werden Gedanken gebrandmarkt. Tabu statt Antworten! Die üblichen Killerphrasen sind dagegen harmlos, die Zielsetzung ähnlich.

Manches, dem ich schon mit Kopfschütteln zugehört habe, war geschmacklos, doch nicht alles war von verwerflichem Gedankengut. Einiges davon war unglücklich formuliert, gerade der Unbedarftheit, fehlender Erfahrung geschuldet. Und gerade die Stimmen, die einen sehr persönlichen Beitrag leisten, verbrennen sich besonders häufig die Finger und überlassen dann zukünftig geübten Lobbyisten das Feld. Das Ergebnis erfreut nicht!

 

 

 

Auftrittsvorbereitung

 

Übung macht den Meister und so mancher Diskussionsrambo hatte davon schon so viel, dass es ungeübten Teilnehmern schwerfällt überhaupt noch zu Wort zu kommen. Gelingt es Ihnen an die Reihe zu kommen, wird der Gegner sofort versuchen Ihnen unbarmherzig die Worte im Munde zu verdrehen. Schließlich werden Sie aufgefordert, sich für etwas zu entschuldigen, das Sie selbst so nicht vertreten würden. Tun Sie es nicht, droht ein Shitstorm. Ja, da wird mit zunehmend härteren Bandagen gekämpft.

Ob mit oder ohne Kamera, vor Publikum wie in Gesprächen; sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und sich sicher fühlen. Ein guter Auftrittscoach wird Sie dabei unterstützen, dass Sie souverän bleiben, wo andere sonst die Nerven verlieren würden.

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Mit den Worten von Johann Wolfgang von Goethe; „Denn es muss sich in der Weltgeschichte immerfort wiederholen, dass ein Altes, Gegründetes, Geprüftes, Beruhigendes durch auftauchende Neuerungen gedrängt, verschoben, verrückt und, wo nicht getilgt, doch in den engsten Raum eingepfercht werde.“ Das Verlässlichste ist der Wandel. Doch, selbst wer sich für den Wandel einsetzen will, hat es als Mensch nicht immer leicht. Wer sich für etwas einsetzt, braucht Glaubwürdigkeit, wenn andere folgen sollen. Da gilt es vorauszugehen, auch wenn es unbequem ist. Walk your Talk!

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. April 2016
Überarbeitung: 6. November 2022
Englische Version:
AN: #7876
K: CNB
Ü:

Weshalb es nicht nur in der Politik an der Zeit ist Klartext zu reden

Weshalb es nicht nur in der Politik an der Zeit ist Klartext zu reden

Klartext bedeutet zu sagen, was Sache ist und zu tun, was uns weiterbringt.
Politisches Wolkenkuckucksheim: Wer wird denn gleich die Wahrheit sagen wollen?

Politik und Wolkenkuckucksheim statt unangenehme Nachrichten: Heraus mit der Wahrheit.

 

Wieso dominieren Beschönigungen, Beschwichtigungen, Verklärungen und Vernebelungsfloskeln wo die Wahrheit zu unangenehm ist. Nicht nur in der Politik, …

 

 

 

Überblick

 

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Es ist an der Zeit Klartext zu reden

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Klartext?

 

Klartext wird häufig gefordert, ob in der Politik, den Medien oder in Unternehmen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Tatsächlich wird nicht oft Klartext geredet. Warum dies so ist, liegt auf der Hand. Klartext zu reden erfordert Mut, Ehrlichkeit und einen klaren Standpunkt. Irgendwann beginnt der Sand doch zwischen den Zähnen zu knirschen.

 

 

 

Nur nicht an die Wahrheit gewöhnen

 

Willy Brandt ( u.a. von 1969 bis 1972 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland) sagte in seinem Bericht zur Lage der Nation im Deutschen Bundestag in Bonn am 14. Januar 1970: „Der Respekt vor dem mündigen Bürger verlangt, dass man ihm Schwierigkeiten nicht vorenthält.“

Ein George Bernard Shaw zugeschriebenes Zitat warnte allerdings davor, dass es für Politiker gefährlich sei, die Wahrheit zu sagen; „Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.“

Ein Blick in die tägliche Berichterstattung zeigt, dass George Bernard Shaws Empfehlung von vielen Volksvertretern beherzigt wird. Immer schön nebulös formulieren und die Hintertürchen offenhalten. Wer weiß, woher morgen der Wind weht. Entsprechend dominieren bei den Äußerungen Beschönigungen, Beschwichtigungen, Verklärungen und Vernebelungsfloskeln.

Sicher ist sicher, denn wer zu weit voraus prescht, verliert leicht Unterstützer, die nun erkennen, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt.  Wer es möglichst vielen Menschen recht macht, und den Raum für gewünschte Projektionen liefert, ist annehmbarer. Hoch lebe das sogenannte Milton-Modell mit seinen hypnotischen Sprachmustern. Das ist sozusagen das Gegenteil des Metamodells, das zur Klärung und Konkretisierung von Sprache dient. Es dominieren vage Aussagen und Worthülsen, die durch die Erfahrungen und Überzeugungen der Empfänger individuell mit Leben gefüllt werden.

 

 

 

Überbringer schlechter Nachrichten leben gefährlich

 

Töte nicht den Boten.

Sophokles

 

Die Weisheit ist nicht neu. Die Scheu Klartext zu reden hat lange Tradition. Es hat sich herumgesprochen: Überbringer einer schlechten Nachricht werden eher bestraft, als deren Verursacher. Das zeigt nicht erst der Umgang mit Whistleblowern. Im antiken Griechenland war das schon so üblich, im Mittelalter wurde dafür geköpft und Konfuzius wusste; wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Dankbarkeit ist nicht zu erwarten und daran hat sich nicht viel geändert. Entsprechend zahlt es sich auch heute für Politiker selten aus, unangenehme Wahrheiten beim Namen zu nennen. Gerade bei bevorstehenden Wahlen ist das verpönt. Es kostet viel zu viele Stimmen, somit Einfluss und gegebenenfalls den Arbeitsplatz mit all den Annehmlichkeiten.

 

 

 

Blick in das Handbuch der Macht

 

Niccolò Machiavelli empfahl schon im 16. Jahrhundert in seinem Werk Il Principé beziehungsweise Der Fürst, dass nur die Fürsten Großes erreichen, die es mit der Wahrheit nicht allzu genau nehmen. So mancher Politiker, Spindoktor, Lobbyist, PR-Berater und Imageberater hat sich das hinter die Ohren geschrieben. Weg mit dem Ballast.

 

 

 

Sprachliche Weichspüler

 

Emotionen sind wichtiger als der Stand der Erkenntnisse. Ein wesentliches Instrument der Vernebelung sind sprachliche Weichspüler. Mit ihrer Hilfe wird in die gewünschte Richtung umgedeutet. Schon bei Eric Arthur Blair, bekannt als George Orwell, wurde im Buch 1984 aus dem „Ministry of Defense“ das „Ministry of Love“.

Heute haben wir Euphemismen wie Minuswachstum, Bad Banks, Eigenverantwortung, Reformstau, Restrisiko, Gesundschrumpfen oder Downsizing, … Und auch Weichmacher. Hoch leben die Euphemismen! Von denen habe ich hier einige Exemplare zusammengetragen.

 

 

 

Raus aus dem Wolkenkuckucksheim?

 

Es scheint bei uns mit der humanistischen Bildung dann doch nicht so weit her zu sein, wenn Platons Forderung an einen idealen Staatshüter so konsequent unbeachtet bleibt: „Nicht zu täuschen und wissentlich sich nicht zu täuschen, sondern die Täuschung zu hassen, die Wahrheit dagegen zu lieben.“

 

 

 

Schluss mit Wegducken!

 

Und wenn Sie doch die Wahrheit sagen wollen? Wir brauchen mehr mutige Menschen, jene, die in den Spiegel schauen wollen. Und dazu müssen Sie sich nicht zum Märtyrer machen.

Wer auch unangenehme Wahrheiten aussprechen will, der sollte gut vorbereitet an das Werk gehen, um weder Körperteile noch Ansehen zu verlieren. Falls Sie dabei Unterstützung wünschen, bin ich für Sie da. Klartext bedeutet zu sagen, was Sache ist und zu tun, was uns weiterbringt.

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Wie halten Sie es mit unangenehmen Wahrheiten?

Artikel zum Thema Kommunikation

9 Tipps: So wird die eigene Kommunikation effektiver

Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit ist leicht zu bewerkstelligen. So lässt sich die Kommunikation mit einfachen Mitteln verbessern. 9 Tipps.

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Bei manchen Rednern ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob das Gesagte nun eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung ist. Sogenannte Girlandensätze, lassen klanglich mehr offen als zu klären. Das macht es nicht gerade einfach die beabsichtigte Botschaft zu erkennen. Lernen Sie Bogensätze einzusetzen.

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Welcher Konfliktstil ist wann empfehlenswert?

Welcher Konfliktstil ist wann empfehlenswert?

Manche Menschen orientieren sich bei Konflikten darauf ihre eigene Position durchzusetzen. Bei ihnen dominiert die Zielorientierung. Anderen ist die Harmonie am wichtigsten, die Beziehungsorientierung dominiert. Welcher Konflikstil ist am besten?

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Manterrupting: Sind Männer die schlechteren Zuhörer?

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Als Manterrupting wird das mehr oder weniger bewusste Unterbrechen und Nicht-Ausreden-lassen von Frauen bezeichnet. Was hat es damit auf sich? Sind Männer tatsächlich die schlechteren Zuhörer? Und was können Sie tun, wenn Sie nicht unterbrochen werden wollen?

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Siezen oder Duzen?

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Ist Siezen noch zeitgemäß und bringt das Duzen nur Vorteile mit sich? Kann das Sie weg oder würden wir es vermissen?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2016
Überarbeitung: 27. September 2019
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