Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

Spontaneität

Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln
Spontaneität

Spontaneität: Warum gute Entscheidungen manchmal weniger Vorbereitung brauchen

 

Manche Menschen planen sehr gründlich.

Sie denken voraus.

Sie prüfen Möglichkeiten.

Sie bereiten Gespräche sorgfältig vor.

Das kann eine große Stärke sein.

Und trotzdem gibt es Situationen, in denen noch mehr Vorbereitung kaum mehr Klarheit bringt.

Dann braucht es etwas anderes:

Spontaneität.

Die Fähigkeit, im Moment wahrzunehmen, was gerade geschieht, und angemessen darauf zu reagieren.

Spontaneität bedeutet dabei keineswegs:

einfach irgendetwas tun.

Sie bedeutet auch nicht:

über Konsequenzen hinwegsehen.

Gute Spontaneität verbindet zwei Dinge:

Präsenz und Handlungsspielraum.

Du erkennst, was die Situation braucht.

Und du kannst darauf reagieren, ohne erst das vollständige Drehbuch zu kennen.

 

 

 

Was bedeutet Spontaneität?

 

Spontaneität bedeutet, auf eine Situation unmittelbar und flexibel reagieren zu können.

Du verlässt dich dabei auf:

Erfahrung,

Wahrnehmung,

Intuition,

Wissen,

und deine Fähigkeit, im Moment Entscheidungen zu treffen.

Das ist etwas anderes als planloses Verhalten.

Ein erfahrener Musiker improvisiert schließlich keineswegs deshalb gut, weil er keine Regeln kennt.

Er kann improvisieren, weil er sein Handwerk beherrscht.

Ähnlich ist es in Gesprächen, Präsentationen und Entscheidungen.

Vorbereitung schafft die Grundlage. Spontaneität nutzt sie im richtigen Moment.

 

 

 

Spontanität ist nicht Impulsivität

 

Diese Unterscheidung ist entscheidend.

Impulsivität bedeutet häufig:

Ein Reiz entsteht.

Eine Reaktion folgt sofort.

Dazwischen liegt wenig Prüfung.

Spontaneität kann ganz anders aussehen.

Du bemerkst den Impuls.

Du nimmst die Situation wahr.

Du entscheidest schnell.

Und deine Handlung bleibt trotzdem stimmig.

Deshalb könnte man sagen:

Impulsivität reagiert auf den Reiz. Spontaneität reagiert auf die Situation.

Das ist ein großer Unterschied.

 

 

 

Warum wir Spontaneität manchmal verlieren

 

Je wichtiger uns etwas ist, desto größer kann der Wunsch werden, alles richtig zu machen.

Dann beginnen wir:

zu planen,

zu kontrollieren,

Formulierungen vorzubereiten,

mögliche Reaktionen durchzuspielen,

und immer weitere Szenarien zu bedenken.

Das hilft bis zu einem bestimmten Punkt.

Danach kann Vorbereitung anfangen, Handlungsspielraum zu reduzieren.

Wir halten uns stärker an das Konzept als an die Situation.

Wir hören weniger genau hin.

Wir verpassen Möglichkeiten.

Und manchmal wird aus Sorgfalt Verkrampfung.

 

 

 

Gute Vorbereitung macht Spontaneität leichter

 

Spontaneität und Vorbereitung sind keineswegs Gegensätze.

Oft gilt sogar:

Je besser die Vorbereitung, desto freier kannst du im Moment reagieren.

Wenn du vor einem wichtigen Gespräch weißt:

Was ist mein Ziel?

Was ist mir wichtig?

Wo liegen meine Grenzen?

Welche Informationen brauche ich?

Dann brauchst du keineswegs jeden Satz vorher festzulegen.

Du hast einen inneren Kompass.

Das schafft Freiheit.

 

 

 

Das Skript und die Wirklichkeit

 

Viele Gespräche laufen anders als erwartet.

Du hast dir überlegt:

„Zuerst sage ich A. Dann kommt vermutlich B. Darauf antworte ich C.“

Und dann passiert D.

Jetzt zeigt sich Kommunikationskompetenz.

Hältst du am Plan fest?

Oder bemerkst du:

Die Situation verlangt gerade etwas anderes.

Spontaneität bedeutet, den Plan als Orientierung zu nutzen und die Wirklichkeit trotzdem ernst zu nehmen.

 

 

 

Wer spontan reagieren möchte, muss zuhören

 

Das klingt paradox.

Spontane Menschen werden häufig mit schnellem Sprechen verbunden.

Doch gute Spontaneität beginnt oft mit Wahrnehmung.

Was sagt mein Gegenüber wirklich?

Was verändert sich gerade?

Welche Information ist neu?

Welche Stimmung entsteht?

Was braucht dieser Moment?

Wer bereits die nächste Antwort vorbereitet, während die andere Person noch spricht, reagiert zwar schnell.

Spontan ist das keineswegs automatisch.

Gute Spontaneität braucht Aufmerksamkeit.

 

 

 

Präsenz statt Autopilot

 

Wir reagieren häufig aus Gewohnheit.

Auf Kritik mit Rechtfertigung.

Auf Druck mit Eile.

Auf Unsicherheit mit noch mehr Informationen.

Auf Konflikte mit Rückzug.

Solche Muster können sinnvoll entstanden sein.

Doch sie sind keineswegs immer passend.

Spontaneität schafft die Möglichkeit:

Heute könnte ich anders reagieren.

Vielleicht ruhig.

Vielleicht direkt.

Vielleicht humorvoll.

Vielleicht mit einer Frage.

Vielleicht mit Schweigen.

Dieser zusätzliche Handlungsspielraum ist wertvoll.

 

 

 

Spontaneität in Gesprächen

 

Stell dir vor, du führst ein wichtiges Gespräch.

Du hast gute Argumente vorbereitet.

Dann sagt dein Gegenüber plötzlich:

„Ich glaube, wir reden gerade am eigentlichen Problem vorbei.“

Du könntest dein vorbereitetes Argument fortsetzen.

Oder du hältst kurz inne und sagst:

„Was ist aus deiner Sicht das eigentliche Problem?“

Vielleicht verändert genau diese spontane Frage das gesamte Gespräch.

Denn jetzt reagierst du weniger auf deinen Plan und stärker auf das, was tatsächlich geschieht.

 

 

 

Spontaneität in Präsentationen

 

Auch bei Reden und Präsentationen entsteht Wirkung häufig außerhalb des Skripts.

Eine Reaktion im Publikum.

Eine unerwartete Frage.

Ein technisches Problem.

Ein spontanes Beispiel.

Ein Zwischenruf.

Wer vollständig an einem Manuskript hängt, erlebt solche Momente schnell als Störung.

Wer sein Thema wirklich verstanden hat, kann sie integrieren.

Das Publikum erlebt dann häufig etwas Besonderes:

Da spricht ein Mensch mit uns – kein abgespieltes Programm.

 

 

 

Spontaneität braucht Sicherheit im Thema

 

Das erklärt, weshalb Spontaneität trainierbar ist.

Je besser du ein Thema kennst, desto weniger musst du einzelne Sätze kontrollieren.

Du kennst:

den Kern,

die Zusammenhänge,

die wichtigsten Argumente,

die Beispiele,

und deine Position.

Dann kannst du Formulierungen im Moment entstehen lassen.

Wer dagegen vor allem auswendig gelernt hat, kann bereits durch eine kleine Unterbrechung den Faden verlieren.

Deshalb:

Lerne Gedanken – weniger Sätze.

 

 

 

Spontaneität und Intuition

 

Spontane Entscheidungen werden häufig intuitiv getroffen.

Intuition kann sehr wertvoll sein.

Besonders dort, wo viel Erfahrung vorhanden ist.

Ein erfahrener Mensch erkennt Muster oft schneller, als er sie bewusst erklären könnte.

Doch Intuition hat Grenzen.

Sie kann von Vorurteilen, Gewohnheiten und früheren Erfahrungen beeinflusst sein.

Deshalb lohnt sich die Frage:

In welchem Bereich ist meine Intuition tatsächlich gut trainiert?

Bei vertrauten Situationen kann sie hervorragend funktionieren.

Bei völlig neuen, komplexen oder folgenreichen Entscheidungen verdient sie zusätzliche Prüfung.

 

 

 

Spontaneität braucht einen inneren Maßstab

 

Wenn du im Moment entscheidest, hilft ein klarer innerer Maßstab.

Zum Beispiel:

Was ist mir wichtig?

Welche Werte möchte ich vertreten?

Welche Grenze gilt?

Was möchte ich mit diesem Gespräch erreichen?

Dann kann eine spontane Entscheidung schnell sein und trotzdem Orientierung besitzen.

Ohne diesen inneren Maßstab wird aus Spontaneität leichter Beliebigkeit.

 

 

 

Der Mut zur unperfekten Antwort

 

Manche Menschen verlieren Spontaneität, weil sie sofort die optimale Antwort suchen.

Den perfekten Satz.

Die eleganteste Reaktion.

Die klügste Formulierung.

Doch Gespräche funktionieren selten so.

Oft ist eine gute, echte Antwort wertvoller als eine perfekte Antwort, die erst fünf Minuten später entsteht.

Du darfst sogar sagen:

„Darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht.“

Oder:

„Das ist eine gute Frage. Mein erster Gedanke ist …“

Das kann sehr souverän wirken.

 

 

 

Spontaneität bedeutet auch, sich korrigieren zu dürfen

 

Wenn du spontan sprichst oder entscheidest, kann etwas ungenau sein.

Dann darfst du korrigieren.

„Ich möchte das anders formulieren.“

„Der Gedanke war gerade zu schnell.“

„Lass mich noch einmal neu ansetzen.“

Das ist keine Schwäche.

Es zeigt geistige Beweglichkeit.

Wer glaubt, jede spontane Aussage verteidigen zu müssen, verliert genau diese Beweglichkeit wieder.

 

 

 

Zu viel Kontrolle macht Kommunikation vorhersehbar

 

Wenn jedes Wort optimiert ist, kann Kommunikation technisch perfekt und trotzdem leblos wirken.

Menschen reagieren auf Lebendigkeit.

Auf echtes Interesse.

Auf Überraschung.

Auf einen Gedanken, der gerade im Gespräch entsteht.

Deshalb braucht überzeugende Kommunikation häufig beides:

Struktur und Freiheit.

Struktur gibt Halt.

Freiheit erzeugt Lebendigkeit.

 

 

 

Spontaneität kann man üben

 

Du kannst Spontaneität trainieren.

Zum Beispiel:

Sprich zwei Minuten über ein zufälliges Thema.

Erkläre einen komplexen Gedanken ohne Vorbereitung in einfachen Worten.

Beantworte eine Frage zuerst mit deiner Kernaussage.

Führe Gespräche gelegentlich ohne inneres Drehbuch.

Erzähle eine Geschichte aus dem Moment.

Oder frage dich:

„Was würde ich jetzt sagen, wenn ich keine perfekte Formulierung bräuchte?“

Solche Übungen reduzieren die Abhängigkeit vom vorbereiteten Text.

 

 

 

Eine hilfreiche Struktur für spontane Antworten

 

Wenn du spontan antworten musst, kann eine kleine innere Struktur helfen.

 

1. Was ist meine Kernaussage?

Was möchte ich eigentlich sagen?

 

2. Warum sehe ich das so?

Nenne einen oder zwei Gründe.

 

3. Welches Beispiel macht es verständlich?

Konkretheit erhöht Wirkung.

 

4. Was folgt daraus?

Eine Schlussfolgerung oder Empfehlung.

Damit entsteht auch spontan ein nachvollziehbarer Gedankengang.

 

 

 

Wann Spontaneität weniger geeignet ist

 

Spontaneität besitzt Grenzen.

Je größer die möglichen Konsequenzen, desto wichtiger wird Vorbereitung.

Bei:

rechtlichen Entscheidungen,

großen finanziellen Verpflichtungen,

schwer reversiblen Entscheidungen,

komplexen Verträgen,

oder Situationen mit weitreichenden Risiken

ist ein spontaner Entschluss häufig weniger klug.

Dann darf die spontane Reaktion lauten:

„Dazu möchte ich erst die notwendigen Informationen prüfen.“

Auch das ist Spontaneität.

Denn du reagierst angemessen auf die Situation.

 

 

 

Der Spontaneitäts-Kompass

 

Wenn du unsicher bist, ob du spontan handeln solltest, helfen fünf Fragen.

 

1. Was verlangt die Situation gerade?

Schnelligkeit?

Zuhören?

Eine Entscheidung?

Oder mehr Informationen?

 

2. Wie gut kenne ich dieses Feld?

Kann ich auf Erfahrung zurückgreifen?

 

3. Wie groß sind die Folgen?

Je schwerer reversibel, desto mehr Prüfung ist sinnvoll.

 

4. Was ist mein innerer Maßstab?

Welche Werte, Ziele oder Grenzen geben Orientierung?

 

5. Was wäre ein stimmiger nächster Schritt?

Spontaneität bedeutet selten, die gesamte Zukunft zu entscheiden.

Oft reicht der nächste passende Schritt.

 

 

 

Flexibilität statt Perfektion

 

Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke.

Spontaneität ist weniger die Fähigkeit, jederzeit eine brillante Antwort zu haben.

Sie ist die Fähigkeit:

mit dem umgehen zu können, was tatsächlich geschieht.

Du bleibst aufmerksam.

Du nutzt deine Erfahrung.

Du korrigierst dich.

Du passt dich an.

Und du hältst genug inneren Raum, damit etwas Neues entstehen kann.

 

 

Fazit: Spontaneität braucht Freiheit und Orientierung

 

Spontaneität ist weder Planlosigkeit noch Impulsivität.

Sie entsteht aus einer Verbindung von:

Präsenz,

Erfahrung,

innerer Klarheit,

Flexibilität

und der Bereitschaft, im Moment zu entscheiden.

Frag dich:

Was geschieht gerade wirklich?

Was braucht diese Situation?

Welche Erfahrung kann ich nutzen?

Welcher Maßstab gibt mir Orientierung?

Und was ist jetzt ein stimmiger nächster Schritt?

Denn Vorbereitung ist wertvoll.

Pläne sind wertvoll.

Strukturen sind wertvoll.

Und manchmal zeigt sich echte Kompetenz genau dort, wo der Plan endet:

in der Fähigkeit, trotzdem klar, wach und handlungsfähig zu bleiben.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst
Tipps für erfolgreiche Stegreifreden

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

 

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst

 

„Können Sie dazu kurz etwas sagen?“

„Wie schätzen Sie die Situation ein?“

„Vielleicht ein paar Worte aus Sicht der Geschäftsführung?“

„Was empfehlen Sie?“

Und plötzlich schauen alle zu dir.

Solche Momente zeigen etwas Spannendes:

Kommunikative Souveränität zeigt sich besonders deutlich, wenn der vorbereitete Text fehlt und innerhalb weniger Sekunden etwas Eigenes entstehen soll.

Eine klare Einschätzung.

Ein Standpunkt.

Eine Antwort.

Eine kurze Rede.

Ein Gedanke, der Orientierung gibt.

Genau deshalb halte ich Stegreifreden für eine der wertvollsten Übungen der Rhetorik.

Denn hier trainierst du weit mehr als spontanes Reden.

Du trainierst, unter Aufmerksamkeit klar zu denken.

 

 

 

Stegreifreden begegnen dir häufiger, als du denkst

 

Der Begriff klingt zunächst nach Bühne und Publikum.

Im beruflichen Alltag sieht eine Stegreifrede häufig ganz anders aus.

Ein spontaner Beitrag im Meeting.

Eine Antwort vor einem Gremium.

Ein kurzes Statement gegenüber Mitarbeitenden.

Eine unerwartete Frage im Kundengespräch.

Eine Einordnung im Führungskreis.

Ein spontaner Kameraauftritt.

Eine Begrüßung.

Ein Toast.

Oder der Satz:

„Karsten, sagen Sie doch auch einmal etwas dazu.“

Mit wachsender Verantwortung nehmen solche Situationen häufig zu.

Menschen wollen deine Einschätzung.

Deine Haltung.

Deine Orientierung.

Und häufig wollen sie diese jetzt.

 

 

 

Was gute Stegreifredner wirklich können

 

Gute Stegreifredner besitzen selten einen geheimen Vorrat fertiger Reden.

Sie können etwas Wertvolleres:

Sie greifen schnell auf Erfahrungen, Wissen und Haltung zu.

Sie erkennen den wesentlichen Gedanken.

Sie geben ihm eine Struktur.

Und sie bringen ihn so zum Ausdruck, dass andere folgen können.

Das lässt sich entwickeln.

Hier sind 23 Anregungen dafür.

 

 

 

23 Tipps für überzeugende Stegreifreden

 

 

1. Kläre zuerst deinen Punkt

 

Bevor du nach schönen Worten suchst, frage dich:

Was möchte ich eigentlich sagen?

Ein klarer Gedanke trägt häufig mehr als fünf geschliffene Formulierungen.

Deine Botschaft gibt deinem Beitrag Richtung.

 

 

2. Denke vom Ende her

 

Was soll bei den Menschen hängen bleiben?

Eine Erkenntnis?

Eine Entscheidung?

Eine Empfehlung?

Ein nächster Schritt?

Wenn du dein Ziel kennst, findest du leichter einen Weg dorthin.

 

 

3. Gönn dir einen Moment

 

Du wirst angesprochen.

Alle Augen richten sich auf dich.

Jetzt darf ein kurzer Moment entstehen.

Blickkontakt.

Ein Atemzug.

Ein Gedanke.

Eine ruhige Sekunde wirkt häufig wesentlich souveräner als hektischer Aktionismus.

 

 

4. Beginne mit dem Wesentlichen

 

Ein guter Einstieg kann erstaunlich schlicht sein.

„Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

„Ich sehe darin vor allem eine Chance.“

„Der entscheidende Punkt liegt für mich an einer anderen Stelle.“

Damit entsteht sofort Orientierung.

 

 

5. Nutze eine einfache Struktur

 

Spontanes Sprechen wird leichter, sobald dein Denken eine Form bekommt.

Bewährte Möglichkeiten sind beispielsweise:

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Situation – Bedeutung – nächster Schritt

These – Begründung – Beispiel

Problem – Lösung – Nutzen

Einfache Strukturen schaffen gedanklichen Freiraum.

 

 

6. Nutze die Drei-Punkte-Regel

 

Drei Punkte lassen sich gut merken.

Für dich.

Und für dein Publikum.

„Drei Dinge sind aus meiner Sicht wesentlich …“

Schon hast du eine Struktur und gleichzeitig etwas Zeit gewonnen, deine Gedanken zu sortieren.

 

 

7. Probiere P.R.E.P.

 

Eine besonders praktische Struktur für spontane Antworten ist P.R.E.P.:

Point: Was ist dein Standpunkt?

Reason: Weshalb siehst du es so?

Example: Welches Beispiel macht es verständlich?

Point: Was ist dein Fazit?

Damit lässt sich aus einem Gedanken sehr schnell ein vollständiger Beitrag entwickeln.

 

 

8. Entwickle Sprechdenken

 

Eine wichtige Fähigkeit heißt für mich Sprechdenken.

Du brauchst den kompletten Beitrag bereits vor dem ersten Satz im Kopf.

Der erste tragfähige Gedanke reicht als Ausgangspunkt.

Während du sprichst, entwickelst du den nächsten.

Pausen und klare Strukturen helfen dabei.

So entsteht sprachliche Beweglichkeit.

 

 

9. Bleibe bei deiner Botschaft

 

Spontane Situationen verführen leicht dazu, alles sagen zu wollen, was einem gerade einfällt.

Wirkung entsteht durch Auswahl.

Frage dich:

Was gehört jetzt wirklich hierher?

Damit wird aus Wissen Kommunikation.

 

 

10. Sprich über etwas, das dir etwas bedeutet

 

Persönliche Verbindung erleichtert spontanes Sprechen enorm.

Was findest du an diesem Thema interessant?

Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Was ist dir daran wichtig?

Wo du innerlich beteiligt bist, entstehen leichter lebendige Worte.

 

 

11. Nutze Beispiele

 

Abstrakte Aussagen verlangen Denkarbeit.

Beispiele erzeugen Bilder.

Ein kurzes Erlebnis.

Eine konkrete Situation.

Eine Beobachtung.

Ein Vergleich.

Schon wird deine Botschaft greifbarer.

 

 

12. Erzähle kleine Geschichten

 

Eine Stegreifrede braucht selten eine große Heldensaga.

Oft reichen drei Sätze:

Was geschah?

Was war daran bemerkenswert?

Was können wir daraus lernen?

Geschichten geben Gedanken Leben.

 

 

13. Mache Komplexes einfach

 

Gerade kompetente Menschen geraten leicht in eine Falle:

Sie wissen sehr viel.

Deshalb fällt die Auswahl schwer.

Eine hilfreiche Frage lautet:

Was müsste jemand verstehen, der sich mit diesem Thema bisher kaum beschäftigt hat?

Das führt häufig erstaunlich schnell zum Kern.

 

 

14. Verwende klare Sprache

 

Kurze Sätze helfen.

Konkrete Verben helfen.

Anschauliche Worte helfen.

Klarheit wirkt souverän.

Gerade spontane Beiträge gewinnen durch sprachliche Einfachheit.

 

 

15. Nutze Pausen

 

Eine Pause gehört zum Beitrag.

Sie gibt dir Zeit zum Denken.

Sie gibt deinen Worten Gewicht.

Und sie gibt deinem Publikum Gelegenheit, dir zu folgen.

Wer sich Pausen erlaubt, wirkt häufig präsenter.

 

 

16. Bestimme dein Tempo

 

Aufmerksamkeit kann Energie erzeugen.

Diese Energie beschleunigt leicht das Sprechen.

Gib deinen Gedanken Raum.

Ein etwas ruhigeres Tempo unterstützt Klarheit, Stimme und Wirkung.

 

 

17. Lass deine Stimme die Botschaft tragen

 

Worte vermitteln Inhalt.

Die Stimme vermittelt Haltung.

Nutze Betonung.

Tempo.

Pausen.

Lautstärke.

Und vor allem deine natürliche Stimme.

So wird aus Information Kommunikation.

 

 

18. Stehe zu deinem Standpunkt

 

Souveränes spontanes Sprechen bedeutet mehr als flüssiges Formulieren.

Es bedeutet auch:

Ich weiß, wofür ich stehe.

Gerade in Führungs- und Entscheidungssituationen ist diese innere Klarheit wertvoll.

Menschen hören Worte.

Und sie erleben Haltung.

 

 

19. Nutze deinen Körper

 

Ein ruhiger Stand unterstützt einen ruhigen Gedanken.

Richte dich auf.

Nimm Kontakt zu den Menschen auf.

Lass Gesten aus deinen Gedanken entstehen.

Dein Körper kann dir helfen, Präsenz zu entwickeln.

 

 

20. Sprich mit Menschen statt vor Menschen

 

Suche Blickkontakt.

Nimm Reaktionen wahr.

Bleibe in Beziehung.

Eine Stegreifrede ist kein sprachlicher Alleinflug.

Sie ist Kommunikation mit Menschen, die gerade wissen wollen, was du zu sagen hast.

 

 

21. Entwickle einen inneren Notfallkoffer

 

Für anspruchsvolle Situationen helfen einige vertraute Einstiege:

„Ich würde das aus zwei Perspektiven betrachten.“

„Der entscheidende Punkt ist für mich …“

„Lassen Sie mich dazu ein konkretes Beispiel geben.“

„Daraus ergeben sich aus meiner Sicht drei Konsequenzen.“

Solche Formulierungen schaffen Orientierung, bis dein Gedanke Fahrt aufnimmt.

 

 

22. Trainiere Überraschung

 

Spontaneität entwickelt sich durch Erfahrung.

Lass dir überraschende Fragen stellen.

Ziehe zufällige Themen.

Fasse komplexe Sachverhalte in 60 Sekunden zusammen.

Formuliere spontan Empfehlungen.

Begründe Positionen.

Je häufiger du erlebst, dass du etwas Tragfähiges entwickeln kannst, desto größer wird dein Vertrauen in diese Fähigkeit.

 

 

23. Bereite deine Spontaneität vor

 

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Und genau darin liegt ein wesentlicher Schlüssel.

Menschen, die spontan besonders überzeugend wirken, verfügen häufig über einen großen inneren Fundus.

Geschichten.

Beispiele.

Standpunkte.

Erfahrungen.

Fachwissen.

Strukturen.

Sprachliche Bilder.

Wer diesen Fundus pflegt, kann im entscheidenden Moment daraus schöpfen.

Spontaneität profitiert von guter Vorbereitung auf das Unvorhersehbare.

 

 

 

Der Stegreif-Kompass

 

Wenn du spontan gefragt wirst und innerhalb weniger Sekunden Orientierung brauchst, helfen drei Fragen:

 

1. Was ist mein Punkt?

Was möchte ich wirklich sagen?

 

2. Weshalb ist dieser Punkt relevant?

Warum sollten die anderen zuhören?

 

3. Was folgt daraus?

Welche Erkenntnis, Empfehlung oder Handlung ergibt sich?

Diese drei Fragen reichen erstaunlich oft, um aus einem spontanen Gedanken einen klaren Beitrag zu entwickeln.

 

 

 

Die eigentliche Fähigkeit hinter der Stegreifrede

 

Für mich liegt der größte Wert dieser Fähigkeit weit jenseits einer spontanen Rede.

Es geht um etwas Grundsätzlicheres:

Kannst du auf dich und deine Fähigkeiten zugreifen, wenn plötzlich Aufmerksamkeit auf dir liegt?

Kannst du denken, während andere auf deine Antwort warten?

Kannst du Komplexität reduzieren?

Kannst du Haltung zeigen?

Kannst du einen Gedanken so formulieren, dass Menschen ihn verstehen?

Kannst du Orientierung geben?

Genau deshalb ist spontanes Sprechen gerade für Führungskräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer, Experten und Menschen in verantwortungsvollen Positionen so wertvoll.

Viele entscheidende Kommunikationsmomente stehen schließlich in keinem Manuskript.

 

 

Souveränität entsteht vor dem entscheidenden Moment

 

Je bedeutender eine Situation wird, desto wertvoller ist es, die eigenen Reaktionsmöglichkeiten vorher kennenzulernen.

Wie denke ich unter Druck?

Was passiert mit meiner Stimme?

Wie schnell komme ich zum Kern?

Welche Formulierungen passen wirklich zu mir?

Wie wirke ich auf andere?

Und wie kann ich meine vorhandenen Fähigkeiten zuverlässiger abrufen?

Daran lässt sich sehr konkret arbeiten.

 

 

Individuelles Sparring für entscheidende Kommunikationssituationen

 

Wenn bei dir viel auf dem Spiel steht, arbeite ich am liebsten an den echten Situationen.

Ein wichtiges Meeting.

Ein Vorstandstermin.

Eine Präsentation.

Ein Medienauftritt.

Eine anspruchsvolle Gesprächssituation.

Eine spontane Rede.

Oder eine Rolle, in der zunehmend erwartet wird, dass du Orientierung gibst.

Im individuellen Sparring entwickeln wir keine künstliche Rhetorik.

Wir arbeiten daran, dass deine Gedanken, deine Haltung und deine Persönlichkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen zugänglich bleiben.

Damit du im entscheidenden Moment weniger nach der perfekten Formulierung suchst und stärker auf das zugreifen kannst, was bereits in dir steckt:

Erfahrung.

Kompetenz.

Urteilsvermögen.

Und deine eigene Stimme.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist ein spontaner Redebeitrag mit sehr kurzer Vorbereitungszeit. Typische Beispiele sind Statements, Beiträge in Meetings, spontane Begrüßungen und Antworten auf unerwartete Fragen.

Kann man Stegreifreden lernen?

Ja. Besonders gut trainierbar sind Struktur, Sprechdenken, Prägnanz, Zustandsmanagement, Stimme, Körpersprache und der Umgang mit überraschenden Fragen.

Was hilft bei einem spontanen Blackout?

Ein Atemzug, eine kurze Pause und eine vertraute Struktur geben Orientierung. Hilfreich ist beispielsweise der Einstieg: „Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

Welche Struktur eignet sich für spontane Antworten?

Sehr praktikabel sind die Drei-Punkte-Struktur sowie P.R.E.P.: Standpunkt, Begründung, Beispiel und abschließender Standpunkt.

Wie halte ich eine gute Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist eine Rede, die ohne vorheriges Skript oder Vorlage gehalten wird. Sie kann schwierig sein, da Sie sich auf das Improvisieren und die Fähigkeit verlassen müssen, sich schnell auf neue Themen einzustellen und diese zu präsentieren. Um eine gute Stegreifrede zu halten, gibt es einige Tipps, die Sie beachten können:

1. Vorbereitung

Obwohl Sie kein Skript haben, solltest du sich trotzdem auf die Rede vorbereiten. Überlegen Sie sich, welche Themen Sie voraussichtlich ansprechen werden und machen Sie sich Notizen, die Ihnen als Leitfaden dienen können.

 

2. Struktur

Auch bei einer Stegreifrede ist es wichtig, eine klare Struktur zu haben. Geben Sie Ihrer Rede eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

 

3. Körpersprache

Nutzen Sie Ihre Körpersprache, um Ihre Rede zu unterstreichen und das Publikum zu begeistern. Machen Sie Gebrauch von Gesten und Mimik, um Ihre Aussagen zu verdeutlichen.

 

4. Verbindung zum Publikum

Stellen Sie eine Verbindung zum Publikum her, indem Sie auf deren Bedürfnisse und Interessen eingehen. Fragen Sie das Publikum, welche Themen es interessieren und beziehen Sie diese in Ihre Rede ein.

 

5. Selbstvertrauen

Haben Sie Selbstvertrauen in Ihre Fähigkeiten und zeigen Sie dies auch nach außen hin. Atmen Sie tief durch und zeigen Sie Ihre Stärke und Kompetenz.

 

Wenn Sie diese Tipps beachten, werden Sie in der Lage sein, eine überzeugende und interessante Stegreifrede zu halten.

Weshalb sind Stegreifreden für Führungskräfte besonders relevant?

Mit wachsender Verantwortung entstehen viele wichtige Kommunikationsmomente spontan. Menschen erwarten Einschätzungen, Entscheidungen und Orientierung. Die Fähigkeit, Gedanken schnell zu ordnen und verständlich auszudrücken, unterstützt dabei erheblich.

P.S.

 

Wie meisterst du deine Stegreifreden und worauf gilt es aus deiner Sicht zu achten?

Spontaneität will wohlüberlegt sein.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. November 2014
Überarbeitung: 27. April 2022
AN: #45486
K: CNB
Ü: B

Lampenfieber und Redeangst: Einen unerwarteten Redebeitrag meistern

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Hilfe bei Lampenfieber und sogar Redeangst - Flexibilität
Spontaner Redebeitrag

Lampenfieber und Redeangst: Einen unerwarteten Redebeitrag meistern

 

Die Vorbereitung auf Reden und Präsentationen ist, wie Sie inzwischen erfahren konnten, unerlässlich. Doch das Leben ist voller Überraschungen und eine davon kann in Form einer unerwarteten öffentlichen Rede kommen. Auch wenn dies schwierig erscheint, gibt es bestimmte Vorgehensweisen, die Sie anwenden können, um auch dann erfolgreich zu sein, wenn Sie ohne jegliche Vorbereitung vor einem Publikum sprechen müssen.

Lampenfieber und Redeangst: Einen unerwarteten Redebeitrag meistern

 

Die Vorbereitung auf öffentliche Reden ist, wie Sie inzwischen wissen, unerlässlich. Doch das Leben ist voller Überraschungen und eine davon kann in Form einer unerwarteten öffentlichen Rede kommen. Auch wenn dies schwierig ist, gibt es bestimmte Vorgehensweisen, die Sie anwenden können, um auch dann erfolgreich zu sein, wenn Sie ohne jegliche Vorbereitung vor einem Publikum sprechen müssen.

 

 

 

Spontane Redegelegenheiten

 

 

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Es ist ein schöner Tag, und Sie haben beschlossen, zu Fuß zu Ihrem Ziel zu gehen, um etwas frische Luft zu schnappen. Plötzlich kommt ein Fernsehreporter auf Sie zu, mit einem Mikrofon, einer Kamera und einer Frage. Sie haben weder Zeit, sich vorzubereiten, noch können Sie über Ihre Antwort nachdenken, denn Sie müssen schnell reagieren und sofort antworten. Klingt das beängstigend?

 

 

 

Ist unerwartet gleich katastrophal?

 

Hier ist ein weiteres mögliches Szenario. Sie sitzen bequem im Publikum und hören einer Rede zu. Irgendwann fragt der Redner, ob es Freiwillige aus dem Publikum gibt, die ihn oder sie auf die Bühne begleiten möchten. Es gibt keine Freiwilligen, also werden Sie zufällig ausgewählt, was bedeutet, dass Sie auf die Bühne gehen und mitmachen müssen. Das Gleiche gilt für ähnliche Situationen, z. B. wenn Sie gebeten werden, eine Ansprache zu einem besonderen Anlass zu halten, oder wenn Sie einer Gruppe von Menschen bei einer Veranstaltung etwas erklären müssen, das Sie verstehen.

Diese Situationen mögen zwar die Ausnahme sein, aber sie sind durchaus möglich. Kann das alles zunichtemachen, was Sie getan haben, um Ihre Angst vor öffentlichen Auftritten zu überwinden? Sie wissen wahrscheinlich schon, dass die Antwort lautet: Nur wenn Sie es zulassen.

 

 

 

Was können Sie bei spontanen Redegelegenheiten tun?

 

Sie haben mehrere Optionen, wenn Sie mit spontanen Redegelegenheiten konfrontiert werden. Wenn Sie sich in dieser oder einer ähnlichen Situation befinden und nicht wissen, was Sie tun sollen, können Sie sich für eine der folgenden Vorgehensweisen entscheiden:

 

 

 

1. Höflich ablehnen

 

Dies ist die einfachste Lösung. Sie brauchen nur zu sagen, dass Sie jetzt nicht sprechen können. Auch wenn das vielleicht nicht angenehm ist, ersparen Sie sich damit eine mögliche Peinlichkeit. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie sich nicht herausreden können, beispielsweise wenn das Brautpaar auf einer Hochzeit Sie bittet, einen Toast auszusprechen, oder wenn Ihre Lehrerin oder Ihr Lehrer Ihnen im Unterricht eine Frage stellt.

Selbst wenn Sie sich weigern können, solltest du bedenken, dass Sie damit nur Ihre Angst verstärken würden. Auch wenn Ihre Weigerung, an einer Veranstaltung teilzunehmen, Ihnen die unmittelbare Erleichterung verschafft, etwas Schwieriges nicht tun zu müssen, beeinträchtigt sie langfristig nur Ihre Bemühungen und Ihr Selbstwertgefühl.

 

 

 

2. Verschaffen Sie sich etwas Zeit

 

Wenn Sie sich in einer solchen Situation befinden, gewinnen Sie etwas Zeit, um eine Antwort zu finden. Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Bitten Sie darum, die Frage zu wiederholen, oder sagen Sie, dass Sie zusätzliche Informationen benötigen; so erhalten Sie etwas Zeit, um über Ihre Antwort nachzudenken.

Wenn Ihnen nichts mehr einfällt und Sie nur noch daran denken können, wie Sie sich aus dem Staub machen können, dann sagen Sie, dass Sie eine Minute brauchen, um darüber nachzudenken, was Sie sagen wollen, anstatt zu versuchen zu fliehen. Es ist kein Grund zur Sorge, wenn Sie offen und ehrlich sagen, dass Sie etwas mehr Zeit brauchen – Sie haben ein Recht auf diese Zeit und können sie auch einfordern.

 

 

 

3. Erkennen Sie Ihre Überraschung an

 

Wenn Sie sich in einer Situation befinden, in der jemand Sie bittet, ohne vorherige Vorbereitung vor einem Publikum zu sprechen, brauchen Sie nicht so zu tun, als ob Sie sich dabei völlig wohlfühlen, wenn Sie das tatsächlich nicht tun.

Stattdessen können Sie zunächst Ihre Überraschung eingestehen, sagen, dass Sie nicht vorbereitet sind, und mitteilen, dass diese Art von Situation eine Herausforderung für Sie darstellt. Auf diese Weise befreien Sie sich von dem unbewussten Wunsch, gegen Ihre Impulse zu handeln, was bedeutet, dass Ihre Angst abnimmt, und gleichzeitig werden Sie dem Publikum sympathischer, weil Sie etwas Persönliches mitgeteilt haben.

Daher ist es wahrscheinlicher, dass die Zuhörer Verständnis und Akzeptanz zeigen, auch wenn Sie Fehler machen. Außerdem sagt die Tatsache, dass Sie bereit sind, vor ihnen zu sprechen, obwohl Sie Angst haben und unvorbereitet sind, viel darüber aus, wie mutig Sie sind.

 

 

 

4. Improvisieren Sie

 

Stellen Sie sich vor, dass Ihnen jemand in der Öffentlichkeit eine Frage gestellt hat, während andere zuschauen und zuhören. Wenn Sie Angst haben, können Sie eine herausfordernde und mutige Taktik ausprobieren, um diese Angst zu überwinden – beantworten Sie die Frage unverzüglich.

Versuchen Sie nicht, sich vorzubereiten oder zusätzliche Zeit zu gewinnen, sondern sagen Sie einfach, was Ihnen in den Sinn kommt und irgendwie mit der Frage zusammenhängt. Sie werden sich vielleicht wohler fühlen, wenn Sie erfahren, dass Ihr Gehirn diese Aktion von selbst durchführen kann – während Sie von der Situation und der plötzlichen Eile überwältigt sind, wird Ihr Verstand die Antwort für Sie finden, ohne dass Sie sich bewusst darum bemühen müssen. Auch wenn dies nicht jedes Mal der Fall sein wird, geht es bei der Anwendung dieser kühnen Lösung darum, sich kopfüber in die Situation zu stürzen.

 

Mehr:

 

 

 

Zustandsmanagement

 

Einen spontanen Redebeitrag zu halten, kann als Herausforderung empfunden werden, vor allem, wenn Sie dazu neigen nervös zu sein, wenn Sie vor einem Publikum sprechen. Selbst, wenn jede Faser Ihres Körpers Ihnen sagt, dass Sie weglaufen sollten, denken Sie daran, dass Sie sich erst durch das Sprechen vor Publikum nachhaltig sicherer fühlen können. Sie können so viel dafür tun, um mit einem guten Zustandsmanagement ans Werk zu gehen.

Unerwartete Ereignisse sind keine Katastrophe, sondern eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich zu zeigen. Denken Sie daran, dass es nicht die Angst ist, die Sie sprachlos macht, sondern die Art und Weise, wie Sie diese Angst wahrnehmen und wie Sie mit ihr umgehen wollen.

Video

Video ist im Schnitt!

Schritt für Schritt von Lampenfieber, Redeangst & Co. zu souveränen Auftritten vor Publikum

 

Es folgen die Schritte, mit denen Sie sich von Lampenfieber, Redeangst & Co. verabschieden und souveräne Auftritten vor Publikum angehen. Es ist nun an Ihnen, sich auf den Weg zu machen.

 

 

 

1. Grundlagen

 

Schritte:

 

 

 

2. Techniken

 

Schritte:

 

 

 

3. Überzeugungen und Ängste

 

Schritte:

 

 

 

4. Zustandsmanagement

 

Schritte:

 

 

 

5. Förderlicher Fokus

 

Schritte:

 

 

 

6. Ärmel hoch

 

Schritte:

 

 

 

7. Vorbereitung auf Reden und Präsentationen bei Lampenfieber & Co.

 

Schritte:

 

 

 

8. Spontane Redegelegenheiten

 

Schritte:

 

 

 

9. Umgang mit Herausforderungen

 

Schritte:

 

 

 

10. Haltung bewahren

 

Schritte:

 

 

 

11. Gute Reise

 

Schritte:

 

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

P.S.

 

Haben Sie dazu Kommentare, Widerspruch, Gedanken, …?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zu Lampenfieber

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Ist es Lampenfieber oder Begeisterung?

Ist es Lampenfieber oder Begeisterung?

Lampenfieber vor der Präsentation? Nervös vor der Vorstellungsrunde? Nervenflattern vor der Hochzeitsrede? So ergeht es vielen Menschen. Es gibt viele gute Hilfen, Redeangst zu überwinden und die Nervosität in den Griff zu bekommen.

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Spontanität nicht Spontaneität
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining sowie im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. November 2016
Überarbeitung: 8. Oktober 2022
Englische Version:
AN: #215
K: CNB
Ü:

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

Sich und Ihre Botschaft auch bei Stegreifreden überzeugend präsentieren
Redeformate als Gerüst

Stegreifantworten auf Fragen

 

Reden und Präsentationen lassen sich nicht immer bis ins Detail vorbereiten. In diesem Beitrag geht es um 3 Tipps für die kompetente Beantwortung von unerwarteten Fragen aus dem Stegreif.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

 

Ihre Präsentation ist soweit gut gelaufen, und jetzt ist es Zeit für die Fragen und Antworten. Was tun, wenn jemand eine Frage stellt, auf die Sie nicht vorbereitet sind?

Mit einem stabilen Gerüst ist es leichter Gedanken und Worte zu ordnen. Strukturieren Sie auch Ihre Antworten auf Fragen, auf die Sie nicht vorbereitet waren. Setzen Sie auf Klarheit, Prägnanz und Wirkung.

 

 

 

Kompetente Antworten aus dem Stegreif

 

Wenn Sie auf eine spontane Frage antworten, strukturieren Sie Ihre Antwort so, dass sie klar, kurz und prägnant ist. Wenn Sie die folgenden 3 Strukturen für spontane Antworten erlernen und anwenden, werden Ihre Antworten immer durchdacht und souverän klingen.

 

 

 

1. P.G.B.S. (PREP)

 

Die englische Bezeichnung für dieses Vorgehen lautet P.R.E.P. und steht für Position, Reason, Example, Position. Übersetzt wird daraus Position, Grund, Beispiel, Standpunkt (PGBS). Mit der Struktur PGBS (P.R.E.P.) gelingt es leichter Gedanken in Worte zu fassen.

 

 

 

Schritt für Schritt:

 

a. Position

 

Geben Sie zunächst Ihre Position zum Thema an.

 

 

b. Grund

 

Begründen Sie, weshalb Sie diese Position vertreten.

 

 

 

c. Beispiel

 

Geben Sie ein Beispiel oder verwenden Sie eine Geschichte, um Ihren Standpunkt zu untermauern.

 

 

 

d. Standpunkt

 

Abschließend fassen Sie Ihren Standpunkt zusammen.

 

 

 

2. P.B.P.: Punkt, Beispiel, Punkt

 

Eine weitere einfache Struktur liefert P.B.P.: Punkt, Beispiel, Punkt, Diese Methode ist noch einfacher als P.G.B.S. (P.R.E.P.) und kann zur Beantwortung einer größeren Anzahl von Fragen verwendet werden. Wenn Sie nur wenig Zeit haben, ist dies eine geeignete Methode.

 

 

 

P.B.P. Schritt für Schritt:

 

 

a. Punkt

 

Beginnen Sie mit einer kurzen Stellungnahme oder der Nennung einer Schlüsselidee oder eines Ziels.

 

 

 

b. Beispiel

 

Dann geben Sie ein Beispiel oder erzählen eine Geschichte, um Ihren Standpunkt zu stützen.

 

 

 

c. Punkt

 

Abschließend wiederholen Sie den Hauptgedanken beziehungsweise Ihre Hauptaussage.

 

 

 

3. Aufteilen und antworten

 

Aufteilen und antworten. Bei dieser Struktur überlegen Sie sich schnell, wie Sie Ihre Antwort aufteilen. Dann gelingt die Strukturierung leichter. Es gibt einige klassische zwei- und dreiteilige Unterteilungen, die Sie sich einprägen können.

 

 

 

Beispiele

 

Hier sind einige Beispiele:

  • Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
  • Problem, Lösung
  • Kosten, Nutzen
  • wir, sie
  • ideal, real
  • niedrig, mittel, hoch
  • Pro, contra

 

 

 

Ja, und?

 

Mit geeigneten Strukturen wird es deutlich leichter kompetent und sicher auf Fragen zu antworten.

Weitere Strukturen dieser Art finden Sie in einigen Beiträgen und im Training mit mir bekommen Sie entsprechende Tipps und Gelegenheit die Strukturen zu üben, die zu Ihren Themen passen. Mit diesen Redeformaten lassen sich auch Reden und Präsentationen in Form bringen, ob als Stegreifredebeitrag oder ausführlich vorbereitet.

P.S.

 

Wie reagieren Sie auf spontane Fragen? Berichten Sie über Ihre Erfahrungen, ich freue mich auf Rückmeldungen.

P.S.

 

Wie geben Sie Ihren Redebeiträgen Struktur?

Artikel

Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

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9 + 5 = 14 Tipps zur Vorbereitung einer spontanen Rede mit kurzer Vorwarnzeit

9 + 5 = 14 Tipps zur Vorbereitung einer spontanen Rede mit kurzer Vorwarnzeit

Eine spontane Rede vorbereiten? Wie soll das gehen, „spontan“ und „vorbereiten“ in einem Satz? Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung – anders als bei einer Stegreifrede – für den Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, es lässt sich noch etwas Zeit gewinnen. Zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden habe ich hier für Sie weitere Empfehlungen.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2013
Überarbeitung: 5. Januar 2022
AN: #431
K:CNC
Ü:

9 Tipps: Schritt für Schritt zum erfolgreichen Redebeitrag in Debatten

9 Tipps: Schritt für Schritt zum erfolgreichen Redebeitrag in Debatten

Der eigenen Position in einer Debatte die verdiente Chance geben
Eine Eröffnungsrede ist meist eine Ansprache, die am Beginn einer Veranstaltung oder eines Festaktes zur Einstimmung der Teilnehmer dient.

Debattieren

 

In diesem Beitrag geht es darum, wie Ihr Redebeitrag in Debatten die besten Chancen hat zur Geltung zu kommen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Debatten

 

Während einer formellen Debatte kommt es zu einem regen verbalen Austausch zwischen zwei oder mehreren beteiligten Parteien. Es existieren einige Formen von Debatten, wie beispielsweise die klassische Debatte, die Stegreifdebatte, die parlamentarische Debatte, die Scheindebatte, und das öffentliche Forum.

 

 

 

Besonderheiten bei Debatten

 

Einen Redebeitrag vorzubereiten und vorzutragen ist etwas anders als eine andere Rede zu schreiben. Es erfodert noch gründlichere Recherche und Beschäftigung mit unterschiedichsten Sichtweisen.

Für Debatten gelten bestimmte Regeln. Üblicherweie erhalten bei Debatten alle Seiten gleich viel Zeit, um sich vorzubereiten und darzulegen, weshalb sie ihre Meinung oder Ansicht zu einem bestimmten Thema für richtig halten. Debatten sind nicht ganz so wie überzeugende Reden, denn es geht nicht darum die andere Seite zu überzeugen, sich auf die eigene Seite zu schlagen, sondern es geht darum zu begründen, warum man eine bestimmte Meinung vertritt.

 

 

 

Debattenreden

 

Grundsätzlich wird eine Debattenrede vorbereitet und vorgetragen, um für oder gegen einen Standpunkt im Kontext zweier gegensätzlicher Standpunkte einzutreten. In manchen Situationen prüft der Debattenredner die Vor- und Nachteile der beiden gegensätzlichen Standpunkte und ergreift für einen bestimmten Standpunkt Partei. In anderen Kontexten ergreift der Debattenredner nur für einen der beiden Standpunkte Partei und legt überzeugend dar, warum er oder sie diesen Standpunkt vertritt, und möchte, dass sich das Publikum auf die Seite des vorgestellten Standpunkts schlägt.

 

 

 

 

9 Tipps: Schritt für Schritt zum erfolgreichen Redebeitrag in Debatten

 

Viele Faktoren spielen bei Debatten eine Rolle. Hier sind die wichtigsten Tipps.

 

 

 

1. Recherche

 

Die Qualität des Inhalts ist von entscheidender Bedeutung, denn ein unzureichend recherchiertes Thema kann auch durch noch so viel Kühnheit nicht beim Publikum ankommen. Ist die eigene Glaubwürdigkeit erst beschädigt, wird auch guten Argumenten nicht mehr geglaubt. Doppelcheck; Prüfen Sie alle Fakten, die Sie für das Diskussionsthema verwenden werden. Kaum ein Publikum verzeiht leicht verzerrte oder unbestätigte Fakten.

Es ist auch sehr wichtig, dass Sie das Publikum, dem Sie Ihr Thema präsentieren, gut kennen, da Ihre Vortragsweise weitgehend vom Publikum abhängt.

 

 

 

2. Logik und Struktur

 

Eine inhaltlich überzeugende Debattenrede ist eine gute Basis. Darüber hinaus gehört der inhalt in eine logische und nachvollzeihbare Struktur.

Zu einer guten Einleitung gehört es, den Aufhänger der Rede zu präsentieren. Es ist ratsam, dass Sie Ihre besten Argumente vorbringen, um die Aufmerksamkeit jedes Einzelnen zu gewinnen.

Wenn Sie Ihre Fakten präsentieren, solltest du dies auf einfache Weise tun und gleichzeitig sicherstellen, dass die Zuhörer sie verstehen.  Gehen Sie auf die gegnerischen Ansichten ein und vertreten Sie einen überzeugenden Standpunkt.

 

 

 

3. Perspektiven

 

Erkunden Sie selbst bei der Vorbereitung alle Perspektiven, deren Pro und Contra. Kämpfen Sie für Gegenpositionen, um sie in- und auswendig zu kennen. Das wird Ihnen viele wichtige Einsichten für Ihre Entscheidungen liefern.

Legen Sie Ihre eigenen Worte selbst auf die Goldwaage, finden Sie heraus, wie sie bei anderen Interessen zu deuten sind. Feilen Sie an der Wirkung, damit sie dem beabishtigen Ziel dient.

 

 

 

 

4. Überzeugung

 

Gut vorbereitet kenn Sie Ihr Thema und haben sich entschieden Ihrem Anliegen die verdiente Chance zu geben. Das sind gute Voraussetzungen überzeugend aufzutreten. Klären Sie mögliche eigene Zweifel vorher gründlich, sonst besteht die Gefahr, dass Sie zumindest unbewusst Zweifel ausstrahlen. Mitunter lassen auch ungünstige Gewohnheiten Redende nicht so wirken ,als wenn sie selbst überzeugt von dem sind was sie sagen.

 

 

 

5. Prägnanz

 

Selbstsichere Debattenredner bringen ihre Arguemnte und Ansichten klar zum Ausdruck. Je prägnater das geschieht, desto besser. Machen Sie dem Publikum so leicht wie möglich Ihre Botschaft zu verstehen und anzunehmen.

 

 

 

6. Freie Rede

 

Sprechen Sie so weit wie möglich frei, das wirkt überzeugender. Umfangreiche Notizen, von denen dann auch noch vorgelesen wird, lassen Redende schlecht vorbereitet wirken. Wichtige Zahlen und Namen dürfen Sie ruhig bewusst vorlesen. Das kann sogar die Wirkung steigern. Wenn Sie gut vorbereitet sind Weden Sie frei sprechen können und sich sicher dabei fühlen. Ihre Hände sind frei und ihre Gestik unterstützend.

 

 

 

 

7. Grundlagen

 

Im Eifer des Gefechts werden häufiger die Grundlagen guter Kommunikation und Rhetorik ausser Acht gelassen. Auch bei Debatten gilt es verstanden zu werden, Weichmacher und Reizworte draussen zu lassen, die Stimme und Körpersprache effektiv einzusetzen und auf das Zustandsmanagement zu achten. In zahlreichen Beiträgen finden Sie Empfehlungen zu diesen Themen.

 

 

 

 

8. Die abschließenden Worte

 

Die abschließenden Worte haben besondere Bedeutung, den sie bleiben am längsten im Gedächtnis. Daher ist es wichtig, dass Sie zum Abschluss Ihrer Rede eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte geben und dann mit der wichtigsten Botschaft enden.

 

 

 

 

9. Bleiben Sie sich treu

 

Es mag verlocken dem eigenen Standpunkt mit ein paar schmutzigen Tricks auf die Sprünge zu hefen, doch der Zweck heiligt nicht die Mittel. Wenn Sie Ihre Werte kennen und Ihnen treu bleiben, wird es möglicherweise etwas länger dauern, doch ein kurzfristiger Sieg mit fiesen Methoden geht hoffentlich nach hinten los. Deswegen ist es auch so wichtig die fiesesten Tricks zu kennen, die häufig in Debatten eingesetzt werden. Dann sind Sie in der Lage ihnen elegant zu begegegnen.

Unterstützung

 

Sie wollen Ihrem Standpunkt in einer Debatte zur verdienten Geltung verhelfen? Dann helfe ich Ihnen bei der Vorbereitung an Debatten. Den Umfang der Unterstützung können Sie wählen.

Dringende Empfehlung: Gönnen Sie sich zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback zu Ihnen und Ihrer Botschaft. Anschließend wissen Sie, wie Sie und Ihre Argumente auf Gegenspieler und Publikum wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso solltest du erst nach Ihrem echten Auftritt über solch eine Rückmeldung verfügen? Dann ist es für Korrekturen zu spät.

Was der Preis dieser professionellen Unterstützung für Ihre Vorbereitung ist? Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung.

Was oft unter den Teppich gekehrt werden soll und sich doch immer wieder in den Vordergrund drängt, ist Lampenfieber. Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter sehr intensivem Lampenfieber. Das ist schade, denn das ist mit entsprechender Hilfe nicht notwendig. Nur, für den Fall …

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

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Worauf achten Sie bei der Vorbereitung und Teilnahme an Debatten?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Präsentationen & Gespräche: Warum persönliche Wirkung zählt

KI perfektioniert Bilder, Texte und Präsentationen. Umso wertvoller werden glaubwürdige Präsentationen und Gespräche, die Kompetenz erlebbar machen.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. April 2017
Überarbeitung: 14. Januar 2019
AN: #4332131

5-Finger-Redestruktur. Handreichung: Fünf Finger für eine strukturierte Rede.

Handreichung: Fünf Finger für eine strukturierte Rede. 5-Finger-Redestruktur.

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Gesprächen, Reden und Präsentationen
5-Finger-Redestruktur

5-Finger-Redestruktur

 

Ein guter Grund für Redebeiträge; es soll eine bestimmte Botschaft vermittelt werden. In der Praxis geschieht es allerdings viel zu oft, dass für Zuhörer am Ende nicht klar ist, worum es ging. Ob in Reden, Präsentationen oder Gesprächen, es fragen sich Zuhörer sehr oft, worum es eigentlich ging.

Es liegt meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben. Wie wäre es mit einem Fingerzeig, mit dem es besser gelingt?

Besser ist es Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Dann kann beispielsweise die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.

Video

https://youtu.be/V8YlJMHyYPs

Redebeiträge strukturieren mit dem 5-Finger-Redeformat

 

Wenn den Zuhörern nicht spätestens am Ende eines Redebeitrags die beabsichtigte Botschaft verständlich ist, dann  liegt es meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben.

Viel besser ist es, Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Beispielsweise in Besprechungen ist Spontaneität gefordert. Auch bei Stegreifreden kann die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.

 

 

 

Die 5-Finger-Redestruktur Schritt für Schritt

 

So geht es ganz einfach von der Hand. Jeder Finger einer Hand steht für einen Schritt. So haben Sie die Reihenfolge Ihrer Argumentation stets in Ihrer Hand:

 

 

1. Daumen

 

Der Daumen drückt den „Status quo“ aus. Geben Sie einen Überblick der Ist-Situation. Beschreiben Sie die Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen.

Was ist daran positiv und welche Chancen damit verbunden sind. Wo sind Veränderungen dringend notwendig und welche Risiken sind erkennbar?

Was geschieht, wenn keine Veränderungen erfolgen. Sorgen Sie dafür, dass die Bedeutung der folgenden Aussagen verstanden werden. Ohne Betroffenheit fehlt die erforderliche Bereitschaft, aktiv zu werden.

 

 

 

2. Zeigefinger

 

Der Zeigefinger zeigt auf das Ziel. Orientieren Sie sich bei der Formulierung des Ziels am SMART-Modell und verwechseln Sie es nicht mit dem Nutzen.

Zur Erinnerung an die Eigenschaften SMARTer Ziel können Sie den Artikel „Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche. SMARTe Ziele erleichtern das Leben.“ lesen.

 

 

 

3. Mittelfinger

 

Der Mittelfinger beschreibt den Weg, also die Umsetzung, wie das Ziel erreicht wird.

Welche Maßnahmen sind notwendig, um das angestrebte Ergebnis zu erreichen.

Hilfreiche Fragen zur eigenen Klärung:

  • Wer kann bei der Verwirklichung des Ziels welchen Beitrag leisten?
  • Wann soll das Ziel erreicht sein?
  • Wo wird was erforderlich sein?
  • Wie soll das Ziel erreicht werden?
  • Welche Ressourcen sind dafür erforderlich und woher kommen sie?

 

 

 

4. Ringfinger

 

Den Ringfinger umfasst der Nutzen. Schildern Sie, welchen speziellen Nutzen das angestrebte Ziel und die von Ihnen präsentierte Lösung für die Zuhörer hat. Beschreiben Sie, wie sich die Situation dadurch kurz-, mittel- und langfristig positiv verändert.

 

 

 

5. Kleiner Finger

 

Der kleine Finger widmet sich der Handlungsaufforderung.

Beschreiben Sie zum Ende Ihrer Rede den ersten, leicht durchzuführenden Schritt und die dazugehörige konkrete Handlungsaufforderung. Sie sollte nicht zu klein und nicht zu groß ausfallen. Ist sie zu groß, kommt das Vorhaben nicht in Bewegung.

Der Redebeitrag wird mit dem Appell beendet.

 

 

 

Fazit

 

Die Fünf-Finger-Redestruktur ist eine schnell greifbare und wirkungsvolle Methode, um Redebeiträgen eine Form zu geben. Sie lässt sich leicht zu lernen und einprägen.

P.S.​

 

Kannten Sie die Fünf-Finger-Redestruktur. Wie strukturieren Sie Ihre Reden und Präsentation, wie Ihre Gesprächsbeiträge?

 

Der nächste Schritt

 

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Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. August 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #632
K: CNC
German version: https://www.karstennoack.com/five-finger-speech-structure/
Ü:

22+ Tipps für den Umgang selbst mit unbequemen Fragen des Publikums bei Präsentationen

22+ Tipps für den Umgang selbst mit unbequemen Fragen des Publikums bei Präsentationen

Souveräner Umgang mit Fragen bei Reden und Präsentationen
Tipps für den Umgang mit schwierigen Fragen des Publikums bei Präsentationen

Fragen des Publikums

 

Selbst diejenigen Menschen, die sich auf ihre Präsentationsfolien gut vorbereitetet haben, unterschätzen oft die Bedeutung der Vorbereitung auf Publikumsfragen. Andere wiederum fürchten sich vor diesem Teil und würden am liebsten davor flüchten.

Umgang mit unangenehmen Fragen in Präsentationen

 

An der gewünschten Stelle sind angenehme Fragen bei Präsentation eine Freude. Manche Zuhörer stellen während und im Anschluss an Präsentationen allerdings auch unangenehme Fragen. Diese können oberschlau, unfair, an den Haaren herbeigezogen, arrogant, irrelevant oder auch völlig berechtigt sein. Ihre Einstufung ist mitunter nicht so einfach. Auf die verschiedensten Arten von Fragen gibt es passende Antwortstrategien. In diesem Artikel finden Sie dazu Anregungen.

 

 

 

Arten von Fragen bei Präsentationen

 

Die Fragen während und im Anschluss an Präsentationen können in folgende Arten unterteilt werden:

  • Verständnisfragen
  • Inhaltliche Fragen
  • Kritische Fragen
  • Als Fragen verpackte persönliche Angriffe oder Statements

22 Tipps für den souveränen Umgang selbst mit unbequemen Publikumsfragen

 

 

1. Vorbereitung, Vorbereitung, Vorbereitung

 

Gehen Sie Ihre Präsentation im Vorfeld genau durch und überlegen Sie, an welchen Stellen Fragen auftauchen könnten. Suchen Sie auf mögliche Fragen die passenden Antworten, damit Sie während Ihres Redebeitrags nicht grübeln müssen. Halten Sie Antworten, Beispiele und Geschichten bereit.

 

 

 

2. Klare Ansage zum Ablauf

 

Geben Sie frühzeitig den Rahmen und den Umgang mit Fragen bekannt. Wann sind Zwischenfragen erwünscht und wann nicht. Welche Dauer ist vorgesehen für Fragen und wann.

Meist sind Fragen erst gegen Ende einer Präsentation empfehlenswert.

Zwischenfragen sind nur dann empfehlenswert, wenn Sie fit im Thema sind. Sonst könnten Sie aus dem Gleichgewicht geraten. Wenn Sie Zwischenfragen zulassen und souverän meistern, steigert das Ihr Ansehen.

 

 

 

3. Wohlwollen

 

Zugegeben, manche Frage erscheint zumindest im ersten Augenblick als dreist. Bleiben Sie gelassen. Behandeln Sie Fragen als Hinweis auf Interesse und nehmen Sie das Bedürfnis nach Klärung an. Begrüßen Sie Fragen freundlich, dann steigert das die Wahrscheinlichkeit weiterer Fragen. Auch so manche unfreundlich klingende und unbequeme Frage basiert auf kommunikativen Eigenarten der Person und nicht auf böser Absicht.

 

 

 

4. Die Frage wiederholen

 

Wiederholen Sie Fragen mit Ihren eigenen Worten. So weiß jeder im Raum, worum es geht und worauf sich Ihre Antwort bezieht. Das sortiert auch Ihre Gedanken.

 

 

 

5. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

 

Manche Fragen wirken harmloser als sie es sind. Manche entpuppen sich als faules Ei, das Ihnen ins Nest gelegt werden soll. Teil einer guten Vorbereitung ist es bei allem Wohlwollen wachsam Manipulateure und ihre Manipulationsversuche zu erkennen. Achten Sie besonders auf Suggestivfragen.

 

 

 

6. Vorwegnehmen

 

Viele heikle Fragen und Kommentare lassen sich schon durch entsprechende Aufbereitung und Vorwegnahme reduzieren. Die Einwandbehandlung ist wesentlicher Teil der Vorbereitung der Präsentation. Bauen Sie zu erwartende Einwände selbst in die Präsentation ein und entkräften Sie sie.

 

 

 

7. Unterstellungen

 

Achten Sie darauf, dass Sie sich keine Unterstellungen unterjubeln lassen. Lassen Sie sich so auch nicht in die Defensive drängen. Greifen Sie das implizierte Problem auf und beantworten Sie es.

 

 

 

8. Antworten auf Frageketten

 

Bei Frageketten beantworten Sie systematisch Frage für Frage. Behalten Sie den Überblick, machen Sie sich gegebenenfalls Notizen. Vermitteln Sie den berechtigten Eindruck, gut zuzuhören.

 

 

 

9. Lügen haben kurze Beine

 

Der Faktencheck erwischt heutzutage Lügen schneller als früher. Bleiben Sie ehrlich zum Publikum und sich selbst.

 

 

 

10. Wiederholte Fragen

 

Wird erneut eine schon beantwortet Frage gestellt, ist es meist am besten freundlich, die Dinge auf den Punkt zu bringen und so die Frage erneut zu beantworten. So können Sie wichtige Punkte verdeutlichen und zeigen, dass Sie respektvoll mit Menschen umgehen.

 

 

 

11. Wer weiß schon alles?

 

Sie müssen nicht alles wissen und wenn Ihnen die Qualität Ihrer Antworten am Herzen liegt, dann dürfen Sie das auch sagen. Hier kommt es vor allem auf die Art und Weise an, wie Sie das sagen.

 

Ihre möglichen Reaktionen:

 

a. Reichen Sie die Antwort nach

 

Lassen Sie sich die Kontaktdaten geben oder versprechen Sie Informationen über einen anderen Kanal zu liefern. Muss ich erwähnen, dass Sie Ihr Versprechen auch halten?

 

 

 

b. Verschieben Sie die Antwort

 

Haben Sie den Eindruck, dass Ihnen jemand das Leben mit Fragen schwer machen will und die Fragen nur bedingt relevant für das restliche Publikum sind? Dann können Sie die Beantwortung verschieben.

 

 

 

c. Die Frage an das Publikum weiterreichen

 

Reichen Sie die Frage geschickt an Ihr Publikum weiter. Dann moderieren Sie den Denkprozess und die Antworten.

 

 

 

12. Locker bleiben

 

Schon die Vermutung, ob berechtigt oder nicht, angegriffen zu werden aktiviert das Reptiliengehirn und startet die Ausschüttung von Adrenalin und Co. Das macht uns Menschen nicht besonnener, sondern engt unseren Spielraum ein. In einem vom Stammhirn beeinflussten Zustand wird eine solche Situation nicht besser. Tunnelblick und Kampfeslust helfen genauso wenig, wie ein Blackout.

 

 

 

13. Verzicht auf Floskeln

 

Der Einsatz von Floskeln kommt selten gut an. So soll Zeit gewonnen werden und abgelenkt werden. Bleiben Sie, wo möglich lieber konkret und verbindlich.

 

 

 

14. Eine Frage der Ebene

 

Auf welcher der vier Ebenen findet gerade was statt? Das Modell der Ebenen offenbart Ihnen Einblick, was vor sich geht und was hilfreich sein kann.

 

 

 

15. Killerphrasen

 

Für Killerphrasen habe ich einige Tipps in einem eigenen Artikel vorbereitet. Lesen Sie 8 Arten von Killerphrasen erkennen: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

 

 

 

16. Rapport

 

Betonen Sie auch bei vermeintlichen Angriffen die Gemeinsamkeiten.

 

 

 

17. Ein echter Störer

 

Echte Störer fragen nicht wirklich, sondern sie stören! Ist ein solcher halbwegs zweifelsfrei ausgemacht und die Situation erfordert es, dann sind spezielle Reaktionen erforderlich. Art und Umfang der Reaktion werden sehr von der Haltung des Publikums beeinflusst. Wie denkt es über die Beteiligten und die Situation? Fragen Sie Ihren Kommunikationsberater oder gleich mich.

 

 

 

18. Die Fragerunde ist nicht der letzte Punkt

 

Stellen Sie sicher, dass der Abschluss Ihres Gesamtbeitrags von Ihnen gestaltet wird, damit Sie die Richtung vorgeben können.

 

 

 

 

19. Moderieren Sie am besten selbst die Fragerunde

 

Ist die Gruppe etwas umfangreicher, dann empfiehlt sich ein neutraler Moderator. Je umstrittener das Thema, desto besser ist es, wenn ein unparteiischer Moderator diese Moderation übernimmt. Dann fallen Auswahl der Fragenden und Rückstellungen von Fragen nicht auf Sie zurück.

Bei weniger umstrittenen Themen haben Sie Vorteile, wenn Sie die Moderation selbst übernehmen. Das wirkt souveräner, spart Zeit und Sie können die Fragen selbst besser verstehen.

 

 

 

20. Üben, üben, üben

 

Gute Antworten aus dem Stegreif erfordern Übung. Unverhofft kommt oft!

 

 

 

21. Professioneller Unterstützung

 

Setzen Sie bei der Vorbereitung auf professionelle Unterstützung. Ich spiele mit meinen Klienten die gesamte Präsentation inklusive der unbequemen Fragen durch. So gehen Sie nicht nur sicherer in die Situation, Sie erkennen auch Chancen schneller und können Sie nutzen.

 

 

 

22. Weiterbildung

 

Im Gruppen- und Einzeltraining Training Rhetorik & Präsentation II: Aufbautraining und Rhetorik & Präsentation III: Fortgeschrittenentraining lernen Sie, wie Sie gekonnt mit unterschiedlichsten Fragen des Publikums umgehen.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

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P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit (unbequemen) Fragen bei Präsentationen und anderen Redebeiträgen?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Präsentationen & Gespräche: Warum persönliche Wirkung zählt

KI perfektioniert Bilder, Texte und Präsentationen. Umso wertvoller werden glaubwürdige Präsentationen und Gespräche, die Kompetenz erlebbar machen.

Selbst auf eigenwillige Fragen gibt es oft noch gute Antworten. - Karsten Noack

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 5. September 2019
Englische Version:
AN: #334
K: CNB
Ü:

PowerPoint Karaoke reloaded

PowerPoint Karaoke reloaded

Von wegen Death by PowerPoint
Schluss mit death by powerpoint: PowerPoint Karaoke

PowerPoint Karaoke

 

PowerPoint Karaoke ist weit mehr als nur Unterhaltung, es ist ein hervorragendes Training für ambitionierte RednerInnen. Es reduziert übrigens auch Lampenfieber, wenn es wiederholt wird. Bin ich zu schnell? Dann nochmals zum Anfang und Schritt für Schritt:

PowerPoint Karaoke reloaded

 

Von wegen Folien des Grauens und Death by PowerPoint; das macht wach: Die Kombination von PowerPoint-Präsentationen und dem japanischen Partyspiel Karaoke, bei dem hier allerdings nicht gesungen, sondern improvisiert präsentiert wird, hat es in sich. Oh, was für ein langer Satz!

PowerPoint Karaoke (PPT-Karaoke, auch als Battle Decks oder Battledecks bezeichnet) basiert auf PowerPoint-Präsentationen, die auf einer Leinwand auf eine Gruppe von Teilnehmern projiziert wird. Die Bilder sind völlig zufällig, ihr Sinn erschließt sich oft nicht ohne Weiteres und das ist durchaus hilfreich.

 

 

 

Wie funktioniert PowerPoint Karaoke?

 

Ein Moderator sorgt für den Rahmen des PowerPoint-Karaoke. Anfangs stellt er den Ablauf und die Redner vor. Für das Publikum wird nochmals verdeutlicht, dass die Teilnehmer die ihnen zugeteilten Folien vorher noch nicht kennen. Dabei vermittelt die Moderation die Energie, in denen die Teilnehmer auftreten sollen. Eine gute Portion Humor und wiederholter Applaus fördern den Rahmen für unterhaltsame Auftritte.

Schließlich braucht es bereitwillige Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung der Stegreifrede stellen.

Die Teilnehmer haben die Aufgabe, eine Präsentation zu ihnen unbekannten Folien zu halten. Wichtig; bei der Auswahl der Folien wird darauf geachtet, dass es sich um ein Fachgebiet handelt, in dem sich die Teilnehmer nicht auskennen. Was auch immer dann auf dem Bildschirm erscheint, ist von ihnen so zu behandeln, als wenn es von ihnen so geplant war. Den besonders begabten Teilnehmern gelingt es dabei auch noch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen.

Die Folien werden vorab per Zufall ausgesucht. Oft umfassen PowerPoint-Präsentationen mehr als 20 Folien. Für das PowerPoint Karaoke werden davon 10 bis 12 Folien mit möglichst vielen Bildern oder Grafiken und wenig Text gewählt. Die ausgewählten Folien passen inhaltlich zusammen, und ermöglichen einen Spannungsbogen.

Die Teilnehmer erfahren erst kurz vor Beginn ihrer Präsentation das eigene Thema. Danach geht es gleich los. Die meist 7 bis 10 Minuten Redezeit wollen genutzt werden. Eine Minute vor Ablauf der Zeit erklingt eine Glocke, damit es zum Finale der Darbietung kommt. Bei Wettbewerben gibt es mehrere Runden und die Zuschauer bestimmen anhand ihres Applauses den Gewinner, am Ende wird der Gewinner gekrönt. Die mehr oder weniger ernstgemeinte Wahl erfolgt in verschiedenen Varianten. Im Grunde hat jeder Teilnehmer gewonnen, der sich der Aufgabe stellt und dabei auch noch Spaß hat.

 

 

 

Wozu? Was hat das für einen Nutzen?

 

PowerPoint Karaoke ist nicht eine wirksame und unterhaltsame Möglichkeit rhetorischen Fähigkeiten zu erweitern. Es trainiert die Präsentationsfähigkeiten, die Improvisationsfähigkeiten und hilft Lampenfieber abzulegen.

Reloaded?

Wer sich durch PowerPoint Karaoke nicht mehr gefordert fühlt, bekommt Eins drauf. Durch zusätzliche Aufgaben wird die Latte höher gelegt und die Betriebstemperatur gesteigert. Einige Varianten wurden sogar in die Trainings mit improRhetorik™ aufgenommen.

 

 

 

Tipps für PowerPoint Karaoke

 

Es gelten die meisten der bewährten Regeln für Präsentationen und einige Regeln des Improvisationstheaters helfen auch hier. Hier noch ein paar Anregungen:

  • Mutig sein
  • Akzeptieren
  • Behaupten, selbst bei völliger Ahnungslosigkeit
  • Einsatz an den Tag legen
  • Wach, im Moment und flexibel sein
  • Verinnerlichte Redestrukturen helfen
  • Sich selbst und den Eingebungen Vertrauen
  • Ausrutscher feiern und weiter machen
  • Üben, üben, üben
  • To be continued…

 

 

 

Übrigens

 

Während bei einigen Veranstaltungen mit PowerPoint Karaoke vor jedem Auftritt alkoholische Getränke der Aufwärmung und Enthemmung dienen sollen (was insbesondere bei mehreren Runden zu unerwarteten Nebenwirkungen führen kann) gehen wir in meinen Veranstaltungen andere Wege. Warm wird den Teilnehmern dennoch und es hat neben dem Unterhaltungswert auch erkennbar positive Auswirkungen auf die Qualität nachfolgender professioneller Präsentationen. Na, dann…

P.S.

 

Haben Sie PowerPoint Karaoke schon erlebt, was halten Sie davon?

 

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Mut und Können erleichtern Spontanität.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2017
Überarbeitung: 4. September 2019
Englische Version:
AN: #316
K: CNB
Ü:

9 + 5 = 14 Tipps zur Vorbereitung einer spontanen Rede mit kurzer Vorwarnzeit

9 + 5 = 14 Tipps zur Vorbereitung einer spontanen Rede mit minimaler Vorwarnzeit

Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren

Vorbereitung einer spontanen Rede mit minimaler Vorwarnzeit

Spontane Reden mit minimaler Vorwarnzeit halten

 

Eine spontane Rede vorbereiten? Wie soll das gehen, „spontan“ und „vorbereiten“ in einem Satz? Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung – anders als bei einer Stegreifrede – für den Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, es lässt sich noch etwas Zeit gewinnen. Zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden habe ich hier für Sie noch die folgenden Tipps.

Unverhofft kommt oft: Sie dürfen gleich eine Rede halten.

 

Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.

Wilhelm Busch

 

Entspannt sitzen Sie in der Besprechung und wollten eigentlich nur schlau dreinschauen und sich etwas ausruhen. Der Tag hat so schön begonnen. Sie denken gerade an nichts Schlimmes und dann so etwas. Die freudige Überraschung; der verantwortliche Redner ist verhindert. Nun sind Sie der Glückliche!

Sie dürfen gleich spontan einen Redebeitrag leisten. Oder, um es Ihnen noch leichter zu machen, gibt es erst noch eine Kaffeepause, bis Sie an der Reihe sind.

 

 

 

 

5, 4, 3, 2, 1… Was tun? Auf dem Ärmel oder aus dem Ärmel?

 

Es ist sprichwörtlich: Bei einer Stegreifrede wird die Rede sofort aus dem Ärmel geschüttelt! Und bei einer Spontanrede mit etwas Vorwarnzeit? Sie werden aufgefordert in 15 Minuten eine Rede zu halten und haben sozusagen noch etwas Zeit für ein paar Notizen auf dem Ärmel.

 

 

 

Spontan und Vorbereitung in einem Satz? 9 + 5 = 14 Tipps

 

Tatsächlich lassen sich selbst bei spontanen Aufforderungen – anders als bei einer Stegreifrede – für einen Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, Sie können noch etwas Zeit gewinnen.

Und bevor die Panik um sich greift, empfehle ich zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden die folgenden Punkte:

 

 

 

Was soll ich nur sagen? Das!

 

15 Minuten bis zur Rede und somit minimale Vorwarnzeit. Das erfordert eine beherzte Entscheidung: Für ausgedehntes Lampenfieber reicht die Zeit kaum, aber Panik wäre möglich. Also, was tun; die Zeit nutzen, um zu flüchten, eine halbwegs plausible Ausrede zu konstruieren oder sich zumindest noch etwas vorzubereiten?

Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung mit wenigen Minuten Vorbereitungszeit – anders als bei einer Stegreifrede – noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt Sie wissen, was Sie tun. Und bevor die Panik um sich greift, gebe ich Ihnen einige Tipps. Gewusst wie!

 

 

1. Überblick gewinnen

 

Bestreiten Sie die Rede mit den Informationen, die Sie greifbar haben. Mit einem Stück Papier, notfalls auch einer Serviette oder der Rückseite eines Briefumschlags – Hemdsärmel haben sich nur bedingt bewährt – und einem Stift bewaffnet gilt es sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Ideal sind Mind Maps. In minimaler Zeit lassen sich so die Gedanken und Optionen finden, ordnen und ggf. sogar als Redeskizze verwenden.

Sie können natürlich auch andere Kreativitätstechniken einsetzen, wenn Sie gelernt haben diese für die Redevorbereitung zu nutzen.

 

 

 

2. Das Ziel im Auge behalten

 

Was wollen Sie mit der Rede erreichen? Wählen Sie am Anfang Ihr Hauptziel und gegebenenfalls die Nebenziele. Formulieren Sie dann für sich die Botschaften, die jeweils auf einen Satz reduziert werden. Welche These stellen Sie auf? Bauen Sie anschließend Ihren Vortrag um Ihre Kernthese herum auf.

Was wollen Sie anstreben? Was für eine Botschaft soll am Ende haften bleiben? Was ist das Ziel? Das liefert die Orientierung und auch das Finale der Rede: Die Handlungsaufforderung!

Doppelt hält besser: Transportieren Sie Ihre Botschaft klar, deutlich und mehrfach. Sie kehrt im Laufe der Rede immer wieder, leicht abgewandelt und mit neuen Beispielen untermauert auf.

 

 

 

3. Struktur

 

Wer hat, der hat: Wählen Sie eine Redestruktur, die Ihnen vertraut ist. Einige Redestrukturen finden Sie hier.

 

 

Beispiel:

 

Einleitung

 

  • Anrede
  • Einstieg
    Anekdote, eine verblüffende Theorie oder These
  • Selbstvorstellung
  • Nennung des Themas
  • Redeziel: Begründung, weshalb Sie zu diesem Thema sprechen

 

 

Hauptteil

 

  • Rückblick
  • Ist-Situation, Gegenwart – Schilderung des momentanen Zustandes
  • Mögliche Lösungen und deren Vorteile
  • Gründe und Beweise, Argumente für die eigene Empfehlung
  • Relevante Beispiele
  • Gegnerische Meinungen vorwegnehmen und widerlegen
  • Blick in die Zukunft und Beschreibung des Zielszenarios

 

 

Schluss

 

  • Zusammenfassung
  • Anknüpfen an Einstieg
  • Handlungsaufforderung

 

 

 

4. Mögliche Einwände vorwegnehmen

 

Publikum findet Spontaneität außerordentlich positiv… wenn jemand spontan ihre Meinung artikuliert.

 

Mit einem drängelnden „Ja, aber …“ im Kopf, kann das Publikum nur bedingt zuhören. Es ist abgelenkt. Also berücksichtigen Sie frühzeitig absehbare Ablenkung.

Einige Redeformate erinnern von sich aus daran mögliche Einwände selbst zu entkräften, bevor ein Gegenspieler die Gelegenheit dazu hat.

Versetzen Sie sich vor der Rede schon einmal in die Rolle der Skeptiker und Nörgler. Sie sind dann gut vorbereitet und halten kritischen Rückfragen besser stand.

 

 

 

5. Das Thema entführen

 

Die Möglichkeiten erweitern? Die Politiker machen es uns vor. Sie reden ohnehin ungehemmt über das, worüber sie reden wollen. Wer lässt sich schon von einer konkreten Frage einschränken? Wobei ich empfehle, hier etwas rücksichtsvoller ans Werk zu gehen und sich die Mühe zu machen einen nachvollziehbaren Anknüpfungspunkt zu finden. Profis haben meist Themen in der Hinterhand, über die sie gerne sprechen, sobald Publikum vorhanden ist. Weshalb wertvolle Redezeit mit unwichtigen Themen verschwenden?

 

 

 

So gelingt die Präsentation

 

 

1. Sie haben die Bühne

 

Es ist Ihre Gelegenheit, die Sie nutzen können. Wenn das kein Grund zur Freude ist? Nutzen Sie die Freiheiten, die Ihnen gegeben werden, anstatt sich über fehlende Vorgaben zu ärgern oder solche einzufordern. Lustig, ernst, sachlich, dramatisch, bewegt …. Ihre Entscheidung, Ihre Bühne!

 

 

 

2. Frei sprechen

 

Abgesehen von wenigen Stichworten sprechen Sie vorzugsweise vollkommen frei. Und weil Sie dadurch zusätzlich die Beziehung und die Nähe zum Publikum fördern, verzichten sich auch auf ein Pult oder andere Schutzeinrichtungen. Raus aus der Deckung: Zeigen Sie sich! Sorgen Sie dafür das der Kontakt zum Publikum gefördert wird. Treten Sie gegebenenfalls zur Seite und nach vorne. Mittendrin statt nur dabei.

 

 

 

3. Hinein in das Vergnügen

 

Sparen Sie sich langatmige theoretische Einleitungen. Machen Sie Ihr Publikum in der Einleitung neugierig und dann kommen Sie auf den Punkt. Dem Einstieg kann eine geeignete Anekdote, eine Frage an das Publikum oder eine kontroverse These folgen. Und schon geht es richtig los!

 

 

 

4. Sprechdenken

 

Welche interessanten Aspekte verbinden Sie persönlich mit dem Thema? Welche Moral, welche Schlussfolgerung wollen Sie vermitteln? Gibt es eine Anekdote oder Analogie, mit der Sie das verdeutlichen wollen?

Gleichzeitiges Denken und Sprechen lässt sich zum Glück gut trainieren. Und wenn Sie das Ziel im Auge behalten, werden Sie sich auch nicht um Kopf und Kragen reden.

 

 

 

5. Lampenfieber

 

Etwas Lampenfieber weckt die Geister. Zu viel Adrenalin macht die Knie weich, lässt die Gedanken an Flucht und Schreckensszenarien anwachsen, der Druck steigt, Stressreaktion, … Und der einsetzende Tunnelblick erweitert auch nicht die Perspektiven. Geben Sie auf sich Acht!

Achten Sie frühzeitig auf Ihren Zustand. Frühzeitig bedeutet; sorgen Sie dafür in solchen Situationen in einem förderlichen Zustand zu sein. Dann brauchen Sie sich bei Auftritten darum keine großen Gedanken mehr zu machen. Hier finden Sie ein paar Tipps zum Umgang mit Lampenfieber und hier erfahren Sie, wie Sie Lampenfieber auflösen.

 

 

 

6. Locker bleiben!

 

Sie bestimmen die Geschwindigkeit. Also nehmen Sie die, die Ihnen am angenehmsten ist. Solange Sie die Zuhörer nicht erschöpfen, können Sie die Redezeit ausschöpfen. Wie Sie präsentieren ist mindestens genauso wichtig wie das, was Sie sagen.

Und wenn der rote Faden mal nicht in Sichtweite ist? Oft hilft es dann schon, den letzten Gedanken noch einmal zu wiederholen. Wenn Sie den roten Faden dann noch immer nicht wiedergefunden haben, fassen Sie das bisher Gesagte zusammen, binden Sie die Zuhörer ein und fragen sie, was ihnen dazu einfällt oder ob jemand eine Frage stellen möchte. Machen Sie sich zum Moderator.

 

 

 

7. Das Publikum einbeziehen

 

Stellen Sie kurze Rückfragen, mit denen die Rede interaktiver wirkt und besser ankommt.
Für das Publikum relevante Beispiele fördern die Beteiligung zusätzlich.

 

 

 

8. Körpersprache und Ausdruck

 

Auch der Gang zum Redeort hat Konsequenzen. Überzeugen Sie von Anfang an mit Ihrer Körpersprache.

Blickkontakt und Körperhaltung unterstreichen Ihre Glaubwürdigkeit und damit Ihre Aussagen. Und wenn Sie etwas finden das Sie am Publikum mögen, zeigen Sie das mit einem verbindenden freundlichen Lächeln.

Wenn Sie meinen was Sie sagen, spiegelt es sich in Ihrer Erscheinung wider. Der Körper folgt dem Gedanken und wenn Sie dafür etwas Zeit brauchen, dann nehmen Sie sich diese Zeit. Wenn Sie etwas beschreiben, erleben Sie es zuerst auf Ihrer inneren Leinwand und mit allen dazugehörigen Empfindungen. Das wirkt Wunder!

 

 

 

9. Wer kann, der kann

 

Spontane Redebeiträge überzeugen das Publikum umso mehr. Spontan Ausgesprochenes hat in der Regel einen höheren Wahrheitsgehalt als lang Durchdachtes. Deswegen profitieren gute spontane Redner auch von höherer Glaubwürdigkeit. Wer dann mit der Rede noch überzeugen kann, macht berechtigterweise Eindruck. Bei einer Rede mit Vorlauf konnte ja großer Aufwand betrieben worden sein, aber hier muss es Können sein. Das ist glaubhafter und überzeugender!

Wer sich in seinem Feld auskennt, nutzt die Bühne, um sich und das Angebot überzeugend zu präsentieren. Spontaneität heißt, günstige Gelegenheiten nicht nur erkennen, sondern auch zu ergreifen.

Gerade bei spontanen Redegelegenheiten macht sich nicht nur fachliches Wissen, sondern auch rhetorische Erfahrung bezahlt. Spontaneität will wohlüberlegt sein. Sofort ans Werk zu gehen und die verfügbare Zeit effektiv zu nutzen, anstatt sich erst einmal zurechtzufinden und im Kreis zu drehen …

P.S.

 

Wie bereiten Sie eine spontane Rede mit minimaler Vorwarnzeit vor?

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Spontaneität ist mehr als Impulsivität. Erfahre, wie Präsenz, Vorbereitung und innere Klarheit helfen, flexibel und souverän zu reagieren.

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Eine spontane Rede vorbereiten? Wie soll das gehen, „spontan“ und „vorbereiten“ in einem Satz? Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung – anders als bei einer Stegreifrede – für den Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, es lässt sich noch etwas Zeit gewinnen. Zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden habe ich hier für Sie weitere Empfehlungen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4321218
K: CNB
Ü: A

Woher kommt der Begriff Stegreif bzw. Stegreifrede?

Woher kommt der Begriff Stegreif bzw. Stegreifrede?

Vom Pferd reden
Training für Stegreifreden in Berlin

Stegreif oder Stehgreif?

 

Was bedeutet das Wort und wie können Sie aus dem Stegreif reden?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Woher kommt der Begriff Stegreif-Rede?

 

 

Vom Pferd reden

 

Schon die häufige Fehlschreibung, die ein h nach dem ersten e setzt, weist auf eine gewisse Unsicherheit darüber hin, was es mit dem Wort Stegreif auf sich hat.

Ein Stegreif, so die einfache Erklärung, ist ein Ring, ein Reif, der einem Reiter hilft, das Pferd zu besteigen. Die heutige Bezeichnung hierfür ist Steigbügel, wobei sich auch die Form der Aufsteighilfe im Laufe der Zeit verändert hat.

Die ursprüngliche Bedeutung; reden ohne vom Pferd abzusitzen. Bereits im 17. Jahrhundert ist die daraus entstandene übertragene Bedeutung: ohne Vorbereitung, ohne längere Bedenkzeit. Der Begriff taucht schon damals in Unterlagen auf. Beispielsweise 1653 in der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, geschrieben von Bogislav Philipp von Chemnitz mit dem Titel Der königlich schwedische in Teutschland geführte Krieg. Richtig gute Tipps finden sich da allerdings nicht für Redner.

Als Stegreifreden wurden eilige Nachrichten und wichtige Mitteilungen von reitenden Boten bezeichnet, die sofort nach dem Eintreffen am Ankunftsort verkündet wurden. Um keine Zeit zu verlieren, spricht der Bote noch auf dem Pferd sitzend zu den Zuhörern. Und somit erhebt er sich etwas und steigt in die Stegreife seines Sattels.

Geschieht etwas aus dem Stegreif, so handelt es sich um eine unvorbereitete, spontane und sofortige Handlung.

 

 

 

Auf- oder absitzen?

 

Aus dem Stegreif wohlgeformt zu sprechen, also ohne Vorbereitung eine improvisierte und umso fesselndere Rede zu halten, wird von den meisten auch heutzutage noch für eine bemerkenswerte Leistung gehalten. Wenn es gelingt, ist die Wirkung beachtlich, selbst ohne Pferd! Wobei es ohnehin empfehlenswert ist abzusteigen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen.

 

 

 

Eine kurze Rede aus dem Ärmel schütteln

 

Wie oft müssen beziehungsweise dürfen oder wollen Sie spontan vor einer Gruppe das Wort ergreifen, beispielsweise um sich oder Ihr Angebot vorzustellen, vor Kunden die wesentlichen Merkmale und deren Bedeutung für einen speziellen Einsatz herauszustellen oder den Projektstand vor der Geschäftsführung bekannt zu geben? Nicht immer ist ausreichend Zeit, um eine Redegelegenheit vorzubereiten.

Die Stegreif-Rede als Königsdisziplin der Rhetorik ist auch für erfahrene Redner eine persönliche Herausforderung. Sie wird zur Glanzleistung, wenn Sie sich bewährte Regeln zu eigen machen und sich für den Ernstfall gewappnet an Ihr rhetorisches Meisterwerk machen.

 

 

 

Ans Werk

 

Übung macht den Meister. Trainieren Sie Ihre Spontanredekompetenz. Lernen Sie, wie Sie Stegreifreden kompetent aus dem Ärmel schütteln.

P.S.

 

Was fällt Ihnen zum Thema Stegreifreden ein?

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Eine spontane Rede vorbereiten? Wie soll das gehen, „spontan“ und „vorbereiten“ in einem Satz? Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung – anders als bei einer Stegreifrede – für den Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, es lässt sich noch etwas Zeit gewinnen. Zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden habe ich hier für Sie weitere Empfehlungen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Januar 2016
Überarbeitung: 2. März 2019
AN: #43354
K:CNB
Ü: