Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut!

Die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel für Stegreifreden, Reden und Präsentationen
Bessere Reden mit der Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

Die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

 

Ordnung in Rede und Präsentation? Eine der leichtesten Möglichkeiten einem Redebeitrag Struktur zu geben ist die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Gestern-Heute-Morgen als Redestruktur

 

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

 

 

 

Aufbau der Redeformel Gestern – Heute – Morgen

 

1. Gestern

 

Historie: Was war gestern? Erzählen Sie zunächst, wie etwas begonnen und sich entwickelt hat, was Sie erlebt haben oder welche Hürden bzw. Erfolge es auf dem Weg gab.

 

 

 

2. Heute

 

Ist-Situation, Problemstellung: Anschließend gehen Sie auf die aktuelle Situation ein und beschreiben zum Beispiel den Stand eines Projektes, die Ertragslage Ihres Unternehmens oder anstehende Aufgaben.

 

 

 

3. Morgen

 

Mögliche Lösungen, Ausblick: Der Blick in die Zukunft rundet Ihre Rede ab. Was wird morgen sein? Wohin soll die Reise gehen? Was wünschen Sie sich? Was fordern oder empfehlen Sie?

 

 

 

Vorteile

 

Mit den drei Schritten „Gestern – Heute – Morgen“ können Sie Ihre Meinung strukturiert zum Ausdruck bringen. Solch eine Struktur macht es den Zuhörern leichter zu folgen. Zusätzlich gewinnen Sie, insbesondere bei spontanen Redegelegenheiten, mit dieser Struktur zusätzliche Zeit, um Ihre Gedanken zu ordnen. So können Sie Ihre eigene Position klären und Ihr Ziel bestimmen.

Mit etwas Übung werden Sie selbst Stegreif-Situationen nicht mehr wirklich überraschen, denn Sie haben ein Gerüst, dass Ihnen Sicherheit gibt. So sind Sie in der Lage Ihre Gedanken in Windeseile zu ordnen und in einer nachvollziehbaren, leicht verständlichen Ordnung zu präsentieren.

 

 

 

Varianten

 

Die G-H-M-Formel ist eine Form des Dreischritts. Weitere ausgewählte dreistufige Strukturen sind beispielsweise:

 

  • Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft
  • Ist – Soll – Weg dahin
  • Erstens – Zweitens – Drittens
  • interessant – negativ – positiv
  • Pro – Contra – Kompromiss
  • Gegner – Befürworter – Eigene Lösung
  • Risiken – Chancen – Pläne
  • These – Antithese – Synthese
  • Theorie – Praxis – Maßnahmen
  • Erwartung – Angebot – Kompromiss

Video

Gestern-Heute-Morgen — Die einfache Redestruktur für überzeugende Präsentationen

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

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Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43338
K: CNB
Ü:

Starke Präsentationen mit der AIDA-Redeformel. Struktur für Reden und Präsentationen.

Starke Präsentationen mit der AIDA-Redeformel

Mit Persönlichkeit und Botschaft überzeugend präsentieren
Bessere Reden mit der AIDA-Redeformel - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

AIDA als Struktur für Reden und Präsentationen

 

Einst wurde die AIDA-Formel hauptsächlich im Zusammenhang mit Werbung genannt. Der Aufbau bietet sich jedoch auch sehr gut für die Strukturierung eines wirksamen Redebeitrags an.

Video

https://youtu.be/ZGPZCHikAjk

AIDA-Redeformel

 

Früher wurde die AIDA-Formel meist in Zusammenhang mit Werbung genannt. Sie bietet sich aber auch sehr gut für die Strukturierung einer Rede an.

 

 

 

Aufbau der AIDA-Redeformel

 

Die vier Phasen der AIDA-Formel bauen aufeinander auf. Es geht darum, das Publikum mitzunehmen und schließlich zur gewünschten Handlung aufzufordern.

AIDA

1. Attention (Aufmerksamkeit)

 

Zuerst gilt es, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf das Thema zu lenken. Schließlich konkurrieren Sie mit zahlreichen Alternativen. Und selbst, wenn das Publikum nicht physisch dorthin flüchtet, kann es jederzeit zum Internet wechseln. Das dortige Angebot ist vielfältig und das Smartphone schnell gezückt. Außerdem beschäftigen uns zahlreiche Themen und wer im Gedanken versunken für seine Herausforderungen Lösungen sucht, ist auch nicht wirklich aufmerksam.

 

Beispiele:

  • Machen Sie etwas Überraschendes.
  • Erzeugen Sie Spannung.
  • Sprechen Sie dem Publikum aus der Seele.
  • Demonstrieren Sie etwas.
  • Erzählen Sie eine Anekdote.
  • Humorvoller Einstieg.
  • Bringen Sie einen Gegenstand mit.
  • Machen Sie eine Umfrage mit Handzeichen.
  • Individuelle Ansprache.

 

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie lässt sich das Publikum überraschen?
  • Welche Anknüpfungspunkte zum Thema gibt es?

 

 

 

2. Interest (Interesse)

 

So weit, so gut. Im zweiten Schritt folgt das Umwandeln der Aufmerksamkeit in Interesse. Indem Sie das vorhandene Interesse beim Publikum erlangen und steigern, bleibt es am Ball. Erst, wenn das anfangs noch oberflächliche Interesse intensiv genug ist, geht es weiter zum nächsten Schritt.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Woran hat das Publikum Interesse?
  • Was macht Ihre Botschaft interessant und womöglich einzigartig?
  • Welche Schnittmengen gibt es?

 

 

 

 

3. Desire (Wunsch)

 

Die bisherigen Hürden wurden genommen. Nun ist es an der Zeit für genauere Informationen, Argumentation, Motivation und Nutzen. Konzentrieren Sie sich auf die wirksamsten Argumente! Schritt für Schritt geht es voran und das Publikum wird mitgenommen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Motive bewegen die Zielgruppe?
  • Welchen Nutzen bieten Sie?
  • Welche Argumente gibt es?

 

 

 

4. Action (Aktion)

 

Butter bei die Fische. Wenn das Publikum bis hierher dabeigeblieben ist, kommt jetzt die Handlungsaufforderung: Was sollen die Zuhörer als Nächstes tun?

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Handlungsaufforderung bietet sich an?
  • Welcher Appell hat Aussicht auf Erfolg?

Weiterentwicklungen

 

Es existieren einige Varianten der AIDA-Formel. Die KaNo-Formel ist eine Weiterentwicklung der AIDA-Redeformel. Sie bildet die Essenz der besten Redeformate und ermöglicht es, mittels Checklisten sehr schnell überzeugende Reden zu entwerfen. Wie sie genau aussieht, erfahren Sie in meinen Coachings und Trainings.

P.S.

 

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Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

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Redestruktur

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2002
Überarbeitung: 29. Juli 2019
AN: #87847
K: CNB
Ü:

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

Sich und Ihre Botschaft auch bei Stegreifreden überzeugend präsentieren
Redeformate als Gerüst

Stegreifantworten auf Fragen

 

Reden und Präsentationen lassen sich nicht immer bis ins Detail vorbereiten. In diesem Beitrag geht es um 3 Tipps für die kompetente Beantwortung von unerwarteten Fragen aus dem Stegreif.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

3 Tipps für die Beantwortung von Fragen aus dem Stegreif

 

Ihre Präsentation ist soweit gut gelaufen, und jetzt ist es Zeit für die Fragen und Antworten. Was tun, wenn jemand eine Frage stellt, auf die Sie nicht vorbereitet sind?

Mit einem stabilen Gerüst ist es leichter Gedanken und Worte zu ordnen. Strukturieren Sie auch Ihre Antworten auf Fragen, auf die Sie nicht vorbereitet waren. Setzen Sie auf Klarheit, Prägnanz und Wirkung.

 

 

 

Kompetente Antworten aus dem Stegreif

 

Wenn Sie auf eine spontane Frage antworten, strukturieren Sie Ihre Antwort so, dass sie klar, kurz und prägnant ist. Wenn Sie die folgenden 3 Strukturen für spontane Antworten erlernen und anwenden, werden Ihre Antworten immer durchdacht und souverän klingen.

 

 

 

1. P.G.B.S. (PREP)

 

Die englische Bezeichnung für dieses Vorgehen lautet P.R.E.P. und steht für Position, Reason, Example, Position. Übersetzt wird daraus Position, Grund, Beispiel, Standpunkt (PGBS). Mit der Struktur PGBS (P.R.E.P.) gelingt es leichter Gedanken in Worte zu fassen.

 

 

 

Schritt für Schritt:

 

a. Position

 

Geben Sie zunächst Ihre Position zum Thema an.

 

 

b. Grund

 

Begründen Sie, weshalb Sie diese Position vertreten.

 

 

 

c. Beispiel

 

Geben Sie ein Beispiel oder verwenden Sie eine Geschichte, um Ihren Standpunkt zu untermauern.

 

 

 

d. Standpunkt

 

Abschließend fassen Sie Ihren Standpunkt zusammen.

 

 

 

2. P.B.P.: Punkt, Beispiel, Punkt

 

Eine weitere einfache Struktur liefert P.B.P.: Punkt, Beispiel, Punkt, Diese Methode ist noch einfacher als P.G.B.S. (P.R.E.P.) und kann zur Beantwortung einer größeren Anzahl von Fragen verwendet werden. Wenn Sie nur wenig Zeit haben, ist dies eine geeignete Methode.

 

 

 

P.B.P. Schritt für Schritt:

 

 

a. Punkt

 

Beginnen Sie mit einer kurzen Stellungnahme oder der Nennung einer Schlüsselidee oder eines Ziels.

 

 

 

b. Beispiel

 

Dann geben Sie ein Beispiel oder erzählen eine Geschichte, um Ihren Standpunkt zu stützen.

 

 

 

c. Punkt

 

Abschließend wiederholen Sie den Hauptgedanken beziehungsweise Ihre Hauptaussage.

 

 

 

3. Aufteilen und antworten

 

Aufteilen und antworten. Bei dieser Struktur überlegen Sie sich schnell, wie Sie Ihre Antwort aufteilen. Dann gelingt die Strukturierung leichter. Es gibt einige klassische zwei- und dreiteilige Unterteilungen, die Sie sich einprägen können.

 

 

 

Beispiele

 

Hier sind einige Beispiele:

  • Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
  • Problem, Lösung
  • Kosten, Nutzen
  • wir, sie
  • ideal, real
  • niedrig, mittel, hoch
  • Pro, contra

 

 

 

Ja, und?

 

Mit geeigneten Strukturen wird es deutlich leichter kompetent und sicher auf Fragen zu antworten.

Weitere Strukturen dieser Art finden Sie in einigen Beiträgen und im Training mit mir bekommen Sie entsprechende Tipps und Gelegenheit die Strukturen zu üben, die zu Ihren Themen passen. Mit diesen Redeformaten lassen sich auch Reden und Präsentationen in Form bringen, ob als Stegreifredebeitrag oder ausführlich vorbereitet.

P.S.

 

Wie reagieren Sie auf spontane Fragen? Berichten Sie über Ihre Erfahrungen, ich freue mich auf Rückmeldungen.

P.S.

 

Wie geben Sie Ihren Redebeiträgen Struktur?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2013
Überarbeitung: 5. Januar 2022
AN: #431
K:CNC
Ü:

Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Drei-Akte-Struktur für Geschichten in Reden und Präsentationen

 

Schnell eine Geschichte erzählen? So geht Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur. Dieser Artikel stellt den bewährten Aufbau für Geschichten vor.

Überblick

 

 

 

 

Drei-Akte-Struktur

 

Vielen Rednern dürfte noch die Drei-Akte-Struktur aus der Schulzeit bekannt, die Untergliederung der Story in drei Akte. Diese Art des Storytellings bietet Ihnen viel Raum für Handlungsmöglichkeiten.

 

 

 

1. Einleitung

 

Der Anfang der Geschichte dient dazu Ihre Hauptcharaktere, den Ort sowie den zentralen Konflikt einzuführen.

Die Einleitung nimmt meist rund ein Viertel der Geschichte ein.

 

 

 

Überleitung zum 2. Akt

 

Als Überleitung zum 2. Akt dient ein Wendepunkt, ein besonders wichtiges und möglicherweise Ereignis.

 

 

 

2. Hauptteil

 

Im weiteren Verlauf der Handlung spitzt sich der Konflikt immer weiter zu, bis er schließlich am Höhepunkt die Überhand ergreift und Ihr Protagonist seinen Tiefpunkt erleidet.

Der Hauptteil nimmt in etwa die Hälfte der Gesamtzeit ein.

 

 

 

Überleitung zum 3. Akt

 

Als Überleitung zum 3. Akt dient ein Wendepunkt, ein besonders wichtiges und möglicherweise auch überraschendes Ereignis des 2. Aktes.

 

 

 

2. Schluss

 

Zu guter Letzt wird der Konflikt von Ihrer Hauptfigur aufgelöst und der Tiefpunkt somit überwunden.

Der Schluss nimmt rund ein Viertel der Zeit für die Geschichte ein.

Professionelles Storytelling

 

Wenn Sie von professionellem Storytelling profitieren wollen, dann können Sie das im Gruppen- und Einzeltraining bei mir lernen. Und, wenn Sie an einem konkreten Thema arbeiten wollen, umso besser.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Nutzen Sie Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 23. Oktober 2019
AN: #43312
K: CNB
Ü:

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung

Reden überzeugend strukturieren
Antike Redegliederung für Reden und Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Antike Redegliederung: Wie du Menschen gedanklich zu einer Entscheidung führst

 

Mehr als zweitausend Jahre alt.

Und trotzdem erstaunlich modern.

Die antike Rhetorik beschäftigt sich mit einer Frage, die heute genauso relevant ist wie damals:

Wie führe ich Menschen so durch einen Gedankengang, dass sie verstehen, abwägen und zu einer begründeten Entscheidung kommen können?

Genau darin liegt die Stärke der antiken Redegliederung.

Sie ist weit mehr als ein historisches Schema für feierliche Reden.

Richtig eingesetzt hilft sie bei:

Präsentationen,

Entscheidungsvorlagen,

Führungskommunikation,

Verhandlungen,

Pitches,

politischen Reden,

Veränderungsprozessen

und überall dort, wo du Menschen für eine Position gewinnen möchtest.

Die Grundidee ist überraschend einfach:

Eine überzeugende Rede führt das Publikum Schritt für Schritt von der Ausgangslage zur Konsequenz.

 

 

 

Was können wir heute noch von der antiken Rhetorik lernen?

 

Die Griechen und Römer beschäftigten sich intensiv mit überzeugender Kommunikation.

Dabei ging es keineswegs ausschließlich um schöne Sprache.

Eine Rede sollte:

verständlich sein,

glaubwürdig wirken,

Argumente liefern,

Einwände berücksichtigen,

Emotionen ansprechen

und zu einer Entscheidung oder Handlung führen.

Das klingt erstaunlich zeitgemäß.

Denn auch eine heutige Vorstandspräsentation beantwortet letztlich ähnliche Fragen:

Warum sollte ich zuhören?

Was ist die Ausgangslage?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche davon ist sinnvoll?

Was spricht dagegen?

Was folgt daraus?

Und:

Was sollen wir jetzt tun?

 

 

 

Die antike Redegliederung in acht Schritten

 

Für die praktische Arbeit lässt sich die Struktur in acht Schritte übersetzen.

 

1. Beziehung und Aufmerksamkeit herstellen

 

Bevor Menschen deine Argumente prüfen, müssen sie bereit sein, dir zuzuhören.

In der klassischen Rhetorik ging es um das Wohlwollen des Publikums.

Heute würde ich es breiter formulieren:

Schaffe einen Kontakt, in dem deine Botschaft überhaupt aufgenommen werden kann.

Das kann bedeuten:

Relevanz zeigen.

Eine gemeinsame Ausgangslage benennen.

Eine Frage stellen.

Ein Problem sichtbar machen.

Oder deutlich machen, weshalb das Thema gerade jetzt wichtig ist.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum sollte dieses Publikum mir jetzt zuhören?

 

 

2. Die Ausgangslage klären

 

Was ist geschehen?

Wo stehen wir?

Welche Fakten sind relevant?

Welche Entwicklung hat zu dieser Situation geführt?

Hier braucht es zunächst Orientierung.

Gerade bei kontroversen Themen ist es hilfreich, Beobachtung und Bewertung möglichst sauber zu trennen.

Denn wenn bereits die Ausgangslage strittig bleibt, wird auch die spätere Empfehlung kaum tragen.

Eine gute Ausgangslage beantwortet:

Was müssen wir gemeinsam verstehen, bevor wir über Lösungen sprechen?

 

 

3. Möglichkeiten sichtbar machen

 

Jetzt öffnet sich der Entscheidungsraum.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Wege wurden geprüft?

Welche Alternativen sind realistisch?

Dieser Schritt wird in Präsentationen häufig übersprungen.

Der Redner präsentiert sofort seine bevorzugte Lösung.

Das kann Widerstand erzeugen.

Denn das Publikum fragt sich möglicherweise:

„Wurden andere Möglichkeiten überhaupt ernsthaft geprüft?“

Wer Alternativen sichtbar macht, zeigt:

Meine Empfehlung entstand aus einer Auswahl – weniger aus einer Vorliebe.

Das erhöht Glaubwürdigkeit.

 

 

 

4. Die eigene Empfehlung begründen

 

Nun wird deutlich:

Welche Möglichkeit empfiehlst du?

Und weshalb?

Hier gehören deine stärksten Argumente hin.

Daten.

Erfahrungen.

Zusammenhänge.

Beispiele.

Folgen.

Kriterien.

Die Aufgabe lautet keineswegs, möglichst viele Gründe aufzuzählen.

Wichtiger ist:

Welche zwei oder drei Argumente tragen meine Empfehlung wirklich?

Ein gutes Argument gewinnt durch Qualität.

Weniger durch Menge.

 

 

5. Einwände ernst nehmen

 

Die antike Rhetorik sah ausdrücklich vor, Gegenargumente zu behandeln.

Das ist bemerkenswert modern.

Denn gute Überzeugungsarbeit tut selten so, als gäbe es keinerlei Nachteile oder Risiken.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst mögliche Einwände.

Wenn du sie verschweigst, sinkt eher das Vertrauen.

Deshalb:

Was spricht gegen deine Empfehlung?

Welche Risiken bestehen?

Welche berechtigten Bedenken gibt es?

Welche Annahmen könnten sich als falsch erweisen?

Und:

Warum hältst du deine Empfehlung trotzdem für tragfähig?

Das ist wesentlich stärker als eine Präsentation, die ausschließlich Vorteile zeigt.

 

 

6. Die entscheidenden Gedanken verdichten

 

Nun braucht das Publikum Orientierung.

Was bleibt nach all den Argumenten?

Welche Punkte sind entscheidend?

Eine gute Zusammenfassung wiederholt keineswegs einfach alles.

Sie gewichtet.

Zum Beispiel:

„Damit bleiben für unsere Entscheidung drei Punkte: Erstens … Zweitens … Drittens …“

Jetzt wird aus vielen Informationen ein klarer Zusammenhang.

Verdichtung ist eine Form von Führung.

 

 

7. Bedeutung vermitteln

 

Menschen entscheiden selten ausschließlich anhand von Fakten.

Sie möchten verstehen:

Warum ist das wichtig?

Was verändert sich?

Welche Zukunft wird möglich?

Was steht auf dem Spiel?

In der klassischen Rhetorik spielte die emotionale Bewegung des Publikums eine wichtige Rolle.

Heute würde ich weniger von „Begeisterung erzeugen“ sprechen.

Interessanter ist:

Mach die Bedeutung deiner Empfehlung spürbar.

Was bedeutet diese Entscheidung für:

Menschen,

Ergebnisse,

Risiken,

Möglichkeiten,

Zusammenarbeit,

Zukunft?

Hier verbindet sich Argumentation mit Relevanz.

 

 

8. Die Konsequenz klar formulieren

 

Eine überzeugende Präsentation endet idealerweise mit Klarheit.

Was soll geschehen?

Welche Entscheidung wird benötigt?

Wer übernimmt was?

Was ist der nächste Schritt?

Viele Vorträge verlieren genau hier ihre Wirkung.

Zwanzig Minuten Argumentation.

Dann:

„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

Das Publikum hat verstanden.

Und weiß trotzdem kaum, was jetzt erwartet wird.

Deshalb:

Formuliere die Konsequenz.

Zum Beispiel:

„Ich empfehle, heute die Pilotphase freizugeben und nach zwölf Wochen anhand dieser drei Kriterien zu entscheiden, ob wir weiter skalieren.“

Jetzt besitzt die Rede einen Zielpunkt.

 

 

Die Struktur als Entscheidungsweg

 

Betrachten wir die acht Schritte noch einmal.

Sie bilden keineswegs nur einen Redeaufbau.

Sie bilden einen Entscheidungsprozess:

1. Warum ist das relevant?

2. Wo stehen wir?

3. Welche Möglichkeiten gibt es?

4. Welche empfehle ich und warum?

5. Was spricht dagegen?

6. Was sind die entscheidenden Punkte?

7. Warum ist das bedeutsam?

8. Was soll jetzt geschehen?

Genau deshalb funktioniert diese alte Struktur heute noch.

Menschen brauchen Orientierung, bevor sie einer Empfehlung folgen können.

 

 

 

Besonders wertvoll für Führungskommunikation

 

Für Führungskräfte ist diese Struktur ausgesprochen hilfreich.

Denn Führungskommunikation soll häufig mehr leisten als informieren.

Sie soll:

eine Situation einordnen,

Komplexität reduzieren,

Entscheidungen begründen,

Widerstände berücksichtigen,

Orientierung geben

und Handlung ermöglichen.

Stell dir vor, du möchtest eine strategische Veränderung vorstellen.

Dann könnte die Struktur lauten:

Warum müssen wir uns jetzt mit diesem Thema beschäftigen?

Wo stehen wir?

Welche Optionen haben wir?

Welche Option empfehle ich?

Welche Risiken sehe ich?

Was sind die entscheidenden Gründe?

Was bedeutet die Entscheidung für uns?

Was machen wir als Nächstes?

Das ist keine antike Folklore.

Das ist moderne Führungskommunikation.

 

 

 

Ein Beispiel: Eine Veränderung vorstellen

 

Angenommen, ein Unternehmen möchte einen wichtigen Prozess automatisieren.

 

1. Relevanz

„Unsere Bearbeitungszeiten sind in zwei Jahren um 35 Prozent gestiegen.“

 

2. Ausgangslage

Du zeigst Ursachen und aktuelle Auswirkungen.

 

3. Alternativen

Mehr Personal.

Prozessvereinfachung.

Automatisierung.

Kombination mehrerer Maßnahmen.

 

4. Empfehlung

Du empfiehlst eine schrittweise Automatisierung und begründest sie.

 

5. Einwände

Kosten.

Umsetzungsrisiken.

Akzeptanz.

Abhängigkeit von Technologie.

 

6. Verdichtung

Drei Gründe sprechen trotz dieser Risiken für die Empfehlung.

 

7. Bedeutung

Was wird dadurch für Kunden, Mitarbeitende und Unternehmen möglich?

 

8. Konsequenz

Welche Entscheidung wird heute benötigt?

Das Publikum kann deinem Denken folgen.

Und genau das erhöht die Qualität der Entscheidung.

 

 

 

Glaubwürdigkeit gehört zur Struktur

 

Die antike Rhetorik beschäftigte sich intensiv mit der Glaubwürdigkeit des Redners.

Das ist bis heute relevant.

Menschen fragen sich:

Kann ich dieser Person vertrauen?

Versteht sie das Thema?

Ist sie fair?

Verschweigt sie etwas?

Steht sie selbst hinter ihrer Empfehlung?

Glaubwürdigkeit entsteht deshalb keineswegs erst durch Körpersprache.

Sie entsteht auch dadurch, wie du argumentierst.

Wenn du Risiken offen benennst.

Einwände ernst nimmst.

Grenzen deiner Aussage kennst.

Und nachvollziehbar erklärst, wie du zu deiner Empfehlung gekommen bist.

 

 

 

Die antike Redegliederung ist kein Korsett

 

Du musst keineswegs jede Rede exakt in acht sichtbar getrennte Teile aufteilen.

Die Struktur dient dem Denken.

Weniger dem Schema.

Manchmal verschmelzen Schritte.

Manchmal braucht die Ausgangslage mehr Raum.

Manchmal sind Alternativen offensichtlich.

Manchmal ist die Behandlung von Einwänden der wichtigste Teil.

Und manche Reden brauchen überhaupt keine Handlungsaufforderung.

Die entscheidende Frage lautet:

Welche gedanklichen Schritte braucht mein Publikum, um meinem Anliegen folgen zu können?

Struktur bedeutet Ordnung.

Keine Starrheit.

 

 

 

Was die antike Rhetorik ebenfalls wusste: Vorbereitung besteht aus mehreren Aufgaben

 

Die klassische Rhetorik unterschied verschiedene Phasen der Redevorbereitung.

Auch darin steckt ein moderner Gedanke.

Eine gute Rede entsteht keineswegs dadurch, dass wir sofort schöne Formulierungen schreiben.

Zuerst wird gedacht.

Dann geordnet.

Dann formuliert.

Dann verinnerlicht.

Dann präsentiert.

In moderner Sprache:

 

1. Inhalte finden

Welche Gedanken, Argumente und Informationen sind relevant?

 

2. Struktur entwickeln

In welcher Reihenfolge können andere Menschen ihnen am besten folgen?

 

3. Sprache gestalten

Wie wird daraus verständliche, sprechbare und angemessene Sprache?

 

4. Verinnerlichen

Wie gut kenne ich meine Botschaft und Gedankenführung?

 

5. Präsentieren

Wie bringe ich Inhalt, Stimme, Körpersprache und Publikum zusammen?

Diese Reihenfolge ist weiterhin ausgesprochen sinnvoll.

 

 

 

Erst denken, dann Folien bauen

 

Ein praktischer Fehler lässt sich damit leicht vermeiden.

Viele Menschen beginnen eine Präsentation so:

PowerPoint öffnen.

Erste Folie bauen.

Zweite Folie.

Dritte Folie.

Irgendwann entsteht die Frage:

„Wie bekomme ich daraus jetzt einen roten Faden?“

Die antike Rhetorik würde vermutlich einen anderen Weg empfehlen:

Erst Gedanken sammeln.

Dann ordnen.

Dann gestalten.

Folien kommen später.

Das wirkt auch zweitausend Jahre später erstaunlich vernünftig.

 

 

 

Auswendig lernen oder verinnerlichen?

 

In der klassischen Rhetorik spielte das Einprägen der Rede eine wichtige Rolle.

Heute empfehle ich für viele Auftritte weniger wortwörtliches Auswendiglernen.

Wichtiger ist:

Kenne deine Botschaft.

Kenne deine Gedankenführung.

Kenne deine wichtigsten Übergänge.

Kenne deine Beispiele.

Dann kannst du natürlich sprechen.

Das macht dich flexibler, wenn:

eine Frage kommt,

Zeit gekürzt wird,

eine Reaktion des Publikums etwas verändert

oder etwas anders läuft als geplant.

Lerne Gedanken statt Sätze.

 

 

 

Was bleibt von den antiken Stilregeln?

 

Auch bei der Sprache zeigen sich überraschend moderne Grundprinzipien.

Eine Rede sollte:

sprachlich sauber,

verständlich,

angemessen,

wirkungsvoll

und ausreichend prägnant sein.

Heute würde ich noch etwas ergänzen:

Sie sollte nach dem Menschen klingen, der sie hält.

Eine perfekte Formulierung, die kaum zu dir passt, verliert auf der Bühne schnell an Wert.

Sprache und Person sollten zusammenpassen.

 

 

 

Wann eignet sich die antike Redegliederung besonders?

 

Besonders hilfreich ist sie bei Reden und Präsentationen, die zu einer Einschätzung oder Entscheidung führen sollen.

Zum Beispiel:

Strategiepräsentationen,

Vorstandsvorlagen,

Change-Kommunikation,

politische Reden,

Pitches,

Entscheidungsvorlagen,

Verhandlungen,

fachlichen Empfehlungen,

oder wichtigen Führungskommunikationen.

Für eine kurze Begrüßungsrede wäre sie unnötig umfangreich.

Für eine wichtige Entscheidung kann sie hervorragend sein.

 

 

 

Der Antike-Redegliederung-Check

 

Vor deinem Auftritt kannst du acht Fragen stellen:

 

1. Warum sollte mein Publikum zuhören?

Ist die Relevanz klar?

 

2. Ist die Ausgangslage nachvollziehbar?

Welche Fakten braucht das Publikum?

 

3. Sind relevante Alternativen berücksichtigt?

Wirkt meine Empfehlung wirklich geprüft?

 

4. Was sind meine stärksten Gründe?

Welche Argumente tragen?

 

5. Welche Einwände verdienen eine ehrliche Antwort?

Was könnte ein kluger Kritiker sagen?

 

6. Kann ich die entscheidenden Gedanken verdichten?

Was soll hängen bleiben?

 

7. Ist die Bedeutung deutlich?

Warum sollte das Publikum sich dafür interessieren?

 

8. Was soll jetzt geschehen?

Welche konkrete Konsequenz folgt?

Wenn diese acht Fragen beantwortet sind, besitzt deine Rede ein solides gedankliches Fundament.

 

 

 

Alt ist nicht dasselbe wie veraltet

 

Es gibt Kommunikationsmodelle, die irgendwann ihre Zeit gehabt haben.

Und es gibt Prinzipien, die lange überleben, weil sie grundlegende menschliche Fragen beantworten.

Die antike Redegliederung gehört für mich zur zweiten Kategorie.

Menschen wollen auch heute wissen:

Warum betrifft mich das?

Was ist geschehen?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Warum soll ich dieser Empfehlung folgen?

Was spricht dagegen?

Was bedeutet das für mich?

Und was passiert jetzt?

Die Medien haben sich verändert.

Die Aufmerksamkeitsspanne verändert sich.

Die Sprache verändert sich.

Doch diese Fragen bleiben erstaunlich stabil.

 

 

 

Fazit: Gute Redestruktur führt Denken

 

Die antike Redegliederung ist kein Museumsstück.

Sie zeigt ein zeitloses Prinzip überzeugender Kommunikation:

Menschen brauchen einen nachvollziehbaren Weg von der Ausgangslage zur Konsequenz.

Schaffe Relevanz.

Kläre die Situation.

Zeige Möglichkeiten.

Begründe deine Empfehlung.

Nimm Einwände ernst.

Verdichte.

Zeige Bedeutung.

Und formuliere die Konsequenz.

Dann nutzt du eine jahrtausendealte Struktur für eine sehr moderne Aufgabe:

Menschen dabei zu helfen, einen komplexen Gedanken zu verstehen und auf einer guten Grundlage zu entscheiden.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. März 2015
Englische Version: https://www.karstennoack.com/ancient-speech-structure-speeches-presentations/
Überarbeitung: 15. August 2019

Überzeugende Reden und Präsentationen mit dem Problemlösungsformat. Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Überzeugende Reden Dank Problemlösungsformat. Anleitung Schritt für Schritt.

Mit dem Problemlösungsformat entfalten Reden und Präsentationen ihre Wirkung
Redebeiträge im Problemlösungsformat

Reden und Präsentationen aufbauen mit dem Problemlösungsformat

 

Stehen mehrere Lösungsvarianten zur Auswahl, dann bietet sich zur Strukturierung einer Rede das Problemlösungsformat als Redestruktur an. Dieses Redeformat ist mit der 5-Punkte-Redeformel verwandt.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Problemlösungsformat für Reden und Präsentationen

 

Houston — wir haben ein Problem.

Apollo 13

 

Stehen mehrere Lösungsmöglichkeiten für ein Problem zur Auswahl, bietet sich zur Strukturierung einer Rede das Problemlösungsformat an.

 

 

 

Struktur: Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Das mit der Fünf-Punkte-Redeformel verwandte Problemlösungsformat sieht wie folgt aus:

 

 

1. Ist-Situation und Problem darlegen

 

Denken Sie daran gleich am Anfang das Publikum vorzubereiten, indem Sie es neugierig und betroffen machen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wo stehen wir jetzt und was ist das Problem?

 

 

 

2. Ursachen

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Ursachen lassen sich für das Problem ausmachen?

 

 

 

3. Ziel definieren, um das Problem zu lösen

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was streben Sie an?

 

 

 

4. Lösungsoptionen und deren Vor- und Nachteile

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Wege existieren und was spricht für jeden einzelnen und was dagegen?

 

 

 

5. Sich für eine Lösungsvariante entscheiden

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Empfehlung geben Sie?

 

 

 

6. Handlungsaufforderung

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was soll das Publikum nun tun?

P.S.

 

Haben Sie mit einer Redestruktur, wie dieser, Erfahrungen gemacht?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

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Redestruktur

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 23. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4336
K:CNB
Ü:

Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

Fünf-Punkte-Gliederung

Reden und Präsentationen klar aufbauen
Präsentieren mit der Fünf-Punkte-Gliederung

Die Fünf-Punkte-Gliederung für Reden und Präsentationen

 

Mit dem Klassiker der Redestrukturierung, der Fünf-Punkte-Gliederung, bauen Sie wirksam Reden und Präsentationen auf.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Redegliederung für den vielfältigen Einsatz

 

Alle guten Dinge sind DREI? Manchmal ist FÜNF noch besser. Eine der geläufigsten Redeformeln ist deswegen die Fünf-Punkte-Gliederung, die auch als Fünf-Finger- oder Fünf-Satz-Formel bezeichnet wird.

Hierbei geht es darum, eine Argumentation Schritt für Schritt aufzubauen, damit der Zuhörer jeden einzelnen Gedankengang nachvollziehen kann. Die Hauptaussage wird dann in Form eines Fazits nah an das Ende gestellt.

Diese Redeformel eignet sich besonders für einfache Überzeugungsvorträge. Sie ist aber auch bei einem Sachvortrag oder einer Stegreifrede anwendbar.

Die Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

 

Du hast viel zu sagen.

Vielleicht sogar zu viel.

Du kennst das Thema.

Du hast Argumente, Beispiele, Zahlen und Ideen.

Und genau darin kann das Problem liegen.

Denn was für dich längst zusammengehört, muss für dein Publikum noch lange keinen erkennbaren Zusammenhang ergeben.

Eine gute Rede braucht deshalb mehr als gute Inhalte.

Sie braucht eine Gedankenführung.

Eine einfache und vielseitige Möglichkeit dafür ist die Fünf-Punkte-Gliederung.

Sie führt das Publikum Schritt für Schritt von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer klaren Schlussfolgerung und – wenn es zum Anlass passt – zu einer konkreten Handlung.

Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Die fünf Schritte sind:

1. Interesse und Relevanz schaffen
2. Orientierung geben
3. Begründen und anschaulich machen
4. Schlussfolgerung formulieren
5. Konsequenz oder Handlung deutlich machen

Der eigentliche Wert liegt jedoch weniger in der Zahl fünf.

Er liegt in einer entscheidenden Frage:

Kann mein Publikum meinem Gedankengang mühelos folgen?

Gute Struktur dient dem Publikum

 

Wer ein Thema sehr gut kennt, unterschätzt leicht, wie viele gedankliche Schritte das Publikum benötigt.

Der Redner denkt:

„Das ist doch offensichtlich.“

Für die Zuhörer fehlt möglicherweise genau die Verbindung zwischen zwei Gedanken.

Deshalb bedeutet gute Struktur keineswegs, Inhalte lediglich in fünf Kästchen zu sortieren.

Sie bedeutet:

die Gedanken in der Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen sie verstehen können.

Das ist ein Perspektivwechsel.

Du strukturierst die Rede weniger nach der Reihenfolge, in der dir die Gedanken eingefallen sind.

Du strukturierst sie danach, wie dein Publikum sie am besten aufnehmen kann.

 

 

 

Schritt 1: Interesse und Relevanz schaffen

 

Die ersten Momente beantworten für das Publikum eine unausgesprochene Frage:

Warum sollte ich jetzt zuhören?

Deshalb braucht ein guter Einstieg Relevanz.

Das kann durch eine überraschende Beobachtung geschehen.

Eine Frage.

Eine kurze Geschichte.

Eine konkrete Situation.

Eine starke Aussage.

Oder ein Problem, das dein Publikum unmittelbar betrifft.

Zum Beispiel:

„Wir diskutieren seit Monaten über die Kosten dieser Veränderung. Heute möchte ich über die Kosten sprechen, die entstehen, wenn wir nichts verändern.“

Damit ist sofort klar:

Hier geht es um etwas, das Konsequenzen hat.

 

 

 

Leitfragen für den Einstieg

 

Was betrifft mein Publikum unmittelbar?

Welche Frage beschäftigt diese Menschen?

Was steht auf dem Spiel?

Welche Beobachtung macht neugierig?

Und:

Warum lohnt es sich, mir die nächsten Minuten zuzuhören?

 

 

 

Der häufigste Fehler beim Einstieg

 

Viele Redner beginnen mit sich selbst.

„Ich freue mich, heute hier zu sein.“

„Ich möchte Ihnen etwas über unser Projekt erzählen.“

„Mein Thema lautet …“

Das kann höflich sein.

Es erzeugt jedoch selten starke Aufmerksamkeit.

Das Publikum interessiert sich zunächst weniger dafür, was du erzählen möchtest.

Es interessiert sich dafür:

Was bedeutet das für uns?

Deshalb darf die Relevanz möglichst früh sichtbar werden.

 

 

 

Schritt 2: Orientierung geben

 

Nachdem Interesse entstanden ist, braucht das Publikum Orientierung.

Worum geht es genau?

Welche Frage wird beantwortet?

Was möchtest du zeigen?

Was soll nach deiner Rede klarer sein als vorher?

Hier formulierst du den gedanklichen Rahmen.

Zum Beispiel:

„Ich möchte Ihnen heute drei Gründe zeigen, weshalb wir diesen Schritt jetzt gehen sollten – und welche zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit er funktioniert.“

Jetzt weiß das Publikum, worauf es achten soll.

Orientierung reduziert kognitive Arbeit.

Und genau das hilft beim Zuhören.

 

 

 

Eine Rede braucht eine zentrale Botschaft

 

Vor jeder Strukturfrage steht deshalb eine noch wichtigere Frage:

Was soll mein Publikum am Ende verstanden haben?

Versuche, die Botschaft in einem Satz zu formulieren.

Wenn dir das kaum gelingt, ist häufig auch die Rede noch zu unscharf.

Zum Beispiel:

„Wir sollten das Projekt starten.“

Das ist eine Position.

Stärker wäre:

„Wir sollten das Projekt jetzt starten, weil der erwartete Nutzen die überschaubaren Risiken deutlich überwiegt und weiteres Warten zusätzliche Kosten erzeugt.“

Jetzt ist der Kern sichtbar.

Die Struktur kann darauf aufbauen.

 

 

 

Schritt 3: Begründen und anschaulich machen

 

Nun kommt der Hauptteil.

Hier zeigst du:

Warum ist deine Einschätzung nachvollziehbar?

Welche Informationen tragen sie?

Welche Optionen gibt es?

Welche Gegenargumente verdienen Aufmerksamkeit?

Welche Beispiele machen die Aussage verständlich?

Hier entsteht die eigentliche argumentative Substanz.

Doch Vorsicht:

Mehr Argumente machen eine Rede keineswegs automatisch überzeugender.

Manchmal bewirken sie das Gegenteil.

Das Publikum verliert die Prioritäten aus dem Blick.

Deshalb solltest du auswählen.

Welche zwei oder drei Gedanken tragen deine Botschaft wirklich?

Welche Informationen sind erforderlich?

Welche Details gehören eher in eine Fragerunde, einen Anhang oder ein Gespräch danach?

 

 

 

Argumente brauchen eine erkennbare Hierarchie

 

Nicht jedes Argument ist gleich stark.

Und nicht jedes ist für dein Publikum gleich relevant.

Deshalb solltest du unterscheiden:

Was ist mein stärkstes Argument?

Was unterstützt es?

Was ist ein Beispiel?

Was ist Hintergrundinformation?

Was kann weg?

Diese letzte Frage ist besonders wertvoll.

Eine gute Rede entsteht häufig ebenso durch Weglassen wie durch Hinzufügen.

 

 

 

Beispiele machen Gedanken greifbar

 

Abstrakte Aussagen sind schnell vergessen.

Konkrete Beispiele bleiben eher hängen.

Statt:

„Die bisherige Vorgehensweise verursacht erhebliche Verzögerungen.“

könntest du sagen:

„Im vergangenen Quartal haben wir dadurch bei drei Projekten insgesamt sechs Wochen verloren.“

Jetzt bekommt die Aussage Kontur.

Geschichten, Vergleiche und Beispiele können dasselbe leisten.

Sie übersetzen einen abstrakten Gedanken in etwas Vorstellbares.

 

 

 

Gegenargumente erhöhen Glaubwürdigkeit

 

Eine überzeugende Rede tut selten so, als gäbe es ausschließlich Vorteile.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst die Einwände.

Wenn du sie verschweigst, entstehen Zweifel.

Deshalb kann es stark sein, selbst zu sagen:

„Der wichtigste Einwand gegen diese Lösung ist …“

Und anschließend:

„Genau deshalb sollten wir uns diesen Punkt genauer ansehen.“

Damit zeigst du:

Du hast die Gegenposition wahrgenommen.

Du hast sie geprüft.

Und deine Empfehlung besteht auch nach dieser Prüfung.

Das wirkt häufig stärker als eine einseitige Verkaufsschau.

 

 

 

Schritt 4: Die Schlussfolgerung formulieren

 

Nach Argumenten, Beispielen und möglichen Gegenpositionen braucht das Publikum eine klare Antwort:

Was folgt daraus?

Genau dafür ist das Fazit da.

Jetzt fasst du weniger alles noch einmal zusammen.

Du verdichtest.

Zum Beispiel:

„Deshalb empfehle ich, das Projekt im kommenden Quartal zu starten – zunächst begrenzt auf die beiden Bereiche, in denen Nutzen und Umsetzbarkeit bereits ausreichend belegt sind.“

Das ist konkret.

Die Zuhörer wissen, wofür du stehst.

 

 

 

Ein Fazit braucht Entscheidungskraft

 

Manche Reden verlieren kurz vor dem Ende ihre Klarheit.

Nach zwanzig Minuten überzeugender Argumentation kommt:

„Das waren einige Gedanken dazu. Vielen Dank.“

Damit bleibt erstaunlich viel Wirkung liegen.

Wenn du zu einer Schlussfolgerung gekommen bist, darfst du sie aussprechen.

Klar.

Präzise.

Und ohne sie anschließend durch drei zusätzliche Absicherungen wieder zu verwässern.

Eine gute Argumentation darf zu einem klaren Ergebnis führen.

 

 

 

Schritt 5: Was soll jetzt geschehen?

 

Nicht jede Rede braucht einen klassischen Call-to-Action.

Eine Gedenkrede hat ein anderes Ziel als eine Vorstandspräsentation.

Ein Fachvortrag ein anderes als ein Pitch.

Doch fast jede gute Rede hat eine gewünschte Wirkung.

Vielleicht soll das Publikum:

entscheiden,

zustimmen,

eine Möglichkeit prüfen,

eine Vorgehensweise verändern,

eine Information behalten,

eine Frage weiterdenken,

oder einen konkreten nächsten Schritt gehen.

Deshalb lohnt sich am Ende die Frage:

Was soll nach meiner Rede anders sein als vorher?

Wenn daraus eine Handlung folgt, formuliere sie möglichst konkret.

Statt:

„Wir sollten jetzt gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.“

besser:

„Ich schlage vor, dass wir heute die Freigabe für die Pilotphase beschließen und bis Freitag die Verantwortlichkeiten festlegen.“

Jetzt wird aus Zustimmung Bewegung.

 

 

 

Die fünf Punkte auf einen Blick

 

Eine klare Rede beantwortet fünf Fragen:

 

1. Warum soll ich zuhören?

Schaffe Interesse und Relevanz.

 

2. Worum geht es?

Gib Orientierung und formuliere deine zentrale Botschaft.

 

3. Warum sollte ich das nachvollziehen?

Begründe, prüfe und veranschauliche.

 

4. Was folgt daraus?

Formuliere eine klare Schlussfolgerung.

 

5. Was bedeutet das jetzt?

Zeige die Konsequenz oder den nächsten Schritt.

Damit entsteht eine natürliche Gedankenbewegung:

Relevanz → Orientierung → Begründung → Schlussfolgerung → Konsequenz

 

 

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein Werkzeug, kein Korsett

 

Eine Redestruktur soll dir dienen.

Wenn sie deine Botschaft schwächt, verändere sie.

Vielleicht braucht deine Rede mehr Raum im Hauptteil.

Vielleicht ist die Handlungsaufforderung unnötig.

Vielleicht eröffnet eine Geschichte und die eigentliche Orientierung folgt etwas später.

Vielleicht braucht ein komplexes Thema mehrere argumentative Schleifen.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Struktur bedeutet Ordnung – nicht Starrheit.

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist deshalb besonders hilfreich als Ausgangspunkt.

Sie zwingt dich zu fünf wichtigen Entscheidungen.

Was ist relevant?

Was ist meine Botschaft?

Was trägt sie?

Was folgt daraus?

Was soll anschließend geschehen?

 

 

 

Besonders hilfreich bei wenig Vorbereitungszeit

 

Die Struktur eignet sich auch für Situationen, in denen wenig Zeit vorhanden ist.

Bevor du sprichst, notiere fünf Stichworte:

Relevanz

Warum betrifft das mein Publikum?

 

Botschaft

Was möchte ich auf den Punkt bringen?

 

Begründung

Welche zwei oder drei Gedanken tragen die Botschaft?

 

Fazit

Was folgt daraus?

 

Konsequenz

Was soll anschließend geschehen?

Damit lässt sich auch eine kurzfristige Wortmeldung wesentlich klarer strukturieren.

 

 

 

Die Struktur beginnt vor den Folien

 

Ein häufiger Fehler bei Präsentationen:

PowerPoint wird geöffnet, bevor der Gedankengang steht.

Dann entstehen Folien.

Noch eine Folie.

Noch eine Zahl.

Noch ein Diagramm.

Und irgendwann versucht der Redner, aus den vorhandenen Folien eine Geschichte zu bauen.

Hilfreicher ist die umgekehrte Reihenfolge:

Erst die Gedankenführung. Dann die Folien.

Wenn die Struktur ohne Präsentationssoftware kaum funktioniert, werden zusätzliche Folien das Problem selten lösen.

 

 

 

Was wirklich überzeugt

 

Eine Fünf-Punkte-Gliederung allein macht noch keine überzeugende Rede.

Entscheidend bleiben:

eine relevante Botschaft,

tragfähige Argumente,

ein Verständnis für das Publikum,

gute Beispiele,

glaubwürdige Präsenz

und eine klare Schlussfolgerung.

Die Struktur verbindet diese Elemente.

Sie ersetzt sie nicht.

 

 

 

Der Struktur-Check vor deinem Auftritt

 

Vor einer wichtigen Rede oder Präsentation helfen fünf abschließende Fragen:

1. Ist bereits am Anfang klar, warum das Thema relevant ist?

2. Kann ich meine zentrale Botschaft in einem Satz formulieren?

3. Tragen meine wichtigsten Argumente diese Botschaft tatsächlich?

4. Ist am Ende eindeutig, welche Schlussfolgerung ich ziehe?

5. Weiß mein Publikum, was daraus folgt?

Wenn du diese fünf Fragen klar beantworten kannst, besitzt deine Rede bereits ein sehr solides Fundament.

 

 

 

Fazit: Gute Struktur macht Denken nachvollziehbar

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein einfaches Werkzeug.

Gerade darin liegt ihre Stärke.

Sie erinnert dich daran, dass eine gute Rede mehr braucht als interessante Inhalte.

Sie braucht eine nachvollziehbare Gedankenführung.

Schaffe Relevanz.

Gib Orientierung.

Begründe.

Ziehe eine klare Schlussfolgerung.

Und zeige, was daraus folgt.

Denn überzeugende Kommunikation bedeutet weniger, möglichst viel zu sagen.

Sie bedeutet:

die richtigen Gedanken in einer Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen ihnen folgen können.

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Die Griechen und Römer haben die Redekunst gepflegt. Sie hatten ein hohes Ansehen. Dass die Glaubwürdigkeit des Redners, also sein Ethos, ein Pfund ist, mit dem er wuchern kann, das ist spätestens seit Aristoteles bekannt. Und auch sonst können wir einiges von ihnen lernen. Beispielsweise beim Aufbau von Reden.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 8. März 2026

KaNo-Format als Struktur für Reden und Präsentationen

KaNo-Format als Struktur für Reden und Präsentationen

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
KaNo-Format

Überblick

 

 

 

 

 

KaNo-Format

 

Das KaNo-Format hat sich als besonders wirksames Redeformat bewährt. Es kombiniert Elemente anderer Redeformate mit Erkenntnissen der Psychologie. Es entstand in den 1990ern, um Rednern bei der effektiven Vorbereitung überzeugender Reden und Präsentationen zu unterstützen.

Systematisch wird das Publikum bei konsequenter Anwendung dieses Redeformats mitgenommen und durch die Argumentation Bedenken frühzeitig aufgelöst.

 

 

 

Der Einsatz des KaNo-Formats

 

Den Einsatz des KaNo-Formats können Sie im Einzel- oder Gruppentraining Rhetorik & Präsentation I kennen und schätzen lernen.

P.S.

 

Wie bereiten Sie Ihre Reden und Präsentationen vor, mit welcher Struktur?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

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Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

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Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

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→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

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Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

W-Fragen für Reden & Präsentationen: schnell zur klaren Struktur

W-Fragen für Reden und Präsentationen

Mit 7 einfachen Fragen schneller zu einer klaren Struktur

W-Fragen als Redestruktur

W-Fragen für Reden und Präsentationen

 

Mit einfachen Fragen schneller zu einer klaren Struktur

 

Du sitzt vor einem leeren Blatt.

Oder vor einer ebenso leeren Präsentation.

Du weißt viel über dein Thema.

Doch wo anfangen?

In solchen Situationen brauchst du manchmal noch keine ausgefeilte Redestruktur.

Du brauchst zunächst die richtigen Fragen.

W-Fragen helfen dir, Informationen zu sammeln, Gedanken zu sortieren und schnell zu erkennen, was für deine Botschaft wesentlich ist.

Das Prinzip stammt unter anderem aus dem Journalismus.

Und es funktioniert hervorragend für Reden, Präsentationen, Statements und spontane Wortbeiträge.

 

 

 

Die klassischen W-Fragen

 

Journalisten nutzen W-Fragen, um die wesentlichen Informationen eines Ereignisses zu erfassen.

Typische Fragen sind:

Wer?

Was?

Wann?

Wo?

Wie?

Warum?

Woher?

Für Reden und Präsentationen ergänze ich gerne noch eine weitere Frage:

Wozu?

Denn während „Warum?“ nach Gründen fragt, richtet „Wozu?“ den Blick stärker auf Ziel, Nutzen und Konsequenz.

 

 

 

1. Wer?

 

Um wen geht es?

Wer ist beteiligt?

Wer ist betroffen?

Wer entscheidet?

Wer handelt?

Wer trägt Verantwortung?

Und besonders wichtig:

Für wen ist deine Botschaft relevant?

Die Wer-Frage führt schnell zur Zielgruppe.

 

 

 

2. Was?

 

Was ist geschehen?

Was ist das Thema?

Was ist das Problem?

Was soll verändert werden?

Was ist die zentrale Erkenntnis?

Was möchtest du vorschlagen?

Diese Frage klingt banal.

Sie ist es weniger.

Versuche einmal, dein eigentliches Anliegen in einem einzigen klaren Satz zu formulieren.

Wenn das schwerfällt, lohnt sich genau dort weitere Arbeit.

 

 

 

3. Wann?

 

Wann ist etwas geschehen?

Wann soll etwas geschehen?

Seit wann besteht die Situation?

Bis wann braucht es eine Entscheidung?

Warum ist das Thema gerade jetzt relevant?

Besonders bei beruflichen Präsentationen kann der Zeitpunkt entscheidend sein.

Denn eine gute Idee beantwortet weniger automatisch die Frage:

Warum jetzt?

 

 

 

4. Wo?

 

Wo geschieht etwas?

Wo tritt ein Problem auf?

Wo soll eine Lösung eingesetzt werden?

In welchem Umfeld bewegen wir uns?

Bei vielen Themen ist „Wo?“ weniger geografisch gemeint.

Es kann auch heißen:

In welchem Kontext findet das statt?

 

 

 

5. Wie?

 

Wie ist die Situation entstanden?

Wie funktioniert etwas?

Wie soll ein Ziel erreicht werden?

Wie sieht die Umsetzung aus?

Wie unterscheiden sich verschiedene Möglichkeiten?

Spätestens bei der Wie-Frage wird aus einer Idee häufig ein konkreter Plan.

 

 

 

6. Warum?

 

Warum ist etwas geschehen?

Warum besteht das Problem?

Warum ist eine Veränderung erforderlich?

Warum empfiehlst du genau diese Lösung?

Warum sollte dein Publikum deiner Argumentation folgen?

Die Warum-Frage führt zu Ursachen und Begründungen.

Und damit häufig zum Kern deiner Argumentation.

 

 

 

7. Woher?

 

Woher stammt diese Information?

Woher wissen wir das?

Welche Daten gibt es?

Welche Erfahrungen?

Welche Quellen?

Welche Belege?

Gerade bei fachlichen und geschäftlichen Präsentationen ist diese Frage wichtig.

Denn eine überzeugende Behauptung gewinnt durch eine belastbare Grundlage.

 

 

 

8. Wozu?

 

Wozu soll das führen?

Was wird dadurch möglich?

Welchen Nutzen hat die Veränderung?

Welche Konsequenz ergibt sich daraus?

Was soll dein Publikum anschließend tun?

Diese Frage mag ich besonders.

Denn sie führt von der Information zur Bedeutung.

Wozu ist das für mein Publikum wichtig?

 

 

 

W-Fragen sind ein Denkwerkzeug

 

Hier liegt ein wichtiger Unterschied.

W-Fragen helfen hervorragend beim:

Sammeln.

Recherchieren.

Sortieren.

Klären.

Sie sind deshalb zunächst ein Denkwerkzeug.

Aus den Antworten entsteht anschließend die eigentliche Dramaturgie.

Denn eine Rede, die mechanisch lautet:

Wer?

Was?

Wann?

Wo?

Wie?

Warum?

… kann vollständig sein und trotzdem wenig spannend wirken.

Vollständigkeit und Wirkung sind zwei verschiedene Dinge.

 

 

 

Erst sammeln, dann auswählen

 

Nutze die W-Fragen zunächst großzügig.

Schreibe Antworten auf.

Sammle Fakten.

Argumente.

Beispiele.

Geschichten.

Einwände.

Konsequenzen.

Danach kommt ein entscheidender Schritt:

Auswahl.

Was braucht dein Publikum?

Was unterstützt deine Kernbotschaft?

Was ist interessant und trotzdem entbehrlich?

Was gehört in den Anhang?

Was kann vollständig weg?

Eine gute Präsentation enthält weniger alles, was du weißt.

Sie enthält das, was diese Botschaft für dieses Publikum braucht.

 

 

 

Das Wichtigste zuerst

 

Auch diesen Gedanken können wir vom Journalismus übernehmen.

Bei einer Nachricht steht die wichtigste Information häufig sehr früh.

Für viele berufliche Präsentationen ist das ausgesprochen hilfreich.

Statt lange auf die entscheidende Aussage hinzuarbeiten, kannst du beispielsweise beginnen mit:

„Ich empfehle, Projekt B zu wählen. Dafür sprechen vor allem drei Gründe.“

Jetzt weiß dein Publikum, worauf du hinauswillst.

Die Begründung folgt.

Das eignet sich besonders für:

Entscheidungsvorlagen.

Managementpräsentationen.

Statusberichte.

Statements.

Krisenkommunikation.

und Situationen mit wenig Zeit.

 

 

 

Beispiel 1: Eine Fachpräsentation vorbereiten

 

Angenommen, du möchtest eine neue technische Lösung vorstellen.

Dann könnten deine W-Fragen lauten:

Was?
Welches Problem lösen wir?

Wer?
Wer ist davon betroffen?

Warum?
Warum reicht die bisherige Lösung weniger aus?

Wie?
Wie funktioniert die neue Lösung?

Woher?
Welche Daten oder Erfahrungen stützen unsere Einschätzung?

Wann?
Wann wäre eine Umsetzung sinnvoll?

Wozu?
Welchen konkreten Nutzen bringt sie?

Aus diesen Antworten kannst du anschließend eine überzeugende Struktur entwickeln.

 

 

 

Beispiel 2: Eine Entscheidungsvorlage

 

Du möchtest eine Entscheidung herbeiführen.

Dann interessieren besonders:

Was soll entschieden werden?

Warum ist die Entscheidung erforderlich?

Warum jetzt?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wie unterscheiden sie sich?

Welche Konsequenzen haben sie?

Was empfiehlst du?

Wozu führt deine Empfehlung?

Jetzt dienen die W-Fragen weniger als starre Gliederung.

Sie sorgen dafür, dass die entscheidenden Informationen vorhanden sind.

 

 

 

Beispiel 3: Ein spontanes Statement

 

Du wirst überraschend um eine kurze Einschätzung gebeten.

Dann brauchst du weniger sieben Fragen.

Drei können reichen:

Was ist geschehen?

Was bedeutet das?

Was folgt daraus?

Das ergibt bereits eine sehr brauchbare Mini-Struktur:

Situation → Bedeutung → Konsequenz

Beispiel:

Wir haben heute die Freigabe für das Projekt erhalten.

Damit können wir erstmals alle drei Standorte auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen.

Als Nächstes beginnen wir mit der Pilotphase in Berlin.

Kurz.

Klar.

Strukturiert.

 

 

 

Beispiel 4: Ein Projekt vorstellen

 

Bei einer Projektpräsentation könnten die Fragen lauten:

Was wollen wir erreichen?

Warum ist das wichtig?

Wer ist beteiligt?

Wie gehen wir vor?

Wann geschieht was?

Welche Ressourcen brauchen wir?

Welche Risiken gibt es?

Wozu lohnt sich der Aufwand?

Auch hier liefern die Fragen zunächst das Material.

Die endgültige Präsentation bekommt anschließend eine Dramaturgie.

 

 

 

Beispiel 5: Eine Veränderung erklären

 

Veränderungen erzeugen häufig Fragen.

Manchmal auch Widerstand.

Dann lohnt sich die Perspektive des Publikums:

Was verändert sich konkret?

Warum geschieht das?

Warum gerade jetzt?

Wer ist davon betroffen?

Wie läuft die Veränderung ab?

Wann passiert was?

Was bedeutet das für mich?

Wozu soll die Veränderung langfristig führen?

Gerade die unausgesprochene Frage

„Was bedeutet das für mich?“

verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

W-Fragen aus Sicht des Publikums

 

Das ist eine besonders hilfreiche Variante.

Beantworte weniger ausschließlich deine eigenen Fragen.

Versetze dich in dein Publikum.

Was würden diese Menschen fragen?

Vielleicht:

Warum erzählen Sie mir das?

Was habe ich davon?

Was kostet es?

Wie sicher ist das?

Wer trägt das Risiko?

Was passiert, wenn es scheitert?

Warum diese Lösung?

Welche Alternativen gibt es?

Was soll ich jetzt entscheiden?

Die Fragen des Publikums führen häufig direkt zu den stärksten Teilen deiner Präsentation.

 

 

 

W-Fragen für kritische Rückfragen

 

Du kannst die Methode auch für die Vorbereitung auf eine Fragerunde nutzen.

Frage dich vorher:

Wer könnte widersprechen?

Was könnte kritisiert werden?

Warum könnte jemand meine Empfehlung ablehnen?

Welche Informationen könnten angezweifelt werden?

Woher stammen meine Zahlen?

Wie begründe ich meine Annahmen?

Welche Alternative könnte vorgeschlagen werden?

Was antworte ich darauf?

So werden W-Fragen zu einem kleinen Stresstest für deine Argumentation.

 

 

 

Die W-Fragen-Mindmap

 

Eine einfache praktische Übung:

Schreibe dein Thema in die Mitte eines Blattes.

Rundherum:

Wer?
Was?
Wann?
Wo?
Wie?
Warum?
Woher?
Wozu?

Dann sammle zu jeder Frage Stichworte.

Noch weniger sortieren.

Noch weniger formulieren.

Erst sammeln.

Anschließend markierst du:

Was ist wesentlich?

Was ist überraschend?

Was braucht mein Publikum?

Was unterstützt meine Kernbotschaft?

Jetzt beginnt die Strukturierung.

 

 

 

Von den W-Fragen zur Kernbotschaft

 

Wenn du deine Antworten gesammelt hast, stelle dir eine weitere Frage:

Was ist die wichtigste Erkenntnis daraus?

Versuche sie in einem Satz zu formulieren.

Zum Beispiel:

Wir sollten den Standort wechseln, weil wir dadurch unsere Kapazität verdoppeln und gleichzeitig die laufenden Kosten senken können.

Jetzt hast du eine Kernbotschaft.

Die W-Fragen liefern anschließend das Material, um sie zu begründen.

 

 

 

Von der Kernbotschaft zur Struktur

 

Nun kannst du entscheiden, welches Redeformat am besten passt.

Vielleicht:

Kernaussage → drei Gründe → Schlussfolgerung

Oder:

Problem → Ursache → Lösung → Nutzen

Oder:

Gestern → Heute → Morgen

Oder bei einem spontanen Beitrag:

P.R.E.P. – Point → Reason → Example → Point

Die W-Fragen stehen damit weniger in Konkurrenz zu anderen Redeformaten.

Sie bereiten deren Einsatz vor.

 

 

 

Wann eignen sich W-Fragen besonders?

 

W-Fragen sind besonders hilfreich:

  • am Anfang der Vorbereitung

  • bei komplexen Themen

  • bei Informationsreden

  • bei Statusberichten

  • bei Projektpräsentationen

  • für Entscheidungsvorlagen

  • bei Interviews

  • für Statements

  • zur Vorbereitung kritischer Fragen

  • wenn du gedanklich feststeckst

  • bei spontanen Redegelegenheiten

Sie helfen überall dort, wo zunächst Klarheit über Inhalt und Kontext entstehen soll.

 

 

 

Wann reicht die Methode eher nicht aus?

 

Wenn du:

emotional bewegen,

eine Geschichte erzählen,

eine kontroverse Position vertreten,

eine komplexe Entscheidung argumentativ vorbereiten,

oder eine große Keynote dramaturgisch entwickeln möchtest,

brauchst du anschließend meist eine weiterführende Struktur.

Das ist kein Mangel der W-Fragen.

Ein Schraubenzieher ist schließlich ebenfalls weniger schlecht, weil er kein Hammer ist.

Das Werkzeug soll zur Aufgabe passen.

 

 

 

Der häufigste Fehler

 

Der häufigste Fehler besteht darin, aus einer Checkliste unmittelbar die fertige Rede zu machen.

Dann wird aus:

Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum?

eine Abfolge von Antworten.

Sachlich korrekt.

Vollständig.

Und möglicherweise ziemlich trocken.

Nutze die Fragen deshalb zunächst hinter den Kulissen.

Das Publikum braucht weniger deine Checkliste.

Es braucht eine nachvollziehbare Gedankenführung.

 

 

 

Mein kompakter W-Fragen-Check

 

Wenn du wenig Zeit hast, reichen häufig fünf Fragen:

Was ist meine zentrale Aussage?

Für wen ist sie relevant?

Warum ist sie wichtig?

Wie begründe ich sie?

Wozu soll sie führen?

Wenn diese fünf Antworten klar sind, hast du bereits eine erstaunlich gute Grundlage.

 

 

 

Unterstützung bei wichtigen Reden und Präsentationen

 

Wenn viel auf dem Spiel steht, können wir direkt an deiner tatsächlichen Präsentation arbeiten.

Kernbotschaft.

Publikum.

Argumentation.

Struktur.

Folien.

Sprache.

Auftritt.

kritische Fragen.

und Probelauf.

Dabei geht es weniger darum, eine Standardmethode über deinen Vortrag zu legen.

Wir suchen die Struktur, die zu deiner Botschaft, deinem Publikum und deiner Situation passt.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Ein leeres Blatt verlangt weniger sofort nach einer perfekten Rede.

Manchmal braucht es zunächst eine gute Frage.

Und dann die nächste.

Wer?

Was?

Warum?

Wie?

Wozu?

Aus guten Fragen entstehen klarere Gedanken.

Aus klareren Gedanken entstehen bessere Strukturen.

Und aus einer guten Struktur wird es für dein Publikum wesentlich leichter, dir zu folgen.

Antworten auf häufige Fragen

Was sind W-Fragen?

W-Fragen sind Fragen, die mit einem Wort beginnen, das eine Fragewort-Funktion hat, wie zum Beispiel „wer“, „was“, „wann“, „wo“, „wie“ oder „warum“. Diese Fragewort-Funktionen helfen, bestimmte Arten von Informationen zu erfassen und die Art der Frage zu spezifizieren.

 

Beispiele für W-Fragen:

  • Wer bist du? (Erfasst die Identität einer Person)
  • Was machst du? (Erfasst die Tätigkeit einer Person)
  • Wann bist du geboren? (Erfasst den Zeitpunkt eines Ereignisses)
  • Wo wohnst du? (Erfasst den Ort eines Ereignisses oder einer Person)
  • Wie geht es dir? (Erfasst die emotionalen oder körperlichen Befindlichkeiten einer Person)
  • Warum tust du das? (Erfasst die Gründe oder Motivationen für eine Handlung oder Entscheidung)

W-Fragen können in verschiedenen Kontexten verwendet werden, zum Beispiel in Gesprächen, Interviews oder bei der Recherche, um Informationen zu sammeln oder um die Perspektive oder Meinung einer Person zu verstehen. Es ist wichtig, dass man bei der Verwendung von W-Fragen darauf achtet, dass sie nicht zu persönlich oder unangemessen sind und dass man die Antworten respektiert.

 
 

 

 

Wofür lassen sich W-Fragen einsetzen?

W-Fragen können in verschiedenen Kontexten verwendet werden, zum Beispiel in Gesprächen, Interviews oder bei der Recherche, um Informationen zu sammeln oder um die Perspektive oder Meinung einer Person zu verstehen. Es ist wichtig, dass man bei der Verwendung von W-Fragen darauf achtet, dass sie nicht zu persönlich oder unangemessen sind und dass man die Antworten respektiert. In Präsentationen oder Artikeln können W-Fragen dazu dienen jemanden zum Nachdenken zu bringen.

 
 

 

 

Was sind Beispiele für W-Fragen?

Beispiele für W-Fragen:

  • Wer bist du?
    Erfasst die Identität einer Person.
  • Was machst du?
    Erfasst die Tätigkeit einer Person.
  • Wann bist du geboren?
    Erfasst den Zeitpunkt eines Ereignisses.
  • Wo wohnst du?
    Erfasst den Ort eines Ereignisses oder einer Person.
  • Wie geht es dir?
    Erfasst die emotionalen oder körperlichen Befindlichkeiten einer Person.
  • Warum tust du das?
    Erfasst die Gründe oder Motivationen für eine Handlung oder Entscheidung.
 
 

 

 

Wie helfen W-Fragen bei einer Präsentation?

Sie helfen, Informationen zu sammeln, Lücken zu erkennen und Gedanken zu ordnen. Aus den Antworten lässt sich anschließend eine passende Präsentationsstruktur entwickeln.

Sind W-Fragen bereits eine fertige Redestruktur?

Sie können als einfache Struktur dienen. Häufig sind sie noch wertvoller als Werkzeug zur Vorbereitung. Anschließend kannst du die Informationen dramaturgisch ordnen.

Welche W-Frage ist besonders wichtig?

Das hängt vom Anlass ab. Für überzeugende Präsentationen sind „Warum?“ und „Wozu?“ häufig besonders wertvoll, weil sie Bedeutung, Begründung und Nutzen sichtbar machen.

Eignen sich W-Fragen für spontane Reden?

Ja. Für kurze spontane Beiträge kannst du die Methode stark reduzieren, beispielsweise auf: Was ist geschehen? Was bedeutet es? Was folgt daraus?

Kann ich W-Fragen für die Vorbereitung auf kritische Fragen nutzen?

Ja. Gerade dafür sind sie sehr hilfreich. Du kannst mögliche Fragen des Publikums vorwegnehmen und prüfen, ob deine Argumentation belastbar ist.

P.S.

 

Setzt du W-Fragen bewusst ein?

 

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

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Frag nur vernünftig, und du hörst Vernünftiges. Euripides

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2005
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43318
K:CNB
Ü:

Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. aus dem Ärmel zaubern. Spontan reden und überzeugen.

Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. aus dem Ärmel zaubern

Sich und Ihre Botschaft auch bei Stegreifreden überzeugend präsentieren
Wie Sie Stegreifreden mit P.R.E.P. meistern

Stegreifreden mit P.R.E.P. strukturieren

 

Bei Stegreifreden, sei es in einem Interview, bei Arbeitstreffen oder bei gesellschaftlichen Ereignisse, helfen Ihnen diese Tipps zum Redeformat P.R.E.P. weiter.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

P.B.B.P. oder P.R.E.P., damit Sie und Ihr Publikum sich bei Stegreifreden zurechtfinden

 

Auch den zuversichtlichsten oder erfahrensten Rednern wird etwas wärmer, wenn sie aufgefordert werden, kurzfristig über etwas zu sprechen, für das sie sich nicht vorbereitet haben. Gelegenheiten für Stegreifreden gibt es viele, sei es in einem Interview, bei einem Arbeitstreffen oder bei einem gesellschaftlichen Ereignis wie einem Familienzusammentreffen.

 

 

 

Von Null auf Hundert

 

Was gibt es zu diesem Thema auf die Schnelle zu sagen? Wie beginnen und womit einen Eindruck hinterlassen? Dafür oder dagegen? Manchmal ist es zuerst auch noch erforderlich, den eigenen Standpunkt zu klären. Die vielen Gedanken wollen geordnet werden, um sich selbst zurechtzufinden und es den Zuhörern überzeugend zu präsentieren. Deshalb ist einer der ersten Schritte, die Wahl einer geeigneten Redestruktur.

 

 

 

Stegreifreden mit P.R.E.P. meistern

 

Eine sehr einfache Redestruktur, die sich für Stegreifreden eignet, ist P.R.E.P. Hier steht jeder Buchstabe für einen englischen Begriff, eine Art Eselsbrücke. Mit dieser Orientierungshilfe können Sie innerhalb kürzester Zeit eine Rede vorbereiten und sogar bei einer Stegreifrede einsetzen.

 

P.R.E.P. steht für:

 

Point (Punkt)

 

Point, also Punkt. Starten Sie Ihre Rede mit Ihrem Hauptpunkt. Konzentrieren Sie sich auf einen Punkt, anstatt sich zu verzetteln. So ist es einfacher für Ihr Publikum, Ihren Gedanken zu folgen.

 

 

Reason (Begründung)

 

Reason, also Gründe im Sinne von Begründung. Sagen Sie Ihrem Publikum, weshalb Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Hauptpunkt wahr ist. Wenn verfügbar, können Sie Forschungsergebnisse und Statistiken hinzuziehen, wenn es der Glaubwürdigkeit dient.

 

 

Example (Beispiel)

 

Example, also Beispiel. Veranschaulichen Sie durch ein oder mehrere Beispiele Ihren Hauptpunkt und Ihre Begründungen.

 

 

Point (Punkt)

 

Point. Wiederholen Sie Ihre wichtigsten Aussagen, sodass sie in den Köpfen des Publikums ihre Wirkung entfalten.

P.S.

 

Und, wie finden Sie P.R.E.P. oder ist Ihnen P.B.B.P. lieber? Schön, wenn Ihnen diese einfache Struktur bei Ihrer nächsten spontanen Redegelegenheit von Nutzen ist. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen, ich freue mich auf Rückmeldungen.

P.S.

 

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Eine spontane Rede vorbereiten? Wie soll das gehen, „spontan“ und „vorbereiten“ in einem Satz? Tatsächlich lassen sich selbst bei spontaner Aufforderung – anders als bei einer Stegreifrede – für den Redebeitrag zumindest noch ein paar Dinge vorbereiten, vorausgesetzt, es lässt sich noch etwas Zeit gewinnen. Zusätzlich zu den Tipps für Stegreifreden habe ich hier für Sie weitere Empfehlungen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2013
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43317
K:CNC
Ü: