Grenzsituationen meistern: Klar bleiben und handlungsfähig entscheiden

Grenzsituationen meistern

Klar bleiben und handlungsfähig entscheiden
Verschwörungstheorien

Grenzsituationen: Wie du klar bleibst, wenn Gewohntes nicht mehr trägt

 

Es gibt Situationen, auf die wir uns vorbereiten können.

Wir sammeln Informationen.

Wir entwickeln einen Plan.

Wir rechnen mit Schwierigkeiten.

Und dann gibt es Situationen, in denen genau das plötzlich kaum noch reicht.

Eine Diagnose.

Ein Verlust.

Eine Trennung.

Eine berufliche Krise.

Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Eine unerwartete Veränderung.

Oder ein Moment, in dem du merkst:

So wie bisher geht es nicht weiter.

Solche Erfahrungen können zu Grenzsituationen werden.

Sie bringen uns an einen Punkt, an dem vertraute Routinen, Sicherheiten oder Erklärungen nicht mehr vollständig tragen.

Die entscheidende Frage lautet dann selten:

Wie bekomme ich möglichst schnell wieder alles unter Kontrolle?

Hilfreicher ist:

Wie bleibe ich handlungsfähig, obwohl gerade vieles offen ist?

 

 

 

Was ist eine Grenzsituation?

 

Der Begriff Grenzsituation wird besonders mit dem Philosophen Karl Jaspers verbunden.

Gemeint sind grundlegende Situationen menschlicher Existenz, denen wir nicht einfach ausweichen können.

Tod.

Leiden.

Schuld.

Kampf.

Zufall.

Situationen also, in denen wir mit Grenzen unserer Kontrolle und unserer bisherigen Vorstellungen konfrontiert werden.

Im Alltag verwenden wir den Begriff häufig weiter.

Dann kann eine Grenzsituation jeder Moment sein, in dem unser bisheriges Denken und Handeln an eine spürbare Grenze kommt.

Etwas funktioniert nicht mehr.

Eine bisherige Rolle trägt nicht mehr.

Eine Entscheidung lässt sich nicht länger vertagen.

Eine Gewissheit verliert ihre Sicherheit.

Und plötzlich braucht es mehr als eine gewohnte Lösung.

 

 

 

Grenzsituationen nehmen uns vertraute Antworten

 

Solange der Alltag funktioniert, müssen wir vieles kaum hinterfragen.

Wir wissen, wie der Tag abläuft.

Was von uns erwartet wird.

Wie Beziehungen funktionieren.

Welche Rolle wir spielen.

Welche Entscheidungen sich bewährt haben.

Eine Grenzsituation kann diese Selbstverständlichkeiten erschüttern.

Dann tauchen Fragen auf wie:

Was ist mir wirklich wichtig?

Was trägt noch?

Was möchte ich behalten?

Was muss ich verändern?

Welche Wahrheit habe ich bisher vermieden?

Und manchmal:

Wer möchte ich in dieser Situation sein?

Genau darin liegt die besondere Bedeutung solcher Phasen.

Sie zwingen uns keineswegs automatisch zum Wachstum.

Sie können uns jedoch dazu bringen, genauer hinzusehen.

 

 

 

Der Wunsch nach Kontrolle ist verständlich

 

Wenn Sicherheit verloren geht, wächst häufig der Wunsch nach Kontrolle.

Wir recherchieren.

Planen.

Analysieren.

Suchen Erklärungen.

Fragen andere Menschen.

Versuchen, möglichst schnell wieder festen Boden zu finden.

Das kann sinnvoll sein.

Doch manche Situationen lassen sich nur teilweise kontrollieren.

Dann entsteht leicht ein anstrengender Kampf:

Wir versuchen, Sicherheit dort herzustellen, wo gerade nur begrenzte Sicherheit möglich ist.

Eine wichtige Unterscheidung lautet deshalb:

Was kann ich kontrollieren?

Was kann ich beeinflussen?

Und was muss ich zunächst als offen akzeptieren?

Diese drei Bereiche auseinanderzuhalten, spart enorme Kraft.

 

 

 

Unsicherheit aushalten bedeutet nicht Passivität

 

Unsicherheit zu akzeptieren heißt keineswegs, sich zurückzulehnen und alles geschehen zu lassen.

Im Gegenteil.

Gerade wenn vieles offen ist, wird die Qualität der nächsten Entscheidung besonders wichtig.

Du brauchst vielleicht keine Antwort auf die gesamte Zukunft.

Du brauchst den nächsten tragfähigen Schritt.

Vielleicht:

ein Gespräch führen.

eine Information beschaffen.

eine Grenze setzen.

eine Nacht darüber schlafen.

Unterstützung suchen.

eine Entscheidung vertagen.

oder gerade eine Entscheidung treffen.

Eine gute Frage lautet:

Was ist jetzt der nächste sinnvolle Schritt, obwohl ich noch nicht alles weiß?

Das ist häufig realistischer als der Versuch, vollständige Gewissheit herzustellen.

 

 

 

Grenzsituationen verengen den Blick

 

Unter starkem Druck verändert sich unsere Wahrnehmung.

Aufmerksamkeit wird enger.

Gefahren erscheinen größer.

Alternativen werden leichter übersehen.

Wir denken schneller in:

entweder oder.

jetzt oder nie.

alles oder nichts.

genau deshalb lohnt sich unter Druck häufig eine bewusste Verlangsamung.

Nicht um Schwierigkeiten kleinzureden.

Sondern um den eigenen Denkraum wieder zu vergrößern.

Frage:

Welche Möglichkeit sehe ich gerade möglicherweise nicht?

Oder:

Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich zehn Prozent ruhiger wäre?

Schon ein kleiner innerer Abstand kann neue Optionen sichtbar machen.

 

 

 

Eine Grenzsituation ist kein Charaktertest

 

Menschen reagieren unter außergewöhnlicher Belastung unterschiedlich.

Manche werden sehr aktiv.

Andere ziehen sich zurück.

Manche suchen Nähe.

Andere brauchen Abstand.

Einige werden ausgesprochen sachlich.

Andere emotional.

Solche Reaktionen sagen keineswegs automatisch, wer stärker, reifer oder besser vorbereitet ist.

Menschen regulieren Unsicherheit auf unterschiedliche Weise.

Interessanter ist:

Hilft mir meine aktuelle Reaktion dabei, mit der Situation umzugehen?

Wenn ja, darf sie ihren Platz haben.

Wenn sie dich zunehmend handlungsunfähig macht, lohnt sich eine andere Strategie.

 

 

 

Gefühle sind Informationen – keine vollständigen Lageberichte

 

Angst kann anzeigen:

Hier könnte Gefahr bestehen.

Ärger kann anzeigen:

Eine Grenze wurde berührt.

Trauer kann anzeigen:

Etwas Bedeutendes geht verloren.

Scham kann anzeigen:

Mein Selbstbild oder meine soziale Zugehörigkeit fühlt sich bedroht.

Diese Gefühle sind wichtig.

Sie erzählen etwas.

Doch sie erzählen selten die gesamte Geschichte.

Deshalb hilft in Grenzsituationen die Trennung:

Was fühle ich?

Was weiß ich?

Was vermute ich?

Was brauche ich?

Das schafft Orientierung, ohne Gefühle abzuwerten.

 

 

 

Wenn alte Strategien nicht mehr funktionieren

 

Grenzsituationen zeigen häufig besonders deutlich, welche Strategien wir bisher genutzt haben.

Leistung.

Kontrolle.

Anpassung.

Rückzug.

Perfektionismus.

Humor.

Vermeidung.

Durchhalten.

Manche dieser Strategien haben uns lange geholfen.

Und plötzlich funktionieren sie weniger gut.

Das kann verunsichern.

Denn dann lautet die Herausforderung nicht lediglich:

„Wie löse ich dieses Problem?“

Sondern:

„Welche neue Art des Umgangs brauche ich?“

Gerade darin kann eine Entwicklungsaufgabe liegen.

 

 

 

Vorsicht vor vorschnellen Sinnangeboten

 

Bei schwierigen Erfahrungen taucht schnell der Gedanke auf:

„Alles hat einen Sinn.“

Oder:

„Daran wirst du wachsen.“

Solche Sätze können trösten.

Sie können zugleich Druck erzeugen.

Denn Menschen müssen aus einer Krise weder sofort etwas lernen noch anschließend dankbar dafür sein.

Manche Erfahrungen sind einfach schmerzhaft.

Manche Verluste bleiben Verluste.

Persönliche Entwicklung kann entstehen.

Sie lässt sich jedoch kaum erzwingen.

Hilfreicher finde ich die Frage:

Was möchte ich aus dem machen, was geschehen ist?

Das lässt mehr Freiheit.

 

 

 

Wachstum nach Krisen: möglich, keineswegs garantiert

 

Menschen berichten nach schweren Erfahrungen manchmal von positiven Veränderungen.

Zum Beispiel:

klarere Prioritäten.

intensivere Beziehungen.

größere Wertschätzung.

mehr Vertrauen in die eigene Bewältigungsfähigkeit.

neue Lebensrichtungen.

Dafür wird häufig der Begriff posttraumatisches Wachstum verwendet.

Wichtig ist die Differenzierung:

Wachstum macht das vorherige Leid weder sinnvoll noch notwendig.

Und es entsteht keineswegs bei jedem Menschen.

Es ist eine mögliche Entwicklung.

Keine Pflicht.

 

 

 

Werte werden in Grenzsituationen konkret

 

Über Werte lässt sich leicht sprechen, solange wenig auf dem Spiel steht.

Interessanter wird es, wenn Werte Kosten verursachen.

Wie wichtig ist mir Freiheit?

Loyalität?

Sicherheit?

Würde?

Verantwortung?

Aufrichtigkeit?

Nähe?

Selbstbestimmung?

Eine Grenzsituation kann solche Fragen plötzlich sehr konkret machen.

Dann zeigt sich:

Welche Werte dienen mir tatsächlich als Orientierung?

Und welche klangen bisher vor allem gut?

Das muss keineswegs angenehm sein.

Es kann jedoch Klarheit schaffen.

 

 

 

Entscheidungen unter Unsicherheit

 

Viele wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden, bevor alle Informationen verfügbar sind.

Das gehört zu Grenzsituationen.

Die Vorstellung:

„Wenn ich genug nachdenke, werde ich irgendwann völlig sicher sein“

kann deshalb zur Falle werden.

Vielleicht entsteht diese Sicherheit nie.

Dann braucht es einen anderen Maßstab.

Nicht:

„Bin ich absolut sicher?“

Sondern:

„Ist die Grundlage gut genug für den nächsten Schritt?“

Dazu gehören:

die verfügbaren Informationen,

deine Werte,

realistische Risiken,

deine Alternativen

und die Frage, wie reversibel eine Entscheidung ist.

 

 

 

Reversible und irreversible Entscheidungen unterscheiden

 

Diese Unterscheidung kann enorm entlasten.

Manche Entscheidungen lassen sich später leicht korrigieren.

Andere kaum.

Bei einer reversiblen Entscheidung brauchst du häufig weniger Gewissheit.

Du kannst ausprobieren.

Beobachten.

Nachjustieren.

Bei schwer reversiblen Entscheidungen lohnt sich mehr Sorgfalt.

Die Frage:

„Wie endgültig ist dieser Schritt eigentlich?“

kann den Entscheidungsdruck deutlich verändern.

 

 

 

Was jetzt – und was später?

 

Unter Belastung versuchen Menschen häufig, viele Fragen gleichzeitig zu lösen.

Was passiert morgen?

In sechs Monaten?

In fünf Jahren?

Wie reagieren andere?

Was bedeutet das für alles Weitere?

Dadurch wächst die innere Last.

Hilfreicher kann eine zeitliche Sortierung sein.

Was muss ich heute entscheiden?

Was kann diese Woche geklärt werden?

Was darf später offenbleiben?

Diese Staffelung bringt Struktur in eine Situation, die sich zunächst überwältigend anfühlt.

 

 

 

Der Grenzsituations-Kompass

 

Wenn Gewohntes gerade kaum trägt, helfen sechs Fragen.

 

1. Was ist tatsächlich geschehen?

Trenne Fakten von Befürchtungen und Interpretationen.

 

2. Was kann ich beeinflussen?

Worauf habe ich realen Einfluss?

 

3. Was braucht heute eine Entscheidung?

Nicht jede offene Frage ist sofort entscheidungsreif.

 

4. Welche Werte sollen mich dabei leiten?

Was möchte ich auch unter Druck nicht aus den Augen verlieren?

 

5. Welche Unterstützung ist sinnvoll?

Welche Perspektive, Expertise oder Begleitung würde meine Handlungsmöglichkeiten erweitern?

 

6. Was ist der nächste tragfähige Schritt?

Kein perfekter Schritt.

Ein tragfähiger.

Das reicht häufig zunächst.

 

 

 

Unterstützung ist kein Zeichen mangelnder Selbstständigkeit

 

Grenzsituationen können die eigene Perspektive stark verengen.

Dann kann ein Gespräch mit einem geeigneten Menschen sehr hilfreich sein.

Nicht damit jemand dir sagt, was du tun sollst.

Sondern damit du wieder klarer siehst.

Ein guter Gesprächspartner kann helfen:

Gedanken zu sortieren.

Annahmen zu prüfen.

Optionen sichtbar zu machen.

Prioritäten zu klären.

Und einen Schritt zurückzugewinnen, bevor eine wichtige Entscheidung fällt.

Gerade Menschen, die gewohnt sind, viel selbst zu tragen, unterschätzen diesen Wert manchmal.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Rat und Sparring

 

In wichtigen Situationen brauchst du keineswegs immer einen Ratgeber.

Ratschläge sind schnell gegeben.

„Ich würde an deiner Stelle …“

Doch niemand ist vollständig an deiner Stelle.

Hilfreicher kann Sparring sein.

Jemand stellt Fragen.

Prüft deine Argumentation.

Fordert Annahmen heraus.

Zeigt blinde Flecken.

Hilft dir, deinen eigenen Maßstab zu finden.

Die Entscheidung bleibt bei dir.

Und genau das ist häufig entscheidend.

 

 

 

Was Grenzsituationen über uns zeigen können

 

Wenn vertraute Sicherheiten wegfallen, wird manches sichtbar, das im Alltag leichter überdeckt bleibt.

Welche Beziehungen tragen?

Welche Rollen sind längst zu eng?

Welche Prioritäten stimmen noch?

Welche Entscheidungen werden seit Langem vermieden?

Was braucht wirklich Aufmerksamkeit?

Nicht jede Grenzsituation verlangt eine vollständige Neuorientierung.

Manchmal bestätigt sie auch:

Genau diesen Weg möchte ich weitergehen.

Auch das ist wertvolle Klarheit.

 

 

 

Zurück zum Alten – oder bewusst weiter?

 

Nach einer schwierigen Phase entsteht häufig der Wunsch:

„Hoffentlich wird wieder alles wie vorher.“

Das ist verständlich.

Manchmal ist genau das möglich und sinnvoll.

Manchmal wäre es schade, automatisch zu alten Routinen zurückzukehren.

Dann lohnt sich die Frage:

Was möchte ich aus der Zeit davor zurückhaben – und was darf sich verändern?

Vielleicht hat die Grenzsituation etwas sichtbar gemacht.

Eine Priorität.

Eine Grenze.

Eine Beziehung.

Eine Entscheidung.

Eine Sehnsucht.

Dann kann Rückkehr bedeuten:

Bewährtes behalten und zugleich etwas neu ordnen.

 

 

 

Handlungsfähigkeit ist wichtiger als vollständige Kontrolle

 

Vielleicht ist das der zentrale Gedanke.

In Grenzsituationen bekommen wir selten vollständige Kontrolle zurück.

Wir können jedoch Handlungsfähigkeit zurückgewinnen.

Das ist etwas anderes.

Kontrolle sagt:

„Ich weiß, was passieren wird.“

Handlungsfähigkeit sagt:

„Ich weiß, wie ich mit dem nächsten Schritt umgehen möchte.“

Das ist realistischer.

Und häufig stärker.

 

 

 

Fazit: Klarheit entsteht Schritt für Schritt

 

Grenzsituationen gehören zu den Erfahrungen, in denen einfache Antworten schnell an ihre Grenzen kommen.

Sie können Gewissheiten erschüttern.

Rollen verändern.

Entscheidungen erzwingen.

Und Fragen sichtbar machen, die vorher leichter zu vermeiden waren.

Dann hilft weder hektischer Aktionismus noch der Anspruch, sofort einen tieferen Sinn zu erkennen.

Hilfreicher sind Klarheit und ein tragfähiger nächster Schritt.

Frag dich:

Was ist tatsächlich geschehen?

Was liegt in meinem Einflussbereich?

Was braucht jetzt eine Entscheidung?

Welche Werte sollen mich leiten?

Welche Unterstützung erweitert meinen Blick?

Und was ist der nächste tragfähige Schritt?

Denn Souveränität zeigt sich gerade in Grenzsituationen weniger darin, alles unter Kontrolle zu haben.

Sie zeigt sich darin, auch mit Unsicherheit klarer denken, bewusst entscheiden und handlungsfähig bleiben zu können.

P.S.​

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. April 2020
Überarbeitung: 01. September 2026

14 Tipps für die Pflege der Selbstachtung

14 Tipps für die Pflege der Selbstachtung

Kein Mensch kann sich wohl fühlen, wenn er sich nicht selbst akzeptiert. –Mark Twain
Wer sich selbst achtet, hat es leichter, auch andere Menschen zu achten. Karsten Noack

Selbstachtung

 

Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Wie pflegen Sie Ihre Selbstachtung? Hier sind ein paar Anregungen.

Video

https://youtu.be/Qjw0Y2Niqa4

Selbstachtung

 

Wenn du dich selber machst zum Knecht,
Bedauert dich niemand, geht’s dir schlecht;
Machst du dich aber selbst zum Herrn,
Die Leute sehn es auch nicht gern;
Und bleibst du endlich, wie du bist,
So sagen sie, dass nichts an dir ist.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Begegnen Sie sich selbst mit Respekt und Aufmerksamkeit? Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen.

 

 

 

14 Tipps für die Pflege der Selbstachtung

 

Hier sind 14 Tipps mit Anregungen für die Pflege der Selbstachtung.

 

 

1.  Auf sich acht geben

 

Geben Sie auf sich acht. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl, denn wenn es sich meldet, dann lohnt es sich nochmals genauer hinzusehen. Irgendetwas möchte dann noch berücksichtigt werden. Ignorieren Sie solche Hinweise nicht, sondern widmen Sie dem Gefühl Aufmerksamkeit, es beruht auf Ihren Erfahrungen.

 

 

 

2. Auf- und einstehen

 

Stehen Sie zu Ihren Bedenken, Bedürfnissen, Werten und was auch immer Ihnen wichtig ist. Das erfordert mitunter Mut. „Unterlegen ist man im Leben erst dann, wenn man seine Selbstachtung verloren hat“, meinte Marcel Proust.

 

 

 

3.  Jedem recht machen?

 

Wer es jedem recht machen will, macht es meist niemanden recht und die eigenen Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. Sie haben auch sich selbst gegenüber eine Verantwortung.

 

 

 

4. Klare Botschaften

 

Machen Sie deutlich, was Ihnen wichtig ist. Kommunizieren Sie so, dass Sie verstanden werden. Weichmacher haben da keinen Platz.

 

 

 

5. Die eigenen Werte und Ziele kennen

 

Die wesentlichste Voraussetzung für Selbstachtung und gute Entscheidungen liefert die Klärung der eigenen Werte und Ziele. Gelingt es, die Werte, Ziele und deren Prioritäten auf allen Ebenen präsent zu haben, ist das eine wertvolle Orientierung. Das erfordert, sich selbst gut zu kennen. Dank Mentaltraining lässt sich das Unbewusste wie ein Kompass nutzen.

 

 

 

6. Gesagt, getan

 

Wenn Sie Ihre Werte kennen und sich Ziele setzen, bleiben Sie ihnen treu. Ihr unbewusster Verstand registriert, ob Sie meinen, was Sie sagen und denken. Lassen Sie, was gegen Ihre Werte verstößt! Ihr Unbewusstes dankt es Ihnen mit Unterstützung.

 

 

 

7. Wohlwollen

 

Gehen Sie freundlich und wohlwollend mit sich um. Druck und negative innere Dialoge machen vieles nur noch schwerer.

 

 

8.  Nein sagen können

 

Setzen Sie Grenzen. Lernen Sie bei Bedarf „Nein!“ zu sagen, anstatt die eigenen Bedürfnisse zu oft zurückzustellen. Im Zweifelsfall dürfen Sie „Nein“ sagen oder Antworten auf Forderungen vertagen. Auf sich gut zu achten erfordert sich gegebenenfalls auch die Zeit dafür zu nehmen.

 

 

 

9. Verantwortungsbewusstsein

 

Setzen Sie sich für das ein, wofür Sie stehen und wo Sie Einfluss haben. Erlauben Sie sich zu fokussieren. Sie müssen nicht gleich die ganze Welt retten.

 

 

 

10. Pflegen Sie konstruktive innere Dialoge

 

Die eigenen inneren Dialoge beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handlungen. Also achten Sie darauf, wie und was Sie denken. Wenn Sie sich selbst verurteilen, hat das Konsequenzen. Auch wie sie mit sich selbst kommunizieren, sagt eine Menge über Ihre Selbstachtung aus. Gehen Sie wohlwollend mit sich um.

 

 

 

11. Vergleichen macht leicht unglücklich

 

Vergleiche führen oft zu Unzufriedenheit. Schauen Sie auf das, was Ihnen wirklich wichtig ist. Zugegeben; wir leben nicht im luftleeren Raum. Es gibt immer jemanden der schneller, reicher oder sonst etwas ist. Im besten Fall bringt Sie Nachahmung zum Status einer Kopie. Sein Sie stattdessen lieber die beste Version ihrer selbst.

 

 

 

12. Perfektionismus

 

Perfektionismus richtet häufig Schaden an. Unrealistischen Ansprüchen zu folgen, macht unglücklich und unzufrieden. Es bedeutet, sich zu verbiegen, die eigene Identität zu ignorieren. Prüfen Sie lieber, ob Ihre Ansprüche wirklich konstruktiv und die eigenen sind.

 

 

 

13. Haltung

 

Die Seele spiegelt sich in der Körpersprache und das gilt auch andersherum. Also achten Sie auf Ihre Körperhaltung, Ihren Gesichtsausdruck und andere Details. Es wirkt sich auch auf die Selbstachtung positiv aus, wenn Sie aufrecht unterwegs sind.

 

 

 

14. Zyklen

 

Achten Sie darauf, wie stabil Ihre Selbstachtung ist. Was bringt Sie aus der Mitte, was bringt Sie hinein, was verdient Aufmerksamkeit? Bleiben Sie aufmerksam.

P.S.

 

Wie halten Sie es mit der Selbstachtung?

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. April 2020
Englische Version:
AN: #213
K: CNB
Ü:

Spaziergang statt Krampf am Schreibtisch

Spaziergang statt Krampf am Schreibtisch

Perspektivwechsel, den Kopf freimachen,...

Spaziergang

Spaziergang mit Wirkung

 

Geht es am Schreibtisch nicht so recht voran, dann kann ein Spaziergang mit Zielsetzung Wunder wirken.

Raus aus dem Büro

 

In zwanzig bis dreißig Minuten zu Gelassenheit, Ruhe und Klarheit. Wenn Sie das innere Chaos lösen wollen, lassen Sie es für einen Moment hinter sich und gehen Sie spazieren. Machen Sie es fast so wie auch sonst, fast…

Der Unterschied. Bevor Sie losgehen, definieren Sie Ihre Absicht. Wählen Sie bewusst die Intention Ihres Spaziergangs. Was soll anders sein, wenn Sie zurückkehren? Was wollen Sie dann im Gepäck haben?

 

 

 

Wozu, weshalb, Vorteile

 

Typische Beobachtungen bei der Rückkehr:

  • Es gibt eine Idee, wie mit einer Herausforderung umzugehen ist.
  • Sie fühlen sich entspannter.
  • Der Überblick ist wieder da.
  • Sie wissen, was zu tun ist.
  • Der Mut und die Bereitschaft zu handeln ist gewachsen.
  • Die Antwort auf eine Frage kommt.
  • Die ursprüngliche Fragestellung verändert sich.
  • Sie fühlen Ihre Energie.
  • Ihr inneres Gleichgewicht ist deutlicher, Sie sind wieder ganz bei sich.
  • Insgesamt fühlen Sie sich gut.

 

Der Fokus hat Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln. Öffnen Sie sich für Inspiration und Antworten und sie werden sich Ihnen zeigen. Durch einen kurzen Spaziergang entziehen Sie sich für einen entscheidenden Moment einschränkenden Einflüssen, wechseln Sie die Perspektive und treten Sie in Verbindung mit sich selbst. Schritt für Schritt kommen Sie sich und Ihrem Ziel näher. Bewegung an der frischen Luft ist obendrein wohltuend für den Körper.

 

 

 

Lust?

 

Das klingt gut? Na, dann machen Sie Ihren Spaziergang. Machen Sie den Computer oder das Smartphone aus und gehen Sie einfach los. Genießen Sie jeden Schritt! Was wollen Sie bei der Rückkehr mitbringen?

Video

Erst, wenn Sie das Video starten wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

Was halten Sie von dieser Idee? Was tun Sie, wenn es am Schreibtisch nicht so recht vorangeht.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 15. Oktober 2020
Englische Version:
AN: #321
K: CNB
Ü:

Rhetorik: Um jeden Preis Recht behalten

Rhetorik: Um jeden Preis Recht behalten

Gedanken zu den Folgen der Rabulistik

Unbedingt Recht haben

Um jeden Preis Recht behalten

 

Überreden ohne Argumente, Durchsetzungsvermögen ohne Basis, gewinnen ohne Rücksicht zu nehmen, K. o. durch fiese Tricks, schwarze Rhetorik, Manipulieren. Bis zum bitteren Ende, Reden ohne Ahnung zu haben… Es ist ein begehrtes Gefühl, recht zu behalten. Wobei es weniger darum geht, wer recht hat als vielmehr, wer die Oberhand behält. Lohnt sich das?

Video

Was ist Rhetorik? Was gute Rhetorik wirklich ausmacht und wie du sie lernst

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Immer und überall Recht behalten

 

Es ist ein begehrtes Gefühl, recht zu behalten. Wobei es weniger darum geht, wer recht hat als vielmehr, wer die Oberhand behält.

Sich um jeden Preis durchzusetzen scheint ein sehr altes menschliches Ansinnen zu sein. Schon sehr staubige esoterische Texte liefern Rezepte wie es möglich ist sich, um jeden Preis durchzusetzen. Die Vorgehensweise reicht vom Zaubertrank mit Fledermausflügeln und Rattenschwänzen bis zu Voodoopuppen aus dem Versandhandel.

Überreden ohne Argumente, Durchsetzungsvermögen ohne Basis, gewinnen ohne Rücksicht zu nehmen, K. o. durch fiese Tricks, schwarze Rhetorik, Manipulieren. Bis zum bitteren Ende, Reden ohne Ahnung zu haben… Auch Buchhandel und YouTube-Videos bedienen die Sehnsucht nach unfairer Durchsetzungskraft.

 

 

 

Wo ist das Problem?

 

Jetzt könnte ich es mit Arthur Schopenhauer halten. Der meinte, wenn jeder seiner Position unvorbehalten jegliche Unterstützung gibt, dann würde das der beste Weg sein. Schließlich wisse man selbst ja oft nicht, ob man tatsächlich recht hat oder nicht und würde es so herausfinden. Bis zu einer gewissen Stelle gebe ich ihm hier sogar recht. Allerdings geht es beim Wunsch, um jeden Preis Recht zu behalten, in der Regel nicht darum, am Ende tatsächlich beste Position zu ermitteln. Vielmehr geht es darum, sich um jeden Preis durchzusetzen. Es ist also schon von der Haltung her bedenklich. Was macht das mit der Welt und den Beziehungen, wenn Menschen so ans Werk gehen?

Wer wirklich von seiner Position überzeugt ist, braucht keine unfairen Tricks. Wobei es schon gut ist, sie als solche zu erkennen und aushebeln zu können. Doch wer meint, der Zweck heiligt die Mittel, schadet sich und der Botschaft.

 

 

 

Aber …

 

Es könnte jemand auf Beispiele aus der Politik hinweisen, wo es bedenklichen Person in beachtlich hohe Position verholfen hat, rücksichtslos und weitgehend ohne echte Argumente voranzukommen. Und ja, es kann sehr traurig machen.

Dass es Charaktere gibt, die das versuchen, ist eine Sache. Dass ein umfangreiches Publikum das mitmacht, ist eine andere. Wohin das in der Welt führt, kann jeder sehen, der die Nachrichten schaut.

 

 

 

Wir können uns entscheiden

 

Hier kann jeder selbst entscheiden, ob das eine wünschenswerte Vorgehensweise ist. Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen, dass möglichst viele Menschen solche unfairen Methoden erkennen und wissen, wie sie damit umzugehen haben. Wer dazu in der Lage ist, lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und entzieht Blendern die Bühne.

Setzen wir darauf, mit fairen Mitteln den Argumenten die verdiente Chance zu geben. Wer das wünscht, findet bei mir die passenden Tipps und Unterstützung.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Recht behalten, um jeden Preis, lohnt das?

 

Der nächste Schritt

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. März 2020
Überarbeitung: 4. September 2020
AN: #721
K: CNC
Ü:

Zitate in Reden, Präsentationen und ….

Zitate in Reden, Präsentationen und ....

Was ist bei Zitaten in Redebeiträgen zu beachten?
Zitate

Zitate in Reden, Präsentationen und auch sonst

 

Zitate sind nicht nur in Texten und Redebeiträgen als Würze beliebt. Doch sie bergen auch Risiken. Was ist bei Zitaten in Redebeiträgen zu beachten?

Video

https://youtu.be/0OZ2RB03aDU

Umgang mit Zitaten in Reden, Präsentationen und ….​

 

Gerade für mein Tagesmotto liebe ich es mir ein Zitat zu suchen, um mich damit kritisch auseinander zu setzen oder daran zustimmend zu erwärmen. Beides hat das Potenzial, mich voranzubringen. Es hilft mir dabei, meinen Standpunkt zu erkunden, beziehungsweise die möglicherweise zusätzlich vorhandenen Perspektiven.

 

 

 

Zitatgeber

 

Die Sache hat einen mitunter dunklen Punkt; die Lieferanten für Zitat sind üblicherweise Menschen und als solche nicht nur mit positiven Seiten gesegnet. So entdecke ich mitunter bei der Recherche Hintergründe, die mir nicht gefallen. Menschen sind selten reine Engel. Sie haben in dem von mir betrachteten Zitat etwas für mich Interessantes gesagt. Bei anderer Gelegenheit haben sie jedoch mitunter hanebüchenen Unfug geredet oder Dinge getan haben, die mir nicht gefallen —vorsichtig ausgedrückt.

 

 

 

Vorbereitung

 

Bei der Vorbereitung von Redebeiträgen achte ich deswegen im Interesse meiner Klienten akribisch darauf, solche Hintergründe zu erkennen, um Angriffspunkte zu vermeiden. Sonst fühlen sich Gesprächspartner oder jemand im Publikum angegriffen, beziehungsweise wird dadurch unnötig abgelenkt. So etwas würde der Botschaft keinen guten Dienst erweisen. Außerdem gibt es Menschen, die ihre Interessen mit harten Bandagen vertreten. Solche Menschen entführen das Thema, wenn sie Zusammenhänge finden, die sie missbrauchen können. Je nach Publikum gelingt dies allzu leicht. Eine sehr gründliche Vorbereitung hat hier eine besondere Bedeutung.
Im Alltag empfehle ich Lesern und Zuhörern sich bei Zitaten das herauszupicken, das hilfreich ist, weil es zum Denken anregt oder einfach so guttut. Wie es die Zitatlieferanten gemeint haben kann interessant sein, was wir daraus für uns ziehen, gehört uns.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
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  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 5. Januar 2022
AN: #639
K: CNC
Ü:

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,…

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,...

Bedeutungswandel: Von der Straffung bis zur Verschlimmbesserung

Facelifting

Facelifting

 

Facelifting heute auch in der Politik und in Unternehmen statt. Statt am Inhalt wird an der Verpackung gefeilt. Häufig auch hier Verschlimmbesserungen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Aus aktuellem Anlass… Facelifting

 

Ursprünglich meinte Facelifting so etwas wie Gesichtsstraffung. Jedoch, durch die üblichen Ergebnisse solcher Verschlimmbesserungen änderte sich die Bedeutung. Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Das sorgt regelmäßig zu Irritationen bei Gesprächspartnern und die Kommunikationsprozesse erhalten einen eigenwilligen Drall. So ähnlich, wie im Sketch von Loriot und Evelyn Hamann, bei dem eine wandernde Nudel das Gespräch verhindert.

Erhofft wird die ewige Jugend, dass tatsächliche Resultat ist jedoch sehr häufig eine Karnevalsmaske. Doch statt eines grauenvollen Aufschreis sorgen der Stolz und die immense Investition dafür, dass solche kleingeistigen Betrachtungen unterbleiben. Was teuer ist, das  ist auch gut! Basta!

Da sich nicht nur Gesichter liften lassen, sind neben Brüsten und Bäuchen auch Unternehmensdarstellungen, Parteiprogramme und andere Einrichtungen von diesem Phänomen betroffen. Besser, als mit äußerlichem Herumdoktern kosmetisch zu verschlimmbessern, ist die grundlegende Herangehensweise vom Kern, von der Substanz aus, also von innen nach außen. Erst kommt der Inhalt und dann die Verpackung.

 

Innen pfui,
außen dann auch egal.

P.S.

 

Wo begegnet Ihnen das Phänomen Facelifting und wie stehen Sie dazu, wenn sich nur die Verpackung, jedoch nicht der Inhalt ändert?

Begriff oder Thema suchen

 

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Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Karsten Noack

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Pflegen Sie Ihre Leidenschaften, sie entfalten Kraft

Pflegen Sie Ihre Leidenschaften, sie entfalten Kraft, auch in Präsentationen

Die Kraft der Leidenschaft
Pflegen Sie Ihre Leidenschaften, sie entfalten Kraft

Leidenschaft

 

Welche Bedeutung hat Leidenschaft im Leben? Wobei hilft sie, wann schadet sie?

Überblick

 

 

 

 

Leidenschaften

 

Durch die Leidenschaften lebt der Mensch, durch die Vernunft existiert er nur.

Nicolas Chamfort

 

Eine Idee will verfolgt werden, ein Vorhaben gehegt und gepflegt, der Antrieb ist im gesamten Körper spürbar. So kann sich Leidenschaft zeigen.

Sind Sie ein leidenschaftlicher Mensch, leben Sie mit Begeisterung? Das Leben ist zu kurz, um es nur zu absolvieren. Wofür brennen Sie? Wer seine Leidenschaften kennt profitiert von der Energie, die Begeisterung freisetzt.

Es ist zwar ab und an zu hören; „Leidenschaft ist, was Leiden schafft!“, doch für mich ist das Wort positiv besetzt. Eine Leidenschaft ist etwas für das ich Feuer und Flamme bin, dem ich mich mit ganzer Hingabe widmen möchte. Das kann sich auf einen geliebten Menschen richten oder eine Tätigkeit. Wenn ich etwas wirklich liebe, es liebend gerne mache, Feuer und Flamme bin, Begeisterung und völlige Hingabe verspüre, dann ist das für mich Leidenschaft in ihrer vollen Ausprägung.

Widmen wir uns einer Leidenschaft, dann ermöglicht das Flow-Erleben, wie es der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi beschreibt. Dann sprühen leidenschaftliche Menschen nur so vor Energie. Das gibt uns die Kraft und die Ausdauer, uns mit ganzem Herzen einem Ziel zu verschreiben. So können wir für uns und andere Menschen Positives bewirken. „Ohne Leidenschaft gibt es keine Genialität.“ meinte der Historiker Theodor Mommsen oder nüchterner der Philosoph und Schriftsteller Prentice Mulford; „Was man aber gerne macht, macht man gut.“

 

 

 

Was ist Leidenschaft?

 

Leidenschaft ist ein Zustand extremer und stark ausgeprägter emotionaler Zuneigung gegenüber einer Sache oder eines Menschen. Sie hat viele Gesichter.

Leidenschaft beschreibt eine emotionale, in verschiedenen Formen und Ausmaßen auftretende Zuneigung, welche zum Beispiel die Intension für Sammler, Anhänger eines Sportvereins oder ein gewöhnliches Hobby sein kann. Für uns ist die Leidenschaft ein oftmals nicht vollkommen logischer Antrieb, der uns dazu bringt, gewisse Dinge zu wollen oder zu tun. Leidenschaft liefert den Fokus, lässt uns durchhalten, selbst bei Widerstand, wie Rückschlägen und Kritik. Ja, manch ein leidenschaftlicher Mensch hat in der Menschheitsgeschichte tatsächlich dafür gebrannt — auf dem Scheiterhaufen. Das ist heutzutage allerdings in der hiesigen Kultur unüblicher. Leidenschaft setzt unglaubliche – mitunter nahezu unmenschlich wirkende – Kräfte frei und überdauert kurzfristige Begeisterung.

 

 

 

Sonnenseite

 

Sich aufbäumen, Wellen schlagen, sich einsetzen, um anschließend umso zufriedener in sich zu ruhen. Für mich ist der Begriff der Leidenschaft weitgehend positiv besetzt, trotz der Wortherkunft und des Spruchs „Leidenschaft ist das, was Leiden schafft“. Leidenschaft für eine bessere Welt, für erfüllende Beziehungen, für die Pflege schützenswerter ideeller und auch materieller Errungenschaften. In den meisten Fällen ist Leidenschaft etwas Positives, sie kann aber auch skurrile oder sogar ungesunde Formen annehmen.

 

 

 

Schattenseiten

 

Keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.

Helmut Schmidt

 

So schön es ist, für eine Leidenschaft zu schwärmen, sich zu erwärmen. Leidenschaft kann auch zum Verhängnis werden und bei Nichterreichen oder Scheitern des leidenschaftlichen Strebens negative Auswirkungen entfalten. Beispiel, wenn eine leidenschaftliche Liebe nicht erwidert wird oder ein leidenschaftlich verfolgtes Ziel nicht erreicht wird. Manche Menschen bezeichnen Leidenschaft gar als Tor zur Hölle und hat dabei extreme Beispiele vor Augen, die in die Kategorie Extremismus und Fundamentalismus gehören. Da handelt es sich dann um sehr ungesund ausufernde Formen.

 

 

 

Leidenschaft in Gesprächen, Reden und Präsentationen

 

Eine Leidenschaft für die Leidenschaft haben.

 

Die größten Reden, die mir gerade in den Sinn kommen, beeindrucken durch die Leidenschaft, mit denen die Rednerinnen und Redner sie in die Welt tragen. Sie scheinen sich mit Haut und Haaren ihrem Anliegen verschrieben zu haben, dafür zu brennen — und der Funke springt über. Menschen fühlen sich von Enthusiasmus, von Euphorie und Hingabe, enorm angezogen. Die Leidenschaft lässt die Augen funkeln und weckt die Geister.

Davon könnten auch viele aktuelle Anliegen eine gute Portion vertragen. Selbst die professionellen Redebeiträge in Besprechungen, bei Tagungen, Konferenzen und vor der Kamera profitieren zumindest von einer angemessenen Begeisterung. Mehr dazu im Artikel Die Macht der Begeisterung in Gesprächen und Präsentationen.

 

 

 

1. Teilen Sie Ihre Leidenschaft mit anderen Menschen

 

Geben Sie Ihre Gedanken preis. Machen Sie Angebote ohne knallhart zu predigen, zu behaupten, dass Sie die einzige Wahrheit vertreten. Dass Sie von der Richtigkeit überzeugt sind, dürfen Sie hingegen sagen. Laden Sie andere Menschen zum Dialog ein, diskutieren und argumentieren Sie.

 

 

 

2. Locker bleiben

 

Bei aller Begeisterung und Überzeugung passen Sie lieber auf, dass Sie nicht zur dunklen Seite der Macht konvertieren, zum Bekehrer oder Fanatiker werden. Solche Typen sind anstrengend und unangenehm, neigen dazu, andere Menschen zu verletzen.

 

 

 

3. Leben Sie die Werte

 

Zeigen Sie, dass Sie es ernst meinen und sich selbst an das halten, was Sie anderen Menschen vermitteln wollen. Walk your talk! Was könnte überzeugender sein, als wenn Sie zeigen, dass es funktioniert und glücklich macht?

 

 

 

4. Wozu

 

Bieten Sie Antworten auf das Wozu, den Sinn, an. Wer kann woran welchen Anteil haben und wie fügt es sich zum großen Ganzen zusammen?

 

 

 

5. Nicht übertreiben!

 

Euphorie ist ansteckend, kann ab einem gewissen Maß allerdings auch verschrecken. Nehmen Sie die Menschen dort ab, wo sie sind, sodass sie eine Chance haben mitzukommen. Anregungen dazu finden Sie im Artikel Rapport: 21+ Tipps für bessere Kommunikation.

 

 

 

6. Lebendigkeit

 

Teilen Sie Ihre Gedanken so, dass alle Sinne angesprochen werden. Sorgen Sie dafür, dass zumindest Hören, Sehen, Fühlen aktiviert werden.

Synonyme

 

Affekt, Begeisterung, Eifer, Ekstase, Erregung, Feuer, Enthusiasmus, Elan, Engagement, Emotion, Freude, freudige Erregung, Faible, Gefühlsüberschwang, Gefühlswallung, Gier, Geilheit, Libido, Rausch, seelische Regung, Verzücktheit, Verzückung, Inbrunst, Hingabe, Hingebung, Passion, Schmackes, Sehnsucht, Lust, Begierde, Triebhaftigkeit, Lüsternheit, Verlangen, Wollust,…

P.S.

 

Welche Leidenschaften pflegen Sie oder bevorzugen Sie es von Begeisterung zu sprechen?

Die Stärke unserer Aufmerksamkeit entspricht der Stärke unserer Leidenschaft. Claude-Adrien Helvetius

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2018
Überarbeitung: 18. September 2019
Englische Version:
AN: #71711
K: CNB
Ü:

Recht haben oder freundlich sein? Klug mit Streit umgehen

Recht haben oder freundlich sein?

Klug mit Streit umgehen
Recht behalten oder freundlich sein?

Recht haben oder Beziehung erhalten?

 

Warum es manchmal klüger ist, auf einen Sieg zu verzichten

 

Du hast recht.

Ziemlich eindeutig sogar.

Jetzt musst du dein Gegenüber davon lediglich noch überzeugen.

Und genau hier beginnt manchmal das Problem.

Denn ein Gespräch kann sachlich gewonnen und menschlich verloren werden.

Du kannst das bessere Argument haben und trotzdem Vertrauen beschädigen.

Du kannst einen Fehler nachweisen und gleichzeitig dafür sorgen, dass dein Gegenüber künftig weniger offen mit dir spricht.

Deshalb lohnt sich neben der Frage:

„Wer hat recht?“

noch eine zweite:

„Was möchte ich mit diesem Gespräch erreichen?“

 

 

 

Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge

 

Eine überzeugende Argumentation macht aus einer falschen Aussage keine richtige.

Und eine schlechte Argumentation macht aus einer richtigen Aussage keine falsche.

Trotzdem erleben wir täglich:

Menschen entscheiden weniger ausschließlich nach der Qualität eines Arguments.

Sympathie spielt eine Rolle.

Status.

Interessen.

Erfahrungen.

Emotionen.

Gruppendynamik.

Vertrauen.

Und manchmal schlicht die Frage, von wem ein Argument kommt.

Wer überzeugend kommunizieren möchte, braucht deshalb mehr als Fakten.

 

 

 

Was ist dein eigentliches Ziel?

 

Vor einer Auseinandersetzung lohnt sich eine einfache Frage:

Was möchte ich anschließend erreicht haben?

Möchtest du:

eine Entscheidung beeinflussen?

einen Fehler korrigieren?

eine Grenze setzen?

Informationen austauschen?

eine Beziehung erhalten?

eine Lösung finden?

oder beweisen, dass du recht hast?

Diese Ziele können miteinander vereinbar sein.

Manchmal konkurrieren sie.

Dann braucht es Priorität.

 

 

 

Der Preis des Sieges

 

Stell dir vor, du beweist deinem Gegenüber zweifelsfrei, dass es falschliegt.

Jeder im Raum erkennt es.

Du hast gewonnen.

Und was geschieht anschließend?

Ist die Entscheidung besser?

Ist das Problem gelöst?

Kann dein Gegenüber sein Gesicht wahren?

Ist Zusammenarbeit weiterhin möglich?

Wurde Vertrauen gestärkt?

Ein argumentativer Sieg ist weniger automatisch ein gutes Ergebnis.

 

 

 

Menschen verteidigen mehr als Positionen

 

In einer Diskussion geht es häufig irgendwann um mehr als die ursprüngliche Sache.

Kompetenz.

Status.

Selbstbild.

Zugehörigkeit.

Autorität.

Gesichtswahrung.

Je stärker sich jemand persönlich angegriffen fühlt, desto schwieriger wird es, die eigene Position zu verändern.

Das bedeutet:

Wer jemanden öffentlich in die Ecke argumentiert, kann Widerstand verstärken.

Selbst mit hervorragenden Argumenten.

 

 

 

Gesichtswahrung ist kein Nebenthema

 

Menschen brauchen Wege, ihre Position verändern zu können, ohne sich dabei gedemütigt zu fühlen.

Das ist besonders in beruflichen Situationen wichtig.

Statt:

„Ich habe Ihnen doch gesagt, dass das falsch ist.“

kann eine Formulierung wie:

„Mit den neuen Informationen ergibt sich jetzt eine andere Bewertung.“

den gleichen sachlichen Schritt ermöglichen und deutlich weniger Widerstand erzeugen.

Das ist weniger Manipulation.

Es ist soziale Intelligenz.

 

 

 

Frage mehr

 

Manchmal versuchen wir zu überzeugen, bevor wir verstanden haben.

Dann liefern wir Argumente gegen eine Position, deren eigentlichen Hintergrund wir kaum kennen.

Fragen können hier erstaunlich viel verändern.

„Was ist dir daran besonders wichtig?“

„Welche Sorge hast du bei dieser Lösung?“

„Was spricht aus deiner Sicht dagegen?“

„Was müsste gegeben sein, damit diese Möglichkeit interessant wird?“

Plötzlich diskutierst du weniger gegen eine Behauptung.

Du verstehst das Anliegen dahinter.

 

 

 

Zuhören bedeutet weniger Zustimmung

 

Du kannst eine Position vollständig verstehen und trotzdem zu einem anderen Ergebnis kommen.

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Zuhören bedeutet:

Ich möchte nachvollziehen, wie du zu deiner Sicht gelangst.

Erst dann entscheidest du, was du davon überzeugend findest.

Diese Haltung kann Gespräche erheblich verändern.

 

 

 

Der stärkste Satz kann sein: „Da hast du recht.“

 

Manchmal entdecken wir mitten in einer Diskussion:

Das Gegenüber hat einen Punkt.

Vielleicht sogar den besseren.

Dann zeigt sich kommunikative Souveränität weniger darin, die eigene Position irgendwie zu retten.

Sondern darin, sagen zu können:

„Ja. Das überzeugt mich.“

Das kostet manchmal Überwindung.

Und schafft häufig Vertrauen.

 

 

 

Du darfst deine Meinung ändern

 

Eine Diskussion ist weniger ein Vertrag mit der eigenen Ausgangsposition.

Neue Informationen dürfen etwas verändern.

Ein gutes Argument darf wirken.

Eine Perspektive darf sich erweitern.

Wer seine Meinung niemals verändert, wirkt vielleicht konsequent.

Es könnte ebenso bedeuten, dass neue Erkenntnisse wenig Chancen bekommen.

Die Fähigkeit, sich überzeugen zu lassen, gehört zur Fähigkeit zu überzeugen.

 

 

 

Wann Klarheit wichtiger ist als Harmonie

 

Freundlichkeit bedeutet weniger, jede Auseinandersetzung zu vermeiden.

Manche Situationen brauchen eine klare Position.

Eine Grenze.

Ein Nein.

Eine Entscheidung.

Eine Korrektur.

Oder Widerspruch.

Besonders wenn:

Menschen geschädigt werden,

wesentliche Fakten verdreht werden,

Verantwortung verschoben wird,

Grenzen überschritten werden,

oder eine wichtige Entscheidung auf falschen Annahmen beruht.

Dann kann Klarheit ausgesprochen respektvoll sein.

 

 

 

Freundlich und klar

 

Wir behandeln Freundlichkeit und Durchsetzungsfähigkeit manchmal wie Gegensätze.

Das müssen sie weniger sein.

Du kannst freundlich sprechen und eine klare Grenze setzen.

Du kannst respektvoll widersprechen.

Du kannst ruhig sagen:

„Das sehe ich anders.“

Du kannst ein Argument zurückweisen, ohne die Person abzuwerten.

Das ist häufig wesentlich wirkungsvoller als Aggressivität.

 

 

 

Bei unfairer Argumentation

 

Manche Gesprächspartner interessieren sich weniger für einen fairen Austausch.

Sie verdrehen Aussagen.

Wechseln das Thema.

Unterstellen Motive.

Greifen persönlich an.

Oder erzeugen Rechtfertigungsdruck.

Dann hilft mehr Argumentation manchmal wenig.

Die wichtigere Frage lautet:

Welche Art von Gespräch findet hier eigentlich statt?

Vielleicht braucht es eine Grenze.

Eine Unterbrechung.

Dokumentation.

Eine andere Gesprächsform.

Oder die Entscheidung, diese Diskussion weniger weiterzuführen.

 

 

 

Du musst weniger jede Einladung zur Diskussion annehmen

 

Jemand stellt eine provokante Behauptung auf.

Du könntest sie widerlegen.

Du hast Argumente.

Du hast sogar Lust darauf.

Trotzdem darfst du dich fragen:

Ist dieses Gespräch meine Zeit und Energie wert?

Kommunikative Souveränität zeigt sich auch darin, bewusst zu entscheiden, welche Diskussion du führst.

 

 

 

Besonders heikel: Recht haben vor Publikum

 

Sobald andere Menschen zuhören, verändert sich die Dynamik.

Jetzt geht es leichter um Status.

Gesichtswahrung.

Kompetenz.

Gewinnen und Verlieren.

Deshalb braucht öffentlicher Widerspruch Fingerspitzengefühl.

Du kannst eine Position korrigieren und gleichzeitig dem Gegenüber Raum lassen.

Das erhöht häufig sogar die Wahrscheinlichkeit, dass deine Argumente angenommen werden.

 

 

 

In Partnerschaften

 

Kaum irgendwo wird deutlicher, wie teuer Rechtbehalten werden kann.

Wer räumt mehr auf?

Wer hat welchen Satz gesagt?

Wer hat angefangen?

Wer erinnert sich richtig?

Vielleicht lässt sich manches tatsächlich klären.

Die wichtigere Frage kann trotzdem lauten:

Was braucht unsere Beziehung gerade?

Verständnis?

Verantwortung?

Eine Entschuldigung?

Eine Grenze?

Eine Lösung?

Nähe?

Ein Gerichtsverfahren über die vergangenen 17 Minuten bringt Beziehungen selten besonders weit.

 

 

 

Im Beruf

 

Im beruflichen Kontext kann die Sache anders aussehen.

Falsche Entscheidungen haben Konsequenzen.

Verantwortlichkeiten müssen geklärt werden.

Risiken brauchen Aufmerksamkeit.

Dann ist es wichtig, die eigene Position nachvollziehbar zu vertreten.

Auch hier gilt:

Ziel ist weniger der rhetorische Sieg als die bessere Entscheidung.

 

 

 

In Verhandlungen

 

Eine Verhandlung ist ebenfalls weniger der Ort, an dem eine Seite beweisen muss, dass sie recht hat.

Interessen sind häufig wichtiger als Positionen.

Was braucht die andere Seite?

Was brauchst du?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wo liegen Grenzen?

Welche Alternative hast du?

Wer ausschließlich argumentiert, kann wichtige Verhandlungsdimensionen übersehen.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

 

 

 

Wenn Argumentieren wichtig ist

 

Es gibt Situationen, in denen du deine Position sehr klar vertreten können solltest.

Dann helfen:

eine klare Kernbotschaft,

eine nachvollziehbare Argumentationsstruktur,

gute Belege,

Vorbereitung auf Einwände,

Ruhe unter Druck,

und die Fähigkeit, unfaire Argumentation zu erkennen.

→ Argumentationstraining 1:1

 

 

 

Fünf Fragen vor der nächsten Diskussion

 

Bevor du dich in eine Auseinandersetzung stürzt, frage dich:

1. Was möchte ich erreichen?

2. Wie wichtig ist die Sache tatsächlich?

3. Wie wichtig ist mir die Beziehung?

4. Ist mein Gegenüber an einem echten Austausch interessiert?

5. Was wäre hier ein gutes Ergebnis?

Diese fünf Fragen können mehr bewirken als der nächste brillante Konter.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Manchmal ist es wichtig, recht zu haben.

Manchmal ist es wichtig, das bessere Argument durchzusetzen.

Manchmal ist es wichtiger, zuzuhören.

Und manchmal besteht die klügste Entscheidung darin, eine Diskussion ziehen zu lassen.

Kommunikative Stärke zeigt sich weniger darin, jede Auseinandersetzung zu gewinnen.

Sie zeigt sich darin, zu erkennen, welche Auseinandersetzung sich überhaupt lohnt.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie siehst du das?

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

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Rücksichtnahme

Rücksichtnahme

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Wer Recht hat, muss sich nicht rechthaberisch aufführen. Beziehung vor Ego-Sieg.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2006
Überarbeitung: 6. März 2019
AN: #43349
K:CNB
Ü:

Spießer: Beleidigung oder gepflegtes Uncoolsein?

Spießer: Beleidigung oder gepflegtes Uncoolsein?

Zeitgeist
Spießer

Spießer

 

Wer und was genau ist denn nun ein Spießer? Und sollten wir vor dem Spießertum Angst haben oder es als gepflegtes Uncoolsein wertschätzen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Spießer: Beleidigung oder …?

 

Kaum etwas ist spießiger, als unbedingt nicht spießig zu gelten.

 

 

 

Kaum einer will als Spießer bezeichnet werden.

 

Was ist daran denn so schlimm, ein Spießer zu sein? Die waren immer korrekt bekleidet und pünktlich. Ihr Auto glänzte und früher hatten sie Gartenzwerge im Vorgarten stehen. Sie wissen in der Regel alles besser und belehren gerne andere. Die Interessen eines Spießers sind eher materiell und alltäglich. Orientierung liefern ihnen die Ideen und konventionellen Ideale ihrer Bezugsgruppe.

 

 

 

Ursprung

 

Das Wort Spießer geht zurück auf die Spießbürger im Mittelalter. Reichere Bürger und Adelige konnten sich mit Pferd und Rüstung bei einem Angriff verteidigen. Die ärmeren Bevölkerungsschichten wurden nur mit einem Spieß ausgerüstet. Diese Spießbürger verteidigten nur mit einem Spieß bewaffnet zu Fuß ihre Stadt. Irgendwann wurde das Wort Spießer dann zum Synonym für kleinbürgerliche Ansichten.

 

 

 

Mission Spießertum

 

Heute verteidigen Spießbürger die aus ihrer Sicht zu schützenden gesellschaftlichen Normen. Spießer sind angepasst an ihre Umgebung und verurteilen diejenigen, die den Normen nicht folgen. Veränderungen lehnen sie ab.

 

 

 

Vorkommen

 

Spießertum ist international. Spießer lassen sich rund um den Globus und in allen Klassen finden.

 

 

 

Hipster, Spießer, Prenzelmütter

 

Einen Dutt auf dem Kopf, zu kurze Hosen, nackte Fußknöchel, einen Jutebeutel, ein bisschen Bio-Tofu, ironisch hässliche Klamotten und zack, fertig ist der Hipster. Ja, die Klischees nerven.

Es wird von der Renaissance der Spießigkeit gesprochen. Sie beruht allerdings auf einer anderen Basis; dem Wunsche eines Gegengewichts zur empfundenen Unsicherheit. Durch die Globalisierung fühlt die Welt sich nicht mehr so kontrollierbar an. Die Sehnsucht nach beständigen Elementen im Leben hat zugenommen.

Die Generation Y (Geburtenjahrgänge von 1980 bis zur Jahrtausendwende) gilt als besonders anfällig für Spießigkeit. Ihnen scheint Sicherheit besonders wichtig zu sein. Als Spießer wollen sich jedoch wenige bezeichnen lassen. Sie wirken hip, doch die Zugehörigkeit ihres Umfelds ist ihnen übermäßig wichtig. Besonders früh meldet sich der Wunsch nach Kindern und Familienglück. Die weibliche Spießigkeit von Müttern hat hier in Berlin sogar einen Namen: Prenzelmütter.

 

 

 

Zeitgeist

 

Was früher der korrekt geschnittene Rasen und der Nierentisch waren, ist heute die zur Schau gestellte Bierflasche beim Schlendern durch den Kiez (obwohl Zuhause der Edel-Wein bevorzugt wird) oder der Einkauf im Biosupermarkt. Wo Vegetarier früher provozierten beanspruchen heute Veganer den wahren Glauben zur repräsentieren. Wo der Dreitagebart einst sanft gegen das Establishment rebellierte ist der Hipsterbart (obwohl er an einen Taliban erinnert) heute aus der Bausparkassenwerbung nicht mehr wegzudenken. In Neukölln erinnern die meisten gastronomischen Einrichtungen an Omas gute Stube mit Biedermeiermobiliar.

 

 

 

Spießer, das sind die anderen

 

Spießer sehen sich selbst selten als Spießer. Sie halten dafür häufiger andere für Spießer. Andere werden als Intolerant bezeichnet, doch Kategorisieren liegt ihnen nah. Doch je heftiger sich jemand gegen den Eindruck wehrt ein Spießer zu sein, desto eher ist er einer.

 

 

 

Oder ändert sich da etwas?

 

Gestern ein Schimpfwort, heute bei den Heranwachsenden total angesagt: Spießer sein. Spießer Made by Elternhaus? Vieles was früher als negativ und spießig galt, ist nun zunehmend angesagter: Ehrgeiz, Sparsamkeit und Sicherheitsbedürfnis, Heimat und persönliche Bindungen.

Wo die Eltern ewig jung bleiben wollen; tätowiert, gepierct und auch modisch selbst verwirklicht, wird es eng. Da hat der Nachwuchs wenig Chancen, sich abzugrenzen. Rebellion ist da nur schwer möglich, arme Pubertiere. Omas Schrankwand, Schrebergärten und Faltenrock bieten sich da als Optionen an. So wird Spießigkeit zum Mittel des Erwachsenwerdens.

 

Du Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!

Werbespruch, LBS

 

 

 

Sehnsüchte

 

Möglicherweise lohnt es sich, deutlicher die Sehnsüchte zu betrachten, die hinter diesen Phänomenen liegen.

P.S.

 

Wer und was genau ist denn nun ein Spießer? Und sollten wir vor dem Spießertum Angst haben oder es als gepflegtes Uncoolsein wertschätzen?

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Klischee?

Als Klischee wird heute eine Phrase oder Aussage, verstanden, die so oft verwendet wurde, dass sie abgedroschen und somit bedeutungslos geworden ist.

Das Wort Klischee leitet sich von dem französischen Wort cliché ab, was so viel wie Abdruck oder Schablone bedeutet. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Drucktechnik. Die ersten aus Zink hergestellten Klischees wurden dort zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingesetzt.

Was bewirken Klischees?

Klischees reduzieren als Vorurteile und deutlich stereotype Überzeugungen Zusammenhänge auf unangemessene Weise, sie verfremden oder vereinfachen. Das kann zu Intoleranz und Diskriminierung führen.

Kaum etwas ist spießiger, als unbedingt nicht spießig zu gelten.

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2009
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #56369
K: CNB
Ü:

Trump und die Journalisten bei der Pressekonferenz zu den Kongresswahlen 

Trump und die Journalisten bei der Pressekonferenz zu den Kongresswahlen

Wortgefecht zwischen US-Präsident Donald Trump und CNN-Journalist Jim Acosta bei der Pressekonferenz zu den Kongresswahlen
Trump und die Journalisten

Trump und die Journalisten

 

Das Wortgefecht zwischen US-Präsident Donald Trump und CNN-Journalist Jim Acosta bei der Pressekonferenz zu den Kongresswahlen geht durch die Medien. Aus Anlass eines Interviews, das ich hierzu gegeben habe, folgen ein paar Gedanken.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte am Mittwoch, dass ihm die Akkreditierung für das Weiße Haus wegen absolut inakzeptablem Verhalten entzogen wurde.

 

 

 

Was ist geschehen?

 

Eine verbale Auseinandersetzung bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 7. November 2018 schaukelt sich wegen wiederholter Fragen zum Umgang mit den nahenden Menschengruppen aus Zentralamerika hoch. Als eine Praktikantin des Weißen Hauses dem CNN-Journlisten Acosta daraufhin das Mikrofon abnehmen will, dreht dieser sich weg, hält das Mikrofon fest und stellt Trump eine Frage zu den Russland-Ermittlungen. Später wird die Trump-Sprecherin Sanders erklären, der Journalist hätte die Praktikantin angefasst und das sei absolut inakzeptabel. Im Video erkenne ich davon nichts.

Nach einer kurzen Entgegnung greift Trump Acosta scharf an und sagt unter anderem: „Sie sind eine unverschämte, fürchterliche Person. Sie sollten nicht für CNN arbeiten.“ Kurz darauf folgt, wegen der angeblichen Verbreitung von „Falschnachrichten“ durch CNN; „Wenn Sie Fake News veröffentlichen, wie es CNN oft macht, dann sind Sie ein Feind des Volkes“. Einige Medien haben diesen Satz allerdings anschließend tatsächlich verfremdet und den ersten Teil unterschlagen. Der vollständige Satz ist zwar nicht schön, doch zumindest etwas vorsichtiger, weil interpretierbar. Oder lese nur ich zwischen den Zeilen, was hier unangemessen ist?

Das Verhältnis von Donald Trump und Presse ist recht speziell und viele halten den Entzug der Akkreditierung für eine Vergeltungsmaßnahme wegen der hartnäckigen Fragen des Journalisten.

 

 

 

Beleidigung?

 

Die Beurteilung, was angemessen ist oder nicht, wird davon bestimmt, wer gefragt wird und welche Interessen eine Rolle spielen. „Sie sind eine unverschämte, fürchterliche Person. Sie sollten nicht für CNN arbeiten.“ ist keine freundliche Ansprache. „Sie sind ein Feind des Volkes.“ wäre aus meiner Sicht äußerst hart und würde auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein fanatischer Anhänger Trumps dem Journalisten physisch gefährlich wird. Wie ist die Äußerung „Wenn Sie Fake News veröffentlichen, wie es CNN oft macht, dann sind Sie ein Feind des Volkes“ zu beurteilen?

 

 

 

Pressefreiheit

 

Viele Menschen hierzulande mögen Donald Trump nicht und wollen ihn eigenartige Dinge tun sehen. Und die Ausfälle oder zumindest absonderlichen Hinweise lassen sich ohne große Mühe finden. Die einen bewundern die Arbeit aufklärerischer Journalisten, andere fühlen sich darin bestärkt dabei nicht repräsentiert zu werden und geben Trump einen immensen Freiraum. Wer hinsieht, ärgert sich möglicherweise auch über die rüde Art mancher Journalisten und findet das sollte sich niemand gefallen lassen müssen – schon gar nicht das es der Würde eines Amtes entspricht. Wer unbedarft die gesamte Pressekonferenz schaut, darf sich schon über die feindliche Atmosphäre wundern.

Wundern? Na ja, nicht wirklich, denn es ist ja schon sehr viel vorgefallen. Trotzdem ist es schon grenzwertig, wie da miteinander umgegangen wird, in beide Richtungen, oder?

Doch: Die Rolle der Presse, ihre Bedeutung für die Demokratie ist so hoch, dass auch ein US-Präsident sich dem stellen muss. Es braucht ihm nicht zu schmecken, doch wenn er seinem Amt gerecht werden will, erträgt er es mit Respekt, wertschätzt es sogar in seiner Funktion. Das ist bei Trump so leider nicht zu erkennen.

 

 

 

Fake News

 

Regelmäßig reagiert Trump scharf auf die Medien, wenn ihm die Botschaften nicht gefallen. Dann sind es halt Fake News. Trotz Faktencheck, der gegen ihn spricht, kommt er bei seinen Anhängern damit wohl recht gut durch. Wir Europäer (gibt es das überhaupt so einheitlich oder spielen meine Sehnsüchte mir einen Streich?) vergessen leicht, dass er in seinem Land eine große Anhängerschaft hat.

Es wird ihm immer wieder vorgeworfen mit seinen verbalen Angriffen die Sicherheit von Journalisten zu gefährden.

 

 

 

Ja und merkt das den niemand?

 

Als Bill Clinton behauptete „I did not have sexual relations with that woman“, wurde diese Lüge ihm 1998 bei der Lewinsky-Affäre sehr übel genommen und führte zu einem Amtsenthebungsverfahren. Trotz Faktencheck kommt Trump bei seinen Anhängern durch. Er bezeichnet es einfach als Fake News oder jemand nennt erdichtete Beweise alternative Fakten. Trump ist mit dieser Strategie bisher ganz passabel durchgekommen. Seine Anhänger stören sich nicht daran. Doch das Land der ehemals unbegrenzten Möglichkeiten ist gespalten.

 

 

 

 

Fazit

 

Wer an solchen Zuständen nicht interessiert ist unterstützt die freie Meinungsäußerung, ist an Austausch interessiert und hört zu. Es ist leicht, doch auch arrogant, verächtlich nach Washington zu schauen, doch freie Presse, Meinungsaustausch und Demokratie erfordern stetige Anteilnahme und Pflege. Und die Spaltung ist auch in Deutschland zu erkennen. 

P.S.

 

Wie betrachten Sie die Situation, Trumps Umgang mit der Presse und die Bedeutung von Medien insgesamt?

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 11. Mai 2007
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