Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Verantwortungsverschiebung, Rückschaufehler und die Frage, wer wofür tatsächlich verantwortlich war
Durchblick

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

 

Verantwortungsverschiebung, Rückschaufehler und die Frage, wer wofür tatsächlich verantwortlich war

 

Das Projekt läuft gut.

Dann heißt es:

„Das haben wir gemeinsam geschafft.“

Das Projekt läuft schlecht.

Plötzlich heißt es:

„Du hattest doch die Verantwortung.“

Solche Situationen sind in Unternehmen besonders heikel.

Denn Verantwortung wird häufig erst dann intensiv diskutiert, wenn das Ergebnis bereits bekannt ist.

Und genau dann verändert sich unser Blick auf die Vergangenheit.

Was vorher unsicher war, erscheint im Rückblick offensichtlich.

Was gemeinsam entschieden wurde, wirkt plötzlich wie die Entscheidung einer einzelnen Person.

Aus akzeptierten Risiken werden vermeidbare Fehler.

Aus:

„Das machen wir gemeinsam.“

wird:

„Du hattest das vorgeschlagen.“

Deshalb ist bei schwierigen Verantwortungsfragen eine Frage besonders wertvoll:

Wie war die Verantwortung verteilt, bevor wir wussten, wie die Sache ausgeht?

 

 

 

Ein schlechtes Ergebnis beweist keine schlechte Entscheidung

 

Das klingt zunächst selbstverständlich.

Im Unternehmensalltag wird es trotzdem häufig verwechselt.

Eine gute Entscheidung kann schlecht ausgehen.

Eine schlechte Entscheidung kann gut ausgehen.

Warum?

Weil Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden.

Du kannst Informationen sammeln.

Risiken bewerten.

Alternativen vergleichen.

Annahmen prüfen.

Wahrscheinlichkeiten einschätzen.

Und trotzdem kennst du die Zukunft weniger.

Deshalb sollten zwei Dinge getrennt betrachtet werden:

Entscheidungsqualität

und

Ergebnisqualität.

 

 

 

Eine gute Entscheidung kann scheitern

 

Stell dir vor, drei Geschäftsführer entscheiden über eine größere Investition.

Die verfügbaren Informationen werden geprüft.

Risiken werden diskutiert.

Alternativen werden betrachtet.

Eine Person befürwortet die Investition besonders deutlich.

Am Ende stimmen alle zu.

Sechs Monate später entwickelt sich der Markt anders.

Die Investition wird teuer.

Jetzt beginnt die Erinnerung sich zu verändern.

„Das war doch vor allem dein Projekt.“

„Du hast uns dazu geraten.“

„Du warst derjenige, der das unbedingt wollte.“

Vielleicht stimmt es, dass eine Person die Entscheidung besonders stark vertreten hat.

Das ist jedoch weniger automatisch dasselbe wie:

Diese Person hat allein entschieden und trägt allein die Verantwortung.

 

 

 

Engagement ist weniger dasselbe wie alleinige Verantwortung

 

In Führungsteams gibt es häufig Menschen, die eine Position besonders engagiert vertreten.

Das ist wertvoll.

Problematisch wird es, wenn starke Fürsprache im Nachhinein als alleinige Verantwortung interpretiert wird.

Deshalb lohnt sich die Rekonstruktion:

Wer hat entschieden?

Wer war beteiligt?

Wer hat zugestimmt?

Wer hatte Bedenken?

Welche Alternativen wurden betrachtet?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Annahmen lagen zugrunde?

Und:

Wie wurde Verantwortung zu diesem Zeitpunkt verstanden?

Nicht heute.

Damals.

 

 

 

Der Rückblick verändert unsere Wahrnehmung

 

Sobald wir das Ergebnis kennen, wirkt die Vergangenheit klarer.

Ein Risiko, das eingetreten ist, erscheint plötzlich vorhersehbarer.

Warnsignale wirken deutlicher.

Eine Alternative erscheint offensichtlich besser.

Dann entstehen Sätze wie:

„Das hätte man doch sehen müssen.“

Manchmal stimmt das.

Vielleicht wurden wichtige Informationen ignoriert.

Vielleicht war die Analyse schlecht.

Vielleicht wurde fahrlässig entschieden.

Und manchmal betrachten wir die damalige Entscheidung mit Wissen, das damals noch weniger verfügbar war.

Deshalb ist eine faire Analyse weniger:

„Was wissen wir heute?“

Sondern:

„Was konnten wir zum Zeitpunkt der Entscheidung vernünftigerweise wissen?“

 

 

 

Aus „Wir“ wird „Du“

 

Ein weiteres Warnsignal ist die Sprache.

Vor der Entscheidung:

„Wir gehen dieses Risiko ein.“

Nach einem guten Ergebnis:

„Das haben wir richtig entschieden.“

Nach einem schlechten Ergebnis:

„Du hattest das doch vorgeschlagen.“

Achte auf diesen Wechsel.

Denn darin kann sich eine problematische Verantwortungsarchitektur zeigen:

Erfolg wird gemeinsam verteilt.

Misserfolg wird individuell zugerechnet.

Wenn sich dieses Muster wiederholt, beeinflusst es irgendwann das Verhalten der Menschen.

 

 

 

Verantwortung und Schuld sind unterschiedliche Fragen

 

Verantwortung fragt:

Was war deine Rolle?

Was hast du entschieden?

Welche Informationen hattest du?

Welchen Anteil hattest du?

Was kannst du jetzt beitragen?

Was lernen wir daraus?

Schuld fragt häufig zuerst:

Wer hat das verursacht?

Auch Schuldfragen können in bestimmten Situationen berechtigt sein.

Bei Pflichtverletzungen.

Bewusster Täuschung.

Fahrlässigkeit.

Verstößen.

Für gutes organisationales Lernen reicht die Suche nach einem Schuldigen jedoch selten aus.

Denn ein Unternehmen muss verstehen:

Wie ist diese Entscheidung entstanden?

 

 

 

Wenn Verantwortung gefährlich wird

 

Stell dir vor, eine Führungskraft lernt:

Wenn meine Entscheidung funktioniert, war es Teamarbeit.

Wenn sie scheitert, war es meine Entscheidung.

Was wird sie beim nächsten Mal tun?

Vielleicht mehr absichern.

Mehr E-Mails schreiben.

Mehr Personen ins CC nehmen.

Mehr Freigaben verlangen.

Entscheidungen nach oben delegieren.

Länger warten.

Oder weniger Verantwortung übernehmen.

Das ist nachvollziehbar.

Und für das Unternehmen teuer.

 

 

 

Eine problematische Regel kann entstehen

 

Die unausgesprochene Regel lautet dann:

Triff keine Entscheidung, deren Scheitern dir später allein zugerechnet werden könnte.

Damit entsteht das Gegenteil dessen, was viele Unternehmen offiziell wünschen.

Auf Folien steht:

Eigenverantwortung.

Unternehmertum.

Entscheidungsfreude.

Mut.

In der gelebten Kultur lernen Menschen:

Sichere dich ab.

Das ist ein strukturelles Problem.

 

 

 

„Du bist doch der Experte“

 

Auch dieser Satz verdient Aufmerksamkeit.

Vor der Entscheidung klingt er nach Vertrauen.

„Du bist der Experte. Was empfiehlst du?“

Nach einem schlechten Ergebnis kann daraus werden:

„Du bist doch der Experte. Du hättest das wissen müssen.“

Damit verändert sich die Bedeutung von Expertise.

Ein Experte kann:

Informationen bewerten.

Risiken erkennen.

Szenarien entwickeln.

Wahrscheinlichkeiten einschätzen.

Empfehlungen geben.

Expertise bedeutet weniger:

die Zukunft garantieren.

 

 

 

Beratung und Entscheidung sollten getrennt werden

 

Gerade bei großen Entscheidungen ist es hilfreich, Rollen klar zu benennen.

Wer liefert Expertise?

Wer gibt eine Empfehlung?

Wer entscheidet?

Wer trägt die Umsetzung?

Wer akzeptiert welches Risiko?

Sonst kann später aus:

„Wir haben auf Grundlage deiner Expertise entschieden“

leicht werden:

„Du hast entschieden.“

Das ist weniger dasselbe.

 

 

 

Vereinbarungen können sich nachträglich ebenfalls verändern

 

Verantwortungsverschiebung betrifft weniger nur große strategische Entscheidungen.

Sie kann auch im Alltag entstehen.

Im Gespräch heißt es:

„Ja, das übernehme ich.“

Später:

„Ich hatte nur gesagt, dass ich mich darum kümmere.“

Oder:

„Wir entscheiden das heute.“

Später:

„Das war doch nur eine erste Diskussion.“

Oder:

„Bis Freitag.“

Später:

„Freitag war nur eine Orientierung.“

Einmal kann das ein Missverständnis sein.

Wiederholt sich das Muster, lohnt sich die Frage:

In welche Richtung verändern sich Vereinbarungen?

 

 

 

Wer profitiert von der neuen Version?

 

Das ist eine hilfreiche Beobachtung.

Werden Vereinbarungen zufällig unterschiedlich erinnert?

Oder verändert sich die Interpretation regelmäßig zugunsten derselben Person?

Wird Verantwortung kleiner, wenn etwas weniger funktioniert?

Wird der eigene Anteil größer, wenn etwas erfolgreich war?

Wandert Verantwortung nach einem Misserfolg zu anderen?

Dann geht es möglicherweise weniger nur um Erinnerung.

Es geht um die Verteilung von Verantwortung.

 

 

 

Verantwortung kann den Besitzer wechseln

 

Ein Beispiel:

Eine Person sagt:

„Ich kümmere mich darum.“

Später geschieht wenig.

Auf Nachfrage heißt es:

„Du hättest mich noch einmal daran erinnern müssen.“

Jetzt ist etwas Interessantes geschehen.

Aus:

„Ich übernehme die Aufgabe“

wurde:

„Du warst dafür verantwortlich, dass ich die Aufgabe erledige.“

Die Verantwortung hat den Besitzer gewechselt.

Solche Verschiebungen wirken im Einzelfall klein.

Wiederholt können sie Zusammenarbeit erheblich verändern.

 

 

 

Ist das Gaslighting?

 

Wenn Gespräche und Vereinbarungen wiederholt anders dargestellt werden, fällt schnell der Begriff Gaslighting.

Gaslighting bezeichnet manipulative Verhaltensweisen, durch die die Wahrnehmung oder Erinnerung eines anderen Menschen systematisch infrage gestellt oder destabilisiert werden kann.

Ob hinter einer konkreten Situation tatsächlich eine solche bewusste Strategie steht, lässt sich aus der Distanz häufig weniger sicher beurteilen.

Für die praktische Zusammenarbeit ist eine andere Frage oft hilfreicher:

Kann ich mit dieser Person belastbare Vereinbarungen treffen?

Und:

Kann Verantwortung anschließend noch nachvollziehbar zugeordnet werden?

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Verhaltensmustern kann der Umgang mit Fehlern, Kritik und negativen Ergebnissen schwieriger sein.

Manche Menschen schreiben Erfolge stärker der eigenen Person zu und negative Ergebnisse eher äußeren Umständen oder anderen Menschen.

Auch Schwierigkeiten, den eigenen Anteil an problematischen Entwicklungen anzuerkennen, können eine Rolle spielen.

Für deine unternehmerische Entscheidung braucht es weniger eine Diagnose.

Eine wesentlich praktischere Frage lautet:

Kann diese Person ihren eigenen Anteil anerkennen, wenn etwas schiefläuft?

Das ist beobachtbar.

 

 

 

Zusammenarbeit zeigt sich unter Druck

 

Solange alles gut läuft, ist Verantwortungsübernahme leicht.

Interessant wird es bei:

einem verlorenen Kunden,

einem gescheiterten Projekt,

einer schlechten Investition,

einem Konflikt,

kritischen Fragen der Gesellschafter,

oder einem Reputationsproblem.

Kann jemand dann sagen:

„Das war mein Anteil.“

Kann die Person einen Fehler korrigieren?

Kann sie Verantwortung übernehmen, ohne gleichzeitig die Verantwortung aller anderen auf sich zu nehmen?

Und kann sie akzeptieren, dass Verantwortung häufig auf mehrere Rollen verteilt ist?

Das ist professionelle Verantwortungsfähigkeit.

 

 

 

Der Vorher-Nachher-Test

 

Bei einer schwierigen Situation kannst du zwei Bilder erstellen.

 

Vor dem Ergebnis

 

Wer war beteiligt?

Wer wusste was?

Wer entschied?

Wer stimmte zu?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Verantwortung war verteilt?

 

Nach dem Ergebnis

 

Wie wird heute darüber gesprochen?

Wer soll jetzt verantwortlich sein?

Welche Rollen werden plötzlich anders beschrieben?

Welche damaligen Unsicherheiten erscheinen heute angeblich selbstverständlich?

Dann vergleichst du beide Bilder.

Hat sich die Verantwortung verändert, nachdem das Ergebnis bekannt wurde?

Das ist ein sehr aufschlussreicher Test.

 

 

 

Verantwortung sollte vor der Entscheidung klarer sein

 

Bei wichtigen Entscheidungen lohnt es sich, vorher festzuhalten:

Was entscheiden wir?

Wer entscheidet?

Wer berät?

Wer liefert Informationen?

Wer setzt um?

Welche Annahmen liegen zugrunde?

Welche Risiken kennen wir?

Welche Risiken akzeptieren wir bewusst?

Wer trägt welche Verantwortung?

Das braucht weniger ein zwanzigseitiges Protokoll.

Häufig reichen wenige klare Sätze.

 

 

 

Eine besonders wertvolle Frage vor riskanten Entscheidungen

 

Frag:

„Wie bewerten wir diese Entscheidung später, falls das Ergebnis schlecht ausfällt?“

Diese Frage ist erstaunlich wirkungsvoll.

Denn sie zwingt euch, vor dem Ergebnis zu klären:

Was wäre ein Fehler?

Was wäre ein akzeptiertes Risiko?

Welche Unsicherheit nehmen wir bewusst in Kauf?

Welche Kriterien verwenden wir zur Bewertung der Entscheidung?

Damit wird Verantwortung präziser, bevor Rückschauwissen die Perspektive verändert.

 

 

 

Was Führungskräfte nach einem Misserfolg zuerst fragen können

 

Die spontane Frage lautet häufig:

„Wer hat das entschieden?“

Eine bessere erste Frage kann sein:

„Was wussten wir zum Zeitpunkt der Entscheidung?“

Danach:

Welche Alternativen hatten wir?

Welche Risiken kannten wir?

Welche Annahmen waren falsch?

Welche Informationen fehlten?

War der Entscheidungsprozess gut?

Was lernen wir?

Und selbstverständlich:

Wer hatte welchen Anteil?

Damit analysierst du die Qualität der Entscheidung, statt nur ihr Ergebnis.

 

 

 

Sonst belohnst du Glück und bestrafst vernünftiges Risiko

 

Das ist für Unternehmen gefährlich.

Eine leichtsinnige Entscheidung kann zufällig hervorragend ausgehen.

Eine vernünftig vorbereitete Entscheidung kann trotz guter Analyse scheitern.

Wenn nur Ergebnisse bewertet werden, lernst du möglicherweise die falschen Lektionen.

Du belohnst Glück.

Und bestrafst Menschen, die unter Unsicherheit vernünftige Risiken übernommen haben.

Langfristig kann das Entscheidungsqualität verschlechtern.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und Verantwortung nach Konflikten oder Misserfolgen regelmäßig neu verteilt wird, lohnt sich eine strukturierte Rekonstruktion.

Geht es um unklare Rollen?

Unklare Entscheidungsrechte?

Schlecht dokumentierte Vereinbarungen?

Rückschaufehler?

Schuldverschiebung?

Macht?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir vertraulich klären:

Was war vereinbart?

Wer wusste was?

Wer entschied?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Verantwortung gehört tatsächlich zu wem?

Und:

Wie stellen wir wieder Handlungsfähigkeit her?

 

 

 

Fazit

 

Wenn am Ende immer du verantwortlich sein sollst, musst du weder reflexhaft alles zurückweisen noch alles übernehmen.

Rekonstruiere.

Was war deine Rolle?

Was war die Rolle der anderen?

Welche Informationen lagen vor?

Wer hat entschieden?

Welche Risiken waren bekannt?

Welcher Anteil gehört tatsächlich zu dir?

Und welcher weniger?

Das ist keine Schuldabwehr.

Das ist saubere Verantwortungsübernahme.

Denn gute Zusammenarbeit zeigt sich weniger nur darin, wie Menschen Erfolge teilen.

Sie zeigt sich auch darin, wie sie Verantwortung tragen, wenn etwas schiefläuft.

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

 

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

 

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht erreichen | Karsten Noack

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Informationsfilter, Schweigen und verspätete schlechte Nachrichten im Unternehmen
Durchblick

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

 

Informationsfilter, Schweigen und verspätete schlechte Nachrichten im Unternehmen

 

„Warum erfahre ich das jetzt erst?“

Diese Frage stellen Geschäftsführer häufig zu spät.

Ein wichtiger Kunde ist kurz vor dem Absprung.

Ein Projekt läuft seit Wochen aus dem Ruder.

Ein Konflikt im Führungsteam ist längst eskaliert.

Ein Leistungsträger denkt über Kündigung nach.

Ein finanzielles Risiko ist größer als angenommen.

Und dann stellt sich heraus:

Andere wussten es schon länger.

Die Information war vorhanden.

Sie hat die Führung nur weniger rechtzeitig erreicht.

Das ist mehr als ein Kommunikationsproblem.

Denn bei wichtigen Informationen gilt:

Je später sie ankommen, desto kleiner kann der Handlungsspielraum werden.

 

 

 

Führung ist auf Informationen angewiesen

 

Mit wachsender Verantwortung entsteht ein interessantes Paradox.

Du trägst mehr Verantwortung.

Und gleichzeitig bist du zunehmend darauf angewiesen, dass andere dir relevante Informationen geben.

Du kannst weniger jedes Kundengespräch selbst führen.

Du kannst weniger jedes Projekt beobachten.

Du sitzt weniger bei jedem Konflikt dabei.

Du kennst weniger jedes operative Detail.

Das ist normal.

Führung funktioniert deshalb nur, wenn wichtige Informationen ihren Weg zu dir finden.

Nicht jede Information.

Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt.

 

 

 

Das Problem ist häufig weniger fehlendes Wissen

 

Vielleicht weiß der Projektleiter längst, dass der Termin gefährdet ist.

Der Vertrieb kennt die Unzufriedenheit des Kunden.

HR weiß von Spannungen.

Eine Führungskraft erkennt ein Risiko.

Mehrere Mitarbeiter haben dieselbe Beobachtung gemacht.

Die Information existiert also.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum bewegt sie sich weniger weiter?

 

 

 

Schlechte Nachrichten bewegen sich häufig langsamer

 

Gute Nachrichten lassen sich leicht weitergeben.

„Der Kunde hat zugesagt.“

„Das Projekt liegt im Plan.“

„Wir haben den Auftrag.“

„Die Zahlen sehen gut aus.“

Schwierige Nachrichten erzeugen mehr innere Fragen:

Ist das schon sicher?

Sollte ich noch warten?

Kann ich das selbst lösen?

Wie wird die Führung reagieren?

Brauche ich erst mehr Belege?

Mache ich unnötig Unruhe?

Vielleicht erledigt sich das Problem.

So vergeht Zeit.

Und aus einem frühen Hinweis wird irgendwann ein akutes Problem.

 

 

 

Der Zeitpunkt verändert den Wert einer Information

 

Stell dir vor, ein wichtiger Kunde beginnt unzufrieden zu werden.

In Woche eins erfährst du:

„Da entwickelt sich etwas. Wir sollten genauer hinschauen.“

Vielleicht hast du viele Möglichkeiten.

Ein Gespräch.

Eine andere Betreuung.

Eine Korrektur im Projekt.

Zusätzliche Ressourcen.

Eine persönliche Intervention.

In Woche acht erfährst du:

„Der Kunde möchte kündigen.“

Die Information betrifft möglicherweise dasselbe Problem.

Ihr Wert ist jedoch ein anderer.

Denn deine Optionen sind weniger geworden.

Dieselbe Information kann zu einem anderen Zeitpunkt einen völlig anderen Handlungsspielraum erzeugen.

 

 

 

Deshalb ist „Warum erfahre ich das jetzt erst?“ eine wichtige Frage

 

Nur würde ich sie weniger als Vorwurf formulieren.

Denn wenn die erste Reaktion auf eine schlechte Nachricht lautet:

„Warum hast du mir das nicht früher gesagt?“

kann die Organisation etwas lernen, das du gar nicht beabsichtigt hast:

Schlechte Nachrichten sind gefährlich.

Die Person, die endlich informiert, wird dann gleichzeitig für die verspätete Information verantwortlich gemacht.

Das kann den nächsten Informationsfluss noch schwieriger machen.

Eine hilfreichere erste Reaktion kann sein:

„Gut, dass ich es jetzt weiß. Was muss ich wissen?“

Und anschließend:

„Was hätte es leichter gemacht, mich früher einzubeziehen?“

Damit schützt du zunächst den Informationsfluss.

Danach kannst du die Ursachen klären.

 

 

 

Trenne die Botschaft vom Überbringer

 

Das ist eine wichtige Führungsaufgabe.

Eine unangenehme Information wird weniger angenehmer, wenn du die Person angreifst, die sie überbringt.

Wenn Menschen erleben, dass schlechte Nachrichten regelmäßig zu Ärger, Rechtfertigung oder persönlichen Konsequenzen führen, passen sie ihr Verhalten an.

Sie warten länger.

Sie sammeln mehr Beweise.

Sie formulieren vorsichtiger.

Oder sie hoffen, jemand anderes werde das Thema ansprechen.

Das kann vollkommen rationales Verhalten sein.

Für das Unternehmen ist es trotzdem gefährlich.

 

 

 

Schlechte Nachrichten werden auf dem Weg nach oben manchmal schöner

 

Aus:

„Das Projekt ist ernsthaft gefährdet.“

wird:

„Das Projekt ist herausfordernd.“

Aus:

„Der Kunde steht kurz vor dem Absprung.“

wird:

„Der Kunde ist momentan etwas unzufrieden.“

Aus:

„Wir haben einen erheblichen Konflikt.“

wird:

„Es gibt unterschiedliche Auffassungen.“

Das muss keine bewusste Täuschung sein.

Manchmal wird Sprache mit jeder Hierarchiestufe etwas vorsichtiger.

Am Ende erreicht die Geschäftsführung eine Realität mit immer weicheren Kanten.

Und handelt entsprechend später.

 

 

 

Wenn die Wahrheit erst nach dem Meeting beginnt

 

Ein weiteres Warnsignal:

Das Meeting endet.

Es gab wenig Widerspruch.

Die Entscheidung scheint klar.

Und danach kommen die Einzelgespräche.

„Was ich im Meeting weniger sagen wollte …“

„Unter uns sehe ich das ganz anders.“

„Das kannst du ansprechen. Von mir sollte es lieber weniger kommen.“

„Ich glaube, wir unterschätzen das Risiko.“

Jetzt stellt sich eine wichtige Frage:

Wo befinden sich die besseren Informationen?

Im offiziellen Meeting?

Oder danach auf dem Flur, am Telefon und in vertraulichen Einzelgesprächen?

 

 

 

Schweigen ist weniger automatisch Zustimmung

 

Ein ruhiges Meeting kann ein gutes Meeting sein.

Es kann bedeuten:

Die Informationen waren vollständig.

Die Argumente wurden gehört.

Die Beteiligten tragen die Entscheidung mit.

Es kann auch bedeuten:

Menschen haben gelernt, dass Widerspruch wenig bringt oder einen hohen Preis besitzt.

Deshalb ist die Frage weniger nur:

„Dürfen Menschen hier widersprechen?“

Fast jedes Unternehmen würde darauf mit Ja antworten.

Interessanter ist:

„Was geschieht, nachdem jemand widersprochen hat?“

Denn Menschen lernen weniger nur aus offiziellen Regeln.

Sie lernen aus Konsequenzen.

 

 

 

Eine Situation kann reichen

 

Vielleicht widerspricht eine Führungskraft in einem wichtigen Meeting.

Sachlich.

Gut vorbereitet.

Und anschließend erlebt sie:

Abwertung.

Ausschluss.

Eine auffällige Reaktion.

Persönliche Angriffe.

Oder Nachteile.

Die anderen beobachten das.

Niemand muss anschließend offiziell verkünden:

„Widerspruch ist hier unerwünscht.“

Die Organisation hat die Botschaft möglicherweise bereits verstanden.

Beim nächsten Mal wird es ruhiger.

 

 

 

Wenn zwei Informationssysteme entstehen

 

Dann kann sich ein Unternehmen aufteilen.

Es gibt das offizielle Informationssystem:

Meetings.

Berichte.

Protokolle.

Präsentationen.

Entscheidungsvorlagen.

Und daneben existiert ein zweites System:

Flurgespräche.

Telefonate.

Private Nachrichten.

Vertrauliche Gespräche.

Hinweise hinter verschlossenen Türen.

Beides hat seine Berechtigung.

Nicht jede Information gehört in jedes Meeting.

Vertraulichkeit kann notwendig sein.

Problematisch wird es, wenn die entscheidungsrelevanten Informationen regelmäßig im zweiten System besser sind als im ersten.

 

 

 

Die Führungskraft als Sammler privater Wahrheiten

 

Das kann zunächst sogar schmeichelhaft wirken.

Menschen kommen zu dir.

Sie vertrauen dir.

Sie erzählen dir, was sie im Meeting weniger gesagt haben.

Du weißt dadurch viel.

Und trotzdem kann eine Falle entstehen:

Du weißt immer mehr. Die Organisation klärt gleichzeitig immer weniger.

Du wirst zum Knotenpunkt vertraulicher Informationen.

Die eigentlichen Konflikte und Risiken kehren jedoch weniger in die passenden Entscheidungsräume zurück.

Dann ersetzt dein persönliches Informationsnetz zunehmend funktionierende Strukturen.

 

 

 

Vertraulichkeit und Informationsfluss sind keine Gegensätze

 

Natürlich gibt es Informationen, die geschützt werden müssen.

Personalthemen.

Gesundheitsinformationen.

Rechtliche Angelegenheiten.

Hinweise auf Fehlverhalten.

Strategisch sensible Informationen.

Vertraulichkeit ist wichtig.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Muss alles offen ausgesprochen werden?“

Sondern:

„Gibt es einen sicheren und verlässlichen Weg, damit entscheidungsrelevante Informationen die richtige Stelle erreichen?“

 

 

 

Wenn du selbst beginnst, Informationen zurückzuhalten

 

Das gilt auch zwischen Geschäftspartnern, Geschäftsführern und Gesellschaftern.

Vielleicht stellst du fest:

„Das sage ich ihm lieber noch nicht.“

Auch das kann vollkommen sinnvoll sein.

Es gibt legitime Gründe für Vertraulichkeit.

Interessant wird es, wenn du Informationen weniger wegen ihres Inhalts schützt, sondern wegen der erwarteten Reaktion einer bestimmten Person.

Dann frage:

Schütze ich gerade die Information – oder schütze ich mich vor der Reaktion?

Das ist ein wichtiger Unterschied.

 

 

 

Macht kann Informationen filtern

 

Je größer der Einfluss einer Person ist, desto stärker kann ihre erwartete Reaktion beeinflussen, welche Informationen sie erreichen.

Das muss weniger bewusst geschehen.

Wenn Menschen erwarten:

Ärger.

Abwertung.

Schuldzuweisung.

Unberechenbarkeit.

Oder erhebliche Konsequenzen.

dann steigt möglicherweise der wahrgenommene Preis einer unangenehmen Nachricht.

Damit entsteht eine paradoxe Situation:

Gerade die Person mit der größten Entscheidungsverantwortung erhält möglicherweise ein zunehmend gefiltertes Bild der Realität.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Verhaltensmustern können Kritik, Widerspruch, Statusfragen und Verantwortung besonders konfliktgeladen sein.

Wenn schlechte Nachrichten als persönliche Kränkung erlebt werden,

wenn Widerspruch regelmäßig abgewertet wird,

oder wenn Verantwortung schnell auf andere verschoben wird,

kann das den Informationsfluss beeinflussen.

Für die unternehmerische Entscheidung braucht es weniger eine Ferndiagnose.

Die praktischere Frage lautet:

Welche Informationen erreichen diese Person – und welche bleiben regelmäßig auf dem Weg hängen?

Und:

Was haben Menschen über die Konsequenzen gelernt, wenn sie unangenehme Informationen weitergeben?

 

 

 

Führung braucht weniger alle Informationen

 

Ein Geschäftsführer muss weniger alles wissen.

Das wäre weder möglich noch sinnvoll.

Entscheidend ist:

Welche Informationen müssen dich früh erreichen?

Das sollte weniger dem Zufall überlassen bleiben.

Definiere Informationsschwellen.

Zum Beispiel:

Wann muss ein Kundenrisiko eskaliert werden?

Wann muss die Geschäftsführung über Projektabweichungen informiert werden?

Welche finanziellen Schwellen gelten?

Welche personellen Risiken gehören nach oben?

Welche Compliance-Themen müssen sofort gemeldet werden?

Welche Konflikte können Führungskräfte selbst lösen?

Und wann braucht es eine höhere Ebene?

Klarheit reduziert die Frage:

„Soll ich damit schon kommen?“

 

 

 

Informiert sein bedeutet weniger, alles selbst zu übernehmen

 

Manche Führungskräfte fürchten, dass frühe Information dazu führt, ständig in operative Themen hineingezogen zu werden.

Das muss weniger so sein.

Du kannst sagen:

„Ich möchte früh informiert sein. Das bedeutet weniger, dass ich das Thema übernehme.“

Zum Beispiel:

„Informiere mich, wenn dieser Schwellenwert erreicht ist. Die Verantwortung für die Bearbeitung bleibt bei dir.“

Damit trennst du Information und operative Übernahme.

 

 

 

Deine Reaktion heute beeinflusst die Informationen von morgen

 

Das ist vielleicht der wichtigste Führungshebel in diesem gesamten Thema.

Wenn dir jemand eine schlechte Nachricht bringt, beobachte deine erste Reaktion.

Wirst du sofort ärgerlich?

Suchst du einen Schuldigen?

Unterbrichst du?

Reagierst du auf den Überbringer statt auf das Problem?

Oder kannst du zunächst sagen:

„Gut, dass ich es weiß.“

„Was wissen wir?“

„Was wissen wir noch nicht?“

„Was braucht ihr von mir?“

Menschen beobachten diese Reaktionen sehr genau.

Deine Reaktion heute beeinflusst, welche Informationen dich morgen erreichen.

 

 

 

Der Überraschungs-Test

 

Nimm die letzten drei unangenehmen Überraschungen in deinem Verantwortungsbereich.

Und frage:

Wer wusste vorher davon?

Seit wann?

Welche Hinweise gab es?

Warum erreichte mich die Information später?

Welche früheren Reaktionen von mir oder anderen könnten eine Rolle gespielt haben?

Gab es unklare Eskalationswege?

Und die wichtigste Frage:

An welchem früheren Zeitpunkt hätte diese Information meinen Handlungsspielraum vergrößert?

Damit wird aus:

„Warum hat mir das niemand gesagt?“

eine Führungsanalyse.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und wichtige Informationen zunehmend spät, gefiltert oder nur über informelle Wege erhältst, lohnt sich ein genauer Blick.

Geht es um unklare Informationswege?

Eine problematische Meetingkultur?

Konfliktvermeidung?

Macht?

Angst vor Reaktionen?

Unklare Verantwortlichkeiten?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir vertraulich sortieren:

Welche Informationen brauchst du?

Welche erreichen dich?

Welche erreichen dich weniger?

Wo werden sie gefiltert?

Welche Rolle spielt dein eigenes Führungsverhalten?

Und:

Wie gestalten wir Informationswege, die deinen Handlungsspielraum vergrößern?

 

 

 

Fazit

 

Eine Führungskraft kann nur mit der Realität arbeiten, die sie erreicht.

Deshalb ist weniger nur wichtig, welche Informationen im Unternehmen vorhanden sind.

Entscheidend ist:

Welche Informationen erreichen die richtigen Menschen?

Wie unverfälscht kommen sie an?

Und wann kommen sie an?

Zwischen:

„Da könnte ein Problem entstehen.“

und:

„Jetzt haben wir ein Problem.“

liegt häufig etwas sehr Wertvolles:

Handlungsspielraum.

 

 

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Schwierige Schlüsselperson im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden
Durchblick

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

 

Sonderregeln, Abhängigkeit und die unsichtbaren Kosten problematischer Leistungsträger

 

„So ist er eben.“

„Bei ihm musst du ein bisschen vorsichtiger sein.“

„Sprich du mit ihm. Auf dich hört er wenigstens.“

„Das Thema würde ich heute lieber weniger ansprechen.“

„Ohne ihn geht es ohnehin nicht.“

Solche Sätze können harmlos klingen.

Manchmal sind sie Ausdruck pragmatischer Zusammenarbeit mit einem anspruchsvollen Menschen.

Interessant wird es, wenn sich immer mehr Menschen, Prozesse und Entscheidungen um eine einzelne Person herum organisieren.

Dann lohnt sich eine andere Frage:

Wie schwierig ist diese Person wirklich – und wie stark hat sich das Unternehmen bereits an sie angepasst?

Denn irgendwann liegt das Problem weniger nur im Verhalten eines Menschen.

Die Anpassung selbst wird Teil des Systems.

 

 

 

Anpassung kann zunächst vernünftig sein

 

Menschen sind unterschiedlich.

Eine gute Führungskraft berücksichtigt das.

Der eine braucht direkte Worte.

Die andere mehr Kontext.

Ein Mitarbeiter möchte früh einbezogen werden.

Ein anderer arbeitet am besten mit viel Eigenständigkeit.

Das ist keine Schwäche.

Das ist Führung.

Problematisch wird Anpassung dort, wo sie zunehmend dazu dient, vorhersehbare schwierige Reaktionen einer Person zu vermeiden.

Dann geht es weniger um:

„Wie arbeiten wir gut zusammen?“

und zunehmend um:

„Wie verhindern wir, dass er schwierig wird?“

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

 

 

 

„So ist er eben“

 

Dieser Satz interessiert mich besonders.

Denn er kann zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen haben.

Die erste:

Wir kennen diesen Menschen und können mit seinen Eigenheiten gut umgehen.

Vollkommen in Ordnung.

Die zweite:

Wir haben aufgehört, bestimmtes Verhalten infrage zu stellen.

Dann wird aus einer Beschreibung möglicherweise eine Erlaubnis.

Unzuverlässigkeit?

„So ist er eben.“

Respektlosigkeit?

„So ist er eben.“

Alleingänge?

„So ist er eben.“

Wutausbrüche?

„So ist er eben.“

Vereinbarungen gelten nur manchmal?

„So ist er eben.“

Die hilfreiche Anschlussfrage lautet deshalb:

„Und was bedeutet das für uns?“

Damit wird aus einer Persönlichkeitsbeschreibung wieder eine unternehmerische Frage.

 

 

 

Das Problem kann leiser werden, ohne kleiner zu werden

 

Das ist eine der wichtigsten Dynamiken.

Am Anfang gibt es vielleicht Konflikte.

Menschen widersprechen.

Grenzen werden angesprochen.

Es gibt Beschwerden.

Irgendwann wird es ruhiger.

Das kann nach Verbesserung aussehen.

Und manchmal ist es tatsächlich Verbesserung.

Es kann jedoch auch etwas anderes geschehen sein:

Die Menschen haben gelernt, welche Themen sie besser meiden.

Sie wissen, wann sie schweigen.

Sie wissen, wer bestimmte Nachrichten überbringen sollte.

Sie formulieren vorsichtiger.

Sie laden bestimmte Personen zu bestimmten Gesprächen ein.

Sie vermeiden Entscheidungen, die Widerstand auslösen könnten.

Der Konflikt ist weniger sichtbar.

Die Anpassung ist nur effizienter geworden.

 

 

 

Wenig Konflikt ist deshalb weniger automatisch ein gutes Zeichen

 

Ein Team kann ruhig sein, weil die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert.

Ein Team kann auch ruhig sein, weil Widerspruch zu teuer geworden ist.

Deshalb interessiert mich bei schwierigen Führungssituationen weniger nur:

„Wie häufig gibt es Streit?“

Eine zweite Frage ist mindestens ebenso wichtig:

„Wie frei können Menschen widersprechen?“

Und:

„Was geschieht anschließend mit den Menschen, die widersprechen?“

Denn Harmonie und Anpassung können von außen erstaunlich ähnlich aussehen.

 

 

 

Wenn immer die Vernünftigen nachgeben sollen

 

In schwierigen Systemen entsteht häufig ein nachvollziehbarer Reflex.

Mit wem spricht man?

Mit der Person, die zugänglich ist.

Wer soll mehr Verständnis zeigen?

Die Person, die reflektiert ist.

Wer soll seine Kommunikation verändern?

Die Person, mit der sich darüber reden lässt.

Wer soll noch einmal nachgeben?

Die Person, die wahrscheinlich nachgeben wird.

Kurzfristig ist das effizient.

Langfristig kann daraus eine problematische Regel entstehen:

Das System verändert bevorzugt die Menschen, die sich leichter verändern lassen.

 

 

 

Die schwierige Person wird zur festen Größe

 

Und alle anderen werden zur Variablen.

„Kannst du es ihm anders erklären?“

„Kannst du heute ein bisschen vorsichtiger sein?“

„Kannst du das übernehmen?“

„Kannst du noch einmal auf ihn zugehen?“

„Kannst du seinen Anteil diesmal mit auffangen?“

Jede einzelne Bitte kann sinnvoll sein.

Das Muster ist entscheidend.

Wer bekommt regelmäßig den Veränderungsauftrag?

Und wer bleibt davon weitgehend ausgenommen?

 

 

 

Selbstreflexion braucht eine zweite Hälfte

 

Ich halte Selbstreflexion für wertvoll.

Die Frage:

„Was ist mein Anteil?“

kann sehr hilfreich sein.

Nur braucht sie zwei weitere Fragen:

„Was ist der Anteil der anderen Person?“

Und:

„Was ist der Anteil des Systems?“

Sonst kann Selbstreflexion unbeabsichtigt zur Einbahnstraße werden.

Eine kooperative Person analysiert immer genauer ihr eigenes Verhalten.

Während das Verhalten der schwierigeren Person zunehmend als unveränderliche Tatsache behandelt wird.

 

 

 

„Bei dir kann man das wenigstens ansprechen“

 

Das klingt zunächst wie ein Kompliment.

Und häufig ist es auch so gemeint.

In schwierigen Konstellationen kann dieser Satz jedoch eine zweite Bedeutung bekommen:

Deshalb bekommst du auch den Veränderungsauftrag.

Die zugänglichere Person übernimmt dann zunehmend die Anpassungsarbeit.

Sie denkt voraus.

Übersetzt.

Vermittelt.

Beruhigt.

Fängt Reaktionen auf.

Bereitet andere vor.

Korrigiert hinterher.

Diese Arbeit taucht in kaum einer Stellenbeschreibung auf.

Und trotzdem kostet sie Zeit, Aufmerksamkeit und Energie.

 

 

 

Wer bezahlt den Preis?

 

Das ist eine der wichtigsten Fragen bei schwierigen Schlüsselpersonen.

Vielleicht liefert die Person hervorragende Ergebnisse.

Vielleicht bringt sie wichtige Kunden.

Vielleicht besitzt sie außergewöhnliches Fachwissen.

Vielleicht arbeitet sie enorm viel.

Vielleicht ist sie entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.

Dann sollte diese Leistung selbstverständlich berücksichtigt werden.

Nur ist sichtbare Leistung nicht dasselbe wie der gesamte Beitrag zum Unternehmen.

Deshalb lohnt sich eine breitere Betrachtung:

Was produziert diese Person?

Und:

Welche Kosten entstehen gleichzeitig um sie herum?

 

 

 

Unsichtbare Kosten bleiben leicht unberücksichtigt

 

Zum Beispiel:

zusätzliche Abstimmung,

Konfliktklärung,

Fluktuation,

verlorene Mitarbeiter,

Informationsverluste,

langsamere Entscheidungen,

zusätzliche Kontrolle,

Führungskapazität,

vermeidbare Fehler,

Kundenrisiken,

oder die ständige Anpassungsarbeit anderer.

Ein Top Performer kann weiterhin ein Top Performer sein.

Und gleichzeitig erhebliche indirekte Kosten erzeugen.

Beides kann wahr sein.

Die unternehmerische Frage lautet deshalb:

Wie sieht der Gesamtbeitrag aus?

 

 

 

„Ohne ihn geht es nicht“

 

Dieser Satz verdient besondere Aufmerksamkeit.

Vielleicht stimmt er.

Und genau dann hast du eine wichtige Information.

Denn wenn ein Unternehmen tatsächlich ohne eine einzelne Person kaum funktionieren kann, besitzt es weniger nur einen außergewöhnlich wertvollen Mitarbeiter oder Geschäftspartner.

Es besitzt möglicherweise ein Schlüsselpersonenrisiko.

Frag deshalb:

Was genau geht ohne diese Person nicht?

Ist es Wissen?

Kundenkontakt?

Entscheidungsbefugnis?

Zugang zu wichtigen Personen?

Technisches Know-how?

Beziehungen zu Lieferanten?

Passwörter oder Systeme?

Historisches Wissen?

Die Antwort verwandelt ein diffuses Gefühl von Unersetzlichkeit in konkrete Abhängigkeiten.

 

 

 

Der Drei-Monats-Test

 

Eine einfache Gedankenübung:

Was würde geschehen, wenn diese Person ab morgen drei Monate lang nicht verfügbar wäre?

Weniger als Drohung.

Weniger als Plan, die Person zu ersetzen.

Als Risikotest.

Welche Prozesse würden stehen?

Welche Kundenbeziehungen wären gefährdet?

Welche Entscheidungen könnten weniger getroffen werden?

Welches Wissen wäre nicht zugänglich?

Wo gäbe es keinen Ersatz?

Je konkreter die Antworten, desto klarer wird das tatsächliche Risiko.

 

 

 

Macht entsteht auch durch fehlende Alternativen

 

Macht entsteht weniger nur durch Hierarchie.

Sie kann auch dadurch entstehen, dass andere kaum Alternativen haben.

Wenn nur eine Person etwas weiß,

nur eine Person einen wichtigen Kunden halten kann,

nur eine Person Zugang zu bestimmten Kontakten besitzt,

oder nur eine Person zentrale Entscheidungen treffen kann,

verändert das Verhandlungen.

Grenzen.

Konflikte.

Und Führung.

Denn jede Auseinandersetzung findet vor dem Hintergrund der Frage statt:

„Was passiert, wenn diese Person geht?“

Diese Abhängigkeit kann das Verhalten des gesamten Unternehmens beeinflussen.

 

 

 

Erfolgreiche Unternehmen können solche Abhängigkeiten selbst erzeugen

 

Das geschieht häufig ohne böse Absicht.

Ein Mensch ist besonders gut.

Also bekommt er mehr Verantwortung.

Er kennt den Kunden am besten.

Also übernimmt er immer mehr Kontakt.

Er löst Probleme schnell.

Also fragen irgendwann alle ihn.

Er kennt das System.

Also wird Dokumentation weniger wichtig.

Das ist kurzfristig effizient.

Und langfristig kann daraus Fragilität entstehen.

Was kurzfristig effizient ist, kann langfristig abhängig machen.

 

 

 

Abhängigkeit reduzieren bedeutet weniger, einen Menschen abzuwerten

 

Das ist mir wichtig.

Wenn jemand außergewöhnlich wertvoll ist, darf das anerkannt werden.

Redundanz bedeutet weniger:

„Wir brauchen dich weniger.“

Sie bedeutet:

„Wir gestalten das Unternehmen so, dass deine Bedeutung weniger zum Unternehmensrisiko wird.“

Wissenstransfer.

Stellvertretungen.

Dokumentation.

Mehrere Kundenkontakte.

Klare Entscheidungswege.

Zugänge, die dem Unternehmen gehören.

Das schützt das Unternehmen.

Und häufig auch die Schlüsselperson selbst.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Schwierige Dynamiken können viele Ursachen haben.

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Mustern können beispielsweise Status, Kontrolle, Sonderstellung, Empfindlichkeit gegenüber Widerspruch oder ein starkes Anspruchsdenken eine Rolle spielen.

Manche Menschen fördern Abhängigkeiten aktiv.

Andere tun es weniger bewusst.

Und manche Abhängigkeiten entstehen schlicht durch schlechte Organisationsentwicklung.

Deshalb ist eine Ferndiagnose für die unternehmerische Entscheidung weniger hilfreich.

Die praktischeren Fragen lauten:

Welche Verhaltensmuster beobachten wir?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

Welche Sonderregeln haben sich entwickelt?

Und welche Folgen entstehen daraus?

 

 

 

Ein besonders aufschlussreicher Test

 

Frag:

Wie würden wir reagieren, wenn jemand anderes dasselbe Verhalten zeigen würde?

Wenn die Antwort lautet:

„Das würden wir bei niemand anderem akzeptieren“

dann lohnt sich die nächste Frage:

Warum akzeptieren wir es hier?

Vielleicht gibt es einen guten Grund.

Vielleicht ist die Person tatsächlich außergewöhnlich wichtig.

Dann sollte dieser Grund bewusst benannt werden.

Denn eine Sonderregel, die bewusst beschlossen wurde, ist etwas anderes als eine Sonderregel, die sich unbemerkt eingeschlichen hat.

 

 

 

Wenn Anpassung zur Kultur wird

 

Irgendwann betrifft die Dynamik weniger nur die Schlüsselperson.

Neue Mitarbeiter lernen:

„Das sprichst du bei ihm besser weniger an.“

„Da brauchst du gar nicht erst zu widersprechen.“

„Das läuft bei ihm anders.“

„Wenn er etwas möchte, geht es meistens durch.“

Damit werden informelle Regeln weitergegeben.

Die Person muss sie weniger selbst durchsetzen.

Die Organisation übernimmt diese Aufgabe.

Spätestens dann ist aus einem zwischenmenschlichen Problem ein organisatorisches Thema geworden.

 

 

 

Und manchmal geht irgendwann die falsche Person

 

Das ist eine besonders teure Folge.

Die schwierige Schlüsselperson bleibt.

Die kooperative Führungskraft geht.

Der reflektierte Mitarbeiter kündigt.

Die Person, die jahrelang vermittelt hat, hat genug.

Von außen kann das überraschend wirken.

Intern war möglicherweise lange eine Person damit beschäftigt, das System stabil zu halten.

Wenn sie geht, wird sichtbar, wie viel unsichtbare Arbeit sie übernommen hatte.

 

 

 

Was Führung konkret prüfen kann

 

Wenn du den Eindruck hast, dass sich dein Unternehmen zunehmend um eine bestimmte Person herum organisiert, prüfe vier Bereiche:

1. Verhalten

Welches konkrete Verhalten verursacht Schwierigkeiten?

2. Anpassung

Was tun andere inzwischen anders, um mit dieser Person zurechtzukommen?

3. Abhängigkeit

Was würde ohne diese Person kurzfristig weniger funktionieren?

4. Kosten

Welche direkten und indirekten Kosten entstehen durch Verhalten, Anpassung und Abhängigkeit?

Damit verlässt du die Frage:

„Ist dieser Mensch schwierig?“

und kommst zu einer unternehmerisch wesentlich ergiebigeren Frage:

„Was bewirkt diese Konstellation in unserem Unternehmen?“

 

 

 

Was braucht die zugänglichere Person?

 

Wenn du mit einer Führungskraft sprichst, die seit längerer Zeit den größten Teil der Anpassungsarbeit übernimmt, würde ich weniger sofort fragen:

„Was kannst du noch anders machen?“

Eine bessere Frage kann sein:

„Was brauchst du, damit diese Zusammenarbeit für dich wieder tragfähig wird?“

Das verändert die Perspektive.

Von noch mehr Anpassung hin zu Bedingungen für professionelle Zusammenarbeit.

 

 

 

Und welche Verantwortung hat die Organisation?

 

Die vielleicht wichtigste Frage lautet:

Welches Verhalten ermöglichen wir durch unsere eigene Anpassung?

Das bedeutet weniger, der Organisation die Schuld für das Verhalten einer schwierigen Person zu geben.

Menschen bleiben für ihr eigenes Verhalten verantwortlich.

Und gleichzeitig gestalten Systeme Anreize.

Wenn problematisches Verhalten regelmäßig dazu führt, dass alle anderen nachgeben, zusätzliche Arbeit übernehmen oder Sonderregeln schaffen, entstehen Konsequenzen.

Das sollte Führung erkennen.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und eine schwierige Schlüsselperson zunehmend Einfluss auf Entscheidungen, Zusammenarbeit oder Unternehmenskultur bekommt, lohnt sich eine strukturierte Betrachtung.

Dabei kann es um einen Mitgeschäftsführer gehen.

Einen Gesellschafter.

Eine zentrale Führungskraft.

Einen Top Performer.

Oder einen wichtigen Geschäftspartner.

Im Executive Sparring können wir vertraulich klären:

Welche Leistung ist tatsächlich vorhanden?

Welche Kosten entstehen?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

Welche Macht ergibt sich daraus?

Welche Anpassungen haben sich entwickelt?

Welche Risiken sollten reduziert werden?

Und:

Wie gewinnst du Handlungsspielraum zurück, ohne vorschnell wertvolle Beziehungen oder Kompetenzen zu zerstören?

 

 

 

Fazit

 

Eine schwierige Schlüsselperson ist weniger automatisch ein Unternehmensproblem.

Problematisch wird es, wenn das Unternehmen zunehmend um diese Person herum gebaut wird.

Wenn Sonderregeln selbstverständlich werden.

Wenn die Zugänglichen immer mehr Anpassungsarbeit übernehmen.

Wenn Abhängigkeiten wachsen.

Wenn Widerspruch verschwindet.

Und wenn irgendwann alle sagen:

„So ist er eben.“

Dann ergänze den Satz um eine Frage:

„Und was bedeutet das für uns?“

Denn entscheidend ist weniger nur, wie schwierig ein Mensch ist.

Entscheidend ist, was das Unternehmen inzwischen tut, um mit diesem Menschen zu funktionieren.

 

 

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Wenn Entscheidungen ihre Verbindlichkeit verlieren | Karsten Noack

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden
Durchblick

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

 

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden

 

Eine Entscheidung wurde getroffen.

Die Beteiligten haben zugestimmt.

Verantwortlichkeiten wurden geklärt.

Das Unternehmen beginnt mit der Umsetzung.

Und wenige Tage später ist die Entscheidung plötzlich wieder offen.

Oder jemand handelt anders als vereinbart.

Oder schafft Fakten, bevor die anderen Beteiligten reagieren können.

Ein einzelner Vorfall kann ein Missverständnis sein.

Wiederholt sich dieses Muster, lohnt sich ein genauer Blick.

Denn dann geht es möglicherweise weniger um Kommunikation als um Verbindlichkeit, Entscheidungsrechte, informelle Macht und Führung.

Für Geschäftsführer, Unternehmer und Gesellschafter kann das erhebliche Folgen haben.

Wenn Entscheidungen ihre Verbindlichkeit verlieren, verliert das Unternehmen zunehmend die Fähigkeit, zuverlässig zu handeln.

 

 

 

Woran erkennst du, dass Entscheidungen weniger belastbar werden?

 

Nicht jede korrigierte Entscheidung ist problematisch.

Unternehmen brauchen die Fähigkeit, auf neue Informationen zu reagieren.

Zahlen verändern sich.

Kunden ändern ihre Anforderungen.

Risiken werden sichtbar.

Annahmen erweisen sich als falsch.

Eine gute Entscheidungsstruktur erlaubt deshalb beides:

Verbindlichkeit und Korrektur.

Problematisch wird es, wenn Entscheidungen regelmäßig wieder geöffnet werden, ohne dass sich die Entscheidungsgrundlage wesentlich verändert hat.

Oder wenn Vereinbarungen nur so lange gelten, wie sie den Interessen einer bestimmten Person entsprechen.

Typische Hinweise sind:

  • bereits getroffene Entscheidungen werden wiederholt grundsätzlich infrage gestellt

  • Zustimmung im Gespräch und späteres Verhalten passen weniger zusammen

  • einzelne Personen schaffen vollendete Tatsachen

  • Entscheidungsrechte bleiben unklar oder werden situativ unterschiedlich interpretiert

  • nach einem Nein beginnt die Verhandlung informell erneut

  • Entscheidungen werden über Nebenkanäle verändert

  • andere Beteiligte passen Entscheidungen bereits im Vorfeld an die erwartete Reaktion einer bestimmten Person an

Dann lohnt sich die Frage:

Wann ist eine Entscheidung in diesem Unternehmen wirklich entschieden?

 

 

 

Korrektur oder Wiedereröffnung?

 

Eine Entscheidung sollte korrigierbar bleiben.

Entscheidend ist der Grund.

Sinnvolle Gründe können beispielsweise sein:

  • wesentlich neue Informationen

  • eine entscheidende Annahme hat sich verändert

  • ein vorher definierter Schwellenwert wurde überschritten

  • ein erhebliches neues Risiko ist aufgetaucht

  • die zuständige Entscheidungsinstanz verfügt über neue Erkenntnisse

Dann ist es professionell, eine Entscheidung erneut zu prüfen.

Etwas anderes geschieht, wenn eine Entscheidung wieder geöffnet wird, weil jemand mit ihrem Ergebnis unzufrieden ist.

Besonders aufschlussreich ist dabei die Asymmetrie.

Was geschieht, wenn Person A ihre bevorzugte Lösung bekommt?

Gilt die Entscheidung dann?

Und was geschieht, wenn Person A unterliegt?

Beginnt anschließend eine neue Runde?

Dann geht es möglicherweise um mehr als unterschiedliche Auffassungen.

 

 

 

Macht zeigt sich auch darin, wer Entscheidungen wieder öffnen kann

 

Formale Hierarchie ist nur eine Form von Macht.

Macht kann auch daraus entstehen, dass jemand:

über wichtige Kunden verfügt,

unverzichtbares Wissen kontrolliert,

Zugang zu Gesellschaftern besitzt,

über erhebliche Ressourcen entscheidet,

für zentrale Beziehungen verantwortlich ist,

oder durch seine Reaktionen das Verhalten anderer beeinflusst.

Eine besonders subtile Form entsteht, wenn andere bereits vor einer Entscheidung denken:

„Wie wird er darauf reagieren?“

Natürlich gehört es zu professioneller Führung, Interessen und Reaktionen relevanter Stakeholder einzubeziehen.

Die entscheidende Frage lautet:

Berücksichtigen wir legitime Interessen – oder vermeiden wir bereits vorsorglich die Reaktion einer bestimmten Person?

Wenn erwartete Reaktionen regelmäßig Entscheidungen verändern, obwohl die Person gar nicht anwesend ist, besitzt sie möglicherweise einen unsichtbaren Platz am Entscheidungstisch.

 

 

 

Wenn aus einem Ja später etwas anderes wird

 

Eine weitere Variante betrifft Zustimmung.

Im Gespräch heißt es:

„Ja, machen wir so.“

Anschließend geschieht etwas anderes.

Hier lohnt sich eine wichtige Unterscheidung.

Ein Ja kann bedeuten:

Ich habe verstanden.

Ich halte das für sinnvoll.

Ich stimme zu.

Oder:

Ich werde entsprechend handeln.

Bei wichtigen Entscheidungen sollte klar sein, welche Bedeutung gemeint ist.

Deshalb kann eine konkrete Frage hilfreicher sein als:

„Sind wir uns einig?“

Zum Beispiel:

„Was ist jetzt konkret vereinbart?“

Oder:

„Was machen wir als Nächstes?“

Damit wird aus abstrakter Zustimmung beobachtbares Verhalten.

 

 

 

Meinungsänderung ist erlaubt

 

Menschen dürfen ihre Meinung ändern.

Neue Informationen dürfen zu neuen Entscheidungen führen.

Das ist Teil professioneller Unternehmensführung.

Entscheidend ist die Rückkopplung.

Wenn jemand eine gemeinsam getroffene Entscheidung später anders bewertet, braucht es einen Weg zurück in den Entscheidungsprozess.

Zum Beispiel:

„Es gibt neue Informationen. Ich halte unsere bisherige Entscheidung deshalb für problematisch. Wir sollten sie erneut prüfen.“

Eine Meinungsänderung ist legitim.

Eine Meinungsänderung ist noch kein neuer gemeinsamer Beschluss.

 

 

 

Vollendete Tatsachen verändern die Entscheidung

 

Besonders schwierig wird es, wenn die anderen Beteiligten erst von einer Abweichung erfahren, nachdem Fakten geschaffen wurden.

Der Kunde wurde bereits informiert.

Geld wurde ausgegeben.

Mitarbeiter haben Zusagen erhalten.

Ein Vertrag wurde vorbereitet.

Externe Partner planen bereits mit der neuen Lösung.

Vorher lautete die Frage:

Sollen wir A oder B machen?

Jetzt lautet sie:

Ist es den Aufwand wert, B wieder rückgängig zu machen?

Damit hat sich die Entscheidung verändert.

Nicht zwingend, weil B besser ist.

Sondern weil B bereits Kosten, Erwartungen und Abhängigkeiten geschaffen hat.

Vollendete Tatsachen können Handlungsspielraum reduzieren und dadurch Macht verschieben.

 

 

 

Wenn das Unternehmen beginnt, Entscheidungen weniger ernst zu nehmen

 

Wiederholt sich dieses Muster, verändert sich häufig das Verhalten der anderen.

Menschen lernen:

Diese Entscheidung könnte ohnehin wieder geöffnet werden.

Dann investieren sie weniger in die Umsetzung.

Sie warten.

Sie sichern sich ab.

Sie treffen weniger Folgeentscheidungen.

Sie holen zusätzliche Bestätigungen ein.

Sie dokumentieren stärker.

Oder sie versuchen vorherzusagen, welche Entscheidung am Ende tatsächlich Bestand haben wird.

Formal trifft das Unternehmen weiterhin Entscheidungen.

Gleichzeitig lernen die Menschen:

Diesen Entscheidungen kann ich weniger vertrauen.

Das kostet Geschwindigkeit.

Und es kostet Verantwortung.

 

 

 

Wenn ein zweiter Entscheidungsraum entsteht

 

Ein weiteres Warnsignal ist die Entstehung informeller Entscheidungswege.

Im offiziellen Meeting wird entschieden.

Danach beginnen:

Einzelgespräche,

Telefonate,

Nachrichten,

Gespräche mit einzelnen Gesellschaftern,

oder informelle Absprachen.

Irgendwann existieren zwei Räume:

der offizielle Entscheidungsraum

und der Raum, in dem entschieden wird, was tatsächlich geschieht.

Für Führung ist das problematisch.

Denn Protokolle und formale Zuständigkeiten bilden dann zunehmend weniger die tatsächliche Machtstruktur ab.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Manche Menschen können Entscheidungen gut akzeptieren, solange diese mit ihren eigenen Vorstellungen übereinstimmen.

Schwieriger kann es werden, wenn sie:

Widerspruch erleben,

Einfluss verlieren,

eine Grenze akzeptieren sollen,

oder eine Entscheidung gegen die eigene Präferenz mittragen müssen.

Ausgeprägtes Anspruchsdenken, Kontrollbedürfnis oder eine starke Empfindlichkeit gegenüber Statusverlust können dabei eine Rolle spielen.

Solche Muster können auch bei narzisstisch geprägtem Verhalten auftreten.

Für die unternehmerische Entscheidung ist eine Ferndiagnose weniger hilfreich.

Wichtiger sind beobachtbare Fragen:

Kann diese Person eine Entscheidung mittragen, die weniger ihrer eigenen Präferenz entspricht?

Bleiben Vereinbarungen auch dann belastbar?

Kann ein Nein akzeptiert werden, ohne dass die Entscheidung anschließend auf einem anderen Weg wieder geöffnet wird?

 

 

 

Professionelle Kooperation zeigt sich nach einem Nein

 

Solange alle Beteiligten bekommen, was sie möchten, ist Kooperation leicht.

Interessant wird sie dort, wo Interessen auseinandergehen.

Professionelle Zusammenarbeit kann bedeuten:

„Ich sehe es anders. Die Entscheidung ist gefallen. Ich trage sie mit.“

Sie kann ebenso bedeuten:

„Es gibt neue Informationen. Deshalb sollten wir die Entscheidung erneut prüfen.“

Beides ist legitim.

Problematisch wird es, wenn eine formale Zustimmung nur eine Zwischenstation ist und die eigentliche Auseinandersetzung anschließend informell weitergeht.

 

 

 

Was Unternehmen konkret klären können

 

Bei wichtigen Entscheidungen sollte nachvollziehbar sein:

Was wurde entschieden?

Wer hat entschieden?

Wer wurde beraten oder einbezogen?

Auf welcher Informationsgrundlage wurde entschieden?

Welche wesentlichen Annahmen liegen zugrunde?

Wer übernimmt welche Verantwortung für die Umsetzung?

Unter welchen Bedingungen darf die Entscheidung erneut geöffnet werden?

Diese Klarheit bedeutet weniger Bürokratie um ihrer selbst willen.

Sie schützt den Handlungsspielraum.

 

 

 

Zwei Fragen vor der nächsten Wiedereröffnung

 

Wenn eine bereits getroffene Entscheidung erneut grundsätzlich diskutiert werden soll, helfen zwei einfache Fragen:

Was hat sich seit unserer Entscheidung verändert?

Und:

Ist diese Veränderung wesentlich genug, um die Entscheidung wieder zu öffnen?

Damit verschiebt sich die Diskussion.

Weg von:

„Ich möchte noch einmal darüber sprechen.“

Hin zu:

„Welche neue Entscheidungsgrundlage liegt vor?“

Das schafft Klarheit.

 

 

 

Der Fünf-Entscheidungen-Test

 

Wenn du den Eindruck hast, dass Entscheidungen in deinem Unternehmen zunehmend unverbindlich werden, nimm die letzten fünf wichtigen Entscheidungen.

Prüfe:

Was wurde entschieden?

Wer war beteiligt?

Was geschah anschließend?

Wurde die Entscheidung umgesetzt?

Wurde sie erneut geöffnet?

Was hatte sich tatsächlich verändert?

Wer initiierte die Wiedereröffnung?

Gab es Unterschiede zwischen Entscheidungen, die bestimmten Personen gefielen, und solchen, die ihnen weniger gefielen?

Wurden Fakten geschaffen, bevor eine erneute Abstimmung möglich war?

Und:

Wie zuverlässig ließ sich aus einer Entscheidung vorhersagen, was anschließend geschieht?

Das kann ein sehr klares Bild ergeben.

 

 

 

Verbindlichkeit und Flexibilität gehören zusammen

 

Ein gut geführtes Unternehmen braucht beides.

Entscheidungen müssen korrigierbar sein.

Und sie müssen gleichzeitig genügend Verbindlichkeit besitzen, damit Menschen handeln können.

Ohne Korrektur wird ein Unternehmen starr.

Ohne Verbindlichkeit wird es unberechenbar.

Die Kunst besteht darin, klar zu unterscheiden:

Wann haben wir neue Informationen?

Und:

Wann führen wir dieselbe Auseinandersetzung nur erneut?

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und Entscheidungen, Vereinbarungen oder Entscheidungsrechte zunehmend zum Konflikt werden, lohnt sich eine strukturierte Betrachtung.

Geht es um unklare Rollen?

Unterschiedliche Vorstellungen von Entscheidungsbefugnissen?

Informelle Macht?

Abhängigkeiten?

Wiederholte Alleingänge?

Vollendete Tatsachen?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir solche Situationen vertraulich sortieren.

Dabei geht es weniger darum, wer die schwierigere Persönlichkeit besitzt.

Es geht um die Frage:

Welche Struktur brauchen wir, damit Entscheidungen wieder belastbar werden und du deinen Handlungsspielraum zurückgewinnst?

 

 

 

Fazit

 

Eine Entscheidung, die korrigiert werden kann, ist professionell.

Eine Entscheidung, die jederzeit ohne klare Kriterien wieder offen ist, verliert ihren Wert.

Achte deshalb weniger nur darauf, was entschieden wird.

Achte auch darauf:

Wann gilt eine Entscheidung als entschieden?

Wer kann sie wieder öffnen?

Was muss sich dafür verändert haben?

Und:

Stimmt das, was anschließend geschieht, mit dem überein, was gemeinsam beschlossen wurde?

Denn Verbindlichkeit bedeutet weniger Starrheit.

Verbindlichkeit schafft die Sicherheit, auf deren Grundlage Menschen handeln können.

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Narzisstische Geschäftspartner: Warnsignale & Umgang

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird
Durchblick

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

 

Warnsignale erkennen, Dynamiken einordnen und handlungsfähig bleiben

 

Am Anfang war die Zusammenarbeit überzeugend.

Energie.

Ideen.

Große Pläne.

Vielleicht sogar außergewöhnliche Erfolge.

Und irgendwann verändert sich etwas.

Vereinbarungen werden unterschiedlich erinnert.

Entscheidungen fallen plötzlich im Alleingang.

Erfolge haben einen eindeutigen Urheber.

Für Fehler sind andere verantwortlich.

Widerspruch führt zu persönlichen Angriffen, Rückzug oder Machtspielen.

Und du beginnst dich zu fragen:

„Hat mein Geschäftspartner narzisstische Züge?“

Diese Frage kann verständlich sein.

Für deine nächsten Schritte ist eine andere Frage meist hilfreicher:

Was geschieht konkret – und welche Bedeutung hat dieses Verhalten für unsere Zusammenarbeit?

 

 

 

Eine Diagnose brauchst du für deine Entscheidung selten

 

Aus der Distanz lässt sich keine seriöse Diagnose stellen.

Und für deine geschäftlichen Entscheidungen brauchst du sie meist auch nicht.

Wichtiger sind beobachtbare Fragen:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Ist Verantwortung möglich?

Wie reagiert dein Geschäftspartner auf Widerspruch?

Können unterschiedliche Interessen offen besprochen werden?

Wie werden gemeinsame Erfolge verteilt?

Was geschieht nach Fehlern?

Werden Informationen transparent geteilt?

Sind Grenzen möglich?

Und lassen sich Konflikte tatsächlich klären?

Ein einzelnes schwieriges Gespräch sagt wenig.

Wiederkehrende Muster sagen wesentlich mehr.

 

 

 

11 Warnsignale bei schwierigen Geschäftspartnern

 

1. Vereinbarungen verändern sich im Nachhinein

 

Ihr habt etwas besprochen.

Später klingt die Geschichte plötzlich anders.

Das kann gelegentlich durch unterschiedliche Erinnerungen entstehen.

Wenn daraus ein wiederkehrendes Muster mit einseitigem Vorteil wird, lohnt sich Aufmerksamkeit.

 

 

 

2. Entscheidungen fallen zunehmend im Alleingang

 

Gemeinsame Verantwortung braucht gemeinsame Entscheidungsprozesse.

Kritisch wird es, wenn dein Geschäftspartner regelmäßig Tatsachen schafft und dich anschließend darüber informiert.

 

 

 

3. Erfolge werden vereinnahmt

 

Aus einem gemeinsamen Erfolg wird:

„Das war meine Idee.“

Beiträge anderer verschwinden zunehmend aus der Erzählung.

 

 

 

4. Verantwortung wandert

 

Bei Erfolgen steht eine Person im Mittelpunkt.

Bei Problemen tauchen plötzlich viele andere Verantwortliche auf.

Achte weniger auf einzelne Rechtfertigungen und stärker auf das wiederkehrende Muster.

 

 

 

 

5. Widerspruch verändert die Beziehung

 

Eine tragfähige geschäftliche Partnerschaft braucht unterschiedliche Meinungen.

Interessant wird deshalb:

Was geschieht, wenn du widersprichst?

Bleibt die Auseinandersetzung sachlich?

Oder folgen Abwertung, Rückzug, Druck, Drohungen oder persönliche Angriffe?

 

 

 

6. Informationen werden zu Machtmitteln

Informationen können zurückgehalten, selektiv weitergegeben oder strategisch eingesetzt werden.

Das verändert die Machtbalance innerhalb einer Partnerschaft.

 

 

 

7. Menschen werden gegeneinander ausgespielt

 

Mitarbeiter hören unterschiedliche Versionen.

Gesellschafter erhalten unterschiedliche Informationen.

Vertrauliche Aussagen gelangen gezielt zu Dritten.

So können Allianzen und Abhängigkeiten entstehen.

 

 

 

8. Regeln gelten unterschiedlich

 

Von dir werden Verbindlichkeit, Transparenz und Loyalität erwartet.

Für deinen Geschäftspartner gelten großzügigere Maßstäbe.

Eine solche Asymmetrie verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

9. Grenzen werden immer wieder getestet

 

Du formulierst eine Grenze.

Kurz darauf entsteht die nächste Situation.

Dann die nächste.

Entscheidend ist weniger die einzelne Grenzüberschreitung.

Entscheidend ist das Muster.

 

 

 

10. Das Unternehmen wird zunehmend von einer Person abhängig

 

Kundenkontakte.

Wissen.

Passwörter.

Informationen.

Mitarbeiterbeziehungen.

Entscheidungen.

Je stärker zentrale Ressourcen an einer Person hängen, desto größer wird ihr faktischer Einfluss.

 

 

 

11. Immer mehr Energie fließt in die Beziehung

 

Vielleicht ist das eines der wichtigsten Signale.

Du beschäftigst dich ständig damit:

Was wird er tun?

Wie sage ich es?

Wie wird sie reagieren?

Was geschieht beim nächsten Meeting?

Irgendwann kostet die Regulierung einer einzigen Beziehung unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit.

 

 

 

Die entscheidende Frage lautet weniger: Narzisst oder kein Narzisst?

 

Für deine nächsten Schritte sind andere Fragen hilfreicher:

Ist unter diesen Bedingungen eine tragfähige Zusammenarbeit möglich?

Welche Veränderungen wären dafür erforderlich?

Welche davon liegen tatsächlich in meinem Einflussbereich?

Welche Grenzen brauche ich?

Welche Konsequenzen folgen, wenn diese Grenzen erneut überschritten werden?

Und schließlich:

Was geschieht, wenn im Wesentlichen alles so weitergeht wie bisher?

Diese Fragen führen vom Etikett zur Entscheidung.

 

 

 

Wenn wirtschaftliche Interessen hinzukommen

 

Bei Geschäftspartnern geht es selten allein um die Beziehung.

Es geht möglicherweise auch um:

  • Unternehmensanteile.
  • Kunden.
  • Mitarbeiter.
  • Kapital.
  • Verträge.
  • Reputation.
  • Know-how.
  • Entscheidungsbefugnisse.
  • Und die Zukunft des Unternehmens.

Deshalb braucht eine solche Situation mehr als allgemeine Kommunikationstipps.

Psychologische Dynamik und Unternehmensrealität gehören gemeinsam betrachtet.

 

 

 

Was du jetzt tun kannst

 

1. Beobachtungen von Interpretationen trennen

 

Schreibe auf, was tatsächlich geschehen ist.

Wer hat was gesagt?

Was wurde vereinbart?

Was geschah anschließend?

Das schafft Klarheit.

 

 

 

2. Wiederkehrende Muster suchen

 

Ein schwieriger Tag ist ein schwieriger Tag.

Ein wiederkehrender Ablauf liefert wesentlich mehr Informationen.

 

 

 

3. Abhängigkeiten sichtbar machen

 

Wo besitzt dein Geschäftspartner Einfluss?

Wo besitzt du Einfluss?

Wo bestehen gegenseitige Abhängigkeiten?

Wo ist das Unternehmen unnötig verwundbar?

 

 

 

4. Dein Ziel klären

 

Was möchtest du erreichen?

Eine bessere Zusammenarbeit?

Klare Verantwortlichkeiten?

Neue Entscheidungsregeln?

Mehr Transparenz?

Eine Neuordnung?

Oder prüfst du bereits eine Trennung?

 

 

 

5. Das nächste wichtige Gespräch vorbereiten

 

Gerade bei festgefahrenen Macht- und Konfliktdynamiken lohnt es sich, ein entscheidendes Gespräch sorgfältig vorzubereiten.

Welche Botschaft soll ankommen?

Welche Grenze formulierst du?

Welche Fragen stellst du?

Welche Reaktionen erwartest du?

Und was tust du anschließend?

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Bei Konflikten zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern treffen persönliche Dynamiken und wirtschaftliche Interessen unmittelbar aufeinander.

Dann kann ein unabhängiger Sparringspartner helfen, die Situation zu sortieren.

Im Executive Sparring betrachten wir beispielsweise:

die konkrete Dynamik,

Interessen und Machtverhältnisse,

Abhängigkeiten,

Handlungsoptionen,

Gesprächs- und Verhandlungsstrategien,

mögliche Reaktionen

und die Konsequenzen unterschiedlicher Entscheidungen.

Dabei geht es weniger darum, deinen Geschäftspartner psychologisch zu etikettieren.

Es geht darum, deine Handlungsfähigkeit zu stärken.

→ Narzissmus im Unternehmen: Professioneller Umgang und Sparring

→ Konflikte mit Geschäftspartnern und Gesellschaftern

→ EXECUTIVE SPARRING

 

 

 

Rechtliche Fragen

 

Auseinandersetzungen zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern können erhebliche rechtliche Konsequenzen besitzen.

Verträge, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Haftung und andere juristische Fragen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.

Meine Arbeit konzentriert sich auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Strategie, Entscheidungsfindung und deine persönliche Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Dein nächster Schritt

 

Wenn du gerade in einer solchen Situation steckst, können wir mit deiner konkreten Lage beginnen.

Was geschieht?

Was steht auf dem Spiel?

Was möchtest du erreichen?

Und welcher nächste Schritt ist unter den tatsächlichen Bedingungen sinnvoll?

→ EXECUTIVE SPARRING

Video

Narzisstische Persönlichkeiten im Business: So schützt du dich als Führungskraft

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

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(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

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  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
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  • Gesprächsstrategien vorbereiten
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  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
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  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

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PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Narzissten im Geschäftsleben: Warnsignale & souveräner Umgang

Narzissten im Geschäftsleben

Was tun, wenn Narzissten im Geschäftsleben auftauchen? Tipps und Coaching, jedoch keinerlei Rechtsberatung!
Ehrlichkeit

Narzissten im Geschäftsleben

 

Warnsignale erkennen, Risiken begrenzen und souverän handeln

 

Narzisstisch geprägte Verhaltensmuster gibt es auch im Geschäftsleben.

Bei Führungskräften.

Kollegen.

Kunden.

Geschäftspartnern.

Mitgründern.

Beratern.

Investoren.

Oder Menschen, von denen wichtige Entscheidungen abhängen.

Am Anfang kann der Kontakt ausgesprochen positiv wirken.

Selbstbewusst.

Charmant.

Visionär.

Durchsetzungsstark.

Überzeugend.

Später entstehen vielleicht andere Erfahrungen.

Absprachen werden umgedeutet.

Kritik führt zu Angriffen.

Verantwortung wandert zu anderen.

Grenzen werden als Kränkung behandelt.

Menschen werden gegeneinander ausgespielt.

Und aus einem sachlichen Konflikt entsteht plötzlich ein Machtkampf.

Dann taucht schnell die Frage auf:

Habe ich es mit einem Narzissten zu tun?

Für dein weiteres Handeln ist häufig eine andere Frage hilfreicher:

Welche Verhaltensmuster erlebe ich – und welche Konsequenzen haben sie für mich, andere Menschen und das Unternehmen?

 

 

 

Du brauchst weniger eine Diagnose als Klarheit

 

Der Begriff Narzissmus wird heute sehr schnell verwendet.

Selbstbewusstsein ist weniger Narzissmus.

Ehrgeiz ebenfalls.

Dominanz.

Statusorientierung.

Charisma.

Durchsetzungsstärke.

Oder ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis.

All das erlaubt für sich genommen keine Diagnose.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung gehört in professionelle Diagnostik.

Im beruflichen Alltag brauchst du diese Diagnose für viele Entscheidungen ohnehin weniger.

Du kannst beobachten:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Kann die Person Verantwortung übernehmen?

Wie reagiert sie auf Kritik?

Sind unterschiedliche Interessen verhandelbar?

Wie geht sie mit Grenzen um?

Werden Informationen transparent geteilt?

Ist eine faire Klärung möglich?

Konkretes Verhalten liefert häufig mehr Orientierung als ein Etikett.

 

 

 

Weshalb narzisstische Tendenzen im Geschäftsleben zunächst attraktiv wirken können

 

Einige Eigenschaften können beruflich durchaus nützlich erscheinen.

Große Zuversicht.

Risikobereitschaft.

Charisma.

hohe Ziele.

starke Selbstpräsentation.

Entschlossenheit.

die Fähigkeit, andere für eine Vision zu begeistern.

Das kann Projekte beschleunigen.

Menschen überzeugen.

Veränderungen anstoßen.

Und Führung sichtbar machen.

Problematisch wird es weniger bei Selbstvertrauen oder ambitionierten Zielen.

Interessant wird die Frage:

Was geschieht, wenn Widerstand entsteht?

Wenn jemand widerspricht.

Wenn ein Fehler passiert.

Wenn ein Ziel verfehlt wird.

Wenn Anerkennung ausbleibt.

Wenn Macht geteilt werden muss.

Oder wenn eine andere Person ebenfalls Einfluss beansprucht.

Genau dort zeigen sich Beziehungsmuster häufig besonders deutlich.

 

 

 

Narzisstische Führungskräfte

 

Nicht jede dominante oder selbstbewusste Führungskraft ist narzisstisch.

Trotzdem können stark narzisstisch geprägte Verhaltensweisen in Führungsrollen besondere Auswirkungen haben.

Zum Beispiel:

Erfolge werden persönlich vereinnahmt.

Fehler werden delegiert.

Widerspruch wird als Illoyalität interpretiert.

Kritiker verlieren Einfluss.

Loyalität wird stärker belohnt als fachlicher Widerspruch.

Informationen fließen selektiv.

Menschen werden gegeneinander ausgespielt.

Entscheidungen dienen zunehmend Status und Selbstbild.

Das Problem ist dabei weniger das Etikett.

Das Problem sind die Folgen für Entscheidungen, Kultur und Menschen.

 

 

 

Wenn Führung zum Loyalitätstest wird

 

Gesunde Führung verträgt Widerspruch.

Sie braucht ihn sogar.

Schwierig wird es, wenn kritische Fragen zunehmend als persönliche Angriffe behandelt werden.

Dann lernen Mitarbeitende schnell:

Welche Informationen sind erwünscht?

Welche Fragen sollte ich besser weniger stellen?

Welche Meinung ist karriereförderlich?

So kann ein Unternehmen schrittweise Informationen verlieren, die für gute Entscheidungen wichtig wären.

Das ist mehr als ein Beziehungsthema.

Es wird zum Unternehmensrisiko.

 

 

 

Acht typische Warnsignale im Geschäftsleben

 

Ein einzelnes schwieriges Verhalten sagt wenig.

Achte auf wiederkehrende Muster.

 

1. Erfolge gehören einer Person

 

Gute Ergebnisse werden persönlich zugeschrieben.

Beiträge anderer verschwinden.

Fehler dagegen haben zuverlässig andere verursacht.

 

 

 

2. Kritik erzeugt Gegenangriffe

 

Sachliches Feedback führt schnell zu:

  • Abwertung.
  • Schuldumkehr.
  • Rechtfertigung.
  • Rückzug.
  • oder späterer Vergeltung.

 

 

 

3. Regeln gelten unterschiedlich

 

Von anderen werden Loyalität, Transparenz und Verbindlichkeit verlangt.

Für die betreffende Person selbst gelten großzügigere Maßstäbe.

 

 

4. Grenzen werden persönlich genommen

 

Ein Nein wird weniger als Sachinformation behandelt.

Es wird interpretiert als:

  • Illoyalität.
  • Respektlosigkeit.
  • Undankbarkeit.
  • oder Angriff.

 

 

 

5. Menschen werden gegeneinander ausgespielt

 

„Die anderen sehen das ebenfalls so.“

„Der Vorstand ist übrigens auch unzufrieden.“

„Im Team gibt es viele Beschwerden über dich.“

Ob das stimmt, bleibt häufig unklar.

 

 

6. Vereinbarungen verändern sich rückwirkend

 

„So war das nie gemeint.“

„Davon war keine Rede.“

„Du erinnerst dich falsch.“

Wenn das häufiger geschieht, wird Dokumentation besonders wichtig.

 

 

 

7. Sachkonflikte werden zu Machtfragen

 

Eigentlich geht es um:

  • Budget.
  • Strategie.
  • Zuständigkeit.
  • Prioritäten.

Dann geht es plötzlich darum, wer sich durchsetzt.

 

 

 

8. Klärung wird zunehmend unmöglich

 

Das ist für mich eines der wichtigsten Warnsignale.

Kann ein Problem besprochen werden?

Kann Verantwortung übernommen werden?

Sind Kompromisse möglich?

Oder wiederholt sich dieselbe Dynamik trotz zahlreicher Gespräche?

Klärbarkeit ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal professioneller Beziehungen.

 

 

 

Narzissten als Geschäftspartner

 

Besonders anspruchsvoll wird die Situation, wenn wirtschaftliche Interessen eng miteinander verbunden sind.

Zum Beispiel bei:

  • Gesellschaftern.
  • Joint Ventures.
  • Kooperationspartnern.
  • langjährigen Kunden.
  • Lieferanten.
  • strategischen Partnerschaften.

Dann entstehen zusätzliche Fragen:

Wer entscheidet?

Welche Verträge gelten?

Welche Informationen sind verfügbar?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

Welche finanziellen Risiken entstehen?

Welche Alternativen habe ich?

Dazu findest du einen eigenen Beitrag:

→ Narzisstische Geschäftspartner: Warnsignale erkennen und souverän handeln

 

 

 

Verdeckter Narzissmus im Geschäftsleben

 

Schwierige Muster sind weniger immer laut und offensichtlich.

Manche Menschen wirken zunächst:

  • bescheiden.
  • verletzlich.
  • zurückhaltend.
  • verständnisvoll.
  • und ausgesprochen kooperativ.

Trotzdem können später Muster entstehen wie:

  • indirekte Abwertung.
  • Schuldgefühle.
  • passive Aggression.
  • Opferposition.
  • subtile Loyalitätstests.
  • schleichende Grenzverschiebungen.

Das macht die Dynamik häufig schwerer einzuordnen.

→ Verdeckter Narzissmus bei Geschäftspartnern

 

 

Narzisstische Co-Founder und Start-ups

 

Bei Gründern kommt eine weitere Ebene hinzu.

Equity.

Investoren.

Governance.

Kontrolle.

Rollen.

Vision.

Unternehmensidentität.

Gerade am Anfang können enorme Energie und Selbstvertrauen attraktiv sein.

Später zeigt sich:

Wie wird Macht geteilt?

Wie werden Entscheidungen getroffen?

Wie geht jemand mit Widerspruch um?

Wie tragfähig ist die Zusammenarbeit, wenn Interessen auseinandergehen?

→ Narzisstische Co-Founder im Startup

 

 

 

Was tun, wenn du problematische Muster erkennst?

 

Dann ist Aktionismus selten hilfreich.

Besser ist eine klare Bestandsaufnahme.

Was geschieht konkret?

Was wiederholt sich?

Was ist dokumentiert?

Welche Risiken bestehen?

Welche Abhängigkeiten?

Welche Grenzen brauchst du?

Welche Optionen hast du?

Und:

Welche Gespräche oder Entscheidungen stehen an?

 

 

 

Weniger psychologisieren, mehr dokumentieren

 

Je schwieriger die Dynamik, desto wertvoller werden überprüfbare Fakten.

Zum Beispiel:

  • Was wurde vereinbart?
  • Wann?
  • Wer war beteiligt?
  • Was wurde umgesetzt?
  • Was wurde verändert?
  • Welche Entscheidung gilt?
  • Welche Frist besteht?

Schriftliche Zusammenfassungen können helfen.

Zum Beispiel:

„Ich halte zur Sicherheit kurz fest, was wir heute vereinbart haben …“

Das schafft einen gemeinsamen Bezugspunkt.

 

 

 

Vermeide den Diagnosekampf

 

Der Satz:

„Du bist ein Narzisst.“

wird im Geschäftsleben selten eine konstruktive Lösung erzeugen.

Er verschiebt die Auseinandersetzung auf eine psychologische Bewertung.

Hilfreicher sind konkrete Aussagen:

„Diese Entscheidung fällt laut unserer Vereinbarung gemeinsam.“

„Ich möchte beim Sachthema bleiben.“

„Bitte schick mir das schriftlich.“

„Diese Änderung habe ich weniger freigegeben.“

„Darüber entscheide ich nach Prüfung.“

Konkretes Verhalten lässt sich leichter klären als ein Etikett.

 

 

 

Grenzen brauchen Klarheit

 

Schwierige Geschäftsdynamiken führen häufig zu langen Erklärungen.

Noch ein Argument.

Noch eine Begründung.

Noch ein Versuch, Verständnis herzustellen.

Manchmal hilft mehr Erklärung.

Manchmal braucht es weniger davon.

Zum Beispiel:

„Diese Grenze bleibt bestehen.“

„Darüber entscheide ich weniger spontan.“

„Für diese Änderung brauche ich eine schriftliche Vereinbarung.“

„Dieses Gespräch führe ich weiter, sobald wir beim Sachthema bleiben.“

Grenzen werden weniger dadurch wirksam, dass dein Gegenüber sie gut findet.

 

 

 

Direkt kommunizieren statt triangulieren

 

Wenn Aussagen über Dritte ins Spiel kommen, prüfe sie möglichst direkt.

„Der Vorstand sieht das genauso.“

„Das Team ist unzufrieden.“

„Der Kunde hat sich über dich beschwert.“

Statt lange über solche Aussagen zu diskutieren:

Sprich mit den relevanten Personen.

Direkte Kommunikation reduziert Manipulationsspielraum.

 

 

 

Vorsicht vor Rechtfertigungsschleifen

 

Ein typisches Muster schwieriger Beziehungen:

Du erklärst immer mehr.

Und wirst trotzdem weniger verstanden.

Dann lohnt sich eine Frage:

Fehlt wirklich Information – oder wird die Diskussion gerade verlagert?

Ein klarer Satz kann stärker sein als fünf weitere Erklärungen.

 

 

 

Was kostet dich diese Geschäftsbeziehung?

 

Nicht jede Belastung ist sofort finanziell sichtbar.

Frage zusätzlich:

Wie viel Zeit kostet diese Person?

Wie viel Kontrollaufwand?

Wie viel Energie?

Wie viele zusätzliche Gespräche?

Wie viele Mitarbeitende sind betroffen?

Welche Kundenbeziehungen leiden?

Welche Entscheidungen werden schlechter?

Welche Reputation steht auf dem Spiel?

Ein Geschäft kann Umsatz bringen und trotzdem teuer sein.

 

 

 

Wenn die betreffende Person hierarchisch über dir steht

 

Dann ist die Situation besonders anspruchsvoll.

Vielleicht kannst du weniger einfach Grenzen setzen oder Abstand schaffen.

Dann wird Strategie wichtiger.

Zum Beispiel:

Dokumentation.

klare Kommunikation.

Verbündete.

formale Strukturen.

realistische Einschätzung von Macht.

professionelle Beratung.

und die Frage:

Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich tatsächlich?

Manchmal geht es um Veränderung innerhalb der Organisation.

Manchmal um einen Wechsel.

 

 

 

Wenn du selbst in Verantwortung bist

 

Vielleicht bist du Geschäftsführer.

Gesellschafter.

Vorstand.

Bereichsleiter.

Oder Unternehmer.

Dann betrifft eine problematische Person weniger ausschließlich dich.

Sie kann Auswirkungen haben auf:

Mitarbeitende.

Entscheidungen.

Kultur.

Kunden.

Investoren.

Unternehmenswert.

Dann gehört zu deiner Verantwortung auch die Frage:

Was bedeutet dieses Verhalten für das System?

 

 

 

Rechtliche Fragen frühzeitig trennen

 

Konflikte im Geschäftsleben können rechtliche Folgen haben.

Arbeitsrecht.

Gesellschaftsrecht.

Verträge.

Haftung.

Datenschutz.

Wettbewerbsrecht.

Meine Unterstützung ersetzt keine entsprechende Rechtsberatung.

Bei relevanten rechtlichen Fragen gehören qualifizierte Fachleute frühzeitig dazu.

Meine Arbeit konzentriert sich auf:

psychologische Dynamik.

Kommunikation.

Strategie.

Gesprächsvorbereitung.

Grenzen.

Entscheidungen.

und persönliche Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Der Business-Realitäts-Kompass

 

Wenn eine Situation zunehmend schwer einzuordnen ist, helfen fünf Fragen:

1. Was ist konkret geschehen?

Es geht um beobachtbares Verhalten.

 

2. Was war vereinbart?

Möglichst überprüfbar.

 

3. Ist es ein Einzelfall oder ein Muster?

Wiederholung verändert die Bedeutung.

 

4. Welche geschäftlichen Folgen entstehen?

Zeit, Geld, Menschen, Reputation, Entscheidungen.

 

5. Ist Klärung möglich?

Kann Verantwortung übernommen und Verhalten verändert werden?

 

Diese fünf Fragen bringen häufig mehr Klarheit als die Suche nach einer perfekten Diagnose.

 

 

 

Unterstützung im Umgang mit narzisstischen Dynamiken im Geschäftsleben

 

Wenn du dich in einer beruflichen oder geschäftlichen Situation wiederfindest, die zunehmend:

  • verwirrend,
  • belastend,
  • riskant
  • oder schwer klärbar wird,

können wir deine Situation gemeinsam sortieren.

Zum Beispiel:

  • Welche Muster sind erkennbar?
  • Was ist Interpretation und was ist überprüfbar?
  • Welche Grenzen brauchst du?
  • Welche Gesprächsstrategie passt?
  • Welche Optionen hast du?
  • Welche Risiken solltest du berücksichtigen?
  • Und wie bleibst du auch unter Druck möglichst klar und handlungsfähig?

→ Unterstützung im Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

Bei rechtlichen, steuerlichen oder finanziellen Fragen gehören die jeweils qualifizierten Fachleute in die Vorbereitung.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht möchtest du wissen:

„Ist dieser Mensch wirklich ein Narzisst?“

Das ist verständlich.

Für deine berufliche Zukunft kann eine andere Frage wichtiger sein:

„Ist unter diesen Bedingungen eine faire, verlässliche und tragfähige Zusammenarbeit möglich?“

Damit verlässt du die Debatte über Etiketten.

Und kommst zurück zu dem, was du tatsächlich beeinflussen kannst:

Klarheit.

Grenzen.

Entscheidungen.

Und deine eigene Handlungsfähigkeit.

Antworten auf häufige Fragen

Sind Narzissten besonders häufig in Führungspositionen?

Selbstvertrauen, Dominanz und starke Selbstdarstellung können beruflich Sichtbarkeit fördern. Daraus lässt sich weniger ableiten, dass Führungskräfte grundsätzlich häufiger eine narzisstische Persönlichkeitsstörung haben. Für den beruflichen Umgang sind konkrete Verhaltensmuster wichtiger als solche Verallgemeinerungen.

Woran erkenne ich narzisstische Muster im Geschäftsleben?

Achte auf wiederkehrende Muster wie fehlende Verantwortungsübernahme, starke Kränkbarkeit, asymmetrische Regeln, Grenzüberschreitungen, Schuldumkehr, Informationskontrolle und geringe Klärbarkeit.

Sollte ich die Person mit meinem Verdacht konfrontieren?

Meist ist es hilfreicher, konkrete Verhaltensweisen, Vereinbarungen und Konsequenzen anzusprechen.

Können narzisstisch geprägte Menschen beruflich erfolgreich sein?

Ja. Eigenschaften wie Selbstvertrauen, Charisma, Ehrgeiz und Risikobereitschaft können beruflich hilfreich sein. Entscheidend für tragfähige Zusammenarbeit sind zusätzlich Verantwortungsübernahme, Verbindlichkeit, Grenzrespekt und Klärungsfähigkeit.

Was hilft bei ständig veränderten Absprachen?

Klare schriftliche Dokumentation, nachvollziehbare Entscheidungswege und eindeutige Zuständigkeiten können Orientierung schaffen.

Wann sollte ich mir Unterstützung holen?

Wenn Risiken, Belastung und Verwirrung steigen und du merkst, dass du innerhalb der Dynamik zunehmend weniger klar entscheiden kannst.

P.S.​

 

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Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. August 2021
Überarbeitung: 23. Januar 2023
AN: #756
K: CNC
Ü:

Geschäftsplan bzw. Businessplan

Geschäftsplan bzw. Businessplan

Glossar
Geschäftsplan bzw. Businessplan

Geschäftsplan bzw. Businessplan

Was gehört n in einen guten Businessplan beziehungsweise Geschäftsplan? Ich halte den Geschäftsplan übrigens für ein wichtiges Werkzeug, nicht nur bei der Gründung.

Überblick

 

 

 

 

 

Geschäftsplan bzw. Businessplan

 

Viele Gründer und Unternehmer betrachten Geschäftspläne beziehungsweise Businesspläne als notwendiges Übel, um andere Menschen von ihrer Idee zu überzeugen. Den tatsächlichen Nutzen sehen wenige Ersteller, es gilt als unangenehme Pflicht. Schade, den selbst erfahrene Unternehmer profitieren von gepflegten Geschäftsplänen. Die sind in erster Linie für sie und die Beteiligten nützlich. 

P.S.

 

Welche weiteren Elemente gehören zu einem hilfreichen Geschäftsplan?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 1998
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371