Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Verantwortungsverschiebung, Rückschaufehler und die Frage, wer wofür tatsächlich verantwortlich war
Durchblick

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

 

Verantwortungsverschiebung, Rückschaufehler und die Frage, wer wofür tatsächlich verantwortlich war

 

Das Projekt läuft gut.

Dann heißt es:

„Das haben wir gemeinsam geschafft.“

Das Projekt läuft schlecht.

Plötzlich heißt es:

„Du hattest doch die Verantwortung.“

Solche Situationen sind in Unternehmen besonders heikel.

Denn Verantwortung wird häufig erst dann intensiv diskutiert, wenn das Ergebnis bereits bekannt ist.

Und genau dann verändert sich unser Blick auf die Vergangenheit.

Was vorher unsicher war, erscheint im Rückblick offensichtlich.

Was gemeinsam entschieden wurde, wirkt plötzlich wie die Entscheidung einer einzelnen Person.

Aus akzeptierten Risiken werden vermeidbare Fehler.

Aus:

„Das machen wir gemeinsam.“

wird:

„Du hattest das vorgeschlagen.“

Deshalb ist bei schwierigen Verantwortungsfragen eine Frage besonders wertvoll:

Wie war die Verantwortung verteilt, bevor wir wussten, wie die Sache ausgeht?

 

 

 

Ein schlechtes Ergebnis beweist keine schlechte Entscheidung

 

Das klingt zunächst selbstverständlich.

Im Unternehmensalltag wird es trotzdem häufig verwechselt.

Eine gute Entscheidung kann schlecht ausgehen.

Eine schlechte Entscheidung kann gut ausgehen.

Warum?

Weil Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden.

Du kannst Informationen sammeln.

Risiken bewerten.

Alternativen vergleichen.

Annahmen prüfen.

Wahrscheinlichkeiten einschätzen.

Und trotzdem kennst du die Zukunft weniger.

Deshalb sollten zwei Dinge getrennt betrachtet werden:

Entscheidungsqualität

und

Ergebnisqualität.

 

 

 

Eine gute Entscheidung kann scheitern

 

Stell dir vor, drei Geschäftsführer entscheiden über eine größere Investition.

Die verfügbaren Informationen werden geprüft.

Risiken werden diskutiert.

Alternativen werden betrachtet.

Eine Person befürwortet die Investition besonders deutlich.

Am Ende stimmen alle zu.

Sechs Monate später entwickelt sich der Markt anders.

Die Investition wird teuer.

Jetzt beginnt die Erinnerung sich zu verändern.

„Das war doch vor allem dein Projekt.“

„Du hast uns dazu geraten.“

„Du warst derjenige, der das unbedingt wollte.“

Vielleicht stimmt es, dass eine Person die Entscheidung besonders stark vertreten hat.

Das ist jedoch weniger automatisch dasselbe wie:

Diese Person hat allein entschieden und trägt allein die Verantwortung.

 

 

 

Engagement ist weniger dasselbe wie alleinige Verantwortung

 

In Führungsteams gibt es häufig Menschen, die eine Position besonders engagiert vertreten.

Das ist wertvoll.

Problematisch wird es, wenn starke Fürsprache im Nachhinein als alleinige Verantwortung interpretiert wird.

Deshalb lohnt sich die Rekonstruktion:

Wer hat entschieden?

Wer war beteiligt?

Wer hat zugestimmt?

Wer hatte Bedenken?

Welche Alternativen wurden betrachtet?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Annahmen lagen zugrunde?

Und:

Wie wurde Verantwortung zu diesem Zeitpunkt verstanden?

Nicht heute.

Damals.

 

 

 

Der Rückblick verändert unsere Wahrnehmung

 

Sobald wir das Ergebnis kennen, wirkt die Vergangenheit klarer.

Ein Risiko, das eingetreten ist, erscheint plötzlich vorhersehbarer.

Warnsignale wirken deutlicher.

Eine Alternative erscheint offensichtlich besser.

Dann entstehen Sätze wie:

„Das hätte man doch sehen müssen.“

Manchmal stimmt das.

Vielleicht wurden wichtige Informationen ignoriert.

Vielleicht war die Analyse schlecht.

Vielleicht wurde fahrlässig entschieden.

Und manchmal betrachten wir die damalige Entscheidung mit Wissen, das damals noch weniger verfügbar war.

Deshalb ist eine faire Analyse weniger:

„Was wissen wir heute?“

Sondern:

„Was konnten wir zum Zeitpunkt der Entscheidung vernünftigerweise wissen?“

 

 

 

Aus „Wir“ wird „Du“

 

Ein weiteres Warnsignal ist die Sprache.

Vor der Entscheidung:

„Wir gehen dieses Risiko ein.“

Nach einem guten Ergebnis:

„Das haben wir richtig entschieden.“

Nach einem schlechten Ergebnis:

„Du hattest das doch vorgeschlagen.“

Achte auf diesen Wechsel.

Denn darin kann sich eine problematische Verantwortungsarchitektur zeigen:

Erfolg wird gemeinsam verteilt.

Misserfolg wird individuell zugerechnet.

Wenn sich dieses Muster wiederholt, beeinflusst es irgendwann das Verhalten der Menschen.

 

 

 

Verantwortung und Schuld sind unterschiedliche Fragen

 

Verantwortung fragt:

Was war deine Rolle?

Was hast du entschieden?

Welche Informationen hattest du?

Welchen Anteil hattest du?

Was kannst du jetzt beitragen?

Was lernen wir daraus?

Schuld fragt häufig zuerst:

Wer hat das verursacht?

Auch Schuldfragen können in bestimmten Situationen berechtigt sein.

Bei Pflichtverletzungen.

Bewusster Täuschung.

Fahrlässigkeit.

Verstößen.

Für gutes organisationales Lernen reicht die Suche nach einem Schuldigen jedoch selten aus.

Denn ein Unternehmen muss verstehen:

Wie ist diese Entscheidung entstanden?

 

 

 

Wenn Verantwortung gefährlich wird

 

Stell dir vor, eine Führungskraft lernt:

Wenn meine Entscheidung funktioniert, war es Teamarbeit.

Wenn sie scheitert, war es meine Entscheidung.

Was wird sie beim nächsten Mal tun?

Vielleicht mehr absichern.

Mehr E-Mails schreiben.

Mehr Personen ins CC nehmen.

Mehr Freigaben verlangen.

Entscheidungen nach oben delegieren.

Länger warten.

Oder weniger Verantwortung übernehmen.

Das ist nachvollziehbar.

Und für das Unternehmen teuer.

 

 

 

Eine problematische Regel kann entstehen

 

Die unausgesprochene Regel lautet dann:

Triff keine Entscheidung, deren Scheitern dir später allein zugerechnet werden könnte.

Damit entsteht das Gegenteil dessen, was viele Unternehmen offiziell wünschen.

Auf Folien steht:

Eigenverantwortung.

Unternehmertum.

Entscheidungsfreude.

Mut.

In der gelebten Kultur lernen Menschen:

Sichere dich ab.

Das ist ein strukturelles Problem.

 

 

 

„Du bist doch der Experte“

 

Auch dieser Satz verdient Aufmerksamkeit.

Vor der Entscheidung klingt er nach Vertrauen.

„Du bist der Experte. Was empfiehlst du?“

Nach einem schlechten Ergebnis kann daraus werden:

„Du bist doch der Experte. Du hättest das wissen müssen.“

Damit verändert sich die Bedeutung von Expertise.

Ein Experte kann:

Informationen bewerten.

Risiken erkennen.

Szenarien entwickeln.

Wahrscheinlichkeiten einschätzen.

Empfehlungen geben.

Expertise bedeutet weniger:

die Zukunft garantieren.

 

 

 

Beratung und Entscheidung sollten getrennt werden

 

Gerade bei großen Entscheidungen ist es hilfreich, Rollen klar zu benennen.

Wer liefert Expertise?

Wer gibt eine Empfehlung?

Wer entscheidet?

Wer trägt die Umsetzung?

Wer akzeptiert welches Risiko?

Sonst kann später aus:

„Wir haben auf Grundlage deiner Expertise entschieden“

leicht werden:

„Du hast entschieden.“

Das ist weniger dasselbe.

 

 

 

Vereinbarungen können sich nachträglich ebenfalls verändern

 

Verantwortungsverschiebung betrifft weniger nur große strategische Entscheidungen.

Sie kann auch im Alltag entstehen.

Im Gespräch heißt es:

„Ja, das übernehme ich.“

Später:

„Ich hatte nur gesagt, dass ich mich darum kümmere.“

Oder:

„Wir entscheiden das heute.“

Später:

„Das war doch nur eine erste Diskussion.“

Oder:

„Bis Freitag.“

Später:

„Freitag war nur eine Orientierung.“

Einmal kann das ein Missverständnis sein.

Wiederholt sich das Muster, lohnt sich die Frage:

In welche Richtung verändern sich Vereinbarungen?

 

 

 

Wer profitiert von der neuen Version?

 

Das ist eine hilfreiche Beobachtung.

Werden Vereinbarungen zufällig unterschiedlich erinnert?

Oder verändert sich die Interpretation regelmäßig zugunsten derselben Person?

Wird Verantwortung kleiner, wenn etwas weniger funktioniert?

Wird der eigene Anteil größer, wenn etwas erfolgreich war?

Wandert Verantwortung nach einem Misserfolg zu anderen?

Dann geht es möglicherweise weniger nur um Erinnerung.

Es geht um die Verteilung von Verantwortung.

 

 

 

Verantwortung kann den Besitzer wechseln

 

Ein Beispiel:

Eine Person sagt:

„Ich kümmere mich darum.“

Später geschieht wenig.

Auf Nachfrage heißt es:

„Du hättest mich noch einmal daran erinnern müssen.“

Jetzt ist etwas Interessantes geschehen.

Aus:

„Ich übernehme die Aufgabe“

wurde:

„Du warst dafür verantwortlich, dass ich die Aufgabe erledige.“

Die Verantwortung hat den Besitzer gewechselt.

Solche Verschiebungen wirken im Einzelfall klein.

Wiederholt können sie Zusammenarbeit erheblich verändern.

 

 

 

Ist das Gaslighting?

 

Wenn Gespräche und Vereinbarungen wiederholt anders dargestellt werden, fällt schnell der Begriff Gaslighting.

Gaslighting bezeichnet manipulative Verhaltensweisen, durch die die Wahrnehmung oder Erinnerung eines anderen Menschen systematisch infrage gestellt oder destabilisiert werden kann.

Ob hinter einer konkreten Situation tatsächlich eine solche bewusste Strategie steht, lässt sich aus der Distanz häufig weniger sicher beurteilen.

Für die praktische Zusammenarbeit ist eine andere Frage oft hilfreicher:

Kann ich mit dieser Person belastbare Vereinbarungen treffen?

Und:

Kann Verantwortung anschließend noch nachvollziehbar zugeordnet werden?

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Verhaltensmustern kann der Umgang mit Fehlern, Kritik und negativen Ergebnissen schwieriger sein.

Manche Menschen schreiben Erfolge stärker der eigenen Person zu und negative Ergebnisse eher äußeren Umständen oder anderen Menschen.

Auch Schwierigkeiten, den eigenen Anteil an problematischen Entwicklungen anzuerkennen, können eine Rolle spielen.

Für deine unternehmerische Entscheidung braucht es weniger eine Diagnose.

Eine wesentlich praktischere Frage lautet:

Kann diese Person ihren eigenen Anteil anerkennen, wenn etwas schiefläuft?

Das ist beobachtbar.

 

 

 

Zusammenarbeit zeigt sich unter Druck

 

Solange alles gut läuft, ist Verantwortungsübernahme leicht.

Interessant wird es bei:

einem verlorenen Kunden,

einem gescheiterten Projekt,

einer schlechten Investition,

einem Konflikt,

kritischen Fragen der Gesellschafter,

oder einem Reputationsproblem.

Kann jemand dann sagen:

„Das war mein Anteil.“

Kann die Person einen Fehler korrigieren?

Kann sie Verantwortung übernehmen, ohne gleichzeitig die Verantwortung aller anderen auf sich zu nehmen?

Und kann sie akzeptieren, dass Verantwortung häufig auf mehrere Rollen verteilt ist?

Das ist professionelle Verantwortungsfähigkeit.

 

 

 

Der Vorher-Nachher-Test

 

Bei einer schwierigen Situation kannst du zwei Bilder erstellen.

 

Vor dem Ergebnis

 

Wer war beteiligt?

Wer wusste was?

Wer entschied?

Wer stimmte zu?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Verantwortung war verteilt?

 

Nach dem Ergebnis

 

Wie wird heute darüber gesprochen?

Wer soll jetzt verantwortlich sein?

Welche Rollen werden plötzlich anders beschrieben?

Welche damaligen Unsicherheiten erscheinen heute angeblich selbstverständlich?

Dann vergleichst du beide Bilder.

Hat sich die Verantwortung verändert, nachdem das Ergebnis bekannt wurde?

Das ist ein sehr aufschlussreicher Test.

 

 

 

Verantwortung sollte vor der Entscheidung klarer sein

 

Bei wichtigen Entscheidungen lohnt es sich, vorher festzuhalten:

Was entscheiden wir?

Wer entscheidet?

Wer berät?

Wer liefert Informationen?

Wer setzt um?

Welche Annahmen liegen zugrunde?

Welche Risiken kennen wir?

Welche Risiken akzeptieren wir bewusst?

Wer trägt welche Verantwortung?

Das braucht weniger ein zwanzigseitiges Protokoll.

Häufig reichen wenige klare Sätze.

 

 

 

Eine besonders wertvolle Frage vor riskanten Entscheidungen

 

Frag:

„Wie bewerten wir diese Entscheidung später, falls das Ergebnis schlecht ausfällt?“

Diese Frage ist erstaunlich wirkungsvoll.

Denn sie zwingt euch, vor dem Ergebnis zu klären:

Was wäre ein Fehler?

Was wäre ein akzeptiertes Risiko?

Welche Unsicherheit nehmen wir bewusst in Kauf?

Welche Kriterien verwenden wir zur Bewertung der Entscheidung?

Damit wird Verantwortung präziser, bevor Rückschauwissen die Perspektive verändert.

 

 

 

Was Führungskräfte nach einem Misserfolg zuerst fragen können

 

Die spontane Frage lautet häufig:

„Wer hat das entschieden?“

Eine bessere erste Frage kann sein:

„Was wussten wir zum Zeitpunkt der Entscheidung?“

Danach:

Welche Alternativen hatten wir?

Welche Risiken kannten wir?

Welche Annahmen waren falsch?

Welche Informationen fehlten?

War der Entscheidungsprozess gut?

Was lernen wir?

Und selbstverständlich:

Wer hatte welchen Anteil?

Damit analysierst du die Qualität der Entscheidung, statt nur ihr Ergebnis.

 

 

 

Sonst belohnst du Glück und bestrafst vernünftiges Risiko

 

Das ist für Unternehmen gefährlich.

Eine leichtsinnige Entscheidung kann zufällig hervorragend ausgehen.

Eine vernünftig vorbereitete Entscheidung kann trotz guter Analyse scheitern.

Wenn nur Ergebnisse bewertet werden, lernst du möglicherweise die falschen Lektionen.

Du belohnst Glück.

Und bestrafst Menschen, die unter Unsicherheit vernünftige Risiken übernommen haben.

Langfristig kann das Entscheidungsqualität verschlechtern.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und Verantwortung nach Konflikten oder Misserfolgen regelmäßig neu verteilt wird, lohnt sich eine strukturierte Rekonstruktion.

Geht es um unklare Rollen?

Unklare Entscheidungsrechte?

Schlecht dokumentierte Vereinbarungen?

Rückschaufehler?

Schuldverschiebung?

Macht?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir vertraulich klären:

Was war vereinbart?

Wer wusste was?

Wer entschied?

Welche Risiken waren bekannt?

Welche Verantwortung gehört tatsächlich zu wem?

Und:

Wie stellen wir wieder Handlungsfähigkeit her?

 

 

 

Fazit

 

Wenn am Ende immer du verantwortlich sein sollst, musst du weder reflexhaft alles zurückweisen noch alles übernehmen.

Rekonstruiere.

Was war deine Rolle?

Was war die Rolle der anderen?

Welche Informationen lagen vor?

Wer hat entschieden?

Welche Risiken waren bekannt?

Welcher Anteil gehört tatsächlich zu dir?

Und welcher weniger?

Das ist keine Schuldabwehr.

Das ist saubere Verantwortungsübernahme.

Denn gute Zusammenarbeit zeigt sich weniger nur darin, wie Menschen Erfolge teilen.

Sie zeigt sich auch darin, wie sie Verantwortung tragen, wenn etwas schiefläuft.

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

 

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

 

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht erreichen | Karsten Noack

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Informationsfilter, Schweigen und verspätete schlechte Nachrichten im Unternehmen
Durchblick

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

 

Informationsfilter, Schweigen und verspätete schlechte Nachrichten im Unternehmen

 

„Warum erfahre ich das jetzt erst?“

Diese Frage stellen Geschäftsführer häufig zu spät.

Ein wichtiger Kunde ist kurz vor dem Absprung.

Ein Projekt läuft seit Wochen aus dem Ruder.

Ein Konflikt im Führungsteam ist längst eskaliert.

Ein Leistungsträger denkt über Kündigung nach.

Ein finanzielles Risiko ist größer als angenommen.

Und dann stellt sich heraus:

Andere wussten es schon länger.

Die Information war vorhanden.

Sie hat die Führung nur weniger rechtzeitig erreicht.

Das ist mehr als ein Kommunikationsproblem.

Denn bei wichtigen Informationen gilt:

Je später sie ankommen, desto kleiner kann der Handlungsspielraum werden.

 

 

 

Führung ist auf Informationen angewiesen

 

Mit wachsender Verantwortung entsteht ein interessantes Paradox.

Du trägst mehr Verantwortung.

Und gleichzeitig bist du zunehmend darauf angewiesen, dass andere dir relevante Informationen geben.

Du kannst weniger jedes Kundengespräch selbst führen.

Du kannst weniger jedes Projekt beobachten.

Du sitzt weniger bei jedem Konflikt dabei.

Du kennst weniger jedes operative Detail.

Das ist normal.

Führung funktioniert deshalb nur, wenn wichtige Informationen ihren Weg zu dir finden.

Nicht jede Information.

Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt.

 

 

 

Das Problem ist häufig weniger fehlendes Wissen

 

Vielleicht weiß der Projektleiter längst, dass der Termin gefährdet ist.

Der Vertrieb kennt die Unzufriedenheit des Kunden.

HR weiß von Spannungen.

Eine Führungskraft erkennt ein Risiko.

Mehrere Mitarbeiter haben dieselbe Beobachtung gemacht.

Die Information existiert also.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum bewegt sie sich weniger weiter?

 

 

 

Schlechte Nachrichten bewegen sich häufig langsamer

 

Gute Nachrichten lassen sich leicht weitergeben.

„Der Kunde hat zugesagt.“

„Das Projekt liegt im Plan.“

„Wir haben den Auftrag.“

„Die Zahlen sehen gut aus.“

Schwierige Nachrichten erzeugen mehr innere Fragen:

Ist das schon sicher?

Sollte ich noch warten?

Kann ich das selbst lösen?

Wie wird die Führung reagieren?

Brauche ich erst mehr Belege?

Mache ich unnötig Unruhe?

Vielleicht erledigt sich das Problem.

So vergeht Zeit.

Und aus einem frühen Hinweis wird irgendwann ein akutes Problem.

 

 

 

Der Zeitpunkt verändert den Wert einer Information

 

Stell dir vor, ein wichtiger Kunde beginnt unzufrieden zu werden.

In Woche eins erfährst du:

„Da entwickelt sich etwas. Wir sollten genauer hinschauen.“

Vielleicht hast du viele Möglichkeiten.

Ein Gespräch.

Eine andere Betreuung.

Eine Korrektur im Projekt.

Zusätzliche Ressourcen.

Eine persönliche Intervention.

In Woche acht erfährst du:

„Der Kunde möchte kündigen.“

Die Information betrifft möglicherweise dasselbe Problem.

Ihr Wert ist jedoch ein anderer.

Denn deine Optionen sind weniger geworden.

Dieselbe Information kann zu einem anderen Zeitpunkt einen völlig anderen Handlungsspielraum erzeugen.

 

 

 

Deshalb ist „Warum erfahre ich das jetzt erst?“ eine wichtige Frage

 

Nur würde ich sie weniger als Vorwurf formulieren.

Denn wenn die erste Reaktion auf eine schlechte Nachricht lautet:

„Warum hast du mir das nicht früher gesagt?“

kann die Organisation etwas lernen, das du gar nicht beabsichtigt hast:

Schlechte Nachrichten sind gefährlich.

Die Person, die endlich informiert, wird dann gleichzeitig für die verspätete Information verantwortlich gemacht.

Das kann den nächsten Informationsfluss noch schwieriger machen.

Eine hilfreichere erste Reaktion kann sein:

„Gut, dass ich es jetzt weiß. Was muss ich wissen?“

Und anschließend:

„Was hätte es leichter gemacht, mich früher einzubeziehen?“

Damit schützt du zunächst den Informationsfluss.

Danach kannst du die Ursachen klären.

 

 

 

Trenne die Botschaft vom Überbringer

 

Das ist eine wichtige Führungsaufgabe.

Eine unangenehme Information wird weniger angenehmer, wenn du die Person angreifst, die sie überbringt.

Wenn Menschen erleben, dass schlechte Nachrichten regelmäßig zu Ärger, Rechtfertigung oder persönlichen Konsequenzen führen, passen sie ihr Verhalten an.

Sie warten länger.

Sie sammeln mehr Beweise.

Sie formulieren vorsichtiger.

Oder sie hoffen, jemand anderes werde das Thema ansprechen.

Das kann vollkommen rationales Verhalten sein.

Für das Unternehmen ist es trotzdem gefährlich.

 

 

 

Schlechte Nachrichten werden auf dem Weg nach oben manchmal schöner

 

Aus:

„Das Projekt ist ernsthaft gefährdet.“

wird:

„Das Projekt ist herausfordernd.“

Aus:

„Der Kunde steht kurz vor dem Absprung.“

wird:

„Der Kunde ist momentan etwas unzufrieden.“

Aus:

„Wir haben einen erheblichen Konflikt.“

wird:

„Es gibt unterschiedliche Auffassungen.“

Das muss keine bewusste Täuschung sein.

Manchmal wird Sprache mit jeder Hierarchiestufe etwas vorsichtiger.

Am Ende erreicht die Geschäftsführung eine Realität mit immer weicheren Kanten.

Und handelt entsprechend später.

 

 

 

Wenn die Wahrheit erst nach dem Meeting beginnt

 

Ein weiteres Warnsignal:

Das Meeting endet.

Es gab wenig Widerspruch.

Die Entscheidung scheint klar.

Und danach kommen die Einzelgespräche.

„Was ich im Meeting weniger sagen wollte …“

„Unter uns sehe ich das ganz anders.“

„Das kannst du ansprechen. Von mir sollte es lieber weniger kommen.“

„Ich glaube, wir unterschätzen das Risiko.“

Jetzt stellt sich eine wichtige Frage:

Wo befinden sich die besseren Informationen?

Im offiziellen Meeting?

Oder danach auf dem Flur, am Telefon und in vertraulichen Einzelgesprächen?

 

 

 

Schweigen ist weniger automatisch Zustimmung

 

Ein ruhiges Meeting kann ein gutes Meeting sein.

Es kann bedeuten:

Die Informationen waren vollständig.

Die Argumente wurden gehört.

Die Beteiligten tragen die Entscheidung mit.

Es kann auch bedeuten:

Menschen haben gelernt, dass Widerspruch wenig bringt oder einen hohen Preis besitzt.

Deshalb ist die Frage weniger nur:

„Dürfen Menschen hier widersprechen?“

Fast jedes Unternehmen würde darauf mit Ja antworten.

Interessanter ist:

„Was geschieht, nachdem jemand widersprochen hat?“

Denn Menschen lernen weniger nur aus offiziellen Regeln.

Sie lernen aus Konsequenzen.

 

 

 

Eine Situation kann reichen

 

Vielleicht widerspricht eine Führungskraft in einem wichtigen Meeting.

Sachlich.

Gut vorbereitet.

Und anschließend erlebt sie:

Abwertung.

Ausschluss.

Eine auffällige Reaktion.

Persönliche Angriffe.

Oder Nachteile.

Die anderen beobachten das.

Niemand muss anschließend offiziell verkünden:

„Widerspruch ist hier unerwünscht.“

Die Organisation hat die Botschaft möglicherweise bereits verstanden.

Beim nächsten Mal wird es ruhiger.

 

 

 

Wenn zwei Informationssysteme entstehen

 

Dann kann sich ein Unternehmen aufteilen.

Es gibt das offizielle Informationssystem:

Meetings.

Berichte.

Protokolle.

Präsentationen.

Entscheidungsvorlagen.

Und daneben existiert ein zweites System:

Flurgespräche.

Telefonate.

Private Nachrichten.

Vertrauliche Gespräche.

Hinweise hinter verschlossenen Türen.

Beides hat seine Berechtigung.

Nicht jede Information gehört in jedes Meeting.

Vertraulichkeit kann notwendig sein.

Problematisch wird es, wenn die entscheidungsrelevanten Informationen regelmäßig im zweiten System besser sind als im ersten.

 

 

 

Die Führungskraft als Sammler privater Wahrheiten

 

Das kann zunächst sogar schmeichelhaft wirken.

Menschen kommen zu dir.

Sie vertrauen dir.

Sie erzählen dir, was sie im Meeting weniger gesagt haben.

Du weißt dadurch viel.

Und trotzdem kann eine Falle entstehen:

Du weißt immer mehr. Die Organisation klärt gleichzeitig immer weniger.

Du wirst zum Knotenpunkt vertraulicher Informationen.

Die eigentlichen Konflikte und Risiken kehren jedoch weniger in die passenden Entscheidungsräume zurück.

Dann ersetzt dein persönliches Informationsnetz zunehmend funktionierende Strukturen.

 

 

 

Vertraulichkeit und Informationsfluss sind keine Gegensätze

 

Natürlich gibt es Informationen, die geschützt werden müssen.

Personalthemen.

Gesundheitsinformationen.

Rechtliche Angelegenheiten.

Hinweise auf Fehlverhalten.

Strategisch sensible Informationen.

Vertraulichkeit ist wichtig.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Muss alles offen ausgesprochen werden?“

Sondern:

„Gibt es einen sicheren und verlässlichen Weg, damit entscheidungsrelevante Informationen die richtige Stelle erreichen?“

 

 

 

Wenn du selbst beginnst, Informationen zurückzuhalten

 

Das gilt auch zwischen Geschäftspartnern, Geschäftsführern und Gesellschaftern.

Vielleicht stellst du fest:

„Das sage ich ihm lieber noch nicht.“

Auch das kann vollkommen sinnvoll sein.

Es gibt legitime Gründe für Vertraulichkeit.

Interessant wird es, wenn du Informationen weniger wegen ihres Inhalts schützt, sondern wegen der erwarteten Reaktion einer bestimmten Person.

Dann frage:

Schütze ich gerade die Information – oder schütze ich mich vor der Reaktion?

Das ist ein wichtiger Unterschied.

 

 

 

Macht kann Informationen filtern

 

Je größer der Einfluss einer Person ist, desto stärker kann ihre erwartete Reaktion beeinflussen, welche Informationen sie erreichen.

Das muss weniger bewusst geschehen.

Wenn Menschen erwarten:

Ärger.

Abwertung.

Schuldzuweisung.

Unberechenbarkeit.

Oder erhebliche Konsequenzen.

dann steigt möglicherweise der wahrgenommene Preis einer unangenehmen Nachricht.

Damit entsteht eine paradoxe Situation:

Gerade die Person mit der größten Entscheidungsverantwortung erhält möglicherweise ein zunehmend gefiltertes Bild der Realität.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Verhaltensmustern können Kritik, Widerspruch, Statusfragen und Verantwortung besonders konfliktgeladen sein.

Wenn schlechte Nachrichten als persönliche Kränkung erlebt werden,

wenn Widerspruch regelmäßig abgewertet wird,

oder wenn Verantwortung schnell auf andere verschoben wird,

kann das den Informationsfluss beeinflussen.

Für die unternehmerische Entscheidung braucht es weniger eine Ferndiagnose.

Die praktischere Frage lautet:

Welche Informationen erreichen diese Person – und welche bleiben regelmäßig auf dem Weg hängen?

Und:

Was haben Menschen über die Konsequenzen gelernt, wenn sie unangenehme Informationen weitergeben?

 

 

 

Führung braucht weniger alle Informationen

 

Ein Geschäftsführer muss weniger alles wissen.

Das wäre weder möglich noch sinnvoll.

Entscheidend ist:

Welche Informationen müssen dich früh erreichen?

Das sollte weniger dem Zufall überlassen bleiben.

Definiere Informationsschwellen.

Zum Beispiel:

Wann muss ein Kundenrisiko eskaliert werden?

Wann muss die Geschäftsführung über Projektabweichungen informiert werden?

Welche finanziellen Schwellen gelten?

Welche personellen Risiken gehören nach oben?

Welche Compliance-Themen müssen sofort gemeldet werden?

Welche Konflikte können Führungskräfte selbst lösen?

Und wann braucht es eine höhere Ebene?

Klarheit reduziert die Frage:

„Soll ich damit schon kommen?“

 

 

 

Informiert sein bedeutet weniger, alles selbst zu übernehmen

 

Manche Führungskräfte fürchten, dass frühe Information dazu führt, ständig in operative Themen hineingezogen zu werden.

Das muss weniger so sein.

Du kannst sagen:

„Ich möchte früh informiert sein. Das bedeutet weniger, dass ich das Thema übernehme.“

Zum Beispiel:

„Informiere mich, wenn dieser Schwellenwert erreicht ist. Die Verantwortung für die Bearbeitung bleibt bei dir.“

Damit trennst du Information und operative Übernahme.

 

 

 

Deine Reaktion heute beeinflusst die Informationen von morgen

 

Das ist vielleicht der wichtigste Führungshebel in diesem gesamten Thema.

Wenn dir jemand eine schlechte Nachricht bringt, beobachte deine erste Reaktion.

Wirst du sofort ärgerlich?

Suchst du einen Schuldigen?

Unterbrichst du?

Reagierst du auf den Überbringer statt auf das Problem?

Oder kannst du zunächst sagen:

„Gut, dass ich es weiß.“

„Was wissen wir?“

„Was wissen wir noch nicht?“

„Was braucht ihr von mir?“

Menschen beobachten diese Reaktionen sehr genau.

Deine Reaktion heute beeinflusst, welche Informationen dich morgen erreichen.

 

 

 

Der Überraschungs-Test

 

Nimm die letzten drei unangenehmen Überraschungen in deinem Verantwortungsbereich.

Und frage:

Wer wusste vorher davon?

Seit wann?

Welche Hinweise gab es?

Warum erreichte mich die Information später?

Welche früheren Reaktionen von mir oder anderen könnten eine Rolle gespielt haben?

Gab es unklare Eskalationswege?

Und die wichtigste Frage:

An welchem früheren Zeitpunkt hätte diese Information meinen Handlungsspielraum vergrößert?

Damit wird aus:

„Warum hat mir das niemand gesagt?“

eine Führungsanalyse.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und wichtige Informationen zunehmend spät, gefiltert oder nur über informelle Wege erhältst, lohnt sich ein genauer Blick.

Geht es um unklare Informationswege?

Eine problematische Meetingkultur?

Konfliktvermeidung?

Macht?

Angst vor Reaktionen?

Unklare Verantwortlichkeiten?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir vertraulich sortieren:

Welche Informationen brauchst du?

Welche erreichen dich?

Welche erreichen dich weniger?

Wo werden sie gefiltert?

Welche Rolle spielt dein eigenes Führungsverhalten?

Und:

Wie gestalten wir Informationswege, die deinen Handlungsspielraum vergrößern?

 

 

 

Fazit

 

Eine Führungskraft kann nur mit der Realität arbeiten, die sie erreicht.

Deshalb ist weniger nur wichtig, welche Informationen im Unternehmen vorhanden sind.

Entscheidend ist:

Welche Informationen erreichen die richtigen Menschen?

Wie unverfälscht kommen sie an?

Und wann kommen sie an?

Zwischen:

„Da könnte ein Problem entstehen.“

und:

„Jetzt haben wir ein Problem.“

liegt häufig etwas sehr Wertvolles:

Handlungsspielraum.

 

 

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Schwierige Schlüsselperson im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden
Durchblick

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

 

Sonderregeln, Abhängigkeit und die unsichtbaren Kosten problematischer Leistungsträger

 

„So ist er eben.“

„Bei ihm musst du ein bisschen vorsichtiger sein.“

„Sprich du mit ihm. Auf dich hört er wenigstens.“

„Das Thema würde ich heute lieber weniger ansprechen.“

„Ohne ihn geht es ohnehin nicht.“

Solche Sätze können harmlos klingen.

Manchmal sind sie Ausdruck pragmatischer Zusammenarbeit mit einem anspruchsvollen Menschen.

Interessant wird es, wenn sich immer mehr Menschen, Prozesse und Entscheidungen um eine einzelne Person herum organisieren.

Dann lohnt sich eine andere Frage:

Wie schwierig ist diese Person wirklich – und wie stark hat sich das Unternehmen bereits an sie angepasst?

Denn irgendwann liegt das Problem weniger nur im Verhalten eines Menschen.

Die Anpassung selbst wird Teil des Systems.

 

 

 

Anpassung kann zunächst vernünftig sein

 

Menschen sind unterschiedlich.

Eine gute Führungskraft berücksichtigt das.

Der eine braucht direkte Worte.

Die andere mehr Kontext.

Ein Mitarbeiter möchte früh einbezogen werden.

Ein anderer arbeitet am besten mit viel Eigenständigkeit.

Das ist keine Schwäche.

Das ist Führung.

Problematisch wird Anpassung dort, wo sie zunehmend dazu dient, vorhersehbare schwierige Reaktionen einer Person zu vermeiden.

Dann geht es weniger um:

„Wie arbeiten wir gut zusammen?“

und zunehmend um:

„Wie verhindern wir, dass er schwierig wird?“

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

 

 

 

„So ist er eben“

 

Dieser Satz interessiert mich besonders.

Denn er kann zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen haben.

Die erste:

Wir kennen diesen Menschen und können mit seinen Eigenheiten gut umgehen.

Vollkommen in Ordnung.

Die zweite:

Wir haben aufgehört, bestimmtes Verhalten infrage zu stellen.

Dann wird aus einer Beschreibung möglicherweise eine Erlaubnis.

Unzuverlässigkeit?

„So ist er eben.“

Respektlosigkeit?

„So ist er eben.“

Alleingänge?

„So ist er eben.“

Wutausbrüche?

„So ist er eben.“

Vereinbarungen gelten nur manchmal?

„So ist er eben.“

Die hilfreiche Anschlussfrage lautet deshalb:

„Und was bedeutet das für uns?“

Damit wird aus einer Persönlichkeitsbeschreibung wieder eine unternehmerische Frage.

 

 

 

Das Problem kann leiser werden, ohne kleiner zu werden

 

Das ist eine der wichtigsten Dynamiken.

Am Anfang gibt es vielleicht Konflikte.

Menschen widersprechen.

Grenzen werden angesprochen.

Es gibt Beschwerden.

Irgendwann wird es ruhiger.

Das kann nach Verbesserung aussehen.

Und manchmal ist es tatsächlich Verbesserung.

Es kann jedoch auch etwas anderes geschehen sein:

Die Menschen haben gelernt, welche Themen sie besser meiden.

Sie wissen, wann sie schweigen.

Sie wissen, wer bestimmte Nachrichten überbringen sollte.

Sie formulieren vorsichtiger.

Sie laden bestimmte Personen zu bestimmten Gesprächen ein.

Sie vermeiden Entscheidungen, die Widerstand auslösen könnten.

Der Konflikt ist weniger sichtbar.

Die Anpassung ist nur effizienter geworden.

 

 

 

Wenig Konflikt ist deshalb weniger automatisch ein gutes Zeichen

 

Ein Team kann ruhig sein, weil die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert.

Ein Team kann auch ruhig sein, weil Widerspruch zu teuer geworden ist.

Deshalb interessiert mich bei schwierigen Führungssituationen weniger nur:

„Wie häufig gibt es Streit?“

Eine zweite Frage ist mindestens ebenso wichtig:

„Wie frei können Menschen widersprechen?“

Und:

„Was geschieht anschließend mit den Menschen, die widersprechen?“

Denn Harmonie und Anpassung können von außen erstaunlich ähnlich aussehen.

 

 

 

Wenn immer die Vernünftigen nachgeben sollen

 

In schwierigen Systemen entsteht häufig ein nachvollziehbarer Reflex.

Mit wem spricht man?

Mit der Person, die zugänglich ist.

Wer soll mehr Verständnis zeigen?

Die Person, die reflektiert ist.

Wer soll seine Kommunikation verändern?

Die Person, mit der sich darüber reden lässt.

Wer soll noch einmal nachgeben?

Die Person, die wahrscheinlich nachgeben wird.

Kurzfristig ist das effizient.

Langfristig kann daraus eine problematische Regel entstehen:

Das System verändert bevorzugt die Menschen, die sich leichter verändern lassen.

 

 

 

Die schwierige Person wird zur festen Größe

 

Und alle anderen werden zur Variablen.

„Kannst du es ihm anders erklären?“

„Kannst du heute ein bisschen vorsichtiger sein?“

„Kannst du das übernehmen?“

„Kannst du noch einmal auf ihn zugehen?“

„Kannst du seinen Anteil diesmal mit auffangen?“

Jede einzelne Bitte kann sinnvoll sein.

Das Muster ist entscheidend.

Wer bekommt regelmäßig den Veränderungsauftrag?

Und wer bleibt davon weitgehend ausgenommen?

 

 

 

Selbstreflexion braucht eine zweite Hälfte

 

Ich halte Selbstreflexion für wertvoll.

Die Frage:

„Was ist mein Anteil?“

kann sehr hilfreich sein.

Nur braucht sie zwei weitere Fragen:

„Was ist der Anteil der anderen Person?“

Und:

„Was ist der Anteil des Systems?“

Sonst kann Selbstreflexion unbeabsichtigt zur Einbahnstraße werden.

Eine kooperative Person analysiert immer genauer ihr eigenes Verhalten.

Während das Verhalten der schwierigeren Person zunehmend als unveränderliche Tatsache behandelt wird.

 

 

 

„Bei dir kann man das wenigstens ansprechen“

 

Das klingt zunächst wie ein Kompliment.

Und häufig ist es auch so gemeint.

In schwierigen Konstellationen kann dieser Satz jedoch eine zweite Bedeutung bekommen:

Deshalb bekommst du auch den Veränderungsauftrag.

Die zugänglichere Person übernimmt dann zunehmend die Anpassungsarbeit.

Sie denkt voraus.

Übersetzt.

Vermittelt.

Beruhigt.

Fängt Reaktionen auf.

Bereitet andere vor.

Korrigiert hinterher.

Diese Arbeit taucht in kaum einer Stellenbeschreibung auf.

Und trotzdem kostet sie Zeit, Aufmerksamkeit und Energie.

 

 

 

Wer bezahlt den Preis?

 

Das ist eine der wichtigsten Fragen bei schwierigen Schlüsselpersonen.

Vielleicht liefert die Person hervorragende Ergebnisse.

Vielleicht bringt sie wichtige Kunden.

Vielleicht besitzt sie außergewöhnliches Fachwissen.

Vielleicht arbeitet sie enorm viel.

Vielleicht ist sie entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.

Dann sollte diese Leistung selbstverständlich berücksichtigt werden.

Nur ist sichtbare Leistung nicht dasselbe wie der gesamte Beitrag zum Unternehmen.

Deshalb lohnt sich eine breitere Betrachtung:

Was produziert diese Person?

Und:

Welche Kosten entstehen gleichzeitig um sie herum?

 

 

 

Unsichtbare Kosten bleiben leicht unberücksichtigt

 

Zum Beispiel:

zusätzliche Abstimmung,

Konfliktklärung,

Fluktuation,

verlorene Mitarbeiter,

Informationsverluste,

langsamere Entscheidungen,

zusätzliche Kontrolle,

Führungskapazität,

vermeidbare Fehler,

Kundenrisiken,

oder die ständige Anpassungsarbeit anderer.

Ein Top Performer kann weiterhin ein Top Performer sein.

Und gleichzeitig erhebliche indirekte Kosten erzeugen.

Beides kann wahr sein.

Die unternehmerische Frage lautet deshalb:

Wie sieht der Gesamtbeitrag aus?

 

 

 

„Ohne ihn geht es nicht“

 

Dieser Satz verdient besondere Aufmerksamkeit.

Vielleicht stimmt er.

Und genau dann hast du eine wichtige Information.

Denn wenn ein Unternehmen tatsächlich ohne eine einzelne Person kaum funktionieren kann, besitzt es weniger nur einen außergewöhnlich wertvollen Mitarbeiter oder Geschäftspartner.

Es besitzt möglicherweise ein Schlüsselpersonenrisiko.

Frag deshalb:

Was genau geht ohne diese Person nicht?

Ist es Wissen?

Kundenkontakt?

Entscheidungsbefugnis?

Zugang zu wichtigen Personen?

Technisches Know-how?

Beziehungen zu Lieferanten?

Passwörter oder Systeme?

Historisches Wissen?

Die Antwort verwandelt ein diffuses Gefühl von Unersetzlichkeit in konkrete Abhängigkeiten.

 

 

 

Der Drei-Monats-Test

 

Eine einfache Gedankenübung:

Was würde geschehen, wenn diese Person ab morgen drei Monate lang nicht verfügbar wäre?

Weniger als Drohung.

Weniger als Plan, die Person zu ersetzen.

Als Risikotest.

Welche Prozesse würden stehen?

Welche Kundenbeziehungen wären gefährdet?

Welche Entscheidungen könnten weniger getroffen werden?

Welches Wissen wäre nicht zugänglich?

Wo gäbe es keinen Ersatz?

Je konkreter die Antworten, desto klarer wird das tatsächliche Risiko.

 

 

 

Macht entsteht auch durch fehlende Alternativen

 

Macht entsteht weniger nur durch Hierarchie.

Sie kann auch dadurch entstehen, dass andere kaum Alternativen haben.

Wenn nur eine Person etwas weiß,

nur eine Person einen wichtigen Kunden halten kann,

nur eine Person Zugang zu bestimmten Kontakten besitzt,

oder nur eine Person zentrale Entscheidungen treffen kann,

verändert das Verhandlungen.

Grenzen.

Konflikte.

Und Führung.

Denn jede Auseinandersetzung findet vor dem Hintergrund der Frage statt:

„Was passiert, wenn diese Person geht?“

Diese Abhängigkeit kann das Verhalten des gesamten Unternehmens beeinflussen.

 

 

 

Erfolgreiche Unternehmen können solche Abhängigkeiten selbst erzeugen

 

Das geschieht häufig ohne böse Absicht.

Ein Mensch ist besonders gut.

Also bekommt er mehr Verantwortung.

Er kennt den Kunden am besten.

Also übernimmt er immer mehr Kontakt.

Er löst Probleme schnell.

Also fragen irgendwann alle ihn.

Er kennt das System.

Also wird Dokumentation weniger wichtig.

Das ist kurzfristig effizient.

Und langfristig kann daraus Fragilität entstehen.

Was kurzfristig effizient ist, kann langfristig abhängig machen.

 

 

 

Abhängigkeit reduzieren bedeutet weniger, einen Menschen abzuwerten

 

Das ist mir wichtig.

Wenn jemand außergewöhnlich wertvoll ist, darf das anerkannt werden.

Redundanz bedeutet weniger:

„Wir brauchen dich weniger.“

Sie bedeutet:

„Wir gestalten das Unternehmen so, dass deine Bedeutung weniger zum Unternehmensrisiko wird.“

Wissenstransfer.

Stellvertretungen.

Dokumentation.

Mehrere Kundenkontakte.

Klare Entscheidungswege.

Zugänge, die dem Unternehmen gehören.

Das schützt das Unternehmen.

Und häufig auch die Schlüsselperson selbst.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Schwierige Dynamiken können viele Ursachen haben.

Bei ausgeprägt narzisstisch geprägten Mustern können beispielsweise Status, Kontrolle, Sonderstellung, Empfindlichkeit gegenüber Widerspruch oder ein starkes Anspruchsdenken eine Rolle spielen.

Manche Menschen fördern Abhängigkeiten aktiv.

Andere tun es weniger bewusst.

Und manche Abhängigkeiten entstehen schlicht durch schlechte Organisationsentwicklung.

Deshalb ist eine Ferndiagnose für die unternehmerische Entscheidung weniger hilfreich.

Die praktischeren Fragen lauten:

Welche Verhaltensmuster beobachten wir?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

Welche Sonderregeln haben sich entwickelt?

Und welche Folgen entstehen daraus?

 

 

 

Ein besonders aufschlussreicher Test

 

Frag:

Wie würden wir reagieren, wenn jemand anderes dasselbe Verhalten zeigen würde?

Wenn die Antwort lautet:

„Das würden wir bei niemand anderem akzeptieren“

dann lohnt sich die nächste Frage:

Warum akzeptieren wir es hier?

Vielleicht gibt es einen guten Grund.

Vielleicht ist die Person tatsächlich außergewöhnlich wichtig.

Dann sollte dieser Grund bewusst benannt werden.

Denn eine Sonderregel, die bewusst beschlossen wurde, ist etwas anderes als eine Sonderregel, die sich unbemerkt eingeschlichen hat.

 

 

 

Wenn Anpassung zur Kultur wird

 

Irgendwann betrifft die Dynamik weniger nur die Schlüsselperson.

Neue Mitarbeiter lernen:

„Das sprichst du bei ihm besser weniger an.“

„Da brauchst du gar nicht erst zu widersprechen.“

„Das läuft bei ihm anders.“

„Wenn er etwas möchte, geht es meistens durch.“

Damit werden informelle Regeln weitergegeben.

Die Person muss sie weniger selbst durchsetzen.

Die Organisation übernimmt diese Aufgabe.

Spätestens dann ist aus einem zwischenmenschlichen Problem ein organisatorisches Thema geworden.

 

 

 

Und manchmal geht irgendwann die falsche Person

 

Das ist eine besonders teure Folge.

Die schwierige Schlüsselperson bleibt.

Die kooperative Führungskraft geht.

Der reflektierte Mitarbeiter kündigt.

Die Person, die jahrelang vermittelt hat, hat genug.

Von außen kann das überraschend wirken.

Intern war möglicherweise lange eine Person damit beschäftigt, das System stabil zu halten.

Wenn sie geht, wird sichtbar, wie viel unsichtbare Arbeit sie übernommen hatte.

 

 

 

Was Führung konkret prüfen kann

 

Wenn du den Eindruck hast, dass sich dein Unternehmen zunehmend um eine bestimmte Person herum organisiert, prüfe vier Bereiche:

1. Verhalten

Welches konkrete Verhalten verursacht Schwierigkeiten?

2. Anpassung

Was tun andere inzwischen anders, um mit dieser Person zurechtzukommen?

3. Abhängigkeit

Was würde ohne diese Person kurzfristig weniger funktionieren?

4. Kosten

Welche direkten und indirekten Kosten entstehen durch Verhalten, Anpassung und Abhängigkeit?

Damit verlässt du die Frage:

„Ist dieser Mensch schwierig?“

und kommst zu einer unternehmerisch wesentlich ergiebigeren Frage:

„Was bewirkt diese Konstellation in unserem Unternehmen?“

 

 

 

Was braucht die zugänglichere Person?

 

Wenn du mit einer Führungskraft sprichst, die seit längerer Zeit den größten Teil der Anpassungsarbeit übernimmt, würde ich weniger sofort fragen:

„Was kannst du noch anders machen?“

Eine bessere Frage kann sein:

„Was brauchst du, damit diese Zusammenarbeit für dich wieder tragfähig wird?“

Das verändert die Perspektive.

Von noch mehr Anpassung hin zu Bedingungen für professionelle Zusammenarbeit.

 

 

 

Und welche Verantwortung hat die Organisation?

 

Die vielleicht wichtigste Frage lautet:

Welches Verhalten ermöglichen wir durch unsere eigene Anpassung?

Das bedeutet weniger, der Organisation die Schuld für das Verhalten einer schwierigen Person zu geben.

Menschen bleiben für ihr eigenes Verhalten verantwortlich.

Und gleichzeitig gestalten Systeme Anreize.

Wenn problematisches Verhalten regelmäßig dazu führt, dass alle anderen nachgeben, zusätzliche Arbeit übernehmen oder Sonderregeln schaffen, entstehen Konsequenzen.

Das sollte Führung erkennen.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und eine schwierige Schlüsselperson zunehmend Einfluss auf Entscheidungen, Zusammenarbeit oder Unternehmenskultur bekommt, lohnt sich eine strukturierte Betrachtung.

Dabei kann es um einen Mitgeschäftsführer gehen.

Einen Gesellschafter.

Eine zentrale Führungskraft.

Einen Top Performer.

Oder einen wichtigen Geschäftspartner.

Im Executive Sparring können wir vertraulich klären:

Welche Leistung ist tatsächlich vorhanden?

Welche Kosten entstehen?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

Welche Macht ergibt sich daraus?

Welche Anpassungen haben sich entwickelt?

Welche Risiken sollten reduziert werden?

Und:

Wie gewinnst du Handlungsspielraum zurück, ohne vorschnell wertvolle Beziehungen oder Kompetenzen zu zerstören?

 

 

 

Fazit

 

Eine schwierige Schlüsselperson ist weniger automatisch ein Unternehmensproblem.

Problematisch wird es, wenn das Unternehmen zunehmend um diese Person herum gebaut wird.

Wenn Sonderregeln selbstverständlich werden.

Wenn die Zugänglichen immer mehr Anpassungsarbeit übernehmen.

Wenn Abhängigkeiten wachsen.

Wenn Widerspruch verschwindet.

Und wenn irgendwann alle sagen:

„So ist er eben.“

Dann ergänze den Satz um eine Frage:

„Und was bedeutet das für uns?“

Denn entscheidend ist weniger nur, wie schwierig ein Mensch ist.

Entscheidend ist, was das Unternehmen inzwischen tut, um mit diesem Menschen zu funktionieren.

 

 

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Wenn Entscheidungen ihre Verbindlichkeit verlieren | Karsten Noack

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden
Durchblick

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

 

Alleingänge, wieder geöffnete Entscheidungen und Vereinbarungen, die anschließend anders umgesetzt werden

 

Eine Entscheidung wurde getroffen.

Die Beteiligten haben zugestimmt.

Verantwortlichkeiten wurden geklärt.

Das Unternehmen beginnt mit der Umsetzung.

Und wenige Tage später ist die Entscheidung plötzlich wieder offen.

Oder jemand handelt anders als vereinbart.

Oder schafft Fakten, bevor die anderen Beteiligten reagieren können.

Ein einzelner Vorfall kann ein Missverständnis sein.

Wiederholt sich dieses Muster, lohnt sich ein genauer Blick.

Denn dann geht es möglicherweise weniger um Kommunikation als um Verbindlichkeit, Entscheidungsrechte, informelle Macht und Führung.

Für Geschäftsführer, Unternehmer und Gesellschafter kann das erhebliche Folgen haben.

Wenn Entscheidungen ihre Verbindlichkeit verlieren, verliert das Unternehmen zunehmend die Fähigkeit, zuverlässig zu handeln.

 

 

 

Woran erkennst du, dass Entscheidungen weniger belastbar werden?

 

Nicht jede korrigierte Entscheidung ist problematisch.

Unternehmen brauchen die Fähigkeit, auf neue Informationen zu reagieren.

Zahlen verändern sich.

Kunden ändern ihre Anforderungen.

Risiken werden sichtbar.

Annahmen erweisen sich als falsch.

Eine gute Entscheidungsstruktur erlaubt deshalb beides:

Verbindlichkeit und Korrektur.

Problematisch wird es, wenn Entscheidungen regelmäßig wieder geöffnet werden, ohne dass sich die Entscheidungsgrundlage wesentlich verändert hat.

Oder wenn Vereinbarungen nur so lange gelten, wie sie den Interessen einer bestimmten Person entsprechen.

Typische Hinweise sind:

  • bereits getroffene Entscheidungen werden wiederholt grundsätzlich infrage gestellt

  • Zustimmung im Gespräch und späteres Verhalten passen weniger zusammen

  • einzelne Personen schaffen vollendete Tatsachen

  • Entscheidungsrechte bleiben unklar oder werden situativ unterschiedlich interpretiert

  • nach einem Nein beginnt die Verhandlung informell erneut

  • Entscheidungen werden über Nebenkanäle verändert

  • andere Beteiligte passen Entscheidungen bereits im Vorfeld an die erwartete Reaktion einer bestimmten Person an

Dann lohnt sich die Frage:

Wann ist eine Entscheidung in diesem Unternehmen wirklich entschieden?

 

 

 

Korrektur oder Wiedereröffnung?

 

Eine Entscheidung sollte korrigierbar bleiben.

Entscheidend ist der Grund.

Sinnvolle Gründe können beispielsweise sein:

  • wesentlich neue Informationen

  • eine entscheidende Annahme hat sich verändert

  • ein vorher definierter Schwellenwert wurde überschritten

  • ein erhebliches neues Risiko ist aufgetaucht

  • die zuständige Entscheidungsinstanz verfügt über neue Erkenntnisse

Dann ist es professionell, eine Entscheidung erneut zu prüfen.

Etwas anderes geschieht, wenn eine Entscheidung wieder geöffnet wird, weil jemand mit ihrem Ergebnis unzufrieden ist.

Besonders aufschlussreich ist dabei die Asymmetrie.

Was geschieht, wenn Person A ihre bevorzugte Lösung bekommt?

Gilt die Entscheidung dann?

Und was geschieht, wenn Person A unterliegt?

Beginnt anschließend eine neue Runde?

Dann geht es möglicherweise um mehr als unterschiedliche Auffassungen.

 

 

 

Macht zeigt sich auch darin, wer Entscheidungen wieder öffnen kann

 

Formale Hierarchie ist nur eine Form von Macht.

Macht kann auch daraus entstehen, dass jemand:

über wichtige Kunden verfügt,

unverzichtbares Wissen kontrolliert,

Zugang zu Gesellschaftern besitzt,

über erhebliche Ressourcen entscheidet,

für zentrale Beziehungen verantwortlich ist,

oder durch seine Reaktionen das Verhalten anderer beeinflusst.

Eine besonders subtile Form entsteht, wenn andere bereits vor einer Entscheidung denken:

„Wie wird er darauf reagieren?“

Natürlich gehört es zu professioneller Führung, Interessen und Reaktionen relevanter Stakeholder einzubeziehen.

Die entscheidende Frage lautet:

Berücksichtigen wir legitime Interessen – oder vermeiden wir bereits vorsorglich die Reaktion einer bestimmten Person?

Wenn erwartete Reaktionen regelmäßig Entscheidungen verändern, obwohl die Person gar nicht anwesend ist, besitzt sie möglicherweise einen unsichtbaren Platz am Entscheidungstisch.

 

 

 

Wenn aus einem Ja später etwas anderes wird

 

Eine weitere Variante betrifft Zustimmung.

Im Gespräch heißt es:

„Ja, machen wir so.“

Anschließend geschieht etwas anderes.

Hier lohnt sich eine wichtige Unterscheidung.

Ein Ja kann bedeuten:

Ich habe verstanden.

Ich halte das für sinnvoll.

Ich stimme zu.

Oder:

Ich werde entsprechend handeln.

Bei wichtigen Entscheidungen sollte klar sein, welche Bedeutung gemeint ist.

Deshalb kann eine konkrete Frage hilfreicher sein als:

„Sind wir uns einig?“

Zum Beispiel:

„Was ist jetzt konkret vereinbart?“

Oder:

„Was machen wir als Nächstes?“

Damit wird aus abstrakter Zustimmung beobachtbares Verhalten.

 

 

 

Meinungsänderung ist erlaubt

 

Menschen dürfen ihre Meinung ändern.

Neue Informationen dürfen zu neuen Entscheidungen führen.

Das ist Teil professioneller Unternehmensführung.

Entscheidend ist die Rückkopplung.

Wenn jemand eine gemeinsam getroffene Entscheidung später anders bewertet, braucht es einen Weg zurück in den Entscheidungsprozess.

Zum Beispiel:

„Es gibt neue Informationen. Ich halte unsere bisherige Entscheidung deshalb für problematisch. Wir sollten sie erneut prüfen.“

Eine Meinungsänderung ist legitim.

Eine Meinungsänderung ist noch kein neuer gemeinsamer Beschluss.

 

 

 

Vollendete Tatsachen verändern die Entscheidung

 

Besonders schwierig wird es, wenn die anderen Beteiligten erst von einer Abweichung erfahren, nachdem Fakten geschaffen wurden.

Der Kunde wurde bereits informiert.

Geld wurde ausgegeben.

Mitarbeiter haben Zusagen erhalten.

Ein Vertrag wurde vorbereitet.

Externe Partner planen bereits mit der neuen Lösung.

Vorher lautete die Frage:

Sollen wir A oder B machen?

Jetzt lautet sie:

Ist es den Aufwand wert, B wieder rückgängig zu machen?

Damit hat sich die Entscheidung verändert.

Nicht zwingend, weil B besser ist.

Sondern weil B bereits Kosten, Erwartungen und Abhängigkeiten geschaffen hat.

Vollendete Tatsachen können Handlungsspielraum reduzieren und dadurch Macht verschieben.

 

 

 

Wenn das Unternehmen beginnt, Entscheidungen weniger ernst zu nehmen

 

Wiederholt sich dieses Muster, verändert sich häufig das Verhalten der anderen.

Menschen lernen:

Diese Entscheidung könnte ohnehin wieder geöffnet werden.

Dann investieren sie weniger in die Umsetzung.

Sie warten.

Sie sichern sich ab.

Sie treffen weniger Folgeentscheidungen.

Sie holen zusätzliche Bestätigungen ein.

Sie dokumentieren stärker.

Oder sie versuchen vorherzusagen, welche Entscheidung am Ende tatsächlich Bestand haben wird.

Formal trifft das Unternehmen weiterhin Entscheidungen.

Gleichzeitig lernen die Menschen:

Diesen Entscheidungen kann ich weniger vertrauen.

Das kostet Geschwindigkeit.

Und es kostet Verantwortung.

 

 

 

Wenn ein zweiter Entscheidungsraum entsteht

 

Ein weiteres Warnsignal ist die Entstehung informeller Entscheidungswege.

Im offiziellen Meeting wird entschieden.

Danach beginnen:

Einzelgespräche,

Telefonate,

Nachrichten,

Gespräche mit einzelnen Gesellschaftern,

oder informelle Absprachen.

Irgendwann existieren zwei Räume:

der offizielle Entscheidungsraum

und der Raum, in dem entschieden wird, was tatsächlich geschieht.

Für Führung ist das problematisch.

Denn Protokolle und formale Zuständigkeiten bilden dann zunehmend weniger die tatsächliche Machtstruktur ab.

 

 

 

Welche Rolle können narzisstisch geprägte Verhaltensmuster spielen?

 

Manche Menschen können Entscheidungen gut akzeptieren, solange diese mit ihren eigenen Vorstellungen übereinstimmen.

Schwieriger kann es werden, wenn sie:

Widerspruch erleben,

Einfluss verlieren,

eine Grenze akzeptieren sollen,

oder eine Entscheidung gegen die eigene Präferenz mittragen müssen.

Ausgeprägtes Anspruchsdenken, Kontrollbedürfnis oder eine starke Empfindlichkeit gegenüber Statusverlust können dabei eine Rolle spielen.

Solche Muster können auch bei narzisstisch geprägtem Verhalten auftreten.

Für die unternehmerische Entscheidung ist eine Ferndiagnose weniger hilfreich.

Wichtiger sind beobachtbare Fragen:

Kann diese Person eine Entscheidung mittragen, die weniger ihrer eigenen Präferenz entspricht?

Bleiben Vereinbarungen auch dann belastbar?

Kann ein Nein akzeptiert werden, ohne dass die Entscheidung anschließend auf einem anderen Weg wieder geöffnet wird?

 

 

 

Professionelle Kooperation zeigt sich nach einem Nein

 

Solange alle Beteiligten bekommen, was sie möchten, ist Kooperation leicht.

Interessant wird sie dort, wo Interessen auseinandergehen.

Professionelle Zusammenarbeit kann bedeuten:

„Ich sehe es anders. Die Entscheidung ist gefallen. Ich trage sie mit.“

Sie kann ebenso bedeuten:

„Es gibt neue Informationen. Deshalb sollten wir die Entscheidung erneut prüfen.“

Beides ist legitim.

Problematisch wird es, wenn eine formale Zustimmung nur eine Zwischenstation ist und die eigentliche Auseinandersetzung anschließend informell weitergeht.

 

 

 

Was Unternehmen konkret klären können

 

Bei wichtigen Entscheidungen sollte nachvollziehbar sein:

Was wurde entschieden?

Wer hat entschieden?

Wer wurde beraten oder einbezogen?

Auf welcher Informationsgrundlage wurde entschieden?

Welche wesentlichen Annahmen liegen zugrunde?

Wer übernimmt welche Verantwortung für die Umsetzung?

Unter welchen Bedingungen darf die Entscheidung erneut geöffnet werden?

Diese Klarheit bedeutet weniger Bürokratie um ihrer selbst willen.

Sie schützt den Handlungsspielraum.

 

 

 

Zwei Fragen vor der nächsten Wiedereröffnung

 

Wenn eine bereits getroffene Entscheidung erneut grundsätzlich diskutiert werden soll, helfen zwei einfache Fragen:

Was hat sich seit unserer Entscheidung verändert?

Und:

Ist diese Veränderung wesentlich genug, um die Entscheidung wieder zu öffnen?

Damit verschiebt sich die Diskussion.

Weg von:

„Ich möchte noch einmal darüber sprechen.“

Hin zu:

„Welche neue Entscheidungsgrundlage liegt vor?“

Das schafft Klarheit.

 

 

 

Der Fünf-Entscheidungen-Test

 

Wenn du den Eindruck hast, dass Entscheidungen in deinem Unternehmen zunehmend unverbindlich werden, nimm die letzten fünf wichtigen Entscheidungen.

Prüfe:

Was wurde entschieden?

Wer war beteiligt?

Was geschah anschließend?

Wurde die Entscheidung umgesetzt?

Wurde sie erneut geöffnet?

Was hatte sich tatsächlich verändert?

Wer initiierte die Wiedereröffnung?

Gab es Unterschiede zwischen Entscheidungen, die bestimmten Personen gefielen, und solchen, die ihnen weniger gefielen?

Wurden Fakten geschaffen, bevor eine erneute Abstimmung möglich war?

Und:

Wie zuverlässig ließ sich aus einer Entscheidung vorhersagen, was anschließend geschieht?

Das kann ein sehr klares Bild ergeben.

 

 

 

Verbindlichkeit und Flexibilität gehören zusammen

 

Ein gut geführtes Unternehmen braucht beides.

Entscheidungen müssen korrigierbar sein.

Und sie müssen gleichzeitig genügend Verbindlichkeit besitzen, damit Menschen handeln können.

Ohne Korrektur wird ein Unternehmen starr.

Ohne Verbindlichkeit wird es unberechenbar.

Die Kunst besteht darin, klar zu unterscheiden:

Wann haben wir neue Informationen?

Und:

Wann führen wir dieselbe Auseinandersetzung nur erneut?

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Wenn du Geschäftsführer, Unternehmer oder Gesellschafter bist und Entscheidungen, Vereinbarungen oder Entscheidungsrechte zunehmend zum Konflikt werden, lohnt sich eine strukturierte Betrachtung.

Geht es um unklare Rollen?

Unterschiedliche Vorstellungen von Entscheidungsbefugnissen?

Informelle Macht?

Abhängigkeiten?

Wiederholte Alleingänge?

Vollendete Tatsachen?

Oder schwierige beziehungsweise narzisstisch geprägte Verhaltensmuster?

Im Executive Sparring können wir solche Situationen vertraulich sortieren.

Dabei geht es weniger darum, wer die schwierigere Persönlichkeit besitzt.

Es geht um die Frage:

Welche Struktur brauchen wir, damit Entscheidungen wieder belastbar werden und du deinen Handlungsspielraum zurückgewinnst?

 

 

 

Fazit

 

Eine Entscheidung, die korrigiert werden kann, ist professionell.

Eine Entscheidung, die jederzeit ohne klare Kriterien wieder offen ist, verliert ihren Wert.

Achte deshalb weniger nur darauf, was entschieden wird.

Achte auch darauf:

Wann gilt eine Entscheidung als entschieden?

Wer kann sie wieder öffnen?

Was muss sich dafür verändert haben?

Und:

Stimmt das, was anschließend geschieht, mit dem überein, was gemeinsam beschlossen wurde?

Denn Verbindlichkeit bedeutet weniger Starrheit.

Verbindlichkeit schafft die Sicherheit, auf deren Grundlage Menschen handeln können.

 

 

 

Verwandte Unternehmensdynamiken

 

Schwierige Macht- und Konfliktdynamiken treten häufig gemeinsam auf. Je nach Situation können deshalb auch diese Themen relevant sein:

Wenn Entscheidungen im Unternehmen ihre Verbindlichkeit verlieren

Wenn sich das Unternehmen an eine schwierige Schlüsselperson anpasst

Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen

Wenn Verantwortung im Unternehmen plötzlich ihre Richtung verändert

Bei ausgeprägt schwierigen oder narzisstisch geprägten Verhaltensmustern:

Narzissmus im Unternehmen

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Kontext

 

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Narzisstischer Co-Founder? Warnsignale im Startup erkennen

Narzisstischer Co-Founder?

Warnsignale im Startup erkennen
Narzissten in Start-Ups

Narzisstische Co-Founder im Startup

 

Wenn aus gemeinsamer Vision ein Machtkampf wird

 

Am Anfang kann es großartig aussehen.

Eine Idee.

Energie.

Mut.

Tempo.

Zwei oder mehrere Menschen, die überzeugt sind:

Wir bauen hier etwas Besonderes auf.

Gerade in Startups können selbstbewusste, charismatische und risikobereite Persönlichkeiten viel bewegen.

Schwierig wird es, wenn aus Selbstvertrauen Anspruchsdenken wird.

Aus Überzeugung Unfehlbarkeit.

Aus Führungsstärke Kontrolle.

Und aus unterschiedlichen Perspektiven ein Machtkampf.

Dann taucht schnell die Frage auf:

Habe ich mit einem narzisstischen Co-Founder gegründet?

Für deine nächsten Entscheidungen ist häufig eine andere Frage hilfreicher:

Welche Verhaltensmuster erlebe ich – und welche Risiken entstehen daraus für mich und das Unternehmen?

 

 

 

Du brauchst keine Diagnose

 

Der Begriff Narzissmus wird heute schnell verwendet.

Ein selbstbewusster Gründer ist weniger automatisch narzisstisch.

Ehrgeiz ebenfalls.

Große Visionen.

Risikobereitschaft.

Dominanz.

Selbstdarstellung.

All das kann viele Ursachen haben.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung gehört in professionelle Diagnostik.

Für deine Situation als Mitgründer brauchst du diese Diagnose häufig weniger.

Du kannst beobachten:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Wie werden Entscheidungen getroffen?

Wie wird mit Kritik umgegangen?

Kann Verantwortung übernommen werden?

Sind Grenzen verhandelbar?

Werden Informationen transparent geteilt?

Kann dein Co-Founder andere Perspektiven gelten lassen?

Ist eine faire Klärung möglich?

Das sind geschäftlich relevante Fragen.

 

 

 

Warum schwierige Co-Founder anfangs besonders überzeugen können

 

Startups belohnen einige Eigenschaften, die später problematisch werden können.

Große Zuversicht.

Risikobereitschaft.

Durchsetzungsstärke.

Charisma.

Geschwindigkeit.

Überzeugungskraft.

Die Bereitschaft, gegen Widerstände anzutreten.

Gerade in der frühen Phase können diese Eigenschaften Investoren, Mitarbeitende und Kunden begeistern.

Deshalb wird problematisches Verhalten manchmal lange als Teil des Gründergeists interpretiert.

„So ist er eben.“

„Sie ist einfach extrem ehrgeizig.“

„Ohne diese Energie wären wir niemals so weit gekommen.“

Das kann stimmen.

Die entscheidende Frage lautet trotzdem:

Was passiert, sobald Interessen auseinandergehen?

 

 

 

Der eigentliche Test beginnt bei Konflikten

 

Solange alle dasselbe wollen, funktionieren viele Beziehungen hervorragend.

Interessant wird es bei:

  • Geld.
  • Anteilen.
  • Macht.
  • Strategie.
  • Status.
  • Personalentscheidungen.
  • Investoren.
  • Verantwortung.
  • und der Frage, wer am Ende entscheidet.

Dann zeigt sich die Qualität einer Gründerbeziehung.

Kann gestritten und anschließend weitergearbeitet werden?

Können Fehler eingeräumt werden?

Sind Kompromisse möglich?

Gibt es verlässliche Regeln?

Oder wird jeder Konflikt zum Kampf um Kontrolle?

 

 

 

12 Warnsignale bei Co-Foundern

 

Ein einzelner schwieriger Moment sagt wenig.

Achte auf wiederkehrende Muster.

 

1. Die gemeinsame Vision wird zur persönlichen Vision

 

Am Anfang hieß es:

„Unser Unternehmen.“

Später entsteht zunehmend:

„Meine Idee.“

„Meine Strategie.“

„Meine Leute.“

„Meine Investoren.“

Der Mitgründer wird vom Partner zum Statisten.

 

 

2. Erfolge gehören einem Menschen

 

Erfolge werden persönlich beansprucht.

Fehler dagegen verteilt.

Auf Mitarbeitende.

Marktbedingungen.

Investoren.

Dienstleister.

Oder auf dich.

Wenn Verantwortung dauerhaft asymmetrisch verteilt wird, entsteht ein strukturelles Problem.

 

 

 

3. Equity wird mit persönlichem Wert verwechselt

 

Gründeranteile sind ein sensibles Thema.

Problematisch wird es, wenn Diskussionen über Beteiligung weniger sachlich geführt werden und stattdessen zum Beweis persönlicher Bedeutung werden:

„Ohne mich gäbe es die Firma überhaupt nicht.“

„Ich bin das Unternehmen.“

Dann wird eine wirtschaftliche Frage schnell zur Statusfrage.

 

 

 

4. Entscheidungen werden nachträglich umgedeutet

 

Eine Vereinbarung war gestern eindeutig.

Heute klingt sie plötzlich anders.

„Das war doch nur eine Idee.“

„So haben wir das nie beschlossen.“

„Du hast das falsch verstanden.“

Je häufiger das geschieht, desto wichtiger werden Protokolle, Verträge und nachvollziehbare Entscheidungswege.

 

 

 

5. Kritik wird als Illoyalität interpretiert

 

Du hinterfragst eine Entscheidung.

Plötzlich wird weniger über die Entscheidung gesprochen.

Stattdessen über dich.

„Du stehst offensichtlich weniger hinter dem Unternehmen.“

„Warum sabotierst du das?“

„Du bist viel zu negativ.“

Jetzt wird fachlicher Widerspruch zur Loyalitätsprüfung.

 

 

 

6. Investoren bekommen eine andere Geschichte

 

Besonders heikel wird es, wenn gegenüber Investoren, Mitarbeitenden und Mitgründern unterschiedliche Versionen derselben Situation erzählt werden.

Dann kann Informationskontrolle zur Machtquelle werden.

Prüfe Aussagen möglichst direkt.

Weniger über Dritte. Mehr mit den beteiligten Menschen.

 

 

 

7. Mitarbeitende werden zu Verbündeten gemacht

 

Teams können in Lager zerfallen.

„Meine Leute.“

„Deine Leute.“

Einzelne Mitarbeitende werden bevorzugt.

Andere abgewertet.

Informationen werden selektiv verteilt.

So entsteht aus einem Unternehmenskonflikt eine Organisationsdynamik.

 

 

 

8. Rollen und Zuständigkeiten verschwimmen

 

Auf dem Papier sind Verantwortungsbereiche klar.

In der Praxis greift ein Co-Founder ständig in die Bereiche des anderen ein.

Entscheidungen werden übergangen.

Mitarbeitende erhalten widersprüchliche Anweisungen.

Das schafft Unsicherheit und untergräbt Führung.

 

 

 

9. Grenzen erzeugen Eskalation

 

Du bestehst auf:

einer vertraglichen Regel,

einem vereinbarten Prozess,

Transparenz,

einer gemeinsamen Entscheidung.

Und plötzlich steigt der Druck.

Dann ist weniger die Grenze das Problem.

Interessant ist die Reaktion darauf.

 

 

 

10. Große Risiken werden persönlich aufgeladen

 

Startups brauchen Risikobereitschaft.

Gute Risikobereitschaft beinhaltet jedoch:

Alternativen prüfen.

Informationen einbeziehen.

Gegenargumente hören.

Konsequenzen abschätzen.

Problematisch wird es, wenn Zweifel als Schwäche gelten und Widerspruch als Angriff.

 

 

 

11. Nach außen Charme, nach innen Druck

 

Investoren und Öffentlichkeit erleben eine beeindruckende Persönlichkeit.

Intern sieht es anders aus.

Abwertung.

Druck.

Drohungen.

wechselnde Regeln.

Dieses starke Gefälle zwischen Außen- und Innenwirkung verdient Aufmerksamkeit.

 

 

12. Du beginnst, deiner Wahrnehmung weniger zu trauen

 

Nach Meetings bist du zunehmend verwirrt.

Was wurde eigentlich beschlossen?

Warst du wirklich unfair?

Hast du überreagiert?

Warum erinnert sich dein Gegenüber so anders?

Dann brauchst du mehr Fakten.

Dokumentation.

Unabhängige Perspektiven.

Und klare Trennung zwischen:

Was ist geschehen?

und

Wie wird es interpretiert?

 

 

 

Der Co-Founder-Realitätscheck

 

Bei schwierigen Dynamiken helfen fünf Fragen:

 

1. Was ist konkret geschehen?

Beobachtbares Verhalten.

Keine Diagnose.

 

2. Was war vereinbart?

Vertraglich, schriftlich oder nachvollziehbar dokumentiert.

 

3. Ist das ein Einzelfall oder ein Muster?

Ein Fehler ist etwas anderes als ein wiederkehrendes Vorgehen.

 

4. Was steht tatsächlich auf dem Spiel?

Anteile?

Kapital?

Mitarbeitende?

Kunden?

Reputation?

Deine persönliche Haftung?

 

5. Ist eine tragfähige Klärung möglich?

Kann dein Co-Founder zuhören?

Verhandeln?

Verantwortung übernehmen?

Vereinbarungen akzeptieren?

Klärbarkeit ist häufig wichtiger als das Etikett Narzissmus.

 

 

 

Startup-Romantik ist kein Governance-Modell

 

Gerade zu Beginn lautet vieles:

  • „Wir kennen uns.“
  • „Wir vertrauen uns.“
  • „Wir regeln das später.“
  • „Wir brauchen dafür doch keinen Vertrag.“

Das klingt sympathisch.

Und kann teuer werden.

Gute Governance ist weniger Ausdruck von Misstrauen.

Sie schafft Klarheit für Situationen, in denen Interessen irgendwann auseinandergehen.

Dazu gehören je nach Startup beispielsweise:

Zuständigkeiten.

Entscheidungsrechte.

Equity.

Vesting.

Informationsrechte.

Vergütung.

Umgang mit Konflikten.

Ausscheiden von Gründern.

Deadlock-Regelungen.

und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.

Die konkrete rechtliche Gestaltung gehört selbstverständlich in fachkundige juristische Hände.

 

 

 

Dokumentiere wichtige Entscheidungen

 

Je schwieriger die Dynamik, desto wichtiger wird Nachvollziehbarkeit.

Nach einem wichtigen Gespräch kann eine kurze Zusammenfassung helfen:

„Zur Sicherheit halte ich fest, was wir heute vereinbart haben …“

Das reduziert spätere Interpretationsspielräume.

Und es zwingt alle Beteiligten dazu, Unklarheiten früh anzusprechen.

 

 

 

Vermeide den Diagnosekampf

 

Deinem Co-Founder zu sagen:

„Du bist ein Narzisst.“

wird die Situation selten verbessern.

Das Etikett lässt sich diskutieren.

Konkretes Verhalten wesentlich schwerer.

Hilfreicher:

„Diese Entscheidung fällt laut unserer Vereinbarung gemeinsam.“

„Ich stimme dieser Änderung so weniger zu.“

„Bitte halte die Entscheidung schriftlich fest.“

„Darüber entscheide ich nach Prüfung.“

„Das ist eine andere Vereinbarung als die, die wir bisher getroffen haben.“

Klarheit schlägt Diagnose.

 

 

 

Bereite wichtige Gespräche vor

 

Improvisation ist bei angespannten Gründerkonflikten häufig teuer.

Vor wichtigen Gesprächen kläre:

Was möchte ich erreichen?

Welche Punkte sind unverhandelbar?

Wo habe ich Spielraum?

Welche Reaktion ist wahrscheinlich?

Welche Informationen brauche ich?

Was sage ich bei einem persönlichen Angriff?

Wann unterbreche ich das Gespräch?

Welche Vereinbarung soll anschließend schriftlich feststehen?

Gute Vorbereitung schafft Handlungsspielraum.

 

 

 

Behalte deine eigene Handlungsfähigkeit

 

Schwierige Co-Founder-Dynamiken können Menschen enorm beschäftigen.

Gedanklich.

Emotional.

Körperlich.

Dann besteht die Gefahr, dass jede nächste Aktion aus Ärger, Angst oder Erschöpfung entsteht.

Gerade jetzt brauchst du möglichst viel innere Klarheit.

Das bedeutet:

Informationen sammeln.

Optionen prüfen.

Beratung nutzen.

Gespräche vorbereiten.

Pausen zwischen Reiz und Reaktion schaffen.

Und wichtige Entscheidungen möglichst aus einem stabilen Zustand heraus treffen.

 

 

 

Welche Optionen hast du?

 

Die Antwort lautet weniger immer:

Trennung.

Mögliche Wege können je nach Situation sein:

Rollen neu klären.

Entscheidungswege verändern.

Zuständigkeiten trennen.

Governance stärken.

Moderation einbeziehen.

Anteile verändern.

einen Ausstieg vorbereiten.

oder die Zusammenarbeit beenden.

Welche Option sinnvoll ist, hängt stark von:

Verträgen.

Machtverhältnissen.

Finanzierung.

Unternehmensphase.

persönlichen Zielen.

und rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

 

 

 

Wenn Investoren beteiligt sind

 

Investoren können wichtige Stakeholder sein.

Gleichzeitig solltest du weniger voraussetzen, dass sie automatisch die gesamte zwischenmenschliche Dynamik erkennen.

Sie sehen möglicherweise:

  • Zahlen.
  • Wachstum.
  • Vision.
  • Charisma.

Sie erleben weniger den täglichen Umgang.

Wenn Konflikte für das Unternehmen relevant werden, braucht Kommunikation deshalb:

  • Fakten.
  • konkrete Beispiele.
  • geschäftliche Auswirkungen.
  • und nachvollziehbare Risiken.

Weniger:

„Mein Co-Founder ist ein Narzisst.“

Mehr:

„Diese wiederkehrenden Entscheidungs- und Kommunikationsmuster erzeugen folgende Risiken …“

Das ist geschäftlich anschlussfähiger.

 

 

 

Wenn Mitarbeitende betroffen sind

 

Gründerkonflikte bleiben selten zwischen den Gründern.

Mitarbeitende merken:

  • widersprüchliche Entscheidungen.
  • Lagerbildung.
  • Spannung.
  • Informationskontrolle.
  • wechselnde Prioritäten.
  • Dann drohen:
  • Unsicherheit.
  • Fluktuation.
  • Produktivitätsverlust.
  • Vertrauensverlust.

Deshalb gehört zur Strategie auch die Frage:

Wie schützen wir Organisation und Mitarbeitende vor der Gründerkonfliktdynamik?

 

 

 

Wenn eine Trennung wahrscheinlicher wird

 

Dann steigt die Bedeutung professioneller Begleitung.

Rechtlich.

Steuerlich.

Finanziell.

Strategisch.

Und kommunikativ.

Wichtig ist jetzt weniger, im letzten Streit noch zu gewinnen.

Wichtig ist:

ein tragfähiges Ergebnis.

Welche Informationen brauchst du?

Welche Grenzen?

Welche Alternativen?

Welche Kommunikation?

Welche Reihenfolge?

Welche Risiken?

Gerade bei hoher wirtschaftlicher Tragweite lohnt sich frühzeitige professionelle Beratung.

 

 

 

Unterstützung bei schwierigen Co-Founder-Dynamiken

 

Wenn du in einer Startup-Konstellation steckst, die zunehmend schwer einzuschätzen ist, können wir deine Situation gemeinsam sortieren.

Ohne Ferndiagnosen.

Mit Blick auf:

Verhaltensmuster.

Macht- und Entscheidungsstrukturen.

Kommunikation.

deine Grenzen.

deine Optionen.

wichtige Gespräche.

und die Frage, wie du möglichst klar und handlungsfähig bleibst.

Meine Unterstützung konzentriert sich auf die psychologische, strategische und kommunikative Seite.

Für rechtliche, steuerliche, finanzielle oder gesellschaftsrechtliche Fragen gehören die jeweils qualifizierten Fachleute dazu.

→ Unterstützung im Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Die gefährlichste Frage in einem Gründerkonflikt lautet manchmal:

„Wer von uns hat recht?“

Eine stärkere Frage lautet:

„Welche Struktur, welche Entscheidungen und welche nächsten Schritte schützen das Unternehmen und meine Handlungsfähigkeit?“

Denn am Ende entscheidet weniger das psychologische Etikett über deine Zukunft.

Entscheidend ist:

Welche Zusammenarbeit tatsächlich möglich ist – und welche Konsequenzen du daraus ziehst.

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Was tun bei Narzissten im Start-up? Tipps von Therapeut und Unternehmensberater

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Antworten auf häufige Fragen

Woran erkenne ich einen narzisstischen Co-Founder?

Eine Diagnose lässt sich aus dem Geschäftsverhalten allein kaum zuverlässig ableiten. Relevant sind wiederkehrende Muster wie fehlende Verantwortungsübernahme, asymmetrische Regeln, Grenzüberschreitungen, Schuldumkehr, Informationskontrolle und mangelnde Klärbarkeit.

Sind selbstbewusste und risikofreudige Gründer narzisstisch?

Nein. Selbstvertrauen, Ehrgeiz, Charisma und Risikobereitschaft erlauben keine solche Schlussfolgerung.

Sollte ich meinen Co-Founder mit meinem Verdacht konfrontieren?

Meist ist es hilfreicher, konkrete Verhaltensweisen, Zuständigkeiten und Vereinbarungen anzusprechen.

Was hilft bei ständig veränderten Absprachen?

Klare Dokumentation und nachvollziehbare Entscheidungswege können Orientierung schaffen. Rechtlich relevante Vereinbarungen gehören in fachkundige juristische Hände.

Können Investoren helfen?

Das hängt von Situation und Governance ab. Wenn Investoren einbezogen werden, sind konkrete geschäftliche Auswirkungen und dokumentierbare Vorgänge meist hilfreicher als psychologische Etiketten.

Wann sollte ich professionelle Unterstützung suchen?

Je höher wirtschaftliche oder persönliche Risiken werden und je schwieriger eine konstruktive Klärung erscheint, desto sinnvoller kann eine frühe unabhängige Perspektive sein.

Was ist ein Startup?

Ein Startup ist ein junges Unternehmen, das mit der Idee gegründet wurde, eine einzigartige Produkt- oder Dienstleistungsidee zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Diese Unternehmen zeichnen sich oft durch ihre Innovationskraft und ihr Wachstumspotenzial aus. Startups füllen Marktlücken oder bieten neue Lösungen für bestehende Probleme, indem sie neue Technologien, Geschäftsmodelle oder Ansätze nutzen. Das Hauptziel eines Startups ist es, schnell zu wachsen und eine stabile Position auf dem Markt zu erreichen. In vielen Fällen suchen Startups nach Investitionen von Außenstehenden, wie beispielsweise Risikokapitalgebern, um ihre Entwicklung und Expansion zu finanzieren.

Wann ist ein Startup kein Startup mehr?

Ein Unternehmen verliert seinen Status als Startup, sobald es bestimmte Entwicklungsphasen durchlaufen und spezifische Meilensteine erreicht hat. Es gibt mehrere Schlüsselindikatoren dafür, dass ein Unternehmen den Startup-Status hinter sich gelassen hat.

 

1. Nachhaltige Rentabilität

Der erste Indikator ist eine nachhaltige Rentabilität. Das Unternehmen generiert konstant mehr Einnahmen als Kosten und ist nicht mehr auf externe Finanzierungen angewiesen. Das Unternehmen ist in der Lage, zu skalieren.

 

2. Marktstabilität

Es hat eine stabile Position auf dem Markt erreicht, mit einem festen Kundenstamm und anerkannter Marke. 

 

3. Organisationsstruktur

ist formalisiert, mit etablierten Abteilungen, Managementsystemen und Verfahren. Das Geschäftsmodell wurde erfolgreich skaliert und das Unternehmen hat möglicherweise auch international expandiert.

 

4. Finanzierungsrunden

In späteren Finanzierungsrunden, insbesondere bei einem Börsengang oder einer Übernahme durch ein größeres Unternehmen, hat es seine Reife in Bezug auf das Geschäftsmodell unter Beweis gestellt.

 

6. Produkt- oder Dienstleistungsdiversifikation

Das Unternehmen hat sein ursprüngliches Angebot erweitert und diversifiziert, um mehrere Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.

 

 

Es ist wichtig zu beachten, dass es keine strikte Definition gibt, und die Übergänge fließend sein können. Manche betrachten auch die Zeit oder die Anzahl der Mitarbeiter als Indikatoren, doch diese können je nach Branche und Markt stark variieren.

Worunter könnten die Mitgründer eines Startups leiden, wenn einer der Gründer Narzisst ist?

Die Arbeitsbeziehung mit einem narzisstischen Mitgründer kann erhebliche Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der anderen Mitgründers haben. Einige der möglichen negativen Auswirkungen sind:

 

1. Stress und Angst

Die ständige Konfrontation mit Konflikten, Machtspielen und der Unberechenbarkeit des Verhaltens eines narzisstischen Mitgründers kann zu einem erhöhten Stress- und Angstniveau führen.

2. Burnout

Die hohe Arbeitsbelastung in Verbindung mit emotionalem Druck und ständiger Anspannung kann zu Burnout führen, einem Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung.

3. Geringes Selbstwertgefühl

Narzisstische Mitgründer neigen dazu, die Leistungen anderer herabzusetzen oder zu kritisieren, was das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der nicht-narzisstischen Mitgründer beeinträchtigen kann.

 

4. Gefühl der Isolation

Die toxische Dynamik und das Gefühl, nicht gehört oder geschätzt zu werden, können zu einem Gefühl der Isolation und Einsamkeit führen, selbst innerhalb des Teams.

 

5. Depressive Symptome

Langfristige Exposition gegenüber einer toxischen Arbeitsumgebung kann zu depressiven Symptomen führen, einschließlich anhaltender Niedergeschlagenheit, Verlust des Interesses und der Freude an der Arbeit und allgemeiner Antriebslosigkeit.

 

6. Verschlechterung zwischenmenschlicher Beziehungen

Der Druck und die Spannungen können sich auch auf Beziehungen außerhalb der Arbeit auswirken, einschließlich familiärer und freundschaftlicher Beziehungen.

 

7. Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse

In dem Bemühen, den Anforderungen des Start-ups und den Erwartungen des narzisstischen Mitgründers gerecht zu werden, können nicht-narzisstische Mitgründer ihre eigenen Bedürfnisse und ihre Gesundheit vernachlässigen.

8. Zweifel an der eigenen Kompetenz

Ständige Kritik und das Bedürfnis, sich zu beweisen, können dazu führen, dass nicht-narzisstische Mitgründer an ihren eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zweifeln. Es kommt auch zum Impostor-Syndrom.

 

Für Betroffene ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, beispielsweise klare Grenzen zu setzen, Unterstützung bei Kollegen, Mentoren oder professionellen Beratern zu suchen und eine gesunde Work-Life-Balance zu pflegen. Das Erkennen der eigenen Grenzen und der Bedeutung der psychischen Gesundheit ist entscheidend, um langfristig produktiv und engagiert zu bleiben.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen dir zum Thema? Sind dir narzisstische Personen in Start-ups begegnet?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

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22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. August 2019
Überarbeitung: 10. Januar 2022
English version: https://www.karstennoack.com/narcissists-in-leadership-positions/
AN: #534
K: CNC
Ü:

Narzisstische Geschäftspartner: Warnsignale & Umgang

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird
Durchblick

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

 

Warnsignale erkennen, Dynamiken einordnen und handlungsfähig bleiben

 

Am Anfang war die Zusammenarbeit überzeugend.

Energie.

Ideen.

Große Pläne.

Vielleicht sogar außergewöhnliche Erfolge.

Und irgendwann verändert sich etwas.

Vereinbarungen werden unterschiedlich erinnert.

Entscheidungen fallen plötzlich im Alleingang.

Erfolge haben einen eindeutigen Urheber.

Für Fehler sind andere verantwortlich.

Widerspruch führt zu persönlichen Angriffen, Rückzug oder Machtspielen.

Und du beginnst dich zu fragen:

„Hat mein Geschäftspartner narzisstische Züge?“

Diese Frage kann verständlich sein.

Für deine nächsten Schritte ist eine andere Frage meist hilfreicher:

Was geschieht konkret – und welche Bedeutung hat dieses Verhalten für unsere Zusammenarbeit?

 

 

 

Eine Diagnose brauchst du für deine Entscheidung selten

 

Aus der Distanz lässt sich keine seriöse Diagnose stellen.

Und für deine geschäftlichen Entscheidungen brauchst du sie meist auch nicht.

Wichtiger sind beobachtbare Fragen:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Ist Verantwortung möglich?

Wie reagiert dein Geschäftspartner auf Widerspruch?

Können unterschiedliche Interessen offen besprochen werden?

Wie werden gemeinsame Erfolge verteilt?

Was geschieht nach Fehlern?

Werden Informationen transparent geteilt?

Sind Grenzen möglich?

Und lassen sich Konflikte tatsächlich klären?

Ein einzelnes schwieriges Gespräch sagt wenig.

Wiederkehrende Muster sagen wesentlich mehr.

 

 

 

11 Warnsignale bei schwierigen Geschäftspartnern

 

1. Vereinbarungen verändern sich im Nachhinein

 

Ihr habt etwas besprochen.

Später klingt die Geschichte plötzlich anders.

Das kann gelegentlich durch unterschiedliche Erinnerungen entstehen.

Wenn daraus ein wiederkehrendes Muster mit einseitigem Vorteil wird, lohnt sich Aufmerksamkeit.

 

 

 

2. Entscheidungen fallen zunehmend im Alleingang

 

Gemeinsame Verantwortung braucht gemeinsame Entscheidungsprozesse.

Kritisch wird es, wenn dein Geschäftspartner regelmäßig Tatsachen schafft und dich anschließend darüber informiert.

 

 

 

3. Erfolge werden vereinnahmt

 

Aus einem gemeinsamen Erfolg wird:

„Das war meine Idee.“

Beiträge anderer verschwinden zunehmend aus der Erzählung.

 

 

 

4. Verantwortung wandert

 

Bei Erfolgen steht eine Person im Mittelpunkt.

Bei Problemen tauchen plötzlich viele andere Verantwortliche auf.

Achte weniger auf einzelne Rechtfertigungen und stärker auf das wiederkehrende Muster.

 

 

 

 

5. Widerspruch verändert die Beziehung

 

Eine tragfähige geschäftliche Partnerschaft braucht unterschiedliche Meinungen.

Interessant wird deshalb:

Was geschieht, wenn du widersprichst?

Bleibt die Auseinandersetzung sachlich?

Oder folgen Abwertung, Rückzug, Druck, Drohungen oder persönliche Angriffe?

 

 

 

6. Informationen werden zu Machtmitteln

Informationen können zurückgehalten, selektiv weitergegeben oder strategisch eingesetzt werden.

Das verändert die Machtbalance innerhalb einer Partnerschaft.

 

 

 

7. Menschen werden gegeneinander ausgespielt

 

Mitarbeiter hören unterschiedliche Versionen.

Gesellschafter erhalten unterschiedliche Informationen.

Vertrauliche Aussagen gelangen gezielt zu Dritten.

So können Allianzen und Abhängigkeiten entstehen.

 

 

 

8. Regeln gelten unterschiedlich

 

Von dir werden Verbindlichkeit, Transparenz und Loyalität erwartet.

Für deinen Geschäftspartner gelten großzügigere Maßstäbe.

Eine solche Asymmetrie verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

9. Grenzen werden immer wieder getestet

 

Du formulierst eine Grenze.

Kurz darauf entsteht die nächste Situation.

Dann die nächste.

Entscheidend ist weniger die einzelne Grenzüberschreitung.

Entscheidend ist das Muster.

 

 

 

10. Das Unternehmen wird zunehmend von einer Person abhängig

 

Kundenkontakte.

Wissen.

Passwörter.

Informationen.

Mitarbeiterbeziehungen.

Entscheidungen.

Je stärker zentrale Ressourcen an einer Person hängen, desto größer wird ihr faktischer Einfluss.

 

 

 

11. Immer mehr Energie fließt in die Beziehung

 

Vielleicht ist das eines der wichtigsten Signale.

Du beschäftigst dich ständig damit:

Was wird er tun?

Wie sage ich es?

Wie wird sie reagieren?

Was geschieht beim nächsten Meeting?

Irgendwann kostet die Regulierung einer einzigen Beziehung unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit.

 

 

 

Die entscheidende Frage lautet weniger: Narzisst oder kein Narzisst?

 

Für deine nächsten Schritte sind andere Fragen hilfreicher:

Ist unter diesen Bedingungen eine tragfähige Zusammenarbeit möglich?

Welche Veränderungen wären dafür erforderlich?

Welche davon liegen tatsächlich in meinem Einflussbereich?

Welche Grenzen brauche ich?

Welche Konsequenzen folgen, wenn diese Grenzen erneut überschritten werden?

Und schließlich:

Was geschieht, wenn im Wesentlichen alles so weitergeht wie bisher?

Diese Fragen führen vom Etikett zur Entscheidung.

 

 

 

Wenn wirtschaftliche Interessen hinzukommen

 

Bei Geschäftspartnern geht es selten allein um die Beziehung.

Es geht möglicherweise auch um:

  • Unternehmensanteile.
  • Kunden.
  • Mitarbeiter.
  • Kapital.
  • Verträge.
  • Reputation.
  • Know-how.
  • Entscheidungsbefugnisse.
  • Und die Zukunft des Unternehmens.

Deshalb braucht eine solche Situation mehr als allgemeine Kommunikationstipps.

Psychologische Dynamik und Unternehmensrealität gehören gemeinsam betrachtet.

 

 

 

Was du jetzt tun kannst

 

1. Beobachtungen von Interpretationen trennen

 

Schreibe auf, was tatsächlich geschehen ist.

Wer hat was gesagt?

Was wurde vereinbart?

Was geschah anschließend?

Das schafft Klarheit.

 

 

 

2. Wiederkehrende Muster suchen

 

Ein schwieriger Tag ist ein schwieriger Tag.

Ein wiederkehrender Ablauf liefert wesentlich mehr Informationen.

 

 

 

3. Abhängigkeiten sichtbar machen

 

Wo besitzt dein Geschäftspartner Einfluss?

Wo besitzt du Einfluss?

Wo bestehen gegenseitige Abhängigkeiten?

Wo ist das Unternehmen unnötig verwundbar?

 

 

 

4. Dein Ziel klären

 

Was möchtest du erreichen?

Eine bessere Zusammenarbeit?

Klare Verantwortlichkeiten?

Neue Entscheidungsregeln?

Mehr Transparenz?

Eine Neuordnung?

Oder prüfst du bereits eine Trennung?

 

 

 

5. Das nächste wichtige Gespräch vorbereiten

 

Gerade bei festgefahrenen Macht- und Konfliktdynamiken lohnt es sich, ein entscheidendes Gespräch sorgfältig vorzubereiten.

Welche Botschaft soll ankommen?

Welche Grenze formulierst du?

Welche Fragen stellst du?

Welche Reaktionen erwartest du?

Und was tust du anschließend?

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Bei Konflikten zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern treffen persönliche Dynamiken und wirtschaftliche Interessen unmittelbar aufeinander.

Dann kann ein unabhängiger Sparringspartner helfen, die Situation zu sortieren.

Im Executive Sparring betrachten wir beispielsweise:

die konkrete Dynamik,

Interessen und Machtverhältnisse,

Abhängigkeiten,

Handlungsoptionen,

Gesprächs- und Verhandlungsstrategien,

mögliche Reaktionen

und die Konsequenzen unterschiedlicher Entscheidungen.

Dabei geht es weniger darum, deinen Geschäftspartner psychologisch zu etikettieren.

Es geht darum, deine Handlungsfähigkeit zu stärken.

→ Narzissmus im Unternehmen: Professioneller Umgang und Sparring

→ Konflikte mit Geschäftspartnern und Gesellschaftern

→ EXECUTIVE SPARRING

 

 

 

Rechtliche Fragen

 

Auseinandersetzungen zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern können erhebliche rechtliche Konsequenzen besitzen.

Verträge, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Haftung und andere juristische Fragen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.

Meine Arbeit konzentriert sich auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Strategie, Entscheidungsfindung und deine persönliche Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Dein nächster Schritt

 

Wenn du gerade in einer solchen Situation steckst, können wir mit deiner konkreten Lage beginnen.

Was geschieht?

Was steht auf dem Spiel?

Was möchtest du erreichen?

Und welcher nächste Schritt ist unter den tatsächlichen Bedingungen sinnvoll?

→ EXECUTIVE SPARRING

Video

Narzisstische Persönlichkeiten im Business: So schützt du dich als Führungskraft

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

Wie steht es mit Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Verdeckter Narzissmus bei Geschäftspartnern: 11 Warnsignale

Narzissmus: Verdeckte Narzissten als Geschäftspartner, was tun?

Schutz vor Narzissten & Co. im professionellen Kontext

Verdeckter Narzissmus bei Geschäftspartnern: 11 Warnsignale

 

Wenn das Problem lange schwer greifbar bleibt

 

Mit manchen Geschäftspartnern weißt du ziemlich schnell, woran du bist.

Bei anderen dauert es.

Die Zusammenarbeit beginnt vielleicht ausgesprochen angenehm.

Die Person wirkt bescheiden.

Kooperativ.

Verständnisvoll.

Vielleicht sogar ungewöhnlich selbstlos.

Und trotzdem entsteht mit der Zeit ein merkwürdiges Gefühl.

Vereinbarungen verschieben sich.

Verantwortung wandert.

Kritik wird persönlich genommen.

Andere Menschen scheinen plötzlich etwas völlig anderes gehört zu haben als du.

Und irgendwann fragst du dich:

Was geschieht hier?

Vielleicht bist du bei deiner Suche auf den Begriff verdeckter Narzissmus gestoßen.

Er kann bestimmte Verhaltensweisen beschreiben helfen.

Für deine geschäftlichen Entscheidungen ist eine andere Perspektive noch wertvoller:

Welche Muster beobachtest du – und welche Auswirkungen haben sie auf eure Zusammenarbeit?

 

 

 

Was bedeutet verdeckter Narzissmus?

 

Narzisstische Merkmale zeigen sich keineswegs immer durch offensichtliche Selbstdarstellung, Dominanz und lautstarkes Auftreten.

Menschen mit vulnerablen beziehungsweise verdeckt narzisstisch geprägten Tendenzen können wesentlich zurückhaltender wirken.

Sie können empfindlich auf Kritik reagieren.

Stark mit Anerkennung beschäftigt sein.

Sich schnell zurückgesetzt fühlen.

Kränkungen intensiv erleben.

Oder ihren eigenen Anteil an Konflikten schwer erkennen.

Von außen lässt sich daraus keine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren.

Und für deine unternehmerischen Entscheidungen brauchst du eine solche Diagnose meist auch gar nicht.

Entscheidend ist:

Wie verhält sich dein Geschäftspartner wiederholt – und was bedeutet dieses Verhalten für eure Zusammenarbeit?

 

 

 

11 Warnsignale, die Aufmerksamkeit verdienen

 

Keines dieser Merkmale beweist für sich genommen Narzissmus.

Interessant werden wiederkehrende Kombinationen und ihre Auswirkungen.

 

 

 

1. Bescheidenheit und Anspruch passen schwer zusammen

 

Nach außen präsentiert sich die Person vielleicht zurückhaltend.

Gleichzeitig erwartet sie besondere Rücksichtnahme, Anerkennung oder Behandlung.

Das Entscheidende ist die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und tatsächlichen Erwartungen.

 

 

 

2. Kritik führt zu ungewöhnlich starken Reaktionen

 

Eine sachliche Rückmeldung verändert plötzlich die Atmosphäre.

Rückzug.

Kühle.

Rechtfertigung.

Gegenangriff.

Oder längeres Schweigen.

Die eigentliche Sachfrage gerät in den Hintergrund.

 

 

 

3. Verantwortung verschiebt sich regelmäßig

 

Wenn etwas gelingt, wird der eigene Anteil sichtbar.

Wenn etwas schiefläuft, stehen äußere Umstände oder andere Menschen im Mittelpunkt.

Frage dich:

Kann mein Geschäftspartner glaubwürdig eigene Verantwortung übernehmen?

 

 

4. Die Opferposition verschafft Einfluss

 

Eine Person kann tatsächlich unfair behandelt worden sein.

Deshalb ist die Opferperspektive allein kein Warnsignal.

Aufmerksam würde ich werden, wenn sie regelmäßig dazu dient, Verantwortung abzuwehren, Sonderbehandlung einzufordern oder andere Menschen unter moralischen Druck zu setzen.

 

 

 

5. Schuldgefühle ersetzen offene Verhandlungen

 

Statt eines klaren:

„Ich möchte X.“

hörst du möglicherweise:

„Nach allem, was ich für dich getan habe …“

Oder:

„Ich hätte gedacht, dass gerade du mich verstehst.“

So verschiebt sich ein geschäftlicher Interessenkonflikt auf die Beziehungsebene.

 

 

 

6. Passive Aggression ersetzt offenen Widerspruch

 

Eine Zusage wird gegeben.

Die Umsetzung verzögert sich.

Informationen fehlen.

Termine werden übersehen.

Entscheidungen werden scheinbar missverstanden.

Einzelne Vorfälle können passieren.

Ein wiederkehrendes Muster verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

7. Erfolge werden subtil vereinnahmt

 

Die Person stellt sich keineswegs offensichtlich auf die Bühne.

Und trotzdem verändert sich mit der Zeit die Geschichte darüber, wer welche Idee hatte, welchen Kunden gewonnen oder welchen Beitrag geleistet hat.

 

 

 

8. Grenzen erzeugen neue Konflikte

 

Du formulierst eine klare Grenze.

Darauf folgt vielleicht Rückzug, Enttäuschung, moralischer Druck oder eine neue Auseinandersetzung.

Die entscheidende Frage lautet:

Kann diese Person deine Grenzen respektieren, auch wenn sie ihr persönlich wenig gefallen?

 

 

 

9. Unterschiedliche Menschen bekommen unterschiedliche Geschichten

 

Du hörst später von Mitarbeitern, Gesellschaftern oder Geschäftspartnern:

„Mir wurde das ganz anders erzählt.“

Das kann zu Unsicherheit, Lagerbildung und wachsendem Misstrauen führen.

 

 

 

10. Die Beziehung bindet immer mehr Aufmerksamkeit

 

Du überlegst zunehmend:

Wie formuliere ich das?

Wie wird die Person reagieren?

Welche Information kann ich weitergeben?

Was geschieht beim nächsten Treffen?

Das ist ein wichtiges Signal.

Eine Geschäftsbeziehung darf Aufmerksamkeit beanspruchen.

Sie sollte langfristig weniger zum zentralen psychologischen Projekt deines Unternehmens werden.

 

 

 

11. Du zweifelst zunehmend an deiner eigenen Einschätzung

 

Nach Gesprächen fragst du dich:

Haben wir das wirklich so vereinbart?

War meine Reaktion unangemessen?

Habe ich etwas übersehen?

Ein gelegentlicher Zweifel gehört zum menschlichen Miteinander.

Wenn deine Orientierung innerhalb dieser einen Beziehung kontinuierlich abnimmt, lohnt sich ein unabhängiger Blick.

 

 

 

Das Muster ist wichtiger als das einzelne Warnsignal

 

Fast jedes der genannten Verhaltensweisen kann gelegentlich auftreten.

Menschen sind verletzt.

Menschen erinnern Situationen unterschiedlich.

Menschen reagieren empfindlich.

Menschen machen Fehler.

Entscheidend wird deshalb das Muster.

Was wiederholt sich?

Wer profitiert davon?

Was geschieht bei Klärungsversuchen?

Kann Verantwortung übernommen werden?

Sind Grenzen möglich?

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Und besonders wichtig:

Verändert sich etwas dauerhaft, nachdem ein Problem offen angesprochen wurde?

 

 

 

Vorsicht vor der Diagnosefalle

 

Der Begriff „verdeckter Narzissmus“ kann Orientierung geben.

Er kann gleichzeitig dazu verführen, jedes Verhalten durch eine einzige Erklärung zu betrachten.

Für deine Handlungsfähigkeit ist etwas anderes wertvoller:

Beobachte Verhalten statt Gedanken zu erraten.

Du brauchst keine Gewissheit über die Persönlichkeit deines Geschäftspartners.

Du brauchst Klarheit darüber, unter welchen Bedingungen du bereit bist, mit diesem Menschen Geschäfte zu machen.

 

 

 

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

 

Bei Geschäftspartnern kommen zur persönlichen Dynamik wirtschaftliche Faktoren hinzu.

Verträge.

Unternehmensanteile.

Kunden.

Mitarbeiter.

Kapital.

Know-how.

Reputation.

Zugänge.

Entscheidungsbefugnisse.

Deshalb lohnt sich eine zweite Analyseebene:

Wie abhängig sind wir voneinander?

Welche wichtigen Ressourcen kontrolliert mein Geschäftspartner?

Welche Entscheidungen können allein getroffen werden?

Welche Informationen sind dokumentiert?

Welche Risiken entstehen, wenn der Konflikt eskaliert?

Welche Alternativen habe ich?

Damit verlässt du die reine Psychologie und kommst zurück zur Unternehmensführung.

 

 

 

Was du jetzt tun kannst

 

Beginne mit Fakten.

Dokumentiere wichtige Vereinbarungen und Entscheidungen.

Trenne Beobachtungen von Interpretationen.

Prüfe Abhängigkeiten.

Kläre deine Ziele.

Definiere deine Grenzen.

Bereite wichtige Gespräche sorgfältig vor.

Und denke verschiedene Szenarien durch:

Was geschieht, wenn sich die Zusammenarbeit verbessert?

Was geschieht, wenn sie im Wesentlichen so weiterläuft?

Was geschieht, wenn der Konflikt eskaliert?

Welche Möglichkeiten habe ich dann?

Diese Fragen schaffen Handlungsspielraum.

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Gerade bei subtilen Konfliktdynamiken kann ein unabhängiger Blick wertvoll sein.

Denn wer lange Teil einer solchen Konstellation ist, kennt jedes Detail.

Und genau diese Vielzahl von Details kann den Blick auf das Muster erschweren.

Im vertraulichen Executive Sparring können wir deine konkrete Situation betrachten.

Wir sortieren Beobachtungen und Interpretationen.

Wir analysieren Interessen und Machtverhältnisse.

Wir betrachten Abhängigkeiten.

Wir entwickeln Handlungsoptionen.

Wir bereiten Gespräche und Verhandlungen vor.

Und wir klären:

Was ist unter den tatsächlichen Bedingungen dein sinnvoller nächster Schritt?

 

 

 

Weiterführend

 

Narzissmus im Unternehmen
Vertrauliches Sparring bei schwierigen Macht- und Konfliktdynamiken.

Narzisstische Geschäftspartner
Warnsignale erkennen und handlungsfähig bleiben.

Konflikte mit Geschäftspartnern und Gesellschaftern
Wenn Interessen, Macht, Vertrauen und Unternehmensrealität aufeinandertreffen.

EXECUTIVE SPARRING
Für Situationen mit erheblicher wirtschaftlicher, strategischer oder persönlicher Tragweite.

 

 

 

Rechtliche Fragen

 

Geschäftliche Konflikte können arbeitsrechtliche, gesellschaftsrechtliche, steuerliche oder andere juristische Fragen berühren.

Dafür sind entsprechend qualifizierte Fachleute zuständig.

Meine Arbeit konzentriert sich auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Strategie, Entscheidungsfindung und persönliche Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Dein nächster Schritt

 

Wenn du dich gerade in einer solchen Situation befindest, können wir mit deiner konkreten Lage beginnen.

Was geschieht?

Was wiederholt sich?

Was steht auf dem Spiel?

Welche Möglichkeiten hast du?

Und welcher nächste Schritt bringt dich wieder in eine stärkere Position?

EXECUTIVE SPARRING

 

Antworten auf häufige Fragen

Woran erkenne ich verdeckt narzisstisches Verhalten bei einem Geschäftspartner?

Achte weniger auf einzelne Eigenschaften und stärker auf wiederkehrende Beziehungsmuster. Dazu können starke Kränkbarkeit, indirekte Abwertung, Schuldumkehr, passive Aggression, asymmetrische Erwartungen und Schwierigkeiten mit Grenzen gehören.

Was sind verdeckte Narzissen?

Verdeckte Narzissten sind eine spezielle Untergruppe von narzisstischen Persönlichkeiten. Im Gegensatz zu den offensichtlichen oder grandiosen Narzissten, die oft selbstbewusst und auffällig narzisstisch sind, verhalten sich verdeckte Narzissten subtiler und sind in der Regel schwerer zu erkennen. Hier sind einige Merkmale und Verhaltensweisen, die für verdeckte Narzissten typisch sein können:

1. Bescheidenheit und Selbstmitleid:
Verdeckte Narzissten können sich als bescheiden darstellen und oft Selbstmitleid zeigen. Sie könnten sich als Opfer fühlen und sich darüber beschweren, wie schlecht sie behandelt werden.

2. Passive Aggressivität:
Sie neigen dazu, Konflikte und Aggressionen auf passive Weise auszuleben, anstatt offen dagegen anzugehen. Dies kann in Form von stiller Feindseligkeit oder passiver Ablehnung auftreten.

3. Selbstgerechtigkeit:
Verdeckte Narzissten haben oft ein starkes Gefühl der Selbstgerechtigkeit und glauben, dass sie im Recht sind, während andere falsch liegen.

4. Opferrolle:
Sie spielen häufig die Opferrolle und versuchen, Sympathie und Unterstützung von anderen zu gewinnen, indem sie ihre vermeintlichen Leiden betonen.

5. Manipulation durch Schuldgefühle:
Sie können versuchen, andere durch Schuldgefühle zu manipulieren, indem sie sich als bedürftig oder hilflos darstellen.

6. Geringes Selbstwertgefühl:
Obwohl sie nach außen hin bescheiden wirken, haben verdeckte Narzissten oft ein niedriges Selbstwertgefühl und sind empfindlich gegenüber Kritik.

Kann jemand zurückhaltend wirken und trotzdem narzisstische Tendenzen zeigen?

Ja. Narzisstische Tendenzen müssen weniger mit demonstrativer Selbstdarstellung verbunden sein. Zurückhaltung oder Verletzlichkeit erlauben allerdings ebenso wenig eine Diagnose.

Wie unterscheide ich einen schwierigen Konflikt von einem problematischen Muster?

Achte auf Wiederholung und Klärbarkeit. Können beide Seiten Verantwortung übernehmen, Vereinbarungen treffen und Verhalten verändern? Oder wiederholt sich dieselbe Dynamik trotz zahlreicher Gespräche?

Sollte ich meinen Geschäftspartner mit meinem Verdacht konfrontieren?

In vielen Situationen ist es hilfreicher, konkretes Verhalten, Vereinbarungen und Grenzen anzusprechen. Dadurch bleibt die Kommunikation auf einer überprüfbaren Ebene.

Was hilft, wenn ich meiner eigenen Wahrnehmung zunehmend misstraue?

Dokumentiere konkrete Ereignisse und Vereinbarungen. Trenne Beobachtung von Interpretation und hole dir bei wichtigen Situationen eine unabhängige Perspektive.

Kann eine Geschäftsbeziehung mit solchen Mustern funktionieren?

Das hängt weniger von einem Etikett als von der tatsächlichen Zusammenarbeit ab. Besonders wichtig sind Verantwortungsübernahme, Verbindlichkeit, Respekt vor Grenzen und die Fähigkeit zur Klärung.

Ist passive Aggressivität ein Zeichen für verdeckten Narzissmus?

Passive Aggressivität kann in solchen Dynamiken auftreten und hat zahlreiche mögliche Ursachen. Ein einzelnes Verhalten reicht weniger für eine entsprechende Einordnung.

Weshalb sind verdeckte Narzissen so gefährlich?

Verdeckte Narzissten können in mancher Hinsicht genauso gefährlich oder sogar gefährlicher sein als offensichtliche, grandiose Narzissten. Dies liegt daran, dass ihre narzisstischen Tendenzen oft schwerer zu erkennen sind und sie subtilere, manipulative Methoden verwenden, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Hier sind einige Gründe, warum verdeckte Narzissten als gefährlich angesehen werden können:

1. Täuschende Fassade:
Verdeckte Narzissten können sich als bescheiden, hilfsbereit und unschuldig darstellen, was dazu führt, dass sie von anderen als vertrauenswürdig und unschuldig wahrgenommen werden.

2. Subtile Manipulation:
Verdeckte Narzissten setzen subtile Manipulationstaktiken ein, wie Schuldgefühle erzeugen, Opfer spielen und passive Aggression ausüben. Diese Methoden können dazu führen, dass andere sich schuldig fühlen oder unsicher sind, ohne klar zu erkennen, dass sie manipuliert werden.

3. Langfristiger Schaden:
Verdeckte Narzissten können langfristigen emotionalen und psychologischen Schaden anrichten, da ihre Manipulationen oft schwer zu identifizieren sind und über einen längeren Zeitraum hinweg wirken.

4. Schwierige Erkennung:
Aufgrund ihrer subtilen Natur können verdeckte Narzissten schwer zu erkennen sein, was es schwierig macht, ihre wahren Absichten und Verhaltensweisen zu durchschauen.

5. Geringes Selbstwertgefühl:
Trotz ihrer narzisstischen Tendenzen können verdeckte Narzissten ein niedriges Selbstwertgefühl haben, was sie dazu antreibt, sich als Opfer zu inszenieren und andere zu manipulieren, um ihre eigenen Unsicherheiten zu kompensieren.

6. Problematische Beziehungen:
In persönlichen und beruflichen Beziehungen können verdeckte Narzissten langfristig Konflikte und Probleme schaffen, da sie oft nicht offen über ihre Bedürfnisse und Absichten kommunizieren.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

P.S.

 

Gibt es Erfahrungen mit Narzissten, Tipps und andere respektvolle Kommentare? Was funktioniert und was nicht? Tauschen wir uns aus, unterstützen wir uns und machen wir uns Mut.

Artikel zu Narzissten und Narzissmus im professionellen Bereich

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Unterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. September 2023
Überarbeitung: 11. September 2023
AN: #649
English version: 
Ü:
K:

Narzissmus: Narzissten im professionellen Umfeld

Narzissmus: Narzissten im professionellen Umfeld

Schutz vor Narzissten & Co. im professionellen Kontext

 

Selbst die ungeklärtesten Persönlichkeiten, die meinen, dass sich Unternehmen in erster Linie am wirtschaftlichen Erfolg orientieren sollten, tun gut daran, die Nachteile narzisstischer Persönlichkeit zu kennen und entsprechend zu handeln. Auf den ersten Blick wirken viele Narzissten tendenziell wie Führungspersönlichkeiten. Auf den zweiten Blick sieht es anders aus, zumindest, wenn die rosarote Brille abgenommen wird. Narzissten als Führungskräfte; keine schöne Angelegenheit.

Was ist zu erwarten, was zu tun?

Achtung

 

Dieser Beitrag gilt nicht der Diagnostik pathologischer Narzissten, sondern dem Ziel, fiesen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Zur Vereinfachung nenne ich Frauen und Männer mit deutlich narzisstischen Tendenzen, die andere Menschen benachteiligen und verletzen, an dieser Stelle Narzissten und andere Fieslinge, meist Fieslinge.

Video

Narzissten im professionellen Umfeld

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Antworten auf häufige Fragen

Was sind verdeckte Narzissen?

Verdeckte Narzissten sind eine spezielle Untergruppe von narzisstischen Persönlichkeiten. Im Gegensatz zu den offensichtlichen oder grandiosen Narzissten, die oft selbstbewusst und auffällig narzisstisch sind, verhalten sich verdeckte Narzissten subtiler und sind in der Regel schwerer zu erkennen. Hier sind einige Merkmale und Verhaltensweisen, die für verdeckte Narzissten typisch sein können:

1. Bescheidenheit und Selbstmitleid:
Verdeckte Narzissten können sich als bescheiden darstellen und oft Selbstmitleid zeigen. Sie könnten sich als Opfer fühlen und sich darüber beschweren, wie schlecht sie behandelt werden.

2. Passive Aggressivität:
Sie neigen dazu, Konflikte und Aggressionen auf passive Weise auszuleben, anstatt offen dagegen anzugehen. Dies kann in Form von stiller Feindseligkeit oder passiver Ablehnung auftreten.

3. Selbstgerechtigkeit:
Verdeckte Narzissten haben oft ein starkes Gefühl der Selbstgerechtigkeit und glauben, dass sie im Recht sind, während andere falsch liegen.

4. Opferrolle:
Sie spielen häufig die Opferrolle und versuchen, Sympathie und Unterstützung von anderen zu gewinnen, indem sie ihre vermeintlichen Leiden betonen.

5. Manipulation durch Schuldgefühle:
Sie können versuchen, andere durch Schuldgefühle zu manipulieren, indem sie sich als bedürftig oder hilflos darstellen.

6. Geringes Selbstwertgefühl:
Obwohl sie nach außen hin bescheiden wirken, haben verdeckte Narzissten oft ein niedriges Selbstwertgefühl und sind empfindlich gegenüber Kritik.

Gibt es nur eine Art von Narzisst in Unternehmen?

Nein, es gibt nicht nur eine Art von Narzisst in Unternehmen. Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal oder eine Persönlichkeitsstörung, die in verschiedenen Formen und Ausprägungen auftreten kann. In Unternehmen können verschiedene Arten von Persönlichkeiten mit ausgeprägten narzisstischen Tendenzen anzutreffen sein, darunter:

1. Grandiose Narzissten:
Das sind die offensichtlichen Narzissten, die ein übermäßiges Selbstwertgefühl präsentieren, sich als überlegen betrachten wollen und nach Bewunderung suchen. Sie neigen dazu, ihre eigenen Leistungen zu betonen und andere herabzusetzen.

2. Verdeckte Narzissten:
Verdeckte Narzissten verhalten subtiler und zeigen häufig Bescheidenheit und Selbstmitleid. Sie können passive Aggression und manipulative Taktiken verwenden, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen.

3. Narzissten in altruistischer Verkleidung:
Solche Narzissten präsentieren sich als altruistisch und sozial engagiert, jedoch nur, um Bewunderung und Anerkennung zu erhalten. Sie könnten beispielsweise öffentlichkeitswirksame wohltätige Handlungen durchführen, um ihr Image zu stärken.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

P.S.

 

Gibt es Erfahrungen mit Narzissten, Tipps und andere respektvolle Kommentare? Was funktioniert und was nicht? Tauschen wir uns aus, unterstützen wir uns und machen wir uns Mut.

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

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22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Unterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. September 2023
Überarbeitung: 11. September 2023
AN: #649
English version: 
Ü:
K:

Narzisstische Manipulation: Woher wissen Narzissten, welche Knöpfe sie drücken müssen?

Narzisstische Manipulation: Woher wissen Narzissten, welche Knöpfe sie drücken müssen?

Tipps und Coaching, jedoch keinerlei Rechtsberatung!

Woher wissen Narzissten, welche Knöpfe sie drücken müssen? Narzisstische Manipulation.

Narzisstische Manipulation

 

Geht es darum zu manipulieren und auszuteilen, treffen narzisstische Zeitgenossen oft schmerzlich gut den Nerv ihrer Zielpersonen. Weshalb wissen Narzissten so genau, welche Knöpfe sie drücken müssen?

Woher wissen Narzissten, welche Knöpfe sie drücken müssen?

 

Wenn es so schlechte Zuhörer sind, und sie nur an sich interessiert sind, woher wissen Narzissten dann, welche Knöpfe sie bei anderen Menschen drücken müssen?

 

 

 

Achtung

 

Dieser Beitrag gilt nicht der Diagnostik pathologischer Narzissten, sondern dem Ziel, fiesen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Zur Vereinfachung nenne ich Frauen und Männer mit deutlich narzisstischen Tendenzen, die andere Menschen benachteiligen und verletzen, an dieser Stelle Narzissten und andere Fieslinge, meist Fieslinge.

 

 

 

Narzissten wissen, welche Knöpfe sie drücken müssen

 

Hatten Sie es jemals mit Narzissten zu tun, konnten Sie bemerken, dass diese genau wissen, welche Knöpfe sie drücken müssen, um Sie zu verärgern. Solche Leute äußern ohne zu Zögern harte, herabsetzende Aussagen, als ob diese nur darauf gewartet hätten, die Dinge zu sagen, die Sie am meisten verletzen. Solche Zeitgenossen scheinen hingegen nicht in der Lage zu sein, unterstützende Aussagen zu finden, die Ihnen guttun. Es ist, als wüssten Narzissten, welche Knöpfe sie drücken müssen, um Sie am meisten zu verletzen, während sie jegliche Unterstützung, die Sie von ihnen gebrauchen könnten, ignorieren.

Der folgende Videobeitrag widmet sich der Frage, wie es Narzissten gelingt, so gezielt die Knöpfe ihrer Zielpersonen zu drücken.

Video

DAHER wissen Narzissten, welche Knöpfe sie bei DIR drücken müssen. Narzisstische Manipulation.

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

Haben Sie Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. August 2021
Überarbeitung: 23. Januar 2023
AN: #756
K: CNC
Ü:

Unternehmensnachfolge von Narzissten

Familiäre Unternehmensnachfolge von Narzissten

Was tun, wenn die Unternehmensübernahme von einem Narzissten kompliziert wird? Tipps und Coaching, jedoch keinerlei Rechtsberatung!
Was tun, wenn die Unternehmensübernahme von einem Narzissten kompliziert wird? Tipps und Coaching, jedoch keinerlei Rechtsberatung!

Unternehmensnachfolge von Narzissten

 

Was tun, wenn die Unternehmensübernahme von einem Narzissten, einer Narzisstin kompliziert wird? Gerade bei der Familienfolge sind Enttäuschungen häufig. Es folgen Tipps, jedoch keinerlei Rechtsberatung!

Video

Video im Schnitt!

Unternehmensnachfolge von Narzissten

 

Meist wird recht spät erkannt, dass bei der Unternehmensnachfolge etwas nicht stimmt. Gerade bei der familiären Nachfolge werden die Hoffnungen der potenziell Nachfolgenden seltener erfüllt und ein gutes Stück Leben bleibt auf der Strecke.

 

 

 

Achtung

 

Dieser Beitrag gilt nicht der Diagnostik pathologischer Narzissten, sondern dem Ziel, fiesen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Zur Vereinfachung nenne ich Frauen und Männer mit deutlich narzisstischen Tendenzen, die andere Menschen benachteiligen und verletzen, an dieser Stelle Narzissten.

 

 

 

Schattenseiten von Erfolg

 

Mit nichts anzufangen und ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen, ist durchaus eine Leistung. Es erfordert Energie, Talent, harte Arbeit und Glück. Gründer stehen vor gewaltigen Herausforderungen und müssen entschlossen und von sich und ihrer Idee überzeugt sein. Kein Wunder, dass diejenigen, die nach jahrelangen Bemühungen erfolgreich sind, als Helden gefeiert werden wollen.

Ein Teil dieses Erfolges kann auf Eigenschaften zurückzuführen sein, die auch für Narzissmus typisch sind. Narzisstische Motivation ist häufig ein Grund dafür, dass sich Unternehmer dafür entscheiden, ihre eigenen Wege zu gehen.

Sind die Gründer von Familienunternehmen erst einmal erfolgreich, können der Status und die Privilegien, die der Erfolg mit sich bringt, auch zu einem ungesunden Narzissmus führen, der sich durch ein Verlangen nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, eine Fixierung auf Erfolg und öffentliche Anerkennung und einen Mangel an Empathie für andere auszeichnet. Wenn diese dunkle Seite nicht verstanden wird, kann sie die Gesundheit des Unternehmens und die Kompetenz potenzieller Nachfolger gefährden. Derartige Eigenschaften der Gründer können zu großen Stolpersteinen bei der Unternehmensnachfolge führen und die Chancen von Nachfolgern reduzieren. Fehlende Lern- und Einsichtsbereitschaft bringen viele zusätzliche Nachteile mit sich.

 

 

 

Das Unternehmen soll in der Familie bleiben

 

Wird der Nachwuchs als Erweiterung der eigenen Person betrachtet, ist klar, wer das Unternehmen einst übernehmen soll. Da wird oft schon sehr früh im Leben des Nachwuchses erwartet und darauf hingearbeitet. Widerstand wird nicht akzeptiert und entsprechend bei der Vorbereitung ans Werk gegangen. Wer sich dem widersetzen will, sollte mit Repressalien rechnen. Und selbst, wer sich dem fügt, gerät in eine ungünstige Position. Sind mehrere Anwärter vorhanden wird ein Wettbewerb gefördert, der übliche Grenzen außer Acht lässt. Angemessenheit spielt eher keine Rolle.

 

 

 

In die Falle gegangen

 

Die Aussicht, einst das Unternehmen zu übernehmen und dann eigenverantwortlich Entscheidungen treffen zu können, tröstet und wird seitens narzisstischer Nochinhaber genährt. Je weiter sich potenzielle Nachfolger engagieren, desto schwieriger wird es dem zu entkommen, denn ursprüngliche Vereinbarungen der Übernahme werden aus verschiedensten Gründen immer wieder vertagt. Solange Narzissten noch den Fuß in der Tür haben kehrt keine Ruhe ein. Es liegt in der Natur, narzisstischer Zeitgenossen ein für Infomierte recht vorhersehbares Verhalten an den Tag zu legen, das wenig Freude bereitet. Das kostet Haare, Lebensqualität, oft die besten Mitarbeitenden und führt zu weiteren Nachteilen. Betroffene verstehen die Zusammenhänge meist erst sehr spät.

 

 

 

Einfluss auf Privat- und Geschäftsleben

 

Privat- und Geschäftsleben lassen sich nur bedingt voneinander trennen und es wird oft noch komplizierter, weil weitere Rollen hinzukommen. Häufig haben angehende Nachfolger es zusätzlich mit dem Unternehmensinhaber zu tun, der weitere Ansprüche anmeldet und sich oft auch in das Tagesgeschäft einmischt. Selbst, wer eine geschäftsführende Stellung innehat wird von mehreren Rollen der Narzissten bedrängt. Das kann sehr verwirrend und belastend sein. Entsprechende Rechtsberatung ist erforderlich und hilft, doch davon unbeeindruckt richtet sich narzisstisches Verhalten nur widerwillig daran aus, wenn überhaupt.

 

 

 

Hinter der Fassade

 

So schillernd oft die Fassade narzisstischer Zeitgenossen erscheint, so düster sieht es dahinter aus. Die tief sitzenden Verletzungen, das Wissen um die eigenen Defizite und die Leere soll vor anderen Menschen und sogar sich selbst versteckt werden. Das erscheint Narzissten existenziell erforderlich und sie sind bereit dafür zu kämpfen. Schon die Ahnung es drohe eine narzisstische Verletzung führt zu Wutausbrüchen und andern unangemessenen Verhaltensweisen.

 

 

 

Was tun, wenn es sich um eine Person mit ausgeprägten narzisstischen Zügen handelt? 

 

Üblicherweise fehlt das Bewusstsein für das Thema Narzissmus und die damit verbundenen Eigenarten. Entsprechend umfangreich sind beim Zeitpunkt der Erkenntnis die schon getätigten eigenen Investitionen. Viele angehende Nachfolger werden davon überrascht, wenn es auf einmal sie betrifft. Sie wollten es nicht sehen und nun wird es kompliziert. In vielen Fällen handelt es sich um Elternteile und bei der familiären Nachfolge gibt es zusätzliche Eigenarten zu beachten. Wer sie kennt erspart sich einige graue Haare.

Was Sie tun können, wenn sich Nochinhaber oder Mehrheitsbeteiligte als Narzissten entpuppen? Sie könnten damit beginnen, den Beitrag Zu viel ist zu viel! Umgang mit Narzissten. 30 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten zu lesen. Dann können Sie sich Unterstützung für den Umgang mit Narzissten suchen. Und das schnellstens, denn es ist leichter Problemen vorzubeugen, als sie zu korrigieren. Narzissten sind äußerst empfindlich und vergessen auch vermeintliche Schmach niemals. Sie sind sich möglicherweise nicht bewusst, dass Sie etwas getan haben, was für Narzissten unentschuldbar ist. Doch Narzissten empfinden selbst nachvollziehbares, konstruktives Feedback als persönliche Beleidigung. Nachwuchs, der nicht mitspielt wird als undankbar betrachtet und muss zur Vernunft gebracht werden. Dann werden sie bestrebt sein, Sie dafür irgendwann leiden zu lassen.

Vieles, das in anderen Situationen zur guten Kommunikation und Beziehungspflege geeignet ist, verschlimmert Situationen, an denen Narzissten beteiligt sind. Bei zwischenmenschlichen Konflikte gehen Narzissten nicht fair ans Werk. Wenn sie es für erforderlich halten, nehmen sie auch eigene Nachteile in Kauf. Das kann beachtlichen Schaden anrichten, kann ganze Unternehmen und die beteiligten Menschen in den Ruin treiben. Für juristische Fragen wenden Sie sich an entsprechende Experten. Damit Sie die kommunikativen und psychologischen Möglichkeiten berücksichtigen, bin ich für Sie da.

Wenn Sie Hilfe im Umgang mit Narzissten wünschen, dann finden Sie hier weitere Informationen.

Video

38 Hinweise, um Narzissten zu erkennen | #narzissmus

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist bei der Unternehmensnachfolge zu beachten?

Es gibt keine absoluten Schritte bei der Unternehmensnachfolge, doch einige Schritte gehören üblicherweise dazu:

Auswahl geeigneter Unternehmen
Sorgfältige Prüfung des Unternehmens.
Professionellen Businessplan erstellen.
Ermittlung des Kaufpreises.
Gestaltung des Kaufvertrags.

Sind Narzissten nachtragend?

Menschen mit narzisstischen Persönlichkeistendenzen fehlt meistens die Fähigkeit, sich in andere Menschen einfühlsam einzufühlen. Solche Leute sind sie leicht kränkbar und gehen dann destruktiv, nachtragend oder sogar hasserfüllt-abwertend mit ihrer Kränkung um.

Was passiert wenn Narzissten aufeinandertreffen?

Treffen zwei Narzissten aufeinander, sind ihnen die Verhaltensweisen des anderen zwar nicht fremd. Die Narzissten beneiden einander und versuchen den anderen ständig zu übertrumpfen.

Wie reagieren Narzissten auf Rückzug?

Narzissten reagieren empfindlich auf kleinste Irritationen und Zurückweisungen, empfinden andere Menschen schnell als feindselig oder egoistisch, sind abweisend, ziehen sich zurück, reagieren beleidigt oder aggressiv.

P.S.​

 

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

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22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü: