Körpersprache: Treffen Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles

Körpersprache beim Treffen von Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles

Körpersprachenanalyse vom 29. Mai 2017
Körpersprache beim Treffen von Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles. Das Bild ist allerdings aus Berlin.

Körpersprache von Emmanuel Macron und Wladimir Putin

 

Ein erstes Zusammentreffen zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin gab es am 29. Mai 2017 in Versailles. Anlass des Besuchs aus Moskau war eine Ausstellung über die erste Frankreich-Reise von Peter dem Großen vor genau 300 Jahren.

Die Limousine des russischen Staatschefs kam über eine halbe Stunde später als geplant am goldenen Eingangstor an. Mit Absicht, oder nicht?

Der Begrüßung folgte ein langes Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin. Rund eine Stunde später als geplant folgte dann eine Pressekonferenz. Zuerst sprach Macron. An vielen Stellen wirkte Putin, als wenn ihn die Äußerungen von Macron nicht betreffen würden. Als es beispielsweise um die Rechte von Homosexuellen ging und um Peter den Großen, schaltete Putin ab. Er zeigte weder Zustimmung noch Ablehnung. Und auch sonst wirkte er weitgehend abwesend. Seine gesamte Körpersprache signalisierte Langeweile.

Ob hinter diesem Verhalten die Absicht steckt zu zeigen, dass er von Macron nicht beeindruckt ist oder er andere Gründe dafür hat, kann nur er beantworten.

Während der Pressekonferenz auf die Einflussnahme der Medienanbieter Sputnik und Russia Today angesprochen, entgegnete Wladimir Putin, dass Emmanuel Macron diesbezüglich keinen Gesprächsbedarf geäußert hätte. Macron betonte, das sei für ihn schon geklärt, seit Putin ihn zu seiner Wahl gratulierte.

Gemeinsame Interessen dürften der Grund dafür sein, dass beide politischen Vertreter signalisierten, trotz unterschiedlicher Auffassungen und fehlender körpersprachlicher Sympathiebekundungen, insbesondere bei der Bekämpfung des Terrorismus, zusammenarbeiten zu wollen.

 

 

 

Zusammentreffen auf Augenhöhe?

 

Der Handschlag der beiden wurde, nach dem Handschlag mit Donald Trump beim NATO-Treffen in Brüssel und den Bekenntnissen Macrons zu dessen Bedeutung, genauestens beobachtet. Er war angemessen und es war bei beiden sogar ein Lächeln zu sehen.

Die Körpersprache von Emmanuel Macron signalisiert in manchen Aufzeichnungen des Zusammentreffens seinen Führungsanspruch in den Gesprächen. So dominierte er mit seinen Berührungen Wladimir Putin mitunter etwas. Der reagierte darauf nicht.

 

 

 

Sie wollen sich eine eigene Meinung bilden?

 

Pas de problème. Voila, hier sind Videos bei YouTube™:

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Handshake-Gates, nicht nur bei Donald Trump

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Eine kleine Sammlung: Donald Trump & seine spezielle Handschütteltechnik
Handshake-Gates

Handshake-Gates

 

Das die bisherigen Handshake-Gates an die Tragweite der Watergate-Affäre heranreichen behauptet wohl kaum jemand. Doch gerade die eigenwilligen Begrüßungen des US-Präsidenten Donald Trump sind mittlerweile unter diesem Stichwort zu finden.

 

 

 

Eine kleine Sammlung: Donald Trump & seine Handschütteltechnik

 

Trump ist körpersprachlich nicht besonders talentiert. Das ist schon an seinen recht groben Bewegungsabläufen erkennbar. Eigentlich wird der Handschlag von Menschen seit vielen Generationen als Demonstration freundschaftlicher Absichten eingesetzt. Wer die Hand gibt, hat keine Waffe in der Hand, führt nichts im Schilde. Doch bei Trump wird der Handschlag selbst zur Waffe; eine archaisch-brachiale Machtdemonstration, wie man sie in dieser Ausprägung selbst von us-amerikanischen Präsidenten so noch nicht erlebt hat.

 

Beispiele:

  • Trump reicht dem japanischen Premierminister Shinzo Abe die Hand zunächst mit einer offenen Handfläche. Das ist erst einmal ein freundliches, einladendes Signal. Es sagt so viel wie; „Ich überlasse Ihnen die Oberhand“. Reingefallen! Dann schnellt er mit seiner Hand auf Shinzo Abe zu und macht die freundliche Geste gleich wieder zunichte. Trump zieht Abe zu sich. Trump ließ volle 19 Sekunden lang nicht los und tätschelte die rechte Hand seines sichtlich irritierten Gastes noch dazu mehrmals mit seiner linken. Zwischendurch zog er Abes Hand mehrfach ruckartig zu sich. Es müssen quälende Sekunden für den zurückhaltenden Japaner gewesen sein. Sobald Trump den Griff lockert, dreht sich Abe weg und vergrößert sofort den Abstand. Nur schnell weg aus dieser unangenehmen Situation. Wenn es schon nicht die körperliche Flucht ist, dann wenigstens mit den Augen zur Seite schauen und Blickkontakt mit jemand anderem finden. Ein typisches Verhalten, wenn wir uns unsicher fühlen.
  • Donald Trump verweigerte Angela Merkel einen Handschlag vor Pressevertretern
    Donald Trumps Handschläge sind schon so oft eigenartig, doch die Verweigerung eines Handschlags vor der Presse, heizte die Diskussion an. Machte er das bewusst? Manche Interpretationen dürften etwas über das Ziel hinausschießen.
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  • Beim Zusammentreffen mit dem Staatspräsidenten von China Xi Jinping brachte Trump ihn beim Händeschütteln aus dem Gleichgewicht.
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  • Duell mit Emmanuel Macron
    Der französische Präsident Emmanuel Macron revanchierte sich bei Trump vor dem Nato-Gipfel in Brüssel, indem er ebenfalls fest dessen Hände schüttelte. Macron hielt dabei die Hand von Trump einige Sekunden länger fest. Dabei schienen beide die Zähne zusammenzubeißen, da ihre Kiefermuskeln deutlich zu sehen waren.
  • Mehr dazu …

 

 

 

Kein neues Phänomen

 

Kontroverse Meinungen zu Begrüßungen in der Öffentlichkeit sind kein neues Phänomen. Hier wird immer wieder über die Bedeutung und Absichten spekuliert.

So manches Missverständnis resultiert aus kulturellen Unterschieden. Wobei es auch eine Frage des Respekts ist, sich frühzeitig über solche Besonderheiten zu informieren.

Als Microsoft-Gründer Bill Gates der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye die Hand schüttelte, behielt er die andere Hand in der Hosentasche. Daraufhin fragte die Presse, ob es sich um eine respektlose Geste oder um eine unbedachte Form der Lockerheit handelt. In Südkorea hat er damit jedenfalls einer Menge Menschen vor den Kopf gestoßen. Auch hier gilt die alte Regel der Kommunikation: Die Empfänger entscheiden über die Bedeutung einer Botschaft. Umso mehr lohnt sich eine gute Vorbereitung auf der Basis bewusster Entscheidungen.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2017
Überarbeitung: 10. November 2020
Englische Version:
AN: #328
K: CNB
Ü:

Analyse Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel

Analyse Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel

Donald Trump, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Duško Marković und ein paar Handschläge
Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel

Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel

 

Es ist natürlich reine Spekulation, dass Donald Trump mit seinem Verhalten etwas kompensieren möchte. Allerdings spricht so einiges dafür.

Ich schätze, die meisten Menschen stimmen mir zu, dass Trump als Alpha-Männchen betrachtet werden möchte. Und tatsächlich brauchen wir uns auch nur die Körpersprache anzuschauen, um sehr viele Hinweise darauf zu finden.

Es scheint so wichtig für ihn zu sein, dieses Bedürfnis zu befriedigen, dass seine verzweifelten Versuche oft eher als Zeichen der Unsicherheit wahrgenommen werden, denn als Zeichen der Stärke. Jemand mit einem starken Selbstvertrauen würde das nicht tun. Allerdings ist es hilfreich, sich frühere US-Präsidenten anzuschauen; die meisten von ihnen zeigten einige Formen von Alphatierverhalten, selbst Barack Obama. So machen US-Präsidenten das halt für Ihr Publikum zu Hause! Doch all das ist weitgehend harmlos im Vergleich zu Donald Trumps eigenartigem Verhalten und die Handshake-Gates, die schon weltweit für Verwunderung gesorgt haben.

 

 

 

Willkommen

 

NATO-Gipfel am 25. Mai 2017 in Brüssel. Erst schreitet Macron direkt auf dessen Höhe auf Donald Trump zu und weicht dann überraschend zu Angela Merkel hinüber. Was hat das zu bedeuten? Soweit es Macron betrifft, ist Merkel die wichtigste Person bei den Anwesenden und außerdem ist sie ja auch eine Frau, erinnert mich meine Assistentin. Entsprechende Experten für die Etikette und Protokoll können hier sicherlich Klarheit schaffen, was sich gehört. Wir können nur spekulieren, was es damit auf sich hat.

Während er zu ihr herüber schwenkt, können wir Trumps konzentrierte Mimik sehen, so als würde er denken; „Halt! Moment mal, ich bin hier die wichtigste Person!“. Macron scheint es jedenfalls etwas anders zu sehen und Trump ist darüber nicht sehr erfreut. Und das wird er sich nicht gefallen lassen. Es ist wohl an der Zeit, Macron zu zeigen, wer hier der Chef ist. Und das macht er sehr aggressiv deutlich. Trump zieht bei der Begrüßung Macron in die Richtung seines Gesichtes und eine plausible Denkblase wäre; „Du wirst tun, was ich möchte, ob du es willst oder nicht!“. Macron versucht daraufhin aus dieser unangenehmen Situation zu entfliehen. Er legt seine Arme auf Trump, um ihn am weiteren Heranziehen zu hindern. Ein Verhalten, das auch auf einem Schulhof erwartet werden könnte und bei einem Treffen von Staatsoberhäuptern wohl eher als unangebracht gelten sollte.

 

 

 

Zweiter Handschlag

 

Beim Mittagessen in der US-Botschaft von Brüssel scheint Macron auf weitere Spielchen von Trump vorbereitet zu sein. Als wenn der erste Handschlag nicht peinlich genug gewesen wäre, sehen wir hier die beiden bei einem Handschlag, der so lange dauert, dass sich die Knöchel der Hände dabei weiß entfärben.

Beim Treffen der beiden sind einige skurrile Momente zu beobachten. Trump, gewöhnt körpersprachliche Machtspiele zur Unterstreichung seiner Männlichkeit und Statusanspruchs bei jeder öffentlichen Veranstaltung an den Tag zu legen, ist diesmal offensichtlich der Unterlegene.

Das zur Schau getragene Machtspiel während des Handschlags, etwas Testosteron und einen eisernen Griff später, versucht Trump der Situation zu entkommen. Normalerweise kennt er diese Situation von der anderen Seite. Im Video können wir sehen; die Handknöchel der beiden werden weiß, ein kleines Armgerangel, alle Muskeln sind angespannt, auch im Gesicht; wir sehen wie die Kiefermuskeln hart werden. Dann scheint Trump bereit zu sein, die Hand wegzuziehen. Doch er muss noch etwas warten, bis er sie zurück ziehen darf. Und der Gewinner ist, wenn wir das tatsächlich als Wettbewerb betrachten, Emmanuel Macron.

 

 

 

Body Check

 

Trump schiebt wütend den Premierminister von Montenegro, Duško Marković, zur Seite, um unsanft dessen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Es wäre ja noch schöner! Da ist eine gute Portion Aggression wohl aus seiner Sicht angebracht. Nachdem es ihm gelungen ist, Marković zur Seite zu schieben, zeigt er ein sehr unnatürliches Mienenspiel und Verhalten; er drückt seinen Kopf nach hinten und streckt sein Kinn nach vorne. Es handelt sich um eine sehr arrogant wirkende Pose, so als würde er auf andere hinunterschauen. Etwas, das weder angebracht ist, noch als Zeichen natürlichen Selbstvertrauens gilt.

Dieses Verhalten zeigt Trump relativ häufig, wenn er sich etwas bedroht fühlt. Es scheint ein erlerntes Verhalten zu sein. Im Anschluss an diese arrogante Körperhaltung empfindet er wohl eine sehr deutliche Verwundbarkeit, denn seine Haltung geht in das sogenannte Feigenblatt. In diese Körperhaltung begeben wir uns normalerweise nur, um sehr verwundbare Teile des Körpers zu schützen, also wenn wir uns angreifbar und unsicher fühlen. Ich weiß nicht, was die Dame zu ihm sagt, mit der er sich dann unterhält. Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn es etwas ist, dass ihm missfällt, denn seine Mimik sieht so aus, als würde er wie ein Kind zurechtgewiesen.

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Live in Sendungen Deutsche Welle mit Körpersprachenanalyse von Donald Trump in Brüssel

Live in Sendungen Deutsche Welle mit Körpersprachenanalyse von Donald Trump in Brüssel

Donald Trump trifft auf Emmanuel Macron, Angela Merkel, Duško Marković und ...
Beitrag für die Deutsche Welle: Donald Trump's Körpersprache in Brüssel

Beitrag für Deutsche Welle: Donald Trump’s Auftritt in Brüssel

 

Donald Trump hat sich am 26. Mai 2017 bei seinem Besuch in Brüssel erneut als verlässlicher Themenlieferant erwiesen. Für die Live-Sendungen Der Tag in Deutsch und The Day in Englisch kommentiere ich seine Körpersprache beim Zusammentreffen mit Angela Merkel, Emmanuel Macron, Duško Marković und anderen politischen Vertretern.

Trumpsche Begrüßungen zogen ja bereits mehrfach mediale Aufmerksamkeit auf sich. So schüttelte der US-Präsident die Hand des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe so lange, dass selbst den Zuschauern schwindelig wurde. Umfangreiche Spekulationen gab es über den ausgebliebenen Händedruck mit Kanzlerin Angela Merkel für Fotografen im Oval Office. Kanadas liberalem Premierminister Justin Trudeau wurde hingegen unterstellt, er habe zu lange gezögert, als Trump ihm die Hand reichte. Begrüßungen mit Trump sind mittlerweile nur noch verkrampft möglich.

 

 

 

Kuriose Szenen beim Nato-Gipfel in Brüssel

 

Der neugewählte französische Präsident Emmanuel Macron geht nach seinem Eintreffen den anderen Staatschefs entgegen. Er steuert direkt auf US-Präsident Donald Trump zu und macht dann in letzter Sekunde einen Schlenker zu Angela Merkel.

Das Zusammentreffen wird als ein Hinweis auf das gerade entstehende Verhältnis von Trump zu Macron betrachtet. Wie ist das zu deuten?

 

 

 

Emmanuel Macron

 

Mit dominantem Griff und festem Blick sorgte der neue französische Präsident Emmanuel Macron für Schlagzeilen. Die wohlwollenden Kommentare: Endlich jemand, der dem rüpelhaften Verhalten des US-Präsidenten Paroli bietet. Macrons Verhalten empfinden viele Beobachter als ein Symbol dafür, keine einseitigen Zugeständnisse zu machen.

 

 

 

Duško Marković

 

Duško Marković ist seit dem 28. November 2016 Premierminister der Republik Montenegro. Bei einem Rundgang durch das neue NATO-Hauptquartier zog Trump Marković von hinten zur Seite und drängelte sich unsanft vor ihn. Dann richtete er mit einem arroganten Blick und Handgriff sein Sakko, baute sich neben NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf und hörte kurz der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaite zu.

 

 

 

Körpersprachenanalyse für die Deutsche Welle

 

Und was sagt Donald Trumps Körpersprache zu all dem? Die Moderatoren fragen und ich antworte als Experte für Körpersprache. Erst auf Deutsch und später auf Englisch. Gesendet wird heute (26. Mai 2017) auf Deutsche Welle Deutsch ab 21:00 Uhr und Deutsche Welle Englisch ab 22:30 Uhr.

Meine Analysen der Körpersprache habe ich in den Artikeln Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel beziehungsweise Body Language Expert Explains Trump’s Awkward Day At The NATO Summit zusammengefasst.

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

Donald Trumps Körpersprache beim Zusammentreffen mit Xi Jingping

Donald Trumps Körpersprache beim Zusammentreffen mit Xi Jingping

Kein weiteres Handshake-Gate oder doch?

Donald Trumps Körpersprache beim Zusammentreffen mit Xi Jingping

Donald Trumps Körpersprache beim Zusammentreffen mit Xi Jingping

 

Die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und China ist zwiespältig. Nicht nur das Thema Kim Jong-un und Nordkoreas Atomwaffe sorgt für Gesprächsbedarf. Am 6. und 7. April trafen sich US-Präsident Donald Trump und der Staatspräsident von China Xi Jinping zum ersten Mal persönlich. Und zahlreiche Beobachter warteten auf erneute Eigenwilligkeiten des US-Präsidenten. Erstaunlicherweise waren die offiziellen Bilder des Zusammentreffens jedoch unerwartet wenig befremdlich.

Für eine weitere Handschlag-Affäre (Handshake-Gate) reichte es diesmal nicht. Da galt es schon genauer hinzusehen, um Eigenwilligkeiten zu erkennen. Körpersprachlich zu erwähnen ist zumindest, wie Trump, nachdem er die Hände geschüttelt hat, die Hände seines Gastes sehr konsequent zu sich und nach oben gezogen hat. Er tat dies so kraftvoll, dass er dessen Gleichgewicht störte. Auch das gilt als Bestrebung des Alpha-Männchens, Macht und Kontrolle zu vermitteln. Manche Beobachter werten diese Körpersprache wegen ihrer Stetigkeit und Ausprägung auch als Hinweise für narzisstische Persönlichkeitstendenzen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass US-Präsidenten traditionell dazu neigen, sehr deutlich ihren Machtanspruch zu kommunizieren. Es ist also kein neues Phänomen und hätte sich vermutlich auch mit Hillary Clinton als US-Präsidentin irgendwie geäußert.

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Hat Trump Merkel im Weißen Haus vorgeführt?

Hat Trump Merkel im Weißen Haus vorgeführt?

Weshalb hat Donald Trump das mit Angela Merkel getan?
 
Hat Trump Merkel vorgeführt?

Hat Trump Merkel im Weißen Haus vorgeführt?

 

Im Artikel Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus hatte ich einige Anmerkungen zum Zusammentreffen von US-Präsident und Bundeskanzlerin am 17. März 2017 veröffentlicht. Wie zu erwarten, sah ich keine körpersprachlichen Hinweise für überschwängliche Sympathien. Auch erwähnte ich die Situation, bei der Donald Trump im Oval Office die Bitte ignorierte, Angela Merkel für die Fotografen nochmals die Hand zu reichen. Bei der Ankunft schüttelte er ihr noch – für seine Verhältnisse unerwartet normal – zur Begrüßung ihre Hand und dann das. Und schon hat die Welt einen weiteren Handschlagskandal!

 

 

 

Handshake! Handshake!

 

Es ist wohl ein Standardmotiv, wenn zwei Staatschefs sich einander die Hände schütteln. Doch als die Fotografen darum baten, reagierte Trump nicht darauf. Stattdessen wandte er sich von Merkel ab und schaute unbeteiligt und abwartend in die andere Richtung. Selbst als die Bundeskanzlerin den Präsidenten, um dessen Hand bat, starrte er einfach vor sich hin. Sie schaute daraufhin leicht irritiert, behielt dabei aber souverän ihr übliches Lächeln. So gab es für die Fotografen keinen demonstrativen Händedruck der beiden Staatschefs.

Seitdem wird weltweit heftig über diese Situation diskutiert, sowohl in der Presse als auch in den sozialen Netzwerken. Manche sehen darin einen unverzeihlich peinlichen diplomatischen Fehltritt und andere eine gezielte Brüskierung der Bundeskanzlerin bei ihrem ersten Staatsbesuch. Einige interpretieren das als Machogehabe, Dominanz oder strategisch platzierte Botschaft. Mittlerweile existieren sogar wilde Verschwörungstheorien.

 

 

 

Und was sagt die Körpersprache?

 

Ich habe gleich mehrere Anfragen dazu erhalten, ob es körpersprachliche Hinweise dafür gibt, ob es Absicht oder tatsächlich ein Versehen war, wie der Pressesprecher des Weißen Hauses Spicer erklärte. Er glaube nicht, dass Trump die Frage gehört habe. Stimmt das? Asche über mein Haupt: So gerne ich mich als Experte für Körpersprache in den Medien zeige, ich sehe hier keine ausreichenden Hinweise, die eine absolute Antwort rechtfertigen würden. Dass es sich um eine weitere Handschlagpanne handelt, ist offensichtlich. Ein angemessener Handschlag ist schließlich auch schon anderen gelungen und kein Hexenwerk.

Welche Gründe dafür verantwortlich sind, bleibt in diesem Fall erst einmal eine Mutmaßung. Jeder, der sich tatsächlich mit Körpersprache auskennt, wird zahlreiche mögliche Absichten und Auswirkungen beschreiben können. Doch mit den vorhandenen Informationen kann auch der erfahrenste Körpersprachexperte nur mutmaßen und das lasse ich lieber. Soviel steht jedenfalls fest; ein glückliches Händchen hat der neue US-Präsident bisher jedenfalls nicht bewiesen. Es gibt sicher noch die eine und andere peinliche Steigerung zu erleben.

P.S.

 

Was ist Ihre Interpretation?

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 20. März 2017
#0

Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus

Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus

Analyse des Zusammentreffens am 17. März 2017 in Washington: Körpersprache und ....
Analyse des Zusammentreffens am 17. März 2017 in Washington: Körpersprache und ....

Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus

 

 

Ein recht unbeholfener Tanz

 

Ja, es braucht zwei Tänzer für einen gelungenen Tango. Es war schon ein eigenartiges erstes Zusammentreffen von Angela Merkel und Donald Trump am 17. März 2017 im Weißen Haus. Skurril, verkrampft oder zumindest ungeschickt sind passende Adjektive. Zeitweise scheinen beide nicht zu wissen, was sie miteinander anfangen sollen. Merkel betonte im Vorfeld zwar, sie wolle nach vorne schauen, doch während sie sich ihm häufig zuwendet, wendet er sich ebenso oft von ihr ab, so als wolle er eigentlich woanders sein. Überhaupt wirkt er in vielen Momenten angestrengt. Dabei verstecken beide recht wenig und verzichten auch auf die bei solchen Gelegenheiten oft demonstrativ zur Schau gestellter Nähe, sodass es bei beiden kaum eine körpersprachliche Maskerade aufzudecken gibt.

 

 

 

So mancher blaue Fleck dürfte im Hintergrund schmerzen

 

Es sei immer besser, miteinander zu reden als übereinander, erinnerte Angela Merkel ihren Gastgeber gleich zu Beginn der Pressekonferenz. Das Lächeln in Trumps Gesicht wirkt in diesem Moment nicht sehr echt. Er hat es momentan ja auch nicht leicht, überall stößt er auf Widerstand. Nicht nur bei seinen Gegnern, sogar bei den Republikanern mehren sich die Kopfschüttler.

 

 

Symbolik

 

Die Hand des japanischen Ministerpräsidenten wollte Trump ja nicht mehr hergeben und der verstörende Moment ist mittlerweile legendär. Beim erfolgten Handschlag ist er bei Merkel zurückhaltender, wobei er – erkennbar am Griff mit Daumendominanz – den höheren Status beansprucht.

Unklar bleibt, ob Trump Merkel bei einem Fototermin absichtlich brüskieren wollte, als er ihr mit mürrischem Gesichtsausdruck bei dieser Gelegenheit einen zweiten Handschlag verweigerte.

 

 

Perspektiven

 

Im East Room werden die Differenzen besonders deutlich; Merkel spricht von beiderseitigen Vorteilen und Trump davon, dass die USA zu oft über den Tisch gezogen werden.

 

 

Sympathien und Irritationen

 

Wenn alles so einfach wäre, bräuchte es ja keine Politiker.

Angela Merkel

 

Hinweise für gegenseitige Sympathien sind nicht zu erkennen. Dass er sie vor einer Weile als wahnsinnig bezeichnet hat, steckte sie zumindest äußerlich gut weg.

Etwas ratlos rutscht Angela Merkel auf die Frage nach dem Stil Trumps ein „Tja“ heraus. Und ein solches Tja ist von ihr auch bei der Frage nach dem Umgang Trumps mit Journalisten zu hören. In solchen Momenten neigt sie zu nichts sagend klingenden Aussagen. Und das ist diplomatisch gesehen wohl auch die beste der erlaubt deutlichen Antworten.

Als Trump auf eine Journalistenfrage zu seinen unbewiesenen Abhörvorwürfen gegenüber Obama ungeschickt humorvoll darauf verweist „da haben wir zumindest etwas gemeinsam“, zeigt Merkel einen irritierten Gesichtsausdruck. In manchen Momenten wirkt sie wie jemand der nicht glauben will, was da gerade vor sich geht. Das ist nur allzu menschlich, zumal sie sich im Umgang mit Trump seit seiner Wahl sehr diplomatisch gezeigt hat. Er hat sich hingegen den Ruf erworben zu twittern und nebenbei per Anordnung zu regieren. Das sorgt zumindest dafür, dass niemand so recht weiß, was tatsächlich von ihm zu erwarten ist.

Viele erfreuliche Einblicke scheint die Bundeskanzlerin auch nicht gewonnen zu haben. Am Pult stehend wirkte sie mitunter abwesend. Einen Penny für Ihre Gedanken in diesem Moment. Doch sie behält Ihre Gedanken lieber für sich, während er seine Berater in ständiger Alarmbereitschaft hält, weil er sie impulsiv in 140 Zeichen auf Twitter ad hoc unter die Menschen schleudert.

Die Kanzlerin sprach von einem sehr guten, offenen ersten Austausch. Ich verstehe das als eine diplomatische Floskel dafür, dass es auch Differenzen gegeben hat. Wie der Beginn einer innigen Freundschaft wirkt all das jedenfalls nicht, doch wer hätte das auch erwartet? Für Erwartungen, „Mutti“ Merkel könnte als Vertreterin der freien und vernünftigen Welt Trump zur Vernunft bringen, sind weder logische Hinweise noch körpersprachliche Signale zu erkennen. Solche Rollenzuschreibungen entspringen einer verzerrten Betrachtung, die wenig hilfreich ist. Wir vergessen sonst, dass so mancher von uns ausgeblendete Zuspruch Trumps auf den Bedürfnissen vieler Menschen beruht. Er ist schließlich von einigen Menschen gewählt worden. Und die Sorgen und Bedürfnisse werden nicht dadurch kleiner, dass sie ignoriert werden. Wer egogetriebenen Populisten das Wasser abgraben will, hört zu. Hüben wie drüben!

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

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Einstimmung auf die Analyse der Körpersprache beim Zusammentreffen in Washington
Merkel trifft auf Trump oder andersherum: Grund zur Hoffnung?

Merkel trifft auf Trump oder andersherum: Grund zur Hoffnung?

 

13. März 2017, die Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt zum Antrittsbesuch zu US-Präsident Donald Trump. Während sie heute elegant die Gangway am internationalen Flughafen Dulles hinuntergleiten wird, gehen ihr und vielen Beobachtern in Deutschland bestimmt so einige Gedanken durch den Kopf. Was wird sich daraus wohl ergeben? Der unkonventionelle Elefantentanz des neuen US-Präsidenten birgt zwar so manches Risiko, bringt aber auch so manche Chance mit sich. Nicht alles ist so offensichtlich, weder die Vor- noch die Nachteile.

Der Philosophen Arthur Schopenhauer meinte, Schadenfreude sei der schlechteste Zug in der menschlichen Natur, eng mit der Grausamkeit verwandt. Doch es scheint so, als wenn es in Deutschland eine fast schon kollektive Schadenfreude herrscht. Die USA, das ehemalige Symbol für die Freiheit, ist nun auch auf einen Demagogen hereingefallen. Das Land der Dichter und Denker knabbert ja schon eine Weile an seinen entsprechenden Traumata. Das tut gut, irgendwie ist geteiltes Leid vielleicht ja tatsächlich halbes Leid.

An all dem ändert auch nichts, dass hierzulande ein vollkommen verzerrtes Bild über die USA dominiert. Wir sehen, was wir sehen wollen und vergessen, dass die Uneinigen Staaten von Amerika nicht nur aus den Küstenregionen besteht. Aber wer schert sich schon um solche Details, wenn einem eine solch willkommene Ablenkung frei Haus geliefert wird?

Bei aller vorhandener und im Grunde nicht zu begrüßender Ignoranz, dieses Phänomen birgt eine Chance. Das kann uns daran erinnern, sich hierzulande gemeinsamer Werte besinnen. Davon ist ja schon eine Weile nicht mehr viel zu spüren. Deutschland ist mindestens so geteilt, wie die USA. An viel zu vielen Stellen dominiert die Unzufriedenheit als Zünglein an der Waage, ach was schreibe ich da; als heftigste Motivation abzuwählen anstatt zu wählen. Es geht viel zu oft darum zu vermeiden als zu gestalten. Stimmen, die zu einer wünschenswerten Zukunft einladen, sind eine Seltenheit. Schade! Wo nur das kleinste Übel im Angebot ist, kommt keine Euphorie auf. Ich gehöre auch zu jenen, die meinen, in den USA wäre es weniger darum gegangen, Trump als vielmehr die Abneigung gegenüber Hillary Clinton zu wählen. Die Aversion prägte das Wahlergebnis am stärksten. Trump ist demzufolge nicht der Gewinner, sondern Clinton die Verliererin.

So, gleich ist meine Pause vorbei. Im Anschluss an meine Kliententermine werde ich damit beginnen, das Zusammentreffen von Angela Merkel und Donald Trump auszuwerten. Was wird es vor allem zwischen den Zeilen zu lesen geben? Werden die verbalen und nonverbalen Botschaften der beiden Politiker die gleiche Geschichte erzählen? Es wird spannend…

Donald Trumps erste Kongress-Rede

Donald Trumps erste Kongress-Rede

Auswertung der Rhetorik und Körpersprache des US-Präsidenten

Donald Trump's erste Kongress-Rede

Trumps erste Kongress-Rede

 

Teleprompter-Trump statt Twitter-Trump?

 

Dienstagabend, am 28. Februar 2017 hielt US-Präsident Donald Trump vor beiden Kammern des amerikanischen Kongresses seine erste Rede. Um sich nicht erneut blaue Flecken zu holen, las Trump sie diszipliniert vom Teleprompter ab. So leistete er sich diesmal keine Ausrutscher. Im Unterschied zu seinen üblichen Auftritten, bei denen er häufig frei flottierend von Thema zu Thema mäanderte, dabei Sätze unvollständig blieben und er ausgewählte Worte und Wendungen gebetsmühlenartig wiederholte, war dies eine stringent geschriebene und ohne spontane Eingebung vorgelesene Rede. Das Internet verrät, wer sie geschrieben hat; Stephen Miller.

Ein Tweet behauptet kurz darauf „51 Lügen in 61 Minuten“ und liefert dazu auch gleich einen ausführlichen Faktencheck (externer Link). Die Tagesschau fragt ebenfalls; „Wie viel Wahrheit steckt in der Trump-Rede?“ (externer Link). Und sie sind nicht die ersten nachzählenden Kritiker. Mancher Vorwurf in seine Richtung ist offensichtlich richtig, viele sind davon abhängig, wie sie ausgelegt werden. Er geht jedenfalls recht unbelastet mit Zahlen, Daten und vermeintlichen Fakten um. Und das, obwohl er damit rechnen muss, dass jedes Wort überprüft wird. Ist es ihm egal oder steckt dahinter eine Absicht? Bei den vielen Beratern ist Letzteres zu vermuten.

 

 

 

Der Redestil

 

Die meisten von mir gehörten Stimmen empfinden Trumps Auftritt diesmal etwas verbindlicher im Ton und weiterhin hart in der Sache. Diesmal keine apokalyptischen Reiter: In seiner Inaugurationsansprache Ende Januar 2017 hatte Trump noch ein düstereres Bild einer von inneren und äußeren Feinden umzingelten und ausgebeuteten USA gemalt. In dieser Rede präsentierte er sich etwas vorsichtiger. Manch ein Zuhörer empfand das sogar als versöhnlich und sogar optimistisch. Auch das wird allerdings je nach Position recht unterschiedlich wahrgenommen. Während ich in früheren Reden zum Amtsantritt häufig den Hinweis zur Versöhnung finden, ist das in diesem Fall nicht von Belang, im Gegenbeil; ich empfinde sie als polarisierend, wie eine seiner weniger ausfallenden Wahlkampfreden.

Zumindest bleiben drastische Angriffe auf die Presse diesmal aus. Das hätte auch zu einem erneuten Aufschrei geführt und ihm weiteren Gegenwind bereitet. Weitere Entgleisungen könnten ihm teuer zu stehen kommen, schließlich sind 2018 Halbzeitwahlen (englisch: midterm elections), bei denen ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu bestimmt. Auch die Vertreter der Republikaner wollen ihre Jobs behalten und Fehltritte Trumps könnten für sie schmerzhaft werden. Wobei in der Zwischenzeit noch eine Menge geschehen kann. Viele US-Präsidenten haben schwach begonnen. Wenn auch nicht mit so viel Ablehnung und Fauxpas.

In Fall von Trump wurden schon viele Äußerungen zur innen- und außenpolitischen Kampfansage. Doch es geschah nichts Spektakuläres, das die ohnehin schon niedrigen Umfragewerte noch weiter versenkt. Also müssen wir genauer hinsehen, um zwischen den Zeilen auf die Suche nach interessanten Informationen zu gehen.

Solch eine Rede hat weitgehend innenpolitische Zwecke. Inhaltlich ist nicht viel Neues zu entdecken, in dieser Rede. Er hat sich zumindest an manchen Stellen etwas zurückgenommen. Ein vollständiges Transkript befindet sich am Artikelende.

 

 

 

Körpersprache

 

Ein paar Beobachtungen: Auf dem Weg zum Podium schüttelte er Hände und klopfte fleißig Schultern. Zum Glück ohne einen solch skurrilen Händedruck, wie beim japanischen Premierminister Shinzo Abe. Trump ist körpersprachlich nicht besonders versiert. Das ist nicht nur an seinem recht grobmotorischen Verhalten zu erkennen. Er wirkt nicht souverän, doch ob die üblichen Dominanzgesten – wie Rhythmusgesten und eigenartiger Handschlag – gespielt sind oder der tatsächlichen Überzeugung entsprechen? Er zeigt wenig Hinweise darauf, dass es unecht ist. Sein Schwarz-Weiß-Denken scheint ihm inne zu sein.

Körpersprache an sich verrät nicht eindeutig, worauf sie sich bezieht. Doch an manchen Stellen offenbart Trump zumindest für den Augenblick eines Augenaufschlags zur verbalen Aussage widersprüchliche Hinweise. So sehen wir Mikrohinweise, die für Missachtung und Überheblichkeit stehen. Üblicherweise steht das im engeren Zusammenhang mit dem jeweiligen Kontext. Beispielsweise, als kurz die Mundwinkel einseitig nach oben gehen. Etwas, dass den meisten Beobachtern kaum auffällt, weil es nur kurz aufblitzt. Die bei ihm so häufigen mimischen Ausdrücke für Ärger und Wut waren diesmal in der Rede nicht zu sehen. Überhaupt zeigt er zunehmend häufiger Stresssignale, die so in der Wahlkampfzeit noch nicht bei ihm zu sehen waren. Der Gegenwind und die immense Ablehnung bleiben nicht ohne Spuren. Für die Auswertung ist erforderlich die hohe Anzahl sehr eigenartiger körpersprachlicher Signale, insbesondere der Mimik zu erkennen, um sich auf Veränderungen zu kalibrieren. So öffnet er häufig, wie nach Luft schnappend, den Mund und bewegt seine Zunge recht eigenartig, was hauptsächlich durch den ansonsten gezwungen ernsten Blick verwirrt. Ein halbes Dutzend Mal zeigt er im Publikum auf eine Person, so als würde er auf diese Weise Bestätigung suchen. Es wirkte auf mich so, als wäre er auf der Suche nach Verbündeten.

Immer wieder sind während der Rede Gesten der Unsicherheit zu sehen: Schlucken, geraderücken des Jacketts.

Er nimmt sich im Vergleich minimal zurück, doch körpersprachlich ist er noch nicht im Präsidentenamt angekommen.

 

 

 

 

Blick ins Publikum

 

Ab und zu schaute Trump auch zu den Demokraten, aber meist blieben sie ablehnend und regungslos. Einige Demokratinnen waren ganz in Weiß gekleidet. Sie protestierten damit gegen einen Präsidenten, der sich häufiger sexistisch geäußert hatte. Die Republikaner orientierten sich bei ihren Reaktionen an ihren Führungspersönlichkeiten und applaudierten in der Regel recht ausdauernd. Die meisten Demokraten wirkten ablehnend bis eingefroren. Bösen Stimmen zufolge waren nicht nur die Medien enttäuscht, dass Trump sich diesmal nicht zu verbalen Entgleisungen hatte hinreißen lassen. Republikanischen Entscheidungsträgern wie Paul Ryan und Mitch McConnell hingegen war ihre Erleichterung anzusehen.

Transkript Donald Trump’s Kongressrede

 

Mr. Speaker, Mr. Vice President, Members of Congress, the First Lady of the United States, and citizens of America: Tonight, as we mark the conclusion of our celebration of Black History Month, we are reminded of our Nation’s path toward civil rights and the work that still remains. (

*1) Recent threats targeting Jewish Community Centers and vandalism of Jewish cemeteries, as well as last week’s shooting in Kansas City, remind us that while we may be a Nation divided on policies, we are a country that stands united in condemning hate and evil in all its forms. Each American generation passes the torch of truth, liberty, and justice in an unbroken chain all the way down to the present. That torch is now in our hands. And we will use it to light up the world. I am here tonight to deliver a message of unity and strength, and it is a message deeply delivered from my heart.

(*2) A new chapter of American Greatness is now beginning. A new national pride is sweeping across our nation. And a new surge of optimism is placing impossible dreams firmly within our grasp. What we are witnessing today is the renewal of the American spirit.

(*3) Our allies will find that America is once again ready to lead. All the nations of the world – friend or foe – will find that America is strong, America is proud, and America is free. In 9 years, the United States will celebrate the 250th anniversary of our founding – 250 years since the day we declared our Independence. It will be one of the great milestones in the history of the world. But what will America look like as we reach our 250th year? What kind of country will we leave for our children? I will not allow the mistakes of recent decades past to define the course of our future. For too long, we’ve watched our middle-class shrink as we’ve exported our jobs and wealth to foreign countries. We’ve financed and built one global project after another, but ignored the fates of our children in the inner cities of Chicago, Baltimore, Detroit – and so many other places throughout our land. We’ve defended the borders of other nations while leaving our own borders wide open, for anyone to cross – and for drugs to pour in at a now unprecedented rate. And we’ve spent trillions of dollars overseas, while our infrastructure at home has so badly crumbled. Then, in 2016, the earth shifted beneath our feet. The rebellion started as a quiet protest, spoken by families of all colors and creeds – families who just wanted a fair shot for their children and a fair hearing for their concerns. But then the quiet voices became a loud chorus – as thousands of citizens now spoke out together, from cities small and large, all across our country. Finally, the chorus became an earthquake – and the people turned out by the tens of millions, and they were all united by one very simple, but crucial demand, that America must put its own citizens first …  because only then, can we truly make America great again. Dying industries will come roaring back to life. Heroic veterans will get the care they so desperately need.Heroic veterans will get the care they so desperately need.Heroic veterans will get the care they so desperately need. Our military will be given the resources its brave warriors so richly deserve.its brave warriors so richly deserve. Crumbling infrastructure will be replaced with new roads, bridges, tunnels, airports and railways gleaming across our beautiful land. Our terrible drug epidemic will slow down and ultimately, stop. And our neglected inner cities will see a rebirth of hope, safety, and opportunity. Above all else, we will keep our promises to the American people. It’s been a little over a month since my inauguration, and I want to take this moment to update the Nation on the progress I’ve made in keeping those promises.

(*4) Since my election, Ford, Fiat-Chrysler, General Motors, Sprint, Softbank, Lockheed, Intel, Walmart, and many others, have announced that they will invest billions of dollars in the United States and will create tens of thousands of new American jobs. The stock market has gained almost three trillion dollars in value since the election on November 8th, a record. We’ve saved taxpayers hundreds of millions of dollars by bringing down the price of the fantastic new F-35 jet fighter and will be saving billions more dollars on contracts all across our Government. We have placed a hiring freeze on non-military and non-essential Federal workers. We have begun to drain the swamp of government corruption by imposing a 5-year ban on lobbying by executive branch officials – and a lifetime ban on becoming lobbyists for a foreign government. We have undertaken a historic effort to massively reduce job‑crushing regulations, creating a deregulation task force inside of every Government agency; imposing a new rule which mandates that for every 1 new regulation, 2 old regulations must be eliminated; and stopping a regulation that threatens the future and livelihoods of our great coal miners. We have cleared the way for the construction of the Keystone and Dakota Access Pipelines – thereby creating tens of thousands of jobs – and I’ve issued a new directive that new American pipelines be made with American steel. We have withdrawn the United States from the job-killing Trans-Pacific Partnership. With the help of Prime Minister Justin Trudeau, we have formed a Council with our neighbors in Canada to help ensure that women entrepreneurs have access to the networks, markets and capital they need to start a business and live out their financial dreams. To protect our citizens, I have directed the Department of Justice to form a Task Force on Reducing Violent Crime. I have further ordered the Departments of Homeland Security and Justice, along with the Department of State and the Director of National Intelligence, to coordinate an aggressive strategy to dismantle the criminal cartels that have spread across our Nation. We will stop the drugs from pouring into our country and poisoning our youth – and we will expand treatment for those who have become so badly addicted. At the same time, my Administration has answered the pleas of the American people for immigration enforcement and border security. By finally enforcing our immigration laws, we will raise wages, help the unemployed, save billions of dollars, and make our communities safer for everyone. We want all Americans to succeed – but that can’t happen in an environment of lawless chaos. We must restore integrity and the rule of law to our borders. For that reason, we will soon begin the construction of a great wall along our southern border. It will be started ahead of schedule and, when finished, it will be a very effective weapon against drugs and crime. As we speak, we are removing gang members, drug dealers and criminals that threaten our communities and prey on our citizens. Bad ones are going out as I speak tonight and as I have promised. To any in Congress who do not believe we should enforce our laws, I would ask you this question: what would you say to the American family that loses their jobs, their income, or a loved one, because America refused to uphold its laws and defend its borders? Our obligation is to serve, protect, and defend the citizens of the United States. We are also taking strong measures to protect our Nation from Radical Islamic Terrorism. According to data provided by the Department of Justice, the vast majority of individuals convicted for terrorism-related offenses since 9/11 came here from outside of our country. (*5) We have seen the attacks at home – from Boston to San Bernardino to the Pentagon and yes, even the World Trade Center. We have seen the attacks in France, in Belgium, in Germany and all over the world. It is not compassionate, but reckless, to allow uncontrolled entry from places where proper vetting cannot occur. Those given the high honor of admission to the United States should support this country and love its people and its values. We cannot allow a beachhead of terrorism to form inside America – we cannot allow our Nation to become a sanctuary for extremists. That is why my Administration has been working on improved vetting procedures, and we will shortly take new steps to keep our Nation safe – and to keep out those who would do us harm. As promised, I directed the Department of Defense to develop a plan to demolish and destroy ISIS – a network of lawless savages that have slaughtered Muslims and Christians, and men, women, and children of all faiths and beliefs. We will work with our allies, including our friends and allies in the Muslim world, to extinguish this vile enemy from our planet. I have also imposed new sanctions on entities and individuals who support Iran’s ballistic missile program and reaffirmed our unbreakable alliance with the State of Israel. Finally, I have kept my promise to appoint a Justice to the United States Supreme Court – from my list of 20 judges – who will defend our Constitution. I am honored to have Maureen Scalia with us in the gallery tonight. Her late, great husband, Antonin Scalia, will forever be a symbol of American justice. To fill his seat, we have chosen Judge Neil Gorsuch, a man of incredible skill, and deep devotion to the law. He was confirmed unanimously to the Court of Appeals, and I am asking the Senate to swiftly approve his nomination. Tonight, as I outline the next steps we must take as a country, we must honestly acknowledge the circumstances we inherited. Ninety-four million Americans are out of the labor force. Over 43 million people are now living in poverty, and over 43 million Americans are on food stamps. More than 1 in 5 people in their prime working years are not working. We have the worst financial recovery in 65 years. In the last 8 years, the past Administration has put on more new debt than nearly all other Presidents combined. We’ve lost more than one-fourth of our manufacturing jobs since NAFTA was approved, and we’ve lost 60,000 factories since China joined the World Trade Organization in 2001. Our trade deficit in goods with the world last year was nearly $800 billion dollars. And overseas, we have inherited a series of tragic foreign policy disasters. Solving these, and so many other pressing problems will require us to work past the differences of party. It will require us to tap into the American spirit that has overcome every challenge throughout our long and storied history. But to accomplish our goals at home and abroad, we must restart the engine of the American economy – making it easier for companies to do business in the United States, and much harder for companies to leave. Right now, American companies are taxed at one of the highest rates anywhere in the world. My economic team is developing historic tax reform that will reduce the tax rate on our companies so they can compete and thrive anywhere and with anyone. At the same time, we will provide massive tax relief for the middle class. We must create a level playing field for American companies and workers. Currently, when we ship products out of America, many other countries make us pay very high tariffs and taxes – but when foreign companies ship their products into America, we charge them almost nothing. I just met with officials and workers from a great American company, Harley-Davidson. In fact, they proudly displayed five of their magnificent motorcycles, made in the USA, on the front lawn of the White House. At our meeting, I asked them, how are you doing, how is business? They said that it’s good. I asked them further how they are doing with other countries, mainly international sales. They told me – without even complaining because they have been mistreated for so long that they have become used to it – that it is very hard to do business with other countries because they tax our goods at such a high rate. They said that in one case another country taxed their motorcycles at 100 percent. They weren’t even asking for change. But I am. I believe strongly in free trade but it also has to be fair trade. The first Republican President, Abraham Lincoln, warned that the „abandonment of the protective policy by the American Government [will] produce want and ruin among our people.“ Lincoln was right – and it is time we heeded his words. I am not going to let America and its great companies and workers be taken advantage of anymore. I am going to bring back millions of jobs. Protecting our workers also means reforming our system of legal immigration. The current, outdated system depresses wages for our poorest workers and puts great pressure on taxpayers. Nations around the world, like Canada, Australia, and many others – have a merit-based immigration system. It is a basic principle that those seeking to enter a country ought to be able to support themselves financially. Yet, in America, we do not enforce this rule, straining the very public resources that our poorest citizens rely upon. According to the National Academy of Sciences, our current immigration system costs America’s taxpayers many billions of dollars a year. Switching away from this current system of lower-skilled immigration, and instead adopting a merit-based system, will have many benefits: it will save countless dollars, raise workers‘ wages, and help struggling families – including immigrant families – enter the middle class. I believe that real and positive immigration reform is possible, as long as we focus on the following goals: to improve jobs and wages for Americans, to strengthen our nation’s security, and to restore respect for our laws. If we are guided by the well-being of American citizens then I believe Republicans and Democrats can work together to achieve an outcome that has eluded our country for decades.

Another Republican President, Dwight D. Eisenhower, initiated the last truly great national infrastructure program – the building of the interstate highway system. The time has come for a new program of national rebuilding. America has spent approximately six trillion dollars in the Middle East, all this while our infrastructure at home is crumbling. With this six trillion dollars we could have rebuilt our country twice. And maybe even three times if we had people who had the ability to negotiate. To launch our national rebuilding, I will be asking the Congress to approve legislation that produces a $1 trillion investment in the infrastructure of the United States financed through both public and private capital creating millions of new jobs. This effort will be guided by two core principles: Buy American, and Hire American. Tonight, I am also calling on this Congress to repeal and replace Obamacare with reforms that expand choice, increase access, lower costs, and at the same time, provide better Healthcare. Mandating every American to buy government-approved health insurance was never the right solution for America. The way to make health insurance available to everyone is to lower the cost of health insurance, and that is what we will do. Obamacare premiums nationwide have increased by double and triple digits. As an example, Arizona went up 116 percent last year alone. Governor Matt Bevin of Kentucky just said Obamacare is failing in his State – it is unsustainable and collapsing. One-third of counties have only one insurer on the exchanges – leaving many Americans with no choice at all. Remember when you were told that you could keep your doctor, and keep your plan? We now know that all of those promises have been broken. Obamacare is collapsing –  and we must act decisively to protect all Americans. Action is not a choice – it is a necessity. So I am calling on all Democrats and Republicans in the Congress to work with us to save Americans from this imploding Obamacare disaster. Here are the principles that should guide the Congress as we move to create a better healthcare system for all Americans: First, we should ensure that Americans with pre-existing conditions have access to coverage and that we have a stable transition for Americans currently enrolled in the healthcare exchanges. Secondly, we should help Americans purchase their own coverage, through the use of tax credits and expanded Health Savings Accounts –  but it must be the plan they want, not the plan forced on them by the Government. Thirdly, we should give our great State Governors the resources and flexibility they need with Medicaid to make sure no one is left out. Fourthly, we should implement legal reforms that protect patients and doctors from unnecessary costs that drive up the price of insurance — and work to bring down the artificially high price of drugs and bring them down immediately. Finally, the time has come to give Americans the freedom to purchase health insurance across State lines – creating a truly competitive national marketplace that will bring cost way down and provide far better care. Everything that is broken in our country can be fixed. Every problem can be solved. And every hurting family can find healing and hope. Our citizens deserve this, and so much more – so why not join forces to finally get it done? On this and so many other things, Democrats and Republicans should get together and unite for the good of our country, and for the good of the American people. My administration wants to work with members in both parties to make childcare accessible and affordable, to help ensure new parents have paid family leave, to invest in women’s health, and to promote clean air and clear water, and to rebuild our military and our infrastructure. True love for our people requires us to find common ground, to advance the common good, and to cooperate on behalf of every American child who deserves a brighter future. An incredible young woman is with us this evening who should serve as an inspiration to us all. Today is Rare Disease day, and joining us in the gallery is a Rare Disease Survivor, Megan Crowley. Megan was diagnosed with Pompe Disease, a rare and serious illness when she was 15 months old. She was not expected to live past 5. On receiving this news, Megan’s dad, John, fought with everything he had to save the life of his precious child. He founded a company to look for a cure and helped develop the drug that saved Megan’s life. Today she is 20 years old and a sophomore at Notre Dame. Megan’s story is about the unbounded power of a father’s love for a daughter. But our slow and burdensome approval process at the Food and Drug Administration keeps too many advances, like the one that saved Megan’s life, from reaching those in need. If we slash the restraints, not just at the FDA but across our Government, then we will be blessed with far more miracles like Megan. In fact, our children will grow up in a Nation of miracles. But to achieve this future, we must enrich the mind and the souls of every American child. Education is the civil rights issue of our time. I am calling upon Members of both parties to pass an education bill that funds school choice for disadvantaged youth, including millions of African-American and Latino children. These families should be free to choose the public, private, charter, magnet, religious or home school that is right for them. Joining us tonight in the gallery is a remarkable woman, Denisha Merriweather. As a young girl, Denisha struggled in school and failed third grade twice. But then she was able to enroll in a private center for learning, with the help of a tax credit scholarship program. Today, she is the first in her family to graduate, not just from high school, but from college. Later this year she will get her masters degree in social work. We want all children to be able to break the cycle of poverty just like Denisha. But to break the cycle of poverty, we must also break the cycle of violence. The murder rate in 2015 experienced its largest single-year increase in nearly half a century. In Chicago, more than 4,000 people were shot last year alone and the murder rate so far this year has been even higher. This is not acceptable in our society. Every American child should be able to grow up in a safe community, to attend a great school, and to have access to a high-paying job. But to create this future, we must work with – not against – the men and women of law enforcement. We must build bridges of cooperation and trust – not drive the wedge of disunity and division. Police and sheriffs are members of our community. They are friends and neighbors, they are mothers and fathers, sons and daughters – and they leave behind loved ones every day who worry whether or not they’ll come home safe and sound. We must support the incredible men and women of law enforcement. And we must support the victims of crime. I have ordered the Department of Homeland Security to create an office to serve American Victims. The office is called VOICE – Victims Of Immigration Crime Engagement. We are providing a voice to those who have been ignored by our media, and silenced by special interests. Joining us in the audience tonight are four very brave Americans whose government failed them. Their names are Jamiel Shaw, Susan Oliver, Jenna Oliver, and Jessica Davis. Jamiel’s 17-year-old son was viciously murdered by an illegal immigrant gang member, who had just been released from prison. Jamiel Shaw Jr. was an incredible young man, with unlimited potential who was getting ready to go to college where he would have excelled as a great quarterback. But he never got the chance. His father, who is in the audience tonight, has become a good friend of mine. Also with us are Susan Oliver and Jessica Davis. Their husbands – Deputy Sheriff Danny Oliver and Detective Michael Davis – were slain in the line of duty in California. They were pillars of their community. These brave men were viciously gunned down by an illegal immigrant with a criminal record and two prior deportations. Sitting with Susan is her daughter, Jenna. Jenna: I want you to know that your father was a hero and that tonight you have the love of an entire country supporting you and praying for you. To Jamiel, Jenna, Susan and Jessica: I want you to know; we will never stop fighting for justice. Your loved ones will never be forgotten, we will always honor their memory. Finally, to keep America Safe we must provide the men and women of the United States military with the tools they need to prevent war and – if they must – to fight and to win. I am sending the Congress a budget that rebuilds the military, eliminates the Defense sequester, and calls for one of the largest increases in national defense spending in American history. My budget will also increase funding for our veterans. Our veterans have delivered for this Nation and now we must deliver for them. The challenges we face as a Nation are great. But our people are even greater. And none are greater or braver than those who fight for America in uniform. We are blessed to be joined tonight by Carryn Owens, the widow of a U.S. Navy Special Operator, Senior Chief William „Ryan“ Owens. Ryan (*1) died as he lived: a warrior, and a hero- battling against terrorism and securing our Nation. I just spoke to General Mattis, who reconfirmed that, and I quote, „Ryan was a part of a highly successful raid that generated large amounts of vital intelligence that will lead to many more victories in the future against our enemies.“ Ryan’s legacy is etched into eternity. For as the Bible teaches us, there is no greater act of love than to lay down one’s life for one’s friends. Ryan laid down his life for his friends, for his country, and for our freedom – we will never forget him. To those allies who wonder what kind of friend America will be, look no further than the heroes who wear our uniform. Our foreign policy calls for a direct, robust and meaningful engagement with the world. It is American leadership based on vital security interests that we share with our allies across the globe. We strongly support NATO, an alliance forged through the bonds of two World Wars that dethroned fascism, and a Cold War that defeated communism. But our partners must meet their financial obligations. And now, based on our very strong and frank discussions, they are beginning to do just that. We expect our partners, whether in NATO, in the Middle East, or the Pacific to take a direct and meaningful role in both strategic and military operations, and pay their fair share of the cost. We will respect historic institutions, but we will also respect the sovereign rights of nations. Free nations are the best vehicle for expressing the will of the people and America respects the right of all nations to chart their own path. My job is not to represent the world. My job is to represent the United States of America. But we know that America is better off when there is less conflict – not more. We must learn from the mistakes of the past – we have seen the war and destruction that have raged across our world. The only long-term solution for these humanitarian disasters is to create the conditions where displaced persons can safely return home and begin the long process of rebuilding. America is willing to find new friends, and to forge new partnerships, where shared interests align. We want harmony and stability, not war and conflict. We want peace, wherever peace can be found. America is friends today with former enemies. Some of our closest allies, decades ago, fought on the opposite side of these World Wars. This history should give us all faith in the possibilities for a better world. Hopefully, the 250th year for America will see a world that is more peaceful, more just and more free. On our 100th anniversary, in 1876, citizens from across our Nation came to Philadelphia to celebrate America’s centennial. At that celebration, the country’s builders and artists and inventors showed off their creations. Alexander Graham Bell displayed his telephone for the first time. Remington unveiled the first typewriter. An early attempt was made at electric light. Thomas Edison showed an automatic telegraph and an electric pen. Imagine the wonders our country could know in America’s 250th year. Think of the marvels we can achieve if we simply set free the dreams of our people. Cures to illnesses that have always plagued us are not too much to hope. American footprints on distant worlds are not too big a dream. Millions lifted from welfare to work is not too much to expect. And streets where mothers are safe from fear, schools where children learn in peace and jobs where Americans prosper and grow – are not too much to ask. When we have all of this, we will have made America greater than ever before. For all Americans. This is our vision. This is our mission. But we can only get there together. We are one people, with one destiny. We all bleed the same blood. We all salute the same flag. And we are all made by the same God. And when we fulfill this vision; when we celebrate our 250 years of glorious freedom, we will look back on tonight as when this new chapter of American Greatness began. The time for small thinking is over. The time for trivial fights is behind us. We just need the courage to share the dreams that fill our hearts. The bravery to express the hopes that stir our souls. And the confidence to turn those hopes and dreams to action. From now on, America will be empowered by our aspirations, not burdened by our fears, inspired by the future, not bound by the failures of the past and guided by our vision, not blinded by our doubts.

(*7) I am asking all citizens to embrace this renewal of the American spirit. I am asking all members of Congress to join me in dreaming big, and bold and daring things for our country. And I am asking everyone watching tonight to seize this moment and – believe in yourselves. Believe in your future. And believe, once more, in America.

Thank you, God bless you, and God bless these United States.

Anmerkungen

 

*1

Der linke Mundwinkel geht nach dem Satz nach oben. Es handelt sich um einen Ausdruck von Geringschätzung. Es kann sich auch um ein allgemeines Gefühl von Überlegenheit handelt, weil es während eines heftigen Applauses geschieht.

*2

„Jetzt beginnt ein neues Kapitel amerikanischer Größe. Ein neuer nationaler Stolz fegt durch unsere Nation. Eine neue Welle des Optimismus bringt unmögliche Träume in Reichweite. Was wir heute erleben, ist die Erneuerung des amerikanischen Geistes.“

 

*3

„Unsere Alliierten werden sehen, dass Amerika einmal mehr bereit ist, zu führen. Alle Nationen der Welt – Freunde oder Feinde – werden sehen: Amerika ist stark, Amerika ist stolz, Amerika ist frei.“

 

*4

Etwas vorwegehmendes Eigenlob darf nicht fehlen: „Ford, Fiat-Chrysler, General Motor, Lockheed, Intel, Walmart und viele andere haben angekündigt, dass sie Milliarden Dollar in den USA investieren und Zehntausende neuer amerikanischer Jobs schaffen werden. Der Aktien-Markt hat seit meiner Wahl fast drei Billionen Dollar an Wert gewonnen.“

 

*5

„Wir haben die Attacken zu Hause gesehen – von Boston zu San Bernardino, zum Pentagon und zum World Trade Center“, sagte er. „Wir haben die Attacken in Frankreich, Belgien und Deutschland und überall in der Welt gesehen… Wir können nicht zulassen, dass unser Land Zufluchtsort für Extremisten wird.“

 

*6

Für sein Zielpublikum eine durchaus förderlich symbolische Inszenierung, bei der Trumps Tochter Ivanka neben der Witwer platziert wurde: „Ryans Erbe ist in die Ewigkeit gemeißelt worden. Wie die Bibel uns lehrt, gibt es keinen größeren Akt der Liebe als das eigene Leben für einen Freund zu opfern. Ryan Owen hat sein Leben für seinen Freunde, sein Land und unsere Freiheit gegeben. Wir werden ihn nie vergessen.“ Als die Witwe in Tränen ausbricht, standen viele Gäste auf und applaudierten. Berechnend und doch wirkungsvoll. So kann Trump dann sogar etwas menschlicher wirken, indem er Trost anbietet.

Der Navy Seal Ryan wurde im Januar bei einer Bodenoperation von Spezialkräften gegen Al-Quaida-Mitglieder im Jemen getötet. Es war die erste Kommandoaktion, die von Trump autorisiert wurde. Sie unter der Vorgängerregierung geplant. Es soll dabei sehr viel schief gegangen sein, denn eben Owens kamen mehrere Zivilisten ums Leben. Bill Owens, der Vater des getöteten Soldaten hatte Trump kürzlich in einem Interview des „Miami Herald“ sehr scharf kritisiert und forderte eine Ermittlung. Bill Owens hatte es abgelehnt, Trump zu treffen, als der Sarg mit seinem Sohn in den USA eintraf.

 

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Er hat einen sicheren Stand, doch seine typischen Rhythmusgesten fehlen ebenso wie ein Gesichtsdruck der verbindet.

P.S.

 

Wie empfinden Sie die Rede?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2017
Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #645
K: CNB
Ü:

Lügen: Wann es keine gute Idee ist und wie Lügen erkannt werden

Lügen: Wann es keine gute Idee ist und wie Lügen erkannt werden

Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er. Martin Luther

Glossar Rhetorik und Kommunikation - Lügen

Lügen?

 

Was ist das nur mit den vielen Lügen? Lügen zu erkennen, ist hilfreich. Allerdings säen manche Menschen auch Zweifel, obwohl sie die Wahrheit sagen.

Überblick

 

 

 

 

Lügen, ob das so eine gute Idee ist?

 

Politiker, Unternehmer, Radler und sonstige Sportler … es wird immer wieder versucht, sich der Wahrheit zu entziehen. „I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky. I never told anybody to lie, not a …“ Früher oder später stolpern sie über ihre Lügen. Mehr als 599.000 Suchergebnisse bei „Lüge Interview“. Doch das scheint nicht jeden zu entmutigen. Nur weshalb? Wer es trotzdem tut, hofft entweder Glück zu haben, hält sich für besonders clever oder hofft einfach nur, dass es später und nicht früher offenbar wird. Wobei es oft genug auch ohne bösartige Absicht geschieht, dass Menschen die Unwahrheit sagen, mehr oder weniger kreative Umdeutungen vornehmen oder doch nicht so ganz unwesentliche Einzelheiten für sich be- und anderen vorenthalten. Ob beabsichtigt oder nicht; es handelt sich eher selten um eine gute Idee. Lügen haben kurze Beine.

Lügen – Nicht jede Unwahrheit richtet Schaden an

 

Meine Eltern sagten mir, ich soll nicht lügen. Ich sage nur: Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee!

Notlügen sind in Ordnung. Kleine Lügen tun nicht weh, sagen die einen. Lügen zerstören das Vertrauen und machen ein Zusammenleben unmöglich, meinen die anderen. Zugegeben: Nicht jede Lüge ist gleichermaßen böswillig und verheerend in der Wirkung; manche sind es allerdings! Ich nehme meinen Eltern die Geschichte mit dem Weihnachtsmann mittlerweile nicht mehr übel. Doch so manche Unwahrheiten notorischer Lügner haben durchaus ihre Spuren hinterlassen. In besonders schmerzhaften Momenten wird da schon mal an der gesamten Menschheit gezweifelt, der emotionale Schaden übersteigt dann meist noch den bezifferbaren. Das gibt blaue Flecken, die nicht so schnell verheilen. Der vollständige Rückzug und übersteigertes Misstrauen richten dann als Folgeschäden noch einiges an. Doch wie können wir offen für das Leben und dessen Angebote bleiben und gleichzeitig gut auf uns acht geben?

Anstatt hinterher schlauer zu sein, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, hilft es zumindest, die deutlichsten Anzeichen für Lügen zu erkennen. Wobei das einfacher gesagt, als getan ist. Sobald uns jemand nahesteht, werden entsprechende Hinweise sehr häufig ignoriert. Es kann nicht sein, was nicht sein soll!

Zu Lügen ist in der Regel keine gute Idee, denn die haben ja bekanntlich kurze Beine. Wobei besondere Vorsicht bei Unwahrheiten in Interviews angeraten ist.

Lügen zu erkennen ist hingegen eine sehr hilfreiche Fähigkeit, die vor allerlei Unannehmlichkeiten schützen kann. Dabei kann ich Sie ebenso unterstützen, wie dabei nicht durch Gewohnheiten Vertrauen zu verspielen. Viel zu oft säen ehrlich Menschen durch unglückliche Formulierungen und Körpersprache Zweifel, wo keine erforderlich sind.

Lügen ist anstrengend, Lügen aufrechtzuerhalten ist noch anstrengender

 

Eine Lüge erscheint mitunter einfacher als die unbequeme Wahrheit. Doch meist wird dadurch alles nur noch schlimmer. Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine. Die Körpersprache offenbart es ja doch früher oder später! Der erforderliche Aufwand, um Lügen aufrechtzuerhalten, ist oft höher als gleich die Verantwortung zu tragen, ihr gerecht zu werden.

Wie Sie Lügner und ihre Lügen erkennen

 

Wahrheit oder Lüge?

 

Woran erkennen Sie, dass jemand nicht die Wahrheit sagt? Lügner werden von Gefühlen geplagt; in der Regel von Angst und Schuld. Deshalb neigen Menschen, die nicht die Wahrheit sagen, dazu, plötzlich ihr Verhalten zu ändern und damit verraten sie sich. Entsprechende Bedeutung hat es, die Körpersprache lesen zu können. Beispielsweise, wenn Ihr Gegenüber plötzlich aufhört, sich zu kratzen, seine Atmung sich verändert, dass er leiser, schneller, höher oder tiefer spricht, dass es seine Gestik und Mimik verändert – das alles sind typische Verhaltensweisen von Lügnern. Lügner wissen um diese Verhaltensveränderung und versuchen deshalb, sich möglichst unauffällig zu verhalten. Gerade, wenn sie sich bemühen nur ja nicht entlarvt zu werden, gibt es besonders viele Hinweise. Dann wirkt die Körpersprache beispielsweise plötzlich steif. Solche Lügner wirken übertrieben vorsichtig und dann ist nicht das Verhalten an sich auffällig, sondern die Verhaltensänderungen sind von Interesse.

 

 

 

Worte lassen sich einstudieren, Körpersprache …

 

Geübte Lügner beherrschen ihre verbalen Aussagen. Bei der unbewusst gesteuerten Körpersprache ist das anders. Oft widersprechen die nonverbalen den mündlichen Aussagen, die Gestik stimmt dann nicht mit der Mimik überein.

Auf die Präsentation einer konstruierten Geschichte können sich Lügner gründlich vorbereiten. Sie können Lügner zwar mit sehr gezielten Fragen überführen – aber das dauert ohne entsprechende Ausbildung recht lange. Besser ist es, auf widersprüchliche Körpersignale zu achten. Beginnen Sie mit einem harmlosen Gespräch, um sich zu kalibrieren, also eine Vorstellung davon zu bekommen, wie jemand im entspannten Zustand ist. Halten Sie Augen und Ohren offen. Welche Zusammenhänge zwischen Körpersprache, Gedanken, Emotionen bestätigen sich. Die fundierte Vorbereitung ist wesentlich für die Körpersprachanalyse, erst dann lassen sich Auffälligkeiten erkennen und einschätzen. Wer das beherrscht, liest in manchen Zeitgenossen, wie in einem offenen Buch.

 

 

 

Wer will schon dreist angelogen werden?

 

Lügen gehören zwar zum Alltag, doch wer will schon angelogen werden? Im Artikel Wie Sie Lügner und ihre Lügen erkennen erfahren Sie wie Sie sich schützen. Selbst überlegen Sie es sich lieber zweimal, ob eine Lüge tatsächlich die Angelegenheit vereinfacht. Stehen Sie lieber zu Ihren Fehlern. Oft ist eine Entschuldigung der bessere Anfang, um die Dinge zu verbessern.

 

 

 

So geht es

 

Bleiben Sie offen und passen Sie auf sich auf. Lesen Sie den ausführlichen Artikel mit konkreten Tipps, wie Sie Lügner und ihre Lügen anhand von verbalen und nonverbalen (Körpersprache) Elementen erkennen.

Gesamten Artikel lesen

Wann sind Lügen angebracht?

 

Gibt es Gründe, bei denen Sie die Wahl einer Lüge als Option betrachten? Oder ist jede Lüge gleichermaßen verwerflich? Wie entscheiden Sie im Zweifelsfall?

Lügen vor Zeugen?

 

Lügen an sich ist schon keine schöne Sache. Doch vor Zeugen und noch dazu während eines Interviews multiplizieren sich die Folgen. Wenn dann die Wahrheit ans Licht kommt, ist die Empörung umso größer. Und wer das vor laufender Kamera macht, kann es sich später noch oft ansehen. Ein Vergnügen ist diese Medienpräsenz allerdings selten. Und auch ein Shitstorm ist weniger spaßig, wenn er einen selbst betrifft.

 

 

 

Alternativen

 

Überlegen Sie sich lieber frühzeitig, was Sie wie offenlegen, was Sie kommentieren. Und wenn es unbedingt sein muss; „Kein Kommentar!“. Ansonsten gilt: Lieber vorsorgen, als aufwendig nachsorgen.

Mehr dazu im Artikel Lügen in Interviews.

Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

P.S.

 

Was fällt Ihnen zum Thema Lügen ein?

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Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Februar 2017
Überarbeitung: 16. April 2019
AN: #43312
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