Reden mit den Händen in den Hosentaschen bei Gesprächen, Reden und Präsentationen?

Reden mit den Händen in den Hosentaschen bei Gesprächen, Reden und Präsentationen?

Nun ja ...
Hände in der Hosentasche

Einfach die Hände in die Hosen?

 

Wohin nur mit den Händen? Einfach in die Hosentaschen und weg sind sie. Viele Redeanfänger halten das anfangs noch für durchaus „cool“, ich und meistens auch das Publikum weniger. Weshalb? Deshalb!

 

 

 

Überblick

 

Redner mit den Händen in den Hosentaschen

 

Seit ich denken kann gibt es fast bei jedem Training zu Rhetorik und Präsentation anfangs die Fragen nach den Händen und wohin, die in Gespräche sowie bei Reden und Präsentationen gehören. Sehr beliebt ist die Frage, ob sich die Hände gut in den Hosentaschen machen. Das halten dann viele Workshopteilnehmer anfangs noch für durchaus „cool“, ich und meistens auch das Publikum weniger. Weshalb?

 

 

 

1. Irritation

 

Das unerklärlicherweise oft einsetzende Herumkramen in den Tiefen der Hosentaschen beflügelt die Fantasie der Zuschauer und lenkt so von der ursprünglich beabsichtigten Botschaft ab. Ihr Publikum kann ja nicht wissen, dass Sie wegen ihres Lampenfiebers nur die Glückshasenpfote um Beistand bitten.

 

 

 

2. Misstrauen

 

Offene Handflächen fördern Vertrauen, versteckte Hände Misstrauen.

 

 

 

3. Wo bleibt da die Gestik?

 

Wo bleibt da die überzeugende Körpersprache? Wie soll eine angemessene Gestik die Botschaft unterstützen, wenn die Hände aus dem offiziellen Spiel genommen werden? Das erfordert beide Hände.

 

 

 

4. Falsches Signal

 

Es sendet das falsche Signal, die Hände in den Taschen zu lassen, ist auch ein Zeichen dafür, dass Sie Angst haben, unsicher sind oder kein Interesse an der Präsentation haben.

 

 

 

5. Respektlosigkeit

 

Das demonstriert einen Mangel an Respekt. Es wird als respektlos angesehen. Einige Ihrer Zuhörer könnten es als unhöflich empfinden. Es könnte sie verärgern.

 

 

 

 

Wohin dann mit den Händen?

 

Eine stimmige Gestik unterstreicht die Glaubwürdigkeit, veranschaulicht und bestärkt die Argumente. Genau deshalb gehören die Hände ins Blickfeld des Publikums. Ich empfehle den meisten meiner Teilnehmer an Rhetoriktrainings individuelle Ausgangspositionen für die Hände. Die lassen sich dann in alltäglichen Situationen verinnerlichen und das fördert eine natürliche Gestik. Pauschalrezepte richten oft mehr Schaden an, als dass sie helfen. Ein Beispiel für so ein Missgeschick ist die Merkelraute. Sie ist nun zwar als Running Gag zum Markenzeichen geworden, doch das macht sie noch nicht zu einer Empfehlung – im Gegenteil.

 

 

 

Mehr?

 

Sie wünschen sich weitere Anregungen für den Aufenthaltsort der Hände? Die gibt es im Beitrag „Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen?„.  Tipps für die Entwicklung einer ausdrucksstarken Gestik verrate ich in zahlreichen Beiträgen. Viel Spaß dabei!

 

 

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Antworten auf häufige Fragen

Wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen?

Die Hände können in Reden und Präsentationen auf verschiedene Arten eingesetzt werden, um das Publikum zu fesseln und die Rede oder Präsentation zu unterstützen. Hier sind einige Tipps, wohin Sie Ihre Hände in Reden und Präsentationen platzieren können:

  1. Verwenden Sie Ihre Hände, um Gesten zu verwenden: Gesten können dazu beitragen, Ihre Worte zu unterstreichen und das Publikum zu fesseln. Vermeiden Sie es jedoch, zu viele oder unnatürliche Gesten zu verwenden, da dies ablenkend wirken könnte.

  2. Platzieren Sie Ihre Hände an Ihren Seiten: Wenn Sie Ihre Hände an Ihren Seiten platzieren, wirken Sie sicherer und selbstbewusster.

  3. Verwenden Sie Ihre Hände, um Visualisierungen zu veranschaulichen: Verwenden Sie Ihre Hände, um Visualisierungen wie Bilder oder Diagramme zu veranschaulichen oder um auf bestimmte Punkte in der Präsentation hinzuweisen.

  4. Vermeiden Sie es, Ihre Hände in der Tasche zu verstecken: Wenn Sie Ihre Hände in der Tasche verstecken, wirken Sie unsicherer und weniger selbstbewusst.

 

Es ist zu beachten, dass die Art und Weise, wie Sie Ihre Hände in Reden und Präsentationen einsetzen, von der Art der Rede oder Präsentation und Ihrem persönlichen Stil abhängt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie Ihre Hände auf eine natürliche und authentische Art und Weise einsetzen, um das Publikum zu fesseln und Ihre Worte zu unterstreichen.

Was für Gesten sind gut in Reden und Präsentationen?

Es gibt viele verschiedene Gesten, die in Reden und Präsentationen eingesetzt werden können, um das Publikum zu fesseln und die Rede oder Präsentation zu unterstützen. Hier sind einige Tipps für gute Gesten in Reden und Präsentationen:

  1. Verwenden Sie offene Gesten
    Offene Gesten, wie das Ausbreiten der Arme oder das Öffnen der Handflächen, zeigen Offenheit und Ehrlichkeit und können das Publikum beruhigen und überzeugen.

  2. Verwenden Sie positive Gesten
    Positive Gesten, wie das Nicken oder das Lächeln, zeigen Zustimmung und Aufgeschlossenheit und können das Publikum motivieren und inspirieren.

  3. Verwenden Sie eindeutige Gesten
    Deutliche Gesten, die Ihre Worte unterstreichen, können das Publikum fesseln und dazu beitragen, dass Ihre Ideen besser verstanden werden. Vermeiden Sie es jedoch, zu viele oder unnatürliche Gesten zu verwenden, da dies ablenkend wirken könnte.

  4. Lassen Sie nervöse Gesten
    Nervöse Gesten, wie das Spielen mit dem Haar oder das Knibbeln an den Fingern, können das Publikum abschrecken und Ihre Glaubwürdigkeit mindern. Versuchen Sie, diese Gesten zu vermeiden oder sie unter Kontrolle zu halten.

 

Es ist zu beachten, dass die Art und Weise, wie Sie Gesten in Reden und Präsentationen einsetzen, von der Art der Rede oder Präsentation und Ihrem persönlichen Stil abhängt.

Welche Gesten gilt es zu vermeiden?

Es gibt einige Gesten, die in Reden und Präsentationen besser vermieden werden sollten, da sie unangenehm oder ablenkend wirken können. Hier sind einige Tipps für Gesten, die es in Reden und Präsentationen zu vermeiden gilt:

  1. Vermeiden Sie es, Ihre Hände in der Tasche zu verstecken: Wenn Sie Ihre Hände in der Tasche verstecken, wirken Sie unsicherer und weniger selbstbewusst.

  2. Vermeiden Sie es, nervöse Gesten zu verwenden: Nervöse Gesten, wie das Spielen mit dem Haar oder das Knibbeln an den Fingern, können das Publikum abschrecken und Ihre Glaubwürdigkeit mindern.

  3. Unterlassen Sie zu viele Gesten
    Zu viele Gesten können das Publikum ablenken und dazu führen, dass Ihre Rede oder Präsentation unnatürlich wirkt. Versuchen Sie, Ihre Gesten bewusst und bedachtsam einzusetzen.

  4. Vermeiden Sie es, unnatürliche Gesten zu verwenden: Unnatürliche Gesten, die nicht zu Ihrem Persönlichkeitsstil passen, wirken unglaubwürdig und können das Publikum abschrecken.

 

Die Art und Weise, wie Sie Gesten in Reden und Präsentationen einsetzen, hängt von der Art der Rede oder Präsentation und Ihrem persönlichen Stil ab. Es ist jedoch wichtig, dass Sie Gesten auf eine natürliche und authentische Art und Weise einsetzen, um das Publikum zu fesseln und Ihre Worte zu unterstreichen.

Gibt es kulturelle Unterschiede bei Gesten in Reden und Präsentationen?

Ja, es gibt kulturelle Unterschiede bei Gesten in Reden und Präsentationen. Was in einer Kultur als positiv oder respektvoll angesehen wird, kann in einer anderen Kultur als unhöflich oder respektlos angesehen werden. Es ist daher wichtig, sich der kulturellen Unterschiede bei Gesten bewusst zu sein und diese bei Reden und Präsentationen zu berücksichtigen, insbesondere wenn man vor einem internationalen Publikum spricht.

Einige Beispiele für kulturelle Unterschiede bei Gesten sind:

  1. Das Nicken
    In manchen Kulturen bedeutet das Nicken „Ja“ oder Zustimmung, während es in anderen Kulturen als Zeichen für „Nein“ oder Missbilligung verstanden wird.

  2. Der Augenkontakt
    In manchen Kulturen ist es üblich, während einer Rede oder Präsentation direkten Augenkontakt mit dem Publikum zu halten, während es in anderen Kulturen als unangenehm oder respektlos angesehen wird.

  3. Der Händedruck
    Der Händedruck ist in vielen Kulturen ein Zeichen von Höflichkeit und Freundlichkeit, aber die Stärke des Händedrucks und die Art und Weise, wie lange man die Hand hält, können je nach Kultur variieren.

P.S.

 

Wie stehst du zu Händen in der Hosentasche?

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 15. April 2021
AN: #4546
K:
Ü:

30+ Tipps für Gesten, die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützen

30+ Tipps für Körpersprache die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützt

Während manche Menschen mit Händen Füßen reden, brauchen andere etwas Inspiration dafür
Gestik in Reden und Präsentationen

Überzeugende Reden und Präsentationen mit Gesten

 

Mit geeigneten Gesten machen Sie es bei Ihren Reden und Präsentationen dem Publikum leichter, das Gesagte zu verstehen. Mit diesen Gesten werden auch die Augen und Spiegelneuronen angesprochen. Lernen Sie Ihre Körpersprache noch gezielter einzusetzen, denn dann überzeugen sowohl Sie als Persönlichkeit als auch Ihre Botschaft.

Definition Gesten

 

In diesem Artikel geht es um Gesten bei denen Hände und Arme bewegt werden, um eine Botschaft auszudrücken oder zu betonen. Gesten sind ein wichtiger Teil der gesamten Körpersprache.

 

Funktion von Gesten

 

Hier ein paar Beispiele, welche Gesten welche Funktion haben.

 

 

 

1. Beschreibende Gesten

 

Gesten helfen dabei, zu beschreiben, wovon Sie sprechen.

a. direkt, beispielsweise, wenn Sie über eine Box sprechen, können Sie mit den Händen das Quadrat einer Box zeichnen.

b. metaphorisch, wenn Sie beispielsweise von einer Gruppe sprechen und mit der Hand einen Kreis zeichnen, und damit diese Gruppe meinen.

 

 

 

2. Hinweisende Gesten

 

Gesten können Ihnen helfen, auf Menschen und Dinge in Ihrer Umgebung hinzuweisen und so den Blick und die Aufmerksamkeit steuern.

 

 

 

3. Ordnende Gesten

 

Gesten helfen Ihnen dabei Struktur in Ihre Redebeiträge zu bringen, beispielsweise indem Sie die Schritte mit Zahlen verdeutlichen, die Sie mit den Händen darstellen.

 

 

 

4. Verdeutlichende Gesten

 

Mit Gesten können Sie beim Sprechen Akzente setzen und die beabsichtigte Bedeutung verstärken. Sie können beispielsweise sehr vorsichtiges genaues Vorgehen mit sanften taktilen Berührungen von Daumen und Zeigefinger verdeutlichen oder Kraft durch energievolle Gesten.

 

 

 

5. Emotionale Gesten

 

Gesten geben Hinweise auf Ihren emotionalen Zustand.

 

 

30+ Tipps für Gesten, die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützen

 

Gesten gehören zur Kommunikation und können auch Reden und Präsentationen bereichern. Die meisten Redner sind sich der Wirksamkeit ihrer eigenen Gesten allerdings nicht bewusst oder wissen zumindest nicht, wie sie ans Werk gehen sollen.

Gesten entwickeln die meisten Menschen von sich aus. Doch nicht alle Redner setzen sie genauso wirksam ein. Auch sind nicht alle Gesten gleichermaßen geeignet. Mit entsprechendem Fingerspitzengefühl lassen sie sich so trainieren, dass sie sowohl zur Persönlichkeit des Redners, als auch zu Thema und Publikum passen. Das verhindert auch alles, das an eine Merkel-Raute erinnert.

 

 

 

1. Ist-Aufnahme

 

Beginnen Sie mit einer Ist-Aufnahme. Lassen Sie sich, am besten mit professioneller Unterstützung, Feedback zu Ihrer Körpersprache einschließlich der Gesten geben. Dabei decken Sie auch missverständliche Gesten auf, die Ihnen und Ihrer Botschaft schaden.

 

 

 

2. Zeigen Sie Ihre Hände

 

Achten Sie darauf, dass Ihre Hände zu sehen sind. Wenn Sie die Hände hinter dem Rücken oder in den Hosentaschen verstecken verzichten Sie auf eine unterstützende Gestik. Versteckte Hände könnten etwas Unangenehmen halten und reduzieren deswegen das Vertrauen.

Tatsächlich gibt es immer wieder Klienten, die mir davon berichten, in Rhetoriktrainings den Tipp bekommen zu haben die Hände in die Hosentaschen zu stecken, weil das locker aussieht. Weitere Gedanken dazu finden Sie im Artikel Reden mit den Händen in den Hosentaschen?

 

 

 

3. Offene sichtbare Handflächen

 

Sichtbare nach vorne und oben gerichtete Handflächen wirken einladend und freundlicher, als Handflächen, die von oben nach unten zeigen.

 

 

 

4. Illustrierende Gesten

 

Manche Botschaft lässt sich besser mit Unterstützung von Gesten als durch Worte allein vermitteln. Während einige Menschen mit Händen und Füßen reden, sodass einem schon mal schwindlig werden kann, sind in unserer Kultur viele etwas zu zurückhaltend mit Gesten. Spätestens wenn ein Gegenstand beschrieben wird, verwenden auch sonst körpersprachlich zurückhaltende Persönlichkeiten meist illustrierende Gesten. Gut so, denn sie machen es den Empfängern leichter, das Gesagte zu verstehen, denn mit der Körperunterstützung werden auch die Augen angesprochen.

 

Beispiele:

  • Zur Beschreibung eines eckigen Gebäudes werden mit der flachen Hand die vertikalen und horizontalen Konturen in die Luft gezeichnet.
  • Bei einem runden Gegenstand, etwa einem Ball, können die Hände so gehalten werden, als würden sie einen Ball umfassen.
  • Der Bericht einer rasanten Achterbahnfahrt findet in der Luft statt, indem Arme und Hände rhythmisch auf und ab bewegt werden. Dabei werden die in den Kurven greifenden Fliehkräft angedeutet.
  • Ein großer Gegenstand wird vermittelt, indem die Arme weit auseinander gebreitet werden.
  • Das Gewicht eines schweren Gegenstandes wird durch wiegende Bewegungen verdeutlicht.
  • Eng zusammengeführte Finger unterstreichen etwas Winziges.

 

 

 

5. Sprechen Sie die Sinne an

 

Gesten sind ein nützliches Mittel für die Übermittlung sinnlicher, größtenteils visueller und kinästhetischer Informationen. Der visuelle Sinn ist in unserer Kultur sehr dominant. Viele Menschen nehmen Informationen deshalb besser auf, wenn sie sehen können, was gerade beschrieben wird.

 

 

 

6. Fahrige Bewegungen

 

Wer vor Publikum an der Kleidung herumsortiert, Fusseln entfernt, wirkt auf das Publikum so, als ob er von der eigenen Ideen nicht wirklich begeistert ist und als ob er keine ehrliche Antwort geben will. Kaum ein anderes Zeichen weist so deutlich auf Unwohlsein hin, als wenn jemand verzweifelt am Hemdkragen herumspielt, als wenn es sonst zum Erstickungstod kommt. Das wird als Hinweis für Fluchtwünsche gedeutet.

 

 

 

7. Die Gestik wird der Gruppengröße angepasst

 

Wo im kleinsten Rahmen Gesten aus den Handgelenken angemessen ist, wären die bei großen Gruppen hilfreichen ausladenden Arme übertrieben. Mehr zum Einfluss der Gruppengröße auf Reden und Präsentationen finden Sie im Artikel 11 Tipps für unterschiedliche Gruppengrößen bei Reden und Präsentationen.

 

 

 

8. Nicht das Gesicht berühren

 

Das Berühren des Gesichtes mit der Hand und vor allem das Berühren der Nase wird von vielen Beobachtern als Hinweis auf Unwahrheit betrachtet. Es ist zwar nicht zwingend richtig, dass jeder lügt, der sich im Gesicht berührt, aber von vielen Leuten wird das so ausgelegt. Gleiches gilt für das Verdecken des Mundes. So als würde jemand verhindern wollen, dass den Mund unkontrolliert Worte verlassen.

 

 

 

9. Unterlassen Sie Nachahmen und Aufgusshandhaltungen

 

Was bei Frau Merkel zum Running-Gag wurde, ist im Grunde kein guter Stil für Redner. Also machen Sie weder die Merkelraute noch eine andere Standard-Handhaltung nach. Ein guter Präsentationstrainer wird Sie zu einer ganz eigenen und passenden Körpersprache führen, die zu Ihnen, zum Thema, zum Publikum und dem Ziel passt.

 

 

 

10. Immer schön im Rahmen bleiben

 

Bei den Artikeln zur Kreativität plädiere ich immer wieder dafür, aus dem Rahmen zu fallen. Bei der Gestik empfehle ich da tendenziell eher vorsichtig ans Werk zu gehen. Als angemessene Rahmen für die Gestik bei Reden und Präsentationen gilt der Raum von der Oberseite der Brust bis zur Unterseite der Taille. Wenn Sie außerhalb dieses Bereichs aktiv sind, lenkt das schnell ab und Sie wirken als hätten Sie Kontrolle verloren.

Wenn Sie sprechen, ist es für Ihr Publikum natürlich, Ihr Gesicht zu betrachten. Finden Ihre Handgesten auf Taillenhöhe oder darunter statt, wird Ihr Publikum abgelenkt. Wenn es Ihnen hilft, stellen Sie sich vor, dass Sie bis zur Taille im Wasser stehen. Um sichtbar zu sein, sollten alle Ihre Gesten über dem Wasserspiegel stattfinden.

 

 

 

11. Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Menschen

 

Mit dem Finger auf Menschen zu zeigen ist wie eine Stichwaffe in deren Richtung zu halten. Das kommt nicht gut an. Weisen Sie stattdessen lieber mit offenen, nach oben gerichteten Handflächen zum Publikum.

 

 

 

12. Gute Gesten unterstützen die Worte, die Botschaft und den Eindruck den Sie machen

 

Unterstützende Gesten sind wundervoll, unnütze Gesten verwässern und schaden sogar.

 

 

 

13. Gegenstände vor den Körper halten

 

Wenn Sie einen Gegenstand zu lange vor dem Körper halten, dann wirken Sie möglicherweise unsicherer. Etwas direkt vor dem Körper zu halten, wie ein Schutzschild, kann so verstanden werden, dass Sie eingeschüchtert oder zurückhaltend sind. Möglicherweise wollen Sie sich von anderen distanzieren, Abstand halten, fühlen sich in deren Gegenwart nicht wohl. So kann das zumindest gedeutet werden.

 

 

 

14. Weg vom Redepult

 

So ein Redepult hat einige Nachteile. Einer davon ist die eingeschränkte Gestik. Außerdem halten sich viele unsichere Redner verkrampft daran fest. Das lässt weder die Redner, noch deren Botschaft überzeugender wirken. Mehr dazu in den Artikeln 9 Gründe gegen die Verwendung eines Rednerpults und Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken.

15. Arme vor dem Körper verschränken

 

Die geschlossene Körperhaltung lässt Sie auch nicht gerade so wirken, als wenn Sie den Kontakt zum Publikum genießen. Die verschränkten Arme vor dem Körper sind Klassiker und werden oft übertrieben negativ interpretiert. Manchmal fühlt es sich einfach gut an, die Arme zu verschränken. Das hat nichts damit zu tun, dass jemand sich tatsächlich abgrenzen und schützen will, sich vor guten Argumenten in Sicherheit bringt, sich unwohl fühlt oder desinteressiert ist. Doch genauso wird es gerne interpretiert! Es kommt seltener gut an.

 

 

 

16. Sich an der Seite des Halses oder Kopfes kratzen

 

Sich andere Seite des Halses oder Kopfes zu kratzen, gilt als Zeichen von Zweifel und Unsicherheit. Bei entsprechendem Halbwissen wird es gar als Hinweis auf eine Lüge betrachtet. Also Finger weg aus diesem Bereich.

 

 

 

17. Händen vor den Genitalien

 

Auch wenn manche Machos der Ansicht sind, es wirke männlich, stark und dominant, wenn sie die Hände vor den Genitalien gekreuzt halten; das Gegenteil ist der Fall. Es ist eine Schutzhaltung. In dieser Haltung werden die Schultern nach vorne gezogen, was den Körper schmaler wirken lässt. Wer meint, sich schützen zu müssen, fühlt sich bedroht. Das wirkt unsicher und senkt den Status. Dann doch lieber die Arme neben dem Körper lassen, die Schultern aufrecht halten und die Brust raus.

 

 

 

18. Der gleichzeitige Einsatz beider Hände

 

Zu häufige und synchrone Parallelgesten lasen Sie steif und langweilig wirken. Machen Sie mit beiden Händen vorzugsweise unterschiedliche Gesten.

 

 

 

19. Richtung von Bewegungen

 

Wir schreiben und lesen hierzulande von links nach rechts. Die wünschenswerte Richtung der Visualisierung geht steil von links nachts oben. Zeitverläufe und viele anderen Entwicklungen werden in unserer Kultur von links nach rechts dargestellt. Das haben wir auch bei der Deutung von Gestik so verinnerlicht. Reden wir über die Vergangenheit, deuten wir nach links (manchmal nach hinten), und wenn wir über die Zukunft sprechen, dann zeigen wir nach rechts (manchmal nach vorne).

Soweit so gut, doch wenn Sie vor einem Publikum stehen, müssen Sie umdenken und alles von rechts nach links beschreiben, damit die Bewegung der Entwicklung für Ihr Publikum erkennbar wird. So erhält Ihr Publikum ein stimmiges Bild von Ihren verbalen Beschreibungen und Ihrer unterstützenden Körpersprache.

 

 

 

20. Hand aufs Herz

 

Heben Sie emotionale Themen beispielsweise dadurch hervor, indem Sie eine Hand auf Ihr Herz legen.

 

 

 

21. Kulturelle Unterschiede

 

Andere Länder, andere Sitten! Was in einem Land als freundliche Geste gilt, kann in einem anderen Land als die Aufforderung für sofortige Liebesspiele oder einen Zweikampf auf Leben und Tod gelten. Also informieren Sie sich lieber über die Eigenarten Ihres Publikums. Sicher ist sicher!

 

 

 

22. Rettungsanker

 

Unsichere Redner nehmen einen Stift oder andern Rettungsanker in die Hand, weil es ihnen damit leichter fallen soll, mit den Händen. Hat der Gegenstand allerdings keine Funktion, dann lenkt er ab. Wobei auch eine wandernde Fernbedienung die Nerven strapazieren kann.

 

 

 

23. Stichwortkarten

 

Stichwortkarten hemmen die Gestik und erfordern Übung, sonst wandern beispielsweise die Moderationskarten ständig hin und her. Die Beobachter werden dadurch abgelenkt.

 

 

 

24. Vorsicht vor dem erhobenen Zeigefinder

 

So ein erhobener Zeigefinger wirkt schulmeisterlich und ist schlecht für die Beziehung zum Publikum.

 

 

 

25. Zu wenig Gestik wirkt langweilig

 

Wenn Sie bei einer Redegelegenheit die Hände die ganze Zeit unbewegt herunterhängen lassen oder in einer anderen Haltung verharren, dann wirkt das langweilig und desinteressiert.

 

 

 

26. Zu viel Gestik wirkt unprofessionell

 

Zu viele oder zu ausschweifende Gesten wirken schnell übertrieben und werden dann unprofessionell und unglaubwürdig interpretiert.

 

 

 

27. Routine

 

Mit der Zeit entwickeln gute Redner ihre ganz eigene Gestik. Das funktioniert am besten durch positive Verstärkung durch Menschen, die sich mit Körpersprache und deren Wirkung auskennen.

 

 

 

28. Bewegung baut Stress und somit Lampenfieber ab

 

Eine angenehme Nebenwirkung vom Einsatz guter Gestik ist, dass die Bewegung Stress abbaut und Lampenfieber reduziert. Allerdings gilt das nicht für jede Bewegung und außerdem sollte sie dabei auch der Botschaft dienen.

 

 

 

29. Von innen nach außen

 

Gute Gestik kommt von innen, vom mentalen Zustand, anstatt von schlechter Schauspielerei. Letzteres nenn sich in der Schauspielerei übrigens Overacting. Machen Sie das besser und die Gefühle größer, dann wird Ihre Gestik das ausdrücken. Tatsächlich setzte ich auch Mentaltraining ein.

 

 

 

30. Übung macht die Meister

 

Bauen Sie Ihre Möglichkeiten aus, lernen Sie mit meiner Unterstützung Ihre Körpersprache dafür einzusetzen, dass Sie und Ihre Botschaft überzeugen.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

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P.S.​

 

Worauf achten Sie bei der Gestik während Reden und Präsentationen?

Gesten sind sichtbare Gedanken. - Karsten Noack

Dieser Artikel ist der Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 3. März 2020
AN: #23441
Ü:
Englische Version:

Stinkefinger und Stinkefinger-Geste: Was bedeutet der ausgestreckte Mittelfinger und hilft er?

Stinkefinger-Geste: Was bedeutet der ausgestreckte Mittelfinger und hilft er?

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation, Körpersprache, ...
Stinkefinger

Stinkender Mittelfinger?

 

Was bedeutet der ausgestreckte Mittelfinger und wie hilfreich ist der Stinkefinger?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Stinkefinger und Stinkefinger-Geste

 

Als Stinkefinger wird umgangssprachlich eine üblicherweise als  obszön aufgefasste Geste bezeichnet. Mit Geruch hat er nur im übertragenen Sinne zu tun. Beim Stinkefinger handelt es sich um eine Geste, die man mit dem Mittelfinger der Hand macht. Um den Stinkefinger deutlich zu zeigen, wird die Faust zusammengeballt und der Mittelfinger – mit dem Handrücken ausgerichtet – einer Person oder einer Gruppe entgegengestreckt.

 

 

 

Ursprung

 

Schon die Griechen haben sich in der Antike gegenseitig den Stinkefinger als Symbol für den aufgerichteten Phallus gezeigt. Diese sexuelle Bedeutung hat sie in vielen Kulturen auch heute noch. Sie ist jedoch in erster Linie ganz allgemein ein Ausdruck der Verachtung.

 

 

 

Einsatz

 

Besonders häufig ist sie bei uns im Straßenverkehr zu beobachten. Doch auch, wer sich über einen anderen Autofahrer ärgert, sollte lieber nicht den Stinkefinger zeigen. Bei uns in Deutschland wird sie meistens als Beleidigung verstanden und kann bestraft werden. Der ausgestreckte Mittelfinger kann auch so viel bedeuten, wie; „Lass mich in Ruhe!“.

P.S.

 

Wie hilfreich ist diese Geste?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

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Für ein Lächeln braucht man 17 Muskeln.
 Für einen ausgestreckten Mittelfinger nur 3.
 Nur, was ist die beabsichtigte Wirkung?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #456417
K:
Ü:AA

Körpersprache: Treffen Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles

Körpersprache beim Treffen von Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles

Körpersprachenanalyse vom 29. Mai 2017
Körpersprache beim Treffen von Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles. Das Bild ist allerdings aus Berlin.

Körpersprache von Emmanuel Macron und Wladimir Putin

 

Ein erstes Zusammentreffen zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin gab es am 29. Mai 2017 in Versailles. Anlass des Besuchs aus Moskau war eine Ausstellung über die erste Frankreich-Reise von Peter dem Großen vor genau 300 Jahren.

Die Limousine des russischen Staatschefs kam über eine halbe Stunde später als geplant am goldenen Eingangstor an. Mit Absicht, oder nicht?

Der Begrüßung folgte ein langes Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin. Rund eine Stunde später als geplant folgte dann eine Pressekonferenz. Zuerst sprach Macron. An vielen Stellen wirkte Putin, als wenn ihn die Äußerungen von Macron nicht betreffen würden. Als es beispielsweise um die Rechte von Homosexuellen ging und um Peter den Großen, schaltete Putin ab. Er zeigte weder Zustimmung noch Ablehnung. Und auch sonst wirkte er weitgehend abwesend. Seine gesamte Körpersprache signalisierte Langeweile.

Ob hinter diesem Verhalten die Absicht steckt zu zeigen, dass er von Macron nicht beeindruckt ist oder er andere Gründe dafür hat, kann nur er beantworten.

Während der Pressekonferenz auf die Einflussnahme der Medienanbieter Sputnik und Russia Today angesprochen, entgegnete Wladimir Putin, dass Emmanuel Macron diesbezüglich keinen Gesprächsbedarf geäußert hätte. Macron betonte, das sei für ihn schon geklärt, seit Putin ihn zu seiner Wahl gratulierte.

Gemeinsame Interessen dürften der Grund dafür sein, dass beide politischen Vertreter signalisierten, trotz unterschiedlicher Auffassungen und fehlender körpersprachlicher Sympathiebekundungen, insbesondere bei der Bekämpfung des Terrorismus, zusammenarbeiten zu wollen.

 

 

 

Zusammentreffen auf Augenhöhe?

 

Der Handschlag der beiden wurde, nach dem Handschlag mit Donald Trump beim NATO-Treffen in Brüssel und den Bekenntnissen Macrons zu dessen Bedeutung, genauestens beobachtet. Er war angemessen und es war bei beiden sogar ein Lächeln zu sehen.

Die Körpersprache von Emmanuel Macron signalisiert in manchen Aufzeichnungen des Zusammentreffens seinen Führungsanspruch in den Gesprächen. So dominierte er mit seinen Berührungen Wladimir Putin mitunter etwas. Der reagierte darauf nicht.

 

 

 

Sie wollen sich eine eigene Meinung bilden?

 

Pas de problème. Voila, hier sind Videos bei YouTube™:

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum, die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum, anhand der Beispiele zu erkennen, was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Handshake & Körpersprache: Was ein Handschlag wirklich verrät

Handshake-Gates: Was ein Handschlag wirklich über Wirkung, Macht und Körpersprache verrät

Handshake & Körpersprache: Was ein Handschlag wirklich verrät
Handshake-Gates

Handshake-Gates: Was ein Handschlag wirklich über Wirkung, Macht und Körpersprache verrät

 

Ein Handschlag dauert oft nur wenige Sekunden.

Und trotzdem kann anschließend lange darüber gesprochen werden.

Besonders dann, wenn:

  • Staatschefs
  • Vorstände
  • Unternehmer
  • andere öffentliche Personen

vor Kameras aufeinandertreffen.

Dann wird plötzlich analysiert:

Wer zog wen zu sich?

Wer ließ zuerst los?

Wer blickte wohin?

Wer hatte angeblich die Oberhand?

Solche Szenen sind faszinierend.

Nur lohnt sich Vorsicht.

Ein Handschlag kann Wirkung erzeugen. Er ist jedoch kein zuverlässiger Persönlichkeitstest und keine geheime Sprache mit festen Übersetzungen.

 

 

 

Warum Handschläge so viel Aufmerksamkeit bekommen

 

Begrüßungen sind kurze soziale Übergänge.

In wenigen Sekunden werden:

  • Distanz
  • Nähe
  • Rollen
  • Aufmerksamkeit

koordiniert.

Gerade bei öffentlichen Begegnungen kommt noch etwas hinzu:

Die Begrüßung wird beobachtet.

Dann ist sie nicht nur eine Interaktion zwischen zwei Menschen.

Sie wird auch:

zum medialen Bild.

Und dieses Bild wird anschließend interpretiert.

 

 

Donald Trump und die „Handshake-Gates“

 

Der Begriff „Handshake-Gates“ bekam besonders viel Aufmerksamkeit durch öffentliche Begegnungen Donald Trumps während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident.

Medien diskutierten beispielsweise:

  • den langen Handschlag mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe
  • die Begegnung mit Emmanuel Macron
  • die Szene mit Angela Merkel im Weißen Haus
  • weitere ungewöhnlich wirkende Begrüßungen

Viele Beobachter interpretierten diese Situationen als:

Dominanzverhalten.

Das kann eine plausible Interpretation sein.

Es ist jedoch wichtig, zwischen:

beobachtbarem Verhalten

und:

zugeschriebener Absicht

zu unterscheiden.

 

 

 

Was wir beobachten können

 

Beispielsweise:

  • Ein Handschlag dauert ungewöhnlich lange.
  • Eine Person zieht die andere näher heran.
  • Eine zweite Hand wird zusätzlich eingesetzt.
  • Der Körperabstand verändert sich.
  • Eine Person löst den Kontakt zuerst.

Das sind:

Beobachtungen.

Etwas anderes sind Aussagen wie:

„Er wollte ihn bewusst demütigen.“

Oder:

„Sie hatte Angst.“

Das sind:

Interpretationen.

Sie können stimmen.

Sie müssen es nicht.

 

 

 

Körpersprache funktioniert nicht wie ein Wörterbuch

 

Eine alte Vorstellung von Körpersprache lautet:

Eine bestimmte Geste bedeutet immer dasselbe.

Zum Beispiel:

Handfläche unten = Dominanz.

Blick zur Seite = Unsicherheit.

fester Griff = Selbstvertrauen.

So einfach funktioniert nonverbale Kommunikation nicht.

Die Bedeutung hängt unter anderem ab von:

  • Situation
  • Kultur
  • Beziehung
  • individuellem Verhalten
  • vorhergehenden Ereignissen
  • anderen gleichzeitig auftretenden Signalen

Ein einzelnes Signal erlaubt selten eine eindeutige psychologische Diagnose.

 

 

 

Was ein fester Handschlag tatsächlich sagen kann

 

Es gibt Forschung dazu.

Eine bekannte Studie untersuchte Handschläge von 112 Personen.

Dort zeigten sich Zusammenhänge zwischen bestimmten Eigenschaften des Handschlags und Persönlichkeitsmaßen.

Ein festerer Handschlag hing beispielsweise zusammen mit:

  • mehr Extraversion
  • mehr emotionaler Ausdrucksstärke
  • weniger Schüchternheit

Das ist interessant.

Es bedeutet jedoch nicht:

Aus einem festen Handschlag lässt sich zuverlässig Persönlichkeit ablesen.

Eine einzelne Studie mit begrenzter Stichprobe liefert:

keinen universellen Körpersprache-Code.

 

 

 

Ein Handschlag beeinflusst erste Eindrücke

 

Ein Handschlag kann trotzdem Wirkung haben.

Menschen bilden erste Eindrücke sehr schnell.

Dazu tragen viele Informationen bei.

Zum Beispiel:

  • Blickkontakt
  • Stimme
  • Haltung
  • Distanz
  • Bewegung
  • Berührung

Der Handschlag ist:

ein Teil dieses Gesamtbildes.

In experimentellen Untersuchungen wurden soziale Begegnungen mit Handschlag teilweise positiver bewertet als vergleichbare Begegnungen ohne Handschlag.

Das zeigt:

Begrüßungsrituale können soziale Wahrnehmung beeinflussen.

Es zeigt nicht:

Ein bestimmter Handschlag verrät den Charakter eines Menschen.

 

 

 

Blickkontakt und Timing gehören zur Begrüßung

 

Ein Handschlag beginnt nicht erst:

wenn sich die Hände berühren.

Neuere Forschung zeigt, wie fein Begrüßungen koordiniert werden.

Bevor Menschen die Hand reichen, entstehen häufig:

  • Blickkontakt
  • Annäherung
  • eine erkennbare Bewegung der Hand

Wenn eine ausgestreckte Hand kommt, bevor die soziale Aufmerksamkeit hergestellt wurde, dauert die Reaktion des Gegenübers länger.

Das ist interessant, weil es zeigt:

Begrüßung ist ein gemeinsamer Abstimmungsprozess.

Nicht nur:

eine einzelne Geste.

 

 

 

Dominanz: eine verführerisch einfache Erklärung

 

Bei öffentlichen Handschlägen wird besonders gern über:

Dominanz

gesprochen.

Zum Beispiel:

„Wer zieht, dominiert.“

„Wer oben liegt, führt.“

„Wer zuerst loslässt, verliert.“

Solche Regeln klingen:

präzise.

Genau das macht sie attraktiv.

Nur fehlt für viele dieser universellen Regeln:

eine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

 

 

 

Macht kann trotzdem sichtbar werden

 

Das bedeutet nicht:

Macht spiele in Begrüßungen keine Rolle.

Rollen, Status und Beziehung beeinflussen soziale Interaktionen durchaus.

Eine Person kann bewusst:

  • mehr Raum einnehmen
  • Nähe herstellen
  • Distanz verweigern
  • einen Kontakt verlängern

Entscheidend ist:

Wir sollten Verhalten beschreiben, bevor wir ihm eine eindeutige Absicht zuschreiben.

 

 

 

Der Handschlag zwischen Donald Trump und Shinzo Abe

 

Bei der viel diskutierten Begegnung mit Shinzo Abe fiel besonders auf:

  • die ungewöhnliche Länge des Handschlags
  • wiederholtes Heranziehen
  • zusätzliche Berührungen mit der zweiten Hand

Das wirkte für viele Beobachter:

ungewöhnlich und asymmetrisch.

Darüber lässt sich sprechen.

Vorsichtiger wäre ich dagegen mit Aussagen wie:

„Abe wollte nur noch fliehen.“

Oder:

„Sein Blick beweist Unsicherheit.“

Aus einer kurzen öffentlichen Szene lässt sich ein innerer Zustand nicht zuverlässig rekonstruieren.

 

 

 

Donald Trump und Emmanuel Macron

 

Auch die Begegnungen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron wurden medial als:

Handschlag-Duell

beschrieben.

Beide hielten den Kontakt deutlich sichtbar fest.

Das ergab Bilder, die sich hervorragend:

als Machtkampf erzählen ließen.

Vielleicht war Macht tatsächlich Teil dieser Interaktion.

Interessant ist jedoch noch etwas anderes:

Sobald ein bestimmtes Deutungsmuster etabliert ist, werden spätere Szenen durch genau dieses Muster betrachtet.

Aus:

„Das ist ein ungewöhnlicher Handschlag.“

wird schnell:

„Wer gewinnt diesmal?“

 

 

 

Wenn die Geschichte die Wahrnehmung steuert

 

Medien brauchen:

  • erkennbare Muster
  • Konflikte
  • Geschichten

Ein „Duell der Handschläge“ ist erzählerisch stärker als:

„Zwei Politiker begrüßten sich ungewöhnlich.“

Dadurch kann eine Interpretation:

immer größere Sicherheit bekommen, obwohl die zugrunde liegende Beobachtung gleich bleibt.

Genau deshalb lohnt es sich:

Beobachtung und Erzählung auseinanderzuhalten.

 

 

 

Angela Merkel und der vermeintlich verweigerte Handschlag

 

Auch die Begegnung zwischen Angela Merkel und Donald Trump im Weißen Haus wurde intensiv interpretiert.

Auf Bildern beziehungsweise Videos wirkte es so, als werde eine Aufforderung zum Handschlag:

nicht aufgegriffen.

Ob das:

  • Absicht
  • Missverständnis
  • akustisches Nichtverstehen
  • eine spontane Situation

war, lässt sich allein aus der beobachteten Szene nicht sicher bestimmen.

Die öffentliche Wirkung war trotzdem real.

Und genau das ist für Kommunikation entscheidend.

 

 

 

Wirkung und Absicht sind zwei verschiedene Fragen

 

Eine Person kann etwas:

nicht beabsichtigen.

Es kann trotzdem:

eine Wirkung erzeugen.

Bei öffentlichen Auftritten ist deshalb hilfreich, beide Ebenen zu betrachten.

 

Absicht

Was wollte die Person vermutlich vermitteln?

 

Wirkung

Wie wurde das Verhalten wahrscheinlich wahrgenommen?

Für professionelle Kommunikation ist die zweite Frage häufig:

mindestens ebenso wichtig.

 

 

 

Kulturelle Unterschiede beim Handschlag

 

Begrüßungsrituale unterscheiden sich zwischen:

  • Kulturen
  • Regionen
  • Generationen
  • beruflichen Kontexten

Das betrifft beispielsweise:

  • Stärke des Griffs
  • Dauer
  • Blickkontakt
  • Körperabstand
  • Einsatz einer zweiten Hand

Deshalb ist gefährlich:

das eigene Begrüßungsverhalten zum universellen Standard zu erklären.

 

 

 

Bill Gates und die Hand in der Hosentasche

 

Ein älteres Beispiel zeigt das gut.

Bill Gates begrüßte die damalige südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye und ließ dabei seine andere Hand in der Hosentasche.

In Teilen der südkoreanischen Öffentlichkeit wurde die Szene als:

respektlos

wahrgenommen.

Vielleicht war Gates‘ Absicht:

Lockerheit.

Vielleicht dachte er überhaupt nicht darüber nach.

Für die kommunikative Wirkung gilt trotzdem:

Absicht allein entscheidet nicht darüber, wie eine Geste verstanden wird.

 

 

 

Die Empfänger entscheiden nicht allein über die Bedeutung

 

Meine frühere Formulierung lautete:

„Die Empfänger entscheiden über die Bedeutung einer Botschaft.“

Heute würde ich sie präziser formulieren.

Bedeutung entsteht im Zusammenspiel von:

  • Absicht
  • Verhalten
  • Kontext
  • kulturellen Erwartungen
  • Interpretation des Gegenübers

Der Empfänger besitzt also:

großen Einfluss auf die Wirkung.

Er entscheidet jedoch nicht völlig frei über:

die objektive Bedeutung oder Absicht.

 

 

 

Warum Körpersprache trotzdem wichtig ist

 

Wenn einzelne Gesten keine festen Bedeutungen besitzen, könnte die Frage entstehen:

Warum überhaupt auf Körpersprache achten?

Weil nonverbales Verhalten:

Wirkung erzeugt.

Menschen bilden Eindrücke.

Sie interpretieren.

Sie reagieren.

Und manchmal reagieren sie sogar auf:

eine Interpretation, die fachlich wenig belastbar ist.

Das macht Körpersprache nicht bedeutungslos.

Es macht ihre Interpretation:

anspruchsvoller.

 

 

 

Eine falsche Interpretation kann reale Folgen haben

 

Angenommen, jemand interpretiert deinen Handschlag als:

arrogant.

Vielleicht war er gar nicht so gemeint.

Die Interpretation kann trotzdem:

die weitere Beziehung beeinflussen.

Das gilt besonders bei:

  • ersten Begegnungen
  • Verhandlungen
  • öffentlichen Auftritten
  • hohen Hierarchieebenen

Deshalb lohnt sich:

Wirkungsbewusstsein ohne Körpersprache-Aberglauben.

 

 

 

Wie sieht ein guter Handschlag aus?

 

Eine starre Universalformel braucht es nicht.

Für viele westlich geprägte berufliche Situationen funktioniert:

  • eine natürliche Annäherung
  • vorheriger Blickkontakt
  • ein gut wahrnehmbares Handangebot
  • angemessener Griff
  • kurze Dauer
  • passender Abstand

gut.

Entscheidend ist:

Die Begrüßung sollte für beide Seiten leicht koordinierbar sein.

 

 

 

Mehr Kraft ist nicht automatisch mehr Präsenz

 

Ein besonders starker Griff wird manchmal empfohlen, um:

Selbstbewusstsein

zu demonstrieren.

Das kann schnell:

überzogen wirken.

Ein Handschlag ist keine Kraftprobe.

Souveränität entsteht weniger dadurch:

den anderen körperlich zu beeindrucken.

Stärker ist:

aufmerksam, klar und angemessen in Kontakt zu treten.

 

 

 

Was ist mit der berühmten „Oberhand“?

 

In Körpersprache-Ratgebern wird häufig behauptet:

Wer beim Handschlag seine Hand oben positioniert, übernimmt Dominanz.

Solche Regeln würde ich nicht überbewerten.

Handpositionen entstehen aus:

  • Körpergröße
  • Annäherungswinkel
  • Bewegungsablauf
  • Gewohnheiten
  • Situation

Ein einzelner Winkel beweist:

keine Machtbeziehung.

 

 

 

Die zweite Hand

 

Manchmal wird die freie Hand eingesetzt.

Zum Beispiel:

  • auf dem Handrücken
  • am Unterarm
  • am Oberarm

Das kann als:

  • warm
  • vertraut
  • vereinnahmend
  • dominant

erlebt werden.

Welche Wirkung entsteht, hängt stark davon ab:

wie vertraut die Beteiligten bereits miteinander sind.

 

 

 

Nach Corona ist der Handschlag weniger selbstverständlich

 

Die COVID-19-Pandemie hat Begrüßungsgewohnheiten verändert.

Auch heute ist es sinnvoll, nicht automatisch davon auszugehen:

dass jede Person einen Handschlag möchte.

Das gilt auch unabhängig von Infektionsschutz.

Kulturelle, persönliche oder gesundheitliche Gründe können eine Rolle spielen.

Souveränität bedeutet deshalb ebenfalls:

eine andere Begrüßungsform ohne Irritation akzeptieren zu können.

 

 

 

Was tun, wenn jemand keine Hand gibt?

 

Interpretieren solltest du zunächst wenig.

Vielleicht gibt es:

  • gesundheitliche Gründe
  • kulturelle Gründe
  • persönliche Gewohnheiten
  • eine missverständliche Situation

Ein kurzer Gruß genügt.

Aus einer nicht angenommenen Hand sofort auf:

Ablehnung oder Respektlosigkeit

zu schließen, wäre unnötig.

 

 

 

Was tun bei einem unangenehm starken Griff?

 

In der Regel:

keinen Machtkampf daraus machen.

Du musst die Kraft nicht spiegeln.

Bleib:

  • aufrecht
  • ruhig
  • präsent

und löse die Begrüßung normal.

Ein Handschlag muss nicht gewonnen werden.

 

 

 

Was tun, wenn dich jemand zu sich zieht?

 

Auch hier hilft:

Stabilität statt Gegenangriff.

Halte deinen Stand.

Bewahre einen angemessenen Abstand.

Und vermeide, aus der Begrüßung:

einen Wettbewerb zu machen.

Professionelle Präsenz zeigt sich nicht darin:

jede Dominanzgeste zurückzugeben.

 

 

 

Öffentliche Begrüßungen verdienen Vorbereitung

 

Bei wichtigen öffentlichen Begegnungen werden selbst kleine Momente:

fotografiert, gefilmt und kommentiert.

Das betrifft:

  • Politik
  • Vorstände
  • Unternehmer
  • Medienauftritte

Deshalb kann es sinnvoll sein, sich vorher Gedanken zu machen:

  • Wer begrüßt wen?
  • Wo stehen Kameras?
  • Welche kulturellen Besonderheiten gibt es?
  • Wie wird anschließend weitergegangen?

Das ist keine künstliche Inszenierung.

Es ist:

professionelle Vorbereitung.

 

 

 

Executive Presence zeigt sich nicht an einem perfekten Handschlag

 

Ein Handschlag kann einen ersten Eindruck beeinflussen.

Executive Presence entsteht jedoch nicht durch:

eine einzelne Technik.

Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von:

  • Klarheit
  • Haltung
  • Stimme
  • Körpersprache
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Verhalten über Zeit

Deshalb halte ich wenig von:

„Mit diesem Handschlag wirkst du sofort dominant.“

Das ist Körpersprache als Trick.

Interessanter ist:

Passt deine Begrüßung zu deiner Rolle, deiner Botschaft und der Situation?

→ Executive Presence: souverän wirken und führen

 

 

 

Fünf Fragen zur Analyse öffentlicher Körpersprache

 

  1. Was kann ich tatsächlich beobachten?
  2. Was interpretiere ich bereits?
  3. Welche anderen Erklärungen sind möglich?
  4. Welche Rolle spielen Situation und Kultur?
  5. Welche Wirkung könnte das Verhalten trotzdem erzeugen?

Diese fünf Fragen helfen:

zwischen sorgfältiger Beobachtung und Körpersprache-Orakel zu unterscheiden.

 

 

 

Unterstützung bei wichtigen Auftritten und Begegnungen

 

Bei Situationen mit hoher Sichtbarkeit können auch scheinbar kleine Details relevant werden.

Zum Beispiel:

  • Begrüßung
  • Position im Raum
  • Blickkontakt
  • Übergänge
  • gemeinsame Fotos
  • erste und letzte Momente eines Auftritts

Im Coaching oder Sparring können wir solche Situationen realistisch durchgehen.

Dabei geht es nicht darum:

Körpersprache-Tricks auswendig zu lernen.

Es geht darum:

bewusst, stimmig und handlungsfähig aufzutreten.

→ Präsenz und Wirkung entwickeln

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Körpersprache, Auftreten und wiederkehrende berufliche Situationen geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Begegnung oder ein Auftritt hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Der Handschlag wirkt – doch er verrät weniger, als viele behaupten

 

Ein Handschlag kann:

  • einen ersten Eindruck beeinflussen
  • eine Begegnung strukturieren
  • öffentlich symbolisch aufgeladen werden

Er kann auch:

unangenehm, respektvoll, vertraut oder ungewöhnlich wirken.

Was er nicht zuverlässig kann:

den Charakter eines Menschen in wenigen Sekunden offenlegen.

Gerade öffentliche „Handshake-Gates“ zeigen deshalb zwei Dinge gleichzeitig.

Erstens:

Kleine nonverbale Momente können große Wirkung bekommen.

Zweitens:

Die Geschichten, die wir daraus machen, sind oft sicherer als unsere tatsächlichen Informationen.

Körpersprache verdient Aufmerksamkeit. Sie verdient ebenso Zurückhaltung bei eindeutigen Deutungen.

P.S.​

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2017
Überarbeitung: 10. November 2026