9 Tipps für den konstruktiven Umgang mit Rückschlägen

9 Tipps für den konstruktiven Umgang mit Rückschlägen

Selbstmanagement: Es gibt mehr Leute die aufgeben, als solche die scheitern. Gestärkt aus Rückschlägen hervorgehen.
Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

Umgang mit Rückschlägen

 

Es zeigt sich immer wieder; die Art und Weise, wie ein Mensch mit Rückschlägen umgeht, offenbart mehr über ihn als sein Erfolg. Wie lässt sich konstruktiv mit Rückschlägen umgehen und gestärkt aus ihnen hervorgehen?

Video

9 Tipps für den konstruktiven Umgang mit Rückschlägen – So gehst du gestärkt daraus hervor

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Jeder Tag ist ein Geschenk.
Einige sind allerdings mies verpackt.

 

Spruch

Überblick

 

 

 

 

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

 

Ihr sollt lernen, Schläge einzustecken und zu verdauen.
Sonst seid ihr bei der ersten Ohrfeige, die euch das Leben versetzt, groggy.
Denn das Leben hat eine verteufelt große Handschuhnummer, Herrschaften!

Erich Kästner

 

 

 

Rückschläge: Erfahrungen, auf die wir lieber verzichten

 

Der Fluss ist unberechenbar, man weiß nie, welche Umwege er sich leistet.

Katharine Hepburn in African Queen

 

Verpatzte Prüfung, misslungene Präsentation, gescheiterte Verhandlung, Projekt in den Sand gesetzt? Das sind Erfahrungen, auf die wir wohl eher verzichten möchten. Und doch gehören sie dazu. Sie sind natürlicher Bestandteil des Lebens und Lernens. Wer sich die Biografien von als erfolgreich geltenden Persönlichkeiten anschaut, erfährt; viele hatten es mit Rückschlägen zu tun. Gerade das macht deren Entwicklung für die Leser ja so interessant. Es erinnert an die Struktur einer Heldenreise, wie sie von Joseph Campbell in seinen Büchern beschrieben wird. Die Art und Weise, wie Menschen mit Rückschlägen umgehen, offenbart mehr über sie als ihr Verhalten bei Erfolg.

 

 

 

9 Tipps im Umgang mit Rückschlägen

 

Hier sind ein paar Gedanken, die sich im Umgang mit Rückschlägen bewährt haben.

 

 

1. Akzeptieren, was sich gerade nicht ändern lässt

 

Raus aus der Opferrolle. Hätte, hätte, Fahrradkette. Was vorbei ist, ist vorbei. Kurz die Wunden zu lecken ist menschlich. Etwas Trauer ist oft heilsam. Doch der Schmerz der bitteren Niederlage braucht sich nicht einzunisten. Unnötiges Festkleben an Umständen, die nun mal eingetreten sind, bringt selten einen Vorteil. Auch das Ignorieren der Situation und Folgen bewegt nichts zum Guten. Also besser die Verantwortung übernehmen und ran ans Werk.

 

 

 

2. Etwas Abstand

 

Ohmmmm! Nun ja, nicht jeder Mensch wird in stressigen Situationen zum Yogi und meditiert, obwohl das durchaus eine gute Idee ist. Es gibt zum Glück weitere Möglichkeiten, wieder zu sich und einem konstruktiveren Zustand zu kommen. Mit etwas Abstand lässt sich leichter der Überblick sichern. Eines der wichtigsten Werkzeuge, wenn die Emotionen es wieder zulassen; Mindmapping.

 

Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.

André Paul Guillaume Gide

 

 

 

3. Lernen

 

Kurt Tucholsky meinte; „Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch, dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue.“ Manche lernen dazu, andere nicht. Ja, zu viele suchen im Fall des Scheiterns nach der Schuld der anderen und den äußeren Umständen. Nur keine Verantwortung übernehmen. Sie verzichten auf Selbstreflexion und Lernprozesse. Sie müssen ihre Fehler wiederholen, anstatt es beim nächsten Mal besser zu machen.

Schade, denn erst eine ehrliche Analyse ermöglicht es aus Rückschlägen zu lernen und sich zu entwickeln:

  • Was hätte ich anders machen können, was nicht?
  • Welchen Anteil am Scheitern habe ich selbst?
  • Was lag außerhalb meines Einflussbereiches?
  • Welches Verhalten will ich zukünftig korrigieren?
  • Welche Herangehensweise hat sich als falsch erwiesen?
  • Was werde ich das nächste Mal anders machen?
  • Was kann verbessert werden?
  • Welche Unterstützung hätte einen positiven Unterschied gemacht?
  • Wo könnten blinde Flecken vorhanden sein?

 

Mit den Worten von Albert Einstein; „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Wer möglichst schnell die Lektion erkennt, kann umso besser entscheiden und erfolgreicher handeln.

 

 

 

4. Blick auf die Möglichkeiten

 

Wenn es nicht so läuft wie gewünscht, kann das ziemlich frustrierend sein. Das fördert die Tendenz, am Problem klebenzubleiben. Konstruktiver ist es, sich möglichst schnell den Möglichkeiten zuzuwenden.

Schluss mit andauernden Warum-Fragen und hin zu Wie-Fragen.

 

 

 

5. Wo ist das Geschenk?

 

Es mag sich nicht so anfühlen und doch gibt es meist auch ein Geschenk in einem Problem. Es kann sich um eine Einsicht handeln, eine Chance etwas anders zu tun oder eine andere Form haben.

 

 

 

6. Aufrappeln

 

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern. Das wusste schon Henry Ford. Also raus aus der Schockstarre. Zugegeben, Rückschläge können schmerzlich sein und Grundängste wecken. Und das wiederum kann einen erneuten Anlauf erschweren. Doch gerade deshalb gilt es aus Rückmeldungen zu lernen, was es zu lernen gibt und sich dann möglichst schnell wieder aufzurappeln, um es besser zu machen. In dieser Phase kann Unterstützung, gerade auch für die emotionalen Aspekte, sehr hilfreich sein. Nehmen Selbstzweifel überhand, werden sie zunehmend zu Stolpersteinen. „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“, meinte Oscar Wilde. Also ans Werk; Schritt für Schritt und mit neuen Informationen.

 

 

 

 

7. Persönlichkeitsentwicklung

 

Starke Menschen haben oft eine bewegte Vergangenheit. Es spricht viel dafür, dass Menschen mit ihren Aufgaben wachsen. Der Umgang mit Rückschlägen sagt viel über die Persönlichkeit. Rückschläge sind auch eine Chance, die Persönlichkeit zu entwickeln, zu fördern.

 

I don’t measure a man’s success by how high he climbs but by how high he bounces when he hits bottom.

George Patton

 

Wobei mir schon klar ist hier eine etwas cholerische Persönlichkeit zu zitieren, aber das ist ein anderes Thema. Interessanter an dieser Stelle ist doch; wie gehen Sie mit Rückschlägen um? Wie steht es mit Ihrer Resilienz, der Fähigkeit, durch Bewältigung von Rückschlägen die eigene Persönlichkeit zu stärken? Übrigens, Resilienz kann trainiert werden.

 

 

 

8. Motivation

 

Auch ausgeprägter Enthusiasmus erlahmt bei zu heftigem Gegenwind irgendwann. Behalten Sie im Auge, weshalb es sich lohnt, den Aufwand zu betreiben. Sportler und andere Leistungsträger profitieren hier von Mentoring, Coaching und Mentaltraining.

 

 

 

9. Unterstützung

 

Lassen Sie sich unterstützen. Gute Freunde, Mentoren und noch besser; professionelles Coaching hilft Ihnen gestärkt aus Rückschlägen hervorzugehen. Das dient dem konstruktiveren persönlichen Zustand und beispielsweise auch dabei blinde Flecken aufzudecken.

 

Video


Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.

 

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Rückschläge sind ein natürlicher Bestandteil meines Lebens, es kommt bloß darauf an, wie man darauf reagiert. Lee Iacocca

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel zum Thema Durchhalten

9 Tipps für den konstruktiven Umgang mit Rückschlägen

Es zeigt sich immer wieder; die Art und Weise, wie ein Mensch mit Rückschlägen umgeht, offenbart mehr über ihn als sein Erfolg. Wie lässt sich konstruktiv mit Rückschlägen umgehen und gestärkt aus ihnen hervorgehen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2011
Überarbeitung: 8. Oktober 2020
AN: #56524
K:
Ü:X

Durchhalten oder aufhören? Wann sich welcher Weg lohnt

Durchhalten oder aufhören? Wann sich welcher Weg lohnt

Eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt
Durchhalten oder aufhören?

Durchhalten oder aufhören?

 

 

Eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt

 

Durchhalten gilt als Tugend.

Wer dranbleibt, wenn es schwierig wird, verdient Respekt.

Viele Ziele werden schließlich erst erreicht, nachdem Zweifel, Rückschläge und Widerstände überwunden wurden.

Die berühmte Extrameile kann tatsächlich den Unterschied machen.

Doch manchmal liegt die klügere Entscheidung darin, aufzuhören.

Ein Projekt.

Eine Strategie.

Eine berufliche Position.

Eine Zusammenarbeit.

Eine Beziehung.

Oder ein Ziel, das einmal richtig erschien und heute kaum noch zu dem Menschen passt, der du geworden bist.

Die schwierige Frage lautet deshalb weniger:

Kann ich noch durchhalten?

Sondern:

Ist es weiterhin sinnvoll, hier meine Zeit, Kraft und Möglichkeiten zu investieren?

 

 

 

Durchhalten ist wertvoll – solange das Ziel trägt

 

Ausdauer kann Außergewöhnliches ermöglichen.

Wir lernen.

Wir überwinden Schwierigkeiten.

Wir entwickeln Fähigkeiten.

Wir entdecken Möglichkeiten, die am Anfang kaum sichtbar waren.

Deshalb wäre es wenig hilfreich, bei jedem Widerstand sofort die Richtung zu wechseln.

Gleichzeitig verdient auch das Gegenteil Aufmerksamkeit:

Ein einmal gewählter Weg muss weniger dadurch richtig werden, dass wir ihn lange genug gehen.

Manchmal verändert sich die Situation.

Manchmal verändern wir uns.

Manchmal waren unsere Annahmen falsch.

Und manchmal stellt sich heraus, dass ein Ziel weniger attraktiv ist, als es aus der Entfernung erschien.

Dann ist Überprüfung kein Zeichen mangelnder Ausdauer.

Sie ist Ausdruck guter Selbstführung.

 

 

 

Weitermachen – bis wohin?

 

Wenn ein Plan funktioniert, ist vieles einfach.

Interessant wird es, wenn die Realität andere Rückmeldungen gibt als erwartet.

Dann entsteht schnell Aktionismus:

Mehr arbeiten.

Mehr investieren.

Mehr versuchen.

Mehr desselben.

Das kann sinnvoll sein.

Es kann den Karren ebenso tiefer in den Schlamm fahren.

Deshalb lohnt sich gelegentlich eine Unterbrechung.

Nicht unbedingt, um aufzuhören.

Sondern um wieder klarer zu sehen.

Funktioniert das Ziel noch?

Funktioniert der Weg?

Was hat sich verändert?

Welche Informationen habe ich heute, die ich zu Beginn noch kaum haben konnte?

Braucht mein Ziel Ausdauer – oder meine Strategie ein Update?

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Manchmal stimmt das Ziel weiterhin und der Weg braucht Veränderung.

 

 

 

Die Falle der bisherigen Investition

 

Eine der stärksten Kräfte beim Durchhalten ist überraschenderweise weniger die Hoffnung auf die Zukunft.

Es ist die Vergangenheit.

Wir haben bereits investiert.

Zeit.

Geld.

Energie.

Ansehen.

Gefühle.

Jahre unseres Lebens.

Und genau deshalb fällt Aufhören schwer.

Der Gedanke lautet:

„Jetzt habe ich schon so viel hineingesteckt.“

Das ist menschlich.

Für die nächste Entscheidung ist jedoch eine andere Frage hilfreicher:

Wenn ich heute zum ersten Mal vor dieser Situation stehen würde – würde ich mich mit meinem heutigen Wissen wieder dafür entscheiden?

Vergangene Investitionen lassen sich häufig kaum zurückholen.

Die nächste Stunde, der nächste Euro und das nächste Jahr liegen hingegen noch vor uns.

Mehr zum sogenannten Sunk-Cost-Effekt findest du hier:

→ Wer A sagt, muss auch B sagen? Ein folgenreicher Trugschluss

 

 

 

Aufhören ist mehr als Scheitern

 

Aufhören kann sich wie eine Niederlage anfühlen.

Vor allem dann, wenn wir uns stark mit einem Ziel identifiziert haben.

Vielleicht haben wir anderen davon erzählt.

Uns festgelegt.

Etwas versprochen.

Unsere Identität damit verbunden.

Dann bedeutet ein Kurswechsel scheinbar:

„Ich habe mich geirrt.“

Dabei kann eine andere Aussage ebenso zutreffen:

„Ich habe neue Informationen und ziehe daraus Konsequenzen.“

Das ist etwas anderes.

Eine gute Entscheidung muss weniger beweisen, dass die frühere Entscheidung richtig war.

Sie sollte der Situation dienen, die heute besteht.

 

 

 

Die entscheidende Frage: Ziel oder Weg?

 

Bevor du etwas aufgibst, lohnt sich eine wichtige Unterscheidung:

Will ich das Ziel aufgeben – oder funktioniert lediglich mein bisheriger Weg dorthin kaum?

Vielleicht braucht es:

eine andere Strategie,

mehr Zeit,

weniger Tempo,

andere Menschen,

zusätzliche Fähigkeiten,

neue Informationen,

eine Pause,

oder eine völlig andere Route.

Manchmal ist Aufgeben tatsächlich sinnvoll.

Manchmal reicht ein Kurswechsel.

Und manchmal ist genau jetzt der Moment, weiterzumachen.

 

 

 

 

Beziehungen: Wann wird Durchhalten zum Festhalten?

 

Bei Beziehungen wird diese Frage besonders emotional.

Schließlich gab es Gründe für die Verbindung.

Gemeinsame Erfahrungen.

Nähe.

Hoffnungen.

Vielleicht Jahre gemeinsamer Geschichte.

Und häufig war vieles durchaus gut.

Gerade deshalb kann es schwer sein anzuerkennen, dass eine Beziehung heute anders aussieht.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„War diese Beziehung einmal wertvoll?“

Sondern:

„Was ist sie heute – und welche Entwicklung ist realistisch?“

Dabei lohnt es sich, Wunsch und beobachtbare Realität voneinander zu unterscheiden.

Was verändert sich tatsächlich?

Was wiederholt sich?

Welche Vereinbarungen tragen?

Welche Grenzen werden respektiert?

Welche Bereitschaft zur Entwicklung zeigt sich auf beiden Seiten?

Auch eine Trennung kann respektvoll gestaltet werden.

Und auch ein Bleiben verdient eine bewusste Entscheidung.

 

 

 

Beruf und Karriere

 

Ähnlich ist es im Beruf.

Vielleicht hast du viele Jahre in eine Karriere investiert.

Eine Position erreicht.

Status aufgebaut.

Kompetenz entwickelt.

Und irgendwann entsteht die Frage:

Will ich das eigentlich noch?

Dann kann der bisherige Erfolg die Entscheidung sogar erschweren.

Denn mit jedem erreichten Schritt steigt scheinbar der Preis eines Richtungswechsels.

Doch auch hier lohnt sich der Blick nach vorne:

Welche Zukunft entsteht, wenn ich weitermache?

Welche Zukunft könnte entstehen, wenn ich etwas verändere?

→ Wichtige Karriereentscheidungen

 

 

 

Projekte und Unternehmen

 

Bei Projekten und unternehmerischen Entscheidungen kann Durchhalten teuer werden.

Geld wurde investiert.

Mitarbeiter sind beteiligt.

Versprechen wurden gemacht.

Reputation steht auf dem Spiel.

Und vielleicht scheint der Erfolg immer nur noch einen letzten Schritt entfernt.

Dann braucht es mehr als Optimismus.

Welche Annahmen haben sich bestätigt?

Welche wurden widerlegt?

Welche Kennzahlen sprechen für die Fortsetzung?

Welche Risiken wachsen?

Welche Alternativen existieren?

Und:

Was müsste geschehen, damit wir bewusst sagen: Jetzt ändern wir den Kurs?

Solche Kriterien möglichst früh festzulegen kann verhindern, dass jede weitere Investition automatisch die nächste rechtfertigt.

 

 

 

 

Fünf Fragen für mehr Klarheit

 

Wenn du zwischen Durchhalten und Aufhören schwankst, können diese Fragen hilfreich sein:

  1. Würde ich mich mit meinem heutigen Wissen noch einmal dafür entscheiden?

  2. Stimmt mein Ziel weiterhin – oder halte ich vor allem an meiner bisherigen Entscheidung fest?

  3. Braucht das Ziel mehr Ausdauer oder braucht der Weg Veränderung?

  4. Welche zukünftigen Kosten und Chancen haben beide Möglichkeiten?

  5. Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich meine bisherigen Investitionen für einen Moment ausblenden könnte?

Eine sechste Frage finde ich bei besonders wichtigen Entscheidungen ebenfalls wertvoll:

Was würde ich einem Menschen empfehlen, den ich sehr schätze, wenn er exakt in meiner Situation wäre?

Der Perspektivwechsel kann erstaunlich viel sichtbar machen.

 

 

 

Durchhalten oder aufhören?

 

Manchmal ist Mut:

noch einen Schritt weiterzugehen.

Und manchmal ist Mut:

die Richtung zu ändern.

Weisheit besteht weniger darin, grundsätzlich durchzuhalten oder grundsätzlich loszulassen.

Sie zeigt sich darin, unterscheiden zu können, was die konkrete Situation verlangt.

Und darin, eine einmal getroffene Entscheidung erneut prüfen zu dürfen, wenn neue Erfahrungen und Informationen dafür sprechen.

 

 

 

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.

 

Wie entscheidest du, wo es gilt durchzuhalten und wo aufzuhören? Ist das immer so einfach?

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

Artikel

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Durchhalten oder aufhören?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2017
Überarbeitung: 14. April 2020
Englische Version:
AN: #123
K: CNB
Ü: