Atembremse bei Lampenfieber: einfache Atemtechnik

Atembremse bei Lampenfieber: einfache Atemtechnik

Schritt für Schritt Anleitung der Atemtechnik
Atembremse

Atembremse bei Lampenfieber: ruhig ausatmen, bevor du sprichst

 

Wenn Lampenfieber die Atmung schneller und unruhiger macht, kann eine einfache Atemtechnik helfen: ruhig einatmen, etwas länger ausatmen und anschließend die Aufmerksamkeit wieder auf deinen Auftritt richten.

Ich nenne diese Übung die Atembremse.

Sie ist unkompliziert.

Du brauchst kein Hilfsmittel.

Und du kannst sie wenige Minuten vor einer Präsentation, einer Rede oder einem wichtigen Gespräch einsetzen.

Wichtig ist dabei:

Die Atembremse soll deine Atmung beruhigen – sie soll keine neue Aufgabe erzeugen, die du perfekt erfüllen musst.

 

 

 

Was geschieht mit der Atmung bei Lampenfieber?

 

Wenn ein Auftritt wichtig ist, steigt häufig die körperliche Aktivierung.

Der Puls kann schneller werden.

Die Muskulatur bekommt mehr Spannung.

Und auch die Atmung kann sich verändern.

Vielleicht atmest du schneller.

Flacher.

Oder du hast das Gefühl, ständig besonders tief Luft holen zu müssen.

Genau hier lohnt sich Aufmerksamkeit.

Denn starkes oder sehr schnelles Atmen kann zusätzliche körperliche Empfindungen erzeugen, die wiederum als weitere Nervosität erlebt werden.

Eine ruhigere Atemweise kann helfen, diesen Kreislauf zu unterbrechen.

 

 

 

Was ist die Atembremse?

 

Die Grundidee ist einfach:

Du verlängerst die Ausatmung sanft, ohne die Atmung zu forcieren.

Du atmest ruhig ein.

Dann lässt du die Luft etwas langsamer wieder ausströmen.

Mehr braucht es zunächst nicht.

Langsames, reguliertes Atmen wird in Studien mit einer Verringerung von Stress und Angst in Verbindung gebracht.

Dabei scheint vor allem die ruhige Atemfrequenz wichtig zu sein.

Eine längere Ausatmung kann angenehm sein, muss jedoch kein extremes Verhältnis zur Einatmung haben.

 

 

 

So funktioniert die Atembremse

 

1. Nimm eine stabile Haltung ein

 

Setz dich aufrecht hin oder stehe stabil.

Lass Schultern und Kiefer möglichst locker.

Du brauchst dafür weder die Augen zu schließen noch dich zurückzuziehen.

Gerade vor einem Auftritt ist es hilfreich, die Übung auch unter realistischen Bedingungen anwenden zu können.

 

 

2. Atme ruhig ein

 

Atme angenehm und ohne besonders tief Luft zu holen ein.

Du kannst durch die Nase einatmen, wenn sich das für dich gut anfühlt.

 

 

3. Lass die Ausatmung etwas länger werden

 

Atme ruhig und gleichmäßig aus.

Die Ausatmung darf etwas länger sein als die Einatmung.

Zum Beispiel:

3 bis 4 Sekunden einatmen.

4 bis 6 Sekunden ausatmen.

Diese Zahlen sind Orientierung.

Sie sind kein Ziel, das du erreichen musst.

 

 

4. Wiederhole einige ruhige Atemzüge

 

Mach das für einige Atemzüge.

Wenn es angenehm ist, kannst du für ein oder zwei Minuten dabei bleiben.

Die Atmung soll sich ruhig und leicht anfühlen.

 

 

5. Richte deine Aufmerksamkeit wieder nach außen

 

Das ist ein besonders wichtiger Schritt.

Nach einigen bewussten Atemzügen gehst du mit deiner Aufmerksamkeit wieder zu:

  • deinem Publikum
  • deiner Botschaft
  • deinem ersten Satz
  • der Aufgabe vor dir

Die Atemtechnik ist die Vorbereitung. Der Auftritt bleibt das Ziel.

 

 

 

Warum sollte die Ausatmung etwas länger sein?

 

Viele Menschen erleben eine leicht verlängerte Ausatmung als beruhigend.

Sie kann helfen, das Tempo aus der Atmung herauszunehmen und den körperlichen Zustand etwas zu regulieren.

Wichtig ist das Wort:

leicht.

Du musst deine Ausatmung weniger auf zehn, fünfzehn oder zwanzig Sekunden verlängern.

Ein extremes Atemmuster kann sich unangenehm anfühlen und zusätzliche Selbstbeobachtung fördern.

Die wirksamere Frage lautet:

Kann ich etwas ruhiger atmen, ohne daraus eine Leistung zu machen?

 

 

 

Mehr Luft ist weniger automatisch besser

 

Ein verbreiteter Rat bei Lampenfieber lautet:

„Atme jetzt erst einmal ganz tief durch.“

Das kann angenehm sein.

Ständiges besonders tiefes Einatmen kann bei bereits beschleunigter Atmung jedoch ungünstig sein.

Deshalb bevorzuge ich:

ruhiger statt tiefer.

Weniger forcieren.

Mehr Rhythmus.

 

 

 

Direkt vor dem ersten Satz

 

Eine besonders praktische Anwendung ist der Moment unmittelbar vor dem Beginn.

Du gehst nach vorne.

Du nimmst deine Position ein.

Menschen schauen dich an.

Und dein Körper meldet:

Jetzt geht es los.

Dann:

  1. Nimm deinen Stand wahr.
  2. Atme ruhig aus.
  3. Schau zu den Menschen.
  4. Lass einen kurzen Moment entstehen.
  5. Beginne mit deinem ersten Satz.

Diese kleine Verzögerung kann verhindern, dass du mit hohem Tempo direkt in den Vortrag hineinstürmst.

 

 

 

Der erste Satz darf langsam sein

 

Unter Lampenfieber sprechen viele Menschen schneller als gewohnt.

Dadurch wird auch die Atmung hektischer.

Deshalb lohnt sich eine einfache Entscheidung:

Der erste Satz bekommt Zeit.

Sprich ihn vollständig.

Lass das Satzende stehen.

Dann folgt der nächste Gedanke.

Damit beeinflusst du Atmung und Sprechtempo gleichzeitig.

 

 

 

Die Atembremse während einer Präsentation

 

Du brauchst während des Sprechens weniger bewusst Atemrhythmen zu zählen.

Das würde deine Aufmerksamkeit erneut nach innen ziehen.

Nutze stattdessen natürliche Pausen.

Nach einem wichtigen Satz.

Nach einer Frage.

Beim Wechsel zum nächsten Gedanken.

Eine Pause gibt dir Zeit.

Und häufig reguliert sich dabei auch die Atmung.

 

 

 

Wann wird eine Atemtechnik kontraproduktiv?

 

Eine Atemtechnik sollte dir Handlungsspielraum geben.

Problematisch wird sie, wenn du beginnst, deine Atmung ständig zu kontrollieren.

Dann entstehen Gedanken wie:

„Atme ich richtig?“

„War die Ausatmung lang genug?“

„Warum funktioniert die Technik gerade weniger gut?“

Jetzt ist die Atmung selbst zum neuen Prüfstein geworden.

Dann gilt:

Weniger Technik. Mehr Aufmerksamkeit nach außen.

 

 

 

Was, wenn dir dabei schwindelig wird?

 

Dann beende die Übung und lass deine Atmung wieder von selbst kommen.

Forciertes oder zu starkes Atmen kann Schwindel, Kribbeln oder Benommenheit fördern.

Eine Atemübung sollte sich ruhig und angenehm anfühlen.

Bei bestehenden Atemwegs-, Herz-Kreislauf- oder anderen gesundheitlichen Beschwerden solltest du individuelle medizinische Fragen mit einer entsprechend qualifizierten medizinischen Fachperson klären.

 

 

 

Die Atembremse ist ein Werkzeug – weniger die ganze Lösung

 

Bei gewöhnlichem Lampenfieber kann eine einfache Atemregulation sehr hilfreich sein.

Sie löst jedoch weniger automatisch:

  • Angst vor Bewertung
  • starke Selbstbeobachtung
  • überhöhte Leistungsansprüche
  • negative Erfahrungen mit früheren Auftritten
  • mangelnde Vorbereitung
  • Unsicherheit über die eigene Botschaft
  • ausgeprägte Rede- oder Auftrittsangst

Wenn dein Lampenfieber regelmäßig sehr stark wird, lohnt sich deshalb ein breiterer Blick.

 

 

 

Atembremse oder andere Atemtechniken?

 

Es gibt zahlreiche Atemübungen.

Einige arbeiten mit bestimmten Rhythmen.

Andere mit Bauchatmung, verlängertem Ausatmen oder Atempausen.

Entscheidend ist weniger, möglichst viele Techniken zu kennen.

Hilfreicher ist eine einfache Übung, die zu dir passt und unter realistischen Bedingungen funktioniert.

→ Mehr über Atemtechniken bei Lampenfieber

 

 

 

Lampenfieber oder Redeangst?

 

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Lampenfieber beschreibt häufig eine situationsbezogene Aktivierung rund um einen bedeutsamen Auftritt.

Bei ausgeprägter Rede- oder Auftrittsangst kann die Reaktion wesentlich weiter reichen.

Vielleicht beginnt starke Angst bereits lange vor dem Termin.

Vielleicht vermeidest du wichtige Situationen.

Vielleicht beeinflusst die Angst deinen beruflichen oder persönlichen Alltag zunehmend.

Dann reicht eine Atemtechnik häufig deutlich weniger weit.

→ Lampenfieber oder Redeangst?

 

 

 

Was hilft zusätzlich bei Lampenfieber?

 

Je nach Situation können weitere Ansätze sinnvoll sein.

Zum Beispiel:

  • realistische Probeläufe
  • klare Kernbotschaften
  • mentale Vorbereitung
  • Aufmerksamkeitssteuerung
  • Arbeit an Stimme und Körpersprache
  • Vorbereitung kritischer Fragen
  • Umgang mit hohen eigenen Ansprüchen

→ 14 häufige Fragen zu Lampenfieber und was wirklich hilft

→ Mentaltraining bei Lampenfieber

 

 

 

Lampenfieber bei wichtigen beruflichen Auftritten

 

Bei einem bedeutenden beruflichen Auftritt ist die Atmung häufig nur ein Teil der Situation.

Dann spielen zusätzlich Fragen eine Rolle wie:

  • Was ist deine Kernbotschaft?
  • Wer sitzt vor dir?
  • Welche Entscheidung möchtest du erreichen?
  • Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?
  • Was erhöht deinen persönlichen Druck?
  • Wie möchtest du auch bei Widerstand auftreten?

Deshalb verbinde ich bei wichtigen Auftritten die Arbeit am Lampenfieber mit der konkreten Auftrittsvorbereitung.

 

 

 

Welcher Rahmen gilt?

 

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Das gilt auch dann, wenn das konkrete Thema Lampenfieber, Auftrittssicherheit oder mentale Vorbereitung ist.

Bei anderen Fach- und Führungskräften gilt:

Allgemeine Entwicklung von Auftrittssicherheit → BUSINESS 1:1.

Konkrete High-Stakes-Situation mit hoher beruflicher, wirtschaftlicher, strategischer oder öffentlicher Tragweite → EXECUTIVE SPARRING.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Unterstützung bei Lampenfieber

 

Seit 1998 unterstütze ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaften überzeugend zu präsentieren.

Dabei kann es um einen konkreten wichtigen Auftritt gehen.

Oder um die grundsätzliche Entwicklung von mehr Auftrittssicherheit.

Wir können beispielsweise an:

  • deiner inneren Vorbereitung
  • deiner Atmung
  • deiner Aufmerksamkeit
  • deiner Botschaft
  • deinem Einstieg
  • kritischen Fragen
  • Stimme und Körpersprache
  • realistischen Probeläufen

arbeiten.

→ Auftrittscoaching bei Lampenfieber

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn Lampenfieber deine Auftritte stärker beeinflusst, als du möchtest, beschreibe mir bei deiner Anfrage kurz:

  • welche Rolle du hast
  • welche Situation dich beschäftigt
  • wie sich das Lampenfieber zeigt
  • was du erreichen möchtest
  • ob ein konkreter wichtiger Auftritt bevorsteht
  • wann er stattfindet

Ich ordne anschließend den passenden Rahmen ein.

→ Unterstützung bei Lampenfieber anfragen

 

 

 

Fazit: ruhig ausatmen und dann wieder zum Publikum

 

Die Atembremse ist bewusst einfach.

Ruhig einatmen.

Etwas länger ausatmen.

Einige Atemzüge.

Dann die Aufmerksamkeit wieder nach außen richten.

Die Atmung hilft dir beim Regulieren.

Deine Aufmerksamkeit gehört anschließend wieder deiner Botschaft und den Menschen vor dir.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2026

Atemtechniken bei Lampenfieber: Was wirklich hilft

Atemtechniken bei Lampenfieber: ruhig atmen, klarer auftreten

Atemtechniken bei Lampenfieber: Was wirklich hilft
Atemtechniken bei Lampenfieber

Atemtechniken bei Lampenfieber: ruhiger atmen, klarer auftreten

 

Die Atmung gehört zu den schnellsten Möglichkeiten, den eigenen Zustand vor einem Auftritt zu beeinflussen.

Sie ist direkt mit körperlicher Aktivierung verbunden.

Und genau deshalb kann sie bei Lampenfieber hilfreich sein.

Gleichzeitig wird ihre Wirkung häufig überschätzt.

Eine Atemtechnik kann deinen Zustand unterstützen.

Sie ersetzt keine gute Vorbereitung.

Sie löst nicht automatisch die Ursachen starken Lampenfiebers.

Und sie sollte so eingesetzt werden, dass du dich während des Auftritts stärker auf deine Botschaft konzentrieren kannst statt immer mehr auf deinen Körper.

 

 

 

Warum verändert sich die Atmung bei Lampenfieber?

 

Wenn eine Situation wichtig erscheint, reagiert der Körper.

Der Puls kann steigen.

Die Muskulatur bekommt mehr Spannung.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf mögliche Risiken.

Und häufig verändert sich auch die Atmung.

Sie wird schneller.

Flacher.

Unruhiger.

Manche Menschen beginnen dabei unbewusst stärker zu atmen, als ihr Körper gerade braucht.

Dann können zusätzliche Empfindungen entstehen.

Zum Beispiel:

  • Schwindel
  • Kribbeln
  • ein Gefühl von Enge
  • Benommenheit
  • mehr körperliche Unruhe

Diese Empfindungen können wiederum als weiteres Zeichen von Nervosität interpretiert werden.

So verstärkt sich der Kreislauf.

 

 

 

Mehr Luft ist nicht automatisch besser

 

Vor einem wichtigen Auftritt hören Menschen häufig den Rat:

„Atme jetzt ganz tief ein.“

Das klingt zunächst plausibel.

Bei ohnehin beschleunigter Atmung kann besonders tiefes und häufiges Einatmen die Aktivierung jedoch zusätzlich verstärken.

Hilfreicher ist oft eine ruhigere, weniger forcierte Atmung.

Der entscheidende Gedanke lautet:

Weniger eingreifen. Mehr regulieren.

 

 

 

Eine einfache Atemtechnik vor dem Auftritt

 

Eine einfache Variante funktioniert so:

  1. Atme ruhig ein.
  2. Atme etwas länger und entspannter aus.
  3. Lass nach dem Ausatmen einen kurzen natürlichen Moment entstehen.
  4. Atme wieder ruhig ein.
  5. Wiederhole das einige Male.

Es geht weniger darum, Sekunden exakt zu zählen.

Wichtiger ist:

Das Ausatmen darf etwas länger und ruhiger werden.

So kann sich die körperliche Aktivierung reduzieren, ohne dass du die Atmung künstlich kontrollierst.

 

 

 

Warum längeres Ausatmen hilfreich sein kann

 

Eine ruhige Ausatmung kann dem Körper ein Signal geben, die Aktivierung etwas zurückzufahren.

Viele Menschen erleben dadurch:

  • weniger körperliche Spannung
  • mehr Ruhe im Sprechtempo
  • eine stabilere Stimme
  • einen besseren Zugang zum eigenen Denken

Die Wirkung ist individuell.

Eine Atemtechnik ist deshalb ein Werkzeug.

Sie ist selten die gesamte Lösung.

 

 

 

Atmung direkt vor dem ersten Satz

 

Der Moment unmittelbar vor dem Beginn ist für viele Menschen besonders intensiv.

Du gehst nach vorne.

Alle schauen dich an.

Der Körper registriert:

Jetzt beginnt es.

Gerade hier hilft häufig ein sehr einfacher Ablauf:

Position einnehmen.

Den Raum wahrnehmen.

Ruhig ausatmen.

Menschen anschauen.

Dann beginnen.

Dieser kleine Moment verhindert, dass du aus der Bewegung heraus sofort in den ersten Satz hineinschießt.

 

 

 

Der erste Satz beeinflusst den Rhythmus

 

Wer angespannt startet, beginnt häufig zu schnell.

Das hohe Tempo verstärkt wiederum das Gefühl von Druck.

Deshalb lohnt sich eine bewusste Entscheidung:

Der erste Satz darf langsam sein.

Sprich ihn vollständig.

Lass das Satzende stehen.

Dann geht es weiter.

So entsteht von Anfang an ein anderer Rhythmus.

 

 

 

Atmung während des Sprechens

 

Beim Sprechen entsteht die Atmung idealerweise weitgehend von selbst.

Du musst weniger darüber nachdenken, wann du ein- oder ausatmest.

Hilfreicher ist häufig, auf die Sprache zu achten.

Kurze Sätze.

Klare Satzenden.

Pausen.

Ein Gedanke nach dem anderen.

Dadurch bekommt die Atmung automatisch mehr Raum.

Gute Sprechstruktur unterstützt gute Atmung.

 

 

 

Warum lange Sätze die Atmung belasten können

 

Unter Druck entstehen häufig lange Sätze.

Ein Gedanke wird ergänzt.

Dann noch einer.

Und noch eine Absicherung.

Irgendwann fehlt Luft.

Die Stimme verliert Stabilität.

Das Sprechtempo steigt.

Deshalb ist sprachliche Klarheit auch körperlich hilfreich.

Kurze bis mittlere Sätze geben dir Raum.

Sie geben dem Publikum Raum.

Und sie unterstützen einen ruhigeren Sprechrhythmus.

 

 

 

Die Atmung weniger beobachten

 

Bei starkem Lampenfieber kann ein weiteres Problem entstehen:

Du beobachtest deine Atmung immer genauer.

Atme ich richtig?

Ist sie zu schnell?

Warum fühlt sich das gerade komisch an?

Diese intensive Selbstbeobachtung kann zusätzliche Aufmerksamkeit binden.

Dann wird eine Technik, die eigentlich helfen sollte, zu einer weiteren Kontrollaufgabe.

Deshalb ist der nächste Schritt besonders wichtig.

 

 

 

Richte deine Aufmerksamkeit wieder nach außen

 

Nach ein oder zwei bewussten Atemzügen darf deine Aufmerksamkeit zurück zu dem gehen, worum es eigentlich geht.

Zu den Menschen.

Zu deiner Botschaft.

Zu deiner ersten Frage.

Zu deinem ersten Gedanken.

Die Atmung soll dich beim Auftritt unterstützen. Sie soll weniger selbst zum Mittelpunkt des Auftritts werden.

 

 

 

Was hilft bei starkem Lampenfieber zusätzlich?

 

Wenn Atemtechniken allein wenig verändern, lohnt sich ein breiterer Blick.

Zum Beispiel auf:

  • die Bedeutung des Auftritts
  • deine Erwartungen an dich selbst
  • deine Aufmerksamkeit
  • negative innere Szenarien
  • die Qualität deiner Vorbereitung
  • frühere Erfahrungen
  • die Angst vor Bewertung
  • die Sorge vor körperlichen Reaktionen

Dann kann eine einzelne Atemtechnik ein hilfreicher Baustein sein.

Die eigentliche Arbeit liegt möglicherweise an einer anderen Stelle.

 

 

 

Mentaltraining ergänzend nutzen

 

Eine gute mentale Vorbereitung kann helfen, schwierige Situationen bereits vor dem eigentlichen Auftritt durchzuspielen.

Du kannst vorbereiten:

  • wie du beginnst
  • wie du mit Aktivierung umgehst
  • wie du bei einer Unterbrechung reagierst
  • wie du nach einer schwierigen Frage wieder zu deiner Botschaft zurückfindest

→ Mentaltraining bei Lampenfieber

 

 

 

Was gilt bei wichtigen beruflichen Auftritten?

 

Bei einem bedeutenden beruflichen Auftritt reicht es häufig weniger, ausschließlich die körperliche Aktivierung zu betrachten.

Dann gehören auch Fragen dazu wie:

  • Was ist deine Kernbotschaft?
  • Wer sitzt vor dir?
  • Welche Entscheidung soll entstehen?
  • Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?
  • Welche Einwände erwarten dich?
  • Wie möchtest du deine Position vertreten?

Deshalb verbinde ich bei High-Stakes-Situationen die Arbeit am Lampenfieber mit der konkreten Auftrittsvorbereitung.

 

 

 

Executive Sparring bei High-Stakes-Auftritten

 

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im Executive Sparring.

Das gilt auch dann, wenn das aktuelle Thema vor allem Lampenfieber, mentale Vorbereitung oder Auftrittssicherheit ist.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im Executive Sparring, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite hat.

Zum Beispiel:

  • Vorstandspräsentationen
  • Auftritte vor dem Aufsichtsrat
  • entscheidende Pitches
  • Investorenpräsentationen
  • große Keynotes
  • Medienauftritte
  • wichtige Verhandlungen

Dann können wir Atemregulation, mentale Vorbereitung, Botschaft, kritische Fragen und realistische Simulation miteinander verbinden.

→ Executive Sparring

 

 

 

Business 1:1 bei allgemeiner Entwicklung

 

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann Business 1:1 passen, wenn du deine Auftrittssicherheit grundsätzlich entwickeln möchtest.

Zum Beispiel:

  • ruhiger präsentieren
  • sicherer vor Gruppen sprechen
  • Atmung und Stimme besser nutzen
  • mit wiederkehrender Nervosität konstruktiver umgehen
  • mehr Präsenz entwickeln

Sobald eine konkrete High-Stakes-Situation hohe Tragweite hat, gilt Executive Sparring.

→ Business 1:1

 

 

 

Atemtechnik bei Redeangst?

 

Bei ausgeprägter Rede- oder Auftrittsangst reicht eine Atemtechnik häufig deutlich weniger weit.

Wenn bereits die Vorstellung eines Auftritts starke Angst auslöst, Situationen zunehmend vermieden werden oder die Angst den beruflichen Alltag erheblich beeinflusst, lohnt sich eine sorgfältige Einordnung.

→ Lampenfieber oder Redeangst?

 

 

 

Was ist die beste Atemtechnik?

 

Die beste Atemtechnik ist weniger die komplizierteste.

Sie ist diejenige, die dir hilft, deinen Zustand zu regulieren und anschließend deine Aufmerksamkeit wieder auf den Auftritt zu richten.

Für viele Menschen bedeutet das:

ruhig einatmen.

etwas länger ausatmen.

weniger kontrollieren.

und dann wieder nach außen gehen.

 

 

 

Ein wichtiger Auftritt steht bevor?

 

Dann schreib mir kurz:

  • Welche Rolle hast du?
  • Welche Situation steht bevor?
  • Wann findet sie statt?
  • Wie zeigt sich das Lampenfieber?
  • Was möchtest du erreichen?
  • Welche Tragweite hat der Auftritt?

Ich ordne den passenden Rahmen ein.

Geschäftsführer, Vorstände und Inhaber → Executive Sparring.

Andere Fach- und Führungskräfte bei High-Stakes-Situationen → Executive Sparring.

Andere Fach- und Führungskräfte bei allgemeinen Entwicklungszielen → Business 1:1.

→ Unterstützung bei Lampenfieber anfragen

 

 

 

Eine Atemtechnik ist ein Werkzeug

 

Atemtechniken können hilfreich sein.

Besonders dann, wenn du sie unkompliziert einsetzt und anschließend wieder bei deinem Publikum und deiner Botschaft bist.

Die eigentliche Souveränität zeigt sich weniger darin, jede körperliche Reaktion zu kontrollieren.

Sie zeigt sich darin, auch mit spürbarer Aktivierung klar und handlungsfähig zu bleiben.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
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→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen

 

Gut durchatmen. Körper und Geist genießen das. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus. So geht es.

Überblick

 

 

 

 

Einatmen, Ausatmen

 

Die Atmung versorgt uns mit Sauerstoff, beeinflusst darüber hinaus auch unser Wohlbefinden sowie die Gesundheit.

Die meisten Menschen atmen falsch. Hektik und Stress in Berufs- und Privatleben lassen sie zu hastig und zu flach Luft holen. Im Alltag widmen nur wenige Menschen ihrer Atmung Aufmerksamkeit. Weshalb auch, es funktioniert doch ganz von allein, oder?

Viele Menschen atmen, oft ohne es zu wissen, nur mit dem Brustkorb (Hochatmung), während sie die Bauchmuskeln ständig unwillkürlich angespannt halten. Das Schönheitsideal des flachen Bauchs ist eines der Gründe, weshalb manche Menschen zu flach atmen, um nur den Bauch nicht herauszustrecken.

So atmen sehr viele Menschen zu flach. Das hat gleich einige Nachteile. Die Atmung hat Einfluss auf Körper und Geist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten über die Atmung Einfluss auf die mentale Haltung zu nehmen.

 

 

 

Tiefvollatmung

 

Ein flacher Atem führt auch zu einer flachen Stimme. Für das Sprechen ist mindestens die Bauch- und Zwerchfellatmung erforderlich, weil sie ein tiefes und volles Atmen ermöglicht. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Es werden vier Atmungsarten unterschieden, die Brustatmung, die Bauch- und Zwerchfellatmung, die Flankenatmung und die Tiefvollatmung als erstrebenswerte Kombination der drei genannten Bereiche.

Bei der Flankenatmung dehnt ein großer Teil des Körpers sich beim Einatmen aus und zieht sich beim Ausatmen wieder zusammen. Ein deutlich größeres Atemvolumen wird dabei bewegt.

 

 

 

Atemübungen

 

Gute Gelegenheiten die Atmung zu trainieren bieten entsprechende Kurse und auch das Yoga mit den Pranayama Atemübungen.

Hier finden Sie Artikel in denen entsprechende Atemübungen beschreiben:

 

 

 

Anmerkung

 

Viele Redner meinen, es wäre von größter Bedeutung sich auf die Einatmung zu konzentrieren. Die Stimme wirkt dadurch oft gepresst und ängstlich. Tatsächlich ist es zu Beginn einer Rede wichtig,  vor allem gut auszuatmen. Wer zu schnell wieder einatmet, hat oft noch verbrauchte Luft in der Lunge und nicht genügend Raum für frische Luft.

Video

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Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achten Sie bei Ihrer Atmung?

Atmung

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juli 2018
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #1547
K:
Ü:

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Überzeugende Präsentationen mit überzeugender Stimme
Atmentechniken - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

Atemübungen bei Lampenfieber

 

Wenn sich während der Präsentation die Schmetterlinge im Bauch melden helfen Atemübungen. Worauf Sie bei Ihrer Atmung achten sollten, wenn Sie zu Lampenfieber bei Auftritten wie Reden und Präsentationen neigen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Mit der Atmung die Schmetterlinge im Bauch besänftigen

 

Viele Redner kennen das: Sie wollen mit Ihrer Präsentation beginnen und auf einmal melden sich die Schmetterlinge im Bauch. Und zwar andere als die, die sich in den Bäuchen Verliebter tummeln. Auf das, was da vom Reptiliengehirn mit der Körperchemie veranstaltet wird, könnten sie gut verzichten. Lampenfieber ist keine Freude.

Ja, darauf legen die meisten Redner wenig Wert, und doch gehört es in vielen Fällen dazu; die weichen Knie, dieses kribbelige Gefühl im Bauch, wenn es Ernst wird. Würde eine versteckte Kamera sie aufnehmen, könnten sie später mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, dass sie bei solcher Nervosität die Luft anhalten oder sehr unwirksam atmen. Das hat einen Grund. Die Atmung ist mit unseren Gedanken und Gefühlen verknüpft. Der Reflex, die Luft anzuhalten, ist der Versuch sich der Situation zu entziehen beziehungsweise die Situation unter  Kontrolle zu bekommen. Die Absicht mag gut sein, die Folgen nicht.

Erstens gibt es keine vollkommene Kontrolle und außerdem führt der Versuch sich von einer Situation abzugrenzen auch dazu, dass der Kontakt zur eigenen Mitte, zum Gleichgewicht, zu den vorhanden Stärken und Erfahrungen verloren geht. Und damit auch Ihre Spontaneität und der Kontakt zum Publikum. Der roten Faden wird gekappt!

 

Einatmung wird aus gutem Grund auch Inspiration genannt.

 

 

 

Ganzkörperatmung hilft

 

Achten Sie auf eine unterstützende Atmung. Die meisten Menschen atmen sehr flach, wenn sie sich gestresst fühlen. Wenn Sie schlecht atmen, haben Sie nicht genug Unterstützung für Ihre Stimme. Für eine volle, tragfähige Stimme brauchen Sie die Bauchatmung, besser noch eine Ganzkörperatmung.

Wenn Sie eine Hand auf Ihren Bauch legen und die Bewegung der Bauchdecke beobachten, bekommen Sie ein deutlicheres Gefühl dafür. Einatmen – Ausatmen – Ruhepause. So verläuft der natürliche Atemrhythmus. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach außen, die Flanken weiten sich, und beim Ausatmen fallen sie wieder sanft zusammen. Wie eine Welle strömt die Luft ungehindert durch den ganzen Körper.

 

 

Atemübung:

 

  1. Beobachten Sie, ob Sie gut atmen oder wann Sie die Luft anhalten.
  2. Atmen Sie flach oder halten die Luft an, dann legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und lassen Sie den Atem bis in den Bauch strömen. Das klingt zwar leichter, als es für manche Menschen ist, doch es lohnt sich. Bisweilen ist etwas Übung erforderlich und professionelle Hilfe kann hier helfen.
  3. Bevor Sie Ihre Rede beginnen starten Sie mit vorbereiteten Ritualen. Dazu gehören für Sie passende Atemübungen.
  4. Erst, wenn Sie wirklich bereit sind beginnen Sie Ihre Rede. Senden Sie Ihre Stimme laut und deutlich in jeden Bereich des Raumes, bis hinein in den letzten Winkel.

 

 

Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können.

Theodor Fontane

 

 

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 Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen. Francois de La Rochefoucauld

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Zwischen Atmung und Psyche findet eine Wechselwirkung statt. Atemtechniken reduzieren Lampenfieber. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu beruhigen, anstatt ihn durch heftige Atmung zu beschleunigen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2015
Überarbeitung: 4. Februar 2020
AN: #21485

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Atmung und Lampenfieber

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Zwischen Atmung und Psyche findet eine Wechselwirkung statt. Atemtechniken reduzieren Lampenfieber. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu beruhigen, anstatt ihn durch heftige Atmung zu beschleunigen.

Wechselwirkung von Atmung und Lampenfieber

 

Atmung und Psyche stehen in einer sehr engen Wechselwirkung. Das kann nachteilig sein, denn zu einer Stressreaktion gehört eine schlechte Atmung und eine schlechte Atmung vergrößert den Stress. Die meisten Prozesse im Körper können wir willentlich nicht beeinflussen, weder wie Herzschlag, Verdauung noch Harnproduktion. Das sogenannte vegetative Nervensystem ist nur auf Umwegen zu beeinflussen.

Eine Ausnahme macht die Atmung, die wir bis zu einem gewissen Grad bewusst steuern können. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu beruhigen, anstatt ihn durch heftige Atmung zu beschleunigen. Angst steht mit Herzklopfen oder sogar Herzrasen, raschem und flachem Atem in Verbindung. Nutzen Sie diesen Zusammenhang, indem Sie sich durch gezieltes, ruhiges Atmen in einen entspannteren Zustand versetzen.

 

In der Tat ist es ein allgemeiner Eindruck, den alle Menschen empfinden, wiewohl sie ihn nicht alle wahrnehmen, dass man auf hohen Bergen, wo die Luft rein und dünn ist, mehr Freiheit zu atmen, mehr Leichtigkeit im Körper, mehr Heiterkeit im Geiste an sich spürt.

Jean-Jacques Rousseau

Atemtechniken bei Ängsten, wie dem Lampenfieber

 

Die folgenden Zusammenhänge helfen im Umgang mit Lampenfieber. Die Körperfunktionen werden durch zentrale Hirnnerven gesteuert. Der einflussreichste Nerv im Zusammenhang mit der Reduktion von Lampenfieber ist der Nervus vagus. Er ist für die Tätigkeiten der Atmung, Verdauung, den Herzschlag, die Motorik des Kehlkopfs und den Rachenbereich zuständig. Da sehr viele Körperfunktionen durch diesen Nerv beeinflusst werden, ist die bewusste Regulierung der Atmung eine praktikable Möglichkeit, die genannten Körperfunktionen zu beruhigen.

Ein vermeintlich simpel klingendes und doch sehr wirkungsvolles Mittel bei Lampenfieber besteht in einer besseren Atmung. Aufmerksames Atmen hilft dabei, den Augenblick zu finden, uns zu beruhigen und zu fokussieren. Die Konzentration wird dabei auf die momentanen Gedanken gelenkt und wir setzen uns damit auseinander.

Der sprichwörtliche Hinweis bei Stress, erst einmal tief durchzuatmen, hat durchaus seine Berechtigung. Bei automatischen Stressreaktionen wie bei Lampenfieber beschleunigen sich sowohl die Atmung, der Puls und die Herzfrequenz. Der eigene Körper scheint zu entgleiten, Sie spüren Hitze und gleichzeitig Kälte, oftmals sogar kalten Schweiß auf der Stirn oder am Rücken. Die gut vorbereitete Rede und all das Wissen scheinen nicht mehr erreichbar, vieles ist in Sekundenschnelle wie gelähmt.

Um diesem Stresszustand vorzubeugen, meine Empfehlung; sich bereits vor einer bevorstehenden stressigen Situation mit einer passenden Atemtechnik ausrüsten.

Mit Atemtechniken kann Lampenfieber abgebaut werden. Allerdings sind nicht alle Empfehlungen hilfreich. Wer dem oft gehörten Ratschlag folgt, längere Zeit besonders tief ein und auszuatmen, steigert das Unbehagen oft zusätzlich. Besser:

1. Die Atmung beruhigen

 

8 bis 12 Atemzüge je Minute sind üblich. Achten Sie besonders in Angstsituationen darauf, nur 6 oder sogar noch seltener pro Minute zu atmen. Lassen Sie sich überraschen, wie beruhigend sich das bemerkbar macht. Während Sie sich auf die Atmung konzentrieren, treten die unangenehmen Empfindungen und Gedanken.

2. Fokus auf die Ausatmung

 

Beim Auftrittscoaching zeigt sich regelmäßig, dass bereits eine einzige Voll- oder Tiefenatmung, sehr viel bewirkt. Dabei wird der Atembereich gut mit Atemluft gefüllt, der Atem fließt unhörbar langsam ein und aus. Damit das gefördert wird, ist vor allem der Ausatmung Aufmerksamkeit zu widmen.

Bemühen Sie sich deswegen vor allem um eine verhältnismäßig lange und tiefe Ausatmung. Denn diese Phase bringt die eigentliche Entspannung. Die Ausatmung sollte möglichst doppelt oder dreifach so lange andauern als die Einatmung.

3. Durch die Nase einatmen

 

Atmen Sie möglichst immer durch die Nase ein. Wenn Sie die Luft bei geschlossenem Mund gleichsam hineinziehen, unterstützen Sie automatisch die beruhigende Bauchatmung. Es hilft, dabei die Arme hinter dem Kopf zu verschränken und so die Brustatmung zu steuern. All das vermittelt Ihnen das Gefühl, ganz durchatmen zu können.

4. Düfte

 

Nutzen Sie für die Unterstützung der Nasenatmung einen für Sie angenehmen Duft, wie Minze. Einigen Menschen genügt es schon, sich den Duft vorzustellen.

5. Zwerchfellatmung

 

Die Zwerchfellatmung beruhigt sehr schnell. Der Herzschlag wird ruhiger, Gehirn und Muskeln werden besser durchblutet, die Hauttemperatur sinkt und die Schweißbildung reduziert sich.

6. Bauchatmung

 

Legen Sie eine Hand unterhalb des Bauchnabels auf den Bauch. Spüren Sie bei jedem Atemzyklus die Bauchbewegung. Achten Sie darauf, wie bei jeder Ausatmung die Bauchmuskulatur aktiviert wird und sich der Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule bewegt. Mit der Ausatmung löst sich auch die Anspannung der Bauchmuskulatur und der Bauchnabel kehrt nach vorne zurück. Verlängern und vertiefen Sie die Ausatmung. Beobachten Sie, wie sich nach wenigem Atemzyklen ein Entspannungsgefühl einstellt.

Während Sie reden, achten Sie darauf, ob während des Sprechvorgangs Ihre Bauchmuskulatur aktiviert ist und Ihr Bauchnabel nach innen zieht. Es hilft den Kehlkopf- und Halsbereich zu entspannen, so als würden Sie gähnen. Wenn Sie Atemluft benötigen, lassen Sie einfach die Bauchmuskulatur los und Sie atmen ganz automatisch ein, ohne dabei hörbar und aktiv Luft holen zu müssen.

7. Die Atmung fließen lassen

 

Erlauben Sie sich von Zeit zu Zeit möglichst wenig bewussten Einfluss auf die Atmung zu nehmen, sondern lernen den Atem zu beobachten, ihn geschehen zu lassen.

8. Lippenbremse

 

Setzen Sie beim Ausatmen die Technik der Lippenbremse ein. Lassen Sie dabei die Luft durch die nur etwas geöffneten Lippen entweichen. Die Lippenbremse verlangsamt die Ausatmung und fördert wesentlich die Entspannung. Machen Sie beim Ausatmen ein Geräusch wie „pfff“, „Uuu“ oder „Oouumm“.

9.  Summen

 

Summen Sie eine Melodie, die Ihnen guttut. Das beruhigt sie geistig und körperlich.

 

10. Atempause

 

Lassen Sie nach dem Ausatmen einen Moment der Atempause zu, bis Ihr Körper wieder nach Atemluft und einem Einatmen verlangt. Halten Sie nach dem Einatmen nicht die Luft an, sondern leiten Sie fließend zur Ausatmung über.

11. Visualisierung

 

Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass Sie mit dem Einatmen neben erfrischenden Sauerstoff auch Kraft, Energie und Sicherheit aufnehmen und beim Ausatmen Ballast loslassen.

12. Stand

 

Ein sicherer Stand fördert die innere Sicherheit und die dazu gehörige Atmung. Deswegen lohnt es sich einen sicheren Stand zu verinnerlichen. Das wirkt sich auch sehr gut gegen Schwindel und Ohnmachtsängste.

13. Seufzen

 

Verbinden Sie das Ausatmen mit entspanntem Seufzen und Stöhnen. Stöhnen Sie alles weg, was Sie hemmt, belastet und blockiert.

14. Zählen

 

Während die Atmung sonst ein automatisierter Prozess ist und keinerlei Konzentration auf sich lenkt, konzentrieren Sie sich während dieser Atemübung gezielt auf die Zeitspanne beim Ein- und Ausatmen und zählen die Sekunden mit. Indem Sie sich mit der Atemtechnik beschäftigen, geraten die Gedanken an das Lampenfieber in den Hintergrund.

Zuerst atmen Sie tief und langsam ein, anschließend noch langsamer und ohne Pause ausatmen. Diese Übung wiederholen Sie mehrmals, wobei die Einatmung rund 4 Sekunden und die Ausatmung rund 6 Sekunden beträgt. Besonders wichtig ist dabei ruhig zu atmen und sich weitestgehend auf die Atmung selbst zu konzentriert.
Je nach Ausschüttung der Stresshormone kann sich die Besserung bereits nach einer Minute, bei intensivem Lampenfieber auch erst nach einigen Minuten einstellen.

Diese Atemtechnik ist in vielen Situationen hilfreich. Für Redner empfehlenswert ist es, sich kurz vor dem Auftritt die Zeit zu nehmen, um sich zu sammeln und mit Hilfe dieser Atemtechnik in einen guten Zustand zu versetzen.

15. Ausatmen

 

Atmen Sie entspannt bis in den Bauchraum hinein ein, so dass sich der Bauch dabei etwas hebt. Und dann atmen Sie druckvoll und zügig aus. Das machen Sie drei Mal, gefolgt von einer kurzen Pause mit normaler Atmung, um es dann wieder drei Mal zu wiederholen. Das hilft Ihnen, wenn der nächste Adrenalinschub kommt.

Die Wirkung von Atemtechniken bei Lampenfieber

 

Atemtechniken tragen zur Beruhigung bei und lenken den körperlichen und mentalen Kreislauf in geregelte Bahnen. Jeder reagiert bei Lampenfieber anders auf Atemtechniken. Manche Betroffene sind begeistert über die Wirkung und andere spüren nur eine kleine Entlastung. Bei intensivem Lampenfieber bringt oft erst eine Kombination mit anderen Methoden wie beispielsweise Hypnobalancing™ die ersehnte spürbare Besserung. Das Publikum wird dann kaum ahnen, dass Sie noch vor wenigen Minuten mit Nervosität, Lampenfieber und Redeangst zu kämpfen hatten.

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

 

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2005
Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #221
K: CNB
Ü: