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Menschenkenntnis

Menschenkenntnis

Fragen und Antworten rund um das Thema Menschenkenntnis
Menschenkenntnis

Menschenkenntnis

 

Fragen und Antworten rund um das Thema Menschenkenntnis.

Menschenkenntnis

 

An dieser Stelle sammle ich Fragen und Antworten zum Thema Menschenkenntnis.

 

 

 

1. Was bedeutet Menschenkenntnis?

 

Menschenkenntnis ist die Fähigkeit, das Verhalten oder den Charakter von Menschen aufgrund eines ersten Eindrucks richtig einzuschätzen und vorherzusagen, wie sie denken und wie sie handeln werden.

 

 

 

2. Weshalb lohnt es sich, die eigene Menschenkenntnis zu schulen?

 

Es lohnt sich, die eigene Menschenkenntnis zu trainieren, weil unsere Entscheidungsqualität maßgeblich von der richtigen Einschätzung der Personen bestimmt wird, die Einfluss auf das Ergebnis haben.

Unsere Entscheidungen beeinflussen, was für ein Leben wir führen. Auf der Basis besserer Einschätzungen lassen sich auch bessere Entscheidungen treffen. Die kommen beispielsweise der privaten und professionellen Kommunikation zugute. So können wir besser auf uns acht geben und auch andere Menschen besser unterstützen. Wie so oft kann diese Fähigkeit allerdings auch missbraucht werden, um andere Menschen zu benachteiligen und einen einseitigen Vorteil für sich zu erreichen.

 

 

 

3. Worauf ist zu achten, wenn ich einen Menschen einschätzen möchte?

 

Halbwissen richtet oft mehr Schaden an, als dass es hilft. Jegliche Hinweise, die wir über andere Menschen sammeln, sind Hinweise und keine Wahrheiten. Sobald ich das vergesse, resultieren daraus Probleme für mich und andere Menschen. Dann wird vieles übersehen.

Profis sammeln Informationen, nehmen sie als erste Orientierung und bleiben bei Wahrnehmung und Denken flexibel, anstatt andere Menschen zu schnell in Schubfächer zu packen.

 

 

 

4. Ist das Lebensalter ein Garant für gute Menschenkenntnis?

 

Erfahrungen sind eine wesentliche Quelle, um Menschenkenntnis zu erwerben.
Ohne Erfahrungen gibt es auch nichts zu lernen. Allerdings sorgt nicht das Alter, sondern die gekonnte Auswertung der Erfahrungen für bessere Fähigkeiten. Es kommt auf die konstruktive Auswertung und Ableitung von Folgerungen an.

 

 

 

5. Wie kann ich meine Menschenkenntnis verbessern?

 

Menschenkenntnis ist nicht angeboren, sondern kann im Umgang mit Menschen und durch Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Menschen entwickelt werden. Die Menschenkenntnis zu trainieren, ist ein lebenslanger Prozess. In zahlreichen Beiträgen beschreibe ich Aspekte, die Aufmerksamkeit verdient haben. Entscheidende Faktoren für Menschenkenntnis sind Lebenserfahrung, Intuition, Intelligenz, Herzensbildung und Weisheit.

Wer sich weiterbilden will, hat dazu viele Möglichkeiten. Mit der Zeit fügen sich die Puzzleteile zusammen. Erst, wenn unbewusste Kompetenzen entwickelt wurden, profitieren wir umfangreich davon. Allerdings ist die wichtigste Voraussetzung; selbst gut aufgeräumt unterwegs zu sein. Nur dann hilft uns das gesammelte Wissen.

Selbstreflexion, also sich selbst zu kennen, ist dabei besonders wesentlich. Wie steht es mit den eigenen blauen Flecken, den Wahrnehmungs- und Denkfehlern? Bin ich bereit, aus Erfahrungen zu lernen? Wo bin ich besonders leicht manipulierbar? Menschenkenntnis hat eine Menge mit Selbsterkenntnis zu tun.

 

 

 

6. Wie hilft Menschenkenntnis im Alltag?

 

Wie hilft uns Menschenkenntnis im Alltag, im Beruf, in der Familie, bei Behördengängen?

Menschenkenntnis hilft uns bei unseren Entscheidungen, wobei wir uns dessen oft nicht bewusst sind. Viele Entscheidungen treffen wir unbewusst. Weil das Konsequenzen hat, lohnt es sich, die eigenen Werte, Ziele und Prioritäten zu kennen. Die Beziehungen, die wir zu anderen Menschen haben, werden davon besonders beeinflusst. Beispielsweise die Frage: „Wen spreche ich wann auf welche Weise an?“ Die Wahl der Schlange mit der schnellsten Kassiererin im Supermarkt ist eine Sache. In anderen Situationen können die Konsequenzen deutlich weitreichender sein.

 

 

 

7. Wie stelle ich fest, ob meine Menschenkenntnis gut ist?

 

Jeder Mensch hat eigene Filter, die eine gute Selbsteinschätzung erschweren. Es ist wie beim Autofahren, auch da halten sich sehr viele für hervorragende Autofahrer. Ein extrem großer Anteil meint sogar deutlich besser zu sein als alle anderen. Das tägliche Verkehrschaos weist darauf hin, dass Selbst- und. Fremdeinschätzung zweierlei sind. Die Ursache für diese Fehleinschätzungen; unsere Filter und typischen Denkmuster, wie dem Bestätigungsfehler und den Attributionsfehler.

Profis nehmen für diesen Abgleich regelmäßig Supervision oder Coaching in Anspruch.

 

 

 

8. Warum glauben wir manchmal, einen Menschen auf den ersten Blick zu kennen?

 

Unser Gehirn ist durch uralte Muster bestrebt sich schnellstens einen Eindruck zu machen, Chancen und Risiken einzuschätzen: Freund oder Feind? Früher wohl auch: Kann ich es essen?

Allerdings sind wir üblicherweise nicht so gut darin, in Menschen hineinzusehen. Halo-Effekt und Warren-Harding-Effekt sind zwei Beispiele dafür.

 

 

 

9. Können wir wirklich jeden Menschen durchschauen? Was ist mit Menschen, die sich ständig verstellen?

 

Menschen sind unterschiedlich gut darin, sich zu verstellen. Bei einigen können wir leichter zwischen den Zeilen lesen, als bei anderen.

Menschen, die sich verstellen, senden spezielle Signale, die allerdings ohne entsprechendes Wissen meist übersehen werden. Sowohl sprachliche, verbale Hinweise als auch die Körpersprache (Gestik, Mimik, Stimme) gibt sehr viel preis.

 

 

 

10. Können wir selbst gut einschätzen oder können außenstehende Beobachter das besser?

 

Selbst ist es nicht so leicht auch die eigenen blinden Flecken zu beleuchten. Andere Menschen haben allerdings persönliche Interessen und so ist Feedback eine heikle Angelegenheit. Zum Glück gibt es dafür professionelle Unterstützung. Durch regelmäßige Selbstreflexion gelingt es, Selbst- und Fremdbild in Einklang zu bringen und selbst bisher unbeachtete Bereiche der eigenen Persönlichkeit zu erkunden.

 

 

 

11. Wie kommt es dazu, dass wir Menschen manchmal völlig falsch einschätzen?

 

Es gibt eine Menge Klischees, denen wir, oft sogar gegen besseren intellektuelles Wissen, auf den Leim gehen. Außerdem hat das menschliche Gehirn einige eigenartige Angewohnheiten, die sich leicht ausnutzen lassen.

Eine andere sehr häufige Ursache ist die projektive Täuschung. Kaum jemand ist frei von Projektionen. Wir neigen dazu, Personen, die einer bereits bekannten Person durch ihr Aussehen oder ihre soziale Position ähnlich sind, verwandte Eigenschaften zuzusprechen. Die Wahrscheinlichkeit richtigzuliegen ist eher gering.

 

 

 

12. Kommt es bei guter Menschenkenntnis nicht mehr zu Fehleinschätzungen?

 

Menschenkenntnis beruht darauf, mit unvollständigen Informationen Thesen aufzustellen. Da liegt es in der Natur der Sache, sich immer wieder zu irren. Wer meint, alles zu wissen und die Wahrheit zu kennen, ist besonders anfällig für Manipulation und Fehleinschätzung. So wichtig es ist zu lernen, die typischen Fehler zu umschiffen, so grundlegend ist es lernbereit zu bleiben. Dadurch werden unsere Menschenkenntnis und somit auch unsere Entscheidungen stetig besser.

Video

https://youtu.be/P7-DXR4lpts

P.S.​

 

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Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen finden Sie deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das für Sie passt, freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

 

 

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Artikel zu Missverständnissen

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. August 2013
Überarbeitung: 14. September 2020
AN: #678
K: CNC
Ü:

24+ Tipps, um Ihre Menschenkenntnis zu trainieren

24+ Tipps, um Ihre Menschenkenntnis zu trainieren

Pflegen Sie Ihre Menschenkenntnis. Menschenkenntnis ist ein Fach, in dem wir täglich unterrichtet werden

So steigern Sie Ihre Menschenkenntnisse

 

Wie gut und schnell durchschauen Sie andere Menschen? Es hat zahlreiche Vorteile, Menschen gut einzuschätzen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Menschenkenntnis trainieren können.

Menschenkenntnis ist ein Fach,
in dem wir täglich unterrichtet werden.

Definition: Was bedeutet Menschenkenntnis?

 

Als Menschenkenntnis wird die Fähigkeit bezeichnet, das Verhalten oder den Charakter von Menschen aufgrund eines ersten Eindrucks richtig einzuschätzen, zu erkennen und zu beurteilen, und vorherzusagen, wie sie denken und wie sie handeln werden.

 

 

 

Was umfasst Menschenkenntnis?

 

Entscheidende Faktoren für Menschenkenntnis sind Lebenserfahrung, Intuition, Intelligenz, Herzensbildung und Weisheit. Menschenkenntnis ist nicht angeboren, sondern kann im Umgang mit Menschen und durch Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Menschen entwickelt werden. Erfahrungen sind eine wesentliche Quelle und doch sind sie keine Garantie für die Qualität der Menschenkenntnis. Es kommt auf die konstruktive Auswertung und Ableitung von Folgerungen an.

 

 

 

Wozu ist Menschenkenntnis gut?

 

Die Qualität der Einschätzung von Menschen, ihren Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmustern hat einige Vorteile. Auf der Basis besserer Einschätzungen lassen sich auch bessere Entscheidungen treffen. Die kommen beispielsweise der privaten und professionellen Kommunikation zugute. So können wir besser auf uns acht geben und auch andere Menschen besser unterstützen. Wie so oft kann diese Fähigkeit missbraucht werden, um andere Menschen zu benachteiligen und einen einseitigen Vorteil für sich zu erreichen.

 

 

 

Menschenkenntnis und Autofahren

 

Mit der Menschenkenntnis ist es wie mit dem Autofahren, die meisten Menschen meinen darin besser zu sein als ihre Mitmenschen. Die Ursache dafür; unsere Filter und typischen Denkmuster, wie dem Bestätigungsfehler und den Attributionsfehler.

 

 

 

24+ Tipps zur Verbesserung Ihrer Menschenkenntnis

 

Mit diesen Empfehlungen verbessern Sie Ihre Menschenkenntnis:

 

1. Vorsicht vor zu schnellen Urteilen
2. Selbstreflexion. Kennen Sie sich selbst.
3. Lernen Sie, die Körpersprache zu lesen
4. Vorsicht vor Äußerlichkeiten.
5. Zwischentöne
6. Neutralität
7. Sympathie lenkt ab
8. Rapport
9. Ursachenforschung bei Aversion
10. Trigger
11. Haloeffekt
12. Menschen gehören nicht in Schubläden
13. Wir sind Individuen
14. Motive und Werte
15. Die projektive Täuschung
16. Hintergrundrecherchen
17. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Narzissten
18. Lernen Sie sprachlich zwischen den Zeilen zu lesen
19. Nähe macht blinder
20. Attributionsfehler
21. Bestätigungsfehler
22. Kennen Sie typische Wahrnehmungs- und Denkfehler
23. Kulturelle Unterschiede
24. Trainieren Sie Ihre Menschenkenntnis

1. Vorsicht vor zu schnellen Urteilen

 

Die Menschenkenntnis unterliegt vielen Einflüssen und Irrtümern. Beurteilen Sie fremde Menschen nicht zu schnell. Lassen Sie sich Zeit zum besseren Kennenlernen und Beobachten, erst dann können Sie Menschenkenntnis individuell einsetzen.

 

 

 

2. Selbstreflexion. Kennen Sie sich selbst.

 

Jeder von uns sieht das in anderen Menschen, was er selbst im Herzen trägt.

Ralph Waldo Emerson

 

Wer sich selbst nicht richtig kennt und einschätzen kann, der wird auch bei anderen daneben liegen. Nicht nur Selbstüberschätzung steht der Ausbildung von Menschenkenntnis im Weg.

Selbst, wenn wir das nicht wollen, sind wir anderen Menschen gegenüber nicht wirklich objektiv. Wir betrachten die Welt vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen, Sehnsüchte und Ängste. Es ist deshalb wesentlich, sich bewusst zu machen, dass wir alle persönliche blinde Flecke haben. Sie beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handeln. Um andere Menschen besser einschätzen zu können, ist es wesentlich, sich selbst zu kennen. Erkunden Sie Ihre Eigenarten, um zu verstehen, wie Sie selbst ticken und inwiefern Ihre Denk- und Verhaltensweisen vielleicht anders sind als die Ihrer Mitmenschen.

 

Einige hilfreiche Fragen:

  • Was sind Ihre Werte, Motive und Prioritäten?
  • Welche Überzeugungen und Glaubenssätze wirken auf Ihre Wahrnehmung, Denken und Verhalten?
  • Was sind Ihre Schwächen und Stärken?
  • Wie wirken Sie in welchem Kontext auf andere Menschen?
  • Welche blauen Flecken tragen Sie mit sich herum?
  • Welche Sehnsüchte oder Ängste könnten sich einmischen?
  • Welche kommunikativen Eigenarten beeinflussen, wie Sie von anderen Menschen wahrgenommen werden?

 

 

 

3. Lernen Sie, die Körpersprache zu lesen

 

Schärfen Sie Ihre Sinne. Achten Sie bei Gesprächen, insbesondere auf die unbewussten Signale der Mimik, Gestik und Körperhaltung. Welche Körpersprache legen welche Menschen in welchem Kontext an den Tag?

  • Wie sehen ihre Gesichter wann aus?
  • Wie verändert sich, wann, die Mimik?
  • Und wie fühlen sie sich wohl gerade?
  • Wie kongruent wirkt die Körpersprache?
  • Wie verändert sich, wann, die Körperhaltung?
  • Wohin zeigen die Füße, wann?
  • Wie offen ist die Körperhaltung?
  • Positioniert sich jemand zugeneigt oder abgewandt?
  • Wie verändert sich, wann der Blickkontakt?
  • Wirkt das Lächeln echt oder aufgesetzt?
  • Welche Statushinweise sind zu erkennen?
  • Was für eine Begrüßung, beispielsweise mit Händedruck, findet statt?
  • Welche Nähe oder Distanz wird gewählt?
  • Wie sitzt jemand?
  • Wie steht jemand?
  • Welchen Gang wählt jemand?
  • Handelt es sich um einen Matcher oder Mismatcher, also wird die Körpersprache anderer Menschen gespiegelt oder nicht?

 

Achtung:
Betrachten Sie die Einblicke als Hinweise und nicht als absolute Wahrheiten. Hellsehen ist wenigen Menschen bestimmt, wenn überhaupt.

 

 

 

4. Vorsicht vor Äußerlichkeiten

 

Egal, wie groß meine Uhr ist, mehr Zeit habe ich deswegen trotzdem nicht. Allerdings haben manche Accessoires durchaus eine Wirkung darauf, wie Menschen eingeschätzt werden. Das muss nicht unbedingt die Luxusuhr sein.

Wir lassen uns von Äußerlichkeiten lenken, das ist vielfach belegt, auch wenn viele Menschen behaupten davon nicht beeinflusst zu werden. Die Wahl der Kleidung, des Haarschnitts und anderer Äußerlichkeiten liefert Informationen über Menschen. Insofern sie sich selbst entscheiden konnten, ist es Ausdruck persönlicher Entscheidungen. Allerdings ….

In vielen Situationen ist beispielsweise die Bereitschaft größer, Männern in Anzügen und Frauen in entsprechenden Hosenanzügen oder Kostümen einen Führungsanspruch abzunehmen und sie für kompetenter zu halten. Hinsichtlich des Aussehens gibt es beispielsweise auch den Warren-Harding-Effekt zu erwähnen.

Widerstehen Sie der Versuchung, Äußerlichkeiten ungeprüft zu interpretieren und als Charaktereigenschaften auf andere Menschen zu übertragen. Zu oft wird von äußeren Merkmalen auf das Innere der Person geschlossen. Typische Schlussfolgerungen sind:

  • attraktiv = intelligenter
  • hübsch = dumm
  • dick = lustig, aber auch fauler
  • hohe Stirn = intelligenter
  • schlank = engagierter
  • überdurchschnittlich muskulös = geistig geringer ausgestattet
  • wulstige Lippen = sinnlicher

 

Selbst aufgeklärte Menschen tragen diese Klischees in sich und entsprechende Aufmerksamkeit ist erforderlich, um diesem Unfug keinen Raum zu gewähren.

 

 

 

5. Zwischentöne

 

Lernen Sie die Zwischentöne herauszuhören, auf was weisen Stimme und Sprechweise hin? Achten Sie in Gesprächen nicht nur darauf, was, sondern auch darauf, wie etwas gesagt wird. So erfahren wir mehr über die Sichtweise und somit den Charakter anderer Menschen.

 

 

 

6. Neutralität

 

Bei der Beurteilung anderer Menschen mischen sich Vorurteile mehr oder weniger bewusst ein. Machen Sie sich möglichst frei von Vorurteilen, indem Sie noch unbekannten Menschen zunächst neutral begegnen.

Häufige Vorurteile:

  • Künstler sind leichtlebig
  • Frauen können besser Kochen
  • Männer lieben Fußball
  • Professoren sind zerstreut
  • Studenten stehen politisch links

 

Es lohnt sich eigene Vorurteile hinterfragen, ja überhaupt erst einmal zu registrieren, dass jeder Mensch solche mit sich führt. Unbewusst beurteilen wir bestimmte Menschen- oder Altersgruppen oft kritischer als andere. Umso wichtiger ist es, darüber zu reflektieren.

 

Was ist Weisheit? Die Menschen kennen.
Was ist Menschenkenntnis? Die Menschen lieben.

Konfuzius

Eine gesunde Portion Wohlwollen macht es leichter offen für Menschen zubleiben und auch die Potenziale zu sehen.

 

Und, wenn ich schon beim Zitieren bin:

Ich halte es nicht für das größte Glück, einen Menschen ganz enträtselt zu haben, ein größeres noch ist, bei dem, den wir lieben, immer neue Tiefen zu entdecken, die uns immer mehr die Unergründlichkeit seiner Natur nach ihrer göttlichen Seite hin offenbaren.

Christian Morgenstern

 

 

 

7. Sympathie lenkt ab

 

Passen Sie besonders auf, wenn Sie eine Person sympathisch finden, denn Sie unterliegen der Gefahr, dann durch einen entsprechenden Filter zu schauen. Solch eine rosarote Brille zu tragen, lässt alles noch freundlicher und sympathischer wirken. Wenn Ihnen Menschen besonders sympathisch sind, dann neigen Sie vermutlich dazu, ihnen viele positive Eigenschaften zuzuschreiben. Der positive Eindruck überstrahlt dann oft alle weiteren, wir sind nun auf einem Auge blind. Wir schlussfolgern eher, dass sympathisch wirkende Personen auch loyaler und ehrlicher sind, selbst wenn es dafür  keinen ernsthaften Hinweis gibt.

 

 

 

8. Rapport

 

Erscheint uns eine Person ähnlich, also meinen viele Gemeinsamkeiten zu teilen, dann ist sie uns noch sympathischer und unsere Anfälligkeit für Manipulation nimmt deutlich zu. Nicht nur Hochstapler machen sich diese Mechanismen zunutze, beispielsweise indem sie Ihr Verhalten spiegeln. Zahlreiche Techniken zur Förderung von Rapport lassen sich nutzen, zum Guten, wie zum Schlechten.

 

 

 

9. Ursachenforschung bei Aversion

 

Unsympathische Person erscheinen uns insgesamt negativer. Wenn Sie jemanden unsympathisch finden, können Sie diese Person und Ihre persönlichen Reaktionen aufmerksam erkunden, um herauszufinden, warum Sie dieses Gefühl haben. Das

Menschenkenntnis macht den Verständigen ebenso nachsichtig als bescheiden.

Fanny Lewald

 

 

 

10. Trigger

 

Der Kontext beeinflusst die Wahrnehmung, das Denken und das Verhalten von Menschen. Das gilt für uns ebenso wie für andere Menschen. Es mischen sich Erwartungen und viele andere Faktoren ein, die Einfluss auf Ihre Menschenkenntnis nehmen können. Auch vermeintliche Kleinigkeiten können intensive emotionale Reaktionen hervorrufen, die mit der Person nichts oder nur sehr wenig zu tun haben müssen, die Sie gerade einschätzen.

 

 

 

11. Halo-Effekt

 

Der Halo-Effekt sorgt dafür, dass wir von der bekannten Eigenschaft eines Menschen auf eine unbekannte Eigenschaft schließen, ohne dass es dafür einen Zusammenhang gibt. So verzerrt der Halo-Effekt die Wahrnehmung und führt zu schlechten Entscheidungen.

12. Menschen gehören nicht in Schubläden

 

Es ist leichter, die Menschen zu kennen als einen Menschen.

François VI. Duc de La Rochefoucauld

 

Widerstehen Sie der Versuchung, in fremde Personen bestimmte Typen zu projizieren, denn dadurch wird Ihre Beurteilung zu stark vereinfacht.

Es existieren zahlreiche Persönlichkeitsmodelle, die suggerieren, es wäre einfach Menschen zu kategorisieren. Manche dieser Modelle können durchaus inspirierend wirken, wenn sie nicht als starres Muster und Wahrheit betrachtet werden. Doch genau das geschieht in der Praxis oft und richtet dann Schaden an. Die Nutzer halten sich für überdurchschnittlich gute Menschenkenner, senken dadurch allerdings real die Qualität ihrer Einschätzung. So ist das oft mit Patentrezepten; gut gemeint und doch schlecht gemacht.

 

 

 

13. Wir sind Individuen

 

Machen Sie sich klar, dass jeder Mensch ein individuelles Wesen mit unverwechselbaren Gefühlen und Eigenschaften ist, die sich normalerweise nicht auf den ersten Blick erfassen lassen.

 

 

 

14. Motive und Werte

 

„Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen; wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht“, meinte Johann Wolfgang von Goethe. Ergründen Sie auch die Motive und Werte, die einen Menschen leiten und das Verhalten beeinflussen.

 

 

 

15. Die projektive Täuschung

 

Eine sehr verbreitete Fehlerquelle bei der Einschätzung anderer Menschen ist die projektive Täuschung. Menschen neigen dazu, in eine Person, die einer bereits bekannten Person durch ihr Aussehen oder ihre soziale Position ähnelt, verwandte Eigenschaften zu projizieren.

Friedrich von Schiller meinte; „Ich weiß den Mann von seinem Amt zu unterscheiden.“ Clever!

 

 

 

16. Hintergrundrecherchen

 

Wenn Sie zusätzliche Informationen gewinnen, können Sie ein vollständigeres Bild nutzen. Welche Erfahrungen und Erlebnisse haben die Person geprägt? So können Sie ihr Weltbild und können ihr Verhalten besser einschätzen.

 

 

 

17. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Narzissten

 

Narzissten machen oft einen hervorragenden ersten Eindruck und verstellen sich, wenn und solange es für sie von Vorteil ist. Mehr dazu finden Sie im Artikel 36 Hinweise, um Narzissten zu erkennen.

 

 

 

18. Lernen Sie sprachlich zwischen den Zeilen zu lesen

 

Es existieren zahlreiche sprachliche Hinweise auf die Persönlichkeitstendenzen einer Person. Sie können beispielsweise bei mir im Einzeltraining einige davon erkennen und nutzen lernen.

 

 

 

19. Nähe macht blinder

 

Bei uns näherstehenden Personen neigen wir dazu, mit speziellen Filtern zu beobachten. Es wird das Bauchgefühl eher ignoriert, weil wir etwas nicht wahrhaben wollen.

 

 

 

20. Attributionsfehler

 

Eine weitere Ursache für die eingebildete Menschenkenntnis ist der sogenannte fundamentale Attributionsfehler. Er besagt, dass wir die jeweilige Situation und die Umstände, unter denen eine Person handelt, oft ignorieren und den Grund für ein Verhalten stattdessen in der Person selbst suchen.

Treffen wir beispielsweise Menschen, die uns gegenüber unfreundlich oder aggressiv scheinen, dann nehmen wir an, es läge an ihrem Charakter. Dass es an uns oder äußeren Umständen liegen könnte, wird dann tendenziell unterbewertet. Möglicherweise ist Person gerade unter Druck und fühlt sich gestresst. Oder, ja, auch das soll es ja geben; wir haben uns selbst missverständlich oder gar unangemessen verhalten. Haben wir uns selbst sozial ungünstig verhalten, dann neigen wir hingegen dazu, das durch eine für den Selbstwert dienliche Verzerrung auf die Umstände zu schieben.

 

 

 

21. Bestätigungsfehler

 

Häufig haben wir das Gefühl einen Menschen bereits nach dem ersten Kontakt richtig eingeschätzt zu haben, weil wir bei weiteren Treffen Bestätigungen dafür finden.

Oft liegt das allerdings eher daran, dass wir nur die Beweise und nicht die davon abweichenden Hinweise beachten. Das Gehirn beziehungsweise unbewusste Prozesse laufen automatisiert ab. Neu beobachtete Verhaltensweisen werden mit den Erwartungen abgeglichen. Was nicht in die Erwartung hineinpasst, wird tendenziell ignoriert. Menschen wollen ihren ersten Eindruck nur äußerst widerwillig verändern. Deswegen halten wir an der anfänglichen Beurteilung anderer Menschen so lange wie möglich fest.

 

 

 

22. Kennen Sie typische Wahrnehmungs- und Denkfehler

 

Nicht nur der genannte Bestätigungsfehler führt dazu, dass wir andere falsch einschätzen. Es gibt mehrere andere psychologische Fallgruben, in die wir fallen können. Neben den genannten, wie den Haloeffekt und dem Attribuierungsfehler existieren noch zahlreiche weitere. Im Artikel Lass das, ich hasse das: Die 11 häufigsten Manipulationstechniken erkennen, finden Sie weitere.

 

 

 

23. Kulturelle Unterschiede

 

Wir beurteilen die Beobachtungen aufgrund unserer Erfahrungen, die von kulturellen Eigenarten beeinflusst werden. Nicht nur in unterschiedlichen geografisch Regionen, sondern auch in unterschiedlichen Gruppen gelten unterschiedliche kulturelle Konventionen.

 

 

 

24. Trainieren Sie Ihre Menschenkenntnis

 

Wer Menschen studieren will, der versäume nicht, sich unter Kinder zu mischen.

Adolph Freiherr von Knigge

 

Tagtäglich gibt es unzählige Anlässe Menschen zu beobachten und zu lernen, im Privatleben, im Büro, … Machen Sie die Beobachtung Ihrer Mitmenschen zur täglichen Routine. Analysieren Sie das Verhalten unterschiedlichster Menschen. Bleiben Sie interessiert!

Coaching für Entscheidungen

 

Andauernd gilt es Entscheidungen zu treffen – große und kleine. Manche sind einfach, manche sind schwierig. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ohne groß darüber nachdenken zu müssen oder vollkommen unbewusst, also automatisch. Doch hin und wieder kommt der Punkt, an dem wir einer Entscheidung begegnen, bei der wir innehalten, nicht mehr weiter wissen, nicht mehr klar sehen. Oft sind dies Entscheidungen von hoher Tragweite, die außerdem auch noch die Eigenschaft besitzen wichtige Lebensaspekte infrage zu stellen, die bis dahin als gegeben oder nicht veränderbar angesehen wurden. So etwas kann durchaus Druck erzeugen und sogar zur Erstarrung führen, so dass kreative und konstruktive Wege unberücksichtigt bleiben.

Wer klar sieht, kann besser entscheiden und zielgerichtet handeln. Damit das gelingt, gilt es dafür zu sorgen die Optionen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, Prioritäten zu klären. Entscheidungscoaching hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu überblicken und den geeigneten Fokus zu finden. Die besten Entscheidungs- und Kreativtechniken und Methoden zur Entscheidungsfindung lassen sich in einem guten mentalen Zustand am wirkungsvollsten einsetzen.

Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, sich von mir unterstützen zu lassen, setze ich auf Transparenz. Sie finden auf diesen Seiten unter anderem die Informationen zu mir (Karsten Noack) und den Honoraren.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

Sie wünschen sich professionelle Unterstützung? Lassen Sie uns dazu ins direkte Gespräch kommen. Bei Interesse, für organisatorische Fragen und Terminvereinbarungen erreichen Sie mich persönlich am besten über das nachfolgende Formular oder per E-Mail (mail@karstennoack.de). Telefonisch bin ich am ehesten montags bis donnerstags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu sprechen: Telefon 030 / 864 213 68, Mobil 01577 / 704 53 56. Meist bin ich im Einsatz, hinterlassen Sie dann bitte eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer in Deutschland. Denken Sie unbedingt daran sehr konkret den Anlas Ihres Anrufs zu nennen. Ich rufe Sie dann so schnell wie möglich zurück. Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier.

Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen finden Sie deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das für Sie passt, freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

 

 

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Wie gut können Sie andere Menschen einschätzen und wie? Auf welche Weise trainieren Sie Ihre Menschenkenntnis?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2018
Überarbeitung: 19. August 2021
Englische Version:
AN: #47133
K: CNB
Ü:

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