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Diese von Tony Buzan verbreitete Kreativitätstechnik wird heute in vielen Bereichen zur Aufzeichnung assoziativer Strukturen bei der Ideenfindung eingesetzt. Da Denkprozesse keine linearen Vorgänge sind, entspricht Mind Mapping in besonderem Maße dem menschlichen Denken. Soweit, so gut! Und was bedeutet das in der Praxis?
Ein Wunder ist leichter zu wiederholen, als zu erklären.
Friedrich Hebbel
Diese von Tony Buzan verbreitete Kreativitätstechnik wird heute in vielen Bereichen zur Aufzeichnung assoziativer Strukturen bei der Ideenfindung eingesetzt. Da Denkprozesse keine linearen Vorgänge sind, entspricht Mind Mapping in besonderem Maße dem menschlichen Denken. Soweit, so gut! Und was bedeutet das in der Praxis?
Als Arbeitstechnik kann sie unter Aktivierung der Leistungen beider Hemisphären des Gehirns die assoziativen Strukturen des Denkens greifbar und auch die individuellen Verknüpfungen sichtbar machen.
Die Einsatzbereiche sind dabei sehr vielfältig und reichen von ganz unterschiedlichen Planungsaufgaben (z. B. Wochenplanarbeit, Vorbereitung einer Moderation, Rede oder Präsentation) bis hin zur Strukturierung etwa einer Diplomarbeit.
In die Mitte eines großen, ins Querformat genommenen Blattes wird der Begriff oder das Problem geschrieben, um das es geht oder ein Symbol dafür verwendet. Von diesem Kern aus gehen Zweige ab, an denen jeweils ein Begriff für ein Unterthema steht. An den einzelnen Verzweigungen ist möglichst jeweils nur ein einzelner Begriff oder eine einzelne Darstellung zu finden. Wenn etwas nicht oder nur schwer auf ein Wort zu reduzieren ist, dürfen auch kurze Formulierungen, Bilder oder Symbole verwendet werden. Von den Hauptarmen können dann immer weitere Nebenarme abgehen wie Äste eines sich in alle Richtungen verzweigenden Baumes.
Durch den Einsatz von Farben kann die Übersichtlichkeit noch zusätzlich gesteigert werden. So ist auch leichter zu erkennen, welche Gedanken bereits weit entwickelt sind, welche noch ausgeführt werden sollten und wo Zusammenhänge bestehen.
Auf den bestehenden Linien notieren Sie dann Details oder weitere Ideen, die mit dem Gedanken des Hauptastes in Verbindung stehen. Folgen Sie dabei einfach Ihren Impulsen, um das Mind Map wachsen zu lassen. Malen Sie ruhig im Mind Map herum, umranden und verzieren Sie Elemente, um sich weiter damit zu beschäftigen. Ein Mind Map lebt und kann jederzeit erweitert werden. Sammeln Sie aber in jedem Fall zuerst alle Gedanken, und bewerten Sie diese erst in der folgenden Phase.
Mitunter kann es sinnvoll sein, ein Mind Map erneut zu zeichnen, um bei der Neugestaltung weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Das Ergebnis ist jedes Mal ein vollkommen einzigartiges Mind Map.
Eher rationale Zeitgenossen akzeptieren im Erstkontakt die Technik des Mind Mappings weniger, als andere systematischer anmutende Methoden.
Der erste Eindruck täuscht allerdings. Dessen Wirksamkeit zeigt sich sehr schnell im Einsatz. Tatsächlich ist die Verwendung von Mind Mapping nur etwas gewöhnungsbedürftig. Der Grund dafür ist, dass die lineare Sicht der Dinge und das damit verbundene Vorgehen als Paradigma weit verbreitet ist. Wir sind letztlich durch die Schule und andere Einrichtungen darauf konditioniert, linear und in listenförmigen Strukturen zu arbeiten. Und dass, obwohl das gerade nicht dem Ablauf menschlichen Denkens entspricht. Kreative Prozesse sind selten linear. Deshalb müssen die ursprünglichen Gedanken zuerst in eine lineare Struktur übertragen werden. Leider gehen dabei viele Informationen verloren.
Obwohl ein Mind Map im Grunde sehr strukturiert und geordnet ist, kann es vom ungeübten Betrachter als unübersichtlich, konfus und verwirrend empfunden werden. Menschen sind Gewohnheitstiere.
Struktur pur: Während das Clustering ganz vom Prozess der freien Assoziation lebt, entwickelt das Mind Mapping sinnvoll aufeinander aufbauende Assoziationsäste, die sich strukturiert immer detaillierter weiter verzweigen. So lässt sich immer tiefer in ein Thema eintauchen, ohne dabei Gefahr zu laufen, den Überblick zu verlieren.
Um sich mit einem solchen assoziativen Verfahren überhaupt vertraut zu machen ist es für den Anfang empfehlenswert, erst einmal mit dem einfacheren Clustering persönliche Erfahrungen zu sammeln.
Ein gemeinsam in der Gruppe erstelltes Mind Map ist konsensfähiger als ein klassisches Protokoll, da Bedeutung und Struktur von allen Gruppenmitgliedern mit entwickelt und visualisiert wurden.
Die Mind Map-Technik eignet sich auch zur Bearbeitung von komplexeren Themen.
Manche Menschen ziehen es vor ihre Mind Maps am Computer zu erstellen. Hierzu wird auch entsprechende Software angeboten, die zahlreiche weitere sinnvolle und auch weniger sinnvolle Möglichkeiten mit sich bringt.
Erstaunlich: Zu den sinnvollen Funktionen gehören auch manche einfache Clip Art-Sammlungen, mit denen das Mind Map visuell angereichert werden kann. Das kann die Fantasie anregen.
Die Verwendung von Software-Werkzeugen hat den Vorteil, dass Änderungen leichter umzusetzen sind. Einige Software-Lösungen übernehmen die Verteilung auf der Arbeitsfläche so gekonnt, das manuelle Eingriffe nur noch selten erforderlich sind. Ganze Äste und Zweige lassen sich verschieben und neu arrangieren. Das spart eine Menge Zeit und fördert die Strukturierung. Das Ergebnis kann so aufbereitet auch für andere Menschen besser lesbar sein. Wobei ich selbst den Charme individueller Skizzen sehr reizvoll finde.
Und ein elektronisches Mind Map ermöglicht die Zusammenarbeit. Es kann beispielsweise auch per E-Mail an verschiedene räumlich getrennte Adressaten versandt werden, die jeweils ihre Ideen eintragen und das Mind-Map dann weiterreichen. Es gibt auch Online-Varianten.
Allerdings ist der kreative Fluss hier ein anderer und der haptische Aspekt des Papiers und der farbigen Stifte fehlt manchen Menschen.
Um die unterschiedlichen Qualitäten kennenzulernen ist es am besten beide Möglichkeiten auszuprobieren und sich so eine eigene Meinung zu bilden.
Ich bevorzuge Mind Maps auf Papier zu skizzieren, wenn sie für den rein persönlichen Gebrauch sind. Da fließen die Ideen am besten.
Ob allein oder gemeinsam mit anderen Menschen; denken Sie auch bei der Erstellung von Mind Maps an die Grundregeln für Kreativität. Als Orientierung dienen die grundsätzlichen Regeln für das Brainstorming.
Nutzen Sie die Freiheit, die Mind Maps Ihnen und der kreativen rechten Gehirnhälfte bieten. Nachdem Sie den zentralen Begriff in die Mitte geschrieben haben, verteilen Sie die Begriffe, die Ihnen in den Sinn kommen, auf die Äste und Zweige. Lassen Sie Ihren Eingebungen freien Lauf. Schreiben Sie Ihre Assoziation auf, bis Ihnen nichts mehr einfällt. Lassen Sie den Stift auf dem Papier wandern. Und dann, während Ihnen einmal nichts einfällt, malen Sie auf dem Blatt herum, das stimuliert weitere Ideen.
Zensur bremst nur den Gedankenfluss. Also notieren Sie alle noch so eigenartig wirkenden Gedanken. Gerade die entpuppen sich später oft als interessante Idee oder wirksame Inspiration für eine weitere zündende Idee. Die Wege der Kreativität sind nun mal oft unkonventionell. Jede Idee ist also willkommen!
Ich wünschte, ich hätte Mind Maps schon im Studium gekannt. Sie hätten mir viel Arbeit und dem Wald einige Abholzungen erspart. Schon wenige Worte erreichen, was sonst viele Sätze erfordert. Sie helfen dabei selbst unstrukturierte Informationen in eine Form zu bringen, die Struktur liefert. Noch nach Ewigkeiten frischt ein Blick auf ein selbst erstelltes Mind Map die Erinnerungen wieder auf. Somit eignen sich Mind Maps hervorragend für Notizen während Besprechungen, Seminaren, im Studium und bei Vorträgen.
Beispiel
Das Erstellen eines Mind Maps fördert die tiefere Beschäftigung mit einem Thema und somit das Verständnis. Wissen lässt sich mit Mind Maps strukturieren und so besser greifen. Gerade die hierarchische Struktur von Mind Maps kommt dem sehr entgegen. Die Kombination motorischer und visueller Bereiche hilft dabei Zusammenhänge zu erkennen und sich einzuprägen.
Überblick statt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen. Es lassen sich mittels Mind Map die Einflussfaktoren erkennen und Zusammenhänge aufdecken. So können auch unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden. Blinde Flecken lassen sich leichter erkennen, beleuchten und somit besser Entscheidungen treffen.
Mind Maps helfen dabei die wesentlichen Informationen zu sammeln und zu ordnen. Mind Maps können hier auch bei gemeinsamen Projekten, im Team erarbeitet werden. Auf die Zweige können Sie beispielsweise die Verantwortlichkeiten und das Datum für die Fertigstellung legen. Das möglichst große Mind Map kann dann, an zentraler Stelle beispielsweise an einer Wand, allen Beteiligten helfen, den Überblick zu behalten und gegebenenfalls auch an Ergänzungen beizutragen. Das fördert Kreativität, Informationsaustausch und Teamgeist. es dann doch einmal ein Redemanuskript sein soll, nehmen Sie bei Ihren Vorträgen doch statt Ihrer Notizen lieber das Mind Map als Gedächtnisstütze. Es liefert Ihnen alles was Sie benötigen. Ihre Vorträge werden so lebendiger und natürlicher. Das Mind Map für die Redevorbereitung haben Sie doch schon. So sparen Sie auch noch Zeit.
Mind Maps machen auch die Redevorbereitung deutlich leichter. Sie helfen dabei schnellstens einen Überblick über ein Thema zu gewinnen und mögliche Elemente der Rede zu erkennen.
Wenn es dann doch einmal ein Redemanuskript sein soll, nehmen Sie bei Ihren Vorträgen doch statt Ihrer Notizen lieber das Mind Map als Gedächtnisstütze. Es liefert Ihnen alles was Sie benötigen. Ihre Vorträge werden so lebendiger und natürlicher. Das Mind Map für die Redevorbereitung haben Sie doch schon. So sparen Sie auch noch Zeit.
Gerade bei sehr komplexen Themen beispielsweise für ein Fachbuch eignet sich ein Mind Map hervorragend, infrage kommenden Inhalt zu sammeln.
Texte lassen sich mit Mind Maps sehr gut strukturieren. Damit ein Test gut lesbar ist, braucht er eine übersichtliche Gliederung. Und die liefert ein Mind Map. Nachdem Sie die Oberbegriffe auf die Hauptäste gelegt haben, verteilen Sie die Elemente, die Sie erwähnen wollen, auf Nebenäste und Zweige. Mit dem Mind Map entsteht automatisch auch die Struktur.
Sie können mit Mind Maps auch Ihre Besprechungen planen. Legen Sie dazu die Tagesordnungspunkte auf die Hauptäste und auf die Nebenäste mögliche Fragen, Fakten etc. Für die wiederkehrenden Elemente können Sie sich ein Muster erstellen, das Sie immer wieder verwenden können. Während der Besprechung fügen Sie dort auch die Vereinbarungen und Antworten an. Es empfiehlt sich ein großes Blatt zu verwenden, um genügend Platz für Erweiterungen zu haben.
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Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #85490
K:CNB
Ü:X
Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps für die Kreativitätstechnik Open Space. Sie liefert Freiraum für einen offenen und kreativen Austausch in Gruppen.
Als der Begründer dieser Methode, Harrison Owen, auf einer großen, von ihm durchgeführten Kongressveranstaltung als wesentliche Rückmeldung von den Teilnehmern erhalten haben soll, dass vor allem die in den Kaffeepausen geführten Gespräche hilfreich waren, ärgerte ihn das zunächst sehr, da er für diese Veranstaltung ziemlichen Aufwand betrieben hatte. Was hatte er als Organisator denn für Einfluss auf die Gespräche in den Kaffeepausen? Nachdem er sich aber näher mit der Bedeutung dieser eher zufälligen Treffen während der Kaffeepausen befasst hatte, kam er auf die Idee, die offene und ungezwungene Atmosphäre guter Pausengespräche als zentralen Kern von Workshops systematisch nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund der häufigen Erfahrung, dass starre Abläufe und das Abarbeiten fest fixierter Tagesordnungen kreative Gruppenprozesse eher behindern als ihnen förderlich sind, entstand so das Open-Space-Konzept, das einen offenen Rahmen bietet, in dem Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen zusammenkommen und sich gegenseitig inspirieren.
Open Space ist für Gruppen ab 20 bis hin zu 1000 Personen durchführbar, vermutlich sogar darüber. Je nach Komplexität und Tragweite von Fragestellung und Zielsetzung kann diese Kreativitätstechnik einen oder auch mehrere Tage dauern. Mit der Leitung der Gesamtveranstaltung werden professionelle Moderatoren und Unterstützer betraut, während die einzelnen Workshops eigenverantwortlich von den Teilnehmern organisiert und durchgeführt werden.
Eine Open-Space-Veranstaltung bedarf sehr gründlicher Vorbereitung. Um auf die Bearbeitung einer Vielzahl möglicher Themen eingerichtet zu sein, sind entsprechende Raumreserven vorzuhalten oder innerhalb großer Räume separate Bereiche zu schaffen. Wenn möglich sollten dort auch Pinnwände, Flipcharts, Moderationskarten sowie Stifte und Papier als Arbeitsmittel zur Verfügung stehen. Für die Auswertung der Workshop-Ergebnisse sind Computer, für die Vervielfältigung des im Workshop anzufertigen Protokolls ein Kopierer in der Nähe von Vorteil.
Open Space funktioniert nach dem Prinzip der Selbstorganisation. Teilnehmer, die sich selbst organisieren, sind in der Regel motivierter als Teilnehmer, denen alles abgenommen wird. Diese Freiheit der Teilnehmer schließt auch ein, dass sie eine Interaktion oder einen Workshop verlassen und zu einem anderen ihrer Wahl wechseln dürfen, wenn sie meinen, zu einem Thema nichts mehr beitragen zu können (Gesetz der zwei Füße). Davon ausgenommen sind lediglich die Initiierenden eines Workshops, weil sie die Ergebnisse in einem Protokoll zusammenfassen müssen.
Nach Owen können sich Teilnehmer entweder wie Hummeln oder wie Schmetterlinge verhalten. Hummeln sind aktiv und konzentriert. Sie befassen sich intensiv mit einem Thema und beteiligen sich so lange daran, wie sie meinen, etwas beitragen zu wollen. Dann machen sie sich auf den Weg zu einem neuen, lohnenswerten Thema. Schmetterlinge dagegen wechseln von Thema zu Thema. Sie sind häufiger auf dem Marktplatz zu finden, trinken dort Kaffee, führen Gespräche, haben spontane Ideen und gehen mal hier- und mal dorthin.
Die so entstehende Ausgewogenheit zwischen Spezialisten und Generalisten, zwischen Detail und Überblick ist der Garant dafür, dass sich die einzelnen Workshops nicht voneinander abschotten, sondern für möglichst vielfältige Einflüsse offen bleiben und Ideen von einer Gruppe in die andere getragen werden. Sowohl Hummeln als auch Schmetterlinge sind also für das Gelingen eines Open Space von Bedeutung. Sie sorgen für kreative Impulse!
Die folgenden für die Teilnehmer einzigen verbindlichen Grundsätze des Open Space unterstreichen dieses Konzept:
Diese Grundsätze sowie die mit dem Gesetz der zwei Füße verbundenen Implikationen werden während der gesamten Tagung an exponierter Stelle platziert, damit alle Teilnehmer diese Regeln verinnerlichen können.
Zuallererst findet ein Treffen im Plenum statt, eine Zusammenkunft auf dem sogenannten Marktplatz. Dort erläutert der Moderator vorzugsweise in einem von den Teilnehmern gebildeten Halbkreis das Thema der Veranstaltung sowie das Verfahren und die vier Leitlinien des Open Space. Der Moderator sollte die Einführung in diese Kreativitätsmethode jedoch möglichst kurz halten, denn Open Space erklärt sich am besten im Tun und will gelebt werden.
Der Marktplatz ist nicht nur im übertragenen Sinne die zum Open Space inspirierende „Kaffeeecke“, in der die ebenfalls so wichtigen allgemeinen Gespräche stattfinden. Hier stehen tatsächlich die ganze Zeit hindurch warme und kalte Getränke, Snacks und zum Mittag auch ein Buffet bereit, um die kreativen Prozesse zu fördern.
Im Gegensatz zu einer traditionellen Konferenz gibt es beim Open Space kein im Voraus geplantes Veranstaltungsprogramm, also keinen festgelegten Ablauf, um die gewünschte Offenheit der Veranstaltung zu wahren. Zudem wird als Oberthema eine vergleichsweise offene Fragestellung, ein Leitthema, gewählt, um entsprechenden Freiraum zu bieten. Es können aber trotzdem durchaus recht komplexe Fragestellungen und auch mit Konfliktpotenzial behaftete Themen angegangen werden.
Jeder Teilnehmer hat am Anfang die Möglichkeit, einen eigenen Workshop zu einem selbst gewählten Thema anzubieten. Dieses stellt er dann der Runde auf dem Marktplatz vor und versucht, Teilnehmer dafür zu gewinnen, indem er begründet, weshalb es lohnenswert ist, sich gerade diesem Thema zu widmen.
Sind alle Themen vorgestellt, wird das gesamte Workshopangebot an einer Pinnwand oder Ähnlichem ausgehangen. Für eine bessere Übersicht ist die Aushangsfläche mit einem Raster für die Zeiten und verfügbaren Räume versehen. Außerdem wird der Name oder die Nummer des Workshops angegeben, das Thema bzw. Anliegen sowie der Anbieter. Interessierte können sich nun nach eigenen Vorlieben zur Teilnahme an den gewünschten Workshops eintragen. Zu jedem Workshop wird zudem ein Arbeitsblatt verteilt, das Raum bietet für Notizen, Skizzen, Mind Mapping und was auch immer den Teilnehmern sonst noch einfallen mag.
Auch wenn diese Phase mitunter recht chaotisch wirken kann, ist sie doch unabdingbar für die Motivation des gesamten Prozesses. Der Moderator hat hier entsprechend die Aufgabe, einen sicheren Rahmen zu gewährleisten.
Nach dieser konstituierenden Phase, die etwa 60 Minuten dauert, beginnen schließlich die Workshops. An einem Tag können die parallel stattfindenden Workshops in vier bis maximal acht Staffeln starten. Jeder Workshop dauert zwischen 90 und 120 Minuten und wird erst dann beendet, wenn es nichts mehr zum Thema zu sagen gibt. Zeitpläne sind dabei jedoch nicht sklavisch einzuhalten. Sollten sich einmal bei einem der Workshopanbieter keine Teilnehmer einfinden, dann kann dieser seine eigenen Gedanken zu dem Thema, das ihn beschäftigt, auf dem Workshopblatt festhalten.
Die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe werden jeweils nach Beendigung des Workshops an einer Nachrichtenwand auf dem Marktplatz veröffentlicht. Für die Mittagspause sind 90 bis 120 Minuten einzuplanen, da hier das Plenum nochmals unstrukturiert zusammenkommt und sich austauschen kann. Manchmal gibt es auch eine Meckerrunde, in der angesammelter Frust abgeladen werden kann. Dies kann insofern hilfreich sein, als dass dadurch vorhandene, vielleicht in der Vergangenheit aufgebaute Distanz zu Themen oder Vertretern bestimmter Meinungen vermindert wird. Nach einer solchen reinigend wirkenden Runde ist die Arbeitsfähigkeit und Beteiligungsbereitschaft oft viel höher als vorher. Insofern baut ein gut durchgeführtes Open Space auch offene und verborgene Hindernisse ab.
An den Abenden bzw. am Tagesabschluss wird auf dem Marktplatz nochmals der bisherige Prozess betrachtet, es werden Ergebnisse umrissen, ausgewertet und Schlussfolgerungen gezogen. Überdies erhalten die Teilnehmer am Ende der Tagung eine Dokumentation aller Protokolle der Workshops.
So einfach der Ablauf des Open Space hier auch zunächst scheinen mag, gerade bei der ersten Durchführung lohnt es sich dennoch, einen erfahrenen Moderator hierfür zu gewinnen. Denn mitunter kann ein erster Open Space für den Veranstalter eine wirkliche Herausforderung sein, weil diese Herangehensweise seine Einstellung zum Generalthema und sein Vertrauen gegenüber den Teilnehmern auf die Probe stellt oder Bedenken entstehen, dass Diskussionen zu kontrovers geführt werden oder die Veranstaltung gar aus dem Ruder läuft. In jedem Fall ist zu beachten, dass jedwede Form von Druck und Zwang vermieden werden muss, um so das Potenzial des Open Space auch wirklich voll ausschöpfen zu können.
Beim anonymen Brainstorming entwickelt jeder Teilnehmer zunächst für sich seine eigenen Ideen zur Problemlösung so das sich die Teilnehmer in ihrer Lösungsfindung nicht gegenseitig beeinflussen oder gar blockieren.Es folgen Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anonymen Brainstorming als professionelle Kreativitätstechnik.
Mit dem Clustering als Kreativitätstechnik und Werkzeug, sortieren Sie Ihre Gedanken, behalten den Überblick und entwickeln Ideen.
Das Brainstorming gilt als Klassiker der Kreativitätstechniken. Von dieser durch Alex Osborn entwickelten Methode existieren heute viele Varianten. Der Begriff Brainstorming wird oft sogar als Synonym für kreative Prozesse an sich verwendet.
Was bringt Gehirndoping wirklich? Erfahre, was Neuroenhancement bedeutet, welche Risiken Medikamente bergen und was geistige Leistungsfähigkeit tatsächlich unterstützt.
Wie Sie innerhalb kürzester Zeit unzählige Ideen mit der Kreativitätstechnik 6-3-5-Methode erzeugen. Anleitung, Tipps und Tricks für gute Ideen.
Diese von Tony Buzan verbreitete Kreativitätstechnik wird heute in vielen Bereichen zur Aufzeichnung assoziativer Strukturen bei der Ideenfindung eingesetzt. Da Denkprozesse keine linearen Vorgänge sind, entspricht Mind Mapping in besonderem Maße dem menschlichen Denken. Soweit, so gut! Und was bedeutet das in der Praxis?
Als der Begründer dieser Methode, Harrison Owen, auf einer großen, von ihm durchgeführten Kongressveranstaltung als wesentliche Rückmeldung von den Teilnehmern erhalten haben soll, dass vor allem die in den Kaffeepausen geführten Gespräche hilfreich waren, ärgerte ihn das zunächst sehr, da er für diese Veranstaltung ziemlichen Aufwand betrieben hatte. Was hatte er als Organisator denn für Einfluss auf die Gespräche in den Kaffeepausen? Nachdem er sich aber näher mit der Bedeutung dieser eher zufälligen Treffen während der Kaffeepausen befasst hatte, kam er auf die Idee, die offene und ungezwungene Atmosphäre guter Pausengespräche als zentralen Kern von Workshops systematisch nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund der häufigen Erfahrung, dass starre Abläufe und das Abarbeiten fest fixierter Tagesordnungen kreative Gruppenprozesse eher behindern als ihnen förderlich sind, entstand so das Open-Space-Konzept, das einen offenen Rahmen bietet, in dem Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen zusammenkommen und sich gegenseitig inspirieren.
Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen. Anregungen und Tipps zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt.
Die immer schneller anwachsenden Informationsfülle und der zunehmenden Komplexität zu beurteilender Chancen und Risiken erfordert einen anderen Umgang mit Wissen. Wissensmanagement könnte die Lösung sein.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2002
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen. Anregungen und Tipps zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt.
Die Zukunftswerkstatt ist eine von Zukunftsforscher Robert Jungk und als Drei-Phasen-Modell von Rüdiger Lutz entwickelte Methode, um die Fantasie anzuregen, damit ganzheitliche neue Ideen und Ansätze vor allem für komplexe Aufgabenstellungen zu finden. Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen.
Eine Zukunftswerkstatt kann gut an einem Tag, besser aber noch an zwei Tagen, wie beispielsweise an einem Wochenende, abgehalten werden. Je emotionaler und betroffener die Teilnehmer sind, desto mehr Zeit ist empfehlenswert. Je nach Thema und Aufgabe kann eine Dauer von bis zu einer Woche genutzt werden. Oft ideal sind 3 Tage, weil so die Phasen der Zukunftswerkstatt für Struktur sorgen. Die Aufteilung in zeitliche Blöcke mit größeren Unterbrechungen ist nicht förderlich.
Da diese Kreativitätstechnik sehr handlungsorientiert ausgerichtet ist, sollte die Teilnehmerzahl mit Bedacht gewählt werden: je größer die Gruppe, desto höher die Ansprüche an Teilnehmer und Moderatoren.
Damit Zukunftswerkstätten nicht zu reinen Sandkastenübungen verkommen, sondern dabei beschlossene Maßnahmen auch wirklich in die Tat umgesetzt werden, sollten die Beteiligten auch nach der Veranstaltung miteinander in Kontakt bleiben. Durch die Vergabe von Ideenpatenschaften kann die Verantwortlichkeit für bestimmte Maßnahmen auf ausgewählte Schlüsselpersonen übertragen werden.
Zukunftswerkstätten sollten keine einmaligen Veranstaltungen bleiben, sondern in bestimmten Abständen mit gleichem Teilnehmerkreis wiederholt werden, damit der kreative Prozess im Fluss bleibt und aktuellen Entwicklungen kontinuierlich Rechnung getragen werden kann. Auch deswegen haben die Nachbereitung und Dokumentation große Bedeutung.
Ein möglichst erfahrener, neutraler Moderator führt durch die Phasen. Er sorgt für das entsprechende Arbeitsklima.
Der Prozess gliedert sich in drei Hauptphasen:
In der Beschwerdephase haben die Teilnehmer Gelegenheit, ohne Zwang alle kritischen Gedanken zum gewählten Thema zu äußern. Diese Beiträge können beispielsweise mittels Kartentechnik gesammelt und dann im Plenum erläutert werden. Dabei wird auch die Basis für gegenseitiges Vertrauen geschaffen.
In der Fantasie- und Utopiephase wird dann die Kreativität der Teilnehmer aktiviert, um wünschenswerte Lösungen für die Aufgabe bzw. das Problem zu finden, indem beispielsweise Satzanfänge wie „Es wäre schön, wenn …“ vervollständigt werden. Hierbei können auch weitere Kreativitätstechniken eingesetzt werden. Anschließend werden die Ergebnisse dann strukturiert und präsentiert.
In der Verwirklichungs- und Praxisphase werden die Gedanken und Ergebnisse aus den ersten beiden Hauptphasen betrachtet, um zu klären, was davon realisierbar ist. Sind die Maßnahmen konsensfähig und werden beschlossen, folgt ein weiterer Durchlauf, um so einen Kreislauf zu fördern, in dem Zielbild und Ist-Situation miteinander abgeglichen werden.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43318
K:
Ü:
Informationsfülle und zunehmenden Komplexität erfordern einen anderen Umgang mit Wissen. Wissensmanagement könnte die Lösung sein.
Die immer schneller anwachsende Informationsfülle und die zunehmende Komplexität zu beurteilender Chancen und Risiken erfordern einen konstruktiveren Umgang mit Wissen.
Die Erzeugung von kreativen Ergebnissen steht im Fokus. Kreativität und Innovation sind ein wesentlicher Vorteil im Wettbewerb. Es ist jedoch auch erforderlich bei der Vielfalt der gemachten Erfahrungen systematisch diesen Schatz zu würdigen.
Zunehmend wichtiger wird deswegen die Sicherung und Nutzbarmachung von Wissen und Informationen. Nur, wie?
Das kreative Potenzial einer Organisation wächst, je mehr Handlungswissen ihr zur Verfügung steht.
Werden bereits vorhandene Ergebnisse und neue Erkenntnisse nicht gesichert und aufbereitet, so gehen sie schnell wieder vergessen. Einzelne Mitarbeiter müssen so unabdingbares Handlungswissen immer wieder neu erwerben, weil es nicht ständig aktualisiert und verfügbar gehalten wird. Solche Unterlassung kostet unnötige Ressourcen und kann die Beteiligten mit der Zeit frustrieren. Wer will schon andauernd das Rad neu erfinden, wo es genügend andere Herausforderungen zu meistern gilt.
Oft genug sind wertvolle und einzigartige Erfahrungen an einzelne Mitarbeiter gebunden. Nach deren Ausscheiden sind sie nicht mehr reproduzierbar, und sie gehen ein für alle Mal verloren. Gerade bei umfangreichen Reorganisationen von Unternehmen verschwindet so ständig wertvolles Wissen. Oft wird dessen Bedeutung nicht früh genug erkannt, sondern, wenn überhaupt, erst dann, wenn es zu spät ist.
Wissensmanagement sieht grundsätzlich das gesamte Wissen eines Unternehmens als Ressource, die einen Wert hat. Dieses Wissen gilt es systematisch zu sichern, auszuwerten und nutzbar zu machen. Dabei wird davon ausgegangen, dass in der Regel sehr viel mehr wertvolles Wissen vorhanden ist als praktisch genutzt wird.
Negative Praxiserfahrungen haben leider dazu geführt, dass der wohlgemeinte Anspruch von Wissensmanagement seit seiner anfangs gefeierten Einführung vielfach zum bloßen Lippenbekenntnis verkommen ist. Um wirksam zu sein, darf sich auch Wissensmanagement nicht in abgehobenen Institutionen erschöpfen, sondern muss auf akzeptierten Strukturen beruhen und von allen Mitarbeitern aktiv gelebt werden.
Die technischen und organisatorischen Aspekte im Zusammenhang mit Wissensmanagement werden oft genug überbewertet, während eine wirkliche Veränderung der Unternehmenskultur zu einer Kultur des lernenden Unternehmens nicht stattfindet.
Für eine wirkliche Wissenskultur in Unternehmen muss eine Vielzahl von Kriterien erfüllt sein: von der Bereitschaft des Unternehmens, die damit verbundenen Veränderungen auch zuzulassen, bis hin zu der Bereitschaft des Einzelnen, sein Wissen mit anderen Menschen zu teilen.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass ein Klima gegenseitigen Misstrauens, der Besitzstandswahrung und des Klammerns an Herrschaftswissen in der Praxis nicht so leicht aufzulösen ist. Bei der Umsetzung von Wissensmanagement ist bei allem Optimismus mit entsprechenden Widerständen zu rechnen. Entsprechendes Fingerspitzengefühl ist erforderlich, mit ungeschickten Schritten oder gar Druck wird es nichts.
Letztlich muss allen Beteiligten klar werden, dass organisatorisches Wissen mit beträchtlichem Aufwand erworben wurde, Wettbewerbsvorteile und Einfluss ermöglicht, Arbeitsplätze sichert und so eine wesentliche Grundlage des gesamten Unternehmenswertes bildet.
Erst vor dem Hintergrund dieser Einsicht und in einem Klima gegenseitigen Vertrauens kann Wissensmanagement effektiv umgesetzt und gelebt werden. Es erfordert ein Umfeld, in dem die gegenseitige Nutzung von Wissen gefördert und Technik als Möglichkeit der wirkungsvollen Nutzung dieses Wissens eingesetzt wird. In einem solcher solchen Kultur wird auch die Kreativität gefördert und im Sinne des Ganzen genutzt.
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Sechs Perspektiven für kreative Ideen, Problemlösungen, … Tipps, Anleitung für die Methode der 6 Denkhüte (Six Thinking Hats) von Edward de Bono.
Ich bin ein guter Schwamm, denn ich sauge Ideen auf und mache sie dann nutzbar.
Die meisten meiner Ideen gehörten ursprünglich anderen Leuten, die sich nicht die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.
Thomas A. Edison
Bei dieser von Edward de Bono entwickelten Kreativitätstechnik wird ein Problem von verschiedenen Seiten angegangen, indem zusätzliche Perspektiven gewonnen werden. Sechs Hüte symbolisieren dabei je eine Perspektive der Problembewältigung und bieten je eine andere Sichtweise. Dadurch lernen wir verschiedene Standpunkte kennen.
Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.
Rainer Maria Rilke
In Gruppen werden die Rollen beziehungsweise Hüte aufgeteilt. Um leichter in die jeweilige Rolle zu gelangen, können tatsächlich Hüte oder andere Hilfsmittel wie Platzmarkierungen verwendet werden. Einzelpersonen können die Hüte der Reihe nach aufsetzen und sich so auf die jeweilige Perspektive einstimmen.
Der Moderator erklärt die Problem- beziehungsweise Aufgabenstellung. Dabei nimmt er einen neutralen Standpunkt ein und teilt alle ihm bekannten Informationen und Fakten so verständlich wie möglich. Bei komplexen Themen hilft eine Visualisierung, beispielsweise auf einem Whiteboard oder Flipchart.
Die Methode und das Vorgehen wird vom Moderator beschrieben, um die Teilnehmer in die Methode der Sechs Denkhüte einzuführen. Falls erforderlich, helfen Beispiele.
Sicherheitshalber sollte überprüft werden, ob alle Teilnehmer die Ausgangslage kennen und die Methode verstanden haben.
Ideen werden unkommentiert und ohne Bewertung gesammelt. Erst im letzten Schritt nach der Ideensammlung wird bewertet.
Jede Meinung und Idee ist wichtig und richtig, keiner wird durch Andere unterbrochen.
Alle Teilnehmer setzen jeweils zur gleichen Zeit den gleichen Hut auf, damit alle Beitragenden aus der gleichen Perspektive schauen und denken.
Es werden jeweils nur die Aspekte genannt, die zum aktuell vorgegebenen Denkhut und dessen Perspektive passen.
Jeder Perspektive werden die gleiche Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet. Durchschnittlich nehmen die Gruppe jeden Blickwinkel für 5 bis 10 Minuten ein.
Bei der Gruppengröße sollte darauf geachtet werden, dass alle Teilnehmer die Gelegenheit erhalten, sich einzubringen und dass die Diskussion dadurch zu langwierig wird. Diskussionen benötigen meist mindestens sechs Personen. Bis zu 30 Beitragende können in einer Gruppe moderiert werden, wenn der Moderator erfahren ist. Darüber hinaus werden Arbeitsgruppen gebildet.
Die Reihenfolge der Hüte wird festgelegt.
Edward de Bono empfiehlt, dass sich alle Teilnehmer gemeinsam jeweils in der gleichen Perspektive befinden. Andersartige Empfehlungen stammen nicht von ihm, er hält sie sogar für nachteilig.
Die Gruppe sammelt die Argumente für jede Sichtweise immer gemeinsam, sobald der entsprechende Hut an der Reihe ist, wechseln alle. Dadurch, dass sich eine Gruppe darauf einigt, jeweils zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung zu schauen und zu denken, können viel mehr Aspekte eines Themas nach und nach offengelegt werden. Die Teilnehmer werden so zu Beitragenden. Anderenfalls ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Teilnehmer gegenseitig blockieren und sich daran aufreiben, welcher der richtige Weg ist.
Beschäftigung der Teilnehmer mit dem Thema unter Berücksichtigung der aktuell bestimmten Perspektive. Jeder Beitragende bekommt pro Denkrichtung mindestens eine Minute Zeit für seinen Beitrag.
Die Teilnehmer dokumentieren selbst ihre Gedanken oder jemand führt ein Protokoll. Dafür kann sehr gut ein Mindmap verwendet werden. Die Aufzeichnungen werden dann nach einer bestimmten Bearbeitungszeit vom Moderator eingesammelt.
Wechsel der Perspektive für alle Teilnehmer entsprechend der vorher festgelegten Reihenfolge.
Der Moderator bleibt stets in einer neutralen Rolle, von der aus der gesamte Prozess überwacht und gesteuert wird.
Mehrfache Wiederholung der Schritte 6 und 7 solange neue Ideen und Gedanken auftauchen, mindestens jedoch so oft, dass alle sechs Perspektiven durchgearbeitet wurden.
Sind alle sechs Perspektiven ausreichend erkundet worden und ausreichend viele Argumente gesammelt, werden die Ergebnisse zusammengetragen. Es folgen Diskussion und Bewertung der entstandenen Ideen, Schlussfolgerungen und Gedanken.
Der weiße Hut steht für analytisches Denken, Objektivität und Neutralität. Wer ihn aufsetzt, sammelt Zahlen, Daten, Fakten, jedoch ohne diese zu bewerten. Es zählen nur die reinen Informationen. Persönliche Meinungen bleiben draußen.
Der rote Hut steht für persönliches Empfinden, für Subjektivität. Hier ist Raum für die persönliche Meinung. Alle Gefühle, die positiven und die negativen, sind zugelassen und dürfen auch diffus ausfallen.
Der schwarze Hut steht für alle sachlich-rationalen Argumente, die Zweifel, Bedenken oder Risiken ausdrücken. Es geht hier allerdings nicht um Gefühle, sondern nur um sachlich begründbare Argumente.
Der gelbe Hut steht für die objektiven, positiven Argumente. Hier werden Chancen und Vorteile aufgezeigt, die für eine Idee sprechen.
Der grüne Hut steht für neue Ideen, Kreativität und Alternativen über das Bestehende hinaus.
Provokationen und Widerspruch sind zugelassen, was zu neuen Ideen führt, egal wie verrückt oder unwahrscheinlich diese erscheinen. Kritische Bemerkungen sind hier nicht erlaubt.
Der blaue Hut steht für Kontrolle, Organisation, den Überblick. Er nimmt sozusagen eine Metaposition ein. Er behält die Übersicht und führt die einzelnen Positionen zusammen.
Die Kreativitätstechnik der 6 Perspektiven eignet sich in folgenden Situationen:
Es handelt sich bei den 6 Denkhüten um eine Methode der Ideenausgestaltung, nicht vorrangig der Ideengenerierung. Als solche ist es eine sehr empfehlenswerte Kreativitätstechnik, die sich auch für Einzelpersonen sehr gut eignet, insbesondere in Kombination mit Mindmaps. Die Fragestellung wird dabei von allen Seiten beleuchtet und durch die systematische Betrachtung lässt sich selbst von festgefahrenen Positionen lösen.
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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
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→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2005
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43346
K:CNC
Ü:
Viele Ideen sind entstanden. Jetzt stellt sich die nächste Frage:
Welche davon wollen wir weiterverfolgen?
Genau dafür eignet sich die Punktabstimmung.
Sie ist einfach.
Sie ist schnell.
Und sie macht Präferenzen in einer Gruppe sichtbar.
Das macht sie besonders nützlich nach:
Wichtig ist jedoch:
Eine Punktabstimmung zeigt, was bevorzugt wird. Sie beweist nicht automatisch, was die beste Entscheidung ist.
Bei einer Punktabstimmung erhalten die Teilnehmenden eine bestimmte Anzahl von Punkten.
Diese Punkte verteilen sie auf verschiedene:
Am Ende wird gezählt.
So entsteht schnell ein Bild davon, welche Möglichkeiten innerhalb der Gruppe besonders viel Unterstützung erhalten.
Im Englischen wird häufig von Dot Voting oder Multivoting gesprochen.
Die Begriffe werden nicht immer einheitlich verwendet.
Praktisch lässt sich unterscheiden:
Jede Person erhält beispielsweise einen Punkt und markiert ihren Favoriten.
Jede Person erhält mehrere Punkte und kann damit mehrere Präferenzen sichtbar machen.
Zum Beispiel:
Jede Person hat fünf Punkte.
Diese können auf fünf verschiedene Ideen verteilt werden.
Oder nach vorher vereinbarter Regel auch gebündelt werden.
Sie eignet sich gut, wenn:
Typisch ist die Situation:
Aus 30 Ideen sollen fünf näher untersucht werden.
Dafür ist die Methode sehr gut geeignet.
Nach einer guten Kreativphase entstehen häufig mehr Ideen, als sinnvoll gleichzeitig weiterbearbeitet werden können.
Dann braucht es einen Übergang von:
Ideenvielfalt
zu:
Prioritäten.
Punktabstimmungen können genau diesen Übergang erleichtern.
Eine einfache Vorgehensweise besteht aus mehreren Schritten.
Alle Ideen beziehungsweise Optionen werden so dargestellt, dass alle Teilnehmenden sie sehen können.
Zum Beispiel auf:
Bevor abgestimmt wird, sollte klar sein:
Was bedeutet jede einzelne Option?
Unklare Formulierungen verzerren das Ergebnis.
Zum Beispiel:
Jede Person erhält fünf Punkte.
Die Teilnehmenden markieren ihre bevorzugten Optionen.
Die Punkte werden zusammengezählt.
Erst jetzt beginnt die wichtigere Frage:
Was bedeutet dieses Ergebnis für unser weiteres Vorgehen?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Zahl.
Die Anzahl sollte dazu passen, wie viele Optionen vorliegen und wie stark reduziert werden soll.
Zum Beispiel:
Das sind Orientierungshilfen.
Entscheidend ist die Funktion:
Die Zahl der Punkte sollte echte Priorisierung erzwingen.
Beides ist möglich.
Die Regel muss nur vor Beginn klar sein.
Dann zeigen Teilnehmende:
Welche Optionen finde ich grundsätzlich stark?
Dann lässt sich zusätzlich Intensität ausdrücken.
Eine Person kann beispielsweise sagen:
„Diese Idee ist mir deutlich wichtiger als die anderen.“
Damit verändert sich allerdings auch die Aussage des Ergebnisses.
Wenn es vor allem um breite Unterstützung geht, ist:
ein Punkt pro Idee
häufig sinnvoll.
Wenn Stärke der Präferenz sichtbar werden soll, kann:
Kumulieren
hilfreich sein.
Beide Varianten beantworten unterschiedliche Fragen.
Eine Punktabstimmung zeigt:
Welche Optionen in dieser Gruppe zu diesem Zeitpunkt die meisten Punkte erhalten haben.
Mehr zunächst nicht.
Sie zeigt nicht automatisch:
Dieser Unterschied ist zentral.
Eine beliebte Idee kann:
sein.
Und trotzdem strategisch weniger relevant als eine anspruchsvollere Alternative.
Deshalb sollte aus:
„Diese Idee hat die meisten Punkte.“
nicht automatisch werden:
„Damit ist entschieden.“
Das ist für viele Gruppen der sinnvollste Einsatz.
Zum Beispiel:
30 Ideen → Punktabstimmung → Top 5 → genauere Bewertung.
So verbindet die Methode:
Schnelligkeit mit anschließender Qualität.
Bei Entscheidungen mit geringer Tragweite kann das Ergebnis durchaus direkt genutzt werden.
Zum Beispiel:
Hier ist eine schnelle Gruppenpräferenz häufig vollkommen ausreichend.
Vorsicht ist angebracht, wenn eine Entscheidung:
Dann braucht es mehr als Punkte.
Dann braucht es:
In Gruppen entsteht schnell der Eindruck:
„Viele Stimmen = richtige Entscheidung.“
Das muss nicht stimmen.
Vielleicht verfügen einige Teilnehmende über relevante Fachinformationen.
Vielleicht trägt eine Person später die Verantwortung.
Vielleicht betrifft die Entscheidung Gruppen, die gar nicht anwesend sind.
Deshalb sollte vorab geklärt werden:
Wer darf mitbewerten?
Und:
Wer entscheidet am Ende?
Diese Unterscheidung verhindert viele Missverständnisse.
Eine Gruppe kann:
ohne selbst die endgültige Entscheidung zu treffen.
Das sollte transparent sein.
Menschen vergeben dann Punkte nach völlig unterschiedlichen Maßstäben.
Eine Person stimmt für:
maximalen Nutzen.
Eine andere für:
leichte Umsetzbarkeit.
Eine dritte für:
geringe Kosten.
Das Ergebnis mischt verschiedene Entscheidungslogiken.
Zum Beispiel:
„Welche Ideen haben aus unserer Sicht das größte Potenzial?“
Oder:
„Welche Maßnahmen können wir innerhalb der nächsten drei Monate umsetzen?“
Das sind zwei verschiedene Fragen.
Und sie können zu vollkommen unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen führen.
Angenommen, fünf Vorschläge beschreiben fast dieselbe Idee.
Dann verteilen sich Stimmen möglicherweise auf diese fünf Varianten.
Eine andere Idee steht nur einmal auf der Liste.
Sie kann dadurch scheinbar stärker wirken.
Deshalb lohnt es sich vor der Abstimmung:
ähnliche Ideen zu clustern.
Frage:
Damit stimmt die Gruppe über echte Alternativen ab.
Weniger über unterschiedliche Formulierungen derselben Idee.
Einprägsame oder bereits bekannte Ideen können leichter Punkte erhalten.
Komplexere Vorschläge brauchen möglicherweise mehr Erklärung.
Deshalb sollte jede Option:
verständlich und vergleichbar dargestellt werden.
Wenn jeder sieht, wo die Geschäftsführung bereits Punkte gesetzt hat, kann das weitere Entscheidungen beeinflussen.
Menschen orientieren sich möglicherweise an:
Dann misst die Abstimmung möglicherweise weniger unabhängige Präferenzen.
Wenn unabhängige Einschätzungen wichtig sind, kann die Stimmabgabe:
erfolgen.
So lässt sich soziale Beeinflussung reduzieren.
Wenn bereits viele Punkte neben einer Idee kleben, wirkt sie schnell wie:
die offensichtliche Siegerin.
Später abstimmende Personen können davon beeinflusst werden.
Auch deshalb kann gleichzeitiges Abstimmen sinnvoll sein.
Eine Idee erhält wenige Punkte.
Damit verschwindet sie möglicherweise sofort.
Vielleicht steckt darin jedoch ein:
Deshalb kann nach der Abstimmung die Frage hilfreich sein:
„Gibt es eine Option mit wenigen Punkten, die wir aus einem wichtigen Grund trotzdem nicht ignorieren sollten?“
Das bedeutet nicht, dass jede Idee weiterverfolgt werden muss.
Es bedeutet:
Punktzahl und Bedeutung sind nicht immer identisch.
Gerade bei Risiko- und Strategiethemen kann eine einzelne fachlich gut begründete Stimme relevant sein.
Idee A erhält 17 Punkte.
Idee B erhält 15.
Das sieht sehr eindeutig aus.
Vielleicht unterscheiden sie sich inhaltlich kaum.
Vielleicht hätte eine leicht andere Fragestellung das Ergebnis verändert.
Die Zahlen wirken präziser, als die zugrunde liegende Bewertung tatsächlich ist.
Wenn mehrere Ideen ähnlich viele Punkte erhalten, muss nicht künstlich ein Sieger bestimmt werden.
Dann kann die nächste Frage lauten:
„Was unterscheidet diese Optionen wirklich?“
Vielleicht braucht es anschließend:
Eine deutlich stärkere Variante entsteht, wenn die Gruppe vorher Kriterien definiert.
Zum Beispiel:
Dann kann gezielter abgestimmt werden.
Zum Beispiel:
„Welche drei Ideen haben das beste Verhältnis aus Wirkung und Umsetzbarkeit?“
Auch das kann sinnvoll sein.
Beispielsweise:
Welche Ideen versprechen den größten Nutzen?
Welche sind am einfachsten umzusetzen?
Welche bergen das geringste Risiko?
Dann entsteht ein differenzierteres Bild.
Wenn eine Entscheidung deutlich komplexer wird, kann die Punktabstimmung an ihre Grenzen kommen.
Dann kann eine strukturiertere Bewertung sinnvoll sein.
Zum Beispiel:
Die Punktabstimmung kann trotzdem vorher hilfreich sein, um aus vielen Optionen eine überschaubare Auswahl zu erzeugen.
Diese Trennung ist wichtig.
In der Kreativphase geht es zunächst darum:
möglichst viele Perspektiven und Möglichkeiten zu erzeugen.
Wer zu früh bewertet, kann gute Ideen ersticken.
Erst danach beginnt die Auswahl.
Genau an dieser Stelle kann die Punktabstimmung eingesetzt werden.
Eine Gruppe sucht Möglichkeiten, Kundenanfragen schneller zu bearbeiten.
Im Brainstorming entstehen 24 Ideen.
Dann werden:
Die Punktabstimmung entscheidet hier nicht endgültig.
Sie reduziert die Komplexität.
In Workshops kann die Methode besonders hilfreich sein.
Zum Beispiel bei der Frage:
Sie ermöglicht schnelle Beteiligung auch in größeren Gruppen.
Klassisch werden Klebepunkte verwendet.
Vorteile:
Das Ergebnis ist unmittelbar für alle sichtbar.
Auch digitale Whiteboards und Workshop-Plattformen ermöglichen solche Abstimmungen.
Das kann besonders bei:
praktisch sein.
Zusätzlich können Ergebnisse häufig leichter dokumentiert werden.
Offene Abstimmungen haben einen Vorteil:
Der Prozess ist unmittelbar sichtbar.
Anonyme Abstimmungen haben einen anderen:
Teilnehmende können unabhängiger urteilen.
Welche Variante besser passt, hängt von der Situation ab.
Das ist häufig der entscheidende Schritt.
Ein gutes Ergebnis lautet nicht:
„Idee 7 hat gewonnen.“
Sondern:
„Wie arbeiten wir mit diesem Ergebnis weiter?“
Zum Beispiel:
Besonders in Organisationen ist wichtig:
Eine Gruppe kann eine Idee favorisieren.
Die Umsetzung braucht trotzdem:
Ohne diesen Übergang bleiben Punktabstimmungen schnell dekorativ.
Problematisch wird es, wenn Teilnehmende glauben:
„Wir entscheiden hier.“
Und später stellt sich heraus:
Das Ergebnis hatte keinerlei Einfluss.
Deshalb sollte vorher klar sein:
Welche Bedeutung hat die Abstimmung?
Ist sie:
Die Moderation sollte sagen:
„Wir nutzen die Punkte heute, um drei Optionen für die nächste Bewertungsrunde auszuwählen.“
Oder:
„Das Ergebnis ist ein Meinungsbild. Die endgültige Entscheidung trifft anschließend die Projektleitung.“
Dann weiß jeder, woran er ist.
Sie funktioniert besonders gut, wenn:
Besonders vorsichtig wäre ich, wenn:
Dann braucht der Prozess meist mehr Differenzierung.
„Wir haben jetzt 18 Ideen. Unser Ziel ist, fünf davon auszuwählen, die wir anschließend genauer prüfen. Jede Person erhält vier Punkte. Bitte verteilt maximal einen Punkt pro Idee. Stimmt danach noch nicht über die endgültige Lösung ab – wir erzeugen zunächst eine Vorauswahl.“
Damit sind:
klar.
Je größer die Tragweite einer Entscheidung, desto weniger sollte eine reine Punktzahl das letzte Wort haben.
Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf:
→ Wichtige Entscheidungen treffen
Besonders bei bedeutsamen Entscheidungen sollte geklärt werden:
Warum bevorzugt die Gruppe diese Option?
Das ist häufig wertvoller als die reine Frage:
Wie viele Punkte hat sie?
Denn eine tragfähige Entscheidung braucht:
Begründung.
Dann kann es sinnvoll sein, die Situation jenseits einer Gruppenabstimmung noch einmal unabhängig zu betrachten.
Zum Beispiel:
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Moderation, Gruppenentscheidungen, Priorisierung oder Entscheidungsprozesse geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche oder strategische Tragweite besitzt.
Die Punktabstimmung ist eine einfache und leistungsfähige Methode.
Sie hilft besonders dabei:
Ihre Stärke liegt in:
Schnelligkeit und Übersicht.
Ihre Grenze liegt dort, wo aus einer Punktzahl mehr gemacht wird, als sie aussagen kann.
Die meisten Punkte bedeuten:
größte Unterstützung unter den gewählten Bedingungen.
Sie bedeuten nicht automatisch:
beste Lösung.
Deshalb ist die stärkste Verwendung häufig:
Ideen sammeln. Punktabstimmung nutzen. Vorauswahl treffen. Dann genauer entscheiden.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #85616
K:
Ü:
Heureka, in die Badewanne setzen, nachdenken und die vielen Geistesblitze zählen – so einfach funktioniert die Ideenfindung leider selten. Erfahren Sie deswegen mehr über ausgewählte Kreativitätstechniken als Werkzeuge. Tipps, Anregungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen für wirksame Kreativitätstechniken, die Ihnen das Leben erleichtern.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.
Albert Einstein
Als Kreativität wird die Fähigkeit bezeichnet, zu gestalten, also etwas Neues zu schaffen, das vorher nicht da war. Mit den passenden kreativen Werkzeugen geht das leichter.
1, 2, 3,… Einfach hinsetzen, nachdenken und die vielen Geistesblitze zählen? Schön wäre es, doch so einfach funktioniert die Ideenfindung leider meist nicht. Das liegt vor allem daran, dass wir es uns selbst nicht so leicht machen. Es ist meist eher wie üblich; der Termin einer wichtigen Präsentation kommt näher, eine Veranstaltung steht an, das neue Produkt oder die Dienstleistung braucht noch ein paar Verbesserungen und das Marketing dafür kann auch noch ein paar gute Ideen vertragen. Ideenblitze sind gefragt, doch der zündende Einfall will einfach nicht an die Tür klopfen. Jetzt wird es langsam Zeit, denn die wird nun spürbar knapper. Der Zeitdruck verschärft die Situation und wirkt als Kreativitäts-Killer.
In einer solchen Situation helfen spezielle Denktechniken, die das Grübeln beenden und brachliegende kreative Reserven aktivieren. Profis haben da so einige Tricks auf Lager, die Sie lernen können. Außerdem helfen Ihnen entsprechende Kreativitätstechniken, um an Ihr Ziel zu kommen. Linus Pauling meinte; der beste Weg, um gute Ideen zu erhalten, ist möglichst viele Ideen zu entwickeln. Na dann los, machen Sie sich ans Werk. Wie wäre es mit einer der folgenden Techniken?
Kreativitätstechniken bezwecken die systematische Förderung von Kreativität. Sie helfen beim Finden neuer Ideen, Ansätze und Lösungen. Es existieren zahlreiche Kreativitätstechniken für Einzelpersonen und Gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften; Vor- und Nachteilen.
Es gibt sehr viele Kreativitätstechniken. Sie beruhen auf verschiedenen grundlegende Prinzipien, die eine Absicht verfolgen. Sie sind eine Unterstützung auf dem Weg zu möglichst vielen neuen Ideen. Kreativitätstechniken liefern Struktur, Anregungen, Motivation und machen es damit, selbst in für die Kreativität hinderlichen Situationen, leichter durch neue Perspektiven Ideen zutage fördern.
Nicht nur ein Klischee: Eine Truppe von Leuten wirft wahllos Ideen in den Raum und ist nach 60 Minuten genauso schlau, wie vorher. So sieht unvorbereitetes Brainstorming in der Praxis leider tatsächlich oft aus, muss es aber nicht! Besser gelingt es insbesondere am Anfang mit einem erfahrenen Moderator. So oder so: Viele der folgenden Kreativitätstechniken lassen sich sowohl von Gruppen als auch von Einzelpersonen einsetzen.
Kreativität spielt im professionellen Bereich eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen kann, neue Ideen und Lösungen zu entwickeln und Probleme zu lösen. Kreativität kann in vielen verschiedenen Bereichen eine Rolle spielen, zum Beispiel in der Werbung, im Marketing, in der Kunst, im Design oder in der Technologie.
In vielen Berufen wird heutzutage Kreativität von Mitarbeitern erwartet und gefördert. Sie kann dazu beitragen, die Leistung und Effektivität von Mitarbeitern und Teams zu verbessern und neue Möglichkeiten und Chancen zu erschließen. Auch in vielen Führungspositionen wird Kreativität geschätzt, da sie dazu beitragen kann, neue Ideen und Visionen zu entwickeln und das Unternehmen voranzubringen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Kreativität in Unternehmen fördern kann:
Freiraum bieten
Um Kreativität zu fördern, ist es wichtig, Mitarbeitern ausreichend Freiraum und Zeit zu geben, um neue Ideen zu entwickeln und sich kreativ auszudrücken.
Offen für neue Ideen sein
Es ist wichtig, dass Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Ideen willkommen sind und ernst genommen werden. Eine offene und wertschätzende Arbeitskultur kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich trauen, neue Ideen vorzuschlagen.
Kreativitätstechniken
Es gibt verschiedene Kreativitätstechniken, die in Unternehmen eingesetzt werden können, um neue Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen. Zum Beispiel können Brainstorming-Sessions oder Design Thinking-Workshops dazu beitragen, dass Mitarbeiter kreativer denken und neue Perspektiven einnehmen.
Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten
Mitarbeiter, die sich weiterbilden und neue Fähigkeiten erwerben, entwickeln häufiger Kreativität. Es kann daher sinnvoll sein, Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, um die Kreativität von Mitarbeitern zu fördern.
Diversität fördern: Ein vielfältiges Team, in dem Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Perspektiven zusammenarbeiten, kann zu mehr Kreativität beitragen. Es kann daher sinnvoll sein, die Diversität im Unternehmen zu fördern und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter gleichberechtigt teilhaben können.
Freizeitaktivitäten und Hobbys fördern: Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit kreative Hobbys haben, können häufig auch im Beruf kreativer sein. Es kann daher sinnvoll sein, Freizeitaktivitäten und Hobbys zu fördern und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer Freizeit kreativ auszutoben.
Design Thinking ist eine methodische Vorgehensweise, die dazu dient, kreative und nutzerzentrierte Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln. Es wurde ursprünglich von der Stanford University entwickelt und wird heutzutage in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Wirtschaft, im Design, in der Technologie und in der Bildung.
Design Thinking ist eine methodische Vorgehensweise, die dazu dient, kreative und nutzerzentrierte Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln. Es wurde ursprünglich von der Stanford University entwickelt und wird heutzutage in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Wirtschaft, im Design, in der Technologie und in der Bildung.
Design Thinking basiert auf einem iterativen Prozess, der aus den folgenden Schritten besteht:
Verstehen
Zunächst geht es darum, das Problem oder die Herausforderung zu verstehen und sich in die Perspektive der Nutzer oder Kunden zu versetzen.
Ideen entwickeln
In diesem Schritt werden möglichst viele Ideen generiert, um das Problem zu lösen. Dabei können verschiedene Kreativitätstechniken wie Brainstorming eingesetzt werden.
Prototyping
Nachdem viele Ideen entwickelt wurden, werden ausgewählte Ideen als Prototypen umgesetzt und getestet.
Testen
In diesem Schritt werden die Prototypen von Nutzern oder Kunden getestet und bewertet, um herauszufinden, ob sie das Problem lösen und den Erwartungen entsprechen.
Implementieren
Wenn ein Prototyp erfolgreich getestet wurde, kann er umgesetzt und in den Markt gebracht werden.
Innovation kann in vielen Bereichen einen Beitrag leisten. Sie kann die Lebensqualität zu verbessern und die Gesellschaft voranzubringen. Durch Innovationen entstehen neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die das Leben einfacher, sicherer oder komfortabler machen können. Sie können auch dazu beitragen, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen.
Innovationen sind wichtig für die Wirtschaft, weil sie dazu beitragen, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und neue Märkte erschließen können. Sie können dazu beitragen, die Effizienz und Produktivität von Unternehmen zu steigern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Innovationen sind allerdings auch mit Risiken und Herausforderungen verbunden, beispielsweise, wenn sie zu Veränderungen im Arbeitsmarkt führen oder die Umwelt belasten. Es ist daher wichtig, Innovationen sorgfältig zu planen und zu gestalten und auf eine nachhaltige Entwicklung zu achten.
Es gibt bereits heute verschiedene Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI), die in der Lage sind, kreative Leistungen zu erbringen. Ein Beispiel für eine Künstliche Intelligenz hinsichtlich Kreativität sind Lösungen, die Musik oder Kunstwerke erstellen können. Solche Systeme können zum Beispiel mithilfe von maschinellen Lernverfahren analysieren, welche Elemente in bestimmten Musikstücken oder Kunstwerken besonders populär sind, und dann neue Stücke oder Werke erstellen, die ähnliche Elemente enthalten.
Ein weiteres Beispiel für Künstliche Intelligenz hinsichtlich Kreativität ist ein System, das Texte oder Geschichten schreiben kann. Solche Systeme können mithilfe von maschinellen Lernverfahren analysieren, wie bestimmte Texte aufgebaut sind und welche Wortkombinationen besonders häufig vorkommen, und dann neue Texte erstellen, die ähnlich aufgebaut sind. Es gibt auch Künstliche Intelligenz, die in der Lage sind, neue Rezepte zu erfinden oder neue Designs für Produkte zu entwickeln.
Noch ist Künstliche Intelligenz nicht in der Lage sind, die gleiche Kreativität wie Menschen zu entwickeln. Sie sind vor allem dann nützlich, wenn es darum geht, große Mengen von Daten schnell und effizient zu analysieren und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Sie können aber bisher noch nicht die gleiche Vielseitigkeit und Flexibilität wie Menschen zeigen.
Haben Sie einen Favoriten oder einen Tipp? Und wenn Sie noch mehr Werkzeuge wünschen, erfinden Sie doch einfach ein paar neue oder rufen Sie mich an.
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Transparenz ist mir wichtig.
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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43368
K:CNB
Ü:
Ein Geruch erinnert dich plötzlich an einen Urlaub.
Ein Wort bringt dich auf eine Idee.
Ein Lied ruft eine längst vergessene Situation ins Gedächtnis.
Und aus einem Gedanken entsteht der nächste.
All das hat mit Assoziationen zu tun.
Assoziationen verbinden:
miteinander.
Ein Inhalt aktiviert einen anderen.
Diese Fähigkeit ist grundlegend für Lernen, Erinnern, kreatives Denken und Kommunikation.
Eine Assoziation ist eine gedankliche Verbindung zwischen mindestens zwei Inhalten.
Wenn ein Inhalt aktiviert wird, kann dadurch ein weiterer leichter ins Bewusstsein kommen.
Zum Beispiel:
Meer → Urlaub → Italien → Sommerabend → bestimmtes Lied.
Die einzelnen Elemente können auf sehr unterschiedlichen Wegen miteinander verbunden sein.
Zum Beispiel durch:
Gedanken stehen selten vollkommen isoliert nebeneinander.
Das Gehirn arbeitet mit Verbindungen.
Wenn du einen Begriff hörst, werden häufig weitere:
aktiviert.
Das geschieht teilweise bewusst.
Vieles geschieht sehr schnell und ohne bewusste Steuerung.
Denken ist zu einem erheblichen Teil vernetztes Denken.
Wenn du das Wort:
„Kaffee“
hörst, könnten dir spontan einfallen:
Bei jemand anderem entstehen vollkommen andere Verknüpfungen.
Das zeigt:
Assoziationen sind stark von persönlichen Erfahrungen geprägt.
Weil sie unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben.
Dasselbe Wort kann bei zwei Menschen:
aktivieren.
Das erklärt auch einen Teil dessen, warum Kommunikation manchmal überraschend verläuft.
Du sagst ein Wort.
Dein Gegenüber hört dieselben Laute.
Und verbindet damit möglicherweise etwas anderes.
Wörter besitzen nicht nur Wörterbuchbedeutungen.
Sie können zusätzlich sehr persönliche Verbindungen tragen.
Zum Beispiel kann das Wort:
„Heimat“
für eine Person verbunden sein mit:
Für eine andere vielleicht mit:
Deshalb lohnt es sich bei wichtigen Gesprächen manchmal zu fragen:
„Was bedeutet dieser Begriff für dich konkret?“
Verbindungen spielen beim Lernen eine zentrale Rolle.
Wenn zwei Inhalte wiederholt gemeinsam auftreten, kann der eine später den anderen leichter aktivieren.
Ein einfaches Beispiel:
Du lernst eine neue Person kennen.
Ihr Name lautet Anna.
Nach mehreren Begegnungen wird:
Gesicht → Anna
zu einer vertrauten Verbindung.
Ähnliche Prozesse finden sich beim Lernen von:
In der Psychologie bezeichnet assoziatives Lernen Prozesse, bei denen Zusammenhänge zwischen Ereignissen gelernt werden.
Dazu gehört beispielsweise die klassische Konditionierung.
Ein ursprünglich neutraler Reiz kann durch wiederholte Verbindung mit einem bedeutsamen Ereignis selbst eine Reaktion auslösen.
Das bekannteste historische Beispiel sind Pawlows Hunde.
Dabei geht es weniger um bewusstes Nachdenken.
Es geht um:
gelernte Verknüpfungen.
Auch Erinnerungen werden häufig über Verknüpfungen zugänglich.
Vielleicht fällt dir ein Name gerade nicht ein.
Dann erinnerst du dich:
Und plötzlich ist der Name wieder da.
Ein Inhalt fungiert als Hinweisreiz für einen anderen.
Erinnerungen werden häufig über solche Zugangswege aktiviert.
Ein bestimmter Geruch kann innerhalb eines Augenblicks eine ganze Situation wieder lebendig werden lassen.
Zum Beispiel:
Dann erscheint nicht nur ein Sachgedanke.
Es können gleichzeitig:
auftauchen.
Das macht deutlich, wie eng unterschiedliche Aspekte einer Erfahrung miteinander verbunden sein können.
Kreatives Denken lebt häufig davon, Dinge miteinander zu verbinden, die zunächst nicht zusammenzugehören scheinen.
Eine Idee führt zur nächsten.
Dann zur nächsten.
Und irgendwann entsteht eine Kombination, die vorher nicht offensichtlich war.
Deshalb werden Assoziationen bewusst in vielen Kreativitätstechniken genutzt.
Eine einfache Methode lautet:
Nimm einen Ausgangsbegriff und notiere alles, was dir spontan dazu einfällt.
Bewerte zunächst nichts.
Folge den Verbindungen.
Zum Beispiel:
Brücke → Verbindung → Fluss → Bewegung → Übergang → Veränderung.
Jeder neue Begriff kann wiederum Ausgangspunkt für den nächsten sein.
So entstehen gedankliche Wege, auf die du mit rein analytischem Denken möglicherweise nicht gekommen wärst.
→ Freie Assoziation als Kreativitätstechnik
Beim kreativen Assoziieren ist diese Trennung besonders hilfreich.
In der ersten Phase geht es um:
Möglichkeiten.
Nicht um sofortige Qualität.
Wenn jede spontane Verbindung unmittelbar bewertet wird, wird der Ideenfluss schnell enger.
Deshalb:
erst erzeugen, dann prüfen.
Manche Verbindungen liegen sehr nahe.
Zum Beispiel:
Schnee → Winter.
Andere sind persönlicher oder ungewöhnlicher.
Zum Beispiel:
Schnee → Stille → leeres Blatt → Neubeginn.
Gerade solche entfernteren Verknüpfungen können bei kreativen Aufgaben interessant werden.
Beide Denkweisen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
öffnet Möglichkeiten.
Es verbindet:
freier miteinander.
prüft.
Es fragt:
Gute kreative Prozesse brauchen häufig:
beides.
Das ist eine wichtige Grenze.
Nur weil zwei Gedanken in deinem Kopf miteinander verbunden sind, folgt daraus noch keine objektive Beziehung in der Wirklichkeit.
Zum Beispiel:
Du hast zweimal schlechte Erfahrungen mit einer bestimmten Situation gemacht.
Nun entsteht schnell die Verbindung:
Diese Situation = Gefahr.
Diese Assoziation kann emotional sehr stark sein.
Sie beweist trotzdem nicht, dass jede vergleichbare Situation gefährlich ist.
Menschen begegnen bestimmten Aussagen, Bildern oder Erzählungen immer wieder.
Dadurch können starke mentale Verbindungen entstehen.
Das macht sie:
vertraut.
Vertrautheit und Wahrheit sind jedoch nicht dasselbe.
Deshalb lohnt es sich gerade bei wichtigen Entscheidungen zu unterscheiden:
Was fällt mir spontan ein?
Und:
Was ist tatsächlich gut begründet?
Auch gesellschaftliche und kulturelle Erfahrungen können Verknüpfungen erzeugen.
Bestimmte:
werden mit Eigenschaften verbunden.
Solche Assoziationen können entstehen, ohne dass sie sachlich gerechtfertigt sind.
Deshalb ist ein spontaner Eindruck:
ein Hinweis auf die eigene Wahrnehmung.
Er ist noch kein belastbares Urteil über einen Menschen.
Gute Kommunikation berücksichtigt, dass Wörter und Bilder Nebenbedeutungen auslösen.
Das gilt besonders bei:
Ein Begriff transportiert häufig mehr als seine reine Definition.
Er bringt ein:
Assoziationsfeld.
Vergleiche:
„Kosten senken“
mit:
„den Gürtel enger schnallen“.
Die sachliche Richtung kann ähnlich sein.
Die zweite Formulierung ruft zusätzliche Bilder und Gefühle hervor.
Deshalb lohnt sich bei wichtigen Botschaften die Frage:
Welche Vorstellungen löst meine Wortwahl zusätzlich aus?
Wenn du sagst:
„Wir stehen an einer Weggabelung.“
entsteht häufig ein Bild von:
Die Metapher verdichtet mehrere Assoziationen in einem Bild.
Genau deshalb können Metaphern so wirkungsvoll sein.
Auch Bilder auf Folien erzeugen Verbindungen.
Ein Foto kann:
symbolisieren.
Diese Wirkung sollte zur Botschaft passen.
Eine dekorative Abbildung kann sonst ein völlig anderes Assoziationsfeld eröffnen als beabsichtigt.
Zwei Menschen verwenden dasselbe Wort.
Beide glauben, vom selben Thema zu sprechen.
Und trotzdem meinen sie etwas Unterschiedliches.
Zum Beispiel:
„Freiheit“.
Die eine Person verbindet damit:
wenig Regeln.
Die andere:
ausreichende Sicherheit, um selbstbestimmt handeln zu können.
Dann hilft keine noch so intensive Debatte, solange der Bedeutungsunterschied unsichtbar bleibt.
Hilfreiche Fragen sind:
„Was bedeutet dieser Begriff für dich?“
„Woran denkst du konkret, wenn du das sagst?“
„Welches Beispiel hast du dabei vor Augen?“
Damit werden Assoziationen expliziter.
Und Missverständnisse leichter bearbeitbar.
Freie Assoziation hat auch eine besondere Bedeutung in der psychoanalytischen und psychodynamischen Tradition.
Dort wird die Person eingeladen, Gedanken möglichst ungefiltert auszusprechen.
Auch solche Einfälle, die:
erscheinen.
Ziel ist, Gedankenmaterial zugänglich zu machen, das anschließend im therapeutischen Prozess betrachtet und interpretiert werden kann.
Hier würde ich eine wichtige Grenze ziehen.
Ein spontaner Gedanke kann interessant sein.
Er kann:
Er beweist jedoch nicht automatisch:
„Das ist die verdrängte Ursache.“
Die Bedeutung einer Assoziation entsteht erst im jeweiligen Zusammenhang.
Sie sollte nicht mechanisch interpretiert werden.
Beide verwenden den Begriff:
freie Assoziation.
Die Ziele sind jedoch unterschiedlich.
geht es um:
neue Ideen und Verbindungen.
geht es um:
psychisches Erleben und dessen mögliche Bedeutungszusammenhänge.
Ähnliche Vorgehensweise.
Anderer Kontext.
Das ist eine interessante Übung.
Wenn ein Gedanke spontan auftaucht, frage:
Damit wird aus einer automatischen Assoziation:
ein Gegenstand bewusster Betrachtung.
Spontane Einfälle können wertvolle Hinweise liefern.
Vielleicht löst eine Option sofort:
aus.
Das sollte nicht ignoriert werden.
Es sollte ebenso wenig automatisch die Entscheidung bestimmen.
Interessanter ist:
Was genau steckt hinter dieser Reaktion?
Intuitive Einschätzungen können unter anderem auf vielen gespeicherten Erfahrungen beruhen, die sehr schnell miteinander verarbeitet werden.
Das kann besonders wertvoll sein, wenn jemand in einem Bereich große Erfahrung besitzt.
Gleichzeitig können spontane Eindrücke auch geprägt sein von:
Deshalb verdient Intuition Aufmerksamkeit.
Bei Entscheidungen mit hoher Tragweite verdient sie zusätzlich:
Prüfung.
Nimm einen Begriff.
Zum Beispiel:
„Erfolg“.
Schreibe für zwei Minuten alles auf, was dir dazu einfällt.
Ohne zu bewerten.
Danach betrachte die Liste.
Frag:
Schon dadurch kann ein vertrauter Begriff interessanter werden.
Für kreative Aufgaben kannst du noch einen Schritt weitergehen.
Beginne beispielsweise mit:
„Präsentation“.
Dann:
Präsentation → Bühne → Theater → Dramaturgie → Spannung → Überraschung.
Jetzt frag:
Was könnte „Überraschung“ für meine Präsentation bedeuten?
So kann eine entfernte Assoziation neue Lösungsansätze erzeugen.
Das ist vielleicht ihr größter Wert in kreativen Prozessen.
Sie erlauben, einen vertrauten Ausgangspunkt zu verlassen.
Damit entstehen:
Danach braucht es wieder Bewertung.
Assoziation erzeugt Möglichkeiten. Urteil wählt daraus aus.
Zum Beispiel wenn:
Dann kann die Frage helfen:
„Was verbindest du damit?“
Manchmal wird dadurch sichtbar, dass der aktuelle Streit nur einen Teil der Bedeutung erklärt.
Das ist für mich die hilfreiche Haltung.
Eine spontane Verbindung kann:
sein.
Sie braucht trotzdem keine mystische Sonderstellung.
Ein Gedanke ist zunächst:
ein Gedanke.
Was er bedeutet, zeigt sich erst durch weitere Prüfung und Kontext.
Assoziationen verbinden Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Erinnerungen.
Sie helfen uns:
Sie beeinflussen zugleich:
Deshalb lohnt sich beides:
Assoziationen Raum geben.
Und:
sie anschließend prüfen.
Beim kreativen Denken dürfen sie weit springen.
Bei wichtigen Urteilen sollten sie nicht das letzte Wort haben.
Assoziationen eröffnen Verbindungen. Erst die bewusste Prüfung entscheidet, was wir daraus machen.
Beim anonymen Brainstorming entwickelt jeder Teilnehmer zunächst für sich seine eigenen Ideen zur Problemlösung so das sich die Teilnehmer in ihrer Lösungsfindung nicht gegenseitig beeinflussen oder gar blockieren.Es folgen Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anonymen Brainstorming als professionelle Kreativitätstechnik.
Mit dem Clustering als Kreativitätstechnik und Werkzeug, sortieren Sie Ihre Gedanken, behalten den Überblick und entwickeln Ideen.
Das Brainstorming gilt als Klassiker der Kreativitätstechniken. Von dieser durch Alex Osborn entwickelten Methode existieren heute viele Varianten. Der Begriff Brainstorming wird oft sogar als Synonym für kreative Prozesse an sich verwendet.
Was bringt Gehirndoping wirklich? Erfahre, was Neuroenhancement bedeutet, welche Risiken Medikamente bergen und was geistige Leistungsfähigkeit tatsächlich unterstützt.
Wie Sie innerhalb kürzester Zeit unzählige Ideen mit der Kreativitätstechnik 6-3-5-Methode erzeugen. Anleitung, Tipps und Tricks für gute Ideen.
Diese von Tony Buzan verbreitete Kreativitätstechnik wird heute in vielen Bereichen zur Aufzeichnung assoziativer Strukturen bei der Ideenfindung eingesetzt. Da Denkprozesse keine linearen Vorgänge sind, entspricht Mind Mapping in besonderem Maße dem menschlichen Denken. Soweit, so gut! Und was bedeutet das in der Praxis?
Als der Begründer dieser Methode, Harrison Owen, auf einer großen, von ihm durchgeführten Kongressveranstaltung als wesentliche Rückmeldung von den Teilnehmern erhalten haben soll, dass vor allem die in den Kaffeepausen geführten Gespräche hilfreich waren, ärgerte ihn das zunächst sehr, da er für diese Veranstaltung ziemlichen Aufwand betrieben hatte. Was hatte er als Organisator denn für Einfluss auf die Gespräche in den Kaffeepausen? Nachdem er sich aber näher mit der Bedeutung dieser eher zufälligen Treffen während der Kaffeepausen befasst hatte, kam er auf die Idee, die offene und ungezwungene Atmosphäre guter Pausengespräche als zentralen Kern von Workshops systematisch nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund der häufigen Erfahrung, dass starre Abläufe und das Abarbeiten fest fixierter Tagesordnungen kreative Gruppenprozesse eher behindern als ihnen förderlich sind, entstand so das Open-Space-Konzept, das einen offenen Rahmen bietet, in dem Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen zusammenkommen und sich gegenseitig inspirieren.
Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen. Anregungen und Tipps zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt.
Die immer schneller anwachsenden Informationsfülle und der zunehmenden Komplexität zu beurteilender Chancen und Risiken erfordert einen anderen Umgang mit Wissen. Wissensmanagement könnte die Lösung sein.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Diversity Management beziehungsweise Vielfaltsmanagement, beabsichtigt von sozialer Vielfalt und Unterschiedlichkeit (Diversität) zu profitieren.
Welche Chancen ergeben sich durch Diversity Management?
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Autor: Karsten Noack
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AN: #23457
K: CNB
Ü:
Mit wirksamen Moderationstechniken lassen sich Besprechungen und Workshops erfolgreich moderieren. Methoden-Know-how für die Moderation lohnt sich für den sicheren und unaufdringlicher Umgang mit den wichtigsten Moderationstechniken
Hier finden Sie einen Überblick gängiger Moderationstechniken für erfolgreiche Workshops und Seminare.
Welche Erfahrungen haben Sie mit welchen Moderationstechniken gemacht?
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Die Redeeinleitung soll Interesse wecken, so viel Spannung und Neugier erzeugen, dass die Teilnehmer dem Kommenden eine Chance geben. So geht es! Der erste Eindruck ist entscheidend und der letzte Eindruck bleibt. So gelingt der Einstieg in Reden und Präsentationen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
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