Selbstbetrug? Ehrlich zu sich selbst sein

Selbstbetrug? Ehrlich zu sich selbst sein

Augen auf und ...
Ehrlich zu sich selbst sein

Selbstbetrug

 

Andere Menschen etwas vorzumachen ist mitunter schon schlimm, sich selbst zu belügen bringt wenig GUTES!

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Selbstbetrug? Ehrlich zu sich selbst sein

 

Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.

Demosthenes

 

Schnell ist das Foto aus der ersten Bewerbung nach dem Studium auch noch dutzende Jahre später gefunden. Schwups und schon ist es das Profilfoto bei Facebook & Co. Ja, wir Menschen sind schon komische Wesen. Da wird geschummelt und geflunkert. Und das nicht nur gegenüber anderen Menschen, sondern auch sich selbst gegenüber. Sich selbst zu kitzeln soll ja nicht möglich sein, sich selbst etwas vorzumachen schon. Schluss mit der kognitiven Dissonanz! — Klingt das besser als Selbstbetrug? So oder so; davon gibt es einige Formen:

 

 

 

Das Offensichtliche wird ausgeblendet

 

Das Umfeld hat es vielleicht schon lange erkannt, doch bei einem selbst perlt die Erkenntnis noch unberührt ab. Was nicht sein soll, wird so lange wie möglich ausgeblendet. Dadurch werden viele Chancen vertan, um die Dinge konstruktiv zu gestalten.

Arthur Schopenhauer meinte, jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: Erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich. Es ist die Macht der Gewohnheit: Wir Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die wir schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die uns völlig neu erscheint.

 

 

 

Der eigenen Propaganda erliegen

 

Etwas Theater gehört zum Geschäft, nicht nur im Showbusiness. Zumindest in einigen Bereichen darf das auch in Maßen seinen Beitrag leisten. Manchen Menschen gelingt es jedoch sich im Sinne einer Selbstsuggestion, solange etwas einzureden, dass sie es selbst glauben. Sie erliegen dann ihrer eigenen Propaganda. Das klingt besser, als es ist, denn wenn das nun die wesentliche Grundlage für anstehende Entscheidungen ist, führt das schnell in die falsche Richtung.

 

 

 

Beobachtungen werden ignoriert

 

Oscar Wilde: Es ist so leicht andere und so schwer sich selbst zu belehren. Wie wahr! Selbst Menschen, die sich mit Körpersprache und Hinweisen für Unwahrheiten auskennen, neigen dazu, diese dort zu ignorieren, wo ihnen unangenehme Wahrheiten nicht willkommen sind. Gerade bei Menschen, die uns vertraut sind, neigen wir zur rosaroten Brille. Kopf in den Sand: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Doch das ist nicht die beste Idee. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bertolt Brecht).

 

 

 

Bedürfnisse werden ignoriert

 

Eine Zeitlang grundlegende Bedürfnisse hinten anzustellen mag einem größeren Ziel dienen. Dauert der Mangel zu lange an, bleibt es nicht ohne Folgen. Da hilft dann auch kein Schönreden.

Wohl denen, die ihre Prioritäten, ihre Werte kennen, die sich selbst treu bleiben. Wobei; sich selbst treu bleiben, was bedeutet das eigentlich? Ob uns hier Aussprüche angesehener Persönlichkeiten weiterhelfen? Mal schauen. Hermann Hesse: Man hat nur Angst, wenn man mit sich selbst nicht einig ist. Doch das braucht Aufmerksamkeit, das tut niemand anders für uns. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant). Also Ärmel hoch und …

Coaching für gute Entscheidungen

 

Andauernd gilt es Entscheidungen zu treffen – große und kleine. Manche sind einfach, manche sind schwierig. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ohne groß darüber nachdenken zu müssen oder vollkommen unbewusst, also automatisch. Doch hin und wieder kommt der Punkt, an dem wir einer Entscheidung begegnen, bei der wir innehalten, nicht mehr weiter wissen, nicht mehr klar sehen. Oft sind dies Entscheidungen von hoher Tragweite, die außerdem auch noch die Eigenschaft besitzen wichtige Lebensaspekte infrage zu stellen, die bis dahin als gegeben oder nicht veränderbar angesehen wurden. So etwas kann durchaus Druck erzeugen und sogar zur Erstarrung führen, so dass kreative und konstruktive Wege unberücksichtigt bleiben.

Wer klar sieht, kann besser entscheiden und zielgerichtet handeln. Damit das gelingt, gilt es dafür zu sorgen die Optionen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, Prioritäten zu klären. Entscheidungscoaching hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu überblicken und den geeigneten Fokus zu finden. Die besten Entscheidungs- und Kreativtechniken und Methoden zur Entscheidungsfindung lassen sich in einem guten mentalen Zustand am wirkungsvollsten einsetzen.

Um dir die Entscheidung leichter zu machen, dich von mir unterstützen zu lassen, setze ich auf Transparenz. Du findest auf diesen Seiten unter anderem die Informationen zu mir (Karsten Noack) und den Honoraren.

 

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Selbstbetrug?

Selbstbetrug ist das bewusste oder unbewusste Übersehen oder Verdrängen von Fakten, die unangenehm oder schmerzlich sind, um eine positive Selbsteinschätzung zu bewahren. Es handelt sich um eine Art Verzerrung der Realität, um sich selbst besser zu fühlen oder um unangenehme Wahrheiten zu vermeiden.

Wo ist Selbstbetrug möglich?

Selbstbetrug kann in verschiedenen Bereichen auftreten, zum Beispiel in Bezug auf die eigene Leistung, die eigene Beziehung oder die eigene Persönlichkeit. Es kann dazu führen, dass man sich selbst überschätzt oder sich in einer rosigen Welt voller Illusionen befindet, die nicht der Realität entsprechen.

Was für eine Absicht steckt hinter Selbstbetrug?

Selbstbetrug kann zwar kurzfristig dazu beitragen, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken, kann aber langfristig negative Folgen haben, beispielsweise indem es zu Enttäuschungen oder Frustration führt oder dazu beiträgt, dass man sich von der Realität entfernt. Es ist daher wichtig, eine realistische Selbsteinschätzung zu entwickeln und sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist.

Was ist Selbstreflexion?

Selbstreflexion ist die Fähigkeit, sich selbst und sein eigenes Verhalten zu beobachten und darüber nachzudenken. Sie kann dazu beitragen, dass Menschen ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen besser verstehen und sich selbst besser kennenlernen. Eine gesunde Selbstreflexion kann auch dazu beitragen, dass Menschen ihr Verhalten anpassen und verbessern, wenn es nötig ist, und sich selbst und anderen gegenüber Verantwortung übernehmen. Sie kann zu persönlicher Entwicklung und Wachstum beitragen und ist ein häufiges Thema vieler Psychotherapien und im Coaching.

Wie gelingt es ehrlich mit sich zu sein?

Eine wesentliche Voraussetzung, um ehrlich mit sich selbst zu sein, ist die Bereitschaft, sich selbst und seine Gedanken, Gefühle und Handlungen genau anzusehen, auch wenn sie vielleicht schwierig oder unangenehm sind. Es kann auch hilfreich sein, sich klare Werte und Ziele zu setzen und sich daran zu orientieren, um die eigene Ehrlichkeit zu fördern. Manche Menschen finden es auch hilfreich, sich selbst regelmäßig Fragen zu stellen, um ihre eigenen Gedanken und Gefühle besser zu verstehen und sich selbst ehrlich zu beantworten. Es kann auch hilfreich sein, sich Unterstützung von anderen zu suchen, zum Beispiel von Freunden, Familie oder einem Therapeuten, die einem helfen können, ehrlich mit sich selbst zu sein und sich selbst besser zu verstehen.
 
 

Wie funktioniert Selbstreflexion?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Selbstreflexion betreiben kann. Einige Menschen schreiben über ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch oder Journal, während andere sich Zeit nehmen, um in Ruhe über ihre Erfahrungen nachzudenken und sie zu reflektieren. Manche Menschen nutzen auch spezielle Techniken wie Meditation oder Atemübungen, um sich besser auf sich selbst und ihre eigenen Gedanken und Gefühle einzulassen.

Eine andere Möglichkeit ist, sich mit anderen Menschen darüber auszutauschen, was man erlebt hat und wie man sich fühlt. Dies kann in Form von Gesprächen mit Freunden oder Familienmitgliedern geschehen, aber auch in Form von Gruppentherapien oder Coaching-Sessions.

Es ist auch hilfreich, sich klare Fragen zu stellen, um die eigene Selbstreflexion zu unterstützen. Zum Beispiel: Was habe ich heute gemacht? Wie habe ich mich dabei gefühlt? Was war gut an meinem Verhalten und was könnte ich verbessern? Welche Gedanken und Gefühle haben mich besonders beschäftigt? Durch solche Fragen kann man sich selbst besser verstehen und die eigenen Gedanken und Gefühle besser in den Blick nehmen.

 

P.S.

 

Wie ehrlich sind Sie zu sich selbst?

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. März 2015
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #43255
K: CNB
Ü:

18 Tipps für Ideenspeicher, weil gute Ideen wertvoll sind

18 Tipps für Ideenspeicher, weil gute Ideen wertvoll sind

Notizbuch: Wenn die Saat es wert ist geerntet zu werden
Ideenspeicher

Ideenspeicher

 

Aus den Augen, aus dem Sinn! Nichts da! Ideenspeicher können viele Formen haben. Empfehlungen für Ideenspeicher, denn Kreativität braucht ein geeignetes Biotop.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

18 Tipps für Ideenspeicher, weil gute Ideen wertvoll sind

 

Aus den Augen, aus dem Sinn! Nichts da! Ideen sind zu wertvoll, um lieblos behandelt zu werden. Der Schatz will in Sicherheit gebracht werden. Ideenspeicher können viele Formen haben. Bei Gruppen am beliebtesten sind wohl Flipcharts, Whiteboards und Pinnwände, um Ideen aufzunehmen, die nicht sofort zum Abschluss gebracht werden können.

 

 

 

1. Der Klassiker: Notizbuch

 

Mein Favorit und der weitgehend unterschätzte Klassiker ist das Notizbuch, in dem Ideen sofort gesichert und später weiter verfolgt werden können. Notizbücher – in der klassischen Form, als Papierausführung oder virtuell im Internet – sind sehr hilfreich. Und das sowohl für Einzelpersonen, als auch für Gruppen, wie beispielsweise beim kollektiven Notizbuch. Gerade die Papierversionen liefern einen riesigen kreativen Spielraum, bei dem die Sinne teilhaben können. Da finden nicht nur Mind Maps ein Biotop, in dem sie sich entwickeln können. Es ist eine wunderbare Grundlage für Ideenreichtum und gerade in gebundenen Ausführungen verhalten sich Ideen wie früher das Geld auf der Bank; es gibt darauf Zins und Zinseszins.

 

 

 

2. Frische Ideen sind flüchtig

 

So oder so; ohne geeigneten Ideenspeicher verschwinden sehr viele Ideen, noch bevor sie eine Chance hatten. Sie erscheinen für einen Moment, werden zur Seite gelegt und … Aus den Augen aus dem Sinn. Ideen, die nicht gewürdigt werden, ziehen weiter. Schade!

 

 

 

3. Trostpreis für ignorierte Gelegenheiten?

 

Wer nicht will, der hat schon … Gute Ideen bleiben nicht ewig allein. Nachdem der Wettbewerb sie etwas später aufgenommen und nutzbar gemacht hat, erinnern sich dann mitunter Beteiligte erneut daran. Da war doch was? Ach ja! Die Idee hatte ich auch schon mal. Doch dafür gibt es keine Belohnung, nicht einmal einen Trostpreis. Im Gegenteil: Die wenigsten Bereiche verzeihen Ignoranz einfach so. Nicht nur den Letzten beißen oft die Hunde.

 

 

 

4. Griffbereitschaft

 

Da Ideen ja einen ganz eigenen Kopf haben, tauchen sie besonders gerne in Momenten auf, in denen gerade nicht die dafür vorgesehene, nach ISO zertifizierte Datenbank geöffnet ist. Wer wie ein Bio-Bauer nachhaltig das kreative Feld bestellen will, bückt sich, wenn die Saat aufgehen soll. Irgendetwas findet sich sicher in Reichweite. Ob Serviette, selbstklebende Notizzettel, Text- oder Audionotiz auf dem Smartphone, Ordner oder das von mir favorisierte Notizbuch für die Innentasche; hinein mit der Idee. Gerettet!

 

 

 

5. Struktur

 

Audiodateien, fliegende Notizblätter und andere anarchistische Elemente entziehen sich naturgegeben gerne der Struktur. Doch Struktur brauchen die meisten von uns, um sich an der Menge von Ideen zu erfreuen, anstatt von ihr erschlagen zu werden.

Entsprechend empfehlenswert ist ein persönliches System, das sowohl der Kreativität als auch dem Überblick dient.

 

 

 

6. Routinen für Inspiration und Ernte

 

In der Sicherheit des Ideenspeichers reift so manche Idee, bis der Moment der Ernte gekommen ist. Also lohnen sich entsprechende Routinen, in denen Sie Ihren Ideenspeicher öffnen und herausfinden, was Sie anlacht.

 

 

 

7. Wie steht es mit etwas Sinnlichkeit?

 

Nicht jedem erscheint die Vorstellung vertraut, im Ideenspeicher etwas verspielter ans Werk zu gehen. Doch um beide Gehirnhemisphären (als Metapher) zu beteiligen, ist das sehr empfehlenswert. Ich verwende beispielsweise sehr gerne klassische Füllfederhalter und ein Bund feine Buntstifte, um meine Notizen nachträglich zu vertiefen. Für viele Menschen machen Bilder die Angelegenheit deutlich intensiver und führen zu weiteren Ideen. Erlaubt ist was Ihnen gefällt! Und das wirkt dann meist auch am besten.

 

 

 

8., 9. 10.,… Ein paar weitere Tipps für die Verwendung eines Notizbuches

 

In loser Form ein paar Empfehlungen zur Verwendung gebundener Notizbücher:

 

  • Jedes Thema bekommt eine eigene Seite
  • Notizbücher archivieren
    Das hilft selbst schon verfolgten Ideen weiter zu reifen. Mitunter, und das häufiger als erwartet, liefern Ideen ein weiteres Mal Inspiration.
  • Zeichnungen sind erwünscht
    Überhaupt wollen am liebsten alle Sinne Anteil nehmen.
  • In Reichweite behalten
    Lagerung gemeinsam mit einem Stift in Reichweite eines Armes
  • Lesebändchen sind nicht nur Schmuckwerk
  • Zusätzliche Lesezeichen
  • Ein Etikett verwenden oder eindeutige Aufmachung
  • Seitennummern notieren
  • Inhaltsverzeichnis am Ende des Notizbuches
  • Mobilität
    Damit es auch ohne Folgen in die Hose gehen kann, empfiehlt sich ergänzend ein kleines Notizbuch, das keine unnötigen Falten schlägt.
  • Einschließen oder zumindest aktuelle Kontaktdaten notieren
    Kontaktdaten eintragen, falls der Schatz den Tresor verlässt und ein ehrlicher Finder es zurückgeben will.

Wie wertvoll sind Ideen?

 

Der tatsächliche Wert einer Idee bemisst sich an ihrer Umsetzung. Viele Menschen haben gute Ideen, doch zum Einsatz kommen davon wenige. Bei Geschäftideen findet die unternehmerische Wertschöpfung beispielsweise erst mit deren Umsetzung an. Erst, wenn Sie dafür sorgen, dass eine Idee mit Leben gefüllt wird, beginnt sie ihren Wert zu entfalten. Dann werden Erfahrungen gemacht, es gibt Rückmeldungen und die Idee zeigt, wie nützlich und somit wertvoll sie in der Praxis wirklich ist. Lassen Sie Ihre Ideen nicht einstauben.

P.S.

 

Wie sichern Sie Ihre Ideen?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #43321
K:
Ü:

Druck: Und bist du nicht willig, dann … Leistung mit der Peitsche einfordern

Druck: Und bist du nicht willig, dann ...

Leistung mit der Peitsche einfordern
Und bist du nicht willig, dann ... Kreativität mit der Peitsche einfordern

Druck

 

Es gehört zur Professionalität, mit dem mit herausfordernden SItuationen oft verbundenen Druck umzugehen. Gute Vorbereitung und Routine hilft auch in stressiges Situationen den Kopf zu behalten.

Durchdachte Krisenpläne und die Schulung der Beteiligten wie beispielsweise Medientraining, reduzieren den Druck dann selbst im Krisenfall.

„Unter Druck bin ich besonders gut!“

 

Noch immer meinen viel zu viele Menschen sie wären unter Druck besonders leistungsfähig und kreativ. Und noch immer bezweifle ich die Richtigkeit solcher Aussagen.

Druck macht Stress und auf den reagieren Menschen nach alten Mustern. Der Puls geht schneller, der Adrenalinspiegel steigt, und die Nerven sind angespannt. Das sind keine ideale Voraussetzung für kreative Höchstleistungen. In der Praxis wird unter Druck vorzugsweise wieder auf alte Denkmuster und Verhaltensweisen zurückgegriffen, aus Angst, die Aufgabe sonst nicht bewältigen zu können oder zu versagen. Das ist fatal, denn wachsender Wettbewerb erfordert kürzere Reaktionszeiten, effektiveres Vorgehen, originelle Lösungen. Und gerade das ist unter Druck nicht leichter, sondern schwerer.

Lesen Sie den Artikel Kreativität: Ein Diamant braucht auch Druck!

 

 

 

Allerdings

 

Die Bestätigung der Annahme, dass Menschen eher Fehler machen und schneller müde werden, wenn sie versuchen, mehrere Aufgaben parallel zu erledigen, findet sich nicht bei allen zu erledigenden Aufgaben. Hierzu lassen sich im Internet verschiedene Studien finden. Eine davon finden Sie hier: https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0956797612463581 (externer Link)

Druck und Lampenfieber

 

Lampenfieber lebt vom krampfhaften Versuch, so zu tun, als hätte man keins.

Karsten Noack

 

 

Druck heizt das Lampenfieber weiter an

 

Krampf ist Krampf! In einem guten Zustand macht es nicht nur mehr Spaß, wir sind auch einfach besser in dem, was wir können. Deswegen setzt wirkungsvolle Hilfe bei intensivem Lampenfieber bis hin zu Rede- und Auftrittsangst da an, wo es der Ursprung sitzt; im Unbewussten. Negatives Denken hemmt die Leistungsfähigkeit. Das Stammhirn macht noch mehr Druck, will kämpfen oder zumindest fliehen.

 

 

Angstreflex

 

Dieser Angstreflex setzt blitzartig ein und schärft die Sinne. In früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte sollte uns das den kleinen aber entscheidenden, den rettenden Vorsprung, verschaffen. Obwohl die Zeiten sich geändert haben, schaltet das menschliche Gehirn noch immer in vermeintlich bedrohlichen Situationen auf Automatik um und handelt reflexhaft, der Körper wird für die Ausnahmesituation optimiert. Als Folge pocht das Herz in einem rasanten Tempo, der Blutdruck steigt so weit, dass es in den Ohren zu bemerken ist, der Nacken spannt sich an, der Mund wird trocken, die Hände dafür feucht. Es ist uns im Gesicht abzulesen, dass etwas nicht stimmt. Gelassenheit und Souveränität lösen sich zunehmend auf. So laufen wir Gefahr, nicht mehr ruhig und gelassen zu handeln. Da ist der Schritt nicht mehr weit, auch den geistigen Faden zu verlieren. Einfachste Dinge fallen uns nicht mehr ein, im Extremfall kommt es sogar zu Denkblockaden und Blackout.

 

 

Der Mensch ist nun mal keine Maschine.

 

Als ob diese Symptome nicht schon unangenehm genug wären, neigen wir Menschen auch noch unbewusst dazu, in solchen Druck- und Stresssituationen die Aufmerksamkeit darauf zu legen, nur keine Fehler zu machen. Häufig sind es Befürchtungen sich nur nicht zu blamieren und dadurch das Gesicht zu verlieren. Ob im Berufs- oder Privatleben, führen gerade die intensiven Befürchtungen  zu den befürchteten Problemen.  Erst die übersteigerte Angst vor Fehlern bringt die Fehler hervor. Die Angst wird von unnötigem Druck gesteigert. Die Angst von der Angst führt zu einem negativen Kreislauf, dem es abzulegen gilt.

 

 

Spiel die Rolle so lange, bis sie dir passt

 

Ein oft zu hörender Ratschlag, der gut gemeint sein mag und doch nicht immer die erste Wahl ist: „Fake it till you make it. – Tu so als ob, bis du es kannst.“ Das ist leichter gesagt, als getan. Solche Patentrezepte bleiben leicht an der Oberfläche, wenn es nicht ausreichend der inneren Überzeugung entspricht.

Noch besser: Methoden wie Hypnobalancing™ fördern Zustände, in denen der Zugriff auf die eigenen Fähigkeiten ganz natürlich geschieht. So oder so; mit Druck funktioniert es nicht!

P.S.

 

Was meinen Sie zu den Auswirkungen von Druck auf Leistungen?

Wer unter Hochdruck steht,
 sollte Dampf ablassen.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 1. Februar 2017
#0

Kreativitätstechnik SCAMPER

Kreativitätstechnik SCAMPER

Der Kreativität auf die Sprünge helfen
Kreativitätstechnik Scamper - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

SCAMPER

 

Ideenfindung mit der Kreativitätstechnik Scamper. Schritt für Schritt zu Anpassungen, Verbesserungen oder sogar revolutionären Ideen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Fragen, die auf den Weg führen

 

Auf den Lorbeeren ausruhen ist nicht: Es ist mal wieder soweit, eine Idee wird benötigt – und das bitte flott. Zu dumm, wenn einem einfach nichts Neues einfallen will. Also schnell ein Blick auf die Liste der Kreativitätstechniken. Wie wäre es heute mit der Scamper-Methode? Denn selbst wenn sich gerade kein Kreativteam aus dem Hut zaubern lässt; die sieben Fragen der Scamper-Methode lassen sich auch von Einzelkämpfern nutzen. Die Fragen wollen zum Perspektivwechsel provozieren, indem sie alles in Frage stellen, was Sie bisher als normal oder gegeben hingenommen haben. Interessiert? Dann hinein in den kreativen Gärungsprozess.

Ehre, wem Ehre gebührt: Scamper wurde 1997 von Bob Ederle formuliert und hat eine gewisse Verwandtschaft mit der Osborn-Checkliste.

Buchstabe für Buchstabe …

 

Der Begriff SCAMPER ist ein Akronym, das sich aus den folgenden englischen Begriffen zusammensetzt:

 

Substitute (Ersetzen)

 

Welche Komponenten, Materialien, Schritte, Personen etc. lassen sich ersetzen?

 

 

Combine (Kombinieren)

 

Welche Funktionen, Angebote, Dienstleistungen etc. überschneiden sich oder lassen sich kombinieren?

 

 

Adapt (Anpassen)

 

Welche zusätzlichen Funktionen können ergänzt oder angepasst werden?

 

 

Modify (Verändern) und Magnify (Vergrößern)

 

Lassen sich Farben, Größe, Materialien, Formen ode andere Attribute modifizieren?

 

 

Put to other purposes (Anders verwenden)

 

Wie kann man Vorhandenes noch nutzen? Gibt es weitere Verwendungsmöglichkeiten, einen anderen Zusammenhang zur Nutzung?

 

 

Eliminate (Entfernen)

 

Weniger ist mehr: Was sind die Kernfunktionen? Welche Elemente lassen sich entfernen, vereinfachen, reduzieren?

 

 

Reverse (Umkehren) und Reverse (Umkehren)

 

Kopfstand: Lassen sich Elemente auch entgegengesetzt nutzen oder die Reihenfolge ändern?

Einsatzbereiche

 

Die Scamper-Methode können Sie beispielsweise für die Entwicklung eines neuen Produkts oder einer Dienstleistung anwenden. Sie lässt sich jedoch ebenso auf zahlreiche andere Herausforderungen wie Prozesse und Strategien übertragen. Am besten funktioniert sie bei der Ableitung aus bisherigen Lösungen. Insofern bietet sie sich auch gut als Schritt nach einer anderen Kreativitätstechnik an, um Ideen voranzubringen.

SCAMPER Schritt für Schritt

 

Über den Daumen: Für die intensive Bearbeitung eines Themas in der hier vorgestellten Variante benötigt eine Gruppe rund 45 bis 60 Minuten.

 

 

Vorbereitung

 

Sobald die Teilnehmer bereit sind geht es los. Mitunter ist dazu eine Einstimmung erforderlich, da es sonst nicht so richtig zur Sache gehen wird. Hier zeigt sich die Erfahrung des Moderators, dies mit geeigneten Mitteln zu fördern.

 

 

1. Schritt

 

Der Moderator stellt das Problem vor und beschreibt, wie die Fragen (oft als Checkliste) bearbeitet werden und wie lange. Bei eingespielten Gruppen einigt sich diese darauf, wie sie vorgehen will. Wollen sie die Fragen systematisch nacheinander bearbeiten oder soll es erlaubt sein, parallel an allen Fragen gleichzeitig zu arbeiten? Soll eine Person die Ideen auf Zuruf visualisieren oder notiert jeder Teilnehmer seine Ideen selbst? Es wird bei der Gelegenheit nochmals an die Grundregeln erinnert.

 

 

 

2. Schritt

 

Stift raus und los. Die Fragen werden nun nacheinander von den Teilnehmern durchgearbeitet. In der Gruppe können die Ideen auch gemeinsam gesammelt und visualisiert werden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Geübte Gruppen kombinieren das gerne mit der Erstellung eines gemeinsamen Mind Maps. Haben die Teilnehmer noch wenig Erfahrung mit der Anwendung kreativer Techniken, kann es etwas dauern, bis die Gruppe zu einer produktiven Zusammenarbeit findet. Der Moderator kann die Gruppe dabei unterstützen in den kreativen Fluss zu finden. Eine gute Vorbereitung und Einstimmung macht sich in dieser Phase deutlich bemerkbar.

Für den Prozess gilt die Spielregel: Quantität geht zunächst vor Qualität! Alle Ideen sind wichtig und ausdrücklich erlaubt. Es findet in dieser Phase keinerlei Bewertung der einzelnen Lösungsvorschläge statt.

Nochmals auf einen Blick. Es gelten diese grundsätzlichen Regeln:

  • Jede Idee, gleichgültig wie verrückt oder realistisch, ist willkommen.
    Gerade eine vermeintlich unausgereifte Idee führt häufig zu neuen Ideen.
    Es kommt auf die Menge der Vorschläge an, nicht auf die Qualität.
  • Killerphrasen, Kritik und Korrekturen an den geäußerten Ideen sind streng verboten.
    Der Ideenfluss soll frei fließen, Kritik bremst.
  • Kombinieren und Aufgreifen von bereits geäußerten Ideen ist erwünscht.
    Jeder darf Ideen der anderen Teilnehmer aufgreifen und für eigene Ansätze verwenden.
    Brainstorming ist immer ein Gruppenprozess.
    Deshalb hat auch kein Teilnehmer ein Patent auf seine Ideen.
  • Kurz fassen.
    Präzise und kurz gehaltene Beiträge machen es allen Teilnehmern leichter, teilzunehmen und neue Ideen zu entwickeln.

 

 

 

3. Schritt

 

Ist die Methode für die Gruppe neu, ist es sinnvoll, den Teilnehmern an dieser Stelle die Gelegenheit zu geben, sich kurz zum Prozess und den Ergebnissen zu äußern. Die einzelnen Rückmeldungen werden dabei allerdings nicht diskutiert.

Anschließend werden die Ideen bewertet. Meist ist es dabei nicht hilfreich, alle Lösungsvorschläge einzeln zu besprechen. Empfehlenswerter ist es, beispielsweise mittels Punktbewertung die von der Gruppe favorisierten Ideen zu ermitteln. Hierzu werden die Idee jeweils mit einem Klebepunkt versehen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Punkt der Idee optisch eindeutig zugeordnet wird. Jeder Teilnehmer kann beliebig viele Ideen markieren, es darf jedoch nur ein Punkt pro Idee gegeben werden. Wenn alle Teilnehmer ihre Punkte geklebt haben, zählt der Moderator für jede Idee die Anzahl der Punkte zusammen, ermittelt die Rangfolge der Ideen und fasst das Gruppenergebnis zusammen.

Eventuell findet im Anschluss noch ein kurzer Austausch statt. Jeder Teilnehmer benennt dazu in der Runde zumindest die aus seiner subjektiven Sicht wirkungsvollste Idee und kommentiert deren besonderen Reiz.

 

 

 

4. Schritt

 

Mit den Ergebnissen aus dem 3. Schritt kann auf mehreren Wegen weitergearbeitet werden. Entweder werden bereits beim Zusammentreffen konkrete und möglichst SMARTe Maßnahmen beschlossen, oder die weitere Bearbeitung wird an einen Verantwortlichen bzw. an eine Arbeitsgruppe delegiert. Am Ende der Sitzung fotografiert der Moderator sämtliche Visualisierungen und sie werden Teil des Protokolls, das jeder Teilnehmer erhält.

 

 

 

Anmerkungen

 

Es müssen nicht zu allen Punkten der Checkliste Ideen gefunden werden, die Methode liefert auch selektiv angewandt sehr gute Ergebnisse. Die Ergebnisse sind nicht zwangsläufig alle praktikabel, doch selbst die bieten sich als Ausgangspunkt die weitere Erkundungen an. In jedem Schritt kann auch problemlos eine zusätzliche Technik genutzt werden, wie beispielsweise Brainstorming oder Mind Mapping.

Vor- und Nachteile

 

a. Vorteile

 

  • Einfache Nutzung bei kreativer Grundhaltung
  • Das systematische Vorgehen verhindert den frühzeitigen Abbruch der Ideenfindung
  • Betrachtung einer Fragestellung bzw. Thematik von verschiedenen Seiten
  • Sowohl für Gruppen als auch Einzelpersonen geeignet
  • Fördert neue Perspektiven und liefert so originelle Ideen
  • Geeignet für die Fortführung von Brainstormingsitzungen

 

 

b. Nachteile

 

  • Höhere Anforderungen an den Moderator
  • Bei ungeübten Teilnehmern und Moderatoren sind die Ideen meist näher an Ursprung
  • Für den Start eines Prozesses für die Ideenfindung ungeeignet

Fazit zu SCAMPER

 

Keine große Sache, es sind doch nur ein paar Fragen. Was auf den ersten Blick möglicherweise etwas trivial wirkt, entpuppt sich in der Praxis als sehr wirkungsvoll. Wer sich auf die Fragen einlässt profitiert vom konstruktiv-provozierten Perspektivwechsel der den Fragen innewohnt.

Nutzen Sie die Gelegenheit. Sie machen sich frei von blinden Flecken, stellen alles, was Sie bisher als in Stein gemeißelt hingenommen haben noch einmal infrage. Wobei: Es sind dazu eingespielte Teilnehmer beziehungsweise zumindest ein erfahrener Moderator erforderlich. Sonst sind interessante Resultate eher unwahrscheinlich.

Der größte Nutzen dieser Methode besteht in der Form der möglichen Zusammenarbeit, dem Austausch, der Kombination von Kreativität und Systematik. Es werden die Stärken des Brainstormings genutzt; schnell gemeinsam viele spontane Ideen zusammentragen. Dabei vermeidet Scamper die Nachteile des Brainstormings, das es von vielen als zu chaotisch und unsystematisch empfunden wird. Die sieben Fragen sorgen für ausreichende Struktur, ohne die Kreativität der Teilnehmer einzuengen. Die auch hier geltenden Regeln des Brainstormings stellen sicher, dass vielfältige Ideen generiert werden. Obwohl Scamper die Ideen zur Verbesserung von bestehenden Lösungen betrachtet, kann das Resultat durchaus zu einer radikalen Veränderung führen. Das Spektrum der möglichen Ergebnisse am Ende der Themenbearbeitung reicht von geringfügigen Anpassungen bis zu revolutionären Einsichten.

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation lernen?

 

Wenn Sie diese Methode für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit SCAMPER gemacht?

Artikel zu Kreativitätstechniken

8 häufige Verhandlungsfehler

In diesem Beitrag geht es um 8 häufige Fehler in Verhandlungen. Gefahr erkannt — Gefahr gebannt.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #43321
K:
Ü:

Kreativitätstechnik Synektik

Kreativitätstechnik Synektik

Kreativitätstechnik: Mache dir das Fremde vertraut und entfremde das Vertraute.
Kreativitätstechnik Synektik

Kreativitätstechnik Synektik

 

Synektik (Zusammenfügen) ist eine vergleichsweise unbekannte Kreativitätstechnik für die Ideenfindung. Sie soll unbewusst ablaufende Denkprozesse fördert.

Mittels Analogien wird die zu bearbeitende Herausforderung schrittweise verfremdet. Durch den sachlichen Abstand vom Problem und von bisherigen Lösungsversuchen werden neue Perspektiven und somit neue Lösungsansätze möglich.

 

 

 

 

Wunder geschehen plötzlich. Sie lassen sich nicht herbeiwünschen, sondern kommen ungerufen, meist in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und widerfahren denen, die am wenigsten damit gerechnet haben.

Georg Christoph Lichtenberg

 

Im Zitat steckt eine Menge Wahrheit. Nur, wer hat stets soviel Zeit?

 

 

 

Synektik

 

Mache dir das Fremde vertraut und verfremde das Vertraute.

Grundprinzip

 

 

Synektik (Zusammenfügen) ist eine im Vergleich weniger bekannte Kreativitätstechnik für die Ideenfindung, die unbewusst ablaufende Denkprozesse zur Aktivierung der Kreativität fördert. Die Technik wurde von William Gordon entwickelt und 1961 zum ersten Mal in seinem Buch Synectics: The development of creative capacity vorgestellt.

Mit Hilfe von Analogien wird die zu bearbeitende Herausforderung schrittweise verfremdet. Durch den sachlichen Abstand vom Problem und von bisherigen Lösungsversuchen werden neue Perspektiven und somit neue Lösungsansätze möglich. Ähnlich wie bei der Bisoziation werden zwei völlig voneinander unabhängige Denkebenen mit dieser Technik zusammengeführt. Es gilt das Grundprinzip „Mache dir das Fremde vertraut und entfremde das Vertraute.“ Die lockende Belohnung; neue und überraschende Lösungen.

Synektik wird ähnlich wie das Brainstorming in einer Gruppe ausgeführt, setzt allerdings erfahrene Teilnehmer voraus, da sie anspruchsvoller als das Brainstorming ist.

Der Ablauf ist komplexer und die Analogiebildung erfordert einige Übung. Der ideale Teilnehmer ist frei von persönlichen Befindlichkeiten und handelt offen, konzentriert und zielgerichtet. Auch der Moderator ist stärker gefordert und sollte relevante Sitzungen erst dann moderieren, wenn er sich mit den Besonderheiten der Synektik ausreichend vertraut gemacht hat. Zusätzlich zur Führung durch den Prozess ist es seine Aufgabe, die einzelnen Schritte für alle Teilnehmer sichtbar zu dokumentieren. Mit im Durchschnitt vier Stunden ist auch der Zeitaufwand höher als beispielsweise bei einem typischen Brainstorming.

 

 

 

Anwendungsbereiche der Synektik

 

Die detaillierte Analyse von komplexen Aufgabenstellungen, Produktneu- und Weiterentwicklungen, sowie die Überwindung eingefahrener Denkstrukturen sind das spezielle Feld der Synektik. Die Methode der Synektik eignet sich zur Produktfindung und -optimierung ebenso wie zur Auffindung neuer Strukturen.
Allerdings: Sie ist sehr zeitintensiv, heißt, sie kann in drei bis vier Stunden erfolgen oder über mehrere Tage ausgedehnt werden. Zudem muss der Moderator steuernd auf die Gruppe einwirken und die Teilnehmer sollten mit der Methodik vertraut sein. Die Teilnehmerzahl sollte auf acht bis zwölf Personen aus unterschiedlichen Fachrichtungen begrenzt werden.

 

 

 

Synektik Schritt für Schritt

 

Eine Synektik-Sitzung besteht aus den folgenden aufeinanderfolgenden Schritten:

 

 

1. Schritt: Problemanalyse und Problemdefinition

 

Grundlegend ist die eindeutige Definition des Problems. Das Problem wird untersucht und genau aufgezeigt, Fragen der Gruppe werden geklärt. Wenn erforderlich erklärt ein Experte den Teilnehmern das Problem im Detail. Die Aufgaben- beziehungsweise Problemstellung wird von der Gruppe diskutiert. Da der Experte teilnimmt ,ist nicht notwendig, dass alle Teilnehmer über dasselbe Expertenwissen verfügen.

Beispiel:
Wie kann ein Tablett-PC möglichst einfach an einem Ständer auf dem Schreibtisch befestigt werden?

 

 

 

2. Schritt: Spontane Lösungen

 

Mittels Brainstorming aufgekommene spontane Lösungen werden dokumentiert, dazu können Visualisierungstechniken verwendet werden. Es werden spontan auftauchende Ideen einzelner Teammitglieder notiert. Sie werden am besten auf einem Flipchart gesammelt, damit alle Teilnehmer die Notizen im Blick haben und die Sitzung so auch strukturierter abläuft.

Beispiel:
Magneten, Saugnapf, Klammern, Klebefolie,…

 

 

 

3. Schritt: Neuformulierung des Problems

 

Die ersten spontanen Lösungen werden genutzt, um gemeinsam das Problem neu zu definieren.

Beispiel:
Wie kann ich erreichen, dass der Tablett-PC leicht wieder abgenommen werden kann?

 

 

 

4. Schritt: Direkte Analogien

 

Aus einem vorgegebenen Themenbereich entwickelt die Gruppe erste direkte Analogien. Alle Gruppenmitglieder sollten mit dem gewählten Themengebiet ausreichend vertraut sein.

Es werden zum gestellten Problem Analogien aus anderen Bereichen gesucht. Etwas Abstand hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen, oder andersherum. Wenn das Problem aus dem Bereich der Natur ist – dann Analogien aus der Technik wählen oder umgekehrt. Die Analogiensuche erfolgt zum Beispiel durch Brainstorming. Nach Abschluss der Analogienphase wählt die Gruppe einen Begriff aus, der mit der Problemdefinition in sinnhaftem Zusammenhang steht.

 

Beispiel:
Es werden Analogien aus der Natur gewählt. Darunter; Geweih wird abgestoßen, Schnee schmilzt, fleischfressende Pflanze erzeugt selbst Kleber, Schlange streift Haut ab,… Die Gruppe wählt: Schlange streift Haut ab.

 

 

 

5. Schritt: Persönliche Analogien

 

Es werden persönliche Analogien gebildet, um die Identifikation der Teilnehmer mit dem Problem zu erreichen. Die Gruppe wählt dazu ein direktes Gleichnis aus, identifiziert sich damit und entwickelt eine persönliche Analogie.

Persönliche Analogien bilden Identifikationen. Der ausgewählte Begriff wird dazu von der Gruppe aufgegriffen und es werden persönliche Analogien dazu gebildet. „Wie fühle ich mich als….?“ Die Teilnehmer beschreiben dies in 10 bis 20 Zeilen. Gefühle werden dabei als Tatsachen formuliert. Jeder Teilnehmer teilt seine Beschreibung den anderen mit. Der Moderator notiert signifikante Gefühle. Die Gruppe entscheidet sich wiederum für ein Gefühl, das mit dem gewählten Begriff aus dem vorhergehenden Schritt 4 einen sinnhaften Zusammenhang bildet.

Beispiel:
Wie fühle ich mich als häutende Schlange? Es ist eng, es juckt, Atemnot,… Die Gruppe wählt: Es ist eng.

 

 

 

6. Schritt: Symbolische Analogien (Kontradiktionen)

 

Eine persönliche Analogie wird von der Gruppe ausgewählt und auf ungewöhnliche, paradoxe oder symbolische Vergleiche geprüft.

Beispiel:
Fesselung, Würgegriff, Käfig,… Gruppe wählt: Fesselung.

 

 

 

7. Schritt: Zweite direkte Analogien

 

Die zweite direkte Analogie wird aus einem anderen Bereich abgeleitet. Die Gruppe sucht dazu jetzt wieder direkte Analogien aus dem Themengebiet, aus dem die Aufgabe stammt. Es werden direkte Analogien zu den gefundenen symbolischen Analogien gesucht, zum Beispiel aus der Technik oder der Natur.

Beispiel:
Schienensystem, Korridor, Leitplanken,.. Gruppe wählt: Leitplanken.

 

 

 

8. Schritt: Analogieanalyse

 

Analyse der direkten Analogien aus dem letzten Schritt. Merkmale und Funktionsprinzipien einer ausgewählten Analogie aus dem vorhergehenden 7. Schritt werden von der Gruppe aufgelistet und analysiert.

Jeder Teilnehmer wählt eine Analogie aus dem 4. Schritt aus und beschreibt diese umfassend. Diese Beschreibung erfolgt rund 5 Minuten lang in einer Form, als ob es einem Kind erklärt werden würde. Anschließend stellt jeder Teilnehmer die eigene Beschreibung der Gruppe vor.

Beispiel:
Leitplanke besteht aus Blechprofil, verformbar, liefert Führung, nimmt Druck auf

 

 

 

9. Schritt: Übertragung auf das Problem Force-Fit

 

Das ist der wichtigste Schritt. Jetzt gilt es einen Zusammenhang zwischen den Analogien und dem Problem zu finden. Diese Phase sollte nach den Regeln des Brainstormings erfolgen.

Was hat das mit dem eigentlichen Problem tun? Nachdem sich gedanklich immer weiter vom eigentlichen Problem entfernt wurde, werden hier nun mit Gewalt die problemfremden Zwischenlösungen als Analogien auf das eigentliche Problem übertragen. Dieses erzwungene Übertragen nannte Gordon Force-Fit.

Beispiel:
Rahmen an zwei Seiten, Druck erzeugt Spannung,

 

 

 

10. Schritt: Entwicklung konkreter Lösungsansätze

 

Die Gruppe erstellt eine Liste von Ideen und Lösungsansätzen zu der gestellten Aufgabe. Auch hier werden die Grundregeln des Brainstormings sinngemäß angewendet.

Die Voraussetzungen sind hoch: Damit dieser Schritt Früchte trägt, müssen Auftraggeber und Moderator die Aufgabenstellung genauestens vorbereiten. Die Teilnehmer sollten die Methode zumindest schon einmal geübt haben. Das Umfeld und die Entscheidungsträger müssen die Vorgehensweise und Ergebnisse der Synektik akzeptieren.

Beispiel:
Ein gekrümmter Rahmen erzeugt Haltespannung.

 

 

 

 

Vor- und Nachteile

 

 

Vorteile

 

  • Der Einsatz in Gruppen und auch für Einzelpersonen ist möglich.
  • Erfahrene Anwender erreichen eine Fülle interessanter Ideen.

 

 

Nachteile

 

  • Mit durchschnittlich einem halben Tag ein höherer Zeitaufwand als beispielsweise Brainstorming
  • Höhere Anforderungen an die Anwender
  • Erfahrener Moderator (in der Synektik auch als Juggler bezeichnet) erforderlich
  • Der Verfahrensablauf ist durch die vielen Schritte komplizierter
  • Das Finden von Analogien muss erst erlernt werden, um es auf effiziente Weise anwenden zu können
  • Vorhandene Hemmungen sind zu überwinden, vor allem bei der Bildung persönlicher Analogien

Wo kann ich die professionelle Anwendung der Synektik lernen?

 

Wenn Sie die Methode der Synektik für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Haben Sie diese Kreativitätstechnik schon eingesetzt?

Ideen

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2005
Überarbeitung: 8. März 2019
AN: #43367

Walt-Disney-Strategie: Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps und Beispiele zur Kreativitätstechnik

Walt-Disney-Strategie: Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps und Beispiele zur Kreativitätstechnik

Mehr Perspektiven für mehr Kreativität

Walt-Disney-Strategie

Walt-Disney-Technik

 

Die Walt-Disney-Methode hat sich in vielen Einsatzbereichen als sehr wirkungsvolle Kreativitätstechnik bewährt. Sie wird genutzt, um aus unterschiedlichen, sich hilfreich ergänzenden Perspektiven nützliche Erkenntnisse zu gewinnen. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Walt-Disney-Methode

 

Die Walt-Disney-Methode hat sich als sehr wirkungsvolle Kreativitätsstrategie bewährt. Sie wird genutzt, um aus unterschiedlichen, sich hilfreich ergänzenden Perspektiven nützliche Erkenntnisse zu gewinnen.

 

 

 

Unterschiedliche Perspektiven nutzen

 

 

1. Der Rahmen

 

Sie können wahlweise die drei Sichtweisen Träumer, Kritiker und Realist einnehmen, für die auch ein eigener Raum bzw. eine Rolle geschaffen wird. Dies kann tatsächlich räumlich umgesetzt, mit entsprechenden Hilfsmitteln angedeutet werden oder virtuell geschehen. Dem Begründer dieser Kreativitätstechnik, Walt Disney, wird nachgesagt, dass er für jede dieser Rollen einen eigens ausgestatteten Raum eingerichtet hat, den er auch aufsuchte, wenn die entsprechende Rolle angebracht war.

Während der Raum des Realisten nüchtern und die Möblierung auf das Notwendigste beschränkt blieb, war der Raum des Träumers üppig, fantasievoll und auf das Bequemste eingerichtet. Der Raum des Kritikers soll dagegen lediglich mit 2 Reihen gegenüber angeordneten Stehpulten ausgestattet gewesen sein. Das jeweilige Ambiente dieser Räume sollte gewissermaßen auf die Einstellung der darin agierenden Personen abfärben.

Und wenn Sie nicht so reichlich mit Räumen ausgestattet sind; finden Sie die geeignetsten Plätze für die jeweiligen Rollen und markieren sie diese.

 

 

2. Die Rollen

 

 

a. Der Träumer

 

Auf den Spuren von Martin Luther King und Co. Der Träumer ist für Ideen, Richtungen und Visionen zuständig. Vor allem visuell orientiert, entwirft er entsprechende Zukunftsbilder. Er erlebt sich selbst im Zustand des Fantasten und imaginiert Zukunftsprojektionen, in denen er sich selbst in positive und wünschenswerte Situationen versetzt.

 

 

b. Der Realist

 

Dem Realisten obliegt dagegen die Umsetzung. Er vollzieht nach, was der Träumer sich als Zukunftsbild vorgestellt hat und simuliert dies, als wäre es schon in der Gegenwart geschehen. In seiner Simulation entwickelt er einen konkreten Plan für die Realisierung der Ideen und Visionen des Träumens. Er denkt systematisch und erstellt einen logisch strukturierten Plan, in dem er beispielsweise ein Ziel in Unterziele aufteilt, die wichtigsten Schritte ermittelt, Aufgaben festlegt und verteilt. Der Realist ist vor allem rational orientiert und überprüft das Zukunftsbild des Träumers.

 

 

c. Der Kritiker

 

Der Kritiker hinterfragt das Ganze, nimmt Ideen auseinander und setzt sie wieder zusammen. Der Fokus ist darauf gerichtet, was realistisch machbar ist und was nicht.

Er überprüft den bisher entwickelten Plan. Mit etwas Abstand zum eigenen Vorhaben wird nüchtern überprüft, ob irgendetwas vergessen wurde und ob es Umstände und Einflüsse gibt, die die Durchführung des Planes verhindern könnten. Er arbeitet vor allem auf dem auditiven Kanal und aktiviert den inneren Dialog. Das heißt, er hört dem Träumer und dem Realisten zu, nimmt seine inneren Stimmen wahr und fragt sich, was alles noch verbessert werden kann. Dieser Zustand hat viel mit der Vergangenheit zu tun, weil hier vor allem Erfahrungen aus der Vergangenheit aktiviert werden.

 

 

Bedeutung der Rollen

 

Jede dieser drei Rollen hat ihre ganz spezifische Bedeutung. Während im Alltagsleben die Rollen verschwimmen und sich gegenseitig behindern, gilt es hier, sie in Reinform zur Geltung kommen zu lassen. Jeder dieser Zustände kann als eigenständiger Teil des Unterbewusstseins definiert werden. Bei erfolgreichen Personen wurde festgestellt, dass sie die drei Zustände klar voneinander trennen und allen drei Rollen denselben Stellenwert zumessen.

Viele Menschen bevorzugen in bestimmten Kontexten eine dieser Rollen. Manche Menschen haben beispielsweise eine Affinität zur Rolle des Träumers, sodass es ihnen leicht fällt, viele Ideen zu entwickeln. Oft sind solche Menschen sehr begeisterungsfähig, werden jedoch seltener etwas praktisch umsetzen.

Andere Menschen bevorzugen dagegen eher den Realisten und sind sehr konsequent bei der Erledigung von Aufgaben, jedoch oft nicht so kreativ dabei neue Lösungen zu finden.

Die Rolle des Kritikers wird im Vergleich oft geringer geschätzt. Doch er ist es, der den Fokus auf entstehende Probleme richtet und schnell erkennt, wenn etwas nicht geht, was fehlt und was man noch besser machen könnte.

Im Rahmen der Teamarbeit ist dieses Wissen hilfreich, um die Beteiligten entsprechend ihren Fähigkeiten einzusetzen und zu fördern. Die Walt-Disney-Strategie hilft zum Beispiel den üblichen Streit zwischen Träumern und Kritikern zu verstehen, konstruktiv zu nutzen und jede Rolle zu würdigen.

 

 

d. Die Metaposition

 

Als eine zusätzliche Rolle empfiehlt sich die Metaposition. Aus dieser Perspektive ist es leichter, den gesamten Prozess im Auge zu behalten und ihn zu fördern.

 

 

e. Der Moderator

 

Sollte ein Moderator den Prozess begleiten, nimmt er trotz der Verlockungen nicht an der Diskussion an sich teil.

 

 

3. Aufzeichnung

 

Sichern Sie die Erkenntnisse: Zur Protokollierung kann beispielsweise ein Mindmap verwendet werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung Walt-Disney-Strategie

 

Entweder wird für jede Rolle ein passender eigener Raum vorbereitet oder im Rahmen der Möglichkeiten werden drei Plätze gewählt und gekennzeichnet.

 

 

 

Einstimmung

 

Nacheinander nehmen alle Teilnehmer die drei Plätze/Rollen im Verlauf ein.

Hilfreich ist es, sich mit folgenden Fragen auf die jeweilige Rolle einzustimmen:

  • An welche Situationen kann ich mich erinnern, in denen ich besonders kreativ, realistisch beziehungsweise kritisch war?
    Was habe ich da gesehen, gehört, gefühlt?
    Wie war meine Körperhaltung?
  • Nutzen Sie, was auch immer den Zustand intensiviert. Ein professioneller Moderator wird hier Mentaltechniken einsetzen, um die Intensität zu stärken und diese Zustände dann ankern, um sie auch zukünftig verfügbar zu machen.

 

 

 

1. Runde

 

In der ersten Runde geht es darum, zunächst einmal ein gemeinsames Problembewusstsein zu schaffen. Der Träumer beginnt und imaginiert wünschenswerte Zustände, die er den anderen Teilnehmern möglichst detailliert beschreibt. Der Vertreter des Realisten versetzt sich in den Zustand des Machers und teilt den anderen seine Überlegungen mit. Abschließend bekommt der Kritiker Raum und trägt den anderen seine Bedenken vor. Die Rolle des Kritikers ist zugleich eine Metaposition, die es ermöglicht zu beurteilen, ob alle drei Rollen gleichermaßen genutzt wurden oder ob es noch etwas hierfür braucht.

Zwischen den einzelnen Rollenübernahmen folgt jeweils eine kurze Pause, die auch als Separierung bezeichnet wird, da es hier darum geht, sich vor dem Einnehmen der nächsten Rolle von der vorherigen vollkommen zu trennen.

 

 

 

2. Runde

 

In der zweiten Runde definieren und präzisieren Sie das Problem bzw. die Zielstellung im Detail.

 

 

a. Träumer

 

Wenn Sie nun in den Raum des Träumers treten, aktivieren Sie alles, was Ihnen für diesen Zustand zur Verfügung steht. Nutzen Sie dazu die folgenden Fragen:

  • Welche Fantasien und Visionen habe ich hier?
    Was wünsche ich mir hier?
    Welches Zielszenario ist erstrebenswert?
  • Nehmen Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, ohne es zu bewerten. In dieser Phase ist einfach alles möglich!

… kurze Pause …

 

 

 

b. Realist

 

Betreten Sie nun den Raum des Realisten und intensivieren Sie den damit verbundenen Zustand mit folgenden Fragen:

  • Was für Fähigkeiten habe ich bereits, um das Ziel zu verwirklichen?
  • Welche Menschen oder Dinge benötige ich noch, damit auch wirklich alles funktioniert?
  • Welche Schritte sind konkret notwendig?

… kurze Pause …

 

 

 

c. Kritiker

 

Es folgt der Kritiker mit dem damit verbundenen Zustand.

Hilfreiche Fragen sind:

  • Was hält der Kritiker von den Vorstellungen des Träumers und des Realisten?
  • Was haben die anderen beiden übersehen?
  • Was muss ergänzt werden?
  • Was geschieht im schlimmsten Fall?

… kurze Pause …

 

 

 

d. Metaposition

 

Betrachten Sie aus der Metaposition, was Träumer, Realist und Kritiker entwickelt und gesagt haben. Prüfen Sie, ob die Positionen jeweils wirklich mit der eigenen Aufgabe beschäftigt (träumen, realisieren, kritisieren) waren und überlegen Sie sich gegebenenfalls Korrekturen.

 

 

 

3. Runde

 

In einer dritten Runde betreten Sie erneut vor dem Hintergrund der veränderten Sichtweisen und gewonnenen Erkenntnisse der Kritik den Raum des Träumers. Imaginieren dort eine veränderte und noch bessere Lösung.

Es folgt der Schritt in den Raum des Realisten, in dem Sie nun die notwendigen Schritte für die Umsetzung planen.

Dann gehen Sie wieder in den Raum des Kritikers, in dem noch einmal alles kritisch durchdacht und durchleuchtet wird.

 

 

 

X. Runde

 

Dieser Prozess wird so lange durchlaufen, bis eine befriedigende und realistische Lösung gefunden wurde.

 

 

 

Einsatzbereiche der Disney-Strategie

 

Die Disney-Strategie ist für Gruppen und Einzelpersonen für sehr viele Einsatzbereiche geeignet. Beispielsweise zur:

  • Ideensammlung
  • Teamentwicklung
  • Erkennung langfristiger Folgen
  • Gesprächsvorbereitung
  • Entscheidungsfindung
  • Verhandlungsvorbereitung

 

 

 

Vorteile und Nachteile der Disney-Strategie

 

 

Vorteile

 

  • sowohl für Einzel- als auch für Gruppenarbeit geeignet
  • Betrachtung von verschiedenen Blinkwinkeln

 

 

 

Nachteile

 

  • Anfangs kann ein Moderator erforderlich sein, damit die Rollenergebnisse sauber voneinander abgegrenzt werden und die jeweiligen Zustände intensiviert werden.

 

 

 

Fazit

 

Die Disney-Strategie hat sich sowohl in Gruppen als auch für Einzelpersonen bewährt. Der Zeitaufwand ist zwar etwas höher, doch er lohnt sich auch.

Walt-Disney-Strategie

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation lernen?

 

Wenn Sie diese Methode für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

P.S.

 

Haben Sie Erfahrungen mit der Walt-Disney-Strategie?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Antworten auf häufige Fragen

Wer hat die Walt-Disney-Strategie als erster beschrieben?

Die Walt-Disney-Strategie, auch bekannt als die Disney-Methode, wurde erstmals von Robert Dilts, einem führenden Entwickler und Trainer im Bereich der Neuro-Linguistischen Programmierung (NLP), in den 1980er Jahren beschrieben. Diese Methode basiert auf den angeblichen Denkstilen und -strategien von Walt Disney, die er nutzte, um kreative Ideen zu entwickeln und zu realisieren. Dilts analysierte und modellierte Disneys Ansätze und formulierte sie in einer systematischen Strategie um, die drei verschiedene Perspektiven umfasst: den Träumer, den Realisten und den Kritiker. Diese Methode wird verwendet, um Kreativität und effektive Planung in verschiedenen Kontexten, von der persönlichen Entwicklung bis zur Organisationsführung, zu fördern.

Welche unterschiedlichen Rollen gibt es beim Walt Disney Modell?

Das Walt Disney Modell, entwickelt von Robert Dilts innerhalb des Rahmens der Neuro-Linguistischen Programmierung (NLP), teilt den kreativen Prozess in drei spezifische Rollen auf, um Ideen effektiv von der Konzeption bis zur Realisierung zu bringen. Jede Rolle repräsentiert eine unterschiedliche Denkweise oder Perspektive:

1. Der Träumer (Dreamer): Diese Rolle fokussiert sich auf das Träumen und die Vision. Der Träumer denkt groß und stellt sich vor, was alles möglich wäre, ohne sich von aktuellen Realitäten oder Einschränkungen behindern zu lassen. Diese Phase ist entscheidend für die Generierung kreativer und innovativer Ideen.

2. Der Realist (Realist): Nachdem der Träumer Ideen entwickelt hat, übernimmt der Realist. Diese Rolle befasst sich mit der praktischen Umsetzung der Ideen. Der Realist plant das „Wie“ der Realisierung, setzt Ziele, organisiert Ressourcen und denkt über konkrete Schritte nach, um die Vision des Träumers Wirklichkeit werden zu lassen.

3. Der Kritiker (Critic): Der Kritiker evaluiert die vorgeschlagenen Pläne und Ideen kritisch. Diese Rolle betrachtet, was schiefgehen könnte, sucht nach potenziellen Problemen und Schwächen in den Plänen und schlägt Verbesserungen vor. Das Ziel des Kritikers ist es, sicherzustellen, dass das Endprodukt so robust und erfolgreich wie möglich ist.

Durch das Durchlaufen dieser drei Phasen oder Rollen ermöglicht das Modell eine umfassende und ausgewogene Herangehensweise an die Projekt- oder Produktentwicklung. Jede Rolle hilft dabei, die Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und verbessert somit die Qualität und Durchführbarkeit des Endprodukts. Das Modell fördert eine iterative und dynamische Weise der Ideenentwicklung und -umsetzung, bei der die Stärken jeder Rolle genutzt werden, um Schwächen in anderen Bereichen auszugleichen.

Ist der Kritiker bei der Walt Disney Strategie eine hilfreiche Position?

Ja, die Rolle des Kritikers ist im Walt Disney Modell äußerst hilfreich und entscheidend für den Erfolg eines Projekts. Hier sind einige Gründe, warum die Position des Kritikers wichtig ist:

1. Risikominimierung: Der Kritiker hilft dabei, potenzielle Schwächen, Probleme oder Risiken in den Plänen und Ideen frühzeitig zu erkennen. Dies ermöglicht es, Probleme zu adressieren, bevor sie kostspielig oder schwer zu beheben sind.

2. Qualitätssicherung: Durch die kritische Bewertung aller Aspekte einer Idee oder eines Projekts trägt der Kritiker zur Qualitätssicherung bei. Dies stellt sicher, dass das Endprodukt den Anforderungen und Erwartungen entspricht.

3. Realitätsprüfung: Der Kritiker sorgt für eine Realitätsprüfung der vom Träumer generierten Visionen und der vom Realisten entwickelten Umsetzungspläne. Dies stellt sicher, dass die Pläne praktikabel sind und die Ressourcen effektiv genutzt werden.

4. Förderung von Innovation: Indem der Kritiker Schwachstellen identifiziert, fordert er das Team heraus, kreative Lösungen zu finden. Diese dynamische Spannung zwischen den Rollen fördert Innovation und führt oft zu besseren, durchdachteren Endprodukten.

5. Verbesserung der Entscheidungsfindung: Der Kritiker trägt dazu bei, dass Entscheidungen gut durchdacht und fundiert sind, indem er verschiedene Perspektiven und mögliche Auswirkungen berücksichtigt.

Insgesamt sorgt die Rolle des Kritikers dafür, dass die Visionen des Träumers und die Pläne des Realisten einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Projekt erfolgreich und nachhaltig ist. In einem gut geführten Prozess ergänzen sich diese Rollen gegenseitig und schaffen ein ausgewogenes und effektives Ergebnis.

Wie gelingt es, dem Träumer einen besonders guten Job zu machen?

Um als „Träumer“ in der Walt Disney Strategie besonders effektiv zu sein, sollte man sich auf einige Schlüsselpraktiken konzentrieren, die die Kreativität und die Generierung innovativer Ideen fördern. Hier sind einige Tipps, wie man in dieser Rolle besonders erfolgreich sein kann:

1. Freiraum schaffen: Es ist wichtig, eine Umgebung zu schaffen, in der man frei denken und ohne Einschränkungen brainstormen kann. Das kann bedeuten, sich physisch in eine inspirierende Umgebung zu begeben oder sich mental Raum zu geben, um ohne Druck kreativ zu sein.

2. Grenzen überschreiten: Der Träumer sollte ermutigt werden, über bestehende Grenzen und Konventionen hinauszudenken. Dies beinhaltet, unkonventionelle Lösungen zu erkunden und bestehende Annahmen in Frage zu stellen.

3. Inspiration suchen: Inspiration kann aus vielen Quellen kommen, einschließlich Kunst, Natur, Technologie oder anderen Branchen. Offenheit für neue Erfahrungen und das Sammeln unterschiedlicher Eindrücke können den kreativen Prozess bereichern.

4. Visualisieren: Die Verwendung von Visualisierungstechniken kann helfen, klare und lebendige Bilder der gewünschten Zukunft oder des Endprodukts zu erzeugen. Dies kann die Motivation und die Richtung für die weiteren Schritte stark beeinflussen.

5. Dokumentieren: Alle Ideen sollten festgehalten werden, egal wie unfertig oder „weit hergeholt“ sie erscheinen mögen. Dies ermöglicht es, später auf diese Ideen zurückzugreifen und sie weiterzuentwickeln.

6. Positives Denken: Es ist wichtig, eine positive Einstellung zu bewahren und sich auf das Potenzial und die Möglichkeiten zu konzentrieren, anstatt auf die Grenzen. Ein optimistischer Blickwinkel fördert die Kreativität.

7. Kollaborative Ansätze: Zusammenarbeit mit anderen kann neue Perspektiven und Ideen hervorbringen, die alleine vielleicht nicht entstanden wären. Der Austausch mit anderen Träumern kann sehr anregend sein.

8. Feedback einholen: Auch wenn die Rolle des Träumers hauptsächlich darin besteht, Ideen zu generieren, kann konstruktives Feedback dabei helfen, die Gedanken zu schärfen und weiterzuentwickeln.

Indem man diese Praktiken anwendet, kann der Träumer effektiv dazu beitragen, innovative und kreative Lösungen zu entwickeln, die die Grundlage für realistische Planungen und kritische Bewertungen im weiteren Prozess bilden.

Wie gelingt es dem Realisten, einen besonders guten Job zu machen?

Um als „Realist“ in der Walt Disney Strategie besonders effektiv zu sein, muss man darauf fokussiert sein, Ideen praktisch umzusetzen. Der Realist nimmt die Visionen des Träumers und entwickelt realisierbare Pläne, um diese Visionen in die Tat umzusetzen. Hier sind einige Schlüsselstrategien, um in dieser Rolle besonders erfolgreich zu sein:

1. Detaillierte Planung: Der Realist muss detaillierte, schrittweise Pläne entwickeln, die beschreiben, wie die Visionen des Träumers realisiert werden können. Dies umfasst Zeitpläne, Budgets, Ressourcenzuweisungen und spezifische Aktionsschritte.

2. Realitätsprüfung: Es ist entscheidend, die Vorschläge des Träumers einer Realitätsprüfung zu unterziehen, um sicherzustellen, dass sie praktisch und durchführbar sind. Dies beinhaltet die Bewertung der technischen Machbarkeit, der finanziellen Ressourcen und der verfügbaren Zeit.

3. Priorisierung: Der Realist muss Prioritäten setzen, um sicherzustellen, dass Ressourcen effizient genutzt werden und die wichtigsten Aspekte der Vision zuerst angegangen werden. Dies hilft, Überlastung zu vermeiden und den Fokus auf das Wesentliche zu halten.

4. Anpassungsfähigkeit: Flexibilität ist wichtig, da nicht alle Pläne wie vorgesehen verlaufen. Der Realist muss in der Lage sein, Pläne anzupassen und auf Herausforderungen und Veränderungen im Umfeld zu reagieren.

5. Kommunikation: Klare Kommunikation mit dem Team und Stakeholdern ist entscheidend, um Unterstützung zu gewinnen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten die Pläne verstehen und ihre Rollen kennen.

6. Integration: Der Realist sollte in der Lage sein, verschiedene Teile des Projekts und Beiträge verschiedener Teammitglieder zu koordinieren, um eine kohärente und effiziente Umsetzung zu gewährleisten.

7. Zielerreichung: Der Realist setzt klare, messbare Ziele und verfolgt diese kontinuierlich, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass das Projekt auf Kurs bleibt.

8. Lösungsorientierung: Bei Problemen muss der Realist lösungsorientiert vorgehen und praktische Lösungen entwickeln, um Hindernisse zu überwinden und die Projektziele zu erreichen.

Durch die konsequente Anwendung dieser Strategien kann der Realist sicherstellen, dass die Ideen des Träumers erfolgreich in die Realität umgesetzt werden, und trägt somit wesentlich zum Gesamterfolg eines Projekts bei.

Wie kann ich die Rollen am besten auseinander halten?

Um die Rollen im Walt Disney Modell — Träumer, Realist und Kritiker — effektiv auseinanderzuhalten und zu nutzen, kannst du einige klare Strategien und Methoden anwenden:

1. Rollenbewusste Meetings planen: Plane für jede der drei Rollen spezifische Meetings. Beginne mit einem Meeting für den Träumer, in dem du Ideen und Visionen frei entwickeln kannst. Plane anschließend ein separates Meeting für den Realisten, um die praktische Umsetzung dieser Ideen zu planen. Schließe mit einem Meeting für den Kritiker ab, um die Pläne zu evaluieren und mögliche Schwächen oder Verbesserungen zu identifizieren.

2. Visuelle Hilfsmittel verwenden: Erstelle für jede Rolle unterschiedliche visuelle Darstellungen wie Brainstorming-Boards, Flowcharts oder Listen, die jeweils die spezifischen Aufgaben und Ziele verdeutlichen. Dies kann helfen, den Fokus auf die jeweilige Perspektive zu richten und Verwechslungen zu vermeiden.

3. Rollenspezifische Checklisten entwickeln: Für jede Rolle kannst du spezifische Checklisten erstellen, die sicherstellen, dass alle notwendigen Schritte und Überlegungen berücksichtigt werden. Diese Checklisten können als Leitfaden während der jeweiligen Phase dienen.

4. Getrennte Dokumentation führen: Führe getrennte Aufzeichnungen für jede Rolle. Dies hilft, die Ideen und Pläne übersichtlich und getrennt zu halten, was die Organisation und spätere Überprüfung erleichtert.

5. Rollenwechsel bewusst machen: Mach dir und deinem Team klar, wann ein Rollenwechsel stattfindet. Dies kann durch verbale Ankündigungen oder durch den Wechsel des Raumes oder der Umgebung geschehen, um die unterschiedlichen Denkweisen zu fördern.

6. Feedbackrunden einbauen: Nachdem jede Rolle ihre Phase durchlaufen hat, führe Feedbackrunden durch, in denen das Ergebnis jeder Phase diskutiert wird. Dies kann helfen, ein tieferes Verständnis für die Beiträge jeder Rolle zu entwickeln und die Integration der verschiedenen Perspektiven zu verbessern.

7. Schulungen und Workshops: Biete Schulungen oder Workshops an, um dich und dein Team in der Anwendung des Walt Disney Modells zu schulen. Dies kann das Verständnis und die effektive Anwendung der verschiedenen Rollen fördern.

Indem du diese Methoden anwendest, kannst du nicht nur die Rollen klarer trennen, sondern auch deren effektive Umsetzung im Team fördern. Dies führt zu einer produktiveren und kreativeren Arbeitsumgebung, in der jede Rolle ihre Stärken optimal einbringen kann.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #43358
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Burnout

Burnout

Perspektivwechsel: Burnout - Das Musical
BurnOut - Das Musical

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Burnout

 

Lange Arbeitszeiten, Stress und Zeitdruck prägen den Arbeitsalltag … und kann zum Burnout führen. Ein durchaus ernstes Thema. Und jetzt soll ein Musical zum Burnout aufgeführt werden? Wer will so etwas?

 

 

 

Das Musical BurnOut

 

Am 09. Oktober 2015 erlebt das Musical „BurnOut“ im Imperial Club / Admiralspalast Berlin seine Welturaufführung.

Sabine Haydn wagte sich an ein Thema, das sonst in Ratgebersendungen zu Hause ist, ein durchaus ernstes Thema: Ausgebrannt-sein, Burnout. Das Musical zeigt, wie schnell jeden die erschreckende Krankheit Burnout treffen kann, aber, noch viel wichtiger, wie groß die Chancen sind, die sich aus dieser Lebensphase ergeben.

Geschrieben und entwickelt wurde „BurnOut – Das Musical“ von der Autorin Sabine Haydn, die nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften ein Drehbuch-Aufbaustudium an der UCLA (Los Angeles) absolvierte und seitdem mehrere Konzepte für Fernsehen und Bühne entwickelt hat.

Die Musik stammt aus der Feder von Jens Uhlenhoff, Kulturpreisträger, Musiker und Dozent an der Musikhochschule Mannheim, sowie an der Musikhochschule für Kirchenmusik in Heidelberg.

Fotografien von Karsten Noack - Die Schöpferin von Burnout - Das Musical

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Fotografien von Karsten Noack
Fotografien von Karsten Noack
Fotografien von Karsten Noack
Fotografien von Karsten Noack
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Kreativteam

Musik:
Jens Uhlenhoff

Buch / Texte:
Sabine Haydn

Regie:
Thomas Smolej

Bühne:
Sam Madwar

Besetzung

Ben:
Thomas Klotz

Rebecca:
Anna Miriam Pielhau

Clemens / Vater / Psychiater etc.:
Veit Schäfereien bzw. Sven Prüwer [10.10.2015]

Daniela / Mutter etc.:
Michaela Duhme

Fotografien von Karsten Noack

Gelegenheiten

 

Rein ins Vergnügen? Ist eine solche Formulierung bei diesem ernsten Thema in Ordnung? Nachdem ich bei den Proben zugehört habe lautet meine Antwort darauf; ja! Ja! JA!

„BurnOut – Das Musical“ wird nach der Welturaufführung am 09. Oktober 2015 noch am 10. und 11. Oktober im Imperial Club / Admiralspalast Berlin zu sehen sein. Anschließend geht das Stück auf eine Tournee. Es wird am 24. und 25. Oktober im ZfP Emmendingen, am 26. Oktober im Capitol Mannheim und am 29. und 30. Oktober im Theater Akzent in Wien gastieren. Tickets und weitere Informationen warten auf der Homepage www.BurnOutDasMusical.com.

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Und, was lesen Sie heute?

Und, was lesen Sie heute?

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste – Heinrich Heine
Und, was lesen Sie heute?

Wer zu lesen versteht,
besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten,
zu einem berauschend schönen, sinnerfüllten und glücklichen Leben.

Aldous Huxley

 

 

 

 

Gilt es als schick, einen Burnout zu haben?

Gilt es als schick, einen Burnout zu haben?

Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit. Aldous Huxley
Burnout

Foto von der Probe zum empfehlenswerten Musical Burnout von Sabine Haydn.

Burnout als Beweis für Einsatzbereitschaft

 

Einen Burnout zu haben gilt als Beweis Einsatz gezeigt zu haben. In Wahrheit ist ein Burnout ein Hinweis darauf, dass es höchste Zeit ist etwas zu verändern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Wer hat behauptet Burnout ist gut für die Karriere?

 

Sie finden die Frage ist abwegig? Irgendwie schon! Nur, wie erklären sich die eigenartigen Beobachtungen in der Praxis?

Von den meisten psychischen Krankheiten distanzieren sich selbst Betroffene, als wenn es eine ansteckende Pilzinfektion oder Geschlechtskrankheit wäre. Eine Ausnahme ist ein Burnout bzw. Ausgebrannt-Sein. Das wird oft eher als Auszeichnung statt als Makel betrachtet und mitunter wie eine Trophäe präsentiert. Endlich ein Beweis dafür sich vorher mit aller Kraft engagiert zu haben. Alles geben, bis nichts mehr da ist! Jetzt wird es endlich die ersehnte Anerkennung geben. Ob das so clever ist?

So wie früher der Herzinfarkt, scheint heute der Burnout als eine Art Auszeichnung der Fleißigsten betrachtet zu werden. Das sind die Helden, die wie Bruce Willis in Die Hard alles gegeben haben. Für sie ist Aufopferungsbereitschaft keine leere Worthülse. Stress hat doch jeder, das zählt nicht. Da lebt jemand, was andere nur versprechen und dann nach der Arbeit ohne schlechtes Gewissen noch so viele noch Energie für die Freizeit mit nach Hause nehmen, diese Schummler!

So nicht. Alles geben, bis nichts mehr übrig ist; so geht das. Respekt!

So lässt sich danach auch eher eine wohlverdiente Auszeit ohne Gesichtsverlust ertragen. Es mag Teil des Zeitgeists sein, doch braucht ja nicht jeder Trend begrüßt zu werden, oder?

Und bevor ich böse Zuschriften erhalte; ja, Burnout ist ein ernstes Thema!

Weshalb es als schick gilt, einen Burnout zu haben

Anmerkung

 

Sicherheitshalber erwähnen ich, dass ich ein Burnout für eine sehr verzwickte, unangenehme Angelegenheit und ernst nehme. Worum es mir geht; wir müssen besser und früher auf uns acht geben. Viele Arbeitnehmer und Selbstständige warten viel zu lange, um sich Hilfe zu holen. Die ersten Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Besser frühzeitiger handeln anstatt verharmlosen. Stress durch den rastlosen Kampf mit der Zeit. Falscher Ehrgeiz kann einem teuer zu stehen kommen und es gibt dabei keine Gewinner. Die Dauer des Ausfalls ist oft lang und auch der Weg zurück ist oft sehr langwierig. Burnout ist ein Hinweis darauf, dass es höchste Zeit ist etwas zu verändern.

Auch wenn der Artikel darauf abzielt kritisch bzw. konstruktiv auf dieses Phänomen zu reagieren: Betroffene benötigen dringend kompetente Hilfe, um aus diesem Zustand herauszukommen. Der Druck des Burnouts lastet dabei so stark, dass Betroffene  glauben, sich diesem aus eigener Kraft nicht entziehen zu können. Hilfe zu suchen ist ein wichtiger Schritt. Doch danach muss sich etwas in der Praxis ändern bevor es sonst unverändert zurück ins Hamsterrad geht, sonst wird es wider besseres Wissen zum Teufelskreis. 

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Burnout gemacht? Wird es verharmlost oder überbewertet?

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Ws ist ein Burnout?

Ein Burnout ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung, verminderter Leistungsfähigkeit und des Verlustes von Interesse oder Motivation. Es kann sich auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken, einschließlich der Arbeit, aber auch im persönlichen Leben oder in Beziehungen. Burnout wird oft als Folge von zu viel Stress und Überforderung erlebt und kann zu Depressionen, Angstzuständen und anderen emotionalen und körperlichen Problemen führen, wenn es nicht behandelt wird. Es ist wichtig, frühzeitig Anzeichen von Burnout zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um es zu vermeiden oder zu behandeln. Dazu können gehören: mehr Zeit für Entspannung und Freizeitaktivitäten einplanen, lernen, Nein zu sagen und Prioritäten setzen, um den Stress zu verringern, und professionelle Hilfe suchen, wenn nötig.

Ist ein Burnout ernst?

Ja, ein Burnout kann sehr ernst sein und hat negative Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit. Es kann zu Depressionen, Angstzuständen und anderen emotionalen und körperlichen Problemen führen, wenn es nicht behandelt wird. Burnout kann auch Auswirkungen auf die Beziehungen und das persönliche Leben haben und die Leistungsfähigkeit und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, frühzeitig Anzeichen von Burnout zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um es zu vermeiden oder zu behandeln.

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Burnout gemacht?

Wer auf der Arbeit immer Vollgas gibt, hat irgendwann keinen Sprit mehr im Tank, um zuhause anzukommen. Karsten Noack

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2015
Überarbeitung: 21. September 2019
AN: #371
K:
Ü: BA

Kreativität erlauben!

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Wie sich entfalten? Etwas gestalten!
Kreativität ist ein menschlicher Reflex, den wir viel zu oft unterdrücken. Karsten Noack
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