Klare Sprache: Verständlich sprechen und glaubwürdig wirken

Klare Sprache

Verständlich sprechen und glaubwürdig wirken
Rhetorik & Sprache: Nur wer verstanden wird, kann auch überzeugen

Klar sprechen, glaubwürdig wirken: Warum verständliche Sprache Vertrauen schafft

 

Manchmal klingt ein Satz ausgesprochen beeindruckend.

Und nach dreißig Sekunden fragst du dich:

Was wollte der Mensch eigentlich sagen?

Viele Substantive.

Ein paar Anglizismen.

Strategische Transformationsprozesse.

Ganzheitliche Lösungsansätze.

Nachhaltige Synergiepotenziale.

Und irgendwo darin versteckt sich vermutlich eine Botschaft.

Komplizierte Sprache kann intelligent wirken.

Zumindest für einen Moment.

Auf Dauer überzeugt etwas anderes:

Klarheit.

Denn wer verstanden werden möchte, braucht mehr als richtige Worte.

Er muss seine Gedanken so weit geklärt haben, dass andere ihnen folgen können.

 

 

 

Nur wer verstanden wird, kann überzeugen

 

Du kannst die beste Idee im Raum haben.

Wenn Menschen sie kaum verstehen, besitzt sie wenig Wirkung.

Das klingt selbstverständlich.

In wichtigen Präsentationen, Meetings und Führungssituationen erleben wir trotzdem häufig das Gegenteil.

Menschen sprechen so, wie innerhalb ihres Fachgebiets geschrieben wird.

Sie verwenden Abkürzungen, Fachbegriffe und interne Formulierungen.

Sie packen mehrere Gedanken in einen Satz.

Und setzen voraus, dass ihr Publikum dieselben Zusammenhänge kennt.

Das Problem:

Dein Publikum hört deine Gedanken zum ersten Mal.

Du kennst sie vielleicht seit Monaten oder Jahren.

Diese Asymmetrie verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

Verständlichkeit beginnt vor der Sprache

 

Wenn ein Gedanke unklar ist, lässt er sich schwer klar formulieren.

Deshalb halte ich Verständlichkeit keineswegs in erster Linie für eine Stilfrage.

Sie ist eine Denkaufgabe.

Bevor du nach der perfekten Formulierung suchst, frage:

Was möchte ich eigentlich sagen?

Kannst du deine Aussage in einem klaren Satz formulieren?

Kannst du erklären, weshalb sie relevant ist?

Kannst du zwischen Hauptsache und Nebensache unterscheiden?

Wenn das gelingt, wird Sprache häufig automatisch einfacher.

Klar sprechen beginnt mit klarem Denken.

 

 

 

Komplizierte Sprache kann Unsicherheit verstecken

 

Es gibt Situationen, in denen Menschen komplizierter sprechen, als ihr Thema es verlangt.

Das kann verschiedene Gründe haben.

Fachsprache ist vertraut.

Bestimmte Begriffe gehören zur Unternehmenskultur.

Man möchte kompetent wirken.

Oder eine komplizierte Formulierung fühlt sich sicherer an als eine klare Position.

Vergleiche:

„Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen erscheint eine zeitnahe Neubewertung der bestehenden strategischen Ausrichtung zielführend.“

Mit:

„Unsere bisherige Strategie funktioniert unter den neuen Bedingungen kaum noch. Wir sollten sie ändern.“

Der zweite Satz ist klarer.

Und genau deshalb verlangt er mehr.

Wer klar spricht, wird greifbarer.

 

 

 

Klarheit macht Positionen sichtbar

 

Das ist eine oft übersehene Seite verständlicher Sprache.

Je konkreter du formulierst, desto deutlicher wird deine Position.

„Man müsste möglicherweise perspektivisch prüfen …“

lässt viele Hintertüren offen.

„Ich empfehle, dass wir …“

tut das weniger.

Deshalb ist sprachliche Unklarheit manchmal keineswegs mangelndes Können.

Sie kann Schutz sein.

Wer sich unklar ausdrückt, kann später leichter behaupten, etwas anders gemeint zu haben.

Klarheit braucht deshalb gelegentlich Mut.

 

 

 

Fachsprache ist kein Problem

 

Fachbegriffe haben eine wichtige Funktion.

Unter Fachleuten können sie Kommunikation enorm vereinfachen.

Ein präziser Fachbegriff kann einen komplexen Zusammenhang in einem einzigen Wort ausdrücken.

Problematisch wird Fachsprache erst, wenn das Publikum sie kaum versteht.

Deshalb lautet die Frage weniger:

„Darf ich Fachbegriffe verwenden?“

Sondern:

„Hilft dieser Begriff genau diesen Menschen beim Verstehen?“

Wenn ja: verwenden.

Wenn eine kurze Erklärung erforderlich ist: erklären.

Wenn ein verständlicheres Wort dieselbe Aufgabe erfüllt: dieses wählen.

Der Maßstab ist das Publikum.

 

 

 

Sprich die Sprache deines Publikums

 

Das bedeutet keineswegs, sich anzubiedern.

Es bedeutet:

Kommunikation vom Empfänger her zu denken.

Ein Vorstand braucht möglicherweise eine andere Darstellung als ein Projektteam.

Kunden brauchen andere Informationen als Entwickler.

Mitarbeitende stellen bei einer Veränderung andere Fragen als Investoren.

Ein Fachpublikum verträgt andere Begriffe als eine breite Öffentlichkeit.

Du bleibst dieselbe Person.

Doch du wählst den Zugang, über den deine Botschaft die Menschen erreicht.

Das ist weniger Anpassung der Persönlichkeit.

Es ist Respekt vor dem Publikum.

 

 

 

Buzzwords: Wenn Sprache wichtiger klingt als der Gedanke

 

Buzzwords sind verführerisch.

Transformation.

Agilität.

Disruption.

Purpose.

Empowerment.

Innovation.

Nachhaltigkeit.

Strategische Neuausrichtung.

All diese Begriffe können sinnvoll sein.

Problematisch werden sie, wenn niemand mehr genau weiß, was sie im konkreten Fall bedeuten.

Dann lohnt sich der Kauderwelsch-Test:

Was bedeutet das konkret?

„Wir wollen agiler werden.“

Was verändert sich dadurch am Montagmorgen?

„Wir brauchen mehr Kundenorientierung.“

Was soll jemand künftig anders tun?

„Wir treiben die Transformation voran.“

Was wird tatsächlich verändert?

Wenn sich ein großer Begriff kaum in konkrete Beobachtungen oder Handlungen übersetzen lässt, verdient er weitere Klärung.

 

 

 

Der Kauderwelsch-Test

 

Bei wichtigen Aussagen kannst du fünf Fragen stellen:

 

1. Was möchte ich konkret sagen?

Ein Gedanke.

 

2. Würde ich diesen Satz auch in einem normalen Gespräch verwenden?

Falls kaum, weshalb verwende ich ihn auf der Bühne?

 

3. Welche Wörter braucht mein Publikum erklärt?

Fachwissen beim Gegenüber ist eine Annahme. Prüfe sie.

 

4. Kann ich ein abstraktes Wort durch etwas Konkretes ersetzen?

Was bedeutet „Optimierung“ hier tatsächlich?

 

5. Was soll mein Gegenüber anschließend wissen oder tun?

Wenn das unklar bleibt, braucht die Botschaft weitere Arbeit.

 

 

 

Authentizität bedeutet mehr als „Sei einfach du selbst“

 

Bei verständlicher Sprache taucht schnell das Wort Authentizität auf.

„Sprich authentisch.“

Das klingt gut.

Es hilft allein wenig.

Für mich bedeutet authentische Kommunikation weniger, ungefiltert alles auszusprechen, was gerade im Kopf auftaucht.

Es bedeutet:

Sprache, Botschaft, Haltung und Person passen zusammen.

Wenn jemand plötzlich Formulierungen verwendet, die er im normalen Leben niemals benutzen würde, kann das Publikum diese Diskrepanz spüren.

Eine Rede darf sorgfältiger formuliert sein als ein Gespräch am Küchentisch.

Sie sollte trotzdem nach dem Menschen klingen, der sie hält.

 

 

 

Geliehene Sprache schafft Distanz

 

Das wird besonders deutlich bei fremdgeschriebenen Reden.

Ein Text kann brillant sein.

Wenn der Redner jedoch anders spricht, entsteht Distanz.

Die Wörter passen.

Der Mensch weniger.

Dasselbe kann bei KI-generierten Texten geschehen.

Ein Entwurf klingt makellos.

Und trotzdem würdest du selbst diesen Satz niemals sagen.

Dann lohnt sich Überarbeitung.

Frage:

Wie würde ich diesen Gedanken tatsächlich ausdrücken?

Das Ergebnis darf sprachlich besser sein als deine spontane Formulierung.

Es sollte trotzdem deine Sprache bleiben.

 

 

 

Glaubwürdigkeit entsteht durch Übereinstimmung

 

Menschen prüfen Kommunikation auf verschiedenen Ebenen.

Was sagt jemand?

Wie sagt er es?

Passt das zu seinem Verhalten?

Passt es zur Situation?

Passt es zu dem, was wir bisher von dieser Person kennen?

Je stärker diese Ebenen zusammenpassen, desto leichter entsteht Glaubwürdigkeit.

Deshalb reicht ein rhetorisch perfekter Satz allein kaum aus.

Ein Geschäftsführer kann von Offenheit sprechen.

Wenn gleichzeitig relevante Informationen verschleiert werden, hilft die schönste Formulierung wenig.

Eine Führungskraft kann Vertrauen fordern.

Wenn ihr Verhalten Misstrauen signalisiert, gewinnt das Verhalten.

Glaubwürdigkeit entsteht weniger durch Behauptung als durch Stimmigkeit.

 

 

 

Verständlichkeit ist Führungsleistung

 

Gerade bei Führungskräften besitzt klare Sprache besondere Bedeutung.

Führung hat häufig mit Komplexität zu tun.

Viele Informationen.

Widersprüchliche Interessen.

Unsicherheit.

Risiken.

Zeitdruck.

Die Aufgabe einer Führungskraft besteht kaum darin, diese Komplexität ungefiltert weiterzugeben.

Sie muss einordnen.

Priorisieren.

Entscheiden.

Orientierung schaffen.

Deshalb ist ein klarer Satz manchmal das Ergebnis sehr komplexer Denkarbeit.

Einfach zu sprechen bedeutet keineswegs einfach zu denken.

Oft ist das Gegenteil der Fall.

 

 

 

Ein klarer Satz kann mehr Mut verlangen als zehn komplizierte

 

Stell dir eine schwierige Unternehmenssituation vor.

Du könntest sagen:

„Aufgrund der derzeitigen Marktdynamik werden wir verschiedene Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit evaluieren.“

Oder:

„Unsere Kosten sind zu hoch. Wir müssen sie senken.“

Der zweite Satz löst sofort Fragen aus.

Wie?

Wo?

Wer ist betroffen?

Welche Konsequenzen hat das?

Genau deshalb ist er anspruchsvoller.

Klarheit erzeugt Verantwortung.

 

 

 

Verständlichkeit bedeutet keineswegs Vereinfachung um jeden Preis

 

Manche Themen sind komplex.

Sie dürfen komplex bleiben.

Wissenschaftliche Zusammenhänge.

Strategische Entscheidungen.

Finanzielle Risiken.

Psychologische Prozesse.

Die Aufgabe besteht weniger darin, Komplexität wegzureden.

Sie besteht darin:

Menschen einen verständlichen Weg durch die Komplexität zu geben.

Dazu können gehören:

eine klare Struktur,

gute Beispiele,

Vergleiche,

Visualisierungen,

Zwischenzusammenfassungen,

und die Konzentration auf das Wesentliche.

Klarheit respektiert Komplexität.

Sie organisiert sie.

 

 

 

Kurze Sätze helfen – meistens

 

Verständliche Sprache profitiert häufig von kürzeren Sätzen.

Ein Gedanke.

Dann der nächste.

Das erleichtert Zuhören.

Doch auch hier gilt:

Kurze Sätze sind kein Selbstzweck.

Eine Rede, die ausschließlich aus Fünf-Wort-Sätzen besteht, kann ausgesprochen künstlich klingen.

Entscheidend ist Rhythmus.

Variation.

Und die Frage:

Kann mein Publikum dem Gedanken beim ersten Hören folgen?

Denn beim Sprechen gibt es keinen Zurück-Button.

 

 

 

Konkrete Sprache erzeugt Bilder

 

Vergleiche:

„Wir möchten die interdisziplinäre Zusammenarbeit optimieren.“

Mit:

„Künftig sitzen Vertrieb und Entwicklung bereits beim ersten Kundengespräch gemeinsam am Tisch.“

Der zweite Satz erzeugt ein Bild.

Konkrete Sprache hilft Menschen zu verstehen, was abstrakte Ziele praktisch bedeuten.

Frage deshalb bei abstrakten Begriffen:

Woran würde ich erkennen, dass das tatsächlich geschieht?

Die Antwort liefert häufig die bessere Formulierung.

 

 

 

Verständlichkeit braucht Auswahl

 

Manchmal liegt das Problem weniger in komplizierten Sätzen.

Es sind schlicht zu viele Informationen.

Noch eine Zahl.

Noch ein Argument.

Noch eine Ausnahme.

Noch ein Hintergrund.

Irgendwann verliert das Publikum die Orientierung.

Deshalb gehört zur Verständlichkeit auch:

Weglassen.

Was braucht dieses Publikum wirklich, um meine Botschaft zu verstehen?

Was ist interessant, trägt jedoch wenig dazu bei?

Was kann in die Fragerunde?

Was gehört in den Anhang?

Klarheit entsteht auch durch Auswahl.

 

 

 

Der Verständlichkeits-Check für wichtige Botschaften

 

Vor einer wichtigen Rede, Präsentation oder einem Gespräch helfen sieben Fragen:

 

1. Was ist meine Kernbotschaft?

Kannst du sie in einem Satz formulieren?

 

2. Warum ist sie für mein Gegenüber relevant?

Relevanz erhöht Aufmerksamkeit.

 

3. Welche Vorkenntnisse setze ich voraus?

Sind diese tatsächlich vorhanden?

 

4. Welche Begriffe sind unnötig abstrakt?

Mach sie konkreter.

 

5. Welche Informationen können weg?

Schütze das Wesentliche.

 

6. Klingt die Sprache nach mir?

Lies wichtige Passagen laut.

 

7. Welche Handlung oder Erkenntnis soll folgen?

Verständlichkeit braucht ein Ziel.

 

 

 

Der beste Test: Erkläre es einem klugen Menschen außerhalb deines Fachgebiets

 

Das ist ein ausgesprochen hilfreiches Experiment.

Erkläre deinen Gedanken jemandem, der intelligent ist und dein Spezialgebiet kaum kennt.

Wo fragt die Person nach?

Welche Begriffe versteht sie anders?

Wo fehlt Kontext?

Welche Erklärung funktioniert sofort?

Das zeigt dir Stellen, die du selbst kaum noch bemerkst.

Denn Expertise besitzt einen Nebeneffekt:

Wir vergessen leicht, was wir irgendwann einmal lernen mussten.

 

 

 

Sprache ist eine Einladung

 

Ich mag diesen Gedanken.

Gute Sprache sagt:

Komm mit. Ich zeige dir, wie ich darüber denke.

Sie baut weniger Hindernisse auf, als erforderlich sind.

Sie versucht weder, durch Komplexität zu beeindrucken, noch das Publikum kleinzumachen.

Sie schafft Zugang.

Und genau darin liegt für mich eine Form von Respekt.

 

 

 

Fazit: Klarheit schafft Vertrauen

 

Gute Kommunikation braucht keineswegs möglichst einfache Gedanken.

Sie braucht verständliche Wege zu anspruchsvollen Gedanken.

Deshalb:

Kläre zuerst, was du sagen möchtest.

Sprich die Sprache deines Publikums.

Verwende Fachbegriffe dort, wo sie helfen.

Mache abstrakte Aussagen konkret.

Reduziere sprachlichen Ballast.

Lass deine Sprache zu dir passen.

Und sage deutlich, wofür du stehst.

Denn komplizierte Sprache kann für einen Moment beeindrucken.

Klare Sprache ermöglicht etwas Wertvolleres: Menschen können verstehen, wofür du stehst – und entscheiden, ob sie dir folgen wollen.

P.S.​

 

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Wie wichtig sind professionelle Präsentationen und Reden?

Professionelle Präsentationen und Reden sind in vielen Bereichen von großer Bedeutung, weil sie eine Möglichkeit bieten, Ideen und Informationen effektiv an ein Publikum zu vermitteln und zu überzeugen. Eine professionelle Präsentation oder Rede kann dazu beitragen, dass sich das Publikum an die Inhalte erinnert und sie länger im Gedächtnis behält, und sie kann dazu beitragen, dass man als Redner oder Präsentator glaubwürdig und kompetent wahrgenommen wird.

Eine professionelle Präsentation oder Rede kann auch dazu beitragen, dass man sich von der Konkurrenz abhebt und dass man sich als Experte oder Führungspersönlichkeit positioniert. Sie kann dazu beitragen, dass man neue Geschäftsmöglichkeiten erschließt oder dass man sich für eine Förderung oder eine Beförderung empfiehlt.

Es ist wichtig, dass sich bewusst zu machen, welche Ziele mit einer Präsentation oder Rede verfolgt werden und sich entsprechend vorzubereiten –inhaltlich und hinsichtlich der Darbietung. Es ist wesentlich, sich auf das Publikum einzustellen und die Inhalte auf deren Bedürfnisse und Interessen auszurichten. Eine professionelle Präsentation oder Rede kann dazu beitragen, dass Ziele erreicht werden und sich Redner und Rednerinnen positionieren.

Weshalb verdienen Reden und Präsentationen Vorbereitung?

Reden und Präsentationen verdienen Vorbereitung, da sie eine Möglichkeit bieten, Ideen und Informationen effektiv an ein Publikum zu vermitteln und zu überzeugen. Eine gründliche Vorbereitung kann dazu beitragen, dass man sich sicher und gut vorbereitet fühlt und dass man die Inhalte klar und strukturiert präsentieren kann.

Eine gründliche Vorbereitung kann auch dazu beitragen, dass man sich auf das Publikum einstellt und die Inhalte auf deren Bedürfnisse und Interessen ausrichtet. Sie kann dazu beitragen, dass man die Aufmerksamkeit des Publikums hält und dass man sich als Redner oder Präsentator glaubwürdig und kompetent präsentiert.

Eine gründliche Vorbereitung kann auch dazu beitragen, dass man sich von der Konkurrenz abhebt und dass man sich als Experte oder Führungspersönlichkeit positioniert. Sie kann dazu beitragen, dass man neue Geschäftsmöglichkeiten erschließt oder dass man sich für eine Förderung oder eine Beförderung empfiehlt.

Was sind die häufigsten Fehler bei Reden und Präsentationen?

Hier sind einige häufige Fehler, die bei Reden und Präsentationen gemacht werden können:

  1. Unklare Struktur
    Wenn die Struktur einer Rede oder Präsentation unklar ist, kann es schwierig sein, den Inhalt zu verstehen und sich daran zu erinnern.
  2. Mangelnde Vorbereitung
    Wenn man sich nicht gründlich auf eine Rede oder Präsentation vorbereitet, kann man leicht ins Stocken geraten oder wichtige Informationen vergessen.
  3. Monotones Sprechen
    Wenn man in monotoner Stimme spricht, kann das dazu führen, dass das Publikum schnell die Aufmerksamkeit verliert.
  4. Mangelnde Körpersprache
    Wenn man keine ausdrucksstarke Körpersprache verwendet, kann das dazu beitragen, dass man weniger glaubwürdig wirkt und dass das Publikum schnell die Aufmerksamkeit verliert.
  5. Mangelnde Publikumsbeteiligung
    Wenn man keine Interaktion mit dem Publikum hat, kann das dazu führen, dass die Rede oder Präsentation langweilig wird und dass das Publikum schnell die Aufmerksamkeit verliert.
  6. Mangelnde Visualisierung
    Wenn man keine Visualisierungen verwendet, kann es schwierig sein, die Inhalte zu verstehen und sich daran zu erinnern.

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Es hilft sich bewusst zu machen, welche Fehler vermieden werden sollten und sich entsprechend vorzubereiten.

Verständlichkeit

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 31. Juli 2016
Überarbeitung: 1. Juli 2026

Woher kommt der Begriff Lampenfieber? Ursprung & Bedeutung

Woher kommt der Begriff Lampenfieber? Ursprung & Bedeutung

Hilfe bei Lampenfieber in Berlin und online
Lampenfieber im ureigensten Sinne

Woher kommt der Begriff Lampenfieber?

 

Lampenfieber.

Ein merkwürdiges Wort.

Mit Lampen hat die Nervosität vor einer Präsentation heute schließlich wenig zu tun.

Und echtes Fieber bekommen die meisten Menschen ebenfalls weniger.

Woher kommt der Ausdruck also?

Die Spur führt ins Theater des 19. Jahrhunderts.

 

 

 

Die Lampen standen an der Bühnenrampe

 

Der Begriff Lampenfieber stammt aus der Bühnensprache.

Mit den Lampen waren die Lichter der Bühnenbeleuchtung gemeint – insbesondere die Lampen am vorderen Bühnenrand, also im Bereich der Rampe.

Daher kommt auch der Ausdruck:

im Rampenlicht stehen.

Wer dort stand, wurde sichtbar.

Sehr sichtbar.

 

 

 

Und ziemlich warm konnte es ebenfalls werden

 

Historische Bühnenbeleuchtung hatte mit heutigen LED-Scheinwerfern wenig gemeinsam.

Öl- und später Gaslampen erzeugten neben Licht auch beträchtliche Wärme.

Wer auf der Bühne stand, bekam also tatsächlich etwas von der Beleuchtung zu spüren.

Das macht die Verbindung von Lampen, Hitze und „Fieber“ sehr anschaulich.

Historische Sprachquellen ordnen den Ausdruck in die Mitte des 19. Jahrhunderts ein.

„Fieber“ beschreibt dabei weniger eine medizinisch erhöhte Körpertemperatur als den Zustand von Erregung und Unruhe vor dem Auftritt.

 

 

 

War Lampenfieber ursprünglich nur die Hitze der Lampen?

 

So eindeutig würde ich es weniger formulieren.

Die Bühnenbeleuchtung und ihre Wärme gehören zur historischen Erklärung des Begriffs.

Doch bereits im 19. Jahrhundert bezeichnete Lampenfieber die nervöse Erregung vor dem öffentlichen Auftreten.

Deshalb wäre die Aussage:

„Lampenfieber bedeutete ursprünglich einfach, dass Schauspieler wegen der heißen Lampen schwitzten.“

etwas zu simpel.

Der Begriff verbindet vielmehr Bühnenlicht, Sichtbarkeit und den fieberähnlichen Zustand vor einem Auftritt.

 

 

 

Lampenfieber oder Rampenfieber?

 

Im Französischen gibt es den Ausdruck:

fièvre de la rampe

also sinngemäß:

Rampenfieber.

Im Italienischen findet sich febbre della ribalta.

Im Englischen heißt das Phänomen dagegen:

stage fright

also ungefähr:

Bühnenangst oder Bühnenschreck.

Diese Begriffe zeigen:

Die Verbindung zwischen Bühne, Sichtbarkeit und Nervosität findet sich in mehreren Sprachen.

Das deutsche Wort Lampenfieber ist dabei eine eigene deutsche Bildung aus „Lampe“ und „Fieber“.

 

 

 

Warum ausgerechnet „Fieber“?

 

Wer vor einem wichtigen Auftritt nervös ist, kennt möglicherweise:

  • Wärme
  • Schwitzen
  • innere Unruhe
  • Herzklopfen
  • Zittern

Der Begriff „Fieber“ ist deshalb ein starkes sprachliches Bild für den erregten Zustand vor einem Auftritt.

Medizinisches Fieber ist damit weniger gemeint.

 

 

 

Vom Theater in den Alltag

 

Lampenfieber gehört heute längst weniger nur zur Schauspielerei.

Wir verwenden den Begriff vor:

  • Reden
  • Präsentationen
  • Prüfungen
  • Vorstellungsgesprächen
  • Pitches
  • Medienauftritten
  • Keynotes

Die Bühne ist dabei manchmal nur noch metaphorisch vorhanden.

Das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen, ist geblieben.

 

 

 

Was hat Sichtbarkeit damit zu tun?

 

Das finde ich an der Herkunft des Wortes besonders interessant.

Im Rampenlicht zu stehen bedeutet:

Andere richten ihre Aufmerksamkeit auf dich.

Genau diese Sichtbarkeit spielt auch beim heutigen Lampenfieber eine wichtige Rolle.

Du wirst gesehen.

Du wirst gehört.

Deine Leistung kann bewertet werden.

Das macht eine Situation bedeutsamer.

 

 

 

Das Publikum verschwindet im Licht

 

Wer einmal auf einer stark beleuchteten Bühne gestanden hat, kennt noch einen weiteren Effekt.

Du selbst bist hell beleuchtet.

Der Zuschauerraum liegt möglicherweise im Dunkeln.

Du siehst dein Publikum nur eingeschränkt.

Das kann sich zunächst merkwürdig anfühlen.

Du weißt:

Sie sehen mich.

Und gleichzeitig erkennst du ihre Reaktionen weniger gut.

Auch das kann Unsicherheit verstärken.

 

 

 

Beleuchtung kann körperliche Empfindungen verstärken

 

Starke Bühnenbeleuchtung kann tatsächlich warm sein.

Dann treffen mehrere Dinge zusammen:

  • Wärme durch Beleuchtung
  • körperliche Aktivierung
  • Schwitzen
  • Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper

Und plötzlich stellt sich die Frage:

„Schwitze ich wegen der Lampen oder wegen meines Lampenfiebers?“

Für den Auftritt ist diese Unterscheidung häufig weniger wichtig.

Hilfreicher ist:

Die körperliche Reaktion wahrnehmen und die Aufmerksamkeit wieder auf die Aufgabe richten.

 

 

 

Moderne Bühnen sind weniger heiß – Lampenfieber gibt es weiterhin

 

LED-Technik hat viele Bühnen deutlich effizienter gemacht.

Das Licht produziert heute häufig wesentlich weniger Wärme als ältere Beleuchtungssysteme.

Das Lampenfieber ist trotzdem geblieben.

Das zeigt:

Die Lampen erklären die Herkunft des Wortes.

Sie erklären weniger die heutige Nervosität.

 

 

 

Lampenfieber ist heute mehr als ein Theaterbegriff

 

Heute bezeichnet Lampenfieber nervöse Erregung und innere Anspannung vor einer Situation, in der wir uns bewähren möchten.

Besonders häufig geht es um öffentliches Auftreten.

Etwas Aktivierung ist dabei weniger ungewöhnlich.

Problematisch wird sie vor allem dann, wenn vorhandene Fähigkeiten unter Druck kaum noch zugänglich erscheinen oder wichtige Situationen zunehmend vermieden werden.

→ Lampenfieber: 14 häufige Fragen und was wirklich hilft

 

 

 

Lampenfieber oder Redeangst?

 

Auch wenn die Begriffe im Alltag häufig durcheinandergehen, lohnt sich die Unterscheidung.

Lampenfieber ist zunächst eine normale Aktivierung vor einer bedeutsamen Situation.

Ausgeprägte Rede- oder Auftrittsangst kann wesentlich stärker und einschränkender sein.

→ Unterschiede zwischen Lampenfieber und Redeangst

 

 

 

Und was ist nun mit Rampenangst?

 

Der Begriff ist verständlich.

Im Deutschen hat sich jedoch Lampenfieber durchgesetzt.

Vielleicht ist das sogar ganz passend.

Denn das Bild funktioniert bis heute:

Plötzlich geht das Licht an.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf dich.

Und jetzt bist du dran.

 

 

 

Fazit: Die Bühne ist geblieben – zumindest sprachlich

 

Lampenfieber stammt aus der Theaterwelt des 19. Jahrhunderts.

Die „Lampen“ sind die Lichter an beziehungsweise vor der Bühne.

Sie machten Künstler sichtbar.

Und historische Beleuchtung machte Bühnen teilweise tatsächlich ziemlich warm.

Das „Fieber“ beschreibt die damit verbundene nervöse Erregung.

Heute brauchen wir weder Gaslampen noch eine Theaterbühne.

Ein wichtiger Pitch reicht.

Eine Vorstandspräsentation.

Eine Rede.

Oder eine Kamera.

Wo Menschen ins Rampenlicht treten, ist das Lampenfieber sprachlich weiterhin zu Hause.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Wenn nach zahlreichen Redegelegenheiten, Rhetorik- und Kommunikationstrainings, angeblich bewährten Techniken und Übungen gegen Lampenfieber und Nervosität beim Auftritt, die Intensität des Lampenfiebers immer noch nicht abgenommen hat, könnte es daran liegen, das es kein Lampenfieber ist. Redeangst, Logophobie, Redehemmung, Auftrittsangst sind anders als Lampenfieber.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 29. März 2016
Überarbeitung: 28. Juli 2026

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun?
gute Redner kennen die Wirkung von Oxytozin

Rhetorik und Oxytocin

 

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun? Welche Rolle spielt Oxytocin bei Reden und Präsentationen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der Mensch, das Herdentier

 

Von wegen Individuen; Menschen sind Herdentiere. Herden haben die Angewohnheit, ihre Anführer zu imitieren und nachzuahmen. Es spielt also eine große Rolle, was sie beobachten. Bei der Wahl der Kaffeesorte folgen viele Georg Clooney, selbst wenn das bedeutet eine Menge Geld für viel Aluminium und etwas Kaffee zu bezahlen. Bei einer Präsentation übernimmt der Redner die Aufgaben eines Anführers. Weitgehend unbewusst neigt das Publikum deshalb dazu sich am Redner zu orientieren.

Es liegt in der menschlichen Natur; das menschliche Gehirn ist bestrebt Sicherheit in der Gruppe zu suchen. Deshalb schüttet es entsprechende Stoffe aus. Sie sorgen dafür, dass wir uns in der Gruppe sicherer fühlen.

Wenn wir uns auf einer emotionalen Ebene sicher im Kontakt mit anderen Menschen fühlen, dann fühlen wir uns verbunden. Dann vertrauen wir dem was gesagt wird eher. Und unsere Spiegelneuronen sorgen dafür, dass wir uns besser in andere Menschen hineinversetzen können. Wir können fühlen, was andere Menschen fühlen. Der Stoff Oxytocin ist daran maßgeblich beteiligt. Oxytocin sorgt dafür, dass Menschen sich einander vertrauen, fördert Zusammenhalt und Loyalität, indem er Angst vermindert.

 

 

 

Spiegelneuronen und Co.

 

Da wir auf unbewusster Ebene mitbekommen, wie sich die anderen in unserem Umfeld fühlen und uns dies beeinflusst, haben diese Zusammenhänge großen Einfluss auf unser Leben und auch auf unsere Wirkung als Redner. Wir erkennen wie der andere sich fühlt und passen unser Fühlen, Denken, Verhalten und unsere Physiologie an.

Gruppen – wie das Publikum bei einer Rede – neigen zu übereinstimmenden Emotionen. Auch wenn eine Gruppe aus einzelnen Individuen besteht entwickelt sie eine ganz eigene Dynamik.

Aus diesen Gründen übernimmt das Publikum Teile der Stimmung und des Verhaltens des Redners. Fühlt sich der Redner wohl und sicher, hat dies eine andere Wirkung auf das Publikum, als wenn er unbewusst signalisiert, dass er eigentlich lieber flüchten möchte. Letzteres triggert archaische Bereiche des Gehirns, die dadurch ebenfalls auf den Modus Kampf bzw. Flucht schalten. Dies mag einen Stamm in früher Urzeit vor wilden Tieren geschützt haben, heute ist es wenig hilfreich für den Erfolg einer Rede.

 

 

 

Ein teuflischer Teufelskreis

 

Ausstoß von Adrenalin und Co.: Wenn es erst begonnen hat entzieht es sich weitgehend der persönlichen Kontrolle. Meist führt dies zu einem Kreislauf, in dem sich Redner und Publikum gegenseitig in einen schlechteren Zustand bringen. Der Redner hält dann das Publikum für besonders schwierig, fühlt sich selbst dadurch noch unsicherer, vermittelt das nonverbal, das Publikum reagiert … Ein Kreislauf, der sich weiter und weiter verstärkt, wenn er nicht frühzeitig unterbrochen wird.

 

 

 

Besser, viel besser

 

Es färbt ab, so oder so: Glücklicherweise gilt das auch in die andere Richtung. Wenn Sie sich sicher fühlen steigen die Chancen, dass auch Ihr Publikum sich sicher fühlt. Also sorgen Sie dafür, dass Sie in den Zuständen sind, in die Sie Ihr Publikum einladen. Möge das Oxytocin mit Ihnen sein!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

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Ob Produktpräsentation oder Angebotspräsentation für Beratung und andere Dienstleistungen, den Pitch für ein lohnenswertes Projekte,…

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. August 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

15 Tipps für die Vorbereitung einer Dankesrede sowie Unterstützung in Berlin und online

Vorbereitung einer Dankesrede

Hilfe und 15 Tipps für deine Antwort auf eine Ehrung
Vorbereitung einer Dankesrede

Vorbereitung einer Dankesrede

 

Eine Dankesrede ist eine kurze Ansprache, mit der sich ein Redner für eine Ehrung oder Würdigung wie beispielsweise eine Preisverleihung bedankt. Mit diesen Tipps überzeugt auch Ihre Dankesrede. Nutzen Sie Unterstützung in Berlin und online mit Videounterstützung.

Dankesrede

 

Bei einer Dankesrede handelt es sich der Regel um eine kurze Ansprache, mit der sich der Redner für eine Ehrung oder Würdigung wie zum Beispiel für einen Preis oder ein Geschenk bedankt. Mit einer Dankesrede erwidert der Gefeierte auch auf eine Laudatio. Meist ist die Ehrung schon im Vorhinein bekannt und eine Vorbereitung möglich. Handelt es sich um eine Nominierung und es könnte auch ein anderer der Glückliche sein, bereiten Sie sich trotzdem vor. Wobei in einem solchen Fall eine perfekt ausgearbeitete Rede auswendig gelernt klingt und komisch wirkt, wenn wie so oft von einer solchen unerwartet überraschenden Überraschung gesprochen wird. Wenn es so unerwartet kommt, dann wirkt ein umfangreiches Redemanuskript unglaubwürdig.

 

 

 

15 Tipps für die Vorbereitung einer Dankesrede

 

 

1. Kurz und prägnant

 

Genug der Ehre: In der Kürze liegt die Würze! Wer sich zu lange zwischen Publikum und Buffet drängelt, macht sich nicht beliebt.

 

 

 

2. Roter Faden

 

Wer klar und präzise formulieren möchte, muss vorher strukturiert denken. Ein roter Faden, eine geeignete Redestruktur macht es sowohl Redner als auch Publikum einfacher. Selbst bei einer Stegreifrede nutzen geübte Redner eine der vielen Redestrukturen.

Eine Auswahl finden Sie hier:
Auswahl bewährter Redeformate

Wählen Sie die Struktur Ihrer Rede je nach Anlass und Absicht. Ein leicht einsetzbares Beispiel ist das G-H-M-Format: gestern, heute, morgen. Es beginnt in der Vergangenheit („Wie war es früher?“), über die Gegenwart („Wo sind wir jetzt?“) bis in die Zukunft („Was ist das Ziel?“).

 

 

 

3. Danksagung

 

Leider lässt sich eine wahrhaftige Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken. Das hat so zumindest der Goethe behauptet. Glücklicherweise haben wir ja auch noch die Körpersprache, um dem Ausdruck zu verleihen.

Wenn Sie schon – wie so oft bei der Oscar-Verleihung – vom Hölzchen aufs Stöckchen jedem Menschen danken wollen, den Sie jemals getroffen haben, dann vergessen Sie wenigstens keinen, der es Ihnen für immer übelnehmen würde. Sie haben damit angefangen? Dann richtig!

 

 

 

4. Flexibel bleiben

 

Gehen Sie gegebenenfalls kurz auf Vorredner ein, knüpfen Sie an. Zeigen Sie sich von Ihrer charmanten Seite.

 

 

 

5. Authentizität

 

Wenn Sie sich nicht verstellen, haben Sie es einfacher. Krampfhafte Kontrolle ist nur unnötig anstrengend. Wer authentisch ist, ist kongruent, sagt, was er meint und ist frei von Widersprüchen.

Authentizität bedeutet, dass wir sagen, was wir denken und so handeln, wie es unseren Überzeugungen entspricht.

 

 

 

6. Offene und überzeugende Körpersprache

 

Seien Sie standhaft, im wahrsten Sinn des Wortes. Vermeiden Sie beispielsweise unnötiges Hin und Her, hibbelige Bewegungen oder überkreuzte Arme vor dem Körper. Nutzen Sie die Körpersprache, um sich mit Ihrem Publikum zu verbinden und es zu berühren.

 

 

 

7. Zeit nehmen

 

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie für Ihre Dankesrede brauchen. Gerade, während Sie nichts sagen, können Sie besonders intensiv auf das Publikum wirken. Nehmen Sie Blickkontakt mit freundlichen Gesichtern auf. Tauschen Sie das eine und andere Lächeln aus.

Schiller: Wen die Dankbarkeit geniert, der ist übel dran. Also genießen Sie die Aufmerksamkeit – Sie gilt Ihnen! Scheinbar haben Sie etwas richtig gemacht. Deshalb flüchten Sie nach Ihrer Dankesrede auch nicht übereilt zurück auf Ihren Platz. Nehmen Sie den Applaus entgegen, genießen Sie den besonderen Moment.

 

 

 

8. Lampenfieber

 

So eine Ehrung und ganz besonders eine Nominierung kann da ganz schön erwärmen; und nicht nur das Herz. Ganz besonders, wenn davon eine Menge abhängt, liegen die Nerven schon mal blank.

Sie wollen auch in einer solchen Situation in einem guten Zustand sein? Hilfe bei Lampenfieber!

 

 

 

9. Nehmen Sie es mit Humor

 

Je nach Anlass und Persönlichkeit darf eine Prise Humor hinzugefügt werden. Bleiben Sie auch hier authentisch und seien Sie vorsichtig mit Zweideutigkeiten. Üben Sie sich frühzeitig in professioneller Schlagfertigkeit und somit sprachlicher Flexibilität.

 

 

 

10. Redepult

 

Wenn Sie können, befreien Sie sich von einem behindernden Redepult. Wer sich dahinter versteckt, verzichtet auf positive Wirkung und vermittelt statt Nähe dadurch Distanz und Schutzbedürfnis.

 

 

 

11. Redemanuskript

 

Wer ein umfangreiches Manuskript herausholt, verrät damit, die Ehrung erwartet zu haben. Das steht ja oft noch nicht fest, wenn es sich bis dahin noch um eine Nominierung handelte. So oder so ist es besser frei zu reden.

 

 

 

12. Vorbereitung der Dankesrede?

 

Weshalb solltest du sich vorbereiten, wenn Sie bisher nur nominiert wurde und noch nicht wissen, ob Sie überhaupt geehrt werden? Weil es eine gute Gelegenheit ist sich zu zeigen und etwas anzusprechen, dass Ihnen am Herzen liegt.

 

 

 

13. Was ist Ihr Anliegen?

 

Auch in Kurzform und innerhalb des Rahmens können Sie die Gelegenheit dafür nutzen eine Botschaft abzugeben, die es verdient hat. Nutzen Sie die Chance!

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was liegt Ihnen am Herzen?
  • Was passt gut zum Publikum?
  • Wie steht es mit der Presse?

 

 

 

14. Proben

 

Übung macht den Meister und vor allem lockerer, wenn es richtig geschieht. Es geht nicht darum, krampfhaft den Redetext auswendig zu lernen, sondern durch Proben die Möglichkeiten zu erkunden und die Sicherheit spürbar zu machen.

 

 

 

15. Und der Oscar geht an …

 

Unterstützung

 

Sie wollen eine gute Dankesrede halten, die bei Ihrem Publikum ankommt und sich dabei unterstützen lassen, sie vorzubereiten? Dann helfe ich Ihnen gerne bei der Vorbereitung Ihrer Rede. Den Zeitumfang bestimmen Sie. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback solltest du sich und Ihrer Botschaft gönnen. Dann wissen Sie selbst, wie Sie und Ihre Rede auf das Publikum wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso solltest du erst nach Ihrer tatsächlichen Rede solche Rückmeldungen erhalten, wenn es für Korrekturen zu spät ist?

Was der Preis dieser professionellen Unterstützung für Ihre Rede ist? Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung.

Übrigens leiden sehr viele Menschen bei ihren Auftritten vor Publikum unter sehr intensivem Lampenfieber und durchleiden den Auftritt. Schade, weil das mit entsprechender Hilfe nicht notwendig ist. Nur, für den Fall, …

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achten Sie bei einer Dankesrede?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Mai 2002
Überarbeitung: 26. September 2019
AN: #676798
K: CNB
Ü:

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Gesprächen, mit Reden und Präsentationen
Auf dem Weg zum Pulitzerpreis

Prägnanz

 

Wichtige Gedanken kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen, Wichtiges von Unwichtigem trennen und Inhalte auf Kerngedanken fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Hoch lebe die Prägnanz

 

Was immer du sagst,
sage es kurz,
und sie werden es hören,
sage es klar,
und sie werden es verstehen,
sage es bildhaft,
und sie werden es im
Gedächtnis behalten.

Joseph Pulitzer

 

 

 

 

Prägnanz

 

Prägnanz ist die Fähigkeit, wichtige Gedanken kurz und verständlich auf den Punkt zu bringen. Es gilt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Inhalte auf Kerngedanken zu fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln. Ja, das macht etwas mehr Aufwand, als alle verfügbaren Gedanken auf das Publikum abzuladen. Doch das Publikum ist dankbar für Beiträge, denen anzumerken ist, dass der Redner diesen Aufwand betrieben hat.

 

 

 

Neu ist die Erkenntnis nicht

 

 

Sprich, doch bleibe kurz und klar!

Dante Alighieri

 

Was ist der langen Rede kurzer Sinn?

Friedrich von Schiller

 

Wo nicht die Zeit ist, fasse dich in Reden kurz.

Sophokles

 

Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet; sprich nie länger als vierzig Minuten.

Kurt Tucholsky

 

Viel mit wenig Worten fein kurz anzeigen können, das ist Kunst und große Tugend.
Thorheit aber ist′s, mit viel Reden nichts reden.

Martin Luther

 

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

Martin Luther

Video

Einfache Botschaften, große Wirkung – So steigerst du deine Kommunikationskraft!

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Wie sorgen Sie für Prägnanz?

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

Vertriebspräsentationen

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Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten. Joseph Pulitzer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. November 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:

Laudatio halten: Aufbau, Beispiele und 12 Tipps

Laudatio halten: So gelingt eine persönliche und wirkungsvolle Lobrede

Tipps und Unterstützung für eine überzeugende Laudatio
Tipps für die Vorbereitung einer Laudatio / Lobrede

Laudatio halten: So gelingt eine persönliche und wirkungsvolle Lobrede

 

Eine gute Laudatio sagt mehr als: „Dieser Mensch hat Großartiges geleistet.“ Sie zeigt, weshalb diese Leistungen Bedeutung haben.

Vielleicht sollst du einen Menschen würdigen.

Für einen Preis.

Ein Jubiläum.

Eine Ehrung.

Eine berufliche Leistung.

Oder einen besonderen persönlichen Anlass.

Dann stehst du vor einer anspruchsvollen Aufgabe.

Du möchtest Wertschätzung ausdrücken, ohne in Floskeln zu geraten.

Du möchtest persönlich sprechen, ohne privat zu werden.

Du möchtest Leistungen würdigen, ohne einen Lebenslauf vorzulesen.

Und du möchtest erreichen, dass sich die geehrte Person wirklich gesehen fühlt.

Eine gute Laudatio zählt Leistungen auf. Eine hervorragende Laudatio macht ihre Bedeutung sichtbar.

 

 

 

Was ist eine Laudatio?

 

Eine Laudatio ist eine würdigende Rede zu Ehren eines Menschen, einer Gruppe oder gelegentlich auch einer Institution.

Sie wird beispielsweise gehalten bei:

  • Preisverleihungen
  • Ehrungen
  • Jubiläen
  • Verabschiedungen
  • beruflichen Auszeichnungen
  • kulturellen Veranstaltungen
  • akademischen Anlässen
  • besonderen persönlichen Ereignissen

Die Aufgabe besteht darin, Leistungen, Haltung und Bedeutung der geehrten Person für das Publikum lebendig werden zu lassen.

Das unterscheidet eine Laudatio deutlich von einem Lebenslauf.

Ein Lebenslauf berichtet, was geschehen ist.

Eine Laudatio zeigt, weshalb es Bedeutung hat.

 

 

 

Die wichtigste Frage vor jeder Laudatio

 

Bevor du formulierst, solltest du eine Frage beantworten:

Was soll das Publikum nach dieser Rede über diesen Menschen verstanden haben?

Vielleicht lautet deine Antwort:

Dieser Mensch hat etwas verändert.

Er hat andere Menschen geprägt.

Sie hat Mut gezeigt.

Sie hat Verantwortung übernommen.

Er hat eine Idee konsequent verfolgt.

Sie verbindet fachliche Exzellenz mit Menschlichkeit.

Dieser zentrale Gedanke wird zum roten Faden deiner Laudatio.

Ohne einen solchen roten Faden entsteht schnell eine Aneinanderreihung von Stationen, Eigenschaften und Komplimenten.

 

 

 

Die größte Gefahr: der vorgelesene Lebenslauf

 

Viele Laudationen beginnen ungefähr so:

„Geboren wurde sie im Jahr … Danach studierte sie … Anschließend arbeitete sie … Im Jahr … wechselte sie zu …“

Solche Informationen können wichtig sein.

Eine Rede gewinnt jedoch erst dann Leben, wenn Fakten mit Bedeutung verbunden werden.

Statt zehn berufliche Stationen aufzuzählen, wähle lieber zwei oder drei Momente, die etwas über diesen Menschen erzählen.

Zum Beispiel:

  • eine Entscheidung
  • eine Herausforderung
  • eine ungewöhnliche Haltung
  • eine prägende Begegnung
  • eine Situation, die seinen Charakter sichtbar macht

Menschen erinnern sich an Geschichten leichter als an Jahreszahlen.

 

 

 

Eine einfache Struktur für deine Laudatio

 

Eine überzeugende Laudatio kann sehr unterschiedlich aufgebaut sein.

Die folgende Struktur funktioniert für viele Anlässe besonders gut.

 

1. Beginne mit einem starken Moment

Starte möglichst nah am Menschen.

Zum Beispiel mit:

  • einer kurzen Szene
  • einem überraschenden Satz
  • einer charakteristischen Beobachtung
  • einer persönlichen Begegnung
  • einer Frage

Zum Beispiel:

„Wer mit Anna Müller arbeitet, erlebt früher oder später diesen einen Moment: Alle erklären, weshalb etwas schwierig ist. Anna fragt: Was brauchen wir, damit es trotzdem gelingt?“

Schon dieser Einstieg erzählt mehr über einen Menschen als mehrere Lebenslaufdaten.

 

 

2. Zeige, was diesen Menschen besonders macht

 

Welche Eigenschaft zieht sich durch sein Handeln?

Mut?

Neugier?

Ausdauer?

Integrität?

Kreativität?

Menschlichkeit?

Fachliche Konsequenz?

Wähle lieber wenige prägnante Eigenschaften als eine lange Liste positiver Adjektive.

 

 

3. Erzähle eine konkrete Geschichte

 

Eine gute Geschichte macht Eigenschaften sichtbar.

Statt zu sagen:

„Er ist unglaublich hilfsbereit.“

erzähle eine Situation, in der diese Hilfsbereitschaft sichtbar wurde.

Das Publikum darf die Schlussfolgerung selbst ziehen.

Dadurch wirkt deine Würdigung glaubwürdiger.

 

 

4. Ordne die Leistung ein

 

Was wurde erreicht?

Und weshalb ist diese Leistung bemerkenswert?

Welche Widerstände gab es?

Welche Wirkung entstand?

Welche Menschen profitierten davon?

Was wäre ohne diesen Beitrag anders?

Damit bekommt die Leistung Kontur.

 

 

5. Zeige den Menschen hinter der Leistung

 

Auszeichnungen gelten häufig einer Leistung.

Menschen interessieren sich zugleich für den Menschen dahinter.

Welche Haltung hat diese Leistung ermöglicht?

Wie geht die Person mit anderen um?

Was zeichnet sie jenseits der offiziellen Erfolge aus?

Hier entsteht häufig der emotional stärkste Teil einer Laudatio.

 

 

6. Führe zum Anlass zurück

 

Jetzt beantwortest du die entscheidende Frage:

Warum wird dieser Mensch heute geehrt?

Formuliere die Antwort klar.

Dieser Moment darf groß sein.

Eine Ehrung lebt von Würdigung.

 

 

7. Ende mit einem Satz, der bleibt

 

Der letzte Satz verdient besondere Aufmerksamkeit.

Vermeide ein Ende wie:

„Ja, das war es eigentlich. Vielen Dank.“

Führe stattdessen noch einmal zum Kern deiner Würdigung.

Zum Beispiel:

„Für all das, was du geschaffen hast – und für die Art, wie du es geschaffen hast – gebührt dir heute diese Auszeichnung.“

Dann:

Name nennen. Würdigung aussprechen. Pause.

 

 

 

12 Tipps für eine überzeugende Laudatio

 

1. Sprich über einen Menschen, nicht über einen Lebenslauf

 

Daten liefern Orientierung.

Geschichten schaffen Bedeutung.

Nutze Fakten deshalb bevorzugt dort, wo sie etwas erklären.

 

 

2. Finde eine zentrale Botschaft

 

Eine Laudatio gewinnt Kraft, wenn sich ein Gedanke durch die gesamte Rede zieht.

Frage dich:

Wenn mein Publikum nur einen Gedanken behält – welcher soll es sein?

 

 

3. Recherchiere gründlich

 

Sprich mit Menschen, die die geehrte Person gut kennen.

Frage nach konkreten Situationen.

Nicht nur:

„Wie ist sie?“

Sondern:

„Wann hast du diese Eigenschaft besonders erlebt?“

Solche Fragen liefern Geschichten.

 

 

4. Prüfe Fakten

 

Namen.

Funktionen.

Jahreszahlen.

Projekttitel.

Auszeichnungen.

Eine fehlerhafte Information fällt bei einer Ehrung besonders unangenehm auf.

 

 

5. Wähle Geschichten sorgfältig

 

Eine Geschichte sollte zur Würdigung beitragen.

Eine lustige Anekdote kann hervorragend funktionieren.

Sie sollte den Geehrten dabei respektvoll zeigen.

Die Frage lautet:

Würde sich diese Person mit dieser Geschichte wohlfühlen?

 

 

6. Vermeide Insider, die kaum jemand versteht

 

Eine Laudatio richtet sich an den gesamten Raum.

Wenn eine Geschichte Hintergrundwissen benötigt, gib dem Publikum kurz den notwendigen Kontext.

 

 

7. Vorsicht mit Superlativen

 

„Einzigartig.“

„Genial.“

„Unglaublich.“

„Der Beste überhaupt.“

Solche Wörter verlieren schnell ihre Wirkung.

Konkrete Beispiele überzeugen stärker.

 

 

8. Nutze Humor mit Respekt

 

Humor kann einer Laudatio Wärme geben.

Besonders gut funktioniert Humor, der liebevoll etwas Typisches sichtbar macht.

Vermeide Pointen auf Kosten der geehrten Person.

Bei einer Laudatio steht Würdigung im Mittelpunkt.

 

 

9. Sprich zu den Menschen im Raum

 

Eine Laudatio ist kein vorgelesener Artikel.

Schau zur geehrten Person.

Schau ins Publikum.

Lass wichtige Gedanken wirken.

Sprich so, als würdest du etwas erzählen, das dir wirklich wichtig ist.

 

 

10. Schreibe für das Sprechen

 

Gesprochene Sprache braucht andere Sätze als geschriebene Sprache.

Kurze Sätze helfen.

Klare Gedanken helfen.

Pausen helfen.

Lies deinen Entwurf laut.

Du hörst dabei sofort, wo ein Satz zu kompliziert geworden ist.

 

 

11. Kürze konsequent

 

Fast jede Rede gewinnt durch Kürzung.

Frage bei jedem Abschnitt:

Trägt dieser Gedanke wirklich zur Würdigung bei?

Wenn zwei Geschichten dasselbe zeigen, behalte die stärkere.

Eine konzentrierte Laudatio wirkt häufig großzügiger als eine sehr lange.

 

 

12. Probe die Rede laut

 

Eine Laudatio existiert erst vollständig, wenn sie gesprochen wird.

Probe sie deshalb laut.

Prüfe:

  • Wie klingt der Einstieg?
  • Wo entstehen gute Pausen?
  • Welche Wörter brauchen Betonung?
  • Wo wird der Text zu lang?
  • Wie wirkt der Schluss?

Gerade bei einer wichtigen Ehrung lohnt sich ein vollständiger Probelauf.

 

 

 

Wie persönlich darf eine Laudatio sein?

 

Persönlich ist gut.

Privat braucht Fingerspitzengefühl.

Eine persönliche Beobachtung kann eine Laudatio besonders wertvoll machen.

Zum Beispiel:

„Was mich an dir seit unserer ersten Zusammenarbeit beeindruckt, ist …“

Damit zeigst du eine echte Beziehung zur geehrten Person.

Private Informationen, sensible Erlebnisse oder überraschende Enthüllungen gehören nur dann in die Rede, wenn ihre Veröffentlichung eindeutig angemessen ist.

Die geehrte Person sollte sich durch die Laudatio gesehen und gewürdigt fühlen.

Bloßstellung gehört auf eine andere Bühne.

 

 

 

Wie lang sollte eine Laudatio sein?

 

Die passende Länge hängt vom Anlass und vom Veranstaltungsformat ab.

Viele Laudationen funktionieren sehr gut in etwa fünf bis zehn Minuten.

Bei großen Preisverleihungen können andere Vorgaben gelten.

Entscheidend ist weniger die absolute Länge als die dramaturgische Dichte.

Eine siebenminütige Rede kann lang wirken.

Eine zehnminütige Rede kann wie ein Augenblick vergehen.

Das hängt davon ab, ob jeder Teil etwas beiträgt.

 

 

 

Soll ich meine Laudatio auswendig lernen?

 

Vollständiges Auswendiglernen ist selten erforderlich.

Viel wichtiger ist, dass du deinen Aufbau und deine wichtigsten Gedanken sicher kennst.

Je vertrauter dir deine Rede ist, desto leichter kannst du Kontakt zum Publikum halten.

Für viele Redner funktioniert ein vollständig formulierter Text gut, wenn er intensiv laut geprobt wurde.

Andere arbeiten lieber mit Stichpunkten.

Wähle die Form, die dir Sicherheit gibt und gleichzeitig lebendiges Sprechen ermöglicht.

 

 

 

Laudatio mit Manuskript: Worauf achten?

 

Wenn du mit Manuskript sprichst, gestalte es für deine Augen und deine Stimme.

  • große Schrift
  • großer Zeilenabstand
  • kurze Absätze
  • deutliche Seitenzahlen
  • keine Trennung wichtiger Sätze über zwei Seiten
  • markierte Schlüsselbegriffe

Schau regelmäßig auf.

Besonders bei persönlichen Aussagen gehört dein Blick zur geehrten Person.

 

 

 

Eine Laudatio schreiben lassen?

 

Bei einer wichtigen Rede entsteht schnell der Wunsch, den gesamten Text schreiben zu lassen.

Das kann funktionieren.

Besonders überzeugend wird die Rede jedoch, wenn deine persönliche Perspektive darin hörbar bleibt.

Deshalb arbeite ich bei wichtigen Reden bevorzugt gemeinsam mit dem Redner oder der Rednerin.

Wir klären:

  • Was soll diese Laudatio bewirken?
  • Was zeichnet die geehrte Person wirklich aus?
  • Welche Geschichten gehören hinein?
  • Welche Dramaturgie trägt?
  • Welche Formulierungen passen zu dir?
  • Wie entsteht ein überzeugender Schluss?

So entsteht eine Rede, die professionell vorbereitet ist und trotzdem nach dir klingt.

 

 

Der entscheidende Gedanke

Bei einer Laudatio geht es um einen Menschen.

Um seine Leistungen.

Um seine Haltung.

Um die Spuren, die er hinterlassen hat.

Und um die Frage, weshalb all das heute gewürdigt wird.

Wenn diese Antwort klar ist, wird auch deine Rede klarer.

Eine starke Laudatio lässt einen Menschen für einige Minuten durch die Augen derjenigen sichtbar werden, die seinen Wert erkannt haben.

 

 

 

Wenn diese Laudatio wirklich zählen soll

 

Vielleicht steht eine wichtige Preisverleihung, Ehrung, Verabschiedung oder ein Jubiläum bevor.

Vielleicht hast du bereits einen Entwurf.

Vielleicht existieren bisher einzelne Geschichten und Gedanken.

Oder du möchtest von Anfang an eine klare Dramaturgie entwickeln.

Im persönlichen 1:1 können wir unmittelbar an deiner konkreten Laudatio arbeiten:

  • Kernbotschaft klären
  • Material und Geschichten auswählen
  • Dramaturgie entwickeln
  • Formulierungen schärfen
  • Einstieg und Schluss optimieren
  • Rede laut proben
  • Stimme und Körpersprache einbeziehen
  • den tatsächlichen Auftritt vorbereiten

So entsteht eine Laudatio, die würdigt, berührt und zu dir passt.

Online oder persönlich in Berlin.

Antworten auf häufige Fragen

Was gehört in eine Laudatio?

In einer Laudatio werden Verdienste gewürdigt, meist einer Person, mitunter auch einer Gruppe oder einer Institution. In die Lobrede gehören in erster Linie die Verdienste, dann Dank und Wünsche.

Was ist eine Laudatio?

Eine Laudatio ist eine Lobreden in der die Verdienste einer Person, einer Gruppe oder einer Institution, gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen die Verdienste, dann Dank und Wünsche. Anlass kann ein Jubiläum oder eine Preisverleihung sein.

Der häufigste Fehler bei einer Laudatio?

Bei einer Laudatio geht es um die Person, die Gruppe oder die Institution, die gewürdigt werden soll. Laudatoren neigen allerdings dazu, das zu vergessen und bringen sich selbst zu sehr ein. Das ist der häufigste Fehler, der bei Lobreden zu beobachten ist.

Wie lang sollte eine Laudatio sein?

Eine Laudatio sollte so lang sein, wie der Inhalt und die Botschaft erfordern und nicht länger. Selten gelingt es bei solchen Gelegenheiten, die Aufmerksamkeit mehr als 10 Minuten aufrechtzuerhalten. Wie so oft gilt, was nicht hilft, schadet.

Wie beendet man eine Laudatio?

Führe am Ende zum Kern der Ehrung zurück. Formuliere klar, weshalb dieser Mensch heute gewürdigt wird. Der letzte Satz darf emotional und prägnant sein.

Darf eine Laudatio lustig sein?

Ja. Humor kann Wärme und Nähe erzeugen. Besonders gut funktioniert respektvoller Humor, der etwas Liebenswertes oder Charakteristisches über die geehrte Person zeigt.

Was ist der Unterschied zwischen Laudatio und Lobrede?

Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet. Eine Laudatio bezeichnet meist eine feierliche Würdigung anlässlich einer Ehrung, Preisverleihung oder eines besonderen Ereignisses. „Lobrede“ ist der allgemeinere deutsche Begriff.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
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→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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P.S.

 

Auf was achtest du bei einer Laudatio?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 5. November 2015
Überarbeitung: 26. September 2019

Was Sie von Franz Joseph Straus über die Sensibilität von Rednern lernen

Was Sie von Franz Joseph Straus über die Nachdenklichkeit und Sensibilität von Rednern lernen

Von anderen Rednern lernen; im Guten, wie im Schlechten
Rhetorische Kompetenz oder Holzhammer?

Vom Redner Franz Josef Strauß lernen?

 

Gehasst und verehrt, vergöttert und verflucht. So ein richtiger Sympathieträger war er eher nicht. Eines war Franz Josef Strauß definitiv nicht; rhetorisch langweilig. Was gibt es zu lernen?

 

 

 

Überblick

Politik wird mit dem Kopf, nicht mit dem Kehlkopf gemacht.

Franz Josef Strauß

 

 

Polarisierung

 

Der Mond kann nur rund, nicht eckig. Der Mond ist ein Langweiler. Ob der Vorwurf gerechtfertigt ist? Oft ist das eine Frage der Betrachtung, wie bei der Beurteilung von Politikern. Die polarisieren ja üblicherweise ganz gerne. Wobei, auf diesen Seiten geht es ja um das WIE anstatt um parteipolitische Betrachtungen. Einer der besonders polarisierenden Politiker war Franz Joseph Strauss.

Franz Joseph Strauss

 

Eines war Franz Josef Strauß bestimmt nicht; rhetorisch langweilig!

Manchmal schien es, als hätte er seine Emotionen nicht unter Kontrolle. Es wird ihm auch nicht jeder seine Stimme bei Beliebtheitswettbewerben geben.

So oder so; es lässt sich eine Menge von ihm lernen. Der Einsatz bildhafter Sprache erreichte sein Publikum. Rhetorisch war er flexibel und unterhaltsam.

Auch ein Blick auf seine Schwächen ist lehrreich. Wenn er sich persönlich angegriffen fühlte, verlor er die Kontrolle über sich. Dann wurde er schon mal beleidigend.

 

Ach haltens doch den Mund, Sie Trottel.
Ich sehe Sie schon seit längerer Zeit.
Wenn Sie schon kein Hirn haben, dann halten Sie wenigstens das Maul.
Dieses dämliche Gequatsche eines politisierenden Beatles, Sie Filzkopf!

Rhetorische Kompetenz oder Holzhammer?

Gehasst und verehrt, vergöttert und verflucht. Franz Josef Strauß polarisierte. Integration war nicht sein Ziel. Er hatte seine eigenen Regeln:

Maximale Lebenserwartung hat ein Politiker, wenn er sich aggressiv in der Politik und defensiv im Straßenverkehr verhält.

Franz Josef Strauß

 

Ein Blick in die Debattenkultur: Ja, wir können eine Menge von ihm lernen. So oder so! Auch abschreckende Beispiele liefern Anregungen.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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Anmerkungen

 

In Beiträgen der Serien Körpersprache, Rhetorik-Check etc. geht es um die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Es geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke übertragen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.

 

Was gibt es von Franz Joseph Strauss zu lernen?

Wer zornig ist, verbrennt oft an einem Tag das Holz, das er in vielen Jahren gesammelt hat. Chinesisches Sprichwort

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #8760
Ü:
K:

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren

 

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?
Pessimismus ist sicher, aber Optimismus ist viel schneller.

Verlockung oder Vermeidung, Zuckerbrot oder Peitsche, …

 

Schon Abraham Lincoln wusste; „Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einer ganzen Kanne voll Galle.“

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Pessimismus?

Pessimismus ist eine Einstellung oder Haltung, die darauf ausgerichtet ist, dass negative Dinge in der Zukunft wahrscheinlicher sind als positive Dinge. Pessimistische Menschen neigen dazu, das Schlechte in Situationen hervorzuheben und sich auf mögliche Probleme und Schwierigkeiten zu konzentrieren. Sie glauben oft, dass sich Dinge nicht zum Besseren verändern werden und dass sie wenig Kontrolle über das haben, was in ihrem Leben geschieht. Pessimismus kann sich auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken und kann dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, pessimistische Gedanken zu verändern und eine optimistischere Einstellung zu entwickeln, wie zum Beispiel durch positive Selbstgespräche, das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme.

Welche Folgen hat Pessimismus?

Pessimismus kann verschiedene negative Auswirkungen haben, sowohl auf die mentale als auch auf die körperliche Gesundheit. Mögliche Folgen von Pessimismus können sein:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit und Motivation: Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen.

  • Erhöhtes Risiko für mentale Gesundheitsprobleme: Pessimismus wurde mit einem erhöhten Risiko für mentale Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Angstzustände in Verbindung gebracht. Pessimistische Menschen können sich auch weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlen und sich dadurch einsam und isoliert fühlen.

  • Beeinträchtigte körperliche Gesundheit: Pessimismus kann auch Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben. Einige Studien haben gezeigt, dass pessimistische Menschen ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und andere körperliche Gesundheitsprobleme haben können.

 

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um diese möglichen Folgen zu vermeiden oder zu minimieren. Eine optimistischere Einstellung kann dazu beitragen, dass man sich besser fühlt und gesünder lebt

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf inner Dialoge?

Pessimistische Menschen neigen dazu, negative Gedanken und Sätze über sich selbst, andere Menschen und die Zukunft zu haben, die sogenannten „inner dialogues“. Diese Gedanken können sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern. Sie können dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Pessimistische Gedanken können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die mentale Gesundheit zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln.

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf Reden und Präsentationen?

Pessimismus kann Auswirkungen auf Reden und Präsentationen haben, indem er die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen beeinträchtigt. Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen. Dies kann dazu führen, dass sie weniger überzeugend und weniger selbstsicher in ihren Reden und Präsentationen wirken.

Pessimistische Gedanken und Sätze, die sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern, können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt. Dies kann dazu führen, dass man weniger offen und authentisch in der Kommunikation wird und weniger in der Lage ist, eine Verbindung zu seinem Publikum aufzubauen.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln und die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu verbessern.

P.S.

 

Auf was setzen Sie häufiger in Ihren Präsentationen; auf Pessimismus oder Optimismus?

 

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Pessimisten finden zu jeder Lösung ein passendes Problem.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 29. Dezember 2014
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371