Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen

Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen: Wie gute Fragen Denken öffnen – und schlechte Fragen es lenken

 

„Wollen wir wirklich so weitermachen?“

„Was wäre möglich, wenn wir es anders versuchen?“

„Wer möchte schon scheitern?“

Alle drei Sätze sehen aus wie Fragen.

Und doch erfüllen sie völlig unterschiedliche Aufgaben.

Eine Frage kann Denken öffnen.

Sie kann Aufmerksamkeit lenken.

Sie kann eine Entscheidung vorbereiten.

Und sie kann eine Behauptung so verpacken, dass sie wie eine offene Frage wirkt.

Genau deshalb sind rhetorische Fragen so interessant.

Nicht allein als Stilmittel für Reden und Präsentationen.

Sondern als Werkzeug für Kommunikation, Führung und klares Denken.

Die entscheidende Frage lautet:

Öffnet diese Frage einen Denkraum – oder soll sie bereits festlegen, was gedacht werden soll?

 

 

 

Was ist eine rhetorische Frage?

 

Eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die keine unmittelbar ausgesprochene Antwort erwartet wird.

Oft ist die Antwort bereits offensichtlich.

Manchmal steckt sie sogar direkt in der Formulierung.

Zum Beispiel:

„Wer möchte schon unnötig Zeit verschwenden?“

Wahrscheinlich kaum jemand.

Damit ist die rhetorische Frage funktional eher eine Aussage:

„Niemand möchte unnötig Zeit verschwenden.“

Die Frageform verändert jedoch die Wirkung.

Sie lädt den Zuhörer scheinbar stärker ein.

Und genau darin liegt ihre rhetorische Kraft.

 

 

 

Warum Fragen stärker wirken können als Aussagen

 

Vergleiche einmal:

„Wir sollten diese Entscheidung überdenken.“

mit:

„Was könnte passieren, wenn wir diese Entscheidung noch einmal überdenken?“

Die erste Formulierung liefert eine Position.

Die zweite aktiviert Denken.

Eine gute Frage kann dazu führen, dass Menschen innerlich nach einer eigenen Antwort suchen.

Und selbst wenn sie diese Antwort nie laut aussprechen, passiert etwas Entscheidendes:

Sie beschäftigen sich aktiv mit dem Gedanken.

Das macht Fragen zu einem mächtigen Kommunikationsinstrument.

 

 

 

Gute rhetorische Fragen öffnen einen Denkraum

 

Besonders hilfreich sind rhetorische Fragen, wenn sie Menschen dazu anregen, einen Gedanken selbst weiterzuführen.

Zum Beispiel:

„Was wäre möglich, wenn wir diese Annahme einmal loslassen?“

„Welche Konsequenzen hätte es, wenn wir nichts verändern?“

„Woran würden wir erkennen, dass diese Entscheidung richtig war?“

„Was ist hier eigentlich wirklich wichtig?“

Solche Fragen können Perspektiven erweitern.

Sie laden zum Denken ein.

Und sie erzeugen eine andere Wirkung als eine bloße Behauptung.

Statt:

„Wir brauchen eine neue Lösung.“

fragst du:

„Welche Lösung haben wir bisher noch nicht ernsthaft geprüft?“

Die Richtung bleibt erkennbar.

Der Denkraum bleibt zugleich offen.

 

 

 

Wenn eine Frage eigentlich eine Behauptung ist

 

Rhetorische Fragen können auch sehr viel enger führen.

Zum Beispiel:

„Willst du wirklich so unverantwortlich handeln?“

Formal ist das eine Frage.

Inhaltlich steckt bereits ein Urteil darin.

Die Botschaft lautet:

„Dieses Verhalten ist unverantwortlich.“

Ähnlich bei:

„Findest du das wirklich angemessen?“

Oder:

„Wer kann so etwas ernsthaft glauben?“

Solche Fragen laden kaum zur freien Prüfung ein.

Sie transportieren bereits eine Wertung.

Das kann bewusst eingesetzt werden.

Es kann zugleich Widerstand erzeugen.

Eine hilfreiche Unterscheidung lautet deshalb:

Gute Fragen regen Denken an. Suggestive Fragen versuchen häufig, das Ergebnis des Denkens vorwegzunehmen.

 

 

 

Die Frage hinter der Frage

 

Bei rhetorischen Fragen lohnt sich deshalb ein zweiter Blick.

Was wird hier eigentlich gefragt?

Und welche Antwort wird nahegelegt?

Nehmen wir:

„Wollen wir wirklich weiterhin Geld für dieses Projekt verschwenden?“

Die Frage lautet scheinbar:

„Wollen wir weitermachen?“

Doch in ihr steckt bereits die Behauptung:

„Dieses Projekt verschwendet Geld.“

Wer nun einfach mit „Nein“ antwortet, hat diese Voraussetzung möglicherweise bereits akzeptiert.

Genau deshalb lohnt sich in wichtigen Gesprächen die Frage:

Welche Annahme steckt bereits in dieser Formulierung?

Das ist eine wertvolle Fähigkeit für Verhandlungen, Entscheidungsprozesse und schwierige Gespräche.

 

 

 

Rhetorische Fragen in Reden und Präsentationen

 

In einer Rede können rhetorische Fragen ausgesprochen wirkungsvoll sein.

Sie verändern den Rhythmus.

Sie schaffen Aufmerksamkeit.

Sie können einen neuen Abschnitt eröffnen.

Sie können Spannung erzeugen.

Und sie holen das Publikum für einen Moment aus der Rolle des reinen Zuhörens.

Ein Redner sagt:

„Was würde passieren, wenn wir heute genauso entscheiden wie vor zehn Jahren?“

Schon beginnt im Publikum ein innerer Prozess.

Das ist häufig wirkungsvoller als:

„Wir müssen unsere bisherigen Entscheidungen überdenken.“

Die Frage erzeugt Beteiligung.

Zumindest dann, wenn sie gut gewählt ist.

 

 

 

Die Pause gehört zur Frage

 

Eine rhetorische Frage verliert einen großen Teil ihrer Wirkung, wenn die nächste Aussage sofort hinterherkommt.

Stell eine Frage.

Und gib ihr Raum.

„Was wäre möglich, wenn wir diese Annahme loslassen?“

Pause.

Diese kurze Stille ist Teil der Kommunikation.

Sie signalisiert:

Hier lohnt sich Denken.

Gerade bei wichtigen Fragen macht eine gute Pause häufig mehr Eindruck als ein zusätzlicher Satz.

 

 

 

Zu viele rhetorische Fragen wirken schnell künstlich

 

Wie bei vielen rhetorischen Mitteln entscheidet die Dosierung.

Eine einzelne starke Frage kann einen Gedanken öffnen.

Eine Folge aus fünf oder sechs rhetorischen Fragen kann schnell wie ein Verhör oder ein Verkaufsskript wirken.

„Wollen Sie erfolgreicher sein?“

„Möchten Sie mehr verdienen?“

„Wollen Sie endlich Ihre Ziele erreichen?“

„Sind Sie bereit für Veränderung?“

Spätestens jetzt hören viele Menschen den Mechanismus.

Die Fragen verlieren ihre Wirkung.

Deshalb:

Eine gute rhetorische Frage braucht weniger Menge und mehr Qualität.

 

 

 

Rhetorische Fragen in schwierigen Gesprächen

 

Auch in Gesprächen können rhetorische Fragen hilfreich sein.

Zum Beispiel:

„Ist das wirklich das Thema, über das wir gerade sprechen sollten?“

„Was wollen wir hier eigentlich erreichen?“

„Hilft uns diese Diskussion gerade weiter?“

Solche Fragen können einen Konflikt neu sortieren.

Sie holen Aufmerksamkeit zurück zum Wesentlichen.

Doch gerade in Konflikten kann eine rhetorische Frage ebenso leicht zur versteckten Attacke werden.

„Musst du eigentlich immer so empfindlich reagieren?“

„Kannst du einmal vernünftig bleiben?“

„Ist das wirklich so schwer zu verstehen?“

Solche Fragen transportieren Abwertung.

Sie wirken häufig schärfer als eine direkte Aussage, weil die Abwertung in der Frageform verborgen ist.

Wenn das Ziel Klärung lautet, ist eine echte Frage meist hilfreicher:

Statt:

„Musst du immer so empfindlich reagieren?“

besser:

„Was hat dich gerade besonders getroffen?“

Die zweite Frage öffnet.

Die erste legt fest.

 

 

 

Eine einfache Unterscheidung: Öffnen oder schließen?

 

Beim Formulieren einer Frage kannst du dir eine sehr hilfreiche Frage stellen:

Öffnet sie Denken – oder schließt sie Denken?

Eine öffnende Frage lässt mehrere Antworten zu.

Sie erzeugt Neugier.

Sie ermöglicht neue Informationen.

Eine schließende rhetorische Frage legt die erwünschte Antwort bereits fest.

Beides kann rhetorisch sinnvoll sein.

Entscheidend ist die Absicht.

Wenn du Menschen zum Denken einladen möchtest, brauchst du genügend Offenheit.

Wenn du einen Gedanken zuspitzen möchtest, darf eine rhetorische Frage enger sein.

Bewusstheit macht den Unterschied.

 

 

 

Der Fragen-Kompass

 

Vor einer wichtigen rhetorischen Frage helfen vier Punkte.

 

1. Was möchte ich bewirken?

Aufmerksamkeit?

Nachdenken?

Zustimmung?

Spannung?

Eine Entscheidung?

Eine neue Perspektive?

Je klarer das Ziel, desto leichter findest du die passende Frage.

 

 

2. Welche Antwort lege ich bereits nahe?

Manche Fragen sehen offen aus und enthalten längst eine Botschaft.

Prüfe, ob genau das beabsichtigt ist.

 

 

3. Wie könnte die Frage beim Gegenüber ankommen?

Einladend?

Provokativ?

Belehrend?

Manipulativ?

Interessiert?

Die gleiche Frage kann abhängig von Tonfall und Situation völlig unterschiedlich wirken.

 

 

4. Brauche ich überhaupt eine rhetorische Frage?

Manchmal ist eine direkte Aussage klarer.

Statt einen Gedanken kunstvoll als Frage zu verpacken, kann es überzeugender sein, ihn offen auszusprechen.

Gute Kommunikation braucht keine rhetorische Dekoration um ihrer selbst willen.

 

 

 

Auch die Fragen an uns selbst beeinflussen uns

 

Rhetorische Fragen spielen ebenfalls im inneren Dialog eine Rolle.

Und dort verdienen sie besondere Aufmerksamkeit.

„Warum passiert mir so etwas immer?“

„Wie konnte ich nur so dumm sein?“

„Warum bekomme ich das nie hin?“

Diese Fragen sehen nach Selbstreflexion aus.

Oft führen sie in eine Sackgasse.

Denn sie enthalten bereits negative Annahmen.

Hilfreicher können andere Fragen sein:

„Was kann ich daraus lernen?“

„Was brauche ich jetzt?“

„Welche Möglichkeit habe ich übersehen?“

„Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt?“

Die Qualität unserer Fragen beeinflusst die Qualität unserer Aufmerksamkeit.

Und damit häufig auch die Qualität unserer Entscheidungen.

 

 

 

Gute Fragen verändern den Blick

 

Das ist vielleicht die wichtigste Bedeutung rhetorischer Fragen weit über Reden und Präsentationen hinaus.

Eine gute Frage verändert den Fokus.

„Warum klappt das nicht?“

richtet Aufmerksamkeit auf Ursachen des Scheiterns.

„Was müsste sich verändern, damit es funktioniert?“

richtet Aufmerksamkeit stärker auf Bedingungen und Möglichkeiten.

Beide Fragen können sinnvoll sein.

Sie führen jedoch in unterschiedliche Richtungen.

Deshalb lohnt es sich, Fragen bewusst zu wählen.

 

 

 

Rhetorische Fragen sind Werkzeuge

 

Eine rhetorische Frage ist weder automatisch klug noch manipulativ.

Sie ist ein Werkzeug.

Mit ihr kannst du Aufmerksamkeit gewinnen.

Du kannst Denken anregen.

Du kannst einen Gedanken zuspitzen.

Du kannst Menschen beeinflussen.

Und du kannst sie unter Druck setzen.

Entscheidend ist, wofür du sie verwendest.

Wer gute Fragen stellt, führt Aufmerksamkeit.

Und wer Aufmerksamkeit führt, beeinflusst häufig auch, welche Möglichkeiten überhaupt wahrgenommen werden.

Das bringt Verantwortung mit sich.

 

 

 

Fazit: Stelle Fragen, die weiterführen

 

Rhetorische Fragen können sehr wirkungsvoll sein.

In Reden.

In Präsentationen.

In Gesprächen.

Und sogar im inneren Dialog.

Ihre Qualität zeigt sich weniger daran, wie raffiniert sie formuliert sind.

Entscheidend ist, was sie mit dem Denken machen.

Frag dich:

Was möchte ich mit dieser Frage bewirken?

Welche Annahme steckt bereits darin?

Öffnet sie einen Denkraum oder legt sie die Antwort schon fest?

Führt sie zu mehr Klarheit?

Denn eine wirklich gute Frage macht mehr als Eindruck.

Sie verändert den Blick auf das, was möglich ist.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel zu rhetorischen Stilmitteln

Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen können Denken öffnen, Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen. Erfahre, wie du sie in Gesprächen, Reden und Entscheidungen bewusst einsetzt.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2013
Überarbeitung: 3. August 2020
Englische Version:

David-Goliath-Effekt: Braucht Positionierung einen Gegner?

David-Goliath-Effekt

Braucht Positionierung einen Gegner?
Das Feindbild für das Marketing - David gegen Goliath

David gegen Goliath: Braucht eine starke Positionierung einen Gegner?

 

David gegen Goliath.

Klein gegen groß.

Mutig gegen mächtig.

Außenseiter gegen Marktführer.

Solche Geschichten funktionieren.

Im Marketing.

In der Politik.

In Unternehmen.

In gesellschaftlichen Debatten.

Und in unserem persönlichen Denken.

Sobald ein gemeinsamer Gegner auftaucht, wird vieles einfacher:

Wir wissen, wer „wir“ sind.

Und wer „die anderen“ sind.

Genau das macht Feindbilder kommunikativ so wirksam.

Und genau das macht sie gefährlich.

 

 

 

Der David-Goliath-Effekt

 

Die Geschichte von David und Goliath ist zu einem Sinnbild für ungleiche Auseinandersetzungen geworden.

Auf der einen Seite:

Macht.

Größe.

Ressourcen.

Dominanz.

Auf der anderen:

der Außenseiter.

Weniger Mittel.

Weniger Einfluss.

Und trotzdem eine Chance.

Menschen sympathisieren häufig mit dem vermeintlich Schwächeren.

Wir wünschen uns, dass David eine Chance bekommt.

Das lässt sich kommunikativ nutzen.

 

 

 

Der Underdog hat einen Sympathievorteil

 

Wer als Außenseiter wahrgenommen wird, kann leichter Unterstützung gewinnen.

Ein kleines Unternehmen tritt gegen einen mächtigen Konzern an.

Eine unbekannte Kandidatin gegen einen etablierten Amtsinhaber.

Ein kleines Team gegen den Branchenführer.

Eine neue Idee gegen ein etabliertes System.

Plötzlich geht es um mehr als Produkte, Personen oder Argumente.

Es entsteht eine Geschichte.

David gegen Goliath.

Und Geschichten bewegen Menschen.

 

 

 

Warum wir Außenseiter mögen

 

Der Underdog verkörpert etwas Attraktives.

Mut.

Hoffnung.

Aufstieg.

Unabhängigkeit.

Die Möglichkeit, dass Macht weniger alles entscheidet.

Wir können uns mit ihm identifizieren.

Vielleicht auch deshalb, weil viele Menschen Situationen kennen, in denen sie selbst weniger Einfluss hatten als andere.

Der Außenseiter wird dadurch zum Projektionsraum:

„Wenn David gewinnen kann, ist vielleicht mehr möglich, als es zunächst scheint.“

 

 

 

Reaktanz: Wenn Macht Widerstand erzeugt

 

Ein weiterer psychologischer Mechanismus kann hinzukommen.

Menschen möchten Wahlfreiheit.

Wenn wir den Eindruck bekommen, jemand wolle unsere Entscheidung stark kontrollieren, kann Widerstand entstehen.

In der Psychologie wird in diesem Zusammenhang von Reaktanz gesprochen.

Ein dominanter Anbieter kann dadurch ungewollt seinen kleineren Konkurrenten interessanter machen.

Der Kleine steht plötzlich für:

Alternative.

Freiheit.

Unabhängigkeit.

Widerspruch.

Das kann ausgesprochen wirkungsvoll sein.

 

 

 

Marketing liebt klare Gegensätze

 

Aus kommunikativer Sicht haben Gegensätze einen großen Vorteil:

Sie reduzieren Komplexität.

Alt gegen neu.

Groß gegen klein.

Teuer gegen günstig.

Tradition gegen Innovation.

Bürokratie gegen Freiheit.

Mensch gegen Maschine.

Wir gegen die anderen.

Das Publikum versteht sofort, worum es angeblich geht.

Doch genau hier beginnt die Verantwortung.

Denn Klarheit und Vereinfachung sind zwei unterschiedliche Dinge.

 

 

 

Ein Feindbild schafft Identität

 

Ein gemeinsamer Gegner verbindet.

„Wir sind diejenigen, die gegen X kämpfen.“

Das erzeugt Zugehörigkeit.

Menschen müssen weniger lange erklären, wofür sie stehen.

Es reicht beinahe zu sagen, wogegen sie stehen.

Das funktioniert bei Marken.

Bei Organisationen.

Bei politischen Bewegungen.

Und sogar in persönlichen Beziehungen.

Der Gegner wird zum Orientierungspunkt der eigenen Identität.

 

 

 

Das Problem: Wer sich über den Gegner definiert, braucht ihn

 

Genau hier liegt die Schwäche dieser Strategie.

Wenn meine Identität lautet:

„Wir sind gegen die anderen“

brauche ich die anderen, um zu wissen, wer ich bin.

Der Gegner bekommt damit erstaunlich viel Macht.

Er bestimmt:

meine Themen,

meine Aufmerksamkeit,

meine Sprache,

meine Emotionen,

meine Positionierung.

Das ist weniger Unabhängigkeit, als es zunächst aussieht.

 

 

 

Wogegen bist du – und wofür stehst du?

 

Deshalb finde ich eine Frage wesentlich stärker:

Wofür stehst du?

Es ist leicht zu sagen:

„Wir sind gegen schlechte Beratung.“

Interessanter ist:

„Was bedeutet gute Beratung für uns?“

Es ist leicht zu sagen:

„Wir kämpfen gegen die alten Strukturen.“

Interessanter ist:

„Welche besseren Strukturen möchten wir schaffen?“

Es ist leicht, einen Gegner zu benennen.

Anspruchsvoller ist eine eigene Position.

 

 

 

Positionierung braucht Unterschiede

 

Das bedeutet keineswegs, dass gute Positionierung konfliktfrei sein muss.

Im Gegenteil.

Wer für etwas steht, wird automatisch Dinge ablehnen.

Wenn du für Transparenz stehst, wirst du bestimmte Formen der Verschleierung kritisieren.

Wenn du für Selbstbestimmung stehst, wirst du Bevormundung anders bewerten.

Wenn du für Qualität stehst, wirst du bestimmte Kompromisse weniger attraktiv finden.

Eine klare Haltung erzeugt Unterschiede.

Der entscheidende Unterschied lautet:

Der Gegner ist die Folge deiner Haltung – weniger ihre Grundlage.

 

 

 

Menschen oder Probleme?

 

Für Marketing und Kommunikation ist diese Unterscheidung besonders hilfreich.

Statt Menschen oder Unternehmen zum Feind zu erklären, kann der Gegner ein Problem sein.

Zum Beispiel:

unnötige Komplexität,

Zeitverschwendung,

schlechte Verständlichkeit,

Bürokratie,

Intransparenz,

Verschwendung,

Angst,

Orientierungslosigkeit,

schlechte Kommunikation.

Dann entsteht weiterhin Spannung.

Doch die Geschichte bekommt eine konstruktivere Richtung.

 

 

 

Der bessere Gegner ist häufig ein Zustand

 

Das verändert Kommunikation erheblich.

Statt:

„Wir gegen die anderen.“

entsteht:

„Wir gemeinsam gegen ein Problem.“

Das Publikum wird weniger zum Mitstreiter gegen Menschen.

Es wird zum Mitgestalter einer besseren Situation.

Das ist eine wesentlich tragfähigere Form der Positionierung.

 

 

 

Was wäre Batman ohne Joker?

 

Geschichten brauchen Konflikt.

James Bond braucht Gegenspieler.

Sherlock Holmes braucht schwierige Fälle.

David braucht Goliath.

Ohne Hindernis entsteht wenig Spannung.

Das gilt auch für Storytelling.

Doch ein Konflikt braucht keineswegs einen bösen Menschen.

Der Gegner einer Geschichte kann ebenso sein:

eine schwierige Situation,

eine falsche Annahme,

eine Gewohnheit,

eine technische Grenze,

ein gesellschaftliches Problem,

eine innere Überzeugung.

Gutes Storytelling braucht Widerstand.

Es braucht weniger Feindseligkeit.

 

 

 

Feindbilder vereinfachen die Welt

 

Feindbilder sind attraktiv, weil sie Komplexität reduzieren.

Wenn jemand schuld ist, wird die Geschichte übersichtlich.

Der Gute.

Der Böse.

Ursache.

Wirkung.

Lösung.

Die Wirklichkeit ist häufig komplizierter.

Menschen haben unterschiedliche Interessen.

Organisationen handeln unter verschiedenen Bedingungen.

Entscheidungen entstehen aus mehreren Motiven.

Deshalb verdient jede sehr einfache Freund-Feind-Erzählung eine zusätzliche Frage:

„Was wird durch diese Geschichte ausgeblendet?“

 

 

 

Polarisierung erzeugt Aufmerksamkeit

 

Konflikt funktioniert kommunikativ.

Eine scharfe Position erzeugt Reaktionen.

Zustimmung.

Widerspruch.

Kommentare.

Reichweite.

Das macht Polarisierung attraktiv.

Doch Aufmerksamkeit und Wirkung sind verschiedene Dinge.

Die entscheidende Frage lautet:

„Welche Wirkung möchte ich langfristig erzeugen?“

Wer Vertrauen aufbauen möchte, braucht andere Mittel als jemand, der ausschließlich kurzfristige Aufmerksamkeit sucht.

 

 

 

Die Versuchung der Empörung

 

Empörung ist ein starker Aufmerksamkeitsverstärker.

„Unglaublich, was diese Menschen tun!“

„Jetzt reicht es!“

„Die Wahrheit über …“

Solche Botschaften erzeugen Energie.

Das Publikum weiß sofort, welche Emotion erwartet wird.

Das kann Reichweite bringen.

Doch wer dauerhaft Empörung verkauft, braucht immer neuen Anlass für Empörung.

Das Kommunikationsmodell beginnt, sich selbst zu füttern.

 

 

 

Haltung ist stärker als Feindseligkeit

 

Eine klare Position darf unbequem sein.

Sie darf widersprechen.

Sie darf Missstände benennen.

Sie darf sagen:

„Das halte ich für falsch.“

Haltung braucht jedoch weniger Abwertung.

Du kannst eine Idee entschieden kritisieren und dem Menschen dahinter weiterhin Würde zugestehen.

Du kannst Grenzen setzen.

Du kannst widersprechen.

Du kannst dich klar positionieren.

Und trotzdem differenziert bleiben.

Das ist anspruchsvoller als ein Feindbild.

Und häufig glaubwürdiger.

 

 

 

David kann selbst zu Goliath werden

 

Eine interessante Schwierigkeit der David-Goliath-Strategie zeigt sich beim Erfolg.

Was geschieht, wenn David gewinnt?

Das kleine Unternehmen wächst.

Der Außenseiter wird Marktführer.

Der Herausforderer wird Institution.

Plötzlich funktioniert die alte Geschichte weniger gut.

Wer weiterhin behauptet, der kleine Rebell zu sein, obwohl er längst erhebliche Macht besitzt, verliert Glaubwürdigkeit.

Erfolg verlangt deshalb manchmal eine neue Geschichte.

 

 

 

Macht verändert Verantwortung

 

Wer Einfluss gewinnt, sollte die eigene Rolle neu betrachten.

Welche Macht habe ich inzwischen?

Welche Verantwortung entsteht daraus?

Welche Kritik, die ich früher an anderen geübt habe, gilt inzwischen möglicherweise auch für mich?

Das ist eine anspruchsvolle Form von Selbstreflexion.

Und sie gilt weit über Marketing hinaus.

 

 

 

Der Feind meines Feindes ist noch lange kein Freund

 

Ein gemeinsamer Gegner kann Menschen schnell verbinden.

Doch diese Verbindung sagt wenig darüber aus, ob sie gemeinsame Werte haben.

Zwei Menschen können dasselbe ablehnen und vollkommen unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was stattdessen entstehen soll.

Deshalb ist eine gemeinsame Ablehnung eine schwache Grundlage für langfristige Zusammenarbeit.

Die stärkere Frage lautet:

„Was wollen wir gemeinsam schaffen?“

 

 

 

Positionierung ohne Feindbild

 

Eine starke Positionierung kann auf vier Fragen beruhen:

 

1. Wofür stehe ich?

Welche Werte und Prinzipien sind wesentlich?

 

2. Welches Problem möchte ich lösen?

Was soll durch meine Arbeit besser werden?

 

3. Was mache ich bewusst anders?

Wo unterscheidet sich mein Ansatz?

 

4. Welche Zukunft möchte ich ermöglichen?

Was soll entstehen, wenn meine Arbeit erfolgreich ist?

Damit entsteht Profil.

Ganz ohne künstlichen Bösewicht.

 

 

 

Der Haltungs-Kompass

 

Wenn du überlegst, dich kommunikativ deutlich gegen jemanden oder etwas zu positionieren, helfen fünf Fragen:

 

1. Kritisiere ich einen Menschen oder ein konkretes Verhalten?

Präzision reduziert unnötige Feindseligkeit.

 

2. Welche meiner Werte begründen meine Position?

Dann wird sichtbar, wofür du stehst.

 

3. Würde meine Aussage auch ohne Empörung überzeugen?

Das ist ein guter Qualitätstest.

 

4. Was möchte ich stattdessen?

Kritik wird stärker, wenn eine Alternative sichtbar wird.

 

5. Kann ich meine Position vertreten und gleichzeitig differenziert bleiben?

Genau dort zeigt sich Souveränität.

 

 

 

Ein Gegner kann Orientierung geben – ein eigener Kompass ist stärker

 

Das ist für mich der wichtigste Gedanke.

Es ist einfach, sich an einem Gegner auszurichten.

Wenn er nach links geht, gehe ich nach rechts.

Wenn er dafür ist, bin ich dagegen.

Doch dann bestimmt weiterhin der Gegner die Richtung.

Eigenständigkeit beginnt dort, wo du einen eigenen Kompass hast.

Was halte ich für richtig?

Welche Werte möchte ich vertreten?

Welche Wirkung möchte ich erzielen?

Was möchte ich beitragen?

Dann darfst du widersprechen.

Auch entschieden.

Doch deine Richtung entsteht aus deiner Haltung.

 

 

 

Kommunikation braucht Konfliktfähigkeit

 

Souveräne Kommunikation bedeutet keineswegs, jedem Konflikt auszuweichen.

Manchmal braucht es klare Worte.

Manchmal ein Nein.

Manchmal deutlichen Widerspruch.

Manchmal eine öffentliche Position.

Die entscheidende Fähigkeit lautet:

Konflikt führen, ohne vom Konflikt geführt zu werden.

Das ist ein großer Unterschied.

 

 

 

David gegen Goliath neu gedacht

 

Vielleicht liegt die bleibende Faszination der Geschichte weniger darin, dass David einen Feind braucht.

Vielleicht liegt sie darin, dass ein Mensch trotz ungünstiger Ausgangslage seinen eigenen Handlungsspielraum erkennt.

Er akzeptiert weniger automatisch die Spielregeln des Stärkeren.

Er nutzt seine eigenen Möglichkeiten.

Er handelt.

Das ist die interessantere Botschaft.

Souveränität beginnt weniger mit der Größe des Gegners als mit Klarheit über die eigenen Möglichkeiten.

 

 

 

Wofür möchtest du stehen?

 

Vielleicht ist das die stärkere Alternative zum Feindbild.

Weniger:

„Gegen wen kämpfen wir?“

Mehr:

„Wofür lohnt es sich, einzutreten?“

Weniger:

„Wer ist schuld?“

Mehr:

„Was können wir verbessern?“

Weniger:

„Wie grenzen wir uns ab?“

Mehr:

„Was macht unsere Haltung erkennbar?“

So entsteht Positionierung aus Identität statt aus Feindschaft.

 

 

 

Individuelles Sparring für klare Positionierung

 

Gerade in exponierten Rollen entstehen Situationen, in denen eine klare Position gefragt ist.

Wie deutlich möchtest du dich äußern?

Wo lohnt sich Widerspruch?

Welche Auseinandersetzung dient deinem Anliegen?

Welche lenkt davon ab?

Welche Werte sollen in deiner Kommunikation erkennbar werden?

Und wie kannst du eine starke Position vertreten, ohne dich von der Gegenseite definieren zu lassen?

Im individuellen Sparring können wir genau diese Fragen klären.

Denn eine starke Position braucht Ecken und Kanten.

Sie braucht keinen künstlichen Feind.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

 

David-Goliath-Effekt: Braucht Positionierung einen Gegner?

Warum David gegen Goliath im Marketing funktioniert, weshalb Feindbilder verbinden und wie klare Positionierung auch ohne künstliche Gegner gelingt.

15 Tipps für die Vorbereitung Ihrer Investorenpräsentation

15 Tipps für die Vorbereitung Ihrer Investorenpräsentation

Mit einer Investorenpräsentation sollen Investoren für eine Beteiligung gewonnen werden. Dazu wird die Lage und Aussicht des Unternehmens ergänzend zu den schriftlichen Geschäftsplänen präsentiert. So sollen potenzielle Kapitalgeber davon überzeugt werden, dass sich eine Beteiligung lohnt. Vorbereitung lohnt sich, weil guter Inhalt eine gute Verpackung verdient. Tipps aus der Praxis als Pitch-Coach.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2014
Überarbeitung: 1. September 2026
AN: #4334

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, Aufblähungen, nix Tacheles!

Die Flucht vor Wahrheit und Verantwortung: Manipulation, Sprachkompetenz, Beispiele, ...
Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, …

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lerne Schönfärberei schneller zu erkennen.

Video

Wie Euphemismen dich austricksen

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Euphemismen

 

Schönfärberei auf Wortebene:
Pflicht statt Zwang, Peanuts statt Kleinkram, naturidentisch statt künstlich.
Besser wird es dadurch nicht.

Schönfärberei

 

Ein paar Häuser weiter steht ein Gebäude, das seit heute in wunderschönen Farben erstrahlt. Vor wenigen Tagen sah es noch grau und abrissreif oder zumindest verkommen aus. Es ist schon erstaunlich, wie mit etwas Fassadenfarbe der äußere Schein beeinflusst werden kann.

Wie ich erfahren habe, sollen die einzelnen Einheiten nun als Eigentumswohnungen möglichst gewinnbringend an Frau und Mann gebracht werden. Vermutlich wird das nur bei Menschen gelingen, die das Objekt nicht kennen und hinter die Fassade schauen. Die Käufer tun mir leid, denn hinter dem oberflächlichen Farbauftrag verbirgt sich eine traurige Bausubstanz. Wie so oft, so ging auch hier der ganze Aufwand in die Verpackung, anstatt sich dem Inhalt zu widmen. Das wird ein trauriges Erwachen für diejenigen, die das nicht durchschauen.

Nach dem ersten Studium, als Dipl.-Ingenieur, hatte ich es selbst mit Gebäuden und deren Zustand zu tun. Heute begegnen mir Verschleierungsversuche anderenorts und statt Farbe kommen in erster Linie Worte zum Einsatz. Diese der Schönfärberei gewidmeten Worte nennen sich Euphemismen.

 

 

Was ist ein Euphemismus?

 

Der Begriff Euphemismus stammt aus dem Griechischen und heißt frei übersetzt „Worte von guter Bedeutung“. Ein Euphemismus ist ein Stilmittel, mit dessen Hilfe ein Sachverhalt, ein Gegenstand oder eine Person beschönigend umschrieben wird. Es gibt viele Zusammenhänge, in denen es erstrebenswert erscheint, unangenehme Wahrheiten positiver klingen zu lassen. So begegnen uns Euphemismen an vielen Stellen wie beispielsweise im Alltag, in der Politik, in der Werbung, in der Wirtschaft und in der Literatur.

Flucht vor der Wahrheit und Verantwortung

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei. Wer sollte etwas gegen mehr Farbe in der Welt haben?

Leider geht es bei Euphemismen seltener darum, der Welt etwas Gutes zu tun. Durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Wird beispielsweise statt von Entlassungen von Freisetzungen gesprochen, dann mit der Hoffnung, dass, wenn es nicht mehr so hässlich klingt, auch die Reaktionen weniger heftig ausfallen. Häufig wird der Versuch erkannt, denn nicht die Worte sind hässlich, sondern die Tatsachen, für die sie stehen. Deshalb bekommen die verwendeten Worte mit der Zeit eine neue Bedeutung, einen neuen Anstrich oder zumindest einen Beigeschmack. Allzu oft jedoch werden sie nicht als Nepp erkannt.

Solche Schönfärberei ist mehr als eine schlechte Angewohnheit. Sie ist verräterisch und in ihrer Wirkung hinsichtlich der Beziehungen destruktiv. Verräterisch ist sie deshalb, weil sie deutlich macht, dass jemand, wenn es kritisch wird, die Dinge nicht beim Namen nennt und zur Verantwortung steht, sondern versucht, die Folgen des eigenen Handelns zu verharmlosen.

Beispiele

Euphemismen A

 

  • aalglatt statt geschickt skrupellos
  • abenteuerlich statt unglaubwürdig
  • Abfallentsorgung statt Müllentfernung
  • abfüllen statt betrunken machen
  • abgetakelt statt alt und unansehnlich
  • abknüpfen statt kopieren
  • Ableben statt Tod
  • Abschreckungsmittel statt Atombombe
  • abstottern statt Raten zahlen
  • Allgemeinmediziner statt Hausarzt
  • alternative Verhörmethoden statt Folter
  • alternativlos statt nicht diskutierbar
  • antifachistischer Schutzwall statt Berliner Mauer
  • Asket statt Geizhals
  • ausradieren statt vernichten, umbringen

Euphemismen B

 

  • Bammel statt Angst
  • Baustelle statt Problem
  • Befreiung statt Unterwerfung
  • Beharrlichkeit statt Sturheit
  • Beitragsanpassung statt Beitragserhöhung
  • belastbar statt ausbeutbar
  • Belehrung statt Tadel
  • beratungsresistent statt uneinsichtig, dumm
  • Betreuer statt Vormund
  • bildungsferne Schichten statt ungebildete Menschen
  • blauer Dunst statt giftiger Zigarettenrauch
  • böhmische Dörfer statt Unverständliches
  • breit statt betrunken
  • Bürgernähe statt Populismus

Euphemismen C

 

  • Compliance statt Befolgung therapeutischer Empfehlungen

Euphemismen D

 

  • Dampf ablasen statt wütend toben
  • defekt statt kaputt
  • Demokratur statt als Demokratie getarnte Diktatur

Euphemismen E

 

  • Ehrenmord statt archaisch motivierter Mord
  • einbuchten statt einsperren
  • einfach statt dumm
  • einkommensschwach statt arm
  • eliminieren statt ermorden
  • entblättern statt ausziehen
  • Erfindung statt Lüge
  • erledigen statt ermorden

Euphemismen F

 

  • Fahrgestell statt Unterkörper
  • Facility Manager statt Hausmeister
  • Farbe ins Spiel bringen statt etwas interessanter machen
  • farbig statt dunkler Hautfarbe
  • Fehltritt statt Straftat
  • Fersengeld geben statt flüchten
  • Feuchtbiotop statt Sumpf
  • flatterhaft statt liederlich
  • Flitzer statt Exhibitionist
  • flüssiges Brot statt Bier
  • förderungswürdig statt schlecht
  • Frau in den besten Jahren statt ältere Frau
  • freie Mitarbeiter stat Scheinselbstständige
  • Freiheitsstrafe statt Gefängnisstrafe
  • Freitod statt Selbsttötung
  • Freisetzung statt Entlassung
  • fremdfinanzierten statt Schulden machen
  • fremdgehen statt außerehelich GV ausüben
  • Freudenhaus statt Bordell
  • Freudenmädchen statt Prostituierte
  • Freund und Helfer statt Polizist
  • Freundliches Feuer (Friendly Fire) statt Beschuss durch eigene Arme
  • Frontanpassung statt Rückzug
  • Fuchs statt schlauer Mensch
  • für sich behalten statt verschweigen
  • förderungswürdig statt schlecht

Euphemismen G

 

  • gefallen statt im Krieg gestorben
  • gehörlos statt taub
  • Geisterfahrer statt Falschfahrer
  • geistige Getränke statt alkoholische Getränke
  • geistige Umnachtung statt Wahnsinn
  • Gelackmeierter statt Benachteiligter
  • gemütskrank statt psychisch krank
  • Geopolitik statt Machtpolitik
  • Gerstenkaltschale statt Glas Bier
  • Gerstensaft statt Bier
  • Gerstentee statt Bier
  • Geschichten erzählen statt lügen
  • Geschwisterliebe statt Inzest
  • Gesichtserker statt große Nase
  • gesund statt geschmacklos, nüchtern
  • Gewinnwarnung statt Verlustankündigung
  • Gleichstellung statt Frauenförderung
  • glücklos statt erfolglos
  • Gottesacker statt Friedhof
  • Gotteshaus stat Kirche
  • gute Stube statt Wohnzimmer
  • guter Hoffnung statt schwanger
  • Gänsewein statt Mineralwasser
  • gutsituiert statt reich

Euphemismen H

 

  • Hahnrei statt betrogener Ehemann
  • Halbgott in Schwarz statt Richter
  • Halbgott in Weiß statt Arzt
  • Halbwelt statt kriminelles Milieu
  • halt die Luft an! statt Schweig!
  • Hand an sich legen statt sich umbringen
  • Handicap statt Behinderung
  • harte Spielweise statt unfaire Spielweise
  • Hasenfuß statt ängstlicher Mensch
  • Heilanstalt statt Irrenanstalt
  • Heiliger Krieg statt religiös gerechtfertigter Krieg
  • Heiliger Vater statt Papst
  • Heimgang statt Tod
  • heimgehen statt sterben
  • Heimkino statt Fernsehen
  • Herausforderung statt Problem
  • hinter schwedischen Gardinen statt im Gefängnis
  • hohe Stirn statt Halbglatze
  • hochpreisig statt teuer
  • Holocaust statt Völkermord
  • Hopfensaft statt Bier
  • horizontal herausgefordert statt fett
  • hopp gehen statt sterben
  • horizontales Gewerbe statt Prostitution
  • Hosenstall statt Hosenschlitz
  • Humankapital statt Menschen die für eine Sache zum Einsatz kommen

Euphemismen I

 

  • Individualist statt Sonderling
  • inhalieren statt gierig essen
  • Instandbesetzung statt Hausbesetzung
  • ins Gras beissen statt sterben
  • Interessengruppe statt Lobby
  • introvertiert statt kontaktscheu
  • Irritation statt Hautrötung oder Pickel

Euphemismen J

 

  • Jagdschein statt Unzurechnungsfähigkeit
  • Jägerlatein statt Lüge

Euphemismen K

 

  • kalt erwischt statt unvorbereitet überrascht
  • Kernenergie statt Atomkraft
  • Kernwaffen statt Atomwaffen
  • Kessel statt militärische Umzingelung
  • Kies statt Geld
  • Kinderspiel statt einfaches Vorhaben
  • Knacki statt Inhaftierter
  • Knacks stat Psychose
  • Knarre statt Schusswaffe
  • kognitiv herausgefordert statt dumm
  • Kollateralschaden statt beiläufige Tötung von Zivilisten
  • Konspiration statt Verschwörung
  • korpulent statt übergewichtig
  • korrekt statt pedantisch, pingelig
  • kostenintensiv statt teuer
  • kostenneutral stat umsonst
  • kreative Buchführung statt Bilanzfälschung
  • kräftig statt übergewichtig
  • Kunde der Polizei statt Krimineller
  • kühl statt feindselig

Euphemismen L

 

  • Landesverteidiger statt Soldat
  • Landwirt statt Bauer
  • lange Finger machen statt stehlen
  • Langfinger statt Dieb
  • Leasing statt Ratenzahlung
  • liebenswürdige Übertreibung statt Lüge
  • linken statt betrügen
  • Loch statt Gefängnis
  • Lohnangleichung statt Lohnsenkung

Euphemismen M

 

  • mental herausgefordert statt dumm
  • militärische Lösung statt Krieg
  • Mitbewerber statt Konkurrent
  • Moos statt Geld

Euphemismen N

 

  • Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit
  • nah am Wasser gebaut statt weinerlich
  • Nassauer statt Schmarotzer
  • naturidentisch statt künstlich
  • negativer Ertragsüberschuss statt Verlust
  • negatives Wirtschaftswachstum statt Wirtschaftsrückgang
  • nicht alle Latten am Zaun haben statt verrückt sein
  • nicht alle Tassen im Schrank haben statt verrückt sein
  • nicht auf dem Damm statt krank sein
  • nicht auf dem Posten statt krank sein
  • nicht auf der Höhe der Zeit statt veraltet
  • nicht auf der Höhe statt krank sein
  • nicht bei Trost sein statt verrückt sein
  • nicht mehr taufrisch statt alt
  • niederkommen statt gebären
  • Nullwachstums statt Stillstand der Wirtschaftsentwicklung

Euphemismen O

 

  • Ölteppich statt Ölpest
  • ohne Fortune statt glücklos
  • Ordnungshüter statt Polizist
  • ohne Stellung statt arbeitslos
  • orgeln statt schnarchen
  • Outsourcing statt Entlassung

Euphemismen P

 

  • Pazifizierung statt Unterwerfung
  • Peanuts statt Kleinkram
  • Perle statt Freundin
  • Pfeife statt Versager
  • Pferdeapfel statt Pferdekot
  • Pflicht statt Zwang
  • physisch herausgefordert statt körperlich behindert
  • Politik der Stärke statt militärische Aufrüstung
  • Politikverdrossenheit statt Desinteresse an Demokratie
  • positive Diskriminierung statt Benachteiligung von Männern
  • potjomkinsche Dörfer statt Vorspiegelungen
  • Preisanpassung statt Preiserhöhung
  • preisgünstig statt billig
  • preiswert statt billig
  • Prekariat statt Unterschicht

Euphemismen Q

 

Euphemismen R

 

  • Rachenputzer statt Schnaps
  • Rationalisierung statt Einsparung bzw. Entlassungen
  • Raumpflegerin statt Putzfrau
  • redaktionelle Entscheidung statt Zensur
  • Reibereien statt Konflikte
  • reif statt alt
  • Remis statt Unentschieden
  • Repräsentant statt Vertreter
  • requirieren statt beschlagnahmen
  • reserviert statt feindselig
  • Rückbau statt Abriss
  • Rückgang der Beschäftigtenzahl statt Zunahme der Arbeitslosenzahlen
  • Rückschlag statt Misslingen
  • rustikal statt einfach, eingeschränkt, ländlich

Euphemismen S

 

  • Säumniszuschlag statt Mahngebühr
  • Schadstoffemission statt Luftvergiftung
  • Schatten der Vergangenheit statt frühere Vergehungen
  • Schaumschlägerei statt Angeberei
  • schief geladen haben statt betrunken sein
  • schmieren statt bestechen
  • Schnee statt Kokain, Heroin
  • Schnellrestaurant statt Frittenbude
  • schräg statt eigenartig
  • Schutzgeld statt Erpressung
  • schwach belegt statt pleite
  • Schwarzes Gold statt Erdöl
  • Seemannsgarn statt Lügen
  • Seitensprung statt außerehelicher GV
  • Selbstbedienung statt Diebstahl
  • Selbstverwirklichung statt Egotrip
  • sexueller Übergriff statt Vergewaltigung
  • sinnfrei statt sinnlos
  • sozial schwach statt arm
  • Sozialreform statt Sozialabbau
  • steiler Zahn statt attraktive Frau
  • stellenlos statt arbeitslos
  • stellungslos statt arbeitslos
  • stempeln gehen statt arbeitslos gemeldet sein
  • sterbliche Hülle statt Leiche
  • stibitzen statt stehlen
  • stiften gehen statt flüchten
  • stubenrein statt moralisch einwandfrei
  • suboptimal statt schlecht
  • Stuhl statt Kot
  • super statt gut
  • Superwaffen statt Atomwaffen
  • Synergie-Effekte statt Einsparungen durch Zusammenlegung von Bereichen
  • sägen statt schnarchen

Euphemismen T

 

  • talentfrei statt untalentiert
  • textilarm statt nackt
  • textilfrei statt nackt
  • textillos statt nackt
  • thermisches Recycling statt Müllverbrennung
  • tilgen statt vernichten
  • Torte statt Frau
  • transpirieren statt schwitzen
  • Treue statt Gehorsam
  • türken statt fälschen

Euphemismen U

 

  • übersichtlich statt spärlich
  • umlegen statt ermorden
  • umsatteln statt sich verändern
  • Umsiedlung statt Vertreibung
  • Umstrukturierung statt Entlassung
  • Ungeziefer statt Insekten
  • unglückliche Äusserung statt Beleidigung
  • unschädlich machen statt töten
  • unter dem Pantoffel stehen statt in Beziehung unterdrückt werden
  • unter die Haube kommen statt heiraten
  • unterbelichtet statt dumm
  • unterkühlt statt temperamentlos
  • unterprivilegiert statt arm
  • untersetzt statt dick
  • Unterwelt statt kriminelles Milieu
  • unvernünftig statt dumm
  • unvorteilhaft statt schlecht
  • unwahr statt falsch

Euphemismen V

 

  • verbale Unrichtigkeit statt Lüge
  • Verbesserungspotential statt Schwäche, Fehler
  • verduften statt fliehen
  • verhaltensoriginell statt verhaltensgestört
  • Vergütung statt Gehalt, Lohn
  • Verhältnis statt Liebesbeziehung
  • verscheiden statt sterben
  • vermögend statt reich
  • Verteidigungsfall statt Krieg
  • Verteidigungsbündnis statt Militärbündnis
  • vertikal herausgefordert statt kleinwüchsig
  • Vertreibung statt Umsiedlung
  • Vitamin C statt persönliche Netzwerke
  • Vitamin B statt Beziehungen
  • volksnah statt populistisch
  • Volksvertreter statt Politiker
  • voll statt betrunken
  • voll wie eine Rakete statt sturzbetrunken
  • vollschlank statt dick
  • von allen übeln erlöst statt tot
  • vorprogrammiert statt erwartet
  • Vorstoß in den rückwärtigen Sektor statt Flucht
  • Vorwärtsverteidigung statt Angriffskrieg

Euphemismen W

 

  • Wachstumspause statt Wirtschaftsstillstand, Rezession
  • Waffengewalt anwenden statt Schusswaffeneinsatz
  • Wehrdienst statt Kriegsdienst
  • Wehrpflicht statt Zwangsrekrutierung
  • weiche Ziele statt Menschen
  • Werbung statt Reklame
  • Wertstoffe statt Müll
  • Wettbewerb statt Konkurrenz
  • windig statt unseriös
  • wohlgenährt statt dick
  • wohnsituiert statt reich
  • Wohlstandsrolle statt Bauch
  • Wohnpark statt Ghetto
  • Würfelhusten statt Erbrechen

Euphemismen X

 

Euphemismen Y

 

Euphemismen Z

 

  • Zeit ist abgelaufen statt sterben
  • zeitnah statt bald oder auch nicht
  • zierlich statt dürr
  • zu Papier bringen statt aufschreiben
  • zurückhaltend statt nichtssagend, langweilig
  • zurücktreten statt ein Amt aufgeben
  • zurückbauen statt abreissen
  • zwangspausierend statt gesperrt sein

Dysphemismen

 

Das Gegenstück des Euphemismus ist der Dysphemismus, auch Kakophemismus genannt. Der selten verwendete Begriff Dysphemismus beschreibt die Übersteigerung eines Tabus, während beim Euphemismus die negative Wirkung einer Aussage reduziert werden soll. Beide haben gemeinsam, dass sie beeinflussen wollen.

Rhetorischer Stilmittel und Tricks

 

Den zeitgemäßen Einsatz rhetorischer Stilmittel in Reden und. Präsentationen können Sie in den Kursen Rhetorik & Präsentation III und Training Rhetorik & Präsentation IV kennen, schätzen und einsetzen lernen. Und natürlich im Einzeltraining mit mir. Bei der Gelegenheit erfahren Sie auch, wie Sie gekonnt auf Manipulationsversuche reagieren können.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Kennst du weitere Euphemismen und wie stehst du zu ihnen?

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)

YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen ebenso guten Dienst, wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt. Heinrich Heine

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2006
Überarbeitung: 06. Januar 2025
AN: #323160
K: CNB
Ü:

Überzeugen: Systematisch Zweifel säen, statt gegen Wände zu rennen

Überzeugen: Systematisch Zweifel säen, statt gegen Wände zu rennen

Schritt für Schritt überzeugen, statt mit dem Kopf durch die Wand
Systematisch Zweifel säen, statt gegen Wände zu rennen

Systematisch Zweifel säen

 

Manchmal ist es wünschenswert zuerst Zweifel zu säen, damit eine neue Idee überhaupt eine Chance hat. Erfahren Sie weshalb und wie.

 

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/KAVFsWM9jJo

Systematisch Zweifel säen, statt mit dem Kopf durch die Wand

 

Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen ﹣ sie wird einem ja doch nicht geglaubt.

Charles Maurice de Talleyrand

 

 

Wenn das nur mal immer so einfach mit der Wahrheit wäre. Wobei es sich bei diesem Zitat um eine durchaus berechtigte Aussage handelt. Zum Thema Glaubwürdigkeit und speziell das nachteilige Säen von Zweifel, an Stellen an denen keine erforderlich sind, finden Sie hier schon einige Artikel.

In der Regel sind Zweifel ja eher nicht erwünscht. Es existieren allerdings auch Situationen, in denen es durchaus wünschenswert ist, Zweifel zu säen. Beispiel: Wer an einem eingefahrenen Zustand etwas ändern möchte, wird nicht immer mit offenen Armen empfangen. Das macht Überzeugungsarbeit nicht gerade einfacher, vor allem, wenn die bisherigen Spielregeln der Entfaltung im Wege stehen. Dann ist auch keine freudige Erwartung beim Publikum vorhanden von neuen Ideen zu hören. Zuerst erfordert es die Bereitschaft des Publikums, Bestehendes überhaupt infrage zu stellen. Dazu werden zuerst möglichst systematisch Zweifel gesät und erst dann die ungewohnte Sichtweise ins Spiel gebracht. Erfahrene Redner gehen dabei mit Strategien ans Werk, die das Publikum dabei unterstützen in geeignete Zustände zu gelangen, in denen sie sich von Schauklappen befreit selbst eine Meinung bilden. Ganz im Sinne von Blaise Pascal, der meinte; „Man lässt sich gewöhnlich lieber durch Gründe überzeugen, die man selbst erfunden hat, als durch solche, die anderen zu Sinn gekommen sind.“

Beispielsweise in den Gruppen- und Einzeltrainings Rhetorik & Präsentation III und Rhetorik & Präsentation IV erfahren Sie, wie das praktisch funktioniert.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie gehen mit Publikum um, das feste Meinung hat?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Rapport

Rapport

Rapport schafft die Grundlage für gute Gespräche. Erfahre, wie Zuhören, Präsenz, Vertrauen und kommunikative Flexibilität echte Verbindung fördern.

mehr lesen
Erst zweifeln, dann untersuchen, dann entdecken. Henry Thomas Buckle

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Juli 2017
Überarbeitung: 1. Juli 2020
Überarbeitungsplan
AN: #4335

Wie kommen Sie mit Ironie klar? Ironie in Reden und Präsentationen

Wie kommen Sie mit Ironie klar?

Gelungener Einsatz ironischer Elemente in Reden und Präsentationen

 

Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Ironie in Gesprächen, Reden und Präsentationen

 

Ironie in der Rhetorik ist ein mehr schneidiges Schwert. Was zu beachten ist und wo Sie lieber vorsichtig sein sollten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Ironie

 

Wer Ihr Haus zur Ruine macht, möchte sicherlich, dass Sie den Himmel sehen.

Robert Louis Stevenson

 

 

 

Wie stehen Sie zur Ironie?

 

Kommen Sie mit Ironie klar? Darunter wird ein rhetorisches Stilmittel bezeichnet, das in sämtlichen literarischen Gattungen, in Reden sowie in der Umgangssprache verwendet wird. Die Ironie deutet an, dass der Sprechende etwas ausdrückt, von dem er genau das Gegenteil des Ausgedrückten meint. Wesentlich ist dabei, dass die Empfänger erkennen, dass die Äußerung ironisch war und das Gegenteil meint. Die Figur der Ironie ähnelt Sarkasmus, Spott und Zynismus.

Der Begriff lässt sich aus dem Griechischen (εἰρωνεία ~ eironeía) ableiten und mit Verstellung und auch Vortäuschung übersetzen. Demzufolge deutet schon die Übersetzung an, worum es grundsätzlich geht; das Vortäuschen einer Aussage, obwohl das genaue Gegenteil dieser Aussage gemeint ist.

Zum Verständnis ist es dementsprechend erforderlich, die Aussage des Sprechenden wieder in das tatsächlich gemeinte Gegenteil zu verkehren. Das gelingt allerdings nicht immer reibungslos. Der Spott lässt sich oft nur durch zusätzliches Wissen und Informationsquellen, wie den körpersprachlichen Signalen (veränderte Betonung, Mimik, Gestik) als solche erkennen. Deshalb ist die Häme mitunter schwer zu erkennen. Funktionierende Ironie wird entweder sofort oder nie verstanden, wenn es erst einen Dolmetscher braucht, ist es fast immer zu spät.

 

Ironie kann Tochter der Weisheit – oder der Dummheit sein. Mancher Hohlkopf wendet Ironie an, weil er bemerkt hat, dass unbeholfene Menschen sich durch sie leicht verblüffen lassen.

Otto von Leixner

 

Gedenkminute für Paul Watzlawick und eine Grundregel der Kommunikation: Der Empfänger entscheidet über die Bedeutung einer Botschaft. Zu einer ironischen Bemerkung gehören immer zwei: Einer, der sie macht, und einer, der sie versteht.

 

 

Ironie ist Schild und Schwert

 

Ironie ist eine mehrschneidige Angelegenheit und will mit Fingerspitzengefühl eingesetzt werden. Wer stets alles ins Lächerliche zieht, verliert den Kontakt zum Umfeld, belastet Beziehungen und die Bosheit trennt, wo feiner Humor verbinden könnte. Wenn ein Ironiker stets schon grinst, bevor andere den Mund aufgemacht haben, wird selbst geistreiche Spöttelei zur Grobheit der Gebildeten. Dann wirkt sie wie Sarkasmus mit Abblendlicht und schadet auch dem eigenen Ansehen.

 

Aber durchaus bedient er sich der direkten Ironie zu viel, dass er nämlich das Tadelnswürdige lobt und das Lobenswürdige tadelt, welches rednerische Mittel nur höchst selten angewendet werden sollte: Denn auf die Dauer fällt es einsichtigen Menschen verdrießlich, die schwachen macht es irre und behagt freilich der großen Mittelklasse, welche, ohne besonderen Geistesaufwand, sich klüger dünken kann als andere.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Ironie kann ebenso gut aus hohlem Kopf wie aus vollem Herzen stammen. Bissiger Witz ist viel öfter Schild als Lanze. Mitunter ist es allerdings vor allem eine Frage der Sichtweise; bei manchen schwer zu ertragenden Zuständen lässt es sich mit der Leichtigkeit der Ironie besser aushalten. Dann wirkt sie wie ein Schild, das dabei hilft, dass nicht die Hutschnur platzt.

 

 

 

Unterscheidung der Stilmittel Ironie, Sarkasmus und Zynismus

 

Das Stilmittel der Ironie weist sowohl zum Sarkasmus als auch zum Zynismus gewisse Ähnlichkeiten auf, was häufiger zu Verwechslungen führt.

 

1. Ironie

 

Als sprachliches Ausdrucksmittel kann die ironische Aussage je nach Situation positive, negative oder eben neutrale Botschaften transportieren.

 

 

2. Sarkasmus

 

Sarkastisch gemeinte Äußerungen klingen oft ironisch, basieren jedoch auf einem spöttischen oder sogar höhnischen Hintergrund. Wer sarkastische Äußerungen einsetzt, steht dem Empfänger negativ gegenüber.

 

 

3. Zynismus

 

Zynismus beschreibt eine Geisteshaltung, die sich nicht um Normen und gesellschaftliche Konventionen schert, und sich mitunter auch ironisch in einer häufig persönlich verletzenden Weise über sie lächerlich macht.

 

 

 

Gelungener Einsatz der Ironie in Reden und Präsentationen

 

Der gezielte Einsatz ironischer Elemente in der Rhetorik wird im Gruppen- und Einzeltraining Rhetorik & Präsentation IV vertieft.

Video

 

https://youtu.be/HXGeEiaxcEE

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Ironie?

Ironie ist eine Sprachfigur, bei der das Gesagte das Gegenteil dessen bedeutet, was eigentlich gemeint ist. Ironie kann auf verschiedene Arten verwendet werden, zum Beispiel, um zu betonen, zu kommentieren oder zu kritisieren.

Eine Form der Ironie ist die sarkastische Ironie, bei der das Gesagte in einer Art und Weise geäußert wird, die das Gegenteil dessen bedeutet, was eigentlich gemeint ist, und die Absicht hat, das Gegenüber zu veräppeln oder zu demütigen.

Eine andere Form der Ironie ist die dramatische Ironie, bei der das Publikum etwas weiß, was den Figuren im Stück oder im Film nicht bekannt ist, und dadurch einen Kontrast zwischen dem, was die Figuren denken oder fühlen, und dem, was tatsächlich der Fall ist, herstellt.

Ironie kann auf verschiedene Arten verwendet werden, um Humor, Spannung oder Kritik auszudrücken, und kann eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Reden und Präsentationen, literarischen Werken, Filmen, TV-Sendungen und anderen Formen der Kommunikation spielen.

Was ist das Risiko bei Ironie?

Ironie kann das Risiko bergen, missverstanden zu werden, da die Absicht der Ironie nicht immer offensichtlich ist. Wenn die Ironie nicht richtig verstanden wird, kann sie zu Missverständnissen, Verwirrung oder sogar Konflikten führen.

Eine Form der Ironie, die das Risiko bergen kann, missverstanden zu werden, ist die sarkastische Ironie. Wenn die sarkastische Ironie nicht richtig verstanden wird, kann sie als ernst gemeinte Aussage aufgefasst werden und zu Missverständnissen oder sogar zu Konflikten führen.

Es ist wichtig, dass man bei der Verwendung von Ironie berücksichtigt, dass sie nicht immer leicht zu verstehen ist und dass es das Risiko gibt, dass sie missverstanden wird. Um das Risiko von Missverständnissen zu verringern, ist es hilfreich, die Ironie deutlich zu kennzeichnen, zum Beispiel durch den Einsatz von Mimik, Gestik oder anderen nonverbalen Hinweisen, oder durch die Verwendung von Ausdrücken wie „natürlich“ oder „genau“ in ironischen Aussagen. Es ist auch wichtig, dass man die Zuschauer oder Zuhörer berücksichtigt und ihre Fähigkeit, Ironie zu verstehen, realistisch einschätzt. In manchen Fällen kann es ratsam sein, Ironie ganz zu vermeiden, wenn man befürchtet, dass sie missverstanden werden könnte oder wenn man in einer Situation ist, in der Ironie unangemessen oder unangebracht wäre.

Was ist Sarkasmus?

Sarkasmus ist eine Form der Ironie, bei der das Gesagte in einer Art und Weise geäußert wird, die das Gegenteil dessen bedeutet, was eigentlich gemeint ist, und die Absicht hat, das Gegenüber zu veräppeln oder zu demütigen.

Sarkasmus wird häufig verwendet, um Humor zu erzeugen, aber er kann auch dazu benutzt werden, Kritik oder Unzufriedenheit auszudrücken oder um sich über bestimmte Situationen oder Personen lustig zu machen.

Sarkasmus kann schwierig zu verstehen sein, da die Ironie nicht immer offensichtlich ist und es das Risiko gibt, dass er missverstanden wird. Wenn Sarkasmus nicht richtig verstanden wird, kann er zu Missverständnissen, Verwirrung oder sogar Konflikten führen. Es ist daher wichtig, dass man bei der Verwendung von Sarkasmus vorsichtig ist und sicherstellt, dass er richtig verstanden wird.

Eine Möglichkeit, Sarkasmus zu kennzeichnen, ist die Verwendung von nonverbalen Hinweisen wie Augenrollen oder einem ironischen Tonfall, aber es ist wichtig zu beachten, dass solche Hinweise nicht immer deutlich genug sind und dass es das Risiko gibt, dass sie missverstanden werden.

Kann Ironie unterhaltsam sein?

Ja, Ironie kann unterhaltsam sein und eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von literarischen Werken, Filmen, TV-Sendungen und anderen Formen der Kommunikation spielen. Ironie kann verwendet werden, um Humor, Spannung oder Kritik auszudrücken, und kann dazu beitragen, dass eine Geschichte oder eine Präsentation interessant und ansprechend wird.

P.S.

 

Wie halten Sie es mit Ironie?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Präsentationen & Gespräche: Warum persönliche Wirkung zählt

KI perfektioniert Bilder, Texte und Präsentationen. Umso wertvoller werden glaubwürdige Präsentationen und Gespräche, die Kompetenz erlebbar machen.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Ironie

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2006
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43326
K: CNB
Ü:

Rhetorische Stilmittel bis zum Abwinken für Reden und Präsentationen

Rhetorische Stilmittel bis zum Abwinken

Entstauben und den sprachlichen Schatz bewundern
Rhetorische Stilmittel bis zum Abwinken

Rhetorische Stilmittel

 

Ein guter Kaffee, ein gutes Thema für die Rede und …

 

 

 

Überblick

 

 

 

Rhetorische Stilmittel

 

Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken (Samuel Johnson). Und bekanntlich sollen Kleider ja Leute machen. Gut das es nicht nur eine Kleiderordnung gibt. Es existieren glücklicherweise genügend Möglichkeiten, damit jeder Mensch seinen eigenen Stil entwickeln kann.

Rhetorische Stilmittel gibt es derartig viele, dass es mitunter anfangs nicht so leicht erscheint die relevanten Angebote zu erkennen. Schon die auffindbaren Beispiele aus manchen angestaubten Werken vermitteln recht oft einen falschen Eindruck. Da sie oft nicht mehr unseren sprachlichen Gewohnheiten entsprechen wirken sie derartig antiquiert, dass die Verwendung der zugehörigen Stilmittel auch gleich unzeitgemäß erscheint. Doch der Schein trügt; entstaubt verbirgt sich da so mancher Schatz für ambitionierte Redner.

Der nachfolgende Überblick nennt eine Auswahl rhetorischer Stilmittel. In einzelnen Artikeln widme ich mich von Zeit zu Zeit einem Stilmittel. 

 

Eine Sprache mit Geschick handhaben bedeutet, eine Art Beschwörungszauber zu besitzen.

Charles Baudelaire

 

 

 

A

 

  • Accumulatio
    Sonne, Mond und Sterne. Accummulatio oder auch Akkumulation ist die Anhäufung thematisch zusammengehörender Wörter unter einem genannten oder nicht genannten Oberbegriff.
  • Adynaton
    Das mache ich erst, wenn die Hölle gefriert. Eine Adynaton ist ein Vergleich mit etwas unmöglichem. Als Stilmittel wirkt eine Adynaton verstärkend und ist mit der Hyperbel verwandt.
  • Akrostichon
    Wort- oder Versanfänge ergeben hintereinander gelesen eine neue Bedeutung.
  • Allegorie
    Bevor Sie im Trüben fischen; eine Allegorie ist eine Verbildlichung, eine ausgeführte Metapher, ein Gleichnis. Häufig wird hierbei eine abstrakte Idee durch etwas Gegenständliches ausgedrückt. Schließlich ist jeder seines Glückes Schmied!
  • Alliteration
    Mit Kind und Kegel: Zwei oder mehrere unmittelbar aufeinander folgende Wörter besitzen den gleichen Anfangslaut.
  • Allusion
    Anspielung, bei der die Bedeutung nicht gleich auf der Hand liegt, sondern mehr oder weniger der Assoziation des Empfängers überlassen bleibt. Sie wissen schon …
  • Alogismus
    Nachts ist es kälter als draußen. Ein Alogismus drückt einen unlogischen Sachverhalt aus oder stellt eine Überlegung dar, die sich selbst oder der Logik widerspricht.
  • Anadiplose
    Die Beschreibung der Anadiplose ist kurz und knackig. Knackig ist die Beschreibung! Wiederholung eines satzschließenden Wortes am Beginn des nächsten Satzes.
  • Anakoluth, Anakoluthon
    Ein Anakoluth ist ein Satzbruch; eine plötzliche Änderung in der grammatischen Konstruktion, dem Aufbau eines Satzes, so dass die Beziehung von Anfang und Ende einer Aussage gestört erscheint. Also ich weiß nicht… (Aposeopese).
  • Anaphora, Anapher
    I have a dream … I have a dream … I have a dream … Die Anapher ist ein Sonderfall der Repetitio mit Wiederholung am Satzanfang. Yes we can … Yes we can … Yes we can …!
  • Anastrophe
    Kleines Hänschen … Hänschen klein. Vertauschung zweier zusammengehörender Wörter.
  • Anekdote
    Eine kurze Geschichte, die etwas zum Thema der Rede beiträgt. Hatte ich schon meine ganz persönliche Beziehung zum Spiel mit Sprache erwähnt? Also; es war einmal …
  • Appell
    Jetzt aber! Handlungsaufforderung und im Grunde der Grund für eine Rede. Bitte lesen Sie weiter!
  • Anthropomorphismus
    Da lacht die Sonne: Zusprechen menschlicher Eigenschaften auf unbelebte Gegenstände oder Tiere.
  • Antizipation
    Die Antizipation ist eine Vorausschau bzw. ein Zeitsprung in die Zukunft oder durch die in einem Text geweckten Lesererwartungen. Wikipedia (externer Link) hat ein paar Beispiele.
  • Antiklimax
    Abfallende Steigerung, Gegenteil zur Klimax.
  • Antilabe
    Der Text einer vom Rhythmus her zusammengehörenden Botschaft wird auf mehrere Sprecher verteilt.
  • Antiphrasis
    Mit einer Antiphrasis (auch Antiphrase genannt) soll das Gegenteil des eigentlich Gesagten ausgedrückt werden; sie kann sich auf ein einzelnes Wort, einen Satz oder eine Passage beziehen. Es handelt sich um eine der häufigsten Formen der Ironie.
  • Antithese
    Irren ist menschlich, Vergeben göttlich. Die Antithese ist eine Polarität, ein gedanklicher Gegensatz.
  • Antitheton
    Gegenüberstellung zweier entgegengesetzter Gedanken, ohne das damit ein Widerspruch verbunden ist. Das kann Böses bringen, nichts Gutes bewirken!
  • Antonomasie
    Die Antonomasie ist ein Sonderfall der Synekdoche, ein Eigenname als Gattungsbegriff.
  • Apokoinu
    Das ist was Komisches ist das. Ein oder mehrere Wörter eines Satzes beziehen sich gleichmäßig auf zwei andere Teile.
  • Aposiopese
    Wenn ich dich in die Finger kriege… Abbruch mitten im Satz.
  • Apostrophe
    Oh Gott! Als Apostrophe wird die Abwendung des Redners vom Publikum und dem aktuellen Gegenstand unter direkter Anrede einer dritten meist abwesenden Person bezeichnet. Statt einer realen Person kann es sich auch um ein göttliches Wesen (eine Invitation), einen personifizierten Gegenstand oder einen personifizierten Begriff handeln. Hallelujah.
  • Aprosdoketon
    Die Aprosdoketon ist ein unvorhergesehenes, überraschend angewandtes, auffälliges Wort beziehungsweise ein Ausdruck, anstelle einer zu erwartenden geläufigen Wendung.
  • Archaismus
    Veralteter sprachlicher Ausdruck.
  • Assonanz
    Vokalischer Halbreim
  • Asyndeton
    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Unverbundene Reihung gleichwertiger Elemente, bei der Bindungswörter und Konjunktionen weggelassen werden.
  • Ausruf
    Hamlet grüßt: O Schurke! Lächelnder, verdammter Schurke! Steigerung der Dramaturgie durch einen plötzlichen Aufschrei oder Zwischenruf.

 

 

B

 

  • Bathos
    Gegenüberstellung eines höheren Wertes mit einem niedrigeren. Die Explosion vernichtete die halbe Stadt und störte meinen Schönheitsschlaf.
  • Brachylogie
    Auslassung von Satzgliedern.
  • Brevitas
    Auffällig knappe Ausdrucksweise, die oft durch Ellipsen unterstützt wird.
  • Buchstabendreher
    Beim Buchstabendreher bzw. Wortsilbentausch erfolgt meist die Vertauschung der anlautenden Konsonanten, seltener der Vokale zweier zusammengehöriger Wörter, so dass sich ein neuer, meist eigenwilliger Sinn oder Klang ergibt. Ein Sonderfall ist der Schüttelreim.

 

 

C

 

  • Charientismus
    Geplänkel, scherzhaftes Wortgefecht.
  • Chiasmus
    Ein Chiasmus ist eine symmetrische Überkreuzstellung von syntaktisch (Satzaufbau betreffend) oder semantisch (Bedeutung betreffend) entsprechenden Satzteilen.
  • Chiffre
    LOL. Chiffre sind Zeichen, die rätselhaft und wenn überhaupt nur vom Autor und Eingeweihten im Gesamtzusammenhang zu verstehen sind.
  • Chrie
    Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem andren zu. Eine Chrie ist eine Spruchweisheit, ein Merkspruch, eine Lebensweisheit, eine ethische Maxime.
  • Contaminatio
    Eine Contaminatio ist eine Zusammenziehung zweier Wörter mit ähnlicher Bedeutung.
  • Concessio
    Ein gegnerisches Argument wird grundsätzlich akzeptiert, allerdings durch stärkere eigene Argumente gleich wieder unwirksam gemacht.
  • Constructio ad Pensum
    Eine Satzkonstruktion, die formal gegen grammatische Regeln verstößt, aber sinngemäß korrekt ist.
  • Contradictio in adiecto
    Ein Contradictio in adiecto ist ein Spezialfall des Oxymoron, die widersprüchliche Kombination von Adjektiv und Substantiv.
  • Conversio
    Wiederholung eines Wortes am Satzende.
  • Correctio
    Verbesserung, Korrektur im Sprechdenken, die meist einer Steigerung dient.

 

 

D

 

  • Diathora
    Leichter leichter werden oder wenn hinter Fliegen Fliegen fliegen, fliegen Fliegen hinter Fliegen. Wiederholung desselben Wortes in verschiedenen Bedeutungen wird als Diaphora bezeichnet.
  • Diärese
    Untergliederung, Detaillierung.
  • Dikolon
    Ein Dikolon ist ein zweigliedriger Ausdruck, bei dem die Teile semantisch gleich aufgebaut sind und zueinander parallel und/oder kreuzweise (chiastisch) stehen.
  • Diminutiv
    Verniedlichungsform: Was für ein putziges Wörtchen, dieses Diminutiv ist. Deshalb wird es als Verkleinerungsform eines Substantivs verwendet, um die geringe Maße des genannten Objekts zu beschreiben oder um ein besonderes Näheverhältnis oder Zärtlichkeit gegenüber dem Genannten auszudrücken. Das Diminutiv wird gebildet, indem bestimmte Endungen an das jeweilige Wörtchen angehängt werden.
  • Distinctio
    Bei der Distinctio (Unterscheidung) wird die Bedeutung eines Begriffes durch Wiederholung gesteigert beziehungsweise mit Ironie belegt.
  • Dreier-Figur
    Siehe Trikolon.
  • Dysphemismus
    Einen Moment, da kommt die Saftschubse …. Ein Dysphemismus ist eine abwertende, wertverschlechternde Umschreibung oder Wortschöpfung wie ein Schimpfwort. Es handelt sich um das Gegenteil von Euphemismus.

 

 

E

 

  • Elision
    Weglassen eines Lautes oder mehrerer, meist unbetonter Laute.
  • Ellipse
    Telegrammstil: Weglassen von Satzteilen. Grammatisch nicht korrekt, dafür knackig!
  • Emphase
    Eine Emphase ist eine nachdrückliche Hervorhebung eines Wortes zur emotionalen Verstärkung. Ich bin ein Berliner!
  • Enallage
    Siehe Hypallage.
  • Enjambement
    Fortführung eines Satzes über das Zeilenende hinaus.
  • Enumeration
    Aufzählung
  • Epanastrophe
    Synonym für Anadiplose und Anastrophe.
  • Epanalepse
    Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Satzanfang oder im Satz.
  • Epanodos
    Sonderfall des Chiasmus, Wiederholung von Worten in umgekehrter Reihenfolge.
  • Epiphora, Epipher
    Sonderfall der Repetition mit Wiederholung am Satzende.
  • Epiphrase
    Syntaktisch scheinbar beendeter Satz erhält Nachtrag zur Abrundung.
  • Epitheton
    Stehendes Beiwort, das eigentlich nicht erforderlich ist und schmücken soll. So wird aus Iwan flott Iwan der Schreckliche und aus August ein August der Starke. Im besten Fall akzentuiert ein Epitheton.
  • Epizeuxis
    Nein! nein! nein! Das kann nicht sein. (Friedrich Schiller, Die Räuber). Doch! Eine Epizeuxis ist die unmittelbare Wiederholung eines Wortes. Sehr gut, sehr gut, sehr gut!
  • Eponomasie
    CTRL-C, CTRL-V? Nicht das Sie mir hier bei meinem Text noch den Gutenberg machen. Eine Eponomasie ist die Ersetzung eines Begriffes durch kennzeichnende Eigennamen einer existierenden oder konstruierten Gestalt.
  • Etymologische Figur (figura etymologica)
    Hier wird ein Verb verbunden mit einem stammverwandten Substantiv. Allgemein wird auch die Verwendung zweier oder mehr stammverwandter Wörter in einem Kolon als etymologische Figur bezeichnet.
  • Euphemismus
    Ein Euphemismus ist eine beschönigende Umschreibung. Søren Abe Kierkegaard: Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, daß sie keine Gedanken haben.
  • Evidenz
    Als Evidenz wird eine detaillierende-konkretisierende Häufung bezeichnet, bei der ein Hauptgedanke in mehrere koordinierte Teilgedanken getrennt wird, die als Aufzählung erscheinen, die den Hauptgedanken aufgreifen und im Detail ausführen. Die Menge macht das Gift.
  • Exclamatio
    Super! Ausruf.
  • Exemplum
    Beispiel, das einen konkreten Sachverhalt verdeutlichen soll. Es kann aus der aktuellen Zeit stammen, der Vergangenheit oder einer fiktiven Quelle.

 

 

F

 

  • Floskel
    Was sein muss, muss sein! Eine Floskel ist eine Phrasendrescherei, eine oberflächliche, banale Bemerkung.

 

 

G

 

  • Gemination
    Olé, Olé, Olé! Geminationen (Verdoppelungen) sind ein Sonderfall der Repetition, durch die unmittelbare Verdoppelung eines Wortes oder einer Wortgruppe.
  • Gleichnis
    Ein Gleichnis ist eine konkrete bildhafte Veranschaulichung eines Sachverhaltes mittels eines durch sprachliche Fortführung ausgebauten Vergleiches. Unterschieden werden Gleichnisse im engeren Sinne, Parabeln, Beispielerzählung oder Allegorie.

 

 

H

 

  • Hendiadyoin, Hendiadys
    Mit Glanz und Gloria. Bei einem Hendiadyoin wird ein komplexer Begriff durch zwei einzelne Wörter gebildet. Diese Wörter werden dabei durch die Konjunktion miteinander verbunden.
  • Homöarkton, Homoioarkton
    Ein Homöarkton (Anfangsgleichheit) ist das Gegenstück zum Homoioteleuton.
  • Homöoteleuton, Homoioteleuton
    Endungsgleichheit, (End-)Reim nahe aufeinanderfolgender Wörter.
  • Homöoprophoron, Homoioprόphoron
    Aufeinanderfolgende Wörter, die ähnlich oder gleich klingende Laute besitzen.
  • Homöoptoton, Homoioptoton
    Homöoptoton sind Wörter mit gleicher Kasusendung beziehungsweise mit demselben Konjugationsausgang.
  • Hypallage
    Eine Hypallage (auch Enallage genannt) ist die Vertauschung von Wortbeziehungen oder zumindest scheinbare Verwechslung von Satzteilen, insbesondere die Beziehungsverschiebung eines Adjektives. Zuordnung eines Attributes zu einem falschen Substantiv; statt auf das semantisch ihm verbundene Substantiv wird es grammatisch auf ein anderes Substantiv des Kontextes bezogen.
  • Hyperbaton
    Hyperbaton (auch Sperrung, Sperrstellung genannt) ist ein Einschub durch Umstellung. Zwei Wörter, die syntaktisch und inhaltlich zusammengehören, stehen weit voneinander entfernt.
  • Hyperbel
    Todmüde oder rasend vor Zorn? Eine Hyperbel ist eine immens stark übertriebene Übertreibung.
  • Hypotaxe
    Unterordnung von Nebensätzen unter einen höherrangigen Teilsatz in verschachtelter Form. Was mich bis jetzt davon abgehalten hat diesem Gedanken weiter zu folgen… keine Ahnung, wohl die übereifrigen Zeitgenossen, die, wie sie es in jedem Unternehmen gibt, auch hier herumgeistern und Kollegen, vor allem solchen wie Herrn Müller, der hauptsächlich mit Kaffeetasse unterwegs ist, hintenrum hässliche Botschaften auf den Kopf hauen.
  • Hysteron-Proteron
    „Ihr Mann ist tot und lässt Sie grüßen“ (Johann Wolfgang von Goethe in Faust I). Beim Hysteron-Proteron, auch als Nachholtechnik bezeichnet, wird das logisch oder zeitlich Nachfolgende statt dessen an den Anfang gestellt.

 

 

I

 

  • Imperativ
    Schnallen Sie sich bitte an, es geht los! Aufforderung.
  • Inkonzinnität
    Unebenmäßigkeit im Satzbau durch eine bewusste Vermeidung von Parallelem in Satzbau (Syntax), Wortwahl, Darbietung.
  • Interjektion
    Ausruf, Gefühlsausdruck
  • Inversion
    Eine Naturbegabung sind Sie! Umkehrung der üblichen Wortstellung im Satz zur Hervorhebung des nach vorne gestellten Teils.
  • Invokation
    Eine Invokation ist eine feierliche Anrufung, oft einer höheren Macht.
  • Ironie
    Eine Ironie ist eine Divergenz, nicht notwendigerweise Gegensatz, von wörtlicher und wirklicher Bedeutung oder mit anderen Worten: Verdeckter Spot!

 

 

J

 

 

 

K

 

  • Kakophonie
    Eine Kakophonie ist ein als unangenehm oder unästhetisch empfundener Laut, Klang oder eine Wortfolge, eine Lautfolge, die schlecht auszusprechen ist.
  • Katechese
    Eine Katechese kann eine Metapher bzw. Metonymie als Ersatz für ein fehlendes Wort sein oder auch ein Bildbruch, Bildmissbrauch, eine falsche Verbindung zweier Bilder.
  • Klimax
    Nicht 5, nicht 10, nicht 20 sondern 4 Dutzend rhetorische Stillmittel sind hier gelistet. Die stufenweise Steigerung von Wörtern wird als Klimax bezeichnet. Das Gegenteil ist der Antiklimax.
  • Kolon
    Zum vollständigen Satzbau gehörende Wortfolge von mindestens drei Wörtern.
  • Konzetto
    Konzetto sind geistreich-witzige Gedanken- oder Wortspiele.
  • Kontinuität
    Kontinuität beschreibt klanglich-rhythmische Ebenmäßigkeit, Eleganz im Satzbau.
  • Kyklos
    Die Kyklos ist ein Sonderfall der Repetition mit Wiederholung des Satzanfanges am Ende.

 

 

L

 

  • Lautmalerei
    Eine Lautmalerei ist die Nachahmung eines Naturlautes oder eines sonstigen außersprachlichen akustischen Phänomens durch die klanglich als ähnlich empfundene Lautgestalt eines sprachlichen Ausdrucks.
  • Litotes
    Hervorhebung eines Begriffes durch Untertreibung, Abschwächung oder doppelte Verneinung.
  • Littera secuta
    Bei einer Littera secuta besitzen zwei oder mehrere unmittelbar aufeinander folgende Wörter Anfangslaute, die in alphabetischer Reihenfolge vorkommen.

 

 

M

 

  • Malapropismus
    Das Ersetzen eines Wortes durch ein ähnlich klingendes Wort gleicher Wortart zu humoristischen Zwecken wird als Malapropismus bezeichnet.
  • Metapher
    Eine Metapher ist ein Ersatz durch bildlichen Ausdruck, wobei zwischen beiden eine oder auch mehrere besondere Eigenschaften verbindend wirken.
  • Meiosis, Miosis
    Die Meiose ist eine euphemistische Sprachfigur, die absichtlich etwas unterschätzt oder impliziert, dass etwas weniger an Bedeutung oder Ausmaß hat, als es wirklich der Fall ist.
  • Metonymie
    Eine Metonymie ist ein Ersatz durch bildlichen Ausdruck, wobei eine reale Beziehung zwischen dem Gesagten und Gemeintem besteht. Ich werde in Kürze Goethe lesen. Anstelle des Buchtitels wurde der Autor genannt. Den Dichter selbst kann man nicht lesen, sondern meint, dass ein Werk von ihm gelesen wird. Wollen wir ein Glas trinken gehen oder damit gewinnst du keine Lorbeeren.
  • Montage
    Ineinander verschieben verschiedener Sprach- bzw. Inhaltsebenen.

 

 

N

 

  • Neologismus
    Ein Neologismus ist eine sprachliche Neubildung, eine Wortneuschöpfung. Teuro statt Euro? Oder frei nach Novalis: Jeder Mensch hat seine eigene Sprache. Sprache ist Ausdruck des Geistes.

 

 

O

 

  • Onomatopoesie, Onomatopöie, Onomatopoiie
    Wuff: Lautmalerei, bei der der Klang des Wortes die Bedeutung unterstreicht. Autsch!
  • Oxymoron
    Es ist ein offenes Geheimnis: Ein Oxymoron ist ein innerer Widerspruch.

 

 

P

 

  • Palindrom
    Wörter oder Sätze, welche von vorn und hinten gelesen gleich bleiben oder jeweils einen anderen Sinn ergeben. Ein kurzes Beispiel ist Anna, ein langes ist Reliefpfeiler.
  • Paradoxon, Paradox
    Paradoxon sind scheinbare Widersprüchlichkeiten oder Formulierungen einer Idee, die der üblichen Meinung widersprechen. Schon Sokrates wusste, dass er nichts weiß!
  • Paralipse
    Die Paralipse (auch Praeteritio bzw. Praeterition genannt) ist eine vorgebliche Auslassung. Der Redner täuscht vor, etwas auszulassen, auf das er in Wirklichkeit besteht.
  • Parallelismus
    Reden bringt Ehre, aber Reden bringt auch Schande (Bibel). Der parallele Aufbau von (Teil-)Sätzen wird als Parallelismus bezeichnet.
  • Paraphrase
    Eine Paraphrase ist eine erklärende Umschreibung. Das heißt, ich könnte auch nochmals so beschreiben …
  • Parataxe
    Eine Parataxe ist das Nebeneinanderstellen gleichwertiger Hauptsätze bzw. beigeordneter Nebensätze. Das Gegenteil ist die Hypotaxe.
  • Parenthese
    Ganz deutlich – und das hier hat in diesem Fall mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun, doch ich schreibe es trotzdem zwischen die Gedankenstriche – werde ich nun andeuten was es mit der Parenthese auf sich hat. Unüblicher Einschub von Wörtern oder Satzteilen in einen Satz.
  • Paronomasie
    Eile mit Weile: Die Paronomasie (auch als Annominatio bezeichnet) ist ein Sonderfall eines Wortspiels als Verbindung zweier von der Bedeutung her unterschiedlicher, aber ähnlich klingender Begriffe.
  • Pars pro toto
    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber bei Pars pro toto steht ein Teil für das Ganze. Pars pro toto (der Teil für das Ganze) ist ein Sonderfall der Synekdoche.
  • Pejoration
    Eine Pejoration ist eine Bedeutungsverschlechterung, die ein Wort oder einen Begriff bewusst negativer erscheinen lässt. Sie ist das Gegenteil des Euphemismus. Im Zuge der politischen Korrektheit gilt die Pejoration üblicherweise in weiten Bereichen als Teufelszeug.
  • Periphrase
    Umschreibung eines Begriffes durch Einzelmerkmale.
  • Personifikation, Personifizierung, Prosopopöie, Personendichtung
    Zuweisung menschlicher Eigenschaften an Gegenstände, Tiere oder oder metaphysischer Begriffe.
  • Pleonasmus
    Ein Pleonasmus ist die Häufung sinngleicher, der Wortart nach verschiedener Wörter, wobei beide Worte schon die Bedeutung des Gesamtbegriffes beinhalten.
  • Pluralis Auctores
    Wie wir festgestellt haben … Als Pluralis Auctoris (auch Autorenplural genannt) wird die Verwendung des Plurals in wissenschaftlichen Werken bezeichnet.
  • Pluralis Majestatis
    Wir werden das mal so beschreiben: Verwendung des Plurals in Hinblick auf die eigene Person als Ausdruck von Macht, ursprünglich bei Adel und Würdenträgern.
  • Pluralis Modestiae
    Wir haben gemeinsam schon eine Menge erreicht. Verwendung des Plurals anstelle des Singular zum Ausdruck von Bescheidenheit.
  • Pluralis Sanitatie
    Wie geht es uns denn? Verwendung des Plurals zur oft fürsorglichen Verharmlosung von Bevormundung oder Anweisung, insbesondere im ärztlichen oder pflegerischen Kontext.
  • Pointe
    Oh! Unerwartete Zuspitzung, Bedeutungs- oder Kontext-Reframing (Umdeutung).
  • Polyptoton
    Wiederholung eines Wortes in verschiedenen Beugungsformen.
  • Polysyndeton
    Polysyndeton bezeichnet die mehrfach verbundene Reihung mit Bindewörtern wie „und“ und „oder“.
  • Prokatalepsis
    Bevor Sie jetzt einwenden, der Begriff Prokatalepsis sei noch nicht definiert worden: Eine Prokatalepsis ist die Vorwegnahme beispielsweise eines erwarteten Einwandes.

 

 

Q

 

 

 

R

 

  • Redundanz
    Informationsvervielfachung, Wiederholung von Informationen, erneute Präsentation von schon bekannten Daten, überflüssige Doppelaussage, mehrfache Nennung gleicher… Reicht es?
  • Repetition
    Bald hier, bald dort! Wiederholung eines Wortes oder Satzteils. Sonderfälle der Repetitio sind die Anadiplose, die Anapher sowie die Epipher.
  • Rhetorische Frage
    Brauchen Sie dafür wirklich eine Erklärung? Eine rhetorische Frage ist eine Scheinfrage, auf die keine Antwort erwartet wird.

 

 

S

 

  • Sarkasmus
    Sarkasmus ist ein beißender, bitterer oft verletzender Spott und Hohn. Er wird oft unter Verwendung von Ironie eingesetzt, beispielsweise als Reaktion auf einen Angriff. Na toll!
  • Scheindefinition
    Eine Scheindefinition gibt vor etwas allgemeingültig zu erklären. Sie ist aber nur die Meinung des Sprechers oder eine Tautologie.
  • Sentenz
    Ohne Fleiß kein Preis. Knapper, treffend formulierter Sinnspruch, der einen Satz zusammenfasst und zu allgemeiner Bedeutung erhebt.
  • Sermocinatio
    Einführung einer lebenden, verstorbenen oder erdichteten Person mittels einer Rede in der 1. Person. Die Sprache wird dieser Person angepasst.
  • Sinkende Periode
    Der Hauptgedanke steht gegen Ende des Satzgefüges.
  • Solözismus
    Grober sprachlicher Fehler, besonders im Satzbaufbau.
  • Stabreim
    Aufeinanderfolgende oder nah beieinander stehende Wörter haben den gleichen Anfangslaut, wobei alle Vokale untereinander starben, also mit einer anderen Silbe alliterieren, so dass ein Stabreim entsteht.
  • Stichomythie
    Schnelle Wechselrede, Schlagabtausch mit wenigen Worten, Rednerwechsel von Vers zu Vers.
  • Sustentio
    Überraschung! Wer hätte denn damit gerechnet? Auslösen von Überraschung beim Zuhörer durch Nichtbefriedigen der Erwartungshaltung, wie der Text weitergehen müsste, oder widersprüchlich scheinende Begründung für eine vorher abgegebene Erklärung.
  • Syllepse
    Bei einer Syllepse gehört ein nur einmal gesetztes Satzteil mehreren Satzgliedern (Kola) oder Wörtern in verschiedenen grammatischen Formen oder verschiedenem Sinn an und muss in den ausgelassenen Fällen sinngemäß in modifizierter Form ergänzt werden. Es handelt sich um eine Verbindung von Brachylogie und Zeugma. Ein Beispiel: Nimm dir Zeit und nicht das Leben.
  • Symbol
    Ein Symbol ist ein Bild, das auf eine abstrakte Vorstellung verweist. Ein Symbol kann viele Formen haben. Schon bei den Gesten haben wir eine Vielzahl von willkommenen Symbolen wie das Okay-Zeichen und auch der Mittelfinger für …
  • Symploke
    Mitgefangen, mitgehangen. Eine Symploke ist eine Verbindung von Anapher und Epipher.
  • Synästhesie
    Eine Synästhesie ist eine Verbindung verschiedener Sinne beziehungsweise Sinneseindrücke. So wie in schreiendem Rot oder süßem Gesang.
  • Sendeton
    Gehäuftes Auftreten einer Konjunktion in Zusammenhang mit einem Gedanken.
  • Synekdoche
    Ersetzung durch numerisch verwandte Begriffe.
  • Synonymie
    Sinnverwandtschaft, lexikalische Ähnlichkeit oder Gleichheit zweier Wörter. Hoch lebe die sprachliche Flexibilität. Voltaire: Kennst du viele Sprachen, hast du viele Schlüssel für ein Schloß.

 

 

T

 

  • Tautologie
    Nie und nimmer, voll und ganz, immer und ewig. Eine Tautologie ist eine Häufung, Wiederholung des Gesagten mit sinnverwandtem Wort, wobei bereits beide Wörter die Bedeutung des Gesamtausdruckes beinhalten; beide Wörter gehören hierbei derselben Wortart an. Tod und Teufel aber auch!
  • Tetrakolon
    Ein Tetrakolon ist ein viergliedriger Ausdruck, bei dem alle vier Teile semantisch, also der Bedeutung entsprechend, gleich aufgebaut sind und zueinander parallel und/oder kreuzweise (chiastisch) stehen.
  • Totemismus
    Totemismus ist das Gegenteil des Anthropomorphismus. Ein Mensch oder eine menschliche Eigenschaft erhält tierische Eigenschaften.
  • Totum pro parte
    Latein ist die späte Rache der Römer an den Germanen, aber das ist ein anderes Thema. Totum pro parte ist ein Sonderfall der Synekdoche. Etwas wird durch den Oberbegriff seines Bedeutungsfeldes ausgedrückt. Wir haben gewählt und Englisch ist uns heute wichtiger.
  • Trikolon
    Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hole ich der Königin ihr Kind. Ein Trikolon (auch Dreierfigur genannt) ist ein dreigliedriger Ausdruck, bei dem alle drei Teile semantisch gleich aufgebaut sind und zueinander parallel oder kreuzweise (chiastisch) stehen. … Veni, vidi, vici oder so ähnlich.
  • Tricolon in membris crescentibus
    Dreigliedriger Ausdruck in Verbindung mit einer inhaltlichen oder syntaktischen Steigerung (Klimax). Oh heilige Sprache: Ich achte, liebe, vergöttere dich.

 

 

U

 

  • Übersteigerung
    SUPER-GAU: Eine Übersteigerung ist ein Adjektiv, das aus semantischen Gründen eigentlich keinen Komparativ oder Superlativ haben kann, jedoch trotzdem gesteigert wird, um die Botschaft besonders hervorzuheben. Dies geschieht oft in Verbindung mit einem Vergleich.
  • Untertreibung
    Es wird nicht das gesagt, was eigentlich gemeint ist, indem man es scheinbar herunterspielt, seinen Wert mindert, untertreibt. Der Sensenmann erscheint auf der Party und die Monty Pythons kommentieren;  „Nun, das hat ein wenig Trübsinn in den Abend gebracht, oder?“.

 

 

V

 

  • Variatio
    Als Variatio wird die Gleichklangs-/Wiederholungsvermeidung durch möglichst abwechslungsreiche Gestaltung einer Rede mit unerwartetem Wechsel im Satzbau, beim Rhythmus oder bei der Wortwahl bezeichnet.
  • Verdinglichung
    Zuordnung nichtmenschlicher Eigenschaften auf Menschen.
  • Vergleich
    Schlau wie ein Fuchs und Augen wie ein Adler. Vergleiche sind Veranschaulichungen, gekennzeichnet durch ein Vergleichswort.
  • Vulgerismus
    So ein Scheißdreck; die Textkorrektur macht aus Vulgärismus andauernd Vulkanismus. Vulgerismus ist eine derbe oft ordinäre Ausdrucksweise, wie in der sogenannten Vulgär- oder Fäkalsprache.

 

 

W

 

  • Wortspiel
    Kopflos angelt er nach seinem Hut und wundert sich. Ein Wortspiel ist eine Verwendung des gleichen, eines vom gleichen Wortstamm abgeleiteten oder eines ähnlich klingenden Wortes im gleichen Satz, um auf scheinbar oder tatsächlich vorhandene verschiedene Bedeutungen oder verschiedene Sinnzusammenhänge hinzuweisen. Oder auch eine leichte Veränderung des Wortes, durch die es eine Zusatzbedeutung bekommt.

 

 

X

 

 

 

Y

 

 

 

Z

 

  • Zäsur
    Rhythmische Sprechpause.
  • Zeugma
    Ein Zeugma ist die Verbindung von zwei Satzgliedern, wobei ein logisch notwendiges Stück weggelassen wird.
  • Zynismus
    Nein, da liefere ich jetzt kein Beispiel. Als rhetorisches Stilmittel ist Zynismus eine boshaft verletzende, oft ironische Äußerung als Demonstration der Überlegenheit, unter Missachtung, Umdeutung oder Ad-absurdum-Führung allgemein verbreiteter und anerkannter Werte.

 

Antworten auf häufige Fragen

Was sind rhetorische Stilmittel?

Rhetorische Stilmittel, auch sprachliche Stilmittel oder rhetorische Mittel genannt, werden dafür eingesetzt, um einer Botschaft, eine bestimmte Wirkung zu geben. Sprachliche Mittel fördern Bilder, die Inhalt und Aussage einer Botschaft veranschaulichen und einprägsamer machen sollen.

Welche Stilmittel kommen am häufigsten vor?

Die vermutlich am häufigsten eingesetzten Stilmittel sind die Alliteration, mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Worten, die den gleichen Anfang haben und die rhetorische Frage.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen können Denken öffnen, Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen. Erfahre, wie du sie in Gesprächen, Reden und Entscheidungen bewusst einsetzt.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2016
Überarbeitung: 1. Juli 2020

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

Falschsspieler nutzen gespielte Empörung als Mittel der Manipulation
Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel

Mit Empörung beeinflussen

 

Vorsicht vor Manipulation durch falsche Entrüstung, Aufgebrachtsein und Empörung. Falschspieler nutzen gespielte Empörung als Mittel der rhetorischen Manipulation. Lassen Sie sich nichts unterjubeln: Tipps, wie Sie damit umgehen.

 

 

Überblick

 

Video

Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel der Manipulation

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Empörung als Mittel der Rhetorik?

 

Zumindest beim Blick in die Medien drängt sich der Eindruck auf, Empörung wäre momentan das beliebteste rhetorische Mittel. Da empören sich auch recht häufig zweifelhafte Zeitgenossen, mit dem Ziel, das Schweigen der Lämmer herbeizuführen. Auf diese unfaire Weise wird das Ausblenden unerwünschter Fakten und die Steuerung der Wahrnehmung angestrebt. Es ist schade, wenn solche rhetorischen Falschspieler damit ihr böses Spiel gewinnen.

 

 

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.

Herbert George Wells

 

 

Echte Empörung ist ein moralisches, ein sittliches Gefühl. Ein Gefühl, das in Verbindung mit dem eigenen moralischen Verständnis steht. Wirkliches Aufgebrachtsein orientiert sich an moralischen Werten und sozialen Normen. Werden diese Werte verletzt, bringt es das Gemüt in Wallung. Insofern kann Empörung durchaus einen konstruktiven Impuls liefern. Doch in diesem Artikel geht es um den Missbrauch von Entrüstung, um unechte oder zumindest übersteigerte Empörung als Mittel zum Zweck.

 

 

 

Unverschämtheit!

 

Sich voller Inbrunst künstlich empört zu zeigen, gehört zu den manipulativen Mitteln. So ersparen sich viele Redner Argumente oder gar Lösungsempfehlungen zu liefern. Es scheint ja so viel einfacher sich zu empören. Das soll dabei auch den Eindruck vermitteln, nicht Teil des Problems, sondern der Lösung zu sein. Wer genauer hinschaut, bekommt allerdings sehr häufig einen anderen Eindruck. Also lassen Sie sich nichts unterjubeln.

 

 

 

Wachsamkeit

 

Besondere Wachsamkeit ist bei Empörung im Zusammenhang mit vorgespielter politischer Korrektheit und Schwarzspielertricks angesagt. Solche Situationen, habe ich im Artikel Mit schmutzigen Tricks Debatten gewinnen beschrieben. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass so manches gespielte Aufgebrachtsein so echt ist, wie die Rolex auf dem thailändischen Trödelmarkt.

 

 

 

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen unechte Entrüstung begegnet

 

Lassen Sie sich nicht entmutigen. Allerdings ist mitunter die öffentliche Meinung zu aufgebracht, um mit Argumenten durchzudringen. Selbst wenn die Grundlagen der Skandalisierung unverhältnismäßig sind, kann sich die Wut aufgebrachter Gruppen gegen einen wenden. Dann ist es oft besser einen Beitrag zu vertagen oder sehr strategisch ans Werk zu gehen.

P.S.

 

Was halten Sie von Empörung als rhetorisches Mittel?

Artikel

Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen können Denken öffnen, Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen. Erfahre, wie du sie in Gesprächen, Reden und Entscheidungen bewusst einsetzt.

Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird. Wilhelm Busch

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2016
Überarbeitung: 31. Januar 2022
AN: #61630
K:
Ü:

Hyperbel: Übertreibung als rhetorisches Stilmittel

Hyperbel: Übertreibung als rhetorisches Stilmittel

Würze für Reden und Präsentationen. Rhetorische Stilmittel Reloaded.
Hyperbel

Die Hyperbel in Reden und Präsentationen

 

Rhetorische Stilmittel, die Ihre Reden und Präsentationen würzen. In diesem Beitrag geht es um die Hyperbel: Was ist das und wozu soll eine Hyperbel gut sein?

 

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/WEQDx8AcICM

Rhetorische Stilmittel

 

Auch die kleinste Wirkung hat ihre Ursache.

 

 

Sitzen Sie gut? Halten Sie sich gut fest, denn dieser Beitrag wird Sie aus dem Sitz heben und zu neuen Ufern tragen. Sie finden das übertrieben?      Möglicherweise, doch genauso ist das mit der Hyperbel.

 

 

 

Hyper was? Hyperbel!

 

Hyperbel kommt aus dem Griechischen und bedeutet Übertreibung und genau das ist sie auch. Oft sind hyperbolische Behauptungen an Schlüsselworten wie „am meisten“, „am besten“ oder „am schlimmsten“ zu erkennen. Doch nicht alle Übertreibungen sind immer so eindeutig markiert. Die Hyperbel möchte glauben machen, dass die hyperbolische Aussage wahr ist, und das macht sie bei überlegtem Einsatz zu einem effektiven und strategischen rhetorischen Stilmittel.

 

 

 

Wozu sind sie gut?

 

Wozu sollte jemand eine Hyperbel verwenden? Obwohl Sie Verallgemeinerungen in Ihrer Rede so weit wie möglich vermeiden wollen, gibt es Vorteile bei der Verwendung von Übertreibungen. Die können wie jede andere beschreibende Form der Sprache verwendet werden, um ein lebendigeres Bild für Ihr Publikum zu malen. Übertreibungen dienen auch als Mittel der Überzeugung, um Ihre Argumente dem Publikum näher zubringen.

 

 

 

Einsatz

 

So lassen sich Übertreibungen einsetzen: Wie bei jeder stilistischen Wahl solltest du strategisch vorgehen. Sie wollen nicht, dass Ihre Rede nur aus Übertreibungen besteht, da Ihre Zuhörer schnell meinen werden, dass Ihre Argumente keine Grundlage haben. Sie  können sie dazu verwenden, um einen Bezug zu Ihrem Publikum herzustellen oder einfach, um Ihren Standpunkt mit einem lebendigeren, einnehmenden Stil zu vermitteln.

Übertreibungen in Schrift und gesprochener Sprache sind in der Lage, einer Aussage einen dramatischen oder ernsthaften Effekt zu verleihen, je nachdem, wie sie eingesetzt werden.

Um sicherzustellen, dass Ihre Übertreibung die gewünschte Wirkung entfaltet, solltest du ein paar Dinge beachten:

  •  Was wird durch Ihre Übertreibung beschrieben?
  •  Ist die Hyperbel ausreichend plausibel und klingt sie natürlich?

 

Da Sie nun wissen, woran Sie denken sollten, wenn Sie Übertreibungen in Ihre Botschaften einfügen, widmen Sie sich nun Beispielen, die zeigen, wie die Wirkung ist.

 

 

 

Beispiele

 

  • Ich bin so hungrig, dass ich ein Pferd essen könnte!.
  • Schneckentempo
  • Ich habe heute eine Million Dinge zu erledigen.
  • Wenn ich nicht dieses Geburtstagsgeschenk bekomme, sterbe ich!
  • Das Auto fuhr schneller als die Lichtgeschwindigkeit.
  • Ich habe einen Bärenhunger.
  • Der Wagen läuft wie ein geölter Blitz.
  • Er hat Geld wie Heu.
  • Sie hätten mich mit einer Feder umwerfen können.

 

 

 

Fazit

 

„Man kann nur wahr sein, indem man übertreibt. Das Problem besteht darin, auf harmonische Weise zu übertreiben“, erinnert Schriftsteller Gustave Flaubert. Übertreibungen werden in Literatur, Rhetorik und Alltagssprache verwendet.

Bei Sachthemen, wie beispielsweise Berichten oder Forschungsergebnisse, solltest du Übertreibungen nicht verwenden. Dennoch ist es perfekt für kreatives Schreiben, und Redebeiträgen, besonders wenn Sie einem Charakter Farbe oder einer Geschichte Humor verleihen wollen.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Hyperbel?

Eine Hyperbel ist eine figürliche Redewendung, die dazu dient, eine Aussage zu verstärken oder zu übertreiben. Sie wird häufig in der literarischen Sprache, in der Werbung oder im informellen Sprachgebrauch verwendet. Hyperbeln sind keine wörtlichen Aussagen und sollen nicht wörtlich genommen werden.

Wozu kann eine Hyperbel eingesetzt werden?

Hyperbeln werden häufig verwendet, um Emotionen oder Gefühle auszudrücken, um einen Punkt zu betonen oder um Humor zu erzeugen. Sie sind ein wichtiges Element der Sprache und können dazu beitragen, dass Aussagen interessanter und lebendiger werden.

Was sind Beispiel für Hyperbeln?

Beispiele für Hyperbeln:

  • „Ich habe tausend Mal gesagt, dass du das nicht machen sollst!“
  • „Ich habe das Gefühl, dass ich seit Jahren nicht mehr geschlafen habe.“
  • „Sie ist so schön, dass ich glaube, sie gehört in ein Museum.“
  • „Ich habe so viel Hausarbeit, dass ich glaube, ich werde nie damit fertig werden.“
  • „Er ist so langsam, dass ich glaube, er hat kaum Blut in den Adern.“
  • „Sie hat mich so oft angelogen, dass ich nicht mehr weiß, was ich glauben soll.“
  • „Ich bin so hungrig, ich könnte ein ganzes Pferd essen.“
  • „Er hat die Kugel so hart geworfen, dass ich dachte, mein Arm würde abfallen.“
  • „Sie hat mich so lange mit ihren Geschichten gelangweilt, dass ich dachte, mein Gehirn würde explodieren.“

Gehören Hyperbeln in Redebeiträge?

Hyperbeln können in Reden verwendet werden, um Emotionen oder Gefühle auszudrücken oder um einen Punkt zu betonen. Sie sollten jedoch mit Vorsicht verwendet werden, da sie leicht missverstanden werden können und nicht wörtlich genommen werden sollten.

Es ist wichtig, dass die Hyperbeln in einer Rede in den richtigen Kontext gesetzt werden und dass der Sprecher darauf achtet, dass sie nicht als wörtliche Aussagen verstanden werden. Hyperbeln können auch dazu beitragen, dass eine Rede lebendiger und interessanter wird, solange sie sorgfältig ausgewählt und eingesetzt werden.

Insgesamt kommt es darauf an, wie gut die Hyperbeln in einer Rede verwendet werden und wie gut sie in den Kontext passen. Es ist wichtig, dass sie nicht übermäßig verwendet werden und dass sie nicht als wörtliche Aussagen verstanden werden.

P.S.

 

Mit welchen rhetorischen Stilmitteln würzen Sie Ihre Reden und Präsentationen?

Artikel

Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen können Denken öffnen, Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen. Erfahre, wie du sie in Gesprächen, Reden und Entscheidungen bewusst einsetzt.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2007
Überarbeitung: 7. Juni 2019
AN: #37223
Ü:
K:

Zitate in Reden, Präsentationen und ….

Zitate in Reden, Präsentationen und ....

Was ist bei Zitaten in Redebeiträgen zu beachten?
Zitate

Zitate in Reden, Präsentationen und auch sonst

 

Zitate sind nicht nur in Texten und Redebeiträgen als Würze beliebt. Doch sie bergen auch Risiken. Was ist bei Zitaten in Redebeiträgen zu beachten?

Video

https://youtu.be/0OZ2RB03aDU

Umgang mit Zitaten in Reden, Präsentationen und ….​

 

Gerade für mein Tagesmotto liebe ich es mir ein Zitat zu suchen, um mich damit kritisch auseinander zu setzen oder daran zustimmend zu erwärmen. Beides hat das Potenzial, mich voranzubringen. Es hilft mir dabei, meinen Standpunkt zu erkunden, beziehungsweise die möglicherweise zusätzlich vorhandenen Perspektiven.

 

 

 

Zitatgeber

 

Die Sache hat einen mitunter dunklen Punkt; die Lieferanten für Zitat sind üblicherweise Menschen und als solche nicht nur mit positiven Seiten gesegnet. So entdecke ich mitunter bei der Recherche Hintergründe, die mir nicht gefallen. Menschen sind selten reine Engel. Sie haben in dem von mir betrachteten Zitat etwas für mich Interessantes gesagt. Bei anderer Gelegenheit haben sie jedoch mitunter hanebüchenen Unfug geredet oder Dinge getan haben, die mir nicht gefallen —vorsichtig ausgedrückt.

 

 

 

Vorbereitung

 

Bei der Vorbereitung von Redebeiträgen achte ich deswegen im Interesse meiner Klienten akribisch darauf, solche Hintergründe zu erkennen, um Angriffspunkte zu vermeiden. Sonst fühlen sich Gesprächspartner oder jemand im Publikum angegriffen, beziehungsweise wird dadurch unnötig abgelenkt. So etwas würde der Botschaft keinen guten Dienst erweisen. Außerdem gibt es Menschen, die ihre Interessen mit harten Bandagen vertreten. Solche Menschen entführen das Thema, wenn sie Zusammenhänge finden, die sie missbrauchen können. Je nach Publikum gelingt dies allzu leicht. Eine sehr gründliche Vorbereitung hat hier eine besondere Bedeutung.
Im Alltag empfehle ich Lesern und Zuhörern sich bei Zitaten das herauszupicken, das hilfreich ist, weil es zum Denken anregt oder einfach so guttut. Wie es die Zitatlieferanten gemeint haben kann interessant sein, was wir daraus für uns ziehen, gehört uns.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 5. Januar 2022
AN: #639
K: CNC
Ü:

Ironie in der Rhetorik: Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Ironie in der Rhetorik: Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Das Rezept: Ernst als Scherz plus Fantasie. Wie macht sich Ironie in Rhetorik und Kommunikation?

Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Ironie in der Rhetorik

 

Kommen Sie mit Ironie klar? Wie gut macht sich Ironie in Rhetorik und Kommunikation; hilfreich oder gefährlich? Das ist zu beachten. Tipps aus der Praxis.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Was denn nun; ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

 

Wer Ihr Haus zur Ruine macht, möchte sicherlich, dass Sie den Himmel sehen.

Robert Louis Stevenson

 

 

 

Definition Ironie

 

Ironie, als verdeckter und unterschwelliger Spott, ist ein sprachliches Mittel, das häufig mit Sarkasmus und Zynismus verwechselt wird. Mit den Worten von Theophrastos von Eresos: Die Ironie kann man definieren als eine Verstellungskunst in Worten und Handlungen. Das Rezept: Ernst als Scherz plus Fantasie.

 

 

 

Ironie – Gut oder schlecht?

 

Kommen Sie mit Ironie klar? Als Ironie wird ein rhetorisches Stilmittel bezeichnet, das in sämtlichen literarischen Gattungen, in Reden sowie in der Umgangssprache verwendet wird. Die Ironie deutet an, dass der Sprechende etwas ausdrückt, von dem er genau das Gegenteil des Ausgedrückten meint. Wesentlich ist dabei, dass die Empfänger erkennen, dass die Äußerung ironisch war und das Gegenteil meint. Die Figur der Ironie ähnelt Sarkasmus, Spott und Zynismus.

Der Begriff lässt sich aus dem Griechischen (εἰρωνεία ~ eironeía) ableiten und mit Verstellung und auch Vortäuschung übersetzen. Demzufolge deutet schon die Übersetzung an, worum es grundsätzlich geht; das Vortäuschen einer Aussage, obwohl das genaue Gegenteil dieser Aussage gemeint ist.

Zum Verständnis ist es dementsprechend erforderlich, die Aussage des Sprechenden wieder in das tatsächlich gemeinte Gegenteil zu verkehren. Das gelingt allerdings nicht immer reibungslos. Ironie lässt sich oft nur durch zusätzliches Wissen und Informationsquellen, wie den körpersprachlichen Signalen (veränderte Betonung, Mimik, Gestik) als solche erkennen. Deshalb ist die Ironie mitunter schwer zu erkennen. Funktionierende Ironie wird entweder sofort oder nie verstanden. Wenn Ironie erst einen Dolmetscher erfordert, ist es fast immer zu spät.

Ironie kann Tochter der Weisheit – oder der Dummheit sein.
Mancher Hohlkopf wendet Ironie an, weil er bemerkt hat, dass unbeholfene Menschen sich durch sie leicht verblüffen lassen.

Otto von Leixner

 

Gedenkminute für Paul Watzlawick und eine Grundregel der Kommunikation: Der Empfänger entscheidet über die Bedeutung einer Botschaft. Zu einer ironischen Bemerkung gehören immer zwei: einen, der sie macht, und einen, der sie versteht.

 

 

 

Warnhinweise

 

Die Forderung, ironische Bemerkungen in Textform mit einem Hinweis in Form eines Ironiezeichens (französisch klingt es am besten: point d’ironie) zu versehen, hat sich bisher nicht durchgesetzt.

 

 

 

Ironie ist sowohl Schild als auch Schwert

 

Ironie ist eine mehr schneidige Angelegenheit und will mit Fingerspitzengefühl eingesetzt werden. Wer stets alles ins Lächerliche zieht, verliert den Kontakt zum Umfeld, belastet Beziehungen und die Ironie trennt, wo feiner Humor verbinden könnte. Wenn ein Ironiker stets schon grinst, bevor andere den Mund aufgemacht haben, wird selbst an sich geistreiche Ironie zur Grobheit der Gebildeten. Dann wirkt die Ironie wie Sarkasmus mit Abblendlicht und schadet auch dem eigenen Ansehen. Christian Morgenstern meinte, der Ironiker ist meist nur ein beleidigter Pathetiker und Anatole France betrachtete Ironie als die letzte Phase der Enttäuschung.

Aber durchaus bedient er sich der direkten Ironie zu viel, dass er nämlich das Tadelns würdige lobt und das Lobens würdige tadelt, welches rednerische Mittel nur höchst selten angewendet werden sollte: denn auf die Dauer fällt es einsichtigen Menschen verdrießlich, die schwachen macht, es irre und behagt freilich der großen Mittelklasse, welche, ohne besonderen Geistesaufwand, sich klüger dünken kann als andere.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Mit Ironie können wir unsere Meinung aus sicherer Distanz äußern. Ironie ist Humor, der über die Bande gespielt wird. Sie kann ebenso gut aus hohlem Kopf wie aus vollem Herzen stammen. Bissiger Witz ist viel öfter Schild als Lanze. Mitunter ist es allerdings vor allem eine Frage der Sichtweise; bei manchen schwer zu ertragenden Zuständen lässt es sich mit der Leichtigkeit der Ironie besser aushalten. Dann wirkt sie wie ein Schild, das dabei hilft, dass nicht die Hutschnur platzt.

 

 

 

Unterscheidung der Stilmittel Ironie, Sarkasmus und Zynismus

 

Der Unterschied zwischen Ironie und Humor ist so ausgedrückt worden, dass bei der Ironie Scherz hinter dem Ernst, beim Humor Ernst hinter dem Scherz steckt.

Harald Höffding

 

 

Das Stilmittel der Ironie weist sowohl zum Sarkasmus als auch zum Zynismus gewisse Ähnlichkeiten auf, was häufiger zu Verwechslungen führt.

 

 

 

1. Ironie

 

Als sprachliches Ausdrucksmittel kann die ironische Aussage je nach Situation positive, negative oder neutrale Botschaften transportieren.

 

 

 

2. Sarkasmus

 

Sarkastisch gemeinte Äußerungen klingen oft ironisch, basieren jedoch auf einem spöttischen oder sogar höhnischen Hintergrund. Wer sarkastische Äußerungen einsetzt, steht dem Empfänger negativ gegenüber.

 

 

 

3. Zynismus

 

Zynismus beschriebt eine Geisteshaltung, die sich nicht um Normen und gesellschaftliche Konventionen schert, und sich mitunter auch ironisch in einer häufig persönlich verletzenden Weise über sie lächerlich macht.

 

 

 

Gelungener Einsatz der Ironie in Reden und Präsentationen

 

Während Ironie in Texten nicht immer sofort erkennbar ist, sorgt ein guter Redner durch Kontext und Körpersprache dafür, dass sie zur Geltung kommt. Stimme, Gesten und Mimik sind dann, was in den Sozialen Medien die Emotikons sind. Der gezielte Einsatz der Ironie in der Rhetorik wird im Gruppen- und Einzeltraining Rhetorik & Präsentation IV vertieft.

 

 

 

P.S.

 

Ist die Ironie in diesem Artikel etwas zu schlecht weggekommen? Ironie als Wetterleuchten der Wehmut oder geistreicher Humor, bei dem um die Ecke gelacht wird? Victor Auburtin sah es so: Der Ironiker ist ein Mann, der die Dummheit der Welt mit Lieblichkeit zu bekämpfen sucht. Manchmal finde ich sie durchaus hilfreich. Was meinen Sie?

Video

https://youtu.be/c0YQjQrhF5g

Ergänzende Artikel

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Ironie

Artikel

Rhetorische Fragen: Wirkung, Beispiele und kluger Einsatz

Rhetorische Fragen können Denken öffnen, Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen. Erfahre, wie du sie in Gesprächen, Reden und Entscheidungen bewusst einsetzt.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2012
Überarbeitung: 3. Juni 2020
AN: #56178
K: CNB
Ü: