Pleonasmus als rhetorisches Stilmittel. Finger weg von toten Leichen

Finger weg von toten Leichen: Pleonasmus als rhetorisches Stilmittel

Mehrfach doppelgemoppelt
 
Pleonasmus als rhetorisches Stilmittel

Pleonasmus

 

Ein Pleonasmus kann als Stilmittel in der Rhetorik eingesetzt werden, falsch genutzt leidet die Wahrnehmung der Kompetenz des Nutzers. Erfahren Sie, worauf zu achten ist.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Pleowas?

 

Der Pleonasmus ist ein Stilmittel und eine rhetorische Figur. Als Pleonasmus wird die Wiederholung von sinngleichen, jedoch unterschiedlichen Wörtern bezeichnet. Die Stilfigur liegt also vor, wenn in einer Wortgruppe ein bestimmter Inhalt mehrfach und auf unterschiedliche Art zum Ausdruck gebracht wird. Je nach Zusammenhang und Bewertung kann ein Pleonasmus als Stilmittel oder auch als Stilfehler gewertet werden.

Das Wort Pleonasmus wurde aus dem Griechischen abgeleitet (πλεονασμóς pleonasmós) und lässt sich wohl am besten übersetzen mit „Überfluss“. Das unterstreicht gut den inhaltlichen Überfluss, da beim Pleonasmus mehrere Wörter aneinandergereiht werden, die allesamt das Gleiche meinen. Doppelt hält besser! Diese Wörter liefern also keine zusätzlichen Informationen.

 

Beispiele:

  • Dichtes Gedränge
  • Schwarzer Rappen
  • Lauter Krach
  • Feuchtes Nass
  • Runde Kugel

Doppelgemoppelt: Die Adjektive sind vollkommen überflüssig, weil sie keine zusätzlichen Informationen hinzufügen.

Wir haben es mit Pleonasmen zu tun, wenn sprachliche Mittel genutzt werden, die keinerlei zusätzliche Information zu dem bisher Gesagten liefern. Nochmal?

 

 

Und weshalb sollte ich mich mit Pleonasmen beschäftigen?

 

Wozu ist er gut, dieser Pleonasmus? Der Pleonasmus kann einerseits bewusst als Stilmittel genutzt werden, allerdings auch das Anzeichen für schlechten Stil oder eingeschränkte sprachliche Fähigkeiten sein. Während er dem Redner als Stilmittel dient, schadet er bei ungeschicktem Gebrauch. Es ist wichtig, die Wirkung zu kennen.

 

 

 

Sprachliche Stolpersteine

 

Mitunter ist die Bedeutung eines Wortes nicht so eindeutig wie es scheint. Schließlich erfahren Worte ja auch im Laufe der Zeit eine Entwicklung. Es gibt dadurch Worte, die Pleonasmen sind und dennoch nicht zu diesen gezählt werden. Als Beispiel kann das Wort Fußpedal gelten. Das Wort stammt zwar vom lateinischen pedalis ab, was in etwa „zum Fuß gehörig“ bedeutet. Fußpedal wäre somit ein Pleonasmus. Nur ist die Bedeutung heute kaum noch bekannt.

Prinzipiell lassen sich Satzkonstruktionen als Pleonasmen identifizieren, die mehrere Wörter aneinanderreihen, die inhaltlich gleichbedeutend sind und keine neuen Informationen hinzusteuern.

 

 

 

Sprachliche Einbürgerung

 

Der Zahn der Zeit nagt auch an der Sprache. Wenn die ursprüngliche Bedeutung eines Wortes immer weiter in Vergessenheit gerät, kann es vorkommen, dass wir den Pleonasmus sogar in unsere Alltagssprache übernehmen.

Wirkung und Funktion des Pleonasmus

 

Ein Pleonasmus kann die Wirkung einer Aussage enorm verstärken, denn durch die inhaltliche Dopplung wird die Aussage auf die Spitze getrieben. Allerdings gelten pleonastische Konstruktionen, die keinen rhetorischen Hintergrund haben, als schlechter Stil, Stilbruch oder auch Stilblüten. Autsch: Wer sie unbeabsichtigt verwendet, wirkt dadurch weniger kompetent.

 

 

 

Verwandtschaft zu anderen Stilmitteln der Rhetorik

 

Das Gegenstück zum Pleonasmus ist die Ellipse, während das Stilmittel der Tautologie (gleichbedeutende Wörter derselben Wortart) nahezu synonym zum Pleonasmus verwendet werden kann. Hingegen grenzt sich der Pleonasmus ganz klar ab vom Hendiadyoin (annähernd sinngleiche Begriffe verstärken sich hier nicht gegenseitig, sondern ergeben gemeinsam einen übergeordneten Sinn). Das logische Gegenstück zum Pleonasmus ist das Oxymoron. Hierbei werden Begriffe verknüpft, die sich nicht doppeln, sondern gegenseitig ausschließen. Bahnhof? Ein Klick auf die Begriffe wirkt erhellend!

  • alter Greis
    Greis = alter Mann
  • andere Alternative
  • anfängliche Startschwierigkeiten
  • aufoktroyieren
    oktroyieren = auferlegen, aufzwingen
  • augenblicklicher Moment
  • Augenoptiker
  • auseinander dividieren
  • auseinanderklaffen
  • Außenfassade
  • Baumallee
  • bisheriger Status quo
    Status quo = bisheriger Status
  • brennende Flamme
  • Düsenjet
    engl. Jet = Düse
  • Cuttermesser
  • einsuggerieren
    suggerieren = einflößen
  • Einzelindividuum
    Individuum = einzelne Person, Einzelwesen
  • emotionales Gefühl
  • erste Vorboten
  • falsche Unterstellung
  • fundamentale Grundlagen
  • geschichtshistorisch
  • Gesichtsmimik
  • Glasvitrine
    frz. Vitre = Glasscheibe
  • Gratis-Geschenk
  • Haarfrisur
  • harter Diamant
    Diamant = sehr harter Edelstein
  • heiße Flamme
    Die üblichen Flammen sind stets höher temperiert
  • heiße Thermalquellen
    Thermalquellen = heiße Quellen
  • herausselektiereren
  • HIV-Virus
    HIV = Humane Immundefizienz-Virus
  • hinzuaddieren
    addieren = hinzuzählen, hinzufügen
  • hohle Phrase
  • ISBN-Nummer
    ISBN = International Standart Book Number
  • Internationale Raumstation ISS
    ISS = International Space Station
  • Internet-Webseite
  • jüdische Synagoge
  • kaltes Eis
  • klammheimlich
    lat. clam = heimlich
  • kleiner Obolus
    Obolus = kleiner Geldbetrag
  • La-Ola-Welle
    span. la ola = die Welle
  • leere Floskel
  • laut schreien
  • leuchtendes Licht
    Licht leuchtet üblicherweise
  • lohnenswert
  • magische Verzauberung
  • manuelle Handarbeit
  • marginale Randerscheinung
  • Mitbeteiligung
  • nachfolgend
  • natürlicher Instinkt
  • neu renovieren
    renovieren = erneuern
  • öffentlich publik machen
  • offizielle Amtssprache
  • persönliche Anwesenheit
  • Pulsschlag
    lat. pulsus = Schlag
  • persönliche Meinung
  • PIN-Nummer
    PIN = Personal Identifaction Number
  • Rückantwort
  • rückvergüten
  • runde Kugel
    Kugel = runder Körper
  • Schießgewehr
  • Schlagzeile in den Medien
  • schlussendlich
  • seltene Raritäten
  • Speisenrestaurant
  • runder Kreis
  • schwarzer Rabe
    Rabe = schwarzer Vogel
  • schwarzer Rappe
    Rappe = schwarzes Pferd
  • seltene Ausnahme
    Ausnahme = seltene Abweichung
  • stillschweigend
  • studierter Akademiker
  • subjektive Meinung
  • Testversuch
  • tote Leiche
  • Trommelrevolver
  • unnötige Überflüssigkeit
  • verrückter Irrer
  • Vogelvoliere
  • Vorderfront
  • vorprogrammieren
  • weibliche Kandidatin
  • weißer Schimmel
    Schimmel = weißes Pferd (Pingelig? Ja, meinetwegen gibt es feine Abstufungen)
  • weltweite Globalisierung
  • zeitlich befristet
  • zeitliche Verzögerung
  • Zukunftsprognosen
    Prognose = Vorhersage
  • zusammenaddieren
  • zusammenmischen

Wirkung und Funktion des Pleonasmus

 

Ein Pleonasmus kann die Wirkung einer Aussage enorm verstärken, denn durch die inhaltliche Dopplung wird die Aussage auf die Spitze getrieben. Allerdings gelten pleonastische Konstruktionen, die keinen rhetorischen Hintergrund haben, als schlechter Stil, Stilbruch oder auch Stilblüten. Autsch: Wer sie unbeabsichtigt verwendet, wirkt dadurch weniger kompetent.

 

 

 

Verwandtschaft zu anderen Stilmitteln der Rhetorik

 

Das Gegenstück zum Pleonasmus ist die Ellipse, während das Stilmittel der Tautologie (gleichbedeutende Wörter derselben Wortart) nahezu synonym zum Pleonasmus verwendet werden kann. Hingegen grenzt sich der Pleonasmus ganz klar ab vom Hendiadyoin (annähernd sinngleiche Begriffe verstärken sich hier nicht gegenseitig, sondern ergeben gemeinsam einen übergeordneten Sinn). Das logische Gegenstück zum Pleonasmus ist das Oxymoron. Hierbei werden Begriffe verknüpft, die sich nicht doppeln, sondern gegenseitig ausschließen. Bahnhof? Ein Klick auf die Begriffe wirkt erhellend!

P.S.

 

Setzen Sie dieses oder andere rhetorische Stilmittel bewusst ein? Kennen Sie weitere Beispiele?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2009
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #433134
K:CNB
Ü:

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun?
gute Redner kennen die Wirkung von Oxytozin

Rhetorik und Oxytocin

 

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun? Welche Rolle spielt Oxytocin bei Reden und Präsentationen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der Mensch, das Herdentier

 

Von wegen Individuen; Menschen sind Herdentiere. Herden haben die Angewohnheit, ihre Anführer zu imitieren und nachzuahmen. Es spielt also eine große Rolle, was sie beobachten. Bei der Wahl der Kaffeesorte folgen viele Georg Clooney, selbst wenn das bedeutet eine Menge Geld für viel Aluminium und etwas Kaffee zu bezahlen. Bei einer Präsentation übernimmt der Redner die Aufgaben eines Anführers. Weitgehend unbewusst neigt das Publikum deshalb dazu sich am Redner zu orientieren.

Es liegt in der menschlichen Natur; das menschliche Gehirn ist bestrebt Sicherheit in der Gruppe zu suchen. Deshalb schüttet es entsprechende Stoffe aus. Sie sorgen dafür, dass wir uns in der Gruppe sicherer fühlen.

Wenn wir uns auf einer emotionalen Ebene sicher im Kontakt mit anderen Menschen fühlen, dann fühlen wir uns verbunden. Dann vertrauen wir dem was gesagt wird eher. Und unsere Spiegelneuronen sorgen dafür, dass wir uns besser in andere Menschen hineinversetzen können. Wir können fühlen, was andere Menschen fühlen. Der Stoff Oxytocin ist daran maßgeblich beteiligt. Oxytocin sorgt dafür, dass Menschen sich einander vertrauen, fördert Zusammenhalt und Loyalität, indem er Angst vermindert.

 

 

 

Spiegelneuronen und Co.

 

Da wir auf unbewusster Ebene mitbekommen, wie sich die anderen in unserem Umfeld fühlen und uns dies beeinflusst, haben diese Zusammenhänge großen Einfluss auf unser Leben und auch auf unsere Wirkung als Redner. Wir erkennen wie der andere sich fühlt und passen unser Fühlen, Denken, Verhalten und unsere Physiologie an.

Gruppen – wie das Publikum bei einer Rede – neigen zu übereinstimmenden Emotionen. Auch wenn eine Gruppe aus einzelnen Individuen besteht entwickelt sie eine ganz eigene Dynamik.

Aus diesen Gründen übernimmt das Publikum Teile der Stimmung und des Verhaltens des Redners. Fühlt sich der Redner wohl und sicher, hat dies eine andere Wirkung auf das Publikum, als wenn er unbewusst signalisiert, dass er eigentlich lieber flüchten möchte. Letzteres triggert archaische Bereiche des Gehirns, die dadurch ebenfalls auf den Modus Kampf bzw. Flucht schalten. Dies mag einen Stamm in früher Urzeit vor wilden Tieren geschützt haben, heute ist es wenig hilfreich für den Erfolg einer Rede.

 

 

 

Ein teuflischer Teufelskreis

 

Ausstoß von Adrenalin und Co.: Wenn es erst begonnen hat entzieht es sich weitgehend der persönlichen Kontrolle. Meist führt dies zu einem Kreislauf, in dem sich Redner und Publikum gegenseitig in einen schlechteren Zustand bringen. Der Redner hält dann das Publikum für besonders schwierig, fühlt sich selbst dadurch noch unsicherer, vermittelt das nonverbal, das Publikum reagiert … Ein Kreislauf, der sich weiter und weiter verstärkt, wenn er nicht frühzeitig unterbrochen wird.

 

 

 

Besser, viel besser

 

Es färbt ab, so oder so: Glücklicherweise gilt das auch in die andere Richtung. Wenn Sie sich sicher fühlen steigen die Chancen, dass auch Ihr Publikum sich sicher fühlt. Also sorgen Sie dafür, dass Sie in den Zuständen sind, in die Sie Ihr Publikum einladen. Möge das Oxytocin mit Ihnen sein!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

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P.S.

 

Berücksichtigen Sie diese Zusammenhänge bei Ihren Reden und Präsentationen?

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Schade, viele Redner sind so vom eigenen Standpunkt derartig eingenommen, dass der Erkundung anderer Sichtweisen keine Aufmerksamkeit gewidmet wird. Besser: Erkunden Sie von sich aus die Argumente von Gegenspielern, lernen Sie dazu und optimieren Sie Ihre Argumente.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. August 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

Sprachliche Stilmittel: Alliterationen. Was bringen sie Reden und Texten?

Sprachliche Stilmittel: Alliterationen. Was bringen sie Reden und Texten?

Klipp und klar, Bausch und Bogen ... Sprachkompetenz für Reden, Präsentqationen und ...
Sprachliche Stilmittel: Alliterationen

Alliterationen

 

Die Alliteration ist ein sprachliches Stilmittel, das in das Gepäck guter Redner gehört. Sie sorgt für Aufmerksamkeit, ist gut einprägsam. Es gehört zu den Herausforderungen von Rednern, das Publikum zu motivieren und dafür zu sorgen, dass es die Botschaften im Gedächtnis behält. Dieser Artikel enthält neben der Beschreibung auch Beispiele.

Sprache

 

Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten.

Marie von Ebner-Eschenbach

Definition Alliteration

 

Die Alliteration ist ein Stilmittel, das in zahlreichen Texten auftaucht und häufig in der Werbung und in den Medien zum Einsatz kommt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus aneinandergereihten Begriffen mit gleichen Anfangslauten besteht. Sie sorgt für Aufmerksamkeit und ist gut einprägsam.

Eine Sonderform ist das Tautogramm, bei dem nicht nur der Anlaut gleich oder eine Häufung zu beobachten ist, sondern (so gut wie alle) Anfangsbuchstaben innerhalb eines Textes identisch sind.

Beispiele

  • Baum und Borke
  • Bausch und Bogen
  • Biegen oder Brechen
  • bei Nacht und Nebel
  • bei Wind und Wetter
  • Buß- und Bettag
  • da und dort
  • Donner und Doria
  • drauf und dran
  • durch dick und dünn
  • der Rubel rollt
  • Feuer und Flamme sein
  • fix und fertig sein
  • Flora und Fauna
  • frank und frei
  • Freund und Feind
  • Geld und Gut
  • Gift und Galle spucken
  • Glanz und Gloria
  • im Großen und Ganzen
  • gut und gern etwas wert sein
  • Haus und Hof
  • Hand und Herz
  • heimischer Herd
  • hin und her
  • hoch und heilig versprechen
  • hüh und hott
  • klipp und klar
  • mit Kind und Kegel
  • kurz und knapp
  • Kunst und Krempel
  • Land und Leute
  • mit Mann und Maus
  • mit Schimpf und Schande
  • mit Zittern und Zagen
  • nicht wanken und nicht weichen
  • null und nichtig
  • von Pontius zu Pilatus
  • Wald und Wiese
  • Wiener Walzer
  • wilder Wald
  • Wind und Wetter trotzen
  • Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.
  • Witwen und Waisen
  • Wohl und Wehe
  • zittern und zagen

Und wozu sind Alliterationen gut?

 

Durch den Gleichklang bestimmter Buchstaben kommt es zu einem deutlicheren Rhythmus. Die Aussage gelangt so leichter ins Gedächtnis der Empfänger. Alliterationen intensivieren somit Botschaften, wirken verspielt, sorgen für Aufmerksamkeit, erhöhen den Erinnerungswert und bleiben so besser haften.

 

 

Alliterationen als Überschriften und …

 

Alliterationen erleichtern es kurze und knackige Überschriften einprägsam zu formulieren. Diese Überschriften gehen leicht von der Zunge und prägen sich als Reime gut ein. Elemente der Intensivierung, Dramatisierung aber auch leicht ironisch-humoresken Anklangs schlagen sich ebenfalls dort nieder. Sie machen harte Aussagen weicher. Das sorgt dafür, dass Alliterationen sich in der Werbung und der Presse tummeln. Auch für die Bezeichnung von Veranstaltungen werden gerne Alliterationen verwendet wie Titel, Thesen, Temperamente im Ersten (ARD). Doch auch in der Rhetorik haben sie ihren verdienten Platz als Stilmittel. Clever  eingesetzt – insbesondere hinsichtlich der Zielgruppe – können sie interessante Beiträge leisten.

Werden vollkommen neue Alliterationen geschaffen, die der Zielgruppe nicht aus dem Alltag bekannt sind, hinterlassen diese einen besonderen Eindruck.

 

Formen von Alliterationen

Einzelwörter

 

  • alle Achtung
  • bestens bekannt
  • besondere Belastung
  • gern geschehen
  • glückliche Gewinner
  • grob geschätzt
  • hoch hinaus
  • heißer Herbst
  • kalte Küche
  • kein Kommentar
  • kluger Kopf
  • langer Lulatsch
  • lass los!
  • lebende Legende
  • Leinen los
  • Mama mia
  • Mist machen
  • Mut machen
  • nette Neuerungen
  • oben ohne
  • peinliche Pannen
  • rechtliche Risiken
  • richtige Richtung
  • schöner Schein
  • sechster Sinn
  • starke Stimme
  • vollstes Vertrauen
  • wahre Wohltat
  • wahre Wunder
  • wider Willen
  • Wünsche wecken
  • Zähne zeigen
  • Zahn ziehen
  • Zeche zahlen

 

 

Verknüpfung

 

  • ab und an
  • Arzt oder Apotheker
  • auf und ab
  • Backen und Banken
  • Baum und Borke
  • Bauch des Berges
  • Bausch und Bogen
  • Beruf und Berufung
  • Betreuung und Beratung
  • blond und blöd
  • Brot und Butter
  • bunt statt braun
  • Bus und Bahn
  • da und dort
  • Depp vom Dienst
  • Dichter und Denker
  • Donner und Doria
  • drauf und dran
  • drinnen wie draußen
  • dumm und dämlich
  • dumm und dusselig
  • durch dick und dünn
  • Ecken und Enden: an allen ~
  • Ende der Erde
  • Feuer und Flamme
  • flau und flach
  • Flora und Fauna
  • Film und Fernsehen
  • fix und fertig
  • Frack und Fliege
  • für den Fall, dass …
  • Fürst der Finsternis
  • gang und gäbe
  • ganz und gar
  • gefeiert und gefeuert
  • Gift und Galle spucken
  • Glanz und Glamour
  • Glanz und Gloria
  • gut und günstig
  • Großen und Ganzen
  • gut und gerne
  • Hände zum Himmel
  • hart aber herzlich
  • Haus und Hof
  • Haut und Haar
  • Heft des Handelns
  • Heim und Haus
  • Heim und Herd
  • Hemd und Hose
  • Herz und Hirn
  • hier und heute
  • Himmel und Hölle
  • hin- und her
  • hoch und heilig
  • hoffe es hilft
  • Hü und Hott
  • Kaffee und Kuchen
  • Kind und Kegel
  • klar wie Kloßbrühe
  • klipp und klar
  • klotzen statt kleckern
  • knickrig und knauserig
  • Kimme und Korn
  • knirscht und kracht
  • kommen und kaufen
  • Könige und Kaiser
  • Kopf und Kragen
  • Kunst und Kultur
  • kurz und klein
  • kurz und knackig
  • kurz und knapp
  • Lack und Leder
  • Lamm und Löwe
  • Land des Lächelns
  • Land und Leute
  • lass mich leben!
  • Leib und Leben
  • lieben und leben
  • Liebe meines Lebens
  • Lust und Laune
  • Lust und Last
  • Lust und Liebe
  • macht müde Männer munter
  • Mann im Mond
  • Mann oder Memme
  • Markt der Möglichkeiten
  • mehr und mehr
  • mehr oder minder
  • Milch und Molke
  • mit Mann und Maus
  • Mucken und Macken
  • müde und matt
  • Nacht und Nebel
  • nichts und niemand
  • nie und nimmer
  • niet- und nagelfest
  • Nieten in Nadelstreifen
  • noch und nöcher
  • null und nichtig
  • protzen und prahlen
  • Prunk und Protz
  • Rache der Römer
  • Rast und Ruh
  • Reich der Riesen
  • Ross und Reiter
  • Samt und Seide
  • sanft und sacht
  • Sekt oder Selters
  • Schicht im Schacht
  • Schimpf und Schande
  • Schluck für Schluck
  • schön oder scheußlich
  • schräg und schrill
  • Schritt für Schritt
  • sieben Sachen packen
  • Spiel und Spaß
  • Sport und Spiel
  • still und stumm
  • Stahl und Strahl
  • Stock und Stein
  • stolz und stark
  • Tal des Todes
  • tarnen und täuschen
  • Tiger im Tank
  • Tipps und Tricks
  • Tod noch Teufel fürchten
  • Top-Titel
  • Tücken der Technik
  • Tür und Tor öffnen
  • tricksen und täuschen
  • warum und wieso
  • Wasser und Weide finden
  • Wasser und Wein
  • wenn ihr wüsstet
  • Wesen und Wirkung
  • Wie Sie wollen
  • Wind und Wetter
  • Witwen und Waisen
  • Wohl und Wehe
  • Wolken und Wasser
  • Zagen und Zaudern
  • Zunge im Zaum halten

 

 

Alliterierend-ablautend

 

  • Hickhack
  • Klick-klack
  • Krimskrams
  • Mischmasch
  • pille-palle
  • plemplem
  • Remmidemmi
  • ritsche, ratsche
  • Schicht im Schacht
  • Schnickschnack
  • Schnipp-Schnapp
  • Singsang
  • tick-tack
  • Tingeltangel
  • tiptop
  • trippeln und trappeln
  • plitsch, platsch
  • Piffpaff
  • Wirrwarr
  • Zickzack
  • zwickt und zwackt

 

 

Wortsilben

 

  • Baby
  • Bibel
  • Bombe
  • Bomber
  • gegen
  • Höhe
  • minimal
  • Pappel
  • Tante
  • Testosteron
  • Tinte
  • Titan
  • Torte
  • total
  • Tunte

 

 

Alliterationen mit Klimax (Steigerung)

 

  • groß und größer
  • laut und lauter
  • nie und nimmer
  • noch und nöcher
  • veni, vidi vici
    In diesem Beispiel erfolgt die Steigerung in Hinsicht auf die Handlungen (kam, sah, siegte), nicht auf die Ausdehnung des Begriffes.

 

 

Dreiteiler

 

  • Filmvorführer
  • Fischfangflotte
  • Freifeldversuch
  • frisch vom Fass
  • ganz gut gesagt
  • Gesamtgleichgewicht
  • Haushaltshilfe
  • hinterherhinken
  • Kirschkernkissen
  • Kugelkupplungskopf
  • lebenslanges Lernen
  • leer laufen lassen
  • nicht nur nervig
  • niegelnagelneu
  • Tischtennisturnier
  • Toilettentieftaucher
  • Vervielfältigung
  • Vorverkaufsveranstaltung
  • Winterwanderweg
  • Winterwunderweiß
  • Wolfswurmweg

 

 

Phonetisch (Klang)

 

  • chemische Keule
  • chemische Konservierung
  • christliche Klöster
  • christliche Kirchen
  • chronisch krank
  • Cybersex
  • Fahrradverkehr
  • Fahrverhalten
  • falsch verbunden
  • falsch verstanden
  • falsche Vorstellung
  • falsche Vorwürfe
  • Familienvater
  • fantasievoll
  • fast vergessen
  • faules Volk
  • Fehlverhalten
  • feiges Versagen
  • Feldversuch
  • fest verankert
  • fester Vertrag
  • fetter Vogel
  • Flottenverbrauch
  • Fluch des Pharao
  • Flucht und Vertreibung
  • folgender Vorschlag
  • Folgevertrag
  • Fotovertrag
  • Fressphase
  • friedvoll, friedevoll
  • frisch verheiratet
  • frisch vermählt
  • fromme Phrasen
  • Frostphase
  • früher Vormittag
  • früher Vogel fängt den Wurm
  • feuerverzinkt
  • Funkverbindung
  • furchtbar verärgert
  • Fußballverein
  • Fußvolk
  • Kirchenchor
  • Klassenclown
  • Kräutercreme
  • kreatives Chaos
  • kreuz und quer
  • Kultcharakter
  • Kunstcharakter
  • Phasenverschiebung
  • Phrasen und Floskeln
  • väterlicher Freund
  • Verbraucherfragen
  • verfassungsfeindlich
  • Verkaufsfunktion
  • Verkehrsflieger
  • verschiedene Formulierungen
  • vervielfältigen
  • verzehrendes Feuer
  • viel falsch
  • viele Farben
  • viele Fragen
  • viel Freude
  • Vielfalt
  • vielflügelig
  • viel Futter
  • Viertelfinale
  • Vogelfan
  • vogelfrei
  • Volksfeind
  • Volksfest
  • volle Fahrt
  • voll fett
  • völlig falsch
  • völlig falsche Vorstellungen
  • völlig fertig
  • Vorderfront
  • vorderste Front
  • Vorfall
  • vorläufige Fassung
  • vorläufig fertig
  • Vorsicht Falle

 

 

Zusammensetzung

 

  • Afroamerikaner
  • Backenbart
  • Bauernbrot
  • Bierbank
  • Babyboom
  • bahnbrechend
  • Beiboot
  • Bettelbrief
  • Bierbauch
  • Bimmelbahn
  • bitterböse
  • blitzblank
  • Bootsbauer
  • Braunbär
  • breitbeinig
  • Bruchbude
  • Brunnenbau
  • Butterbrot
  • Dachdecker
  • Designerdroge
  • Dickdarm
  • Doppeldecker
  • Doppeldödel
  • Dünndarm
  • Duftdrüse
  • dummdreist
  • faltenfrei
  • Fangfrage
  • farbenfroh
  • Farbfehler
  • Fahnenflucht
  • Fahrerflucht
  • Faustformel
  • Fegefeuer
  • fehlerfrei
  • Fehlfunktion
  • feinfühlig
  • felsenfest
  • Fernsehfilm
  • festfressen
  • fettfrei
  • feuchtfröhlich
  • Fieberfantasie
  • Filterfunktion
  • Filmfestival
  • fingerfertig
  • Fingerfertigkeit
  • Fischfang
  • Fischfutter
  • Flakfeuer
  • Fleischfresser
  • Flüchtigkeitsfehler
  • fremdenfeindlich
  • friedfertig
  • Frustfaktor
  • Füllfederhalter
  • Funktionsfehler
  • Geburtstagsgeschenk
  • Geschenkgutschein
  • Geistesgeschichte
  • Geistesgrößen
  • Geldgeber
  • geldgeil
  • gemeingefährlich
  • Gemeingebrauch
  • genaugenommen
  • gerngesehen
  • Gesetzgeber
  • gesundheitsgefährdend
  • Gesundheitsgefährdung
  • Getreidegarbe
  • giftgrün
  • Glücksgefühle
  • gottgegeben
  • grasgrün
  • Grenzgänger
  • Griesgram
  • griesgrämig
  • grundgütiger
  • Grundstücksgrenze
  • gutgläubig
  • habhaft
  • Haupthaar
  • Haushalt
  • haushoch
  • halbherzig
  • hammerhart
  • Handhabe
  • hasenherzig
  • Heimathafen
  • Heißhunger
  • Helfershelfer
  • Heuhaufen
  • Hexenhäuschen
  • hierher
  • hinterher
  • hinterherhinken
  • himmelhoch
  • Hinterhalt, hinterhältig
  • Hochhaus
  • Höllenhund
  • Holzhaus
  • Käsekuchen
  • Kahlkopf
  • Kampfkunst
  • Kanonenkugel
  • Kanzlerkandidat
  • Kapitalistenknecht
  • Kartoffelkanone
  • Kaufkraft
  • Kehlkopf
  • Kernkompetenz
  • Kindeskinder
  • Kindskopf
  • Kinokarte
  • Kirschkern
  • Klassenkasper
  • kleinkariert
  • Kleinkläranlage
  • Kleinkind
  • Kleinkrimineller
  • Klimakurve
  • klitzeklein
  • Kneippkur
  • Kniekehle
  • Knieknorpel
  • Knutschkugel
  • Kochklamotten
  • Kochkunst
  • Königsklasse
  • Körperkult
  • Kontenklärung
  • Kopfkissen
  • Korinthenkacker
  • Kornkammer
  • Kostenkontrolle
  • Krankenkasse
  • krebskrank
  • Kriegskasse
  • Kriminalkommissar
  • Krisenkommunikation
  • Küchenkabinett
  • Kühlkammer
  • Künstlerkneipe
  • Kundenkarte
  • Kürbiskerne
  • Kummerkasten
  • Kunstkritiker
  • Langlauf
  • langlebig
  • lebenslang
  • Lebenslage
  • Lebenslüge
  • Lebenslust
  • Lederlappen
  • Leerlauf
  • Leitlinien
  • Lendenlordose
  • Leselust
  • lichterloh
  • Liebesleben
  • Liebeslied
  • Liebesleid
  • linkslastig
  • Linkliste
  • Loblied
  • Luxusloge
  • Machtmissbrauch
  • manchmal
  • Mahnmal
  • Massenmensch
  • Massenmedien
  • Massenmord
  • Mäusemelken
  • Mäusemilch
  • mehrmalig
  • mehrmals
  • Menschenmassen
  • Miesmacher
  • Miesmuschel
  • Milchmolkerei
  • Mitmenschen
  • Mittelmaß
  • Mittelsmänner
  • Mobilmachung
  • Montagsmaler
  • Morgenmagazin
  • Multimedia
  • Multimillionär
  • Multimilliardär
  • Muntermacher
  • Musikmix
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  • mutmaßlich
  • nagelneu
  • Nasennebenhöhle
  • Nichtsnutz
  • nichtsnutzig
  • niegelnagelneu
  • Nullnummer
  • Passepartout
  • Pflanzenpflege
  • Pluspunkt
  • Pinkelpause
  • Piratenpartei
  • Preisprüfer
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  • Privatpraxis
  • Radrennen
  • Rätselraten
  • Raubritter
  • reinrassig
  • Reiseroman
  • Riesenrad
  • Riesenreich
  • Riesenrutsche
  • Richterrobe
  • rosarot
  • ruhmreich
  • Runkelrübe
  • Schafschur
  • Scharfschütze
  • Schlammschlacht
  • Schnabelschuh
  • Schreckschraube
  • Schulschwänzer
  • Schutzschild
  • Schwippschwager
  • sakrosankt
  • Sammelsurium
  • Schlammschlacht
  • Seifensieder
  • Selbstsicherheit
  • selbstsicher
  • serverseitig
  • Sexseiten
  • Speerspitze
  • Sprachspiele
  • Spitzensportler
  • Sommersonne
  • Sonnenseite
  • Sorgensitz
  • Stadtstreicher
  • Sternstunde
  • Stolperstein
  • Stoßstange
  • Stillstand
  • Südseite
  • supersicher
  • Tätertyp
  • tagtäglich
  • Tagträume
  • Taschentuch
  • Teetrinker
  • Teiltest
  • Tempeltänzer
  • Teufelstanz
  • Tieftaucher
  • Tischtennis
  • Todestal
  • todtraurig
  • Tontaube
  • Traumtänzerei
  • Turteltaube
  • Verbesserungsvorschlag
  • Verbraucherverhalten
  • Vertragsverlängerung
  • Vertragsverletzung
  • Vertrauensvorschuss
  • Vertriebsvorstand
  • Videovernehmung
  • Vielvölkerstaat
  • Volksverhetzer
  • Volksverdummung
  • Vollversion
  • wahlweise
  • Wahnwitz
  • Warmwasser
  • Waschwasser
  • Waschweiber
  • Wasserwerfer
  • Wasserwerte
  • Wasserwirtschaft
  • Wechselwirkung
  • wegweisend
  • Wegwerfartikel
  • wegwerfen
  • Wehwehchen
  • Weiberwirtschaft
  • weltweit
  • Weltwirtschaft
  • werbewirksam
  • Westwind
  • weswegen
  • Wetterwarte
  • Wildwechsel
  • Wildwuchs
  • windelweich
  • wachsweich
  • Winterwende
  • Winterwetter
  • Wirbelwind
  • Windwirbel
  • Wirkungsweise
  • Wirtschaftswachstum
  • Wirtschaftsweiser
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Wirtschaftswunder
  • wissenswert
  • Wissenswut
  • wohlweislich
  • Wohlwollen
  • Wortwahl
  • Wortwitz
  • Wortwolke
  • wortwörtlich
  • Wunderwelt
  • Zaumzeug
  • Ziegenzucht
  • Zimtzicke

 

 

Kettenreihung, Tautogramm

 

  • alle Achtung aber auch!
  • Kleine Kinder können keine kleinen Kirschkerne knacken.
  • Links liegen lassen
  • Milch macht müde Männer munter
  • Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz.
  • seine Sieben Sachen
  • frisch, fromm, fröhlich, frei
  • Röslein, Röslein, Röslein
  • Wahn, Wille, Wehe
  • Wir Wiener Waschweiber würden weiße Wäsche waschen, wenn wir wüssten, wo warmes Wasser wär.
  • Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo.

 

 

 

 

Fazit

 

Die Alliteration macht Botschaften griffiger. In Kombination mit einem Trikolon und einer Klimax lässt sich mit einer Alliteration die Intensität einer Aussage steigern und deren Dringlichkeit vermitteln.

 

 

 

 

Den Einsatz von Alliterationen trainieren

 

Den zeitgemäßen Einsatz rhetorischer Stilmittel wie der Alliteration in Reden und. Präsentationen können Sie in den Kursen Rhetorik & Präsentation III und Training Rhetorik & Präsentation IV kennen, schätzen und einsetzen lernen. Und natürlich im Einzeltraining mit mir. Mir ist das eine Freude!

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Welche rhetorischen Stilmittel setzen Sie wie ein?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Januar 2016
Überarbeitung: 8. Juli 2019
AN: #32396
K: CNB
Ü:

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Gesprächen, mit Reden und Präsentationen
Auf dem Weg zum Pulitzerpreis

Prägnanz

 

Wichtige Gedanken kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen, Wichtiges von Unwichtigem trennen und Inhalte auf Kerngedanken fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Hoch lebe die Prägnanz

 

Was immer du sagst,
sage es kurz,
und sie werden es hören,
sage es klar,
und sie werden es verstehen,
sage es bildhaft,
und sie werden es im
Gedächtnis behalten.

Joseph Pulitzer

 

 

 

 

Prägnanz

 

Prägnanz ist die Fähigkeit, wichtige Gedanken kurz und verständlich auf den Punkt zu bringen. Es gilt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Inhalte auf Kerngedanken zu fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln. Ja, das macht etwas mehr Aufwand, als alle verfügbaren Gedanken auf das Publikum abzuladen. Doch das Publikum ist dankbar für Beiträge, denen anzumerken ist, dass der Redner diesen Aufwand betrieben hat.

 

 

 

Neu ist die Erkenntnis nicht

 

 

Sprich, doch bleibe kurz und klar!

Dante Alighieri

 

Was ist der langen Rede kurzer Sinn?

Friedrich von Schiller

 

Wo nicht die Zeit ist, fasse dich in Reden kurz.

Sophokles

 

Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet; sprich nie länger als vierzig Minuten.

Kurt Tucholsky

 

Viel mit wenig Worten fein kurz anzeigen können, das ist Kunst und große Tugend.
Thorheit aber ist′s, mit viel Reden nichts reden.

Martin Luther

 

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

Martin Luther

Video

Einfache Botschaften, große Wirkung – So steigerst du deine Kommunikationskraft!

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

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Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

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Probelauf und professionelles Feedback

 

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P.S.

 

Wie sorgen Sie für Prägnanz?

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

Argumentation: Einsichtsbereitschaft statt blinder Flecken

Argumentation: Einsichtsbereitschaft statt blinder Flecken

Schade, viele Redner sind so vom eigenen Standpunkt derartig eingenommen, dass der Erkundung anderer Sichtweisen keine Aufmerksamkeit gewidmet wird. Besser: Erkunden Sie von sich aus die Argumente von Gegenspielern, lernen Sie dazu und optimieren Sie Ihre Argumente.

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Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten. Joseph Pulitzer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. November 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:

Präsentationstechnik: Hilfsmittel für Präsentationen

Präsentationstechnik: Hilfsmittel für Präsentationen

Wissenswertes zu Hilfsmitteln bei Präsentationen
Praesentationstechnik

Präsentationstechnik

 

Hier finden Sie Wissenswertes zu Hilfsmitteln, die bei Präsentationen eingesetzt werden können.

Überblick

 

 

 

 

Präsentationstechnik

 

An dieser Stelle finden Sie Wissenswertes zu Hilfsmitteln, die bei Präsentationen eingesetzt werden.

 

P.S.

 

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Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

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Probelauf und professionelles Feedback

 

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Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

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Artikel zu Hilfsmitteln bei Präsentationen

Besser präsentieren mit der 10-20-30-Regel

Erfahre, wie die 10-20-30-Regel dabei helfen kann, effektiv zu präsentieren. Und das nicht nur beim Pitch vor Kapitalgebern, sondern auch bei vielen anderen Präsentationen.

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Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2015
Überarbeitung: 12. November 2021
Englische Version:
AN: #399
K: CNB
Ü:

Was Sie von Franz Joseph Straus über die Sensibilität von Rednern lernen

Was Sie von Franz Joseph Straus über die Nachdenklichkeit und Sensibilität von Rednern lernen

Von anderen Rednern lernen; im Guten, wie im Schlechten
Rhetorische Kompetenz oder Holzhammer?

Vom Redner Franz Josef Strauß lernen?

 

Gehasst und verehrt, vergöttert und verflucht. So ein richtiger Sympathieträger war er eher nicht. Eines war Franz Josef Strauß definitiv nicht; rhetorisch langweilig. Was gibt es zu lernen?

 

 

 

Überblick

Politik wird mit dem Kopf, nicht mit dem Kehlkopf gemacht.

Franz Josef Strauß

 

 

Polarisierung

 

Der Mond kann nur rund, nicht eckig. Der Mond ist ein Langweiler. Ob der Vorwurf gerechtfertigt ist? Oft ist das eine Frage der Betrachtung, wie bei der Beurteilung von Politikern. Die polarisieren ja üblicherweise ganz gerne. Wobei, auf diesen Seiten geht es ja um das WIE anstatt um parteipolitische Betrachtungen. Einer der besonders polarisierenden Politiker war Franz Joseph Strauss.

Franz Joseph Strauss

 

Eines war Franz Josef Strauß bestimmt nicht; rhetorisch langweilig!

Manchmal schien es, als hätte er seine Emotionen nicht unter Kontrolle. Es wird ihm auch nicht jeder seine Stimme bei Beliebtheitswettbewerben geben.

So oder so; es lässt sich eine Menge von ihm lernen. Der Einsatz bildhafter Sprache erreichte sein Publikum. Rhetorisch war er flexibel und unterhaltsam.

Auch ein Blick auf seine Schwächen ist lehrreich. Wenn er sich persönlich angegriffen fühlte, verlor er die Kontrolle über sich. Dann wurde er schon mal beleidigend.

 

Ach haltens doch den Mund, Sie Trottel.
Ich sehe Sie schon seit längerer Zeit.
Wenn Sie schon kein Hirn haben, dann halten Sie wenigstens das Maul.
Dieses dämliche Gequatsche eines politisierenden Beatles, Sie Filzkopf!

Rhetorische Kompetenz oder Holzhammer?

Gehasst und verehrt, vergöttert und verflucht. Franz Josef Strauß polarisierte. Integration war nicht sein Ziel. Er hatte seine eigenen Regeln:

Maximale Lebenserwartung hat ein Politiker, wenn er sich aggressiv in der Politik und defensiv im Straßenverkehr verhält.

Franz Josef Strauß

 

Ein Blick in die Debattenkultur: Ja, wir können eine Menge von ihm lernen. So oder so! Auch abschreckende Beispiele liefern Anregungen.

 

 

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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Anmerkungen

 

In Beiträgen der Serien Körpersprache, Rhetorik-Check etc. geht es um die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Es geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke übertragen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.

 

Was gibt es von Franz Joseph Strauss zu lernen?

Wer zornig ist, verbrennt oft an einem Tag das Holz, das er in vielen Jahren gesammelt hat. Chinesisches Sprichwort

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #8760
Ü:
K:

Motivationsgurus: Was wirklich motiviert – und was nur kurzfristig wirkt

Motivationsgurus: Was kurzfristig begeistert und langfristig wenig verändert

Was wirklich motiviert – und was nur kurzfristig wirkt
Lernen Sie von Motivationsgurus, was Sie lieber lassen sollten

Motivationsgurus: Was kurzfristig begeistert und langfristig wenig verändert

 

Große Bühne.

Große Musik.

Große Versprechen.

Und am Ende die Botschaft:

Alles ist möglich.

Solche Motivationsveranstaltungen können beeindruckend sein.

Sie können Energie erzeugen.

Sie können Menschen emotional erreichen.

Und trotzdem bleibt eine wichtige Frage:

Was verändert sich danach tatsächlich?

 

 

 

Wenn Inszenierung größer wird als die Botschaft

 

Ich habe Veranstaltungen erlebt, bei denen die Selbstdarstellung des Redners fast wichtiger wirkte als der Inhalt.

Der Auftritt war sorgfältig choreografiert.

Musik.

Große Bilder.

Selbstbewusste Ansagen.

Außergewöhnliche Erfolgsgeschichten.

Das Publikum sollte nicht nur etwas lernen.

Es sollte:

beeindruckt sein.

Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden.

Eine Präsentation darf:

  • unterhalten
  • emotional berühren
  • visuell stark sein

Problematisch wird es, wenn die Inszenierung:

mehr verspricht als der Inhalt halten kann.

 

 

 

Was kurzfristige Motivation leisten kann

 

Ein guter Vortrag kann Menschen aktivieren.

Vielleicht verlassen sie den Raum mit:

  • mehr Energie
  • neuen Gedanken
  • einem stärkeren Gefühl von Möglichkeit

Das ist nicht wertlos.

Ein emotionaler Impuls kann:

der Anfang einer Veränderung sein.

Nur ist ein Anfang noch keine Veränderung.

Zwischen:

„Ich fühle mich gerade motiviert“

und:

„Ich verhalte mich über Wochen und Monate anders“

liegt eine große Strecke.

 

 

 

Motivation ist mehr als Begeisterung

 

Motivation wird häufig behandelt wie:

eine Art innerer Treibstoff.

Entweder ist genug davon vorhanden.

Oder jemand muss:

motiviert werden.

Das ist zu einfach.

Menschen können aus sehr unterschiedlichen Gründen handeln.

Zum Beispiel:

  • weil sie etwas interessant finden
  • weil sie einen Sinn darin sehen
  • weil sie sich verpflichtet fühlen
  • weil sie Belohnung erwarten
  • weil sie Nachteile vermeiden möchten

Diese Formen von Motivation unterscheiden sich.

Und sie unterscheiden sich auch darin:

wie nachhaltig und selbstbestimmt sie erlebt werden.

 

 

 

Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit

 

Die Selbstbestimmungstheorie beschreibt drei psychologische Bedürfnisse, die für hochwertige Motivation besonders relevant sind.

 

Autonomie

Menschen möchten erleben:

„Ich stehe hinter meinem Handeln.“

Kompetenz

Sie möchten erleben:

„Ich kann etwas bewirken und mich entwickeln.“

Verbundenheit

Sie möchten sich:

zugehörig und respektiert

fühlen.

Ein Motivationsredner kann diese Bedingungen nicht dauerhaft herstellen.

Eine Organisation, Führungskraft oder Person kann jedoch:

Arbeitsbedingungen schaffen, die sie unterstützen oder untergraben.

 

 

 

„Alles ist möglich“ ist keine seriöse Botschaft

 

Diese Botschaft gehört zu den Klassikern mancher Motivationsveranstaltungen.

Sie klingt:

befreiend.

Sie ist trotzdem falsch.

Menschen unterscheiden sich in:

  • Fähigkeiten
  • Ressourcen
  • Gesundheit
  • Ausgangslage
  • sozialen Bedingungen
  • Gelegenheiten

Nicht jedes Ziel ist für jeden Menschen:

zu jedem Zeitpunkt erreichbar.

Das bedeutet nicht:

klein zu denken.

Es bedeutet:

Ambition mit Realität zu verbinden.

Eine seriösere Frage lautet:

„Was ist für mich unter den gegebenen Bedingungen möglich – und was kann ich verändern?“

 

 

 

Zu viel Selbstverantwortung kann zur Schuldzuweisung werden

 

Eine weitere problematische Botschaft lautet:

„Wenn du es wirklich willst, kannst du es schaffen.“

Die Kehrseite klingt dann schnell so:

„Wenn du es nicht geschafft hast, wolltest du es offenbar nicht genug.“

Das ignoriert:

  • Zufall
  • strukturelle Bedingungen
  • begrenzte Ressourcen
  • andere Menschen
  • reale Risiken

Selbstverantwortung ist wichtig.

Sie bedeutet:

den eigenen Einflussbereich ernst zu nehmen.

Sie bedeutet nicht:

für alles verantwortlich zu sein, was geschieht.

 

 

 

Positive Zukunftsbilder allein reichen nicht

 

Ein weiteres beliebtes Element ist:

Stell dir deinen Erfolg möglichst intensiv vor.

Das kann angenehm sein.

Es kann ein Ziel emotional greifbarer machen.

Doch reine positive Zukunftsfantasien führen nicht automatisch:

zu mehr Anstrengung.

Hilfreicher ist häufig:

  1. den gewünschten Zustand zu betrachten
  2. das reale Hindernis zu erkennen
  3. einen konkreten nächsten Schritt festzulegen

Dann wird aus:

Wunsch

eher:

Handlungsorientierung.

 

 

 

Emotion ist nicht der Feind

 

Ich würde deshalb auch nicht das Gegenteil propagieren.

Ein Vortrag muss nicht:

trocken und emotionslos

sein, um seriös zu sein.

Emotion kann helfen:

  • Aufmerksamkeit zu erzeugen
  • Bedeutung erfahrbar zu machen
  • Erinnerung zu unterstützen

Die entscheidende Frage lautet:

Dient die Inszenierung der Botschaft – oder ersetzt sie sie?

 

 

 

Was du von Motivationsgurus tatsächlich lernen kannst

 

Auch ein Auftritt, der dir inhaltlich nicht gefällt, kann lehrreich sein.

 

1. Erwartungen sind mächtig

Je größer die Ankündigung, desto größer:

der Maßstab, an dem das Publikum dich misst.

 

 

2. Inszenierung erzeugt Wirkung

Musik, Licht, Bild und Dramaturgie können Aufmerksamkeit stark beeinflussen.

Nutze sie bewusst.

Und:

lass sie nicht wichtiger werden als die Botschaft.

 

 

3. Selbstbewusstsein ersetzt keine Substanz

Überzeugendes Auftreten macht eine schwache Aussage:

nicht automatisch richtig.

 

 

4. Große Versprechen erhöhen das Risiko der Enttäuschung

Wer außergewöhnliche Ergebnisse ankündigt, muss:

außergewöhnliche Substanz liefern.

 

 

5. Das Publikum braucht mehr als einen emotionalen Höhepunkt

Hilfreicher sind:

  • konkrete Gedanken
  • praktische Schritte
  • realistische Erwartungen

 

 

 

Was nachhaltige Motivation wahrscheinlicher macht

 

Wenn Motivation länger tragen soll, braucht sie häufig mehr als:

einen euphorischen Moment.

Hilfreich sind beispielsweise:

  • ein persönlich relevantes Ziel
  • ein nachvollziehbarer Sinn
  • realistische Handlungsmöglichkeiten
  • erlebbarer Fortschritt
  • Feedback
  • soziale Unterstützung

Und vor allem:

der Übergang vom Erleben zum Handeln.

 

 

 

Für Führungskräfte: Motivation lässt sich nicht einfach verordnen

 

In Unternehmen begegnet mir dieselbe Logik manchmal in anderer Form.

Dann soll eine motivierende Rede:

ein strukturelles Problem lösen.

Zum Beispiel:

  • unklare Ziele
  • fehlende Entscheidungsspielräume
  • schlechte Prozesse
  • mangelnde Anerkennung

Ein inspirierender Auftritt kann solche Probleme:

nicht dauerhaft kompensieren.

Wenn Führung Motivation fördern möchte, sollte sie nicht nur fragen:

„Wie motiviere ich meine Leute?“

Sondern auch:

„Welche Bedingungen machen engagiertes Handeln hier leichter oder schwerer?“

 

 

 

Für Rednerinnen und Redner: Versprich nur, was du einlösen kannst

 

Das ist für mich die wichtigste Lehre aus übergroßen Motivationsauftritten.

Wenn du deinem Publikum versprichst:

„Nach diesen 45 Minuten siehst du dein Leben völlig anders“

erzeugst du enorme Erwartungen.

Vielleicht bekommst du kurzfristig:

mehr Aufmerksamkeit.

Langfristig zählt:

ob dein Beitrag die Erwartungen trägt.

Deshalb:

Wirkung ja. Übertreibung nicht nötig.

 

 

 

Eine einfache Qualitätsprüfung für Motivationsbotschaften

 

  1. Welche konkrete Behauptung wird gemacht?
  2. Welche Belege gibt es dafür?
  3. Welche Bedingungen werden verschwiegen?
  4. Wird aus einem Einzelfall eine allgemeine Regel gemacht?
  5. Was soll ich nach der Veranstaltung konkret anders tun?
  6. Ist dieses Verhalten realistisch umsetzbar?

Wenn nach all der Begeisterung keine klare Antwort auf diese Fragen bleibt, war die Veranstaltung vielleicht:

unterhaltsam.

Ob sie wirklich hilfreich war, ist eine andere Frage.

 

 

 

Unterstützung bei Präsentationen, die Wirkung und Substanz verbinden

 

Eine starke Präsentation braucht keine künstliche Selbstüberhöhung.

Sie kann gleichzeitig:

  • klar
  • emotional
  • einprägsam
  • inhaltlich belastbar

sein.

Im Coaching oder Sparring können wir unter anderem daran arbeiten:

  • welche Erwartungen du weckst
  • wie du Spannung erzeugst
  • wie du Substanz sichtbar machst
  • wie du ein Publikum aktivierst
  • wie aus einem Impuls ein sinnvoller nächster Schritt wird

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Präsentationen, persönliche Wirkung oder wiederkehrende Kommunikationssituationen geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkreter Auftritt hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Begeisterung ist ein Anfang, keine Veränderung

 

Ich habe nichts gegen:

Motivation.

Und auch nichts gegen:

  • große Bühnen
  • gute Geschichten
  • starke Emotionen

Interessant wird es danach.

Dann stellt sich die Frage:

Was bleibt, wenn die Musik aus ist?

Eine starke Botschaft hilft Menschen nicht nur:

sich für einen Moment besser zu fühlen.

Sie hilft ihnen:

klarer zu verstehen, was sie tun können und was dafür erforderlich ist.

Motivation kann den ersten Schritt erleichtern. Veränderung entsteht erst, wenn daraus tragfähiges Handeln wird.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

Argumentation: Einsichtsbereitschaft statt blinder Flecken

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren

 

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?
Pessimismus ist sicher, aber Optimismus ist viel schneller.

Verlockung oder Vermeidung, Zuckerbrot oder Peitsche, …

 

Schon Abraham Lincoln wusste; „Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einer ganzen Kanne voll Galle.“

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Pessimismus?

Pessimismus ist eine Einstellung oder Haltung, die darauf ausgerichtet ist, dass negative Dinge in der Zukunft wahrscheinlicher sind als positive Dinge. Pessimistische Menschen neigen dazu, das Schlechte in Situationen hervorzuheben und sich auf mögliche Probleme und Schwierigkeiten zu konzentrieren. Sie glauben oft, dass sich Dinge nicht zum Besseren verändern werden und dass sie wenig Kontrolle über das haben, was in ihrem Leben geschieht. Pessimismus kann sich auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken und kann dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, pessimistische Gedanken zu verändern und eine optimistischere Einstellung zu entwickeln, wie zum Beispiel durch positive Selbstgespräche, das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme.

Welche Folgen hat Pessimismus?

Pessimismus kann verschiedene negative Auswirkungen haben, sowohl auf die mentale als auch auf die körperliche Gesundheit. Mögliche Folgen von Pessimismus können sein:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit und Motivation: Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen.

  • Erhöhtes Risiko für mentale Gesundheitsprobleme: Pessimismus wurde mit einem erhöhten Risiko für mentale Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Angstzustände in Verbindung gebracht. Pessimistische Menschen können sich auch weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlen und sich dadurch einsam und isoliert fühlen.

  • Beeinträchtigte körperliche Gesundheit: Pessimismus kann auch Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben. Einige Studien haben gezeigt, dass pessimistische Menschen ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und andere körperliche Gesundheitsprobleme haben können.

 

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um diese möglichen Folgen zu vermeiden oder zu minimieren. Eine optimistischere Einstellung kann dazu beitragen, dass man sich besser fühlt und gesünder lebt

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf inner Dialoge?

Pessimistische Menschen neigen dazu, negative Gedanken und Sätze über sich selbst, andere Menschen und die Zukunft zu haben, die sogenannten „inner dialogues“. Diese Gedanken können sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern. Sie können dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Pessimistische Gedanken können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die mentale Gesundheit zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln.

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf Reden und Präsentationen?

Pessimismus kann Auswirkungen auf Reden und Präsentationen haben, indem er die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen beeinträchtigt. Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen. Dies kann dazu führen, dass sie weniger überzeugend und weniger selbstsicher in ihren Reden und Präsentationen wirken.

Pessimistische Gedanken und Sätze, die sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern, können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt. Dies kann dazu führen, dass man weniger offen und authentisch in der Kommunikation wird und weniger in der Lage ist, eine Verbindung zu seinem Publikum aufzubauen.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln und die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu verbessern.

P.S.

 

Auf was setzen Sie häufiger in Ihren Präsentationen; auf Pessimismus oder Optimismus?

 

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Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

Argumentation: Einsichtsbereitschaft statt blinder Flecken

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Schade, viele Redner sind so vom eigenen Standpunkt derartig eingenommen, dass der Erkundung anderer Sichtweisen keine Aufmerksamkeit gewidmet wird. Besser: Erkunden Sie von sich aus die Argumente von Gegenspielern, lernen Sie dazu und optimieren Sie Ihre Argumente.

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Pessimisten finden zu jeder Lösung ein passendes Problem.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 29. Dezember 2014
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371

Christian Wulff im TV-Interview: Körpersprache und Wirkung

Körpersprache von Christian Wulff im TV-Interview: eine historische Analyse

Christian Wulff im TV-Interview: Körpersprache und Wirkung
Überdurchschnittliche Reden halten

Körpersprache von Christian Wulff im TV-Interview: eine historische Analyse

 

Wie wirkte Bundespräsident Christian Wulff in seinem viel beachteten Fernsehinterview vom 4. Januar 2012?

Damals wurde ich von Spiegel Online gebeten, den Auftritt aus der Perspektive von Körpersprache und persönlicher Wirkung zu analysieren.

Das Gespräch fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem Christian Wulff öffentlich erheblich unter Druck stand. In dem Interview von ARD und ZDF stellte er sich den Fragen von Ulrich Deppendorf und Bettina Schausten und nahm zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung.

Dieser Beitrag dokumentiert meine damalige Analyse und ordnet sie zugleich aus heutiger Sicht neu ein.

Wichtig: Körpersprache erlaubt keine zuverlässigen Rückschlüsse auf Gedanken, Motive, Ehrlichkeit oder innere Zustände. Einzelne Gesten besitzen keine feste universelle Bedeutung. Seriöser ist die Frage: Welche Wirkung kann das Zusammenspiel von Haltung, Blick, Stimme und Verhalten in einem bestimmten Kontext erzeugen?

 

 

 

Historischer Kontext

 

Am 4. Januar 2012 gaben ARD und ZDF Bundespräsident Christian Wulff Gelegenheit, sich in einem ausführlichen Fernsehinterview zu den damaligen Vorwürfen zu äußern.

Das Gespräch fand im ARD-Hauptstadtstudio statt und wurde am selben Abend ausgestrahlt.

Wulff erklärte unter anderem, dass er keinen Rücktritt plane und weiterhin davon überzeugt sei, nichts Unrechtes getan zu haben, zugleich jedoch nicht alles richtig gemacht zu haben.

Der öffentliche Druck war zu diesem Zeitpunkt erheblich.

Für die Betrachtung seines Auftritts ist dieser Kontext wichtig.

Denn Körpersprache entsteht nicht im luftleeren Raum.

Ein Mensch, der in einer hochkritischen Situation öffentlich befragt wird, befindet sich in einer vollkommen anderen Lage als bei einer vorbereiteten Rede oder einem Routineinterview.

 

 

 

Die Fragen meiner damaligen Analyse

 

Im Mittelpunkt standen drei Fragen:

  • Wie wirkt Christian Wulff in diesem Interview?
  • Wie passen verbale Botschaft und nonverbale Wirkung zusammen?
  • Welche Wirkung können Haltung, Blick und Verhalten beim Publikum erzeugen?

Genau diese dritte Frage halte ich auch heute für die interessanteste.

Weniger:

„Was verrät diese Geste über den Menschen?“

Mehr:

„Welche Wirkung entsteht beim Betrachter?“

 

 

 

Körpersprache lesen: Wirkung statt Gedankenlesen

 

Frühere Körperspracheanalysen wurden häufig sehr direkt formuliert.

Eine verschränkte Haltung galt als Abwehr.

Wenig Blickkontakt als Unsicherheit.

bestimmte Augenbewegungen als Hinweis auf innere Vorgänge.

Solche eindeutigen Zuschreibungen halte ich heute für zu weitgehend.

Menschen bewegen sich aus vielen Gründen.

Eine Person kann die Arme verschränken, weil ihr kalt ist.

Sie kann nach unten schauen, weil sie nachdenkt.

Sie kann unruhig wirken, weil eine Situation ungewöhnlich belastend ist.

Ohne zusätzlichen Kontext kennen wir die Ursache nicht.

Was wir jedoch beschreiben können, ist die wahrnehmbare Wirkung.

 

 

 

Ein Auftritt unter außergewöhnlichem Druck

 

Christian Wulff saß im Interview mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper am Tisch.

Seine Haltung wirkte über längere Strecken kompakt und zurückgenommen.

Die Hände lagen häufig eng zusammen.

Auch die Beine und Füße wirkten in Teilen des Gesprächs eher zurückgezogen.

In der Gesamtwirkung entstand dadurch weniger das Bild eines offensiven, raumgreifenden Auftritts.

Der Auftritt wirkte über weite Strecken kontrolliert, ernst und angespannt.

Das ist zunächst eine Beschreibung der Wirkung.

Warum genau diese Haltung entstand, lässt sich daraus allein nicht sicher ableiten.

 

 

 

Amt und Person

 

Besonders interessant war damals der Kontrast zwischen zwei Rollen.

Christian Wulff trat einerseits als Privatperson auf, die sich zu persönlichen Vorwürfen äußern musste.

Gleichzeitig war er Bundespräsident.

Dieses Amt besitzt eine stark repräsentative Funktion.

Das Publikum betrachtet deshalb nicht nur:

Was sagt Christian Wulff?

Sondern auch:

Wie wirkt ein Bundespräsident in einer solchen Situation?

Damit steigen die Erwartungen an Ruhe, Klarheit, Würde und persönliche Präsenz.

 

 

 

Die Wirkung der Körperhaltung

 

Eine aufrechte, entspannte Haltung wird häufig mit Präsenz und Sicherheit verbunden.

Im Interview wirkte Wulffs Haltung dagegen phasenweise stärker nach innen orientiert.

Er richtete sich zwischendurch auf und veränderte seine Position.

In der Gesamtwirkung entstand dadurch ein Wechsel zwischen Aufrichtung und Rückzug.

Aus heutiger Sicht würde ich daraus keine Aussage über einen inneren Zustand ableiten.

Interessant ist die Wirkung:

Der Auftritt vermittelte weniger körperliche Weite und Selbstverständlichkeit, als viele Menschen möglicherweise mit einem repräsentativen Staatsamt verbinden.

 

 

 

Raum einnehmen

 

Menschen unterscheiden sich darin, wie viel Raum sie körperlich beanspruchen.

Auch Situation, Möbel, Kleidung und Gesprächsformat spielen eine Rolle.

Wulff wirkte in Teilen des Interviews eher kompakt.

Diese kompakte Haltung kann beim Betrachter einen zurückgenommenen Eindruck erzeugen.

Das ist etwas anderes als die Behauptung:

„Er wollte möglichst wenig Raum beanspruchen.“

Seine Absicht kennen wir nicht.

Wir können lediglich die sichtbare Wirkung beschreiben.

 

 

 

Blickkontakt

 

Auch beim Blickkontakt ist Vorsicht mit eindeutigen Interpretationen sinnvoll.

Menschen unterbrechen Blickkontakt beispielsweise beim Nachdenken, beim Erinnern oder beim Formulieren komplexer Antworten.

Im Interview wandert Wulffs Blick wiederholt.

Teilweise hält er den Kontakt zu den Journalisten, teilweise löst er ihn.

In einer ohnehin angespannten Situation kann dieser Wechsel beim Publikum Nervosität oder innere Belastung vermitteln.

Er beweist jedoch weder Unsicherheit noch Unehrlichkeit.

 

 

 

Unruhige Augen sind kein Lügendetektor

 

Diesen Punkt würde ich heute besonders deutlich formulieren.

Aus Augenbewegungen lässt sich kaum zuverlässig erkennen, ob ein Mensch die Wahrheit sagt.

Auch vermeintliches „Augenflackern“ erlaubt keine seriöse Aussage darüber, ob Worte und Gefühle übereinstimmen.

Was wir beschreiben können:

Unruhige Blickbewegungen können beim Publikum den Eindruck von Nervosität, hoher Konzentration oder Belastung verstärken.

Mehr sollten wir daraus ohne weitere Informationen nicht ableiten.

 

 

 

Worte und Wirkung

 

Spannend ist bei öffentlichen Auftritten häufig weniger eine einzelne Geste als das Zusammenspiel verschiedener Ebenen.

Zum Beispiel:

  • Wortwahl
  • Stimme
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Blick
  • Haltung
  • Mimik

Wenn diese Ebenen ähnlich wirken, entsteht beim Publikum häufig ein stimmiger Gesamteindruck.

Wenn sie sehr unterschiedlich wirken, kann Irritation entstehen.

 

 

 

Was bedeutet Kongruenz?

 

In der Kommunikationsarbeit wird häufig von Kongruenz gesprochen.

Gemeint ist:

Wirken Worte, Stimme und Körpersprache stimmig miteinander?

Auch hier sollte eine wichtige Grenze beachtet werden.

Fehlende Kongruenz beweist keine Täuschung.

Ein Mensch kann überzeugt von seiner Aussage sein und gleichzeitig:

nervös sein.

erschöpft sein.

unter enormem Druck stehen.

oder sich in einer ungewohnten Situation befinden.

Die Wirkung beim Publikum kann trotzdem widersprüchlich sein.

 

 

 

Die Stimme

 

Neben Körpersprache spielt Stimme eine erhebliche Rolle.

Eine Stimme vermittelt unter anderem:

  • Tempo
  • Spannung
  • Energie
  • Ruhe
  • Entschlossenheit

Gerade in Kriseninterviews entsteht Wirkung deshalb kaum ausschließlich durch das, was gesagt wird.

Wie etwas ausgesprochen wird, prägt die Wahrnehmung mit.

 

 

 

Warum solche Interviews so anspruchsvoll sind

 

Ein vorbereitetes Statement lässt sich proben.

Ein kritisches Interview ist dialogisch.

Fragen kommen.

Nachfragen folgen.

Antworten werden unterbrochen.

Ein Journalist greift einen Widerspruch auf.

Die nächste Frage entsteht aus der vorherigen Antwort.

Damit steigt die Belastung.

Und gleichzeitig wird spontane Selbstregulation wichtiger.

 

 

 

Executive Presence unter Druck

 

Heute würde ich den Auftritt deshalb auch unter dem Gesichtspunkt der Executive Presence betrachten.

Executive Presence zeigt sich besonders dann, wenn eine Situation schwierig wird.

Zum Beispiel:

  • bei kritischen Fragen
  • bei öffentlichem Widerspruch
  • unter Zeitdruck
  • bei persönlicher Betroffenheit
  • bei unvollständiger Kontrolle über das Gespräch

Dann wird sichtbar:

Wie stabil bleibt die Person?

Wie klar formuliert sie?

Wie geht sie mit Unsicherheit um?

Wie reagiert sie auf Druck?

 

 

 

Ruhe bedeutet nicht Emotionslosigkeit

 

Eine Person muss in einer solchen Situation kaum völlig entspannt wirken.

Das wäre möglicherweise sogar unglaubwürdig.

Ein ernstes Thema darf sich in Mimik und Stimme spiegeln.

Entscheidend ist eher:

Bleibt trotz Belastung ausreichend Klarheit und Handlungsfähigkeit erhalten?

 

 

 

Der Rahmen beeinflusst die Wahrnehmung

 

Auch das Interviewformat selbst spielt eine Rolle.

Ein Tisch.

zwei Journalisten.

ein Staatsoberhaupt.

kritische Fragen.

Großaufnahmen.

wenig Ablenkung.

Jede kleine Bewegung wird sichtbarer.

Eine Haltung, die in einem normalen Gespräch kaum auffallen würde, kann im Fernsehen erheblich stärker wirken.

 

 

 

Die Kamera vergrößert Signale

 

Vor der Kamera gilt:

Kleine Veränderungen werden groß.

Ein kurzer Blick nach unten.

ein tiefes Ausatmen.

eine Bewegung der Hände.

eine Pause.

All das bekommt durch Nahaufnahmen zusätzliche Bedeutung.

Das bedeutet allerdings erneut:

Sichtbarkeit ist nicht gleich Bedeutung.

Nur weil eine Bewegung deutlich zu sehen ist, kennen wir ihre Ursache noch nicht.

 

 

 

Welche Rolle spielen Erwartungen?

 

Menschen betrachten öffentliche Personen nicht neutral.

Sie bringen Erwartungen mit.

An einen Bundespräsidenten bestehen andere Erwartungen als an:

einen Unternehmer.

einen Wissenschaftler.

einen Schauspieler.

oder einen privaten Gesprächspartner.

Diese Erwartungen prägen die Wirkung.

Dasselbe Verhalten kann deshalb je nach Rolle vollkommen unterschiedlich bewertet werden.

 

 

 

Die Würde des Amtes als Erwartung

 

Beim Bundespräsidenten spielen symbolische Erwartungen eine besondere Rolle.

Das Amt soll repräsentieren.

integrieren.

Orientierung bieten.

Dadurch steigt auch die Erwartung an öffentliche Auftritte.

In einem Kriseninterview entsteht deshalb eine doppelte Aufgabe:

persönliche Fragen beantworten.

und gleichzeitig die Rolle des Amtes sichtbar tragen.

 

 

 

Warum Körperspracheanalysen schnell zu weit gehen

 

Öffentliche Auftritte laden zu schnellen Deutungen ein.

„Er schaut weg – also lügt er.“

„Sie verschränkt die Arme – also lehnt sie etwas ab.“

„Er berührt sein Gesicht – also ist er unsicher.“

Solche Aussagen klingen eindeutig.

Sie sind fachlich häufig kaum haltbar.

Eine einzelne Geste besitzt selten eine einzige eindeutige Bedeutung.

 

 

 

Was lässt sich sinnvoll analysieren?

 

Hilfreicher sind Fragen wie:

  • Welche Gesamtwirkung entsteht?
  • Welche Signale treten wiederholt auf?
  • Wann verändert sich das Verhalten?
  • Wie passt es zum Gesprächskontext?
  • Wie wirken Stimme, Sprache und Körper zusammen?
  • Welche Alternativerklärungen gibt es?

Damit wird aus Körpersprachebeobachtung weniger Gedankenlesen und stärker Wirkungsanalyse.

 

 

 

Was können Führungskräfte daraus lernen?

 

Auch wenn dieser Fall aus der Politik stammt, lassen sich einige kommunikative Prinzipien auf andere High-Stakes-Situationen übertragen.

Zum Beispiel:

  • Vorstandspräsentationen
  • Medieninterviews
  • Krisengespräche
  • Townhalls
  • kritische Mitarbeiterveranstaltungen
  • Verhandlungen

Je höher der Druck, desto wichtiger wird die Vorbereitung auf die Situation selbst.

 

 

1. Inhalt allein reicht nicht

 

Du kannst sachlich gute Antworten geben und trotzdem eine widersprüchliche Wirkung erzeugen.

Deshalb sollte Vorbereitung auch berücksichtigen:

  • Stimme
  • Tempo
  • Blick
  • Haltung
  • Pausen

 

2. Unter Druck wird Selbstregulation sichtbar

 

Stress verändert:

Atmung.

Stimme.

Sprechtempo.

Körperhaltung.

Aufmerksamkeit.

Wer solche Situationen vorbereitet, sollte deshalb kaum nur Antworten formulieren.

Auch der Umgang mit eigener Anspannung gehört dazu.

 

 

3. Schwierige Fragen sollten tatsächlich geprobt werden

 

Eine Liste möglicher Fragen zu lesen reicht wenig.

Hilfreicher ist eine realistische Simulation.

Jemand fragt kritisch.

hakt nach.

unterbricht.

stellt eine unangenehme Nachfrage.

Dann zeigt sich, ob die Vorbereitung trägt.

 

 

4. Weniger Rechtfertigung, mehr Klarheit

 

Unter Druck entsteht leicht der Wunsch, immer ausführlicher zu erklären.

Das kann die Wirkung schwächen.

Oft ist hilfreicher:

Frage verstehen.

direkt antworten.

kurz begründen.

Pause.

 

 

5. Körpersprache lässt sich weniger kontrollieren als Haltung

 

Wer während eines kritischen Interviews ständig denkt:

„Was mache ich mit meinen Händen?“

verliert Aufmerksamkeit.

Die bessere Vorbereitung beginnt tiefer.

Was ist meine Position?

Was weiß ich?

Was kann ich nicht beantworten?

Welche Verantwortung übernehme ich?

Welche Grenze setze ich?

Innere Klarheit unterstützt häufig auch eine ruhigere äußere Wirkung.

 

 

 

Rückblick auf Christian Wulffs Auftritt

 

Aus heutiger Sicht würde ich den damaligen Auftritt vorsichtiger interpretieren, als ich es in meiner ursprünglichen Analyse getan habe.

Ich würde kaum behaupten, einzelne Bewegungen würden eine bestimmte innere Haltung beweisen.

Was ich weiterhin interessant finde, ist die Gesamtwirkung.

Der Auftritt vermittelt über weite Strecken hohe Belastung und eine eher kompakte, kontrollierte körperliche Präsenz.

Das stand im Spannungsfeld mit den hohen Erwartungen an die repräsentative Rolle des Bundespräsidenten.

Ob und was Christian Wulff innerlich empfand, lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten.

 

 

 

Was danach geschah

 

Christian Wulff blieb nach dem Interview zunächst im Amt.

Am 17. Februar 2012 erklärte er seinen Rücktritt als Bundespräsident.

Der Rücktritt erfolgte nach weiteren Entwicklungen und wachsendem politischen und öffentlichen Druck.

Aus der späteren Entwicklung lässt sich jedoch rückwirkend kaum ableiten, dass bestimmte Gesten im Interview bereits etwas „verraten“ hätten.

Das wäre genau jene Überinterpretation, vor der eine seriöse Körperspracheanalyse schützen sollte.

 

 

 

Körpersprache ist kein Lügendetektor

 

Vielleicht ist das die wichtigste Ergänzung zu meiner damaligen Analyse.

Wer Körpersprache beobachtet, sollte bescheiden bleiben.

Wir sehen Verhalten.

Wir erleben Wirkung.

Wir kennen den Kontext teilweise.

Was wir nicht unmittelbar sehen:

Gedanken.

Motive.

Wahrheit.

innere Gewissheit.

Körpersprache kann Wirkung sichtbar machen. Sie erlaubt uns kaum, zuverlässig in einen Menschen hineinzuschauen.

 

 

 

Was gute Körperspracheanalyse leisten kann

 

Sie kann helfen zu verstehen:

  • wie ein Auftritt wirkt
  • wo verbale und nonverbale Signale unterschiedlich wahrgenommen werden
  • wie Stress die Wirkung verändert
  • welche Rolle Kontext spielt
  • wie Menschen ihre eigene Präsenz verbessern können

Das ist bereits sehr viel.

Dafür brauchen wir keine vermeintlichen Geheimcodes.

 

 

 

Was Führungskräfte für eigene Auftritte mitnehmen können

 

Vor einem kritischen Gespräch oder öffentlichen Auftritt lohnt sich deshalb weniger die Frage:

„Welche Körpersprache muss ich zeigen?“

Hilfreicher sind:

Was ist meine zentrale Botschaft?

Welche Verantwortung übernehme ich?

Welche Fragen werden schwierig?

Wie bleibe ich unter Druck klar?

Wie möchte ich wirken?

Passt mein Verhalten zu meiner Botschaft?

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Körpersprache beeinflusst die Wirkung eines Auftritts.

Gerade unter hohem Druck.

Doch sie ist keine geheime Sprache mit einem eindeutigen Wörterbuch.

Ein gesenkter Blick besitzt nicht automatisch eine bestimmte Bedeutung.

Verschränkte Arme beweisen keine Abwehr.

Unruhige Augen beweisen keine Unehrlichkeit.

Interessant ist das Gesamtbild.

Der Kontext.

Die Veränderung.

Und vor allem:

die Wirkung.

Beobachte Körpersprache aufmerksam. Interpretiere sie vorsichtig. Und unterscheide konsequent zwischen dem, was du siehst, und dem, was du nur vermutest.

 

 

 

Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags

 

Die ursprüngliche Fassung dieses Artikels entstand 2012 im Zusammenhang mit einer Anfrage von Spiegel Online zur Körpersprache Christian Wulffs in seinem Fernsehinterview.

Ich habe den Beitrag später überarbeitet und aus heutiger Sicht fachlich neu eingeordnet.

Der politische Inhalt steht dabei nicht im Mittelpunkt.

Mich interessiert an diesem Beispiel die kommunikative Wirkung eines Menschen in einer außergewöhnlich anspruchsvollen öffentlichen Situation.

Solche Auftritte zeigen besonders deutlich, wie eng Sprache, Stimme, Körpersprache, Rolle, Erwartungen und Verhalten unter Druck miteinander verbunden sind.

 

 

 

Körpersprache und Executive Presence in wichtigen Situationen

 

Wenn du selbst vor einem wichtigen Auftritt, einem kritischen Gespräch oder einer Präsentation mit hoher Tragweite stehst, können wir unmittelbar an deiner tatsächlichen Situation arbeiten.

Zum Beispiel bei:

  • Vorstands- und Geschäftsführungsmeetings
  • kritischen Präsentationen
  • Medienauftritten
  • schwierigen Gesprächen
  • öffentlichen Auftritten
  • Kommunikation unter Druck

Im persönlichen 1:1 betrachten wir je nach Situation:

  • Kernbotschaft
  • Argumentation
  • Stimme
  • Körpersprache
  • persönliche Präsenz
  • kritische Fragen
  • Umgang mit Druck
  • Gesamtwirkung

Dabei geht es weniger darum, Gesten einzustudieren.

Das Ziel ist eine stimmige, glaubwürdige und tragfähige Präsenz.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.​

 

Fragen, Sichtweise, …? ?

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