Kritische Fragen im Interview: 19 Situationen souverän meistern

Kritische Fragen im Interview: 19 Situationen souverän meistern

Typische Herausforderungen in Medieninterviews
Überzeugend in den Medien auftreten: Mediencoaching in Berlin und online

Kritische Fragen im Interview: 19 typische Situationen souverän meistern

 

Ein Medieninterview läuft gut.

Du bist vorbereitet.

Du kennst deine Botschaften.

Und dann kommt diese eine Frage.

Unerwartet.

Suggestiv.

Provokant.

Vielleicht basiert sie auf einer Annahme, die du überhaupt nicht teilst.

Vielleicht berührt sie ein Thema, über das du derzeit kaum sprechen kannst.

Und plötzlich wird aus einem Gespräch eine Situation mit erheblicher Tragweite.

Was jetzt?

Die wichtigste Fähigkeit besteht weniger darin, für jede denkbare Frage eine perfekte Antwort vorbereitet zu haben.

Sie besteht darin, auch unter Druck orientiert zu bleiben und bewusst zu entscheiden, was du sagen möchtest.

 

 

 

Kritische Fragen gehören zu Medieninterviews

 

Journalisten stellen Fragen.

Auch kritische.

Das ist ihre Aufgabe.

Gerade bei kontroversen Themen, Krisen, politischen Fragen oder unternehmerischer Verantwortung gehören Nachfragen und Widerspruch zu einem professionellen Interview.

Deshalb finde ich den verbreiteten Gedanken von „gemeinen Journalistenfallen“ wenig hilfreich.

Interessanter ist:

Welche Fragesituationen erhöhen den Druck – und wie behältst du trotzdem die Kontrolle über deine eigene Aussage?

Darum geht es in diesem Beitrag.

 

 

 

Die eigentliche Herausforderung: Orientierung unter Druck

 

Unter Druck verändert sich Kommunikation.

Wir reagieren schneller.

Wir hören selektiver.

Wir möchten uns rechtfertigen.

Wir greifen eine problematische Formulierung auf.

Wir reden zu viel.

Oder wir werden plötzlich sehr knapp.

Deshalb beginnt souveräne Interviewführung mit einer inneren Haltung:

Eine Frage verlangt Aufmerksamkeit. Sie verlangt weniger eine reflexhafte Antwort.

Du darfst denken.

Du darfst nachfragen.

Du darfst eine Annahme korrigieren.

Du darfst eine Grenze benennen.

Und du darfst entscheiden, welche Botschaft du verantworten möchtest.

 

 

 

19 typische Herausforderungen in Medieninterviews

 

 

1. Die Überraschungsfrage

 

Du hast dich intensiv vorbereitet.

Und trotzdem kommt eine Frage, mit der du kaum gerechnet hast.

Das ist vollkommen normal.

Versuche weniger, jede denkbare Frage vorherzusagen.

Bereite stattdessen deine Orientierung vor.

Was sind deine wichtigsten Botschaften?

Welche Position vertrittst du?

Welche Themen sind sensibel?

Welche Grenzen gelten?

Wenn diese Punkte klar sind, kannst du auch mit unerwarteten Fragen besser umgehen.

Merksatz: Bereite weniger jede Antwort vor. Bereite deine Orientierung vor.

 

 

2. Die suggestive Frage

 

Manche Fragen enthalten bereits eine Bewertung.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie dieses Problem so lange ignoriert?“

Wer jetzt direkt antwortet, übernimmt möglicherweise ungewollt die Behauptung, das Problem sei ignoriert worden.

Du kannst zunächst den Rahmen korrigieren:

„Von Ignorieren würde ich hier weniger sprechen. Wir haben seit …“

Dann folgt deine eigentliche Aussage.

Übernimm weniger automatisch die Prämisse einer Frage.

 

 

3. Die Unterstellung

 

Eine Frage kann eine Behauptung enthalten, die du für falsch hältst.

Dann darfst du sie korrigieren.

Kurz.

Sachlich.

Ruhig.

Zum Beispiel:

„Diese Darstellung teile ich so nicht. Tatsächlich war der Ablauf folgender …“

Vermeide lange Verteidigungsreden.

Je ausführlicher du gegen eine Unterstellung kämpfst, desto stärker kann sie im Gedächtnis des Publikums verankert werden.

 

 

4. Problematische Begriffe

 

Manchmal steckt die eigentliche Schwierigkeit weniger in der Frage als in einem einzelnen Wort.

„Versagen“.

„Chaos“.

„Skandal“.

„Täuschung“.

„Niederlage“.

Wenn du einen solchen Begriff in deiner Antwort ständig wiederholst, verstärkst du möglicherweise einen Rahmen, den du selbst kaum wählen würdest.

Nutze deine eigene Sprache.

Wer die Begriffe übernimmt, übernimmt leicht einen Teil des Deutungsrahmens.

 

 

5. Die Mehrfachfrage

 

„Warum haben Sie so entschieden, wer trägt die Verantwortung und weshalb wurde die Öffentlichkeit erst später informiert?“

Das sind mehrere Fragen.

Du musst sie weniger gleichzeitig beantworten.

Sortiere.

Zum Beispiel:

„Das sind drei Punkte. Lassen Sie mich mit der Entscheidung beginnen.“

Damit schaffst du Struktur.

Das hilft dir.

Und dem Publikum.

 

 

6. Die hypothetische Frage

 

„Was würden Sie tun, wenn …?“

Hypothetische Fragen können sinnvoll sein.

Sie können ebenso zu Spekulationen führen, die später wie Aussagen über reale Situationen wirken.

Prüfe deshalb:

Habe ich genügend Informationen für eine sinnvolle Antwort?

Falls ja, kannst du die Annahmen transparent machen.

Falls nein:

„Das hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend wären für mich insbesondere …“

So bleibst du gesprächsbereit und vermeidest Scheingenauigkeit.

 

 

7. Die Zukunftsfrage

 

„Wird das Projekt erfolgreich sein?“

„Können Sie garantieren, dass …?“

„Wird es weitere Entlassungen geben?“

Zukunftsfragen verführen zu Gewissheiten, die kaum seriös gegeben werden können.

Trenne:

Was weißt du?

Was erwartest du?

Was ist dein Ziel?

Was bleibt offen?

Eine glaubwürdige Antwort kann lauten:

„Unser Ziel ist … Auf Grundlage der heutigen Informationen erwarten wir …“

Präzision wirkt häufig stärker als absolute Sicherheit.

 

 

8. Die absolute Frage

 

„Können Sie ausschließen, dass so etwas jemals wieder passiert?“

Wörter wie:

immer,

nie,

garantiert,

vollständig,

ausgeschlossen

verdienen Aufmerksamkeit.

Absolute Aussagen können später problematisch werden.

Formuliere so präzise, wie es die Fakten erlauben.

Glaubwürdigkeit braucht weniger Absolutheit als Genauigkeit.

 

 

9. Die provozierende Frage

 

Manche Fragen berühren gezielt einen empfindlichen Punkt.

Vielleicht empfindest du sie als unfair.

Vielleicht ärgerst du dich.

Dann entscheidet dein Zustand wesentlich über deine Antwort.

Ein kurzer Moment kann reichen.

Atmen.

Frage aufnehmen.

Bedeutung prüfen.

Dann antworten.

Du musst die emotionale Energie der Frage weniger übernehmen.

 

 

10. Die Wiederholungsfrage

 

Manchmal wird dieselbe Frage mehrfach gestellt.

Vielleicht in leicht veränderter Form.

Das kann bedeuten:

Die erste Antwort war unklar.

Der Journalist sucht eine präzisere Aussage.

Oder er möchte prüfen, ob sich deine Antwort verändert.

Bleib aufmerksam.

Wenn deine Antwort weiterhin gilt, darf sie weiterhin gelten.

Du brauchst keineswegs bei jedem erneuten Nachfragen eine neue Position.

 

 

11. „Andere sagen …“

 

„Kritiker werfen Ihnen vor …“

„Mitarbeiter berichten …“

„Beobachter sprechen von …“

Solche Formulierungen können berechtigte Kritik transportieren.

Sie bleiben zugleich häufig unspezifisch.

Du kannst nachfragen:

„Auf welche konkrete Aussage beziehen Sie sich?“

Damit wird aus einer diffusen Behauptung eine überprüfbare Frage.

 

 

12. Die falsche Alternative

 

„War das Inkompetenz oder Absicht?“

Vielleicht trifft keine der beiden Möglichkeiten zu.

Dann wähle weniger zwischen zwei vorgegebenen Antworten.

Erweitere den Rahmen:

„Ich würde die Situation anders beschreiben …“

Eine Frage kann zwei Optionen anbieten. Deine Wirklichkeit darf mehr enthalten.

 

 

13. Die persönliche Frage

 

Manchmal wechselt ein Interview von der Sachebene auf die persönliche Ebene.

Das kann vollkommen angemessen sein.

Es kann ebenso Bereiche berühren, die du privat halten möchtest.

Deshalb sollte vor einem wichtigen Interview klar sein:

Worüber spreche ich?

Worüber spreche ich begrenzt?

Welche Themen bleiben privat?

Grenzen lassen sich freundlich formulieren:

„Diesen Teil meines Privatlebens möchte ich gerne privat halten. Zum eigentlichen Thema kann ich Ihnen sagen …“

 

 

14. Die vertrauliche Information

 

Du kennst die Antwort.

Du darfst oder möchtest sie trotzdem weniger öffentlich machen.

Vielleicht geht es um:

laufende Verhandlungen,

Personalfragen,

Kundendaten,

interne Informationen,

rechtlich sensible Vorgänge.

Dann braucht es eine klare Grenze.

Zum Beispiel:

„Zu laufenden Verhandlungen kann ich derzeit keine Einzelheiten nennen. Entscheidend ist …“

Du bleibst kommunikativ und schützt gleichzeitig vertrauliche Informationen.

 

 

15. Die Frage, die du weniger beantworten möchtest

 

Ein schlichtes „Kein Kommentar“ kann in bestimmten Situationen notwendig sein.

Häufig lässt sich eine Grenze transparenter kommunizieren.

Zum Beispiel:

„Dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Details nennen.“

Oder:

„Über personenbezogene Informationen spreche ich grundsätzlich weniger öffentlich.“

Anschließend kannst du sagen, was du verantwortungsvoll sagen kannst.

Eine Grenze braucht weniger Sprachlosigkeit.

 

 

16. Nervosität und hohe Aktivierung

 

Ein Medieninterview kann körperlich aktivieren.

Puls.

Atmung.

Muskelspannung.

Aufmerksamkeit.

Das ist zunächst eine normale Reaktion auf eine bedeutsame Situation.

Problematisch wird es, wenn die Aktivierung deine Orientierung übernimmt.

Dann entstehen schneller:

Rechtfertigungen,

lange Antworten,

vorschnelle Aussagen,

unnötige Verteidigung.

Deshalb gehört zur Vorbereitung auch die Regulation des eigenen Zustands.

Reguliere deinen Zustand, bevor dein Zustand deine Botschaft reguliert.

 

 

17. Die scheinbar lockere Situation

 

Das eigentliche Interview scheint beendet.

Die Kamera läuft möglicherweise weiter.

Das Mikrofon ist noch aktiv.

Oder das Gespräch wird informeller.

Jetzt sinkt die Aufmerksamkeit.

Genau hier entstehen manchmal Aussagen, die später relevant werden.

Eine hilfreiche Regel lautet:

Behandle den gesamten Kontakt mit Medienvertretern als professionellen Kontext.

Auch vor und nach dem eigentlichen Interview.

 

 

18. „Off the record“

 

Verlasse dich weniger spontan darauf, dass eine Aussage automatisch vertraulich bleibt.

Wenn Vertraulichkeit wichtig ist, müssen die Bedingungen vorher eindeutig geklärt sein.

Die sicherste Orientierung lautet:

Sage gegenüber Medien weniger etwas, dessen Veröffentlichung erhebliche Probleme verursachen würde.

Bei sensiblen oder rechtlich relevanten Fragen gehört professionelle juristische Beratung zur Vorbereitung.

 

 

19. Der Schnitt

 

Bei aufgezeichneten Interviews entscheidet später die Redaktion, welche Teile verwendet werden.

Aus einem langen Gespräch können wenige Sekunden werden.

Deshalb sollten deine zentralen Aussagen auch einzeln verständlich sein.

Vermeide Antworten, deren Bedeutung vollständig von langen Vorreden abhängt.

Frage dich:

„Funktioniert dieser Satz auch als kurzer Ausschnitt?“

Das bedeutet weniger, in Schlagworten zu sprechen.

Es bedeutet, klar zu formulieren.

 

 

 

Die gefährlichste Interviewfalle sitzt manchmal im eigenen Kopf

 

Viele Schwierigkeiten entstehen weniger durch eine besonders raffinierte Frage.

Sie entstehen durch den inneren Impuls:

„Ich muss sofort antworten.“

Dieser Impuls erzeugt Geschwindigkeit.

Und Geschwindigkeit reduziert manchmal Qualität.

Eine Frage verpflichtet dich weniger zu einer reflexhaften Reaktion.

Du darfst kurz denken.

Du darfst eine unklare Frage klären.

Du darfst einer problematischen Prämisse widersprechen.

Du darfst Informationen einordnen.

Du darfst Unsicherheit benennen.

Du darfst Grenzen setzen.

Und du darfst entscheiden, was du öffentlich vertreten möchtest.

Souveränität bedeutet weniger, auf jede Frage sofort eine brillante Antwort zu haben.

Sie bedeutet, auch unter Druck bewusst zu entscheiden, was du sagen möchtest.

 

 

 

Der Noack-Interview-Kompass

 

Für schwierige Fragen empfehle ich fünf Schritte.

 

1. Frage

Was wurde tatsächlich gefragt?

Höre die Frage zu Ende.

Trenne Inhalt von Tonfall.

 

2. Rahmen

Welche Annahme steckt in der Frage?

Ist sie zutreffend?

Möchtest du sie übernehmen?

Braucht sie Korrektur?

 

3. Grenze

Was kann und möchte ich dazu sagen?

Welche Informationen sind öffentlich?

Welche vertraulich?

Wo braucht es Präzision?

 

4. Botschaft

Was ist mein entscheidender Punkt?

Was soll das Publikum verstehen?

 

5. Wirkung

Wie formuliere ich das klar, ruhig und zitierfähig?

Dann antwortest du.

Dieser kurze Prozess schafft etwas Entscheidendes:

Raum zwischen Frage und Reaktion.

 

 

 

Brücken statt Ausweichen

 

Im Medientraining wird häufig vom „Bridging“ gesprochen.

Dabei wird von einer Frage zur eigenen Botschaft übergeleitet.

Das kann hilfreich sein.

Es wird problematisch, wenn die eigentliche Frage erkennbar umgangen wird.

Dann verliert das Publikum Vertrauen.

Eine bessere Reihenfolge lautet:

Frage würdigen.

Soweit sinnvoll beantworten.

Dann zur relevanten Botschaft führen.

Zum Beispiel:

„Ja, die Kosten sind gestiegen. Der wichtigste Grund dafür ist … Entscheidend für die weitere Entwicklung ist jetzt …“

So bleibt die Antwort glaubwürdig.

 

 

 

Deine Kernbotschaften

 

Vor einem wichtigen Interview solltest du wissen:

Welche drei Aussagen sollen hängen bleiben?

Kannst du jede davon in einem verständlichen Satz formulieren?

Kannst du sie erklären?

Hast du ein konkretes Beispiel?

Kannst du sie auch unter kritischem Nachfragen ruhig vertreten?

Wer zwanzig Botschaften vermitteln möchte, hinterlässt häufig wenige.

Klarheit braucht Auswahl.

 

 

 

Was du vor dem Interview klären solltest

 

Noch vor der Vorbereitung auf einzelne Fragen lohnt sich eine strategische Prüfung:

Warum gebe ich dieses Interview?

Was möchte ich erreichen?

Wer ist das Publikum?

Welche Rolle habe ich im Beitrag?

Welche Botschaften sind wesentlich?

Welche Themen sind sensibel?

Welche Grenzen bestehen?

Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?

Was möchte ich anschließend vertreten können?

Ein souveräner Auftritt beginnt lange vor der ersten Frage.

 

 

Solltest du das Interview überhaupt geben?

 

Auch diese Frage gehört dazu.

Eine Medienanfrage ist zunächst eine Entscheidung.

Welche Chancen bietet sie?

Welche Risiken?

Passt das Medium?

Passt der Kontext?

Erreichst du die relevanten Menschen?

Kannst du deine Position sinnvoll vermitteln?

Ist genügend Zeit für seriöse Vorbereitung vorhanden?

Manchmal ist eine Zusage sinnvoll.

Manchmal ein freundliches Nein.

Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck.

 

 

Wenn eine Antwort misslingt

 

Auch gut vorbereitete Menschen formulieren gelegentlich einen Satz ungünstig.

Dann entsteht schnell der innere Alarm:

„Das war schlecht.“

Und die nächsten Antworten werden ebenfalls unsicherer.

Bleib bei der Situation.

Wenn eine Korrektur sinnvoll ist, korrigiere.

Zum Beispiel:

„Ich möchte den letzten Punkt präzisieren …“

Das ist vollkommen legitim.

Souveränität bedeutet weniger Fehlerfreiheit.

Sie zeigt sich auch darin, einen Gedanken sauber zu korrigieren.

 

 

 

Medienkompetenz bedeutet mehr als Schlagfertigkeit

 

Schlagfertigkeit wird häufig überschätzt.

Eine schnelle Antwort kann brillant sein.

Eine wohlüberlegte Antwort kann wertvoller sein.

Gerade bei:

Krisen,

Konflikten,

Reputation,

politischen Fragen,

Unternehmensentscheidungen,

rechtlich sensiblen Themen

zählt weniger Geschwindigkeit.

Es zählen:

Klarheit.

Präzision.

Haltung.

Orientierung.

 

 

 

Kommunikation unter Druck

 

Deshalb betrachte ich Medieninterviews als eine besondere Form von Kommunikation in entscheidenden Momenten.

In wenigen Minuten kann viel Wirkung entstehen.

Ein Satz kann zitiert werden.

Ein Ausschnitt verbreitet sich.

Eine Formulierung prägt die Wahrnehmung.

Das verlangt weniger Tricks.

Es verlangt Vorbereitung und Selbstführung.

 

 

 

Die entscheidende Fähigkeit

 

Wenn eine kritische Frage kommt, brauchst du weniger die perfekte Technik.

Du brauchst Orientierung.

Was weiß ich?

Was ist meine Position?

Was darf ich sagen?

Welche Annahme möchte ich korrigieren?

Welche Botschaft ist wichtig?

Und wie möchte ich sie vertreten?

Je klarer diese Fragen vorher beantwortet sind, desto größer wird dein Handlungsspielraum im Interview.

 

 

 

Individuelles Sparring vor wichtigen Medienauftritten

 

Gerade bei Interviews mit hoher Sichtbarkeit lohnt sich eine realistische Vorbereitung.

Wir können gemeinsam:

kritische Fragen simulieren,

Kernbotschaften schärfen,

problematische Formulierungen erkennen,

Grenzen definieren,

Antworten auf Belastbarkeit prüfen,

unerwartete Situationen durchspielen

und daran arbeiten, auch unter Druck klar und präsent zu bleiben.

Dabei geht es weniger darum, Antworten auswendig zu lernen.

Es geht darum, deine Orientierung so gut vorzubereiten, dass du auch auf Fragen reagieren kannst, die vorher niemand kannte.

Denn genau darin zeigt sich Souveränität:

Du kontrollierst weniger die Fragen.

Du behältst die Verantwortung für deine Antworten.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2026

Medieninterview zusagen oder ablehnen? Entscheidung & Vorbereitung

Medieninterview zusagen oder ablehnen?

Entscheidung & Vorbereitung
Medienkompetenz

Medieninterview zusagen oder ablehnen? Erst entscheiden, dann auftreten

 

Das Telefon klingelt.

Eine Redaktion möchte ein Interview.

Vielleicht Fernsehen.

Radio.

Podcast.

Zeitung.

Oder ein großes Online-Medium.

Die erste Reaktion lautet schnell:

„Großartig. Wann soll ich da sein?“

Einen Moment.

Eine Interviewanfrage ist zunächst weniger eine Auszeichnung als eine Entscheidungssituation.

Denn Öffentlichkeit kann Chancen eröffnen.

Sie kann deine Botschaft verbreiten.

Deine Position stärken.

Vertrauen schaffen.

Sichtbarkeit erhöhen.

Gleichzeitig gibst du einen Teil der Kontrolle darüber ab, in welchem Zusammenhang deine Aussagen später erscheinen.

Deshalb lautet die erste Frage weniger:

„Wie bereite ich mich auf das Interview vor?“

Vorher kommt eine wichtigere:

„Sollte ich dieses Interview überhaupt geben?“

 

 

 

Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck

 

„Hauptsache Presse“ klingt verlockend.

Für manche Situationen mag Reichweite tatsächlich das wichtigste Ziel sein.

Für Menschen mit Verantwortung reicht dieses Kriterium selten aus.

Denn entscheidend ist weniger, ob du sichtbar wirst.

Entscheidend ist:

Wofür wirst du sichtbar?

In welchem Zusammenhang?

Mit welcher Botschaft?

Vor welchem Publikum?

Und mit welchen möglichen Folgen?

Eine hohe Reichweite mit dem falschen Kontext kann weniger wertvoll sein als eine kleinere Öffentlichkeit, die genau die Menschen erreicht, die für dein Anliegen relevant sind.

 

 

 

Interviewe den Interviewer

 

Bevor du einem Interview zusagst, sammle Informationen.

Du darfst Fragen stellen.

Zum Beispiel:

Worum geht es genau?

Was ist der Anlass?

Welche Perspektive verfolgt der Beitrag?

Warum wurde gerade ich angefragt?

Welche Rolle soll ich darin haben?

Wer kommt außerdem zu Wort?

Für welches Medium entsteht der Beitrag?

Welche Zielgruppe erreicht es?

Live oder Aufzeichnung?

Wie lang ist das Gespräch?

Wie viel davon wird voraussichtlich verwendet?

Wann erscheint der Beitrag?

Wer führt das Interview?

Eine professionelle Redaktion wird dir möglicherweise weniger jede Einzelheit nennen.

Trotzdem liefern bereits die Antworten auf einige dieser Fragen wichtige Hinweise.

Bevor du selbst zum Interviewpartner wirst, darfst du zunächst Informationen sammeln.

 

 

 

Die wichtigste Frage: Was ist mein Ziel?

 

Bevor du zusagst, solltest du wissen, weshalb du das Interview geben möchtest.

Was soll nach dem Gespräch anders sein?

Welche Botschaft möchtest du vermitteln?

Welche Position möchtest du vertreten?

Welche Menschen möchtest du erreichen?

Was möchtest du erklären?

Wofür möchtest du stehen?

Wenn du darauf kaum eine Antwort hast, verdient die Zusage noch etwas Zeit.

Denn Medienpräsenz allein ist selten eine Strategie.

 

 

 

Was hat die Redaktion davon?

 

Auch diese Perspektive gehört dazu.

Journalisten arbeiten für ihr Publikum.

Sie brauchen Relevanz.

Neuigkeit.

Konflikt.

Einordnung.

Persönlichkeiten.

Geschichten.

Das ist vollkommen legitim.

Deine Aufgabe besteht darin zu verstehen, welche Rolle du innerhalb dieser Geschichte bekommen könntest.

Bist du Experte?

Betroffener?

Vertreter einer Position?

Gegenstimme?

Beispiel?

Kritiker?

Verantwortlicher?

Je klarer das ist, desto besser kannst du entscheiden.

 

 

 

Die Interessen sind verschieden

 

Ein Medieninterview ist eine professionelle Begegnung mit unterschiedlichen Interessen.

Du möchtest deine Position verständlich vermitteln.

Der Journalist möchte einen interessanten Beitrag produzieren.

Die Redaktion denkt an ihr Publikum.

Bei aufgezeichneten Formaten kommen Auswahl und Schnitt hinzu.

Das ist weder gut noch schlecht.

Es gehört zum Format.

Souveränität beginnt damit, diese unterschiedlichen Interessen zu verstehen.

 

 

 

Live oder Aufzeichnung macht einen Unterschied

 

Bei einem Liveinterview hörst du eine Frage und antwortest.

Deine Aussage erreicht das Publikum weitgehend in diesem Zusammenhang.

Bei einer Aufzeichnung entsteht anschließend ein redaktionelles Produkt.

Vielleicht dauert das Gespräch 30 Minuten.

Im Beitrag erscheinen 25 Sekunden.

Dann entscheidet die Redaktion, welcher Ausschnitt verwendet wird und in welchem Kontext er steht.

Deshalb reicht es kaum, irgendwann im Gespräch einen guten Satz gesagt zu haben.

Deine Kernbotschaften sollten so klar sein, dass auch einzelne Ausschnitte für sich tragfähig bleiben.

 

 

 

Welche Risiken gibt es?

 

Vor einer Zusage lohnt sich ein nüchterner Blick.

Welche Themen könnten kritisch werden?

Welche Fragen sind wahrscheinlich?

Welche Interessen könnten berührt werden?

Welche Informationen sind vertraulich?

Welche rechtlichen Grenzen bestehen?

Welche Aussagen brauchen besondere Präzision?

Welche Auswirkungen könnte ein missverständliches Zitat haben?

Bei rechtlich relevanten Themen gehört juristische Beratung in die Vorbereitung.

Medientraining ersetzt keine Rechtsberatung.

 

 

 

Was geschieht, wenn du ablehnst?

 

Auch das gehört zu einer guten Entscheidung.

Manchmal wirkt Ablehnung zunächst riskanter als Zustimmung.

Deshalb frage:

Was geschieht realistisch, wenn ich dieses Interview ablehne?

Vielleicht fragt die Redaktion jemand anderen.

Vielleicht erscheint der Beitrag ohne deine Perspektive.

Vielleicht entsteht dadurch tatsächlich ein Nachteil.

Vielleicht passiert nahezu nichts.

Erst wenn beide Seiten betrachtet werden, entsteht eine vernünftige Entscheidung.

 

 

 

Der Interview-Entscheidungskompass

 

Vor einer wichtigen Medienzusage helfen sieben Fragen.

 

1. Was ist das Thema?

Worum geht es tatsächlich?

 

2. Warum werde gerade ich angefragt?

Welche Rolle soll ich im Beitrag spielen?

 

3. Wen erreicht das Medium?

Ist dieses Publikum für mein Anliegen relevant?

 

4. Welche Botschaft möchte ich vermitteln?

Kann ich sie in wenigen klaren Sätzen formulieren?

 

5. Welche Chancen bietet der Auftritt?

Sichtbarkeit?

Einordnung?

Vertrauen?

Positionierung?

 

6. Welche Risiken bestehen?

Reputation?

Missverständnisse?

Vertraulichkeit?

Rechtliche Konsequenzen?

 

7. Was geschieht, wenn ich ablehne?

Welche realistischen Folgen hätte ein Nein?

Erst dann folgt die Entscheidung.

 

 

 

Ein Nein kann eine souveräne Entscheidung sein

 

Nicht jedes Interview verdient eine Zusage.

Vielleicht passt das Format kaum.

Vielleicht ist der Kontext ungünstig.

Vielleicht fehlen wichtige Informationen.

Vielleicht ist die Vorbereitung in der verfügbaren Zeit kaum seriös möglich.

Vielleicht überwiegen die Risiken.

Dann kann ein freundliches Nein die professionellere Entscheidung sein.

Sichtbarkeit ist wertvoll.

Selektive Sichtbarkeit kann wertvoller sein.

 

 

 

Wenn du zusagst, beginnt die eigentliche Vorbereitung

 

Nach einer bewussten Zusage verändern sich die Fragen.

Jetzt geht es um:

Kernbotschaften.

Wahrscheinliche Fragen.

Kritische Fragen.

Beispiele.

Zahlen und Fakten.

Formulierungen.

Übergänge zu deinen Botschaften.

Körpersprache.

Stimme.

Präsenz.

Und um die Frage:

Was soll vom Gespräch hängen bleiben?

 

 

 

Drei Botschaften reichen häufig weiter als dreißig Argumente

 

Vor einem wichtigen Interview solltest du deine zentralen Aussagen kennen.

Was sind die drei wichtigsten Gedanken?

Kannst du sie jeweils in einem Satz formulieren?

Kannst du sie erklären?

Kannst du ein Beispiel geben?

Kannst du auch unter kritischem Nachfragen ruhig zu ihnen zurückkehren?

Wer alles sagen möchte, hinterlässt häufig wenig.

Klarheit braucht Auswahl.

 

 

 

Vorbereitung bedeutet mehr als Antworten auswendig lernen

 

Eine Liste erwarteter Fragen kann hilfreich sein.

Verlasse dich trotzdem weniger darauf, dass ausschließlich diese Fragen kommen.

Professionelle Vorbereitung bedeutet:

Du kennst deine Botschaften.

Du kennst sensible Bereiche.

Du hast kritische Fragen durchgespielt.

Du kannst spontan formulieren.

Und du bleibst auch dann orientiert, wenn das Gespräch eine unerwartete Richtung nimmt.

Das ist wesentlich robuster als auswendig gelernte Antworten.

 

 

 

Die Frage hinter der Medienanfrage

 

Für mich gehört ein Medieninterview deshalb zu einer größeren Kategorie:

Kommunikation in entscheidenden Momenten.

Es gibt Situationen, in denen wenige Minuten ungewöhnlich große Wirkung entfalten können.

Ein Interview.

Eine Pressekonferenz.

Eine wichtige Präsentation.

Ein Gespräch mit Investoren.

Eine Stellungnahme in einer Krise.

Ein Auftritt vor Mitarbeitenden.

Dann geht es weniger um rhetorische Tricks.

Es geht um Klarheit unter Druck.

 

 

 

Souveränität beginnt vor der Kamera

 

Ein überzeugender Medienauftritt beginnt lange vor dem ersten roten Licht.

Mit einer Entscheidung.

Warum gehe ich dorthin?

Was möchte ich erreichen?

Welche Verantwortung trage ich?

Welche Risiken akzeptiere ich?

Was möchte ich sagen?

Und wofür möchte ich anschließend stehen?

Wer diese Fragen geklärt hat, betritt ein Interview anders.

 

 

 

Individuelles Sparring vor wichtigen Medienauftritten

 

Gerade bei Interviews mit hoher Sichtbarkeit lohnt sich eine unabhängige Vorbereitung.

Wir können gemeinsam prüfen:

Solltest du die Anfrage annehmen?

Welche Chancen und Risiken bestehen?

Welche Botschaften sind entscheidend?

Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?

Wo liegen kommunikative Fallstricke?

Wie formulierst du komplexe Inhalte klar?

Und wie bleibst du auch unter Druck bei deiner Position?

Dabei geht es weniger darum, möglichst mediengerecht zu wirken.

Es geht darum, auch in einer Situation mit hoher öffentlicher Wirkung klar, glaubwürdig und souverän zu kommunizieren.

Denn ein gutes Interview beginnt weniger mit der ersten Antwort.

Es beginnt mit einer guten Entscheidung.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. September 2015
Überarbeitung: 02. September 2026

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Du kennst dein Thema.

Du hast Erfahrung.

Du weißt, wovon du sprichst.

Und trotzdem kann eine einzige Journalistenfrage dich plötzlich ins Schwimmen bringen.

Warum?

Weil ein Medieninterview eine besondere Gesprächssituation ist.

Du sprichst mit einem Journalisten.

Deine eigentlichen Adressaten sitzen jedoch häufig ganz woanders.

Vor dem Fernseher.

Am Radio.

Mit Kopfhörern.

Am Smartphone.

Oder später vor einem kurzen Zitat, das aus einem längeren Gespräch ausgewählt wurde.

Deshalb reicht Fachwissen allein kaum aus.

Du brauchst Orientierung.

Was möchte ich sagen?

Was kann ich sagen?

Was ist für das Publikum relevant?

Und wie formuliere ich es so, dass meine Aussage auch unter Zeitdruck verständlich bleibt?

 

 

 

Journalistenfragen sind keine Prüfung

 

Eine hilfreiche Haltung vorweg:

Ein Medieninterview ist weniger eine Prüfung, bei der jemand die richtigen Antworten bereits kennt.

Es ist ein professionelles Gespräch mit unterschiedlichen Rollen.

Der Journalist stellt Fragen.

Du lieferst Informationen, Einordnung und deine Perspektive.

Die Redaktion entscheidet je nach Format, welche Teile später verwendet werden.

Und das Publikum versucht, sich daraus ein Bild zu machen.

Deine Aufgabe lautet deshalb weniger:

„Wie beantworte ich jede Frage perfekt?“

Stärker ist:

„Wie vermittle ich meine relevanten Aussagen klar, glaubwürdig und verantwortungsvoll?“

 

 

 

Du sprichst mit dem Journalisten – und für das Publikum

 

Das ist einer der wichtigsten Perspektivwechsel.

Der Journalist sitzt möglicherweise direkt vor dir.

Das Publikum ist trotzdem dein entscheidender Adressat.

Frage dich deshalb:

Was wissen diese Menschen bereits?

Was brauchen sie, um den Zusammenhang zu verstehen?

Welche Fachbegriffe sollte ich übersetzen?

Welche Information ist wirklich wichtig?

Welche Aussage soll hängen bleiben?

Das verändert Antworten erheblich.

 

 

 

15 Prinzipien für souveräne Antworten auf Journalistenfragen

 

1. Kenne deine Kernbotschaft

 

Vor einem Interview solltest du wissen:

Was soll nach diesem Gespräch klarer sein als vorher?

Formuliere idealerweise wenige zentrale Botschaften.

Vielleicht drei.

Zu jeder Botschaft solltest du:

einen klaren Satz,

eine kurze Erklärung

und ein konkretes Beispiel

parat haben.

Wer seine Kernbotschaften kennt, kann auch auf unerwartete Fragen flexibler reagieren.

 

 

2. Antworte zuerst auf die Frage

 

Das klingt selbstverständlich.

Und wird erstaunlich häufig vergessen.

Eine Frage wird gestellt.

Der Interviewpartner möchte sofort seine vorbereitete Botschaft unterbringen.

Das Publikum merkt schnell, wenn ausgewichen wird.

Eine bessere Reihenfolge lautet:

Frage aufnehmen.

Soweit sinnvoll beantworten.

Dann den Zusammenhang erweitern.

Das schafft Glaubwürdigkeit.

 

 

3. Komme früh zum Punkt

 

Medienformate brauchen Klarheit.

Deshalb lohnt es sich, den wichtigsten Gedanken früh auszusprechen.

Statt langer Einleitungen:

„Das ist eine sehr komplexe Frage und man muss zunächst einmal sehen, dass es viele unterschiedliche Aspekte gibt …“

lieber:

„Der entscheidende Punkt ist …“

Danach kannst du erklären.

Das hilft dem Publikum.

Und erhöht die Chance, dass deine eigentliche Aussage erhalten bleibt.

 

 

4. Kurze Antworten brauchen Substanz

 

„Kurz antworten“ bedeutet weniger:

möglichst wenig sagen.

Es bedeutet:

eine klare Aussage machen und unnötige Umwege vermeiden.

Eine gute Medienantwort hat häufig eine einfache Struktur:

Kernaussage → Begründung → Beispiel.

Zum Beispiel:

„Wir ändern den Prozess. Der bisherige Ablauf kostet zu viel Zeit. In unserem Pilotprojekt konnten wir die Bearbeitungsdauer bereits deutlich reduzieren.“

Klar.

Verständlich.

Zitierfähig.

 

 

5. Sprich in verständlicher Sprache

 

Fachwissen verführt zu Fachsprache.

Doch das Publikum besitzt möglicherweise einen völlig anderen Hintergrund.

Frage dich:

„Wie würde ich das einem intelligenten Menschen erklären, der mein Fachgebiet weniger täglich beschäftigt?“

Kurze Sätze helfen.

Konkrete Begriffe.

Anschauliche Beispiele.

Fachbegriffe dürfen vorkommen.

Dann erkläre sie.

Komplexität verdient Präzision.

Sie braucht weniger komplizierte Sprache.

 

 

 

6. Höre die Frage vollständig

 

Unter Anspannung beginnen Menschen manchmal bereits mit der Antwort, bevor die Frage beendet ist.

Dadurch entstehen Missverständnisse.

Oder du reagierst auf den Teil der Frage, den du erwartet hast.

Lass die Frage zu Ende gehen.

Dann eine kurze Pause.

Erst danach antworten.

Diese Sekunde wirkt von außen meist wesentlich kürzer, als sie sich innen anfühlt.

Und sie verbessert häufig die Qualität der Antwort.

 

 

7. Kläre unklare Fragen

 

Eine Frage ist mehrdeutig?

Dann frage nach.

Zum Beispiel:

„Beziehen Sie sich auf die aktuelle Situation oder auf die Entscheidung vom vergangenen Jahr?“

Oder:

„Was meinen Sie in diesem Zusammenhang mit ‚Verantwortung‘?“

Damit verhinderst du, ausführlich auf eine Frage zu antworten, die der Journalist ganz anders gemeint hat.

Klären ist souveräner als raten.

 

 

8. Übernimm problematische Annahmen weniger automatisch

 

Manche Fragen enthalten bereits eine Behauptung.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie so lange versäumt, darauf zu reagieren?“

Wer sofort erklärt, warum er so lange gebraucht hat, hat möglicherweise bereits akzeptiert, dass tatsächlich etwas versäumt wurde.

Wenn die Annahme weniger zutrifft, korrigiere sie ruhig:

„Von einem Versäumnis würde ich hier weniger sprechen. Wir haben bereits im Frühjahr …“

Dann beantworte den sachlichen Kern.

Du darfst den Rahmen einer Frage prüfen.

 

 

9. Nutze deine eigenen Begriffe

 

Worte prägen Wahrnehmung.

Wenn eine Frage mit einem zugespitzten Begriff arbeitet, musst du ihn weniger in deiner Antwort übernehmen.

Angenommen, jemand fragt:

„Ist dieses Projekt ein Desaster?“

Dann brauchst du kaum zu sagen:

„Nein, es ist kein Desaster.“

Du könntest formulieren:

„Das Projekt liegt hinter unserem ursprünglichen Zeitplan. Entscheidend ist jetzt …“

Damit bleibst du näher an den Fakten und verwendest deine eigene Sprache.

 

 

10. Sei ehrlich – besonders bei Wissensgrenzen

 

Du kennst eine Zahl gerade weniger genau?

Dann sage es.

Du besitzt zu einem Vorgang noch keine verlässlichen Informationen?

Dann benenne das.

Zum Beispiel:

„Die genaue Zahl habe ich gerade weniger präsent. Ich möchte sie Ihnen lieber korrekt nachreichen.“

Oder:

„Dazu liegen mir derzeit noch keine belastbaren Informationen vor.“

Das wirkt häufig souveräner als eine improvisierte Antwort.

Glaubwürdigkeit braucht keine Allwissenheit.

 

 

11. Unterscheide Wissen, Einschätzung und Ziel

 

Diese drei Ebenen werden in Interviews schnell vermischt.

Wissen:

„Die Zahlen zeigen …“

 

Einschätzung:

„Nach meiner heutigen Einschätzung …“

 

Ziel:

„Unser Ziel ist …“

Diese sprachliche Genauigkeit ist besonders bei Zukunftsfragen wertvoll.

Statt:

„Das wird funktionieren.“

lieber:

„Auf Basis der bisherigen Ergebnisse erwarten wir …“

Das klingt weniger spektakulär.

Und häufig deutlich professioneller.

 

 

12. Setze Grenzen klar und kommunikativ

 

Du musst keineswegs jede Information veröffentlichen.

Es kann gute Gründe geben, eine Frage begrenzt zu beantworten.

Datenschutz.

Vertraulichkeit.

Laufende Verhandlungen.

Personalfragen.

Juristische Vorgänge.

Dann kannst du die Grenze transparent benennen:

„Zu den laufenden Gesprächen kann ich derzeit keine Einzelheiten nennen.“

Und anschließend:

„Was ich Ihnen dazu sagen kann, ist …“

So bleibt Kommunikation möglich.

Eine Grenze braucht weniger ein schroffes „Kein Kommentar“.

 

 

13. Bleibe respektvoll – gerade bei kritischen Fragen

 

Vielleicht empfindest du eine Frage als unfair.

Provokant.

Uninformiert.

Oder unnötig scharf.

Jetzt entscheidet deine Reaktion wesentlich über die Wirkung.

Das Publikum erlebt häufig stärker deine Antwort als deinen inneren Ärger über die Frage.

Du kannst widersprechen.

Du kannst korrigieren.

Du kannst eine Grenze setzen.

Und dabei respektvoll bleiben.

Klarheit und Freundlichkeit schließen sich hervorragend zusammen.

 

 

14. Reguliere deinen Zustand

 

Eine der wichtigsten Fähigkeiten im Medieninterview findet vor der eigentlichen Antwort statt.

Nimm wahr:

Wie aktiviert bin ich?

Werde ich schneller?

Beginne ich mich zu rechtfertigen?

Verengt sich meine Aufmerksamkeit?

Möchte ich unbedingt sofort reagieren?

Dann hilft ein kurzer Moment.

Atmen.

Orientieren.

Frage prüfen.

Antworten.

Souveränität bedeutet weniger, vollkommen entspannt zu sein.

Sie bedeutet, trotz Aktivierung Zugang zu deinen Möglichkeiten zu behalten.

 

 

15. Behalte die Verantwortung für deine Antwort

 

Du kontrollierst die Fragen weniger vollständig.

Du kontrollierst auch kaum vollständig, welche Ausschnitte später verwendet werden.

Wofür du Verantwortung übernehmen kannst, ist:

was du sagst.

Du entscheidest:

Welche Information du gibst.

Welche Formulierung du verwendest.

Welche Grenze du setzt.

Welche Unsicherheit du benennst.

Welche Botschaft du vertreten möchtest.

Das ist der Kern souveräner Medienkommunikation.

 

 

 

Der Noack-Antwort-Kompass

 

Für spontane Journalistenfragen kannst du dir fünf kurze Schritte merken.

1. Zuhören

Was wurde tatsächlich gefragt?

Warte, bis die Frage vollständig ist.

 

2. Prüfen

Welche Annahme steckt darin?

Ist sie zutreffend?

 

3. Entscheiden

Was kann und möchte ich dazu sagen?

Wo liegen Grenzen?

 

4. Botschaft

Was ist mein entscheidender Gedanke?

Formuliere ihn früh.

 

5. Verbinden

Welche Begründung oder welches Beispiel macht ihn verständlich?

Dann antwortest du.

Dieser kleine Ablauf kann unter Druck ausgesprochen hilfreich sein.

Denn er schafft einen Moment zwischen:

Frage

und

Reaktion.

Und genau dort entsteht Souveränität.

 

 

 

Wenn der Journalist nachhakt

 

Nachfragen gehören zu Interviews.

Sie bedeuten weniger automatisch, dass deine erste Antwort schlecht war.

Vielleicht möchte der Journalist:

mehr Präzision,

ein Beispiel,

eine kürzere Aussage,

eine konkrete Zahl

oder eine klare Position.

Höre deshalb auch die zweite Frage neu.

Wenn deine ursprüngliche Aussage weiterhin gilt, darf sie weiterhin gelten.

Du brauchst weniger bei jedem Nachhaken eine neue Position.

 

 

Wiederhole deine Botschaft weniger mechanisch

 

Eine Kernbotschaft soll wiedererkennbar sein.

Sie darf trotzdem natürlich klingen.

Wenn du bei fünf verschiedenen Fragen wortgleich denselben Satz wiederholst, wirkt das schnell einstudiert.

Besser:

denselben Gedanken aus unterschiedlichen Perspektiven erklären.

Das erhält Konsistenz und klingt zugleich nach echtem Gespräch.

 

 

Was tun bei hypothetischen Fragen?

 

Hypothetische Fragen sind keineswegs grundsätzlich problematisch.

Manche sind ausgesprochen sinnvoll.

„Was würden Sie tun, wenn diese Entwicklung eintritt?“

Das kann eine legitime Frage sein.

Entscheidend ist, wie sicher die Annahmen sind.

Du kannst beispielsweise sagen:

„Unter dieser Voraussetzung wären für mich drei Punkte entscheidend …“

Oder:

„Das hängt wesentlich von X und Y ab. Falls beide Bedingungen eintreten, würde ich …“

So behandelst du eine hypothetische Situation als das, was sie ist:

eine Möglichkeit.

 

 

 

Spekulation deutlich kennzeichnen

 

Problematisch wird es, wenn Vermutungen später wie Tatsachenaussagen klingen.

Deshalb benenne den Status deiner Aussage.

„Das wäre eine mögliche Entwicklung.“

„Dazu kann ich derzeit lediglich eine Einschätzung geben.“

„Unter dieser Annahme …“

Sprache schafft hier Präzision.

 

 

 

Was tun bei Fragen wie „Können Sie ausschließen, dass …?“

 

Solche Fragen verlangen häufig absolute Sicherheit.

Die Wirklichkeit bietet sie selten.

Deshalb brauchst du weniger reflexhaft Ja oder Nein zu sagen.

Du kannst erklären, was du tatsächlich weißt.

Zum Beispiel:

„Nach dem heutigen Kenntnisstand liegen uns dafür keine Hinweise vor.“

Oder:

„Eine absolute Garantie wäre unseriös. Was wir getan haben, ist …“

Das ist weniger spektakulär als eine absolute Aussage.

Und häufig belastbarer.

 

 

 

Was tun bei mehreren Fragen gleichzeitig?

 

Journalisten stellen manchmal mehrere Fragen in einem Satz.

Dann sortiere.

„Das sind zwei unterschiedliche Punkte. Lassen Sie mich zunächst auf den ersten eingehen.“

Danach kannst du den zweiten aufnehmen.

Oder nachfragen:

„Welcher Aspekt ist für Sie zuerst wichtig?“

Struktur ist eine Form von Souveränität.

 

 

 

Was tun, wenn du dich versprochen hast?

 

Menschen versprechen sich.

Auch vor Kameras.

Auch Führungskräfte.

Auch Experten.

Wenn etwas missverständlich oder sachlich falsch formuliert wurde, korrigiere es.

„Ich möchte den letzten Satz präzisieren.“

Oder:

„Lassen Sie mich das genauer formulieren.“

Dann neu ansetzen.

Korrektur schwächt Glaubwürdigkeit weniger als ein erkennbares Festhalten an einer schlechten Formulierung.

 

 

 

Schlagfertigkeit wird überschätzt

 

Viele Menschen wünschen sich vor Medienauftritten mehr Schlagfertigkeit.

Schnelle Antworten wirken attraktiv.

Doch Geschwindigkeit ist keineswegs das wichtigste Kriterium.

Gerade bei anspruchsvollen Themen sind oft wertvoller:

Klarheit.

Genauigkeit.

Ruhe.

Urteilskraft.

Haltung.

Eine brillante spontane Pointe kann Aufmerksamkeit erzeugen.

Eine klare Antwort schafft eher Vertrauen.

 

 

 

Journalisten sind Gesprächspartner mit einer eigenen Aufgabe

 

Auch diese Perspektive hilft.

Journalisten verfolgen andere Interessen als du.

Sie brauchen Informationen.

Einordnung.

Relevanz.

Manchmal Konflikt.

Manchmal einen klaren Satz.

Manchmal eine kritische Antwort.

Das macht sie weniger automatisch zu Gegnern.

Eine professionelle Zusammenarbeit gelingt leichter, wenn beide Rollen klar sind.

Der Journalist entscheidet über seine Fragen.

Du entscheidest über deine Antworten.

 

 

 

Gute Vorbereitung bedeutet weniger, Antworten auswendig zu lernen

 

Du kannst Hunderte mögliche Fragen sammeln.

Irgendwann kommt trotzdem eine andere.

Deshalb ist eine andere Form der Vorbereitung robuster.

Kenne:

deine Kernbotschaften,

deine Fakten,

kritische Themen,

deine Grenzen,

wahrscheinliche Gegenargumente,

deine Rolle

und dein Ziel.

Dann kannst du reagieren.

Nicht auswendig.

Sondern orientiert.

 

 

 

Vor dem Interview: sieben Fragen

 

Vor einem wichtigen Mediengespräch solltest du beantworten können:

1. Weshalb gebe ich dieses Interview?

2. Wer ist das Publikum?

3. Was sind meine wichtigsten drei Botschaften?

4. Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?

5. Welche Informationen sind sensibel?

6. Welche Aussagen brauchen besondere Präzision?

7. Was möchte ich nach dem Interview guten Gewissens vertreten können?

Damit entsteht eine solide Grundlage.

 

 

 

Kritische Fragen brauchen einen eigenen Probelauf

 

Besonders bei hoher Sichtbarkeit lohnt es sich, weniger ausschließlich die angenehmen Fragen zu üben.

Was wäre die Frage, die du am wenigsten hören möchtest?

Welche Frage könnte dich emotional aktivieren?

Wo würdest du dich spontan rechtfertigen?

Welche Formulierung könnte dich aus der Ruhe bringen?

Welche Frage berührt eine tatsächliche Schwachstelle?

Genau diese Fragen gehören in die Vorbereitung.

Denn ein Probelauf ist der richtige Ort für schwierige Momente.

 

 

 

Antworten für das Ohr formulieren

 

Gesprochene Sprache unterscheidet sich von geschriebenem Text.

Sätze dürfen kürzer sein.

Gedanken brauchen klare Übergänge.

Fachbegriffe brauchen Erklärung.

Zahlen brauchen Einordnung.

Und manchmal ist ein konkretes Beispiel wirkungsvoller als ein abstrakter Absatz.

Sprich deine Antworten deshalb laut.

Was auf dem Bildschirm hervorragend aussieht, kann gesprochen erstaunlich kompliziert klingen.

 

 

 

Die Botschaft sollte auch als Ausschnitt funktionieren

 

Besonders bei aufgezeichneten Formaten kann aus einem längeren Gespräch ein kurzer Ausschnitt werden.

Deshalb lohnt sich die Frage:

„Ist meine Kernaussage auch verständlich, wenn sie aus dem längeren Gespräch herausgelöst wird?“

Das bedeutet weniger, ausschließlich in Soundbites zu sprechen.

Es bedeutet, zentrale Gedanken eigenständig verständlich zu formulieren.

 

 

 

Glaubwürdigkeit ist wichtiger als Perfektion

 

Ein Medieninterview braucht keinen perfekten Menschen.

Es braucht einen glaubwürdigen Gesprächspartner.

Jemanden, der:

weiß, wovon er spricht,

Grenzen seines Wissens kennt,

Unsicherheit angemessen benennt,

Verantwortung übernimmt,

kritische Fragen aushält

und verständlich kommuniziert.

Das wirkt oft stärker als ein vollständig glattpolierter Auftritt.

 

 

 

Souveränität zeigt sich zwischen Frage und Antwort

 

Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke dieses Beitrags.

Eine kritische Frage landet bei dir.

Für einen kurzen Moment geschieht sehr viel.

Du hörst.

Du interpretierst.

Du reagierst emotional.

Du erinnerst dich.

Du bewertest.

Und dann möchtest du sprechen.

Genau in diesem kleinen Raum liegt deine Möglichkeit.

Du kannst reflexhaft antworten.

Oder kurz prüfen:

Was wurde gefragt?

Was stimmt daran?

Was möchte ich dazu sagen?

Was ist mein entscheidender Punkt?

Dann wird aus Reaktion eine Antwort.

 

 

 

Medienkompetenz ist Entscheidungsfähigkeit unter Öffentlichkeit

 

Ein Medieninterview ist deshalb weit mehr als eine rhetorische Aufgabe.

Du triffst fortlaufend kleine Entscheidungen.

Welche Information gebe ich?

Welche Einordnung braucht sie?

Welche Behauptung korrigiere ich?

Welche Grenze setze ich?

Wann brauche ich Präzision?

Wann ein Beispiel?

Wann eine Pause?

Das ist Kommunikation unter besonderen Bedingungen.

Und genau deshalb braucht sie mehr als einige rhetorische Tricks.

Sie braucht Orientierung.

 

 

 

Individuelles Sparring für Medieninterviews

 

Gerade vor wichtigen Interviews lohnt sich ein realistischer Probelauf.

Im individuellen Sparring können wir:

deine Kernbotschaften herausarbeiten,

wahrscheinliche und kritische Fragen sammeln,

Interviewsituationen simulieren,

Antworten auf Verständlichkeit und Wirkung prüfen,

problematische Formulierungen erkennen,

Grenzen klären,

deinen Umgang mit Druck beobachten

und daran arbeiten, auch bei unerwarteten Fragen orientiert zu bleiben.

Dabei geht es weniger darum, dir fertige Antworten in den Mund zu legen.

Es geht darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass du selbst auch unter Druck gute Antworten geben kannst.

Denn Journalisten entscheiden, welche Fragen sie stellen.

Du entscheidest, wofür deine Antworten stehen.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2017
Überarbeitung: 4. Juli 2026

Vorsicht in Interviews vor dem Kuleschow-Effekt

Vorsicht in Interviews vor dem Kuleschow-Effekt

Medienkompetenz: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Achtung: Der Kuleschow-Effekt bei Interviews

 

Du gibst ein Interview zu einem kontroversen Thema? Dann solltest du den Kuleschow-Effekt kennen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kuleschow-Effekt

 

Eins vorweg: Die meisten Interviewer sind sehr fair. Es hängt allerdings von der Situation und der journalistischen Zielsetzung ab, in welche Richtung es geht. Ob jemand als Experte oder bei kontroversen Themen Interessen für eine Firma oder ähnliches vertritt, macht einen großen Unterschied. Journalisten haben in erster Linie die Aufgabe ihr Publikum zu informieren bzw. zu unterhalten. Was uns als Zuschauenden gefällt, kann, wenn wir selber betroffen sind, weniger Freude machen. Wer interviewt wird, sollte deshalb die eigenen Interessen schon selbst im Auge behalten.

Ein eher unfairer Trick ist das beim Schnitt erfolgende Einfügen von unangekündigten provokativen oder emotionalen Bildern bzw. O-Tönen in ein Interview, wodurch sich die Bedeutung der Aussage deutlich verändert. Dadurch lässt sich der Interviewte, dem diese Einfügungen zum Zeitpunkt des Interviews nicht bekannt sind, in einem anderen Licht darstellen. Leicht wirkt dieser dann dumm, kundenfeindlich, ignorant oder überheblich. Die Bedeutungen der Bildsequenz durch eine Montage zu erzeugen wird nach Lew Wladimirowitsch Kuleschow auch als Kuleschow-Effekt bezeichnet. Er stellte die These auf, es sei nicht so wichtig wie die Einstellungen aufgenommen, sondern wie sie geschnitten werden. Der sich bei Filmkunstwerken daraus ergebende künstlerische Freiraum mag bewundernswert sein; bei Interviews stellt das keine so verlockende Aussicht dar.

Empfehlung: Bleibe wachsam, wenn dir im Interview ungewöhnliche und scheinbar nicht zum Thema passende Fragen gestellt werden oder Interviewende so lange nachhaken, bis sie eine bestimmte Formulierung verwenden. Es ist möglich, dass deine Antwort als Übergang zu einem unangenehmen Zwischenschnitt vorgesehen ist.

Während der grenzüberschreitende Einsatz des Kuleschow-Effekt (auch Kuleshov-Effekt) von seriösen Journalisten abgelehnt wird, ist eine abgemilderte Form häufiger zu finden. Sei deshalb vorsichtig mit pauschalen Aussagen in Interviews. Gesagt ist gesagt!

 

 

Bilder wirken im Kontext

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achtest du bei Interviews?

Artikel zu Interviews

Kritische Fragen im Interview: 19 Situationen souverän meistern

Kritische, suggestive und überraschende Fragen im Medieninterview souverän beantworten: 19 typische Situationen und der Noack-Interview-Kompass für klare Antworten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2008
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4336
K:
Ü:

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen? Kein Kommentar!

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen? Kein Kommentar!

Wenn schon ... dann bitte richtig!

Medienkompetenz: Kein Kommentar! - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen?

 

Als Reaktion auf eine Interviewfrage mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. So machst du es richtig.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Interviews

 

Erfolg und Misserfolg werden in immer stärkerem Maße von den Medien beeinflusst. Besonders dann, wenn es brennt, geraten Sie schnell ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Gelegenheit, sich und die eigene Botschaft überzeugend darzustellen, will mit Bedacht genutzt werden.

Ein Blick in die Medien zeigt, die Chance zur Selbstdarstellung und gegebenenfalls sogar Rechtfertigung, wird häufig nicht zureichend und sogar nachteilig genutzt.

Es geschieht, weil die Gelegenheit unterschätzt wird. Es misslingt oft aus Zeitgründen und aus Angst davor, etwas Falsches zu sagen. Im Interview sorgt mitunter Unsicherheit dafür, dass schlechte Entscheidungen getroffen werden. Manchmal vermittelt eine Frage eines Journalisten ein eigenartiges Gefühl oder entspricht einer bei der Vorbereitung mit dem Medienberater besprochenen Frage.

 

 

 

Kein Kommentar!

 

Einen Kommentar ablehnen; ob das eine empfehlenswerte Option im Umgang mit der Presse ist?

Als Reaktion auf eine Frage im Interview, mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will jedenfalls wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. Doch wenn die Entscheidung getroffen wurde, dann mache es am besten auch richtig. Dann öffne den Mund und sage; „Kein Kommentar!“. Punkt, nichts weiter. Wenn es passt, lächele, und sage sonst nichts. Auch, wenn du noch so fragend angesehen wirst, bleibt es dabei. Wird die Frage nach dem Grund dafür gestellt, sage erneut; „Kein Kommentar!“.

Lasse dich nicht aus der Reserve locken. Auch nicht von Hinweisen wie „Ihr Schweigen wird dazu führen, dass …“. Wenn du dich entschieden hast, dann bleibe dabei; „Kein Kommentar!“. Mache es lieber gleich richtig. Nur keine halben Sachen. Regelmäßig folgt darauf sonst ein ärgerlicher Fehler, auf dessen Konsequenzen du gerne verzichten willst.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

P.S.

 

Worauf achtest du bei der Vorbereitung und Durchführung von Interviews?

Artikel

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Nicht jede Frage verdient eine Antwort. - Publilius Syrus

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:

19 Tipps für erfolgreiche Radiointerviews

19 Tipps für erfolgreiche Radiointerviews.

Radiointerview: Live on air! Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, auch in den Medien
Radiointerview

Radiointerviews

 

Damit Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren, auch vor dem Mikrofon. Korrekte Tipps für deine Medienkompetenz bei Radiointerviews. Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, sich so zu präsentieren, wie Sie gesehen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit. Erfahren Sie, was zu beachten ist.

Sie wurden um ein Radiointerview gebeten?

 

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Schreibtisch und sind in Ihre Arbeit vertieft. Dann klingelt das Telefon und eine freundliche Stimme bittet Sie um ein Interview für einen Radiosender. Es handelt sich um ein kurzes Interview und das Thema liegt auch in Ihrem Bereich. Was tun Sie?

Erst einmal durchatmen und Ruhe bewahren! Oft sind Journalisten unter Druck, doch lassen Sie sich dadurch nicht unter Zeitdruck setzen. Wenn Sie zusagen wollen, dann vereinbaren Sie einen Rahmen, der für alle Beteiligten in Ordnung ist. Verschaffen Sie sich Luft für eine gute Vorbereitung. Falls Sie mein Klient sind, rufen Sie mich an und wir meistern die Gelegenheit. Wenn Sie das noch sind, lesen Sie hier ruhig weiter:

Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, um sich so zu präsentieren, wie Sie wahrgenommen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit. Interviews bieten eine ideale Möglichkeit, um sich als Meinungsführer zu profilieren oder sein Unternehmen in den Medien bekannt zu machen. Wer vor Mikrofon und Kamera wirklich überzeugen will, sollte gut vorbereitet sein. Denn wer ein gutes Interview gibt, bringt gezielt seine Botschaften zum Publikum, anstatt lediglich Reporterfragen zu beantworten. Und wer es gut macht, wird zukünftig öfter als Ansprechpartner geschätzt. In diesem Artikel bekommen Sie einige Tipps für dein Radiointerview.

 

 

 

Was macht Radiointerviews aus?

 

Video Killed The Radio Star.

The Buggles

 

„Video Killed The Radio Star?“ Von wegen! Während beim Fernsehen hin- und hergeschaltet wird, hören viele Radiohörer sehr genau zu, während sie mit etwas anderem beschäftigt sind, das weitgehend automatisiert abläuft, wie beispielsweise dem Autofahren. Also, von wegen „Video killed the radio star“; Radio ist weiterhin ein aktuelles Medium.

Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, sich so zu präsentieren, wie Sie gesehen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit.

Sind Sie um ein Interview oder eine Stellungnahme für einen Radiosender gebeten worden? Hurra! Die Vorbereitung beim Selbstmarketing hat Früchte getragen; Zeit zu ernten.

So groß hoffentlich die Freude ist; der Presse ein Interview zu geben ist mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden, wenn Sie nicht ausreichend vorbereitet sind. Ein gut vorbereitetes und strukturiertes Interview ist hingegen eine hervorragende Plattform, Ihren Ruf und Ihre Außenwahrnehmung positiv zu beeinflussen. Nutzen Sie die Chance, Ärmel hochkrempeln und ran an die Vorbereitung.

Nur, Interview ist nicht gleich Interview. Worauf kommt es bei einem Radiointerview an? Neben der grundsätzlichen Vorbereitung ist es wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass jedes Medium seine Eigenarten hat. Hier folgen eine Reihe von Empfehlungen:

19 Tipps für überzeugende Radiointerviews

 

 

1. Seien Sie vorbereitet

 

Jeder Journalist achtet auf unterschiedliche Aspekte. Es ist daher gut, frühzeitig zu wissen, worum es im Interview geht. Bereiten Sie sich auf offensichtliche Fragen vor und seien Sie flexibel genug, um auch unerwartete Fragen zu handhaben. Nehmen Sie schwierige Fragen vorweg, üben Sie Antworten zu geben und gewinnen Sie so Sicherheit. Besonders wichtig: Kennen Sie Ihre Kernbotschaften!

 

Hilfreiche Fragen an Interviewer:

  • Was ist die Ausgangsmeldung, der Anlass für das Interview?
  • Wird das Interview direkt oder per Telefon geführt?
  • Wann und wo soll das Interview stattfinden?
  • Wie heißt der Interviewer und wie ist er für Rückfragen zu erreichen?
  • Ist das Interview live oder wird es aufgezeichnet?
  • Wie lang soll das Interview werden?
  • Welche Fragen sind geplant?
    Auf diese Frage erhalten Sie selten eine genaue Antwort, Journalisten wollen ihre Fragen selten vorher preisgeben. Mit den folgenden Fragen erhalten Sie weitere Hinweise, was Sie zu erwarten haben.
  • In welchem Zusammenhang, beispielsweise mit anderen Beiträgen, steht das Interview?
  • Was sollen die Hörer erfahren?
  • Wer wird noch befragt?

 

 

 

 

2. Kontroverse Themen

 

Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist.

Louis Pasteur

 

Kontroverse Themen erfordern eine besonders fundierte Vorbereitung für eine entsprechende Strategie und Argumentation. Bei aller Schlagfertigkeit und Freude an der Improvisation ist schon bei der geringsten Wahrscheinlichkeit von Kontroversen etwas mehr Aufwand angeraten.

Klärung und Vorbereitung:

  • Überblick
    Ein Mindmap hilft sich schnell einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Themas zu verschaffen und vor Augen zu behalten.
  • Hintergrundinformationen
    Sammeln Sie Informationen und Sichtweisen durch Gespräche, Bücher, Zeitungen, im Internet oder anderen Quellen.
    Warum ist das Thema interessant für Sie, weshalb für die Hörer und worin besteht die Schnittmenge?
  • Gibt es Widersprüche?
  • Welche Positionen gibt es?
  • Thema eingrenzen! Welchen Aspekt finden Sie am wichtigsten bzw. am aktuellsten?
    Diskutieren Sie mit anderen! Bei kontroversen Sachverhalten ist es hilfreich, sich mit Argumenten der „Gegenseite“ vertraut zu machen.
  • Gibt es weitere Informationsquellen, die Sie nutzen können?

 

 

 

3. Seien Sie prägnant!

 

Wissen allein genügt nicht, es will auch vermittelt werden. Kommen Sie auf den Punkt. Verwenden Sie kurze Sätze, um Ihre Aussage deutlich zu machen. Medien werden die Antworten bearbeiten, um sie dem jeweiligen Format anzupassen. Die Presse konzentriert sich dabei auf die Aussagen, die deren Publikum interessiert. Neuigkeiten und unterhaltsame Beiträge haben die größten Chancen, veröffentlicht zu werden.

Wenn es sich nicht um ein Live-Interview handelt, haben die Journalisten bzw. diejenigen, die für die Nachbearbeitung verantwortlich sind, die Kontrolle darüber, wie die Beiträge genutzt werden. Passt es nicht in das Konzept, bleibt es ggf. auch unberücksichtigt und der Aufwand war umsonst.

Bei den Sendern sind enge Zeitpläne und Redaktionsschluss an der Tagesordnung. Machen Sie es für alle Beteiligten einfacher und halten Sie Ihre Antworten kürzer als 30 Sekunden. Kurze Antworten haben eine größere Chance, gesendet zu werden. Außerdem erhöhen Sie so die Chancen, als geschätzter Interviewpartner auch zukünftig wieder gefragt zu werden.

Marcus Tullius Cicero brachte es auf den Punkt: „Ein kluger Mensch wird genau bemerken, wie lange seine Unterhaltung dem anderen Vergnügen macht; und so wie er nicht ohne eine vernünftige Ursache angefangen hat zu reden, so wird er auch das Ziel wissen, wo er aufhören soll.“

 

 

 

4. Die Zielgruppe kennen

 

Fragen Sie den Journalisten was das Ziel des Interviews ist und richten Sie Ihre Antworten daran aus.

Je genauer Ihre Vorstellung von der Zielgruppe ist, desto einfacher ist es, die eigene Sprache anzupassen. Besser Sie vermeiden Fachjargon, auch damit die Journalisten nicht ständig nach deren Bedeutung fragen.

Machen Sie es Journalisten leichter zu verstehen, weshalb ein Aspekt so wichtig ist und warum die Zielgruppe sich dafür interessieren soll. Tun Sie das in einer einfachen und geradlinigen und lebendigen Sprache. Wenn Sie etwas beschreiben, sorgen Sie dafür, dass Sie es währenddessen selbst vor Ihrem geistigen Auge erleben.

 

 

 

5. Zuhören

 

Unsicherheit führt leider oft dazu, dass alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert wird die nächste Antwort vorzubereiten, anstatt gut zuzuhören.  Gute Interviewpartner sind auch gute Zuhörer.

 

 

 

6. Bleiben Sie authentisch

 

Präsentieren Sie authentisch Ihre Persönlichkeit. Machen Sie Ihre Position klar und haben Sie dabei Ihre Selbstmarketingstrategie vor Augen. Verhalten Sie sich dabei professionell und bleiben Sie Sie selbst, auch wenn Ihnen die Situation anfangs noch fremd ist. Alles andere ist viel zu anstrengend!

Je besser Sie auf Medienauftritte vorbereitet sind, desto natürlicher werden Sie die Chance nutzen und sich und Ihre Botschaft so vermitteln, dass sie verstanden und angenommen werden kann.

 

 

 

7. Achten Sie auf Ihr Zustandsmanagement

 

Manche Menschen tauen vor dem Mikrofon auf, andere erstarren. Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, spontan vor einem Mikrofon zu reden.

Wer sich deswegen dabei verspannt, neigt dazu zu schnell zu reden, atmet schlecht, die Stimme klingt angespannt und wird höher. All das wirkt dann weniger kompetent und souverän. Wenn Sie allein vor dem Mikrofon sind, stellen Sie sich einen echten Menschen vor, mit dem Sie ein angeregtes Gespräch führen. Dann werden Sie auch nicht zu monoton reden. Ja, der Tipp mit dem Lächeln stimmt nicht nur am Telefon, sondern auch hier.

Eine natürliche Sprechweise bietet die größte Chance, erneut Sendezeit im Radio zu erhalten. Entspannt und authentisch liefern Sie am leichtesten interessante Antworten.

 

 

 

8. Lesen Sie keine Statements vor

 

Das Vorlesen von Antworten oder ganzen Pressemitteilungen wirkt wenig kompetent. Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen es als Option in Betracht gezogen werden sollte. Auch wenn es die Zuhörer nicht sehen; es gibt nur wenige Menschen, die beim Vorlesen so klingen, als, wenn sie frei reden.

Die Fähigkeit, auch komplexeste Aussagen verständlich zu vermitteln und dabei natürlich zu bleiben, ist eine Fähigkeit, die erlernt werden kann. Professionelles Training unterstützt Sie mit Feedback und dem erforderlichen Wissen, um in Ihrem persönlichen Stil zu antworten.

 

 

 

9. Eine Prise Fakten und Zahlen

 

Viele Journalisten mögen es, wenn Sie Ihre Aussagen mit einer angemessenen Prise Zahlen und Fakten untermauern können. Aber halten Sie diesen Bereich kurz und verständlich. Geschichten sind interessanter als Zahlensalven.

Verwenden Sie nachvollziehbare Analogien, um die Bedeutung von Zahlen zu vermitteln. Das gibt Ihren Daten eine größere Wahrscheinlichkeit, auch tatsächlich berücksichtigt zu werden.

10. Zeigen Sie Engagement

 

Wenn Sie ein Telefoninterview geben, schließen Sie Ihre Bürotür und schalten Sie Ihr Telefon aus, um nicht gestört zu werden.

Ihr Gesprächspartner ist ein Mensch, nicht das Mikrofon. Also halten Sie in persönlichen Interviews Augenkontakt. Das macht es Ihnen leichter natürlich zu klingen, löst Stress, weil Sie ganz im Gespräch sind. So wird es automatisch persönlicher und das bemerken auch die Zuhörer, selbst, wenn sie Ihre Mimik nicht sehen können.

Wenn es zum Thema passt, dürfen Sie Ihre Leidenschaft und Begeisterung dafür ruhig zeigen.

 

 

 

11. Vorsicht vor der Rumpelstilzchen-Falle

 

Ob journalistisch angeregt oder aus einem anderen Grund; in emotionale Schieflage zu geraten birgt Risiken. Wenn Sie sich zu sehr ereifern und die Kontrolle verlieren kann das sehr dramatisch erscheinen und ist gut für die Einschaltquote. Doch können Sie so leicht Ihren Ruf und Ihre Glaubwürdigkeit mindern. Ihre Interessen müssen Sie schon selbst vertreten, das nimmt Ihnen niemand ab, auch nicht der Journalist. Also immer schön souverän bleiben, denn GESAGT IST GESAGT!

 

 

 

12. Punkt statt Ähm

 

Wenn Sie  eine Antwort beenden betonen Sie auf den Punkt, um es zu signalisieren. So werden Sie nicht versehentlich unterbrochen und wirken kompetenter.

 

 

 

13. Finger weg vom Mikrofon

 

Solange Sie nicht deutlich dazu aufgefordert werden, das Mikrofon zu ergreifen, berühren Sie es nicht. Erstens;  Berührungen erzeugen nur unnötige Geräusche und zweitens; wenige Interviewer mögen es, das Mikrofon und damit die Kontrolle aus der Hand zu geben.

 

 

 

14. Achten Sie auf Ihre Stimme

 

Mit der Stimme erzeugen wir die Stimmung bei den Zuhörern. Und stimmig wollen Sie doch herüberkommen, oder?

Also bereiten Sie Ihre Stimme vor; denken Sie an das Aufwärmen und die anderen Tipps aus dem Stimmtraining. Entsprechende Empfehlungen finden Sie hier.

 

 

 

15. Dynamik

 

Behalten Sie möglichst die Lautstärke bei. Variieren Sie stattdessen die Sprechgeschwindigkeit und betonen Sie durch gezielte Pausen.

Wie in einem angeregten Gespräch schaffen unterschiedliche Antwortlängen Abwechslung.

 

 

 

16. Machen Sie es Ihrem Interviewer leicht

 

Behalten Sie im Kopf, dass Journalisten oft einen engen Zeitplan haben.

Rufen Sie so schnell wie möglich zurück oder beantworten Sie E-Mails. Wenn Journalisten keine Antwort erhalten – manchmal schon nach wenigen Minuten – suchen sie sich einen anderen Interviewpartner.

Entscheiden Sie frühzeitig, worüber Sie mit den Medien zu sprechen bereit sind. Wenn Sie Ihre Ziele kennen, können Sie schneller entscheiden, ob Sie ein Interview geben wollen oder auch nicht.

Auch wenn Sie ein Interview nicht geben wollen, teilen Sie es dem Anfrager mit und auch, dass Sie in der Zukunft gerne zu Ihren Themen Interviews geben.

 

 

 

17. Nach dem Interview ist vor dem Interview

 

Bedanken Sie sich im Anschluss nochmals für die Gelegenheit. Erklären Sie ggf. Ihre Bereitschaft, zu bestimmten Themen auch in Zukunft Interviews zu geben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, erneut gefragt zu werden. Überhaupt vergrößert jeder Auftritt in den Medien die Nachfrage. Bringen Sie die Dinge ins Rollen.

 

 

 

18. Nutzen Sie die Chance

 

Trainieren Sie frühzeitig Ihre Medienkompetenz und bereiten Sie konkrete Gelegenheiten individuell vor. Wenn Sie erfahren wollen, wie das geht, klicken Sie hier.

 

 

 

19. Hörspiel statt Interview

 

Die Anfrage für das Radiointerview kam recht spontan oder aus anderen Gründen sind Sie zum Zeitpunkt des Live Interviews nicht im Büro oder an einem anderen geeigneten Ort? Ja und? Das macht doch nichts, genau dafür gibt es doch Mobiltelefone, oder? Doch, das macht etwas! Verbindungsabbrüche, Straßen- oder andere Umgebungsgeräusche, Stimmen im Hintergrund machen keinen guten Eindruck auf die Zuhörer. Das kann leicht daneben gehen und die Lacher gehen auf Ihre Kosten.

Man kann unmöglich in der Welt leben, ohne von Zeit zu Zeit Komödie zu spielen.
Es nur im Notfalle zu tun, unterscheidet den anständigen vom unanständigen Menschen.

Nicholas Chamfort

 

 

 

a. Besser keine Radiointerviews mit dem Handy

 

Sicher, haben heute auch Gespräche mit dem Mobilfunktelefon eine gute Qualität. Gelegentlich sogar eine bessere als Festnetz-Gespräche. Und trotzdem ist dringend davon abzuraten, unbedacht vom Handy aus ein Interview zu geben.

Heutzutage sind wir immer und überall erreichbar. Und deshalb können Sie auch immer und überall ein Interview geben. Auch für das Radio. Das Mobiltelefon macht es möglich. Aber nicht selten endet ein solches Interview eher nicht so vorteilhaft.

 

 

 

b. Störungen

 

Wer für ein Interview das Handy am falschen Ort verwendet, bekommt auch unerwünschte Kommentare oder Hintergrundgeräusche, die nicht im eigenen Interesse sind.

 

 

 

b. Verbindung

 

Jede Brücke wird zum Beziehungstest, zur Verbindungsprobe. Jeder Tunnel kann das Gespräch unterbrechen, hinein ins nächste Funkloch. Und an öffentlichen Orten wie auf Bahnhöfen oder auf Flughäfen können Sie jederzeit durch lautstarke Durchsagen oder durch kreischende Kinder oder Feiernde unterbrochen werden. Die Zuhörer darauf hinweisen, das hätte nichts mit einem zu tun, macht es dann auch nicht besser. Und selbst in geschlossenen Räumen kann das Handy zu Problemen führen. Gerade in großen Gebäuden wie auf Messen und Kongressen etwa ist der Empfang an vielen Stellen kritisch.

 

 

 

c. Fazit

 

Vermeiden Sie deshalb unnötige Risiken, um sich und Ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Lassen Sie Radiointerviews mit dem Mobiltelefon lieber sein oder beherzigen Sie zumindest ein paar Empfehlungen für den Notfall.

Liebeserklärung an das Radio

 

Ich liebe Radio. Radio kann sehr nah gehen, kann mich an Orte begleiten, die sehr privat sind. Es macht lange Autofahrten erträglicher, es überrascht, liefert Schönes und Schreckliches. Und all das, ohne dass ich hinsehen müsste. Meine Augen sind sowieso schon viel zu viel im Einsatz. Eine Pause tut ihnen gut. Außerdem sind die Bilder, die ich mir selbst mache oft viel spannender und lebendiger als die einer Fernsehkamera: Kopfkino. Das nutze ich vor dem Radio und auch vor dem Mikrofon. Die Räume, in den die Aufzeichnungen stattfinden, sind oft recht spartanisch. Dann mache ich einfach die Augen zu und stelle mir meine Zuhörer vor.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Woher kommt die Bezeichnung Radio?

Das Wort „Radio“ stammt aus dem lateinischen Wort „radius“, was „Strahl“ oder „Streustrahl“ bedeutet. Der Begriff „Radio“ wurde im späten 19. Jahrhundert von dem italienischen Physiker und Erfinder Guglielmo Marconi geprägt, der damit das drahtlose Übertragungssystem bezeichnete, das er entwickelt hatte. Der Name „Radio“ passte gut zu dieser Technologie, da die elektromagnetischen Wellen, die das Signal tragen, wie Strahlen durch die Luft ausgestrahlt werden und sich in alle Richtungen ausbreiten, ähnlich wie das Licht von einer Glühbirne ausgestrahlt wird.

Guglielmo Marconi wird oft als der Vater des Radios bezeichnet, da er wesentlich zur Entwicklung der drahtlosen Telegrafie und später des Radios beigetragen hat. Obwohl das Radio seit seiner Erfindung viele technologische Fortschritte gemacht hat, bleibt der Name „Radio“ bis heute als gebräuchliche Bezeichnung für dieses wichtige Kommunikationsmedium erhalten.

Ist Radio heute noch aktuell oder ein Relikt der Vergangenheit?

Ja, das Radio ist auch heute noch ein aktuelles und wichtiges Kommunikationsmedium. Obwohl es in den letzten Jahren von anderen Medien wie Fernsehen und Internet herausgefordert wurde, hat das Radio immer noch eine große Reichweite und Bedeutung.

Radio ist ein sehr zugängliches Medium, das in fast jedem Haushalt, Auto oder Arbeitsplatz verfügbar ist. Es kann auch auf tragbaren Geräten wie Smartphones oder Tablets empfangen werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Radiosendungen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und verschiedene Themen behandeln, wie Musik, Nachrichten, Sport, Unterhaltung, Bildung und mehr.

Radio ist auch ein wichtiges Medium für die Verbreitung von Notfallwarnungen, da es in der Lage ist, schnell und zuverlässig wichtige Informationen an eine breite Öffentlichkeit zu senden. In Krisensituationen wie Naturkatastrophen oder terroristischen Anschlägen kann das Radio Leben retten, indem es Menschen frühzeitig informiert und warnt.

Insgesamt ist das Radio auch heute noch ein wichtiges Medium für Unterhaltung, Information und Kommunikation. Es hat eine lange Geschichte und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Wer nutzt das Radio am häufigsten?

Das Radio wird von vielen verschiedenen Zielgruppen genutzt. Die Nutzung variiert jedoch je nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Standort.

Einige der Gruppen, die das Radio am häufigsten nutzen, sind:

  • Ältere Menschen
    Ältere Menschen hören oft Radio und machen einen großen Teil des Publikums aus. Das liegt zum Teil daran, dass das Radio ein Medium ist, das seit vielen Jahrzehnten existiert und von älteren Generationen gewohnt ist.
  • Pendler
    Pendler, die mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, hören oft Radio, um sich über die neuesten Nachrichten und Verkehrsinformationen zu informieren oder Musik zu hören.
  • Menschen mit begrenztem Zugang zu anderen Medien
    Menschen, die keinen Zugang zu anderen Medien wie Fernsehen oder Internet haben, nutzen oft das Radio als Hauptinformationsquelle.
  • Menschen mit niedrigem Einkommen
    Menschen mit niedrigem Einkommen nutzen oft das Radio als kostengünstige Unterhaltungs- und Informationsquelle, da es im Vergleich zu anderen Medien wie Fernsehen oder Internet weniger teuer ist.
  • Sportfans:
    Sportfans hören oft Radio, um Live-Übertragungen von Spielen oder Sportnachrichten zu hören.

Wie klingen beliebte Radiostimmen?

Jede Radiostimme ist einzigartig und die Zuhörerinnen und Zuhörer haben ihre Vorlieben und Meinungen darüber, was eine gute Radiostimme ausmacht. Beliebte Radiostimmen zeichnen sich oft durch ihre Klangfarbe, ihre Intonation, ihre Betonung und ihre Artikulation aus. Eine gute Radiostimme ist normalerweise angenehm und klar zu hören, sodass die Zuhörerinnen und Zuhörer leicht folgen können.

Einige der Merkmale einer beliebten Radiostimme sind:

  • Warme und angenehme Klangfarbe
    Eine angenehme Klangfarbe der Stimme kann dazu beitragen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer gerne zuhören und eine Verbindung zur Moderatorin oder zum Moderator aufbauen.
  • Klares und deutliches Sprechen
    Eine klare und deutliche Aussprache und Artikulation ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer das Gesagte verstehen können.
  • Intonation und Betonung
    Eine gute Radiostimme nutzt eine angemessene Intonation und Betonung, um wichtige Informationen hervorzuheben und dem Inhalt mehr Ausdruckskraft zu verleihen.
  • Geschwindigkeit und Rhythmus
    Eine angemessene Geschwindigkeit und ein guter Rhythmus sind wichtig, um sicherzustellen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer dem Gespräch oder der Sendung gut folgen können.
  • Flexibilität
    Eine gute Radiostimme ist flexibel und kann sich an verschiedene Sendungen, Themen und Zuhörergruppen anpassen.

P.S.

 

Was ist aus Ihrer Sicht für erfolgreiche Radiointerviews erforderlich?

Artikel

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43391
K:CNB
Ü:

Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Überzeugen in den Medien

Umgang mit schwierigen Situationen bei Medieninterviews

Schwierigen Situationen bei Medieninterviews

 

Selbst noch so gut vorbereitet läuft nicht jeder Kontakt mit den Medien wie gewünscht. Was tun, bei schwierigen Situationen in Medieninterviews?

Schwierige Situationen bei Medieninterviews

 

Mit guter Vorbereitung lassen sich viele Fettnäpfchen bei Medieninterviews umschiffen und der Botschaft die verdiente Chance geben. Allerdings spielt die Realität dann nicht immer mit. 

 

 

 

5 Tipps bei schwierigen Situationen in Medieninterviews

 

Auch wer sich vorbereitet hat, ist nicht davor geschützt, dass bei einem Interview etwas nicht glattläuft. Ich habe daher einige Tipps zusammengestellt, wie Sie schwierige Interviewsituationen positiv bewältigen, den Ruf Ihres Unternehmens schützen und gleichzeitig ein gutes Verhältnis zu dem Journalisten aufrechterhalten können.

 

 

 

1. Sie kennen die Antwort auf eine Frage nicht

 

Geben Sie es zu. Versuchen Sie nicht, eine Antwort herbeizuzaubern oder mit Zahlen zu prahlen. Weder Journalisten noch Zielgruppe wissen es zu schätzen, wenn Sie deren Zeit verschwenden.
Geben Sie eine vernünftige Erklärung, wenn das möglich ist. Sie müssen nicht für alles Experte sein, denn das gibt der Begriff nicht her. Vielleicht liegt das Spezialgebiet Ihres Unternehmens in anderen Bereichen, oder vielleicht sind Sie in Ihrem Unternehmen nicht die Person, die diese Frage am besten beantworten kann. Versprechen Sie, den Journalisten so schnell wie möglich eine Antwort zukommen zu lassen und halten Sie Ihr Versprechen.

Wenn Sie um Daten oder Informationen gebeten werden, die Sie nicht zur Hand haben, auf die aber später zugegriffen werden könnte, sagen Sie dies einfach. Im Unternehmen gibt es oft jemanden, der sich um die Nachbereitung von Interviews und können in Ihrem Namen Informationen für Journalisten zusammenstellen, die nach dem Interview benötigt werden.

 

 

 

2. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie über ein bestimmtes Thema sprechen dürfen

 

Keine Notlügen! Auch hier gilt, dass Ehrlichkeit die beste Strategie. Wenn Sie Gefahr laufen, sich auf umstrittenes oder vertrauliches Gebiet zu begeben, sagen Sie es und nehmen Sie dazu Abstand. Es ist viel besser, Journalisten Ihr Zögern einzugestehen, als diese im Unklaren darüber zu lassen, warum Sie stockende, gestelzte und halbfertige Antworten geben, während Sie versuchen, bei einem heiklen Thema eine Gratwanderung zu absolvieren.

 

 

 

3. Ein Journalist drängt Sie ständig zu einem Thema, mit dem Sie nicht einverstanden sind

 

Knallharter Enthüllungsjournalismus verspricht den Pulitzerpreis, und das motiviert mitunter entsprechende Zeitgenossen es zu übertreiben. Je mehr Interviews Sie führen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie auf den einen Journalisten treffen, der glaubt, Blut gerochen zu haben und einfach nicht von seinem Verhör abweichen will. Vielleicht spürt er, dass Sie nicht bereit sind, das Thema anzusprechen, vielleicht hat er eine Vermutung, der er nachgehen möchte, vielleicht genießt er einfach das Katz-und-Maus-Spiel, das sich daraus ergibt! Sollte dies der Fall sein, respektieren Sie, dass sie nur ihre Arbeit machen, und denken Sie daran, dass Sie zwar wenig Kontrolle über die Fragen haben, aber das Steuer in der Hand, wenn es um die Antworten geht. Seien Sie wohlwollend und bestimmt. Nehmen Sie die gestellte Frage zur Kenntnis sich zwingen zu lassen diese zu beantworten. Und wenn Sie nicht antworten wollen, sagen Sie gegebenenfalls wohlüberlegt: „Kein Kommentar!„.

 

 

 

4. Die Fragen weichen zu weit von Ihren Erwartungen ab

 

Gespräche lassen sich nur schwer vorhersagen und noch schwerer steuern. Die Fragen können so weit abschweifen, dass Sie ein Thema erörtern, auf das Sie nicht vorbereitet waren, oder schlimmer noch, das nicht zu Ihrer Unternehmensbotschaft passt. Sollte dies passieren, ist es absolut nicht verkehrt, wenn Sie versuchen, das Gespräch höflich wieder auf das Kernthema zu lenken. Vorausgesetzt, Sie geben offen zu, dass Sie dies tun.

Möglicherweise hilft Ihnen die Technik des Bridging, bei unangenehmen Fragen.

 

 

 

5. Sie sagen etwas, was Sie sofort bedauern

 

Selbst die erfahrensten Menschen machen manchmal einen Fehler und sagen etwas, das sie bereuen. Das gehört dazu, und das Wichtigste ist, wohlwollend mit sich selbst umzugehen anstatt sich der Panik hinzugeben.
In den meisten Fällen ist es besser, den Fehler direkt nach dem Interview mit der PR-Abteilung zu besprechen und es dieser zu überlassen, mit beim Journalisten entsprechend nachzufassen. Wenn Sie den Fehler in diesem Moment ansprechen, kann er nur noch mehr an Bedeutung gewinnen und den Journalisten zum Nachhaken verleiten. Das, was Sie nicht sagen wollten, wird dann zu dem, was den Interviewer interessiert.

Auch hier gilt; bleiben Sie ehrlich; falsche Darstellungen oder Übertreibung ist keine Option. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben und sich korrigieren wollen, haben Sie bereits eine Plattform, um dies zu tun. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Sie Ihren Ausrutscher für so schwerwiegend halten, dass die Korrektur nicht warten kann. Vielleicht haben Sie sich in unangemessenen oder kulturell unsensiblen Sprachgebrauch verrannt, vielleicht haben Sie Kommentare personalisiert, die nicht personalisiert werden mussten, vielleicht haben Sie eine unentschuldbare flapsige Bemerkung gemacht, die besser zu einem Kneipengespräch mit Ihren Kumpels als zu einem Interview mit einem professionellen Journalisten passt. Sollten Sie sich in einem solchen Fall wiederfinden, entschuldigen Sie sich aufrichtig und ohne Ausreden.

P.S.​

 

Wie gehen Sie mit schwierigen Situationen in Medieninterviews um?

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Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. November 2020
Englische Version:
AN: #231
K: CNB
Ü:

Pressebeiträge aus dem Home-Office

Pressebeiträge aus dem Home-Office

Überzeugen vor der Kamera
Home-Office

Pressebeiträge aus dem Home-Office

 

Heute werden Pressebeiträge häufig jenseits professioneller Studios beigesteuert. Häufig bringen sich Experten und Unternehmensvertreter aus dem Home-Office ein. Damit Sie auch in solchen Situationen sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Bei Auftritten jenseits des Studios kommen weitere wichtige Aspekte hinzu, die Sie kennen sollten.

Pressebeiträge aus dem Home-Office: Profi-Tipps für maximale Wirkung vor der Kamera

 

Stell dir vor, du hältst ein wichtiges Statement vor einem Millionenpublikum – aus deinem Wohnzimmer. Deine Botschaft zählt, aber genauso wichtig ist, wie du sie präsentierst. Egal ob Pressekonferenz, Interview oder Präsentation: Dein virtueller Auftritt kann den entscheidenden Unterschied machen. Mit den richtigen Tipps kannst du deine Wirkung auf das nächste Level heben!

 

 

Warum Home-Office-Präsenz zählt

Während der Pandemie haben wir alle erlebt, wie Virologen, Politiker und Experten ihre Statements aus dem Home-Office präsentierten. Diese Umstände zeigten, wie wichtig professionelle virtuelle Auftritte sind. Denn auch wenn deine Inhalte überzeugen, kann eine ungünstige Präsentation die Wirkung mindern. Umso wichtiger ist es, dich optimal auf deinen virtuellen Auftritt vorzubereiten. Mit der gestiegenen Akzeptanz dieses Formats ist es heute wichtiger denn je, sich damit auszukennen.

 

 

 

Mit geringem Aufwand große Wirkung

 

Wie bei jedem öffentlichen Auftritt ist auch bei virtuellen Statements die visuelle und technische Vorbereitung entscheidend. Hier sind einige zentrale Punkte, die du beachten solltest:

Beleuchtung:

Wähle eine Lichtquelle, die dein Gesicht gleichmäßig ausleuchtet. Idealerweise kommt das Licht von vorne oder leicht seitlich, um Schatten zu minimieren. Ein Ringlicht oder eine Softbox eignet sich hervorragend, da sie ein sanftes, gleichmäßiges Licht erzeugen und professionelle Qualität bieten.

 

Hintergrund:

Dein Hintergrund sollte aufgeräumt und neutral sein, damit nichts vom Gesagten ablenkt. Persönliche Elemente wie Bücher oder Pflanzen können Akzente setzen, sollten jedoch dezent bleiben.

Kleidung:

Entscheide dich für unifarbene, gedeckte Töne, die auf der Kamera ruhig und klar wirken. Vermeide Muster, die flimmern oder ablenken könnten, und achte darauf, dass die Kleidung keine störenden Reflexionen erzeugt.

 

Bildausschnitt:

Achte darauf, dass dein Gesicht gut positioniert ist, idealerweise auf Augenhöhe mit der Kamera, und lasse etwas Platz oberhalb deines Kopfes.

 

Sei darauf vorbereitet, technische Pannen souverän zu meistern. Sollte die Verbindung abbrechen oder ein Tool versagen, bleibe ruhig, kommuniziere transparent und setze das Gespräch souverän fort.

 

 

 

Dein Coaching für gelungene Home-Office-Auftritte

 

In meinem Coaching lernst du, wie du deine virtuelle Präsenz optimierst und dabei authentisch bleibst. Wir üben gemeinsam:

  • Die perfekte Vorbereitung: Vom technischen Setup bis zur inhaltlichen Struktur.

  • Selbstsicheres Auftreten: Umgang mit Lampenfieber und souveräne Reaktionen auf technische Probleme.

  • Publikumsbindung: Interaktive Elemente und rhetorische Techniken, um dein Publikum zu fesseln.

Melde dich jetzt an und entdecke, wie du aus deinem Home-Office heraus überzeugend und professionell auftrittst. Dein nächster virtueller Auftritt könnte dein Publikum nachhaltig beeindrucken – lass uns daran arbeiten!

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit Beiträgen aus dem Home-Office?

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Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. November 2020
Englische Version:
AN: #231
K: CNB
Ü:

Blickkontakt: Blinzeln vor der Kamera

Blickkontakt: Blinzeln vor der Kamera

Überzeugen vor Publikum und Kamera
Blickkontakt

Blickkontakt

 

Damit Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Bei Auftritten vor der Kamera kommen weitere wichtige Aspekte hinzu, die Sie kennen sollten.

Video

https://youtu.be/G7vENjLVeqc

Blinzeln vor der Kamera

 

Den verbalen Aussagen wird bei Auftritten meist größere Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung gewidmet, als der Körpersprache.

Weil Augenkontakt große Bedeutung bei der Kommunikation hat, widmete ich dem Thema schon einige Beiträge. An dieser Stelle geht es um einen weiteren Aspekt, der unterschätzt wird: Das Blinzeln vor Publikum beziehungsweise Kamera.

 

 

 

Blinzeln

 

Das schnelle, überwiegend unwillkürliche und unbemerkt ablaufende Schließen und Öffnen der Augenlider wird als Lidschlag, Lidschlussreflex oder Blinzeln bezeichnet. Pro Minute schließt und öffnet ein Mensch seine Augenlider etwa 10 bis 20 Mal. Dadurch wird die Hornhaut des Auges ständig mit Tränenflüssigkeit benetzt und das Auge so vor dem Austrocknen geschützt. Zu den weiteren Funktionen gehören der Schutz und das Entfernen von Fremdkörpern, wie Staubpartikeln.

Obwohl die visuelle Wahrnehmung beim Blinzeln für Sekundenbruchteile unterbrochen wird, nehmen wir den eigenen Lidschlag bei uns selbst nur selten bewusst wahr.

 

 

 

Ja, und?

 

Bei Nervosität erhöht sich deutlich die Lidschlag-Frequenz. So wird es auch gedeutet. Wer ständig mit den Augen blinzelt, wirkt insbesondere vor der Kamera mindestens nervös. Der Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit kann das schaden, etwas oder sogar sehr deutlich.

Gerade bei Nahaufnahmen sollen die Augen als Fenster zur Seele Einblicke ermöglichen. Wenn dann bei jedem Lidschlag der Kontakt unterbrochen wird, dann wirkt das sehr störend.

Ist das Publikum auf der Suche nach Hinweisen, kann das veränderte Blinzeln zu Spekulationen führen, die nicht nur auf den Aktienkurs Einfluss haben. Ob wir uns dabei etwas gedachte haben oder nicht … es hat Einfluss.

 

 

 

Ursachen und Abhilfe

 

Es gibt verschiedene Ursachen für das häufige Blinzeln. Sehr häufig sind Nervosität, überanstrengte Augen, vornehmlich durch die Lichtverhältnisse und trockene Luft.

Achten Sie darauf, dass die Augen immer ausreichend befeuchtet sind. Gerade in Innenräumen kann es mitunter recht trocken sein und das Blinzeln wird so verstärkt. Mitunter sind Augentropfen hilfreich.

 

 

 

Angewohnheit

 

Möglicherweise handelt es sich auch um eine Angewohnheit. Wenn sie wissen, dass sie zu starkem Blinzeln neigen, dann üben Sie vor dem Spiegel die Augen länger offenzuhalten. Achten Sie dabei darauf, nicht zu starren. Bleiben Sie möglichst entspannt, ohne zu verkrampfen. Locker bleiben! Schließlich wollen Sie durch ausdrucksstarke Augen etwas vermitteln, Ihre Botschaft unterstützen. Im Mentaltraining lässt sich die entsprechende innere Haltung fördern. Das macht es deutlich leichter.

 

 

 

Wirkung

 

Wenn es nicht ganz bewusst einer bestimmten Dramaturgie dient, dann sollten möglichst beide Augen stets zu sehen sein. Ob das der Fall ist, lässt sich ja selbst leicht überprüfen. Schließen Sie einfach jeweils ein Auge und prüfen Sie, ob Sie die Kamera noch sehen können.

Nutzen Sie den Augenkontakt, um in Beziehung zu treten, selbst dann, wenn es über den Umweg der Kameralinse erfolgt.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit dem Augenkontakt und dem Blinzeln?

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Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. November 2020
Englische Version:
AN: #231
K: CNB
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23 Tipps für Kreuzfeuerinterviews vor Publikum oder Fernsehkamera

23 Tipps für Kreuzfeuerinterviews vor Publikum oder Fernsehkamera

Auftritt vor Publikum oder Medien: Empfehlungen und konkrete Unterstützung in Berlin, online und per Telefon
Kreuzfeuerinterview

Kreuzfeuerinterview

 

Wer die Gelegenheit nutzen, sich in einem Kreuzfeuerinterview den Fragen stellen und überzeugende Antworten geben will, der sollte sich gut vorbereiten. Dann helfe die Tipps in diesem Artikel.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kreuzfeuerinterview

 

Bei einem Kreuzfeuerinterview wird das Interview von mehreren, meist 2, Interviewern geführt. Doch das ist nicht der einzige Unterschied, den Sie kennen sollten, bevor Sie sich in solche Situationen begeben.

Meist geht es darum den Interviewten auf diese Weise zu spontaneren Aussagen zu bewegen. Mitunter wird dadurch auf Provokation gesetzt, um selbst abgebrühte Redner aus der Reserve zu locken. Schwächen sollen aufgedeckt und erkundet werden. Steht der Interviewte wirklich zu dem, was er vertritt, oder wird er wankelmütig? Da werden mitunter die Grenzen des, ansonsten als guten Geschmack geltenden, Anstands überschritten. Gerade bei erfahrenen Politikern gelingt das oft nicht und das Fernsehpublikum wechselt vom Interview zum Krimi auf einen anderen Kanal.

Im Interesse der Meinungsbildung sind die Interviewer aufgefordert den Dingen auf den Grund zu gehen. Es ist die Aufgabe der Journalisten und gut vorbereitete Redner freuen sich auf die Gelegenheit sich zu zeigen. Heikel wird es beispielsweise, wenn Moderatoren, beziehungsweise Interviewer, mehrere Gäste unterschiedlich behandeln.

Nicht jeder Interviewte kann mit einer solchen Situation routiniert und souverän umgehen. Manch ein Redner erwartet eine positive Grundstimmung und ist dann irritiert, wenn es nicht dem erwarteten freundlich-oberflächlichen Gespräch ähnelt. Oft ist die Atmosphäre tendenziell eher feindlich-aggressiv, damit das Publikum den Eindruck von ehrlichem Journalismus bekommt. Da macht sich dann schnell bemerkbar, wie gut das Zustandsmanagement ist. Wer inhaltlich, technisch und mental gut vorbereitet ist, hat es leichter. Dann kann gerade bei harten Fragen souverän brilliert werden. Das zeigt sich dann sowohl in den sprachlichen als auch in nonverbalen Reaktionen.

 

 

 

23 Tipps für Kreuzfeuerinterviews

 

1. Risikomanagement

 

Wägen Sie frühzeitig Chancen und Risiken ab. Welchen Aufwand verdient, beziehungsweise erfordert, eine Teilnahme die förderlich ist?

 

 

 

2. Rollenverständnis

 

In welcher Rolle, im Sinne von Repräsentanz und Mission, treten Sie dort auf?

 

 

 

3. Die Strategie der Interviewer erkennen

 

Erkennen Sie die Interviewtaktik der Interviewer. Oft wird sie vorher vereinbart und Rollen (Moderator, Good Cop – Bad Cop, Beschwichtiger- Angreifer etc.) verteilt.

 

 

 

4. Zielgruppe

 

Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Auge. Ungeübte Redner verlieren sich leicht in der Auseinandersetzung mit Journalisten oder Gegenspielern und vergessen Ihre Zielgruppe.

 

 

 

5. Respekt

 

Leben Sie Ihre Werte und zeigen Sie, dass Sie meinen, was Sie verkünden. Je unverschämter andere Teilnehmer sind, desto besser, wenn Sie Respekt und sympathische Professionalität an den Tag legen. Zeigen Sie, wer Sie sind, wo andere Zeitgenossen sich im Eifer des Gefechts als Fieslinge offenbaren.

 

 

 

6. Manipulationen erkennen

 

Lassen Sie sich nichts unterjubeln und reagieren Sie auch auf Manipulationen gelassen souverän. Einige Hinweise finden Sie im Artikel Lass das, ich hasse das: Die 11 häufigsten Manipulationstechniken erkennen.

 

 

 

7. Gemeinsamkeiten betonen

 

Oft ist es am besten sich an der Rolle eines Moderators zu orientieren. Es sind zwar klare Postionen gefragt, doch Verallgemeinerungen und übertriebenes Schwarz-Weiß-Denken führt leicht in die Ecke.

 

 

 

8. Erscheinung

 

Achten Sie auf die Wirkung Ihrer Erscheinung und die möglichen Interpretationen. Alles das wahrzunehmen ist, kann und wird interpretiert werden, für oder gegen Sie. Oft wird es je nach Fürsprecher oder Gegner sogar vollkommen widersprüchliche Interpretationen geben. Machen Sie es leicht Ihre Botschaft zu erkennen. Lesen Sie hierzu doch den Artikel Kleidungswahl: Bekleidung und Wirkung in Gesprächen und Präsentationen. Kleider machen Leute?

 

 

 

9. Authentizität

 

Bleiben Sie im Rahmen Ihres Rollenverständnisses authentisch.

 

 

 

10. Klare Botschaften

 

Bringen Sie Ihre gut vorbereiteten Botschaften auf den Punkt.

 

 

 

11. Antworten

 

Antworten Sie so prägnant wie möglich. Das wirkt souveräner, überzeugender, wird besser verstanden und erinnert.

 

 

 

12. Stimme

 

Die Stimme wird meist als gegeben betrachtet und Ihr keine weitere Aufmerksamkeit gewidmet. Dadurch wird häufig auf ihre unterstützende Wirkung verzichtet und andererseits sogar der Überzeugungskraft von Botschaft und Botschafter geschadet. Die Stimmen der meisten Menschen neigen bei Stress dazu höher zu werden. Das wirkt dann weniger glaubwürdig und kompetent.

 

 

 

13. Augenkontakt

 

Achten Sie auf einen sicheren Augenkontakt mit den jeweils passenden Personen beziehungsweise der Kamera. Kameratraining lohnt sich.

 

 

 

14. Körpersprache

 

Gute Körpersprache unterstützt die beabsichtigte Gesamtwirkung. Gestik, Mimik, Körperhaltung, Ausrichtung, … es erfordert fundiertes Training, um hier die Potenziale zu nutzen. Doch Vorsicht vor oberflächlichen Tipps, denn wenn es antrainiert und unecht wirkt, schadet es.

 

 

 

15. Zweifel vermeiden

 

Der Finger an der Nase, Arme vor dem Körper, eine ungünstige Fußausrichtung, sprachliche Weichmacher,… Unterlassen Sie, was unnötig Zweifel sät. Viele Menschen sind sich der Wirkung von verbalen und nonverbalen Elementen nicht bewusst. Das Feedback eines professionellen Auftrittsberaters ist hier stets sehr erhellend und lohnenswert. Empfehlungen zum Thema Körpersprache und Vertrauen finden Sie im Artikel 12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst.

 

 

 

16. Rückfragen

 

Insbesondere bei unfairen und unklaren Fragen nutzen Sie Rückfragen.

 

 

 

17. Angemessene Emotionen

 

Zeigen Sie angemessene Emotionen, wenn es einen Grund dafür gibt. Dabei bleiben Sie stets respektvoll und weniger aggressiv als der aggressivste Gegenspieler. Übrigens; bei allem Wert von Begeisterung kann auch die übertrieben wirken. Ich denke da gerade an einen Hollywoodschauspieler, der aus nicht nachvollziehbarer Freude bei Talkshow-Ikone Oprah Gail Winfrey wild über die Polstermöbel hüpfte. Das Nordeuropäische Publikum ist da meist schneller irritiert, als die US-Amerikaner.

 

 

 

18. Zustandsmanagement

 

Achten Sie auf Ihr Zustandsmanagement, sodass Sie beweglich und souverän bleiben. Übernimmt das Stammhirn, wird es gefährlich. Der aus gutem Grund auch Reptiliengehirn genannte Bereich richtet durch Flucht- und Kampfbestrebungen schnell Schaden, an der dann bereut wird.

 

 

 

19. Einsichtigkeit

 

Geben Sie bekannte Fehler zu, wenn Ihnen Ihre Rechtsberatung nichts anderes empfiehlt.

 

 

 

20. Zitate und Auswirkungen aus soziale Medien

 

Profis bereiten Ihre Antworten auch im Hinblick auf die sozialen Netze und anderen Medien vor. Kurze prägnante Botschaften werden eher getwittert und können viral auf die Reise gehen.

 

 

 

21. Schlussfrage

 

Die überzeugende Beantwortung der Schlussfrage bleibt besonders präsent im Gedächtnis des Publikums. Deswegen hat sie entsprechende Bedeutung und Aufmerksamkeit verdient.

Bereiten Sie sich darauf vor Ihre Botschaft hier nochmals unterzubringen. Fügen Sie Ihre Botschaft gekonnt an die Antwort auf die Schlussfrage an und setzen damit einen Punkt.

 

 

 

22. Vorbereitung

 

Bereiten Sie sich gut vor. Stellen Sie sich auf die absehbar wünschenswertesten und auch die am unangenehmsten klingenden Fragen vor und machen Sie das Beste daraus.

 

 

 

23. Professionelle Unterstützung

 

Sie wollen die Gelegenheit nutzen, sich den Fragen stellen und überzeugende Antworten geben? Dann helfe ich Ihnen bei der Vorbereitung Ihres Medienauftritts. Lassen Sie sich frühzeitig professionell auf Gelegenheiten, wie Kreuzfeuerinterviews, vorbereiten.

Den Umfang der Unterstützung wählen Sie. Meine Empfehlung: Gönnen Sie sich zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback. Dann wissen Sie selbst, wie Sie und Ihre Antworten auf Ihre Zielgruppe wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso wollen Sie erst nach Ihrem echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Gerade bei Kreuzfeuerinterviews geh es oft heiß her und erst im Anschluss ist dann Zeit das Ergebnis zu betrachten.

Eine solche professionelle Unterstützung hat ihren angemessenen Preis. Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht übrigens auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung. Selbst eine einzelne Sitzung von einer Stunde ist in der Lage Ihren Auftritt deutlich zu verbessern.

Übrigens leiden sehr viele Menschen bei Auftritten in den Medien unter sehr intensivem Lampenfieber und durchleiden den Auftritt. Schade, weil das mit entsprechender Hilfe nicht notwendig ist. Nur, für den Fall …

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

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Kreuzfeuerinterview: In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab. Konfuzius

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Januar 2012
Überarbeitung: 30. Juli 2019
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