Tipps für wirkungsvolle Handlungsaufforderungen bei Reden und Präsentationen

Tipps für wirkungsvolle Handlungsaufforderungen bei Reden und Präsentationen

So gelingt die Handlungsaufforderung (engl. call to action, CTA), auch Appell genannt.

Appell, Handlungsaufforderung

 

Wenn Sie eine großartige Präsentation gehalten haben, werden Ihre Zuhörer wissen wollen, was sie als Nächstes tun sollen. Helfen Sie ihnen also – machen Sie einen aussagekräftigen Aufruf zum Handeln, damit sie sofort die besten nächsten Schritte unternehmen können. Welche Bedeutung hat die Handlungsaufforderung bei Reden und Präsentationen?

Überblick

 

 

 

 

Appell, Handlungsaufforderung

 

Jetzt aber! Handlungsaufforderung und im Grunde der Grund für eine Rede. Bitte lesen Sie weiter!

 

 

 

Schade, um die Ernte!

 

Lassen Sie uns Haare und Atome spalten, Erbsen zählen, Wurzeln ziehen und Buchstabensuppe essen. Schade, dass so viele Handlungsaufforderungen darauf verzichten relevante Wirkung zu entfalten.

Viele Rednerinnen und Redner zögern, wenn es darum geht am Ende ihrer Rede eine wirkungsvolle Handlungsaufforderung formulieren. Aus verschiedenen Gründen fühlen sich viele Redner unwohl, wenn sie ihren Zuhörern genau sagen sollen, was die nach ihrer Rede tun sollen. Häufig höre ich, als Begründung von Unbehagen als übermäßig aggressiver Verkäufer zu wirken. Andere bestehen darauf, dass sie keine Handlungsaufforderung anbieten müssen, da sie zuversichtlich sind, dass die Zuhörer in der Lage sein werden, selbst abzuleiten, was sie als Nächstes tun sollten. Das ist allerdings meist ein Irrtum.

Wenn Sie den Leuten nicht genau sagen, was sie tun sollen, können Sie davon ausgehen, dass sie es nicht tun werden. Verlieren Sie Ihre Scheu, zu offen zu sein. Sie können sicher sein, dass Ihre Wettbewerber oder Gegner nicht mit Aufforderungen zum Handeln geizen. Sie und Ihre Botschaft werden dadurch geschwächt.

 

 

 

Besser

 

Widmen Sie der Handlungsaufforderung die verdiente Aufmerksamkeit. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das gelingt. 3-2-1.

 

 

 

 

Eigenschaften wirkungsvoller Handlungsaufforderungen

 

Handlungsaufforderungen müssen die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Einfach – es wird um etwas gebeten, das jeder schnell tun kann.
  • Spezifisch – sie lässt keinen Zweifel daran, worum Sie Ihr Publikum bitten.
  • Symbolisch – es passt zu Ihrem übergeordneten Ziel als Redner.

 

 

 

 

Arten von Handlungsaufforderungen

 

Es gibt vier Arten von Aufrufen zum Handeln: ändern, stoppen, entmutigen und fortfahren:

 

 

 

1. Ändern

 

Sie fordern Ihr Publikum auf, etwas zu ändern. Sie wollen das Publikum davon überzeugen, auf eine neue Art zu denken oder eine neue Idee zu übernehmen, die ihr Verhalten beeinflusst.

 

 

 

2. Beenden

 

Sie fordern das Publikum auf etwas zu beenden. Sie wollen die Zuhörer davon überzeugen, etwas nicht mehr zu tun, wie beispielsweise die Batterien in den Hausmüll zu werfen.

 

 

 

3. Entmutigen

 

Sie wollen das Publikum von etwas abhalten, die Zuhörer davon überzeugen, etwas nicht zu beginnen, wenn sie es noch nicht getan haben.

 

 

 

4. Fortsetzen

 

Sie wollen, dass Ihr Publikum etwas fortsetzt. Es geht darum, die Zielgruppe davon zu überzeugen, mit dem fortzufahren, was sie bisher getan hat, beispielsweise ein Projekt weiter zu finanzieren, einen Kandidaten wiederzuwählen oder ein Produkt weiter zu kaufen.

 

 

 

Fokus

 

Verwenden Sie für jede Präsentation nur eine Art von Handlungsaufforderung. Andernfalls wird Ihre Botschaft verwässert. Schätzen Sie daher Ihr Publikum ein und entscheiden Sie, welche Art von Handlungsaufforderung am besten zu ihm passt.

Was am Ende der Präsentation gesagt wird bleibt wahrscheinlich noch im Kurzzeitgedächtnis (Recency-Effekt). Deswegen ist hier Sorgfalt so wichtig, weil es diese Punkte sind, an die sich die Menschen am ehesten erinnern und nach denen sie handeln werden. Daher ist der Schluss Ihrer Präsentation der entscheidende Zeitpunkt, um die Zuhörer zu überzeugen, eine Entscheidung zu treffen und Ihre Argumente zu unterstützen.

 

 

 

Tipps für wirkungsvolle Handlungsaufforderungen

 

Es lohnt Ihre Aufforderung zum Handeln und Ihr Ansatz, sie zu übermitteln, je nach Publikum und Ihrem Redestil anzupassen. Obwohl es keine feste Formel gibt, werden diese Anregungen die Wirksamkeit Ihrer Handlungsaufforderungen erhöhen:

 

 

1. Formulieren Sie Ihre Aufforderung zum Handeln spezifisch, klar und direkt

 

Halten Sie Ihren Handlungsaufruf kurz und bündig. Zur Orientierung; am besten mit maximal 15 Wörtern formulieren.

 

 

 

2. Fordern Sie Ihr Publikum auf, schnell zu handeln

 

Wenn Sie und Ihr Redebeitrag überzeugend waren und Ihr Publikum emotional beteiligt ist, dann ist der beste Zeitpunkt zum Handeln möglichst umgehend. Je länger es dauert, bis die Handlung eingeleitet wird, desto eher verliert Ihr Publikum die Motivation. Eine ideale Handlungsaufforderung ermöglicht es Ihrem Publikum, sofort zu handeln, möglichst sogar bevor es den Veranstaltungsort verlässt. Wenn dies nicht möglich ist, solltest du Aktionen anstreben, die innerhalb von Stunden oder ein oder zwei Tagen abgeschlossen oder zumindest begonnen werden können. Setzen Sie sich, wenn möglich, umgehend mit den Schlüsselpersonen in Verbindung. Dies wird Ihnen helfen, eine wirkungsvolle Handlungsaufforderung zu machen.

 

 

 

3. Halten Sie die Hindernisse klein, die dem Handeln im Wege stehen

 

Damit Ihr Publikum schnell handeln kann, solltest du so viele vermeintliche Hindernisse wie machbar aus dem Weg räumen.

 

 

 

4. Konzentrieren Sie sich auf den Nutzen für Ihr Publikum

 

Formulieren Sie Ihre Aufforderung zum Handeln aus der Sicht und Motivation des Publikums. Redner neigen dazu sich bei großem Enthusiasmus, als Maßstab zu sehen.

 

 

 

5. Form

 

Verwenden Sie eine klare und direkte Sprache. Am besten mit einfache, kurzen Worten. Vermeiden Sie Begriffe, an den sich Ihr Publikum vermutlich reiben würde.

 

 

 

6. Zeitpunkt

 

Fragen Sie gegen Ende Ihrer Präsentation. Dann haben Sie Ihre Zuhörer bereits emotional gefesselt und logisch argumentiert, und sie sollten bereits für Ihre Meinung empfänglich sein. Beenden Sie Ihre Rede mit einem emotionalen Höhepunkt.

 

 

 

7. Passen Sie Ihren Aufruf zum Handeln an

 

Wenn die Personen, die Sie ansprechen, beispielsweise ähnliche Aufgaben haben, Überzeugungen teilen, in ähnlichen Hierarchien tätig sind, einen ähnlichen Wissenshintergrund haben, sich mit verwandten Fragen befassen oder andere Gemeinsamkeiten haben, solltest du sich in Ihrem Handlungsaufruf auf die Schnittmengen beziehen.

Wenn Sie ein relativ heterogenes Publikum haben, denken Sie daran, dass nicht das Publikum handelt, sondern der Einzelne. Anstatt sich an die Gruppe als Ganzes zu wenden, solltest du Ihren Aufruf zum Handeln auf Aspekte konzentrieren, mit denen jeder Einzelne in Ihrer Zielgruppe etwas anfangen kann.

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

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Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

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Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist bei der Handlungsaufforderung in Reden und Präsentationen zu beachten?

Eine Handlungsaufforderung in einem Redebeitrag ist ein Aufruf an das Publikum, eine bestimmte Handlung auszuführen. Sie kann dazu dienen, das Publikum zu motivieren, etwas zu tun, oder ihnen zu zeigen, wie sie ein Problem lösen können. Wenn Sie eine Handlungsaufforderung in Ihrer Rede einbeziehen, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten:

1. Stellen Sie sicher, dass die Handlungsaufforderung klar und eindeutig ist: Machen Sie deutlich, was das Publikum tun soll und warum es wichtig ist.
2. Stellen Sie sicher, dass die Handlungsaufforderung realistisch und umsetzbar ist: Vermeiden Sie es, das Publikum zu überfordern oder zu verlangen, dass es etwas tut, das unmöglich oder unethisch ist.
3. Erklären Sie, wie das Publikum die Handlungsaufforderung umsetzen kann: Geben Sie dem Publikum konkrete Anweisungen und erklären Sie, wie es die Handlungsaufforderung ausführen kann.
4. Machen Sie das Publikum zu einem Teil der Lösung: Ermutigen Sie das Publikum, sich aktiv an der Umsetzung der Handlungsaufforderung zu beteiligen, anstatt sich passiv zu fühlen.
5. Machen Sie es für das Publikum leicht, die Handlungsaufforderung umzusetzen: Bieten Sie dem Publikum Ressourcen oder Unterstützung an, um ihnen zu helfen, die Handlungsaufforderung umzusetzen.

Indem Sie diese Dinge beachten, können Sie dazu beitragen, dass die Handlungsaufforderung in Ihrem Redebeitrag wirksam ist und das Publikum motiviert, sie umzusetzen.

 

P.S.​

 

Worauf achten Sie bei der Handlungsaufforderung?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #241
K: CNB
Ü:

Drei-Punkte-Formel als Redestruktur. So kommt Ordnung in Reden und Präsentationen.

Drei-Punkte-Formel als Redestruktur

So kommt Ordnung in Reden und Präsentationen.
Drei-Punkte-Formel als Redestruktur - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Drei-Punkte-Formel als Redestruktur für Reden und Präsentationen

 

Die einfache Drei-Punkte-Formel eignet sich zum Aufbau von Redebeiträgen bei vielen Anlässen und Gelegenheiten.

Video

https://youtu.be/zGMmG03UyN8

Drei-Punkte-Formel

 

Mach es dir und deinem Publikum mit geeigneten Redestrukturen leichter. Deine Vorteile sind der für dich leichtere Aufbau einer wirksamen Rede oder Präsentation und auch die Zuhörer finden sich besser zurecht, Du und deine Botschaft überzeugen und wirken.

Die einfache Drei-Punkte-Formel eignet sich zum Aufbau von Redebeiträgen bei vielen Anlässen und Gelegenheiten.

Aufbau

Drei-Punkte-Formel für Präsentationen

Auf dem schnellsten Weg einem Redebeitrag eine Struktur geben? Das gelingt am besten mit der Drei-Punkte-Formel. Dieses einfache Redeformat eignet sich für alle Anlässe und Gelegenheiten.

Schritt für Schritt zum Ziel. Die Drei-Punkte-Formel besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss:

 

1. Einleitung

 

Als Einleitung können Sie mit der Begrüßung beginnen, Interesse wecken und eine Übersicht geben. Je nach Thema darf da auch Humor eine Rolle spielen.

 

 

 

2. Hauptteil

 

Butter bei die Fische. Darum geht es! Den Hauptteil können Sie mit Zahlen, Daten, Fakten und Beispielen bereichern, um Ihre Thesen zu unterstützten. Zur Orientierung dient auch hier die Zahl DREI. Konzentrieren Sie sich auf drei Hauptpunkte. Lassen Sie weg, was nicht unbedingt gebraucht wird. Was nicht hilft, stört!

 

 

 

3. Schluss

 

Wie wäre es mit einer Zusammenfassung? Die ist optional, auf die Handlungsaufforderung solltest du nicht verzichten. Schließlich hat Ihr Beitrag doch ein Ziel, oder?

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist die Drei-Punkte-Formel bei Reden und Präsentationen?

Die Drei-Punkte-Formel ist eine Struktur, ein Aufbau für Reden und Präsentationen, um sie zu gliedern und das Publikum zu führen. Die Drei-Punkte-Formel besteht aus drei Hauptpunkten, die die wichtigsten Ideen oder Botschaften der Rede oder Präsentation darstellen.

Es ist wichtig, dass die Hauptpunkte der Drei-Punkte-Formel klar und präzise formuliert sind und dass sie für das Publikum relevant und von Interesse sind. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass das Publikum die Hauptpunkte versteht und sich von der Rede oder Präsentation angesprochen fühlt.

Die Drei-Punkte-Formel, ist eine von vielen Möglichkeiten, eine Rede oder Präsentation zu strukturieren

Wofür kann die Drei-Punkte-Formel eingesetzt werden?

Die Drei-Punkte-Formel kann in vielen verschiedenen Situationen eingesetzt werden, in denen eine Rede oder Präsentation gehalten wird, um die Rede oder Präsentation zu strukturieren und das Publikum zu führen.

 

Einige Beispiele für den Einsatz der Drei-Punkte-Formel sind:

  1. Vorträge
    Die Drei-Punkte-Formel kann in Vorträgen verwendet werden, um das Publikum über ein bestimmtes Thema zu informieren oder neues Wissen zu vermitteln.

  2. Verkaufspräsentationen
    Die Drei-Punkte-Formel kann in Verkaufspräsentationen verwendet werden, um das Publikum von einem Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen.

  3. Reden
    Die Drei-Punkte-Formel kann in Reden verwendet werden, um das Publikum zu unterhalten, zu ermutigen oder zu motivieren.

  4. Präsentationen
    Die Drei-Punkte-Formel kann in Präsentationen verwendet werden, um das Publikum über ein bestimmtes Thema oder eine Idee aufzuklären oder dazu zu bringen, eine bestimmte Handlung auszuführen.

P.S.

 

Hast du mit dieser oder einer anderen Redeformel eigene Erfahrungen gemacht? Wie bringen Sie Struktur in Ihre Reden und Präsentationen?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 23. Juni 2020
AN: #43338
K: CNB
Ü:

5-Finger-Redestruktur. Handreichung: Fünf Finger für eine strukturierte Rede.

Handreichung: Fünf Finger für eine strukturierte Rede. 5-Finger-Redestruktur.

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Gesprächen, Reden und Präsentationen
5-Finger-Redestruktur

5-Finger-Redestruktur

 

Ein guter Grund für Redebeiträge; es soll eine bestimmte Botschaft vermittelt werden. In der Praxis geschieht es allerdings viel zu oft, dass für Zuhörer am Ende nicht klar ist, worum es ging. Ob in Reden, Präsentationen oder Gesprächen, es fragen sich Zuhörer sehr oft, worum es eigentlich ging.

Es liegt meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben. Wie wäre es mit einem Fingerzeig, mit dem es besser gelingt?

Besser ist es Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Dann kann beispielsweise die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.

Video

https://youtu.be/V8YlJMHyYPs

Redebeiträge strukturieren mit dem 5-Finger-Redeformat

 

Wenn den Zuhörern nicht spätestens am Ende eines Redebeitrags die beabsichtigte Botschaft verständlich ist, dann  liegt es meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben.

Viel besser ist es, Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Beispielsweise in Besprechungen ist Spontaneität gefordert. Auch bei Stegreifreden kann die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.

 

 

 

Die 5-Finger-Redestruktur Schritt für Schritt

 

So geht es ganz einfach von der Hand. Jeder Finger einer Hand steht für einen Schritt. So haben Sie die Reihenfolge Ihrer Argumentation stets in Ihrer Hand:

 

 

1. Daumen

 

Der Daumen drückt den „Status quo“ aus. Geben Sie einen Überblick der Ist-Situation. Beschreiben Sie die Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen.

Was ist daran positiv und welche Chancen damit verbunden sind. Wo sind Veränderungen dringend notwendig und welche Risiken sind erkennbar?

Was geschieht, wenn keine Veränderungen erfolgen. Sorgen Sie dafür, dass die Bedeutung der folgenden Aussagen verstanden werden. Ohne Betroffenheit fehlt die erforderliche Bereitschaft, aktiv zu werden.

 

 

 

2. Zeigefinger

 

Der Zeigefinger zeigt auf das Ziel. Orientieren Sie sich bei der Formulierung des Ziels am SMART-Modell und verwechseln Sie es nicht mit dem Nutzen.

Zur Erinnerung an die Eigenschaften SMARTer Ziel können Sie den Artikel „Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche. SMARTe Ziele erleichtern das Leben.“ lesen.

 

 

 

3. Mittelfinger

 

Der Mittelfinger beschreibt den Weg, also die Umsetzung, wie das Ziel erreicht wird.

Welche Maßnahmen sind notwendig, um das angestrebte Ergebnis zu erreichen.

Hilfreiche Fragen zur eigenen Klärung:

  • Wer kann bei der Verwirklichung des Ziels welchen Beitrag leisten?
  • Wann soll das Ziel erreicht sein?
  • Wo wird was erforderlich sein?
  • Wie soll das Ziel erreicht werden?
  • Welche Ressourcen sind dafür erforderlich und woher kommen sie?

 

 

 

4. Ringfinger

 

Den Ringfinger umfasst der Nutzen. Schildern Sie, welchen speziellen Nutzen das angestrebte Ziel und die von Ihnen präsentierte Lösung für die Zuhörer hat. Beschreiben Sie, wie sich die Situation dadurch kurz-, mittel- und langfristig positiv verändert.

 

 

 

5. Kleiner Finger

 

Der kleine Finger widmet sich der Handlungsaufforderung.

Beschreiben Sie zum Ende Ihrer Rede den ersten, leicht durchzuführenden Schritt und die dazugehörige konkrete Handlungsaufforderung. Sie sollte nicht zu klein und nicht zu groß ausfallen. Ist sie zu groß, kommt das Vorhaben nicht in Bewegung.

Der Redebeitrag wird mit dem Appell beendet.

 

 

 

Fazit

 

Die Fünf-Finger-Redestruktur ist eine schnell greifbare und wirkungsvolle Methode, um Redebeiträgen eine Form zu geben. Sie lässt sich leicht zu lernen und einprägen.

P.S.​

 

Kannten Sie die Fünf-Finger-Redestruktur. Wie strukturieren Sie Ihre Reden und Präsentation, wie Ihre Gesprächsbeiträge?

 

 

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Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. August 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #632
K: CNC
German version: https://www.karstennoack.com/five-finger-speech-structure/
Ü:

Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur

Drei-Akte-Struktur für Geschichten in Reden und Präsentationen

 

Schnell eine Geschichte erzählen? So geht Storytelling mit der Drei-Akte-Struktur. Dieser Artikel stellt den bewährten Aufbau für Geschichten vor.

Überblick

 

 

 

 

Drei-Akte-Struktur

 

Vielen Rednern dürfte noch die Drei-Akte-Struktur aus der Schulzeit bekannt, die Untergliederung der Story in drei Akte. Diese Art des Storytellings bietet Ihnen viel Raum für Handlungsmöglichkeiten.

 

 

 

1. Einleitung

 

Der Anfang der Geschichte dient dazu Ihre Hauptcharaktere, den Ort sowie den zentralen Konflikt einzuführen.

Die Einleitung nimmt meist rund ein Viertel der Geschichte ein.

 

 

 

Überleitung zum 2. Akt

 

Als Überleitung zum 2. Akt dient ein Wendepunkt, ein besonders wichtiges und möglicherweise Ereignis.

 

 

 

2. Hauptteil

 

Im weiteren Verlauf der Handlung spitzt sich der Konflikt immer weiter zu, bis er schließlich am Höhepunkt die Überhand ergreift und Ihr Protagonist seinen Tiefpunkt erleidet.

Der Hauptteil nimmt in etwa die Hälfte der Gesamtzeit ein.

 

 

 

Überleitung zum 3. Akt

 

Als Überleitung zum 3. Akt dient ein Wendepunkt, ein besonders wichtiges und möglicherweise auch überraschendes Ereignis des 2. Aktes.

 

 

 

2. Schluss

 

Zu guter Letzt wird der Konflikt von Ihrer Hauptfigur aufgelöst und der Tiefpunkt somit überwunden.

Der Schluss nimmt rund ein Viertel der Zeit für die Geschichte ein.

Professionelles Storytelling

 

Wenn Sie von professionellem Storytelling profitieren wollen, dann können Sie das im Gruppen- und Einzeltraining bei mir lernen. Und, wenn Sie an einem konkreten Thema arbeiten wollen, umso besser.

 

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Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

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Probelauf und professionelles Feedback

 

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Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

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Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

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  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
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Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

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P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 23. Oktober 2019
AN: #43312
K: CNB
Ü:

Antike Redegliederung: Reden überzeugend strukturieren

Antike Redegliederung

Reden überzeugend strukturieren
Antike Redegliederung für Reden und Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Antike Redegliederung: Wie du Menschen gedanklich zu einer Entscheidung führst

 

Mehr als zweitausend Jahre alt.

Und trotzdem erstaunlich modern.

Die antike Rhetorik beschäftigt sich mit einer Frage, die heute genauso relevant ist wie damals:

Wie führe ich Menschen so durch einen Gedankengang, dass sie verstehen, abwägen und zu einer begründeten Entscheidung kommen können?

Genau darin liegt die Stärke der antiken Redegliederung.

Sie ist weit mehr als ein historisches Schema für feierliche Reden.

Richtig eingesetzt hilft sie bei:

Präsentationen,

Entscheidungsvorlagen,

Führungskommunikation,

Verhandlungen,

Pitches,

politischen Reden,

Veränderungsprozessen

und überall dort, wo du Menschen für eine Position gewinnen möchtest.

Die Grundidee ist überraschend einfach:

Eine überzeugende Rede führt das Publikum Schritt für Schritt von der Ausgangslage zur Konsequenz.

 

 

 

Was können wir heute noch von der antiken Rhetorik lernen?

 

Die Griechen und Römer beschäftigten sich intensiv mit überzeugender Kommunikation.

Dabei ging es keineswegs ausschließlich um schöne Sprache.

Eine Rede sollte:

verständlich sein,

glaubwürdig wirken,

Argumente liefern,

Einwände berücksichtigen,

Emotionen ansprechen

und zu einer Entscheidung oder Handlung führen.

Das klingt erstaunlich zeitgemäß.

Denn auch eine heutige Vorstandspräsentation beantwortet letztlich ähnliche Fragen:

Warum sollte ich zuhören?

Was ist die Ausgangslage?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche davon ist sinnvoll?

Was spricht dagegen?

Was folgt daraus?

Und:

Was sollen wir jetzt tun?

 

 

 

Die antike Redegliederung in acht Schritten

 

Für die praktische Arbeit lässt sich die Struktur in acht Schritte übersetzen.

 

1. Beziehung und Aufmerksamkeit herstellen

 

Bevor Menschen deine Argumente prüfen, müssen sie bereit sein, dir zuzuhören.

In der klassischen Rhetorik ging es um das Wohlwollen des Publikums.

Heute würde ich es breiter formulieren:

Schaffe einen Kontakt, in dem deine Botschaft überhaupt aufgenommen werden kann.

Das kann bedeuten:

Relevanz zeigen.

Eine gemeinsame Ausgangslage benennen.

Eine Frage stellen.

Ein Problem sichtbar machen.

Oder deutlich machen, weshalb das Thema gerade jetzt wichtig ist.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum sollte dieses Publikum mir jetzt zuhören?

 

 

2. Die Ausgangslage klären

 

Was ist geschehen?

Wo stehen wir?

Welche Fakten sind relevant?

Welche Entwicklung hat zu dieser Situation geführt?

Hier braucht es zunächst Orientierung.

Gerade bei kontroversen Themen ist es hilfreich, Beobachtung und Bewertung möglichst sauber zu trennen.

Denn wenn bereits die Ausgangslage strittig bleibt, wird auch die spätere Empfehlung kaum tragen.

Eine gute Ausgangslage beantwortet:

Was müssen wir gemeinsam verstehen, bevor wir über Lösungen sprechen?

 

 

3. Möglichkeiten sichtbar machen

 

Jetzt öffnet sich der Entscheidungsraum.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Wege wurden geprüft?

Welche Alternativen sind realistisch?

Dieser Schritt wird in Präsentationen häufig übersprungen.

Der Redner präsentiert sofort seine bevorzugte Lösung.

Das kann Widerstand erzeugen.

Denn das Publikum fragt sich möglicherweise:

„Wurden andere Möglichkeiten überhaupt ernsthaft geprüft?“

Wer Alternativen sichtbar macht, zeigt:

Meine Empfehlung entstand aus einer Auswahl – weniger aus einer Vorliebe.

Das erhöht Glaubwürdigkeit.

 

 

 

4. Die eigene Empfehlung begründen

 

Nun wird deutlich:

Welche Möglichkeit empfiehlst du?

Und weshalb?

Hier gehören deine stärksten Argumente hin.

Daten.

Erfahrungen.

Zusammenhänge.

Beispiele.

Folgen.

Kriterien.

Die Aufgabe lautet keineswegs, möglichst viele Gründe aufzuzählen.

Wichtiger ist:

Welche zwei oder drei Argumente tragen meine Empfehlung wirklich?

Ein gutes Argument gewinnt durch Qualität.

Weniger durch Menge.

 

 

5. Einwände ernst nehmen

 

Die antike Rhetorik sah ausdrücklich vor, Gegenargumente zu behandeln.

Das ist bemerkenswert modern.

Denn gute Überzeugungsarbeit tut selten so, als gäbe es keinerlei Nachteile oder Risiken.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst mögliche Einwände.

Wenn du sie verschweigst, sinkt eher das Vertrauen.

Deshalb:

Was spricht gegen deine Empfehlung?

Welche Risiken bestehen?

Welche berechtigten Bedenken gibt es?

Welche Annahmen könnten sich als falsch erweisen?

Und:

Warum hältst du deine Empfehlung trotzdem für tragfähig?

Das ist wesentlich stärker als eine Präsentation, die ausschließlich Vorteile zeigt.

 

 

6. Die entscheidenden Gedanken verdichten

 

Nun braucht das Publikum Orientierung.

Was bleibt nach all den Argumenten?

Welche Punkte sind entscheidend?

Eine gute Zusammenfassung wiederholt keineswegs einfach alles.

Sie gewichtet.

Zum Beispiel:

„Damit bleiben für unsere Entscheidung drei Punkte: Erstens … Zweitens … Drittens …“

Jetzt wird aus vielen Informationen ein klarer Zusammenhang.

Verdichtung ist eine Form von Führung.

 

 

7. Bedeutung vermitteln

 

Menschen entscheiden selten ausschließlich anhand von Fakten.

Sie möchten verstehen:

Warum ist das wichtig?

Was verändert sich?

Welche Zukunft wird möglich?

Was steht auf dem Spiel?

In der klassischen Rhetorik spielte die emotionale Bewegung des Publikums eine wichtige Rolle.

Heute würde ich weniger von „Begeisterung erzeugen“ sprechen.

Interessanter ist:

Mach die Bedeutung deiner Empfehlung spürbar.

Was bedeutet diese Entscheidung für:

Menschen,

Ergebnisse,

Risiken,

Möglichkeiten,

Zusammenarbeit,

Zukunft?

Hier verbindet sich Argumentation mit Relevanz.

 

 

8. Die Konsequenz klar formulieren

 

Eine überzeugende Präsentation endet idealerweise mit Klarheit.

Was soll geschehen?

Welche Entscheidung wird benötigt?

Wer übernimmt was?

Was ist der nächste Schritt?

Viele Vorträge verlieren genau hier ihre Wirkung.

Zwanzig Minuten Argumentation.

Dann:

„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

Das Publikum hat verstanden.

Und weiß trotzdem kaum, was jetzt erwartet wird.

Deshalb:

Formuliere die Konsequenz.

Zum Beispiel:

„Ich empfehle, heute die Pilotphase freizugeben und nach zwölf Wochen anhand dieser drei Kriterien zu entscheiden, ob wir weiter skalieren.“

Jetzt besitzt die Rede einen Zielpunkt.

 

 

Die Struktur als Entscheidungsweg

 

Betrachten wir die acht Schritte noch einmal.

Sie bilden keineswegs nur einen Redeaufbau.

Sie bilden einen Entscheidungsprozess:

1. Warum ist das relevant?

2. Wo stehen wir?

3. Welche Möglichkeiten gibt es?

4. Welche empfehle ich und warum?

5. Was spricht dagegen?

6. Was sind die entscheidenden Punkte?

7. Warum ist das bedeutsam?

8. Was soll jetzt geschehen?

Genau deshalb funktioniert diese alte Struktur heute noch.

Menschen brauchen Orientierung, bevor sie einer Empfehlung folgen können.

 

 

 

Besonders wertvoll für Führungskommunikation

 

Für Führungskräfte ist diese Struktur ausgesprochen hilfreich.

Denn Führungskommunikation soll häufig mehr leisten als informieren.

Sie soll:

eine Situation einordnen,

Komplexität reduzieren,

Entscheidungen begründen,

Widerstände berücksichtigen,

Orientierung geben

und Handlung ermöglichen.

Stell dir vor, du möchtest eine strategische Veränderung vorstellen.

Dann könnte die Struktur lauten:

Warum müssen wir uns jetzt mit diesem Thema beschäftigen?

Wo stehen wir?

Welche Optionen haben wir?

Welche Option empfehle ich?

Welche Risiken sehe ich?

Was sind die entscheidenden Gründe?

Was bedeutet die Entscheidung für uns?

Was machen wir als Nächstes?

Das ist keine antike Folklore.

Das ist moderne Führungskommunikation.

 

 

 

Ein Beispiel: Eine Veränderung vorstellen

 

Angenommen, ein Unternehmen möchte einen wichtigen Prozess automatisieren.

 

1. Relevanz

„Unsere Bearbeitungszeiten sind in zwei Jahren um 35 Prozent gestiegen.“

 

2. Ausgangslage

Du zeigst Ursachen und aktuelle Auswirkungen.

 

3. Alternativen

Mehr Personal.

Prozessvereinfachung.

Automatisierung.

Kombination mehrerer Maßnahmen.

 

4. Empfehlung

Du empfiehlst eine schrittweise Automatisierung und begründest sie.

 

5. Einwände

Kosten.

Umsetzungsrisiken.

Akzeptanz.

Abhängigkeit von Technologie.

 

6. Verdichtung

Drei Gründe sprechen trotz dieser Risiken für die Empfehlung.

 

7. Bedeutung

Was wird dadurch für Kunden, Mitarbeitende und Unternehmen möglich?

 

8. Konsequenz

Welche Entscheidung wird heute benötigt?

Das Publikum kann deinem Denken folgen.

Und genau das erhöht die Qualität der Entscheidung.

 

 

 

Glaubwürdigkeit gehört zur Struktur

 

Die antike Rhetorik beschäftigte sich intensiv mit der Glaubwürdigkeit des Redners.

Das ist bis heute relevant.

Menschen fragen sich:

Kann ich dieser Person vertrauen?

Versteht sie das Thema?

Ist sie fair?

Verschweigt sie etwas?

Steht sie selbst hinter ihrer Empfehlung?

Glaubwürdigkeit entsteht deshalb keineswegs erst durch Körpersprache.

Sie entsteht auch dadurch, wie du argumentierst.

Wenn du Risiken offen benennst.

Einwände ernst nimmst.

Grenzen deiner Aussage kennst.

Und nachvollziehbar erklärst, wie du zu deiner Empfehlung gekommen bist.

 

 

 

Die antike Redegliederung ist kein Korsett

 

Du musst keineswegs jede Rede exakt in acht sichtbar getrennte Teile aufteilen.

Die Struktur dient dem Denken.

Weniger dem Schema.

Manchmal verschmelzen Schritte.

Manchmal braucht die Ausgangslage mehr Raum.

Manchmal sind Alternativen offensichtlich.

Manchmal ist die Behandlung von Einwänden der wichtigste Teil.

Und manche Reden brauchen überhaupt keine Handlungsaufforderung.

Die entscheidende Frage lautet:

Welche gedanklichen Schritte braucht mein Publikum, um meinem Anliegen folgen zu können?

Struktur bedeutet Ordnung.

Keine Starrheit.

 

 

 

Was die antike Rhetorik ebenfalls wusste: Vorbereitung besteht aus mehreren Aufgaben

 

Die klassische Rhetorik unterschied verschiedene Phasen der Redevorbereitung.

Auch darin steckt ein moderner Gedanke.

Eine gute Rede entsteht keineswegs dadurch, dass wir sofort schöne Formulierungen schreiben.

Zuerst wird gedacht.

Dann geordnet.

Dann formuliert.

Dann verinnerlicht.

Dann präsentiert.

In moderner Sprache:

 

1. Inhalte finden

Welche Gedanken, Argumente und Informationen sind relevant?

 

2. Struktur entwickeln

In welcher Reihenfolge können andere Menschen ihnen am besten folgen?

 

3. Sprache gestalten

Wie wird daraus verständliche, sprechbare und angemessene Sprache?

 

4. Verinnerlichen

Wie gut kenne ich meine Botschaft und Gedankenführung?

 

5. Präsentieren

Wie bringe ich Inhalt, Stimme, Körpersprache und Publikum zusammen?

Diese Reihenfolge ist weiterhin ausgesprochen sinnvoll.

 

 

 

Erst denken, dann Folien bauen

 

Ein praktischer Fehler lässt sich damit leicht vermeiden.

Viele Menschen beginnen eine Präsentation so:

PowerPoint öffnen.

Erste Folie bauen.

Zweite Folie.

Dritte Folie.

Irgendwann entsteht die Frage:

„Wie bekomme ich daraus jetzt einen roten Faden?“

Die antike Rhetorik würde vermutlich einen anderen Weg empfehlen:

Erst Gedanken sammeln.

Dann ordnen.

Dann gestalten.

Folien kommen später.

Das wirkt auch zweitausend Jahre später erstaunlich vernünftig.

 

 

 

Auswendig lernen oder verinnerlichen?

 

In der klassischen Rhetorik spielte das Einprägen der Rede eine wichtige Rolle.

Heute empfehle ich für viele Auftritte weniger wortwörtliches Auswendiglernen.

Wichtiger ist:

Kenne deine Botschaft.

Kenne deine Gedankenführung.

Kenne deine wichtigsten Übergänge.

Kenne deine Beispiele.

Dann kannst du natürlich sprechen.

Das macht dich flexibler, wenn:

eine Frage kommt,

Zeit gekürzt wird,

eine Reaktion des Publikums etwas verändert

oder etwas anders läuft als geplant.

Lerne Gedanken statt Sätze.

 

 

 

Was bleibt von den antiken Stilregeln?

 

Auch bei der Sprache zeigen sich überraschend moderne Grundprinzipien.

Eine Rede sollte:

sprachlich sauber,

verständlich,

angemessen,

wirkungsvoll

und ausreichend prägnant sein.

Heute würde ich noch etwas ergänzen:

Sie sollte nach dem Menschen klingen, der sie hält.

Eine perfekte Formulierung, die kaum zu dir passt, verliert auf der Bühne schnell an Wert.

Sprache und Person sollten zusammenpassen.

 

 

 

Wann eignet sich die antike Redegliederung besonders?

 

Besonders hilfreich ist sie bei Reden und Präsentationen, die zu einer Einschätzung oder Entscheidung führen sollen.

Zum Beispiel:

Strategiepräsentationen,

Vorstandsvorlagen,

Change-Kommunikation,

politische Reden,

Pitches,

Entscheidungsvorlagen,

Verhandlungen,

fachlichen Empfehlungen,

oder wichtigen Führungskommunikationen.

Für eine kurze Begrüßungsrede wäre sie unnötig umfangreich.

Für eine wichtige Entscheidung kann sie hervorragend sein.

 

 

 

Der Antike-Redegliederung-Check

 

Vor deinem Auftritt kannst du acht Fragen stellen:

 

1. Warum sollte mein Publikum zuhören?

Ist die Relevanz klar?

 

2. Ist die Ausgangslage nachvollziehbar?

Welche Fakten braucht das Publikum?

 

3. Sind relevante Alternativen berücksichtigt?

Wirkt meine Empfehlung wirklich geprüft?

 

4. Was sind meine stärksten Gründe?

Welche Argumente tragen?

 

5. Welche Einwände verdienen eine ehrliche Antwort?

Was könnte ein kluger Kritiker sagen?

 

6. Kann ich die entscheidenden Gedanken verdichten?

Was soll hängen bleiben?

 

7. Ist die Bedeutung deutlich?

Warum sollte das Publikum sich dafür interessieren?

 

8. Was soll jetzt geschehen?

Welche konkrete Konsequenz folgt?

Wenn diese acht Fragen beantwortet sind, besitzt deine Rede ein solides gedankliches Fundament.

 

 

 

Alt ist nicht dasselbe wie veraltet

 

Es gibt Kommunikationsmodelle, die irgendwann ihre Zeit gehabt haben.

Und es gibt Prinzipien, die lange überleben, weil sie grundlegende menschliche Fragen beantworten.

Die antike Redegliederung gehört für mich zur zweiten Kategorie.

Menschen wollen auch heute wissen:

Warum betrifft mich das?

Was ist geschehen?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Warum soll ich dieser Empfehlung folgen?

Was spricht dagegen?

Was bedeutet das für mich?

Und was passiert jetzt?

Die Medien haben sich verändert.

Die Aufmerksamkeitsspanne verändert sich.

Die Sprache verändert sich.

Doch diese Fragen bleiben erstaunlich stabil.

 

 

 

Fazit: Gute Redestruktur führt Denken

 

Die antike Redegliederung ist kein Museumsstück.

Sie zeigt ein zeitloses Prinzip überzeugender Kommunikation:

Menschen brauchen einen nachvollziehbaren Weg von der Ausgangslage zur Konsequenz.

Schaffe Relevanz.

Kläre die Situation.

Zeige Möglichkeiten.

Begründe deine Empfehlung.

Nimm Einwände ernst.

Verdichte.

Zeige Bedeutung.

Und formuliere die Konsequenz.

Dann nutzt du eine jahrtausendealte Struktur für eine sehr moderne Aufgabe:

Menschen dabei zu helfen, einen komplexen Gedanken zu verstehen und auf einer guten Grundlage zu entscheiden.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. März 2015
Englische Version: https://www.karstennoack.com/ancient-speech-structure-speeches-presentations/
Überarbeitung: 15. August 2019

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur: Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur: Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren
Dialektischer Fünfsatz - Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur

 

Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Struktur für Reden und Präsentationen an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt überzeugend vertreten werden soll.

Überblick

 

 

 

 

Dialektischer Fünfsatz

 

Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Redestruktur vor allem dann an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt klargemacht werden soll. Außerdem eignet er sich gut, um auf Angriffe zu reagieren. Durch den Einsatz dieses Argumentationsaufbaus vermitteln Sie dem Publikum, dass Sie Ihre Lösungsempfehlungen systematisch und durchdacht entwickelt haben.

Redeformat: Schritt für Schritt zur Stellungnahme

 

Für einen überzeugenden Standpunkt braucht es fünf Schritte:

Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

1. Vorstellung des Themas

 

Worum geht es? Beginnen Sie damit in das Thema einzuführen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Worum geht es?
  • Was hat das Publikum damit zu tun?

 

 

 

2. These

 

Liefern Sie eine Begründung für die dominierende These, also das Pro. Verwenden Sie ein bis zwei Argumente dafür.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist die dominierende These?
  • Was stützt die These?

 

 

 

3. Antithese

 

Welche entgegengesetzte Position gibt es, also das Kontra? Nennen Sie ein bis zwei Argumente, die dagegen sprechen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Gegenposition und Einwände gibt es?

 

 

 

4. Synthese und eigener Standpunkt

 

Was ergibt sich unter Berücksichtigung der Positionen daraus und was ist Ihre Empfehlung? Hier beziehen Sie Stellung.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist Ihr Standpunkt?
  • Was spricht dafür?

 

 

 

5. Handlungsaufforderung

 

Was soll das Publikum nun tun? Liefern Sie eine Handlungsaufforderung, die Aussicht auf Erfolg hat.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie geht es weiter?
  • Was ist der Appell an das Publikum?

Wie für einen guten Fünfsatz üblich wird er bei der Vorbereitung von hinten aufgezäumt. Es ist schon am Anfang erforderlich zu wissen, worauf es hinausläuft. Mit etwas Übung beweist der dialektische Fünfsatz seinen praktischen Wert in vorbereiteten Reden und auch in spontanen Diskussionen.

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Hast du mit dieser oder einer anderen Redestruktur Erfahrungen gemacht?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Redestruktur

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43374

Problemlösungsformat: Reden & Präsentationen klar strukturieren

Problemlösungsformat für Reden und Präsentationen: vom Problem zur überzeugenden Empfehlung

Reden & Präsentationen klar strukturieren
Redebeiträge im Problemlösungsformat

Problemlösungsformat für Reden und Präsentationen: vom Problem zur überzeugenden Empfehlung

 

Ein Problem zu beschreiben reicht noch nicht.

Wenn du Menschen überzeugen möchtest, brauchen sie mehr.

Sie müssen verstehen:

Was genau ist das Problem?

Warum ist es relevant?

Welche Ursachen liegen dahinter?

Welche Lösungen sind denkbar?

Und warum ist eine davon besonders geeignet?

Genau dafür eignet sich das Problemlösungsformat.

Es führt dein Publikum Schritt für Schritt von der Ausgangssituation zu einer begründeten Entscheidung.

 

 

 

Was ist das Problemlösungsformat?

 

Das Problemlösungsformat ist eine Redestruktur für Präsentationen, Reden und Entscheidungsvorlagen.

Es eignet sich besonders dann, wenn:

  • ein konkretes Problem besteht
  • mehrere Lösungswege denkbar sind
  • eine Entscheidung vorbereitet werden soll
  • du eine Empfehlung begründen möchtest
  • am Ende eine konkrete Handlung folgen soll

Die Grundlogik lautet:

Problem → Ursachen → Ziel → Optionen → Empfehlung → Handlung

Damit entsteht weniger eine lose Sammlung von Argumenten.

Es entsteht eine nachvollziehbare Entscheidungslogik.

 

 

 

Warum diese Struktur gut funktioniert

 

Menschen akzeptieren eine Lösung leichter, wenn sie vorher verstanden haben:

welches Problem überhaupt gelöst werden soll.

Das klingt selbstverständlich.

In Präsentationen wird dieser Schritt trotzdem häufig übersprungen.

Der Redner kennt das Problem bereits.

Das Publikum vielleicht noch nicht.

Oder es bewertet seine Bedeutung anders.

Dann kommt die Lösung zu früh.

 

 

 

Erst Problembewusstsein, dann Lösung

 

Wenn dein Publikum noch nicht überzeugt ist, dass Handlungsbedarf besteht, wird es auch wenig Motivation für deine Lösung entwickeln.

Deshalb sollte der erste Teil der Präsentation beantworten:

Warum sollten wir uns überhaupt damit beschäftigen?

Erst danach wird interessant:

Was sollten wir tun?

 

 

 

Die sechs Schritte des Problemlösungsformats

 

Für viele Reden und Präsentationen hat sich folgende Reihenfolge bewährt:

  1. Ist-Situation und Problem
  2. Ursachen
  3. Ziel beziehungsweise Kriterien
  4. Lösungsoptionen
  5. Empfehlung
  6. Handlungsaufforderung

Diese Reihenfolge ist keine starre Vorschrift.

Sie ist eine Denkstruktur.

Je nach Anlass können einzelne Schritte kürzer oder ausführlicher ausfallen.

 

 

1. Ist-Situation und Problem darstellen

 

Beginne mit der Frage:

Wo stehen wir?

Beschreibe die Ausgangssituation so konkret, dass dein Publikum versteht, worum es geht.

Dann zeige:

Wo liegt das Problem?

Und:

Warum verdient es Aufmerksamkeit?

 

 

Hilfreiche Fragen zur Ausgangssituation

 

  • Was geschieht aktuell?
  • Was funktioniert nicht ausreichend?
  • Wer ist davon betroffen?
  • Welche Folgen entstehen?
  • Wie groß ist das Problem?
  • Warum besteht Handlungsbedarf?

 

 

Das Problem konkret machen

 

Statt:

„Unsere Prozesse funktionieren nicht gut.“

präziser:

„Die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist innerhalb eines Jahres von drei auf sieben Tage gestiegen.“

Das Publikum kann mit der zweiten Aussage mehr anfangen.

Sie beschreibt ein beobachtbares Problem.

 

 

Problem und Symptom unterscheiden

 

Eine häufige Schwierigkeit:

Das sichtbare Problem ist möglicherweise nur ein Symptom.

Zum Beispiel:

„Unsere Kunden beschweren sich häufiger.“

Das ist zunächst eine Beobachtung.

Die Ursache könnte liegen bei:

  • langen Reaktionszeiten
  • unklaren Zuständigkeiten
  • Produktproblemen
  • falschen Erwartungen

Deshalb folgt als nächster Schritt die Ursachenanalyse.

 

 

 

2. Ursachen untersuchen

 

Wenn du nur Symptome behandelst, kann das Problem bestehen bleiben.

Deshalb lohnt sich die Frage:

Warum entsteht die aktuelle Situation?

Zeige die wichtigsten Ursachen.

Weniger jede denkbare Ursache.

Konzentriere dich auf diejenigen, die für die Entscheidung relevant sind.

 

 

Hilfreiche Fragen zu den Ursachen

 

  • Was trägt wesentlich zu dem Problem bei?
  • Welche Faktoren können wir beeinflussen?
  • Welche Annahmen liegen unserer bisherigen Vorgehensweise zugrunde?
  • Welche Ursachen sind belegt?
  • Welche vermuten wir bislang nur?

 

 

Beobachtung und Interpretation trennen

 

Gerade bei Ursachen entstehen schnell vorschnelle Erklärungen.

Zum Beispiel:

„Die Mitarbeitenden sind unmotiviert.“

Das ist bereits eine Interpretation.

Vielleicht beobachten wir tatsächlich:

„Die Zahl der Verbesserungsvorschläge ist innerhalb von sechs Monaten deutlich gesunken.“

Beides ist nicht dasselbe.

Eine gute Problemanalyse trennt möglichst sauber:

Was wissen wir?

Und:

Was vermuten wir?

 

 

 

3. Ziel und Entscheidungskriterien definieren

 

Bevor du Lösungen vergleichst, kläre:

Was soll eine gute Lösung überhaupt leisten?

Dieser Schritt wird häufig unterschätzt.

Ohne ein klares Ziel lassen sich verschiedene Lösungen nur schwer sinnvoll vergleichen.

 

 

Hilfreiche Fragen zum Ziel

 

  • Was wollen wir erreichen?
  • Woran erkennen wir eine gute Lösung?
  • Welche Bedingungen muss sie erfüllen?
  • Welche Nebenwirkungen wollen wir vermeiden?
  • Welche Kriterien sind unverhandelbar?

 

 

Aus einem Wunsch ein konkretes Ziel machen

 

Statt:

„Der Kundenservice soll besser werden.“

zum Beispiel:

„Anfragen sollen innerhalb eines Arbeitstages beantwortet werden, ohne dass die Qualität der Beratung sinkt.“

Jetzt lassen sich Lösungsoptionen an einem konkreteren Maßstab prüfen.

 

 

Warum Kriterien so wichtig sind

 

Wenn du erst eine Lieblingslösung auswählst und anschließend passende Kriterien suchst, wird aus Analyse schnell Rechtfertigung.

Stärker ist:

Erst Kriterien klären. Dann Optionen vergleichen.

So wird deine Empfehlung nachvollziehbarer.

 

 

 

4. Lösungsoptionen darstellen

 

Jetzt kommen die möglichen Wege auf den Tisch.

Zeige die wichtigsten realistischen Alternativen.

Zum Beispiel:

  • Option A
  • Option B
  • Option C
  • Status quo beibehalten

Gerade die letzte Option wird häufig vergessen.

Doch auch:

„Wir verändern nichts.“

ist eine Entscheidung mit Folgen.

 

 

Weniger Optionen können besser sein

 

Du musst nicht jede theoretisch denkbare Lösung präsentieren.

Zu viele Alternativen können die Entscheidung unnötig kompliziert machen.

Konzentriere dich auf:

die ernsthaft relevanten Optionen.

 

 

Vor- und Nachteile fair darstellen

 

Wenn du dein Publikum überzeugen möchtest, kann die Versuchung groß sein:

Die bevorzugte Lösung sieht hervorragend aus.

Alle Alternativen wirken offensichtlich schlecht.

Das ist rhetorisch durchschaubar.

Und es kann Vertrauen kosten.

Stärker ist:

Zeige auch die Nachteile deiner bevorzugten Lösung.

Dann erkläre, weshalb ihre Vorteile trotzdem überwiegen.

 

 

Vergleiche mit denselben Kriterien

 

Wenn Option A nach Kosten bewertet wird und Option B nach Geschwindigkeit, entsteht ein schiefer Vergleich.

Nutze für alle relevanten Optionen möglichst dieselben Kriterien.

Zum Beispiel:

  • Kosten
  • Zeit
  • Risiko
  • Nutzen
  • Umsetzbarkeit
  • Akzeptanz

Das macht die Argumentation transparenter.

 

 

 

5. Eine Lösung empfehlen

 

Jetzt kommt die Entscheidung.

Oder zumindest deine Empfehlung.

Formuliere sie klar.

Weniger:

„Vielleicht könnte man eventuell darüber nachdenken …“

Sondern beispielsweise:

„Ich empfehle Option B.“

Dann folgt die Begründung.

 

 

Eine Empfehlung braucht eine klare Begründung

 

Zum Beispiel:

„Ich empfehle Option B, weil sie unsere drei wichtigsten Kriterien erfüllt: Sie lässt sich innerhalb von drei Monaten umsetzen, reduziert das operative Risiko und bleibt innerhalb des Budgets.“

Damit ist die Empfehlung mit den zuvor definierten Kriterien verbunden.

 

 

Zeige auch den Preis deiner Empfehlung

 

Jede ernsthafte Entscheidung hat Nachteile.

Zum Beispiel:

  • Kosten
  • Zeitaufwand
  • Risiken
  • Verzicht auf andere Möglichkeiten

Wer diese Nachteile offen benennt, wirkt häufig glaubwürdiger als jemand, der eine Lösung als vollkommen risikolos verkauft.

 

 

 

6. Die Handlungsaufforderung formulieren

 

Eine überzeugende Problemanalyse kann trotzdem wirkungslos bleiben, wenn am Ende niemand weiß:

Was passiert jetzt?

Deshalb braucht das Problemlösungsformat häufig einen klaren nächsten Schritt.

 

 

Hilfreiche Fragen zur Handlungsaufforderung

 

  • Welche Entscheidung brauche ich heute?
  • Wer soll etwas tun?
  • Was genau soll geschehen?
  • Bis wann?
  • Welcher nächste Schritt ist realistisch?

 

 

Eine gute Handlungsaufforderung ist konkret

 

Statt:

„Wir sollten jetzt aktiv werden.“

besser:

„Ich bitte heute um die Freigabe für einen dreimonatigen Pilotversuch.“

Jetzt weiß das Publikum, worüber entschieden werden soll.

 

 

Ein vollständiges Beispiel

 

Stell dir vor, du möchtest in deinem Unternehmen eine neue Software einführen.

Dann könnte die Präsentation so aussehen:

 

1. Problem

Die aktuelle Bearbeitung benötigt zu viel Zeit und produziert wiederkehrende Fehler.

 

2. Ursachen

Daten werden mehrfach manuell übertragen und verschiedene Systeme sind nicht miteinander verbunden.

 

3. Ziel

Die Bearbeitungszeit soll um mindestens 30 Prozent sinken, ohne neue Datenschutzrisiken zu erzeugen.

 

4. Optionen

Drei mögliche Softwarelösungen werden anhand von Kosten, Integration, Sicherheit und Implementierungsdauer verglichen.

 

5. Empfehlung

Option B erfüllt die wichtigsten Kriterien am besten.

 

6. Handlung

Freigabe eines Pilotprojekts ab dem kommenden Quartal.

 

 

 

Das Format ist eine Entscheidungsdramaturgie

 

Genau darin liegt seine Stärke.

Das Publikum erlebt nicht nur deine Schlussfolgerung.

Es kann den Weg dorthin nachvollziehen.

Das erhöht die Chance, dass deine Empfehlung:

  • verständlich
  • plausibel
  • diskutierbar

wird.

 

 

 

Wann eignet sich das Problemlösungsformat besonders?

 

Zum Beispiel bei:

  • Entscheidungsvorlagen
  • Management-Präsentationen
  • Projektpräsentationen
  • Veränderungsvorhaben
  • Verkaufsgesprächen
  • politischen oder gesellschaftlichen Reden
  • Verbesserungsvorschlägen

Überall dort, wo dein Publikum von einem Problem zu einer begründeten Lösung geführt werden soll, ist diese Struktur einen Blick wert.

 

 

 

Wann ist das Format weniger geeignet?

 

Nicht jede Rede braucht ein Problem.

Wenn du:

  • eine Geschichte erzählen
  • Menschen würdigen
  • eine Vision entwickeln
  • ein Ereignis erklären
  • Wissen vermitteln

möchtest, kann eine andere Struktur besser passen.

Die Redestruktur sollte immer dem Ziel dienen.

Nicht umgekehrt.

 

 

 

Problemlösungsformat oder Drei-Punkte-Formel?

 

Die Drei-Punkte-Formel ist universeller.

Sie eignet sich hervorragend, wenn du schnell:

Einleitung → Hauptteil → Schluss

strukturieren möchtest.

Das Problemlösungsformat ist spezieller.

Es eignet sich besonders für:

Entscheidungen und Empfehlungen.

→ Drei-Punkte-Formel für Reden und Präsentationen

 

 

 

Problemlösungsformat oder dialektischer Fünfsatz?

 

Der dialektische Fünfsatz eignet sich besonders, wenn du eine Position knapp argumentieren und Einwände beziehungsweise Gegenpositionen berücksichtigen möchtest.

Das Problemlösungsformat ist stärker auf:

Problem → Optionen → Entscheidung

ausgerichtet.

→ Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur

 

 

 

Problemlösungsformat oder AIDA?

 

AIDA konzentriert sich stärker auf:

Aufmerksamkeit → Interesse → Wunsch → Handlung.

Das eignet sich gut für persuasive und verkaufsorientierte Kommunikation.

Das Problemlösungsformat legt dagegen mehr Gewicht auf:

Analyse und begründete Auswahl zwischen Alternativen.

→ AIDA als Struktur für Reden und Präsentationen

 

 

 

Typischer Fehler 1: Das Problem wird dramatisiert

 

Wenn du deine Lösung verkaufen möchtest, kann es verlockend sein, das Problem möglichst groß erscheinen zu lassen.

Das kann kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen.

Es beschädigt jedoch Glaubwürdigkeit, wenn dein Publikum die Übertreibung erkennt.

Zeige das Problem so groß, wie es tatsächlich ist.

 

 

 

Typischer Fehler 2: Die Lösung steht von Anfang an fest

 

Dann wird aus dem scheinbaren Vergleich mehrerer Optionen eine Inszenierung.

Alle Wege führen zufällig zu der Lösung, die du ohnehin wolltest.

Das Publikum bemerkt solche Konstruktionen häufig.

Wenn du Optionen vergleichst, dann vergleiche sie fair.

 

 

 

Typischer Fehler 3: Das Ziel bleibt unklar

 

Ohne klares Ziel lassen sich Lösungen kaum sinnvoll bewerten.

Dann diskutiert das Publikum möglicherweise:

„Welche Option ist besser?“

ohne zu klären:

„Besser wofür?“

Deshalb gehört das Ziel vor den Lösungsvergleich.

 

 

 

Typischer Fehler 4: Zu viele Lösungsoptionen

 

Zehn Alternativen erzeugen weniger automatisch eine bessere Entscheidung.

Oft braucht dein Publikum eine begründete Auswahl der ernsthaft relevanten Möglichkeiten.

Reduziere Komplexität, ohne relevante Optionen zu unterschlagen.

 

 

 

Typischer Fehler 5: Die Empfehlung bleibt versteckt

 

Am Ende wissen alle:

Es gibt ein Problem.

Es gibt verschiedene Lösungen.

Doch niemand weiß:

Was empfiehlt der Redner?

Wenn du eine Empfehlung hast, sprich sie klar aus.

 

 

 

Typischer Fehler 6: Es fehlt der nächste Schritt

 

Ein guter Vortrag kann trotzdem folgenlos bleiben.

Deshalb:

Was soll nach deiner Präsentation geschehen?

Eine Entscheidung?

Ein Pilotprojekt?

Eine Prüfung?

Ein weiteres Gespräch?

Formuliere den nächsten Schritt.

 

 

Beginne weniger mit deiner Lösung

 

Das ist besonders für Experten eine Herausforderung.

Du hast dich möglicherweise seit Wochen mit dem Thema beschäftigt.

Für dich ist die Lösung längst plausibel.

Dann möchtest du direkt sagen:

„Wir brauchen System B.“

Das Publikum fragt jedoch innerlich noch:

„Warum brauchen wir überhaupt ein neues System?“

Deine Präsentation beginnt gedanklich zu spät.

 

 

Beginne dort, wo dein Publikum steht

 

Das bedeutet:

Was weiß das Publikum bereits?

Was sieht es ähnlich?

Wo besteht noch kein Problembewusstsein?

Welche Einwände sind wahrscheinlich?

→ Zielgruppenanalyse für Reden und Präsentationen

 

 

Problemorientierung ohne Problemfixierung

 

Ein weiterer wichtiger Punkt:

Die Präsentation sollte nicht 80 Prozent ihrer Zeit beim Problem verbringen und anschließend in zwei Minuten eine Lösung präsentieren.

Das Publikum braucht genug Problembewusstsein.

Dann sollte der Blick nach vorn gehen.

Sonst entsteht:

Problembeschreibung statt Problemlösung.

 

 

 

Wie viel Problem ist genug?

 

So viel, dass dein Publikum:

  • das Problem versteht
  • seine Bedeutung erkennt
  • die wichtigsten Ursachen nachvollziehen kann

Danach braucht es Bewegung in Richtung Lösung.

 

 

 

Bei Entscheidern: Das Wesentliche früh sichtbar machen

 

In Vorstandsrunden und anderen Entscheidungsgremien ist häufig wenig Zeit.

Dann kannst du die Struktur verdichten.

Zum Beispiel:

„Wir haben Problem X. Drei Ursachen sind relevant. Wir haben drei realistische Optionen. Ich empfehle Option B aus diesen Gründen.“

Danach folgen die Details.

Das Problemlösungsformat bleibt erhalten.

Es wird nur kompakter.

 

 

 

BLUF und Problemlösungsformat lassen sich verbinden

 

Bei Executive-Kommunikation kann es sinnvoll sein, die Empfehlung bereits am Anfang zu nennen.

Zum Beispiel:

„Ich empfehle, Standort B auszubauen. Der Grund: Unsere aktuelle Kapazität reicht ab dem kommenden Jahr nicht mehr aus. Ich zeige kurz das Problem, die drei Optionen und weshalb B die tragfähigste Lösung ist.“

Damit kennt das Publikum früh die Richtung.

Die Problemlösungsstruktur liefert anschließend die Begründung.

 

 

 

Der Aufbau darf zum Publikum passen

 

Das ist entscheidend.

Eine Redestruktur ist ein Werkzeug.

Sie soll Orientierung schaffen.

Sie darf weniger zur Zwangsjacke werden.

Manchmal ist es sinnvoll:

erst die Empfehlung zu nennen und anschließend herzuleiten.

Manchmal:

das Publikum erst Schritt für Schritt zur Lösung zu führen.

Das hängt von Anlass, Publikum und Ziel ab.

 

 

 

Eine kompakte Vorlage

 

Du kannst deine Präsentation mit diesen Fragen vorbereiten:

  1. Problem: Was geschieht und warum ist das relevant?
  2. Ursachen: Warum geschieht es?
  3. Ziel: Was soll eine gute Lösung leisten?
  4. Optionen: Welche realistischen Wege haben wir?
  5. Empfehlung: Welche Option ist am stärksten und warum?
  6. Handlung: Was soll jetzt konkret geschehen?

 

 

 

Eine noch kürzere Version

 

Wenn du nur wenige Minuten hast:

Problem.

Ziel.

Optionen.

Empfehlung.

Nächster Schritt.

Die Ursachen kannst du dort integrieren, wo sie für das Verständnis erforderlich sind.

 

 

 

Vor einer wichtigen Präsentation

 

Prüfe:

  • Ist das Problem konkret genug?
  • Ist der Handlungsbedarf nachvollziehbar?
  • Sind Ursachen und Symptome getrennt?
  • Ist das Ziel klar?
  • Sind die Kriterien transparent?
  • Sind die Optionen fair verglichen?
  • Ist meine Empfehlung eindeutig?
  • Habe ich auch ihre Nachteile berücksichtigt?
  • Ist der nächste Schritt konkret?

 

 

 

Wenn du einen wichtigen Auftritt vorbereitest

 

Dann kann es beispielsweise darum gehen:

  • das eigentliche Problem herauszuarbeiten
  • eine komplexe Entscheidung verständlich zu strukturieren
  • Argumente zu gewichten
  • Optionen überzeugend zu vergleichen
  • eine Empfehlung präzise zu formulieren
  • kritische Rückfragen vorzubereiten
  • die Präsentation realitätsnah zu proben

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Präsentationskompetenz, Argumentation oder die strukturierte Vermittlung komplexer Inhalte geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Präsentation oder Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Vom Problem zur begründeten Entscheidung

 

Das Problemlösungsformat ist einfach.

Und gerade deshalb sehr wirkungsvoll.

Es führt dein Publikum durch sechs entscheidende Fragen:

Was ist das Problem?

Warum entsteht es?

Was wollen wir erreichen?

Welche Möglichkeiten haben wir?

Welche Option empfehle ich?

Was soll jetzt geschehen?

Die Stärke dieser Struktur liegt weniger darin, dass sie sechs Punkte enthält.

Ihre Stärke liegt darin, dass sie eine Entscheidung nachvollziehbar macht.

Eine überzeugende Lösung beginnt deshalb nicht mit der Lösung. Sie beginnt mit einer klaren gemeinsamen Vorstellung davon, welches Problem überhaupt gelöst werden soll.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
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  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Redestruktur

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 23. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Pro-und-Kontra-Redeformat für überzeugende Reden und Präsentationen

Pro-und-Kontra-Redeformat

Der logische Aufbau einer Rede die überzeugt
Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Pro-und-Kontra-Redeformat für Reden und Präsentationen

 

Das Pro-und-Kontra-Redeformat bietet sich als Redestruktur für überzeugende Redebeiträge an, wenn es vom Redner unterschiedliche Positionen zu berücksichtigen gibt.

Pro- und-Contra oder Pro-und-Kontra?

 

Das Pro-und-Kontra-Redeformat ist mit der Fünf-Punkte-Formel verwandt. Es eignet sich sehr gut für eine Rede zu einem kontroversen Thema mit konträren Positionen.

Da bei dieser Redeformel zu Beginn auch der Meinung des Gegners Raum gegeben wird, wirkt der Redner analytisch-sachlich und gerecht. Dem Zuhörer wird somit suggeriert, dass sich der Redner eine fundierte Meinung gebildet hat. Nachdem die Gegenposition erörtert und deren Argumente entkräftet wurden, wird die eigene Position dargelegt. Da sich ein Zuhörer besser das merkt, was er zuletzt gehört hat, verblassen die Argumente der Gegenseite zusätzlich.

Struktur

 

Der Aufbau des Pro-und-Kontra-Redeformats:

1. Interesse wecken

 

Das gilt das Publikum vorzubereiten, indem die Neugier gesteigert und Relevanz vermittelt wird.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie lässt sich die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen?
  • Was interessiert das Publikum?

 

 

 

2. Problem beschreiben

 

Beschreiben Sie das Problem.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was ist die Aufgabenstellung, das Problem?
  • Wo tut es weh?

 

 

 

3. Lösung ankündigen

 

Nun kündigen Sie eine Lösung an.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was für eine Lösung wird angestrebt?

 

 

 

4. Gegenposition darstellen

 

Zuerst die Vorteile und dann die Nachteile, bis die Gegenposition entkräftet ist

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was sind die Vorteile der Gegenposition?
  • Was sind die Nachteile der Gegenposition?
  • Wie lässt sich die Gegenposition entkräften?

 

 

5. Empfehlung

 

Nun geben Sie eine Empfehlung zur Lösung.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Option bevorzugen Sie?

 

 

 

6. Empfehlung begründen

 

Begründen Sie Ihre Empfehlung auf eine für das Publikum relevante Weise.

 

Hilfreiche Fragen:

  • An welche Motive wollen Sie anknüpfen?
  • Weshalb ist Ihre favorisierte Option am vorteilhaftesten?

 

 

 

7. Positive Konsequenzen mit Beispielen nennen

 

Nenne Sie für das Publikum möglichst relevante Beispiele.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Welche Beispiele sind weshalb für das Publikum relevant?
  • Was für unterschiedliche Zielgruppen haben Sie?
  • Gibt es über das Publikum hinausreichende Empfänger der Botschaft?

 

 

 

8. Handlungsaufforderung

 

Butter bei die Fische: Was soll das Publikum nun tun? Wenn das Publikum bis hierher gefolgt ist, geht es nun an die Ernte. Eine gute Handlungsaufforderung ist konkret und der erste Schritt findet möglichst alsbald statt. Lieber einen kleinen ersten Schritt als einen großen Schritt der nie erfolgt.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Was soll das Publikum nun tun?
  • Wie groß darf der Schritt sein?
  • Welche Hürden gibt es?

 

Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Pro-und-Kontra-Redegliederung?

Eine Pro-Kontra-Redegliederung ist eine spezielle Form der Redestruktur, die verwendet wird, um die Vor- und Nachteile eines Themas oder einer Idee zu präsentieren. Sie ist besonders nützlich, wenn es darum geht, das Publikum von einer Meinung oder einer Handlung zu überzeugen, indem die verschiedenen Seiten eines Themas gründlich erörtert werden.

Was ist eine Pro-und-Kontra-Redegliederung?

Eine Pro-Contra-Redegliederung umfasst in der Regel die folgenden Elemente:
1. Einleitung: Die Einleitung dient dazu, das Thema einzuführen und das Publikum auf die Vor- und Nachteile einzustimmen.
2. Pro-Argumente: Im Hauptteil der Rede werden die Argumente für das Thema oder die Idee präsentiert.
3. Contra-Argumente: Im Hauptteil der Rede werden auch die Argumente gegen das Thema oder die Idee präsentiert.
4. Abschluss: Der Schluss der Rede fasst die wichtigsten Punkte zusammen und ruft das Publikum zum Handeln auf.

Wozu ist eine Pro-und-Kontra-Redegliederung gut?

Eine Pro-Contra-Redegliederung ist ein nützliches Werkzeug, um das Publikum über die Vor- und Nachteile eines Themas oder einer Idee zu überzeugen.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

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Hast du mit dieser oder einer anderen Redestruktur Erfahrungen gemacht?

Pro-und-Kontra-Redeformat

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2006
Überarbeitung: 8. Juni 2020
AN: #43371
K:
Ü:

Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

Fünf-Punkte-Gliederung

Reden und Präsentationen klar aufbauen
Präsentieren mit der Fünf-Punkte-Gliederung

Die Fünf-Punkte-Gliederung für Reden und Präsentationen

 

Mit dem Klassiker der Redestrukturierung, der Fünf-Punkte-Gliederung, bauen Sie wirksam Reden und Präsentationen auf.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Redegliederung für den vielfältigen Einsatz

 

Alle guten Dinge sind DREI? Manchmal ist FÜNF noch besser. Eine der geläufigsten Redeformeln ist deswegen die Fünf-Punkte-Gliederung, die auch als Fünf-Finger- oder Fünf-Satz-Formel bezeichnet wird.

Hierbei geht es darum, eine Argumentation Schritt für Schritt aufzubauen, damit der Zuhörer jeden einzelnen Gedankengang nachvollziehen kann. Die Hauptaussage wird dann in Form eines Fazits nah an das Ende gestellt.

Diese Redeformel eignet sich besonders für einfache Überzeugungsvorträge. Sie ist aber auch bei einem Sachvortrag oder einer Stegreifrede anwendbar.

Die Fünf-Punkte-Gliederung: Reden und Präsentationen klar aufbauen

 

Du hast viel zu sagen.

Vielleicht sogar zu viel.

Du kennst das Thema.

Du hast Argumente, Beispiele, Zahlen und Ideen.

Und genau darin kann das Problem liegen.

Denn was für dich längst zusammengehört, muss für dein Publikum noch lange keinen erkennbaren Zusammenhang ergeben.

Eine gute Rede braucht deshalb mehr als gute Inhalte.

Sie braucht eine Gedankenführung.

Eine einfache und vielseitige Möglichkeit dafür ist die Fünf-Punkte-Gliederung.

Sie führt das Publikum Schritt für Schritt von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer klaren Schlussfolgerung und – wenn es zum Anlass passt – zu einer konkreten Handlung.

Präsentationen - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Die fünf Schritte sind:

1. Interesse und Relevanz schaffen
2. Orientierung geben
3. Begründen und anschaulich machen
4. Schlussfolgerung formulieren
5. Konsequenz oder Handlung deutlich machen

Der eigentliche Wert liegt jedoch weniger in der Zahl fünf.

Er liegt in einer entscheidenden Frage:

Kann mein Publikum meinem Gedankengang mühelos folgen?

Gute Struktur dient dem Publikum

 

Wer ein Thema sehr gut kennt, unterschätzt leicht, wie viele gedankliche Schritte das Publikum benötigt.

Der Redner denkt:

„Das ist doch offensichtlich.“

Für die Zuhörer fehlt möglicherweise genau die Verbindung zwischen zwei Gedanken.

Deshalb bedeutet gute Struktur keineswegs, Inhalte lediglich in fünf Kästchen zu sortieren.

Sie bedeutet:

die Gedanken in der Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen sie verstehen können.

Das ist ein Perspektivwechsel.

Du strukturierst die Rede weniger nach der Reihenfolge, in der dir die Gedanken eingefallen sind.

Du strukturierst sie danach, wie dein Publikum sie am besten aufnehmen kann.

 

 

 

Schritt 1: Interesse und Relevanz schaffen

 

Die ersten Momente beantworten für das Publikum eine unausgesprochene Frage:

Warum sollte ich jetzt zuhören?

Deshalb braucht ein guter Einstieg Relevanz.

Das kann durch eine überraschende Beobachtung geschehen.

Eine Frage.

Eine kurze Geschichte.

Eine konkrete Situation.

Eine starke Aussage.

Oder ein Problem, das dein Publikum unmittelbar betrifft.

Zum Beispiel:

„Wir diskutieren seit Monaten über die Kosten dieser Veränderung. Heute möchte ich über die Kosten sprechen, die entstehen, wenn wir nichts verändern.“

Damit ist sofort klar:

Hier geht es um etwas, das Konsequenzen hat.

 

 

 

Leitfragen für den Einstieg

 

Was betrifft mein Publikum unmittelbar?

Welche Frage beschäftigt diese Menschen?

Was steht auf dem Spiel?

Welche Beobachtung macht neugierig?

Und:

Warum lohnt es sich, mir die nächsten Minuten zuzuhören?

 

 

 

Der häufigste Fehler beim Einstieg

 

Viele Redner beginnen mit sich selbst.

„Ich freue mich, heute hier zu sein.“

„Ich möchte Ihnen etwas über unser Projekt erzählen.“

„Mein Thema lautet …“

Das kann höflich sein.

Es erzeugt jedoch selten starke Aufmerksamkeit.

Das Publikum interessiert sich zunächst weniger dafür, was du erzählen möchtest.

Es interessiert sich dafür:

Was bedeutet das für uns?

Deshalb darf die Relevanz möglichst früh sichtbar werden.

 

 

 

Schritt 2: Orientierung geben

 

Nachdem Interesse entstanden ist, braucht das Publikum Orientierung.

Worum geht es genau?

Welche Frage wird beantwortet?

Was möchtest du zeigen?

Was soll nach deiner Rede klarer sein als vorher?

Hier formulierst du den gedanklichen Rahmen.

Zum Beispiel:

„Ich möchte Ihnen heute drei Gründe zeigen, weshalb wir diesen Schritt jetzt gehen sollten – und welche zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit er funktioniert.“

Jetzt weiß das Publikum, worauf es achten soll.

Orientierung reduziert kognitive Arbeit.

Und genau das hilft beim Zuhören.

 

 

 

Eine Rede braucht eine zentrale Botschaft

 

Vor jeder Strukturfrage steht deshalb eine noch wichtigere Frage:

Was soll mein Publikum am Ende verstanden haben?

Versuche, die Botschaft in einem Satz zu formulieren.

Wenn dir das kaum gelingt, ist häufig auch die Rede noch zu unscharf.

Zum Beispiel:

„Wir sollten das Projekt starten.“

Das ist eine Position.

Stärker wäre:

„Wir sollten das Projekt jetzt starten, weil der erwartete Nutzen die überschaubaren Risiken deutlich überwiegt und weiteres Warten zusätzliche Kosten erzeugt.“

Jetzt ist der Kern sichtbar.

Die Struktur kann darauf aufbauen.

 

 

 

Schritt 3: Begründen und anschaulich machen

 

Nun kommt der Hauptteil.

Hier zeigst du:

Warum ist deine Einschätzung nachvollziehbar?

Welche Informationen tragen sie?

Welche Optionen gibt es?

Welche Gegenargumente verdienen Aufmerksamkeit?

Welche Beispiele machen die Aussage verständlich?

Hier entsteht die eigentliche argumentative Substanz.

Doch Vorsicht:

Mehr Argumente machen eine Rede keineswegs automatisch überzeugender.

Manchmal bewirken sie das Gegenteil.

Das Publikum verliert die Prioritäten aus dem Blick.

Deshalb solltest du auswählen.

Welche zwei oder drei Gedanken tragen deine Botschaft wirklich?

Welche Informationen sind erforderlich?

Welche Details gehören eher in eine Fragerunde, einen Anhang oder ein Gespräch danach?

 

 

 

Argumente brauchen eine erkennbare Hierarchie

 

Nicht jedes Argument ist gleich stark.

Und nicht jedes ist für dein Publikum gleich relevant.

Deshalb solltest du unterscheiden:

Was ist mein stärkstes Argument?

Was unterstützt es?

Was ist ein Beispiel?

Was ist Hintergrundinformation?

Was kann weg?

Diese letzte Frage ist besonders wertvoll.

Eine gute Rede entsteht häufig ebenso durch Weglassen wie durch Hinzufügen.

 

 

 

Beispiele machen Gedanken greifbar

 

Abstrakte Aussagen sind schnell vergessen.

Konkrete Beispiele bleiben eher hängen.

Statt:

„Die bisherige Vorgehensweise verursacht erhebliche Verzögerungen.“

könntest du sagen:

„Im vergangenen Quartal haben wir dadurch bei drei Projekten insgesamt sechs Wochen verloren.“

Jetzt bekommt die Aussage Kontur.

Geschichten, Vergleiche und Beispiele können dasselbe leisten.

Sie übersetzen einen abstrakten Gedanken in etwas Vorstellbares.

 

 

 

Gegenargumente erhöhen Glaubwürdigkeit

 

Eine überzeugende Rede tut selten so, als gäbe es ausschließlich Vorteile.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst die Einwände.

Wenn du sie verschweigst, entstehen Zweifel.

Deshalb kann es stark sein, selbst zu sagen:

„Der wichtigste Einwand gegen diese Lösung ist …“

Und anschließend:

„Genau deshalb sollten wir uns diesen Punkt genauer ansehen.“

Damit zeigst du:

Du hast die Gegenposition wahrgenommen.

Du hast sie geprüft.

Und deine Empfehlung besteht auch nach dieser Prüfung.

Das wirkt häufig stärker als eine einseitige Verkaufsschau.

 

 

 

Schritt 4: Die Schlussfolgerung formulieren

 

Nach Argumenten, Beispielen und möglichen Gegenpositionen braucht das Publikum eine klare Antwort:

Was folgt daraus?

Genau dafür ist das Fazit da.

Jetzt fasst du weniger alles noch einmal zusammen.

Du verdichtest.

Zum Beispiel:

„Deshalb empfehle ich, das Projekt im kommenden Quartal zu starten – zunächst begrenzt auf die beiden Bereiche, in denen Nutzen und Umsetzbarkeit bereits ausreichend belegt sind.“

Das ist konkret.

Die Zuhörer wissen, wofür du stehst.

 

 

 

Ein Fazit braucht Entscheidungskraft

 

Manche Reden verlieren kurz vor dem Ende ihre Klarheit.

Nach zwanzig Minuten überzeugender Argumentation kommt:

„Das waren einige Gedanken dazu. Vielen Dank.“

Damit bleibt erstaunlich viel Wirkung liegen.

Wenn du zu einer Schlussfolgerung gekommen bist, darfst du sie aussprechen.

Klar.

Präzise.

Und ohne sie anschließend durch drei zusätzliche Absicherungen wieder zu verwässern.

Eine gute Argumentation darf zu einem klaren Ergebnis führen.

 

 

 

Schritt 5: Was soll jetzt geschehen?

 

Nicht jede Rede braucht einen klassischen Call-to-Action.

Eine Gedenkrede hat ein anderes Ziel als eine Vorstandspräsentation.

Ein Fachvortrag ein anderes als ein Pitch.

Doch fast jede gute Rede hat eine gewünschte Wirkung.

Vielleicht soll das Publikum:

entscheiden,

zustimmen,

eine Möglichkeit prüfen,

eine Vorgehensweise verändern,

eine Information behalten,

eine Frage weiterdenken,

oder einen konkreten nächsten Schritt gehen.

Deshalb lohnt sich am Ende die Frage:

Was soll nach meiner Rede anders sein als vorher?

Wenn daraus eine Handlung folgt, formuliere sie möglichst konkret.

Statt:

„Wir sollten jetzt gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.“

besser:

„Ich schlage vor, dass wir heute die Freigabe für die Pilotphase beschließen und bis Freitag die Verantwortlichkeiten festlegen.“

Jetzt wird aus Zustimmung Bewegung.

 

 

 

Die fünf Punkte auf einen Blick

 

Eine klare Rede beantwortet fünf Fragen:

 

1. Warum soll ich zuhören?

Schaffe Interesse und Relevanz.

 

2. Worum geht es?

Gib Orientierung und formuliere deine zentrale Botschaft.

 

3. Warum sollte ich das nachvollziehen?

Begründe, prüfe und veranschauliche.

 

4. Was folgt daraus?

Formuliere eine klare Schlussfolgerung.

 

5. Was bedeutet das jetzt?

Zeige die Konsequenz oder den nächsten Schritt.

Damit entsteht eine natürliche Gedankenbewegung:

Relevanz → Orientierung → Begründung → Schlussfolgerung → Konsequenz

 

 

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein Werkzeug, kein Korsett

 

Eine Redestruktur soll dir dienen.

Wenn sie deine Botschaft schwächt, verändere sie.

Vielleicht braucht deine Rede mehr Raum im Hauptteil.

Vielleicht ist die Handlungsaufforderung unnötig.

Vielleicht eröffnet eine Geschichte und die eigentliche Orientierung folgt etwas später.

Vielleicht braucht ein komplexes Thema mehrere argumentative Schleifen.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Struktur bedeutet Ordnung – nicht Starrheit.

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist deshalb besonders hilfreich als Ausgangspunkt.

Sie zwingt dich zu fünf wichtigen Entscheidungen.

Was ist relevant?

Was ist meine Botschaft?

Was trägt sie?

Was folgt daraus?

Was soll anschließend geschehen?

 

 

 

Besonders hilfreich bei wenig Vorbereitungszeit

 

Die Struktur eignet sich auch für Situationen, in denen wenig Zeit vorhanden ist.

Bevor du sprichst, notiere fünf Stichworte:

Relevanz

Warum betrifft das mein Publikum?

 

Botschaft

Was möchte ich auf den Punkt bringen?

 

Begründung

Welche zwei oder drei Gedanken tragen die Botschaft?

 

Fazit

Was folgt daraus?

 

Konsequenz

Was soll anschließend geschehen?

Damit lässt sich auch eine kurzfristige Wortmeldung wesentlich klarer strukturieren.

 

 

 

Die Struktur beginnt vor den Folien

 

Ein häufiger Fehler bei Präsentationen:

PowerPoint wird geöffnet, bevor der Gedankengang steht.

Dann entstehen Folien.

Noch eine Folie.

Noch eine Zahl.

Noch ein Diagramm.

Und irgendwann versucht der Redner, aus den vorhandenen Folien eine Geschichte zu bauen.

Hilfreicher ist die umgekehrte Reihenfolge:

Erst die Gedankenführung. Dann die Folien.

Wenn die Struktur ohne Präsentationssoftware kaum funktioniert, werden zusätzliche Folien das Problem selten lösen.

 

 

 

Was wirklich überzeugt

 

Eine Fünf-Punkte-Gliederung allein macht noch keine überzeugende Rede.

Entscheidend bleiben:

eine relevante Botschaft,

tragfähige Argumente,

ein Verständnis für das Publikum,

gute Beispiele,

glaubwürdige Präsenz

und eine klare Schlussfolgerung.

Die Struktur verbindet diese Elemente.

Sie ersetzt sie nicht.

 

 

 

Der Struktur-Check vor deinem Auftritt

 

Vor einer wichtigen Rede oder Präsentation helfen fünf abschließende Fragen:

1. Ist bereits am Anfang klar, warum das Thema relevant ist?

2. Kann ich meine zentrale Botschaft in einem Satz formulieren?

3. Tragen meine wichtigsten Argumente diese Botschaft tatsächlich?

4. Ist am Ende eindeutig, welche Schlussfolgerung ich ziehe?

5. Weiß mein Publikum, was daraus folgt?

Wenn du diese fünf Fragen klar beantworten kannst, besitzt deine Rede bereits ein sehr solides Fundament.

 

 

 

Fazit: Gute Struktur macht Denken nachvollziehbar

 

Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein einfaches Werkzeug.

Gerade darin liegt ihre Stärke.

Sie erinnert dich daran, dass eine gute Rede mehr braucht als interessante Inhalte.

Sie braucht eine nachvollziehbare Gedankenführung.

Schaffe Relevanz.

Gib Orientierung.

Begründe.

Ziehe eine klare Schlussfolgerung.

Und zeige, was daraus folgt.

Denn überzeugende Kommunikation bedeutet weniger, möglichst viel zu sagen.

Sie bedeutet:

die richtigen Gedanken in einer Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen ihnen folgen können.

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 8. März 2026

KaNo-Format als Struktur für Reden und Präsentationen

KaNo-Format als Struktur für Reden und Präsentationen

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
KaNo-Format

Überblick

 

 

 

 

 

KaNo-Format

 

Das KaNo-Format hat sich als besonders wirksames Redeformat bewährt. Es kombiniert Elemente anderer Redeformate mit Erkenntnissen der Psychologie. Es entstand in den 1990ern, um Rednern bei der effektiven Vorbereitung überzeugender Reden und Präsentationen zu unterstützen.

Systematisch wird das Publikum bei konsequenter Anwendung dieses Redeformats mitgenommen und durch die Argumentation Bedenken frühzeitig aufgelöst.

 

 

 

Der Einsatz des KaNo-Formats

 

Den Einsatz des KaNo-Formats können Sie im Einzel- oder Gruppentraining Rhetorik & Präsentation I kennen und schätzen lernen.

P.S.

 

Wie bereiten Sie Ihre Reden und Präsentationen vor, mit welcher Struktur?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
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