Ist Ihr Publikum nach Ihrer Rede oder Präsentation erfreut oder erleichtert?

Wie dankbar ist Ihr Publikum wirklich über Ihre Rede oder Präsentation?

Sie wollen sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren? Was sagt Ihr Publikum dazu?

Publikum

Wie kommt Ihr Redebeitrag tatsächlich an?

 

Was Sie vor Ihrem Auftritt über das Publikum wissen sollten. Bei der Vorbereitung Ihrer Rede oder Präsentationen helfen diese Fragen bei der gedanklichen Vorbereitung auf das Publikum.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Publikum

 

Publikum (von lat. publicus = dem Volk, der Allgemeinheit gehörig) ist der Sammelbegriff für die Zuschauer und Zuhörer bei Vorträgen, Reden, Präsentationen und anderen solchen Veranstaltungen.

 

 

 

Wer ist im Publikum?

 

Zur Vorbereitung Ihres Auftritts lohnt es sich mit der Zuhörerschaft vertraut zu machen. Und das, noch bevor die Veranstaltung losgeht, um Ihren Beitrag auf die Menschen maßzuschneidern, die Sie erreichen wollen.

 

 

 

Klärungshilfe

 

Spezifische Fragen, die Sie sich am besten vorab zu Ihrem Publikum stellen:

  • Welche Altersstruktur hat das Publikum
  • Wie setzt sich das Publikum zusammen?
  • Gibt es regionale Besonderheiten?
  • Welche Einstellung hat das Publikum Ihnen gegenüber und dem Thema?
  • Welche Werte und Überzeugungen wirken in Ihrem Publikum?
  • Welche Bedürfnisse hat das Publikum?
  • Welche Berufsgruppen sind anwesend?
  • Welches Vorwissen bringen die Teilnehmer mit; sind es Laien oder Profis? Müssen Fachbegriffe oder schwierige, spezifische Zusammenhänge erklärt werden?
  • In welchen Strukturen sind die Zuhörer bei Entscheidungen eingebunden?
  • Sind die Teilnehmer freiwillig anwesend?
  • Was bewegt das Publikum?
  • In welcher Stimmung ist das Publikum?
  • Welche Fragen sind zu erwarten?
  • Will das Publikum informiert, unterhalten oder motiviert werden?
  • Welche Fettnäpfchen lauern?
  • Sind Widerstände, Kritik und Einwände zu erwarten?
  • Wie kommuniziert das Publikum, welche Sprache spricht es?

 

 

 

Allgemeine Erwartungen des Publikums

 

Zusätzlich zu den speziellen Erwartungen der Teilnehmer bringen die Zuhörer auch ganz allgemeine Erwartungen mit. Die gilt es ebenfalls zu erfüllen.

 

Zu den allgemeinen Erwartungen gehören:

  • Anerkennung und persönliche Wertschätzung
  • dass die Informationen in gut verständlicher Weise präsentiert werden
  • Gelegenheit für Fragen, Einwände und Diskussionen
  • dass die vereinbarten zeitlichen und sonstigen Rahmenbedingungen eingehalten werden
  • dass Sie kompetent, seriös, glaubwürdig auftreten
  • eine gewisse Entscheidungskompetenz.

Mit den Antworten lassen sich Argumente und Redestil optimal auf das individuelle Publikum ausrichten.

Dankbares oder erleichtertes Publikum?

 

Ob sich Redner darüber klar sind, dass 90 % des Beifalls, den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskriptes entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung sind?

Robert Lembke

 

 

 

Wie beurteilen Sie Ihre Wirkung bei Reden und Präsentationen?

 

Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.

Georg Bernhard Shaw

 

Für andere Redebeiträge dürfte das ebenfalls gelten. Der Erfolg einer Rede oder Präsentation lebt von unserer Fähigkeit, das Publikum mitzureißen und zu überzeugen. Ohne regelmäßige Rückmeldung ist das fast unmöglich.

Brauchbares Feedback hilft beim Abgleich von Selbst- und Fremdbild. Leider ist es eher die Ausnahme. Die wenigstens Rückmeldungen sind uneigennützig. Bewusst oder unbewusst fließen in das Feedback anderer Menschen eigene Interessen ein. Das kann leicht in auf die falsche Fährte führen oder falsche Sicherheit vermitteln.

Außerdem fällt es vielen ungeübten Zuhörern mittlerweile schwer eine entsprechende Aufmerksamkeitsspanne an den Tag zu legen. Und schon ist das Smartphone in der Hand. Ohne entsprechende Aufmerksamkeit wird das mit dem fundierten Feedback nichts.

 

 

 

Mehr

 

Weitere Gedanken dazu finden Sie im Artikel Wie wirkst du wirklich?

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

P.S.

 

Wie dankbar ist Ihr Publikum wirklich für Ihre Reden und Präsentationen?

Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.  Georg Bernhard Shaw

 

 

Der nächste Schritt

 

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 24. Februar 2018
#6

11 Tipps für unterschiedliche Gruppengrößen bei Reden und Präsentationen

11 Tipps für unterschiedliche Publikumsgrößen bei Reden und Präsentationen

Was ändert sich mit der Publikumsgröße bei Reden und Präsentationen? Vom Zweiergespräch, Kleingruppe, Großgruppe bis Stadium.

Gruppengröße

Einfluss der Gruppengröße auf Reden und Präsentationen

 

Nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch die Anzahl der Personen im Publikum, haben Einfluss auf die Wirkung rhetorischer Mittel. Das ist zu beachten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

11 Tipps für unterschiedliche Gruppengrößen beim Publikum

 

 

1. Hilfsmittel

 

Die Gruppengröße hat Einfluss auf die Wahl der Hilfsmittel. Bei größeren Gruppen werden visuelle und akustische Hilfsmittel erforderlich, um alle Teilnehmer zu erreichen. Die Teilnehmer mir den schlechtesten Augen und Ohren sitzen gerne ganz hinten. Dafür können sie ich jedoch recht laut beschweren, wenn sie etwas nicht verstehen oder Fußnoten auf Folien nicht erkennen. Solche Interaktionn können der Dramaturgie durchaus zusetzen.

Die erforderlichen Hilfsmittel gilt es deshalb vorherzusehen, vorzusehen und professionell einzusetzen. Das wird gerne unterschätzt. Vielen Rednern fehlt dazu die Routine. Selbst der Einsatz von Mikrofonen erfordert Wissen und etwas Übung.

 

 

 

2. Kontakt zum Publikum

 

Ab einer gewissen Größe werden sie nicht mehr mit jedem einzelnen Teilnehmer im direkten Kontakt sein. Bei kleinen Gruppen können Sie noch jeden einzelnen Teilnehmer persönlich begrüßen. Mit geeigneten Maßnahmen und insbesondere durch den Blickkontakt gilt es dennoch jedem Teilnehmer das berechtigte Gefühl zu geben zu ihm zu sprechen.

 

 

 

3. Zustandsmanagement

 

Größere Gruppen wirken auch auf die Psyche von Rednern. Je nach persönlichem Empfinden stellt sich bei vielen Rednern eine gewisse Beklommenheit ein. Mit entsprechender Vorbereitung und einem guten Zustandsmanagement lässt sich einschränkendem Lampenfieber begegnen. Außerdem ist es gut zu wissen; größere Gruppen lassen sich bei entsprechendem Vorgehen sogar leichter steuern als kleine.

 

 

 

4. Körpersprache

 

Bei größeren Publikum ist auch die räumliche Distanz größer. Entsprechend größer und deutlicher ausgeprägt darf dann auch die Gestik sein. In einem kleineren Kreis werden übertriebene Gesten schnell als Effekthascherei empfunden und die Glaubwürdigkeit des Redners sinkt.

 

 

 

5. Gespräche mit dem Publikum

 

Der Kontakt zum Publikum ist bei kleinen Gruppen auch nach dem Redebeitrag direkter. Die Hemmschwelle direkt ins Gespräch zu kommen ist dann niedriger. In größeren Gruppen braucht es dafür eine entsprechende Moderation.

 

 

 

6. Eigenverantwortung der Teilnehmer

 

In größeren Gruppen neigen die Teilnehmer zunehmend  dazu ihre Eigenverantwortung abzulegen. Das kann sich der Redner auf mehr oder weniger verantwortliche Weise zunutze machen.

 

 

 

7. Anonymität

 

Die Anonymität innerhalb größerer Gruppen scheint auch die persönliche Moral zu senken. Das kann absurde Formen annehmen.

 

 

 

8. Emotionen

 

Mit zunehmender Gruppengröße reagiert diese emotionaler. So lassen sich größere Gruppen leichter durch Ansprache der Emotionen als des Intellekts in Bewegung bringen. Dieses Phänomen zeigt sich auch daran, dass mit der Anzahl der Zuhörerschaft die Wahrscheinlichkeit von spontanem Beifall erhöht.

 

 

 

9. Schwarmintelligenz

 

Viel gepriesen, nur weshalb? Mit der sogenannten Schwarmintelligenz ist es in der Praxis meistens nicht weit her. Größere Gruppen sind tendenziell weniger kritisch und eher bereit Schwarz-weiß-Botschaften anzunehmen. Der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit reduziert die Kritikfähigkeit und erhöht den Wunsch sich gruppenkonform zu verhalten.

 

 

 

10. Nachhaltigkeit

 

Gruppendruck hat eine geringe Haltbarkeitsdauer. Auf der Basis von Gruppenzugehörigkeit getroffene Entscheidungen, basierend auf Commitment, verlieren oft im Anschluss ihre Intensität. Deswegen wird oft versucht solche Bekenntnisse sofort in Taten umzuwandeln.

 

 

 

11. Einfache Botschaften

 

Je umfangreicher das Publikum, desto  einfacher und bildhafter sollten die Botschaften sein. Schwarz-weiß funktioniert am besten.

 

 

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Wie bereiten Sie sich auf unterschiedliche Größe des Publikums vor?

 Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. George Bernard Shaw

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 11. Mai 2007
#0

Die Angst vor dem Erröten vor Publikum: Erythrophobie statt Lampenfieber

Die Angst vor dem Erröten vor Publikum: Erythrophobie statt Lampenfieber

Dich und die Botschaft überzeugend präsentieren: Hilfe bei intensivem Lampenfieber und Redeangst
Erythrophobie statt Lampenfieber: Die Angst vor dem Erröten

Die Angst vor dem Erröten vor Publikum

 

Angst vor dem Auftritt? Wenn es nicht das klassische Lampenfieber ist, sondern die übersteigerte Angst vor dem Erröten (Erythrophobie), dann ist spezielle Hilfe verfügbar. Da mehr Menschen davon betroffen sind als vielfach geahnt wird, ist es Zeit, das Tabu zu brechen.

Video

https://youtu.be/_w4_pukd9VQ

Während des Auftritts erröten

 

Da sind sie wieder, diese aufsteigende Gesichtswärme, zunehmende Errötung, mehr und mehr Nervosität, das Herzrasen, das Schwitzen, der Magen meldet sich mit Unwohlsein, die Angst sich zu blamieren. Das sind nur einige Symptome der Errötungsangst, die sich vor Publikum noch in schwindelnde Höhen schraubt. Nicht selten schaukelt es sich zu einem Teufelskreis hoch.

 

 

 

Erröten

 

Bei einigen Klienten, die wegen Lampenfieber zu mir kommen, steht im Zentrum ihrer Ängste das Erröten. Hier handelt es sich dann meist nicht tatsächlich um Lampenfieber, sondern um eine Angststörung, die sich Erythrophobie nennt. Herkömmliche Wege, die sich zur Auflösung von Lampenfieber bewährt haben, bringen hier wenig bis gar nichts. Im Gegenteil; wird das Erröten bekämpft, verstärkt es sich meist noch.

 

 

 

Erröten ist eine normale körperliche Reaktion

 

Erröten an sich ist keine Krankheit, sondern eine harmlose körperliche Reaktion, die sich automatisch einstellt und die nur bedingt vorbeugend verhindert werden kann. Erröten wird uns in der Regel erst bewusst, wenn es bereits passiert ist. Wenn wir spüren, dass uns warm wird, sind wir auch schon dabei rot anzulaufen. Erröten unterliegt also nicht der bewussten Kontrolle. Bei den meisten Menschen legt sich das Erröten wieder von alleine, wenn es keine weitere Aufmerksamkeit bekommt.

 

 

 

Als Studiogast beim rbb in Sendung über Erythrophobie

 

Wenn es nicht so sehr das klassische Lampenfieber ist, sondern die übersteigerte Angst vor dem Erröten zu Einschränkungen führt, dann ist spezielle Hilfe verfügbar. Da mehr Menschen davon betroffen sind als vielfach geahnt wird, ist es Zeit, das Tabu zu brechen. Bei der Sendung zibb auf rbb ging deshalb es um diese Form der Angst und was für Möglichkeiten Betroffene haben. Ich, Karsten Noack, war dort als Studiogast. Der Beitrag ist dort noch abrufbar.

 

 

 

Erythrophobie

 

Der lateinische Begriff Erythrophobie steht für die übersteigerte Angst vor dem Erröten und ein entsprechendes einschränkendes Vermeidungsverhalten. Registrieren Betroffene ihr Erröten, das in für sie unpassenden Gelegenheiten auftritt, dann empfinden sie es als äußerst unangenehm.

Bei dieser übersteigerten Angst vor dem Erröten handelt es sich nicht um Lampenfieber, sondern um eine Form der Sozialphobie. Es ist eine unbegründete oder zumindest deutlich übertriebene, intensive Angst bei sozialen Zusammentreffen. Die Vorstellung von anderen Menschen beobachtet und beurteilt zu werden ängstigt, die Vorstellung dabei auch noch zu erröten setze dem noch eine Krone auf. Wie bei einer Sozialen Phobie vermeiden Betroffene von Errötungsangst möglichst alle Situationen, in denen sie eine solche Gefahr erahnen. Schon der Gedanke daran verursacht Angstsymptome mit unangenehmen körperlichen Reaktionen. Die aufsteigende Röte und der Temperaturanstieg während dem Erröten im Gesicht werden selbst sehr deutlich wahrgenommen. Betroffene wollen dagegen ankämpfen, doch gerade das steigert die Angst und die Symptome zusätzlich.

Die Errötungsangst (Erythrophobie) bezieht sich auf das Erröten in sozialen Situationen und resultiert oft aus der Angst vor Sozialkontakten oder aus einem plötzlichen Überraschungseffekt in sozialen Situationen. Viele Betroffene meinen allerdings, sie würden nur wegen des unkontrollierbaren Errötens den Kontakt mit anderen Menschen fürchten und hätten sonst keine soziale Unsicherheit und keine Probleme im Umgang mit anderen.

 

 

 

Wahrnehmungsfokus

 

Unter Erythrophobie leidende Menschen beobachten besonders aufmerksam sich und ihr Umfeld. Die Reaktionen anderer Personen auf sich werden äußerst genau beobachtet und interpretiert. So vermuten sie, dass ihr Umfeld das Erröten sehr negativ bewerten. Selbst Reaktionen, die nichts mit ihnen zu tun haben oder anders gemeint sind, werden tendenziell negativ bewertet. So kommt es häufig zu Situationen, in denen sie schon deshalb, weil sie es befürchten, erröten.

 

 

 

Mechanismen

 

Die menschliche Vorstellungskraft hat eine bedeutende Rolle bei der Entstehung oder Aufrechterhaltung einer Angst wie der Erythrophobie. Das Gehirn kann nicht zwischen Erlebtem und Vorgestelltem unterscheiden. Wenn sich jemand intensiv genug etwas vermeintlich gefährliches vorstellt, reagiert das Stammhirn und bereitet den Körper auf Flucht oder Kampf vor. Bestimmte Bereiche werden dadurch besser durchblutet. Es ist dann so, als wäre derjenige tatsächlich in dieser Situation.

Es entwickelt sich ein Teufelskreis, in dem sich die Betroffenen selbst überwachen und sich vor einem plötzlichen, nicht kontrollierbarem Erröten fürchten. Mögliche Situationen, die zum Erröten führen könnten, werden häufig bewusst vermieden. Die Betroffenen ziehen sich zunehmend zurück.

So ist nicht das Erröten das Problem, sondern die Angst vor dem Rotwerden, die sich in dem Begriff Erythrophobie auch ausdrückt. Wichtig ist sich, anstatt sich auf die Vermeidung zu konzentrieren, lieber einer fachkundigen Unterstützung anzuvertrauen, um so die Ursachen zu klären und die Erythrophobie aufzulösen. Von alleine löst sich die Erythrophobie selten auf.

 

 

 

Erythrophobie erfordert spezielle Hilfe

 

Menschen mit solchen phobischen Reaktionen sind tendenziell eher bestrebt, das Problem selbst zu lösen. Mitunter wird auch versucht, mittels Selbstmedikamentierung und Alkohol eine Besserung zu erlangen. Doch das scheitert und bringt sogar weiter Nachteile mit sich. Erst, wenn es eine Weile als unerträglich empfunden wird und es sich nicht mehr verhindern lässt, wird Hilfe gesucht. Ich selbst habe schon seit rund 2 Jahrzehnten Menschen dabei begleitet, die Erythrophobie aufzulösen. Es handelt sich übrigens um eine für den Therapeuten anspruchsvollsten Angststörungen. Sie ist gut zu behandeln, erfordert jedoch deutlich mehr Erfahrungen und Aufmerksamkeit als viele andere spezifischen Ängste. Und, es handelt sich um Psychotherapie!

Erythrophobie ist nicht Gegenstand von Coaching, sondern Therapie. Es erfordert einen erfahrenen Therapeuten mit entsprechender Zulassung. Seit über zwei Jahrzehnten helfe ich Betroffenen.

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

 

 

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P.S.

 

Kennen Sie die Angst vor dem Publikum zu erröten?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 24. Juni 2020
AN: #582
Ü: X
K:

Was nicht hilft, schadet: Klarheit durch Weglassen

Was nicht hilft, schadet

Klarheit durch Weglassen
Bei Reden gilt; was nicht hilft, schadet!

Was nicht hilft, schadet: Warum gute Kommunikation den Mut zum Weglassen braucht

 

Du hast viel zu sagen.

Das Thema ist wichtig.

Du kennst Hintergründe, Zusammenhänge, Zahlen, Beispiele und Geschichten.

Also packst du möglichst viel davon in deine Präsentation.

Schließlich möchtest du gut vorbereitet sein.

Und genau hier beginnt ein häufiges Problem.

Mehr Inhalt erzeugt keineswegs automatisch mehr Wirkung.

Manchmal geschieht das Gegenteil.

Die entscheidende Botschaft verschwindet zwischen all den Dingen, die ebenfalls interessant sind.

Deshalb gehört zu guter Kommunikation eine Fähigkeit, die häufig unterschätzt wird:

weglassen.

 

 

 

Was nicht hilft, schadet

 

Dieser Grundsatz begleitet mich seit vielen Jahren bei der Arbeit an Reden und Präsentationen:

Was nicht hilft, schadet.

Das klingt zunächst radikal.

Denn ein zusätzlicher Satz richtet doch keinen Schaden an.

Eine weitere Folie auch kaum.

Noch ein Beispiel?

Kann doch interessant sein.

Das Problem entsteht durch Konkurrenz.

Jeder zusätzliche Gedanke konkurriert um:

Aufmerksamkeit,

Zeit,

Erinnerung

und Bedeutung.

Wenn alles wichtig ist, wird es für das Publikum zunehmend schwieriger zu erkennen, was wirklich wichtig ist.

 

 

 

Aufmerksamkeit ist begrenzt

 

Du kennst dein Thema möglicherweise seit Jahren.

Dein Publikum hört deine Gedanken gerade zum ersten Mal.

Das ist ein großer Unterschied.

Du kennst:

die Zusammenhänge,

die Vorgeschichte,

die Fachbegriffe,

die Argumente

und das Ziel.

Dein Publikum muss all das während des Zuhörens verarbeiten.

Und anders als beim Lesen kann es kaum einfach drei Absätze zurückspringen.

Deshalb ist eine Rede weniger ein Behälter für Informationen.

Sie ist eine geführte Aufmerksamkeit.

 

 

 

Die wichtigste Frage lautet: Was soll bleiben?

 

Bevor du entscheidest, was du sagen möchtest, stelle eine andere Frage:

Was soll nach meinem Auftritt im Kopf des Publikums bleiben?

Ein Gedanke?

Eine Entscheidung?

Eine Haltung?

Eine Empfehlung?

Eine Handlungsaufforderung?

Wenn du darauf eine klare Antwort hast, wird Auswahl leichter.

Jetzt kannst du jeden Bestandteil deiner Präsentation prüfen:

Hilft das meiner Botschaft?

Falls ja: behalten.

Falls kaum: kürzen, verändern oder streichen.

 

 

 

Gute Kommunikation ist kuratiert

 

Ein Museum zeigt keineswegs alles, was es besitzt.

Eine gute Ausstellung wählt aus.

Die Auswahl erzeugt Zusammenhang und Bedeutung.

Ähnlich funktioniert eine überzeugende Präsentation.

Deine Aufgabe besteht weniger darin, dein gesamtes Wissen vorzuführen.

Du wählst aus deinem Wissen genau das aus, was dieses Publikum für diesen Zweck braucht.

Das ist keine Vereinfachung aus Bequemlichkeit.

Es ist kommunikative Verantwortung.

 

 

 

Wissen verführt zum Vollständigkeitsanspruch

 

Gerade Expertinnen und Experten haben damit manchmal Schwierigkeiten.

Sie wissen viel.

Deshalb sehen sie überall wichtige Ergänzungen.

„Eigentlich müsste ich dazu noch erklären …“

„Der Vollständigkeit halber …“

„Man müsste außerdem berücksichtigen …“

Und schon wächst die Präsentation.

Das Publikum bekommt immer mehr Informationen.

Die Botschaft bekommt immer weniger Raum.

Expertise zeigt sich jedoch keineswegs ausschließlich darin, viel zu wissen.

Eine besonders wertvolle Form von Expertise lautet:

erkennen, was davon jetzt relevant ist.

 

 

 

Streichen fällt schwer

 

Das hat einen einfachen Grund.

Du hast Zeit investiert.

Vielleicht lange an einer Formulierung gearbeitet.

Eine Grafik erstellt.

Eine Geschichte gefunden.

Eine Folie gestaltet.

Jetzt möchtest du sie verständlicherweise verwenden.

Doch der Aufwand, der bereits in einem Element steckt, sagt wenig darüber aus, ob es in die endgültige Präsentation gehört.

Die entscheidende Frage bleibt:

Dient es dem Ziel?

Falls kaum, darf es gehen.

Auch wenn es schön ist.

 

 

 

Kill your darlings

 

Schreibende kennen den Gedanken:

Manchmal müssen gerade die Stellen gehen, an denen wir besonders hängen.

Das gilt auch für Reden.

Eine wunderbare Geschichte kann zu lang sein.

Eine brillante Formulierung kann vom eigentlichen Gedanken ablenken.

Eine eindrucksvolle Grafik kann wenig beitragen.

Ein großartiger Witz kann an dieser Stelle die falsche Wirkung haben.

Dann ist Qualität keineswegs:

„Das ist gut, also behalte ich es.“

Sondern:

„Das ist gut – und trotzdem gehört es hier nicht hinein.“

Das ist eine anspruchsvollere Entscheidung.

 

 

 

Weniger Argumente können stärker überzeugen

 

Angenommen, du besitzt sieben Argumente für deine Position.

Musst du alle nennen?

Vielleicht sind drei davon ausgesprochen stark.

Zwei mittelmäßig.

Und zwei laden zu Nebendiskussionen ein.

Dann können sieben Argumente schwächer wirken als drei.

Denn schwache Argumente stehen keineswegs einfach neben starken.

Sie können die Gesamtwahrnehmung deiner Position beeinflussen.

Deshalb:

Wähle deine stärksten Argumente.

Und gib ihnen genug Raum, damit sie wirken können.

 

 

 

Ein Beispiel statt fünf

 

Dasselbe gilt für Beispiele.

Ein gutes Beispiel:

macht einen Gedanken verständlich,

erzeugt ein Bild,

und bleibt im Gedächtnis.

Fünf ähnliche Beispiele verlängern möglicherweise vor allem die Präsentation.

Frage:

Welches Beispiel trägt meinen Gedanken am besten?

Dann nutze dieses.

 

 

 

Folien brauchen ebenfalls eine Aufgabe

 

Eine Folie ist kein Beweis dafür, dass du vorbereitet bist.

Sie braucht eine Funktion.

Sie kann:

etwas zeigen,

einen Zusammenhang verdeutlichen,

eine Zahl verständlich machen,

Orientierung geben,

oder einen Gedanken emotional unterstützen.

Wenn eine Folie lediglich wiederholt, was du ohnehin sagst, prüfe sie kritisch.

Auch hier gilt:

Was hilft diese Folie dem Publikum?

Die Antwort „Ich habe sie bereits erstellt“ reicht kaum.

 

 

 

Komplexität und Klarheit sind keine Gegensätze

 

Manchmal wird Kürzen mit Vereinfachen verwechselt.

Doch komplexe Themen dürfen komplex bleiben.

Die Aufgabe lautet weniger:

Komplexität verstecken.

Sondern:

Komplexität so ordnen, dass Menschen ihr folgen können.

Vielleicht braucht ein Thema zehn Minuten.

Vielleicht eine Stunde.

Entscheidend ist, dass jeder Teil einen nachvollziehbaren Beitrag leistet.

Klarheit bedeutet keineswegs, alles simpel zu machen.

Klarheit bedeutet:

Das Wesentliche wird erkennbar.

 

 

 

Gute Kürzung erhält die Substanz

 

Stell dir einen Bildhauer vor.

Er fügt dem Stein kaum immer mehr Material hinzu.

Er entfernt.

Bis die Form sichtbar wird.

So kann auch Überarbeitung funktionieren.

Der Gedanke ist bereits vorhanden.

Jetzt entfernst du:

Wiederholungen,

Umwege,

Nebenthemen,

unnötige Einschränkungen,

Füllwörter,

komplizierte Formulierungen

und alles, was die eigentliche Aussage verdeckt.

Das Ziel ist weniger ein möglichst kurzer Text.

Das Ziel ist ein konzentrierter Text.

 

 

 

Kürze ist kein Selbstzweck

 

Das ist mir wichtig.

Eine Rede wird keineswegs automatisch besser, weil sie kürzer ist.

Eine dreiminütige langweilige Rede bleibt langweilig.

Ein komplexes Thema kann Zeit brauchen.

Eine Geschichte darf Raum bekommen.

Eine Pause darf dauern.

Deshalb lautet der Grundsatz auch keineswegs:

Was lang ist, schadet.

Sondern:

Was nicht hilft, schadet.

Manchmal hilft eine zusätzliche Geschichte enorm.

Manchmal braucht ein Argument mehr Erklärung.

Manchmal ist eine Wiederholung entscheidend.

Der Maßstab ist die Funktion.

 

 

 

Schreiben für die Ohren

 

Ein weiterer Bereich verdient konsequente Reduktion:

die Sprache.

Geschriebene Texte können kompliziertere Strukturen vertragen.

Beim Sprechen gelten andere Bedingungen.

Das Publikum hört einen Satz einmal.

Deshalb helfen:

klare Satzstrukturen,

aktive Verben,

konkrete Begriffe,

verständliche Sprache

und ein Gedanke nach dem anderen.

Wenn du beim Vorlesen selbst Luft und Orientierung verlierst, wird es deinem Publikum kaum leichter fallen.

 

 

 

Lies deine Rede laut

 

Das gehört für mich zu den einfachsten und wirkungsvollsten Prüfungen.

Lies den Text laut.

Dann bemerkst du:

Wo stolpere ich?

Wo wird ein Satz zu lang?

Wo klingt etwas geschrieben statt gesprochen?

Wo wiederhole ich mich?

Wo verliere ich selbst die Energie?

Der Mund erkennt manches schneller als das Auge.

 

 

 

Noch besser: Sprich frei darüber

 

Wenn du deine Botschaft verstanden hast, erzähle sie einmal ohne Manuskript.

Was sagst du jetzt?

Welche Formulierungen entstehen natürlich?

Welche Abschnitte aus deinem Manuskript tauchen überhaupt nicht auf?

Das ist interessant.

Vielleicht zeigt dir dein eigenes Sprechen bereits, welche Teile tatsächlich wichtig sind.

 

 

 

Was kannst du entfernen, ohne dass etwas fehlt?

 

Das ist eine meiner Lieblingsfragen bei der Überarbeitung.

Streiche probeweise einen Abschnitt.

Fehlt anschließend etwas?

Wenn die Antwort lautet:

„Eigentlich kaum“,

hast du eine interessante Information bekommen.

Dann durfte dieser Abschnitt möglicherweise schon länger gehen.

 

 

 

Der 50-Prozent-Test

 

Bei einer wichtigen Präsentation kannst du noch radikaler fragen:

Was würde ich sagen, wenn ich plötzlich nur die Hälfte der Zeit hätte?

Welche Gedanken bleiben?

Welche Beispiele?

Welche Folien?

Welche Botschaft?

Dieser Test legt Prioritäten erstaunlich schnell offen.

Und selbst wenn du anschließend wieder die volle Zeit hast, weißt du jetzt, wo der Kern liegt.

 

 

 

Der Ein-Satz-Test

 

Noch radikaler:

Wenn mein Publikum ausschließlich einen Satz behalten könnte – welcher sollte es sein?

Kannst du diesen Satz formulieren?

Wenn ja, hast du eine Kernbotschaft.

Wenn dir zwanzig Sätze einfallen, braucht die Präsentation möglicherweise noch eine Entscheidung.

 

 

 

Was bei Führungskommunikation besonders zählt

 

Je größer die Verantwortung, desto wertvoller wird die Fähigkeit zur Verdichtung.

Menschen erwarten von Führungskräften häufig:

Orientierung,

Prioritäten,

Einordnung,

Entscheidungen.

Wer Komplexität lediglich weitergibt, delegiert die eigentliche Denkarbeit an sein Publikum.

Wer dagegen sagen kann:

„Das sind die drei entscheidenden Punkte.“

leistet etwas anderes.

Er oder sie hat ausgewählt.

Gewichtet.

Und Verantwortung für die Einordnung übernommen.

Klarheit ist deshalb auch Führungsleistung.

 

 

 

Weglassen braucht Mut

 

Manchmal behalten wir Inhalte aus Sorge.

„Was, wenn jemand genau danach fragt?“

Dann darf diese Information in die Fragerunde.

„Was, wenn jemand mehr Details braucht?“

Dann kann es ein Handout geben.

„Was, wenn jemand die Herleitung sehen möchte?“

Dann kannst du sie bereithalten.

Eine Präsentation muss keineswegs sämtliche möglichen Fragen vorsorglich beantworten.

Sie braucht eine klare Hauptstrecke.

Details können verfügbar bleiben, ohne auf dieser Hauptstrecke herumzuliegen.

 

 

 

Gute Vorbereitung bedeutet auch: Material außerhalb der Rede bereithalten

 

Das ist ein hilfreicher Perspektivwechsel.

Streichen bedeutet keineswegs vernichten.

Du kannst Inhalte verschieben:

in den Anhang,

ins Handout,

in Backup-Folien,

in die Fragerunde,

in ein weiterführendes Dokument,

oder in eine spätere Präsentation.

Damit fällt das Loslassen leichter.

Die Information bleibt verfügbar.

Sie konkurriert lediglich weniger mit deiner Kernbotschaft.

 

 

 

Ein Sparringspartner sieht anderen Ballast

 

Das eigene Material zu kürzen ist besonders schwierig.

Du kennst die Geschichte hinter jedem Absatz.

Du weißt, weshalb diese Folie entstanden ist.

Du bist emotional stärker damit verbunden.

Ein guter Sparringspartner besitzt diesen Ballast weniger.

Er kann fragen:

„Wofür brauchen wir das?“

Diese einfache Frage kann ausgesprochen wertvoll sein.

Nicht weil jemand anderes dein Thema besser kennt.

Sondern weil er näher an der Perspektive deines Publikums ist.

 

 

 

Der Was-hilft-Check

 

Gehe vor einem wichtigen Auftritt noch einmal durch deine Präsentation.

Bei jedem Element fragst du:

 

1. Was ist meine Kernbotschaft?

Ohne diese Antwort fehlt der Maßstab.

 

2. Welche Funktion hat dieser Teil?

Informieren?

Begründen?

Veranschaulichen?

Orientieren?

Bewegen?

 

3. Braucht mein Publikum das wirklich?

Oder brauche vor allem ich es, weil ich daran hänge?

 

4. Gibt es eine kürzere oder klarere Möglichkeit?

Reduzieren, ohne Substanz zu verlieren.

 

5. Was geschieht, wenn ich es streiche?

Wenn kaum etwas fehlt, hast du deine Antwort.

 

6. Wo gehört das Material stattdessen hin?

Anhang?

Handout?

Fragerunde?

Archiv?

Damit wird Kürzen weniger schmerzhaft und wesentlich systematischer.

 

 

 

Was nicht hilft, schadet – weit über Reden hinaus

 

Der Gedanke gilt übrigens keineswegs ausschließlich für Präsentationen.

Auch in:

Gesprächen,

E-Mails,

Entscheidungsvorlagen,

Verhandlungen,

Meetings

und Führungskommunikation

lohnt sich dieselbe Frage:

Was trägt wirklich zu meinem Anliegen bei?

Ein zusätzliches Argument kann verwässern.

Eine zusätzliche Erklärung kann Rechtfertigung erzeugen.

Eine zusätzliche Information kann vom Entscheidenden ablenken.

Prägnanz bedeutet deshalb keineswegs, wenig zu sagen.

Sie bedeutet:

genug zu sagen – und den Rest wegzulassen.

 

 

 

Fazit: Klarheit entsteht auch durch Weglassen

 

Gute Kommunikation braucht Ideen.

Argumente.

Geschichten.

Beispiele.

Sprache.

Und irgendwann braucht sie etwas, das mindestens genauso wichtig ist:

Auswahl.

Was trägt?

Was lenkt ab?

Was ist wesentlich?

Was darf gehen?

Was gehört an eine andere Stelle?

Diese Entscheidungen machen aus einer Materialsammlung eine Botschaft.

Deshalb bleibt einer meiner wichtigsten Grundsätze für Reden und Präsentationen:

Was nicht hilft, schadet.

Oder etwas genauer:

Was nicht zur gewünschten Wirkung beiträgt, konkurriert mit dem, was wirklich wichtig ist.

Und genau deshalb ist Weglassen keine Verarmung.

Es ist eine Form von Klarheit.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Januar 2017
Überarbeitung: 16. April 2026

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun?
gute Redner kennen die Wirkung von Oxytozin

Rhetorik und Oxytocin

 

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun? Welche Rolle spielt Oxytocin bei Reden und Präsentationen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der Mensch, das Herdentier

 

Von wegen Individuen; Menschen sind Herdentiere. Herden haben die Angewohnheit, ihre Anführer zu imitieren und nachzuahmen. Es spielt also eine große Rolle, was sie beobachten. Bei der Wahl der Kaffeesorte folgen viele Georg Clooney, selbst wenn das bedeutet eine Menge Geld für viel Aluminium und etwas Kaffee zu bezahlen. Bei einer Präsentation übernimmt der Redner die Aufgaben eines Anführers. Weitgehend unbewusst neigt das Publikum deshalb dazu sich am Redner zu orientieren.

Es liegt in der menschlichen Natur; das menschliche Gehirn ist bestrebt Sicherheit in der Gruppe zu suchen. Deshalb schüttet es entsprechende Stoffe aus. Sie sorgen dafür, dass wir uns in der Gruppe sicherer fühlen.

Wenn wir uns auf einer emotionalen Ebene sicher im Kontakt mit anderen Menschen fühlen, dann fühlen wir uns verbunden. Dann vertrauen wir dem was gesagt wird eher. Und unsere Spiegelneuronen sorgen dafür, dass wir uns besser in andere Menschen hineinversetzen können. Wir können fühlen, was andere Menschen fühlen. Der Stoff Oxytocin ist daran maßgeblich beteiligt. Oxytocin sorgt dafür, dass Menschen sich einander vertrauen, fördert Zusammenhalt und Loyalität, indem er Angst vermindert.

 

 

 

Spiegelneuronen und Co.

 

Da wir auf unbewusster Ebene mitbekommen, wie sich die anderen in unserem Umfeld fühlen und uns dies beeinflusst, haben diese Zusammenhänge großen Einfluss auf unser Leben und auch auf unsere Wirkung als Redner. Wir erkennen wie der andere sich fühlt und passen unser Fühlen, Denken, Verhalten und unsere Physiologie an.

Gruppen – wie das Publikum bei einer Rede – neigen zu übereinstimmenden Emotionen. Auch wenn eine Gruppe aus einzelnen Individuen besteht entwickelt sie eine ganz eigene Dynamik.

Aus diesen Gründen übernimmt das Publikum Teile der Stimmung und des Verhaltens des Redners. Fühlt sich der Redner wohl und sicher, hat dies eine andere Wirkung auf das Publikum, als wenn er unbewusst signalisiert, dass er eigentlich lieber flüchten möchte. Letzteres triggert archaische Bereiche des Gehirns, die dadurch ebenfalls auf den Modus Kampf bzw. Flucht schalten. Dies mag einen Stamm in früher Urzeit vor wilden Tieren geschützt haben, heute ist es wenig hilfreich für den Erfolg einer Rede.

 

 

 

Ein teuflischer Teufelskreis

 

Ausstoß von Adrenalin und Co.: Wenn es erst begonnen hat entzieht es sich weitgehend der persönlichen Kontrolle. Meist führt dies zu einem Kreislauf, in dem sich Redner und Publikum gegenseitig in einen schlechteren Zustand bringen. Der Redner hält dann das Publikum für besonders schwierig, fühlt sich selbst dadurch noch unsicherer, vermittelt das nonverbal, das Publikum reagiert … Ein Kreislauf, der sich weiter und weiter verstärkt, wenn er nicht frühzeitig unterbrochen wird.

 

 

 

Besser, viel besser

 

Es färbt ab, so oder so: Glücklicherweise gilt das auch in die andere Richtung. Wenn Sie sich sicher fühlen steigen die Chancen, dass auch Ihr Publikum sich sicher fühlt. Also sorgen Sie dafür, dass Sie in den Zuständen sind, in die Sie Ihr Publikum einladen. Möge das Oxytocin mit Ihnen sein!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

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Berücksichtigen Sie diese Zusammenhänge bei Ihren Reden und Präsentationen?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. August 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Redner auf dem Weg zum Pulitzerpreis brauchen Prägnanz

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Gesprächen, mit Reden und Präsentationen
Auf dem Weg zum Pulitzerpreis

Prägnanz

 

Wichtige Gedanken kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen, Wichtiges von Unwichtigem trennen und Inhalte auf Kerngedanken fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Hoch lebe die Prägnanz

 

Was immer du sagst,
sage es kurz,
und sie werden es hören,
sage es klar,
und sie werden es verstehen,
sage es bildhaft,
und sie werden es im
Gedächtnis behalten.

Joseph Pulitzer

 

 

 

 

Prägnanz

 

Prägnanz ist die Fähigkeit, wichtige Gedanken kurz und verständlich auf den Punkt zu bringen. Es gilt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Inhalte auf Kerngedanken zu fokussieren. Lernen Sie, Inhalte und Argumente klar, präzise und prägnant zu formulieren — ohne Umschweife und Floskeln. Ja, das macht etwas mehr Aufwand, als alle verfügbaren Gedanken auf das Publikum abzuladen. Doch das Publikum ist dankbar für Beiträge, denen anzumerken ist, dass der Redner diesen Aufwand betrieben hat.

 

 

 

Neu ist die Erkenntnis nicht

 

 

Sprich, doch bleibe kurz und klar!

Dante Alighieri

 

Was ist der langen Rede kurzer Sinn?

Friedrich von Schiller

 

Wo nicht die Zeit ist, fasse dich in Reden kurz.

Sophokles

 

Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet; sprich nie länger als vierzig Minuten.

Kurt Tucholsky

 

Viel mit wenig Worten fein kurz anzeigen können, das ist Kunst und große Tugend.
Thorheit aber ist′s, mit viel Reden nichts reden.

Martin Luther

 

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

Martin Luther

Video

Einfache Botschaften, große Wirkung – So steigerst du deine Kommunikationskraft!

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Wie sorgen Sie für Prägnanz?

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1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

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Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Komfortzone

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Was immer Du sagst, sage es kurz, und sie werden es hören, sage es klar, und sie werden es verstehen, sage es bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten. Joseph Pulitzer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. November 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren

 

Wirkt Pessimismus oder Optimismus besser in einer Präsentation?
Pessimismus ist sicher, aber Optimismus ist viel schneller.

Verlockung oder Vermeidung, Zuckerbrot oder Peitsche, …

 

Schon Abraham Lincoln wusste; „Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einer ganzen Kanne voll Galle.“

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist Pessimismus?

Pessimismus ist eine Einstellung oder Haltung, die darauf ausgerichtet ist, dass negative Dinge in der Zukunft wahrscheinlicher sind als positive Dinge. Pessimistische Menschen neigen dazu, das Schlechte in Situationen hervorzuheben und sich auf mögliche Probleme und Schwierigkeiten zu konzentrieren. Sie glauben oft, dass sich Dinge nicht zum Besseren verändern werden und dass sie wenig Kontrolle über das haben, was in ihrem Leben geschieht. Pessimismus kann sich auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken und kann dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, pessimistische Gedanken zu verändern und eine optimistischere Einstellung zu entwickeln, wie zum Beispiel durch positive Selbstgespräche, das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme.

Welche Folgen hat Pessimismus?

Pessimismus kann verschiedene negative Auswirkungen haben, sowohl auf die mentale als auch auf die körperliche Gesundheit. Mögliche Folgen von Pessimismus können sein:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit und Motivation: Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen.

  • Erhöhtes Risiko für mentale Gesundheitsprobleme: Pessimismus wurde mit einem erhöhten Risiko für mentale Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Angstzustände in Verbindung gebracht. Pessimistische Menschen können sich auch weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlen und sich dadurch einsam und isoliert fühlen.

  • Beeinträchtigte körperliche Gesundheit: Pessimismus kann auch Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben. Einige Studien haben gezeigt, dass pessimistische Menschen ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und andere körperliche Gesundheitsprobleme haben können.

 

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um diese möglichen Folgen zu vermeiden oder zu minimieren. Eine optimistischere Einstellung kann dazu beitragen, dass man sich besser fühlt und gesünder lebt

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf inner Dialoge?

Pessimistische Menschen neigen dazu, negative Gedanken und Sätze über sich selbst, andere Menschen und die Zukunft zu haben, die sogenannten „inner dialogues“. Diese Gedanken können sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern. Sie können dazu führen, dass man sich entmutigt und unmotiviert fühlt und Schwierigkeiten hat, positive Veränderungen vorzunehmen. Pessimistische Gedanken können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die mentale Gesundheit zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln.

Welche Auswirkungen hat Pessimismus auf Reden und Präsentationen?

Pessimismus kann Auswirkungen auf Reden und Präsentationen haben, indem er die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen beeinträchtigt. Pessimistische Menschen neigen dazu, sich von Herausforderungen und Veränderungen abzuschrecken lassen und sich weniger anstrengen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie können sich auch weniger energiegeladen und motiviert fühlen und weniger bereit sein, Risiken einzugehen. Dies kann dazu führen, dass sie weniger überzeugend und weniger selbstsicher in ihren Reden und Präsentationen wirken.

Pessimistische Gedanken und Sätze, die sich in Form von Selbstzweifeln, Vorurteilen und negativen Erwartungen äußern, können auch dazu führen, dass man sich weniger wertgeschätzt und unterstützt fühlt und sich dadurch einsam und isoliert fühlt. Dies kann dazu führen, dass man weniger offen und authentisch in der Kommunikation wird und weniger in der Lage ist, eine Verbindung zu seinem Publikum aufzubauen.

Es ist wichtig, pessimistische Gedanken und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern, um negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu vermeiden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Durchführen von „positiven Selbstgesprächen“, bei denen man sich selbst mit positiven Worten und Aussagen anspricht, anstatt negative Gedanken und Sätze zu wiederholen. Auch das Setzen von realistischen Zielen und das Finden von Lösungen für Probleme kann dazu beitragen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln und die Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen in Reden und Präsentationen zu verbessern.

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Auf was setzen Sie häufiger in Ihren Präsentationen; auf Pessimismus oder Optimismus?

 

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Komfortzone

Komfortzone

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 29. Dezember 2014
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371