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Was tun, wenn der Interviewer unangenehme Fragen stellt, auf die Sie unvorbereitet sind? Das kann haarig werden. Vorsicht Falle: Tipps für deine Interviews.
Es gibt keine dummen Fragen, wohl aber dumme Antworten.
In Interviews geht es oft ganz harmlos ans Werk und dann folgt manchmal das unangenehme Erwachen. Einige Interviewer ersparen sich selbst diese Erwärmungsphase und legen sofort brachial los. Es ist die Aufgabe des Interviewers, Ihnen auf den Zahn zu fühlen. Viele seriöse Journalisten betrachten sich selbst als sachliche Anwälte des von ihnen vertretenen Informationsbedürfnisses ihrer Zielgruppe. Dazu gehört es gerade bei ernsten Themen neutral zu bleiben, also einen Interviewpartner weder zu negativ noch zu positiv darzustellen. Erfahrene Journalisten sind darauf spezialisiert, tief zu bohren, die wirklichen Schwachstellen zu treffen sowie Sprechblasen und Scheinargumente schonungslos zu entlarven. Klug fragen können, ist die halbe Weisheit. Das engagierte Journalisten auf den Busch klopfen, hat durchaus seinen Wert.
Selbst gut vorbereitet, kann es zu Überraschungen kommen. Doch auf jede Frage und jeden Einwand gibt es eine überzeugende Reaktion. Es ist lediglich eine Frage der Vorbereitung und Übung. Gewinnen Sie durch gezieltes Medientraining die Sicherheit, auch auf kritische Bemerkungen souverän zu reagieren.
Zugegeben; es gibt auch Fragen, die zu dreist oder inkompetent sind, es gibt in jeder Branche nicht nur Profis. Der Anspruch, sich als investigativer Journalist zu betrachten, kann schon mal zu Übereifer führen. Ich selbst habe überwiegend faire und kompetente Journalisten getroffen.
So oder so: Aus der Rolle zu fallen, bringt selten etwas Gutes zutage. Ja, und Lügen ist hier auch keine gute Idee. Die haben bekanntlich ja kurze Beine. Dann notfalls lieber der Hinweis „Kein Kommentar!“, begleitet von einem souveränen Gesichtsausdruck. „Man nehme sich immer die Zeit, eine Frage zu stellen, nicht immer, eine Frage zu beantworten“, meinte Oscar Wilde. Wobei oft gerade das, was nicht gesagt wird, besondere Beachtung auf sich zieht. Also bereiten Sie Ihre Interviews gut vor. Dazu gehört auch die Klärung, ob Sie das Interview so geben sollten oder nicht. Eine fundierte Vorbereitung steigert die Chancen, sich und Ihre Position überzeugend zu präsentieren.
Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.
Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.
Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.
Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:
Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.
→ Medienauftritt individuell vorbereiten
Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Mit Fangfragen wird versucht einen versteckten Vorwurf zu machen oder einen Angriff einzuleiten. Durch das verdeckte Erfragen von verfänglichen Hinweisen sollen Rückschlüsse ermöglicht werden. Dies kann sowohl der Wahrheitsfindung als auch der Schädigung eines Interviewpartners dienen. In der Vorbereitung von Presseauftritten und Auftritten vor Publikum werden deshalb auch mögliche heikle Fragen berücksichtigt.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #4335
Was bedeutet das Wort und wie können Sie aus dem Stegreif reden?
Schon die häufige Fehlschreibung, die ein h nach dem ersten e setzt, weist auf eine gewisse Unsicherheit darüber hin, was es mit dem Wort Stegreif auf sich hat.
Ein Stegreif, so die einfache Erklärung, ist ein Ring, ein Reif, der einem Reiter hilft, das Pferd zu besteigen. Die heutige Bezeichnung hierfür ist Steigbügel, wobei sich auch die Form der Aufsteighilfe im Laufe der Zeit verändert hat.
Die ursprüngliche Bedeutung; reden ohne vom Pferd abzusitzen. Bereits im 17. Jahrhundert ist die daraus entstandene übertragene Bedeutung: ohne Vorbereitung, ohne längere Bedenkzeit. Der Begriff taucht schon damals in Unterlagen auf. Beispielsweise 1653 in der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, geschrieben von Bogislav Philipp von Chemnitz mit dem Titel Der königlich schwedische in Teutschland geführte Krieg. Richtig gute Tipps finden sich da allerdings nicht für Redner.
Als Stegreifreden wurden eilige Nachrichten und wichtige Mitteilungen von reitenden Boten bezeichnet, die sofort nach dem Eintreffen am Ankunftsort verkündet wurden. Um keine Zeit zu verlieren, spricht der Bote noch auf dem Pferd sitzend zu den Zuhörern. Und somit erhebt er sich etwas und steigt in die Stegreife seines Sattels.
Geschieht etwas aus dem Stegreif, so handelt es sich um eine unvorbereitete, spontane und sofortige Handlung.
Aus dem Stegreif wohlgeformt zu sprechen, also ohne Vorbereitung eine improvisierte und umso fesselndere Rede zu halten, wird von den meisten auch heutzutage noch für eine bemerkenswerte Leistung gehalten. Wenn es gelingt, ist die Wirkung beachtlich, selbst ohne Pferd! Wobei es ohnehin empfehlenswert ist abzusteigen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen.
Wie oft müssen beziehungsweise dürfen oder wollen Sie spontan vor einer Gruppe das Wort ergreifen, beispielsweise um sich oder Ihr Angebot vorzustellen, vor Kunden die wesentlichen Merkmale und deren Bedeutung für einen speziellen Einsatz herauszustellen oder den Projektstand vor der Geschäftsführung bekannt zu geben? Nicht immer ist ausreichend Zeit, um eine Redegelegenheit vorzubereiten.
Die Stegreif-Rede als Königsdisziplin der Rhetorik ist auch für erfahrene Redner eine persönliche Herausforderung. Sie wird zur Glanzleistung, wenn Sie sich bewährte Regeln zu eigen machen und sich für den Ernstfall gewappnet an Ihr rhetorisches Meisterwerk machen.
Übung macht den Meister. Trainieren Sie Ihre Spontanredekompetenz. Lernen Sie, wie Sie Stegreifreden kompetent aus dem Ärmel schütteln.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Januar 2016
Überarbeitung: 2. März 2019
AN: #43354
K:CNB
Ü:
So erstellen Sie Schritt für Schritt einen taktischen Argumentationsplan. Bauen Sie Ihre Argumentation systematisch auf und gewinnen Sie verdient Debatten.
Bei Diskussionen gilt es, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Mit wem haben Sie es zu tun und was ist zu erwarten? Nach der ersten Lagebeurteilung dann schnellstens das taktische Vorgehen zu planen. Wie können Sie das Publikum für sich und Ihren Standpunkt gewinnen?
Wollen Sie sich vom Gegenspieler abheben oder sich anpassen? Wie auch immer Sie sich entscheiden: Achten Sie dabei darauf, dass Sie authentisch bleiben und den gewählten Stil meistern und durchhalten können.
Wollen Sie eine defensive oder offensive Argumentation führen? Der offensivere Redner macht meist mehr Pluspunkte beim Publikum. Es signalisiert Engagement und Glaubwürdigkeit. Wird es übertrieben kann es allerdings auch unangemessen aggressiv wirken. Typischerweise machen sich dann grundlegende Sympathien bemerkbar; David gegen Goliath kommt stets besser an als Riese gegen Zwerg. In der Offensivposition ist eine besonders große Portion Souveränität gefragt, auch bei der Körpersprache.
Bei der Eigenlegitimationstaktik kennen Sie sich im Thema selbst aus. Bei der Autoritätstaktik werden andere Autoritäten und Quellen herangezogen. Zitate sind hier auch sehr beliebt.
Bei der Realismustaktik wird die Versachlichung angestrebt und bei der Gefühlsappeltaktik um die Verlagerung auf die Gefühlsebene durch Emotionalisierung. Dafür werden beim Publikum vorhandene Werte und Überzeugungen übernommen und instrumentalisiert.
Es wird der jeweils gerade dominierenden Meinung gefolgt, befürwortet und diese dann wann immer möglich instrumentalisiert.
Tatsächliche oder fingierte Ansichten werden bei der Mitläufer-Technik schrittweise zu Leitansichten von Gruppen erklärt, um diejenigen, die sich diesen Absichten nicht anschließen, zu Außenseitern zu erklären. So soll dazu aufgefordert werden, auf den Wagen aufzusteigen, bevor er abgefahren ist. Bei der Isolierungstechnik wird eine Gruppe oder Person, mit bestimmten Meinungen als Außenseiter bezeichnet.
Vergleiche helfen dabei Diskussionsbeiträge anschaulicher, unterhaltsamer und nachhaltiger zu vermitteln. Allerdings haben viele Vergleiche mindestens eine Kehrseite und können nach hinten losgehen.
Eine unfaire Taktik ist die Ad-personam-Technik, bei der nicht die Aussage des Gegenspielers, sondern deren Person angegriffen wird. Sachliche Argumente werden ersetzt durch persönliche Attacken, Abwertungen und Unterstellungen. Wer diese Taktik einsetzt beschmutzt sich dabei leicht selbst.
Der Gegenspieler wird in ein Gebiet gelockt, auf dem Sie sich bestens auskennen und er nicht. Es kommt dann oft, wie es kommen musste.
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 30. April 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43387
K:CNB
Ü:
Was mache ich mit meinen Händen?
Wie viel Blickkontakt ist richtig?
Darf ich die Beine überschlagen?
Was bedeutet es, wenn ich nervös wirke?
Solche Fragen begegnen mir häufig vor Bewerbungsgesprächen.
Die gute Nachricht:
Du musst keine perfekte Körpersprache spielen.
Du brauchst auch keine Liste mit Gesten, die angeblich immer:
wirken.
Menschen funktionieren komplexer.
Stärker ist eine andere Frage:
Wie kann dein Auftreten deine Botschaft unterstützen, ohne künstlich zu wirken?
In einem Vorstellungsgespräch wird nicht nur bewertet, was du sagst.
Auch dein Auftreten prägt den Eindruck.
Dazu gehören beispielsweise:
Das bedeutet jedoch nicht:
Ein einzelnes Signal verrät zuverlässig deine Persönlichkeit.
Der Eindruck entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Informationen.
Menschen bilden früh Eindrücke voneinander.
Das geschieht auch in Bewerbungsgesprächen.
Dabei können unter anderem beeinflussen:
Diese frühen Eindrücke können die weitere Wahrnehmung prägen.
Sie sind jedoch nicht unfehlbar.
Ein schneller Eindruck ist ein Eindruck. Noch kein belastbares Urteil über Kompetenz oder spätere Leistung.
Das ist eine wichtige Grundlage.
Eine einzelne Geste wie:
hat keine universelle Bedeutung.
Sie kann abhängig sein von:
Deshalb sollte Körpersprache:
beobachtet
werden.
Nicht:
mechanisch gedeutet.
Interviewer sind Menschen.
Sie bilden Eindrücke.
Und diese Eindrücke können hilfreich oder irreführend sein.
Besonders unstrukturierte Interviews sind anfälliger dafür, dass:
stärker in die Bewertung einfließen.
Deshalb ist ein professionelles Interview idealerweise stärker auf:
jobbezogene Inhalte und strukturierte Kriterien
ausgerichtet.
Du kannst nicht kontrollieren:
wie jede andere Person dich interpretiert.
Du kannst jedoch beeinflussen:
Genau darauf lohnt es sich zu konzentrieren.
Wenn du während des gesamten Gesprächs denkst:
„Jetzt gerade sitzen.“
„Jetzt lächeln.“
„Jetzt Hände zeigen.“
dann steigt deine Selbstbeobachtung.
Und häufig sinkt:
deine Präsenz im Gespräch.
Deshalb trainiere lieber:
Haltung und Aufmerksamkeit.
Nicht:
eine Choreografie.
Hilfreich ist eine Haltung, die dir erlaubt:
Das bedeutet häufig:
aufrecht, beweglich und entspannt genug.
Keine starre Haltung.
Und kein demonstratives „Power-Posing“.
Eine übermäßig kontrollierte Haltung kann:
wirken.
Das Ziel lautet:
stabil und beweglich.
Du solltest dich dem Gesprächspartner zuwenden können.
Und gleichzeitig natürlich bleiben.
Blickkontakt kann Aufmerksamkeit und Interesse signalisieren.
Das bedeutet nicht:
Du musst permanent in die Augen schauen.
Natürliche Gespräche enthalten:
Das ist normal.
Der hilfreiche Maßstab lautet:
Bleib ansprechbar und präsent.
Auch hier gilt:
Ein einzelnes Verhalten erlaubt keine sichere Interpretation.
Menschen unterscheiden sich deutlich darin:
Deshalb sollten Bewerbungstipps weniger auf:
„So viel Blickkontakt musst du halten.“
setzen.
Stärker ist:
ein natürlicher Kontakt zum Gegenüber.
Dann richte deine Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf die Person, die die Frage gestellt hat.
Beginne bei ihr.
Öffne deinen Blick anschließend auch für die anderen Beteiligten.
So entsteht:
Gespräch mit der ganzen Runde.
Ein freundlicher Gesichtsausdruck kann Verbindung erleichtern.
Das bedeutet nicht:
ständig lächeln.
Wenn über:
gesprochen wird, wäre permanentes Lächeln möglicherweise unpassend.
Mimik sollte zum Inhalt passen.
Wenn du dir ständig sagst:
„Ich muss sympathisch wirken.“
kann ein Lächeln schnell angespannt erscheinen.
Hilfreicher ist:
echtes Interesse am Gespräch.
Das beeinflusst Mimik häufig natürlicher als bewusste Gesichtskontrolle.
Gestik kann helfen:
Die Frage lautet nicht:
„Welche Geste wirkt besonders souverän?“
Sondern:
„Unterstützt meine Gestik das, was ich sage?“
Der verbreitete Tipp lautet:
„Zeige offene Handflächen, dann wirkst du vertrauenswürdig.“
So einfach ist Körpersprache nicht.
Offene Gesten können freundlich und zugänglich wirken.
Sie sind jedoch kein zuverlässiger:
Vertrauensindikator.
Und sie müssen nicht bewusst inszeniert werden.
Das ist eines der bekanntesten Körpersprache-Klischees.
Menschen verschränken ihre Arme aus vielen Gründen.
Zum Beispiel:
Deshalb:
eine Haltung nie isoliert deuten.
Wenn du selbst merkst, dass du dadurch sehr geschlossen wirkst, kannst du deine Haltung verändern.
Nur bitte nicht aus Angst vor einer angeblich eindeutigen Bedeutung.
Eine häufige Frage.
Die einfachste Antwort:
Lass sie grundsätzlich das tun, was sie in einem guten Gespräch auch tun.
Du musst sie:
Eine ruhige Ausgangsposition kann helfen.
Dann darf Gestik entstehen.
Unter Anspannung verändern sich Bewegungen.
Manche Menschen:
Das ist zunächst:
menschlich.
Es beweist keine bestimmte Persönlichkeitseigenschaft.
Wenn ein Verhalten sehr stark wird und deine Präsenz beeinträchtigt, kann es sich lohnen, daran zu arbeiten.
Ein Bewerbungsgespräch ist für viele Menschen bedeutsam.
Eine gewisse Anspannung ist normal.
Du musst nicht unbedingt so wirken, als wäre dir alles vollkommen gleichgültig.
Stärker ist:
trotz Nervosität handlungsfähig zu bleiben.
Körpersprache im weiteren Sinn endet nicht bei Gestik und Haltung.
Auch Stimme beeinflusst, wie Aussagen ankommen.
Relevant sind beispielsweise:
Das Ziel ist weniger:
möglichst tief zu sprechen.
Das Ziel ist:
klar, verständlich und präsent zu sprechen.
Der verbreitete Rat:
„Sprich tiefer, dann wirkst du kompetenter.“
ist zu einfach.
Künstliches Absenken kann:
klingen.
Hilfreicher sind:
Eine schwierige Frage kommt.
Du musst nicht sofort antworten.
Eine kurze Pause kann helfen:
Das wirkt häufig stärker als:
eine schnelle Antwort ohne klare Richtung.
Viele Menschen sprechen unter Druck schneller.
Dann können:
Hilfreich ist:
bewusst Gedanken abschließen.
Nicht:
möglichst langsam sprechen.
Eine gute Begrüßung darf einfach sein.
Zum Beispiel:
Ein Händedruck ist je nach Situation und Kultur möglich.
Er ist kein Test für:
Charakterstärke.
Ein künstlich besonders fester Händedruck bringt wenig.
Ältere Bewerbungstipps tun manchmal so, als entscheide sich hier bereits:
Selbstsicherheit oder Unsicherheit.
Das ist deutlich zu viel Bedeutung für wenige Sekunden.
Wenn ein Händedruck stattfindet:
angemessen und natürlich.
Mehr braucht es nicht.
Wähle eine Position, in der du:
kannst.
Du musst nicht wie eingefroren auf der Stuhlkante sitzen.
Eine leichte Orientierung zum Gespräch ist meist sinnvoll.
Das wichtigste Kriterium:
Du kannst präsent bleiben.
Manche Bewerber versuchen, möglichst unbeweglich zu sitzen.
Das kann sehr kontrolliert wirken.
Menschen bewegen sich in normalen Gesprächen.
Deshalb darfst du:
Das Ziel ist:
Ruhe ohne Erstarrung.
Besonders überzeugend wirkt häufig, wenn:
Inhalt und Auftreten zusammenpassen.
Du sprichst beispielsweise begeistert über ein Projekt.
Dann darf diese Begeisterung:
sichtbar werden.
Wenn du dagegen eine schwierige Erfahrung reflektierst, darf deine Wirkung ruhiger werden.
Glaubwürdigkeit entsteht weniger durch perfekte Gesten als durch stimmiges Verhalten.
Auch dieser Punkt ist wichtig.
Authentisch auftreten bedeutet nicht:
„Ich mache einfach alles so wie immer.“
Du kannst:
und trotzdem du selbst bleiben.
Professionelles Auftreten ist:
entwickelte Natürlichkeit.
Ein Bewerbungsgespräch dreht sich nicht hauptsächlich darum:
wie überzeugend du sitzt.
Entscheidend sind unter anderem:
Körpersprache unterstützt diese Inhalte.
Sie sollte nicht versuchen, fehlende Substanz zu verdecken.
Die beste Körpersprachevorbereitung beginnt deshalb häufig nicht mit:
„Wie soll ich sitzen?“
Sondern:
„Was möchte ich vermitteln?“
Zum Beispiel:
Je klarer du inhaltlich bist, desto leichter kann dein Auftreten folgen.
Viele Bewerbungsgespräche enthalten Fragen zu:
Die Vorbereitung sollte weniger darin bestehen:
perfekte Sätze auswendig zu lernen.
Stärker ist:
gute Beispiele und klare Gedanken vorzubereiten.
→ Häufige Fragen in Bewerbungsgesprächen
Wenn du versuchst, einen perfekten Wortlaut abzurufen, wandert deine Aufmerksamkeit nach innen.
Dann können:
weniger spontan werden.
Deshalb lieber:
Gedanken sicher kennen.
Nicht:
Text perfekt reproduzieren.
Statt:
„Ich bin sehr belastbar.“
ist häufig stärker:
eine Situation zu beschreiben, in der Belastbarkeit relevant war.
Dann kann dein Gegenüber:
Verhalten
beurteilen.
Nicht nur:
Selbstetiketten.
Eine einfache Struktur ist:
Die Struktur hilft:
prägnant und nachvollziehbar zu antworten.
Sie sollte nicht wie ein auswendig gelerntes Schema klingen.
Natürlich präsentierst du dich.
Das ist Teil der Situation.
Problematisch wird es, wenn Selbstpräsentation stärker wird als:
die tatsächliche Passung.
Ein gelungenes Gespräch sollte beiden Seiten helfen herauszufinden:
Passt diese Zusammenarbeit?
Auch du prüfst:
Diese Haltung kann deine Präsenz verändern.
Aus:
„Ich muss unbedingt überzeugen.“
wird:
„Wir prüfen gemeinsam eine mögliche Zusammenarbeit.“
Wenn du dich ausschließlich als:
bewertete Person
erlebst, steigt leicht der Druck.
Wenn du dich gleichzeitig als:
Gesprächspartner mit eigener Entscheidung
erlebst, entsteht häufig mehr innerer Handlungsspielraum.
Das kann wiederum:
natürlicher werden lassen.
Ein schwieriger Moment kann kommen.
Zum Beispiel:
„Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
Oder:
„Warum haben Sie die letzte Stelle verlassen?“
Dann geht es weniger darum:
deine Körpersprache zu kontrollieren.
Hilfreicher ist:
Der Körper folgt häufig der inneren Klarheit.
Dann frag nach.
Zum Beispiel:
„Meinen Sie damit eher meine Führungserfahrung oder meine fachliche Erfahrung?“
Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Es zeigt:
Du möchtest präzise antworten.
Auch dann brauchst du keine Körpersprachetechnik.
Du kannst sagen:
„Dazu habe ich bislang noch keine praktische Erfahrung.“
Dann:
„Ich würde mich dem Thema folgendermaßen nähern …“
Eine klare Grenze wirkt häufig stärker als:
sichtbare Improvisation ohne Substanz.
Bei Videointerviews verändern sich die Bedingungen.
Relevant sind beispielsweise:
Die Kamera verändert, wie nonverbale Hinweise sichtbar werden.
Deshalb sollte ein Onlinegespräch vorher technisch getestet werden.
→ Tipps für Videobewerbungen und Videoauftritte
Wenn du dein Gegenüber auf dem Bildschirm ansiehst, schaust du häufig leicht unterhalb der Kamera.
Direkter Kamera-Blick erzeugt dagegen stärker den Eindruck:
Du schaust die andere Person an.
Du musst deshalb nicht dauerhaft in die Linse sehen.
Bei wichtigen Aussagen kann ein bewusster Kamerablick jedoch hilfreich sein.
Auch Arbeitgeber sollten sich bewusst sein:
Menschen unterscheiden sich in ihrem nonverbalen Verhalten.
Das kann beispielsweise betreffen:
Aus solchen Unterschieden sollte nicht vorschnell auf:
geschlossen werden.
Gerade strukturierte, jobbezogene Interviews können dabei helfen, Bewertungen stärker an relevante Kriterien zu binden.
Wenn alle Bewerber ähnliche:
erhalten, bekommt die tatsächliche Antwortqualität mehr Gewicht.
Das reduziert zumindest einen Teil der Abhängigkeit von:
bloßem Eindruck.
Als Bewerber kannst du die Interviewstruktur zwar nicht bestimmen.
Du kannst jedoch deine Antworten:
konkret und jobbezogen
machen.
Das Auftreten wirkt choreografiert.
Die Aufmerksamkeit fehlt im Gespräch.
Aus Verbindung wird Anstarren.
Die Bewegung passt nicht zum Gedanken.
Dadurch steigt häufig die Anspannung.
Die Wirkung wird unnatürlich.
Präsenz kann fehlende Substanz nicht ersetzen.
Das verbessert Körpersprache häufig indirekt.
Denn:
Sicherheit entsteht eher aus Vorbereitung als aus einstudierten Gesten.
Eine kurze Aufnahme kann sehr aufschlussreich sein.
Beantworte beispielsweise:
„Warum interessieren Sie sich für diese Position?“
Dann schau die Aufnahme zunächst ohne Ton.
Beobachte:
Danach nur den Ton.
Achte auf:
Dann beides zusammen.
Feedback wie:
„Du wirkst unsicher.“
ist wenig hilfreich.
Besser:
„Bei schwierigen Fragen wirst du deutlich schneller.“
Oder:
„Während du über deine wichtigsten Erfolge sprichst, schaust du fast ausschließlich nach unten.“
Jetzt gibt es:
beobachtbares Verhalten.
Und damit:
eine Trainingsmöglichkeit.
Im Training interessiert mich weniger:
„Was bedeutet diese Geste psychologisch?“
Stärker ist:
„Wie wirkt dein gesamtes Auftreten in diesem Moment?“
Und:
„Passt diese Wirkung zu deiner Botschaft?“
Das ist wesentlich belastbarer als Körpersprache-Orakel.
Gute eigene Fragen zeigen:
Du prüfst die Aufgabe ernsthaft.
Zum Beispiel:
Solche Fragen helfen gleichzeitig:
dir selbst bei der Entscheidung.
Wenn deine innere Haltung lautet:
„Bitte mögen Sie mich.“
entsteht eine andere Wirkung als bei:
„Ich möchte herausfinden, ob wir fachlich und menschlich gut zusammenpassen.“
Diese zweite Haltung ist häufig:
Und genau das wird oft auch körperlich sichtbar.
Gerade bei einer wichtigen beruflichen Veränderung kann ein realistischer Probelauf sehr hilfreich sein.
Dabei können wir beispielsweise arbeiten an:
→ Karriere-Coaching in Berlin und online
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstpräsentation, berufliche Wirkung und die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkretes Auswahlgespräch hohe berufliche, wirtschaftliche oder strategische Tragweite besitzt.
,
Im Bewerbungsgespräch wirkt mehr als der Inhalt.
Auch:
prägen den Eindruck.
Die Lösung ist jedoch nicht:
eine perfekte Körpersprache einzuüben.
Stärker ist:
Inhalt, innere Haltung und äußeres Auftreten miteinander in Einklang zu bringen.
Dann brauchst du weniger Regeln.
Du bist:
und kannst dich auf das konzentrieren, worum es wirklich geht:
ein gutes Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit.
Überzeugende Körpersprache entsteht weniger durch perfekte Gesten als durch Klarheit, Präsenz und ein Auftreten, das zu dir und deiner Botschaft passt.
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Welche Gründe haben Missverständnisse?
Executive Presence entwickeln: Klarheit, C-Level-Kommunikation, Präsenz und Souveränität unter Druck. Für Geschäftsführer im Executive Sparring, für Führungskräfte passend zum Kontext.
One fits it all? Patentrezepte werden an vielen Stellen angeboten, auch in der Rhetorik. Sein Sie vorsichtig bei Reden und Präsentationen!
Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?
Diese 16 Eigenschaften zeichnen extrem sympathische Menschen aus. Was können wir von welchen Personen lernen, was Menschen besonders sympathisch macht?
Spiegeln schafft häufig Nähe und Vertrauen. Erfahre, wann Mirroring natürlich entsteht, wann es strategisch eingesetzt wird und woran du Manipulation erkennst.
Fragen Sie sich manchmal wohin mit den Händen in Reden und Präsentationen? Hier kommt die Antwort.
Nutzen Sie Grounding (Erdung) für Präsenz und Sicherheit bei Reden und Präsentationen. Mehr als nur ein Mittel gegen Lampenfieber.
Wie wirkst du tatsächlich auf andere? Erfahre, wie Selbstbild, Fremdbild, Körpersprache, Stimme und Feedback deine Wirkung prägen und blinde Flecken sichtbar machen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 9. Juni 2017
Überarbeitung: 1. August 2026
Auf nach Berlin-Kreuzberg ins Ratibor zu den Gorillas. Dieses Ensemble gehört für mich schon lange zu den besten Improschauspielern – und ich habe viele gesehen.
Heute geht es nach der Arbeit noch nach Kreuzberg ins Ratibor zu den Gorillas. Dieses Ensemble gehört für mich schon lange zu den besten Improschauspielern – und ich habe viele gesehen. Ich habe Glück mit der Besetzung; auf der Bühne Billa Christe und Barbara Klehr. Das sind Persönlichkeiten, denen nicht nur ihre Bühnenerfahrung anzusehen ist. Der dritte in der Runde ist Michael Wolf. Eine lebhafte Mimik haben alle drei, doch bei ihm spricht schon die Mimik Bände, lange bevor er den Mund aufmacht. Ein Gesicht, das voller Geschichten steckt. Die Vorstellung, ihn gegen einen aalglatten Seifenopernschauspieler zu wechseln, würde das Erlebnis ruinieren. Würden die Schauspieler hier eine Botox-Flatrate bekommen, wäre das Programm wohl bald uninteressant. Die Mimik würde einfach fehlen. Diese drei Improschauspieler können selbst Unfug so spielen, dass deren Persönlichkeit noch für Tiefgang sorgt. Viele starke Menschen hatten keine einfache Vergangenheit. Aalglatt ist möglicherweise niedlich, nur halt auch schnell langweilig.
So hat mich dieser Besuch im Ratibor-Theater erneut zu einem Artikel inspiriert: Was machst du mit den Spuren in deinem Gesicht?
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sie mich inspirierten. Die Gorillas sind mit daran schuld, dass sich vor einigen Jahren aus einer zarten Idee die heutige ImproRhetorik™ entwickelte. Auch, wenn sich ImproRetorik anderen Prinzipien und Zielen widmet, gibt es einige Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Kreativität. Der größte Unterschied ist, dass bei der ImproRhetorik™ zuerst das Ergebnis, also das Ziel gewählt wird und dann der Weg dorthin beschritten wird. Das wäre beim Improtheater ein grober Verstoß gegen die Grundsätze. Und gesungen wird bei der ImproRhetorik™ auch nicht. Wer mich kennt, der weiß, dass es so besser ist. Bei der ImproRhetorik™ geht es auch nicht in erster Linie um den Unterhaltungswert, sondern um die Überzeugungskraft. Auch da geht, genauso wie beim Improtheater, ohne unterstützende Körpersprache nichts.
Ein Besuch bei den Gorillas lohnt sich. Meist sind sie im Ratibor-Theater in der Cuvry-Straße in Kreuzberg. Die Gegend kann mitunter recht furchteinflößend sein und die Umgebung zum Görlitzer Park zu meiden ist nicht die schlechteste Idee. Ansonsten habe ich den Weg dorthin noch nie bereut. Falls Sie sich ein eigenes Bild machen wollen…
Anschrift Ratibor Theater:
Cuvrystr. 20
Berlin-Kreuzberg
Tel. (030) 618 61 99
U-Bhf. Schlesisches Tor (U1)
www.ratibortheater.de
Homepage der Gorillas:
www.die-gorillas.de
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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 30. Oktober 2016
Überarbeitung: 30. Januar 2020
Englische Version:
AN: #241
K: CNB
Ü:
Wie steht es mit Ausstrahlung, Sprache, Redeaufbau, Mimik, Gestik, Stimme, Strategien, … der Bundeskanzlerin Angela Merkel? Was gibt es zu lernen?
Als Barack Obama „Yes we can!“ rief, lockte das zumindest für eine ganze Weile erstaunlich viele Menschen, auch außerhalb der USA, hinter dem Ofen hervor und verbreitete Aufbruchstimmung. Das merkelsche „Wir-schaffen-das!“ verursacht hingegen zurückhaltendere Reaktionen. Wie steht es um die rhetorischen Qualitäten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel?
Wer sich auf der Bühne der Öffentlichkeit bewegt und Einfluss hat, darf damit rechnen, dass jede noch so kleine Äußerung analysiert wird. Dass es da nicht nur wohlwollende Bewertungen gibt, liegt in der Natur der Sache. Unterschiedliche Interessen, Freund und Feind, Neider, …
Böse Stimmen verwenden Angela Merkel (Juli 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner geboren) als Beweisstück dafür, dass rhetorisches Handwerk nicht für eine Karriere in der Politik erforderlich ist. Stimmt das oder ist sie nur so clever sich unterschätzen zu lassen? Vielleicht steckt ja eine Strategie dahinter? Schließlich ist es ihr gelungen, am 10. April 2000 zur CDU-Bundesvorsitzenden gewählt zu werden und seit dem 22. November 2005 als Bundeskanzlerin an der politischen Spitze der Bundesrepublik Deutschland zu bleiben, wo andere schon längst wieder von der Bildfläche verschwunden sind. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Rhetorik der Bundeskanzlerin und was sich daraus lernen lässt. Wie überzeugend präsentiert sie sich und ihr Angebot?
Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung.
Angela Merkel am 21. November 2012 im Bundestag
Das ist doch mal eine deutliche Ansage, oder? Die Körpersprache der Wissenschaftlerin aus dem protestantischen Theologenhaushalt wirkt hingegen bescheiden und verzichtet auf viele Möglichkeiten, ihre verbalen Aussagen nonverbal zu unterstreichen.
Bei frühen Auftritte von ihr senkte sie selbst ihren Status, machte sich kleiner und zeigte Hinweise auf Unterwürfigkeit in der Körpersprache. Sie schaute ausweichend nach unten, der Kopf war leicht gesenkt und das ganze mit einem Blick der anderen (männlichen) Personen Zugeständnisse machte. Das war damals zu Zeiten von Kohl häufig zu sehen. Doch das ist Geschichte; so etwas habe ich bei ihr so schon lange nicht mehr gesehen, das hat sie abgelegt. Heute ist sie sich ihrer Position viel sicherer.
Sie versucht sich zu kontrollieren, doch nicht alles lässt sich unterdrücken. Selbst ihre nur für Sekundenbruchteile im Gesicht aufflackernden Mikroexpressionen lassen sich ganz gut lesen. Ihre Mimik ist allerdings nicht sehr vielfältig, eher monoton und oft negativ. Besonders in der Mundgegend lassen sich häufig Hinweise erkennen. Hinweise für echte Freude (Ducenne-Lächeln) sind selten zu entdecken. Das kann leicht unsympathisch wirken.
Die Merkel-Raute, mittlerweile nicht mehr so häufig zu sehen, entwickelte sich von der anfänglichen Irritation zum Running Gag und wurde schließlich zu einem Wiedererkennungselement. Selbst Barack Obama (externer Link zu n-tv) kennt sie. Diese Geste solltest du sich allerdings nicht von ihr abschauen. Obwohl das für Frau Merkel funktioniert hat, ist das eher ein negatives Beispiel für Gesten während einer Rede. Schade: Die Hände befinden sich dabei zwar zumindest oberhalb der Hüfte und somit im Einsatzbereich, kleben dann allerdings oft dort. Eine wünschenswerte körpersprachliche Unterstützung der Aussagen unterbleibt so. Nicht gut!
Beispiele:
Auch ihre Körperhaltung bietet Interpretationsspielraum. Ihre Befürworter sehen in ihrer gebückten Haltung einen Hinweis für die schwere Last, die sie zu tragen hat. Andere betrachten sie als fehlende Aufrichtigkeit. Mehr Sicherheit strahlt eine aufrechte Haltung aus.
Beispiel:
Ähm: Sie verzichtet auf Pausen und die damit verbundene positive Wirkung. Stattdessen ist sehr oft ein Äh zu hören. Wenn sie Stress hat, beginnt sie zu stottern und verspricht sich. Außerdem kommt sie bei Stress auch leicht außer Atem, was hörbar ist.
Ihre Stimme hätte ein Stimmtraining gut gebrauchen können. Ein möglicher Grund für ihre eigenwillige Betonung könnte die fehlende emotionale Beziehung zum Gesagten sein.
Beispiel:
Angela Merkel spricht oft so, wie manch einer wenig motiviert schreibt. Ob das an ihrem Redenschreiber liegt oder an anderen Gründen, bietet Raum für Spekulationen. Ein aktiverer Sprachstil mit weniger Substantivierungen und ohne Man-Formulierungen wären für das Publikum angenehmer. Auch die schwindelerregend langen und verschlungenen Satzkonstruktionen sorgen dafür, dass es schwerfällt, ihr zu folgen. Das Lustzentrum treffen ihre Worte jedenfalls nicht — ihre Sprache ist nett. Etwas, das in anderen Bereichen selten genügt.
Beispiel:
Bei ihr dominieren lange Sätze in umständlichen Konstruktionen. Viele ihrer Formulierungen sind reaktiv; Sätze ohne Punkt und Komma, die dann doch nicht konkret werden, sondern viel offen lassen. Nur auf keinen Fall einen Standpunkt beziehen. Etwas, das in den meisten Unternehmen der freien Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in die Chefetage führen würde. Dort dominieren proaktive Formulierungen.
Vorwiegend wirkt ihre Sprache unnatürlich, formal. Emotionale Wirkung entfaltet sie nicht. Sie ist zu sehr darauf konzentriert, nur nicht anzuecken, anstatt zu begeistern. Ihren verschachtelten Sätzen zu folgen, nimmt dem Publikum die Energie. „Sie hat eine Sprache des Einlullens. Und das macht sie sehr gezielt, da ist sie höchst professionell. Sie ist eigentlich eine hoch qualifizierte Technokratin.” meinte Jutta Ditfurth, Publizistin und Mitbegründerin der Grünen. Stimmt das?
Beispiel:
Was bei Angela Merkel auffällt, sind die vielen Substantivierungen, also die Bildung eines Substantivs aus einer anderen Wortart, vor allem aus Verben und Adjektiven.
Ihre Reden strotzen vor Passivkonstruktionen und Formulierungen, die nicht passiv sind aber dennoch Passivität ausdrücken.
Machen Sie das besser und formulieren Sie lieber weitgehend aktiv. Das Passiv, deutsch „Leidensform“, bieten sich dann an, wenn wir tatsächlich etwas erleiden, wenn wir nichts gegen etwas tun können und das Leiden betonen wollen. So etwas vermittelt Verständnis, beruhigt kurz, liefert aber keine Sicherheit, keine Orientierung. Außerhalb der Politik ist das nicht förderlich für die Karriere.
Mitunter verwendet sie Wir-Formulierungen, die verbinden sollen, an Stellen, an denen diese von großen Teilen des Publikums so nicht als Gemeinsamkeit empfunden werden. Das Publikum sieht sich dann nicht als Teil des Wir. Das vertieft den Graben zusätzlich. Außerdem vermeidet das ständige Wir, statt dem beherzten Ich einen eigenen Standpunkt einzunehmen. Das führt in die Beliebigkeit.
Beispiel:
Die Man-Formulierungen wirken schwammig. Sie lassen offen, wer für die anstehenden Aufgaben verantwortlich ist. Sie vermeidet dadurch eindeutige Positionen zu vertreten. Eine Absicht könnte die dadurch größere Flexibilität bei späteren Richtungskorrekturen sein.
Sie bleibt durch Allgemeinplätze und Floskeln meist schablonenhaft abstrakt und unangreifbar. Nur niemanden erregen! Dann schon lieber wiederholen, was schon bekannt ist und keine Wellen macht. Das liefert allerdings keine Orientierung und beruhigt nur kurzfristig.
Sie redet viel, das bringt ihr Beruf so mit sich. Sie verheddert sich – das passiert. Sie verspricht sich allerdings oft und wie manche glauben ist gerade das offenbarend. Es verrät, was sie tatsächlich denkt. Es folgen ein paar Beispiele:
Sie behauptet in einer Gesprächsrunde offen für Verbesserungsvorschlägen zu sein, lädt dazu ein sie ihr zu geben und sagt dann; „… denn Deutschland soll so bleiben, wie es ist!“
Beispiel:
Anlässlich der Pariser Terroranschläge gab Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Regierungserklärung ab. Dort erlaubte sie sich einen sehr groben Versprecher und erklärte „Antisemitismus ist staatliche Pflicht“. Die Abgeordneten applaudierten ihr kurz darauf jedoch unbeeindruckt. Ist das ein Hinweis auf besondere Loyalität ihr gegenüber oder dafür, dass ihr nicht sehr aufmerksam zugehört wird?
Beispiel:
Ein Versprecher der Kanzlerkandidatin Angela Merkel führte im Sommer 2005 zur Belustigung im Bundestag. In ihrer Rede machte sie auch Angaben über den künftigen Koalitionspartner der Union: „Rot-Grün kann unser Land nicht mehr regieren, die PDS darf unser Land nicht regieren, CDU und CSU gemeinsam mit der SPD…“ Das führte zu lautem Gelächter bei der zu diesem Zeitpunkt noch regierenden Koalition von Rot-Grün. Angela Merkel berichtigte daraufhin ihren Fehler und betonte mehrmals, dass der künftige Koalitionspartner ausschließlich die FDP sei.
Bei einer anderen Gelegenheit scheint es so, als verwechsle sie das Schengen-Abkommen (externer Link zu Wikipedia) mit dem Dublin-Übereinkommen (externer Link zu Wikipedia). Zufall?
Beispiel:
Ob unbewusst beeinflusst oder vollkommen zufällige Versprecher, wer weiß das zu sagen? Mit entsprechender Vorbereitung lassen sich solche Patzer reduzieren. Ihre Wortverwechslungen wirken auch deshalb unfreiwillig komisch, weil sie dabei, genau wie beim übrigen Text, emotional unbeteiligt wirkt. Das gilt auch für so manches von ihr wohl schlichtweg nicht verstandene Konzept wie brutto und netto. Sie gibt regelmäßig und unumwunden zu, dass für sie vieles Neuland ist, nicht nur das Internet. Viele andere Redner würden bei einem Blackout panisch werden. Sie bleibt, wie sie ist. Es ist für sie wohl oft einfach kein erwähnenswertes Thema; nichts, das aus ihrer Sicht der Aufmerksamkeit wert ist. Denjenigen, denen das wichtig ist, vermittelt sie so jedoch keinen Vertrauen fördernden Eindruck.
Hier sind sie (externe Links zu YouTube und Co.):
Ihre Aussage „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ ist wohl nicht absichtlich so komisch. Doch Sie kann durchaus schlagfertig sein und Humor an den Tag legen. Beispiele gefällig?
Merkel hatte Barrack Obama 2008 verwehrt, als damaliger Präsidentschaftskandidat bei einem Berlin-Besuch am Brandenburger Tor zu sprechen. Daraufhin folgt lange Zeit kein entsprechender Besuch mehr in Berlin. Am 7. Juni 2011 entgegnete sie auf die Debatte, dass er einen Bogen um Berlin mache; „Ich kann versprechen, das Brandenburger Tor steht noch eine Weile.“
Am 17. September 2012 beantwortete sie die Frage, wie sich eine Große Koalition von einer schwarz-gelben Koalition unterscheidet: „In einer Großen Koalition gibt es immer noch einen Partner, der möchte auch den Kanzler stellen. … Herr Rösler ist gerne Vizekanzler und das kann ich gut verstehen.“
Am 4. Dezember 2012 sagte sie auf dem CDU-Parteitag zu den Turbulenzen in der Koalition mit dem damaligen Koalitionspartner FDP; „Auch mir hat eine Satiresendung schon einmal richtig aus der Seele gesprochen, als es dort hieß: Gott hat die FDP vielleicht nur erschaffen, um uns zu prüfen.“
Am 19. Oktober 2012 sagte sie in Richtung CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer: „Wir machen es uns nicht zu jeder Sekunde einfach. Das ist so eine Art Test, wer noch wie viel Kraft hat.“
Im Gespräch mit der Frauenzeitschrift Brigitte antwortete sie am 2. Mai 2013 auf die Frage, ob sie wirklich nur vier Stunden Schlaf brauche; „Nein. Ich habe gewisse kamelartige Fähigkeiten. Ich habe eine gewisse Speicherfähigkeit. Aber dann muss ich mal wieder auftanken.“
Während manche vermutlich länger vorbereiteten Reden oder Ansprachen eine durchdachte Redestruktur erkennen lassen, ist dies bei spontanen Beiträgen schwer erkennbar oder folgt einem, für sie typischen, unspektakulären Format. Berechenbarer Einstieg, Begrüßung, Themeneinheit, Themeneinheit, Themeneinheit, … , Verabschiedung. Das ist schade, weil sich durch einen strategischen Redeaufbau die Wirkung deutlich steigern lässt; es ist interessante zuzuhören und bringt die Menschen dazu sich für etwas einzusetzen.
Beispiel:
Aufgefordert, sie zu beschreiben, nennen viele ihre Nüchternheit und ihre Reserviertheit als besonders auffällig. Vor der Flüchtlingskrise war das Bild, das sich die Welt von Angela Merkel macht, eine Mischung aus Bewunderung und Kritik. Ihre Beschreibung hatte große Ähnlichkeit mit dem Bild der Deutschen überhaupt: Effizienz und Bodenständigkeit, gepaart mit unterkühlter Arroganz bei gleichzeitig ungelenken, fast schüchternem Auftreten. Mit der Wirtschaftskrise und Griechenland änderte sich im Ausland die Wahrnehmung von ihr, während ihr Ansehen in Deutschland weitgehend kontinuierlich war. Viele Deutsche betrachteten sie als beständigen Faktor. Seit der Flüchtlingskrise fallen nicht nur im Ausland die Beschreibungen recht unterschiedlich aus. Sie sind oft nicht sehr schmeichelhaft. Aber, das sind ja auch nicht ihre Wähler. Wobei ihr auch innerparteilich nun mitunter Gegenwind entgegenweht.
Nun, das kennt sie ja. Sie sagte am 16. November 2012, nach ihrer Kritik an der Menschenrechtspolitik von Russlands Präsident Wladimir Putin und unter Verweis auf die häufige Kritik an ihr in Deutschland; „Wenn ich da immer gleich eingeschnappt wäre, könnte ich keine drei Tage Bundeskanzlerin sein.“
Zwischenrufe quittiert sie oft nur mit minimalen Regungen. Sie legt viel Selbstdisziplin an den Tag, wenn es darum geht, nicht auf Provokationen zu reagieren. Das und die Bereitschaft des konstruktiven Streitens vermissen allerdings viele Beobachter. Schließlich belebt das die Demokratie. Blutleere Debatten sind die Folge.
„Ja, es ist ein großer Vorteil aus DDR-Zeiten, dass man gelernt hat zu schweigen. Das war eine der Überlebensstrategien“, sagte sie schon einige Zeit vor der Vereidigung zur Kanzlerin zu ihrer Biografin Evelyn Roll.
Beispiel:
Bei ihren Auftritten wirkt sie bei emotionalen Anforderungen überfordert auf mich. Das scheint ihr unangenehm zu sein. Ich denke da vor allem an die Szene, bei der es eine Diskussionsrunde um die Flüchtlingspolitik gab und ein weinendes Mädchen ihren Auftritt durcheinanderbrachte. Ihr Versuch, mit der Situation umzugehen, wirkte äußerst unbeholfen und aus der Sicht mancher Zuschauer sogar zynisch. Ist sie in dieser Situation ihrer Rolle als Bundeskanzlerin treu und somit authentisch geblieben, weil sie nichts versprochen hat, dass nicht in die Strategie passte?
Gerade emotionale Moment stecken voller Chancen. Wer die Massen bewegen will, nutzt solche Momente.
Beispiel:
Unser Anspruch heißt: Wir wollen Volkspartei bleiben, auch im 21. Jahrhundert. … Wir wollen die große Volkspartei der Mitte sein.
Angela Merkel am Wahlabend des 27. September 2009
Die in vielen Augen als so konturlose geltende Kanzlerin gehört zu den wenigen Politikern, die sich ihre Persönlichkeit weitgehend bewahrt haben. Merkel war bereits 35 Jahre alt, als sie in die Politik ging. In diesem Alter ändert sich nicht mehr so leicht die gesamte Persönlichkeit.
Im Laufe der Jahre hat sich die Rhetorik der Bundeskanzlerin trotz offensichtlich ungenutzter Potenziale nur relativ wenig entwickelt. Ihr Auftreten ist hingegen im Laufe der Zeit souveräner geworden.
Sie ist sich treu geblieben. Die Bundeskanzlerin verzichtet auf viele klassische Möglichkeiten, um sich und ihr Angebot überzeugend zu präsentieren. Sie vermeidet, was sonst als erstrebenswert gilt; eine Beziehung zum Publikum zu fördern, es zu aktivieren. Sie erklärt, wie die Dinge sind, anstatt für etwas zu werben oder gar zu streiten. So wirken ihre Auftritte unnatürlich und mitunter sogar befremdlich. Wer sein Publikum für sich gewinnen will, findet hier mehr Beispiele dafür, was im üblichen Sinne hinsichtlich wirksamer Rhetorik fehlt.
Sie ist wahrlich flexibel:
Weder ein generelles Tempolimit auf Autobahnen noch eine Maut für Pkw sind mit der Union zu machen.
Angela Merkel zu Spiegel online am 31. August 2005
Wer kann ihr übelnehmen, wenn sie möglichst der öffentlichen Meinung folgt? Wenn sie merkt, wie tief unsere Angst vor den tödlichen Risiken der Atomkraftwerke verwurzelt ist, dann lässt sie die Reaktoren abschalten. Wenn ihr jemand sagt, wie ungern die Bevölkerung die Bundeswehr in Krisenregionen schickt, dann stimmt sie neuen Einsätzen nicht mehr zu. Wenn sie bemerkt, wie kritisch große Teile der Bevölkerung manches Wirtschaftsgebahren empfindet, dann schreibt sie den Mindestlohn in das Wahlprogramm. So strebt sie an, wie sie es nach der Bundestagswahl ankündigte, die Kanzlerin aller Deutschen zu sein. Und das hat für sie eine Weile recht gut funktioniert und sie zumindest bis zur Flüchtlingskrise oben gehalten.
Auf den ersten Blick ist unverständlich, weshalb sie so viele Möglichkeiten der Rhetorik ungenutzt lässt. Allerdings spricht einiges dafür, dass Angela Merkels Rhetorik durchaus Teil einer Strategie ist, die sich allerdings nur für spezielle Bereiche wie politische Organisationen eignen dürfte. Schließlich dürfen wir ihr den Zugang zu rhetorischen Beratern und Redenschreibern unterstellen.
In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum, die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum, anhand der Beispiele zu erkennen, was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2016, n= 1308)
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2016
Überarbeitung: 8. August 2019
Englische Version:
AN: #62116
K: CNB
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