Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen. –Benjamin Franklin

Lernen über die berufliche Weiterbildung hinaus

Tagesmotto*: Lernen für die persönliche Entwicklung
Stufen
Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen. Benjamin Franklin

Bildung

 

Wo kein Holz mehr ist, geht das Feuer aus. Mit den grauen Zellen ist es nicht anders. John F. Kennedy meinte; „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“ Mit welchen Plänen oder konkreten Schritten wollen Sie Ihre berufliche Weiterbildung und das persönliche Lernen in Schwung bringen oder halten?

Weiterbildung

 

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“, erinnert ein Sprichwort. Der Alltag fördert das Lernen nicht unbedingt und wenn ja, geben oft äußere Faktoren die Richtung an. Oft ist es die berufliche Weiterbildung, die durch äußere Umstände erforderlich wird. Doch es lohnt sich selbst zu entscheiden, welche Kenntnisse und Fertigkeiten, welche Einsichten und Themen für die persönliche Entwicklung einen Beitrag leisten. Schließlich geht es in einem erfüllenden Leben um mehr als berufliche Qualifikation, Zertifikate und Karriere.

 

 

Planung

 

Nicht nur am Jahresende ist es eine gute Entscheidung, die Ist-Situation und die Optionen zu betrachten. Eine gute Methode dies zu tun ist das Mind Mapping. Erst einmal den Überblick, dann die Richtung wählen und die konkrete Planung im SMART-Format folgen lassen. Es gibt vor allem da Gutes wo wir es selbst tun.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Mit welchen Plänen oder konkreten Schritten wollen Sie Ihre professionelle Weiterbildung und das persönliche Lernen in Schwung bringen oder halten?​

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
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Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen. Benjamin Franklin

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 1. Jui 2020
Englische Version:
AN: #2321
K: CNB
Ü:

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. –Dietrich Bonhoeffer

Nur Mut, Rückschläge statten uns Menschen mit neuen Erkenntnissen aus

Tagesmotto*: Wie steht es mit der Entschlossenheit?
Fehler
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.  Dietrich Bonhoeffer

Anliegen, Mut und Entschlossenheit

 

Aus Angst einen Fehler zu machen verharren Menschen zu oft zu lange, anstatt sich auf die Reise zu machen. Die Angst eine Entscheidung zu bereuen und den Folgen nicht gewachsen zu sein, steht einem erfüllten Leben oft im Weg.

Video

​

Videobeitrag ist im Schnitt!

Warten. Bitte warten! Warten, bitte …

 

Coco Chanel soll gesagte habe: „Ich bereue nichts im Leben, außer das, was ich nicht getan habe.“ Viele Menschen haben allerdings so große Angst davor einen Fehler zu machen, dass sie ewig damit warten sich endlich auf die Reise zu machen.

 

 

 

Hätte, hätte, Fahrradkette

 

„Wenn nur… Hätte, hätte, Fahrradkette… hab ich nicht, schade! Selbst Scheitern macht gescheiter. Wenn das Wörtchen WENN nicht wär‘, wär‘ mein Vater Millionär. Wer sich nie in Gefahr begibt, kommt darin um. Für Absichten gibt es keine Belohnung.“ Genug Weisheiten zum Thema?

 

 

 

Komfortzone

 

So vertraut die Komfortzone sein mag, ab und zu lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen und sich vom üblichen Pfad zu lösen. Zugegeben: Das kann zu blauen Flecken führen, doch mitunter ist die Reue deutlich länger unangenehm, wenn wir meinen etwas Wichtiges unterlassen zu haben.

Besonders häufig wird keine Entscheidung getroffen, aus Angst, es könnte eine falsche sein. Die inneren Dialoge bremsen uns aus: „Das wird sowieso nichts.“, „Das ist eine Nummer zu groß für mich.“, „Was ist, wenn es die falsche Entscheidung ist?“, „Wenn das so einfach wäre…“

 

 

 

Zweifel

 

Zweifel sind der Beginn von Weisheit, meinte ein Philosoph. Allerdings stimmt auch, wenn Zweifel zu lange andauern, dann blockieren sie jegliche Entwicklung. Dann doch lieber eine durchdachte Entscheidung treffen, die Ärmel hochkrempeln und ans Werk gehen.

Wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, statten Rückschläge uns Menschen mit neuen Erkenntnissen aus. Die meisten unserer Entscheidungen sind heutzutage nicht mehr lebensbedrohlich. Der archaische Bereich (Stammhirn und Co.) in unserem Gehirn stammt jedoch noch aus der Zeit, als eine Fehlentscheidung dazu geführt hat, dass wir gefressen wurden.

 

 

 

Lerngelegenheiten

 

Ich bin so guter Dinge, so heiter und rein,
und wenn ich einen Fehler beginge,
könnt´s keiner gewesen sein.

Johann Wolfgang von Goethe

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Für welches Anliegen wünschen Sie sich Mut und Entschlossenheit? Was würden Sie tun, wenn Sie die Garantie bekommen würden, es wird gelingen? Was hat es so oder so verdient von Ihnen unterstützt zu werden?

 

 

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„Das geht nicht.“
 Dann kam einer, der das nicht wusste, 
und hat es einfach gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. April 2018
Überarbeitung: 21. September 2020
Englische Version:
AN: #778
K: CNB
Ü:

Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt, ein neues Leben beginnen. –Marc Aurel

Blickwechsel und Perspektiverweiterung

Tagesmotto*: Welchen Nutzen haben Perspektivenwechsel und wie gelingen sie?
Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt, ein neues Leben beginnen. Marc Aurel
Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt, ein neues Leben beginnen. Marc Aurel

Blickwinkel

 

Je nach Blickwinkel sehen wir andere Aspekte. Wie profitieren wir vom Perspektivwechsel?

Bereichernde Blickwinkel

 

Je nach Blickwinkel sehen wir andere Aspekte. Wir erweitern durch einen Perspektivwechsel unser Bild von den Dingen und Zusammenhängen.

So gut das klingt, so sehr bremsen viele Menschen sich selbst aus, wenn es darum geht, gewohnte Pfade zu verlassen und auf neuen zu wandeln. Bei Wahrnehmung, Denken und Handeln kleben wir tendenziell beharrlich an alten Mustern. Spätestens wenn Situationen etwas herausfordernder werden, vertrauen wir eher dem Bewährten oder zumindest Bekannten. Das verspricht gefühlte Sicherheit. Gegebenenfalls machen wir uns auch selbst etwas vor. Menschen sind Meister des Selbstbetrugs. Wir halten gerne an dem fest, was der eigenen Weltanschauung zu entsprechen scheint. Und so schauen wir auf uns und die Welt mit einer Brille, die ganz eigene Filter hat.

 

 

 

Wie lassen sich neue Perspektiven nutzen?

 

Hier sind einige Wege, mit denen sich zusätzliche Perspektiven erkunden und nutzen lassen:

 

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Wie wäre es heute mit einem Blickwechsel und Perspektiverweiterung?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

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→ Häufige organisatorische Fragen
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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2011
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #213
K: CNB
Ü:

Moralische Grundsätze: Integrität, Mut und Charakterstärke

Moralische Grundsätze: Integrität, Mut und Charakterstärke

Moralische Grundsätze: Wann zeigt sich wirkliche Integrität?

Moralische Grundsätze: Wann zeigt sich wirkliche Integrität?

 

Überzeugungen sind leicht, solange sie wenig kosten.

Interessant wird es, wenn:

  • Widerstand entsteht
  • ein persönlicher Vorteil verloren geht
  • Status gefährdet ist
  • eine Entscheidung unbequem wird

Dann zeigt sich, welche Werte tatsächlich handlungsleitend sind.

Doch daraus folgt weniger:

„Ein charakterstarker Mensch hält an seinen Überzeugungen um jeden Preis fest.“

Das wäre zu einfach.

Denn auch falsche Überzeugungen können mit großer Konsequenz vertreten werden.

 

 

 

Ein Satz von Konfuzius

 

In den Analekten wird Konfuzius sinngemäß mit dem Gedanken zitiert:

Ein Mensch von Tugend erhält sein Leben weniger auf Kosten seiner Tugend und kann im Extremfall sogar sein Leben einsetzen, um ihr treu zu bleiben.

Das ist eine radikale Aussage.

Und gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

 

 

 

Was macht Charakterstärke aus?

 

Charakterstärke zeigt sich für mich weniger darin, wie laut jemand von seinen Prinzipien spricht.

Sie zeigt sich eher darin, wie jemand handelt, wenn Prinzipien und eigener Vorteil miteinander kollidieren.

Zum Beispiel:

Bleibe ich ehrlich, wenn eine Lüge mir helfen würde?

Übernehme ich Verantwortung, wenn es meinem Ruf schadet?

Widerspreche ich, wenn Schweigen bequemer wäre?

 

 

 

Werte sind erst unter Druck wirklich interessant

 

Es ist leicht zu sagen:

„Mir ist Fairness wichtig.“

Schwieriger wird:

„Bin ich auch fair, wenn ich dadurch verliere?“

Es ist leicht zu sagen:

„Ehrlichkeit ist mir wichtig.“

Schwieriger wird:

„Sage ich die Wahrheit auch dann, wenn sie mir Nachteile bringt?“

 

 

 

Das ist der Kern von Integrität

 

Integrität bedeutet weniger, immer dieselbe Entscheidung zu treffen.

Sie bedeutet stärker:

Werte, Aussagen und Verhalten in eine glaubwürdige Beziehung zu bringen.

→ Integrität: Wie gut passen Werte und Verhalten zusammen?

 

 

 

Moralischer Mut

 

Ein hilfreicher Begriff ist moralischer Mut.

Gemeint ist die Bereitschaft, nach ethischen Überzeugungen zu handeln, obwohl dadurch:

  • soziale
  • berufliche
  • persönliche

Nachteile entstehen können.

Dabei geht es weniger um Abenteuerlust.

Es geht um Handeln trotz wahrgenommenem Risiko.

 

 

 

Mut braucht ein Risiko

 

Wenn eine moralische Position:

  • beliebt
  • ungefährlich
  • gesellschaftlich belohnt

ist, braucht ihre Vertretung möglicherweise wenig Mut.

Anders wird es, wenn:

„Wenn ich das jetzt sage, kann es Konsequenzen haben.“

 

 

 

Doch moralischer Mut reicht allein weniger

 

Auch Menschen mit problematischen Überzeugungen können mutig sein.

Deshalb braucht moralischer Mut weitere Fähigkeiten:

  • Urteilsvermögen
  • Selbstreflexion
  • Verantwortung
  • Bereitschaft zur Korrektur

 

 

 

Überzeugung ist weniger automatisch Wahrheit

 

Ein Mensch kann etwas sehr fest glauben.

Und trotzdem falschliegen.

Die Stärke einer Überzeugung sagt wenig darüber aus, wie gut sie begründet ist.

Deshalb gehört für mich zu Charakterstärke auch:

„Ich bin bereit zu prüfen, ob meine Überzeugung noch trägt.“

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit

 

Forschung beschreibt intellektuelle Bescheidenheit als die Fähigkeit, die Grenzen des eigenen Wissens und die mögliche Fehlbarkeit der eigenen Überzeugungen anzuerkennen.

Das bedeutet weniger:

„Ich habe keine Überzeugungen.“

Sondern:

„Ich vertrete sie und bleibe offen für gute Gründe, sie zu verändern.“

 

 

 

Das ist weniger Schwäche

 

Im Gegenteil.

Es braucht innere Stabilität, sagen zu können:

„Ich habe mich geirrt.“

Oder:

„Die neuen Informationen verändern meine Einschätzung.“

Starrheit und Charakterstärke sind weniger dasselbe.

 

 

 

Prinzipientreue und Dogmatismus

 

Beides kann von außen ähnlich wirken.

Jemand hält konsequent an einer Position fest.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum?

Prinzipientreue kann bedeuten:

„Ich habe diese Position geprüft und halte sie weiterhin für richtig.“

Dogmatismus bedeutet eher:

„Eine Prüfung kommt für mich weniger infrage.“

 

 

 

Ein starkes Prinzip muss Kritik aushalten können

 

Wenn eine Überzeugung nur dadurch erhalten werden kann, dass:

  • Gegenargumente ignoriert
  • Kritiker abgewertet
  • Informationen ausgeblendet

werden, ist weniger klar, ob wir es mit Integrität oder mit Identitätsverteidigung zu tun haben.

 

 

 

Welche Grundsätze verdienen Schutz?

 

Das ist die schwierigere Frage.

Menschen haben sehr unterschiedliche moralische Vorstellungen.

Und Moral verändert sich:

  • zwischen Kulturen
  • zwischen Epochen
  • zwischen gesellschaftlichen Gruppen

Das bedeutet weniger, dass jede Moral beliebig ist.

Es bedeutet:

Auch moralische Überzeugungen brauchen Prüfung und Begründung.

 

 

 

„Ich habe meine Prinzipien“ reicht weniger

 

Ein Prinzip kann:

  • fair
  • menschlich
  • verantwortungsvoll

sein.

Es kann auch:

  • überholt
  • unfair
  • schädlich

sein.

Deshalb braucht Prinzipientreue Urteilsvermögen.

 

 

 

Werte können miteinander kollidieren

 

Ein häufig übersehener Punkt:

Moralische Entscheidungen bestehen weniger immer aus:

„Wert gegen Egoismus.“

Oft stehen zwei Werte gegeneinander.

Zum Beispiel:

  • Ehrlichkeit gegen Fürsorge
  • Loyalität gegen Gerechtigkeit
  • Freiheit gegen Sicherheit
  • Vertraulichkeit gegen Verantwortung

 

 

 

Dann gibt es weniger die einfache Regel

 

Du musst abwägen.

Und Verantwortung für diese Abwägung übernehmen.

Das ist anspruchsvoller als:

„Ich folge immer meinem Prinzip.“

 

 

 

Prinzipien und Konsequenzen

 

Auch Folgen gehören zur moralischen Verantwortung.

Wenn ich sage:

„Ich habe nur meinem Prinzip gehorcht.“

entbindet mich das weniger automatisch von Verantwortung für die Konsequenzen.

 

 

 

Ein Beispiel

 

Du hältst absolute Offenheit für einen wichtigen Wert.

Das bedeutet weniger, jede vertrauliche Information weiterzugeben.

Denn zusätzlich gelten möglicherweise:

  • Vertraulichkeit
  • Schutz anderer
  • berufliche Verantwortung

Moralische Reife braucht Abwägung.

 

 

 

Wann ist Standhaftigkeit wichtig?

 

Zum Beispiel wenn:

  • Druck entsteht, unehrlich zu handeln
  • Menschen unfair behandelt werden
  • Sicherheitsrisiken verschwiegen werden sollen
  • Verantwortung bewusst abgewälzt wird

Dann kann ein:

„Nein. Das mache ich weniger.“

sehr viel Mut verlangen.

 

 

 

Moralischer Mut im Beruf

 

Gerade Organisationen erzeugen Situationen, in denen Werte und persönliche Interessen kollidieren.

Zum Beispiel:

„Spreche ich das Problem an?“

„Widerspreche ich meinem Vorgesetzten?“

„Melde ich eine Entwicklung, die niemand hören möchte?“

 

 

 

Hierarchie verändert die Kosten von Widerspruch

 

Je größer das Machtgefälle, desto schwieriger kann moralischer Mut werden.

Forschung zu moralischem Mut zeigt genau diese Bedeutung von:

  • Hierarchien
  • Unterstützung
  • Vorbildern
  • Organisationskultur

für die Bereitschaft, ethisch zu handeln.

 

 

 

Das ist weniger nur eine Frage des Charakters

 

Organisationen können moralischen Mut:

  • fördern
  • erschweren
  • bestrafen

Wenn Menschen für kritische Informationen regelmäßig Nachteile erleben, entsteht Schweigen.

 

 

 

Führung trägt deshalb Verantwortung für Widerspruch

 

Eine Führungskraft kann sagen:

„Ich möchte kritische Stimmen hören.“

Entscheidend ist jedoch:

Was passiert, wenn jemand tatsächlich widerspricht?

Erst dort zeigt sich Kultur.

 

 

 

Integrität in Führung

 

Für Führungskräfte kann Integrität bedeuten:

  • Fehler sichtbar zu machen
  • schlechte Nachrichten weniger zu beschönigen
  • Verantwortung zu übernehmen
  • Entscheidungen begründen zu können
  • Zusagen ernst zu nehmen

 

 

 

Werte werden durch Verhalten glaubwürdig

 

Ein Unternehmen kann sehr schöne Werte formulieren.

Wenn Entscheidungen regelmäßig etwas anderes belohnen, verlieren diese Werte ihre Glaubwürdigkeit.

Menschen orientieren sich weniger nur daran, was auf der Website steht.

Sie beobachten:

„Was passiert hier tatsächlich?“

 

 

 

Wenn das eigene Wohlergehen auf dem Spiel steht

 

Das Konfuzius-Zitat stellt eine extreme Frage:

Was ist wichtiger als das eigene Leben?

Historisch ist diese Frage verständlich.

Für die meisten heutigen Alltagssituationen ist sie zu groß.

Unsere moralischen Entscheidungen sind meist kleiner.

Und genau deshalb nicht weniger interessant.

 

 

 

Charakter zeigt sich häufig im Kleinen

 

Zum Beispiel:

Geb ich einen Fehler zu?

Halte ich eine Zusage ein?

Behandle ich Menschen fair, wenn ich davon wenig habe?

Widerspreche ich, wenn jemand abgewertet wird?

Das sind weniger dramatische Situationen.

Doch sie prägen Charakter über Jahre.

 

 

 

Du musst weniger dein Leben opfern, um integer zu sein

 

Diese Klarstellung ist mir wichtig.

Die Bereitschaft zum Selbstopfer ist weniger automatisch ein Zeichen moralischer Überlegenheit.

Menschen können sich auch für:

  • Ideologien
  • falsche Überzeugungen
  • fanatische Ziele

opfern.

Entscheidend bleibt deshalb:

Wofür stehe ich ein – und wie gut habe ich es geprüft?

 

 

 

Selbstschutz ist weniger moralisches Versagen

 

Auch das ist wichtig.

Du darfst:

  • dich schützen
  • Risiken abwägen
  • strategisch handeln
  • Unterstützung suchen

Moralischer Mut bedeutet weniger:

„Ich muss mich unnötig gefährden.“

 

 

 

Mut und Klugheit gehören zusammen

 

Vielleicht ist es sinnvoller:

  • Verbündete zu suchen
  • Belege zu sichern
  • einen geeigneten Zeitpunkt zu wählen
  • professionelle Beratung einzubeziehen

als spontan alles zu riskieren.

Standhaftigkeit braucht weniger Leichtsinn.

 

 

 

Wann ist ein Kompromiss Verrat an den eigenen Werten?

 

Weniger jeder Kompromiss ist Verrat.

Zusammenleben und Zusammenarbeit brauchen Kompromisse.

Interessant wird:

Welche Punkte sind verhandelbar und welche weniger?

 

 

 

Ein Kompromiss kann Werte schützen

 

Vielleicht erreichst du weniger alles.

Du erreichst jedoch mehr als mit einer maximalistischen Position.

Auch das kann moralisch verantwortungsvoll sein.

 

 

 

Prinzipien brauchen Hierarchie

 

Es kann helfen zu unterscheiden:

Was ist für mich unverhandelbar?

Und:

Wo habe ich Präferenzen?

Nicht jede Vorliebe braucht den Status eines moralischen Grundsatzes.

 

 

 

Sonst wird jedes Thema zur Prinzipienfrage

 

Dann entsteht Starrheit.

Und Zusammenarbeit wird schwer.

Reife Werteorientierung braucht Prioritäten.

 

 

 

Was tun, wenn Werte kollidieren?

 

Eine mögliche Struktur:

 

1. Benenne die beteiligten Werte

Zum Beispiel:

„Loyalität und Ehrlichkeit stehen gerade in Spannung.“

 

2. Kläre die Konsequenzen

Wer ist von welcher Entscheidung betroffen?

 

3. Prüfe Alternativen

Gibt es mehr als zwei Möglichkeiten?

 

4. Hole eine unabhängige Perspektive ein

Gerade bei moralischer Empörung kann unser Blick enger werden.

 

5. Entscheide bewusst

Und übernimm Verantwortung für die Folgen.

 

 

 

Eine wichtige Frage bei starken Überzeugungen

 

„Welche Information könnte meine Meinung verändern?“

Wenn die ehrliche Antwort lautet:

„Keine.“

dann lohnt sich Aufmerksamkeit.

Vielleicht schützt du weniger ein Prinzip.

Vielleicht schützt du eine Identität.

 

 

 

Überzeugungen dürfen sich entwickeln

 

Menschen lernen.

Lebenssituationen verändern sich.

Informationen verändern sich.

Es kann deshalb ein Zeichen von Integrität sein, eine frühere Position aufzugeben.

Zum Beispiel:

„Ich habe das früher anders gesehen. Heute halte ich diese Position weniger für richtig.“

 

 

 

Konsistenz ist weniger immer Tugend

 

Wenn neue Erkenntnisse entstehen, wäre blindes Festhalten weniger Integrität.

Es wäre Unbeweglichkeit.

Integrität bedeutet Treue zu Werten, weniger Treue zu jedem früher ausgesprochenen Satz.

 

 

 

Werte und Selbstreflexion

 

Es lohnt sich regelmäßig zu prüfen:

  • Welche Werte sind mir wichtig?
  • Woher stammen sie?
  • Wie zeigen sie sich in meinem Verhalten?
  • Wo widerspreche ich meinen eigenen Ansprüchen?

→ Werte: Was wirklich zählt und Entscheidungen bestimmt

 

 

 

Charakterstärke

 

Charakterstärke ist für mich deshalb eine Kombination aus:

  • Standhaftigkeit
  • Verantwortung
  • Selbstreflexion
  • Mut
  • Korrekturfähigkeit

Nur Standhaftigkeit allein wäre zu wenig.

→ Charakterstärke: Für Werte einstehen und lernfähig bleiben

 

 

 

Wenn Werte im beruflichen Kontext unter Druck geraten

 

In Coaching und Sparring kann es beispielsweise gehen um:

  • ethisch schwierige Entscheidungen
  • Loyalitätskonflikte
  • kritischen Widerspruch
  • Verantwortung unter Druck
  • schwierige Führungssituationen

Das Ziel ist weniger, dir eine Moral vorzugeben.

Es geht darum, deine Werte, Interessen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten klarer zu sehen.

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Werte, berufliche Entscheidungen, Kommunikation oder Selbstführung geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business Coaching in Berlin und online

 

 

 

Zehn Fragen zu deinen moralischen Grundsätzen

 

  1. Welche Werte sind für mich tatsächlich unverhandelbar?
  2. Woher stammen diese Überzeugungen?
  3. Welche davon habe ich in den vergangenen Jahren verändert?
  4. Was bin ich bereit, für meine Werte zu riskieren?
  5. Wo verwechsel ich eine Präferenz mit einem Prinzip?
  6. Welche Folgen hat mein Handeln für andere?
  7. Welche Information könnte meine Position verändern?
  8. Wo schweige ich aus Bequemlichkeit?
  9. Wo wäre mehr Mut hilfreich?
  10. Wo wäre mehr Offenheit für Korrektur die größere Stärke?

 

 

 

Fazit: Integrität braucht Standhaftigkeit und Korrekturfähigkeit

 

Der Gedanke von Konfuzius bleibt kraftvoll:

Werte werden dort ernst, wo sie etwas kosten.

Doch ich würde ihn heute ergänzen.

Charakterstärke zeigt sich weniger darin, an jeder Überzeugung bis zum Äußersten festzuhalten.

Sie zeigt sich darin:

  • Werte ernst zu nehmen
  • unter Druck Verantwortung zu übernehmen
  • für wichtige Überzeugungen einzustehen
  • und gleichzeitig bereit zu bleiben, die eigenen Überzeugungen zu prüfen.

Manchmal braucht es Mut, standhaft zu bleiben.

Und manchmal braucht es mindestens genauso viel Mut zu sagen:

„Ich habe meine Position überprüft. Ich sehe es heute anders.“

Beides kann Ausdruck von Integrität sein.

Ein Mensch mit starkem Charakter und moralischen Grundsätzen wird nie versuchen, seine eigene Haut auf Kosten seiner Grundsätze zu retten. Eher würde er sein Leben opfern, als seine Überzeugungen. Konfuzius

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 22. Juli 2026

Tun wir heute etwas, worauf wir morgen stolz sind.

Verantwortungsvoll einsetzen, heute

Tagesmotto*
Stufen
Tun wir heute etwas, worauf wir morgen stolz sind.

Verantwortungsvoll handeln, heute

 

„Was du heute kannst besorgen, …“

Verantwortungsvoll handeln, heute

 

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Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

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Artikel zu Visionen

Chancen ergreifen: Trauen statt später bereuen

Chancen ergreifen oder lieber warten? Diese Fragen helfen dir, Risiken realistisch einzuschätzen, Entscheidungsangst zu überwinden und bewusster zu handeln.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 1. Jui 2020
Englische Version:
AN: #2321
K: CNB
Ü:

Prahlt der Strom, lächelt die Quelle.

Umgang mit Nachahmern. Copy & Paste

Tagesmotto*

Kopie oder Original

 

Copy-and-paste (Kopieren und Einfügen) begreifen selbst die Lernunwilligsten und meinen die Welt mit Plagiaten bereichern zu müssen. So werden produktive Zeitgenossen immer wieder damit konfrontiert, dass sie sich Arbeit machen, wo andere einfach nur kopieren. Die Freude daran hält sich im Rahmen.

Nachahmer

 

Der Spruch des Tages klingt weise. Für die Persönlichkeitsentwicklung liefert er so einige Ansatzpunkte zum Nachdenken. Doch gerade bei Karriere und Selbstständigkeit ist der entspannte Umgang mit unfairen Nachahmern nicht ganz so einfach. Da wird gerne von weniger befähigten Zeitgenossen der kurze Weg gewählt. CTRL-C und dann CTRL-Z ersetzen leider oft deren eigenen Einsatz. Eigene Investitionen unterbleiben, der faire Wettbewerb wird dadurch gestört.

Die Beschäftigung mit Blendern, Copycats und derartigen Personen ist nicht sehr erfreulich. Also einfach ausblenden? Nun, ja …. Wer sie frei gewähren lässt, mag zwar der Erleuchtung näher sein, doch ansonsten bringt das einige Nachteile mit sich. Schließlich sind damit ja Investitionen verbunden, weil kaum jemand omnipotent ist. Während ich Artikel schreibe bleiben andere wichtige Aufgaben liegen. Wenn sich das auf Dauer nicht mehr lohnt, wird das Artikelschreiben abnehmen oder sogar ausgesetzt. Das gleiche Prinzip gilt für viele Bereiche, bei denen Wettbewerber auf Kosten anderer Aufwand sparen. Nachahmer sparen sich viel Zeit und Geld. Das können sie nun in eine Feier oder in den schönen Schein, die Verpackung, stecken. Das dabei auch die Qualität auf der Stecke bleibt, weil der vermittelte Eindruck nur auf Copy-and-paste beruht, bemerken die Kunden dann erst zu spät.

 

 

 

Wer sind diese Nachmacher?

 

Es sind nicht immer böse Genossen, die am Werk bzw. Kopieren sind. Oft ist es eine Form von Naivität, manchmal Narzissmus. So oder so hat es seinen Preis und der ist nicht immer gerecht verteilt.

 

 

 

Was tun mit diesem Phänomen?

 

Das Motto des Tages lautet ja; „Prahlt der Strom, lächelt die Quelle.“ und ich höre auch positive Aspekte heraus. Tatsächlich habe ich den Eindruck es gibt durchaus Beobachter, die registrieren, wo und wer die Quelle ist. Außerdem lassen sich durch kreative Arbeit die Qualität, die Erfahrung und damit der Nutzen für die Klienten steigern.

Bei rechtlich relevanten Themen hilft ein Rechtsanwalt, doch nicht immer ist das so zu klären. Was tun?

Nicht nur in der Karriere ist es wichtig, die guten Leistungen auch bekanntzumachen. Öffentlichkeit hilft, denn das erschwert es Schummlern, sich mit fremden Federn zu schmücken und die Lorbeeren unverdient einzuheimsen. Ein Original bleibt ein Original, hat üblicherweise ein höheres Ansehen – dafür lohnt es sich gegebenenfalls auch mal zu kämpfen.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

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P.S.

 

Copy-and-paste: Wie gehen Sie mit Menschen um, die unberechtigt Vorteile aus Ihrer Arbeit ziehen? Welche Gedanken kommen Ihnen beim Thema?

Artikel

 

Demografischer Wandel: Was er für Unternehmen und Führung bedeutet

Alternde Belegschaften, Fachkräftebedarf und Wissenstransfer: Was der demografische Wandel für Unternehmen, Führungskräfte und die Arbeitswelt bedeutet.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. August 2018
Überarbeitung: 16. Januar 2020
Englische Version:
AN: #448
K: CNB
Ü:

Wer nicht genießt, wird ungenießbar.

Der Tag will gefeiert werden

Tagesmotto*: Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen. Jean-Jacques Rousseau
Wer nicht genießt, wird ungenießbar.

Genießen

 

Genießen hat damit zu tun, es sich zu erlauben. Die schönsten Dinge im Leben sind meist unbezahlbar. Wie wäre es, sie heute noch aufmerksamer zu begrüßen?

Überblick

 

 

 

 

Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar

 

Verklärte Empfindungen? Mein Ingwertee spricht mit mir auf dem Weg zur Yogamatte, er flüstert. Der Pfad wird gesäumt von großen und kleinen Geschenken, so wie der Tag, der sich gerade noch nachtschwanger genüsslich entfaltet. Der Morgenhimmel gibt den Blick über die Dächer Berlins frei. Es liegt wohl an meiner Wahrnehmung, dass der Anblick etwas von einer Postkarte hat. Woher wohl die leichte Gänsehaut kommt? Zeit für den Morgengruß. Was für ein Start in den Tag.

Bei einem leckeren Kaffee erlaube ich mir anschließend mich auf die Momente vorzubereiten, die auf mich warten.

Guten Morgen!

 

 

 

Jeder Moment ist einzigartig, ist kostbar, hat etwas zu bieten

 

Genießen hat viel damit zu tun, sich den Genuss zu erlauben. „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ meinte Francis Bacon und es gibt Einiges für das wir dankbar sein können. Im Alltag übersehen wir leicht, was uns guttut, es ist dann wie mit dem Wald und den Bäumen. Vieles ist eine Frage der Perspektive, der persönlichen Bedeutung, die wir den Dingen und Momenten zusprechen. Glücksmomente wollen erkannt, genutzt und mit allen Sinnen gelebt werden. Viele der schönsten Dinge im Leben sind unbezahlbar. Sie sind da, ob wir sie sehen oder auch nicht. Doch erst die entsprechende Aufmerksamkeit verbindet uns mit dem Moment, mit dem Wert. Vielleicht erfordert es etwas Reife, um zu verstehen, wie kostbar Augenblicke sein können.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ lässt Autor Antoine de Saint-Exupéry seinen kleinen Prinzen sagen. Sobald wir tatsächlich bereit dazu sind, öffnen sich auch unsere Sinne für die Kostbarkeiten um uns herum und in uns selbst.

Wie wäre es, die Kostbarkeiten heute noch aufmerksamer zu begrüßen? Der Tag mag es, gefeiert zu werden.

 

*Anmerkungen

 

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Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

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  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
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P.S.

 

Wie wollen Sie den Tag heute erleben? Sie könnten Ihn genießen!

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupéry

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. August 2018
Überarbeitung: 17. Januar 2021
Englische Version:
AN: #121
K: CNB
Ü:

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Menschlichkeit oder Erfolg?

Tagesmotto*: Geht es nur mit Rücksichtslosigkeit voran? Ist es sinnvoll sich um jeden Preis durchzusetzen?
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Johann Wolfgang von Goethe
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Johann Wolfgang von Goethe

Wer vorankommen will, darf keine Rücksicht nehmen?

 

Stimmt die weitverbreitete Überzeugung, dass sich Rücksichtslosigkeit auszahlt? Was ist es wert, sich um jeden Preis durchzusetzen, wenn dabei Werte verletzt werden?

Menschlichkeit oder Erfolg?

 

Menschlichkeit oder Erfolg? Ist hier ein ODER angebracht? Ist es nicht möglich Menschlichkeit und Erfolg miteinander zu verbinden oder ist nicht sogar erst Menschlichkeit die Voraussetzung dafür, dass von Erfolg gesprochen wird?

 

 

 

Meinungen zur Menschlichkeit

 

Bei den Erfolgsmenschen ist meist der Erfolg größer als die Menschlichkeit.

Daphne du Maurier

 

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.

Martin Luther King

 

 

 

Ohne Rücksicht auf Verluste

 

Trilian: „Könntest du deinen Egotrip mal kurz unterbrechen? Es ist was Wichtiges passiert.“

Zaphod: „Wenn es irgendwas wichtigeres als mein Ego gibt, verlange ich, dass man es auf der Stelle verhaftet und erschießt.“

Per Anhalter durch die Galaxis

 

Das menschliche Ego kann durchaus eigenwillige Formen annehmen. Ratgeber für Erfolg befeuern mitunter auch wilde Thesen. So ist da zu lesen, wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Wenn Sie die unmoralische Gelegenheit nicht nutzen, wird es der Konkurrent,…

Wie viel Egoismus und Rücksichtslosigkeit verlangt Erfolg? Es hält sich beharrlich der Glaube, dass sich Rücksichtslosigkeit auszahlt und es ohne nur zu Enttäuschungen kommen wird.

Meine Beobachtungen stützen diese Behauptung nicht, im Gegenteil. Was ist es wirklich wert, sich um jeden Preis durchzusetzen, wenn dabei grundlegende Werte verletzt werden?

 

 

 

Positive und negative Beispiele

 

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, meinte Johann Wolfgang von Goethe. Geht das überhaupt?

Obwohl die unangenehmen Beispiele besonders einprägsam sind, sind jene, die ich für erfolgreich halte, durchaus emphatisch. Die rücksichtslose Ellenbogenmethode bringt Menschen langfristig nicht an ihre Ziele, weder im beruflichen noch im privaten Bereich. Unsoziales Verhalten wird von anspruchsvollen anständigen Menschen mit Vermeidung quittiert, im Umfeld bleiben dann nur noch jene, auf die lieber verzichtet werden sollte.

 

 

 

Zurückstecken?

 

Nein, wir müssen es nicht jedem Menschen recht machen. Mitunter wird allerdings auch eine klare Richtung und eigene Meinung als Rücksichtslosigkeit missdeutet. Da lohnt es sich bei der Beurteilung genauer hinzusehen.

 

 

 

Was nun?

 

Also, wie ist das mit dem Zusammenhang von Erfolg und Menschlichkeit? Wer verstehen will, was Moral bedeutet, kommt um Immanuel Kant nicht vorbei. Er stellte sich immer wieder die Frage; „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“.

Kant meinte: „Die höchste Aufgabe des Menschen ist zu wissen, was einer sein muss, um ein Mensch zu sein.“ und er hat für uns auch einige Antworten, die weiterhin Aufmerksamkeit verdient haben. Sich damit zu beschäftigen lohnt.

Aus seiner Sicht will der Mensch gut sein. Wenn es ihm nicht gelingt, dann ist das ein Irrtum oder er wird getäuscht. Es mag so klingen, doch bei seinen Betrachtungen war er nicht naiv. Ihm war bewusst, dass es viele Egoisten, Betrüger und Lügner gibt. Doch aus seiner Sicht hören solche Personen nicht auf ihr Gewissen und ihre Vernunft. Sie ignorieren die Fähigkeiten, die sie zu Menschen machen. Für ihn sind solche Personen nicht erfolgreich, sondern gescheitert.

Kants Wortwahl wirkt manchmal recht Spaß-befreit. „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!“ lautet der kategorische Imperativ. Ihn zu beachten würde die Welt jedenfalls um einiges besser machen.

 

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Ergänzende Artikel

 

P.S.​

 

Blick in den Spiegel: Wo ist der Preis zu hoch, sich um jeden Preis durchzusetzen, weil dabei grundlegende Werte verletzt werden?

 

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 17. Januar 2021
Englische Version:
AN: #763
K: CNB
Ü:

Herbstvorbereitungen

Herbstvorbereitungen

Tagesmotto*
Herbst
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke

Herbst

 

Der Herbst ist da, der Winter kommt. Wie machen Sie das Beste aus dieser Zeit des Jahres?

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süsse in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Vorbereitung

 

Nicht nur verlassene Gartenmöbel fürchten den Umzug in ihr Winterquartier, doch es ist nicht mehr zu ignorieren. Das mit den schicken Temperaturen ist wohl tatsächlich vorbei. Die Sonne hat sich ja zuletzt noch mehrmals aufgebäumt.

Nun wird die Bekleidung üppiger, die Belaubung verlässt die Bäume. Nicht mehr lange und wir bekommen Kälte, Reif, erste Schneeflocken und Glatteis. Die Freude darauf ist bei den meisten Menschen eher gering. Das ändert jedoch nichts daran, es ist höchste Zeit für die Wintervorbereitungen. Damit meine ich jetzt weniger Winterreifen, Eiskratzer, Starterkabel, Heizdecken und Glühweinvorräte, sondern grundsätzliche Überlegungen, wie Herbst und Winter genutzt werden wollen. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, Eigenarten und Potenziale. Je nach Persönlichkeit sind die Reaktionen; einige beschränken sich darauf, die Sonne zu vermissen, andere Charaktere machen das Beste daraus.

 

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P.S.

 

Wie machen Sie das Beste aus dieser Jahreszeit?

 

 

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Herbst ist die Vorbereitung auf den Frühling. Christine Thiel
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #328
K: CNB
Ü:

Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht. –William Shakespeare

Alternativen zum Herunterschlucken negativer Emotionen

Tagesmotto: Was tun mit unangenehmen Gefühlen?
Aussprechen statt herunterschlucken. Handeln statt ignorieren.
Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht.  William Shakespeare

Alternativen zum Herunterschlucken von unangenehmen Emotionen

 

Was haben Sie lange genug hinuntergeschluckt? Wie gehen Sie mit negativen Emotionen um?

Ignorieren, ertragen, durchhalten

 

Unsere Gefühle beeinflussen unsere Stimmung, unsere Motivation und Leistungsfähigkeit. Fühlen wir uns schlecht, etwas ärgert uns oder uns plagt die Traurigkeit, wirkt sich das negativ auf viele Lebensbereiche aus. Das kann unsere alltäglichen Handlungen blockieren. Manchmal scheint es, als wäre es nicht mehr möglich klar zudenken, weil uns die Emotionen im festen Griff haben. Egal, was wir tun und was um uns herum geschieht, die Gefühle scheinen wie eine dunkle Wolke über uns zu schweben. Negative Gefühle vergiften Wahrnehmung, Denken und Handeln. Sie können auch unseren Schlaf beeinflussen und zu Niedergeschlagenheit führen.

Je nach Persönlichkeitstyp und Erfahrung gehen unterschiedliche Menschen auf andere Art und Weise mit negativen Gefühlen um. Unsere Emotionen können uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen. Also wird immer wieder versucht, die unangenehmen Gefühle beiseite zu schieben. Das ist allerdings keine gute Idee. Es ist sprichwörtlich; Ärger hinunterzuschlucken schlägt irgendwann auf den Magen. Irgendwann brodelt der Ärger unter der Oberfläche. Mit anderen Emotionen ist es so ähnlich.

 

 

 

Flucht

 

Die Versuche den Emotionen zu entkommen sind vielfältig. Viele Menschen stürzen sich Hals über Kopf in die Arbeit und betäuben so ihre Beziehung zu sich selbst und den abgelehnten Emotionen. Andere verweigern sich komplett und sitzen stundenlang vor dem Computer oder dem Fernseher. Andere wiederum trinken Alkohol und nehmen andere Drogen, nur um diese nagenden Emotionen nicht mehr so stark zu empfinden.

 

 

 

Folgen

 

Es hat Folgen, nicht gut auf sich achtzugeben. Das Unterdrücken unangenehmer macht Gefühle krank. Ein erfüllendes Leben ist so kaum möglich, es ist schlecht für Körper und Geist, kann krank machen. Außerdem haben Emotionen die Aufgabe, uns auf etwas hinzuweisen, das Aufmerksamkeit erfordert.

 

 

 

Besser

 

Besser als Flucht ist es einen positiven, gesunden und nachhaltigen Umgang mit unseren Gefühlen zu erlernen und zu praktizieren. Es ist der erste Schritt sich zu trauen, den Gefühlen wieder mehr Aufmerksamkeit zu geben. Nun gilt es zu lernen, den Emotionen auf eine konstruktive Art und Weise mit Aufmerksamkeit zu bedenken, als wir das bisher getan haben. Achtsamkeit ist gefragt.

Es geht darum, die Emotionen zu sehen, zu spüren, ohne sie dabei zu bewerten. Geben wir ihnen Raum, betrachten und würdigen wir sie während sie vorbeiziehen. Nicht die Emotion an sich sorgen dafür, dass wir uns schlecht fühlen, sondern unsere Bewertung dieser Emotion. Erst, der Widerstand gegen die Emotion macht sie zum Problem. Wenn wir gegen sie ankämpfen und die Emotion mit aller Kraft unterdrücken oder kontrollieren wollen wachsen die Probleme.

Zugegeben, manchmal sind Emotionen sehr stark. Da hilft es schon in der Lage zu sein auch mit heftigen Emotionen umzugehen, sie objektiver zu betrachten und zu kanalisieren, zu akzeptieren,… Dazu stehen viele Wege zur Verfügung, Selbstreflexion gehört zu vielen. Atemübungen, Yoga, Meditation, Coaching, Psychotherapie, …

 

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Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
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P.S.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 13. Januar 2021
Englische Version:
AN: #223
K: CNB
Ü: