Aktuelle Stunde (Bundestag)

Aktuelle Stunde

Was hat es mit der aktuellen Stunde im Bundestag auf sich?
Die Aktuelle Stunde im Parlament.

Aktuelle Stunde (Bundestag)

 

Was hat es mit der Aktuellen Stunde im Bundestag auf sich?

Aktuelle Stunde

 

Während der Aktuellen Stunde im Parlament werden aktuelle Themen diskutiert. Aktuelle Stunden eröffnen den Abgeordneten, die nach einer Fragestunde noch Diskussionsbedarf verspüren, die Gelegenheit zur weiteren Aussprache.

Abgeordnetenbeiträge dürfen während der Aktuellen Stunde jeweils nicht länger als fünf Minuten dauern und insgesamt darf die Dauer  einer Stunde nicht überschreiten werden. Weil jedoch die Redezeit von Regierungs- und Bundesratsvertretern nicht von dieser Regelung betroffen ist, kann eine Aktuelle Stunden auch länger als 60 Minuten dauern.

Artikel rund um den Bundestag

Sperrklausel Fünf-Prozent-Hürde (Bundestag): Top oder Flop?

An der Fünf-Prozent-Hürde scheitern viele neue Parteien. Die Fünf-Prozent-Hürde ist eine Sperrklausel für Wahlen zum Bundestag (sowie zu Europa- und Landtagswahlen und verschiedene Kommunalwahlen). Ist das noch zeitgemäß?

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 10. November 2020
Englische Version:
AN: #328
K: CNB
Ü:

Paradigma und Paradigmenwechsel

Paradigma und Paradigmenwechsel

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

Überblick

 

 

 

 

Paradigma

 

Ein Paradigma ist ein auf wissenschaftlichen Überzeugungen beruhendes Weltbild.

Ein solches tief sitzendes Denkmuster zu verändern, erfordert Überwindung und wird als Paradigmenwechsel bezeichnet. Er erfordert oft erst ausreichenden Zweifel, bevor eine Veränderung in Betracht gezogen wird. Zu direkte Überzeugungsarbeit erzeugt leicht Widerstand.

 

 

 

Paradigmenwechsel

 

Umgangssprachlich ist ein Paradigmenwechsel entweder eine für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen oder beispielsweise eine grundlegende Veränderung bei Prozessen, Ansichten etc.

P.S.

 

Bei welchen Paradigmen ist es an der Zeit an ihnen zu rütteln?

Artikel

Das erste Angebot bei Verhandlungen: annehmen oder nachverhandeln?

Solltest du das erste Angebot annehmen? Erfahre, wann Nachverhandeln sinnvoll ist, wie du Angebote bewertest und souverän bessere Entscheidungen triffst.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Ethnozentrismus, Ethnorelativismus, Polyzentrismus, interkulturelle Sensibilität

Ethnozentrismus, Ethnorelativismus, Polyzentrismus, interkulturelle Sensibilität

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

Ethnozentrismus, Ethnorelativismus, Polyzentrismus, interkulturelle Sensibilität,…

 

Was bedeuten Ethnozentrismus, Ethnorelativismus, Polyzentrismus, interkulturelle Sensibilität und brauchen wir das?

Überblick

 

 

 

 

Ethnozentrismus

 

Menschen  gehen recht unterschiedlich mit ihrer eigenen kulturellen Herkunft und den Menschen aus anderen Kulturen um. So oder so, brauchen Menschen das Gefühl der Zugehörigkeit, Sicherheit und eine Kultur, an der Sie sich orientieren können. Das ist an sich förderlich, doch führt es dann zu Problemen, wenn die eigene Kultur als einzig richtige empfunden wird. Wird von dieser Perspektive aus bewertet, führt das zu Ethnozentrismus. Interkulturelle Kompetenz ist nicht angeboren, sondern erlernbar und benötigt Interaktionen.

 

 

 

Ethnorelativismus

 

Bei Ethnorelativismus (Polyzentrismus) wird die Auffassung vertreten, dass die eigene Kultur eine unter vielen ist.

Der Ethnorelativismus bildet die Basis für interkulturelle Lernprozesse und fruchtbare interkulturelle Zusammenarbeit. Das viel gepriesene Diversity Management erfordert Ethnorelativismus.

Ethnorelativismus bedingt die Bereitschaft, die eigenen Normen und Auffassungen zu hinterfragen und zu relativieren sowie die Normen und Auffassungen anderer Gruppen oder Gesellschaften zu akzeptieren und zu verstehen. Es erfordert nicht, die eigene Identität und Werte aufzugeben. Im Dialog darf respektvoll für Perspektiven geworben werden. Die Regeln dafür sind jedoch noch weitgehend ungeklärt. Je nach Sichtweise wird Toleranz oder Akzeptanz gefordert, meist ohne tiefer gehende Klärung, es bleibt daher bei einer oberflächlichen Beschäftigung. Hier werden dringend philosophische gesellschaftliche Diskussionen benötigt. Die sehr unterschiedlichen Interessen verhindern das jedoch tendenziell. Sind die Beteiligten grundsätzlich an einem gemeinsamen Ergebnis interessiert, weil grundlegende Werte geteilt werden, eröffnen sich Chancen.

 

 

 

Interkulturelle Sensibilität

 

Milton J. Bennett beschreibt ein „Entwicklungsmodell interkultureller Sensibilität“ (EMIS). Seiner Meinung nach durchläuft ein Mensch sechs verschiedene Phasen bei der Entwicklung seiner interkulturellen Kompetenz. Die ersten drei Phasen werden dem Ethnozentrismus und die letzten drei Phasen dem Ethnorelativismus zugeordnet.

 

Ethnozentrismus

1. Phase: Ablehnung & Verleugnung

2. Phase: Abwehr & Verteidigung

3. Phase: Minimierung

 

Ethnorelativismus

4. Phase: Akzeptanz

5. Phase: Anpassung

6. Phase: Integration

P.S.

 

Brauchen wir mehr interkulturelle Kompetenz und wie weit sollten wir gehen?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming

Glossar

Gender Mainstreaming

 

Gender Mainstreaming widmet sich der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter. Ist das eine gute Sache, also hält es, was es verspricht? Und was ist der Unterschied zwischen Gender Mainstreaming und Frauen- und Gleichstellungspolitik?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Gender Mainstreaming

 

Die Zeiten gendern sich.

Gender Mainstreaming widmet sich der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter. Im Gegensatz zur ausdrücklichen Frauenpolitik berücksichtigt Gender-Mainstreaming die Geschlechter gleichermaßen bei der Gestaltung.

 

 

 

Unterschied Gender Mainstreaming und Frauen- und Gleichstellungspolitik

 

Gender Mainstreaming will Ungleichbehandlungen präventiv verhindern, während Frauen- und Gleichstellungspolitik eher korrektiv wirken soll.

Die Kritik am Gender Mainstreaming ist vielfältig. Manche halten sie für überflüssig, andere für kontraproduktiv, weil sie meinen, es würde die Geschlechterrollen eher festigen. Wieder andere Kritiker stoßen sich daran, dass hier nur von zwei Geschlechtern ausgegangen wird.

P.S.

 

Wie sehen Sie Chancen und Risiken des Gender Mainstreamings?

Artikel

Sparringspartner für Geschäftsführer | Executive Sparring

Unabhängiger Sparringspartner für Geschäftsführer und Unternehmer: Entscheidungen klären, Konflikte lösen und souveräner führen. Persönlich in Berlin und online.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Wischiwaschi

Wischiwaschi

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
 Wischiwaschi

Wischiwaschi

 

Nicht schön und auch nicht selten: Wozu ist Wischiwaschi gut?

Überblick

 

 

 

 

Schluss mit belanglosem Allerlei

 

Nicht schön und auch nicht selten: Als Wischiwaschi werden unpräzise und belanglose Aussagen bezeichnet. Raus damit!

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit Wischiwaschi? Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und oft sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Public Diplomacy

Public Diplomacy

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Public Diplomacy

Public Diplomacy (PD)

 

Bei Public Diplomacy nutzt ein Staat oder eine Region für die Gestaltung von Beziehungen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft die Kommunikation mit deren Bürgern. Beabsichtigt ist die positive Wahrnehmung des eigenen Staates im Ausland oder genauer; anderen Regionen.

Es finden sich Studien dazu, dass die öffentliche Meinung hinsichtlich außenpolitischer Fragen Einfluss auf die tatsächliche Außenpolitik des Staates hat.

Macht ist die Fähigkeit, andere zu beeinflussen, um die Ergebnisse zu bekommen, die du willst.

Anfang der 1960er Jahre wurde der Begriff Public Diplomacy in den USA geprägt. Public Diplomacy (die sich an einen erweiterten Kreis wendet) ist somit verglichen mit klassischer Diplomatie (die sich an die offiziellen Vertreter wendet) noch vergleichsweise jung.

 

 

 

Instrumente

 

Public Diplomacy hat verschiedene Instrumente zur Verfügung, wie beispielsweise:

  • Ausstellungen
  • Fake News
  • Informationsmaterial
  • Medien
  • Messen
  • Presseagenturen
  • Reden
  • Social Media
  • Veröffentlichungen

 

Es haben nicht nur offizielle Instrumente ihren Anteil an Public Diplomacy. Jeder Bürger, der sich privat oder in einer Organisation engagiert, tritt in gewisser Weise als ein Repräsentant des Landes auf. Im guten wie im schlechten (beispielsweise Hooligans) beeinflusst jeder einer Region zuordenbare Bürger durch sein Verhalten die Wahrnehmung.

 

 

 

Ziele

 

Public Diplomacy wird hinsichtlich kurzfristiger und langfristiger Ziele unterschieden. Kurzfristig sind es meist konkrete politische Ziele, für die Überzeugungsarbeit geleistet wird. Langfristige Ziele sind beispielsweise verbindende kulturelle Beziehungen.

Die öffentliche Meinung ist äußerst volatil, Umfragen liefern oft zu spät Orientierung oder sind ungenau. Der Brexit zeigt, wie wichtig beispielsweise die öffentliche Meinungsbildung ist.

 

 

 

Unterschied zur Propaganda

 

Propaganda wird vor allem in Zeiten des Krieges von staatlichen Akteuren beziehungsweise im Auftrag der staatlichen Akteure eingesetzt. Public Diplomacy größtenteils in Friedenszeiten.

Tatsächlich lassen sich Propaganda und Public Diplomacy nicht immer eindeutig voneinander abgrenzen.

P.S.

 

Was halten Sie von Public Diplomacy, was sollte sie anstreben und was unterlassen?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Kolumne

 

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Alltägliche Beleidigungen

 

Insbesondere in den sozialen Medien bekomme ich mit, was Menschen tief bewegt.

Da versteht eine sehr gebildete Frau die Welt nicht mehr und reagiert zunehmend mit Zynismus darauf. Ein anderer sozial engagierter Mann beschimpft solche Menschen wie sie als Nazis, weil sie grundlegende Antworten bei der Flüchtlingspolitik fordert.

Einer feiert die Gesetze zum Datenschutz und bezeichnet die Kritiker als Anarchisten, ein anderer ihn als Gefahr für die Meinungsfreiheit. Tatsächlich sind die Bezeichnungen oft noch viel heftiger und beleidigender, die offene oder unterschwellige Aggressivität erschreckend.

Wer sich nicht nur in der eigenen kleinen beschaulichen Filterblase aufhält, der bekommt es deutlich mit:

 

 

 

Die Gesellschaft in Deutschland ist zerrissen

 

Es durchziehen zahlreiche Risse die Gesellschaft. Wir driften auseinander. Wer es sich dann auf der eigenen Scholle eingerichtet hat, kennt sich aus, oder meint zumindest die Wahrheit zu vertreten.

Weshalb sollte da ein Interesse am Brückenbau bestehen? Es ist ja viel einfacher, sich als richtig und die anderen als falsch zu betrachten. Ab ins Schubfach. Und als Beschriftung möglichst noch eine markige Beleidigung auf das Etikett der Fehlgeleiteten, die einfach nicht verstehen wollen.

Die clever Durchtriebenen verfolgen eigene Interessen, fördern die Verhärtung und erfreuen sich an der gelungenen Manipulation. Die Masse plappert es nach, weil zumindest die oberflächlichen Argumente ihren Bedürfnissen nachkommen. Wer bereit ist, genauer hinzusehen, könnte erkennen, dass nicht alles so einfach ist. Ursache, Wirkung und Symptom sind keine Synonyme. Dass Kosmetik nicht die Ursachen behandelt, sie sogar verschlimmern kann, wird gerne in Eifer übersehen. Versehentlich und oft auch mit Absicht, den das könnte das Weltbild infrage stellen.

 

 

 

Nazi, Gutmensch, Linker, Rechter, Träumer, Konservativer,…

 

Ja, es gibt Menschen mit bedenklichen Überzeugungen. Wobei ich selbst denen unterstelle, guten Absichten dienen zu wollen. Auch, wenn die mitunter nicht so einfach erkennbar sind und ich die verfolgten Wege missbillige. Doch zumindest, wer sich dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtet, gehört mit an den Diskussionstisch. Doch das akzeptiert nicht jeder und hat auch dafür vermutlich Gründe, die gehört werden sollten. Nur kommt es dazu viel zu selten.

 

 

 

Beleidigungen

 

Mit Benzin löschen? Wo haben Beleidigungen denn wirklich schon mal geholfen? Der Kommunikation und Lösungsfindung dienen sie jedenfalls nicht. Was treibt Menschen, vielleicht sogar mit guter Absicht, dazu zusätzlichen Schaden anzurichten?

 

 

 

Gestalten statt nörgeln

 

Wer wirklich gestalten will, geht zuerst in die Tiefe. Der beschäftigt sich ausgiebig mit den Einflussfaktoren und Zusammenhängen, durchspielt die möglichen Szenarien, erkundet den Spielraum. Erst dann ist die Basis für Diskussionen und schließlich Entscheidungen vorhanden.

Wer sich um ein stabiles Fundament drücken will, baut auf wackeligen Grund. In der Philosophie, wie ich sie schätze, wird mit gutem Grund darauf bestanden, zuerst die Definitionen und die Werte zu klären. Vorher geht es nicht weiter. Oft wird in der heutigen Gesellschaft allerdings damit argumentiert, die Zeit dafür wäre nicht vorhanden. Doch stimmt das wirklich und darf das eine wiederholte Ausrede für Flickwerk sein?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Ich unterstütze Menschen, die respektvoll gestalten wollen, auch ehrenamtlich. Wer will, der kann!

Beleidigungen

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Juli 2018
Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #3454
K: CNB
Ü:

Europa ist wichtig! Was ist mit dem Pulse of Europe?

Europa ist wichtig! Was ist mit dem Pulse of Europe?

Hände reichen oder Fäuste ballen, meckern oder fördern,...
Europa ist wichtig!

Überblick

 

 

 

 

Politik als Trauerspiel

 

10. Juni 2018. Die Nachrichten lassen den G7 als Trauerspiel wirken. Trumps „America first“ und Twitter-Eskapaden erscheinen willkürlich und eigen. „Wie du mir, so ich dir.“ ist keine Lösung. Das Miteinander lässt zu wünschen übrig.

Da erfreut es mich, wenn Menschen in Europa bereit dazu sind, sich für Gemeinsamkeiten einzusetzen. Auch, wenn viele EU-Bürger die derzeitige Politik der Gemeinschaft durchaus kritisch betrachten, die Bedeutung der Europäischen Union ist in solchen Zeiten umso größer.

 

 

 

Pulse of Europe

 

Brexit und die Wahl von Donald Trump lieferten gewichtige Gründe für pro-europäische Initiativen. Es ist keine Seltenheit, dass im heimischen Umfeld diskutiert wird, oftmals vor allem sich über die Politik ereifert wird. Statt es den verschiedensten Lobbyisten zu überlassen ihr Süppchen zu kochen, werden bei Bewegungen wie Pulse of Europe (externer Link zu Wikipedia) endlich Befürworter hörbar. Es gilt die vermutete schweigende Mehrheit der Europa-Befürworter wachzurütteln, um so die mögliche Auflösung der Europäischen Union zu verhindern. Auch Völkerfreundschaft erfordert Aufmerksamkeit und Pflege ist keine Selbstverständlichkeit

Am 10. Juni 2018 wurde das Engagement von Puls of Europe mit einem europäischen Festakt gewürdigt. Im Anschluss an den Festakt fand in Frankfurt die Kundgebung „Pulse of Europe XXL“ statt.

Beim G7 ist bei so manchem Händeschütteln für und vor der Kamera unnatürliche Körpersprache erkennbar. Auf der Kundgebung in Frankfurt dominieren hingegen die offenen Gesichter der Teilnehmer, während sie Hand in Hand eine Kette bilden.

 

 

 

Raus aus dem eigenen Saft

 

Aufgrund der zunehmenden Verhärtung brauchen wir die offene konstruktive Diskussion in breiten Teilen der Bevölkerung. Auch Deutschland scheint hier sehr gespalten. Die Filterblase, der Austausch und die vermeintliche Bestätigung im gleichgeschalteten Umfeld, macht den Blick über den Tellerrand nicht leichter.

Die Idee von Pulse of Europe kommt da gerade recht. In verschiedenen Foren soll über drängende Fragen der Bürger zur europäischen Einigung debattiert, anstatt genörgelt werden.

Das Ziel ist der konstruktive Dialog zwischen Politik und Bürgern. „Europäische Haus-Parlamente“ sollen für jedermann zu jeder Zeit zugänglich sein. So soll erreicht werden, dass die politischen Entscheider die Ergebnisse nicht nur registrieren, sondern auch ernsthaft berücksichtigen. 

 

 

 

Unterstützung 

 

Wer sich für solche Ziele respektvoll einsetzen will, findet auch die erforderliche Unterstützung.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Umfrageergebnis

 

Ich würde gerne einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt leisten.

%

Stimmt, ich weiß nur nicht wie.

%

Stimmt, mache ich auch!

%

Nein

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 946)

P.S.

 

Was halten Sie von solchen Initiativen?

Artikel

Sparringspartner für Geschäftsführer | Executive Sparring

Unabhängiger Sparringspartner für Geschäftsführer und Unternehmer: Entscheidungen klären, Konflikte lösen und souveräner führen. Persönlich in Berlin und online.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11.Juni 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #334
K:
Ü:

Andrea Nahles: Kurzprofil, Rhetorik, Körpersprache

Andrea Nahles: Kurzprofil, Rhetorik, Körpersprache

Kurzprofil
Andrea Nahles^

Überblick Andrea Nahles

 

 

 

 

Ämter

 

1993 bis 1995
Landesvorsitzende der Jusos in Rheinland-Pfalz

1995 bis 1999
Bundesvorsitzende der Jusos

1997 bis 2013
Mitglied im SPD-Parteivorstand

1998 bis 2002
SPD-Bundestagsabgeordnete

2005 bis heute
SPD-Bundestagsabgeordnete

2007 bis 2009
Sprecherin für Arbeits- und Sozialpolitik der SPD-Bundestagsfraktion

2008 bis 2013
Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD-Bundestagsfraktion

2013 bis 2017
Bundesministerin für Arbeit und Soziales in Kabinett Merkel II

2017 bis heute
SPD-Fraktionsvorsitzende

Seit 22. April 2018
Parteivorsitzende SPD 

3. Juni 2019
Rücktritt aus den Ämtern der Parteiführung

 

 

 

Andrea Maria Nahles in Zahlen und Daten aus dem Internet

 

  • Geboren: 20. Juni 1970
  • Geburtsort: Weiler (bei Mayen)
  • Geburtsname: Gondert
  • Größe: 1,XX m
  • Studium: Germanistik und Politikwissenschaften
  • Kinder: Tochter
  • Eigene Homepage: www.andrea-nahles.de

 

 

 

Rede zur Wahl der Parteivorsitzenden der SPD

 

Ihre Rede auf dem SPD-Parteitag am 22. April 2018 spricht sie auch über Martin Schulz, dessen Körpersprache ihr gegenüber einen genaueren Blick lohnt. So manche ihrer Äußerungen in seine Richtung kann missverstanden werden. Gegenliebe für ihre Äußerungen sind nicht erkennbar.

Das Publikum wirkt auf dem Parteitag ihr gegenüber nicht sehr begeistert. Der Applaus ist vergleichsweise verhalten. Sie wird von den 600 Delegierten zumindest mit 66 Prozent gewählt. Laut Internet das schlechte Ergebnis seit Oskar Lafontaine 1995 Rudolf Scharping bei einer Kampfabstimmung stützte.

Wenn ihre Konkurrentin Simone Lange eine bessere Rede gehalten hätte, wäre das Ergebnis für Andrea Nahles noch schlechter ausgefallen.

Mit vergleichbar wenig Aufwand und professioneller Unterstützung könnte sie ihre Wirkung als Rednerin deutlich verbessern. Es ist wahrscheinlich, dass sie viele Chancen vertan hat.

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum, die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum, anhand der Beispiele zu erkennen, was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Ökologischer Fußabdruck: Bedeutung, Berechnung & Grenzen

Ökologischer Fußabdruck: Was er misst, was er bedeutet und wo seine Grenzen liegen

Bedeutung, Berechnung & Grenzen
Ökologischer Fußabdruck

Ökologischer Fußabdruck: Was er misst, was er bedeutet und wo seine Grenzen liegen

 

Wie viel Natur braucht unser Lebensstil?

Diese Frage steckt hinter dem Konzept des ökologischen Fußabdrucks.

Er soll sichtbar machen, wie stark unser Konsum die biologisch produktiven Flächen der Erde beansprucht.

Dabei geht es um mehr als Energieverbrauch oder CO₂.

Berücksichtigt werden beispielsweise Flächen für:

  • Nahrungsmittel
  • Holz und Fasern
  • Fischerei
  • Siedlungen und Infrastruktur
  • die rechnerische Aufnahme bestimmter CO₂-Emissionen

Der ökologische Fußabdruck ist damit ein interessanter Nachhaltigkeitsindikator.

Er ist jedoch:

kein vollständiges Maß für sämtliche Umweltwirkungen.

 

 

 

Was ist der ökologische Fußabdruck?

 

Der ökologische Fußabdruck beschreibt, wie viel biologisch produktive Fläche benötigt wird, um den Ressourcenverbrauch einer:

  • Person
  • Bevölkerung
  • Organisation
  • Aktivität

zu ermöglichen und bestimmte entstehende Abfälle aufzunehmen.

Er beantwortet vereinfacht die Frage:

Wie viel biologisch produktive Natur beansprucht unser Lebensstil?

Dabei wird nicht nur betrachtet, was innerhalb eines Landes produziert wird.

Auch Importe und Exporte werden berücksichtigt.

 

 

 

Was bedeutet „globaler Hektar“?

 

Der ökologische Fußabdruck wird üblicherweise in:

globalen Hektar, kurz gha

angegeben.

Ein globaler Hektar entspricht einem Hektar biologisch produktiver Fläche mit durchschnittlicher weltweiter Produktivität.

Das ermöglicht es, unterschiedliche:

  • Ackerflächen
  • Wälder
  • Weideflächen
  • Fischgründe

in einer gemeinsamen Einheit auszudrücken.

Ein globaler Hektar ist deshalb keine konkrete Fläche, die sich auf einer Landkarte eindeutig markieren ließe.

Er ist:

eine standardisierte Recheneinheit.

 

 

 

Welche Flächen werden berücksichtigt?

 

Die Berechnung unterscheidet typischerweise mehrere Flächentypen.

 

Ackerland

Flächen zur Produktion pflanzlicher Lebensmittel und anderer Nutzpflanzen.

 

Weideland

Flächen für Tierhaltung und tierische Produkte.

 

Fischgründe

Biologisch produktive Gewässer für Fischereiressourcen.

 

Waldflächen

Flächen für Holz und andere Waldprodukte.

 

Bebaute Flächen

Flächen für Gebäude und Infrastruktur.

 

CO₂-Aufnahmefläche

Eine rechnerische Waldfläche, die erforderlich wäre, um bestimmte CO₂-Emissionen aus fossilen Energieträgern aufzunehmen.

 

 

 

Was ist Biokapazität?

 

Dem ökologischen Fußabdruck wird die sogenannte:

Biokapazität

gegenübergestellt.

Sie beschreibt die Fähigkeit biologisch produktiver Flächen, Ressourcen bereitzustellen und bestimmte Abfälle aufzunehmen.

Vereinfacht:

Fußabdruck = Nachfrage nach biologischer Leistungsfähigkeit.

Biokapazität = verfügbares biologisches Angebot.

 

 

 

Was bedeutet ökologisches Defizit?

 

Wenn der ökologische Fußabdruck einer Bevölkerung größer ist als die verfügbare Biokapazität ihres Gebietes, spricht das Modell von einem:

ökologischen Defizit.

Auf nationaler Ebene kann ein Land einen Teil dieses Defizits durch Importe aus anderen Regionen ausgleichen.

Für die gesamte Erde funktioniert das nicht.

Der Planet kann keine zusätzliche Biokapazität von außen importieren.

Deshalb wird ein globales Defizit auch als:

ökologischer Overshoot

bezeichnet.

 

 

 

Was bedeutet „Wie viele Erden bräuchten wir?“

 

Häufig wird der ökologische Fußabdruck in eine besonders anschauliche Aussage übersetzt:

„Wenn alle Menschen so leben würden wie du, bräuchten wir X Erden.“

Damit wird der individuelle oder nationale Fußabdruck mit der weltweit verfügbaren Biokapazität pro Person verglichen.

Das ist anschaulich.

Es sollte trotzdem als:

Modellrechnung

verstanden werden.

Nicht als wörtliche Vorhersage.

 

 

 

Ökologischer Fußabdruck und CO₂-Fußabdruck sind nicht dasselbe

 

Diese Begriffe werden häufig verwechselt.

Der CO₂-Fußabdruck betrachtet Treibhausgasemissionen beziehungsweise je nach Berechnung CO₂-Äquivalente.

Der ökologische Fußabdruck verfolgt eine breitere Frage:

Wie viel biologisch produktive Fläche wird beansprucht?

CO₂ spielt darin eine wichtige Rolle.

Es ist jedoch nur ein Teil des Modells.

 

 

 

Der ökologische Fußabdruck misst nicht alle Umweltprobleme

 

Das ist eine wichtige Grenze.

Der ökologische Fußabdruck bildet nicht automatisch sämtliche Aspekte ab wie:

  • Artenverlust
  • Umweltgifte
  • Plastikverschmutzung
  • Wasserqualität
  • Rohstoffknappheit einzelner Mineralien
  • lokale Ökosystemschäden

Ein kleinerer ökologischer Fußabdruck bedeutet deshalb nicht automatisch:

In jeder Hinsicht umweltverträglicher.

 

 

 

Ein Indikator ist kein vollständiges Weltmodell

 

Genau darin liegt sowohl die Stärke als auch die Grenze des Konzepts.

Ein Indikator verdichtet komplexe Zusammenhänge.

Dadurch wird Vergleich möglich.

Gleichzeitig geht Information verloren.

Deshalb sollte der ökologische Fußabdruck gemeinsam mit anderen Indikatoren betrachtet werden.

 

 

 

Warum unterscheiden sich Berechnungen?

 

Fußabdruckwerte hängen unter anderem ab von:

  • Datenbasis
  • Berechnungsmethode
  • Bezugsjahr
  • Systemgrenzen
  • verwendeten Annahmen

Deshalb würde ich ältere Aussagen wie:

„Der ökologische Fußabdruck Deutschlands beträgt genau X Hektar.“

nur gemeinsam mit:

  • Quelle
  • Jahr
  • Methodik

verwenden.

Die Zahlen verändern sich mit Daten und Berechnungsversionen.

 

 

 

Persönlicher ökologischer Fußabdruck

 

Fußabdruck-Rechner übertragen das Konzept auf einzelne Menschen.

Dazu werden beispielsweise Informationen abgefragt zu:

  • Wohnen
  • Mobilität
  • Ernährung
  • Konsum
  • Energie

Das kann hilfreich sein, um Größenordnungen sichtbar zu machen.

Ein solcher Rechner liefert jedoch keine exakte ökologische Bilanz deiner Person.

Er arbeitet zwangsläufig mit:

  • Durchschnittswerten
  • Annahmen
  • vereinfachten Kategorien

 

 

 

Was kann ein persönlicher Fußabdruck sinnvoll leisten?

 

Er kann helfen zu erkennen:

Welche Lebensbereiche haben ungefähr besonders großes Gewicht?

Das ist wertvoller als die Frage:

„Ist mein Ergebnis auf die zweite Nachkommastelle korrekt?“

Ein persönlicher Fußabdruck eignet sich deshalb eher zur:

Orientierung

als zur:

exakten Vermessung eines Menschen.

 

 

 

Individuelle Verantwortung spielt eine Rolle

 

Menschen treffen Entscheidungen.

Zum Beispiel darüber:

  • wie sie reisen
  • wie sie wohnen
  • was sie konsumieren
  • wie sie sich ernähren

Solche Entscheidungen können ökologische Auswirkungen haben.

Es wäre deshalb ebenso verkürzt zu sagen:

„Das Verhalten Einzelner spielt überhaupt keine Rolle.“

 

 

 

Persönliche Verantwortung hat Grenzen

 

Gleichzeitig entscheiden Menschen nicht unter beliebigen Bedingungen.

Ob jemand beispielsweise klimafreundlich mobil sein kann, hängt auch ab von:

  • öffentlichem Verkehr
  • Stadtplanung
  • Preisen
  • Infrastruktur
  • Arbeitsbedingungen
  • politischen Entscheidungen

Die Frage nach Verantwortung sollte deshalb mehrere Ebenen berücksichtigen.

 

 

 

Individuelles Verhalten und Strukturen gehören zusammen

Ein hilfreiches Modell unterscheidet:

 

Individuelle Entscheidungen

Was kann ich persönlich beeinflussen?

 

Organisationen und Unternehmen

Welche Produkte, Prozesse und Arbeitsbedingungen werden angeboten?

 

Politik und Infrastruktur

Welche Möglichkeiten und Anreize entstehen durch Regeln, Preise und öffentliche Systeme?

 

Kultur und soziale Normen

Welche Verhaltensweisen gelten als normal, attraktiv oder selbstverständlich?

Diese Ebenen beeinflussen sich gegenseitig.

 

 

 

Warum individuelle Entscheidungen trotzdem wichtig sein können

 

Persönliches Verhalten kann mehr bewirken als den unmittelbar messbaren eigenen Verbrauch.

Menschen wirken auch als:

  • Konsumenten
  • Arbeitnehmer
  • Führungskräfte
  • Investoren
  • Wähler
  • Mitglieder von Gemeinschaften

Dadurch können individuelle Entscheidungen:

soziale und strukturelle Veränderungen unterstützen.

Die Wirkung einer Person beschränkt sich also nicht auf ihren privaten Haushalt.

 

 

 

Vorsicht vor moralischer Überladung

 

Der ökologische Fußabdruck kann leicht zur moralischen Punktetabelle werden.

Dann entsteht:

„Mein Fußabdruck ist kleiner als deiner. Also verhalte ich mich verantwortungsvoller.“

Das greift zu kurz.

Lebensbedingungen unterscheiden sich.

Menschen haben unterschiedliche:

  • Einkommen
  • Wohnorte
  • Berufe
  • Mobilitätsanforderungen
  • Handlungsmöglichkeiten

Verantwortung braucht Kontext.

 

 

 

Schuldgefühl ist kein Nachhaltigkeitsindikator

 

Ein Mensch kann sich wegen jeder Autofahrt schuldig fühlen.

Ein anderer empfindet keinerlei Schuld.

Daraus lässt sich nicht ableiten:

wer objektiv verantwortungsvoller handelt.

Hilfreicher sind konkrete Fragen:

  • Welche Wirkung hat mein Verhalten?
  • Welche Alternativen habe ich?
  • Welche Veränderungen sind für mich realistisch?
  • Wo kann ich darüber hinaus Strukturen beeinflussen?

 

 

 

Verantwortung ist mehr als persönlicher Konsum

 

Wenn Verantwortung ausschließlich als Konsumentscheidung verstanden wird, entsteht schnell die Botschaft:

„Kauf einfach die richtigen Dinge.“

Doch Verantwortung kann ebenso bedeuten:

  • weniger zu konsumieren
  • Dinge länger zu nutzen
  • innerhalb einer Organisation andere Entscheidungen zu treffen
  • politische Rahmenbedingungen mitzugestalten
  • Ressourcen dort einzusetzen, wo sie große Wirkung haben

 

 

 

Welche persönlichen Entscheidungen haben besonders große Wirkung?

 

Die Wirkung unterscheidet sich nach Lebenssituation und Land.

In wohlhabenden Gesellschaften gehören häufig Bereiche wie:

  • Mobilität
  • Flugreisen
  • Wohnen und Energie
  • Ernährung
  • Konsum

zu den relevanten Feldern.

Es lohnt sich deshalb, zuerst nach:

großen Hebeln

zu suchen.

Statt sehr viel Energie auf minimale Einzelentscheidungen zu verwenden.

 

 

 

Nachhaltigkeit braucht Prioritäten

 

Auch hier gilt ein allgemeines Entscheidungsprinzip:

Nicht jede Handlung besitzt dieselbe Wirkung.

Deshalb kann es sinnvoller sein, eine große Gewohnheit zu verändern als zwanzig symbolische Kleinigkeiten.

Die Frage lautet:

Wo befindet sich mein realistischer Einfluss mit der größten Wirkung?

 

 

 

Rebound-Effekte mitdenken

 

Eine effizientere Lösung führt nicht automatisch zu einem proportional geringeren Ressourcenverbrauch.

Ein Beispiel:

Ein sparsameres Auto senkt den Verbrauch pro Kilometer.

Wenn dadurch deutlich mehr gefahren wird, fällt die tatsächliche Einsparung kleiner aus.

Das wird als:

Rebound-Effekt

bezeichnet.

Deshalb sollte Nachhaltigkeit nicht nur einzelne Produkte betrachten.

Sondern:

das gesamte Verhalten danach.

 

 

 

Technologie allein löst nicht jede Nachhaltigkeitsfrage

 

Technische Innovation kann enorme Verbesserungen ermöglichen.

Zum Beispiel bei:

  • Energie
  • Verkehr
  • Produktion
  • Gebäuden

Doch technische Effizienz beantwortet nicht automatisch:

wie viel insgesamt konsumiert wird.

Deshalb spielen:

  • Technologie
  • Verhalten
  • Infrastruktur
  • politische Rahmenbedingungen

zusammen.

 

 

 

Der ökologische Fußabdruck als Denkmodell

 

Vielleicht liegt der größte Wert des Konzepts gar nicht in einer einzelnen Zahl.

Sondern in einer Perspektive:

Unser Lebensstil braucht reale Ressourcen und reale ökologische Kapazität.

Produkte entstehen nicht:

im Supermarkt.

Energie entsteht nicht:

in der Steckdose.

Jede Leistung hat materielle Voraussetzungen.

 

 

 

Was der ökologische Fußabdruck sichtbar macht

 

Das Konzept erinnert daran:

  • Konsum braucht Ressourcen.
  • Produktion braucht Fläche und Energie.
  • Emissionen verschwinden nicht einfach.
  • Biologische Systeme besitzen Grenzen.

Diese Perspektive ist wertvoll.

Auch wenn der Indikator selbst nicht jede Umweltwirkung abbildet.

 

 

 

Was er nicht entscheiden kann

 

Der ökologische Fußabdruck kann nicht beantworten:

  • welche Verteilung gerecht ist
  • welches Lebensniveau angemessen ist
  • welche politischen Maßnahmen bevorzugt werden sollten
  • welche Interessen im Konflikt Vorrang haben

Das sind:

gesellschaftliche und normative Entscheidungen.

Daten können sie informieren.

Sie ersetzen sie nicht.

 

 

 

Nachhaltigkeit ist auch eine Frage von Entscheidungen

 

Am Ende geht es häufig um Zielkonflikte.

Zum Beispiel:

  • Komfort und Ressourcenverbrauch
  • Mobilität und Emissionen
  • Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
  • kurzfristiger Nutzen und langfristige Folgen

Solche Entscheidungen werden selten besser, wenn sie moralisch vereinfacht werden.

Sie werden besser, wenn:

  • Folgen sichtbar sind
  • Interessen benannt werden
  • Alternativen geprüft werden
  • Verantwortung realistisch zugeordnet wird

 

 

 

Selbstverantwortung ohne Allmachtsfantasie

 

Persönliche Verantwortung bedeutet nicht:

für alles verantwortlich zu sein.

Sie bedeutet eher:

den eigenen Einfluss ernst zu nehmen.

Und gleichzeitig zu erkennen:

wo andere Akteure und Strukturen ebenfalls Verantwortung tragen.

Das schützt vor zwei wenig hilfreichen Extremen:

„Ich allein muss die Welt retten.“

und:

„Mein Verhalten spielt sowieso keine Rolle.“

 

 

 

Fragen für den eigenen ökologischen Fußabdruck

 

  1. Welche Bereiche meines Lebens verursachen wahrscheinlich den größten Ressourcenverbrauch?
  2. Wo besitze ich realistische Alternativen?
  3. Welche Veränderung hätte vermutlich größere Wirkung?
  4. Wo investiere ich viel Aufwand für sehr kleine Effekte?
  5. Welche Handlungsmöglichkeiten hängen von Infrastruktur oder Politik ab?
  6. Welche Entscheidungen treffe ich beruflich mit größerer Reichweite als privat?
  7. Welche Veränderung könnte ich langfristig aufrechterhalten?
  8. Wo kann ich andere Veränderungen unterstützen, ohne Menschen moralisch abzuwerten?

 

 

 

Verantwortung beginnt mit Klarheit

 

Der ökologische Fußabdruck kann eine solche Klarheit fördern.

Er lädt dazu ein, den Zusammenhang zwischen:

  • Konsum
  • Ressourcen
  • Ökosystemen

bewusster zu betrachten.

Nur sollte daraus keine simple Botschaft werden:

„Alles liegt allein an deinem persönlichen Verhalten.“

Verantwortung ist verteilt.

Und gerade deshalb lohnt es sich zu fragen:

Welcher Teil liegt tatsächlich in meinem Einfluss?

→ Selbstverantwortung: vor der eigenen Tür beginnen

 

 

 

 

Fazit: Der ökologische Fußabdruck ist ein hilfreiches Maß mit Grenzen

 

Der ökologische Fußabdruck macht eine wichtige Frage anschaulich:

Wie stark beansprucht unser Lebensstil die regenerative Leistungsfähigkeit der Erde?

Er hilft dabei:

  • Ressourcenverbrauch vergleichbarer zu machen
  • Biokapazität und Nachfrage gegenüberzustellen
  • große Zusammenhänge sichtbar zu machen

Gleichzeitig misst er nicht:

die gesamte ökologische Wirklichkeit.

Und er beantwortet auch nicht allein die Frage:

Wer trägt wie viel Verantwortung?

Individuelle Entscheidungen sind wichtig.

Unternehmen, Infrastruktur, Politik und gesellschaftliche Normen sind es ebenfalls.

Die konstruktivere Frage lautet deshalb nicht:

„Wer ist schuld?“

Sondern:

„Wo liegt welcher Einfluss – und wie können wir ihn sinnvoll nutzen?“

Verantwortung beginnt damit, den eigenen Einfluss ernst zu nehmen. Sie endet nicht dort, wo strukturelle Verantwortung beginnt.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2013
Überarbeitung: 28. Februar 2026