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„We are here because the world needs heroes.“
Diesen Satz sagte vor vielen Jahren ein Teilnehmer in einem meiner Workshops.
Ich hatte die Gruppe gefragt:
„Warum möchtet ihr noch besser kommunizieren und präsentieren können?“
Seine Antwort war ungewöhnlich.
Und sie ist mir im Gedächtnis geblieben.
Denn der Mann wollte keineswegs selbst im Rampenlicht stehen.
Er wollte etwas bewirken.
Er investierte Zeit, Geld und Energie in Projekte, von denen andere profitieren sollten.
Für ihn bedeutete der Satz:
Die Welt braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Diese Formulierung gefällt mir heute sogar noch besser.
Der Begriff „Held“ ist schwierig.
Er kann stehen für:
Er kann ebenso verbunden sein mit:
Deshalb interessiert mich weniger:
Wer verdient die Bezeichnung Held?
Interessanter ist:
Wer übernimmt Verantwortung, wenn es darauf ankommt?
→ Helden: Brauchen wir sie oder kann das weg?
Bei Heldinnen und Helden denken wir schnell an außergewöhnliche Situationen.
An Menschen, die:
Solche Situationen gibt es.
Doch Verantwortung beginnt häufig deutlich unspektakulärer.
Zum Beispiel:
Vielleicht brauchen wir deshalb weniger Menschen, die:
Helden sein wollen.
Und mehr Menschen, die:
bereit sind zu handeln, wenn ihr Beitrag gebraucht wird.
Auch das gehört für mich zu einem zeitgemäßen Verständnis von Mut.
Wer von einer Sache vollkommen überzeugt ist, kann:
mutig handeln.
Er kann sich trotzdem:
irren.
Eine starke moralische Überzeugung macht eine Handlung nicht automatisch richtig.
Deshalb gehören zu verantwortungsvollem Mut:
Mut ohne Reflexion kann gefährlich werden.
Das zeigt gerade die Geschichte immer wieder.
Moralischer Mut wird besonders dort sichtbar, wo eine Person für eine Überzeugung einsteht und dabei mit persönlichen Nachteilen rechnen muss.
Das können sein:
Deshalb ist es leicht zu sagen:
„Da müsste doch jemand etwas tun.“
Schwieriger ist:
selbst die Person zu sein, die etwas tut.
Gerade darum verdienen solche Entscheidungen sorgfältige Vorbereitung.
Denn Mut bedeutet nicht:
möglichst impulsiv zu handeln.
Mut und Besonnenheit können sehr gut zusammengehören.
Menschen, die Verantwortung übernehmen, sehen sich selbst häufig gar nicht als Heldin oder Held.
Vielleicht sagen sie:
„Es musste doch jemand etwas tun.“
Das gefällt mir.
Denn sobald die eigene Heldenrolle wichtiger wird als die Sache, entsteht ein Risiko.
Dann geht es möglicherweise zunehmend um:
und weniger um:
die tatsächliche Wirkung.
Wer verantwortlich handelt, braucht nicht zwingend ein Publikum.
Werte können Orientierung geben.
Zum Beispiel:
Doch auch Menschen mit gegensätzlichen Positionen können sich:
auf dieselben Werte berufen.
Deshalb reicht die Aussage:
„Ich tue das aus Überzeugung.“
noch nicht.
Hilfreiche Fragen sind:
→ Persönliche Werte: Was wirklich zählt und Entscheidungen bestimmt
Auf die Welt zu schimpfen ist leicht.
Es gibt schließlich genügend Anlass.
Schwieriger ist die Frage:
„Was kann ich selbst sinnvoll beitragen?“
Nicht:
„Wie rette ich die Welt?“
Sondern beispielsweise:
Das schützt auch vor einer gefährlichen Vorstellung:
für alles verantwortlich zu sein.
Du bist nicht für jedes Problem dieser Welt zuständig.
Doch dort, wo du Einfluss und Verantwortung hast, lohnt sich die Frage:
Was mache ich daraus?
Wir vergleichen unseren eigenen Beitrag schnell mit:
dem gesamten Problem.
Dann wirkt fast alles klein.
Eine bessere Bezugsgröße ist:
die konkrete Situation, die du beeinflussen kannst.
Vielleicht kannst du:
Das löst nicht jedes Problem.
Es kann trotzdem:
einen relevanten Unterschied machen.
Das war der interessante Punkt in dem Workshop, an den ich mich bis heute erinnere.
Der Teilnehmer wollte:
besser sprechen.
Nicht weil er besonders bewundert werden wollte.
Er wollte seine Anliegen:
wirksamer vertreten.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Rhetorik, Präsentationsfähigkeit, Verhandlungskompetenz und Führung sind zunächst:
Werkzeuge.
Ihre Qualität entscheidet sich nicht allein daran, wie wirkungsvoll sie sind.
Sondern auch daran:
wofür sie eingesetzt werden.
Auch das gehört dazu.
Etwas gut zu meinen garantiert nicht:
eine gute Wirkung.
Wer etwas verändern möchte, braucht deshalb neben Haltung häufig:
Der Wunsch, Gutes zu tun, verdient Respekt.
Die Umsetzung verdient:
Sorgfalt.
Auch Unternehmen und andere Organisationen brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Besonders dann, wenn:
Dann kann ein Satz wichtig werden:
„Ich sehe das anders.“
Oder:
„Hier sollten wir noch einmal genauer hinschauen.“
Das ist selten filmreif.
Für die Qualität einer Organisation kann es trotzdem:
entscheidend sein.
Eine Organisation sollte möglichst nicht darauf angewiesen sein, dass einzelne Menschen:
heroisch Probleme retten.
Wenn Risiken regelmäßig erst eskalieren müssen, bevor jemand sie spektakulär löst, stimmt möglicherweise:
etwas am System nicht.
Stärker sind Organisationen, in denen Probleme:
Der stille Hinweis zur richtigen Zeit kann wertvoller sein als:
die spätere Heldentat in der Krise.
→ Warum Führungskräfte wichtige Informationen zu spät erfahren
Mut ist keine feste Eigenschaft, die jemand entweder besitzt oder nicht.
Situationen unterscheiden sich.
Auch Rahmenbedingungen unterscheiden sich.
Hilfreich können sein:
Das gilt besonders dann, wenn eine Entscheidung:
persönliche Konsequenzen haben kann.
Mut bedeutet deshalb nicht, keine Angst oder Zweifel zu haben.
Es bedeutet eher:
trotz Unsicherheit verantwortlich handlungsfähig zu bleiben.
Diese Fragen machen keine Entscheidung automatisch leicht.
Sie helfen jedoch dabei:
Haltung in verantwortliches Handeln zu übersetzen.
Vielleicht weißt du bereits:
wofür du dich einsetzen möchtest.
Und die Herausforderung lautet:
Wie werde ich damit gehört?
Dann können wir beispielsweise arbeiten an:
Das Ziel ist nicht:
dich größer erscheinen zu lassen.
Das Ziel ist:
dein Anliegen so klar und glaubwürdig zu vertreten, wie es ihm angemessen ist.
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Kommunikation, Positionierung, schwierige Gespräche oder wiederkehrende berufliche Situationen geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
Der Satz aus meinem damaligen Workshop ist mir geblieben:
„We are here because the world needs heroes.“
Heute würde ich ihn vielleicht ergänzen.
Die Welt braucht Menschen, die:
Ob wir solche Menschen anschließend:
Heldinnen und Helden
nennen, ist für mich weniger wichtig.
Entscheidend ist:
was sie tatsächlich beitragen.
Vielleicht beginnt Heldentum deshalb nicht mit der Frage:
„Wie kann ich die Welt retten?“
Sondern mit:
„Wo kann ich heute verantwortlich einen Unterschied machen?“
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Gedanken zur Zuverlässigkeit: Wozu ist sie gut, was hält uns davon ab, weshalb brauchen wir mehr davon. Zusammenarbeit erfordert Zuverlässigkeit. Wer gut mit anderen Menschen zurechtkommen will, ist zuverlässig. Oder ist das der Schnee von gestern?
Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke.
Marc Aurel
Die trockene Definition: Zuverlässigkeit ist die Verlässlichkeit von vertrauenswürdigen Personen, Gegenständen oder Materialien, weil sie sich als sicher erwiesen haben und Versprechungen erfüllen.
Wie wäre es mit ein paar weiteren Gedanken zur Zuverlässigkeit und ihrem Beitrag?
Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sich alles beherrschen.
Lü Bu We
Nur eine harmlose Nebenwirkung? Wer auf Zuverlässigkeit verzichtet, setzt so auch die Selbstachtung auf das Spiel. Nur wer zuverlässig ist, kann sich auch selbst vertrauen. Gesagt, getan! Auf Ihrer Zuverlässigkeit gründet sich auch Ihre Selbstzufriedenheit. Mangelt es daran, fühlen Sie sich schuldig und werden unsicher. Doch sobald Sie verinnerlicht haben, dass Ihre getroffenen Entscheidungen Substanz haben, wird aus GESAGT auch GETAN und das macht das Leben leichter. Denn so können Sie sich selbst vertrauen.
Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann, dürfen sich nicht wundern, wenn sie verlassen werden. Ohne Zuverlässigkeit sind die besten Fähigkeiten nicht viel wert. Wenn man auf nichts mehr zählen kann, muss man mit allem rechnen, meinte der französische Schriftsteller Jules Renard. Ohne Zuverlässigkeit lässt sich nur auf wackligem Grund bauen. Das sind keine guten Voraussetzungen.
Die Zuverlässigkeit lernen viele erst schätzen, wenn sie sich auf andere Menschen verlassen muss. Für viele Menschen kommt das Wort „zuverlässig“ von „verlassen“, und wer sich auf unzuverlässige Menschen verlässt, ist verlassen. In einer Welt, in der wir auf Kooperation mit anderen Menschen angewiesen sind, richtet Unzuverlässigkeit einigen Schaden an. Nicht nur das Ergebnis enttäuscht, auch Beziehungen bekommen blaue Flecken oder kommen schließlich zu einem Ende.
Unzuverlässigkeit führt zu Stress, Frust, Ärger, finanziellen Schäden, Verzögerungen und vor allem zu Vertrauensverlust. Unzuverlässigkeit macht die Welt komplizierter als nötig. Unzuverlässigkeit führt in einen Teufelskreis. Unzuverlässigkeit führt zu mehr Unzuverlässigkeit. Wer sich für kurzfristigen Vorteil auf sie einlässt, hat bald das Nachsehen. Deshalb ist die Zuverlässigkeit ein besonders wichtiger Wert, denn die Zuverlässigkeit des einen, beeinflusst das Leben des anderen.
Zuverlässigkeit macht unser Leben leichter. Braucht es mehr Begründung? Anscheinend schon, denn dieses Argument hat offensichtlich nicht genug Zugkraft. Die Unzuverlässigkeit grassiert in vielen Bereichen, in der Arbeitswelt und auch im Privaten.
Es zeigt sich leider zu oft; zum Spaß treffen sich viele – wenn es ernst wird, ist man allein. Zuverlässige Menschen genießen deshalb große Wertschätzung. Ihnen wird vertraut, weil sich gezeigt hat, dass solches Vertrauen gerechtfertigt ist. Und es lohnt sich für alle Beteiligten auf vielerlei Weise. Die wichtigsten Aufgaben werden nun mal den zuverlässigsten Menschen anvertraut. Jenen, die ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl besitzen und die nötigen Herausforderungen angehen.
Von wegen; Schluss mit Ausreden und Entschuldigungen. Zuverlässigkeit erfordert keine genetischen Voraussetzungen. Zuverlässigkeit ist in erster Linie eine Frage der Gewohnheit und damit der Selbstdisziplin. Wem es beispielsweise an Organisation fehlt, der kann das durch ein geeignetes Zeitmanagement und Routinen verbessern. Schon kleine Schritte haben große Wirkung. Wer im Kleinen nicht zuverlässig handeln kann, der wird es im Großen kaum besser machen. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. So steht es schon eine Weile im Lukas-Evangelium der Bibel. Also ist das Thema weder neu, noch bärtig, denn auch heute ist es ein häufiges Thema im Coaching und der Selbsthilfeliteratur. Was es wirklich erfordert, ist die Entscheidung, sich weiterzuentwickeln. Dann trainieren Sie Ihre Zuverlässigkeit. Und falls Sie einen Trainer wünschen…
Arbeitsethos, Fehlerfreiheit, Genauigkeit, Gewissen, Gewissenhaftigkeit, Korrektheit, Pflichteifer, Präzision, Richtigkeit, Pflichtgefühl, Pflichttreue, Sorgfalt, Sekurität, Sicherheit, Sekurität, Sicherheit, Treue, Ungefährlichkeit, Verantwortlichkeit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verantwortungsgefühl
Der Begriff Zuverlässigkeit setzt sich zusammen aus den Worten „zu“ und „Verlass“. Somit besteht es aus dem mittelhochdeutsch „ze“ oder „zuo“ beziehungsweise dem althochdeutschem „zuo“, „zi“, „za“ sowie dem mittelhochdeutsch Wort „verlāʒen“ beziehungsweise dem althochdeutschen Wort „farlāʒan“ = entlassen, erlassen, fahren lassen, loslassen, überlassen, übergeben, übrig lassen, hinterlassen, unterlassen, preisgeben, verzeihen, zulassen.
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%
Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n=917)
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2012
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #25378
K:
Ü:X
Wer mit neuen Ideen antritt und nicht aufpasst, tritt dabei früher oder später jemandem auf die Füße. Das ist mitunter unangenehm. Doch es kann auch ein gutes Zeichen sein. Wer nicht auf ausgetretenen Pfade im Rückenwind anderer Menschen unterwegs ist, darf sich über Gegenwind nicht wundern. Aber ist ein Feindbild wirklich erforderlich für das Marketing?
Das Genie erkennt man daran, dass es alle Dummköpfe gegen sich hat.
Jonathan Swift
Wer mit grundlegend neuen Ideen antritt und nicht aufpasst, tritt dabei schon mal jemandem auf die Füße. Das ist mitunter unangenehm. Doch es kann auch ein wichtiger Hinweis sein. Wer nicht auf ausgetretenen Pfade im Rückenwind anderer Menschen unterwegs ist, darf sich über Gegenwind nicht wundern. Es kann sogar ein gutes Zeichen sein!
Auch ohne Zigarre lässt sich auf den Spuren von Winston Churchill wandeln; „Wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, Unpopularität in Kauf zu nehmen.“ Insofern kann Widerstand durchaus ein Hinweis darauf sein, den richtigen Weg zu beschreiten. Nur bitte die Kirche im Dorf lassen. Der Umkehrschluss, dass viel Feindschaft auch ein Garant für Erfolg ist oder zumindest Bestätigung ist, geht mir zu weit. Schließlich ist es auch möglich, anderen Menschen durch Unachtsamkeit und Respektlosigkeit unnötig auf die Füße zu treten. Solche Argumentation geht nicht auf. Der Elefant im Porzellanladen könnte es sonst ja auch auf die Einrichtung schieben, anstatt sich vernünftiger zu bewegen.
Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein, sagt ein Sprichwort. Die Offenheit, sich unterschiedlichen Sichtweisen zu widmen, halte ich für eine empfehlenswerte Tugend. Sie verträgt sich sehr gut mit einem eigenen Standpunkt, der standhaft vertreten wird.
Insofern empfiehlt sich aus meiner Sicht weitgehend freundlich und respektvoll sein. Und gegebenenfalls auch darauf zu verzichten, Jedermanns Liebling zu sein.
Übrigens sind Feindbilder nicht ohne Grund sehr beliebt im Marketing. Doch das ist ein Thema für einen eigenen Artikel.
Positionierung im Marketing bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Anbieter oder ein Produkt in den Köpfen der Verbraucher platziert wird. Es geht darum, eine eindeutige und einzigartige Marke oder ein einzigartiges Produktbild zu schaffen, das sich von der Konkurrenz abhebt und das den Verbrauchern einen klaren Nutzen oder einen klaren Mehrwert bietet. Positionierung kann auf verschiedene Arten erfolgen, zum Beispiel durch den Einsatz von Werbung, das Vermarkten von Eigenschaften oder Vorteilen des Produkts, das Schaffen von Partnerschaften oder das Erschließen neuer Märkte. Die Positionierung eines Unternehmens oder Produkts kann dazu beitragen, dass es in den Köpfen der Verbraucher eine führende Stellung einnimmt und dass es bevorzugt gekauft wird.
Eine klare Zielgruppe ist wichtig, weil sie dazu beitragen kann, dass Redner und Rednerinnen, ein Unternehmen oder ein Produkt erfolgreicher ist. Eine klare Zielgruppe hilft dabei, die Marketingstrategie und die Produktangebote auf die Bedürfnisse und Wünsche der relevanten Verbraucher auszurichten. Dies kann dazu beitragen, dass das Unternehmen oder das Produkt besser wahrgenommen wird und dass es eine höhere Nachfrage erfährt. Zudem kann die Identifikation einer klaren Zielgruppe dazu beitragen, dass das Unternehmen oder das Produkt besser verstanden wird und dass es leichter ist, die richtigen Marketingkanäle und -tools auszuwählen, um die Zielgruppe zu erreichen. Eine klare Zielgruppe kann auch dazu beitragen, die Ressourcen des Anbieters besser einzusetzen und die Kosten für Marketingaktivitäten zu senken.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Teams aus unterschiedlich geprägten Menschen, haben eine größere Innovationskraft, als homogene Teams. Die Kreativitätstechnik Walt-Disney-Technik hilft.
Täglich grüßt das Murmeltier und es ist nicht Bill Murray, der die Hauptrolle spielt. Leider erleben viel zu viele Menschen in ihrem Berufsalltag Besprechungen, in denen die Kekse das einzig Positive sind. Es ähnelt einem Trauerspiel: Viel zu viele Meetings laufen völlig uninspiriert und ohne Ergebnis ab. Das kann an uninspirierten und ineffektiven Teilnehmern liegen, die das Trauerspiel choreografieren oder über sich ergehen lassen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass es an der Zusammensetzung des Teams liegt. Das ist heute nach wie vor die Hauptursache für gescheiterte Zusammentreffen. Das ist in mehrfacher Weise schade. Schließlich gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Modellen und Methoden, die strukturellen Bremsen zu lösen.
Hilfe naht: Eine dieser Möglichkeiten, die Perspektiven zu erweitern, ist die Walt-Disney-Technik. Das Walt-Disney-Modell baut auf unterschiedlichen Rollen innerhalb einer Gruppe auf. Die Erfahrungen zeigen, dass Teams umso kreativer zusammenarbeiten können, je unterschiedlicher (heterogener) sie insgesamt zusammengesetzt sind. Homogene Teams, in denen alle ähnlich oder gar im Gleichtakt ticken, stets einer Meinung sind und alle ähnliche Talente mitbringen, sind sehr viel harmonischer in ihrer Zusammenarbeit. Friede, Freude,… Das hat seinen Preis, denn etwas wirklich Neues oder Innovatives bringen solche Teams eher selten hervor.
Besser, viel besser: Werden Teams aus unterschiedlich geprägten Menschen zusammengesetzt, die unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen mitbringen, ist ihre Innovationskraft, im Vergleich zu homogenen Teams, weit größer.
So weit die Theorie. In der Praxis kommt es allerdings höchst selten vor, dass Gruppen und Teams aus unterschiedlichen und sich ergänzenden Personen bestehen. Meist ist die Zusammensetzung von Teams relativ homogen. Bei der Zusammenstellung von Gruppen und Teams haben die fachliche Kompetenz der Mitglieder, Hierarchie und Verfügbarkeit großen Einfluss. Und die daraus resultierende Zusammensetzung erlaubt oft nicht ein breiteres Spektrum von Perspektiven zu nutzen. Mehr oder weniger starr bevorzugen wir bestimmte Sicht- und Kommunikationsweisen. Solche Rolle sind beispielsweise Träumer, Kritiker und Realisten.
Nicht jeder Mensch ist in der Lage beziehungsweise willens, zumindest in gewissem Maße in ergänzende Rollen zu schlüpfen. Den Perspektivwechsel verweigern Teilnehmer sehr häufig mit dem Hinweis, dann nicht mehr authentisch zu sein. „Ich bin, wie ich bin!“ Dann gibt es Klärungsbedarf, der Fingerspitzengefühl bevorzugt. Wenn sich die Mitglieder einig und gewillt sind, kann das Walt-Disney-Modell mit Unterstützung eines Moderators hier Wunder wirken.
Es kann erstaunlich einfach sein. Allerdings, bei aller Begeisterung; was viel zu oft unterschätzt wird, sind die Auswirkungen von Störfaktoren, wie Konkurrenzstreben, Sympathien und Aversionen zwischen den verschiedenen Teammitgliedern.
Kreativitätstechniken und -modelle wie die Walt-Disney-Technik bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Sie schärfen die Selbstwahrnehmung und sensibilisieren dafür wahrzunehmen, welche Rollen im Team besetzt sind, welche noch benötigt werden und welche jedem persönlich am besten entspricht. Je geringer die Kluft zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung der einzelnen Teammitglieder ausfällt, desto besser. So lernt jedes Teammitglied seine optimale Funktion in der Gruppe kennen. Gegenseitige Wertschätzung für die unterschiedlichsten Beiträge macht die Zusammenarbeit nicht nur angenehmer, sondern auch fruchtbarer. Die Walt-Disney-Technik hilft dabei, dass jeder Teilnehmer gezielt mit seinen Stärken die Defizite der gesamten Gruppe ausgleicht beziehungsweise die Perspektiven erweitert. Was vorher als Nachteil empfunden wird, wandelt sich zum Vorteil. Und das führt zu den ersehnten Lösungen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Eine kreative Denkblockade ist ein Zustand, in dem die Fähigkeit, neue Ideen oder Lösungen zu generieren, eingeschränkt ist. Kreative Denkblockaden können in verschiedenen Kontexten auftreten, zum Beispiel beim Schreiben, bei künstlerischen Tätigkeiten oder beim Lösen von Problemen. Sie können aus verschiedenen Gründen entstehen, zum Beispiel durch Zeitmangel, Stress, Überforderung oder mangelndes Selbstvertrauen. Um eine kreative Denkblockade zu überwinden, können verschiedene Techniken und Strategien angewendet werden, zum Beispiel Brainstorming oder eine andere der beschriebenen Kreativitätstechniken, das Verwenden von Visualisierungstechniken oder das Einbeziehen von Perspektiven anderer Personen. Es kann auch hilfreich sein, sich Zeit zum Entspannen und Abschalten zu nehmen, um den Kopf freizumachen und neue Ideen zu fördern.
Es gibt verschiedene Techniken und Strategien, die helfen können, eine Denkblockade aufzulösen:
Das 5-W-Verfahren, auch als 5-Whys“Verfahren bezeichnet, ist eine strukturierte Methode, die dazu dient, die Ursachen von Problemen oder Fehlern zu identifizieren und Lösungen dafür zu finden. Diese Methode besteht aus folgenden Schritten:
Identifizieren Sie das Problem oder den Fehler, den Sie lösen möchten.
Stellen Sie fünfmal die Frage „Warum?“ und notieren Sie die Antworten. Durch das Wiederholen der Frage „Warum?“ können Sie tiefer liegende Ursachen identifizieren und verstehen, warum das Problem oder der Fehler aufgetreten ist.
Finden Sie Lösungen für die identifizierten Ursachen.
Überprüfen Sie, ob die gewählten Lösungen das Problem oder den Fehler wirksam beheben.
Dieses Verfahren eignet sich besonders gut für Probleme oder Fehler, die sich bisher nicht leicht lösen ließen. Es trägt dazu bei, Denkblockade zu überwinden und konkrete Lösungen zu finden.
Das Problem-Lösungs-Modell ist eine strukturierte Methode, die dazu dient, Probleme zu identifizieren und Lösungen dafür zu finden. Diese Methode besteht aus folgenden Schritten:
1. Identifizieren Sie das Problem oder die Herausforderung, die Sie lösen möchten. Formulieren Sie das Problem möglichst klar und präzise.
2. Sammeln Sie Informationen zum Problem. Machen Sie sich ein Bild davon, wann und wo das Problem auftritt, welche Auswirkungen es hat und welche Faktoren möglicherweise dazu beitragen.
3. Erstellen Sie eine Liste möglicher Lösungen. Berücksichtigen Sie dabei möglichst viele Perspektiven und Ideen.
4. Bewerten Sie auch, welche Lösungen realistisch und umsetzbar sind und welche Ressourcen (z.B. Zeit, Geld, Personal) benötigt werden. Berücksichtigen Sie auch eventuelle Risiken oder negative Auswirkungen der Lösungen.
5. Wählen Sie die beste Lösung aus. Entscheiden Sie sich für die Lösung, die am besten geeignet ist, um das Problem zu lösen, und die realistisch und umsetzbar ist.
6. Implementieren Sie die Lösung. Setzen Sie die ausgewählte Lösung um und verfolgen Sie, ob sie das Problem erfolgreich löst. Anpassen Sie die Lösung gegebenenfalls, wenn sich herausstellt, dass sie nicht wirksam ist.
Das Problem-Lösungs-Modell eignet sich besonders gut für Probleme oder Herausforderungen, die sich nicht leicht lösen lassen. Es kann dazu beitragen, die Denkblockade zu überwinden und konkrete Lösungen zu finden.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Mai 2017
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #4335
Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Mind Maps helfen bei der Lösungsfindung.
Houston — wir haben ein Problem. Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Stressreaktionen machen das Denken nicht einfacher. Und nicht zu wissen, wo der Anfang zu machen ist, was die wesentlichen Ursachen und Lösungswege sind, ist durchaus belastend. Vor allem, wenn der Einsatz hoch ist, drückt es aufs Gemüt! So wird der Weg zur Lösung steiniger, als er sein muss.
Den Wald vor lauter Bäumen… Lineare Notizen – Satz für Satz – lassen bei zunehmender Komplexität den Kopf rauchen. Mind Maps erleichtern den Lösungsprozess aus mehreren Gründen. Mit ihrer Hilfe werden die Faktoren sichtbar, die an Problem und Lösung beteiligt sind. Mind Maps schaffen als Gedankenlandkarten den Überblick und fördern das Verständnis der Zusammenhänge. So lassen sich die Gedanken strukturieren und besser greifen. Das Vorgehen wird fokussierter.
Der Überblick fördert die Gelassenheit. Wenn die Situation zu verknotet wirkt, dominieren Sorgen, Verwirrung und Druck. Und das sind keine guten Voraussetzungen für das kreative Denken. Der Fokus ist dann auf das Problem und nicht auf mögliche Lösungen gerichtet, es werden leichter neue Wege beschritten. Mind Mapping entknotetet und sorgt für ein berechtigtes Gefühl, die Dinge selbstbestimmt im Griff zu haben. Aus dem Problem wird eine interessante Herausforderung und damit eine Gelegenheit sich kreativ zu betätigen. Klingt das gut?
Für viele Menschen ist das Mind Mapping anfangs etwas ungewohnt. Deswegen folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Ob auf Papier oder digital? Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Nehmen Sie, was immer Ihnen mehr Spaß macht und Ihre Kreativität fördert. Die Arbeit mit Stiften ist gerade anfangs empfehlenswert. Wenn Sie Ihr Wissen zum Mind Mapping auffrischen wollen, hilft Ihnen der Artikel Mind Mapping.
Die Aufgabenstellung ist der Mittel- und Ausgangspunkt des Mind Maps. Wenn ein Mind Map wie ein verästelter Baum aus der Vogelperspektive aussehen soll, ist das Thema der Stamm. Von ihm gehen die dicken Äste ab. Aus den Ästen wachsen Zweige, die zunehmend detailliertere Stichworte (Assoziationen) tragen.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um über die verschiedenen Aspekte des Themas nachzudenken.
Die gefundenen Aspekte des Themas werden zu geschwungenen Hauptzweigen des Mind Maps. Um Assoziationen zu fördern, sollte möglichst nur ein Wort verwendet werden.
Die Einzelheiten der Aspekte werden zu deren Zweigen und Unterzweigen.
Haben Sie einen guten Überblick visualisiert, denken Sie über mögliche Ideen für die Probleme und Aufgaben nach. Dafür können Kreativitätstechniken genutzt werden.
Fügen Sie die Ideen als Zweige an.
Bleiben Sie in Sammellaune und verzichten Sie auf frühzeitige Bewertungen. Erst einmal lohnt es sich fleißig für Masse zu sorgen. Selbst recht schräge Ideen können zu brauchbaren führen.
Erst im Anschluss werden die Optionen bewertet.
Wählen Sie die Option, mit der Sie als nächstes fortfahren wollen. Sollte das Mind Map in einem Bereich besonders belebt sein, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dort etwas zu holen ist.
Planen Sie mittels eigenem Mind Map die Umsetzung der Option. Jetzt wird die Lösung zum zentralen Punkt des Mind Maps. Spätestens jetzt ist es Zeit für das Tagträumen und Simulieren.
Spielen Sie mehrere Optionen durch. Und entscheiden Sie erst dann, welche Option oder Kombination tatsächlich zum Einsatz kommen soll.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
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Nutzenargumentation bedeutet Perspektivwechsel: Zeige weniger nur Eigenschaften, sondern welche konkrete Bedeutung eine Idee, Leistung oder Entscheidung für dein Gegenüber hat.
Menschen machen mitunter Dinge, die sie und andere schädigen, obwohl eine positive Absicht dahinter steckt. Was es zu beachten gibt.
Benchmarking ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem meist eigene Produkte und Dienstleistungen, mit denen des stärksten Mitbewerbers, verglichen werden.
Methoden-Know-how für die Moderation lohnt sich für den sicheren und unaufdringlicher Umgang mit den wichtigsten Moderationstechniken
Dopamin wird umgangssprachlich oft als „Glückshormon“ bezeichnet und ist ein wichtiger Neurotransmitter. Was hat es damit auf sich?
Was bedeutet Embodiment? Wie Körper, Denken und Gefühle zusammenwirken – und wie Verkörperung Präsenz, Selbstregulation und Handlungsfreiheit fördern kann.
Welche Motive beeinflussen Entscheidungen? Erfahre, wie Werte, Bedürfnisse, Ängste, Erwartungen und Selbstbild wirken – mit einem praktischen Entscheidungsmotiv-Kompass.
Macht Brainfood klüger und Junkfood dumm? Erfahre, was Ernährung, Wasser, Vollkorn, Omega-3 und stark verarbeitete Lebensmittel wirklich mit Konzentration und Gehirngesundheit zu tun haben.
Warum beschäftigen uns Kritik und schlechte Nachrichten so stark? Erfahre, was der Negativity Bias bedeutet, warum die 5:1-Regel kein allgemeines Gesetz ist und was gegen Schwarzmalerei hilft.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43327
K:
Ü:
Offiziell bevorzugen viele Menschen bei vielen Themen eine entsprechende Auswahlmöglichkeit. Bei genauerer Betrachtung wollen die meisten von uns jedoch nicht wirklich zu viele Optionen haben, denn das führt zu umfangreichen Entscheidungen. Das erzeugt Druck und ist auch ohne Decidophobie belastend.
Einige Entscheidungen erfordern komplexe Auswahlmöglichkeiten. Viele Menschen leiden dann darunter, mit derartig vielen Optionen und Informationen umzugehen. Das erschwert den Entscheidungsprozess und kann ihn sogar vollkommen blockieren.
Es fällt Menschen leichter, komplexere Entscheidungen zu treffen, wenn wir bei komplexen Entscheidungen zuerst die einfachere Variante präsentiert bekommen.
Werden Interessenten beim Autokauf dazu gebracht, sich zuerst auf die drei verschiedenen Modelle zu konzentrieren ist das erfolgversprechender, als mit den fünfundsiebzig verschiedenen Farben zu beginnen, in denen die Fahrzeuge erhältlich sind.
Es ist passiert.
Die Gelegenheit ist weg.
Du hast einen Fehler gemacht.
Jemand hat anders entschieden, als du gehofft hattest.
Eine Zusammenarbeit ist gescheitert.
Der Plan funktioniert nicht.
Oder das Leben hat sich schlicht geweigert, deinem Plan zu folgen.
Jetzt gibt es zwei Fragen.
Die erste lautet:
Wie konnte das passieren?
Die zweite:
Was mache ich jetzt damit?
Beide können wichtig sein.
Doch irgendwann entscheidet vor allem die zweite darüber, wie es weitergeht.
Der Ausdruck ist ziemlich direkt.
Und gerade deshalb steckt etwas Interessantes darin.
Es ist passiert.
Damit ist keineswegs gesagt:
Es ist egal.
Es ist gut.
Es war unvermeidbar.
Oder du sollst dich darüber freuen.
Es bedeutet zunächst lediglich:
Die Realität ist jetzt so.
Und jede sinnvolle nächste Entscheidung muss von dieser Realität ausgehen.
Wir verwenden das Wort Akzeptanz häufig so, als bedeute es Zustimmung.
Das sind zwei verschiedene Dinge.
Du kannst anerkennen:
„Diese Entscheidung ist gefallen.“
und sie trotzdem bedauern.
Du kannst anerkennen:
„Ich habe einen Fehler gemacht.“
und ihn trotzdem korrigieren wollen.
Du kannst anerkennen:
„Dieser Mensch verhält sich so.“
und daraus die Konsequenz ziehen, Abstand zu schaffen.
Akzeptanz bedeutet:
Ich höre auf, meine nächsten Entscheidungen von einer Wirklichkeit abhängig zu machen, die ich lieber hätte.
Das schafft Handlungsspielraum.
Manche Probleme besitzen zwei Ebenen.
Da ist zunächst das Ereignis.
Und dann ist da unser Kampf damit.
„Das hätte nicht passieren dürfen.“
„Warum ausgerechnet jetzt?“
„Wenn ich damals doch …“
„Er hätte …“
„Sie hätte …“
Manche dieser Gedanken sind für die Auswertung wichtig.
Doch irgendwann verändern sie das Geschehene kaum noch.
Dann wird aus Nachdenken Kreisen.
Die Vergangenheit bekommt immer mehr Aufmerksamkeit.
Die Gegenwart immer weniger.
Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:
Gibt es hier noch etwas zu verstehen oder versuche ich gerade, das Geschehene nachträglich ungeschehen zu machen?
Resignation sagt:
„Es hat ohnehin keinen Sinn.“
Akzeptanz sagt:
„Das ist die Ausgangslage. Welche Möglichkeiten habe ich von hier aus?“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Akzeptanz beendet den Kampf mit Tatsachen.
Und kann gerade dadurch Energie für Veränderung freisetzen.
Wenn etwas schiefgegangen ist, hilft eine einfache Sortierung.
Dann handle.
Führe das Gespräch.
Korrigiere den Fehler.
Verändere den Plan.
Bitte um Unterstützung.
Treffe eine neue Entscheidung.
Dann entscheide, wie viel Energie der Einfluss wert ist.
Vielleicht kannst du überzeugen.
Verhandeln.
Eine Entwicklung anstoßen.
Oder Rahmenbedingungen verändern.
Dann besteht die Aufgabe darin, deine nächsten Entscheidungen auf die Realität auszurichten.
Genau hier wird Akzeptanz wichtig.
Besonders schwer fällt Akzeptanz, wenn wir selbst etwas verursacht haben.
„Wie konnte ich so dumm sein?“
„Das hätte ich wissen müssen.“
„Warum habe ich …?“
Eine ehrliche Auswertung ist wertvoll.
Selbstbestrafung liefert dagegen selten zusätzliche Erkenntnis.
Hilfreicher sind vier Fragen:
Was ist passiert?
Welchen Anteil habe ich daran?
Was kann ich noch korrigieren?
Was lerne ich für die nächste Entscheidung?
Verantwortung schaut auf Konsequenzen und Möglichkeiten.
Selbstvorwürfe können uns dagegen lange an derselben Stelle halten.
Diese Frage klingt unspektakulär.
Ich halte sie für ausgesprochen kraftvoll.
Wenn etwas schiefgeht, fragen wir schnell:
Wer ist schuld?
Warum ist das passiert?
Wie konnte das geschehen?
All das kann relevant sein.
Und dann braucht es irgendwann:
Was wäre jetzt hilfreich?
Vielleicht eine Entscheidung.
Vielleicht ein Gespräch.
Vielleicht eine Entschuldigung.
Vielleicht Abstand.
Vielleicht Schlaf.
Vielleicht professionelle Unterstützung.
Vielleicht die Erkenntnis:
Heute muss überhaupt nichts mehr entschieden werden.
Handlungsfähigkeit bedeutet keineswegs permanente Aktivität.
Nach manchen Ereignissen braucht es zunächst Zeit.
Trauer.
Enttäuschung.
Wut.
Erschöpfung.
Orientierung.
Dann kann die klügste Entscheidung sein, noch keine große Entscheidung zu treffen.
Auch das ist Selbstführung:
erkennen, wann Handeln dran ist – und wann Verarbeitung Raum braucht.
Nach Rückschlägen hören Menschen schnell:
„Wer weiß, wofür es gut ist.“
Vielleicht zeigt sich irgendwann tatsächlich etwas Wertvolles.
Vielleicht auch nicht.
Wir müssen einem Verlust keinen tieferen Sinn verleihen, damit wir mit ihm umgehen können.
Eine nüchternere Haltung reicht:
Es ist geschehen. Was möchte ich jetzt daraus machen?
Damit bleibt die Zukunft offen.
Die Ursache eines Problems und seine Lösung liegen keineswegs immer am selben Ort.
Vielleicht hat jemand anderes die Situation verursacht.
Trotzdem liegt ein Teil der Lösung jetzt bei dir.
Das kann ungerecht wirken.
Und trotzdem Handlungsspielraum schaffen.
Du musst keineswegs verantwortlich für das Problem sein, um Verantwortung für deinen nächsten Schritt zu übernehmen.
Wenn etwas anders gelaufen ist als erhofft, helfen fünf Fragen.
Ohne Beschönigung und ohne zusätzliche Katastrophengeschichte.
Hier lohnt sich Handlung.
Hier lohnt sich eine bewusste Entscheidung über den Einsatz deiner Energie.
Hier beginnt Akzeptanz.
Nicht die Lösung für alles.
Der nächste Schritt.
Die berühmte Idee, unterscheiden zu können zwischen dem, was wir verändern können, und dem, was wir annehmen müssen, trifft einen wichtigen Punkt.
Die eigentliche Schwierigkeit liegt häufig in der Unterscheidung.
Wann kämpfe ich weiter?
Wann verändere ich meine Strategie?
Wann lasse ich los?
Wann brauche ich Geduld?
Wann eine klare Grenze?
Wann eine Entscheidung?
Dafür gibt es selten eine universelle Formel.
Es braucht Urteilskraft.
Vielleicht ist genau das der wertvollere Teil des Satzes.
Shit happens. And then?
Was jetzt?
Was möchtest du bewahren?
Was verändern?
Was lernen?
Was loslassen?
Welche Entscheidung steht an?
Wo lohnt sich dein Einfluss?
Und wo verbrauchst du Kraft im Kampf gegen etwas, das bereits Realität ist?
Wir können sorgfältig planen.
Gute Entscheidungen treffen.
Risiken berücksichtigen.
Uns vorbereiten.
Und trotzdem wird manches anders kommen.
Dann beginnt eine andere Form von Kompetenz.
Nicht:
alles kontrollieren.
Sondern:
die Realität klar sehen und von dort aus weitergehen.
Akzeptiere, was bereits ist.
Verändere, was sich verändern lässt.
Lerne, was sich lernen lässt.
Und richte deine Aufmerksamkeit wieder auf die Frage, die jetzt zählt:
Was ist mein nächster guter Schritt?
Was bedeutet „Walk your Talk“? Warum Glaubwürdigkeit entsteht, wenn Werte, Worte und Verhalten zusammenpassen – und wie Führungskräfte Vertrauen stärken.
Gedanken zur Zuverlässigkeit: Wozu ist sie gut, was hält uns davon ab, weshalb brauchen wir mehr davon. Zusammenarbeit erfordert Zuverlässigkeit. Wer gut mit anderen Menschen zurechtkommen will, ist zuverlässig. Oder ist das der Schnee von gestern?
Was ist NLP und was davon ist heute hilfreich? Ein differenzierter Blick auf Neurolinguistisches Programmieren, Kommunikation, Methoden, Nutzen und Grenzen.
Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist klare Gedanken zu finden. Mind Maps helfen bei der Lösungsfindung.
Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Sie lassen sich auch im professionellen Bereichen sehr gut einsetzen, wenn sich Gespräche immer wieder um die Defizite eines Problems, eines Projekts oder einer Situation drehen. Durch lösungsorientierte Fragen wird der Fokus auf mögliche Lösungen und vorhandene Ressourcen gelenkt. So lassen sich Diskussionen insgesamt positiv gestalten.
Wenn etwas schiefgeht: Was bedeutet Akzeptanz ohne Resignation? Erfahre, wie du Realität anerkennst und wieder handlungsfähig wirst.
Was ist das nur mit den Lügen? Lügen zu erkennen ist eine hilfreiche Fähigkeit. Allerdings säen manche Menschen auch Zweifel, obwohl sie die Wahrheit sagen.
Was macht echte Helden aus? Über Mut, Haltung, Menschlichkeit und Verantwortung – und weshalb Heldentum oft in alltäglichen Entscheidungen beginnt.
Stress ist ein Ausdruck für Belastung und Anspannung des ganzen Organismus. Stress ist in Deutschland weit verbreitet. Viele Menschen leiden unter Stress. Entspannungsverfahren sind deswegen nicht nur für Betroffene von intensivem Lampenfieber und Redeangst oft sehr förderlich.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Die SWOT-Analyse gehört zu den bekanntesten Werkzeugen der strategischen Planung. Ihre Stärke liegt in ihrer Einfachheit. Wirklich wertvoll wird sie allerdings erst, wenn aus Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken konkrete strategische Entscheidungen entstehen.
Vier Felder.
Das klingt überschaubar.
Und genau darin liegt der Reiz der SWOT-Analyse.
Sie zwingt dazu, eine komplexe Situation aus vier unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.
Die entscheidende Arbeit beginnt anschließend.
Was folgt aus dem, was wir erkannt haben?
Denn eine SWOT-Analyse ist noch keine Strategie.
Sie kann eine ausgezeichnete Grundlage dafür schaffen.
SWOT steht für:
Dabei gibt es eine wichtige Unterscheidung.
Stärken und Schwächen betrachten die eigene Organisation, das Projekt oder die eigene Ausgangslage.
Chancen und Risiken betrachten das Umfeld.
Damit verbindet die SWOT-Analyse Innen- und Außenperspektive.
Stärken sind interne Eigenschaften oder Ressourcen, die Vorteile schaffen.
Zum Beispiel:
Eine hilfreiche Frage lautet:
Welche unserer Fähigkeiten oder Ressourcen machen in dieser konkreten Situation einen relevanten Unterschied?
Das Wort „relevant“ ist entscheidend.
Eine Stärke besitzt strategischen Wert, wenn sie zum Ziel und zur Situation passt.
Schwächen sind interne Faktoren, die den Handlungsspielraum begrenzen oder die Zielerreichung erschweren können.
Zum Beispiel:
Eine gute SWOT-Analyse behandelt Schwächen sachlich.
Es geht weniger um Selbstkritik.
Es geht um ein realistisches Bild der Ausgangslage.
Welche interne Einschränkung könnte für unsere geplante Richtung besonders relevant werden?
Chancen entstehen außerhalb der eigenen Organisation.
Zum Beispiel durch:
Eine Chance ist mehr als etwas, das angenehm klingt.
Sie braucht einen Bezug zu den eigenen Möglichkeiten.
Deshalb lautet die interessantere Frage:
Welche Entwicklung im Umfeld eröffnet uns eine Möglichkeit, die zu unseren Fähigkeiten und Zielen passt?
Auch Risiken entstehen im Umfeld.
Beispiele sind:
Die entscheidende Frage lautet:
Welche externe Entwicklung könnte unsere Ziele erheblich beeinflussen – und wie früh würden wir sie erkennen?
Eine der wichtigsten Regeln der SWOT-Analyse lautet:
Stärken und Schwächen liegen intern. Chancen und Risiken liegen extern.
Diese Trennung klingt einfach.
In der Praxis werden die Kategorien schnell vermischt.
Ein Beispiel:
„Wir haben zu wenig Fachkräfte.“
Das kann eine interne Schwäche beschreiben.
„Der Arbeitsmarkt bietet immer weniger geeignete Fachkräfte.“
Das beschreibt ein externes Risiko.
Beide Beobachtungen können zusammengehören.
Strategisch sind sie trotzdem unterschiedlich.
Auf eine interne Schwäche kannst du unmittelbar einwirken.
Auf eine externe Entwicklung reagierst du mit deiner Strategie.
Eine SWOT-Analyse gewinnt erheblich an Qualität, wenn vorher klar ist, wofür sie erstellt wird.
„Wie sieht unsere SWOT aus?“ ist sehr weit.
Präziser sind Fragen wie:
Damit erhalten die vier Felder einen gemeinsamen Bezugspunkt.
Eine SWOT-Analyse ist so gut wie die Frage, die sie beantworten soll.
Viele SWOT-Analysen enden an dieser Stelle.
Es gibt vier Kästen voller Stichpunkte.
Alle betrachten sie.
Vielleicht entsteht eine Präsentationsfolie.
Und dann?
Der strategische Nutzen entsteht durch das Verbinden der Felder.
Jetzt werden aus Beobachtungen Handlungsoptionen.
Hier treffen interne Stärken auf externe Chancen.
Die Frage lautet:
Welche unserer Stärken können wir einsetzen, um eine attraktive Chance besonders gut zu nutzen?
Beispiel:
Ein Unternehmen besitzt starke Kundenbeziehungen und erkennt eine wachsende Nachfrage nach einer ergänzenden Dienstleistung.
Daraus könnte eine Strategie entstehen, das neue Angebot zunächst gezielt bestehenden Kunden anzubieten.
Die Stärke unterstützt die Nutzung der Chance.
Hier lautet die Frage:
Welche unserer Stärken helfen uns, mit einem relevanten externen Risiko souverän umzugehen?
Ein Unternehmen erlebt beispielsweise zunehmenden Preiswettbewerb.
Gleichzeitig besitzt es besonders hohe Beratungskompetenz und enge Kundenbeziehungen.
Eine strategische Antwort könnte darin bestehen, die eigene Positionierung stärker auf Qualität, Beratung und langfristigen Nutzen auszurichten.
Jetzt wird die Analyse besonders interessant.
Eine attraktive Chance ist vorhanden.
Eine interne Schwäche erschwert ihre Nutzung.
Die Frage lautet:
Was müssen wir entwickeln, damit wir diese Chance sinnvoll nutzen können?
Vielleicht braucht es neue Kompetenz.
Zusätzliche Kapazität.
Einen Kooperationspartner.
Neue Technologie.
Eine andere Vertriebsstruktur.
Oder eine veränderte Organisation.
Hier treffen interne Schwächen auf externe Risiken.
Das verdient besondere Aufmerksamkeit.
Die Frage lautet:
Wo könnte eine eigene Schwäche durch eine externe Entwicklung besonders problematisch werden?
Vielleicht hängt ein Unternehmen stark von einem einzigen Großkunden ab und gleichzeitig steigt in dessen Branche der wirtschaftliche Druck.
Dann wird Diversifikation möglicherweise zu einer strategischen Priorität.
Gerade diese Kombination zeigt oft, wo Handlungsbedarf entsteht.
Eine SWOT mit zwanzig Punkten pro Feld vermittelt viel Information und wenig Orientierung.
Strategische Arbeit verlangt Auswahl.
Deshalb lohnt es sich, nach der Sammlung zu priorisieren.
Zum Beispiel anhand von Fragen wie:
Am Ende reichen häufig wenige wirklich relevante Punkte pro Feld.
Die SWOT-Analyse gewinnt durch Konzentration.
Ein interessanter Denkfehler besteht darin, Eigenschaften dauerhaft als Stärke oder Schwäche zu betrachten.
Der Kontext entscheidet.
Ein großes Unternehmen besitzt möglicherweise erhebliche Ressourcen.
Gleichzeitig können komplexe Abstimmungswege die Geschwindigkeit reduzieren.
Ein kleines Unternehmen verfügt über weniger Ressourcen.
Gleichzeitig kann es schnell entscheiden und sich rasch anpassen.
Eine etablierte Marke schafft Vertrauen.
Gleichzeitig kann sie bei einer radikalen Neupositionierung bestimmte Erwartungen erzeugen.
Deshalb lohnt die Frage:
In Bezug auf welches Ziel und unter welchen Bedingungen ist diese Eigenschaft tatsächlich eine Stärke?
Eine SWOT-Analyse bildet weniger eine objektive Wahrheit ab.
Sie bildet die Einschätzungen der Menschen ab, die an ihr arbeiten.
Deshalb kann dieselbe Situation aus verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich erscheinen.
Vertrieb sieht andere Chancen als Controlling.
Produktentwicklung erkennt andere Risiken als Geschäftsführung.
Kunden erleben andere Stärken als das Unternehmen selbst.
Mitarbeitende sehen möglicherweise Schwächen, die auf Führungsebene kaum sichtbar werden.
Genau deshalb kann eine gute SWOT von unterschiedlichen Perspektiven profitieren.
Interessant wird weniger der schnelle Konsens als die Frage, weshalb Einschätzungen voneinander abweichen.
Eine SWOT-Analyse lädt zur Interpretation ein.
Damit entsteht Raum für Optimismus, Interessen und lieb gewonnene Überzeugungen.
Eine mögliche Chance wird schnell zur erwarteten Entwicklung.
Eine vermutete Stärke wird als erwiesen behandelt.
Ein relevantes Risiko erhält wenig Aufmerksamkeit, weil es unbequem ist.
Deshalb frage ich gerne:
Woran erkennen wir, dass diese Einschätzung tatsächlich trägt?
Welche Daten sprechen dafür?
Welche Erfahrungen?
Welches Kundenfeedback?
Welche Marktinformationen?
Welche Gegenbeispiele gibt es?
So wird aus einer Sammlung von Meinungen eine belastbarere Analyse.
SWOT strukturiert eine Situation.
Sie ersetzt weitere Analysewerkzeuge je nach Fragestellung durch passende Ergänzungen.
Bei dynamischen Entwicklungen können beispielsweise Szenarien wertvoll sein.
Bei Investitionsentscheidungen braucht es Zahlen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
Bei Wettbewerbsfragen braucht es fundierte Marktinformationen.
Bei komplexen Entscheidungen spielen zusätzlich Interessen, Werte, Risiken und Konsequenzen eine Rolle.
Die SWOT-Analyse ist deshalb besonders wertvoll als:
strukturierter Ausgangspunkt für weiterführendes strategisches Denken.
Die SWOT-Analyse beschreibt wesentliche Aspekte der aktuellen strategischen Ausgangslage.
Die Szenariotechnik richtet den Blick stärker auf mögliche zukünftige Entwicklungen.
Beides lässt sich gut verbinden.
Du kannst beispielsweise prüfen:
Welche Chancen und Risiken verändern sich in unterschiedlichen Szenarien?
Welche Stärken bleiben in mehreren möglichen Zukunftsbildern wertvoll?
Welche Schwächen werden unter bestimmten Bedingungen besonders relevant?
Welche Strategie bleibt unter mehreren Entwicklungen tragfähig?
Mehr über die Szenariotechnik →
Am Ende braucht eine Analyse eine Konsequenz.
Deshalb würde ich nach jeder SWOT mindestens vier Fragen beantworten:
Damit wird aus einer Analyse ein Entscheidungsprozess.
Mehr über strategische Führung →
Ein Beratungsunternehmen überlegt, ein neues digitales Angebot einzuführen.
Die SWOT könnte beispielsweise ergeben:
Stärke: hohe fachliche Reputation und langjährige Kundenbeziehungen.
Schwäche: geringe Erfahrung mit skalierbaren digitalen Produkten.
Chance: wachsende Nachfrage nach flexiblen digitalen Formaten.
Risiko: bereits etablierte digitale Wettbewerber.
Interessant wird jetzt die Verbindung.
Eine mögliche SO-Strategie:
Das neue Format zunächst bestehenden Kunden anbieten und dabei die vorhandene Reputation nutzen.
Eine mögliche WO-Strategie:
Technologische Kompetenz durch Kooperation ergänzen.
Eine mögliche ST-Strategie:
Die fachliche Tiefe und persönliche Nähe als Differenzierung gegenüber standardisierten Angeboten nutzen.
Eine mögliche WT-Strategie:
Mit einem begrenzten Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, bevor größere Ressourcen gebunden werden.
Jetzt liefert die SWOT echte Handlungsoptionen.
Eine SWOT verliert viel von ihrem Wert, wenn sie zum Ritual wird.
Typische Stolpersteine sind:
Der letzte Punkt ist besonders wichtig.
Eine Analyse schafft Erkenntnisse. Strategie entsteht durch die Entscheidungen, die daraus folgen.
Ich halte die SWOT-Analyse besonders dann für wertvoll, wenn eine Situation bereits viele Informationen enthält und diese zunächst strukturiert werden sollen.
Zum Beispiel bei:
Sie schafft einen gemeinsamen Blick auf die Ausgangslage.
Danach beginnt die eigentliche strategische Arbeit.
Bei weitreichenden Entscheidungen ist die SWOT häufig ein hilfreicher Baustein.
Manchmal reicht schon das strukturierte Aufschreiben, um wesentliche Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Bei komplexeren Situationen kommen weitere Ebenen hinzu.
Interessen.
Abhängigkeiten.
Unsicherheit.
unterschiedliche Zukunftsszenarien.
persönliche Präferenzen.
Risiken.
und Entscheidungen, die weitreichende Konsequenzen erzeugen.
Dann kann ein unabhängiges Gegenüber helfen, die Analyse weiterzuführen.
Im Executive Sparring können wir:
Annahmen prüfen.
Gegenpositionen einnehmen.
Perspektiven ergänzen.
Szenarien entwickeln.
Handlungsoptionen vergleichen.
Konsequenzen durchspielen.
Und die entscheidenden Fragen so lange verfolgen, bis mehr Klarheit entsteht.
Die Entscheidung bleibt bei dir.
Mehr über Executive Sparring →
Die Stärke der SWOT-Analyse liegt in ihrer klaren Struktur.
Sie verbindet die interne Ausgangslage mit Entwicklungen im Umfeld.
Sie hilft, Stärken und Schwächen sichtbar zu machen.
Sie lenkt den Blick auf Chancen und Risiken.
Und sie schafft eine gemeinsame Grundlage für strategisches Denken.
Ihr größter Wert entsteht anschließend:
wenn die vier Perspektiven miteinander verbunden werden.
wenn Prioritäten entstehen.
wenn Annahmen geprüft werden.
wenn Handlungsoptionen sichtbar werden.
und wenn daraus eine bewusste Entscheidung folgt.
Eine gute SWOT-Analyse füllt keine vier Kästen. Sie verändert den Blick auf die nächste Entscheidung.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Entscheidungsstrategien helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Welche Entscheidungsstrategien fördern unter welchen Umständen gute Entscheidungen?
Dieser Beitrag zeigt dir, wie du mit den richtigen Strategien Entscheidungen klarer, sicherer und effizienter treffen kannst. Du lernst, unterschiedliche Ansätze zu nutzen und die beste Strategie für jede Situation zu finden.
Unzählige Entscheidungen wollen getroffen werden, nur wie?
Täglich treffen wir unzählige Entscheidungen, mal bewusster und mal unbewusster. Erfahrungen und Intuition spielen dabei ebenso eine gewichtige Rolle, wie Werte und Überzeugungen. Was geschieht bei Nichtvulkaniern mit all den Elementen, die für Entscheidungen zur Verfügung stehen? Mit welchen Strategien und nach welchen Regeln geht es ans Werk?
Entscheidungsstrategien sind intern ablaufende Prozesse, die zu Handlungen führen. Menschen haben unterschiedliche Entscheidungsstrategien. Ich, Sie, all die anderen; jeder hat sein eigenes Regelwerk. Wir benötigen die Entscheidungsstrategien, um vor allem in komplexen Situationen eine Wahl zu treffen. Je nach Entscheidungssituation laufen dabei unterschiedliche und unterschiedlich aufwendige Entscheidungsprozesse der Informationsverarbeitung und Informationsbewertung ab. Es genügt bei einfachen Entscheidungen wenige Merkmale und Ausprägungen der Optionen heranzuziehen. Bei komplexeren müssen die Prioritäten der einzelnen Kriterien berücksichtigt werden.
Wirksame Entscheidungsstrategien in Anlehnung an das NLP orientieren sich am T.O.T.E.-Modell. Sie beziehen die wichtigsten Repräsentationsebenen – visuell, auditiv und kinästhetisch – ein und setzen mehr als eine Entscheidungsmöglichkeit (Wahlfreiheit) voraus.
Die weitgehend unbewussten Schritte der individuellen Entscheidungsstrategien können ergründet werden, um die Entscheidungsfähigkeit und Veränderungen zu fördern. Das hilft uns selbst bessere Entscheidungen zu treffen. Außerdem können wir andere so besser bei Entscheidungen unterstützen. Kennen wir deren Entscheidungsstrategien, können wir Angebote in der für Empfänger wirkungsvollsten Form präsentieren.
Entscheidungsstrategien, Entscheidungsmodelle, Entscheidungsregeln.
Es gibt verschiedene Entscheidungsstrategien, die man anwenden kann, um Entscheidungen zu treffen. Hier sind einige Beispiele:
Diese Strategie basiert auf dem Bauchgefühl und der Intuition und ist besonders dann sinnvoll, wenn es darum geht, schnell zu handeln oder wenn man sich in einer vertrauten Situation befindet.
Diese Strategie basiert auf logischen Überlegungen und Fakten und ist besonders dann sinnvoll, wenn es um komplexe oder wichtige Entscheidungen geht.
Diese Strategie basiert auf den Gefühlen und Wünschen einer Person und ist besonders dann sinnvoll, wenn es um persönliche oder emotionale Entscheidungen geht.
Diese Strategie kombiniert Elemente der anderen Strategien und ist besonders dann sinnvoll, wenn es um komplexe Entscheidungen geht, die sowohl logische als auch emotionale Aspekte beinhalten.
Es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Entscheidungsstrategie, sondern die richtige Strategie hängt von der Situation und den persönlichen Vorlieben einer Person ab. Es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, welche Strategie angewendet wird und sich darüber im Klaren zu sein welche Vor- und Nachteile sie hat.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Nutzenargumentation bedeutet Perspektivwechsel: Zeige weniger nur Eigenschaften, sondern welche konkrete Bedeutung eine Idee, Leistung oder Entscheidung für dein Gegenüber hat.
Menschen machen mitunter Dinge, die sie und andere schädigen, obwohl eine positive Absicht dahinter steckt. Was es zu beachten gibt.
Benchmarking ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem meist eigene Produkte und Dienstleistungen, mit denen des stärksten Mitbewerbers, verglichen werden.
Methoden-Know-how für die Moderation lohnt sich für den sicheren und unaufdringlicher Umgang mit den wichtigsten Moderationstechniken
Dopamin wird umgangssprachlich oft als „Glückshormon“ bezeichnet und ist ein wichtiger Neurotransmitter. Was hat es damit auf sich?
Was bedeutet Embodiment? Wie Körper, Denken und Gefühle zusammenwirken – und wie Verkörperung Präsenz, Selbstregulation und Handlungsfreiheit fördern kann.
Welche Motive beeinflussen Entscheidungen? Erfahre, wie Werte, Bedürfnisse, Ängste, Erwartungen und Selbstbild wirken – mit einem praktischen Entscheidungsmotiv-Kompass.
Macht Brainfood klüger und Junkfood dumm? Erfahre, was Ernährung, Wasser, Vollkorn, Omega-3 und stark verarbeitete Lebensmittel wirklich mit Konzentration und Gehirngesundheit zu tun haben.
Warum beschäftigen uns Kritik und schlechte Nachrichten so stark? Erfahre, was der Negativity Bias bedeutet, warum die 5:1-Regel kein allgemeines Gesetz ist und was gegen Schwarzmalerei hilft.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43316
K:CNC
Ü:
Nur im eigenen Saft schmoren, ist nicht gesund. Doch genau dazu führen Filterblase und Echokammereffekt im Internet. Ohne Diskussionskultur wird es fade.
Als Filterblase wird ein Phänomen bezeichnet, das sich vor allem bei der Nutzung von Internetplattformen wie Facebook und anderen sozialen Medien bemerkbar macht.
Durch Analyse deren Verhaltens erhalten Nutzer nur noch ausgewählte Ergebnisse angezeigt. Diese Filterblase präsentiert dann vorzugsweise Beiträge im Newsfeed, die den vermuteten Bedürfnissen entsprechen. Für einige von uns ist all das schon ein alter Hut, doch viele Nutzer sind sich des Umfangs der Filterwirkung noch nicht im vollen Umfang bewusst.
Wir bekommen im Internet (und auch außerhalb durch unsere Kontakte) eine spezielle Auswahl der Welt um uns herum präsentiert. Die Grundlage der Auswahl im Web liefern die mittlerweile umfangreichen Daten. Standort oder sogar Bewegungsmuster, soziale Daten und Vernetzungen, Likes, vergangene Suchen des Nutzers. Durch Cookies lassen sich die Auswertungsmöglichkeiten noch weiter vergrößern. Das Marketing hat dadurch heute ganz andere Spielräume der gezielten Ansprache. Personifizierung hat Vor- und Nachteile. Hinsichtlich des Datenschutzes können einem schon mal die Haare zu Berge stehen. Doch verzichten mag auch kaum jemand auf die Teilnahme.
Die Vorteile liegen ja nicht nur auf der Anbieterseite. Für die Nutzer wird so manches komfortabler. Und die Bequemlichkeit macht zumindest auf einem Auge blind. Als wenn das nicht genügt, kann die Filterblase leicht zum sogenannten Echokammereffekt führen. Die Nutzer haben dann den Eindruck, ihre Meinungen, Ideen, Themen und Einstellungen würden der Allgemeinheit entsprechen, da sie genau das per Echo aus ihrem Netzwerk widergespiegelt bekommen. Sie bewegen sich ja zunehmend in ihrer gefilterten Version der ohnehin virtuellen Realität. Dadurch verhärtet sich die eigene Sichtweise. Andere, abweichende Meinungen werden nicht mehr vollständig wahrgenommen, als unwahr abgelehnt oder zensiert. Wenn dann noch die Presse bestimmte Mitteilungen ausblendet, mit der Begründung politischer Korrektheit, dann entwickeln sich Verschwörungstheorien. Und die werden sehr ernst genommen, von manchen zumindest. Ist das mentale Immunsystem unausgeglichen, dann ist die Ansteckungsgefahr recht hoch. Es besteht die Gefahr der Radikalisierung einzelner Personen und gesamter Gruppen. Fanatiker sind nicht lustig! Frische Anregungen für offene Diskussionen und gegenseitige Inspiration zur Meinungsbildung findet in einer solchen Umgebung keinen Platz mehr. So schön es sich im ersten Moment anhört, nur noch von Gleichgesinnten zu lesen, so ungesund ist es.
In unserer heutigen Zeit, in der mehr und mehr Menschen auf die Bühne und immer weniger zuhören wollen, ist das mit dem lebhaften gegenseitigen Austausch, über den Tellerrand, so eine Sache. Es dominieren Monologe, wo Dialog gebraucht wird. Um sich auseinanderzusetzen, muss man sich erstmal zusammensetzen. Eine kultivierte Diskussionskultur, ob in offiziellen Debatten, Gesprächen oder anderen Beiträgen bereichert alle Beteiligten. Das fördert den gegenseitigen Respekt, statt Hass. Dazu ist nicht erforderlich, die eigene Position dauerhaft zu verlassen. Mit netten Menschen setzt man sich gerne zusammen und mit interessanten Menschen setzt man sich gerne auseinander. Wenn die eigene Position wirklich so durchdacht ist, wird sich das im respektvollen Austausch mit Andersdenkenden auch zeigen. Es dient ja auch der eigenen Positionsbestimmung. Ein Bad erfrischt, eine Diskussion verjüngt. (Russisches Sprichwort)
Zu lange im eigenen Saft schmoren ist nicht gesund.
Ja, die Informationsflut macht auch mir zu schaffen. Trotzdem sind mir solche Algorithmen suspekt, die mich vor Andersdenkenden schützen. Zumindest will ich selbst meine Filter wählen und anpassen, wann immer und wie ich das entscheide. Außerhalb des Webs profitiere ich ja auch von unterschiedlichen Sichtweisen. Inzucht… Schuldig: Wobei ich dabei wohl selbst vernachlässige, dass die Algorithmen auf mein Verhalten reagieren. Und auf das habe ich Einfluss!
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 878)
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #32322
K:CNB
Ü: