Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken

Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken

In Deckung: Hinter dem Rednerpult vor gefährlichem Publikum schützen. Weshalb es besser wäre die meisten Rednerpulte abzuschaffen.

In Deckung: Hinter dem Rednerpult vor gefährlichem Publikum schützen

 

Manche Redner denken, sie könnte sich hinter einem Rednerpult vor dem Publikum in Sicherheit bringen. Ob das so eine gute Idee ist? Ein Plädoyer, weshalb Redepult weitgehend abgeschafft werden sollten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Risikobegrenzung für gefährliches Publikum?

 

So gerne ich die Löwen* im Zoo beobachte, so dankbar bin ich demjenigen, der an den Graben zwischen mir und den gefräßigen Raubtieren gedacht hat. Ähnliches scheinen manche Redner zu denken, wenn sie sich hinter ihrem Rednerpult (gendergerecht wird jetzt häufiger von Redepult statt Rednerpult gesprochen)  in Sicherheit bringen. Allerdings gibt es zwischen beiden Situationen gewisse Unterschiede.

 

 

 

Gedanken zum Publikum und der Gefahr für Redner

 

 

1. Nicht jedes Publikum hat Sie zum Fressen gerne

 

Es ist zwar nicht garantiert, dass alle Personen im Publikum einem wohlgesonnen sind. Doch so richtig bissig sind die wenigsten.

 

 

 

2. Die Barriere hat Konsequenzen

 

Publikumsnähe? Nähe vermittelt so eine Schutzeinrichtung nicht gerade, im Gegenteil. Es unterstreicht unterschiedliche Positionen. Wird dann noch wie von der Kanzel gepredigt und nicht dem Publikum aus der Seele gesprochen, dann wird aus dem Pult ein Elfenbeinturm.

 

 

 

3. Ein Pult macht Angriffe wahrscheinlicher

 

Wer sich hinter einem Pult versteckt, signalisiert so, dass er sich vor Angriffen fürchtet. Krampfhaft Halt am Pult zu suchen, wirkt auch nicht gerade selbstsicher. Ob das so gemeint ist oder nicht; das ist eine Interpretationsmöglichkeit. Unbewusst wird es oft so verstanden. Es senkt den Status des Redners, während ein guter freier Stand Souveränität vermittelt. Wer unsicher wirkt, wird häufiger angegriffen. Gehen Sie mal wieder in den Zoo und beobachten Sie die Alpha-Tiere im Rudel. Die sind meist am entspanntesten. Es wagt keiner so schnell sie anzugreifen.

 

 

 

Und nun? Was ist mit Rednerpulten?

 

Soweit zu den Gedanken zu Verhältnis von Publikum und Redepult, die mir spontan in den Sinn kommen. Es sprechen allerdings noch weitere Argumente dafür, sich als Redner nicht ans Pult zu klammern und sie weitgehend abzuschaffen. Hier sind sie:

 

 

1. Körpersprache

 

Im Guten…

Hinter einem Pult ist selbst eine gute Körpersprache nur eingeschränkt von der Publikumsperspektive aus zu erkennen. Damit verzichten Sie auf die erforderliche nonverbale Unterstützung Ihrer Botschaft.

 

Wie im Schlechten…

Auch meinen manche Redner, dass sie etwas hinter dem Pult verstecken könnten und machen dort eigenartige Dinge. So wippen manche Redner, andere Redner klopfen im Takt einer für das Publikum nicht hörbaren Musik oder folgen anderen unerklärlichen inneren Stimmen. Das kann sich durchaus irritierend auf das Publikum auswirken.

Hatte ich erwähnt, dass sich Botschaft und Persönlichkeit des Redners nicht trennen lassen?

 

 

 

2. Verlockungen

 

Abgelesene Reden. So ein Rednerpult verlockt zu weniger empfehlenswerten Verhalten, wie dem Vorlesen des dort angelegten Manuskripts. Na, wenn es da schon liegt… Von wegen: Keine gute Idee!

 

 

 

3. Diskussionsbremse

 

Der Bundestag ist ein Ort, an dem das Rednerpult besonders präsent ist. Manche meinen, das wäre einer der Gründe, weshalb es dort kaum echte Diskussionen gibt, wie beispielsweise in Großbritannien, im Unterhaus. Die Parlamentarier sollen dort möglichst frei sprechen. Ein Rednerpult gibt es deswegen dort nicht. Ausschließlich die Vertreter der Regierung und der Vertreter der Opposition können ein Redemanuskript auf einem kleinen Holzkasten ablegen. Meist dient es auch ihnen dazu, sich dort demonstrativ locker anzulehnen. Ansonsten sind nur kleine Notizzettel zugelassen. Halten sich Abgeordnete nicht an diese Tradition und lesen zu viel ab, wird mit dem Ruf „Reading, reading!“ dagegen protestiert. Die Debatten in London sind erkennbar anders, als in Berlin. Für hiesige Betrachter wirkt das mitunter chaotisch.

Parlamente, bei denen vom Platz aus und ohne weite Wege zum Redepult gesprochen wird, debattieren heftiger. Während es dort spontaner und emotionaler zugeht, sind Bundestagsdebatten vorwiegend sehr vorhersehbar. Die Abgeordneten kommen der Reihe nach an das Rednerpult, legen dort ihre oft wörtlich vorbereiteten Redemanuskripten ab und wiederholen die in der Regel ohnehin schon bekannten Positionen. Das schützt vor Überraschungen und interessierten Zuhörern. Lebhafte Debatten sind die Ausnahme. Zwischenfragen sind zwar von den Sitzreihen aus möglich, wenn der Redner sie zulässt, doch so recht debattiert wird nicht. Auch hinsichtlich des Bundestages gibt es deswegen Stimmen, die für die Abschaffung des Redepults sind. Das könnte der fehlenden Debattenkultur auf die Sprünge helfen.

 

 

 

4. Besser, viel besser

 

Gute Redner wollen dem Publikum nahe sein und brauchen keine Schutzeinrichtungen. Es gibt vieles, dass Sie tun können, um sich während Ihrer Auftritte sicher zu fühlen. Und falls sich tatsächlich im Publikum jemand als bissig herausstellt, dann wissen Sie auch, was zu tun ist. Gute Redner tun einiges, um gute Redner zu werden und zu bleiben. Das ist nicht nur deswegen schön, weil ich damit einen Teil meines Lebensunterhalts verdiene. Der Umgang mit schwierigen Personen lässt sich lernen. Dann kann vieles schon im Vorfeld getan werden, damit es gar nicht erst zu Angriffen kommt.

 

 

 

Und, wenn da nun mal ein Pult steht?

 

Ja, mitunter werden Sie ans Pult gekettet und Ihre Frage nach einem kabellosen Mikrofon wird verneint. Dann gilt es das Beste daraus zu machen. Etwas Spielraum bleibt ja noch. Ich zeige Ihnen in Gruppen- und Einzeltrainings gerne welchen.

 

* Ja, auf dem Foto ist ein Teddybär. Ich hatte auf die Schnelle gerade kein Löwenfoto zur Hand und wie Sie sehen ist nicht alles so gefährlich, wie es mitunter auf den ersten Blick erscheint.

Umfrageergebnis

 

Ist ein Redepult vorhanden…

%

... nutze ich es.

%

... nutze ich es nur, wenn es sein muss.

%

... meide ich es.

Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de und in Rhetoriktrainings (n= 880)

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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P.S.

 

Wie schützen Sie sich vor vermeintlich gefährlichem Publikum und was halten Sie von Redepulten?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

mehr lesen
Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache. Da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad. Kurt Tucholsky

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. April 2009
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #3435
K:
Ü:

21 Wege, wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

21 Wege, wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Lügen haben kurze Beine
Wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Lügen am Telefon erkennen

 

Geflunker, Weglassungen, Schwindel, Betrug, Täuschungen oder Lügen am Telefon können schmerzhaft werden. Wer sie früh erkennt, kann sich schützen.

Überblick

Eine Lüge ist wie ein Schneeball.
Je länger man ihn rollen lässt, desto größer wird er.

Martin Luther

Bauchgefühl

Im Nachhinein sind wir oft schlauer. Wir hätten es besser wissen können und irgendwie wussten bzw. ahnten wir es auch schon. Schon einige Zeit bevor wir uns bewusst darüber im Klaren sind, haben wir oft schon ein komisches Gefühl im Bauch, wenn jemand nicht ehrlich zu uns ist. Oft trauen wir diesem Gefühl nur nicht, besonders dann nicht, wenn wir es nicht glauben wollen!

In einem direkten Gespräch – Auge in Auge – ist dafür in erster Linie die Körpersprache verantwortlich. Zumindest unbewusst registrieren wir im direkten Kontakt oft sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Jemand wirkt nicht kongruent: Verbale und nonverbale Kommunikation widersprechen sich.

Am Telefon fehlt diese zusätzliche Informationsquelle. Ich vermute, das ist auch der Grund, weshalb das Telefon ein für Lügen so favorisiertes Medium ist. 
Bei einer E-Mail gibt es ja Beweise, also eine Risikoquelle, während Telefongespräche selten aufgezeichnet werden. Das senkt zusätzlich die Hürde, die Hemmungen nehmen ab.

Wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Geflunker, Weglassungen, Ablenkungsmanöver, Schwindel, Betrug, Täuschungen oder Lügen. Wenn wir sie nicht früh genug erkennen, kann das eine Menge Schaden anrichten und sehr schmerzhaft sein. Wir sind dem nicht ausgeliefert; wer wachsam ist und auch am Telefon die Antennen ausfährt, bekommt zahlreiche Hinweise.

Es folgen daher einige Anregungen. Aber Achtung: Es handelt sich nicht um eindeutige Beweise für eine Lüge, sondern um Hinweise, die Sie auffordern genauer hinzuhören und nachzufragen.

21 Hinweise auf Lügen

 

 

1. Drum herumreden

 

Irgendwie wirken die Antworten wie Wischiwaschi. Es fehlen die klaren Aussagen. Fragen werden mehr oder weniger elegant umschifft, Fragen und Antworten verschleppt, alles liegt im Nebel. Es wird herumgeeiert, anstatt die Frage zu beantworten. Diese wiederholte Vermeidung von direkten Antworten und Aussagen sollte ein Alarmsignal auslösen.

Die dahinterliegende Absicht: Was nicht gesagt wird, kann auch nicht gegen einen verwendet werden. Selbst bei weitgehend hemmungslosen Zeitgenossen existiert ein Widerwille, Lügen selbst auszusprechen.

 

 

 

2. Geheimnistuerei

 

Informationen werden nur auf Nachfrage und dann auch nur soweit erforderlich gegeben.

Eine Variante: Es werden zu viele Details geliefert. Als Folge der Verzweiflung, eine Lüge irgendwie glaubhafter zu machen, wird die Anzahl der Informationen übertrieben. 
Die dahinter liegende Überzeugung: Viel hilft viel und im Nebel geht der Überblick verloren.

 

 

 

4. Allgemeinplätze

 

Es werden Allgemeinplätze statt konkrete Fakten genannt.

Sprachliche Hinweise sind: „Wie Sie sicher wissen …“, 
„Wie allgemein bekannt ist …“ Nur nicht unnötig konkret werden. Lügner denken, was sie nicht sagen, darauf kann sie auch niemand festnageln.

 

 

 

5. Zu schnelle Antworten

 

Eine zu schnelle Antwort – auf eine Frage die Nachdenken erfordert – kann ein Hinweis auf eine Lüge sein. Oft werden Antworten auf erwartete Fragen vorbereitet und deshalb auffällig schnell gegeben.

 

 

 

6. Zu langsame Antworten

 

Ein zu langsames Antworten kann wiederum ein Hinweis dafür sein, dass Aufwand erforderlich ist, um eine Antwort zu konstruieren. Je länger gelogen wird, desto schwieriger wird es, die Behauptungen schlüssig zu halten. Entsprechend wird zusätzliche Gehirnleistung benötigt, um Widersprüche zu vermeiden.
 Und weil Menschen auf der bewussten Ebene nur bedingt – wenn überhaupt – multitaskingfähig sind, fehlen dabei Ressourcen für andere Aufgaben.

 

 

 

7. Häufigere sprachliche Unterbrechungen

 

Sprachliche Unterbrechungen, Disfluenzen genannt, sind willkürliche und bedeutungslose Laute wie Seufzen, Ähhs, Räuspern, Lachen und Pausen. Versuchen unehrliche Personen Zeit zu gewinnen, um sich eine Geschichte auszudenken oder weiterzuentwickeln, können dabei sprachliche Disfluenzen zunehmen. Auch hier geht es um die Veränderung und nicht die Unterbrechungen selbst, erst diese Veränderungen liefern Hinweise.

 

 

 

8. Widersprüche

 

Umso komplexer das Gebäude der Unwahrheiten wird, desto schwieriger wird der konsequente Aufbau. Wird der Stress weiter gesteigert, nehmen die Verstrickungen zu und damit die Wahrscheinlichkeit für Widersprüche.

 

 

 

9. Versprecher

 

Sprachliche Fehlleistungen können auf unbewusste Hemmungen und Unstimmigkeiten hinweisen.

 

 

 

10. Wiederholung der Fragen und Anklagen

 

Durch die Wiederholung, oft eher ein Nachsprechen als eine Nachfrage, soll Zeit gewonnen werden, um nachzudenken und eine plausible Antwort zu finden.

 

 

 

11. Häufige Verneinungen

 

Eine defensive Haltung kann ein Hinweis auf Unwahrheiten sein.

 

 

 

12. Monotones Reden

 

Monotones Reden dient dazu Gefühle und Hinweise zu vermeiden. Nur keine unnötigen Hinweise liefern!

 

 

 

13. Unangemessener Humor und Sarkasmus

 

So soll das Thema unattraktiv und vermieden werden. Das Gebiet soll dadurch vermint werden, damit es zukünftig gemieden wird. Dafür wird häufig ein Schuldgefühl vermittelt.

 

 

 

14. Eigenartige Formulierungen

 

Irgendwie passen die Formulierungen und verwendeten Wörter nicht. Wer krampfhaft versucht seine Schuld zu verbergen, spricht mitunter deutlich gewählter als sonst. Es wirkt, als wenn jemand emotional weniger beteiligt ist, als eine ehrliche Person in einer solchen Situation.

 

 

 

15. Spontane Erleichterung

 

Auffällig ist eine spontane Erleichterung, wenn ein Thema gewechselt wurde.
 Wechseln Sie spontan das Thema und reagiert Ihr Gesprächspartner darauf erleichtert, anstatt mit Irritation, ist der vorhergehende Teil eine besondere Betrachtung wert.

 

 

 

16. Übertreibungen

 

Die Superlative häufen sich an. Insbesondere Emotionen werden gerne übertrieben.
 Statt etwas nur als „gut“ zu beschreiben, wird es als „fantastisch“ bezeichnet. So soll das Gesagte überzeugender wirken.

 

 

 

17. Untertreibungen

 

„So schlimm ist das doch nicht!“ Die Folgen sollen relativiert sein, es wird gerne für Verständnis geworben, falls „JEMAND“ so etwas getan hat.

Wer schaufelt schon das eigene Grab selbst tiefer? Wobei genau das auch mitunter aus strategischen Gründen zur Ablenkung geschieht; Distanzierung durch Verdammung einer Tat.

 

 

 

18. Schwüre

 

Übertriebene Schwüre werden oft als Verschleierungstaktik eingesetzt und sind umso deutlichere Hinweise, wenn jemand sonst nicht zu ihnen neigt.

 

 

 

19. Sprachliche Distanzierung

 

Es wird die Dritte Person verwendet an Stelle der Ersten Person ICH
. Wer lügt, vermeidet lieber das Wort „Ich“ und spricht lieber in der dritten Person Plural („sie“).

 

 

 

20. Schwammige und distanzierende Sprache

 

Die Verwendung von Sprache, die darauf hinweist, dass jemand sich vom Gesagten selbst distanziert. Besonders das Wort „eigentlich“ ist ein wertvoller Hinweisgeber. Wer mit etwas nicht in Verbindung gebracht werden möchte, lässt häufiger korrekte Personalpronomen weg und verwendet stattdessen beispielsweise „man“.

 

 

 

21. Stimmlage

 

Anders als bei einem direkten Gespräch, bei dem wir die Körpersprache mit in Betracht ziehen können, ist dies am Telefon kaum möglich. Aber zumindest die Stimme als Teil der nonverbalen Sprache, entzieht sich der bewussten Kontrolle und liefert hier Hinweise.

Also ab sofort nur noch auf Unwahrheiten achten?

 

Wer nur noch misstrauisch hinter jedem Wort einen Betrug wittert, tut sich und seinem Umfeld damit wohl keinen Gefallen. Kooperieren können Menschen allerdings nur, wenn sie einander vertrauen. Ohne Vertrauen geht es nicht, doch es lohnt bei wichtigen Entscheidungen gut auf sich Acht zu geben. Und wenn das Bauchgefühl Unbehagen meldet, haben Sie es mit diesen Hinweisen leichter.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie gut erkennen Sie am Telefon Unwahrheiten und wie?​

 

 

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Artikel

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VoltaireAlles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen. Voltaire

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2015
Überarbeitung: 17. Juli 2019
AN: #656170
K: CNB
Ü: A

Wie wirken autoerotische Gesten in Reden, Präsentationen, Gesprächen?

Autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und Gesprächen

Körpersprache bei Reden, Präsentation und in Gesprächen
Autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und Gesprächen

Wie wirken autoerotische Gesten auf Zuschauer?

 

Welche Wirkung haben autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und in Gesprächen? Schadet oder hilft solche Körpersprache Rednerinnen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Auf der Bühne eine Erscheinung

 

Dem Publikum wird warm, obwohl es in dem Konferenzraum gut gekühlt ist. Es dürfte an der Rednerin liegen. Das Thema ist an sich eher trocken, doch es liegt etwas Knisterndes in der Luft. Ein Blick ins Publikum und es ist ziemlich deutlich, dass nicht nur ich gerade abgelenkt bin. Ein Großteil der Männer und beachtlich viele Frauen beobachten jede noch so kleine Bewegung der Rednerin. Sie ist im klassischen Sinne keine Schönheit, doch sie erzeugt ein Wow.

Reaktionen, auf das Gesagte selbst, sind dabei kaum auszumachen. Wir erliegen dem Zauber ihrer Gesten, deren Repertoire reichhaltig ist.

Sie schwingt ihre langen Haare von der einen langsam auf die andere Seite. Es sieht aus, als würde die Mähne in Zeitlupe die Seiten wechseln. Zwischendurch berührt sie sich lasziv an eigentlich weitgehend sozial akzeptablen Stellen, wie dem Hals, den sie dabei zur Seite neigt. Die Zuschauer folgen jeder Bewegung der Rednerin, ihre Stimme klingt wie Musik, die verzaubert — bei der jedoch kaum jemand auf den Text achtet. Zeit sich selbst zu kneifen, um sich etwas aus der Faszination zu lösen und herauszufinden, was es hier zu lernen gibt. Der Inhalt ist es an dieser Stelle wohl eher nicht!

 

 

 

Was geschieht da gerade?

 

Solche Berührungen des eigenen Körpers gehören zu den autoerotische Gesten. Während eines Flirts berühren sich vor allem Frauen häufiger selbst. Meist am Hals oder den Oberarmen. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit eines potenziell interessanten Menschen auf die berührten Stellen gelenkt werde. Das kann bewusst oder unbewusst geschehen. Interessierte Beobachter werden zumindest unbewusst dazu verlockt, diese Stellen selbst zu berühren. Wenn das nicht geht, dann feuern die Spiegelneuronen zumindest so heftig, als wenn es so wäre.

 

 

 

Wie bei einem Flirt

 

Gibt es Ähnlichkeiten zu Flirtsituationen? Da werden die aus eigener Sicht attraktivsten Bereiche herausgestellt, um die Weiblichkeit zu betonen. Häufiger und etwas lauter als in anderen Situationen legen Frauen bei Flirtinteresse ein echtes Lachen an den Tag.

 

Beispiele:

  • Selbstberührung im Bereich von Gesicht, Haaren und Armen
  • Herumspielen mit Haaren, Kleidung, Schmuck
  • Schulterzucken
  • Nach-vorne-Neigen des Oberkörpers
  • Klimpern mit den Wimpern
  • Anheben des Oberkörpers, die Arme in die Hüften gestemmt, um indirekt die weiblichen Attribute zu betonen.
  • Glattstreichen der Kleidung

 

 

 

Soweit so gut

 

Gut oder schlecht: Redner und Rednerinnen, die mit ihrem Publikum flirten? Das kann die Aufmerksamkeit und Beziehung fördern, wenn es nicht sofort auf Kosten der Botschaft geht oder falsch verstanden wird. Wird es jedoch übertrieben, leidet leicht das Ansehen und außerdem achtet kaum noch jemand auf den Inhalt. Es wirkt schnell senkend auf den Status, wenn es ein gewisses Maß überschreitet.

P.S.

 

Welche Wirkung haben autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und in Gesprächen? Schadet oder hilft solche Körpersprache Rednerinnen?

Kaum etwas ist so intensiv wie Kopfkino!

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 16. Juli 2019
AN: #6356
K:
Ü:

So setzen Sie Ihre Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen ein

So setzen Sie Ihre Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen ein

Kommunikationskompetenz, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen

Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen

 

Sowohl strategisch als inhaltlich gibt es Einiges zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist die Körpersprache, die Sie in Gehaltsverhandlungen an den Tag legen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Wir ernten was wir säen?

 

Leistung ist das Eine, Anerkennung dafür zu bekommen oft etwas Anderes. Eine Form der Anerkennung für berufliche Leistungen ist das Gehalt.

Strategisch und inhaltlich gibt es einige Punkte zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist dabei die in Gehaltsverhandlungen an den Tag gelegte Körpersprache.

 

Kongruenz: Eine gemeinsame Sprache sprechen

 

Oft sagt unsere Körpersprache etwas anderes, als unsere verbalen Äußerungen vermitteln sollen. Das ist besonders dann der Fall, wenn versucht wird sich zu verstellen oder etwas unterdrückt werden soll. So verstellen sich viele bei Gehaltsverhandlungen, um sich die Aufgeregtheit nicht anmerken zu lassen und sich so gut wie möglich zu präsentieren. Das Ergebnis entspricht dann oft nicht den Erwartungen, da der damit verbundene innere Druck zu groß ist. Es lähmt die Beweglichkeit körperlich und geistig, es verkrampft.

Anstatt schlecht zu schauspielern ist es viel besser authentisch und professionell aufzutreten. Schließlich geht es darum, sich selbst und das eigene Angebot überzeugend zu präsentieren.

Und dazu müssen das was gesagt wird, also der verbale Teil und die Körpersprache, als nonverbales Element der Kommunikation, übereinstimmen.

Vereinfacht ausgedrückt: Es geht darum sich auch körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zeigen.

Die Rolle der Körpersprache

 

Die Körpersprache spielt bei allen Verhandlungen eine sehr große Rolle. Nur, während professionelle Pokerspieler ebenso wie geschulte Zeitgenossen der Körpersprache entsprechende Aufmerksamkeit widmen, wird sie in Gehaltsverhandlungen oft außer Acht gelassen. Während die Argumente noch halbwegs gut vorbereitet werden wird die Körpersprache oft dem Zufall überlassen. Doch gerade die Körpersprache ist nicht zufällig. Sie wird vom Unbewussten gesteuert, was so wirkt, als wenn sie ein Eigenleben führen würde.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was bei Gehaltsverhandlungen körpersprachlich zu vermeiden ist.
  • Welche Körpersprache Ihre Verhandlungsposition schwächt.
  • Welche Körpersprache, Gesten und Mimik ihre Verhandlungsposition stärkt.
  • Wie Sie lernen Ihre Körpersprache wirksam einzusetzen.

 

 

 

Was Sie in Gehaltsverhandlungen körpersprachlich besser vermeiden

 

Wer nicht kämpft, meinte Bertolt Brecht, hat schon verloren. Nur, was bedeutet das bei Gehaltsverhandlungen?

Sowohl übertriebene Zurückhaltung als auch zu forsches Vorgehen schaden bei Gehaltsverhandlungen. Selbstbewusstes Auftreten ist gut, es zu übertreiben schadet allerdings.

Letzteres ist gerade bei jungen Kandidaten oft zu beobachten. Da soll Unsicherheit durch übertriebene Lockerheit kaschiert werden und der Schuss geht nach hinten los. Das wirkt dann schnell unangemessen – es fehlt an Fingerspitzengefühl.

Andere benehmen sich wie beschämte Bittsteller und entschuldigen sich so auch körpersprachlich dafür, dass sie überhaupt gefragt haben.

Souveränes Auftreten mit Stil ist deutlich hilfreicher. Es gilt überzeugend und nachdrücklich die Bedeutung der eigenen Person und des Beitrags zu vertreten. Wenn Sie Ihren Wert für das Unternehmen kennen, dürfen Sie sich in dieser Situation wohlfühlen – Sie haben etwas für das Unternehmen wünschenswertes zu bieten.

Das darf Ihnen ein Lächeln in Ihr Gesicht locken. Mit einem freundlichen Gesichtsausdruck ist es leichter sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen – und dabei Zähne zu zeigen.

 

 

Körpersprache, die Ihre Verhandlungsposition schwächt

 

Während Gehaltsverhandlungen ist es förderlich sich körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zu zeigen. Zu vermeiden sind dabei vor allem Gesten, die als Unsicherheit und Unehrlichkeit interpretiert werden können. Besonders zu erwähnen ist da der Augenkontakt.

Unbewusst können sich körpersprachliche Fluchtwünsche zeigen. So interpretiert wird beispielsweise eine ungewöhnliche Fußausrichtung in Richtung Ausgang, obwohl der restliche Körper in eine andere Richtung zeigt. Oder das Sitzen auf der vordersten Kante eines Stuhls, um möglichst schnell flüchten zu können. Vieles mag so nicht gemeint sein, wird jedoch vom Beobachter unbewusst so gedeutet.

Sehr oft zu beobachten sind Sprunghandlungen. Wer sich nicht sicher über den nächsten Schritt ist, neigt zu unbewussten Bewegungen, die im Grunde keinen Sinn ergeben. Diese Bewegungen werden als Verlegenheitsgesten wahrgenommen. Sie sollen über etwas hinwegtäuschen, ablenken, etwas soll unterdrückt werden. Das Unterdrücken von Anspannungen ist beispielsweise nur bedingt möglich, denn irgendwo kommen Druck und Unsicherheit schließlich doch an die Oberfläche. Dann wird nervös die Krawatte hin- und hergerichtet, an den Manschetten oder den Fingern gespielt. Oder etwas anderes getan, dass wenig Selbstsicherheit vermittelt.

Nachfolgend ein paar Beispiele, was Sie besser unterlassen.

 

 

 

Körpersprache, die bei Gehaltsverhandlungen Risiken birgt

 

Fünf Dinge, die Sie bei Gehaltsverhandlungen lieber nicht tun sollten:

 

 

1. Elemente, die als Unsicherheit gewertet werden

 

  • Vermeiden von Augenkontakt
  • Unruhige Körperbewegungen
  • Sich selbst häufiger zu berühren
  • Sprunghandlungen

 

 

2. Elemente, die als Verschlossenheit gewertet werden

 

  • Geschlossene Körperhaltung wie gekreuzte Arme vor dem Körper, überschlagene Beine mit abgewandten Füssen.

 

 

3. Elemente, die als Unehrlichkeit gewertet werden

 

  • Vermeiden von Augenkontakt
  • Berührungen an der Nase

 

 

4. Elemente, die als unangemessen gewertet werden

 

  • Anstarren
  • Zu geringe räumliche Distanz
  • Zu weit ausgestreckte Beine

 

 

5. Drohgebärden

 

  • Jegliche – auch unbewusst körperliche – Drohgebärden stärken den Widerstand und machen ein Entgegenkommen unwahrscheinlicher.

 

 

 

Körpersprache, die Ihre Verhandlungsposition stärkt

 

Es hilft, die angemessenen Gesten zu zeigen, die dem jeweiligen Status einer Stelle entsprechen. So zeigen Sie, dass Sie der Rolle gewachsen sind.

Schon bei der Begrüßung beginnt es mit einem sicheren Händedruck und Aufeinanderzugehen.

Ein natürlicher freundlich gemeinter Blick und ein echtes Lächeln kommen aus einer entsprechenden inneren Haltung. Die Betonung liegt auf “echtes” Lächeln. Ein eingefrorenes Lächeln wirkt unecht und ist genauso störend wie übertriebener Augenkontakt, der erstarrt ist.

Kräftemessen beispielsweise durch Wer-hat-den-stärkeren-Blick führt wohl eher selten zu besseren Ergebnissen. Ihr Gegenüber ist für Sie kein Gegner, machen Sie ihn/sie zum Partner für eine gemeinsame Lösung. Damit das gelingt vermeiden Sie konfrontative Faktoren und unterstreichen Sie Gemeinsamkeiten. Körpersprachlich unterstützen Sie das beispielsweise, indem Sie sich möglichst nicht gegenüber sitzen, sondern nebeneinander in offener Haltung.

Im NLP (Neurolinguistische Programmierung) existiert hierzu das Konzept des Rapport. Dessen Ziel ist es in schwierigeren Situationen auch die Körpersprache für förderliche Beziehungen einzusetzen. Verbale und nonverbale Elemente des Gesprächspartners werden in die eigene Kommunikation einbezogen. Oft empfehlen Bücher und Trainer dazu das direkte Spiegeln der Körpersprache. Gut gemeint, doch wirkt das dann allerdings schnell wie ein Nachäffen. Vielmehr geht es darum, Tendenzen aufzugreifen und auf angemessene Weise mit Respekt zu übernehmen. Zeigt Ihr Gesprächspartner beispielsweise nur minimal ausladende Gesten bleiben Sie selbst zurückhaltend, anstatt mit südländischer Gestenvielfalt viel Wind zu machen. Mit etwas Übung gelingt das dann auch in stressigen Situationen.

 

Welche Körpersprache hilfreich ist, deuten auch zahlreiche sprachliche Konstruktionen an:

  • Rückgrat zeigen
  • Aufrecht auftreten
  • Nicht den Kopf hängen lassen
  • Bauch rein – Brust raus
  • Nicht kleinkriegen lassen
  • Beweglich bleiben
  • Zugewandtheit
  • Nach vorn schauen
  • Einen Standpunkt haben

 

 

 

Lernen Sie Ihre Körpersprache wirksam einzusetzen

 

Erstaunlicherweise investieren relativ wenige Menschen in diesen wesentlichen Bereich ihrer Karriere – die Masse verkauft sich unter dem Preis. Natürlich ist es wie bei jeder Investition eine Frage von Aufwand und erwartetem Ergebnis. Bei einer guten Investition stimmt schließlich das Verhältnis. Sie wissen selbst am besten, ob es sich lohnt.

Wenn ja, dann empfiehlt sich die hilfreichen Fähigkeiten hierzu zu trainieren. Relevante Trainings zur Körpersprache werden leider im Vergleich zu reinen Rhetoriktrainings relativ selten besucht. In meinen Trainings gehören diese Bereiche zusammen.

Wie bei jeder Verhandlung, ist es nicht nur hilfreich die eigene Körpersprache gezielt einzusetzen, sondern die Körpersprache des anderen zu lesen. Es ist ein wenig wie bei einem Pokerspiel, nur dass Sie dabei selbst kein unechtes Pokerface aufsetzen dürfen, schließlich geht es um Vertrauen. Dementsprechend ist ein passendes Training erforderlich, sonst geht es nach hinten los. Denn stur einstudiertes Auftreten wirkt schnell unecht und überzeugt nicht. Im Zentrum der Vorbereitung steht daher die innere Haltung. Ein wirkungsvoller Auftritt kommt schließlich von innen.

 

Der französische Schriftsteller François de La Rochefoucauld wusste schon:

 

Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

 

Bleiben Sie stimmig. Weil die Stimme unter Druck dazu neigt immer höher zu werden, lohnt sich auch diesem Element in der Vorbereitung Aufmerksamkeit zu widmen.

Und all das noch schnell bevor morgen das Gehaltsgespräch stattfindet?
Lieber nicht!
Wer erst kurz vor oder in der Gehaltsverhandlung an all die beteiligten Faktoren denkt, dürfte sich mehr schaden als es nutzt. Kurz vor einem Termin ist die Konzentration auf das Wesentlichste sinnvoller. Allein das kann schon sehr viel bewirken, doch wo möglich lohnt es sich strategischer ans Werk zu gehen.

Eine gute Vorbereitung beginnt so früh wie möglich. Dann geht es in das natürliche Verhalten ein und ist somit authentisch, anstatt nur so zu wirken.

 

Friedrich von Schiller:

 

Zu überzeugen fällt keinem Überzeugten schwer.

 

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

 

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P.S.

 

Worauf achten Sie in Verhandlungssituationen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23414
K:CNC
Ü:

Halbzeit? Donald Trump: Körpersprache, Rhetorik, Strategien, Tricks,…

Halbzeit? Donald Trump: Körpersprache, Rhetorik, Strategien, Tricks,...

Verbale und nonverbale Kommunikation des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
Donald Trump

Donald Trump

 

Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wie macht er das? Analyse der Strategien, Körpersprache, Rhetorik. Zahlen, Daten und eine Sammlung von Artikeln.

Überblick

 

 

 

 

Donald Trump

 

Als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat er dem Amt vom ersten Moment an eine ganz eigene Bedeutung gegeben. Wobei die Meinung zu ihm als US-Präsident ebenso polarisiert, wie seine Qualitäten als Unternehmer. Jedenfalls sorgt er mit seinen Tweets und Auftritten für Aufregung in Presse und Internet.

Ob gerechtfertigt oder nicht; er erhitzt die Gemüter. Viel wird spekuliert über seine Absichten, den speziellen Haarschnitt und seine Körpersprache. Seine Technik des Händeschüttelns ist oft mit der Überschrift Handshake-Gate verknüpft und auch sonst setzt er neue Maßstäbe.

 

It’s freezing and snowing in New York – we need global warming!

Donald J. Trump auf Twitter™

 

Ich werde eine große Mauer bauen – und niemand baut Mauern besser als ich, glauben Sie mir – und ich baue sie sehr kostengünstig. Ich werde eine große, große Mauer an unserer südlichen Grenze bauen und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen.

Donald J. Trump im Wahlkampf

 

 

 

Trump steht für Politik in einfacher Sprache

 

Viele Europäer halten Donald Trump für eine tickende Zeitbombe ohne Strategie und Plan. Es wirkt, als würde er einfach so drauflosreden oder twittern. Dafür verachten ihn manche, doch seine engsten Anhänger feiern ihn dafür. Sie sehen es als Beweis dafür, dass er sich treu bleibt. Tatsächlich; wer frühere Beiträge auswertet, findet sehr ähnliche Äußerungen. Konsequent vermeidet er den geordneten Satzaufbau mit Haupt- und Nebensätzen. Stattdessen bildet er mit möglichst kurzen, eingängigen Begriffen so etwas wie Hauptsätze. Dabei verzichtet er auf höhere sprachliche Ansprüche während seine spontanen gedanklichen Abschweifungen, Seitenbemerkungen und Fußnoten den Zuhörer durchaus beanspruchen. Trump beginnt Sätze, bricht sie ab, setzt neu an, bricht wieder ab. Er redet relativ schnell und folgt ungehemmt dem Strom seiner Gedanken. Was übrig bleibt, sind die häufig einsilbigen Worte, die er besonders häufig wiederholt.

Wobei:
Während des Wahlkampfs neigen die Kandidaten dazu sich sprachlich auf dem Niveau von Grundschülern zu bewegen. Da würde eine komplexere Kommunikation vermutlich Stimmen kosten.

 

 

 

Typische rhetorische Strategien

 

Viele seiner Aussagen wirken absurd und willkürlich. Die Nutzung von Twitter für die Gestaltung der Weltpolitik wirkt amateurhaft. Außenstehende schütteln nur mit dem Kopf und fragen sich wann der Unfug ein Ende hat. Ein Großteil der Europäer versteht die Welt nicht mehr und halten das Ganze für einen Scherz, einen bösen Alptraum.

Das mag vielen Skeptikern nicht gefallen, doch die kommunikativen Strategien des Donald Trump gehen für ihn auf. Bei seinen Anhängern wirken sie und seine Chancen auf die Wiederwahl 2020 sind deutlich gestiegen. Selbst andersdenkende Republikaner werden bei jedem Skandal leiser. Sie wollen nicht von den Anhängern Trumps abgestraft werden. Meine Vermutung; er geht vermutlich viel strategischer vor, als es erscheint. Wie genau macht er das?

 

 

1. Wiederholung

 

Donald Trump setzt auf Wiederholungen. So setzen sich die Botschaften in den Köpfen der Zuhörer fest. Nicht nur sein „Make America great again.“ wiederholt er wie ein Mantra. Er nutzt dabei häufiger auch Synonyme, um einen Eindruck zu vertiefen. Selbst die Begriffsstutzigsten unter den Zuhörern bekommen so eine Gehirnwäsche.

Ob einzelne Worte oder eine Wortabfolge; die Wiederholung, auch Repetitio genannt, ist ein sehr wirksames rhetorisches Stilmittel. Es verstärkt die Wirkung und verankert die Botschaft.

 

 

 

2. Doppelbindungen (Double Binds)

 

Insbesondere in Debatten mit Gegenspielern setzt er Doppelbindungen ein. Er konfrontiert Gegner mit zwei unvereinbaren Forderungen oder lässt ihnen die Wahl zwischen zwei unerwünschten Handlungsmöglichkeiten.

 

 

 

3. Sozialer Beweis

 

Es ist ein psychologisches Phänomen, dass Menschen die Meinungen und Handlungen größerer Gruppen übernehmen, um das korrekte Verhalten für eine bestimmte Situation zu wählen. Ob es diese Gruppendominanz anfangs überhaupt gibt, ist dabei zweitrangig. Die Tendenz sich gruppenkonform zu verhalten verstärkt den Eindruck des Vorhandenseins und trägt dann schließlich zur Formung dieser Gruppe selbst bei.

 

 

 

4. Zitieren übergeordneter Autoritäten

 

Häufig argumentiert Trump mit Autoritäten, also vermeintlich anerkannten Einrichtungen und Experten.

 

 

 

5. Storytelling

 

Anstatt auf direkte Fragen zu antworten, erzählt er eine persönliche Geschichte. Diese Anekdoten beinhalten häufig die genannten Elemente (Wiederholung, Heranziehen von Autorität, soziale Beweise). Konkrete Argumente zur Untermauerung der Botschaft sind sehr selten. Diese Form des Storytellings ist tendenziell sehr einfach gehalten.

 

 

 

6. Eins drauf!

 

Unangenehmen Themen begegnet der Überlebenskünstler, indem er erst Verwirrung stiftet, dann einen Gegenangriff startet, um schließlich schnellstens ein neues und noch unangenehmeres Thema auf die Bühne bringen. Dazu nutzt er gerne Twitter und wenn es sein muss wackelt er am Weltfrieden. Dieses Vorgehen hat er regelmäßig und für sich erfolgreich eingesetzt.

 

 

 

7. Größtmöglicher Druck auf Verhandlungsgegner

 

Wie wichtig ihm Maximalforderungen und Druck sind, beschreibt schon sein Buch „The Art of the Deal“ beziehungsweise „Trump. Die Kunst des Erfolges“. Wie verwundert es, dass er auch die Politik als ein Spiel um Alles-Oder-Nichts versteht. Deal or No-Deal!

Diplomatie ist ihm fremd. Wobei die Methode nicht ganz so neu ist, denn auch andere US-Präsidenten waren bemüht unberechenbar zu erscheinen. Ein Beispiel dafür ist Richard Nixon, der im Hinblick auf den Kalten Krieg etwaige Zweifel durchaus nährte. Vordergründig mag es so erscheinen, als wenn die Drohung mit der Atombombe funktioniert. Doch das Verhalten von Trump wirkt deutlich unsystematischer und keineswegs geschickt.

Gerade für seinen außenpolitischen Stil werden andere möglicherweise noch einen immensen Preis zahlen.  Europa wird beispielsweise unter dem Umgang mit dem Iran leiden, wenn dort der Druck weiter ansteigt und sich an anderer Stelle entlädt. Doch die Europäer sind nicht die Wähler des US-Präsidenten.

 

 

 

8. Bewertungen

 

„Awesome, great, huge, fantastic, incredible“ und „tremendous“ sind ohnehin in den USA häufiger zu hören als ihre Entsprechungen bei uns. Typisch für Trump sind seine sehr häufig hinzugefügten Bewertungen. Die können dann für Europäer bei negativen Zuschreibungen recht derb klingen. Seinen Anhängern gefällt das.

 

 

 

9. Feindbilder

 

Die von ihm häufiger eingesetzten Feindbilder mögen intellektuellere Persönlichkeiten beschämen, doch ist die Polarisierung ein beliebtes Mittel Gruppen zusammenzuschweißen. Er gibt so seinen Anhängern die Möglichkeit Identität zu finden und sich abzugrenzen.

 

 

 

10. Freie Rede

 

Donald Trump setzt auf die freie Rede und Emotionen, wo viele andere Politiker auf vorgelesene Statements zurückgreifen. Barack Obama war sehr geschickt im Umgang mit dem Teleprompter.

 

 

 

11. Argumente sind nicht so wichtig

 

Da sich der größte Teil seiner Anhänger ohnehin nicht für Argumente interessiert erspart er sie ihnen weitgehend. Stattdessen setzt er auf Emotionen und Ironie.

 

 

 

 

Trump in Zahlen und Daten aus dem Internet

 

  • Geboren: 14. Juni 1946
  • Geburtsort: New York City (USA, Stadtteil Queens)
  • Größe: 1,88 m
  • Studium: Wirtschaftswissenschaften (Bachelor)
  • Ehepartnerinnen: Melania Knauss seit 2005, Marla Maples von 1993 bis 1999 und Ivana Marie Zelníčková von 1977 bis 1992
  • Kinder: Donald Trump jr. (1977), Eric Trump (1984), Ivanka Trump (1981), Tiffany Trump (1993), Barron William Trump (2006)

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum, die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum, anhand der Beispiele zu erkennen, was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2017
Überarbeitung: 2. Juli 2019
Englische Version:
AN: #76616
K: CNB
Ü:

Körpersprache: Der Hundeblick bei Vier- und Zweibeinern

Körpersprache: Der Hundeblick bei Vier- und Zweibeinern

Wissenswertes zur Körpersprache
Strohmann-Argument

Körpersprache: Der Hundeblick bei Vier- und bei Zweibeinern

 

Im Artikel geht es um die Wirkung des Hundeblicks auf uns Menschen und wie auch wir ihn uns mit unserer Körpersprache zunutze machen. Der Grund für diesen Artikel war das Interview für RTL am 18. Juni 2019.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Der Hundeblick bei Vier- und bei Zweibeinern

 

Für die emotionale Bindung zwischen Mensch und Hund ist dasselbe Hormon ausschlaggebend, wie für die Mutter-Kind-Bindung beim Menschen: Oxytocin. Wir haben den haarigen Vierbeinern über viele Generationen den Hundeblick antrainiert, ohne uns dessen bewusst zu sein.

 

 

 

Der Hundeblick ist im Grunde Menschenwerk

 

Wenn so ein Vierbeiner mit seinen großen, runden und wehleidig dreinblickenden Augen einen Menschen ansieht, fällt es den meisten Zeitgenossen schwer keine Zugeständnisse zu machen. Und damit die Augen noch größer wirken, zieht er die Augenbrauen noch zusätzlich hoch.

Hunde, die große Augen haben und den Augenkontakt halten, wirken auf unsere Psyche so, als wären es Kinder, und bei uns werden bestimmte Mechanismen freigesetzt.

Das Hunde diese Reaktionen bei uns auslösen können hat sich die Menschheit selbst eingebrockt und nun haben wir den Salat. Über die vielen Generationen seit der Domestizierung hatten die Hunde die größte Chance, die diesen Hundeblick an den Tag legen konnte. Sie wurden von den Menschen bevorzugt und haben sich entsprechend häufiger vermehrt.

Von Natur aus haben Hunde nicht die dafür erforderliche ausgeprägte Muskulatur. Diese Annahme basiert auf dem Vergleich Wölfen, die an der entsprechenden Augenpartie nur spärliche Muskelfasern und Bindegewebe besitzen und dieses Verhalten nicht zeigen.

Schlau wie so ein Hund sein kann, trainierte er sich einfach die entsprechenden Gesichtsmuskeln dazu an, um diesen einen Blick perfekt zu beherrschen. Und schon gibt es eine Leckerei und der gemütlichere Platz auf der Couch wird zugestanden.

 

 

 

Der Mensch setzt selbst diesen Hundeblick ein

 

Für Menschen hat der Augenkontakt ohnehin eine ganz besondere Bedeutung. Wir pflegen damit Bindungen und fördern Beziehungen. Ein tiefer Blick in die Augen des anderen führt dazu, dass wir uns miteinander gut und zusammengehörig fühlen.

Wenn wir große Augen sehen, produziert unser Körper Oxytocin, auch Bindungshormon genannt. Es ist ein wichtiges Hormon, dessen Wirkung bei der Entstehung der Bindung zwischen einer Mutter und ihrem Baby, aber auch zwischen Verliebten wirkt. Diejenigen, die mit der Ausschüttung von Oxytocin verbunden sind, erscheinen uns dann nicht nur sympathischer, sondern auch viel näher.

Viele Menschen setzen dieses Phänomen mehr oder weniger bewusst ein. Wenn es darum geht, etwas haben zu wollen, von dem wir wissen, dass einem nicht zusteht, kann das Wunder wirken. Nicht nur Kinder tun dies.

 

 

 

Sie können keinen Hundeblick?

 

Neu ist die Erkenntnis nicht. Schon im Mittelalter war bekannt, dass große Augen attraktiver machen. Aus diesem Grunde tropften sich Frauen Säfte der Belladonna, die auch Tollkirsche genannt wird, in die Augen. Die dadurch ausgelösten Sehstörungen wurden für die Schönheit in Kauf genommen. Auf solche Maßnahmen solltest du lieber verzichten.

Damit Ihr Hundeblick auch ohne Tollkirsche genauso gut ankommt, wie jener der Vierbeiner, hilft es, sich in die Kindheit zurückzuversetzen und sich vorzustellen, Sie würde mit einem Erwachsenen reden, den Sie gerne haben. Und falls Ihnen das nichts sagt, dann lassen Sie sich von einem Manga inspirieren.

Mal schauen, ob Sie Ihr Ziel so eher erreichen.

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2019
Überarbeitung: —
AN: #7320
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Lüge oder Wahrheit?

Lüge oder Wahrheit?

Bessere Entscheidungen treffen
Lüge oder Wahrheit?

Lüge oder Wahrheit?

 

Es gibt viele Gründe dafür, weshalb Menschen lügen, wenige davon sind ehrenwerter Natur. Wer lügt, will dabei üblicherweise nicht erwischt werden. Lügner wollen ihre Gegenüber davon überzeugen, dass sie die Wahrheit sagen. Außerdem sind Lügner häufig bestrebt, Sympathien zu gewinnen. Hier finden Sie einige Gedanken zu diesem Themenbereich und einige Tipps, wie Sie Lügner und ihre Lügen erkennen.

U

Wie lassen sich Lügner erkennen?

Gesten mit denen sich Lügner verraten

Auffälliges Verhalten bei Lügen

P.S.

 

Was fällt Ihnen zum Thema ein? Welche Fragen oder Kommentare haben Sie?

Artikel

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lernen Sie Schönfärberei schneller zu erkennen.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2009

Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #641
K: CNB
Ü:

Tipps und Stimmübungen, um der Stimme Resonanz zu verleihen

Tipps und Stimmübungen, um der Stimme Resonanz zu verleihen

Stimmkraft braucht Pflege, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen - in Gesprächen und Präsentationen
Strohmann-Argument

Wie steht es mit der Resonanz?

 

Mit geeigneten Übungen aus dem Stimmtraining wird Ihre Stimme sofort klarer, verständlicher und authentischer. Resonanz in der eigenen Stimme zu haben, ist Voraussetzung, um klangvoll zu sprechen.

Überblick

 

 

 

 

Stimme mit Resonanz

 

Hätten Sie gerne eine voluminöse, volltönende und kräftige Stimme?
Wie wäre es, wenn Ihre Stimme mit weniger Kraftaufwand noch besser gehört wird?

Hier erfahren Sie, wie Ihre Stimme mehr Resonanz bekommt. Lernen Sie Techniken mit deren Hilfe Sie lernen Ihre Stimme im Rahmen eines kleinen Stimmtrainings reicher an Resonanz und wohlklingender zu machen.

 

 

 

Resonanz?

 

Das Wort Resonanz leitet sich von dem lateinischen Wort “resonare“ (wiederhallen, wiederschallen) ab. Dieses Wiederhallen, diese Resonanz in Ihrer Stimme bedeutet, dass sich eine resonanzreiche Stimme stets Gehör verschafft und ein wohlklingendes Echo erzeugt. Eine resonanzreiche Stimme nehmen wir als volltönend und kräftig wahr. Solch eine Stimme kann den gesamten Raum mit Klang erfüllen.

Lernen Sie mit Hilfe einfacher Stimmübungen, wie Sie sich die Luft- und Resonanzräume in Ihrem Körper erschließen, um Ihrem Stimmklang Raum zur Entfaltung zu bieten.

 

 

 

Resonanzraum

 

Akustisch erfolgt die Klangformung in erster Linie durch die Räume oberhalb der Stimmlippen bis hin zu den äußeren Lippen. Das was letztendlich der Stimme Klang, Raum und Fülle verleiht, sind die Artikulations- und Resonanzräume, auch Vokaltrakt bzw. Ansatzrohr genannt. Ganz banal lassen sie so die Lufträume in unserem Körper bezeichnen.

Es ist, wie bei vielen Musikinstrumenten, wie beispielsweise einer Akustikgitarre. So wie auch der Klangkörper der Gitarre mit Luft gefüllt ist und somit dem Ton zu seinem vollen Klang verhilft, ist das auch beim Menschen.

Es wird in der Literatur bei einer engeren Betrachtung zwischen Kopf- und Brustresonanz unterschieden. Insgesamt gehören alle Bereiche des Körpers (vom Brustbein bis zur Schädeldecke) in denen Vibrationen wahrnehmbar sind, zu den Resonanzräumen.

Zur Erschließung der Resonanzräume benötigen wir eine flexible, entspannte Weite des Ansatzrohres. Deswegen finden Sie auf dieser Seite auch dazu entsprechende Übungen.

 

 

 

Vorbereitung

 

Bevor es an die eigentlichen Übungen für mehr Resonanz geht lohnen sich Vorbereitungen, die der Lockerung des Körpers dienen.

 

 

1. Lockerung der Schulterregion

 

Stellen Sie sich bequem, die Füße in etwa hüftbreit parallel zueinander auf den Boden. Achten Sie darauf, dass Ihre Knie gelöst und die Schultern entspannt sind. Heben Sie die Schultern mit dem Einatmen kräftig an und lassen diese mit dem Ausatmen auf einen kräftigen Seufzer wieder fallen. Wiederholen Sie diese Übung dreimal.

 

 

 

2. Schulternkreisen

 

Führen Sie mit den Schultern kleine, kreisende Bewegungen im- und gegen den Uhrzeigersinn aus. Achten Sie darauf locker zu stehen, so dass Ihre Knie gelöst sind.

 

 

 

3. Beckenkreisen

 

Kreisen Sie Ihr Becken mehrmals hintereinander in fließenden, runden Bewegungen im und gegen den Uhrzeigersinn. Achten Sie darauf, dass Sie weiterhin stabil und aufrecht stehen.

 

 

 

4. Stand und Stimme

 

Ihr ganzer Körper bildet den Resonanzkörper Ihrer Stimme. Wenn Sie sich verkrümmen oder klein machen, verbiegen dann reduzieren Sie auch die Wirkung Ihrer Stimme. Es ist auch für den Stimmklang besser, wenn Sie sich gerade hinstellen oder hinsetzen und auf eine gerade Haltung achten. Machen Sie sich groß, das vergrößert auch Ihren Stimmklang.

 

 

 

Stimmübungen zum Aufbau von Resonanz

 

Bei Übungen lassen sich Kopf- und Brustresonanz meist nicht eindeutig unterscheiden. Sie bedingen sich gegenseitig. Sie bekommen durch diese Übungen ein besseres Gespür für Ihre Resonanzräume. Achten Sie auf die feinen Vibrationen im Körper und wie sich Ihr Stimmklang bei diesen Übungen verändert.

 

 

1. Übungen zur Weitung des Ansatzrohrs

 

Diese Übungen dienen der Öffnung der Resonanzräume.

 

 

a. Gähnübung

 

Stellen Sie sich vor zu gähnen. Falls Sie nun nicht bereits automatisch gähnen müssen, öffnen Sie Ihren Mund und stellen Sie im Unterkiefer und Hals eine Weite her, die dem Gähnen gleicht. Bilden Sie ein langgezogenes, tiefes „aahh“ und spüren Sie die Weite in Ihrem Hals und Brustkorb, in der sich der Ton gleichmäßig ausbreiten kann. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals hintereinander.

 

 

 

b. Kauphonation

 

Stellen Sie sich in Gedanken Ihr Lieblingsgericht vor und beginnen Sie genüsslich in weichen, weiten Bewegungen zu kauen. Dann begleiten Sie die Kaubewegung bei jedem dritten Kauen abwechselnd mit den Silben „mnjam“, „mnjom“, „mnjum“. Wiederholen Sie auch diese Übung solange bis Sie einen Unterschied im Stimmklang wahrnehmen können.

 

 

 

c. Nasensummen

 

Atmen Sie über die Nase aus und summen Sie dabei. Achten Sie darauf Ihre Zunge und Ihren Hals locker zu lassen! Im zweiten Schritt öffnen Sie, Sie während Sie über die Nase ausatmen, langsam Ihren Mund und bilden dabei ein „moo“. (Behalten Sie die Weite im Hals bei, die Sie bereits bei der Gähnübung hergestellt haben)

 

 

 

2. Übungen für mehr Brustresonanz

 

Stellen Sie sich hüftbreit auf den Boden. Die Fußsohlen sollen bei dieser Übung stets guten Bodenkontakt haben. Die Knie sind gelöst, so dass sie leicht mitfedern können. Strecken Sie beide Hände vor den Körper aus und formen Sie eine liegende Acht. Sprechen Sie dazu im Rhythmus die Silben „mu-nung, mo-nong, mi-ning, me-neng, ma-nang“. Wiederholen Sie diese Übung drei- bis fünfmal hintereinander.
Stellen Sie ich Ihren Körper wie ein Segel im Wind vor, der die Bewegung der liegenden Acht federnd begleitet, so dass sich der Klang in Ihrem Körper von Kopf bis Fuß ausbreitet und sich darüber hinaus im Raum verteilt. Achten Sie stets darauf entspannt, rhythmisch und gleichmäßig zu sprechen.

 

 

 

3. Übungen für mehr Kopfresonanz

 

Stellen Sie sich wieder hüftbreit, die Füße parallel zueinander auf den Boden. Achten Sie darauf, das Ihre Knie und Schultern gelöst sind. Atmen Sie mehrmals hintereinander locker aus und ein. Lassen Sie mit dem Ausatmen alle Anspannungen mit einem kräftigen Seufzer los.
Beim nächsten Ausatmen durch die Nase summen Sie laut und kräftig ein „mmmh“. Die Lippen sind dabei leicht aneinandergelegt. Spüren Sie die feinen Vibrationen, die Schwingungen in Ihren Resonanzräumen. Wiederholen Sie auch diese Übung drei- bis fünfmal. Im zweiten Schritt können Sie begleitend zum Summen mit hochgezogenen Wangen grinsen und somit die Vibrationen auch im Kopf spürbar machen.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist stimmliche Resonanz?

Die stimmliche Resonanz bezieht sich auf die Fülle, Verstärkung und Qualität der Stimme. Die Resonanzräume im menschlichen Körper sind die Mund- und Nasenhöhlen sowie der Rachenraum. Wobei in gewisser Weise der gesamte Körper als Resonanzraum zum Einsatz kommen kann. Resonanzräume verstärken die Töne und geben ihnen ihren individuellen Klang.

Was vermittelt die Stimme?

Das Wichtigste, das Stimmen vermitteln, ist die Persönlichkeit ihrer Inhaber. Wir machen uns eine Vorstellung davon, ob jemand meint, was er sagt und was für ein Mensch es ist. Das geschieht weitgehend unbewusst und hat doch so großen Einfluss auf die Interpretation.

Was sind wichtige Aspekte der Stimme?

Artikulation, Aussprache, Dialekt, Tonfall, Tonhöhe und Betonung sind wichtige Aspekte der Stimme. Deren Qualität auf Übung. Als Markenzeichen lohnt es sich für Sprecher sie entsprechend deren Persönlichkeit zu entwickeln und einzusetzen.

Weshalb ist es wichtig, eine deutliche Stimme zu haben?

Eine kräftige, deutliche Stimme ist wichtig, um sprechen zu können. Am besten lernen Sie, Ihre Stimme zu intensivieren, indem Sie üben. Verstärken bedeutet nicht schreien, sondern die Kraft Ihres Atems und die Verstärkung in Ihrem Mund zu nutzen, um die Stimme kräftig und deutlich zu machen.

Wie beeinflusst die Stimme die Kommunikation?

Neben nonverbalen Hinweisen wie Körpersprache und Blickkontakt ist die Stimme ein wesentliches Element der Kommunikation, das oft mehr bewirkt als Ihre Worte es je könnten. Eine wirkungsvolle Stimme kann Ihnen helfen, Beziehungen aufzubauen, Verbindungen zu knüpfen, Angebote zu machen, Einfluss zu nehmen und so sich und Ihre Botschaften überzeugend zu präsentieren.

 

 

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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P.S.

 

Wie sorgen Sie für die Resonanz in Ihrer Stimme?

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Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2008
Überarbeitung: 22. Mai 2019
AN: #8568

Alphatiere: Alphamännchen und Alphaweibchen in freier Wildbahn und im Büro

Alphatiere: Alphamännchen und Alphaweibchen in freier Wildbahn und im Büro

Im Tierreich gibt es dominante Anführer, die das Rudel leiten und Konkurrenten wegbeißen. Wie ist das bei uns Menschen?
Alphatiere: Alphamännchen und Alphaweibchen

Alphatiere

 

Dominante Alphamännchen gibt es bei allen sozialen Gesellschaften, bei Tieren ebenso, wie bei Menschen. Ja, es gibt auch Alphaweibchen. Erfahrungen aus Berufs- und Privatleben …

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Alphamännchen und Alphaweibchen

 

Das Phänomen der dominanten Alphamännchen gibt es in sehr vielen sozialen Gesellschaften zu beobachten, bei Tieren ebenso, wie bei Menschen. Wobei es nicht nur Alphamännchen gibt, es kann auch ein Alphaweibchen die Führung übernehmen. Während im Tierreich oft die Männchen einer Gattung in Zweikämpfen klären, wer der Platzhirsch ist, sind die dazugehörigen Rituale bei den Menschen nicht immer so offensichtlich. Bei genauerer Betrachtung nimmt das allerdings auch beim Homo Sapiens mitunter absurde Formen an. Je nach Betrachtung führen Fehleinschätzung zum eigenen Platz in der Rangfolge zu Belustigung, peinlicher Berührtheit oder zu Konflikten. Ist die Hierarchie nicht geklärt, herrscht meist Irritation und es kommt zu Imponiergehabe, Drohgebärden und anderen Formen des Statuskampfes. Die Mittel haben sich im Laufe der Zeit verändert. Von Bizeps zu Brain; Überzeugungs- und Durchsetzungskraft basiert heute nicht so sehr auf Muckis, doch gekämpft wird weiter. Die Rangfolgenklärung bringt im kultivierten Umfeld auch weiterhin eine Menge Unruhe mit sich.

 

 

 

Körpersprache

 

Ob bei Grzimecks Tierleben oder im Büro, es ist mitunter unfreiwillig komisch, was da zu beobachten ist. Das Alphamännchen hat oft eine typische offene Körpersprache mit dominantem Verhalten, aufrechter Körperhaltung, sicherem Stand und ist meist entspannt. Macht macht attraktiver. Macht ist das stärkste Aphrodisiakum, meinte Henry Kissinger. Das Alphatier zeigt sich stark, potent und bereit, die Position zu verteidigen. Dabei ist die Position des Alphatiers meist nicht nur ein Privileg, sondern auch mit der Erwartung derjenigen verbunden, deren Interessen es zu vertreten hat. Wird dem aus Sicht des Umfelds nicht entsprochen, wird an der Position gesägt.

Körpersprachliche Beispiele dafür liefern die US-Präsidenten, selbst Barack Obama hat sie schnell übernommen. Wobei Obama im Vergleich zu anderen zurückhaltender war. Besonders deutlich wird das bei Auslandsbesuchen. Es kann nur einen geben: Sind US-Präsidenten anwesend, übernehmen sie umgehend und sichtlich die Rolle des Alphamännchens, selbst dann, wenn andere Staatsoberhäupter anwesend sind. Da hört der Spaß schnell auf und auch sonst dominante Bundeskanzler unserer Republik durften das schon auf die Schnelle lernen.

P.S.

 

Wie sieht es in Ihrem Umfeld, wie beispielsweise im Büro, mit Alphatieren aus?

Ergänzende Artikel

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2011
Überarbeitung: 8. Mai 2017
AN: #43348
Englische Version:

So beruhigt gute Körpersprache, so schadet Ihnen Körpersprache

So beruhigt gute Körpersprache, so schadet Ihnen Körpersprache

Setzen Sie beruhigende Körpersprache ein, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen — in Gesprächen und Präsentationen
Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, verbal und nonverbal

Körpersprache

 

Körpersprache ist einflussreich. Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen. Präsentieren Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend, verbal und nonverbal.

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.

Henry Louis Mencken

Überblick

 

 

 

 

Körpersprache in heiklen Situationen

 

Es gibt Situationen, auf die wir normalerweise gerne verzichten würden. Beispielsweise, wenn etwas schiefgegangen ist, das nicht hätte misslingen dürfen. Doch das geschieht nun mal, selbst denjenigen Zeitgenossen mit Verantwortungsgefühl. Und damit der Schaden dann nicht unnötig ausufert, ist es erforderlich, mit den direkt und indirekt beteiligten Personen zu reden.

Gerade in Krisensituationen wird von den emotional aufgeladen Zuhörern jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Und weil die Empfänger nun mal über die Bedeutung einer Botschaft entscheiden, kommt es sehr oft zu Missverständnissen. Dann wird schnell jede Formulierung einer Aussage zu einem Gang über ein Minenfeld.

Als wenn die verbalen Fettnäpfchen nicht genügen würden; die nonverbalen Signale mischen sich auch noch ein. Wir geben vieles ungewollt über die Körpersprache preis. Dabei muss es sich nicht einmal tatsächlich um eine Unwahrheit handeln. Manche Gewohnheit mischt sich ein, ohne dass wir uns dessen bewusst sind oder weil wir die Wirkung falsch einschätzen. Schock, Angst, Eile, Veränderungen, Fehler werden häufiger, die Glaubwürdigkeit leidet.

 

 

 

Unfreiwillige Unstimmigkeiten

 

Der Körper hat eine eigene Sprache, die bei innerlichem Zwiespalt leicht vom gesprochenen Wort abweicht. Die Körpersprache ist sehr gesprächig, gibt unfreiwillig Auskunft über die eigene Befindlichkeit und Gedankenwelt.

Die Gründe sind vielfältig, doch das Publikum deutet alles, was es wahrnimmt. So oder so, es ändert nichts daran, dass es Konsequenzen hat, unabhängig davon, wie es gemeint ist. Deshalb lohnt es sich bei wichtigen Themen, ob in Gesprächen, vor Gruppen, vor der Kamera oder in Interviews, gut vorbereitet zu sein.

Wenn es darauf ankommt: Bereiten Sie sich mit professioneller Unterstützung vor, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen. Wann sich der Aufwand lohnt, können Sie selbst am besten beurteilen.

Dauerlächeln, Gesichtsmuskelstörungen und Täuschungsversuche führen zu Irritationen. Ein künstliches Dauerlächeln wird bald zur Maske und weckt beim Umfeld früher oder später ebenso Misstrauen wie ein Pokerface. Solch eine unbewegliche Mimik (Deadpan genannt), die kaum Emotionen wie Begeisterung, Enttäuschung oder Freude vermittelt, kann beim Kartenspiel nützlich sein. Der Beziehungspflege und der Glaubwürdigkeit fehlt es so jedoch an der Grundlage für Vertrauen.

Die persönliche Glaubwürdigkeit wird gemindert oder geht sogar verloren, wenn beispielsweise Souveränität nur oberflächlich vorgetäuscht wird. Ist das nicht tatsächlich so gemeint, dann werden Körpersprache und verbale Aussage nicht zusammen passen. Das ist oft auch an der Stimme zu erkennen, die entweder monoton oder übertrieben klingt. Solche ein Inkongruenzen wirken wie Sand im Getriebe.

 

 

 

Was tun?

 

Hier sind einige Artikel, in denen Sie Empfehlungen finden:

 

 

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Wie bewusst sind Sie sich Ihrer Körpersprache und deren Wirkung?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 29. Juli 2019
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