Erschöpfung, Neuorientierung und Sinn in späteren Lebensphasen

Wenn Arbeit lange getragen hat – und das Leben eine neue Form sucht

Wie geht mein Leben weiter, wenn Arbeit weniger Raum einnimmt?

Wenn Arbeit lange getragen hat – und das Leben eine neue Form sucht∫

 

Viele Menschen haben über Jahrzehnte viel geleistet.
Sie waren verantwortlich, selbstständig, erfolgreich, gefragt.
Arbeit gab Struktur.
Arbeit gab Sinn.
Arbeit gab Anerkennung, Begegnung, Bewegung und Identität.

Und irgendwann stellt sich eine neue Frage:

Wie geht mein Leben weiter, wenn Arbeit weniger Raum einnimmt?

Von außen klingt diese Phase oft angenehm. Mehr freie Zeit. Mehr Ruhe. Mehr Möglichkeiten.
Innerlich zeigt sich häufig ein anderes Bild: Unruhe, Erschöpfung, Leere, Orientierungslosigkeit. Manchmal auch die stille Sorge, an Bedeutung zu verlieren.

Gerade Menschen, die lange viel getragen haben, erleben diesen Übergang oft intensiver als erwartet. Das bisherige Leben war gefüllt mit Aufgaben, Terminen, Entscheidungen, Reisen, Gesprächen, Projekten und Verantwortung. Wenn all das kleiner wird, braucht das innere System Zeit, einen neuen Rhythmus zu finden.

 

 

 

Wenn Erfolg müde macht

 

Viele Menschen kommen zu mir, weil sie spüren:
So wie bisher fühlt es sich schwer an.
Der Körper sendet Signale.
Die Kraft lässt nach.
Die Freude wird leiser.
Der Kopf weiß viel, der innere Kompass sucht eine neue Richtung.

Manche möchten beruflich kürzertreten.
Manche stehen vor dem Ruhestand.
Manche haben nach intensiven Jahren das Gefühl, innerlich leerzulaufen.
Manche erleben freie Zeit eher als Herausforderung denn als Geschenk.

Dann geht es selten um ein neues Hobby.
Es geht tiefer.

Es geht um Identität.
Um Selbstwert.
Um Sinn.
Um Erschöpfung.
Um die Frage, was bleibt, wenn Leistung kleiner wird.
Und um die Möglichkeit, das eigene Leben in einer reiferen, ruhigeren und zugleich lebendigen Form weiterzuführen.

 

 

 

Coaching oder Therapie – je nach Anliegen

 

In meiner Arbeit klären wir gemeinsam, welcher Rahmen für dich passt.

Coaching ist hilfreich, wenn du dein Leben bewusst neu ausrichten möchtest. Wenn du Entscheidungen treffen willst. Wenn du deine nächste Lebensphase gestalten möchtest. Wenn du neue Formen von Sinn, Beitrag, Beziehung, Kreativität und Freiheit entwickeln willst.

Therapeutische Begleitung ist sinnvoll, wenn Erschöpfung, innere Leere, Ängste, Schlafprobleme, Überforderung, depressive Verstimmung oder alte innere Muster stärker im Vordergrund stehen. Dann geht es zunächst um Stabilisierung, Entlastung, Selbstfürsorge und um ein behutsames Verstehen dessen, was innerlich wirkt.

Manchmal steht die Neuorientierung im Mittelpunkt.
Manchmal braucht zuerst das Nervensystem Ruhe.
Manchmal verbinden sich beide Perspektiven auf sinnvolle Weise.

Entscheidend ist: Dieser Übergang verdient einen geschützten Raum. Einen Ort, an dem du sortieren kannst, was gerade geschieht, was dein Körper dir mitteilt und welche nächsten Schritte wirklich zu dir passen.

 

 

 

Typische Fragen in dieser Lebensphase

 

Vielleicht erkennst du dich in einigen dieser Fragen wieder:

Was macht mein Leben sinnvoll, wenn Arbeit weniger Raum einnimmt?
Wer bin ich, wenn ich weniger leisten muss?
Wie finde ich Ruhe, wenn mein inneres System jahrelang auf Tempo eingestellt war?
Wie gestalte ich Partnerschaft, Nähe und Alltag neu?
Was möchte ich weitergeben?
Was darf leichter werden?
Welche Aufgaben passen noch zu mir?
Welche Form von Freiheit tut mir gut?
Wie entsteht Bedeutung in einem Leben, das ruhiger werden darf?

Diese Fragen verdienen Zeit, Respekt und eine klare, erfahrene Begleitung.

 

 

 

Wie ich dich begleite

 

Ich arbeite ruhig, klar und wertschätzend.
Wir schauen auf deine Biografie, deine aktuelle Belastung, deine Werte und deine innere Dynamik.
Wir würdigen, was du aufgebaut hast.
Wir nehmen ernst, was dich erschöpft.
Und wir entwickeln eine neue Lebensarchitektur, die zu deinem Nervensystem, deinen Beziehungen und deinem inneren Anspruch passt.

Dabei geht es um konkrete Schritte.
Und zugleich um Tiefe.

Denn Sinn entsteht selten durch Beschäftigung allein.
Sinn entsteht, wenn etwas innerlich stimmig wird.

Mögliche Schwerpunkte unserer Arbeit:

  • Erschöpfung verstehen und Kräfte regenerieren
  • Selbstwert von Leistung entkoppeln
  • den Übergang in eine ruhigere Lebensphase gestalten
  • neue Sinnquellen entdecken
  • innere Unruhe in freier Zeit verstehen
  • Partnerschaft und Nähe neu ausbalancieren
  • berufliche Aktivität klug reduzieren
  • persönliche Werte wieder spürbar machen
  • alte Leistungsprogramme erkennen
  • einen tragfähigen Wochen- und Lebensrhythmus entwickeln

 

 

 

 

Ein neuer Lebensabschnitt darf würdig beginnen

 

Eine ruhigere Lebensphase kann eine Einladung sein, bewusster zu wählen.

Weniger Getriebensein.
Mehr Gegenwart.
Weniger Dauerleistung.
Mehr Tiefe.
Weniger automatische Verpflichtung.
Mehr stimmige Verantwortung.

Vielleicht geht es jetzt darum, das eigene Leben freundlicher zu bewohnen.
Mit mehr Ruhe.
Mit mehr innerer Freiheit.
Mit einem Sinn, der trägt.

Wenn du an einem solchen Übergang stehst, begleite ich dich gerne.
Je nach Situation im Coaching oder im therapeutischen Rahmen.

In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam, was du brauchst, welcher Weg passt und wie die nächsten Schritte aussehen können.

P.S.

 

Wie steht es mit Fragen, Erfahrungen etc.?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2019
Überarbeitung: 13. Juli 2026

Die zweite Lebenshälfte: Warum Klarheit wichtiger wird als Tempo

Die zweite Lebenshälfte

Warum Klarheit wichtiger wird als Tempo

Die zweite Lebenshälfte: Warum Klarheit wichtiger wird als Tempo

 

In der zweiten Lebenshälfte verändert sich häufig der Maßstab.
Früher ging es oft um Aufbau, Leistung, Verantwortung und Tempo. Ausbildung, Beruf, Beziehungen, Familie, Sicherheit, Anerkennung: Vieles wollte gestaltet, entschieden und getragen werden. Tempo hatte seinen Platz. Es brachte Bewegung, Ergebnisse und Orientierung.
Irgendwann taucht eine andere Frage auf.

 

Passt dieses Leben noch zu mir?

 

Diese Frage kommt selten laut. Sie zeigt sich eher in stillen Momenten. Nach einem Geburtstag. In einem Gespräch, das länger nachklingt. Auf einem Spaziergang. Nach einem erfolgreichen Termin, der äußerlich gut lief und innerlich seltsam leer blieb.
Dann geht es weniger darum, noch schneller zu werden. Es geht darum, klarer zu werden.

 

Erfolg und Stimmigkeit

 

In der ersten Lebenshälfte fragen viele Menschen:
Funktioniert es?
Funktioniert der Beruf?
Funktioniert die Beziehung?
Funktioniert der Alltag?
Funktioniert das Bild, das ich von mir zeige?
In der zweiten Lebenshälfte gewinnt eine andere Frage an Bedeutung:
Passt es wirklich zu mir?

Das ist ein entscheidender Unterschied. Etwas kann funktionieren und zugleich viel Kraft kosten. Eine Rolle kann erfolgreich wirken und innerlich eng werden. Ein Kalender kann gefüllt sein, während das Wesentliche zu wenig Raum bekommt.
Klarheit bedeutet dann: Ich nehme meine Erfahrung ernst. Ich achte meine Kraft. Ich erkenne meine Werte deutlicher. Ich wähle bewusster, wofür ich Zeit, Aufmerksamkeit und Lebensenergie einsetze.
Klarheit ist in dieser Lebensphase eine Form von Würde.

 

Richtung vor Geschwindigkeit

 

Tempo kann wertvoll sein. Es hilft beim Aufbauen, Umsetzen und Entscheiden.
Doch Tempo braucht Richtung.
Sonst wird Bewegung leicht zu Beschäftigung. Und Beschäftigung kann elegant davon ablenken, was innerlich längst gehört werden möchte.
Was hat wirklich Bedeutung?
Was schenkt Kraft?
Was zieht zu viel Energie?
Welche Beziehungen tun gut?
Welche Erfahrung soll Früchte tragen?
Welche Spuren möchte ich hinterlassen?
Solche Fragen brauchen Raum. Sie brauchen Ruhe. Sie brauchen eine wohlwollende Bilanz.
Es geht dabei um eine milde Inventur des eigenen Lebens.
Was war kostbar?
Was war teuer erkauft?
Was verdient Dankbarkeit?
Was darf sich wandeln?
Was möchte ich mitnehmen in den nächsten Abschnitt?
Aus Erfahrung kann Weisheit werden. Tempo sammelt Erlebnisse. Klarheit macht daraus Bedeutung.

 

Der Körper wird ehrlicher

 

Viele Menschen spüren in der zweiten Lebenshälfte auch körperlich deutlicher, was stimmig ist und was viel Kraft bindet.
Der Schlaf, die Spannung im Körper, das Nervensystem, die Regeneration, die innere Ruhe: All das wird zu einem wichtigen Hinweisgeber.
Der Körper fragt auf seine Weise:
Lebst du so, dass deine Kraft mitkommen kann?
Diese Frage verdient Aufmerksamkeit. Gute Entscheidungen entstehen leichter, wenn der Körper wieder atmen darf.
Beziehungen, Beruf und das nächste Kapitel
Auch Beziehungen verändern ihr Gewicht. Oberflächliche Kontakte verlieren an Bedeutung. Echte Begegnungen werden wertvoller. Ein ehrliches Gespräch kann mehr nähren als ein ganzer Abend voller Small Talk.
Beruflich taucht oft eine neue Schwelle auf:
Will ich meine Erfahrung weiter in dieser Form einsetzen?
Was möchte ich weitergeben?
Welche Aufgabe fühlt sich sinnvoll an?
Wo entsteht wieder Lebendigkeit?
Viele Menschen suchen an diesem Punkt Stimmigkeit. Einen nächsten Abschnitt, in dem Erfahrung, Sinn, Würde und Lebensfreude besser zusammenfinden.

 

 

Drei Fragen für mehr Klarheit

 

Für einen ersten Schritt können diese drei Fragen hilfreich sein:
Was gibt mir Kraft?
Was zieht zu viel Kraft?
Was verdient mehr Raum?
Die Antworten dürfen ein Anfang sein. Ein stiller Vertrag mit sich selbst. Eine Rückkehr zu dem, was wesentlich ist.
Die zweite Lebenshälfte kann ein ruhiger Aufbruch sein. Ein Aufbruch in ein Leben, das weniger beeindrucken muss und mehr zu dir passt.
Vielleicht reicht für heute ein Satz:
Ich wähle Richtung vor Geschwindigkeit.

 

Video ist im Schnitt

 

Das eingebundene Video vertieft diese Gedanken und lädt dazu ein, die eigenen Antworten in Ruhe zu erkunden.
Wer solche Fragen persönlich sortieren möchte, findet im 1:1 Sparring einen vertraulichen Raum für Klärung, Perspektivwechsel und stimmige nächste Schritte.
Mehr dazu: 1:1 Sparring für persönliche Klärung

P.S.

 

Wo kann jeder von uns heute bei sich selbst beginnen?

 

Der nächste Schritt

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Kontaktformular

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2007
Überarbeitung: 2. August 2020
AN: #565

Unbequeme Wahrheiten: Wie du mit kritischem Feedback umgehst

Umgang mit unbequemen Informationen

Wie du mit Klarheit wächst – auch wenn es weh tut
Aufnahmebereitschaft
Viele wollen Ehrlichkeit, doch wenige Menschen vertragen die Wahrheit.

Viele wollen Ehrlichkeit – bis die Wahrheit unbequem wird

 

Wie du mit kritischen Rückmeldungen souverän umgehst

 

Ehrlichkeit steht hoch im Kurs.

Zumindest, solange wir hören, was zu unserem Selbstbild passt.

Spannend wird es, wenn jemand sagt:

„Ich sehe das anders.“

„Deine Entscheidung erzeugt ein Problem.“

„So wirkst du auf mich.“

„Da übersiehst du etwas.“

Gerade Menschen mit Verantwortung brauchen solche Informationen.

Und genau sie bekommen häufig immer weniger davon.

Denn andere beobachten sehr genau:

Wie reagierst du, wenn dir jemand etwas sagt, das du weniger gerne hörst?

Davon hängt ab, wie viel Wahrheit dich künftig noch erreicht.

 

 

 

Warum unbequeme Rückmeldungen so wichtig sein können

 

Angenehme Informationen bestätigen.

Unbequeme Informationen können korrigieren.

Sie können sichtbar machen:

was du übersiehst,

wo Selbstbild und Fremdbild auseinandergehen,

welche Folgen eine Entscheidung hat,

was andere sich weniger zu sagen trauen,

oder welches Problem bereits länger im Raum steht.

Das bedeutet weniger, dass jede Kritik richtig ist.

Es bedeutet:

Unbequeme Informationen verdienen zunächst Prüfung statt automatischer Abwehr.

 

 

 

Warum wir uns gegen unangenehme Informationen wehren

 

Kritik erreicht weniger ausschließlich unseren Verstand.

Sie kann unser Selbstbild berühren.

Unsere Kompetenz.

Unsere Entscheidungen.

Unsere Werte.

Unseren Status.

Vielleicht sogar etwas, das wir selbst längst ahnen.

Dann entstehen schnelle Reaktionen:

Rechtfertigung.

Gegenargumente.

Abwertung der Quelle.

Erklärung.

Rückzug.

Gegenangriff.

Das ist menschlich.

Die interessante Frage lautet:

Was geschieht zwischen meinem ersten Impuls und meiner tatsächlichen Reaktion?

Dort beginnt Souveränität.

 

 

 

Nicht jede unangenehme Aussage ist wahr

 

Dieser Punkt ist wichtig.

Eine Rückmeldung kann:

zutreffend,

teilweise zutreffend,

missverständlich,

schlecht informiert,

interessengeleitet,

projiziert

oder schlicht falsch sein.

Deshalb lautet die Aufgabe weniger:

„Kritik annehmen.“

Sie lautet:

„Kritik prüfen.“

Das ist etwas anderes.

Du musst weniger alles glauben, was andere über dich sagen.

Du solltest dir allerdings erlauben, genau hinzuschauen, bevor du es verwirfst.

 

 

 

Die drei Ebenen einer Rückmeldung

 

Wenn dich eine Aussage trifft, trenne drei Dinge.

1. Was wurde tatsächlich gesagt?

Möglichst konkret.

 

2. Was löst es in mir aus?

Ärger?

Scham?

Angst?

Kränkung?

Widerstand?

 

3. Was davon ist für mich relevant?

Erst jetzt beginnt die eigentliche Auswertung.

Diese Trennung verhindert, dass die emotionale Reaktion automatisch darüber entscheidet, ob eine Information wertvoll ist.

 

 

 

Drei Fragen, die dich weiterbringen

 

Wenn eine Rückmeldung unangenehm ist, frage dich:

Was genau trifft mich daran?

Was davon könnte zutreffen?

Welche Information wäre hilfreich, um das besser beurteilen zu können?

Eine vierte Frage gefällt mir besonders:

Was würde ich denken, wenn dieselbe Rückmeldung einen anderen Menschen beträfe?

Mit etwas Abstand sehen wir oft klarer.

 

 

 

Führungskräfte haben ein besonderes Problem

 

Je mehr Macht und Einfluss Menschen besitzen, desto weniger selbstverständlich bekommen sie unverfälschte Rückmeldungen.

Mitarbeitende lernen schnell:

Welche Nachrichten kommen gut an?

Welche Fragen sind erwünscht?

Wie reagiert die Führungskraft auf Widerspruch?

Was geschieht mit Menschen, die unangenehme Dinge ansprechen?

Wenn kritische Stimmen regelmäßig schlechte Erfahrungen machen, entsteht Schweigen.

Dann hört eine Führungskraft zunehmend das, was sie hören möchte.

Das fühlt sich angenehm an und kann für Entscheidungen ausgesprochen gefährlich werden.

 

 

 

Du trainierst dein Umfeld durch deine Reaktion

 

Stell dir vor, ein Mitarbeiter widerspricht dir öffentlich.

Du reagierst gereizt.

Du rechtfertigst dich ausführlich.

Du zeigst deutlich, wie wenig dir diese Intervention gefällt.

Vielleicht hast du sachlich sogar recht.

Trotzdem hat das Team etwas gelernt:

Widerspruch ist hier riskant.

Beim nächsten Mal bleibt eine wichtige Information möglicherweise unausgesprochen.

Deshalb ist deine erste Reaktion mehr als eine persönliche Reaktion.

Sie prägt die Kommunikationskultur.

 

 

 

Ein guter erster Satz

 

Du musst eine kritische Rückmeldung weniger sofort bewerten.

Ein hilfreicher Satz kann sein:

„Danke. Ich möchte kurz verstehen, woran du das festmachst.“

Oder:

„Gib mir bitte ein konkretes Beispiel.“

Oder schlicht:

„Darüber möchte ich kurz nachdenken.“

Damit gewinnst du etwas Wertvolles:

Zeit.

 

 

 

Fragen statt verteidigen

 

Wenn dich Kritik überrascht, frage zunächst.

„Was genau meinst du?“

„Wann hast du das beobachtet?“

„Welche Wirkung hatte mein Verhalten aus deiner Sicht?“

„Was würdest du dir stattdessen wünschen?“

Damit wird aus einer pauschalen Bewertung möglicherweise brauchbare Information.

Aus:

„Du hörst überhaupt nicht zu.“

wird vielleicht:

„In den letzten drei Meetings hast du meine Antworten mehrfach unterbrochen.“

Damit kannst du wesentlich besser arbeiten.

 

 

 

Prüfe die Quelle

 

Auch die Quelle einer Rückmeldung zählt.

Frage:

Kennt diese Person den Zusammenhang?

Hat sie genügend Informationen?

Ist sie selbst betroffen?

Welche Interessen hat sie?

Gibt es ähnliche Rückmeldungen von anderen?

Kann sie konkrete Beispiele nennen?

Das bedeutet weniger, Kritik abzuwerten.

Es bedeutet:

Informationen sorgfältig einzuordnen.

 

 

 

Besonders interessant: wiederkehrende Rückmeldungen

 

Eine einzelne Einschätzung kann danebenliegen.

Wenn verschiedene Menschen unabhängig voneinander auf dasselbe Muster hinweisen, lohnt sich besondere Aufmerksamkeit.

Vielleicht hörst du:

„Du wirkst in Diskussionen schnell ungeduldig.“

Dann sagt Monate später jemand anderes etwas Ähnliches.

Und irgendwann bemerkst du es selbst auf Video.

Jetzt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein interessantes Entwicklungsfeld liegt.

 

 

 

Wenn Kritik unfair ist

 

Souveränität bedeutet weniger, jede Kritik schweigend hinzunehmen.

Du kannst sagen:

„Diese Darstellung teile ich weniger.“

„Dafür sehe ich keine Grundlage.“

„Über mein Verhalten können wir sprechen. Diese persönliche Bewertung lehne ich ab.“

„Bitte bleib bei der konkreten Situation.“

Offenheit für Rückmeldungen und klare Grenzen passen sehr gut zusammen.

 

 

 

Wenn die Rückmeldung stimmt

 

Das kann der schwierigste Moment sein.

Du erkennst:

Da ist etwas dran.

Dann braucht es weniger eine perfekte Erklärung.

Ein starker Satz kann sein:

„Ja. Das sehe ich inzwischen auch.“

Oder:

„Das war ungünstig. Ich möchte das verändern.“

Verantwortungsübernahme kostet kurzfristig etwas.

Sie kann langfristig erheblich Glaubwürdigkeit schaffen.

 

 

Die stärkste Frage für Führungskräfte

 

Eine Frage kann erstaunlich viel verändern:

„Was sollte ich wissen, das mir derzeit vermutlich kaum jemand sagt?“

Diese Frage braucht allerdings eine Voraussetzung.

Menschen müssen erleben, dass du die Antwort tatsächlich hören kannst.

Sonst bleibt sie eine rhetorische Übung.

 

 

 

Rückmeldungen aktiv einladen

 

Statt:

„Hast du Feedback für mich?“

frage konkreter:

„Was sollte ich in solchen Meetings häufiger tun?“

„Was sollte ich weniger tun?“

„Wo war meine Kommunikation unklar?“

„Welche meiner Annahmen würdest du infrage stellen?“

„Was würde meine Wirkung verbessern?“

Konkrete Fragen erzeugen häufig konkretere Antworten.

 

 

 

Unbequeme Informationen und Entscheidungen

 

Besonders wertvoll wird diese Fähigkeit vor wichtigen Entscheidungen.

Menschen suchen unbewusst häufig nach Informationen, die ihre bisherige Einschätzung bestätigen.

Deshalb lohnt sich bewusst:

Wer könnte überzeugend gegen meine Entscheidung argumentieren?

Welche Information würde meine Einschätzung verändern?

Welche Annahme ist besonders unsicher?

Was möchte ich möglicherweise gerade weniger hören?

Gute Entscheidungen brauchen weniger maximale Zustimmung.

Sie brauchen möglichst guten Kontakt zur Realität.

 

 

 

Der Wahrheits-Kompass

 

Wenn du eine unangenehme Information erhältst, helfen fünf Schritte:

1. Aufnehmen

Was wurde tatsächlich gesagt?

 

2. Reaktion wahrnehmen

Was löst es in dir aus?

 

3. Konkretisieren

Welche Beispiele und Beobachtungen gibt es?

 

4. Prüfen

Was davon ist plausibel und relevant?

 

5. Entscheiden

Was möchtest du daraus machen?

Damit bleibt Kritik Information.

Und du behältst die Entscheidung darüber, wie du damit umgehst.

 

 

 

Entwicklung beginnt weniger beim Schmerz

 

Der Satz „Wachstum beginnt außerhalb der Komfortzone“ klingt gut.

Mir ist er zu pauschal.

Menschen wachsen ebenso durch:

  • Sicherheit.
  • Neugier.
  • gute Beziehungen.
  • Ermutigung.
  • Erfolg.
  • und konstruktive Erfahrungen.

Unbequeme Rückmeldungen können Entwicklung auslösen.

Sie brauchen weniger weh zu tun, um wertvoll zu sein.

Der entscheidende Punkt ist:

Bringen sie dir relevante Informationen?

 

 

 

Drei Impulse für den Alltag

 

1. Verzögere deinen ersten Reflex

Du musst weniger sofort antworten.

Eine kurze Pause kann reichen.

 

2. Bitte um Konkretisierung

Je konkreter die Rückmeldung, desto besser kannst du sie prüfen.

 

3. Bedanke dich für hilfreiche Offenheit

Gerade wenn jemand Mut gebraucht hat, um dir etwas zu sagen.

Damit erhöhst du die Chance, auch künftig wichtige Informationen zu bekommen.

 

 

 

Wenn niemand dir widerspricht

 

Dann kann es sein, dass du außergewöhnlich oft richtigliegst.

Es kann ebenso sein, dass Menschen gelernt haben, weniger zu widersprechen.

Gerade in verantwortungsvollen Positionen lohnt sich deshalb gelegentlich die Frage:

Habe ich ein Umfeld, das mir auch das sagt, was ich weniger gerne höre?

Das kann ein Führungsteam sein.

Ein Beirat.

Ein Mentor.

Ein Partner.

Oder ein unabhängiger Sparringspartner.

 

 

 

Unabhängiges Sparring

 

Je größer Verantwortung und Tragweite einer Entscheidung werden, desto schwieriger kann völlig offenes Feedback innerhalb des eigenen Systems werden.

Dann kann eine unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Ein Raum, in dem:

Gedanken unfertig sein dürfen.

Annahmen hinterfragt werden.

Widerspruch möglich ist.

unangenehme Fragen gestellt werden.

und weniger jemand etwas von deiner Entscheidung profitieren muss.

→ Vertrauliches Sparring für Unternehmer und Führungspersönlichkeiten

 

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Viele Menschen sagen:

„Ich wünsche mir Ehrlichkeit.“

Die interessantere Frage lautet:

„Was geschieht, wenn ich sie bekomme?“

Werde ich neugierig?

Oder verteidige ich sofort mein bisheriges Bild?

Niemand muss jede Kritik übernehmen.

Niemand muss jede Meinung glauben.

Doch wer bereit ist, auch unbequeme Informationen sorgfältig zu prüfen, besitzt einen entscheidenden Vorteil:

mehr Kontakt zur Realität.

Und gerade wenn viel auf dem Spiel steht, ist das ausgesprochen wertvoll.

Antworten auf häufige Fragen

Warum fällt es so schwer, Kritik anzunehmen?

Kritische Rückmeldungen können Selbstbild, Status, Werte oder bisherige Entscheidungen berühren. Dadurch entstehen schnell automatische Schutzreaktionen.

Muss ich jede Kritik ernst nehmen?

Du solltest sie zunächst als Information betrachten. Ob sie zutrifft und relevant ist, darfst du anschließend prüfen.

Wie reagiere ich souverän auf unerwartete Kritik?

Höre zunächst zu, frage nach konkreten Beispielen und verschaffe dir Zeit für die Einordnung. Eine unmittelbare Rechtfertigung ist selten erforderlich.

Was mache ich mit unfairer Kritik?

Trenne den möglicherweise relevanten Sachkern von unangemessenen Bewertungen. Du darfst ungerechtfertigte Aussagen zurückweisen und gleichzeitig prüfen, ob darin eine brauchbare Information steckt.

Wie bekomme ich als Führungskraft ehrlichere Rückmeldungen?

Entscheidend ist weniger die Aufforderung zu Offenheit als deine tatsächliche Reaktion auf Widerspruch. Menschen beobachten, ob kritische Rückmeldungen willkommen und sicher sind.

P.S.

 

Wie willst du mit unbequemen Informationen umgehen?

 

Der nächste Schritt

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Datenschutz

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Erstveröffentlichung: 13. Juni 2018
Überarbeitung: 13. September 2019
Englische Version:
AN: #562
K: CNB
Ü:

Veränderung beginnt bei dir: Selbstführung statt Selbstoptimierung

Gewünschte Veränderungen beginnen bei uns selbst

Impulse für Führungskräfte, die wirklich etwas bewegen wollen
Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern. —Leo N. Tolstoi

Veränderung beginnt bei dir

 

Was du beeinflussen kannst, wenn du dir Veränderung wünschst

 

Es gibt Situationen, in denen wir uns dringend Veränderung wünschen.

Der Kollege sollte sich anders verhalten.

Die Führungskraft endlich zuhören.

Der Partner etwas verstehen.

Das Team Verantwortung übernehmen.

Die Organisation beweglicher werden.

Die anderen müssten doch nur …

Und manchmal stimmt das sogar.

Andere Menschen könnten sehr viel beitragen.

Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage:

Was davon kannst du tatsächlich beeinflussen?

Hier beginnt Selbstführung.

Weniger mit Selbstbeschuldigung.

Mehr mit der Bereitschaft, den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen.

 

 

 

Veränderung beginnt weniger mit Schuld

 

„Fang bei dir selbst an“ kann schnell so klingen, als seist du für alles verantwortlich.

Das bist du weniger.

Andere Menschen tragen Verantwortung für ihr Verhalten.

Organisationen für ihre Strukturen.

Führungskräfte für ihre Entscheidungen.

Und manche Situationen lassen sich durch dein Verhalten allein kaum lösen.

Selbstverantwortung bedeutet etwas anderes:

Ich unterscheide zwischen dem, was außerhalb meiner Kontrolle liegt, und dem, worauf ich Einfluss habe.

Genau dort investiere ich meine Energie.

 

 

 

Der eigene Anteil ist der interessanteste

 

Warum?

Weil du ihn verändern kannst.

Du kannst weniger bestimmen, ob dein Gegenüber:

einsichtig wird,

freundlich reagiert,

Verantwortung übernimmt,

oder deine Entscheidung begrüßt.

Du kannst beeinflussen:

wie klar du sprichst,

welche Grenze du setzt,

welche Entscheidung du triffst,

wie lange du dich auf eine Diskussion einlässt,

welche Erwartungen du überprüfst,

und welche Konsequenz du ziehst.

Der eigene Anteil ist weniger automatisch der größte. Er ist derjenige, mit dem du unmittelbar arbeiten kannst.

 

 

 

Selbstführung beginnt mit Beobachtung

 

Viele Reaktionen laufen automatisch.

Jemand kritisiert dich.

Du rechtfertigst dich.

Jemand wird laut.

Du wirst ebenfalls lauter.

Jemand zieht sich zurück.

Du versuchst, die Verbindung sofort wiederherzustellen.

Jemand erwartet etwas.

Du sagst zu, obwohl du eigentlich Nein meinst.

Der erste Schritt besteht weniger darin, sofort alles anders zu machen.

Zunächst:

Bemerken.

Was geschieht in mir?

Was tue ich automatisch?

Welche Wirkung hat das?

Und:

Welche andere Möglichkeit hätte ich?

 

 

 

Zwischen Reiz und Reaktion entsteht Freiheit

 

Eine der wertvollsten Fähigkeiten besteht darin, einen kleinen Raum zwischen Ereignis und Reaktion zu schaffen.

Manchmal sind es wenige Sekunden.

Ein Atemzug.

Eine Rückfrage.

Eine Pause.

Ein Satz wie:

„Darüber möchte ich kurz nachdenken.“

Diese kleine Unterbrechung kann verhindern, dass ein altes Muster automatisch die Führung übernimmt.

 

 

 

Du brauchst weniger eine neue Persönlichkeit

 

Veränderung wird schnell zu groß gedacht.

„Ich müsste selbstbewusster werden.“

„Ich müsste vollkommen gelassen sein.“

„Ich müsste endlich lernen, mich durchzusetzen.“

Das klingt nach einem Persönlichkeitsumbau.

Oft ist der nächste sinnvolle Schritt viel kleiner.

Zum Beispiel:

eine Antwort weniger rechtfertigen.

eine Frage mehr stellen.

fünf Sekunden länger zuhören.

eine Grenze einmal früher aussprechen.

eine Entscheidung weniger sofort treffen.

Kleine Veränderungen können die Dynamik eines ganzen Gesprächs verändern.

 

 

 

Was du vorlebst, wirkt

 

Besonders deutlich wird das in Führung.

Eine Führungskraft kann Offenheit verlangen und gleichzeitig auf Kritik defensiv reagieren.

Eigenverantwortung fordern und jede Entscheidung kontrollieren.

Ruhe erwarten und selbst permanent Druck erzeugen.

Menschen orientieren sich weniger ausschließlich an dem, was gesagt wird.

Sie beobachten:

Was geschieht tatsächlich?

Deshalb ist das eigene Verhalten ein wichtiges Führungsinstrument.

 

 

 

Führung beginnt mit Selbstführung

 

Wer andere Menschen führen möchte, braucht Zugang zur eigenen Handlungsfähigkeit.

Gerade unter Druck.

Wie reagierst du bei Unsicherheit?

Bei Widerstand?

Bei Kritik?

Bei Konflikten?

Bei Fehlern?

Bei Entscheidungen mit hoher Tragweite?

Selbstführung bedeutet weniger, immer ruhig oder vollkommen souverän zu sein.

Es bedeutet:

den eigenen Zustand wahrnehmen und trotzdem möglichst bewusst handeln können.

 

 

 

Veränderung braucht mehr als Einsicht

 

Vielleicht weißt du längst:

Ich sollte klarer Grenzen setzen.

Ich sollte früher sprechen.

Ich sollte weniger erklären.

Ich sollte Entscheidungen konsequenter treffen.

Und trotzdem geschieht im entscheidenden Moment wieder das alte Verhalten.

Das ist wenig überraschend.

Erkenntnis allein verändert Gewohnheiten selten vollständig.

Veränderung braucht:

Beobachtung.

Übung.

neue Erfahrungen.

Wiederholung.

und häufig einen konkreten Anlass, an dem du das neue Verhalten tatsächlich ausprobierst.

 

 

 

Beginne klein genug

 

Eine Veränderung scheitert häufig weniger am fehlenden Willen als an ihrer Größe.

Statt:

„Ab jetzt lasse ich mir nichts mehr gefallen.“

konkreter:

„Beim nächsten Gespräch werde ich diesen einen Punkt klar ansprechen.“

Statt:

„Ich werde ein völlig anderer Chef.“

konkreter:

„In der nächsten Besprechung frage ich zuerst nach den Einschätzungen meines Teams.“

Verhalten lässt sich leichter verändern als ein abstraktes Selbstbild.

 

 

 

Drei Fragen für mehr Selbstführung

 

Wenn du eine Situation verändern möchtest, helfen drei Fragen:

 

1. Was geschieht gerade?

So konkret wie möglich.

 

2. Was davon liegt in meinem Einflussbereich?

Weniger Wunschdenken. Mehr tatsächlicher Handlungsspielraum.

 

3. Was wäre mein nächster sinnvoller Schritt?

Weniger der perfekte Endzustand.

Der nächste Schritt.

 

 

 

Der Einfluss-Kompass

 

Ich finde vier Bereiche besonders hilfreich:

 

Direkt beeinflussbar

Deine Worte.

Deine Entscheidungen.

Deine Grenzen.

Deine Vorbereitung.

Deine Reaktion.

 

Indirekt beeinflussbar

Gesprächsklima.

Zusammenarbeit.

Vertrauen.

Motivation anderer.

 

Verhandelbar

Zuständigkeiten.

Prioritäten.

Ressourcen.

Vereinbarungen.

 

Außerhalb deiner Kontrolle

Entscheidungen anderer.

deren Persönlichkeit.

deren Zustimmung.

Vergangenheit.

Je klarer du diese Bereiche trennst, desto gezielter kannst du deine Energie einsetzen.

 

 

 

Selbstveränderung bedeutet weniger Anpassung

 

Es gibt einen wichtigen Unterschied.

Sich selbst zu verändern bedeutet weniger:

noch verständnisvoller werden.

noch mehr aushalten.

noch flexibler sein.

noch besser funktionieren.

Manchmal besteht die sinnvollste Veränderung gerade darin:

klarer Nein zu sagen.

weniger Verantwortung für andere zu übernehmen.

einen Konflikt anzusprechen.

eine Situation zu verlassen.

oder eine Entscheidung zu treffen, die anderen weniger gefällt.

Selbstentwicklung kann auch bedeuten, weniger angepasst zu werden.

 

 

 

Manche Situationen brauchen weniger Selbstoptimierung

 

Das ist mir besonders wichtig.

Wenn du in einer dauerhaft unfairen, manipulativen oder entwürdigenden Situation steckst, lautet die Lösung weniger:

„Wie kann ich mich noch besser darauf einstellen?“

Dann kann die entscheidende Veränderung heißen:

Grenzen setzen.

Unterstützung holen.

Rahmenbedingungen verändern.

Distanz schaffen.

oder gehen.

Selbstverantwortung bedeutet weniger, die Verantwortung anderer Menschen zu übernehmen.

 

 

 

Veränderung und Geduld

 

Neue Verhaltensweisen fühlen sich anfangs häufig ungewohnt an.

Ein klares Nein kann sich hart anfühlen.

Eine Pause unsicher.

Weniger Rechtfertigung unhöflich.

Ein neues Führungsverhalten künstlich.

Das bedeutet weniger automatisch, dass es falsch ist.

Ungewohnt und falsch sind zwei unterschiedliche Dinge.

Gib neuen Möglichkeiten genügend Gelegenheit, vertrauter zu werden.

 

 

 

Woran erkennst du Fortschritt?

 

Weniger daran, dass jede Situation plötzlich leicht wird.

Vielleicht bemerkst du:

Du erkennst ein Muster früher.

Du reagierst weniger automatisch.

Du brauchst kürzer, um dich wieder zu sammeln.

Du sprichst eine Grenze früher aus.

Du grübelst nach einem Gespräch weniger lange.

Du kannst einen Fehler eingestehen, ohne dich selbst abzuwerten.

Du triffst Entscheidungen klarer.

Das sind echte Veränderungen.

 

 

 

Veränderung beginnt bei dir – und endet weniger dort

 

Der eigene Anteil ist ein guter Ausgangspunkt.

Danach kann es um mehr gehen.

Ein Gespräch.

Eine neue Vereinbarung.

Andere Strukturen.

Eine Entscheidung.

Eine Trennung.

Ein neues Team.

Ein neuer beruflicher Weg.

Selbstführung bedeutet weniger Rückzug ins Private.

Sie schafft die Grundlage dafür, im Außen bewusster zu handeln.

 

 

 

Unterstützung bei wichtigen Veränderungen

 

Manche Veränderungen lassen sich allein gut gestalten.

Andere werden leichter, wenn eine unabhängige Perspektive hinzukommt.

Gerade wenn viel auf dem Spiel steht, können wir gemeinsam klären:

Was geschieht tatsächlich?

Was möchtest du verändern?

Was liegt in deinem Einflussbereich?

Welche Muster wiederholen sich?

Welche Optionen hast du?

Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen und Veränderungen

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Wir wünschen uns verständlicherweise, dass andere Menschen sich verändern.

Manchmal tun sie es.

Manchmal weniger.

Deine Handlungsfähigkeit sollte weniger davon abhängen.

Eine stärkere Frage lautet:

Was kann ich heute tun, damit ich meinem eigenen Anspruch ein Stück näher komme?

Vielleicht verändert sich dadurch auch dein Umfeld.

Vielleicht verändert sich vor allem deine Position darin.

Beides kann viel bewirken.

P.S.

 

Wo kann jeder von uns heute bei sich selbst beginnen?

 

Der nächste Schritt

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2007
Überarbeitung: 2. August 2020
AN: #565

Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit. –Joseph Joubert

Mut, die eigene Meinung zu korrigieren

Tagesmotto*
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit. Joseph Joubert

Die eigene Meinung korrigieren

 

Die meisten Menschen ändern ihre Meinung nur ungern. Aber weshalb?

Video

Mut zur Meinung – und noch mehr Mut, sie zu korrigieren!

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Gedanken zum Tagesmotto*

 

Darin sind sich viele Menschen ähnlich: Haben wir uns einmal entschieden und Position bezogen, dann fällt uns das Umschwenken schwer. Der deutsche Dichter Friedrich Hebbel behauptete „Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben“.

 

 

 

Mögliche Ursachen

 

Nur die Dümmsten und die Weisesten können sich nicht ändern, meinte der chinesische Philosoph Konfuzius. Soweit so gut klingend, doch wie unterscheidet sich der Eine vom Anderen?

Menschen, die schnell und grundlos ihre Meinung ändern, lösen Misstrauen aus. Doch mitunter gibt es gute Gründe für eine Korrektur. Welche Gründe gibt es, wenn Menschen zögern oder sogar gänzlich unterlassen, eine neue Entscheidung zuzulassen?

 

 

 

a. Risiko und Reue

 

Wer die Gelegenheit nutzt und eine Entscheidung revidiert, der sieht sich als Folge mit mindestens zwei Alternativen konfrontiert: Jener, die verworfen wurde und jene, die stattdessen bevorzugt wird. Das Dilemma macht die Freude an einer solchen Entscheidung nicht gerade größer, es könnte sich ja als Fehler herausstellen.

Es dominiert deswegen die menschliche Tendenz, lieber bei einer einmal gefällten Entscheidung zu bleiben, als nun möglicherweise eine falsche Entscheidung zu treffen. Vor lauter Angst, etwas falsch zu machen, bleiben die meisten Menschen daher lieber bei der ersten Wahl. Die Angst, aus einer richtigen Entscheidung eine falsche zu machen, führt häufig zu einer Art Schockstarre. Bisweilen ist es auch einfach nur Bequemlichkeit, die uns die Komfortzone nicht verlassen lassen will.

 

 

 

b. Fehlereingeständnis

 

Mitunter mischt sich die Furcht ein zuzugeben, dass die vorherige Postion falsch war und man sich geirrt hat. Und Fehler einzugestehen, fällt nicht jedem leicht. Wobei sich mitunter ja auch der Erkenntnisstand ändern kann. Wer dann an überholten Entscheidungen festhält, macht jedoch den größeren Fehler. Leider ist das ein häufiger Grund dafür, weshalb Missstände nicht schnell genug geändert werden, sondern es erst zur Eskalation kommen muss.

 

 

 

c. Gesichtsverlust

 

Je mehr ein Standpunkt mit der eigenen Profilierung verknüpft ist, desto mehr wird eine Postion zur persönlichen Angelegenheit. Das eigentliche Thema ist dann im Grunde nebensächlich.

Tatsächlich handelt es sich bei der Korrektur einer Meinung, ganz im Sinne des Tagesmottos, um etwas, das Mut und Charakter erfordert. Eine wohldurchdachte Korrektur macht aus Ihnen — im Vergleich zu einem handfesten Opportunisten — noch keinen unbeständigen und wankelmütigen Menschen. Menschen mit einem offenen Geist und Verantwortungsgefühl fürchten sich nicht davor, ihre Meinung zu korrigieren. Es zeugt vielmehr von einem gesunden Selbstvertrauen, das zu tun und sich Veränderungen zu stellen.

 

 

 

d. Gewohnheiten

 

Gewohnheiten, wie Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster, erschweren es sich an heilige Kühe heranzuwagen und Notwendigkeiten überhaupt zu erkennen. In diese Richtung wirkt auch der menschliche Bestätigungsfehler (confirmation bias), mit dem die Neigung beschrieben wird, dass wir uns vorzugsweise die Informationen suchen und daher finden, die unsere Meinung bestätigt. Selbst, wenn mehr Fakten gegen die eigene Überzeugung sprechen, werden die wenigen Informationen, die zur Bestätigung dienen, eher in Erinnerung bleiben. Ambivalente Informationen werden ebenfalls vorzugsweise als Bestätigung interpretiert. Trotz derartiger Denkfallen (und es gibt noch einige weiteren solchen Tendenzen) sind wir Menschen dem nicht ausgeliefert. Selbstreflexion hilft dabei, sich davon zu befreien und bessere Entscheidungen zu treffen.

 

 

 

e. Sozialer Druck

 

Der Wunsch einem bestimmten Bild zu entsprechen, es bestimmten Menschen recht zu machen, reduziert die Bereitschaft durch Abweichung aufzufallen. Dabei muss der Druck nicht einmal offensichtlich vom entsprechenden Umfeld erzeugt werden, es kann auch weitgehend auf eigenen Überzeugungen beruhen. So etwas kann auf mindestens einem Auge blind machen.

 

 

 

 

f. Narzissmus

 

Weil ich daran erinnert wurde, eine weitere mögliche Ursache ist Narzissmus. Solche Göttergeschenke irren sich nicht und wer daran rüttelt, setzt sich schon deswegen ins Unrecht.

 

 

 

Ja, und?

 

Jeder von uns kann sich selbst Fragen zu den genannten Faktoren stellen. Weitere Fragen für die Selbstreflexion sind:

  • Was überzeugt Sie von der eingenommenen Position?
  • Haben Sie andere Positionen erkundet?
  • Wären Sie bereit, Ihre Position zu überdenken?
  • Ist es wirklich Ihre Meinung?
  • Weshalb halten Sie an der Postion fest?
  • Wie gut kennen Sie sich, Ihre Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster?

 

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Wie einfach ändern Sie Ihre Meinung, insbesondere dann, wenn Sie sich positioniert haben? Hadern Sie häufig mit Ihren Entscheidungen? Wie steht es mit dem Mut, die eigene Meinung zu korrigieren?

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2013
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #765
K: CNB
Ü:

Durchhalten oder aufhören? Wann sich welcher Weg lohnt

Durchhalten oder aufhören? Wann sich welcher Weg lohnt

Eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt
Durchhalten oder aufhören?

Durchhalten oder aufhören?

 

 

Eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt

 

Durchhalten gilt als Tugend.

Wer dranbleibt, wenn es schwierig wird, verdient Respekt.

Viele Ziele werden schließlich erst erreicht, nachdem Zweifel, Rückschläge und Widerstände überwunden wurden.

Die berühmte Extrameile kann tatsächlich den Unterschied machen.

Doch manchmal liegt die klügere Entscheidung darin, aufzuhören.

Ein Projekt.

Eine Strategie.

Eine berufliche Position.

Eine Zusammenarbeit.

Eine Beziehung.

Oder ein Ziel, das einmal richtig erschien und heute kaum noch zu dem Menschen passt, der du geworden bist.

Die schwierige Frage lautet deshalb weniger:

Kann ich noch durchhalten?

Sondern:

Ist es weiterhin sinnvoll, hier meine Zeit, Kraft und Möglichkeiten zu investieren?

 

 

 

Durchhalten ist wertvoll – solange das Ziel trägt

 

Ausdauer kann Außergewöhnliches ermöglichen.

Wir lernen.

Wir überwinden Schwierigkeiten.

Wir entwickeln Fähigkeiten.

Wir entdecken Möglichkeiten, die am Anfang kaum sichtbar waren.

Deshalb wäre es wenig hilfreich, bei jedem Widerstand sofort die Richtung zu wechseln.

Gleichzeitig verdient auch das Gegenteil Aufmerksamkeit:

Ein einmal gewählter Weg muss weniger dadurch richtig werden, dass wir ihn lange genug gehen.

Manchmal verändert sich die Situation.

Manchmal verändern wir uns.

Manchmal waren unsere Annahmen falsch.

Und manchmal stellt sich heraus, dass ein Ziel weniger attraktiv ist, als es aus der Entfernung erschien.

Dann ist Überprüfung kein Zeichen mangelnder Ausdauer.

Sie ist Ausdruck guter Selbstführung.

 

 

 

Weitermachen – bis wohin?

 

Wenn ein Plan funktioniert, ist vieles einfach.

Interessant wird es, wenn die Realität andere Rückmeldungen gibt als erwartet.

Dann entsteht schnell Aktionismus:

Mehr arbeiten.

Mehr investieren.

Mehr versuchen.

Mehr desselben.

Das kann sinnvoll sein.

Es kann den Karren ebenso tiefer in den Schlamm fahren.

Deshalb lohnt sich gelegentlich eine Unterbrechung.

Nicht unbedingt, um aufzuhören.

Sondern um wieder klarer zu sehen.

Funktioniert das Ziel noch?

Funktioniert der Weg?

Was hat sich verändert?

Welche Informationen habe ich heute, die ich zu Beginn noch kaum haben konnte?

Braucht mein Ziel Ausdauer – oder meine Strategie ein Update?

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Manchmal stimmt das Ziel weiterhin und der Weg braucht Veränderung.

 

 

 

Die Falle der bisherigen Investition

 

Eine der stärksten Kräfte beim Durchhalten ist überraschenderweise weniger die Hoffnung auf die Zukunft.

Es ist die Vergangenheit.

Wir haben bereits investiert.

Zeit.

Geld.

Energie.

Ansehen.

Gefühle.

Jahre unseres Lebens.

Und genau deshalb fällt Aufhören schwer.

Der Gedanke lautet:

„Jetzt habe ich schon so viel hineingesteckt.“

Das ist menschlich.

Für die nächste Entscheidung ist jedoch eine andere Frage hilfreicher:

Wenn ich heute zum ersten Mal vor dieser Situation stehen würde – würde ich mich mit meinem heutigen Wissen wieder dafür entscheiden?

Vergangene Investitionen lassen sich häufig kaum zurückholen.

Die nächste Stunde, der nächste Euro und das nächste Jahr liegen hingegen noch vor uns.

Mehr zum sogenannten Sunk-Cost-Effekt findest du hier:

→ Wer A sagt, muss auch B sagen? Ein folgenreicher Trugschluss

 

 

 

Aufhören ist mehr als Scheitern

 

Aufhören kann sich wie eine Niederlage anfühlen.

Vor allem dann, wenn wir uns stark mit einem Ziel identifiziert haben.

Vielleicht haben wir anderen davon erzählt.

Uns festgelegt.

Etwas versprochen.

Unsere Identität damit verbunden.

Dann bedeutet ein Kurswechsel scheinbar:

„Ich habe mich geirrt.“

Dabei kann eine andere Aussage ebenso zutreffen:

„Ich habe neue Informationen und ziehe daraus Konsequenzen.“

Das ist etwas anderes.

Eine gute Entscheidung muss weniger beweisen, dass die frühere Entscheidung richtig war.

Sie sollte der Situation dienen, die heute besteht.

 

 

 

Die entscheidende Frage: Ziel oder Weg?

 

Bevor du etwas aufgibst, lohnt sich eine wichtige Unterscheidung:

Will ich das Ziel aufgeben – oder funktioniert lediglich mein bisheriger Weg dorthin kaum?

Vielleicht braucht es:

eine andere Strategie,

mehr Zeit,

weniger Tempo,

andere Menschen,

zusätzliche Fähigkeiten,

neue Informationen,

eine Pause,

oder eine völlig andere Route.

Manchmal ist Aufgeben tatsächlich sinnvoll.

Manchmal reicht ein Kurswechsel.

Und manchmal ist genau jetzt der Moment, weiterzumachen.

 

 

 

 

Beziehungen: Wann wird Durchhalten zum Festhalten?

 

Bei Beziehungen wird diese Frage besonders emotional.

Schließlich gab es Gründe für die Verbindung.

Gemeinsame Erfahrungen.

Nähe.

Hoffnungen.

Vielleicht Jahre gemeinsamer Geschichte.

Und häufig war vieles durchaus gut.

Gerade deshalb kann es schwer sein anzuerkennen, dass eine Beziehung heute anders aussieht.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„War diese Beziehung einmal wertvoll?“

Sondern:

„Was ist sie heute – und welche Entwicklung ist realistisch?“

Dabei lohnt es sich, Wunsch und beobachtbare Realität voneinander zu unterscheiden.

Was verändert sich tatsächlich?

Was wiederholt sich?

Welche Vereinbarungen tragen?

Welche Grenzen werden respektiert?

Welche Bereitschaft zur Entwicklung zeigt sich auf beiden Seiten?

Auch eine Trennung kann respektvoll gestaltet werden.

Und auch ein Bleiben verdient eine bewusste Entscheidung.

 

 

 

Beruf und Karriere

 

Ähnlich ist es im Beruf.

Vielleicht hast du viele Jahre in eine Karriere investiert.

Eine Position erreicht.

Status aufgebaut.

Kompetenz entwickelt.

Und irgendwann entsteht die Frage:

Will ich das eigentlich noch?

Dann kann der bisherige Erfolg die Entscheidung sogar erschweren.

Denn mit jedem erreichten Schritt steigt scheinbar der Preis eines Richtungswechsels.

Doch auch hier lohnt sich der Blick nach vorne:

Welche Zukunft entsteht, wenn ich weitermache?

Welche Zukunft könnte entstehen, wenn ich etwas verändere?

→ Wichtige Karriereentscheidungen

 

 

 

Projekte und Unternehmen

 

Bei Projekten und unternehmerischen Entscheidungen kann Durchhalten teuer werden.

Geld wurde investiert.

Mitarbeiter sind beteiligt.

Versprechen wurden gemacht.

Reputation steht auf dem Spiel.

Und vielleicht scheint der Erfolg immer nur noch einen letzten Schritt entfernt.

Dann braucht es mehr als Optimismus.

Welche Annahmen haben sich bestätigt?

Welche wurden widerlegt?

Welche Kennzahlen sprechen für die Fortsetzung?

Welche Risiken wachsen?

Welche Alternativen existieren?

Und:

Was müsste geschehen, damit wir bewusst sagen: Jetzt ändern wir den Kurs?

Solche Kriterien möglichst früh festzulegen kann verhindern, dass jede weitere Investition automatisch die nächste rechtfertigt.

 

 

 

 

Fünf Fragen für mehr Klarheit

 

Wenn du zwischen Durchhalten und Aufhören schwankst, können diese Fragen hilfreich sein:

  1. Würde ich mich mit meinem heutigen Wissen noch einmal dafür entscheiden?

  2. Stimmt mein Ziel weiterhin – oder halte ich vor allem an meiner bisherigen Entscheidung fest?

  3. Braucht das Ziel mehr Ausdauer oder braucht der Weg Veränderung?

  4. Welche zukünftigen Kosten und Chancen haben beide Möglichkeiten?

  5. Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich meine bisherigen Investitionen für einen Moment ausblenden könnte?

Eine sechste Frage finde ich bei besonders wichtigen Entscheidungen ebenfalls wertvoll:

Was würde ich einem Menschen empfehlen, den ich sehr schätze, wenn er exakt in meiner Situation wäre?

Der Perspektivwechsel kann erstaunlich viel sichtbar machen.

 

 

 

Durchhalten oder aufhören?

 

Manchmal ist Mut:

noch einen Schritt weiterzugehen.

Und manchmal ist Mut:

die Richtung zu ändern.

Weisheit besteht weniger darin, grundsätzlich durchzuhalten oder grundsätzlich loszulassen.

Sie zeigt sich darin, unterscheiden zu können, was die konkrete Situation verlangt.

Und darin, eine einmal getroffene Entscheidung erneut prüfen zu dürfen, wenn neue Erfahrungen und Informationen dafür sprechen.

 

 

 

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.

 

Wie entscheidest du, wo es gilt durchzuhalten und wo aufzuhören? Ist das immer so einfach?

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

Artikel

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Durchhalten oder aufhören?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2017
Überarbeitung: 14. April 2020
Englische Version:
AN: #123
K: CNB
Ü:

Kleinigkeiten, die das Leben glücklicher machen

Kleinigkeiten, die das Leben glücklicher machen

Auf der Suche nach dem Glück
Solange du nach dem Glück jagst, bist du nicht reif zum Glücklichsein. Hermann Hesse

Kleinigkeiten, die das Leben glücklicher machen

 

Sind die grundsätzlichen Bedürfnisse im Leben befriedigt, gehen Menschen auf die Suche nach mehr Glück beziehungsweise dem Gefühl glücklich zu sein. Oft wird leider an den falschen Stellen gesucht, was zu Frust führt. Die vermeintlichen Kleinigkeiten im Leben sind es, die einen beachtlichen Beitrag leisten können, dass wir uns noch glücklich fühlen. Weshalb?

Video

Kleinigkeiten, die glücklich machen

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Glücklicher fühlen

 

In Anlehnung an Abraham Maslow und seine Pyramide der Bedürfnisse gilt es zuerst die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Und dann…

Sind die Grundbedürfnisse befriedigt, dann gehen Menschen auf die Suche nach mehr Glück beziehungsweise dem Gefühl glücklich zu sein. Da Umfeld und Werbung nur das Beste von uns wollen, kommt des dabei zu einigen Umwegen. Häufig wird an den falschen Stellen gesucht und das führt zu Frust.

Vor allem der menschliche Umgang ist für spürbares Glück wesentlich. Doc hin diesem Beitrag widme ich mich den vermeintlichen Kleinigkeiten.

 

 

 

Kleinigkeiten?

 

Weshalb lohnt es sich, schönen Kleinigkeiten Aufmerksamkeit zu widmen? Weil die dazugehörige persönliche Haltung die Wahrnehmung, das Denken und Handeln positiv beeinflusst. Wir erkennen so besser, was es verdient hat, den Fokus zu bekommen, was uns und anderen Menschen guttut.

Ein Beispiel dafür sind für mich meine Einstecktücher; ich könnte auch ohne sie leben, doch ein Blick und sie entlocken mir ein Lächeln. Sie erinnern mich an die Menschen, denen ich sie verdanke. Und, wie ist das bei Ihnen, welche Kleinigkeiten zaubern Ihnen ein Lächeln ins Gesicht?

Abraham Maslow Bedürfnisspyramide

 

Was bewegt uns, lockt uns aus dem Bett und was andere Menschen, wie Partner, Freunde, Gesprächspartner, die diversen Zielgruppe das Publikum bei Reden und Präsentationen?

Die jeweiligen Antworten helfen beim Meistern von vielen Herausforderungen, wie beispielsweise der Publikumsorientierung bei Reden und Präsentationen. In Anlehnung an Maslow gilt es sich auf die Menschen einzustellen, mit denen wir es zu tun haben, ihre wesentlichen Motive zu erkennen.

Abraham Maslow Bedürfnisspyramide

P.S.

 

Wie hältst du es mit den Kleinigkeiten im Leben?

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist Glück?

Eine simple Definition für Glück ist ein Zustand des Wohlbefindens und der Zufriedenheit. Es kann auch als das Erleben von Freude, Erfüllung oder positiven Emotionen verstanden werden, sowohl in Bezug auf momentane Erlebnisse als auch das allgemeine Gefühl über das Leben. Glück ist subjektiv und kann von Person zu Person unterschiedlich empfunden und definiert werden.

Was ist Glücksempfinden?

Glücksempfinden bezieht sich auf die Erfahrung oder Wahrnehmung von Glück in einem Moment oder über einen Zeitraum hinweg. Es umfasst das Gefühl von Freude, Zufriedenheit oder Positivität, das aus verschiedenen Gründen entstehen kann, wie etwa persönliche Erfolge, zwischenmenschliche Beziehungen, die Erfüllung von Wünschen oder das Erleben von Schönheit und Harmonie.

Glücksempfinden ist sehr subjektiv und wird durch individuelle Werte, Erwartungen und die persönliche Lebenssituation beeinflusst. Es ist ein zentraler Aspekt der menschlichen Erfahrung und spielt eine wichtige Rolle für das psychische Wohlbefinden.

Welche Hormone werden als Glückshormone bezeichnet?

Glückshormone

 

Als Glückshormone werden üblicherweise folgende Hormone und Neurotransmitter bezeichnet, da sie wesentlich zu unserem Gefühl von Glück, Wohlbefinden und Zufriedenheit beitragen:

 

 

 

1. Serotonin

 

Bekannt als das Wohlfühlhormon, spielt Serotonin eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Angst und Glück. Es beeinflusst auch den Schlaf, die Verdauung und den Appetit.

 

 

 

2. Dopamin

 

Oft als das „Belohnungshormon“ bezeichnet, ist Dopamin für das Gefühl von Befriedigung und Freude verantwortlich, das wir bei angenehmen Aktivitäten empfinden, z.B. beim Essen oder bei körperlicher Betätigung. Es ist entscheidend für das Motivations- und Belohnungssystem des Gehirns.

 

 

 

3. Oxytocin

 

Bekannt als das „Liebeshormon“, wird Oxytocin vor allem bei körperlicher Nähe, Berührungen, Umarmungen und während der Mutterschaft ausgeschüttet. Es fördert Bindung und Vertrauen zwischen Menschen.

 

 

 

4. Endorphine

 

Diese Gruppe von Peptiden wird vom Körper als Reaktion auf Schmerz und Stress produziert und hilft, Schmerzen zu lindern und das Gefühl von Euphorie zu fördern. Endorphine werden oft während des Laufens (der sogenannte „Runner’s High“) oder nach intensiver körperlicher Betätigung freigesetzt.

 

 

 

Zusammenfassung

 

Diese Chemikalien spielen eine komplexe Rolle in unserem Körper und beeinflussen unser emotionales Erleben auf vielfältige Weise. Ihre Freisetzung kann durch verschiedene Aktivitäten und Lebensstile positiv beeinflusst werden, wie durch Sport, eine ausgewogene Ernährung, soziale Interaktion und andere Formen der Selbstfürsorge.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2016
Überarbeitung: 19. Dezember 2020
Englische Version:
AN: #453
K: CNB
Ü:

Verbiege niemals einen Menschen. Er könnte zerbrechen.

Andere Menschen gegen ihren Willen ändern wollen

Ob gut gemeint oder nicht ... es verletzt oft
Tagesmotto: Verbiegen Sie niemals einen Menschen.
 Er könnte zerbrechen.
Tagesmotto: Verbiegen Sie niemals einen Menschen.
 Er könnte zerbrechen.

Andere Menschen verändern

 

Inwieweit sollten wir andere Menschen verändern wollen?

Video

https://youtu.be/rrQ7Noa1yqc

Menschen verbiegen

 

Man kann ein Pferd zum Wasser führen, trinken muss es selbst.

 

Manche Menschen muss man zu ihrem Glück zwingen, behaupten selbsternannte Retter und legen los. Mit guten und mit schlechten Absichten wird mitunter versucht Menschen zu verbiegen. Manchmal sehen wir etwas in anderen Menschen und meinen ihnen helfen zu müssen sich zu entfalten. Das kann gut gehen, muss es aber nicht.

Menschen lassen sich nicht gerne vorschreiben, was sie zu tun haben. Schon der Verdacht bevormundet und gegängelt zu werden erzeugt eher Widerstand als Veränderungsbereitschaft.

Die Menschen im Umfeld zu verändern hat seine Grenzen. Viel eher können wir beeinflussen welche Menschen wir um uns herum haben.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Was denkst du über das heutige Tagesmotto? Inwieweit sollten wir andere Menschen verändern wollen?

 

Der nächste Schritt

 

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  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 19. Januar 2021
Englische Version:
AN: #213
K: CNB
Ü:

Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger, selbst mit besten Kommunikationstechniken

Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger, selbst mit besten Kommunikationstechniken

Tagesmotto*: Kommunikationskompetenz

Kommunikationskompetenz: Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger
Keiner ist so taub wie der, der nicht hören will. Französisches Sprichwort

Kommunikation erfordert Bereitschaft

 

Manchmal nutzen die besten Kommunikationstechniken nichts. Wenn die Bereitschaft zuzuhören nicht vorhanden ist, braucht es erst noch eine entsprechende Vorbereitung.

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Wie gut, dass wir miteinander reden

 

Die Welt der Kommunikation ist weitreichend und die Angebote dazu liefern interessante Einblicke und wirksame Techniken. Das kann das Leben aller Beteiligten verbessern und vereinfachen. Davon profitieren besonders die Beziehungen, was wiederum vieles im Leben erleichtert. Doch manchmal helfen die besten Kommunikationstechniken nichts. Das Tagesmotto erinnert daran.

 

 

 

Empfänger verweigert die Annahme

 

Rapport ist mehr als ein Wort aus der Theorie der Literatur zur Kommunikation. Ohne Rapport (ausreichend tragfähige Beziehung) ist die Bereitschaft zum Austausch von Gedanken und sich mit anderen Menschen zu beschäftigen gering bis abwesend. Dann helfen weder stupide Wiederholung, noch lauter werden oder Aggression, um der Botschaft zur Beachtung zu verhelfen.

Ist die Bereitschaft zuzuhören nicht vorhanden, dann braucht es erst noch eine entsprechende Vorbereitung. Und auch das ist nicht immer so einfach, wenn überhaupt möglich. Manche Kluft ist anfangs zu groß, um sie spontan zu überbrücken. Solange die Voraussetzungen beim Empfänger einer Botschaft fehlt, sie anzunehmen, sie überhaupt wahrzunehmen, perlen die Angebote ab.

 

 

 

Und selbst …

 

Wenn bei einem selbst der Druck schon zu hoch ist, ist es mitunter schon eine ziemliche Herausforderung, sich auf Gesprächspartner einzustellen. Und doch lohnt es sich.

Außerdem gilt es, sich von Zeit zu Zeit auch an die eigene Nase zu fassen. Wir leben alle in unserer persönlichen Welt. Filterblase und Echokammer sind nicht nur Phänomene, die andere Menschen betreffen. Jeder hat eigene Filter, blinde Flecken, …

Welche Gründe haben Missverständnisse?

 

Missverständnisse können aus verschiedenen Gründen entstehen, einschließlich:

 

 

 

1. Unterschiedliche Wahrnehmungen

 

Menschen können dieselbe Situation unterschiedlich wahrnehmen, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Perspektiven. Daher können sie verschiedene Interpretationen desselben Ereignisses haben und Missverständnisse entstehen.

 

 

 

2. Unterschiedliche Sprachen und Kulturen

 

Menschen aus verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen können Schwierigkeiten haben, sich aufgrund von Unterschieden in der Sprache und Kultur zu verstehen. Ein Wort oder Ausdruck kann in einer Sprache eine andere Bedeutung haben als in einer anderen, was zu Missverständnissen führen kann.

 

 

3. Unklare Kommunikation

 

Wenn jemand seine Gedanken oder Absichten nicht klar ausdrückt, kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Unklare oder unvollständige Kommunikation kann zu Fehlinterpretationen führen und somit Missverständnisse hervorrufen.

 

 

 

4. Unterschiedliche Erwartungen

 

Menschen haben unterschiedliche Erwartungen und Annahmen darüber, wie andere sich verhalten sollten oder was sie sagen sollten. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, kann dies zu Missverständnissen führen.

 

 

5. Emotionen

 

Emotionen können die Wahrnehmung beeinflussen und zu Missverständnissen führen. Wenn jemand beispielsweise wütend oder gestresst ist, kann er die Worte und Handlungen anderer falsch interpretieren.

Insgesamt gibt es viele Gründe, warum Missverständnisse entstehen können, und es ist wichtig, darauf zu achten, wie wir kommunizieren, um Missverständnisse zu minimieren. Klare und präzise Kommunikation sowie das Verständnis anderer Perspektiven und Hintergründe können helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

 

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

 

Wie sorgst du dafür, dass du und deine Gesprächspartner bereit für eine konstruktive Kommunikation sind?

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

Wie unterhaltsam muss ein Blindtext sein?

Wie unterhaltsam muss ein Blindtext sein?

Als Blindtexte werden sinnfreie Texte bezeichnet, die bei der Produktion von Publikationen oder Webseiten als Platzhalter für spätere Inhalte stehen, wenn der eigentliche Text noch nicht vorhanden ist. So helfen sie dabei schon einen Eindruck der ersten Gestaltungen zu bekommen. Sie werden auch als Dummy-, Füll- oder Platzhaltertexte bezeichnet.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 29. September 2015
Überarbeitung: 22. November 2020
Englische Version:
AN: #234
K: CNB
Ü:

So viele Vorgesetzte. So wenig Führungskräfte.

Was sind gute Führungskräfte?

Tagesmotto*
Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren, und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren. Mahatma Gandhi
So viele Vorgesetzte. So wenig Führungskräfte.

Führungskräfte

 

Was sind gute Führungskräfte? Was sind ideale Eigenschaften und wie lassen sie sich fördern? Viele Fragen, ein paar Anregungen und viel Platz zum Nachdenken und in den Kommentaren.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Führungskräfte

 

Ein guter Moment, um sich Gedanken darüber zu machen worin der Unterschied zwischen Vorgesetzten und Führungskräften besteht. Bei der Gelegenheit erinnere ich auch an den Artikel AA-BC-Regel: Gute Vorgesetzte, gute Mitarbeiter und miese Vorgesetzte. Das Gesetz der Anziehung. Was bedeutet es heutzutage eine gute Führungskraft zu sein?

 

 

 

Was sind gute Führungskräfte?

 

An dieser Stelle sammle ich die Eigenschaften, die mir spontan als gute Eingenschaften für Führungskräfte in den Sinn kommen.

 

  1. Ehrlichkeit und Integrität
  2. Zuversicht
  3. Andere Menschen inspirieren und begeistern
  4. Engagement und Leidenschaft
  5. Gute Kommunikatoren
  6. Entscheidungsfreudigkeit
  7. Verantwortungsbewusstsein
  8. Fähigkeit und Bereitschaft zu delegieren (Empowerment)
  9. Kreativität und Innovation
  10. Einfühlungsvermögen
  11. Belastbarkeit
  12. Emotionale Intelligenz
  13. Bescheidenheit
  14. Transparenz
  15. Vision und Ziele
  16. Resilienz

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Was sind gute Führungskräfte? Was sind ideale Eigenschaften und wie lassen sie sich fördern? Immer her mit den Kommentaren.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Disruptive Innovation: Bedeutung, Beispiele und Strategie

Was bedeutet disruptive Innovation? – und welche Fragen Unternehmen bei Veränderung und strategischen Entscheidungen helfen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. März 2021
Überarbeitung: 19. Mai 2021
AN: #533