Passiv-aggressives Verhalten im Business: Wie du stille Sabotage erkennst und souverän führst

Passiv-aggressives Verhalten im Business: Wie du stille Sabotage erkennst und souverän führst

Praktische Strategien für Geschäftsführer, Führungskräfte und Unternehmer, die mit Schweigen, Sticheleien und verdecktem Widerstand konstruktiv umgehen wollen.
Unreife Persönlichkeiten

Passiv-aggressives Verhalten

 

Wie du stille Sabotage erkennst und souverän führst

Einleitung: Wenn Widerstand leise arbeitet

 

Vorstandssitzung. Alle nicken zur neuen Strategie.

Zielbilder hängen an der Wand, Zahlen sehen gut aus, die Stimmung wirkt zuversichtlich.

Zwei Wochen später: E-Mails bleiben lange unbeantwortet, Unterlagen erreichen Projekte kurz vor entscheidenden Terminen, im Flur kursieren spitze Kommentare.

Auf dem Papier wirkt das System geeint, im Alltag taucht Widerstand auf.

Genau dort beginnt passiv-aggressives Verhalten:

  • Widerstand zeigt sich verdeckt, leise und oft in scheinbar harmlosen Gesten.
  • Die Folgen berühren Ergebnisse, Teamklima und deine eigene Führungsenergie.

 

Dieser Beitrag unterstützt dich dabei,

  • passiv-aggressives Verhalten klar zu erkennen,

  • die Dynamik dahinter zu verstehen,

  • wirksame Strategien zu entwickeln,

  • deine Rolle als klare, ruhige Führungspersönlichkeit zu stärken.

 

 

1. Was bedeutet passiv-aggressives Verhalten?

 

Passiv-aggressives Verhalten verbindet zwei Ebenen:

  • passiv: nach außen angepasst, kooperativ, häufig freundlich,

  • aggressiv: innerer Widerstand, verdeckte Angriffe, stille Sabotage.

 

Typische Erscheinungsformen:

  • Zusagen auf dem Papier, die im Alltag versanden

  • „Vergessene“ Aufgaben, verlegte Informationen, verspätete Reaktionen

  • Schweigen in Meetings und intensive Kritik im Hintergrund

  • feine Sticheleien, zynische Bemerkungen, unterschwellige Geringschätzung

  • demonstratives Schweigen oder „Nicht-Verfügbar-Sein“ in entscheidenden Momenten

 

Dieses Verhaltensmuster wirkt leise und besitzt zugleich zerstörerische Kraft.

Strukturen wirken nach außen stabil, im Inneren verliert das System Vertrauen.

 

 

2. Woran du passiv-aggressives Verhalten erkennst

 

Je klarer du die Signale siehst, desto leichter führst du bewusst.

 

2.1 Im Alltag von Teams

  • Aufgaben erscheinen auf der To-do-Liste und verlieren unterwegs Priorität.

  • Informationen erreichen bestimmte Personen sehr spät.

  • In Meetings herrscht Zustimmung, bei Kaffee oder Mittagessen taucht massiver Widerstand auf.

  • Kritik fließt weniger in Lösungen, sondern in Seitenbemerkungen, Ironie und Gerüchte.

 

Du spürst eine deutliche Diskrepanz:

Formell zeigt das Team Einigkeit, praktisch häufen sich Hürden.

 

2.2 Bei Führungskräften

 

Passiv-aggressives Verhalten zeigt sich ebenso auf Leitungsebene:

  • Entscheidungen erhalten eine formelle Freigabe und gleichzeitig kaum echte Unterstützung.

  • Strategische Projekte starten und erhalten dennoch geringe Ressourcen.

  • Führungskräfte äußern Wertschätzung im Gespräch und relativieren Personen anschließend vor Dritten.

  • Zusagen gegenüber Gremien klingen verbindlich, bleiben in der Umsetzung jedoch weich.

 

Nach unten entsteht Verwirrung:

Offiziell gilt Kurs A, im Alltag wirken verdeckt Signale in Richtung Kurs B.

 

2.3 Im persönlichen Kontakt

 

Im direkten Kontakt mit einer passiv-aggressiven Person zeigen sich oft:

  • abwartende Haltung, scheinbar freundlicher Ton

  • feine Spitzen mit anschließendem Satz „War doch Spaß“

  • Schweigen als Druckmittel

  • subtile Unterminierung von Autorität vor Publikum

 

Du erlebst ein scheinbar harmloses Gegenüber mit deutlich spürbarer Wirkung im System.

 

3. Psychologische Dynamik hinter passiv-aggressivem Verhalten

 

Passiv-aggressive Muster wachsen selten aus reiner Bösartigkeit. Häufig stehen ungelöste Spannungen dahinter, die selten direkten Ausdruck fanden.

 

Mögliche Hintergründe:

  • Erziehung, in der offener Widerstand kaum Raum erhielt

  • Erfahrungen mit autoritären oder sehr dominanten Führungspersonen

  • tiefe Überzeugung, direkte Kritik führe zu Nachteilen

  • Wunsch nach Einfluss bei gleichzeitiger Angst vor Konfrontation

  • innere Kränkungen, enttäuschte Zugehörigkeit, fehlende Anerkennung

 

Die Person erlebt innere Wut oder Enttäuschung, fühlt sich jedoch wenig berechtigt, diese direkt zu äußern. Die Energie sucht sich Umwege: Sabotage, Verzögerung, Sticheln. Für dich als Führungskraft wirkt dieses Verständnis entlastend: Du erkennst die Dynamik und richtest den Fokus gleichzeitig auf Verantwortung und Wirkung.

 

 

4. Die drei Hebel im Umgang mit passiv-aggressivem Verhalten

 

Für deinen Führungsalltag hilft ein klares Modell.

Du kannst deine Interventionen an drei Hebeln ausrichten:

  1. Beziehung – Verhalten sichtbar machen und Gespräch führen

  2. Struktur – Rahmenbedingungen, Rollen und Entscheidungswege klären

  3. Konsequenz – Entwicklung fördern und zugleich für Folgen sorgen

 

Dieses Dreieck bildet eine Art innere Karte.

Du prüfst, welcher Hebel im konkreten Fall den größten Effekt bietet und kombinierst die drei Elemente gezielt.

 

5. Auswirkungen auf Organisation und Führung

 

Passiv-aggressives Verhalten entfaltet spürbare Folgen:

  • Ergebnisse: Projekte verlängern sich, Qualität leidet, Budgets geraten unter Druck.

  • Teamklima: Misstrauen wächst, Lagerbildung entsteht, Loyalitäten verschieben sich.

  • Führung: Entscheidungen erreichen das System langsamer, deine Energie fließt verstärkt in Kontrolle und Nachsteuern.

 

Besonders sensibel wirken:

  • Change-Prozesse

  • Fusionen, Nachfolge, Umbau von Strukturen

  • Situationen mit hohem Zeitdruck und starker Außenwirkung

 

In solchen Phasen braucht das System klare Führung, verlässliche Signale und sichtbare Verantwortung.

 

6. System- und Kulturperspektive

 

Passiv-aggressives Verhalten entsteht im Zusammenspiel von Person und System.

Eine Kultur mit folgenden Merkmalen bietet reichlich Nährboden:

  • starke Harmonieorientierung, wenig Raum für offenen Widerspruch

  • unausgesprochene Tabus rund um Kritik an bestimmten Personen oder Entscheidungen

  • fehlende Klarheit, wer was entscheidet und verantwortet

  • Belohnung für angepasste Fassade statt für aufrichtige Rückmeldungen

 

An dieser Stelle setzt deine Rolle als Geschäftsführung oder Inhaberin und Inhaber an:

  • Du lebst vor, dass Widerspruch willkommen ist.

  • Du förderst Formate, in denen kritische Perspektiven Raum erhalten.

  • Du klärst Rollen und Entscheidungswege so, dass Loyalitätskonflikte geringer wirken.

  • Du stärkst Menschen, die klar und konstruktiv sprechen.

 

So veränderst du die Bühne, auf der passiv-aggressive Muster bisher gute Bedingungen fanden.

 

7. Beziehung: Verhalten sichtbar machen

 

Zentrale Aufgabe: Du holst verdeckten Widerstand an die Oberfläche, respektvoll und eindeutig.

 

7.1 Vom Vorwurf zur Beobachtung

 

Statt: „Du sabotierst das Projekt.“ eine beobachtbare Beschreibung:

  • „In unseren Meetings erlebe ich Zustimmung, in Mails an andere Stakeholder tauchen anschließend starke Vorbehalte auf.“

  • „Die zugesagte Präsentation blieb bis zum Termin offen, parallel entstanden Signale an das Team, dass das Projekt geringe Priorität besitzt.“

 

Du beschreibst Verhalten und Wirkung und hältst gleichzeitig die Würde der Person.

 

7.2 Wirkungen benennen

 

Beispiele:

  • „Durch diese widersprüchlichen Signale entsteht im Team Verunsicherung, welche Richtung gilt.“

  • „Die Verzögerung im Reporting erzeugt Spannung in der Geschäftsführung und betrifft das Vertrauen in den Bereich.“

  • „Schweigen in unseren Runden verhindert, dass wir Risiken frühzeitig adressieren.“

 

Du führst das Gespräch aus der Ebene persönlicher Sympathie in die Ebene Wirkung und Verantwortung.

 

7.3 Konkrete Fragen stellen

 

Fragen mit Klarheit und Respekt:

  • „Wie erlebst du die aktuelle Entscheidung wirklich?“

  • „Welche Bedenken bewegen dich so stark, dass sie eher im Hintergrund landen?“

  • „Welche Form von Beteiligung unterstützt dich, deine Kritik in den offiziellen Prozess einzubringen?“

  • „Wozu dient dir dieses Vorgehen im Moment?“

 

Du lädst das Gegenüber ein, aus der verdeckten in die sichtbare Rolle zu treten.

 

8. Struktur: Rahmen für Klarheit und Verbindlichkeit

 

Persönliche Gespräche wirken, Strukturen verstärken die Wirkung.

 

8.1 Klare Entscheidungswege

 

  • Zuständigkeiten präzise definieren

  • Entscheidungsebenen transparent machen

  • Rückmeldefristen festlegen

 

Je klarer Entscheidungswege wirken, desto geringer der Spielraum für verdeckte Verschiebung.

 

8.2 Verbindlichkeit durch schriftliche Vereinbarungen

 

Nach wichtigen Gesprächen:

  • Ziele kurz zusammenfassen

  • Verantwortlichkeiten benennen

  • Zeitfenster fixieren

 

Absprachen erhalten Form. Passiv-aggressives Verhalten stößt dann auf klare Referenzpunkte.

 

8.3 Feedback-Kultur fördern

 

Eine reife Feedback-Kultur bietet Raum für:

  • Widerspruch

  • abweichende Sichtweisen

  • konstruktive Kritik

 

Je gereifter der offizielle Umgang mit Konflikten, desto weniger attraktiv wirken verdeckte Kanäle.

 

9. Konsequenz: Entwicklung fördern und Grenzen wahren

 

Zu wirksamer Führung gehören Entwicklungschancen und klare Grenzen.

 

 

9.1 Frühzeitig ansprechen

 

Sobald du ein Muster erkennst, lohnt ein zeitnahes Gespräch.

Gesprächsrahmen:

  • ruhige Umgebung

  • klare Zeitstruktur

  • Fokus auf Zusammenarbeit und gemeinsame Ziele

 

Beispielsatz:

„Mir fallen bestimmte wiederkehrende Situationen auf, die unsere Zusammenarbeit bremsen. Ich beschreibe dir kurz meine Beobachtungen und bin gespannt auf deine Sicht.“

 

9.2 Entwicklungspfad anbieten

 

Mögliche Schritte:

  • Reflexion: „In welchen Situationen nimmst du selbst dieses Muster wahr?“

  • Unterstützung: Coaching, Mentoring, Training für konstruktive Konfliktführung

  • klare Entwicklungsziele in Mitarbeitergesprächen

 

So verknüpfst du Verhalten mit Wachstum statt ausschließlich mit Sanktion.

 

9.3 Konsequenzen gestalten

 

Wirksame Führung zeigt sich auch in klaren Folgen, wenn passiv-aggressive Muster bestehen bleiben.

Mögliche Konsequenzen:

  • Anpassung von Verantwortungsbereichen

  • Veränderung von Rollen im Projekt

  • im Extremfall auch personelle Entscheidungen

 

Wesentlich bleibt: Du kommunizierst konsequent, fair und transparent.

 

 

10. Typische Fallen für Führungskräfte

 

Im Umgang mit passiv-aggressivem Verhalten geraten Führungskräfte leicht in Muster, die wenig helfen.

Häufige Fallen:

  • Gegensabotage oder „Rückvergeltung“

  • öffentliche Konfrontation vor Publikum

  • Allianzen gegen die Person statt Klärung des Verhaltens

  • zynischer Ton als Antwort auf zynische Bemerkungen

  • Rückzug aus der Beziehung, obwohl formell weiterhin Zusammenarbeit besteht

 

Stattdessen stärken folgende Schritte:

  • ruhige, direkte Ansprache unter vier Augen

  • klare Differenzierung zwischen Person und Verhalten

  • Konzentration auf Wirkung im System

  • konsequente Ausrichtung an Werten, Strategie und Kultur

 

So bleibst du innerlich sauber und führst gleichzeitig kraftvoll.

 

11. Passiv-aggressives Verhalten im privaten Umfeld

 

Viele Führungskräfte erleben ähnliche Muster auch im privaten Bereich: in Partnerschaften, Freundschaften oder im familiären System.

Typische Szenen:

  • Zusage für ein Treffen und immer wieder kurzfristige Absagen

  • spitze Bemerkungen im Kreis anderer, während direkte Gespräche ausbleiben

  • Rückzug und Schweigen als Instrument in Konflikten

 

Auch hier helfen:

  • klare Botschaften in Ich-Form

  • bewusste Entscheidungen über Nähe, Verfügbarkeit und Grenzen

  • Wertschätzung für Menschen, die offen und ehrlicher kommunizieren, und stärkende Pflege dieser Beziehungen

 

So bringst du auch im privaten Kontext mehr Klarheit und Würde in deine Kontakte.

 

12. Eigene passive Aggression erkennen und wandeln

 

Führung gewinnt an Tiefe, sobald du deine eigenen Tendenzen liebevoll, ehrlich und erwachsen betrachtest.

Fragen für dich:

  • In welchen Situationen ziehst du dich leise zurück, obwohl innerlich Widerspruch lodert?

  • Wo wählst du ironische Bemerkungen, statt deine Position offen auszudrücken?

  • Wo hältst du Zusagen formal ein, verweigerst innerlich jedoch Unterstützung?

 

Selbstreflexion eröffnet einen reifen Weg:

  • direkte, respektvolle Ansprache

  • klares „Ja“ zu Entscheidungen, die du trägst

  • ehrliches „Das passt aus meiner Sicht anders, ich brauche eine andere Lösung“ in geeigneten Settings

  • bewusster Umgang mit eigener Wut und Enttäuschung

 

Je reflektierter du mit diesen Seiten umgehst, desto stärker wirkt dein Vorbild.

 

13. Wann externe Begleitung sinnvoll wirkt

 

Manche Konstellationen durchdringen den Alltag so intensiv, dass ein externer Blick extrem hilfreich wirkt:

  • stark passiv-aggressive Schlüsselpersonen in zentralen Funktionen

  • lange andauernde Change-Prozesse mit verdecktem Widerstand

  • familiär geprägte Unternehmen mit komplexen Loyalitäten

  • Führungssituationen, in denen du gleichzeitig Business-Ergebnisse und seelische Stabilität vieler Menschen trägst

 

Coaching, Supervision oder therapeutische Begleitung:

  • sortiert innere Loyalitäten

  • stärkt deine Selbstführung

  • erweitert deine Handlungsoptionen jenseits von Anpassung und Rückzug

 

Du gewinnst Klarheit, welche Verantwortung du übernimmst und welche Aufgaben beim Gegenüber bleiben.

 

14. Fazit: Souverän bleiben, auch wenn Widerstand leise läuft

 

Passiv-aggressives Verhalten wirkt still und gleichzeitig kraftvoll.

Es verzögert, verwässert und unterminiert Entscheidungen.

Du stärkst deine Führungsrolle, indem du:

  • Muster klar erkennst

  • verdeckten Widerstand behutsam sichtbar machst

  • Strukturen für Klarheit und Verbindlichkeit schaffst

  • Mitarbeitende und Kollegen bei Entwicklung unterstützt

  • deinen eigenen Umgang mit Ärger, Loyalität und Macht reflektierst

 

So führst du Teams und Organisationen durch schwierige Konstellationen, bewahrst deine innere Ruhe und stärkst eine Kultur, in der klare Worte und aufrichtige Verantwortung mehr Gewicht erhalten als stille Sabotage.

P.S.

 

Wie steht es mit Fragen, Anregungen, Erfahrungen?

Unterstützung

 

Einen Überblick, wobei ich im Rahmen von Coaching und Beratung (keinerlei Rechtsberatung!) unterstütze, habe ich hier vorbereitet.

Unterstützung

 

Einen Überblick, wobei ich im Rahmen von Coaching und Beratung (keinerlei Rechtsberatung!) unterstütze, habe ich hier vorbereitet.

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2008
Überarbeitung: 16. August 2025

Kontrollierende Menschen im professionellen Kontext und privat

Kontrollierende und dominante Menschen

Wie du bei dir bleibst – auch bei Mikromanagement, Eifersucht und Kontroll
Unreife Persönlichkeiten

Kontrollierende Menschen im professionellen Kontext und privat: Souveräner Umgang mit Dominanz, Mikromanagement und Kontrolle

 

Kontrollierende Menschen tauchen im Vorstand, im Team und zu Hause auf. Sie verfolgen Projekte, Termine, Kontakte und Entscheidungen mit engem Fokus.

Für Führungskräfte entsteht daraus eine besondere Aufgabe: Ergebnisse sichern, zugleich Freiheit, Gesundheit und Würde bewahren.

Dieser Beitrag zeigt dir, wie du kontrollierende und dominante Menschen klar erkennst, psychologisch einordnest und mit innerer Souveränität neue Spielräume gewinnst – im Business und im privaten Umfeld.

 

 

 

Kontrollierende und dominante Menschen

 

Wie du bei dir bleibst – auch bei Mikromanagement, Eifersucht und Kontrolle

 

Es gibt Menschen, die Räume füllen, bevor sie den ersten Satz sprechen. Sie wissen Bescheid, sie prüfen, sie steuern.

Im Unternehmen zeigen sie sich als Chefs, die jede Mail sehen wollen. Als Kollegen, die jede Entscheidung kommentieren.

Im privaten Umfeld treten sie als Partner auf, die Termine, Kontakte und Ausgaben im Blick behalten. Mit viel Energie, viel Präsenz – und mit starkem Bedürfnis nach Einfluss.

Für dich als Führungskraft, Unternehmerin oder Leistungsträger entsteht dadurch eine besondere Aufgabe:

Du verantwortest Ergebnisse. Gleichzeitig schützt du deine Freiheit, deine Gesundheit und deine Würde.

Dieser Beitrag unterstützt dich dabei. Mit Klarheit, Respekt und einer Haltung, die beides verbindet: professionelle Stärke und innere Freiheit.

 

 

1. Woran du kontrollierende und dominante Menschen erkennst

 

Kontrollverhalten zeigt sich in typischen Mustern.

Je besser du diese Muster erkennst, desto leichter triffst du stimmige Entscheidungen.

 

 

Typische Signale im beruflichen Kontext

 

Mikromanagement

  • Jede Entscheidung läuft über eine Person.

  • Aufgabenpakete verwandeln sich in kleinste Schritte.

  • Rückfragen drehen sich um Details statt um Richtung.

 

 

Dauerhafte Präsenz in deinen Themen

  • Spontane Anrufe zu jedem Zwischenstand.
  • Kommentierte Mails, markierte Textpassagen, umfangreiche Korrekturen.

Gefühl: Du arbeitest und jemand sitzt ständig auf deiner Schulter.

 

Kontrolle von Zeit

  • Dichte Terminfolgen.
  • Anspruch auf permanente Erreichbarkeit.
  • Kaum Raum für konzentrierte Arbeit und Erholung.

 

 

Typische Signale im privaten Umfeld

 

Eifersucht und Besitzdenken

  • Häufige Fragen zu Kontakten, Chatverläufen, Social-Media-Aktivitäten.
  • Kommentare zu Kleidung, Auftreten, Hobbys.

 

Kontrolle von Geld

  • genaue Prüfung von Ausgaben.
  • Verbindung von Zuwendung und finanzieller Abhängigkeit.
  • Moralische Bewertungen bei Entscheidungen rund um Geld.

 

Kontrolle von Kontakten

  • Abwertung bestimmter Personen in deinem Umfeld.
  • Erwartungen an Exklusivität.
  • Druck, Beziehungen zu reduzieren, die dem Gegenüber nicht gefallen.

 

Gemeinsam ist all diesen Situationen ein bestimmtes Gefühl: Enge, innere Anspannung und ein wachsender Abstand zu deinen eigenen Bedürfnissen.

 

 

Was hinter Kontrolle steckt – psychologische Hintergründe

 

Kontrolle wirkt nach außen häufig kraftvoll. Im Inneren spielt sich oft etwas ganz anderes ab.

Viele kontrollierende Menschen tragen:

  • starke Angst vor Unsicherheit
    Überraschungen lösen Stress aus.
    Kontrolle vermittelt Stabilität.

  • geringes Grundvertrauen in andere
    Vertrauen entsteht erst, wenn Abläufe streng geführt werden. Erst Überblick, dann Zuversicht.

  • Selbstwert, der stark an Leistung und Einfluss hängt
    Macht, Wissen und Entscheidungsgewalt stabilisieren das innere Bild von sich selbst.

  • Einfluss auf andere stärkt dieses Bild zusätzlich.alte Erfahrungen von Ohnmacht
    In vielen Biografien findest du Phasen, in denen diese Menschen sich ausgeliefert fühlten.
    Kontrolle dient dann als Schutz vor einem erneuten Gefühl von Hilflosigkeit.

 

Solche Hintergründe erklären die Strategie.

Sie rechtfertigen jedoch keine dauerhaft enge oder verletzende Dynamik.

Für dich als Verantwortungsträger eröffnet diese Perspektive neue Möglichkeiten:

Du siehst die Angst hinter der Fassade.

Du nimmst sie wahr, bleibst jedoch bei dir.

 

 

Risiken für Unternehmen

 

Kontrollverhalten hat messbare Folgen.

Für Kultur, Ergebnisse und Bindung von Talenten.

 

 

Auswirkungen auf Leistung und Innovation

 

  • Eigenverantwortung sink
    Mitarbeitende gewöhnen sich an Rückversicherungen.
  • Initiative geht zurück, da jede Entscheidung erneut hinterfragt wird.
    Kreativität verliert Kraft
    Kreative Ideen brauchen Raum für Versuche und Irrtümer.
    Dauerhafter Eingriff in Details reduziert Mut zu neuen Wegen.
  • Entscheidungen verlangsamen sich
    Wenn alles über eine Person läuft, entsteht Engpass.
  • Das System orientiert sich mehr an Verfügbarkeit als an Fachlichkeit.

 

 

Auswirkungen auf Kultur und Bindung

 

  • Führungskultur verengt sich
    Kontrollierende Vorbilder erzeugen ähnliche Muster auf nachfolgenden Ebenen.
    Viele Führungskräfte übernehmen diesen Stil automatisch.
  • Talente orientieren sich neu
    Menschen mit innerem Anspruch an Verantwortung und Gestaltung suchen einen Rahmen mit Vertrauen.
    Hohe Kontrolle führt häufig zu Fluktuation, gerade bei starken Leistungsträgern.

 

Bewusster Umgang mit Kontrollmustern wirkt daher wie ein Kulturhebel. Sobald Raum entsteht, entfalten sich Verantwortung, Mut und echte Zusammenarbeit.

 

 

 

Risiken im privaten Umfeld

 

Im privaten Leben berührt Kontrolle sehr feine innere Ebenen.

Nähe, Intimität, Selbstwert.

 

 

Mögliche Folgen für dich

 

Innere Erschöpfung

  • Permanentes Erklären und Rechtfertigen kostet Kraft.
  • Regeneration gelingt deutlich schwerer.

 

 

Verlust von Selbstbestimmung

  • Viele kleine Anpassungen verändern deinen Alltag.
  • Plötzlich gestaltest du Lebensbereiche weniger frei als früher.

 

 

Spannungen im erweiterten System

  • Freundschaften, Beziehungen zu Kindern, Familienkontakte geraten unter Druck.
  • Loyalitätskonflikte entstehen: zwischen dir, deinem Umfeld und einer kontrollierenden Bezugsperson.
  • Wer Verantwortung im Beruf trägt, erlebt in solchen Konstellationen häufig eine doppelte Belastung.

Umso wichtiger wird ein klarer innerer Kompass.

 

 

Dein innerer Kompass im Umgang mit Kontrolle

 

Bevor du Außenstrategien aufbaust, klärst du drei Fragen für dich.

 

1. Wie wirkt das Verhalten auf mich?

 

  • Körperlich: spürst du Anspannung, Druck, flache Atmung?
  • Emotional: tauchen Ärger, Traurigkeit, Resignation auf?
  • Mental: kreisen Gedanken um Rechtfertigung und Risiko?

 

 

2. Wo liegen meine Grenzen?

 

  • Fachlich: Welche Entscheidungen trägst du verantwortungsvoll und souverän?
  • Zeitlich: Wieviel Präsenz, wieviel Zugriff auf deine Zeit fühlt sich stimmig an?
  • Emotional: Welche Gesprächsform unterstützt deine Stärke, welche Form schwächt dich?

 

 

3. Welches Ziel verfolgst du?

 

  • Stabilisierung einer wichtigen Zusammenarbeit?
  • Schutz deiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit?
  • Vorbereitung eines geordneten Ausstiegs aus einer Rolle oder Beziehung?

Dieser innere Kompass verhindert blinden Aktionismus. Du reagierst nicht, du führst.

 

 

Strategien im Business-Kontext

 

1. Umgang mit kontrollierenden Vorgesetzten

 

Ein kontrollierender Chef stellt viele Top-Leute vor eine besondere Prüfungsaufgabe.

Du kannst den Rahmen trotzdem aktiv mitgestalten.

 

a) Klare Vereinbarungen statt Dauer-Einzelabstimmung

 

Vereinbare Ziele, Zuständigkeiten und Entscheidungsspielräume schriftlich.

  • Nutze regelmäßige, gut vorbereitete Jour-fixe mit strukturierten Updates.
  • Biete transparente Berichte in kompakter Form an: Kennzahlen, Ampeln, kurze Zusammenfassungen.

 

So erhält die Führungsperson Überblick, du behältst operative Steuerung.

 

 

b) Proaktive Kommunikation

 

Informiere früh über Risiken, Abhängigkeiten und wichtige Meilensteine.

Zeige, dass du Szenarien durchdenkst und Entscheidungen begründest.

Nutze Formulierungen wie:

„Hier ist der Stand, das sind drei Optionen, ich empfehle Variante A aus folgenden Gründen.“

 

Auf diese Weise erlebt dein Gegenüber Führung und Einfluss, während du dein Feld souverän gestaltest.

 

 

c) Grenzen für deine Belastbarkeit

 

  • Kläre Prioritäten: „Für A, B und C reichen die Kapazitäten parallel nicht aus. Welche Reihenfolge passt für dich?“
  • Plane Pausen bewusst ein und schütze diese Zeit.
  • Achte auf Signale deines Körpers, gerade bei dauerhaftem Druck.

Ein reguliertes Nervensystem erhöht deine Präsenz.

Präsenz reduziert Kontrollimpulse im Gegenüber, da innere Sicherheit spürbar wird.

 

 

2. Umgang mit dominanten Kollegen

 

Dominante Kollegen nutzen Raum, Stimme und Status sehr intensiv. Du stärkst deine Position durch Struktur und klare Sprache.

 

Moderation von Meetings

  • Agenda, Timeboxing, klare Rollen.
  • So verteilen sich Redeanteile und Entscheidungen transparenter.

 

Ich-Botschaften

  • „Mir ist wichtig, dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen, da die Umsetzung bei mir liegt.“
  • „Ich trage die Verantwortung für dieses Projekt und benötige dafür Handlungsspielraum.“

 

Verbündete suchen

  • Menschen im Team, die ebenfalls auf Kooperation, Respekt und Ergebnisqualität achten.
  • Ein stabiles Netzwerk wirkt wie ein inneres Geländer.

 

 

3. Wenn du selbst Führungsperson mit Kontrolltendenz bist

 

Viele leistungsstarke Führungskräfte entdecken bei genauer Betrachtung eigene Kontrollmuster. Dieser Moment eröffnet große Entwicklungschancen.

Fragen für deine Selbstreflexion:

  • In welchen Situationen greifst du besonders intensiv ein?
  • Welche Themen lösen in dir unmittelbare Anspannung aus?
  • Wo vertraust du Zahlen und Dokumenten mehr als Menschen?

 

Konkrete Schritte:

  • Verantwortung bewusst übergeben, begleitet von klaren Zielen und Meilensteinen.
  • Feedback-Schleifen planen statt ad hoc in Prozesse eingreifen.
  • Erfolge des Teams sichtbar würdigen, gerade dann, wenn du weniger kontrollierst.

So bleibt Qualität hoch, während Vertrauen wächst.

 

 

Strategien im privaten Umfeld

 

1. Kontrollverhalten in Partnerschaften

 

Partnerschaft lebt von Nähe und Eigenständigkeit zugleich.

Kontrolle verschiebt dieses Gleichgewicht.

 

Hilfreiche Schritte:

 

a) Eigene Wahrnehmung ernst nehmen

Nimm wahr, wie sich dein Alltag anfühlt.

Weite oder Enge.

Freude oder ständige Wachsamkeit.

 

b) Klar und respektvoll sprechen

Beschreibe Beobachtungen und deine Wirkung:

„Mir fällt auf, dass du oft nach meinen Kontakten fragst und meine Nachrichten sehen möchtest.“

„Ich erlebe dadurch Druck und wünsche mir mehr Vertrauen in meine Entscheidungen.“

 

Sprich über Bedürfnisse:

„Ich schätze unsere Nähe und brauche zugleich Raum für eigene Kontakte und Aktivitäten.“

 

c) Gemeinsame Vereinbarungen

Klare Absprachen zu Privatsphäre, Passworten, Social Media.

Strukturierte Gespräche über Geld, Budgets und größere Ausgaben.

Respekt vor je eigenen Freundschaften und beruflichen Netzwerken.

 

So entsteht eine Beziehung, in der Verbundenheit und Eigenständigkeit gemeinsam Platz erhalten.

 

 

2. Familie und Herkunftssystem

 

In Familien wirken Kontrollmuster häufig über viele Jahre.

Autoritäre Erziehungsstile, starke Loyalität, unausgesprochene Erwartungen.

Deine Hebel:

  • Rolle klären
    „Ich bin erwachsen und treffe eigene Entscheidungen.“
    Dieser Satz bleibt ruhig und bestimmt.
  • Kontakt dosieren
    Häufigkeit, Dauer und Kommunikationsform bewusst gestalten.
    Telefon, persönliche Treffen, digitale Kanäle – in einer für dich stimmigen Balance.
  • Gesprächsthemen lenken
    Auf wertschätzende Inhalte fokussieren.
    Bei stark steuernden Kommentaren freundlich und klar die Richtung wechseln.

 

So ehrst du Wurzeln und schützt gleichzeitig deine Freiheit.

 

 

Rote Linien – wann du klare Schritte planst

 

Kontrolle beginnt oft leise.

Viele kleine Eingriffe bauen sich zu einem Muster auf.

Ein innerer Check hilft:

  • Spürst du im Alltag überwiegend Leichtigkeit oder eher dauerhafte Anspannung?
  • Erlebst du dich als aktiv gestaltend oder eher als reagierend auf Erwartungen?
  • Fühlst du Wertschätzung für deine Person oder dominieren Misstrauen und Kritik?

Wenn mehrere dieser Punkte sich deutlich zeigen, stehst du an einer wichtigen Weggabelung.

 

Mögliche strukturelle Schritte:

  • Rollenklärung im Unternehmen.
  • Veränderung von Zuständigkeiten und Berichtslinien.
  • Wechsel der Position, des Teams oder der Organisation.
  • Klärende Gespräche in der Partnerschaft.
  • Geordnete Trennung aus stark einengenden Beziehungen.

Rote Linien schützen deine Gesundheit, deine Würde und deine Fähigkeit zu führen – im Job und im Leben.

 

 

Gesprächs-Toolkit – Sätze für klare Grenzen

 

Viele Menschen wissen sehr genau, dass Kontrolle zu weit geht.

Die passenden Worte zu finden, fühlt sich dagegen häufig anspruchsvoll an.

Ein kleines Toolkit unterstützt dich direkt.

 

Im Business

  • „Ich sorge für Transparenz bei Ergebnissen und Zielen. Operationale Entscheidungen treffe ich innerhalb meines Verantwortungsbereichs.“
  • „Für meine Rolle brauche ich Handlungsspielraum. Lass uns klären, welche Entscheidungen bei dir bleiben und welche ich übernehme.“
  • „Ich schätze dein Interesse an Qualität und bringe zugleich meine fachliche Einschätzung ein. Auf dieser Basis treffe ich die operative Entscheidung.“

 

In der Partnerschaft

  • „Ich wünsche mir Vertrauen in meine Art, Kontakte zu pflegen. Fragen dazu klären wir gern in Ruhe zu vereinbarten Zeiten.“
  • „Finanzielle Entscheidungen treffe ich innerhalb unseres gemeinsamen Rahmens. Gleichzeitig bewahre ich meinen eigenen Gestaltungsraum.“
  • „Unsere Beziehung bedeutet mir viel. Dazu gehört für mich, dass wir beide individuelle Freundschaften und Aktivitäten pflegen.“

 

In der Familie

  • „Ich höre deine Meinung und entscheide für mein Leben selbst.“
  • „Deine Sorge zeigt mir Verbundenheit. Meine Entscheidungen trage ich eigenverantwortlich.“

Solche Sätze verbinden Wertschätzung und Klarheit. Sie öffnen Raum für Dialog und signalisieren zugleich Standfestigkeit.

 

 

Wenn du selbst stark kontrollierst

 

Wer viel Verantwortung trägt, erlebt Druck.

Kontrolle scheint häufig wie eine naheliegende Antwort.

Ein ehrlicher Blick auf das eigene Verhalten kann sehr heilsam sein.

 

Spiegel-Fragen:

  • Wo vertraue ich Strukturen stärker als Menschen?
  • In welchen Situationen greife ich reflexhaft ein, obwohl das Team kompetent handelt?
  • Welche positiven Erfahrungen mit Delegation und Verantwortung möchte ich ausbauen?

 

 

Praktische Schritte:

  • Aufgaben bewusst in der Verantwortung des Teams lassen.
  • Ergebnisorientiert führen, statt Arbeitsschritte zu steuern.
  • Feedback einholen, wie sich dein Führungsstil anfühlt.

 

So verwandelst du Kontrolle in verantwortliche, reife Führung. Du bleibst kraftvoll, während andere wachsen.

 

 

Wann Unterstützung sinnvoll wird

 

Kontrollierende und dominante Dynamiken berühren zentrale Themen:

Selbstwert, Bindung, Loyalität, innere Sicherheit.

 

Professionelle Begleitung eröffnet dir einen geschützten Raum, in dem du:

  • deine Geschichte mit Kontrolle reflektierst
  • alte Muster von Ohnmacht, Anpassung oder Dominanz erkennst
  • klare Gesprächsstrategien entwickelst
  • nächste Schritte vorbereitest – von Rollenklärung bis Trennung
  • dein Nervensystem stärkst, um Präsenz und Gelassenheit zu leben

 

Gerade für Menschen in Führungspositionen entsteht dadurch ein wertvoller Resonanzraum.

Ein Ort, an dem Verantwortung, Verletzlichkeit und Zukunftspläne gemeinsam Platz erhalten.

Ein möglicher Abschluss für deine Seite:

  • „Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest und dir mehr Klarheit, Freiheit und innere Ruhe wünschst, begleite ich dich gern. In einem vertraulichen Gespräch erkunden wir gemeinsam, welche Schritte für dich stimmig sind – im Unternehmen, im privaten Umfeld oder in beiden Welten.“

So gehst du einen bewussten Weg: weg von einengender Kontrolle, hin zu reifer Führung, lebendigen Beziehungen und innerer Souveränität.

P.S.

 

Wie steht es mit Fragen, Anregungen, Erfahrungen?

Unterstützung

 

Einen Überblick, wobei ich im Rahmen von Coaching und Beratung (keinerlei Rechtsberatung!) unterstütze, habe ich hier vorbereitet.

Frage mich ruhig persönlich

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2008
Überarbeitung: 16. August 2025

Umgang mit emotional unreifen Persönlichkeiten

Emotional unreife Persönlichkeiten: So führst du souverän durch schwierige Beziehungen im Business und privat

Kein echtes Zuhören, wenig Empathie, Ausweichen bei Verantwortung
Unreife Persönlichkeiten

Emotional unreife Persönlichkeiten: So führst du souverän durch schwierige Beziehungen im Business und privat

 

Du führst ein Team, triffst Entscheidungen und trägst Verantwortung für Ergebnisse und Menschen.

Immer wieder begegnest du Persönlichkeiten, die Gespräche drehen, Themen verschieben und Verantwortung elegant in deine Richtung lenken.

Nach solchen Meetings fühlt sich dein Kopf voll an, dein Bauch meldet Spannung und gleichzeitig bleibt vieles ungeklärt. Häufig steckt dahinter emotionale Unreife: begrenztes Zuhören, geringe Empathie, ein routiniertes Ausweichen vor Verantwortung.

Dieser Beitrag unterstützt dich dabei, solche Muster klarer zu erkennen, souverän zu reagieren und deine innere Erwachsenenkraft zu stärken. Du erfährst, wie du mit emotional unreifen Persönlichkeiten im Business und privat so umgehst, dass deine Klarheit wächst, deine Grenzen greifen und deine Beziehungen an Tiefe gewinnen.

 

 

Wenn Gespräche sich im Kreis drehen

 

Du erlebst vielleicht solche Situationen:

  • Du schilderst einem Menschen eine wichtige Beobachtung.
  • Die Person hört scheinbar zu, nickt, wechselt im nächsten Moment das Thema.
  • Später entsteht der Eindruck, deine Worte seien nie angekommen.
  • Oder du trägst ein Anliegen vor, das euch beide betrifft.
  • Statt Dialog erlebst du Rechtfertigungen, Dramatisierung oder Rückzug.
  • Empathie bleibt flach, Verantwortung wandert zu dir.
  • Emotional unreife Persönlichkeiten wirken häufig charmant, clever, gelegentlich brillant.
  • Gleichzeitig fühlen sich Gespräche mit ihnen anstrengend an.
  • Du investierst Energie, Klarheit und Verständnis – und erhältst wenig echte Resonanz.

Dieser Artikel zeigt dir, wie du mit emotional unreifen Menschen souverän umgehst, deine Rolle als Verantwortliche oder Verantwortlicher stärkst und deine eigene innere Reife ausbaust – im Business-Kontext und im privaten Umfeld.

 

 

Was bedeutet emotionale Unreife?

 

Emotionale Unreife beschreibt einen Entwicklungsstand im Umgang mit Gefühlen, Beziehungen und Verantwortung.

Ein emotional unreifer Mensch:

  • reagiert stark auf eigene Emotionen

  • reguliert Spannung vor allem durch Ausweichen, Ablenken oder Schuldverschiebung

  • erlebt Rückmeldungen sehr schnell als Angriff

  • fokussiert sich stark auf das eigene Erleben

 

Das innere System erinnert an eine jugendliche Bühne:

viel Drama, starke Gefühle, wenig stabile Selbstreflexion.

 

Wesentliche Merkmale:

  • Gesprächspartner hören Worte und filtern stark über die eigene Brille.

  • Empathie entsteht punktuell, oft in Szenen, die zur eigenen Geschichte passen.

  • Verantwortung für Folgen des eigenen Handelns liegt nach eigener Wahrnehmung bei Umständen oder anderen Menschen.

 

Wichtig für dich:

Emotionale Unreife erzählt viel über die Geschichte dieser Person und nichts über deinen Wert.

 

 

Woran du emotionale Unreife erkennst

 

1. Gespräche mit geringer Resonanz

 

Typische Signale:

  • Die Person hört zu und greift anschließend einen Nebensatz heraus.

  • Zentrale Aussagen tauchen später in verdrehter Form wieder auf.

  • Rückmeldungen drehen sich schnell um die eigene Lage: „Mir geht es genauso schwer“, „Bei mir ist alles noch komplizierter“.

 

Du spürst:

Du sprichst, deine Botschaft erreicht das Gegenüber nur teilweise.

 

2. Begrenzte Empathie im Alltag

  • Eigene Bedürfnisse erhalten Vorrang.

  • Leid anderer erhält Aufmerksamkeit, solange es zur eigenen Erzählung passt.

  • Dein inneres Erleben bleibt häufig Randthema, stattdessen entstehen schnelle Ratschläge oder Vergleiche.

 

Du erlebst:

Deine Gefühle stehen selten im Zentrum, wichtiger bleibt die Rolle der anderen Person im Gesamtbild.

 

3. Ausweichen vor Verantwortung

  • Rückmeldungen führen rasch zu Gegenangriff oder Opferrolle.

  • Entscheidungen gelten als Resultat von äußeren Zwängen.

  • Versprechen wandeln sich später in umfangreiche Erklärungen.

 

Du spürst:

Du trägst Verantwortung für Stimmung, Harmonie und oft sogar Ergebnisse, während sich das Gegenüber als Getriebene oder Getriebener inszeniert.

 

 

Ursachen und Hintergründe emotionaler Unreife

 

Emotionale Unreife entsteht selten aus Bequemlichkeit.

Hinter den Mustern stehen häufig:

  • frühe Bindungserfahrungen mit geringem emotionalem Spiegeln

  • Familienklima mit hoher Spannung und wenig Vorbildern für reife Konfliktlösung

  • Konstellationen, in denen Leistung, Drama oder Anpassung mehr Anerkennung erhielten als ehrliche Reflexion

  • Organisationskulturen, die starke Inszenierung belohnen und ruhige Reife wenig würdigen

 

Viele emotional unreife Menschen tragen alte Verletzungen und wenig Erfahrung damit, Gefühle konstruktiv zu halten.

Das erklärt ihr Verhalten und entlastet dich zugleich von übermäßiger Selbstverantwortung für deren Reifung.

 

 

Abgrenzung zu Narzissmus und Diagnosen

 

Viele Menschen verbinden „emotionale Unreife“ mit Narzissmus, toxischen Beziehungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Hilfreiche Differenzierungen:

  • Emotionale Unreife bildet ein Kontinuum – von leichten Tendenzen bis zu ausgeprägten Mustern.

  • Narzisstische Muster können sich mit emotionaler Unreife überschneiden, betreffen jedoch weitere Aspekte, etwa grandiose Selbstbilder oder ausgeprägtes Ausnutzen anderer.

  • Diagnosen rund um Persönlichkeit und Psyche gehören in fachkundige Hände, etwa Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel dient der Orientierung und unterstützt dich im Alltag.

Für klinische Beurteilungen braucht es ein strukturiertes Fachgespräch.

 

 

Wirkung auf dich als Führungskraft und Privatmensch

 

Der Kontakt mit emotional unreifen Menschen erzeugt häufig einen inneren Sog:

  • Du erklärst dich ausführlich und immer wieder.

  • Du investierst viel Energie in Harmonie.

  • Du übernimmst Aufgaben und Verantwortung, die ursprünglich geteilt wären.

  • Du hinterfragst deine Wahrnehmung.

 

1. Speziell im Führungskontext

 

In Unternehmen wirkt emotionale Unreife direkt auf:

  • Entscheidungsqualität:

    Entscheidungen orientieren sich stärker an Stimmung als an Fakten und Strategie.

  • Teamkultur:

    Drama, Gerüchte und Loyalitätskonflikte erhalten Raum, während klare Verantwortung leidet.

  • Leistung und Bindung:

    Engagierte Mitarbeitende fühlen sich belastet, ziehen sich zurück oder orientieren sich neu.

 

Besonders kritisch wird es, wenn emotional unreife Personen Leitungsfunktionen übernehmen oder Schlüsselrollen im System halten.

Dann bestimmt ihr Reifestand das Klima vieler anderer.

 

2. Wirkung im privaten Umfeld

 

Im privaten Bereich zeigt sich:

  • schleichende Erschöpfung durch wiederkehrende Drama-Schleifen

  • Zweifel am eigenen Empfinden

  • das Gefühl, emotional zuständig zu sein für Ausbrüche oder Rückzüge des Gegenübers

 

Je klarer du diese Wirkung erkennst, desto leichter lenkst du deinen Fokus zurück zu deiner inneren Stabilität.

 

 

Grundhaltungen im Umgang mit emotional unreifen Persönlichkeiten

 

1. Innere Entkopplung

 

Du kannst dir innerlich sagen:

  • „Dieses Verhalten spiegelt den aktuellen Reifegrad meines Gegenübers.
  • Mein Wert bleibt vollständig, meine Wahrnehmung besitzt Gültigkeit.“

Diese Haltung schützt deine Selbstachtung und senkt die emotionale Ladung in Gesprächen.

 

 

2. Realistische Erwartungen

 

Emotional unreife Persönlichkeiten zeigen gelegentlich beeindruckende Einsichten, kehren dann allerdings in vertraute Muster zurück. Menschen wachsen in ihrem Tempo.

Realistische Erwartungen bringen Ruhe:

  • Du erlebst reife Reaktionen als Geschenk.

  • Du baust deine Strategie auf deine Stabilität.

  • Du handelst aus deinem eigenen Wertesystem.

 

 

3. Verantwortung für die eigene Grenze

 

Deine Grenze schützt:

  • deine Energie

  • deine Integrität

  • deine Handlungsfähigkeit

 

Emotional reife Menschen achten Grenzen spontan, emotional unreife Menschen orientieren sich eher an eigenen Bedarfen.

Deshalb liegt die Verantwortung für deine Grenze in deiner Hand: Du definierst sie, du kommunizierst sie, du hältst sie.

 

 

Drei Schritte für den Alltag – auf einen Blick

 

Du kannst dir den Umgang mit emotional unreifen Persönlichkeiten als Dreischritt vorstellen:

 

 

Schritt 1: Erkennen und innerlich einordnen

 

  • Muster wahrnehmen: Drama, Ausweichen, Verschiebung von Verantwortung

  • Wirkung auf dich registrieren: Erschöpfung, Verwirrung, Druck

  • Innerlich benennen: „Ich habe es mit emotionaler Unreife zu tun.“

 

 

Schritt 2: Eigene Grenze definieren und kommunizieren

  • klären, was du leisten möchtest und was nicht

  • Erwartungen an das Gegenüber in ein bis zwei klaren Sätzen formulieren

  • Gesprächsrahmen setzen: Zeit, Thema, Ziel

 

 

Schritt 3: Eigene Reife und Selbstfürsorge stärken

  • Nervensystem regulieren: Atmung, Bewegung, Pausen

  • reife Beziehungen pflegen, die dich spiegeln und stützen

  • Reflexion nutzen: Coaching, Supervision, Journaling oder Therapie

 

Dieser Dreischritt bringt Struktur in komplexe Konstellationen und stärkt deine Rolle als erwachsene Führungspersönlichkeit – im Unternehmen und privat.

 

 

Strategien im beruflichen Kontext

 

1. Emotional unreife Führungskraft

 

Merkmale:

  • spontane Richtungswechsel

  • starke Empfindlichkeit bei Rückmeldungen

  • geringe Offenheit für sachliche Einwände

  • Delegation von Verantwortung nach unten bei gleichzeitiger Kontrolle von Entscheidungen

 

Dein Umgang:

  • Fokus auf Fakten, Optionen und klare Vorschläge

  • schriftliche Zusammenfassungen nach wichtigen Gesprächen

  • Bündnisse mit weiteren verantwortungsbewussten Menschen im System

  • klares Bewusstsein für eigene Karriere- und Exit-Optionen

 

Du führst „nach oben“, indem du Struktur, Klarheit und Lösungsorientierung bietest.

Gleichzeitig schützt du deine Gesundheit und deinen beruflichen Weg.

 

2. Emotional unreife Kolleginnen und Kollegen

 

Hilfreiche Schritte:

  • klare Aufgabengrenzen und Verantwortlichkeiten

  • transparente Kommunikation im Team

  • Protokolle zu Absprachen und Deadlines

  • Fokus auf Projekte und Ergebnisse statt auf Drama

 

Du investierst deine Energie in Zusammenarbeit mit reifen Partnern und reduzierst Verstrickungen, die sich primär um Emotion und Status drehen.

 

 

Strategien im privaten Umfeld

 

1. Partnerschaft mit emotional unreifer Person

 

In Partnerschaften zeigen sich häufig:

  • starke Bedürftigkeit

  • schnelle Kränkungen

  • geringe Bereitschaft zur Selbstreflexion

 

Dein Umgang:

  • klare Formulierungen deiner Bedürfnisse und Grenzen

  • Vereinbarung von Gesprächsregeln, etwa Pausen bei Eskalation

  • bewusste Entscheidung, wie viel emotionale Arbeit du in die Beziehung investierst

  • Pflege eines eigenen, tragenden Netzwerks aus Freundschaften und professioneller Unterstützung

 

 

2. Emotionale Unreife in der Herkunftsfamilie

 

Bei Eltern oder Geschwistern mit emotionaler Unreife zeigt sich:

  • geringes Interesse an deinem inneren Erleben

  • starker Fokus auf eigene Themen

  • Erwartung, dass du emotional funktionierst

 

Hilfreich sind:

  • erwachsene Perspektive auf die Lebensgeschichte dieser Menschen

  • Anpassung von Kontaktumfang und Gesprächsthemen

  • Aufbau einer „gewählten Familie“ aus Menschen, die dich respektvoll sehen, hören und ernst nehmen

 

So gestaltest du ein Umfeld, das deine Reife stärkt, statt sie permanent herauszufordern.

 

 

Selbstreflexion: Eigene Anteile und innere Reife

 

Ein reifer Umgang mit emotional unreifen Persönlichkeiten schließt die Betrachtung eigener Muster ein.

Fragen für deine Reflexion:

  • In welchen Situationen reagierst du selbst impulsiv, trotzig oder überangepasst?

  • Wie äußert sich dein „inneres Kind“ in Konflikten – eher durch Rückzug, Angriff oder Anpassung?

  • Wie würde dein innerer Erwachsener dieselbe Situation gestalten?

 

Eine kleine Übung:

Denke an eine aktuelle schwierige Person.

 

  1. Welche deiner Reaktionen fühlt sich eher kindlich oder dramatisch an?
  2. Welche Werte tragen dein erwachsenes Ich?
  3. Formuliere einen Satz, der diese Werte ausdrückt, zum Beispiel:„Ich bleibe respektvoll und klar.“„Ich schütze meine Grenze und bleibe gesprächsbereit.“

 

Diese innere Klärung verändert deinen Auftritt – unabhängig davon, wie reif dein Gegenüber reagiert.

 

 

Wann Unterstützung besonders hilfreich wirkt

 

Manche Konstellationen durchdringen den eigenen Alltag so stark, dass externe Begleitung sehr entlastend wirkt:

  • wiederkehrende Konfrontation mit emotional unreifen Personen in Schlüsselpositionen

  • langjährige Beziehungen, in denen Grübelschleifen und Selbstzweifel dominieren

  • Führungsrollen, in denen du gleichzeitig Business-Ergebnisse und seelische Stabilität vieler Menschen trägst

  • familiäre Dynamiken, in denen du die Rolle der inneren oder äußeren „Erwachseneninstanz“ für mehrere Generationen übernimmst

 

Coaching, Supervision oder therapeutische Begleitung:

  • sortiert innere Loyalitäten

  • stärkt deine Selbstführung

  • eröffnet Handlungsspielraum jenseits von Anpassung und Rückzug

 

Du gewinnst Klarheit, welche Verantwortung du übernimmst – und welche Aufgaben beim Gegenüber bleiben.

 

 

Du bleibst erwachsen – auch wenn andere innerlich jünger wirken

 

Emotional unreife Persönlichkeiten bringen Bewegung in jedes System.

Sie testen Grenzen, verschieben Verantwortung und erzeugen starke Emotionen.

Deine Aufgabe besteht nicht darin, sie zu erziehen.

 

Deine Aufgabe besteht darin, deine eigene Reife zu leben:

  • klar sehen

  • freundlich kommunizieren

  • Grenzen halten

  • bewusst Verantwortung wählen

 

So bewahrst du deine Würde, stärkst deine Handlungsfähigkeit und wirst zu einer leisen, kraftvollen Ressource – im Unternehmen und im privaten Umfeld.

Und vielleicht erlebst du im Laufe der Zeit:

Je konsequenter du deinen erwachsenen inneren Kompass lebst, desto mehr Menschen in deinem Umfeld beginnen, selbst ein Stück zu wachsen.

P.S.

 

Wie steht es mit Fragen, Anregungen, Erfahrungen?

Unterstützung

 

Einen Überblick, wobei ich im Rahmen von Coaching und Beratung (keinerlei Rechtsberatung!) unterstütze, habe ich hier vorbereitet.

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2008
Überarbeitung: 16. August 2025

Ist Geduld gut oder schlecht, Tugend oder Schwäche?

Ist Geduld gut oder schlecht, Tugend oder Schwäche?

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft.
Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft.

Ist Geduld gut oder schlecht, Tugend oder Schwäche?

 

Mit der Geduld ist es so eine Sache. Wann ist sie von Vorteil, wann ist sie eine Ausrede nicht zu handeln?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Geduld

 

Geduld ist die Fähigkeit zu warten und selbst Schwierigkeiten mit Gelassenheit und Standhaftigkeit zu ertragen. Doch, mit der Geduld ist es so eine Sache. Wann ist sie von Vorteil, wann ist sie eine Ausrede nicht zu handeln? Welche Entscheidungen brauchen Zeit, um zu reifen? Was kann warten, was nicht?

 

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen
und dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

Rainer Maria Rilke

 

 

 

Nicht zu schnell handeln: Geduld, vielleicht erledigt es sich von selbst!

 

Wie spießig klingt das denn? Kennen Sie den Spruch: „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen“?

Wenn dieser Satz auch nicht absolut und uneingeschränkt gültig ist, so ist er doch zumindest ein Hinweis darauf, wichtige Dinge nicht unnötig vor sich herzuschieben oder nicht ständig zu verschieben, sondern diese zu erledigen.

 

 

 

Später: Eiersteinmal durchatmen und Tee trinken

 

Wie spießig klingt das denn? Kennen Sie den Spruch: „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen“?

Wenn dieser Satz auch nicht absolut und uneingeschränkt gültig ist, so ist er doch zumindest ein Hinweis darauf, wichtige Dinge nicht unnötig vor sich herzuschieben oder nicht ständig zu verschieben, sondern sie zu erledigen.

 

 

 

Genug ist genug

 

Sammeln sich zu viele unerledigte Aufgaben an, führt dies leicht zu einer erdrückenden und lähmenden Grundstimmung. Das kostet viel Energie und Aufmerksamkeit, mitunter mehr, als die Erledigung benötigen würde. Es ist ein bisschen wie das Überziehen des Dispositionskredits; es fallen Zinsen an und auf die Zinsen folgen Zinseszinsen und …! Das kann einem irgendwann den Schlaf rauben.

 

 

 

Ursachenforschung

 

Später ist auch noch Zeit. Das Phänomen des Verschiebens kann vielerlei Ursachen haben. Oft ist Unentschlossenheit ein Grund dafür, dass Aufgaben nicht fertiggestellt werden. Der erforderliche Antrieb fehlt. Dann ist es hilfreich, sich über die eigenen Motive klarer zu sein.

  • Wie sieht es mit Vorbehalten aus?
  • Ist es mir den Aufwand wert?
  • Was erreiche ich mit der Fertigstellung bzw. welchen Ärger erspare ich mir gegebenenfalls?

Nicht zu schnell handeln: Geduld, vielleicht erledigt es sich von selbst!

 

Wie spießig klingt das denn? Kennen Sie den Spruch: „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen“?

Wenn dieser Satz auch nicht absolut und uneingeschränkt gültig ist, so ist er doch zumindest ein Hinweis darauf, wichtige Dinge nicht unnötig vor sich herzuschieben oder nicht ständig zu verschieben, sondern diese zu erledigen.

 

 

 

Später: Eiersteinmal durchatmen und Tee trinken

 

Wie spießig klingt das denn? Kennen Sie den Spruch: „Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen“?

Wenn dieser Satz auch nicht absolut und uneingeschränkt gültig ist, so ist er doch zumindest ein Hinweis darauf, wichtige Dinge nicht unnötig vor sich herzuschieben oder nicht ständig zu verschieben, sondern sie zu erledigen.

E=mc² und „Vieles ist relativ!“, meinte Albert Einstein. Recht hat er! Tatsächlich erledigen sich viele Dinge von selbst oder waren dann doch nicht so wichtig, wie es anfangs schien. Dann lohnt es sich frühzeitig zu erkennen, dass zu schnelle Erledigung unnötig Ressourcen frisst. Machen oder lassen? Manchmal gilt das afrikanische Sprichwort; das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Wie so oft wird belohnt zu erkennen, welche Strategie zum Ziel führt.

 

 

Genug ist genug

 

Sammeln sich zu viele unerledigte Aufgaben an, führt dies leicht zu einer erdrückenden und lähmenden Grundstimmung. Das kostet viel Energie und Aufmerksamkeit, mitunter mehr, als die Erledigung benötigen würde. Es ist ein bisschen wie das Überziehen des Dispositionskredits; es fallen Zinsen an und auf die Zinsen folgen Zinseszinsen und …! Das kann einem irgendwann den Schlaf rauben.

 

 

 

Ursachenforschung

 

Später ist auch noch Zeit. Das Phänomen des Verschiebens kann vielerlei Ursachen haben. Oft ist Unentschlossenheit ein Grund dafür, dass Aufgaben nicht fertiggestellt werden. Der erforderliche Antrieb fehlt. Dann ist es hilfreich, sich über die eigenen Motive klarer zu sein.

  • Wie sieht es mit Vorbehalten aus?
  • Ist es mir den Aufwand wert?
  • Was erreiche ich mit der Fertigstellung bzw. welchen Ärger erspare ich mir gegebenenfalls?

 

 

 

Durchatmen und Tee trinken?

 

E=mc² und „Vieles ist relativ!“, meinte Albert Einstein. Recht hat er! Tatsächlich erledigen sich viele Dinge von selbst oder waren dann doch nicht so wichtig, wie es anfangs schien. Dann lohnt es sich frühzeitig zu erkennen, dass zu schnelle Erledigung unnötig Ressourcen frisst. Machen oder lassen? Manchmal gilt das afrikanische Sprichwort; das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Wie so oft wird belohnt zu erkennen, welche Strategie zum Ziel führt.

Synonyme

 

Langmut, Nachsicht, Beständigkeit, Kondition, Zähigkeit, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit. Ähnlich: Ausdauer, Gelassenheit Steigerung: Engelsgeduld

Ursprung des Wortes

 

Wortherkunft Eine Ableitung des Substantivs zum Verb „dulden“ (zulassen). Aus mittelhochdeutsch „gedult“, „gedulde“. Definition Ausdauer im ruhigen, nachsichtigen und kontrollierten Warten oder Ertragen eines Sachverhaltes.

Video

Geduld: Tugend, Tarnung oder tragischer Irrtum?

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Artikel zur Persönlichkeit

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 07. November 2025
Englische Version:
AN: #6560
K: CNB
Ü:

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Wenn Sie sich nicht vertrauen, weshalb sollten es dann andere Menschen tun?

Selbstvertrauen

Gesundes Selbstvertrauen

 

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Fördern Sie den Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Video

Selbstvertrauen steigern – wie du lernst, dir selbst zu glauben

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Definition Selbstvertrauen

 

Selbstvertrauen bedeutet: Sich-selbst-vertrauen. Bewusstsein, Sicherheit, Überzeugung im Hinblick auf die eigene Person. Vertrauen in die eigenen Kräfte, Fähigkeiten.

 

Unterschieden werden kann zwischen:

  • förderliches (gesundes) oder nachteiliges (ungesundes) Selbstvertrauen
  • hohes oder niedriges Selbstvertrauen
  • berechtigtes und unberechtigtes Selbstvertrauen

 

 

 

Wieso ich von GESUNDEM Selbstvertrauen schreibe?

 

Es gibt ja leider durchaus zahlreiche Fälle, in denen Menschen ein Selbstvertrauen an den Tag legen, das unangemessen ist. Solche Blender können schon recht nachteilig für das Umfeld sein und eine Korrektur beziehungsweise eine berechtigte Basis für das Selbstvertrauen ist wünschenswert.

Narzissten wirken beispielsweise auf viele Beobachter im ersten Moment als wären sie voller Selbstvertrauen, obwohl das tatsächlich nicht der Fall ist. Gerade deren Unsicherheit fördert ihr Verhalten. Andere Menschen legen sich eine Maske zu, tun so einiges an der Oberfläche oder mithilfe ungesunder Substanzen oder anderer Tricks.

 

 

 

Wozu soll Selbstvertrauen gut sein?

 

Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen, meinte Mark Twain. Wie auch immer er das gemeint haben sollte; wirksames Selbstvertrauen sitzt tief und erfordert meiner Meinung nach keine Ignoranz. Im Gegenteil!

Wer Selbstvertrauen hat, schaut genauer hin, anstatt sich und anderen Menschen etwas vorzumachen. Wer Selbstvertrauen hat, geht die Dinge an und schaut auf die Lösungen.

 

 

 

Wie zeigt sich gesundes Selbstvertrauen?

 

Gesundes Selbstvertrauen zeigt sich in besseren Entscheidungen. Von außen zeigt es sich in einer entsprechenden Körpersprache mit Gestik, Mimik und Körperhaltung. Ausgeprägtes Selbstvertrauen wird mit einer aufrechten und offenen Körperhaltung sowie sicherem Blickkontakt verbunden.

Geringes Selbstvertrauen kann Wahrnehmung, Denken und Handeln einschränken. Personen mit geringem Selbstvertrauen wirken meist ängstlicher, unsicherer und gehemmter in Beziehungen. Das schränkt deren Leben ein. Menschen mit Selbstvertrauen kommunizieren klarer, weil sie wissen, wer sie sind, was sie wollen und dass sie es dürfen.

 

 

 

Sind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein identisch?

 

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden oft wie Synonyme verwendet. Genaugenommen haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen. Im Grunde ist Selbstvertrauen ein Aspekt von Selbstbewusstsein. Selbstbewusste Menschen kennen ihre Möglichkeiten und wissen, was sie sich zutrauen können.

Hindernisse und Ursachen bei mangelndem Selbstvertrauen

 

Wesentliche Hindernisse der Selbstentfaltung und somit Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen sind Ängste, die Angst vor Ablehnung und die Angst vor Versagen. Vieles hat seine Ursachen in der Kindheit. Als Folge wird das Leben fremdbestimmter gelebt und Selbstvertrauen nur sehr schwer erworben. Da helfen auch die Maskierungen nichts, die sich manche Menschen im Laufe der Zeit erworben haben.

22+ Tipps: Wege zu gesundem Selbstvertrauen

 

Die Seele aller gelingenden Tätigkeit ist doch das tiefe Selbstvertrauen.

Wilhelm von Humboldt

 

 

 

1. Raus aus der Opferhaltung, hinein ins Gestalten

 

Ein wesentlicher Schlüssel zu gesundem Selbstvertrauen ist die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich in der Opferhaltung gefangen fühlt, macht sich selbst kleiner.

 

 

 

2. Lernbereitschaft statt Perfektionismus

 

Lernbereitschaft ist deutlich förderlicher, als krampfhafter Perfektionismus. Wer meint, ständig anderen Menschen oder sich selbst etwas unbedingt beweisen zu müssen, macht sich das Leben schwer.

Wer neugierig und lernbereit ans Werk geht, darf auch mal Umwege machen.

 

 

 

3. Sport

 

Fehlende Bewegung macht körperlich und geistig träger und träger. Bewegung und Sport, die Vergnügen bereiten, wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen aus. Und damit sind jetzt keine mit Anabolika beschleunigten Muskelaufbauaktionen gemeint. Ein gutes Körpergefühl ist schon spürbare Belohnung. Mehr Bewegung führt zu mehr Energie und Lebenslust, die Säfte kommen ins Fließen.

 

 

 

4. Bildung

 

Mitreden zu können, wenn es an der Zeit ist, stärkt das Selbstvertrauen.

 

 

 

5. Erfüllung

 

Ein erfülltes Leben macht nicht nur Freude, es formt auch den Charakter, die Persönlichkeit. Wer bewusst lebt und gestaltet, vertraut sich selbst mehr und mehr.

 

 

 

6. Haltung

 

Kopf hoch, Brust raus, gerade Rücken, Blick nach vorne. Aufrecht und doch beweglich, registriert das Gehirn; wir sind standhaft und kraftvoll. Die Körpersprache ist nicht nur Ausdruck des Innenlebens, sie wirkt auch andersherum. Das Seelenleben drückt sich in der Körpersprache aus. Die Seele hat Einfluss auf die Haltung, doch das gilt auch andersherum. Gehen und stehen Sie aufrecht, blicken ihrem Gegenüber in die Augen und bewegen Sie sich ruhig und gelassen.

 

Zur Orientierung:

  • Stehen oder sitzen Sie aufrecht.
  • Stehen Sie etwa schulterbreit und nehmen Sie einen festen Stand ein.
  • Nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein.
  • Lassen Sie die Hände locker neben dem Körper hängen, wenn Sie nicht gestikulieren. Im Sitzen können Sie die Arme locker auf den Armlehnen ablegen.
  • Gehen Sie zügig und mit festen Schritten.

 

 

 

7. Überzeugungen

 

„Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.“ meinte Seneca. Auch Selbstvertrauen verträgt Pflege. Vor allem unbewusste Überzeugungen und Glaubenssätze nagen gerne in der Tiefe am Selbstvertrauen und nähren Zweifel. Selbst hartnäckige und schon lang anhaftende negative Glaubenssätze lassen sich schnell und gezielt auflösen.

Wir Menschen sind voller Überzeugungen und Glaubenssätze, die unsere Wahrnehmung, Denken und Verhalten beeinflussen. Einschränkende Überzeugungen lassen sich verändern, konstruktive fördern. Weshalb sollten wir das dem Zufall überlassen und Missverständnisse belassen?

 

 

 

8. Den Stärken widmen

 

Es lohnt sich, die eigenen Talente und Stärken erkunden, anstatt auf vermeintliche Schwächen zu starren. Das fördert das Selbstbewusstsein, also das Wissen um die persönlichen Eigenarten und das stärkt das Selbstvertrauen.

Machen Sie sich vertraut: Erfahren Sie mehr über sich und Ihre Wirkung. Wenn Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind, können Sie sich selbst vertrauen und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten und Talente aufbauen. Selbstvertrauen hängt ganz eng mit unserem Selbstwert zusammen. Selbstwert ist der Wert, den wir uns selber zuschreiben.

 

 

 

9. Mentales Training, Coaching, Therapie

 

Räumen Sie Ihr Oberstübchen auf. Legen Sie, gegebenenfalls mit Unterstützung in Form von Coaching oder Therapie, Altlasten ab. Arbeiten Sie an Überzeugungen und Glaubenssätzen.

Mentaltraining kann in vielerlei Hinsicht bei der Förderung eines gesunden Selbstvertrauens unterstützen.

 

 

 

10. Vergleiche lassen

 

Sich an Beispielen zu orientieren kann inspirierend sein, doch Vergleiche machen leicht unzufrieden. Es werden dann eigene Stärken übersehen. Anstatt sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, empfiehlt es sich, die eigene Einzigartigkeit zu genießen. Eine gute Übung, um das zu pflegen, ist es, die Einzigartigkeit und Vielfalt bei den Mitmenschen genauer zu betrachten und zu würdigen.

 

 

 

11. Selbstakzeptanz

 

Ja, auch Selbstakzeptanz ist keine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten Menschen erreichen einen vollständigen Abgleich von Fremd- und Selbstbild, doch an einigen Stellen ist das recht hilfreich. Je nach Thema können hier Therapeuten oder Coaches unterstützen.

 

 

 

12. Achtsamkeit

 

Achtsamkeit ist mehr als eine Modeerscheinung. Im Hier-und-Jetzt zu sein, hält uns auch im Kontakt mit unseren Möglichkeiten. Wer präsent ist, entfaltet mehr Wirkung, bekommt die entsprechenden ermunternden Rückmeldungen und fühlt sich berechtigterweise sicherer.

Achtsamkeit hilft dabei das Grübeln zu beenden, nehmen Sie lieber die Realität bewusst wahr. Gönnen Sie sich immer wieder einmal ein paar Minuten Ruhe und spüren Sie in sich hinein, wie es Ihnen wirklich geht. Ob Sie es Meditation oder Achtsamkeit ist sekundär.

 

 

 

13. Versagensängste und Co.

 

Mit Unterstützung lassen sich auch tief sitzende Ängste lösen. Ängste halten uns von so vielen wichtigen und schönen Schritten ab.

 

 

 

14. Rückmeldungen

 

Ehrliches und gar brauchbares Feedback zu bekommen, ist eine Seltenheit. Doch es hilft sehr konstruktives Feedback zu erhalten.

 

 

 

15. Visualisierungen

 

Nicht jeder Mensch verfügt über ein positives Selbstbild oder förderliche Zukunftserwartungen. Das kann dann schon mal im Weg stehen oder zumindest bremsen. Wie genau ist es, wenn es so ist, wie Sie es sich wünschen? Visualisierungen können sehr einflussreich sein. Gerade bei anspruchsvollen Zielen und einem einschränkenden Selbstbild lohnt sich das sehr.

 

 

 

16. Selbstliebe

 

Da fühlt man sich jung, dynamisch, gutaussehend. Und dann steht da dieser Scheiß-Spiegel.

 

Sich selbst anzunehmen und sich zu lieben, fällt vielen Menschen nicht leicht. Doch das ist so wesentlich, um das Leben wahrlich erfüllend zu erleben. Schon in der Körpersprache schlägt es sich und die Seele nieder, wenn jemand sich diese Liebe selbst vorenthält.

Lernen Sie sich selbst besser kennen und sich vertrauen. Das ist ein häufiges und lohnenswertes Thema im Coaching, das deutliche positive Unterschiede in vielen Bereichen mit sich bringt.

 

 

 

17. Visionen

 

Wer etwas zu einer lebenswerten Welt beiträgt, tut sich selbst damit einen Gefallen. Menschen wachsen mit ihren Aufgaben. Visionen liefern die Orientierung, den Rahmen.

 

 

 

18. Lächeln

 

Umso tiefer ein Lächeln seinen Ursprung hat, desto mehr richtet es die Seele auf. Das führt dazu, dass wir uns augenblicklich besser fühlen. Das gesamte Gesicht, die Mimik und dann die restliche Körperhaltung verändern sich.

 

 

 

19. Atmung

 

Eine gleichmäßige Atmung wirkt Wunder und lässt sich mit einfachen Atemtechniken fördern.

 

 

 

20. Dankbarkeit

 

Wer übersieht, womit das Leben das eigene Sein schon beschenkt hat, der verzichtet darauf, wichtige Ressourcen zu erkennen und Stolz zu empfinden. Dankbarkeit fühlt sich gut an und setzt konstruktive Kräfte frei.

 

 

 

21. Nein und Ja

 

Es ist hilfreich, zu wissen, was einem selbst guttut. Dann braucht es auch die Fähigkeit, gegebenenfalls Nein zu sagen. Manches Thema verdient es lauter zu werden, zu kämpfen.

 

 

 

22. Schluss mit Bewertungen

 

Mit jeder Bewertung legen wir die Richtung unseres Denkens vor. Selbst harmlos wirkende Verurteilungen setzen uns selbst weitere Grenzen.

Synonyme

Innere Kraft, Moral, Mut, Selbstgewissheit, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstgefühl, Selbstwertgefühl,Stolz.

Ursprung des Wortes

Das Wort Selbstvertrauen setzt sich aus den Worten „selbst“ und „Vertrauen“ zusammen.

Pflegen Sie Ihr Selbstvertrauen

 

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze Sie dabei, den Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Video

Wie wollen Narzissten dein Selbstvertrauen zerstören? Verhindere das!

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P.S.

 

Wie pflegen Sie Ihr Selbstvertrauen?

Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben. Johann Wolfgang von Goethe

Artikel zur Persönlichkeit

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2018
Überarbeitung: 9. November 2020
Englische Version:
AN: #26219
K: CNB
Ü:

Die Wirkung von Powerposen: Alles Quatsch oder steigert es das Selbstvertrauen?

Die Wirkung von Powerposen: Alles Quatsch oder steigert es das Selbstvertrauen?

Was ist dran an Powerposen? 4 Übungen, mit denen Sie es herausfinden
Powerposen

Powerposen

 

Haben Sie die Wirkung von Powerposen schon für sich getestet? Hier sind vier Übungen für mehr Selbstsicherheit und weniger Stress.

Video

Powerposen: Mehr Präsenz durch Haltung – oder bloßer Showeffekt?

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Überblick

 

 

 

 

Haltung

 

Wer die Schultern hängen lässt und sich kleiner macht, wirkt geknickt. Von der Forderung Haltung zu bewahren ist das weit entfernt. Aber wenn mir danach ist, ist das halt so, oder? Weshalb verstellen?

 

 

 

Kleiner Ausflug ins Tierreich

 

Ein kurzer Blick zu unseren haarigen Verwandten. Bei Alphatieren ist innerhalb eines Rudels ein höherer Testosteron- und niedrigen Cortisolspiegel nachweisbar.  Sie strahlen nach außen Ruhe und Selbstsicherheit aus. Nimmt ein neues Tier die Rolle des Alphatiers ein, steigt innerhalb weniger Tage dessen Testosteronspiegel und sein Cortisolspiegel (Stresshormon) sinkt. Das Tier wächst in die Rolle des ruhigen, selbstsicheren Führers hinein.

Diese Beobachtung animierte die Sozialpsychologin Amy Cuddy und ihre Kollegen an der Harvard Business School zu prüfen, ob das bei Menschen auch so solche Zusammenhänge gibt. Und tatsächlich lassen sich schon nach 2 Minuten in machtvollen Posen, sogenannten High-Power Pose und auch Power Posen, zwei Ergebnisse erkennen: die Menschen fühlen sich selbstbewusster und das lässt sich auch anhand des Pegels von Testosteron und Cortisol messen.

 

 

 

Power Posen

 

Power Posen sind Körperhaltungen, die für Kraft, Macht und Sicherheit stehen. Wer sie an den Tag legt, wirkt kraft- und einflussreich. Doch Körpersprache ist keine Einbahnstraße; sie hat Einfluss auf die Psyche.

 

 

 

4 Beispiele für Powerposen

 

Den Testosteronspiegel erhöhen, den Cortisolwert senken und dadurch den Stress verabschieden, während sich Ihr Selbstvertrauen aufrichtet? Wenn Sie gleich eine wichtige Besprechung, eine Präsentation oder eine schwierige Verhandlung haben, dann können Sie durch kurzes Power Posing ihre Hormone zähmen und dann selbstsicher und gestärkt in die Situation gehen. Hier sind die Übungen dafür.

 

 

1. Wonder Woman und Superman

 

Die Beine werden mindestens schulterbreit auseinandergesetzt und die Arme in die Hüften gestemmt, dann mit tiefem Einatmen die Brust raus und das Kinn nach vorne oder sogar leicht nach oben recken. So sicher, wie ein Baum ist der Stand. An solch einem Menschen ist kein Vorbeikommen. Mehr zum Stand und der Erdung im Artikel Grounding (Erdung) für Präsenz und Sicherheit bei Reden und Präsentationen

 

 

 

2. Siegerpose

 

So sehen Gewinner aus: Dafür werden die Arme nach oben gerissen, der Brustkorb aufgebläht und der Blick geht nach oben. „Ja, gewonnen!“

 

 

 

3. Chef

 

Chef oder Chefin sein: Auf einem Stuhl bequem zurücklehnen und verschränke die Arme hinter den Kopf legen. Die Füße werden auf dem Tisch abgelegt. Das Gefühl: Zufriedenheit breitet sich aus, es Großes wurde geleistet!

 

 

 

4. Lässige Typen

 

Für die lässigen Typen: Lehnen Sie sich lässig an einen Tisch und stützen sich mit einer Hand darauf ab.

 

 

 

Booster

 

Mit geeigneten Atemtechniken lässt sich die Wirkung noch deutlich steigern. Lassen Sie sich entsprechende Tipps im Coaching geben.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

 

 

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.

Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.

 

 

 

Keine Zeit, um zu mir nach Berlin zu kommen?

 

Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.

 

 

 

Lampenfieber

 

Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall

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Haben Sie die Wirkung von Powerposen schon für sich getestet? Und?

Artikel zum Thema Lampenfieber und Redeangst

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Ist es Lampenfieber oder Begeisterung?

Ist es Lampenfieber oder Begeisterung?

Lampenfieber vor der Präsentation? Nervös vor der Vorstellungsrunde? Nervenflattern vor der Hochzeitsrede? So ergeht es vielen Menschen. Es gibt viele gute Hilfen, Redeangst zu überwinden und die Nervosität in den Griff zu bekommen.

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 07. November 2025
AN: #371
K:
Ü:

Bessere Entscheidungen treffen. Fehlentscheidungen: Wer A sagt, muss auch B sagen? Trugschluss!

Fehlentscheidungen: Wer A sagt muss auch B sagen? Trugschluss!

Entscheidungsfindung, Sunk Cost Fallacy - Der Trugschluss der versunkenen Kosten
Entscheidungsfindung

Fehlentscheidungen

 

Bereits in der Kindheit bekommen wir die Weisheit „Wer A sagt, muss auch B sagen!“ eingetrichtert. Allzu oft werden solche Regeln dann später im Leben nicht mehr ausreichend hinterfragt – wir nehmen sie hin. Welche Folgen hat das?

So treffen Sie bessere Entscheidungen, statt sich einem Trugschluss hinzugeben und Fehlentscheidungen zu akzeptieren.

 

 

 

Überblick

 

Video

"Wer A sagt, muss auch B sagen"? Ein Trugschluss! Bessere Entscheidungen treffen

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Wenn A, dann auch B

 

Schon in der Kindheit bekommen wir die Weisheit „Wer A sagt, muss auch B sagen!” eingetrichtert. Allzu oft werden solche Regeln dann später im Leben nicht mehr ausreichend hinterfragt – wir nehmen sie hin.

Doch:

Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war.

Bertolt Brecht

 

 

 

Von wegen: Nur, weil Regeln oft wiederholt werden…

 

So vernünftig es klingt, Entscheidungen von Zeit zu Zeit zu hinterfragen; die Erfahrung zeigt, dass Menschen gerade das vermeiden. Sehr oft werden eingeschlagene Wege fortgesetzt, obwohl Weg oder Ziel mittlerweile nicht mehr so vielversprechend oder sogar nachteilig sind.

Sowohl Ziele als auch Strategien sollten von Zeit zu Zeit hinterfragt werden. Nur, wenn beide noch stimmen, also sowohl Ziel als auch Weg, lohnt es sich, die Reise unverändert fortzuführen. Friedrich Wilhelm Nietzsche drückte es so aus:

Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

 

Aus der unreflektierten Übernahme solcher Pseudoweisheiten, wie „Wer A sagt, muss auch B sagen“ resultieren zahlreiche Fehlentscheidungen.

 

Beispiel:

 

Der Trugschluss der versunkenen Kosten (Sunk Cost Fallacy)

 

Sunk costs sind in der Vergangenheit bereits entstandene Aufwände oder Kosten, die unwiederbringlich sind. Bei einer anstehenden Entscheidung, wie beispielsweise über die Weiterführung eines Projekts, sollten sie daher nicht berücksichtigt werden. Bei einer Entscheidung, sollten nur die zukünftigen Erträge und Kosten berücksichtigen werden, da die bereits „versenkten“ Investitionen (Sunk Costs) nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Verloren ist verloren! Genau das widerstrebt dem menschlichen Denken jedoch. Wir neigen dazu, diesen versunkenen Kosten emotional sehr viel Bedeutung beizumessen. „Wir haben doch schon zu viel investiert, um …“

Sind wir uns des Trugschlusses der versunkenen Kosten (Sunk Cost Fallacy) nicht bewusst, wägen wir nicht rational und objektiv die Kosten und Nutzen in der Zukunft ab. Die Zukunft können wir noch beeinflussen, bei Vergangenem ist das nicht möglich. Deswegen darf beispielsweise das Fortführen eines Projekts ausschließlich von beeinflussbaren Nutzen und Aufwänden abhängen, nicht von unwiederbringlich verlorenen Kosten in der Vergangenheit.

Coaching für gute Entscheidungen

 

Andauernd gilt es Entscheidungen zu treffen – große und kleine. Manche sind einfach, manche sind schwierig. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ohne groß darüber nachdenken zu müssen oder vollkommen unbewusst, also automatisch. Doch hin und wieder kommt der Punkt, an dem wir einer Entscheidung begegnen, bei der wir innehalten, nicht mehr weiter wissen, nicht mehr klar sehen. Oft sind dies Entscheidungen von hoher Tragweite, die außerdem auch noch die Eigenschaft besitzen wichtige Lebensaspekte infrage zu stellen, die bis dahin als gegeben oder nicht veränderbar angesehen wurden. So etwas kann durchaus Druck erzeugen und sogar zur Erstarrung führen, so dass kreative und konstruktive Wege unberücksichtigt bleiben.

Wer klar sieht, kann besser entscheiden und zielgerichtet handeln. Damit das gelingt, gilt es dafür zu sorgen die Optionen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, Prioritäten zu klären. Entscheidungscoaching hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu überblicken und den geeigneten Fokus zu finden. Die besten Entscheidungs- und Kreativtechniken und Methoden zur Entscheidungsfindung lassen sich in einem guten mentalen Zustand am wirkungsvollsten einsetzen.

Um dir die Entscheidung leichter zu machen, dich von mir unterstützen zu lassen, setze ich auf Transparenz. Du findest auf diesen Seiten unter anderem die Informationen zu mir (Karsten Noack) und den Honoraren.

 

Frage mich ruhig persönlich

 

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P.S.

 

Unter welchen Umständen ist es besser, die eigene Meinung und Pläne zu korrigieren?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Altruismus ist mehr als die Angst NEIN zu sagen!

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2009
Überarbeitung: 15. Juli 2020
AN: #43425
K:
Ü:

Klassische Konditionierung: Zuckerbrot & Peitsche

Klassische Konditionierung: Zuckerbrot & Peitsche

Persönliche Weiterbildung
Klassische Konditionierung

Überblick klassische Konditionierung

 

 

 

 

Klassische Konditionierung: Grundlagen und Beispiele

 

Klassische Konditionierung ist ein grundlegendes Konzept in der Psychologie, das beschreibt, wie wir lernen, bestimmte Reize mit bestimmten Reaktionen zu verknüpfen. Das Prinzip der klassischen Konditionierung wurde erstmals von dem russischen Physiologen Iwan Pawlow entdeckt und erforscht. Pawlow führte Experimente mit Hunden durch, um zu zeigen, wie ein neutraler Reiz, der ursprünglich keine Reaktion auslöste, durch wiederholte Assoziation mit einem unbedingten Reiz eine konditionierte Reaktion hervorrufen kann.

 

 

 

Was ist klassische Konditionierung?

 

Klassische Konditionierung beschreibt einen Lernprozess, bei dem ein ursprünglich neutraler Reiz mit einem unbedingten Reiz gepaart wird, sodass der neutrale Reiz schließlich eine ähnliche Reaktion auslöst wie der unbedingte Reiz. Dies geschieht durch wiederholte Paarung der Reize, bis der neutrale Reiz allein ausreicht, um die konditionierte Reaktion hervorzurufen. Ein unbedingter Reiz ist ein Reiz, der von Natur aus eine unbedingte Reaktion (UR) hervorruft, zum Beispiel das Futter, das bei einem Hund den Speichelfluss auslöst. Ein neutraler Reiz (NS) ist ein Reiz, der zunächst keine spezielle Reaktion hervorruft, wie das Klingeln einer Glocke. Wenn der neutrale Reiz jedoch wiederholt mit dem unbedingten Reiz gekoppelt wird, wird er zu einem bedingten Reiz, der eine konditionierte Reaktion hervorruft.

Pawlows Experimente zeigten, dass Hunde, die wiederholt das Geräusch einer Glocke hörten, unmittelbar bevor sie Futter bekamen, schließlich zu speicheln begannen, sobald sie nur das Geräusch der Glocke hörten, selbst wenn kein Futter vorhanden war. Das Geräusch der Glocke wurde vom neutralen Reiz zum bedingten Reiz, und das Speicheln des Hundes wurde von einer unbedingten zu einer konditionierten Reaktion.

Klassische Konditionierung ist nicht nur auf Pawlows Experimente beschränkt, sondern ein grundlegender Mechanismus, durch den wir alle lernen. Sie beeinflusst viele unserer täglichen Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Reaktionen, oft auf eine subtile Weise, die wir nicht immer bewusst wahrnehmen. Die klassische Konditionierung spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben, indem sie Verbindungen herstellt, die unser Verhalten auf einer tiefen, fast automatischen Ebene beeinflussen.

 

 

 

Beispiele für klassische Konditionierung im Alltag

 

Klassische Konditionierung ist nicht nur bei Tieren, sondern auch im menschlichen Verhalten weit verbreitet. Viele alltägliche Verhaltensweisen und Reaktionen lassen sich durch klassische Konditionierung erklären:

Werbung: In der Werbung wird klassische Konditionierung häufig eingesetzt, um Produkte positiv zu assoziieren. Wenn ein Produkt (neutraler Reiz) mit positiven Emotionen (z.B. durch die Darstellung glücklicher Menschen) wiederholt gepaart wird, führt dies dazu, dass das Produkt selbst eine positive Reaktion bei uns hervorruft. Diese Methode wird gezielt eingesetzt, um Markenloyalität zu schaffen und das Konsumverhalten zu beeinflussen. Durch die emotionale Aufladung der Marke entwickelt der Konsument eine stärkere Bindung zu dem Produkt, ohne sich dessen immer bewusst zu sein.

Phobien: Klassische Konditionierung spielt auch eine Rolle bei der Entstehung von Phobien. Wenn jemand zum Beispiel von einem Hund gebissen wurde, kann die Angst vor Hunden als konditionierte Reaktion entstehen, wobei der Anblick eines Hundes (bedingter Reiz) Angst (konditionierte Reaktion) hervorruft. Auch kleinere, scheinbar harmlose Situationen können durch klassische Konditionierung mit negativen Erlebnissen verknüpft werden und zu irrationalen Ängsten führen. Diese Ängste können tief verankert bleiben und unser Verhalten nachhaltig beeinflussen, beispielsweise indem wir Situationen meiden, die die Angst auslösen könnten.

Arztbesuche: Viele Menschen entwickeln negative Assoziationen mit dem Arztbesuch. Der sterile Geruch in einer Arztpraxis (neutraler Reiz) kann nach einigen unangenehmen Erfahrungen (unbedingter Reiz) bereits eine Stressreaktion (konditionierte Reaktion) auslösen. Die bloße Vorstellung des Arztbesuchs kann zu Herzklopfen oder Unbehagen führen, auch wenn aktuell kein Grund zur Sorge besteht. Diese negativen Assoziationen entstehen oft durch wiederholte unangenehme Erfahrungen, die langfristig dazu führen können, dass Arztbesuche komplett vermieden werden.

Essverhalten: Ein bestimmter Duft kann das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, weil er an eine positive Erfahrung mit leckerem Essen erinnert. Zum Beispiel könnte der Geruch von frisch gebackenem Brot dazu führen, dass man Appetit bekommt, auch wenn man gerade nicht hungrig war. Diese Art der Konditionierung beeinflusst oft unsere Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Lebensmitteln. Der Duft wird mit der positiven Erfahrung von Geschmack und Sättigung verknüpft, was zu einer sofortigen körperlichen Reaktion führen kann, selbst in Abwesenheit des eigentlichen Essens.

Emotionale Reaktionen: Emotionen können auch durch klassische Konditionierung entstehen. Zum Beispiel kann ein bestimmtes Lied, das in einer glücklichen Phase des Lebens häufig gehört wurde, positive Gefühle auslösen, auch Jahre später, wenn die Umstände ganz anders sind. Umgekehrt kann ein Lied, das während einer traurigen oder schwierigen Zeit oft gehört wurde, negative Emotionen hervorrufen. Diese emotionalen Verknüpfungen bleiben oft über Jahre hinweg bestehen und können auch durch einen einzigen Reiz wieder ausgelöst werden, was zeigt, wie tief konditionierte Reaktionen in uns verankert sind.

 

 

 

Phasen der klassischen Konditionierung

 

Der Prozess der klassischen Konditionierung umfasst mehrere Phasen:

 

 

 

Akquisition

 

In dieser Phase wird der neutrale Reiz mit dem unbedingten Reiz gepaart, und der Lernprozess findet statt. Der neutrale Reiz wird allmählich zum bedingten Reiz, der die konditionierte Reaktion auslöst. Die Anzahl der Paarungen, die erforderlich sind, damit der Lernprozess erfolgreich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Intensität des unbedingten Reizes oder der Zeitspanne zwischen den Reizen. Je häufiger die Paarung stattfindet, desto stärker wird die Assoziation zwischen den Reizen.

 

 

 

Löschung (Extinktion)

 

Wenn der bedingte Reiz wiederholt ohne den unbedingten Reiz präsentiert wird, nimmt die konditionierte Reaktion allmählich ab, bis sie schließlich nicht mehr auftritt. Dieser Prozess wird als Löschung bezeichnet. Allerdings bedeutet Löschung nicht, dass die Assoziation vollständig verschwindet; es besteht die Möglichkeit, dass die konditionierte Reaktion bei erneuter Paarung der Reize wieder auftritt. Diese latente Speicherung der Konditionierung zeigt, dass das Gelernte nicht vollständig gelöscht, sondern lediglich unterdrückt wird.

 

 

 

Spontanerholung

 

Nach einer Phase der Löschung kann die konditionierte Reaktion manchmal wieder auftreten, wenn der bedingte Reiz erneut präsentiert wird. Dieser Effekt wird als Spontanerholung bezeichnet und zeigt, dass das gelernte Verhalten nicht vollständig vergessen wurde. Es zeigt auch, dass Konditionierung einen bleibenden Einfluss haben kann, der selbst nach längeren Pausen wieder aktiviert werden kann. Dies ist besonders relevant, wenn wir verstehen wollen, warum bestimmte Verhaltensweisen, wie Ängste oder Vorlieben, scheinbar „aus dem Nichts“ wieder auftauchen.

 

 

 

Generalisierung

 

Generalisierung tritt auf, wenn eine konditionierte Reaktion nicht nur auf den ursprünglichen bedingten Reiz, sondern auch auf ähnliche Reize erfolgt. Zum Beispiel könnte ein Hund, der auf den Klang einer bestimmten Glocke konditioniert wurde, auch auf ähnliche Geräusche reagieren. Generalisierung spielt eine wichtige Rolle, da sie zeigt, wie flexibel unser Lernverhalten sein kann und wie wir auf neue, ähnliche Reize reagieren. Diese Fähigkeit zur Generalisierung ermöglicht es uns, auf unbekannte, aber vergleichbare Situationen angemessen zu reagieren, ohne jedes Mal von Grund auf neu zu lernen.

 

 

 

Diskriminierung

 

Diskriminierung ist das Gegenteil der Generalisierung. Bei der Diskriminierung lernt das Individuum, nur auf einen spezifischen Reiz zu reagieren und ähnliche Reize zu ignorieren. Dies geschieht, wenn ähnliche Reize wiederholt ohne den unbedingten Reiz präsentiert werden, sodass nur der spezifische bedingte Reiz die konditionierte Reaktion hervorruft. Dieses Prinzip ist wichtig, um im Alltag zwischen relevanten und irrelevanten Reizen unterscheiden zu können. Diskriminierung ermöglicht es uns, spezifische Reaktionen nur in den passenden Kontexten zu zeigen, was eine gezielte Anpassung unseres Verhaltens an die Umwelt ermöglicht.

 

 

 

Bedeutung der klassischen Konditionierung

 

Klassische Konditionierung ist ein grundlegender Mechanismus des Lernens, der sowohl für das Verständnis des tierischen als auch des menschlichen Verhaltens wichtig ist. Sie zeigt, wie wir Reize in unserer Umwelt mit emotionalen oder körperlichen Reaktionen verknüpfen können. Diese Assoziationen sind oft tief in unserem Bewusstsein verankert und beeinflussen unser Verhalten in vielen Lebensbereichen, oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

In der Verhaltenstherapie wird klassische Konditionierung genutzt, um Verhaltensänderungen zu erreichen. Zum Beispiel kann durch Gegenkonditionierung ein neuer positiver Reiz mit einem zuvor negativen Reiz verbunden werden, um eine problematische Reaktion zu reduzieren oder zu eliminieren. Klassische Konditionierung hilft auch zu verstehen, wie Ängste oder ungünstige Verhaltensmuster entstehen und wie sie verändert werden können. Durch systematische Desensibilisierung, eine Form der Gegenkonditionierung, können Menschen schrittweise lernen, ihre Ängste zu überwinden, indem sie Entspannung mit zuvor angstauslösenden Reizen verknüpfen.

Auch im Bildungsbereich kann klassische Konditionierung hilfreich sein. Positive Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Lernen, wie Lob oder Belohnungen, können dazu führen, dass Schüler eine positive Einstellung zum Lernen entwickeln. Wenn Schüler jedoch negative Erfahrungen machen, kann dies dazu führen, dass sie negative Reaktionen auf bestimmte Fächer oder das Lernen im Allgemeinen entwickeln. Lehrer, die sich der Macht der klassischen Konditionierung bewusst sind, können gezielt eine angenehme Lernatmosphäre schaffen, um positive Assoziationen zum Lernen zu fördern.

Klassische Konditionierung wird auch oft in der Tiererziehung verwendet. Zum Beispiel lernen Hunde oft durch Konditionierung, auf bestimmte Kommandos zu reagieren, indem sie diese Kommandos mit positiven oder negativen Reizen verbinden. Das Training, das auf Belohnungen basiert, nutzt die Prinzipien der klassischen Konditionierung, um das Verhalten des Tieres zu formen. Das Wissen um klassische Konditionierung hilft Tiertrainern, nachhaltige Verhaltensänderungen zu erzielen, indem sie gezielt positive Reize einsetzen, um gewünschte Verhaltensweisen zu verstärken.

 

 

 

Fazit

 

Klassische Konditionierung ist ein relevantes Konzept, das uns zeigt, wie unser Verhalten durch unsere Umgebung und Erfahrungen geprägt wird. Durch das Verständnis der Mechanismen der klassischen Konditionierung können wir besser nachvollziehen, warum wir auf bestimmte Reize reagieren, wie wir es tun, und wie wir diese Reaktionen im Bedarfsfall ändern können. Es ist ein wertvolles Werkzeug, das nicht nur in der Psychologie, sondern auch in vielen anderen Bereichen, wie Werbung, Erziehung und Therapie, eine wichtige Rolle spielt.

Klassische Konditionierung verdeutlicht, wie eng unser Verhalten mit den Erfahrungen verknüpft ist, die wir im Laufe unseres Lebens machen. Das Wissen darüber hilft uns nicht nur dabei, besser zu verstehen, wie Lernprozesse funktionieren, sondern gibt uns auch die Möglichkeit, bewusst Einfluss auf unser Verhalten und unsere Reaktionen zu nehmen. Sei es im Umgang mit Ängsten, in der Erziehung oder im eigenen Alltag – klassische Konditionierung ist ein Schlüssel, um die Macht von Gewohnheiten und Reiz-Reaktions-Mustern zu verstehen und gezielt zu nutzen. Dieses Verständnis erlaubt es uns, neue Wege zu finden, um unser Leben positiv zu beeinflussen, sei es durch das bewusste Umlernen problematischer Reaktionen oder durch die Förderung von positiven Gewohnheiten, die unser Wohlbefinden steigern.

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Zuckerbrot und Peitsche: Skinners Konditionierung einfach erklärt

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 07. November 2025
AN: #371
K:
Ü:

Altruismus ist mehr als die Angst NEIN zu sagen!

Altruismus ist mehr als die Angst NEIN zu sagen!

Altruismus: Wer sich über der anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Altruismus

Altruismus

 

Als das Gegenteil von Egoismus wird ein selbstloses und uneigennütziges Handeln ohne Erwartung einer Belohnung als Altruismus bezeichnet. Ein deutsches Sprichwort behauptet: Wer sich über der anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes. Stimmt das oder kommt eher voran, wer sich rücksichtslos mit dem Ellbogen einen Weg durch das Leben bahnt?

 

Video

Was ist Altruismus – und wie selbstlos ist er wirklich?

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Überblick

 

 

 

 

Altruismus

 

Als Altruismus (von lateinisch alter, der andere) wird ein selbstloses und uneigennütziges Handeln ohne Erwartung einer Belohnung bezeichnet. Er wird als das Gegenteil von Egoismus betrachtet. Ein deutsches Sprichwort behauptet: Wer sich über der anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

 

 

 

Wie uneigennützig ist Uneigennützigkeit?

 

Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus.

Oscar Wilde

 

Inwiefern vollkommen uneigennütziges menschliches Verhalten tatsächlich möglich ist, bleibt der Betrachtung überlassen, da ja unterschiedlichste Motive vorliegen können. Skeptiker gehen davon aus, dass altruistisches Verhalten oft insgeheim auf spätere, indirekte Belohnung durch andere zielt.

 

 

 

Angst Nein zu sagen

 

Wer Angst hat, Nein zu sagen, wer anderen aus Angst vor Ablehnung keine Bitte abschlagen kann, der scheint auf den ersten Blick altruistische Motive zu haben. Was als Altruismus erscheint, ist mitunter allerdings auch nur ein Mangel an Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen.

 

 

 

Risiken

 

Menschen, die sich über die Maße selbstlos verhalten, weil sie hoffen, dadurch von anderen Anerkennung zu bekommen, sind gefährdet an Depressionen, einem Helfersyndrom und Burnout zu erkranken, da sie eigene Bedürfnisse völlig vernachlässigen, sich selbst ausbeuten und sich überfordern.

Synonyme

 

Aufopferung, Barmherzigkeit, Hingebung, Hochherzigkeit, Mitleid, Nächstenliebe, Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit, Wohltätigkeit.

Ursprung des Wortes

 

Das Wort Altruismus wurde über das französische Wort „altruisme“ vom lateinisch „alter“ = „der Andere“ abgeleitet.

P.S.

 

Was halten Sie von Altruismus?

Wer sich über der anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. August 2005
Überarbeitung: 5. Februar 2020
AN: #675208
K: CNB
Ü: X
Englische Version:

Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen: Täuschungen aufdecken

Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen: Täuschungen aufdecken

Bessere Entscheidungen treffen, weil der Blick nicht mehr verstellt ist
Enttäuschung

Enttäuschung

 

Unwissenheit hält nicht, was sie verspricht. Unwissenheit mag für eine gewisse Zeit die Illusion einer heilen Welt ermöglichen. Leben findet nicht statt.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Können Enttäuschung Vorteile mit sich bringen?

 

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.

Max Planck

Video

Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen – Wie du Täuschungen aufdeckst und daraus lernst

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Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen

Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen: Täuschungen aufdecken

 

Der ganze Satz des Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm lautet: „Wissen beginnt demnach mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der Enttäuschung. Wissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vorzudringen, die Realität in ihrer Nacktheit zu sehen. Wissen bedeutet nicht, im Besitz von Wahrheit zu sein, sondern durch die Oberfläche zu dringen und kritisch und tätig nach immer größerer Annäherung an die Wahrheit zu streben.“

 

 

 

Hinter die Kulissen schauen

 

Ein Beispiel für das Aufdecken von Täuschungen im Alltag könnte die Erkenntnis sein, dass materieller Wohlstand nicht zwangsläufig zu Glück führt. Viele Menschen verbringen Jahre damit, nach mehr Besitz zu streben, nur um dann festzustellen, dass das wahre Glück in Beziehungen, persönlichem Wachstum oder innerer Ruhe liegt. Diese Einsicht kann schmerzhaft sein, da sie unsere bisherigen Überzeugungen infrage stellt, doch sie öffnet auch die Tür zu einem authentischeren Leben. Solche konkreten Beispiele helfen dabei, den Prozess der Erkenntnis greifbarer zu machen.

Ein weiteres Beispiel ist die Täuschung, dass der berufliche Erfolg der Schlüssel zur persönlichen Zufriedenheit ist. Viele Menschen investieren ihr ganzes Leben in ihre Karriere und erkennen erst spät, dass andere Aspekte des Lebens wie Familie, Freunde oder persönliche Erfüllung mindestens genauso wichtig sind. Diese Erkenntnis kommt oft durch eine Phase der Enttäuschung – etwa durch das Gefühl der Leere, obwohl alle beruflichen Ziele erreicht wurden. Das Aufdecken solcher Täuschungen ist schmerzhaft, aber notwendig, um einen erfüllten Lebensweg zu finden.

Haben und Sein, Haben oder Sein? Wissen beginnt, wenn der Blick frei von Ablenkungen auf die Dinge fällt, jenseits der Täuschungen durch die Wahrnehmungen des sogenannten gesunden Menschenverstandes. Für Erich Fromm bedeutet Wissen nicht, im Besitz einer absoluten Wahrheit zu sein, sondern kritisch und aktiv die Wahrheit anzustreben. Es beginnt mit der Zerstörung von Täuschungen, auch wenn das mitunter schmerzhaft ist. Wissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vorzudringen und so die Realität unverhüllt zu betrachten. Der Prozess der Erkenntnisfindung ist dabei wichtiger als die vermeintlich mit Gewissheit gefundene Wahrheit an sich. Dazu gilt es, sich von Illusionen zu befreien.

Dieser Blick hinter die Kulissen fordert uns heraus, die vermeintlich sicheren Annahmen infrage zu stellen. Es bedeutet, Muster zu durchbrechen, die uns in einer falschen Sicherheit wiegen. Diese Art der Erkenntnis führt uns in tiefere Schichten unseres Verständnisses und lässt uns erkennen, dass viele unserer Überzeugungen auf Annahmen basieren, die einer genaueren Betrachtung nicht standhalten. Eine echte Erkenntnis entsteht erst, wenn wir bereit sind, alte Überzeugungen loszulassen und uns der Realität zu stellen – auch wenn diese anders aussieht, als wir sie uns vorgestellt haben.

 

 

 

Unwissenheit ist ein Segen?

 

Trotz der in einem Gedicht von Thomas Gray aus dem Jahr 1742 beschriebenen Segnung durch Unwissenheit („Ode on a Distant Prospect of Eton College“) und dem Hinweis „Ignorance is Bliss“ im Film Matrix, hält Unwissenheit meines Erachtens nicht, was sie verspricht. Unwissenheit mag für eine gewisse Zeit die Illusion einer heilen Welt in Rosarot ermöglichen, doch nehmen wir währenddessen weder am wahren Leben teil, noch findet persönliches Wachstum statt.

Unwissenheit ist bequem. Sie erlaubt uns, in einer Blase der Sicherheit zu leben, ohne die Ungewissheiten und Komplexitäten der Realität zu konfrontieren. Zum Beispiel neigen viele Menschen dazu, schwierige finanzielle Entscheidungen aufzuschieben, weil sie sich nicht mit der Unsicherheit und Komplexität von Investitionen auseinandersetzen wollen. Diese Vermeidung mag kurzfristig Erleichterung bringen, hindert uns aber daran, langfristig stabile Entscheidungen zu treffen und finanzielles Wachstum zu erreichen. Doch diese Bequemlichkeit hat ihren Preis: Sie hindert uns daran, uns zu entwickeln, und hält uns gefangen in einem Zustand der Stagnation. Persönliches Wachstum beginnt erst dort, wo wir bereit sind, Unwissenheit abzulegen und uns den Herausforderungen zu stellen, die die Realität mit sich bringt. Wissen eröffnet uns Möglichkeiten, es zeigt uns neue Wege auf und gibt uns die Macht, unser Leben aktiv zu gestalten.

Ein weiteres Beispiel für die trügerische Sicherheit von Unwissenheit findet sich im Gesundheitsbereich. Menschen ignorieren oft Symptome oder vermeiden Vorsorgeuntersuchungen aus Angst vor schlechten Nachrichten. Diese vermeintliche Unwissenheit schützt sie vielleicht kurzfristig vor Sorgen, doch langfristig verhindert sie, dass frühzeitig gehandelt und möglicherweise eine ernsthafte Erkrankung vermieden werden kann. Wissen bedeutet, die Realität zu akzeptieren und die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, auch wenn es unangenehm ist.

„Wissen ist Macht“ – und nicht wissen macht auch nichts? Das klingt wohl lustiger, als es ist, denn auf so einer Basis lässt sich nicht gestalten und nicht entwickeln. Die vermeintliche Sicherheit der Unwissenheit verhindert, dass wir unsere Potenziale entfalten und das Leben aktiv in die Hand nehmen. Somit ist jede Enttäuschung ein Akt der Befreiung und die Grundlage für bessere Entscheidungen. Zumindest dann, wenn es nicht zu einem anhaltenden Erstarren kommt, sondern wir die Ärmel hochkrempeln und aus dieser Erkenntnis etwas Gutes machen.

 

 

Die Kraft der Enttäuschung

 

Um die Kraft der Enttäuschung besser zu verstehen, nehmen wir das Beispiel einer gescheiterten Karrierechance. Viele Menschen erleben Momente, in denen sie trotz aller Anstrengungen eine Beförderung nicht erhalten. Der anfängliche Schmerz dieser Enttäuschung kann dazu führen, dass wir unsere eigenen Stärken und Schwächen genauer analysieren, neue Fähigkeiten erlernen oder sogar feststellen, dass die bisher angestrebte Karriere nicht zu unseren wahren Interessen passt. Diese Erkenntnis kann letztlich zu einem erfüllenderen beruflichen Weg führen.

Enttäuschungen sind schmerzhaft, aber sie haben auch eine befreiende Kraft. Zum Beispiel kann das Ende einer Beziehung, so schmerzhaft es auch sein mag, den Weg frei machen, um zu erkennen, was in einer Partnerschaft wirklich wichtig ist, und dazu führen, gesündere Beziehungen in der Zukunft aufzubauen. Eine Ent-Täuschung ist nichts anderes als das Ende einer Täuschung – ein Moment, in dem wir die Realität so sehen, wie sie wirklich ist, und nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Dieser Prozess kann unangenehm sein, weil er uns aus unserer Komfortzone holt und uns zwingt, die Wahrheit zu akzeptieren. Doch in diesem Moment der Enttäuschung liegt auch die Chance auf Wachstum.

Durch Enttäuschungen lernen wir, was wirklich wichtig ist. Wir erkennen, welche Erwartungen unrealistisch waren und welche Annahmen wir hinterfragen sollten. Indem wir uns der Wahrheit stellen, können wir bessere Entscheidungen treffen, die auf einem klareren Verständnis der Realität basieren. Enttäuschungen sind somit Wegweiser, die uns helfen, uns weiterzuentwickeln und nicht in alten Mustern gefangen zu bleiben.

Die Fähigkeit, Enttäuschungen zu nutzen, anstatt an ihnen zu verzweifeln, ist ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Wachstums. Es geht darum, aus den schmerzhaften Momenten zu lernen, die Ärmel hochzukrempeln und aktiv nach neuen Lösungen zu suchen. Diese aktive Auseinandersetzung mit der Realität führt uns näher an die Wahrheit heran und hilft uns, ein authentischeres und erfüllteres Leben zu führen. Eine weitere wichtige Strategie ist, Unterstützung von außen zu suchen. Freunde, Mentoren oder Therapeuten können helfen, eine Enttäuschung aus einer anderen Perspektive zu betrachten und neue Wege zu finden, mit den Herausforderungen umzugehen.

 

 

Fazit

Enttäuschungen sind keine Feinde, sondern Begleiter auf unserem Weg zur Erkenntnis. Sie helfen uns, Illusionen zu zerstören, und fordern uns auf, einen tieferen Blick auf die Realität zu werfen. Dieser Prozess mag nicht immer angenehm sein, doch er ist notwendig, um wirklich zu wachsen und ein erfülltes Leben zu führen. Sei mutig und stelle dich den Täuschungen – hinter jeder Enttäuschung verbirgt sich die Chance, die Welt mit neuen Augen zu sehen und eine bessere Version von dir selbst zu werden.

Wissen beginnt mit der Enttäuschung – mit der Zerstörung von Illusionen und der Bereitschaft, hinter die Oberfläche zu blicken. Es bedeutet, den Mut zu haben, die Wahrheit zu suchen, auch wenn diese unbequem ist. Unwissenheit mag kurzfristig verlockend sein, doch sie hält uns davon ab, am wahren Leben teilzunehmen und zu wachsen. Enttäuschungen sind keine Rückschläge, sondern Chancen zur Befreiung von Täuschungen und zur Weiterentwicklung. Wer sich dieser Herausforderung stellt, kann aus jeder Enttäuschung Erkenntnisse gewinnen und sein Leben aktiv gestalten. Jede Enttäuschung ist eine Einladung, tiefer zu gehen, neu zu bewerten und letztlich zu einem klareren, bewussteren Leben zu finden. Nutze diese Chancen, um kontinuierlich zu wachsen und dein wahres Potenzial zu entfalten.

 

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 07. November 2025
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