Auseinandersetzungen mit Fanatikern? Tipps für ideologische Debatten. Was geht und was ist Zeitverschwendung? Weshalb es trotzdem wichtig ist zu reden.
Präsentationstraining: Einzeltraining oder Gruppentraining?
Kommunikations- und Präsentationstraining in der Gruppe oder lieber ein Einzeltraining?
Was ist besser; Kommunikations-, Präsentations- und Rhetoriktraining als Gruppentraining oder Einzeltraining?
Präsentationstraining: 1:1 oder in der Gruppe?
Welcher Rahmen passt zu deinem Ziel?
Einzeltraining oder Gruppentraining?
Beides kann hervorragend funktionieren.
Und beides kann am eigentlichen Bedarf vorbeigehen.
Entscheidend ist weniger, welcher Rahmen grundsätzlich besser ist.
Entscheidend ist:
Was möchtest du erreichen?
Möchtest du grundsätzlich deine rhetorischen Fähigkeiten entwickeln?
Steht eine wichtige Präsentation bevor?
Geht es um ein vertrauliches berufliches Thema?
Soll ein ganzes Team seine Kommunikationskompetenz weiterentwickeln?
Oder möchtest du gezielt an deiner persönlichen Wirkung arbeiten?
Je konkreter das Ziel, desto leichter lässt sich der passende Rahmen wählen.
Wann eignet sich individuelles 1:1-Training?
Im 1:1 gehört die gesamte gemeinsame Zeit deinem Anliegen.
Das ist besonders wertvoll, wenn du sehr gezielt arbeiten möchtest.
Wir können unmittelbar an deinen tatsächlichen Situationen arbeiten.
An deiner Präsentation.
Deinen Folien.
Deiner Argumentation.
Deiner Stimme.
Deiner Körpersprache.
Deinen Fragen.
Deiner Wirkung.
Oder einem konkreten bevorstehenden Auftritt.
Der Inhalt richtet sich nach dir statt nach einem allgemeinen Trainingsplan.
1:1 bei einem wichtigen Auftritt
Je höher die Tragweite eines Auftritts, desto interessanter wird individuelle Vorbereitung.
Zum Beispiel bei:
-
Vorstandspräsentationen
-
wichtigen Kundenpräsentationen
-
Pitches
-
Investorenpräsentationen
-
Reden
-
Auswahlverfahren
-
Executive-Präsentationen
-
öffentlichen Auftritten
-
Präsentationen wichtiger Entscheidungen
Dann möchtest du weniger allgemeine Präsentationsübungen absolvieren.
Du möchtest wissen:
Funktioniert meine tatsächliche Präsentation?
Der Vorteil realitätsnaher Vorbereitung
Im individuellen Training können wir die Situation möglichst konkret simulieren.
Du präsentierst.
Ich höre zu.
Unterbreche gegebenenfalls.
Stelle Fragen.
Erhebe Einwände.
Übernehme unterschiedliche Perspektiven.
Anschließend bekommst du unmittelbares Feedback.
Wir verändern etwas.
Und probieren erneut.
Das schafft einen wesentlichen Vorteil:
Du sammelst Erfahrungen, bevor es darauf ankommt.
Vertrauliche Themen
Ein weiterer Vorteil des 1:1-Rahmens zeigt sich bei vertraulichen Inhalten.
Vielleicht geht es um:
eine Unternehmensstrategie,
Personalentscheidungen,
interne Zahlen,
einen Pitch,
eine bevorstehende Veränderung,
einen Konflikt,
oder eine noch unveröffentlichte Entscheidung.
Dann kann ein geschützter individueller Rahmen besonders sinnvoll sein.
Persönliche Themen
Manchmal liegt die größte Entwicklungsmöglichkeit weniger in den Folien.
Vielleicht möchtest du an:
Präsenz,
Stimme,
Nervosität,
Selbstsicherheit,
Körpersprache,
Sprechweise,
oder bestimmten Verhaltensmustern arbeiten.
Auch dafür bietet 1:1 viel Raum.
Feedback kann sehr konkret werden, ohne dass du dich vor einer Gruppe mit persönlichen Themen beschäftigen musst.
Wann eignet sich Training in einer Gruppe?
Gruppen bieten etwas, das im 1:1 schwer vollständig nachzubilden ist:
mehrere echte Menschen mit unterschiedlichen Reaktionen.
Du kannst erleben:
Wie reagieren verschiedene Zuhörer?
Was verstehen sie?
Welche Fragen entstehen?
Wie unterschiedlich wird dieselbe Botschaft wahrgenommen?
Wie gehe ich mit Gruppendynamik um?
Gerade für bestimmte Lernziele kann das ausgesprochen wertvoll sein.
Wenn ein Team gemeinsam besser kommunizieren möchte
Corporate- und Inhouse-Training hat eine weitere Stärke.
Menschen arbeiten anschließend miteinander weiter.
Sie können gemeinsam Fähigkeiten und Standards entwickeln.
Zum Beispiel:
Wie präsentieren wir im Unternehmen?
Wie vermitteln wir komplexe Inhalte?
Wie geben wir Feedback?
Wie gehen wir mit kritischen Fragen um?
Wie vertreten wir Entscheidungen?
Wie kommunizieren unsere Führungskräfte?
Wie treten wir gegenüber Kunden auf?
Dann geht es weniger um eine Ansammlung individueller Trainings.
Es entsteht gemeinsame Kommunikationskompetenz.
Reale Fälle im Team
Auch Corporate-Training muss weniger aus künstlichen Übungsfällen bestehen.
Teilnehmende können tatsächliche Situationen einbringen.
Eine bevorstehende Präsentation.
Ein Kundengespräch.
Eine typische Fragerunde.
Eine schwierige Führungssituation.
Ein Pitch.
Eine wiederkehrende kommunikative Herausforderung.
So kann ein Team miteinander und voneinander lernen.
Gruppendynamik als Lernchance
Menschen reagieren unterschiedlich.
Was eine Person überzeugt, löst bei einer anderen Rückfragen aus.
Was für jemanden vollkommen verständlich ist, bleibt für einen anderen abstrakt.
Gerade das macht Gruppen wertvoll.
Du bekommst mehr Perspektiven.
Und du erlebst unmittelbar:
Kommunikation findet weniger in deiner Absicht als in der Wahrnehmung deines Gegenübers statt.
Wo Gruppen an Grenzen kommen
Gemeinsame Zeit muss verteilt werden.
Je größer die Gruppe, desto weniger individuelle Trainingszeit steht für jede einzelne Person zur Verfügung.
Auch Themen und Lerngeschwindigkeit unterscheiden sich.
Eine Person möchte an Stimme arbeiten.
Eine andere an Folien.
Eine dritte an Lampenfieber.
Eine vierte braucht Unterstützung bei kritischen Fragen.
Deshalb braucht gutes Gruppentraining klare Ziele und eine sinnvolle Gruppengröße.
Und was ist mit offenen Seminaren?
Offene Seminare können sinnvoll sein, wenn Menschen einen allgemeinen Einstieg in ein Thema suchen und gleichzeitig vom Austausch mit anderen profitieren möchten.
Mein eigener Schwerpunkt liegt heute auf zwei anderen Formen:
individuellem 1:1-Training
und
maßgeschneiderten Corporate-/Inhouse-Formaten für Unternehmen, Teams und Führungskräfte.
So können Inhalte und Rahmen wesentlich genauer auf die tatsächlichen Anforderungen abgestimmt werden.
1:1 oder Corporate-Training?
Eine einfache Orientierung:
1:1 passt besonders, wenn …
du ein sehr individuelles Ziel hast.
ein konkreter wichtiger Auftritt bevorsteht.
Vertraulichkeit wichtig ist.
du intensiv an deiner persönlichen Wirkung arbeiten möchtest.
du in kurzer Zeit sehr gezielt vorankommen möchtest.
du deine tatsächliche Präsentation vorbereiten willst.
Corporate-/Inhouse-Training passt besonders, wenn …
mehrere Menschen ähnliche Herausforderungen haben.
ein Team gemeinsame Fähigkeiten entwickeln soll.
Führungskräfte miteinander lernen sollen.
unterschiedliche Publikumsreaktionen Teil des Trainings sein sollen.
gemeinsame Kommunikationsstandards entwickelt werden sollen.
das Lernen voneinander einen zusätzlichen Wert bietet.
Manchmal ist eine Kombination besonders sinnvoll
Die Entscheidung muss weniger immer entweder–oder lauten.
Ein Unternehmen kann beispielsweise mit einem gemeinsamen Format beginnen.
Anschließend erhalten einzelne Führungskräfte individuelles Sparring für besonders wichtige Situationen.
Oder:
Eine Führungskraft arbeitet zunächst 1:1 an einer entscheidenden Präsentation und anschließend wird ein entsprechendes Thema mit dem Team vertieft.
Der Rahmen darf dem Ziel folgen.
Präsentationstraining oder konkrete Präsentationsvorbereitung?
Auch diese Unterscheidung ist hilfreich.
Präsentationstraining
Du möchtest Fähigkeiten entwickeln, die du in vielen zukünftigen Situationen einsetzen kannst.
Zum Beispiel:
- Struktur.
- Rhetorik.
- Präsenz.
- Stimme.
- Körpersprache.
- Storytelling.
- Umgang mit Fragen.
Präsentationsvorbereitung
Eine konkrete wichtige Präsentation steht bevor.
Dann arbeiten wir unmittelbar an:
- Botschaft.
- Dramaturgie.
- Folien.
- Argumentation.
- Auftritt.
- Fragen.
- und Probelauf.
Training entwickelt Fähigkeiten. Vorbereitung dient einem konkreten Auftritt.
Beides kann ineinandergreifen.
Wie viel Training ist sinnvoll?
Eine pauschale Stundenempfehlung halte ich für wenig hilfreich.
Eine erfahrene Führungskraft mit einer konkreten Präsentation braucht etwas anderes als jemand, der seine rhetorischen Fähigkeiten grundsätzlich entwickeln möchte.
Ein Team mit acht Teilnehmenden braucht einen anderen Rahmen als ein Führungskreis mit drei Personen.
Deshalb klären wir zuerst:
- Was soll sich verändern?
- Wer ist beteiligt?
- Welche Erfahrungen sind vorhanden?
- Welche Situationen sind relevant?
- Wie hoch ist die Tragweite?
Dann lässt sich ein sinnvoller Rahmen bestimmen.
Woran erkennst du gutes Präsentationstraining?
Unabhängig vom Format würde ich auf einige Dinge achten.
Gutes Training bietet Gelegenheit zum Tun.
Du präsentierst.
Sprichst.
Probierst.
Bekommst Feedback.
Veränderst etwas.
Und probierst erneut.
Denn Präsentieren ist eine praktische Fähigkeit.
Über Präsentationen zu sprechen ersetzt weniger das Präsentieren.
Feedback sollte konkret sein
„Das war schon ganz gut.“
Hilft wenig.
Ebenso wenig hilft eine lange Liste vermeintlicher Fehler.
Gutes Feedback beantwortet konkretere Fragen:
- Was funktioniert bereits?
- Was kommt beim Publikum an?
- Wo entsteht Unklarheit?
- Welche Veränderung hätte die größte Wirkung?
- Was solltest du unbedingt behalten?
- Was lohnt sich als Nächstes auszuprobieren?
So wird Feedback handlungsorientiert.
Video kann sehr hilfreich sein
Die eigene Wirkung fühlt sich von innen anders an, als sie von außen aussieht.
Video kann deshalb wertvolle Informationen liefern.
Wie ist mein Tempo?
Wie wirken Pausen?
Was macht meine Gestik?
Wie stehe ich?
Wie klingt meine Stimme?
Wie verändert sich meine Wirkung unter Druck?
Video ist dabei weniger Richter als zusätzliche Informationsquelle.
Welche Variante passt zu dir?
Wenn du individuell an deinen rhetorischen und kommunikativen Fähigkeiten arbeiten möchtest:
Wenn eine konkrete wichtige Präsentation bevorsteht:
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Wenn es um eine Präsentation mit besonders hoher beruflicher oder wirtschaftlicher Tragweite geht:
→ Executive Präsentationsvorbereitung
Wenn du ein Format für ein Team, einen Führungskreis oder eine Veranstaltung suchst:
→ Rhetorik- und Kommunikationstraining für Unternehmen
Noch ein Gedanke
Die Frage lautet weniger:
Was ist besser – Einzeltraining oder Gruppentraining?
Die interessantere Frage lautet:
In welchem Rahmen kann ich genau das lernen und erproben, was ich in meiner tatsächlichen Situation brauche?
Manchmal lautet die Antwort 1:1.
Manchmal Team.
Und manchmal ist die Kombination besonders wirkungsvoll.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version: https://www.karstennoack.com/presentation-training-group-rather-one-one-training
AN: #676
K: CNB
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