Preiskalkulation: Lässt sich da am Preis noch etwas machen? Wie wäre es mit einem fairen Preis?

Lässt sich da am Preis noch etwas machen? Wie wäre es mit einem fairen Preis?

Preiskalkulation: Viel zu oft entpuppt sich eine Light Version als viel zu teuer
Lässt sich da am Preis noch etwas machen?

Preisfindung

 

In diesem Artikel finden Sie ein paar Gedanken zur Preisfindung. Sowohl ein zu hoher als ein zu tiefer Preis bringen Nachteile mit sich. Ideal ist ein Preis, bei dem alle Beteiligten zufrieden sind. Nur, was ist ein fairer Preis?

Preiskalkulation? Willkommen, beim Preiswürfeln

 

Frage: „Können wir da am Preis noch etwas machen?“

Antwort: „Ja, auf was wollen Sie gerne verzichten?“

 

Vorausgesetzt es wurde anständig kalkuliert, dann hat ein Preis seine Gründe. Doch viel zu häufig werden unbedacht beim Preis Zugeständnisse gemacht, die nur durch eine Reduzierung des Leistungsumfangs und somit der Qualität möglich sind. Als Resultat sind dann bisweilen alle Beteiligten unzufrieden.

Fairer Preis

 

Kein Mensch sollte jemanden eine Sache für mehr verkaufen als sie wert ist.

Thomas von Aquin

 

Für Thomas von Aquin, ein gelehrter Mönch, war der Preis eine zutiefst moralische Frage. Übermäßige Profitgier hielt er für eine Sünde. Allerdings erkannte er auch, dass, wenn ein Händler des Gewinnanreizes beraubt wird, er aufhören würde zu handeln. Die daraus resultierenden Nachteile für die Gemeinschaft wären zu groß, denn dann würde sie nicht mehr mit den Waren versorgt, die sie braucht. Aus seiner Sicht ermöglicht ein fairer Preis einen auskömmlichen Gewinn.

Hmm. Gibt es eine greifbarere Definition? Anlauf: Ein fairer Preis entspricht der Höhe, die ein Käufer freiwillig bereit ist, angesichts ehrlicher Informationen, zu zahlen. Es hat eine Menge mit dem Verhältnis von Aufwand zu Nutzen zu tun.

Reicht das, um die Frage zu beantworten, was heute ein fairer Preis ist?

Ich empfinde das als recht einseitig, weil es so tut, als ob alle Macht beim Anbieter liegt. Es ist erforderlich, die Frage weiter zu fassen. Heute ist es auch oft andersherum ein Problem; Preise sind oft so niedrig, dass auch Käufer über moralische Fragen nachdenken sollten.

Viele Preise sind so niedrig, dass dies nur durch moralisch bedenkliche Umstände möglich ist. Ausbeutung, Kinderarbeit, Niedriglohnarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung, Energievergeudung, Sicherheitsmängel, Kurzlebigkeit und somit Müllaufkommen sowie viele andere Nachteile, nur damit der Preis billig bleibt.

Gibt es überhaupt einen fairen Preis?

 

Ein fairer Preis ist häufig nicht so leicht zu erkennen. Ein unfairer Preis ist, hingingen bei entsprechendem Willen leicht erkennbar. Dazu muss man nicht die meist geheimen Kalkulationen kennen – falls es die überhaupt gibt.

Ja, ja, ein guter Preis ist sicher eine Frage der Sichtweise. Also:

 

 

1. Perspektive der Nutzer, der Konsumenten

 

Das Unglück ist oft hausgemacht, denn früher als später leidet auch die Qualität. Die kurze Freude über den niedrigen Preis verfliegt dann recht schnell. Light-Produkte, die im besten Fall üppige Nachbuchung erfordern oder einfach ungenutzt in der Ecke landen, halten nicht, was sie versprechen. Das kann nicht nur Ärger statt Spaß, unnötige Kosten, sondern viel weitreichende Konsequenzen mit sich bringen. Einmal gespart und mehrmals gezahlt! Spätestens wenn es, wie bei der Gesundheit, unangenehme Nachwirkungen hat, macht sich Reue breit.

Der gesunde Menschenverstand sollte Konsumenten dabei helfen zu erkennen, welcher Preis realistisch und welcher unrealistisch ist. Wobei die eigene Brieftasche den meisten Menschen sicher näher ist als die Interessen anderer Personen.

Bevor mich mein Umfeld daran erinnert, dass ich ein sparsamer Zeitgenosse bin; bekenne ich hier: Ich bezahle ungern mehr als ich für fair halte. Andererseits werde ich bei niedrigen Preisen auch schnell skeptisch. Man muss aufpassen, wo man bleibt, oder?

Manche Preise und vor allem Stundenhonorare wirken oft höher als sie es bei genauerer Betrachtung tatsächlich sind. Wer angestellt ist, vergiss leicht, dass der Arbeitgeber noch etwas dazu packt, die Weiterbildung bezahlt, das Gehalt regelmäßig gezahlt wird, der Jahresurlaub paradiesische Ausmaße hat, …

Im Eigeninteresse sollte es liegen, dass eine wichtige Leistung auch die ersehnte Qualität hat. Das soll ein fairer Preis ermöglichen. Branchen, in denen die Preise einer realistischen Kalkulation nicht mehr entsprechen, werden von minderer Qualität dominiert. Billig kann einen teuer zu stehen kommen. Es wird bei zu großem Preisdruck auf Anbieterseite einfach alles unterlassen, was von außen nicht sofort vermisst wird. Der äußere Schein trügt. Die schöne Fassade wird meist am längsten gepflegt. Oft gibt es in solchen Branchen vergleichsweise wenige Anbieter, die eine Ausnahme machen, indem sie dem Abwärtstrend widerstehen. Die sollten an Qualität interessierte Nutzer suchen und finden. An Qualität erinnert man sich noch lange, nachdem der Preis vergessen ist.

 

 

 

2. Perspektive der Anbieter

 

a. Viel Wettbewerb

 

Auch Dienstleistungen werden bei entsprechendem Wettbewerb häufig schlecht bezahlt. Wer dann unter Druck gerät, der sucht verzweifelt und oft undurchdacht nach vermeintlichen Lösungen. Als Folge fallen dann bei der Kalkulation Rücklagen für Risiken, Weiterbildung, Pension, Krankheit und viele andere Faktoren unter den Tisch. Ganze Branchen zwingen sich dann Preise auf, die nicht funktionieren können.

Anbieter sollten ihrer Kalkulation vertrauen oder ihr Geschäftsmodell überdenken. Gerade Freiberufler beuten sich gerne selbst aus und zahlen früher oder später einen hohen Preis dafür.

 

 

b. Geringer Wettbewerb

 

In Bereichen, in denen kein echter Wettbewerb herrscht, wird derart dreist abgeschöpft, dass es nicht zu glauben ist.

 

 

 

3. Gemeinsames Interesse

 

Bei genauer Betrachtung haben Nutzer und Anbieter in vielen Bereichen die gleichen Interessen. Bei einem guten Geschäft bekommen beide mehr als sie investieren. Und das bringt alle Beteiligten ein Stück weiter. Gerade Experten leben von Empfehlungen. Die gibt es nicht für gerade ausreichende oder sogar schlechte Leistungen, sondern überdurchschnittliche. Nur die sind erwähnenswert!

Orientierung bei der Preisfindung

 

Wie hat Thomas von Aquin es formuliert? So: „Kein Mensch sollte jemanden eine Sache für mehr verkaufen als sie wert ist.“

Ein fairer Preis entspricht aus meiner Sicht der Höhe, die ein Käufer freiwillig zu zahlen bereit ist angesichts ehrlicher Informationen und somit möglicher Einschätzung des zu erwartenden Nutzens. Ui, ist der Satz lang! Zu lang! Ein weiterer Anlauf:

 

Fair ist ein Preis, wenn alle Beteiligten mehr mitnehmen, als sie mitbringen!

 

 

 

Utopie?

 

Aktienhandel, Glücksspiel etc. können nur funktionieren, wenn es Gewinner und Verlierer gibt. Das muss nicht jedem gefallen. Doch, zumindest bei Dienstleistungen gibt es viele Beispiele, die belegen, dass das eine sehr hilfreiche und realistische Definition ist.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

 

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P.S.

 

Wie geht eine gute Preiskalkulation? Die Festsetzung eines fairen Preises ist kompliziert. Vieles darf dabei bedacht werden. Wonach richtet sich ein fairer Preis und wie wird er festgelegt?

Mind Map Preispolitik Preisfindung
Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt. Oscar Wilde

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2010
Überarbeitung: 12. April 2019
AN: #98799
K: CNA
Ü:

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Glauben Sie an sich und Ihr Angebot. Seien Sie mutig und richtig gut.

 

Machen Sie sich überflüssig!

Machen Sie sich überflüssig

 

Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig, wenn Sie wirklich gut sind. Machen Sie, worin Sie am besten sind, den Rest brauchen Sie nicht. Das erhöht im passenden Umfeld Ihren Marktwert.

Überblick

 

 

 

 

 

Wenn Sie richtig gut sind, dann machen Sie sich überflüssig!

 

Qualität ist die günstigste Art, sein Geld anzulegen.

 

 

 

 

Ein Fuß auf dem Gas und einer auf dem Bremspedal?

 

Was halten Sie davon, wenn Ihnen jemand eine Empfehlung wie die folgende gibt: „Ich empfehle den Therapeuten XYZ, weil ich zu dem schon seit Jahren mit meinem Thema gehe!“? Also mir machen Dauerbaustellen selten Freude.

 

 

 

Moralische Zwickmühle: Die Miete will bezahlt werden

 

Schon verständlich ist der Wunsch, mit der Berufung auch den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Doch das darf doch kein Grund dafür sein sich mit der eigenen Leistung zurückzuhalten, oder? Mitunter vermutet ich bei manchen Experten solche Denkblasen: „Nur nicht zum Ende kommen, dann habe ich noch eine Weile zu tun!“

Die Sorge, nichts mehr zu tun zu haben oder nicht mehr gebraucht zu werden, ist nachvollziehbar. Bewusst oder unbewusst gibt es bei vielen Menschen Tendenzen, sich unersetzbar machen zu wollen. So soll der Marktwert gesteigert werden und die Einnahmen sollen weiter fließen. Kaum jemand will sich selbst wegrationalisieren; wo kämen wir denn dahin?

 

 

 

Beispiel für unfaire Zurückhaltung

 

Betrachten wir dieses Prinzip am Beispiel von Dienstleistern, die psychotherapeutisch tätig sind. Für die Betroffenen, denen geholfen werden soll, ist die angesprochene Tendenz hier wenig hilfreich. Da richten sich manche Patienten häuslich in der psychotherapeutischen Praxis ein und es ist auch für eine gewisse Zeit gut, diese Anlaufstelle zu haben.

Wenn der Therapeut weiß, dass ihm, sobald der Patient sein Thema gelöst hat, diese Einnahmequelle fehlt, befindet er sich zumindest unbewusst in einem Dilemma. Die Zwickmühle: Gute Arbeit, wenig Stunden, weniger gute Arbeit, viele Stunden.

Und das gilt doch wohl auch für viele andere Bereiche, oder?

 

 

 

Unnötige Bedenken für wahre Experten

 

Die grundlegende Befürchtung, zu gut zu sein und sich damit überflüssig zu machen, sitzt tief. In der Realität zeigt sich jedoch, dass sie oft nicht notwendig ist. Im Gegenteil: Wer sich schnell überflüssig macht, weil ein Problem dauerhaft gelöst ist, wird herumgereicht. Qualität und Zuverlässigkeit sprechen sich herum, wird weiterempfohlen und füllt die Auftragsbücher. Die Nachfrage steigt und die Honorare ebenfalls. Es wird so oft über Win-Win gesprochen; hier stimmt es.

Also glauben Sie an sich und Ihr Angebot, seien Sie mutig und richtig gut. Verzichten Sie auf unnötige Zurückhaltung. Machen Sie sich schnellstens überflüssig und somit umso begehrenswerter. Es erhöht Ihren Wert, wenn Sie in kürzerer Zeit viel erreichen.

Umfrageergebnis

 

Leistung führt in Ihrem Bereich zu ...

 

%

Vorteilen.

%

keinen Konsequenzen.

%

Nachteilen.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de  (2017, n= 940)

P.S.

 

Gibt es Bereiche in denen meine These nach hinten losgeht? Gibt es immer noch Unternhemen oder Behörden, in denen Leistung Nachteile mit sich bringt?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

9 Tipps, damit deine guten Vorsätze eine Chance haben

9 Tipps, damit deine guten Vorsätze eine Chance haben

Wie du deinen guten Vorsätzen zum Erfolg verhelfen. Tipps für dein Selbstmanagement: Es gibt GUTES, wenn wir es tun!
8 Tipps für deine guten Vorsätze

Gute Vorsätze

 

Mit diesen Tipps verhilfst du deinen guten Vorsätzen zum Erfolg. Also ran an die smarte Planung und die Umsetzung! Es gibt nichts GUTES, außer WIR tun es!

Überblick

 

 

 

 

Gute Vorsätze, Ihre guten Vorsätze!

 

Spätestens, wenn ein Jahr zu Ende geht und ein neues Jahr Form annehmen will, ist es wieder ein Thema: Gute Vorsätze! Also ran an die smarte Planung! Es gibt nichts GUTES, außer WIR tun es!

 

 

 

Der Vorsatz ist gefasst, diesmal wird alles anders

 

Same procedure than every year? Soll es wieder die übliche Liste mit guten Vorsätzen werden? Wie viele Punkte der letzten Liste sind tatsächlich erledigt? Was sagen die Sterne? Was ist diesmal das Ziel; erneutes Stolpern oder aus den Fehlern der Vergangenheit lernen?

 

Wir wollen glauben an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch, Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir’s nehmen lernen,
ohne allzuviel fallen zu lassen,
von dem, was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes
von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke

 

 

 

9 Tipps, mit denen Ihre guten Vorsätze eine größere Chance bekommen

 

 

Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird. War er ein Schwarzmaler, der Herr Wilhelm Raabe, wenn er meinte; „Der schwierigste Weg, den der Mensch zurückzulegen hat, ist der zwischen Vorsatz und Ausführung.“? Oder kannte er nur nicht die passenden Tipps? Damit können Sie sich jetzt zumindest nicht mehr herausreden.

 

 

 

1. Die 72 Stunden-Regel

 

Morgen gibt es Freibier. Morgen, ja morgen, da wird alles anders, das sagt sich so leicht. Nur, liegt zwischen Reden und Tun das weite Meer und oft versinkt schon so manches Schiff im heimischen Hafen.

Wenn du wirklich an das Ziel gelangen willst, dann mache das innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt. Selbst wenn es nur ein ganz kleiner Schritt ist, schnellen die Erfolgsaussichten in die Höhe. Wieso? Deshalb!

 

 

 

2. Eigener Vorsatz: Wollen statt Müssen!

 

Selbst, wenn der Anstoß von außen gekommen sein mag; wenn der Vorsatz eine Chance haben soll, mache ihn dir zu eigen.

 

 

 

3. Aus Wünschen SMARTe Ziele machen

 

Vorsätze sind noch keine Ziele, sondern in der Rohform meist noch Wünsche. Deshalb ist es Zeit, aus den Wünschen richtige Ziele zu machen. Immer wieder eine gute Idee: Ziele wohlgeformt mit der SMART-Formel zu formulieren. Vorsätze, die den Kriterien dieser Formel nicht genügen, werden vermutlich auch in den kommenden Jahren auf der Liste stehen.

In Kurzform:

  • Konkrete Zielsetzung
  • Realistische Planung
  • Hindernisse vorhersehen und Lösungen finden
  • Ressourcen sicherstellen

 

 

 

4. Die Kirche im Dorf lassen

 

Die Dinge in Bewegung zu bringen ist eine oft schon recht schwierige Sache, den Schwung beizubehalten eine andere. Viele Menschen setzen ihre Vorsätze nicht um, weil sie sich zu viel auf einmal aufbürden. So verlockend ein vollkommen neues Zielszenario in der Planungsphase erscheinen mag, es sollte auch machbar sein, ohne sich zu verheben. Eins nach dem anderen funktioniert größtenteils besser, als das komplette Leben im Hauruck-Verfahren umzukrempeln.

Erst einmal die Prioritäten klären. Das hilft dabei strategisch in der passenden Reihenfolge ans Werk zu gehen. Sich mit den Grundlagen der Projektplanung zu beschäftigen mag nicht immer erforderlich sein, kann jedoch gerade bei komplexeren Vorhaben sehr hilfreich sein.

 

 

 

5. Unterstützung

 

Lass dich begleiten, nimm dir Unterstützung. Ob Mitstreiter, Mentor oder Coach; mach es dir leichter! Unterstützung hilft beim Loslegen und vor allem auch beim Dranbleiben.

 

 

 

6. Mut

 

Ziele sind Wünsche, für die wir bereit sind, etwas zu tun. Herodot wusste; „Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln, nicht denen, die alles wägen und nichts wagen wollen.“

 

 

 

7. Erfolge feiern

 

Eiserne Vorsätze rosten besonders schnell, deshalb lieber locker bleiben. Feiere die Meilensteine und das Erreichen deiner Ziele. Auch der Weg zählt! Das fördert dann auch die Ausdauer.

 

 

 

8. Ausdauer

 

So manches Vorhaben ist nicht von einem Moment zum anderen umsetzbar. Die Fähigkeit durchzuhalten zählt dann besonders. Gerade große Vorhaben brauchen oft einige Zeit und viele Kraftanstrengungen. Wenn die Reise länger ist, dann zeigt sich, wie intensiv die Motivation wirklich ist. Manchmal kommt die anfängliche Schubkraft dann mehr und mehr zur Ruhe oder sogar zum Stehen. Ist die Herausforderung zu groß und das Ziel noch nicht in Sicht, dann zerrt das an den Nerven.

 

 

9. Meilensteine

 

Eine der hilfreichen Möglichkeiten besteht darin, die Strecke mit entsprechenden Meilensteinen in überschaubare Reiseabschnitte aufzuteilen. Sorge dafür, dass du spürst, wie du vorankommst.

Wie schon empfohlen; feiere erreichte Meilensteine. So gewinnst du Energie für den nächsten Abschnitt. Es ist wichtig und möglich, das Ziel und dessen persönliche Bedeutung präsent zu halten. Wer vor Augen hat, welchen Beitrag der nächste Schritt zum Gesamtziel liefert, schöpft daraus schwungvoll Kraft.

 

 

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Du hast einen guten Vorsatz, wie verhilfst du ihm zum Erfolg?

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Vorsatz

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #3230
K:
Ü:

Hier sind die Werkzeuge, mit denen Sie Ihre Ideen beleben und realisieren

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Raus aus dem Schubfach: Ideen die verdiente Chance geben
Ideen als Staubfänger oder wollen Sie die Ideen auch realisieren?

Ideen eine Chance geben

 

Hier sind die Werkzeuge, mit denen Sie Ihre Ideen beleben und realisieren. Zu viele gute Ideen verstauben. Viele Ideen bekommen keine verdiente Chance. Es ist Zeit, das zu ändern.

Überblick

 

 

 

 

Ideen als Staubfänger oder wollen Sie die Ideen etwa auch realisieren?

 

Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie.

Leonardo da Vinci

 

 

 

Staubfänger

 

Schade: So bereichernd viele Ideen sein könnten; viel zu wenige gute Ideen bekommen eine verdiente Chance, auch tatsächlich realisiert zu werden. Schön angedacht, aber wer denkt weiter, wer wird die Idee nun realisieren? Niemand? Also ab in die Schublade. Und da kommt schon der nächste Ideenblitz und wird bald darauf zum Staubfänger.

 

 

 

Ja und, wo liegt das Problem?

 

Genie entdeckt oft die Frage, das Talent beantwortet sie meist. Es braucht also beide; Ideengeber und jene, die sie realisieren. In der Realität geht das nicht immer Hand in Hand. Zu oft ergänzt sich kein geeignetes Team, um so Dinge voranzubringen. Umso wichtiger ist die Auswahl der unterschiedlichen Personen, die von der Geburt einer Idee bis zu ihrer praktischen Umsetzung beteiligt sind. Idealerweise ergänzen sich Personen in Teams, indem die Interessen und Stärken unterschiedlich ausgeprägt sind.

 

 

 

Geburtshelfer und Adoptiveltern

 

Wer selbst kein ausreichendes Interesse oder Ressourcen für eine Idee hat, kann ihr doch immerhin noch zu einer glücklichen Geburt und Adoptiveltern verhelfen. Gegebenenfalls mit Unterstützung sollte die Idee sich zumindest so vermitteln lassen, dass andere ihren Wert erkennen und sie übernehmen. Vielen Ideen fehlt es an den Mitteln zur Realisierung. Die erforderlichen Entwicklungskosten können beträchtlich sein, bis beispielsweise eine Produktidee marktreif ist. Gerade dann braucht es überzeugende Präsentationen, um Kapitalgeber dafür zu begeistern, sich für eine Idee einzusetzen. Im Schubfach nutzt die beste Idee nichts.

 

 

 

Die Reise geht weiter: Kreativer Kreislauf

 

Das anfängliche Zitat von Leonardo könnte den Eindruck erwecken, dass mit der Ideenfindung und Realisierung der kreative Teil beendet ist. Tatsächlich wusste er es besser. Kreativität von der Ideenfindung bis zur Realisierung und auch darüber hinaus bei der stetigen Weiterentwicklung gefragt. Es ist ein stetiger Prozess. Vieles ist heute in Bewegung, kaum ein Bereich verharrt längere Zeit, der Wettbewerb holt schnell auf. Also braucht es einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der am Ball bleibt. Es erfordert die Bereitschaft, Dinge auf gesunde Weise infrage zu stellen und fortlaufend über den Tellerrand zu sehen. Wobei das leichter klingt, als es oft ist. Schließlich identifizieren sich Menschen mit ihren Beiträgen. Sie selbst infrage zu stellen, ist dann schon schwer genug. Wenn andere Personen sich einmischen, kann das als Angriff empfunden werden. Deshalb ist eine entsprechende Kultur zu pflegen, in der ein freier Austausch gefördert wird. Das gelingt am besten, wenn dabei der Beitrag aller Beteiligten gewürdigt wird. Damit der kreative Kreislauf ins Rollen kommt und dann erhalten bleibt, ist einige Aufmerksamkeit erforderlich. Und diese Investition lohnt sich. Sind die Voraussetzungen für kreatives Arbeiten geschaffen, helfen geeignete Kreativitätstechniken voranzukommen.

Schritt-für-Schritt-Anleitungen Kreativitätstechniken

P.S.

 

Welche Kreativwerkzeuge kennen Sie?

Artikel zu Kreativitätstechniken

Das erste Angebot bei Verhandlungen: annehmen oder nachverhandeln?

Solltest du das erste Angebot annehmen? Erfahre, wann Nachverhandeln sinnvoll ist, wie du Angebote bewertest und souverän bessere Entscheidungen triffst.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 28. April 2009
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
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Ü:

Wie entscheiden Sie? Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

Wie entscheiden Sie? Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

Sich und Ihren Standpunkt überzeugend präsentieren
Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

Wie entscheiden Sie?

 

Wie entscheiden Sie, wofür Sie sich auf welche Weise einsetzen? Was liefert Ihnen die Orientierung?

Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

Unsere Entscheidungen definieren uns

 

Der französische Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker Molière meinte; wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Wie entscheiden Sie, wofür Sie sich wie einsetzen?

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

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Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

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Schlechte Nachrichten überbringen | Führungskräfte

Schlechte Nachrichten als Führungskraft überbringen: 7 Strategien, klare Formulierungen und praktische Beispiele für schwierige Gespräche.

Welchen Wert hat ein Augenblick?

Welchen Wert hat ein Augenblick?

Jeder Augenblick ist kostbar. Aber entspricht das tatsächlich den eigenen Wertvorstellungen, den Entscheidungen und dem persönlichen Verhalten?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Runter vom Sofa! Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Runter vom Sofa! Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Nur so ein paar Gedanken ...
Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Verantwortung

 

Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Wie ist das eigentlich mit dem Zuerst-vor-der-eigenen-Tür-kehren?

Verantwortung: Mancher sucht sie, mancher meidet sie

 

Die meisten Menschen schimpfen über das schlechte Wetter, aber kaum einer tut was dagegen.

Mark Twain

 

 

Verantwortung?

 

Antoine de Saint-Exupéry; „Mensch sein heißt verantwortlich sein.“ Oder Dante; „Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem Ihr die hundertprozentige Verantwortung für Euer Tun übernehmt“.

Ja und wofür Verantwortung übernehmen? Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Es ist ja schon schwer genug, für sich selbst Verantwortung zu tragen, aber Molière geht noch einen Schritt weiter und behauptet: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?
 

Fragen über Fragen

 

Wobei mir auch gleich der nächste Gedanke in die Aufmerksamkeit springt: Wie ist das eigentlich mit dem Zuerst-vor-der-eigenen-Tür-kehren? Oder ist es einfach leichter, die Dinge mit etwas Entfernung zu erkennen? Stichwort: Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Manchmal wirkt es ein bisschen wie Ablenkung, wenn Aktionismus entfaltet wird und die Eigenverantwortung außer Acht gelassen wird. Für Missstände anderswo Empörung an den Tag zu legen scheint ungefährlicher, als sich den eigenen Dämonen zu stellen oder harmloser formuliert; vor der eigenen Tür zu kehren. Dabei ist es doch nicht nur räumlich naheliegender bei sich selbst anzufangen und sich zuerst dort zu engagieren, wo der größte Einfluss vorhanden ist. Zu viele Empörte fahren mit dem SUV zur Ökodemo in entfernte Regionen der Republik.

 

 

 

Verantwortungsbereitschaft

 

Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit (Otto von Bismarck). Stimmt das wirklich? Oder ist unsere Bereitschaft Verantwortung an den Tag zu legen nur zu willkürlich und beendet, wenn es persönliche Konsequenzen hat? Wie steht es bei Ihnen mit der Bereitschaft, bei sich zu beginnen und einen Beitrag zu leisten? Wie wäre es mit heute, jetzt, sofort? Sie müssen ja nicht gleich die ganze Welt retten.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Wie wäre es selbst mehr Verantwortung zu übernehmen und zu gestalten?

 

Video

https://youtu.be/hcL0JpS7XcI

Artikel zu Visionen

Chancen ergreifen: Trauen statt später bereuen

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Könnte ich den anderen Planeten noch mal sehen? #verantwortung

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43312
K:
Ü:X

Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder. Vorbildfunktion: Aber der Helmut Schmidt, der rauchte doch auch!
Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran

Vorbilder

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser als ein Vorbild? Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen?

Vorbild

 

Es ist ungemein wichtig und nützlich,
selbst in einem kleinen Wirkungskreis
als gutes Beispiel zu wirken,
denn auf diese Weise beeinflusst man
dutzende und hunderte von Menschen.

Fjodor M. Dostojewski

Gute Beispiele gehen selbst voran

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser?

Gute Beispiele gehen selbst voran

Woher kommen Vorbilder?

 

„Kinder schauen mehr darauf, was die Eltern tun, als was sie sagen“, behauptete Marie von Ebner-Eschenbach und ich teile ihre Meinung.

Als Kinder sind unsere Vorbilder meist die Eltern, Großeltern und älteren Geschwister. Mit der Pubertät sind es dann aktuelle Stars, erfolgreiche Sportler, denen nachgeeifert wird. Allerlei Vorbilder begleiten uns für eine Weile oder sogar ein Leben lang. Nach welchen Kriterien treffen wir die Auswahl der Personen, denen wir nacheifern?

Dazu meinte Erich Kästner: Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.

 

 

 

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder

 

Manche Vorbilder sind hilfreich und andere schaden eher. Einige können auf Irrwege führen, andere später enttäuschen. So manche Sendung für junge Mädchen liefert ihren Beitrag dafür, dass die Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa) zur häufigeren Option wird. So mancher B-Promi vermittelt den Eindruck, dass Silikon oder ein freches Mundwerk zu einem besseren Leben führen als Bildung und Können. Für einzelne Personen kann die Rechnung aufgeben, für die Masse der Nachahmer nicht.

Es ist gut, die Vorbilder mit Bedacht zu wählen und eine gesunde Distanz zu wählen. Schließlich handelt es sich ja auch weiterhin um Menschen.

Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt

 

Inhaltlich hatte ich das Glück, ihn mehrmals live zu erleben, den Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Und das, was er sagte, hatte Hand und Fuß. Für Nichtraucher war es allerdings eine zweifelhafte Freude, in geschlossenen Räumen mit einem Kettenraucher wie ihm zu sein. Wenn ich mich richtig erinnere, wechselte er ohne Unterlass von Zigarette zu Zigarillo, zu Kaffee, zu Zigarette zu …

Ich erinnere mich auch noch, wie sich einige andere Anwesende darüber geärgert haben, während sich mehrere Raucher gegenseitig ansahen und fragten, wieso darf er und nicht wir. Er galt und gilt vielen noch immer als Vorbild. Wie passt das dazu, dass er sich über Regeln hinwegsetzt, die für andere gelten? Wer sich seine Fernsehauftritte anschaut, sieht ihn stets im Qualm.

Bei Sandra Maischberger ging es auf einige Zigaretten am 28.04.2015 darum, welche Vorbilder aus seiner Sicht tauglich sind. Es ging zwar eher um politische Führung, doch lässt sich das von grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften trennen?

Pflicht, Gelassenheit, Vorbildfunktion

 

In einem Artikel in der Zeitung Die Zeit schrieb Helmut Schmidt zu Pflicht und Gelassenheit:

„Es begegnet uns in der Geschichte immer wieder, dass ein Vorbild sich von der historischen Figur löst und idealisiert wird. Manchmal kann eine historische Figur überhaupt nur als Vorbild in Erscheinung treten, wenn man bestimmte Charakterzüge bewusst ausblendet und Unangenehmes einfach wegschneidet. … Ich jedenfalls habe mich nicht für die Gesamtperson interessiert, sondern mir nur das herausgepickt, was mir exemplarisch, vorbildlich und nachahmenswert schien. Man kann es auch anders ausdrücken: Jemand muss kein Heiliger sein, um Vorbild für dieses oder jenes zu werden. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um, wenn wir von einem Menschen, den wir als Vorbild empfinden, in anderen Zusammenhängen Negatives erfahren?“

Ein Vorbild habe er selbst ohnehin nie sein wollen, ließ Helmut Schmidt wissen. Und so komme ich wieder zu einer wesentlichen Frage; welche Verantwortung kommt mit Einfluss?

Sind Sie ein Vorbild?

 

Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen? Ob Sie es wollen oder nicht; Ihr Handeln hat Konsequenzen. Andere Menschen werden sich daran orientieren oder zumindest Ihr Verhalten bei der eigenen Argumentation und Entscheidung hinzuziehen.

Video

https://youtu.be/IJTyCR5M43A

P.S.​

 

Wie glaubwürdig sind für Sie Menschen, die selbst nicht bereit sind, dass zu tun, was sie von anderen fordern? Müssen Vorbilder integer und unfehlbar sein oder zumindest bestrebt sein den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden? Wer sind heutzutage unsere Vorbilder? Welche Verantwortung kommt mit Einfluss, mit Macht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43318
K: CNB
Ü: AA

Selbstbild bzw. Selbstimage

Selbstbild bzw. Selbstimage

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

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Als ich ein vierzehnjähriger Junge war, war mein Vater derart ignorant, dass ich es kaum aushalten konnte, wenn er zugegen war. Nachdem ich das einundzwanzigste Lebensjahr erreicht hatte, stellte ich jedoch erstaunt fest, wieviel er in den sieben Jahren gelernt hatte.

Mark Twain

 

 

 

Selbstbild bzw. Selbstimage

 

Das Selbstbild ist die Ausstrahlung des eigenen Ichs. Jedes Erlebnis, jede Erfahrung, jeder Gedanke, –einfach alles –wirkt auf das Selbstbild. Die Erziehung und das Umfeld der Kindheit prägen den Charakter, das Selbstbild und das Verhalten. Während des weiteren Lebens entwickeln wir Menschen uns weiter. Zumindest ist das zu hoffen, denn eine Garantie für Reife gibt es nicht.

Selbstbild

 

Wir haben ein Bild von uns selbst. Wie sehr es sich mit dem Bild deckt, dass andere Menschen von uns haben, ist oft unterschiedlich.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 28. Februar 2019
AN: #371

Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Welchen Beitrag liefert Kreativität tatsächlich?
Kreativität und Zufriedenheit

Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kreativität als Luxusgut

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Sie ist somit zu einem allgemein angestrebten Gut geworden, das nicht mehr nur Künstlern zugesprochen wird. Viele Menschen wollen ihr kreatives Potenzial entwickeln, allerdings geben viele zu rasch auf und erwarten für den geringsten Einsatz sofort Anerkennung. Erfolgreich sind hingegen diejenigen, die Hindernisse als zusätzlichen Ansporn sehen und überwinden.

Kreativität, vom lateinischen Wort „creare“ abgeleitet, wird im Allgemeinen als schöpferische Kraft oder Einfallsreichtum verstanden. Zwar beschäftigt sich die Wissenschaft, insbesondere die Psychologie und die Neurologie, verstärkt seit den 1950er-Jahren mit dem Phänomen, doch es lässt sich nur äußerst schwer eingrenzen und ﹣ anders als dies bei Intelligenz mehr oder weniger gut versucht wird ﹣ kaum messen. Zwischen Intelligenz und kreativem Denken gibt es jedoch einen Zusammenhang: Ohne Neugier, Flexibilität und Originalität beim Lösen von Problemen und Aufgaben ist Kreativität nicht denkbar.

Forschungsergebnisse bestätigen; Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Es ist allerdings möglich, die Voraussetzungen für kreative Einfälle zu verbessern, indem wir die Vorstellungskraft trainieren und Ideen Freiraum geben.

 

 

 

Macht Kreativität glücklicher?

 

Kreativität und Zufriedenheit

Viele berühmte Künstler sollen in krisenhaften und problembeladenen Situation besonders kreativ gewesen sein. Solche Geschichten verkaufen sich gut, doch wer genau hinschaut, erkennt, dass diese Fälle eher als Ausnahmen zu betrachten sind. Tatsächlich scheint die schöpferische Kraft besser zur Geltung zu kommen, wenn wir zufrieden und gut gelaunt sind. Gleichzeitig kann die Kreativität das Lebensgefühl selbst positiv beeinflussen. Wenn wir uns Glück als eine Gleichung mit den Variablen Vorbereitung und Gelegenheit vorstellen, kann Kreativität das Glücksempfinden, die Zufriedenheit steigern, weil sie sich auf beide Variablen günstig auswirkt.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass kreatives Denken potenziell zu mehr Wahlfreiheit und Flexibilität führt. Wer sein Leben und Umfeld selbst gestaltet, ist äußeren Umständen weniger ausgeliefert und nimmt Einfluss auf die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben.

Offen geäußerter Optimismus wird mitunter unfairer Weise als Naivität ausgelegt. Schließlich ist es das Gegenteil; die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, etwas zu tun. Der Enthusiasmus und die Energie, mit denen kreative Persönlichkeiten die Herausforderung des Lebens angehen, entwickeln glücklicherweise gerne eine positive Dynamik. Diese Menschen erwarten vom Leben Möglichkeiten und Chancen, die sie dann auch nutzen.

Damit sich eine solche Wirkung entfaltet muss Kreativität mit ausreichender Fokussierung einhergehen. Offenheit ist dabei eine wichtige Voraussetzung: Die Diskrepanz zwischen einer Situation, die jemand antrifft, und dem, was für möglich gehalten wird, verrät oft viel über das eigene kreative Potenzial. Manche Menschen nehmen nur ein Problem wahr, das sie bewältigen müssen. Kreativität bedeutet in diesem Sinne ein Umdeuten einer Situation in eine persönliche Herausforderung, der wir mit Bereitschaft, Freude und Phantasie begegne und dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchspielen.

Neue Aufgaben und Anforderungen können zwar glücklich machen, wenn sie Orientierung bieten. Sie können allerdings auch zum Gegenteil führen. Wer sein Ziel nicht erreicht, weil er auf Widerstand stößt, kann darauf enttäuscht und frustriert reagieren. Es ist eine ausreichend große Frustrationstoleranz nötig, um auch Rückschläge als wichtige Zwischenschritte zu betrachten und Mut, um  aus ihnen zu lernen und weiterzumachen. Wem es gelingt, Misserfolge als Rückmeldungen und Hinweise als Gelegenheiten für das eigene Vorankommen zu nutzen, der ist in der persönlichen Entwicklung einen großen Schritt vorangekommen.

Auf der anderen Seite resultiert allein schon aus dem Beschreiten neuer Wege Zufriedenheit. Es gibt dem Leben das Empfinden von Sinn und Bedeutung: Wird ein Etappenziel erreicht, werden nicht nur kurzfristig Glückshormone ausgeschüttet. Die gesamte Persönlichkeit wächst mit diesen Erfolgserlebnissen.

 

 

 

Kreativität als Mittel zum Zweck

 

Um zu verstehen, wie sich Kreativität auf das Leben auswirkt, hilft es sich zu verdeutlichen, unter welchen Voraussetzungen Menschen handeln, wie sie handeln. Denn wie kreativ und zufrieden Menschen sind, hängt auch davon ab, ob ihre Bedürfnisse erfüllt sind.

Die 1943 vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow entwickelte und später erweiterte sogenannte Bedürfnispyramide kann dabei als Orientierungshilfe dienen.

Maslow Bedürfnisspyramide

Die erste Stufe der Pyramide bilden die physiologischen Grundbedürfnisse (Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Unterkunft, Sexualität, Kleidung, Bewegung), das menschliche Denken und Handeln dient hier vor allem dem Überleben. Die Sicherheitsbedürfnisse (Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen, Absicherung, Wohnraum), die auf eine Vermeidung von Gefahren abzielen, sind auf dem nächsthöheren Niveau angesiedelt. Es folgen soziale Bedürfnisse (Liebe, Zuneigung, Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Intimität, Kommunikation, Arbeitsklima). Kreatives Denken dient auf dieser Ebene dem Aufbau von sozialen Beziehungen. Die vierte Stufe verdeutlicht unser Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung (Status, Respekt, Auszeichnungen, Titel, Wohlstand, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke). Die oberste Ebene der Pyramide stellt das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung dar (Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Kunst, Philosophie, Erleuchtung, Selbstverbesserung, Religion). Hier dient die Kreativität vor allem dem Streben nach Unabhängigkeit und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Aber auch auf den anderen Stufen kann Kreativität zum Tragen kommen.

Die fünf Stufen der Pyramide bauen aufeinander auf: Nur dann, wenn die Bedürfnisse der vorhergehenden Ebene weitgehend befriedigt sind, findet die nächste Ebene Beachtung und kann als Motivationsfaktor das Handeln des Menschen bestimmen.

Bei den ersten drei Ebenen handelt es sich im Wesentlichen um Defizite, deren Beseitigung zum Teil zwingend notwendig ist.

Wird eines dieser Bedürfnisse mit Hilfe neuer Ideen und Ansätze besser befriedigt, leistet die Kreativität einen entscheidenden Beitrag zur Zufriedenheit.

Bei der vierten und fünften Ebene wird von Wachstumsbedürfnissen gesprochen. Sie sind durch den Wunsch nach Entwicklung und Wachstum motiviert: Sich vorzustellen, dass die Dinge auch anders sein könnten, als sie in der Realität erlebt werden, und die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten, kommen auf diesen Ebenen zum Tragen. Die höheren Bedürfnisse sind weniger dringlich als die Defizitbedürfnisse. Ihre Erfüllung bedeutet über die Zufriedenheit hinaus Glück.

Vor allem die Selbstverwirklichung ist ohne Kreativität kaum denkbar. Auf der fünften Ebene hat Selbstbestimmtheit in Denken und Handeln einen besonders hohen Stellenwert: Herausforderungen werden bewusst, freiwillig und dadurch spielerisch angegangen. Das intensive Eintauchen in eine Aufgabe sorgt dann mitunter dafür, dass Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen und nur die Beschäftigung mit einer Tätigkeit selbst zählt. Dieser Zustand wird in der Psychologie als „Flow“ bezeichnet.

Kreativität als Mittel zum Zweck, um Missstände zu beseitigen und das eigene Leben sicherer und angenehmer zu gestalten, macht das Phänomen aber nur teilweise verständlich. Denn auch dort, wo kein Mangel zu beklagen ist, herrscht die Sehnsucht nach Gestaltung. So begegnen westliche Gesellschaften, in denen die meisten Bedürfnisse so schnell befriedigt werden, dass wir uns ihrer oft gar nicht bewusst sind, jedem Anflug von Langeweile mit immer neuen, teils extremen Herausforderungen: Gummiseile werden um die Beine gebunden, um ﹣ hoffentlich unbeschadet ﹣ durch einen todesverachtenden Sprung in den Abgrund die Adrenalinproduktion zu stimulieren, während für andere Menschen mechanische Haustiere erfunden werden, die sie zur Aktivierung von Dopamin umsorgen können. Kreativität befriedigt so Bedürfnisse. Manchmal sogar solche, von denen wir vorher noch gar nicht wussten, dass wir sie haben. Wo ist meine iWatch?

 

 

 

Muss es erst weh tun? Zufriedenheit als Bremse, Unzufriedenheit als Antrieb?

Kreativität und Zufriedenheit

Mitunter sind Menschen, die in ihrem Leben weniger Glück erfahren, aber auch kreativer als Menschen, die sehr zufrieden sind. „Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg“, schrieb der irische Schriftsteller Oscar Wilde (1854 bis 1900).

Frustration mag eine Triebfeder für Veränderungen sein, doch solange nichts hinzukommt, wird sie als Motivation kaum genügen. So intensiv der Wunsch, einer unangenehmen Situation zu entkommen, auch sein mag, erst die Aussicht auf eine erstrebenswerte Alternative setzt im Menschen Energie für einen Neuanfang frei. Kreative Prozesse brauchen den spielerischen Rahmen, die Sicht nach vorne.

Leider liefert oft erst massive Unzufriedenheit den notwendigen Impuls, um sich tatsächlich auf den Weg zu machen und Veränderungen einzuleiten. Insofern liefert sie mitunter den Ansporn, sie bringt die Dinge ins Rollen. Ist aber die persönliche Trägheit erst einmal überwunden, kostet diese Verdrossenheit nur noch Energie. Der Blick klebt oft zu lange am Problem. Der erforderliche Vorgang ist vergleichbar mit einem Flug zum Mond, bei dem anfangs die Kraft der Raketen als kräftiger Impuls benötigt wird, um die Anziehungskraft der Erde zu überwinden. Dann aber werden die Anziehungskräfte des Mondes und beim Rückflug die der Erde für das Vorankommen genutzt. Also in Bewegung kommen, Schwung holen!

 

 

 

Anreiz: Äußere Belohnungen und Selbstmotivation

 

Kreativität und Zufriedenheit

Menschen bringen schon von Geburt an viele Voraussetzungen mit, um von sich aus aktiv und kreativ zu sein. Zahlreiche Handlungen sind selbst motiviert, also intrinsisch: Wir erledigen sie, ohne dazu aufgefordert oder dafür von anderen direkt belohnt zu werden. Die Sache oder Tätigkeit an sich ist uns wichtig genug und mit einem hohen Grad an Identifikation verbunden.

Bei extrinsischer Motivation führt jemand eine Handlung aus, um ein bestimmtes, von außen vorgegebenes Ziel oder einen gewissen Zustand zu erreichen. Er verrichtet beispielsweise eine verhasste Arbeit wegen des finanziellen Ausgleichs, den er dafür erhält.

Von einem Unterminierungseffekt wird dann gesprochen, wenn ein eigentlich intrinsisch motiviertes Verhalten extrinsisch belohnt wird. Dadurch kann sich die eigene Motivation verringern, und es tritt der gegenteilige Effekt von dem ein, was eigentlich bezweckt wurde. Künftig wird dann nur noch dort großen Aufwand betrieben, wo eine direkte Belohnung zu erwarten ist. Der äußere Einfluss sorgt dafür, dass die Identifikation nachlässt ﹣ ebenso wie das Mitdenken.

Es zeigt sich an vielen Beispielen, dass Identifikation und intrinsische Motivation meist die besseren Ergebnisse hervorbringen, sei es im Privaten oder aber im beruflichen Umfeld. Zudem ist die intrinsische Motivation mit größerer persönlicher Zufriedenheit und Wirkung verbunden, während die extrinsische Motivation eine geringere Wirkung hat, die noch dazu rasch wieder verpufft. Trotzdem wird oftmals versucht, durch äußere Anreize der fehlenden Motivation auf die Sprünge zu helfen. Gut gemeint und in einigen Bereichen mag dieses Vorgehen auch seine Berechtigung haben, doch bei der Förderung von Kreativität birgt es zahlreiche Risiken.

Besonders deutlich wird das im Berufsleben: Geldprämien zeigen in der Praxis nicht den erwarteten anhaltenden Einfluss auf Kreativität und Zufriedenheit. Sind beispielsweise Verbesserungsvorschläge für bestimmte Prozesse gewünscht, die unter bestimmten Voraussetzungen sogar honoriert werden, bleiben viele kreative Ideen in der Schublade, stauben ungenutzt vor sich hin. Ausgepackt wird sie erst, wenn die Chance gesehen wird, dafür belohnt zu werden. Aus der Identifikation, dem eigenen Antrieb, wird so eine extrinsische Dienstleistung. Das hat nicht nur Nachteile für das Unternehmen, sondern auch für jeden einzelnen Mitarbeiter, dessen Motivation und damit Zufriedenheit sinken.

Die Freude am Neuen, Veränderungen und Neuerungen lösen bei den meisten Menschen zwiespältige Gefühle aus. Schließlich sind es die Gewohnheiten, die wir entwickeln, die es uns erlauben mit den alltäglichen Gegebenheiten zurechtzukommen. Wir richten uns ein und machen das Beste auch aus einer schwierigen Situation, die uns mehr und mehr vertraut wird. Wer etwas verändern will, muss erst eine gewisse Trägheit überwinden, die mitunter beachtliche Ausmaße annehmen kann. Jede noch so gepriesene Veränderung erfordert den Aufwand erneuter Anpassung. Und alles Neue birgt unbekannte Risiken, vor denen wir naturgemäß auf der Hut sind. Diese Scheu sitzt tief im Unbewussten und hat meist nur bedingt mit der Realität zu tun.

So reagieren beispielsweise viele Mitarbeiter instinktiv ablehnend, wenn ein neues  Computerprogramm installiert wird oder − Himmel bewahre − gar ein neues Betriebssystem die Arbeit noch effektiver machen soll.

Solche Gedanken kennen auch kreative Menschen. Nur überwiegen bei ihnen die Neugier und das Interesse, das Unbekannte zu erkunden. Kreative sind weniger voreingenommen und gehen Situationen spielerischer an. Manche blühen erst in Veränderungssituationen so richtig auf, da sie ihren eigenen Fähigkeiten, den Wandel zu meistern, stärker vertrauen als andere. Herausforderungen werden als Chance für persönliche Entwicklung begrüßt

 

 

 

Jeans, Kreativität und Wahlfreiheit

 

Für unser Wohlbefinden benötigen wir den Eindruck, selbst entscheiden zu können, Einfluss zu haben. Um uns als selbstständige Wesen wahrzunehmen, benötigen wir die Freiheit aus verschiedenen Optionen zu wählen. Dabei geht es nicht unbedingt um eine Vielzahl von Varianten, sondern darum, durch das Vorhandensein einer Wahlmöglichkeit der Wahl selbst Bedeutung zu verleihen. Der Akt des Entscheidens, so risikoreich und schwer er manchmal erscheinen mag, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Eine als solche empfundene Wahlfreiheit sorgt für Zufriedenheit und Lebensqualität. Sie fördert die Flexibilität im Denken. Manchmal gilt es zuerst Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor wir von dieser Freiheit Gebrauch machen können. Fremde Interessen sowie auch eigene einschränkende Glaubenssätze und Überzeugungen machen es mitunter nicht leicht, die verfügbaren Optionen ﹣ wie den Wald vor lauter Bäumen ﹣ zu erkennen.

Kreativität und Zufriedenheit

Allerdings kann die Wahlfreiheit uns auch überwältigen. Wo Licht ist, ist auch Schatten bzw. Überfluss, der zu Seekrankheit führen kann. Ein Beispiel für eine ausufernde Vielfalt gibt schon ein Besuch in einem Bekleidungsgeschäft, in dem eine Jeans gekauft werden soll: Bootcut, Bootleg, Loose Fit, Slim Fit, Comfort Fit, gerade Jeans, Röhrenjeans, Schlaghosen mit hoher oder niedriger Taille von verschiedenen Herstellern, in verschiedenen Farben und und und ﹣ die überwältigende Auswahl macht nicht jedem Freude, sondern oft Kopfschmerzen.

Gibt es unübersichtlich viele Möglichkeiten, sind geeignete Strategien gefragt, um das Dickicht der Informationen zu durchdringen und eine persönliche Wahl zu treffen. Auch dabei hilft ein zielgerichtetes, kreatives Denken, das uns Freude an der Vielfalt schenkt, anstatt uns die Qual der Wahl spüren zu lassen.

Soll jemandem hingegen der Spaß an der Auswahl verdorben werden, genügt oft schon eine kleine Dosis Druck und Zwang: „Sie müssen jetzt sofort und für immer wählen!“. Dann wird schnell ungenießbar, was gerade noch Vergnügen bereitet hat.

 

 

 

Jeder profitiert von Kreativität

 

Jeder von uns profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Entwickeln Sie Ihr kreatives Potenzial, nehmen Sie die Herausforderung an!

P.S.

 

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Kreativität und Zufriedenheit?

Kreativität ist die Mutter der Idee.

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Solltest du das erste Angebot annehmen? Erfahre, wann Nachverhandeln sinnvoll ist, wie du Angebote bewertest und souverän bessere Entscheidungen triffst.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43325
K:CNC
Ü:

Gute Vorsätze: Die 72-Stunden-Regel oder waren es 24?

Gute Vorsätze: Die 72-Stunden-Regel oder waren es 24?

Handeln, bevor die Motivation verebbt ist
Umwege

Woran gute Vorsätze scheitern und wie Sie Ihre Vorsätze umsetzen

 

Hoch leben die glorreichen Ideen, die guten Vorsätze. Gefeiert, um kurz darauf in Vergessenheit zu geraten. Schade! Die 72-Stunden-Regel hilft.

 

Vertane Chancen

 

Zu häufig höre ich, wie traurig berichtet wird, dass jemand schon vor Ewigkeiten…

  • die Idee für ein Geschäftsmodell hatte, das heute an der NASDAQ gehandelt wird.
  • wusste, dass es an der Zeit ist etwas für die Gesundheit zu tun.
  • erkannte, dass es von Vorteil wäre, eine Sprache zu lernen.
  • merkte, dass es Zeit ist, die Ehe zu retten.
  • vorhatte, das Sixpack für den Urlaub zu aktivieren.
  • …

 

Und doch ist die Gelegenheit ungenutzt weitergezogen, wie die mit sich beschäftigte Karawane an den blühenden Landschaften. Aus den Augen aus dem Sinn.

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es … innerhalb von 72 Stunden.

Erweitertes Sprichwort

 

Die Zeit vergeht wie im Flug. Die 72-Stunden-Regel besagt deshalb; was Sie sich vornehmen, solltest du innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass Sie das Vorhaben jemals umsetzen Richtung „Unwahrscheinlich“. Vorhandene Muster prägen sich mit der Zeit tief ein und erschweren Veränderungen. Der Autopilotenmodus erscheint ja so viel bequemer. Morgen, ja morgen, da ….

Asche zu Asche?

 

Gute Vorsätze sind der nutzlose Versuch, die Naturgesetze außer Kraft zu setzen, behauptete Oscar Wilde. Von wegen! Hoch leben die glorreichen Ideen, die guten Vorsätze. Sorgen Sie für die Geburtshilfe. Machen Sie innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt.

 

 

 

Momentum

 

Nutzen Sie den Schwung des Moments, die Begeisterung, die Gunst der Stunde. 72 Stunden sind ein guter Rahmen. Machen Sie 24 Stunden daraus, wenn Sie die Statistik nicht nur auf Ihrer Seite haben, sondern Hand in Hand mit ihr gehen wollen.

 

 

 

Besser ein kleiner Schritt als keiner

 

Selbst ein kleiner Schritt zählt. Sie könnten beispielsweise einen Termin vereinbaren, ein Buch zum Thema bestellen, einen Projektplan (SMARTe Zielplanung) erstellen.

P.S.

 

Was halten Sie von der 72-Stunden-Regel?

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Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer. Johann Wolfgang von Goethe

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2015
Überarbeitung: 18. M#ärz 2019
AN: #43312
K:CNB
Ü: