Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder. Vorbildfunktion: Aber der Helmut Schmidt, der rauchte doch auch!
Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran

Vorbilder

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser als ein Vorbild? Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen?

Vorbild

 

Es ist ungemein wichtig und nützlich,
selbst in einem kleinen Wirkungskreis
als gutes Beispiel zu wirken,
denn auf diese Weise beeinflusst man
dutzende und hunderte von Menschen.

Fjodor M. Dostojewski

Gute Beispiele gehen selbst voran

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser?

Gute Beispiele gehen selbst voran

Woher kommen Vorbilder?

 

„Kinder schauen mehr darauf, was die Eltern tun, als was sie sagen“, behauptete Marie von Ebner-Eschenbach und ich teile ihre Meinung.

Als Kinder sind unsere Vorbilder meist die Eltern, Großeltern und älteren Geschwister. Mit der Pubertät sind es dann aktuelle Stars, erfolgreiche Sportler, denen nachgeeifert wird. Allerlei Vorbilder begleiten uns für eine Weile oder sogar ein Leben lang. Nach welchen Kriterien treffen wir die Auswahl der Personen, denen wir nacheifern?

Dazu meinte Erich Kästner: Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.

 

 

 

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder

 

Manche Vorbilder sind hilfreich und andere schaden eher. Einige können auf Irrwege führen, andere später enttäuschen. So manche Sendung für junge Mädchen liefert ihren Beitrag dafür, dass die Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa) zur häufigeren Option wird. So mancher B-Promi vermittelt den Eindruck, dass Silikon oder ein freches Mundwerk zu einem besseren Leben führen als Bildung und Können. Für einzelne Personen kann die Rechnung aufgeben, für die Masse der Nachahmer nicht.

Es ist gut, die Vorbilder mit Bedacht zu wählen und eine gesunde Distanz zu wählen. Schließlich handelt es sich ja auch weiterhin um Menschen.

Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt

 

Inhaltlich hatte ich das Glück, ihn mehrmals live zu erleben, den Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Und das, was er sagte, hatte Hand und Fuß. Für Nichtraucher war es allerdings eine zweifelhafte Freude, in geschlossenen Räumen mit einem Kettenraucher wie ihm zu sein. Wenn ich mich richtig erinnere, wechselte er ohne Unterlass von Zigarette zu Zigarillo, zu Kaffee, zu Zigarette zu …

Ich erinnere mich auch noch, wie sich einige andere Anwesende darüber geärgert haben, während sich mehrere Raucher gegenseitig ansahen und fragten, wieso darf er und nicht wir. Er galt und gilt vielen noch immer als Vorbild. Wie passt das dazu, dass er sich über Regeln hinwegsetzt, die für andere gelten? Wer sich seine Fernsehauftritte anschaut, sieht ihn stets im Qualm.

Bei Sandra Maischberger ging es auf einige Zigaretten am 28.04.2015 darum, welche Vorbilder aus seiner Sicht tauglich sind. Es ging zwar eher um politische Führung, doch lässt sich das von grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften trennen?

Pflicht, Gelassenheit, Vorbildfunktion

 

In einem Artikel in der Zeitung Die Zeit schrieb Helmut Schmidt zu Pflicht und Gelassenheit:

„Es begegnet uns in der Geschichte immer wieder, dass ein Vorbild sich von der historischen Figur löst und idealisiert wird. Manchmal kann eine historische Figur überhaupt nur als Vorbild in Erscheinung treten, wenn man bestimmte Charakterzüge bewusst ausblendet und Unangenehmes einfach wegschneidet. … Ich jedenfalls habe mich nicht für die Gesamtperson interessiert, sondern mir nur das herausgepickt, was mir exemplarisch, vorbildlich und nachahmenswert schien. Man kann es auch anders ausdrücken: Jemand muss kein Heiliger sein, um Vorbild für dieses oder jenes zu werden. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um, wenn wir von einem Menschen, den wir als Vorbild empfinden, in anderen Zusammenhängen Negatives erfahren?“

Ein Vorbild habe er selbst ohnehin nie sein wollen, ließ Helmut Schmidt wissen. Und so komme ich wieder zu einer wesentlichen Frage; welche Verantwortung kommt mit Einfluss?

Sind Sie ein Vorbild?

 

Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen? Ob Sie es wollen oder nicht; Ihr Handeln hat Konsequenzen. Andere Menschen werden sich daran orientieren oder zumindest Ihr Verhalten bei der eigenen Argumentation und Entscheidung hinzuziehen.

Video

https://youtu.be/IJTyCR5M43A

P.S.

 

Wie glaubwürdig sind für Sie Menschen, die selbst nicht bereit sind, dass zu tun, was sie von anderen fordern? Müssen Vorbilder integer und unfehlbar sein oder zumindest bestrebt sein den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden? Wer sind heutzutage unsere Vorbilder? Welche Verantwortung kommt mit Einfluss, mit Macht?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2015
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #43318
K: CNB
Ü: AA

Selbstbild bzw. Selbstimage

Selbstbild bzw. Selbstimage

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

Selbstbild

 

Wir haben ein Bild von uns selbst. Wie sehr es sich mit dem Bild deckt, dass andere Menschen von uns haben, ist oft unterschiedlich.

Überblick

 

 

 

 

Als ich ein vierzehnjähriger Junge war, war mein Vater derart ignorant, dass ich es kaum aushalten konnte, wenn er zugegen war. Nachdem ich das einundzwanzigste Lebensjahr erreicht hatte, stellte ich jedoch erstaunt fest, wieviel er in den sieben Jahren gelernt hatte.

Mark Twain

 

 

 

Selbstbild bzw. Selbstimage

 

Das Selbstbild ist die Ausstrahlung des eigenen Ichs. Jedes Erlebnis, jede Erfahrung, jeder Gedanke, –einfach alles –wirkt auf das Selbstbild. Die Erziehung und das Umfeld der Kindheit prägen den Charakter, das Selbstbild und das Verhalten. Während des weiteren Lebens entwickeln wir Menschen uns weiter. Zumindest ist das zu hoffen, denn eine Garantie für Reife gibt es nicht.

Selbstbild

 

Wir haben ein Bild von uns selbst. Wie sehr es sich mit dem Bild deckt, dass andere Menschen von uns haben, ist oft unterschiedlich.

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 28. Februar 2019
AN: #371

Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Welchen Beitrag liefert Kreativität tatsächlich?
Kreativität und Zufriedenheit

Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kreativität als Luxusgut

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Sie ist somit zu einem allgemein angestrebten Gut geworden, das nicht mehr nur Künstlern zugesprochen wird. Viele Menschen wollen ihr kreatives Potenzial entwickeln, allerdings geben viele zu rasch auf und erwarten für den geringsten Einsatz sofort Anerkennung. Erfolgreich sind hingegen diejenigen, die Hindernisse als zusätzlichen Ansporn sehen und überwinden.

Kreativität, vom lateinischen Wort „creare“ abgeleitet, wird im Allgemeinen als schöpferische Kraft oder Einfallsreichtum verstanden. Zwar beschäftigt sich die Wissenschaft, insbesondere die Psychologie und die Neurologie, verstärkt seit den 1950er-Jahren mit dem Phänomen, doch es lässt sich nur äußerst schwer eingrenzen und ﹣ anders als dies bei Intelligenz mehr oder weniger gut versucht wird ﹣ kaum messen. Zwischen Intelligenz und kreativem Denken gibt es jedoch einen Zusammenhang: Ohne Neugier, Flexibilität und Originalität beim Lösen von Problemen und Aufgaben ist Kreativität nicht denkbar.

Forschungsergebnisse bestätigen; Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Es ist allerdings möglich, die Voraussetzungen für kreative Einfälle zu verbessern, indem wir die Vorstellungskraft trainieren und Ideen Freiraum geben.

 

 

 

Macht Kreativität glücklicher?

 

Kreativität und Zufriedenheit

Viele berühmte Künstler sollen in krisenhaften und problembeladenen Situation besonders kreativ gewesen sein. Solche Geschichten verkaufen sich gut, doch wer genau hinschaut, erkennt, dass diese Fälle eher als Ausnahmen zu betrachten sind. Tatsächlich scheint die schöpferische Kraft besser zur Geltung zu kommen, wenn wir zufrieden und gut gelaunt sind. Gleichzeitig kann die Kreativität das Lebensgefühl selbst positiv beeinflussen. Wenn wir uns Glück als eine Gleichung mit den Variablen Vorbereitung und Gelegenheit vorstellen, kann Kreativität das Glücksempfinden, die Zufriedenheit steigern, weil sie sich auf beide Variablen günstig auswirkt.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass kreatives Denken potenziell zu mehr Wahlfreiheit und Flexibilität führt. Wer sein Leben und Umfeld selbst gestaltet, ist äußeren Umständen weniger ausgeliefert und nimmt Einfluss auf die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben.

Offen geäußerter Optimismus wird mitunter unfairer Weise als Naivität ausgelegt. Schließlich ist es das Gegenteil; die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, etwas zu tun. Der Enthusiasmus und die Energie, mit denen kreative Persönlichkeiten die Herausforderung des Lebens angehen, entwickeln glücklicherweise gerne eine positive Dynamik. Diese Menschen erwarten vom Leben Möglichkeiten und Chancen, die sie dann auch nutzen.

Damit sich eine solche Wirkung entfaltet muss Kreativität mit ausreichender Fokussierung einhergehen. Offenheit ist dabei eine wichtige Voraussetzung: Die Diskrepanz zwischen einer Situation, die jemand antrifft, und dem, was für möglich gehalten wird, verrät oft viel über das eigene kreative Potenzial. Manche Menschen nehmen nur ein Problem wahr, das sie bewältigen müssen. Kreativität bedeutet in diesem Sinne ein Umdeuten einer Situation in eine persönliche Herausforderung, der wir mit Bereitschaft, Freude und Phantasie begegne und dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchspielen.

Neue Aufgaben und Anforderungen können zwar glücklich machen, wenn sie Orientierung bieten. Sie können allerdings auch zum Gegenteil führen. Wer sein Ziel nicht erreicht, weil er auf Widerstand stößt, kann darauf enttäuscht und frustriert reagieren. Es ist eine ausreichend große Frustrationstoleranz nötig, um auch Rückschläge als wichtige Zwischenschritte zu betrachten und Mut, um  aus ihnen zu lernen und weiterzumachen. Wem es gelingt, Misserfolge als Rückmeldungen und Hinweise als Gelegenheiten für das eigene Vorankommen zu nutzen, der ist in der persönlichen Entwicklung einen großen Schritt vorangekommen.

Auf der anderen Seite resultiert allein schon aus dem Beschreiten neuer Wege Zufriedenheit. Es gibt dem Leben das Empfinden von Sinn und Bedeutung: Wird ein Etappenziel erreicht, werden nicht nur kurzfristig Glückshormone ausgeschüttet. Die gesamte Persönlichkeit wächst mit diesen Erfolgserlebnissen.

 

 

 

Kreativität als Mittel zum Zweck

 

Um zu verstehen, wie sich Kreativität auf das Leben auswirkt, hilft es sich zu verdeutlichen, unter welchen Voraussetzungen Menschen handeln, wie sie handeln. Denn wie kreativ und zufrieden Menschen sind, hängt auch davon ab, ob ihre Bedürfnisse erfüllt sind.

Die 1943 vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow entwickelte und später erweiterte sogenannte Bedürfnispyramide kann dabei als Orientierungshilfe dienen.

Maslow Bedürfnisspyramide

Die erste Stufe der Pyramide bilden die physiologischen Grundbedürfnisse (Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Unterkunft, Sexualität, Kleidung, Bewegung), das menschliche Denken und Handeln dient hier vor allem dem Überleben. Die Sicherheitsbedürfnisse (Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen, Absicherung, Wohnraum), die auf eine Vermeidung von Gefahren abzielen, sind auf dem nächsthöheren Niveau angesiedelt. Es folgen soziale Bedürfnisse (Liebe, Zuneigung, Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Intimität, Kommunikation, Arbeitsklima). Kreatives Denken dient auf dieser Ebene dem Aufbau von sozialen Beziehungen. Die vierte Stufe verdeutlicht unser Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung (Status, Respekt, Auszeichnungen, Titel, Wohlstand, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke). Die oberste Ebene der Pyramide stellt das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung dar (Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Kunst, Philosophie, Erleuchtung, Selbstverbesserung, Religion). Hier dient die Kreativität vor allem dem Streben nach Unabhängigkeit und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Aber auch auf den anderen Stufen kann Kreativität zum Tragen kommen.

Die fünf Stufen der Pyramide bauen aufeinander auf: Nur dann, wenn die Bedürfnisse der vorhergehenden Ebene weitgehend befriedigt sind, findet die nächste Ebene Beachtung und kann als Motivationsfaktor das Handeln des Menschen bestimmen.

Bei den ersten drei Ebenen handelt es sich im Wesentlichen um Defizite, deren Beseitigung zum Teil zwingend notwendig ist.

Wird eines dieser Bedürfnisse mit Hilfe neuer Ideen und Ansätze besser befriedigt, leistet die Kreativität einen entscheidenden Beitrag zur Zufriedenheit.

Bei der vierten und fünften Ebene wird von Wachstumsbedürfnissen gesprochen. Sie sind durch den Wunsch nach Entwicklung und Wachstum motiviert: Sich vorzustellen, dass die Dinge auch anders sein könnten, als sie in der Realität erlebt werden, und die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten, kommen auf diesen Ebenen zum Tragen. Die höheren Bedürfnisse sind weniger dringlich als die Defizitbedürfnisse. Ihre Erfüllung bedeutet über die Zufriedenheit hinaus Glück.

Vor allem die Selbstverwirklichung ist ohne Kreativität kaum denkbar. Auf der fünften Ebene hat Selbstbestimmtheit in Denken und Handeln einen besonders hohen Stellenwert: Herausforderungen werden bewusst, freiwillig und dadurch spielerisch angegangen. Das intensive Eintauchen in eine Aufgabe sorgt dann mitunter dafür, dass Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen und nur die Beschäftigung mit einer Tätigkeit selbst zählt. Dieser Zustand wird in der Psychologie als „Flow“ bezeichnet.

Kreativität als Mittel zum Zweck, um Missstände zu beseitigen und das eigene Leben sicherer und angenehmer zu gestalten, macht das Phänomen aber nur teilweise verständlich. Denn auch dort, wo kein Mangel zu beklagen ist, herrscht die Sehnsucht nach Gestaltung. So begegnen westliche Gesellschaften, in denen die meisten Bedürfnisse so schnell befriedigt werden, dass wir uns ihrer oft gar nicht bewusst sind, jedem Anflug von Langeweile mit immer neuen, teils extremen Herausforderungen: Gummiseile werden um die Beine gebunden, um ﹣ hoffentlich unbeschadet ﹣ durch einen todesverachtenden Sprung in den Abgrund die Adrenalinproduktion zu stimulieren, während für andere Menschen mechanische Haustiere erfunden werden, die sie zur Aktivierung von Dopamin umsorgen können. Kreativität befriedigt so Bedürfnisse. Manchmal sogar solche, von denen wir vorher noch gar nicht wussten, dass wir sie haben. Wo ist meine iWatch?

 

 

 

Muss es erst weh tun? Zufriedenheit als Bremse, Unzufriedenheit als Antrieb?

Kreativität und Zufriedenheit

Mitunter sind Menschen, die in ihrem Leben weniger Glück erfahren, aber auch kreativer als Menschen, die sehr zufrieden sind. „Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg“, schrieb der irische Schriftsteller Oscar Wilde (1854 bis 1900).

Frustration mag eine Triebfeder für Veränderungen sein, doch solange nichts hinzukommt, wird sie als Motivation kaum genügen. So intensiv der Wunsch, einer unangenehmen Situation zu entkommen, auch sein mag, erst die Aussicht auf eine erstrebenswerte Alternative setzt im Menschen Energie für einen Neuanfang frei. Kreative Prozesse brauchen den spielerischen Rahmen, die Sicht nach vorne.

Leider liefert oft erst massive Unzufriedenheit den notwendigen Impuls, um sich tatsächlich auf den Weg zu machen und Veränderungen einzuleiten. Insofern liefert sie mitunter den Ansporn, sie bringt die Dinge ins Rollen. Ist aber die persönliche Trägheit erst einmal überwunden, kostet diese Verdrossenheit nur noch Energie. Der Blick klebt oft zu lange am Problem. Der erforderliche Vorgang ist vergleichbar mit einem Flug zum Mond, bei dem anfangs die Kraft der Raketen als kräftiger Impuls benötigt wird, um die Anziehungskraft der Erde zu überwinden. Dann aber werden die Anziehungskräfte des Mondes und beim Rückflug die der Erde für das Vorankommen genutzt. Also in Bewegung kommen, Schwung holen!

 

 

 

Anreiz: Äußere Belohnungen und Selbstmotivation

 

Kreativität und Zufriedenheit

Menschen bringen schon von Geburt an viele Voraussetzungen mit, um von sich aus aktiv und kreativ zu sein. Zahlreiche Handlungen sind selbst motiviert, also intrinsisch: Wir erledigen sie, ohne dazu aufgefordert oder dafür von anderen direkt belohnt zu werden. Die Sache oder Tätigkeit an sich ist uns wichtig genug und mit einem hohen Grad an Identifikation verbunden.

Bei extrinsischer Motivation führt jemand eine Handlung aus, um ein bestimmtes, von außen vorgegebenes Ziel oder einen gewissen Zustand zu erreichen. Er verrichtet beispielsweise eine verhasste Arbeit wegen des finanziellen Ausgleichs, den er dafür erhält.

Von einem Unterminierungseffekt wird dann gesprochen, wenn ein eigentlich intrinsisch motiviertes Verhalten extrinsisch belohnt wird. Dadurch kann sich die eigene Motivation verringern, und es tritt der gegenteilige Effekt von dem ein, was eigentlich bezweckt wurde. Künftig wird dann nur noch dort großen Aufwand betrieben, wo eine direkte Belohnung zu erwarten ist. Der äußere Einfluss sorgt dafür, dass die Identifikation nachlässt ﹣ ebenso wie das Mitdenken.

Es zeigt sich an vielen Beispielen, dass Identifikation und intrinsische Motivation meist die besseren Ergebnisse hervorbringen, sei es im Privaten oder aber im beruflichen Umfeld. Zudem ist die intrinsische Motivation mit größerer persönlicher Zufriedenheit und Wirkung verbunden, während die extrinsische Motivation eine geringere Wirkung hat, die noch dazu rasch wieder verpufft. Trotzdem wird oftmals versucht, durch äußere Anreize der fehlenden Motivation auf die Sprünge zu helfen. Gut gemeint und in einigen Bereichen mag dieses Vorgehen auch seine Berechtigung haben, doch bei der Förderung von Kreativität birgt es zahlreiche Risiken.

Besonders deutlich wird das im Berufsleben: Geldprämien zeigen in der Praxis nicht den erwarteten anhaltenden Einfluss auf Kreativität und Zufriedenheit. Sind beispielsweise Verbesserungsvorschläge für bestimmte Prozesse gewünscht, die unter bestimmten Voraussetzungen sogar honoriert werden, bleiben viele kreative Ideen in der Schublade, stauben ungenutzt vor sich hin. Ausgepackt wird sie erst, wenn die Chance gesehen wird, dafür belohnt zu werden. Aus der Identifikation, dem eigenen Antrieb, wird so eine extrinsische Dienstleistung. Das hat nicht nur Nachteile für das Unternehmen, sondern auch für jeden einzelnen Mitarbeiter, dessen Motivation und damit Zufriedenheit sinken.

Die Freude am Neuen, Veränderungen und Neuerungen lösen bei den meisten Menschen zwiespältige Gefühle aus. Schließlich sind es die Gewohnheiten, die wir entwickeln, die es uns erlauben mit den alltäglichen Gegebenheiten zurechtzukommen. Wir richten uns ein und machen das Beste auch aus einer schwierigen Situation, die uns mehr und mehr vertraut wird. Wer etwas verändern will, muss erst eine gewisse Trägheit überwinden, die mitunter beachtliche Ausmaße annehmen kann. Jede noch so gepriesene Veränderung erfordert den Aufwand erneuter Anpassung. Und alles Neue birgt unbekannte Risiken, vor denen wir naturgemäß auf der Hut sind. Diese Scheu sitzt tief im Unbewussten und hat meist nur bedingt mit der Realität zu tun.

So reagieren beispielsweise viele Mitarbeiter instinktiv ablehnend, wenn ein neues  Computerprogramm installiert wird oder − Himmel bewahre − gar ein neues Betriebssystem die Arbeit noch effektiver machen soll.

Solche Gedanken kennen auch kreative Menschen. Nur überwiegen bei ihnen die Neugier und das Interesse, das Unbekannte zu erkunden. Kreative sind weniger voreingenommen und gehen Situationen spielerischer an. Manche blühen erst in Veränderungssituationen so richtig auf, da sie ihren eigenen Fähigkeiten, den Wandel zu meistern, stärker vertrauen als andere. Herausforderungen werden als Chance für persönliche Entwicklung begrüßt

 

 

 

Jeans, Kreativität und Wahlfreiheit

 

Für unser Wohlbefinden benötigen wir den Eindruck, selbst entscheiden zu können, Einfluss zu haben. Um uns als selbstständige Wesen wahrzunehmen, benötigen wir die Freiheit aus verschiedenen Optionen zu wählen. Dabei geht es nicht unbedingt um eine Vielzahl von Varianten, sondern darum, durch das Vorhandensein einer Wahlmöglichkeit der Wahl selbst Bedeutung zu verleihen. Der Akt des Entscheidens, so risikoreich und schwer er manchmal erscheinen mag, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Eine als solche empfundene Wahlfreiheit sorgt für Zufriedenheit und Lebensqualität. Sie fördert die Flexibilität im Denken. Manchmal gilt es zuerst Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor wir von dieser Freiheit Gebrauch machen können. Fremde Interessen sowie auch eigene einschränkende Glaubenssätze und Überzeugungen machen es mitunter nicht leicht, die verfügbaren Optionen ﹣ wie den Wald vor lauter Bäumen ﹣ zu erkennen.

Kreativität und Zufriedenheit

Allerdings kann die Wahlfreiheit uns auch überwältigen. Wo Licht ist, ist auch Schatten bzw. Überfluss, der zu Seekrankheit führen kann. Ein Beispiel für eine ausufernde Vielfalt gibt schon ein Besuch in einem Bekleidungsgeschäft, in dem eine Jeans gekauft werden soll: Bootcut, Bootleg, Loose Fit, Slim Fit, Comfort Fit, gerade Jeans, Röhrenjeans, Schlaghosen mit hoher oder niedriger Taille von verschiedenen Herstellern, in verschiedenen Farben und und und ﹣ die überwältigende Auswahl macht nicht jedem Freude, sondern oft Kopfschmerzen.

Gibt es unübersichtlich viele Möglichkeiten, sind geeignete Strategien gefragt, um das Dickicht der Informationen zu durchdringen und eine persönliche Wahl zu treffen. Auch dabei hilft ein zielgerichtetes, kreatives Denken, das uns Freude an der Vielfalt schenkt, anstatt uns die Qual der Wahl spüren zu lassen.

Soll jemandem hingegen der Spaß an der Auswahl verdorben werden, genügt oft schon eine kleine Dosis Druck und Zwang: „Sie müssen jetzt sofort und für immer wählen!“. Dann wird schnell ungenießbar, was gerade noch Vergnügen bereitet hat.

 

 

 

Jeder profitiert von Kreativität

 

Jeder von uns profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Entwickeln Sie Ihr kreatives Potenzial, nehmen Sie die Herausforderung an!

P.S.

 

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Kreativität und Zufriedenheit?

Kreativität ist die Mutter der Idee.

Artikel

Wie du deine Kreativität zurückholst – auch mitten im Chaos

Deine To-do-Liste ist voll. Dein Kopf auch. Und irgendwo dazwischen hast du das Gefühl verloren, kreativ zu sein?
In diesem Video zeige ich dir, wie du deine Kreativität zurückholst – auch wenn außen Chaos herrscht:

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43325
K:CNC
Ü:

Positives Denken kann nerven

Positiv Denken als Synonym für Ignoranz?

Fokus statt Ausblenden
Positives Denken kann nerven

Positives Denken

 

Menschen, die das Gute erkennen sind, mir sehr sympathisch. Leute, die mit dem Wunsch nur noch das Gute zu sehen einfach die Augen verschließen und blind lächelnd über Leichen gehen, sind mir nicht so sympathisch. Nett formuliert!

 

 

 

Überblick

 

Positiv Denken als Synonym für Ignoranz?

 

Menschen, die das Gute erkennen, sind mir sehr sympathisch. Leute, die mit dem Wunsch nur noch das Gute zu sehen und einfach die Augen verschließen und blind über Leichen gehen, sind mir nicht so sympathisch. Nett formuliert!

 

 

 

Ist positives Denken nun gut oder schlecht?

 

Was ist es nur, das mir bei der Bezeichnung „Positives Denken“ mitunter einen unangenehmen Reiz auslöst?

Es dürfte daran liegen, dass es eine aus meiner Sicht gesunde und eine ungesunde Form gibt. Verantwortung will übernommen werden. Wo es etwas zu tun gibt, hilft keine rosarot getönte Brille, sondern das Hochkrempeln der Ärmel und Anpacken. Dann hilft die gesunde Form des positiven Denkens dabei, den Mut aufzubringen sich einzusetzen und die Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen und auszuschöpfen.

Positives Denken ersetzt nicht den Weg, sondern erleichtert ihn. Wenn wir aus der Mitte heraus denken und handeln, geht einiges deutlich leichter von der Hand. Optimismus, Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und der natürliche Zugriff  auf physische und mentale Ressourcen sind verfügbar. Verantwortungsvolles Mentaltraining hilft dabei!

Optimismus ist nicht einfach das Gegenteil von Pessimismus, im Sinne blinden Glaubens ohne realistische Basis und Bereitschaft auch den entsprechenden Beitrag zu leisten. Optimismus löst den erstarrten Blick des Kaninchens auf die Schlange, ermöglicht über den Tellerrand zu sehen. Und da gibt es oft mehr zu sehen, als erwartet.

P.S.

 

Was halten Sie vom positiven Denken, kann es auch übertrieben werden?

Die Welt gehört denen, die zu ihrer Eroberung ausziehen, bewaffnet mit Sicherheit und guter Laune. Charles Dickens

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2011
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #4336
K:CNB
Ü:

Gute Vorsätze: Die 72-Stunden-Regel oder waren es 24?

Gute Vorsätze: Die 72-Stunden-Regel oder waren es 24?

Handeln, bevor die Motivation verebbt ist
Umwege

Woran gute Vorsätze scheitern und wie Sie Ihre Vorsätze umsetzen

 

Hoch leben die glorreichen Ideen, die guten Vorsätze. Gefeiert, um kurz darauf in Vergessenheit zu geraten. Schade! Die 72-Stunden-Regel hilft.

 

Vertane Chancen

 

Zu häufig höre ich, wie traurig berichtet wird, dass jemand schon vor Ewigkeiten…

  • die Idee für ein Geschäftsmodell hatte, das heute an der NASDAQ gehandelt wird.
  • wusste, dass es an der Zeit ist etwas für die Gesundheit zu tun.
  • erkannte, dass es von Vorteil wäre, eine Sprache zu lernen.
  • merkte, dass es Zeit ist, die Ehe zu retten.
  • vorhatte, das Sixpack für den Urlaub zu aktivieren.

 

Und doch ist die Gelegenheit ungenutzt weitergezogen, wie die mit sich beschäftigte Karawane an den blühenden Landschaften. Aus den Augen aus dem Sinn.

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es … innerhalb von 72 Stunden.

Erweitertes Sprichwort

 

Die Zeit vergeht wie im Flug. Die 72-Stunden-Regel besagt deshalb; was Sie sich vornehmen, solltest du innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass Sie das Vorhaben jemals umsetzen Richtung „Unwahrscheinlich“. Vorhandene Muster prägen sich mit der Zeit tief ein und erschweren Veränderungen. Der Autopilotenmodus erscheint ja so viel bequemer. Morgen, ja morgen, da ….

Asche zu Asche?

 

Gute Vorsätze sind der nutzlose Versuch, die Naturgesetze außer Kraft zu setzen, behauptete Oscar Wilde. Von wegen! Hoch leben die glorreichen Ideen, die guten Vorsätze. Sorgen Sie für die Geburtshilfe. Machen Sie innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt.

 

 

 

Momentum

 

Nutzen Sie den Schwung des Moments, die Begeisterung, die Gunst der Stunde. 72 Stunden sind ein guter Rahmen. Machen Sie 24 Stunden daraus, wenn Sie die Statistik nicht nur auf Ihrer Seite haben, sondern Hand in Hand mit ihr gehen wollen.

 

 

 

Besser ein kleiner Schritt als keiner

 

Selbst ein kleiner Schritt zählt. Sie könnten beispielsweise einen Termin vereinbaren, ein Buch zum Thema bestellen, einen Projektplan (SMARTe Zielplanung) erstellen.

P.S.

 

Was halten Sie von der 72-Stunden-Regel?

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Gemeinsam mit Klienten gehe ich häufiger auf die Suche nach Inspiration für eine Präsentation. Manchmal geht es ganz leicht und manchmal will sich einfach keine Idee hervorlocken lassen. Die Quelle scheint versiegt zu sein. Mitunter hilft dann ein Ortswechsel dabei die Ideen sprudeln zu lassen!
Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter und inspiriert auf andere Weise. Jeder Ort liefert andere Reize, bedient andere Sinne. Deshalb ist schon die Wahl des Ortes entsprechende Beachtung wert., wenn Sie der Kreativität auf die Sprünge helfen wollen. Anregungen gefällig?

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Spätestens, wenn ein Jahr zu Ende geht und ein neues Jahr Form annehmen will ist es wieder ein Thema: Gute Vorsätze! Also ran an die smarte Planung! Es gibt nichts GUTES, außer WIR tun es!

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Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer. Johann Wolfgang von Goethe

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2015
Überarbeitung: 18. M#ärz 2019
AN: #43312
K:CNB
Ü:

Gibt es ein Rezept für Glück? Was macht glücklich und was nicht?

Gibt es ein Rezept für Glück? Was macht glücklich und was nicht?

Glück ist ein Zustand

Gibt es ein Rezept für Glück?

Was macht glücklich und was nicht?

 

Welchen Einfluss haben wir auf Glück und Glücksempfinden? Was können wir tun, um die ersehnten Glückssäfte fließen zu lassen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Glück

 

Da können einem schon die Ohren klingeln: „Happy, happy, happy“ trällert es regelmäßig aus den Lautsprechern und das Internet ist mit unzähligen Happy-Videos gefüllt. Ob Popmusik, Boulevardfernsehen, Psychologie oder Philosophie; das Thema Glück taucht immer wieder auf.

Ein Glas Nutella und das Kind strahlt mit der Sonne um die Wette. Leben kann einfach sein. Wahrer Reichtum besteht nicht im Besitz, sondern im Genießen, meinte Ralph Waldo Emerson. Er muss es wissen. Also mache ich mir einen besonders leckeren Café Latte und überlege, was mir zum Thema Glück einfällt.

 

 

 

Gibt es ein Rezept für Glück?

 

Immer wieder werde ich gebeten, zum Thema Glück etwas zu sagen oder zu schreiben.

Wer hätte es geahnt:

Alle Menschen wollen glücklich sein.

Aristoteles

 

Ja und, was gibt es zum Thema Glück noch zu sagen, dass nicht schon gesagt wurde? Und warum ist das Thema in letzter Zeit so derartig gefragt?

Noch bis Ende der Neunzigerjahre war das Thema Erfolg und finanzieller Wohlstand ganz vorne auf der Hitliste der gewünschten Themen ﹣und jetzt Glück? Vielleicht hat es auch etwas mit dem Wunsch zu tun, sich weniger auf die Probleme, sondern vielmehr auf mögliche Lösungen zu konzentrieren. Das ist es ja auch, was Glücksforscher wie Martin Seligmann (Positive Psychologie) fordern.

Seit Hightech tiefere Blicke in den laufenden Betrieb des Gehirnes und das Erbgut erlauben, sind psychologische Experten ja kaum noch als Gesprächspartner zum Thema begehrt. Bildgebende Verfahren wie MRT, CT etc. suggerieren Fortschritte auf dem Gebiet der Glücksforschung.
Glücksempfinden? Da sei einiges genetisch veranlagt, ist dann auch in der Fachliteratur zu lesen.

Die gute Nachricht; ein großer Teil des Glücksempfindens ist trainierbar! Nur ein geringer Anteil basiert auf äußeren Umständen. Das ist doch eine gute Nachricht, oder?

Es stimmt; die Fokussierung auf das Glück ist sehr lohnenswert und eine sehr individuelle Angelegenheit. Es hat zwar etwas von Eulen, die nach Athen getragen werden, bleibt aber weiterhin aktuell.

 

 

 

Was ist das überhaupt, dieses Glücksempfinden?

 

So groß die Sehnsucht ist, so zögerlich die Realisierung. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, wie Glück aussieht und sich anfühlt. Auch wenn es einige Elemente gibt, die sehr oft genannt werden, ist deren Ausprägung sehr unterschiedlich. Besonders häufig genannt werden Gesundheit, Karriere, Partnerschaft, Familie und Kinder, Urlaub, …

Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause.

Demokrit

 

Für ein wirkliches Glücksempfinden ist Erfüllung in allen persönlich relevanten Bereichen von Bedeutung. Glück lässt sich zwar nicht erzwingen, doch wir können ihm eine Bahn, einen Weg bereiten.

Damit Vorbereitung auf Gelegenheit treffen kann, gibt es einige wichtige Fragen zu beantworten. Ziele geben dem Leben einen erstrebenswerten Inhalt. Sie machen es erst möglich, Lebenswege zu planen und das eigene Leben zu organisieren. Ein sinnerfülltes Leben sorgt für mehr Tiefe, Bewusstsein und Zufriedenheit, während ein Leben ohne Lebensziele viel häufiger als sinnlos und unerfüllt empfunden wird. Wobei unerreichbare Ziele bei verkrampfter Haltung auch das Gegenteil fördern.

Glücksgefühle unterliegen Schwankungen. Selbst die intensivsten Gipfel des Glücks dauern nicht ewig an. So macht auch ein Lottogewinn nicht zwangsweise auf Dauer glücklich. Kurzzeitig schnellt das Glücksgefühl in ungeahnte Höhen, um dann wieder zum gewohnten Maß zurückzufinden.

Das Phänomen nennt sich Adaption. Wir gewöhnen uns an Reize und nehmen sie nicht mehr weiter in der gleichen Intensität wahr. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Menschen besitzen die hervorragende Fähigkeit, sich durch Anpassung (Adaption) flexibel an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Das gilt auch für Gemütszustände. Wir lernen, mit negativen Ereignissen zu leben. Die Zeit heilt so manche Wunde.

Schön und gut; wo Licht ist, da ist auch Schatten. Leider gilt das auch für positive Erfahrungen. Auch an schöne Erlebnisse gewöhnen wir uns früher oder später. So zeigen Studien beispielsweise; wohlhabende Menschen sind nicht glücklicher als der Durchschnitt. Sechster im Lotto? Auch die Freude der Lotto-Gewinner ist nicht dauerhaft.

 

 

 

Gewohnheit vs. Glücksempfinden

 

Dauerndes Glück ist Langeweile.

Oswald Spengler

 

Bedauerlicherweise bemerken wir oft die persönliche Bedeutung, die etwas für uns hat, erst, wenn wir es verlieren. Mit dem Glück ist es wie mit der Brille; man hat sie auf der Nase und weiß es nicht. Es braucht die Pflege der Achtsamkeit, um die Wertigkeit, die persönliche Bedeutung zu würdigen. Denn gerade die vielen kleinen alltäglichen Rituale addieren sich zu Glücksgefühlen.

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

Wilhelm Busch

Alles nur Chemie?

 

Weniger romantisch; neurologisch basiert Glück auf komplexen Vorgängen, die unser Gehirn mithilfe von hauptsächlich vier Botenstoffen steuert.

Am Aufbau von Glücksgefühlen sind maßgeblich die Botenstoffe Dopamin, es spielt die Hauptrolle, in Verbindung mit Noradrenalin, Serotonin und Endorphine beteiligt und verändern uns mental am stärksten.

Alles nur Chemie? Sind wir alle nur Junkies, angetrieben von der Nachschubversorgung mit Glückshormonen?
Jein! Es ist ja nur die halbe Wahrheit. Denn diese Erkenntnis beantwortet ja noch nicht, was die Chemie im Körper beeinflusst. Was können wir tun, um die ersehnten Glückssäfte fließen zu lassen?

 

 

 

Auf der Suche nach der Glücksquelle

 

Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

Nicolas Chamfort

 

Leute, die sich für Pechvögel halten, fördern mit ihrem Tunnelblick selbsterfüllende Prophezeiungen. Selektive Wahrnehmung funktioniert in alle Richtungen. Glückspilze neigen dazu, vorzugsweise das Positive zu sehen.

Für das empfundene Glück ist die persönliche Sichtweise also von sehr großer Bedeutung. Eine optimistische und konstruktive Grundhaltung ist nicht nur gesünder, sondern wirkt sich auch sehr positiv auf die Lebensgestaltung aus.

Die Glücklichen sind neugierig.

Friedrich Nietzsche

 

Da eine neugierige Grundhaltung eine Wirkung auf die persönliche Wahrnehmung hat, werden im Glückszustand die Möglichkeiten besser erkannt. Sie können so leichter genutzt werden, als wenn jemand sich pausenlos auf die Schwierigkeiten fokussiert.

Auch die sich daraus ergebende positive Ausstrahlung bleibt nicht ohne Wirkung auf die Umwelt; zufriedene Menschen haben leichter privaten und beruflichen Erfolg. Mit einer positiven Ausstrahlung wirken wir auf den ersten Blick sympathischer auf unsere Mitmenschen. Die Körpersprache vermittelt es automatisch. 
Dabei macht es einen großen Unterschied, ob jemand so tut oder es dem tatsächlichen inneren Glückszustand entspricht. Wir sehen den Unterschied!

Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen.
Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich.

Ludwig A. Feuerbach

 

Es lohnt sich also gut auf sich selbst Acht zu geben! Und das verträgt sich sehr gut damit, sich für andere Menschen einzusetzen:

Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.

Marcus Tullius Cicero

 

Viele Wege können ans Ziel führen. Wer sich für etwas auf eine Weise einsetzt, das so zur eigenen Erfüllung beiträgt, bereichert das eigene Leben und das anderer Menschen. Maßgeblich für das eigene Glücksempfinden ist, wie gut wir in der Lage sind, uns an sich verändernde Lebensbedingungen anzupassen und Herausforderungen zu meistern.

Unsere Einstellung zum Glück beeinflusst maßgeblich, wie viele glückliche Momente wir erleben.

 

 

 

Praktische Einflussfaktoren für Glücksempfinden

 

Alles zu viel Theorie? Hier folgen ein paar Faktoren, die ganz praktisch förderliche Auswirkungen auf das Glücksempfinden haben:

Alles, das den Eindruck stärkt, das Leben positiv selbst gestalten zu können

  • Harmonische und stabile Partnerschaften
  • Gesunde Bewegung
    Bewegung, die Spaß macht, setzt die euphorisierenden Hormone Serotonin und Endorphine frei.
  • Harmonische und stabile Freundschaften
    Erfüllende soziale Beziehungen haben besonders großen positiven Einfluss auf das menschliche Glücksempfinden.
  • Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
  • Eine erfüllende berufliche Tätigkeit
  • Neugier
  • Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl
  • Förderliche Überzeugungen
  • Genießen können
    Die Wertschätzung von Erreichtem und eine gute Prise Abwechslung lassen die Sinne im Überfluss schwelgen.
  • Schöne Momente
    Das Hier-und-jetzt als den Moment, in dem das Leben tatsächlich stattfindet, genießen.
  • Lachen
    Lachen wirkt schnell und ist dabei sogar noch ansteckend. Und anders als Schokolade macht es auch nicht dick.
  • Vorfreude
    Vorfreude baut Stresshormone ab, stärkt das Immunsystem, und Domamin wird produziert.

 

 

 

Macht Geld glücklich?

 

Ob Geld glücklicher macht? Jein! Tatsächlich lässt isch die allgemeine Lebenszufriedenheit mit Geld steigern. Allerdings nimmt die Glücks-steigernde Wirkung von Geld mit jedem zusätzlichen Euro immer weiter ab. Auch Gehaltserhöhungen sind sehr relativ. Je geringer das Gehalt, desto mehr Freude macht eine Erhöhung tendenziell.

 

 

 

Gegner des Glücksempfindens

 

Hier die häufigsten Hindernisse für Glücksempfinden:

 

a. Opferhaltung

 

Der Eindruck, äußeren Umständen ausgeliefert zu sein. In einer solchen Opferhaltung wird nicht mehr aktiv gestaltet, sondern gelitten.

 

 

b. Neid

 

Wer sich ständig mit anderen vergleicht, gräbt sich immer tiefer in den Neid und die Unzufriedenheit ein. Kierkegaard meinte dazu; „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Glück ist kein Wettbewerb. Wird bei der Jagd nach dem Glück vor allem der vergleichende Blick auf das Leben anderer als Orientierung gesehen, dann geht das oft schief. Wer sich seine Situation mit der anderer Menschen vergleicht, wird eher unglücklich.

 

 

c. Zwang

 

Disziplin mag seine Bedeutung haben. Aber unter Zwang kommt wohl nur bei Sadomasochisten Freude auf. Es braucht mitunter ganz besonders die Fähigkeit der Selbstmotivation.

 

 

d. Fehlende Dankbarkeit

 

Wer Erreichtes nicht würdigt, wird sich auch an Zukünftigem wenig erfreuen können. Allerdings gilt es in manchem Umfeld sogar als unangemessen, nicht dem Anspruch zu entsprechen, glücklich zu sein. So als wäre ein Mensch, der nicht glücklich ist, undankbar.

 

 

 

e. Fehlende Werte

 

Wer seine tatsächlichen Werte nicht kennt, verzettelt sich schnell und sucht das Glück an den falschen Orten. Die vielen Versprechungen locken schnell auf die falsche Fährte und da sie nicht halten, was sie versprechen, folgt der Frust. Gerade Geld, Wohlstand und Ruhm liefern kaum den Beitrag, den sie so schillernd in Aussicht stellen.

 

 

 

Und nun?

 

Was machen Sie mit diesen Gedanken?

Coaching für gute Entscheidungen

 

Andauernd gilt es Entscheidungen zu treffen – große und kleine. Manche sind einfach, manche sind schwierig. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ohne groß darüber nachdenken zu müssen oder vollkommen unbewusst, also automatisch. Doch hin und wieder kommt der Punkt, an dem wir einer Entscheidung begegnen, bei der wir innehalten, nicht mehr weiter wissen, nicht mehr klar sehen. Oft sind dies Entscheidungen von hoher Tragweite, die außerdem auch noch die Eigenschaft besitzen wichtige Lebensaspekte infrage zu stellen, die bis dahin als gegeben oder nicht veränderbar angesehen wurden. So etwas kann durchaus Druck erzeugen und sogar zur Erstarrung führen, so dass kreative und konstruktive Wege unberücksichtigt bleiben.

Wer klar sieht, kann besser entscheiden und zielgerichtet handeln. Damit das gelingt, gilt es dafür zu sorgen die Optionen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, Prioritäten zu klären. Entscheidungscoaching hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu überblicken und den geeigneten Fokus zu finden. Die besten Entscheidungs- und Kreativtechniken und Methoden zur Entscheidungsfindung lassen sich in einem guten mentalen Zustand am wirkungsvollsten einsetzen.

Um dir die Entscheidung leichter zu machen, dich von mir unterstützen zu lassen, setze ich auf Transparenz. Du findest auf diesen Seiten unter anderem die Informationen zu mir (Karsten Noack) und den Honoraren.

 

P.S.

 

Was fällt Ihnen zum Thema Glück ein?

Es ist ein ungeheures Glück, wenn man fähig ist, sich freuen zu können. Georg Bernhard Shaw

Frage mich ruhig persönlich

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 9. November 2015
Überarbeitung: 11. März 2019
AN: #43312
K: CNA
Ü:

9 Tipps für weniger Ballast: Aufräumen, es ist Zeit für den Frühjahrsputz!

9 Tipps für weniger Ballast: Machen Sie sich frei, es ist Zeit für den Frühjahrsputz!

Ballast ablegen tut gut. Schreitisch, Aufgabenliste bis zur Seele.
Frühjahrsputz

Ballast ablegen

 

Energie freisetzen, wirkt Wunder: Frühjahrsmüdigkeit ade, Ärmel hochkrempeln und ans Werk. Tipps, wie Sie Schreibtisch und Kopf wieder freibekommen.

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/Tyd8Gw_bz34

Die Anhänglichkeit am Objekt führt den Untergang des Besitzers herbei.

Marcel Proust

 

 

 

Frühjahrsputz, Aufräumen,…

 

Assoziationen zum Frühling sind Frühjahrsmüdigkeit, Frühlingsgefühle, Frühlingserwachen und … genau; Frühjahrsputz! Alles neu macht der Mai. Dann aber schnell!

Zeit die Weichen zu stellen, sich Überblick zu verschaffen, zu entrümpeln. Entrümpeln ﹣ im Sinne des Aufräumens, Verabschiedens, Platz  und Ordnung schaffen ﹣ ist ein hervorragendes Mittel, um gebundene Energie freizusetzen.

Beobachtungen unterstreichen; innere und äußere Unordnung fördern sich gegenseitig und das gilt auch im positiven Sinne. Entrümpeln Sie und genießen Sie das befreiende Gefühl!

Ach so ja, die Stauballergie!
Zugegeben, es staubt kurz, doch dann, wenn sich Schwebstoffe setzen, lichtet sich der Nebel und es ist wieder klarer zu erkennen, was zählt. Etwas Durchzug sorgt für frischen Wind.

Ein Blick in den Kleiderschrank und schon habe ich ein überwältigendes Beispiel vor Augen. Hier wie anderenorts wird großzügiges Loslassen mit Übersicht belohnt. Ja, das Sakko habe ich so gut wie nie getragen. Kurz daran erinnert, dass sich daran auch zukünftig nichts ändern wird und ein weiterer Platzgewinn im Kleiderschrank winkt als Belohnung. Ach, ist das jetzt schön aufgeräumt! Auf zum Schreibtisch…

Aufräumen - Karsten Noack Coaching &Training Berlin

9 Tipps für weniger Ballast

 

Wer los lässt hat wieder beide Hände frei.

 

Aufräumen? Wenn da nur nicht die Hemmungen wären …  Aber, das kann man doch nicht einfach wegwerfen, wirft da eine Stimme, tief im Unbewussten verankert, ein. Das geht doch nicht! Das schlechte Gewissen nagt! Diese Stimme muss einem Persönlichkeitsanteil gehören, der für schlechte Zeiten alles hamstern will, was nur irgendwie geht. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Aber deswegen gleich zum Messie werden?

Damit auch solche Persönlichkeitsteile zufrieden sind, hier ein paar Ideen für die Entrümpelungsaktion Freier Schreibtisch, freier Kopf.

 

 

1. Verschenken

 

Machen Sie anderen Menschen und sich selbst gleichzeitig eine Freude und verschenken Sie Dinge, die Sie nicht mehr benötigen.

 

 

 

2. Schritt für Schritt oder Bissen für Bissen

 

Wie isst man einen Elefanten? … Oft fällt es leichter mit einem Bereich anzufangen und kleine Schritte zu machen, anstatt gleich die ganze Welt auf den Kopf zu stellen − obwohl es ja eher „auf die Beine stellen“ heißen müsste. Kleine Erfolge summieren sich und so kommen Sie auf den Geschmack.

 

 

 

4. Entrümpeln und Geld freisetzen

 

Manch Staubfänger stellt für andere Menschen vielleicht einen Schatz dar. Gelegenheiten bieten beispielsweise Flohmärkte und Onlineversteigerungen.

 

 

 

5. Geld sparen

 

Manchmal ist die Miete für die voll geräumte Garage mit der Zeit weit höher als der Lagerinhalt. Es addiert sich mit der Zeit. Dann ist es günstiger sich auf dem schnellsten Wege davon zu befreien.

 

 

 

6. Aufgaben und Anschaffungsliste

 

Wenn Sie schon seit einer Ewigkeit Punkte auf Ihrer Aufgabenliste mit sich herumschleppen, lohnt es sich zu klären, ob die vergebene Priorität noch gilt.

Haben die Aufgaben keine entsprechende Priorität mehr, streichen Sie sie konsequent.

Wenn sie nur aktuell keine Bedeutung haben, terminieren Sie die Klärung und Neubeurteilung. So ist es leichter sich auf wichtige Themen zu konzentrieren.

Jede angefangene, bzw. immer wieder verschobene Aufgabe kostet unnötige Energie und bindet Aufmerksamkeit.

Stellen Sie sich beispielsweise die folgenden Fragen:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Macht mich das glücklicher?

Übrigens; wenn Sie diese Fragen schon vor der Anschaffung beantworten, lässt sich Ihr Leben noch weiter vereinfachen.

 

 

 

7. Zwischenlager

 

Je größer die Kammer, der Stauraum, der Keller, desto mehr Ballast sammelt sich an.

Vermeiden Sie die Ausdehnung von Zwischenlagern, indem Sie sich die Fragen beantworten, während Sie den Gegenstand vor Augen haben:

  • Werde ich ihn noch jemals verwenden?
  • Werde ich ihn finden, wenn ich ihn brauche?
  • Kann ich einem Menschen eine Freude damit machen?

 

 

 

8. Computer

 

Auf der Festplatte des Computers lässt sich noch leichter als im Kleiderschrank allerlei sammeln, dass vermutlich nie wieder Verwendung findet. Ein brauchbares Ordnersystem macht das Auffinden leichter. Das gilt ganz besonders für E-Mails.

 

 

 

9. Seelischer Ballast

 

Schon ein aufgeräumter Schreibtisch fördert den Überblick. Doch so wichtig und förderlich äußere Ordnung ist, so grundlegend ist seelische Ordnung. Wer mit seelischem Ballast unterwegs ist, kommt schwerer voran, ist abgelenkt und erschöpft schneller. Hinzu kommen zahlreiche Symptome, die sich früher oder später zeigen: Schlafstörungen, Burn-out, Müdigkeit, psychosomatische Reaktionen, Frustration bis hin zur Depression.

Nicht jede Erfahrung wird konstruktiv verarbeitet und mischt sich dann in das Leben ein. Räumen Sie auch hier regelmäßig auf. Lassen Sie sich dabei unterstützen. Ob dazu Coaching oder Therapie der passende Weg ist, richtet sich nach den Themen und Zusammenhängen. Aus gutem Grund habe ich entsprechende Erfahrungen und die erforderliche Zulassung, selbst wenn es deutlich tiefer ans Werk geht.

 

 

 

Alter Hut?

 

Ich erzähle Ihnen nichts Neues, oder? Na dann, umso besser … Frühjahrsmüdigkeit ade, Ärmel hochkrempeln und ran ans Werk. Dann ist der Schreibtisch bald ebenso aufgeräumt wie der Kopf und es geht mit Schwung auf zu neuen Ufern.

P.S.

 

Und, wo werden Sie noch Platz freimachen − und für was?

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Wer loslässt hat die Hände frei. Karsten Noack

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. März 2015
Überarbeitung: 5. März 2019
AN: #43316
K: CNA
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Schluss mit MUSS: Verantwortung übernehmen statt Opferhaltung

Schluss mit MUSS: Verantwortung übernehmen statt Opferhaltung

Muss ist ein bitteres Kraut. Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten. George Bernard Shaw

Verantwortung

Verantwortung übernehmen oder in der Opferhaltung erstarren?

 

In der Opferrolle wird die Verantwortung abgegeben und Gestaltung findet nicht mehr statt. Wo soll da der Spaß seine Wurzeln schlagen. Müssen liefert keinen geeigneten Nährboden dafür. Hier sind Auswege.

Opferhaltung: Muss ist ein bitteres Kraut

 

Wer meint, etwas tun zu müssen, der setzt sich zusätzlich unter Druck. Muss ist ein bitteres Kraut.

 

Aller Zwang hemmt und drückt die Natur, und sie kann ihre Schönheit nicht in vollem Reize zeigen.

Johann Jakob Wilhelm Heinse

 

Muss ist ein Ausdruck, der darauf hinweist ein Opfer der Umstände zu sein, es sich nicht ausgesucht zu haben. Der Appell „Was muss, das muss!“ soll möglicherweise zum Durchhalten aufmuntern, es fördert jedenfalls nicht die Selbstbestimmung. Wo soll da auch der Spaß seine Wurzeln schlagen. „Müssen“ liefert keinen geeigneten Nährboden dafür.

Diese Opferhaltung kennt wohl jeder irgendwie. Mit dieser Haltung reagieren wir instinktiv auf zahlreiche Anforderungen im Leben. Sie stellt einen spontanen Versuch dar, mit etwas klarzukommen, dass uns aus dem Gleichgewicht zu bringen scheint.

Im hier gemeinten Sinne hat Opferhaltung weniger damit zu tun, dass jemand tatsächlich durch einen Täter oder durch einen Schicksalsschlag zu einem Opfer wird. Gemeint ist hier vielmehr ein menschliches Rollenverhalten, mit dem wir uns geradewegs aus unserer Eigenverantwortung stehlen wollen. Und dafür zahlen wir einen oft unerwartet hohen Preis.

 

 

 

Gelernte Hilflosigkeit wollen Sie nicht lernen

 

Wenn das Gefühl des Kontrollverlusts anhält und die Hoffnung aufgegeben wird, den Lauf der Dinge künftig wieder beeinflussen zu können, entwickelt sich ein Zustand, der als „gelernte Hilflosigkeit“ bezeichnet wird. Sorgen und Ängste wandeln sich zunehmend in Frustration, Resignation, Demotivation bis hin zu vollkommener Passivität und Apathie, Traurigkeit oder sogar depressiven Verstimmungen. Wer sollte einen so destruktiven Zustand pflegen wollen?

 

 

 

Wo bleibt da der Gestaltungsspielraum?

 

Wenn wir uns äußeren Umständen, wie Menschen, sozialen Systemen oder Situationen negativ ausgesetzt fühlen, dann kann es sein, dass wir uns in eine Opferrolle begeben, durch die entweder keine Lösung herbeigeführt wird oder die Dinge oftmals noch schlimmer werden. Sinnvoller wäre es konstruktiv und kreativ zu bleiben und Anteil an der Verantwortung zu übernehmen, zu gestalten.

Jammern und Klagen, ohne selbst etwas ändern zu wollen, entspricht dem sogenannten Opferprinzip. Doch in der Opferhaltung fühlen wir uns machtlos gegenüber äußeren Einflüssen, meinen, wir sind ihnen ausgeliefert. In dieser Haltung unterdrücken wir tendenziell sowohl die dennoch brodelnde Wut, die unruhig schlummernden Schuldgefühle und versuchen den zunehmenden Druck irgendwie loszuwerden. Deshalb schieben wir dann anderen Menschen die Täterrolle zu, wir suchen die Schuld bei anderen.

Als Opfer zeigen wir uns meist nach außen hin freundlich, obwohl wir innerlich hart am Ringen sind; mit uns selbst und auch mit anderen Menschen. Es ist eine zwiespältige Rolle, keine sehr aufrichtige Haltung und deshalb ist sie so kräftezehrend. In dieser Rolle verbrauchen wir sehr viel Energie, sie geht an die Materie. Diese Energie rauben wir uns und anderen Menschen und entziehen sie Bereichen, in denen sie besser genutzt werden würde.

Es mag nicht immer leicht sein, doch oft hilft es sich selbst zu verdeutlichen, dass wir die volle Macht über unser eigenes Dasein haben, nur wir selbst und kein anderer Mensch. Mit den Worten von Gotthold Ephraim Lessing: „Kein Mensch muss müssen! Man ist niemandem in der Welt etwas schuldig, als sich selber.“ Und wenn wir einem anderen Menschen oder einer Situation Macht über uns gegeben haben, dann können wir für uns klären, welchen Nutzen wir uns davon versprochen haben. Die Antwort liefert uns Einblicke in unsere Motivation, auch die versteckteren Motive lassen sich erkunden.

 

 

 

Ausreden: Der saure Apfel schiebt sich nicht von alleine zwischen die Zähne!

 

Ausreden verändern nichts! Entschließen wir uns aus der Opferhaltung auszusteigen, dann kehren wir zu mehr Ehrlichkeit und zur konstruktiven Selbstverantwortung zurück. Wir hören auf, andere dazu zu benutzen, uns selbst zu begrenzen und zu bestrafen. Dann halten wir wieder Ausschau nach dem, was uns ausmacht, was wir zu geben haben und geben wollen. In einer solchen Haltung spüren wir, wie sich Selbstachtung und Selbstverantwortung entfalten. Wir erkennen deutlicher all die Möglichkeiten, die uns für die Gestaltung zur Verfügung stehen, anstatt wie das Kaninchen auf die Schlange, auf das zu schauen, was nicht so läuft, wie wir es gern hätten.

Auch die persönlichen Grenzen werden wieder deutlicher und es wird leichter auf sich Acht zu geben. Im Gegensatz dazu sind die eigenen Grenzen und die der Mitmenschen aus der Opferposition meist nur sehr verschwommen erkennbar, was sowohl zu eigenen Verletzungen und zu Aggressionen gegenüber anderen führen kann.

Wem es zu schwer erscheint, allein aus der Opferrolle auszusteigen, der kann sich dabei unterstützen lassen.

 

 

 

3 Wege aus der Opferrolle

 

 

1. Verantwortung übernehmen

 

Love it, change it or leave it.

 

Es ist ein häufiges Missverständnis, doch es geht hier nicht um Schuld oder Schuldzuweisung, sondern darum, der Opferfalle zu entkommen. Wer Verantwortung beziehungsweise zumindest eine Teilverantwortung übernimmt, ist bereit eine aktive Rolle einzunehmen. Erst dann ist es möglich, aus der Erstarrung zu entkommen.

  • Worum geht es tatsächlich?
  • Wie wichtig ist es mir?
  • Was kann ich ändern?
  • Wie sieht das Zielszenario aus und wie fühlt es sich an?
  • Welche Alternativen gibt es?

 

 

 

2. Akzeptanz

 

Es ist, wie es ist. Zeit für einen Schlussstrich. Auf dem Weg vom Opfer der Umstände zum Gestalter des eigenen Lebens ist das ein grundlegender Schritt. Er braucht meist eine Weile.

 

 

 

3. Klärung

 

Für die Klärung sind W-Fragen hilfreich, um sich der Lösung zu widmen und sich neu auszurichten:

  • Was gibt es aus der Situation zu lernen?
  • Welchen Nutzen können Sie aus der Erfahrung ziehen?
  • Wie lassen sich die negativen Auswirkungen reduzieren und begrenzen?
  • Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es?
  • Wer und was kann Unterstützung bieten?
  • Welche Optionen bieten sich nun?

 

 

 

Fazit

 

„Wenn du dich weigerst, die Verantwortung für deine Niederlagen zu übernehmen, wirst du auch nicht für deine Siege verantwortlich sein“, meinte Antoine de Saint-Exupéry. Wer Verantwortung übernimmt, nimmt Einfluss, gestaltet!

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Der Bystander Effekt — Warum handeln manche Menschen, während andere zögern?

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Coaching für gute Entscheidungen

 

Andauernd gilt es Entscheidungen zu treffen – große und kleine. Manche sind einfach, manche sind schwierig. Viele dieser Entscheidungen treffen wir ohne groß darüber nachdenken zu müssen oder vollkommen unbewusst, also automatisch. Doch hin und wieder kommt der Punkt, an dem wir einer Entscheidung begegnen, bei der wir innehalten, nicht mehr weiter wissen, nicht mehr klar sehen. Oft sind dies Entscheidungen von hoher Tragweite, die außerdem auch noch die Eigenschaft besitzen wichtige Lebensaspekte infrage zu stellen, die bis dahin als gegeben oder nicht veränderbar angesehen wurden. So etwas kann durchaus Druck erzeugen und sogar zur Erstarrung führen, so dass kreative und konstruktive Wege unberücksichtigt bleiben.

Wer klar sieht, kann besser entscheiden und zielgerichtet handeln. Damit das gelingt, gilt es dafür zu sorgen die Optionen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, Prioritäten zu klären. Entscheidungscoaching hilft dabei den Wald vor lauter Bäumen zu überblicken und den geeigneten Fokus zu finden. Die besten Entscheidungs- und Kreativtechniken und Methoden zur Entscheidungsfindung lassen sich in einem guten mentalen Zustand am wirkungsvollsten einsetzen.

Um dir die Entscheidung leichter zu machen, dich von mir unterstützen zu lassen, setze ich auf Transparenz. Du findest auf diesen Seiten unter anderem die Informationen zu mir (Karsten Noack) und den Honoraren.

 

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

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B.A.G.E.L.-Modell

 

 

Das B.A.G.E.L.-Modell widmet sich den äußerlich wahrnehmbaren Signalen von Menschen.

 

B.A.G.E.L. steht für:

P.S.

 

Was kommt Ihnen zum B.A.G.E.L.-Modell in den Sinn?

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 28. Februar 2019
AN: #371

Accessing Cues (Zugangshinweise)

Accessing Cues (Zugangshinweise)

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

Accessing Cues (Zugangshinweise)

 

Was sind Accessing Cues (Zugangshinweise) und wozu lassen sie sich verwenden?

Überblick

 

 

 

 

Accessing Cues (Zugangshinweise)

 

Als Accessing Cues werden Zugangshinweise bezeichnet, die Hinweise auf die im Kontext bevorzugten Repräsentationssysteme eines Menschen liefern.

 

Beispiele:

  • Stimmhöhe
  • Stimmlage
  • Augenbewegungen
Augenzugangshinweise

P.S.

 

Was kommt Ihnen bei diesem Begriff in den Sinn?

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 28. Februar 2019
AN: #371

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