Leistungsträger, Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Leistungsträger und Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Führungskräfte im Ruhestand und plötzlich ist der Schreibtisch leer. Was tun?
Leistungsträger und Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Die Freuden des Ruhestands

 

Anfangs sind die Gedanken zum Ruhestand selten oder harmlos. Kommt der Zeitpunkt näher, ist die Freude auf den Ruhestand nicht immer so groß. Gerade Führungskräfte vermissen schnell ihren bisherigen Lebensmittelpunkt. Was tun?

Überblick

Gerade Mensch mit Erfahrungen, Talenten und Fähigkeiten sind begehrt. 
Wer dazu bereit ist, kann Dinge beeinflussen und gestalten.
Wer es sich leisten kann, entledigt sich umso leichter von üblichen Zwängen und erlebt so Freiheit und Autonomie.
Davon profitieren dann alle Beteiligten.

Karsten Noack

Video

https://youtu.be/q3ayV6mLEwI

Leistungsträger und Ruhestand

 

Solange der Zeitpunkt noch in weiter Ferne scheint, sind die Gedanken zum Ruhestand selten oder zumindest harmlos. Kommt der Zeitpunkt näher, dann ist die Freude auf den Genuss des wohlverdienten Ruhestandes nicht immer so groß. Wenn der Abschied vom Berufsleben näher rückt, fühlen sich viele Führungskräfte plötzlich überflüssig. Wessen Leben durch Einfluss, Aktivität und Ansehen geprägt ist, empfindet das Ausscheiden bisweilen eher als Verzicht, die Aufforderung sich zu verabschieden als persönliche Kränkung. Arbeit bedeutet eben nicht nur Belastung, Druck und Stress, sondern auch Selbstverwirklichung und Anerkennung. Für Führungskräfte ist Ruhestand mit Status und Anerkennung verbunden. Dadurch wird der Ausstieg für manche Menschen zum einschneidenden Lebensereignis. Drastisch führt das zu gravierenden Veränderungen im Alltag und dadurch wird auch das eigene Selbstverständnis infrage gestellt.

Klienten berichten von einer unerwarteten seelischen Belastung, dem Gefühl des Scheiterns und einem ihnen unbekannten Gefühl der Leere. Es wird schmerzlich der bisherige Zustand vermisst. Besonders heftig erwischt es Personen mit einem hohen Status, der an die bisherige Aufgabe geknüpft war.

Pensionierungsschock; die Angst vor dem Bedeutungsverlust! Das Phänomen hat einen Namen, es wird EDS (Empty-Desk-Syndrom) oder auch LSC (Lost self-conception) genannt. Wird es ignoriert, dann leidet die eigene Lebensqualität ebenso wie das Umfeld. Die Folgen reichen bis hin zu Angstzuständen, Hilflosigkeit, Depression und sogar Suizid. Von ein Tag zum anderen wird das so lange Zeit antreibende Bedürfnis nach Anerkennung, Macht und Leistung nicht mehr befriedigt. Außerdem fehlen nun das soziale Zentrum und der Rahmen für die Tagesgestaltung.

 

 

 

Gestalten statt langweilen

 

Am besten ist es, sich frühzeitig auf die Veränderungen vorzubereiten. Leider kommen noch immer die meisten meiner Klienten, wenn sie schmerzhaft spüren, dass sie etwas ändern müssen. Je früher das Thema angegangen wird, desto besser. Dann ist auch der Spielraum noch größer. Also sammeln Sie frühzeitig Ideen, pflegen Sie Ihre Netzwerke und Interessen, Ihr privates Umfeld, planen Sie gegebenenfalls mit Unterstützung die Zukunft. Gerade jene, die das Privatleben vernachlässigt haben, leiden besonders unter dem Einschnitt.

Sie fühlen sich unruhig, es fehlen die Herausforderungen und Entfaltungsmöglichkeiten, die Sie ansprechen? Wir werden heutzutage zunehmend älter und bleiben dabei geistig und körperlich fit. Der Ruhestand ist kein Urlaub, der irgendwie vorübergeht und mit Ablenkung gefüllt werden müsste. Gestalten Sie aktiv Ihr Leben. Wer relevante Erfahrungen gesammelt hat, kann diese zur Verfügung stellen. Neue Herausforderungen fordern und fördern Geist und Körper.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und Sie können sich den Aufgaben widmen, an denen Sie auch interessiert sind. Der Druck ist weg und Ihr Spielraum größer. Aufsichtsräte, Berater:innen; Mentor:innen und erfahrene Unterstützung sind an vielen Stellen gefragt. Teilen. Sie Ihre Erfahrungen mit denen, die das zu schätzen wissen. Entfalten Sie Ihr Engagement doch dort, wo es Ihnen ein persönliches Anliegen ist. Wie wäre es, andere Menschen an den gesammelten Erfahrungen teilhaben zu lassen?

 

 

 

Anmerkungen

 

Beim Begriff „Ruhestand“ denken vermutlich viele Leser an einen Zeitpunkt Mitte der sechziger Lebensjahre. Bei vielen stimmt das auch, doch hatte ich schon einige Klienten, die deutlich jünger waren. Aus verschiedenen Gründen kann es zu einem recht frühen Ruhestand kommen. Und selbst, wenn die finanziellen Mittel gesichert sind, reicht das nicht für ein erfülltes Leben.

P.S.

 

Wie stehst du zum Thema Ruhestand beziehungsweise Ausstieg aus der bisherigen Position?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • bis wann das Thema relevant ist
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Juni 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #767
K:
Ü:

Ziel des Lebens ist es nicht, ein erfolgreicher Mensch zu sein – sondern ein wertvoller. –Albert Einstein

Erfolgreich oder wertvoll?

Tagesmotto*
Ziel des Lebens ist es nicht, ein erfolgreicher Mensch zu sein – sondern ein wertvoller. –Albert Einstein

Erfolgreich oder wertvoll?

 

Müssen wir uns entscheiden, ob wir erfolgreiche oder wertvolle Menschen sein wollen?

Gedanken zum Tagesmotto

 

Das Zitat liefert das heutige Tagesmotto und ich bin neugierig, welche Gedanken es hervorzaubert, wozu es in inspiriert.

 

 

 

Erfolgreich oder wertvoll?

 

Wie so oft, kommt es auch hier auf die Definition der Begriffe an. Was bedeutet erfolgreich und was wertvoll — ganz persönlich? Erfolgreich oder wertvoll? Worauf kommt es im Leben an?

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Welche Gedanken kommen Ihnen beim heutigen Tagesmotto?

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Dezember 2017
Überarbeitung: 6. August 2021
Englische Version:
AN: #187
K: CNB
Ü:

Die großen Augenblicke sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten. –Marie von Ebner Eschenbach

So manche Hürde ist eine wichtige Stufe. Nur Mut und rauf auf die Bühne!

Tagesmotto*
Grenzen überwinden
Die großen Augenblicke sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten – Marie von Ebner Eschenbach

Nur Mut!

 

So manche Hürde ist in Wirklichkeit eine Stufe. Was wartet auf Ihr Engagement?

So manche Hürde ist in Wirklichkeit eine Stufe

 

Wer etwas anstrebt, braucht mitunter etwas Mut, es zu tun. Wer etwas zu sagen hat, darf auch den Mut aufbringen dafür aufzustehen. Das kann Botschaften in Gesprächen, Reden und Präsentationen ebenso betreffen, wie Entscheidungen in all den vielen Bereichen.

So mancher Teilnehmer an Trainings zu Rhetorik und Präsentation kann heute kaum noch nachvollziehen, weshalb Reden von Publikum früher so etwas Unangenehmes war. Und heute genießen sie es die Bühne zu haben.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Was wartet auf Ihr Engagement?

Mut

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 16. Juli 2020
Englische Version:
AN: #343
K: CNB
Ü:

Wer sich selbst achtet, hat es leichter, auch andere Menschen zu achten.

Selbstachtung

Tagesmotto*
Wer sich selbst achtet, hat es leichter, auch andere Menschen zu achten. Karsten Noack
Wer sich selbst achtet, hat es leichter, auch andere Menschen zu achten. Karsten Noack

Selbstachtung

 

Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Wie pflegen Sie Ihre Selbstachtung?

Video

https://youtu.be/Qjw0Y2Niqa4

Selbstachtung

 

Begegnen Sie sich selbst mit Respekt und Aufmerksamkeit? Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen.

 

 

 

Pflege der Selbstachtung

 

In einem eigenen Beitrag finden Sie Anregungen für die Pflege der Selbstachtung. Interesse? Hier ist der Beitrag: 14 Tipps für die Pflege der Selbstachtung

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

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Wie halten Sie es mit der Selbstachtung?

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. April 2020
Englische Version:
AN: #213
K: CNB
Ü:

Den wahren Charakter eines Menschen erkennen wir oft daran, wie er einen behandelt, wenn er einen nicht mehr braucht.

Der wahre Charakter zeigt sich oft erst später

Tagesmotto*
Den wahren Charakter eines Menschen erkennen wir oft daran, wie er einen behandelt, wenn er einen nicht mehr braucht.

Der wahre Charakter eines Menschen

 

Wenn es für Sie von Vorteil ist, dann verstellen sich viele Menschen.

Video

Wann zeigen Menschen ihren wahren Charakter?

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Die Moral der Geschichte

 

Nicht nur Narzissten sind für ihren persönlichen Vorteil bereit, sich zu verstellen. Wenn sie ihr Ziel erreicht haben oder meinen sich nicht weiter verstellen zu müssen, nehmen sie die Maske ab. Dann lernen wir den echten Charakter kennen. Stimmt die Behauptung?

P.S.

 

Was für Schlussfolgerungen ziehen Sie aus dieser Behauptung?

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

Rücksichtnahme

Rücksichtnahme

Rücksichtnahme klingt gut, oder? Nur was genau bedeutet Rücksichtnahme?

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Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

Die Bedeutung von Wertschätzung in Unternehmen

Die Bedeutung von Wertschätzung in Unternehmen

Als Coach war ich in diesem Jahr für ein Unternehmen im Einsatz, dass sich auf die Fahne geschreiben hat die gewählten Werte auch tatsächlich zu leben. Im Nachgang gab ich für deren Mitarbeiterzeitung ein Interview zum Thema Wertschätzung.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2013
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #443
K: CNB
Ü:

Du willst Kritik vermeiden? Ob das so eine gute Idee ist?

Du willst Kritik vermeiden? Ob das so eine gute Idee ist?

Rückmeldungen nutzen, statt vermeiden
Du willst Kritik vermeiden?

Der Wert von Kritik

 

Ist es wirklich eine gute Idee, um jeden Preis Kritik zu vermeiden? Welchen Wert kann Kritik haben?

Überblick

Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand.

Aristoteles

Video

8 Tipps zum Umgang mit Kritik

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Gegen Kritik hilft auch keine Flucht

 

Kritik zu vermeiden, wirkt im ersten Moment wie ein cleverer Selbstschutz. Einfach nicht auffallen, still bleiben, unter dem Radar fliegen – das scheint sicher. Doch selbst wer sich klein macht, ist nicht davor gefeit, auf Ablehnung zu stoßen.

Und ganz ehrlich: Wäre das überhaupt ein wünschenswertes Leben? Ein Weg ohne Reibung? Ohne Position? Ohne Wirkung?

Kritik gehört dazu – gerade dann, wenn du wirklich für etwas stehst.

 

„You have enemies? Good. That means you’ve stood up for something, sometime in your life.“

– Winston Churchill

 

 

Kritik zeigt, dass du etwas bewegst

 

Wer in der Führung ist, trifft Entscheidungen. Und wer entscheidet, ruft Reaktionen hervor – auch kritische. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Relevanz. Denn niemand wird kritisiert, der nichts tut.

Kritik kann unbequem sein. Doch sie ist oft ein Hinweis auf Bedeutung. Ein Leben ohne Widerspruch ist meist ein Leben ohne Kante. Oder schlimmer: eines ohne Richtung.

 

 

Drei Arten von Kritik – und wie du damit umgehst

 

1. Konstruktive Kritik

 

Sie ist Gold wert. Vielleicht nicht angenehm, aber hilfreich. Sie eröffnet neue Perspektiven, deckt Schwächen auf, gibt Impulse. Höre genau hin, frage nach, nutze sie als Werkzeug zur Verbesserung.

 

2. Persönlich gefärbte Kritik

 

Oft stecken andere Motive dahinter – Unsicherheit, Konkurrenz, verletzter Stolz. Hier hilft Distanz. Nimm nicht alles persönlich. Frag dich: Was davon ist wirklich relevant?

 

3. Destruktive Kritik

 

Sie zielt nicht auf Entwicklung, sondern auf Verunsicherung. Manchen Menschen geht es schlicht ums Runtermachen. Lass dich davon nicht bremsen. Stärke zeigt sich, wenn du gelassen bleibst.

 

 

Kritik ist auch ein Spiegel

 

Entscheidend ist nicht, ob du kritisiert wirst, sondern wie du damit umgehst. Jeder Mensch hat blinde Flecken. Wer das erkennt, gewinnt Klarheit – über sich selbst und die Wirkung auf andere.

Gleichzeitig hilft dir Kritik, deine eigene Haltung zu schärfen. Was willst du vertreten? Wofür stehst du ein? Wo ziehst du Grenzen?

 

 

Selbstkritik: Die stärkste Form der Stärke

 

Der souveränste Umgang mit Kritik beginnt bei dir selbst. Wer sich selbst ehrlich hinterfragt, muss keine Angst vor Feedback haben. Selbstkritik ist kein Zeichen von Zweifel, sondern von innerer Stärke.

Sie macht dich unabhängig – auch von äußeren Urteilen.

 

 

Und was tun mit destruktiven Stimmen?

 

Ignorieren? Nein. Werten. Prüfen. Und dann entscheiden, ob du dich darauf einlässt.

Ein einfacher Satz hilft:

„Danke für die Rückmeldung. Ich denke darüber nach.“

Er zeigt Souveränität – ohne dich angreifbar zu machen.

 

 

Was du aus Kritik machst, liegt bei dir

 

Kritik ist weder Lob noch Urteil. Sie ist eine Perspektive. Vielleicht hilfreich. Vielleicht irrelevant. Entscheidend ist, ob du daraus lernst – oder dich lähmen lässt.

Wer in Verantwortung steht, braucht Klarheit, nicht Beifall. Führung bedeutet Haltung. Und Haltung zeigt sich nicht im Konsens, sondern im Gegenwind.

 

 

Drei Impulse zum Mitnehmen:

 

  • Beobachte deine Reaktion auf Kritik. Was triggert dich – und warum?

  • Unterscheide zwischen Inhalt und Absicht. Was ist sachlich, was persönlich?

  • Trainiere dein Team im Umgang mit Feedback. Gute Feedback-Kultur schafft Wachstum.

 

 

 

Fazit

 

Kritik ist ein Signal. Kein Grund zur Flucht. Kein Anlass zur Defensive. Sondern eine Gelegenheit zur Klärung, Entwicklung und Positionierung. Du musst nicht allen gefallen – aber du darfst dir selbst treu bleiben.

P.S.

 

Vermeidest du es Dinge zu tun, die auf Kritik stoßen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

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Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand. Aristoteles

Artikel zu Kritik, Feedback und…

Narzissten Feedback geben

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. April 2015
Überarbeitung: 8. Januar 2021
AN: #243
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/you-want-to-avoid-criticism/

Einen Fehler begehen und nicht wieder gutmachen, das erst bedeutet, wahrhaft fehlen. Konfuzius

Einsicht an den Tag legen und ... Wiedergutmachung

Tagesmotto*
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Konfuzius

Einsichten und Wiedergutmachung

 

Menschen machen Fehler. Nur, was tun, wenn wir das erkennen? Wie wäre es mit Einsicht und Wiedergutmachung?

Video

Videobeitrag im Schnitt!

Einsicht

 

Ein Sprichwort sagt; „Fremde Fehler beurteilen wir als Staatsanwälte, die eigenen als Verteidiger.“

Wem gelingt es wirklich das gesamte Leben lang niemandem auf die Füße zu treten und allen Werten treu zu bleiben? Auch ohne eine Schuldorientierung im Sinne Franz Kafkas werden zumindest ein paar negative Karmapunkte auf der Reise gesammelt. Wer schon über Wasser gehen kann, braucht nicht weiterzulesen. Asche über mein Haupt!

„Die größte Kunst, die man im Leben lernen muss, ist die Wiedergutmachung von Irrtümern. Eines der Mittel ist, sie einzugestehen“, meinte Herman Melville, der Autor des Romans Moby-Dick und Franziskus; „Alle machen wir viele Fehler im Leben. Lernen wir, unsere Schwächen zu erkennen und um Verzeihung zu bitten.“

 

 

 

Etwas wieder gut machen

 

Wiedergutmachung ist der Ausgleich für erlittenes Unrecht. Als Wiedergutmachung wird die Kompensation eines individuell erlittenen Unrechts durch Beseitigung oder Abmilderung seiner Folgen oder Leistung eines Ausgleichs erstanden. Soweit die Definition doch was genau bedeutet es etwas wieder gutzumachen?

Oft steht hinter dem Ansatz, etwas wieder gutzumachen, der Wunsch, sich für etwas zu entschuldigen, das für wichtig erachteten Werten widerspricht. Durch Wiedergutmachung soll ein Schaden, den wir erzeugt haben, wieder behoben werden.

 

 

Was ist möglich?

 

Nicht alles lässt sich wieder gut machen. Einige blauen Flecken heilen mit der Zeit, andere nicht. Mitunter kommt auch die Einsicht zu spät, um sie gegenüber den betroffenen Menschen zu äußern. Einige Fehler lassen sich nicht rückgängig machen, vielleicht gibt es nicht einmal die Chance, um Entschuldigung zu bitten. Doch selbst dann können wir noch etwas tun. Wer sich darauf besinnt, selbst schon Fehler gemacht zu haben, könnte sowohl wohlwollender werden, als auch bestrebt sein, einen positiven Beitrag zu leisten. Vielleicht an einer Stelle, wo es besonders gut gelingt, etwas zu verbessern. Das würde die Welt durchaus lebenswerter machen. Außerdem tut es der Seele gut.

„Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.“ (Jean Paul)

 

 

 

Wiederholungstäter

 

Wichtig: Muss ich erwähnen, dass es erstrebenswert ist aus Fehlern zu lernen? Manch ein Zeitgenosse macht Fehler, entschuldigt sich filmreif, gelobt feierlich Besserung und macht fünf Minuten später den gleichen Fehler erneut.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Wo könnten und wollen Sie wieder etwas gutmachen?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die größte Kunst, die man im Leben lernen muss, ist die Wiedergutmachung von Irrtümern.  Eines der Mittel ist, sie einzugestehen. Herman Melville

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. November 2018
Überarbeitung: 14. Mai 2020
Englische Version:
AN: #443
K: CNB
Ü:

Wann zeigen Menschen ihren wahren Charakter?

Wann zeigen Menschen ihren wahren Charakter?

Tagesmotto*
Den wahren Charakter eines Menschen erkennen wir oft daran, wie er einen behandelt, wenn er einen nicht mehr braucht.

Wann zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen?

 

Wenn Menschen einen guten Eindruck machen und etwas von uns wollen ist die Bereitschaft sich zu verstellen recht groß. Wann zeigen Menschen ihren Charakter?

Video

Wann zeigen Menschen ihren wahren Charakter?

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Die Moral der Geschichte

 

Nicht jede Manipulation und Täuschung ist sofort zu erkennen. Nicht nur Narzissten sind für ihren persönlichen Vorteil bereit, sich zu verstellen. Wenn sie ihr Ziel erreicht haben oder meinen sich nicht weiter verstellen zu müssen, nehmen sie die Maske ab. Dann lernen wir den echten Charakter kennen. Stimmt die Behauptung?

P.S.

 

Was für Schlussfolgerungen ziehen Sie aus dieser Behauptung?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

Rücksichtnahme

Rücksichtnahme

Rücksichtnahme klingt gut, oder? Nur was genau bedeutet Rücksichtnahme?

mehr lesen

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2013
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #443
K: CNB
Ü:

Zeige mir deine Krawatte und ich sage dir was du gegessen hast.

Voreilige Schlussfolgerungen

Tagesmotto*
Zeige mir deine Krawatte und ich sage dir was du gegessen hast.

Voreilige Schlussfolgerungen

 

Basieren unsere Schlussfolgerungen auf genügend Informationen oder übersehen wir zu oft etwas Wesentliches?

Voreilige Schlussfolgerungen

 

Tatsächlich lassen sich viele Informationen beziehungsweise zumindest Hinweise durch aufmerksame Beobachtungen gewinnen. Allerdings ist es dann auch wesentlich, verantwortungsvoll damit umzugehen. So ist beispielsweise Halbwissen im Bereich der Körpersprache ein häufiger Grund für Missinterpretationen. Außerdem wird allzu oft vergessen, sich zuerst zu kalibrieren.

 

 

 

Eigene Nase

 

Es ist ans uns den Griff an die eigenen Nassen zu praktizieren; sind unsere Schlussfolgerungen stets gerechtfertigt oder mitunter übereilt?

P.S.

 

Was für Schlussfolgerungen ziehen Sie aus dieser Behauptung?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2021
Überarbeitung: 19. Juni 2021
Englische Version:
AN: #743
K: CNB
Ü:

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürwörter (Possessivpronomen) politisch noch tragbar? Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

Worte

Sind besitzanzeigende Fürwörter zeitgemäß?

 

Bei der Aufgabe, die politische Korrektheit in die Sprache zu tragen, ist keine Kuh zu heilig. Nun sind auch die besitzanzeigenden Fürwörter an der Reihe. Dass sie sich hinter dem harmlos klingenden Alias „Possessivpronomen“ zu verstecken versuchen, wird nicht mehr lange funktionieren. Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter politisch korrekt?

 

Mit einem besitzanzeigenden Fürwort (Possessivpronomen) lassen sich Besitzer einer Sache angeben. Es drückt aus, zu wem eine Person oder Sache gehört. Ein besitzanzeigendes Fürwort steht meistens bei einem Nomen. So können wir vermitteln und erfahren, wie die Verhältnisse sind.

 

 

 

Kann das so weitergehen?

 

Für lange Zeit haben die meisten Menschen das so hingenommen. Außer beim Lernen einer neuen Sprache wurde das kaum infrage gestellt. Doch jetzt, in Zeiten der politischen Korrektheit, auch sprachlich, begehren einige Aktivisten dagegen auf. Aussagen, wie; „Das ist meine Frau.“, oder „Das ist mein Sohn, mein Hund, meine Mitarbeitenden, ….“ werden so nicht mehr hingenommen. Schließlich wollen wir in einer Zeit der Gleichberechtigung, der Abschaffung der Sklaverei und Partizipation leben. Und da sind die besitzanzeigenden Fürwörter, ein Schlag ins Gesicht. Die Bezeichnung klingt zwar harmlos, doch so ist es ja oft mit Zeitbomben. Also, das sagen die Befürworter der Abschaffung.

 

 

 

Wie geht es weiter?

 

Ich persönlich kann die Empörung gut nachvollziehen, frage mich allerdings, was die Alternative sein könnte. Außerdem liebe ich es, wenn meine Frau sagt „Das ist mein Mann“ oder ich stolz sagen kann; „Das ist meine Frau.“ Bisher hielt ich mich dadurch nicht für einen Unterdrücker oder Unterdrückten. Ich und viele andere haben die Ketten nicht bemerkt. Doch so ist das mit der Einsicht in unhaltbare Zustände, ist sie erst da, will sie durchdacht werden.

Was tun? Und welche Rolle spielt Poe’s Gesetz hier?

P.S.

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter noch zeitgemäß oder sollten zu Diskusssion gestellt werden? Gibt es Wege die Sprache zu pflegen?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 11. Mai 2021
AN: #4910
K:
Ü: