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Erfolg basiert darauf Kompetenz zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort anbieten zu können. Aber wer sagt einem, was gefragt sein wird?
Erfolg besteht darin, genau die Fähigkeiten zu haben,
die im Moment gefragt sind.
Henry Ford
Wenn Erfolg darauf basiert Kompetenz zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort anbieten zu können, ist das dann ein Faktor, der vollkommen dem Zufall ausgeliefert ist, also außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegt?
Im Nachhinein sind wir oft schlauer. Genauer; im Nachhinein erkennen wir leichter, was wir vorher übersehen haben. Und vieles ist durchaus absehbar. So einige Tendenzen zeichnen sich schon früh ab. So manches Mal sorgen allerdings das Wald-vor-lauter-Bäumen-nicht-sehen-Phänomen und vor allem das so menschliche Wunschdenken dafür, dass wir es nicht sehen können oder wollen. Und das hat für diejenigen, die so oder so unbeirrt ihren Weg gehen, um in ihrem Bereich die Besten zu sein etwas weniger Folgen als für den Rest.
Ob Karriere oder Selbstständigkeit; ab und zu innezuhalten, um deutliche und noch nebulöse Entwicklungen zu betrachten, kann einen immensen Unterschied machen. Es erspart so manchen frustrierten Seufzer mit „Ich hätte es ahnen können und habe es ignoriert!“. Schade, nicht jeder hat solches Glück wie Forrest Gump!
Was resultiert daraus, wenn zukünftig Routinearbeiten automatisiert erledigt werden? Welche Berufe bleiben, welche verändern sich und welche verschwinden? Welche Fähigkeiten werden wichtig und welchen Beitrag und Anteil hat dann menschliche Arbeit? Fragen über Fragen.
Für solche Formen der Zeitreise wird kein DeLorean mit Flux-Generator benötigt. Es muss als Quelle auch nicht der Popcorn-Report sein. Wobei Faith Popcorn und Co. durchaus einige Anregungen liefern. Selber denken, Trends fortschreiben, sich vorzustellen wie Dinge, die jetzt in den Anfängen stehen sich weiterentwickeln. Das kann – tut aber nicht – jeder!
Wenn ich zu einem prognostizierten Zeitpunkt in der Zukunft die Kompetenzen (Fachkompetenz und Soft Skills) anbieten möchte von denen ich erwarte, dass sie nachgefragt (und die zu mir und meinen Interessen passen!) werden, dann ran ans Werk. Selbst, wenn nicht die so gerne genannten 10.000 Stunden Erfahrung – Grüße an Malcolm Gladwell – in einem Bereich erforderlich sein sollten, schaden sie nichts. Im Gegenteil, wer richtig liegt hat große Chancen für diese Weitsicht und das Interesse belohnt zu werden!
Wenn es um die persönlichen Kompetenzen geht, lohnt es sich, die folgenden Fähigkeiten zu pflegen:
An diesen Fähigkeiten gehört zur relevanten Fähigkeit lebenslang zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
In einer Welt, die über Grenzen hinweg im Austausch steht, ist eine gemeinsame Sprache erforderlich. Das sehen die meisten Menschen zumindest grundsätzlich ein. Entsprechend wichtig ist es, zumindest die kommunikativen Fähigkeiten in der englischen Sprache auf einem guten Niveau zu sichern.
In einigen Beziehungen wird jedoch erst mit der jeweiligen Landessprache die nächste Stufe der Beziehungsqualität erreicht. Es ist dann von großem Vorteil, die damit verbundenen Chancen zu ergreifen. Wer nicht beliebig viel Gehirnkapazität mitbringt, sollte auch hier sehr weise entscheiden, welche Sprachen sich lohnen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 25. Juni 2019
AN: #7540
K:CNC
Ü:X
Welchen Wert haben Werte? „Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.“ Dieses Zitat von Arthur Schopenhauer lädt uns ein, über die oft verborgene Bedeutung von Werten nachzudenken. Warum erkennen wir den Wert von Dingen oder Überzeugungen oft erst, wenn sie bedroht oder verloren sind? Dieser Gedanke bildet den Ausgangspunkt für die Frage: Wie können wir unsere Werte bewusst wahrnehmen und ihnen in unserem Alltag die gebührende Bedeutung geben?
Persönliche Werte sind von hoher Bedeutung. Es sind grundlegende Überzeugungen und Einstellungen zum Leben. Wertvorstellungen liefern die Orientierung, bewusst und unbewusst. Sie bilden so die Basis für viele Entscheidungen und Handlungen.
Persönliche Werte: Die Basis für bewusste Entscheidungen
Sich selbst zu kennen lohnt. Wenn Ihre Werte für Sie klar sind, werden Sie bessere Entscheidungen leichter treffen.
Karsten Noack
An vielen Stellen wird von Werten gesprochen und es herrscht weitgehend Einigkeit, dass Werte wichtig sind. Es existieren auch zahlreiche Werte, für die sich die Mehrzahl der Menschen aussprechen. Haariger wird es, wenn es um die Bedeutung und die Priorisierung bei Werten geht. Dann werden, mit dem Hinweis, dass der Zweck die Mittel heilige, Werte verletzt, um anderen zu mehr Geltung zu verhelfen.
Was genau sind Wertvorstellungen beziehungsweise kurz Werte?
Die trockene Definition; Werte als Wertvorstellungen sind allgemein erstrebenswerte, moralisch oder ethisch als gut befundene spezifische Wesensmerkmale eines Menschen innerhalb einer Gruppe, die diese Werte teilt (Wertegemeinschaft).
Es gibt persönliche Werte (Freundlichkeit, Vertrauen etc.), geistige Werte (Intelligenz), religiöse Werte (Glaube), sittliche Werte (Benehmen) und materielle Werte (Geld, Macht, Besitz etc.). Aus Werten wie beispielsweise dem Wert der Achtung des Eigentums lassen sich soziale Normen als konkrete Vorschriften für das soziale Handeln ableiten, wie Gesetze, die Diebstahl verbieten. Werte sind ein zentraler Bestandteil vieler Verhaltensvorschriften, jedoch sind sie nicht selber Verhaltensvorschriften.
Werte sind das, was wir auf keinen Fall verlieren wollen, wofür es sich aus unserer Sicht zu kämpfen lohnt.
Beispiele für eher absolute Werte:
Beispiele für relative Werte:
Persönliche Werte, in dem auf diesen Seiten verwendeten Sinn, sind grundlegende Überzeugungen und Einstellungen zum Leben. Sie liefern die Motivation für Entscheidungen und Handlungen. Es handelt sich bei den Werten um eine Ebene im Modell der Neurologischen Ebenen nach Robert Dilts.
Sind Werte eine subjektive Geschmacksache? Oder gelten sie objektiv? In der Praxis gibt es je nach Kontext Werte, über die mehr oder weniger Einigkeit herrscht. Sie werden innerhalb von Gruppen über die Sozialisation an nachfolgende Generationen weitergegeben. Im Laufe der Zeit unterliegen sie Veränderungen, weil auch die Welt sich verändert. Die Globalisierung hat beispielsweise einen großen Anteil daran, dass sich Werte verändern. Deswegen ist die Auseinandersetzung für sich selbst und in der jeweiligen Gemeinschaft so wichtig. Gemeinsame Werte bilden die Grundlage für ein konstruktives Zusammenleben.
Selbst als Errungenschaften gefeierte Werte, wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Geschlechtergleichheit, freie Lebensgestaltung etc. sind nur so lange gegeben, wie nicht andere Werte von der dominierenden Kultur als wichtiger angesehen werden. Viele Fortschritte werden in unserem Kulturkreis als selbstverständlich angesehen, obwohl viele andere Kulturen das anders sehen.
Diese Liste mit Werten dient als Orientierungshilfe. Sie ist lang, enthält einige Synonyme und ist dennoch nicht vollständig. Sie kennen weitere Werte? Dann können Sie dazu das Kommentarfeld nutzen und ich werde sie aufnehmen.
Diese Liste mit Werten hilft Ihnen beispielsweise dabei, einen klareren Blick dafür zu bekommen, was Ihnen persönlich wichtig ist. Sie könnten diese Seite ausdrucken, die Werte markieren, die sich am besten für Sie anfühlen und diese nach Wichtigkeit sortieren. Während Sie die Liste durchgehen, kann es gut sein, dass einige Werte wenig oder gar keine Bedeutung für Sie und manche vielleicht sogar negativ betrachtet werden. Schauen Sie genauer hin und fischen Sie die Werte heraus, die Sie magisch anziehen. Dann kennen Sie Ihre Prioritäten.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2012
Überarbeitung: 23. Juni 2019
Englische Version: https://www.karstennoack.com/using-values-as-the-driving-force-for-decision-making/
AN: #654240
K:
Ü:
Wie gute Führungskräfte mit kompetenten Menschen umgehen, sagt viel über ihre eigene Führungsqualität aus.
Ein Muster begegnet mir dabei seit vielen Jahren:
Sichere und leistungsorientierte Führungskräfte holen gern starke Menschen ins Team.
Unsichere Führungskräfte tun sich damit mitunter schwerer.
Ich nenne diese Beobachtung die:
AA-BC-Regel.
Vereinfacht formuliert:
A-Führungskräfte suchen A-Mitarbeitende.
B-Führungskräfte umgeben sich leichter mit C-Mitarbeitenden.
Das ist weniger ein Naturgesetz.
Und schon gar kein psychologisches Diagnoseinstrument.
Es ist eine Denkfigur.
Sie beschreibt ein mögliches Führungsmuster:
Wer sich seiner Rolle und Kompetenz relativ sicher ist, kann starke Menschen leichter neben sich aushalten.
Wer den eigenen Status stärker bedroht erlebt, kann unbewusst eher Menschen bevorzugen, die weniger widersprechen oder weniger Konkurrenz auslösen.
Gute Führung bedeutet weniger, überall selbst die klügste Person im Raum zu sein.
Sie bedeutet:
Eine starke Führungskraft kann deshalb denken:
„Wenn jemand etwas besser kann als ich, ist das ein Gewinn für das Unternehmen.“
Diese Haltung verändert Auswahlentscheidungen.
Ein guter Mitarbeiter kann:
Genau das sollte im Idealfall gewünscht sein.
Führung verliert weniger an Wert, wenn andere kompetent sind.
Sie gewinnt an Wirkung, wenn sie Kompetenz sinnvoll verbindet.
Unsicherheit kann Auswahlentscheidungen beeinflussen.
Zum Beispiel wenn eine Führungskraft denkt:
„Diese Person könnte mich infrage stellen.“
„Sie ist zu eigenständig.“
„Sie wird schwierig zu führen sein.“
„Sie könnte meine Position gefährden.“
Dann kann ein weniger kompetenter, weniger widersprechender oder stärker angepasster Bewerber plötzlich angenehmer wirken.
Das muss weniger bewusst geschehen.
Starke Mitarbeitende sind nicht immer bequem.
Sie können:
Das kann anstrengend sein.
Und gleichzeitig sehr wertvoll.
Wer nur Menschen sucht, die leicht zu führen sind, kann sich unbeabsichtigt einen Teil der Qualität aus dem Team herausfiltern.
Ein einzelner schwächerer Personalentscheid verändert weniger sofort eine ganze Organisation.
Wiederholt sich das Muster, kann daraus eine Spirale entstehen.
Zum Beispiel:
Eine unsichere Führungskraft bevorzugt Mitarbeitende, die weniger widersprechen.
Diese Mitarbeitenden wählen später ebenfalls Personen aus, die gut in dieses Muster passen.
Mit der Zeit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass starke Gegenpositionen entstehen.
Qualität wird dann weniger aktiv bekämpft.
Sie wird schrittweise herausselektiert.
Leistungsstarke Menschen brauchen weniger ständig maximale Freiheit.
Sie brauchen jedoch häufig:
Wenn sie dauerhaft erleben:
„Eigenständigkeit ist unerwünscht.“
oder:
„Widerspruch schadet meiner Position.“
dann orientieren sie sich möglicherweise neu.
Zurück bleiben eher diejenigen, die mit dem bestehenden System besser zurechtkommen.
Organisationen wählen Menschen aus.
Menschen wählen jedoch auch Organisationen aus.
Wer sich in einer Kultur weniger wohlfühlt, geht möglicherweise.
Wer gut hineinpasst, bleibt.
Über Jahre kann sich dadurch eine Organisation immer stärker selbst ähneln.
Kultur reproduziert sich.
Ich verwende A, B und C weniger als feste Kategorien von Menschen.
Es geht weniger um:
„Diese Person ist ein A-Mensch.“
oder:
„Diese Person ist nur C.“
Das wäre zu simpel und unnötig abwertend.
Interessanter ist die Frage:
Welche Qualität von Menschen suche ich für eine bestimmte Aufgabe – und wie reagiere ich, wenn jemand mir fachlich oder persönlich ebenbürtig ist?
Ein verbreitetes Führungsbild lautet:
„Ich muss mehr wissen als mein Team.“
In komplexen Organisationen ist das kaum realistisch.
Die Führungskraft muss weniger jede Fachfrage selbst beantworten.
Sie muss unter anderem:
Führung bedeutet weniger fachliche Allwissenheit.
Es reicht weniger, gute Mitarbeitende einzustellen.
Sie müssen ihre Kompetenz auch nutzen können.
Das braucht beispielsweise:
Sonst werden aus starken Mitarbeitenden irgendwann angepasste Mitarbeitende.
Oder ehemalige Mitarbeitende.
Eine interessante Führungsfrage lautet:
Wie reagierst du, wenn ein sehr kompetenter Mitarbeiter dir widerspricht?
Hörst du genauer hin?
Wirst du neugierig?
Oder entsteht sofort:
„Der akzeptiert meine Autorität nicht.“
Diese Reaktion sagt häufig mehr über Führung aus als viele Leitbilder.
Menschen können einer Führungskraft loyal verbunden sein und gleichzeitig deutlich widersprechen.
Vielleicht gerade deshalb.
Wer Verantwortung ernst nimmt, wird weniger jede Entscheidung kommentarlos unterstützen.
Eine Organisation braucht Menschen, die rechtzeitig sagen, wenn etwas weniger plausibel erscheint.
Ein verwandtes Problem entsteht, wenn Mitarbeitende lernen:
„Schlechte Nachrichten sind hier weniger willkommen.“
Dann beginnt Filterung.
Probleme werden später berichtet.
Risiken kleiner formuliert.
Widerspruch zurückgehalten.
Die Führung bekommt dadurch ein angenehmeres Bild.
Und zugleich ein schlechteres.
→ Wenn wichtige Informationen die Führung nicht mehr erreichen
Eine Person, die jede Entscheidung bestätigt, kann angenehm sein.
Doch Zustimmung liefert weniger automatisch Qualität.
Bei wichtigen Entscheidungen brauchst du Menschen, die:
Komfort und Qualität sind unterschiedliche Kriterien.
Menschen bevorzugen häufig Menschen, die ihnen ähnlich erscheinen.
Ähnliche Werte.
ähnliche Kommunikation.
ähnliche Erfahrungen.
ähnliche Denkweisen.
Das kann Zusammenarbeit erleichtern.
Es birgt gleichzeitig ein Risiko:
Ein Team kann zunehmend ähnlich denken und dadurch blinde Flecken verstärken.
Ähnlichkeit schafft häufig Sympathie.
Organisationen brauchen jedoch weniger nur Sympathie.
Sie brauchen auch:
Eine starke Führungskraft sucht deshalb weniger Kopien ihrer selbst.
Sie sucht Menschen, die das System besser machen.
Der ursprüngliche Titel dieser Seite spielte mit dem sogenannten Gesetz der Anziehung.
Für die beschriebenen Prozesse brauche ich allerdings weniger kosmische Kräfte.
Es gibt nachvollziehbarere Mechanismen.
Zum Beispiel:
Teams entstehen weniger durch Gedankenenergie als durch viele konkrete Entscheidungen.
Das ist für mich die interessantere Form von „Anziehung“.
Wenn du:
dann werden Menschen mit diesen Eigenschaften eher bleiben und sich stärker zeigen.
Wenn du dagegen:
dann entsteht ein anderes Umfeld.
Führung zieht weniger magisch an.
Führung selektiert und prägt.
Gerade bei Auswahlgesprächen lohnt sich Selbstbeobachtung.
Frag dich:
Warum gefällt mir diese Person?
Weil sie:
Oder weil sie:
Beides kann sich angenehm anfühlen.
Es führt weniger automatisch zur gleichen Personalentscheidung.
Bei einer starken Kandidatin oder einem starken Kandidaten kannst du dich fragen:
„Freue ich mich auf die Kompetenz dieser Person – oder fühle ich mich von ihr bedroht?“
Falls die zweite Antwort auftaucht, lohnt sich genaueres Hinsehen.
Die Irritation könnte etwas über die Person sagen.
Oder über dich.
Auch Beförderungsentscheidungen können von ähnlichen Mechanismen betroffen sein.
Wer bekommt mehr Verantwortung?
Die Person, die:
selbstständig denkt?
Widerspruch formuliert?
Verantwortung übernimmt?
Oder die Person, die besonders konfliktarm mit der nächsthöheren Ebene funktioniert?
Diese Entscheidungen prägen langfristig die Führungskultur.
Menschen lernen Führung weniger nur in Seminaren.
Sie lernen sie durch das System, in dem sie arbeiten.
Sie beobachten:
So entstehen informelle Regeln.
Und diese Regeln bestimmen, welche Menschen langfristig erfolgreich sind.
Auch außerhalb beruflicher Organisationen beeinflusst unser Umfeld uns.
Menschen suchen Nähe zu Menschen, mit denen bestimmte Werte, Interessen oder Verhaltensweisen geteilt werden.
Und unser Umfeld beeinflusst wiederum:
Das ist weniger ein mystisches Gesetz.
Es ist ein sozialer Prozess.
Das bekannte Sprichwort:
„Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist.“
ist natürlich überspitzt.
Trotzdem steckt ein interessanter Gedanke darin.
Wir wählen unser Umfeld – und unser Umfeld wirkt auf uns zurück.
Diese Fragen sagen häufig mehr über Führungskultur aus als ein Leitbild.
Frag dich:
„Würde ich jemanden einstellen, der in drei Jahren meinen Job besser machen könnte als ich?“
Die spontane Reaktion darauf ist interessant.
Gute Führung denkt weniger:
„Dann werde ich überflüssig.“
Sie kann denken:
„Dann habe ich vieles richtig gemacht.“
Executive Presence zeigt sich weniger darin, die stärkste Person im Raum sein zu müssen.
Sie zeigt sich auch darin:
Autorität wächst weniger dadurch, dass andere kleiner werden.
Vielleicht stellst du irgendwann fest:
„Mir widerspricht kaum noch jemand.“
Das kann bedeuten:
Du triffst außergewöhnlich überzeugende Entscheidungen.
Oder:
Dein Umfeld hat gelernt, dass Widerspruch weniger lohnt.
Beides sollte geprüft werden.
Für mich lautet sie weniger:
„Ziehe ich A-Menschen an?“
Interessanter ist:
„Schaffe ich ein Umfeld, in dem starke Menschen kommen, bleiben und widersprechen können?“
Bei Fragen zu Führung, Teamzusammensetzung, persönlicher Wirkung und Führungsverhalten bestimmt die Rolle den passenden Rahmen.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Das gilt auch bei langfristigen Themen wie:
Für andere Fach- und Führungskräfte kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um allgemeine Führungsentwicklung geht.
Bei konkreten Situationen von hoher beruflicher, wirtschaftlicher oder strategischer Tragweite erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING.
Seit 1998 begleite ich Menschen bei Führungsfragen, wichtigen Entscheidungen und anspruchsvollen Kommunikationssituationen.
Eine Erfahrung begegnet mir dabei immer wieder:
Gute Führung zeigt sich weniger darin, überall selbst überlegen zu sein.
Sie zeigt sich darin, gute Menschen auszuwählen und ihre Stärke nutzen zu können.
Wenn du deine Führungsrolle, dein Team oder deine Entscheidungskultur mit einem unabhängigen Gegenüber betrachten möchtest, beschreibe mir bei deiner Anfrage kurz:
Dann können wir direkt dort einsteigen, wo zusätzliche Perspektive besonders wertvoll ist.
Die AA-BC-Regel ist kein Naturgesetz.
Sie ist eine Erinnerung.
Unsichere Führung kann versucht sein, Stärke im Umfeld kleiner zu halten.
Gute Führung nutzt sie.
Sie sucht Menschen, die kompetent sind.
die selbstständig denken.
die widersprechen können.
und die möglicherweise Dinge besser können als die Führungskraft selbst.
Deshalb lautet meine heutige Version der AA-BC-Regel:
Starke Führung sucht weniger Bewunderer.
Sie sucht starke Mitdenker.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Manche Menschen wirken ausgesprochen selbstbewusst.
Andere zurückhaltend.
Manche suchen sichtbar Aufmerksamkeit.
Andere reagieren empfindlich, wenn sie zu wenig davon bekommen.
Narzisstische Verhaltensmuster können sehr unterschiedlich erscheinen.
Deshalb ist ein einzelnes Merkmal wenig aussagekräftig.
Interessanter ist das Gesamtbild:
Wie geht jemand mit Kritik um?
Wie viel Raum bekommen andere Menschen?
Wie wird mit Verantwortung umgegangen?
Wie wichtig sind Bewunderung, Status und Überlegenheit?
Was geschieht, wenn eigene Interessen und die Bedürfnisse anderer kollidieren?
Und:
Welche Wirkung hat die Beziehung auf dich?
In diesem Beitrag findest du 40 mögliche Hinweise, die dir helfen können, genauer hinzusehen.
Dieser Beitrag dient der Orientierung und ersetzt keine fachliche Diagnostik.
Narzisstische Eigenschaften kommen in unterschiedlicher Ausprägung bei vielen Menschen vor.
Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist etwas anderes. Sie beschreibt ein überdauerndes Muster, das mehrere Lebensbereiche betrifft und mit erheblichen Problemen verbunden sein kann. Eine entsprechende Diagnose braucht eine fachliche psychologische Beurteilung. (Mayo Clinic)
Zur besseren Lesbarkeit verwende ich teilweise den Begriff „Narzissten“. Gemeint sind dabei Menschen mit deutlich ausgeprägten narzisstischen Tendenzen.
Für deinen Umgang mit einem Menschen ist häufig ohnehin wichtiger:
Was geschieht tatsächlich – und wie wirkt es auf dich?
Diese Frage wird häufig gestellt.
Mehr Aufmerksamkeit für Narzissmus bedeutet noch keineswegs automatisch, dass narzisstische Persönlichkeitsstörungen tatsächlich häufiger geworden sind.
Möglicherweise erkennen wir bestimmte Verhaltensweisen heute schneller.
Möglicherweise verändern soziale Medien, Selbstvermarktung und gesellschaftliche Anreizsysteme die Sichtbarkeit bestimmter Eigenschaften.
Und möglicherweise spielen mehrere Entwicklungen gleichzeitig eine Rolle.
Ich habe dieser Frage deshalb einen eigenen Beitrag gewidmet:
→ Nimmt Narzissmus tatsächlich zu?
Auf dieser Seite konzentrieren wir uns auf eine andere Frage:
Woran lassen sich stark narzisstisch geprägte Verhaltensmuster erkennen?
Die eigene Person wird als außergewöhnlich wichtig, talentiert oder besonders wahrgenommen.
Daraus können Erwartungen an Anerkennung und Behandlung entstehen, die das Umfeld kaum nachvollziehen kann.
Erfolge, Fähigkeiten oder Kontakte werden größer dargestellt, als sie tatsächlich sind.
Dabei geht es häufig um den Eindruck:
„Ich bin außergewöhnlicher, als andere erkennen.“
Große Vorstellungen über Macht, Erfolg, Status, Schönheit, Einfluss oder ideale Beziehungen können viel Raum einnehmen.
Solche Fantasien sind für sich genommen wenig problematisch.
Interessant werden sie zusammen mit Anspruchsdenken und starker Kränkbarkeit.
Anerkennung stabilisiert das Selbstbild.
Bleibt sie aus, können Enttäuschung, Gereiztheit oder Rückzug folgen.
Besondere Behandlung wird als selbstverständlich erwartet.
Regeln gelten eher für andere.
Eigene Bedürfnisse erhalten Vorrang.
Ein bevorzugter Platz.
Eine Ausnahme.
Mehr Aufmerksamkeit.
Mehr Ressourcen.
Was andere als Sonderbehandlung erleben, kann für die betreffende Person selbstverständlich erscheinen.
Wer ist erfolgreicher?
Attraktiver?
Einflussreicher?
Beliebter?
Solche Vergleiche können großen Einfluss auf Stimmung und Selbstwert bekommen.
Der Erfolg anderer kann schwer auszuhalten sein.
Er wird relativiert, abgewertet oder als unverdient dargestellt.
Gleichzeitig kann die Überzeugung bestehen:
„Andere kritisieren mich vor allem, weil sie neidisch sind.“
So lässt sich Kritik leichter zurückweisen.
Arroganz oder herablassendes Verhalten können sichtbar werden.
Manchmal sehr offen.
Manchmal subtiler durch Tonfall, Humor oder beiläufige Abwertung.
Andere werden schnell als wichtig oder unwichtig eingestuft.
Status und Nutzen können darüber entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit jemand bekommt.
Titel.
Position.
Prestige.
Luxus.
Kontakte.
Solche Symbole können besonders wichtig werden, weil sie das gewünschte Selbstbild unterstützen.
Wie sehe ich aus?
Wie werde ich wahrgenommen?
Welchen Eindruck mache ich?
Die Außenwirkung kann stärker gewichtet werden als die tatsächliche Beziehung oder Situation.
Manche Menschen mit stark narzisstischen Tendenzen wirken zunächst außergewöhnlich charmant, interessant oder souverän.
Ein guter erster Eindruck ist selbstverständlich kein Warnsignal.
Interessant wird die Diskrepanz zwischen Anfang und späterem Verhalten.
Schon kleine Rückmeldungen können als Kränkung erlebt werden.
Mögliche Reaktionen:
Rechtfertigung.
Wut.
Abwertung.
Rückzug.
Gegenangriff.
Ein übersehenes Kompliment.
Eine abweichende Meinung.
Ein Nein.
Eine fehlende Einladung.
Solche Situationen können überraschend große Bedeutung bekommen.
Menschen wirken kompetenter, wenn andere schlechter erscheinen.
Deshalb können Erfolge anderer relativiert und Fehler stark hervorgehoben werden.
Fehler haben häufig äußere Ursachen.
Andere Menschen.
Umstände.
Missverständnisse.
Pech.
Die eigene Beteiligung bekommt weniger Raum.
Eine echte Entschuldigung braucht Anerkennung des eigenen Anteils.
Genau das kann schwierig sein.
Dann entstehen Formulierungen wie:
„Es tut mir leid, dass du das so aufgefasst hast.“
Du sprichst ein Verhalten an.
Kurz darauf musst du dich selbst verteidigen.
Der ursprüngliche Konflikt gerät aus dem Blick.
Menschen können vor allem danach bewertet werden, welchen Nutzen sie bieten.
Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung können Schwierigkeiten haben, Bedürfnisse und Gefühle anderer zu erkennen oder angemessen zu berücksichtigen. Das bedeutet weniger, dass Empathie grundsätzlich vollständig fehlt. (Mayo Clinic)
Besonders aufschlussreich ist:
Was geschieht, wenn deine Bedürfnisse mit den Interessen der anderen Person kollidieren?
Eigene Erfahrungen, Leistungen und Probleme bekommen viel Raum.
Andere Themen werden schnell wieder auf die eigene Person bezogen.
Es wird zugehört, um zu antworten, Informationen zu sammeln oder die eigene Position vorzubereiten.
Weniger, um die Perspektive des anderen wirklich zu verstehen.
Ein Nein kann als Kränkung oder Angriff erlebt werden.
Dann folgen Überreden, Schuldzuweisung, Abwertung oder erneute Versuche.
Wer entscheidet?
Wer weiß was?
Wer spricht mit wem?
Wer darf welche Informationen bekommen?
Kontrolle kann Sicherheit und Überlegenheit vermitteln.
Schuldgefühle.
Zeitdruck.
Schmeichelei.
Selektive Information.
Drohungen.
Realitätsverdrehung.
Manipulative Methoden können eingesetzt werden, um Zustimmung zu erhalten.
→ Manipulationstechniken erkennen
Von anderen wird Loyalität erwartet.
Die eigene Loyalität kann stärker von Nutzen und Situation abhängen.
Normen und Vereinbarungen gelten besonders dann, wenn sie den eigenen Interessen dienen.
Für das eigene Verhalten werden leichter Ausnahmen gefunden.
Menschen gewinnen oder verlieren an Bedeutung, abhängig davon, was sie bieten.
Das kann zu überraschend schnellen Wechseln zwischen Nähe und Distanz führen.
Ein Mensch kann zunächst außergewöhnlich positiv bewertet werden.
Später kippt das Bild.
Aus Bewunderung wird Geringschätzung.
Besonders dann, wenn Erwartungen enttäuscht werden.
Situationen, in denen sich jemand gedemütigt, übergangen oder kritisiert fühlte, können noch lange Bedeutung behalten.
Eine Meinungsverschiedenheit bleibt weniger auf der Sachebene.
Sie wird schnell zu einer Frage von Loyalität, Respekt oder persönlicher Wertschätzung.
Erfolge werden betont.
Fehler relativiert.
Konflikte so erzählt, dass die eigene Rolle besonders positiv erscheint.
Das macht natürlich jeder Mensch gelegentlich.
Aufmerksamkeit verdient das starre, wiederkehrende Muster.
Informationen werden unterschiedlich verteilt.
Vergleiche hergestellt.
Allianzen aufgebaut.
So kann Kontrolle über Beziehungen entstehen.
Eine andere Sichtweise einfach stehen zu lassen, kann schwerfallen.
Das Gespräch endet erst, wenn die eigene Position ausreichend bestätigt erscheint.
Kritik und Scheitern können das Selbstbild stark bedrohen.
Dann folgen möglicherweise Rückzug, Abwertung anderer oder starke emotionale Reaktionen.
Hinter selbstbewusstem Auftreten kann ein fragiler Selbstwert liegen.
Auch klinische Beschreibungen weisen darauf hin, dass Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung trotz sichtbarer Selbstsicherheit stark auf Kritik reagieren und Scham oder Unsicherheit erleben können.
Beziehungen können von Konflikten über Anerkennung, Kontrolle, Nähe, Verantwortung und Gegenseitigkeit geprägt sein.
Gerade die Wiederholung über unterschiedliche Beziehungen hinweg ist aufschlussreich.
Dieser Punkt ist für deinen Alltag möglicherweise der wichtigste.
Du wirst vorsichtiger.
Rechtfertigst dich häufiger.
Zweifelst stärker an deiner Wahrnehmung.
Beobachtest ständig die Stimmung.
Vermeidest bestimmte Themen.
Oder beschäftigst dich ungewöhnlich viel damit, wie die Person reagieren könnte.
Dann lohnt sich eine andere Frage als:
„Ist dieser Mensch wirklich ein Narzisst?“
Frage:
„Was geschieht in dieser Beziehung mit mir?“
Vielleicht erkennst du viele Punkte wieder.
Das erlaubt trotzdem keine Ferndiagnose.
Viele Eigenschaften können auch bei anderen Persönlichkeitsmustern, in belastenden Lebensphasen oder schlicht situativ auftreten. Auch fachlich kann die Abgrenzung zu anderen Persönlichkeitsstörungen komplex sein. (Mayo Clinic)
Entscheidend sind unter anderem:
Dauer.
Ausprägung.
Flexibilität.
Kontext.
Auswirkungen auf Beziehungen und andere Lebensbereiche.
Für deine eigene Situation brauchst du häufig trotzdem keine Diagnose des anderen Menschen.
Du kannst problematisches Verhalten ernst nehmen, ohne es diagnostisch einordnen zu können.
Vielleicht hast du beim Lesen auch dich selbst wiedererkannt.
Das ist zunächst kein Grund zur Panik.
Menschen besitzen narzisstische Eigenschaften in unterschiedlicher Ausprägung.
Interessantere Fragen sind:
Kannst du Kritik reflektieren?
Kannst du Fehler anerkennen?
Kannst du dich ehrlich entschuldigen?
Kannst du Bedürfnisse anderer berücksichtigen?
Kannst du deine Meinung verändern?
Kannst du andere Menschen als eigenständig erleben, auch wenn ihre Wünsche deinen widersprechen?
Und vor allem:
Bist du bereit, dein eigenes Verhalten ernsthaft zu hinterfragen?
Wenn dich das Thema beschäftigt:
→ Bin ich ein Narzisst? Hinweise zur Selbstreflexion
Dann braucht der nächste Schritt weniger eine endgültige Diagnose.
Vielleicht hilft zunächst:
Muster beobachten.
Grenzen klären.
Manipulation erkennen.
Erwartungen realistischer gestalten.
Ein schwieriges Gespräch vorbereiten.
Oder eine grundlegendere Entscheidung treffen.
→ Umgang mit Narzissten: Selbstschutz, Grenzen und Handlungsspielraum
→ Kommunikation mit Narzissten: schwierige Gespräche
→ Hilfe bei narzisstischen Dynamiken im privaten Umfeld
→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen
→ therapeutische Unterstützung im passenden Rahmen
Die gehören zu entsprechend qualifizierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Meine Angebote beinhalten keine Rechtsberatung.
%
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1117)
Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.
Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.
Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?
Dann können wir gemeinsam betrachten:
→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld
Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?
Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:
Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.
→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen
Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.
Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.
Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.
Du fühlst dich dauerhaft angespannt.
Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.
Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.
→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen
Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:
Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.
Wir können Verhaltensweisen betrachten.
Muster erkennen.
Dynamiken verstehen.
Auswirkungen einordnen.
Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.
Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.
Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.
Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.
Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
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→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Das Anspruchsdenken von Narzissten bezieht sich auf die Tendenz von Narzissten, sich selbst als überlegen oder besonders betrachten zu wollen und von anderen hohe Anerkennung oder Bewunderung zu erwarten. Narzissten neigen dazu, sich selbst als besonders talentiert oder erfolgreich darzustellen und von anderen zu erwarten, dass sie sich ihnen gegenüber unterordnen oder sich ihnen anpassen. Sie haben auch oft eine sehr hohe Meinung von sich selbst und erwarten, dass andere diese Meinung teilen.
Das Anspruchsdenken von Narzissten kann sich in verschiedenen Aspekten des Verhaltens zeigen, wie zum Beispiel in der Art und Weise, wie sie andere behandeln, in ihren Erwartungen an sich selbst und andere und in ihrer Einstellung zu Regeln und Normen. Es kann sich auch in ihrer Tendenz zeigen, die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu ziehen oder sich in den Vordergrund zu drängen.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Anspruchsdenken von Narzissten Teil ihrer Persönlichkeitstendenzen ist und dass es sich nicht einfach ändern lässt.
Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.
Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.
Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.
Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.
Hast du eine Frage zu Narzissmus, toxischen Beziehungsmustern, toxischen Zeitgenossen, narzisstischem Missbrauch oder den Folgen für Selbstwert, Vertrauen, Grenzen und innere Sicherheit?
Dann schreib mir gern, welche Themen dich besonders beschäftigen. Vielleicht geht es um Kontaktabbruch, Schuldgefühle, Grübeln, Angst, Erschöpfung, Co-Abhängigkeit, Trauma-Folgen oder den Weg zurück zu mehr Klarheit und Selbstvertrauen.
Deine Fragen, Wünsche und Anregungen helfen mir, weitere Beiträge, Videos und Übungen zu entwickeln, die Betroffenen Orientierung, Stärkung und konkrete Unterstützung geben.
Achte dabei gern auf deine Privatsphäre und formuliere persönliche Erfahrungen so allgemein, wie es sich für dich stimmig anfühlt. Oft hilft ein Thema, das dich bewegt, auch vielen anderen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.
So wächst hier Schritt für Schritt eine hilfreiche Sammlung für Menschen, die toxische Dynamiken besser verstehen, sich innerlich stabilisieren und wieder mehr bei sich ankommen möchten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2012
Überarbeitung: 25. September 2020
AN: #3841553
Ü:
K:
Was ist eine Daumenregel? Und wie genau oder ungenau sind Daumenregeln im Ergebnis?
Das Gehirn kann dank Daumenregeln blitzschnell Entscheidungen treffen die trotz ungenauer Datenbasis überraschend treffsicher sind.
Ein Beispiel: Mit etwas Übung können Menschen gleich mit mehrere Bälle gleichzeitig jonglieren. Das erfordert recht genaue Einschätzungen der Flugbahn, um erfolgreich zu sein. Ein Computer hat da schon einiges zu rechnen, um überzeugend eine Roboterhand zu führen. Dank erworbener Erfahrungen gelingt das bei Menschen auch mit Daumenregeln, erstaunlich gut, die unbewusst zum Einsatz kommen.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 28. Februar 2019
AN: #7670
Ü:
K:
Es existiert eine Reihe von Faktoren, die positive Veränderungen fördern oder erschweren. Anfänglicher Schwung ist gut, doch nicht ausreichend. Sind Sie nicht wirklich vom Vorhaben überzeugt, bauen Sie auf wackligem Grund und die Gefahr des Scheiterns ist unnötig groß. Haben Sie ein starkes Motiv?
Ein Veränderungsmotiv ist der wesentliche Grund, weshalb jemand eine Veränderung will. Falls Sie sich einer Veränderung widmen wollen:
Beantworten Sie sich die Frage, warum Ihnen diese Veränderung wichtig ist? Schreiben Sie die Begründung auf, weshalb Sie genau diese Gewohnheit verändern wollen. Fragen Sie sich das so lange, bis Sie Ihr tatsächliches Motiv gefunden haben. Sind Sie nicht wirklich von Ihrem Vorhaben überzeugt, bauen Sie auf wackligem Grund und die Gefahr des Scheiterns ist unnötig groß.
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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2009
Überarbeitung: 11. Juni 2019
Englische Version:
AN: #371
K:
Ü:AA
Eine zündende Idee wird gebraucht, doch selbst der Überblick ist schon im Dickicht der Bäume verloren gegangen. Da hilft dann auch kein verzweifelter Aktionismus, um der Dunkelheit zu entfliehen. Ein Plan wäre hilfreich! Die Lösung bietet Mindmapping.
Mindmapping ist ein sehr mächtiges und wirksames Werkzeug, nicht nur als Kreativitätstechnik für die Ideenfindung, sondern auch zur Förderung der Selbstorganisation und des Zeitmanagements. Wer sich einmal daran gewöhnt und mit ihm angefreundet hat, den begleiten Mindmaps auf vielen Reisen.
Eine zündende Idee wird gebraucht, doch selbst der Überblick ist im Dickicht verloren gegangen? Da hilft dann auch kein verzweifelter Aktionismus, um der Dunkelheit zu entfliehen.
Wer in seinem Berufsleben die Übersicht verliert, arbeitet nicht nur ineffizient, sondern lebt auch gefährlich. Es drohen nicht nur verpasste Termine und nicht eingehaltene Fristen, sondern auch ernste Stressauswirkungen. Betroffene von Burnout und anderen Krankheiten berichten häufig, dass sie in der Zeit vor der Zuspitzung schon seit längerer Zeit das Gefühl hatten, ihre Arbeit nicht mehr überblicken zu können, nicht mehr wussten, was als Erstes zu tun ist. Besonders bei Zeitdruck, Konkurrenzdenken oder hoher Erwartungshaltung wird es unangenehm. Das macht Angst und fördert Stress. Wer sich also für mehr Übersicht bei den Aufgaben einsetzt, der steigert nicht nur die Produktivität, sondern tut sich selbst darüber hinaus Gutes.
Viele Fliegen auf einen Streich erledigen? Eine praktische Lösung für den Einsatz am Schreibtisch – und auch anderswo – ist das Mindmapping. Diese Technik ist eine bewährte Möglichkeit, um den alltäglichen Stress zu reduzieren.
Wenn also das nächste Mal eine Flut von Aufgaben über Sie hereinbricht oder Sie die bestehenden sortieren möchten, nehmen Sie sich ein leeres Blatt Papier und bunte Stifte zur Hand.
Schreiben Sie in die Mitte eines möglichst großen Blattes Papier Ihr Thema oder die Aufgabe. Dann schreiben Sie jedes Aufgabenfeld, das Ihnen einfällt, auf eine Linie (die ersten vom Zentrum abgehenden Linien nennen sich hier Hauptäste). Verwenden Sie nur Schlagworte, keine ganzen Sätze. Go with the flow: Schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen einfällt, damit auch Kleinigkeiten nicht vergessen werden.
So erhalten Sie mit dem Mindmap schnell eine Übersicht und dann auch einen Fahrplan für das Vorgehen. Weil alles schriftlich gesichert wird, schwirren die Gedanken an die Aufgaben nicht mehr ablenkend wie ein Vogelschwarm durch Ihren Kopf, sondern sind als Gehirnlandkarte sortiert und gegliedert – greifbar. Ein Nebeneffekt mit großer Wirkung: Die Aufgaben sind strukturierter und erscheinen nicht mehr so unüberwindlich wie anfangs. Durch das systematische Notieren gewinnen Sie den Überblick und können nun die relevanten Aufgaben Schritt für Schritt angehen. Alles im Griff; das fühlt sich gut an!
Da Sie mit dem Mindmapping auch verschüttete Informationen aus den hintersten Bereichen der eigenen Hirnwindungen aufdecken, wird das Bild schnell sehr rund. Aufgaben bleiben nicht mehr unnötig lange liegen. Sie werden erledigt, bevor sie stressig werden. Und weil es soviel Freude macht: Wenn eine Aufgabe erledigt ist, wird sie einfach abgehakt.
Dann investieren Sie wenigstens eine Viertelstunde ins Mindmapping.
Selbst eine Viertelstunde Mindmapping liefert zwischen all den Assoziationen auf dem Papier, häufig schon mindestens eine gute Idee, wie es weitergehen kann. Dabei ist es vor allem erforderlich sich zu erlauben, das Mindmapping mit allen aufgetauchten Assoziationen zu erweitern. Der innere Kritiker darf währenddessen eine Pause machen. Im ungünstigsten Fall haben Sie danach wieder den Überblick, im besten Fall eine Lösung. Üblicherweise ergeben sich selbst bei schwierigeren Vorhaben zumindest gute Ansatzpunkte für das weitere Vorgehen daraus.
Mindmapping ist ein sehr mächtiges und wirksames Werkzeug, nicht nur als Kreativitätstechnik für die Ideenfindung, sondern auch zur Förderung der Selbstorganisation und des Zeitmanagements. Wer sich einmal daran gewöhnt und mit ihm angefreundet hat, den begleiten Mindmaps auf vielen Reisen.
Weitere Informationen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Mindmapping finden Sie hier.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 7. Januar 2016
#0
Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können
Manchmal sitzt du vor einem Problem und denkst immer wieder dieselben Gedanken.
Du liest noch einmal.
Du formulierst um.
Du schaust auf den Bildschirm.
Und trotzdem kommt nichts Neues hinzu.
Vielleicht fehlt dir in diesem Moment weniger Disziplin.
Vielleicht fehlt ein anderer Blick.
Inspiration lässt sich kaum befehlen. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, unter denen neue Gedanken leichter entstehen.
Bei mir häufig dort, wo ich gerade nicht ausdrücklich nach ihnen suche.
Beim Gehen.
In einem Café.
Im Tiergarten.
Auf Reisen.
In einer Ausstellung.
Oder mitten in einem Gespräch.
Vielleicht kennst du das.
Du sitzt lange am Schreibtisch und kommst kaum weiter.
Dann stehst du auf.
Du gehst ein paar Minuten.
Und plötzlich erscheint ein Gedanke, der vorher nicht verfügbar war.
Das Wort Inspiration klingt schnell geheimnisvoll.
Als müsste eine Idee plötzlich irgendwoher „eingehaucht“ werden.
In der Praxis entstehen neue Gedanken häufig viel unspektakulärer.
Du bekommst:
Und dadurch beginnt dein Denken, andere Verbindungen herzustellen.
Ein vertrauter Arbeitsplatz ist hervorragend für:
Routine.
Organisation.
Abarbeiten.
Fokus.
Genau deshalb kann er für neue Gedanken gelegentlich weniger hilfreich sein.
Der Ort aktiviert vertraute Abläufe.
Und manchmal auch vertraute Gedanken.
Im Besprechungsraum sprechen wir anders als auf einer Parkbank.
Im Büro denken wir anders als beim Gehen.
In einem Café beobachten wir andere Dinge als vor dem eigenen Bildschirm.
Ein Ortswechsel verändert deshalb nicht automatisch deine Kreativität.
Er verändert jedoch den Kontext, in dem du denkst.
Vielleicht siehst du:
eine ungewöhnliche Architektur.
ein Gespräch am Nebentisch.
eine Ausstellung.
eine Bewegung.
eine Farbe.
eine Situation.
Und plötzlich entsteht eine Verbindung zu deinem Thema.
Die Idee war weniger im Café versteckt.
Dein Denken hatte dort nur anderes Material zur Verfügung.
Deshalb arbeite ich bei bestimmten Themen gern im Gehen.
Wenn du gehst, verändert sich etwas.
Du sitzt weniger fest.
Du schaust weniger auf denselben Punkt.
Das Gespräch bekommt Rhythmus.
Gedanken können sich entwickeln, während sich auch der Körper bewegt.
Natürlich entsteht bei einem Spaziergang nicht automatisch die große Idee.
Doch Bewegung kann helfen, aus einer festgefahrenen Situation herauszukommen.
Gerade dann, wenn du bereits lange auf dasselbe Problem starrst.
Zum Beispiel:
den Ort.
die Körperhaltung.
das Tempo.
das Medium.
die Frage.
Das klingt simpel.
Und genau deshalb wird es häufig übersehen.
Manchmal entsteht keine Idee, weil du zu nah am Problem bist.
Du kennst:
jede Einschränkung.
jedes Gegenargument.
jede bisherige Lösung.
Das kann Expertise sein.
Und gleichzeitig den Blick verengen.
Wir behandeln Pausen gern wie Unterbrechungen produktiver Arbeit.
Doch manchmal arbeitet ein Gedanke gerade dann weiter, wenn du dich einer anderen Sache zuwendest.
Deshalb kommen Ideen häufig:
unter der Dusche.
beim Spaziergang.
beim Kochen.
kurz vor dem Einschlafen.
In solchen Momenten kontrollierst du weniger aktiv.
Der Satz:
„Ich brauche jetzt sofort eine geniale Idee.“
ist erstaunlich wenig inspirierend.
Druck verengt Aufmerksamkeit.
Das kann bei klar umrissenen Aufgaben hilfreich sein.
Bei offenen kreativen Fragen brauchst du häufig mehr Spielraum.
Ein häufiger Fehler:
Eine Idee taucht auf.
Und sofort beginnt die Bewertung.
„Das funktioniert nicht.“
„Das hatten wir schon.“
„Das ist zu ungewöhnlich.“
Dann endet der Gedanke, bevor er sich entwickeln konnte.
Beim ersten Schritt geht es um:
Was könnte möglich sein?
Später geht es um:
Was davon trägt?
Beides ist wichtig.
Nur nicht immer gleichzeitig.
Ein bekanntes Kreativitätsmodell arbeitet mit drei unterschiedlichen Perspektiven:
Die Idee dahinter gefällt mir:
Zuerst entstehen Möglichkeiten.
Dann wird geprüft, wie sie umgesetzt werden könnten.
Danach werden Schwächen und Risiken betrachtet.
Kritisches Denken ist wertvoll.
Zu früh eingesetzt kann es Ideen abwürgen.
Zu spät eingesetzt kann es teuer werden.
Deshalb lohnt sich eine bewusste Reihenfolge.
Vielleicht entwickelst du Ideen beim Gehen.
Prüfst sie später am Schreibtisch.
Und nimmst die kritischste Analyse am nächsten Morgen vor.
Das ist keine Pflicht.
Es ist eine Möglichkeit, unterschiedliche Denkmodi besser voneinander zu trennen.
Das ist sehr individuell.
Einige meiner Favoriten:
Andere Menschen brauchen dagegen:
Stille.
Abgeschiedenheit.
ein leeres Zimmer.
eine vertraute Umgebung.
Es gibt keinen universell inspirierenden Ort.
Wenn du ein komplexes Konzept konzentriert ausarbeiten möchtest, brauchst du vielleicht Ruhe.
Wenn du neue Ideen suchst, kann etwas mehr Reiz hilfreich sein.
Wenn du eine schwierige Entscheidung sortieren möchtest, kann Bewegung helfen.
Wenn du eine Rede emotional entwickeln möchtest, kann ein Ort mit Atmosphäre nützlich sein.
Du musst dabei keineswegs ständig nach „Ideen“ suchen.
Beobachte.
Wie bewegen sich Menschen?
Was fällt dir auf?
Welche Probleme lösen andere?
Was überrascht dich?
Was irritiert dich?
Neugier ist ein hervorragender Rohstoff.
Viele gute Ideen entstehen, wenn Gedanken aus einem Bereich in einen anderen übertragen werden.
Zum Beispiel:
Was kann eine Führungskraft vom Theater lernen?
Was kann eine Präsentation von Film erzählen lernen?
Was kann eine Entscheidung von Architektur lernen?
Die Verbindung muss zunächst kaum perfekt sein.
Interessant ist, welche neue Frage daraus entsteht.
Wer nur ausgeben möchte, ohne etwas aufzunehmen, leert irgendwann den Vorrat.
Deshalb gehören für mich dazu:
Nicht alles muss unmittelbar nützlich sein.
Wenn du bei jedem Eindruck sofort fragst:
„Was bringt mir das?“
übersiehst du möglicherweise Verbindungen, deren Wert erst später sichtbar wird.
Manche Ideen brauchen Zeit.
Inspiration besitzt eine unangenehme Eigenschaft:
Sie hält sich weniger zuverlässig an Bürozeiten.
Deshalb:
Notizbuch.
Smartphone.
Sprachnotiz.
Was immer für dich funktioniert.
Eine gute Idee, die du später sicher noch wissen wirst, ist erstaunlich oft weg.
Das gehört ebenfalls dazu.
Inspiration liefert Möglichkeiten.
Entscheidung wählt aus.
Diese beiden Aufgaben sollten nicht verwechselt werden.
Dann beginnt die nächste Frage:
Welche Option passt zum Ziel?
Gerade bei Entscheidungen ist das wichtig.
Eine kreative Lösung ist nicht automatisch eine gute Lösung.
Du kannst eine brillante Lösung entwickeln.
Wenn du das falsche Problem bearbeitest, bleibt sie nutzlos.
Deshalb frage vor der Ideenfindung:
Welche Frage möchte ich eigentlich beantworten?
Vielleicht brauchst du eine bessere Frage.
Das ist häufig der spannendere Perspektivwechsel.
Gerade bei Präsentationen beginnt kreative Arbeit häufig zu spät.
Dann wird sofort PowerPoint geöffnet.
Folien werden verschoben.
Design wird verändert.
Doch die eigentliche Idee fehlt.
Bevor du gestaltest:
Was soll beim Publikum hängen bleiben?
Was soll sich verändern?
Welche Perspektive möchte ich eröffnen?
Erst danach braucht es Folien.
Wenn du bei einer Präsentation feststeckst, kann es hilfreich sein:
den Bildschirm zu schließen.
zu gehen.
laut zu erzählen.
mit Papier zu arbeiten.
eine Skizze zu machen.
Das verändert das Denken.
Auch Entscheidungen scheitern gelegentlich weniger an Bewertung als an fehlenden Optionen.
Dann stehen scheinbar nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
A oder B.
Vielleicht fehlt C.
Oder eine Kombination.
Oder eine völlig andere Fragestellung.
Unter Druck wird Denken häufig enger.
Dann sehen wir eher:
bekannte Wege.
Risiken.
notwendige Entscheidungen.
Ein Perspektivwechsel kann helfen, den Raum wieder zu öffnen.
Was würde ich sehen, wenn ich diese Situation zum ersten Mal betrachten würde?
Das gelingt natürlich nie vollständig.
Doch die Frage kann vertraute Annahmen sichtbar machen.
Was würde jemand aus einem völlig anderen Beruf hier erkennen?
Auch das kann Denkgewohnheiten unterbrechen.
Manchmal brauchst du weniger einen Rat.
Du brauchst ein Gegenüber, das:
zuhört.
nachfragt.
eine andere Perspektive anbietet.
Während du erklärst, wird dein eigener Gedanke klarer.
Ein Sparringspartner muss weniger sofort wissen, was du tun solltest.
Interessanter kann eine Frage sein, auf die du bisher noch keine Antwort hast.
Zum Beispiel:
Welche Annahme begrenzt gerade deine Möglichkeiten?
Für bestimmte Themen nutze ich deshalb gern Gespräche im Gehen.
In Berlin beispielsweise im Tiergarten oder rund um den Zoologischen Garten.
Nicht als touristisches Rahmenprogramm.
Sondern weil Bewegung und wechselnde Eindrücke bei manchen Fragestellungen einen anderen Gesprächsraum schaffen können.
Ein Gedanke entsteht.
Wir gehen weiter.
Etwas verändert die Perspektive.
Eine neue Frage entsteht.
Das kann besonders bei:
hilfreich sein.
Das klingt paradox.
Doch du kannst:
Material sammeln.
Fragen formulieren.
unterschiedliche Orte nutzen.
Bewegung einplanen.
Ideen notieren.
Dann lässt du Raum.
Nur Freiheit kann zerfasern.
Nur Struktur kann erstarren.
Gute kreative Arbeit braucht häufig beides.
Einen klaren Rahmen.
Und darin Beweglichkeit.
Dann hör für einen Moment auf, Inspiration zu verlangen.
Bearbeite einen kleineren Teil.
Sammle Material.
Wechsle die Tätigkeit.
Schlaf darüber.
Oder rede mit jemandem.
Ein blockierter Gedanke wird selten besser, wenn du ihn mit Gewalt festhältst.
Auch das gehört zur Wahrheit.
Inspiration wird gelegentlich romantisiert.
Nicht jeder gute Text beginnt mit einem Geistesblitz.
Nicht jede gute Präsentation entsteht aus einem genialen Moment.
Viele Ideen werden erst gut, weil sie:
überarbeitet.
geprüft.
verdichtet.
verworfen.
neu zusammengesetzt.
werden.
Ein Einfall kann in Sekunden entstehen.
Eine tragfähige Idee braucht häufig länger.
Darum gehören zusammen:
Inspiration.
Handwerk.
Urteilskraft.
Nicht weit.
Nur anders.
Bewegung verändert den Zustand.
Vielleicht bearbeitest du gerade die falsche Frage.
Erst Möglichkeiten.
Dann Bewertung.
Kunst, Bücher, Natur, Menschen.
Beim Erklären werden Lücken sichtbar.
Abstand kann produktiv sein.
Ein Ortswechsel garantiert keine kreativen Ideen. Er kann jedoch neue Reize, Bewegung und Abstand zu vertrauten Denkgewohnheiten schaffen und damit einen Perspektivwechsel erleichtern.
Das ist individuell. Manche Menschen denken besser in Cafés oder beim Gehen, andere brauchen Ruhe. Entscheidend ist, welche Umgebung zur jeweiligen Denkaufgabe passt.
Viele Menschen erleben, dass Gehen offene Denkprozesse unterstützt. Besonders bei festgefahrenen Gedanken kann ein Spaziergang einen anderen mentalen Zustand ermöglichen.
Wechsle beispielsweise Ort, Medium oder Fragestellung. Sammle zunächst Material, trenne Ideenfindung von Bewertung und gib dem Thema gelegentlich Abstand.
Beginne nicht bei den Folien. Kläre zuerst Botschaft, Publikum und gewünschte Wirkung. Ein Ortswechsel oder das laute Erzählen der Präsentationsidee kann anschließend neue Perspektiven eröffnen.
Kaum zuverlässig. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, die Ideen begünstigen: interessante Reize, Ruhe, Bewegung, Austausch und genügend geistigen Spielraum.
Bei manchen Entscheidungen ja. Besonders wenn die bekannten Optionen unbefriedigend sind, kann kreative Arbeit helfen, zusätzliche Möglichkeiten zu entdecken.
Nein. Kreativität erweitert Möglichkeiten. Danach braucht es Bewertung, Realitätsprüfung und Entscheidung.
Inspiration versteckt sich wahrscheinlich an keinem bestimmten Ort.
Sie wartet kaum im Café.
Nicht im Park.
Nicht am Meer.
Und auch nicht auf der nächsten Seite eines Buches.
Doch manche Orte helfen uns, anders wahrzunehmen.
Anders zu fragen.
Anders zu verbinden.
Und dadurch können neue Gedanken entstehen.
Wenn deine Gedanken immer wieder denselben Weg nehmen, musst du manchmal weniger härter denken als den Weg verändern.
Manchmal fehlt weniger eine fertige Lösung als ein größerer Möglichkeitsraum.
Das kann eine:
betreffen.
Im persönlichen 1:1 können wir die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachten und neue Optionen entwickeln.
Je nach Thema online, in meinen Räumen in Berlin City West oder auch als Coaching-Walk.
Dabei geht es nicht darum, Kreativität zu erzwingen.
Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen du wieder mehr sehen kannst als die bisher bekannten Möglichkeiten.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2014
Überarbeitung: 8. Juli 2026
Es gibt viele Gründe dafür, weshalb Menschen lügen, wenige davon sind ehrenwerter Natur. Wer lügt, will dabei üblicherweise nicht erwischt werden. Lügner wollen ihre Gegenüber davon überzeugen, dass sie die Wahrheit sagen. Außerdem sind Lügner häufig bestrebt, Sympathien zu gewinnen. Hier finden Sie einige Gedanken zu diesem Themenbereich und einige Tipps, wie Sie Lügner und ihre Lügen erkennen.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
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→ Honorare und Konditionen
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→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2009
Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #641
K: CNB
Ü:
Eine gute Portion Verspieltheit ist gut für kreative Prozesse. Nur bleiben viele in der Kindheit noch vorhandenen Fähigkeiten durch die Konditionierung der Erziehung auf der Strecke. Was hilft dabei die spielerische Experimentierfreude zu pflegen?
Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.
Arthur Schopenhauer
Eine gute Portion Verspieltheit ist gut für kreative Prozesse. Nur bleiben viele in der Kindheit noch vorhandenen Fähigkeiten durch die Konditionierung der Erziehung auf der Strecke.
Jedes Kind ist ein Künstler.
Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn du erwachsen bist.
Pablo Picasso
Kinder beachten beim Denken kaum Beschränkungen und Begrenzungen. Sie sind in alle Richtungen unterwegs und erkunden sie spielerisch. In dieser Zeit scheint alles möglich zu sein. Erkunden statt bewerten!
Irgendwann ist die Kindheit auch offiziell beendet. Gerade noch voller Spielfreude und dann das!
Ein paar Jahre später sind die Tiefen ausgelotet, die Grenzen weitgehend abgesteckt. Die Überzeugung dominiert; das Leben ist kein Ponyhof. Wozu Wegen folgen, die zu nichts führen? Viele interessante Gedanken bleiben unberücksichtigt. Ernsthaftigkeit wird zelebriert.
Für erfolgreiche kreative Prozesse werden die Fähigkeiten unterschiedlicher Perspektiven in möglichst reiner Form benötigt. Freies kindliches Denken wird gebraucht, um das Zielszenario (Sollzustand) zu erkunden, Ideen zu generieren und weiterzuentwickeln. Und auch die realistischen, kritischen und bewertenden Elemente haben ihre Bedeutung. Träumer, Realist und Kritiker sind eingeladen ihren Beitrag zu leisten. Jeder zu seiner Zeit! Das ist allerdings nicht jedem von uns in die Wiege gelegt, meist fühlen wir uns in einer der Rollen wohler. Um die Fähigkeit des Wechsels zu fördern ist beispielsweise die Kreativitätstechnik Walt-Disney-Methode geeignet. Mit ihrer Hilfe wird das gezielt genutzt und geht mit Übung und Wiederholungen bald in Fleisch und Blut über.
Erfolgreiche kreative Menschen sind meist sowohl verspielt als auch diszipliniert. Das Spielerische ist eine wichtige Eigenschaft bei kreativen Menschen. Wo sich die meisten Menschen fragen „Warum?“, fragen sich kreative Geister eher: „Weshalb nicht?” und schließlich „Wie realisiere ich das?“. Gleichzeitig können sich jene die sowohl kreativ als auch erfolgreich sind, sich konzentriert einer Aufgabe widmen und bis spät in die Nacht daran arbeiten, bis eine Lösung gefunden ist. Diesen Spieltrieb gilt es zu erhalten und gegebenenfalls wieder zu aktivieren und zu pflegen.
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 31. Mai 2019
Englische Version:
AN: #371
K:
Ü: