Was ändert sich mit Donald Trump?

Was ändert sich mit Donald Trump?

The Show must go on und das wird sie auch
Was ändert sich mit Donald Trump?

Was von Donald Trump zu erwarten ist

 

Auch jenseits der US-Politik hat der Siegeszug von Donald Trump Konsequenzen. Schon der Umstand, dass er zum ernsthaften Kandidaten für die Präsidentschaft in den USA wurde, irritiert hierzulande viele. Das kann einerseits an der Berichterstattung liegen, andererseits allerdings auch am Zeitgeist. Vor wenigen Jahren wäre eine solche Karriere noch undenkbar gewesen. Die Schamlosigkeit, mit der er Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Latinos und Andersdenkende in übelster Weise verunglimpfte, gab es selbst in der schillernden amerikanischen Politik meines Wissens bisher nicht. Seine Befürworter sagen, er rede Tacheles.

Bei all den Ressourcen unterstelle ich, dass es sich nicht um Ausrutscher handelte, sondern um gezielte Provokationen, mit denen Trump seine Wahrnehmung beeinflusste. Was noch vor wenigen Jahren als Verletzung von Konventionen zum Aufschrei geführt hätte, hat ihm zumindest nicht geschadet.

 

 

 

Zitate von Donald Trump via Twitter und Co.:

 

Happy New Year to all, including to my many enemies and those who have fought me and lost so badly they just don’t know what to do. Love!

It’s freezing and snowing in New York – we need global warming!

You know, it really doesn’t matter what the media write as long as you’ve got a young, and beautiful, piece of ass.

I could stand in the middle of Fifth Avenue and shoot somebody and I wouldn’t lose any voters.

The beauty of me is that I’m very rich.

 

 

 

 

Ja, und?

 

Donald Trump. „Es schneit und friert in New York. Wir brauchen globale Erwärmung!“ Hm. Die Frage, die ich mir stelle: Wird das, für manch ein unrühmliches Beispiel weitere narzisstisch veranlagte Persönlichkeiten in anderen Bereichen der Gesellschaft dazu ermutigen, sich eine ähnliche Position zu verschaffen, indem sie ähnlich groteske Grenzüberschreitungen und Verletzungen inszenieren, nur weil Sie meinen, es könne ihren Zielen dienen? Was einmal funktioniert hat, ruft Nachahmer auf den Plan; im guten wie im schlechten. Menschen sind wohl so. Manche zumindest. Und es scheint nicht nur ein weltfremdes Klischee zu sein. Müssen wir uns warm anziehen?

 

Der Weg an die Macht ist an Heuchelei gekoppelt und Kollateralschäden.

Francis Underwood

 

 

 

 

Das kann bei uns ja nicht passieren

 

Steine, billige Steine, Steine… Es ist ja so einfach, aus der Ferne mit Steinen zu werfen. Doch zum Glück gibt es ja die Weisheit, es sei besser zuerst vor der eigenen Tür zu kehren. Das hilft auch im Falle eines Glashauses.

Ist unser politischer Alltag tatsächlich kultivierter? In einer kleinen nicht repräsentativen Umfange antworteten auf die Frage „Was trifft eher auf Sie zu: Ich wähle a.) …den Kandidaten meines Vertrauens oder b.) …das kleinste Übel.“ fast alle mit b.). Asche aufs Haupt. Übrigens: Die aus meiner Sicht glaubwürdigsten Erklärungen für die Wahl von Trump dürften mit der fehlenden Sympathie für Hillary Clinton zusammenhängen. Vermutlich hat nicht Trump gewonnen, sondern Hillary Clinton in erster Linie zu viele Wähler verloren. Auch davon lässt sich durchaus einiges auf hiesige Verhältnisse übertragen.

 

 

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

 

Als Ronald Reagan Präsident wurde, machte ihn die deutsche Presse zum unberechenbaren Alzheimer-Problem mit Atomkoffer. Bei der Illustration grausiger Endzeitszenarien überschlugen sich die Propheten. Unter dem Strich gilt Roland Reagan als einer der beliebtesten US-Präsidenten. „Mr. Gorbachev tear down this wall.“ (externer Link zu YouTube) bleibt im Gedächtnis, nicht nur der Deutschen. Seine Redenschreiber haben gute Arbeit geleistet und er die Welt nicht in Schutt und Asche gelegt. Allen Unkenrufen zum Trotz ist es gut gegangen. Also hoffen wir das Beste!

 

 

 

P.S.

 

Alles nur Show und ohne Konsequenzen? Oder beginnt jetzt das Zeitalter narzisstischer Persönlichkeiten?

Artikel

Viel Spaß: Diskutieren mit Fundamentalisten, Fanatikern, Extremisten und …

Auseinandersetzungen mit Fanatikern? Tipps für ideologische Debatten. Was geht und was ist Zeitverschwendung? Weshalb es trotzdem wichtig ist zu reden.

Gremium (Bundestag)

Gremium (Bundestag)

Als Gremium wird die Zusammenarbeit mehrerer Personen bezeichnet. Gremien werden in der Regel für einen längeren Zeitraum gebildet, im Bundestag meist für die Dauer einer Wahlperiode.

mehr lesen
Große Anfrage (Bundestag)

Große Anfrage (Bundestag)

Jede Fraktion im Bundestag oder eine Gruppe von Abgeordneten in Fraktionsstärke kann eine Große Anfrage an die Bundesregierung stellen, um Sachverhalte und politische Fragen aufzuklären.

mehr lesen
Amtseinführungsrede US-Präsident Donald Trump

Amtseinführungsrede US-Präsident Donald Trump

20. Januar 2017 in Washington. Donald Trump ist nun der 45. Präsident der USA. Überall in der Welt dürften nicht nur Experten die Rede im Zusammenhang mit anderen Aussagen analysieren. Vor allem Regierungen und internationale Unternehmen rätseln nun sicher, was das für sie bedeutet. Den Bau mindestens einer Mauer hat er ja offen angekündigt. Letztlich wird all das für jeden von uns irgendwie Folgen haben. Nicht nur Weltuntergangpropheten machen sich Sorgen, aber darum geht es in diesem Blog zur strategischen Rhetorik ja nicht.

mehr lesen
Gastredner, und Rederecht (Bundestag)

Gastredner, und Rederecht (Bundestag)

US-Präsident Richard Nixon sprach im Februar 1969 als erster ausländischer Staatschef im Plenum des Deutschen Bundestages und versicherte den Deutschen: „Wir gehören zusammen!“. Weniger Abgeordneten gefiel es, als sich Ronald Reagan im Juni 1982 für die umstrittene Nachrüstung einsetzte. Nicht jeder Redner ist genauso willkommen und erhält den gleichen Applaus. Als Südafrikas Präsident Nelson Mandela im Mai 1996 sprach, erhielt er viel Beifall.

mehr lesen
Lobbying

Lobbying

Lobbying, auch Public Affairs oder Public Engineering, bezweckt die Beeinflussung oder auch Information politischer Entscheidungsträger wie Parlamentariern durch Interessenverbände. Insbesondere bei bestimmten Gesetzesvorhaben soll so Einfluss genommen werden. Interessenverbände existieren in unterschiedlichen Formen, wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, große Unternehmen.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Jahresdemotivationsreden: Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden

Jahresdemotivationsreden

Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden,... Nicht nur die Politiker holen ihre Lesebrillen heraus
 
Jahresdemotivationsrede

Alle Jahre wieder Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden

 

Eine Rede ist das beste Mittel, um eine große Gruppe zu motivieren.

Lee Iacocca

 

Soweit so richtig. Reden haben großes Potenzial. Und Sie sind gerade zum Jahreswechsel an vielen Orten zu hören: Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden,…

Nicht nur die Politiker holen jetzt ihre Lesebrillen heraus. Auch in Unternehmen gehört das dazu wie Dinner vor One zum Silvesterfernsehprogramm.

 

 

 

Jahresdemotivationsrede

 

Führungskräfte treten mit Manuskript bewaffnet vor ihr Publikum beziehungsweise vorzugsweise hinter das schützende Rednerpult. Mit dem abwechselnden Blick über die Brille und dann wieder auf den ausformulierten Text wirkt es, wie eine Predigt von der Kanzel. Ja, auch das mit dem Vorlesen ist nicht so einfach. Und so schaltet das Publikum nach kurzer Zeit auf Durchzug. Falls es anschließend noch einen Umtrunk oder Häppchen gibt, flüchten sich vielen mit den Gedanken tröstend dorthin. Das leiden muss doch irgendwann ein Ende haben.

 

 

 

Schade: zu viele Floskeln statt Wirkung

 

Wer zuhört, der bemerkt oft vor allem die vielen Worthülsen. Monoton vorgelesen erzeugt das eine benebelnde Trance, wie nach dem zweiten Glas Glühwein. Schade, die Gelegenheit hätte ja auch genutzt werden können, um die Anwesenden für sich und die anstehenden Aufgaben zu gewinnen. Solche Auftritte fördern leider höchstens Gleichgültigkeit und Antipathie.

 

 

 

Die Botschaft, die bleibt…

 

Wer sich nicht die Zeit nimmt, um solche Gelegenheiten mit Leben zu füllen, sagt dabei vieles über die Einstellung zum Publikum. Wenn das Publikum dem Redner nicht einmal eine frische Rede wert ist und es stattdessen einen lauwarmen Aufguss erhält.

Diese Botschaft richtet Schaden an, die Beziehung leidet. Es ist nicht sehr schmeichelhaft, mitzubekommen, so behandelt zu werden. Wertschätzung sieht anders aus! 

 

 

 

Wo ist die Begeisterung geblieben?

 

Wer selbst nicht begeistert ist, wird schwerlich andere Menschen begeistern. Es fehlt dann bedauerlicherweise die Glaubwürdigkeit. Ohne Begeisterung bleibt Führungskräften in der heutigen Zeit auf Dauer nicht mehr viel Spielraum. Ohne Emotionen kann man Dunkelheit nicht in Licht und Apathie nicht in Bewegung verwandeln, meinte Carl Gustav Jung.

 

Lust verkürzt den Weg.

William Shakespeare

 

 

 

Zahlen, Daten, Fakten

 

Mit Zahlen, Daten und Fakten allein ist das Publikum nicht zu erreichen. Solche Informationen werden bei Redegelegenheiten in unserer Kultur gerne überschätzt. Was zählt, ist die persönliche Bedeutung für das Publikum. Es sind die Emotionen, die tiefere Wirkung haben. Niemand tut etwas ohne Motivation.

Motive

Welche Themen bewegt das Publikum, auf welcher Ebene der Maslowschen Pyramide bieten sich Ansatzpunkte an?

Maslowsche Bedürfnishierarchie

Anmerkung

 

Nein, ich bin auch kein Freund von aufgeblasenen Motivationsreden, deren Wirkung am Tag darauf verpufft. Nach vielen überzogenen Motivationsreden sind Mitarbeiter wie Löwen. Erst brüllen sie ganz furchtbar und dann legen sie sich wieder hin. Eine ehrliche, tief bewegende Rede bleibt länger im Gedächtnis, wirkt länger.

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie übertrieben ist dieser Artikel? Hoffentlich meinen Sie, ich hätte schamlos übertrieben. Dann haben Sie Glück oder ein gutes Händchen bei der Auswahl der Reden an denen Sie teilnehmen.

Leider bestätigen viele Rückmeldungen, dass die Realität oft nicht mit Ironie und Satire mithalten kann. Gute Beispiele sind selten. Wie steht es mit den Reden, die Sie zum Jahresanfang erleben? Sind sie motivierend oder demotivierend?

Nur Worte und Worte, aus dem Herzen nichts. William Shakespeare

Artikel

Poes Gesetz bzw. Poe’s Law: Risiken von Ironie und Humor

Vorsicht bei Ironie, Sarkasmus und scherzhaften Bemerkungen. Eine Variante des SGI-Gesetzes, Poes Gesetz (Poe’s law), kann weh tun.

Murphys Gesetz, wer war Murphy und was soll das überhaupt?

Murphys Gesetz, wer war Murphy und was soll das überhaupt?

Geht es mit rechten Dingen zu, wenn die Technik typischerweise im ungünstigsten Moment den Geist auf gibt, die Präsentationssoftware vor Ort nur dann nicht kompatibel ist, wenn das eigene Notebook zuhause geblieben ist,…?
Kein System ist wirklich idiotensicher. Was schiefgehen kann, wird schiefgehen. Na und, das ist kein Grund für Pessimismus. Gute Vorbereitung findet die wahrscheinlichsten Risiken und bereitet sich auf deren Eintreffen vor, wo es sich nicht verhindern lässt. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

mehr lesen
Babelfisch

Babelfisch

Babelfisch oder Kommunikationsberater? Schön, wenn die Zielgruppe die Botschaft versteht.

mehr lesen
Auftrittscoaching in Berlin mit 24h-Nothilfe, wenn der Auftritt naht

Auftrittscoaching in Berlin mit 24h-Nothilfe, wenn der Auftritt naht

Der Begriff Auftrittscoaching wird mit unterschiedlicher Bedeutung gebraucht. Meist mit der gleichen Bedeutung wie Redecoach, es muss jedoch nicht unbedingt um den Auftritt als Redner gehen. Es kann sich auch um andere Auftritte, wie denen von Künstlern, handeln.

Häufiger wird der Begriff Auftrittscoaching auch im Zusammenhang mit intensivem Lampenfieber verwendet, so das der Auftrittscoach zusätzlich Erfahrungen mit Ängsten und eine entsprechende Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie benötigt.

mehr lesen
9 Tipps für klare Reden und Präsentationen, denn was nicht hilft, schadet!

9 Tipps für klare Reden und Präsentationen, denn was nicht hilft, schadet!

Wer etwas erarbeitet hat, hängt daran in dem Maße in dem Aufwand darin steckt. Die Bereitschaft sich dann wieder davon zu trennen sinkt zunehmend. Wer schreibt, kennt das meist recht gut. Unerfahrene Redenschreiber machen da keine Ausnahme; Streichen fällt schwer! Doch genau das ist so wesentlich auf dem Weg zur überzeugenden Rede.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2008
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #2348
K: CNB
Ü:

Rhetorik-Check und Körpersprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel

Rhetorik-Check und Körpersprache: Analyse Bundeskanzlerin Angela Merkel

Ausstrahlung, Sprache, Redeaufbau, Mimik, Gestik, Stimme, Strategien,...
Rhetorik-Check: Analyse Bundeskanzlerin Angela Merkel

Rhetorik-Check und Körpersprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel

 

Wie steht es mit Ausstrahlung, Sprache, Redeaufbau, Mimik, Gestik, Stimme, Strategien, … der Bundeskanzlerin Angela Merkel? Was gibt es zu lernen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Wir-schaffen-das!

 

Als Barack Obama „Yes we can!“ rief, lockte das zumindest für eine ganze Weile erstaunlich viele Menschen, auch außerhalb der USA, hinter dem Ofen hervor und verbreitete Aufbruchstimmung. Das merkelsche „Wir-schaffen-das!“ verursacht hingegen zurückhaltendere Reaktionen. Wie steht es um die rhetorischen Qualitäten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel?

 

 

 

 

Rhetorik-Check: Analyse der Bundeskanzlerin Angela Merkel

 

Wer sich auf der Bühne der Öffentlichkeit bewegt und Einfluss hat, darf damit rechnen, dass jede noch so kleine Äußerung analysiert wird. Dass es da nicht nur wohlwollende Bewertungen gibt, liegt in der Natur der Sache. Unterschiedliche Interessen, Freund und Feind, Neider, …

Böse Stimmen verwenden Angela Merkel (Juli 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner geboren) als Beweisstück dafür, dass rhetorisches Handwerk nicht für eine Karriere in der Politik erforderlich ist. Stimmt das oder ist sie nur so clever sich unterschätzen zu lassen? Vielleicht steckt ja eine Strategie dahinter? Schließlich ist es ihr gelungen, am 10. April 2000 zur CDU-Bundesvorsitzenden gewählt zu werden und seit dem 22. November 2005 als Bundeskanzlerin an der politischen Spitze der Bundesrepublik Deutschland zu bleiben, wo andere schon längst wieder von der Bildfläche verschwunden sind. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Rhetorik der Bundeskanzlerin und was sich daraus lernen lässt. Wie überzeugend präsentiert sie sich und ihr Angebot?

 

 

 

Körpersprache

 

Diese Bundesregierung ist die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung.

Angela Merkel am 21. November 2012 im Bundestag

 

Das ist doch mal eine deutliche Ansage, oder? Die Körpersprache der Wissenschaftlerin aus dem protestantischen Theologenhaushalt wirkt hingegen bescheiden und verzichtet auf viele Möglichkeiten, ihre verbalen Aussagen nonverbal zu unterstreichen.

Bei frühen Auftritte von ihr senkte sie selbst ihren Status, machte sich kleiner und zeigte Hinweise auf Unterwürfigkeit in der Körpersprache. Sie schaute ausweichend nach unten, der Kopf war leicht gesenkt und das ganze mit einem Blick der anderen (männlichen) Personen Zugeständnisse machte. Das war damals zu Zeiten von Kohl häufig zu sehen. Doch das ist Geschichte; so etwas habe ich bei ihr so schon lange nicht mehr gesehen, das hat sie abgelegt. Heute ist sie sich ihrer Position viel sicherer.

 

 

1. Mimik und Mikroexpressionen

 

Sie versucht sich zu kontrollieren, doch nicht alles lässt sich unterdrücken. Selbst ihre nur für Sekundenbruchteile im Gesicht aufflackernden Mikroexpressionen lassen sich ganz gut lesen. Ihre Mimik ist allerdings nicht sehr vielfältig, eher monoton und oft negativ. Besonders in der Mundgegend lassen sich häufig Hinweise erkennen. Hinweise für echte Freude (Ducenne-Lächeln) sind selten zu entdecken. Das kann leicht unsympathisch wirken.

 

 

2. Gestik

 

Die Merkel-Raute, mittlerweile nicht mehr so häufig zu sehen, entwickelte sich von der anfänglichen Irritation zum Running Gag und wurde schließlich zu einem Wiedererkennungselement. Selbst Barack Obama (externer Link zu n-tv) kennt sie. Diese Geste solltest du sich allerdings nicht von ihr abschauen. Obwohl das für Frau Merkel funktioniert hat, ist das eher ein negatives Beispiel für Gesten während einer Rede. Schade: Die Hände befinden sich dabei zwar zumindest oberhalb der Hüfte und somit im Einsatzbereich, kleben dann allerdings oft dort. Eine wünschenswerte körpersprachliche Unterstützung der Aussagen unterbleibt so. Nicht gut!

 

Beispiele:

 

 

3. Haltung

 

Auch ihre Körperhaltung bietet Interpretationsspielraum. Ihre Befürworter sehen in ihrer gebückten Haltung einen Hinweis für die schwere Last, die sie zu tragen hat. Andere betrachten sie als fehlende Aufrichtigkeit. Mehr Sicherheit strahlt eine aufrechte Haltung aus.

 

Beispiel:

 

 

 

4. Stimme

 

Ähm: Sie verzichtet auf Pausen und die damit verbundene positive Wirkung. Stattdessen ist sehr oft ein Äh zu hören. Wenn sie Stress hat, beginnt sie zu stottern und verspricht sich. Außerdem kommt sie bei Stress auch leicht außer Atem, was hörbar ist.

Ihre Stimme hätte ein Stimmtraining gut gebrauchen können. Ein möglicher Grund für ihre eigenwillige Betonung könnte die fehlende emotionale Beziehung zum Gesagten sein.

 

Beispiel:

Sprache

 

Angela Merkel spricht oft so, wie manch einer wenig motiviert schreibt. Ob das an ihrem Redenschreiber liegt oder an anderen Gründen, bietet Raum für Spekulationen. Ein aktiverer Sprachstil mit weniger Substantivierungen und ohne Man-Formulierungen wären für das Publikum angenehmer. Auch die schwindelerregend langen und verschlungenen Satzkonstruktionen sorgen dafür, dass es schwerfällt, ihr zu folgen. Das Lustzentrum treffen ihre Worte jedenfalls nicht — ihre Sprache ist nett. Etwas, das in anderen Bereichen selten genügt.

 

Beispiel:

 

 

1. Reaktiver Satzbau

 

Bei ihr dominieren lange Sätze in umständlichen Konstruktionen. Viele ihrer Formulierungen sind reaktiv; Sätze ohne Punkt und Komma, die dann doch nicht konkret werden, sondern viel offen lassen. Nur auf keinen Fall einen Standpunkt beziehen. Etwas, das in den meisten Unternehmen der freien Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in die Chefetage führen würde. Dort dominieren proaktive Formulierungen.

Vorwiegend wirkt ihre Sprache unnatürlich, formal. Emotionale Wirkung entfaltet sie nicht. Sie ist zu sehr darauf konzentriert, nur nicht anzuecken, anstatt zu begeistern. Ihren verschachtelten Sätzen zu folgen, nimmt dem Publikum die Energie. „Sie hat eine Sprache des Einlullens. Und das macht sie sehr gezielt, da ist sie höchst professionell. Sie ist eigentlich eine hoch qualifizierte Technokratin.” meinte Jutta Ditfurth, Publizistin und Mitbegründerin der Grünen. Stimmt das?

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)

 

 

2. Substantivierungen

 

Was bei Angela Merkel auffällt, sind die vielen Substantivierungen, also die Bildung eines Substantivs aus einer anderen Wortart, vor allem aus Verben und Adjektiven.

 

 

3. Passiv statt aktiv

 

Ihre Reden strotzen vor Passivkonstruktionen und Formulierungen, die nicht passiv sind aber dennoch Passivität ausdrücken.

Machen Sie das besser und formulieren Sie lieber weitgehend aktiv. Das Passiv, deutsch „Leidensform“, bieten sich dann an, wenn wir tatsächlich etwas erleiden, wenn wir nichts gegen etwas tun können und das Leiden betonen wollen. So etwas vermittelt Verständnis, beruhigt kurz, liefert aber keine Sicherheit, keine Orientierung. Außerhalb der Politik ist das nicht förderlich für die Karriere.

 

 

4. Wir-Formulierungen

 

Mitunter verwendet sie Wir-Formulierungen, die verbinden sollen, an Stellen, an denen diese von großen Teilen des Publikums so nicht als Gemeinsamkeit empfunden werden. Das Publikum sieht sich dann nicht als Teil des Wir. Das vertieft den Graben zusätzlich. Außerdem vermeidet das ständige Wir, statt dem beherzten Ich einen eigenen Standpunkt einzunehmen. Das führt in die Beliebigkeit.

 

Beispiel:

  • Szenen bei YouTube (externer Link)

 

 

5. Man-Formulierungen

 

Die Man-Formulierungen wirken schwammig. Sie lassen offen, wer für die anstehenden Aufgaben verantwortlich ist. Sie vermeidet dadurch eindeutige Positionen zu vertreten. Eine Absicht könnte die dadurch größere Flexibilität bei späteren Richtungskorrekturen sein.

 

 

6. Allgemeinplätze

 

Sie bleibt durch Allgemeinplätze und Floskeln meist schablonenhaft abstrakt und unangreifbar. Nur niemanden erregen! Dann schon lieber wiederholen, was schon bekannt ist und keine Wellen macht. Das liefert allerdings keine Orientierung und beruhigt nur kurzfristig.

 

 

 

Versprecher

 

Sie redet viel, das bringt ihr Beruf so mit sich. Sie verheddert sich – das passiert. Sie verspricht sich allerdings oft und wie manche glauben ist gerade das offenbarend. Es verrät, was sie tatsächlich denkt. Es folgen ein paar Beispiele:

 

1. Wasch mich, aber mach mich nicht nass

 

Sie behauptet in einer Gesprächsrunde offen für Verbesserungsvorschlägen zu sein, lädt dazu ein sie ihr zu geben und sagt dann; „… denn Deutschland soll so bleiben, wie es ist!“

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)

 

 

2. Antisemitismus ist staatliche Pflicht

 

Anlässlich der Pariser Terroranschläge gab Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Regierungserklärung ab. Dort erlaubte sie sich einen sehr groben Versprecher und erklärte „Antisemitismus ist staatliche Pflicht“. Die Abgeordneten applaudierten ihr kurz darauf jedoch unbeeindruckt. Ist das ein Hinweis auf besondere Loyalität ihr gegenüber oder dafür, dass ihr nicht sehr aufmerksam zugehört wird?

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)

 

 

3. Wunschkoalitionspartner

 

Ein Versprecher der Kanzlerkandidatin Angela Merkel führte im Sommer 2005 zur Belustigung im Bundestag. In ihrer Rede machte sie auch Angaben über den künftigen Koalitionspartner der Union: „Rot-Grün kann unser Land nicht mehr regieren, die PDS darf unser Land nicht regieren, CDU und CSU gemeinsam mit der SPD…“ Das führte zu lautem Gelächter bei der zu diesem Zeitpunkt noch regierenden Koalition von Rot-Grün. Angela Merkel berichtigte daraufhin ihren Fehler und betonte mehrmals, dass der künftige Koalitionspartner ausschließlich die FDP sei.

 

 

4. Schengen oder Dublin

 

Bei einer anderen Gelegenheit scheint es so, als verwechsle sie das Schengen-Abkommen (externer Link zu Wikipedia) mit dem Dublin-Übereinkommen (externer Link zu Wikipedia). Zufall?

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)

 

 

 

Freudsche Versprecher oder…?

 

Ob unbewusst beeinflusst oder vollkommen zufällige Versprecher, wer weiß das zu sagen? Mit entsprechender Vorbereitung lassen sich solche Patzer reduzieren. Ihre Wortverwechslungen wirken auch deshalb unfreiwillig komisch, weil sie dabei, genau wie beim übrigen Text, emotional unbeteiligt wirkt. Das gilt auch für so manches von ihr wohl schlichtweg nicht verstandene Konzept wie brutto und netto. Sie gibt regelmäßig und unumwunden zu, dass für sie vieles Neuland ist, nicht nur das Internet. Viele andere Redner würden bei einem Blackout panisch werden. Sie bleibt, wie sie ist. Es ist für sie wohl oft einfach kein erwähnenswertes Thema; nichts, das aus ihrer Sicht der Aufmerksamkeit wert ist. Denjenigen, denen das wichtig ist, vermittelt sie so jedoch keinen Vertrauen fördernden Eindruck.

 

 

Mehr Beispiele?

 

Hier sind sie (externe Links zu YouTube und Co.):

Schlagfertigkeit

 

Ihre Aussage „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ ist wohl nicht absichtlich so komisch. Doch Sie kann durchaus schlagfertig sein und Humor an den Tag legen. Beispiele gefällig?

 

1. Barack Obama

 

Merkel hatte Barrack Obama 2008 verwehrt, als damaliger Präsidentschaftskandidat bei einem Berlin-Besuch am Brandenburger Tor zu sprechen. Daraufhin folgt lange Zeit kein entsprechender Besuch mehr in Berlin. Am 7. Juni 2011 entgegnete sie auf die Debatte, dass er einen Bogen um Berlin mache; „Ich kann versprechen, das Brandenburger Tor steht noch eine Weile.“

 

 

2. Kanzlerschaft

 

Am 17. September 2012 beantwortete sie die Frage, wie sich eine Große Koalition von einer schwarz-gelben Koalition unterscheidet: „In einer Großen Koalition gibt es immer noch einen Partner, der möchte auch den Kanzler stellen. … Herr Rösler ist gerne Vizekanzler und das kann ich gut verstehen.“

 

 

3. FDP

 

Am 4. Dezember 2012 sagte sie auf dem CDU-Parteitag zu den Turbulenzen in der Koalition mit dem damaligen Koalitionspartner FDP; „Auch mir hat eine Satiresendung schon einmal richtig aus der Seele gesprochen, als es dort hieß: Gott hat die FDP vielleicht nur erschaffen, um uns zu prüfen.“

 

 

4. CSU

 

Am 19. Oktober 2012 sagte sie in Richtung CSU-Parteivorsitzenden Horst Seehofer: „Wir machen es uns nicht zu jeder Sekunde einfach. Das ist so eine Art Test, wer noch wie viel Kraft hat.“

 

 

5. Durchhaltevermögen

 

Im Gespräch mit der Frauenzeitschrift Brigitte antwortete sie am 2. Mai 2013 auf die Frage, ob sie wirklich nur vier Stunden Schlaf brauche; „Nein. Ich habe gewisse kamelartige Fähigkeiten. Ich habe eine gewisse Speicherfähigkeit. Aber dann muss ich mal wieder auftanken.“

 

 

 

Redeaufbau

 

Während manche vermutlich länger vorbereiteten Reden oder Ansprachen eine durchdachte Redestruktur erkennen lassen, ist dies bei spontanen Beiträgen schwer erkennbar oder folgt einem, für sie typischen, unspektakulären Format. Berechenbarer Einstieg, Begrüßung, Themeneinheit, Themeneinheit, Themeneinheit, … , Verabschiedung. Das ist schade, weil sich durch einen strategischen Redeaufbau die Wirkung deutlich steigern lässt; es ist interessante zuzuhören und bringt die Menschen dazu sich für etwas einzusetzen.

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)
    Wenig bewegende Rede mit verhaltenem Applaus beim EPP Congress in Dublin

 

 

 

Ausstrahlung

 

Aufgefordert, sie zu beschreiben, nennen viele ihre Nüchternheit und ihre Reserviertheit  als besonders auffällig. Vor der Flüchtlingskrise war das Bild, das sich die Welt von Angela Merkel macht, eine Mischung aus Bewunderung und Kritik. Ihre Beschreibung hatte große Ähnlichkeit mit dem Bild der Deutschen überhaupt: Effizienz und Bodenständigkeit, gepaart mit unterkühlter Arroganz bei gleichzeitig ungelenken, fast schüchternem Auftreten. Mit der Wirtschaftskrise und Griechenland änderte sich im Ausland die Wahrnehmung von ihr, während ihr Ansehen in Deutschland weitgehend kontinuierlich war. Viele Deutsche betrachteten sie als beständigen Faktor. Seit der Flüchtlingskrise fallen nicht nur im Ausland die Beschreibungen recht unterschiedlich aus. Sie sind oft nicht sehr schmeichelhaft. Aber, das sind ja auch nicht ihre Wähler. Wobei ihr auch innerparteilich nun mitunter Gegenwind entgegenweht.

Nun, das kennt sie ja. Sie sagte am 16. November 2012, nach ihrer Kritik an der Menschenrechtspolitik von Russlands Präsident Wladimir Putin und unter Verweis auf die häufige Kritik an ihr in Deutschland; „Wenn ich da immer gleich eingeschnappt wäre, könnte ich keine drei Tage Bundeskanzlerin sein.“

 

 

1. Selbstkontrolle

 

Zwischenrufe quittiert sie oft nur mit minimalen Regungen. Sie legt viel Selbstdisziplin an den Tag, wenn es darum geht, nicht auf Provokationen zu reagieren. Das und die Bereitschaft des konstruktiven Streitens vermissen allerdings viele Beobachter. Schließlich belebt das die Demokratie. Blutleere Debatten sind die Folge.

„Ja, es ist ein großer Vorteil aus DDR-Zeiten, dass man gelernt hat zu schweigen. Das war eine der Überlebensstrategien“, sagte sie schon einige Zeit vor der Vereidigung zur Kanzlerin zu ihrer Biografin Evelyn Roll.

 

Beispiel:

  • Szene bei YouTube (externer Link)

 

 

2. Emotionen

 

Bei ihren Auftritten wirkt sie bei emotionalen Anforderungen überfordert auf mich. Das scheint ihr unangenehm zu sein. Ich denke da vor allem an die Szene, bei der es eine Diskussionsrunde um die Flüchtlingspolitik gab und ein weinendes Mädchen ihren Auftritt durcheinanderbrachte. Ihr Versuch, mit der Situation umzugehen, wirkte äußerst unbeholfen und aus der Sicht mancher Zuschauer sogar zynisch. Ist sie in dieser Situation ihrer Rolle als Bundeskanzlerin treu und somit authentisch geblieben, weil sie nichts versprochen hat, dass nicht in die Strategie passte?

Gerade emotionale Moment stecken voller Chancen. Wer die Massen bewegen will, nutzt solche Momente.

Beispiel:

 

 

 

Entwicklung

 

Unser Anspruch heißt: Wir wollen Volkspartei bleiben, auch im 21. Jahrhundert. … Wir wollen die große Volkspartei der Mitte sein.

Angela Merkel am Wahlabend des 27. September 2009

 

Die in vielen Augen als so konturlose geltende Kanzlerin gehört zu den wenigen Politikern, die sich ihre Persönlichkeit weitgehend bewahrt haben. Merkel war bereits 35 Jahre alt, als sie in die Politik ging. In diesem Alter ändert sich nicht mehr so leicht die gesamte Persönlichkeit.

Im Laufe der Jahre hat sich die Rhetorik der Bundeskanzlerin trotz offensichtlich ungenutzter Potenziale nur relativ wenig entwickelt. Ihr Auftreten ist hingegen im Laufe der Zeit souveräner geworden.

 

 

 

Gesamteindruck

 

Sie ist sich treu geblieben. Die Bundeskanzlerin verzichtet auf viele klassische Möglichkeiten, um sich und ihr Angebot überzeugend zu präsentieren. Sie vermeidet, was sonst als erstrebenswert gilt; eine Beziehung zum Publikum zu fördern, es zu aktivieren. Sie erklärt, wie die Dinge sind, anstatt für etwas zu werben oder gar zu streiten. So wirken ihre Auftritte unnatürlich und mitunter sogar befremdlich. Wer sein Publikum für sich gewinnen will, findet hier mehr Beispiele dafür, was im üblichen Sinne hinsichtlich wirksamer Rhetorik fehlt.

 

 

 

Fazit

 

Sie ist wahrlich flexibel:

We­der ein ge­ne­rel­les Tem­po­li­mit auf Au­to­bah­nen noch eine Maut für Pkw sind mit der Union zu ma­chen.

Angela Merkel zu Spie­gel on­line am 31. Au­gust 2005

 

Wer kann ihr übelnehmen, wenn sie möglichst der öffentlichen Meinung folgt? Wenn sie merkt, wie tief unsere Angst vor den tödlichen Risiken der Atomkraftwerke verwurzelt ist, dann lässt sie die Reaktoren abschalten. Wenn ihr jemand sagt, wie ungern die Bevölkerung die Bundeswehr in Krisenregionen schickt, dann stimmt sie neuen Einsätzen nicht mehr zu. Wenn sie bemerkt, wie kritisch große Teile der Bevölkerung manches Wirtschaftsgebahren empfindet, dann schreibt sie den Mindestlohn in das Wahlprogramm. So strebt sie an, wie sie es nach der Bundestagswahl ankündigte, die Kanzlerin aller Deutschen zu sein. Und das hat für sie eine Weile recht gut funktioniert und sie zumindest bis zur Flüchtlingskrise oben gehalten.

Auf den ersten Blick ist unverständlich, weshalb sie so viele Möglichkeiten der Rhetorik ungenutzt lässt. Allerdings spricht einiges dafür, dass Angela Merkels Rhetorik durchaus Teil einer Strategie ist, die sich allerdings nur für spezielle Bereiche wie politische Organisationen eignen dürfte. Schließlich dürfen wir ihr den Zugang zu rhetorischen Beratern und Redenschreibern unterstellen.

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

Umfrageergebnis

 

Wie schätzen Sie die rhetorischen Fähigkeiten von Frau Angela Merkel ein?

%

Sehr gut

%

Gut

%

Befriedigend

%

Ausreichend

%

Mangelhaft

%

Ungenügend

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2016, n= 1308)

P.S.

 

Was ist Ihre Meinung dazu? Was ist Ihnen an der Rhetorik und den Auftritten der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefallen?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2016
Überarbeitung: 8. August 2019
Englische Version:
AN: #62116
K: CNB
Ü:

Bundeskanzlerin Angela Merkel im ZDF-Sommerinterview 2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel im ZDF-Sommerinterview 2016

Kurze Analyse des Interviews vom 10. Juli 2016 im ZDF
Bundeskanzlerin Angela Merkel im ZDF-Sommerinterview 2016

Im ZDF-Sommerinterview am 10. Juli 2016 stellte Bettina Schauten der Bundeskanzlerin Angela Merkel Fragen zu Themen wie Brexit, Flüchtlingskrise, Gauck-Nachfolge und Kanzlerkandidatur 2017.

Im ZDF-Hauptstadtstudio geschieht, was in solchen Situationen meist geschieht: Angela Merkel lässt provokante Fragen zu heiklen Themen unbeantwortet und umschifft weitgehend unbeeindruckt schwierige Themen. Und was sagt ihre Körpersprache?

 

 

 

Stichworte

 

So richtig spannend war es aus meiner Sicht nicht. Allerdings ist das selbst für eine erfahrene Journalistin wie Frau Schausten nur selten möglich Spitzenpolitiker aus der Reserve zu locken. Hier folgen ein paar Gedanken und den ausführlicheren Artikel zur Körpersprache und einen Rhetorik-Check finden Sie auf www.karstennoack.de im Blog.

 

 

 

Wo ist die Merkelraute geblieben?

 

Es mag auch an der Sitzhaltung und der Kameraführung gelegen haben; die Merkelraute ist mir nicht aufgefallen. Ich habe mir zwischendurch allerdings auch einen anregenden Kaffee geholt, da ich das Interview ansonsten als etwas unspektakulär empfand.

 

 

 

Brexit

 

Angela Merkel hält den Brexit für unumkehrbar und ihre Körpersprache sagt nichts Widersprüchliches dazu.

 

 

 

Kanzlerkandidatur 2017

 

Auf die Frage, ob sie sich bereits entschieden habe, ob sie 2017 wieder als Kanzlerkandidatin der Union antritt, antwortete sie nicht. Von ihrer Mimik lässt sich keine eindeutige unbewusste Entscheidung ablesen.

 

 

 

Doktorarbeit

 

Als sie mit dem Thema Promotion konfrontiert wird, taucht für einen Sekundenbruchteil eine Veränderung im Gesichtsausdruck auf; die Lippen sind nach außen gezogen und die Augenbrauen hochgezogen. Kurz darauf zeigt sie Anzeichen von Erleichterung.

 

 

 

Gesamteindruck

 

Insgesamt wirkt Angela Merkel recht souverän in diesem Interview. Sie lässt sich nur darauf ein, worauf sie will. Dabei sind kaum Hinweise als Stressreaktionen zu finden, sogar Hinweise für echte Freude sind erkennbar, an denen gleich zahlreiche Muskeln im Gesicht (Ducenne-Lächeln) einschließlich der Augen beteiligt sind. Wenn Sie angestrengt ist, verspricht sie sich etwas und wir hören so manches Äh beispielsweise bei den Arbeitsplatzzahlen. „Schauen Sie…” Auf die meisten Fragen antwortet sie wie üblich, indem sie die Dinge erklärt, so wie sie nun mal (aus ihrer Sicht) sind. Es gelingt ihr sich nicht das Heft aus der Hand nehmen zu lassen.

 

 

 

Sie wollen sich eine eigene Meinung machen?

 

Schauen Sie sich doch in Ruhe das gesamte Sommerinterview an. Der ausführliche Artikel Rhetorik-Check und Körpersprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt Ihnen Hinweise, worauf Sie hinsichtlich Ausstrahlung, Sprache, Redeaufbau, Mimik, Gestik, Stimme, und Strategien achten können. Viel Spaß!

 

 

 

P.S.

 

Und was fällt Ihnen auf? Was hat Sie verbal und insbesondere körpersprachlich überzeugt und was nicht?

Ergänzende Artikel

 

Was wollen Sie sagen? Eindeutige Aussagen statt Wischiwaschi!

Setzen Sie lieber auf eindeutige Aussagen statt Wischiwaschi

Wischiwaschi ist die umgangssprachliche, mesit abwertend benutzte Bezeichnung für wirres Gerede, dessen Sinn dem Zuhörer nicht deutlich wird
Eindeutige Aussagen statt Wischiwaschi

Überblick

 

 

 

 

 

Eindeutige Aussagen statt Wischiwaschi

 

Manche Staatsbesuche sind spannender als andere. Zu lernen gibt es meist etwas. Beispielsweise, wenn Bundespräsident Joachim Gauck China besucht. Als Gast in einem Land, das nicht gerade bekannt ist für die Pflege der demokratischen Kultur. Das erfreut nicht unbedingt so, wie mögliche Geschäfte mit diesem riesigen Land. Entsprechend zwiespältig sind die Zusammentreffen. Oft ähneln sie einem Eiertanz.

Gauck ist bei solchen Gelegenheiten weniger zurückhaltend als viele andere. Er hat sich den Ruf erworben im Umgang mit autoritären Herrschern klare Worte zu finden, angemessen und ohne Wischiwaschi. So etwas ist nicht immer leicht und voller Risiken. Deshalb ziehen es wohl auch viele Menschen vor, sich zurückzuhalten, oft weit mehr, als es angebracht ist. Und das nicht nur in der Politik, sondern auch im privaten und beruflichen Alltag.

In diesem Artikel geht es darum, weshalb Sie ebenfalls klare Worte finden und nutzen sollten. Nur so können Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren. Ich zeige Ihnen gerne wie, auch, wenn Sie nicht der nächste Bundespräsident werden.

 

 

 

Wieso solltest du Ihre Aussagen selbst schwächen?

 

Wir kennen in unserer Sprache viele Weichmacher, die unsere Aussagen zu Wischiwaschi-Botschaften werden lassen. Verzichten Sie auf Formulierungen, die Unsicherheit signalisieren. Schluss mit Formulierungen, die wie unnötige Rechtfertigungen klingen. Wieso solltest du auch freiwillig Ihren eigenen Botschaften die Bedeutung entziehen?

 

 

Beispiele:

 

  • Bestimmt hat jemand eine bessere Idee, aber …
  • Es ist zwar eigentlich unwichtig, aber ich denke …
  • Es klingt ja vielleicht dumm, aber …
  • Ich meine ja bloß …
  • Irgendwie wollte ich schon beim letzten Mal sagen, …
  • Mal ganz ehrlich, ich finde …
  • Wenn es sein muss, …
  • Vermutlich sind hier sowieso alle anderer Meinung, aber ich wollte trotzdem mal sagen …
  • Vielleicht könnte man irgendwann mal …
  • Wahrscheinlich ist meine Idee ja ohnehin nicht durchführbar, aber …
  • Ich versuche mal, ob ich es …

 

 

 

Wollen Sie das?

 

Schluss mit all den Hintertürchen und Wischiwaschi-Aussagen. Weichmacher sind Erfolgsverhinderer. Sie führen zu Missverständnissen, verunsichern Gesprächspartner und signalisieren ein schwaches Selbstbewusstsein. Besser ist eine klare Sprache. Sie hat eine klare Wirkung, auf den Sprechenden und den Zuhörer. Die Sprache, die wir verwenden, hat Konsequenzen. Entwickeln Sie also lieber einen konstruktiven Wortschatz, der wirkt, der aufbaut, Ihnen und anderen Orientierung und Kraft gibt.

 

 

 

Deutlicher Standpunkt und klare Worte

 

Es ist schlimm genug, wenn andere versuchen, einem das Wasser abzugraben. Doch manche Menschen übernehmen das gleich selbst für sich. Das ist auch eine Form der Selbstsabotage, sozusagen selbst ins Knie geschossen und es ist schmerzhaft! Beziehen Sie respektvoll Stellung, ich zeige Ihnen, wie das geht.

P.S.

 

Gibt es doch manchmal Gründe dafür Weichmacher zu verwenden und beobachten Sie so etwas bei anderen Menschen? Wie stehen Sie dazu?

Eindeutige Aussagen statt Wischiwaschi!

Artikel

Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und oft sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 6. Juli 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4334
K:
Ü:

Aggression statt konstruktive Beiträge: Drohbriefe, Angriffe, Hass

Aggression statt konstruktive Beiträge: Bluttriefende E-Mails, tote Ratten und tätliche Angriffe

Die Kunst des Zuhörens und die Symptome empfundener Hilflosigkeit
Welle des Hasses in Deutschland: Bluttriefende E-Mails, tote Ratten und tätliche Angriffe

Gestaltung statt Hass?

 

Die Kunst des Zuhörens und die Symptome der Hilflosigkeit: Beleidigungen, Angriffe von Politikern, bluttriefende E-Mails, tote Ratten und tätliche Angriffe.

Überblick

 

 

 

 

 

Welle des Hasses in Deutschland

 

Was ist das nur für ein Trend? In den Nachrichten ist von zunehmenden Beleidigungen und sogar von Angriffen auf Politiker und andere Personen, die als Symbole wahrgenommen werden, zu lesen. Von mehr oder weniger bluttriefenden E-Mails, toten Ratten vor der Haustür bis hin zu tätlichen Angriffen ist da die Rede. Beispielsweise auf der Website von tagesschau.de (externer Link) wird darüber berichtet.

 

 

 

Wieso, weshalb, warum oder lieber WIE ändern wir das?

 

Die zahlreichen Thesen, weshalb das so ist, richten sich dann auch gleich wieder nach der jeweiligen Parteipolitik. Auch hier wird instrumentalisiert und das ist vermutlich auch eine der Ursachen. Und bevor ich weiter schreibe: Es geht mir bei diesen Gedanken nicht um Richtig-Falsch-Schuld, sondern darum, was fehlt. Jeder schaut ja durch eine eigene Brille, und das filtere ich heraus: Die zunehmende Polarisierung, die Einteilung anders denkender Personen in Extreme hat negative Auswirkungen auf die Gesellschaft. Wer Schwarz-Weiß-Denken fördert, hat daran Anteil daran, dass es sich ausbreitet. Wer Meinungen, die konform mit dem Grundgesetz sind, mit Schimpfwörtern und Beleidigungen abstempelt, erschwert den gesitteten Austausch. Schade, den auf den ist eine lebendige demokratische Gesellschaft angewiesen. Hoch lebe der Mut, sich bei Ungerechtigkeiten verantwortungsvoll einzusetzen. Schluss mit Tabu-Zonen, die künstlich zu solchen gemacht wurden. Nicht jeder Frust mag angemessen sein – Gewalt, ob verbal oder körperlich, ist es jedenfalls nicht. Doch deshalb schon von vornherein das Gespräch zu verweigern, erhöht den Druck unnötig und fördert gegebenenfalls sogar Extreme.

 

 

 

Etwas Kosmetik? Oder lieber zuhören?

 

Etwas Abdeckstift auf die Symptome wird nichts verändern. Das wird schon zu lange praktiziert und erhöht den Juckreiz. Es sind irgendwann zu viele Deckschichten und die Fassade beginnt unschön zu bröckeln. Wer nicht den Eindruck hat, eine angemessene Wahl zu haben, wird zum Protestwähler. Die Enttäuschung in großen Teilen der Bevölkerung ist groß, der Frust sitzt tief.

 

 

Fehlendes Vertrauen

 

Hilfreicher wäre zuallererst ein Blick darauf was das Vertrauen in die Volksvertreter und Co. so derart erschüttert hat, was es daraus zu lernen und was es zu verbessern gibt.

 

 

Einflussgelegenheiten statt Hilflosigkeit

 

Und wie können wir die so schmerzhaft empfundene Hilflosigkeit großer Teile der Bevölkerung mit berechtigter Hoffnung auf Einflussnahme beantworten? Wer gehört wird, wirft weder Steine noch Torten. Zugeben ist das stark vereinfacht und doch glaube ich im Kern, dass Menschen, die eine Chance haben gehört zu werden, sich konstruktiver verhalten. Weshalb sollte jemand zu drastischen Mitteln greifen, wenn es gelingt, Fragen und Angebote deutlicher verbal zu transportieren? Ja, nicht jeder kann sich von Hause aus so ausdrücken, dass es überzeugt. Schade, denn so manches, das zusammengezimmert klingt, verbirgt interessante Gedanken. Daran muss es nicht scheitern. Dafür gibt es geeignete Mittel und Wege - so manch einer ist bereit, die entsprechende Unterstützung zu leisten -, um respektvollen Stimmen Gehör zu verschaffen. Selbst kostenlose Unterstützung hilft auf die Sprünge. Ob das Angebot dann schließlich auch angenommen wird oder nicht, hat dann zumindest nichts damit zu tun, dass nie jemand davon erfahren hat. Selbst dann zeigt es Gestaltungsmöglichkeiten auf und Pfade, deren Verfolgung uns bessere Dienste leistet als Ignoranz und Brandstiftung.

 

 

 

Haben Sie dazu eine Meinung?

 

Welche konstruktiven Schritte jenseits der Parteipolitik können aus Ihrer Sicht die Dinge in eine wünschenswerte Richtung lenken? Was kann jeder Einzelne von uns tun, um diesen Trend umzukehren?

P.S.

 

Was halten Sie von diesem Trend?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:X

Der schöne Schein: Körpersprache in der Politik am Beispiel Hillary Clinton

Der schöne Schein: Körpersprache in der Politik am Beispiel Hillary Clinton

Mit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen. Was sich von anderen Personen lernen lässt.
Hillary Clinton's Körpersprache

Körpersprache in der Politik

 

Überzeugende Körpersprache ist ein mächtiger Verbündeter für alle, die an der Unterstützung durch andere Menschen interessiert sind. Sie hilft Politikern gewählt zu werden. Das ist spätestens seit der ersten Fernsehdebatte, 1960 zwischen Richard Nixon und John F. Kennedy Jr., bekannt. Damals erholte sich Nixon gerade von einer Verletzung und verzichtete noch dazu auf etwas Kosmetik, obwohl er nicht fit aussah. Während des Interviews schwitzte er und sah unsicher aus. Kennedy wirkte hingegen jung, leistungsfähig und souverän. Die überwiegende Anzahl der Fernsehzuschauer war von Kennedy überzeugt, während die Zuhörer vor dem Radio Nixon für überzeugender hielten. Zu sehen bei YouTube™ (externer Link).

Also kein Wunder, dass Körpersprache und sonstige nonverbale Kommunikation gerade in solchen Bereichen möglichst nicht dem Zufall überlassen werden. So gibt es im US-Wahlkampf stets eine Menge über Körpersprache zu lernen.

 

 

 

Hillary Clinton’s Körpersprache

 

In diesem Artikel widme ich mich einigen Beobachtungen zur Körpersprache von Hillary Clinton. Material zur Auswertung steht ja reichlich zur Verfügung.

Im Wahlkampf wirken Hillary Clinton’s Auftritte sehr einstudiert. Da wird möglichst nichts dem Zufall überlassen. Aber irgendetwas fehlt trotzdem — oder gerade deswegen. Sie wirkt dabei nicht authentisch, etwas menschliches fehlt. Da ist keine Leichtigkeit die für Souveränität steht. Ihr Lächeln scheint angestrengt und eingefroren. Es drängt sich der Vergleich mit Bill Clinton auf. Bei ihm wirkt alles etwas lockerer, sympathischer. Er wusste und weiß auch heute noch die Menschen für sich einzunehmen. Wenn er sich am gleichen Ort befindet, strahlt er noch immer etwas mehr aus als Hillary, selbst wenn er nichts sagt. Das dürfte sich auf sie wohl auch zwiespältig auswirken und zu manch einer nonverbalen Reaktion beitragen.

 

 

1. Ekstase

 

Schon in früherer Zeit zeigte sie gerne mit dem Finger in die Menge, so, als würde sie lauter bekannte Gesichter im Publikum erkennen. Auch heute wirkt das bei genauerer Betrachtung zu inszeniert. Auf Fotos mag es gut aussehen und für die Medien ist es wohl auch gedacht.

Auch Mimik und Gestik sind maximal ausgeprägt. Bei ihren Anhängern mag das anders wirken, es gib kulturelle Unterschiede. Für den deutschen Beobachter erinnern besonders die oft extrem weit aufgerissenen Augen und der ebenso weit geöffnete Unterkiefer etwas an die eigenartige Art und Weise der Verkaufspräsentationen auf den Tele-Shopping-Kanälen. Auch Ihr Klatschen wirkt in diesem Sinne etwas eigenartig.

 

 

2. Stimme

 

Hillary Clinton passt ihre Sprechgeschwindigkeit dem Publikum an. Sie spricht langsamer bei Reden im Süden und spricht schneller in New York.

 

 

3. Lächeln

 

Ihr Lächeln erreicht oft nicht die Augen. Auch die bei einem herzlichen Lächeln beteiligten Muskeln um die Lippen herum sind selten aktiv. So entsteht kein Duchenne-Lächeln, das als echtes Lächeln gilt. So ein unvollständiges Lächeln wird eingesetzt, um tatsächliche Emotionen zu maskieren.

 

 

4. Mögliche Hinweise auf Unsicherheit

 

Es ist ihr gut anzusehen, wenn sie sich unwohl fühlt. Sie strahlt dann mehrere Hinweise aus. Ein Beispiel: In einigen verfügbaren Interviewsituationen hebt Hilary Clinton wiederholt für einen kurzen Moment ihre Schultern. Es geschieht unbewusst und ist so kurz, dass es nur bei aufmerksamer Beobachtung vom Publikum bewusst registriert wird. Unbewusst wird es trotzdem aufgenommen. Da sie es an Stellen tut, an denen sie sich nicht wohl zu fühlen scheint, ist dies ein möglicher Hinweis auf Unsicherheit. Die persönliche Verbindung zur aktuellen Botschaft ist dann zu hinterfragen.

Ein anderer oft zu sehender Hinweis auf Unsicherheit ist ihr Lippenlecken. Außerdem versteckt sie manchmal ihre Daumen.

 

 

5. Glaubwürdigkeit

 

Sie sagt; „I’m very comfortable” und zieht dabei die äußeren Augenbrauen hoch. Etwas, dass als Hinweis für Unsicherheit gilt. Sie sagt „I want the American people to see everything.” und schließt die Augen.

Nachdem sie in einer Sendung von Anderson Cooper zu einer Zahlung von Goldman Sachs gefragt wurde, machte sie 2 Schritte nach hinten, während sie antwortet. Zu sehen in der Videoreferenz bei YouTube™ (externer Link). Solche Symbolik schadet der Glaubwürdigkeit der in diesem Fall gegensätzlichen Botschaft.

 

 

6. Sie ist routiniert

 

Sie ist ein Profi; routiniert, zu kontrolliert und genau das wird zu sehr deutlich, da es häufiger im Widerspruch zur Körpersprache steht. Auf jede Frage liefert sie eine Antwort. Sie wirkt durchaus kompetent. Doch Sympathie lässt sich so aufgesetzt nur schwer fördern. Es wirkt so zu berechnend, maskiert. Bei der Wahrnehmung Ihrer Auftritte spielen bei vielen Betrachtern sicher auch ältere Erfahrungen mit ihr eine Rolle. Seit der Lewinsky-Affäre haben viele Menschen den Eindruck sie sei zu berechnend und es fehlen ihr die Emotionen. Sie würde sich einen großen Gefallen tun, an diesem Eindruck zu arbeiten.

 

 

7. Aggressivität

 

Ihre Körpersprache ist eher männlich und aggressiv. Oft wirkt es, als wenn einer ihrer Finger wie der Lauf einer Waffe zielt.

 

 

 

Fazit

 

Etwas mehr Menschlichkeit an den Tag zu legen würde ihrer Ausstrahlung gut tun. Und etwas lockerer würde sie souveräner wirken. Sollte sie die Vorwahlen und schließlich auch die Präsidentschaftswahlen in den USA gewinnen, wird es interessant zu beobachten, ob und wenn ja, wie sich ihre Körpersprache verändert. Ich gehe davon aus, dass es in diesem Fall nach kurzer Zeit einige Unterschiede zu beobachten gibt.

 

 

 

Tipp

 

Beim Betrachten der Körpersprache hilft es bei einem Durchlauf den Ton abzustellen. So lassen sich eigenwillige Hinweise bei Gestik und Mimik leichter erkennen. Um die blitzschnellen Mikrohinweise einzufangen ist HD-Video und häufiges Drücken der Pausentaste erforderlich.

 

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

Reden können die Welt verändern: Wer gehört wird wirft weder Torten noch Steine.

Reden können die Welt verändern: Wer gehört wird, wirft weder Torten noch Steine.

Gedanken zu einem Interview, dass ich dem RTL-Nachtjournal am 2. Juni 2016 gab

Was soll das mit dem Tortenwurf?

Überblick

 

 

 

 

Von Torten, Steine und faulen Eiern

 

9:40 Uhr, kurz bevor ich einen Termin mit dem ersten Klienten habe. RTL möchte mich zu den zunehmenden Farbbeutel-, Stein- und Tortenwürfen befragen. Gleich nach meinen Sitzungen treffe ich mich mit dem RTL-Team. Ich bin neugierig, was mir dazu einfällt. Ganz im Sinne der improRhetorik™ biete ich meine Sichtweise an. Hier folgt sie:

 

 

 

Gewalt statt Rhetorik?

 

Gewalt ist die Waffe des Schwachen.

Mahatma Gandhi

 

Tortenwurf: Für den einen ist es begrüßenswerte Aktionskunst, für den anderen eine nicht akzeptable Form des Terrors. Wurfattacken als Mittel des Ausdrucks? Wobei ja stellvertretend auch gefährlichere Gegenstände geworfen werden.

Arbeitsthese zum Mechanismus: Wenn Menschen sich in die Ecke gedrängt fühlen entlädt sich das leider mitunter in ohnmächtiger Gewalt. Und das in Abstufungen; ob verbale Entgleisung, Ei, Farbbeutel, Torte, Stein oder Schuhe wie 2008 bei George H. W. Bush. Mal geht es mehr um die Verletzung, mal mehr um die Symbolik; Gewalt ist es so oder so, denn es verletzt.

Missgeleitet: Einen Flüchtling wegen einer missbilligten Politik anzugreifen oder jemanden wegen seiner politischen Meinung; es gibt respektvollere Wege sich zu engagieren. Wer hat das Recht, Gewalt gegen Menschen auszuüben? So mancher Ankläger ist nicht besser als der von ihm Beklagte.

Gewalt ist dann das Problem, als dessen Lösung sie sich ausgibt. Isaac Asimov meinte, Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Allerdings gibt es uns Hinweise darauf, was präventiv möglich ist; zuhören! Und das frühzeitig, anstatt Sorgen zu tabuisieren.

 

 

 

Woher kommt das?

 

Wer meint, im Grunde keinen Einfluss nehmen zu können, kommt auf blöde Ideen. Er ist dann auch bereit, selbst grundsätzliche Werte zu verletzen. So jemand meint dann, der Zweck heilige die Mittel und verletzt deshalb dabei bewusst anerkannte Werte. Meint, nur so die sonst ungewürdigte Botschaft hörbar zu machen.

 

 

 

Ist das ein neuer Trend?

 

Solche Aktionen sind nicht neu. Allerdings hat sich die Hemmschwelle in einem breiten Teil der Bevölkerung deutlich gesenkt. Auch bei Menschen, von denen es die wenigsten erwartet haben. Vermutlich haben daran verschiedene Entwicklungen ihren Anteil. Im Internet herrscht durch eine gewisse Anonymität oft ein barscherer Ton. Vielleicht hat das Auswirkung auf die Bereitschaft, sich auch im echten Leben weniger zurückzuhalten. Außerdem ist die Anzahl der Plattformen für die Meinungskundgabe durch das Internet inflationär gestiegen. Jeder kann sich darstellen, kann seine eigene Bühne nutzen. Allerdings hört in der Regel so gut wie niemand zu, denn die Masse ist damit beschäftigt ihre eigene Plattform zu befeuern. Das frustriert! Zahlreiche Politiker haben gerade in der letzten Zeit recht rücksichtslos ihnen unerwünschte Kommentare mit extremen Wertungen gebrandmarkt. Es wurden auch hier Grenzen der fairen Auseinandersetzung überschritten. Das hat viele verärgert, fördert Aggressivität und die Polemisierung breitet sich aus.

 

 

 

Welche geeigneten Reaktionen gibt es auf solche Würfe?

 

Das Problem; führen solche Eskapaden zu Aufmerksamkeit für Angreifer und deren Botschaften, nehmen diese zu. Eine Zwickmühle!

 

 

 

Aber es war doch nur eine Torte

 

So ein Tortenangriff soll einem Menschen gegen dessen Willen, ohne Warnung und ohne Möglichkeit zur Gegenwehr den Mund stopfen, ihn zum Schweigen bringen und dem Gelächter preisgeben. Die Behauptung, eine Torte wäre harmloser als ein Stein, mag zwar hinsichtlich der körperlichen Konsequenzen richtig sein, und doch entstammt der Wurf in solchen Situationen der gleichen fiesen Geisteshaltung. Etwas passt mir nicht, … und bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt … in einer Demokratie eher nicht akzeptabel. Öffentlicher Widerstand mündiger Bürger, weil der Staat nicht dazu in der Lage ist? Wo würde das hinführen? Wer setzt die Maßstäbe?

Übrigens: Auch ein Tortenwurf ist mitunter weniger harmlos, als es den Anschein haben mag. Wer durch einen solchen Angriff daran erinnert wird, dass er leicht angreifbar ist, reagiert darauf mitunter traumatisiert. Daran ändert dann auch das eilends aufgesetzte vermeintlich souveräne Lächeln im Anschluss nichts und tiefe Verletzungen der Seele sind oft die Folge.

 

 

 

Schadenfreude

 

So manches Opfer hat sich im Vorfeld durch provozierende Aussagen zur Zielscheibe gemacht. So ist dann häufiger zu hören, das wäre ihm mit recht geschehen. Solche Häme und Schadenfreude sind aus mehreren Gründen nicht angebracht, denn das ist, auch wenn es sich nicht um kriminelle Elemente handelt und für sie ist ja die Polizei da, stets auch ein Angriff auf die gesamte Meinungsfreiheit. Dagegen sollten sich auch jene Beobachter verwehren, die selbst im besten Fall die Aussagen der Opfer mit einem Kopfschütteln quittieren. Der Zweck heiligt nicht die Mittel!

 

 

 

Was lässt sich verbessern?

 

So ein Tortenwurf ist kein verlängerter Kindergeburtstag. Aggression führt zu weiterer Aggression, Lösungen rücken so in weite Ferne. Wer konstruktiver ans Werk gehen möchte, kann einen wichtigen Beitrag leisten; zuhören! Wobei zuhören nicht gleichbedeutend mit einverstanden sein ist. Zuhören bedeutet; sich mit gegebenenfalls auch nicht so intellektuell formulierten Gedanken auseinanderzusetzen, sich auszutauschen, anstatt darauf zu pochen selbst im Recht zu sein. Schwarz-weiß ist meist Scheiß!

Konstruktive Streitkultur sieht anders aus. Raus aus der Hilflosigkeit. Teil meiner Arbeit; ich helfe Menschen und ihrer Botschaft Gehör zu finden. Nicht immer sind es meine Wunschthemen. Nicht von jedem Angebot bin ich selbst begeistert. Was mich begeistert; wenn sich jemand für sein Anliegen einsetzt. Soweit es meine grundlegenden Werte nicht verletzt, unterstütze ich auch solche Themen. Das ist allenthalben besser, als dass sich der Frust ausbreitet, keinen Einfluss nehmen zu können. Wer wirklich etwas zu sagen hat, kann so dafür sorgen, dass andere Menschen davon erfahren. Und das wirkungsvoll und mit Respekt!

Mit Reden die Welt verändern

 

Menschen, die Farbbeutel, Steine und Torten werfen, haben wohl den Eindruck das sie ohne Gewalt nicht wahrgenommen werden. Es geht auch mit Respekt, indem die Stimme eingesetzt wird. So geht es!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Video

https://youtu.be/vamN4YakeG4

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. August 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Präsentieren mit Mikrofon: 15 Tipps für Redner

Präsentieren mit Mikrofon: 15 Tipps für Redner

Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen, in Reden und Präsentationen
Präsentieren mit Mikrofon

Präsentieren mit Mikrofon

 

15 Tipps für Stimme, Technik und souveräne Auftritte

 

Ein Mikrofon soll deine Stimme verstärken.

Mehr eigentlich nicht.

Und genau das ist im besten Fall seine große Stärke:

Das Publikum hört dich klar und selbstverständlich, während die Technik kaum Aufmerksamkeit bekommt.

Problematisch wird es, wenn das Mikrofon selbst zum Thema wird.

Wenn du ständig daran herumfasst.

Den Abstand veränderst.

Zu laut sprichst.

In die falsche Richtung redest.

Oder während des Auftritts erstmals herausfindest, wie das verwendete System funktioniert.

Deshalb lohnt es sich, den Umgang mit Mikrofonen vor wichtigen Auftritten einmal bewusst zu üben.

 

 

 

Das Mikrofon ist ein Werkzeug

 

Manche Redner fühlen sich mit Mikrofon sofort wohl.

Andere möchten es am liebsten vermeiden.

Beides ist verständlich.

Entscheidend ist weniger, ob du Mikrofone magst.

Entscheidend ist:

Hilft die Verstärkung deinem Publikum, dich gut zu verstehen?

Wenn ja, solltest du das Mikrofon selbstverständlich nutzen können.

Gute Technik unterstützt deine Kommunikation.

Sie ersetzt sie weniger.

 

 

 

Wann ist ein Mikrofon sinnvoll?

 

Ob eine Stimme verstärkt werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Größe des Raums

  • Akustik

  • Anzahl der Zuhörenden

  • Hintergrundgeräusche

  • Dauer des Auftritts

  • Position des Publikums

  • Art der Veranstaltung

  • Aufzeichnung oder Streaming

  • deiner Stimme

Es gibt deshalb weniger eine sinnvolle starre Regel wie:

„Ab 50 Personen braucht man ein Mikrofon.“

Auch ein kleinerer Raum kann schwierige Akustik haben.

Und selbst dort, wo das Publikum dich unmittelbar hören könnte, kann ein Mikrofon für Aufzeichnung, Streaming oder Videokonferenz erforderlich sein.

 

 

 

Verständlichkeit geht vor Lautstärke

 

Ein Mikrofon soll weniger dafür sorgen, dass du möglichst laut klingst.

Es soll dafür sorgen, dass Menschen dich mühelos verstehen können.

Wenn du ohne Verstärkung dauerhaft laut sprechen musst, verändert das häufig:

Stimme.

Tempo.

Atmung.

Spannung.

Und irgendwann auch deine Wirkung.

Mit einem gut eingestellten Mikrofon kannst du wesentlich näher an deiner natürlichen Sprechweise bleiben.

 

 

 

1. Mach einen Soundcheck

 

Vor einem wichtigen Auftritt:

Mikrofon ausprobieren.

Nicht erst auf der Bühne.

Sprich in der Lautstärke, in der du später tatsächlich sprechen möchtest.

Gehe bei einem Funkmikrofon auch an die Stellen, an denen du dich während des Auftritts bewegen möchtest.

Prüfe:

Klang.

Lautstärke.

Bewegungsfreiheit.

Rückkopplungen.

Nebengeräusche.

Und die Verständlichkeit im hinteren Bereich des Raums.

Ein kurzer Soundcheck kann sehr viele Probleme verhindern.

 

 

 

2. Sprich mit dem Tontechniker

 

Wenn ein Tontechniker oder eine Veranstaltungstechnikerin vorhanden ist:

Nutze diese Kompetenz.

Kläre vorab:

Welches Mikrofon bekomme ich?

Wo soll es sitzen?

Wie bewege ich mich damit?

Wer schaltet es ein und aus?

Wie werden Fragen aus dem Publikum verstärkt?

Kann ich einen Monitor hören?

Profis in der Veranstaltungstechnik kennen den Raum und das System häufig wesentlich besser als du.

Gute Zusammenarbeit spart Aufmerksamkeit für das Wesentliche:

deinen Auftritt.

 

 

 

3. Headset-Mikrofon

 

Ein Headset kann für Präsentationen ausgesprochen praktisch sein.

Das Mikrofon bleibt in relativ konstantem Abstand zum Mund.

Beide Hände bleiben frei.

Du kannst dich bewegen.

Und bei guter Positionierung bleibt die Lautstärke stabil.

Deshalb werden Headsets bei professionellen Präsentationen häufig eingesetzt. Shure nennt sie besonders für bewegte Präsentationen und größere Beschallungssysteme als typische Wahl.

Wichtig:
Das Mikrofon sollte weniger direkt vor Mund oder Nase sitzen. Sonst können Atem- und Explosivlaute unnötig stark hörbar werden.

 

 

 

4. Lavalier- oder Ansteckmikrofon

 

Ein Lavaliermikrofon wird an der Kleidung befestigt.

Das hat einen großen Vorteil:

Deine Hände bleiben frei.

Gleichzeitig ist der Abstand zum Mund größer als beim Headset.

Deshalb können Kopfbewegungen, Kleidungsgeräusche und die genaue Platzierung stärker auf den Klang wirken.

Achte darauf, dass Kleidung, Schmuck, Haare oder Hände weniger am Mikrofon reiben.

Vorsicht: Kleidungsbewegungen bei Lavaliermikrofonen störende Geräusche verursachen können.

 

 

 

5. Handmikrofon

 

Ein Handmikrofon ist keineswegs grundsätzlich eine schlechte Wahl.

Es hat sogar Vorteile.

Du kannst den Abstand bewusst verändern.

Du kannst damit Dynamik gestalten.

Und bei guter Handhabung ist eine sehr kontrollierte Tonaufnahme möglich. (Shure)

Der Preis dafür:

Eine Hand ist gebunden.

Und du musst lernen, das Mikrofon konstant zu führen.

Wenn es ständig nach unten wandert oder beim Gestikulieren seitlich wegzeigt, verändert sich die Lautstärke deutlich.

 

 

 

6. Halte das Handmikrofon konstant

 

Der häufigste Fehler beim Handmikrofon:

  • Es bewegt sich ständig.
  • Zum Mund.
  • Weg vom Mund.
  • Nach unten.
  • Zur Seite.

Das Publikum hört dadurch eine Stimme, die plötzlich lauter und leiser wird.

Besser:

Mikrofon stabil halten und in Richtung Mund sprechen.

Wie groß der ideale Abstand ist, hängt vom konkreten Mikrofon und der Beschallung ab.

Deshalb ist der Soundcheck wichtiger als eine starre Zentimeterregel.

 

 

 

7. Pult- und Schwanenhalsmikrofone

 

Ein festes Mikrofon am Rednerpult ist weniger flexibel.

Trotzdem kann es hervorragend funktionieren.

Wichtig ist:

Stelle Höhe und Ausrichtung auf dich ein.

Sprich in Richtung des Mikrofons.

Verlasse den Aufnahmebereich weniger mitten im Satz.

Shure empfiehlt bei Podiumsmikrofonen besonders, Höhe und Winkel anzupassen und vor dem Mikrofon zu bleiben. (Shure)

Das Rednerpult selbst ist dabei weder Freund noch Feind.

Die entscheidende Frage lautet:

Hilft es deinem Auftritt – oder versteckst du dich dahinter?

 

 

 

8. Mikrofone mögen Nähe

 

Je weiter ein Mikrofon von der Stimme entfernt ist, desto stärker werden häufig Raumhall und Umgebungsgeräusche hörbar.

Deshalb ist eine sinnvolle Nähe zur Stimme technisch wichtig.

Shure beschreibt diesen Zusammenhang über die sogenannte kritische Distanz: Jenseits davon wird Sprache zunehmend hallig und schwerer verständlich.

Für dich als Redner bedeutet das vor allem:

Verlasse dich auf die vorgesehene Positionierung und verändere sie weniger ständig.

 

 

 

9. Sprich weniger „gegen“ das Mikrofon an

 

Manche Menschen bekommen ein Mikrofon und sprechen plötzlich besonders laut.

Das ist meistens unnötig.

Die Verstärkung übernimmt die Technik.

Sprich mit einer tragfähigen, natürlichen Stimme.

Das klingt häufig besser und schont deine Stimme.

 

 

 

10. Berühre das Mikrofon weniger

 

Finger.

Ringe.

Armbänder.

Kleidung.

Sie alle können Geräusche erzeugen.

Besonders bei Lavalier- und Handmikrofonen kann das deutlich hörbar werden.

Deshalb:

Mikrofon möglichst als Technik behandeln, weniger als Beschäftigung für nervöse Hände.

 

 

 

11. Klopfe weniger auf das Mikrofon

 

„Ist das Ding an?“

Klopf.

Klopf.

Klopf.

Das ist ein Klassiker.

Und für Lautsprecher, Publikum und Technikteam wenig erfreulich.

Die Funktionsprüfung gehört in den Soundcheck.

Wenn du auf die Bühne kommst, darfst du davon ausgehen:

Die Technik ist vorbereitet.

 

 

 

12. Denke an das offene Mikrofon

 

Ein eingeschaltetes Mikrofon kennt weniger den Unterschied zwischen:

öffentlicher Aussage

und

vermeintlich privater Bemerkung.

Deshalb gilt bei Veranstaltungen:

Behandle ein Mikrofon so lange als aktiv, bis du sicher weißt, dass es ausgeschaltet ist.

Die Geschichte der Medien ist reich an unfreiwillig übertragenen Bemerkungen.

Du brauchst weniger eine eigene hinzuzufügen.

 

 

 

13. Fragen aus dem Publikum brauchen ebenfalls Ton

 

Ein häufiger Fehler bei größeren Veranstaltungen:

Der Redner ist hervorragend verstärkt.

Dann stellt jemand aus der dritten Reihe eine Frage.

Die Hälfte des Publikums versteht sie kaum.

Wenn möglich, sollte es deshalb ein separates Publikumsmikrofon geben.

Falls das weniger möglich ist:

Wiederhole die Frage kurz und möglichst präzise über dein eigenes Mikrofon.

So wissen alle, worauf du antwortest.

 

 

 

14. Schau zum Publikum

 

Ein Mikrofon zieht überraschend viel Aufmerksamkeit auf sich.

Gerade bei ungeübten Rednern entsteht manchmal der Eindruck, sie sprächen zum Mikrofon.

Dein Gesprächspartner bleibt jedoch das Publikum.

Blickkontakt.

Gestik.

Körpersprache.

Präsenz.

Sie dürfen erhalten bleiben.

Das Mikrofon ist die technische Verbindung. Der Kontakt entsteht zwischen Menschen.

 

 

 

15. Übe mit unterschiedlichen Mikrofonen

 

Wer regelmäßig präsentiert, sollte zumindest einmal Erfahrung sammeln mit:

Headset.

Lavalier.

Handmikrofon.

Pultmikrofon.

Dann fühlt sich ein anderes System weniger wie eine Überraschung an.

Professionelle Präsentationskompetenz bedeutet auch:

Mit der vorhandenen Technik souverän umgehen können.

 

 

 

Headset, Lavalier oder Handmikrofon – was ist besser?

 

Darauf gibt es weniger eine allgemeingültige Antwort.

 

Headset

Besonders praktisch bei:

  • viel Bewegung,
  • freier Gestik,
  • längeren Präsentationen,
  • großen Bühnen.

 

Lavalier

Gut bei:

  • ruhigeren Präsentationen,
  • Interviews,
  • Kameraaufzeichnungen,
  • Situationen mit wenig sichtbarer Technik.

 

Handmikrofon

Gut, wenn:

  • du die Handhabung gewohnt bist,
  • viel Kontrolle über die Stimme möchtest,
  • das Format ohnehin darauf ausgelegt ist,
  • oder andere Systeme weniger zur Verfügung stehen.

 

Pultmikrofon

Gut für:

  • formelle Reden,
  • feste Positionen,
  • Podien,
  • bestimmte Konferenzformate.

Die beste Wahl ist diejenige, die für Raum, Technik, Auftritt und Person zuverlässig funktioniert.

 

 

 

Richtcharakteristik: Niere oder Kugel?

 

Mikrofone unterscheiden sich darin, aus welchen Richtungen sie Schall besonders stark aufnehmen.

Ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik nimmt Schall relativ gleichmäßig aus verschiedenen Richtungen auf.

Ein Nierenmikrofon bevorzugt stärker den Bereich vor dem Mikrofon.

Das beeinflusst:

  • Positionierung.
  • Bewegungsfreiheit.
  • Umgebungsgeräusche.
  • und mögliche Rückkopplungen.

Als Redner musst du daraus weniger ein Toningenieurstudium machen.

Hilfreich ist lediglich:

Wisse, welcher Mikrofontyp eingesetzt wird und wie du dich damit bewegen kannst.

 

 

 

Mikrofon und Stimme

 

Ein Mikrofon macht eine Stimme lauter.

Es macht sie weniger automatisch besser.

Eine gute Sprechweise bleibt wichtig:

  • Atmung.
  • Artikulation.
  • Tempo.
  • Pausen.
  • Betonung.
  • Stimmvariation.

Gerade mit Verstärkung werden sprachliche Gewohnheiten oft deutlicher hörbar.

→ Sprechcoaching 1:1

 

 

 

Mikrofon und Körpersprache

 

Besonders beim Handmikrofon verändert sich deine Gestik.

Eine Hand steht weniger vollständig zur Verfügung.

Das muss weniger problematisch sein.

Entscheidend ist, dass deine Körpersprache weiterhin natürlich bleibt.

Vermeide vor allem, das Mikrofon beim Gestikulieren mitzuschwenken.

Das erzeugt gleichzeitig akustische und visuelle Unruhe.

 

 

 

Wenn etwas schiefläuft

 

Das Mikrofon fällt aus.

Die Batterie ist leer.

Es entsteht Rückkopplung.

Ein Kabel macht Probleme.

Was jetzt?

Erster Schritt:

Ruhe behalten.

Technikprobleme sind weniger automatisch dein Versagen als Redner.

Gib dem Technikteam Gelegenheit, das Problem zu lösen.

Und konzentriere dich weiterhin auf dein Publikum.

Souveränität zeigt sich auch darin, wie du mit einem unerwarteten Moment umgehst.

 

 

 

Eigene Mikrofone mitbringen?

 

Wer sehr regelmäßig auftritt, kann über eigenes Equipment nachdenken.

Das hat einen Vorteil:

Du kennst es.

Gleichzeitig muss es zur Technik des Veranstaltungsortes passen.

Gerade bei Funktechnik gibt es technische und regulatorische Rahmenbedingungen, die das Veranstaltungsteam kennen sollte.

Deshalb:

Eigene Technik immer vorher mit dem Veranstalter beziehungsweise der Veranstaltungstechnik abstimmen.

 

 

 

Bei wichtigen Auftritten vorher proben

 

Wenn eine Präsentation besondere Bedeutung hat, sollte der Umgang mit dem Mikrofon weniger erst unmittelbar vor dem Auftritt beginnen.

Im Probelauf kannst du gleichzeitig prüfen:

  • Stimme.
  • Bewegung.
  • Gestik.
  • Folien.
  • Raum.
  • Mikrofon.
  • Fragerunde.
  • Und deine gesamte Wirkung.

Das macht aus Technik einen selbstverständlichen Teil des Auftritts.

 

 

 

Unterstützung bei einer wichtigen Präsentation

 

Wenn ein wichtiger Vortrag, eine Rede oder eine Präsentation bevorsteht, können wir den tatsächlichen Auftritt realitätsnah vorbereiten.

Dabei betrachten wir bei Bedarf auch:

  • Mikrofon.
  • Stimme.
  • Raumnutzung.
  • Körpersprache.
  • Folien.
  • kritische Fragen.
  • und den Probelauf.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Für Auftritte mit besonders hoher beruflicher oder wirtschaftlicher Tragweite:

→ Executive Präsentationsvorbereitung

Wenn Stimme und Sprechweise im Mittelpunkt stehen:

→ Sprechcoaching 1:1

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Ein Mikrofon soll weniger zeigen, dass Technik im Einsatz ist.

Es soll dafür sorgen, dass Menschen dich gut verstehen.

Wenn du mit dem Mikrofon vertraut bist, kannst du deine Aufmerksamkeit wieder dorthin richten, wo sie hingehört:

zu deiner Botschaft und deinem Publikum.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was für Mikrofone gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Mikrofonen, die für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Einige der häufigsten Arten von Mikrofonen sind:

  1. Dynamische Mikrofone
    Dynamische Mikrofone werden häufig für die Verwendung bei Live-Veranstaltungen wie Konzerte oder Reden verwendet. Sie sind robust und können hohe Schalldruckpegel aushalten.

  2. Kondensatormikrofone
    Kondensatormikrofone haben in der Regel eine bessere Klangqualität als Dynamikmikrofone und werden häufig für Aufnahmen in Studios verwendet. Sie sind jedoch empfindlicher und erfordern in der Regel eine externe Stromversorgung.

  3. Richtmikrofone
    Richtmikrofone sind dafür konzipiert, Schall von einer bestimmten Richtung aufzunehmen und andere Geräusche zu ignorieren. Sie werden häufig für Interviews oder Aufnahmen in lauten Umgebungen verwendet.

  4. Lavaliermikrofone
    Lavaliermikrofone sind kleine, tragbare Mikrofone, die häufig an der Kleidung befestigt werden und für Aufnahmen in Bewegung verwendet werden. Sie werden oft bei Fernsehinterviews oder für den Einsatz in Dokumentationen verwendet.

  5. Stereomikrofone
    Stereomikrofone werden verwendet, um Schall von mehreren Richtungen aufzunehmen und eine dreidimensionale Klangwiedergabe zu ermöglichen. Sie werden häufig für Aufnahmen in Naturumgebungen oder für die Aufnahme von Musik verwendet.

  6. USB-Mikrofone
    USB-Mikrofone sind Mikrofone, die direkt über eine USB-Schnittstelle mit einem Computer verbunden werden können. Sie sind bequem zu verwenden und eignen sich gut für Aufnahmen in Heimstudios oder für Podcasts.

 

 

Headset-Mikrofon: Headset-Mikrofone sind Mikrofone, die Teil eines Headsets sind und die über Ohr- oder Kopfbügel getragen werden. Sie werden häufig für Telefonate oder für den Einsatz in Callcentern verwendet.

Welches Mikrofon eignet sich am besten für Präsentationen?

Das hängt von Raum, Beschallung, Bewegungsbedarf und Format ab. Headsets bieten viel Bewegungsfreiheit, Lavaliermikrofone sind unauffällig und Handmikrofone ermöglichen besonders direkte Kontrolle.

Wie weit sollte ein Handmikrofon vom Mund entfernt sein?

Der passende Abstand hängt vom Mikrofon, der Richtcharakteristik und der Beschallung ab. Entscheidend ist ein möglichst konstanter Abstand, der beim Soundcheck festgelegt wird.

Weshalb sollten sich Redner und Rednerinnen mit dem Mikrofon vertraut machen?

Es gibt mehrere Gründe, warum sich Redner und Rednerinnen mit dem Mikrofon vertraut machen sollten:

  1. Verständlichkeit
    Wenn Redner und Rednerinnen das Mikrofon richtig verwenden, können sie sicherstellen, dass ihre Stimme gut verständlich ist und dass ihre Botschaft deutlich rüberkommt.

  2. Klangqualität
    Die Verwendung eines geeigneten Mikrofons und die richtige Handhabung können dazu beitragen, dass die Klangqualität der Rede verbessert wird und dass sie professioneller wirkt.

  3. Sicherheit
    Das richtige Mikrofon und die richtige Verwendung können dazu beitragen, dass die Rede sicher abläuft und dass es nicht zu technischen Problemen oder Unfällen kommt.

  4. Vertrauen
    Wenn Redner und Rednerinnen das Mikrofon sicher und professionell handhaben, können sie das Vertrauen der Zuhörer gewinnen und ihre Glaubwürdigkeit stärken.

  5. Gestik
    Damit die Gestik die Botschaft unterstützt ist der vertraute Umgang mit dem Mikrofon grundlegend.

 

Insgesamt ist es wichtig, dass Redner und Rednerinnen sich mit dem Mikrofon vertraut machen, um sicherzustellen, dass ihre Rede erfolgreich und professionell ist und dass ihre Botschaft deutlich rüberkommt.

 

Sollte ich mit Mikrofon leiser sprechen?

Du darfst näher an deiner natürlichen Sprechlautstärke bleiben. Die Lautstärke für den Raum übernimmt die Beschallungsanlage.

Was ist besser: Lavalier oder Headset?

Ein Headset hält den Abstand zum Mund besonders konstant. Ein Lavalier ist häufig optisch zurückhaltender. Welches besser passt, hängt vom Auftritt und der vorhandenen Technik ab.

Sollte ich ein eigenes Mikrofon mitbringen?

Bei regelmäßigen Auftritten kann das sinnvoll sein. Die Kompatibilität mit der vorhandenen Beschallungsanlage und Funktechnik sollte vorab geklärt werden.

Was tun, wenn das Mikrofon während der Rede ausfällt?

Bleib ruhig, gib der Veranstaltungstechnik Gelegenheit zur Lösung und halte den Kontakt zum Publikum. Ein guter technischer Ablauf enthält idealerweise ohnehin eine Ersatzlösung.

Welche Entfernung zum Mikrofon ist für Redende am besten?

Es kommt wie so oft darauf an … Als Orientierung für Redende ist am besten, wenn Sie etwa 20-30 cm von Ihrem Mikrofon entfernt sind, wenn Sie sprechen. Diese Entfernung ist optimal, um eine gute Klangqualität zu erzielen, ohne dass das Mikrofon zu viel Hintergrundgeräusche aufnimmt oder Ihre Stimme zu leise wird. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jedes Mikrofon unterschiedlich ist und Sie möglicherweise die optimale Entfernung anpassen müssen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

P.S.

 

Worauf achtest du im Umgang mit Mikrofonen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2009
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Ü:X

9 Tipps zur Verwendung von Telepromptern

9 Tipps zur Verwendung von Telepromptern

Medienkompetenz, die überzeugt

Stellungnahmen mit Teleprompter

Überzeugender Einsatz von Telepromptern

 

Teleprompters haben so ihre Eigenarten, ihre Vor- und Nachteile. Erst bei fundierter Vorbereitung ist der Einsatz eines Teleprompters empfehlenswert. In diesem Artikel erwarten Sie Tricks und Tipps zur Verwendung eines Teleprompters.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Stellungnahmen mit Teleprompter

 

Vor wenigen Tagen gab der Vorstand eines großen Fahrzeugherstellers ein Statement vor laufender Kamera. Viele Menschen waren neugierig darauf, welche Antwort er auf eine Krise geben wird. Dann war es soweit, Kamera und Teleprompter waren bereit. Nur der Vorstand war es nicht. Es war sicher gut gemein, doch schlecht gemacht!
Jetzt hat ein anderer seinen begehrten Posten. Wobei auf einem anderen Blatt steht, ob eine glaubhaftere Stellungnahme in diesem heiklen Fall geholfen hätte. Geschadet hätte sie sicher nicht!

Wie glaubhaft sind Stellungnahmen, bei denen deutlich ersichtlich ist, dass der Text unbeteiligt abgelesen wird, wie in diesem Fall? Und weshalb machen Menschen das überhaupt?

Die Verwendung eines Teleprompters soll ungeübten Sprechern bzw. in heiklen Fällen auch anderen Sicherheit vermitteln. Doch leider fehlen ohne Übung wesentliche Voraussetzungen für die professionelle Verwendung eines Teleprompters. Und dann wirkt der Auftritt nicht authentisch. Besonders die bei ungünstiger Verwendung leicht hin und her zuckenden Augen sowie die unnatürliche Betonung hinterlassen kaum den gewünschten Eindruck.

Wenn schon, dann bitte professionell! Bei richtiger Verwendung kann so ein Teleprompter durchaus ein gutes Hilfsmittel sein. Dann, und nur dann!

 

 

 

9 Tipps für die Verwendung eines Teleprompters

 

 

1. Klärung: Teleprompter ja oder nein?

 

Nur ein Mythos: Der Einsatz von Telepromptern reduziert die Vorbereitungszeit. Für ungeübte Nutzer stimmt genau das Gegenteil; es erfordert mehr Vorbereitung, um zu überzeugen. Was bei versierten Moderatoren, Nachrichtensprechern und Politikern so einfach aussieht, basiert auf jahrelanger Übung. 


Wer entscheiden will, ob es wirklich eine gute Idee ist einen Teleprompter zu verwenden, sollte sich erst einmal mit dessen Eigenarten, Vor- und Nachteilen beschäftigen.

Je nach Verwendung läuft bei einem Teleprompter der ganze Text durch oder er liefert Stichworte. Manche Redner lassen sich auch ihre Präsentationsfolien anzeigen. Wer gut in der freien Rede ist, hat so einen roten Faden. Diese Option ist für diejenigen, die im Thema zuhause und geübt sind, meist die überzeugendste. Im Vergleich dazu braucht es bei der Verwendung von Fließtext eine Menge Übung, damit es nicht monoton und unbeteiligt klingt.

Steif ist leicht: Der Aufwand einen Text so auszuarbeiten, dass er wie gesprochene Sprache klingt, ist höher und nicht jeder beherrscht das gleichermaßen. Herauszufinden, ob der Fluss stimmt, in welcher Geschwindigkeit der Text durchlaufen werden soll, ob die Schriftgröße passt und ob genügend Raum zwischen den Absätzen eingebaut sind braucht Zeit. Und wer die nicht zur Verfügung hat oder zu nutzen weiß, schadet sich leicht.

 

 

 

2. Wissen, wovon Sie reden

 

In der Praxis relativ unwahrscheinlich und in Komödien aus Hollywood lustiger; der Text wird ohne Wissen des Ablesenden geändert und der ist so beschäftigt, dass er es selbst zu spät merkt. Reine Fiktion? Tatsächlich würden das viele wirklich nicht bemerken und so klingt es dann auch wenig authentisch.

Leider machen viele Nutzer von Telepromptern den Fehler, alles an die Technik abzugeben. Doch gerade weil hier die Gefahr so groß ist den Kontakt zum Inhalt zu verlieren, ist eine besonders tiefe Beziehung zum Thema erforderlich. Das Publikum merkt sehr schnell an der Stimme, wenn ein Text herzlos abgelesen wird. Das klingt dann so ähnlich, wie vor vielen Jahre die Computerstimme oder sogar noch schlimmer. Siri hat dagegen dann schon fast Profisprecherqualitäten.

 

 

 

3. Die Kamera wie einen lebendigen Gesprächspartner behandeln

 

Wenn das Thema es hergibt, darf ruhig etwas mit der Kamera geflirtet werden! Wenn Sie die Kamera nicht als ein lebloses Stück Technik betrachten, sondern bei deren Ansprache einen möglichst konkreten Menschen vor Augen haben, werden Sie lebendiger, echter, glaubhafter. Zwar sind die kleinsten Augenbewegungen beim Ablesen noch sichtbar, fallen aber bei einer lebhaften Mimik weniger auf. Etwas Halluzinationskompetenz hilft, der Kamera so in Ihre Linse zu schauen, wie einem Menschen, der vor Ihnen stehen würde.

Augenkontakt: Es gilt, was auch in einem persönlichen Gespräch gilt; wer den Augenkontakt vermeidet, wirkt unehrlich, wer starrt verschreckt wie Klaus Kinski.

 

 

 

4. Texten für den Teleprompter

 

Erzählen Sie der Kamera, was Sie vermitteln wollen. Für gute Redner gilt; erst denken, fühlen und dann aussprechen! Es braucht die Verzahnung von Denken und Sprechen. Unmittelbarkeit nennen das manche. Und wo bleibt die bei der Verwendung eines Teleprompters?

Sie geht verloren, wenn auswendig gelernte Texte stocksteif reproduziert oder abgelesen werden. Das klingt deshalb meistens unbeteiligt und unecht. Ein ausformulierter Promptertext ist eher ein optimiertes Transkript als ein Fachbuchgesetzestextfolterinstrument. Leiernde Stimmen, Sätze wie von Bürokraten formuliert: Wer will so etwas hören? Also bitte keine umständlichen Formulierungen, sondern gut betonte gesprochene Sprache, mit eher kurzen Sätzen.

Kurze proaktive Sätze sind einfacher zu handhaben. Lange Sätze lassen sich nur mit Übung verinnerlichen. Sie klingen deswegen oft zerstückelt, weil der Sprecher auf dem schmalen Laufband des Teleprompters nur einen kurzen Teil des Satzes aufnimmt. Wie soll auch jemand Sätze richtig betonen, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Erst die richtige Betonung macht einen gesprochenen Satz verständlich.

 

 

 

5. Sprechtempo

 

Ein gutes Sprechtempo ermöglicht es Zuhörern zu folgen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Der Teleprompter verführt jedoch dazu, mehr und schneller zu reden, als menschliche Ohren und die Auswertungsmechanismen des Gehirns vertragen. Kurze Sätze, Übung, Betonungszeichen und die geeignete Formatierung für den Prompterbildschirm helfen, dies zu verbessern.

 

 

 

6. Technische Tipps

 

Kleinere Bildschirme oder mehr Abstand sorgen dafür, dass sich die Augen beim Ablesen nicht so weit von links nach rechts bewegen müssen. Soweit das Auge es mitmacht sollte das beim Aufbau berücksichtigt werden.

 

 

 

7. Nur unfehlbare Technik einsetzen

 

Im Ernst; was schiefgehen kann, geht irgendwann schief. Murphy meldet sich im ungünstigsten Moment. So manche Panne schon hat Sprecher aus dem Konzept gebracht. Einige meistern sie und andere geben sich der Panik hin und flüchten. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch der souveräne Umgang mit unvorhersehbaren und vorhersehbaren Störungen. Nicht nur Michael Bay kann davon ein Lied singen. Ihn brachte der Ausfall eines Teleprompters derart aus dem Konzept, dass er von der Bühne flüchtete.

 

 

 

8.Teleprompter selber bauen

 

Im Internet finden Sie Anleitungen für den Bau eines Teleprompters. Vor Jahren habe ich selbst ein ansehnliches Exemplar nach meinen Plänen und Wünschen aus Holz bauen lassen. Es hat sehr gut funktioniert. Allerdings ist die Wahl des Spion-Spiegels wesentlich. Übliche Spion-Spiegel haben keine ausreichende Lichtdurchlässigkeit. Hochwertiges, leicht verspiegeltes Glas ist empfehlenswerter.

 

 

 

9. Üben, üben, üben

 

Wie so oft gilt, es zu üben bis sich Vertrautheit einstellt. So ein Teleprompter hat es durchaus in sich.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Teleprompter?

Ein Teleprompter (auch Autocue genannt) ist ein Gerät, das bei Reden und Präsentationen verwendet wird, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text anzuzeigen, ohne dass dieser oder diese ein Skript oder Manuskript in der Hand halten muss. Der Text wird in der Regel auf einem Bildschirm angezeigt, der sich vor den Augen des Sprechers befindet und der sich entsprechend der Geschwindigkeit der Rede bewegt.

Der Teleprompter ermöglicht es dem Sprecher oder der Sprecherin, den Text auf eine natürliche Weise vorzutragen, ohne dass er oder sie dabei auf das Skript oder Manuskript schauen muss. Dadurch wirkt die Rede oder Präsentation weniger einstudiert und authentischer.

Der Teleprompter wird häufig bei politischen Reden, Nachrichtensendungen oder TV-Shows eingesetzt, um die Rede sicherer und flüssiger zu gestalten. Er kann aber auch in anderen Kontexten, zum Beispiel bei Firmenpräsentationen oder bei Hochzeiten, verwendet werden.

Wie werden Teleprompter verwendet?

Teleprompter werden verwendet, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text einer Rede oder Präsentation anzuzeigen, ohne dass dieser oder diese ein Skript oder Manuskript in der Hand halten muss. Der Text wird in der Regel auf einem Bildschirm angezeigt, der sich vor den Augen des Sprechers befindet und der sich entsprechend der Geschwindigkeit der Rede bewegt.

Um einen Teleprompter zu verwenden, wird der Text der Rede oder Präsentation in der Regel vorher in das System eingepflegt und der Sprecher oder die Sprecherin liest den Text von dem Bildschirm ab, während er oder sie spricht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter bedienen kann, zum Beispiel durch das Drücken von Tasten oder durch das Bewegen des Kopfes.

Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Blickkontakt mit dem Publikum aufrechterhält und nicht zu sehr auf den Teleprompter schaut. Der Teleprompter sollte als Unterstützung und nicht als Ersatz für das eigene Gedächtnis oder die eigene Vorbereitung verwendet werden.

Es gibt auch spezielle Teleprompter-Apps, die auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets verwendet werden können. Diese Apps können zum Beispiel bei Videopräsentationen oder Online-Meetings eingesetzt werden, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text anzuzeigen, ohne dass ein separates Gerät benötigt wird.

Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter im Vorfeld gut einübt und sich an die richtige Bedienung des Systems gewöhnt, um eine möglichst flüssige und natürliche Rede oder Präsentation zu gewährleisten.

Wer bedient den Teleprompter?

In der Regel wird der Teleprompter von einer Person bedient, die dem Sprecher oder der Sprecherin bei der Rede oder Präsentation assistiert. Diese Person kann zum Beispiel ein Redenschreiber, ein Redecoach oder ein Techniker sein.

Die Person, die den Teleprompter bedient, ist in der Regel für das Einpflegen des Textes in das System und das Einstellen der Geschwindigkeit und anderer Einstellungen verantwortlich. Sie kann auch dafür sorgen, dass der Teleprompter reibungslos funktioniert und bei eventuellen Problemen schnell reagieren.

In manchen Fällen kann der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter auch selbst bedienen, indem er oder sie bestimmte Tasten drückt oder das Kopf bewegt, um den Text anzuzeigen. Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter im Vorfeld gut einübt und sich an die richtige Bedienung des Systems gewöhnt, um eine möglichst flüssige und natürliche Rede oder Präsentation zu gewährleisten.

P.S.

 

Wie routiniert sind Sie im Umgang mit Telepromptern und wann setzen sie solche Technik wie ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. September 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #85923
K: CNB
Ü: