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Kunstgriff 3 der Eristische Dialektik basiert darauf gegnerische Behauptungen zu verallgemeinern. So wird er eingesetzt und so schützen Sie sich.
Die Behauptung welche beziehungsweise, κατα τι, relative aufgestellt ist, nehmen, als sei sie allgemein, simpliciter, ἁπλως, absolute aufgestellt, oder wenigstens sie in einer ganz andern Beziehung auffassen, und dann sie in diesem Sinn widerlegen. Des Aristoteles Beispiel ist: der Mohr ist schwarz, hinsichtlich der Zähne aber weiß; also ist er schwarz und nicht schwarz zugleich. – Das ist ein ersonnenes Beispiel, das Niemand im Ernst täuschen wird: nehmen wir dagegen eines aus der wirklichen Erfahrung.
Exempel 1. In einem Gespräch über Philosophie gab ich zu, daß mein System die Quietisten in Schutz nehme und lobe. – Bald darauf kam die Rede auf Hegel, und ich behauptete er habe großenteils Unsinn geschrieben oder wenigstens wären viele Stellen seiner Schriften solche, wo der Autor die Worte setzt, und der Leser den Sinn setzen soll. – Der Gegner unternahm nicht dies ad rem zu widerlegen, sondern begnügte sich, das argumentum ad hominem aufzustellen «ich hätte so eben die Quietisten gelobt, und diese hätten ebenfalls viel Unsinn geschrieben». Ich gab dies zu, berichtigte ihn aber darin, daß ich die Quietisten nicht lobe als Philosophen und Schriftsteller, also nicht wegen ihrer theoretischen Leistungen, sondern nur als Menschen, wegen ihres Tuns, bloß in praktischer Hinsicht: bei Hegel aber sei die Rede von theoretischen Leistungen. – So war der Angriff pariert.
Die ersten drei Kunstgriffe sind verwandt: sie haben dies gemein, daß der Gegner eigentlich von etwas anderm redet als aufgestellt worden; man beginge also eine ignoratio elenchi [Übersetzung: Unkenntnis des Gegenbeweises], wenn man sich dadurch abfertigen ließe. – Denn in allen aufgestellten Beispielen ist was der Gegner sagt, wahr: es steht aber nicht in wirklichem Widerspruch mit der These, sondern nur in scheinbarem; also negiert der von ihm Angegriffene die Konsequenz seines Schlusses: nämlich den Schluß von der Wahrheit seines Satzes auf die Falschheit des unsrigen. Es ist also direkte Widerlegung seiner Widerlegung per negationem consequentiae. Wahre Prämissen nicht zugeben, weil man die Konsequenz vorhersieht. Dagegen also folgende zwei Mittel, Regel 4 und 5.
Die spezifisch und relativ gemeinte Aussage des Gegenspielers wird verallgemeinert. Die wird so behandelt, als wäre sie absolut aufgestellt worden oder sie wird zumindest in eine andere Richtung interpretiert, als sie beabsichtigt wurde. Diese Interpretation wird dann widerlegt.
So wird es gemacht:
1. Finden einer geeigneten Aussage eines Gegenspielers, die relativ gemeint wurde und durch absolute Betrachtung missdeutet werden kann
2. Die verallgemeinerte Aussage wird nun widerlegt.
Setzt ein Gegenspieler diesen Kunstgriff ein, gilt es souverän die Unangemessenheit der Verallgemeinerung offenzulegen und gegebenenfalls das Ansehen des Gegenspielers aufgrund dieses billigen Tricks zu beschädigen. Eine Möglichkeit besteht nun im Einsatz von Empörung, die Gegenspielern das weitere Vorgehen sehr erschwert.
Seien Sie vorsichtig mit dem Einsatz des Kunstgriffs der Verallgemeinerung. Wenn Sie meinen es wäre eine Option, dann wenden Sie ihn nur sehr behutsam an und bedenken Sie, dass er Ihrem Ansehen schaden kann. Es handelt sich ja um keine tatsächliche Entkräftung von Argumenten, sondern nur eine scheinbare. Aufmerksame Zuhörer werden bemerken, dass Sie die Worte missbrauchen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. November 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43310
K:CNB
Ü:
Dasselbe Wort.
Eine andere Bedeutung.
Und plötzlich scheint ein Argument widerlegt zu sein.
Genau darum geht es beim zweiten Kunstgriff aus Arthur Schopenhauers Eristischer Dialektik.
Schopenhauer bezeichnet ihn als:
Homonymie.
In der modernen Argumentationstheorie wird ein entsprechender Fehlschluss meist als Äquivokation bezeichnet.
Das Grundprinzip ist einfach:
Ein Wort oder Ausdruck wird zunächst in einer bestimmten Bedeutung verwendet.
Im weiteren Verlauf der Diskussion wird dasselbe Wort in einer anderen Bedeutung benutzt.
Anschließend wird so argumentiert, als sei die Bedeutung unverändert geblieben.
Dadurch entsteht nur scheinbar eine logische Verbindung.
Stell dir vor, jemand sagt:
„Dieses Unternehmen braucht mehr Freiheit.“
Gemeint ist:
mehr Entscheidungsspielraum für Mitarbeitende.
Die Antwort lautet:
„Völlige Freiheit funktioniert in keinem Unternehmen. Dann könnte ja jeder machen, was er will.“
Hier wurde die Bedeutung verschoben.
Aus:
mehr Handlungsspielraum
wird:
völlige Regellosigkeit.
Damit wurde weniger das ursprüngliche Argument widerlegt.
Es wurde eine andere Aussage angegriffen.
Schopenhauer beschreibt den Kunstgriff sinngemäß so:
Eine Behauptung wird auf etwas ausgedehnt, das außer demselben Wort wenig mit dem ursprünglich Gemeinten gemeinsam hat. Anschließend wird diese neue Bedeutung widerlegt und so getan, als sei damit die ursprüngliche Behauptung widerlegt.
Der Trick funktioniert besonders gut, wenn die verschiedenen Bedeutungen eng miteinander verwandt sind.
Die Begriffe sollten heute etwas genauer unterschieden werden.
Homonymie beschreibt zunächst ein sprachliches Phänomen:
Dasselbe Wort kann unterschiedliche Bedeutungen besitzen.
Zum Beispiel:
Bank
kann eine Sitzbank oder ein Geldinstitut bezeichnen.
Das allein ist weniger ein Argumentationsfehler.
Ein Fehlschluss entsteht, wenn:
Deshalb ist für heutige Leser Äquivokation häufig die präzisere Bezeichnung für den logischen Fehler.
Ein bekanntes Muster lautet sinngemäß:
Das Ende des Lebens ist der Tod.
Glück ist das Ziel des Lebens.
Also ist der Tod Glück.
Das Argument funktioniert nur scheinbar.
Denn „Ende“ wird einmal im Sinn von:
Aufhören
und einmal im Sinn von:
Zweck oder Ziel
verwendet.
Die identische Formulierung verdeckt zwei unterschiedliche Bedeutungen.
Unser Denken orientiert sich stark an Sprache.
Wenn dasselbe Wort mehrfach auftaucht, behandeln wir es leicht so, als bedeute es jedes Mal dasselbe.
Genau darin liegt die rhetorische Wirkung.
Die sprachliche Kontinuität täuscht eine gedankliche Kontinuität vor.
Bei:
„Bank“ als Sitzmöbel
und:
„Bank“ als Geldinstitut
wird die Mehrdeutigkeit meist schnell erkannt.
Schwieriger wird es bei Begriffen wie:
Denn hier liegen verschiedene Bedeutungen oft dicht nebeneinander.
Person A sagt:
„Führungskräfte müssen Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen.“
Person B antwortet:
„Man kann doch weniger für alles verantwortlich sein, was andere Menschen tun.“
Beide verwenden das Wort:
Verantwortung.
Doch möglicherweise sprechen sie über zwei unterschiedliche Dinge.
A meint:
Verantwortung für eigene Entscheidungen.
B antwortet auf:
Verantwortung für jedes Verhalten anderer Menschen.
Es wurde verändert.
Und anschließend die veränderte Version angegriffen.
Person A:
„Mitarbeitende brauchen mehr Freiheit bei der Umsetzung.“
Person B:
„Ohne Regeln kann keine Organisation funktionieren.“
Das kann stimmen.
Doch Person A hat weniger die Abschaffung aller Regeln gefordert.
Der Bedeutungsraum von „Freiheit“ wurde erweitert.
Person A:
„Ich möchte respektvoll behandelt werden.“
Person B:
„Respekt bedeutet doch weniger, dass ich dir immer zustimmen muss.“
Auch das kann stimmen.
Nur:
Vielleicht hat Person A mit Respekt weniger Zustimmung gemeint.
Vielleicht ging es um:
Person A:
„Ich möchte beruflich erfolgreicher werden.“
Person B:
„Geld allein macht doch weniger glücklich.“
Auch hier kann bereits eine Verschiebung stattfinden.
Vielleicht bedeutet Erfolg für Person A:
und weniger hauptsächlich Einkommen.
Person A sagt:
„Ich möchte authentischer auftreten.“
Person B:
„Dann kannst du doch weniger einfach alles sagen, was dir gerade durch den Kopf geht.“
Hier wurde Authentizität möglicherweise von:
stimmigem Auftreten
zu:
ungefilterter Spontaneität
umdefiniert.
Viele zentrale Begriffe sind:
Zum Beispiel:
Menschen können dasselbe Wort verwenden und trotzdem unterschiedliche Vorstellungen meinen.
Dann entsteht leicht der Eindruck:
„Wir widersprechen uns.“
obwohl zunächst geklärt werden müsste:
„Was meinst du mit diesem Begriff?“
Das ist mir wichtig.
Natürliche Sprache ist voller Mehrdeutigkeiten.
Menschen benutzen Begriffe:
ohne jemanden täuschen zu wollen.
Ein Bedeutungswechsel kann vollkommen unbewusst entstehen.
„Du manipulierst.“
Hilfreicher ist häufig:
„Ich glaube, wir verwenden gerade dasselbe Wort unterschiedlich.“
Für die Qualität des Arguments spielt es zunächst wenig Rolle, ob der Bedeutungswechsel:
erfolgt.
Die Argumentation wird dadurch trotzdem problematisch.
Bei der Beurteilung der Person macht die Absicht dagegen einen Unterschied.
Auch das lohnt sich zu unterscheiden.
Mehrdeutigkeit bedeutet:
Ein Ausdruck hat mehrere unterschiedliche mögliche Bedeutungen.
Vagheit bedeutet eher:
Die Grenzen eines Begriffs sind unscharf.
„groß“
Wie groß muss jemand sein, damit wir ihn als groß bezeichnen?
Es gibt einen unscharfen Grenzbereich.
Das ist etwas anderes als ein Wort mit zwei klar unterschiedlichen Bedeutungen.
Bei einer Äquivokation hilft:
Bedeutung unterscheiden.
Bei Vagheit hilft eher:
Grenzen oder Kriterien konkretisieren.
Achte besonders auf Schlüsselbegriffe, die innerhalb eines Arguments mehrfach vorkommen.
Dann frag:
„Bedeutet dieses Wort an beiden Stellen tatsächlich dasselbe?“
Ersetze den mehrdeutigen Begriff durch zwei präzisere Formulierungen.
Wenn das Argument dann auseinanderfällt, lag vermutlich ein Bedeutungswechsel vor.
Statt:
„Freiheit“
verwende:
„Entscheidungsspielraum innerhalb vereinbarter Grenzen“
und:
„völlige Abwesenheit von Regeln“.
Plötzlich wird sichtbar:
Wir sprechen über zwei verschiedene Dinge.
Eine der stärksten Reaktionen ist erstaunlich einfach:
„Was genau meinst du hier mit …?“
Zum Beispiel:
„Was genau verstehst du in diesem Zusammenhang unter Freiheit?“
Dadurch wird die Mehrdeutigkeit sichtbar.
Zum Beispiel:
„Mit Freiheit meine ich hier mehr Entscheidungsspielraum innerhalb der vereinbarten Ziele. Ich meine weniger die Abschaffung aller Regeln.“
Damit ziehst du das Gespräch auf die ursprüngliche Aussage zurück.
Wenn die Verschiebung bereits stattgefunden hat:
„Du verwendest den Begriff jetzt in einer anderen Bedeutung als in meiner ursprünglichen Aussage.“
Das genügt häufig.
Wenn ein Begriff dauerhaft zu viel Mehrdeutigkeit erzeugt, gib den Bedeutungen unterschiedliche Namen.
Zum Beispiel:
„Lass uns zwischen Entscheidungsfreiheit und Regellosigkeit unterscheiden.“
Damit wird die Diskussion klarer.
Zum Beispiel:
„Meine ursprüngliche Aussage war X. Trifft dein Einwand tatsächlich X?“
Das verhindert, dass sich das Gespräch immer weiter entfernt.
„Der Einwand trifft eine andere Bedeutung des Begriffs. Auf meine ursprüngliche Aussage antwortet er noch weniger.“
Sachlich.
Ruhig.
Und ziemlich schwer wegzudiskutieren.
Zum Beispiel:
„Das ist doch Wortklauberei!“
Manchmal ist es tatsächlich Wortklauberei.
Doch wenn die Schlussfolgerung von der Bedeutung eines Wortes abhängt, ist Präzision relevant.
Eine hilfreiche Frage:
„Verändert die unterschiedliche Bedeutung die Schlussfolgerung?“
Wenn ja, ist die Begriffsklärung relevant.
Wenn weniger, kann die Debatte über das Wort tatsächlich nebensächlich sein.
Manchmal bleiben Menschen so lange bei Definitionen hängen, dass das eigentliche Thema verschwindet.
Dann wird aus Präzision eine Ausweichbewegung.
Deshalb gilt auch hier:
Begriffsklärung soll dem Argument dienen.
Wer die Bedeutung absichtlich verschiebt, kann damit:
Das kann rhetorisch wirksam sein.
Logisch widerlegt es die ursprüngliche Aussage weniger.
Ich empfehle wenig, bewusst mit Bedeutungsverschiebungen zu arbeiten, um Argumente nur scheinbar zu widerlegen.
Vielleicht gewinnst du kurzfristig einen Punkt.
Langfristig kann es kosten:
Der größere Nutzen liegt darin:
solche Muster erkennen und entkräften zu können.
→ Eristische Dialektik: Schopenhauers Kunstgriffe zum Rechthaben
Beide Techniken können ähnlich wirken.
Beim Strohmann wird die gegnerische Position verändert oder vereinfacht und anschließend die Ersatzposition angegriffen.
Bei der Äquivokation liegt der Schwerpunkt auf einem Bedeutungswechsel innerhalb eines Ausdrucks.
Beides kann zusammen auftreten.
Aus:
„Wir sollten stärker regulieren.“
wird:
„Du willst also eine vollständige staatliche Kontrolle.“
Hier kann:
werden.
→ Strohmann-Argumente erkennen und entkräften
Auch Framing ist etwas anderes.
Beim Framing beeinflusst die sprachliche Darstellung, welche Aspekte eines Themas besonders hervortreten.
Dafür braucht weniger zwingend ein Bedeutungswechsel stattzufinden.
Bei der Äquivokation ist genau dieser Bedeutungswechsel zentral.
Je größer die Tragweite einer Diskussion, desto wichtiger wird sprachliche Präzision.
Zum Beispiel bei:
Ein unklarer Begriff kann dazu führen, dass Beteiligte scheinbar über dieselbe Sache reden und tatsächlich verschiedene Dinge meinen.
Manchmal lohnt es sich, sehr früh zu fragen:
„Was verstehen wir hier konkret unter Erfolg?“
„Was bedeutet in diesem Projekt Verantwortung?“
„Was genau meinen wir mit Risiko?“
Solche Fragen wirken unspektakulär.
Sie können viele spätere Konflikte verhindern.
Eine Führungskraft verwendet beispielsweise den Begriff:
„Eigenverantwortung.“
Das Team versteht:
„Wir dürfen selbst entscheiden.“
Die Führungskraft meint:
„Ihr dürft selbst umsetzen, die Entscheidung bleibt bei mir.“
Dann ist Konflikt fast programmiert.
Deshalb ist Führungskommunikation weniger nur eine Frage schöner Formulierungen.
Sie braucht gemeinsame Bedeutungen.
Gerade auf C-Level können abstrakte Begriffe schnell Entscheidungen prägen:
Alle klingen eindeutig.
Und können ausgesprochen unterschiedliche Dinge bedeuten.
„Wenn wir diesen Begriff verwenden: Was meinen wir konkret damit?“
Das kann mehr Klarheit schaffen als weitere zehn Minuten Diskussion.
Identifiziere vorab:
Und formuliere möglichst präzise.
Sprache muss verständlich bleiben.
Das Ziel ist weniger juristische Präzision in jedem Satz.
Das Ziel lautet:
genau genug, dass die entscheidende Bedeutung klar bleibt.
In Coaching und Sparring kann es beispielsweise darum gehen:
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Argumentation, Gesprächsführung, Verhandlungen oder Präsentationen geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Diskussion, Verhandlung oder Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
→ Business Coaching in Berlin und online
Schopenhauers zweiter Kunstgriff ist erstaunlich aktuell.
Ein Wort wird verwendet.
Seine Bedeutung verschiebt sich.
Und plötzlich scheint eine Aussage widerlegt.
Die wirksamste Gegenmaßnahme ist häufig weder ein kompliziertes Gegenargument noch eine rhetorische Attacke.
Es ist eine einfache Frage:
„Was genau bedeutet dieses Wort hier?“
Denn sobald die beiden Bedeutungen sichtbar werden, verliert der Kunstgriff einen großen Teil seiner Wirkung.
Präzise Begriffe schützen bessere Argumente.
Und manchmal entscheidet genau diese kleine sprachliche Klärung darüber, ob eine Diskussion Erkenntnis produziert oder nur einen scheinbaren Sieger.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
„Ich finde, wir sollten an dieser Stelle etwas vorsichtiger entscheiden.“
Die Antwort:
„Wenn wir immer nur vorsichtig sind, können wir den Laden gleich schließen.“
Klingt nach einem Gegenargument.
Ist es nur weniger.
Denn aus:
„an dieser Stelle etwas vorsichtiger“
wurde:
„immer nur vorsichtig“.
Die ursprüngliche Aussage wurde erweitert.
Und genau diese größere, extremere Aussage lässt sich nun leichter angreifen.
Arthur Schopenhauer beschreibt dieses Muster als ersten Kunstgriff seiner Eristischen Dialektik:
die Erweiterung.
Das Grundprinzip lautet:
Eine begrenzte Aussage wird allgemeiner gemacht, als sie ursprünglich gemeint war.
Zum Beispiel wird aus:
manchmal
plötzlich:
immer.
Aus:
in dieser Situation
wird:
grundsätzlich.
Aus:
mehr
wird:
unbegrenzt.
Und aus:
ein Problem
wird:
ein vollständiges Versagen.
Je allgemeiner eine Behauptung formuliert ist, desto leichter lässt sich ein Gegenbeispiel finden.
Das ist logisch.
Wer sagt:
„Das funktioniert immer.“
muss nur mit einem einzigen überzeugenden Gegenbeispiel konfrontiert werden.
Wer dagegen sagt:
„Unter diesen Bedingungen funktioniert es häufig.“
stellt eine deutlich begrenztere Behauptung auf.
Deshalb macht die Erweiterung eine Position künstlich angreifbarer.
Schopenhauer empfiehlt für diesen Kunstgriff sinngemäß:
Führe die Behauptung des Gegners über ihre natürliche Grenze hinaus, deute sie möglichst allgemein und übertreibe sie.
Das macht sie leichter widerlegbar.
Das Gegenmittel ist ebenso klar:
den tatsächlichen Streitpunkt möglichst genau bestimmen.
Person A sagt:
„Bei diesem Projekt sollten Mitarbeitende mehr Entscheidungsspielraum bekommen.“
Person B antwortet:
„Wenn jeder einfach macht, was er möchte, brauchen wir überhaupt keine Führung mehr.“
Die ursprüngliche Aussage lautete weniger:
„Jeder soll machen, was er möchte.“
Sie lautete:
„mehr Entscheidungsspielraum bei diesem Projekt.“
Person B bekämpft deshalb eine größere Aussage als diejenige, die tatsächlich gemacht wurde.
Das ist eine besonders häufige Variante.
Zum Beispiel:
„Ich finde, wir könnten häufiger im Homeoffice arbeiten.“
wird zu:
„Du willst also, dass niemand mehr ins Büro kommt.“
Oder:
„Ich möchte weniger Termine am Abend.“
wird zu:
„Dann bist du also grundsätzlich nicht flexibel.“
Achte darauf, ob aus deiner Aussage plötzlich Wörter werden wie:
Sie können darauf hindeuten, dass der Geltungsbereich deiner Aussage erweitert wurde.
Sie sind weniger automatisch problematisch.
Relevant wird:
Hast du diese allgemeine Aussage tatsächlich gemacht?
Auch quantitative Erweiterungen sind beliebt.
Zum Beispiel:
„Wir sollten mehr in Weiterbildung investieren.“
Antwort:
„Wir können doch weniger das gesamte Budget für Seminare ausgeben.“
Niemand hatte das vorgeschlagen.
Aus:
mehr
wurde:
alles.
Person A:
„Einige dieser Prozesse verursachen unnötige Arbeit.“
Person B:
„Du kannst doch weniger behaupten, dass unsere gesamten Prozesse sinnlos sind.“
Auch hier wurde die Behauptung erweitert.
Besonders wirksam ist die Erweiterung bei Kritik.
Zum Beispiel:
„Die Präsentation war im Mittelteil zu ausführlich.“
Antwort:
„Du findest also die ganze Präsentation schlecht.“
Oder:
„Diese Entscheidung halte ich für falsch.“
Antwort:
„Du stellst also meine gesamte Kompetenz infrage.“
Das klingt selbstverständlich.
In emotionalen Gesprächen geht diese Unterscheidung jedoch schnell verloren.
Deshalb lohnt es sich zu sagen:
„Ich kritisiere diese konkrete Entscheidung. Ich bewerte damit weniger deine gesamte Arbeit.“
Auch die Richtung kann umgekehrt funktionieren.
Jemand benennt einen Einzelfall.
Der andere tut so, als sei eine allgemeine Regel behauptet worden.
Zum Beispiel:
„In diesem Fall hat die schnelle Entscheidung funktioniert.“
wird zu:
„Du glaubst also, schnelle Entscheidungen seien grundsätzlich besser.“
Person A:
„In dieser Krise brauchen wir eine zentralere Steuerung.“
Person B:
„Du bist also grundsätzlich gegen dezentrale Führung.“
Die situative Empfehlung wurde zu einer allgemeinen Führungsphilosophie erweitert.
Fast jede Aussage besitzt Bedingungen.
Zum Beispiel:
Wer diese Bedingungen entfernt, verändert häufig die Aussage.
Zum Beispiel:
„Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf dieses Projekt.“
Oder:
„Ich spreche von einigen Fällen, weniger von allen.“
Oder:
„Ich sage, dass das Risiko steigt. Ich sage weniger, dass das Ergebnis zwangsläufig eintritt.“
Der Kunstgriff der Erweiterung liegt sehr nahe am sogenannten Strohmann-Argument.
Beim Strohmann wird die tatsächliche Position eines Gegenübers durch eine andere, leichter angreifbare Version ersetzt.
Diese Ersatzposition wird anschließend widerlegt.
Danach entsteht der Eindruck:
Die ursprüngliche Position sei ebenfalls widerlegt.
Bei Schopenhauers Kunstgriff geschieht die Veränderung besonders dadurch, dass eine Aussage:
gemacht wird.
Ein Strohmann kann dagegen auch auf andere Weise entstehen.
Zum Beispiel durch:
Die Begriffe überschneiden sich deshalb.
Sie sind weniger vollständig identisch.
→ Strohmann-Argumente erkennen und entkräften
Auch hier lohnt sich Differenzierung.
Menschen verstehen einander weniger immer perfekt.
Ein Gesprächspartner kann deine Aussage ehrlich weitergehend verstanden haben, als du sie gemeint hast.
Dann liegt möglicherweise schlicht ein Missverständnis vor.
„Du verdrehst absichtlich meine Aussage.“
Hilfreicher:
„Das geht weiter als das, was ich gesagt habe.“
Für die Argumentation ist zunächst entscheidend:
Die erweiterte Aussage entspricht weniger der ursprünglichen Position.
Ob das:
geschieht, ist eine zweite Frage.
Frag dich:
„Habe ich diese Aussage tatsächlich gemacht?“
Wenn weniger, prüfe:
Was wurde verändert?
Aus:
einige
wird:
alle.
Aus:
manchmal
wird:
immer.
Aus:
mehr
wird:
maximal.
Aus:
in dieser Situation
wird:
grundsätzlich.
Zum Beispiel:
„Nein. Ich spreche von diesem konkreten Fall.“
Oder:
„Ich habe einige gesagt, weniger alle.“
Oder:
„Ich fordere mehr Spielraum, weniger vollständige Freiheit.“
Je früher du korrigierst, desto weniger kann sich die neue Version festsetzen.
Zum Beispiel:
„Meine Aussage lautet: In dieser Situation sollten wir X tun.“
Dann:
„Welches Argument hast du gegen genau diese Aussage?“
Damit führst du das Gespräch zum tatsächlichen Streitpunkt zurück.
Wenn dir eine extreme Position zugeschrieben wird:
„Wo genau habe ich das gesagt?“
Oder:
„Kannst du meine Position bitte so wiedergeben, wie ich sie formuliert habe?“
Das kann die Verzerrung schnell sichtbar machen.
Zum Beispiel:
„Aus meinem ‚häufiger‘ wird bei dir gerade ‚immer‘.“
Oder:
„Du machst aus einer Kritik an diesem Punkt eine Ablehnung des gesamten Projekts.“
Das ist häufig wirksamer als ein langer Vortrag über Logik.
Zum Beispiel:
„Welchen Einwand hast du gegen meine tatsächliche Aussage?“
Diese Frage bringt die Diskussion zurück zur Sache.
„Das ist eine weitergehende Behauptung als meine. Lass uns bei dem bleiben, was ich tatsächlich gesagt habe.“
Ruhig.
Präzise.
Ohne unnötige Eskalation.
Wenn Menschen sich angegriffen fühlen, hören sie häufig weniger differenziert.
Aus:
„Dieses Verhalten hat mich verletzt.“
kann innerlich werden:
„Du hältst mich für einen schlechten Menschen.“
Dann wird möglicherweise gegen eine Aussage gekämpft, die weniger gefallen ist.
Es kann auch emotionales Erleben sein.
Deshalb hilft die Unterscheidung:
„Ich spreche über dieses Verhalten. Ich bewerte weniger deine gesamte Person.“
Ein klassisches Muster:
„Ich hätte mir gewünscht, dass du heute früher Bescheid sagst.“
Antwort:
„Ich kann es dir sowieso nie recht machen.“
Aus einem konkreten Wunsch wird ein universelles Urteil.
Das erschwert die Klärung erheblich.
„Ich spreche gerade über diese eine Situation. Lass uns bei ihr bleiben.“
Mitarbeiter:
„Ich halte diese Deadline für unrealistisch.“
Führungskraft:
„Dann willst du offenbar keine Verantwortung übernehmen.“
Auch hier wird eine konkrete Einschätzung zu einer Aussage über die gesamte Haltung des Menschen erweitert.
Wenn jeder konkrete Einwand sofort als:
interpretiert wird, lernen Menschen:
Widerspruch ist gefährlich.
Dann werden wichtige Informationen später ausgesprochen.
Person A:
„Bei dieser Klausel brauchen wir eine Änderung.“
Person B:
„Wenn wir jetzt den ganzen Vertrag wieder aufmachen, kommen wir nie zum Abschluss.“
Aus:
eine Klausel ändern
wurde:
den ganzen Vertrag neu verhandeln.
„Ich schlage weniger eine vollständige Neuverhandlung vor. Ich spreche ausschließlich von Punkt 7.“
Damit verkleinerst du die Diskussion wieder auf die tatsächliche Frage.
Auch dort ist der Kunstgriff verbreitet.
Zum Beispiel:
„Wir sollten diese Regel überprüfen.“
wird zu:
„Die Gegenseite will sämtliche Regeln abschaffen.“
Oder:
„Diese Maßnahme ist zu weitgehend.“
wird zu:
„Sie wollen überhaupt nichts gegen das Problem tun.“
Genau das macht die Erweiterung rhetorisch attraktiv.
Eine differenzierte Position verlangt:
Abwägung.
Eine extreme Position lässt sich leichter:
Wenn beide Seiten ständig die jeweils extremste Version der anderen Position bekämpfen, verschwinden:
Dann diskutieren weniger zwei echte Positionen miteinander.
Es kämpfen zwei Karikaturen gegeneinander.
Eine interessante Gegenhaltung ist das sogenannte Steelman-Prinzip.
Statt die gegnerische Position schwächer zu machen, versuchst du:
sie zunächst möglichst fair und stark zu verstehen.
Dann widersprichst du der besten Version.
Bevor du ein Gegenargument bringst, frage:
„Würde mein Gegenüber seine Position in dieser Form wiedererkennen?“
Wenn weniger, solltest du vielleicht zuerst genauer zuhören.
Denn ein starkes Gegenargument braucht weniger einen schwachen Gegner.
Es sollte eine starke Gegenposition aushalten können.
Je genauer du formulierst, desto weniger Raum bleibt für eine unbemerkte Ausweitung.
Statt:
„Das funktioniert nicht.“
besser:
„Unter den derzeitigen Bedingungen halte ich diesen Zeitplan für unrealistisch.“
Wörter wie:
machen Aussagen genauer.
Sie sind weniger rhetorische Unsicherheit.
Sie können Ausdruck von Präzision sein.
Auch Präzision kann übertrieben werden.
Wenn jeder Satz voller:
ist, kann eine klare Position verschwinden.
Das Ziel lautet:
so präzise wie nötig und so klar wie möglich.
Schopenhauer beschreibt interessanterweise auch die umgekehrte Taktik:
Die eigene Aussage wird nach einem Gegenbeispiel enger ausgelegt, als sie ursprünglich gemeint war.
Auch das ist argumentativ problematisch.
Zuerst:
„Unsere Kunden wollen persönliche Beratung.“
Gegenbeispiel:
„Die Online-Abschlüsse steigen jedes Jahr.“
Antwort:
„Ich meinte natürlich nur unsere älteren Stammkunden.“
Vielleicht war das tatsächlich gemeint.
Vielleicht wird die Aussage gerade nachträglich gerettet.
Wenn die Kriterien oder Grenzen einer Behauptung nach jedem Gegenbeispiel so verändert werden, dass sie weiterhin unangreifbar bleibt, spricht man heute häufig vom:
Verschieben der Torpfosten.
Das ist weniger exakt derselbe Kunstgriff.
Es zeigt jedoch dieselbe Grundfrage:
Bleiben die Bedingungen der Aussage stabil?
Frag dich:
Schopenhauers Kunstgriffe sind besonders wertvoll als:
Erkennungsinstrumente.
Sie helfen dabei, zu bemerken:
→ Eristische Dialektik: Schopenhauers Kunstgriffe zum Rechthaben
Beim zweiten Kunstgriff geht es um eine andere Form der Verschiebung.
Dort bleibt möglicherweise dasselbe Wort erhalten, während sich seine Bedeutung verändert.
→ Kunstgriff 2: Homonymie und Äquivokation
Prüfe vorab:
In:
kann eine einzige unbemerkte Erweiterung die Diskussion auf ein völlig anderes Feld verschieben.
Dann hilft weniger, der neuen Position hinterherzuargumentieren.
Hilfreicher ist:
den Streitpunkt zurückzusetzen.
„Das geht über meine Aussage hinaus. Meine Position ist enger: …“
Dann formulierst du deine tatsächliche Position in einem Satz.
Gerade in verantwortlichen Rollen wirkt es häufig souveräner, eine Verzerrung ruhig zu korrigieren, statt auf die zugespitzte Version emotional zu reagieren.
Zum Beispiel:
„Nein. Das ist weniger meine Position. Ich sage X.“
Kurz.
Klar.
Dann zurück zur Sache.
In Coaching und Sparring kann es beispielsweise darum gehen:
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Argumentation, Gesprächsführung, Verhandlungen oder Präsentationen geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Diskussion, Verhandlung oder Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
→ Business Coaching in Berlin und online
Schopenhauers erster Kunstgriff ist einfach.
Und gerade deshalb erstaunlich wirksam.
Eine begrenzte Aussage wird:
und anschließend die größere Version angegriffen.
Die wirksamste Gegenmaßnahme braucht wenig rhetorisches Feuerwerk.
Sie lautet:
„Das habe ich weniger behauptet. Meine Aussage lautet genau: …“
Dann zurück zum tatsächlichen Streitpunkt.
Denn eine gute Diskussion sollte weniger davon abhängen, wer die Position des anderen am geschicktesten verzerrt.
Sie sollte davon profitieren, dass beide Seiten die stärkste tatsächliche Version der jeweils anderen Position prüfen.
Gute Argumentation beginnt damit, dem Gegenüber nur das zuzurechnen, was es tatsächlich behauptet hat.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 25. Oktober 2018
Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Struktur für Reden und Präsentationen an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt überzeugend vertreten werden soll.
Der dialektische Fünfsatz bietet sich als Redestruktur vor allem dann an, wenn in wenigen Sätzen ein Standpunkt klargemacht werden soll. Außerdem eignet er sich gut, um auf Angriffe zu reagieren. Durch den Einsatz dieses Argumentationsaufbaus vermitteln Sie dem Publikum, dass Sie Ihre Lösungsempfehlungen systematisch und durchdacht entwickelt haben.
Worum geht es? Beginnen Sie damit in das Thema einzuführen.
Hilfreiche Fragen:
Liefern Sie eine Begründung für die dominierende These, also das Pro. Verwenden Sie ein bis zwei Argumente dafür.
Hilfreiche Fragen:
Welche entgegengesetzte Position gibt es, also das Kontra? Nennen Sie ein bis zwei Argumente, die dagegen sprechen.
Hilfreiche Fragen:
Was ergibt sich unter Berücksichtigung der Positionen daraus und was ist Ihre Empfehlung? Hier beziehen Sie Stellung.
Hilfreiche Fragen:
Was soll das Publikum nun tun? Liefern Sie eine Handlungsaufforderung, die Aussicht auf Erfolg hat.
Hilfreiche Fragen:
Wie für einen guten Fünfsatz üblich wird er bei der Vorbereitung von hinten aufgezäumt. Es ist schon am Anfang erforderlich zu wissen, worauf es hinausläuft. Mit etwas Übung beweist der dialektische Fünfsatz seinen praktischen Wert in vorbereiteten Reden und auch in spontanen Diskussionen.
Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?
Welche Botschaften kommen klar an?
Wo entsteht Präsenz?
Wo verliert die Wirkung an Kraft?
Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?
Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.
Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.
Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,
Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.
Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.
Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.
Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
Ziel und Kernbotschaft
Struktur und Dramaturgie
Argumentation und Storytelling
Sprache und Formulierungen
Folien und Visualisierung
Stimme, Körpersprache und Präsenz
Lampenfieber und Auftrittssicherheit
kritische Fragen und Einwände
einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.
→ Executive Präsentationsvorbereitung
Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?
Ein Probelauf macht genau das sichtbar.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43374
Dem Publikum aus der Seele sprechen, das lernen Redner ganz am Anfang. Doch als Populist will kaum jemand bezeichnet werden. Hat Populismus zu Recht einen so schlechten Ruf und woran ist mieser Populismus erkennbar?
Populist? Ich nicht, das sind die anderen!
Was soll daran schlecht sein, dem Publikum aus der Seele zu sprechen? Das lernen gute Redner doch ganz am Anfang. Als Populist will jedoch kaum jemand bezeichnet werden. Wieso?
Populismus ist ein schwammiger Begriff. Wenn Populismus (populus = Volk) bedeutet den Wählern zuzuhören und sich für deren Interessen einzusetzen, wieso hat der Begriff dann so einen üblen Beigeschmack?
Hatte Walter Scheel recht, als er meinte; „Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.“?
Die gewählte Kanzlerin Angela Merkel steht im Ruf ihre Entscheidungen wesentlich an regelmäßigen Umfragen neu auszurichten, selbst wenn es als Kehrtwende wahrgenommen wird. Was ist eigentlich populistisch und ist das nun gut oder schlecht?
Ein genauerer Blick auf den Begriff: Populismus ist eine Form des Opportunismus, bei der eine Person wie ein Politiker oder eine Gruppe wie eine Partei, einer breiten Bevölkerungsgruppe das verspricht, was diese vermutlich hören will. So wird angestrebt deren Interessen zu vertreten. Das ist etwas, das in einer Staatsform wie unserer Demokratie ja durchaus gewollt ist. Das klingt auf jeden Fall erst einmal wünschenswerter als eine ideologische Politik, die nur ihre eigene Weltanschauung gelten lässt. Abraham Lincoln definierte Demokratie als Regierung des Volkes, für das Volk und durch das Volk.
Selbst eigenartige Populisten packen mitunter unliebsame Themen an und bringen sie in Bewegung. Wer es ernst meint mit der Demokratie, hört zu und bildet sich eine eigene Meinung. Auch in so manchem sehr bedenklichen Populismus steckt ein Körnchen Wahrheit. Wenn wir uns dem angemessen widmen, wird kaum größerer Unfug daraus.
Wird als Populismus eine Redeweise betrachtet, die versucht sich die Zustimmung beim Zuhörer auf berechnende und anbiedernde Weise zu erringen, doch bei genauerer Betrachtung unlogisch ist, dann können wir darauf gerne verzichten.
Manche Forderungen, die als populistisch bezeichnet werden, sind bei genauerer Betrachtung vor allem eines; zu offensichtlich berechnend und auf Beifall bedacht.
Spätestens, wenn der Eindruck aufkommt, es handle sich um ein Mittel zum Zweck oder es diene nur den eigenen Interessen, wird es bitter. Viele Wähler wünschen sich von authentischen Persönlichkeiten vertreten zu werden. Doch gerade der Eindruck ist ohnehin in breiten Schichten nur noch selten zu finden.
Ja, falsche Versprechungen zu machen, hilft dabei Wahlen zu gewinnen. Heute treibt nur noch selten Begeisterung die Wähler an die Urnen, sondern Frust. Frustrierte Menschen können, wie durch den Rattenfänger von Hameln, eingesammelt und instrumentalisiert werden. Was schützt, sind aufgeklärte Menschen, die sich nicht so leicht etwas vormachen lassen und mitgestalten.
Hier ein paar Eigenschaften von bedenklichem Populismus:
Populisten beanspruchen den gesunden Menschenverstand zu vertreten, der dem intellektuellen Verstand überlegen sei. Das versteht ja ohnehin keiner, das ist nichts. Der gesunde Menschenverstand beruht auf konkreter Erfahrung im wahren Leben und ist noch nicht von Eliten verfälscht worden.
Menschen wählen Menschen und Zustände. Deswegen neigt populistische Politik dazu einzelne Personen in den Vordergrund zu heben. Die Personen an der Spitze werden teilweise wie Sektenführer verherrlicht und können die skurrilsten Dinge tun, ohne, dass ihre Anhänger sich daran reiben würden. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall; absurdes Verhalten wird als Beweis von Authentizität gewertet.
Smarte und für die Medien taugliche Personen haben auf Zeit die größeren Chancen an der Spitze populistischer Parteien. Ob in der Politik hierzulande Charisma eine geringere Rolle spielt, das ist wohl Ansichtssache und wenn das nicht so sehr der Fall ist, dann liegt es insbesondere bei etablierten Parteien vermutlich an den internen Zusammenhängen.
Populisten geben sich gerne einen patriotischen Anstrich, doch im Denken sie eher ideologisch als patriotisch. Parteiprogramme lesen die wenigsten Menschen. Deswegen werden einige wenige einfache Botschaften bis zum Abwinken wiederholt.
The most successful politician is he who says what the people are thinking most often in the loudest voice.
Theodore Roosevelt
Berechtigte Hinweise auf Missstände sind die Voraussetzung für positive Entwicklungen. Doch, darum geht es oft nicht oder zumindest nur als Mittel zum Zweck.
Katastrophen willkommen. In einer postfaktischen Welt (Hurra, ich habe den Begriff untergebracht! Verzeihung.) ist so gut wie alles behauptbar. Alternative Realitäten machen es möglich. Ob geschummelt, real und angemessen oder auf dünner Faktenbasis konstruiert: Typisch ist es, Hiobsbotschaften, durch unhaltbare Versprechungen für eigene Zwecke zu nutzen. Dem mit gründlichen Analysen und durchdachten Lösungen zu begegnen, die den kulturellen Werten entsprechen, liegt ihnen fern.
Ärmel hoch, Stilbruch als Hinweis darauf anzupacken und sich anders als das Establishment notfalls auch die Finger schmutzig zu machen. Tabubruch als Strategie.
Political Correctness ist „…doch nur ein Maulkorb für die unbequeme Wahrheit!“ ist da zu hören. Entsprechend heftig fallen die Botschaften aus. Publikum und ganz besonders Boulevardpresse tragen solche Botschaften dann in die Welt und helfen mit mehr oder weniger ehrlicher Entrüstung.
Instrumentalisiert wird die Verachtung für das System. Nun geht es endlich gegen das Establishment. Elitenkritik ist beliebt. Wer auch immer das genau ist, bleibt mitunter recht offen.
Versprochen wird ein Ende der Bevormundung des Volkes durch irgendwelche Eliten. Der Widerspruch dabei: Populistische Parteien neigen dazu, ihren Alleinvertretungsanspruch schnellstens auch durch Institutionalisierung zu sichern, sobald sie sich selbst dazu in der Lage fühlen.
Sehr viele Menschen sind ohnehin schon verunsichert. Das wird genutzt. Antipolitik zerstört den Konsens und spaltet Gesellschaften. Das eint die Anhänger um ihren Anführer und erschwert ansonsten das Zusammenleben und Lösungen für tatsächliche Probleme.
Hoch leben Echokammer und Filterblase, da lässt es sich eine Zeit gemütlich machen, bis es wieder hinaus in die Realität geht. Der Riss durch die Bevölkerung nimmt zu.
Inszenieren statt tatsächlich anpacken. Beliebt ist aktionistische Symbolpolitik die durch die Öffentlichkeit die gewünschte Wirkung entfaltet. Nicht was daraus folgt, ist wichtig, sondern wie es wahrgenommen wird.
Vorsicht Falle! Unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung gelten die Eliten als korrupt, doppelzüngig, eigennützig, abgehoben und arrogant. Eliten sind nur weitere Parasiten in einem unfairen System. Ihnen ist zu misstrauen, egal wie vielversprechend oder glaubhaft ihre Aussagen klingen. Alles nur Schall und Rauch.
Gegner sind von jeher wirksame Mittel der Profilierung, an ihnen lässt sich reiben, sich ausrichten. Gemeinsame Gegner verbinden. Das gilt für Unternehmen, ebenso wie für die Politik. Der Verzicht auf moralische Ansprüche erweitert die Optionen.
Unnötige Zurückhaltung wird als Zeichen für Schwäche und Doppelzüngigkeit gedeutet, die es im Sinne der guten Sache nicht geben darf. Da darf der Gegner auch persönlich und unter der Gürtellinie angegriffen werden. Häufig bekommen Gegner herabwürdigende Bezeichnungen die so oft verwendet werden, bis sie mit diesen verknüpft sind. Der Zweck heiligt aus Sicht von Populisten die Mittel.
David gegen Goliath. Populisten stellen sich gerne als Märtyrer dar, die bereit sind sich für die gute Sache zu opfern. So wollen sie über die eigene Person herauswachsen und jeder Rückschlag dient als Beweis von moralischer Größe.
Linker Populismus strebt die Einbeziehung (Inklusion) unterprivilegierter Bevölkerungsschichten in ein parastaatliches Klientelsystem ein. Dafür, dass auf die vertretenen Gruppen die Ressourcen umverteilt werden, sollen diese die Führung übergeben.
Rechter Populismus strebt den Ausschluss (Exklusion) von Gruppen an. Sie bekämpfen aus ihrer Sicht Sozialstaatsschmarotzer, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbewerber, ethnische Minderheiten und zum Schutz der guten Sache unbequeme Andersdenkende.
Sinkende Wahlbeteiligung, Mitgliederschwund in den etablierten Parteien, eine wachsende Zahl von Nichtwählern, Politikverdrossenheit, weil es ja doch nichts bringt! Dieses Gefühl von Machtlosigkeit lässt sich sehr gut instrumentalisieren. Populisten wenden sich deswegen auch sehr gerne an bildungsferne, unpolitische Teile der Bevölkerung. Die fühlt sich dann endlich vertreten und übergibt umso bereitwilliger ihre Stimme.
Wir und die anderen. Wähler wollen Zugehörigkeit. Populisten widmen sich diesem Bedürfnis. Umso geringer das Selbstbewusstsein der Zielgruppe, desto wirksamer die Ansprache. Wir sind die Guten! Deswegen sind die Anderen die Bösen.
Endlich ein Patentrezept! Was einfach klingt, klingt glaubhafter und nimmt den Ängsten etwas Druck. Populismus ist ein Politikstil, der mittels vermeintlich populärer Phrasen die Komplexität leugnet. Ein auf differenzierten Argumenten basierender Diskurs wird vermieden, ja sogar wo möglich bestraft. So sind dann auch die Botschaften; Scheinlösungen. Bis sich die Auswirkungen zeigen kann der Schaden schon immens sein.
Mitunter klingt der Hinweis, es handle sich bei einer Aussage doch nur um Populismus, wie eine Killerphrase. So, als würde es nur darum gehen, eine Diskussion auf diese Weise im Keim zu unterdrücken. Tabu! Aussetzen!
Häufig wird der Populismus-Vorwurf als Manipulationsversuch eingesetzt. Es erfordert eine breite Aufmerksamkeit der Beobachter, damit solche Versuche nicht gelingen. Laut Definition entspricht Populismus (abgeleitet vom lateinischen populus für Volk) dem, was viele Menschen bewegt. Respektvolle Meinungsäußerungen, die im Einklang mit anerkannten Werten stehen, sind im allgemeinen Interesse. Und das selbst, wenn einem die Aussagen nicht schmecken. Demokratie lebt von einer lebendigen Diskussionskultur. Bei Verdacht von Worthülsen lässt sich ja konsequent nachfragen.
Von wegen nur extreme Parteien setzen auf Populismus. Merkmale des bedenklichen Populismus sind bei vielen Parteien zu finden.
Protest- und Identitätspopulismus, Populismus, links, rechts? Mancher Blödsinn ist einfach nur Blödsinn! Doch die dahinter stehenden Bedürfnisse dürfen nicht ignoriert werden. Tabuisierung spielt Extremen zu.
Nur weil Populisten ein Thema missbrauchen ist das noch kein Beweis dafür, dass es keines ist. Ignoriert die Politik die Bedürfnisse der Bürger, spielt sie Wähler dem negativen Populismus in die Hände. Die typischen Mechanismen bringen einen Teufelskreis in Gang. Setzen diejenigen, die den Verfall der Demokratie mit Entsetzen befürchten, auf die falschen Mittel, liefern sie unfreiwillig zusätzliches das Schmiermittel für die Zerstörung. Zunehmende Polarisierung über die Schmerzgrenze hinaus, beendet den Dialog, die Chancen für Lösungen schwinden. Gemäßigte Stimmen neigen zum Schweigen, wenn zu heftig gepöbelt wird. Doch genau diese Stimmen werden gebraucht. Teilnehmen statt nörgeln, Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen. Wir brauchen den differenzierten Diskurs, der auf Argumenten beruht.
Sie wollen bei all dem Lärm und den vielen Interessen etwas Konstruktives beitragen? Gute Idee! Lassen Sie sich von mir, Karsten Noack, unterstützen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Die Investition in professionelle Unterstützung lohnt sich, wenn Sie etwas zu bieten haben. Wenn Sie Wettbewerb haben, sorgen wir für Ihren Vorsprung. Und falls Sie nicht in Berlin sind, dann geht es auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung. Es handelt sich um ein Vorhaben, das die Welt besser macht und an der Sie nichts verdienen außer möglicherweise Ruhm, Ehre und Punkte auf dem Karmakonto? So manches Vorhaben unterstütze ich ohne Berechnung. Senden Sie mir dazu eine Beschreibung Ihres Vorhabens und wie ich Sie, auf welche Weise, unterstützen kann.
Viele sehr gute Beiträge werden nicht gehört, weil der Mut fehlt den eigenen Standpunkt auszusprechen. Manche Menschen sind zu introvertiert oder haben aus anderen Gründen keine Freude daran vor Gruppen zu sprechen. In unserer Gesellschaft wird versucht Lampenfieber lieber zu verstecken. Die Wahrheit ist; es leiden sehr viele Menschen bei ihren Auftritten vor Publikum unter sehr intensivem Lampenfieber. In diesem Zustand ist es deutlich schwerer zu überzeugen. Gut zu wissen, dass ich Ihnen auch hier helfen kann. Nur, für den Fall … Damit Sie und Ihr Angebot überzeugen!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 9. Januar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:
Ein Problem zu beschreiben reicht noch nicht.
Wenn du Menschen überzeugen möchtest, brauchen sie mehr.
Sie müssen verstehen:
Was genau ist das Problem?
Warum ist es relevant?
Welche Ursachen liegen dahinter?
Welche Lösungen sind denkbar?
Und warum ist eine davon besonders geeignet?
Genau dafür eignet sich das Problemlösungsformat.
Es führt dein Publikum Schritt für Schritt von der Ausgangssituation zu einer begründeten Entscheidung.
Das Problemlösungsformat ist eine Redestruktur für Präsentationen, Reden und Entscheidungsvorlagen.
Es eignet sich besonders dann, wenn:
Die Grundlogik lautet:
Problem → Ursachen → Ziel → Optionen → Empfehlung → Handlung
Damit entsteht weniger eine lose Sammlung von Argumenten.
Es entsteht eine nachvollziehbare Entscheidungslogik.
Menschen akzeptieren eine Lösung leichter, wenn sie vorher verstanden haben:
welches Problem überhaupt gelöst werden soll.
Das klingt selbstverständlich.
In Präsentationen wird dieser Schritt trotzdem häufig übersprungen.
Der Redner kennt das Problem bereits.
Das Publikum vielleicht noch nicht.
Oder es bewertet seine Bedeutung anders.
Dann kommt die Lösung zu früh.
Wenn dein Publikum noch nicht überzeugt ist, dass Handlungsbedarf besteht, wird es auch wenig Motivation für deine Lösung entwickeln.
Deshalb sollte der erste Teil der Präsentation beantworten:
Warum sollten wir uns überhaupt damit beschäftigen?
Erst danach wird interessant:
Was sollten wir tun?
Für viele Reden und Präsentationen hat sich folgende Reihenfolge bewährt:
Diese Reihenfolge ist keine starre Vorschrift.
Sie ist eine Denkstruktur.
Je nach Anlass können einzelne Schritte kürzer oder ausführlicher ausfallen.
Beginne mit der Frage:
Wo stehen wir?
Beschreibe die Ausgangssituation so konkret, dass dein Publikum versteht, worum es geht.
Dann zeige:
Wo liegt das Problem?
Und:
Warum verdient es Aufmerksamkeit?
Statt:
„Unsere Prozesse funktionieren nicht gut.“
präziser:
„Die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist innerhalb eines Jahres von drei auf sieben Tage gestiegen.“
Das Publikum kann mit der zweiten Aussage mehr anfangen.
Sie beschreibt ein beobachtbares Problem.
Eine häufige Schwierigkeit:
Das sichtbare Problem ist möglicherweise nur ein Symptom.
Zum Beispiel:
„Unsere Kunden beschweren sich häufiger.“
Das ist zunächst eine Beobachtung.
Die Ursache könnte liegen bei:
Deshalb folgt als nächster Schritt die Ursachenanalyse.
Wenn du nur Symptome behandelst, kann das Problem bestehen bleiben.
Deshalb lohnt sich die Frage:
Warum entsteht die aktuelle Situation?
Zeige die wichtigsten Ursachen.
Weniger jede denkbare Ursache.
Konzentriere dich auf diejenigen, die für die Entscheidung relevant sind.
Gerade bei Ursachen entstehen schnell vorschnelle Erklärungen.
Zum Beispiel:
„Die Mitarbeitenden sind unmotiviert.“
Das ist bereits eine Interpretation.
Vielleicht beobachten wir tatsächlich:
„Die Zahl der Verbesserungsvorschläge ist innerhalb von sechs Monaten deutlich gesunken.“
Beides ist nicht dasselbe.
Eine gute Problemanalyse trennt möglichst sauber:
Was wissen wir?
Und:
Was vermuten wir?
Bevor du Lösungen vergleichst, kläre:
Was soll eine gute Lösung überhaupt leisten?
Dieser Schritt wird häufig unterschätzt.
Ohne ein klares Ziel lassen sich verschiedene Lösungen nur schwer sinnvoll vergleichen.
Statt:
„Der Kundenservice soll besser werden.“
zum Beispiel:
„Anfragen sollen innerhalb eines Arbeitstages beantwortet werden, ohne dass die Qualität der Beratung sinkt.“
Jetzt lassen sich Lösungsoptionen an einem konkreteren Maßstab prüfen.
Wenn du erst eine Lieblingslösung auswählst und anschließend passende Kriterien suchst, wird aus Analyse schnell Rechtfertigung.
Stärker ist:
Erst Kriterien klären. Dann Optionen vergleichen.
So wird deine Empfehlung nachvollziehbarer.
Jetzt kommen die möglichen Wege auf den Tisch.
Zeige die wichtigsten realistischen Alternativen.
Zum Beispiel:
Gerade die letzte Option wird häufig vergessen.
Doch auch:
„Wir verändern nichts.“
ist eine Entscheidung mit Folgen.
Du musst nicht jede theoretisch denkbare Lösung präsentieren.
Zu viele Alternativen können die Entscheidung unnötig kompliziert machen.
Konzentriere dich auf:
die ernsthaft relevanten Optionen.
Wenn du dein Publikum überzeugen möchtest, kann die Versuchung groß sein:
Die bevorzugte Lösung sieht hervorragend aus.
Alle Alternativen wirken offensichtlich schlecht.
Das ist rhetorisch durchschaubar.
Und es kann Vertrauen kosten.
Stärker ist:
Zeige auch die Nachteile deiner bevorzugten Lösung.
Dann erkläre, weshalb ihre Vorteile trotzdem überwiegen.
Wenn Option A nach Kosten bewertet wird und Option B nach Geschwindigkeit, entsteht ein schiefer Vergleich.
Nutze für alle relevanten Optionen möglichst dieselben Kriterien.
Zum Beispiel:
Das macht die Argumentation transparenter.
Jetzt kommt die Entscheidung.
Oder zumindest deine Empfehlung.
Formuliere sie klar.
Weniger:
„Vielleicht könnte man eventuell darüber nachdenken …“
Sondern beispielsweise:
„Ich empfehle Option B.“
Dann folgt die Begründung.
Zum Beispiel:
„Ich empfehle Option B, weil sie unsere drei wichtigsten Kriterien erfüllt: Sie lässt sich innerhalb von drei Monaten umsetzen, reduziert das operative Risiko und bleibt innerhalb des Budgets.“
Damit ist die Empfehlung mit den zuvor definierten Kriterien verbunden.
Jede ernsthafte Entscheidung hat Nachteile.
Zum Beispiel:
Wer diese Nachteile offen benennt, wirkt häufig glaubwürdiger als jemand, der eine Lösung als vollkommen risikolos verkauft.
Eine überzeugende Problemanalyse kann trotzdem wirkungslos bleiben, wenn am Ende niemand weiß:
Was passiert jetzt?
Deshalb braucht das Problemlösungsformat häufig einen klaren nächsten Schritt.
Statt:
„Wir sollten jetzt aktiv werden.“
besser:
„Ich bitte heute um die Freigabe für einen dreimonatigen Pilotversuch.“
Jetzt weiß das Publikum, worüber entschieden werden soll.
Stell dir vor, du möchtest in deinem Unternehmen eine neue Software einführen.
Dann könnte die Präsentation so aussehen:
Die aktuelle Bearbeitung benötigt zu viel Zeit und produziert wiederkehrende Fehler.
Daten werden mehrfach manuell übertragen und verschiedene Systeme sind nicht miteinander verbunden.
Die Bearbeitungszeit soll um mindestens 30 Prozent sinken, ohne neue Datenschutzrisiken zu erzeugen.
Drei mögliche Softwarelösungen werden anhand von Kosten, Integration, Sicherheit und Implementierungsdauer verglichen.
Option B erfüllt die wichtigsten Kriterien am besten.
Freigabe eines Pilotprojekts ab dem kommenden Quartal.
Genau darin liegt seine Stärke.
Das Publikum erlebt nicht nur deine Schlussfolgerung.
Es kann den Weg dorthin nachvollziehen.
Das erhöht die Chance, dass deine Empfehlung:
wird.
Zum Beispiel bei:
Überall dort, wo dein Publikum von einem Problem zu einer begründeten Lösung geführt werden soll, ist diese Struktur einen Blick wert.
Nicht jede Rede braucht ein Problem.
Wenn du:
möchtest, kann eine andere Struktur besser passen.
Die Redestruktur sollte immer dem Ziel dienen.
Nicht umgekehrt.
Die Drei-Punkte-Formel ist universeller.
Sie eignet sich hervorragend, wenn du schnell:
Einleitung → Hauptteil → Schluss
strukturieren möchtest.
Das Problemlösungsformat ist spezieller.
Es eignet sich besonders für:
Entscheidungen und Empfehlungen.
→ Drei-Punkte-Formel für Reden und Präsentationen
Der dialektische Fünfsatz eignet sich besonders, wenn du eine Position knapp argumentieren und Einwände beziehungsweise Gegenpositionen berücksichtigen möchtest.
Das Problemlösungsformat ist stärker auf:
Problem → Optionen → Entscheidung
ausgerichtet.
→ Dialektischer Fünfsatz als Redestruktur
AIDA konzentriert sich stärker auf:
Aufmerksamkeit → Interesse → Wunsch → Handlung.
Das eignet sich gut für persuasive und verkaufsorientierte Kommunikation.
Das Problemlösungsformat legt dagegen mehr Gewicht auf:
Analyse und begründete Auswahl zwischen Alternativen.
→ AIDA als Struktur für Reden und Präsentationen
Wenn du deine Lösung verkaufen möchtest, kann es verlockend sein, das Problem möglichst groß erscheinen zu lassen.
Das kann kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen.
Es beschädigt jedoch Glaubwürdigkeit, wenn dein Publikum die Übertreibung erkennt.
Zeige das Problem so groß, wie es tatsächlich ist.
Dann wird aus dem scheinbaren Vergleich mehrerer Optionen eine Inszenierung.
Alle Wege führen zufällig zu der Lösung, die du ohnehin wolltest.
Das Publikum bemerkt solche Konstruktionen häufig.
Wenn du Optionen vergleichst, dann vergleiche sie fair.
Ohne klares Ziel lassen sich Lösungen kaum sinnvoll bewerten.
Dann diskutiert das Publikum möglicherweise:
„Welche Option ist besser?“
ohne zu klären:
„Besser wofür?“
Deshalb gehört das Ziel vor den Lösungsvergleich.
Zehn Alternativen erzeugen weniger automatisch eine bessere Entscheidung.
Oft braucht dein Publikum eine begründete Auswahl der ernsthaft relevanten Möglichkeiten.
Reduziere Komplexität, ohne relevante Optionen zu unterschlagen.
Am Ende wissen alle:
Es gibt ein Problem.
Es gibt verschiedene Lösungen.
Doch niemand weiß:
Was empfiehlt der Redner?
Wenn du eine Empfehlung hast, sprich sie klar aus.
Ein guter Vortrag kann trotzdem folgenlos bleiben.
Deshalb:
Was soll nach deiner Präsentation geschehen?
Eine Entscheidung?
Ein Pilotprojekt?
Eine Prüfung?
Ein weiteres Gespräch?
Formuliere den nächsten Schritt.
Das ist besonders für Experten eine Herausforderung.
Du hast dich möglicherweise seit Wochen mit dem Thema beschäftigt.
Für dich ist die Lösung längst plausibel.
Dann möchtest du direkt sagen:
„Wir brauchen System B.“
Das Publikum fragt jedoch innerlich noch:
„Warum brauchen wir überhaupt ein neues System?“
Deine Präsentation beginnt gedanklich zu spät.
Das bedeutet:
Was weiß das Publikum bereits?
Was sieht es ähnlich?
Wo besteht noch kein Problembewusstsein?
Welche Einwände sind wahrscheinlich?
→ Zielgruppenanalyse für Reden und Präsentationen
Ein weiterer wichtiger Punkt:
Die Präsentation sollte nicht 80 Prozent ihrer Zeit beim Problem verbringen und anschließend in zwei Minuten eine Lösung präsentieren.
Das Publikum braucht genug Problembewusstsein.
Dann sollte der Blick nach vorn gehen.
Sonst entsteht:
Problembeschreibung statt Problemlösung.
So viel, dass dein Publikum:
Danach braucht es Bewegung in Richtung Lösung.
In Vorstandsrunden und anderen Entscheidungsgremien ist häufig wenig Zeit.
Dann kannst du die Struktur verdichten.
Zum Beispiel:
„Wir haben Problem X. Drei Ursachen sind relevant. Wir haben drei realistische Optionen. Ich empfehle Option B aus diesen Gründen.“
Danach folgen die Details.
Das Problemlösungsformat bleibt erhalten.
Es wird nur kompakter.
Bei Executive-Kommunikation kann es sinnvoll sein, die Empfehlung bereits am Anfang zu nennen.
Zum Beispiel:
„Ich empfehle, Standort B auszubauen. Der Grund: Unsere aktuelle Kapazität reicht ab dem kommenden Jahr nicht mehr aus. Ich zeige kurz das Problem, die drei Optionen und weshalb B die tragfähigste Lösung ist.“
Damit kennt das Publikum früh die Richtung.
Die Problemlösungsstruktur liefert anschließend die Begründung.
Das ist entscheidend.
Eine Redestruktur ist ein Werkzeug.
Sie soll Orientierung schaffen.
Sie darf weniger zur Zwangsjacke werden.
Manchmal ist es sinnvoll:
erst die Empfehlung zu nennen und anschließend herzuleiten.
Manchmal:
das Publikum erst Schritt für Schritt zur Lösung zu führen.
Das hängt von Anlass, Publikum und Ziel ab.
Du kannst deine Präsentation mit diesen Fragen vorbereiten:
Wenn du nur wenige Minuten hast:
Problem.
Ziel.
Optionen.
Empfehlung.
Nächster Schritt.
Die Ursachen kannst du dort integrieren, wo sie für das Verständnis erforderlich sind.
Prüfe:
Dann kann es beispielsweise darum gehen:
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Präsentationskompetenz, Argumentation oder die strukturierte Vermittlung komplexer Inhalte geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Präsentation oder Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
Das Problemlösungsformat ist einfach.
Und gerade deshalb sehr wirkungsvoll.
Es führt dein Publikum durch sechs entscheidende Fragen:
Was ist das Problem?
Warum entsteht es?
Was wollen wir erreichen?
Welche Möglichkeiten haben wir?
Welche Option empfehle ich?
Was soll jetzt geschehen?
Die Stärke dieser Struktur liegt weniger darin, dass sie sechs Punkte enthält.
Ihre Stärke liegt darin, dass sie eine Entscheidung nachvollziehbar macht.
Eine überzeugende Lösung beginnt deshalb nicht mit der Lösung. Sie beginnt mit einer klaren gemeinsamen Vorstellung davon, welches Problem überhaupt gelöst werden soll.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Das Pro-und-Kontra-Redeformat bietet sich als Redestruktur für überzeugende Redebeiträge an, wenn es vom Redner unterschiedliche Positionen zu berücksichtigen gibt.
Das Pro-und-Kontra-Redeformat ist mit der Fünf-Punkte-Formel verwandt. Es eignet sich sehr gut für eine Rede zu einem kontroversen Thema mit konträren Positionen.
Da bei dieser Redeformel zu Beginn auch der Meinung des Gegners Raum gegeben wird, wirkt der Redner analytisch-sachlich und gerecht. Dem Zuhörer wird somit suggeriert, dass sich der Redner eine fundierte Meinung gebildet hat. Nachdem die Gegenposition erörtert und deren Argumente entkräftet wurden, wird die eigene Position dargelegt. Da sich ein Zuhörer besser das merkt, was er zuletzt gehört hat, verblassen die Argumente der Gegenseite zusätzlich.
Das gilt das Publikum vorzubereiten, indem die Neugier gesteigert und Relevanz vermittelt wird.
Hilfreiche Fragen:
Beschreiben Sie das Problem.
Hilfreiche Fragen:
Nun kündigen Sie eine Lösung an.
Hilfreiche Fragen:
Zuerst die Vorteile und dann die Nachteile, bis die Gegenposition entkräftet ist
Hilfreiche Fragen:
Nun geben Sie eine Empfehlung zur Lösung.
Hilfreiche Fragen:
Begründen Sie Ihre Empfehlung auf eine für das Publikum relevante Weise.
Hilfreiche Fragen:
Nenne Sie für das Publikum möglichst relevante Beispiele.
Hilfreiche Fragen:
Butter bei die Fische: Was soll das Publikum nun tun? Wenn das Publikum bis hierher gefolgt ist, geht es nun an die Ernte. Eine gute Handlungsaufforderung ist konkret und der erste Schritt findet möglichst alsbald statt. Lieber einen kleinen ersten Schritt als einen großen Schritt der nie erfolgt.
Hilfreiche Fragen:
Eine Pro-Kontra-Redegliederung ist eine spezielle Form der Redestruktur, die verwendet wird, um die Vor- und Nachteile eines Themas oder einer Idee zu präsentieren. Sie ist besonders nützlich, wenn es darum geht, das Publikum von einer Meinung oder einer Handlung zu überzeugen, indem die verschiedenen Seiten eines Themas gründlich erörtert werden.
Eine Pro-Contra-Redegliederung umfasst in der Regel die folgenden Elemente:
1. Einleitung: Die Einleitung dient dazu, das Thema einzuführen und das Publikum auf die Vor- und Nachteile einzustimmen.
2. Pro-Argumente: Im Hauptteil der Rede werden die Argumente für das Thema oder die Idee präsentiert.
3. Contra-Argumente: Im Hauptteil der Rede werden auch die Argumente gegen das Thema oder die Idee präsentiert.
4. Abschluss: Der Schluss der Rede fasst die wichtigsten Punkte zusammen und ruft das Publikum zum Handeln auf.
Eine Pro-Contra-Redegliederung ist ein nützliches Werkzeug, um das Publikum über die Vor- und Nachteile eines Themas oder einer Idee zu überzeugen.
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
Ziel und Kernbotschaft
Struktur und Dramaturgie
Argumentation und Storytelling
Sprache und Formulierungen
Folien und Visualisierung
Stimme, Körpersprache und Präsenz
Lampenfieber und Auftrittssicherheit
kritische Fragen und Einwände
einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.
→ Executive Präsentationsvorbereitung
Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?
Ein Probelauf macht genau das sichtbar.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Hast du mit dieser oder einer anderen Redestruktur Erfahrungen gemacht?
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2006
Überarbeitung: 8. Juni 2020
AN: #43371
K:
Ü:
Mit dem Klassiker der Redestrukturierung, der Fünf-Punkte-Gliederung, bauen Sie wirksam Reden und Präsentationen auf.
Alle guten Dinge sind DREI? Manchmal ist FÜNF noch besser. Eine der geläufigsten Redeformeln ist deswegen die Fünf-Punkte-Gliederung, die auch als Fünf-Finger- oder Fünf-Satz-Formel bezeichnet wird.
Hierbei geht es darum, eine Argumentation Schritt für Schritt aufzubauen, damit der Zuhörer jeden einzelnen Gedankengang nachvollziehen kann. Die Hauptaussage wird dann in Form eines Fazits nah an das Ende gestellt.
Diese Redeformel eignet sich besonders für einfache Überzeugungsvorträge. Sie ist aber auch bei einem Sachvortrag oder einer Stegreifrede anwendbar.
Du hast viel zu sagen.
Vielleicht sogar zu viel.
Du kennst das Thema.
Du hast Argumente, Beispiele, Zahlen und Ideen.
Und genau darin kann das Problem liegen.
Denn was für dich längst zusammengehört, muss für dein Publikum noch lange keinen erkennbaren Zusammenhang ergeben.
Eine gute Rede braucht deshalb mehr als gute Inhalte.
Sie braucht eine Gedankenführung.
Eine einfache und vielseitige Möglichkeit dafür ist die Fünf-Punkte-Gliederung.
Sie führt das Publikum Schritt für Schritt von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer klaren Schlussfolgerung und – wenn es zum Anlass passt – zu einer konkreten Handlung.
Die fünf Schritte sind:
1. Interesse und Relevanz schaffen
2. Orientierung geben
3. Begründen und anschaulich machen
4. Schlussfolgerung formulieren
5. Konsequenz oder Handlung deutlich machen
Der eigentliche Wert liegt jedoch weniger in der Zahl fünf.
Er liegt in einer entscheidenden Frage:
Kann mein Publikum meinem Gedankengang mühelos folgen?
Wer ein Thema sehr gut kennt, unterschätzt leicht, wie viele gedankliche Schritte das Publikum benötigt.
Der Redner denkt:
„Das ist doch offensichtlich.“
Für die Zuhörer fehlt möglicherweise genau die Verbindung zwischen zwei Gedanken.
Deshalb bedeutet gute Struktur keineswegs, Inhalte lediglich in fünf Kästchen zu sortieren.
Sie bedeutet:
die Gedanken in der Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen sie verstehen können.
Das ist ein Perspektivwechsel.
Du strukturierst die Rede weniger nach der Reihenfolge, in der dir die Gedanken eingefallen sind.
Du strukturierst sie danach, wie dein Publikum sie am besten aufnehmen kann.
Die ersten Momente beantworten für das Publikum eine unausgesprochene Frage:
Warum sollte ich jetzt zuhören?
Deshalb braucht ein guter Einstieg Relevanz.
Das kann durch eine überraschende Beobachtung geschehen.
Eine Frage.
Eine kurze Geschichte.
Eine konkrete Situation.
Eine starke Aussage.
Oder ein Problem, das dein Publikum unmittelbar betrifft.
Zum Beispiel:
„Wir diskutieren seit Monaten über die Kosten dieser Veränderung. Heute möchte ich über die Kosten sprechen, die entstehen, wenn wir nichts verändern.“
Damit ist sofort klar:
Hier geht es um etwas, das Konsequenzen hat.
Was betrifft mein Publikum unmittelbar?
Welche Frage beschäftigt diese Menschen?
Was steht auf dem Spiel?
Welche Beobachtung macht neugierig?
Und:
Warum lohnt es sich, mir die nächsten Minuten zuzuhören?
Viele Redner beginnen mit sich selbst.
„Ich freue mich, heute hier zu sein.“
„Ich möchte Ihnen etwas über unser Projekt erzählen.“
„Mein Thema lautet …“
Das kann höflich sein.
Es erzeugt jedoch selten starke Aufmerksamkeit.
Das Publikum interessiert sich zunächst weniger dafür, was du erzählen möchtest.
Es interessiert sich dafür:
Was bedeutet das für uns?
Deshalb darf die Relevanz möglichst früh sichtbar werden.
Nachdem Interesse entstanden ist, braucht das Publikum Orientierung.
Worum geht es genau?
Welche Frage wird beantwortet?
Was möchtest du zeigen?
Was soll nach deiner Rede klarer sein als vorher?
Hier formulierst du den gedanklichen Rahmen.
Zum Beispiel:
„Ich möchte Ihnen heute drei Gründe zeigen, weshalb wir diesen Schritt jetzt gehen sollten – und welche zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit er funktioniert.“
Jetzt weiß das Publikum, worauf es achten soll.
Orientierung reduziert kognitive Arbeit.
Und genau das hilft beim Zuhören.
Vor jeder Strukturfrage steht deshalb eine noch wichtigere Frage:
Was soll mein Publikum am Ende verstanden haben?
Versuche, die Botschaft in einem Satz zu formulieren.
Wenn dir das kaum gelingt, ist häufig auch die Rede noch zu unscharf.
Zum Beispiel:
„Wir sollten das Projekt starten.“
Das ist eine Position.
Stärker wäre:
„Wir sollten das Projekt jetzt starten, weil der erwartete Nutzen die überschaubaren Risiken deutlich überwiegt und weiteres Warten zusätzliche Kosten erzeugt.“
Jetzt ist der Kern sichtbar.
Die Struktur kann darauf aufbauen.
Nun kommt der Hauptteil.
Hier zeigst du:
Warum ist deine Einschätzung nachvollziehbar?
Welche Informationen tragen sie?
Welche Optionen gibt es?
Welche Gegenargumente verdienen Aufmerksamkeit?
Welche Beispiele machen die Aussage verständlich?
Hier entsteht die eigentliche argumentative Substanz.
Doch Vorsicht:
Mehr Argumente machen eine Rede keineswegs automatisch überzeugender.
Manchmal bewirken sie das Gegenteil.
Das Publikum verliert die Prioritäten aus dem Blick.
Deshalb solltest du auswählen.
Welche zwei oder drei Gedanken tragen deine Botschaft wirklich?
Welche Informationen sind erforderlich?
Welche Details gehören eher in eine Fragerunde, einen Anhang oder ein Gespräch danach?
Nicht jedes Argument ist gleich stark.
Und nicht jedes ist für dein Publikum gleich relevant.
Deshalb solltest du unterscheiden:
Was ist mein stärkstes Argument?
Was unterstützt es?
Was ist ein Beispiel?
Was ist Hintergrundinformation?
Was kann weg?
Diese letzte Frage ist besonders wertvoll.
Eine gute Rede entsteht häufig ebenso durch Weglassen wie durch Hinzufügen.
Abstrakte Aussagen sind schnell vergessen.
Konkrete Beispiele bleiben eher hängen.
Statt:
„Die bisherige Vorgehensweise verursacht erhebliche Verzögerungen.“
könntest du sagen:
„Im vergangenen Quartal haben wir dadurch bei drei Projekten insgesamt sechs Wochen verloren.“
Jetzt bekommt die Aussage Kontur.
Geschichten, Vergleiche und Beispiele können dasselbe leisten.
Sie übersetzen einen abstrakten Gedanken in etwas Vorstellbares.
Eine überzeugende Rede tut selten so, als gäbe es ausschließlich Vorteile.
Gerade bei wichtigen Entscheidungen kennt das Publikum häufig selbst die Einwände.
Wenn du sie verschweigst, entstehen Zweifel.
Deshalb kann es stark sein, selbst zu sagen:
„Der wichtigste Einwand gegen diese Lösung ist …“
Und anschließend:
„Genau deshalb sollten wir uns diesen Punkt genauer ansehen.“
Damit zeigst du:
Du hast die Gegenposition wahrgenommen.
Du hast sie geprüft.
Und deine Empfehlung besteht auch nach dieser Prüfung.
Das wirkt häufig stärker als eine einseitige Verkaufsschau.
Nach Argumenten, Beispielen und möglichen Gegenpositionen braucht das Publikum eine klare Antwort:
Was folgt daraus?
Genau dafür ist das Fazit da.
Jetzt fasst du weniger alles noch einmal zusammen.
Du verdichtest.
Zum Beispiel:
„Deshalb empfehle ich, das Projekt im kommenden Quartal zu starten – zunächst begrenzt auf die beiden Bereiche, in denen Nutzen und Umsetzbarkeit bereits ausreichend belegt sind.“
Das ist konkret.
Die Zuhörer wissen, wofür du stehst.
Manche Reden verlieren kurz vor dem Ende ihre Klarheit.
Nach zwanzig Minuten überzeugender Argumentation kommt:
„Das waren einige Gedanken dazu. Vielen Dank.“
Damit bleibt erstaunlich viel Wirkung liegen.
Wenn du zu einer Schlussfolgerung gekommen bist, darfst du sie aussprechen.
Klar.
Präzise.
Und ohne sie anschließend durch drei zusätzliche Absicherungen wieder zu verwässern.
Eine gute Argumentation darf zu einem klaren Ergebnis führen.
Nicht jede Rede braucht einen klassischen Call-to-Action.
Eine Gedenkrede hat ein anderes Ziel als eine Vorstandspräsentation.
Ein Fachvortrag ein anderes als ein Pitch.
Doch fast jede gute Rede hat eine gewünschte Wirkung.
Vielleicht soll das Publikum:
entscheiden,
zustimmen,
eine Möglichkeit prüfen,
eine Vorgehensweise verändern,
eine Information behalten,
eine Frage weiterdenken,
oder einen konkreten nächsten Schritt gehen.
Deshalb lohnt sich am Ende die Frage:
Was soll nach meiner Rede anders sein als vorher?
Wenn daraus eine Handlung folgt, formuliere sie möglichst konkret.
Statt:
„Wir sollten jetzt gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.“
besser:
„Ich schlage vor, dass wir heute die Freigabe für die Pilotphase beschließen und bis Freitag die Verantwortlichkeiten festlegen.“
Jetzt wird aus Zustimmung Bewegung.
Eine klare Rede beantwortet fünf Fragen:
Schaffe Interesse und Relevanz.
Gib Orientierung und formuliere deine zentrale Botschaft.
Begründe, prüfe und veranschauliche.
Formuliere eine klare Schlussfolgerung.
Zeige die Konsequenz oder den nächsten Schritt.
Damit entsteht eine natürliche Gedankenbewegung:
Relevanz → Orientierung → Begründung → Schlussfolgerung → Konsequenz
Eine Redestruktur soll dir dienen.
Wenn sie deine Botschaft schwächt, verändere sie.
Vielleicht braucht deine Rede mehr Raum im Hauptteil.
Vielleicht ist die Handlungsaufforderung unnötig.
Vielleicht eröffnet eine Geschichte und die eigentliche Orientierung folgt etwas später.
Vielleicht braucht ein komplexes Thema mehrere argumentative Schleifen.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Struktur bedeutet Ordnung – nicht Starrheit.
Die Fünf-Punkte-Gliederung ist deshalb besonders hilfreich als Ausgangspunkt.
Sie zwingt dich zu fünf wichtigen Entscheidungen.
Was ist relevant?
Was ist meine Botschaft?
Was trägt sie?
Was folgt daraus?
Was soll anschließend geschehen?
Die Struktur eignet sich auch für Situationen, in denen wenig Zeit vorhanden ist.
Bevor du sprichst, notiere fünf Stichworte:
Relevanz
Warum betrifft das mein Publikum?
Botschaft
Was möchte ich auf den Punkt bringen?
Begründung
Welche zwei oder drei Gedanken tragen die Botschaft?
Fazit
Was folgt daraus?
Konsequenz
Was soll anschließend geschehen?
Damit lässt sich auch eine kurzfristige Wortmeldung wesentlich klarer strukturieren.
Ein häufiger Fehler bei Präsentationen:
PowerPoint wird geöffnet, bevor der Gedankengang steht.
Dann entstehen Folien.
Noch eine Folie.
Noch eine Zahl.
Noch ein Diagramm.
Und irgendwann versucht der Redner, aus den vorhandenen Folien eine Geschichte zu bauen.
Hilfreicher ist die umgekehrte Reihenfolge:
Erst die Gedankenführung. Dann die Folien.
Wenn die Struktur ohne Präsentationssoftware kaum funktioniert, werden zusätzliche Folien das Problem selten lösen.
Eine Fünf-Punkte-Gliederung allein macht noch keine überzeugende Rede.
Entscheidend bleiben:
eine relevante Botschaft,
tragfähige Argumente,
ein Verständnis für das Publikum,
gute Beispiele,
glaubwürdige Präsenz
und eine klare Schlussfolgerung.
Die Struktur verbindet diese Elemente.
Sie ersetzt sie nicht.
Vor einer wichtigen Rede oder Präsentation helfen fünf abschließende Fragen:
1. Ist bereits am Anfang klar, warum das Thema relevant ist?
2. Kann ich meine zentrale Botschaft in einem Satz formulieren?
3. Tragen meine wichtigsten Argumente diese Botschaft tatsächlich?
4. Ist am Ende eindeutig, welche Schlussfolgerung ich ziehe?
5. Weiß mein Publikum, was daraus folgt?
Wenn du diese fünf Fragen klar beantworten kannst, besitzt deine Rede bereits ein sehr solides Fundament.
Die Fünf-Punkte-Gliederung ist ein einfaches Werkzeug.
Gerade darin liegt ihre Stärke.
Sie erinnert dich daran, dass eine gute Rede mehr braucht als interessante Inhalte.
Sie braucht eine nachvollziehbare Gedankenführung.
Schaffe Relevanz.
Gib Orientierung.
Begründe.
Ziehe eine klare Schlussfolgerung.
Und zeige, was daraus folgt.
Denn überzeugende Kommunikation bedeutet weniger, möglichst viel zu sagen.
Sie bedeutet:
die richtigen Gedanken in einer Reihenfolge anzubieten, in der andere Menschen ihnen folgen können.
Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.
Entscheidend ist das Zusammenspiel.
Was möchtest du erreichen?
Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?
Wie klar ist deine Botschaft?
Wie wirkst du als Persönlichkeit?
Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?
Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:
eine klare Argumentation
verständliche und präzise Sprache
glaubwürdige persönliche Wirkung
stimmige Körpersprache
anschauliches Storytelling
überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten
ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.
Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.
Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
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Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 8. März 2026
Warum bleiben manche Präsentationen im Gedächtnis und andere kaum?
Warum versteht ein Publikum einen komplexen Zusammenhang manchmal sofort?
Und warum verliert es bei einer anderen Präsentation schon nach wenigen Minuten den Faden?
Psychologie kann darauf einige hilfreiche Antworten geben.
Nur selten lauten sie:
„Nutze diesen einen Präsentationstrick.“
Wirkung entsteht eher aus einem Zusammenspiel von:
Deshalb lohnt es sich, Präsentationen nicht nur rhetorisch zu betrachten.
Sondern auch aus der Perspektive:
Wie verarbeitet ein Mensch eigentlich das, was ich gerade vermittle?
Psychologische Prinzipien können eine Präsentation verständlicher und zugänglicher machen.
Sie können jedoch:
fehlende Substanz nicht retten.
Wenn die Botschaft unklar ist, hilft auch die eleganteste Folie wenig.
Wenn die Argumentation schwach ist, macht Storytelling sie nicht automatisch überzeugend.
Wenn der Vortrag für das Publikum irrelevant ist, rettet auch ein aufmerksamkeitsstarker Einstieg nur begrenzt.
Deshalb beginnt gute Präsentation weiterhin mit:
einem relevanten Gedanken.
Ein Publikum verfügt nicht über unbegrenzte Aufmerksamkeit.
Das klingt selbstverständlich.
In Präsentationen wird es trotzdem häufig ignoriert.
Menschen hören zu und gleichzeitig:
Deshalb braucht eine Präsentation:
Aufmerksamkeitsführung.
Häufig wird behauptet:
„Nach zehn Minuten verliert jeder Mensch die Aufmerksamkeit.“
So präzise lässt sich Aufmerksamkeit nicht takten.
Wie lange Menschen aufmerksam bleiben, hängt unter anderem ab von:
Ein spannender Gedanke kann länger tragen.
Ein irrelevanter Gedanke kann schon nach wenigen Sekunden Aufmerksamkeit verlieren.
Die bessere Frage lautet deshalb:
„Wann braucht mein Publikum einen neuen Orientierungspunkt?“
Gleichförmigkeit erleichtert Abschweifen.
Veränderung kann Aufmerksamkeit neu bündeln.
Zum Beispiel durch:
Das bedeutet nicht:
alle paar Minuten Unterhaltung produzieren.
Die Veränderung sollte einen inhaltlichen Grund haben.
Variation dient der Bedeutung.
Menschen können nur eine begrenzte Menge neuer Information gleichzeitig aktiv verarbeiten.
Das hat unmittelbare Konsequenzen für Präsentationen.
Wenn du gleichzeitig:
konkurrieren diese Informationen um Verarbeitungskapazität.
Das Publikum braucht dann Energie, um überhaupt herauszufinden:
Worauf soll ich gerade achten?
Eine Folie sollte deshalb nicht alles zeigen, was du weißt.
Sie sollte zeigen:
was für diesen Gedanken gerade gebraucht wird.
Die Forschung zum multimedialen Lernen spricht hier unter anderem vom Kohärenzprinzip:
Unnötige zusätzliche Informationen können Verarbeitung erschweren.
Mehr Inhalt bedeutet nicht automatisch mehr vermitteltes Wissen.
Wenn ein Publikum zu viel gleichzeitig verarbeiten muss, sinkt möglicherweise:
Deshalb ist Kürzen kein rein ästhetischer Vorgang.
Es ist:
kognitive Priorisierung.
Frag bei jedem Detail:
„Braucht das Publikum diese Information genau jetzt?“
Struktur hilft Menschen, neue Informationen einzuordnen.
Wenn eine Präsentation einem erkennbaren Muster folgt, muss das Publikum weniger Energie darauf verwenden:
den Zusammenhang selbst zu rekonstruieren.
Hilfreiche Grundstrukturen können sein:
Keine dieser Strukturen ist universell überlegen.
Entscheidend ist:
Sie passt zur Aufgabe.
Struktur gehört nicht nur auf die Agenda-Folie.
Sie sollte während der Präsentation immer wieder erkennbar werden.
Zum Beispiel:
„Bis hierhin ging es um die Ursache.“
„Jetzt kommen wir zur eigentlichen Entscheidung.“
„Dafür sind drei Kriterien besonders wichtig.“
Solche sprachlichen Signale helfen dem Publikum:
den gedanklichen Weg mitzugehen.
In der Forschung zum multimedialen Lernen wird dieses Prinzip als Signaling beziehungsweise Cueing beschrieben.
Eine Überschrift wie:
„Marktentwicklung“
sagt wenig.
Eine Aussage wie:
„Unser Kernmarkt schrumpft seit drei Jahren“
gibt dem Publikum sofort Orientierung.
Das ist besonders hilfreich bei komplexen Präsentationen.
Die Folie beantwortet damit bereits:
Was soll ich hier erkennen?
Die Grafik oder die Daten liefern anschließend den Beleg.
Drei Punkte können angenehm überschaubar sein.
Deshalb funktionieren Dreierstrukturen rhetorisch häufig gut.
Zum Beispiel:
Oder:
Doch daraus folgt nicht:
Menschen können sich grundsätzlich nur drei Dinge merken.
Und auch nicht:
Jede Präsentation darf höchstens drei Argumente haben.
Die Dreierregel ist ein Gestaltungsprinzip.
Kein Gedächtnisgesetz.
Visualisierungen sind besonders hilfreich, wenn etwas:
leichter gezeigt als beschrieben werden kann.
Zum Beispiel:
Dann ergänzt die Visualisierung das Gesagte.
Sie verdoppelt es nicht nur.
Die verbreitete Vorstellung, Menschen ließen sich stabil in:
Lerntypen einteilen und müssten entsprechend unterrichtet werden, ist wissenschaftlich nicht überzeugend belegt.
Das heißt nicht:
Bilder sind unwichtig.
Es bedeutet:
Das Medium sollte zum Inhalt passen.
Eine Landkarte versteht sich leichter visuell.
Eine Aussprache muss gehört werden.
Ein Bewegungsablauf profitiert möglicherweise von Demonstration.
Wähle die Darstellung nach der Information – nicht nach einem vermeintlichen Lerntyp.
Eine häufige Präsentationssituation:
Auf der Folie steht ein vollständiger Absatz.
Der Redner liest genau diesen Absatz vor.
Das Publikum kann:
lesen
oder:
zuhören.
Beides gleichzeitig konkurriert um Aufmerksamkeit.
Das bedeutet nicht, dass Text auf Folien grundsätzlich schlecht ist.
Einzelne:
können ausgesprochen hilfreich sein.
Nur sollten Folie und Sprache:
unterschiedliche, sich ergänzende Aufgaben übernehmen.
Wenn eine Grafik auf einer Seite steht und die Erklärung weit davon entfernt, muss das Publikum gedanklich hin- und herspringen.
Besser:
verbundene Informationen auch visuell verbinden.
Zum Beispiel:
Das reduziert Suchaufwand.
Und unterstützt Orientierung.
Eine komplexe Folie muss nicht sofort vollständig sichtbar sein.
Du kannst Informationen:
Das kann besonders bei:
hilfreich sein.
Das Ziel lautet:
Das Publikum sieht möglichst genau das, worüber du gerade sprichst.
Was für dich selbstverständlich ist, kann für dein Publikum neu sein.
Und was du ausführlich erklären möchtest, kann für Experten längst bekannt sein.
Deshalb sollte eine Präsentation immer fragen:
Was weiß dieses Publikum bereits?
Vorwissen beeinflusst:
Expertise des Redners ersetzt keine Analyse des Publikums.
Neue Informationen lassen sich leichter einordnen, wenn sie mit Bekanntem verbunden werden.
Hilfreich können sein:
Zum Beispiel:
„Stell dir das System wie ein Straßennetz vor.“
Jetzt besitzt das Publikum einen mentalen Ausgangspunkt.
Die Analogie muss allerdings tragen.
Eine schlechte Analogie kann ebenso verwirren.
Eine abstrakte Aussage lautet:
„Unsere interne Kommunikation ist zu langsam.“
Ein konkretes Beispiel:
„Der Kunde wusste am Dienstag, dass das Projekt gefährdet ist. Die verantwortliche Geschäftsführung erfuhr es am Freitag.“
Jetzt wird der Gedanke:
vorstellbar.
Beispiele helfen besonders dort, wo abstrakte Begriffe sonst unterschiedlich interpretiert werden könnten.
Geschichten besitzen eine Struktur:
Das kann Informationen leichter nachvollziehbar machen.
Eine große Meta-Analyse zu narrativen und sachlich-erklärenden Texten fand im Durchschnitt Vorteile von Geschichten bei Verständnis und Erinnerung.
Das bedeutet nicht:
jede Information sollte als Geschichte erzählt werden.
Manchmal ist eine klare Tabelle die bessere Lösung.
Storytelling ist ein Werkzeug.
Keine Pflicht.
In populären Präsentationsratgebern findet sich häufig die Behauptung:
Geschichten setzen Oxytocin frei und erzeugen dadurch automatisch Empathie und Vertrauen.
Solche Erklärungen reduzieren komplexe psychologische Prozesse auf einzelne Hormone.
Das ist unnötig.
Wir brauchen keine Hormonformel, um zu begründen, warum Geschichten hilfreich sein können.
Stärker ist:
Geschichten organisieren Informationen in einem nachvollziehbaren Zusammenhang.
Eine unterhaltsame Geschichte kann Aufmerksamkeit erzeugen.
Sie kann genauso gut:
vom eigentlichen Thema ablenken.
Frag deshalb:
„Welche Funktion erfüllt diese Geschichte?“
Zum Beispiel:
Wenn die Geschichte keine Funktion erfüllt:
streichen.
Nach einer Präsentation wird das Publikum selten deine Sätze wörtlich wiedergeben.
Es erinnert eher:
Deshalb solltest du weniger fragen:
„Wie formuliere ich jeden Satz perfekt?“
Und stärker:
„Welche drei oder vier Gedanken sollen später noch verfügbar sein?“
Eine zentrale Botschaft darf mehrfach auftauchen.
Zum Beispiel:
Das muss keine wortgleiche Wiederholung sein.
Die Botschaft kann:
werden.
Gute Wiederholung entwickelt einen Gedanken weiter.
Wenn Menschen etwas selbst beantworten, vergleichen oder anwenden, verarbeiten sie Informationen anders als beim reinen Zuhören.
Deshalb können kleine Aktivierungen sinnvoll sein.
Zum Beispiel:
„Welche dieser drei Risiken ist für Ihren Bereich am relevantesten?“
Oder:
„Was würde diese Veränderung konkret für Ihren Alltag bedeuten?“
Eine Präsentation muss dafür nicht zum Workshop werden.
Schon eine gute Frage kann Verarbeitung verändern.
Manche Redner stellen eine Frage und beantworten sie sofort selbst.
Zum Beispiel:
„Was ist also die Lösung? Ganz einfach …“
Das ist rhetorisch möglich.
Wenn du möchtest, dass dein Publikum tatsächlich nachdenkt:
gib ihm Zeit.
Eine kurze Pause verändert die Frage von einer sprachlichen Verzierung zu:
einem Denkimpuls.
Menschen reagieren auf Abweichungen von Erwartungen.
Das kann ein:
sein.
Überraschung ist jedoch kein Selbstzweck.
Ein spektakulärer Einstieg, der mit dem Rest der Präsentation nichts zu tun hat, erzeugt:
Aufmerksamkeit ohne Richtung.
Menschen verstehen Unterschiede oft leichter als isolierte Eigenschaften.
Zum Beispiel:
„Heute dauert der Prozess zwölf Tage. Unser Ziel sind vier.“
Oder:
„Wir haben kein Wissensproblem. Wir haben ein Entscheidungsproblem.“
Kontraste schaffen:
Sie sollten nur fair bleiben.
Ein künstliches Schwarz-Weiß-Schema vereinfacht möglicherweise zu stark.
Eine Zahl allein ist selten selbsterklärend.
Zum Beispiel:
„12,7 Prozent.“
Interessanter wird:
„Damit verlieren wir jedes Jahr ungefähr jeden achten Kunden.“
Oder:
„Das sind rund 2,4 Millionen Euro Umsatz.“
Jetzt bekommt die Zahl:
Kontext.
Eine Tabelle mit 40 Kennzahlen mag vollständig sein.
Sie beantwortet jedoch nicht automatisch:
Welche Zahl ist für die Entscheidung entscheidend?
Deshalb:
Das Publikum sollte nicht selbst herausfinden müssen:
welcher Datenpunkt relevant ist.
Eine Präsentation besteht nicht nur aus:
Was ist?
Das Publikum möchte häufig ebenfalls wissen:
Was bedeutet das?
Und:
Was folgt daraus?
Deshalb ist eine hilfreiche Struktur:
Gerade fachlich starke Redner bleiben häufig zu lange bei Punkt eins.
Menschen interessieren sich besonders für Informationen, die etwas mit:
zu tun haben.
Deshalb sollte eine Präsentation früh beantworten:
„Warum ist das für dieses Publikum wichtig?“
Nicht erst auf der vorletzten Folie.
Der Redner denkt:
„Was möchte ich erzählen?“
Das Publikum denkt eher:
„Was bedeutet das für mich?“
Eine starke Präsentation verbindet beide Perspektiven.
Frag deshalb:
Ein Publikum kann einer Schlussfolgerung kaum sinnvoll zustimmen, wenn es:
die zugrunde liegende Argumentation nicht versteht.
Deshalb sollte Überzeugung nicht auf:
reduziert werden.
Stärker ist:
eine nachvollziehbare Argumentationskette.
Ein sehr selbstsicherer Auftritt kann beeindruckend wirken.
Er beweist noch keine Kompetenz.
Glaubwürdigkeit entsteht eher aus einem Zusammenspiel von:
Auch ein Satz wie:
„Das wissen wir derzeit noch nicht.“
kann Glaubwürdigkeit erhöhen.
Wenn Daten unsicher sind, sollte die Sprache das spiegeln.
Zum Beispiel:
„Unsere derzeit beste Schätzung liegt bei …“
ist häufig glaubwürdiger als:
„Das wird definitiv so kommen.“
Psychologisch überzeugend bedeutet nicht:
maximal selbstsicher.
Es bedeutet:
angemessen sicher.
Menschen nehmen nicht nur Informationen wahr.
Sie nehmen auch wahr:
Deshalb gehören zur Präsentationswirkung auch:
Diese Elemente sollten die Botschaft unterstützen.
Nicht von ihr ablenken.
Präsentationspsychologie bedeutet nicht:
„Setze diese Geste ein, dann wirkst du glaubwürdig.“
Einzelne Körpersignale besitzen keine universelle Bedeutung.
Stärker ist:
Kongruenz.
Wenn ein Gedanke wichtig ist, darf:
seine Bedeutung unterstützen.
Der Beginn einer Präsentation prägt Erwartungen.
Deshalb sollte er möglichst schnell beantworten:
Warum lohnt es sich zuzuhören?
Möglichkeiten sind:
Weniger hilfreich ist ein spektakulärer Einstieg, der nur Aufmerksamkeit erzeugt.
Aufmerksamkeit braucht Richtung.
Viele Präsentationen enden mit:
„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
Das ist höflich.
Es ist jedoch noch kein inhaltlicher Abschluss.
Der Schluss sollte möglichst klären:
Damit bekommt die Präsentation:
Konsequenz.
Häufig wird gesagt:
Menschen erinnern nur Anfang und Ende.
Auch das ist zu pauschal.
Positionseffekte im Gedächtnis sind gut bekannt.
Doch eine Präsentation ist kein einfacher Wortlistentest.
Relevanz, Struktur, Vorwissen, Wiederholung und Verarbeitung spielen ebenfalls eine große Rolle.
Der praktische Schluss bleibt trotzdem sinnvoll:
Einstieg und Abschluss verdienen besondere Sorgfalt.
Emotionale Bedeutung verändert, worauf Menschen achten und was sie erinnern.
Das bedeutet nicht:
jede Präsentation muss emotionalisiert werden.
Gerade künstliche Dramatisierung kann Glaubwürdigkeit beschädigen.
Emotion sollte dort entstehen, wo:
der Inhalt tatsächlich Bedeutung besitzt.
Risiken dürfen klar benannt werden.
Problematisch wird es, wenn Präsentationen hauptsächlich darauf setzen:
Angst zu erzeugen.
Menschen brauchen bei Bedrohungskommunikation auch:
Sonst kann starke Bedrohung eher:
Abwehr
erzeugen als:
konstruktive Handlung.
Menschen im selben Raum unterscheiden sich in:
Deshalb sollte eine Präsentation nicht nur fragen:
„Wer ist meine Zielgruppe?“
Sondern:
„Welche unterschiedlichen Perspektiven sitzen in diesem Raum?“
Ein Publikum kann nicken, weil Begriffe vertraut klingen.
Das bedeutet noch nicht:
Der Zusammenhang wurde verstanden.
Bei entscheidenden Punkten lohnt sich deshalb:
Vertrautheit kann sich subjektiv wie Verständnis anfühlen.
Komplexe Themen klar zu erklären ist anspruchsvoll.
Einfachheit bedeutet dabei nicht:
Komplexität zu verleugnen.
Sie bedeutet:
Komplexität so zu strukturieren, dass sie zugänglich wird.
Ein guter Experte zeigt:
Viele Präsentationstipps vermitteln den Eindruck:
Alle paar Minuten müsse etwas:
Das kann selbst anstrengend werden.
Ein Publikum braucht auch:
Aufmerksamkeit entsteht nicht nur durch Intensität. Sie entsteht auch durch Relevanz und Klarheit.
Besonders im beruflichen Kontext hat eine Präsentation häufig einen konkreten Zweck.
Zum Beispiel:
Dann sollte die Präsentation diese Aufgabe unterstützen.
Das bedeutet:
Informationsmenge allein ist kein Qualitätsmaßstab.
Bei Führungskräften und Entscheidungsgremien ist häufig hilfreich:
die entscheidende Aussage früh zu nennen.
Dann:
Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass der eigentliche Punkt zwischen Hintergrundinformationen verschwindet.
Am Ende einer Entscheidungsvorlage muss klar sein:
Welche Entscheidung steht an?
Oder:
Welche Handlung soll folgen?
Manche Präsentationen erklären 30 Minuten lang eine Situation und lassen anschließend offen:
was jetzt eigentlich geschehen soll.
Das ist kein psychologisches Problem.
Es ist ein Kommunikationsproblem.
Am Ende eines Abschnitts kannst du statt:
„Gibt es Fragen?“
gezielter fragen:
„Welcher Punkt ist für Ihre Entscheidung noch unklar?“
Oder:
„Wo sehen Sie das größte Risiko?“
Damit bekommt Beteiligung:
eine Richtung.
Wenn Menschen widersprechen, bedeutet das nicht automatisch:
Die Präsentation ist gescheitert.
Kritische Fragen können zeigen:
Eine gute Präsentation plant diese Phase mit ein.
Sie betrachtet Q&A nicht als:
Störung nach dem eigentlichen Vortrag.
Ein besonders wertvolles Ergebnis ist:
Das Publikum kann den Zusammenhang anschließend selbst erklären.
Dann wurde nicht nur Information geliefert.
Es entstand:
ein inneres Modell.
Das sollte bei komplexen Themen das eigentliche Ziel sein.
Vor der Gestaltung einer Präsentation kannst du fragen:
Erst danach kommt:
Welche Folien brauche ich?
Das verändert die Reihenfolge der Präsentationsentwicklung grundlegend.
Psychologisches Wissen kann Präsentationen verbessern.
Es sollte jedoch nicht zu einer Sammlung vermeintlicher Gehirntricks werden.
Sei vorsichtig bei Regeln wie:
Solche Regeln klingen präzise.
Gerade das macht sie attraktiv.
Die tatsächliche Psychologie ist häufig differenzierter.
Und für Präsentationen trotzdem sehr nützlich.
Bei wichtigen Präsentationen lohnt sich eine Betrachtung aus mehreren Perspektiven.
Zum Beispiel:
→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Präsentationskompetenz, Struktur, Visualisierung und wiederkehrende berufliche Auftritte geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Präsentation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.
Die Psychologie wirkungsvoller Präsentationen besteht weniger aus Tricks.
Sie beginnt mit einer einfachen Einsicht:
Das Publikum muss deine Botschaft gleichzeitig aufnehmen, verstehen, einordnen und bewerten.
Du kannst diesen Prozess erleichtern.
Durch:
Die Frage lautet deshalb weniger:
„Mit welchem psychologischen Trick halte ich Aufmerksamkeit?“
Die stärkere Frage lautet:
„Wie mache ich es meinem Publikum leichter, das Wesentliche zu erkennen, zu verstehen und weiterzudenken?“
Eine wirkungsvolle Präsentation verlangt dem Publikum nicht mehr Denkarbeit ab als nötig. Sie sorgt dafür, dass diese Denkarbeit an der richtigen Stelle stattfindet.
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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Unter großem Druck stehen die kreativen Möglichkeiten leider nur noch eingeschränkt zur Verfügung; das kreative Feuer glimmt im besten Falle noch etwas, bis es schließlich vollkommen erlöscht! Tipps für Kreativität unter Druck.
So eine verlebte Stimme scheint auf manche Menschen anziehend zu wirken. 7 Wege zur Reibeisenstimme. Wollen Sie Ihre Stimme ruinieren?
Ständige Wiederholung ist ein beliebtes Mittel mit dem überzeugt werden soll. Dieses rhetorische Werkzeug wird allerdings auch oft missbraucht.
Wer sich für nichts zu schade ist, kann in Debatten einen kurzfristigen Sieg erringen. In diesem Artikel finden Sie eine Reihe von schmutzigen Tricks, die dafür eingesetzt werden, um Debatten um jeden Preis zu gewinnen. Lernen Sie, wie Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren und Sie brauchen solche miesen Tricks nicht einzusetzen, sondern lernen sie abzuwehren.
Was macht überzeugende Präsentationsfolien aus? Hier sind einige Empfehlungen, mit denen Ihnen ansprechende und überzeugende Präsentationen gelingen. Und das auch, wenn Sie keinen Abschluss als Grafiker haben.
Lernen Sie was die Millersche Zahl bedeutet und welche Rolle das Arbeitsgedächtnis spielt.
Wer das Publikum überzeugen will, kennt es, versteht wie es tickt, spricht seine Sprache, erkundet, was ihm wichtig ist. Dazu gehört auch – beziehungsweise gerade – selbst die Positionen einzunehmen, die einem persönlich besonders fern liegen. Wie wichtig ist Empathie dabei?
Ein Agenturpitch ist die von Auftraggebern am häufigsten gewählte Methoden, um sich für eine Agentur zu entscheiden. Professionelle Vorbereitung durch einen Pitch-Coach lohnt sich. Pitch-Coaching erhöht Ihre Chancen den Pitch zu gewinnen.
Wie lässt sich sicher in die Rede einsteigen, ohne das Lampenfieber zu fördern?
Accumulatio, Adynaton, Akrostichon, Allegorie, Alliteration, Allusion, Alogismus, Anadiplose, Anakoluth, Anapher, … Sie mögen Namen wie haarige griechische Sagengestalten haben, doch das täuscht leicht darüber hinweg das sie sorgfältig vom Staub befreit auch ihren Bart verlieren. Ambitionierte Redner können sich hier ruhig bedienen, das Verfallsdatum ist bei den guten rhetorischen Stilmitteln noch lange nicht erreicht.
Kampfrhetorik setzt auf Druck, Ablenkung und persönliche Angriffe. Erfahre, wie du unfairer Rhetorik begegnest, Grenzen setzt und souverän bleibst.
Wo entstehen gute Ideen? Warum Ortswechsel, Bewegung, neue Reize und Abstand helfen können, wenn Gedanken feststecken. Praktische Impulse für Inspiration und Kreativität.
Woher kommt der Begriff Jubelperser? Über den 2. Juni 1967, Claqueure, inszenierten Beifall, Social Proof und die Wirkung scheinbarer Zustimmung.
Wortschatzübungen, denn fehlen uns die Worte, fehlt das Konzept. Die Grenzen der Sprache sind Grenzen der Ausdrucksfähigkeit und Denkens.
Wie Präsentationen Marketing unterstützen: Kundennutzen, Positionierung, Story, Belege und klare Botschaften für überzeugende Marktkommunikation.
Mit geeigneten Übungen aus dem Stimmtraining wird Ihre Stimme sofort klarer, verständlicher und authentischer. Resonanz in der eigenen Stimme zu haben, ist Voraussetzung um klangvoll zu sprechen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. März 2018
Überarbeitung: 11. August 2026
Nicht nur Politiker vernebeln ihre Meinung oft mit Floskeln. Redner, die etwas zu sagen haben, lassen Weichmacher lieber weg. Klare Botschaften wirken besser.
Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.
August von Platen
Könnten Sie unter Umständen so freundlich sein in Betracht zu ziehen Möglichkeitsformen zu vermeiden?
Zugegeben, die französische Sprache hat einen eigenen Charme. Ich würde gerne ein Baguette haben, bitte?! Solche Formulierungen sollen wohl ein Zeichen von Bescheidenheit, Zurückhaltung und Höflichkeit vermitteln. Die umständlichen und schwammigen Formulierungen vermitteln allerdings auch ein Absicherungsbedürfnis. Selbstsicher wirken sie jedenfalls nicht! Wer sich so ausdrückt, wirkt wenig überzeugt und somit auch nicht überzeugend. Nicht nur Politiker vernebeln ihre Meinung oft mit solchen Floskeln. Redner, die etwas zu sagen haben, lassen das lieber.
Konjunktive (Möglichkeitsformen) als Weichmacher.
Beispiele:
Aussagen mit Konjunktiven schwächen das Anliegen und lassen den Redner als Bittsteller erscheinen.
Benennen Sie Ihr Anliegen, anstatt es zu verstecken.
Beispiele:
Lassen Sie Formulierungen, die alles was davor oder danach gesagt wird, wieder zurücknehmen und die eigene Aussage schwächen.
Beispiele:
Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und werden Sie konkreter.
Vorsicht vor:
Denken Sie jetzt nicht an einen Kreis! In Kommunikationstrainings wird gebetsartig daran erinnert, Verneinungen zu vermeiden. Wieso? Verneinungen verursachen Knoten im Gehirn der Zuhörer. Das nimmt den Aussagen Kraft! Also formulieren Sie lieber deutlich, worum es Ihnen geht, worauf gezielt wird.
Lassen:
Nutzen Sie Ihre Redezeit, anstatt sie durch Floskeln wie „Dürfte ich bitte …?“ zu vergeuden.
Viele Redner setzen sich selbst herab und werden dadurch weniger kompetent wahrgenommen. Das schwächt die Wirkung der Aussagen. Gestalten Sie Ihre Rede lieber lebendig, für Ihre Zuhörer interessant, spannend und unterhaltend. Was nicht hilft, schadet!
Lassen:
Rhetorik bedeutet nicht nur verbale Kommunikation, sondern auch nonverbale. Ohne sich dessen bewusst zu sein, entkräften viele Redner ihre Botschaft durch fehlende oder sogar widersprüchliche Körpersprache. Gerade bei wichtigen Redegelegenheiten wird bei der Vorbereitung sichergestellt, dass alles stimmt.
Mit geeigneter Körpersprache steigern Sie Ihre Überzeugungskraft. Der Eindruck, den sich die Zuhörer von Ihnen bilden, wird zu einem großen Anteil von Ihrer eigenen Körpersprache beeinflusst. Sie zeigt dem Publikum, ob Sie hinter dem stehen, was Sie sagen oder nicht. Der Körper gibt preis, was Sie tatsächlich denken. Christian Morgenstern drückte es so aus: „Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Zur überzeugenden Körpersprache gehören sicherer und angenehmer Blickkontakt, eine aufrechte Haltung, ein fester Stand, und eine unterstützende authentische Gestik und Mimik.
Das Umfrageergebnis bestätigt: Gelassene Menschen wirken souveräner als hektische und getriebene.
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Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017 n=861)
Wenn die Stimme nicht stimmt, verliert die Botschaft an Kraft. Einheitsbrei klingt nicht sehr überzeugend. Eine kraftvolle Stimme braucht dafür Pflege. Die entsprechende Haltung – mental und körperlich – ermöglicht die Entfaltung. Das hat weit mehr Einfluss, als den meisten Menschen bewusst ist.
Die Atmung ist dabei ein ganz entscheidender Faktor. Die meisten Menschen atmen falsch und entfalten schon alleine deswegen nicht ihr volles stimmliches Potenzial. Hier setzen erfahrene Trainer an. Ihre tragfähige und wohlklingende Stimme können Sie trainieren und das Publikum versteht deutlich, worum es geht.
Mit einem ungünstigen Abschluss bekommt selbst eine ansonsten überzeugende Rede eine zu große Dosis Weichmacher. Am besten nach der knackigen Handlungsaufforderung erst einmal schweigen und sie wirken lassen.
Ohne deutliche Handlungsaufforderung bleiben die Teilnehmer zu oft im Unklaren darüber, was Sie von ihnen erwarten. Sagen Sie sehr konkret, wozu Sie auffordern! Wer sät, darf auch ernten.
Überzeugender bringen Sie Ihre Botschaft als Meinung im Indikativ (Wirklichkeitsform) zum Ausdruck:
Wenn Sie sich mit Ihren Aussagen identifizieren, dann vertreten Sie diese auch im Brustton der Überzeugung. Ihr Publikum spricht Ihnen dann ein höheres Maß an Kompetenz und Souveränität zu, Sie wirken glaubwürdiger. Widmen Sie den Weichmachern etwas mehr Aufmerksamkeit, um sie zu ersetzen. Falls Sie das trainieren wollen, …
Häufig höre ich bei Redegelegenheiten den Einstieg „Ich möchte Sie alle sehr herzlich begrüßen!“. Typisch: Und dann kommt sie nicht. Da wird eine herzliche Begrüßung angekündigt, die dann allzu oft unterbleibt. Also; statt ankündigen lieber tun!
Weichmacher schaden Ihnen und Ihrer Botschaft. Lassen!*
Ja, mir ist erstens klar, dass es sich um einen Imperativ handelt. Zweitens ist mir bewusst, dass in der deutschen Sprache drei Aussageformen existieren: Indikativ, Konjunktiv und Imperativ. Die Grundfunktion einer Aussageform ist, eine in der Verbform beschriebene Handlung als real (Indikativ), irreal (Konjunktiv) oder als Handlungsaufforderung an eine zweite Person (Imperativ) zu markieren. Alles klar, oder? Also …
Der Indikativ ist der Modus für einen Aussagesatz, der (aus der Perspektive des Sprechers bzw. des Schreibenden) eine reale Handlung beschreibt.
Vom Konjunktiv gibt es zwei Formen:
Der Imperativ wird für Aufforderungen an eine zweite Person im Singular oder Plural verwendet.
„Eigentlich“, „vielleicht“, „möglicherweise“, „nur“, „ich will nur sagen, dass …“, „mehr oder weniger“ sind sprachliche Weichmacher. Ob beabsichtigt oder aus Unachtsamkeit; sie verwässern Aussagen.
Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.
Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.
Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.
Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.
Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 15. Juli 2019
AN: #845218
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Englische Version: