Lampenfieber ist doch nur Einbildung! Vielen Dank für den Hinweis, jetzt geht es mir gleich besser.

Lampenfieber ist doch nur Einbildung! Vielen Dank für den Hinweis, jetzt geht es mir gleich besser.

Findet Lampenfieber wirklich nur im Kopf statt?

Lampenfieber ist doch nur Einbildung!

 

Lampenfieber an sich ist schon unangenehm genug und dann liefern freundliche Zeitgenossen auch noch wohlmeinende Ratschläge. Was stimmt?

 

Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon.

Immanuel Kant

Überblick

 

 

 

 

Lampenfieber macht doch nichts?

 

Eine Präsentation vor Publikum, wo ist da das Problem? Viele angestaubte Bücher werden Ihnen erklären, dass es überhaupt keinen Grund gibt, weshalb Sie Angst haben müssten vor einer Gruppe von Menschen eine Rede zu halten – auch, wenn Sie es selbst ganz anders empfinden!

Mit Schweißausbrüchen, zittriger Stimme und Herzrasen vor das Publikum quälen. Die unerträgliche Angst vor dem Auftritt verhindert, dass sich die tatsächliche Persönlichkeit von Lampenfieber gepeinigter Redner auf der Bühne entfaltet.

Lampenfieber an sich ist schon unangenehm genug. Doch dann liefern freundliche Zeitgenossen, mit oftmals wohlmeinender Absicht, auch noch Weisheiten. Einige davon verschlimmern die Situation zusätzlich, anstatt hilfreich zu sein. „Lampenfieber findet nur im Kopf statt!“ ist beispielsweise oft zu hören. In gewisser Weise stimmt das ja auch, doch macht das die Sache leichter?

Ja, Lampenfieber ist am Anfang eine Kopfangelegenheit. Dort in den verzwickten Windungen des Gehirns beginnt es. Doch die Auswirkungen sind kurz darauf auch in der Stimme, im Körper, im Nerven- und im Verdauungssystem zu finden.

Sprichwörtlich sind die weichen Knie, die manch ein Redner fürchtet. Herzrasen, feuchte Hände, Atemnot, Übelkeit, Schwindel folgen.

Es mag in der Vorstellung beginnen, aber die Auswirkungen sind sehr real. Deshalb ist es nicht hilfreich das Lampenfieber einfach nur krampfhaft zu ignorieren. Das hat bisher selten funktioniert. Ständig empfundener Druck schürt Selbstzweifel und Versagensängste – so kann Lampenfieber pathologisch werden.

Lampenfieber

Viel besser ist es sich dem Lampenfieber zu stellen, es zu lösen, es umzuwandeln. Denn je mehr Sie versuchen Ihre Gefühle zu ignorieren, desto mehr nimmt der Druck zu.
Stellen Sie sich den Glaubenssätzen und Überzeugungen, die Ihnen die Situation erschweren. Mit bewährten Methoden und entsprechender professioneller Unterstützung können Sie die Stressauslöser und die einschränkenden Überzeugungen auflösen.

Wenn selbst umfangreiche Vorbereitung es nicht besser macht

 

Über einen langen Zeitraum galt das Verständnis, dass Menschen mit Redeangst vor Gruppen nur deshalb so etwas wie Lampenfieber haben, weil sie nicht gut genug vorbereitet waren. Die entsprechende Lösung: Es wurden alle Bemühungen auf die Vorbereitung konzentriert. Und Vorbereitung bedeutete fast ausschließlich die technischen Aspekte einer Präsentation zu trainieren. Tun Sie es wieder und wieder und alles wird gut, hieß es. Daher entwickelten viele Trainer entsprechende Programme, die sich rein auf inhaltliche und technische Vorbereitung mit energischen Übungen einschworen. Sie versicherte den Teilnehmern, dass sie ihre Angst beseitigen werden, – früher oder später – selbst, wenn es Wochen oder Monate dauern würde, solange sie nur fleißig weiter üben. Außerdem sei es absolut notwendig, dass sie einen dringlichen Wunsch verspüren, die Angst zu überwinden. Hmm …

Üben, üben, üben?

 

Ja, Gelegenheiten, bei denen Sie üben und üben und üben und sich vor Leuten zeigen, die sich um Sie kümmern, sind toll. Wenn Sie Ihre Rede üben und das wirklich gut machen – das ist wunderbar. Es ist tatsächlich wichtig Präsentationsfertigkeiten zu üben, sie zu pflegen und ich möchte alle, die etwas zu sagen haben, dabei unterstützen, dies erfolgreich zu tun. Aber noch so gute Übung ist meist nicht genug, um die automatischen physiologischen und psychischen Reaktion, die von einschränkenden Gedanken ausgelöst werden, zu überwinden. Gedanken beim Blick auf die Bühne, in der Nacht vorher, allein vor einem Publikum zu sein legen den Schalter um. Dann starten die Stressreaktionen und machen sich selbstständig!

Intellektuelle und emotionale Unterschiede

 

Bewusst ist Ihnen bekannt, dass all dies nicht so gefährlich ist, wie es sich anfühlt. Rein intellektuell kann es relativiert werden, aber es dringt nicht tiefer. Trotzdem fühlt es sich immer noch schrecklich an! Ihre geistigen und körperlichen Reaktionen widersetzen sich all den noch so wahren, logischen Erklärungen. Auf dieser Ebene ist keine fühlbare Besserung zu erzielen. Deshalb müssen Sie dort ansetzen, wo die Angst ihren Ausgangspunkt hat; in Ihrem Unterbewusstsein.

Atmung

 

Was genau geht in Menschen bei intensivem Lampenfieber vor sich? Welche Rolle spielt die Atmung? Bei Versuchen wurden oft niedrigere CO₂-Konzentrationen in der ausgeatmeten Luft gemessen. Das ist ein Hinweis auf eine falsche Atemtechnik bei Stress. Achten Sie schon am Anfang darauf, die eingeatmete Luft wieder ausreichend auszuatmen. Damit regulieren Sie den CO₂-Gehalt, eine natürliche Atmung stellt sich ein und Sie fühlen sich wieder sicher. Viele Trainingsteilnehmer staunen darüber, welche direkten Auswirkungen die Atmung auf den persönlichen Zustand hat und wie schnell daher wirkungsvolle Atemtechniken sich positiv bemerkbar machen.

Eine gute Vorbereitung hilft überschüssiges Lampenfieber abzubauen und Entspannungsübungen sorgen dafür, dass Sie sich sicherer fühlen. Nur bitte die Entspannung nicht übertreiben. Wenn Sie zu entspannt vor Ihr Publikum treten ist keine Höchstleistung mehr möglich. Dann bringen Sie nicht genug Energie auf, um den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen.

Muster verändern

 

Mit Techniken des NLP und des Hypnobalancing™ können Sie sowohl Ihren bewussten Verstand und Ihr Unterbewusstsein umschulen. Sobald die übersteigerten Gefühle der Angst vor Publikum zu sprechen aufgelöst sind, gibt es keinen Grund mehr für das Gehirn sich weiterhin unnötige Sorgen, Stress oder Angst zu machen. Missverständnisse, die bisher zu körperlichen Stressreaktionen geführt haben, wirken sich nicht mehr negativ aus.

Sie sind nicht allein

 

Gut zu wissen: Die meisten Redner kennen Lampenfieber. Viele körperliche Wahrnehmungen fühlen sich allerdings intensiver an, als sie tatsächlich messbar sind. Die Zuhörer nehmen das Lampenfieber des Vortragenden oft gar nicht wahr. Und wenn doch; kleine Schwächen machen Sie sympathischer, menschlicher. Es kommt darauf an, wie Sie dazu stehen.

Und, wenn das Lampenfieber trotzdem zu intensiv ist? Dann helfe ich Ihnen!

 

Ist es Lampenfieber oder Redeangst?

 

Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.

 

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

 

 

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Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Was halten Sie von der Behauptung „Lampenfieber ist nur eingebildet“?

Artikel zum Thema Lampenfieber und Redeangst

Lampenfieber: 14 Fragen & was wirklich hilft

Was hilft bei Lampenfieber? Antworten auf 14 häufige Fragen, praktische Strategien und Unterstützung für Präsentationen, Reden und wichtige berufliche Auftritte.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Januar 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #2340
Ü:
K:

Überzeugend präsentieren? Gute Ideen verkaufen sich doch von allein!

Überzeugend präsentieren? Gute Ideen verkaufen sich doch von allein!

Gute Ideen haben es verdient von anderen gehört und bemerkt zu werden
Gute Ideen verkaufen sich von allein

Überzeugend präsentieren

 

 

Bringen Sie Ihre Ideen ein, überzeugen Sie andere Menschen von Ihrem Angebot. Gute Ideen haben es verdient, von anderen gehört und bemerkt zu werden.

Überblick

 

 

 

 

Hoch leben die Selbstläufer!

 

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Gute Ideen setzen sich ganz von alleine durch.
Zurücklehnen, abwarten und Tee trinken genügt!
Schließlich ist die Erde eine Scheibe, oder?

Das scheinen zumindest ziemlich viele Menschen zu denken. Anders ist kaum zu erklären, weshalb so viele gute Ideen sich so schnell wieder aus dem Staub machen.

Die Wahrheit ist: Auch sehr gute Ideen verkaufen sich selten von alleine. Selbst dem Zufall gilt es etwas auf die Sprünge zu helfen.

Es genügt nicht selbst von einer guten Sache überzeugt zu sein, sich darauf auszuruhen und darauf zu warten, dass jemand sich der Sache annimmt. Nur wer bereit und in der Lage ist sie überzeugend zu vermitteln, haucht ihr genügend Leben ein, damit sie eine Chance bekommt. Manche Idee brauchen nur etwas Starthilfe, während andere einen beachtlichen Kraftaufwand benötigen, bis sie endlich auf eigenen Beinen stehen können.

Umfrageergebnis

 

Wenn ich es mir aussuchen kann …

%

... vermeide ich Präsentationen zu halten.

%

... übernehme ich es gerne Präsentation zu halten.

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2016 bis 2018, n=1117)

Das wäre Ihr Preis gewesen…

 

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière

 

Gute Ideen haben es verdient von anderen gehört und bemerkt zu werden. Bringen Sie Ihre Ideen ein, damit sie sich im Wettstreit der Angebote durchsetzen und weiterentwickeln. Sorgen Sie dafür, dass der Wert, die Bedeutung, die Chance deutlich werden und regen Sie andere Menschen dazu an daran teilzuhaben. Wenn Sie eine gute Idee anschaulich machen können, geben Sie ihr eine Chance. Wenn Sie eine gute Idee vielen Menschen anschaulich präsentieren, verhelfen Sie ihr besser, schneller und wirkungsvoller zum Erfolg.

Sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Angebot, Ihre Ideen eine Chance bekommen, indem Sie überzeugend präsentieren.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

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Wie sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Angebot, Ihre Ideen eine Chance bekommen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4560
K:
Ü:

Die optimale Rededauer: Wie lange kann sich ein Publikum konzentrieren?

Die optimale Rededauer: Wie lange kann sich ein Publikum konzentrieren?

Die richtige Redezeit: Wie lange Ihre Rede oder Präsentation dauern darf

Die optimale Dauer einer Rede oder Präsentation

 

Wie lange darf eine Rede dauern? So manche Rede erinnert unfreiwillig eher an einen Filibuster* als an ein rhetorisches Meisterwerk. Die Aufnahmefähigkeit eines Publikums ist allerdings nur endlich. Wie lang ist die Dauer der maximalen Aufmerksamkeit eines Publikums bei einer Rede oder Präsentation? So wählen Sie die ideale Redezeit.

*

Anmerkung zum Begriff Filibuster

 

Ein Filibuster (engl. Freibeuter) ist eine Taktik bei Abstimmungen. Durch Anträge, Anfragen und Dauerreden soll eine Abstimmung der anwesenden Mehrheit verhindert oder verzögert werden.

Mit einer Redezeit von 24 Stunden und 18 Minuten hält der US-Senator Strom Thurmond seit 1957 den Rekord im Filibustieren, falls es dieses Wort gibt. Und diesem Rekord wollen Sie sich doch nicht annähern, oder?

Was ist die optimale Rededauer?

 

Wie lang darf eine Rede, eine Präsentation maximal sein? Diese Frage kommt in jedem Rhetoriktraining, bei fast jeder Redevorbereitung

Rückfrage: Stellen Sie sich bitte vor; Sie sitzen im Publikum. Wann beginnen Sie unruhig auf Ihrem Platz hin und her zu rutschen? Wie lang ist Ihre Aufmerksamkeitsspanne? Wann reicht es Ihnen? Wie meinen Sie? Es kommt darauf an!

Ja, die Antwort wird vermutlich auch vom Thema beeinflusst. Bei einem Thema, dem ich nichts abgewinnen kann, ist sie sicher deutlich kürzer. Allerdings ist selbst beim interessantesten Thema irgendwann Schluss mit lustig. Aus, Schluss, genug! Irgendwann reicht es einfach. Und das selbst bei einer tollen Präsentation. Bitte, bitte eine Pause! Schließlich will ja selbst der leckerste Brocken erst einmal verdaut werden. Da hilft dann auch kein weiteres Stopfen.

Sind wir damit der Frage nach der maximalen Dauer etwas näher gerückt? Was ist denn nun richtig? Nun ja…

Ein häufig zu hörender Wert für die maximale Dauer einer Präsentation ist 20 Minuten. Bei den von mir veranstalteten Präsentationen gelten maximal 18 Minuten. Die Überlegung dahinter; das sei die maximale Aufmerksamkeitsspanne eines Erwachsenen.

 

Zerstreutheit ist Konzentration auf etwas anderes.

 

Und, weil die heutigen Medien unsere Gewohnheiten verändern, sinkt die Fähigkeit bzw. die Bereitschaft längere Zeit einem einzelnen Thema Aufmerksamkeit zu widmen. Zu viele aufbereitete Angebote konkurrieren um die Aufmerksamkeit. Das schlägt irgendwann auf den Magen und auf die Fähigkeit, die Rohdaten selbst in Beziehung zu bringen.

 

 

 

Wer hat welche Empfehlungen zur Rededauer?

 

Werde ich zur empfohlenen Rededauer befragt, denke ich mitunter an die Sichtweise des englischen Anwalts und Politikers William Norman Birkett:

Ich habe nichts gegen Menschen, die auf ihre Uhr gucken, während ich rede.
Aber ich protestiere strengstens dagegen, wenn sie anfangen, die Uhr zu schütteln, um festzustellen, ob sie noch geht.

 

I do not object to people looking at their watches when I am speaking.
But I strongly object when they start shaking them to make sure they are still going.

William Norman Birkett

 

Das sollte doch ein verständlicher Hinweis auf die äußerste Redezeit sein, oder? Der Praxistest zeigt allerdings, so manche Rede erinnert unfreiwillig eher an einen Filibuster* als an ein rhetorisches Meisterwerk. Schade, denn die Aufnahmefähigkeit des Publikums hat ihre Grenzen.

 

 

 

Selbstbeobachtung

 

Wie schon oben erwähnt; eine gute Möglichkeit sich hier eine eigene Meinung zu bilden sind Präsentationen, bei denen Sie im Publikum sitzen. Machen Sie sich Notizen.

 

Hilfreiche Fragen:

  • Wie lange sind Sie wirklich vollkommen mit der Aufmerksamkeit beim Redner?
  • Was hat Sie, wann wie abgelenkt?
  • Was hätten Sie gebraucht, um dabei zu bleiben?

 

Aufgrund von Beobachtungen scheint mir die Aufmerksamkeitsspanne bei den meisten Menschen eher bei 3 Minuten zu liegen. Und das bedeutet nicht, dass die Präsentation schlecht sein muss; es liegt in der menschlichen Natur.

Umfrageergebnis

 

Aufmerksamkeit während Präsentationen

 

Während Präsentationen, bei denen ich im Publikum sitze, mache ich nebenbei schon mal etwas anderes am Smartphone etc.

%

nie

%

selten

%

manchmal

%

häufig

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 400)

3 Minuten?

 

Ist die Schlussfolgerung, jetzt nur noch Minipräsentationen im Vorbeiflug zu halten? Das klingt doch sehr oberflächlich?

Wie wäre es von dieser Zeitspanne nicht mehr von den Zuschauern zu erwarten, sondern stattdessen die Aufgabe engagierter Redner abzuleiten? Die Aufmerksamkeit des Publikums so lang wie möglich zu halten und regelmäßig wiederzuerlangen, wenn es wiederholt auf Reisen gehen will.

Ich habe Veranstaltungen erlebt, bei denen die Teilnehmer nicht genug bekommen konnten, weil die Dramaturgie stimmte. Publikum, das am liebsten auf die Pausen verzichten und überziehen wollte.

 

 

 

Es lohnt sich!

 

Ja, es macht mehr Arbeit, als einen Vortrag langweilig abzuspulen. Es macht dafür auch mehr Spaß, sowohl dem Redner als auch dem Publikum. Und es wirkt!

Wie lange kann sich ein Publikum konzentrieren?

Typisches Erinnerungsvermögen des Publikums nach einer Rede

 

 

Erinnerungsvermögen des Publikums nach einer Rede

Tipps: Die passende Dauer für Ihre Rede oder Präsentation finden

 

Die Dauer einer Rede betreffend meinen viele Menschen: Je kürzer, desto besser. Oder gemäß Mark Twain: „Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende, und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.“ Doch das ist wohl etwas vereinfacht.

Ob eine kurze oder lange Rede besser ist, lässt sich so pauschal nicht sagen. Allerdings gibt es einige Aspekte, die Sie beachten können, um die für Ihre Rede geeignete Länge zu bestimmen. Es folgen einige Anregungen.

 

 

a. Vorgegebene Redezeit

 

Haben Sie bei einer Veranstaltung eine vorgegebene Redezeit, dann wird erwartet, dass Sie diese einhalten. Dabei geht es nicht um  den Sekundenzeiger und Sie brauchen Ihre Rede auch nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Erfolgt Letzteres durch Nebensächlichkeiten, verwässern Sie damit nur Ihre Rede. Bei der Vorbereitung kürzen Sie, soweit es geht. So komprimieren Sie die Rede und machen sie gehaltvoll. Raus mit Ballast; packen Sie in die Rede alles, was Ihrer Botschaft dient. Alles andere streichen Sie.

Auf keinen Fall solltest du Ihre Redezeit überziehen. Sobald Ihr Publikum auch nur ahnt, dass Sie die angekündigte Dauer überschreiten könnten, wird es unaufmerksam und unruhig. Je länger Sie überziehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Zuhörer sogar verärgert sind.

Gerade Vorstände, Geschäftsführer und erfolgsverwöhnte Redner überziehen gerne und das Publikum nimmt es als fehlenden Respekt ihm gegenüber wahr. Wer die Agenda nicht ehrt, schadet der Glaubwürdigkeit.

 

 

 

b. Bezahlte Rede

 

Bei einer bezahlten Rede gelten ebenfalls die vorherigen Empfehlungen. Hier solltest du sich allerdings möglichst genau an die vereinbarte Redezeit halten. Da Ihr Auftraggeber Sie für eine bestimmte Leistung gebucht hat, solltest du möglichst nah an den Absprachen bleiben. Letztlich zählt zwar die Wirkung, doch die Zeit ist besser messbar und darum orientieren sich viele Auftraggeber daran. Fällt Ihre Rede viel kürzer aus, enttäuschen Sie Auftraggeber und Publikum. Hoch lebe eine tragfähige Vereinbarung.

 

 

 

c. Keine vorgegebene Redezeit

 

Ist keine Redezeit vorgegeben, können sich ganz nach Ihrer Botschaft und Ihren Redezielen richten. Aber: Es gibt nicht viele Reden, die länger als 15 oder 20 Minuten dauern sollten. Sprechen Sie sich am besten mit dem Veranstalter und mit den anderen Rednern ab.

Ist Ihre Rededauer länger als 20 Minuten, dann planen Sie in mehreren Abschnitten mit jeweils maximal 20 Minuten, so als wären es mehrere Reden.

Die Basis meiner Empfehlungen zur Rededauer

 

Eine Antwort, die ich auf die Frage nach der idealen Rededauer häufiger gebe, lautet; unter 20 Minuten! Getretener Quark wird breit, nicht stark. (Johann Wolfgang von Goethe). Wobei auch das für viele Leser nur eine bedingt hilfreiche Empfehlung sein wird, da es dabei doch etwas mehr zu berücksichtigen gibt.

Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer.

Winston Churchill

 

So manche Rede – in Form andauernder Monologe – ähnelt einem Folterinstrument. Eine gute Rede macht Appetit auf mehr, anstatt pappsatt. Der Mensch ist nicht geschaffen für langes Zuhören. Der Hinweis auf die maximale Rededauer von 20 Minuten bedeutet nun nicht, dass es keine längeren Redebeiträge geben darf. Es bietet sich dann an, in Einheiten von maximal 20 Minuten zu präsentieren. Jede dieser Einheiten widmet sich dann möglichst nur einer Idee, die vermittelt wird. ,

Werfen Sie allen Redeballast raus. Was nicht dem Ziel dient, hat keinen Platz in Redebeiträgen. Das gilt auch für spontan produzierten Ballast, wie Weichmacher, Füllsel, Füllwörter, Fülllaute, Verlegenheitslaute und Denkgeräusche

 

 

 

Kurze Erinnerung für Ihren Redeauftritt

 

Wird man unerwartet gebeten, eine Rede zu halten, so erschrecke man nicht, sondern fasse sich. Aber kurz!

Heinz Erhardt

 

Wenn Sie an der Reihe sind, dürfen Sie die folgenden Empfehlungen für Ihre red oder Präsentation beherzigen:

 

 

1. Sichtbarkeit

 

Wenn Sie aufgerufen werden zu sprechen, dann stehen Sie auf, damit alle Sie sehen.

 

 

 

2. Verständlichkeit

 

Sprechen Sie laut und deutlich, damit alle Sie hören und verstehen.

 

 

 

3. Logik

 

Wählen Sie einen nachvollziehbaren Redeaufbau.

 

 

 

4. Auf den Punkt kommen

 

Und dann kommen Sie schnell zum wesentlichen Punkt, damit Ihr Publikum Sie mag.

Sprich, doch bleibe kurz und klar, meinte Dante Alighieri. In der Kürze liegt die Würze. Schön und gut, aber was bitte bedeutet das alles in konkreten Zahlen, in Minuten, Stunden, Tagen? Wie lange oder kurz sollte eine gute Rede sein?

Eine gute Rede ist wie ein Bikini – knapp genug, um spannend zu sein, aber alle wesentlichen Stellen abdeckend.

John F. Kennedy

 

Hat er oder hat er nicht? Eine seriöse Quelle dafür, dass John F. Kennedy das wirklich gesagt hat, habe ich nicht gefunden. Es klingt jedenfalls durchaus plausibel.

 

 

 

5. Weitere Tipps

 

Viele weitere Tipps finden Sie in den Artikel dieser Homepage. Lesen Sie beispielsweise 12+ Präsentationstipps von Steve Jobs, Tim Cook und Co. Überzeugende Präsentationen, auch ohne riesiges Budget.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

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Was halten Sie für die jeweils geeignete Rededauer? Welche Dauer bevorzugen Sie bei Reden und Präsentationen?

Zerstreutheit ist Konzentration auf etwas anderes.

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

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Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

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Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Januar 2015
Überarbeitung: 29. April 2019
AN: #433154
Englische Version:
K: CNA
Ü:

Was bitte hat Kleidung mit Lampenfieber zu tun?

Was bitte hat Kleidung mit Lampenfieber zu tun?

Tipps für die Bekleidung bei Ihrem erfolgreichen Auftritt ohne Lampenfieber

 

Lampenfieber und Kleidung

Kleidung und Lampenfieber

 

Falsche Kleidung fördert Lampenfieber. Deswegen finden Sie hier Tipps zur Wahl der Kleidung bei einer Rede, Präsentation oder einem anderen Auftritt. Mit geeigneter Bekleidung können Redner und Künstler die Auswirkungen von Lampenfieber reduzieren.

Überblick

 

 

 

 

Welchen Zusammenhang haben Kleidung und Lampenfieber?

 

Zur Wirkung von Kleidung auf das Publikum kann eine Menge gesagt werden und ich könnte einen ganzen Abend damit füllen. Auch hinsichtlich der empfundenen Sicherheit von Rednern gibt es einige Gedanken, die Beachtung verdienen. Und die helfen insbesondere jenen, die unter Lampenfieber leiden.

 

 

Wenn aus jeder Pore der Schweiß rinnt

 

Die körperliche Reaktion auf solche vermeintlich gefährlichen, weil mit Konsequenzen verbundenen Situationen, sind nicht sehr angenehm. So gut es gemeint ist, die körperliche Vorbereitung auf Notsituationen verursacht Probleme. Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor.

Wir sind den gleichen Urinstinkt zum Überleben ausgesetzt wie unsere haarigen Verwandten im Tierreich. Auch das menschliche Stammhirn (Reptiliengehirn) folgt alten Mustern. Wird Gefahr gewittert, folgt automatisch die Mobilmachung. Die Muskeln werden durchblutet, der Herzschlag und die Atmung beschleunigen sich, der Körper baut Energie auf und lässt dadurch auch die Körpertemperatur steigen. Und wenn die erste Schweißperle entdeckt wird, gilt auch das als schlechtes Zeichen, die Angst nimmt zu. So etwas schaukelt sich leicht hoch. Manche Menschen erleben das vor Publikum besonders intensiv. Aus allen Poren rinnt der Schweiß, der größte Teil der eigenen Aufmerksamkeit beschäftigt sich dann nur noch damit. Auch das soll eine gutgemeinte Strategie aus früheren Tagen der Menschheitsgeschichte sein; der Schweiß wird produziert, weil nasses Fell schwerer zu packen ist.

Kleidung verhindert nicht direkt die Vorgänge im Stammhirn und die ausgelösten körperlichen Reaktionen. Durch geeignete Kleidung kann jedoch zumindest etwas für die Wärmeregulierung des Körpers getan werden und der Schweiß besser kanalisiert werden.

 

 

 

In der eigenen Haut wohlfühlen

 

Wer sich verkleidet fühlt, fördert damit nicht gerade das eigene Selbstvertrauen. Besser sind vertraute Kleidungsstücke, in denen Sie sich wohlfühlen und die Sie möglichst wenig ablenken.

Suchen Sie sich etwas aus, dass sich möglichst in der Schnittmenge Ihrer Komfortzone und der Ihres Publikums bzw. des Zieles befindet. Wenn Sie ein neues Kleidungsstück tragen wollen, machen Sie sich vorher damit vertraut. Das Publikum merkt, wenn jemand sich verkleidet hat. Manche männlichen Redner wirken in ihren Anzügen so verloren wie ein Konfirmand im Anzug und nicht jede Frau ist gewohnt auf High Heels die Bühne zu erobern.

 

 

 

Wieso unnötige Risiken eingehen?

 

Wer sich eingezwängt fühlt, durch die enge Krawatte kaum noch Luft und Stimme hat, tut sich keinen Gefallen. Es erschwert das Zustandsmanagement ebenso wie wacklig auf hohen Absätzen mehr damit beschäftigt zu sein, nicht von der Bühne zu fallen, als mit dem eigentlich geplanten Auftritt. Da verschätzen sich auch Auftritte gewohnte Profis. So wie Jennifer Lawrence, 2013 als beste Hauptdarstellerin mit dem Oscar ausgezeichnet. Sie stolperte auf dem Weg zur Trophäe über ihr extra langes Kleid.

 

 

 

Also nur noch in Jogginghose und Sweatshirt vor Publikum?

 

Was angemessen ist und die Botschaft unterstützt, dürfte von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Und zum Glück gibt es ja einen recht großen Spielraum, in dem Sie sich bewegen können. Nutzen Sie eine Variante, die sich in der Schnittmenge mit Ihrer Komfortzone befindet.

 

 

 

Probe

 

Bei einer Probe unter möglichst realistischen Bedingungen finden Sie heraus, ob Ihre Bekleidung geeignet ist. Denken Sie dabei auch daran, nicht nur die herzerwärmende Wechselwirkung von Kleidung und Beleuchtung zu erkunden. Bei intensivem Scheinwerferlicht bietet sich dafür geeignete Kleidung an.

Wie wäre es mit einem Zwiebelsystem? Wenn Sie im Bedarfsfall Sakko oder Blazer beiseitelegen können, gibt Ihnen das mehr Spielraum. Doch das geht nicht bei jeder Kleidung so einfach, wenn Ihnen erst warm geworden ist. Dann wird die gesamte Oberbekleidung benötigt, um die Schichten darunter zu verbergen. Ein nicht sehr schöner Kreislauf …

 

 

 

Vorbereitung für den Auftritt

 

Wer sich die Kleidung schon am Vortag bereitlegt, hat es am Veranstaltungstag leicht. Jetzt nur nicht nochmals an getroffenen Entscheidungen wackeln. Sie haben sich bei der Auswahl doch etwas gedacht.

P.S.

 

Welchen Zusammenhang zwischen Lampenfieber und Kleidung haben Sie bemerkt?

 

Ist es Lampenfieber oder Redeangst?

 

Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.

 

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel zum Thema Lampenfieber und Redeangst

Lampenfieber: 14 Fragen & was wirklich hilft

Was hilft bei Lampenfieber? Antworten auf 14 häufige Fragen, praktische Strategien und Unterstützung für Präsentationen, Reden und wichtige berufliche Auftritte.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. April 2016
Überarbeitung: 14. Januar 2019
AN: #312
Ü:
K:

Publikum verstehen: Wie Reden und Präsentationen wirklich ankommen

Dankbares Publikum oder nur erleichtert? Wie deine Rede wirklich ankommt

Wie Reden und Präsentationen wirklich ankommen
Publikum

Dankbares Publikum oder nur erleichtert? Wie deine Rede wirklich ankommt

 

Der Vortrag ist vorbei.

Applaus.

Du atmest auf.

Vielleicht denkst du:

„Das lief gut.“

Doch was genau sagt der Applaus?

Hat das Publikum deine Botschaft verstanden?

War der Beitrag relevant?

Hat er etwas verändert?

Oder waren einfach alle froh, dass jetzt die Kaffeepause beginnt?

Eine Rede ist nicht automatisch gelungen, weil sie gehalten wurde. Entscheidend ist, was beim Publikum angekommen ist.

 

 

Der Perspektivwechsel: Weg vom Redner, hin zum Publikum

 

Viele Menschen bereiten Präsentationen aus ihrer eigenen Perspektive vor.

Sie fragen:

Was möchte ich sagen?

Welche Folien brauche ich?

Welche Beispiele gefallen mir?

Das ist verständlich.

Doch die wichtigere zweite Hälfte fehlt häufig:

Was braucht mein Publikum?

 

 

 

Eine Präsentation ist kein Selbstgespräch mit Zuschauern

 

Du sprichst nicht nur vor Menschen.

Du sprichst zu Menschen.

Dieser Unterschied verändert die Vorbereitung.

Plötzlich geht es stärker um:

  • Vorwissen
  • Interessen
  • Erwartungen
  • Widerstände
  • Entscheidungen
  • Relevanz

 

 

 

Wer sitzt eigentlich vor dir?

 

Die Antwort „mein Publikum“ reicht kaum.

Interessanter ist:

Wer genau ist im Raum?

Zum Beispiel:

  • Geschäftsführung
  • Kunden
  • Fachpublikum
  • Mitarbeitende
  • Investoren
  • Verbandsmitglieder
  • Öffentlichkeit

Jede dieser Gruppen hört anders zu.

 

 

 

Dasselbe Thema braucht unterschiedliche Zugänge

 

Angenommen, du präsentierst ein neues IT-System.

Die Geschäftsführung fragt:

Was kostet es und welchen Nutzen bringt es?

Die IT fragt:

Wie sicher und integrierbar ist es?

Die Mitarbeitenden fragen:

Wie verändert es meinen Arbeitsalltag?

Das Thema ist identisch.

Die Relevanz ist verschieden.

 

 

 

Publikumsorientierung bedeutet nicht Anbiederung

 

Du musst deinem Publikum nicht nach dem Mund reden.

Du darfst:

widersprechen.

herausfordern.

unangenehme Fakten benennen.

Eine andere Perspektive vertreten.

Publikumsorientierung bedeutet:

Deine Botschaft so aufzubereiten, dass diese Menschen sie verstehen und einordnen können.

 

 

 

Relevanz ist die erste Voraussetzung für Aufmerksamkeit

 

Menschen hören stärker zu, wenn sie verstehen:

Warum betrifft mich das?

Deshalb ist ein guter Einstieg häufig weniger:

„Heute möchte ich Ihnen etwas über unser neues Projekt erzählen.“

und stärker:

„Dieses Projekt verändert ab Januar drei Abläufe, die Ihren Arbeitsalltag direkt betreffen.“

Jetzt ist die Verbindung hergestellt.

 

 

 

Menschen hören mit einer inneren Frage zu

 

Diese Frage kann lauten:

Was bedeutet das für mich?

Warum sollte ich das glauben?

Was soll ich danach tun?

Was kostet mich das?

Was bringt es?

Wer diese Fragen kennt, kann gezielter sprechen.

 

 

 

Was weiß dein Publikum bereits?

 

Eine häufige Ursache schlechter Präsentationen ist die falsche Annahme über Vorwissen.

Ist dein Publikum fachlich sehr erfahren, langweilt eine lange Einführung.

Ist es neu im Thema, wirkt dieselbe Präsentation möglicherweise überfordernd.

 

 

 

Fachkompetenz kann zum Kommunikationsproblem werden

 

Je länger du dich mit einem Thema beschäftigst, desto selbstverständlicher erscheinen dir:

Begriffe.

Zusammenhänge.

Abkürzungen.

Hintergründe.

Dein Publikum besitzt diese Landkarte vielleicht nicht.

 

 

 

Der Fluch des Wissens

 

Experten unterschätzen leicht, wie viel Wissen nötig ist, um ihre Aussagen einzuordnen.

Deshalb lohnt sich die Frage:

Was muss mein Publikum wissen, damit mein nächster Gedanke verständlich wird?

Nicht mehr.

Und nicht weniger.

 

 

 

Was erwartet das Publikum von dir?

 

Erwartungen entstehen schon vor deinem ersten Satz.

Durch:

  • deine Rolle
  • Titel der Veranstaltung
  • Ankündigung
  • bisherige Erfahrungen
  • aktuellen Kontext

Ein Vorstand wird anders gehört als ein externer Experte.

Eine Vertriebspräsentation anders als eine wissenschaftliche Keynote.

 

 

 

Erwartungen musst du nicht immer erfüllen

 

Du kannst sie auch bewusst brechen.

Doch dann sollte es einen Grund geben.

Wenn ein Publikum eine Entscheidung erwartet und du nur Inspiration lieferst, entsteht möglicherweise Enttäuschung.

Wenn es Orientierung erwartet und du nur Daten präsentierst, ebenso.

 

 

 

Welche Aufgabe hat dein Beitrag?

 

Zum Beispiel:

  • informieren
  • überzeugen
  • orientieren
  • motivieren
  • eine Entscheidung vorbereiten
  • eine Perspektive verändern

Eine Rede kann mehrere Aufgaben haben.

Doch eine sollte meist dominieren.

 

 

 

Das Präsentationsziel ist nicht „eine gute Präsentation halten“

 

Das beschreibt deine Leistung.

Nicht die Wirkung.

Stärker:

„Nach der Präsentation soll der Vorstand entscheiden können, ob Variante B finanziert wird.“

Oder:

„Die Mitarbeitenden sollen verstehen, was sich ab Januar konkret verändert.“

 

 

 

Was soll dein Publikum danach denken?

 

Eine hilfreiche Frage:

Welcher Gedanke soll nach der Präsentation klarer sein als vorher?

Damit wird die Kernbotschaft präziser.

 

 

 

Was soll dein Publikum danach fühlen?

 

Nicht jede Präsentation braucht große Emotionen.

Doch Atmosphäre spielt eine Rolle.

Vielleicht sollen Menschen:

Vertrauen gewinnen.

Orientierung erleben.

Neugierig werden.

Dringlichkeit verstehen.

 

 

 

Und was soll das Publikum tun?

 

Vielleicht:

entscheiden.

zustimmen.

etwas ausprobieren.

eine Frage stellen.

eine neue Vorgehensweise anwenden.

Dann sollte dieser nächste Schritt erkennbar sein.

 

 

 

Ein Publikum schenkt dir Zeit

 

Das ist eine nützliche Perspektive.

Wenn hundert Menschen dir zwanzig Minuten zuhören, investiert der Raum zusammen mehr als 33 Stunden Aufmerksamkeit.

Das ist ein erheblicher Einsatz.

Die Frage lautet:

Was bekommen die Menschen dafür?

 

 

 

Zeit ist Teil deiner Verantwortung als Redner

 

Eine Präsentation ist nicht deshalb wertvoll, weil sie lang ist.

Manchmal ist der respektvollste Beitrag:

klar.

präzise.

zehn Minuten kürzer.

 

 

 

Der Zeitrahmen ist kein unverbindlicher Vorschlag

 

Wenn du 20 Minuten zugesagt hast und 35 Minuten sprichst, betrifft das:

weitere Redner.

Veranstalter.

Pausen.

Publikum.

Professionelle Kommunikation respektiert den Rahmen.

 

 

 

Warum langweilen Präsentationen?

 

Selten allein wegen des Themas.

Häufiger weil:

  • Relevanz unklar bleibt
  • zu viele Details kommen
  • keine Prioritäten erkennbar sind
  • Gedanken wiederholt werden
  • Folien vorgelesen werden
  • der Redner keinen klaren Punkt verfolgt

 

 

 

Informationsmenge ist nicht Informationswert

 

Du kannst sehr viele Fakten präsentieren und trotzdem wenig Orientierung geben.

Die Aufgabe besteht darin, Informationen zu:

sortieren.

gewichten.

verbinden.

Das macht aus Daten eine Botschaft.

 

 

 

Das Publikum braucht einen roten Faden

 

Du kennst deine Präsentation.

Dein Publikum hört sie zum ersten Mal.

Deshalb sollte jederzeit ungefähr klar sein:

Wo sind wir?

Warum sind wir hier?

Wie hängt das mit dem vorherigen Punkt zusammen?

 

 

 

Orientierung kann sprachlich entstehen

 

Zum Beispiel:

„Es gibt drei Gründe für diese Empfehlung.“

„Bis hierhin ging es um das Problem. Jetzt kommen wir zur Entscheidung.“

„Der wichtigste Punkt ist …“

Solche Sätze helfen beim Zuhören.

 

 

 

Kannst du deinem Publikum zu viel abverlangen?

 

Ja.

Besonders bei:

Zahlen.

Diagrammen.

Fachbegriffen.

neuen Konzepten.

Menschen können nicht gleichzeitig:

komplizierte Folien lesen.

dir zuhören.

und komplexe Schlüsse ziehen.

 

 

 

Visualisierung sollte Denken erleichtern

 

Eine gute Folie fragt nicht:

„Wie viel passt hier noch drauf?“

Sondern:

„Was muss hier sichtbar werden?“

 

 

 

Aufmerksamkeit ist keine moralische Pflicht des Publikums

 

Manche Redner denken:

„Die Leute müssen eben besser zuhören.“

Natürlich trägt das Publikum Mitverantwortung.

Doch als Redner kannst du beeinflussen, wie leicht Zuhören fällt.

 

Aufmerksamkeit verdient man immer wieder neu

 

Zum Beispiel durch:

Relevanz.

klare Struktur.

konkrete Beispiele.

gute Fragen.

Abwechslung.

Das bedeutet nicht, ständig Unterhaltung liefern zu müssen.

 

 

 

Ein ernstes Thema darf ernst sein

 

Du brauchst keine:

Witze.

Showeffekte.

Animationen.

wenn sie dem Thema nicht dienen.

Aufmerksamkeit entsteht auch durch einen Gedanken, der wirklich relevant ist.

 

 

 

Publikum und Widerstand

 

Manchmal weißt du schon vorher:

Diese Menschen werden meiner Botschaft skeptisch gegenüberstehen.

Das ist kein Grund, sie als „schwieriges Publikum“ abzuschreiben.

Interessanter ist:

Warum gibt es Widerstand?

 

 

 

Widerstand enthält Informationen

 

Vielleicht geht es um:

Risiko.

Kosten.

Verlust.

schlechte Erfahrungen.

mangelndes Vertrauen.

Dann sollte die Präsentation diese Ebene berücksichtigen.

 

 

 

Einwand nicht verstecken

 

Wenn du weißt, dass alle im Raum denken:

„Das ist viel zu teuer.“

und du 25 Minuten darüber hinwegpräsentierst, bleibt der Einwand trotzdem im Raum.

Besser:

„Die Investition ist höher als bei Variante A. Die Frage ist deshalb, ob die zusätzlichen Kosten durch … gerechtfertigt sind.“

Jetzt wird darüber gesprochen.

 

 

 

Ein Publikum kann dir gegenüber skeptisch sein

 

Auch das gehört zur Vorbereitung.

Vielleicht besteht:

Vertrauensverlust.

ein früherer Konflikt.

eine politische Differenz.

Dann solltest du nicht so tun, als beginnst du bei null.

 

 

 

Glaubwürdigkeit lässt sich nicht einfordern

 

Sie entsteht eher durch:

klare Aussagen.

belastbare Belege.

fairen Umgang mit Einwänden.

das Eingeständnis von Grenzen.

 

 

 

„Ich weiß es nicht“ kann publikumsgerecht sein

 

Wenn du etwas tatsächlich nicht weißt, ist eine klare Antwort häufig respektvoller als Improvisation.

Zum Beispiel:

„Diese Zahl habe ich gerade nicht belastbar vorliegen.“

Das Publikum merkt meist ohnehin, wenn jemand ausweicht.

 

 

 

Publikum bedeutet nicht Masse

 

Auch drei Personen sind ein Publikum.

Eine Vorstandspräsentation vor fünf Entscheidern kann anspruchsvoller sein als ein Vortrag vor fünfhundert Menschen.

Publikumsanalyse bedeutet deshalb nicht Demografie um ihrer selbst willen.

Sie bedeutet:

Wer entscheidet hier was – mit welchen Interessen und welcher Perspektive?

 

 

 

Bei C-Level-Präsentationen verändert sich die Publikumsanalyse

 

Dann werden besonders wichtig:

  • Entscheidungsauftrag
  • Risiko
  • Alternativen
  • Konsequenzen
  • knappe Zeit

Ein Vorstand möchte häufig nicht jedes Detail.

Er möchte verstehen:

Was ist die Entscheidung?

Warum diese Empfehlung?

Was kann schiefgehen?

 

 

 

Das Publikum ist nicht homogen

 

Selbst wenn alle denselben Jobtitel tragen.

Menschen unterscheiden sich in:

Vorwissen.

Interessen.

Erfahrungen.

Meinungen.

Darum ist Publikumsanalyse immer eine Annäherung.

 

 

 

Vorsicht mit Stereotypen

 

Zum Beispiel:

„Die Generation Z braucht …“

„Ingenieure wollen immer …“

„Vorstände haben keine Geduld …“

Solche Annahmen können die Vorbereitung vereinfachen.

Und gleichzeitig in die falsche Richtung führen.

Je mehr du tatsächlich über dieses konkrete Publikum weißt, desto besser.

 

 

 

Vor der Präsentation Informationen sammeln

 

Frage beispielsweise den Veranstalter:

Wer kommt?

Warum kommen die Menschen?

Was wissen sie bereits?

Welche Diskussion gab es vorher?

Was geschieht nach meinem Beitrag?

Schon wenige Antworten verändern häufig die Vorbereitung.

 

 

 

Freiwilliges oder verpflichtendes Publikum?

 

Ein wichtiger Unterschied.

Menschen, die freiwillig eine Konferenzsession ausgewählt haben, beginnen häufig mit höherem Interesse.

Mitarbeitende, die verpflichtend an einer dreistündigen Informationsveranstaltung teilnehmen, vielleicht nicht.

Das solltest du berücksichtigen.

 

 

 

Ein skeptisches Publikum braucht keine Bestrafung

 

Kommentare wie:

„Sie sehen heute Morgen alle noch etwas müde aus.“

helfen selten.

Oder:

„Ich hoffe, Sie können mir überhaupt folgen.“

Das Publikum wird damit zum Problem erklärt.

Besser:

deinen Beitrag so gestalten, dass Zuhören leichter wird.

 

 

 

Interaktion ist kein Selbstzweck

 

Fragen an das Publikum können hilfreich sein.

Diskussion ebenfalls.

Doch nicht jede Präsentation braucht:

Handzeichen.

Partnerübungen.

Live-Umfragen.

Interaktion sollte eine Funktion haben.

 

 

 

Eine gute Frage kann mehr bewirken als fünf Folien

 

Zum Beispiel:

„Was wäre die Konsequenz, wenn wir heute gar nichts entscheiden?“

Jetzt denkt der Raum selbst.

 

 

 

Publikum lesen während der Präsentation

 

Auch die beste Vorbereitung ersetzt nicht die Wahrnehmung im Raum.

Du kannst beobachten:

Verwirrung.

Unruhe.

Interesse.

Fragen.

Doch Vorsicht:

Körpersprache erlaubt keine sichere Gedankenleserei.

 

 

 

Verschränkte Arme beweisen nichts

 

Vielleicht ist jemand skeptisch.

Vielleicht friert die Person.

Vielleicht sitzt sie einfach bequem.

Deshalb:

Beobachten.

Hypothesen bilden.

Bei Bedarf fragen.

 

 

 

Was tun, wenn du dein Publikum verlierst?

 

Du musst nicht stumpf weitermachen.

Du kannst:

zusammenfassen.

ein Beispiel geben.

eine Frage stellen.

einen Teil überspringen.

Das verlangt Flexibilität.

 

 

 

Die Folien sind kein Vertrag

 

Wenn du merkst, dass ein Detailblock heute keine Relevanz besitzt, musst du ihn nicht vortragen, nur weil er vorbereitet wurde.

Die Präsentation dient dem Ziel.

Nicht umgekehrt.

 

 

 

Dankbares oder erleichtertes Publikum?

 

Der humorvolle Gedanke dahinter ist nützlich:

Applaus allein sagt wenig darüber, warum Menschen applaudieren.

Vielleicht:

war der Vortrag ausgezeichnet.

die Menschen sind höflich.

sie mögen dich.

die Veranstaltung endet.

Deshalb sollte unmittelbarer Beifall nicht das einzige Erfolgskriterium sein.

 

 

 

Was bedeutet überhaupt Erfolg?

 

Das hängt vom Ziel ab.

Bei einer Verkaufspräsentation vielleicht:

nächster Termin.

Bei einer Vorstandspräsentation:

Entscheidung.

Bei einer Keynote:

eine neue Perspektive.

Bei einer Veränderungsrede:

Orientierung.

 

 

 

Applaus ist eine Reaktion, kein vollständiges Wirkungsmaß

 

Ein Vortrag kann hervorragend sein und kaum Applaus bekommen.

Zum Beispiel in einer ernsten Situation.

Ein anderer kann begeisterten Beifall erzeugen und später keinerlei Wirkung haben.

Deshalb:

Miss Wirkung am Ziel.

 

 

 

Wie bekommst du brauchbares Feedback?

 

Die Frage:

„Wie war ich?“

liefert häufig:

„Gut.“

Das hilft wenig.

 

 

 

Stell konkrete Fragen

 

Zum Beispiel:

Was war für dich die zentrale Aussage?

An welcher Stelle wurde es unklar?

Welche Argumentation hat dich überzeugt?

Welche Frage blieb offen?

Nun wird Feedback brauchbarer.

 

 

 

Frage nicht nur nach Gefallen

 

Eine Präsentation kann gefallen und ihr Ziel verfehlen.

Oder unbequem sein und genau die notwendige Wirkung entfalten.

Deshalb sollte Feedback zur Aufgabe passen.

 

 

 

Selbstbild und Fremdbild

 

Redner erleben ihren Auftritt von innen.

Sie spüren:

Nervosität.

Pausen.

Unsicherheit.

Das Publikum erlebt nur das, was außen sichtbar und hörbar wird.

Diese Perspektiven können deutlich auseinanderliegen.

 

 

 

Darum kann Video hilfreich sein

 

Eine Aufnahme zeigt dir:

Tempo.

Struktur.

Stimme.

Gestik.

Wirkung.

Sie sollte allerdings nicht zur Suche nach jedem kleinen vermeintlichen Fehler werden.

 

 

 

Professionelles Feedback braucht Kriterien

 

Zum Beispiel:

  • Ist das Ziel erkennbar?
  • Ist die Kernbotschaft klar?
  • Ist die Argumentation nachvollziehbar?
  • Passt der Inhalt zum Publikum?
  • Funktioniert die Dramaturgie?
  • Ist die Sprache verständlich?
  • Trägt der Auftritt die Botschaft?

Dann wird Feedback konkreter als:

„Du musst selbstbewusster wirken.“

 

 

 

Der Probelauf ist Publikumsforschung im Kleinen

 

Bei einer wichtigen Präsentation kann ein realistischer Probelauf enorm wertvoll sein.

Denn du erfährst vor dem tatsächlichen Termin:

Wo steigt jemand aus?

Welche Aussage bleibt hängen?

Welche Frage entsteht?

Wo fehlt ein Beleg?

 

 

 

Ein Probelauf sollte nicht nur freundlich sein

 

Wenn von einem Auftritt viel abhängt, brauchst du keine Person, die anschließend sagt:

„War doch gut.“

Du brauchst eine Rückmeldung, mit der du arbeiten kannst.

 

 

 

Gleichzeitig braucht gutes Feedback Maß

 

Eine Präsentation lässt sich immer weiter optimieren.

Doch irgendwann wird Verbesserung zu Perfektionismus.

Die relevante Frage lautet:

Was verändert die Wirkung für diesen konkreten Termin wirklich?

 

 

 

Publikumsorientierung und Authentizität

 

Manche Menschen fürchten:

„Wenn ich mich auf mein Publikum einstelle, bin ich nicht mehr authentisch.“

Das halte ich für einen falschen Gegensatz.

 

 

 

Du kannst dieselbe Haltung unterschiedlich ausdrücken

 

Mit einem Fachpublikum anders als mit Laien.

Mit Mitarbeitenden anders als mit Investoren.

Die Botschaft kann dieselbe bleiben.

Die Sprache verändert sich.

Das ist Anpassungsfähigkeit, keine Unehrlichkeit.

 

 

 

Publikumsorientierung besitzt eine Grenze

 

Du solltest keine:

Fakten verdrehen.

Überzeugung vortäuschen.

Position nur deshalb wechseln, weil sie besser ankommt.

Dann würde Orientierung zur Anbiederung.

 

 

 

Respekt bedeutet auch Widerspruch

 

Du kannst einem Publikum sagen:

„Ich weiß, dass diese Empfehlung hier nicht populär ist. Trotzdem halte ich sie aus drei Gründen für richtig.“

Das nimmt das Publikum ernst.

 

 

 

Wenn dein Publikum dir dankbar sein soll

 

Dann gib ihm etwas.

Zum Beispiel:

eine klare Entscheidung.

einen neuen Gedanken.

eine nützliche Struktur.

Orientierung.

eine konkrete Antwort.

Das ist wertvoller als rhetorische Show.

 

 

 

Zwölf Fragen vor einer wichtigen Rede oder Präsentation

 

1. Wer sitzt vor mir?

Menschen, Rollen und Interessen klären.

2. Warum sind diese Menschen hier?

Freiwillig, verpflichtend, entscheidend?

3. Was wissen sie bereits?

Vorwissen einschätzen.

4. Was interessiert sie?

Relevanz herstellen.

5. Was steht für sie auf dem Spiel?

Gewinn, Verlust, Risiko, Aufwand?

6. Welche Haltung bringen sie mit?

Offen, skeptisch, kritisch, neutral?

7. Welche Frage tragen sie wahrscheinlich im Kopf?

Diese Frage beantworten.

8. Was sollen sie verstehen?

Kernbotschaft definieren.

9. Was sollen sie danach tun?

Nächsten Schritt klären.

10. Welche Einwände sind absehbar?

Vorbereiten.

11. Was kann ich weglassen?

Relevanz vor Vollständigkeit.

12. Woran erkenne ich nachher, ob die Präsentation funktioniert hat?

Erfolgskriterium vorab definieren.

 

 

 

Häufige Fragen

 

Wie analysiere ich mein Publikum vor einer Präsentation?

Kläre Rollen, Vorwissen, Interessen, Erwartungen, mögliche Einwände und die Entscheidungssituation. Bei wichtigen Terminen lohnt sich zusätzlich ein Gespräch mit Veranstaltern oder internen Ansprechpartnern.

Was erwartet ein Publikum von einem Redner?

Das hängt stark vom Anlass ab. Fast immer hilfreich sind Relevanz, Verständlichkeit, klare Struktur, Respekt gegenüber der Zeit und ein glaubwürdiger Umgang mit Fragen.

Wie halte ich die Aufmerksamkeit meines Publikums?

Stelle früh Relevanz her, strukturiere Gedanken klar, reduziere unnötige Details und nutze Beispiele oder Fragen dort, wo sie das Verständnis unterstützen.

Ist Applaus ein Zeichen für eine gute Präsentation?

Er kann positive Resonanz zeigen, ist jedoch kein vollständiges Qualitätsmaß. Ob eine Präsentation gelungen ist, sollte vor allem an ihrem Ziel gemessen werden.

Was mache ich mit einem kritischen Publikum?

Verstehe zuerst die Gründe für Skepsis. Nimm relevante Einwände ernst, belege deine Aussagen und beantworte kritische Fragen, ohne das Publikum zum Gegner zu erklären.

Wie bekomme ich ehrliches Feedback?

Stelle konkrete Fragen zu Botschaft, Verständlichkeit, Argumentation und offenen Punkten statt allgemein zu fragen, wie die Präsentation gefallen hat.

Wie wichtig ist ein Probelauf?

Bei einem wichtigen Auftritt kann ein realistischer Probelauf sehr wertvoll sein. Er zeigt vor dem Termin, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen sinnvoll sind.

Muss ich mich meinem Publikum anpassen?

Du solltest Sprache, Beispiele, Detailtiefe und Argumentation an das Publikum anpassen. Deine Fakten und deine tatsächliche Haltung sollten dabei bestehen bleiben.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Ein Publikum ist kein Hintergrund für deinen Auftritt.

Es ist der Grund, warum du sprichst.

Deshalb beginnt eine gute Präsentation nicht bei:

„Was möchte ich alles sagen?“

Sondern bei:

„Was braucht dieses Publikum, damit meine Botschaft für diese Menschen verständlich und relevant wird?“

Ein guter Auftritt ist nicht der, bei dem der Redner alles gesagt hat. Er ist der, bei dem beim Publikum das Richtige angekommen ist.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Bei wichtigen Reden und Präsentationen können wir unmittelbar an deinem tatsächlichen Termin arbeiten.

Zum Beispiel an:

  • Publikumsanalyse
  • Ziel und Kernbotschaft
  • Relevanz
  • Struktur und Dramaturgie
  • Argumentation
  • kritischen Fragen
  • Stimme und Präsenz
  • realistischem Probelauf

Kein allgemeines Präsentationstraining.

Wir prüfen, was dieses konkrete Publikum braucht und was deine Botschaft tragen lässt.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.  Georg Bernhard Shaw

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 24. Februar 2018

Spontanreden, unverhofft kommt oft: Wie jede spontane Rede gelingt.

Spontanreden, unverhofft kommt oft: Wie jede spontane Rede gelingt.

Überzeugende Reden aus dem Ärmel schütteln

Unverhofft kommt oft: Spontanreden

Spontanreden

 

Welche Freude! Was tun, wenn Sie überraschend mit einer Redegelegenheit beschenkt werden? Hier erfahren Sie, wie Sie die Gelegenheit erfolgreich meistern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Eine Rede aus dem Handgelenk schütteln

 

Na toll; unverhofft kommt oft. Und nun dürfen Sie nach vorne vor Ihr Publikum schreiten und unvorbereitet eine Rede halten. Sozusagen, sich eine Rede aus dem Handgelenk schütteln. Im Englischen „off the cuff“, eine Formulierung, die auf Kellner zurückgehen soll, die sich Notizen auf die Manschetten ihrer Hemden geschrieben haben. Und tatsächlich können Redner dabei beobachtet werden, wie sie ständig dorthin schauen. So, als würden dort Hinweise zu finden sein, was zu sagen ist. Üblicherweise ist dort aber nicht viel zu finden. Hoch lebe das Sprungverhalten: So wird dann an der Manschette gezuppelt oder der Manschettenknopf neu justiert, anstatt sich der Situation mit voller Aufmerksamkeit zu stellen.

 

 

 

Spontanrede: Was nun?

 

Wie reagieren Sie, wenn wir überraschend mit einer Redegelegenheit beschenkt werden? Begrüßen Sie die Gelegenheit oder verwünschen Sie den Auffordernden?

Was tun? Zuerst ist es hilfreich sich daran zu erinnern, dass dies im Grunde keine außergewöhnliche Situation ist. Sie fühlt sich nur so an. Die meisten Gespräche werden ja auch ohne gründliche sprachliche Vorbereitung geführt. Doch kaum bekommt der Rahmen einen öffentlicheren Charakter, verändert sich unsere Wahrnehmung und unser Anspruch an uns selbst. Und der daraus resultierende Druck macht nicht unbedingt geistreicher. Druck schneidet uns eher von unseren Ressourcen ab, erschwert, was sonst ganz leicht geht.

 

 

 

EIGENTLICH ganz leicht!

 

Vorausgesetzt, wir sind in Gesprächen in der Lage interessant und strukturiert zu reden, basiert der spontane Redeerfolg vor Gruppen im Wesentlichen auf dem eigenen Zustandsmanagement. Es hat sich bewährt, sich wie in einer kleinen Runde zu fühlen und ähnlich zu verhalten. Dann ist es eigentlich ganz einfach! Eigentlich? Ja, denn viele neigen dazu, sich selbst Druck zu machen. Nicht jeder hat Übung darin, vor Publikum spontan Gedanken zu sortieren und dabei auch noch überzeugend zu reden. Deswegen sind entsprechende Orientierungshilfen von Vorteil und viel Übung, sehr viel Übung. Das entsprechendes Training nicht nur wirkungsvoll, sondern auch mit Spaß verbunden sein kann, beweisen Trainings mit Elementen der ImproRhetorik™.

 

 

 

Trainingsgelegenheiten

 

Im Gruppentraining an zwei Tagen oder im Einzeltraining mit 10 bis 15 individuell vereinbarten Stunden lernen Sie, wie Sie auch in spontanen Redesituationen eine gute Figur machen und überzeugen.

Erfolgreich eine Rede aus dem Ärmel schütteln, Anregungen und Unterstützung:

 

 

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Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Wie meistern Sie spontane Redegelegenheiten?

Artikel

Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

Spontaneität ist mehr als Impulsivität. Erfahre, wie Präsenz, Vorbereitung und innere Klarheit helfen, flexibel und souverän zu reagieren.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4338
K:CNB
Ü:B

Asche zu Asche, Staub zu Staub vs. Vorbereitung trifft auf Gelegenheit

Asche zu Asche, Staub zu Staub vs. Vorbereitung trifft auf Gelegenheit

Angebotspräsentation: Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren, bevor die Idee Staub ansetzt

Angebotspräsentation: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit

Botschaften die verdiente Chance geben

 

Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft. Bereiten Sie Ihre Präsentation sorgfältig vor und sorgen Sie für Gelegenheiten. Sie wollen Tipps?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

 

 

Ideen die Chance geben, sich zu verwirklichen

 

Der Zufall trifft nur einen vorbereiteten Geist.

Louis Pasteur

 

„I have a dream…“ Wer etwas anbietet, braucht auch die Möglichkeit, andere Menschen davon zu überzeugen, dass dieses Angebot überhaupt eine Chance verdient hat, beachtet zu werden. Bei aller persönlichen Begeisterung; viele gute Ideen bleiben im Schubfach und geraten dort in Vergessenheit, weil niemand von ihnen erfährt. Irgendwann ist die Staubschicht so dick, dass sie selbst beim Aufräumen nicht mehr zu finden ist. Andere wagen den Schritt und stellen ihr Angebot vor, manchen gelingt es und anderen nicht. Oft braucht es Durchhaltevermögen, bis der Funke überspringt. Nicht jeder wird mit Rückenwind gesegnet, gerade neuen Ideen bläst oft heftiger Gegenwind ins Gesicht. Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. (Mark Twain)

So oder so; wer sich aus der Deckung begibt, macht sich und das Angebot zwar angreifbar. Aber es ist allenthalben besser, als es ungenutzt der Welt vorzuenthalten. Ideen zu sammeln und zu horten, hat noch zu keiner Veränderung geführt. Da helfen auch die besten Ausreden nichts, weshalb es sinnlos ist sich dafür einzusetzen oder dass sich keine Gelegenheit dafür ergibt. Es ist nicht immer ein Heimspiel. Schließlich ist jedes System bestrebt, sich im Gleichgewicht zu halten. Wer daran etwas ändern will, lernt die Massenträgheit kennen. Eine Idee, die nicht gefährlich ist, verdient es nicht, überhaupt Idee genannt zu werden. (Oscar Wilde)

 

 

 

Eins nach dem anderen

 

Ja, es hat auch etwas mit Glück zu tun; eine Chance, für die Vorstellung der Idee zu bekommen. Wer wartet schon gerne? Es nagt an den Nerven, die anfängliche Begeisterung verebbt. Vielleicht war die Idee doch nicht so gut. Das entmutigt dann früher oder später! Ergibt sich nicht schnell genug eine Gelegenheit, macht sich oft das frustrierende Gefühl breit, keinen Einfluss auf die erfolgreiche Umsetzung zu haben. Viele gute Ideen scheitern, weil irgendjemand, der hätte gefragt werden sollen, nicht gefragt wurde. (Cyril Northcote Parkinson)

Nur wen und wie? Vor lauter Resignation geht es nicht voran. Kommt dann doch überraschend von allein eine Gelegenheit, ist die Präsentation des Angebotes gerade in diesem Moment nicht so gut, wie sie sein könnte. Wer hat denn damit gerechnet? Mist! Chance vergeudet. Schade, dass sie nicht vorbereitet wurde.

 

 

 

Konkrete Vorbereitung, auch ohne Termin und Bühnenreservierung

 

Viel besser ist es sich frühzeitig optimal auf die Präsentation vorzubereiten, selbst dann, wenn noch keine konkrete Gelegenheit geplant ist. Unverhofft kommt oft; lassen Sie sich die Chance nicht entgehen! Nehmen Sie Einfluss, worauf Sie Einfluss haben und reduzieren Sie den Anteil des Zufalls. Gute Einfälle sind Geschenke des Glücks. (Gotthold Ephraim Lessing)

Meine favorisierte Definition für Glück ist; Vorbereitung tritt auf Gelegenheit! In der Idee leben heißt, das Unmögliche behandeln, als wenn es möglich wäre. (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

 

Unverhofft kommt oft

 

Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie. (Albert Einstein) Sorgen Sie dafür, dass deren Wert leichter zu erkennen ist. Gegebenenfalls mit Unterstützung, falls die Idee es verdient hat. Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist! (Victor Hugo)

Also Ärmel hochkrempeln und …

P.S.

 

Welche Gelegenheit verdient Vorbereitung?

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Oktober 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Rhetorik und Körperchemie: gute Redner kennen die Wirkung von Oxytocin

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun?
gute Redner kennen die Wirkung von Oxytozin

Rhetorik und Oxytocin

 

Was ist ein Redner ohne Publikum und was hat das mit der Körperchemie zu tun? Welche Rolle spielt Oxytocin bei Reden und Präsentationen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der Mensch, das Herdentier

 

Von wegen Individuen; Menschen sind Herdentiere. Herden haben die Angewohnheit, ihre Anführer zu imitieren und nachzuahmen. Es spielt also eine große Rolle, was sie beobachten. Bei der Wahl der Kaffeesorte folgen viele Georg Clooney, selbst wenn das bedeutet eine Menge Geld für viel Aluminium und etwas Kaffee zu bezahlen. Bei einer Präsentation übernimmt der Redner die Aufgaben eines Anführers. Weitgehend unbewusst neigt das Publikum deshalb dazu sich am Redner zu orientieren.

Es liegt in der menschlichen Natur; das menschliche Gehirn ist bestrebt Sicherheit in der Gruppe zu suchen. Deshalb schüttet es entsprechende Stoffe aus. Sie sorgen dafür, dass wir uns in der Gruppe sicherer fühlen.

Wenn wir uns auf einer emotionalen Ebene sicher im Kontakt mit anderen Menschen fühlen, dann fühlen wir uns verbunden. Dann vertrauen wir dem was gesagt wird eher. Und unsere Spiegelneuronen sorgen dafür, dass wir uns besser in andere Menschen hineinversetzen können. Wir können fühlen, was andere Menschen fühlen. Der Stoff Oxytocin ist daran maßgeblich beteiligt. Oxytocin sorgt dafür, dass Menschen sich einander vertrauen, fördert Zusammenhalt und Loyalität, indem er Angst vermindert.

 

 

 

Spiegelneuronen und Co.

 

Da wir auf unbewusster Ebene mitbekommen, wie sich die anderen in unserem Umfeld fühlen und uns dies beeinflusst, haben diese Zusammenhänge großen Einfluss auf unser Leben und auch auf unsere Wirkung als Redner. Wir erkennen wie der andere sich fühlt und passen unser Fühlen, Denken, Verhalten und unsere Physiologie an.

Gruppen – wie das Publikum bei einer Rede – neigen zu übereinstimmenden Emotionen. Auch wenn eine Gruppe aus einzelnen Individuen besteht entwickelt sie eine ganz eigene Dynamik.

Aus diesen Gründen übernimmt das Publikum Teile der Stimmung und des Verhaltens des Redners. Fühlt sich der Redner wohl und sicher, hat dies eine andere Wirkung auf das Publikum, als wenn er unbewusst signalisiert, dass er eigentlich lieber flüchten möchte. Letzteres triggert archaische Bereiche des Gehirns, die dadurch ebenfalls auf den Modus Kampf bzw. Flucht schalten. Dies mag einen Stamm in früher Urzeit vor wilden Tieren geschützt haben, heute ist es wenig hilfreich für den Erfolg einer Rede.

 

 

 

Ein teuflischer Teufelskreis

 

Ausstoß von Adrenalin und Co.: Wenn es erst begonnen hat entzieht es sich weitgehend der persönlichen Kontrolle. Meist führt dies zu einem Kreislauf, in dem sich Redner und Publikum gegenseitig in einen schlechteren Zustand bringen. Der Redner hält dann das Publikum für besonders schwierig, fühlt sich selbst dadurch noch unsicherer, vermittelt das nonverbal, das Publikum reagiert … Ein Kreislauf, der sich weiter und weiter verstärkt, wenn er nicht frühzeitig unterbrochen wird.

 

 

 

Besser, viel besser

 

Es färbt ab, so oder so: Glücklicherweise gilt das auch in die andere Richtung. Wenn Sie sich sicher fühlen steigen die Chancen, dass auch Ihr Publikum sich sicher fühlt. Also sorgen Sie dafür, dass Sie in den Zuständen sind, in die Sie Ihr Publikum einladen. Möge das Oxytocin mit Ihnen sein!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

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P.S.

 

Berücksichtigen Sie diese Zusammenhänge bei Ihren Reden und Präsentationen?

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

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Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. August 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

9 Tipps zur Verwendung von Telepromptern

9 Tipps zur Verwendung von Telepromptern

Medienkompetenz, die überzeugt

Stellungnahmen mit Teleprompter

Überzeugender Einsatz von Telepromptern

 

Teleprompters haben so ihre Eigenarten, ihre Vor- und Nachteile. Erst bei fundierter Vorbereitung ist der Einsatz eines Teleprompters empfehlenswert. In diesem Artikel erwarten Sie Tricks und Tipps zur Verwendung eines Teleprompters.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Stellungnahmen mit Teleprompter

 

Vor wenigen Tagen gab der Vorstand eines großen Fahrzeugherstellers ein Statement vor laufender Kamera. Viele Menschen waren neugierig darauf, welche Antwort er auf eine Krise geben wird. Dann war es soweit, Kamera und Teleprompter waren bereit. Nur der Vorstand war es nicht. Es war sicher gut gemein, doch schlecht gemacht!
Jetzt hat ein anderer seinen begehrten Posten. Wobei auf einem anderen Blatt steht, ob eine glaubhaftere Stellungnahme in diesem heiklen Fall geholfen hätte. Geschadet hätte sie sicher nicht!

Wie glaubhaft sind Stellungnahmen, bei denen deutlich ersichtlich ist, dass der Text unbeteiligt abgelesen wird, wie in diesem Fall? Und weshalb machen Menschen das überhaupt?

Die Verwendung eines Teleprompters soll ungeübten Sprechern bzw. in heiklen Fällen auch anderen Sicherheit vermitteln. Doch leider fehlen ohne Übung wesentliche Voraussetzungen für die professionelle Verwendung eines Teleprompters. Und dann wirkt der Auftritt nicht authentisch. Besonders die bei ungünstiger Verwendung leicht hin und her zuckenden Augen sowie die unnatürliche Betonung hinterlassen kaum den gewünschten Eindruck.

Wenn schon, dann bitte professionell! Bei richtiger Verwendung kann so ein Teleprompter durchaus ein gutes Hilfsmittel sein. Dann, und nur dann!

 

 

 

9 Tipps für die Verwendung eines Teleprompters

 

 

1. Klärung: Teleprompter ja oder nein?

 

Nur ein Mythos: Der Einsatz von Telepromptern reduziert die Vorbereitungszeit. Für ungeübte Nutzer stimmt genau das Gegenteil; es erfordert mehr Vorbereitung, um zu überzeugen. Was bei versierten Moderatoren, Nachrichtensprechern und Politikern so einfach aussieht, basiert auf jahrelanger Übung. 


Wer entscheiden will, ob es wirklich eine gute Idee ist einen Teleprompter zu verwenden, sollte sich erst einmal mit dessen Eigenarten, Vor- und Nachteilen beschäftigen.

Je nach Verwendung läuft bei einem Teleprompter der ganze Text durch oder er liefert Stichworte. Manche Redner lassen sich auch ihre Präsentationsfolien anzeigen. Wer gut in der freien Rede ist, hat so einen roten Faden. Diese Option ist für diejenigen, die im Thema zuhause und geübt sind, meist die überzeugendste. Im Vergleich dazu braucht es bei der Verwendung von Fließtext eine Menge Übung, damit es nicht monoton und unbeteiligt klingt.

Steif ist leicht: Der Aufwand einen Text so auszuarbeiten, dass er wie gesprochene Sprache klingt, ist höher und nicht jeder beherrscht das gleichermaßen. Herauszufinden, ob der Fluss stimmt, in welcher Geschwindigkeit der Text durchlaufen werden soll, ob die Schriftgröße passt und ob genügend Raum zwischen den Absätzen eingebaut sind braucht Zeit. Und wer die nicht zur Verfügung hat oder zu nutzen weiß, schadet sich leicht.

 

 

 

2. Wissen, wovon Sie reden

 

In der Praxis relativ unwahrscheinlich und in Komödien aus Hollywood lustiger; der Text wird ohne Wissen des Ablesenden geändert und der ist so beschäftigt, dass er es selbst zu spät merkt. Reine Fiktion? Tatsächlich würden das viele wirklich nicht bemerken und so klingt es dann auch wenig authentisch.

Leider machen viele Nutzer von Telepromptern den Fehler, alles an die Technik abzugeben. Doch gerade weil hier die Gefahr so groß ist den Kontakt zum Inhalt zu verlieren, ist eine besonders tiefe Beziehung zum Thema erforderlich. Das Publikum merkt sehr schnell an der Stimme, wenn ein Text herzlos abgelesen wird. Das klingt dann so ähnlich, wie vor vielen Jahre die Computerstimme oder sogar noch schlimmer. Siri hat dagegen dann schon fast Profisprecherqualitäten.

 

 

 

3. Die Kamera wie einen lebendigen Gesprächspartner behandeln

 

Wenn das Thema es hergibt, darf ruhig etwas mit der Kamera geflirtet werden! Wenn Sie die Kamera nicht als ein lebloses Stück Technik betrachten, sondern bei deren Ansprache einen möglichst konkreten Menschen vor Augen haben, werden Sie lebendiger, echter, glaubhafter. Zwar sind die kleinsten Augenbewegungen beim Ablesen noch sichtbar, fallen aber bei einer lebhaften Mimik weniger auf. Etwas Halluzinationskompetenz hilft, der Kamera so in Ihre Linse zu schauen, wie einem Menschen, der vor Ihnen stehen würde.

Augenkontakt: Es gilt, was auch in einem persönlichen Gespräch gilt; wer den Augenkontakt vermeidet, wirkt unehrlich, wer starrt verschreckt wie Klaus Kinski.

 

 

 

4. Texten für den Teleprompter

 

Erzählen Sie der Kamera, was Sie vermitteln wollen. Für gute Redner gilt; erst denken, fühlen und dann aussprechen! Es braucht die Verzahnung von Denken und Sprechen. Unmittelbarkeit nennen das manche. Und wo bleibt die bei der Verwendung eines Teleprompters?

Sie geht verloren, wenn auswendig gelernte Texte stocksteif reproduziert oder abgelesen werden. Das klingt deshalb meistens unbeteiligt und unecht. Ein ausformulierter Promptertext ist eher ein optimiertes Transkript als ein Fachbuchgesetzestextfolterinstrument. Leiernde Stimmen, Sätze wie von Bürokraten formuliert: Wer will so etwas hören? Also bitte keine umständlichen Formulierungen, sondern gut betonte gesprochene Sprache, mit eher kurzen Sätzen.

Kurze proaktive Sätze sind einfacher zu handhaben. Lange Sätze lassen sich nur mit Übung verinnerlichen. Sie klingen deswegen oft zerstückelt, weil der Sprecher auf dem schmalen Laufband des Teleprompters nur einen kurzen Teil des Satzes aufnimmt. Wie soll auch jemand Sätze richtig betonen, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Erst die richtige Betonung macht einen gesprochenen Satz verständlich.

 

 

 

5. Sprechtempo

 

Ein gutes Sprechtempo ermöglicht es Zuhörern zu folgen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Der Teleprompter verführt jedoch dazu, mehr und schneller zu reden, als menschliche Ohren und die Auswertungsmechanismen des Gehirns vertragen. Kurze Sätze, Übung, Betonungszeichen und die geeignete Formatierung für den Prompterbildschirm helfen, dies zu verbessern.

 

 

 

6. Technische Tipps

 

Kleinere Bildschirme oder mehr Abstand sorgen dafür, dass sich die Augen beim Ablesen nicht so weit von links nach rechts bewegen müssen. Soweit das Auge es mitmacht sollte das beim Aufbau berücksichtigt werden.

 

 

 

7. Nur unfehlbare Technik einsetzen

 

Im Ernst; was schiefgehen kann, geht irgendwann schief. Murphy meldet sich im ungünstigsten Moment. So manche Panne schon hat Sprecher aus dem Konzept gebracht. Einige meistern sie und andere geben sich der Panik hin und flüchten. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch der souveräne Umgang mit unvorhersehbaren und vorhersehbaren Störungen. Nicht nur Michael Bay kann davon ein Lied singen. Ihn brachte der Ausfall eines Teleprompters derart aus dem Konzept, dass er von der Bühne flüchtete.

 

 

 

8.Teleprompter selber bauen

 

Im Internet finden Sie Anleitungen für den Bau eines Teleprompters. Vor Jahren habe ich selbst ein ansehnliches Exemplar nach meinen Plänen und Wünschen aus Holz bauen lassen. Es hat sehr gut funktioniert. Allerdings ist die Wahl des Spion-Spiegels wesentlich. Übliche Spion-Spiegel haben keine ausreichende Lichtdurchlässigkeit. Hochwertiges, leicht verspiegeltes Glas ist empfehlenswerter.

 

 

 

9. Üben, üben, üben

 

Wie so oft gilt, es zu üben bis sich Vertrautheit einstellt. So ein Teleprompter hat es durchaus in sich.

 

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Teleprompter?

Ein Teleprompter (auch Autocue genannt) ist ein Gerät, das bei Reden und Präsentationen verwendet wird, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text anzuzeigen, ohne dass dieser oder diese ein Skript oder Manuskript in der Hand halten muss. Der Text wird in der Regel auf einem Bildschirm angezeigt, der sich vor den Augen des Sprechers befindet und der sich entsprechend der Geschwindigkeit der Rede bewegt.

Der Teleprompter ermöglicht es dem Sprecher oder der Sprecherin, den Text auf eine natürliche Weise vorzutragen, ohne dass er oder sie dabei auf das Skript oder Manuskript schauen muss. Dadurch wirkt die Rede oder Präsentation weniger einstudiert und authentischer.

Der Teleprompter wird häufig bei politischen Reden, Nachrichtensendungen oder TV-Shows eingesetzt, um die Rede sicherer und flüssiger zu gestalten. Er kann aber auch in anderen Kontexten, zum Beispiel bei Firmenpräsentationen oder bei Hochzeiten, verwendet werden.

Wie werden Teleprompter verwendet?

Teleprompter werden verwendet, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text einer Rede oder Präsentation anzuzeigen, ohne dass dieser oder diese ein Skript oder Manuskript in der Hand halten muss. Der Text wird in der Regel auf einem Bildschirm angezeigt, der sich vor den Augen des Sprechers befindet und der sich entsprechend der Geschwindigkeit der Rede bewegt.

Um einen Teleprompter zu verwenden, wird der Text der Rede oder Präsentation in der Regel vorher in das System eingepflegt und der Sprecher oder die Sprecherin liest den Text von dem Bildschirm ab, während er oder sie spricht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter bedienen kann, zum Beispiel durch das Drücken von Tasten oder durch das Bewegen des Kopfes.

Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Blickkontakt mit dem Publikum aufrechterhält und nicht zu sehr auf den Teleprompter schaut. Der Teleprompter sollte als Unterstützung und nicht als Ersatz für das eigene Gedächtnis oder die eigene Vorbereitung verwendet werden.

Es gibt auch spezielle Teleprompter-Apps, die auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets verwendet werden können. Diese Apps können zum Beispiel bei Videopräsentationen oder Online-Meetings eingesetzt werden, um dem Sprecher oder der Sprecherin den Text anzuzeigen, ohne dass ein separates Gerät benötigt wird.

Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter im Vorfeld gut einübt und sich an die richtige Bedienung des Systems gewöhnt, um eine möglichst flüssige und natürliche Rede oder Präsentation zu gewährleisten.

Wer bedient den Teleprompter?

In der Regel wird der Teleprompter von einer Person bedient, die dem Sprecher oder der Sprecherin bei der Rede oder Präsentation assistiert. Diese Person kann zum Beispiel ein Redenschreiber, ein Redecoach oder ein Techniker sein.

Die Person, die den Teleprompter bedient, ist in der Regel für das Einpflegen des Textes in das System und das Einstellen der Geschwindigkeit und anderer Einstellungen verantwortlich. Sie kann auch dafür sorgen, dass der Teleprompter reibungslos funktioniert und bei eventuellen Problemen schnell reagieren.

In manchen Fällen kann der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter auch selbst bedienen, indem er oder sie bestimmte Tasten drückt oder das Kopf bewegt, um den Text anzuzeigen. Es ist wichtig, dass der Sprecher oder die Sprecherin den Teleprompter im Vorfeld gut einübt und sich an die richtige Bedienung des Systems gewöhnt, um eine möglichst flüssige und natürliche Rede oder Präsentation zu gewährleisten.

P.S.

 

Wie routiniert sind Sie im Umgang mit Telepromptern und wann setzen sie solche Technik wie ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. September 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #85923
K: CNB
Ü:

Motivationsgurus: Was wirklich motiviert – und was nur kurzfristig wirkt

Motivationsgurus: Was kurzfristig begeistert und langfristig wenig verändert

Was wirklich motiviert – und was nur kurzfristig wirkt
Lernen Sie von Motivationsgurus, was Sie lieber lassen sollten

Motivationsgurus: Was kurzfristig begeistert und langfristig wenig verändert

 

Große Bühne.

Große Musik.

Große Versprechen.

Und am Ende die Botschaft:

Alles ist möglich.

Solche Motivationsveranstaltungen können beeindruckend sein.

Sie können Energie erzeugen.

Sie können Menschen emotional erreichen.

Und trotzdem bleibt eine wichtige Frage:

Was verändert sich danach tatsächlich?

 

 

 

Wenn Inszenierung größer wird als die Botschaft

 

Ich habe Veranstaltungen erlebt, bei denen die Selbstdarstellung des Redners fast wichtiger wirkte als der Inhalt.

Der Auftritt war sorgfältig choreografiert.

Musik.

Große Bilder.

Selbstbewusste Ansagen.

Außergewöhnliche Erfolgsgeschichten.

Das Publikum sollte nicht nur etwas lernen.

Es sollte:

beeindruckt sein.

Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden.

Eine Präsentation darf:

  • unterhalten
  • emotional berühren
  • visuell stark sein

Problematisch wird es, wenn die Inszenierung:

mehr verspricht als der Inhalt halten kann.

 

 

 

Was kurzfristige Motivation leisten kann

 

Ein guter Vortrag kann Menschen aktivieren.

Vielleicht verlassen sie den Raum mit:

  • mehr Energie
  • neuen Gedanken
  • einem stärkeren Gefühl von Möglichkeit

Das ist nicht wertlos.

Ein emotionaler Impuls kann:

der Anfang einer Veränderung sein.

Nur ist ein Anfang noch keine Veränderung.

Zwischen:

„Ich fühle mich gerade motiviert“

und:

„Ich verhalte mich über Wochen und Monate anders“

liegt eine große Strecke.

 

 

 

Motivation ist mehr als Begeisterung

 

Motivation wird häufig behandelt wie:

eine Art innerer Treibstoff.

Entweder ist genug davon vorhanden.

Oder jemand muss:

motiviert werden.

Das ist zu einfach.

Menschen können aus sehr unterschiedlichen Gründen handeln.

Zum Beispiel:

  • weil sie etwas interessant finden
  • weil sie einen Sinn darin sehen
  • weil sie sich verpflichtet fühlen
  • weil sie Belohnung erwarten
  • weil sie Nachteile vermeiden möchten

Diese Formen von Motivation unterscheiden sich.

Und sie unterscheiden sich auch darin:

wie nachhaltig und selbstbestimmt sie erlebt werden.

 

 

 

Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit

 

Die Selbstbestimmungstheorie beschreibt drei psychologische Bedürfnisse, die für hochwertige Motivation besonders relevant sind.

 

Autonomie

Menschen möchten erleben:

„Ich stehe hinter meinem Handeln.“

Kompetenz

Sie möchten erleben:

„Ich kann etwas bewirken und mich entwickeln.“

Verbundenheit

Sie möchten sich:

zugehörig und respektiert

fühlen.

Ein Motivationsredner kann diese Bedingungen nicht dauerhaft herstellen.

Eine Organisation, Führungskraft oder Person kann jedoch:

Arbeitsbedingungen schaffen, die sie unterstützen oder untergraben.

 

 

 

„Alles ist möglich“ ist keine seriöse Botschaft

 

Diese Botschaft gehört zu den Klassikern mancher Motivationsveranstaltungen.

Sie klingt:

befreiend.

Sie ist trotzdem falsch.

Menschen unterscheiden sich in:

  • Fähigkeiten
  • Ressourcen
  • Gesundheit
  • Ausgangslage
  • sozialen Bedingungen
  • Gelegenheiten

Nicht jedes Ziel ist für jeden Menschen:

zu jedem Zeitpunkt erreichbar.

Das bedeutet nicht:

klein zu denken.

Es bedeutet:

Ambition mit Realität zu verbinden.

Eine seriösere Frage lautet:

„Was ist für mich unter den gegebenen Bedingungen möglich – und was kann ich verändern?“

 

 

 

Zu viel Selbstverantwortung kann zur Schuldzuweisung werden

 

Eine weitere problematische Botschaft lautet:

„Wenn du es wirklich willst, kannst du es schaffen.“

Die Kehrseite klingt dann schnell so:

„Wenn du es nicht geschafft hast, wolltest du es offenbar nicht genug.“

Das ignoriert:

  • Zufall
  • strukturelle Bedingungen
  • begrenzte Ressourcen
  • andere Menschen
  • reale Risiken

Selbstverantwortung ist wichtig.

Sie bedeutet:

den eigenen Einflussbereich ernst zu nehmen.

Sie bedeutet nicht:

für alles verantwortlich zu sein, was geschieht.

 

 

 

Positive Zukunftsbilder allein reichen nicht

 

Ein weiteres beliebtes Element ist:

Stell dir deinen Erfolg möglichst intensiv vor.

Das kann angenehm sein.

Es kann ein Ziel emotional greifbarer machen.

Doch reine positive Zukunftsfantasien führen nicht automatisch:

zu mehr Anstrengung.

Hilfreicher ist häufig:

  1. den gewünschten Zustand zu betrachten
  2. das reale Hindernis zu erkennen
  3. einen konkreten nächsten Schritt festzulegen

Dann wird aus:

Wunsch

eher:

Handlungsorientierung.

 

 

 

Emotion ist nicht der Feind

 

Ich würde deshalb auch nicht das Gegenteil propagieren.

Ein Vortrag muss nicht:

trocken und emotionslos

sein, um seriös zu sein.

Emotion kann helfen:

  • Aufmerksamkeit zu erzeugen
  • Bedeutung erfahrbar zu machen
  • Erinnerung zu unterstützen

Die entscheidende Frage lautet:

Dient die Inszenierung der Botschaft – oder ersetzt sie sie?

 

 

 

Was du von Motivationsgurus tatsächlich lernen kannst

 

Auch ein Auftritt, der dir inhaltlich nicht gefällt, kann lehrreich sein.

 

1. Erwartungen sind mächtig

Je größer die Ankündigung, desto größer:

der Maßstab, an dem das Publikum dich misst.

 

 

2. Inszenierung erzeugt Wirkung

Musik, Licht, Bild und Dramaturgie können Aufmerksamkeit stark beeinflussen.

Nutze sie bewusst.

Und:

lass sie nicht wichtiger werden als die Botschaft.

 

 

3. Selbstbewusstsein ersetzt keine Substanz

Überzeugendes Auftreten macht eine schwache Aussage:

nicht automatisch richtig.

 

 

4. Große Versprechen erhöhen das Risiko der Enttäuschung

Wer außergewöhnliche Ergebnisse ankündigt, muss:

außergewöhnliche Substanz liefern.

 

 

5. Das Publikum braucht mehr als einen emotionalen Höhepunkt

Hilfreicher sind:

  • konkrete Gedanken
  • praktische Schritte
  • realistische Erwartungen

 

 

 

Was nachhaltige Motivation wahrscheinlicher macht

 

Wenn Motivation länger tragen soll, braucht sie häufig mehr als:

einen euphorischen Moment.

Hilfreich sind beispielsweise:

  • ein persönlich relevantes Ziel
  • ein nachvollziehbarer Sinn
  • realistische Handlungsmöglichkeiten
  • erlebbarer Fortschritt
  • Feedback
  • soziale Unterstützung

Und vor allem:

der Übergang vom Erleben zum Handeln.

 

 

 

Für Führungskräfte: Motivation lässt sich nicht einfach verordnen

 

In Unternehmen begegnet mir dieselbe Logik manchmal in anderer Form.

Dann soll eine motivierende Rede:

ein strukturelles Problem lösen.

Zum Beispiel:

  • unklare Ziele
  • fehlende Entscheidungsspielräume
  • schlechte Prozesse
  • mangelnde Anerkennung

Ein inspirierender Auftritt kann solche Probleme:

nicht dauerhaft kompensieren.

Wenn Führung Motivation fördern möchte, sollte sie nicht nur fragen:

„Wie motiviere ich meine Leute?“

Sondern auch:

„Welche Bedingungen machen engagiertes Handeln hier leichter oder schwerer?“

 

 

 

Für Rednerinnen und Redner: Versprich nur, was du einlösen kannst

 

Das ist für mich die wichtigste Lehre aus übergroßen Motivationsauftritten.

Wenn du deinem Publikum versprichst:

„Nach diesen 45 Minuten siehst du dein Leben völlig anders“

erzeugst du enorme Erwartungen.

Vielleicht bekommst du kurzfristig:

mehr Aufmerksamkeit.

Langfristig zählt:

ob dein Beitrag die Erwartungen trägt.

Deshalb:

Wirkung ja. Übertreibung nicht nötig.

 

 

 

Eine einfache Qualitätsprüfung für Motivationsbotschaften

 

  1. Welche konkrete Behauptung wird gemacht?
  2. Welche Belege gibt es dafür?
  3. Welche Bedingungen werden verschwiegen?
  4. Wird aus einem Einzelfall eine allgemeine Regel gemacht?
  5. Was soll ich nach der Veranstaltung konkret anders tun?
  6. Ist dieses Verhalten realistisch umsetzbar?

Wenn nach all der Begeisterung keine klare Antwort auf diese Fragen bleibt, war die Veranstaltung vielleicht:

unterhaltsam.

Ob sie wirklich hilfreich war, ist eine andere Frage.

 

 

 

Unterstützung bei Präsentationen, die Wirkung und Substanz verbinden

 

Eine starke Präsentation braucht keine künstliche Selbstüberhöhung.

Sie kann gleichzeitig:

  • klar
  • emotional
  • einprägsam
  • inhaltlich belastbar

sein.

Im Coaching oder Sparring können wir unter anderem daran arbeiten:

  • welche Erwartungen du weckst
  • wie du Spannung erzeugst
  • wie du Substanz sichtbar machst
  • wie du ein Publikum aktivierst
  • wie aus einem Impuls ein sinnvoller nächster Schritt wird

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Präsentationen, persönliche Wirkung oder wiederkehrende Kommunikationssituationen geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkreter Auftritt hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Begeisterung ist ein Anfang, keine Veränderung

 

Ich habe nichts gegen:

Motivation.

Und auch nichts gegen:

  • große Bühnen
  • gute Geschichten
  • starke Emotionen

Interessant wird es danach.

Dann stellt sich die Frage:

Was bleibt, wenn die Musik aus ist?

Eine starke Botschaft hilft Menschen nicht nur:

sich für einen Moment besser zu fühlen.

Sie hilft ihnen:

klarer zu verstehen, was sie tun können und was dafür erforderlich ist.

Motivation kann den ersten Schritt erleichtern. Veränderung entsteht erst, wenn daraus tragfähiges Handeln wird.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

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Erstveröffentlichung: 28. Januar 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026