Strohmann-Argument erkennen: So reagierst du souverän

Strohmann-Argument erkennen: Wenn deine Aussage plötzlich eine andere wird

So reagierst du souverän
Strohmann-Argument

Strohmann-Argument erkennen: Wenn deine Aussage plötzlich eine andere wird

 

Du sagst etwas – und dein Gegenüber antwortet auf eine Position, die du so überhaupt nicht vertreten hast.

Plötzlich verteidigst du dich gegen Aussagen, die nie von dir kamen.

Genau das ist der Kern eines Strohmann-Arguments.

Die ursprüngliche Position wird verändert.

Sie wird zugespitzt.

Vereinfacht.

Übertrieben.

Oder durch eine andere Position ersetzt.

Anschließend wird diese veränderte Version angegriffen.

Der Strohmann widerlegt deine Position nicht. Er weicht ihr aus.

 

 

Was ist ein Strohmann-Argument?

 

Ein Strohmann-Argument ist ein Fehlschluss, bei dem eine tatsächliche Position verzerrt dargestellt und anschließend diese verzerrte Version kritisiert oder widerlegt wird.

Das Muster sieht vereinfacht so aus:

  1. Person A vertritt Position X.
  2. Person B macht daraus Position Y.
  3. Person B widerlegt Position Y.
  4. Dadurch entsteht der Eindruck, Position X sei ebenfalls widerlegt.

Der entscheidende Fehler liegt zwischen Schritt eins und zwei.

Die angegriffene Position ist kaum noch dieselbe.

 

Ein einfaches Beispiel

 

Du sagst:

„Wir sollten prüfen, ob wir einen Teil der Besprechungen verkürzen können.“

Die Antwort lautet:

„Du willst also überhaupt keine Abstimmung mehr und jeder soll einfach machen, was er will.“

Das hast du nicht gesagt.

Aus einer begrenzten Veränderung wurde eine extreme Forderung.

Wenn du jetzt ausführlich erklärst, weshalb völlige Abstimmungslosigkeit problematisch wäre, diskutierst du bereits über den Strohmann.

 

 

 

Warum funktioniert ein Strohmann?

 

Eine vereinfachte oder extreme Position lässt sich leichter angreifen als eine differenzierte.

Das kann mehrere Effekte haben:

  • Dein eigentliches Argument verschwindet aus dem Fokus.
  • Du gerätst in eine defensive Rolle.
  • Das Publikum erinnert sich stärker an die zugespitzte Version.
  • Die Diskussion wandert zu einem Thema, das du gar nicht eröffnet hast.

Gerade in schnellen oder emotionalen Gesprächen kann das sehr wirkungsvoll sein.

 

 

 

Ein Strohmann muss keine bewusste Manipulation sein

 

Dieser Punkt ist wichtig.

Nicht jede verzerrte Wiedergabe ist ein gezielter rhetorischer Trick.

Menschen können einander missverstehen.

Sie hören selektiv.

Sie interpretieren aus eigener Erfahrung.

Sie reagieren auf einzelne Begriffe und übersehen Einschränkungen.

Sie vereinfachen komplexe Aussagen.

Deshalb lohnt sich zunächst eine vorsichtige Reaktion.

Zum Beispiel:

„Ich glaube, meine Aussage ist gerade anders angekommen, als ich sie gemeint habe.“

Erst wenn die Verzerrung trotz wiederholter Klarstellung bestehen bleibt, wird die Frage nach Strategie und Absicht interessanter.

Beobachte zuerst das Gesprächsmuster. Motive lassen sich deutlich schwerer erkennen.

 

 

 

Typische Formen des Strohmann-Arguments

 

1. Übertreibung

Eine begrenzte Aussage wird extrem erweitert.

Du sagst:

„Wir sollten dieses Projekt noch einmal kritisch prüfen.“

Antwort:

„Du willst also alles stoppen.“

 

2. Vereinfachung

Eine differenzierte Position wird auf eine grobe Behauptung reduziert.

Du sagst:

„Der Preis ist wichtig, gleichzeitig sollten wir Folgekosten und Qualität berücksichtigen.“

Antwort:

„Für dich spielt der Preis offenbar keine Rolle.“

 

3. Unterstellung

Dir wird eine Position zugeschrieben, die aus deiner Aussage kaum folgt.

Du sagst:

„Ich halte die derzeitige Regelung für verbesserungsfähig.“

Antwort:

„Du respektierst also unsere Regeln grundsätzlich nicht.“

 

4. Die schwächste Variante deiner Position

Von mehreren möglichen Begründungen wird die schwächste ausgewählt und stellvertretend für die gesamte Position behandelt.

Damit lässt sich eine komplexe These leichter angreifen.

 

5. Der extreme Vertreter

Eine besonders radikale Person oder Position wird so behandelt, als repräsentiere sie alle Menschen mit einer ähnlichen Grundhaltung.

Das ist besonders in öffentlichen Debatten verbreitet.

Ein extremer Einzelvertreter beweist jedoch wenig über eine gesamte Position.

 

6. Die falsche Konsequenz

Aus deiner Aussage wird eine weitreichende Folge konstruiert.

Du sagst:

„Wir sollten Mitarbeitenden bei dieser Entscheidung mehr Spielraum geben.“

Antwort:

„Dann können wir Führung gleich ganz abschaffen.“

Auch hier wird aus einer begrenzten Aussage eine wesentlich stärkere gemacht.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Strohmann und berechtigter Zuspitzung

 

In Diskussionen ist es legitim, Konsequenzen einer Position zu prüfen.

Du darfst fragen:

„Wenn wir deinem Vorschlag folgen, könnte daraus nicht X entstehen?“

Das ist zunächst kein Strohmann.

Der Unterschied liegt darin, ob die Konsequenz als Frage beziehungsweise Hypothese geprüft oder deinem Gegenüber bereits als eigene Position zugeschrieben wird.

Hilfreich ist deshalb Sprache wie:

„Verstehe ich dich richtig, dass …?“

oder:

„Welche Grenze würdest du hier ziehen?“

So wird aus einer Unterstellung eine Klärung.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Strohmann und Red Herring

 

Beide können vom eigentlichen Argument wegführen.

Sie sind trotzdem nicht identisch.

Beim Strohmann wird die Position des Gegenübers verzerrt und diese Verzerrung angegriffen.

Ein Red Herring lenkt allgemeiner auf ein anderes Thema oder einen irrelevanten Punkt.

Ein Strohmann kann also ablenken.

Das macht ihn jedoch nicht automatisch zu jeder Form von Ablenkungsmanöver.

 

 

 

So erkennst du einen Strohmann

 

Stelle dir während einer Diskussion drei Fragen:

1. Habe ich diese Position tatsächlich vertreten?

2. Gibt mein Gegenüber meine Aussage vollständig und fair wieder?

3. Beantwortet die Kritik mein wirkliches Argument oder eine veränderte Version davon?

Wenn die letzte Frage entscheidend wird, lohnt sich eine Klarstellung.

 

 

 

Die wichtigste Reaktion: Korrigiere zuerst die Darstellung

 

Ein häufiger Fehler besteht darin, sofort das Gegenargument zu beantworten.

Damit akzeptierst du möglicherweise bereits den falschen Rahmen.

Hilfreicher ist:

„Das ist nicht meine Position.“

Dann:

„Meine Aussage lautet …“

Und anschließend:

„Darüber können wir gern sprechen.“

Korrigiere zuerst die Position. Diskutiere danach das Argument.

 

 

 

7 Möglichkeiten, auf einen Strohmann zu reagieren

 

1. Kurz korrigieren

„Das habe ich nicht gesagt.“

Dann unmittelbar die tatsächliche Aussage wiederholen.

 

 

2. Den Unterschied benennen

„Zwischen meinem Vorschlag und deiner Darstellung liegt ein wichtiger Unterschied.“

Dann konkret erklären, worin er besteht.

 

 

3. Um Wiedergabe bitten

„Wie genau verstehst du meine Position?“

Diese Frage kann Missverständnisse früh sichtbar machen.

 

 

4. Zur ursprünglichen Frage zurückkehren

„Darum geht es gerade weniger. Meine Frage lautet …“

So holst du den roten Faden zurück.

 

 

5. Die Grenze deiner Aussage markieren

„Ich spreche ausdrücklich von X. Daraus folgt für mich nicht Y.“

Das ist besonders bei Übertreibungen hilfreich.

 

 

6. Nicht jeden Strohmann ausführlich widerlegen

Manche Verzerrungen sind so weit von deiner tatsächlichen Aussage entfernt, dass lange Erklärungen ihnen unnötig Aufmerksamkeit geben.

Eine klare Korrektur kann reichen.

 

 

7. Bei Wiederholung das Muster benennen

Wenn eine bereits korrigierte Verzerrung erneut auftaucht, kannst du sagen:

„Ich habe diese Position bereits korrigiert. Wenn wir darüber weiterreden wollen, dann bitte über das, was ich tatsächlich vertrete.“

 

 

 

Was ich weniger empfehle

 

Auf einen Strohmann mit einem Gegenangriff zu reagieren.

Zum Beispiel:

„Das ist typisch für dich.“

„Du projizierst doch nur.“

„Das ist scheinheilig.“

Damit verschiebt sich die Diskussion schnell vom Argument zur Person.

Vielleicht fühlt sich das im Moment schlagfertig an.

Für Klarheit hilft es selten.

 

 

 

Präzise Sprache erschwert Strohmann-Argumente

 

Je unklarer deine eigene Aussage, desto mehr Interpretationsspielraum entsteht.

Vergleiche:

„Unsere Meetings funktionieren überhaupt nicht.“

mit:

„Ich möchte die zwei wöchentlichen Statusmeetings prüfen, weil sie zusammen vier Stunden beanspruchen und viele Informationen doppelt behandelt werden.“

Die zweite Aussage setzt engere Grenzen.

Sie lässt sich schwerer beliebig erweitern.

Das verhindert Strohmann-Argumente keineswegs vollständig.

Es erleichtert jedoch die Klarstellung.

 

 

 

Eine starke Technik: Steelmanning

 

Das Gegenteil des Strohmanns wird manchmal als Steelmanning bezeichnet.

Dabei versuchst du, die Position des Gegenübers möglichst stark, fair und plausibel wiederzugeben.

Bevor du widersprichst, fragst du:

„Ist das die stärkste Version dessen, was mein Gegenüber tatsächlich meint?“

Oder direkt:

„Wenn ich dich richtig verstehe, lautet dein zentraler Punkt … Habe ich dich damit korrekt wiedergegeben?“

Das verbessert Diskussionen erheblich.

Gute Argumentation gewinnt weniger dadurch, dass sie die schwächste Version der Gegenseite besiegt. Sie prüft die stärkste.

 

 

Warum Steelmanning auch strategisch klug ist

 

Wer die Gegenposition fair formulieren kann, zeigt:

  • Ich habe zugehört.
  • Ich verstehe das Argument.
  • Ich brauche keine Verzerrung, um ihm zu widersprechen.

Das erhöht häufig die Qualität des Gesprächs.

Und wenn dein eigenes Argument danach weiterhin trägt, wird es stärker.

 

 

 

Strohmann-Argumente in beruflichen Gesprächen

 

Auch außerhalb klassischer Debatten treten solche Muster auf.

Zum Beispiel bei:

  • Verhandlungen
  • Führungsgesprächen
  • Konflikten
  • Gesellschaftergesprächen
  • Projektentscheidungen
  • Strategiediskussionen

Ein Beispiel:

Du sagst:

„Ich möchte bei Investitionen über 100.000 Euro eine zweite Freigabe einführen.“

Antwort:

„Du vertraust deinem Führungsteam also überhaupt nicht mehr.“

Die sachliche Frage nach einem Kontrollmechanismus wird zu einer persönlichen Vertrauensfrage.

Hier lohnt sich eine klare Trennung:

„Das ist keine Aussage über grundsätzliches Vertrauen. Es geht um eine zusätzliche Prüfung ab einer bestimmten Investitionshöhe.“

 

 

 

Strohmann-Argumente in Beziehungen

 

Auch persönliche Gespräche kennen solche Verzerrungen.

Du sagst:

„Ich möchte heute Abend etwas Zeit für mich.“

Antwort:

„Du willst also gar keine Zeit mehr mit mir verbringen.“

Vielleicht steckt dahinter Absicht.

Vielleicht Unsicherheit.

Vielleicht wurde der Satz schlicht emotional anders gehört.

Auch hier hilft zunächst:

„Das habe ich nicht gesagt. Ich möchte heute zwei Stunden für mich. Mir ist unsere gemeinsame Zeit weiterhin wichtig.“

 

 

 

Was tun, wenn Publikum dabei ist?

 

Vor Publikum gewinnt eine verzerrte Darstellung zusätzliche Bedeutung.

Denn jetzt geht es nicht nur um dein Gegenüber.

Andere Menschen hören zu.

Deshalb sollte die Korrektur besonders einfach sein.

Zum Beispiel:

„Nur zur Klarstellung: Meine Position lautet nicht X. Ich spreche von Y.“

Danach zurück zur Sache.

Je kürzer die Klarstellung, desto weniger Raum bekommt der Strohmann.

 

 

 

Was tun, wenn jemand immer wieder neue Strohmänner baut?

 

Dann wird aus einem einzelnen Missverständnis ein Muster.

Du kannst die Gesprächsebene wechseln:

„Wir kommen kaum weiter, solange meine Position immer wieder anders dargestellt wird. Ich möchte zuerst klären, worüber wir tatsächlich sprechen.“

Falls auch das kaum gelingt, stellt sich eine andere Frage:

Ist dieses Gespräch in dieser Form noch sinnvoll?

Gesprächsführung bedeutet auch, Grenzen zu erkennen.

 

 

 

Strohmann erkennen, ohne überall Strohmänner zu sehen

 

Wer einen rhetorischen Fehlschluss kennengelernt hat, entdeckt ihn plötzlich überall.

Das kann ebenfalls problematisch werden.

Nicht jede Zusammenfassung ist eine Verzerrung.

Nicht jede Zuspitzung ist unfair.

Nicht jedes Missverständnis ist Manipulation.

Deshalb lohnt sich der einfachste Test:

„Kann mein Gegenüber meine wirkliche Position nach der Klarstellung akzeptieren und darauf antworten?“

Wenn ja, war möglicherweise nur Präzisierung nötig.

 

 

 

Der beste Schutz ist eine gute Diskussionskultur

 

Eine hilfreiche Diskussion braucht weniger rhetorische Tricks und mehr gemeinsame Standards.

Zum Beispiel:

  • Aussagen fair wiedergeben
  • bei Unklarheit nachfragen
  • zwischen Person und Argument unterscheiden
  • Begriffe klären
  • Positionen korrigieren dürfen
  • Argumente nach ihrer Stärke beurteilen

Dann geht es weniger darum, wer rhetorisch gewinnt.

Es geht stärker darum, was tatsächlich trägt.

 

 

 

Häufige Fragen zum Strohmann-Argument

 

Was ist ein Strohmann-Argument einfach erklärt?

Bei einem Strohmann-Argument wird die Position eines anderen Menschen verzerrt, vereinfacht oder übertrieben dargestellt. Anschließend wird diese veränderte Version angegriffen, statt das ursprüngliche Argument zu behandeln.

 

Ist ein Strohmann immer absichtlich?

Nein. Eine verzerrte Wiedergabe kann auch durch Missverständnisse, selektives Zuhören oder unterschiedliche Interpretation entstehen. Entscheidend ist zunächst, die Aussage zu klären.

 

Wie reagiere ich auf ein Strohmann-Argument?

Korrigiere zuerst die Darstellung deiner Position. Formuliere anschließend möglichst kurz, was du tatsächlich gesagt hast, und kehre zur ursprünglichen Frage zurück.

 

Was ist der Unterschied zwischen Strohmann und Red Herring?

Beim Strohmann wird deine Position verzerrt. Ein Red Herring lenkt allgemeiner auf ein anderes, für die eigentliche Argumentation wenig relevantes Thema.

 

Was ist das Gegenteil eines Strohmann-Arguments?

Als Gegenidee wird häufig Steelmanning bezeichnet: die Position des Gegenübers möglichst fair und stark wiedergeben, bevor sie geprüft oder kritisiert wird.

 

Ist Übertreibung immer ein Strohmann?

Nein. Eine Übertreibung wird dann zum Strohmann, wenn sie als angebliche Position des Gegenübers behandelt und anschließend statt der tatsächlichen Position angegriffen wird.

 

Wie kann ich verhindern, dass meine Aussagen leicht verzerrt werden?

Formuliere konkret, benenne Bedingungen und Grenzen deiner Aussage und korrigiere Missverständnisse früh. Vollständig verhindern lässt sich eine Verzerrung dadurch trotzdem kaum.

 

Der entscheidende Gedanke

Ein Strohmann lädt dich dazu ein, über etwas zu diskutieren, das du gar nicht behauptet hast.

Du musst diese Einladung nicht annehmen.

Korrigiere.

Präzisiere.

Und kehre zur eigentlichen Frage zurück.

Eine gute Diskussion braucht keine schwächere Version der Gegenseite. Sie braucht Klarheit darüber, worüber tatsächlich gestritten wird.

 

 

 

Wenn ein wichtiges Gespräch schwierig werden könnte

 

Bei einem entscheidenden Gespräch reicht es häufig weniger, gute Argumente zu haben.

Du solltest auch wissen, wie du reagierst, wenn:

  • deine Aussagen verzerrt werden
  • Themen verschoben werden
  • dir Positionen unterstellt werden
  • persönliche Angriffe auftauchen
  • das Gespräch unter Druck eskaliert

Im persönlichen 1:1 können wir die konkrete Situation vorbereiten:

  • Ziel und Kernbotschaft klären
  • Argumente prüfen
  • mögliche Verzerrungen antizipieren
  • klare Reaktionen entwickeln
  • kritische Gesprächsverläufe simulieren
  • Grenzen und Alternativen festlegen
  • Präsenz und Ruhe unter Druck stärken

Wir arbeiten an dem Gespräch, das tatsächlich vor dir liegt.

Online oder persönlich in Berlin.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

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EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

 

Sind dir schon Strohmann-Argumente untergekommen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Strohmann-Argument?

Ein Strohmann ist ein trügerisches Scheinargument, das einen gegnerischen Standpunkt verzerrt, um ihn leichter angreifen zu können. Im Wesentlichen gibt die Person, die das Strohmann-Argument verwendet, vor, den Standpunkt des Gegners anzugreifen, während sie in Wirklichkeit eine verzerrte Version dieses Standpunkts angreift, die der Gegner nicht unbedingt unterstützt. Das Strohmann-Argument ist passenderweise nach einer harmlosen, leblosen Vogelscheuche benannt.

Was bedeutet es, ein Strohmann-Argument vorzubringen?

Ein Strohmann-Argument bedeutet, dass ein Standpunkt zu einem Thema geschaffen und dann dagegen argumentiert wird, den in Wirklichkeit niemand vertritt. Dies geschieht meist in Form einer extremen oder übertriebenen Behauptung.
Kaum etwas ist so, wie es zu sein scheint.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2004
Überarbeitung: 28. Januar 2021

17 Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Rhetorik und Körpersprache: Lassen Sie bei der Mimik die Kirche im Dorf

Mimik in Reden und Präsentationen

 

Taucht im Zusammenhang von Redebeiträgen das Thema Körpersprache auf, dann geht es meist um die Gestik und einen sicheren Stand. Die Mimik wird, wenn überhaupt, mit dem Hinweis zu lächeln, abgehandelt. Das ist schade, denn sie hat sowohl einiges zu bieten als auch das Potenzial zu schaden, wenn sie nicht angemessen ist.

Was nicht zu Redenden passt, wirkt vorwiegend unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab.

Im Artikel geht es darum, worauf es sich als Redner oder Rednerin hinsichtlich der Mimik zu achten lohnt.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Professionelle Präsentation oder Faltenyoga?

 

Der Veranstaltungsort ist gut gefüllt mit Menschen, die aus Interesse am Thema der Präsentation gekommen sind. Die Voraussetzungen für eine interessante Veranstaltung sind gut. Es geht lebhaft zu, nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Gesicht der Rednerin. Bewundernswert viele Muskeln in ihrem Gesicht werden aktiviert.

Es fällt so manchen Nachbarn schwer, der Rednerin inhaltlich zu folgen. Zu sehr ist das Publikum von der sehr lebhaften Gesichtsakrobatik der Rednerin abgelenkt. Wenn es eine Präsentation für eines dieser Bücher wäre, die durch 5 Minuten Gesichtsyoga das Facelifting unnötig machen, wäre es angemessener. Doch weder geht es darum, noch genügen der Rednerin 5 Minuten.

Mimik, als wichtiges Element der nonverbalen Körpersprache, kann dem Auftritt dienen oder schaden.

 

 

 

Körpersprache

 

Neben dem Inhalt der Rede, (dem Text, dem verbalen Teil) kommt es vor allem auf die Art des Vortrags und das nonverbale Verhalten an. Dazu gehören Gesten, Blickkontakt, Blickrichtung, Körperspannung, Beinhaltung, Lautstärke, Intonation und, als oft vergessenes Element, die Pausen. Pausen vor einer Botschaft erzeugen Spannung und nach einer Botschaft, lassen sie die Botschaft erst auf eine tiefere Bewusstseinsebene sinken. Die Mimik hat in der modernen Rhetorik an Bedeutung verloren. Eine zu ausgeprägte Mimik wirkt auf das Publikum schnell theatralisch und gestellt – wie vom anderen Stern.

 

 

 

Also Nervengift gegen Falten für Redner?

 

Nein! Redner und Rednerinnen, die überzeugen wollen, müssen authentisch sein. Und dazu gehört eine lebendige Mimik. Statt sich bei der Mimik an asiatische Theatermasken oder dem Pantomimen aus der Fußgängerzone zu orientieren, liefert Method Acting die besseren Ergebnisse. Wenn du meinst, was du sagst, gehören dazu auch die entsprechenden Zustände. Wenn du mit allen Sinnen lebst, was du verbalisierst, dann liefert dein Gesicht die passende Mimik dazu. Zumindest so lange du das nicht mit Nervengift abgestellt haben.

 

 

 

Nutze deine Mimik, um dein Publikum Emotionen spüren zu lassen

 

Wenn du kommunizierst, sei es in einem Redebeitrag oder in einem Gespräch, ist die Mimik wichtig. Wenn jemand beim Trinken von Orangensaft das Gesicht verzieht, kannst du sehen, wie sauer der Orangensaft ist. Und du kannst den Säuregehalt fast schmecken. Das heißt, wenn der Gesichtsausdruck zum Geschmack passt.

 

Emotionen werden durch die Mimik übertragen. Du kannst Ekel, Abscheu, Wut oder Freude sehen. Zuhörende spüren die Emotion und das sogar, wenn sie nur die Stimme hören.

Das bedeutet, dass du als Rednerin oder Redner mit den Emotionen der Menschen spielen kannst, indem du deine Gesichtsmuskeln benutzt. Deshalb ist es wichtig, auf deine Mimik zu achten.

Wenn du über etwas Aufregendes sprichst, achte darauf, dass dein Gesicht aufregend ist! Lächle, wenn du glücklich bist!
Wenn du über etwas Trauriges sprichst, ziehst du automatisch ein trauriges Gesicht. Wenn du über etwas Wütendes sprichst, sei wütend!

Dein Publikum wird die Emotionen, die du ausdrückst, spüren. Es gibt Übungen, mit denen du das Zeigen von Emotionen trainieren kannst. Experimentiere mit den verschiedenen Emotionen, die du in deiner Präsentation zeigen kannst. Und sieh, wie die Leute darauf reagieren. Du wirst von der Wirkung deiner Mimik überrascht sein.

17 Tipps für Mimik den Rednern und Rednerinnen steht

 

 

1. Authentisch, authentisch, authentisch

 

Was nicht zu Redenden passt, wirkt meist unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab. Wer meint, was er sagt und das auch im jeweiligen Moment so wahrnimmt, wird vielleicht automatisch die passende Mimik an den Tag legen. Das ist ein häufiges Thema bei mir im Redecoaching. Außerdem wissen wenige Redner wirklich, wie sie auf das Publikum wirken. Eine Wirkungsanalyse ist hier sehr erhellend.

 

 

 

2. Lächeln

 

Mit einem Lächeln oder sogar Lachen lässt sich leichter eine Brücke zu anderen Menschen zu bauen. Das wirkt offen und freundlich. Ein echtes Lächeln kommt von innen und basiert auf der passenden mentalen Einstellung und nicht auf einer Maske. So ein Dauergrinsen sieht anders aus als ein echtes Lächeln, das als Duchenne-Lächeln bezeichnet wird. Da lachen auch die Augen und die Augenfältchen mit.

 

 

 

3. Emotionen

 

Erlebe innerlich intensiv, was du vermitteln willst, dann spiegelt die Mimik das wider. Weniger ist mehr! Mache bitte nur keine Grimassen.

 

 

 

4. Führe mit deinem Blick

 

Das Publikum registriert, wohin du schaust. So kannst du mit deinem Blick die Aufmerksamkeit des Publikums lenken. Schaue dorthin, wo das Publikum hinsehen soll.

Wenn du ständig zur Tür schaust, wird das so wirken, als wenn du gerne flüchten würdest.

 

 

 

5. Blicke verbinden

 

Gute Redner und Rednerinnen wissen, wie wichtig die Mimik ist. Du vermittelst, mit einem Lächeln, Wertschätzung gegenüber dem Publikum.

Schaue dabei immer wieder in alle Gesichter, erwidere ein Lächeln. Nimm die Hinweise, wie beispielsweise ein Stirnrunzeln zum Anlass, eine Aussage nochmals mit anderen Worten zu wiederholen oder nachzufragen.

 

 

 

6. Heikle Mimik: Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel

 

So manche Mimik kann zu Irritationen führen. Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel kann als Zeichen der Überlegenheit gedeutet werden und dem Redner wird dann Arroganz oder Zynismus unterstellt.

 

 

 

7. Heikle Mimik: Dauerlächeln

 

Ein Dauerlächeln wirkt künstlich, selbstgefällig oder auch debil. Redner tun sich damit jedenfalls keinen Gefallen.

So etwas erinnert an schlechte Showmoderatoren oder Gebrauchtwagenverkäufer aus US-Filmen. Wer ohne Pause lächelt, macht sein Gegenüber misstrauisch. Hüten Sie sich vor schlechter Mimik, also aufgesetztem Lächeln.

Gibt es während deiner Rede Stellen, an denen du die Zuhörer zum Nachdenken anregen oder Betroffenheit ausdrücken willst, dann passt das vermutlich nicht. Wenn du dort strahlst wie ein Honigkuchenpferd, nimmt dir niemand die Ernsthaftigkeit deiner Botschaften ab.

 

 

 

8. Heikle Mimik: Angespannter Kiefer

 

Wer die Zähne energisch aufeinander presst, wirkt möglicherweise zornig und aggressiv oder zumindest verkrampft.

 

 

 

9. Heikle Mimik: Lächeln und Zähne zeigen

 

Was in den USA üblicher ist, irritiert hierzulande als Piranha-Lächeln. Es wird leicht Oberflächlichkeit und unlautere Verkäufermentalität unterstellt.

 

 

 

10. Heikle Mimik: Griff an die Nase oder vor den Mund

 

Fasse dir während Ihrer Rede nicht an Nase, Mund oder Kinn. So etwas gilt klassische Zeichen für Unsicherheit und wird von Zuhörenden schnell negativ aufgefasst. Es ist hinsichtlich der Körpersprache so viel Halbwissen im Umlauf, dass Vorsicht angebracht ist.

Seit Pinocchio gilt das als Zeichen der Lüge und weshalb solltest du freiwillig Zweifel säen?

 

 

 

11. Weitere heikle Mimik

 

In meinen Artikeln Die Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen und 12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst, findest du Hinweise, wie Körpersprache helfen und wie sie schaden kann.

 

 

 

12. Passen Sie Ihre Mimik der Gruppengröße an

 

Wenn dein Publikum wächst, sollten auch die Gesichtsausdrücke ausgeprägter ausfallen. Wenn die Person in der letzten Reihe Ihrer Präsentation nicht in der Lage ist, Ihr Gesicht zu lesen, wird sie als ein neutraler Ausdruck und somit als Ihr fehlendes Interesse wahrgenommen.

 

 

 

13. Die Wirkung der Mimik erkunden

 

Mimik hat meist einen kleinen Anteil an der Präsentation, weshalb sie tendenziell unterschätzt wird, aber sie spielt eine große Rolle dabei, dass Redner und Botschaft überzeugen. Es lohnt sich, die Wirkung zu erkunden.

 

 

 

14. Beobachte dein Publikum

 

So wie dein Gesichtsausdruck einen Einblick in deine Emotionen gibt, so ermöglichen die Gesichtsausdrücke deines Publikums einen Einblick in deren Gefühlswelt.

Beachte die Mimik deines Publikums. Wenn die Ausdrücke des Publikums ausdruckslos sind, besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass es sich geistig verabschiedet hat, weil es sich langweilt. Oder deren Mimik vermittelt Freude und Aufregung oder es ist gespannt, aufnahmebereit oder …

Indem du die Mimik deines Publikums berücksichtigst, bist du besser in der Lage, spontan Entscheidungen und Anpassungen zu treffen, um die Aufmerksamkeit zu fesseln.

 

 

 

15. Pult oder Manuskript

 

Wo auch immer sich dein Redemanuskript befindet, ob als Papierstapel auf dem Pult oder als Stichpunktkarten in der Hand, vermeide es in jedem Fall den ständigen Blick darauf. Lerne bei mir, wie du den Kontakt zum Publikum hältst.

 

 

 

16. Übung

 

Wie bei jeder Präsentationsfertigkeit braucht es auch bei der Mimik Übung, um sie so zu entwickeln, dass sie sowohl authentisch als auch wirksam ist.

Übe deine Präsentation und die Dinge, die du bei mir erfahren hast, vor einem Spiegel, um sich bei einem Probedurchlauf ausschließlich auf Ihre Mimik zu konzentrieren. Das wird dir helfen, deinen Ausdruck spielerisch erkunden

 

 

 

17. Unterstützung

 

Ich, als professioneller Redecoach, werde mit meinen Klienten keine Masken üben, sondern auf mögliches Potenzial für Missverständnisse hinweisen und entsprechende Zustände von innen heraus fördern.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Mimik?

Mimik bezieht sich auf die Gesichtsausdrücke und -bewegungen, die eine Person zeigt, um Gefühle, Emotionen oder Absichten auszudrücken. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und kann auch auf die eigene Stimmung oder Haltung hinweisen. Sie kann zum Beispiel durch die Bewegung der Augenbrauen, des Mundes oder der Wangenmuskulatur ausgedrückt werden.

Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Körpersprache und kann zusammen mit anderen Faktoren wie zum Beispiel der Gestik, der Haltung und der Proxemik (der Distanz zu anderen Personen) interpretiert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen und die Kommunikation zu verbessern.

Weshalb ist Mimik bei der Kommunikation von Bedeutung?

Mimik ist bei der Kommunikation von Bedeutung, da sie dazu beitragen kann, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden.

Durch die Mimik können Gefühle, Emotionen oder Absichten ausgedrückt werden, die möglicherweise nicht direkt in Worte gefasst werden können. Sie kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Welche Rolle spielt Lächeln in Reden und Präsentationen?

Lächeln kann in Reden und Präsentationen eine wichtige Rolle spielen, da es die Stimmung verbessern und das Publikum beruhigen kann. Ein Lächeln kann dazu beitragen, die Atmosphäre zu entspannen und das Vertrauen zwischen dem Sprecher und dem Publikum zu stärken.

Ein Lächeln kann auch dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit und die Sympathie des Sprechers zu erhöhen und die Zuhörer zu motivieren und zu begeistern. Es kann zudem dazu beitragen, dass die Präsentation oder Rede für das Publikum angenehmer und leichter verständlich ist.

Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass ein Lächeln nicht immer angebracht ist und dass es in manchen Situationen unpassend oder sogar fehl am Platz wirken kann. Ein Lächeln sollte daher immer im Kontext betrachtet und bewusst eingesetzt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Vorzugsweise kommt ein Lächeln von innen heraus, anstatt aufgesetzt zu werden.

Weshalb achtet das Publikum bei Reden und Präsentationen auf die Mimik?

Das Publikum achtet bei Reden und Präsentationen häufig auf die Mimik, da diese dazu beitragen kann, die Stimmung, die Haltung und die Absichten des Sprechers zu verstehen und zu interpretieren. Die Mimik kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Das Publikum achtet auch auf die Mimik, um sich ein Bild von der Persönlichkeit oder dem Charakter des Sprechers zu machen und um seine Glaubwürdigkeit und Sympathie einzuschätzen. Eine positive Mimik kann dazu beitragen, dass das Publikum sich mehr für die Präsentation oder Rede interessiert und motiviert fühlt.

Was ist Inkongruenz bei der Körpersprache?

Inkongruenz bei der Körpersprache bezieht sich auf die Diskrepanz zwischen verbalen und nonverbalen Botschaften, die während der Kommunikation übermittelt werden. Dies kann zum Beispiel auftreten, wenn jemand etwas sagt, das nicht mit seiner Mimik, Gestik oder Haltung übereinstimmt. Beispiel: Redende sprechen von Begeisterung für etwas, doch das Gesicht ist ausdruckslos.

Inkongruenz bei der Körpersprache kann dazu führen, dass die Kommunikation unglaubwürdig oder verwirrend wirkt und das Vertrauen und die Sympathie der Kommunikationspartner untergraben werden. Sie kann auch dazu beitragen, dass Missverständnisse entstehen und die Kommunikation erschwert wird.

Es ist daher wichtig, bei der Kommunikation auf eine kongruente Körpersprache zu achten, um die Glaubwürdigkeit und die Sympathie zu erhöhen und Missverständnisse zu vermeiden. Eine kongruente Körpersprache kann dazu beitragen, die Beziehung zu den Kommunikationspartnern zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern.

P.S.

 

Worauf achtest du bei dir und anderen Menschen hinsichtlich der Mimik?

Rhetorik und Körpersprache: Bei der Mimik die Kirche im Dorf lassen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 18. August 2019
AN: #1238
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/facial-expressions-public-speaking/

Requisiten in Präsentationen

Requisiten in Präsentationen

Das steigerst die Aufmerksamkeit des Publikums
Die Aufmerksamkeit des Publikums binden. Aufmerksamkeit und Rhetorik: Es ist schwierig, jemanden wach zu machen, der nicht schläft

Requisiten in Präsentationen

 

So, ich schaue, inwieweit ich mich zurückhalten will, denn Requisiten gehören zu meinen Favoriten in Reden und Präsentationen. Das wirkt bei durchdachtem Einsatz Wunder auf das Publikum.

Video

Video im Schnitt!

Aufmerksamkeit bei Reden und Präsentationen

 

Wenn du bei einer Rede oder Präsentation überzeugen willst, dann benötigst du die Aufmerksamkeit deines Publikums. Doch es wird immer schwerer, die Menschen überhaupt dazuzubekommen, dass sie zuhören. Eine Möglichkeit es in den Bann zu ziehen sind Requisiten.

 

 

 

Requisiten in Präsentationen

 

Viele Menschen denken bei Requisiten, zuerst an einen Zauberer, der ein Kaninchen aus dem Hut zieht. Das wäre allerdings nicht, woran ich in der Regel denken würde. Obwohl, …

Requisiten, vor allem in einer Unternehmenspräsentation, wollen weise gewählt sein. Sie sollen das Verständnis und die Beteiligung des Publikums fördern. Was zu sehr ablenkt, schadet!

 

 

 

Requisiten können deine Präsentation unterstützen

 

Visuelle Eindrücke können stärker sein als Worte, weil sie an dieser Stelle ungewöhnlich, konkret und visuell sind. Sie sollen verbale Aussage, verstärken und untermauern. Sie dürfen auf geeignete Weise Aufmerksamkeit erregen, vor allem, wenn du etwas Unerwartetes zeigst.

Du darfst oft auch Humor einbringen. Requisiten eignen sich hervorragend, um Auflockerung und Überraschung in deine Präsentation zu bringen, doch hüte dich davor, zu aufgesetzt zu wirken. Kenne dein Publikum und wisse, was es für angemessen hält, damit du deine Glaubwürdigkeit befällst.

 

 

 

So lassen sich Requisiten einsetzen

 

Wenn sie falsch oder ungeschickt eingesetzt werden, können Requisiten deine Präsentation eher entgleisen lassen, als sie zu verbessern. Beachte daher diese bewährten Prinzipien:

 

 

 

1. Sicherheit und. Funktion sicherstellen

 

Wenn die von dir verwendeten Requisiten bewegliche Teile haben, stelle sicher, dass alles so funktioniert, wie es soll. Du willst nicht, dass eine Requisite mitten in deiner Präsentation kaputtgeht oder unangenehme Auswirkungen hat. Halte deine Requisiten sauber und ersetze alles, was Verschleiß aufweist.

 

 

 

2. Timing

 

Halte deine Requisiten versteckt, bis du sie einsetzt, um den Überraschungseffekt zu erhöhen und sicherzustellen, dass du die größtmögliche Wirkung mit ihnen erzielst.

 

 

 

3. Verständlichkeit und Sichtbarkeit

 

Die Requisiten sollten immer groß genug sein, damit das Publikum sie auch in der letzten Reihe sehen kann. Wenn du vor einem großen Publikum präsentierst, musst du eventuell einige Anpassungen vornehmen, damit deine Requisiten die gewünschte Wirkung erzielen.

 

 

 

4. Achte auf deine Dramaturgie

 

Auf keinen Fall solltest du die Requisite herumreichen, denn dann hört dir niemand mehr zu. So etwas kann schnell deine geplante Dramaturgie kippen.

 

 

 

5. Authentizität

 

Überprüfe, ob du dich mit einer bestimmten Requisite wohlfühlst. Wenn du dich mit der Requisite unprofessionell oder albern fühlst, wirst du dich wahrscheinlich nicht von deiner besten Seite zeigen.

 

 

 

6. Mache dich mit der Requisite vertraut

 

Wie auch bei anderen Aspekten einer Präsentation solltest du das Timing und die Handhabung deiner Requisite vorher üben, damit du sie reibungslos und nahtlos einsetzen kannst. Dazu gehört auch, zu proben, wie du sie präsentierst und wie du sie dabei halten willst.

 

 

 

Beispiele

Bei Reden und Präsentationen können Requisiten sehr wirkungsvoll eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhöhen, komplexe Informationen verständlich zu machen oder eine emotionale Reaktion zu erzeugen. Hier sind einige Beispiele für Requisiten, die in solchen Situationen nützlich sein können:

 

 

 

1. Modelle und Prototypen

 

Besonders in technischen oder wissenschaftlichen Präsentationen können Modelle oder Prototypen verwendet werden, um ein neues Produkt oder eine neue Technologie greifbar zu machen.

 

 

 

2. Diagramme und Grafiken

 

Großformatige visuelle Hilfen, die Statistiken oder Datenpunkte zeigen, können helfen, komplexe Informationen übersichtlich und leicht verständlich zu präsentieren.

 

 

3. Bilder und Fotos

 

Visuelle Darstellungen, die auf Leinwände projiziert oder in Handouts gezeigt werden, können zur Veranschaulichung von Punkten oder zur Unterstreichung einer Botschaft dienen.

 

 

4. Gegenstände mit symbolischer Bedeutung

 

Ein einfacher Gegenstand, der eine tiefere Bedeutung oder eine Geschichte repräsentiert, kann die Zuhörer emotional einbinden und die Botschaft der Rede verstärken.

 

 

 

5. Multimedia-Elemente

 

Videos oder Tonaufnahmen können als Requisiten dienen, um eine Präsentation dynamischer zu gestalten und verschiedene Sinne anzusprechen.

 

 

6. Interaktive Elemente

 

Abstimmungsgeräte oder andere interaktive Tools ermöglichen es dem Publikum, direkt an der Präsentation teilzunehmen, was das Engagement erhöht.

 

 

 

7. Persönliche Gegenstände

 

Die Verwendung persönlicher Gegenstände oder Anekdoten kann dazu beitragen, eine Verbindung zum Publikum herzustellen und die Glaubwürdigkeit des Redners zu stärken.

 

 

Weitere Beispiele

 

Wenn du weitere Beispiele sehen willst, dann viel Spaß auf meinen YouTube-Kanälen, wie @karstennoack

 

Fazit

 

Der gezielte Einsatz von Requisiten kann eine Präsentation bereichern und dem Publikum helfen, sich die Inhalte besser zu merken. Es ist jedoch wichtig, dass die Requisiten gut zum Thema passen und die Botschaft der Präsentation unterstützen, ohne abzulenken.

Requisiten können eine Präsentation erheblich aufwerten und sie für das Publikum unterhaltsamer, eindrucksvoller, verständlicher und einprägsamer machen. Requisiten können jedoch nicht über eine schwache Präsentation hinwegtäuschen. Schließlich willst du, dass sich das Publikum an den Wert deiner Botschaft erinnert und nicht daran, dass du ein Kaninchen aus dem Hut gezogen hast.

 

Antworten auf häufige Fragen

Weshalb ist die Aufmerksamkeit des Publikums wichtig?

Es ist erforderlich die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums von Anfang an zu gewinnen und sicherzustellen. Ohne Aufmerksamkeit wird Ihre Botschaft nicht ankommen und der Aufwand verpufft. Außerdem stehen Ihre Kompetenz und Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Wie ziehen Sie gelangweiltes Publikum wieder in den Bann?

Wirkt das Publikum gelangweilt, gilt es darauf zu reagieren. Eine Möglichkeit: Erzählen Sie eine relevante Geschichte. Menschen sind daran gewöhnt, Geschichten zuzuhören, wenn sie fesselnd und relevant sind. Indem Sie eine interessante Geschichte erzählen, die für das Thema relevant ist, holen Sie die Zuhörer aus ihrer Trance und holen sie wieder in Ihre Präsentation hinein. Zukünftig können Sie gleich daran denken, das Publikum zu beteiligen und dabei auch auf Storytelling zu setzen.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Kennst du diese raren Momente, in denen das Publikum merkt, dass es gerade an etwas ganz Besonderem teilnimmt? Es sind oft Augenblick, in denen völlige Stille im Raum herrscht und alle den Atem anhalten. Wie fesselst du die Aufmerksamkeit deines Publikums bei Reden und Präsentationen?

Antworten auf häufige Fragen

Was ist die Definition einer Requisite?

Eine Requisite ist ein Objekt, das in der Darstellenden Kunst, insbesondere im Theater, Film oder Fernsehen, verwendet wird, um die Szene authentisch und lebendig zu gestalten. Requisiten können praktisch alles sein, was von den Darstellern während einer Aufführung benutzt wird oder die Umgebung einer Szene dekoriert. Dazu gehören alltägliche Gegenstände, Waffen, Bücher, Möbelstücke, Speisen und Getränke, technische Geräte und vieles mehr. Der korrekte Einsatz von Requisiten trägt maßgeblich zur visuellen und funktionalen Glaubwürdigkeit einer Szene bei und hilft den Darstellern, ihre Rollen überzeugender zu verkörpern.

Was für Requisiten bieten sich bei Reden und Präsentationen an?

Bei Präsentationen kann jegliches Objekt eingesetzt werden, dass der beabsichtigten Botschaft dient und mehr Vorteile als Nachteile hat.

Die Neugier des Publikums ist das einzige, wovon was zu hoffen ist, und wenn diese abgeleitet ist, ist auf nichts mehr zu hoffen. Friedrich Schiller

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 18. Februar 2020
Englische Version:
AN: #797229
K: CNB
Ü:

Mit diesen 11 Tipps die Aufmerksamkeit des Publikums in Reden und Präsentationen fesseln

Mit diesen 11 Tipps die Aufmerksamkeit des Publikums in Reden und Präsentationen fesseln

Das steigerst die Aufmerksamkeit der Zuhörenden
Die Aufmerksamkeit des Publikums binden. Aufmerksamkeit und Rhetorik: Es ist schwierig, jemanden wach zu machen, der nicht schläft

Die Aufmerksamkeit des Publikums bei Präsentationen

 

Ist eine Präsentation vor dem Aquarium leichter als vor menschlichem Publikum? Das behaupten Studien und die Praxis bestätigt es. Hier bekommst du Tipps, mit denen du die Aufmerksamkeit deines Publikums trotzdem fesselst.

Video

Video im Schnitt!

Aufmerksamkeit bei Reden und Präsentationen

 

Wenn du bei einer Rede oder Präsentation überzeugen willst, dann benötigst du die Aufmerksamkeit deines Publikums. Doch es wird immer schwerer, die Menschen überhaupt dazuzubekommen, dass sie zuhören. Die Schnitte in Spielfilmen werden immer kürzer, weil die Zuschauer immer schneller das Interesse verlieren. Selbst die Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wie der Tagesschau, werden immer kürzer. In Reden und Präsentationen wird es dadurch ebenfalls immer schwerer, die Aufmerksam zu halten.

 

Grenzen der Aufmerksamkeit bei Menschen und Goldfischen

 

Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist in den letzten Jahren nicht größer geworden, sondern vermutlich sogar gesunken. Werbebotschaften an den unmöglichsten Orten, Smartphones, Tablets und all die anderen Medien buhlen um Aufmerksamkeit. Viele Menschen schauen über den Tag verteilt hunderte Male auf ihren digitalen Kontakt zur Außenwelt. Der Morgensmartphonecheck gehört zum Frühstück, wie der Kaffee. Doch dabei bleibt es selten. Viele legen das Handy nur widerwillig zur Seite und aktivieren es erneut, sobald es gerade nichts Besseres zu tun gibt. Die ständigen Unterbrechungen durch Smartphone und Co., all die vielen Informationen, die auf uns einwirken, haben Auswirkungen, fordern ihren Preis.

Eine Präsentation vor dem Aquarium ist deshalb angeblich leichter als vor menschlichem Publikum. Es steht die Behauptung im Raum, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches 9 Sekunden beträgt und damit 1 Sekunde länger ist, als die Ihres Publikums, wenn es aus Menschen besteht. Menschen können halt nur einem Bruchteil ihrer Wahrnehmungen Aufmerksamkeit schenken. Die Psyche wäre sonst bei der immensen Reizüberflutung schnell überlastet, denn unsere Ressourcen sind beschränkt. So wird stets nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtangebotes registriert. Bei herkömmlichen Präsentationen schaltet ein großer Teil der Zuhörer nach kurzer Zeit innerlich ab. Wie schade!

Umfrageergebnisse

 

Aufmerksamkeit während Präsentationen

 

Während Präsentationen bei denen ich im Publikum sitze, mache ich nebenbei schon mal etwas anderes am Smartphone etc.

%

nie

%

selten

%

manchmal

%

häufig

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 400)

Während Reden und Präsentationen schalte ich oft ab

 

%

Oft

%

Manchmal

%

Nie

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1029)

Definition Aufmerksamkeit

 

Aufmerksamkeit ist der Umfang der für ein Thema verfügbaren Ressourcen auf Bewusstseinsinhalte, wie beispielsweise auf Wahrnehmungen der Umwelt, des eigenen Verhaltens und Handelns, sowie Gedanken. Das Maß für die Intensität und Dauer der Aufmerksamkeit wird als Konzentration betrachtet. Soweit die Definition aus dem Lehrbuch.

Praktisch relevant: Der bewusste Verstand des Menschen hat mit Multitasking nichts am Hut. Das entsprechende Update kommt dank Evolution erst noch. Es lohnt sich allerdings nicht, allzu schnell damit zu rechnen. Bis dahin findest du hier im Artikel Tipps, um die Aufmerksamkeit des Publikums trotzdem zu fesseln.

Übrigens – von wegen Medienkompetenz: das Gehirn ist noch das aus der Steinzeit – soll sich auch das Gedächtnis durch digitaler Demenz verschlechtert haben. Wo waren wir gerade? Ach ja:

 

 

 

Was sagt das über Redner, Publikum und Aufmerksamkeit?

 

Auf alles, was der Mensch sich vornimmt, muss er seine ungeteilte Aufmerksamkeit oder sein Ich richten.

Novalis

 

8 Sekunden? Auch Redner sollten sich dessen bewusst sein und ihre Darbietung entsprechend so gestalten, dass es für das Publikum einfacher ist, sich zu fokussieren. Der Trend, den Aufwand bei der Vorbereitung einer Präsentation weitgehend der Gestaltung von Präsentationsfolien zu widmen, macht es dem Publikum nicht gerade leichter aufmerksam zu bleiben. Viele Redner langweilen ihr Publikum, wodurch deren Aufmerksamkeit schwindet. Gute Redner achten darauf, förderliche Spannung zu erzeugen, zu halten und so zu erreichen, dass die Zuhörer gebannt an den Lippen des Redners hängen. Sowohl inhaltlich als auch von der Darbietung lässt sich da einiges machen – auch ohne Stoppuhr. Alles anschnallen, es geht los!

 

 

 

 

Mit diesen 11 Tipps sicherst du die Aufmerksamkeit deines Publikums

 

 

1. Von Anfang an

 

Mit dem richtigen Kontakt geht es leichter. Es lohnt sich, die Techniken des KaNo-Formats zu lernen. Schon in den ersten Sekunden macht sich das Publikum ein Bild vom Redner. Dieser erste Eindruck lässt sich dann nur noch mit höherem Aufwand korrigieren. Dann doch lieber die Zuhörer gleich richtig in den Bann ziehen.

Der geeignete Einstieg sorgt nicht für die anfängliche Aufmerksamkeit, sondern bereitet auch den Weg. Nur, wenn das Publikum hier einen guten Grund findet, weshalb es mit dir auf die Reise gehen will, wird es eine angenehme Reise mit interessierten Publikum. Wenn nicht, bleibt es im besten Fall zumindest körperlich anwesend und träumt schon mal von besseren Zeiten und attraktiveren Themen.

 

Hier ein paar Anregungen für den Redeeinstieg:

  • Überraschender Anfang
  • Geschichte mit Moral
  • Zitat
  • Humor
  • Provokation
  • Dialog
  • Mit einer Frage starten
  • Abstimmung
  • Demonstration

Was nicht empfehlenswert ist: Ballast wie beispielsweise Floskeln

 

Die Kunst des gelungenen Redeeinstiegs wird beispielsweise in den Gruppen- und Einzeltrainings Rhetorik & Präsentation I, II, III und IV trainiert.

 

 

 

2. Bedürfnisse adressieren

 

Konzentration ist zielgerichtete Motivation. Finden Sie heraus, was Ihr Publikum bewegt, was es aus dem Häuschen lockt, wo es weh tut – was es wirklich will! Dabei können die Bedürfnisse recht unterschiedlich sein und müssen mit dem eigentlichen Thema nur bedingt zu tun haben. Gut, sich bei der Gelegenheit an die Bedürfnispyramide nach Maslow zu erinnern. Wobei Keynotes bei Apple recht deutlich zeigen, dass auch erst die Präsentation Bedürfnisse im Menschen wecken kann, von denen er mitunter vorher nichts geahnt hat.

Um diese Bedürfnisse zu erkennen, gilt es, sich in die Perspektive des Publikums zu begeben. Wenn du dir den Schuh anziehst, ist es leichter, sich vom eigenen Tunnelblick zu lösen. Wie wäre es, ein aktuelles Thema einzubeziehen, das gerade die Gemüter bewegt?

 

 

 

3. Roter Faden, klares Ziel

 

Ohne ein klares Ziel wird es Ihnen schwerlich gelingen, klar zu kommunizieren. Wenn Sie Ihr Ziel vor Augen haben, liefert es Ihnen Orientierung und Sie geben Ihrem Publikum einen verbindenden roten Faden, der durch eine geeignete Redestruktur einen Rahmen bildet.

Eine Selbstverständlichkeit? Leider nicht. In vielen Reden hat das Publikum den Eindruck, der Redner würde mäandern.

 

 

 

4. Emotionen

 

Das Publikum beklascht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang. (Friedich Hebbel). Selbst die besten Zahlen, Daten, Fakten berühren das Publikum nur dann, wenn es spürt, was es zu bedeuten hat. Machen Sie es persönlich. Beschreiben Sie aus der Sicht des Publikums, in der Sprache des Publikums. Motivation speist sich nicht aus Belehrungen, sondern aus guten Beispielen. Nur wer Emotionen wecken kann, beherrscht die Kunst der Motivation. Emotionen sind der Klebstoff der Erinnerungen. Das Gedächtnis ist so kurz und das Leben so lang. (Honoré de Balzac)

Wenn das Meiste schon vergessen ist, erinnern sich die Zuhörer noch lange daran, wie sie sich gefühlt haben. So reicht die Aufmerksamkeit noch eine Weile über die eigentliche Veranstaltung hinaus.

 

 

 

5. Sinnliche Sprache

 

Spreche die Sinne an, schließlich haben wir mindestens fünf davon. Verwende eine Sprache, die dafür sorgt, dass dein Publikum auf der inneren Leinwand erlebt, was du beschreibst. Erzeuge intensive Bilder in den Köpfen der Menschen, lasse sie spüren, worum es geht. Du lieferst das Futter für deren Vorstellungskraft. Das menschliche Gehirn beherrscht die virtuelle Realität besser als Hollywood. Lass das Publikum träumen, ohne dass es dabei einschläft – im Gegenteil. Einige Anregungen dafür findest du im Artikel Genügen 5 Sinne? Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

 

 

6. Storytelling

 

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Geeignete Geschichten halten Aufmerksamkeit, die grundlegenden Botschaften gehen tiefer. Das menschliche Unbewusste liebt solche Inspiration, wird neugierig und will sie ergründen. Zahlreiche Studien rund um die Hirnforschung bestätigen das. Bildhafte Sprache eines lebhaften Erzählers, intensive Gefühle, die viele Sinne ansprechen, wirken Wunder. Die Aufmerksamkeit wird dadurch ebenso gefördert, wie die Erinnerung an die Botschaft. Dazu gehört natürlich auch eine passende Körpersprache des Redners mit Gestik und Mimik. Halbe Sachen funktionieren nicht gut oder, um bei der Metapher „Die Aufmerksamkeit fesseln“ zu bleiben: mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen.

Wie so oft gilt: Zu verbrauchte Geschichten, die das Publikum schon zu oft gehört hat, gehen nach hinten oder zumindest nicht los. So gut es funktioniert, mit Geschichten das Publikum zu erreichen, du sollten es lieber nicht übertreiben. Das erfordert etwas Übung. Die lohnt sich allerdings!

 

 

 

7. Beteiligung

 

Winston Spencer Churchill meinte, eine gute Rede soll das Thema erschöpfen und nicht die Zuhörer. Der Gedanke ist ein guter Anfang. Gute Redner monologisieren nicht über ein Thema, sondern führen ein Gespräch mit dem Publikum. Bei einer guten Rede antwortet das Publikum zumindest innerlich und durch seine Körpersprache. Beteilige dein Publikum, das steigert die Aufmerksamkeit. Stelle dem Publikum Fragen, beziehen Sie es ein.

 

Beispiele:

  • Fragen stellen
  • Dialog
  • Abstimmungen beispielsweise mit Handmeldungen
  • Das Publikum schätzen lassen
  • Übungen
  • Körperliche Aktivitäten
    Der Geist hat seine Bedürfnisse ebenso wie der Körper. (Jean-Jacques Rousseau)
  • Sprachlich einbinden: „Stellen Sie sich vor, wie Sie …“
  • Rätsel
  • Provokative Thesen
  • Rollenspiele
  • Kreativitätstechniken
  • Erfahrungsaustausch

 

 

 

8. Stimmeinsatz

 

Kaum etwas ist so einschläfernd, wie eine monotone Stimme. Eine lebendige, abwechslungsreiche Stimme hingegen hält das Publikum in Bann, es klebt an den Lippen. Wandele auf den Spuren von Friedrich Schoenfelder (aus meiner Sicht eine der angenehmsten Hörbuchstimmen aus meiner Kindheit), Otto Sander und anderer beeindruckender Sprechstimmen. Mit erstaunlich wenig Aufwand lässt sich hier viel mithilfe eines Stimm-Coachings erreichen.

 

 

 

9. Abwechslung

 

Sorgen Sie für Abwechslung. Wie wäre es mit unterstützenden, wechselnden Medien wie Videos, Flipchart oder einem Co-Redner? Teilen Sie die Bühne, Apple™ macht es vor! Da kommen immer wieder andere Redner auf die Bühne oder werden per Video-Konferenz hinzugeschaltet. Gefolgt von kurzen Videos und Demos.

Sicherheitshalber:
Nix, von wegen viel, hilft viel! Damit ist keine Folienschlacht gemeint. Wer in rasanter Abfolge eine Folie nach der anderen aufflackern lässt, verliert das Publikum innerhalb kurzer Zeit. Das lässt sich in vielen der tagtäglich stattfindenden Präsentationen gut beobachten, wenn man nicht bereits zu sehr mit dem Befreien der Kekse aus ihrer Einzelverpackung beschäftigt ist.

 

 

 

10. Ernte statt Flucht

 

Statt sich mit einem „Danke, ich bin am Ende!“ oder „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“ von Dannen zu trollen – die Aufmerksamkeit des Publikums verpufft bei Floskeln augenblicklich – sollte auch ordentlich geerntet werden. Motivieren ist die Fähigkeit zu Handlungen zu mobilisieren. Jeder Mensch braucht eine entsprechende Portion Motivation, um gezielt zu handeln. Das Letzte, das vom Redner gesagt werden sollte, ist deshalb die krönende Handlungsaufforderung. Die möchte noch eine Weile in der Aufmerksamkeit bleiben, um zu wirken.

 

 

11. Training

 

Wenn du die Aufmerksamkeit deines Publikums fesseln wollen, kannst du das in Rhetorik & Präsentation II, Rhetorik & Präsentation III und Rhetorik & Präsentation IV im Gruppen- oder Einzeltraining vertiefen.

Antworten auf häufige Fragen

Weshalb ist die Aufmerksamkeit des Publikums wichtig?

Es ist erforderlich die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums von Anfang an zu gewinnen und sicherzustellen. Ohne Aufmerksamkeit wird Ihre Botschaft nicht ankommen und der Aufwand verpufft. Außerdem stehen Ihre Kompetenz und Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Wie ziehen Sie gelangweiltes Publikum wieder in den Bann?

Wirkt das Publikum gelangweilt, gilt es darauf zu reagieren. Eine Möglichkeit: Erzählen Sie eine relevante Geschichte. Menschen sind daran gewöhnt, Geschichten zuzuhören, wenn sie fesselnd und relevant sind. Indem Sie eine interessante Geschichte erzählen, die für das Thema relevant ist, holen Sie die Zuhörer aus ihrer Trance und holen sie wieder in Ihre Präsentation hinein. Zukünftig können Sie gleich daran denken, das Publikum zu beteiligen und dabei auch auf Storytelling zu setzen.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

Wenn es Rednern gelingt, ihr Publikum mit Worten zu fesseln, dann ist das schon eine Art von Magie.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

P.S.

 

Kennst du diese raren Momente, in denen das Publikum merkt, dass es gerade an etwas ganz Besonderem teilnimmt? Es sind oft Augenblick, in denen völlige Stille im Raum herrscht und alle den Atem anhalten. Wie fesselst du die Aufmerksamkeit deines Publikums bei Reden und Präsentationen?

Die Neugier des Publikums ist das einzige, wovon was zu hoffen ist, und wenn diese abgeleitet ist, ist auf nichts mehr zu hoffen. Friedrich Schiller

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 18. Februar 2020
Englische Version:
AN: #797229
K: CNB
Ü:

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?
Singletasking

Informationsgehalt in Reden und Präsentationen

 

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen.

Wenn wir eine Präsentation vorbereiten, vernachlässigen wir in unserem Enthusiasmus und unserer Fachkenntnis oft die Fähigkeit unserer Zuhörer, Informationen aufzunehmen. Viele Redner und Rednerinnen gehen von einer „Mehr ist besser“-Mentalität aus und wollen kein Detail auslassen, das irgendwie, vielleicht, vielleicht relevant sein könnte.

Das Ergebnis ist jedoch etwas ganz anderes als das, was wir beabsichtigen. Anstatt unsere Zuhörenden mit unserem Wissen und unserem tiefen Verständnis zu beeindrucken und sie zu motivieren, sich auf unsere Botschaft einzulassen, stiften wir nur allzu oft Verwirrung und Überforderung beim Publikum.

Es wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

Antworten auf häufige Fragen

Wie groß ist der menschliche Arbeitsspeicher?

Es sind sehr unterschiedliche Angaben zum Gesamtspeicher des menschlichen Gehirns zu finden.

Was besagt die Millersche Zahl?

Die Millersche Zahl besagt, dass Mensch maximal 7±2 an Informationseinheiten (auch „Chunks“ genannt) im Kurzzeitgedächtnisses handhaben kann.

Wie groß ist das Kurzzeitgedächtnis?

Das Arbeitsgedächtnis, auch Kurzzeitgedächtnis genannt, speichert Informationen etwa 20 bis 45 Sekunden entsprechend der Millerschen Zahl. Es ist jedoch möglich, diese Zeit zu verlängern, indem man die Zahlenfolge wiederholt, oder den Elementen eine Bedeutung gibt.

Was sagt die Vergessenskurve aus?

Die Vergessenskurve veranschaulicht den Grad des Vergessens innerhalb einer bestimmten Zeit. Insbesondere Rednerinnen und Redner überschätzen häufig die Aufnahme- und Erinnerungsfähigkeit des Publikums und wundern sich dann über die ausbleibende Wirkung.

Wie viele Informationen gehören in Reden und Präsentationen?

 

Ich möchte möglichst viel von meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Mir geht es genauso, wie vielen anderen Rednern. Darum ist oft zu viel Wissen in Präsentationen und Reden.

Das ist gut so. Doch es schadet. Eine Rede oder Präsentation ist nicht wirklich der ideale Weg, um viel Wissen zu vermitteln. In schriftlicher Form lässt sich viel besser und schneller Wissen aufnehmen. Menschen können meistens schneller lesen als Redner reden. Wenn eine Botschaft durch Reden oder Präsentationen verbreitet wird, dann weil es um etwas anderes geht. Und daran sollten wir denken. Jedes Medium hat seine eigenen Vorteile. Deswegen ist es wichtig, sich vor einer Rede oder Präsentation die Frage zu stellen, warum schreibe ich es nicht lieber auf und sende es per E-Mail? Wie sorge ich dafür, dass mein Redebeitrag nicht zu viele Informationen enthält?

Bei Redebeiträgen geht es hauptsächlich darum, bestimmte Aspekte hervorzuheben und durch persönliches Engagement die Bedeutung zu vermitteln. Das Publikum kann dann sehen, ob die Redner das glauben, was sie sagen. Und es kann selbst entscheiden, was sie denken.

Wer in der Lage ist, überzeugend vor Menschen zu sprechen, kann dies direkt vor Publikum tun.

Du solltest darüber nachdenken, welche Informationen besonders hilfreich sind. Ab einem gewissen Punkt führt jedes zusätzliche Wort dazu, dass ein Gedanke, der noch nicht verarbeitet und integriert wurde, hinten wieder hinausfällt. Das hilft nicht weiter und führt dazu, dass es irgendwann gar nichts mehr geht. Wir sind überlastet! Überlastet! Pappsatt!

 

 

 

Was beeinflusst die Aufnahmefähigkeit des Publikums?

 

 

 

1. Menge an Informationen

 

Die Menge an Informationen, die in einer Präsentation enthalten sind, haben einen großen Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit des Publikums.

Wenn du deine Präsentation vorbereitest, solltest du dich fragen:

  • „Was ist meine entscheidende Botschaft?“
  • „Was ist die eine Sache, an die sich die Leute erinnern sollen, wenn sie die Präsentation verlassen?“

 

Wenn du all deine Daten und Informationen durch diese Fragen filterst, wird dir klarer, welche Inhalte entscheidend sind und welche einfach nur gut zu wissen sind und in Handouts oder als Nachbereitung der Präsentation zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

 

2. Sprechgeschwindigkeit

 

Wenn du zu langsam sprichst, kann es sein, dass sich die Zuhörenden langweilen und den Kopf abschalten. Wenn du zu schnell sprichst, kann es sein, dass die Zuhörenden der Präsentation nicht folgen können, vor allem, wenn es sich um komplexe Inhalte handelt. Nimm deine Präsentation auf, wenn du sie probst, und sieh dir an, wie das Tempo klingt, wenn du sie abspielst. Da es für uns manchmal schwierig ist, unsere eigene Stimme objektiv zu beurteilen, solltest du einen Kollegen bitten, zuzuhören.

Mehr dazu im Beitrag Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

 

 

 

3. Komplexität der Informationen

 

Je komplexer deine Daten sind, desto schwieriger wird es für dein Publikum, sie zu verarbeiten. Recherchiere bei deiner Vorbereitung, was deine Zuhörenden bereits über dein Thema wissen, damit du den angemessenen Komplexitätsgrad für deine Präsentation bestimmen kannst.

Achte auf nonverbale Hinweise des Publikums, wie Stirnrunzeln und verwirrte Blicke, damit du erkennst, wenn es. Klärungsbedarf gibt. Sei bereit, einen Punkt noch einmal zu erklären oder ein Beispiel zu geben, um das Verständnis zu verbessern.

 

 

 

4. Wahl der Sprache

 

Wähle Wörter, die es den Zuhörenden leicht machen, deine Informationen zu verstehen und sich zu merken. Vermeide Fachjargon, es sei denn, er wird von den Zuhörern gut verstanden. Verwende anschauliche, farbige Wörter. Sprich auf einem Wortschatzniveau, das für dein Publikum angemessen ist. Wenn die Zuhörenden viel Energie aufwenden müssen, um zu entschlüsseln, was du sagen willst, werden sie weniger Zeit haben, um zu verstehen, was du sagen willst.

 

 

 

5. Aufbereitung

 

Organisation des Materials. Selbst die komplexesten Informationen lassen sich leichter aufnehmen, wenn sie logisch und übersichtlich präsentiert werden. Erstelle eine Gliederung deiner Präsentation, wenn du sie entwirfst, denn eine Gliederung zeigt den Fluss und die Abfolge deutlicher. Gliedere dein Material so, dass es in logische Module zerfällt. Verwende Überleitungen zwischen den Modulen, um den Zuhörern den Übergang zu einem neuen Abschnitt zu erleichtern. Fasse häufig zusammen.

 

 

 

Die Aufnahmefähigkeit fördern

 

Du kannst Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit nehmen. Einiges kann einen Unterschied machen, ob die Zuhörenden deine Informationen verinnerlichen und sich daran erinnern können oder ob sie sich kurz, nachdem sie die Präsentation verlassen haben, nicht mehr an das erinnern können, was du gesagt hast.

 

 

1. Geschichten

 

Geschichten sind ein besonders wirkungsvolles Mittel, um den Zuhörern zu helfen, die wichtigsten Punkte im Gedächtnis zu behalten, denn sie sind von menschlichem Interesse: Charaktere, Szenarien, Spannung und Auflösung. Erfinde Geschichten, die deine Kernbotschaft unterstützen, und übe sie so oft, bis du das Timing und die Intonation perfekt drauf hast.

 

 

 

2. Visuelle Elemente

 

Wenn du relevante und ansprechende Bilder oder Diagramme auf deinen Folien verwendest, kann das Publikum deine Botschaft besser aufnehmen.

Eine Folie nach der anderen mit wortreichen Aufzählungspunkten wird nicht nur langweilig, sondern erschwert auch die Aufmerksamkeit der Zuhörenden, da sie ihre Aufmerksamkeit zwischen dem, was du sagst, und dem, was auf der Folie steht, aufteilen müssen. Requisiten und Bilder können das Verständnis und die Erinnerung fördern und lenken nicht wie gedruckte Wörter von der mündlichen Präsentation ab.

 

 

 

3. Beispiele

 

Beispiele sind von der Wirkung her eng mit Geschichten verwandt und helfen den Zuhörern, Relevanz und Anwendung zu verstehen. Wenn du deine Präsentation vorbereitest, entwickle zahlreiche Beispiele, die die Zuhörenden ansprechen, vielleicht anhand von Personen oder Arbeitssituationen, die ihnen vertraut sind.

 

 

 

Also; weniger ist meist mehr!

 

Also: Weniger ist mehr! Entscheide weise, was du vermitteln willst, was dem Anliegen dient und was schadet. Was bewegt das Publikum, was will und was sollte es hören, was ist relevant?

Du kannst trotzdem ausführlich informieren. Über das von normalen Menschen aufnehmbare Maß hinaus, können die Informationen und Details ja zusätzlich auch als Dokument angeboten werden.

Also, sorge dafür, dass dein Redebeitrag etwas leistet, das Papier so nicht könnte vermitteln kann.

 

 

 

Und woher weißt du, was wichtig ist?

 

Bevor du beginnst, deine Rede vorzubereiten, schreibe deine Kernbotschaft auf einem Stück Papier. Behalte diese Notiz bei der Vorbereitung deiner Präsentation im Auge. Menschen, die Dinge tun, ohne tatsächlich zu verstehen, was ihre wahre Absicht ist, erzeugen regelmäßig Verwirrung.
 
Alles in der Rede bezieht sich auf diese Absicht, diese Kernbotschaft. Überprüfe deine Rede genau, achte auf jede Phrase, jede Information, ob sie diesem Zweck dient. Das kann bedeuten, dass du Teile, die du am meisten magst, entfernst. Wie auch immer, wenn etwas nicht hilfreich ist und deine zentrale Botschaft unterstützt, lösche es. Füge keine Elemente ein, die nicht dem definierten Ziel dienen.

 

 

 

Fokus

 

Mache dem Publikum durch die Redestruktur deutlich, welche Aussagen besonders wichtig sind. Verwenden eine Redestruktur, um die wichtigsten Punkte in logischer Reihenfolge hervorheben. Wenn du lange bei einem unwichtigeren Aspekt verharrst, dann wird das Publikum vermuten, er wäre wichtig. Wiederhole die wichtigsten Aussagen. Die Wiederholung ist ein mächtiges Werkzeug in der Rede.

P.S.​

 

Wie viele Informationen verträgt der Inhalt von Reden und Präsentationen?​ Woran orientierst du dich? Welche anderen Techniken hast du eingesetzt, damit deine Zuhörenden deine Botschaft besser aufnehmen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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Kontaktformular

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 7. April 2020
AN: #217
K: CNC
Ü:

Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

Den Spielraum der Stimme ausschöpfen
Redegeschwindigkeit

Redegeschwindigkeit

 

Welche Redegeschwindigkeit in Gesprächen, Reden und Präsentationen ist empfehlenswert? Was ist zu beachten?

Antworten auf häufige Fragen

Wie wird die Sprechgeschwindigkeit gemessen?

Die Sprechgeschwindigkeit wird häufig in Wörtern pro Minute (wpm) angegeben. Um diesen Wert zu berechnen, müssen Sie sich selbst einige Minuten lang beim Sprechen aufzeichnen und dann die Anzahl der Wörter in Ihrer Rede zusammenzählen. Teilen Sie die Gesamtzahl der Wörter durch die Anzahl der Minuten, die Ihre Rede gedauert hat.

Was ist das Sprechtempo?

Das Sprachtempo ist ein Maß für die Anzahl der in einer bestimmten Zeitspanne produzierten Sprecheinheiten einer bestimmten Art. Es wird angenommen, dass das Sprachtempo innerhalb der Rede einer Person je nach kontextuellen und emotionalen Faktoren, zwischen Sprechern und auch zwischen verschiedenen Sprachen und Dialekten variiert.

Sprichst du zu schnell?

 

Wir bewegen und in einer schnelllebigen Zeit. Ob beispielsweise Textnachrichten oder Zusammenfassungen von Zusammenfassungen; Zeitgeist und Technologien tragen dazu bei, dass wir bei allem, was wir tun, zunehmend mehr Geschwindigkeit erwarten.

Der Einfluss der Geschwindigkeit auf unser Leben kann sich auch in der Art und Weise, wie wir sprechen, zeigen. Schnelles Sprechen ist ein häufiges Problem in der Kommunikation und verursacht Nachteile. Egal ob bei Präsentationen, Telefonaten, Meetings oder Einzelgesprächen; zu hohe Geschwindigkeit schadet auch dir.

Wenn du einem Kunden etwas erklärst oder versuchst, ein Publikum zu beeinflussen, kann zu schnelles Sprechen Zuhörende verwirren. Und wenn Menschen verwirrt sind, werden sie deine Botschaft wahrscheinlich nicht annehmen und adäquat berücksichtigen.

Hast du dich schon einmal gefragt: „Warum rede ich so schnell?“ oder wirst du oft gebeten, langsamer zu sprechen, wenn du eine Präsentation hältst? Dann ist es gut, wenn du die möglichen Folgen kennst und lernen, was du wie verändern kannst.

 

 

 

 

Redegeschwindigkeit

 

Gewohnheiten und Lampenfieber führen häufiger dazu, dass Redner zu schnell sprechen. Es erfordert Erfahrung, die passende Redegeschwindigkeit für sich zu erkunden.

Immer wieder ist zu erleben, dass Rednerinnen und Redner zu schnell sprechen, weil sie aufgeregt sind. Es wirkt als, wenn sie möglichst schnell dieses unangenehme Ereignis hinter sich bringen wollen. Von Souveränität keine Spur. Viele sprechen dadurch undeutlich und versprechen sich häufiger. Andere langweilen und quälen ihr Publikum, weil jegliche Dynamik fehlt. So oder so unterstützt das nicht den gewünschten Eindruck und die Botschaft.

 

 

 

Was ist dann die richtige Sprechgeschwindigkeit?

 

Es existieren einige Aspekte, die Orientierung bei der Wahl der geeigneten Redegeschwindigkeit liefern. Die Angabe von empfohlenen Worten je Minute gehört eher nicht zu den greifbaren Empfehlungen.

Es gibt mehrere Probleme, die mit zu schnellem Sprechen verbunden sind. Jedes dieser Probleme kann deine Präsentation zum Scheitern bringen – und sogar deine Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

 

 

 

1. Lampenfieber

 

Schnelles Reden kann als Nervosität oder mangelndes Selbstvertrauen wahrgenommen werden, weil es damit im Zusammenhang steht.  Eine höhere Sprechgeschwindigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit sich zu versprechen und erzeugt zusätzlichen Stress. Wer unter Lampenfieber leidet, macht es sich dadurch schwerer.

Menschen, die dazu neigen, schnell zu reden, können so wahrgenommen werden, als wüssten sie nicht, wovon sie reden. Es sieht so aus, als würden sie ihre Botschaft überstürzen, weil sie sich unwohl fühlen. Zu schnelles Reden ist das Gegenteil von gelassenem und souveränem Auftreten.

Wenn du zu schnell sprichst, kannst du nicht gut atmen und dir kann mitten im Satz die Puste ausgehen. Das kann ein Signal für die Zuhörenden und dein System sein, dass du ängstlich bist. Das verstärkt vorhandene Ängste und es kommt zu weiteren körperlichen Stressreaktionen.

 

 

 

2. Souveränität und Wirkung

 

Mit einer kraftvollen und ruhigen Stimme vermittelst du Sicherheit und dass du dem Thema gewachsen bist. Eine zu hohe Sprechgeschwindigkeit wirkt ängstlich und fremdgesteuert.

Zu schnelles Sprechen hinterlässt hingegen einen negativen Eindruck. Einer der größten Nachteile von zu schnellem Sprechen ist, dass es einen schlechten Eindruck hinterlassen kann.

Unsere Kultur ist voller negativer Assoziationen, wenn es um schnelles Reden geht. Wenn du schnell sprichst, kann das, was du sagst, „pushy“ wirken, als ob du versuchst, etwas zu verkaufen, anstatt dein Wissen zu teilen, um jemandem bei seiner Entscheidung zu helfen. Niemand hat gerne das Gefühl, dass ihm etwas untergejubelt wird.

Das kann auch dazu führen, dass du ungeduldig oder aggressiv wirkst oder es dir sogar an Empathie für die Zuhörenden mangelt. Du könntest den Eindruck erwecken, dass du nur versuchst, ein Geschäft so schnell wie möglich abzuschließen, ohne Rücksicht auf dein Gegenüber.

 

 

 

3. Aufmerksamkeit des Publikums

 

 

Ein weiterer nachteiliger Aspekt von schnellem Reden ist, dass es dazu führen kann, dass die Zuhörer dich ausblenden. Es ist, als würdest du der ununterbrochenen Rede eines Telefonverkäufers zuhören, und es ist einfach zu anstrengend, mit der Flut von Worten Schritt zu halten.

Das Publikum wird überfordert, wenn sie sich nicht anstrengen kann oder will, das Gesagte vollständig zu verstehen. Wenn das passiert, nicken die Zuhörenden vielleicht höflich, doch sie sind nicht beteiligt. Sie haben sich geistig verabschiedet.

 

Du könntest die Aufmerksamkeit deiner Zuhörenden verlieren.

 

 

 

4. Verständlichkeit

 

Selbst, wenn du eine gut durchdachte und schön formulierte Botschaft für deine Präsentation hast, kann es sein, dass wenn du zu schnell sprichst, dass dein Publikum sie nicht versteht. Bei der Übermittlung von Information en in Textform, können Empfänger einfach nochmals nachlesen. Bei einer Präsentation kommen sie dann nicht mehr hinterher und geben auf.

Es kann die Klarheit deiner Botschaft verloren gehen. Schnelles Sprechen kann dazu führen, dass du dich nicht klar ausdrücken, artikulieren und einen einnehmenden Tonfall anschlagen kannst, sodass sich deine Botschaft nicht in den Köpfen der Zuhörenden festsetzt. Es kann sein, dass sie deine Worte hören, aber die gesamte Botschaft nicht verstehen.

 

 

 

5. Stimmlage

 

Das geeignete Sprechtempo hängt auch von Ihrer Stimme ab. Je höher Ihre Stimmlage, desto langsamer solltest du sprechen. Haben Sie eine sehr tiefe Stimme, solltest du etwas schneller sprechen. Eine tiefe Stimme, kombiniert mit einer geringen Sprechgeschwindigkeit, wirkt monoton.

 

 

Und nun?

 

Viele Redner reden zu schnell und vergessen, Pausen zu machen. Nutze die für dich, das Thema und das jeweilige Publikum geeignete Kombination von Redegeschwindigkeit und Pausen. Experimentiere bei den Proben für Reden und Präsentationen, um die Möglichkeiten und deren Wirkung zu erkunden.

 

So vermeidest du, ein zu schnelles Sprechen und machst es besser

 

Hier sind fünf Tipps, die dir helfen, nicht zu schnell zu sprechen und dazu wie du die Sprechgeschwindigkeit effektiv nutzen kannst.

 

 

 

1. Pausen wirken Wunder

 

Wenn du von Natur aus schnell sprichst, kann es nicht gut sein, dass du deine Rede künstlich verlangsamst, wenn du eine Präsentation hältst. Zum einen könntest du dadurch unnatürlich oder hölzern klingen, und zum anderen könnte es stressig sein, da es nicht deinem natürlichen Tempo entspricht.

Dann ist eine bessere Lösung, Pausen einzufügen:

  • Mache eine kurze Pause von etwa einer Sekunde bei einem Komma in einem Satz.
  • Füge eine Pause von zwei oder drei Sekunden am Ende deiner Sätze ein.
  • Füge eine längere Pause ein, wenn du einen Punkt abschließt, bevor du zum nächsten Punkt übergehst.

 

Du kannst auch Pausen einbauen, bevor du eine wichtige Aussage machst und nach einem wichtigen Punkt, wenn du das Gesagte betonen willst. Damit du nicht zu schnell redest, solltest du häufige kurze Pausen einlegen, wenn du über ein Thema sprichst, das du gut kennst: Es kann sein, dass du dazu neigst, durch den Stoff zu rasen, und das ist besonders wichtig, wenn du vor einem nicht fachkundigen oder gemischten Publikum sprichst.

Wenn du Pausen als Teil deines Präsentationsstils verwendest, baue vorgeplante Pausen in dein Skript ein und als Teil deiner Übung zu proben.

 

 

 

2. Verbinde dich mit deinem Publikum

 

Wenn du sehr schnell redest, könnte das daran liegen, dass du dich auf die Übermittlung deiner Botschaft konzentrierst, und nicht darauf achtest, mit deinem Publikum in Kontakt zu treten. Die Verbindung zu deinem Publikum ist eine Strategie, die dir helfen kann, etwas langsamer zu sprechen, wenn du dich dabei ertappst, schnell zu reden.

Eine Möglichkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu treten, ist Augenkontakt Anstatt deine Augen während deiner Präsentation über das ganze Publikum schweifen zu lassen, achte darauf nach und nach jeweils, einer Person in die Augen zu schauen, während du sprichst. Das kann dir helfen, dich mit dieser Person zu verbinden, während du etwas sagst. Dann kannst du zu einer anderen Person im Publikum gehen, ihr in die Augen schauen und deine nächste Aussage machen.

Der Blickkontakt hilft dir, dich in das Publikum hineinzuversetzen und verhindert, dass du zu schnell sprichst. Außerdem bekommst du so ein unmittelbares Feedback von der Körpersprache des Publikums. Beobachte den Raum, um herauszufinden, ob die Zuhörer deine Botschaft verstanden haben. Hast du das Gefühl, dass du etwas langsamer sprechen musst, um einen Punkt zu erklären, den du gerade gesagt hast?

 

 

 

3. Vorsicht bei Listen

 

Wenn du eine Liste von Dingen aufzählst, die den Zuhörern bekannt sind, die jedoch dennoch erwähnt werden müssen, ist es in Ordnung, wenn du sie schnell durchgehst. Doch du musst wissen, wie du langsamer sprichst, wenn du dem Publikum komplexe oder neue Dinge präsentierst.

In diesem Fall hilft es, nach jedem Punkt der Liste eine bewusste Pause zu machen. Noch besser ist es, wenn du die einzelnen Punkte nummerierst, damit du langsamer sprichst und die Zuhörer deine Botschaft besser verstehen können. Erwäge auch, in kürzeren Sätzen zu sprechen.

 

 

 

3. Verwende Hinweisgeber

 

Einer der nervenaufreibendsten Aspekte beim Präsentieren ist die Angst, dass die Zeit zu knapp wird. Diese Angst kann dazu führen, dass du versuchst, schneller zu sprechen, um alles mitzubekommen.

Du kannst verhindern, dass du zu schnell redest, indem du beispielsweise eine App oder die Timing-Funktion auf den Präsentationsfernbedienungen verwendest. Das hilft dir, den Überblick zu behalten: Es gibt viele Optionen, die dir helfen, das Tempo deines Redebeitrages zu bestimmen und zu verhindern, dass du zu schnell redest. Finde heraus, was für dich am besten passt.

 

 

 

 

4. Wiederholen

 

Wenn du dazu neigst, schnell zu sprechen, und es bisher nicht geschafft hast, langsamer zu sprechen, kannst du deinem Publikum helfen, deine Botschaft besser zu verstehen und zu behalten, indem du die Kraft der Wiederholung nutzt.

Probiere dies aus: Stelle eine Kernaussage an den Anfang eines deiner wichtigen Konzepte, wiederhole sie in der Mitte und wiederhole sie als Zusammenfassung am Ende.

 

 

 

 

5. Publikumsverständnis

 

Zuhörer können Informationen am besten verarbeiten, wenn sie genügend Zeit dazu bekommen. Das spricht dafür eher etwas langsamer zu sprechen und genügend Pausen zu machen. Ein langsames Sprechtempo wird von Zuhörern eher mit fachlicher Kompetenz und Souveränität verbunden, als schnelles Sprechen.

 

 

 

6. Dramaturgie

 

Während deines Redebeitrags kannst du das Tempo häufiger variieren. Je abwechslungsreicher du deine Sprechweise gestaltest, desto aufmerksamer hört dein Publikum zu. Wähle die Geschwindigkeit je nach Thema und dem Zustand, den du fördern willst. Setze auf Dynamik, so nimm dein Publikum mit.

 

 

 

7. Üben, üben, üben

 

Wie wo oft gilt; üben, üben, üben.

 

 

 

Woher weißt du, ob deine Redegeschwindigkeit passt?

 

Die durchschnittliche Sprechgeschwindigkeit bei Präsentationen liegt in der Regel zwischen 110 und 160 Wörtern pro Minute.
Um deine Sprechgeschwindigkeit zu berechnen, nimmst du dich selbst ein paar Minuten lang auf und zählst die Wörter in deiner Rede zusammen. Teile die Anzahl der Wörter durch die Anzahl der Minuten in deiner Rede.

 

 

Fazit

 

Deine Sprechgeschwindigkeit ist wichtig. Du kannst eine noch so gut durchdachte und schön formulierte Botschaft für deine Präsentation haben. Doch, wenn du zu schnell sprichst, kann es sein, dass dein Publikum sie nicht versteht. In einer lauten, schnelllebigen Welt haben diejenigen einen Wettbewerbsvorteil, die sich vom Lärm der Menge abheben und so sprechen, dass ihre Botschaft ankommt.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit der Redegeschwindigkeit, wenn Sie selbst vor Publikum stehen und wenn Sie dort sitzen?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 16. September 2020
AN: #876
K: CNC
Ü:

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Der Körper spricht. Mit Körpersprache die Botschaft stärken
Körpersprache in Präsentationen

Körpersprache bei Präsentationen

 

20+ Tipps für Präsenz, Gestik, Blickkontakt und einen souveränen Auftritt

 

Noch bevor dein Publikum jeden Gedanken erfasst hat, entsteht bereits ein Eindruck.

Wie stehst du?

Wie bewegst du dich?

Wohin schaust du?

Was machen deine Hände?

Wie viel Raum nimmst du ein?

Wie passen Stimme, Haltung und Botschaft zusammen?

Körpersprache wirkt bei Präsentationen ständig mit.

Dabei geht es weniger darum, bestimmte Gesten einzustudieren.

Viel interessanter ist:

Unterstützt dein Auftreten das, was du vermitteln möchtest?

Hier findest du konkrete Anregungen für eine Körpersprache, die präsent, glaubwürdig und zu dir passend wirkt.

 

 

 

Körpersprache ist mehr als Gestik

 

Beim Stichwort Körpersprache denken viele zuerst an Hände und Arme.

Zur Körpersprache gehören deutlich mehr Aspekte:

  • Haltung

  • Stand

  • Bewegung

  • Gestik

  • Mimik

  • Blickkontakt

  • räumliche Distanz

  • Ausrichtung zum Publikum

  • Umgang mit Rednerpult und Bühne

  • Zusammenspiel mit der Stimme

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Eine einzelne Geste erzählt selten die ganze Geschichte.

 

 

 

Vorsicht mit Körpersprache-Rezepten

 

„Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung.“

„Wer nach links schaut, lügt.“

„Breite Gesten zeigen Selbstbewusstsein.“

Solche einfachen Übersetzungen sind verführerisch.

Menschen und Situationen sind komplexer.

Jemand verschränkt vielleicht die Arme, weil die Haltung angenehm ist.

Eine Person bewegt sich viel, weil sie begeistert ist.

Eine andere bewegt sich wenig und wirkt gerade dadurch ausgesprochen präsent.

Deshalb gilt:

Kontext, Persönlichkeit und Gesamtbild sind wichtiger als einzelne vermeintliche Signale.

 

 

 

1. Sorge zuerst für einen stabilen Stand

 

Ein stabiler Stand schafft eine gute Grundlage.

Beide Füße haben Kontakt zum Boden.

Das Gewicht ist sinnvoll verteilt.

Die Knie bleiben beweglich.

Der Körper wirkt aufgerichtet und gleichzeitig frei.

Ein guter Stand gibt dir weniger eine starre Position.

Er gibt dir Bewegungsfreiheit.

 

 

 

2. Aufrichtung statt militärischer Haltung

 

Präsenz braucht weniger stramme Haltung.

Eine natürliche Aufrichtung wirkt meist überzeugender.

Kopf.

Schultern.

Brustkorb.

Becken.

Sie dürfen sich so organisieren, dass Atmung, Stimme und Bewegung frei bleiben.

Das Ziel lautet:

aufgerichtet und lebendig.

 

 

 

3. Nutze deine Hände

 

Viele Menschen fragen vor Präsentationen:

„Was mache ich mit meinen Händen?“

Meine Empfehlung:

Nutze sie.

Gestik kann Gedanken sichtbar machen.

Größen zeigen.

Unterschiede markieren.

Strukturen verdeutlichen.

Richtungen zeigen.

Und Energie transportieren.

Die Hände dürfen Teil deiner Sprache sein.

 

 

 

4. Lass Gesten aus dem Gedanken entstehen

 

Einstudierte Gesten wirken schnell mechanisch.

Interessanter wird es, wenn deine Bewegung aus dem entsteht, was du gerade sagst.

Du beschreibst einen Unterschied.

Deine Hände markieren zwei Seiten.

Du sprichst von Entwicklung.

Die Bewegung unterstützt die Richtung.

Du betonst einen zentralen Gedanken.

Die Gestik wird ruhiger und klarer.

Gute Gestik unterstützt Bedeutung.

 

 

 

5. Gib deinen Händen eine ruhige Ausgangsposition

 

Zwischen Gesten brauchen die Hände einen Ort.

Eine lockere Position vor dem Körper funktioniert für viele Menschen gut.

Dann entsteht weniger hektische Dauerbewegung.

Die Hände können von dort aus aktiv werden und wieder zur Ruhe kommen.

Ruhe und Bewegung bekommen dadurch einen natürlichen Wechsel.

 

 

 

6. Vermeide Dauerbeschäftigung

 

Kugelschreiber drehen.

Karten knicken.

Ringe bewegen.

Mit dem Presenter spielen.

Finger ineinander verschränken und ständig bewegen.

Solche Gewohnheiten entstehen häufig unter Anspannung.

Für das Publikum können sie visuelle Unruhe erzeugen.

Je weniger deine Hände mit Nebentätigkeiten beschäftigt sind, desto leichter können sie deine Botschaft unterstützen.

 

 

7. Bewegung braucht einen Grund

 

Auf einer Bühne darfst du dich bewegen.

Sehr gerne sogar.

Hilfreich ist lediglich die Frage:

Warum bewege ich mich gerade?

Ein neuer Abschnitt kann mit einem Ortswechsel verbunden sein.

Eine Bewegung zum Publikum kann Nähe unterstützen.

Ein Schritt zur Seite kann einen Perspektivwechsel markieren.

Wenn du dagegen permanent hin und her läufst, verliert Bewegung ihre Bedeutung.

Bewegung wirkt stärker, wenn auch Ruhe möglich ist.

 

 

 

8. Bleib bei wichtigen Aussagen einen Moment stehen

 

Manche Sätze verdienen Ruhe.

Wenn du eine zentrale Botschaft aussprichst und gleichzeitig über die Bühne wanderst, konkurrieren Bewegung und Inhalt miteinander.

Ein bewusster Moment im Stand kann eine Aussage stärker tragen.

Gedanke.

Pause.

Blickkontakt.

Dann weiter.

 

 

 

9. Nutze den Raum

 

Ein Raum bietet Möglichkeiten.

Bühne.

Leinwand.

Publikum.

Flipchart.

Rednerpult.

Vielleicht mehrere Bereiche.

Überlege:

Wo möchtest du stehen?

Welche Wege sind sinnvoll?

Wo blockierst du die Sicht?

Wo entsteht gute Verbindung zum Publikum?

Raumnutzung gehört zur Dramaturgie deines Auftritts.

 

 

 

10. Das Rednerpult ist ein Werkzeug

 

Ein Rednerpult kann hilfreich sein.

Für Manuskript.

Mikrofon.

Unterlagen.

Formelle Anlässe.

Gleichzeitig reduziert es Bewegungsfreiheit und verdeckt einen Teil des Körpers.

Nutze es deshalb bewusst.

Wenn du frei sprechen kannst und das Setting es erlaubt, kann ein Schritt vom Pult weg zusätzliche Nähe schaffen.

Wenn du das Pult brauchst, darfst du es selbstverständlich nutzen.

Entscheidend ist der Zweck.

 

 

 

11. Schau Menschen an

 

Blickkontakt gehört zu den stärksten Verbindungsmöglichkeiten bei Präsentationen.

Sprich weniger mit:

der Leinwand,

deinen Folien,

dem Boden,

oder einem imaginären Punkt über den Köpfen.

Sprich mit Menschen.

Lass den Blick für einen Gedanken bei einer Person oder einem Bereich des Publikums bleiben.

Dann weiter.

So entsteht wesentlich mehr Kontakt als durch hektisches Scannen des Raumes.

 

 

 

12. Verteile deinen Blick

 

Besonders bei größeren Gruppen lohnt es sich, unterschiedliche Bereiche des Raums einzubeziehen.

Links.

Mitte.

Rechts.

Vorne.

Hinten.

Menschen spüren schnell, wenn ein Redner überwiegend mit einer einzigen Seite des Raumes kommuniziert.

Das ganze Publikum gehört zum Gespräch.

 

 

 

13. Gib Gedanken Zeit

 

Blickkontakt und Pausen gehören zusammen.

Ein wichtiger Satz endet.

Schau dein Publikum an.

Lass den Gedanken wirken.

Dann geht es weiter.

Pausen können Präsenz erzeugen, ohne dass du dafür irgendetwas zusätzlich tun musst.

 

 

 

14. Mimik darf zur Botschaft passen

 

Ein ernstes Thema braucht weniger ein Dauerlächeln.

Eine erfreuliche Nachricht darf sichtbar Freude auslösen.

Eine überraschende Entwicklung darf sich im Gesicht zeigen.

Die wirkungsvollste Mimik entsteht häufig dort, wo du gedanklich wirklich mit deinem Inhalt verbunden bist.

Dein Gesicht darf mitdenken.

 

 

 

15. Lächeln ist eine Möglichkeit

 

Ein Lächeln kann Wärme und Kontakt schaffen.

Es kann einen Einstieg erleichtern.

Humor unterstützen.

Oder eine freundliche Verbindung herstellen.

Als permanente Technik verliert es schnell seine Natürlichkeit.

Nutze dein Gesicht weniger nach Rezept und stärker passend zum Moment.

 

 

 

16. Achte auf die Verbindung von Stimme und Körper

 

Stimme und Körpersprache beeinflussen sich gegenseitig.

Eine zusammengesunkene Haltung verändert Atmung und Klang.

Hohe Spannung kann Stimme enger machen.

Ein stabiler Stand kann mehr Ruhe ermöglichen.

Deshalb lohnt sich bei Präsentationen immer der Blick auf das Zusammenspiel:

Körper – Atem – Stimme – Botschaft.

 

 

 

17. Unter Druck wird Körpersprache deutlicher

 

Nervosität zeigt sich bei Menschen unterschiedlich.

Schnellere Bewegungen.

Kleinere Gesten.

Wippen.

Verlagerung von einem Fuß auf den anderen.

Häufigeres Berühren des Gesichts.

Starre Haltung.

Sehr wenig Blickkontakt.

Das ist menschlich.

Interessant wird die Frage:

Welche Muster tauchen bei dir auf?

Wer sie kennt, kann gezielt daran arbeiten.

 

 

 

18. Weniger Selbstkontrolle, mehr Kontakt

 

Während einer Präsentation ständig zu prüfen:

Wo sind meine Hände?

Stehe ich richtig?

Lächle ich genug?

Wie wirke ich?

… bindet viel Aufmerksamkeit.

Diese Aufmerksamkeit fehlt dann beim Publikum.

Deshalb lohnt sich Körpersprachetraining vor dem Auftritt.

Im Auftritt selbst darf dein Fokus wieder auf:

Botschaft.

Publikum.

Situation.

und Kontakt liegen.

 

 

 

19. Video schafft Klarheit

 

Die eigene Körpersprache fühlt sich von innen anders an, als sie von außen wirkt.

Video kann deshalb ausgesprochen wertvoll sein.

Vielleicht entdeckst du:

Eine Bewegung, die sich riesig angefühlt hat, ist kaum sichtbar.

Eine vermeintlich ruhige Haltung wirkt unruhiger als erwartet.

Eine Gestik, über die du dir Sorgen gemacht hast, passt hervorragend zu dir.

Video liefert Informationen.

Es ersetzt Vermutungen durch Beobachtung.

 

 

 

20. Suche auch nach dem, was bereits funktioniert

 

Videoanalyse wird häufig zur Fehlersuche.

Das verschenkt eine große Chance.

Frage ebenso:

Wann wirke ich besonders präsent?

Welche Gesten passen gut?

Wann klingt meine Stimme tragfähig?

Wo entsteht guter Kontakt?

Welche Haltung unterstützt mich?

Was funktioniert, darf bewusst erhalten und verstärkt werden.

 

 

 

21. Persönlichkeit schlägt Standardgesten

 

Ein ruhiger Mensch braucht weniger die Gestik eines energiegeladenen Entertainers.

Eine lebhafte Person muss weniger künstlich stillstehen.

Eine erfahrene Führungskraft wirkt anders als ein junger Gründer.

Eine wissenschaftliche Präsentation braucht einen anderen Rahmen als eine Keynote.

Die interessante Frage lautet:

Welche Form von Präsenz passt zu dir und zu diesem Auftritt?

 

 

 

22. Körpersprache und Inhalt müssen zusammenpassen

 

Wenn du sagst:

„Das ist der entscheidende Punkt.“

und gleichzeitig bereits zur nächsten Folie blickst, sendet dein Körper ein anderes Signal.

Wenn du Vertrauen vermitteln möchtest und dich körperlich stark zurückziehst, kann ebenfalls ein Widerspruch entstehen.

Glaubwürdigkeit steigt, wenn:

Worte.

Stimme.

Körpersprache.

und innere Haltung

eine ähnliche Richtung haben.

 

 

 

23. Körpersprache bei kritischen Fragen

 

Die Präsentation läuft gut.

Dann kommt eine unangenehme Frage.

Gerade jetzt wird Körpersprache interessant.

Ziehst du dich zurück?

Verschränkst dich?

Lächelst nervös?

Gehst du körperlich in den Angriff?

Oder bleibst du präsent und zugewandt?

Ein hilfreicher Ablauf:

Frage hören.

kurz sammeln.

Kontakt halten.

antworten.

Kritische Fragen sind deshalb ein guter Bestandteil realistischer Präsentationsproben.

 

 

 

24. Körpersprache vor Entscheidern

 

Vor Vorständen, Geschäftsführungen oder anderen wichtigen Entscheidern versuchen Menschen manchmal, besonders souverän zu wirken.

Dann entsteht leicht zu viel Kontrolle.

Zu tiefe Stimme.

Übertrieben ruhige Gestik.

Künstlich dominanter Stand.

Das braucht es selten.

Entscheider interessieren sich vor allem für:

Klarheit.

Kompetenz.

Orientierung.

Verantwortung.

Und die Fähigkeit, auch bei Rückfragen präsent zu bleiben.

Natürlich wirkende Autorität trägt weiter als inszenierte Dominanz.

 

 

 

25. Körpersprache vor der Kamera

 

Die Kamera verändert Wahrnehmung.

Der Bildausschnitt ist kleiner.

Mimik bekommt mehr Gewicht.

Gesten verschwinden möglicherweise aus dem Bild.

Blickkontakt funktioniert über die Linse.

Deshalb braucht Kamerapräsenz eigene Anpassungen.

→ Kameratraining 1:1

 

 

 

Körpersprache und PowerPoint

 

Eine Leinwand zieht Aufmerksamkeit.

Auch deine eigene.

Viele Redner drehen sich deshalb regelmäßig vom Publikum weg und sprechen zur Präsentation.

Hilfreicher:

Schau kurz auf die Information.

Dann zurück zum Publikum.

Sprich mit Menschen über die Folie.

Weniger mit der Folie über Menschen.

 

 

 

Körpersprache mit Mikrofon

 

Handmikrofon, Headset und Lavalier verändern deine Bewegungsmöglichkeiten unterschiedlich.

Ein Headset lässt beide Hände frei.

Ein Handmikrofon bindet eine Hand und braucht konstante Führung.

Auch das lässt sich trainieren.

→ Präsentieren mit Mikrofon

 

 

 

Körpersprache lässt sich entwickeln

 

Körpersprache ist weniger eine Sammlung einstudierter Gesten.

Hilfreicher ist es, die eigene Wirkung wahrzunehmen und herauszufinden, welche Haltung, Gestik, Bewegung und Präsenz zur eigenen Persönlichkeit und zur jeweiligen Situation passen.

Besonders wertvoll kann professionelles Feedback sein.

Videoaufnahmen machen beispielsweise sichtbar:

  • wie du stehst und dich bewegst

  • wie deine Gestik wirkt

  • wie du Blickkontakt nutzt

  • welche Gewohnheiten deine Botschaft unterstützen

  • wo unnötige Unruhe entsteht

  • wie sich deine Körpersprache unter Druck verändert

Das Ziel ist weniger eine perfekte Körpersprache.

Es geht um eine stimmige Verbindung von Persönlichkeit, Botschaft und Auftreten.

 

 

 

Eine kleine Übung

 

Nimm zwei Minuten eines Vortrags mit dem Smartphone auf.

Sprich über ein Thema, das dir vertraut ist.

Schau dir das Video zunächst ohne Ton an.

Frage:

Wo wirkt mein Körper präsent?

Wann entsteht Unruhe?

Wie nutze ich meine Hände?

Wie bewege ich mich?

Wie ist mein Blick?

Dann schaue es erneut mit Ton.

Frage:

Wie passen Körpersprache und Inhalt zusammen?

Du wirst wahrscheinlich mehr lernen als durch zehn allgemeine Körpersprache-Regeln.

 

 

 

Unterstützung bei einem wichtigen Auftritt

 

Wenn eine konkrete Präsentation bevorsteht, können wir unmittelbar an deinem tatsächlichen Auftritt arbeiten.

Dabei betrachten wir bei Bedarf:

  • Körpersprache.
  • Stimme.
  • Raumwirkung.
  • Botschaft.
  • Folien.
  • kritische Fragen.
  • und den gesamten Probelauf.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn du deine persönliche Präsenz und Wirkung grundsätzlich weiterentwickeln möchtest:

→ Präsenz, Ausstrahlung und persönliche Wirkung

Wenn du rhetorische Fähigkeiten insgesamt entwickeln möchtest:

→ Individuelles Rhetoriktraining 1:1

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Deine Körpersprache muss weniger beweisen, dass du souverän bist.

Sie darf entstehen, wenn du:

weißt, was du sagen möchtest,

mit deinem Publikum verbunden bist,

deinem Körper genügend Freiheit gibst,

und den Moment weniger permanent kontrollierst.

Präsenz wirkt stärker als eine perfekte Geste.

Kirche, Dorf und Körpersprache

 

Körpersprache liefert Hinweise. Sie liefert selten eindeutige Übersetzungen.

Eine einzelne Geste, ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung bedeutet für sich genommen wenig. Wer daraus unmittelbar auf Gedanken, Gefühle oder Absichten eines Menschen schließt, macht es sich zu einfach.

Aussagekräftiger wird Körpersprache erst im Zusammenspiel:

  • Welche Signale zeigen sich gleichzeitig?
  • Was ist für diese Person typisch?
  • In welcher Situation tritt das Verhalten auf?
  • Was verändert sich im Verlauf?
  • Passen Mimik, Blick, Gestik, Stimme und Haltung zusammen?

Erst durch Kontext, Vergleich und mehrere Beobachtungen entstehen brauchbare Hinweise.

Weshalb ich auch fragwürdige Interpretationen erwähne?

 
Viele verbreitete Deutungen von Körpersprache sind fachlich wenig belastbar. Trotzdem können sie relevant sein.

Denn Menschen kennen solche Deutungen, glauben an sie und interpretieren das Verhalten anderer entsprechend.

Für die persönliche Wirkung zählt deshalb neben der beabsichtigten Botschaft auch, wie wahrscheinlich sie beim Gegenüber verstanden wird.

Meine Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich und ihre Botschaft klar, glaubwürdig und überzeugend zu präsentieren. Dazu gehört auch die Frage:

Welche Wirkung kann ein Verhalten beim Gegenüber auslösen – unabhängig davon, ob dessen Interpretation fachlich gerechtfertigt ist?

Wer typische Interpretationsmuster kennt, kann mögliche Missverständnisse früher erkennen, bewusster kommunizieren und dafür sorgen, dass Körpersprache und Botschaft möglichst stimmig zusammenwirken.

Kurz gesagt:

Eine Interpretation kann falsch sein – und trotzdem Wirkung entfalten.

Genau deshalb lohnt es sich, sie zu kennen.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Auf welche Aspekte der Körpersprache achtest du bei dir und anderen Menschen in Reden, Präsentationen und auch sonst?

Artikel zum Thema Körpersprache

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Wie bleibst du als Führungskraft nahbar und zugleich klar? Über Empathie, Grenzen, Gravitas und respektvolle Executive Presence.

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Den Kopf hängen lassen, fest im Leben stehen, ins Wanken geraten, aufrichtig sein. Der Körper spricht. Außerdem: Körpersprache ist keine Einbahnstraße, wer sie ändert, fühlt sich anders.
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Mitunter ist es schwer sich auf Redner oder Beamerpräsentation zu konzentrieren, zu wild flitzt der Lichtfleck über die Folien und zeichnet lustige Formen darüber. Bei aufgeregten Rednern wird auch gleich der Herzschlag visualisiert. Nicht, dass ich etwa gegen eine Retro-Lasershow hätte. Das ist so schön 70er. Nur ist das bisher noch kein Grund gewesen einer Präsentation beizuwohnen.

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2018
Überarbeitung: 20. März 2020
Englische Version:
AN: 56235
K: CNB
Ü:

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen in Reden und Gesprächen eine Form geben

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen eine Form geben - in Gesprächen und Präsentationen

Genügen 5 Sinne? Mit allen Sinnen sinnlich kommunizieren und überzeugen.
Genügen 5 Sinne? Hoch leben die Spiegelneuronen!

In Gesprächen und Präsentationen alle Sinne ansprechen

 

Welche Erkenntnisse gewinnen wir aus Wissen zur Wahrnehmung und den menschlichen Sinnen? Wie lässt sich die Kommunikation fördern? Genügen 5 Sinne? Lerne mit allen Sinnen sinnlich zu kommunizieren, um in Gesprächen und Präsentationen zu überzeugen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ideen eine Form geben

 

Mutige Redner wagen es einen Schritt weiterzugehen, lassen ihrer Vorstellungskraft den Raum sich zu entfalten. Überzeugende Redner lassen mögliche Szenarien so lebendig werden, das sie zum Greifen nahe sind. Sie liefern so nicht nur Orientierung, sondern auch die ansteckende Begeisterung und Energie, damit sich Gleichgesinnte mit auf den Weg machen.

 

 

 

Wahrnehmung

 

Aus dem Essay des Autors Aldous Huxley „Die Pforten der Wahrnehmung“ (The Doors of Perception):

If the doors of perception were cleansed
everything would appear to man as it is:
infinite.

 

Wären die Pforten der Wahrnehmung bereinigt,
schiene jedes Ding wie es wirklich ist:
Unerschöpflich.

 

Wir gehen davon aus, dass wir mit 5 Sinnen die Realität wahrnehmen und so auch speichern. Das Gehirn hat keinen direkten Kontakt zur Außenwelt. Es geht somit nur über Umwege. Damit die Nervenzellen des Gehirns erregt werden können müssen elektromagnetische, mechanische, chemische und andere Reize durch die Sinnesrezeptoren in neuroelektrische oder neurochemische Signale umgewandelt werden.

Wir erleben auf diesem Umweg unsere Umgebung durch unsere fünf Sinne; wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Trocken werden unsere Sinne deshalb auch als Repräsentationssysteme (Sehen, Hören, Spüren, Riechen und Schmecken) bezeichnet, weil diese Sinneseindrücke die Realität repräsentieren.

Wie anders sollen wir uns auch einen Eindruck von der Wirklichkeit machen? Ist diese Auswahl überhaupt ausreichend, um als Realität bezeichnet zu werden?

  • Rund um diese Fragen sind schon viele Bärte von Philosophen ergraut.
  • Wie hängen die Inhalte unserer Wahrnehmungen mit den tatsächlichen Geschehnissen in der Welt zusammen?
  • Welchen Wahrheits- und Realitätsgehalt haben unsere Wahrnehmungen?
  • Woher weiß ich, dass ich es nicht träume?
  • Sehe ich vor allem, was ich zu sehen erwarte?
  • Was sind Konstruktionen?
  • Fragen über Fragen!

 

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Paul Watzlawick

 

Und auch Neurologen & Co. beschäftigen sich mit Fragen zur Wahrnehmung; wie verarbeiten wir Sinnesreize und welchen Anteil haben Interpretationen? Nehmen wir alle die Welt genauso wahr? Ist beispielsweise meine Farbwahrnehmung dieselbe wie bei allen anderen Menschen; ist mein Rot vielleicht für jemand anderen ein Blau?

Bildgebende Verfahren vermitteln tiefe Einblicke. Beispielsweise, dass die Augen nicht wie objektive Kameras funktionieren, die neutrale Aufnahmen der visuellen Umgebung machen, sondern dass schon der Sehprozess selbst davon abhängt was wir gerade hören, denken und fühlen.

Mit Hilfe der Sinne werden Informationen aufgenommen, organisiert und verarbeitet. Wahrnehmungen können somit visuell (Sehen), auditiv (Hören), kinästhetisch (Fühlen), olfaktorisch (Riechen) und gustatorisch (Schmecken) sein. Dabei bevorzugen Menschen oft in unterschiedlichem Maß bestimmte Sinneskanäle. Dominant dürfte in unserer Gesellschaft die visuelle Orientierung sein. Wir nehmen die meisten Informationen mit den Augen auf. Internet, gedruckte Medien, eBook-Reader, Smartphone, Video, … Visuelle Sinnesangebote dominieren und das prägt. Muskeln, die nicht genutzt werden, nehmen ab, Nervenverbindungen, die nicht aktiviert werden, lösen sich auf. So stabilisieren sich Tendenzen zunehmend.

 

Alle unsere normalen sprachlichen Ausdrücke tragen den Stempel unserer gewohnten Formen der Wahrnehmung.

Niels Bohr

 

Anstatt dem Reiz zu erliegen jetzt den philosophischen Aspekten dieses Themenbereiches weiter zu folgen; was können wir hier ganz praktisch lernen? Wie lässt sich die Kommunikation dadurch fördern?

Wenn du mit Einzelpersonen zu tun haben, kannst du beispielsweise lernen deren bevorzugte Wahrnehmungskanäle zu bedienen. Bei Gruppen – beispielsweise bei einer Präsentation – bieten Sie Ihre Angebote in verschiedenen Systemen an. Sonst erreichen Sie im Wesentlichen nur Menschen, mit denen du das selbst bevorzugte Repräsentationssystem teilen. Je wohlwollender das Publikum ist, desto bereitwilliger wird es auch selbst unbewusst Ihre Angebote für sich übersetzen. Wobei das Sprechen in der Sprache des Publikums die positive Beziehung zusätzlich fördert.

 

 

 

 

Beispiele für sinnliche Sprache:

 

 

1. Visuell (Sehen)

 

Wer die Augen offen hält entdeckt viele visuelle Worte.

 

Beispiele:

Absicht, Übersicht, sich vorstellen, ausmalen, beobachten, Perspektive, deutlich, einleuchtend, aufzeigen, betrachten, leuchten, Farben, unsichtbar, sichtlich, gucken, Weitsicht, anschaulich, Ansicht, schleierhaft, Einsicht, Perspektive, strahlend, Bild, Vision, Umriss, Rücksicht, Illusion, Vorstellung, düster, einleuchtend, unklar, verschwommen, deutlich, Fokus, ein heller Kopf, einen Blick werfen, anstarren, Vorsicht, Zeiger, ins Auge fallen, glänzend, unter die Lupe nehmen, fokussieren, offenbaren, überwachen, Projektion, Einsicht, Perspektivwechsel, Horizont, rot sehen, schwarz sehen, Gemälde, Vorschau, schleierhaft, Blitz, Ausblick, Lichtblick, die Zukunft sehen

 

 

 

2. Auditiv (Hören)

 

Welche auditiven Worte sind Ihnen schon zu Ohren gekommen?

 

Beispiele:

Ankündigung, Stimme, stimmig, hörbar, klingen, lauschen, summen, fragen, Harmonie, Missklang, seufzen, sagen, Einklang, scharfe Töne, knistern, harmonisch, das schreit zum Himmel, Donnerwetter, Anklang, unerhört, eine leise Ahnung, Akzent, Geräusch, harmonisch, kreischen, Zitate, die Stimme der Vernunft, die erste Geige spielen, Zustimmung, es macht Klick, sich einstimmen, pfeifen, schnurren, Sprachlosigkeit, in den höchsten Tönen, den Marsch blasen, rauschend, schrill, Lautstärke, stöhnen, tratschen, Antwort, Stimmung, trommeln, Musik, Töne, wispern, leise, Schall, Knall, Krach, das klingt wie Musik in meinen Ohren, Tratsch

 

 

 

3. Kinästhetisch (Fühlen)

 

Werden in einem Text Bewegungen beschrieben, aktiviert das den Motorcortex. Manche Menschen müssen etwas ergreifen, bevor sie es begreifen.

Hier habe ich entspannt ein paar kinästhetische Worte zusammengetragen.

 

Beispiele:

fühlen, spüren, erleben, warm, kalt, behalten, begreifen, glatt, zart, rau, den Eindruck haben, Berührung, Empfindung, berührt, prickelnd, hart, zugreifen, heiß auf etwas sein, schwerfällig, Begriff, überstürzt, unsensibel, Intensität, kühl, das Gefühl haben, raue Sitten, Belastung, handhaben, passend, Erleichterung, es lässt mich kalt, niedergeschlagen, ermüdend, schleichen, schlurfen, Rührung, voll, rund, umarmen, zerstreut, ausschließlich, müde, frisch, zerknirscht, körnig

 

 

 

4. Olfaktorisch (Riechen)

 

Welcher Organsinn ist der undankbarste und scheint auch der entbehrlichste zu sein?
Der des Geruchs.
Es belohnt nicht, ihn zu kultivieren oder wohl gar zu verfeinern, um zu genießen; denn es gibt mehr Gegenstände des Ekels, als der Annehmlichkeit, die er verschaffen kann und der Genuss durch diesen Sinn kann immer nur flüchtig und vorübergehend sein, wenn er vergnügen soll.

Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Von den fünf Sinnen

 

Die wenigsten Menschen schenken dem Geruchssinn große Beachtung, doch für manche ist er sehr wesentlich.

Ein sehr intensives Beispiel ist der Roman „Parfüm“ von Patrick Süßkind. Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille erlebt die Welt durch seinen Geruchssinn. Seine Fähigkeit olfaktorisch wahrzunehmen, übersteigt alles Dagewesene. Seine Wahrnehmung der Welt wird bestimmt durch diese eigenartige Besonderheit. Sehr sinnlich vermittelt der Roman, wie sich die olfaktorische Welt von derjenigen unterscheidet, in der sich die meisten von uns aufhalten. Grenouille kann sich bald vollständig von der eigenen Nase führen lassen.

Mit einem guten Riecher witterst auch du olfaktorische Worte schon von weitem.

 

Beispiele:

Riechen, schnuppern, muffig, schal, frisch, duftend, dufte, das stinkt zum Himmel, mir stinkt es, Parfüm, parfümiert, staubig, das riecht nach, etwas wittern, die Nase rümpfen, Schnüffler, Spürsinn, Spürnase, den richtigen Riecher haben, anrüchig, rauchig, eine delikate Angelegenheit,…

 

 

 

5. Gustatorisch (Schmecken)

 

Hoffentlich treffen diese gustatorischen Worte Ihren Geschmack.

 

Beispiele:

schmecken, essen, bitter, salzig, süß, sauer, Geschmack beweisen, die Schnauze voll haben, Leckerbissen, süß, sauer, geschmackvoll, scharf, fad, lecker, ein gefundenes Fressen, das schmeckt nach …, schmackhaft

 

 

 

VAKOG

 

Zusammenfassung aller Sinnesreize, für die Menschen Rezeptoren (Aufnahmeorgane) haben: visuell (Sehsinn), auditiv (Hörsinn), kinästhetisch (Gefühlssinn), olfaktorisch (Geruchssinn), gustatorisch (Geschmackssinn).

 

 

 

Persönliche Tendenzen

 

Wir bevorzugen unterschiedliche Sinnessystem. Im Gespräch lassen sich Tendenzen erkennen, doch gilt es flexibel und aufmerksam zu bleiben.
Das bevorzugte Sinnessystem kann je nach Situation wechseln. Je nach Kontext hinsichtlich eigener Rolle, Beziehung, persönlicher Stimmung (Freude, Stress, Angst, Panik) verändert sich mitunter die Rangfolge der Sinnessysteme und auch die Fähigkeit und Bereitschaft zu übersetzen. Entsprechend wird unter Druck die eigene Wahrnehmung verändert und Konflikte durch Missverständnisse wahrscheinlicher. Ein typisches Beispiel für die Veränderung der Wahrnehmung bei Stress ist der Tunnelblick.

Um die Kommunikation mit anderen Menschen – gerade in Stresssituationen wie Meinungsverschiedenheiten etc. - zu fördern, lohnt es sich genau zuzuhören und flexibel in der passenden Sprache zu antworten.

 

 

 

Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

Schon allein der Einsatz von Sprache, die den Sinnen nahe ist, macht Ihre Angebote lebendiger. Vergleichen Sie das mit eigenen Erfahrungen:

Wissenschaftliche Texte und Vorträge sind meist trocken. Ihnen fehlt oft jegliche Sprache, durch die unsere Sinne angesprochen werden.
Entsprechend anstrengend ist es dann, dem Gesagten zu folgen.

In der Werbung und spannenden Erzählungen hingegen zieht uns die Sprache in Ihren Bann. Es ist, als würden wir das Gesagte persönlich erleben.

 

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.

Arabisches Sprichwort

 

Deine Sprache wird lebendiger, wenn du einen hohen Anteil sinnlicher Worte, also solche wie sie oben bei den Beispielen stehen, verwendest. Deine Zuhörer erleben dann, was du beschreibst, weil sie es im Geist reproduzieren, es nachspielen. Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

 

 

Ideen sinnlich eine Form geben

 

Die folgenden Worte von Aristoteles lassen sich sehr gut auf die Eigenschaften guter Redner übertragen:

Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen, sondern das, was hätte geschehen können, dass heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit möglich ist.

 

 

1. Sprich alle Sinne an

 

Wir haben mindestens 5 Sinne, können sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Sorge dafür, dass für jeden menschlichen Sinn etwas Ansprechendes dabei ist, wenn du präsentierst. Das sorgt dafür das deine Botschaft in den Köpfen des Publikums zum Leben erweckt werden.

 

 

 

2. Beispiele

 

Liefere relevante Bespiele, in denen sich das Publikum wiederfindet. Beschreibe sinnlich was dein Angebot konkret für die Zuhörer bedeutet, wie es ihnen welche Vorteile bringt. Sorge dafür das es sich in deine Beschreibungen hineinversetzen kann.

 

 

 

3. Geschichten

 

Nimm das Publikum mit auf die Reise. Storytelling funktioniert, vorallem wenn alle Sinne angesprochen werden.

 

 

 

4. Identifikation

 

Sorge dafür, dass du selbst zuerst auf der inneren Leinwand das erleben, was du vermitteln wollen.

 

 

 

5 Sinne genügen dir nicht?

 

Allgemein sprechen wir von unseren fünf Sinnen. Diese Einteilung liegt auch deshalb nahe, weil wir für jeden Wahrnehmungsbereich sichtbare Sinnesorgane zur Verfügung haben; die Augen, die Ohren, die Haut und insbesondere die Hände, den Mund bzw. die Zunge und die Nase.

Für all jene, denen 5 Sinne nicht genug sind, hat beispielsweise Rudolf Steiner zwölf Sinne eingeteilt:

  • Tastsinn
  • Lebenssinn
  • Bewegungssinn
  • Gleichgewichtssinn
  • Geruchssinn
  • Geschmackssinn
  • Sehsinn
  • Wärmesinn
  • Gehörsinn
  • Sprachsinn
  • Denksinn
  • Ichsinn

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten. Novalis

P.S.

 

Welche Sinne sind dir am vertrautesten? Beziehst du alle Sinne in Gesprächen und Präsentationen mit ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2015
Überarbeitung: 6. Juli 2019
AN: #97629
Ü:X
K:

„Kein Kommentar“ im Interview? So antwortest du professioneller

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen? Kein Kommentar!

Nicht jede Frage muss beantwortet werden.
Medienkompetenz: Kein Kommentar! - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Nicht jede Frage muss beantwortet werden.

 

Der Reporter stellt eine Frage, die du weder beantworten willst noch beantworten kannst.

Was sagst du?

Der spontane Ausweg lautet häufig:

„Kein Kommentar.“

Damit hast du formal wenig gesagt.

Kommuniziert hast du trotzdem.

Denn Schweigen und Nicht-Antworten erzeugen ebenfalls Wirkung.

Im Interview zählt weniger nur, welche Information du preisgibst. Es zählt auch, wie du eine Grenze kommunizierst.

 

 

 

Ist „Kein Kommentar“ eine gute Antwort?

 

Meist gibt es bessere Möglichkeiten.

Die Formulierung „Kein Kommentar“ kann bei Zuschauern, Zuhörern oder Lesern Fragen auslösen:

  • Warum will diese Person nichts sagen?
  • Weiß sie mehr?
  • Gibt es etwas zu verbergen?
  • Ist sie schlecht vorbereitet?
  • Will sie Verantwortung vermeiden?

Keine dieser Interpretationen muss zutreffen.

Doch Kommunikation besteht eben auch daraus, welche Schlussfolgerungen andere Menschen aus deinem Verhalten ziehen.

 

 

 

Nicht jede Frage verdient eine vollständige Antwort

 

Das bedeutet keineswegs, dass du jede journalistische Frage beantworten musst.

Es gibt gute Gründe, Informationen zurückzuhalten.

Zum Beispiel:

  • laufende rechtliche Verfahren
  • Vertraulichkeit
  • Datenschutz
  • Persönlichkeitsrechte
  • Geschäftsgeheimnisse
  • noch ungeklärte Fakten
  • Informationen, die du selbst noch nicht zuverlässig bestätigen kannst

Professionelle Medienkommunikation bedeutet deshalb weniger:

„Ich beantworte alles.“

Sie bedeutet:

„Ich weiß, was ich sagen kann, was ich noch nicht sagen kann und wie ich beides klar kommuniziere.“

 

 

 

Der Unterschied zwischen nicht wissen und nicht sagen dürfen

 

Diese beiden Situationen sollten sprachlich auseinandergehalten werden.

Wenn du etwas noch nicht weißt, sage genau das.

Zum Beispiel:

„Diese Information liegt mir derzeit noch nicht verlässlich vor.“

Wenn du etwas nicht sagen kannst:

„Zu diesem Punkt kann ich mich wegen des laufenden Verfahrens derzeit nicht äußern.“

Wenn eine Untersuchung läuft:

„Der Vorgang wird aktuell geprüft. Ich möchte den Ergebnissen nicht vorgreifen.“

Alle drei Antworten setzen Grenzen.

Und sie geben dem Publikum gleichzeitig Orientierung.

 

 

 

Eine Grenze braucht einen nachvollziehbaren Grund

 

Du musst keineswegs sämtliche Hintergründe offenlegen.

Ein kurzer sachlicher Grund macht eine Nicht-Antwort jedoch häufig verständlicher.

Zum Beispiel:

„Dazu kann ich mich aus Gründen des Datenschutzes nicht äußern.“

Oder:

„Die Gespräche laufen noch. Deshalb wäre jede konkrete Aussage zum jetzigen Zeitpunkt spekulativ.“

Damit kommunizierst du:

Ich verweigere die Frage weniger aus Willkür.

Es gibt einen nachvollziehbaren Rahmen.

 

 

 

Was kannst du stattdessen sagen?

 

Eine professionelle Antwort kann aus drei Teilen bestehen:

  1. Grenze benennen
  2. Grund knapp erklären
  3. sagen, was du stattdessen bestätigen kannst

Zum Beispiel:

„Zu einzelnen Vertragsdetails kann ich mich nicht äußern. Was ich bestätigen kann: Die Gespräche laufen weiter und unser Ziel bleibt eine tragfähige Lösung für beide Seiten.“

Damit vermeidest du Spekulation und gibst trotzdem eine verwertbare Aussage.

 

 

 

Die stärkste Alternative: sagen, was du weißt

 

Gerade in Krisensituationen entsteht häufig der Wunsch, zunächst überhaupt nichts zu sagen.

Das kann verständlich sein.

Doch zwischen vollständiger Auskunft und vollständigem Schweigen liegt viel Raum.

Zum Beispiel:

„Wir wissen derzeit Folgendes …“

„Noch ungeklärt ist …“

„Wir prüfen aktuell …“

„Den nächsten bestätigten Stand veröffentlichen wir …“

Transparenz bedeutet nicht, alles zu wissen. Transparenz bedeutet, sauber zwischen Wissen, Nichtwissen und Vertraulichkeit zu unterscheiden.

 

 

 

Versprich nur Updates, die du auch liefern kannst

 

Eine häufige Alternative zu „Kein Kommentar“ lautet:

„Wir melden uns später dazu.“

Das ist nur hilfreich, wenn später tatsächlich etwas folgt.

Deshalb solltest du konkrete Zusagen sorgfältig formulieren.

Zum Beispiel:

„Sobald belastbare Informationen vorliegen, werden wir sie veröffentlichen.“

Oder, wenn ein Zeitpunkt bereits feststeht:

„Wir werden morgen um 14 Uhr einen aktualisierten Stand veröffentlichen.“

 

 

 

Was du niemals tun solltest: spekulieren

 

Wenn du etwas nicht weißt, entstehen unter Druck leicht improvisierte Antworten.

Das ist gefährlich.

Ein Satz, der nur als Vermutung gemeint war, kann später als Aussage zitiert werden.

Deshalb:

Trenne Wissen und Vermutung sauber.

Wenn du die Antwort nicht kennst:

„Das kann ich derzeit nicht verlässlich beantworten.“

Das ist professioneller als eine spontane Theorie.

 

 

 

Auch eine ehrliche Unsicherheit kann souverän wirken

 

Viele Menschen glauben, Führungskräfte müssten auf jede Frage sofort eine Antwort haben.

Das erzeugt unnötigen Druck.

Professionelle Kommunikation kann auch heißen:

„Das weiß ich im Moment noch nicht.“

Entscheidend ist, was danach folgt.

Zum Beispiel:

„Wir prüfen genau diesen Punkt gerade.“

Oder:

„Ich möchte Ihnen dazu lieber eine belastbare Antwort geben als jetzt zu spekulieren.“

 

 

 

Wann Schweigen trotzdem sinnvoll sein kann

 

Es gibt Situationen, in denen eine Aussage tatsächlich unklug wäre.

Besonders wenn:

  • rechtliche Risiken bestehen
  • Verhandlungen vertraulich sind
  • Persönlichkeitsrechte betroffen sind
  • du keinerlei belastbare Informationen besitzt
  • eine Aussage Ermittlungen oder Verfahren beeinträchtigen könnte

Dann kann Zurückhaltung die richtige Entscheidung sein.

Die Frage lautet trotzdem:

Wie kommunizierst du diese Zurückhaltung?

 

 

 

Medienstrategie und Rechtsstrategie sind nicht dasselbe

 

Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Juristisch kann Schweigen sinnvoll erscheinen.

Kommunikativ kann dasselbe Schweigen erhebliche Wirkung entfalten.

Deshalb sollten bei kritischen Situationen rechtliche und kommunikative Perspektive miteinander abgestimmt werden.

Das Ziel lautet weder:

„Sage möglichst viel.“

noch:

„Sage möglichst wenig.“

Sondern:

„Sage das Richtige, im richtigen Umfang und mit einem klaren Verständnis der Konsequenzen.“

 

 

 

Die Vorbereitung entscheidet

 

Die schlechteste Zeit, über eine schwierige Frage nachzudenken, ist häufig der Moment, in dem bereits eine Kamera läuft.

Vor einem wichtigen Interview solltest du deshalb klären:

  • Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?
  • Welche Fakten sind bestätigt?
  • Welche Informationen sind vertraulich?
  • Welche Aussagen sind juristisch abgestimmt?
  • Welche Kernbotschaften sollen transportiert werden?
  • Welche Formulierungen brauchen besondere Präzision?

So entsteht Handlungsspielraum.

 

 

 

Bereite die unangenehmen Fragen vor

 

Viele Menschen proben vor allem ihre Wunschfragen.

Zum Beispiel:

„Was macht Ihr Unternehmen erfolgreich?“

Die schwierigeren Fragen kommen häufig aus einer anderen Richtung.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie das nicht früher verhindert?“

„Wer trägt dafür Verantwortung?“

„Haben Sie die Öffentlichkeit getäuscht?“

„Werden Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren?“

Genau diese Fragen gehören in die Vorbereitung.

 

 

 

Antworten statt ausweichen

 

Medientraining wird gelegentlich so verstanden, als müsse eine Person lernen, jede unangenehme Frage elegant zu umgehen.

Das halte ich für den falschen Ansatz.

Ein Publikum merkt häufig, wenn eine Antwort die Frage kaum berührt.

Besser:

Die Frage ernst nehmen.

Den beantwortbaren Teil beantworten.

Grenzen transparent machen.

Und danach die relevante Botschaft ergänzen.

 

 

 

Bridging sinnvoll einsetzen

 

Im Medientraining wird häufig von Bridging gesprochen.

Gemeint ist der Übergang von einer gestellten Frage zu einer wichtigen eigenen Botschaft.

Das kann sinnvoll sein.

Zum Beispiel:

„Die genaue Ursache wird noch untersucht. Was wir bereits sicher wissen, ist …“

Problematisch wird Bridging, wenn der erste Teil verschwindet und nur noch das Ausweichen übrig bleibt.

Ein guter Übergang respektiert die Frage.

 

 

 

Was bedeutet „off the record“?

 

Darauf würde ich mich niemals spontan verlassen.

Begriffe wie:

  • off the record
  • on background
  • not for attribution

können in unterschiedlichen Redaktionen und Ländern unterschiedlich gehandhabt werden.

Wenn Vertraulichkeit wichtig ist, sollte die Vereinbarung vor dem Gespräch eindeutig geklärt sein.

Im Zweifel gilt:

Sage in Gegenwart eines Journalisten nur das, womit du im ungünstigsten Fall öffentlich leben kannst.

 

 

 

Das Mikrofon kann früher laufen, als du denkst

 

Auch vor und nach einem offiziellen Interview lohnt sich Aufmerksamkeit.

Kameras und Mikrofone können bereits eingeschaltet sein.

Eine vermeintlich beiläufige Bemerkung kann anschließend relevant werden.

Deshalb endet professionelle Medienkommunikation weniger mit dem letzten offiziellen Satz.

 

 

 

Was tun bei einer überraschenden Frage?

 

Du darfst kurz nachdenken.

Ein Interview ist kein Schnellsprech-Wettbewerb.

Eine Pause kann besser sein als eine überhastete Antwort.

Du kannst beispielsweise sagen:

„Lassen Sie mich das präzise beantworten.“

Dann sammeln.

Und anschließend antworten.

Eine kurze Pause wirkt häufig souveräner als hektisches Sprechen.

 

 

 

Wenn die Frage eine falsche Voraussetzung enthält

 

Auch das kommt vor.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie Ihre Mitarbeitenden über Monate bewusst im Unklaren gelassen?“

Wenn die Voraussetzung falsch ist, solltest du sie keineswegs einfach übernehmen.

Zum Beispiel:

„Die Annahme, dass wir bewusst Informationen zurückgehalten haben, trifft so nicht zu.“

Dann erklärst du den Sachverhalt.

 

 

 

Wenn du eine Frage mehrfach bekommst

 

Journalisten fragen gelegentlich erneut.

Vielleicht weil die Antwort unklar war.

Vielleicht weil sie einen anderen Aspekt suchen.

Vielleicht weil sie prüfen wollen, ob sich deine Aussage verändert.

Wenn deine Grenze sachlich begründet ist, darf sie bestehen bleiben.

Zum Beispiel:

„Wie gesagt: Zu den vertraulichen Vertragsdetails kann ich mich nicht äußern. Was ich Ihnen sagen kann, ist …“

Ruhig.

Ohne Ärger.

Ohne neue Spekulation.

 

 

 

„Kein Kommentar“ kann in manchen Situationen trotzdem fallen

 

Absolute Regeln sind selten hilfreich.

Es kann Situationen geben, in denen eine sehr knappe Ablehnung bewusst gewählt wird.

Dann sollte diese Entscheidung allerdings strategisch getroffen sein.

Und die Verantwortlichen sollten wissen, welche Außenwirkung damit verbunden sein kann.

Der Satz darf weniger ein Reflex sein.

Er sollte eine bewusste Entscheidung darstellen.

 

 

 

Medienkompetenz bedeutet mehr als gute Antworten

 

Professionelle Medienkompetenz umfasst mehrere Ebenen:

  • Nachrichtenlogik verstehen
  • eigene Botschaften klären
  • kritische Fragen vorbereiten
  • Grenzen definieren
  • präzise Sprache verwenden
  • unter Druck ruhig bleiben
  • Wirkung von Stimme und Körpersprache verstehen
  • rechtliche und kommunikative Anforderungen abstimmen

Das Ziel ist weniger, jede Situation zu kontrollieren.

Das Ziel ist, auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

 

 

 

10 bessere Antworten als „Kein Kommentar“

 

Welche Formulierung passt, hängt von der Situation ab.

Mögliche Beispiele:

  1. „Dazu liegen mir derzeit noch keine bestätigten Informationen vor.“
  2. „Dieser Punkt wird aktuell geprüft.“
  3. „Zu laufenden Vertragsverhandlungen kann ich keine Details nennen.“
  4. „Dazu kann ich mich aus Datenschutzgründen nicht äußern.“
  5. „Ich möchte dem laufenden Verfahren nicht vorgreifen.“
  6. „Diese Information ist vertraulich.“
  7. „Das kann ich derzeit nicht verlässlich beantworten.“
  8. „Was ich Ihnen bestätigen kann, ist Folgendes …“
  9. „Sobald belastbare Informationen vorliegen, werden wir sie kommunizieren.“
  10. „Zu diesem Einzelaspekt kann ich nichts sagen. Entscheidend ist aus unserer Sicht …“

Wichtig:

Nur verwenden, wenn die jeweilige Aussage tatsächlich stimmt.

 

 

 

Was ich vermeiden würde

 

Besonders ungünstig sind häufig:

  • spekulative Antworten
  • sichtbar genervte Reaktionen
  • Angriffe auf Journalisten
  • offensichtlich auswendig gelernte Ausweichsätze
  • unbelegte Schuldzuweisungen
  • Formulierungen, die du später korrigieren musst

Unter Druck gewinnt Präzision an Bedeutung.

 

 

 

Eine einfache Struktur für schwierige Fragen

 

Du kannst dir vier Schritte merken:

1. Frage verstehen.

Was wird tatsächlich gefragt?

2. Antwortbaren Teil beantworten.

Welche Information kannst du sicher geben?

3. Grenze benennen.

Was kannst oder darfst du derzeit nicht sagen?

4. Relevante Botschaft ergänzen.

Was sollte das Publikum außerdem wissen?

Diese Struktur ist deutlich flexibler als eine starre Standardantwort.

 

 

 

Häufige Fragen zu „Kein Kommentar“

 

Sollte ich im Interview „Kein Kommentar“ sagen?

Meist gibt es kommunikativ bessere Formulierungen. Du kannst erklären, weshalb du eine Information nicht geben kannst, und gleichzeitig sagen, was du bestätigen darfst.

 

Muss ich jede Frage eines Journalisten beantworten?

Nein. Vertraulichkeit, Datenschutz, rechtliche Verfahren oder fehlende bestätigte Informationen können berechtigte Grenzen darstellen.

 

Was sage ich, wenn ich die Antwort nicht kenne?

Sage offen, dass dir derzeit keine verlässliche Antwort vorliegt. Vermutungen unter Zeitdruck sind meist riskanter als transparente Unsicherheit.

 

Was sage ich bei einem laufenden Verfahren?

Eine sachliche Formulierung kann beispielsweise lauten: „Zu Details des laufenden Verfahrens kann ich mich derzeit nicht äußern.“ Welche Aussage juristisch zulässig und strategisch sinnvoll ist, sollte im konkreten Fall abgestimmt werden.

 

Was ist Bridging im Interview?

Bridging bezeichnet den Übergang von der Antwort auf eine Frage zu einer wichtigen eigenen Botschaft. Gute Übergänge beantworten oder begrenzen die gestellte Frage zunächst, statt sie einfach zu ignorieren.

 

Darf ich ein Interview ablehnen?

Grundsätzlich kann eine Interviewanfrage abgelehnt werden. Ob das kommunikativ sinnvoll ist, hängt von Situation, Rolle, öffentlichem Interesse und möglichen Folgen ab.

 

Wie bereite ich mich auf kritische Medienfragen vor?

Identifiziere kritische Themen, bestätigte Fakten, Grenzen, Kernbotschaften und mögliche Anschlussfragen. Anschließend lohnt sich ein realistischer Probelauf unter Zeit- und Fragedruck.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

„Kein Kommentar“ wirkt auf den ersten Blick sicher.

Doch auch Nicht-Antworten erzeugen Botschaften.

Deshalb lohnt sich eine präzisere Strategie.

Was weißt du?

Was darfst du sagen?

Was kannst du noch nicht sagen?

Und was muss das Publikum trotzdem verstehen?

Professionelle Medienkommunikation bedeutet weniger, auf jede Frage eine Antwort zu haben. Sie bedeutet, auch bei schwierigen Fragen klar zu wissen, was du verantwortungsvoll sagen kannst.

 

 

 

Wenn ein wichtiges Interview bevorsteht

 

Bei einem Medienauftritt mit hoher Tragweite lohnt sich Vorbereitung besonders.

Im persönlichen 1:1 können wir das konkrete Interview realistisch vorbereiten:

  • Kernbotschaften schärfen
  • kritische Fragen sammeln
  • Antwortgrenzen definieren
  • schwierige Formulierungen prüfen
  • Bridging sinnvoll einsetzen
  • Nachfragen simulieren
  • Stimme und Körpersprache unter Druck prüfen
  • Probeinterviews durchführen

Wir arbeiten an dem Medienauftritt, der tatsächlich vor dir liegt.

Konkret, vertraulich, online oder persönlich in Berlin.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

P.S.

 

Worauf achtest du bei der Vorbereitung und Durchführung von Interviews?

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Nicht jede Frage verdient eine Antwort. - Publilius Syrus

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Eine tiefere Stimme ist nicht automatisch besser.
Stimmtraining in Berlin

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

 

Eine tiefere Stimme klingt automatisch souveräner?

So einfach ist es kaum.

Stimmwirkung entsteht aus mehreren Faktoren:

  • Tonhöhe
  • Resonanz
  • Stimmqualität
  • Lautstärke
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Melodie
  • Pausen

Eine künstlich abgesenkte Stimme kann ebenso unnatürlich und angestrengt klingen wie eine dauerhaft gepresste hohe Stimme.

Deshalb interessiert mich eine andere Frage:

In welcher Sprechlage klingt deine Stimme tragfähig, beweglich und wirklich nach dir?

 

 

 

Kannst du deine Stimme tiefer machen?

 

Die Stimme lässt sich in gewissen Grenzen beeinflussen.

Wie tief sie grundsätzlich werden kann, hängt auch von anatomischen Voraussetzungen ab.

Die Länge, Masse und Spannung der Stimmlippen beeinflussen ihre Grundfrequenz.

Gleichzeitig prägt die Art, wie du deine Stimme verwendest, das hörbare Ergebnis erheblich.

Du kannst beispielsweise an folgenden Bereichen arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Spannung im Kehlkopfbereich
  • Atemfluss
  • Körperhaltung
  • Sprechtempo
  • Intonation
  • Artikulation

Ziel sollte weniger eine möglichst tiefe Stimme sein.

Ziel ist eine Stimme, die funktional, angenehm und ausdrucksstark ist.

 

 

 

Tiefer ist nicht automatisch besser

 

Tiefe Stimmen können in bestimmten Situationen mit Eigenschaften wie Ruhe, Autorität oder Dominanz verbunden werden.

Solche Wahrnehmungen sind jedoch weder universell noch eine zuverlässige Aussage über Persönlichkeit oder Kompetenz.

Ein Mensch wird kaum kompetenter, weil seine Stimmlippen langsamer schwingen.

Und eine höhere Stimme bedeutet keineswegs Unsicherheit.

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Tonhöhe beeinflusst Wirkung. Sie definiert weder Kompetenz noch Persönlichkeit.

 

 

 

Was ist die natürliche Sprechlage?

 

Viele Menschen sprechen nicht ständig in derselben Tonhöhe.

Die Stimme bewegt sich.

Das ist gut.

Für längeres Sprechen gibt es jedoch einen Bereich, in dem die Stimme besonders angenehm und ökonomisch funktioniert.

Traditionell wird dafür häufig der Begriff Indifferenzlage verwendet.

Im Alltag lässt sich auch von einer angenehmen oder komfortablen Sprechlage sprechen.

Sie fühlt sich wenig gepresst an.

Du kannst darin längere Zeit sprechen.

Die Stimme bleibt beweglich.

Und du hast nach oben und unten genügend Spielraum für Betonung.

 

 

 

Die beste Stimme liegt nicht auf einem einzigen Ton

 

Manchmal entsteht der Eindruck, irgendwo existiere eine einzige perfekte Tonhöhe, die gefunden und anschließend festgehalten werden müsse.

Das wäre wenig hilfreich.

Natürliche Sprache lebt von Bewegung.

Fragen steigen häufig.

Aussagen können sinken.

Wichtige Wörter werden hervorgehoben.

Emotion verändert Melodie.

Eine wirkungsvolle Stimme besitzt deshalb keinen perfekten Punkt.

Sie besitzt einen funktionalen Bereich.

 

 

 

Was ist Resonanz?

 

Die Stimmlippen erzeugen den Grundklang.

Anschließend wird dieser Klang im Vokaltrakt geformt.

Rachenraum, Mundraum und weitere Strukturen beeinflussen, wie eine Stimme schließlich klingt.

Das nennen wir Resonanz.

Resonanz kann einer Stimme mehr Fülle und Tragfähigkeit geben, ohne dass du sie künstlich nach unten drücken musst.

Eine volle Stimme entsteht häufig eher durch bessere Resonanz als durch erzwungene Tiefe.

 

 

 

Warum Menschen ihre Stimme künstlich absenken

 

Oft steckt dahinter ein Wunsch nach:

  • mehr Autorität
  • mehr Ruhe
  • mehr Souveränität
  • mehr Attraktivität
  • mehr Durchsetzungsfähigkeit

Das ist nachvollziehbar.

Die entscheidende Frage lautet jedoch:

Was genau soll sich in deiner Wirkung verändern?

Vielleicht braucht deine Stimme weniger Tiefe und mehr Ruhe.

Vielleicht weniger Pressen.

Vielleicht mehr Resonanz.

Vielleicht klarere Artikulation.

Vielleicht deutlichere Pausen.

Vielleicht einen sichereren Satzschluss.

Das klingt ähnlich – ist jedoch stimmlich etwas völlig anderes.

 

 

 

13 Wege zu mehr Stimmfülle und einer angenehmen Sprechlage

 

1. Beginne mit deinem normalen Sprechen

 

Sprich einige Sätze so, wie du es im Alltag tun würdest.

Zum Beispiel:

„Heute möchte ich einen Gedanken mit dir teilen, der mir besonders wichtig ist.“

Beobachte:

  • Wo fühlt sich die Stimme leicht an?
  • Wo entsteht Druck?
  • Wie beweglich bleibt sie?
  • Wie klingt sie nach mehreren Minuten?

Das liefert dir mehr Information als der Versuch, sofort möglichst tief zu sprechen.

 

 

2. Summe entspannt

 

Ein lockeres Summen kann helfen, Schwingung und Resonanz bewusster wahrzunehmen.

Summe beispielsweise angenehm auf:

mmm

Ohne Druck.

Ohne Lautstärke zu erzwingen.

Dann öffne langsam in einen Vokal:

mmm-aaah

Ziel ist weniger maximale Tiefe.

Ziel ist ein freier Klang.

 

 

3. Spiele mit Tonhöhen

 

Sprich denselben Satz etwas höher.

Dann etwas tiefer.

Dann wieder dort, wo er sich am angenehmsten anfühlt.

So bekommst du ein Gefühl für deinen funktionalen Bereich.

Die Stimme darf erkundet werden.

Sie muss nicht sofort optimiert werden.

4. Gähne innerlich

Ein entspannter Gähnimpuls kann helfen, unnötige Spannung im Mund- und Rachenraum wahrzunehmen und zu reduzieren.

Danach sprich einen kurzen Satz.

Beobachte, ob der Klang freier wirkt.

Wichtig:

Kein extremes Dehnen.

Keine künstlich dunkle Stimme.

5. Löse den Kiefer

Ein festgehaltener Kiefer begrenzt Artikulation und Resonanz.

Öffne und schließe den Mund locker.

Bewege den Unterkiefer vorsichtig seitlich.

Dann sprich erneut.

Schon geringe Entspannung kann hörbar sein.

 

 

6. Entspanne Schultern und Nacken

 

Viele Menschen tragen Anspannung im Schulter-Nacken-Bereich.

Das kann den gesamten Stimmeinsatz beeinflussen.

Lockere die Schultern.

Bewege den Kopf sanft.

Finde eine aufrechte, bewegliche Haltung.

Dann sprich erneut.

 

 

7. Atme ruhig und flexibel

 

Stimme braucht Luft.

Dafür musst du keineswegs möglichst tief „in den Bauch“ atmen.

Hilfreicher ist eine freie, flexible Atmung ohne unnötigen Druck.

Lass beim Einatmen Bewegung zu.

Sprich auf einem angenehmen Ausatemstrom.

Und atme neu, bevor der Satz körperlich anstrengend wird.

 

 

8. Verlangsame den Einstieg

 

Stress lässt viele Menschen schneller sprechen.

Die Stimme kann dadurch höher, flacher oder gepresster wirken.

Beginne einen wichtigen Satz etwas ruhiger.

Beende den Gedanken.

Mach eine Pause.

Dann weiter.

Oft entsteht dadurch automatisch mehr stimmliche Ruhe.

 

 

9. Lass Satzenden wirklich enden

 

Manche Sprecher führen fast jeden Satz melodisch nach oben.

Dann klingt selbst eine klare Aussage wie eine fortlaufende Frage.

Experimentiere mit einem deutlichen Abschluss.

Zum Beispiel:

„Das ist meine Empfehlung.“

Lass den Satz enden.

Pause.

Keine künstliche Tiefe.

Nur Abschluss.

 

 

10. Artikuliere präziser

 

Stimmwirkung entsteht auch durch Verständlichkeit.

Öffne den Mund ausreichend.

Nutze Lippen und Zunge bewusst.

Sprich Konsonanten klar.

Eine präzisere Artikulation kann einer Stimme deutlich mehr Präsenz geben, ohne ihre Tonhöhe zu verändern.

 

 

 

11. Nutze Gestik

 

Stimme und Körper arbeiten zusammen.

Wenn du Gedanken mit natürlicher Gestik unterstützt, verändert sich häufig auch deine stimmliche Dynamik.

Die Stimme wird beweglicher.

Betonungen werden klarer.

Und Sprache bekommt mehr Richtung.

 

 

12. Arbeite mit Pausen

 

Eine Pause gibt Stimme und Gedanken Raum.

Sie hilft dir zu atmen.

Sie verhindert, dass Sätze ineinanderlaufen.

Und sie verstärkt wichtige Aussagen.

Viele Stimmen wirken bereits souveräner, sobald die Person weniger hetzt.

 

 

13. Nimm dich auf

 

Deine eigene Stimme klingt auf einer Aufnahme anders als im eigenen Kopf.

Das ist normal.

Nimm einige Minuten auf.

Höre weniger nach dem Motto:

„Mag ich meine Stimme?“

Frage konkreter:

  • Ist sie verständlich?
  • Klingt sie gepresst?
  • Ist genügend Melodie vorhanden?
  • Gibt es deutliche Satzenden?
  • Wie wirkt das Tempo?
  • Wo klingt sie besonders frei?

Damit wird Selbstbeobachtung konstruktiver.

 

 

 

Was du vermeiden solltest

 

Wenn du eine tiefere oder vollere Stimme möchtest, würde ich insbesondere folgende Dinge vermeiden:

  • die Stimme dauerhaft nach unten drücken
  • absichtlich rau sprechen
  • über längere Zeit mit starkem Druck phonieren
  • heisere Stimme als Zeichen von Autorität trainieren
  • bei Schmerz oder deutlicher Ermüdung weiterüben

Eine Stimme sollte sich bei gesunder Nutzung funktional anfühlen.

Schmerzen sind kein Trainingsreiz.

 

 

 

Warum „Bruststimme“ als Erklärung oft zu einfach ist

 

Im Alltag sprechen Menschen gern von Bruststimme und Kopfstimme.

Diese Begriffe können zur Beschreibung von Klangeindrücken nützlich sein.

Anatomisch entsteht Stimme jedoch im Kehlkopf.

Der Brustkorb ist kein zusätzlicher Stimmapparat.

Du kannst dort Vibrationen wahrnehmen.

Das bedeutet noch nicht, dass die Stimme dort erzeugt wird.

Für praktisches Stimmtraining ist deshalb die Frage hilfreicher:

Wie frei und resonant klingt die Stimme?

 

 

 

Was ist mit der Indifferenzlage?

 

Der Begriff kann weiterhin hilfreich sein.

Ich würde ihn heute jedoch weniger mystifizieren.

Es gibt kaum eine verborgene „wahre Stimme“, die nur gefunden werden muss.

Hilfreicher ist die Vorstellung eines komfortablen Sprechbereichs.

Dort kannst du:

  • mühelos sprechen
  • nach oben und unten modulieren
  • länger sprechen
  • verständliche Lautstärke erzeugen
  • Resonanz nutzen

 

 

 

Frauen brauchen keine künstlich tiefe Stimme

 

Gerade Frauen bekommen immer wieder den Rat, tiefer zu sprechen, um kompetenter oder souveräner zu wirken.

Das halte ich als pauschale Empfehlung für wenig hilfreich.

Eine Stimme sollte zur Person, zum Körper und zur kommunikativen Situation passen.

Wenn eine Sprecherin dauerhaft deutlich außerhalb ihrer angenehmen Sprechlage spricht, kann Stimmarbeit sinnvoll sein.

Das Ziel bleibt jedoch weniger:

„möglichst tief“

sondern:

klar, tragfähig, beweglich und glaubwürdig.

 

 

 

Auch Männer profitieren kaum von künstlicher Tiefe

 

Dasselbe gilt für Männer.

Eine bewusst nach unten gedrückte Stimme kann schnell:

  • gepresst
  • monoton
  • angestrengt
  • inszeniert

wirken.

Autorität entsteht aus deutlich mehr als Frequenz.

Inhalt.

Timing.

Klarheit.

Präsenz.

Haltung.

Und eine Stimme, die all das trägt.

 

 

 

Stimme und Stress

 

Unter Stress verändert sich die Stimme häufig.

Muskelspannung steigt.

Atmung verändert sich.

Sprechtempo nimmt zu.

Die Stimme kann höher, enger oder weniger beweglich klingen.

Deshalb reicht technisches Stimmtraining bei wichtigen Auftritten manchmal kaum.

Auch Selbstregulation spielt eine Rolle.

Wenn du unter Druck wieder ruhiger und handlungsfähiger wirst, profitiert häufig auch deine Stimme.

 

 

 

Stimmwirkung ist mehr als Tonhöhe

 

Eine professionelle Stimme besitzt mehrere Dimensionen.

Dazu gehören:

  • angemessene Tonhöhe
  • Resonanz
  • Tragfähigkeit
  • Stimmqualität
  • Melodie
  • Lautstärke
  • Tempo
  • Artikulation
  • Pausen

Genau deshalb wäre es schade, sich ausschließlich auf „tiefer“ zu konzentrieren.

 

 

 

Wann medizinische oder logopädische Abklärung sinnvoll ist

 

Stimmtraining hat Grenzen.

Wenn deine Stimme beispielsweise:

  • über längere Zeit heiser bleibt
  • häufig schmerzt
  • rasch ermüdet
  • deutlich an Leistungsfähigkeit verliert
  • wiederholt vollständig ausfällt

ist eine fachärztliche beziehungsweise stimmtherapeutische Abklärung sinnvoll.

Dann geht es zunächst weniger um Wirkung als um Stimmgesundheit.

 

 

Was professionelle Stimmarbeit leisten kann

 

Gutes Stimmtraining kann helfen, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen.

Zum Beispiel:

  • eine angenehmere Sprechlage finden
  • Resonanz erweitern
  • Stimmspannung reduzieren
  • Modulation verbessern
  • Artikulation präzisieren
  • Belastbarkeit erhöhen
  • Wirkung bewusster gestalten

Dabei sollte die Stimme weniger normiert werden.

Sie sollte mehr von dem zeigen können, was bereits in ihr steckt.

Eine gute Stimme klingt weniger wie ein Ideal. Sie klingt wie du – nur freier, tragfähiger und bewusster eingesetzt.

 

 

 

Häufige Fragen zur tieferen Stimme

 

Kann ich meine Stimme natürlich tiefer machen?

In gewissen Grenzen ja. Sprechgewohnheiten, Muskelspannung, Resonanz, Atemfluss und Intonation können verändert werden. Anatomische Voraussetzungen begrenzen jedoch den möglichen Tonhöhenbereich.

 

Ist eine tiefe Stimme automatisch attraktiver?

Nein. Attraktivitätsurteile hängen von vielen Faktoren ab und unterscheiden sich zwischen Menschen und Situationen. Eine natürlich klingende, resonante und ausdrucksstarke Stimme kann wichtiger sein als reine Tiefe.

 

Wirkt eine tiefe Stimme kompetenter?

Tonhöhe kann Wahrnehmung beeinflussen. Daraus lässt sich jedoch keine zuverlässige Aussage über tatsächliche Kompetenz ableiten. Die Gesamtwirkung von Inhalt, Sprache, Stimme und Auftreten ist entscheidend.

 

Was ist die Indifferenzlage?

Damit wird traditionell ein angenehmer Bereich der Sprechstimme bezeichnet, in dem längeres Sprechen mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich ist.

 

Wie finde ich meine angenehme Sprechlage?

Sprich, summe und variiere deine Tonhöhe ohne Druck. Beobachte, in welchem Bereich die Stimme besonders frei und beweglich bleibt. Bei professioneller Stimmbelastung kann gezieltes Stimmtraining hilfreich sein.

 

Kann eine künstlich tiefe Stimme schaden?

Dauerhaftes Pressen oder Sprechen außerhalb eines komfortablen Bereichs kann die Stimme unnötig belasten. Schmerz, anhaltende Heiserkeit oder deutliche Ermüdung sollten fachlich abgeklärt werden.

 

Was ist wichtiger: Tiefe oder Resonanz?

Beides beeinflusst den Klang. Für eine volle und tragfähige Stimme lohnt sich jedoch häufig stärker die Arbeit an Resonanz und freiem Stimmeinsatz als das bloße Absenken der Tonhöhe.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Vielleicht möchtest du eine tiefere Stimme.

Das kann ein guter Ausgangspunkt sein.

Bei genauerem Hinsehen möchtest du möglicherweise etwas anderes:

mehr Ruhe.

mehr Präsenz.

mehr Volumen.

mehr Autorität.

mehr Ausdruck.

Dann lohnt sich ein breiterer Blick.

Arbeite weniger daran, deine Stimme künstlich tiefer zu machen. Hilf ihr, sich freier und vollständiger zu entfalten.

 

 

 

Wenn deine Stimme bei wichtigen Auftritten mehr tragen soll

 

Bei Präsentationen, Interviews und wichtigen Gesprächen ist Stimme ein wesentlicher Teil deiner Wirkung.

Im persönlichen 1:1 können wir konkret daran arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Stimmklang
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Betonung
  • Präsenz
  • Umgang mit Anspannung
  • Übertragung auf deinen konkreten Auftritt

Dabei geht es weniger um eine fremde „Sprecherstimme“.

Es geht um deine Stimme und darum, wie gut sie deine Botschaft trägt.

Online oder persönlich in Berlin.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

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Stimme

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. April 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020