Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?
Singletasking

Informationsgehalt in Reden und Präsentationen

 

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen.

Wenn wir eine Präsentation vorbereiten, vernachlässigen wir in unserem Enthusiasmus und unserer Fachkenntnis oft die Fähigkeit unserer Zuhörer, Informationen aufzunehmen. Viele Redner und Rednerinnen gehen von einer „Mehr ist besser“-Mentalität aus und wollen kein Detail auslassen, das irgendwie, vielleicht, vielleicht relevant sein könnte.

Das Ergebnis ist jedoch etwas ganz anderes als das, was wir beabsichtigen. Anstatt unsere Zuhörenden mit unserem Wissen und unserem tiefen Verständnis zu beeindrucken und sie zu motivieren, sich auf unsere Botschaft einzulassen, stiften wir nur allzu oft Verwirrung und Überforderung beim Publikum.

Es wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

Antworten auf häufige Fragen

Wie groß ist der menschliche Arbeitsspeicher?

Es sind sehr unterschiedliche Angaben zum Gesamtspeicher des menschlichen Gehirns zu finden.

Was besagt die Millersche Zahl?

Die Millersche Zahl besagt, dass Mensch maximal 7±2 an Informationseinheiten (auch „Chunks“ genannt) im Kurzzeitgedächtnisses handhaben kann.

Wie groß ist das Kurzzeitgedächtnis?

Das Arbeitsgedächtnis, auch Kurzzeitgedächtnis genannt, speichert Informationen etwa 20 bis 45 Sekunden entsprechend der Millerschen Zahl. Es ist jedoch möglich, diese Zeit zu verlängern, indem man die Zahlenfolge wiederholt, oder den Elementen eine Bedeutung gibt.

Was sagt die Vergessenskurve aus?

Die Vergessenskurve veranschaulicht den Grad des Vergessens innerhalb einer bestimmten Zeit. Insbesondere Rednerinnen und Redner überschätzen häufig die Aufnahme- und Erinnerungsfähigkeit des Publikums und wundern sich dann über die ausbleibende Wirkung.

Wie viele Informationen gehören in Reden und Präsentationen?

 

Ich möchte möglichst viel von meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Mir geht es genauso, wie vielen anderen Rednern. Darum ist oft zu viel Wissen in Präsentationen und Reden.

Das ist gut so. Doch es schadet. Eine Rede oder Präsentation ist nicht wirklich der ideale Weg, um viel Wissen zu vermitteln. In schriftlicher Form lässt sich viel besser und schneller Wissen aufnehmen. Menschen können meistens schneller lesen als Redner reden. Wenn eine Botschaft durch Reden oder Präsentationen verbreitet wird, dann weil es um etwas anderes geht. Und daran sollten wir denken. Jedes Medium hat seine eigenen Vorteile. Deswegen ist es wichtig, sich vor einer Rede oder Präsentation die Frage zu stellen, warum schreibe ich es nicht lieber auf und sende es per E-Mail? Wie sorge ich dafür, dass mein Redebeitrag nicht zu viele Informationen enthält?

Bei Redebeiträgen geht es hauptsächlich darum, bestimmte Aspekte hervorzuheben und durch persönliches Engagement die Bedeutung zu vermitteln. Das Publikum kann dann sehen, ob die Redner das glauben, was sie sagen. Und es kann selbst entscheiden, was sie denken.

Wer in der Lage ist, überzeugend vor Menschen zu sprechen, kann dies direkt vor Publikum tun.

Du solltest darüber nachdenken, welche Informationen besonders hilfreich sind. Ab einem gewissen Punkt führt jedes zusätzliche Wort dazu, dass ein Gedanke, der noch nicht verarbeitet und integriert wurde, hinten wieder hinausfällt. Das hilft nicht weiter und führt dazu, dass es irgendwann gar nichts mehr geht. Wir sind überlastet! Überlastet! Pappsatt!

 

 

 

Was beeinflusst die Aufnahmefähigkeit des Publikums?

 

 

 

1. Menge an Informationen

 

Die Menge an Informationen, die in einer Präsentation enthalten sind, haben einen großen Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit des Publikums.

Wenn du deine Präsentation vorbereitest, solltest du dich fragen:

  • „Was ist meine entscheidende Botschaft?“
  • „Was ist die eine Sache, an die sich die Leute erinnern sollen, wenn sie die Präsentation verlassen?“

 

Wenn du all deine Daten und Informationen durch diese Fragen filterst, wird dir klarer, welche Inhalte entscheidend sind und welche einfach nur gut zu wissen sind und in Handouts oder als Nachbereitung der Präsentation zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

 

2. Sprechgeschwindigkeit

 

Wenn du zu langsam sprichst, kann es sein, dass sich die Zuhörenden langweilen und den Kopf abschalten. Wenn du zu schnell sprichst, kann es sein, dass die Zuhörenden der Präsentation nicht folgen können, vor allem, wenn es sich um komplexe Inhalte handelt. Nimm deine Präsentation auf, wenn du sie probst, und sieh dir an, wie das Tempo klingt, wenn du sie abspielst. Da es für uns manchmal schwierig ist, unsere eigene Stimme objektiv zu beurteilen, solltest du einen Kollegen bitten, zuzuhören.

Mehr dazu im Beitrag Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

 

 

 

3. Komplexität der Informationen

 

Je komplexer deine Daten sind, desto schwieriger wird es für dein Publikum, sie zu verarbeiten. Recherchiere bei deiner Vorbereitung, was deine Zuhörenden bereits über dein Thema wissen, damit du den angemessenen Komplexitätsgrad für deine Präsentation bestimmen kannst.

Achte auf nonverbale Hinweise des Publikums, wie Stirnrunzeln und verwirrte Blicke, damit du erkennst, wenn es. Klärungsbedarf gibt. Sei bereit, einen Punkt noch einmal zu erklären oder ein Beispiel zu geben, um das Verständnis zu verbessern.

 

 

 

4. Wahl der Sprache

 

Wähle Wörter, die es den Zuhörenden leicht machen, deine Informationen zu verstehen und sich zu merken. Vermeide Fachjargon, es sei denn, er wird von den Zuhörern gut verstanden. Verwende anschauliche, farbige Wörter. Sprich auf einem Wortschatzniveau, das für dein Publikum angemessen ist. Wenn die Zuhörenden viel Energie aufwenden müssen, um zu entschlüsseln, was du sagen willst, werden sie weniger Zeit haben, um zu verstehen, was du sagen willst.

 

 

 

5. Aufbereitung

 

Organisation des Materials. Selbst die komplexesten Informationen lassen sich leichter aufnehmen, wenn sie logisch und übersichtlich präsentiert werden. Erstelle eine Gliederung deiner Präsentation, wenn du sie entwirfst, denn eine Gliederung zeigt den Fluss und die Abfolge deutlicher. Gliedere dein Material so, dass es in logische Module zerfällt. Verwende Überleitungen zwischen den Modulen, um den Zuhörern den Übergang zu einem neuen Abschnitt zu erleichtern. Fasse häufig zusammen.

 

 

 

Die Aufnahmefähigkeit fördern

 

Du kannst Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit nehmen. Einiges kann einen Unterschied machen, ob die Zuhörenden deine Informationen verinnerlichen und sich daran erinnern können oder ob sie sich kurz, nachdem sie die Präsentation verlassen haben, nicht mehr an das erinnern können, was du gesagt hast.

 

 

1. Geschichten

 

Geschichten sind ein besonders wirkungsvolles Mittel, um den Zuhörern zu helfen, die wichtigsten Punkte im Gedächtnis zu behalten, denn sie sind von menschlichem Interesse: Charaktere, Szenarien, Spannung und Auflösung. Erfinde Geschichten, die deine Kernbotschaft unterstützen, und übe sie so oft, bis du das Timing und die Intonation perfekt drauf hast.

 

 

 

2. Visuelle Elemente

 

Wenn du relevante und ansprechende Bilder oder Diagramme auf deinen Folien verwendest, kann das Publikum deine Botschaft besser aufnehmen.

Eine Folie nach der anderen mit wortreichen Aufzählungspunkten wird nicht nur langweilig, sondern erschwert auch die Aufmerksamkeit der Zuhörenden, da sie ihre Aufmerksamkeit zwischen dem, was du sagst, und dem, was auf der Folie steht, aufteilen müssen. Requisiten und Bilder können das Verständnis und die Erinnerung fördern und lenken nicht wie gedruckte Wörter von der mündlichen Präsentation ab.

 

 

 

3. Beispiele

 

Beispiele sind von der Wirkung her eng mit Geschichten verwandt und helfen den Zuhörern, Relevanz und Anwendung zu verstehen. Wenn du deine Präsentation vorbereitest, entwickle zahlreiche Beispiele, die die Zuhörenden ansprechen, vielleicht anhand von Personen oder Arbeitssituationen, die ihnen vertraut sind.

 

 

 

Also; weniger ist meist mehr!

 

Also: Weniger ist mehr! Entscheide weise, was du vermitteln willst, was dem Anliegen dient und was schadet. Was bewegt das Publikum, was will und was sollte es hören, was ist relevant?

Du kannst trotzdem ausführlich informieren. Über das von normalen Menschen aufnehmbare Maß hinaus, können die Informationen und Details ja zusätzlich auch als Dokument angeboten werden.

Also, sorge dafür, dass dein Redebeitrag etwas leistet, das Papier so nicht könnte vermitteln kann.

 

 

 

Und woher weißt du, was wichtig ist?

 

Bevor du beginnst, deine Rede vorzubereiten, schreibe deine Kernbotschaft auf einem Stück Papier. Behalte diese Notiz bei der Vorbereitung deiner Präsentation im Auge. Menschen, die Dinge tun, ohne tatsächlich zu verstehen, was ihre wahre Absicht ist, erzeugen regelmäßig Verwirrung.
 
Alles in der Rede bezieht sich auf diese Absicht, diese Kernbotschaft. Überprüfe deine Rede genau, achte auf jede Phrase, jede Information, ob sie diesem Zweck dient. Das kann bedeuten, dass du Teile, die du am meisten magst, entfernst. Wie auch immer, wenn etwas nicht hilfreich ist und deine zentrale Botschaft unterstützt, lösche es. Füge keine Elemente ein, die nicht dem definierten Ziel dienen.

 

 

 

Fokus

 

Mache dem Publikum durch die Redestruktur deutlich, welche Aussagen besonders wichtig sind. Verwenden eine Redestruktur, um die wichtigsten Punkte in logischer Reihenfolge hervorheben. Wenn du lange bei einem unwichtigeren Aspekt verharrst, dann wird das Publikum vermuten, er wäre wichtig. Wiederhole die wichtigsten Aussagen. Die Wiederholung ist ein mächtiges Werkzeug in der Rede.

P.S.​

 

Wie viele Informationen verträgt der Inhalt von Reden und Präsentationen?​ Woran orientierst du dich? Welche anderen Techniken hast du eingesetzt, damit deine Zuhörenden deine Botschaft besser aufnehmen?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 7. April 2020
AN: #217
K: CNC
Ü:

Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

Den Spielraum der Stimme ausschöpfen
Redegeschwindigkeit

Redegeschwindigkeit

 

Welche Redegeschwindigkeit in Gesprächen, Reden und Präsentationen ist empfehlenswert? Was ist zu beachten?

Antworten auf häufige Fragen

Wie wird die Sprechgeschwindigkeit gemessen?

Die Sprechgeschwindigkeit wird häufig in Wörtern pro Minute (wpm) angegeben. Um diesen Wert zu berechnen, müssen Sie sich selbst einige Minuten lang beim Sprechen aufzeichnen und dann die Anzahl der Wörter in Ihrer Rede zusammenzählen. Teilen Sie die Gesamtzahl der Wörter durch die Anzahl der Minuten, die Ihre Rede gedauert hat.

Was ist das Sprechtempo?

Das Sprachtempo ist ein Maß für die Anzahl der in einer bestimmten Zeitspanne produzierten Sprecheinheiten einer bestimmten Art. Es wird angenommen, dass das Sprachtempo innerhalb der Rede einer Person je nach kontextuellen und emotionalen Faktoren, zwischen Sprechern und auch zwischen verschiedenen Sprachen und Dialekten variiert.

Sprichst du zu schnell?

 

Wir bewegen und in einer schnelllebigen Zeit. Ob beispielsweise Textnachrichten oder Zusammenfassungen von Zusammenfassungen; Zeitgeist und Technologien tragen dazu bei, dass wir bei allem, was wir tun, zunehmend mehr Geschwindigkeit erwarten.

Der Einfluss der Geschwindigkeit auf unser Leben kann sich auch in der Art und Weise, wie wir sprechen, zeigen. Schnelles Sprechen ist ein häufiges Problem in der Kommunikation und verursacht Nachteile. Egal ob bei Präsentationen, Telefonaten, Meetings oder Einzelgesprächen; zu hohe Geschwindigkeit schadet auch dir.

Wenn du einem Kunden etwas erklärst oder versuchst, ein Publikum zu beeinflussen, kann zu schnelles Sprechen Zuhörende verwirren. Und wenn Menschen verwirrt sind, werden sie deine Botschaft wahrscheinlich nicht annehmen und adäquat berücksichtigen.

Hast du dich schon einmal gefragt: „Warum rede ich so schnell?“ oder wirst du oft gebeten, langsamer zu sprechen, wenn du eine Präsentation hältst? Dann ist es gut, wenn du die möglichen Folgen kennst und lernen, was du wie verändern kannst.

 

 

 

 

Redegeschwindigkeit

 

Gewohnheiten und Lampenfieber führen häufiger dazu, dass Redner zu schnell sprechen. Es erfordert Erfahrung, die passende Redegeschwindigkeit für sich zu erkunden.

Immer wieder ist zu erleben, dass Rednerinnen und Redner zu schnell sprechen, weil sie aufgeregt sind. Es wirkt als, wenn sie möglichst schnell dieses unangenehme Ereignis hinter sich bringen wollen. Von Souveränität keine Spur. Viele sprechen dadurch undeutlich und versprechen sich häufiger. Andere langweilen und quälen ihr Publikum, weil jegliche Dynamik fehlt. So oder so unterstützt das nicht den gewünschten Eindruck und die Botschaft.

 

 

 

Was ist dann die richtige Sprechgeschwindigkeit?

 

Es existieren einige Aspekte, die Orientierung bei der Wahl der geeigneten Redegeschwindigkeit liefern. Die Angabe von empfohlenen Worten je Minute gehört eher nicht zu den greifbaren Empfehlungen.

Es gibt mehrere Probleme, die mit zu schnellem Sprechen verbunden sind. Jedes dieser Probleme kann deine Präsentation zum Scheitern bringen – und sogar deine Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

 

 

 

1. Lampenfieber

 

Schnelles Reden kann als Nervosität oder mangelndes Selbstvertrauen wahrgenommen werden, weil es damit im Zusammenhang steht.  Eine höhere Sprechgeschwindigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit sich zu versprechen und erzeugt zusätzlichen Stress. Wer unter Lampenfieber leidet, macht es sich dadurch schwerer.

Menschen, die dazu neigen, schnell zu reden, können so wahrgenommen werden, als wüssten sie nicht, wovon sie reden. Es sieht so aus, als würden sie ihre Botschaft überstürzen, weil sie sich unwohl fühlen. Zu schnelles Reden ist das Gegenteil von gelassenem und souveränem Auftreten.

Wenn du zu schnell sprichst, kannst du nicht gut atmen und dir kann mitten im Satz die Puste ausgehen. Das kann ein Signal für die Zuhörenden und dein System sein, dass du ängstlich bist. Das verstärkt vorhandene Ängste und es kommt zu weiteren körperlichen Stressreaktionen.

 

 

 

2. Souveränität und Wirkung

 

Mit einer kraftvollen und ruhigen Stimme vermittelst du Sicherheit und dass du dem Thema gewachsen bist. Eine zu hohe Sprechgeschwindigkeit wirkt ängstlich und fremdgesteuert.

Zu schnelles Sprechen hinterlässt hingegen einen negativen Eindruck. Einer der größten Nachteile von zu schnellem Sprechen ist, dass es einen schlechten Eindruck hinterlassen kann.

Unsere Kultur ist voller negativer Assoziationen, wenn es um schnelles Reden geht. Wenn du schnell sprichst, kann das, was du sagst, „pushy“ wirken, als ob du versuchst, etwas zu verkaufen, anstatt dein Wissen zu teilen, um jemandem bei seiner Entscheidung zu helfen. Niemand hat gerne das Gefühl, dass ihm etwas untergejubelt wird.

Das kann auch dazu führen, dass du ungeduldig oder aggressiv wirkst oder es dir sogar an Empathie für die Zuhörenden mangelt. Du könntest den Eindruck erwecken, dass du nur versuchst, ein Geschäft so schnell wie möglich abzuschließen, ohne Rücksicht auf dein Gegenüber.

 

 

 

3. Aufmerksamkeit des Publikums

 

 

Ein weiterer nachteiliger Aspekt von schnellem Reden ist, dass es dazu führen kann, dass die Zuhörer dich ausblenden. Es ist, als würdest du der ununterbrochenen Rede eines Telefonverkäufers zuhören, und es ist einfach zu anstrengend, mit der Flut von Worten Schritt zu halten.

Das Publikum wird überfordert, wenn sie sich nicht anstrengen kann oder will, das Gesagte vollständig zu verstehen. Wenn das passiert, nicken die Zuhörenden vielleicht höflich, doch sie sind nicht beteiligt. Sie haben sich geistig verabschiedet.

 

Du könntest die Aufmerksamkeit deiner Zuhörenden verlieren.

 

 

 

4. Verständlichkeit

 

Selbst, wenn du eine gut durchdachte und schön formulierte Botschaft für deine Präsentation hast, kann es sein, dass wenn du zu schnell sprichst, dass dein Publikum sie nicht versteht. Bei der Übermittlung von Information en in Textform, können Empfänger einfach nochmals nachlesen. Bei einer Präsentation kommen sie dann nicht mehr hinterher und geben auf.

Es kann die Klarheit deiner Botschaft verloren gehen. Schnelles Sprechen kann dazu führen, dass du dich nicht klar ausdrücken, artikulieren und einen einnehmenden Tonfall anschlagen kannst, sodass sich deine Botschaft nicht in den Köpfen der Zuhörenden festsetzt. Es kann sein, dass sie deine Worte hören, aber die gesamte Botschaft nicht verstehen.

 

 

 

5. Stimmlage

 

Das geeignete Sprechtempo hängt auch von Ihrer Stimme ab. Je höher Ihre Stimmlage, desto langsamer solltest du sprechen. Haben Sie eine sehr tiefe Stimme, solltest du etwas schneller sprechen. Eine tiefe Stimme, kombiniert mit einer geringen Sprechgeschwindigkeit, wirkt monoton.

 

 

Und nun?

 

Viele Redner reden zu schnell und vergessen, Pausen zu machen. Nutze die für dich, das Thema und das jeweilige Publikum geeignete Kombination von Redegeschwindigkeit und Pausen. Experimentiere bei den Proben für Reden und Präsentationen, um die Möglichkeiten und deren Wirkung zu erkunden.

 

So vermeidest du, ein zu schnelles Sprechen und machst es besser

 

Hier sind fünf Tipps, die dir helfen, nicht zu schnell zu sprechen und dazu wie du die Sprechgeschwindigkeit effektiv nutzen kannst.

 

 

 

1. Pausen wirken Wunder

 

Wenn du von Natur aus schnell sprichst, kann es nicht gut sein, dass du deine Rede künstlich verlangsamst, wenn du eine Präsentation hältst. Zum einen könntest du dadurch unnatürlich oder hölzern klingen, und zum anderen könnte es stressig sein, da es nicht deinem natürlichen Tempo entspricht.

Dann ist eine bessere Lösung, Pausen einzufügen:

  • Mache eine kurze Pause von etwa einer Sekunde bei einem Komma in einem Satz.
  • Füge eine Pause von zwei oder drei Sekunden am Ende deiner Sätze ein.
  • Füge eine längere Pause ein, wenn du einen Punkt abschließt, bevor du zum nächsten Punkt übergehst.

 

Du kannst auch Pausen einbauen, bevor du eine wichtige Aussage machst und nach einem wichtigen Punkt, wenn du das Gesagte betonen willst. Damit du nicht zu schnell redest, solltest du häufige kurze Pausen einlegen, wenn du über ein Thema sprichst, das du gut kennst: Es kann sein, dass du dazu neigst, durch den Stoff zu rasen, und das ist besonders wichtig, wenn du vor einem nicht fachkundigen oder gemischten Publikum sprichst.

Wenn du Pausen als Teil deines Präsentationsstils verwendest, baue vorgeplante Pausen in dein Skript ein und als Teil deiner Übung zu proben.

 

 

 

2. Verbinde dich mit deinem Publikum

 

Wenn du sehr schnell redest, könnte das daran liegen, dass du dich auf die Übermittlung deiner Botschaft konzentrierst, und nicht darauf achtest, mit deinem Publikum in Kontakt zu treten. Die Verbindung zu deinem Publikum ist eine Strategie, die dir helfen kann, etwas langsamer zu sprechen, wenn du dich dabei ertappst, schnell zu reden.

Eine Möglichkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu treten, ist Augenkontakt Anstatt deine Augen während deiner Präsentation über das ganze Publikum schweifen zu lassen, achte darauf nach und nach jeweils, einer Person in die Augen zu schauen, während du sprichst. Das kann dir helfen, dich mit dieser Person zu verbinden, während du etwas sagst. Dann kannst du zu einer anderen Person im Publikum gehen, ihr in die Augen schauen und deine nächste Aussage machen.

Der Blickkontakt hilft dir, dich in das Publikum hineinzuversetzen und verhindert, dass du zu schnell sprichst. Außerdem bekommst du so ein unmittelbares Feedback von der Körpersprache des Publikums. Beobachte den Raum, um herauszufinden, ob die Zuhörer deine Botschaft verstanden haben. Hast du das Gefühl, dass du etwas langsamer sprechen musst, um einen Punkt zu erklären, den du gerade gesagt hast?

 

 

 

3. Vorsicht bei Listen

 

Wenn du eine Liste von Dingen aufzählst, die den Zuhörern bekannt sind, die jedoch dennoch erwähnt werden müssen, ist es in Ordnung, wenn du sie schnell durchgehst. Doch du musst wissen, wie du langsamer sprichst, wenn du dem Publikum komplexe oder neue Dinge präsentierst.

In diesem Fall hilft es, nach jedem Punkt der Liste eine bewusste Pause zu machen. Noch besser ist es, wenn du die einzelnen Punkte nummerierst, damit du langsamer sprichst und die Zuhörer deine Botschaft besser verstehen können. Erwäge auch, in kürzeren Sätzen zu sprechen.

 

 

 

3. Verwende Hinweisgeber

 

Einer der nervenaufreibendsten Aspekte beim Präsentieren ist die Angst, dass die Zeit zu knapp wird. Diese Angst kann dazu führen, dass du versuchst, schneller zu sprechen, um alles mitzubekommen.

Du kannst verhindern, dass du zu schnell redest, indem du beispielsweise eine App oder die Timing-Funktion auf den Präsentationsfernbedienungen verwendest. Das hilft dir, den Überblick zu behalten: Es gibt viele Optionen, die dir helfen, das Tempo deines Redebeitrages zu bestimmen und zu verhindern, dass du zu schnell redest. Finde heraus, was für dich am besten passt.

 

 

 

 

4. Wiederholen

 

Wenn du dazu neigst, schnell zu sprechen, und es bisher nicht geschafft hast, langsamer zu sprechen, kannst du deinem Publikum helfen, deine Botschaft besser zu verstehen und zu behalten, indem du die Kraft der Wiederholung nutzt.

Probiere dies aus: Stelle eine Kernaussage an den Anfang eines deiner wichtigen Konzepte, wiederhole sie in der Mitte und wiederhole sie als Zusammenfassung am Ende.

 

 

 

 

5. Publikumsverständnis

 

Zuhörer können Informationen am besten verarbeiten, wenn sie genügend Zeit dazu bekommen. Das spricht dafür eher etwas langsamer zu sprechen und genügend Pausen zu machen. Ein langsames Sprechtempo wird von Zuhörern eher mit fachlicher Kompetenz und Souveränität verbunden, als schnelles Sprechen.

 

 

 

6. Dramaturgie

 

Während deines Redebeitrags kannst du das Tempo häufiger variieren. Je abwechslungsreicher du deine Sprechweise gestaltest, desto aufmerksamer hört dein Publikum zu. Wähle die Geschwindigkeit je nach Thema und dem Zustand, den du fördern willst. Setze auf Dynamik, so nimm dein Publikum mit.

 

 

 

7. Üben, üben, üben

 

Wie wo oft gilt; üben, üben, üben.

 

 

 

Woher weißt du, ob deine Redegeschwindigkeit passt?

 

Die durchschnittliche Sprechgeschwindigkeit bei Präsentationen liegt in der Regel zwischen 110 und 160 Wörtern pro Minute.
Um deine Sprechgeschwindigkeit zu berechnen, nimmst du dich selbst ein paar Minuten lang auf und zählst die Wörter in deiner Rede zusammen. Teile die Anzahl der Wörter durch die Anzahl der Minuten in deiner Rede.

 

 

Fazit

 

Deine Sprechgeschwindigkeit ist wichtig. Du kannst eine noch so gut durchdachte und schön formulierte Botschaft für deine Präsentation haben. Doch, wenn du zu schnell sprichst, kann es sein, dass dein Publikum sie nicht versteht. In einer lauten, schnelllebigen Welt haben diejenigen einen Wettbewerbsvorteil, die sich vom Lärm der Menge abheben und so sprechen, dass ihre Botschaft ankommt.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit der Redegeschwindigkeit, wenn Sie selbst vor Publikum stehen und wenn Sie dort sitzen?

 

Der nächste Schritt

 

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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 16. September 2020
AN: #876
K: CNC
Ü:

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Der Körper spricht. Mit Körpersprache die Botschaft stärken
Körpersprache in Präsentationen

Körpersprache bei Präsentationen

 

20+ Tipps für Präsenz, Gestik, Blickkontakt und einen souveränen Auftritt

 

Noch bevor dein Publikum jeden Gedanken erfasst hat, entsteht bereits ein Eindruck.

Wie stehst du?

Wie bewegst du dich?

Wohin schaust du?

Was machen deine Hände?

Wie viel Raum nimmst du ein?

Wie passen Stimme, Haltung und Botschaft zusammen?

Körpersprache wirkt bei Präsentationen ständig mit.

Dabei geht es weniger darum, bestimmte Gesten einzustudieren.

Viel interessanter ist:

Unterstützt dein Auftreten das, was du vermitteln möchtest?

Hier findest du konkrete Anregungen für eine Körpersprache, die präsent, glaubwürdig und zu dir passend wirkt.

 

 

 

Körpersprache ist mehr als Gestik

 

Beim Stichwort Körpersprache denken viele zuerst an Hände und Arme.

Zur Körpersprache gehören deutlich mehr Aspekte:

  • Haltung

  • Stand

  • Bewegung

  • Gestik

  • Mimik

  • Blickkontakt

  • räumliche Distanz

  • Ausrichtung zum Publikum

  • Umgang mit Rednerpult und Bühne

  • Zusammenspiel mit der Stimme

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Eine einzelne Geste erzählt selten die ganze Geschichte.

 

 

 

Vorsicht mit Körpersprache-Rezepten

 

„Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung.“

„Wer nach links schaut, lügt.“

„Breite Gesten zeigen Selbstbewusstsein.“

Solche einfachen Übersetzungen sind verführerisch.

Menschen und Situationen sind komplexer.

Jemand verschränkt vielleicht die Arme, weil die Haltung angenehm ist.

Eine Person bewegt sich viel, weil sie begeistert ist.

Eine andere bewegt sich wenig und wirkt gerade dadurch ausgesprochen präsent.

Deshalb gilt:

Kontext, Persönlichkeit und Gesamtbild sind wichtiger als einzelne vermeintliche Signale.

 

 

 

1. Sorge zuerst für einen stabilen Stand

 

Ein stabiler Stand schafft eine gute Grundlage.

Beide Füße haben Kontakt zum Boden.

Das Gewicht ist sinnvoll verteilt.

Die Knie bleiben beweglich.

Der Körper wirkt aufgerichtet und gleichzeitig frei.

Ein guter Stand gibt dir weniger eine starre Position.

Er gibt dir Bewegungsfreiheit.

 

 

 

2. Aufrichtung statt militärischer Haltung

 

Präsenz braucht weniger stramme Haltung.

Eine natürliche Aufrichtung wirkt meist überzeugender.

Kopf.

Schultern.

Brustkorb.

Becken.

Sie dürfen sich so organisieren, dass Atmung, Stimme und Bewegung frei bleiben.

Das Ziel lautet:

aufgerichtet und lebendig.

 

 

 

3. Nutze deine Hände

 

Viele Menschen fragen vor Präsentationen:

„Was mache ich mit meinen Händen?“

Meine Empfehlung:

Nutze sie.

Gestik kann Gedanken sichtbar machen.

Größen zeigen.

Unterschiede markieren.

Strukturen verdeutlichen.

Richtungen zeigen.

Und Energie transportieren.

Die Hände dürfen Teil deiner Sprache sein.

 

 

 

4. Lass Gesten aus dem Gedanken entstehen

 

Einstudierte Gesten wirken schnell mechanisch.

Interessanter wird es, wenn deine Bewegung aus dem entsteht, was du gerade sagst.

Du beschreibst einen Unterschied.

Deine Hände markieren zwei Seiten.

Du sprichst von Entwicklung.

Die Bewegung unterstützt die Richtung.

Du betonst einen zentralen Gedanken.

Die Gestik wird ruhiger und klarer.

Gute Gestik unterstützt Bedeutung.

 

 

 

5. Gib deinen Händen eine ruhige Ausgangsposition

 

Zwischen Gesten brauchen die Hände einen Ort.

Eine lockere Position vor dem Körper funktioniert für viele Menschen gut.

Dann entsteht weniger hektische Dauerbewegung.

Die Hände können von dort aus aktiv werden und wieder zur Ruhe kommen.

Ruhe und Bewegung bekommen dadurch einen natürlichen Wechsel.

 

 

 

6. Vermeide Dauerbeschäftigung

 

Kugelschreiber drehen.

Karten knicken.

Ringe bewegen.

Mit dem Presenter spielen.

Finger ineinander verschränken und ständig bewegen.

Solche Gewohnheiten entstehen häufig unter Anspannung.

Für das Publikum können sie visuelle Unruhe erzeugen.

Je weniger deine Hände mit Nebentätigkeiten beschäftigt sind, desto leichter können sie deine Botschaft unterstützen.

 

 

7. Bewegung braucht einen Grund

 

Auf einer Bühne darfst du dich bewegen.

Sehr gerne sogar.

Hilfreich ist lediglich die Frage:

Warum bewege ich mich gerade?

Ein neuer Abschnitt kann mit einem Ortswechsel verbunden sein.

Eine Bewegung zum Publikum kann Nähe unterstützen.

Ein Schritt zur Seite kann einen Perspektivwechsel markieren.

Wenn du dagegen permanent hin und her läufst, verliert Bewegung ihre Bedeutung.

Bewegung wirkt stärker, wenn auch Ruhe möglich ist.

 

 

 

8. Bleib bei wichtigen Aussagen einen Moment stehen

 

Manche Sätze verdienen Ruhe.

Wenn du eine zentrale Botschaft aussprichst und gleichzeitig über die Bühne wanderst, konkurrieren Bewegung und Inhalt miteinander.

Ein bewusster Moment im Stand kann eine Aussage stärker tragen.

Gedanke.

Pause.

Blickkontakt.

Dann weiter.

 

 

 

9. Nutze den Raum

 

Ein Raum bietet Möglichkeiten.

Bühne.

Leinwand.

Publikum.

Flipchart.

Rednerpult.

Vielleicht mehrere Bereiche.

Überlege:

Wo möchtest du stehen?

Welche Wege sind sinnvoll?

Wo blockierst du die Sicht?

Wo entsteht gute Verbindung zum Publikum?

Raumnutzung gehört zur Dramaturgie deines Auftritts.

 

 

 

10. Das Rednerpult ist ein Werkzeug

 

Ein Rednerpult kann hilfreich sein.

Für Manuskript.

Mikrofon.

Unterlagen.

Formelle Anlässe.

Gleichzeitig reduziert es Bewegungsfreiheit und verdeckt einen Teil des Körpers.

Nutze es deshalb bewusst.

Wenn du frei sprechen kannst und das Setting es erlaubt, kann ein Schritt vom Pult weg zusätzliche Nähe schaffen.

Wenn du das Pult brauchst, darfst du es selbstverständlich nutzen.

Entscheidend ist der Zweck.

 

 

 

11. Schau Menschen an

 

Blickkontakt gehört zu den stärksten Verbindungsmöglichkeiten bei Präsentationen.

Sprich weniger mit:

der Leinwand,

deinen Folien,

dem Boden,

oder einem imaginären Punkt über den Köpfen.

Sprich mit Menschen.

Lass den Blick für einen Gedanken bei einer Person oder einem Bereich des Publikums bleiben.

Dann weiter.

So entsteht wesentlich mehr Kontakt als durch hektisches Scannen des Raumes.

 

 

 

12. Verteile deinen Blick

 

Besonders bei größeren Gruppen lohnt es sich, unterschiedliche Bereiche des Raums einzubeziehen.

Links.

Mitte.

Rechts.

Vorne.

Hinten.

Menschen spüren schnell, wenn ein Redner überwiegend mit einer einzigen Seite des Raumes kommuniziert.

Das ganze Publikum gehört zum Gespräch.

 

 

 

13. Gib Gedanken Zeit

 

Blickkontakt und Pausen gehören zusammen.

Ein wichtiger Satz endet.

Schau dein Publikum an.

Lass den Gedanken wirken.

Dann geht es weiter.

Pausen können Präsenz erzeugen, ohne dass du dafür irgendetwas zusätzlich tun musst.

 

 

 

14. Mimik darf zur Botschaft passen

 

Ein ernstes Thema braucht weniger ein Dauerlächeln.

Eine erfreuliche Nachricht darf sichtbar Freude auslösen.

Eine überraschende Entwicklung darf sich im Gesicht zeigen.

Die wirkungsvollste Mimik entsteht häufig dort, wo du gedanklich wirklich mit deinem Inhalt verbunden bist.

Dein Gesicht darf mitdenken.

 

 

 

15. Lächeln ist eine Möglichkeit

 

Ein Lächeln kann Wärme und Kontakt schaffen.

Es kann einen Einstieg erleichtern.

Humor unterstützen.

Oder eine freundliche Verbindung herstellen.

Als permanente Technik verliert es schnell seine Natürlichkeit.

Nutze dein Gesicht weniger nach Rezept und stärker passend zum Moment.

 

 

 

16. Achte auf die Verbindung von Stimme und Körper

 

Stimme und Körpersprache beeinflussen sich gegenseitig.

Eine zusammengesunkene Haltung verändert Atmung und Klang.

Hohe Spannung kann Stimme enger machen.

Ein stabiler Stand kann mehr Ruhe ermöglichen.

Deshalb lohnt sich bei Präsentationen immer der Blick auf das Zusammenspiel:

Körper – Atem – Stimme – Botschaft.

 

 

 

17. Unter Druck wird Körpersprache deutlicher

 

Nervosität zeigt sich bei Menschen unterschiedlich.

Schnellere Bewegungen.

Kleinere Gesten.

Wippen.

Verlagerung von einem Fuß auf den anderen.

Häufigeres Berühren des Gesichts.

Starre Haltung.

Sehr wenig Blickkontakt.

Das ist menschlich.

Interessant wird die Frage:

Welche Muster tauchen bei dir auf?

Wer sie kennt, kann gezielt daran arbeiten.

 

 

 

18. Weniger Selbstkontrolle, mehr Kontakt

 

Während einer Präsentation ständig zu prüfen:

Wo sind meine Hände?

Stehe ich richtig?

Lächle ich genug?

Wie wirke ich?

… bindet viel Aufmerksamkeit.

Diese Aufmerksamkeit fehlt dann beim Publikum.

Deshalb lohnt sich Körpersprachetraining vor dem Auftritt.

Im Auftritt selbst darf dein Fokus wieder auf:

Botschaft.

Publikum.

Situation.

und Kontakt liegen.

 

 

 

19. Video schafft Klarheit

 

Die eigene Körpersprache fühlt sich von innen anders an, als sie von außen wirkt.

Video kann deshalb ausgesprochen wertvoll sein.

Vielleicht entdeckst du:

Eine Bewegung, die sich riesig angefühlt hat, ist kaum sichtbar.

Eine vermeintlich ruhige Haltung wirkt unruhiger als erwartet.

Eine Gestik, über die du dir Sorgen gemacht hast, passt hervorragend zu dir.

Video liefert Informationen.

Es ersetzt Vermutungen durch Beobachtung.

 

 

 

20. Suche auch nach dem, was bereits funktioniert

 

Videoanalyse wird häufig zur Fehlersuche.

Das verschenkt eine große Chance.

Frage ebenso:

Wann wirke ich besonders präsent?

Welche Gesten passen gut?

Wann klingt meine Stimme tragfähig?

Wo entsteht guter Kontakt?

Welche Haltung unterstützt mich?

Was funktioniert, darf bewusst erhalten und verstärkt werden.

 

 

 

21. Persönlichkeit schlägt Standardgesten

 

Ein ruhiger Mensch braucht weniger die Gestik eines energiegeladenen Entertainers.

Eine lebhafte Person muss weniger künstlich stillstehen.

Eine erfahrene Führungskraft wirkt anders als ein junger Gründer.

Eine wissenschaftliche Präsentation braucht einen anderen Rahmen als eine Keynote.

Die interessante Frage lautet:

Welche Form von Präsenz passt zu dir und zu diesem Auftritt?

 

 

 

22. Körpersprache und Inhalt müssen zusammenpassen

 

Wenn du sagst:

„Das ist der entscheidende Punkt.“

und gleichzeitig bereits zur nächsten Folie blickst, sendet dein Körper ein anderes Signal.

Wenn du Vertrauen vermitteln möchtest und dich körperlich stark zurückziehst, kann ebenfalls ein Widerspruch entstehen.

Glaubwürdigkeit steigt, wenn:

Worte.

Stimme.

Körpersprache.

und innere Haltung

eine ähnliche Richtung haben.

 

 

 

23. Körpersprache bei kritischen Fragen

 

Die Präsentation läuft gut.

Dann kommt eine unangenehme Frage.

Gerade jetzt wird Körpersprache interessant.

Ziehst du dich zurück?

Verschränkst dich?

Lächelst nervös?

Gehst du körperlich in den Angriff?

Oder bleibst du präsent und zugewandt?

Ein hilfreicher Ablauf:

Frage hören.

kurz sammeln.

Kontakt halten.

antworten.

Kritische Fragen sind deshalb ein guter Bestandteil realistischer Präsentationsproben.

 

 

 

24. Körpersprache vor Entscheidern

 

Vor Vorständen, Geschäftsführungen oder anderen wichtigen Entscheidern versuchen Menschen manchmal, besonders souverän zu wirken.

Dann entsteht leicht zu viel Kontrolle.

Zu tiefe Stimme.

Übertrieben ruhige Gestik.

Künstlich dominanter Stand.

Das braucht es selten.

Entscheider interessieren sich vor allem für:

Klarheit.

Kompetenz.

Orientierung.

Verantwortung.

Und die Fähigkeit, auch bei Rückfragen präsent zu bleiben.

Natürlich wirkende Autorität trägt weiter als inszenierte Dominanz.

 

 

 

25. Körpersprache vor der Kamera

 

Die Kamera verändert Wahrnehmung.

Der Bildausschnitt ist kleiner.

Mimik bekommt mehr Gewicht.

Gesten verschwinden möglicherweise aus dem Bild.

Blickkontakt funktioniert über die Linse.

Deshalb braucht Kamerapräsenz eigene Anpassungen.

→ Kameratraining 1:1

 

 

 

Körpersprache und PowerPoint

 

Eine Leinwand zieht Aufmerksamkeit.

Auch deine eigene.

Viele Redner drehen sich deshalb regelmäßig vom Publikum weg und sprechen zur Präsentation.

Hilfreicher:

Schau kurz auf die Information.

Dann zurück zum Publikum.

Sprich mit Menschen über die Folie.

Weniger mit der Folie über Menschen.

 

 

 

Körpersprache mit Mikrofon

 

Handmikrofon, Headset und Lavalier verändern deine Bewegungsmöglichkeiten unterschiedlich.

Ein Headset lässt beide Hände frei.

Ein Handmikrofon bindet eine Hand und braucht konstante Führung.

Auch das lässt sich trainieren.

→ Präsentieren mit Mikrofon

 

 

 

Körpersprache lässt sich entwickeln

 

Körpersprache ist weniger eine Sammlung einstudierter Gesten.

Hilfreicher ist es, die eigene Wirkung wahrzunehmen und herauszufinden, welche Haltung, Gestik, Bewegung und Präsenz zur eigenen Persönlichkeit und zur jeweiligen Situation passen.

Besonders wertvoll kann professionelles Feedback sein.

Videoaufnahmen machen beispielsweise sichtbar:

  • wie du stehst und dich bewegst

  • wie deine Gestik wirkt

  • wie du Blickkontakt nutzt

  • welche Gewohnheiten deine Botschaft unterstützen

  • wo unnötige Unruhe entsteht

  • wie sich deine Körpersprache unter Druck verändert

Das Ziel ist weniger eine perfekte Körpersprache.

Es geht um eine stimmige Verbindung von Persönlichkeit, Botschaft und Auftreten.

 

 

 

Eine kleine Übung

 

Nimm zwei Minuten eines Vortrags mit dem Smartphone auf.

Sprich über ein Thema, das dir vertraut ist.

Schau dir das Video zunächst ohne Ton an.

Frage:

Wo wirkt mein Körper präsent?

Wann entsteht Unruhe?

Wie nutze ich meine Hände?

Wie bewege ich mich?

Wie ist mein Blick?

Dann schaue es erneut mit Ton.

Frage:

Wie passen Körpersprache und Inhalt zusammen?

Du wirst wahrscheinlich mehr lernen als durch zehn allgemeine Körpersprache-Regeln.

 

 

 

Unterstützung bei einem wichtigen Auftritt

 

Wenn eine konkrete Präsentation bevorsteht, können wir unmittelbar an deinem tatsächlichen Auftritt arbeiten.

Dabei betrachten wir bei Bedarf:

  • Körpersprache.
  • Stimme.
  • Raumwirkung.
  • Botschaft.
  • Folien.
  • kritische Fragen.
  • und den gesamten Probelauf.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn du deine persönliche Präsenz und Wirkung grundsätzlich weiterentwickeln möchtest:

→ Präsenz, Ausstrahlung und persönliche Wirkung

Wenn du rhetorische Fähigkeiten insgesamt entwickeln möchtest:

→ Individuelles Rhetoriktraining 1:1

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Deine Körpersprache muss weniger beweisen, dass du souverän bist.

Sie darf entstehen, wenn du:

weißt, was du sagen möchtest,

mit deinem Publikum verbunden bist,

deinem Körper genügend Freiheit gibst,

und den Moment weniger permanent kontrollierst.

Präsenz wirkt stärker als eine perfekte Geste.

Kirche, Dorf und Körpersprache

 

Körpersprache liefert Hinweise. Sie liefert selten eindeutige Übersetzungen.

Eine einzelne Geste, ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung bedeutet für sich genommen wenig. Wer daraus unmittelbar auf Gedanken, Gefühle oder Absichten eines Menschen schließt, macht es sich zu einfach.

Aussagekräftiger wird Körpersprache erst im Zusammenspiel:

  • Welche Signale zeigen sich gleichzeitig?
  • Was ist für diese Person typisch?
  • In welcher Situation tritt das Verhalten auf?
  • Was verändert sich im Verlauf?
  • Passen Mimik, Blick, Gestik, Stimme und Haltung zusammen?

Erst durch Kontext, Vergleich und mehrere Beobachtungen entstehen brauchbare Hinweise.

Weshalb ich auch fragwürdige Interpretationen erwähne?

 
Viele verbreitete Deutungen von Körpersprache sind fachlich wenig belastbar. Trotzdem können sie relevant sein.

Denn Menschen kennen solche Deutungen, glauben an sie und interpretieren das Verhalten anderer entsprechend.

Für die persönliche Wirkung zählt deshalb neben der beabsichtigten Botschaft auch, wie wahrscheinlich sie beim Gegenüber verstanden wird.

Meine Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich und ihre Botschaft klar, glaubwürdig und überzeugend zu präsentieren. Dazu gehört auch die Frage:

Welche Wirkung kann ein Verhalten beim Gegenüber auslösen – unabhängig davon, ob dessen Interpretation fachlich gerechtfertigt ist?

Wer typische Interpretationsmuster kennt, kann mögliche Missverständnisse früher erkennen, bewusster kommunizieren und dafür sorgen, dass Körpersprache und Botschaft möglichst stimmig zusammenwirken.

Kurz gesagt:

Eine Interpretation kann falsch sein – und trotzdem Wirkung entfalten.

Genau deshalb lohnt es sich, sie zu kennen.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Auf welche Aspekte der Körpersprache achtest du bei dir und anderen Menschen in Reden, Präsentationen und auch sonst?

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Mitunter ist es schwer sich auf Redner oder Beamerpräsentation zu konzentrieren, zu wild flitzt der Lichtfleck über die Folien und zeichnet lustige Formen darüber. Bei aufgeregten Rednern wird auch gleich der Herzschlag visualisiert. Nicht, dass ich etwa gegen eine Retro-Lasershow hätte. Das ist so schön 70er. Nur ist das bisher noch kein Grund gewesen einer Präsentation beizuwohnen.

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Glossar

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2018
Überarbeitung: 20. März 2020
Englische Version:
AN: 56235
K: CNB
Ü:

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen in Reden und Gesprächen eine Form geben

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen eine Form geben - in Gesprächen und Präsentationen

Genügen 5 Sinne? Mit allen Sinnen sinnlich kommunizieren und überzeugen.
Genügen 5 Sinne? Hoch leben die Spiegelneuronen!

In Gesprächen und Präsentationen alle Sinne ansprechen

 

Welche Erkenntnisse gewinnen wir aus Wissen zur Wahrnehmung und den menschlichen Sinnen? Wie lässt sich die Kommunikation fördern? Genügen 5 Sinne? Lerne mit allen Sinnen sinnlich zu kommunizieren, um in Gesprächen und Präsentationen zu überzeugen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ideen eine Form geben

 

Mutige Redner wagen es einen Schritt weiterzugehen, lassen ihrer Vorstellungskraft den Raum sich zu entfalten. Überzeugende Redner lassen mögliche Szenarien so lebendig werden, das sie zum Greifen nahe sind. Sie liefern so nicht nur Orientierung, sondern auch die ansteckende Begeisterung und Energie, damit sich Gleichgesinnte mit auf den Weg machen.

 

 

 

Wahrnehmung

 

Aus dem Essay des Autors Aldous Huxley „Die Pforten der Wahrnehmung“ (The Doors of Perception):

If the doors of perception were cleansed
everything would appear to man as it is:
infinite.

 

Wären die Pforten der Wahrnehmung bereinigt,
schiene jedes Ding wie es wirklich ist:
Unerschöpflich.

 

Wir gehen davon aus, dass wir mit 5 Sinnen die Realität wahrnehmen und so auch speichern. Das Gehirn hat keinen direkten Kontakt zur Außenwelt. Es geht somit nur über Umwege. Damit die Nervenzellen des Gehirns erregt werden können müssen elektromagnetische, mechanische, chemische und andere Reize durch die Sinnesrezeptoren in neuroelektrische oder neurochemische Signale umgewandelt werden.

Wir erleben auf diesem Umweg unsere Umgebung durch unsere fünf Sinne; wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Trocken werden unsere Sinne deshalb auch als Repräsentationssysteme (Sehen, Hören, Spüren, Riechen und Schmecken) bezeichnet, weil diese Sinneseindrücke die Realität repräsentieren.

Wie anders sollen wir uns auch einen Eindruck von der Wirklichkeit machen? Ist diese Auswahl überhaupt ausreichend, um als Realität bezeichnet zu werden?

  • Rund um diese Fragen sind schon viele Bärte von Philosophen ergraut.
  • Wie hängen die Inhalte unserer Wahrnehmungen mit den tatsächlichen Geschehnissen in der Welt zusammen?
  • Welchen Wahrheits- und Realitätsgehalt haben unsere Wahrnehmungen?
  • Woher weiß ich, dass ich es nicht träume?
  • Sehe ich vor allem, was ich zu sehen erwarte?
  • Was sind Konstruktionen?
  • Fragen über Fragen!

 

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Paul Watzlawick

 

Und auch Neurologen & Co. beschäftigen sich mit Fragen zur Wahrnehmung; wie verarbeiten wir Sinnesreize und welchen Anteil haben Interpretationen? Nehmen wir alle die Welt genauso wahr? Ist beispielsweise meine Farbwahrnehmung dieselbe wie bei allen anderen Menschen; ist mein Rot vielleicht für jemand anderen ein Blau?

Bildgebende Verfahren vermitteln tiefe Einblicke. Beispielsweise, dass die Augen nicht wie objektive Kameras funktionieren, die neutrale Aufnahmen der visuellen Umgebung machen, sondern dass schon der Sehprozess selbst davon abhängt was wir gerade hören, denken und fühlen.

Mit Hilfe der Sinne werden Informationen aufgenommen, organisiert und verarbeitet. Wahrnehmungen können somit visuell (Sehen), auditiv (Hören), kinästhetisch (Fühlen), olfaktorisch (Riechen) und gustatorisch (Schmecken) sein. Dabei bevorzugen Menschen oft in unterschiedlichem Maß bestimmte Sinneskanäle. Dominant dürfte in unserer Gesellschaft die visuelle Orientierung sein. Wir nehmen die meisten Informationen mit den Augen auf. Internet, gedruckte Medien, eBook-Reader, Smartphone, Video, … Visuelle Sinnesangebote dominieren und das prägt. Muskeln, die nicht genutzt werden, nehmen ab, Nervenverbindungen, die nicht aktiviert werden, lösen sich auf. So stabilisieren sich Tendenzen zunehmend.

 

Alle unsere normalen sprachlichen Ausdrücke tragen den Stempel unserer gewohnten Formen der Wahrnehmung.

Niels Bohr

 

Anstatt dem Reiz zu erliegen jetzt den philosophischen Aspekten dieses Themenbereiches weiter zu folgen; was können wir hier ganz praktisch lernen? Wie lässt sich die Kommunikation dadurch fördern?

Wenn du mit Einzelpersonen zu tun haben, kannst du beispielsweise lernen deren bevorzugte Wahrnehmungskanäle zu bedienen. Bei Gruppen – beispielsweise bei einer Präsentation – bieten Sie Ihre Angebote in verschiedenen Systemen an. Sonst erreichen Sie im Wesentlichen nur Menschen, mit denen du das selbst bevorzugte Repräsentationssystem teilen. Je wohlwollender das Publikum ist, desto bereitwilliger wird es auch selbst unbewusst Ihre Angebote für sich übersetzen. Wobei das Sprechen in der Sprache des Publikums die positive Beziehung zusätzlich fördert.

 

 

 

 

Beispiele für sinnliche Sprache:

 

 

1. Visuell (Sehen)

 

Wer die Augen offen hält entdeckt viele visuelle Worte.

 

Beispiele:

Absicht, Übersicht, sich vorstellen, ausmalen, beobachten, Perspektive, deutlich, einleuchtend, aufzeigen, betrachten, leuchten, Farben, unsichtbar, sichtlich, gucken, Weitsicht, anschaulich, Ansicht, schleierhaft, Einsicht, Perspektive, strahlend, Bild, Vision, Umriss, Rücksicht, Illusion, Vorstellung, düster, einleuchtend, unklar, verschwommen, deutlich, Fokus, ein heller Kopf, einen Blick werfen, anstarren, Vorsicht, Zeiger, ins Auge fallen, glänzend, unter die Lupe nehmen, fokussieren, offenbaren, überwachen, Projektion, Einsicht, Perspektivwechsel, Horizont, rot sehen, schwarz sehen, Gemälde, Vorschau, schleierhaft, Blitz, Ausblick, Lichtblick, die Zukunft sehen

 

 

 

2. Auditiv (Hören)

 

Welche auditiven Worte sind Ihnen schon zu Ohren gekommen?

 

Beispiele:

Ankündigung, Stimme, stimmig, hörbar, klingen, lauschen, summen, fragen, Harmonie, Missklang, seufzen, sagen, Einklang, scharfe Töne, knistern, harmonisch, das schreit zum Himmel, Donnerwetter, Anklang, unerhört, eine leise Ahnung, Akzent, Geräusch, harmonisch, kreischen, Zitate, die Stimme der Vernunft, die erste Geige spielen, Zustimmung, es macht Klick, sich einstimmen, pfeifen, schnurren, Sprachlosigkeit, in den höchsten Tönen, den Marsch blasen, rauschend, schrill, Lautstärke, stöhnen, tratschen, Antwort, Stimmung, trommeln, Musik, Töne, wispern, leise, Schall, Knall, Krach, das klingt wie Musik in meinen Ohren, Tratsch

 

 

 

3. Kinästhetisch (Fühlen)

 

Werden in einem Text Bewegungen beschrieben, aktiviert das den Motorcortex. Manche Menschen müssen etwas ergreifen, bevor sie es begreifen.

Hier habe ich entspannt ein paar kinästhetische Worte zusammengetragen.

 

Beispiele:

fühlen, spüren, erleben, warm, kalt, behalten, begreifen, glatt, zart, rau, den Eindruck haben, Berührung, Empfindung, berührt, prickelnd, hart, zugreifen, heiß auf etwas sein, schwerfällig, Begriff, überstürzt, unsensibel, Intensität, kühl, das Gefühl haben, raue Sitten, Belastung, handhaben, passend, Erleichterung, es lässt mich kalt, niedergeschlagen, ermüdend, schleichen, schlurfen, Rührung, voll, rund, umarmen, zerstreut, ausschließlich, müde, frisch, zerknirscht, körnig

 

 

 

4. Olfaktorisch (Riechen)

 

Welcher Organsinn ist der undankbarste und scheint auch der entbehrlichste zu sein?
Der des Geruchs.
Es belohnt nicht, ihn zu kultivieren oder wohl gar zu verfeinern, um zu genießen; denn es gibt mehr Gegenstände des Ekels, als der Annehmlichkeit, die er verschaffen kann und der Genuss durch diesen Sinn kann immer nur flüchtig und vorübergehend sein, wenn er vergnügen soll.

Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Von den fünf Sinnen

 

Die wenigsten Menschen schenken dem Geruchssinn große Beachtung, doch für manche ist er sehr wesentlich.

Ein sehr intensives Beispiel ist der Roman „Parfüm“ von Patrick Süßkind. Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille erlebt die Welt durch seinen Geruchssinn. Seine Fähigkeit olfaktorisch wahrzunehmen, übersteigt alles Dagewesene. Seine Wahrnehmung der Welt wird bestimmt durch diese eigenartige Besonderheit. Sehr sinnlich vermittelt der Roman, wie sich die olfaktorische Welt von derjenigen unterscheidet, in der sich die meisten von uns aufhalten. Grenouille kann sich bald vollständig von der eigenen Nase führen lassen.

Mit einem guten Riecher witterst auch du olfaktorische Worte schon von weitem.

 

Beispiele:

Riechen, schnuppern, muffig, schal, frisch, duftend, dufte, das stinkt zum Himmel, mir stinkt es, Parfüm, parfümiert, staubig, das riecht nach, etwas wittern, die Nase rümpfen, Schnüffler, Spürsinn, Spürnase, den richtigen Riecher haben, anrüchig, rauchig, eine delikate Angelegenheit,…

 

 

 

5. Gustatorisch (Schmecken)

 

Hoffentlich treffen diese gustatorischen Worte Ihren Geschmack.

 

Beispiele:

schmecken, essen, bitter, salzig, süß, sauer, Geschmack beweisen, die Schnauze voll haben, Leckerbissen, süß, sauer, geschmackvoll, scharf, fad, lecker, ein gefundenes Fressen, das schmeckt nach …, schmackhaft

 

 

 

VAKOG

 

Zusammenfassung aller Sinnesreize, für die Menschen Rezeptoren (Aufnahmeorgane) haben: visuell (Sehsinn), auditiv (Hörsinn), kinästhetisch (Gefühlssinn), olfaktorisch (Geruchssinn), gustatorisch (Geschmackssinn).

 

 

 

Persönliche Tendenzen

 

Wir bevorzugen unterschiedliche Sinnessystem. Im Gespräch lassen sich Tendenzen erkennen, doch gilt es flexibel und aufmerksam zu bleiben.
Das bevorzugte Sinnessystem kann je nach Situation wechseln. Je nach Kontext hinsichtlich eigener Rolle, Beziehung, persönlicher Stimmung (Freude, Stress, Angst, Panik) verändert sich mitunter die Rangfolge der Sinnessysteme und auch die Fähigkeit und Bereitschaft zu übersetzen. Entsprechend wird unter Druck die eigene Wahrnehmung verändert und Konflikte durch Missverständnisse wahrscheinlicher. Ein typisches Beispiel für die Veränderung der Wahrnehmung bei Stress ist der Tunnelblick.

Um die Kommunikation mit anderen Menschen – gerade in Stresssituationen wie Meinungsverschiedenheiten etc. - zu fördern, lohnt es sich genau zuzuhören und flexibel in der passenden Sprache zu antworten.

 

 

 

Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

Schon allein der Einsatz von Sprache, die den Sinnen nahe ist, macht Ihre Angebote lebendiger. Vergleichen Sie das mit eigenen Erfahrungen:

Wissenschaftliche Texte und Vorträge sind meist trocken. Ihnen fehlt oft jegliche Sprache, durch die unsere Sinne angesprochen werden.
Entsprechend anstrengend ist es dann, dem Gesagten zu folgen.

In der Werbung und spannenden Erzählungen hingegen zieht uns die Sprache in Ihren Bann. Es ist, als würden wir das Gesagte persönlich erleben.

 

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.

Arabisches Sprichwort

 

Deine Sprache wird lebendiger, wenn du einen hohen Anteil sinnlicher Worte, also solche wie sie oben bei den Beispielen stehen, verwendest. Deine Zuhörer erleben dann, was du beschreibst, weil sie es im Geist reproduzieren, es nachspielen. Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

 

 

Ideen sinnlich eine Form geben

 

Die folgenden Worte von Aristoteles lassen sich sehr gut auf die Eigenschaften guter Redner übertragen:

Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen, sondern das, was hätte geschehen können, dass heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit möglich ist.

 

 

1. Sprich alle Sinne an

 

Wir haben mindestens 5 Sinne, können sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Sorge dafür, dass für jeden menschlichen Sinn etwas Ansprechendes dabei ist, wenn du präsentierst. Das sorgt dafür das deine Botschaft in den Köpfen des Publikums zum Leben erweckt werden.

 

 

 

2. Beispiele

 

Liefere relevante Bespiele, in denen sich das Publikum wiederfindet. Beschreibe sinnlich was dein Angebot konkret für die Zuhörer bedeutet, wie es ihnen welche Vorteile bringt. Sorge dafür das es sich in deine Beschreibungen hineinversetzen kann.

 

 

 

3. Geschichten

 

Nimm das Publikum mit auf die Reise. Storytelling funktioniert, vorallem wenn alle Sinne angesprochen werden.

 

 

 

4. Identifikation

 

Sorge dafür, dass du selbst zuerst auf der inneren Leinwand das erleben, was du vermitteln wollen.

 

 

 

5 Sinne genügen dir nicht?

 

Allgemein sprechen wir von unseren fünf Sinnen. Diese Einteilung liegt auch deshalb nahe, weil wir für jeden Wahrnehmungsbereich sichtbare Sinnesorgane zur Verfügung haben; die Augen, die Ohren, die Haut und insbesondere die Hände, den Mund bzw. die Zunge und die Nase.

Für all jene, denen 5 Sinne nicht genug sind, hat beispielsweise Rudolf Steiner zwölf Sinne eingeteilt:

  • Tastsinn
  • Lebenssinn
  • Bewegungssinn
  • Gleichgewichtssinn
  • Geruchssinn
  • Geschmackssinn
  • Sehsinn
  • Wärmesinn
  • Gehörsinn
  • Sprachsinn
  • Denksinn
  • Ichsinn

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten. Novalis

P.S.

 

Welche Sinne sind dir am vertrautesten? Beziehst du alle Sinne in Gesprächen und Präsentationen mit ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2015
Überarbeitung: 6. Juli 2019
AN: #97629
Ü:X
K:

Vorsicht in Interviews vor dem Kuleschow-Effekt

Vorsicht in Interviews vor dem Kuleschow-Effekt

Medienkompetenz: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Achtung: Der Kuleschow-Effekt bei Interviews

 

Du gibst ein Interview zu einem kontroversen Thema? Dann solltest du den Kuleschow-Effekt kennen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kuleschow-Effekt

 

Eins vorweg: Die meisten Interviewer sind sehr fair. Es hängt allerdings von der Situation und der journalistischen Zielsetzung ab, in welche Richtung es geht. Ob jemand als Experte oder bei kontroversen Themen Interessen für eine Firma oder ähnliches vertritt, macht einen großen Unterschied. Journalisten haben in erster Linie die Aufgabe ihr Publikum zu informieren bzw. zu unterhalten. Was uns als Zuschauenden gefällt, kann, wenn wir selber betroffen sind, weniger Freude machen. Wer interviewt wird, sollte deshalb die eigenen Interessen schon selbst im Auge behalten.

Ein eher unfairer Trick ist das beim Schnitt erfolgende Einfügen von unangekündigten provokativen oder emotionalen Bildern bzw. O-Tönen in ein Interview, wodurch sich die Bedeutung der Aussage deutlich verändert. Dadurch lässt sich der Interviewte, dem diese Einfügungen zum Zeitpunkt des Interviews nicht bekannt sind, in einem anderen Licht darstellen. Leicht wirkt dieser dann dumm, kundenfeindlich, ignorant oder überheblich. Die Bedeutungen der Bildsequenz durch eine Montage zu erzeugen wird nach Lew Wladimirowitsch Kuleschow auch als Kuleschow-Effekt bezeichnet. Er stellte die These auf, es sei nicht so wichtig wie die Einstellungen aufgenommen, sondern wie sie geschnitten werden. Der sich bei Filmkunstwerken daraus ergebende künstlerische Freiraum mag bewundernswert sein; bei Interviews stellt das keine so verlockende Aussicht dar.

Empfehlung: Bleibe wachsam, wenn dir im Interview ungewöhnliche und scheinbar nicht zum Thema passende Fragen gestellt werden oder Interviewende so lange nachhaken, bis sie eine bestimmte Formulierung verwenden. Es ist möglich, dass deine Antwort als Übergang zu einem unangenehmen Zwischenschnitt vorgesehen ist.

Während der grenzüberschreitende Einsatz des Kuleschow-Effekt (auch Kuleshov-Effekt) von seriösen Journalisten abgelehnt wird, ist eine abgemilderte Form häufiger zu finden. Sei deshalb vorsichtig mit pauschalen Aussagen in Interviews. Gesagt ist gesagt!

 

 

Bilder wirken im Kontext

 

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Worauf achtest du bei Interviews?

Artikel zu Interviews

Vorsicht in Interviews vor dem Kuleschow-Effekt

Du gibst ein Interview? Kennst du den Kuleschow-Effekt? Tipps für Medienkompetenz bei Medienauftritten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2008
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4336
K:
Ü:

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen? Kein Kommentar!

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen? Kein Kommentar!

Wenn schon ... dann bitte richtig!

Medienkompetenz: Kein Kommentar! - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Bei einem Interview einen Kommentar ablehnen?

 

Als Reaktion auf eine Interviewfrage mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. So machst du es richtig.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Interviews

 

Erfolg und Misserfolg werden in immer stärkerem Maße von den Medien beeinflusst. Besonders dann, wenn es brennt, geraten Sie schnell ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Gelegenheit, sich und die eigene Botschaft überzeugend darzustellen, will mit Bedacht genutzt werden.

Ein Blick in die Medien zeigt, die Chance zur Selbstdarstellung und gegebenenfalls sogar Rechtfertigung, wird häufig nicht zureichend und sogar nachteilig genutzt.

Es geschieht, weil die Gelegenheit unterschätzt wird. Es misslingt oft aus Zeitgründen und aus Angst davor, etwas Falsches zu sagen. Im Interview sorgt mitunter Unsicherheit dafür, dass schlechte Entscheidungen getroffen werden. Manchmal vermittelt eine Frage eines Journalisten ein eigenartiges Gefühl oder entspricht einer bei der Vorbereitung mit dem Medienberater besprochenen Frage.

 

 

 

Kein Kommentar!

 

Einen Kommentar ablehnen; ob das eine empfehlenswerte Option im Umgang mit der Presse ist?

Als Reaktion auf eine Frage im Interview, mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will jedenfalls wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. Doch wenn die Entscheidung getroffen wurde, dann mache es am besten auch richtig. Dann öffne den Mund und sage; „Kein Kommentar!“. Punkt, nichts weiter. Wenn es passt, lächele, und sage sonst nichts. Auch, wenn du noch so fragend angesehen wirst, bleibt es dabei. Wird die Frage nach dem Grund dafür gestellt, sage erneut; „Kein Kommentar!“.

Lasse dich nicht aus der Reserve locken. Auch nicht von Hinweisen wie „Ihr Schweigen wird dazu führen, dass …“. Wenn du dich entschieden hast, dann bleibe dabei; „Kein Kommentar!“. Mache es lieber gleich richtig. Nur keine halben Sachen. Regelmäßig folgt darauf sonst ein ärgerlicher Fehler, auf dessen Konsequenzen du gerne verzichten willst.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

P.S.

 

Worauf achtest du bei der Vorbereitung und Durchführung von Interviews?

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Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

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Nicht jede Frage verdient eine Antwort. - Publilius Syrus

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:

13 Tipps, um die Tiefe deiner Stimme zu erkunden

13 Tipps, um die Tiefe deiner Stimme zu erkunden

Setze deine Stimme wirkungsvoll ein
Stimmtraining in Berlin

Ausdrucksstarke Stimme

 

Mehr Geld, mehr Attraktivität, Dominanz und Einfluss? Tiefe Stimmen sind nicht nur attraktiv, sondern sollen obendrein auch noch erfolgreich machen. Tipps, wie du deine Stimme noch wirkungsvoller einsetzen kannst

Überblick

 

 

 

 

Ausdrucksstarke tiefere Stimme, mehr Erfolg?

 

Mehr Geld, mehr Attraktivität, Dominanz und Einfluss? Und all das durch eine tiefe Stimme?

Eine tiefere Stimme klingt angenehmer, sympathischer, sicherer als eine hohe. Sie verbindet mit anderen Menschen, sie wirkt kompetenter. Das, was sie vermittelt ist nicht nur im Privatleben förderlich, sondern ist auch in vielen anderen Bereichen sehr nützlich.

Tiefe Stimmen sind nicht nur attraktiv, sondern sollen obendrein auch noch erfolgreich machen. Das klingt plausibel, doch stimmt es auch? Wer sich auf die Suche nach Beweisen dafür macht, findet im Internet einige Hinweise. Darunter ist eine Studie (Voice pitch and the labor market success of male chief executive officers) der University of California at San Diego. Ihr zufolge führen Männer mit tieferer Stimme die größeren Unternehmen und erhalten deutlich höhere Jahreseinkommen als andere. Auch seien solche Unternehmensführer deutlich länger in ihrer Position.

Hm, neu ist die These nicht. Tiefe Stimmen finden eher Gehör. Insbesondere tiefe, sonore Männerstimmen wirken ausgeglichener, selbstbewusster und kompetenter.

 

 

 

Und bei Frauen?

 

Ganz anders wirken da Frauen mit hohen, dünnen Stimmen; unsicher, unterlegen oder sogar inkompetent. Wenn weibliche Stimmen nach oben geführt werden, tendieren sie dazu, in die Kopfstimme zu kippen: dünn, piepsig, hektisch. Die Zuhörer haben den Eindruck übertriebener Emotionalität.

Eine hohe Klein-Mädchen-Stimme vermittelt „Ich suche einen Beschützer!“ Es spricht den Beschützerinstinkt an. Das muss jedoch nicht unbedingt Absicht sein, hat aber trotzdem unerwünschte Folgen, wenn es nicht mit dem eigenen Rollenverständnis im Einklang steht.

Hörer schließen von der Stimme auf Charakterzüge, weshalb Schauspieler, Politiker und Manager ihre Stimme trainieren, um sich selbst in einem positiven und dem eigenen Wunschbild entsprechenden Licht darzustellen. So wird behauptet, dass beispielsweise Premierministerin Margarete Thatcher intensiv an ihrer Stimme gearbeitet habe. Sie soll ihre Stimme mit professioneller Hilfe sogar dauerhaft um mehr als eine halbe Oktave gesenkt haben. Tiefe Stimmen bedeuten in der Wahrnehmung Dominanz und Kompetenz, während hohe Stimmen oft als unangenehm empfunden werden.

 

 

 

Woher nehmen und nicht stehlen?

 

Großmutter, warum hast du so ein großes Maul? Die Stimme ist beeinflussbar; schon der böse Wolf wusste durch die Einnahme von Kreide die Stimme zu verstellen und so die sieben Geißlein und schließlich das Rotkäppchen zu täuschen.

Tatsächlich werden mitunter haarsträubende Wege beschritten, um die Stimme zu mehr Tiefe zu zwingen oder gar eine Reibeisenstimme anzustreben. Im Artikel Sie wollen eine verlebte Stimme? sind einige von ihnen beschrieben.

So weit würde ich mit meinen Klienten nicht gehen. Stattdessen lohnt es sich, die individuelle Indifferenzlage zu finden und nutzen zu lernen. Es wird leider oft vergessen, dass auch bei tiefen Stimmen eine Modulation mit höheren Obertönen wichtig ist, um sympathisch zu wirken. Außerdem sollte die Stimme zur Persönlichkeit passen.

 

 

 

13 Tipps für eine ausdrucksstarke Stimme

 

 

1. Indifferwas?

 

Die Indifferenzlage ist die Tonhöhe, in der wir mühelos langanhaltend sprechen können. Die Stimmlippen im Kehlkopf sind dabei entspannt und schwingen gleichmäßig.

Wenn du in deiner Wohlfühlstimmlage sprichst, weckst du bei deinen Zuhörernden Vertrauen und vermittelst das Gefühl von Geborgenheit. In der Tonlage, in der du für dich die stärksten Vibrationen wahrnimmst, liegt deine wahre Stimmkraft!

Gerade Frauen sprechen oft deutlich über ihrer Indifferenzlage. Das strengt unnötig an und wirkt nicht sehr förderlich. Mit geeigneten Übungen und einer nachdrücklichen Sprechweise können selbst hohe weibliche Stimmen tiefer und tiefe weibliche Stimmen weicher klingen.

Wie du die Indifferenzlage (Wohlfühlstimmlage) findest, erfährst du hier.

 

 

 

2. Selbstsicherheit, innere Balance

 

Je sicherer sich jemand fühlt, desto entspannter und beweglicher sind auch die Sprechorgane, während Unsicherheit zu Stress und höherer Stimme führt.

 

 

 

3. Muskeltraining

 

Eine ausdrucksstarke Stimme ist nicht angeboren. Wer gut klingen will, kann auch etwas dafür tun. Doch im Alltag führen schlechte Angewohnheiten oft dazu, dass unsere Stimme dünn, rau oder schrill klingt. Was eine tiefe Atmung behindert, schwächt die Stimme – eine schlecht trainierte Muskulatur tut ein Übriges.

 

 

 

4. Atmen kann doch jeder, oder?

 

Tatsächlich setzen wenige Menschen ihre Atmung wirksam ein. Das ist auch deshalb schade, weil eine entspannte Ganzkörperatmung dabei hilft, die Stimmlage zu verbessern.

Bei Stress wird immer kürzer geatmet und das lässt auch die Stimme gepresst und höher klingen. Mit der richtigen Atemtechnik lässt sich das vermeiden.

Es lohnt sich, die tiefe Zwerchfellatmung zu trainieren. Hier wird die Luft nicht nur in den Brustkorb, sondern auch in den Bauch befördert. Das Zwerchfell ist der Motor der Stimme. Es drückt die Luft gleichmäßig aus den Lungen in die Luftröhre. Nur wenn es sich locker hebt und senkt, können wir auch im Kehlkopf entspannt unsere Stimme bilden. Dadurch wird mit wenig Aufwand mehr Luft eingeatmet und wir können als Folge lauter und deutlicher sprechen. Obwohl das Motto „Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein“ soweit verbreitet ist, wird es eher vermieden und benötigt zur Aktivierung etwas Gewöhnung.

Zur Übung stelle dich hin, verschränk die Arme hinter dem Kopf und atme die Luft durch die Nase tief in den Bauch hinein, so dass die Bauchdecke sich nach außen wölbt. Anschließend ziehe ihn bei der Ausatmung wieder ein. Nach einer Weile wird dir diese Form der Atmung, möglichst als Ganzkörperatmung vollkommen natürlich und entspannt erscheinen.

 

 

 

5. A-r-t-i-k-u-l-a-t-i-o-n

 

Wer deutlicher betont bewegt die Lippen beim Sprechen mehr und bringt die Zähne auseinander. Die Stimme wird reicher an Ausdruck.

Verständliches und kraftvolles Sprechen lässt sich trainieren, indem gegen Widerungen angesprochen wird. Mit Kieselsteinen im Mund oder gegen die Meeresbrandung anzureden, soll schon vielen berühmten Rednern zum Erfolg verholfen haben. Risiken: Verschlucken und Überanstrengungen!

Der Übungsklassiker ist die Lautbildung mit einem Korken. Ein Korken wird dazu mit den Schneidezähnen gehalten, während gesprochen wird. So können beispielsweise Texte möglichst ausdrucksvoll vorgelesen werden.

Auch Zungenbrecher und Singen ﹣ nutzen Sie doch die Zeit im Auto oder unter der Dusche ﹣ helfen beim Training.

Nuscheln hat meist mehrere Ursachen, wie zu schnelles Sprechtempo, zu wenig Luft und fehlendes Sprechgefühl.

 

 

 

6. Gesten

 

Die Gestik beeinflusst die Art und Weise, wie wir sprechen. So fördert eine kraftvolle Gestik auch einen kraftvollen Stimmeinsatz.

 

 

 

7. Lächeln

 

Lächeln fördert die Bildung von Glückshormonen und hat auch ansonsten einige positive Nebenwirkungen, insbesondere auf die Spiegelneuronen. Lächeln fördert außerdem Obertöne und durch Augenkontakt wird die Stimme ansprechender.

 

 

 

8. Bogensätze statt Girlandensätze

 

Die sogenannten Girlandensätze klingen wie eine nicht enden wollende Aufzählung und ermüden Zuhörer und Sprecher.

Spreche lieber in Bogensätzen. Sie heben die Stimme während eines Satzes und senken sie zum Ende des Satzes. Deine Aussagen klingen dadurch lebendiger und klarer, denn es wird deutlich, wann ein Gedanke abgeschlossen ist. Und das vermittelt Sicherheit und Souveränität.

 

 

 

9. Sprechgeschwindigkeit

 

Etwas Schwung zeigt Dynamik, Anteilnahme und Begeisterung, zu viel Sprechgeschwindigkeit vermittelt Unsicherheit, Ungeduld, Ignoranz oder gar Desinteresse.

Gönne nicht nur Zuhörenden eine Chance mitzukommen, sondern auch deiner Stimme. Zunehmende Sprechgeschwindigkeit wirkt nicht nur gehetzt, sie stresst auch tatsächlich und treibt die Stimmhöhe nach oben. Kurze Sätze erleichtern es dir und Zuhörernden.

 

 

 

10. Pausen

 

Pausen gehören zu den wichtigsten rhetorischen Mitteln. Pausen stehen für Nachdenklichkeit, Disziplin, Selbstbewusstsein und Rücksichtnahme. Darüber hinaus geben dir Pausen nach jedem einzelnen Satz genügend Zeit, um sicher zu formulieren. Das vermeidet Stress, der wiederum die Stimme heben würde.

 

 

 

11. Resonanz statt Druck

 

Es gibt einige Möglichkeiten, damit der im Kehlkopf erzeugte Schall voll zur Entfaltung kommt. Schließlich kann der gesamte Körper als Resonanzraum genutzt werden.

Regelmäßiges Summen und Kauen beispielsweise entspannt Ihre Stimmlippen. Danach hört sich die Stimme tiefer an.

 

 

 

12. Brustton der Überzeugung

 

Die Körperhaltung hat hier ebenfalls großen Einfluss. In einer aufrechten, beweglichen und offenen Haltung kann sich die Stimme besser entfalten.

Immer schön locker bleiben! Achte auch im Sitzen auf eine entspannte, aufrechte Haltung. Verändere die Sitzposition, dehnen und lockere die Muskeln deines Oberkörpers immer wieder zwischendurch. Gerade im Schulter-Nacken-Bereich bilden sich schnell Verspannungen, die sich auf die Stimme auswirken.

 

 

 

13. Immer noch nicht genug?

 

Bleibe dran, es lohnt sich. Stimmtraining macht sich positiv bemerkbar, fördert Selbstsicherheit, ein stärkeres Auftreten, eine höhere Überzeugungskraft sowie mehr Kompetenz und Professionalität.

Hier (Artikel: Stimmt so! Wie du eine ausdrucksstarke Stimme bekommst und behälst) findest du weitere Übungsbeispiele und ansonsten komme zu mir ins Training. Schon einige wenige Übungseinheiten wirken Wunder ﹣ es sei denn, du möchtest klingen wie Pavarotti.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

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Artikel zur Stimme

Räuspern: Frosch im Hals … nicht gut für die Stimme

Viele Rednerinnen und Redner kennen dieses Kratzen, den Frosch im Hals. Was tun beziehungsweise was besser nicht?

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Stimme

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. April 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #835548
K:
Ü:X

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Es sich verändert, ist die Sichtweise darauf.
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums

Perspektiverweiterung

 

Gute Redner und Rederinnen erweitern das Sichtfeld des Publikums. Weshalb tun sie das und wie kann es gelingen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Alles eine Frage der Perspektive

 

 

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Das Einzige, das sich verändert, ist die Sichtweise darauf.

Carlos Castañeda

 

Deshalb gehört es zu den Aufgaben überzeugender Redner, das Publikum einzuladen, weitere Sichtweisen zu erkunden als nur die bisher favorisierten. Es gilt, Licht dorthin zu tragen, wo bisher nicht hingesehen wurde.

Eine guter Redebeitrag lädt dazu ein zumindest für den Moment die Perspektive zu wechseln, sie zu erkunden, ihr eine Chance zu geben. Eine ehrliche Rede ist ein Angebot.

 

 

Respekt 

 

Wer meint, als einziger Mensch die Wahrheit zu kennen, wird schnell zum Fundamentalisten. Dann handelt es sich nicht mehr um Angebote, sondern die Bestrebung zur Zwangsbekehrung. Und auf die reagieren wenige Menschen erfreut, nicht einmal dann, wenn es um durchaus erstrebenswerte Ziele geht.

Themen haben oft viel viel Seiten, von denen aus, von denen aus sie betrachtet werden können. Die Welt ist komplex, sehr komplex. Berücksichtigen wir das, soweit es uns möglich ist. Gehen wir voran und laden wir dazu ein es uns gleich zutun. Wie können wir von anderen erwarten unserer Sicht eine Chance zu geben, wenn wir uns deren Betrachtung nicht einmal angesehen haben?

 

 

Innere Haltung statt Technik

 

Gute Redner und Rednerinnen würdigen andere Sichtweisen nicht nur, weil es eine gute Strategie ist, sondern aus Überzeugung. Respekt kann nur auf einer echten inneren Haltung beruhen, ein intelligentes Publikum merkt Schauspiel schnell.

Video

Kommt!

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #6760
K:
Ü:

Antworten auf 14 häufige Fragen zu Lampenfieber. Was hilft wirklich?

Antworten auf 14 häufige Fragen zu Lampenfieber. Was hilft wirklich?

Tipps, mit denen Sie Lampenfieber loswerden. Wenn schon der Gedanke an den Auftritt zur übersteigerten Adrenalinausschüttung führt
Tipps, mit denen Sie Lampenfieber loswerden

Fragen und Antworten zu Lampenfieber

 

Kaum jemanden ist das Thema Lampefiebr wirklich fremd. Es reden halt nicht alle frei darüber. So denken viele Menschen sie wären allein mit ihren verwirrenden Reaktionen bei Aufritten vor Publikum.

Deswegen gibt es hier zu entsprechenden Fragen, Antworten und Tipps zum Thema Lampenfieber. Was hilft und was hält nicht, was es verspricht. Es gibt zu viele Mythen rund um Lampenfieber.

 

 

 

Überblick

 

 

Lampenfieber

 

Aus Anlass eines Radiobeitrages entstand dieser Artikel als Mitschrift der Fragen und Antworten zum Thema Lampenfieber:

Viele Menschen haben es mit dem ungeliebten Lampenfieber zu tun. Die Angst vor einem öffentlichen Auftritt, einer Präsentation, einer wichtigen Entscheidung reicht von Aufregung, Ängstlichkeit, unkontrollierten Schweißausbrüchen, vom Frosch im Hals bis hin zur Panik mit Fluchtgedanken. Betroffene haben Angst, sich zu blamieren oder zu versagen. Von Spaß an der Gelegenheit ist dann keine Rede mehr.

14 häufige Fragen zu Lampenfieber und die Antworten darauf

1. Definition: Was ist Lampenfieber?

 

Der Leistungsdruck vor anderen Menschen, deren Aufmerksamkeit sich auf einen richtet, wird als Lampenfieber bezeichnet. Klassischerweise wird er in einer herausgehobenen Situation erlebt, wie zum Beispiel im Scheinwerferlicht auf einer Bühne.

Lampenfieber ist eine spezielle Art von Stress. Stress, der sich positiv, aber auch negativ auswirken kann. Eine gewisse Wachheit ist für wichtige Situationen eher von Vorteil, während ein Zustand der einen weit aus der eigenen Mitte holt, weder angenehm noch konstruktiv ist. Betroffene fühlen sich oft als, wenn sie neben sich stehen würden, abgeschnitten von den eigenen Möglichkeiten.

 

 

 

2. Wer ist von Lampenfieber betroffen?

 

Lampenfieber kennen nicht nur Schauspieler, das gibt es auch vor Gesprächen mit dem Chef, bei Gehaltsverhandlungen, Präsentationen, Fahrprüfungen, Uni- oder Schul-Prüfungen.

Oft ist es nicht der tatsächliche Statusunterschied, der ausschlaggebend ist, sondern der empfundene. Beispielsweise, wenn Betroffene sich durch Teilnehmer an eine Situation aus der Vergangenheit erinnert fühlen. Ein Beispiel: Der souveräne Vorstand eines DAX-Unternehmens, der Schweißperlen auf der Stirn bekommt, weil eine Teilehmerin der Besprechung ihnen die autoritäre Lehrerin in der Grundschule erinnert.

 

 

 

3. Wie äußert sich Lampenfieber?

 

Die Symptome sind bei jedem anders gelagert; verbreitet sind Zittern, Herzrasen, feuchte Hände, Tropfen auf der Stirn, Vergesslichkeit, Stimme weg.

Hat da jemand heimlich die Heizung hochgedreht? Meist ist das nicht der Fall und das menschliche Gehirn steckt dahinter. Jener Teil des Gehirns, der sich seit den Anfängen der Menschwerdung kaum verändert hat, das Stammhirn, auch als Reptilienhirn bezeichnet. Es ist zuständig für Notsituationen und übernimmt die Führung, wenn es meint, dass keine „vernünftigen“ Alternativen mehr zur Auswahl stehen. Grundsätzlich eine tolle, weil flinke Angelegenheit, wenn es darum geht in gefährlichen Situationen eines der drei verfügbaren Automatikprogramme zu starten.

Programm 1: Kampf!
Programm 2: Flucht!
Spezialprogramm 3: Erstarren bzw. Tot stellen!
Während sich alle drei Programme zwar mehr oder weniger bei Säbelzahntigern bewährt haben, sind Beziehungen zu Chefs und sonstigem Publikum mit keiner der drei Möglichkeiten positiv zu gestalten.

Doch stuft unser Gehirn eine Situation als gefährlich ein, „Hilfe Publikum!“, schüttet es augenblicklich entsprechende Stoffe aus, die uns auf eine der Optionen vorbereiten und das verursacht die erwähnten körperlichen Symptome des Lampenfiebers. Ob die Gefahr real ist oder nicht, spielt dabei kaum eine Rolle, sondern vielmehr die eigenen Erwartungen.

 

 

 

4. Wenn das automatisch abläuft; bin ich dem ausgeliefert?

 

Nein, solange das Gehirn meint, wir hätten noch halbwegs aussichtsreiche Verhaltensalternativen zur Verfügung bleibt das „modernere“ Gehirn, der Cortex, die Gehirnrinde, am Ruder und das Stammhirn übernimmt nicht die Führung. Lampenfieber ist sozusagen ein Zustand, in dem die Führungsrolle nicht 100 % geklärt ist. Und deshalb gilt es, die persönliche Flexibilität deutlich wahrzunehmen und zu erhalten, also das Ruder sicher in der Hand zu behalten.

 

 

 

5. Gibt es typische Fehler, die zu Lampenfieber führen?

 

Vielfach wird sich nur auf den Inhalt vorbereitet, nicht aber auf die Vortragssituation bzw. Gedanken daran werden verdrängt. Und Verdrängen baut nur noch mehr Druck auf. Nehmen wir als Beispiel ein Studium; wie viele Jahre inhaltlicher Vorbereitung da im Verhältnis zur mentalen Prüfungsvorbereitung investiert werden, wenn es dort doch sozusagen um das Ernten geht.

 

 

 

6. Hat Lampenfieber auch eine positive Seite?

 

Der Ausstoß an Stoffen macht uns wacher und aufmerksamer. Wem es gelingt ausgeglichen zu bleiben, anstatt im Tunnelblick zu enden, der wird fokussierter dabei sein, also davon profitieren.

 

 

 

7. Kann jemand auch zu entspannt sein?

 

Ja, wer schon einmal einen Redner überlebt hat, der offensichtlich eine Überdosis Baldrian konsumiert hat, der weiß; unbeteiligte, weil betäubte Redner können einen zu Tode langweilen. Ich möchte einen Menschen erleben, der sich für sein Thema begeistert, der bei der Sache ist und der dazu steht.

 

 

 

8. Vorbeugung

 

Kann ich im Vorfeld etwas tun, damit ich in einer konkreten Situation kein Lampenfieber oder wenigstens weniger als sonst habe?

Atmen! Atmen verlängert nicht nur nachgewiesener Weise das Leben, sondern eine gute ruhige Atmung löst auch Stress. Da braucht es keine magischen Techniken, sondern eine entsprechende Haltung.

Wer sich mit der Situation, dem Ort und den Menschen im Vorfeld auseinandersetzt der geht sicherer in die Situation. Eine entsprechende praktische Vorbereitung gibt Sicherheit; inhaltlich – „Was gibt es noch zu lernen?„, mental – ‚Was begeistert mich am Thema?‘, und auch technisch; „Wie funktioniert dieser Hightechbeamer eigentlich?“.

 

 

 

9. Gibt es so etwas wie mentale Vorbereitung?

 

Lampenfieber kommt auch von mangelnder Routine, meist bei einem „ersten Mal“. Häufig wird gefragt: „Kann man da selbst etwas tun?“, „Gibt es so etwas wie mentale Vorbereitung?“ Tatsächlich macht Routine einiges leichter und deshalb ist Training eine gute Sache.

Mit einigen Klienten gehe ich die erwartete Situation in diversen Varianten – auch mental – durch. Wenn es so weit ist, steht schon eine Auswahl an Verhaltensmöglichkeiten zur Verfügung, die ggf. abgerufen werden können. Das verleiht Sicherheit!

Und in der konkreten Situation: Noch zehn Minuten bis zur Angstsituation. Was kann ich machen? Atmen! Atmen! Atmen! Ruhig, im eigenen Rhythmus und in die gefühlte Mitte hinein. Und dabei an förderliche Dinge denken, was immer einen in einen geeigneten guten ressourcevollen Zustand bringt.

Das fantasievolle Ausmalen des Super-GAU (ja, das ist eine Steigerung, die eigentlich nicht geht, doch so ist bei Lampenfieber), des maximal schlimmsten Ergebnisses, hat sonst leicht etwas von einer sich selbst realisierenden Prophezeiung. Eine angenehme Zielvorstellung hingegen macht uns besser!

Profis arbeiten mit sogenannten Ankern; einer Sammlung guter Zustände, die spontan aktiviert werden können, wie z. B. das gute Gefühl einer erfolgreichen Rede oder wie das Musikstück aus dem Traumurlaub uns in einen guten Zustand zaubert.

Oft wird geraten, mit dem Lampenfieber ein Stück weit mitzugehen, nicht krampfhaft locker sein zu wollen. Die beste Chance von etwas mehr zu bekommen ist – sich darauf zu konzentrieren. Bloß keinen Stress! Diesmal bloß nicht verkrampfen!

Doch Krampf ist Krampf! So wirkt sonst auch die Rede verkrampf! Besser ist ein natürlicher authentischer Zustand, in dem das persönliche Repertoire der Möglichkeiten verfügbar ist.

 

 

 

10. Was mache ich in der konkreten Situation, beispielsweise während einer Rede?

 

Ein freundlicher Kontakt mit den Teilnehmern, wenn es passt lächeln und von Zeit zu Zeit nicken; was immer dazu dient, um die Gemeinsamkeiten mit den Anwesenden zu unterstreichen ist hilfreich, da es auch positiv auf einen selbst wirkt.

Generell gilt; sicher wirkt, wer sicher ist und sicher ist, wer sicher wirkt! Die innere Haltung wirkt auf das Äußere und das Äußere auf das Innere. Also dafür sorgen, dass es so gemeint ist, anstatt so zu tun.

 

 

 

11. Ist Alkohol eine Lösung? Beruhigungsmittel?

 

Ich stelle mir gerade den Auftritt mit einer Bier- oder Rotweinfahne vor. Ob der Nutzen den negativen Eindruck ausgleicht?

Ein Glas Wein kann zwar manchmal auflockern. Aber was wäre die Botschaft, die bei Ihnen hängen bleibt, wenn es funktionieren würde?
Geht es dann zukünftig nur noch mit einem kräftigen Schluck Bordeaux? Für reproduzierbare – also professionelle – Ergebnisse ist das nicht empfehlenswert. Außerdem macht Alkohol ja nicht nur lockerer, sondern hat auch den ein oder anderen Nebeneffekt auf das Denken und die Artikulation.

 

 

 

12. Wiederholungstäter

 

Was kann ich machen, wenn ich sehr oft in vielen verschiedenen Situationen diese Angst habe und mir dadurch auch Chancen entgehen?

Manchmal ist Lampenfieber nur eine einmalige Sache: Vor der einen Fahrprüfung, vor dem einem Vorstellungsgespräch. Spätestens, wenn es wirklich wichtig ist, lohnt der Gang zum Profi.

In ein oder zwei Sitzungen kann mitunter Unglaubliches geleistet werden, ob es nun um eine Rede, das Staatsexamen, die Bewerbung oder den Fernsehauftritt geht. Es macht ebenso Spaß und bringt weiter.

 

 

 

13. Was sonst noch?

 

Gut zu wissen: Auch wenn der Puls noch so pocht und die Knie weich werden, die Zuschauer bekommen vom Lampenfieber oft nichts mit. Und, wer sich dem Lampenfieber stellt und die Herausforderung meistert, der geht gestärkt daraus hervor!

 

 

 

14. Wenn es einfach nicht besser wird?

 

Dann kann es sich um tiefliegende Ängste, wie die Redeangst, handeln. Dann hilft auch Coaching nicht wirksam. In diesem Fall können Sie sich ebenfalls an mich wenden. Nicht jeder kennt den Unterschied zwischen Lampenfieber und Redeangst, doch wenn es um die Auflösungen geht, ist er riesig.

Video

Gilt Lampenfieber als Phobie?

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Ist es Lampenfieber oder Redeangst?

 

Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.

 

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

P.S.

 

Welche Fragen haben Sie zum Themenbereich Lampenfieber?

Artikel zum Thema Lampenfieber und Redeangst

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 31. März 2024
AN: #7678
K: CNB
Ü:
ÜP

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Bogensätze statt Girlandensätze: Richtig betonen und verstanden werden

Tipps für ausdrucksstarkes Sprechen
Richtig betonen: Bogensätze statt Girlandensätze

Bogensätze für stimmliche Wirkung

 

Bei manchen Redner ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob das Gesagte nun eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung ist. Sogenannte Girlandensätze, lassen klanglich mehr offen als zu klären. Das macht es nicht gerade einfach, die beabsichtigte Botschaft zu erkennen. Lernen Sie, Bogensätze einzusetzen.

Betonung

 

Seine Aussprache war so wie des Demosthenes seine, wenn er das Maul voller Kieselsteine hatte.

Georg Christoph Lichtenberg

Bogensätze statt Girlandensätze

 

Unberechtigt beliebt sind sogenannte Girlandensätze, die klanglich mehr offen lassen als zu klären. Rätselraten: Bei manchen Redner ist so nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob das Gesagte nun eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung ist. Das macht es nicht gerade einfach, die beabsichtigte Botschaft zu erkennen.

 

 

 

Richtig betonen

 

Reden ohne Punkt und Komma klingt besser, als es wirkt. Wenn die Stimme in einem Satz zunächst nach unten und dann unmittelbar vor dem Satzende wieder nach oben geht, dann wirkt ein Satz unvollständig. Solch ein Satz findet dadurch keinen erlösenden Abschluss. Er hängt irgendwie noch in der Luft. Redende hinterlassen so einen unsicheren Eindruck. Das fördert keine erstrebenswerte Ausstrahlung und dient schon gar nicht der Glaubwürdigkeit. Wenn Redende sich schon seiner Sache nicht sicher ist, weshalb sollten die Zuhörenden dem dann Glauben schenken?

 

 

 

Bogensätze können helfen

 

Bogensätze? Insbesondere Sprecher und Moderatoren im Fernsehen und Radio verwenden sogenannte Bogensätze. Bei ihnen hebt sich die Stimme im Verlauf des Satzes und senkt sich am Satzende. Es folgt eine kurze Pause. Das Anheben der Stimme gibt dem Gesagten mehr Dynamik und Lebendigkeit. Das anschließende Senken der Stimme signalisiert einen stimmigen Gedanken und Sicherheit. Durch die Pause am Satzende bekommt der Satz mehr Raum und somit zusätzliche Bedeutung.

Aber bitte immer mit der Ruhe; Bogensätze helfen nicht, wenn du zu schnell sprichst. Also achte auf eine angemessene Sprechgeschwindigkeit. Preschst du zu schnell voran, wird dir niemand folgen können. Abgehängt!

Deine Zuhörenden können ja im Gegensatz zu einem Text bei Ihren Aussagen nicht noch einmal schnell nachlesen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Also sprichst du langsam genug, sodass dein Publikum darüber nachdenken kann, während du sprichst. Woran erkennst du, dass deine Redegeschwindigkeit richtig ist?

Orientierung: Wenn du das Gefühl hast, dass du viel zu langsam sprechen, ist deine Sprechgeschwindigkeit meist annähernd langsam genug.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Wann klingt ein Satzaufbau nach einer Frage?

Ein Satz klingt nach einer Frage, wenn er eine Frageform aufweist. In der deutschen Sprache gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Frage zu formulieren. Eine davon ist die Verwendung von Fragewörtern wie „wer“, „was“, „wann“, „wo“, „wie“ oder „warum“. Wenn einer dieser Fragewörter am Anfang eines Satzes steht, wird der Satz als Frage interpretiert. Zum Beispiel:

  • Was machst du heute Abend?
  • Wann bist du nach Hause gekommen?
  • Wo hast du deine Schlüssel hingelegt?

Eine weitere Möglichkeit, eine Frage zu formulieren, besteht darin, das Verb am Anfang des Satzes zu platzieren. In diesem Fall wird der Satz mit einem Fragezeichen enden. Zum Beispiel:

  • Ist das Wetter heute gut?
  • Hast du meine Nachricht bekommen?
  • Kommst du mit zum Kino?

 

Wenn keine dieser Formen verwendet wird, klingt der Satz nicht nach einer Frage. Zum Beispiel:

  • Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.
  • Das Wetter ist heute schön.
  • Ich komme mit zum Kino.

Welche Rolle spielt die Betonung bei einer ausgesprochenen Frage?

Die Betonung spielt bei einer Frage eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen kann, den Sinn des Satzes zu verändern oder zu präzisieren. In der deutschen Sprache wird die Betonung auf das betonte Wort oder die betonte Silbe gelegt. In einer Frage kann die Betonung dazu verwendet werden, um auf das Fragewort oder den Teil des Satzes zu verweisen, auf den die Frage abzielt. Zum Beispiel:

  • Wer ist an der Tür?
    Die Betonung liegt auf „Wer“, dem Fragewort.
  • Was hast du gestern gemacht?
    Die Betonung liegt auf „gemacht“, dem Teil des Satzes, auf den die Frage abzielt.

 

Die Betonung kann auch dazu verwendet werden, um die Art der Frage zu verdeutlichen. In einer Ja/Nein-Frage wird häufig die Betonung auf das Hilfsverb gelegt, um die Frage nach einer Bestätigung oder Ablehnung zu stellen. Zum Beispiel:

  • Bist du bereit?
    Die Betonung liegt auf „bist“, dem Hilfsverb.
  • Hat sie dir geholfen?
    Die Betonung liegt auf „hat“, dem Hilfsverb.

 

In einer Optionen-Frage wird häufig die Betonung auf das Fragewort gelegt, um nach einer Auswahl zu fragen, wie beispielsweise:

  • Welches Buch möchtest du lesen?
    Die Betonung liegt auf „Welches“, dem Fragewort.
  • Was möchtest du zum Abendessen essen?
    Die Betonung liegt auf „Was“, dem Fragewort.

 

Die Betonung kann auch dazu verwendet werden, um die Intonation einer Frage zu verändern und so die Stimmung oder den Ausdruck zu verändern. Zum Beispiel:

  • Hast du deine Hausaufgaben gemacht?
    Diese Frage wird in einem neutralen Tonfall gestellt.
  • Hast du DEINE Hausaufgaben gemacht?
    Diese Frage wird in einem Vorwurfs-Tonfall gestellt.

Was ist ein Girlandensatz?

Ein Girlandensatz ist ein Satz, der aus mehreren Sätzen besteht, die durch Kommas verbunden sind. Ein Girlandensatz kann aus zwei oder mehr Sätzen bestehen, die zu einer Einheit zusammengefügt werden. Die Sätze in einem Girlandensatz sind in der Regel durch Kommas getrennt, obwohl in manchen Fällen auch Semikolons oder Gedankenstriche verwendet werden können.

Ein Girlandensatz kann verschiedene Funktionen haben, je nachdem, wie er verwendet wird. Er kann zum Beispiel dazu verwendet werden, um Informationen zu vermitteln, die in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind, oder um verschiedene Ideen oder Gedanken zu präsentieren.

P.S.

 

Wie pflegst du deine Ausdruckskraft der Stimme durch Betonung?

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Artikel zur Stimme

Räuspern: Frosch im Hals … nicht gut für die Stimme

Viele Rednerinnen und Redner kennen dieses Kratzen, den Frosch im Hals. Was tun beziehungsweise was besser nicht?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2011
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #75383
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Ü:X