7 Techniken, damit gute Argumente keine Frage des Zufalls sind

7 Techniken, damit gute Argumente keine Frage des Zufalls sind

Überzeugungskraft durch fundierte Vorbereitung von Gesprächen, Verhandlungen, Debatten,…

Gute Argumente sind keine Frage des Zufalls

Gute Argumente

 

Ob schriftlich oder  mündlich, ob in Gesprächen oder Präsentationen: Viele Menschen überlassen die Qualität ihrer Argumente weitgehend dem Zufall. Zu oft wird erst während einer Diskussion erkannt, welche Lücken übersehen wurden. Bereiten Sie sich lieber gleich entsprechend vor.

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So überzeugst du jeden — Die Kunst, starke Argumente zu entwickeln

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So gelangen Sie zu überzeugenden Argumente

 

Das Argument gleicht dem Schuss einer Armbrust - es ist gleichermaßen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat.

Francis Bacon

 

 

 

Argumente: Wie steht es mit Ihrer verbalen Munition?

 

Wenn das Zitat stimmt, weshalb überlassen so viele Menschen die Qualität ihrer Argumente weitgehend dem Zufall? Weshalb ist mancher Pfeil so stumpf, weshalb sind so viele Argumentationen lieblos vorbereitet?

Viel zu oft wird erst in der Hitze einer Diskussion erkannt, welche Lücken übersehen wurden.

Schade! Keine Patronen mehr im Magazin oder Ladehemmung? Dann wurde am falschen Ende gespart. Einmal gespart, zweimal bezahlt. Eine ordentliche Vorbereitung ist hilfreicher als sich anschließend zu ärgern. Ich zeige Ihnen, wie Sie noch überzeugender argumentieren. Wie so oft hängt die Entscheidung vom Verhältnis Aufwand zu erwartetem Ergebnis ab. Mit manchen Klienten arbeite ich kurz an ihrer Argumentation und mit manchen über viele Stunden. Sie können selbst am besten einschätzen, was sich lohnt. Das Ergebnis dem Zufall zu überlassen ist wenig empfehlenswert und Korrekturen sind dann oft teuer.

 

 

 

Also, Ärmel hoch …

 

Gute Argumente kommen selten aus dem Nichts, sondern sie sind das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitung. Es gilt möglichst viele relevante Perspektiven zu erkunden und so vorwegzunehmen, was kommen könnte.

Ob für Gespräche, Verhandlungen, Präsentation oder Medienauftritt; Vorbereitung lohnt sich, wenn es um etwas Relevantes geht! Schon bei der Vorbereitung wird weitgehend über den Erfolg entschieden. Wie Sie die wichtigsten Argumente finden, erfahren Sie in diesem Artikel. Sie können ihn natürlich auch überspringen und mich gleich anrufen. Dann krempeln wir gemeinsam die Ärmel hoch und bereiten Sie vor.

 

 

 

7 Techniken für überzeugende Argumente

 

Die folgenden Techniken helfen Ihnen dabei sich einen Überblick zu verschaffen, mögliche Motive und Argumente aus verschiedensten Interessenrichtungen aufzudecken und zu beantworten. So kommen Sie selbst den besten Gegenargumenten anderer Parteien zuvor.

 

 

 

1. Clustering: Häufchenbildung

 

Der englische Begriff „Clustering“ bedeutet Büschel, Gruppe oder Anhäufung. So lässt sich erst einmal Ordnung schaffen, indem verwandte Informationen mit ähnlichen Merkmalen gesammelt und zu Gruppen zusammengefasst werden.

Clustering ist sehr hilfreich dabei die eigenen Gedanken und Ideen zu strukturieren. Zuerst wird ein Kernbegriff auf ein Blatt Papier geschrieben und mit einem Kreis umrahmt. Alles, was Ihnen zu diesem Kernbegriff einfällt, notieren Sie ebenfalls und verbinden es mittels Strichen mit dem Kernbegriff oder anderen Gedanken. Suchen Sie nicht lange nach Begriffen oder Wörtern, sondern schreiben Sie einfach ungehemmt alles auf, das Ihnen spontan einfällt. Wenn Ihnen zu den Clustern nichts mehr einfällt, kann die Darstellung nochmals überarbeitet werden.

Überlegen Sie sich gut, welche Begriffe wesentlich sind und welche nicht. Bei Bedarf können Sie weitere Cluster erarbeiten, in denen Sie die zentralen Themen und Begriffe näher ausarbeiten. Ziel ist es auf diese Weise den Überblick zu gewinnen und zu erkennen, an welchen Stellen, welche Argumente genutzt werden können.

Weitere Tipps für die Verwendung des Clustering finden Sie hier.

 

 

 

2. Mind Mapping: Gehirnlandkarten erstellen

 

Mind Mapping regt die Kreativität an, indem es beide Gehirnhälften beteiligt. Mind Mapping wurde 1970 von Mentaltrainer Tony Buzan entwickelt. Das war zu der Zeit, als Gabriele Rico das verwandte Clustering beschrieb, das ohne hierarchische Strukturierung der Inhalte arbeitet.

Beim Mind Mapping packen Sie Ihr Thema oder einen Aspekt davon als Hauptbegriff in das Zentrum eines möglichst großen Blattes Papier. Von dort aus führen verschiedene Zweige zu weiterführenden, spezifischen Aspekten. Unterthemen dieses Hauptbegriffes werden um den Hauptbegriff herum an Hauptästen angeordnet. Von dort wiederum gehen einzelne Begriffe an Nebenäste ab und so weiter.

Wenn Sie die Möglichkeiten des Mind Mapping erkunden wollen, finden Sie dazu hier einen Beitrag.

 

 

 

3. Sechs Perspektiven: Hutwechsel und Sichtweise

 

Edward de Bono´s Methode „Six Thinking Hats“, „Die 6-Hut-Methode“ oder auch die „Sechs Perspektiven“ ist eine Denk- und Diskussionsmethode in Form eines Rollenspiels. Sie nehmen unterschiedliche Perspektiven ein. Das hilft Ihnen dabei, gewohnte Denkmuster zu überwinden und weitere Einblicke in mögliche Sichten zu gewinnen. Sechs verschiedene Hüte beziehungsweise Perspektiven stehen für sechs verschiedene Denkrichtungen zu einem Thema. Rollen, die jeweils analytisches Denken, persönliches Empfinden, Zweifel, positives Denken, Kreativität oder Ordnung fördern. Durch das (gedachte oder auch tatsächliche) Aufsetzen eines Hutes wird das Thema aus der jeweiligen Perspektive heraus erkundet. So lassen sich Argumente, Gegenargumente, Entkräftungen, Ideen und Strategien finden.

Diese Methode fördert die Flexibilität des Denkens und hat sich auch bei der Vorbereitung von Gesprächen, Verhandlungen und Debatten bewährt.

 

Eine ausführliche Beschreibung zu den Sechs Perspektiven finden Sie hier.

 

 

 

4. Visualisierung: Die innere Leinwand nutzen

 

Durch die eigenständige oder geführte Visualisierung des angestrebten Gespräches, der Verhandlung oder Debatte werden die Möglichkeiten erkundet und Reaktionen und Gegenargumente durchgespielt. So lassen sich oft interessante Argumente finden.

Mehr zur Visualisierungen finden Sie hier.

 

 

 

5. Walt-Disney-Technik: Die Räume erkunden

 

Indem Sie in verschiedene Rollen schlüpfen, nutzen Sie auch hier intensiv verschiedene Perspektiven, mit denen Sie Argumente finden und verbessern können. Das geschieht in drei verschiedenen Rollen, die es nacheinander einzunehmen gilt:

  • die Rolle des Träumers (Visionär, Ideenlieferant),
  • die Rolle des Realisten (Verwirklicher, Macher)
  • und die des Kritikers (Qualitäts-Manager, Controller).

In der Träumerrolle sind alle auch noch so unrealistisch erscheinenden Ideen erlaubt. In der Realistenrolle geht es darum die Argumente und Strategien auszuarbeiten, also zu realisieren, um sich dann in der Kritikerrolle kritisch damit auseinandersetzen. Dieser Kreislauf wird immer wieder und wieder durchlaufen. Der Prozess gilt dann als abgeschlossen, wenn für alle relevanten Aspekte Argumente gefunden wurden und Gegenargumente entkräftet werden können.

Mehr zur Walt-Disney-Strategie erfahren Sie hier.

 

 

 

 

6. Wunderfrage

 

Manche Fragen führen tiefer und tiefer hinein in das Problem. Besonders die Fragen, die mit Warum beginnen, machen die Sache oft nicht besser. Und es gibt Fragen, die auf wundersame Weise den Blick zu den Lösungen wandern lassen. Die Technik der Wunderfrage fördert das.

 

Wunderfragen:

  • Wenn das Problem verschwunden wäre, woran würden Sie das merken?
  • Was wäre anders?
  • Wem fällt es noch auf?

Mittels der Wunderfrage lassen sich mögliche Zielszenarien beziehungsweise Bestandteile der Lösung finden. Erkunden Sie im ausführlichen Artikel die Wunderfrage.

 

 

7. bis …

 

Wenn es wirklich darauf ankommt, lassen Sie sich von mir helfen. Sie bekommen dann mehr als nur Techniken.

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.

Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.

 

 

 

Keine Zeit, um zu mir nach Berlin zu kommen?

 

Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.

 

 

 

Lampenfieber

 

Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

 

 

P.S.

 

Wie finden Sie die besten Argumente, wenn Sie andere Menschen überzeugen wollen?

Man überzeugt im allgemeinen besser durch Gründe, die man selbst gefunden hat, als durch die, die anderen eingefallen sind. Blaise Pascal

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. August 2014
Überarbeitung: 6. Januar 2020
AN: #562179
K: CNB
Ü: A
K:

Viel Spaß: Diskutieren mit Fundamentalisten, Fanatikern, Extremisten und …

Viel Spaß: Diskutieren mit Fundamentalisten, Fanatikern, Extremisten und ...

Auf den Spuren von Don Quichote? Fanatiker überzeugen: Na dann, viel Spaß!

Hat jemand das U gesehen? Fanatiker überzeugen

Fanatiker überzeugen?

 

Was Sie bei Diskussionen mit Fundamentalsten, Fanatikern und Extremisten erwartet. Was Sie tun können und was Sie sich sparen können. Tipps für ideologische Debatten. Was geht und was ist Zeitverschwendung? Weshalb es trotzdem wichtig ist zu reden.

 

 

 

Überblick

 

Video

Diskutieren mit Narzissten, Fanatikern & Fundamentalisten? Was hilft – und wann du besser gehst

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Fanatiker, Fundamentalisten, Extremisten, …

 

Bei grundlegenden Konflikten stoßen Argumente auf Grenzen. Kann überhaupt mit jemandem inhaltlich debattiert werden, wenn man mit ihm in den fundamentalen Prinzipien nicht übereinstimmt?

 

Fanatiker meinen Kommunikation bedeutet, ihnen zuzustimmen.

 

 

 

Fanatismus

 

 

Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

 

Fanatismus ist Unmenschlichkeit im Namen vermeintlich hoher Ideale. Der Zweck heiligt die Mittel. Fanatismus ist das Gegenteil von Toleranz. Das Grundprinzip des Fanatismus lautet: „Meine Wahrheit verdient einen Sonderstatus gegenüber allen falschen Lehren.“ Verbindet sich ein solches Prinzip mit der Meinung „Ich besitze die Wahrheit“ zeigt sich die Intoleranz für Andersdenkende. Formen von Fanatismus sind politische Ideologien, Rassismus, Nationalismus.

Selbst wer gerne in durchaus kontroversen Gesprächen Meinungen abgleicht, ja, bei Bedarf sogar den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und anzupassen bereit ist, verliert dabei die Lust, wenn es sich um fanatische Personen handelt. Zumindest unterstreichen das nicht nur meine Erfahrungen.

 

Der Fanatismus ist nämlich die einzige „Willensstärke“, zu der auch die Schwachen und Unsicheren gebracht werden können.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

Wer nicht den Nerv und die Geduld hat, sich in einen Fanatiker hineinzuversetzen, um seine Sicht auf seiner Ebene zu verstehen, sollte jegliche direkte Diskussion vermeiden. Im besten Fall geht es darum Schaden zu reduzieren und unentschlossene Beobachter zum Nachdenken zu bewegen.

 

Man müsste es dahin bringen, dass sich alle Menschen des Fanatismus und der Intoleranz schämen.

Friedrich II., der Große

 

 

 

Fanatiker erkennen

 

Fanatiker werden auf die Frage, unter welchen Umständen Sie bereit sind, ihre Postion nochmals zu überdenken, kaum glaubhafte Antworten liefern, sondern die im Artikel beschriebenen typischen Reaktionen an den Tag legen.

Tatsächliche Fanatiker werden auf Teufel komm raus alles tun, um aus ihrer Sicht Recht zu behalten. Jegliche Regeln des logischen Denkens sind dann außer Kraft. Auf je mehr Widerstand Fanatiker treffen, desto hemmungsloser werden sie und setzen, in die Enge getrieben, auch Gewalt ein.

 

 

 

Fanatiker überzeugen, geht das überhaupt?

 

Wir argumentieren und streiten regelmäßig, weil es sowohl Alltag als auch zahlreiche Herausforderungen fordern. Im konstruktiven Streit, im Austausch von Argumenten, findet Entwicklung statt. Wir diskutieren, um herauszufinden, ob ein Gedanke wirkungsvoll oder ein Plan durchführbar ist. Wir streiten, um zu erfahren, was andere wissen. Wir sind bestrebt, mit den Mitteln der Sprache unsere Mitmenschen für unsere Position zu gewinnen. So weit, so gut funktioniert das meist.

Anders beim Zusammentreffen mit Fanatikern. Ein Fanatiker ist stur, verbockt und will es einfach nicht einsehen. Obwohl er eigentlich null Argumente hat, gibt es stundenlange Schein-Diskussionen, die sich im Kreise drehen, bis Übelkeit droht. Am Ende gilt es aufzupassen, nicht die eigene Souveränität zu verlieren und mit seinen Argumenten dumm dazustehen, während der Fundamentalist mit einem Grinsen im Gesicht von dannen zieht und vorher sogar noch neutrale Zuschauer durch seine Beharrlichkeit überzeugt hat.

Das Problem beim Fundamentalismus: Er arbeitet wie die Blutpresse: Ohne Fakten, aber mit archaischen Emotionen; vereinfacht, leicht verständlich und emotional schnell aufnehmbar.

Es gibt einige Möglichkeiten beim Umgang mit Fanatikern besser dazustehen und typische Fallstrick zu umgehen. Nur eine Lösung, wie ein Fundamentalist wirklich überzeugt wird, so dass er es selbst tatsächlich einsieht, ist sehr unwahrscheinlich. Fanatiker lassen sich schon aus Überzeugung nicht überzeugen, sonst wären sie ja auch keine Fanatiker.

Der Versuch, mit einer noch so logischen Argumentation zum Ziel zu kommen, scheitert, er erreicht den Fanatiker nicht. Das macht ihn aus; es perlt an ihm ab. Mit jemandem, der bereits unsere Prinzipien ablehnt, können wir nicht diskutieren. Das ist der Normalfall im Streit zwischen zwei Ideologien. Ein argumentativer Kampf zwischen ihnen ist kaum möglich, denn argumentieren setzt eine Basis voraus.

 

 

 

Wenn Argumente an Grenzen stoßen

 

Jeder sieht die Grenzen seines Gesichtsfeldes als die Grenzen der Welt an, meinte Arthur Schopenhauer. Und was, wenn das stimmt? Sich der eigenen Grenzen bewusst zu sein, hilft, diese zu verschieben. Doch die Bereitschaft dazu ist uns nicht in die Wiege gelegt. Bei grundlegenden Konflikten stoßen Argumente auf Grenzen. Kann mit jemandem inhaltlich debattiert werden, wenn man mit ihm in den fundamentalen Prinzipien nicht übereinstimmt? Woran sind Fanatiker zu erkennen und können sie überhaupt überzeugt werden?

 

 

 

Wortverdreher

 

Fanatiker aller Couleur, Ideologen – manchmal auch Wald-, Feld- und Wiesenpolitiker – erfreuen sich an zweifelhaften Redestrategien, mit dubiosen Vergleichen, Scheinargumenten und anderen Tricks aus der untersten Schublade. Um ihnen zu begegnen, ist es zuerst erforderlich, sie als solche zu erkennen.

Fanatiker verschließen schnell ihre Ohren und öffnen umso weiter ihren Mund. Eine Argumentation findet nur solange statt, wie es die Vorbereitung durch die Gehirnwäsche ermöglicht. Fanatiker lieben es dann einem das Wort im Mund zu verdrehen und anstatt Fragen zu beantworten, sollen rabiate Angriffe ablenken. Dabei werden sie oft sehr aggressiv – je schlechter ihre Begründungen sind – und ignorieren jede Verhältnismäßigkeit. Recht behaupten sie selbst dann zu haben, wenn es haarsträubend wird.

Nur nicht unterschätzen: Nicht alle Fanatiker sind dumm, doch sie zielen auf die Dummheit anderer Menschen. Wer da nur die kleinsten Fehler bei der Argumentation begeht, eröffnet Ansatzpunkte, an denen brachial die Brechstange ans Werk geht.

Mit Fanatikern zu diskutieren ist so vielversprechend wie ein Tauziehen mit einem Gegner, der sein Ende heimlich an einen Baum gebunden hat. Da gelten nur dessen Regeln und die können willkürlich geändert werden. Da ist es schon ein Achtungserfolg, dabei nicht selbst den Verstand zu verlieren.

 

 

 

Was tun?

 

Hier hat schon Voltaire, immerhin ein erfolgreicher Streiter gegen religiöse Dogmatik, pessimistisch festgestellt: „Gegen diese epidemische Krankheit (des Fanatismus) gibt es kein Mittel, als den Geist der Philosophie, der allmählich die Sitten der Menschen besänftigt und den Ausbruch des Übels vorhersieht. Wenn dieses Übel nämlich einmal um sich gegriffen hat, muss man die Flucht ergreifen und abwarten, dass die Luft wieder rein wird.“
Also lieber den Fanatikern das Feld überlassen?

 

 

 

Ist Argumentieren mit Fanatikern vergebene Liebesmüh?

 

Handelt es sich nur um vergebliche, manchmal sogar gefährliche Bemühungen? Es kommt auf die Absichten an!

Meist ist es hilfreicher sich für den Moment auf die Aussagen von Fundamentalisten einzulassen, um sie konsequent weiterzudenken, anstatt ihnen mit Gegenargumenten zu begegnen. Dann gilt es alle Konsequenzen einer Haltung darzulegen und diese insbesondere in ihrer Einstellung nicht Gefestigten klarzumachen, ganz nach dem Prinzip „Wenn Sie A sagen, dann müssen Sie auch B sagen“. Ein fundamentalistisches Glaubenssystem kann nur dadurch erschüttert werden, dass die Vernunft subversiv genutzt wird.

 

 

 

Ansatzpunkte

 

Subversive Kritik bedeutet genaue Informationen aufzuzeigen über eine Ideologie, eine umfassende Darstellung ihrer Probleme, Seltsamkeiten, Absurditäten und Alternativen zu geben. Es gilt, immer wieder andere Denkmöglichkeiten darzulegen. Es geht nicht darum zu widerlegen oder mit böswilligen Unterstellungen zu diffamieren, sondern die realen Handlungen und die Aussagen einer Ideologie klar und in aller Offenheit darzustellen und somit auf Peinlichkeiten und Widersprüche hinzuweisen. So behaupten Sie in Ihrer subversiven Argumentation nicht, irgendetwas zu beweisen oder zu widerlegen. Sie informieren, demonstrieren, führen andere Denkmöglichkeiten vor. So zeigen Sie, was die betreffende Ideologie alles beinhaltet und wohin sie führt.

Den in seinem geistigen Fundament starr verankerten Fundamentalisten wird auch das wenig beeindrucken, das gehört zu seinen Wesensmerkmalen. Selbst bei den besseren Argumenten ist im besten Fall untereinander meist nur ein technisches Unentschieden zu erreichen. Allerdings geht es oft ja ohnehin eher darum, das Publikum zu gewinnen. Wer gegen Fanatismus argumentiert, scheint sich an die Fanatiker zu wenden, um sie von den Vorzügen einer besseren und menschlicheren Sache zu überzeugen. In Wirklichkeit wenden wir uns aber an die noch nicht oder noch nicht unwiderruflich Überzeugten und streben an, sie zu immunisieren.

Das Ziel ist dabei also nicht den Fanatiker direkt zu widerlegen, sondern zu verhindern, dass seine Missionsversuche breites Interesse finden. All jene, die noch imstande sind, sich mental flexibler zu bewegen, können mit dieser subversiven Strategie darauf aufmerksam machen, dass der Gegenüber ein Fundamentalist ist und seine Glaubenshaltung nicht nur angepriesene positive Auswirkungen hat. Dabei darf es dem Fundamentalisten nicht gelingen, alle Spielregeln zu bestimmen und seine Widersacher dazu zu bringen, im Bemühen Werte zu schützen, selbst bedeutende Werte zu verletzen und so an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Ein englisches Sprichwort lehrt: Don’t wrestle with a pig! Also Vorsicht: Beim Schlammringen sehen alle Beteiligten nach kurzer Zeit nicht mehr gut aus. Geben Sie auf sich acht!

Video

https://youtu.be/mLcNT9fNGeU

P.S.

 

Haben Sie schon versucht einen Fanatiker zu überzeugen?

19Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2015
Überarbeitung: 19. April 2021
AN: #49320
K:
Ü:A
Englische Version:

Poes Gesetz bzw. Poe’s Law: Risiken von Ironie und Humor

Poes Gesetz bzw. Poe’s Law: Risiken von Ironie und Humor

Vorsicht bei Sarkasmus, Parodie und scherzhaften Bemerkungen.
Poes Gesetz bzw. Poe’s Law

Kennst du Poes Gesetz (Poe’s law)?

 

Vorsicht bei Ironie, Sarkasmus und scherzhaften Bemerkungen. Eine Variante des SGI-Gesetzes, Poes Gesetz (Poe’s law), kann weh tun.

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Ironie in Reden: Warum sie deine Wirkung zerstören kann | Klar reden statt untergehen

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Überblick

 

 

 

 

 

So schräg kann doch keiner denken, oder doch?

 

Wie bizarre, satirisch, ironisch, sarkastisch, absurd ein Beitrag, beispielsweise eine Parodie, sein mag, irgendein Zeitgenosse hält es trotzdem für wahr.

 

 

 

Warnhinweise

 

Ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht Satire!“ oder andere Warnhinweise könnten mitunter helfen, Missdeutungen zu reduzieren. Im Chat werden Smileys dafür verwendet, um auf Mehrdeutigkeiten hinzuweisen. In Gesprächen, Veröffentlichungen, in Reden und Präsentationen fehlen solche Hinweise meist, es würde ja auch nicht der beabsichtigten Wirkung dienen.

 

 

 

Kopfschütteln

 

Manchmal ist kaum vorstellbar, dass jemand absolut übertriebene Äußerungen ernst nimmt. Doch gibt es — neben strategischen Falschdeutern — immer wieder Zeitgenossen, denen das unbeabsichtigt gelingt. Realität schlägt Fantasie, oder, mit anderen Worte, es gilt auch hier das SGI-Gesetz: Einer denkt immer noch schräger!

 

 

 

Poes Gesetz bzw. Poe’s Law

 

Neu ist dieses Phänomen, als Variante des SGI-Gesetzes, nicht. Es hat sogar einen Namen: Poes Gesetz (englisch Poe’s law). Es beschreibt das Phänomen aus der Sicht der netzwerkbasierten Kommunikation des frühen Internets. Poes Gesetz behauptet, dass es unmöglich ist, eine politisch- oder religiös-extremistische Aussage so zu parodieren, dass die Parodie als solche eindeutig erkennbar ist, sofern nicht explizit durch ein Smiley oder ähnliche Hinweise darauf hingewiesen wird.

Ohne solche Hinweise für Humor oder Ironie können Autoren trotz aller darin enthaltener Überspitzungen nicht verhindern, dass selbst ihre vollkommen übertriebenen und aus meiner Sicht offensichtlich absurden Aussagen als wortwörtlich und ernst gemeint missverstanden werden.

Die ursprüngliche Formulierung dieser Regel stammt von 2005. Ein Forumsteilnehmer, der sich selbst „Nathan Poe“ nannte, postete im Usenet scherzhaft folgenden Beitrag:

Without a winking smiley or other blatant display of humor, it is utterly impossible to parody a Creationist in such a way that someone won’t mistake for the genuine article.

beziehungsweise

Ohne einen zwinkernden Smiley oder eine andere offensichtliche Darstellung von Humor ist es absolut unmöglich, einen Kreationisten so zu parodieren, dass niemand es für einen echten Beitrag hält.

Nathan Poe

 

 

 

Gültigkeit

 

Obwohl sich der Kommentar auf eine Debatte zum Kreationismus bezog, kann er als Poes Gesetz sehr gut auf viele Bereiche übertragen werden. Wer häufiger Artikel schreibt oder unterhaltsam vor Publikum präsentiert, kennt das Phänomen meist aus erster Hand.

P.S.

 

Meinungen, Erfahrungen, respektvolle Kommentare sind willkommen. Markierst du Ironie und Humor in deinen Beiträgen?

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2016
Überarbeitung: 07. November 2025
AN: #371
K:CNB
Ü:

Storytelling hilft, einen Pitch zu gewinnen

Storytelling hilft, einen Pitch zu gewinnen

Wirksame Kommunikation, durch professionelles Storytelling
Storytelling

Storytelling hilft, einen Pitch zu gewinnen

 

In diesem Beitrag geht es darum, weshalb und wie Storytelling bei einem Pitch den wesentlichen Unterschied macht.

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Mit Storytelling den Pitch gewinnen

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Weshalb das Erzählen von Geschichten hilft, einen Pitch zu gewinnen

 

Pitching wird oft als knallharter Verkauf angesehen. Du sollst dein Publikum überzeugen, dein Produkt oder deine Dienstleistung zu kaufen. Oder in dein Unternehmen zu investieren. Alles, was du willst, ist „gewinnen“. Den Deal abschließen. So beschreiben das viele, wenn auch mit unterschiedlichsten Worten.

Deshalb glauben viele, dass es beim Pitching nur darum geht, die eigene Botschaft zu vermitteln. Um das Aufzählen von Zahlen, Daten, Fakten. Und darum, zu überzeugen, indem du zeigst, wie toll du und dein Angebot seid.

Wer so denkt, irrt sich gewaltig. Beim Pitching geht es vor allem um eines: Vertrauen.

Wenn es dir gelingt, das Vertrauen deiner Zuhörenden zu gewinnen, werden sie alles kaufen. Deshalb sollte es beim Pitching darum gehen, Vertrauen zu gewinnen. Und was ist besser geeignet, um Vertrauen zu gewinnen, als eine Geschichte zu erzählen?

Storytelling wird an allerlei Stellen als wirkungsvolles Mittel des Marketings bezeichnet. Das Erzählen von Geschichten wird allerdings selten als gute Strategie für einen Pitch angesehen. Doch das sollte es. Denn das ist es. Und zwar aus mehr Gründen als nur, um Vertrauen zu gewinnen.

Meine Erfahrung: Beim Pitching ist die Fähigkeit, passende Geschichten zu erzählen, ein riesiger Vorteil.

 

 

 

Geschichten holen die Menschen aus der Rolle des Kritikers heraus

 

Jemand, der sich Pitches anhört, hat eine Rolle, die er gerne spielen möchte. Eine, von der sie glauben, sie spielen zu müssen: die des Kritikers.

Als potenzieller Kunde oder Investor denke ich: „Du versuchst, mir etwas zu verkaufen. Und das will ich nicht. Ich will meine eigene Entscheidung treffen.“

„Und weil ich meine eigene Entscheidung treffen will, will ich beweisen, dass ich nicht von dir überredet wurde. Um das zu erreichen, muss ich so kritisch wie möglich sein.“

Deshalb werden sich die Zuhörenden eines Pitches darauf konzentrieren, Schlupflöcher zu finden. Sie werden versuchen, etwas Falsches an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zu finden. Wo ist das Haar in der Suppe?

Der beste Weg, Menschen aus dieser Rolle herauszuholen, ist das Geschichtenerzählen. Der Verstand arbeitet auf geheimnisvolle Weise. Wenn wir Geschichten hören, werden wir ein Teil davon.

Wenn Menschen Geschichten zuhören, betreten sie eine andere Welt. Sie sind nicht länger im Kritikermodus. Sie sind Zuhörende und versuchen, sich mit dem Helden in deiner Geschichte zu identifizieren.

 

 

 

Geschichte aus dem wahren Leben

 

Die passenden Geschichten zeigen das wahre Leben. Wenn es etwas gibt, das die Zuhörende eines Pitches denken, dann ist es: „Wie passt das zu meinem Leben oder Geschäft?“. Wir wollen sicherstellen, dass das, was wir kaufen, uns weiterbringt. Es muss unser Leben verbessern.

Wenn wir uns einen „trockenen“ Pitch anhören, müssen wir ihn selbst auf unser Leben übertragen. Wir hören die Fakten, wir sehen die Funktionen eines Produkts. Aber wie wird das in unserem realen Leben funktionieren? Das ist schwer vorstellbar.

Wenn du in einem Pitch präsentierst, kannst du deinem Publikum helfen, sich das echte Leben vorzustellen. Indem du eine Geschichte erzählst. So fällt es den Zuhörenden leichter, sich vorzustellen, wie die Dinge im wirklichen Leben funktionieren werden. Denn sie zeigen einen Teil der Realität. Auch wenn sie fiktiv sind. Sie versetzen die Menschen in eine Welt, in der sie sich selbst in einer neuen Situation vorstellen können und dein Produkt oder deine Dienstleistung nutzen.

 

 

 

Geschichten bringen sie zum Reden

 

Ein Missverständnis bei Verkaufsgesprächen ist, dass es nur um das Reden der Verkäufer geht. Die versuchen, das Produkt oder die Dienstleistung zu präsentieren. Wenn ein Pitch gut läuft, reden auch die Empfänger, also diejenigen, die die Entscheidungen treffen, eine Menge. Je mehr du sie zum Reden bringst, desto größer ist die Chance, dass du den Verkauf abschließt.

Eine gute Möglichkeit, Menschen zum Reden zu bringen, ist eine Geschichte zu erzählen. Sie regt sie dazu an, sich mit ihren eigenen Erfahrungen zu beschäftigen und darüber zu sprechen. Dadurch öffnen sie sich.

Sie werden etwas hören, etwas erzählen und wenn du sie lässt, werden sie reden.

 

 

 

Eine Geschichte löst Emotionen aus

 

Wir denken, dass wir alle rationale Käufer sind. Wir kaufen Produkte und Dienstleistungen auf der Grundlage von Checklisten. Auf Funktionalitäten. Und auf gut recherchierten Unterlagen. Richtig?

 

Falsch!

Die meisten unserer Kaufentscheidungen, sowohl privat als auch beruflich, sind emotional. Tatsächlich basieren Kaufentscheidungen wesentlich auf Emotionen. Weil wir ein gutes Gefühl bei einem Produkt haben. Weil wir den Verkäufer oder die Verkäuferin mögen. Oder wegen des Gruppenzwangs. Unsere Freunde haben ihn, oder noch schlimmer: unsere Konkurrenten. Deshalb brauchen wir sie auch!

Eine Geschichte ist eine großartige Möglichkeit, Emotionen auszulösen. Wenn der Zuhörer das Problem nachempfinden kann, fühlt er sich dem Helden emotional nahe. Das bedeutet, dass die Emotion beim Kauf entscheidend ist. Denn sie spüren eine Beziehung. Sie können sich selbst sehen. Deswegen ist es so wichtig, das es Resonanz erzeugt. Und wenn sie emotional in die Geschichte involviert sind, bedeutet das, dass sie die richtige Entscheidung treffen werden. Sie kaufen sich in dein Produkt oder deine Dienstleistung ein.

 

 

 

Storytelling ist entscheidend in einem Pitch

 

Ich hoffe, ich habe es deutlich gemacht: Storytelling ist beim Pitching sehr wichtig. Es ist sogar sehr wichtig! Wenn du Geschichten erzählst, hast du eine größere Chance, das Pitch zu gewinnen. Mach dich ran! Erzähle diese Geschichte!

 

Professionelles Storytelling

 

Wenn du von professionellem Storytelling profitieren willst, dann kannst du das im Gruppen- und Einzeltraining erlernen. Und, wenn du an einem konkreten Thema arbeiten willst, umso besser.

 

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.

Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.

 

 

 

Keine Zeit, um zu mir nach Berlin zu kommen?

 

Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.

 

 

 

Lampenfieber

 

Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall

Die ideale Basis: Probelauf und professionelles Feedback mit Optimierungsempfehlungen

 

Grundsätzlich oder für einen anstehenden Redebeitrag: Wie wäre es zu erfahren, wie du und dein Redebeitrag wirken und was sich verbessern lässt?

Wie überzeugend präsentierst du dich und deine Botschaften in Reden und Präsentationen? Wie gut bist du in den 118+ wichtigsten Präsentationstechniken? Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach vielen tausend ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass dir von mir ein Feedback geben, das dich weiterbringt. Du erhältst grundsätzliche Rückmeldungen und Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Mache einen Probelauf und du erfährst vorher, was dir hilft und nicht hinterher. Auch wenn du nur eine Stunde investieren willst, lohnt es sich.

Bist du interessiert? Dann findest du hier Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

P.S.

 

Wie stehst du zum Thema Storytelling bei einem Pitch?

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Eine gute Geschichte verbindet faszinierende Welten mit dem eigenen Ich.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2019
Überarbeitung: 30. März 2024
AN: #43312
K: CNB
Ü:

Rhetorik – was ist gute Rhetorik?

Rhetorik - was ist gute Rhetorik?

Ist Rhetorik Teufelswerk oder Geschenk des Himmels?
Gute Rhetorik?

Gute Rhetorik?

 

Was ist gute Rhetorik? Gehört Rhetorik verehrt oder verdammt? Und bei der Antwort jetzt bitte nicht gleich an die weitverbreiteten PowerPoint-Präsentationen denken. 

Video

Was ist Rhetorik? Was gute Rhetorik wirklich ausmacht und wie du sie lernst

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Was ist Rhetorik?

 

Der Begriff Rhetorik leitet sich vom altgriechischen ῥητορική (τέχνη) rhētorikḗ (téchnē) ab. Mein Altgriechisch ist eher nicht so gepflegt. Und anstatt hier in der Historie zu flanieren, erinnere ich mich lieber daran ganz praktisch an das Thema heran zu gehen.

 

 

Also noch mal zurück zur Frage; was ist gute Rhetorik?

 

Die etwas eingestaubten Begriffe Redekunst, beziehungsweise Kunst der Beredsamkeit meinen ganz praktisch die Fähigkeit als Redner Menschen von sich und der Botschaft zu überzeugen. Ob der Begriff Rhetorik jetzt bewundernd oder als Schimpfwort verwendet wird, basiert wesentlich auf der Sichtweise. Je nach gemachten Erfahrungen halten manche Menschen Rhetorik für Teufelswerk oder für ein Geschenk des Himmels. Wer die Rhetorik beherrscht hat Macht. Und Macht kann für Gutes und Schlechtes eingesetzt werden. Ob in Vorträgen, Präsentationen, Gesprächen, Verhandlungen oder Debatten; wer eine Position vertritt verfügt mit der Rhetorik über ein einflussreiches Mittel ihr die verdiente Chance zu verschaffen.

Wenn von purer Rhetorik die Rede ist, dann meint das meist, die Aussagen werden als nicht glaubwürdig empfunden. „Just rhetoric!“, ist in den USA häufiger zu hören. Schade, wenn Rhetorik hier und dort missbraucht wird.

Der mitunter schlechte Ruf gehört abgebaut, denn gepflegte Rhetorik ist ein wesentlicher Bestandteil für den fairen Umgang miteinander. Für die Demokratie ist sie grundlegend. Im Beruf, in der Selbstständigkeit in der Bildung, in der Politik und anderen Bereichen der Gesellschaft und des Alltags profitieren alle Beteiligten von guter Kommunikation. Wer der Rhetorik eine negative Rolle zuspricht, meint meist die Auswüchse; die so genannte schwarze Rhetorik, Kampfrhetorik, Dialektik, und andere weitgehend unfaire Methoden. Wer eine Botschaft hat, die es verdient berücksichtigt zu werden, benötigt solche Schmuddelmethoden nicht. Das geht nach hinten los! Wenn ich solche Techniken lehre, dann, damit sie als solche erkannt und ihnen wirksam begegnet wird.

Gute Rhetorik gibt den Beteiligten die Chance sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. So profitieren wir alle von den besten Angeboten.

 

 

Und was erfordert gute Rhetorik?

 

Seit 1998 analysiere ich systematisch Redebeiträge. Nach der Analyse von über vierzehntausend Reden und Präsentationen kann ich recht genau sagen, was wie wirkt. Falls Sie davon profitieren wollen, finden Sie hier und in den Trainings Anregungen, Techniken, Tipps und Tricks. Wenn es darauf ankommt freue ich mich darauf Sie konkret zu unterstützen.

P.S.​

 

Woran denkst du beim Begriff Rhetorik? Und was hällst du von Dialektik, Sophistik, Kampfrhetorik etc.?

Frage mich ruhig persönlich

 

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Rhetorik

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. März 2020
Überarbeitung: 6. März 2020
AN: #332
K: CNC
Ü:

Politische Rhetorik: Teilnehmen statt den Kopf in den Sand zu stecken

Politische Rhetorik: Teilnehmen statt den Kopf in den Sand zu stecken

Wenn Sie etwas zu sagen haben, helfe ich Ihnen dabei sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren

Politische Rhetorik: Demokratie braucht Beteiligung

 

Nehmen Sie teil! Demokratien und erfolgreiche Unternehmen leben von Menschen, die sich einbringen und gestalten. Es lohnt sich Einfluss zu nehmen, statt den Kopf in den Sand zu stecken.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Wir profitieren alle von Meinungsvielfalt

 

Demokratien ebenso wie erfolgreiche Unternehmen leben von Menschen, die sich einbringen und gestalten, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Letzteres Phänomen nimmt leider zu, und diejenigen, die sich äußern sind oft frustriert darüber, dass sie nicht gehört werden. Die Konsequenzen schaden nicht nur den Betroffenen, sondern uns allen. Wer meint nicht gehört zu werden, zieht sich entweder zurück oder wirft irgendwann Steine. Das zerstört, statt beizutragen und die Botschaft tritt in den Hintergrund. Wer sich für freie Meinungsäußerungen einsetzt, macht die Welt ein Stück besser, auch dann, wenn die Botschaften einem selbst nicht gefallen. Der Rahmen ist vorgegeben; Grundgesetz und andere anerkannte Grundlagen liefern Orientierung. Solange diese gemeinsame Basis respektiert wird, kann bei aller Bandbreite der Auslegung in Reden und Debatten darüber diskutiert werden. Außerhalb wird es etwas schwerer bis weitgehend unmöglich. Wer schon mit Fanatikern diskutieren wollte, kennt die Grenzen.

 

 

 

Training, damit Ihre politische Botschaft eine Chance hat

 

Politische Botschaften – im Sinne gesellschaftlicher Themen – sind nur so stark wie die Stimme, die sie vermittelt. Während ich selbst mich aus parteipolitischen Themen in der Öffentlichkeit heraushalte, setze ich mich für den regen Austausch ein. In Einzeltrainings und Workshop unterstütze ich Interessierte, indem die Grundlagen politischer Rhetorik und Kommunikation vermittelt, erkundet und trainiert werden. Statements und Diskussionsbeiträge, politische Debatten und Reden werden systematisch verbessert  und anschließend mit Videounterstützung ausgewertet.

Erfolgreiches und überzeugendes Reden vor Gruppen ist nicht angeboren, sondern das Resultat von Kenntnissen und Fertigkeiten, die zur zweiten Natur geworden sind. Die entsprechenden Werkzeuge, Übungsgelegenheiten und professionelles Feedback erhalten Sie in den Trainings mit mir.

Damit ein Auftritt nicht nur authentisch wirkt, sondern auch ist, muss auch die innere Haltung stimmen. Das wünscht sich, wer mit einem guten Gefühl in den Spiegel schauen und wirklich überzeugen will. Wenn Sie daran interessiert sind, lassen Sie uns zu Trainingszwecken konstruktiv disputieren. Mit Sparringspartner debattieren Sie über spannende politische Themen, stärken Ihre Argumentationskraft und Schlagfertigkeit sowie den souveränen Umgang mit unfairer Rhetorik.

 

 

 

Für wen ist das Angebot geeignet

 

Willkommen sind Teilnehmer, die trainieren wollen sich respektvoll und umso überzeugender an politischen Diskussionen zu beteiligen. Dazu gehört während des Trainings auch die Bereitschaft die Positionen Andersdenkender einzunehmen.

Video

Politische Rhetorik – Mach den Mund auf, statt den Kopf in den Sand zu stecken

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Frage mich ruhig persönlich

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Umfrageergebnis

 

An gesellschaftlichen bzw. politischen Diskussionen…

%

... möchte ich mehr teilnehmen.

%

... will ich nicht teilnehmen.

%

... nehme ich nicht ausreichend teil.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 455)

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

P.S.

 

Was für eine Position haben Sie dazu?

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 29. November 2016
Überarbeitung: 19. Oktober 2021
AN: #671
K:
Ü:B

Rhetorische Fragen in Gesprächen, Reden und Präsentationen

Rhetorische Fragen in Gesprächen, Reden und Präsentationen

Rhetorische Fragen als rhetorisches Stilmittel

Rhetorische Fragen

 

In diesem Beitrag geht es darum, ein beliebtes rhetorisches Stilmittel zu entstauben und sein Potenzial zu überdenken. Worauf kommt es beim Einsatz rhetorischer Fragen an?

Video

Rhetorische Fragen Cleveres Stilmittel oder überholter Sprachtrick?

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Rhetorische Fragen

 

Rhetorische Fragen sind Fragen, die der Fragensteller entweder selbst beantwortet oder die nicht beantwortet werden müssen. Es handelt sich um ein sehr wirksames Werkzeug für Reden und Präsentationen. Sie werden sehr häufig bewusst oder unbewusst in alltäglichen Gesprächen verwendet. In Politik und Werbung ist ihnen besonders häufig zu begegnen.

Äußerlich unterscheidet sich eine rhetorische Frage nicht von einer gewöhnlichen Frage. Der wesentliche Unterschied ist, dass mit ihr vom Gegenüber keine laut geäußerte Antwort erreicht werden soll.

 

 

 

Formen und Wirkung

 

 

1. Getarnte Aussage

 

Zur Beeinflussung werden rhetorische Fragen eingesetzt, indem die Frage lediglich als solche getarnt und in Wirklichkeit selbst eine Aussage ist.

Dann handelt es sich um eine Scheinfrage, denn sie beinhaltet die Antwort schon selbst. Sie wird so dafür verwendet, um eine Aussage besonders nachdrücklich zu äußern. Die Antwort auf die Frage wird vom Fragenden bestimmt, wodurch sie als selbstverständlich gilt. Auf diese Weise sollen Suggestivformulierungen annehmbarer werden.

 

 

 

2. Denkanregung

 

Das Publikum soll dazu gebracht werden, sich selbst eine Antwort zu wählen. So wird auch ein möglicher Widerstand reduziert. Wobei hier häufig durch den Aufbau und die Betonung der Fragestellung gelenkt.

 

 

 

3. Dramatik

 

Mit rhetorischen Fragen kann das Publikum aufgerüttelt werden, die Rede wird dramatischer. So soll die Aufmerksamkeit des Publikums gewonnen werden. Diese Form des Einsatzes ist legitim und kann sehr wirkungsvoll sein.

 

 

 

Beispiele

 

Willst du krank werden?

Eltern zum Kind

 

Sie glauben doch nicht, dass ich mir das gefallen lasse?

 

Wie lange willst du, Catilina, unsere Geduld noch missbrauchen?

Marcus Tullius Cicero, Reden gegen Catilina

 

Wären Sie nicht auch gerne glücklich?

 

Gibt es hier jemanden, der das Geheimnis der Gesundheit wissen will?

 

 

 

 

Verwandtschaft zu anderen rhetorischen Stilmitteln

 

Die Hypophora ist eng mit der rhetorischen Frage verwandt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Redner die selbst gestellte Frage im Anschluss auch selbst beantwortet. So wird die Aussage, die durch die Frage mitschwingt, nochmals betont, ohne das Publikum ernsthaft einzubeziehen.

 

 

 

8 Tipps für den Einsatz rhetorischer Fragen

 

 

1. Wirksame Pause

 

Machen Sie nach der Äußerung einer rhetorischen Frage eine Pause, in der sie wirken kann. Erzeugen Sie so den gewünschten Spannungsbogen. Timing erfordert Erfahrung und wo es sich lohnt, kann das während der Proben für Reden und Präsentationen optimiert werden.

 

 

 

2. Blickkontakt

 

Schauen Sie Ihr Publikum so an, dass es nicht zu einer lauten Antwort veranlasst wird. Sie wollen bei einer rhetorischen Frage einen inneren Dialog anstoßen und laut geäußerte Antworten sind oft nicht günstig für die Dramaturgie.

 

 

 

3. Betonung

 

Markieren Sie Ihre rhetorische Frage durch eine geeignete Sprechgeschwindigkeit, Lautstärke und Betonung.

 

 

 

4. Wohldosierter Einsatz

 

Integrieren Sie rhetorische Fragen und andere rhetorische Stilmittel gekonnt in Ihren Redebeiträgen. Wenn Sie mit zu vielen Stilmittel die Rede unnötig in die Länge ziehen, leidet die Wirkung. Übertreiben Sie den Einsatz von rhetorischen Fragen lieber nicht. Das kommt nicht gut an, denn es kann belehrend wirken.

 

 

 

5. Kontext

 

Achten Sie beim Einsatz auf den jeweiligen Kontext. Die Wirkung der rhetorischen Frage wird vom Kontext beeinflusst, in dem sie gestellt wurde. Was in einer Situation sehr gut funktioniert, kann in einer anderen zum Schadensfall werden.

 

 

 

6. Vorsicht vor Floskeln

 

Werden rhetorische Fragen als Floskeln empfunden, wirkt das klischeehaft und einfallslos.

 

 

 

7. Nur bitte nicht zu provokativ

 

Eine gewisse Portion Provokation ist hilfreich, um die Aufmerksamkeit zu fördern. Wenn sich das Publikum allerdings bedrängt oder gar beleidigt fühlt, geht das nach hinten los.

 

 

 

8. Seien Sie kreativ

 

Bleiben Sie am Ball und experimentieren Sie mit diesem stilistischen Mittel, um dynamische und originelle Redebeiträge zu gestalten.

 

 

 

Fazit

 

Kaum ein anderes rhetorisches Stilmittel ist so bekannt wie die rhetorische Frage. Deswegen ist sie aber keineswegs ausgelutscht. Im Gegenteil: Sie ist deshalb so bekannt, weil sie so vielseitig ist wie kaum ein anderes Mittel der Rhetorik. Sie können der erste Schritt zur Lösung sein – vorausgesetzt, es sind die richtigen Fragen. Die Aufmerksamkeit lässt sich jedenfalls mit ihnen gewinnen.

 

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

Frage mich ruhig persönlich

 

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Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

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P.S.

 

Wie stehen Sie zu rhetorischen Fragen? Welche rhetorischen Stilmittel setzen Sie in Reden und Präsentationen ein?

Artikel zu rhetorischen Stilmitteln

Rhetorische Fragen in Gesprächen, Reden und Präsentationen

In diesem Artikel geht es darum ein beliebtes rhetorisches Stilmittel zu entstauben und seinen Einsatz zu überdenken. So werden Reden und Präsentationen bereichert.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2013
Überarbeitung: 3. August 2020
Englische Version:
AN: #562
K: CNB
Ü:

Räuspern: Frosch im Hals … nicht gut für die Stimme

Räuspern: Frosch im Hals ... nicht gut für die Stimme

Bitte nicht räuspern, wenn der Frosch im Hals sitzt! Häufige Ursachen ...

Stimmtraining

Frosch im Hals

 

Viele Rednerinnen und Redner kennen dieses Kratzen, den Frosch im Hals. Was tun beziehungsweise was besser nicht?

Räusper, räusper …

 

Als Räuspern wird das willkürliche oder reflexartige, mehrfache starke Ausstoßen von Luft durch die geschlossenen Stimmlippen bezeichnet. Die Stimmbänder vibrieren, es klingt so ähnlich wie Husten. Es fühlt sich so an, als wenn sich ein Fremdkörper im Hals befindet. Dieser Frosch im Hals soll von dort nach draußen befördert werden.

 

Gute Redner räuspern sich, wenn sie aus dem Text kommen.

William Shakespeare

 

Nach meinen Beobachtungen hat das Räuspern meist einen anderen Grund. Vielen Rednern geht es so; kaum haben sie vor Publikum zu sprechen begonnen, meldet sich dieses aufdringliche Kratzen im Hals. Sie meinen, sie müssen sich räuspern und das wieder und wieder! Es kann ziemlich lästig sein, wenn sich der sprichwörtliche Frosch im Hals meldet. Eine belegte Stimme ist nicht nur für Redner unangenehm, sondern, Dank der Spiegelneuronen, auf Dauer auch für die Zuhörer.

Gute Absicht ohne Erfolg: Räuspern sich Redner, dann werden die Stimmlippen kurzfristig verschlossen und der Luftdruck in den Lungen steigt. Ist ein bestimmter Druck erreicht, werden die Stimmbänder so aufgesprengt, dass Schleimablagerungen herausgeschleudert werden. ABER: Der unangenehme Kloß im Hals, der eigentlich Anspannung ist – wird dabei nicht beseitigt. Leider ist sogar das Gegenteil der Fall, denn die Missempfindungen werden noch unangenehmer. Räuspern führt zu weiterem Räuspern.

Also, achten Sie darauf, ob Sie zu häufigem Räuspern neigen.

 

 

 

 

Gehen Sie den Ursachen auf den Grund

 

 

1. Gesundheit

 

Besteht der Räusperzwang sehr oft oder sogar ständig und das mehrere Wochen lang, ist es an der Zeit dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Wenn Sie permanent einen Kloß im Hals haben und Ihr Hals sich ständig verschleimt anfühlt, ist möglicherweise mit Ihrem Stimmapparat etwas nicht in Ordnung. Dann ist es höchste Zeit, einen Arzt zu besuchen.

 

 

2. Ernährung

 

Allerdings kann auch die Ernährung die Stimme beeinflussen. Milchprodukte sind Schleim-bildend und sehr scharfes Essen trocknet den Bereich des Kehlkopfs aus. Jeder Mensch reagiert darauf unterschiedlich. Achten Sie bewusst darauf, was Sie vor Ihren Auftritten zu sich nehmen und wie sich das auf Ihre Stimme auswirkt.

 

 

3. Angewohnheiten

 

Oft handelt es sich um eine Angewohnheit und die Stimmlippen sind grundsätzlich vollkommen in Ordnung. Es ist nicht selten, dass sich Menschen räuspern, wenn Sie aufgeregt sind oder sich unsicher fühlen. In diesem Fall helfen entsprechende Übungen. Mit ihnen entspannen Sie vor Ihrem Auftritt den Körper und ganz gezielt auch Ihren Mund- und Rachenbereich. Es gibt eine Reihe von weiteren Alternativen zum Räuspern. Die meisten sind allerdings nicht zum Einsatz vor Publikum geeignet. Ein Trainer oder Coach zeigt Ihnen gerne entsprechende Übungen.

Ersetzen Sie das Räuspern durch eine kleine Pause, in der Sie schlucken und so gewissermaßen die Stimme ölen. Ein Schluck Wasser ohne Kohlensäure kann das unterstützen. Dann können Sie anschließend entspannter weitersprechen.

Gewohnheiten zu verändern, erfordert wohlwollende Aufmerksamkeit und gesunde Geduld.

 

 

 

4. Anspannung

 

Räuspern ist häufig ein Ausdruck starker Anspannung. Dann hilft es, sich locker zu machen. Und dafür gibt es ja viele Möglichkeiten.

P.S.​

 

Wie achtest du auf deine Stimme, wenn sich ein Frosch im Hals meldet?

Frage mich ruhig persönlich

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2017
Überarbeitung: 3. April 2020
AN: #334
K: CNC
Ü:

4 Schlüsselelemente für den Einsatz von Storytelling in Präsentationen

4 Schlüsselelemente für den Einsatz von Storytelling in Präsentationen

Wirksame Kommunikation, durch professionelles Storytelling
Storytelling

Storytelling in Präsentationen

 

Der Beitrag beschreibt 4 Schlüsselfaktoren für professionelles Storytelling in Präsentationen.

Video

Die 3 Säulen für überzeugendes Storytelling: Überzeugen in Reden, Präsentationen, Gesprächen

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4 Schlüsselelemente für den Einsatz von Storytelling in Präsentationen

 

Geschichtenerzählen ist wichtig. Es ist wichtig für das Marketing, es ist wichtig für den Unterricht und es ist auch wichtig für öffentliche Reden. Ganz zu schweigen von der Macht des professionellen Storytellings. Ein gutes Storytelling hat eine große Wirkung. Menschen können Geschichten nicht widerstehen. Sie bleiben haften, sie lassen uns glauben und sie lassen uns lieben.

Als Rednerin oder Redner musst du sicherstellen, dass du eine Verbindung zu deinem Publikum herstellst. Eine Geschichte ist eine großartige Möglichkeit, das zu tun. Das beweist fast jeder herausragende Redebeitrag. Das bedeutet, dass öffentliche Redner und Rednerinnen Geschichten erzählen sollten.

Das ist nicht ganz so einfach, wie es klingt. Nicht jede Geschichte funktioniert. Wenn du die falsche Geschichte erzählst, verlierst du die Aufmerksamkeit deines Publikums. Deshalb ist es wichtig, dass du dir über deine Geschichte Gedanken machst. Es ist wichtig, dass du alle Elemente der Geschichte richtig machst.

Um eine Geschichte richtig erzählen zu können, musst du wissen, wie Geschichten funktionieren. Um die richtige Geschichte zu schreiben, musst du über viele verschiedene Elemente nachdenken. Eine Geschichte besteht aus verschiedenen Komponenten. Jede Komponente entscheidet darüber, ob sich dein Publikum mit dir identifizieren kann. Im Folgenden findest du die wichtigsten Elemente des Geschichtenerzählens in Präsentationen.

 

 

 

Was sind die Schlüsselelemente für gutes Storytelling in Präsentationen?

 

Es gibt vier Schlüsselelemente für gutes Storytelling, die du als Redner/in beachten musst, wenn du dich im Storytelling übst:

1. Eine Geschichte sollte Vertrauen schaffen
2. Du musst verstehen, dass jeder Mensch anders ist
3. Jede Geschichte hat einen Konflikt, einen Helden und eine Lösung
4. Eine Geschichte sollte einfach gehalten werden

 

Das sind die Schlüsselelemente, mit denen du eine Geschichte aufbauen kannst. Lass uns tiefer in diese vier Elemente eintauchen.

 

1. Eine Geschichte sollte Vertrauen schaffen

 

Ein wichtiger Bestandteil einer Geschichte ist es, Vertrauen zwischen dir und deinem Publikum aufzubauen. Das bedeutet, dass deine Geschichten bei den Menschen ankommen müssen. Das Publikum muss das Thema kennen und verstehen. Es muss sie ansprechen.

Wenn du mit einer Geschichte Vertrauen aufbauen willst, ist es wichtig, dass du sowohl dir selbst als auch deinem Publikum nahestehst. Versuche, eine gemeinsame Basis zu finden. Die Geschichte sollte sowohl von dir als auch von deinem Publikum handeln. Aber dein Publikum ist am wichtigsten. Achte darauf, wer im Raum ist und baue eine Geschichte darum herum. Recherchiere vor deinem Vortrag. Was ist ihre Geschichte? Welche Hindernisse gibt es für dein Publikum? Erfinde eine Geschichte rund um sie. Die Menschen werden sich für dich erwärmen, wenn du deine Augen, Ohren und dein Herz für ihre Kultur öffnest.

 

 

 

2. Jeder Mensch ist anders

 

Eine Geschichte zu erzählen ist einfach. Die richtige Geschichte zu erzählen ist es nicht. Wie gesagt, eine Geschichte muss ankommen. Aber wenn du eine Geschichte erzählst, heißt das noch lange nicht, dass die Menschen auch so reagieren, wie du es möchtest.

Menschen können auf ein und dieselbe Geschichte unterschiedlich reagieren. Das hat mit ihrer Vergangenheit zu tun. Ihre Vergangenheit bestimmt, wie sie auf deine Geschichte reagieren. Als Redner/in musst du das immer im Hinterkopf behalten. Die Menschen haben unterschiedliche Hintergründe. Sei es kulturell oder durch ihre persönliche Geschichte. Jede Person hört einer Geschichte auf andere Weise zu. Verstehe, dass ein und dieselbe Geschichte unterschiedliche Botschaften vermitteln kann. Hebe hervor, wo du überzeugen musst.

 

 

 

3. Jede Geschichte hat ein Problem, einen Helden und einen Gegner

 

Es gibt keine gute Geschichte, die ohne diese drei Schlüsselelemente auskommt. Alle guten Geschichten brauchen ein Problem. Alle guten Geschichten brauchen einen Helden. Und alle guten Geschichten brauchen einen Feind, den Bösewicht. Eine Geschichte ist keine Geschichte ohne ein Problem.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du über ein Erlebnis, eine Geschichte über deine Entwicklung oder eine Geschichte über ein geschäftliches Problem erzählst. Jede Geschichte braucht ein Problem. Und dieses Problem muss in der Geschichte überwunden werden.

Und rate mal, wer das Problem lösen soll?

Richtig, der Held! Aber ein Held sollte keine leichte Aufgabe haben. Der Held wird gegen einen Bösewicht kämpfen. Einen Feind, der am Ende besiegt werden muss. Achte darauf, dass du das Problem und die Lösung in der Geschichte aufzeigst, sonst fühlen sich die Leute verunsichert.

Wichtig ist dabei, dass du dir bewusst machst, dass du in den meisten Geschichten nicht der Held oder die Heldin bist!
Am besten, du machst das Publikum zum Helden. Du kannst den Helden dabei helfen, den Bösewicht zu besiegen, ja. Nennen wir dich Yoda. Du gibst die Ratschläge oder Werkzeuge, die dem Helden zum Sieg verhelfen.

 

 

 

4. Prägnanz

 

Einige Geschichten brauchen etwas Zeit, um erzählt und verdaut zu werden. Wenn du auf der Bühne stehst, hast du nicht immer die Zeit dafür. Und dein Publikum hat auch nicht die Geduld dafür. Oder die Zeit. Um die Geschichte für dein Publikum gut verständlich zu machen, solltest du sie einfach halten. Tu alles, was du kannst, um die Geschichte zu vereinfachen. Mach sie so einfach, dass sie jeder im Publikum verstehen kann. Allerdings nicht zu einfach, denn du willst ihre Aufmerksamkeit behalten!

 

Professionelles Storytelling

 

Wenn du von professionellem Storytelling profitieren willst, dann kannst du das im Gruppen- und Einzeltraining erlernen. Und, wenn du an einem konkreten Thema arbeiten willst, umso besser.

 

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.

Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.

 

 

 

Keine Zeit, um zu mir nach Berlin zu kommen?

 

Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.

 

 

 

Lampenfieber

 

Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall

Die ideale Basis: Probelauf und professionelles Feedback mit Optimierungsempfehlungen

 

Grundsätzlich oder für einen anstehenden Redebeitrag: Wie wäre es zu erfahren, wie du und dein Redebeitrag wirken und was sich verbessern lässt?

Wie überzeugend präsentierst du dich und deine Botschaften in Reden und Präsentationen? Wie gut bist du in den 118+ wichtigsten Präsentationstechniken? Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach vielen tausend ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass dir von mir ein Feedback geben, das dich weiterbringt. Du erhältst grundsätzliche Rückmeldungen und Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Mache einen Probelauf und du erfährst vorher, was dir hilft und nicht hinterher. Auch wenn du nur eine Stunde investieren willst, lohnt es sich.

Bist du interessiert? Dann findest du hier Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

P.S.

 

 

Wie sorgst du für wirkungsvolle Präsentationen?

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2019
Überarbeitung: 30. März 2024
AN: #43312
K: CNB
Ü:

4 Ebenen der Kommunikation – Modell der vier Seiten. Was bringt es?

Ebenen der Kommunikation - Modell der vier Seiten

Grundlagen der Kommunikation. Damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen – in Gesprächen und Präsentationen

Ebenen der Kommunikation

Die Ebenen der Kommunikation

 

Ersparen Sie sich Missverständnisse und Konflikte, indem Sie für bessere Gespräche und Präsentationen sorgen. Achten Sie auf die vier Ebenen der Kommunikation.

Video

Die 4 Ebenen der Kommunikation: Missverständnisse vermeiden und klarer kommunizieren

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Was ist hier los?

 

Ein Streit aus heiterem Himmel? Ein Konflikt ohne Ankündigung? Das Gefühl, aneinander vorbeizureden? Eine überraschende, beleidigte Reaktion bei Gesprächspartnern? Was ist hier los?

 

 

 

Empfänger entscheiden über den Inhalt einer Botschaft

 

Manche Aussage müsste eigentlich doch einen Bart haben, oder? Dass die Bedeutung bei der Kommunikation von den Empfängern bestimmt wird, ist seit Jahrzehnten bis zum Abwinken wiederholt worden. Doch die Praxis zeigt etwas anderes; wir kommunizieren immer noch häufig aneinander vorbei.

 

 

 

„Es ist doch wohl eindeutig, was ich damit sagen will!“

 

Denken Sie das auch manchmal, doch Ihr Gegenüber ist ein Spielverderber und denkt darüber ganz anders? Dann könnte es sein, dass der Empfänger Ihrer Botschaft auf einem anderen Kanal empfangen hat, als Sie es beabsichtigt haben.

 

 

Kommunikationsmodell mit vier Ebenen

 

Der vermutlich bekannteste Ansatz, dieses Phänomen zu beschreiben, ist das Kommunikationsmodell mit vier Ebenen. Es ist eng mit dem Namen Friedemann Schulz von Thun verbunden. Er hat es recht treffend beschrieben, indem vier Kommunikationsebenen unterschieden werden, auf denen Kommunikation stattfindet.

Eine Nachricht kann zur gleichen Zeit auf den einzelnen Ebenen mehrere verschiedene Botschaften des Senders vermitteln bzw. verschiedene Interpretationen beim Empfänger erlauben.

Dieses Modell hilft auch so wunderschön dabei viele der täglichen Missverständnisse zu erklären. Und auch ihnen zuvorzukommen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

 

 

Ebenen der Kommunikation - Modell der vier Seiten

Die 4 Ebenen der Kommunikation

 

Es werden bei diesem Modell die folgenden Ebenen unterschieden:

 

 

 

1. Die Sachebene

 

Diese Kommunikationsebene widmet sich dem Sachinhalt; dem, worüber informiert wird. Auf der Sachebene wird also der eigentliche Inhalt einer Nachricht transportiert. Vulkanier dürften diese Ebene bevorzugen. Kommunizieren zwei Vulkanier auf der Sachebene, hören beide genau die gleiche sachliche Information. Da gibt es doch nichts zu diskutieren, oder? Zahlen, Daten, Fakten; alles klar!

Allerdings findet in der Praxis optimale Kommunikation nur dann statt, wenn Einigkeit beim Inhalts- und Beziehungsaspekt herrscht oder Uneinigkeit auf der Sachebene nicht zu Beeinträchtigungen der Beziehungsebene führen.

 

 

 

2. Die Selbstoffenbarungsebene

 

Diese Kommunikationsebene widmet sich dem, was der Sender von sich kundgibt, der Selbstoffenbarung. Die Selbstoffenbarung in der Nachricht ist vielen Sendern nicht bewusst und doch geben Menschen mit Ihren Nachrichten auch etwas über sich preis. Bewusste und unbewusste Motive, positive und negative Emotionen schwingen mit. Auch das fließt in die Bewertung ein, wie Ihre Botschaft zu verstehen ist.

 

 

 

3. Die Beziehungsebene

 

Diese Kommunikationsebene transportiert die Beziehung; das, was der Sender vom Empfänger hält und wie sie zueinander stehen. Die Körpersprache spielt hier eine besonders große Rolle.

 

 

 

4. Die Appellebene

 

Die Appellebene ist die Kommunikationsebene, auf der gesendet wird, wozu der Empfänger veranlasst werden soll. Ein wesentliches Ziel von Kommunikation ist es etwas zu erreichen, also gehen die Empfänger auf die Suche nach der Aufforderung, raten was von ihnen erwartet wird. Auch auf dieser Ebene muss Absicht und Interpretation nicht automatisch zur Deckung kommen.

 

 

 

 

Kommunikationstipps

 

Der Sender meint, er wäre auf der richtigen Ebene und wundert sich deshalb, dass er nicht verstanden wird. „Die Botschaft kann doch nur so verstanden werden, wie ich sie gesagt habe!“ meint der Sender. Doch der Empfänger ist verärgert!

Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation sind verschiedene Ebenen beteiligt, die Einfluss auf die Qualität des Kommunikationsprozesses haben. Schon das Wissen um das Vorhandensein dieser Ebenen ist hilfreich dabei, Kommunikationsstörungen zu lösen bzw. ihnen vorzubeugen. Deswegen füllen sie ja auch in so vielen Büchern so viele Seiten. Die vielen Tipps zu den Grundlagen der Kommunikation mögen oft wiederholt worden sein, doch bedeutet das leider nicht automatisch, dass sie auch stets ihre Wirkung entfalten. Sie wollen auch beachtet werden!

 

 

 

Sie sind an konstruktiver Kommunikation interessiert?

 

Was genau geht da gerade vor sich? Was braucht es für die Abstimmung? Einen wesentlichen Beitrag liefert die Klärung der Metakommunikation, also die Fähigkeit, auch jenseits des Themas zu erkennen, auf welche Weise gerade kommuniziert wird und was es braucht, um Missverständnisse zu vermeiden -, um sich zu verstehen! Das ist allerdings nicht immer so einfach; wer selbst emotional beteiligt ist, engt dabei mehr und mehr den Blick ein. Der Stresspegel steigt und die Wahrnehmung verändert sich dabei. Es ist dann nicht mehr so einfach, zu erkennen, was vor sich geht. Umso wichtiger ist es daher aufmerksam für die vier Ebenen zu bleiben. Gerade, wenn es heikler wird, werden die relevanten Perspektiven benötigt. Oscar Wilde meinte; an der Grenze zur Ungeduld beginnen die Konflikte. Deshalb braucht es ausreichend Training, damit der Überblick bei Bedarf auch weiterhin verfügbar ist. Und das selbst dann, wenn die Wellen höher schlagen.

Antworten auf häufige Fragen

Was sind die 4 Ebenen der Kommunikation?

Das Kommunikationsmodell der 4 Ebenen der Kommunikation geht davon aus, dass jede Nachricht vier Seiten, also Ebenen, hat: Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell.

Was wird unter Appellebene verstanden?

Die Appellebene beinhaltet, was der Sender beim Empfänger erreichen möchte, oder sie enthält die Aufforderung, etwas Bestimmtes zu tun oder zu lassen. Jede Nachricht enthält mehr als Informationen über die Sachinhalte. Hören Empfänger mit Appell-Ohr zu, werden diese sich zu einer Aussage oder Handlung veranlasst fühlen.

Was wird unter Selbsteoffenbarungsebene verstanden?

Die Ebene der Selbstoffenbarung beinhaltet, was Menschen von sich selbst offenbaren. Jede Nachricht enthält mehr als Informationen über die Sachinhalte. Sender geben bei einer Nachricht etwas von sich als Person preis, wie beispielsweise eigene Gefühle, Werte, Ansichten und Bedürfnisse.

Was wird unter Sachebene verstanden?

Die Sachebene beinhaltet reine Informationen mit Daten, Fakten und Sachverhalten. Der Sender drückt die Informationen klar und verständlich aus.

Was wird unter Beziehungsebene verstanden?

Jede Nachricht umfasst vier Kommunikationsebenen. Auf der Beziehungsebene macht jede Nachricht eine Aussage über das Verhältnis von Sender und Empfänger.

Wozu ist das Modell der 4 Ebenen gut?

Das Modell der 4 Ebenen der Kommunikation (4-Ohren-Modell) kann dabei unterstützen, Störungen in der Kommunikation zu finden und die Ursachen für Missverständnisse zu identifizieren. Die Einsatzbereiche sind vielfältig. Sender einer Nachricht können sich beispielsweise selbst hinterfragen und in den Gegenüber hineinversetzen, auf welcher Ebene welche Deutung wahrscheinlich ist.

Weshalb wird vom Vier-Ohren-Modell gesprochen?

Vom 4-Ohren-Modell einer Nachricht wird gesprochen, weil auf vier Ebenen kommuniziert und auf vier Ebenen gehört und interpretiert wird. Je nachdem welches Ohr (Ebene) sich angesprochen fühlt, hat das Konsequenzen auf die Deutung.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

 

 

P.S.

 

Wie stehen Sie zu den Ebenen der Kommunikation und dem Modell der vier Seiten? Ist es hilfreich für Sie?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

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Frage mich ruhig persönlich

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Es hört doch jeder nur, was er versteht. Johann Wolfgang von Goethe

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2005
Überarbeitung: 07. November 2025
AN: #645775
K:CNB
Ü:X

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