Gelassenheit lernen: 22 Wege zu mehr innerer Ruhe und Klarheit

22 Tipps für Gelassenheit. So lässt sich Gelassenheit fördern.

Gelassenheit ist mehr als die Heiterkeit der Seele. Gelassenheit nimmt das Leben ausreichend ernst, aber nicht unnötig schwer.

Gelassenheit: Innere Ruhe bewahren und handlungsfähig bleiben

 

Gelassenheit bedeutet nicht, dass dir alles egal ist.

Du kannst etwas wichtig finden.

Du kannst dich engagieren.

Du kannst eine klare Position vertreten.

Und trotzdem innerlich so ruhig bleiben, dass du deine Möglichkeiten noch erkennst.

Genau darin liegt für mich der Wert von Gelassenheit:

Du nimmst die Situation ernst, ohne sie unnötig schwerer zu machen.

 

 

 

Was ist Gelassenheit?

 

Gelassenheit beschreibt die Fähigkeit, auch unter Belastung ausreichend ruhig, klar und handlungsfähig zu bleiben.

Sie kann bedeuten:

  • einen ersten Impuls wahrzunehmen, ohne ihm sofort zu folgen
  • Unveränderliches anzuerkennen
  • den eigenen Einfluss realistisch einzuschätzen
  • Emotionen ernst zu nehmen, ohne sich vollständig von ihnen steuern zu lassen
  • auch unter Druck Wahlmöglichkeiten zu erkennen

Gelassenheit ist deshalb weniger ein Zustand völliger Ruhe.

Sie ist eher eine Form von innerer Beweglichkeit.

 

 

 

Gelassenheit ist nicht Gleichgültigkeit

 

Ein gelassener Mensch kann sehr engagiert sein.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn Gelassenheit bedeutet nicht:

„Es spielt keine Rolle.“

Sie kann bedeuten:

„Es spielt eine Rolle. Deshalb möchte ich klug damit umgehen.“

 

 

 

Gelassenheit ist nicht Passivität

 

Manche Situationen brauchen Akzeptanz.

Andere brauchen entschlossenes Handeln.

Gelassenheit hilft dabei, beides auseinanderzuhalten.

Eine hilfreiche Frage lautet:

„Was liegt hier tatsächlich in meinem Einfluss?“

 

 

 

Drei Bereiche

 

Viele belastende Situationen lassen sich grob in drei Bereiche aufteilen:

 

1. Was du direkt beeinflussen kannst

Zum Beispiel:

  • deine Entscheidung
  • deine Vorbereitung
  • deine Kommunikation
  • dein Verhalten

 

2. Was du teilweise beeinflussen kannst

Zum Beispiel:

  • eine Verhandlung
  • eine Beziehung
  • die Stimmung in einem Team
  • die Reaktion eines Gesprächspartners

 

3. Was außerhalb deines direkten Einflusses liegt

Zum Beispiel:

  • bereits Geschehenes
  • die Gedanken anderer Menschen
  • bestimmte äußere Rahmenbedingungen
  • Zufälle

Gelassenheit bedeutet nicht, diese Unterschiede emotionslos hinzunehmen.

Sie bedeutet, deine Energie dort einzusetzen, wo sie etwas bewirken kann.

 

 

 

Warum Gelassenheit unter Druck schwieriger wird

 

Belastung verändert unsere Aufmerksamkeit.

Wir werden möglicherweise:

  • enger im Denken
  • impulsiver
  • stärker auf Bedrohungen fokussiert
  • weniger flexibel

Das ist menschlich.

Gerade deshalb ist Gelassenheit weniger eine spontane Eigenschaft als eine Fähigkeit, die sich entwickeln lässt.

 

 

 

Gelassenheit beginnt häufig mit einem kleinen Abstand

 

Zwischen:

„Etwas passiert.“

und:

„Ich reagiere.“

liegt manchmal nur ein sehr kurzer Moment.

Doch dieser Moment kann entscheidend sein.

Er ermöglicht die Frage:

„Welche Reaktion hilft mir jetzt?“

 

 

 

Akzeptanz ist ein Teil von Gelassenheit

 

Akzeptanz wird leicht missverstanden.

Sie bedeutet nicht:

„Ich finde das gut.“

Sie bedeutet eher:

„So ist die Situation im Moment.“

Erst danach stellt sich sinnvoll die Frage:

„Was mache ich daraus?“

 

 

 

Akzeptanz spart Energie

 

Vielleicht ist der Termin abgesagt.

Vielleicht hat jemand Nein gesagt.

Vielleicht ist ein Fehler bereits passiert.

Du kannst Energie darauf verwenden, innerlich gegen die Tatsache zu kämpfen.

Oder du kannst fragen:

„Was ist jetzt der nächste sinnvolle Schritt?“

 

 

 

Akzeptanz und Veränderung passen zusammen

 

Das wird häufig übersehen.

Du kannst anerkennen:

„Diese Situation ist gerade so.“

und gleichzeitig entscheiden:

„Ich möchte etwas daran verändern.“

Akzeptanz betrifft die Realität des Ausgangspunkts.

Sie schreibt weniger die Zukunft fest.

 

 

 

Gelassenheit und Emotionsregulation

 

Emotionen liefern Informationen.

Sie verdienen Aufmerksamkeit.

Doch sie sind weniger immer eine Handlungsanweisung.

Du kannst denken:

„Ich bin gerade sehr verärgert.“

ohne daraus sofort zu machen:

„Also muss ich jetzt reagieren.“

 

 

 

Emotionen wahrnehmen statt bekämpfen

 

Der Versuch, jedes unangenehme Gefühl sofort loszuwerden, kann zusätzlichen Druck erzeugen.

Manchmal ist hilfreicher:

„Da ist gerade Ärger.“

„Da ist Nervosität.“

„Da ist Enttäuschung.“

Dann kannst du entscheiden, wie du damit umgehen möchtest.

 

 

 

Gelassenheit bedeutet nicht, immer ruhig zu sein

 

Auch ein gelassener Mensch:

  • ärgert sich
  • ist enttäuscht
  • wird nervös
  • macht sich Sorgen

Der Unterschied liegt weniger darin, ob diese Gefühle auftreten.

Interessanter ist:

Wie schnell findest du wieder zu ausreichender Klarheit zurück?

 

 

 

Gelassenheit und Selbstvertrauen

 

Selbstvertrauen kann Gelassenheit erleichtern.

Wenn du dir zutraust:

„Ich kann auch mit einer schwierigen Entwicklung umgehen.“

braucht weniger jede Unsicherheit sofort eine Lösung.

Das ist eine andere Form von Sicherheit.

 

 

 

Sicherheit durch Handlungsfähigkeit

 

Wir versuchen häufig, Sicherheit zu gewinnen, indem wir möglichst viel kontrollieren.

Doch vollständige Kontrolle gibt es selten.

Eine stabilere Haltung kann lauten:

„Ich weiß nicht genau, was geschehen wird. Ich traue mir zu, damit umzugehen.“

 

 

 

Gelassenheit und Perfektionismus

 

Perfektionismus kann Gelassenheit erschweren.

Besonders wenn die innere Regel lautet:

„Es darf nichts schiefgehen.“

Dann bekommt jeder Fehler eine übermäßige Bedeutung.

Eine hilfreichere Haltung lautet:

„Ich möchte es sehr gut machen. Und ich kann mit Abweichungen umgehen.“

 

 

 

Hoher Anspruch und Gelassenheit passen zusammen

 

Du kannst:

  • ehrgeizig
  • gewissenhaft
  • anspruchsvoll

sein.

Gelassenheit bedeutet weniger, deine Standards aufzugeben.

Sie hilft eher dabei, zwischen relevanter Qualität und unnötigem Druck zu unterscheiden.

 

 

 

Gelassenheit und Kontrolle

 

Je stärker wir etwas kontrollieren wollen, das sich nur begrenzt kontrollieren lässt, desto größer kann die innere Anspannung werden.

Zum Beispiel:

„Alle müssen mich mögen.“

„Diese Präsentation muss perfekt laufen.“

„Mein Gesprächspartner muss zustimmen.“

Das sind Ziele mit begrenzter eigener Kontrolle.

 

 

 

Formuliere steuerbare Ziele

 

Statt:

„Alle sollen begeistert sein.“

eher:

„Ich möchte meine Kernbotschaft klar vermitteln.“

Statt:

„Das Gespräch muss gut ausgehen.“

eher:

„Ich möchte klar, respektvoll und vorbereitet in das Gespräch gehen.“

Das erhöht deinen Handlungsspielraum.

 

 

 

Gelassenheit und Grübeln

 

Nachdenken kann hilfreich sein.

Grübeln wiederholt häufig dieselben Fragen, ohne neue Informationen zu erzeugen.

Eine hilfreiche Unterscheidung lautet:

„Finde ich gerade eine Lösung oder drehe ich mich im Kreis?“

 

 

 

Eine praktische Unterbrechung

 

Wenn du merkst, dass du gedanklich festhängst, frag:

„Was weiß ich?“

„Was vermute ich?“

„Was kann ich konkret tun?“

Damit bringst du Denken zurück in Richtung Handlung.

 

 

 

Gelassenheit und Zeit

 

Nicht jede Entscheidung braucht sofort eine Antwort.

Unter Druck erzeugen wir manchmal künstliche Dringlichkeit.

Frag:

„Muss ich das wirklich jetzt entscheiden?“

Wenn weniger, kann Zeit eine wertvolle Ressource sein.

 

 

 

Eine Nacht darüber schlafen

 

Das klingt banal.

Und ist manchmal sehr sinnvoll.

Abstand kann helfen, eine Situation weniger aus der unmittelbaren emotionalen Aktivierung heraus zu beurteilen.

 

 

 

Gelassenheit bedeutet auch, Pausen zuzulassen

 

In Gesprächen.

In Entscheidungen.

In Präsentationen.

Eine Pause ist weniger Leere.

Sie kann Klarheit schaffen.

 

 

 

Gelassenheit in schwierigen Gesprächen

 

Wenn ein Gespräch emotional wird, steigt der Impuls:

sofort reagieren.

Gerade dann kann Gelassenheit bedeuten:

erst verstehen, dann antworten.

 

 

 

Ein hilfreicher Satz

 

„Ich möchte einen Moment darüber nachdenken.“

Das ist weniger Unsicherheit.

Es kann ausgesprochen souverän sein.

 

 

 

Du musst weniger auf jede Provokation reagieren

 

Eine Bemerkung kann absichtlich provozieren.

Oder sie wird nur so erlebt.

In beiden Fällen bleibt die Frage:

„Welche Reaktion dient meinem Ziel?“

Manchmal ist das eine klare Antwort.

Manchmal ist es Schweigen.

 

 

 

Gelassenheit und Kritik

 

Kritik kann Selbstschutz aktivieren.

Dann möchten wir:

  • uns erklären
  • widersprechen
  • zurückschlagen

Gelassenheit ermöglicht eine weitere Option:

„Ich höre erst einmal, was daran hilfreich sein könnte.“

 

 

 

Du musst Kritik weniger vollständig akzeptieren

 

Feedback kann:

  • zutreffend
  • teilweise zutreffend
  • wenig hilfreich

sein.

Gelassenheit bedeutet auch, diese Prüfung vorzunehmen, ohne sofort das eigene Selbstbild verteidigen zu müssen.

 

 

 

Gelassenheit und Fehler

 

Fehler sind unangenehm.

Doch zusätzliche Selbstbeschimpfung verbessert das Ergebnis selten.

Hilfreicher ist:

Was ist passiert?

Was kann ich korrigieren?

Was lerne ich daraus?

 

 

 

Verantwortung statt Selbstverurteilung

 

Du kannst einen Fehler ernst nehmen.

Und trotzdem freundlich mit dir umgehen.

Das erleichtert häufig die sachliche Auseinandersetzung.

 

 

 

Gelassenheit und Grenzen

 

Gelassenheit bedeutet nicht, alles hinzunehmen.

Du kannst ruhig und sehr deutlich sagen:

„Das akzeptiere ich nicht.“

Oder:

„Unter diesen Bedingungen führe ich das Gespräch nicht weiter.“

 

 

 

Eine ruhige Grenze kann besonders stark sein

 

Sie braucht weniger:

  • Lautstärke
  • Drohung
  • Rechtfertigung

Sie braucht Klarheit.

 

 

 

Gelassenheit ist weniger Harmonie

 

Manche Situationen brauchen Konflikt.

Zum Beispiel wenn:

  • eine Grenze überschritten wird
  • ein wichtiges Problem verschwiegen wird
  • eine Entscheidung korrigiert werden muss

Gelassenheit verändert weniger das Thema.

Sie verändert die Art, wie du damit umgehst.

 

 

 

Gelassenheit in Beziehungen

 

Beziehungen werden leichter, wenn weniger jeder Unterschied sofort geklärt werden muss.

Manchmal reicht:

„Wir sehen das unterschiedlich.“

Ein Unterschied ist weniger automatisch eine Bedrohung der Beziehung.

 

 

 

Nicht jede Irritation braucht eine Grundsatzdiskussion

 

Eine hilfreiche Frage:

„Wie wichtig ist das in einer Woche noch?“

Oder:

„Was braucht tatsächlich ein Gespräch und was darf vorbeiziehen?“

 

 

 

Gelassenheit im Beruf

 

Im beruflichen Kontext zeigt sich Gelassenheit besonders bei:

  • Zeitdruck
  • Kritik
  • Konflikten
  • unerwarteten Veränderungen
  • schwierigen Entscheidungen

Dort ist sie weniger nur angenehm.

Sie beeinflusst die Qualität des Handelns.

 

 

 

Gelassenheit und Führung

 

Die emotionale Reaktion einer Führungskraft beeinflusst ein ganzes Umfeld.

Wenn auf schlechte Nachrichten regelmäßig:

  • Panik
  • Wut
  • Schuldzuweisung

folgen, lernen Mitarbeitende schnell, Informationen zu filtern.

 

 

 

Ruhe kann Informationsqualität verbessern

 

Eine Führungskraft kann sagen:

„Das ist ernst. Lass uns zuerst verstehen, was passiert ist.“

Das ist weder Gleichgültigkeit noch Verharmlosung.

Es hält den Raum für bessere Entscheidungen offen.

 

 

 

Gelassenheit unter Druck ist Executive Presence

 

Gerade in verantwortlichen Rollen entsteht Souveränität weniger dadurch, dass nie Unsicherheit entsteht.

Sie zeigt sich darin, wie mit Unsicherheit umgegangen wird.

Zum Beispiel:

  • Orientierung geben
  • ruhig priorisieren
  • Unsicherheit benennen
  • Entscheidungen treffen
  • kritische Informationen aufnehmen

 

 

 

Gelassenheit ist weniger Langsamkeit

 

Ein Mensch kann sehr schnell entscheiden und trotzdem gelassen sein.

Ein anderer kann lange warten und innerlich hoch angespannt bleiben.

Gelassenheit beschreibt weniger Geschwindigkeit.

Sie beschreibt die Qualität der inneren Steuerung.

 

 

 

Gelassenheit und Entscheidungsfähigkeit

 

Unter Druck möchten wir häufig möglichst schnell Sicherheit.

Dann kann eine Entscheidung allein deshalb attraktiv werden, weil sie Unsicherheit beendet.

Gelassenheit hilft, beides zu unterscheiden:

„Ist das eine gute Entscheidung?“

und:

„Möchte ich nur endlich die Unsicherheit loswerden?“

 

 

 

Eine gute Entscheidung braucht weniger perfekte Gewissheit

 

Manche Entscheidungen bleiben unsicher.

Dann lautet die Aufgabe:

mit ausreichender Information entscheiden und die verbleibende Unsicherheit tragen.

 

 

 

22 praktische Wege zu mehr Gelassenheit

 

1. Unterscheide Einfluss und Kontrolle

Konzentriere Energie auf das, was du tatsächlich gestalten kannst.

 

2. Erkenne deine frühen Stresssignale

Zum Beispiel schnelleres Sprechen, Muskelspannung oder Gedankenrasen.

 

3. Verlangsame den ersten Impuls

Ein kurzer Moment Abstand kann viel verändern.

 

4. Atme ruhiger

Bewusst langsameres Atmen kann helfen, körperliche Aktivierung zu reduzieren.

 

5. Benenne, was gerade geschieht

„Ich bin gerade angespannt.“

Benennen schafft häufig etwas Abstand.

 

6. Trenne Tatsachen und Bewertungen

Was ist tatsächlich passiert?

Und:

Was bedeutet es für mich?

 

7. Prüfe die tatsächliche Bedeutung

Nicht jeder Fehler, jede Kritik und jede Verzögerung braucht dieselbe Gewichtung.

 

8. Akzeptiere den Ausgangspunkt

Erst wenn du die Situation realistisch siehst, kannst du sinnvoll handeln.

 

9. Formuliere steuerbare Ziele

Konzentriere dich auf dein Verhalten statt auf die vollständige Kontrolle des Ergebnisses.

 

10. Erlaube dir Pausen

Du musst weniger auf jede Frage sofort antworten.

 

11. Reduziere Perfektionsdruck

Frag:

„Was braucht ein sehr gutes Ergebnis wirklich?“

 

12. Achte auf künstliche Dringlichkeit

Manches darf bis morgen warten.

 

13. Bewege dich

Körperliche Aktivität kann helfen, Spannung abzubauen und Abstand zu gewinnen.

 

14. Sorge für ausreichende Erholung

Müdigkeit reduziert häufig die emotionale Flexibilität.

 

15. Begrenze unnötige Reize

Nicht jede Nachricht verdient sofort deine Aufmerksamkeit.

 

16. Kläre Erwartungen

Viele Spannungen entstehen aus unausgesprochenen Annahmen.

 

17. Setze Grenzen früher

Dann braucht es häufig weniger Eskalation später.

 

18. Entwickle mehrere Handlungsoptionen

Ein Gefühl von Alternativlosigkeit erhöht Druck.

 

19. Hole eine Außenperspektive ein

Ein gutes Gegenüber kann helfen, Bedeutung und Handlungsspielraum realistischer einzuschätzen.

 

20. Übe mit kleineren Situationen

Gelassenheit entwickelt sich weniger nur in großen Krisen.

 

21. Akzeptiere, dass du manchmal weniger gelassen bist

Auch das gehört dazu.

Der Anspruch, jederzeit vollkommen ruhig zu bleiben, erzeugt neuen Druck.

 

22. Frag nach dem nächsten hilfreichen Schritt

Wenn alles zu groß wird:

„Was ist jetzt konkret als Nächstes sinnvoll?“

 

 

 

Gelassenheit lässt sich weniger erzwingen

 

Der Satz:

„Ich muss jetzt unbedingt gelassen sein.“

hilft selten.

Gelassenheit entsteht eher indirekt.

Durch:

  • realistischere Bewertungen
  • bessere Selbstwahrnehmung
  • mehr Handlungsmöglichkeiten
  • Akzeptanz von Unsicherheit

 

 

 

Und manchmal ist Unruhe angemessen

 

Wenn tatsächlich Gefahr besteht.

Wenn eine Grenze überschritten wird.

Wenn eine wichtige Entscheidung ansteht.

Dann darf dein System reagieren.

Gelassenheit bedeutet weniger, Warnsignale auszuschalten.

Sie hilft dabei, angemessen darauf zu reagieren.

 

 

 

Wann professionelle Unterstützung sinnvoll sein kann

 

Vielleicht geht es weniger um gelegentliche Unruhe und stärker um:

  • anhaltende Ängste
  • starke innere Anspannung
  • Schlafprobleme
  • psychische Beschwerden

Dann kann ein therapeutischer Rahmen passender sein.

Meine therapeutische Arbeit ist organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.

→ Psychotherapie in Berlin und online

 

 

 

Gelassenheit im Coaching und Sparring

 

Im beruflichen Kontext kann es beispielsweise darum gehen:

  • unter Druck klarer zu entscheiden
  • in schwierigen Gesprächen steuerungsfähig zu bleiben
  • mit Kritik souveräner umzugehen
  • Unsicherheit besser auszuhalten
  • Präsenz in anspruchsvollen Situationen zu entwickeln

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstführung, Kommunikation oder berufliche Entwicklung geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business Coaching in Berlin und online

 

 

 

Zehn Fragen für mehr Gelassenheit

 

  1. Was geschieht gerade tatsächlich?
  2. Was davon liegt in meinem Einfluss?
  3. Welche Bedeutung gebe ich der Situation?
  4. Welche Reaktion wäre meinem Ziel dienlich?
  5. Muss ich jetzt handeln oder darf ich warten?
  6. Welche Unsicherheit kann ich akzeptieren?
  7. Wo erwarte ich gerade Perfektion?
  8. Welche Grenze braucht Klarheit?
  9. Was würde ich mit etwas mehr Abstand sehen?
  10. Was ist jetzt der nächste hilfreiche Schritt?

 

 

 

Fazit: Gelassenheit heißt, ernst zu nehmen, was wichtig ist – und den Rest weniger schwer zu machen

 

Gelassenheit ist keine Gleichgültigkeit.

Sie ist keine Passivität.

Und sie verlangt weniger, dass du jederzeit vollkommen ruhig bist.

Gelassenheit bedeutet:

Du bemerkst, was in dir und um dich herum geschieht.

Du erkennst deinen tatsächlichen Einfluss.

Und du entscheidest möglichst bewusst, wie du handeln möchtest.

Manchmal bedeutet das:

loslassen.

Manchmal:

abwarten.

Und manchmal:

sehr klar handeln.

Vielleicht lässt sich Gelassenheit deshalb am besten so beschreiben:

Das Leben ernst nehmen, ohne alles unnötig schwer zu nehmen.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Gelassenheit nimmt das Leben ausreichend ernst,
 aber nicht unnötig schwer.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 28. Juni 2026

Das Schönste im Leben ist kostenlos. Das Zweitschönste ist ziemlich teuer. –Coco Chanel

Die Geschenke des Lebens schätzen

Tagesmotto*

Das Schönste im Leben ist kostenlos. Das Zweitschönste ist ziemlich teuer. –Coco Chanel
Das Schönste im Leben ist kostenlos. Das Zweitschönste ist ziemlich teuer. –Coco Chanel

Geschenke des Lebens

 

Schätzen wir die Geschenke in unserem Leben?

Hinsehen und genießen

 

Was auch immer Coco Chanel hier im Sinn hatte, viele der schönsten Dinge im Leben sind nicht mit Geld zu bekommen. Wie steht es mit der Dankbarkeit für diese Geschenke?

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 29. August 2020
Englische Version:
AN: #767
K: CNB
Ü:

Die größten Reichtümer und Werte sind am weitesten davon entfernt, geschätzt zu werden. –Henry David Thoreau

Werte und Entscheidungsfindung

Tagesmotto*: Darum ist es so wichtig sich über die eigenen Werte und deren Prioritäten eine eigene Meinung zu bilden.
Die größten Reichtümer und Werte sind am weitesten davon entfernt, geschätzt zu werden. –Henry David Thoreau

Werte und Entscheidungsfindung

 

Darum ist es so wichtig, sich über die eigenen Werte klar zu werden. Wie gut kennen Sie Ihre Werte und deren Prioritäten?

Video

Werte: Was sie sind und warum sie wichtig für dein Leben sind

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Werte, Prioritäten und Entscheidungsfindung

 

Vieles, das uns besonders vertraut ist, wird im Wert erst dann erkannt, wenn es verloren geht. Nicht immer ist uns sofort bewusst, was für uns von größter Bedeutung ist. Doch gerade die persönlichen Werte sind wesentlich für gute Entscheidungen. Einerseits liegt es daran, dass es für persönliche Erfüllung so wichtig ist, Entscheidungen zu treffen, die einen Beitrag für wesentliche Werte leisten. Andererseits geht es darum, Entscheidungen zu vermeiden, die wesentliche Werte verletzen. Wobei auch das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. So manches verspricht die Bedürfnisbefriedigung auf einer Abkürzung. Oft wird das Versprechen dann nicht gehalten und schlimmer; wir zahlen einen zu hohen Preis für den Umweg. Dabei haben die Sirenen heute eine andere Form als zu Zeiten von Odysseus. Selbst wer noch so sehr meint frei vom Zeitgeist zu sein wie sich ihm schwer vollkommen entziehen können. Das bleibt nicht ohne Wirkung, zumal ja gerade die unbewussten Auswirkungen so einflussreich sind! Nur, wenn wir uns und unsere Werte gut kennen, dienen sie als verlässlicher Kompass bei Entscheidungen bei all den vielen Verlockungen.

Darum ist es so wichtig, sich über die eigenen Werte und deren Prioritäten eine eigene Meinung zu bilden. Es ist ein häufiges Thema im Coaching.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

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  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2007
Überarbeitung: 8. Juni 2019
AN: #566
Ü:
K:

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Corona-Müdigkeit: 10 Ideen

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Corona-Müdigkeit
Auch aus Steinen,
die dir in den Weg gelegt werden,
kannst du etwas Schönes bauen.


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Der Corona-Müdigkeit hingeben oder wie darauf reagieren? Die andauernde Situation nagt an den Nerven. Was tun? Hier sind einige Ideen.

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https://youtu.be/fhSq7VdxkrU

Corona, Covid-19

 

Die Situation hinterlässt Spuren. Da geht es mir wie vielen anderen Menschen. Dabei gehöre ich zu denjenigen, die noch Arbeit haben. Da geht es mir deutlich besser als vielen anderen Selbständigen, Künstlern und Musikern, Schauspielern, Veranstaltern, den Restaurants, Cafés, Bars und Club und den Menschen für die das zum Leben gehört.

Diejenige, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie persönliche Verluste erlitten haben, könnten eine Aufforderung, wie „Machen wir das Beste aus der Situation!“, schnell als Unverschämtheit und unangemessen empfinden. Zahlreiche Existenzen stehen auf dem Spiel und das geht ans Eingemachte. Doch, wenn wir uns den bisherigen und noch auf uns zukommenden Nachteilen nicht stellen, dann werden sie uns umso heftiger treffen.

 

 

 

Folgen

 

Fieber, Husten, Geschmacksverlust gelten als typische Symptome einer Corona-Infektion. Die meisten Menschen erholen sich körperlich vollständig nach einer Corona-Infektion. Einige Covid-Patienten berichten jedoch von einer monatelangen Müdigkeit, nachdem die Infektion längst überstanden ist. Auch wer nicht infiziert wird, lebt nicht so weiter, wie bisher. Die Corona-Müdigkeit ist nur eines der Phänomene. Viele Menschen berichten von physischer Abgeschlagenheit, Muskelverspannungen und Kopfschmerzen, sind unruhig und gereizt.

Arbeitsplätze, Selbstständigkeit, Beziehungen,… Vieles leidet unter der Situation. Die Nerven liegen bei vielen Menschen blank. Die Hoffnung geht verloren, wann Besserung zu erwarten ist weiß niemand so genau. Überhaupt sind Einschätzungen der Folgen noch nicht klar.

 

 

Homeoffice

 

Zu-Hause-Bleiben. Homeoffice. Weg mit der Stechuhr. Das klingt erst einmal gut. Doch auch die Freiheit jederzeit die Arbeit zu erledigen verursacht nicht nur Freude. Die Arbeitszeit zerfasert, ist nie zu Ende, schleicht sich hinein in das Privatleben und zersetzt es langsam von innen. Nicht jeder hat zu Hause einen ergonomischen Arbeitsplatz. Dauerstress.

 

 

 

Soziale Kontakte

 

Die sozialen Kontakte sind eingeschränkt, nicht nur wegen der Kontaktbeschränkungen. Videokonferenzen ersetzen die gewohnten Zusammentreffen nur bedingt. Unterschiedliche Position zur Situation, den Zusammenhängen und erforderlichen Maßnahmen haben zu tiefen Gräben in der Bevölkerung geführt. Vieles ist in Wanken gekommen, einiges wackelt. So eine Situation ist anstrengend, körperlich und seelisch. Gerade die mentale Belastung wird häufig unterschätzt. Ängste belasten den Schlaf und machen ihn eher zur Belastung als zum Quell der Freude. Die Müdigkeit nimmt zu. Es ist kognitive Flexibilität und emotionale Balance gefordert. Nur wie pflegen wir sie?

 

Anregungen:

 

 

 

Was tun? Der Corona-Müdigkeit ein Schnäppchen schlagen

 

Wie gut, dass es sich bei diesem Beitrag um ein Tagesmotto handelt. Eine fundierte Liste mit Tipps kann ich so noch etwas vertagen. Oder ist das schon eines der Symptome der Corona-Müdigkeit? Hilfe! Macht sich da Trägheit breit?

Zurück zur Frage des Tages: Wie umgehen mit der Corona-Müdigkeit? Los geht es mit der Ideensammlung, die Kommentarfunktion ist bereit. Ich mache jetzt einen Spaziergang durch den Tiergarten und mir meine Gedanken. Wie wäre es sich der Frage zu widmen, inwiefern kann sich die mit den vielen Nachteilen verbundene Situation schließlich auch als wertvolle Erfahrung erweist? Wie können wir gestärkt daraus hervorgehen? Fragen über Fragen.

 

 

 

Erste Gedanken: 10 Tipps!

 

Und schon melden sich die Ideen …

 

 

1. Neue Routinen und Strukturen

 

Alte Routinen und Strukturen fehlen. Sie hatten eine Funktion, sie haben unserem Tag Ordnung gegeben. Also ist es Zeit neue konstruktive Routinen zu entwickeln. Sorgen Sie für Struktur und optimieren Sie Ihre Tagesplanung, damit die Balance gefördert wird. Wie wäre es mit einem festen Feierabend und digitalen Pausen? Gestalten Sie ihre Work-Life-Balance. Wann werden Sie darauf wieder so viel Einfluss haben?

 

Anregungen:

 

 

 

2. Schlaf

 

Es liegt nahe bei Müdigkeit zu schlafen, doch wenn der Schlaf gestört ist, bringt er nicht das gewünschte Ergebnis. Ohne ausreichend erholsamen Schlaf ist es schwierig, die emotionale Balance zu halten. Ein gesunder Schlaf fördert körperliche und seelisches Gleichgewicht, hat Einfluss auf unsere Hormone.

Lassen Sie alles, das die Schlafqualität beeinträchtigen könnte. Alkohol, Koffein und schwere Mahlzeiten, erschweren die nächtliche Regeneration.

 

 

 

3. Pläne machen

 

Ungewissheit ist belastend, erzeugt ein mulmiges Gefühl, verängstigt. Ängste führen zu schlechten Entscheidungen und zu Erstarrung. Also gilt es dem etwas entgegenzusetzen. Machen Sie Pläne! Gestalten Sie, statt sich den Gegebenheiten nur auszusetzen.

 

Anregungen:

 

 

 

4. Pausen

 

Sorgen Sie für Pausen. Denken Sie auch an Bewegung in den Pausen. Und das nicht nur, damit das Smartphone die Ringe schließt. Wie wäre es mit einer Runde Pogo im Homeoffice. Sieht ja keiner!

 

Anregungen:

 

 

 

5. Bewegung

 

Gab es eine Zeit in der mehr Menschen über Rückenschmerzen und Muskelverspannungen berichtet haben? Der Lockdown bremst uns aus, beziehungsweise dient uns als Ausrede.

Gezieltes Training reduziert die Stresshormone reduziert und aktiviert die Produktion von Endorphinen, natürliche Schmerzmittel gelten. Ja, Bewegung macht kurzfristig müde, vor allem, wenn sie ungewohnt ist. Bewegung wirkt jedoch stimmungsaufhellend und stärkt die körperliche und seelische Widerstandskraft. Also, nicht erst warten, bis das Fitnessarmband nicht mehr um das Handgelenk passt.

 

 

 

 

6. Ergonomie

 

Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomisch. Je mehr Zeit sie dort verbringen, desto wichtiger ist die Gestaltung. Sorgen Sie für einen Ort an dem Sie produktiv und gut gelaunt ans Werk gehen.

Übrigens:
Besonders unterschätzt wird die Bedeutung von Licht.

 

 

 

7. Ernährung

 

Eine ausgewogene Ernährung hat immense Auswirkungen auf Körper und Geist. Außerdem macht Kochen ebenso wie Essen Spaß.

Übrigens:
Es gehört auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr während es gesamten Tages dazu.

 

Anregungen:

 

 

 

8. Kontaktpflege

 

Die Situation verstärkt autistische Züge. Doch wir Menschen benötigen soziale Kontakte. Also lohnt es sich Wege zu finden, um auf sichere Weise die Interaktion mit anderen Menschen zu pflegen.

 

 

 

9. Umdenken, weiterdenken, über das Bestehende hinaus denken…

 

Wollen wir es einfach dabei belassen all das zu überstehen und dann möglichst schnell wieder so weitermachen, wie bisher? Oder werden wir endlich in Zusammenhängen denken und handeln?

 

Anregungen:

 

 

 

10. Fokus

 

Hoch lebe das Pareto-Prinzip. Das Richtige, statt einfach nur möglichst viele Aufgaben zu erledigen. Das erfordert die persönlichen Prioritäten zu kennen und für sich einzustehen.

 

Anregungen:

Umfrageergebnis

 

Vision? Eine Vorstellung wohin ich will?

 

 

%

Nein. würde ich gerne haben.

%

Brauche ich nicht!

%

Ja, eine grobe Vorstellung.

%

Habe ich!

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1477)

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Wie gehen Sie mit der Corona-Müdigkeit um oder betrifft es Sie nicht? Was halten Sie von den bisherigen Gedanken und Ideen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2021
Überarbeitung: 4. Februar 2021
AN: #736
K: CNA
Ü:

Moralische Grundsätze: Integrität, Mut und Charakterstärke

Moralische Grundsätze: Integrität, Mut und Charakterstärke

Moralische Grundsätze: Wann zeigt sich wirkliche Integrität?

Moralische Grundsätze: Wann zeigt sich wirkliche Integrität?

 

Überzeugungen sind leicht, solange sie wenig kosten.

Interessant wird es, wenn:

  • Widerstand entsteht
  • ein persönlicher Vorteil verloren geht
  • Status gefährdet ist
  • eine Entscheidung unbequem wird

Dann zeigt sich, welche Werte tatsächlich handlungsleitend sind.

Doch daraus folgt weniger:

„Ein charakterstarker Mensch hält an seinen Überzeugungen um jeden Preis fest.“

Das wäre zu einfach.

Denn auch falsche Überzeugungen können mit großer Konsequenz vertreten werden.

 

 

 

Ein Satz von Konfuzius

 

In den Analekten wird Konfuzius sinngemäß mit dem Gedanken zitiert:

Ein Mensch von Tugend erhält sein Leben weniger auf Kosten seiner Tugend und kann im Extremfall sogar sein Leben einsetzen, um ihr treu zu bleiben.

Das ist eine radikale Aussage.

Und gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

 

 

 

Was macht Charakterstärke aus?

 

Charakterstärke zeigt sich für mich weniger darin, wie laut jemand von seinen Prinzipien spricht.

Sie zeigt sich eher darin, wie jemand handelt, wenn Prinzipien und eigener Vorteil miteinander kollidieren.

Zum Beispiel:

Bleibe ich ehrlich, wenn eine Lüge mir helfen würde?

Übernehme ich Verantwortung, wenn es meinem Ruf schadet?

Widerspreche ich, wenn Schweigen bequemer wäre?

 

 

 

Werte sind erst unter Druck wirklich interessant

 

Es ist leicht zu sagen:

„Mir ist Fairness wichtig.“

Schwieriger wird:

„Bin ich auch fair, wenn ich dadurch verliere?“

Es ist leicht zu sagen:

„Ehrlichkeit ist mir wichtig.“

Schwieriger wird:

„Sage ich die Wahrheit auch dann, wenn sie mir Nachteile bringt?“

 

 

 

Das ist der Kern von Integrität

 

Integrität bedeutet weniger, immer dieselbe Entscheidung zu treffen.

Sie bedeutet stärker:

Werte, Aussagen und Verhalten in eine glaubwürdige Beziehung zu bringen.

→ Integrität: Wie gut passen Werte und Verhalten zusammen?

 

 

 

Moralischer Mut

 

Ein hilfreicher Begriff ist moralischer Mut.

Gemeint ist die Bereitschaft, nach ethischen Überzeugungen zu handeln, obwohl dadurch:

  • soziale
  • berufliche
  • persönliche

Nachteile entstehen können.

Dabei geht es weniger um Abenteuerlust.

Es geht um Handeln trotz wahrgenommenem Risiko.

 

 

 

Mut braucht ein Risiko

 

Wenn eine moralische Position:

  • beliebt
  • ungefährlich
  • gesellschaftlich belohnt

ist, braucht ihre Vertretung möglicherweise wenig Mut.

Anders wird es, wenn:

„Wenn ich das jetzt sage, kann es Konsequenzen haben.“

 

 

 

Doch moralischer Mut reicht allein weniger

 

Auch Menschen mit problematischen Überzeugungen können mutig sein.

Deshalb braucht moralischer Mut weitere Fähigkeiten:

  • Urteilsvermögen
  • Selbstreflexion
  • Verantwortung
  • Bereitschaft zur Korrektur

 

 

 

Überzeugung ist weniger automatisch Wahrheit

 

Ein Mensch kann etwas sehr fest glauben.

Und trotzdem falschliegen.

Die Stärke einer Überzeugung sagt wenig darüber aus, wie gut sie begründet ist.

Deshalb gehört für mich zu Charakterstärke auch:

„Ich bin bereit zu prüfen, ob meine Überzeugung noch trägt.“

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit

 

Forschung beschreibt intellektuelle Bescheidenheit als die Fähigkeit, die Grenzen des eigenen Wissens und die mögliche Fehlbarkeit der eigenen Überzeugungen anzuerkennen.

Das bedeutet weniger:

„Ich habe keine Überzeugungen.“

Sondern:

„Ich vertrete sie und bleibe offen für gute Gründe, sie zu verändern.“

 

 

 

Das ist weniger Schwäche

 

Im Gegenteil.

Es braucht innere Stabilität, sagen zu können:

„Ich habe mich geirrt.“

Oder:

„Die neuen Informationen verändern meine Einschätzung.“

Starrheit und Charakterstärke sind weniger dasselbe.

 

 

 

Prinzipientreue und Dogmatismus

 

Beides kann von außen ähnlich wirken.

Jemand hält konsequent an einer Position fest.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum?

Prinzipientreue kann bedeuten:

„Ich habe diese Position geprüft und halte sie weiterhin für richtig.“

Dogmatismus bedeutet eher:

„Eine Prüfung kommt für mich weniger infrage.“

 

 

 

Ein starkes Prinzip muss Kritik aushalten können

 

Wenn eine Überzeugung nur dadurch erhalten werden kann, dass:

  • Gegenargumente ignoriert
  • Kritiker abgewertet
  • Informationen ausgeblendet

werden, ist weniger klar, ob wir es mit Integrität oder mit Identitätsverteidigung zu tun haben.

 

 

 

Welche Grundsätze verdienen Schutz?

 

Das ist die schwierigere Frage.

Menschen haben sehr unterschiedliche moralische Vorstellungen.

Und Moral verändert sich:

  • zwischen Kulturen
  • zwischen Epochen
  • zwischen gesellschaftlichen Gruppen

Das bedeutet weniger, dass jede Moral beliebig ist.

Es bedeutet:

Auch moralische Überzeugungen brauchen Prüfung und Begründung.

 

 

 

„Ich habe meine Prinzipien“ reicht weniger

 

Ein Prinzip kann:

  • fair
  • menschlich
  • verantwortungsvoll

sein.

Es kann auch:

  • überholt
  • unfair
  • schädlich

sein.

Deshalb braucht Prinzipientreue Urteilsvermögen.

 

 

 

Werte können miteinander kollidieren

 

Ein häufig übersehener Punkt:

Moralische Entscheidungen bestehen weniger immer aus:

„Wert gegen Egoismus.“

Oft stehen zwei Werte gegeneinander.

Zum Beispiel:

  • Ehrlichkeit gegen Fürsorge
  • Loyalität gegen Gerechtigkeit
  • Freiheit gegen Sicherheit
  • Vertraulichkeit gegen Verantwortung

 

 

 

Dann gibt es weniger die einfache Regel

 

Du musst abwägen.

Und Verantwortung für diese Abwägung übernehmen.

Das ist anspruchsvoller als:

„Ich folge immer meinem Prinzip.“

 

 

 

Prinzipien und Konsequenzen

 

Auch Folgen gehören zur moralischen Verantwortung.

Wenn ich sage:

„Ich habe nur meinem Prinzip gehorcht.“

entbindet mich das weniger automatisch von Verantwortung für die Konsequenzen.

 

 

 

Ein Beispiel

 

Du hältst absolute Offenheit für einen wichtigen Wert.

Das bedeutet weniger, jede vertrauliche Information weiterzugeben.

Denn zusätzlich gelten möglicherweise:

  • Vertraulichkeit
  • Schutz anderer
  • berufliche Verantwortung

Moralische Reife braucht Abwägung.

 

 

 

Wann ist Standhaftigkeit wichtig?

 

Zum Beispiel wenn:

  • Druck entsteht, unehrlich zu handeln
  • Menschen unfair behandelt werden
  • Sicherheitsrisiken verschwiegen werden sollen
  • Verantwortung bewusst abgewälzt wird

Dann kann ein:

„Nein. Das mache ich weniger.“

sehr viel Mut verlangen.

 

 

 

Moralischer Mut im Beruf

 

Gerade Organisationen erzeugen Situationen, in denen Werte und persönliche Interessen kollidieren.

Zum Beispiel:

„Spreche ich das Problem an?“

„Widerspreche ich meinem Vorgesetzten?“

„Melde ich eine Entwicklung, die niemand hören möchte?“

 

 

 

Hierarchie verändert die Kosten von Widerspruch

 

Je größer das Machtgefälle, desto schwieriger kann moralischer Mut werden.

Forschung zu moralischem Mut zeigt genau diese Bedeutung von:

  • Hierarchien
  • Unterstützung
  • Vorbildern
  • Organisationskultur

für die Bereitschaft, ethisch zu handeln.

 

 

 

Das ist weniger nur eine Frage des Charakters

 

Organisationen können moralischen Mut:

  • fördern
  • erschweren
  • bestrafen

Wenn Menschen für kritische Informationen regelmäßig Nachteile erleben, entsteht Schweigen.

 

 

 

Führung trägt deshalb Verantwortung für Widerspruch

 

Eine Führungskraft kann sagen:

„Ich möchte kritische Stimmen hören.“

Entscheidend ist jedoch:

Was passiert, wenn jemand tatsächlich widerspricht?

Erst dort zeigt sich Kultur.

 

 

 

Integrität in Führung

 

Für Führungskräfte kann Integrität bedeuten:

  • Fehler sichtbar zu machen
  • schlechte Nachrichten weniger zu beschönigen
  • Verantwortung zu übernehmen
  • Entscheidungen begründen zu können
  • Zusagen ernst zu nehmen

 

 

 

Werte werden durch Verhalten glaubwürdig

 

Ein Unternehmen kann sehr schöne Werte formulieren.

Wenn Entscheidungen regelmäßig etwas anderes belohnen, verlieren diese Werte ihre Glaubwürdigkeit.

Menschen orientieren sich weniger nur daran, was auf der Website steht.

Sie beobachten:

„Was passiert hier tatsächlich?“

 

 

 

Wenn das eigene Wohlergehen auf dem Spiel steht

 

Das Konfuzius-Zitat stellt eine extreme Frage:

Was ist wichtiger als das eigene Leben?

Historisch ist diese Frage verständlich.

Für die meisten heutigen Alltagssituationen ist sie zu groß.

Unsere moralischen Entscheidungen sind meist kleiner.

Und genau deshalb nicht weniger interessant.

 

 

 

Charakter zeigt sich häufig im Kleinen

 

Zum Beispiel:

Geb ich einen Fehler zu?

Halte ich eine Zusage ein?

Behandle ich Menschen fair, wenn ich davon wenig habe?

Widerspreche ich, wenn jemand abgewertet wird?

Das sind weniger dramatische Situationen.

Doch sie prägen Charakter über Jahre.

 

 

 

Du musst weniger dein Leben opfern, um integer zu sein

 

Diese Klarstellung ist mir wichtig.

Die Bereitschaft zum Selbstopfer ist weniger automatisch ein Zeichen moralischer Überlegenheit.

Menschen können sich auch für:

  • Ideologien
  • falsche Überzeugungen
  • fanatische Ziele

opfern.

Entscheidend bleibt deshalb:

Wofür stehe ich ein – und wie gut habe ich es geprüft?

 

 

 

Selbstschutz ist weniger moralisches Versagen

 

Auch das ist wichtig.

Du darfst:

  • dich schützen
  • Risiken abwägen
  • strategisch handeln
  • Unterstützung suchen

Moralischer Mut bedeutet weniger:

„Ich muss mich unnötig gefährden.“

 

 

 

Mut und Klugheit gehören zusammen

 

Vielleicht ist es sinnvoller:

  • Verbündete zu suchen
  • Belege zu sichern
  • einen geeigneten Zeitpunkt zu wählen
  • professionelle Beratung einzubeziehen

als spontan alles zu riskieren.

Standhaftigkeit braucht weniger Leichtsinn.

 

 

 

Wann ist ein Kompromiss Verrat an den eigenen Werten?

 

Weniger jeder Kompromiss ist Verrat.

Zusammenleben und Zusammenarbeit brauchen Kompromisse.

Interessant wird:

Welche Punkte sind verhandelbar und welche weniger?

 

 

 

Ein Kompromiss kann Werte schützen

 

Vielleicht erreichst du weniger alles.

Du erreichst jedoch mehr als mit einer maximalistischen Position.

Auch das kann moralisch verantwortungsvoll sein.

 

 

 

Prinzipien brauchen Hierarchie

 

Es kann helfen zu unterscheiden:

Was ist für mich unverhandelbar?

Und:

Wo habe ich Präferenzen?

Nicht jede Vorliebe braucht den Status eines moralischen Grundsatzes.

 

 

 

Sonst wird jedes Thema zur Prinzipienfrage

 

Dann entsteht Starrheit.

Und Zusammenarbeit wird schwer.

Reife Werteorientierung braucht Prioritäten.

 

 

 

Was tun, wenn Werte kollidieren?

 

Eine mögliche Struktur:

 

1. Benenne die beteiligten Werte

Zum Beispiel:

„Loyalität und Ehrlichkeit stehen gerade in Spannung.“

 

2. Kläre die Konsequenzen

Wer ist von welcher Entscheidung betroffen?

 

3. Prüfe Alternativen

Gibt es mehr als zwei Möglichkeiten?

 

4. Hole eine unabhängige Perspektive ein

Gerade bei moralischer Empörung kann unser Blick enger werden.

 

5. Entscheide bewusst

Und übernimm Verantwortung für die Folgen.

 

 

 

Eine wichtige Frage bei starken Überzeugungen

 

„Welche Information könnte meine Meinung verändern?“

Wenn die ehrliche Antwort lautet:

„Keine.“

dann lohnt sich Aufmerksamkeit.

Vielleicht schützt du weniger ein Prinzip.

Vielleicht schützt du eine Identität.

 

 

 

Überzeugungen dürfen sich entwickeln

 

Menschen lernen.

Lebenssituationen verändern sich.

Informationen verändern sich.

Es kann deshalb ein Zeichen von Integrität sein, eine frühere Position aufzugeben.

Zum Beispiel:

„Ich habe das früher anders gesehen. Heute halte ich diese Position weniger für richtig.“

 

 

 

Konsistenz ist weniger immer Tugend

 

Wenn neue Erkenntnisse entstehen, wäre blindes Festhalten weniger Integrität.

Es wäre Unbeweglichkeit.

Integrität bedeutet Treue zu Werten, weniger Treue zu jedem früher ausgesprochenen Satz.

 

 

 

Werte und Selbstreflexion

 

Es lohnt sich regelmäßig zu prüfen:

  • Welche Werte sind mir wichtig?
  • Woher stammen sie?
  • Wie zeigen sie sich in meinem Verhalten?
  • Wo widerspreche ich meinen eigenen Ansprüchen?

→ Werte: Was wirklich zählt und Entscheidungen bestimmt

 

 

 

Charakterstärke

 

Charakterstärke ist für mich deshalb eine Kombination aus:

  • Standhaftigkeit
  • Verantwortung
  • Selbstreflexion
  • Mut
  • Korrekturfähigkeit

Nur Standhaftigkeit allein wäre zu wenig.

→ Charakterstärke: Für Werte einstehen und lernfähig bleiben

 

 

 

Wenn Werte im beruflichen Kontext unter Druck geraten

 

In Coaching und Sparring kann es beispielsweise gehen um:

  • ethisch schwierige Entscheidungen
  • Loyalitätskonflikte
  • kritischen Widerspruch
  • Verantwortung unter Druck
  • schwierige Führungssituationen

Das Ziel ist weniger, dir eine Moral vorzugeben.

Es geht darum, deine Werte, Interessen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten klarer zu sehen.

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Werte, berufliche Entscheidungen, Kommunikation oder Selbstführung geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business Coaching in Berlin und online

 

 

 

Zehn Fragen zu deinen moralischen Grundsätzen

 

  1. Welche Werte sind für mich tatsächlich unverhandelbar?
  2. Woher stammen diese Überzeugungen?
  3. Welche davon habe ich in den vergangenen Jahren verändert?
  4. Was bin ich bereit, für meine Werte zu riskieren?
  5. Wo verwechsel ich eine Präferenz mit einem Prinzip?
  6. Welche Folgen hat mein Handeln für andere?
  7. Welche Information könnte meine Position verändern?
  8. Wo schweige ich aus Bequemlichkeit?
  9. Wo wäre mehr Mut hilfreich?
  10. Wo wäre mehr Offenheit für Korrektur die größere Stärke?

 

 

 

Fazit: Integrität braucht Standhaftigkeit und Korrekturfähigkeit

 

Der Gedanke von Konfuzius bleibt kraftvoll:

Werte werden dort ernst, wo sie etwas kosten.

Doch ich würde ihn heute ergänzen.

Charakterstärke zeigt sich weniger darin, an jeder Überzeugung bis zum Äußersten festzuhalten.

Sie zeigt sich darin:

  • Werte ernst zu nehmen
  • unter Druck Verantwortung zu übernehmen
  • für wichtige Überzeugungen einzustehen
  • und gleichzeitig bereit zu bleiben, die eigenen Überzeugungen zu prüfen.

Manchmal braucht es Mut, standhaft zu bleiben.

Und manchmal braucht es mindestens genauso viel Mut zu sagen:

„Ich habe meine Position überprüft. Ich sehe es heute anders.“

Beides kann Ausdruck von Integrität sein.

Ein Mensch mit starkem Charakter und moralischen Grundsätzen wird nie versuchen, seine eigene Haut auf Kosten seiner Grundsätze zu retten. Eher würde er sein Leben opfern, als seine Überzeugungen. Konfuzius

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 22. Juli 2026

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Menschlichkeit oder Erfolg?

Tagesmotto*: Geht es nur mit Rücksichtslosigkeit voran? Ist es sinnvoll sich um jeden Preis durchzusetzen?
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Johann Wolfgang von Goethe
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Johann Wolfgang von Goethe

Wer vorankommen will, darf keine Rücksicht nehmen?

 

Stimmt die weitverbreitete Überzeugung, dass sich Rücksichtslosigkeit auszahlt? Was ist es wert, sich um jeden Preis durchzusetzen, wenn dabei Werte verletzt werden?

Menschlichkeit oder Erfolg?

 

Menschlichkeit oder Erfolg? Ist hier ein ODER angebracht? Ist es nicht möglich Menschlichkeit und Erfolg miteinander zu verbinden oder ist nicht sogar erst Menschlichkeit die Voraussetzung dafür, dass von Erfolg gesprochen wird?

 

 

 

Meinungen zur Menschlichkeit

 

Bei den Erfolgsmenschen ist meist der Erfolg größer als die Menschlichkeit.

Daphne du Maurier

 

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.

Martin Luther King

 

 

 

Ohne Rücksicht auf Verluste

 

Trilian: „Könntest du deinen Egotrip mal kurz unterbrechen? Es ist was Wichtiges passiert.“

Zaphod: „Wenn es irgendwas wichtigeres als mein Ego gibt, verlange ich, dass man es auf der Stelle verhaftet und erschießt.“

Per Anhalter durch die Galaxis

 

Das menschliche Ego kann durchaus eigenwillige Formen annehmen. Ratgeber für Erfolg befeuern mitunter auch wilde Thesen. So ist da zu lesen, wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Wenn Sie die unmoralische Gelegenheit nicht nutzen, wird es der Konkurrent,…

Wie viel Egoismus und Rücksichtslosigkeit verlangt Erfolg? Es hält sich beharrlich der Glaube, dass sich Rücksichtslosigkeit auszahlt und es ohne nur zu Enttäuschungen kommen wird.

Meine Beobachtungen stützen diese Behauptung nicht, im Gegenteil. Was ist es wirklich wert, sich um jeden Preis durchzusetzen, wenn dabei grundlegende Werte verletzt werden?

 

 

 

Positive und negative Beispiele

 

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, meinte Johann Wolfgang von Goethe. Geht das überhaupt?

Obwohl die unangenehmen Beispiele besonders einprägsam sind, sind jene, die ich für erfolgreich halte, durchaus emphatisch. Die rücksichtslose Ellenbogenmethode bringt Menschen langfristig nicht an ihre Ziele, weder im beruflichen noch im privaten Bereich. Unsoziales Verhalten wird von anspruchsvollen anständigen Menschen mit Vermeidung quittiert, im Umfeld bleiben dann nur noch jene, auf die lieber verzichtet werden sollte.

 

 

 

Zurückstecken?

 

Nein, wir müssen es nicht jedem Menschen recht machen. Mitunter wird allerdings auch eine klare Richtung und eigene Meinung als Rücksichtslosigkeit missdeutet. Da lohnt es sich bei der Beurteilung genauer hinzusehen.

 

 

 

Was nun?

 

Also, wie ist das mit dem Zusammenhang von Erfolg und Menschlichkeit? Wer verstehen will, was Moral bedeutet, kommt um Immanuel Kant nicht vorbei. Er stellte sich immer wieder die Frage; „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“.

Kant meinte: „Die höchste Aufgabe des Menschen ist zu wissen, was einer sein muss, um ein Mensch zu sein.“ und er hat für uns auch einige Antworten, die weiterhin Aufmerksamkeit verdient haben. Sich damit zu beschäftigen lohnt.

Aus seiner Sicht will der Mensch gut sein. Wenn es ihm nicht gelingt, dann ist das ein Irrtum oder er wird getäuscht. Es mag so klingen, doch bei seinen Betrachtungen war er nicht naiv. Ihm war bewusst, dass es viele Egoisten, Betrüger und Lügner gibt. Doch aus seiner Sicht hören solche Personen nicht auf ihr Gewissen und ihre Vernunft. Sie ignorieren die Fähigkeiten, die sie zu Menschen machen. Für ihn sind solche Personen nicht erfolgreich, sondern gescheitert.

Kants Wortwahl wirkt manchmal recht Spaß-befreit. „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!“ lautet der kategorische Imperativ. Ihn zu beachten würde die Welt jedenfalls um einiges besser machen.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

Ergänzende Artikel

 

P.S.​

 

Blick in den Spiegel: Wo ist der Preis zu hoch, sich um jeden Preis durchzusetzen, weil dabei grundlegende Werte verletzt werden?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 17. Januar 2021
Englische Version:
AN: #763
K: CNB
Ü:

Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. –Dalai Lama

Wie steht es mit den persönlichen Werten bei Veränderungen?

Tagesmotto*
Schritte
Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. –Dalai Lama

Veränderungen und Werte

 

Wie können wir uns konstruktiv Veränderungen widmen und dabei uns und unseren Werten treu bleiben?

Veränderungen

 

Einige Veränderungen begrüßen wir, andere missbilligen wir. Doch so oder so; sie finden statt und unser Einfluss hat Grenzen. Also wird vielerorts dafür geworben, sich auf Veränderungen so gut wie möglich einzustellen.

 

 

 

Ja, und?

 

So gut Anpassungsfähigkeit ist, so wesentlich ist es dabei, die relevanten Werte zu berücksichtigen. Wer die eigenen Werte kennt, kann sie besser bei Entscheidungen einbeziehen. Werte wollen immer wieder erkundet und die Prioritäten geklärt werden.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Tagesmotto? Was bedeutet konstruktiver Umgang mit Veränderungen und welche Rolle sollten Werte dabei spielen?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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Artikel

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität zeigt sich dort, wo Werte etwas kosten. Erfahre, was Integrität bedeutet und wie du Entscheidungen triffst, die zu deiner Haltung passen.

Die Bedeutung von Wertschätzung in Unternehmen

Die Bedeutung von Wertschätzung in Unternehmen

Als Coach war ich in diesem Jahr für ein Unternehmen im Einsatz, dass sich auf die Fahne geschreiben hat die gewählten Werte auch tatsächlich zu leben. Im Nachgang gab ich für deren Mitarbeiterzeitung ein Interview zum Thema Wertschätzung.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 15. Mai 2021
AN: #758
K: CNC
Ü:

Binaurale Beats – Top oder Flop? Bringt das was?

Binaurale Beats – Top oder Flop? Bringt das was?

Schallwellen fürs Gehirn?
Gehirn

Binaurale Beats

 

Das Gehirn in Schwingung versetzen. Unfug oder Wundermittel? Was ist dran an binauralen Beats? Bringt das was?

Mit Schwingungen das Gemüt beeinflussen?

 

Mit Schallwellen den Gemütszustand beeinflussen? Klar, mit Musik gelingt das. Binaurale Beats sollen noch ein gutes Stück weitergehen und das Gehirn durch Schwingungen gezielt beeinflussen. Ran an Selbstversuch und Erfahrungsaustausch.

 

 

 

Binaurale Beats!

 

Die Bezeichnung Binaurale Beats setzt sich aus den beiden Worten „Bi“ und „Neural“ zusammen. „Bi“ steht für Dopplung und „Neural“ bezieht sich auf die Nerven und das Nervensystem. Binaurale Beats sind akustische Täuschungen, die durch zwei unterschiedliche, aber gleichzeitig abgespielte Frequenzen im menschlichen Gehirn erzeugt werden.

 

 

 

Frequenzen

 

Als Erfinder der binauralen Beats gilt Heinrich Wilhelm Dove. Er erkannte 1839, dass zwei unterschiedliche Frequenzen, die zeitgleich auf das rechte und das linke Ohr treffen, zu Überlagerungen oder auch pulsierenden Amplituden führen können. Diese Frequenzen entstehen ausschließlich im Gehirn. Deswegen funktionieren Binaurale Beats nur mit guten Kopfhörern.

 

 

 

Gehirnwellen

 

Das menschliche Gehirn produziert Gehirnwellen als elektromagnetische Impulse. Die Frequenzen bestimmen, ob wir entweder wach, konzentriert oder entspannt sind. Die Hirnwellen lassen sich nach ihrer Frequenz in fünf verschiedene Gruppen einteilen:

  • 38 bis 42 Hz
    Gamma-Wellen stehen in Verbindung mit erhöhter Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmung, Stress und Leistungsorientierung. Gamma-Gehirnwellen haben die mit Abstand höchste Frequenz und werden mit schnellem Denken und dem effizienten Verarbeiten von großen Datenmengen verbunden.
  • 14 bis 38 Hz
    Beta-Wellen sind mit dem Alltagszustand verbunden. Sie sind typisch für logisches Denken und kognitiven Aktivitäten, leichtem Stress und Unruhe.
  • 8 bis 12 Hz
    Alpha-Gehirnwellen haben eine niedrigere Frequenz als Beta- oder Gamma-Wellen. Sie stehen in Verbindung mit Entspannung, wie beispielsweise beim Hören von Musik hören oder intensiven Lesen eines Buches. Kreativität und Lernfähigkeit werden gesteigert.
  • 3 bis 8 Hz
    Wer sich im Theta-Zustand befindet, verliert eher das Zeitgefühl und kann auf tiefere Ebenen des unterbewussten Verstands zugreifen. Theta-Wellen wirkend tiefen entspannend, so wie kurz vor dem Einschlafen oder der Meditation.
  • 0 bis 3 Hz
    In der Tiefschlafphase senden wir Delta-Wellen au. Wir schütten im Delta-Zustand regenerative Hormone wie Melatonin, Dehydroepiandrosteron und das Wachstumshormon Somatropin aus.

 

Die Wirkung wird auch durch die Menge und Intensität beeinflusst.

 

 

 

Wirkung

 

Sobald das Gehirn binauralen Frequenzen ausgesetzt ist, beginnt es sich ihnen anzupassen und in der Folge Gehirnwellen mit der gleichen Frequenz zu erzeugen. Dieser Effekt wird auch „Frequency Following Response“ und „Frequenz-Folge-Reaktion“ (FFR) genannt.

 

 

 

Anwendungsbereiche

 

Die Frequenz der binauralen Beats hängt vom gewünschten Zielzustand des Anwenders ab. Eine Anwendung ist beispielsweise eine Frequenz von 200 Hz auf dem linken Ohr und eine Frequenz von 210 Hz auf dem rechten Ohr anzubieten und dann einen Binauralen Beat von 10 Hz zu erzeugen, der in den Alpha Zustand versetzen kann.

Binaurale Beats finden in mehreren Bereichen Anwendung. Einigen haben einen nachweislichen Effekt, andere sind eher fragwürdig.

Beispielsweise bei Personen, die unter epileptischen Krampfanfällen leiden, wird von der Verwendung abgeraten. Im Zweifelsfall lieber einen Mediziner fragen.

 

 

 

Eigene Erfahrungen

 

Vor einigen Jahren experimentiert ich umfangreich mit binauralen Beats. Damals interessierte mich vor allem die Wirkung auf und in Trance. Meine persönliche Erfahrung; die Trancetiefe lässt sich dadurch positiv beeinflussen. Einigen Personen gelang es so deutlich schneller tiefe Trancetiefen zu erreichen.

Die Qualität der Tonquelle und die Verwendung von Kopfhörern scheinen wesentlich für die Wirkung zu sein.

Auch im Mentaltraining machte ich beim Einsatz von binauralen Beats interessante Beobachtungen. Ich hatte den Eindruck, mich besser  konzentrieren und lernen zu können. Da Selbsthypnose ebenfalls diese Effekte hat, habe ich diese Technik dann aus den Augen verloren.

 

 

 

Erfahrungsaustausch

 

Nun habe ich diesen Artikel erneuert, um Erfahrungen auszutauschen. Da meine persönlichen Erfahrungen schon so lange Zeit her sind, hat sich sicher auch die Erzeugung verändert. Die Kommentarfunktion und ich, wir freuen uns auf den Austausch.

 

 

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P.S.​

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit binauralen Beats gemacht?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2015
Überarbeitung: 22. Januar 2021
Englische Version:
AN: #913
K: CNB
Ü:

Weihnachtsgrüße

Weihnachtsgrüße und ein erfüllendes Jahr 2021

Besinnliche Tage und...

So, heute waren die letzten Sitzungen vor dem Weihnachtsfest. Wir sehen uns dann wieder in 2021.

Joachim Ringelnatz behauptete; „Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.“ Wie so oft kommt es auf den Fokus an, was wir aus Gelegenheiten machen. Also nutzen wir diesen Moment für das, was uns guttut.

Wohltuende Feiertage, frohe Weihnachten und Gelassenheit durch Besinnung auf das Wesentliche.

Karsten Noack

P.S.​

 

Wie nutzen Sie diese Zeit?

Autor: Karsten Noack

Erstveröffentlichung: 23. Dezember 2020
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #329
K: CNB
Ü:

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Mut zur Verantwortung
Stimme

Reden ist Macht

 

Wer überzeugend redet hat mehr Einfluss. Wie wird diese Macht verantwortungsvoll ausgeübt, um einen Beitrag zu leisten, mitzugestalten und wie steht es mit der erforderlichen Verantwortungsbereitschaft?

Überblick

Reden bedeutet Macht: Reden heißt überzeugen, zu verändern, anzutreiben.

Ralph Waldo Emerson

Reden bedeutet Macht!

 

Nicht jede Rede will die Welt verändern und nicht jede die das möchte, liefert dazu einen erkennbaren Beitrag. Doch manchmal wäre es schon schön die Dinge mitzugestalten, oder? Es ist gut zu wissen, wie der Einfluss ausgeübt werden soll, wann es Zeit ist aufzustehen und der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Reden bedeutet Macht!

 

 

 

Zu viel Verantwortung?

 

Viel zu viele ehrliche und respektvolle Menschen überlassen weniger uneigennützigen Zeitgenossen die Bühne und damit die Macht. Ja, Reden bedeutet Macht! Sie verantwortungsvoll einzusetzen ermöglicht einen persönlichen Beitrag zu leisten und mitzugestalten.

Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Reden erfordert Verantwortungsbewusstsein

 

Der Grat ist schmal zwischen der mutigen Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und dem Streben nach Macht an. Letzteres disqualifiziert!

Karsten Noack

 

Ja, Einfluss steht in einer engen Beziehung zur Verantwortung. Es geht im Leben darum, sich der Verantwortung als würdig zu erweisen und diese Macht überlegt einzusetzen — sich mit ihr einzusetzen, wenn jemand, oder etwas Unterstützung benötigt. Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen, Mut zu haben und sich ein ordentliches Stück Idealismus zu leisten, auch wenn das aktuell nicht dem dominierenden Zeitgeist entspricht.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

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Sind Sie bereit mehr Verantwortung zu übernehmen?

Warnung vor dem Munde!

Artikel zum Thema Verantwortung

Veränderung beginnt bei dir: Selbstführung statt Selbstoptimierung

Veränderung beginnt im eigenen Einflussbereich: Muster erkennen, Handlungsspielräume nutzen und mit Selbstführung konkrete Veränderungen gestalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2015
Überarbeitung: 18.Februar 2020
AN: #878