15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen

15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen

Realität schlimmer als Satire: Miese Tricks, die Sie täglich beobachten können

Mit schmutzigen Tricks Debatten gewinnen?

Um jeden Preis Debatten gewinnen

 

Wer sich für nichts zu schade ist, kann in Debatten einen kurzfristigen Sieg erringen. In diesem Artikel finden Sie eine Reihe von schmutzigen Tricks, die dafür eingesetzt werden, um Debatten um jeden Preis zu gewinnen. Lernen Sie, wie Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren. Dann benötigen Sie solche miesen Tricks nicht. Anstatt sie einzusetzen, lernen sie solche fiesen Methoden abzuwehren.

Mit schmutzigen Tricks Debatten gewinnen?

 

Debatten gewinnen, um jeden Preis? Wer sich für nichts zu schade ist, hat es in Debatten leichter zumindest kurzfristig zu siegen.

In diesem Artikel finden Sie eine Reihe von schmutzigen Tricks, die dafür eingesetzt werden Debatten, um jeden Preis zu gewinnen. Lassen Sie sich von mir zeigen, wie Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren. Dann brauchen Sie solche miesen Tricks nicht einzusetzen, sondern lernen sie wirksam abzuwehren.

Miese Tricks in Debatten

 

 

1. Worte ideologisch brandmarken

 

Das ist eine sehr verbreitete Methode, die erstaunlicherweise anhaltend wirksam ist. Verweisen Sie bei belasteten Worten darauf, dass sie schon während unheiliger Zeiten von bösen Menschen verwendet wurden und unterstellen Sie Ihren Gegnern schon deshalb beschämende Sympathien.

So disqualifizieren Sie Ihre Gegner, bringen williges Publikum hinter sich und werten sich moralisch auf. Schon bald wird sich keiner mehr trauen, überhaupt noch etwas zu sagen, um sich nicht noch weiter in den Morast zu begeben.

Beispiel? Die bloße Erwähnung von Begriffen wie „Rassismus“ oder „Rechtsradikalismus“ lähmt Gegner, weil für gewöhnlich niemand mit diesen Begriffen in Verbindung gebracht werden will. Dadurch eingeschüchtert wird sich anschließend kaum noch jemand trauen, in dieser Debatte auch nur in der Nähe eines unpopulären Standpunktes gesehen zu werden. Ob das mit dem Ursprungsthema zu tun hat oder nicht, ist unwesentlich.

 

 

 

2. Ausnahmen bestätigen die Regel

 

Ignorieren Sie die Regeln der sauberen Argumentation. Ein paar Tritte unter dem Tisch und der Gegner hat etwas zum Nachdenken.

Ihnen gefällt ein konkretes und belegtes Beispiel des Gegners nicht? Das zeigt doch nur; „Ausnahmen bestätigen die Regel!“. Diese Pseudoweisheit stimmt zwar nicht, klingt aber so. Sonst würden wir sie doch nicht so oft hören, oder?

 

 

 

3. Werden Sie persönlich

 

Nur keine falsche Zurückhaltung. Wenn Ihnen nichts Besseres zur Verfügung steht greifen Sie den Lebensstil Ihres Gegners, dessen Integrität oder Glaubwürdigkeit an. Selbst Schuld, wenn der ein Kleidungsstück einer Marke trägt, die für Kinderarbeit bekannt sein soll. Verhelfen Sie der Wahrheit zur Geltung.

Solche Fehler macht der Gegner nicht? Dann deuten Sie ein Lächeln als Arroganz und Oberflächlichkeit, Nachdenklichkeit als geistige Schwäche. Nur keine Chance vergeuden und rücksichtslos der guten Sache dienen.

 

 

 

4. Machen Sie sich zum Betroffenen

 

Was weiß Ihr Gegner schon? Als Betroffener sind Sie qualifizierter und sympathischer für das Publikum. Welcher halbwegs gut erzogene Mensch würde Ihnen noch zusätzliche Last auferlegen, wenn Sie ohnehin schon vom Schicksal gebeutelt sind? Sie haben Schutz und Rücksichtnahme verdient!

Irgendwie gehört doch jeder zahlreichen Gruppen an. Wählen Sie mit Bedacht und machen Sie sich zum Mitglied einer Minderheit. Zukünftig untermauern Sie dann Ihre Gegenargumente mit dem Hinweis, das sei ein Angriff auf eine Minderheit. Als deren Mitglied wissen Sie im Gegensatz zu ignoranten Außenstehenden, worum es geht. Nur Sie können die Ich-bin-jetzt-persönlich-gekränkt-Karte ausspielen. Es beruhigt, solch einen Trumpf im Hemdsärmel zu haben. Und schon hat der Gegenspieler den schwarzen Peter.

 

 

 

5. Getreu den Buchstaben

 

Wenn es für Sie hilfreich ist, nehmen Sie Ihre Gegner wörtlich. Auch Sprache braucht Bewegung. Verbiegen Sie alles das Ihnen nutzt in die gewünschte Richtung. Ziehen Sie Formulierungen heraus, die zwar nebensächlich sind, aber sich gut ins Absurde steigern lassen. Gesagt ist gesagt! Schnell geht es dann nur noch darum, ob Ihr Gegner zu dem steht, was er sagt oder von Hause aus ein Lügner ist.

 

 

 

6. Unmoralische eigene Interessen unterstellen

 

Egal, worum es dem Gegner geht; es sind nur Eigeninteressen, die ihm nicht zu gönnen sind. Machen Sie das Publikum neidisch auf seine einseitige Vorteilnahme. Ob dies beweisbar ist oder nicht, der Zweifel ist gesät!

 

 

 

7. Umwandeln in ein Heimspiel

 

Wo möglich wählen Sie ein unkritisches, Ihnen und Ihrem Thema wohlgesinntes Publikum. Wählen Sie, wenn möglich einen Ort, der Ihnen möglichst vertraut ist, den Gegner hingegen verstört.
Und wenn Sie auf all das keinen Einfluss haben, locken Sie den Gegner zumindest inhaltlich auf für ihn unbekanntes Terrain – oder trifft Glatteis es besser? Das sind dann zwar vermutlich unwesentliche Nebenschauplätze, aber bei entsprechender Dramaturgie merkt das vermutlich niemand.

Solange der Gegner beschäftigt ist den Fallgruben auszuweichen, wird es ihm schwerfallen, eigene Gedanken zu sortieren. Sie wissen ja, wo das Eis am dünnsten und brüchigsten ist. Sorgen Sie für genügend Abwechslung im Hindernisparcours, sonst besinnt sich so ein Spielverderber und äußert laut, dass dies nicht dem Thema diene. Wobei Sie ihm dann immer noch Ablenkungsmanöver oder Desinteresse an einer ernsthaften Diskussion unterstellen können.

 

 

 

8. David gegen Goliath

 

Sie kämpfen gegen den Antichristen. Machen Sie deutlich, dass Ihr Gegner für all die bösen Mächte der Welt steht und Sie für diejenigen, die sonst zu kurz kommen. Sie sind ein Held, der diesmal stellvertretend für alle Unzufriedenen dieser Welt siegen sollte.

 

 

 

9. Loben und heucheln

 

Loben Sie den Gegner anfangs so lange, bis er die Deckung aufgibt. Das lässt ihn zögern und er merkt die Treffer in der Magengrube erst, wenn Sie schon bei den Tiefschlägen sind.

 

 

 

10. Wiederholen, wiederholen, wiederholen, wiederholen

 

Widerstand ist zwecklos! Mit Wiederholungen lässt sich der Gegner zermürben. Sie sind nicht zu greifen. Lassen Sie ihn zappeln. Steter Tropfen höhlt selbst harten Stein. Das ist verbales Waterboarding, das bei eigener Ausdauer jeden Widerstand bricht.

 

 

 

11. Quellen diskreditieren

 

Bei stichhaltigen Argumenten lassen sich ja immer noch die Quellen diskreditieren.

 

 

 

12. Vage bleiben

 

Wer vage bleibt und dabei umso kompetenter wirkt, eckt nicht so schnell an, braucht sich nicht wirklich festzulegen und kann im Nachhinein immer noch flexibel an der Auslegung feilen. Verwenden Sie oft das Wort „eigentlich“ in Ihren Sätzen. Dazu können sie bei Bedarf später das „aber“ liefern. So kann Sie niemand widerlegen. Und wer nicht versteht, was damit gemeint ist bestätigt doch nur, dass Sie der einzige Wissende sind.

 

 

 

13. Lautstärke siegt

 

Wer lauter ist und den anderen nicht zu Wort kommen lässt hat mehr Sendezeit. Und wenn der Gegner bemüht ist gehört zu werden, sorgen Sie dafür, dass es möglichst verzweifelt wirkt. Das senkt Status und Ansehen des Gegenspielers. Selbst schuld, wer sich an solch überholte Werte, wie Respekt bindet.

 

 

 

14. Lächelnde Lügen

 

Ein mehrschneidiges Schwert sind kurzfristig nicht überprüfbare Lügen. Sie verschaffen Zeit. Nur Vorsicht: Ein späterer Faktencheck kann nachträglich schaden und erst diese lästigen Zeitgenossen mit Smartphone. Schnell quetschen diese kleinkariert mittels Suchdienst die Wahrheit aus dem Netz und selbst der kurzfristige Sieg wird einem nicht gegönnt. Das ist nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Dann hilft ein Lächeln und der Hinweis, dass im Internet viel Unfug steht, gleich neben Marsmenschen und Hardcore. Davon kann sich ja jeder selbst überzeugen.

 

 

 

15. Auf nicht gestellte Fragen antworten

 

Seien Sie flexibel bei der Deutung einer Frage und hören Sie heraus, was Ihnen und Ihrer Sache dient. Jetzt macht sich Kondition bezahlt. Reden Sie lange genug, dann gerät die Frage ohnehin in Vergessenheit. So werden Sie Ihre besten Argumente los und es ermüdet den Gegner.

 

 

 

Ähnlichkeiten zu lebenden Personen und Ereignissen?

 

Sie meinen, die Aufzählung beinhaltet nicht nur vollkommen inakzeptable Empfehlungen, denen kein halbwegs anständiger Mensch folgen würde? Dann lassen Sie lieber den Fernseher aus, um nicht eines Besseren belehrt zu werden.

Und falls Sie lernen wollen, wie solche schmutzigen Tricks erkannt und umgewandelt werden helfe ich Ihnen gerne. Fair und kompetent kommt verdient weiter! Präsentieren Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend.

 

Der nächste Schritt

 

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P.S.

 

Wie reagieren Sie, wenn Sie solche Techniken in der Realität beobachten? Haben wir uns schon zu sehr daran gewöhnt, um es noch zu bemerken beziehungsweise daran zu stoßen?

Umfrageergebnis

 

Die Leser dieses Blogs meinen, die Behauptung der Zweck heiligt die Mittel …

%

… stimmt nicht.

%

… stimmt manchmal.

%

… stimmt.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage (n= 2031)

 

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Video

https://youtu.be/vamN4YakeG4

Rücksichtslosigkeit darf sich nicht auszahlen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Februar 2014
Überarbeitung: 30. Juni 2019
Englische Version:
AN: #56599
K: CNB
Ü:

Pinkwashing: Manchmal berechtigte Kritik, manchmal Manipulationsversuch durch Manipulationsvorwurf

Pinkwashing: Manchmal berechtigte Kritik, manchmal Manipulationsversuch durch Manipulationsvorwurf

Ernstgemeintes Engagement oder Heuchelei? Pink gespült - wenn Unternehmen ihre wahre Ausrichtung beim Thema LGBT verbergen
Pinkwashing

Pinkwashing

 

Was ist Pinkwashing und wer beabsichtigt damit was?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Engagement oder Heuchelei?

 

Weltoffenheit und Vielfalt leben hoch, „Diversity“ wird zum Buzzword. So wollen nun auch jene vom positiven Image beispielsweise des CSD in Berlin profitieren.

Einige Unternehmen schreiben sich ihre Toleranz und LGBT-Freundlichkeit — auch LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender), LGBTQ,  LGBTIQ, LSBTTIQ (lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen), es werden immer mehr Buchstaben (Wie wäre es mit D für Diversity?) — auf den Fahnen und auch anderswo.

Auf Veranstaltungen, wie dem Umzug des Berliner CSD, platzieren auch Unternehmen und Organisationen ihr Logo. Eine kurze Recherche im Internet bestätigt, dass zahlreiche, auch internationale, Unternehmen und Organisationen, auch politische, sich an das Thema heften. Das ist an sich wohl noch nicht so recht verwerflich, wenn es ehrlich gemeint ist.

Doch irgendetwas stimmt da manchmal nicht, es fühl sich nicht authentisch an. Allein mir fehlt mitunter der Glaube an die Aufrichtigkeit. Vielleicht bin ich da auch nur zu pessimistisch. Nicht alle Erklärungen wirken gleichermaßen glaubhaft, manche eher nach kalkuliertem Trittbrettfahren. Wie ehrlich es tatsächlich gemeint ist wissen allerdings nur die Organisatoren selbst.

 

 

 

Pinkwashing?

 

Pinkwashing umfasst Marketingstrategien und politische Strategien, um sich mit der LGBT-Bewegung zu identifizieren und so Produkte zu vermarkten, Länder, Regionen, Personen, Parteien oder andere Organisationen gut modern, fortschrittlich und tolerant aussehen zu lassen.

Immer wieder ist nun von Pinkwashing und Homonationalismus zu lesen. Kritik zielt oft auf die Vereinnahmung von Themen der LGBT-Bewegung durch den gesellschaftlichen Mainstream, nationalistische Politik und andere Interessen.

Die Meinungen dazu, wo Pinkwashing beginnt und welche Formen akzeptabel sind, werden oft kontrovers geführt. Sowohl der berechnende Einsatz von Pinkwashing als auch manche halbseidener Pinkwashing-Vorwurf sind Versuche der Manipulation. Propaganda hat viele Formen, es lohnt sich genauer hinzusehen, um zu erkennen, welche Interessen am Werk sind.

 

 

 

Begriffsursprung

 

US-amerikanische Kosmetik- und Pharmafirmen warben auf ihren Produkten mit rosa Schleifen – dem Symbol für das Engagement gegen Brustkrebs. Das Heikle daran war, dass deren Produkte verdächtigt wurden, krebserregend zu sein. Die rosa Schleife wurde daraufhin in diesem Zusammenhang nicht als ehrliches Engagements, sondern als Heuchelei empfunden, als Marketingmaßnahme. Das wurde daraufhin als Pinkwashing bezeichnet, sozusagen in Ablehnung an Whitewashing beziehungsweise Schönfärberei.

P.S.

 

Was halten Sie von Pinkwashing? Woran ist zu erkennen, wenn es nur Kalkül ist?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Juli 2015
Überarbeitung: 25. Juni 2019
AN: #8150
Ü:
K:

Corporate Social Responsibility (CSR): Was steckt dahinter?

Corporate Social Responsibility (CSR): Was steckt dahinter?

Was Corporate Social Responsibility sein kann und wie es in der Praxis oft ist.
Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility

 

Was steckt hinter Corporate Social Responsibility (CSR) beziehungsweise unternehmerische Gesellschaftsverantwortung oder unternehmerischer Sozialverantwortung?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Was steckt hinter Corporate Social Responsibility (CSR)?

 

Mit den Begriffen Corporate Social Responsibility (CSR) beziehungsweise Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung oder Unternehmerische Sozialverantwortung wird der freiwillige Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung bezeichnet, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht.

Das Verständnis, was darunter genau zu verstehen ist, hat noch sehr unterschiedliche Ausprägungen. Die Diskussion, welche Verantwortung Unternehmen an gesellschaftlichen Herausforderungen haben und wie sie sich, dem stellen wollen, bewegt und wird uns noch einige Zeit begleiten.

Während manche Unternehmen die Diskussion beobachten, nehmen andere aktiv daran teil. Manche profitieren davon und andere gehen unglücklicher ans Werk. Ihnen wird dann unterstellt; es ginge nur um die Verbesserung des eigenen Images als kosmetische Aktion und die Einflussnahme auf Gesetze im Sinne einer Abschwächung.

Wie so oft ist für die Glaubwürdigkeit auch die entsprechende Unternehmenskultur und passende Kommunikation erforderlich. Nur auf dem Papier oder als Mehr-schein-als-sein-Aktion bringt das nichts und birgt zusätzliche Risiken. Solche Negativbeispiele für „Tue Gutes und sprich darüber!“ werden als Greenwashing, Greenwash oder Pinkwashing bezeichnet. Von außen hui, von innen pfui!

 

 

 

Netzwerk für Heldenbegleiter

 

Ob Einzelperson oder globales Unternehmen, wer will, der kann die Welt ein Stock besser machen. Viele gute Ideen warten auf Umsetzung.

Besonders begehrt ist persönliche Unterstützung mit Erfahrungen durch Menschen, die das nicht wegen der öffentlichen Wirkung auf Ihren Ruf tun.

 

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Deser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 26. Januar 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #8910
K: CNB
Ü:

Greenwashing: Grünfärberei ist das schwarze Schaf der CSR

Greenwashing: Grünfärberei ist das schwarze Schaf der CSR

Etwas GRÜN drauf und schon sieht alles viel schöner aus. Wo ist das Problem?
Greenwashing: Grünfärberei ist das schwarze Schaf der CSR

Greenwashing

 

Als Greenwashing oder Greenwash werden PR-Aktivitäten bezeichnet, die einzelne Produkte, Unternehmen oder politische Strategien unangemessen grünfärben. Wie ist das zu bewerten?

Überblick

 

 

 

 

Greenwashing

 

Als Greenwashing oder Greenwash werden Kampagnen und PR-Aktionen bezeichnet, die einzelne Produkte, ganze Unternehmen oder politische Strategien grün beleuchten. So entsteht der Eindruck, sie würden besonders umweltfreundlich beziehungsweise besonders ethisch korrekt und fair handeln. Diese negative Form der in diesem Fall gespielten Form von Unternehmensverantwortung, kurz CSR (Corporate Social Responsibility), wird deshalb auch als das schwarze Schaf unter den CSR-Maßnahmen bezeichnet. Die Meinung darüber, was sich noch im Rahmen des Vertretbaren befindet und wo dreiste Manipulation weit über das Ziel hinausschießt, ist nicht immer übereinstimmend.

P.S.

 

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Die Kunst zu gefallen, ist die Kunst zu täuschen. Luc de Clapiers

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #8717
K:
Ü:

Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist zu müde.

Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist müde.

Dialog statt Monolog. Interessante Reden statt langweilige oder bestenfalls hysterische Auftritte.
Bitte mehr Debatten

Debatten in Deutschland

 

Pseudoempörung und halbherzige Argumente dominieren die Debatten in Deutschland. Wir brauchen mehr Menschen, die mutig, fähig und willens sind gedanklich neue Wege zu gehen und dabei auch die respektvolle Auseinandersetzung aufnehmen. Das dient der Meinungsbildung, der Demokratie, der besten Lösung.

Überblick

 

 

 

 

Von wegen Debattenkultur in Deutschland

 

Die Leute streiten im Allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.

Gilbert Keith Chesterton

 

 

Bitte mehr Debatten!

 

Der Umfang an Informationen, denen wir ständig ausgeliefert sind, hat Folgen. Diese Fülle lässt sich nur noch bedingt verdauen. Wann auch, wenn es ohne Unterlass und Qualitätssicherung geschieht? Kunterbunter Informationsüberfluss nervt. Allzu oft werden dabei deshalb Informationen unreflektiert aufgenommen und weitergegeben. Masse statt Klasse. Das Grundrauschen ist so derartig laut, das wesentliche Informationen kaum noch als solche erkannt werden.

 

 

 

Inhalt statt Pseudoempörung

 

Wir leben in einer Zeit, in der die Medienauftritte eher die Steigerung der Bekanntheit als den ernsthaften Austausch zum Ziel haben. Da drohen die tiefgründigeren Beiträge aus der Mode zu kommen. Doch genau die benötigen wir so dringend. Wir brauchen weit mehr Menschen, die in der Lage sind, intelligente Argumente zu entwickeln und sie klar und strukturiert zu präsentieren.

Ohne eine ausreichende Anzahl von Menschen die infrage stellen, die gestalten, die teilnehmen, kann eine Gesellschaft sich nicht gesund weiterentwickeln. Wir brauchen Menschen, die mutig, fähig und willens sind gedanklich neue Wege zu gehen und dabei auch die inhaltliche Auseinandersetzung nicht scheuen. Das gilt es zu fördern. Raus aus der Blase, rein in den Austausch mit unterschiedlichsten Positionen. Ob in privaten Gesprächen oder öffentlichen Debatten; sich an Standpunkten reiben, lernen, klären ist bereichernd, wenn es respektvoll geschieht. Dann ist auch möglich testweise entgegengesetzte Positionen einzunehmen, um sie zu erkunden. Dann kann aus einer Auseinandersetzung durchaus auch etwas gemeinsames Neues entstehen, etwas das vorher nicht erkannt wurde, weil jeder nur seine Ecke betrachtet hat. Schwarz-weiß ist meist Scheiß. Wir brauchen eine lebhafte Diskussionskultur!

Und wie sieht es mit der Debattenkultur in der Politik aus?

 

Der Bundestag kündigt eine Debatte an und keiner schaut hin. Ist das nur meine Wahrnehmung?

Die parlamentarische Demokratie hat in den vergangenen Jahren einen Vertrauensverlust in unserem Land erlebt. Das hat vermutlich auch eine Menge mit der Debattenkultur zu tun. Die weitgehende Ununterscheidbarkeit der Volksvertreter und ihrer meist farblosen Beiträge hat wohl dafür gesorgt, dass die Einschaltquoten weit unter denen der Teleshoppingkanäle sanken.

Viele Wähler vermuten Geklüngel statt Debatte – Filz statt Ringen, um die beste Lösung. Traurig! Wo Maßnahmen als „alternativlos“ erklärt werden, da braucht es keine Debatten, oder doch?

Umfrageergebnis

 

Ich wünsche mir lebendigere politische Debatten mit echten Argumenten.

 

%

Stimmt!

%

Etwas!

%

Stimmt nicht!

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1905)

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Was für eine Debattenstruktur hat Deutschland und was für eine braucht es?

Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. Friedrich Wilhelm Nietzsche
Schwarz-weiß ist meist Scheiß!

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Wie schlimm ist Bestechung?

Wie schlimm ist Bestechung?

Ein paar Gedanken zu einem unangenehmen Phänomen (Nein, keine Rechtsberatung!)
Bestechung

Bestechung

 

Was ist mit Bestechung? Wo fängt sie an? Welchen Schaden richtet sie an?

Überblick

 

 

 

 

Schnell etwas „Schmiergeld“ und schon läuft es

 

Hierzulande ist Bestechung und Korruption, zumindest im Vergleich zur offenen Ausprägung mancher Bananenrepubliken, nicht so präsent. Doch die Grenzen sind fließend. Schattenwirtschaft kann viele Formen haben. Schon eine Einladung zum Essen oder eine kleine unscheinbare Gefälligkeit kann eine Beeinflussung darstellen. Auch Rabatte und Naturalleistungen können diesem Zweck dienen. In diesem Artikel geht es ja nicht um die rechtliche Betrachtung, sondern einen Blick auf die Folgen.

Es kann durchaus verlocken, mit einer „Belohnung“ Vorgänge zu beschleunigen, doch das hat Folgen – auf wirtschaftlicher als auch auf politischer und sozialer Ebene.

Negative Folgen:

 

 

 

1. Kein fairer Wettbewerb

 

Ein fairer Wettbewerb findet nicht mehr statt. Entsprechend kommt nicht mehr die beste Lösung zum Einsatz. Schon daraus resultieren Nachteile. Wenn dann wichtige Entwicklungen unterbleiben, weil sie sich nicht mehr rechnen, wird es noch heikler.

 

 

 

2. Machtverschiebung

 

Bestechung und Korruption finden jenseits der offiziellen Strukturen statt, umgehen sie und schädigen sie so.

 

 

 

3. Benachteiligung

 

Diejenigen, die sich nicht leisten können oder bereit sind zu bestechen, nehmen nicht oder nur beschränkt am Wettbewerb teil. Die Folgen sind Ungerechtigkeit und Frust.

 

 

 

4. Erpressbarkeit

 

Wer an verbotenen oder zumindest unmoralischen Handlungen beteiligt ist, macht sich erpressbar.

 

 

 

Bestechung

 

Bestechung ist ein unlauteres Mittel, um sich einen Vorteil zu verschaffen, der ohne diese Einflussnahme nicht erfolgen würde. Solch ein Verhalten richtet Schäden an, auch, wenn es nicht mit dem direkten Fluss von Geld verbunden ist. Während das Strafgesetzbuch sich den juristisch verfolgbaren Formen widmet, existieren auch andere moralisch bedenkliche Formen.

Strafgesetzbuch (StGB)

 

§ 299 Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer im geschäftlichen Verkehr als Angestellter oder Beauftragter eines Unternehmens einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er bei dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, oder ohne Einwilligung des Unternehmens einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er bei dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen eine Handlung vornehme oder unterlasse und dadurch seine Pflichten gegenüber dem Unternehmen verletze.

(2) Ebenso wird bestraft, wer im geschäftlichen Verkehr einem Angestellten oder Beauftragten eines Unternehmens einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er bei dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen ihn oder einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, oder ohne Einwilligung des Unternehmens einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er bei dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen eine Handlung vornehme oder unterlasse und dadurch seine Pflichten gegenüber dem Unternehmen verletze.

 

 

§ 299a Bestechlichkeit im Gesundheitswesen

Wer als Angehöriger eines Heilberufs, der für die Berufsausübung oder die Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung erfordert, im Zusammenhang mit der Ausübung seines Berufs einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er

1. bei der Verordnung von Arznei-, Heil- oder Hilfsmitteln oder von Medizinprodukten,

2. bei dem Bezug von Arznei- oder Hilfsmitteln oder von Medizinprodukten, die jeweils zur unmittelbaren Anwendung durch den Heilberufsangehörigen oder einen seiner Berufshelfer bestimmt sind, oder

3. bei der Zuführung von Patienten oder Untersuchungsmaterial

einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

 

 

§ 299b Bestechung im Gesundheitswesen

Wer einem Angehörigen eines Heilberufs im Sinne des § 299a im Zusammenhang mit dessen Berufsausübung einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er

1. bei der Verordnung von Arznei-, Heil- oder Hilfsmitteln oder von Medizinprodukten,

2. bei dem Bezug von Arznei- oder Hilfsmitteln oder von Medizinprodukten, die jeweils zur unmittelbaren Anwendung durch den Heilberufsangehörigen oder einen seiner Berufshelfer bestimmt sind, oder

3. bei der Zuführung von Patienten oder Untersuchungsmaterial ihn oder einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

 

 

§ 300 Besonders schwere Fälle der Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr und im Gesundheitswesen

In besonders schweren Fällen wird eine Tat nach den §§ 299, 299a und 299b mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

1. die Tat sich auf einen Vorteil großen Ausmaßes bezieht oder

2. der Täter gewerbsmäßig handelt oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat.

 

 

 

§ 301 Strafantrag

(1) Die Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr nach § 299 wird nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

(2) Das Recht, den Strafantrag nach Absatz 1 zu stellen, haben in den Fällen des § 299 Absatz 1 Nummer 1 und Absatz 2 Nummer 1 neben dem Verletzten auch die in § 8 Absatz 3 Nummer 2 und 4 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb bezeichneten Verbände und Kammern.

P.S.

 

Wo fängt Bestechung an? Wie sollten wir damit umgehen?

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

Meinungsaustausch oder Schlagabtausch?

Meinungsaustausch oder Schlagabtausch?

Wenn während Diskussionen die Emotionen überschäumen ...
Meinungsaustausch oder Schlagabtausch?

Meinungsaustausch

 

Schäumen die Emotionen bei Diskussionen über, dann wird aus einem Meinungsaustausch schnell ein rücksichtsloser Schlagabtausch. Ob das so wünschenswert ist?

Übersicht

 

 

 

 

Meinungsaustausch oder Schlagabtausch?

 

Wer während eines Wortwechsels in Zorn gerät, streitet nicht mehr um der Wahrheit willen, sondern nur noch um seiner eigenen Eitelkeit willen.

Li Liweng

 

Bei den meisten öffentlichen Zusammentreffen sind lauwarme Floskeln an der Tagesordnung. Niemand sagt wirklich etwas, keiner traut sich die Deckung zu verlassen. Zu vorsichtige Diskussionen schläfern das Publikum ein. Es wünscht sich, dass die Samthandschuhe ausgezogen werden und es zur Sache geht. Schäumen die Emotionen jedoch über, dann wird aus einem Meinungsaustausch schnell ein rücksichtsloser Schlagabtausch.

Der überwiegend von Testosteron getriebene Versuch, mit Brachialgewalt als Sieger vom Platz zu ziehen, wird vom großzügigen Adrenalinausschüttung vor Publikum zusätzlich begünstigt. Das im Homo sapiens (lat. für „verstehender, verständiger“ bzw. „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) im Vergleich zu anderen Primaten angeblich so kultivierte Tier bricht hervor. Jeglicher Respekt geht dann verloren, der Zweck soll die Mittel heiligen. Doch das macht er nicht, das geht nach hinten los. Für das Publikum wird es im besten Fall unterhaltsam. Der fundierten Meinungsbildung dient es eher selten.

 

 

 

Zustandsmanagement

 

Gut hat es der Redner, der auf ein funktionierendes Zustandsmanagement vertrauen kann. Der Elefant im Porzellanladen bereut oft noch eine Weile die im Eifer des Gefechts ausbrechende Entgleisungen. Profis bereiten wichtige Auftritte entsprechend vor, bleiben bei Sinnen. Ihnen gelingt das selbst dann, wenn der Gesprächspartner zunehmend dem Rumpelstilzchen gleicht.

 

 

 

Vorsicht Falle

 

Im Bestreben dem Geschehen etwas Dramatik zu verleihen gehen manche Medienschaffende gerne etwas zu weit. Um Entgleisungen zu fördern, fachen sie die Glut gerne an. Aus meiner Praxis kenne ich zahlreiche solcher Versuche. Gut vorbereitete Profis gehen dem selten auf dem Leim, andere bereuen ihren Auftritt mitunter noch eine ganze Weile.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie stehen Sie zu Meinungs- oder Schlagabtausch?

Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert. Paul Watzlawick

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 16. August 2017
Überarbeitung: 18. März 2019
AN: #371

7 mögliche Reaktionen bei unfairen Gegnern in Debatten. Unfaires Verhalten in Debatten abwehren

Unfaires Verhalten in Debatten abwehren

7 mögliche Reaktionen bei unfairen Gegnern in Debatten
7 mögliche Reaktionen bei unfairen Gegnern in Debatten

Was tun, bei unfairen Gegenspielern in Diskussionen?

 

Das Prinzip des Debattierens kann die Art verändern, wie wir miteinander reden und uns darin bestärken, aufzuhören zu reden und anfangen zuzuhören. Die Bereitschaft zu debattieren reduziert die menschliche Tendenz unreflektiert unbequeme Ideen abzulehnen. Fangen wir doch besser an teilzunehmen und zu überzeugen. Das trägt dazu bei, dass wir offener werden, von mehr Perspektiven profitieren. Das klingt doch gut, oder? Es gibt allerdings nicht nur faire Diskussionspartner. Deswegen geht es in diesem Artikel um mögliche Reaktionen bei verbalen Attacken.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

7 mögliche Reaktionen bei unfairen Gegnern in Debatten

 

Was tun, bei unfairen Gegenspielern? Und, nein, nur weil jemand einen anderen Standpunkt vertritt, ist er noch nicht unfair. Schließlich leben Debatten ja genau davon. Sie behaupten etwas, der Vertreter der Gegenposition erwidert, und Sie gehen dann auf dessen Antwort ein. Ohne Widerlegung ist es keine Debatte, sondern Dogmatismus. Beispiele für unfaires Verhalten in Debatten finden Sie im Artikel 15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen.

Bei verbalen Attacken gibt es ein abgestuftes Angebot an Reaktionsmöglichkeiten. Nutzen Sie die folgenden Optionen schrittweise:

 

 

 

1. Ignorieren

 

Unfaire Angriffe? Da stehen Sie doch drüber! Ignorieren Sie den Angriff und konzentrieren Sie sich auf die Sache. Doch Vorsicht: Diese Maßnahme hilft nur bei leichteren bis mittelschweren Verbalattacken sowie bei Dauerrednern und chronischen Unterbrechern.

 

 

 

2. Abwinken

 

Machen Sie deutlich, dass Sie sich nicht auf einer solchen Ebene bewegen werden. Entscheiden Sie, was eine deutliche Botschaft Ihrerseits erfordert.

Genügt Option Nummer 1, also das stillschweigende Ignorieren, nicht, dann fassen Sie es in Worte. Verdeutlichen Sie, dass Sie sehr wohl verstehen, was gespielt wird nun jedoch etwas anderes im Fokus haben. Deshalb aber gehen Sie nicht direkt auf den Angriff ein und sprechen auch den Angreifer nicht frontal an.

 

Beispiele:

„Ich nehme die energisch vorgetragene Position von Herrn A. zur Kenntnis. Wir sollten uns jetzt aber wieder auf die Sache konzentrieren …“

„Auf die Spitzen von Herrn B., die ich sehr genau gehört habe, gehe ich später ein. Zur Sache ist zu sagen …“

 

Wenn Sie allerdings unsachlich, persönlich und verletzend angegriffen werden, sind solche Maßnahmen oft nicht ausreichend. In diesen Fällen kann es schon präventiv erforderlich sein, dass Sie in Ihrer Abwehr einen Schritt weitergehen.

 

 

 

3. Schlagfertigkeit und Ironie

 

Locker aus dem Handgelenk kontern, wie ein Jedi! Das war doch kein Angriff. Ja, ja, spielen können wir später, jetzt sind wir erstmal Erwachsene. Besonders elegant wirkt es, wenn Sie den Ball mit leichter Hand ironisch zurückspielen können. Gekonnt ist es, wenn Sie mit Humor reagieren und den unfairen Angriff mit einem Lächeln zur Seite schieben können. Da stehen Sie doch drüber!

Achtung: Achten Sie darauf, selbst bei fiesen Zeitgenossen angemessen zu reagieren. Lassen Sie sich nicht von Ihren eigenen Werten abbringen. Wenn es Ihnen gelingt gemeinsam über etwas, anstatt auf Kosten einer Person über diese zu lachen, ist das in der Regel ehrenvoller.

 

 

 

4. Sachebene, Sachebene, Sachebene

 

Wenn Ihnen im Augenblick nichts einfällt, hat es sich bewährt, den Gegenspieler nach Möglichkeit in die Sachdebatte zu bewegen. Vermeiden Sie, beleidigt zu reagieren.

 

Beispiel:

„Ich kann nicht erkennen, dass Sie meine Argumente widerlegt haben, und sehe Ihren Sachargumenten interessiert entgegen.“

 

 

 

5. Zwischenruf „zum Verfahren“

 

Eine direkte persönliche Konfrontation können Sie auch dadurch vermeiden, dass Sie sich ganz auf das Verfahren konzentrieren.

 

Beispiel:

„Diese Vorgehensweise leuchtet mir nicht ein. Wir diskutieren jetzt über Befindlichkeiten, Einstellungen und Vorlieben. Damit entfernen wir uns immer mehr von unserem eigentlichen Problem, nämlich …“

Dieser Weg eignet sich dann hervorragend, wenn Sie eine überhitzte Debatte beruhigen und auf die Ebene der Sachlichkeit zurückführen wollen.

 

 

 

6. Direkt kontern

 

Sie sollten sich herabwürdigende Attacken weder gefallen lassen, noch sich rechtfertigen. Es scheint ein Reflex und gängiger Fehler zu sein, bei Kompetenzabschneidern auf die eigene Befähigung hinzuweisen. Damit haben Sie schon verloren. Spielen Sie auch hier den Ball zurück: „Ich weiß sehr gut, wovon ich rede. Bei Ihnen bin ich mir da nicht so sicher. Ihre Argumente haben erkennbar folgende Schwachpunkte …“

Stellen Sie besonders aggressive Redner ruhig auch einmal bloß, wie beispielsweise: „Haben Sie sich heute über etwas sehr geärgert oder argumentieren Sie immer so unsachlich?“

Bei ganz üblen Fouls dürfen Sie auch direkt intervenieren und Ihren unfairen Gegner offensiv angehen: „Unterstellen Sie mir nicht mangelnde Seriosität. Ihre Diffamierung akzeptiere ich nicht. Sie tragen damit in keiner Weise zur Lösung des Problems bei. Kommen Sie jetzt bitte zur Sache …“

Wenn die Wogen zu hochschlagen, verordnen Sie dem anderen eine Auszeit: „Ich mache jetzt fünf Minuten Pause. Wenn Sie sich dann wieder beruhigt haben, können wir gerne auf angemessene Weise weiterreden.“

 

 

 

7. Wenn es reicht, Debatte beenden

 

Wenn keine Abwehrmaßnahme greift und selbst die direkte Intervention nichts hilft, beenden Sie die Debatte.

Verweisen Sie auf Ihre Gesprächsbereitschaft. Wer nicht vom Konflikt beherrscht werden will, sondern diesen selbst steuern möchte, muss unfaire Attacken nicht nur abwehren, sondern vor allem auch den Konflikt beenden können: Machen Sie nach einem eigenen Konter immer Ihre Gesprächsbereitschaft deutlich.

Senden Sie als Signal ein Friedensangebot: „Nachdem das klargestellt ist, schlage ich vor, dass wir uns jetzt wieder ganz auf die Sache konzentrieren.“ Fügen Sie noch einmal Ihre Kernbotschaft hinzu. Es schadet auch in keiner Weise, wenn Sie großzügig Verständnis für starke emotionale Reaktionen zeigen: „Ich kann gut nachvollziehen, dass das Thema Sie nicht kaltlässt.“

Fügen Sie hinzu, dass Ihnen das allein allerdings nicht weiterhilft, und schon sind Sie wieder auf der Sachebene. Mit der eindeutigen Rückkehr zu Fairness und Sachlichkeit werden Sie das weitere Verfahren bestimmen und die Sache in der Hand behalten.

P.S.

 

Wie stehen Sie zu Debatten und wie reagieren Sie auf unfaires Verhalten?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 12. April 2019
AN: #4339
K: CNA
Ü:

Realpolitik: Genügt es das kleinste Übel zu wählen?

Realpolitik: Genügt es das kleinste Übel zu wählen?

Wo sind die Visionen, die Begeisterung, die Leidenschaft in der Politik geblieben?
Realpolitik: Genügt es das kleinste Übel zu wählen? Wo sind die Visionen, die Begeisterung, die Leidenschaft in der Politik geblieben?

Realpolitik

 

Das kleinere Übel zu wählen ist besser, als gar nicht wählen zu gehen. Doch genügt das auf Dauer? Wo ist die Begeisterung, die Leidenschaft in der Politik?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Genügt es bei Wahlen das kleinste Übel herauszufinden?

 

Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

George Bernhard Shaw

 

Viele Stimmen meinen, bei den Präsidentschaftswahlen in den USA wurde nicht Donald Trump gewählt, sondern viel mehr Hillary Clinton abgewählt. Vieles spricht dafür, dass daran einiges wahr ist. Doch, ob das tatsächlich stimmt, mögen andere Experten klären. Viel interessanter an dieser Stelle: Was, wenn wir vor der eigenen Tür kehren?

 

 

 

Traurig

 

In einer nicht repräsentativen Umfrage (2016 bis 2017, mit bisher n=600) antworteten die Befragten; welche der folgenden Aussagen für sie eher zutrifft, wie folgt:

Bei einer Bundestagswahl wähle…

%

... ich aus Vertrauen in die Personen und Parteien.

%

... das kleinere Übel.

Reicht das aus?

 

Das kleinere Übel zu wählen ist allemal besser, als gar nicht wählen zu gehen. Doch genügt das auf Dauer?

In der Wahrnehmung vieler Menschen vertritt der überwiegende Anteil der Politiker eher eigene Interessen, als die der Wähler, verdrängen Themen, scheuen große Lösungen. Linguist Noam Chomsky beschreibt die Regeln möglichst harmloser politischer Debatten: „Die intelligente Art und Weise die Menschen passiv und gehorsam zu halten, ist es, das Spektrum der akzeptablen Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums eine sehr lebendige Debatte zu erlauben.“ Das Ergebnis wirkt dann wie viel Rauch um nichts. Eine breitere, bewegende Debattenkultur könnte hier einiges verbessern. Den meisten Menschen ist nicht das Land wurscht, sondern das alltägliche Politikgeschehen.

 

 

 

Politikverdrossenheit

 

Wenig andere Berufsbezeichnungen haben innerhalb weniger Jahrzehnte so viel an Ansehen eingebüßt wie Politiker. Ob das Politiker-Bashing berechtigt und angemessen ist, steht auf einem anderen Blatt. So oder so hat die negative Wahrnehmung in so vielen Schichten der Bevölkerung negative Konsequenzen. Politikverdrossenheit und Frust schaden der Demokratie. Von Identifikation mit Volksvertretern keine Spur. Die empfundene Kluft zwischen den Ansichten der Macher in der Politik und der Öffentlichkeit wird immer größer. Mehr oder weniger markante oder farblose Gesichter wechseln die Positionen, der vom damaligen Bundespräsidenten Roland Herzog geforderte Ruck geht nicht durch die Gesellschaft. Es schüttle die meisten Wähler eher, als dass sie Aufbruchstimmung empfinden. Und das geschieht in einer Gesellschaft, die freier als je zuvor erscheint.

 

 

 

Demokratie

 

Das Model Demokratie verliert an Glanz, gruselige Ideen bekommen einen Nährboden. Das Modell der Demokratie mag seinen Schwächen haben, doch wer hat eine bessere Gesellschaftsform anzubieten?

 

Haben wir den Wert von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vergessen?

Eine legitime, wirksame Rechtsstaatlichkeit wird vorwiegend erst dann vermisst, wenn eigene Interessen verletzt werden. Demokratie spiegelt die Idee von Gleichheit und Freiheit wider. Die Idee beinhaltet Würde, die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen. Dazu gehört, dass jeder Bürger eine gleichberechtigte Stimme hat, ein gleichwertiges Mitspracherecht bei der Bildung einer Regierung. Wer das will, der darf auch den eigenen Beitrag dazu als ehrenwerte Verpflichtung empfinden.

 

 

 

Auf der Suche nach Besserung

 

Politik ist das Suchen nach der besten und mehrheitsfähigen Lösung, soweit so gut. Nur, wo sind die Visionen, wo die Leidenschaft, die Glaubwürdigkeit? Davon brauchen wir dringend einiges mehr oder vermisse nur ich das?

Politik ist nicht nur das, was im Bundestag stattfindet, sondern alles, was unsere Gesellschaft verändert und die Lebensbedingungen gestaltet. Klassische Politik und die Bemühungen der Bürger dürfen nicht miteinander konkurrieren. Es gilt Wege zu finden, wie sie sich ergänzen. Dazu ist es erforderlich, den Ideen eine verständliche Stimme zu geben.

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“, meinte Goethe. Wie wäre es, das etwas positiver zu formulieren, also „Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht“?

Umfrageergebnisse

 

Ich wünsche mir lebendigere politische Debatten mit echten Argumenten.

 

%

Stimmt!

%

Etwas!

%

Stimmt nicht!

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (n= 1261)

An gesellschaftlichen bzw. politischen Diskussionen …

 

%

... möchte ich häufiger teilnehmen.

%

... will ich nicht teilnehmen.

%

... nehme ich ausreichend teil.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (n= 452)

P.S.

 

Das kleinere Übel zu wählen ist allemal besser, als gar nicht wählen zu gehen. Doch genügt das auf Dauer?

Video

https://youtu.be/Ppw_yj692BU

Artikel

Grenzsituationen meistern: Klar bleiben und handlungsfähig entscheiden

Grenzsituationen erschüttern Gewissheiten. Erfahre, wie du unter Unsicherheit klarer denkst, Prioritäten findest und tragfähige Entscheidungen triffst.

15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen

15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen

Wer sich für nichts zu schade ist, kann in Debatten einen kurzfristigen Sieg erringen. In diesem Artikel finden Sie eine Reihe von schmutzigen Tricks, die dafür eingesetzt werden, um Debatten um jeden Preis zu gewinnen. Lernen Sie, wie Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren und Sie brauchen solche miesen Tricks nicht einzusetzen, sondern lernen sie abzuwehren.

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Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist zu müde.

Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist zu müde.

Diese Fülle an Informationen lässt sich nur noch bedingt verdauen. Wann auch, wenn es ohne Unterlass und Qualitätssicherung geschieht? Allzu oft werden dabei deshalb Informationen unreflektiert aufgenommen und weitergegeben. Masse statt Klasse, das Grundrauschen ist so derartig laut, das wesentliche Informationen kaum noch als solche erkannt werden.

Und wie sieht es in den Denbatten aus? Interessante Reden sind anders. Schade, Alltag sind langweilige oder bestenfalls hysterische Auftritte.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2017
Überarbeitung: 12. April 2019
AN: #4338
K: CNA
Ü:

Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran, oder?

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder. Vorbildfunktion: Aber der Helmut Schmidt, der rauchte doch auch!
Vorbild? Gute Beispiele gehen selbst voran

Vorbilder

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser als ein Vorbild? Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen?

Vorbild

 

Es ist ungemein wichtig und nützlich,
selbst in einem kleinen Wirkungskreis
als gutes Beispiel zu wirken,
denn auf diese Weise beeinflusst man
dutzende und hunderte von Menschen.

Fjodor M. Dostojewski

Gute Beispiele gehen selbst voran

 

Hat jemand behauptet, dass es einfach ist, mit gutem Beispiel voranzugehen? Nur, was funktioniert besser?

Gute Beispiele gehen selbst voran

Woher kommen Vorbilder?

 

„Kinder schauen mehr darauf, was die Eltern tun, als was sie sagen“, behauptete Marie von Ebner-Eschenbach und ich teile ihre Meinung.

Als Kinder sind unsere Vorbilder meist die Eltern, Großeltern und älteren Geschwister. Mit der Pubertät sind es dann aktuelle Stars, erfolgreiche Sportler, denen nachgeeifert wird. Allerlei Vorbilder begleiten uns für eine Weile oder sogar ein Leben lang. Nach welchen Kriterien treffen wir die Auswahl der Personen, denen wir nacheifern?

Dazu meinte Erich Kästner: Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.

 

 

 

Gute Vorbilder, schlechte Vorbilder

 

Manche Vorbilder sind hilfreich und andere schaden eher. Einige können auf Irrwege führen, andere später enttäuschen. So manche Sendung für junge Mädchen liefert ihren Beitrag dafür, dass die Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa) zur häufigeren Option wird. So mancher B-Promi vermittelt den Eindruck, dass Silikon oder ein freches Mundwerk zu einem besseren Leben führen als Bildung und Können. Für einzelne Personen kann die Rechnung aufgeben, für die Masse der Nachahmer nicht.

Es ist gut, die Vorbilder mit Bedacht zu wählen und eine gesunde Distanz zu wählen. Schließlich handelt es sich ja auch weiterhin um Menschen.

Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt

 

Inhaltlich hatte ich das Glück, ihn mehrmals live zu erleben, den Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Und das, was er sagte, hatte Hand und Fuß. Für Nichtraucher war es allerdings eine zweifelhafte Freude, in geschlossenen Räumen mit einem Kettenraucher wie ihm zu sein. Wenn ich mich richtig erinnere, wechselte er ohne Unterlass von Zigarette zu Zigarillo, zu Kaffee, zu Zigarette zu …

Ich erinnere mich auch noch, wie sich einige andere Anwesende darüber geärgert haben, während sich mehrere Raucher gegenseitig ansahen und fragten, wieso darf er und nicht wir. Er galt und gilt vielen noch immer als Vorbild. Wie passt das dazu, dass er sich über Regeln hinwegsetzt, die für andere gelten? Wer sich seine Fernsehauftritte anschaut, sieht ihn stets im Qualm.

Bei Sandra Maischberger ging es auf einige Zigaretten am 28.04.2015 darum, welche Vorbilder aus seiner Sicht tauglich sind. Es ging zwar eher um politische Führung, doch lässt sich das von grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften trennen?

Pflicht, Gelassenheit, Vorbildfunktion

 

In einem Artikel in der Zeitung Die Zeit schrieb Helmut Schmidt zu Pflicht und Gelassenheit:

„Es begegnet uns in der Geschichte immer wieder, dass ein Vorbild sich von der historischen Figur löst und idealisiert wird. Manchmal kann eine historische Figur überhaupt nur als Vorbild in Erscheinung treten, wenn man bestimmte Charakterzüge bewusst ausblendet und Unangenehmes einfach wegschneidet. … Ich jedenfalls habe mich nicht für die Gesamtperson interessiert, sondern mir nur das herausgepickt, was mir exemplarisch, vorbildlich und nachahmenswert schien. Man kann es auch anders ausdrücken: Jemand muss kein Heiliger sein, um Vorbild für dieses oder jenes zu werden. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um, wenn wir von einem Menschen, den wir als Vorbild empfinden, in anderen Zusammenhängen Negatives erfahren?“

Ein Vorbild habe er selbst ohnehin nie sein wollen, ließ Helmut Schmidt wissen. Und so komme ich wieder zu einer wesentlichen Frage; welche Verantwortung kommt mit Einfluss?

Sind Sie ein Vorbild?

 

Bei den Themen, für die Sie stehen, sind Sie dort ein Vorbild und leben Sie, was Sie predigen? Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln oder erwarten Sie das nur von anderen Menschen? Ob Sie es wollen oder nicht; Ihr Handeln hat Konsequenzen. Andere Menschen werden sich daran orientieren oder zumindest Ihr Verhalten bei der eigenen Argumentation und Entscheidung hinzuziehen.

Video

https://youtu.be/IJTyCR5M43A

P.S.

 

Wie glaubwürdig sind für Sie Menschen, die selbst nicht bereit sind, dass zu tun, was sie von anderen fordern? Müssen Vorbilder integer und unfehlbar sein oder zumindest bestrebt sein den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden? Wer sind heutzutage unsere Vorbilder? Welche Verantwortung kommt mit Einfluss, mit Macht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

Keine Ergebnisse gefunden

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43318
K: CNB
Ü: AA