Storytelling: So erzählst du Geschichten, die wirken

Storytelling: Geschichten, die Botschaften tragen

Wie deine Botschaft lebendig, klar und erinnerbar wird
Storytelling

Storytelling: Geschichten, die Botschaften tragen

 

Manche Botschaften werden verstanden.
Andere bleiben im Raum hängen.
Und manche wirken noch lange weiter, weil sie als Geschichte erzählt wurden.

Zahlen informieren.
Geschichten bewegen.

Fakten erklären.
Geschichten verbinden.

Eine gute Geschichte macht aus einer Information eine Erfahrung. Sie gibt einer Botschaft ein Gesicht, eine Szene, einen inneren Weg. Sie sorgt dafür, dass Menschen zuhören, mitdenken, mitfühlen und sich später erinnern.

Wer eine Botschaft hat, möchte meist mehr als informieren.

Du möchtest gesehen werden.
Du möchtest gehört werden.
Du möchtest einen Unterschied machen.

Genau hier beginnt Storytelling.

Storytelling ist weit mehr als ein rhetorischer Effekt. Es hilft dir, Erfahrungen, Werte und Gedanken so zu ordnen, dass andere Menschen sie verstehen, fühlen und erinnern können.

Das gilt für Reden.
Für Präsentationen.
Für wichtige Gespräche.
Für Führungskommunikation.
Für Medienauftritte.
Für Videos.
Für Selbstmarketing.
Für persönliche Positionierung.
Für Situationen, in denen deine Botschaft Bedeutung hat.

 

 

 

Warum Geschichten wirken

 

Menschen denken in Geschichten.

Wir verstehen die Welt über Situationen, Personen, Entscheidungen und Wendepunkte. Einzelne Fakten werden greifbarer, sobald sie in einem Zusammenhang stehen.

Eine Geschichte beantwortet innere Fragen:

Worum geht es hier wirklich?
Wer ist betroffen?
Was steht auf dem Spiel?
Was verändert sich?
Welche Erkenntnis bleibt?

Eine trockene Aussage lautet:

„Gute Vorbereitung verbessert die Wirkung.“

Eine Geschichte zeigt:

Jemand geht in ein wichtiges Gespräch. Im Kopf ist alles klar. Dann kommt eine unerwartete Frage. Der rote Faden reißt. Die Stimme wird schneller. Der entscheidende Gedanke bleibt unausgesprochen.

Beim nächsten Mal ist es anders.
Der zentrale Gedanke steht fest.
Mögliche Einwände sind vorbereitet.
Ein Beispiel liegt bereit.
Die Botschaft hat Kontur.

Das Gespräch nimmt eine andere Richtung.

Die Botschaft bleibt dieselbe.
Die Wirkung ist eine völlig andere.

 

 

 

Storytelling ordnet Bedeutung

 

Gute Geschichten wirken, weil sie Bedeutung ordnen.

Sie verbinden Fakten mit Gefühl.
Erfahrung mit Erkenntnis.
Einzelne Ereignisse mit einem größeren Sinn.
Persönliche Erlebnisse mit einer Botschaft, die andere Menschen betrifft.

Eine Geschichte sagt:

„Schau, hier geschieht etwas, das auch für dich Bedeutung haben könnte.“

Sie schafft Nähe.
Sie schafft Orientierung.
Sie schafft Resonanz.

Gerade bei komplexen Themen, sensiblen Botschaften oder anspruchsvollen Situationen hilft eine gut gewählte Geschichte, den Zugang zu öffnen.

 

 

 

Storytelling braucht eine klare Botschaft

 

Eine Geschichte wirkt dann am stärksten, wenn sie einer klaren Botschaft dient.

Vor jeder Geschichte steht deshalb die Frage:

Was soll beim Publikum ankommen?

Geht es um Mut?
Um Klarheit?
Um Vertrauen?
Um Veränderung?
Um Verantwortung?
Um Selbstführung?
Um eine Entscheidung?
Um eine neue Perspektive?

Die Geschichte trägt diese Botschaft.

Sie ist Brücke.
Sie ist Bild.
Sie ist Einladung.

Professionelles Storytelling bedeutet: Die Geschichte bleibt lebendig, und die Botschaft bleibt klar.

 

 

 

Ethisches Storytelling: Wirkung mit Verantwortung

 

Geschichten haben Kraft.

Sie können berühren.
Sie können öffnen.
Sie können Mut machen.
Sie können einen Gedanken tief verankern.

Gerade deshalb braucht Storytelling Verantwortung.

Gute Geschichten dienen der Wahrheit.
Sie verdichten mit Sorgfalt.
Sie machen Bedeutung sichtbar.
Sie öffnen Menschen für einen Gedanken.
Sie respektieren die Würde aller Beteiligten.

Das ist besonders wichtig, wenn es um persönliche Erfahrungen, sensible Themen, Praxisbeispiele, berufliche Konflikte oder biografische Wendepunkte geht.

Eine gute Geschichte macht Menschen weder zum Material für eine Pointe noch zur Projektionsfläche für einfache Deutungen. Sie nutzt Emotionen verantwortungsvoll. Sie bleibt der Botschaft verpflichtet.

So entsteht Wirkung, die trägt.

 

 

 

Sorgfalt bei Praxisbeispielen und persönlichen Geschichten

 

Praxisbeispiele können sehr hilfreich sein.

Sie machen abstrakte Themen konkret.
Sie zeigen typische Dynamiken.
Sie helfen Menschen, sich wiederzuerkennen.
Sie geben komplexen Erfahrungen eine Form.

Gerade deshalb brauchen sie besondere Sorgfalt.

Wenn du mit echten Beispielen arbeitest, achte auf Anonymisierung, Würde und Diskretion. Persönliche Details gehören in eine Geschichte, wenn sie der Botschaft dienen und die Privatsphäre schützen.

Aus einer realen Situation kann auch eine verdichtete Beispielgeschichte entstehen.

Dann werden mehrere Erfahrungen zu einer typischen Szene verbunden. So bleibt die Botschaft klar, während Grenzen gewahrt bleiben.

Gutes Storytelling schafft Nähe.

Professionelles Storytelling schützt zugleich Grenzen.

 

 

 

Wann klare Sachinformation Vorrang hat

 

Storytelling ist stark, wenn Bedeutung, Orientierung oder Verbindung entstehen soll.

Manchmal braucht es vor allem Klarheit, Kürze und Fakten.

Bei organisatorischen Hinweisen.
Bei juristischen oder vertraglichen Informationen.
Bei Sicherheitsanweisungen.
Bei klaren Entscheidungen.
Bei Situationen, in denen Menschen zuerst präzise Orientierung brauchen.

Dann ist eine direkte Aussage oft die stärkste Form.

Die entscheidende Frage lautet:

Was dient in diesem Moment der Botschaft und dem Publikum?

Manchmal ist das eine Geschichte.
Manchmal ist es ein klarer Gedanke.

Professionelle Kommunikation erkennt den Unterschied.

 

 

 

Welche Geschichten passen zu dir?

 

Gutes Storytelling beginnt bei der Stimmigkeit.

Die beste Geschichte ist die, die zu dir, deiner Botschaft und deinem Publikum passt.

Hilfreiche Fragen sind:

Welche Erfahrung hat dich geprägt?
Welche Szene zeigt, worum es dir wirklich geht?
Welche Erkenntnis möchtest du weitergeben?
Welche Geschichte macht deine Haltung sichtbar?
Welche Situation kennen viele Menschen aus deinem Publikum?
Welche Wendung zeigt, dass Veränderung möglich ist?
Welche Geschichte passt zu deiner Persönlichkeit?

Eine authentische Geschichte wirkt stärker als eine perfekte Inszenierung.

Menschen spüren, ob eine Geschichte getragen ist.
Sie spüren, ob sie aus Erfahrung kommt.
Sie spüren, ob sie zur Person passt.

Genau das macht Storytelling glaubwürdig.

 

 

 

Was eine gute Geschichte braucht

 

Eine wirksame Geschichte braucht oft weniger, als viele denken.

Sie braucht einen Menschen.
Eine Situation.
Ein Anliegen.
Eine Herausforderung.
Einen Wendepunkt.
Eine Erkenntnis.
Eine Verbindung zur Botschaft.

Das Publikum möchte spüren:

Hier steht etwas auf dem Spiel.
Hier verändert sich etwas.
Hier lohnt es sich zuzuhören.

 

 

 

1. Eine Hauptfigur

 

Im Mittelpunkt steht meist eine Person.

Das kannst du selbst sein.
Eine Kundin.
Ein Mitarbeiter.
Eine Führungskraft.
Ein Team.
Ein Mensch aus einer Fallgeschichte.
Eine fiktive Figur, die typische Erfahrungen bündelt.

Wichtig ist: Das Publikum braucht Zugang.

Die Hauptfigur sollte etwas wollen, fürchten, lernen oder entscheiden.

Menschen folgen Menschen.
Selten folgen sie abstrakten Konzepten.

 

 

 

2. Eine Ausgangslage

 

Jede Geschichte braucht einen Anfang.

Wo beginnt sie?
Was ist vertraut?
Wie sieht die Situation aus?
Was scheint zunächst normal?

Diese Ausgangslage schafft Orientierung.

Je klarer der Anfang, desto stärker wirkt später die Veränderung.

 

 

 

3. Eine Herausforderung

 

Dann gerät etwas in Bewegung.

Ein Gespräch kippt.
Eine Präsentation verliert das Publikum.
Ein Team braucht Orientierung.
Eine Führungskraft muss Klarheit zeigen.
Eine Entscheidung steht an.
Ein Mensch spürt: Jetzt braucht es einen neuen Schritt.

Hier entsteht Spannung.

Die Herausforderung zeigt, weshalb diese Geschichte erzählenswert ist.

 

 

 

4. Ein innerer oder äußerer Konflikt

 

Gute Geschichten leben von Gegensätzen.

Sicherheit und Mut.
Anpassung und Klarheit.
Kontrolle und Vertrauen.
Stillhalten und Aussprechen.
Bequemlichkeit und Entwicklung.
Fassade und Wahrhaftigkeit.

Solche Gegensätze machen Geschichten menschlich.

Denn genau dort erkennen sich Menschen wieder.

 

 

 

5. Ein Wendepunkt

 

Der Wendepunkt ist der Moment, in dem etwas klar wird.

Eine Frage trifft.
Ein Gedanke ordnet sich.
Ein Gedanke verändert die Richtung.
Ein Blick ins Publikum zeigt: So erreiche ich diese Menschen.
Eine Entscheidung wird getroffen.

Der Wendepunkt gibt der Geschichte Energie.

Vorher war etwas offen.
Danach entsteht Richtung.

 

 

 

6. Eine Veränderung

 

Am Ende einer wirksamen Geschichte ist etwas anders.

Die Hauptfigur versteht mehr.
Sie handelt klarer.
Sie übernimmt Verantwortung.
Sie findet Worte.
Sie tritt präsenter auf.
Sie trifft eine Entscheidung.
Sie gewinnt Handlungsspielraum.

Diese Veränderung macht aus einem Erlebnis eine Botschaft.

 

 

 

Innere Bilder: Der wichtigste Wirkfaktor

 

Gute Geschichten lösen innere Bilder aus.

Das Publikum soll die Szene sehen können.

Statt zu sagen:

„Die Präsentation war langweilig.“

kannst du sagen:

„Nach zwölf Minuten wanderte der erste Blick zur Uhr. Dann zum Smartphone. Auf der Leinwand stand eine Zahl mit zwei Kommastellen. Im Raum war alles korrekt – und gleichzeitig war der Kontakt verloren.“

Das ist Kopfkino.

Die Zuhörer sehen den Raum.
Sie spüren den Moment.
Sie verstehen die Botschaft.

Innere Bilder entstehen durch konkrete Szenen, sinnliche Sprache und klare Details.

 

 

 

Vorher-Nachher: So wird aus einer Aussage eine Geschichte

 

Abstrakt klingt eine Botschaft oft richtig, doch wenig erinnerbar.

Zum Beispiel:

„Wir brauchen mehr Verantwortung.“

Als Geschichte wird daraus ein Moment:

„Im Meeting schauten alle zur Projektleitung. Auf dem Tisch lagen drei Optionen, auf der Leinwand stand der Zeitplan. Alle wussten, dass die Entscheidung überfällig war. Trotzdem blieb es still. Erst als eine Person sagte: ‚Ich übernehme den nächsten Schritt‘, veränderte sich die Energie im Raum. Plötzlich gab es Richtung.“

Die Botschaft ist dieselbe.

Doch die Geschichte macht sie erlebbar.

Sie zeigt Verantwortung in einer konkreten Szene.
Sie zeigt den Wendepunkt.
Sie zeigt Wirkung.

So bleibt der Gedanke hängen.

 

 

 

Die kleine Heldenreise für Reden und Präsentationen

 

Die klassische Heldenreise ist ein großes erzählerisches Muster.

Für berufliche Kommunikation, Vorträge und persönliche Positionierung reicht oft eine kompakte Form:

Vorher.
Herausforderung.
Wendepunkt.
Erkenntnis.
Neue Möglichkeit.

Diese Struktur ist einfach und wirkungsvoll.

Sie hilft, aus einem Beispiel eine Geschichte zu machen.

Vorher: So war die Ausgangslage.
Herausforderung: Dann entstand Spannung.
Wendepunkt: Dort wurde etwas klar.
Erkenntnis: Das habe ich daraus gelernt.
Neue Möglichkeit: Deshalb ist diese Botschaft für dich relevant.

So bleibt die Geschichte klar, menschlich und nützlich.

 

 

 

Storytelling für Menschen mit Verantwortung

 

Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten erklären oft sehr sachlich.

Sie liefern Fakten.
Sie zeigen Analysen.
Sie präsentieren Lösungen.
Sie begründen Entscheidungen.

Das ist wichtig.

Gleichzeitig braucht Wirkung mehr als Sachlichkeit.

Menschen wollen verstehen, weshalb etwas Bedeutung hat. Sie wollen spüren, wofür jemand steht. Sie wollen Orientierung, besonders in Veränderung, Unsicherheit und anspruchsvollen Situationen.

Storytelling hilft dabei, Bedeutung sichtbar zu machen.

Eine Führungskraft kann mit einer Geschichte Richtung geben.
Eine Expertin kann komplexe Inhalte zugänglich machen.
Ein Selbstständiger kann zeigen, welche Erfahrung hinter seiner Arbeit steht.
Ein Redner kann aus einem Gedanken einen Moment machen, der bleibt.

 

 

 

Storytelling in schwierigen Situationen

 

Geschichten helfen besonders dort, wo reine Erklärung zu wenig bewegt.

In Veränderungsprozessen.
In Konflikten.
Bei sensiblen Botschaften.
In Führungskommunikation.
In Gesprächen mit hoher Bedeutung.
Bei öffentlicher Positionierung.
Nach belastenden Erfahrungen, wenn Menschen wieder Sprache für sich finden.

Eine gute Geschichte kann Worte geben, wo vorher diffuse Eindrücke waren.

Sie kann Erfahrungen ordnen.
Sie kann Würde sichtbar machen.
Sie kann Orientierung stiften.
Sie kann Mut machen, den nächsten Schritt zu gehen.

Das macht Storytelling zu einem Werkzeug für Kommunikation, Selbstführung und Wirkung.

 

 

 

Eine einfache Storytelling-Formel

 

Für viele Reden, Präsentationen und Beiträge eignet sich diese Struktur:

 

1. Situation

Wo sind wir?
Wer ist beteiligt?
Was ist der Ausgangspunkt?

 

2. Spannung

Was steht auf dem Spiel?
Welche Herausforderung entsteht?
Welche Frage öffnet sich?

 

3. Wendepunkt

Was wird erkannt?
Welche Entscheidung verändert die Richtung?
Welche neue Perspektive entsteht?

 

4. Bedeutung

Was ist die Erkenntnis?
Was soll das Publikum mitnehmen?
Welche Botschaft wird sichtbar?

Diese Formel hilft, Geschichten klar und wirkungsvoll aufzubauen.

 

 

 

7 Tipps für gutes Storytelling

 

1. Kläre zuerst deine Botschaft

 

Was soll bleiben?

Ein Gedanke.
Ein Gefühl.
Eine Erkenntnis.
Eine Entscheidung.
Ein Impuls zum Handeln.

Wenn die Botschaft klar ist, findet die Geschichte leichter ihre Form.

 

 

2. Beginne nah am Menschen

 

Beginne mit einer konkreten Szene.

Ein Raum.
Ein Moment.
Ein Blick.
Ein Satz.
Eine Entscheidung.
Eine überraschende Wendung.

So ist das Publikum sofort dabei.

 

 

3. Erzähle aus der Perspektive des Publikums

 

Frage dich:

Was kennt mein Publikum?
Welche Situation ist vertraut?
Welche Sprache passt?
Welche Bilder erreichen diese Menschen?
Welche Frage bewegt sie bereits?

Gute Geschichten bauen eine Brücke.

Und eine Brücke beginnt dort, wo die anderen stehen.

 

 

4. Halte den roten Faden

 

Eine Geschichte braucht Führung.

Was dient der Botschaft?
Was erzeugt ein Bild?
Was bringt die Entwicklung voran?
Was stärkt die Wirkung?

Alles andere darf gehen.

So wird die Geschichte klarer.

 

 

5. Nutze sinnliche Sprache

 

Sinnliche Sprache macht Geschichten erlebbar.

Was sieht man?
Was hört man?
Was spürt man?
Wie verändert sich die Atmosphäre?

Statt:

„Die Situation war angespannt.“

Besser:

„Im Raum wurde es still. Niemand griff mehr zum Glas. Alle warteten auf den nächsten Satz.“

Das wirkt unmittelbar.

 

 

6. Setze Pausen bewusst ein

 

Pausen geben Bildern Raum.

Eine wichtige Szene braucht Luft.
Ein Wendepunkt braucht Stille.
Eine Erkenntnis braucht Nachklang.

Gerade beim Sprechen entfaltet Storytelling seine Wirkung durch Rhythmus.

 

 

7. Verbinde die Geschichte mit der Botschaft

 

Am Ende sollte klar werden:

Weshalb habe ich diese Geschichte erzählt?

Die Verbindung kann ausdrücklich sein:

„Genau darum geht es auch bei deiner Präsentation …“

Oder leise:

„Manchmal beginnt Wirkung in dem Moment, in dem wir aufhören, perfekt wirken zu wollen.“

Die Geschichte öffnet.
Die Botschaft führt.

 

 

 

Vor dem Erzählen prüfen

 

Bevor du eine Geschichte erzählst, prüfe:

Was ist meine Botschaft?
Dient diese Geschichte dieser Botschaft?
Passt sie zum Publikum?
Ist sie wahrhaftig?
Ist sie diskret?
Ist sie kurz genug?
Wird der zentrale Gedanke danach klarer?

Diese Fragen schützen vor Abschweifung, Übertreibung und unnötigen Details.

Sie helfen dir, die Geschichte auf Wirkung auszurichten.

 

 

 

Storytelling in Reden und Präsentationen

 

In Reden und Präsentationen hilft Storytelling besonders an zentralen Stellen.

Im Einstieg, um Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Bei komplexen Inhalten, um Bedeutung zu schaffen.
Bei Veränderungsthemen, um Orientierung zu geben.
Bei persönlichen Botschaften, um Glaubwürdigkeit zu stärken.
Beim Schluss, damit ein Gedanke bleibt.

Eine gute Geschichte kann eine Tür öffnen.

Sie macht aus einem Thema eine menschliche Erfahrung.

 

 

 

Storytelling im authentischen Selbstmarketing

 

Menschen interessieren sich für Angebote.
Noch stärker interessieren sie sich für Haltung.

Welche Erfahrung prägt deine Arbeit?
Welche Frage treibt dich an?
Welche Veränderung möchtest du ermöglichen?
Welche Werte sind dir wichtig?
Welche Geschichte erzählt, weshalb du tust, was du tust?

Authentisches Selbstmarketing wird stärker, wenn es auf echten Geschichten beruht.

Dann entsteht Vertrauen.

Menschen erkennen besser, ob sie zu dir, deiner Haltung und deinem Angebot passen.

 

 

 

Storytelling und Präsenz

 

Eine Geschichte wirkt auch durch die Person, die sie erzählt.

Stimme.
Pausen.
Blickkontakt.
Körperhaltung.
Tempo.
Innere Sammlung.

Wenn du eine Geschichte erzählst, erzählst du immer auch etwas über deine Präsenz.

Bist du mit der Geschichte verbunden?
Traust du ihr?
Gibst du den Bildern Raum?
Bleibst du beim Publikum?

Storytelling braucht deshalb innere Klarheit.

Je klarer du weißt, weshalb du diese Geschichte erzählst, desto ruhiger und wirkungsvoller kannst du sie präsentieren.

 

 

 

FAQ: Häufige Fragen zu Storytelling

 

Was ist Storytelling?

Storytelling bedeutet, eine Botschaft mit Hilfe einer Geschichte erlebbar zu machen. Eine gute Geschichte verbindet Fakten, Gefühle, Bedeutung und Erkenntnis. Dadurch wird eine Aussage verständlicher und erinnerbarer.

 

Warum wirken Geschichten stärker als reine Fakten?

Fakten informieren. Geschichten geben Fakten Bedeutung. Sie erzeugen Bilder, wecken Emotionen und helfen Menschen, sich mit einer Situation oder einer Botschaft zu verbinden.

 

Wie finde ich eine passende Geschichte für meine Präsentation?

Beginne mit deiner Botschaft. Frage dich dann: Welche Szene, Erfahrung oder Veränderung macht diese Botschaft sichtbar? Eine passende Geschichte entsteht dort, wo deine Aussage, dein Publikum und deine eigene Haltung zusammenfinden.

 

Was macht eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte hat eine klare Hauptfigur, eine Situation, eine Herausforderung, einen Wendepunkt und eine Erkenntnis. Sie führt zu einer Botschaft, die für das Publikum relevant ist.

 

Wie nutze ich Storytelling im Selbstmarketing?

Im authentischen Selbstmarketing zeigt Storytelling, wofür du stehst. Es macht sichtbar, welche Erfahrungen dich geprägt haben, welche Werte deine Arbeit leiten und welche Veränderung du für andere Menschen ermöglichen möchtest.

 

Wann passt Storytelling besonders gut?

Storytelling eignet sich besonders dort, wo Bedeutung, Orientierung, Verbindung oder Erinnerung entstehen soll. Bei rein organisatorischen, juristischen oder sicherheitsrelevanten Informationen kann eine klare Sachinformation Vorrang haben.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

Ich unterstütze Menschen dabei, wichtige Botschaften so zu klären, dass sie fachlich tragen, menschlich berühren und in anspruchsvollen Situationen wirksam bleiben.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Eine wichtige Rede vorbereiten.
Eine Präsentation klar strukturieren.
Einen Medienauftritt souverän gestalten.
Eine persönliche Positionierung entwickeln.
Storytelling gezielt einsetzen.
Persönliche Geschichten professionell einbinden.
Komplexe Inhalte verständlich machen.
Kernbotschaften schärfen.
Wirkung vor Publikum, Kamera oder Gremien verbessern.
Sensible Botschaften stimmig formulieren.
Führungskommunikation menschlicher und klarer gestalten.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Welche Geschichte hilft deiner Botschaft, wirklich anzukommen?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn du eine wichtige Botschaft, einen Vortrag, einen Medienauftritt, ein Video oder eine persönliche Positionierung vorbereitest, unterstütze ich dich dabei, die passende Geschichte zu finden, deine Aussage zu schärfen und souverän aufzutreten.

Gemeinsam klären wir:

Was ist deine Botschaft?
Wer ist dein Publikum?
Welche Geschichte trägt diese Botschaft?
Welche Bilder sollen entstehen?
Welche Struktur hält die Aufmerksamkeit?
Welche Formulierungen wirken natürlich, klar und überzeugend?
Wie bleibst du beim Erzählen präsent und glaubwürdig?

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

„Es war einmal …“

So beginnen viele Geschichten.

Doch gutes Storytelling ist weit mehr als ein schöner Anfang.

Es macht Botschaften erlebbar.
Es schafft Verbindung.
Es gibt Fakten Bedeutung.
Es macht Komplexes verständlich.
Es verankert Gedanken im Gedächtnis.

Wer wirksam sprechen will, braucht mehr als Informationen.

Er braucht Klarheit.
Struktur.
Bilder.
Spannung.
Präsenz.
Eine Botschaft, die zählt.

Und eine Geschichte, die diese Botschaft trägt.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du deine Botschaft überzeugender vermitteln möchtest, unterstütze ich dich gern dabei, passende Geschichten zu entwickeln, deine Aussage zu schärfen und deinen Auftritt wirksamer vorzubereiten.

In Berlin und online.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass du gesehen wirst, gehört wirst und mit deiner Botschaft einen Unterschied machst.

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer etwas zu sagen hat, verdient es, gehört zu werden.

Gute Inhalte entfalten ihre Wirkung dann vollständig, wenn Botschaft, Struktur, Sprache und Präsenz zusammenpassen. Eine überzeugende Rede oder Präsentation braucht Klarheit, innere Ausrichtung und ein gutes Gespür für das Publikum.

Du willst mit deiner Botschaft überzeugen – und zugleich als Persönlichkeit glaubwürdig wirken?

Ich unterstütze dich bei der Vorbereitung deiner Reden, Präsentationen, Vorträge und Auftritte vor Publikum, Kamera oder Gremien. Besonders geeignet ist diese Unterstützung für Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten sowie Menschen, deren Botschaft in einem wichtigen Moment klar, glaubwürdig und wirksam ankommen soll.

Dabei verbinde ich Erfahrung aus Kommunikation, Psychologie, Marketing, Rhetorik und Auftrittswirkung.

Es geht um mehr als Technik: Es geht um die stimmige Verbindung von Inhalt, Haltung, Sprache und Präsenz.

Gemeinsam klären wir:

Was ist deine zentrale Botschaft?
Wer ist dein Publikum?
Welche Struktur trägt deinen Inhalt?
Welche Beispiele und Geschichten machen deine Botschaft lebendig?
Wie wirkst du mit Stimme, Körpersprache und Präsenz?
Wie gehst du mit kritischen Fragen, Einwänden oder Auftrittsdruck um?

 

 

 

Wie die Vorbereitung abläuft

 

Zuerst klären wir Anlass, Ziel, Publikum und Botschaft.

Dann entwickeln wir Struktur, Dramaturgie, Formulierungen und geeignete Beispiele. Bei Bedarf arbeiten wir an Storytelling, Folien, Medien und visueller Unterstützung.

Anschließend geht es um Wirkung, Präsenz und Sicherheit im Auftritt: Stimme, Körpersprache, Blickkontakt, Pausen, Umgang mit Fragen und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment klar zu bleiben.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. Dann erlebst du vor dem eigentlichen Auftritt, wie deine Botschaft wirkt, wo sie bereits überzeugt und wo sich Verständlichkeit, Präsenz oder Dramaturgie weiter schärfen lassen.

So gehst du vorbereitet in den Moment, in dem es zählt.

Meine Definition von Glück:

Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Der passende Aufwand richtet sich nach Bedeutung, Ziel und Wirkung deines Auftritts.

Geht es um eine interne Präsentation?
Ein wichtiges Kundengespräch?
Eine Keynote?
Eine Verhandlung?
Einen Medienauftritt?
Eine Rede, die lange in Erinnerung bleiben soll?

Je wichtiger der Anlass, desto mehr lohnt sich sorgfältige Vorbereitung.

Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus, wenn sie deutlich mehr Klarheit, Sicherheit und Wirkung ermöglicht, als der Aufwand zunächst erwarten lässt.

Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Kommunikationspsychologie
  • Sprache und Struktur
  • Storytelling
  • rhetorische Mittel
  • Stimme und Sprechweise
  • Körpersprache und Präsenz
  • Umgang mit Lampenfieber
  • Folien, Medien und visuelle Unterstützung
  • Vorbereitung auf Fragen und Einwände
  • Probelauf mit professionellem Feedback

 

 

 

In Berlin und online

 

Du kannst mit mir in Berlin arbeiten oder online.

Für viele Anliegen sind Videotermine sehr gut geeignet: zur Strukturierung deiner Botschaft, zur Arbeit an Formulierungen, zum Feinschliff deiner Präsentation und zur Vorbereitung auf konkrete Situationen.

Für bestimmte Themen kann ein Termin vor Ort in Berlin besonders sinnvoll sein, zum Beispiel bei Körpersprache, Raumwirkung, Präsenz, Stimme und realitätsnahen Probeläufen.

 

 

 

Lampenfieber und Auftrittsdruck

 

Lampenfieber zeigt häufig, dass etwas bedeutsam ist.

Vor Publikum, vor der Kamera oder in wichtigen Gesprächssituationen kann diese innere Anspannung deutlich spürbar werden. Die Gedanken werden schneller, die Stimme verändert sich, der Körper meldet sich.

Entscheidend ist, wie du mit dieser Energie umgehst.

Mit guter Vorbereitung, innerer Sammlung und klarer Struktur kannst du präsenter bleiben. Du findest leichter zurück zu deiner Botschaft, hältst Kontakt zum Publikum und bewahrst deine Haltung auch in anspruchsvollen Momenten.

So wird aus Auftrittsdruck mehr Selbstführung.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen wichtigen Auftritt vorbereitest, unterstütze ich dich gern.

In Berlin und online.

Gemeinsam arbeiten wir daran, dass du gesehen wirst, gehört wirst und mit deiner Botschaft klar, glaubwürdig und wirksam einen Unterschied machst.

Die ideale Basis: Probelauf und professionelles Feedback mit Optimierungsempfehlungen

 

Grundsätzlich oder für einen anstehenden Redebeitrag: Wie wäre es zu erfahren, wie du und dein Redebeitrag wirken und was sich verbessern lässt?

Wie überzeugend präsentierst du dich und deine Botschaften in Reden und Präsentationen? Wie gut bist du in den 118+ wichtigsten Präsentationstechniken? Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach vielen tausend ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass dir von mir ein Feedback geben, das dich weiterbringt. Du erhältst grundsätzliche Rückmeldungen und Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Mache einen Probelauf und du erfährst vorher, was dir hilft und nicht hinterher. Auch wenn du nur eine Stunde investieren willst, lohnt es sich.

Bist du interessiert? Dann findest du hier Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

P.S.

 

Wie stehst du zum Storytelling? Was macht gute Geschichten aus und wofür sind sie hilfreich?

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Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Begriffe rund um das Storytelling

 

An dieser Stelle sammle ich Begriffe rund um das Storytelling, die noch nicht im Glossar untergebracht wurden.

 

 

Agonist

 

Der Haupthandelnde einer Handlung wird als Agonist und auch als Antagonist bezeichnet.

 

 

Akteur

 

Der Urheber einer Handlung beziehungsweise einer Aktion wird als Akteur bezeichnet.

 

 

Antagonist

 

Der Antagonist ist in einer Geschichte der Widersacher, der Gegenspieler des Protagonisten. Er steht den Zielen und der Entfaltung des Protagonisten im Weg, er behindert und durchkreuzt dessen Pläne.

Der Protagonist benötigt den Antagonisten, damit er sich definieren und zum Held werden kann. Je mächtiger der Antagonist, desto mehr kann der Protagonist über sich hinaus wachsen, sich entwickeln. Er wächst mit seinen Aufgaben.

 

 

 

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 23. Oktober 2019
AN: #43310
Ü:
K:

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

Grenzen der Kommunikation

Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden
Barrieren

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

 

Manche Gespräche scheitern an Missverständnissen.
Andere scheitern an Absicht.

Wer diesen Unterschied erkennt, kommuniziert souveräner.

Gute Kommunikation kann viel bewirken. Sie kann Vertrauen schaffen, Orientierung geben, Menschen verbinden und schwierige Situationen in Bewegung bringen.

Gleichzeitig hat Kommunikation Grenzen.

Selbst eine klare Botschaft kann verdreht werden.
Selbst sorgfältige Vorbereitung kann auf unfaire Deutung treffen.
Selbst ein guter Gedanke kann verkürzt, zugespitzt oder gegen dich verwendet werden.

Diese Seite hilft dir, schwierige Kommunikationssituationen früher zu erkennen, deine Botschaft zu schützen und auch unter Druck souverän zu bleiben.

Denn wer verstehen will, braucht Bereitschaft.
Wer verdrehen will, findet Material.

 

Für wen diese Seite gedacht ist

 

Diese Seite ist besonders relevant für Menschen, die wichtige Gespräche führen, Verhandlungen vorbereiten, Führungsverantwortung tragen oder vor Publikum, Kamera beziehungsweise Gremien auftreten.

Sie richtet sich an Menschen, die mit schwierigen Gesprächspartnern umgehen, ihre Botschaft klarer vertreten, in Konflikten ruhig bleiben und ihre Wirkung in anspruchsvollen Situationen verbessern wollen.

Gerade wenn viel auf dem Spiel steht, braucht Kommunikation mehr als gute Worte.

Dann braucht es Klarheit.
Struktur.
Haltung.
Strategie.
Und ein gutes Gespür für den Rahmen.

 

 

 

Wenn Verständigung ausbleibt

 

Es gibt Gespräche, in denen echtes Verstehen möglich ist.

Menschen hören zu.
Sie fragen nach.
Sie prüfen ihre Eindrücke.
Sie lassen sich auf einen Gedanken ein.
Sie suchen gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung.

Solche Gespräche verdienen Einsatz.

Und dann gibt es Situationen, in denen Worte zu Spielfiguren werden.

Aus einer sachlichen Aussage wird ein Angriff.
Aus einer Grenze wird angebliche Härte.
Aus Klarheit wird Arroganz.
Aus einem differenzierten Gedanken wird ein bequemes Zerrbild.

Dann wird Kommunikation zum Machtspiel.

In solchen Momenten hilft es, den Rahmen zu erkennen.

Geht es um Verständigung?
Geht es um Klärung?
Geht es um die Sache?
Oder geht es darum, dich zu verunsichern, deine Botschaft zu schwächen oder vor anderen ungünstig erscheinen zu lassen?

Diese Unterscheidung verändert alles.

 

 

 

Wenn Kommunikation zum Machtspiel wird

 

Manche Kommunikationssituationen sind anspruchsvoll.
Andere sind gezielt manipulativ.

Dieser Unterschied ist wesentlich.

Anspruchsvolle Kommunikation braucht Geduld, Klarheit und gutes Zuhören.
Manipulative Kommunikation nutzt Verwirrung, Unterstellungen, Ablenkung und Druck.

Bei anspruchsvollen Gesprächen lohnt sich mehr Klärung.
Bei unfairen Mustern lohnt sich vor allem mehr Struktur.

Denn dort geht es oft stärker um Wirkung als um Wahrheit.
Stärker um Kontrolle als um Lösung.
Stärker um Eindruck als um Verständigung.

Wer diesen Unterschied erkennt, spart Kraft und trifft bessere Entscheidungen über den passenden Rahmen.

 

 

 

Professionelle Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort

 

In meiner Arbeit geht es häufig darum, Botschaften so zu klären, dass sie auch unter Druck tragfähig bleiben.

In wichtigen Gesprächen.
In Verhandlungen.
In Konflikten.
In Präsentationen.
In Führungsrollen.
In öffentlichen Situationen.
Bei Auftritten vor Publikum, Kamera oder Gremien.

Professionelle Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort.

Was soll wirklich ankommen?
Wer hört zu?
Welche Interessen wirken im Hintergrund?
Welche Missverständnisse sind wahrscheinlich?
Welche Einwände verdienen Vorbereitung?
Welche Dynamiken könnten die Botschaft verzerren?

Gute Vorbereitung bedeutet, die eigene Botschaft zu klären, wahrscheinliche Einwände vorauszudenken, kritische Dynamiken zu erkennen und passende Formulierungen griffbereit zu haben.

 

 

 

Gute Botschaften brauchen gute Übersetzung

 

Wer eine wichtige Botschaft hat, sollte sie so formulieren, dass sie eine faire Chance bekommt.

Dazu gehören ein klarer Kerngedanke, passende Sprache, gute Struktur, Verständnis für die Zielgruppe, Bewusstsein für mögliche Einwände, Sorgfalt bei Beispielen und ein passender Ton.

Eine gute Botschaft verdient eine gute Form.

Gerade in beruflichen Situationen, in Verhandlungen, Präsentationen, Führungsgesprächen oder öffentlichen Auftritten entscheidet oft die Übersetzung:

Welche Worte erreichen dieses Publikum?
Welche Beispiele schaffen Verbindung?
Welche Begriffe brauchen Erklärung?
Welche Widerstände könnten entstehen?
Welche Missverständnisse lassen sich im Vorfeld reduzieren?

Hier lohnt sich Vorbereitung.

Denn viele Botschaften scheitern weniger am Inhalt als an der Form, in der sie präsentiert werden.

 

 

 

Wahrnehmung ist selten neutral

 

Menschen hören durch Filter.

Durch Erfahrungen.
Durch Vorannahmen.
Durch Sympathie oder Abneigung.
Durch Interessen.
Durch Zugehörigkeiten.
Durch innere Geschichten über sich und andere.

Deshalb hören zwei Menschen denselben Gedanken und verstehen Unterschiedliches.

Ein Mensch hört eine Einladung.
Ein anderer hört Kritik.
Ein Mensch hört Klarheit.
Ein anderer hört Angriff.
Ein Mensch hört Verantwortung.
Ein anderer hört Kontrolle.

Das macht Kommunikation anspruchsvoll.

Wer kommuniziert, sollte diese Filter ernst nehmen. Denn Wirkung entsteht immer im Zusammenspiel von Botschaft, Sender, Empfänger und Situation.

 

 

 

Unterschiedliche Ziele der Kommunikation

 

Kommunikation hat verschiedene Aufgaben.

Manchmal geht es um Verständigung. Dann stehen Zuhören, Fragen und gemeinsames Denken im Vordergrund.

Manchmal geht es um Klärung. Dann braucht es Struktur, Präzision und den Mut, Wesentliches auszusprechen.

Manchmal geht es um Wirkung. Dann zählt, was beim Publikum ankommt und welche Haltung sichtbar wird.

Manchmal geht es um Abgrenzung. Dann ist Klarheit wichtiger als Zustimmung.

Manchmal geht es um den passenden Rahmen. Dann kann ein Gespräch verlagert, vertagt, schriftlich festgehalten oder beendet werden.

Diese Unterscheidung schützt vor einer häufigen Falle:

Menschen versuchen Verständigung herzustellen, während das Gegenüber längst auf Wirkung, Dominanz oder Verunsicherung spielt.

Wer das erkennt, kommuniziert souveräner.

 

 

 

Woran du erkennst, dass ein Gespräch kippt

 

Ein Gespräch kippt oft schrittweise.

Zunächst wirkt alles sachlich.
Dann verschiebt sich die Dynamik.

Typische Hinweise sind:

Das Thema wird ständig gewechselt.
Deine Aussagen werden verkürzt wiedergegeben.
Nebensätze werden größer gemacht als der eigentliche Punkt.
Du sollst dich immer weiter rechtfertigen.
Fragen wirken wie Vorwürfe.
Es werden Motive unterstellt.
Deine Klarstellungen werden erneut verdreht.
Der Ton wirkt freundlich, die Wirkung zugleich abwertend.
Es geht zunehmend um Eindruck statt um Inhalt.
Das Publikum wird wichtiger als die Sache.

Dann lohnt sich ein innerer Schritt zurück.

Was geschieht hier gerade?
Dient dieses Gespräch der Klärung?
Oder entsteht gerade eine Bühne für ein anderes Spiel?

Diese Fragen helfen, den Rahmen wieder zu sehen.

 

 

 

Typische Muster unfairer Kommunikation

 

Unfaire Kommunikation zeigt sich oft in wiederkehrenden Mustern.

Ein Gedanke wird absichtlich verkürzt.
Ein Nebensatz wird zum Hauptthema gemacht.
Eine Formulierung wird aus dem Zusammenhang gerissen.
Der Gesprächsgegenstand wird ständig verschoben.
Es werden Motive unterstellt.
Fragen funktionieren wie Vorwürfe.
Details verdecken die Hauptbotschaft.
Empörung ersetzt Klärung.
Wirkung ersetzt Verständigung.

Dann entsteht ein Gespräch, das äußerlich wie Austausch aussieht und innerlich einem Wettkampf ähnelt.

In solchen Situationen bringt endloses Erklären selten Klarheit. Mehr Worte schaffen dann zusätzliche Angriffsfläche.

 

 

 

Erste Hilfe, wenn ein Gespräch kippt

 

Wenn ein Gespräch kippt, hilft eine einfache innere Struktur.

Innehalten.
Kernbotschaft erinnern.
Tatsache und Deutung trennen.
Auf den Punkt zurückführen.
Den Rahmen benennen.
Bei Bedarf das Gespräch verlagern.

Das klingt schlicht.
In angespannten Situationen ist genau diese Schlichtheit wertvoll.

 

 

 

Was dann sinnvoll ist

 

1. Kernbotschaft halten

 

Was ist dein zentraler Gedanke?

Formuliere ihn kurz.
Wiederhole ihn ruhig.
Bleibe beim Wesentlichen.

 

 

2. Tatsache und Deutung trennen

 

Viele Konflikte entstehen durch vermischte Ebenen.

Eine Aussage ist eine Aussage.
Eine Interpretation ist eine Interpretation.
Eine Unterstellung ist eine Unterstellung.

Hilfreiche Formulierungen sind:

„Das ist eine Deutung. Mein Punkt ist folgender.“

„Lassen Sie uns zwischen Aussage und Interpretation unterscheiden.“

„Ich komme gern zur Sachfrage zurück.“

 

 

3. Den Rahmen benennen

 

Manchmal braucht es einen Gedanken über das Gespräch selbst.

Zum Beispiel:

„Ich habe den Eindruck, wir entfernen uns vom eigentlichen Thema.“

„Für eine sinnvolle Klärung brauchen wir einen gemeinsamen Bezugspunkt.“

„Ich beantworte gern die Frage, wenn sie sich auf den konkreten Sachverhalt bezieht.“

 

 

4. Auf den Punkt zurückführen

 

Unfaire Kommunikation lebt oft von Ablenkung.

Darum ist Rückführung so wirkungsvoll.

„Der entscheidende Punkt ist …“

„Meine zentrale Aussage lautet …“

„Darauf möchte ich den Fokus legen …“

 

 

5. Das Publikum mitdenken

 

In manchen Situationen ist dein direktes Gegenüber kaum erreichbar.

Dann kommunizierst du vor allem für die Menschen, die zuhören.

Das gilt in Meetings.
In Verhandlungen.
In öffentlichen Diskussionen.
In Gremien.
In Konflikten mit mehreren Beteiligten.

Dann zählt, ob du ruhig, klar und glaubwürdig bleibst.

 

 

6. Den Rahmen wechseln

 

Manche Gespräche brauchen einen anderen Rahmen.

Einen kleineren Kreis.
Eine schriftliche Zusammenfassung.
Eine Moderation.
Eine klare Agenda.
Eine spätere Fortsetzung.
Eine bewusste Beendigung.

Das ist kommunikative Klugheit.

 

 

 

Wenn das Publikum wichtiger wird als das Gegenüber

 

In manchen Situationen ist dein Gegenüber kaum erreichbar.

Dann besteht die Aufgabe darin, die eigene Botschaft für die Zuhörenden klar zu halten.

Das gilt besonders für Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten sowie Menschen, die öffentlich sichtbar sind.

Dann geht es weniger darum, das Gegenüber zu überzeugen.

Es geht darum, Haltung zu zeigen.
Es geht darum, ruhig zu bleiben.
Es geht darum, den roten Faden zu halten.
Es geht darum, deine Botschaft vor Verzerrung zu schützen.

Ein klarer Gedanke kann dann mehr bewirken als lange Erklärungen.

Zum Beispiel:

„Ich komme gern zum eigentlichen Punkt zurück.“

„Meine Aussage war eine andere. Ich formuliere sie noch einmal präzise.“

„Das ist eine Interpretation. Mein Anliegen ist folgendes.“

„Ich beantworte gern die Sachfrage.“

„Lassen Sie uns zwischen Vermutung und belegbarer Aussage unterscheiden.“

Solche Formulierungen schützen den Rahmen.

 

 

 

Die Kunst, sich weniger verstricken zu lassen

 

Unfaire Kommunikation lebt oft davon, dass Menschen sich verstricken.

Sie rechtfertigen sich.
Sie erklären immer weiter.
Sie reagieren auf jede Spitze.
Sie verlieren den eigenen roten Faden.
Sie versuchen, jede Verdrehung vollständig zu korrigieren.

Das ist menschlich verständlich.

Souveräner wird es, wenn du innerlich sortierst:

Was ist der Kern meiner Botschaft?
Welche Reaktion verdient eine Antwort?
Welche Provokation darf vorbeiziehen?
Welche Grenze braucht Klarheit?
Welche Wirkung soll beim Publikum entstehen?

So entsteht kommunikative Selbstführung.

Du reagierst weniger aus Druck.
Du antwortest aus Haltung.

 

 

 

Gute Kommunikation braucht Haltung und Strategie

 

Wer fair kommuniziert, sucht Verständigung.

Wer unfair kommuniziert, sucht Wirkung.

Genau deshalb braucht es in schwierigen Situationen mehr als gute Worte.

Es braucht Haltung.
Strategie.
Innere Ruhe.
Klare Sprache.
Und die Fähigkeit, den Rahmen bewusst zu wählen.

Gute Kommunikation beginnt mit Klarheit.

Professionelle Kommunikation erkennt außerdem, wann Klarheit allein den Rahmen verändern sollte.

 

 

 

Vorbereitung schützt deine Botschaft

 

Wer sich und seine Botschaft überzeugend präsentieren will, sollte systematisch vorgehen.

Dazu gehört:

  • den eigenen Kern klar formulieren,
  • die Zielgruppe verstehen,
  • mögliche Einwände prüfen,
  • unfaire Deutungen vorhersehen,
  • prägnante Antworten vorbereiten,
  • persönliche Druckpunkte erkennen,
  • den Gesprächsrahmen bewusst wählen,
  • die eigene Wirkung reflektieren.

Gerade bei wichtigen Gesprächen, Präsentationen, Verhandlungen und öffentlichen Auftritten lohnt sich diese Vorbereitung.

Denn Klarheit entsteht selten zufällig.

Sie entsteht durch gutes Denken, passende Sprache und innere Ausrichtung.

 

 

 

Grenzen erkennen ist Stärke

 

Manche Menschen glauben, gute Kommunikation müsse jedes Gespräch retten.

Das klingt sympathisch.

In der Praxis führt es oft zu Erschöpfung.

Kommunikation braucht auf beiden Seiten ein Mindestmaß an Bereitschaft:

  • Bereitschaft zum Zuhören.
  • Bereitschaft zur Fairness.
  • Bereitschaft zur Genauigkeit.
  • Bereitschaft zur gemeinsamen Sache.

Wenn diese Bereitschaft fehlt, verändert sich die Aufgabe.

Dann geht es um Orientierung.
Um Schutz der eigenen Botschaft.
Um klare Grenzen.
Um einen passenden Rahmen.
Um die Entscheidung, welche Gespräche sich lohnen und welche Form der Kommunikation angemessen ist.

Das ist professionelle Klugheit.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

Ich unterstütze Menschen dabei, anspruchsvolle Kommunikationssituationen strategisch vorzubereiten: klar im Denken, präzise in der Sprache, souverän in der Wirkung.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Wichtige Gespräche vorbereiten.
Verhandlungen strukturieren.
Kernbotschaften präzise formulieren.
Auf Einwände souverän reagieren.
Unfaire Kommunikation erkennen.
Die eigene Wirkung verbessern.
In Konflikten den roten Faden behalten.
Präsentationen und öffentliche Auftritte vorbereiten.
Mit schwierigen Gesprächspartnern professionell umgehen.
Unter Druck ruhig und klar bleiben.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was willst du bewirken, und welche Kommunikation unterstützt dieses Ziel?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn es auf jedes Wort ankommt, lohnt sich gute Vorbereitung.

Das gilt für berufliche Gespräche.
Für Verhandlungen.
Für Präsentationen.
Für Konflikte.
Für Medienauftritte.
Für Führungsaufgaben.
Für Situationen, in denen deine Botschaft klar, glaubwürdig und wirksam ankommen soll.

Ich begleite dich dabei, deine Gedanken zu sortieren, deine Botschaft zu schärfen und dich auf anspruchsvolle Kommunikationssituationen vorzubereiten.

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

Kommunikation hat große Kraft.

Sie kann verbinden.
Sie kann klären.
Sie kann bewegen.
Sie kann Orientierung schaffen.

Und Kommunikation hat Grenzen.

Vor allem dort, wo Fairness, Zuhören und echtes Interesse fehlen.

Dann geht es darum, die Situation richtig einzuschätzen, die eigene Botschaft zu schützen und souverän zu bleiben.

Wer sich gut vorbereitet, erhöht die Chance, verstanden zu werden.

Wer die Grenzen der Kommunikation erkennt, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn andere unfair spielen.

Der entscheidende Punkt ist:

Du darfst deine Botschaft klären.
Du darfst deinen Rahmen wählen.
Du darfst mit Haltung kommunizieren.

 

 

 

 

Einladung

 

Wenn ein wichtiges Gespräch, eine Verhandlung oder eine öffentliche Situation bevorsteht, unterstütze ich dich dabei, deine Botschaft zu klären, mögliche Dynamiken vorauszudenken und souverän aufzutreten.

Gemeinsam klären wir, worum es wirklich geht, welche Botschaft ankommen soll und wie du glaubwürdig, ruhig und wirksam auftrittst.

In Berlin und online.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen dir zum Thema? Wie weit geht deine Vorbereitung und Bereitschaft dich für deine Botschaft einzusetzen?

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Missverständnis?

Ein Missverständnis liegt vor, wenn ein Kommunikationsvorgang misslingt, weil das, was die Sprechenden auszudrücken beabsichtigen, von dem abweicht, was die Hörenden glauben, dass ausgedrückt worden ist.

Was sind die Auswirkungen von Missverständnissen?

Missverständnisse können große Auswirkungen auf unsere persönlichen und beruflichen Beziehungen haben. In unserem persönlichen Leben können Missverständnisse zu Verbitterung, angespannten Beziehungen zu unseren Angehörigen oder sogar zu extremen Situationen wie Scheidungen und Trennungen führen. Auf der Basis von Missverständnissen werden Entscheidungen aufgrund falscher Annahmen getroffen.

Warum missverstehen sich Menschen?

Menschen missverstehen sich, weil wir uns nicht immer klar ausdrücken. Wir merken es vielleicht nicht, aber manchmal können unsere Worte unterschiedlich interpretiert werden. Das kann zu Missverständnissen und Konflikten führen. Ein weiterer Grund, warum wir missverstanden werden, ist, dass Gesprächspartner nicht hellsehen können, nicht wissen, was wir fühlen.

Was sind die häufigen Fehler in Gesprächen?

Es gibt viele häufige Fehler, die in Gesprächen auftreten können. Hier sind einige der häufigsten:

 

1. Nicht zuhören

 

Ein häufiger Fehler in Gesprächen ist, dass Menschen nicht wirklich zuhören, sondern stattdessen darauf warten, dass sie sprechen können. Dies kann dazu führen, dass wichtige Informationen verpasst werden oder dass der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht gehört oder verstanden zu werden.
Unterbrechen: Das Unterbrechen des Gesprächspartners ist ein weiterer häufiger Fehler, der dazu führen kann, dass wichtige Informationen verloren gehen und der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht respektiert zu werden.

 

 

 

2. Hellsehen und Annahmen treffen

 

Oft treffen Menschen Annahmen über den Gesprächspartner oder die Situation, bevor sie vollständig verstanden haben, was der Gesprächspartner sagt. Dies kann zu Missverständnissen und Konflikten führen.

 

 

 

3. Nonverbale Signale übersehen

 

Nicht auf nonverbale Signale achten: Nonverbale Signale wie Körpersprache, Augenkontakt und Tonfall können oft wichtige Informationen über die Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners vermitteln. Wenn diese Signale ignoriert werden, kann dies dazu führen, dass der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht verstanden oder respektiert zu werden.

 

 

 

4. Falsch kommunizieren

 

Es ist wichtig, sich klar und präzise auszudrücken, um Missverständnisse zu vermeiden. Wenn eine Person nicht in der Lage ist, ihre Gedanken oder Bedürfnisse klar auszudrücken, kann dies zu Frustration und Missverständnissen führen.

 

 

 

5. Destruktive Kommunikation, wie Kritik oder Angriffe

 

Kritik oder Angriffe können dazu führen, dass Gesprächspartner sich defensiv fühlen und das Gespräch abbrechen, direkt oder zumindest mental. Es ist wichtig, Feedback auf eine konstruktive und respektvolle Weise zu geben, um eine offene und positive Diskussion zu fördern.

Frage mich ruhig persönlich

 

Jedes Anliegen braucht einen passenden Rahmen. Häufig ist online genau der richtige Weg: diskret, flexibel und konzentriert. Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll erscheint, besprechen wir diese Möglichkeit persönlich in der ersten Onlinesitzung.

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Wer will, versteht uns falsch. - Karsten Noack

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 31. März 2020
Überarbeitung: 31. März 2020
AN: #345
K: CNC
Ü:

Körpersprache, die unsympathisch macht

Körpersprache, die unsympathisch macht

Wissenswertes zur Körpersprache
Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, verbal und nonverbal

Körpersprache, die unsympathisch macht

In einigen Beiträgen verrate ich, wie Sie mit Ihrer Körpersprache erreichen, dass die Menschen Sie sympathisch finden. In diesem Beitrag geht es darum, was Sie körpersprachlich unsympathisch wirken lässt.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Paul Watzlawick

Überblick

 

 

 

Körpersprache, die Sie unsympathisch macht

 

Üblicherweise wollen wir angenehm wirken und mit positiven Attributen belegt werden. Doch auch das Gegenteil kann hilfreich sein.

Menschen können eine Bereicherung sein, nur sind es nicht alle immer. Und nicht immer ist eine Flucht so einfach, wenn wir andere Personen in Ihrer Gegenwart bevorzugen. Dann wäre es einfacher, die Nervzwerge würden sich selbst trollen. Darum geht es in diesem Beitrag.

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So wirst du beliebt! 20 Wege

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Antworten auf häufige Fragen

Was macht Menschen unsympathisch?

Die meisten Menschen sind abgeneigt gegenüber Menschen, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit streben. Um Menschen für sich zu gewinnen, hilft es, freundlich und rücksichtsvoll zu sein. Wenn Sie freundlich, selbstbewusst und prägnant sprechen, sind die Menschen viel aufmerksamer und zugänglicher als wenn versucht wird, ihnen zu zeigen, dass wir wichtiger als sie sind.

Was sind die Anzeichen für negative Körpersprache?

Beispiele für negative Körpersprache sind:

  • Schlechte Körperhaltung oder Nachlässigkeit
    Nimmt die Person, mit der Sie kommunizieren, eine geduckte Haltung ein oder ist angespannt, wird das beispielsweise als ein Zeichen dafür interpretiert, dass sie desinteressiert oder abgelenkt ist.
  • Vermeidung von Augenkontakt.
  • Starren
  • Verschränkte Arme oder Gegenstände vor dem Körper
  • Unruhige Bewegungen
  • Negativer Gesichtsausdruck

Welche Körpersprache gilt als unhöflich?

Folgendes Verhalten gilt beispielsweise als unhöflich: Heben wir unser Kinn über die neutrale waagerechte Ebene hinaus, können wir damit den Eindruck erwecken, dass wir aggressiv sind und die Führung übernehmen wollen oder dass wir unseren Mitmenschen gegenüber respektlos sind. Wenn Sie vermeiden wollen, jemandem zu drohen, solltest du die Augen senken und den Kopf nach unten halten. Die gegenteilige Bewegung vermittelt eine Bedrohung oder den Versuch der Dominanz.

Was ist defensive Körpersprache?

Negative Körpersprache wird oft als defensive Körpersprache bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn Bewegungen und Gesten vermitteln, dass Sie unsicher, verschlossen, unnahbar, feindselig oder desinteressiert sind.

Was ist aggressive Körperhaltung?

Als aggressive Körperhaltung wird eine drohende Haltung empfunden, bei der beispielsweise die Füße auseinander stehen und Hände in die Hüften gestemmt werden. Diese Haltung lässt Menschen größer und damit bedrohlicher erscheinen. Menschen, die diese Haltung einnehmen, wollen ihre Dominanz demonstrieren. Ihr Brustkorb und ihre Kehle sind angreifbar und sie wissen es, doch sie sind bereit für die Herausforderung.

Was ist passiv-aggressive Körpersprache?

Die meisten Menschen, die passiv-aggressives Verhalten an den Tag legen, versuchen, unschuldig und gutmütig zu wirken, während sie Sie angreifen. Sie haben die Absicht, gemein zu sein oder Sie zu verletzen, doch sie geben das nicht zu. Deshalb kommt es häufiger zu Inkongruenzen von verbalen und nonverbalen Botschaften.

Passive Aggression ist eine ungesunde Art, Ärger auszudrücken. Zu den typischen Taktiken passiv-aggressiver Menschen gehören Sarkasmus, bissige Witze, Zusagen, die dann in letzter Minute wieder zurückgenommen werden, Schmollen, Ewigkeiten brauchen, um eine einfache Aufgabe zu erledigen, absichtlich Fehler machen oder Dinge „aus Versehen“ kaputt machen.

P.S.

 

Wie bewusst sind Sie sich Ihrer Körpersprache und deren Wirkung?

Sympathie ist der wichtigste Faktor jedes Schicksals. Sympathie ist Kraft. Prentice Mulford

Artikel zum Thema Körpersprache

Die Wirkung von Powerposen: Alles Quatsch oder steigert es das Selbstvertrauen?

Selbstbewusst fühlen, allein durch die Körperhaltung? Wie das geht? Haben Sie die Wirkung von Powerposen schon für sich getestet? Hier sind vier Übungen für mehr Selbstsicherheit und weniger Stress.

Körpersprache während Krisen

Körpersprache während Krisen

Was ist bei der Körpersprache während Krisen zu beachten? Was Sie sagen, ist nur ein Teil dessen, was Ihr Publikum von Ihrer Kommunikation mitnimmt. Was schadet, was hilft?

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 29. Juli 2019
AN: #45415
K:
Ü:

Den Standpunkt anderer Menschen einnehmen: Kunden, Unterstützer, Mitstreiter etc. gewinnen

Den Standpunkt anderer Menschen einnehmen: Kunden, Unterstützer, Mitstreiter etc. gewinnen

Perspektiven erkunden

Den Standpunkt anderer Menschen einnehmen: Kunden, Unterstützer, Mitstreiter etc. gewinnen

 

Es ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, den Standpunkt anderer Menschen einzunehmen und so Kunden, Unterstützer, Mitstreiter etc. zu gewinnen. Daru mgeht es in diesem Beitrag.

 

 

 

Das Geheimnis des Erfolgs

 

„Wenn es überhaupt ein Geheimnis des Erfolges gibt, so besteht es in der Fähigkeit, sich auf den Standpunkt des anderen zu stellen und die Dinge ebenso von seiner Warte aus zu betrachten wie von unserer.“

— Henry Ford

 

 

Stell dir vor, du bist in einer Verhandlung und versuchst, eine Lösung zu finden. Dein Gegenüber scheint unnachgiebig, aber plötzlich entscheidest du dich, seine Perspektive wirklich zu verstehen. Du fragst nach seinen Beweggründen, hörst aktiv zu und versetzt dich in seine Lage. In diesem Moment erkennst du die Bedenken und Wünsche deines Gegenübers und findest eine Lösung, die für beide Seiten funktioniert. Diese Fähigkeit, den Blickwinkel anderer Menschen einzunehmen, ist einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg. Denn nur wer versteht, was andere denken und fühlen, kann sie effektiv erreichen und überzeugen.

 

 

 

Kunden, Unterstützer, Mitstreiter gewinnen

 

Wir leben nicht im luftleeren Raum. Um Erfolg zu haben, müssen wir andere Menschen für uns und unser Angebot gewinnen, sie überzeugen und schließlich zum Handeln bewegen. Dafür gibt es jedoch nur einen bewährten Weg:

Finde heraus, was deine Zielgruppe wirklich will, und lerne, die Dinge aus ihrer Perspektive zu sehen. Verstehst du ihre Wünsche und Motive, kannst du sie effektiver überzeugen und für deine Ideen gewinnen.

Diese Fähigkeit ist nicht nur in Verhandlungen und Verkaufsgesprächen entscheidend, sondern auch für jede respektvolle Beziehung. Zum Beispiel kann es in Verhandlungen hilfreich sein, die Argumente und Bedürfnisse des Gegenübers vollständig zu verstehen, um einen gemeinsamen Nenner zu finden. In persönlichen Beziehungen, wie einer Partnerschaft, hilft es, die Sichtweise des anderen einzunehmen, um Missverständnisse zu vermeiden und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Auch in Führungspositionen, wo Menschen für andere und für gemeinsame Ziele verantwortlich sind, ist es wesentlich, sich in die Lage anderer zu versetzen und ihre Perspektive ernst zu nehmen.

 

 

 

Praktische Tipps zur Perspektivenübernahme

 

  1. Stelle gezielte Fragen: Frage deine Gesprächspartner direkt, was ihnen wichtig ist und was sie motiviert.

  2. Aktives Zuhören: Höre aufmerksam zu, was gesagt wird, ohne sofort zu bewerten. Versuche, die Gefühle und Gedanken hinter den Worten zu verstehen.

  3. Beobachte nonverbale Signale: Körpersprache, Mimik und Gestik geben oft Hinweise darauf, was Menschen wirklich denken oder fühlen.

  4. Zusammenfassen: Wiederhole das Gesagte in deinen eigenen Worten, um sicherzugehen, dass du die Perspektive wirklich richtig verstanden hast.

 

Diese Techniken lassen sich in vielen Alltagssituationen anwenden – sei es in Gesprächen mit Kollegen, im privaten Umfeld oder in Verhandlungen. Übe sie regelmäßig, um deine Fähigkeit zur Perspektivenübernahme zu stärken und langfristig bessere Beziehungen aufzubauen.

 

 

 

Andere Meinungen erkunden statt Ignoranz

 

Wer bereit ist, sich auch in unbequeme Positionen hineinzuversetzen, gewinnt wertvolle Einblicke. Beispielsweise könnte in einem Teamkonflikt das bewusste Einnehmen der Sichtweise der Gegenseite dazu führen, bisher unbekannte Gründe für deren Verhalten zu verstehen. Diese Erkenntnis kann helfen, Konflikte zu lösen und eine positive Wendung herbeizuführen. Die Bereitschaft, sich in den Standpunkt eines Gegenspielers hineinzuversetzen, ist oft nicht groß, doch der zu erwartende Nutzen ist enorm. Wer sich für einen Moment wirklich in die andere Position begibt und diese mit aller Vehemenz verteidigt, entdeckt dabei oft Überraschendes: Motive, Einflussfaktoren, Gegenargumente – und vielleicht sogar neue Entscheidungen oder Strategien.

 

Beispiel

 

In einer Verhandlungssituation könnte es helfen, sich die Argumente des Gegenübers einmal vollständig anzueignen und sie auszusprechen, als seien es die eigenen. Ein erfolgreiches Szenario wäre etwa eine Gehaltsverhandlung: Wenn du die Position des Arbeitgebers einnimmst und seine Argumente klar formulierst, erkennst du dessen Zwänge und Erwartungen besser. Dadurch kannst du realistische Gegenangebote machen, die sowohl deine Interessen als auch die des Unternehmens berücksichtigen. Das Resultat könnte eine Verhandlung sein, in der beide Seiten das Gefühl haben, fair behandelt worden zu sein und eine Win-Win-Lösung erzielt zu haben. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Missverständnisse aufdecken und Lösungswege entwickeln, die für beide Seiten akzeptabel sind.

 

 

 

Praktische Strategien zum Erkunden anderer Standpunkte

 

  1. Rollenspiele: Versetze dich bewusst in die Rolle des Gegenübers und verteidige dessen Standpunkt.

  2. Gedankenspiele: Überlege dir, welche Einflüsse oder Bedenken die andere Seite haben könnte. Wie würde dein Gegenüber reagieren?

  3. Widerspruch als Übung: Suche gezielt nach Gegenargumenten zu deinem eigenen Standpunkt. Das hilft dir, eine umfassendere Perspektive zu gewinnen und bessere Lösungen zu finden.

 

 

Macht und Verantwortung

 

Macht geht immer mit Verantwortung einher. Doch häufig neigen Machtinhaber dazu, sich nicht in die Bedürfnisse von Menschen mit vermeintlich geringerer Autorität einzufühlen. Ein reales Beispiel hierfür ist der Fall einer Unternehmensumstrukturierung, bei der die Führungsebene Entscheidungen ohne Rücksprache mit den betroffenen Mitarbeitern getroffen hat. Dies führte zu erheblichem Unmut, einer Verschlechterung des Betriebsklimas und einer erhöhten Fluktuation, da die Bedürfnisse und Sorgen der Mitarbeiter nicht berücksichtigt wurden. Dieser Tunnelblick mag mitunter der Sache dienen, hat jedoch seinen Preis. Es führt dazu, dass wichtige Perspektiven verloren gehen und potenzielle Konflikte verschärft werden.

Praktisches Beispiel: Eine Führungskraft, die bei Entscheidungen ausschließlich ihre eigenen Ziele verfolgt, könnte das Vertrauen und die Motivation des Teams verlieren. Stattdessen sollte sie versuchen, die Bedürfnisse der Teammitglieder zu verstehen und in Entscheidungen einzubeziehen.

 

 

Tipps für machtbewusste Entscheidungen

 

  1. Empathie entwickeln: Setze dich bewusst mit den Bedürfnissen der Menschen auseinander, die von deiner Entscheidung betroffen sind.

  2. Feedback einholen: Frage dein Team oder andere Betroffene nach ihrer Meinung, bevor du eine Entscheidung triffst.

  3. Balance finden: Finde eine Balance zwischen dem Fokus auf das Ziel und der Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer.

 

 

Beispiel

 

Eine erfolgreiche Führungskraft musste entscheiden, ob sie ein neues Projektteam bilden sollte. Sie setzte sich mit den Ängsten und Erwartungen der betroffenen Mitarbeiter auseinander, holte Feedback ein und fand eine Balance zwischen den Unternehmenszielen und den individuellen Bedürfnissen. Indem sie sowohl das Feedback der Mitarbeiter berücksichtigte als auch die strategischen Anforderungen erfüllte, konnte sie eine Lösung entwickeln, die sowohl die Ziele des Unternehmens voranbrachte als auch das Vertrauen und die Motivation des Teams stärkte.

 

 

 

Fazit

 

Nimm in deinem nächsten Gespräch – sei es ein schwieriges Gespräch mit einem Kollegen oder eine Verhandlung – bewusst den Standpunkt deines Gegenübers ein und beobachte, was du daraus lernen kannst. Nur durch Übung lässt sich diese Fähigkeit verbessern und vertiefen. Wenn du tiefer in die Kunst der Perspektivenübernahme eintauchen möchtest, stehe ich dir gerne für eine weiterführende Beratung zur Verfügung.

 

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Vermeide die 7 schlimmsten Kommunikationssünden, kommuniziere besser

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Artikel zu den Todsünden der Kommunikation und Tipps für gute Kommunikation
Kommunikationssünden

Todsünden der Kommunikation

 

Für bessere Gespräche lohnt es sich, die sieben Todsünden der Kommunikation sein zu lassen. Hier folgen Tipps für bessere Kommunikation.

Video

7 Todsünden der Kommunikation — Fallgruben erkennen und besser kommunizieren

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Wie können wir bessere Gesprächspartner werden?

 

 

Zuerst einmal können wir die weit verbreiteten und trotzdem nicht empfehlenswerten Gewohnheiten lassen, die der Kommunikation keinen guten Dienst erweisen. Der Brite Julien Treasure nennt sie die sieben Todsünden der Kommunikation.

 

 

 

Die 7 Todsünden der Kommunikation

 

1. Tratschen
2. Beurteilen
3. Negativität
4. Nörgeln
5. Ausflüchte
6. Übertreibung
7. Dogmatismus

 

 

 

1. Tratschen

 

Mit Klatsch und Tratsch ist das so eine Sache. Wir tun es, obwohl wir wissen, dass wir es nicht tun sollten. Das Interesse an Klatsch und Tratsch scheint tief in uns verwurzelt zu sein. Die bunte Boulevardunterhaltung lebt davon, dieses Bedürfnis zu befriedigen.

Das Problem: Reden wir häufiger schlecht über andere Menschen, verspielen wir unser Vertrauen, unsere Glaubwürdigkeit. Wer erzählt uns dann noch etwas Vertrauliches, wenn zu erwarten ist, dass es nicht unter vier Augen bleibt?

 

 

 

2. Beurteilen

 

Wenn andere Menschen jedes Wort beurteilen, macht das aus einem Gespräch eine Prüfungssituation und die ist anstrengend. Ein entspannter Austausch von Gedanken wird zunehmend schwerer.

 

 

 

3. Negativität

 

Negativität überträgt sich von Mensch zu Mensch. Es geht nicht darum, unerfreuliche Umstände zu verschweigen und nur noch über Eitelsonnenschein zu sprechen. Es geht vielmehr um die innere Haltung: Problem oder Lösung? Erleiden oder gestalten? Menschen zuzuhören, die in allem nur das Schlechte sehen, ist anstrengend.

 

 

 

4. Nörgeln

 

Dinge verbessern zu wollen, geschieht konstruktiv. Sich zu häufig über Dinge zu beschweren, die gerade nicht zu ändern sind oder bei denen das Jammern im Vordergrund steht, ohne dass Handlungen folgen, verschwendet nur Energie.

 

 

 

5. Ausflüchte

 

Nicht nur Narzissten sind selbst nie Schuld, wenn etwas schiefgeht. Es gibt immer wieder Leute, die sich wie ein glatter Aal aus der Verantwortung winden. Viele Menschen übernehmen erst dann Verantwortung für ihr Handeln, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen und erkennen, dass sie nicht mehr anders können. Sie erschweren es allen Beteiligten, respektvoll miteinander zu kommunizieren.

 

 

 

6. Übertreibung

 

In Geschichten dient die Übertreibung dazu, den Kontrast zu erhöhen und mag im Märchenland angemessen sein. In Gesprächen ist solcherlei Übertreibung selten hilfreich. Es hat eine zu große Nähe an Märchen und somit Lügen. Wer viel übertreibt, dem wird nicht mehr geglaubt, selbst wenn es mal stimmt. Wenn alles in den Himmel gehoben wird, wie soll dann noch etwas herausstechen? Wobei Übertreibungen in alle Richtungen zeigen können. So oder so entzieht es ernstzunehmenden Themen die erforderliche Basis.

 

 

 

7. Dogmatismus

 

Es ist ein einseitiges Vergnügen. Dogmatische Menschen beharren auf ihren Standpunkt und lassen andere Meinungen nicht an sich heran. Dass solche Menschen meist schlechte Zuhörer sind, macht es nicht gerade leichter, mit ihnen zu kommunizieren. Warum sollten sie aus ihrer Sicht auch zuhören, da sie ja die Wahrheit kennen? Das ist dann wie eine Diskussion mit Fundamentalisten; keine Chance für einen Meinungsaustausch.

 

 

 

Wie funktioniert gute Kommunikation, worauf beruht sie?

 

Soweit zu den schlechten Gewohnheiten. Welche Gewohnheiten sind empfehlenswert?

 

 

1. Ehrlichkeit

 

Setze auf klare Aussagen, die korrekt und verbindlich sind. Das geht auch mit Respekt.

 

 

 

2. Authentizität

 

Lasse die Maske weg und spreche für sich selbst. Authentizität wird häufiger gefordert, als respektvoll gelebt.

 

 

 

3. Integrität

 

Walk your Talk. Zu Aussagen und Vereinbarungen stehen und auf Integrität zu setzen mag in der heutigen Zeit zwar eher selten sein, ist für Glaubwürdigkeit allerdings auch weiterhin erforderlich.

 

 

 

4. Wohlwollen

 

Anderen Menschen Gutes wünschen und deren Verhalten im Zweifelsfall positiv interpretieren. Das geht auch, ohne sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Pflege deine Fähigkeit zum Wohlwollen.

Antworten auf häufige Fragen

Was bringt Menschen zum Klatschen?

Menschen klatschen aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise, um sich überlegen zu fühlen. Viele Menschen, die unsicher sind, finden vorübergehend Erleichterung darin, über andere zu urteilen. Etwas zu wissen, was andere nicht wissen, kann sich ermutigend anfühlen, und manchmal ist das alles, was ein unsicherer Mensch zu brauchen meint.

Ist Urteilen positiv oder negativ?

Etwas zu beurteilen ist nicht grundsätzlich negativ, im Gegensatz zu der Konnotation, die wir mit diesem Wort zu verbinden pflegen. Stattdessen bedeutet „urteilen“ „sich eine Meinung oder eine Einschätzung bilden“. Dabei kann es sich entweder um eine positive, eine negative oder sogar um eine neutrale Meinung handeln. Urteile sind also weder gut noch schlecht.

Was bedeutet es, jemanden zu beurteilen?

Jemand anderen zu beurteilen bedeutet oft eine schlechte Meinung über das Verhalten einer anderen Person zu äußern.

Was ist ein Beispiel für Dogmatismus?

Dogmatismus beinhaltet die Äußerung einer Meinung oder eines Glaubens, als ob es sich um eine Tatsache handelte: positive Meinungsäußerung, insbesondere wenn sie ungerechtfertigt oder arrogant ist. Es handelt sich um einen Standpunkt oder ein Ideensystem, das auf unzureichend geprüften Prämissen beruht. 

Was ist eine dogmatische Person?

Ein Dogmatiker ist jemand, den Sie kritisieren, weil er davon überzeugt ist, dass er recht hat, und sich weigert zu berücksichtigen, dass auch andere Meinungen gerechtfertigt sein könnten.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

Frage mich ruhig persönlich

 

Jedes Anliegen braucht einen passenden Rahmen. Häufig ist online genau der richtige Weg: diskret, flexibel und konzentriert. Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll erscheint, besprechen wir diese Möglichkeit persönlich in der ersten Onlinesitzung.

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

Kommen diese Kommunikationsfehler tatsächlich in der Praxis vor? Wie können wir bessere Gesprächspartner werden?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Körpersprache, die unsympathisch macht

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Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken. Johann Wolfgang von Goethe

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
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Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2017
Überarbeitung: 12. August 2020
AN: #563105
K:
Ü: X

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Steh zu deinen Fehlern

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehst du zu deinen Fehlern?

Wer Verantwortung übernimmt, nimmt auch mehr Einfluss!
13 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

Verantwortung übernehmen und entschuldigen

 

Halbherzige Ausreden richten Schaden an. Ehrliche Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken. So gelingt es:

Video

Um Entschuldigung bitten – So machst du es richtig und authentisch

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Weshalb Menschen sich nicht entschuldigen

 

Dass ehrlich gemeinte Entschuldigungen einige Vorteile haben, ist kein Geheimnis und doch geschieht es vergleichsweise selten. Es gibt einige Gründe, weshalb sich Menschen nicht entschuldigen. 

 

 

a. Kognitive Dissonanz

 

Kognitive Dissonanz macht es nicht gerade einfacher sich zu entschuldigen. Wenn das ersehnte Selbstbild sich nicht mit der Realität deckt, fühlt sich das nicht gut an. Entsprechend groß ist das Bestreben schnellstens woanders hinzusehen, als dich dem zu stellen.

 

 

 

b. Scham und Schuldgefühle

 

Ein Sprichwort sagt; es ist immer Hoffnung für Menschen, die sich noch schämen können. Nur, wenn wir etwas vergeigt haben, obwohl wir es irgendwie besser wussten, kann es diese Scham auch erschweren, die betroffene Person darauf anzusprechen, sich zu entschuldigen. Es erscheint einfacher, so zu tun als, ob es nie geschehen wäre.

 

 

 

c. Stolz

 

Besonders Männer empfinden es oft, als sehr schwierig sich angemessen zu entschuldigen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Ein chinesisches Sprichwort sagt: Stolz ruft Unheil heben und Demut lässt die Ernte reifen.

 

 

 

d. Wut

 

Ein Wort führt zum anderen, Emotionen schaukeln sich schnell hoch. Manchmal wird die Wut so übermächtig, dass wir deshalb keine Entschuldigung aussprechen oder uns die Hand reichen. Mit geballter Faust lässt sich kein Händedruck wechseln.

 

 

 

e. Motivation

 

Der wesentlichste Grund dürfte fehlende Motivation sein, sich für eine Beziehung entsprechend einzusetzen.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

 

Fehler machen, eine Verpflichtung nicht einhalten, einen Rückruf vergessen, … Auch Dinge, die nicht passieren sollten geschehen mitunter. Das ist nicht schön, doch Irren ist menschlich. So wichtig es ist dafür zu sorgen, dass sie nicht geschehen, so wichtig ist es, dann nicht noch die Augen zu verschließen oder anstatt Öl auf die Wogen sogar noch Benzin aufs Feuer zu gießen.

 

 

 

Verantwortung übernehmen

 

Ganz wichtig: Keine Ausreden!
Immer wieder erlebe ich, dass Leute denken, sie hätten sich entschuldigt – dabei haben sie nur eine Ausrede geliefert.

 

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, stellen Sie sich der Situation so schnell wie möglich, bringen sie in Ordnung und entschuldigen sich. 
Jetzt können Sie zeigen was für eine Persönlichkeit Sie tatsächlich haben. Aufrichtige Entschuldigung haben Aussicht darauf, akzeptiert und geschätzt zu werden. Es ist Ihre Chance, Integrität zu demonstrieren. Vorausgesetzt, Sie müssen sich nicht für die gleichen Fehler immer und immer wieder entschuldigen.

Uneinsichtige Rechtfertigungen richten leicht Schaden an. Echte Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern!

Die sechs Schritte einer guten Entschuldigung.

 

Rein mechanisch lassen sich sechs Schritte für eine gute Entschuldigung skizzieren:

 

1. Den Fehler benennen und dein Bedauern ausdrücken
2. Erklären, was falsch gelaufen ist
3. Fehler eingestehen und Verantwortung dafür übernehmen
4. Reue zeigen
5. Wiedergutmachung beziehungsweise Verhaltensänderung anbieten
6. Um Vergebung bitten

 

So weit so nachvollziehbar. Doch es braucht oft etwas mehr, als nur das Abarbeiten einer Checkliste.

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen

 

„Es tut dir leid?“

„Es tut mir wirklich, wirklich leid, und ich entschuldige mich vorbehaltlos.“

„Du nimmst es zurück?“

„Das tue ich, ich biete einen kompletten und völligen Widerruf an. Den Beschuldigungen fehlte jegliche faktische Basis, und es hat sich in keinster Weise um einen fairen Kommentar gehandelt, und entsprang somit aus purer Bösartigkeit. Und aufs Tiefste bedauere ich das Unglück welches meine Kommentare bei Ihnen verursacht haben könnten, oder bei Ihrer Familie. Und hiermit versichere ich, dass ich mir nie wieder einen solchen Fehltritt erlauben werde, weder jetzt noch in Zukunft.“

Ein Fisch namens Wanda

 

Stehen Sie zu Ihren Fehlern. Es folgen 15 Tipps für wirksame Entschuldigungen.

 

 

 

1. Aufrichtigkeit

 

Geben Sie lieber keine Entschuldigung ab, als eine unehrliche. Besonders Menschen, die uns kennen, merken recht schnell, ob wir meinen, was wir sagen. Asche aufs Haupt; entweder richtig oder gar nicht! Ich plädiere für richtig.

 

 

 

2. Betriebstemperatur beachten: Zeitnah entschuldigen

 

Guter Wein soll ja mit der Zeit besser werden. Entschuldigungen auf die lange Bank zu schieben, ist jedoch selten eine gute Idee. Das kann bitter enden! Haben Sie einen Fehler begangen oder jemanden verletzt, dann solltest du nicht lange warten. Wenn die Emotionen es erlauben, dann lieber möglichst umgehend auf die Person zugehen und sich entschuldigen.

Achten Sie auf die Betriebstemperatur: Der Empfänger sollte weder völlig erregt und damit auch wegen des Tunnelblicks für eine Entschuldigung nicht ansprechbar sein, noch die Angelegenheit längst abgehakt haben. Im Eifer des Gefechts liegen die Nerven mitunter blank. Das kann zu Reaktionen führen, die nur noch schwer wieder in den Griff zu bekommen sind. Also lieber kein zusätzliches Öl auf das Feuer gießen. Und sich erst nach einer Ewigkeit zu entschuldigen, würde nur erneut an den Ärger erinnern. Warten Sie also lieber bis die heftigsten Emotionen abgeklungen sind und setzen Sie dann zur Entschuldigung an.

 

 

 

3. Eigener Zustand

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.

 

 

 

4. Persönlich entschuldigen

 

Machen Sie sich auf den Weg: Lassen Sie die Entschuldigung nicht von einer dritten Person übermitteln, sondern entschuldigen Sie sich unbedingt persönlich. Wenn Sie es nicht einmal für nötig halten sich persönlich zu bemühen, wird das oft negativ ausgelegt.

Eine schriftliche Entschuldigung ist besser als keine. Sie kann das Eingraben von Ärger beim anderen verringern oder sogar beenden. Hier kommt es auf die geeignete Wortwahl an. Da die Beziehung gerade belastet ist, braucht es hier sehr klare Botschaften ohne Risiko-vollen Interpretationsspielraum.

 

 

 

5. Glaubhaft entschuldigen

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.​

 

 

 

Beispiele mit Beigeschmack

 

Beispiele, die Zweifel aufkommen lassen, sind das Geständnis von Lance Armstrong vor laufender Kamera bei Oprah Winfrey und der Auftritt des ehemaligen Bundespräsidenten Wulf. Wobei das Internet voller solcher Momente ist und die Interpretationen mitunter auch kontrovers sind. Ein G’schmäckle haben viele!

 

 

 

6. Auge in Auge

 

Von Angesicht zu Angesicht: Entschuldigen Sie sich in einem persönlichen Gespräch, nicht mit einem Brief, einer E-Mail, SMS oder Ähnlichem. Eine dieser Möglichkeiten kann auch zusätzlich gewählt werden. Also zuerst die persönliche Entschuldigung in einem Gespräch und dann zusätzlich schriftlich. Damit hat der Empfänger die Entschuldigung auch schwarz auf weiß und die Einsicht wird unterstrichen.

Die schriftliche Variante können Sie auch dann nutzen, wenn die Person nicht mehr mit Ihnen spricht. So kann die schriftliche Entschuldigung den Weg für das persönliche Gespräch ebnen.

 

 

 

7. Geeigneter Rahmen

 

Nicht zwischen Tür und Angel: Wählen Sie einen geeigneten Rahmen für die Entschuldigung, vorzugsweise in einem entspannten Umfeld, in dem Sie ungestört reden können.

 

 

 

8. Geste

 

Überraschen Sie die betreffende Person mit einer geeigneten Geste. Es muss nichts Großartiges sein, ein geht schon ein kleines Präsent, das diesem Menschen Freude bereitet und damit Wertschätzung vermittelt. Hier ist Gespür gefragt, damit die Geste ihr Ziel erreicht.

 

 

 

9. Keine Ausreden

 

Wer um den heißen Brei herumredet, anstatt die Angelegenheit beim Namen zu nennen, wirkt alles andere als glaubhaft, sondern umso uneinsichtiger.

Eine Entschuldigung mit einer Rechtfertigung verknüpfen? Das klingt dann nach einer Ausrede. Suchen Sie keine Ausreden für das Fehlverhalten. Anstatt unglücklichen Umständen oder anderen Personen die Schuld für das eigene Handeln zu geben; gestehen Sie Ihre Verantwortung ein. Empfänger wollen in dieser Phase überhaupt keine Begründung hören. Stattdessen wollen sie hören, dass derjenige versteht, dass es anders hätte laufen sollen.

 

 

 

10. Perspektivwechsel

 

Begeben Sie sich in der Vorstellung in die Perspektive der Person, bei der Sie sich entschuldigen wollen. Wie würden Sie die Situation betrachten, was erwarten, was befürchten? Dafür lassen sich einige Techniken nutzen, und die Intensität und Tiefe der Einsichten fördern.

 

 

 

11. Erklärungen

 

Entschuldigung bitten und dann: Klappe halten und wirklich zuhören.

 

Wenn eine Erklärung erforderlich ist, dann liefern Sie diese separat. „Ja, aber…“ ist ähnlich kritisch wie eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung. Eine Ausrede im gleichen Satz wie die Entschuldigung ruiniert die Entschuldigung und nimmt ihr die Aufrichtigkeit. Was beim Gegenüber dann hängen bleibt ist ein erneuter Vorwurf, ein Sich-herauswinden. Schlucken Sie das „Aber“ hinunter. Machen Sie einen Punkt und übernehmen Sie die Verantwortung.

 

 

 

12. Fehler nicht aufrechnen

 

Die Versuchung ist groß: Wer einen Fehler begeht, erinnert sich oft spontan an die Fehler des anderen. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Das mag menschlich sein, doch eine solche Aufrechnung führt so gut wie immer zum gleichen Ergebnis: Derjenige, bei dem man sich entschuldigen möchte, macht dicht. Er ist empört, weil Sie zum Angriff übergehen, statt sich reumütig zu zeigen. Wahre Entschuldigungen stehen immer für sich allein und verzichten auf eine Aufrechnung.

 

 

 

13. Fehler nicht zweimal begehen

 

Irgendwann verliert jede noch so dramatische Entschuldigung an Wirkung. Wenn Sie denselben Fehler wiederholt begehen, verlieren Sie trotz Entschuldigung, und mag sie noch so beeindruckend sein, an Glaubwürdigkeit.

Eine Entschuldigung ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit Konsequenzen, also einem anderen Verhalten verbunden ist. Und genau das sollten sie daher an den Tag legen. Sagen Sie Ihrem Gesprächspartner möglichst konkret, was Sie aus Ihrem Fehler ableiten und halten Sie sich daran!

 

 

 

14. Recht haben oder glücklich sein

 

Machen Sie den ersten Schritt, einen möglichst großen und ehrlichen. Recht zu haben fühlt sich meist weniger gut an, als gute Beziehungen zu pflegen. Das Ego ist oft nicht der beste Berater.

 

 

 

15. Entschuldigen und dann Zuhören

 

Sagen Sie, wofür Sie sich entschuldigen. Finden Sie klare und aufrichtige Worte für Ihr Bedauern. Und schweigen Sie dann! Jetzt hat Ihr Gesprächspartner das Wort. Hören Sie aufmerksam zu und unterbrechen Sie ihn nicht.

 

 

 

16. Konsequenzen ziehen

 

Fehler haben Folgen, sie ziehen Konsequenzen nach sich. Machen Sie deutlich, dass Sie sich dieser Konsequenzen bewusst und zur Besserung bereit sind. Klingt wie ein Widerspruch: Je mehr Bereitschaft Sie zeigen, die Konsequenzen zu tragen, desto weniger wird Ihnen letztlich auf die Schultern geladen. Sie profitieren vom Sympathiefaktor, denn Menschen, die uns sympathisch sind, verzeihen wir viel schneller.

 

 

 

17. Wiedergutmachung

 

Wir können das Geschehene zwar nicht rückgängig machen, doch wir können uns dafür einsetzen es auszugleichen. Das besänftigt den anderen und reduziert das schlechte Gewissen, noch in der Schuld des Gegenübers zu stehen. Im Zweifelsfall gilt meist; der Klügere gibt nach!

 

 

 

18. Unterstützung

 

Spielen Sie das Gespräch mit professioneller Unterstützung durch. Je nach Thema kann, das auch bedeuten, einen Juristen heranzuziehen – sicherheitshalber. Für den kommunikativen Teil finden Sie in mir Unterstützung.

 

 

 

Und nun?

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich wirksam zu entschuldigen. Machen Sie richtig, was an zu vielen Stellen nur halbherzig geschieht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

Frage mich ruhig persönlich

 

Jedes Anliegen braucht einen passenden Rahmen. Häufig ist online genau der richtige Weg: diskret, flexibel und konzentriert. Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll erscheint, besprechen wir diese Möglichkeit persönlich in der ersten Onlinesitzung.

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Stehen Sie zu Ihren Fehlern und worauf ist aus Ihrer Sicht bei Entschuldigungen zu achten?

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Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Konfuzius

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. November 2015
Überarbeitung: 23. April 2020
AN: #656202
K: CNB
Ü:

Ich-Botschaften: So geht es, Tipps für konstruktive Kommunikation

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Ich-Botschaften

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Wollen wir auf das Verhalten anderer Menschen Einfluss nehmen, dann sagen wir ihnen häufig, wie sie sich verhalten sollen, was sie falsch gemacht haben. Wobei wir im Grunde wissen, dass niemand darauf positiv reagiert.

Besser ist es Ich-Botschaften zu verwenden. Doch Ich-Botschaften im passenden Moment richtig zu formulieren, ist schwieriger, als gedacht. Mit diesen Tipps gelingt es.

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Ich-Botschaften?

Sie können wählen. Um Ihnen die Entscheidung zu vereinfachen, finden Sie dazu Gedanken im Beitrag Coaching, Training und Beratung via Telefon oder online mit Video.

Was sind die Vorteile von Ich-Botschaften?

Gut formulierte Ich-Botschaften bieten 3 Vorteile gegenüber einer Du-Botschaft: Empfänger erfahren etwas über die tatsächlichen Bedürfnisse und Gefühle der Sender. Empfänger fühlen sich nicht veranlasst, sich zu verteidigen, weil sie nicht angegriffen werden. So ist auch eine Diskussion darüber erforderlich, wer recht hat. Der Weg zur Klärung ist geebnet.

Welche Risiken haben Ich-Botschaften?

Ich-Botschaften bringen auch Nachteile mit sich, wie das Risiko von Missverständnissen, Verantwortungsvermeidung, Mangel an Konfliktlösung.

Video

Ich-Botschaften: Tipps für bessere Kommunikation

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Die Richtung von Botschaften

 

Es kommt in vielen Situationen nicht gut an, ständig von sich selbst zu sprechen. In den meisten Fällen ist es besser, sich in die Position der Kommunikationspartner zu versetzen und aus deren Sicht zu sprechen. Entsprechend wird dann mit Sie oder Du angesprochen. So erkennen die Empfänger von Botschaften leichter, was das Ganze mit ihnen zu tun hat.

Möchten Sie Kritik anbringen, oder Botschaften, die als solche empfunden werden könnten, ist es allerdings besser Ich-Botschaften zu nutzen.  Welche Vorteile das hat und wie es geht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

 

 

Ich-Botschaften und Du- bzw. Sie-Botschaften

 

Du- bzw. Sie-Botschaften — ich nenne sie Sie-Du-Botschaften — klagen in heiklen Situationen an, provozieren Widerstand und Konflikte, während Ich-Botschaften konstruktiver wirken.

Miteinander zu reden, ist grundsätzlich ein begrüßenswertes Vorhaben. Wenn wir beispielsweise von jemanden ein anderes Verhalten erwarten, haben wir das Bedürfnis unsere Enttäuschung mitzuteilen. Dann äußern wir unsere Empfindungen, Urteile, unsere eigene Sicht als Kritik in die Richtung eines anderen Menschen oft in Form von Sie- beziehungsweise Du-Botschaften.

 

 

Nachteile von Sie-Du-Botschaften

 

Kaum ein Mensch reagiert positiv auf frontale Sie-Du-Botschaften. Egal, wie berechtigt das Anliegen selbst betrachtet wird, solch eine frontale Ansprache führt seltener zum gewünschten Ergebnis beim Anderen. Es wird als Angriff empfunden und erschwert die weitere Kommunikation. Oft ist dann schon an der Körpersprache zu erkennen, dass es nun nicht gerade einfacher mit der Kommunikation wird. Typisch sind verschränkte Arme vor dem Körper und andere nonverbale Hinweise dieser Kategorie.

Vor allem, wenn sie in einem erregten, lauten Ton geäußert werden, empfinden die Empfänger solche Botschaften selten als willkommen, sondern als aggressiv. Das wird dann als Kritik, Abwertung, Ablehnung, Schuldzuweisung, Anklage, Bestrafung oder Besserwisserei gedeutet. Die Bereitschaft sich das Anliegen aufmerksam und ruhig anzuhören reduziert sich dadurch deutlich. Die typischen Reaktionen sind Gegenangriffe, Schweigen, emotionaler Rückzug oder Gesprächsbeendigung. Der Klärung und Verbesserung liefert das keinen Beitrag. Leicht führt das stattdessen zur Eskalation, die Fronten verhärten sich.

 

 

 

Vorteile von Ich-Botschaften

 

Im Vergleich zu Sie-Du-Botschaften wirken gut formulierte Ich-Botschaften deutlich konstruktiver. Hier erfahren Gesprächspartner, wie deren Verhalten auf Sie wirkt. Sie formulieren Ihre persönlichen Grenzen, zeigen sich und schaffen Nähe. Solche eine Form der Klärung ist annehmbarer, da Sie Empfänger nicht be- oder verurteilen, zurechtweisen, angreifen oder beschuldigen. Sie bestimmen auch nicht, was sie zu tun und zu unterlassen haben.

Ich-Botschaften vermitteln, dass die eigene Wahrnehmung subjektiv ist und geben Gesprächspartnern die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie diese Rückmeldung annehmen oder nicht. Wird eine Begründung eigener Gefühl geliefert, ist das eine Einladung zu Klärung.

 

 

Weshalb sind Ich-Botschaften in Konfliktsituationen so selten?

 

Ich-Botschaften sind vergleichsweise seltener, wenn sie am dringendsten benötigt werden. Egal, wo ich mich umhöre, Sie-Du-Botschaften sind in heiklen Gesprächen viel häufiger zu hören als Ich-Botschaften. Selbst dort, wo sie nachteilig wirken. Weshalb ist das so? Hier ein paar mögliche Gründe:

 

 

 

1. Ego

 

Sie-Du-Botschaften sollen das Ego schützen und lassen deshalb kaum Raum für andere Menschen. Wer immer recht haben will und die Wahrheit gepachtet hat, kann nicht offen für die Meinungen oder Gefühle anderer Menschen sein.

 

 

 

2. Distanz und Nähe

 

Viele Menschen scheuen Nähe. Ich-Botschaften schaffen Nähe und Sie-Du-Botschaften schaffen Distanz.

Ich-Botschaften schaffen Vertrauen, weil es die Öffnung erfordert, einen Vertrauensvorschuss erfordert.

Du-Botschaften schaffen Distanz, weil sie die Überzeugung vermitteln im Recht zu sein. Das wiederum bedeutet, andere sind im Unrecht.

 

 

 

3. Ängste

 

Ich-Botschaften erfordern mehr Mut als Angriffe und Vorwürfe. Wer sie äußert, gibt etwas über sich preis. Wer jedoch selbst sehr unsicher ist, will sich dem nicht aussetzen.

 

 

 

So werden Ich-Botschaften in 4 Schritten formuliert

 

Ein „Ich“ im Satz macht noch keine hilfreiche Ich-Botschaft aus. Wertschätzende Kommunikation (diese Bezeichnung finde ich passender als Gewaltfreie Kommunikation, Verzeihung Herr Rosenberg) erfordert etwas mehr.

Mit gut formulierten Ich-Botschaften formulieren Sie ausschließlich Ihre Eindrücke, Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse. Und zwar ohne den Empfängern dafür die Schuld oder Verantwortung zuzuschieben, auch nicht unterschwellig. Drücken Sie Ihre Gefühle aus. Verzichten Sie dabei auf Interpretationen und hellseherische Fähigkeiten. Woher solltest du wissen, was in jemand anderem vorgeht.

Bei Feedback, Konflikten und in anderen schwierigen Gesprächen bietet sich folgendes Vorgehen an:

 

 

 

1. Schritt: Beobachtung ohne Bewertung ausdrücken

 

Beschreiben Sie Ihren Eindruck, ohne Bewertungen hinzuzufügen. Das braucht meist etwas Übung, wir sind uns der vielen offenen und unterschwelligen Urteile und Interpretationen oft nicht bewusst.

Mit etwas Übung gelingt es Störquellen, wie Verallgemeinerungen, beispielsweise „immer“, „niemals“, „überall“, „schon wieder“, zu verabschieden. Solche Äußerungen werden kaum jemanden gefallen und eine abwehrende Reaktion ist sehr wahrscheinlich.

Verallgemeinerungen, andere Metamodellverletzungen und Killerphrasen solltest du also lieber draußen lassen.

 

 

 

2. Schritt: Die eigenen Gefühle nennen

 

Nennen Sie Ihre eigenen Gefühle. Vermeiden Sie versteckte Bewertungen und Missverständnisse. Auf den eigenen mentalen Zustand zu achten, macht das leichter.

Beschreiben Sie, wie es Ihnen mit dem geht, was geschehen ist. Das hat eine andere Wirkung, als jemandem direkte Vorwürfe zu machen und anzugreifen. Das macht es Gesprächsbeteiligten leichter, sich auf ein Gespräch mit Ihnen einzulassen und tatsächlich zuzuhören. Bei Vorwürfen wird oft nicht mehr zugehört, sondern sofort nach einer Entgegnung gesucht.

 

 

 

3. Schritt: Die eigenen Bedürfnisse nennen

 

Beantworten Sie Fragen, wie „Worum geht es Ihnen wirklich?“, und „Was sind Ihre tatsächlichen Bedürfnisse?“.

Der 3. Schritt wird meist mit dem 2. Schritt verknüpft.

 

 

 

4. Schritt: Einen Wunsch nennen

 

Ein Wunsch will den Gesprächspartner nicht dazu zwingen ihm nachzukommen, so wie eine Forderung. Forderungen erhöhen den Druck und den Widerstand.

 

 

Die Formel für Ich-Botschaften

 

Zusammengefasst ergibt sich die Formel für Ich-Botschaften

  • Die Formel für Ich-Botschaften
  • Perspektive (Ich)
  • Beobachtung ohne Bewertung ausdrücken (Sachaussage)
  • Die eigenen Gefühle nennen (Gefühle)
  • Die eigenen Bedürfnisse nennen (Bedürfnisse)
  • Einen konkreten Wunsch nennen (Wunsch)

 

Ich-Botschaft = Ich + Sachaussage + Gefühle + Bedürfnisse + Wunsch

So einfach kann es gehen.

 

 

Fazit

 

Mit Ich-Botschaften können Sie zwar nicht zaubern, doch in konfliktträchtigen, verfahrenen Situationen sind sie oft sehr hilfreich zur Klärung. Durch Ich-Botschaften lassen Sie sich freiwillig in die Karten schauen, öffnen sich, Sie erlauben mehr Nähe. Das erleichtert den konstruktiveren Austausch von Feedback und das Finden von Lösungen.

Die persönliche Einstellung ist dabei wichtig, denn dadurch gelangen Sie auch leichter vom „Ich“ zum „Wir“.

Risiken haben Ich-Botschaften

 

„Ich-Botschaften“ sind eine Technik der Kommunikation, bei der man seine eigenen Gefühle, Meinungen oder Bedürfnisse ausdrückt, anstatt dem anderen Vorwürfe zu machen oder ihn zu kritisieren. Die Verwendung von Ich-Botschaften kann die Kommunikation verbessern, indem sie zu einer offeneren und respektvolleren Konversation führt. Es gibt jedoch auch einige Risiken, die mit der Verwendung von Ich-Botschaften verbunden sein können. Einige davon sind:

 

 

 

1. Missverständnisse

 

Es besteht das Risiko, dass der Empfänger die Ich-Botschaft falsch versteht oder missversteht. Der Empfänger kann denken, dass die Ich-Botschaft eine Anschuldigung oder Schuldzuweisung darstellt, anstatt eine ausdrückliche Meinung oder Gefühle.

 

 

 

2. Verantwortungsvermeidung

 

Die Verwendung von Ich-Botschaften kann dazu führen, dass eine Person sich weigert, Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen. Wenn jemand sagt „Ich fühle mich so“, könnte dies als Ausrede verwendet werden, um unangemessenes Verhalten zu rechtfertigen.

 

 

 

3. Passiv-aggressives Verhalten

 

Manche Menschen verwenden Ich-Botschaften, um passiv-aggressives Verhalten auszudrücken, ohne direkt zu sein. Sie könnten beispielsweise sagen „Ich fühle mich ignoriert“, um eine Person anzudeuten, dass sie sich schlecht verhält, anstatt offen zu sagen, was sie stört.

 

 

 

4. Übermäßige Selbstfokussierung

 

Wenn jemand sich ausschließlich auf seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle konzentriert und keine Rücksicht auf die Bedürfnisse oder Gefühle des anderen nimmt, kann dies zu einem Gefühl der Entfremdung führen und die Beziehung beeinträchtigen.

 

 

 

5. Mangel an Konfliktlösung

 

Ich-Botschaften können verwendet werden, um Konflikte zu vermeiden, anstatt sie zu lösen. Wenn jemand immer nur sagt „Ich fühle mich so“, anstatt auf das Verhalten des anderen zu reagieren oder eine Lösung zu suchen, kann dies dazu führen, dass der Konflikt ungelöst bleibt.

Insgesamt sind Ich-Botschaften eine nützliche Technik, um die Kommunikation zu verbessern, aber es ist wichtig, sie in angemessener Weise und in der richtigen Situation zu verwenden.

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ich-Botschaften gemacht?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2005
Überarbeitung: 11. Mai 2019
AN: #6841113
K: CNB
Ü: X

Für Reden und Präsentationen ist Empathie wesentlich

Für Reden und Präsentationen ist Empathie wesentlich

Wissen für Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Empathie

Was ist Em·pa·thie̱?

 

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in das Denken und die Einstellungen eines anderen Menschen hineinzuversetzen und so dessen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen.

 

 

 

Empathie, Rhetorik und Überzeugungskraft

 

Empathie versetzt Sie in die Lage, Ihre Zuhörer besser zu verstehen; deren Situation, Motivation und ihr emotionaler Zustand. So können Sie Ihre Worte darauf abstimmen. Wem es so gelingt, dem Publikum aus der Seele zu sprechen, dem glaubt das Publikum. Wobei die Überzeugungskraft besonders bei jenen sehr hoch ist, die meinen, was sie sagen. Erst dann werden gesprochene Sprache und Körpersprache im Einklang stehen. Basiert die Bereitschaft sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie zu verstehen, nicht nur dem Wunsch ihnen etwas unterjubeln zu wollen, dann ist es Ausdruck von Respekt. Und das spüren die Menschen. Leider versuchen immer wieder Redner, dieses Phänomen für sich auszunutzen. Und nicht jedes Publikum ist geübt, die Hinweise auf unehrliches Verhalten zu erkennen.

 

 

 

Erschwerte Bedingungen

 

Wer selbst emotional aufgewühlt ist, hat es deutlich schwerer sich auf andere Menschen einzustellen, ist viel zu sehr mit sich beschäftigt. Das ist dann auch ein sehr guter Grund, weshalb Sie in solchen destruktiven Zuständen lieber eine Pause machen, um sich zu sammeln. Sonst machen Sie es wie der Elefant im Porzellanladen und bereuen es anschließend vermutlich. Zu leicht laufen Sie Gefahr, ihre eigenen Befindlichkeiten zum Maßstab zu machen und Themen auf die Zuhörenden zu projizieren, mit denen sie nichts zu tun haben. Zwischen den Zeilen zu lesen, braucht ganze Aufmerksamkeit. Also gehen Sie gut aufgeräumt ans Werk! Im Tauchsport heißt es dazu: Anhalten, durchatmen und erst dann handeln.

Unterstützung für überzeugende Reden und Präsentationen

 

Wer etwas zu sagen hat, verdient es, gehört zu werden.

Gute Inhalte entfalten ihre Wirkung dann vollständig, wenn Botschaft, Struktur, Sprache und Präsenz zusammenpassen. Eine überzeugende Rede oder Präsentation braucht Klarheit, innere Ausrichtung und ein gutes Gespür für das Publikum.

Du willst mit deiner Botschaft überzeugen – und zugleich als Persönlichkeit glaubwürdig wirken?

Ich unterstütze dich bei der Vorbereitung deiner Reden, Präsentationen, Vorträge und Auftritte vor Publikum, Kamera oder Gremien. Besonders geeignet ist diese Unterstützung für Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten sowie Menschen, deren Botschaft in einem wichtigen Moment klar, glaubwürdig und wirksam ankommen soll.

Dabei verbinde ich Erfahrung aus Kommunikation, Psychologie, Marketing, Rhetorik und Auftrittswirkung.

Es geht um mehr als Technik: Es geht um die stimmige Verbindung von Inhalt, Haltung, Sprache und Präsenz.

Gemeinsam klären wir:

Was ist deine zentrale Botschaft?
Wer ist dein Publikum?
Welche Struktur trägt deinen Inhalt?
Welche Beispiele und Geschichten machen deine Botschaft lebendig?
Wie wirkst du mit Stimme, Körpersprache und Präsenz?
Wie gehst du mit kritischen Fragen, Einwänden oder Auftrittsdruck um?

 

 

 

Wie die Vorbereitung abläuft

 

Zuerst klären wir Anlass, Ziel, Publikum und Botschaft.

Dann entwickeln wir Struktur, Dramaturgie, Formulierungen und geeignete Beispiele. Bei Bedarf arbeiten wir an Storytelling, Folien, Medien und visueller Unterstützung.

Anschließend geht es um Wirkung, Präsenz und Sicherheit im Auftritt: Stimme, Körpersprache, Blickkontakt, Pausen, Umgang mit Fragen und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment klar zu bleiben.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. Dann erlebst du vor dem eigentlichen Auftritt, wie deine Botschaft wirkt, wo sie bereits überzeugt und wo sich Verständlichkeit, Präsenz oder Dramaturgie weiter schärfen lassen.

So gehst du vorbereitet in den Moment, in dem es zählt.

Meine Definition von Glück:

Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.

 

 

 

Welcher Aufwand lohnt sich?

 

Der passende Aufwand richtet sich nach Bedeutung, Ziel und Wirkung deines Auftritts.

Geht es um eine interne Präsentation?
Ein wichtiges Kundengespräch?
Eine Keynote?
Eine Verhandlung?
Einen Medienauftritt?
Eine Rede, die lange in Erinnerung bleiben soll?

Je wichtiger der Anlass, desto mehr lohnt sich sorgfältige Vorbereitung.

Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus, wenn sie deutlich mehr Klarheit, Sicherheit und Wirkung ermöglicht, als der Aufwand zunächst erwarten lässt.

Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Kommunikationspsychologie
  • Sprache und Struktur
  • Storytelling
  • rhetorische Mittel
  • Stimme und Sprechweise
  • Körpersprache und Präsenz
  • Umgang mit Lampenfieber
  • Folien, Medien und visuelle Unterstützung
  • Vorbereitung auf Fragen und Einwände
  • Probelauf mit professionellem Feedback

 

 

 

In Berlin und online

 

Du kannst mit mir in Berlin arbeiten oder online.

Für viele Anliegen sind Videotermine sehr gut geeignet: zur Strukturierung deiner Botschaft, zur Arbeit an Formulierungen, zum Feinschliff deiner Präsentation und zur Vorbereitung auf konkrete Situationen.

Für bestimmte Themen kann ein Termin vor Ort in Berlin besonders sinnvoll sein, zum Beispiel bei Körpersprache, Raumwirkung, Präsenz, Stimme und realitätsnahen Probeläufen.

 

 

 

Lampenfieber und Auftrittsdruck

 

Lampenfieber zeigt häufig, dass etwas bedeutsam ist.

Vor Publikum, vor der Kamera oder in wichtigen Gesprächssituationen kann diese innere Anspannung deutlich spürbar werden. Die Gedanken werden schneller, die Stimme verändert sich, der Körper meldet sich.

Entscheidend ist, wie du mit dieser Energie umgehst.

Mit guter Vorbereitung, innerer Sammlung und klarer Struktur kannst du präsenter bleiben. Du findest leichter zurück zu deiner Botschaft, hältst Kontakt zum Publikum und bewahrst deine Haltung auch in anspruchsvollen Momenten.

So wird aus Auftrittsdruck mehr Selbstführung.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen wichtigen Auftritt vorbereitest, unterstütze ich dich gern.

In Berlin und online.

Gemeinsam arbeiten wir daran, dass du gesehen wirst, gehört wirst und mit deiner Botschaft klar, glaubwürdig und wirksam einen Unterschied machst.

Die ideale Basis: Probelauf und professionelles Feedback mit Optimierungsempfehlungen

 

Grundsätzlich oder für einen anstehenden Redebeitrag: Wie wäre es zu erfahren, wie du und dein Redebeitrag wirken und was sich verbessern lässt?

Wie überzeugend präsentierst du dich und deine Botschaften in Reden und Präsentationen? Wie gut bist du in den 118+ wichtigsten Präsentationstechniken? Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach vielen tausend ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass dir von mir ein Feedback geben, das dich weiterbringt. Du erhältst grundsätzliche Rückmeldungen und Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Mache einen Probelauf und du erfährst vorher, was dir hilft und nicht hinterher. Auch wenn du nur eine Stunde investieren willst, lohnt es sich.

Bist du interessiert? Dann findest du hier Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Empathie?

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft sich in das Denken und die Sicht eines anderen Menschen hineinzuversetzen und so dessen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Einfühlungsvermögen ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn es darum geht, starke Beziehungen aufzubauen, Stress abzubauen und das emotionale Bewusstsein zu verbessern.

Wie lässt sich Einfühlungsvermögen in einer Rede oder Präsentation nutzen?

Eine äußerst wirksame und dennoch subtile Art, Empathie zum Ausdruck zu bringen, besteht darin, gut vorbereitet oder intuitiv zu wissen, was Ihr Publikum erfahren will, was es bewegt. Sie gewinnen Vertrauen und Glaubwürdigkeit, wenn Sie in der Lage sind, den Zuhörern zu geben, was sie brauchen, wenn diese danach fragen und noch viel besser, bevor sie danach fragen.

Weshalb ist Empathie wichtig?

Empathie ist wichtig, weil Einfühlungsvermögen uns dabei hilft zu verstehen, wie sich andere Menschen fühlen, damit wir angemessen auf die Situation reagieren können.

Wozu dient Empathie in Reden und Präsentationen?

Ihre Redebeiträge erfahren durch Empathie einen qualitativen Schub. Wenn Sie von einer Darbietung Abschied nehmen, bei der Sie als Redner oder Rednerin im Fokus stehen und stattdessen das Publikum im Mittelpunkt stellen, ist es wahrscheinlicher, dass Sie Ihre Zuhörer ansprechen und berechtigterweise deren Aufmerksamkeit und Vertrauen bekommen.

Artikel zu Rhetorik, Reden und Präsentationen

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Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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13 Tipps, um die Tiefe deiner Stimme zu erkunden

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Mehr Geld, mehr Attraktivität, Dominanz und Einfluss? Tiefe Stimmen sind nicht nur attraktiv, sondern sollen obendrein auch noch erfolgreich machen. Tipps, wie du deine Stimme noch wirkungsvoller einsetzen kannst.

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1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

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Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten. Zenon von Elea

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack Mai 2007

Sandwich-Technik / Sandwich-Feedback

Sandwich-Technik / Sandwich-Feedback

Manchmal gut gemeint, doch oft schwer verdaulich
Sandwich-Technik

Überblick

 

 

 

Sandwich-Technik

 

Kritik jeweils in der Mitte eines wohlwollenden Kommentars verpackt. Mit Lob beginnen, die eigentliche Kritik unterjubeln und mit Lob beenden. Das ist die Sandwich-Methode, eine Feedback-Technik, die bei Managern, Trainern, Eltern und Lehrer noch immer sehr gerne eingesetzt.

Bei der Sandwich-Technik wird also Feedback oder gar unverdauliche Kritik zwischen zwei positiven Bemerkungen verpackt. Ob das wirklich so eine gute Idee ist?

 

 

 

Nachteile und Nebenwirkungen

 

Diese Methode ist weit verbreitet, mitunter ist sie auch mit guter Absicht im Einsatz. Doch das ändert nichts daran, das auf diese Weise die Botschaft und das Verhältnis zu den Empfängern leidet. Sie ist schlecht für die Beziehung und die beabsichtigte Botschaft kommt oft nicht an.

Die Sandwich-Technik ist eine Feedback-Methode, bei der kritisches Feedback zwischen zwei positiv formulierten Kommentaren „verpackt“ wird. Obwohl diese Technik mit der Absicht eingesetzt wird, die Akzeptanz des Feedbacks zu erhöhen und den Empfänger zu ermutigen, kann sie aus verschiedenen Gründen problematisch sein:

 

 

1. Verwirrung und gemischte Botschaften: Wischi-Waschi

 

Empfänger können verwirrt sein, welcher Teil der Botschaft Priorität hat. Die positiven Kommentare können das kritische Feedback verdünnen, was dazu führt, dass die Kernbotschaft nicht klar verstanden wird.

 

 

 

2. Glaubwürdigkeitsverlust

 

Wenn Mitarbeiter erkennen, dass positives Feedback oft nur als Einleitung oder Nachspiel von Kritik dient, können sie beginnen, Lob mit Skepsis zu betrachten. Dies kann das Vertrauen in die Aufrichtigkeit des Feedbackgebers untergraben.

 

 

3. Vermeidung von direktem Feedback

Die Technik kann als Versuch wahrgenommen werden, ernste Probleme zu beschönigen oder direktes und konstruktives Feedback zu vermeiden. Dies kann die Möglichkeit der persönlichen oder beruflichen Entwicklung einschränken.

 

 

 

4. Emotionale Abstumpfung

 

Die regelmäßige Anwendung der Sandwich-Technik kann dazu führen, dass Mitarbeiter/innen auf positives Feedback konditioniert werden, um sich auf negatives Feedback einzustellen, was die Wirksamkeit von Anerkennung und Ermutigung verringert.

 

 

 

5. Fokusverlust

 

Die Hauptkritikpunkte können zwischen den positiven Punkten verloren gehen, insbesondere wenn der Empfänger sich hauptsächlich auf die positiven Aspekte konzentriert und den Verbesserungsbedarf übersieht.

 

 

6. Effektivität in verschiedenen Kulturen

 

Die Wahrnehmung und Effektivität von Feedbackmethoden kann von Kultur zu Kultur variieren. In manchen Kulturen wird direktes Feedback bevorzugt und die Sandwich-Methode kann als unehrlich oder umständlich empfunden werden.

Um diese Probleme zu vermeiden, ist es besser, sich auf klareres, direkteres Feedback zu konzentrieren, das konstruktiv und zielgerichtet ist. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu finden, das sowohl die Bedeutung der verbesserungswürdigen Bereiche als auch den Wert betreffender Mitarbeiter anzuerkennen, ohne die Botschaft zu verwässern. Ein offener, respektvoller Dialog, in dem sowohl positive Aspekte als auch Entwicklungsbereiche ehrlich angesprochen werden, fördert eine gesunde Feedbackkultur.

 

 

 

7. Allergische Reaktionen

 

Weil die Sandwich-Methode so oft missbraucht wurde, wirkt sie auf viele Menschen Allergie erregend. Das wird das nicht als Austausch auf Augenhöhe empfunden, sondern als billiger Manipulationsversuch wahrgenommen. Selbst ernstgemeinte positive Botschaften werden dann nicht mehr ernst genommen. Empfänger halten sie für Floskeln, gehen davon aus, dass sie Mittel zum Zweck sind. Weshalb sollte positives Feedback auch für diesen Moment aufgehoben worden sein? Zu offensichtlich ist die Verpackung meist inszeniert. 

Zuerst ist die Bereitschaft Feedback anzunehmen erforderlich. Ist dies Voraussetzung nicht erfüllt, reagieren vielen Menschen defensiv.

Wer häufiger mit der Sandwich-Technik zu tun hat, reagiert möglicherweise irgendwann misstrauisch bei Lob, selbst wenn es ehrlich gemeint ist.

Video

Sandwich-Feedback belastet Beziehungen (Mythen der Kommunikation)

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.

 

Was hältst du von der Sandwich-Technik?

Frage mich ruhig persönlich

 

Jedes Anliegen braucht einen passenden Rahmen. Häufig ist online genau der richtige Weg: diskret, flexibel und konzentriert. Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll erscheint, besprechen wir diese Möglichkeit persönlich in der ersten Onlinesitzung.

Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.

Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. März 2024
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Strohmann-Argument als rhetorischer Trick: Einsatz und Abwehr!

Strohmann-Argument als rhetorischer Trick: Einsatz und Abwehr!

So geben Sie Ihrer Botschaft die verdiente Chance.
Strohmann-Argument

Vorsicht vor dem Strohmann-Argument

 

Ich mag lebhafte Diskussionen. Ein fairer Austausch zu Positionen ist bereichernd. Es dient der Meinungsbildung, wenn ein Standpunkt konsequent eingenommen und für ihn geworben wird. Doch leider wird bisweilen mit unfairen Mitteln und trotz wackliger Argumente versucht die Oberhand zu gewinnen. Ein häufiger eingesetztes Mittel ist dabei das Strohmann-Argument. Hier erfährst du, wie du solche fiesen Versuche erkennst, und was du dagegen tun können.

 

 

 

Überblick

 

Video

Unfaire Rhetorik: Achtung, Strohmann-Argumente!

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Fiese rhetorische Tricks: Strohmann-Argument

 

So ein Strohmann-Argument (engl. straw man fallacy oder straw man argument) soll dazu dienen, Redner aus dem rhetorischen Gleichgewicht zu bringen. Die Gefahr ist groß, wenn Erfahrungen fehlen, und eine entsprechende Vorbereitung unterlassen wird. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Darum geht es in diesem Beitrag.

 

 

 

Das Strohmann-Argument

 

Es war einmal … Der Begriff des Strohmanns kommt aus der Zeit, als an Strohpuppen der Kampf mit Hieb- und Stichwaffen geübt wurde. Dass die daran übenden Menschen dabei die Oberhand behielten und somit den sicheren Sieg davon trugen, findet sich heute in der metaphorischen Verwendung wieder.

 

 

 

Ablenkungsmanöver

 

Das Strohmann-Argument, auch Strohmann-Trugschluss genannt, ist im Grunde ein Ablenkungsmanöver, das auch als Red Herring bezeichnet wird. Der Trick: Es wird eine Position unterstellt. Statt auf die tatsächlichen Argumente der Gegenpartei einzugehen, werden Argumente widerlegt, die von dieser überhaupt nicht aufgeführt wurden oder die höchstens nebensächlich im Verhältnis zum Hauptargument sind.

 

 

 

Einsatzbereiche

 

Besonders gerne wird der Strohmann in der Politik an den Haaren herbeigezogen und muss dann dafür herhalten, einen Standpunkt lächerlich zu machen. Der Strohmann vertritt dann oft haarsträubende Positionen, die deutlich radikaler sind als die des Gegenspielers. Der steht dann wie ein begossener Pudel beziehungsweise, wie ein Fanatiker da, wenn er nicht aufpasst.

Da der Angreifer die Deutungshoheit nutzt, hat er einen entsprechenden Spielraum. Er kann absichtlich Äußerungen falsch verstehen oder sogar erfinden. Zuhörer sollen zu logischen Fehlschlüssen veranlasst werden. Vage Aussagen, die beispielsweise mit dem Wunsch geäußert wurden, sich nicht zu sehr zu positionieren, sollen auf diese Weise ins Licht gerückt, also eine Positionierung erzwungen werden.

 

 

 

Formen der Strohmann-Argumentation

 

Es gibt verschiedene Formen des Tricksens mit dem Strohmann.

 

 

1. Form: Verzerrung, Übertreibung, Unterstellung

 

Die These eines Gegenspielers wird verzerrt, übertrieben oder falsch dargestellt. Ihm wird also ein Standpunkt unterstellt, eine falsche Prämisse, die er nicht wirklich vertritt. Dann wird die entstellte These widerlegt und behauptet, dass damit die ursprüngliche These widerlegt ist.

 

 

 

2. Form: Fokus auf konstruierte schwache Argumente

 

Ein Strohmann wird in vielen Einzelheiten beschrieben. Dieser Strohmann verteidigt die gegnerische These mit wenig überzeugenden Argumenten. Diese Argumente werden widerlegt und ohne Berücksichtigung anderer möglicher Begründungen der These wird behauptet, dass dadurch jeder Vertreter dieser These und somit auch die These selbst widerlegt sei.

 

 

 

3. Form: Scheinanalogien

 

Scheinbare Analogien werden zur generischen Position vorgebracht, die sich leicht widerlegen lassen. So lassen sich Analogien hinzuziehen, die wesentlich einfacher zu widerlegen sind als die eigentlich zu widerlegende These.

 

 

 

4. Form: Unglaubwürdiger Stellvertreter

 

Anstatt mit einem Gegenspieler zu diskutieren, der einem zu stark erscheint, wird ein Strohmann konstruiert, der schwächer oder zumindest bedenklich erscheint. Zu diesem Zweck wird eine Person beschrieben, die mit fragwürdigen Anschauungen oder Handlungen als typisch für die Vertreter der gegnerischen These dargestellt wird. Dieser fiktive und wehrlose Gegner wird dann instrumentalisiert.

 

 

 

Was tun?

 

Als Reaktion auf ein Strohmann-Argument, von der eigenen Position abzurücken, wirkt nicht sehr konsequent und senkt den Status. Es kann dir unterstellt werden, dich vorher geirrt zu haben und nun schnell die Fahne in den Wind zu halten. Das schadet dann darüber hinaus Botschaften und Ansehen.

 

 

 

Besser

 

Besser ist es souverän, die unangebrachte Gleichsetzung der eigenen Position mit der des Strohmanns zu verdeutlichen. Soll eine Distanzierung unterbleiben, weil es der eigenen Position schadet, dann kann ein solcher Angriff durch den Vergleich mit dem Verhalten des Gegenspielers zurückgewiesen werden. So können Gegenspielern Scheinheiligkeit und Projektionen vorgeworfen werden.

Setze dich für den fairen rhetorischen Austausch zu Positionen ein.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?

Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.

Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.

P.S.

 

 

Sind dir schon Strohmann-Argumente untergekommen?

Vorsicht, Kommentare!

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Strohmann-Argument?

Ein Strohmann ist ein trügerisches Scheinargument, das einen gegnerischen Standpunkt verzerrt, um ihn leichter angreifen zu können. Im Wesentlichen gibt die Person, die das Strohmann-Argument verwendet, vor, den Standpunkt des Gegners anzugreifen, während sie in Wirklichkeit eine verzerrte Version dieses Standpunkts angreift, die der Gegner nicht unbedingt unterstützt. Das Strohmann-Argument ist passenderweise nach einer harmlosen, leblosen Vogelscheuche benannt.

Was bedeutet es, ein Strohmann-Argument vorzubringen?

Ein Strohmann-Argument bedeutet, dass ein Standpunkt zu einem Thema geschaffen und dann dagegen argumentiert wird, den in Wirklichkeit niemand vertritt. Dies geschieht meist in Form einer extremen oder übertriebenen Behauptung.
Kaum etwas ist so, wie es zu sein scheint.

Glossar

 

Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.

 

Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.

 

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2004
Überarbeitung: 28. Januar 2021
AN: #879879
K:CNC
Ü: