Frotzelei: Ja, und? Kommunikation und Risiken

Frotzelei: Ja, und? Kommunikation und Risiken

Was ist eine Frotzelei?

Frotzeleien

 

Frotzeleien sind freundliche, oft humorvolle und spielerische Neckereien, die typischerweise zwischen Personen stattfinden, die miteinander vertraut sind.

Sie sind in der Regel gut gemeint und sollen keine Verletzungen herbeiführen, sondern vielmehr die Beziehung durch gemeinsames Lachen und Scherzen stärken. Frotzeleien können als Form der sozialen Interaktion betrachtet werden, die dazu dient, Spannungen zu lösen oder einfach nur die Stimmung zu heben. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn was als harmlose Frotzelei gemeint ist, kann vom Gegenüber unter Umständen auch als unangenehm oder beleidigend aufgefasst werden. Daher ist es wichtig, den Kontext und die Beziehung der beteiligten Personen zu berücksichtigen.

Es handelt sich um einen besonders in Süddeutschland und Österreich gebräuchlichen Ausdruck für Fopperei, Streich, Schabernack, Neckerei. Jemanden frotzeln bedeutet ihn aufzuziehen, sich humorvoll über einen anderen lustig machen. Tendenziell wird Frotzelei eher als Necken gemeint. Doch Vorsicht ist angebracht: Wenn sie misslingen oder übertrieben werden, können sie ermüdend wirken und manchmal auch verletzen.

 

 

 

Verbindend oder trennend?

 

Meine Frau Christine findet Frotzeleien lustig, ich nicht! Möglicherweise hat das ja etwas mit der jeweiligen Definition zu tun. 

Sozial kompetente Beteiligte können damit vermutlich spielerisch umgehen. Es kann sogar liebevolle Formen annehmen. Allerdings verfügt ja nicht die gesamte Bevölkerung über die gleiche Ausstattung. So besteht zum einen die Gefahr, dass Beteiligte Grenzen überschreiten, oder das zumindest so empfunden wird.

Auch hier gilt, die Empfänger entscheiden für sich über die Bedeutung einer Botschaft und das muss dann nicht mit der Absicht der Absender übereinstimmen. Wer sich mit Poes Gesetz beschäftigt hat und regelmäßig Redegelegenheiten erlebt und auswertet, wird da vorsichtiger.

 

 

 

Poes Gesetz

 

Poes Gesetz ist ein Internetphänomen, das besagt, dass es ohne klare Hinweise wie ein Emoji oder expliziten Hinweis sehr schwer sein kann, Parodie oder extremen Standpunkt von echten Meinungen zu unterscheiden, insbesondere in textbasierten Kommunikationsformen wie Online-Foren oder sozialen Medien. Dieses Gesetz wurde von Nathan Poe im Kontext einer Online-Diskussion über Kreationismus formuliert.

Die Verbindung zwischen Poes Gesetz und Frotzeleien besteht darin, dass beide die Schwierigkeiten der Kommunikation und Missverständnisse in textbasierten Medien hervorheben. Frotzeleien, die mündlich oft durch Tonfall, Gesichtsausdrücke und Körpersprache als scherzhaft erkennbar sind, können in schriftlicher Form leicht falsch interpretiert werden. Ohne diese zusätzlichen Hinweise kann die spielerische und freundliche Absicht hinter einer Frotzelei verloren gehen, ähnlich wie es bei ironischen oder satirischen Kommentaren gemäß Poes Gesetz der Fall ist.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es daher wichtig, bei der Kommunikation in Textform klarzustellen, wenn etwas als Scherz oder spielerische Neckerei gemeint ist, etwa durch die Nutzung von Emojis oder anderen klärenden Zusätzen. Dies hilft, die richtige Interpretation zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Frotzelei als freundlich und humorvoll aufgefasst wird, wie beabsichtigt.

 

 

 

 

Ja, und?

 

Eine Frotzelei ist in der Regel nicht bösartig gemeint und sollte nicht als Beleidigung oder Angriff aufgefasst werden.

Was sich liebt, das neckt sich.

Sprichwort

 

Ist das so oder …? Es ist wichtig, bei einer Frotzelei die Grenzen anderer zu respektieren und sich zu vergewissern, dass sie die Frotzelei auch als solche verstehen und nicht als Beleidigung auffassen. Wenn jemand sich beleidigt oder verletzt fühlt, sollte man sich entschuldigen und darauf achten, in Zukunft solche Frotzeleien zu vermeiden.

Eine Frotzelei kann in verschiedenen Situationen gemacht werden, zum Beispiel in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen, um die Stimmung aufzuhellen oder um ein Thema auf humorvolle Weise zu besprechen. Es ist wichtig, dass bei einer Frotzelei beide Seiten die Absicht verstehen und dass niemand beleidigt oder verletzt wird.

P.S.​

 

Wie stehst du zu Frotzeleien, hast du dazu Fragen oder respektvolle Kommentare?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. März 2015
Überarbeitung: 1. Mai 2024
AN: #232
K: CNB
Ü:

10 Tipps für den Expertenstatus

10 Wege zum Expertenstatus

Authentisches Selbstmarketing für Spezialisten

Tipps für den Expertenstatus

Expertenstatus

 

Wofür ich schon alles als Experte bezeichnet wurde, ist belustigend. Zumindest, soweit ich mit da Humor erlaube, denn das ist nicht in meinem Interesse. Wer für alles Experte ist, ist für nichts Experte. Außerdem ist die Zuschreibung etwas, dass auf Können und Leistung beruhen sollte. Erfahrungen braucht Zeit, wenn das auch kein ausreichendes Kroterium ist. Es gibt Menschen, die es schaffen eine Ewigkeit in einem Bereich unterwegs zu sein, ohne Erfahrungen anzusammeln, die einen Expertenstatus mit sich bringen.

Schön, wenn der Expertenstatus auch gerechtfertigt ist.

Ein Expertenstatus hilft. Experten sind in ihrer Branche gefragter. Weshalb? Weil Kunden sich lieber von jemandem helfen lassen, der weiß, wovon er spricht. Wer als Expertin oder Experte bestehen will, bleibt am Ball und baut den Abstand aus. Und das sowohl bei den Erfahrungen als auch beim Marketing. Hier erfährst du, wie du dir deinen verdienten Expertenstatus erarbeiten kannst. 

 

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/wmoYBgNpulA

 

Bist du eine Expertin, ein Experte?

 

Drei Dinge machen einen guten Meister:
Wissen, Können und Wollen!

Sprichwort

 

 

 

Wozu Expertenstatus?

 

Der Expertenstatus hilft. Experten sind in ihrer Branche gefragter. Weshalb?

Von wegen ein Experte ist nur jemand, der ein Problem für jede Lösung hat. Tatsächlich sind Experten Problemversteher und Problemlöser in einer Person. Dem Profi gelingt, was der Laie sich wünscht. Egal in welcher Branche – als Experte wahrgenommen zu werden, bringt mehr Bekanntheit, mehr Kunden und Möglichkeiten, sich professionell weiterzuentwickeln. Dass wiederum stärkt den Expertenstatus, woraus …. 
Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Endlich einmal ein begrüßenswerter Kreislauf!

 

Vorteile des Expertenstatus:

  • Es macht mehr Spaß in etwas Meisterschaft zu erlangen und zu erhalten
  • Höhere Honorare, bessere Verhandlungsposition
  • Schneller mit weniger Aufwand durch relevante Erfahrungen
  • Höheres Ansehen, mehr Vertrauen, weniger relevanter Wettbewerb
  • Kooperationen: Netzwerke mit anderen anerkannten Experten
  • Mehr hochkarätige Empfehlungen
  • Interessantere und herausforderndere Aufträge

 

 

 

Wer ist ein Experte?

 

Es ist leichter zehntausend Dinge zu studieren, als in einem Fach Meister zu sein.

Chinesisches Sprichwort

 

Es gibt recht unterschiedlich hohe Messlatten bei der Bewertung, ob jemand Experte ist oder nicht – von „nenn-dich-doch-einfach-so“ bis sehr anspruchsvoll.

 

Hinweise für Personen mit Expertenstatus:

  • Sie wissen deutlich mehr über Ihren Bereich, als ein belesener Amateur.
  • Sie haben von Kunden für Ihre Produkte und Dienstleistungen zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.
  • Sie waren in Ihrem Fachgebiet schon häufiger in den Medien.
  • Sie haben zu Ihrem Themenbereich schon Vorträge vor relevantem Publikum gehalten.
  • Sie haben einen relevanten Abschluss oder eine Zusatzqualifikation und umfangreiche Praxiserfahrung.
  • Sie haben ein Fachbuch veröffentlicht.
  • Sie sind in Ihrer Spezialisierung tatsächlich besser als die Masse Ihrer Wettbewerber.

 

 

 

Tacheles

 

Im Vergleich zu den vielen Zeitgenossen, die sich als Experten bezeichnen, gibt es wenig tatsächliche Experten. Gerade in letzter Zeit ist die Ermutigung, sich doch großzügig als Experte zu bezeichnen, allerorten zu hören. Experte – genau wie Coach, Berater, Trainer – ist ja kein geschützter Begriff. Also macht es ja auch nichts, ihn zu beanspruchen. So drucken das selbst viele Berufseinsteiger gerne auf Visitenkarte und Internetdarstellung. Nicht nur Papier ist geduldig! Weder ein Wochenendkurs noch eine zweijährige Weiterbildung mit ein paar verteilten Wochenenden machen einen Experten.

Was einen Experten ausmacht, sind die außergewöhnlichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Ja, da sind einige Anbieter anderer Meinung. Aus deren Sicht verständlich, schließlich wollen die ja auch auf Teufel komm raus an Menschen mit Sehnsüchten verkaufen. So werden in Besorgnis erregendem Umfang schicke Zertifikate mit wohlklingenden Bezeichnungen verkauft. Ob das schließlich auch einen Nutzen hat, muss oft nicht interessieren. Nachdem genug Erde verbrannt ist, ziehen sie weiter. Aus den Augen aus dem Sinn. Die vielen Fast-Food-Experten werkeln dann noch so lange, bis wieder eine Branche am Boden liegt. Deren Kunden machen dann zukünftig einen Bogen um nur andeutungsweise ähnlich klingende Angebote.

 

 

 

Trauerspiel oder echter Einsatz

 

 

Mancher zum Meister sich erklärt, dem niemals Handwerk ward gelehrt.

Sebastian Brant

 

Wer auf diese Weise ans Werk geht, tut weder sich noch den Mitmenschen einen Gefallen. Nicht einmal dann, wenn für die Liebhaberei ohne ernsthafte Gewinnerzielungsabsicht kein Geld verlangt wird. Qualität ist nicht Kür, sondern Pflicht! Wer nicht bereit ist den Expertenstatus verdient zu erhalten und zu behalten, der so tut als ob, der neppt. Punkt-um!

Dabei ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es braucht also Zeit, Gelegenheit, Mittel und die Bereitschaft sich dem Ziel stetig zu widmen. Der Weg zum echten Experten dauert und erfordert Aufwand. Das klingt nicht nachdem, was viele auf der Suche nach Betätigung hören wollen. Doch genau so ist es!

Es gibt allerdings auch das andere Phänomen; Menschen mit hervorragenden Kenntnissen und Fähigkeiten, die sich nicht verkaufen können oder wollen. Und bei denen lohnt es sich dafür zu sorgen, dass die relevanten Zielgruppen davon erfahren.

 

 

 

Positionierung und Persönlichkeit

 

Um vom Expertenstatus zu profitieren, um mehr Bekanntheit und mehr Kunden zu gewinnen ist es wichtig sich zu positionieren.

Ideal ist es sich vom Wettbewerb abzuheben und den Vorteil für Auftraggeber zu verdeutlichen. Heute ist das allerdings so eine Sache mit der Einzigartigkeit. Im Zeitalter des Copy&Paste werden nicht nur Informationen und Formulierungen, sondern auch schon mal eine ganze Homepage kopiert. Dabei werden oft noch nicht einmal die wesentlichsten Anpassungen gemacht. So ist das mit der Einzigartigkeit nicht so einfach.

Am individuellsten und schwierigsten zu kopieren, ist die individuelle Persönlichkeit. Auch hier können andere behaupten, es wäre bei Ihnen genauso. Aber der persönliche Kontakt klärt das dann zumindest.

Mittels authentischem Selbstmarketing gilt es der Zielgruppe zu verdeutlichen, mit wem Sie es zu tun hat. Die viel beschworenen Marketingerfolgsgaranten wie der USP (Unique Selling Proposal – Einzigartiges Verkaufsargument) liefern hier oft nicht die Wirkung, die in der Fachliteratur so gerne gefeiert wird. Es lässt sich nicht alles 1 : 1 von Konsumgütern auf das Selbstmarketing von Menschen übertragen. Hier ist nicht immer alles so einfach greifbar und auf einen Punkt zu reduzieren. Es lohnt sich zwar trotzdem es anzustreben, es geht hier aber meist nicht um einen knackigen Slogan, als vielmehr die stetige Feinabstimmung. Zeigen, statt behaupten.

 

 

 

Was keiner weiß, macht keinen heiß

 

Expertenstatus braucht Kommunikation: Die Zielgruppe sollte erfahren, welche Kompetenz sie vor sich hat. Ohne Kommunikation hilft der gesamte Expertenstatus nichts. Nur wie?

Viele schwärmen; etwas Besseres als soziale Medien gibt es nicht. Aber was bedeutet das genau? Und genügt das wirklich? Etwas twittern und alles wird gut? Tatsächlich ist es schon etwas aufwendiger. Schließlich wollen in vielen Bereichen heute mehr Leute gehört werden, als Zuhörer vorhanden sind. Alle auf der Bühne und keiner mehr im Publikum?

Patentrezepte klingen gut, halten aber selten, was sie versprechen. Vieles, das gestern noch deutliche Wirkung gezeigt hat, ist heute so selbstverständlich, dass die realistische Entscheidung für die Teilnahme nicht mehr von Vorteilen motiviert wird, sondern von den Nachteilen, nicht mit dabei zu sein. So ist das oft mit einem Hype. Wenn er gefeiert wird, ist sein Höhepunkt auch schon überschritten. Wer uniform der Masse folgt, geht in ihr unter.

So oder so: Punktueller Aktionismus bringt wenig. Es braucht eine strategische und systematische Vorgehensweise. Die Kommunikation muss kontinuierlich erfolgen, denn Menschen vergessen nun einmal schnell. Also ran ans Werk:

10 Tipps für den Expertenstatus

 

Hier folgt ein Überblick der beliebtesten Methoden für eine kontinuierliche Kommunikation des Expertenstatus. Tatsächlich gibt es sehr viele Wege, um das besondere Angebot sichtbar zu machen. Der einseitige Blick auf das Internet versperrt mitunter den Blick auf die anderen klassischen Marketingwerkzeuge.

 

 

 

1. Publizieren

 

Der Klassiker: Es war einmal … Ja, es gab Zeiten, in denen ein Fachbuch das wichtigste Werkzeug für den Expertenstatus war. Heute ist das eigene Buch in den meisten Bereichen nur noch ein Baustein von vielen. Gerade bei E-Book & Co. gibt es zahlreiche Titel, bei denen nicht nur der Wald sich freut, dass sie nicht gedruckt wurden.

 

 

 

2. Homepage und Blog

 

Die eigene Homepage: Manchmal statisch wie eine Imagebroschüre, manchmal wie ein Schweizer Taschenmesser im Einsatz. Manche stauben vor sich hin und auf manchen tobt das Leben beispielsweise in Form eines gepflegten Blogs.

So ein Experten-Blog hat einige Vorteile. Die Suchmaschinen freuen sich. Wenn die Informationen stimmen, freut sich auch so mancher Leser. Der Experte wird motiviert, sich über aktuelle Themen Gedanken zu machen und zeigt sich so.

Bei aller Begeisterung, die Goldgräberzeiten der Blogkultur sind erst einmal vorbei. Heute scheint es mehr Blogs als Leser zu geben und die vielen Copy-Cats sind auch keine wahre Freude. KI hat dem Thema weitgehend den Rset gegeben. Insofern gehört ein Blog wie Veröffentlichungen dazu, ist jedoch keine Wunderwaffe mehr.

 

 

 

3. Newsletter

 

Manche Experten schwärmen von ihrem Newsletter, während andere einen Bogen um dieses Medium machen. Ich übrigens auch! Insofern überlasse ich es anderen darüber zu berichten. Tipps hierzu gibt es ja ausreichend im Internet.

 

 

 

4. Social-Media

 

Social-Media beinhaltet so einige Kanäle. Die meisten werden vor allem für private Zwecke genutzt. Aber die enorme Reichweite lockt. In Windeseile lassen sich viele Menschen erreichen. Allerdings wird dort vielfach so laut geklappert, dass es schwer ist gehört zu werden, ohne auch gleich wieder disqualifiziert zu werden.

Auch hier gibt es Experten, die dabei helfen können, soziale Medien in die Marketingstrategie zu integrieren. Allerdings zeigt dieses Beispiel anschaulich, dass es gar nicht so einfach ist, tatsächliche Experten zu erkennen. Ich suche selbst schon seit einer Weile nach entsprechenden Experten, die ich weiterempfehlen kann.

Wer eine solche Suche auch aus der Meta-Perspektive betrachtet, lernt gleich auch noch eine Menge darüber, wie es potenziellen Interessenten beim eigenen Angebot geht. Wer sich selbst zum Angebotssuchenden macht – also die Perspektive umdreht – merkt recht schnell, welche Hindernisse das Erkennen wahrer Experten erschweren.

 

 

 

5. Videos bei YouTube & Co

 

Die Ansprüche an Videos sind heute deutlich höher, als vor wenigen Jahren. Obwohl auch da schon viele Videos eher geschadet als genutzt haben, ist der Aufwand heute deutlich höher – mit steigender Tendenz!

Der große Vorteil eines gut gemachten Videos: Texte lassen sich in Auftrag geben oder kopieren, doch der eigene Auftritt gibt mehr über die Person preis. Ein großer Vorteil für all jene, die auch persönlich zu überzeugen wissen.

Zahlreiche Dienstleister wollen auch hier auf die Sprünge helfen und bieten ihre Unterstützung an. Viele der Beispiele überzeugen allerdings lediglich technisch. Die Unerfahrenheit mit dem Medium und eine fehlende Strategie sorgen dafür, dass viele Videos dann nur deshalb im Netz bleiben, weil sie so viel Geld gekostet haben. Wer dieses Medium erfolgreich nutzen möchte, sollte seinen Auftritt sorgfältig vorbereiten wie jeden anderen Auftritt in den Medien oder vor Publikum auch. Und ja, dabei kann ich dir helfen.

Hand aufs Herz; Ich habe das Thema YouTube-Videos ziemlich unterschätzt und im Anfängermodus derartig viel falsch gemacht, dass ich dabei ziemlich Feder gelassen habe. Der Lernprozess war lang und teuer. Es hat etwas Geld, viel Zeit und noch mehr Ansehen gekostet. Hinterher sind wir hoffentlich schlauer. 

 

6. Webinare

 

Auch wieder so etwas, mit dem ich mich bisher nicht so richtig anfreunden konnte, von dem aber einige meiner Klienten schwärmen: Webinare.

Sie sollen dazu dienen, sich als Experte zu präsentieren und mitunter gibt es sogar Geld dafür. Allerdings erinnern mich die meisten Webinare eher an schlecht gemachte Lehrvideos auf YouTube und Werbeveranstaltungen. Zu viele Anbieter haben sich dazu verlocken lassen, den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Und so haben Webinare je nach Branche eher kein hohes Ansehen. Es bleibt abzuwarten, was sich hier zukünftig tut.

 

 

 

7. Gastbeiträge in Blogs

 

Mit Gastbeiträgen auf populären Blogs oder Webseiten können Sie Ihre Expertise auch anderen Gruppen zur Verfügung stellen. 

Achten Sie darauf, dass Sie deren Lesern einen relevanten Nutzen bieten. So können Sie auch zusätzlich auf sich aufmerksam machen.

 

 

 

8. Reden halten

 

Auch auf der Rednerbühne ist der Andrang mittlerweile größer. Die Gelegenheit vor Publikum zu sprechen hat über die Anwesenden hinaus Wirkung, wenn es richtig gemacht wird.

Auf Tagungen, Konferenzen … Gelegenheiten zu sprechen gibt es reichlich. Die Qualität steigt zwar, ist aber immer noch im Durchschnitt so, dass gute Redner positiv auffallen.

Warten Sie nicht, bis Sie gefragt werden. Finden Sie interessante Gelegenheiten, sich als Redner anzubieten. Hartnäckigkeit und Beziehungspflege helfen; gut vorbereitet lassen sich auch durch spontane Einladungen die Weichen stellen. Wenn beispielsweise ein Referent abspringt und Sie einspringen, ist die Chance groß, dass der Veranstalter Sie auch zukünftig berücksichtigt.

Aus meiner Sicht gehört das Halten von Reden zu den wesentlichsten Elementen für das Marketing von Experten.

Lesen Sie hierzu auch: Als Redner zum Expertenstatus

 

 

 

9. Interviews geben

 

Wer als Experte einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, wird früher oder später um ein Interview gebeten. Experten-Blog und Empfehlungen fördern die Wahrscheinlichkeit, gefragt zu werden. Wer nicht warten will: Es geht auch aktiver, indem Sie an aktuelle Themen anknüpfen oder eigene Ideen anbieten.

Üblicherweise führen Interviews zu weiteren Interviews, wenn die grundlegenden Regeln beherzigt werden. Anregungen und Hilfe finden Sie hier.

 

 

 

10. Empfehlungen

 

Das wichtigste Marketinginstrument für Experten sind Empfehlungen. Wenn jemand wirklich gute Erfahrungen mit einem Experten gemacht hat, dann hat dessen Empfehlung besonderes Gewicht in seinem Umfeld.

Allerdings ist nicht in jedem Bereich gleichermaßen die Bereitschaft vorhanden, Empfehlungen auszusprechen. Bei manchen Themen spielt Scham eine Rolle, bei anderen der Wunsch, den Experten als Geheimwaffe für sich zu behalten.

 

11. Podcasts

 

Ob eigener Podcast oder zu Gast in solchen; die Reichweite ist meist übersichtlich. Andrerseits ist es ein sehr intimes Medium. Zu diesem Thema gibt es von mir einige Beiträge. 

 

 

Heute einfacher denn je?

 

Ja, heute geht sehr viel mehr in Eigenregie. So sind wir viel unabhängiger von der Gunst der etablierten Medien. Allerdings hatten deren Auswahlkriterien auch einen Vorteil; die Spreu vom Weizen zu trennen. Viele haben bei höherem Aufwand den Einsatz gescheut.

Heute wird viel mit heißer Nadel gestrickt. Jetzt kann jeder lautstark um Aufmerksamkeit buhlen und das geschieht dann auch oft und lärmend, sodass es für seriöse Anbieter schwieriger geworden ist gehört zu werden, ohne aus der Rolle zu fallen. So relativiert sich die Aussage, dass heute alles so viel einfacher ist.

 

 

 

Fachidiot?

 

Übrigens sind erfolgreich Experten keine Fachidioten. Auch wenn es einige Sprüche dazu gibt; „Spezialisten sind Leute, die nur eine Saite auf der Fiedel haben.“, „Ein Experte ist jemand, der immer mehr über immer weniger weiß, bis er am Ende von nichts alles weiß.“, „Experten sind Leute, die 99 Stellungen kennen, aber kein Mädchen haben.“ Der Vorwurf; je spezialisierter ein Mensch ist, desto weniger weiß er von der wirklichen Welt.

Die Wahrheit; man beherrscht sein Fach nicht, wenn man nur sein Fach beherrscht! Erfahrene Fachkundige sind reiselustig, wagen sich auch über den Tellerrand, interessieren sich für die größeren Zusammenhänge. So entdeckst du auch neue Möglichkeiten, die andere übersehen. Wer sich lange genug in einem Feld aufhält, streift zunehmend häufiger die Philosophie.

 

 

 

Gesagt, getan, erledigt?

 

Als Experte oder Expertin anerkannt zu werden ist eine Sache, den Expertenstatus längere Zeit zu erhalten eine andere. Aus den Augen aus dem Sinn? Wenn es etwas zu holen gibt, sind Nachahmer nicht weit. Und das gerade in Bereichen, in denen die Zugangshürden sehr niedrig erscheinen.

Da staunt der Laie und die Fachfrau wundert sich: So manche Einsteiger wittern da Morgenluft und stecken ihre Ressourcen anstatt in die Qualität der Leistung, lieber in die Aufmachung der Internetseite und Hochglanzvisitenkarte.

Wer als Experte oder Expertin bestehen will, bleibt am Ball und baut den Abstand aus. Und das sowohl bei den Erfahrungen, als auch beim Marketing. Also; dranbleiben!

 

 

 

Unterstützung

 

Unterstützung bei der Entwicklung und Realisierung geeigneter Strategien und konkreter Unterstützung beispielsweise bei Präsentationen finden Sie bei mir. Für zahlreiche mögliche Marketingwerkzeuge suchst du dir am besten die jeweils geeignetste Autorität. Einige Experten kann ich auf Nachfrage nennen. Ich empfehle übrigens nur dann andere Experten, wenn ich deren Leistungen auch beurteilen kann.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Umfrageergebnisse

 

Der Einfluss von Rhetorik und Präsentationsfähigkeiten auf Karriere und Geschäftserfolg ist ...

%

... groß.

%

... mittel.

%

... gering.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2016 bis 2017, n= 1146)

P.S.

 

Was macht aus deiner Sicht Experten aus und wie lässt sich der berechtigte Expertenstatus fördern?

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Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Experte?

Ein Experte ist eine Person, die aufgrund ihrer Ausbildung, ihres Fachwissens, ihrer Fertigkeiten und ihrer langjährigen Erfahrung in einem bestimmten Bereich über umfassende und autoritative Kenntnisse verfügt. Experten werden oft herangezogen, um in spezifischen Fragen Beratung zu bieten, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen oder als sachverständige Zeugen in Gerichtsverfahren aufzutreten. Die Anerkennung als Experte kann durch akademische Grade, berufliche Zertifizierungen, Veröffentlichungen oder die allgemeine Anerkennung ihrer Fachkompetenz durch Gleichgestellte in ihrem Bereich erfolgen.

Weshalb ist es erstrebenswert, als Experte oder Expertin zu gelten?

Es gibt mehrere Gründe, warum es erstrebenswert ist, als Experte oder Expertin zu gelten:

 

 

 

1. Anerkennung und Respekt

Expertenstatus bringt ein hohes Maß an beruflichem Ansehen und Respekt von Kollegen, Kunden und der breiten Öffentlichkeit mit sich.

 

 

2. Einflussmöglichkeiten

Experten haben oft die Möglichkeit, Meinungen zu prägen, Entscheidungen zu beeinflussen und in wichtigen Angelegenheiten beratend tätig zu sein.

 

 

3. Karrierechancen

Als anerkannter Experte oder Expertin können sich berufliche Türen öffnen, sei es in Form von höheren Positionen, speziellen Projekten oder beratenden Rollen.

 

4. Höheres Einkomme beziehungsweise Honorare

Expertise kann auch zu höheren Verdienstmöglichkeiten führen, da Fachwissen in vielen Bereichen hoch bewertet wird und oft knapp ist.

 

 

5. Persönliche Zufriedenheit

 

Umfangreiches Wissen und Können in einem Bereich zu erlangen, kann persönlich sehr bereichernd sein. Es ermöglicht kontinuierliches Lernen und die Befriedigung, komplexe Probleme lösen zu können.

 

 

6. Beitrag zur Gesellschaft

Experten spielen oft eine Schlüsselrolle bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, indem sie ihr spezialisiertes Wissen einbringen, um Innovationen voranzutreiben und zur allgemeinen Wohlfahrt beizutragen.

 

 

Fazit

Der Status als Experte oder Expertin kann sowohl berufliche als auch persönliche Vorteile bieten und die Tür zu vielen Möglichkeiten öffnen.

Sie beherrschen Ihr Fach nicht, wenn Sie nur Ihr Fach beherrschen. Karsten Noack

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. November 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #67620
K: CNB
Ü: A

Überzeugende introvertierte Rednerinnen und Redner

Überzeugende introvertierte Rednerinnen und Redner

Weshalb introvertierte Redner und Rednerinnen oft besonders überzeugend sind

Graue Zellen

Überzeugende introvertierte Rednerinnen und Redner

 

Introvertierte Menschen überlassen lieber anderen die Bühne und das ist schade, denn gerade zurückhaltende Zeitgenossen haben oft interessante Beiträge, von denen wir so selten etwas erfahren. Es ist an uns allen, introvertierte Menschen zu ermuntern, sich einzubringen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Reden vor Publikum ist ein Albtraum für introvertierte Menschen

 

Die Bühnen werden von Extravertierten dominiert. Da wird schnell übersehen, dass einige Menschen nicht gerne im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Schüchterne Personen haben ein echtes Problem, wenn sie aufgefordert werden, eine Präsentation vor Kollegen oder Kunden zu halten. Viele befürchten während der Rede oder Präsentation den Faden zu verlieren. Manche Menschen haben Angst davor, dass aus dem Publikum kränkende Bemerkungen fallen oder einzelne Teilnehmer nach und nach den Ort der Rede verlassen könnten. Das und den drohenden Blackout vor Augen beginnt der Stress oft schon lange, bevor es tatsächlich auf die Bühne geht. Schon eine Weile vor der Präsentation nehmen unangenehme Symptome zu.

Typisch sind ein sehr schlechter Schlaf und Appetitlosigkeit. Die Nacht vor der geplanten Präsentation wird auch ohne Schlaf zum Albtraum. Entsprechend vorbelastet geht es dann ans Werk, wenn sich nicht doch noch eine Fluchtgelegenheit ergibt. Ob der statistisch beachtlich hohe Anstieg von Magenverstimmungen und Co. an Auftrittstagen nur ein Vorwand ist oder psychosomatische Ursachen hat, das mag jemand anders beantworten. Dass es insgesamt sehr unangenehm ist, weiß jeder Betroffene aus eigener Erfahrung.

 

 

 

Überzeugende introvertierte Rednerinnen und Redner

 

Es gibt einige gute Gründe, weshalb introvertierte Menschen selbstbewusste Redner und Rednerinnen werden können, die überzeugen.

 

 

 

Introvertiert?

 

Für die meisten Menschen passen die Worte „introvertiert“ und „Reden halten in der Öffentlichkeit“ nicht gut zusammen. Vielleicht haben sie das Bild eines nuschelnden Redners vor Augen, der aussieht, als ob er vom Erdboden verschluckt werden möchte. Glauben Sie, dass die Annahme gerechtfertigt ist, dass alle Introvertierten öffentliches Reden hassen? Nein. Und ist es eine berechtigte Annahme, dass Introvertierte keine guten Moderatoren sind? Ganz und gar nicht. Introvertierte Menschen können selbstbewusste Redner werden.

Die Praxis hat mir immer wieder bewiesen, dass jeder Mensch das überzeugende Sprechen vor Publikum erlernen kann. Und ich spreche nicht davon, Introvertierten beizubringen, wie Extrovertierte zu präsentieren. Das wäre schade! Es ist keine Voraussetzung, dass Redende vor Selbstvertrauen strotzen und voller überschäumendem Enthusiasmus ans Werk gehen müssen, mitunter ist es sogar ein Nachteil.

Jeder, und somit auch introvertierte Menschen bringt einzigartige Talente und Fähigkeiten mit und die wollen genutzt werden. Gibt esse ein Anliegen, das es verdient hat, haben schon viele Introvertierten, den Schritt ins Rampenlicht getan um sich und der Botschaft Gehör zu verschaffen.

 

 

 

Stärken von introvertierten Rednern und Rednerinnen

 

Auch auf die Gefahr von Klischees hin: Nach meiner Erfahrung als Trainer und Berater für professionelle Präsentationen sind Introvertierte in einigen Punkten oft im Vorteil:

 

 

1. Lassen sich unterstützen

 

Introvertierte Menschen neigen dazu, zu erkennen, wenn sie Hilfe brauchen oder zumindest von Unterstützung zu profitieren. Typischerweise nehmen introvertierte Persönlichkeiten Empfehlungen leichter an und nehmen so auch aus Präsentationstrainings sehr viel mit.

 

 

 

2. Gute Vorbereitung

 

Introvertierte Menschen machen häufiger ernsthafte Gedanken über ihre Präsentation und bereiten sich gründlich vor. Dadurch wird ihre Botschaft deutlich und trifft den Nerv des Publikums.

 

 

 

3. Konzentration

 

Introvertierte sprechen nicht um des Redens willen und genießen es nicht, um jeden Preis im Rampenlicht zu stehen. Entsprechend neigen sie nicht dazu, vom Thema abzuschweifen und sich zu verzetteln. Das trägt zu einer verständlichen und strukturieren Präsentation bei.

 

 

 

4. Einfühlungsvermögen

 

Introvertierte Menschen verfügen häufig über ein ausgezeichnetes Einfühlungsvermögen und sind daher gut in der Lage, den Zuhörern die Informationen zu vermitteln, die diese auch wirklich hören wollen. Zuhörerorientierung liegt ihnen näher.

 

 

 

Nebenwirkungen

 

Introvertierte Menschen sind von Natur aus nicht besonders motiviert, sich bei der Arbeit zu profilieren und halten Selbstmarketing für unangenehm. Die Beherrschung des Redens vor Publikum ist auch deswegen ein hervorragender Weg, um diesen Menschen und Ihren Angeboten die verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen. So werden sie eher wahrgenommen, befördert, deren Botschaften berücksichtigt. Davon profitieren dann viele.

 

 

 

Den Rücken stärken

 

Die größte Herausforderung für introvertierte Menschen besteht darin, sich selbstsicher genug zu fühlen, um ihre Präsentation gut zu halten. Einige sehr sympathische Überzeugungen erfordern mitunter etwas Klärung. Gelingt das, wachsen solche Menschen über sich hinaus — ganz authentisch.

 

 

 

 

Hilfe für introvertierte Menschen

 

Menschen, die introvertiert sind, und auch solche, die kaum über Selbstvertrauen verfügen, haben mit dem Halten von Reden, einer Präsentation oder anderen Auftritten vor Gruppen erhebliche Mühen. Sie stehen sich oft selbst im Wege.

Mitunter kann selbst der Besuch eines Rhetoriktrainings kann daran meist nicht viel ändern. Denn es geht dann oft anfangs nicht so sehr um rhetorische Techniken an sich, sondern um den eigenen Zustand, Überzeugungen und Wahrnehmungen. Schüchternheit ist keine Krankheit, sondern weitgehend antrainiertes Verhalten in Verbindung mit einer einschränkenden Selbstwahrnehmung. Schüchterne Menschen sind oft zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Es sind Ängste beteiligt, die sich abbauen und sogar auflösen lassen.

Hier bietet sich gezieltes Coaching in Kombination mit Hypnobalancing™ an, bei dem schüchterne Menschen lernen auch vor Publikum in einem guten Zustand zu bleiben – und das authentisch. Schluss mit der Selbstsabotage, denn selbst sehr schüchterne und von Nervosität gepeinigte Menschen können sehr gute Redner werden.

 

Ist es Lampenfieber oder Redeangst?

 

Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet introvertiert?

Introvertiert bedeutet, dass eine Person sich in sich selbst zurückzieht und sich in der Regel mehr für innere Gedanken und Gefühle interessiert als für äußere Ereignisse und Aktivitäten. Introvertierte Menschen sind oft nachdenklich und reflektierend und neigen dazu, sich weniger in sozialen Situationen zu engagieren. Sie ziehen es oft vor, Zeit alleine zu verbringen oder in kleineren Gruppen zu sein, anstatt sich in größeren Gruppen zu befinden.

Es ist wichtig zu beachten, dass Introvertiertheit keine Anomalie oder Schwäche ist, sondern einfach eine andere Art, wie Menschen interagieren und sich in der Welt bewegen. Es gibt viele erfolgreiche und talentierte Menschen, die introvertiert sind, und es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Stärken von introvertierten Menschen nutzen und sie in ihren Berufen und persönlichen Beziehungen einsetzen kann.

Was ist extravertiert?

Extravertiert bedeutet, dass eine Person sich auf andere Menschen und äußere Ereignisse konzentriert und sich in der Regel mehr für soziale Aktivitäten interessiert als für innere Gedanken und Gefühle. Extravertierte Menschen sind oft gesellig und kontaktfreudig und neigen dazu, sich in größeren Gruppen zu engagieren. Sie ziehen es oft vor, Zeit in Gesellschaft anderer Menschen zu verbringen und neue Erfahrungen zu machen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Extravertiertheit keine Anomalie oder Stärke ist, sondern einfach eine andere Art, wie Menschen interagieren und sich in der Welt bewegen. Es gibt viele erfolgreiche und talentierte Menschen, die extravertiert sind, und es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Stärken von extravertierten Menschen nutzen und sie in ihren Berufen und persönlichen Beziehungen einsetzen kann.

Sind introvertiert oder extravertierte Menschen bessere Redner?

Es gibt keine definitive Antwort darauf, ob introvertierte oder extravertierte Menschen bessere Redner sind. Beide Persönlichkeitstypen haben ihre Stärken und Schwächen, die sich auf ihre Fähigkeiten als Redner auswirken können.

Introvertierte Menschen neigen dazu, gründlicher zu überlegen und sich mehr Zeit zu nehmen, um ihre Gedanken zu sammeln, was ihnen dabei helfen kann, gut vorbereitete und strukturierte Reden zu halten. Sie sind oft auch gut darin, tiefgründige Analyse und Reflexion in ihre Reden einzubringen.

Extravertierte Menschen neigen dazu, sich schneller zu äußern und sich mehr für soziale Interaktionen zu interessieren, was ihnen dabei helfen kann, bei ihren Reden die Aufmerksamkeit des Publikums zu halten und es zu unterhalten. Sie sind oft auch gut darin, spontan auf das Publikum und dessen Reaktionen zu reagieren.

P.S.

 

Welche Freude machen Ihn Auftritte vor Gruppen?

Artikel zum Thema Lampenfieber und Redeangst

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 27. August 2019
AN: #43316
K: CNC
Ü:

Pygmalion-Effekt

Pygmalion-Effekt

Die Wirkung von Erwartungen

Pygmalion-Effekt

Pygmalion-Effekt

 

Was hat es mit dem Pygmalion-Effekt auf sich? Weshalb bringen wir bessere Leistungen, wenn jemand hohe Erwartungen an uns stellt?

Was ist der Pygmalion-Effekt?

 

Der Pygmalion-Effekt lässt sich am besten als Erinnerung verstehen, den potenziellen Einfluss unserer Erwartungen im Auge zu behalten. Der Pygmalion-Effekt beschreibt den Zusammenhang, dass die hohen Erwartungen, die jemand an das einen anderen Menschen stellt, dessen Verhalten und damit die Leistungen in einem bestimmten Bereich verbessern.

Beim Pygmalion-Effekt wirkt in Unternehmen die Kombination aus besonders hohen Erwartungen eines Vorgesetzten an einen Mitarbeiter bei entsprechendem Vertrauen in ihn, wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Und das gilt nicht nur für andere Menschen, sondern auch für uns selbst. Erwartungen beeinflussen die Leistung und werden zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Viele Menschen berichten davon, dass sie etwas erreicht haben, nur weil jemand besonders hohe Erwartungen an sie gestellt hat.

 

 

 

Wie wirkt der Pygmalion-Effekt?

 

Der Pygmalion-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, das beschreibt, wie Erwartungen das Verhalten eines Menschen beeinflussen können. Es handelt sich um eine sich selbsterfüllende Prophezeiung. Sie beruht auf der Vorstellung, dass die Überzeugungen anderer über uns wahr werden, weil ihre Überzeugungen unser Verhalten beeinflussen.

Der Effekt beschreibt insbesondere Situationen, in denen die positiven Meinungen von Vorgesetzten oder anderen Personen, die hohes Ansehen bei uns hat, über unsere Leistung dazu führen, dass wir tatsächlich bessere Leistungen erbringen. Er tritt auf, weil die Erwartungen anderer Menschen sowohl deren Verhalten als auch unser Verhalten beeinflussen. Ist jemand davon überzeugt, dass wir erfolgreich sein werden, wird er uns anders behandeln, um uns zu unterstützen, diese Ziele zu erreichen. Wenn jemand von uns Erfolg erwartet, sind wir bestrebt unser Bestes zu geben, um diese Erwartungen zu erfüllen.

 

 

 

Ursprung

 

Robert Rosenthal, ein Verhaltenspsychologe, der den Pygmalion-Effekt erstmals untersuchte, stellte 1973 eine Theorie mit vier Faktoren auf, die erklärt, warum er auftritt. Rosenthal identifizierte wie die Erwartungen der Lehrer an ihre Schüler das Verhalten dieser Schüler beeinflussen.

 

 

 

Gültigkeit

 

Die ursprüngliche Studie widmet sich Schülern, doch der Pygmalion-Effekt tritt in Unternehmen genauso auf, wie in Schulen.

 

 

 

Bedeutung und Praxis 

 

Es ist wichtig, dass wir verstehen, wie sich Erwartungen auf das Verhalten auswirken. Dann können wir entscheiden, wie wir diese Erwartungen richtig vermitteln, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Der Pygmalion-Effekt legt nahe, dass der Eindruck zählt. Ein guter Ruf bei Autoritätspersonen, wie Vorgesetzten bedeutet, dass diese viel von Ihnen erwartet, und das kann dazu führen, dass er Sie stärker unterstützt, damit Sie Ihre Ziele am besten erreichen können. So war es in der Studie von Rosenthal, wo Lehrer den Schülern, die als besonders vielversprechend markiert wurden, mehr Aufmerksamkeit schenkten und sie mehr ermutigten.

Sind wir diejenigen, deren Erwartungen andere beeinflussen können, sollten wir positive Erwartungen aufrechterhalten und ausdrücken, um andere zu motivieren, diese Erwartungen zu erfüllen. Allerdings müssen wir auch darauf achten, dass unsere Erwartungen an bestimmte Personen nicht andere Menschen überschatten, die vielleicht ebenso viel zu bieten haben. Auch ist darauf zu achten, keinen unnötigen Druck zu erzeugen. Die Gefahr besteht, dass der Pygmalion-Effekt zu einer ungleichen und unfairen Behandlung führt. Wir sollten darauf achten, dass wir durch unsere Erwartungen nicht einzelne Menschen bevorzugen, denn das mag zwar zum Erfolg beitragen, kann jedoch dazu führen, dass sich andere unmotiviert und entmutigt fühlen. Mit Augenmaß gelingt es am besten.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist der Pygmalion-Effekt?

Der Pygmalion-Effekt, auch als Self-Fulfilling Prophecy oder „Robert-Zimmerman-Effekt“ bezeichnet, bezieht sich auf die Tendenz von Menschen, ihr Verhalten und ihre Leistungen an die Erwartungen und Vorurteile anderer anzupassen. Der Begriff geht auf eine griechische Sage zurück, in der Pygmalion, ein Künstler, eine Statue erschafft, die er so sehr liebt, dass er sie zum Leben erweckt.

Der Pygmalion-Effekt besagt, dass die Erwartungen, die andere Menschen an uns stellen, unsere Leistungen und unser Verhalten beeinflussen können. Wenn jemand zum Beispiel von einem Vorgesetzten oder einem Lehrer als besonders talentiert oder kompetent angesehen wird, kann dies dazu führen, dass die betreffende Person sich selbst mehr zutraut und entsprechend höhere Leistungen erbringt. Andererseits kann eine niedrigere Erwartungshaltung dazu führen, dass die betreffende Person weniger motiviert ist und sich weniger anstrengt.

Der Pygmalion-Effekt kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben und in vielen Bereichen des Lebens auftreten, einschließlich der Schule, am Arbeitsplatz und im sportlichen Wettkampf. Es ist wichtig, dass Führungskräfte und Lehrer ihre Erwartungen an ihre Mitarbeiter oder Schüler realistisch gestalten und sich bewusst machen, dass ihre Einstellungen und Vorurteile Auswirkungen auf das Verhalten und die Leistungen der betreffenden Personen haben können.

Was ist die Gefahr beim Pygmalion-Effekt?

Der Pygmalion-Effekt kann in manchen Fällen dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten und ihre Leistungen an die Erwartungen und Vorurteile anderer anpassen, anstatt sich an ihren eigenen Fähigkeiten und Zielen zu orientieren. Dies kann dazu führen, dass sie sich selbst unter- oder überschätzen und sich nicht fair beurteilen.

Eine weitere Gefahr des Pygmalion-Effekts besteht darin, dass er zu Vorurteilen und Diskriminierung führen kann, wenn Menschen ihr Verhalten und ihre Leistungen an den Erwartungen und Vorurteilen anderer anpassen, die auf Stereotypen oder Vorurteilen beruhen. Dies kann dazu führen, dass bestimmte Gruppen von Menschen benachteiligt werden oder dass individuelle Fähigkeiten und Talente nicht ausreichend gefördert werden. Wir sollten uns bemühen, Vorurteile und Diskriminierung zu vermeiden und alle Menschen gleich behandeln, unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, ethnischen Hintergrund oder anderen Faktoren.

P.S.

 

Haben Sie das Phänomen des Pygmalion-Effekts schon beobachtet?

Artikel

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 10. November 2020
Englische Version:
AN: #328
K: CNB
Ü:

Narzisstischer Co-Founder? Warnsignale im Startup erkennen

Narzisstischer Co-Founder?

Warnsignale im Startup erkennen
Narzissten in Start-Ups

Narzisstische Co-Founder im Startup

 

Wenn aus gemeinsamer Vision ein Machtkampf wird

 

Am Anfang kann es großartig aussehen.

Eine Idee.

Energie.

Mut.

Tempo.

Zwei oder mehrere Menschen, die überzeugt sind:

Wir bauen hier etwas Besonderes auf.

Gerade in Startups können selbstbewusste, charismatische und risikobereite Persönlichkeiten viel bewegen.

Schwierig wird es, wenn aus Selbstvertrauen Anspruchsdenken wird.

Aus Überzeugung Unfehlbarkeit.

Aus Führungsstärke Kontrolle.

Und aus unterschiedlichen Perspektiven ein Machtkampf.

Dann taucht schnell die Frage auf:

Habe ich mit einem narzisstischen Co-Founder gegründet?

Für deine nächsten Entscheidungen ist häufig eine andere Frage hilfreicher:

Welche Verhaltensmuster erlebe ich – und welche Risiken entstehen daraus für mich und das Unternehmen?

 

 

 

Du brauchst keine Diagnose

 

Der Begriff Narzissmus wird heute schnell verwendet.

Ein selbstbewusster Gründer ist weniger automatisch narzisstisch.

Ehrgeiz ebenfalls.

Große Visionen.

Risikobereitschaft.

Dominanz.

Selbstdarstellung.

All das kann viele Ursachen haben.

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung gehört in professionelle Diagnostik.

Für deine Situation als Mitgründer brauchst du diese Diagnose häufig weniger.

Du kannst beobachten:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Wie werden Entscheidungen getroffen?

Wie wird mit Kritik umgegangen?

Kann Verantwortung übernommen werden?

Sind Grenzen verhandelbar?

Werden Informationen transparent geteilt?

Kann dein Co-Founder andere Perspektiven gelten lassen?

Ist eine faire Klärung möglich?

Das sind geschäftlich relevante Fragen.

 

 

 

Warum schwierige Co-Founder anfangs besonders überzeugen können

 

Startups belohnen einige Eigenschaften, die später problematisch werden können.

Große Zuversicht.

Risikobereitschaft.

Durchsetzungsstärke.

Charisma.

Geschwindigkeit.

Überzeugungskraft.

Die Bereitschaft, gegen Widerstände anzutreten.

Gerade in der frühen Phase können diese Eigenschaften Investoren, Mitarbeitende und Kunden begeistern.

Deshalb wird problematisches Verhalten manchmal lange als Teil des Gründergeists interpretiert.

„So ist er eben.“

„Sie ist einfach extrem ehrgeizig.“

„Ohne diese Energie wären wir niemals so weit gekommen.“

Das kann stimmen.

Die entscheidende Frage lautet trotzdem:

Was passiert, sobald Interessen auseinandergehen?

 

 

 

Der eigentliche Test beginnt bei Konflikten

 

Solange alle dasselbe wollen, funktionieren viele Beziehungen hervorragend.

Interessant wird es bei:

  • Geld.
  • Anteilen.
  • Macht.
  • Strategie.
  • Status.
  • Personalentscheidungen.
  • Investoren.
  • Verantwortung.
  • und der Frage, wer am Ende entscheidet.

Dann zeigt sich die Qualität einer Gründerbeziehung.

Kann gestritten und anschließend weitergearbeitet werden?

Können Fehler eingeräumt werden?

Sind Kompromisse möglich?

Gibt es verlässliche Regeln?

Oder wird jeder Konflikt zum Kampf um Kontrolle?

 

 

 

12 Warnsignale bei Co-Foundern

 

Ein einzelner schwieriger Moment sagt wenig.

Achte auf wiederkehrende Muster.

 

1. Die gemeinsame Vision wird zur persönlichen Vision

 

Am Anfang hieß es:

„Unser Unternehmen.“

Später entsteht zunehmend:

„Meine Idee.“

„Meine Strategie.“

„Meine Leute.“

„Meine Investoren.“

Der Mitgründer wird vom Partner zum Statisten.

 

 

2. Erfolge gehören einem Menschen

 

Erfolge werden persönlich beansprucht.

Fehler dagegen verteilt.

Auf Mitarbeitende.

Marktbedingungen.

Investoren.

Dienstleister.

Oder auf dich.

Wenn Verantwortung dauerhaft asymmetrisch verteilt wird, entsteht ein strukturelles Problem.

 

 

 

3. Equity wird mit persönlichem Wert verwechselt

 

Gründeranteile sind ein sensibles Thema.

Problematisch wird es, wenn Diskussionen über Beteiligung weniger sachlich geführt werden und stattdessen zum Beweis persönlicher Bedeutung werden:

„Ohne mich gäbe es die Firma überhaupt nicht.“

„Ich bin das Unternehmen.“

Dann wird eine wirtschaftliche Frage schnell zur Statusfrage.

 

 

 

4. Entscheidungen werden nachträglich umgedeutet

 

Eine Vereinbarung war gestern eindeutig.

Heute klingt sie plötzlich anders.

„Das war doch nur eine Idee.“

„So haben wir das nie beschlossen.“

„Du hast das falsch verstanden.“

Je häufiger das geschieht, desto wichtiger werden Protokolle, Verträge und nachvollziehbare Entscheidungswege.

 

 

 

5. Kritik wird als Illoyalität interpretiert

 

Du hinterfragst eine Entscheidung.

Plötzlich wird weniger über die Entscheidung gesprochen.

Stattdessen über dich.

„Du stehst offensichtlich weniger hinter dem Unternehmen.“

„Warum sabotierst du das?“

„Du bist viel zu negativ.“

Jetzt wird fachlicher Widerspruch zur Loyalitätsprüfung.

 

 

 

6. Investoren bekommen eine andere Geschichte

 

Besonders heikel wird es, wenn gegenüber Investoren, Mitarbeitenden und Mitgründern unterschiedliche Versionen derselben Situation erzählt werden.

Dann kann Informationskontrolle zur Machtquelle werden.

Prüfe Aussagen möglichst direkt.

Weniger über Dritte. Mehr mit den beteiligten Menschen.

 

 

 

7. Mitarbeitende werden zu Verbündeten gemacht

 

Teams können in Lager zerfallen.

„Meine Leute.“

„Deine Leute.“

Einzelne Mitarbeitende werden bevorzugt.

Andere abgewertet.

Informationen werden selektiv verteilt.

So entsteht aus einem Unternehmenskonflikt eine Organisationsdynamik.

 

 

 

8. Rollen und Zuständigkeiten verschwimmen

 

Auf dem Papier sind Verantwortungsbereiche klar.

In der Praxis greift ein Co-Founder ständig in die Bereiche des anderen ein.

Entscheidungen werden übergangen.

Mitarbeitende erhalten widersprüchliche Anweisungen.

Das schafft Unsicherheit und untergräbt Führung.

 

 

 

9. Grenzen erzeugen Eskalation

 

Du bestehst auf:

einer vertraglichen Regel,

einem vereinbarten Prozess,

Transparenz,

einer gemeinsamen Entscheidung.

Und plötzlich steigt der Druck.

Dann ist weniger die Grenze das Problem.

Interessant ist die Reaktion darauf.

 

 

 

10. Große Risiken werden persönlich aufgeladen

 

Startups brauchen Risikobereitschaft.

Gute Risikobereitschaft beinhaltet jedoch:

Alternativen prüfen.

Informationen einbeziehen.

Gegenargumente hören.

Konsequenzen abschätzen.

Problematisch wird es, wenn Zweifel als Schwäche gelten und Widerspruch als Angriff.

 

 

 

11. Nach außen Charme, nach innen Druck

 

Investoren und Öffentlichkeit erleben eine beeindruckende Persönlichkeit.

Intern sieht es anders aus.

Abwertung.

Druck.

Drohungen.

wechselnde Regeln.

Dieses starke Gefälle zwischen Außen- und Innenwirkung verdient Aufmerksamkeit.

 

 

12. Du beginnst, deiner Wahrnehmung weniger zu trauen

 

Nach Meetings bist du zunehmend verwirrt.

Was wurde eigentlich beschlossen?

Warst du wirklich unfair?

Hast du überreagiert?

Warum erinnert sich dein Gegenüber so anders?

Dann brauchst du mehr Fakten.

Dokumentation.

Unabhängige Perspektiven.

Und klare Trennung zwischen:

Was ist geschehen?

und

Wie wird es interpretiert?

 

 

 

Der Co-Founder-Realitätscheck

 

Bei schwierigen Dynamiken helfen fünf Fragen:

 

1. Was ist konkret geschehen?

Beobachtbares Verhalten.

Keine Diagnose.

 

2. Was war vereinbart?

Vertraglich, schriftlich oder nachvollziehbar dokumentiert.

 

3. Ist das ein Einzelfall oder ein Muster?

Ein Fehler ist etwas anderes als ein wiederkehrendes Vorgehen.

 

4. Was steht tatsächlich auf dem Spiel?

Anteile?

Kapital?

Mitarbeitende?

Kunden?

Reputation?

Deine persönliche Haftung?

 

5. Ist eine tragfähige Klärung möglich?

Kann dein Co-Founder zuhören?

Verhandeln?

Verantwortung übernehmen?

Vereinbarungen akzeptieren?

Klärbarkeit ist häufig wichtiger als das Etikett Narzissmus.

 

 

 

Startup-Romantik ist kein Governance-Modell

 

Gerade zu Beginn lautet vieles:

  • „Wir kennen uns.“
  • „Wir vertrauen uns.“
  • „Wir regeln das später.“
  • „Wir brauchen dafür doch keinen Vertrag.“

Das klingt sympathisch.

Und kann teuer werden.

Gute Governance ist weniger Ausdruck von Misstrauen.

Sie schafft Klarheit für Situationen, in denen Interessen irgendwann auseinandergehen.

Dazu gehören je nach Startup beispielsweise:

Zuständigkeiten.

Entscheidungsrechte.

Equity.

Vesting.

Informationsrechte.

Vergütung.

Umgang mit Konflikten.

Ausscheiden von Gründern.

Deadlock-Regelungen.

und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.

Die konkrete rechtliche Gestaltung gehört selbstverständlich in fachkundige juristische Hände.

 

 

 

Dokumentiere wichtige Entscheidungen

 

Je schwieriger die Dynamik, desto wichtiger wird Nachvollziehbarkeit.

Nach einem wichtigen Gespräch kann eine kurze Zusammenfassung helfen:

„Zur Sicherheit halte ich fest, was wir heute vereinbart haben …“

Das reduziert spätere Interpretationsspielräume.

Und es zwingt alle Beteiligten dazu, Unklarheiten früh anzusprechen.

 

 

 

Vermeide den Diagnosekampf

 

Deinem Co-Founder zu sagen:

„Du bist ein Narzisst.“

wird die Situation selten verbessern.

Das Etikett lässt sich diskutieren.

Konkretes Verhalten wesentlich schwerer.

Hilfreicher:

„Diese Entscheidung fällt laut unserer Vereinbarung gemeinsam.“

„Ich stimme dieser Änderung so weniger zu.“

„Bitte halte die Entscheidung schriftlich fest.“

„Darüber entscheide ich nach Prüfung.“

„Das ist eine andere Vereinbarung als die, die wir bisher getroffen haben.“

Klarheit schlägt Diagnose.

 

 

 

Bereite wichtige Gespräche vor

 

Improvisation ist bei angespannten Gründerkonflikten häufig teuer.

Vor wichtigen Gesprächen kläre:

Was möchte ich erreichen?

Welche Punkte sind unverhandelbar?

Wo habe ich Spielraum?

Welche Reaktion ist wahrscheinlich?

Welche Informationen brauche ich?

Was sage ich bei einem persönlichen Angriff?

Wann unterbreche ich das Gespräch?

Welche Vereinbarung soll anschließend schriftlich feststehen?

Gute Vorbereitung schafft Handlungsspielraum.

 

 

 

Behalte deine eigene Handlungsfähigkeit

 

Schwierige Co-Founder-Dynamiken können Menschen enorm beschäftigen.

Gedanklich.

Emotional.

Körperlich.

Dann besteht die Gefahr, dass jede nächste Aktion aus Ärger, Angst oder Erschöpfung entsteht.

Gerade jetzt brauchst du möglichst viel innere Klarheit.

Das bedeutet:

Informationen sammeln.

Optionen prüfen.

Beratung nutzen.

Gespräche vorbereiten.

Pausen zwischen Reiz und Reaktion schaffen.

Und wichtige Entscheidungen möglichst aus einem stabilen Zustand heraus treffen.

 

 

 

Welche Optionen hast du?

 

Die Antwort lautet weniger immer:

Trennung.

Mögliche Wege können je nach Situation sein:

Rollen neu klären.

Entscheidungswege verändern.

Zuständigkeiten trennen.

Governance stärken.

Moderation einbeziehen.

Anteile verändern.

einen Ausstieg vorbereiten.

oder die Zusammenarbeit beenden.

Welche Option sinnvoll ist, hängt stark von:

Verträgen.

Machtverhältnissen.

Finanzierung.

Unternehmensphase.

persönlichen Zielen.

und rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

 

 

 

Wenn Investoren beteiligt sind

 

Investoren können wichtige Stakeholder sein.

Gleichzeitig solltest du weniger voraussetzen, dass sie automatisch die gesamte zwischenmenschliche Dynamik erkennen.

Sie sehen möglicherweise:

  • Zahlen.
  • Wachstum.
  • Vision.
  • Charisma.

Sie erleben weniger den täglichen Umgang.

Wenn Konflikte für das Unternehmen relevant werden, braucht Kommunikation deshalb:

  • Fakten.
  • konkrete Beispiele.
  • geschäftliche Auswirkungen.
  • und nachvollziehbare Risiken.

Weniger:

„Mein Co-Founder ist ein Narzisst.“

Mehr:

„Diese wiederkehrenden Entscheidungs- und Kommunikationsmuster erzeugen folgende Risiken …“

Das ist geschäftlich anschlussfähiger.

 

 

 

Wenn Mitarbeitende betroffen sind

 

Gründerkonflikte bleiben selten zwischen den Gründern.

Mitarbeitende merken:

  • widersprüchliche Entscheidungen.
  • Lagerbildung.
  • Spannung.
  • Informationskontrolle.
  • wechselnde Prioritäten.
  • Dann drohen:
  • Unsicherheit.
  • Fluktuation.
  • Produktivitätsverlust.
  • Vertrauensverlust.

Deshalb gehört zur Strategie auch die Frage:

Wie schützen wir Organisation und Mitarbeitende vor der Gründerkonfliktdynamik?

 

 

 

Wenn eine Trennung wahrscheinlicher wird

 

Dann steigt die Bedeutung professioneller Begleitung.

Rechtlich.

Steuerlich.

Finanziell.

Strategisch.

Und kommunikativ.

Wichtig ist jetzt weniger, im letzten Streit noch zu gewinnen.

Wichtig ist:

ein tragfähiges Ergebnis.

Welche Informationen brauchst du?

Welche Grenzen?

Welche Alternativen?

Welche Kommunikation?

Welche Reihenfolge?

Welche Risiken?

Gerade bei hoher wirtschaftlicher Tragweite lohnt sich frühzeitige professionelle Beratung.

 

 

 

Unterstützung bei schwierigen Co-Founder-Dynamiken

 

Wenn du in einer Startup-Konstellation steckst, die zunehmend schwer einzuschätzen ist, können wir deine Situation gemeinsam sortieren.

Ohne Ferndiagnosen.

Mit Blick auf:

Verhaltensmuster.

Macht- und Entscheidungsstrukturen.

Kommunikation.

deine Grenzen.

deine Optionen.

wichtige Gespräche.

und die Frage, wie du möglichst klar und handlungsfähig bleibst.

Meine Unterstützung konzentriert sich auf die psychologische, strategische und kommunikative Seite.

Für rechtliche, steuerliche, finanzielle oder gesellschaftsrechtliche Fragen gehören die jeweils qualifizierten Fachleute dazu.

→ Unterstützung im Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Die gefährlichste Frage in einem Gründerkonflikt lautet manchmal:

„Wer von uns hat recht?“

Eine stärkere Frage lautet:

„Welche Struktur, welche Entscheidungen und welche nächsten Schritte schützen das Unternehmen und meine Handlungsfähigkeit?“

Denn am Ende entscheidet weniger das psychologische Etikett über deine Zukunft.

Entscheidend ist:

Welche Zusammenarbeit tatsächlich möglich ist – und welche Konsequenzen du daraus ziehst.

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Was tun bei Narzissten im Start-up? Tipps von Therapeut und Unternehmensberater

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Antworten auf häufige Fragen

Woran erkenne ich einen narzisstischen Co-Founder?

Eine Diagnose lässt sich aus dem Geschäftsverhalten allein kaum zuverlässig ableiten. Relevant sind wiederkehrende Muster wie fehlende Verantwortungsübernahme, asymmetrische Regeln, Grenzüberschreitungen, Schuldumkehr, Informationskontrolle und mangelnde Klärbarkeit.

Sind selbstbewusste und risikofreudige Gründer narzisstisch?

Nein. Selbstvertrauen, Ehrgeiz, Charisma und Risikobereitschaft erlauben keine solche Schlussfolgerung.

Sollte ich meinen Co-Founder mit meinem Verdacht konfrontieren?

Meist ist es hilfreicher, konkrete Verhaltensweisen, Zuständigkeiten und Vereinbarungen anzusprechen.

Was hilft bei ständig veränderten Absprachen?

Klare Dokumentation und nachvollziehbare Entscheidungswege können Orientierung schaffen. Rechtlich relevante Vereinbarungen gehören in fachkundige juristische Hände.

Können Investoren helfen?

Das hängt von Situation und Governance ab. Wenn Investoren einbezogen werden, sind konkrete geschäftliche Auswirkungen und dokumentierbare Vorgänge meist hilfreicher als psychologische Etiketten.

Wann sollte ich professionelle Unterstützung suchen?

Je höher wirtschaftliche oder persönliche Risiken werden und je schwieriger eine konstruktive Klärung erscheint, desto sinnvoller kann eine frühe unabhängige Perspektive sein.

Was ist ein Startup?

Ein Startup ist ein junges Unternehmen, das mit der Idee gegründet wurde, eine einzigartige Produkt- oder Dienstleistungsidee zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Diese Unternehmen zeichnen sich oft durch ihre Innovationskraft und ihr Wachstumspotenzial aus. Startups füllen Marktlücken oder bieten neue Lösungen für bestehende Probleme, indem sie neue Technologien, Geschäftsmodelle oder Ansätze nutzen. Das Hauptziel eines Startups ist es, schnell zu wachsen und eine stabile Position auf dem Markt zu erreichen. In vielen Fällen suchen Startups nach Investitionen von Außenstehenden, wie beispielsweise Risikokapitalgebern, um ihre Entwicklung und Expansion zu finanzieren.

Wann ist ein Startup kein Startup mehr?

Ein Unternehmen verliert seinen Status als Startup, sobald es bestimmte Entwicklungsphasen durchlaufen und spezifische Meilensteine erreicht hat. Es gibt mehrere Schlüsselindikatoren dafür, dass ein Unternehmen den Startup-Status hinter sich gelassen hat.

 

1. Nachhaltige Rentabilität

Der erste Indikator ist eine nachhaltige Rentabilität. Das Unternehmen generiert konstant mehr Einnahmen als Kosten und ist nicht mehr auf externe Finanzierungen angewiesen. Das Unternehmen ist in der Lage, zu skalieren.

 

2. Marktstabilität

Es hat eine stabile Position auf dem Markt erreicht, mit einem festen Kundenstamm und anerkannter Marke. 

 

3. Organisationsstruktur

ist formalisiert, mit etablierten Abteilungen, Managementsystemen und Verfahren. Das Geschäftsmodell wurde erfolgreich skaliert und das Unternehmen hat möglicherweise auch international expandiert.

 

4. Finanzierungsrunden

In späteren Finanzierungsrunden, insbesondere bei einem Börsengang oder einer Übernahme durch ein größeres Unternehmen, hat es seine Reife in Bezug auf das Geschäftsmodell unter Beweis gestellt.

 

6. Produkt- oder Dienstleistungsdiversifikation

Das Unternehmen hat sein ursprüngliches Angebot erweitert und diversifiziert, um mehrere Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.

 

 

Es ist wichtig zu beachten, dass es keine strikte Definition gibt, und die Übergänge fließend sein können. Manche betrachten auch die Zeit oder die Anzahl der Mitarbeiter als Indikatoren, doch diese können je nach Branche und Markt stark variieren.

Worunter könnten die Mitgründer eines Startups leiden, wenn einer der Gründer Narzisst ist?

Die Arbeitsbeziehung mit einem narzisstischen Mitgründer kann erhebliche Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der anderen Mitgründers haben. Einige der möglichen negativen Auswirkungen sind:

 

1. Stress und Angst

Die ständige Konfrontation mit Konflikten, Machtspielen und der Unberechenbarkeit des Verhaltens eines narzisstischen Mitgründers kann zu einem erhöhten Stress- und Angstniveau führen.

2. Burnout

Die hohe Arbeitsbelastung in Verbindung mit emotionalem Druck und ständiger Anspannung kann zu Burnout führen, einem Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung.

3. Geringes Selbstwertgefühl

Narzisstische Mitgründer neigen dazu, die Leistungen anderer herabzusetzen oder zu kritisieren, was das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der nicht-narzisstischen Mitgründer beeinträchtigen kann.

 

4. Gefühl der Isolation

Die toxische Dynamik und das Gefühl, nicht gehört oder geschätzt zu werden, können zu einem Gefühl der Isolation und Einsamkeit führen, selbst innerhalb des Teams.

 

5. Depressive Symptome

Langfristige Exposition gegenüber einer toxischen Arbeitsumgebung kann zu depressiven Symptomen führen, einschließlich anhaltender Niedergeschlagenheit, Verlust des Interesses und der Freude an der Arbeit und allgemeiner Antriebslosigkeit.

 

6. Verschlechterung zwischenmenschlicher Beziehungen

Der Druck und die Spannungen können sich auch auf Beziehungen außerhalb der Arbeit auswirken, einschließlich familiärer und freundschaftlicher Beziehungen.

 

7. Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse

In dem Bemühen, den Anforderungen des Start-ups und den Erwartungen des narzisstischen Mitgründers gerecht zu werden, können nicht-narzisstische Mitgründer ihre eigenen Bedürfnisse und ihre Gesundheit vernachlässigen.

8. Zweifel an der eigenen Kompetenz

Ständige Kritik und das Bedürfnis, sich zu beweisen, können dazu führen, dass nicht-narzisstische Mitgründer an ihren eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zweifeln. Es kommt auch zum Impostor-Syndrom.

 

Für Betroffene ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, beispielsweise klare Grenzen zu setzen, Unterstützung bei Kollegen, Mentoren oder professionellen Beratern zu suchen und eine gesunde Work-Life-Balance zu pflegen. Das Erkennen der eigenen Grenzen und der Bedeutung der psychischen Gesundheit ist entscheidend, um langfristig produktiv und engagiert zu bleiben.

P.S.​

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Narzissten Feedback geben

Narzissten Feedback geben

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. August 2019
Überarbeitung: 10. Januar 2022
English version: https://www.karstennoack.com/narcissists-in-leadership-positions/
AN: #534
K: CNC
Ü:

Mitarbeiterjahresgespräche Geschäftsführer

Mitarbeiterjahresgespräche Geschäftsführer

Mitarbeitergespräche
Mitarbeiterjahresgespräche Geschäftsführer

Geschäftsführer und Mitarbeitergespräche

 

In diesem Beitrag geht es um Mitarbeitergespräche die Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen führen.

Mitarbeitergespräch

 

Das Mitarbeiterjahresgespräch gibt es unter vielen Bezeichnungen; Feedback-Gespräch, Jahreskritikgespräch, Personalentwicklungsgespräch, Mitarbeiterentwicklungsgespräch und viele weitere. Es gehört zu den weiterverbreiteten Instrumenten der Mitarbeitersteuerung. Oft geht es um die Beurteilung der Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Mindestens einmal im Jahr steht dann ein Mitarbeitergespräch an. In manchen Unternehmen ist es freiwillig und in anderen vorgeschrieben. Mitunter ist es für die ersten Jahre verbindlich und dann können Mitarbeitende wählen.

 

 

 

 

Grundsätzliche Empfehlungen

 

 

In einem eigenen Beitrag finden Sie Empfehlungen die Führungskraften und Mitarbeitern dabei helfen konstruktive Mitarbeitergespräche zu führen. Mehr hierzu im Artikel Mitarbeiterjahresgespräche: 14 Tipps für Vorgesetzte und 12 für Mitarbeiter

 

 

 

 

Besonderheit

 

Weshalb dieser Beitrag zum Thema Mitarbeitergespräche durch Geschäftsführer? Mitarbeitergespräche sind für Geschäftsführer, Geschäftsführerinnen, Inhaber, CEOs und Mitglieder des erweiterten Führungskreises nicht immer einfach. Häufig steht nicht die Zeit für eine professionelle Gesprächsvorbereitung zur Verfügung. Neben dem Appel eine entsprechende Vorbereitung duchzuführen, ist es wichtig die geeignete Gesprächsführung einzusetzen. Das gilt besonders bei schwierigen Themen, eigenwilligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und auch der ein oder anderen schwierigen Führungskraft.

 

 

 

Bedeutung für Mitarbeitende

 

Machen Sie sich die Bedeutung des Mitarbeitergesprächs deutlich. Ihre Mitarbeiter bekommen in diesen Gesprächen einen Eindruck zu ihrem Stellenwert im Unternehmen und wie sie von den Vorgesetzten gesehen werden. Es ist eine gute Gelegenheit für Mitarbeitende zu erfahren, wie es weitergeht mit den Aufgaben, der Abteilung oder dem gesamten Unternehmen.

Sie können durch ein gute Gespräche Ihr persönliches Interesse an den Mitarbeitenden und deren Situation zeigen. Wertschätzung ist wesentich.

 

 

 

Bedeutung für Geschäftsführer

 

 

Mitarbeitergespräche gehören zu den wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der Personalführung. In vielen Unternehmen reden Mitarbeiter und Vorgesetzte in kurzen Abständen und häufig miteinander. Der direkte Austausch ist wichtig, um sich abzustimmen und auf den gleichen Stand zu kommen zu zu bleiben.

Formale Mitarbeitergespräche sind in der Praxis eher im jährlichen oder halbjährlichen Turnus zu üblich. Es geht oft häufig um die Arbeitsqualität, Arbeitsumfänge, Zielerreichung und persönliche Leistung.

Setzen Sie einen klaren Fokus im Gespräch. Gute Gesprächsführung fokussiert auf die wesentlichen Themen udn Aspekte. Sorgen Sie für einen klaren Fokus, damit ein sachlicher Austausch gefordert wird. Führen Sie ein Gespräch auf Augenhöhe. Wertschätzung, Klarheit und verbindliche Vereinbarungen machen es leichter, denn dann ist die Bereitschaft für weitere Gespräche deutlich höher und die Motivation für die Umsetzung wird gesteigert. Mit guten Mitarbeitergespräche haben Sie ein wirksames Führungsinstrument, dass auch Ihre Arbeit erleichtert.

P.S.

 

Worauf kommt es bei Mitarbeitergesprächen als Führungskraft an?

 

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Mitarbeiterentwicklungsgespräche

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #834640
K: AZB
Ü:

Wer dick aufträgt, steigt eher auf: Machen Blender eher Karriere?

Machen Blender eher Karriere?

Wer dicker aufträgt, steigt eher auf?

 

Machen Blender eher Karriere?

Die lauteste Meinung hat oft die leiseste Ahnung.

Erfahrung aus der Praxis

Machen Blender eher Karriere?

 

Lauteren Zeitgenossen gelingt es oft ihre Leistungen besser zu verkaufen, als sie es verdient haben: Blender! Welche Selbstmarketing-Alternativen gibt es?

 

 

 

Überblick

 

Video

Narzissten werden befördert und du kannst das ändern

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Blender

 

Ja, ein Sprichwort besagt, die lautesten Kühe geben die wenigste Milch. Ob das stimmt, könnte jetzt ein Agrarexperte beantworten. Als Metapher ist es mir willkommen. Ebenso ist es mit diesem hier: Dem Prahlhans legt sogar der Hahn Eier. Doch, bevor es jetzt sofort zu tief in das Thema geht; was ist ein Blender?

 

 

 

Definition Blender

 

Als Blender wurden ursprünglich Pferde mit scheinbar hervorragenden Qualitäten bezeichnet, die jedoch keine blendenden Leistungen erbrachten. Heute werden damit Menschen bezeichnet, die dem ähneln.

Außen hui, innen pfui. Blender schlüpfen in Rollen, die sie nicht wirklich ausfüllen können. Statt eigener Beiträge und Meinung loten sie zuerst aus, wohin der Wind weht. Notfalls wenden sie sich dazu auch spontan um 180 Grad und verkaufen das als mutige Entscheidung. Sie saugen Wissen auf wie ein Schwamm und tun dann so, als wenn sie die Macher sind. Doch bis es auffällt, gehen die Tage ins Land. So bleiben zu oft sehr geeignete Personen im Schatten von Menschen, die sich besser verkaufen.

 

 

 

Wer dick aufträgt, steigt eher auf?

 

Alle Register zieht gern, wer nur eins hat. Der Angeber kommt meist nicht weit. Es fehlt ihm ja die Sicherheit, mit der – ganz ohne anzugeben – die wahrhaft Fortgeschritt’nen leben.

 

Mindestens einen Stromberg gibt es immer. Es gilt: Ist die Abteilung noch so klein, einer muss das Arschloch sein. Verzeihung! Aber es reimte sich so schön.

Vieles spricht dafür, dass lautere Zeitgenossen mit ihrer Schaumschlägerei leider erfolgreicher sind, als sie es für ihre Leistungen verdient hätten. Bewundernswert ist nur ihr Geltungsbedürfnis. Solche Leute machen den Mund auf, selbst wenn sie keine Ahnung haben. Das verstößt gegen die erste und wichtigste Regel der Rhetorik: Wer nichts zu sagen hat sollte die Klappe halten. Doch einige von ihnen machen das so gekonnt, dass sie trotz fehlendem Inhalt glänzen. In langweiligen Büros finden sie die Bühne für ihr Theater. Da schmückt dann auch so manche fremde Feder. Die heiße Luft, die sie verbreiten, wärmt jedoch im besten Fall nur kurz. Sie nehmen nicht teil, sie inszenieren ihren Auftritt. Blumige Sprache, glänzende Rhetorik macht sie stark. Alles in die Verpackung, wenig in den Inhalt.

 

 

 

Stimmt das?

 

Für manche Menschen gibt es nichts Schöneres, als sich selbst reden zu hören. Wenn manche Leute doppelt so tüchtig wären, wie sie tun, wären sie immer noch nicht halb so tüchtig, wie sie glauben. Vieles spricht allerdings leider dafür, dass einige lautere Zeitgenossen mit ihrer Schaumschlägerei erfolgreicher sind, als ihre Leistungen es verdient haben. Gleichzeitig bleiben zu oft sehr geeignete Personen im Schatten von Menschen, die sich besser verkaufen. Viel Verpackung, wenig Inhalt, doch irgendwer wird den Preis zahlen müssen.

Ob bei Bewerbungen oder Beförderungen: Viel zu oft erlebe ich, dass Bewerber:innen und Mitarbeiter nicht nach ihren tatsächlichen Leistungen, Qualitäten und Potenzialen beurteilt werden, sondern nach dem Getöse ihres Auftritts. Wer das Blaue vom Himmel verspricht, hängt die vermeintlich schwächeren Kollegen ab. Und leider gilt es schon als Schwäche, wenn jemand ehrlich ist und nicht übertreibt. Verpackung schlägt mal wieder Inhalt. Kaum ein Verantwortlicher kommt auf die Idee, dass der Auftritt lautschreierischer Blender nur schauspielerische Leistung sind. Viel zu oft steht deren zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein im krassen Missverhältnis zu ihren bisherigen Leistungen und Potenzialen.

 

 

 

Blender enttarnen

 

Dem Prahlhans legt sogar der Hahn Eier.

 

Um zu täuschen, ist dem Blender jedes Mittel recht. Doch, wie lassen sie sich enttarnen? Daran lassen sich Blender erkennen:

  1. Blender produzieren viel heiße Luft, besitzen ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis und betonen, wie wichtig sie sind.
  2. Blender schlüpfen in eine Rolle, die sie nicht ausfüllen können.
  3. Blender achten auf ihre Fassade, um ihre fehlende Souveränität dahinter zu verbergen.
  4. Blender haben zu allem ihre Meinung und von wenig eine Ahnung.
  5. Blender nutzen jede Gelegenheit, um für sich und ihren einzigartigen Wert zu werben.
  6. Blender sind begabte Verkäufer mit hoher Umtauschrate.

 

 

 

Alternativen zum Aufblasen: Wie steht es um Ihr Selbstmarketing?

 

Die lautesten Kühe geben die wenigste Milch. Große Worte und nichts dahinter, denn wer angibt, hat’s nötig. Also schön im Hintergrund halten und den Blendern die Bühne überlassen? Der eine klopft auf den Busch, der andere fängt den Vogel. Besser nicht! Wer sät, sollte auch ernten. Da hilft es, sich und das eigene Angebot überzeugend zu präsentieren. Im Umfeld befinden sich ja vermutlich nicht viele Hellseher.

Authentisches Selbstmarketing: Sich deutlich zu positionieren und stolz eigene Leistung zu präsentieren, ist nicht gleichbedeutend mit zu dickem Auftragen und warmer Luft. Gerade bei jenen, bei denen der Inhalt stimmt, ist schließlich auch eine entsprechende Verpackung angemessen. Hier passt das Verhältnis von Verpackung und Inhalt dann auch.

Umfrage

 

Machen Blender eher Karriere?

%

Ja

%

Nein

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de und bei Teilnehmern an Veranstaltungen von NOACK Training & Coaching Berlin  (n= 685)

P.S.

 

Woran erkennen Sie Blender und wie gehen Sie mit ihnen um?

Manche Menschen wollen immer glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben. Heinz Erhard

Artikel

 

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

13 Tipps, um die Tiefe deiner Stimme zu erkunden

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Mehr Geld, mehr Attraktivität, Dominanz und Einfluss? Tiefe Stimmen sind nicht nur attraktiv, sondern sollen obendrein auch noch erfolgreich machen. Tipps, wie du deine Stimme noch wirkungsvoller einsetzen kannst.

mehr lesen
1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 9. August 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #3714
K:
Ü: B

Narzisstische Eltern: Was aus einer schwierigen Kindheit wachsen kann

Narzisstische Eltern: Gibt es später trotzdem etwas Gutes?

Was aus einer schwierigen Kindheit wachsen kann – ohne das Erlebte schönzureden
Narzisstische Eltern: Etwas Trost im Unglück?

Narzisstische Eltern: Gibt es später trotzdem etwas Gutes?

 

Was aus einer schwierigen Kindheit wachsen kann – ohne das Erlebte schönzureden

 

Wer mit einem stark narzisstisch geprägten Elternteil aufgewachsen ist, hat sich diese Erfahrung weniger ausgesucht.

Vielleicht hast du früh gelernt, dich anzupassen.

Stimmungen zu lesen.

Konflikte vorauszuahnen.

Leistung zu bringen.

Verantwortung zu übernehmen.

Oder deine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen.

Das kann einen hohen Preis haben.

Und deshalb möchte ich etwas sehr klar sagen:

Eine schwierige Kindheit braucht kein verborgenes Geschenk, damit du ihr einen Sinn geben darfst.

Was geschehen ist, darf schwierig gewesen sein.

Schmerz darf Schmerz heißen.

Und trotzdem kann später etwas entstehen, das dir gehört.

Klarheit.

Mitgefühl.

Grenzen.

Selbstkenntnis.

Freiheit.

Vielleicht sogar eine besondere Fähigkeit, Beziehungen anders zu gestalten.

Nicht weil das Erlebte gut war.

Sondern weil du heute etwas daraus machen kannst.

 

 

 

Du musst weniger dankbar für das Schwere sein

 

Manchmal hören Menschen nach schwierigen Erfahrungen Sätze wie:

„Es hat dich stärker gemacht.“

„Alles passiert aus einem Grund.“

„Sieh doch, was du daraus gelernt hast.“

Solche Sätze können gut gemeint sein.

Und sie können sich trotzdem falsch anfühlen.

Denn möglicherweise hättest du auf manche Lektion gerne verzichtet.

Vielleicht hättest du lieber einfach:

Schutz.

Verlässlichkeit.

Zuwendung.

Interesse.

und die Freiheit gehabt, Kind zu sein.

Das ist verständlich.

Wachstum macht das Geschehene weniger rückwirkend notwendig.

 

 

 

Was bedeutet überhaupt „narzisstische Eltern“?

 

Der Begriff wird heute sehr häufig verwendet.

Ein egozentrischer, schwieriger oder emotional unreifer Elternteil hat weniger automatisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Eine solche Diagnose gehört in professionelle Hände.

Für die eigene Aufarbeitung ist häufig eine andere Frage hilfreicher:

Welche wiederkehrenden Muster habe ich erlebt – und wie wirken sie heute noch auf mich?

Zum Beispiel:

War Zuwendung stark an Leistung gebunden?

Musste ich mich häufig an die Stimmung eines Elternteils anpassen?

War wenig Raum für meine Gefühle?

Wurde Kritik schnell als Angriff verstanden?

Musste ich Verantwortung übernehmen, die eigentlich Erwachsenen gehörte?

Wurden Grenzen respektiert?

Durfte ich eine eigene Meinung haben?

Diese Erfahrungen sind relevant, unabhängig vom Etikett.

 

 

 

Was eine solche Kindheit hinterlassen kann

 

Belastende Kindheitserfahrungen können lange nachwirken. Forschung verbindet psychologische Misshandlung und Vernachlässigung in der Kindheit mit erhöhten Risiken für verschiedene psychische Schwierigkeiten im Erwachsenenalter; zugleich reagieren Menschen sehr unterschiedlich. (PMC)

Mögliche Folgen können beispielsweise sein:

starke Selbstkritik.

Unsicherheit in Beziehungen.

Überverantwortlichkeit.

Schwierigkeiten mit Grenzen.

große Sensibilität für Stimmungen.

Angst vor Ablehnung.

ständiges Funktionieren.

oder die Gewohnheit, eigene Bedürfnisse sehr spät wahrzunehmen.

Das sind keine persönlichen Schwächen.

Es können einmal sinnvolle Anpassungen an ein schwieriges Umfeld gewesen sein.

 

 

 

Was früher geholfen hat, darf heute überprüft werden

 

Vielleicht war es als Kind hilfreich, sehr genau zu beobachten:

Wie ist die Stimmung?

Was darf ich sagen?

Wie verhindere ich Konflikte?

Was erwartet mein Elternteil von mir?

Damals konntest du deine Umgebung kaum verändern.

Also hast du dich angepasst.

Heute bist du in einer anderen Position.

Und damit entsteht eine neue Frage:

Welche dieser alten Fähigkeiten brauche ich heute noch – und welche darf ich verändern?

 

 

 

Aus Überanpassung kann feine Wahrnehmung werden

 

Wer früh lernen musste, Stimmungen zu erfassen, entwickelt manchmal eine sehr feine Wahrnehmung für andere Menschen.

Das kann später eine Stärke sein.

Wenn du sie bewusst einsetzen kannst.

Der Unterschied ist wichtig:

Früher lautete die innere Aufgabe möglicherweise:

„Ich muss wissen, wie es den anderen geht, damit ich sicher bin.“

Heute darf daraus werden:

„Ich kann andere Menschen gut wahrnehmen und trotzdem bei mir bleiben.“

Das ist keine kleine Veränderung.

 

 

 

Aus Konfliktvermeidung kann bewusste Diplomatie werden

 

Vielleicht hast du früh gelernt, Spannungen zu vermeiden.

Das kann später dazu führen, dass du Konflikte zu lange hinausschiebst.

Gleichzeitig steckt darin möglicherweise eine gute Fähigkeit:

Du erkennst unterschiedliche Perspektiven.

Du kannst vermitteln.

Du spürst, wann eine Situation kippt.

Die Entwicklung besteht weniger darin, diese Fähigkeit abzulegen.

Du darfst sie mit Grenzen verbinden.

 

 

 

Aus Verantwortlichkeit kann Verantwortung mit Grenzen werden

 

Manche Kinder übernehmen erstaunlich früh Verantwortung.

Für die Stimmung.

Für Geschwister.

Für Konflikte.

Vielleicht sogar für das emotionale Wohlbefinden eines Elternteils.

Später können daraus Zuverlässigkeit, Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft entstehen.

Wertvoll wird es, wenn du zusätzlich lernst:

Was gehört zu mir – und was gehört zu anderen?

Verantwortung ist eine Stärke.

Überverantwortung erschöpft.

 

 

 

Aus Selbstbeobachtung kann Selbstkenntnis werden

 

Wer früh sehr vorsichtig sein musste, beobachtet sich später oft intensiv.

Habe ich etwas falsch gemacht?

War ich zu viel?

War ich egoistisch?

Wie komme ich an?

Diese Selbstbeobachtung kann belastend sein.

Und sie kann sich verändern.

Weg von:

„Was stimmt mit mir nicht?“

Hin zu:

„Was brauche ich gerade?“

„Was ist mir wichtig?“

„Welche Entscheidung passt zu mir?“

Das ist Selbstkenntnis statt Selbstkontrolle.

 

 

 

Aus Sehnsucht nach Anerkennung kann innere Orientierung werden

 

Wenn Anerkennung in der Kindheit unberechenbar war, kann sie später besonders wichtig erscheinen.

Lob.

Bestätigung.

Zustimmung.

Nähe.

Das ist verständlich.

Eine wichtige Entwicklung kann darin bestehen, den inneren Bezugspunkt zu stärken.

Was halte ich selbst für richtig?

Welche Werte möchte ich leben?

Wie möchte ich behandelt werden?

Welche Beziehungen tun mir gut?

Äußere Anerkennung darf schön sein. Sie muss weniger dein inneres Fundament tragen.

 

 

 

Du kannst Beziehungen neu lernen

 

Wer früh schwierige Beziehungsmuster erlebt hat, kann später feststellen:

Nähe fühlt sich ungewohnt an.

Verlässlichkeit vielleicht sogar langweilig.

Grenzen lösen Schuldgefühle aus.

Konflikte wirken gefährlicher, als sie heute tatsächlich sind.

Das bedeutet weniger, dass Beziehungen für immer so bleiben.

Neue Erfahrungen können etwas verändern.

Menschen können lernen:

Nähe und Freiheit miteinander zu verbinden.

Konflikte auszuhalten.

Grenzen zu setzen.

Verantwortung zu teilen.

Und Beziehungen zu wählen, in denen Gegenseitigkeit möglich ist.

 

 

 

Du darfst anders werden als deine Eltern

 

Eine häufige Sorge lautet:

„Was, wenn ich genauso werde?“

Diese Sorge kann gerade bei Menschen auftreten, die sehr bewusst mit ihrer eigenen Geschichte umgehen.

Hilfreicher als permanente Selbstkontrolle ist eine andere Orientierung:

Kann ich Verantwortung übernehmen?

Kann ich mich entschuldigen?

Kann ich andere Perspektiven gelten lassen?

Kann ich Grenzen respektieren?

Kann ich mein Verhalten überprüfen?

Kann ich Nähe zulassen, ohne Kontrolle zu brauchen?

Solche Fähigkeiten schaffen Unterschied.

 

 

 

Wachstum ist möglich – weniger garantiert

 

In der Psychologie wird von posttraumatischem Wachstum gesprochen, wenn Menschen nach schwierigen Erfahrungen beispielsweise mehr persönliche Stärke, tiefere Beziehungen, neue Möglichkeiten oder eine veränderte Wertschätzung des Lebens erleben. (PubMed)

Wichtig ist die Ergänzung:

Wachstum ist keine Pflicht.

Du musst weniger beweisen, dass das Erlebte „für etwas gut“ war.

Manche Menschen wachsen an bestimmten Erfahrungen.

Andere tragen lange Belastungen.

Oft geschieht beides gleichzeitig.

Forschung weist zudem darauf hin, dass wahrgenommenes Wachstum und tatsächlich messbare langfristige Veränderung weniger dasselbe sein müssen.

 

 

 

Heilung ist weniger eine Heldengeschichte

 

Die Vorstellung klingt schön:

Schwere Kindheit.

Große Krise.

Dann wächst jemand daran und wird stärker als zuvor.

Das wirkliche Leben verläuft häufig anders.

Entwicklung kann bedeuten:

einen Rückfall in alte Muster bemerken.

eine Grenze dieses Mal fünf Minuten früher setzen.

nach einem Konflikt weniger tagelang grübeln.

eine Beziehung auswählen, die ruhig und verlässlich ist.

das eigene Nein weniger erklären.

sich Hilfe erlauben.

Das sind ebenfalls große Schritte.

 

 

 

Positive Erfahrungen zählen ebenfalls

 

Widerstandskraft entsteht weniger ausschließlich aus dem, was Menschen überstanden haben.

Positive Erfahrungen können einen wichtigen eigenen Beitrag leisten: verlässliche Beziehungen, Zugehörigkeit, Unterstützung, sichere Bezugspersonen und andere förderliche Erfahrungen stehen mit günstigeren späteren psychosozialen Ergebnissen in Zusammenhang. (PubMed)

Das bedeutet:

Du musst deine Stärke weniger ausschließlich aus dem Schmerz erklären.

Vielleicht gab es auch:

eine Großmutter.

einen Lehrer.

eine Freundin.

einen Nachbarn.

eine Partnerin.

einen Therapeuten.

oder andere Menschen, die dir etwas anderes gezeigt haben.

Auch das gehört zu deiner Geschichte.

 

 

 

Du bist mehr als deine Herkunft

 

Eine schwierige Kindheit kann viel prägen.

Sie erklärt manches.

Sie bestimmt weniger alles.

Du bist mehr als:

das Kind eines schwierigen Elternteils.

deine Anpassungsstrategien.

deine alten Ängste.

deine bisherigen Beziehungsmuster.

Mit jedem Schritt, in dem du bewusster entscheidest, entsteht Gegenwart.

Und damit Zukunft.

 

 

 

Was heute helfen kann

 

Vielleicht möchtest du weniger weiter analysieren, weshalb dein Elternteil so war.

Vielleicht möchtest du heute klären:

Was wirkt noch in mir?

Welche Situationen triggern alte Muster?

Wo verliere ich meine Grenzen?

Welche Beziehungen wähle ich?

Welche Verantwortung trage ich zu viel?

Welche Stimme in mir klingt noch wie früher?

Und:

Wie möchte ich heute mit mir selbst umgehen?

Hier liegt häufig die eigentliche Entwicklung.

 

 

 

Muss ich meine Eltern konfrontieren?

 

Diese Frage beschäftigt viele Menschen.

Eine Konfrontation kann sinnvoll erscheinen.

Vielleicht möchtest du gehört werden.

Etwas aussprechen.

Eine Grenze setzen.

Oder endlich eine Reaktion bekommen, die früher gefehlt hat.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„Habe ich das Recht dazu?“

Sondern:

„Was möchte ich damit erreichen – und wie realistisch ist dieses Ziel?“

Manchmal dient ein Gespräch der eigenen Klarheit.

Manchmal schafft Abstand mehr Schutz.

Und manchmal besteht die wichtigste Veränderung darin, weniger auf eine bestimmte Reaktion des Elternteils angewiesen zu sein.

 

 

 

Unterstützung bei den Folgen schwieriger Elternbeziehungen

 

Wenn Erfahrungen mit einem stark narzisstisch geprägten oder emotional schwierigen Elternteil heute noch Einfluss auf dein Leben haben, können wir deine Situation gemeinsam betrachten.

Dabei kann es beispielsweise gehen um:

  • alte Beziehungsmuster.
  • Selbstwert.
  • Grenzen.
  • Schuldgefühle.
  • innere Stabilität.
  • die eigene Wahrnehmung.
  • Kontaktgestaltung.
  • oder die Frage, wie du heute freier entscheiden möchtest.

→ Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken

Bei seelischen Folgen belastender Erfahrungen kann therapeutische Unterstützung im passenden Rahmen sinnvoll sein.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht brauchst du weniger Trost darin, dass eine schwierige Kindheit angeblich ein Geschenk war.

Vielleicht liegt der Trost an einer anderen Stelle:

Deine Geschichte ist geschehen.

Und sie ist weniger das Ende deiner Entwicklung.

Du kannst heute lernen, dich selbst anders zu behandeln.

Andere Beziehungen zu wählen.

Grenzen zu setzen.

Verantwortung neu zu verteilen.

Und zunehmend weniger nach den Regeln einer Vergangenheit zu leben, die du dir nie ausgesucht hast.

Das Gute liegt weniger im damaligen Schmerz.

Es kann in dem liegen, was du heute für dich daraus entstehen lässt.

P.S.​

 

Hast du Gedanken, Fragen oder Anregungen zum Thema?

Antworten auf häufige Fragen

Kann eine schwierige Kindheit auch Stärken hervorbringen?

Menschen können aus belastenden Erfahrungen Fähigkeiten und neue Perspektiven entwickeln. Das geschieht individuell und bedeutet weniger, dass die belastende Erfahrung deshalb gut oder notwendig war.

Muss ich meinen Eltern vergeben, um weiterzukommen?

Vergebung ist ein persönlicher Prozess und weniger eine Voraussetzung für Entwicklung. Wichtiger kann sein, das Erlebte einzuordnen, Grenzen zu entwickeln und den eigenen Handlungsspielraum zu vergrößern.

Sollte ich einen narzisstisch geprägten Elternteil konfrontieren?

Das hängt davon ab, was du erreichen möchtest und welche Reaktionen realistisch zu erwarten sind. Eine gute Vorbereitung kann helfen, Chancen und Risiken einzuschätzen.

Kann ich verhindern, dieselben Muster weiterzugeben?

Bewusstsein, Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und neue Beziehungserfahrungen können einen Unterschied machen. Forschung zeigt zugleich, dass belastende Kindheitserfahrungen Risiken für spätere Beziehungsmuster erhöhen können, ohne einen unveränderlichen Verlauf festzulegen.

Muss ich den Kontakt abbrechen?

Das lässt sich weniger pauschal beantworten. Zwischen engem Kontakt und vollständigem Kontaktabbruch gibt es viele Abstufungen. Entscheidend sind konkrete Dynamik, Belastung, Grenzen und deine Möglichkeiten.

Welche Auswirkungen können narzisstische Eltern auf den Nachwuchs haben?

Narzisstische Eltern können viele negative Auswirkungen auf ihre Kinder haben, darunter:

  • Selbstwertprobleme
    Kinder von narzisstischen Eltern können Schwierigkeiten haben, ihre eigene Identität zu entwickeln und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen, da sie sich ständig mit den Erwartungen und Ansprüchen der Eltern konfrontiert sehen.
  • Beziehungsprobleme
    Kinder narzisstischer Eltern können Schwierigkeiten haben, gesunde Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, da sie gelernt haben, sich an die Bedürfnisse anderer anzupassen und ihre eigenen Bedürfnisse zu ignorieren.
  • Angstzustände und Depressionen
    Nachwuchs narzisstischer Eltern können Angstzustände und Depressionen entwickeln, da sie sich ständig unsicher und ungeliebt fühlen.
  • Verhaltensprobleme
    Kinder von narzisstischen Eltern können Probleme mit dem Verhalten haben, da sie gelernt haben, ihre Gefühle zu unterdrücken und sich an die Erwartungen der Eltern anzupassen.
  • Probleme im Erwachsenenalter
    Kinder von narzisstischen Eltern können im Erwachsenenalter Probleme haben, eigene Entscheidungen zu treffen, Beziehungen aufzubauen und erfolgreich zu sein, da sie gelernt haben, sich an die Erwartungen anderer anzupassen und ihre eigenen Bedürfnisse zu ignorieren.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass Nachwuchs unterschiedlich auf narzisstische Eltern reagieren und nicht jeder, dessen Eltern narzisstisch sind, automatisch unter den genannten Folgen leiden muss. Außerdem lassen sich die Auswirkungen narzisstischer Eltern durch Therapie und Unterstützung überwinden.

Wissen narzisstische Eltern, was sie ihren Kindern antun?

Selbstreflexion ist keine wahrscheinliche Eigenschaften solcher Menschen. Narzisstische Eltern sind oft sich selbst gegenüber blind, auch was ihre Auswirkungen auf ihre Kinder betrifft. Sie wollen sich selbst als gute Eltern sehen und betrachten ihre Kinder als Quelle der Befriedigung und Bestätigung für ihr eigenes narzisstisches Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung. Anstatt ihre eigenen Fehler zu erkennen schieben sie die Schuld auf ihre Kinder.

Narzisstische Eltern haben oft Schwierigkeiten, die notwendige Empathie an den Tag zu legen. Die Gefühle und Bedürfnisse ihrer Kinder bleiben unberücksichtigt. Notwendige Hilfe wird abgelehnt, weil sie glauben, dass sie keine Probleme haben und dass ihre Kinder das Problem sind.

Es gibt Fälle in denen narzisstische Eltern erkennen, dass ihre Handlungen negative Auswirkungen auf ihre Kinder haben, doch sie haben Schwierigkeiten oder sind nicht willens oder fähig, ihr Verhalten zu verändern. In diesen Fällen kann professionelle Hilfe für die Eltern und die Kinder von großem Nutzen sein. Es ist jedoch ein großer Schritt für Menschen mit ausgeprägten narzisstischen Tendenzen, dass anzugehen.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Narzissten Feedback geben

Narzissten Feedback geben

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. August 2021
Überarbeitung: 23. Januar 2023
AN: #756
K: CNC
Ü:

Narzisstische Geschäftspartner: Warnsignale & Umgang

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird
Durchblick

Narzisstische Geschäftspartner: Wenn Zusammenarbeit zum Risiko wird

 

Warnsignale erkennen, Dynamiken einordnen und handlungsfähig bleiben

 

Am Anfang war die Zusammenarbeit überzeugend.

Energie.

Ideen.

Große Pläne.

Vielleicht sogar außergewöhnliche Erfolge.

Und irgendwann verändert sich etwas.

Vereinbarungen werden unterschiedlich erinnert.

Entscheidungen fallen plötzlich im Alleingang.

Erfolge haben einen eindeutigen Urheber.

Für Fehler sind andere verantwortlich.

Widerspruch führt zu persönlichen Angriffen, Rückzug oder Machtspielen.

Und du beginnst dich zu fragen:

„Hat mein Geschäftspartner narzisstische Züge?“

Diese Frage kann verständlich sein.

Für deine nächsten Schritte ist eine andere Frage meist hilfreicher:

Was geschieht konkret – und welche Bedeutung hat dieses Verhalten für unsere Zusammenarbeit?

 

 

 

Eine Diagnose brauchst du für deine Entscheidung selten

 

Aus der Distanz lässt sich keine seriöse Diagnose stellen.

Und für deine geschäftlichen Entscheidungen brauchst du sie meist auch nicht.

Wichtiger sind beobachtbare Fragen:

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Ist Verantwortung möglich?

Wie reagiert dein Geschäftspartner auf Widerspruch?

Können unterschiedliche Interessen offen besprochen werden?

Wie werden gemeinsame Erfolge verteilt?

Was geschieht nach Fehlern?

Werden Informationen transparent geteilt?

Sind Grenzen möglich?

Und lassen sich Konflikte tatsächlich klären?

Ein einzelnes schwieriges Gespräch sagt wenig.

Wiederkehrende Muster sagen wesentlich mehr.

 

 

 

11 Warnsignale bei schwierigen Geschäftspartnern

 

1. Vereinbarungen verändern sich im Nachhinein

 

Ihr habt etwas besprochen.

Später klingt die Geschichte plötzlich anders.

Das kann gelegentlich durch unterschiedliche Erinnerungen entstehen.

Wenn daraus ein wiederkehrendes Muster mit einseitigem Vorteil wird, lohnt sich Aufmerksamkeit.

 

 

 

2. Entscheidungen fallen zunehmend im Alleingang

 

Gemeinsame Verantwortung braucht gemeinsame Entscheidungsprozesse.

Kritisch wird es, wenn dein Geschäftspartner regelmäßig Tatsachen schafft und dich anschließend darüber informiert.

 

 

 

3. Erfolge werden vereinnahmt

 

Aus einem gemeinsamen Erfolg wird:

„Das war meine Idee.“

Beiträge anderer verschwinden zunehmend aus der Erzählung.

 

 

 

4. Verantwortung wandert

 

Bei Erfolgen steht eine Person im Mittelpunkt.

Bei Problemen tauchen plötzlich viele andere Verantwortliche auf.

Achte weniger auf einzelne Rechtfertigungen und stärker auf das wiederkehrende Muster.

 

 

 

 

5. Widerspruch verändert die Beziehung

 

Eine tragfähige geschäftliche Partnerschaft braucht unterschiedliche Meinungen.

Interessant wird deshalb:

Was geschieht, wenn du widersprichst?

Bleibt die Auseinandersetzung sachlich?

Oder folgen Abwertung, Rückzug, Druck, Drohungen oder persönliche Angriffe?

 

 

 

6. Informationen werden zu Machtmitteln

Informationen können zurückgehalten, selektiv weitergegeben oder strategisch eingesetzt werden.

Das verändert die Machtbalance innerhalb einer Partnerschaft.

 

 

 

7. Menschen werden gegeneinander ausgespielt

 

Mitarbeiter hören unterschiedliche Versionen.

Gesellschafter erhalten unterschiedliche Informationen.

Vertrauliche Aussagen gelangen gezielt zu Dritten.

So können Allianzen und Abhängigkeiten entstehen.

 

 

 

8. Regeln gelten unterschiedlich

 

Von dir werden Verbindlichkeit, Transparenz und Loyalität erwartet.

Für deinen Geschäftspartner gelten großzügigere Maßstäbe.

Eine solche Asymmetrie verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

9. Grenzen werden immer wieder getestet

 

Du formulierst eine Grenze.

Kurz darauf entsteht die nächste Situation.

Dann die nächste.

Entscheidend ist weniger die einzelne Grenzüberschreitung.

Entscheidend ist das Muster.

 

 

 

10. Das Unternehmen wird zunehmend von einer Person abhängig

 

Kundenkontakte.

Wissen.

Passwörter.

Informationen.

Mitarbeiterbeziehungen.

Entscheidungen.

Je stärker zentrale Ressourcen an einer Person hängen, desto größer wird ihr faktischer Einfluss.

 

 

 

11. Immer mehr Energie fließt in die Beziehung

 

Vielleicht ist das eines der wichtigsten Signale.

Du beschäftigst dich ständig damit:

Was wird er tun?

Wie sage ich es?

Wie wird sie reagieren?

Was geschieht beim nächsten Meeting?

Irgendwann kostet die Regulierung einer einzigen Beziehung unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit.

 

 

 

Die entscheidende Frage lautet weniger: Narzisst oder kein Narzisst?

 

Für deine nächsten Schritte sind andere Fragen hilfreicher:

Ist unter diesen Bedingungen eine tragfähige Zusammenarbeit möglich?

Welche Veränderungen wären dafür erforderlich?

Welche davon liegen tatsächlich in meinem Einflussbereich?

Welche Grenzen brauche ich?

Welche Konsequenzen folgen, wenn diese Grenzen erneut überschritten werden?

Und schließlich:

Was geschieht, wenn im Wesentlichen alles so weitergeht wie bisher?

Diese Fragen führen vom Etikett zur Entscheidung.

 

 

 

Wenn wirtschaftliche Interessen hinzukommen

 

Bei Geschäftspartnern geht es selten allein um die Beziehung.

Es geht möglicherweise auch um:

  • Unternehmensanteile.
  • Kunden.
  • Mitarbeiter.
  • Kapital.
  • Verträge.
  • Reputation.
  • Know-how.
  • Entscheidungsbefugnisse.
  • Und die Zukunft des Unternehmens.

Deshalb braucht eine solche Situation mehr als allgemeine Kommunikationstipps.

Psychologische Dynamik und Unternehmensrealität gehören gemeinsam betrachtet.

 

 

 

Was du jetzt tun kannst

 

1. Beobachtungen von Interpretationen trennen

 

Schreibe auf, was tatsächlich geschehen ist.

Wer hat was gesagt?

Was wurde vereinbart?

Was geschah anschließend?

Das schafft Klarheit.

 

 

 

2. Wiederkehrende Muster suchen

 

Ein schwieriger Tag ist ein schwieriger Tag.

Ein wiederkehrender Ablauf liefert wesentlich mehr Informationen.

 

 

 

3. Abhängigkeiten sichtbar machen

 

Wo besitzt dein Geschäftspartner Einfluss?

Wo besitzt du Einfluss?

Wo bestehen gegenseitige Abhängigkeiten?

Wo ist das Unternehmen unnötig verwundbar?

 

 

 

4. Dein Ziel klären

 

Was möchtest du erreichen?

Eine bessere Zusammenarbeit?

Klare Verantwortlichkeiten?

Neue Entscheidungsregeln?

Mehr Transparenz?

Eine Neuordnung?

Oder prüfst du bereits eine Trennung?

 

 

 

5. Das nächste wichtige Gespräch vorbereiten

 

Gerade bei festgefahrenen Macht- und Konfliktdynamiken lohnt es sich, ein entscheidendes Gespräch sorgfältig vorzubereiten.

Welche Botschaft soll ankommen?

Welche Grenze formulierst du?

Welche Fragen stellst du?

Welche Reaktionen erwartest du?

Und was tust du anschließend?

 

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Bei Konflikten zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern treffen persönliche Dynamiken und wirtschaftliche Interessen unmittelbar aufeinander.

Dann kann ein unabhängiger Sparringspartner helfen, die Situation zu sortieren.

Im Executive Sparring betrachten wir beispielsweise:

die konkrete Dynamik,

Interessen und Machtverhältnisse,

Abhängigkeiten,

Handlungsoptionen,

Gesprächs- und Verhandlungsstrategien,

mögliche Reaktionen

und die Konsequenzen unterschiedlicher Entscheidungen.

Dabei geht es weniger darum, deinen Geschäftspartner psychologisch zu etikettieren.

Es geht darum, deine Handlungsfähigkeit zu stärken.

→ Narzissmus im Unternehmen: Professioneller Umgang und Sparring

→ Konflikte mit Geschäftspartnern und Gesellschaftern

→ EXECUTIVE SPARRING

 

 

 

Rechtliche Fragen

 

Auseinandersetzungen zwischen Geschäftspartnern und Gesellschaftern können erhebliche rechtliche Konsequenzen besitzen.

Verträge, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Haftung und andere juristische Fragen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.

Meine Arbeit konzentriert sich auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Strategie, Entscheidungsfindung und deine persönliche Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Dein nächster Schritt

 

Wenn du gerade in einer solchen Situation steckst, können wir mit deiner konkreten Lage beginnen.

Was geschieht?

Was steht auf dem Spiel?

Was möchtest du erreichen?

Und welcher nächste Schritt ist unter den tatsächlichen Bedingungen sinnvoll?

→ EXECUTIVE SPARRING

Video

Narzisstische Persönlichkeiten im Business: So schützt du dich als Führungskraft

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

Narzissten Feedback geben

Narzissten Feedback geben

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. August 2015
Überarbeitung: 14. Juni 2022
AN: #7236
K: CNC
Ü:

Narzissten Feedback geben

Narzissten Feedback geben

Der Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten

Narzissten Feedback geben

 

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

Video

Narzissten Feedback geben

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Narzissten Feedback geben

 

Wenn Sie Narzissten gegenüber Kritik äußern, wird das wie ein massiver körperlicher Angriff empfunden. Auf Narzissten wirkt das wie die Vernichtung ihrer eigenen Person. Je nach Beziehung und Kontext fällt die überzogene Reaktion aus —früher oder später. Mitunter kann die Antwort sogar deutlich später erfolgen, wenn Sie nicht mehr damit rechnen. Sie kann offen oder verborgen erfolgen. Eines ist jedoch recht sicher: Narzissten vergessen selbst vermeintliche Angriffe nicht. Sie wollen sich revanchieren, koste was wolle.

 

 

 

Lohnt sich der Aufwand?

 

Selbst aus Ihrer Sicht harmloses konstruktives Feedback geht Narzissten oft zu weit. Sie empfinden so etwas als Beleidigung und nehmen es persönlich. Also, seien Sie vorsichtig und üben sich im äußersten Fingerspitzengefühl, wie es ein Bombenentschärfer machen würde.
Bevor Sie Fehler ansprechen, überlegen Sie sich, ob Sie das trotz der Risiken wirklich wollen. Einsicht ist üblicherweise nicht zu erwarten. Rechnen Sie je nach Situation mit geheuchelter Einsicht, Ausreden, Schuldzuschreibungen oder emotionalen Reaktionen wie Wutausbrüchen.

 

 

 

Emotionale Reaktionen

 

Bleiben Sie bei Wutausbrüchen von Narzissten gelassen. Es ist Teil des favorisierten Verhaltensrepertoires narzisstischer Persönlichkeiten. Solche Menschen wissen, wie sie andere manipulieren. Lernen Sie, deren Manipulationstechniken erkennen.

 

 

 

Vorsicht

 

Wagen Sie es trotzdem einen Narzissten zu kritisieren, dann verpacken Sie es gut. Füttern Sie Narzissten mit sehr viel annehmbarem Lob. Die darauf folgende Kritik liefern Sie in kleinen Häppchen, wohl dosiert. Sie finden, das ist anstrengend? Ich auch!

Eines können Sie jedenfalls vergessen; narzisstische Persönlichkeiten zu verändern. Sie werden sie nicht zu Einsichten bringen oder eine Beziehung auf Augenhöhe herstellen. Das sind sinnlose Versuche.

 

 

 

Typische Äußerungen von Narzissten

 

  • Das ist nicht passiert.
  • Und wenn doch, war es nicht relevant..
  • Und wenn doch, dann ist das nicht schlimm.
  • Und wenn doch, dann ist das nicht meine Schuld.
  • Und wenn doch, habe ich es nicht so gemeint.
  • Und wenn doch, hast du es verdient!

Antworten auf häufige Fragen

Wie verhalten sich gekränkte Narzissten?

Fühlen sich Menschen mit ausgeprägten narzisstischen Tendenzen gekränkt, reagieren sie häufig mit Rache. Selbst ansonsten nahestehende Menschen werden dann wie Feinde behandelt, denen Schmerz zuzufügen werden soll. Narzissten betrachten ihre Reaktion das nicht als Angriff, sondern als notwendige Verteidigung.

Was macht Narzissten besonders wütend?

Das instabile Selbstwertgefühl, das Narzissten sehr schnell das Gefühl vermittelt, dass sie Gefahr laufen, mit ihrem ungeschminkten Ich enttarnt zu werden, führt häufig zu Wut, ebenso wie ein Rückschlag oder eine Enttäuschung, die Scham auslöst und das konstruierte Selbstbild erschüttert.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Haben Sie Erfahrungen mit narzisstischen Persönlichkeiten?

 

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining sowie im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. August 2013
Überarbeitung: 8. August 2020
AN: #672
K: CNC
Ü: