Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Wie ist der Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit?

Welchen Beitrag liefert Kreativität tatsächlich?
Kreativität und Zufriedenheit

Zusammenhang von Kreativität und Zufriedenheit

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Kreativität als Luxusgut

 

Nein, Kreativität ist nicht nur etwas für Leute, die nichts zu tun haben. Jeder profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Sie ist somit zu einem allgemein angestrebten Gut geworden, das nicht mehr nur Künstlern zugesprochen wird. Viele Menschen wollen ihr kreatives Potenzial entwickeln, allerdings geben viele zu rasch auf und erwarten für den geringsten Einsatz sofort Anerkennung. Erfolgreich sind hingegen diejenigen, die Hindernisse als zusätzlichen Ansporn sehen und überwinden.

Kreativität, vom lateinischen Wort „creare“ abgeleitet, wird im Allgemeinen als schöpferische Kraft oder Einfallsreichtum verstanden. Zwar beschäftigt sich die Wissenschaft, insbesondere die Psychologie und die Neurologie, verstärkt seit den 1950er-Jahren mit dem Phänomen, doch es lässt sich nur äußerst schwer eingrenzen und ﹣ anders als dies bei Intelligenz mehr oder weniger gut versucht wird ﹣ kaum messen. Zwischen Intelligenz und kreativem Denken gibt es jedoch einen Zusammenhang: Ohne Neugier, Flexibilität und Originalität beim Lösen von Problemen und Aufgaben ist Kreativität nicht denkbar.

Forschungsergebnisse bestätigen; Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Es ist allerdings möglich, die Voraussetzungen für kreative Einfälle zu verbessern, indem wir die Vorstellungskraft trainieren und Ideen Freiraum geben.

 

 

 

Macht Kreativität glücklicher?

 

Kreativität und Zufriedenheit

Viele berühmte Künstler sollen in krisenhaften und problembeladenen Situation besonders kreativ gewesen sein. Solche Geschichten verkaufen sich gut, doch wer genau hinschaut, erkennt, dass diese Fälle eher als Ausnahmen zu betrachten sind. Tatsächlich scheint die schöpferische Kraft besser zur Geltung zu kommen, wenn wir zufrieden und gut gelaunt sind. Gleichzeitig kann die Kreativität das Lebensgefühl selbst positiv beeinflussen. Wenn wir uns Glück als eine Gleichung mit den Variablen Vorbereitung und Gelegenheit vorstellen, kann Kreativität das Glücksempfinden, die Zufriedenheit steigern, weil sie sich auf beide Variablen günstig auswirkt.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass kreatives Denken potenziell zu mehr Wahlfreiheit und Flexibilität führt. Wer sein Leben und Umfeld selbst gestaltet, ist äußeren Umständen weniger ausgeliefert und nimmt Einfluss auf die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben.

Offen geäußerter Optimismus wird mitunter unfairer Weise als Naivität ausgelegt. Schließlich ist es das Gegenteil; die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, etwas zu tun. Der Enthusiasmus und die Energie, mit denen kreative Persönlichkeiten die Herausforderung des Lebens angehen, entwickeln glücklicherweise gerne eine positive Dynamik. Diese Menschen erwarten vom Leben Möglichkeiten und Chancen, die sie dann auch nutzen.

Damit sich eine solche Wirkung entfaltet muss Kreativität mit ausreichender Fokussierung einhergehen. Offenheit ist dabei eine wichtige Voraussetzung: Die Diskrepanz zwischen einer Situation, die jemand antrifft, und dem, was für möglich gehalten wird, verrät oft viel über das eigene kreative Potenzial. Manche Menschen nehmen nur ein Problem wahr, das sie bewältigen müssen. Kreativität bedeutet in diesem Sinne ein Umdeuten einer Situation in eine persönliche Herausforderung, der wir mit Bereitschaft, Freude und Phantasie begegne und dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchspielen.

Neue Aufgaben und Anforderungen können zwar glücklich machen, wenn sie Orientierung bieten. Sie können allerdings auch zum Gegenteil führen. Wer sein Ziel nicht erreicht, weil er auf Widerstand stößt, kann darauf enttäuscht und frustriert reagieren. Es ist eine ausreichend große Frustrationstoleranz nötig, um auch Rückschläge als wichtige Zwischenschritte zu betrachten und Mut, um  aus ihnen zu lernen und weiterzumachen. Wem es gelingt, Misserfolge als Rückmeldungen und Hinweise als Gelegenheiten für das eigene Vorankommen zu nutzen, der ist in der persönlichen Entwicklung einen großen Schritt vorangekommen.

Auf der anderen Seite resultiert allein schon aus dem Beschreiten neuer Wege Zufriedenheit. Es gibt dem Leben das Empfinden von Sinn und Bedeutung: Wird ein Etappenziel erreicht, werden nicht nur kurzfristig Glückshormone ausgeschüttet. Die gesamte Persönlichkeit wächst mit diesen Erfolgserlebnissen.

 

 

 

Kreativität als Mittel zum Zweck

 

Um zu verstehen, wie sich Kreativität auf das Leben auswirkt, hilft es sich zu verdeutlichen, unter welchen Voraussetzungen Menschen handeln, wie sie handeln. Denn wie kreativ und zufrieden Menschen sind, hängt auch davon ab, ob ihre Bedürfnisse erfüllt sind.

Die 1943 vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow entwickelte und später erweiterte sogenannte Bedürfnispyramide kann dabei als Orientierungshilfe dienen.

Maslow Bedürfnisspyramide

Die erste Stufe der Pyramide bilden die physiologischen Grundbedürfnisse (Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Unterkunft, Sexualität, Kleidung, Bewegung), das menschliche Denken und Handeln dient hier vor allem dem Überleben. Die Sicherheitsbedürfnisse (Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen, Absicherung, Wohnraum), die auf eine Vermeidung von Gefahren abzielen, sind auf dem nächsthöheren Niveau angesiedelt. Es folgen soziale Bedürfnisse (Liebe, Zuneigung, Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Intimität, Kommunikation, Arbeitsklima). Kreatives Denken dient auf dieser Ebene dem Aufbau von sozialen Beziehungen. Die vierte Stufe verdeutlicht unser Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung (Status, Respekt, Auszeichnungen, Titel, Wohlstand, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke). Die oberste Ebene der Pyramide stellt das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung dar (Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Kunst, Philosophie, Erleuchtung, Selbstverbesserung, Religion). Hier dient die Kreativität vor allem dem Streben nach Unabhängigkeit und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Aber auch auf den anderen Stufen kann Kreativität zum Tragen kommen.

Die fünf Stufen der Pyramide bauen aufeinander auf: Nur dann, wenn die Bedürfnisse der vorhergehenden Ebene weitgehend befriedigt sind, findet die nächste Ebene Beachtung und kann als Motivationsfaktor das Handeln des Menschen bestimmen.

Bei den ersten drei Ebenen handelt es sich im Wesentlichen um Defizite, deren Beseitigung zum Teil zwingend notwendig ist.

Wird eines dieser Bedürfnisse mit Hilfe neuer Ideen und Ansätze besser befriedigt, leistet die Kreativität einen entscheidenden Beitrag zur Zufriedenheit.

Bei der vierten und fünften Ebene wird von Wachstumsbedürfnissen gesprochen. Sie sind durch den Wunsch nach Entwicklung und Wachstum motiviert: Sich vorzustellen, dass die Dinge auch anders sein könnten, als sie in der Realität erlebt werden, und die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten, kommen auf diesen Ebenen zum Tragen. Die höheren Bedürfnisse sind weniger dringlich als die Defizitbedürfnisse. Ihre Erfüllung bedeutet über die Zufriedenheit hinaus Glück.

Vor allem die Selbstverwirklichung ist ohne Kreativität kaum denkbar. Auf der fünften Ebene hat Selbstbestimmtheit in Denken und Handeln einen besonders hohen Stellenwert: Herausforderungen werden bewusst, freiwillig und dadurch spielerisch angegangen. Das intensive Eintauchen in eine Aufgabe sorgt dann mitunter dafür, dass Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen und nur die Beschäftigung mit einer Tätigkeit selbst zählt. Dieser Zustand wird in der Psychologie als „Flow“ bezeichnet.

Kreativität als Mittel zum Zweck, um Missstände zu beseitigen und das eigene Leben sicherer und angenehmer zu gestalten, macht das Phänomen aber nur teilweise verständlich. Denn auch dort, wo kein Mangel zu beklagen ist, herrscht die Sehnsucht nach Gestaltung. So begegnen westliche Gesellschaften, in denen die meisten Bedürfnisse so schnell befriedigt werden, dass wir uns ihrer oft gar nicht bewusst sind, jedem Anflug von Langeweile mit immer neuen, teils extremen Herausforderungen: Gummiseile werden um die Beine gebunden, um ﹣ hoffentlich unbeschadet ﹣ durch einen todesverachtenden Sprung in den Abgrund die Adrenalinproduktion zu stimulieren, während für andere Menschen mechanische Haustiere erfunden werden, die sie zur Aktivierung von Dopamin umsorgen können. Kreativität befriedigt so Bedürfnisse. Manchmal sogar solche, von denen wir vorher noch gar nicht wussten, dass wir sie haben. Wo ist meine iWatch?

 

 

 

Muss es erst weh tun? Zufriedenheit als Bremse, Unzufriedenheit als Antrieb?

Kreativität und Zufriedenheit

Mitunter sind Menschen, die in ihrem Leben weniger Glück erfahren, aber auch kreativer als Menschen, die sehr zufrieden sind. „Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg“, schrieb der irische Schriftsteller Oscar Wilde (1854 bis 1900).

Frustration mag eine Triebfeder für Veränderungen sein, doch solange nichts hinzukommt, wird sie als Motivation kaum genügen. So intensiv der Wunsch, einer unangenehmen Situation zu entkommen, auch sein mag, erst die Aussicht auf eine erstrebenswerte Alternative setzt im Menschen Energie für einen Neuanfang frei. Kreative Prozesse brauchen den spielerischen Rahmen, die Sicht nach vorne.

Leider liefert oft erst massive Unzufriedenheit den notwendigen Impuls, um sich tatsächlich auf den Weg zu machen und Veränderungen einzuleiten. Insofern liefert sie mitunter den Ansporn, sie bringt die Dinge ins Rollen. Ist aber die persönliche Trägheit erst einmal überwunden, kostet diese Verdrossenheit nur noch Energie. Der Blick klebt oft zu lange am Problem. Der erforderliche Vorgang ist vergleichbar mit einem Flug zum Mond, bei dem anfangs die Kraft der Raketen als kräftiger Impuls benötigt wird, um die Anziehungskraft der Erde zu überwinden. Dann aber werden die Anziehungskräfte des Mondes und beim Rückflug die der Erde für das Vorankommen genutzt. Also in Bewegung kommen, Schwung holen!

 

 

 

Anreiz: Äußere Belohnungen und Selbstmotivation

 

Kreativität und Zufriedenheit

Menschen bringen schon von Geburt an viele Voraussetzungen mit, um von sich aus aktiv und kreativ zu sein. Zahlreiche Handlungen sind selbst motiviert, also intrinsisch: Wir erledigen sie, ohne dazu aufgefordert oder dafür von anderen direkt belohnt zu werden. Die Sache oder Tätigkeit an sich ist uns wichtig genug und mit einem hohen Grad an Identifikation verbunden.

Bei extrinsischer Motivation führt jemand eine Handlung aus, um ein bestimmtes, von außen vorgegebenes Ziel oder einen gewissen Zustand zu erreichen. Er verrichtet beispielsweise eine verhasste Arbeit wegen des finanziellen Ausgleichs, den er dafür erhält.

Von einem Unterminierungseffekt wird dann gesprochen, wenn ein eigentlich intrinsisch motiviertes Verhalten extrinsisch belohnt wird. Dadurch kann sich die eigene Motivation verringern, und es tritt der gegenteilige Effekt von dem ein, was eigentlich bezweckt wurde. Künftig wird dann nur noch dort großen Aufwand betrieben, wo eine direkte Belohnung zu erwarten ist. Der äußere Einfluss sorgt dafür, dass die Identifikation nachlässt ﹣ ebenso wie das Mitdenken.

Es zeigt sich an vielen Beispielen, dass Identifikation und intrinsische Motivation meist die besseren Ergebnisse hervorbringen, sei es im Privaten oder aber im beruflichen Umfeld. Zudem ist die intrinsische Motivation mit größerer persönlicher Zufriedenheit und Wirkung verbunden, während die extrinsische Motivation eine geringere Wirkung hat, die noch dazu rasch wieder verpufft. Trotzdem wird oftmals versucht, durch äußere Anreize der fehlenden Motivation auf die Sprünge zu helfen. Gut gemeint und in einigen Bereichen mag dieses Vorgehen auch seine Berechtigung haben, doch bei der Förderung von Kreativität birgt es zahlreiche Risiken.

Besonders deutlich wird das im Berufsleben: Geldprämien zeigen in der Praxis nicht den erwarteten anhaltenden Einfluss auf Kreativität und Zufriedenheit. Sind beispielsweise Verbesserungsvorschläge für bestimmte Prozesse gewünscht, die unter bestimmten Voraussetzungen sogar honoriert werden, bleiben viele kreative Ideen in der Schublade, stauben ungenutzt vor sich hin. Ausgepackt wird sie erst, wenn die Chance gesehen wird, dafür belohnt zu werden. Aus der Identifikation, dem eigenen Antrieb, wird so eine extrinsische Dienstleistung. Das hat nicht nur Nachteile für das Unternehmen, sondern auch für jeden einzelnen Mitarbeiter, dessen Motivation und damit Zufriedenheit sinken.

Die Freude am Neuen, Veränderungen und Neuerungen lösen bei den meisten Menschen zwiespältige Gefühle aus. Schließlich sind es die Gewohnheiten, die wir entwickeln, die es uns erlauben mit den alltäglichen Gegebenheiten zurechtzukommen. Wir richten uns ein und machen das Beste auch aus einer schwierigen Situation, die uns mehr und mehr vertraut wird. Wer etwas verändern will, muss erst eine gewisse Trägheit überwinden, die mitunter beachtliche Ausmaße annehmen kann. Jede noch so gepriesene Veränderung erfordert den Aufwand erneuter Anpassung. Und alles Neue birgt unbekannte Risiken, vor denen wir naturgemäß auf der Hut sind. Diese Scheu sitzt tief im Unbewussten und hat meist nur bedingt mit der Realität zu tun.

So reagieren beispielsweise viele Mitarbeiter instinktiv ablehnend, wenn ein neues  Computerprogramm installiert wird oder − Himmel bewahre − gar ein neues Betriebssystem die Arbeit noch effektiver machen soll.

Solche Gedanken kennen auch kreative Menschen. Nur überwiegen bei ihnen die Neugier und das Interesse, das Unbekannte zu erkunden. Kreative sind weniger voreingenommen und gehen Situationen spielerischer an. Manche blühen erst in Veränderungssituationen so richtig auf, da sie ihren eigenen Fähigkeiten, den Wandel zu meistern, stärker vertrauen als andere. Herausforderungen werden als Chance für persönliche Entwicklung begrüßt

 

 

 

Jeans, Kreativität und Wahlfreiheit

 

Für unser Wohlbefinden benötigen wir den Eindruck, selbst entscheiden zu können, Einfluss zu haben. Um uns als selbstständige Wesen wahrzunehmen, benötigen wir die Freiheit aus verschiedenen Optionen zu wählen. Dabei geht es nicht unbedingt um eine Vielzahl von Varianten, sondern darum, durch das Vorhandensein einer Wahlmöglichkeit der Wahl selbst Bedeutung zu verleihen. Der Akt des Entscheidens, so risikoreich und schwer er manchmal erscheinen mag, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Eine als solche empfundene Wahlfreiheit sorgt für Zufriedenheit und Lebensqualität. Sie fördert die Flexibilität im Denken. Manchmal gilt es zuerst Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor wir von dieser Freiheit Gebrauch machen können. Fremde Interessen sowie auch eigene einschränkende Glaubenssätze und Überzeugungen machen es mitunter nicht leicht, die verfügbaren Optionen ﹣ wie den Wald vor lauter Bäumen ﹣ zu erkennen.

Kreativität und Zufriedenheit

Allerdings kann die Wahlfreiheit uns auch überwältigen. Wo Licht ist, ist auch Schatten bzw. Überfluss, der zu Seekrankheit führen kann. Ein Beispiel für eine ausufernde Vielfalt gibt schon ein Besuch in einem Bekleidungsgeschäft, in dem eine Jeans gekauft werden soll: Bootcut, Bootleg, Loose Fit, Slim Fit, Comfort Fit, gerade Jeans, Röhrenjeans, Schlaghosen mit hoher oder niedriger Taille von verschiedenen Herstellern, in verschiedenen Farben und und und ﹣ die überwältigende Auswahl macht nicht jedem Freude, sondern oft Kopfschmerzen.

Gibt es unübersichtlich viele Möglichkeiten, sind geeignete Strategien gefragt, um das Dickicht der Informationen zu durchdringen und eine persönliche Wahl zu treffen. Auch dabei hilft ein zielgerichtetes, kreatives Denken, das uns Freude an der Vielfalt schenkt, anstatt uns die Qual der Wahl spüren zu lassen.

Soll jemandem hingegen der Spaß an der Auswahl verdorben werden, genügt oft schon eine kleine Dosis Druck und Zwang: „Sie müssen jetzt sofort und für immer wählen!“. Dann wird schnell ungenießbar, was gerade noch Vergnügen bereitet hat.

 

 

 

Jeder profitiert von Kreativität

 

Jeder von uns profitiert von einer guten Portion Kreativität. Wer das Leben kreativ und zielgerichtet gestaltet, ist tendenziell zufriedener und erfolgreicher. Kreativität kann jeden Aspekt der persönlichen Existenz betreffen und auch beruflich zu mehr Erfüllung führen. Entwickeln Sie Ihr kreatives Potenzial, nehmen Sie die Herausforderung an!

P.S.

 

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Kreativität und Zufriedenheit?

Kreativität ist die Mutter der Idee.

Artikel

Das erste Angebot bei Verhandlungen: annehmen oder nachverhandeln?

Solltest du das erste Angebot annehmen? Erfahre, wann Nachverhandeln sinnvoll ist, wie du Angebote bewertest und souverän bessere Entscheidungen triffst.

Mind Mapping im professionellen Einsatz: Anwendung, Tipps, Beispiele

Mind Mapping im professionellen Einsatz: Anwendung, Tipps, Beispiele

Diese von Tony Buzan verbreitete Kreativitätstechnik wird heute in vielen Bereichen zur Aufzeichnung assoziativer Strukturen bei der Ideenfindung eingesetzt. Da Denkprozesse keine linearen Vorgänge sind, entspricht Mind Mapping in besonderem Maße dem menschlichen Denken. Soweit, so gut! Und was bedeutet das in der Praxis?

mehr lesen
Open Space: Kaffee, Hummeln, Schmetterlinge, Ergebnisse

Open Space: Kaffee, Hummeln, Schmetterlinge, Ergebnisse

Als der Begründer dieser Methode, Harrison Owen, auf einer großen, von ihm durchgeführten Kongressveranstaltung als wesentliche Rückmeldung von den Teilnehmern erhalten haben soll, dass vor allem die in den Kaffeepausen geführten Gespräche hilfreich waren, ärgerte ihn das zunächst sehr, da er für diese Veranstaltung ziemlichen Aufwand betrieben hatte. Was hatte er als Organisator denn für Einfluss auf die Gespräche in den Kaffeepausen? Nachdem er sich aber näher mit der Bedeutung dieser eher zufälligen Treffen während der Kaffeepausen befasst hatte, kam er auf die Idee, die offene und ungezwungene Atmosphäre guter Pausengespräche als zentralen Kern von Workshops systematisch nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund der häufigen Erfahrung, dass starre Abläufe und das Abarbeiten fest fixierter Tagesordnungen kreative Gruppenprozesse eher behindern als ihnen förderlich sind, entstand so das Open-Space-Konzept, das einen offenen Rahmen bietet, in dem Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen zusammenkommen und sich gegenseitig inspirieren.

mehr lesen
Zukunftswerkstatt: Tipps und Ablauf

Zukunftswerkstatt: Tipps und Ablauf

Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen. Anregungen und Tipps zur Durchführung einer Zukunftswerkstatt.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43325
K:CNC
Ü:

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird. Immanuel Kant

Gesundes Rückgrat reduziert Angriffe und ...

Rückgrat: Mut, Prinzipientreue, Stehvermögen, Tapferkeit

Rückgrat

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.

Immanuel Kant

Überblick

 

 

 

 

Freiwillige Opferrolle oder aufrechte Standhaftigkeit?

 

Mir fällt kein akzeptabler Grund ein, der es erlaubt, lebende Wesen zu treten. Allerdings erinnert das Zitat auch daran, dass sich manche Menschen mehr oder weniger leicht als Opfer anzubieten.

Wer zu früh zurückweicht, wenn es unangenehm wird, der macht anderen Menschen mit bedenklichen Absichten zu leicht ihr Ziel zu erreichen.

 

 

 

Rückgrat?

 

Eine gute Portion verbaler Flexibilität und Mut helfen. Professionelle Schlagfertigkeit im Gepäck zu haben, stärkt den Rücken.

Neben verbaler Positionierung ist die Körpersprache ein wesentlicher Einflussfaktor für einen standfesten, aufrechten Auftritt. Der signalisiert, dass Angriffe ihren Preis haben und besser unterbleiben sollten. Darauf weist schon der Begriff „Rückgrat“ hin. Das Rückgrat hält am oberen Ende den Kopf und stützt den Rumpf am unteren Ende. Das Rückgrat sorgt für Aufrichtung und Halt. Durch die bewegliche Wirbelsäule bleiben wir flexible in viele Richtungen. Doch manche Menschen gehen nicht aufrecht durch die Welt, sondern wirken gebrochen.

Physiologisch ist es nicht möglich, ohne Rückgrat unterwegs zu sein. Wird jemanden fehlendes Rückgrat vorgeworfen, ist damit fehlender Mut gemeint, für sich und persönliche Werte einzustehen.

Rückgrat spiegelt sich körpersprachlich wider durch eine aufrechte Haltung beim Stehen und Sitzen, einen sicheren aufrechten Gang. Die Schultern sind dabei zurückgezogen.

 

 

 

Gestalten

 

Die Tugend lohnt sich die Pflege des persönlichen Rückgrats. Es erfordert Rückgrat, auch die Dinge um- und durchzusetzen, denen Gegenwind entgegenweht beziehungsweise die mit höherem Aufwand verbunden sind.

 

 

 

Synonyme für Rückgrat

 

Synonyme beziehungsweise verwandte Begriffe zu Rückgrat sind:

  • Beherztheit
  • Charakter
  • Courage
  • Furchtlosigkeit
  • Heldenhaftigkeit
  • Mut
  • Prinzipientreue
  • Standhaftigkeit
  • Stehvermögen
  • Tapferkeit
  • Zivilcourage

 

P.S.

 

Wie signalisieren Sie, dass es keine gute Idee ist Sie anzugreifen, dass Sie mit Rückgrat für sich und Ihre Werte einstehen?

Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.  Immanuel Kant

Artikel

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität zeigt sich dort, wo Werte etwas kosten. Erfahre, was Integrität bedeutet und wie du Entscheidungen triffst, die zu deiner Haltung passen.

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. März 2007
Überarbeitung: 8. Februar 2019
AN: #43315

Raus aus der Mittelmäßigkeit: Etwas höhere Ansprüche an die Berufung!

Raus aus der Mittelmäßigkeit: Etwas höhere Ansprüche an die Berufung!

Beruf oder Berufung? Alles verlief nach Plan ... nur ... der Plan war Mist?
Coaching und Training für die Karriere

Berufung

 

Viel zu viele Berufstätige geben sich mit einem klassischen, kräftezehrenden Nine-to-Five-Plus-Job zufrieden. Wenigstens, der Arbeitsplatz liefert finanzielle und strukturelle Sicherheit. Aber, reicht das wirklich?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Haben Sie ruhig etwas höhere Ansprüche an Ihre Berufung

 

Wir sind das, was wir wiederholt tun.

Aristoteles

 

 

 

Und was willst du später mal werden, wenn du groß bist?

 

Oft schon vor dem ersten Schulzeugnis werden Kinder gefragt, was sie später mal werden wollen. Bei mir wechselte die Antwort dann regelmäßig von Zauberer, Zugführer, Astronaut, Archäologe zu Wasweißichheutenoch.

Später sollte das Berufsinformationszentrum Licht in die Berufung bringen. Deren Blick in die Zukunft war allerdings auch nicht kompetenter als meiner und Querdenker war damals noch ein Schimpfwort. Viel der heutigen Berufe existiert damals noch nicht und was ich heute tue, hat auch keinen offiziellen Namen.

Wie sind Sie dorthin gelangt, wo Sie heute sind und wie geht es Ihnen dort? Hatten Sie einen Plan?

 

 

 

Raus aus der Mittelmäßigkeit

 

Alles verlief nach Plan … nur … der Plan war Mist? Viel zu viele Berufstätige richten sich in der Mittelmäßigkeit ein. Sie haben einen den kräftezehrenden klassischen Nine-to-Five-und-noch-drauf-Job, für den viele rationelle Gründe sprechen. Schließlich hat das wahre Leben, das meist erst am Abend beginnt, wenn es dunkel wird, seine Ansprüche und Preis. Ein entsprechender Arbeitsplatz gibt finanzielle und strukturelle Sicherheit. Den meisten Menschen ist das immens wichtig. Vor allem jenen, die eine Familie zu versorgen haben. Sie ziehen die vermeintliche Sicherheit dem Unbekannten vor. Was man hat, hat man. Sie und auch diejenigen, die alleine leben und keinen zu versorgen habe – für die allerdings auch niemand sonst sorgten würde – verharren deswegen häufig in beruflichen Situationen, die nicht oder ich nicht mehr zu ihnen passen.

Wobei Letzteres nicht unbedingt am Arbeitsplatz liegen muss, sondern daran, dass es persönliche Veränderungen gegeben hat. Die Welt dreht sich weiter. Interessen und Werte verändern sich, die Prioritäten verschieben sich. Nicht nur die anderen Menschen, um einen herum, werden älter. Doch das ist im besten Fall intellektuell erkennbar, selbst halten wir solche Gedanken gerne fern von uns.

 

 

 

Standortbestimmung und Neuausrichtung

 

„Morgen denke ich darüber in Ruhe nach, morgen, ja morgen!“ Statt immer wieder die persönliche Klärung zu verschieben, weil dafür heute ja keine Zeit ist, ist es besser, regelmäßiger dafür Raum zu schaffen. Zeit für die Besinnung. Literaturnobelpreisträger Thomas Stearns Eliot behauptete; „Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.“

 

 

 

Ab auf die Insel?

 

Einer der Hauptgründe, weshalb dem Thema ausgewichen wird, sind die befürchteten Konsequenzen. Veränderungen können das gesamte Leben durcheinander bringen. Deswegen werden Entscheidungen so häufig vertragt und wenn es dann nicht mehr auszuhalten ist, kommt manch einer damit zu mir in das Coaching. Die häufigste Annahme ist; es ist erforderlich, vollkommen neu anzufangen.

Gut zu wissen; daraus resultierte bei systematischer Betrachtung im Coaching in den häufigsten Fällen kein Wechsel von Arbeitgeber und Aufgabenfeld. Die Fluchtgedanken gehören meist zum Unbehagen, den Kontakt zum Sinn verloren zu haben. Ist der wieder spürbar und liefert Orientierung, wird die vermisste Freude an der Berufung oft wiederentdeckt. Schließlich ist es oft nicht so sehr, was wir wo tun, sondern wofür und wie wir etwas tun, dass uns Erfüllung bringt. Und da lohnt es sich, anspruchsvoll zu sein. Es mag naiv, unrealistisch erscheinen und mancher Kommentar nennt das bescheuert und faselt etwas vom Ponyhof – doch niemand hat bisher seine Träume verwirklicht, indem er täglich tut, was er hasst.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie anspruchsvoll sind Sie beim Thema Berufung? Sind Sie bereit dem Kaninchen in seinen Bau zu folgen und ein eigenes glückliches Leben zu führen? Welche Wege führen dorthin?

Artikel

Die ersten 100 Tage als Geschäftsführer | 10 Tipps

Neu als Geschäftsführer? 10 wichtige Schritte für deine ersten 100 Tage: Rolle klären, Vertrauen gewinnen, Prioritäten setzen und souverän führen.

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Mitunter vermutet ich bei manchen Experten solche Denkblasen: „Nur nicht zum Ende kommen, dann habe ich noch eine Weile zu tun!”
Die Sorge, nichts mehr zu tun zu haben, nicht mehr gebraucht zu werden, ist schon irgendwie verständlich. Wenn schon nicht bewusst, dann zumindest unbewusst gibt es Tendenzen, sich unersetzbar zu machen. So soll der Marktwert gesteigert werden und die Einnahmen sollen weiter fließen. Doch falls Sie gut sind, dann machen Sie es lieber anders!

mehr lesen
Jeder Tag ist ein kleines Leben, jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen eine kleine Jugend. Arthur Schopenhauer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Februar 2018
Überarbeitung: 21. September 2019
AN: #4335
Ü:
K:

Seilschaften: Gut oder schlecht?

Seilschaften: Gut oder schlecht?

Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat
Seilschaften

Seilschaften

 

Sind Seilschaften berechtigterweise so schlecht angesehen? Netzwerken und Beziehungspflege wird sonst doch empfohlen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Seilschaft

 

An die Spitze von Organisationen gelangen jene leichter, die Unterstützung haben. Meistens geht das nicht alleine. Ein Beispiel dafür ist das Bergsteigen. Bei den Bergsteigern gibt es das auch. Die sichern sich mit Seilen aneinander und erklimmen gemeinsam selbst hohe Berge. Für diesen Zweck bilden sie eine Seilschaft. Das Prinzip der Seilschaft ist auch jenseits der Berggipfel im Einsatz. Seilschaften gibt es auch in der Politik, dem Bildungswesen, der Wirtschaft und in anderen Bereichen. Mit Hilfe von Seilschaften helfen sich Menschen auch gegenseitig, damit sie Karriere machen können. Das geschieht meist im Verborgenen.

Seilschaften ermöglichen den Teilnehmern leichter Ziele zu erreichen, auch ohne entsprechende Fairness und ohne die entsprechenden Qualitäten. Daraus resultieren zahlreiche Nachteile für andere Menschen. Es reduziert wünschenswerten Wettbewerb und sorgt nicht unbedingt für gute Ergebnisse. Bei solch einem Nachhelfen bei Karrieren gelangen Personen in Positionen, in die sie ohne Beziehungen nicht gelangen würden. Wesentlich für den Zusammenhalt von Seilschaften sind vorwiegend nur die gemeinsamen Absichten und eigenen Vorteile. Dass dabei andere Werte verletzt werden, wird zumindest billigend in Kauf genommen. Deswegen hat der Begriff Seilschaften eine negative Bedeutung.

 

 

 

Aber Beziehungen und Netzwerke sind doch etwas Gutes, oder?

 

Sonst wird der Wert von Beziehungspflege und von Netzwerken doch andauernd gepriesen, weshalb dann die negative Beurteilung von Seilschaften? Sind jene Menschen, die Seilschaften verabscheuen, nur neidisch, weil sie selbst keine solche Unterstützung erfahren?

Tatsächlich können solche Beziehungen sowohl hilfreich als auch sehr schädlich sein. Direkte Beziehungen ermöglichen es auf kürzeren Wegen Kontakt aufzunehmen, Dinge zu klären und ins Rollen zu bringen. Es ist wie mit anderen Organisationen; es gelten unterschiedliche moralische Vorstellungen. Gerade, was im Verborgenen geschieht und der Öffentlichkeit entzieht, neigt eher zu bedenklichem Verhalten.

P.S.

 

Was kommt Ihnen bei Seilschaften in den Sinn? Sind jene Menschen die Seilschaften verabscheuen nur neidisch, weil sie selbst keine solche Unterstützung erfahren?

Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2007
Überarbeitung: 9. März 2019
AN: #371

Recht haben oder freundlich sein? Klug mit Streit umgehen

Recht haben oder freundlich sein? Wie du Konflikte klärst, ohne dich zu verbiegen

Recht haben oder freundlich sein? Konflikte souverän klären
Recht behalten oder freundlich sein?

Recht haben oder freundlich sein? Wie du Konflikte klärst, ohne dich zu verbiegen

 

Möchtest du recht haben?

Oder möchtest du etwas erreichen?

Diese beiden Ziele können zusammenpassen.

Sie müssen es weniger.

Manchmal ist es wichtig, einer Sache deutlich zu widersprechen.

Manchmal lohnt es sich, auf einer korrekten Information zu bestehen.

Und manchmal merken wir mitten in einer Diskussion:

Es geht längst weniger um die Sache.

Es geht darum, wer gewinnt.

 

 

 

Recht haben und Recht behalten sind zwei verschiedene Dinge

 

Du kannst sachlich recht haben.

Und trotzdem ein Gespräch verlieren.

Du kannst ein hervorragendes Argument besitzen.

Und trotzdem Vertrauen beschädigen.

Umgekehrt kannst du freundlich bleiben und gleichzeitig einen wichtigen Fehler stehen lassen.

Deshalb lautet die entscheidende Frage weniger: Recht oder Freundlichkeit?

Sie lautet:

Was braucht diese Situation?

 

 

 

Wann ist es wichtig, auf einer Sache zu bestehen?

 

Zum Beispiel wenn:

  • Sicherheit betroffen ist
  • eine wichtige Entscheidung auf falschen Informationen beruht
  • rechtliche oder wirtschaftliche Folgen entstehen
  • Grenzen überschritten werden
  • Verantwortung verschoben wird

Dann kann Schweigen die schlechtere Lösung sein.

 

 

 

Freundlichkeit bedeutet weniger Nachgeben

 

Das wird häufig verwechselt.

Du kannst freundlich sagen:

„Ich sehe das anders.“

Du kannst freundlich sagen:

„Diese Zahl stimmt weniger.“

Du kannst freundlich sagen:

„Damit bin ich weniger einverstanden.“

Freundlichkeit beschreibt den Umgang.

Sie entscheidet weniger über deine Position.

 

 

 

Eine klare Position kann respektvoll sein

 

Zum Beispiel:

„Ich verstehe dein Argument. In diesem Punkt komme ich zu einem anderen Ergebnis.“

Oder:

„Wir bewerten das unterschiedlich. Meine Entscheidung bleibt trotzdem bestehen.“

Das ist weder aggressiv noch nachgiebig.

Es ist klar.

 

 

 

Warum wollen wir überhaupt recht behalten?

 

Dafür gibt es viele mögliche Gründe.

Zum Beispiel:

  • wir möchten einen Fehler verhindern
  • wir fühlen uns missverstanden
  • wir möchten Anerkennung
  • wir fühlen uns angegriffen
  • wir erleben Widerspruch als Statusverlust

Deshalb lohnt sich im Konflikt eine zweite Frage:

Was verteidige ich gerade eigentlich?

 

 

 

Die Sache oder mein Selbstbild?

 

Manchmal diskutieren wir über ein Thema.

Und unbemerkt wird daraus:

„Wenn ich hier nachgebe, verliere ich.“

Dann verändert sich die Qualität des Gesprächs.

Es geht weniger um Erkenntnis.

Es geht um Position.

 

 

 

Rechthaben kann zum Statuskampf werden

 

Das zeigt sich zum Beispiel, wenn:

  • jede Gegenposition als Angriff erlebt wird
  • kleine Ungenauigkeiten sofort korrigiert werden
  • das letzte Wort besonders wichtig wird
  • ein Zugeständnis wie Niederlage wirkt

Dann lohnt sich:

„Was würde tatsächlich verloren gehen, wenn ich hier sage: Du hast recht?“

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit

 

Ein hilfreicher Begriff dafür ist intellektuelle Bescheidenheit.

Gemeint ist weniger:

„Ich weiß nichts.“

Sondern:

„Ich habe gute Gründe für meine Position und könnte trotzdem etwas übersehen.“

Das ist keine Schwäche.

Es verbessert die Qualität von Gesprächen.

 

 

 

Eine starke Position braucht Korrekturfähigkeit

 

Du kannst sagen:

„Nach allem, was ich weiß, ist das die beste Lösung.“

Und gleichzeitig:

„Wenn du bessere Informationen hast, möchte ich sie hören.“

Beides passt zusammen.

 

 

 

Was die Forschung über Konflikte zeigt

 

Untersuchungen zu intellektueller Bescheidenheit zeigen:

Menschen, die stärker akzeptieren können, dass die eigenen Überzeugungen begrenzt oder korrigierbar sind, reagieren in Konflikten häufiger konstruktiv und seltener destruktiv.

Das gilt sowohl in privaten Beziehungen als auch im Arbeitskontext.

 

 

 

Recht haben ist weniger dasselbe wie verstanden werden

 

Vielleicht präsentierst du ein hervorragendes Argument.

Dein Gegenüber erlebt jedoch:

„Du willst mich nur widerlegen.“

Dann erreicht die Information die andere Person möglicherweise weniger.

Wirkung und sachliche Richtigkeit sind zwei verschiedene Ebenen.

 

 

 

Ein gutes Argument kann schlecht vermittelt werden

 

Zum Beispiel:

„Das ist Unsinn.“

Vielleicht ist die Aussage sachlich tatsächlich falsch.

Doch diese Formulierung erhöht häufig die Verteidigungsbereitschaft.

Hilfreicher könnte sein:

„Ich komme bei diesem Punkt zu einem anderen Ergebnis. Lass uns die Annahmen vergleichen.“

 

 

 

Direktheit kann sehr hilfreich sein

 

Freundlichkeit bedeutet weniger, jedes Problem weichzuzeichnen.

Bei wichtigen veränderbaren Problemen kann direkte Kommunikation sinnvoll sein.

Zum Beispiel:

„Dieses Verhalten belastet unsere Zusammenarbeit. Ich möchte, dass wir es verändern.“

Das ist deutlich.

Und respektvoll.

 

 

 

Manchmal ist Harmonie weniger hilfreich

 

Wer Konflikte ausschließlich vermeiden möchte, kann wichtige Probleme verschleppen.

Zum Beispiel:

  • schlechtes Verhalten
  • unklare Verantwortung
  • falsche Entscheidungen
  • wiederkehrende Grenzüberschreitungen

Eine angenehme Atmosphäre ist weniger immer ein Zeichen für eine gute Beziehung.

 

 

 

Konfliktfähigkeit braucht Widerspruch

 

Eine gute Beziehung oder Zusammenarbeit hält weniger nur Zustimmung aus.

Sie sollte auch Raum haben für:

„Nein.“

„Das sehe ich anders.“

„Damit bin ich weniger einverstanden.“

 

 

 

Und wann lohnt es sich weniger, weiterzudiskutieren?

 

Zum Beispiel wenn:

  • das Thema kaum Bedeutung hat
  • die Positionen bereits vollständig ausgetauscht sind
  • keine Entscheidung davon abhängt
  • das Gespräch nur noch Wiederholungen produziert

Dann kann die klügere Entscheidung lauten:

„Wir sehen das unterschiedlich.“

 

 

 

Nicht jeder Unterschied braucht einen Sieger

 

Menschen können verschiedene:

  • Geschmäcker
  • Werte
  • Prioritäten
  • Einschätzungen

haben.

Manche Unterschiede lassen sich weniger endgültig auflösen.

 

 

 

Eine wichtige Frage: Ist das überhaupt eine Tatsachenfrage?

 

Manche Diskussionen wirken sachlich, sind jedoch Wertfragen.

Zum Beispiel:

„Welcher Lebensstil ist besser?“

„Was ist eine gute Führungskraft?“

„Was ist wichtiger: Sicherheit oder Freiheit?“

Dafür gibt es weniger immer eine objektiv richtige Antwort.

 

 

 

Fakten, Bewertungen und Präferenzen unterscheiden

 

Das kann Konflikte erheblich vereinfachen.

Frag:

Reden wir gerade über eine überprüfbare Tatsache?

Über eine Bewertung?

Oder über eine persönliche Präferenz?

 

 

 

Bei Fakten lohnt sich Überprüfung

 

Zum Beispiel:

„Wie hoch war der Umsatz tatsächlich?“

Dann helfen:

  • Daten
  • Quellen
  • Dokumente

Weniger rhetorische Dominanz.

 

 

 

Bei Bewertungen braucht es Kriterien

 

Zum Beispiel:

„Welche der beiden Strategien ist besser?“

Dann lautet die nächste Frage:

Nach welchen Kriterien?

 

 

 

Bei Präferenzen darf Unterschied bestehen bleiben

 

Zum Beispiel:

„Ich finde diese Gestaltung schöner.“

Da hilft wenig:

„Nein, meine ist objektiv besser.“

 

 

 

Der Wunsch nach dem letzten Wort

 

Manche Diskussionen laufen weiter, obwohl alles gesagt wurde.

Warum?

Weil beide Seiten weniger die offene Frage klären.

Sie möchten das Gespräch gewinnen.

Ein hilfreicher Test:

„Wenn mein Gegenüber jetzt nichts mehr sagt – wäre ich zufrieden?“

Wenn ja, geht es möglicherweise stärker um Sieg als um Erkenntnis.

 

 

 

Rechthaberei

 

Umgangssprachlich sprechen wir von Rechthaberei, wenn jemand immer wieder darauf besteht, recht zu haben.

Der entscheidende Punkt ist weniger, dass dieser Mensch tatsächlich häufig recht hat.

Problematisch wird:

Das Bedürfnis nach Bestätigung dominiert die Beziehung oder das Gespräch.

 

 

 

Rechthaberei kann Beziehungen teuer machen

 

Vielleicht gewinnst du die Diskussion.

Und verlierst:

  • Kooperation
  • Offenheit
  • Vertrauen
  • Einfluss

Dann war der Sieg möglicherweise weniger wert, als er sich im Moment angefühlt hat.

 

 

 

„Willst du recht haben oder glücklich sein?“

 

Dieser bekannte Satz ist eingängig.

Und zu einfach.

Manchmal hängt Glück gerade davon ab, dass du:

  • eine Grenze vertrittst
  • einer falschen Behauptung widersprichst
  • Ungerechtigkeit ansprichst

Die bessere Frage lautet:

„Ist dieser Konflikt wichtig genug, und führe ich ihn auf eine Weise, die meinem Ziel dient?“

 

 

 

Freundlichkeit darf weniger Selbstverleugnung werden

 

Manche Menschen geben zu schnell nach, weil sie:

  • Konflikte vermeiden
  • gemocht werden möchten
  • Harmonie erhalten wollen

Dann ist die Entwicklungsaufgabe weniger:

„Werde freundlicher.“

Sondern:

„Vertrete deine Position klarer.“

 

 

 

Andere brauchen die gegenteilige Entwicklung

 

Sie vertreten ihre Position bereits sehr klar.

Vielleicht sogar brillant.

Doch sie lassen wenig Raum für:

  • Widerspruch
  • Korrektur
  • Beziehung

Dann lautet die Entwicklungsaufgabe:

„Du musst weniger jeden Punkt gewinnen.“

 

 

 

Was ist dein Muster?

 

Gibst du zu schnell nach?

Oder kämpfst du zu lange?

Beides kann problematisch sein.

 

 

 

Recht haben und Wirkung erzielen

 

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig.

Du kannst eine sachlich korrekte Position vertreten.

Wenn du willst, dass sie berücksichtigt wird, brauchst du zusätzlich:

  • Timing
  • Verständlichkeit
  • Beziehungsbewusstsein
  • gute Argumentation

Recht haben und Wirkung erzielen sind zwei verschiedene Dinge.

 

 

 

Frag zuerst nach dem Ziel

 

Bevor du dich in eine Diskussion hineinziehst, frag:

„Was möchte ich nach diesem Gespräch erreicht haben?“

Zum Beispiel:

  • eine bessere Entscheidung
  • eine Grenze
  • Verständnis
  • eine Verhaltensänderung
  • eine Information korrigieren

Dann kannst du deine Kommunikation daran ausrichten.

 

 

 

Ein Beispiel aus dem Beruf

 

Ein Kollege präsentiert eine Zahl, die falsch ist.

Du weißt es.

Die Entscheidung hängt davon ab.

Dann wäre es wenig hilfreich, aus Höflichkeit zu schweigen.

Du kannst sagen:

„Bevor wir entscheiden, möchte ich eine Zahl prüfen. Nach meinen Unterlagen liegt der Wert bei 18 statt 28 Prozent.“

Klar.

Sachlich.

Ohne Gesichtsverlust zu produzieren.

 

 

 

Ein anderes Beispiel

 

Dein Partner sagt:

„Der Film war großartig.“

Du fandest ihn langweilig.

Hier braucht niemand zu gewinnen.

„Ich habe ihn ganz anders erlebt.“

reicht vollkommen.

 

 

 

Konflikte werden leichter, wenn du Kategorien unterscheidest

 

Frag:

  • Ist das wichtig?
  • Ist es überprüfbar?
  • Ist eine Entscheidung erforderlich?
  • Kann etwas verändert werden?

Je nachdem braucht das Gespräch eine andere Intensität.

 

 

 

Wenn du merkst, dass du nur noch gewinnen willst

 

Dann kann eine Pause helfen.

Frag dich:

„Welche neue Information tauschen wir gerade überhaupt noch aus?“

Wenn die Antwort lautet:

„Keine.“

ist das möglicherweise ein guter Zeitpunkt aufzuhören.

 

 

 

Eine elegante Möglichkeit, einen Konflikt zu beenden

 

Zum Beispiel:

„Ich glaube, wir haben beide unsere Position ausreichend erklärt. Wir kommen heute zu keinem gemeinsamen Ergebnis.“

Das ist weniger Niederlage.

Es ist Gesprächsführung.

 

 

 

Du kannst deine Meinung ändern

 

Auch während einer Diskussion.

Zum Beispiel:

„Der Punkt überzeugt mich. Da lag ich falsch.“

Viele Menschen erleben solche Sätze als ungewöhnlich stark.

Denn sie zeigen:

Die Sache ist wichtiger als das Ego.

 

 

 

Warum fällt das so schwer?

 

Weil eine Positionsänderung sich anfühlen kann wie:

  • Gesichtsverlust
  • Unterlegenheit
  • Inkonsistenz

Doch Lernen bedeutet genau:

Eine neue Information verändert meine Einschätzung.

 

 

 

In Führung ist das besonders wichtig

 

Führungskräfte müssen Entscheidungen treffen.

Sie müssen Orientierung geben.

Das verlangt Selbstvertrauen.

Es darf weniger bedeuten:

„Ich muss immer recht haben.“

 

 

 

Wenn die Führungskraft immer recht haben muss

 

Dann lernen Mitarbeitende schnell:

„Widerspruch lohnt sich weniger.“

Die Folgen können erheblich sein.

Probleme werden später angesprochen.

Schlechte Nachrichten werden gefiltert.

Fehlentscheidungen bleiben länger bestehen.

 

 

 

Die stärkere Führungskraft kann sagen:

 

„Das war meine Einschätzung. Die neuen Informationen verändern sie.“

Das reduziert Autorität weniger.

Es kann sie erhöhen.

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit und Vertrauen

 

Aktuelle Forschung zeigt, dass intellektuelle Bescheidenheit auch für Vertrauen relevant sein kann.

Menschen wirken weniger glaubwürdig, wenn sie so tun, als wüssten sie alles.

Glaubwürdiger kann sein:

„Das weiß ich.“

„Das vermute ich.“

„Das weiß ich noch weniger.“

 

 

 

Sicherheit durch Präzision statt durch Absolutheit

 

Du musst weniger sagen:

„Das ist definitiv so.“

wenn deine tatsächliche Aussage lautet:

„Nach den Informationen, die wir derzeit haben, halte ich diese Option für die beste.“

Das ist präziser.

Und häufig souveräner.

 

 

 

Recht behalten um jeden Preis

 

Arthur Schopenhauer beschrieb in seiner eristischen Dialektik Kunstgriffe, mit denen Menschen eine Diskussion gewinnen können, unabhängig davon, welche Seite sachlich recht hat.

Das ist rhetorisch interessant.

Und kommunikativ eine Warnung.

→ Eristische Dialektik: Die Kunst, Recht zu behalten

 

 

 

Eine Diskussion zu gewinnen ist weniger dasselbe wie eine gute Entscheidung zu treffen

 

Gerade im Beruf ist dieser Unterschied entscheidend.

Die rhetorisch stärkste Person besitzt weniger automatisch das beste Argument.

Organisationen brauchen Prozesse, bei denen:

  • Daten
  • Expertise
  • Gegenargumente

mehr zählen als Dominanz.

 

 

 

Was hilft in schwierigen Diskussionen?

 

1. Kläre dein Ziel

Was soll nach dem Gespräch anders sein?

 

2. Trenne Person und Position

Ein schlechtes Argument macht weniger einen schlechten Menschen.

 

3. Frag nach Kriterien

„Woran würden wir erkennen, welche Lösung besser ist?“

 

4. Benenne Gemeinsamkeiten

„Wir wollen beide vermeiden, dass der Termin erneut verschoben wird.“

 

5. Formuliere Widerspruch klar

„In diesem Punkt widerspreche ich.“

 

6. Prüfe Gegenargumente ernsthaft

Widerspruch ist weniger nur Material für deine nächste Antwort.

 

7. Beende Endlosschleifen

„Wir wiederholen inzwischen dieselben Argumente.“

 

 

 

Was weniger hilft

 

  • Sarkasmus
  • Demütigung
  • persönliche Angriffe
  • ständiges Unterbrechen
  • die Position des anderen absichtlich schwächer darstellen

Damit lässt sich möglicherweise kurzfristig dominieren.

Es verbessert weniger die Qualität des Ergebnisses.

 

 

 

Recht haben in privaten Beziehungen

 

In einer Partnerschaft können Fakten selbstverständlich wichtig sein.

Doch viele Konflikte drehen sich weniger ausschließlich um Fakten.

Sie handeln von:

  • Bedürfnissen
  • Bedeutungen
  • Erwartungen
  • Verletzungen

Dann reicht:

„Sachlich habe ich recht.“

häufig weniger.

 

 

 

Zwei Menschen können dieselbe Situation unterschiedlich erlebt haben

 

Zum Beispiel:

„Für mich war dein Ton verletzend.“

Die Antwort:

„Das war objektiv weniger unhöflich.“

löst wenig.

Ein subjektives Erleben lässt sich weniger widerlegen wie eine falsche Jahreszahl.

 

 

 

Du kannst Absicht und Wirkung unterscheiden

 

Zum Beispiel:

„Ich wollte dich weniger verletzen. Ich höre trotzdem, dass es bei dir so angekommen ist.“

Damit musst du weniger eine Schuld anerkennen, die du anders siehst.

Du erkennst die Wirkung an.

 

 

 

Freundlichkeit braucht Grenzen

 

Freundlichkeit ist weniger:

„Du darfst alles mit mir machen.“

Eine freundliche Grenze kann lauten:

„Über das Thema spreche ich gern. Beleidigungen akzeptiere ich weniger.“

 

 

 

Und Grenzen brauchen weniger Feindseligkeit

 

Du kannst eine Konsequenz klar vertreten.

Ohne:

  • zu beleidigen
  • zu drohen
  • den anderen abzuwerten

 

 

 

Wenn du häufig nachgibst, um Frieden zu haben

 

Dann lohnt sich eine andere Frage:

„Was kostet mich diese Harmonie?“

Wenn du regelmäßig:

  • eigene Bedürfnisse zurückstellst
  • Grenzen weniger aussprichst
  • Konflikte schluckst

kann der kurzfristige Frieden langfristig teuer werden.

 

 

 

Wenn du häufig kämpfen musst, um recht zu bekommen

 

Dann frag:

„Wie viele dieser Kämpfe sind wirklich notwendig?“

Vielleicht gibt es Themen, bei denen:

„Wir sehen das anders.“

vollkommen ausreicht.

 

 

 

Eine praktische Entscheidungshilfe

 

Bevor du weiterdiskutierst, prüfe vier Fragen:

  1. Wie wichtig ist das Thema?
  2. Welche Folgen hat es, wenn die andere Position bestehen bleibt?
  3. Kann ich überhaupt etwas verändern?
  4. Welche Art von Gespräch erhöht die Chance auf ein gutes Ergebnis?

 

 

 

Im Beruf

 

Die Fähigkeit, Widerspruch professionell zu gestalten, ist besonders wertvoll bei:

  • Verhandlungen
  • Entscheidungen
  • Konflikten
  • Vorstands- und Managementgesprächen
  • kritischen Präsentationen

Dort geht es weniger darum:

„Wie gewinne ich die Diskussion?“

Sondern:

„Wie sorge ich dafür, dass die beste verfügbare Entscheidung getroffen wird?“

 

 

 

Executive Presence zeigt sich auch im Widerspruch

 

Souveränität bedeutet weniger, Widerspruch zu vermeiden.

Sie zeigt sich darin, klar zu widersprechen, ohne unnötig Beziehung oder Status anzugreifen.

Zum Beispiel:

„Ich teile die Einschätzung weniger. Die Daten sprechen aus meiner Sicht für eine andere Entscheidung.“

 

 

 

Und ebenso darin, sich korrigieren zu können

 

Zum Beispiel:

„Der Einwand ist berechtigt. Ich ändere meine Empfehlung.“

Das kann mehr Autorität zeigen als das Festhalten an einer schwächer gewordenen Position.

 

 

 

Wenn du schwierige Gespräche vorbereiten möchtest

 

Dann kann es beispielsweise darum gehen:

  • klar zu widersprechen
  • eine Grenze zu vertreten
  • mit dominanten Gesprächspartnern umzugehen
  • kritische Informationen anzusprechen
  • eine festgefahrene Diskussion zu beenden

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Gesprächsführung, Konflikte oder berufliche Kommunikation geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Zehn Fragen vor der nächsten Diskussion

 

  1. Was möchte ich tatsächlich erreichen?
  2. Wie wichtig ist das Thema?
  3. Geht es um Fakten, Bewertungen oder Präferenzen?
  4. Welche Folgen hätte es, wenn ich weniger widerspreche?
  5. Höre ich die Gegenargumente wirklich?
  6. Welche Information könnte meine Position verändern?
  7. Verteidige ich die Sache oder mein Selbstbild?
  8. Wie kann ich widersprechen, ohne unnötig abzuwerten?
  9. Wann wäre genug gesagt?
  10. Was wäre hier die souveränste Form von Klarheit?

 

 

 

Fazit: Du musst dich weniger zwischen Recht und Freundlichkeit entscheiden

 

Manchmal ist es wichtig, recht zu haben.

Noch wichtiger kann sein, dass eine richtige Information tatsächlich berücksichtigt wird.

Manchmal ist Beziehung wichtiger als ein unbedeutender Streitpunkt.

Und manchmal ist vermeintliche Freundlichkeit nur Konfliktvermeidung.

Die bessere Frage lautet deshalb weniger:

„Will ich recht behalten oder freundlich sein?“

Sondern:

„Was möchte ich hier erreichen – und welche Art der Kommunikation dient diesem Ziel?“

Du kannst klar sein.

Du kannst widersprechen.

Du kannst Grenzen setzen.

Und du kannst gleichzeitig offen bleiben für den Gedanken:

„Vielleicht habe ich etwas übersehen.“

Genau diese Kombination macht aus Rechthaben gute Gesprächsführung.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie siehst du das?

Artikel

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität zeigt sich dort, wo Werte etwas kosten. Erfahre, was Integrität bedeutet und wie du Entscheidungen triffst, die zu deiner Haltung passen.

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Wer Recht hat, muss sich nicht rechthaberisch aufführen. Beziehung vor Ego-Sieg.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2006
Überarbeitung: 6. März 2019
AN: #43349
K:CNB
Ü:

Nutzen Sie Unternehmenspräsentationen für Ihre Karriere

Nutzen Sie Unternehmenspräsentationen für Ihre Karriere

Auf allen Ebenen überzeugen: Jahrestagungen, Vertriebstagungen, Messen, Konferenzen,...
Nutzen Sie Unternehmenspräsentationen für ihre Karriere

Unternehmenspräsentationen sind eine große Chance

 

Die meisten größeren Unternehmen kommen mindestens einmal im Jahr im großen Kreis zusammen. Nutzen Sie die Chance bei Unternehmenspräsentationen zu überzeugen. Tun Sie sich und Ihrem Unternehmen einen großen Gefallen; liefern Sie eine wahrhaft wirkungsvolle Präsentation. Es ist eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, was Sie können und wofür Sie stehen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Unternehmenspräsentationen

 

Eine wichtige Rede steht Ihnen bevor. Eine Präsentation, bei der es um etwas geht. Auch für Sie steht viel auf dem Spiel, Chancen und Risiken. Es geht um Ihre persönliche Positionierung und die Positionierung des Unternehmens. Wie gelingt es Ihnen, Ihr Publikum von sich und Ihrer Idee zu überzeugen?

 

 

 

Unternehmenspräsentationen für die Karriere

 

Machen Sie Ihre Unternehmenspräsentationen zum Sprungbrett für Ihre Karriere. Die meisten größeren Unternehmen kommen mindestens einmal im Jahr im großen Kreis zusammen. Nutzen Sie die Chance! Bringen Sie sich ein, tun Sie sich und Ihrem Unternehmen einen großen Gefallen; liefern Sie eine wahrhaft wirkungsvolle Präsentation. Es ist eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, was Sie können und wofür Sie stehen. Wer Karriere machen will, sollte sich nicht nur auf sein reines Fachwissen verlassen.

 

 

 

Legen Sie los!

 

Viel zu häufig ist der Weg dabei von guten Absichten gepflastert und die Gelegenheit bleibt am Ende aus vielerlei Gründen ungenutzt. Präsentationen bereiten vielen Rednern schlaflose Nächte.

Nutzen Sie die Chancen, indem Sie sich möglichst frühzeitig für professionelle Unterstützung entscheiden. Der Aufwand lohnt sich. Statt viel Folie um nichts liefern Sie einen Auftritt, der noch lange positiv im Gedächtnis bleibt.

 

 

 

Probelauf

 

Überlassen Sie die Wirkung nicht dem Zufall. Meist wird bis zur letzten Minute an den Präsentationsfolien gefeilt und dann ist für ernsthafte Proben keine Zeit mehr. Schade, denn das ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Präsentationen nicht die gewünschte Wirkung entfalten. Lesen Sie dazu den Artikel So probst du Reden und Präsentationen für mehr Sicherheit und Wirkung.

Unterstützung

 

Bei der Vorbereitung Ihrer Unternehmenspräsentationen helfe ich Ihnen. Den Umfang bestimmen Sie. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback solltest du sich und Ihrer Botschaft gönnen. Dann wissen Sie selbst, wie Sie und Ihr aufbereitetes Thema wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso wollen Sie erst im Anschluss an Ihren echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Zugegeben, eine solche professionelle Unterstützung hat ihren Preis. Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen für Sie und Ihre Karriere lohnt.

Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht übrigens auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung.

Übrigens leiden sehr viele Menschen bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Schade, weil das mit entsprechender Hilfe nicht notwendig ist. Nur, für den Fall…

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Welche Aufmerksamkeit widmen Sie Ihren Präsentationen?

Artikel

Die ersten 100 Tage als Geschäftsführer | 10 Tipps

Neu als Geschäftsführer? 10 wichtige Schritte für deine ersten 100 Tage: Rolle klären, Vertrauen gewinnen, Prioritäten setzen und souverän führen.

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Wenn Sie gut sind: Nur keine falsche Zurückhaltung, machen Sie sich überflüssig!

Mitunter vermutet ich bei manchen Experten solche Denkblasen: „Nur nicht zum Ende kommen, dann habe ich noch eine Weile zu tun!”
Die Sorge, nichts mehr zu tun zu haben, nicht mehr gebraucht zu werden, ist schon irgendwie verständlich. Wenn schon nicht bewusst, dann zumindest unbewusst gibt es Tendenzen, sich unersetzbar zu machen. So soll der Marktwert gesteigert werden und die Einnahmen sollen weiter fließen. Doch falls Sie gut sind, dann machen Sie es lieber anders!

mehr lesen

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

 Statt viel Folie um nichts
liefern Sie lieber eine hervorragende Präsentation,
die noch lange positiv im Gedächtnis bleibt. Karsten Noack

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 23. Februar 2016
Überarbeitung 20. Dezember 2018
#0

Vorsicht vor der Erfolgsfalle

Vorsicht vor der Erfolgsfalle

Erfolgsfallen erkennen und umschiffen: Bleiben Sie mutig und am Ball

Vorsicht Erfolgsfalle!

 

Wenn etwas einmal funktioniert hat verstärkt es den menschlichen Drang es zukünftig erneut auf dem vertrauten Weg zu tun. Die Welt dreht sich allerdings weiter und was gestern gut funktioniert hat, kann morgen schon überholt sein. Wer da nicht aufpasst, der landet in einer Erfolgsfalle. So erkennen Sie Erfolgsfallen und entgehen Ihnen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

Erfolgsfallen

 

So schön Erfolg ist, es gibt selten eine Garantie, dass er von Dauer ist. Doch, wenn etwas einmal funktioniert hat verstärkt es den menschlichen Drang es erneut auf dem bekannten Weg anzugehen. Allerdings dreht die Welt sich weiter und was gestern gut funktioniert hat, kann morgen schon überholt sein. Doch das erkennen nicht alle Menschen und sitzen dann in der Erfolgsfalle. Musiker produzieren immer wieder den gleichen Song mit neuem Titel, Maler reproduzieren sich selbst bis zum Abwinken, Unternehmer verstecken sich im eigenen Reality Distortion Field, ohne Steve Jobs zu sein. Irgendwer hat mal gesagt; „Begib dich nicht mehr in Gefahr und komme daran um.“

 

 

 

Arten von und Ursachen für Erfolgsfallen

 

Eine Erfolgsfalle kann verschiedene Ursachen haben und ebenso viele Folgen.

 

 

 

1. Erfolgsdruck

 

Ein zu hoher Druck Erfolg haben zu müssen löst eine Denkblockade aus.

 

 

 

2. Trägheit

 

Der bestellte Acker wird immer wieder und wieder geerntet. Der Erfolg in der gegenwärtigen Situation liefert keinen Ansporn sich weiterzuentwickeln. Im besten Fall soll den Status quo sichert werden. Die Trägheit verhindert neue Ideen. Bequemlichkeit hat irgendwann ihr Ende, denn die Dinge, die uns nach oben gebracht haben, sind nur selten die, die uns dort auch halten.

 

 

 

3. Oberflächlichkeit

 

Verpackung statt Inhalt. Erfolgsdruck ohne Weiterentwicklung kann dazu führen, dass vorhandene oder erreichbare mittelmäßige Ideen so aufbereitet werden, dass sie nach einem Erfolg aussehen. Das führt in die Sackgasse, denn früher oder später nimmt der Erfolg dann ab und oft ist es dann für Maßnahmen zu spät.

 

 

 

4. Emotionales Festhalten

 

Erfolg macht sexy, fühlt sich gut an und macht zufrieden, Umso mehr der Erfolg genossen wurde, desto höher der Hang emotional daran festzuhalten. Das erzeugt dann einen Tunnelblick, Veränderungen werden einfach ignoriert. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Von wegen! Um etwas Neues zu beginnen ist es mitunter erforderlich etwas Altes loszulassen.

 

 

 

5. Arroganz

 

Ich-weiß-sowieso-alles-besser ist keine empfehlenswerte Haltung um sich der Zukunft zustellen. Doch wer Erfolg hatte kann zur überzogenen Überzeugung kommen schlauer, als andere zu sein und das macht blind und taub. Erschwerend kommt hinzu, dass so mancher Erfolg durch Faktoren bestimmt wurde, deren Zusammenwirken den Verantwortlichen nicht wirklich verständlich ist. Wer dann keine Unterstützung in Anspruch nimmt, verschwindet irgendwann vom Spielfeld.

 

 

 

Alternativen zur Erfolgsfalle

 

Bleiben Sie aufmerksam und am Ball. Die Welt dreht sich. Gerade, wenn es so richtig gut läuft, ist das der ideale Moment, die Möglichkeiten zu erkunden (Exploration) statt auf Teufel komm raus bisherige Erfolgsrezepte überzustrapazieren (Exploitation). Bleiben Sie mutig in Bewegung, stellen Sie die Dinge infrage, bleiben Sie neugierig – seien Sie kreativ.

P.S.

 

Wie umschiffen Sie Erfolgsfallen?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 10. Juni 2018
Überarbeitung 23. Dezember 2018
#0

Dort investieren, wo es sich lohnt: Investieren Sie in Weiterbildung und…

Dort investieren, wo es sich lohnt: Investieren Sie in Weiterbildung und...

Weiterbildung, Selbstmarketing,...
Investieren Sie dort, wo es sich lohnt: Investieren Sie in sich selbst!

Investieren Sie in Ihre Weiterbildung

 

Investieren Sie dort, wo es für Sie am lohnenswertesten ist. Und das sind Sie hoffentlich selbst. Zum Selbstmarketing gehört Weiterbildung, Unterstützung, … Doch bei all den vielen Angeboten ist es nicht so leicht eine gute Wahl zu treffen. Was führt zum Ziel und was nicht?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Investieren Sie in sich selbst!

 

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.

Benjamin Franklin

Inhalt und Verpackung zählen

 

Ein guter Start ist Gold wert. Im Studium haben Sie viel gelernt und im Job, vor allem in Experten- und Führungspositionen, geht es weiter. Um am Ball zu bleiben, solltest du strategisch in Weiterbildung, Kurse und Trainings investieren. Wenn Sie Fragen zu klären haben, die professionell begleiten werden sollten, gönnen Sie sich professionelles Coaching. Und auch Ihre Erscheinung mit Garderobe, Accessoires, Körper (Haare, Gesicht, Figur, Hände) sollte Ihrer Position angemessen sein beziehungsweise unterstreichen, wohin Sie wollen. Daher solltest du auch von Anfang an Wert auf passende Geschäftskleidung legen. Hier wiederhole ich mich gerne: Wenn der Inhalt stimmt, zählt auch die Verpackung. Das eine geht kaum ohne das andere.

Geld ausgeben, um Geld zu verdienen?

 

So ist das üblich bei Investitionen. Es ist eine Frage des ROI (Return on Investment). Mit anderen Worten; es sollte mehr dabei für Sie herauskommen als Sie hineinstecken. Wie viel Sie wo investieren? Das ist eine Frage, für deren treffende Beantwortung Sie belohnt werden. In einer Zeit in der es auf dem Konto nur noch homöopathische Zinsen gibt, lohnt sich die Investition in sich selbst und das eigene Angebot umso mehr. Außerdem ist es ein Statement! Woran glauben Sie? Was sind Sie sich selbst wert?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie und wo investieren Sie in sich?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 17. Mai 2007
#0

Wenn die Anpassungsbereitschaft für die Karriere zu weit geht

Wenn die Anpassungsbereitschaft für die Karriere zu weit geht

Kennen Sie Ihre Werte und Prioritäten und bleiben sich treu?
Kennen Sie Ihre Werte und Prioritäten und bleiben sich treu?

Wann geht Anpassungsbereitschaft für die Karriere zu weit?

 

Wer sich allzu grün macht, den fressen die Ziegen.

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

Von Johannes Faustus lernen

 

Zur Erinnerung: Mephistopheles klopft bei Johannes Faustus an und will mit ihm einen Pakt schließen. Den Rest können Sie nachlesen, beispielsweise im Artikel Wer ist eigentlich Mephisto? (Externer Link!)

 

 

 

Und selbst? Welchen Preis hat Ihre Seele? Wie weit geht Ihre Anpassungsbereitschaft?

 

Wie weit würden Sie mit Ihrer Anpassungsbereitschaft für Ihre Karriere gehen? Wo ist die Grenze, die Sie nicht überschreiten werden? Was, wenn Ihnen ein Angebot gemacht wird, dass äußerst verlockend klingt? Zumindest bis auf den Umstand, dass Sie in einem Punkt über Ihren Schatten springen müssten, ist das Angebot ein Traum. Doch was tun Sie, wenn es um etwas geht das Ihre grundsätzlichen Werte verletzt? Wann würden Sie wie weit gehen und sich verbiegen oder wissen Sie genau, was wichtig für Sie ist und bleiben sich selbst dann treu?

 

 

 

Die beste Impfung

 

Es lohnt sich die grundlegenden Fragen frühzeitig für sich zu klären, um selbst dann gute Entscheidungen zu treffen, wenn die Versuchung groß ist. Manche sind zu verlockend und blenden. Dann kann es schon geschehen, dass wir uns selbst belüge. Das Erwachen kann sehr ernüchternd sein, wenn uns die Entscheidung in wesentlichen Aspekten nicht entspricht. Wird der Missstand trotzdem ignoriert, wächst das Unbehagen unter der Oberfläche und nagt an einem.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie weit geht Ihre Anpassungsbereitschaft?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 17. Mai 2007
#0

Nettsein, Freundlichkeit: Sind Sie zu nett für diese Welt? Geht das überhaupt?

Nettsein, Freundlichkeit: Sind Sie zu nett für diese Welt?

Können Menschen überhaupt zu nett sein?

Wie nett!

 

Können Menschen zu nett sein? Ja, wenn Sie dadurch ausgenutzt und nicht ausreichend gewürdigt werden! Wer eigene Bedürfnisse ständig denen anderer unterordnet, braucht sich nicht wundern, wenn er nie auf seine Kosten kommt. Was tun?

 

 

 

Übersicht

 

 

 

 

Können Menschen zu nett sein?

 

Was für eine Frage ist das denn bitte? Das ist doch eine sehr angenehme Eigenschaft. Können Menschen zu nett sein? Arbeitsthese: Ja, wenn Sie dadurch ausgenutzt und nicht ausreichend gewürdigt werden! Wer seine eigenen Bedürfnisse ständig denen anderer unterordnet, braucht sich nicht wundern, wenn er nie auf seine Kosten kommt. Was bringt es, um jeden Preis, von jemanden gemocht zu werden, der einen nur ausnutzen will?

 

 

 

Leider lautet die Antwort wohl JA

 

Besonders freundliche Kollegen werden von vielen Kollegen und Vorgesetzten sehr geschätzt, in Führungspositionen sind sie eher selten zu finden. Wobei es im Umkehrschluss nicht unbedingt empfehlenswert ist nun rücksichtslos ans Werk zu gehen. Darüber habe ich mir auch in einem früheren Artikel (Hat nur Erfolg, wer über Leichen geht?) Gedanken gemacht.

 

Typische Probleme:

  • Persönliche Grenzen missachten
    Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Grenzen. Manchmal sind sie enger gesteckt und manchmal großzügig. Nicht jeder ist bereit diese Grenzen deutlich genug zu markieren. Solange andere unsere Grenzen respektieren ist alles Ordnung. Setzen sich allerdings andere Menschen über unsere Grenzen hinweg und wird es schwierig.
  • Nicht Nein sagen können
    Dahinter steckt die Angst vor negativen Konsequenzen, die Angst vor Ablehnung und Zurückweisung.
  • Fehlende Durchsetzungskraft
  • Fehleinschätzung
    Das kann beispielsweise zur Einschätzung fehlender Führungsqualität führen. Es haftet dann an einem wie ein Stigma und ist schwer wieder loszuwerden. Dann sind dadurch bestimmte Karriereschritte verbaut. Ob das den Tatsachen entspricht oder nicht, spielt kaum eine Rolle.
  • Übertriebenes Harmoniebedürfnis
    So etwas wird gerne ausgenutzt.

 

 

 

Nett sein

 

Nett zu sein ist angenehm für den Selbstwert. Wer nett ist, kommt sich gemocht und gebraucht vor und das vermittelt ein gutes Gefühl. So werden wir üblicherweise auch erzogen.

Was dazu gehört:

  • Aufmerksamkeit und Interesse an anderen Menschen
  • Großzügigkeit
  • Interesse an Verbundenheit und Gemeinschaftssinn
  • Rücksichtnahme
  • Hilfsbereitschaft

 

 

 

Was also tun?

 

Lesen Sie den Artikel Fluch des Nettseins oder schauen Sie ihn sich hier an. Dann arbeiten Sie an ihrem authentischen Selbstmarketing. Meine Spezialisierung; damit Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren.

Video

Nett sein? Wann es dir schadet – 10 Anzeichen, dass du es übertreibst

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.

 

Können Menschen tatsächlich zu nett sein?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 16. Mai 2008
Überarbeitung 20. Dezember 2018
#0