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Was für weitere Übereinstimmungen gibt es zwischen Affenfelsen und Büroalltag? Wie ähnlich sind wir, Affen und Menschen, uns?
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
Mark Twain
Gegenüber meines Büros befindet sich der Zoologische Garten Berlin. In der Pause spaziere ich gerne mit einem Kaffee in der Hand hinüber zum Affenfelsen. Da gibt es immer etwas zu sehen, vor allem bei den Pavianen. Mit Gesprächspartnern, beispielsweise im Rahmen von Lunch-Coaching, wird dann gerne philosophiert. Eine Frage taucht dann früher oder später auf: „Wie ähnlich sind wir uns, Affen und Menschen?“ Schließlich behauptete Georg Christoph Lichtenberg: Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.
Es soll ja Leute geben, die glauben nicht an die Evolution. Es ist mir persönlich allerdings nicht so wichtig, ob der Mensch vom Affen abstammt; viel wichtiger ist, dass er nicht wieder dorthin zurückkehrt.
Dr. Gregory House meinte in einer Szene: „Ein Affe verliert erst die Angst vor den roten Beeren, wenn er sieht, dass sie auch ein anderer isst. Äffchen sieht’s und macht’s nach. So einfach ist das.“ Wie weit sind wir wirklich von unseren Vorfahren entfernt?
Was für weitere Übereinstimmungen gibt es zwischen Affenfelsen und Büroalltag? Meine Gedanken finden Sie im Artikel Status und Statusspiele. Welche haben Sie dazu?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Februar 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:X
Plötzlich scheint alles an einer Person zu hängen.
Ein Projekt scheitert.
Eine Entscheidung erweist sich als falsch.
Ziele werden verfehlt.
Im Unternehmen wächst der Druck.
Und irgendwann steht eine scheinbar einfache Erklärung im Raum:
„Das lag an ihr.“
„Er hat das verursacht.“
„Wenn diese Person anders gehandelt hätte, wäre alles gut gegangen.“
Manchmal stimmt eine solche Verantwortungszuschreibung.
Manchmal ist sie viel zu einfach.
Und manchmal entsteht ein klassischer Sündenbockmechanismus.
Ein Sündenbock macht ein komplexes Problem scheinbar einfach: Statt das System zu untersuchen, konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf eine Person.
Als Sündenbock wird eine Person oder Gruppe bezeichnet, der überproportional Verantwortung für Probleme, Fehler oder Misserfolge zugeschrieben wird.
Der Begriff stammt ursprünglich aus einem religiösen Ritual.
Heute beschreibt er vor allem einen sozialen Mechanismus:
Schuld, Ärger oder Verantwortung werden auf eine bestimmte Person konzentriert.
Das kann in:
geschehen.
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Eine Person kann an einem Problem beteiligt gewesen sein.
Sie kann Fehler gemacht haben.
Sie kann Verantwortung tragen.
Und trotzdem zum Sündenbock werden, wenn ihr ein wesentlich größerer Teil der Verantwortung zugeschrieben wird, als sachlich gerechtfertigt ist.
Gerade in Organisationen kann das geschehen, wenn individuelles Fehlverhalten von:
begünstigt wurde.
Organisationsforschung weist deshalb darauf hin, dass Schuldzuschreibung auf Einzelpersonen strukturelle Ursachen verdecken kann.
Statt:
„Wer ist schuld?“
ist häufig die bessere Frage:
„Welche Faktoren haben zu diesem Ergebnis beigetragen?“
Dann können mehrere Ebenen sichtbar werden.
Zum Beispiel:
Gruppen stehen gelegentlich unter erheblichem Druck.
Etwas funktioniert nicht.
Unsicherheit steigt.
Verantwortung ist unklar.
Dann kann die Konzentration auf eine einzelne Person kurzfristig entlastend wirken.
Das Problem scheint plötzlich erklärt.
Forschung zu Kleingruppen beschreibt Sündenbockprozesse unter anderem als Möglichkeit, Konflikte und Schwierigkeiten auf einzelne Mitglieder zu verlagern.
Das klingt paradox.
Doch wenn sich mehrere Menschen auf eine vermeintlich verantwortliche Person konzentrieren, kann vorübergehend ein Gefühl von Einigkeit entstehen.
„Wir haben das Problem gefunden.“
„Wir sind uns einig, woran es lag.“
Damit wird die Gruppe von unangenehmeren Fragen entlastet.
Zum Beispiel:
Was haben wir gemeinsam übersehen?
Welche Führung hat versagt?
Welche Struktur hat das Problem begünstigt?
Nicht jeder Sündenbockprozess entsteht unbewusst.
In Organisationen kann Schuldverschiebung auch strategisch eingesetzt werden.
Zum Beispiel, um:
Organisationsforschung beschreibt genau solche Formen gezielter Schuldverschiebung.
Nach einem Misserfolg entsteht häufig schnell der Wunsch:
Jemand muss verantwortlich sein.
Verantwortung ist wichtig.
Nur sollte sie sachlich verteilt werden.
Sonst entsteht ein gefährlicher Kurzschluss:
Person entfernt.
Problem scheinbar erledigt.
System unverändert.
Dann kann derselbe Fehler erneut auftreten.
Nur mit einer anderen Person.
Genau deshalb unterscheiden moderne Ansätze bei organisatorischen Fehlern zwischen einer rein personenbezogenen Schuldlogik und einer systemischen Analyse der Ursachen.
Ein einzelnes Zeichen beweist noch wenig.
Mehrere zusammen können jedoch aufmerksam machen.
Viele Faktoren verschwinden aus der Diskussion.
Übrig bleibt:
„Er war das Problem.“
Jemand soll für Ergebnisse geradestehen, obwohl er kaum:
besaß.
Das ist ein besonders wichtiges Warnsignal.
Vorher hieß es:
„Gute Arbeit.“
Nach dem Problem plötzlich:
„Wir hatten schon lange Zweifel.“
Dann lohnt sich ein Blick auf die zeitliche Entwicklung.
Vielleicht wurden:
Budgets gekürzt.
Warnungen ignoriert.
Deadlines festgelegt.
Entscheidungen von oben getroffen.
Im Nachhinein wird trotzdem eine einzelne ausführende Person verantwortlich gemacht.
Kollegen gehen auf Abstand.
Informationen fließen schlechter.
Gespräche finden ohne die Person statt.
Das kann den Prozess weiter verstärken.
Aus:
„Diese Entscheidung war problematisch.“
wird:
„Mit ihr gibt es ständig Probleme.“
Dann verschiebt sich die Ebene.
Zum Beispiel:
„Wenn X nicht gewesen wäre, wäre das Projekt erfolgreich.“
Bei komplexen Vorhaben lohnt sich bei solchen Erklärungen besondere Skepsis.
Ein besonders wichtiger Punkt im Berufsleben:
Wer Verantwortung übernehmen soll, braucht einen angemessenen Einfluss auf das Ergebnis.
Dazu gehören je nach Aufgabe:
Wenn du für ein Ergebnis verantwortlich gemacht wirst, auf dessen Voraussetzungen du kaum Einfluss hattest, sollte das früh thematisiert werden.
Manche Aufgaben klingen reizvoll.
Großes Projekt.
viel Verantwortung.
hohe Sichtbarkeit.
Doch frage vorher:
Welche tatsächlichen Befugnisse gehören dazu?
Ein Titel ersetzt keine Handlungsmöglichkeiten.
Klär möglichst früh:
Diese Fragen sind keine übertriebene Absicherung.
Sie schaffen Klarheit.
Je unklarer ein Projekt organisiert ist, desto leichter lässt sich nach einem Misserfolg die Geschichte neu schreiben.
Deshalb lohnt sich:
Zuständigkeiten klären.
Entscheidungen dokumentieren.
Risiken benennen.
Abhängigkeiten sichtbar machen.
Der erste Impuls kann sein:
sofort zurückschlagen.
alle Beteiligten beschuldigen.
eine lange Rechtfertigung schreiben.
Das ist verständlich.
Strategisch ist etwas anderes häufig hilfreicher.
Bevor du reagierst:
Was ist tatsächlich passiert?
Welche Entscheidungen wurden getroffen?
Von wem?
Welche Informationen lagen zu welchem Zeitpunkt vor?
Welche Risiken wurden benannt?
Welche Zuständigkeiten waren vereinbart?
Trenne:
Fakt.
Interpretation.
Vorwurf.
Sich gegen ungerechtfertigte Schuldzuweisung zu wehren bedeutet weniger, jede Verantwortung abzustreiten.
Vielleicht hast du tatsächlich einen Fehler gemacht.
Dann ist es oft stärker, ihn klar zu benennen.
Zum Beispiel:
„Diese Entscheidung habe ich getroffen. Dafür übernehme ich Verantwortung.“
Dann:
„Die darüber hinausgehende Darstellung entspricht aus meiner Sicht allerdings nicht dem tatsächlichen Entscheidungsprozess.“
Damit trennst du Verantwortung und Schuldverschiebung.
Gerade verantwortungsbewusste Menschen sagen schnell:
„Ich hätte das verhindern müssen.“
Vielleicht.
Vielleicht überschätzt du rückblickend deinen damaligen Einfluss.
Frage:
Welche realistische Möglichkeit hatte ich zu diesem Zeitpunkt?
Dokumentation kann besonders wichtig werden, wenn Versionen eines Vorgangs auseinandergehen.
Sinnvoll können sein:
Rechtliche Fragen gehören dabei in juristische Hände.
Gerade bei arbeitsrechtlichen Konsequenzen sollte früh qualifizierte Rechtsberatung hinzugezogen werden.
Eine sehr lange Rechtfertigung kann dazu führen, dass du dich in Details verlierst.
Stärker ist häufig:
Was ist der konkrete Vorwurf?
Welche Fakten sprechen dafür?
Welche Fakten fehlen?
Welchen Anteil übernehme ich?
Welche Verantwortung lag bei anderen Stellen?
Du musst dabei keineswegs emotionslos sein.
Ungerechtfertigte Schuldzuweisung kann:
wütend machen.
verletzen.
verunsichern.
Doch im entscheidenden Gespräch hilft es, die Argumentation möglichst klar zu halten.
Weniger:
„Ihr wollt mich doch alle fertig machen!“
Stärker:
„Lassen Sie uns die einzelnen Entscheidungen und Zuständigkeiten chronologisch betrachten.“
Das ist mir wichtig.
Die ältere Vorstellung, ein emotionaler oder defensiver Mensch wirke dadurch automatisch schuldiger, ist zu einfach.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Druck und ungerechte Vorwürfe.
Wut, Nervosität oder starke Anspannung beweisen nichts über tatsächliche Verantwortung.
Deshalb sollten Fakten wichtiger sein als psychologische Ferndiagnosen.
Die Versuchung kann groß sein:
„Dann war eben mein Chef schuld.“
Damit beginnt derselbe Mechanismus nur in die andere Richtung.
Stärker ist:
Verantwortung differenziert zuzuordnen.
Zum Beispiel:
„Die Entscheidung über A lag bei mir. Die Budgetentscheidung B lag auf Ebene C. Die zeitliche Vorgabe kam aus D.“
Wenn viel auf dem Spiel steht, sollte ein solches Gespräch weniger improvisiert werden.
Bereite vor:
Zum Beispiel:
„Ich übernehme Verantwortung für meine Entscheidung X. Die Aussage, ich hätte das gesamte Projekt verantwortet, trifft jedoch nicht zu. Budget, Zeitplan und finale Freigabe lagen außerhalb meines Mandats. Ich möchte deshalb die Verantwortlichkeiten anhand der dokumentierten Entscheidungen sauber trennen.“
Klar.
Sachlich.
Belastbar.
Wer mitten in einem Konflikt steckt, verliert leichter den Überblick.
Hilfreich können sein:
Welche Unterstützung passt, hängt von der Situation ab.
Besonders anspruchsvoll wird die Lage, wenn eine Führungskraft Verantwortung nach unten weitergibt.
Dann können Machtunterschiede die Situation beeinflussen.
Eine Führungskraft besitzt möglicherweise:
Deshalb können Sachlichkeit und Dokumentation besonders wichtig werden.
Auch Führungskräfte sollten sich fragen:
Suche ich gerade eine Ursache oder eine Person?
Das ist ein großer Unterschied.
Gute Führung fragt:
Was ist passiert?
Warum?
Welche Entscheidungen haben dazu beigetragen?
Was müssen wir verändern?
Wer trägt welchen Anteil?
Persönliche Verantwortung bleibt wichtig.
Doch sie sollte Teil einer echten Ursachenanalyse sein.
Wenn Mitarbeitende befürchten müssen, bei jedem Fehler öffentlich geopfert zu werden, verändert sich ihr Verhalten.
Dann werden Probleme möglicherweise:
Das kann die Organisation langfristig unsicherer machen.
Wenn schlechte Nachrichten bestraft werden, lernen Mitarbeitende:
„Sag es lieber erst, wenn du eine Lösung hast.“
Dann erfährt die Führung Probleme später.
Das kann wiederum neue Krisen begünstigen.
Auch dieser Unterschied ist wichtig.
Eine gute Fehlerkultur heißt nicht:
„Niemand trägt Verantwortung.“
Sie bedeutet:
Verantwortung präzise klären.
aus Fehlern lernen.
systemische Ursachen untersuchen.
und notwendige Konsequenzen angemessen ziehen.
Das lässt sich nicht immer sofort erkennen.
Hilfreiche Fragen:
Nicht jeder Vorwurf ist Sündenbockdenken.
Menschen tragen Verantwortung.
Führungskräfte ebenso.
Wer jede Kritik sofort als Sündenbockmechanismus bezeichnet, schützt sich möglicherweise vor berechtigter Rückmeldung.
Deshalb gehört Selbstprüfung dazu.
Sich gegen ungerechtfertigte Schuldzuweisung zu schützen und berechtigte Verantwortung zu übernehmen gehören zusammen.
Beides kann sich überschneiden.
Wenn eine Person dauerhaft:
wird, kann die Situation über eine einzelne Schuldzuschreibung hinausgehen.
Dann sollte sie entsprechend ernst genommen werden.
Eine besondere Konstellation entsteht, wenn eine Person auf Probleme hinweist und anschließend selbst zum Problem erklärt wird.
Dann verschiebt sich die Debatte von:
„Was hat diese Person aufgedeckt?“
zu:
„Was stimmt mit dieser Person nicht?“
Forschung zu organisatorischem Fehlverhalten beschreibt solche konkurrierenden Schuld- und Deutungsprozesse ausdrücklich.
Typische Ablenkungen können sein:
„Sie ist schwierig.“
„Er passt kulturell nicht zu uns.“
„Mit ihr gab es schon früher Konflikte.“
Diese Informationen können relevant sein.
Sie beantworten jedoch noch nicht die Sachfrage.
Deshalb:
Person und konkrete Behauptung getrennt prüfen.
Wer entscheidet was?
Damit sie nach einem Misserfolg nicht rückwirkend verschwinden.
Kritische Stimmen dürfen früh gehört werden.
Wer hat wann auf welcher Grundlage entschieden?
Die Frage lautet:
Was hat zum Ergebnis beigetragen?
Zum Beispiel:
So entsteht Lernen.
Nach einem Misserfolg erscheint vieles plötzlich offensichtlich.
„Das hätte doch jeder sehen müssen.“
Doch zum damaligen Entscheidungszeitpunkt waren möglicherweise:
Informationen unvollständig.
mehrere Szenarien plausibel.
Zeitdruck vorhanden.
Deshalb sollte Verantwortung anhand dessen bewertet werden, was damals vernünftigerweise bekannt war.
Kommunikation allein löst einen Sündenbockmechanismus kaum.
Sie kann dir jedoch helfen:
Zum Beispiel:
Wenn rechtliche Konsequenzen möglich sind, sollte Kommunikation mit juristischer Beratung abgestimmt werden.
Zum Beispiel:
„Ich möchte meinen Verantwortungsanteil präzise klären.“
„Lassen Sie uns die Entscheidungen chronologisch betrachten.“
„Für diesen Teil übernehme ich Verantwortung.“
„Dieser Punkt lag außerhalb meiner Entscheidungsbefugnis.“
„Welche konkrete Entscheidung werfen Sie mir vor?“
Solche Formulierungen halten das Gespräch näher an der Sache.
Dann steigt die Komplexität.
Je nach Situation können beteiligt sein:
Spontane öffentliche Gegenwehr kann zusätzliche Risiken erzeugen.
Deshalb zuerst:
Situation klären.
rechtliche Lage prüfen.
Kernposition bestimmen.
Dann kommunizieren.
Krisen erhöhen den Druck, schnell eine Erklärung zu liefern.
Genau dann steigt das Risiko vereinfachter Schuldzuschreibung.
Organisationsforschung beschreibt Krisen, Skandale und größere Fehlschläge als typische Situationen, in denen Sündenbockmechanismen auftreten können.
Eine Organisation zeigt:
„Wir haben reagiert.“
Das kann angemessen sein.
Es kann jedoch auch den falschen Eindruck erzeugen:
„Damit ist die Ursache beseitigt.“
Diese beiden Fragen sollten getrennt werden:
Welche individuelle Verantwortung besteht?
Welche organisatorische Veränderung ist zusätzlich nötig?
Für Führungskräfte können solche Situationen besonders anspruchsvoll sein.
Du musst möglicherweise gleichzeitig:
Das erfordert mehr als gute Rhetorik.
Es braucht Klarheit über die eigene Position.
Das erhöht Glaubwürdigkeit.
Und weise zurück, was sachlich nicht zu deiner Verantwortung gehört.
Beides kann gleichzeitig möglich sein.
Der Begriff Schuld ist häufig moralisch aufgeladen.
Verantwortung lässt sich sachlicher betrachten.
Zum Beispiel:
Wer entschied?
Wer wusste was?
Wer hatte welche Aufgabe?
Wer konnte eingreifen?
Diese Fragen führen meist weiter.
Keine allgemeinen Etiketten.
Ehrlich prüfen.
Verantwortung und Befugnis vergleichen.
Strukturen und Entscheidungen berücksichtigen.
Chronologie rekonstruieren.
Juristisch, organisatorisch oder kommunikativ.
In wenigen Sätzen.
Ein Sündenbock ist eine Person oder Gruppe, der für ein Problem übermäßig oder ungerecht Verantwortung zugeschrieben wird. Dabei können komplexere Ursachen oder Verantwortlichkeiten aus dem Blick geraten.
Nein. Eine Person kann einen tatsächlichen Anteil am Problem besitzen und trotzdem zum Sündenbock werden, wenn ihr Verantwortung zugeschrieben wird, die weit über ihren realen Einfluss hinausgeht.
Die Konzentration auf einen Schuldigen kann Unsicherheit reduzieren und komplexe Probleme scheinbar einfacher machen. Gruppendynamische Forschung beschreibt solche Mechanismen unter anderem als Verlagerung von Konflikten und Schwierigkeiten auf einzelne Mitglieder.
Warnzeichen können sein, dass ein komplexes Problem zunehmend auf dich reduziert wird, deine tatsächlichen Befugnisse ignoriert werden oder frühere Entscheidungen anderer Beteiligter aus der Darstellung verschwinden.
Klär zunächst die Fakten, prüfe deinen eigenen Verantwortungsanteil, dokumentiere Entscheidungen und bereite wichtige Gespräche sorgfältig vor. Bei möglichen rechtlichen Folgen ist qualifizierte Rechtsberatung wichtig.
Eine schnelle Reaktion kann sinnvoll sein, ein impulsiver Rundumschlag selten. Häufig ist es besser, zunächst Vorwurf, Faktenlage und eigene Position zu klären.
Nein. Die Phänomene können sich überschneiden. Mobbing bezeichnet typischerweise wiederholte systematische Schikanierung oder Ausgrenzung. Ein Sündenbockmechanismus konzentriert Verantwortung oder Schuld auf eine Person.
Klare Zuständigkeiten, transparente Entscheidungen, frühe Risikokommunikation und eine sachliche Ursachenanalyse nach Fehlern reduzieren die Versuchung, komplexe Probleme auf einzelne Personen zu verkürzen.
Wenn etwas schiefläuft, braucht eine Organisation Verantwortung.
Sie braucht jedoch ebenso Wahrheit über die Ursachen.
Eine einzelne Person verantwortlich zu machen kann kurzfristig Ordnung schaffen.
Wenn dadurch strukturelle Probleme unsichtbar bleiben, wird es teuer.
Verantwortung sollte dort liegen, wo Einfluss, Entscheidung und tatsächlicher Beitrag lagen – nicht dort, wo sich Schuld am bequemsten abladen lässt.
Solche Situationen können beruflich erhebliche Tragweite besitzen.
Vielleicht steht ein Gespräch bevor.
Vielleicht musst du deine Rolle gegenüber Geschäftsführung, Vorstand oder anderen Beteiligten darstellen.
Vielleicht willst du zunächst selbst klären:
Was gehört tatsächlich zu meiner Verantwortung?
Wo wird Verantwortung verschoben?
Was lässt sich belegen?
Wie formuliere ich meine Position klar?
Im vertraulichen 1:1 können wir die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven prüfen und wichtige Gespräche gezielt vorbereiten.
Dabei geht es beispielsweise um:
Rechtliche Beratung gehört dabei ausdrücklich in die Hände entsprechend qualifizierter Juristen.
Meine Rolle liegt in der strategischen und kommunikativen Vorbereitung.
Online oder persönlich in Berlin.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2018
Überarbeitung: 20. November 2019
AN: #878
K: CNC
Ü:
Mehr Konzentration. Mehr Leistung. Weniger Müdigkeit. Am besten auf Knopfdruck.
Die Vorstellung ist verführerisch.
Wenn Kaffee nicht mehr reicht, müsste es doch etwas Stärkeres geben.
Eine Tablette für mehr Fokus.
Eine Substanz für längeres Durchhalten.
Vielleicht sogar etwas, das Denken, Lernen und Erinnern verbessert.
Genau hier beginnt die Debatte über Gehirndoping und Neuroenhancement.
Die entscheidende Frage lautet jedoch:
Werden gesunde Menschen dadurch tatsächlich geistig leistungsfähiger?
Und selbst wenn sich einzelne Leistungen kurzfristig verbessern:
Was kostet dieser Vorteil?
Der Begriff Gehirndoping ist kein eindeutig definierter medizinischer Fachbegriff.
Meist geht es um die nichtmedizinische Verwendung von Substanzen mit dem Ziel, geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.
Dafür wird auch der Begriff pharmakologisches Neuroenhancement verwendet.
Gemeint sein können beispielsweise Veränderungen bei:
Wichtig ist die Unterscheidung:
Ein Medikament zur Behandlung einer Erkrankung ist etwas anderes als dieselbe oder eine ähnliche Substanz zur Leistungssteigerung bei einem gesunden Menschen.
Verschreibungspflichtige Medikamente können für Menschen mit einer entsprechenden Diagnose sehr hilfreich sein.
Das gilt zum Beispiel für bestimmte Stimulanzien bei ADHS oder für Medikamente bei anderen klaren medizinischen Indikationen.
Eine ärztlich begleitete Behandlung verfolgt ein therapeutisches Ziel.
Bei Gehirndoping geht es dagegen darum, ohne entsprechende medizinische Indikation über das gewöhnliche Leistungsniveau hinauszukommen oder Anforderungen länger durchzuhalten.
Diese beiden Situationen sollten nicht vermischt werden.
Die einfache Antwort lautet:
So eindeutig ist es nicht.
Einzelne Substanzen können bestimmte Aspekte von:
beeinflussen.
Daraus folgt jedoch nicht automatisch:
mehr Intelligenz.
Ebenso wenig folgt daraus automatisch:
bessere Entscheidungen, mehr Kreativität oder dauerhaft bessere Lernleistung.
Wer geistige Leistung beurteilen möchte, sollte genauer hinschauen.
Zu guter kognitiver Leistungsfähigkeit gehören beispielsweise:
Eine Substanz kann eine dieser Funktionen beeinflussen und eine andere kaum verbessern.
Oder sie verbessert die subjektiv erlebte Wachheit stärker als die tatsächliche Leistung.
Das ist eine zentrale Unterscheidung.
Wer sich wacher fühlt, erlebt möglicherweise:
„Ich kann noch weitermachen.“
Das bedeutet nicht automatisch:
„Ich treffe jetzt bessere Entscheidungen.“
Gerade unter hoher Belastung kann das problematisch werden.
Das Gefühl zusätzlicher Leistungsfähigkeit und die tatsächliche Qualität des Denkens müssen nicht identisch sein.
Verschreibungspflichtige Stimulanzien sind Medikamente.
Sie sollten entsprechend ihrer medizinischen Indikation und ärztlichen Verordnung eingesetzt werden.
Die nichtmedizinische Nutzung ist etwas anderes.
Sie kann mit Risiken verbunden sein, darunter:
Wer ein verschreibungspflichtiges Medikament benötigt, gehört damit in medizinische Behandlung.
Wer es ohne entsprechende Verordnung zur Leistungssteigerung einsetzen möchte, sollte daraus kein Selbstexperiment machen.
Weil die Idee perfekt zu einem verbreiteten Leistungsproblem passt:
Die Anforderungen steigen schneller als die verfügbaren Ressourcen.
Dann entsteht die Hoffnung:
Vielleicht kann ich meine Grenzen einfach chemisch verschieben.
Das kann besonders attraktiv wirken, wenn:
Manchmal lautet die entscheidende Frage weniger:
„Wie kann ich noch mehr aus meinem Gehirn herausholen?“
Sondern:
„Warum muss mein Gehirn dauerhaft mehr leisten, als meine Ressourcen erlauben?“
Das ist eine vollkommen andere Fragestellung.
Und häufig die interessantere.
Stell dir vor, jemand arbeitet dauerhaft:
Dann entsteht irgendwann Leistungsabfall.
Die Frage ist:
Braucht dieser Mensch stärkere Stimulation?
Oder:
Braucht das System eine Veränderung?
Schlafmangel beeinträchtigt unter anderem Funktionen, die für anspruchsvolle geistige Arbeit wichtig sind.
Dazu gehören Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle.
Wer versucht, Schlafmangel ausschließlich mit Stimulation zu kompensieren, behandelt deshalb möglicherweise das Gefühl der Müdigkeit stärker als deren Ursachen.
Das ist für anspruchsvolle berufliche Situationen besonders relevant.
Wer:
braucht mehr als Wachheit.
Er braucht ein Gehirn, das Informationen vernünftig verarbeiten kann.
Auch Bewegung wird manchmal wie ein neues Wundermittel vermarktet.
Das wäre ebenfalls zu einfach.
Es gibt jedoch gute Hinweise darauf, dass körperliche Aktivität mit kognitiven Funktionen zusammenhängen und diese unter bestimmten Bedingungen positiv beeinflussen kann.
Die Effekte sind keine Magie.
Sie sind auch nicht in jeder Studie gleich groß.
Doch Bewegung hat gegenüber pharmakologischem Selbstexperiment einen entscheidenden Vorteil:
Sie ist Teil eines insgesamt gesundheitsförderlichen Lebensstils.
Lernen funktioniert besser, wenn Aufmerksamkeit überhaupt verfügbar ist.
Dazu gehören unter anderem:
Das klingt weniger spektakulär als eine Pille.
Es entspricht jedoch stärker der Art, wie nachhaltiges Lernen funktioniert.
Koffein ist vermutlich die gesellschaftlich bekannteste Substanz zur Steigerung von Wachheit und Aufmerksamkeit.
Kaffee kann durchaus dazu beitragen, sich wacher und aufmerksamer zu fühlen.
Auch hier gilt:
Mehr ist nicht automatisch besser.
Zu viel Koffein kann beispielsweise:
begünstigen.
Und schlechter Schlaf kann am nächsten Tag genau die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, die eigentlich verbessert werden sollte.
Sie kann ungefähr so aussehen:
Zu wenig Schlaf.
Mehr Koffein.
Später weniger müde.
Noch später einschlafen.
Am nächsten Morgen wieder müde.
Dann beginnt die nächste Runde.
Der kurzfristige Leistungsgewinn kann so Teil des langfristigen Problems werden.
Hier lohnt sich besondere Skepsis.
Der Begriff Nootropics wird heute für sehr unterschiedliche Produkte verwendet.
Darunter befinden sich:
Dass ein Produkt als „Brain Booster“ verkauft wird, belegt seine Wirkung noch nicht.
Bei solchen Produkten lohnt sich zu fragen:
Eine Liste beeindruckender Inhaltsstoffe beantwortet diese Fragen nicht.
Auch pflanzliche oder frei verkäufliche Produkte können:
haben.
Wer Medikamente einnimmt oder gesundheitliche Beschwerden hat, sollte entsprechende Fragen mit medizinisch qualifizierten Fachpersonen klären.
Das ist eine der spannendsten Fragen beim Thema Neuroenhancement.
Menschen beurteilen ihre eigene geistige Leistungsfähigkeit nicht immer zuverlässig.
Es kann deshalb einen Unterschied geben zwischen:
„Ich fühle mich leistungsfähiger.“
und:
„Meine objektive Leistung ist tatsächlich besser.“
Gerade bei komplexen Aufgaben wäre das ein problematischer Effekt.
Denn dann wächst möglicherweise:
die Sicherheit.
Ohne dass im selben Umfang wächst:
die Qualität des Urteils.
Für Entscheidungen unter hoher Verantwortung ist genau diese Differenz wichtig.
Bevor du über Leistungssteigerung nachdenkst, lohnt sich eine einfachere Frage:
Welche Leistung fehlt mir konkret?
Ist es:
Diese Dinge sind nicht dasselbe.
Deshalb brauchen sie auch nicht dieselbe Antwort.
Zumindest nicht immer.
Wenn du nach vier Stunden Schlaf Konzentrationsprobleme hast, kann die naheliegende Ursache:
Schlafmangel
sein.
Dann wäre es merkwürdig, ausschließlich nach einer besseren Konzentrationstechnik zu suchen.
Auch das wird häufig verwechselt.
Wer dauerhaft zu viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen soll, braucht möglicherweise weniger:
mehr Motivation.
Er braucht:
Bevor du nach chemischer Optimierung suchst, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Bedingungen.
Zum Beispiel:
Bei vielen anspruchsvollen Aufgaben findet weniger echtes paralleles Arbeiten statt.
Stattdessen wechselt Aufmerksamkeit zwischen Tätigkeiten.
Jeder Wechsel kostet Orientierung.
Wer seine geistige Leistungsfähigkeit verbessern möchte, kann deshalb bereits viel gewinnen durch:
weniger unnötige Wechsel.
Für komplexe Aufgaben kann es hilfreich sein:
Das ist wenig spektakulär.
Und häufig sehr wirksam.
Kreativität lässt sich ebenfalls nur begrenzt auf „mehr Gehirnleistung“ reduzieren.
Kreative Arbeit braucht häufig einen Wechsel zwischen:
Permanent maximale Fokussierung wäre deshalb nicht einmal für jede geistige Aufgabe ideal.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.
Mehr Aktivierung bedeutet nicht automatisch:
mehr Leistung.
Manchmal braucht eine Aufgabe:
Fokus.
Manchmal:
Ruhe.
Manchmal:
Abstand.
Und manchmal schlicht:
Schlaf.
Das Thema betrifft nicht nur Gesundheit.
Es wirft auch Fragen über Leistungskultur auf.
Zum Beispiel:
Das ist ein bekanntes Problem in Wettbewerbssystemen.
Ein individueller Vorteil kann verschwinden, sobald viele denselben Weg wählen.
Was bleibt, ist möglicherweise:
ein höheres allgemeines Leistungsniveau bei höheren persönlichen Kosten.
Auch die Analogie zum Doping im Sport kommt daher.
Wenn Menschen mit pharmakologischer Unterstützung länger oder intensiver arbeiten können, stellt sich die Frage:
Ist das persönliche Freiheit?
Oder entsteht irgendwann:
ein Leistungsdruck auf alle anderen?
Einfache Antworten gibt es darauf kaum.
Die Frage verdient trotzdem Aufmerksamkeit.
Mich überzeugt vor allem eines wenig:
die Vorstellung, komplexe geistige Leistung ließe sich auf einen einfachen chemischen Regler reduzieren.
Leistung entsteht aus vielen Faktoren.
Dazu gehören:
Eine Tablette löst dieses System nicht.
Die weniger spektakuläre Liste:
Keiner dieser Punkte liefert „mehr IQ auf Bestellung“.
Gemeinsam schaffen sie jedoch bessere Bedingungen für leistungsfähiges Denken.
Gerade bei hoher Verantwortung ist die Fähigkeit wichtig, die eigenen Ressourcen realistisch einzuschätzen.
Dazu gehört auch zu erkennen:
Wann brauche ich mehr Einsatz?
Und:
Wann brauche ich eine andere Strategie?
Mehr Anstrengung ist nicht immer die beste Antwort.
Manchmal wäre die bessere Frage:
Warum muss ich überhaupt so lange durchhalten?
Oder:
Welche Entscheidung habe ich zu lange vermieden?
Oder:
Welche Aufgabe gehört gar nicht mehr auf meinen Tisch?
Das sind weniger pharmakologische Fragen.
Es sind Fragen der Selbstführung.
Bei wichtigen Entscheidungen, Präsentationen und Verhandlungen zählt nicht, wie viele Stunden jemand maximal wach bleiben kann.
Entscheidend ist:
Das ist die Art geistiger Leistungsfähigkeit, die mich in meiner Arbeit besonders interessiert.
Dann lohnt es sich, nicht nur die eigene Leistungsfähigkeit zu optimieren.
Prüfe auch:
Sonst wird Selbstoptimierung möglicherweise zum Versuch, ein unpassendes System länger auszuhalten.
Wenn Konzentrationsprobleme, starke Müdigkeit, Schlafprobleme oder andere Beschwerden anhalten, kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein.
Im Coaching geht es nicht um Diagnose, Medikamente oder deren Dosierung.
Hier kann es beispielsweise darum gehen:
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstführung, Prioritäten, Leistungsfähigkeit und anspruchsvolle berufliche Situationen geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche oder strategische Tragweite besitzt.
Der Wunsch nach mehr geistiger Leistungsfähigkeit ist nachvollziehbar.
Wir wollen:
Die Vorstellung einer einfachen pharmakologischen Abkürzung ist deshalb attraktiv.
Die Realität ist komplexer.
Wachheit ist nicht dasselbe wie Intelligenz.
Konzentration ist nicht dasselbe wie gutes Urteilsvermögen.
Und länger arbeiten bedeutet nicht automatisch besser arbeiten.
Deshalb interessiert mich eine andere Frage stärker:
Wie schaffen wir Bedingungen, unter denen das Gehirn seine vorhandenen Fähigkeiten möglichst gut nutzen kann?
Dazu gehören häufig weniger spektakuläre Dinge:
Schlaf. Bewegung. Lernen. Fokus. Pausen. Prioritäten. Gute Entscheidungen.
Vielleicht ist genau das die unbequemere Form des Gehirndopings:
nicht immer mehr aus sich herauszupressen, sondern die Bedingungen für gutes Denken ernst zu nehmen.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Bin ich introvertiert oder extrovertiert?
Bin ich besonders gewissenhaft?
Wie offen bin ich für neue Erfahrungen?
Solche Fragen betreffen Persönlichkeit.
Ein besonders gut erforschtes Modell dafür sind die Big Five.
Sie beschreiben Persönlichkeit anhand von fünf breiten Dimensionen:
Im Englischen werden die Anfangsbuchstaben häufig zum Kürzel OCEAN zusammengefasst.
Wichtig ist:
Die Big Five teilen Menschen nicht in fünf Persönlichkeitstypen ein.
Jeder Mensch lässt sich auf allen fünf Dimensionen unterschiedlich einordnen.
Die Big Five sind fünf breite Dimensionen zur Beschreibung relativ stabiler Unterschiede zwischen Menschen.
Sie werden auch bezeichnet als:
Das Modell entstand nicht dadurch, dass jemand am Schreibtisch fünf ideale Persönlichkeitstypen erfunden hat.
Es entwickelte sich aus jahrzehntelanger Forschung zu:
Dabei zeigte sich wiederholt:
Viele einzelne Persönlichkeitseigenschaften lassen sich zu fünf breiten Merkmalsbereichen zusammenfassen.
Die Big Five sind:
Jede dieser Dimensionen beschreibt ein Kontinuum.
Es gibt also nicht nur:
hoch oder niedrig.
Menschen können irgendwo dazwischen liegen.
Offenheit beschreibt unter anderem, wie stark Menschen zu:
tendieren.
Menschen mit höheren Ausprägungen interessieren sich häufig stärker für:
Menschen mit niedrigeren Ausprägungen bevorzugen möglicherweise stärker:
Das ist eine wichtige Abgrenzung.
Offenheit und Intelligenz sind nicht dasselbe.
Eine Person kann hochintelligent sein und gleichzeitig:
Persönlichkeitsmerkmale und kognitive Fähigkeiten beschreiben unterschiedliche Bereiche.
Zum Beispiel bei Aufgaben, die:
Doch auch hier gilt:
Mehr ist nicht automatisch besser.
In manchen Situationen sind:
wichtiger als permanente Neuerfindung.
Gewissenhaftigkeit beschreibt unter anderem Tendenzen zu:
Menschen mit höheren Ausprägungen planen häufig stärker voraus und verfolgen Aufgaben konsequenter.
Menschen mit niedrigeren Ausprägungen können spontaner, flexibler oder weniger strukturiert vorgehen.
Auch diese Begriffe sollten getrennt werden.
Gewissenhaftigkeit kann bedeuten:
zuverlässig und organisiert zu handeln.
Perfektionismus kann zusätzlich verbunden sein mit:
Eine gewissenhafte Person muss also keineswegs perfektionistisch sein.
Von den Big Five zeigt Gewissenhaftigkeit in vielen Untersuchungen besonders konsistente Zusammenhänge mit Leistungsmaßen.
Das ist plausibel.
Wer häufiger:
schafft günstige Voraussetzungen für Leistung.
Die Zusammenhänge sind trotzdem keine Garantie.
Persönlichkeit beeinflusst Leistung. Sie bestimmt sie nicht allein.
Extraversion beschreibt unter anderem Unterschiede in:
Menschen mit höheren Ausprägungen erleben soziale Interaktion häufig als stimulierender und suchen sie stärker.
Menschen mit niedrigeren Ausprägungen werden häufig als introvertierter beschrieben.
Introversion bedeutet nicht automatisch:
Eine introvertiertere Person kann:
und gleichzeitig weniger soziale Stimulation bevorzugen.
Extraversion beschreibt eine Persönlichkeitstendenz, keine Kompetenz.
Die breite Dimension kann verschiedene Facetten umfassen.
Zum Beispiel:
Deshalb kann ein Mensch beispielsweise:
wenig gesellig und trotzdem sehr durchsetzungsfähig
sein.
Das ist ein Grund, warum einzelne Big-Five-Werte niemals den gesamten Menschen beschreiben.
Verträglichkeit beschreibt unter anderem Tendenzen zu:
Menschen mit höheren Ausprägungen berücksichtigen häufig stärker soziale Harmonie und die Bedürfnisse anderer.
Menschen mit niedrigeren Ausprägungen können:
auftreten.
Hohe Verträglichkeit kann Kooperation erleichtern.
Sie kann gleichzeitig Schwierigkeiten bereiten, wenn jemand:
Niedrigere Verträglichkeit kann Konflikte wahrscheinlicher machen.
Sie kann gleichzeitig hilfreich sein, wenn:
Auch hier entscheidet der Kontext.
Neurotizismus beschreibt Unterschiede in der Tendenz, negative emotionale Zustände zu erleben.
Dazu können beispielsweise gehören:
Bei niedrigeren Ausprägungen wird häufig von höherer emotionaler Stabilität gesprochen.
Der Begriff klingt im Deutschen leicht pathologisierend.
Gemeint ist jedoch zunächst eine normale Persönlichkeitsdimension.
Ein höherer Wert bedeutet nicht automatisch:
Er beschreibt eine statistische Tendenz zu stärkerer negativer Emotionalität.
Ob daraus tatsächlich Probleme entstehen, hängt von vielen weiteren Faktoren ab.
Menschen mit höherer emotionaler Reaktivität bemerken möglicherweise:
früher.
Das kann hilfreich sein.
Eine sehr starke und dauerhafte Belastung kann dagegen Ressourcen beanspruchen.
Auch hier ist eine einfache Bewertung:
hoch = schlecht
zu grob.
Die englischen Bezeichnungen ergeben das Kürzel OCEAN:
Das Kürzel hilft beim Erinnern.
Es sollte nur nicht dazu führen, die fünf Dimensionen stärker zu vereinfachen, als sinnvoll ist.
Das ist vermutlich der wichtigste Punkt der gesamten Seite.
Du bist nicht:
„der Extravertierte“
oder:
„die Gewissenhafte“.
Du hast auf jeder der fünf Dimensionen eine bestimmte Ausprägung.
Und diese liegt auf einem Kontinuum.
Das ergibt ein individuelles Profil.
Eine Person könnte beispielsweise:
liegen.
Eine andere Person kann ein vollkommen anderes Muster haben.
Es gibt sehr viele mögliche Kombinationen.
Genau deshalb ist das Modell differenzierter als eine Einteilung in wenige Typen.
Menschen lassen sich selbstverständlich mit viel mehr als fünf Adjektiven beschreiben.
Zum Beispiel:
Viele solcher Einzelmerkmale hängen statistisch miteinander zusammen.
Die Big Five bündeln zahlreiche dieser Merkmale in fünf breiteren Bereichen.
Das macht das Modell:
Die fünf Dimensionen sind sehr breit.
Deshalb können sie weiter untergliedert werden.
Je nach verwendetem Modell oder Test werden verschiedene Facetten unterschieden.
Das ist wichtig, weil zwei Menschen denselben Gesamtwert auf einer Dimension erreichen können und sich trotzdem in einzelnen Teilmerkmalen unterscheiden.
Die Big Five bieten eine gute Übersicht.
Für konkrete Fragen können Facetten genauer sein.
Ein Vergleich:
„Wie extravertiert ist jemand insgesamt?“
ist eine andere Frage als:
„Wie durchsetzungsstark tritt diese Person in Gruppen auf?“
Die zweite Frage ist enger.
Und kann für eine konkrete Situation relevanter sein.
Eine wichtige Wurzel liegt im sogenannten lexikalischen Ansatz.
Die Grundidee:
Persönlichkeitsunterschiede, die Menschen über lange Zeit wichtig finden, hinterlassen Spuren in der Sprache.
Deshalb wurden große Sammlungen von Eigenschaftswörtern untersucht.
Mit statistischen Verfahren zeigte sich, dass sich viele dieser Merkmale zu breiteren Gruppen zusammenfassen lassen.
Parallel dazu entstanden fragebogenbasierte Ansätze.
Über Jahrzehnte entwickelte sich daraus das heutige Fünf-Faktoren-Modell.
Ja.
Das Fünf-Faktoren-Modell gehört zu den am intensivsten erforschten Modellen der Persönlichkeitspsychologie.
Es wird seit Jahrzehnten untersucht.
Die fünf breiten Dimensionen zeigen sich:
Das bedeutet trotzdem nicht:
Das Modell sei vollständig oder in jeder Kultur exakt identisch.
Die fünf breiten Faktoren wurden in vielen kulturellen Kontexten wiedergefunden.
Deshalb wird häufig von einer erheblichen kulturübergreifenden Robustheit gesprochen.
Gleichzeitig mahnt die Forschung zur Vorsicht.
Einige:
lassen sich nicht immer vollständig durch dieselben fünf Faktoren abbilden.
Die angemessene Aussage lautet deshalb:
Die Big Five sind kulturübergreifend bemerkenswert robust, ohne deshalb jede kulturelle Besonderheit vollständig abzubilden.
Persönlichkeitsmerkmale sind relativ stabil.
Das bedeutet:
Menschen unterscheiden sich über längere Zeiträume hinweg in recht konsistenter Weise voneinander.
Relativ stabil bedeutet jedoch nicht:
unveränderlich.
Persönlichkeit kann sich über die Lebensspanne verändern.
Das beschreibt die Forschung besser als beide Extreme.
Menschen zeigen:
Stabilität.
Und:
Veränderung.
Langzeituntersuchungen und Meta-Analysen zeigen, dass Big-Five-Merkmale über Jahre und Jahrzehnte eine beträchtliche Stabilität besitzen.
Gleichzeitig verändern sich durchschnittliche Ausprägungen und individuelle Profile im Laufe des Lebens.
Ja.
Veränderungen können zusammenhängen mit:
Das bedeutet nicht, dass jedes einschneidende Ereignis automatisch Persönlichkeit verändert.
Und auch nicht, dass wir jede gewünschte Persönlichkeitseigenschaft kurzfristig beliebig einstellen können.
Die Realität liegt zwischen:
„So bin ich eben.“
und:
„Ich kann mich vollständig neu programmieren.“
Auch das ist zentral.
Ein Persönlichkeitsmerkmal beschreibt eine Tendenz.
Es sagt nicht voraus, wie jemand in jeder einzelnen Situation handeln wird.
Eine eher introvertierte Person kann auf einer Bühne ausgesprochen präsent auftreten.
Eine sehr gewissenhafte Person kann einmal einen Termin vergessen.
Eine verträgliche Person kann in einer wichtigen Verhandlung sehr klar Nein sagen.
Persönlichkeit erhöht Wahrscheinlichkeiten. Sie schreibt Verhalten nicht vollständig vor.
Verhalten entsteht unter anderem aus:
Deshalb erklärt ein Persönlichkeitstest niemals alles.
Er liefert:
eine Perspektive.
Nicht:
die vollständige Erklärung eines Menschen.
Persönlichkeitsmerkmale hängen mit verschiedenen Formen von Leistung zusammen.
In großen Forschungsübersichten zeigt besonders Gewissenhaftigkeit relativ konsistente Zusammenhänge.
Auch andere Dimensionen können je nach Aufgabe relevant sein.
Zum Beispiel kann Extraversion in stark sozial geprägten Rollen eine andere Bedeutung haben als bei Tätigkeiten, die lange konzentrierte Einzelarbeit verlangen.
Entscheidend ist:
Die Zusammenhänge sind im Durchschnitt vorhanden, jedoch weit von perfekter Vorhersage entfernt.
Berufliche Leistung hängt zusätzlich ab von:
Deshalb wäre ein Satz wie:
„Dieser Big-Five-Wert zeigt, ob jemand erfolgreich sein wird.“
deutlich zu stark.
Persönlichkeitsmerkmale können beeinflussen, wie Menschen führen.
Zum Beispiel:
Doch auch hier gilt:
Persönlichkeit ist nicht Führungsqualität.
Führung umfasst zusätzlich:
Eine einfache Antwort wäre bequem.
Sie wäre nur wenig hilfreich.
Unterschiedliche Führungsaufgaben verlangen unterschiedliche Verhaltensweisen.
Eine Führungskraft in:
steht vor unterschiedlichen Anforderungen.
Deshalb interessiert mich weniger:
„Habe ich das perfekte Profil?“
Hilfreicher ist:
„Wie gehe ich mit meinen typischen Tendenzen in dieser konkreten Rolle um?“
Persönlichkeit kann auch Kommunikationspräferenzen beeinflussen.
Beispielsweise kann jemand mit höherer Extraversion eher dazu neigen:
Eine introvertiertere Person denkt möglicherweise länger vor einer Wortmeldung nach.
Das sind Tendenzen.
Keine festen Regeln.
Selbst wenn Persönlichkeit relativ stabil ist, bedeutet das nicht:
Kommunikationsverhalten sei festgelegt.
Menschen können lernen:
Persönlichkeit beeinflusst den Ausgangspunkt. Kompetenz erweitert den Handlungsspielraum.
Hier liegt ein besonders sinnvoller Einsatz des Modells.
Ein Persönlichkeitsprofil kann Fragen anregen wie:
Die Antworten können Selbstreflexion unterstützen.
Sie sollten sie nicht ersetzen.
Persönlichkeit kann aus unterschiedlichen Perspektiven eingeschätzt werden.
Zum Beispiel:
Diese Perspektiven müssen nicht identisch sein.
Du erlebst deine:
Andere Menschen sehen stärker:
dein beobachtbares Verhalten.
Beide Perspektiven können Informationen liefern.
Nicht weil eine Seite automatisch richtig liegt.
Sondern weil die Differenz Fragen ermöglicht.
Zum Beispiel:
„Ich erlebe mich als zurückhaltend. Warum wirke ich auf andere durchsetzungsstark?“
Oder:
„Ich halte mich für sehr strukturiert. Warum erleben andere meine Kommunikation als sprunghaft?“
Solche Unterschiede können wertvoller sein als ein einzelner Testwert.
→ Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
Typischerweise mit standardisierten Fragebögen.
Dabei beantworten Personen eine Reihe von Aussagen über:
Aus den Antworten werden Werte auf den fünf Dimensionen berechnet.
Je nach Instrument können zusätzlich einzelne Facetten ausgewiesen werden.
Das Internet ist voller Persönlichkeitstests.
Einige verwenden wissenschaftlich etablierte Skalen.
Andere sind hauptsächlich:
Bei ernsthaften Anwendungen lohnt sich deshalb die Frage:
Die Big Five beschreiben normale Unterschiede in Persönlichkeit.
Sie diagnostizieren keine:
Ein hoher oder niedriger Wert auf einer Dimension ist zunächst:
eine Beschreibung.
Keine Diagnose.
Ein Ergebnis wie:
„80 Prozent Extraversion“
kann sehr eindeutig wirken.
Je nach Test bedeutet der Wert jedoch möglicherweise etwas anderes.
Vielleicht handelt es sich um:
Deshalb sollte ein Testergebnis immer zusammen mit seiner Messmethode verstanden werden.
Menschen mögen Typen.
Sie sind leicht zu merken.
Zum Beispiel:
„Ich bin Typ X.“
Das erzeugt schnell ein Gefühl von Klarheit.
Die Big Five funktionieren anders.
Sie akzeptieren, dass Persönlichkeit:
mehrdimensional und graduell
ist.
Das ist weniger spektakulär.
Und häufig realistischer.
Die beiden Ansätze werden häufig miteinander verglichen.
Sie verfolgen jedoch unterschiedliche Logiken.
Die Big Five beschreiben:
kontinuierliche Merkmalsdimensionen.
Viele populäre Typologien ordnen Menschen dagegen:
Kategorien oder Typen
zu.
Aus wissenschaftlicher Perspektive verfügen die Big Five über eine wesentlich breitere empirische Forschungsbasis.
Das bedeutet nicht, dass jede Anwendung automatisch gut ist.
Es bedeutet:
Das zugrunde liegende Modell ist deutlich besser untersucht.
Auch ein wissenschaftlich fundiertes Modell lässt sich schlecht verwenden.
Zum Beispiel wenn aus:
„höhere Verträglichkeit“
wird:
„Deshalb kann diese Person keine Führungskraft sein.“
Das wäre eine Überinterpretation.
Das Modell liefert Wahrscheinlichkeitsaussagen und Beschreibungen.
Es liefert keine fertigen Lebensurteile.
Das ist ein weiterer Vorteil einer differenzierten Betrachtung.
Hohe Ausprägungen können Vorteile haben.
Und Kosten.
Niedrige Ausprägungen ebenfalls.
Zum Beispiel:
kann Zuverlässigkeit fördern.
Sie kann unter bestimmten Bedingungen auch mit:
einhergehen.
kann Kooperation erleichtern.
Sie kann gleichzeitig klare Konfrontation erschweren.
kann Ideenreichtum unterstützen.
Sie kann zugleich dazu führen, dass Bewährtes schneller langweilig erscheint.
Persönlichkeitsmerkmale entfalten ihre Wirkung immer in einem Kontext.
Sie können:
Sie können nicht vollständig erklären:
Deshalb ist das Big-Five-Profil:
eine Landkarte.
Nicht:
die gesamte Landschaft.
Persönlichkeit und Werte sollten nicht verwechselt werden.
Eine Person kann beispielsweise sehr durchsetzungsstark sein.
Daraus folgt noch nicht:
wofür sie ihre Durchsetzungsfähigkeit einsetzt.
Ebenso kann hohe Gewissenhaftigkeit dazu beitragen, Ziele konsequent zu verfolgen.
Sie beantwortet nicht:
welche Ziele gewählt werden.
Persönlichkeitsmerkmale beschreiben Tendenzen.
Werte geben stärker Orientierung darüber, was jemand für:
hält.
Auch Kompetenz ist etwas anderes.
Eine extravertierte Person ist nicht automatisch:
eine gute Rednerin.
Eine introvertierte Person ist nicht automatisch:
eine schlechte Rednerin.
Gutes Präsentieren erfordert unter anderem:
Das lässt sich entwickeln.
Ein Persönlichkeitstest kann leicht zu Sätzen führen wie:
„Ich bin eben introvertiert.“
Oder:
„Ich bin einfach nicht besonders gewissenhaft.“
Solche Beschreibungen können Verständnis schaffen.
Sie sollten Handlungsspielraum nicht unnötig verkleinern.
Die bessere Frage lautet:
„Welche Tendenz habe ich – und wie möchte ich damit umgehen?“
Genau hier kann das Modell praktisch werden.
Wenn du deine typischen Tendenzen kennst, kannst du Bedingungen gestalten.
Zum Beispiel:
Dann wird Persönlichkeitswissen zu:
Selbstführung.
Persönlichkeitsmodelle können im Coaching sinnvoll sein, wenn sie:
Problematisch werden sie, wenn sie Menschen festlegen.
Zum Beispiel:
„Du bist nun einmal so.“
Das widerspricht dem eigentlichen Nutzen.
Weniger:
„Welcher Wert steht da?“
Interessanter sind Fragen wie:
Dann wird aus einem Zahlenprofil:
eine brauchbare Reflexion.
Eine Rolle kann Verhalten verlangen, das nicht automatisch der eigenen Präferenz entspricht.
Zum Beispiel kann eine introvertiertere Führungskraft:
und dabei sehr wirksam sein.
Vielleicht braucht sie anschließend mehr Rückzug als eine extravertiertere Person.
Das ist keine Schwäche.
Es ist eine Frage der Selbststeuerung.
Auch dieser Gedanke ist wichtig.
Authentisch sein bedeutet nicht:
„Ich verhalte mich immer genauso, wie es spontan zu meiner Persönlichkeit passt.“
Wir können Rollen übernehmen.
Wir können Fähigkeiten entwickeln.
Wir können bewusst entscheiden.
Authentizität besteht eher darin, dass dieses Verhalten mit:
vereinbar bleibt.
Persönlichkeitsdiagnostik kann in beruflichen Kontexten Informationen liefern.
Sie sollte dort professionell eingesetzt werden.
Ein einzelner Big-Five-Wert sollte nicht isoliert über:
entscheiden.
Seriöse Auswahl berücksichtigt zusätzlich:
Ein Persönlichkeitsprofil ergänzt Informationen. Es ersetzt keine professionelle Beurteilung.
Wenn Organisationen ein angeblich ideales Persönlichkeitsprofil definieren, besteht ein Risiko:
Ähnlichkeit wird mit Eignung verwechselt.
Ein Team kann jedoch gerade davon profitieren, dass Menschen:
Entscheidend ist weniger maximale Ähnlichkeit.
Entscheidend ist:
ob die Kombination zur Aufgabe funktioniert.
Kurze Tests haben einen Vorteil:
Sie sparen Zeit.
Der Preis kann geringere Differenzierung sein.
Für Forschung mit sehr großen Stichproben können kurze Instrumente sinnvoll sein.
Für individuelle Entscheidungen mit hoher Tragweite ist häufig ein differenzierteres Verfahren angemessener.
Je wichtiger die Entscheidung, desto sorgfältiger sollte die Messung sein.
Er bedeutet zunächst:
eine relative Ausprägung auf einer bestimmten Skala.
Nicht:
gut oder schlecht.
Ein Wert bekommt Bedeutung erst durch:
Deshalb sollte ein Test nicht mehr behaupten, als er messen kann.
Du kannst die fünf Dimensionen auch ohne Test als Reflexionsrahmen verwenden.
Wie leicht lasse ich neue Perspektiven zu?
Wie zuverlässig strukturiere und verfolge ich Aufgaben?
Wie viel soziale Stimulation suche ich?
Wie stark priorisiere ich Kooperation gegenüber Konfrontation?
Wie stark reagiere ich typischerweise auf Unsicherheit, Stress oder mögliche Risiken?
Diese Fragen liefern noch keine Messung.
Sie können trotzdem gute Selbstreflexion anregen.
Ein Testergebnis kann sagen:
„Hier liegt wahrscheinlich eine Tendenz.“
Dann beginnt erst die praktisch relevante Arbeit.
Zum Beispiel:
Wie wirkt sich diese Tendenz in meinem Alltag aus?
Wann hilft sie mir?
Wann brauche ich mehr Flexibilität?
Welches Verhalten möchte ich gezielt entwickeln?
Das ist häufig wertvoller als die reine Zahl.
Das ist für mich der sinnvollste Umgang mit Persönlichkeitsmodellen.
Sie können helfen:
Muster zu sehen.
Sie sollten nicht dazu führen:
Menschen auf Muster zu reduzieren.
Ein Modell wird nützlich, wenn es:
Es wird problematisch, wenn es aus einem Menschen:
eine Schublade
macht.
Bei Führung, Kommunikation und wichtigen beruflichen Entscheidungen kann Selbstkenntnis sehr wertvoll sein.
Zum Beispiel:
Ein Persönlichkeitsmodell kann dafür ein Ausgangspunkt sein.
Entscheidend bleibt die Übersetzung in:
konkretes Verhalten.
→ Selbsterkenntnis und bewussteres Handeln
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstreflexion, Kommunikation, Führungsverhalten oder die Entwicklung beruflicher Handlungsmöglichkeiten geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Führungs-, Kommunikations- oder Entscheidungssituation hohe berufliche, wirtschaftliche oder strategische Tragweite besitzt.
Die Big Five gehören zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Modellen der Persönlichkeit.
Sie beschreiben fünf breite Dimensionen:
Ihre Stärke liegt darin, Persönlichkeit:
dimensional statt in starren Typen
zu betrachten.
Sie können helfen:
Sie können jedoch nicht:
Deshalb ist die spannendste Frage nach einem Persönlichkeitstest selten:
„Welcher Typ bin ich?“
Interessanter ist:
„Welche Tendenzen erkenne ich – und wie möchte ich damit umgehen?“
Persönlichkeit beschreibt Wahrscheinlichkeiten. Sie setzt deinem Handlungsspielraum keine endgültigen Grenzen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
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Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 10. November 2026
Ein attraktives Gehalt genügt nicht, sie für sich zu gewinnen, denn das bietet den High Potentials heutzutage nahezu jeder Arbeitgeber.
Als High Potentials werden Menschen bezeichnet, die sich durch hervorragende fachliche Qualifikation und auch durch sehr gutes Sozialverhalten und Engagement auszeichnen. Häufig bezieht sich der Begriff High Potentials sich auf jüngere, Hochschulabsolventen mit guten Abschlüssen, bei denen von einem hohem Weiterentwicklungs- beziehungsweise Aufstiegspotenzial erwartet wird. Welches Unternehmen will auch freiwillig mit den Zweitbesten Vorlieb nehmen?
Geschätzte Eigenschaften bei High Potentials:
Arbeitgeber müssen sich immer mehr anstrengen, denn Absolventen mit guten Abschlüssen sind begehrt und können sich in manchen Branchen die Stellen aussuchen. Ein attraktives Gehalt genügt nicht, sie für sich zu gewinnen, denn das bietet den High Potentials heutzutage nahezu jeder Arbeitgeber.
Bei den international aktiven Unternehmen richten manche ihr Talentmanagement und Recruiting danach aus, um High Potentials ausfindig zu machen. Ein funktionierendes Talentmanagement hilft dabei das Potenzial vorhandener und neuer Mitarbeiter zu erkennen, richtig einzuschätzen und vorausschauend weiter zu entwickeln. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung, Coaching und Mentoring sind bewährte Bausteine, um aus Berufseinsteigern die Manager der Zukunft zu entwickeln.
So attraktiv High Potentials für Unternehmen sind, wo Licht, da auch Schatten. Überdurchschnittlich oft scheitern sie aufgrund fehlender Fähigkeit zur Selbstkritik. Wie verhält sich die Zukunftshoffnung im Umgang mit anderen Menschen. Einige Unternehmen setzen deswegen auf Coaching, damit Selbstüberschätzung nicht zum Stolperstein wird.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #6780
K:
Ü:
So verschenken Sie in Gehaltsgesprächen keine Chancen. Erfahren Sie, wie Sie Fehler bei Gehaltsverhandlungen vermeiden und die Chancen erhöhen.
Es scheint so, als wenn das schlagartig einiges verändert. Die meisten Menschen verhalten sich in Gehaltsgesprächen jenseits der eigenen Möglichkeiten und vergessen, was sie gelernt haben. Gerade Führungskräfte kennen Gehaltsgespräche ja selbst aus der anderen Perspektive. Doch ist es ein ziemlicher Unterschied, ob sie das Unternehmen oder eigene Interessen vertreten. Wenn es um die eigene Person geht, ist vieles ganz anders bzw. wird selbst anders wahrgenommen.
Auch wer sonst erfolgreich ist macht hier oft Anfängerfehler. Das ist weder gut für Ihr Konto, noch für das Bild, das Sie von sich liefern. Verhalten Sie sich so professionell, wie bei Ihrer Arbeit. Ihre Vorbereitung entscheidet über Ihren Verhandlungserfolg.
Zugegeben, nicht alles lässt sich vorhersehen und vorbereiten. Doch wo es uns gelingt, sind wir im Vorteil. Und hinsichtlich der Karriere ist so einiges absehbar. So ist es beispielsweise im Bewerbungsgespräch und auch während einer Anstellung lohnenswert, die besten Argumente für Ihre Gehaltsverhandlung zu kennen und frühzeitig die Weichen zu stellen.
Sie werden nicht das Gehalt bekommen, das Sie verdienen, wenn Sie sich allzu blauäugig darauf verlassen, Ihr Vorgesetzter sieht Ihre Leistungen und honoriert diese entsprechend. Warum sollte er Ihnen etwas geben, dass Sie nicht verlangen?
Und auch wenn Sie persönlich der festen Überzeugung sind, dass Sie mehr Geld brauchen, sieht Ihr Chef das oft anders.
Überzeugen Sie nicht, dann ist das Bewerbungsgespräch oder das Jahresgespräch vorbei und zurückbleibt bei Ihnen das latente Gefühl, dass da für Sie mehr drin gewesen wäre. Sie haben den Eindruck, dass Ihre Leistung einfach nicht entsprechend gewürdigt wird und das frustriert.
Um die eigene Position auf dem Weg zur Gehaltserhöhung zu verbessern, brauchen Sie stichhaltige Argumente. Und stichhaltige Argumente im Gehaltspoker sind Argumente, die aus Sicht Ihres Chefs tatsächlich zählen.
Mit den folgenden Tipps lassen sich grundlegende Fehler vermeiden.
Erfolgreiche Gehaltsgespräche werden frühzeitig vorbereitet. Der Erfolg wird wesentlich von den eigenen Fähigkeiten, deren Bedeutung und Nutzen für das Unternehmen und der Fähigkeit, diese Leistungen zu kommunizieren, beeinflusst. Also geht es schon im Vorfeld darum, den Entscheidern und Meinungsbildnern gute Gründe für eine Gehaltserhöhung zu liefern.
Sie kennen die Situation. Stellen Sie sich die Frage, in welchem Bereich Sie für das Unternehmen „unentbehrlich“ sind. Und Hand aufs Herz: Für wen ist das wie und woran erkennbar und tatsächlich von Nutzen?
Halten Sie Augen und Ohren offen. In der Vorbereitungsphase ist es hilfreich, Informationen zu sammeln. Betrachten Sie die Beziehungen, in denen Ihre Gehaltsvorstellungen, die unternehmensüblichen und die am Markt üblichen Gehälter und Ihr Nutzen für das Unternehmen stehen. Wie sind die zukünftigen Erwartungen und Ihre Bedeutung für das Unternehmen?
Bereiten Sie sich auch auf etwaige Gegenargumente im Gehaltsgespräch vor und üben Sie deren Entkräftung.
Nehmen Sie das Gehaltsgespräch vorweg, indem Sie es in Gedanken, noch besser mit einer geeigneten Person, durchspielen. (Und ja, ich mache so etwas!). Dabei gehen Sie sowohl in Ihre eigene Rolle als auch in die Ihres Gesprächspartners. Was nehmen Sie in den beiden Rollen wahr und was würden Sie tun?
Für das Gehaltsgespräch wählen Sie möglichst einen günstigen Zeitpunkt. Das kann beispielsweise ein Moment sein, in dem Ihr Erfolg besonders deutlich ist, Ihr Vorgesetzter besonders gute Laune hat und es dem Unternehmen gerade besonders gut geht.
Einige Empfehlungen zum Gehaltsgespräch bzw. der Gehaltsverhandlung:
Seien Sie sich Ihrer Bedeutung für das Unternehmen bewusst, Sie sind kein Bittsteller. Treten Sie selbstbewusst auf. Nein, das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern damit für sich einzustehen. Gerade Frauen neigen noch immer dazu, zurückhaltender ihr Gehalt zu verhandeln.
Bieten Sie eine sachliche Präsentation Ihrer Leistungen. Beginnen Sie Ihren Gesprächsbeitrag mit messbaren Ergebnissen.
Erkunden Sie die möglichen Motive und Gegenargumente. Widmen Sie sich auch den unangenehmsten Gegenargumenten, sodass Sie eine Entkräftung im Hinterkopf haben. Mit etwas Vorbereitung lassen sich aus den bedrohlichsten Begründungen sogar Argumente für die eigene Sache machen.
Setzen Sie auf nachweisbare Fakten. Was nicht belegbar ist, bleibt draußen.
Zeigen Sie den Wert der Lösung für beide Seiten auf.
Bleiben Sie realistisch. Recherchieren Sie die branchenüblichen Gehälter mittels verschiedener glaubwürdiger Quellen, die auch einer Prüfung standhalten.
Vergleichen Sie sich niemals mit anderen Kollegen.
Sie sollten keine privaten Notwendigkeiten in die Argumentation einbringen. Dass Ihre Kinder ohne Gehaltserhöhung hungern müssen, ist traurig, doch kein ideales Argument für Gehaltsverhandlungen.
Besonders, wenn es für Sie um etwas geht, kann es schon mal an den Emotionen kratzen. Bleiben Sie auch dann sachlich, wenn Sie das Gespräch frustriert und reagieren Sie auch bei einem für Sie nicht zufriedenstellenden Ergebnis wie einem „Nein“ nicht emotional.
Lassen Sie sich niemals zu Drohungen verleiten. Selbst, wenn Ihre Vorstellungen ansonsten annehmbar wären, kann Ihr Vorgesetzter sich auf keine Erpressung einlassen. Das würde zu viele Nachteile für ihn mit sich bringen.
Lassen Sie sich Einwände begründen.
Merken Sie sich die Begründungen, um die Grundlage für ein kommendes Gehaltsgespräch zu verbessern.
Ihr Wert für das Unternehmen liegt mehr in den zukünftigen Erwartungen, als in dem, was war. So bewundernswert Ihre Erfolge bisher waren, was haben das Unternehmen und Ihr Gesprächspartner jetzt und zukünftig davon?
Vermeiden Sie zuerst eine Zahl in den Raum zu werfen, dass verschlechtert meist die Verhandlungsposition. Allerdings gibt es Ausnahmen, wenn Sie sehr gut vorbereitet – und nur dann – ein Eröffnungsangebot machen, können Sie den Rahmen vorgeben.
Wird das erste Angebot zu schnell angenommen, vermittelt es das Gefühl Sie wären auch mit weniger zufrieden gewesen. Das lässt den Verhandler nicht gut aussehen.
Nennen Sie Ihre eigenen Vorstellungen. Selbst, wenn Sie das erste Angebot des Arbeitgebers annehmen wollen, wollen Sie aktiv und professionell am Gehaltsgespräch teilnehmen. Nur dürfen Sie dabei nicht unverschämt und gierig wirken.
Wenn Sie sich nicht auf finanzieller Ebene, dann schauen Sie sich weiter Optionen an. Das sind materielle Vorteile, wie beispielsweise Firmenwagen und zusätzliche Freiheiten, wie Homeoffice.
Bei realistischen Vereinbarungen sind auch Prämien eine Option.
Eine Gehaltsverhandlung ist kein Streitgespräch, falls Sie anschließend weiterhin gut miteinander auskommen wollen, solltest du den Rapport (Beziehung) im Auge behalten.
Es gilt, den besten Moment für das Gespräch zu wählen. Wie geht es dem Unternehmen, was steht an, wie ist die Stimmung, die eigene Postion? Selbst Uhrzeit und Ort haben Einfluss auf das Ergebnis. Nutzen Sie den Gestaltungsspielraum.
Es mag wie im Supermarkt wirken, doch es wirkt auch in Gehaltsverhandlungen. Eine spezifisch wirkende Zahl ohne viele Nullen wirkt präziser, wird weniger angezweifelt. Solche Zahlen scheinen auf Überlegungen zu beruhen und reduzieren psychologisch den Verhandlungsspielraum nach unten.
Bleiben Sie beweglich. Hören Sie sich die Argumente an und betrachten Sie die daraus ableitbaren Szenarien. Viele Wege führen nach Rom. Es hilft, wenn Sie Ihre Werte, Position und Orientierungspunkte kennen, dann können Sie beim Weg dorthin flexibler bleiben.
Wenn Sie einen kleinen Gefallen erbitten, steigt die Wahrscheinlichkeit größerer Zugeständnisse.
Begriffe wie Gehaltsverhandlung, Gehaltsgespräch, Gehaltserhöhung erzeugen bei Vorgesetzten einen anderen Fokus als Gehaltsanpassung.
In einem eigenen Artikel finden Sie Empfehlungen, wie Sie Ihre Körpersprache bei Gehaltsgesprächen einsetzen können.
Verkäufer kennen die Wirkung von Ja-Straße. Jedes geäußerte Ja erhöht die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Ja. Also beginnen Sie das Gespräch mit Fragen, auf denen Sie ein Ja erwarten.
Hören Sie gut zu und stellen Sie aktiv Fragen. Sammeln Sie Informationen für weitere Argumente und gegebenenfalls zukünftige Gespräche. Ergründen Sie die Sprachmuster und Motive Ihres Gesprächspartners.
Lassen Sie Gesprächspausen zu. Viele Menschen ertragen sie nicht und füllen sie unüberlegt. Wo es angebracht ist, unterstreichen Sie Ihre Entschlossenheit mit souveränem Schweigen.
Gemeinsamkeiten verbinden, also setzen Sie respektvoll darauf. Nur Vorsicht vor dem häufig von NLP-Trainern oder Selbsthilfebüchern empfohlenen Spiegeln von Aussagen und Körpersprache. Das erfordert Übung und die richtige Einstellung. Sonst wird das als Manipulation empfunden und belastet die Beziehung.
Verbannen Sie Sprache aus Ihrem Wortschatz, der Ihren Aussagen die Kraft gibt. Viele Menschen verwenden Weichmacher, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ich habe für Sie eine Liste mit Beispielen von Weichmachern zusammengestellt. Die haben gerade in Gehaltsgesprächen nichts zu suchen.
Mitunter ist es bei festgefahrenen Gehaltsverhandlungen besser, eine Vertagung zu vereinbaren. Bis zum nächsten Gespräch können Sie es mit professioneller Unterstützung auswerten und sich vorbereiten.
Egal wie das Gehaltsgespräch ausgeht, es wird wohl nicht Ihr letztes gewesen sein. Also werten Sie es anschließend ausführlich aus und leiten Sie ab, was daraus zu lernen und vorzubereiten ist. Die Weichen für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen werden schon lange vorher gestellt. Wenn Sie gut zugehört haben, kennen Sie jetzt die wesentlichen Faktoren. Pflegen Sie Ihr authentisches Selbstmarketing.
Selbst wenn Sie noch so stolz über Ihren Verhandlungserfolg sind; prahlen Sie nicht damit. Das macht Sie nicht nur bei Kollegen unbeliebt, sondern auch beim Unternehmen.
Den beachtlichen Gehaltsnachweis versehentlich auf dem Kopierer liegenzulassen, mag kurzfristig Bewunderung zutage bringen. Doch dann folgen Begehrlichkeiten und Ärger.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Wie bereiten Sie sich auf Gehaltsverhandlungen vor und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack Januar 2004
#9
Hier erfahren Sie, wie Sie sich und Ihr Angebot auch bei einem Telefoninterview überzeugend präsentieren. Nehmen Sie eine weitere Stufe zur angestrebten Anstellung.
Anschreiben, Lebenslauf, mitunter auch eine Videobewerbung und dann persönliche Vorstellungsgespräche sind häufige Hürden zur angestrebten Anstellung. Mitunter ist ein Telefoninterview ein Zwischenschritt zur Vorauswahl oder bei Unklarheiten. So meistern Sie ihn:
Mögliche Fragen und Antworten wollen ebenso vorbereitet sein, wie die Recherche zu Unternehmen und Gesprächspartner.
Eine Liste mit typischen Fragen bei Vorstellungsgesprächen finden Sie hier. Bei telefonischen Interviews geht es oft darum, Unklarheiten wie Lücken im Lebenslauf zu klären. Meist ist es die Stufe zum nächsten Schritt, dem persönlichen Vorstellungsgespräch. Manche Fragen, wie zum erwartenden Gehalt, sind in dieser Phase meist unpassend.
Damit Sie insbesondere bei der Selbstvorstellung nicht vom Hölzchen auf Stöckchen kommen, lohnt es sich solche typischen Elemente zu beherrschen.
Und weil Murphys Gesetz immer im ungünstigsten Moment zuschlägt; Telefon immer gut geladen haben und sicherstellen, dass die Verbindung gesichert ist. Fahrstühle und Autobahnen sind keine gute Idee.
Wenn Sie gut vorbereitet sind, kennen Sie die Rahmenbedingungen, können erahnen, welche Ziele der Arbeitgeber verfolgt und welche Eigenarten zu erwarten sind.
Stimmen Sie sich auf das Gespräch ein, damit Sie dann ganz bei der Sache sind.
Gehen Sie professionell an das Telefon, wenn es klingelt. Nur vorsichtshalber erinnere ich daran, dass noch so lustige Sprüche auf dem Anrufbeantworter selten gut ankommen.
Sie sind zwar nicht zu sehen, trotzdem haben Haltung, Gestik und Mimik Einfluss darauf, wie Sie wirken.
Eine aufrechte sichere Haltung wirkt positiv auf die Psyche, also Ihren Zustand und somit auch auf Ihre Stimme. Wenn Sie während des Telefoninterviews sitzen, dann aufrecht.
Wildes Umherfuchteln der Arme wirkt unruhig, während ruhige sichere Bewegungen für die entsprechende Betonung sorgen.
Ein Lächeln macht locker, verändert positiv die Stimme und Sie wirken sympathischer.
Kleidung hat große Auswirkungen auf unseren Zustand. Kleidung wirkt wie ein Anker, wir sind konditioniert uns auf eine bestimmte Weise bei bestimmter Kleidung zu verhalten. Am besten, Sie ziehen sich genauso an, als wenn Sie beim Vorstellungsgespräch im Unternehmen wären.
Am Telefon hat die Stimme wegen der fehlenden visuellen Hinweise besonders große Auswirkungen. Sie kommen mit Ihrer Stimme am Telefon näher als sonst üblich.
Bereiten Sie Ihre Stimme darauf vor. Schon etwas Pflege macht die Stimme angenehmer und überzeugender. Zumindest solltest du Ihre Stimme aufwärmen.
Langsam und deutlich reden. Am angenehmsten ist eine warme, voll klingende Stimme. Tendenziell werden authentische, tiefere Stimmen bevorzugt. Die Stimme sollte jedoch möglichst der Wohlfühlstimme (Indifferenzlage) entsprechen.
Hier finden Sie 11+ Tipps für den Einsatz Ihrer Stimme am Telefon.
Je nach Verwendung von Telefonhörer, Headset oder Freisprecheinrichtung klingt die Stimme deutlicher, näher oder entfernter.
Das Gespräch ist eine Art Arbeitsprobe. Zeigen Sie, dass Sie auf den Punkt kommen können, nehmen Sie aktiv am Gespräch teil.
Besonders gut läuft es für Sie, wenn Sie Gemeinsamkeiten mit dem Gesprächspartner finden.
Sorgen Sie für einen angemessenen, aktiven Wortschatz. Das frühzeitig zu trainieren lohnt sich. Fülllaute, wie Hm, Ähs und Co. machen keinen guten Eindruck und lassen sich leicht ablegen. Auch starker Dialekt ist meist keine gute Idee. Und Weichmacher schaden dem Ansehen.
Mitunter werden das Gespräch oder Teile davon in Englisch geführt. Stellen Sie sich darauf ein.
Da Telefoninterview mehrheitlich kürzer gehalten werden als Vorstellungsgespräche vor Ort, ist für eigene Fragen meist nicht so viel Raum vorgesehen. Dennoch solltest du Fragen vorbereitet haben.
Legen Sie Charme an den Tag. Den haben Sie hoffentlich vorher schon gepflegt, damit er jetzt zum Einsatz kommen kann.
Ein ungestörter ruhiger Ort an dem Sie sich wohl und souverän fühlen macht es leichter. So niedliche Haustiere und Kinder sein können, so irritierend sind derlei Geräusche während Gesprächen.
Werden Sie unvorbereitet angerufen und die Rahmenbedingungen sind gerade ungünstig, dann bitten Sie um Vertagung.
Nebenbei noch anderen Tätigkeiten nachzugehen ist keine so gute Idee, selbst wenn Sie sich für ein Multitaskingtalent halten. Präsenz erfordert Ihre vollständige Anwesenheit, körperlich und geistig. Ein Foto des Gesprächspartners kann es erleichtern und ist dank Internet größtenteils leicht zu beschaffen.
Telefoninterviews werden gerne unterschätzt und dann weniger konzentriert vorbereitet und durchgeführt.
Es ist nicht nur eine Frage der guten Kommunikation, sondern auch des Respekts andere Menschen ausreden zu lassen.
Gutes Werkzeug, halbe Arbeit
Ungarisches Sprichwort
Stift und Notizblock gehören zur Grundausstattung, damit Sie sich Notizen machen können. Oft werden die gleichen Fragen auch später während des Vorstellungsgesprächs vor Ort gestellt und Sie haben die Chance sich noch besser darauf vorzubereiten.
Das Profil des Gesprächspartners mit Foto darf auf dem Monitor oder einem Ausdruck in Sichtweite sein. Sehr routinierte Menschen haben Google oder andere Quellen geöffnet, um ggf. auch auf vorbereitete Informationen zurückgreifen zu können. Aber Achtung, das darf nicht auf Kosten der Aufmerksamkeit und Präsenz gehen. Auch das stupide Vorlesen vorbereiteter Antworten macht Zuhörern keine Freude.
Menschen hören gerne ihren eigenen Namen, reagieren auf Verunglimpfungen allerdings sehr allergisch. Also immer schön aufmerksam bleiben, nicht nur beim Namen des Gesprächspartners.
Lassen Sie sich doch vorher Feedback geben, wie Sie am Telefon wirken und wo Potenziale sind. Jeder Mensch hat blinde Flecken und der Abgleich von Selbst- und Fremdbild (Johari-Fenster) hilft.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #541
K: CNB
Ü:
Was mache ich mit meinen Händen?
Wie viel Blickkontakt ist richtig?
Darf ich die Beine überschlagen?
Was bedeutet es, wenn ich nervös wirke?
Solche Fragen begegnen mir häufig vor Bewerbungsgesprächen.
Die gute Nachricht:
Du musst keine perfekte Körpersprache spielen.
Du brauchst auch keine Liste mit Gesten, die angeblich immer:
wirken.
Menschen funktionieren komplexer.
Stärker ist eine andere Frage:
Wie kann dein Auftreten deine Botschaft unterstützen, ohne künstlich zu wirken?
In einem Vorstellungsgespräch wird nicht nur bewertet, was du sagst.
Auch dein Auftreten prägt den Eindruck.
Dazu gehören beispielsweise:
Das bedeutet jedoch nicht:
Ein einzelnes Signal verrät zuverlässig deine Persönlichkeit.
Der Eindruck entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Informationen.
Menschen bilden früh Eindrücke voneinander.
Das geschieht auch in Bewerbungsgesprächen.
Dabei können unter anderem beeinflussen:
Diese frühen Eindrücke können die weitere Wahrnehmung prägen.
Sie sind jedoch nicht unfehlbar.
Ein schneller Eindruck ist ein Eindruck. Noch kein belastbares Urteil über Kompetenz oder spätere Leistung.
Das ist eine wichtige Grundlage.
Eine einzelne Geste wie:
hat keine universelle Bedeutung.
Sie kann abhängig sein von:
Deshalb sollte Körpersprache:
beobachtet
werden.
Nicht:
mechanisch gedeutet.
Interviewer sind Menschen.
Sie bilden Eindrücke.
Und diese Eindrücke können hilfreich oder irreführend sein.
Besonders unstrukturierte Interviews sind anfälliger dafür, dass:
stärker in die Bewertung einfließen.
Deshalb ist ein professionelles Interview idealerweise stärker auf:
jobbezogene Inhalte und strukturierte Kriterien
ausgerichtet.
Du kannst nicht kontrollieren:
wie jede andere Person dich interpretiert.
Du kannst jedoch beeinflussen:
Genau darauf lohnt es sich zu konzentrieren.
Wenn du während des gesamten Gesprächs denkst:
„Jetzt gerade sitzen.“
„Jetzt lächeln.“
„Jetzt Hände zeigen.“
dann steigt deine Selbstbeobachtung.
Und häufig sinkt:
deine Präsenz im Gespräch.
Deshalb trainiere lieber:
Haltung und Aufmerksamkeit.
Nicht:
eine Choreografie.
Hilfreich ist eine Haltung, die dir erlaubt:
Das bedeutet häufig:
aufrecht, beweglich und entspannt genug.
Keine starre Haltung.
Und kein demonstratives „Power-Posing“.
Eine übermäßig kontrollierte Haltung kann:
wirken.
Das Ziel lautet:
stabil und beweglich.
Du solltest dich dem Gesprächspartner zuwenden können.
Und gleichzeitig natürlich bleiben.
Blickkontakt kann Aufmerksamkeit und Interesse signalisieren.
Das bedeutet nicht:
Du musst permanent in die Augen schauen.
Natürliche Gespräche enthalten:
Das ist normal.
Der hilfreiche Maßstab lautet:
Bleib ansprechbar und präsent.
Auch hier gilt:
Ein einzelnes Verhalten erlaubt keine sichere Interpretation.
Menschen unterscheiden sich deutlich darin:
Deshalb sollten Bewerbungstipps weniger auf:
„So viel Blickkontakt musst du halten.“
setzen.
Stärker ist:
ein natürlicher Kontakt zum Gegenüber.
Dann richte deine Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf die Person, die die Frage gestellt hat.
Beginne bei ihr.
Öffne deinen Blick anschließend auch für die anderen Beteiligten.
So entsteht:
Gespräch mit der ganzen Runde.
Ein freundlicher Gesichtsausdruck kann Verbindung erleichtern.
Das bedeutet nicht:
ständig lächeln.
Wenn über:
gesprochen wird, wäre permanentes Lächeln möglicherweise unpassend.
Mimik sollte zum Inhalt passen.
Wenn du dir ständig sagst:
„Ich muss sympathisch wirken.“
kann ein Lächeln schnell angespannt erscheinen.
Hilfreicher ist:
echtes Interesse am Gespräch.
Das beeinflusst Mimik häufig natürlicher als bewusste Gesichtskontrolle.
Gestik kann helfen:
Die Frage lautet nicht:
„Welche Geste wirkt besonders souverän?“
Sondern:
„Unterstützt meine Gestik das, was ich sage?“
Der verbreitete Tipp lautet:
„Zeige offene Handflächen, dann wirkst du vertrauenswürdig.“
So einfach ist Körpersprache nicht.
Offene Gesten können freundlich und zugänglich wirken.
Sie sind jedoch kein zuverlässiger:
Vertrauensindikator.
Und sie müssen nicht bewusst inszeniert werden.
Das ist eines der bekanntesten Körpersprache-Klischees.
Menschen verschränken ihre Arme aus vielen Gründen.
Zum Beispiel:
Deshalb:
eine Haltung nie isoliert deuten.
Wenn du selbst merkst, dass du dadurch sehr geschlossen wirkst, kannst du deine Haltung verändern.
Nur bitte nicht aus Angst vor einer angeblich eindeutigen Bedeutung.
Eine häufige Frage.
Die einfachste Antwort:
Lass sie grundsätzlich das tun, was sie in einem guten Gespräch auch tun.
Du musst sie:
Eine ruhige Ausgangsposition kann helfen.
Dann darf Gestik entstehen.
Unter Anspannung verändern sich Bewegungen.
Manche Menschen:
Das ist zunächst:
menschlich.
Es beweist keine bestimmte Persönlichkeitseigenschaft.
Wenn ein Verhalten sehr stark wird und deine Präsenz beeinträchtigt, kann es sich lohnen, daran zu arbeiten.
Ein Bewerbungsgespräch ist für viele Menschen bedeutsam.
Eine gewisse Anspannung ist normal.
Du musst nicht unbedingt so wirken, als wäre dir alles vollkommen gleichgültig.
Stärker ist:
trotz Nervosität handlungsfähig zu bleiben.
Körpersprache im weiteren Sinn endet nicht bei Gestik und Haltung.
Auch Stimme beeinflusst, wie Aussagen ankommen.
Relevant sind beispielsweise:
Das Ziel ist weniger:
möglichst tief zu sprechen.
Das Ziel ist:
klar, verständlich und präsent zu sprechen.
Der verbreitete Rat:
„Sprich tiefer, dann wirkst du kompetenter.“
ist zu einfach.
Künstliches Absenken kann:
klingen.
Hilfreicher sind:
Eine schwierige Frage kommt.
Du musst nicht sofort antworten.
Eine kurze Pause kann helfen:
Das wirkt häufig stärker als:
eine schnelle Antwort ohne klare Richtung.
Viele Menschen sprechen unter Druck schneller.
Dann können:
Hilfreich ist:
bewusst Gedanken abschließen.
Nicht:
möglichst langsam sprechen.
Eine gute Begrüßung darf einfach sein.
Zum Beispiel:
Ein Händedruck ist je nach Situation und Kultur möglich.
Er ist kein Test für:
Charakterstärke.
Ein künstlich besonders fester Händedruck bringt wenig.
Ältere Bewerbungstipps tun manchmal so, als entscheide sich hier bereits:
Selbstsicherheit oder Unsicherheit.
Das ist deutlich zu viel Bedeutung für wenige Sekunden.
Wenn ein Händedruck stattfindet:
angemessen und natürlich.
Mehr braucht es nicht.
Wähle eine Position, in der du:
kannst.
Du musst nicht wie eingefroren auf der Stuhlkante sitzen.
Eine leichte Orientierung zum Gespräch ist meist sinnvoll.
Das wichtigste Kriterium:
Du kannst präsent bleiben.
Manche Bewerber versuchen, möglichst unbeweglich zu sitzen.
Das kann sehr kontrolliert wirken.
Menschen bewegen sich in normalen Gesprächen.
Deshalb darfst du:
Das Ziel ist:
Ruhe ohne Erstarrung.
Besonders überzeugend wirkt häufig, wenn:
Inhalt und Auftreten zusammenpassen.
Du sprichst beispielsweise begeistert über ein Projekt.
Dann darf diese Begeisterung:
sichtbar werden.
Wenn du dagegen eine schwierige Erfahrung reflektierst, darf deine Wirkung ruhiger werden.
Glaubwürdigkeit entsteht weniger durch perfekte Gesten als durch stimmiges Verhalten.
Auch dieser Punkt ist wichtig.
Authentisch auftreten bedeutet nicht:
„Ich mache einfach alles so wie immer.“
Du kannst:
und trotzdem du selbst bleiben.
Professionelles Auftreten ist:
entwickelte Natürlichkeit.
Ein Bewerbungsgespräch dreht sich nicht hauptsächlich darum:
wie überzeugend du sitzt.
Entscheidend sind unter anderem:
Körpersprache unterstützt diese Inhalte.
Sie sollte nicht versuchen, fehlende Substanz zu verdecken.
Die beste Körpersprachevorbereitung beginnt deshalb häufig nicht mit:
„Wie soll ich sitzen?“
Sondern:
„Was möchte ich vermitteln?“
Zum Beispiel:
Je klarer du inhaltlich bist, desto leichter kann dein Auftreten folgen.
Viele Bewerbungsgespräche enthalten Fragen zu:
Die Vorbereitung sollte weniger darin bestehen:
perfekte Sätze auswendig zu lernen.
Stärker ist:
gute Beispiele und klare Gedanken vorzubereiten.
→ Häufige Fragen in Bewerbungsgesprächen
Wenn du versuchst, einen perfekten Wortlaut abzurufen, wandert deine Aufmerksamkeit nach innen.
Dann können:
weniger spontan werden.
Deshalb lieber:
Gedanken sicher kennen.
Nicht:
Text perfekt reproduzieren.
Statt:
„Ich bin sehr belastbar.“
ist häufig stärker:
eine Situation zu beschreiben, in der Belastbarkeit relevant war.
Dann kann dein Gegenüber:
Verhalten
beurteilen.
Nicht nur:
Selbstetiketten.
Eine einfache Struktur ist:
Die Struktur hilft:
prägnant und nachvollziehbar zu antworten.
Sie sollte nicht wie ein auswendig gelerntes Schema klingen.
Natürlich präsentierst du dich.
Das ist Teil der Situation.
Problematisch wird es, wenn Selbstpräsentation stärker wird als:
die tatsächliche Passung.
Ein gelungenes Gespräch sollte beiden Seiten helfen herauszufinden:
Passt diese Zusammenarbeit?
Auch du prüfst:
Diese Haltung kann deine Präsenz verändern.
Aus:
„Ich muss unbedingt überzeugen.“
wird:
„Wir prüfen gemeinsam eine mögliche Zusammenarbeit.“
Wenn du dich ausschließlich als:
bewertete Person
erlebst, steigt leicht der Druck.
Wenn du dich gleichzeitig als:
Gesprächspartner mit eigener Entscheidung
erlebst, entsteht häufig mehr innerer Handlungsspielraum.
Das kann wiederum:
natürlicher werden lassen.
Ein schwieriger Moment kann kommen.
Zum Beispiel:
„Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
Oder:
„Warum haben Sie die letzte Stelle verlassen?“
Dann geht es weniger darum:
deine Körpersprache zu kontrollieren.
Hilfreicher ist:
Der Körper folgt häufig der inneren Klarheit.
Dann frag nach.
Zum Beispiel:
„Meinen Sie damit eher meine Führungserfahrung oder meine fachliche Erfahrung?“
Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Es zeigt:
Du möchtest präzise antworten.
Auch dann brauchst du keine Körpersprachetechnik.
Du kannst sagen:
„Dazu habe ich bislang noch keine praktische Erfahrung.“
Dann:
„Ich würde mich dem Thema folgendermaßen nähern …“
Eine klare Grenze wirkt häufig stärker als:
sichtbare Improvisation ohne Substanz.
Bei Videointerviews verändern sich die Bedingungen.
Relevant sind beispielsweise:
Die Kamera verändert, wie nonverbale Hinweise sichtbar werden.
Deshalb sollte ein Onlinegespräch vorher technisch getestet werden.
→ Tipps für Videobewerbungen und Videoauftritte
Wenn du dein Gegenüber auf dem Bildschirm ansiehst, schaust du häufig leicht unterhalb der Kamera.
Direkter Kamera-Blick erzeugt dagegen stärker den Eindruck:
Du schaust die andere Person an.
Du musst deshalb nicht dauerhaft in die Linse sehen.
Bei wichtigen Aussagen kann ein bewusster Kamerablick jedoch hilfreich sein.
Auch Arbeitgeber sollten sich bewusst sein:
Menschen unterscheiden sich in ihrem nonverbalen Verhalten.
Das kann beispielsweise betreffen:
Aus solchen Unterschieden sollte nicht vorschnell auf:
geschlossen werden.
Gerade strukturierte, jobbezogene Interviews können dabei helfen, Bewertungen stärker an relevante Kriterien zu binden.
Wenn alle Bewerber ähnliche:
erhalten, bekommt die tatsächliche Antwortqualität mehr Gewicht.
Das reduziert zumindest einen Teil der Abhängigkeit von:
bloßem Eindruck.
Als Bewerber kannst du die Interviewstruktur zwar nicht bestimmen.
Du kannst jedoch deine Antworten:
konkret und jobbezogen
machen.
Das Auftreten wirkt choreografiert.
Die Aufmerksamkeit fehlt im Gespräch.
Aus Verbindung wird Anstarren.
Die Bewegung passt nicht zum Gedanken.
Dadurch steigt häufig die Anspannung.
Die Wirkung wird unnatürlich.
Präsenz kann fehlende Substanz nicht ersetzen.
Das verbessert Körpersprache häufig indirekt.
Denn:
Sicherheit entsteht eher aus Vorbereitung als aus einstudierten Gesten.
Eine kurze Aufnahme kann sehr aufschlussreich sein.
Beantworte beispielsweise:
„Warum interessieren Sie sich für diese Position?“
Dann schau die Aufnahme zunächst ohne Ton.
Beobachte:
Danach nur den Ton.
Achte auf:
Dann beides zusammen.
Feedback wie:
„Du wirkst unsicher.“
ist wenig hilfreich.
Besser:
„Bei schwierigen Fragen wirst du deutlich schneller.“
Oder:
„Während du über deine wichtigsten Erfolge sprichst, schaust du fast ausschließlich nach unten.“
Jetzt gibt es:
beobachtbares Verhalten.
Und damit:
eine Trainingsmöglichkeit.
Im Training interessiert mich weniger:
„Was bedeutet diese Geste psychologisch?“
Stärker ist:
„Wie wirkt dein gesamtes Auftreten in diesem Moment?“
Und:
„Passt diese Wirkung zu deiner Botschaft?“
Das ist wesentlich belastbarer als Körpersprache-Orakel.
Gute eigene Fragen zeigen:
Du prüfst die Aufgabe ernsthaft.
Zum Beispiel:
Solche Fragen helfen gleichzeitig:
dir selbst bei der Entscheidung.
Wenn deine innere Haltung lautet:
„Bitte mögen Sie mich.“
entsteht eine andere Wirkung als bei:
„Ich möchte herausfinden, ob wir fachlich und menschlich gut zusammenpassen.“
Diese zweite Haltung ist häufig:
Und genau das wird oft auch körperlich sichtbar.
Gerade bei einer wichtigen beruflichen Veränderung kann ein realistischer Probelauf sehr hilfreich sein.
Dabei können wir beispielsweise arbeiten an:
→ Karriere-Coaching in Berlin und online
Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstpräsentation, berufliche Wirkung und die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch geht.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.
Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkretes Auswahlgespräch hohe berufliche, wirtschaftliche oder strategische Tragweite besitzt.
,
Im Bewerbungsgespräch wirkt mehr als der Inhalt.
Auch:
prägen den Eindruck.
Die Lösung ist jedoch nicht:
eine perfekte Körpersprache einzuüben.
Stärker ist:
Inhalt, innere Haltung und äußeres Auftreten miteinander in Einklang zu bringen.
Dann brauchst du weniger Regeln.
Du bist:
und kannst dich auf das konzentrieren, worum es wirklich geht:
ein gutes Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit.
Überzeugende Körpersprache entsteht weniger durch perfekte Gesten als durch Klarheit, Präsenz und ein Auftreten, das zu dir und deiner Botschaft passt.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
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→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Artikel zum Interview für Sat.1 zur Körpersprache des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Berlin, der Rabia-Geste und was es zu lernen gibt.
So wird der Gang eines Menschen gedeutet. Es gibt jedoch weitere Gründe ihm Aufmerksamkeit zu widmen. Der Gang verändert die innere Haltung, auch Ihre.
Wie beeinflusst die Körpersprache das Risiko angegriffen zu werden? Was für eine Körpersprache legen Sie an den Tag, wenn es heikel wird?
Diese Bedeutung hat Nicken in Gesprächen und bei Präsentationen.
Wie wirkt Körpersprache im Bewerbungsgespräch? Erfahre, was bei Haltung, Blickkontakt, Gestik, Stimme und Nervosität hilft – ohne Körpersprache-Tricks.
Das Publikum wirkt auf dem Parteitag ihr gegenüber nicht sehr begeistert. Der Applaus ist vergleichsweise verhalten. Sie wird von den 600 Delegierten zumindest mit 66 Prozent gewählt. Laut Internet das schlechte Ergebnis seit Oskar Lafontaine 1995 Rudolf Scharping bei einer Kampfabstimmung stützte.
Ich wurde gebeten vor der Kamera die Reden von Andrea Nahles und Martin Schulz auf dem Parteitag der SPD zu kommentieren. Da mein Kalender das Interview leider nicht hergab, folgen hier ein paar Anmerkungen zu Rhetorik und Körpersprache.
Gerade habe ich aus Anlass der Kinopremiere am 28. September 2017 zu „Es“ nach Stephen King ein Interview für die RTL2 news gegeben. Weshalb machen Clowns so vielen Menschen solche immense Angst?
Sonntagabend, 3. September 2017, 20:15 Uhr. Die Anspannung war groß, besonders bei Kanzlerkandidat Martin Schulz. Es war die verzweifelte Hoffnung, drei Wochen vor der Bundestagswahl doch noch das Blatt zugunsten der SPD zu wenden. Und das allen Umfragewerten zum Trotz. Alle bisherigen Angriffe von Seiten Martin Schulz perlten an der Kanzlerin ab. Er konnte im bisherigen Wahlkampf keine echten Treffer landen.
Artikel mit Analyse inklusive Körpersprache.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 9. Juni 2017
Überarbeitung: 1. August 2026
Was bei Arbeitsproben in Bewerbungen zu beachten ist. Was hilft und was schadet. Konkrete Empfehlungen für die Karriere.
Wer sich einen Namen in der Branche gemacht hat, wird mit den Erfolgen in Verbindung gebracht. Doch nicht jeder ist schon in einer solch angenehmen Situation, bei der ein guter Ruf für sich spricht.
Explizit angeforderte Arbeitsproben sind eher selten und die Bedeutung nimmt ab beziehungsweise verändert sich. So werden beispielsweise heute Dozenten häufiger aufgefordert, kurze Lehrvideos als Arbeitsprobe einzusenden.
Bei Positionen für jüngere Kandidaten sind nach wie vor Assessment-Center oder Praktika von größerer Bedeutung.
Es gilt frühzeitig für Gelegenheiten zu sorgen und systematisch die Früchte des bisherigen Erfolgs aufzubereiten. Beispielsweise durch Praktika oder andere Formen der Teilnahme an angesehenen Vorhaben. Das Internet informiert über vieles und das kann befindet Selbstdarstellung sehr hilfreich sein. Erfolgreiches Selbstmarketing beginnt möglichst früh.
Durch tatsächlich gemachte Erfahrungen ist es möglich, aussagekräftige Arbeitsproben in Form präsenter Ergebnisse aus der Praxis zu liefern. Die können möglichst öffentlichkeitswirksam verfügbar sein, wie Bücher, Internetseiten, Artikel in Fachzeitschriften etc.
Die Bewerbungsunterlagen und alles was seitens des Arbeitgebers und seiner Vertreter vom Bewerber:innen wahrzunehmen ist, sind in gewisser Weise Arbeitsproben.
Der gesamte Prozess der Bewerbung ist eine Gelegenheit dafür, sich und die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu präsentieren.
Ein gepflegter Blog zum Thema ist heute, was früher ein Fachbuch war. Arbeitgeber schauen heutzutage häufiger ins Internet und recherchieren Bewerber:innen. Schön, wenn dann nicht „nur“ positive Selbstaussagen über den Bewerber:innen vom Bewerber:innen zu lesen ist, sondern auch Veröffentlichungen oder andere Ergebnisse dort zu finden sind. Vielleicht berichten ja sogar angesehene Quellen über Arbeiten des Bewerber:innens.
Besonders im kreativen Bereich bietet sich eine entsprechende Homepage an.
Die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen kann bewusst als Arbeitsprobe genutzt werden. Dabei ist allerdings die Branche zu berücksichtigen. Nicht überall wird überbordende Kreativität an dieser Stelle gerne gesehen, sondern darauf geachtet, dass Formalien eingehalten werden.
Arbeitsproben sollten nachweisbar zugeordnet werden können, sonst fehlt Ihnen die Glaubwürdigkeit. Behaupten lässt sich sonst viel!
Handelt es sich um Gruppenergebnisse, dann ist nachzuweisen, welchen Anteil der Bewerber:innen daran hat.
Wer über keine Arbeitsproben verfügt und auch keine erzeugen kann, der kann ehemalige Arbeitgeber als Referenz angeben, damit sie Auskunft über die Arbeit geben. Es sollten in Absprache (!) allerdings geeignete Personen als Referenz genannt werden, die bereit sind über die persönlichen Qualitäten auf geeignete Weise Auskunft zu geben.
Wer unaufgefordert Arbeitsproben einschickt, kann sich damit schaden. Die Sichtung der Bewerbung erfordert dadurch mehr Aufwand und das macht nicht unbedingt Freude. Im Zweifelsfall lieber nachfragen.
Der Hinweis auf Arbeitsproben mittels Link ist da leicht realisierbar. Der sollte bei leicht in den Browser einzugeben sein, wenn er nicht wie bei einer Bewerbung per E-Mail direkt anzuklicken ist. Wenn es nicht anders geht; URL-Shortener wie bitly.com helfen.
Versenden Sie keine Originale. Die Rücksendung erfordert für den Arbeitgeber zusätzlichen Aufwand und selbst bei pfleglicher Behandlung werden die Arbeitsproben dadurch nicht ansehnlicher.
Von wegen, viel hilft viel! Sie sollten lieber darauf setzen, neugierig zu machen, anstatt die Empfänger mit Masse zu überhäufen. Wählen Sie die besten, für die beabsichtigte Botschaft geeigneten Arbeitsproben aus. Relevanz statt nur eigene Begeisterung. Auch die Auswahl ist ein Statement, eine Arbeitsprobe an sich.
Üblich sind Arbeitsproben eher in bestimmten Branchen. Dies sind insbesondere jene, bei denen Design eine wichtige Rolle spielt, wie in der Architektur, Grafikdienstleistungen oder im Journalismus.
Achten Sie darauf, keine Betriebsgeheimnisse zu verraten oder berechtigt oder unberechtigt durch Ihre Darstellung als indiskret zu gelten. Sonst könnte das bei potenziellen Arbeitgebern Zweifel an Ihrer Zuverlässigkeit als Bewerber:innenn wecken.
Auch die Arbeitsproben sind Teil einer Gesamtstrategie für die Karriere. Also frühzeitig planen und immer schön den Überblick behalten. Strategie geht vor Aktionismus.
Musst du dich zwischen Rechthaben und Freundlichkeit entscheiden? Erfahre, wann Widerspruch wichtig ist und wie du klar bleibst, ohne Beziehungen unnötig zu belasten.
Die meisten größeren Unternehmen kommen mindestens einmal im Jahr im großen Kreis zusammen. Nutzen Sie die Chance bei Unternehmenspräsentationen zu überzeugen. Tun Sie sich und Ihrem Unternehmen einen großen Gefallen; liefern Sie eine wahrhaft wirkungsvolle Präsentation. Es ist eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, was Sie können und wofür Sie stehen.
Wenn etwas einmal funktioniert hat verstärkt es den menschlichen Drang es zukünftig erneut auf dem vertrauten Weg zu tun. Die Welt dreht sich allerdings weiter und was gestern gut funktioniert hat, kann morgen schon überholt sein. Wer da nicht aufpasst, der landet in einer Erfolgsfalle. So erkennen Sie Erfolgsfallen und entgehen Ihnen.
Investieren Sie dort, wo es für Sie am lohnenswertesten ist. Und das sind Sie hoffentlich selbst. Zum Selbstmarketing gehört Weiterbildung, Unterstützung, … Doch bei all den vielen Angeboten ist es nicht so leicht eine gute Wahl zu treffen. Was führt zum Ziel und was nicht?
Wann geht Anpassungsbereitschaft für die Karriere zu weit? Wie weit wollen Sie gehen? Kennen Sie Ihre Werte und Prioritäten und bleiben sich treu?
Können Menschen zu nett sein? Was für eine Frage ist das denn bitte? Das ist doch eine sehr angenehme Eigenschaft. Ja, wenn Sie dadurch ausgenutzt und nicht ausreichend gewürdigt werden! Wer eigene Bedürfnisse ständig denen anderer unterordnet, braucht sich nicht wundern, wenn er nie auf seine Kosten kommt.
Was für weitere Übereinstimmungen gibt es zwischen Affenfelsen und Büroalltag? Wie ähnlich sind wir, Affen und Menschen, uns?
Wirst du für Probleme verantwortlich gemacht, die nicht allein bei dir liegen? So erkennst du Sündenbockmechanismen, klärst Verantwortung und reagierst souverän.
Was bringt Gehirndoping wirklich? Erfahre, was Neuroenhancement bedeutet, welche Risiken Medikamente bergen und was geistige Leistungsfähigkeit tatsächlich unterstützt.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. April 2018
Überarbeitung: 2. Januar 2019
AN: #43363
Wie ist es bei Ihnen, wenn Sie auf die Frage antworten, womit Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen? Was antworten Sie auf diese absehbare Frage und sind Sie selbst damit zufrieden? Hinterlassen Sie den gewünschten Eindruck? Wie wäre es mit einem persönlichen Elevator Pitch?
Alles, nur bitte nicht langweilig!
Situationen in denen Sie die Chance haben sich und Ihr Angebot vorzustellen: Selbstvorstellung, Bankgespräche, Bewerbungsgespräche, Empfänge, Gehaltsgespräche, Geschäftsessen, Gespräche mit Kooperations- oder Geschäftspartnern, Honorarklärung, Kundengespräche, Konferenzen, Sitzungen, Tagungen, Messen, Neukundengewinnung, Networking, Präsentationen, Pressekontakte, Produkt- und Unternehmenspräsentation, Verhandlungen, Vorträge, Wettbewerbe und …
Wenn Menschen sich bei den verschiedensten Gelegenheiten treffen, tauchen bestimmte Fragen immer wieder dabei auf, insbesondere die Frage; „Und was machen Sie?”. Eine Gelegenheit öffnet sich, doch nur wenigen Menschen gelingt es die damit oft verbundenen Chancen auszuschöpfen.
Wie ist es bei Ihnen, wenn Sie auf die Frage antworten, womit Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen? − Versteckte Kamera läuft! … Und sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Haben Sie einen bleibenden, positiven Eindruck hinterlassen?
Wenn Sie da noch Spielraum sehen, lassen Sie sich vom Elevator Pitch inspirieren, mit dessen Hilfe Start-ups während der Dauer einer Fahrstuhlfahrt potenzielle Kapitalgeber neugierig machen wollen. Es könnte ja sein, dass Sie etwas zu bieten haben.
Nein, Sie sollen nicht jedem Menschen, den Sie treffen, einen Vortrag halten und der Elevator-Pitch ist auch kein Werbetext, sondern eine besonders effektive Methode der Kurzpräsentation.
Damit die Vorstellung als Elevator Pitch die gewünschte Wirkung entfalten kann, braucht es Vorbereitung, gerade, wenn er authentisch und auf Gesprächspartner abgestimmt sein soll. Finden Sie dazu Ihre relevanten Besonderheiten – insbesondere deren Schnittmenge mit den Interessen des Gegenüber – heraus und lernen Sie, wie Sie Ihre Qualitäten in wenigen Sekunden interessant auf den Punkt bringen. Und das so, dass Gesprächspartner neugierig werden. Um das zu erreichen, bauen Sie Spannung ein, bleiben Sie Sie selbst und machen Sie Lust darauf, mehr von Ihnen zu erfahren. Wenn es Anknüpfungspunkte gibt, stehen die Sterne gut für Sie.
Um in einer wichtigen Situation spontan sich und das Angebot zu präsentieren, bedarf es einiger Vorbereitung. Die wenigsten Menschen können eine Selbstpräsentation so einfach aus dem Ärmel schütteln.
Der persönliche Elevator-Pitch wird in drei Schritten erstellt, damit Sie sich in kurzer Zeit – 30 Sekunden bis eine Minute – präsentieren können.
Betrachten Sie alles, was Sie anzubieten haben. Ein Mind Map hilft Ihnen dabei. Wählen Sie dann aus, was Ihnen für Ihr Alleinstellungsmerkmal wichtig erscheint. Formulieren Sie dann auf maximal einer halben A4-Seite, was das Besondere an Ihrem Angebot ist.
Kürzen und komprimieren Sie den Text. Je prägnanter er ist, desto besser. Lassen Sie sich Rückmeldungen geben, indem Sie ihn anderen Menschen vorlesen. Benötigen Sie mehr als eine Minute, um den Text vorzutragen, kürzen und verdichten Sie ihn weiter.
Seien Sie kreativ: Wie können Sie Ihr Angebot anschaulich vermitteln? Welche Bilder kommen Ihnen in den Sinn? Ist womöglich eines dabei, mit dem Sie Ihre Selbstvorstellung beginnen können?
Je nachdem, an wen – ob Kunden, Geschäftspartner, Arbeitgeber, Geldgeber – Sie sich wenden, gilt es unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen und sich auch ansonsten auf die Eigenarten einzustellen.
Bereiten Sie für unterschiedliche Zielgruppen Anpassungen vor, um sie bei Bedarf zur Verfügung zu haben. Unverhofft kommt oft!
Ja, die Vorbereitung erfordert etwas Aufwand. Ob und wann der sich für Sie lohnt, dass können Sie selbst am besten beurteilen.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
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→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
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Pausen sind ein mächtiges Werkzeug, um in Vorträgen, Reden und Präsentationen Spannung aufzubauen. Durch Pausen entfaltet sich die Dramaturgie. Die Wirkung einer Rede ohne Pausen bleibt auf der Strecke.
Zitate sind nicht nur in Texten und Redebeiträgen als Würze beliebt. Doch sie bergen auch Risiken. Was ist bei Zitaten in Redebeiträgen zu beachten?
Von guten Rednern lernen, ohne sie zu kopieren: 15 Beobachtungspunkte zu Struktur, Storytelling, Stimme, Körpersprache, Präsenz und Wirkung.
Mitunter ist es schwer sich auf Redner oder Beamerpräsentation zu konzentrieren, zu wild flitzt der Lichtfleck über die Folien und zeichnet lustige Formen darüber. Bei aufgeregten Rednern wird auch gleich der Herzschlag visualisiert. Nicht, dass ich etwa gegen eine Retro-Lasershow hätte. Das ist so schön 70er. Nur ist das bisher noch kein Grund gewesen einer Präsentation beizuwohnen.
Professionell durchgeführte Proben verbessern den konkreten Redeauftritt und geben Ihnen Sicherheit bei Ihrer Präsentation. Doch sind adäquate Proben von Reden und Präsentationen eher die Ausnahme als die Regel. Typisch sind die guten Vorsätze, es beim nächsten Mal richtig zu machen. In meinem Artikel erfahren Sie, weshalb sich Proben lohnen und was dabei zu beachten ist. Sie bekommen 4 gute Gründe Reden und Präsentationen zu proben und 12 Tipps wie es geht.
Treffen Sie mit Ihren Reden und Präsentationen den Nerv des Publikums, um es zu überzeugen. Lernen Sie von George Lucas und anderen begnadeten Geschichtenerzähler. Was macht Geschichten interessant?
Störungen, wie Zwischenrufe, sind selten ein Grund zur Freude. Was tun, wenn es bei Ihren Reden oder Präsentationen geschieht?
Bitte lesen Sie Ihre Redebeiträge nicht stur vor oder lernen sie nur wortwörtlich auswendig. Das Ergebnis ist üblicherweise keine Freude.
Ihnen liegt etwas daran selbst und mit der Botschaft zu überzeugen? So geht es besser: Wenn Sie den Inhalt Ihrer Rede oder Präsentation vorbereitet haben, dann gilt es den Redebeitrag zu verinnerlichen.
Die Bedeutung dieser Phase wird häufig unterschätzt, beziehungsweise es fehlt das Wissen, wie das am besten geht. Hier erfahren Sie wie Sie Ihren Beitrag effektiv verinnerlichen.
Kommen Sie mit Ironie klar? Wie gut macht sich Ironie in Rhetorik und Kommunikation; hilfreich oder gefährlich? Das ist zu beachten. Tipps aus der Praxis.
Bei einem Medienauftritt warten, dass es losgeht … da liegen leicht die Nerven blank. Medienkompetenz statt Lampenfieber. Medienkompetenz statt ausuferndes Lampenfieber.
Mit der 5-Finger-Redestruktur Schritt für Schritt Redebeiträge systematisch aufbauen, ob für Reden, Präsentationen oder Gespräche.
Sie haben eine eigene Meinung, eine Botschaft, der Sie Beachtung verschaffen wollen? Wagen Sie den Schritt und vertreten Sie mutig Ihren Standpunkt. Mögen Ihnen diese 18 Tipps dabei helfen.
Überzeugen in Gesprächen und Präsentationen? Da kommt es nicht nur auf die passenden Worte an, auch die Darbietung muss stimmen.
In diesem Beitrag geht es darum, worauf es sich für Rednerinnen und Redner hinsichtlich des Augenkontaktes zu achten lohnt. Der Blickkontakt ist ein mächtiges Ausdrucksmittel der Körpersprache. So werden Sie Dank Augenkontakt noch überzeugender in Gesprächen und Präsentationen sein.
Weder eine spontane Zusage oder Absage von Redegelegenheiten ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken.
Aus Anlass eines Interviews, zur Vorbereitung von Reden und Präsentationen, habe ich auf dieser Seite begonnen einige der häufigsten Fragen zu beantworten.
Nicht jeder Redebeitrag will die Welt verändern und nicht jede Rede, die das anstrebt, liefert dazu einen erkennbaren Beitrag. Doch manchmal wäre es schon schön die Dinge mitzugestalten, oder? Es ist gut sicher zu wissen, wie der Einfluss ausgeübt werden soll, wann es Zeit ist aufzustehen und der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Reden bedeutet Macht!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2002
Überarbeitung: 02. Mai 2026
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