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Bei Verhandlungen lohnt eine fundierte Vorbereitung und eines der wirkungsvollsten Werkzeuge dafür, ist das Mind Mapping. Hier erfahren Sie, wie Sie bei Ihren Verhandlungen von Mind Maps profitieren.
Wer andere Menschen anstecken, begeistern und schließlich überzeugen will, tut gut daran, sowohl die Zielgruppe als auch das Thema bestens zu kennen. Sie haben ein Angebot, dem Sie zum Erfolg verhelfen wollen? Dann profitieren Sie sowohl vom Überblick als auch relevanten Einblicken in das Denken der Zielgruppe. Wenn es uns gelingt, die verschiedenen Perspektiven einzunehmen, können wir auf einer viel breiteren und fundierteren Basis Entscheidungen treffen und gezielter kommunizieren. Gerade in Verhandlungssituationen bringt das eine Menge Vorteile mit sich. Da lohnt sich auch eine fundierte Vorbereitung und eines der wirkungsvollsten Werkzeuge dabei, ist das Mindmapping. Hier erfahren Sie, wie Sie bei Ihren Verhandlungen von Mindmaps profitieren.
Ein hervorragendes Werkzeug für die Vorbereitung von Verhandlungen ist das Mindmapping – die Erstellung von Gedankenlandkarten.
Bevor es an die Überzeugungsarbeit geht, wird ein Mindmap erzeugt. Weshalb? Weil mancher vermeintliche Durchblick pure Augenwischerei ist. Je mehr wir persönlich beteiligt sind, desto wahrscheinlicher sind blinde Flecken. Ein Mindmap deckt sie auf. In ihm wird die gesamte Situation skizziert. Ausgehend vom zentralen Thema werden von dort aus Unterthemen, mit Assoziationen strahlenförmig auf Ästen und Zweigen dargestellt. Dabei geht es sowohl um Hauptgedanken und Nebengedanken, dem Detailgrad sind keine Grenzen gesetzt. Sie tauchen so tief in, wie Sie es für richtig halten. Mit relativ wenig Aufwand erreichen Sie schnell sehr viel Überblick und Einsicht.
So erhalten Sie den Überblick, erkennen die Zusammenhänge, Interessen, Verantwortlichkeiten, sowie bei näherem Hinsehen sonst unbeachtet bleibende Details. Gerade Verhandlungen unter Druck sorgen schnell für einen Tunnelblick, bei dem sonst wichtige Aspekte übersehen werden. Ein Mindmap hilft auch dabei.
Daraus folgen weitere Gedanken, die zunehmend konkreter werden, wie beispielsweise Arbeitsschritte, Zusammenhänge, Vorteile und Nachteile von Optionen, Zuständigkeiten. Zu den Hauptästen gehören die wesentlichen Ziele für die Angelegenheit. Dann folgen als Zweige die jeweiligen Argumente, Gegenargumente und Entkräftungen, Angebote etc. Dabei werden also auch die Perspektiven direkter und indirekt beteiligter Personen erkundet. Innerhalb kürzester Zeit sind Sie gut vorbereitet für den nächsten Schritt.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
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→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt.
Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.
Aldous Huxley
Wenn wir dem Leben schon nicht mehr Tage geben können, dann zumindest den Tagen mehr Leben. Indem ich dem Tag ein Motto geben, widme ich mich einem besonderen Aspekt in entsprechender Tiefe.
Wenn wir dem Leben schon nicht mehr Tage geben können, dann zumindest den Tagen mehr Leben. Indem ich dem Tag ein Motto geben, widme ich mich einem besonderen Aspekt in entsprechender Tiefe. Ich finde das sehr bereichernd, und Sie?
Finden Sie heraus, was ein Tagesmotto für Sie tun kann. Wählen Sie für jeden Tag der kommenden Woche ein Motto, das Sie begleitet und an dem Sie sich während des Tages orientieren. Das Tagesmotto kann ein Zitat, ein selbsterdachter Leitspruch sein oder ein beliebiges Thema sein, dem Sie sich intensiver widmen wollen.
Ein gut gewähltes Tagesmotto animiert Sie zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit dem Thema. Es beeinflusst Ihr Denken und Handeln. Das wirkt sich positiv auf Ihren Tagesablauf aus, verändert und erweitert Ihre Perspektive auf sich und die Welt. Es wirkt wie eine Brille, die Ihren Blick auf bestimmte Aspekte lenkt.
Früher habe ich mir das Tagesmotto in meinen Papierkalender eingetragen und heute steht es bei mir im elektronischen Kalender. Zusätzlich schreibe ich es mir gerne auf einen Notizzettel, den ich an den Monitor hefte. So habe ich es immer wieder mal im Blickfeld.
Abends reflektiere ich gerne nochmals darauf, was mir zu dem Thema aufgefallen ist und was es für mich zu lernen gibt.
Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:
Bei Zitaten, an denen ich mich reibe, gibt es oft etwas Spezielles zu lernen.
Auf Wunsch veröffentliche ich nun ein Tagesmotto.
Sie finden die bisherigen Anregungen hier.
Wie lösen Sie sich von Ballast?
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Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n=792)
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. August 2017
Überarbeitung: 31. März 2020
Englische Version:
AN: #23235
K: CNB
Ü:
Während ein Horrorszenario zu vermeidende Zustande beschreibt, erkundet ein Paradiesszenario wünschenswerte Zustände. Ein Paradiesszenario motiviert durch die positiven Aspekte. Allerdings lassen sich nicht alle Menschen mit lockenden Szenarien aktivieren, manche machen sich erst auf den Weg, wenn es wehtut.
Paradies-Szenarien in Reden und Präsentationen dienen dazu, eine positive und ideale Zukunft zu skizzieren, die das Publikum motiviert und inspiriert. Diese Szenarien sind kraftvolle rhetorische Werkzeuge, die mehrere Funktionen erfüllen.
1. Motivation und Inspiration
Paradies-Szenarien schaffen ein attraktives Bild der Zukunft, das das Publikum begeistert und zum Handeln motiviert. Sie zeigen, was möglich ist und regen dazu an, sich für dieses Ziel einzusetzen.
2. Vision und Zielsetzung
Sie helfen, eine klare Vision zu formulieren und konkrete Ziele zu setzen. Indem ein erstrebenswertes Endbild dargestellt wird, wird die Richtung vorgegeben, in die man arbeiten sollte.
3. Emotionales Engagement
Solche Szenarien sprechen die Emotionen des Publikums an, was die Botschaft einprägsamer und wirkungsvoller macht. Ein emotional involviertes Publikum ist eher bereit, die präsentierten Ideen zu unterstützen.
4. Kontraste schaffen
Durch den Vergleich des aktuellen Zustands mit dem paradiesischen Zukunftsbild wird der Kontrast deutlich gemacht. Dies kann die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Veränderungen unterstreichen.
5. Positive Assoziationen
Paradies-Szenarien erzeugen positive Assoziationen und optimistische Einstellungen. Sie können helfen, Ängste und Widerstände gegenüber Veränderungen abzubauen.
6. Kreativität und Innovation fördern
Indem sie eine ideale Zukunft imaginieren, regen Paradies-Szenarien dazu an, kreativ zu denken und innovative Lösungen zu entwickeln, um dieses Bild zu realisieren.
7. Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl stärken
Wenn ein gemeinsames, positives Ziel vorgestellt wird, kann dies das Gemeinschaftsgefühl stärken und dazu beitragen, dass sich das Publikum als Teil eines größeren Ganzen fühlt.
8. Langfristige Perspektive
Solche Szenarien ermutigen, über kurzfristige Herausforderungen hinauszudenken und langfristige, nachhaltige Ziele zu verfolgen.
Ein Beispiel für den Einsatz eines Paradies-Szenarios könnte in einer Rede über Umwelt- und Klimaschutz liegen, in der ein Bild einer zukünftigen, nachhaltigen Welt gezeichnet wird, in der erneuerbare Energien dominieren, die Natur geschützt ist und die Menschen in Harmonie mit ihrer Umwelt leben.
Fazit
Paradies-Szenarien sollten jedoch realistisch und erreichbar erscheinen, um glaubwürdig zu sein. Sie sollten auf klaren, nachvollziehbaren Schritten basieren, die das Publikum als machbar und sinnvoll empfindet. So wird aus einem idealisierten Bild eine motivierende und handlungsanleitende Vision.
Wie lassen Sie sich eher motivieren, durch ein Horrorszenario, also Vermeidung, oder ein Zielszenario, also Belohnung?
Selbst diejenigen Menschen, die sich auf ihre Präsentationsfolien gut vorbereitetet haben, unterschätzen oft die Bedeutung der Vorbereitung auf Publikumsfragen. Andere wiederum fürchten sich vor diesem Teil und würden am liebsten davor flüchten.
PowerPoint Karaoke ist weit mehr als nur Unterhaltung, es ist ein hervorragendes Training für ambitionierte Redner. Es reduziert übrigens auch Lampenfieber, wenn es wiederholt wird.
Komplexes Wissen klar vermitteln: akademische Rhetorik für wissenschaftliche und fachliche Vorträge, Präsentationen und Entscheidungssituationen.
Mit geeigneten Gesten machen Sie es bei Ihren Reden und Präsentationen dem Publikum leichter, das Gesagte zu verstehen. Mit diesen Gesten werden auch die Augen und Spiegelneuronen angesprochen. Lernen Sie Ihre Körpersprache noch gezielter einzusetzen, denn dann überzeugen sowohl Sie als Persönlichkeit als auch Ihre Botschaft.
Das Rednerpult und ich sind keine Freunde. Wann immer ich kann, meide ich es. Und das solltest du auch! Hier erfahren Sie weshalb.
Schon im allerersten Lehrbuch der Rhetorik beschrieb der griechische Philosoph Aristoteles die drei Säulen der Rhetorik – Ethos, Logos und Pathos. So alt so gut und noch immer wirksam im Einsatz. So überzeugen Sie und Ihre Botschaft, in Gesprächen, Reden und Präsentationen.
Redner, die mit Manuskript bewaffnet ans Werk gehen, neigen dazu bei schwindender Lesesehkraft das Publikum zu irritieren. Brille auf, Brille ab, Brille auf. Das solltest du lieber lassen.
Öffentliche Reden und Präsentationen sind ein guter Weg sich als Experte:in zu etablieren. Reden als Element des Selbstmarketings für den Expertenstatus.
Wer intensives Lampenfieber, Rede- bzw. Auftrittsangst hat, der weiß wie groß das Interesse an Hilfe ist. Doch den meisten Ratschlägen fehlt es an Substanz. Was hilft wirklich?
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Ist es erforderlich, zu leben, was wir vermitteln wollen? Gibt es Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?
Die Handlungen der Menschen sind die besten Interpreten ihrer Gedanken.
James Joyce
Kommunikation beinhaltet viele Gelegenheiten für Missverständnisse. Das macht den Austausch von Ideen und Angeboten schon von Hause aus nicht unbedingt leichter. Allerdings meint auch nicht jeder Sprecher, was er sagt. Allzu oft werden absichtlich oder leichtfertig Dinge behauptet, die dann nicht gehalten werden.
Vertrauen ist ein erlerntes Verhalten, es ist der Kit, der vertrauensvolle Beziehungen ermöglicht. Private genauso wie professionelle. Fehlt dieses Vertrauen, wird vieles komplizierter. Botschaften werden dann nur noch zögerlich oder gar nicht mehr in Betracht gezogen, wenn zu oft schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Die Menschen werden unempfindlicher und wollen sich durch entsprechende Filter schützen. So wird dem Gesagten nicht mehr das volle Vertrauen entgegengebracht. Manchmal geschieht es zu Recht und manchmal ist es schade, weil es ehrlich gemeint war.
Wer Wert darauf legt, auch zukünftig gehört zu werden und Vertrauen zu genießen, tut gut daran, eigenen Worten auch konkrete Taten folgen zu lassen. Überhaupt hilft es das auch selbst zu leben, was gepredigt wird. Wasser zu predigen und Wein zu saufen ist auch auf viele andere Weise möglich und schadet der eigenen Glaubwürdigkeit.
Glaubwürdigkeit (in Englisch Credibility) ist ein Maß der Bereitschaft, die Aussage einer anderen Person als gültig zu akzeptieren. Nur, wenn das ausreichend gegeben ist, wird der Person und ihren Handlungen Glauben geschenkt. Glaubwürdigkeit ist eine zugeschriebene attributionale, also verliehene Eigenschaft.
Behaupten lässt sich viel — und das ist deswegen auch eher die Regel als die Ausnahme. Nicht nur bei Werbebotschaften wird von vornherein davon ausgegangen, dass Versprechungen schmückendes Beiwerk sind und keine ernsthafte Aussage. Also wird immer höher und höher gestapelt — schwindelerregend hoch. Dass es dann mächtig wackelt, wundert niemanden ernsthaft, es ist eingepreist.
Wolkenkuckucksheim? Von der Theorie in die Praxis. Wer seine Botschaft lebt, zeigt auch, dass es möglich ist und hoffentlich auch mit Freude verbunden ist. Wer zu asketisch unterwegs ist, wirbt so zumindest nicht damit, dass es einen Beitrag für ein erfüllendes Leben liefert, der Botschaft zu entsprechen.
Ich liebe meine Berufung. Mit dem Rad zum Termin? Das hilft beim Denken. Flüge mitten in der Nacht mag ich weniger, die Gespräche, die sie mir ermöglichen schon. Schließlich geht es bei meiner Arbeit um Themen, die auf die eine oder andere Weise jeden Menschen betreffen, der sich entwickeln möchte. So profitiere ich selbst von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Unternehmen, Persönlichkeiten und Themen. Nein, deswegen verzichte ich trotzdem nicht auf mein Honorar. Schließlich profitieren davon ja alle Beteiligten.
Ein Teilnehmer stellte mir die Frage, wie ich selbst zu den Dingen stehe, die ich sage und schreibe. Die Antwort darauf gebe ich in einem Video auf YouTube™ (Externer Link). Der Titel: Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 901)
Man erzieht durch das, was man sagt,
mehr noch durch das, was man tut,
am meisten durch das, was man ist.
Ignatius von Antiochia
Unsere Glaubwürdigkeit steht und fällt mit der Übereinstimmung unserer Gedanken, Worte und Handlungen. Wer sein Wort bricht, verliert seine Glaubwürdigkeit. Ja, ist die Glaubwürdigkeit einmal zerstört, dann ist es schwer, sie wiederherzustellen. „Walk your talk“ nennen die US-Amerikaner das, was so viel wie „Bleib auf dem Weg. Tue, was du predigst.“ Genau darum geht es beim Thema Glaubwürdigkeit.
Den Glauben an etwas kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Juli 2017
Überarbeitung: 18. Oktober 2019
AN: #43414
K:
Ü:
Gedanken zur Zuverlässigkeit: Wozu ist sie gut, was hält uns davon ab, weshalb brauchen wir mehr davon. Zusammenarbeit erfordert Zuverlässigkeit. Wer gut mit anderen Menschen zurechtkommen will, ist zuverlässig. Oder ist das der Schnee von gestern?
Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke.
Marc Aurel
Die trockene Definition: Zuverlässigkeit ist die Verlässlichkeit von vertrauenswürdigen Personen, Gegenständen oder Materialien, weil sie sich als sicher erwiesen haben und Versprechungen erfüllen.
Wie wäre es mit ein paar weiteren Gedanken zur Zuverlässigkeit und ihrem Beitrag?
Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sich alles beherrschen.
Lü Bu We
Nur eine harmlose Nebenwirkung? Wer auf Zuverlässigkeit verzichtet, setzt so auch die Selbstachtung auf das Spiel. Nur wer zuverlässig ist, kann sich auch selbst vertrauen. Gesagt, getan! Auf Ihrer Zuverlässigkeit gründet sich auch Ihre Selbstzufriedenheit. Mangelt es daran, fühlen Sie sich schuldig und werden unsicher. Doch sobald Sie verinnerlicht haben, dass Ihre getroffenen Entscheidungen Substanz haben, wird aus GESAGT auch GETAN und das macht das Leben leichter. Denn so können Sie sich selbst vertrauen.
Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann, dürfen sich nicht wundern, wenn sie verlassen werden. Ohne Zuverlässigkeit sind die besten Fähigkeiten nicht viel wert. Wenn man auf nichts mehr zählen kann, muss man mit allem rechnen, meinte der französische Schriftsteller Jules Renard. Ohne Zuverlässigkeit lässt sich nur auf wackligem Grund bauen. Das sind keine guten Voraussetzungen.
Die Zuverlässigkeit lernen viele erst schätzen, wenn sie sich auf andere Menschen verlassen muss. Für viele Menschen kommt das Wort „zuverlässig“ von „verlassen“, und wer sich auf unzuverlässige Menschen verlässt, ist verlassen. In einer Welt, in der wir auf Kooperation mit anderen Menschen angewiesen sind, richtet Unzuverlässigkeit einigen Schaden an. Nicht nur das Ergebnis enttäuscht, auch Beziehungen bekommen blaue Flecken oder kommen schließlich zu einem Ende.
Unzuverlässigkeit führt zu Stress, Frust, Ärger, finanziellen Schäden, Verzögerungen und vor allem zu Vertrauensverlust. Unzuverlässigkeit macht die Welt komplizierter als nötig. Unzuverlässigkeit führt in einen Teufelskreis. Unzuverlässigkeit führt zu mehr Unzuverlässigkeit. Wer sich für kurzfristigen Vorteil auf sie einlässt, hat bald das Nachsehen. Deshalb ist die Zuverlässigkeit ein besonders wichtiger Wert, denn die Zuverlässigkeit des einen, beeinflusst das Leben des anderen.
Zuverlässigkeit macht unser Leben leichter. Braucht es mehr Begründung? Anscheinend schon, denn dieses Argument hat offensichtlich nicht genug Zugkraft. Die Unzuverlässigkeit grassiert in vielen Bereichen, in der Arbeitswelt und auch im Privaten.
Es zeigt sich leider zu oft; zum Spaß treffen sich viele – wenn es ernst wird, ist man allein. Zuverlässige Menschen genießen deshalb große Wertschätzung. Ihnen wird vertraut, weil sich gezeigt hat, dass solches Vertrauen gerechtfertigt ist. Und es lohnt sich für alle Beteiligten auf vielerlei Weise. Die wichtigsten Aufgaben werden nun mal den zuverlässigsten Menschen anvertraut. Jenen, die ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl besitzen und die nötigen Herausforderungen angehen.
Von wegen; Schluss mit Ausreden und Entschuldigungen. Zuverlässigkeit erfordert keine genetischen Voraussetzungen. Zuverlässigkeit ist in erster Linie eine Frage der Gewohnheit und damit der Selbstdisziplin. Wem es beispielsweise an Organisation fehlt, der kann das durch ein geeignetes Zeitmanagement und Routinen verbessern. Schon kleine Schritte haben große Wirkung. Wer im Kleinen nicht zuverlässig handeln kann, der wird es im Großen kaum besser machen. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. So steht es schon eine Weile im Lukas-Evangelium der Bibel. Also ist das Thema weder neu, noch bärtig, denn auch heute ist es ein häufiges Thema im Coaching und der Selbsthilfeliteratur. Was es wirklich erfordert, ist die Entscheidung, sich weiterzuentwickeln. Dann trainieren Sie Ihre Zuverlässigkeit. Und falls Sie einen Trainer wünschen…
Arbeitsethos, Fehlerfreiheit, Genauigkeit, Gewissen, Gewissenhaftigkeit, Korrektheit, Pflichteifer, Präzision, Richtigkeit, Pflichtgefühl, Pflichttreue, Sorgfalt, Sekurität, Sicherheit, Sekurität, Sicherheit, Treue, Ungefährlichkeit, Verantwortlichkeit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verantwortungsgefühl
Der Begriff Zuverlässigkeit setzt sich zusammen aus den Worten „zu“ und „Verlass“. Somit besteht es aus dem mittelhochdeutsch „ze“ oder „zuo“ beziehungsweise dem althochdeutschem „zuo“, „zi“, „za“ sowie dem mittelhochdeutsch Wort „verlāʒen“ beziehungsweise dem althochdeutschen Wort „farlāʒan“ = entlassen, erlassen, fahren lassen, loslassen, überlassen, übergeben, übrig lassen, hinterlassen, unterlassen, preisgeben, verzeihen, zulassen.
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n=917)
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2012
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #25378
K:
Ü:X
NLP hat mich über viele Jahre begleitet.
Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, zahlreiche Modelle und Methoden kennengelernt und manches davon in meine Arbeit integriert.
Heute sehe ich NLP differenzierter als früher.
Einige Gedanken halte ich weiterhin für ausgesprochen nützlich.
Andere Aussagen erscheinen mir zu weitreichend.
Und bei manchen Versprechen lohnt sich ein kritischer Blick.
Deshalb soll dieser Beitrag weder Werbung für NLP sein noch eine Abrechnung damit.
Mich interessiert eine praktischere Frage:
Was davon hilft tatsächlich dabei, klarer zu kommunizieren, flexibler zu denken und bewusster zu handeln?
NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren.
Der Ansatz entstand in den 1970er-Jahren und wird vor allem mit Richard Bandler und John Grinder verbunden. Auch Frank Pucelik gehörte zur frühen Entwicklungsgeschichte.
Ausgangspunkt war unter anderem die Frage:
Was machen Menschen, die in Kommunikation und Veränderungsarbeit besonders erfolgreich erscheinen?
Dazu wurden beispielsweise Arbeitsweisen von Virginia Satir, Fritz Perls und Milton H. Erickson untersucht und modelliert.
Aus diesen Beobachtungen entstanden verschiedene Kommunikationsmodelle und Veränderungstechniken, die später unter dem Begriff NLP zusammengefasst wurden.
Der Name klingt wissenschaftlicher, als er verstanden werden sollte.
Gemeint ist die Vorstellung, dass Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten mit unseren neurologischen Prozessen verbunden sind.
Das ist als allgemeiner Gedanke selbstverständlich.
Daraus folgt jedoch keineswegs automatisch, dass die spezifischen Erklärungsmodelle des NLP neurowissenschaftlich belegt sind.
Sprache beeinflusst, wie wir Erfahrungen beschreiben, ordnen und miteinander teilen.
Welche Fragen wir stellen, welche Begriffe wir verwenden und wie wir Situationen beschreiben, kann unser Denken beeinflussen.
Dieser Bereich ist für meine heutige Arbeit weiterhin besonders interessant.
Dieser Teil des Namens gefällt mir heute am wenigsten.
Menschen sind keine Computerprogramme.
Verhalten lässt sich selten einfach umprogrammieren.
Wir können jedoch Gewohnheiten erkennen, Perspektiven erweitern, neue Reaktionsmöglichkeiten entwickeln und hilfreiche Verhaltensweisen einüben.
Das beschreibt für mich wesentlich besser, worum es gehen kann.
Einer der bekanntesten Gedanken im Umfeld des NLP lautet sinngemäß:
Unsere Vorstellung von der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit selbst.
Wir erleben Situationen durch unsere Erfahrungen, Erwartungen, Werte, Aufmerksamkeit und Interpretationen.
Zwei Menschen können dasselbe Gespräch erleben und anschließend sehr unterschiedliche Geschichten darüber erzählen.
Das macht einen wichtigen Unterschied.
Wenn ich meine Interpretation für die einzig mögliche Wirklichkeit halte, wird Kommunikation schnell schwierig.
Wenn ich erkenne:
Das ist meine derzeitige Landkarte
entsteht Raum für Fragen.
Was hat der andere wahrgenommen?
Welche Information fehlt mir?
Welche andere Erklärung wäre möglich?
Was interpretiere ich gerade?
Dieser Gedanke ist weit über NLP hinaus wertvoll.
Stell dir vor, jemand antwortet mehrere Stunden nicht auf deine Nachricht.
Das ist zunächst eine Beobachtung.
Dann beginnt Interpretation.
„Er ignoriert mich.“
„Sie ist verärgert.“
„Ich habe etwas falsch gemacht.“
„Das ist respektlos.“
Oder:
„Vermutlich hat sie gerade viel zu tun.“
Dasselbe Ereignis.
Unterschiedliche Bedeutungen.
Und unterschiedliche emotionale Reaktionen.
Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:
Was ist tatsächlich geschehen – und welche Bedeutung gebe ich dem Geschehen?
Diese Trennung gehört für mich zu den wertvollsten Werkzeugen guter Selbstreflexion und Kommunikation.
Ein weiterer Bereich, den ich weiterhin nützlich finde, ist die Aufmerksamkeit für Sprache.
Menschen sagen beispielsweise:
„Das funktioniert niemals.“
„Alle erwarten das von mir.“
„Ich muss das tun.“
„Er respektiert mich nicht.“
„So etwas kann ich einfach nicht.“
Solche Aussagen enthalten häufig Verallgemeinerungen, Interpretationen oder ausgelassene Informationen.
Dann helfen Fragen.
„Niemals? Was ist bisher konkret geschehen?“
„Wer genau erwartet das?“
„Was würde geschehen, wenn du es anders machst?“
„Woran erkennst du fehlenden Respekt?“
„In welchen Situationen gelingt es dir bereits besser?“
Solche Fragen können aus einer scheinbar feststehenden Wirklichkeit wieder etwas Prüfbares machen.
Das ist für mich wesentlich interessanter als irgendein Etikett für die Technik.
Auch Reframing gehört zu den bekannten NLP-Begriffen.
Gemeint ist ein Wechsel des Bezugsrahmens.
Ein Beispiel:
„Ich bin viel zu kritisch.“
Vielleicht.
Vielleicht besitzt du gleichzeitig eine ausgeprägte Fähigkeit, Risiken und Schwachstellen zu erkennen.
Dann lautet die Frage weniger:
Ist diese Eigenschaft gut oder schlecht?
Sondern:
In welchem Kontext hilft sie – und wo braucht sie Ergänzung?
Reframing bedeutet für mich keineswegs, Schwierigkeiten schönzureden.
Es bedeutet:
Eine Situation aus mehr als einem Blickwinkel betrachten zu können.
Das erweitert den Handlungsspielraum.
Ein weiterer bekannter NLP-Begriff ist Rapport.
Gemeint ist eine gute zwischenmenschliche Verbindung.
Auch hier wurden im NLP zahlreiche Techniken beschrieben.
Für mich ist heute der grundlegende Gedanke wichtiger als technische Anweisungen:
Menschen kommunizieren besser miteinander, wenn sie sich wahrgenommen und respektiert fühlen.
Dazu gehören:
aufmerksames Zuhören,
echtes Interesse,
angemessene Sprache,
Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven,
und die Bereitschaft, sich auf das Gegenüber einzustellen.
Rapport ist für mich deshalb weniger eine Technik, mit der jemand beeinflusst wird.
Er ist die Qualität einer Beziehung, in der Kommunikation leichter möglich wird.
NLP hat traditionell großen Wert auf Zielarbeit gelegt.
Auch diesen Gedanken halte ich grundsätzlich für hilfreich.
Allerdings reicht ein positiv formuliertes Ziel kaum aus.
Bei wichtigen Entscheidungen interessieren mich heute zusätzliche Fragen:
Was möchtest du erreichen?
Warum ist dir das wichtig?
Was verändert sich dadurch?
Welche Nebenwirkungen könnte das Ziel haben?
Was müsstest du dafür aufgeben?
Passt das Ziel zu deinen Werten?
Und:
Ist es überhaupt dein Ziel?
Manchmal arbeiten Menschen ausgesprochen konsequent an Zielen, die sie bei genauerer Betrachtung kaum noch erreichen möchten.
Dann ist mehr Motivation selten die beste Lösung.
Mehr Klarheit schon eher.
Ein weiterer Gedanke aus dem NLP gefällt mir weiterhin:
Wenn eine Strategie kaum funktioniert, erweitere deine Möglichkeiten.
Menschen entwickeln bevorzugte Reaktionen.
Manche argumentieren stärker.
Andere ziehen sich zurück.
Manche passen sich an.
Andere erhöhen den Druck.
Solche Strategien können in bestimmten Situationen hervorragend funktionieren.
Schwierig wird es, wenn wir ausschließlich diese eine Möglichkeit besitzen.
Deshalb lautet eine hilfreiche Frage:
Was könnte ich außerdem tun?
Vielleicht:
fragen statt erklären.
zuhören statt argumentieren.
eine Pause machen.
eine Grenze setzen.
Humor einsetzen.
einen Konflikt offen benennen.
oder die Situation verlassen.
Souveränität zeigt sich häufig weniger darin, immer richtig zu reagieren.
Sie zeigt sich in der Fähigkeit, zwischen mehreren angemessenen Reaktionen wählen zu können.
Auch der Gedanke des Modellierens bleibt interessant.
Wenn jemand etwas ausgesprochen gut kann, können wir untersuchen:
Was genau macht diese Person?
Worauf achtet sie?
Wie bereitet sie sich vor?
Welche Entscheidungen trifft sie?
Welche Fähigkeiten hat sie entwickelt?
Wie reagiert sie auf Schwierigkeiten?
Das nutze ich beispielsweise bei Kommunikation und Präsentationen.
Dabei reicht es kaum, sichtbares Verhalten einfach zu kopieren.
Was bei einer Person hervorragend funktioniert, kann bei einer anderen künstlich wirken.
Deshalb lautet die bessere Frage:
Welches Prinzip steckt hinter dem erfolgreichen Verhalten – und wie kann ich es auf meine Weise nutzen?
Auch Begriffe wie Ankern und Chaining beziehungsweise Ankerverkettung stammen aus dem NLP.
Beim Ankern wird versucht, einen bestimmten Reiz mit einem inneren Zustand zu verbinden.
Beim Chaining werden mehrere solcher Zustände beziehungsweise Reaktionen gedanklich miteinander verbunden.
Diese Modelle wurden im NLP teilweise mit sehr weitreichenden Wirkungsannahmen versehen.
Ich würde sie heute wesentlich nüchterner betrachten.
Menschen entwickeln selbstverständlich Assoziationen.
Musik kann Erinnerungen auslösen.
Ein Geruch kann uns innerhalb von Sekunden in eine frühere Situation versetzen.
Ein bestimmter Ort kann Ruhe oder Anspannung hervorrufen.
Solche Lern- und Assoziationsprozesse sind real.
Für die praktische Arbeit interessiert mich deshalb weniger das NLP-Etikett.
Interessanter ist:
Welche Reize, Gewohnheiten und inneren Prozesse beeinflussen einen Menschen – und welche davon lassen sich sinnvoll verändern?
Besonders viele NLP-Ideen wurden im Bereich Kommunikation populär.
Zum Beispiel:
genauer zuhören,
sprachliche Verallgemeinerungen erkennen,
gute Fragen stellen,
Perspektiven wechseln,
Beziehungen gestalten,
Ziele klären,
Metaphern nutzen,
und die eigene Kommunikation flexibel anpassen.
Vieles davon findet sich ebenso in anderen Kommunikations-, psychologischen und therapeutischen Ansätzen.
Das ist für mich heute ein wichtiger Punkt.
Eine hilfreiche Idee wird weder besser noch schlechter, weil sie NLP genannt wird.
Entscheidend ist:
Ist sie plausibel?
Ist sie ethisch vertretbar?
Passt sie zum Menschen?
Ist sie für das konkrete Anliegen hilfreich?
Und wo erforderlich:
Wie gut ist sie wissenschaftlich abgesichert?
Hier lohnt sich besondere Vorsicht.
Im Umfeld des NLP wurden teilweise sehr konkrete Zusammenhänge zwischen Blickrichtungen, Körpersprache, inneren Prozessen und Wahrheitsgehalt behauptet.
Solche einfachen Zuordnungen halte ich für problematisch.
Ein Mensch schaut nach links.
Was bedeutet das?
Vielleicht denkt er nach.
Vielleicht erinnert er sich.
Vielleicht lenkt ihn dort etwas ab.
Vielleicht ist das schlicht seine Gewohnheit.
Körpersprache liefert wertvolle Informationen.
Einzelne Signale sind jedoch selten eindeutige Übersetzungen innerer Vorgänge.
Deshalb arbeite ich lieber mit:
Kontext,
Veränderungen,
Mustern,
Beobachtung
und guten Fragen.
Das ist mir wichtig.
Seriöse Kommunikation braucht keine Behauptung, man könne anhand bestimmter Signale zuverlässig erkennen, was ein Mensch denkt.
Wir können Hypothesen bilden.
Wir können aufmerksam beobachten.
Wir können Veränderungen bemerken.
Und dann können wir fragen.
Neugier ist häufig zuverlässiger als vermeintliche Menschenkenntnis.
NLP hat auch den Ruf bekommen, Menschen manipulieren zu können.
Manche Bücher und Seminare haben diesen Eindruck aktiv gefördert.
Versprochen wurden Formulierungen und Techniken, mit denen andere Menschen beinahe unbemerkt beeinflusst werden könnten.
Davon halte ich wenig.
Natürlich beeinflussen Menschen einander.
Jede Argumentation möchte etwas bewirken.
Jede Präsentation lenkt Aufmerksamkeit.
Jede Frage setzt einen Rahmen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:
Beeinflusse ich?
Sondern:
Wie gehe ich mit meinem Einfluss um?
Respektiere ich die Entscheidungsfreiheit des anderen?
Bin ich transparent?
Vertrete ich meine Interessen offen?
Oder versuche ich, psychologische Mechanismen gegen die Interessen meines Gegenübers einzusetzen?
Für mich ist das vor allem eine Frage der Haltung.
Hier lohnt sich eine klare Antwort.
NLP wird seit Jahrzehnten in Coaching, Training, Kommunikation und teilweise auch im therapeutischen Umfeld eingesetzt.
Die wissenschaftliche Absicherung weitreichender NLP-Wirkungsversprechen ist jedoch begrenzt.
Insbesondere sollte aus der Bezeichnung „neurolinguistisch“ keineswegs geschlossen werden, NLP sei eine neurowissenschaftlich bestätigte Theorie menschlichen Denkens.
Das ist es nicht.
Einige unter dem NLP-Dach verwendete Gedanken überschneiden sich mit allgemein bekannten psychologischen, kommunikativen oder lerntheoretischen Prinzipien.
Andere spezifische Behauptungen sind wissenschaftlich deutlich schwächer abgesichert.
Deshalb halte ich eine differenzierte Haltung für angemessen:
Nützliche Gedanken prüfen und nutzen. Große Wirkungsversprechen kritisch betrachten.
Im Laufe vieler Berufsjahre sammelt man Methoden.
Kommunikationsmodelle.
Coachingansätze.
psychologische Konzepte.
Hypnotherapeutische Verfahren.
Werkzeuge zur Entscheidungsfindung.
Erfahrungen aus Beratung und Unternehmenspraxis.
Irgendwann wird eine andere Frage wichtiger:
Was braucht dieser konkrete Mensch in dieser konkreten Situation?
Deshalb definiere ich meine Arbeit heute weniger über eine einzelne Methodenschule.
Eine Methode ist ein Werkzeug.
Sie ist kein Selbstzweck.
Wenn ein NLP-Modell hilfreich ist, kann ein Gedanke daraus einfließen.
Wenn ein anderes Vorgehen besser passt, nutze ich dieses.
Entscheidend ist der Mensch und sein Anliegen.
Wenn ich meine heutige Sicht verdichte, bleiben einige Gedanken, die ich weiterhin wertvoll finde:
Die eigene Wahrnehmung ist eine Perspektive – nicht die gesamte Wirklichkeit.
Gute Fragen können festgefahrenes Denken öffnen.
Sprache beeinflusst, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Mehr Verhaltensmöglichkeiten erhöhen unseren Handlungsspielraum.
Andere Perspektiven können eine Situation verändern.
Gute Kommunikation braucht Beziehung und Aufmerksamkeit.
Erfolgreiches Verhalten lässt sich untersuchen und daraus lässt sich lernen.
Und vielleicht am wichtigsten:
Wenn etwas kaum funktioniert, lohnt es sich, etwas anderes auszuprobieren.
Dafür brauche ich heute das Etikett NLP kaum noch.
Die Gedanken dürfen trotzdem ihren Wert behalten.
Eine Methode kann hilfreich sein.
Sie kann gleichzeitig im falschen Moment vollkommen ungeeignet sein.
Deshalb interessiert mich heute stärker als die Frage:
„Welche Technik kann ich anwenden?“
die Frage:
„Was ist hier eigentlich los?“
Was braucht dieser Mensch?
Was ist das Ziel?
Welche Annahmen stimmen?
Was wurde übersehen?
Welche Konsequenzen hat eine Intervention?
Wo liegen Grenzen?
Und welche Vorgehensweise passt zu diesem Kontext?
Je größer der Werkzeugkasten wird, desto wichtiger wird diese Urteilskraft.
NLP hat viele Menschen für Sprache, Wahrnehmung, Ziele, Kommunikation und Veränderungsmöglichkeiten sensibilisiert.
Einige Modelle können interessante Denk- und Gesprächswerkzeuge liefern.
Andere Behauptungen verdienen kritische Distanz.
Für mich ist deshalb weder Begeisterung noch pauschale Ablehnung besonders hilfreich.
Ich bevorzuge einen pragmatischen Umgang:
Was ist hilfreich?
Was ist plausibel?
Was ist gut belegt?
Was passt zu diesem Menschen und dieser Situation?
Und was erweitert tatsächlich den Handlungsspielraum?
Methoden kommen und gehen.
Bezeichnungen verändern sich.
Am Ende zählt etwas anderes:
klarer wahrnehmen, besser verstehen, bewusster entscheiden und angemessener handeln.
Manche Menschen mögen mit einer besonderen Gabe gesegnet zu sein. Solche Menschen finden selbst in heiklen Situationen die passenden Worte und Gesten, argumentieren schlagfertig und überzeugen. Die meisten Redner benötigen dafür die entsprechenden Techniken und Übung. Einige der Werkzeuge bietet das NLP.
Sprache ist schon in der Bezeichnung NLP als L für Linguistik enthalten. Neben der Sprache – als Bestandteil von Gesprächen, Reden und Präsentationen – hinaus, liefert NLP weitere hilfreiche Beiträge für Redner.
Beispiele für Themen, bei denen NLP Reden und Präsentationen bereichert:
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
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NLP steht für „Neuro-Linguistisches Programmieren“. Es ist eine Sammlung von Techniken und Konzepten, die darauf abzielen, die Art und Weise zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet und wie diese Informationen dazu beitragen, Verhaltensmuster und Ergebnisse zu beeinflussen.
NLP wurde in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt und basiert auf der Annahme, dass Veränderungen im Verhalten und in den Ergebnissen durch Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen ihre Gedanken und Gefühle wahrnehmen und verarbeiten, erreicht werden können. Es umfasst verschiedene Techniken und Werkzeuge, die dazu verwendet werden können, um die Kommunikation und das Verständnis zwischen Menschen zu verbessern, Verhaltensmuster zu verändern und Ziele zu erreichen.
NLP wird häufig in Bereichen wie Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Verkauf, Führung und Therapie eingesetzt und kann auch für die Selbstverbesserung und die persönliche Entwicklung verwendet werden.
Im NLP gibt es einige grundlegende Prinzipien, die als wichtige Grundlagen für das Verständnis und die Anwendung von NLP-Techniken und -Konzepten gelten. Dazu gehören:
Das „Map-Territory“-Prinzip: Dies besagt, dass jeder Mensch seine eigene subjektive Interpretation der Welt hat, die sich auf seine persönlichen Erfahrungen und sein Weltbild bezieht. Dies bedeutet, dass jeder Mensch eine eigene „Landkarte“ hat, die er oder sie verwendet, um die Welt zu verstehen, und dass diese Landkarte nicht notwendigerweise der „Wirklichkeit“ entspricht.
Das „Well-Formed Outcome“-Prinzip: Dies besagt, dass Ziele oder Ergebnisse, die man erreichen möchte, klar definiert und formuliert werden sollten, um erfolgreich zu sein.
Das „Behavioral Flexibility“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, in der Lage zu sein, sich an neue Situationen anzupassen und verschiedene Verhaltensweisen anzuwenden, um Ziele zu erreichen.
Das „Presuppositions“-Prinzip: Dies besagt, dass bestimmte Annahmen oder Voraussetzungen, die ein Mensch über die Welt hat, das Verhalten und die Ergebnisse beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise die Annahme, dass Veränderungen möglich sind, oder dass man selbst die Kontrolle über sein Leben hat.
Das „Rapport“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, eine gute Verbindung und ein gutes Verständnis mit anderen Menschen zu haben, um erfolgreich zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
Eine der bekanntesten Techniken im NLP ist das „Reframing“. Diese Technik zielt darauf ab, das Verständnis einer Situation oder eines Problems zu verändern, indem man es aus einer anderen Perspektive betrachtet oder es in einem anderen Kontext sieht. Reframing kann dazu verwendet werden, negative Gedanken und Emotionen in positive umzuwandeln oder um herauszufinden, wie man eine schwierige Situation auf eine andere Weise betrachten kann.
Eine weitere bekannte Technik im NLP ist das „Anchoring“. Diese Technik zielt darauf ab, einen emotionalen Zustand oder eine Ressource, die man in einer bestimmten Situation erlebt hat, auf ein bestimmtes Signal oder eine bestimmte Handlung zu verknüpfen, damit man diesen Zustand oder diese Ressource jederzeit wieder abrufen kann.
Es gibt viele weitere Techniken im NLP, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können, wie beispielsweise die „Milton-Modell“-Technik zur Veränderung von Verhaltensmustern oder die „Meta-Modell“-Technik zur Verbesserung der Kommunikation. Es ist wichtig zu beachten, dass NLP eine Sammlung von Techniken und Konzepten ist, die nicht von wissenschaftlichen Studien unterstützt werden und deren Ergebnisse daher variieren können. Es ist wichtig, alle verfügbaren Informationen und Ressourcen zu berücksichtigen, bevor man sich entscheidet, NLP-Techniken anzuwenden.
Es gibt verschiedene Gründe, warum es Kritik am NLP gibt. Einige der häufigsten Kritikpunkte sind:
Mangelnde wissenschaftliche Unterstützung
Viele der Konzepte und Techniken im NLP basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien und werden daher von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht unterstützt.
Fehlende transparente Darstellung der Methoden
Einige Kritiker argumentieren, dass die Methoden und Techniken im NLP nicht transparent dargestellt werden und dass es schwierig ist, zu verstehen, wie sie funktionieren.
Mangelnde Regulierung
Da NLP keine offizielle therapeutische oder psychologische Methode ist, gibt es keine Regulierung oder Standards für die Ausbildung und den Einsatz von NLP-Praktizierenden. Dies kann dazu führen, dass es schwierig ist, die Qualifikationen und Erfahrungen von NLP-Praktizierenden zu beurteilen. Die Qualität der Ausbildungen ist sehr unterschiedlich und maßgeblich ist der persönliche Einsatz.
Mögliche negative Auswirkungen
Einige Kritiker argumentieren, dass NLP-Techniken möglicherweise negative Auswirkungen haben können, wenn sie von unqualifizierten oder inkompetenten Praktizierenden angewendet werden. Es gibt auch Berichte über Menschen, die schlechte Erfahrungen mit NLP gemacht haben, einschließlich emotionaler oder körperlicher Belastungen.
Es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker von NLP.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Mind Maps helfen bei der Lösungsfindung.
Houston — wir haben ein Problem. Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Stressreaktionen machen das Denken nicht einfacher. Und nicht zu wissen, wo der Anfang zu machen ist, was die wesentlichen Ursachen und Lösungswege sind, ist durchaus belastend. Vor allem, wenn der Einsatz hoch ist, drückt es aufs Gemüt! So wird der Weg zur Lösung steiniger, als er sein muss.
Den Wald vor lauter Bäumen… Lineare Notizen – Satz für Satz – lassen bei zunehmender Komplexität den Kopf rauchen. Mind Maps erleichtern den Lösungsprozess aus mehreren Gründen. Mit ihrer Hilfe werden die Faktoren sichtbar, die an Problem und Lösung beteiligt sind. Mind Maps schaffen als Gedankenlandkarten den Überblick und fördern das Verständnis der Zusammenhänge. So lassen sich die Gedanken strukturieren und besser greifen. Das Vorgehen wird fokussierter.
Der Überblick fördert die Gelassenheit. Wenn die Situation zu verknotet wirkt, dominieren Sorgen, Verwirrung und Druck. Und das sind keine guten Voraussetzungen für das kreative Denken. Der Fokus ist dann auf das Problem und nicht auf mögliche Lösungen gerichtet, es werden leichter neue Wege beschritten. Mind Mapping entknotetet und sorgt für ein berechtigtes Gefühl, die Dinge selbstbestimmt im Griff zu haben. Aus dem Problem wird eine interessante Herausforderung und damit eine Gelegenheit sich kreativ zu betätigen. Klingt das gut?
Für viele Menschen ist das Mind Mapping anfangs etwas ungewohnt. Deswegen folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Ob auf Papier oder digital? Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Nehmen Sie, was immer Ihnen mehr Spaß macht und Ihre Kreativität fördert. Die Arbeit mit Stiften ist gerade anfangs empfehlenswert. Wenn Sie Ihr Wissen zum Mind Mapping auffrischen wollen, hilft Ihnen der Artikel Mind Mapping.
Die Aufgabenstellung ist der Mittel- und Ausgangspunkt des Mind Maps. Wenn ein Mind Map wie ein verästelter Baum aus der Vogelperspektive aussehen soll, ist das Thema der Stamm. Von ihm gehen die dicken Äste ab. Aus den Ästen wachsen Zweige, die zunehmend detailliertere Stichworte (Assoziationen) tragen.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um über die verschiedenen Aspekte des Themas nachzudenken.
Die gefundenen Aspekte des Themas werden zu geschwungenen Hauptzweigen des Mind Maps. Um Assoziationen zu fördern, sollte möglichst nur ein Wort verwendet werden.
Die Einzelheiten der Aspekte werden zu deren Zweigen und Unterzweigen.
Haben Sie einen guten Überblick visualisiert, denken Sie über mögliche Ideen für die Probleme und Aufgaben nach. Dafür können Kreativitätstechniken genutzt werden.
Fügen Sie die Ideen als Zweige an.
Bleiben Sie in Sammellaune und verzichten Sie auf frühzeitige Bewertungen. Erst einmal lohnt es sich fleißig für Masse zu sorgen. Selbst recht schräge Ideen können zu brauchbaren führen.
Erst im Anschluss werden die Optionen bewertet.
Wählen Sie die Option, mit der Sie als nächstes fortfahren wollen. Sollte das Mind Map in einem Bereich besonders belebt sein, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dort etwas zu holen ist.
Planen Sie mittels eigenem Mind Map die Umsetzung der Option. Jetzt wird die Lösung zum zentralen Punkt des Mind Maps. Spätestens jetzt ist es Zeit für das Tagträumen und Simulieren.
Spielen Sie mehrere Optionen durch. Und entscheiden Sie erst dann, welche Option oder Kombination tatsächlich zum Einsatz kommen soll.
Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
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Wann ist die beste Zeit für Entscheidungen?
Problem erkannt, Gefahr gebannt… So setzen Sie die Wunderfrage als Kreativitätstechnik ein.
Es braucht weder Neurochirurgen oder andere Experten, um zu erkennen, dass Stille positive Auswirkungen auf Körper und Geist hat. Trotzdem wird das Thema selten ernst genug genommen.
Die Kartenabfrage dient als Kreativitätstechnik und für Entscheidungen in der Gruppe. Bei einem mündlichen Brainstorming kommt häufig nicht jeder zu Wort. Die schriftliche Variante des Brainstormings bietet jedem Teilnehmer die Chance, eigene Ideen einzubringen. Hier eine Anleitung Schritt für Schritt.
Tipps, was es in der Finanz- und Finanzierungsplanung bei der Gründung zu beachten gibt.
Empfehlungen, um der Betriebsblindheit zu entkommen. Routine führt zu Betriebsblindheit, der Blick reicht nicht mehr über den Tellerrand, Chancen werden übersehen.
Gesunde Gelassenheit und Mut authentisch für Überzeugungen einzustehen. Bekommen Sie Respekt und die Anerkennung von relevanten Menschen. Weshalb sollten wir auch um jeden Preis jenen Menschen gefallen, deren Ansichten wir nicht teilen?
Es lohnt sich Routinen und Überzeugungen regelmäßig zu hinterfragen, oft sind sie unantastbar und unnütz zugleich. Es lohnt sich Routinen und Überzeugungen regelmäßig zu hinterfragen, oft sind sie unantastbar und unnütz zugleich. Überzeugungen bestimmen unser Denken und Handeln. Hinterfragen und verändern Sie Routinen, Überzeugungen, Glaubenssätze, wenn sie sich nicht bewähren.
Jeder hat es wohl schon getan – der eine mehr, der andere weniger. Manche machen es gewollt, andere eher unbewusst. Warum lästern und tratschen Menschen so häufig? Und ist das eine gute Idee? Und was tun?
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43327
K:
Ü:
Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Durch sie lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen.
Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Sie lassen sich auch im professionellen Bereichen sehr gut einsetzen, wenn sich Gespräche immer wieder um die Defizite eines Problems, eines Projekts oder einer Situation drehen. Durch lösungsorientierte Fragen wird der Fokus – weg vom Problemkrampf – hin zu möglichen Lösungen und vorhandene Ressourcen gelenkt. So lassen sich Diskussionen insgesamt positiv gestalten.
Lösungsfragen setzen die Fähigkeit und Bereitschaft zum lösungsorientierten Denken voraus, im Gegensatz zu defizitorientiertem Denken.
Durch solche lösungsorientierten Fragen lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen, mit denen sich neue Denk- und Lösungsansätze entwickeln lassen.
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Welche Rolle spielt die Satire in der Rhetorik? Wie kann sie wirkungsvoll eingesetzt werden?
Die Frage „Wie geht’s?“ ist alltäglich. Die wenigsten Menschen beantworten sie als ernst gemeinte Frage. Wird sie jedoch zu persönlich beantwortet, überfordert das vor allem jene, die nur aus Gewohnheit oder Höflichkeit fragen. Also, was tun, wenn es auf einmal um eine ernste Krankheit geht?
Tipps und Hilfe bei der systematischen Vorbereitung wichtiger Botschaften, einschließlich Körpersprache. Wenn Kommunikation Konsequenzen hat, lohnt sich die professionelle Unterstützung. So überzeugen Sie und Ihre Botschaft.
So lässt sich die Kommunikation mit einfachen Mitteln verbessern.
Als wenn es Meilengutschriften auf Besprechungsstunden geben würde, jagt eine die andere, sie saugen dem Tag die Kraft aus. Manche Besprechung kommen einem länger vor als der letzte Winter. Tipps für bessere Besprechungen.
Ein Vorstand, den kaum jemand versteht, eine Expertin die selbst bei ernsten Themen zum Lächeln anregt, der Vorgesetzte, fachlich und menschlich hervorragend; wenn nur dieser Dialekt nicht wäre.
Geflunker, Weglassungen, Ablenkungsmanöver, Schwindel, Betrug, Täuschungen oder Lügen. Wenn wir sie nicht früh genug erkennen, kann das eine Menge Schaden anrichten und sehr schmerzhaft sein. Wir sind dem nicht ausgeliefert; wer wachsam ist und auch am Telefon die Antennen ausfährt, bekommt zahlreiche Hinweise.
Das bekannteste Model zu menschlichen Bedürfnissen stammt von Abraham Maslow. Hier zur Erinnerung die einzelnen Ebenen der Bedürfnispyramide.
Welche Wirkung haben autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und in Gesprächen? Schadet oder hilft solche Körpersprache Rednerinnen?
Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen. Wer es lösen will, stellt sich besser darauf ein. Schritt für Schritt dem Ziel näher kommen.
Die Zeiten sind schnell und rasant, mal beeindruckender und mal beängstigender, oft irgendwie beides. Wer in einem solchen Umfeld bestehen will, braucht Flexibilität und Resilienz. Und den Mut, aus Problemen und Potenzialen Herausforderungen zu machen, zu gestalten.
Wohin soll die Reise gehen und wie wollen wir dorthin gelangen? Wer Teil der Lösung sein will, braucht gute Antworten auf gute Fragen. Und die Bereitschaft, Werte nicht nur für sich zu beanspruchen. Zu oft soll der Zweck die Mittel heiligen und so wird die im Grunde gute Idee schon in den Ansätzen verraten. So oder so, es ist mit Gegenwind zu rechnen, nicht jeder wird ebenso begeistert von Veränderungen sein. Schließlich haben selbst bedenkliche Umstände ihre Profiteure. Manch einem ist es auch lieber das zu behalten, was ihm bekannt ist, selbst wenn es nicht ideal ist. Lieber das unbequeme Bekannte, als das unsichere Unbekannte. Wer eine Idee trotz all der Massenträgheit ins Rollen bringen möchte, hat einige Stufen zu nehmen.
Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:
In der ersten wird es lächerlich gemacht,
in der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.
Oscar Wilde
Wer sich umschaut, findet viele Beispiele dafür, wie von wem Veränderungen zuerst lächerlich gemacht oder auf andere Weise diffamiert werden. Und wenn das noch nicht genügt, werden zunehmend direkter bekämpft. Das funktioniert mitunter leider auch recht gut, zumindest für eine Weile. Doch wenn das dahinterliegende Bedürfnis groß genug ist, wird die Idee irgendwann wieder auftauchen. Mit Schwung ist es leichter, die Massenträgheit zu überwinden. Wer diese Phasen überstehen will, legt sich gegebenenfalls lieber frühzeitig ein dickes Fell und langen Atem zu. Und wer offene Türen einrennt, darf sich umso mehr freuen.
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Aufgaben werden verschleppt, verschoben und deshalb wird auch von Verschieberitis gesprochen. Was hilft bei Prokrastination wirklich?
Maske oder freie Entfaltung? Authentizität: Ein Mensch handelt aus sich selbst heraus und wird nicht von externen Einflüssen dazu gezwungen. Ist das machbar oder eine Illusion?
Sündenböcke sind Personen, die für fremde Fehler und Probleme verantwortlich gemacht werden. Was tun, wenn Sie oder jemand anders zu einem Sündenbock gemacht werden soll?
Jeder hat es wohl schon getan – der eine mehr, der andere weniger. Manche machen es gewollt, andere eher unbewusst. Warum lästern und tratschen Menschen so häufig? Und ist das eine gute Idee? Und was tun?
Mit dem Clustering als Kreativitätstechnik und Werkzeug, sortieren Sie Ihre Gedanken, behalten den Überblick und entwickeln Ideen.
Die Grenzen der Wahrnehmung erweitern? Das Bestreben gibt es schon lange. Eine Zeitlang hoffte die Menschheit darauf jemand würde einen Trichter erfinden mit dem sich Wissen leichter erwerben lässt. Einfach einen Kanister Mathematik ins Gehirn einfüllen und weiter geht es. Ersetzen Pillen künftig umfangreiches Lernen?
Was sind die Big Five?
Menschen machen mitunter Dinge, die sie und andere schädigen, obwohl eine positive Absicht dahinter steckt. Was es zu beachten gibt.
Balanced Scorecard hat das Potenzial als Management-System immense Wirkung zu entfalten. Leider werden die Möglichkeiten in der Praxis selten genutzt, weil sie als Softwarelösung empfunden wird und nicht als Steuerungssystem.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371
Überarbeitungsplan
Es ist passiert.
Die Gelegenheit ist weg.
Du hast einen Fehler gemacht.
Jemand hat anders entschieden, als du gehofft hattest.
Eine Zusammenarbeit ist gescheitert.
Der Plan funktioniert nicht.
Oder das Leben hat sich schlicht geweigert, deinem Plan zu folgen.
Jetzt gibt es zwei Fragen.
Die erste lautet:
Wie konnte das passieren?
Die zweite:
Was mache ich jetzt damit?
Beide können wichtig sein.
Doch irgendwann entscheidet vor allem die zweite darüber, wie es weitergeht.
Der Ausdruck ist ziemlich direkt.
Und gerade deshalb steckt etwas Interessantes darin.
Es ist passiert.
Damit ist keineswegs gesagt:
Es ist egal.
Es ist gut.
Es war unvermeidbar.
Oder du sollst dich darüber freuen.
Es bedeutet zunächst lediglich:
Die Realität ist jetzt so.
Und jede sinnvolle nächste Entscheidung muss von dieser Realität ausgehen.
Wir verwenden das Wort Akzeptanz häufig so, als bedeute es Zustimmung.
Das sind zwei verschiedene Dinge.
Du kannst anerkennen:
„Diese Entscheidung ist gefallen.“
und sie trotzdem bedauern.
Du kannst anerkennen:
„Ich habe einen Fehler gemacht.“
und ihn trotzdem korrigieren wollen.
Du kannst anerkennen:
„Dieser Mensch verhält sich so.“
und daraus die Konsequenz ziehen, Abstand zu schaffen.
Akzeptanz bedeutet:
Ich höre auf, meine nächsten Entscheidungen von einer Wirklichkeit abhängig zu machen, die ich lieber hätte.
Das schafft Handlungsspielraum.
Manche Probleme besitzen zwei Ebenen.
Da ist zunächst das Ereignis.
Und dann ist da unser Kampf damit.
„Das hätte nicht passieren dürfen.“
„Warum ausgerechnet jetzt?“
„Wenn ich damals doch …“
„Er hätte …“
„Sie hätte …“
Manche dieser Gedanken sind für die Auswertung wichtig.
Doch irgendwann verändern sie das Geschehene kaum noch.
Dann wird aus Nachdenken Kreisen.
Die Vergangenheit bekommt immer mehr Aufmerksamkeit.
Die Gegenwart immer weniger.
Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:
Gibt es hier noch etwas zu verstehen oder versuche ich gerade, das Geschehene nachträglich ungeschehen zu machen?
Resignation sagt:
„Es hat ohnehin keinen Sinn.“
Akzeptanz sagt:
„Das ist die Ausgangslage. Welche Möglichkeiten habe ich von hier aus?“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Akzeptanz beendet den Kampf mit Tatsachen.
Und kann gerade dadurch Energie für Veränderung freisetzen.
Wenn etwas schiefgegangen ist, hilft eine einfache Sortierung.
Dann handle.
Führe das Gespräch.
Korrigiere den Fehler.
Verändere den Plan.
Bitte um Unterstützung.
Treffe eine neue Entscheidung.
Dann entscheide, wie viel Energie der Einfluss wert ist.
Vielleicht kannst du überzeugen.
Verhandeln.
Eine Entwicklung anstoßen.
Oder Rahmenbedingungen verändern.
Dann besteht die Aufgabe darin, deine nächsten Entscheidungen auf die Realität auszurichten.
Genau hier wird Akzeptanz wichtig.
Besonders schwer fällt Akzeptanz, wenn wir selbst etwas verursacht haben.
„Wie konnte ich so dumm sein?“
„Das hätte ich wissen müssen.“
„Warum habe ich …?“
Eine ehrliche Auswertung ist wertvoll.
Selbstbestrafung liefert dagegen selten zusätzliche Erkenntnis.
Hilfreicher sind vier Fragen:
Was ist passiert?
Welchen Anteil habe ich daran?
Was kann ich noch korrigieren?
Was lerne ich für die nächste Entscheidung?
Verantwortung schaut auf Konsequenzen und Möglichkeiten.
Selbstvorwürfe können uns dagegen lange an derselben Stelle halten.
Diese Frage klingt unspektakulär.
Ich halte sie für ausgesprochen kraftvoll.
Wenn etwas schiefgeht, fragen wir schnell:
Wer ist schuld?
Warum ist das passiert?
Wie konnte das geschehen?
All das kann relevant sein.
Und dann braucht es irgendwann:
Was wäre jetzt hilfreich?
Vielleicht eine Entscheidung.
Vielleicht ein Gespräch.
Vielleicht eine Entschuldigung.
Vielleicht Abstand.
Vielleicht Schlaf.
Vielleicht professionelle Unterstützung.
Vielleicht die Erkenntnis:
Heute muss überhaupt nichts mehr entschieden werden.
Handlungsfähigkeit bedeutet keineswegs permanente Aktivität.
Nach manchen Ereignissen braucht es zunächst Zeit.
Trauer.
Enttäuschung.
Wut.
Erschöpfung.
Orientierung.
Dann kann die klügste Entscheidung sein, noch keine große Entscheidung zu treffen.
Auch das ist Selbstführung:
erkennen, wann Handeln dran ist – und wann Verarbeitung Raum braucht.
Nach Rückschlägen hören Menschen schnell:
„Wer weiß, wofür es gut ist.“
Vielleicht zeigt sich irgendwann tatsächlich etwas Wertvolles.
Vielleicht auch nicht.
Wir müssen einem Verlust keinen tieferen Sinn verleihen, damit wir mit ihm umgehen können.
Eine nüchternere Haltung reicht:
Es ist geschehen. Was möchte ich jetzt daraus machen?
Damit bleibt die Zukunft offen.
Die Ursache eines Problems und seine Lösung liegen keineswegs immer am selben Ort.
Vielleicht hat jemand anderes die Situation verursacht.
Trotzdem liegt ein Teil der Lösung jetzt bei dir.
Das kann ungerecht wirken.
Und trotzdem Handlungsspielraum schaffen.
Du musst keineswegs verantwortlich für das Problem sein, um Verantwortung für deinen nächsten Schritt zu übernehmen.
Wenn etwas anders gelaufen ist als erhofft, helfen fünf Fragen.
Ohne Beschönigung und ohne zusätzliche Katastrophengeschichte.
Hier lohnt sich Handlung.
Hier lohnt sich eine bewusste Entscheidung über den Einsatz deiner Energie.
Hier beginnt Akzeptanz.
Nicht die Lösung für alles.
Der nächste Schritt.
Die berühmte Idee, unterscheiden zu können zwischen dem, was wir verändern können, und dem, was wir annehmen müssen, trifft einen wichtigen Punkt.
Die eigentliche Schwierigkeit liegt häufig in der Unterscheidung.
Wann kämpfe ich weiter?
Wann verändere ich meine Strategie?
Wann lasse ich los?
Wann brauche ich Geduld?
Wann eine klare Grenze?
Wann eine Entscheidung?
Dafür gibt es selten eine universelle Formel.
Es braucht Urteilskraft.
Vielleicht ist genau das der wertvollere Teil des Satzes.
Shit happens. And then?
Was jetzt?
Was möchtest du bewahren?
Was verändern?
Was lernen?
Was loslassen?
Welche Entscheidung steht an?
Wo lohnt sich dein Einfluss?
Und wo verbrauchst du Kraft im Kampf gegen etwas, das bereits Realität ist?
Wir können sorgfältig planen.
Gute Entscheidungen treffen.
Risiken berücksichtigen.
Uns vorbereiten.
Und trotzdem wird manches anders kommen.
Dann beginnt eine andere Form von Kompetenz.
Nicht:
alles kontrollieren.
Sondern:
die Realität klar sehen und von dort aus weitergehen.
Akzeptiere, was bereits ist.
Verändere, was sich verändern lässt.
Lerne, was sich lernen lässt.
Und richte deine Aufmerksamkeit wieder auf die Frage, die jetzt zählt:
Was ist mein nächster guter Schritt?
Aufgaben werden verschleppt, verschoben und deshalb wird auch von Verschieberitis gesprochen. Was hilft bei Prokrastination wirklich?
Maske oder freie Entfaltung? Authentizität: Ein Mensch handelt aus sich selbst heraus und wird nicht von externen Einflüssen dazu gezwungen. Ist das machbar oder eine Illusion?
Sündenböcke sind Personen, die für fremde Fehler und Probleme verantwortlich gemacht werden. Was tun, wenn Sie oder jemand anders zu einem Sündenbock gemacht werden soll?
Jeder hat es wohl schon getan – der eine mehr, der andere weniger. Manche machen es gewollt, andere eher unbewusst. Warum lästern und tratschen Menschen so häufig? Und ist das eine gute Idee? Und was tun?
Mit dem Clustering als Kreativitätstechnik und Werkzeug, sortieren Sie Ihre Gedanken, behalten den Überblick und entwickeln Ideen.
Die Grenzen der Wahrnehmung erweitern? Das Bestreben gibt es schon lange. Eine Zeitlang hoffte die Menschheit darauf jemand würde einen Trichter erfinden mit dem sich Wissen leichter erwerben lässt. Einfach einen Kanister Mathematik ins Gehirn einfüllen und weiter geht es. Ersetzen Pillen künftig umfangreiches Lernen?
Was sind die Big Five?
Menschen machen mitunter Dinge, die sie und andere schädigen, obwohl eine positive Absicht dahinter steckt. Was es zu beachten gibt.
Balanced Scorecard hat das Potenzial als Management-System immense Wirkung zu entfalten. Leider werden die Möglichkeiten in der Praxis selten genutzt, weil sie als Softwarelösung empfunden wird und nicht als Steuerungssystem.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026