Wie Sie mit Hilfe von Mind Mapping überzeugen und verhandeln

Wie Sie mit Hilfe von Mind Mapping überzeugen und verhandeln

Von sich und dem Angebot mittels Kreativitätstechniken - wie einem Mind Map - überzeugen

 

Überzeugen und verhandeln mit Hilfe von Mind Mapping

Mit Mind Mapping überzeugen und verhandeln

 

Bei Verhandlungen lohnt eine fundierte Vorbereitung und eines der wirkungsvollsten Werkzeuge dafür, ist das Mind Mapping. Hier erfahren Sie, wie Sie bei Ihren Verhandlungen von Mind Maps profitieren.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Überzeugen und verhandeln erfordert Überblick und Empathie

 

Wer andere Menschen anstecken, begeistern und schließlich überzeugen will, tut gut daran, sowohl die Zielgruppe als auch das Thema bestens zu kennen. Sie haben ein Angebot, dem Sie zum Erfolg verhelfen wollen? Dann profitieren Sie sowohl vom Überblick als auch relevanten Einblicken in das Denken der Zielgruppe. Wenn es uns gelingt, die verschiedenen Perspektiven einzunehmen, können wir auf einer viel breiteren und fundierteren Basis Entscheidungen treffen und gezielter kommunizieren. Gerade in Verhandlungssituationen bringt das eine Menge Vorteile mit sich. Da lohnt sich auch eine fundierte Vorbereitung und eines der wirkungsvollsten Werkzeuge dabei, ist das Mindmapping. Hier erfahren Sie, wie Sie bei Ihren Verhandlungen von Mindmaps profitieren.

Mindmapping

 

Ein hervorragendes Werkzeug für die Vorbereitung von Verhandlungen ist das Mindmapping – die Erstellung von Gedankenlandkarten.

Bevor es an die Überzeugungsarbeit geht, wird ein Mindmap erzeugt. Weshalb? Weil mancher vermeintliche Durchblick pure Augenwischerei ist. Je mehr wir persönlich beteiligt sind, desto wahrscheinlicher sind blinde Flecken. Ein Mindmap deckt sie auf. In ihm wird die gesamte Situation skizziert. Ausgehend vom zentralen Thema werden von dort aus Unterthemen, mit Assoziationen strahlenförmig auf Ästen und Zweigen dargestellt. Dabei geht es sowohl um Hauptgedanken und Nebengedanken, dem Detailgrad sind keine Grenzen gesetzt. Sie tauchen so tief in, wie Sie es für richtig halten. Mit relativ wenig Aufwand erreichen Sie schnell sehr viel Überblick und Einsicht.

Verhandlungen

So erhalten Sie den Überblick, erkennen die Zusammenhänge, Interessen, Verantwortlichkeiten, sowie bei näherem Hinsehen sonst unbeachtet bleibende Details. Gerade Verhandlungen unter Druck sorgen schnell für einen Tunnelblick, bei dem sonst wichtige Aspekte übersehen werden. Ein Mindmap hilft auch dabei.

Daraus folgen weitere Gedanken, die zunehmend konkreter werden, wie beispielsweise Arbeitsschritte, Zusammenhänge, Vorteile und Nachteile von Optionen, Zuständigkeiten. Zu den Hauptästen gehören die wesentlichen Ziele für die Angelegenheit. Dann folgen als Zweige die jeweiligen Argumente, Gegenargumente und Entkräftungen, Angebote etc. Dabei werden also auch die Perspektiven direkter und indirekt beteiligter Personen erkundet. Innerhalb kürzester Zeit sind Sie gut vorbereitet für den nächsten Schritt.

Beispiel

Verhandlungsvorbereitung mit Mind Mapping

Mind Map mit Gedanken zu Verhandlungen

Verhandlungsvorbereitung mit Mind Mapping

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Welche Techniken setzen Sie ein?

Artikel

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

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Gut verhandelt haben Sie erst dann, wenn Ihr Gegenüber in Zukunft wieder mit Ihnen verhandeln möchte.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Hast du ein Tagesmotto? Wer dem Tag ein Motto gibt, lebt aufmerksamer

Hast du ein Tagesmotto? Wer dem Tag ein Motto gibt, lebt aufmerksamer

Aufmerksam dem Leben mehr Tiefe verleihen
Wenn wird dem Leben schon nicht mehr Tage geben können, dann zumindest den Tagen mehr Leben.

Tagesmotto

 

Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt.
Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.

Aldous Huxley

 

Wenn wir dem Leben schon nicht mehr Tage geben können, dann zumindest den Tagen mehr Leben. Indem ich dem Tag ein Motto geben, widme ich mich einem besonderen Aspekt in entsprechender Tiefe.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ein Tagesmotto kann sehr bereichernd sein

 

Wenn wir dem Leben schon nicht mehr Tage geben können, dann zumindest den Tagen mehr Leben. Indem ich dem Tag ein Motto geben, widme ich mich einem besonderen Aspekt in entsprechender Tiefe. Ich finde das sehr bereichernd, und Sie?

Video

Intensiver leben (Persönlichkeitsentwicklung)

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Nutzen Sie Ihr persönliches Tagesmotto

 

Finden Sie heraus, was ein Tagesmotto für Sie tun kann. Wählen Sie für jeden Tag der kommenden Woche ein Motto, das Sie begleitet und an dem Sie sich während des Tages orientieren. Das Tagesmotto kann ein Zitat, ein selbsterdachter Leitspruch sein oder ein beliebiges Thema sein, dem Sie sich intensiver widmen wollen.

Ein gut gewähltes Tagesmotto animiert Sie zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit dem Thema. Es beeinflusst Ihr Denken und Handeln. Das wirkt sich positiv auf Ihren Tagesablauf aus, verändert und erweitert Ihre Perspektive auf sich und die Welt. Es wirkt wie eine Brille, die Ihren Blick auf bestimmte Aspekte lenkt.

Früher habe ich mir das Tagesmotto in meinen Papierkalender eingetragen und heute steht es bei mir im elektronischen Kalender. Zusätzlich schreibe ich es mir gerne auf einen Notizzettel, den ich an den Monitor hefte. So habe ich es immer wieder mal im Blickfeld.

Abends reflektiere ich gerne nochmals darauf, was mir zu dem Thema aufgefallen ist und was es für mich zu lernen gibt.

Ein Tagesmotto für die persönliche Weiterentwicklung?

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei Ihnen aus?
  • Unter welchen Umständen stimmen Sie der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in Ihrem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto Ihr Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo wollen Sie sich wie daran erinnern?

 

Bei Zitaten, an denen ich mich reibe, gibt es oft etwas Spezielles zu lernen.

 

  • Was lehnen Sie konkret an der Aussage ab?
  • Halten Sie die Aussage generell nicht für hilfreich oder nur für Sie persönlich ungeeignet?
  • Welcher Aspekt bietet sich für eine genauere Betrachtung an?

Das heutige Tagesmotto

 

Auf Wunsch veröffentliche ich nun ein Tagesmotto.
Sie finden die bisherigen Anregungen hier.

Umfrageergebnis

 

Ich habe mit einem Tagesmotto Erfahrungen gesammelt und …

%

... es hat mir gut getan.

%

... mir nicht genug gebracht.

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n=792)

P.S.

 

Habe ich Ihnen etwas Lust auf ein eigenes Tagesmotto gemacht? Oder haben Sie schon Erfahrungen damit gemacht?

Ergänzende Artikel

 

Wer dem Tag ein Motto gibt, lebt aufmerksamer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. August 2017
Überarbeitung: 31. März 2020
Englische Version:
AN: #23235
K: CNB
Ü:

Paradisszenarien in Reden und Präsentationen

Paradisszenarien in Reden und Präsentationen

Tipps für Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Paradisszenario

Paradiesszenario

 

Während ein Horrorszenario zu vermeidende Zustande beschreibt, erkundet ein Paradiesszenario wünschenswerte Zustände. Ein Paradiesszenario motiviert durch die positiven Aspekte. Allerdings lassen sich nicht alle Menschen mit lockenden Szenarien aktivieren, manche machen sich erst auf den Weg, wenn es wehtut.

Paradisszenario

Paradiesszenarien in Reden und Präsentationen

 

Paradies-Szenarien in Reden und Präsentationen dienen dazu, eine positive und ideale Zukunft zu skizzieren, die das Publikum motiviert und inspiriert. Diese Szenarien sind kraftvolle rhetorische Werkzeuge, die mehrere Funktionen erfüllen.

1. Motivation und Inspiration

Paradies-Szenarien schaffen ein attraktives Bild der Zukunft, das das Publikum begeistert und zum Handeln motiviert. Sie zeigen, was möglich ist und regen dazu an, sich für dieses Ziel einzusetzen.

2. Vision und Zielsetzung

Sie helfen, eine klare Vision zu formulieren und konkrete Ziele zu setzen. Indem ein erstrebenswertes Endbild dargestellt wird, wird die Richtung vorgegeben, in die man arbeiten sollte.

3. Emotionales Engagement

Solche Szenarien sprechen die Emotionen des Publikums an, was die Botschaft einprägsamer und wirkungsvoller macht. Ein emotional involviertes Publikum ist eher bereit, die präsentierten Ideen zu unterstützen.

4. Kontraste schaffen

Durch den Vergleich des aktuellen Zustands mit dem paradiesischen Zukunftsbild wird der Kontrast deutlich gemacht. Dies kann die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Veränderungen unterstreichen.

5. Positive Assoziationen

Paradies-Szenarien erzeugen positive Assoziationen und optimistische Einstellungen. Sie können helfen, Ängste und Widerstände gegenüber Veränderungen abzubauen.

6. Kreativität und Innovation fördern

Indem sie eine ideale Zukunft imaginieren, regen Paradies-Szenarien dazu an, kreativ zu denken und innovative Lösungen zu entwickeln, um dieses Bild zu realisieren.

7. Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl stärken

Wenn ein gemeinsames, positives Ziel vorgestellt wird, kann dies das Gemeinschaftsgefühl stärken und dazu beitragen, dass sich das Publikum als Teil eines größeren Ganzen fühlt.

8. Langfristige Perspektive

Solche Szenarien ermutigen, über kurzfristige Herausforderungen hinauszudenken und langfristige, nachhaltige Ziele zu verfolgen.

Ein Beispiel für den Einsatz eines Paradies-Szenarios könnte in einer Rede über Umwelt- und Klimaschutz liegen, in der ein Bild einer zukünftigen, nachhaltigen Welt gezeichnet wird, in der erneuerbare Energien dominieren, die Natur geschützt ist und die Menschen in Harmonie mit ihrer Umwelt leben.

 

Fazit

Paradies-Szenarien sollten jedoch realistisch und erreichbar erscheinen, um glaubwürdig zu sein. Sie sollten auf klaren, nachvollziehbaren Schritten basieren, die das Publikum als machbar und sinnvoll empfindet. So wird aus einem idealisierten Bild eine motivierende und handlungsanleitende Vision.

P.S.

 

Wie lassen Sie sich eher motivieren, durch ein Horrorszenario, also Vermeidung, oder ein Zielszenario, also Belohnung?

Artikel zu Reden und Präsentationen

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KI perfektioniert Bilder, Texte und Präsentationen. Umso wertvoller werden glaubwürdige Präsentationen und Gespräche, die Kompetenz erlebbar machen.

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Glaubwürdigkeit: Walk your Talk oder Wasser predigen und Wein saufen?

Walk your Talk oder Wasser predigen und Wein saufen?

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?
Walk your Talk oder Wasser predigen und Wein saufen?

Glaubwürdigkeit

 

Ist es erforderlich, zu leben, was wir vermitteln wollen? Gibt es Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Gedanken, Worte und Handlungen

 

Die Handlungen der Menschen sind die besten Interpreten ihrer Gedanken.

James Joyce

 

Kommunikation beinhaltet viele Gelegenheiten für Missverständnisse. Das macht den Austausch von Ideen und Angeboten schon von Hause aus nicht unbedingt leichter. Allerdings meint auch nicht jeder Sprecher, was er sagt. Allzu oft werden absichtlich oder leichtfertig Dinge behauptet, die dann nicht gehalten werden.

Vertrauen ist ein erlerntes Verhalten, es ist der Kit, der vertrauensvolle Beziehungen ermöglicht. Private genauso wie professionelle. Fehlt dieses Vertrauen, wird vieles komplizierter. Botschaften werden dann nur noch zögerlich oder gar nicht mehr in Betracht gezogen, wenn zu oft schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Die Menschen werden unempfindlicher und wollen sich durch entsprechende Filter schützen. So wird dem Gesagten nicht mehr das volle Vertrauen entgegengebracht. Manchmal geschieht es zu Recht und manchmal ist es schade, weil es ehrlich gemeint war.

Wer Wert darauf legt, auch zukünftig gehört zu werden und Vertrauen zu genießen, tut gut daran, eigenen Worten auch konkrete Taten folgen zu lassen. Überhaupt hilft es das auch selbst zu leben, was gepredigt wird. Wasser zu predigen und Wein zu saufen ist auch auf viele andere Weise möglich und schadet der eigenen Glaubwürdigkeit.

 

 

 

Definition Glaubwürdigkeit

 

Glaubwürdigkeit (in Englisch Credibility) ist ein Maß der Bereitschaft, die Aussage einer anderen Person als gültig zu akzeptieren. Nur, wenn das ausreichend gegeben ist, wird der Person und ihren Handlungen Glauben geschenkt. Glaubwürdigkeit ist eine zugeschriebene attributionale, also verliehene Eigenschaft.

Video

Kommt!

Walk your Talk oder Wasser predigen und Wein saufen?

 

Behaupten lässt sich viel — und das ist deswegen auch eher die Regel als die Ausnahme. Nicht nur bei Werbebotschaften wird von vornherein davon ausgegangen, dass Versprechungen schmückendes Beiwerk sind und keine ernsthafte Aussage. Also wird immer höher und höher gestapelt — schwindelerregend hoch. Dass es dann mächtig wackelt, wundert niemanden ernsthaft, es ist eingepreist.

Wolkenkuckucksheim? Von der Theorie in die Praxis. Wer seine Botschaft lebt, zeigt auch, dass es möglich ist und hoffentlich auch mit Freude verbunden ist. Wer zu asketisch unterwegs ist, wirbt so zumindest nicht damit, dass es einen Beitrag für ein erfüllendes Leben liefert, der Botschaft zu entsprechen.

Ich liebe meine Berufung. Mit dem Rad zum Termin? Das hilft beim Denken. Flüge mitten in der Nacht mag ich weniger, die Gespräche, die sie mir ermöglichen schon. Schließlich geht es bei meiner Arbeit um Themen, die auf die eine oder andere Weise jeden Menschen betreffen, der sich entwickeln möchte. So profitiere ich selbst von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Unternehmen, Persönlichkeiten und Themen. Nein, deswegen verzichte ich trotzdem nicht auf mein Honorar. Schließlich profitieren davon ja alle Beteiligten.

Ein Teilnehmer stellte mir die Frage, wie ich selbst zu den Dingen stehe, die ich sage und schreibe. Die Antwort darauf gebe ich in einem Video auf YouTube™ (Externer Link). Der Titel: Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?

Umfrageergebnis

 

Glaubwürdigkeit erfordert selbst den eigenen Ansprüchen gerecht zu sein.

 

%

Stimmt

%

Stimmt nicht

%

Stimmt nur bedingt

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 901)

Wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?

 

Man erzieht durch das, was man sagt,
mehr noch durch das, was man tut,
am meisten durch das, was man ist.

Ignatius von Antiochia

 

Unsere Glaubwürdigkeit steht und fällt mit der Übereinstimmung unserer Gedanken, Worte und Handlungen. Wer sein Wort bricht, verliert seine Glaubwürdigkeit. Ja, ist die Glaubwürdigkeit einmal zerstört, dann ist es schwer, sie wiederherzustellen. „Walk your talk“ nennen die US-Amerikaner das, was so viel wie „Bleib auf dem Weg. Tue, was du predigst.“ Genau darum geht es beim Thema Glaubwürdigkeit.

 

Den Glauben an etwas kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.

Fazit

 

Der Appell dieses Artikels: Leben Sie, was und wie Sie anderen Menschen schmackhaft machen wollen. Hoch lebe dabei der kategorische Imperativ!

 

 

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Wie stehst du zum Thema Walk your Talk?

Walk your talk

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Juli 2017
Überarbeitung: 18. Oktober 2019
AN: #43414
K:
Ü:

Wort halten oder ist Zuverlässigkeit nicht mehr zeitgemäß?

Wort halten oder ist Zuverlässigkeit nicht mehr zeitgemäß?

Die eigene Zuverlässigkeit lernt man erst schätzen, wenn man sich auf andere Menschen verlassen muss.
Zuverlässigkeit

Ist Zuverlässigkeit noch zeitgemäß?

 

Gedanken zur Zuverlässigkeit: Wozu ist sie gut, was hält uns davon ab, weshalb brauchen wir mehr davon. Zusammenarbeit erfordert Zuverlässigkeit. Wer gut mit anderen Menschen zurechtkommen will, ist zuverlässig. Oder ist das der Schnee von gestern?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Zuverlässigkeit

 

Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke.

Marc Aurel

 

Die trockene Definition: Zuverlässigkeit ist die Verlässlichkeit von vertrauenswürdigen Personen, Gegenständen oder Materialien, weil sie sich als sicher erwiesen haben und Versprechungen erfüllen.

Wie wäre es mit ein paar weiteren Gedanken zur Zuverlässigkeit und ihrem Beitrag?

Video

https://youtu.be/TXDvyGzxlk0

Hinweise auf Unzuverlässigkeit

 

  • Aufschieberitis
  • Bummelei
  • Gleichgültigkeit
  • Leichtfertigkeit
  • Nachlässigkeit
  • Oberflächlichkeit
  • Undiszipliniertheit
  • Unpünktlichkeit
  • Unentschlossenheit

 

Hinweise auf Zuverlässigkeit

 

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer
  • Entschlussfähigkeit
  • Genauigkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Gründlichkeit
  • Hartnäckigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Ordnungssinn
  • Pflichtbewusstsein
  • Pünktlichkeit
  • Respekt

Gesagt, getan!

 

Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sich alles beherrschen.

Lü Bu We

 

Nur eine harmlose Nebenwirkung? Wer auf Zuverlässigkeit verzichtet, setzt so auch die Selbstachtung auf das Spiel. Nur wer zuverlässig ist, kann sich auch selbst vertrauen. Gesagt, getan! Auf Ihrer Zuverlässigkeit gründet sich auch Ihre Selbstzufriedenheit. Mangelt es daran, fühlen Sie sich schuldig und werden unsicher. Doch sobald Sie verinnerlicht haben, dass Ihre getroffenen Entscheidungen Substanz haben, wird aus GESAGT auch GETAN und das macht das Leben leichter. Denn so können Sie sich selbst vertrauen.

 

 

 

Zuverlässigkeit und Beziehungen

 

Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann, dürfen sich nicht wundern, wenn sie verlassen werden. Ohne Zuverlässigkeit sind die besten Fähigkeiten nicht viel wert. Wenn man auf nichts mehr zählen kann, muss man mit allem rechnen, meinte der französische Schriftsteller Jules Renard. Ohne Zuverlässigkeit lässt sich nur auf wackligem Grund bauen. Das sind keine guten Voraussetzungen.

Die Zuverlässigkeit lernen viele erst schätzen, wenn sie sich auf andere Menschen verlassen muss. Für viele Menschen kommt das Wort „zuverlässig“ von „verlassen“, und wer sich auf unzuverlässige Menschen verlässt, ist verlassen. In einer Welt, in der wir auf Kooperation mit anderen Menschen angewiesen sind, richtet Unzuverlässigkeit einigen Schaden an. Nicht nur das Ergebnis enttäuscht, auch Beziehungen bekommen blaue Flecken oder kommen schließlich zu einem Ende.

Unzuverlässigkeit führt zu Stress, Frust, Ärger, finanziellen Schäden, Verzögerungen und vor allem zu Vertrauensverlust. Unzuverlässigkeit macht die Welt komplizierter als nötig. Unzuverlässigkeit führt in einen Teufelskreis. Unzuverlässigkeit führt zu mehr Unzuverlässigkeit. Wer sich für kurzfristigen Vorteil auf sie einlässt, hat bald das Nachsehen. Deshalb ist die Zuverlässigkeit ein besonders wichtiger Wert, denn die Zuverlässigkeit des einen, beeinflusst das Leben des anderen.

 

 

 

Belohnung

 

Zuverlässigkeit macht unser Leben leichter. Braucht es mehr Begründung? Anscheinend schon, denn dieses Argument hat offensichtlich nicht genug Zugkraft. Die Unzuverlässigkeit grassiert in vielen Bereichen, in der Arbeitswelt und auch im Privaten.

Es zeigt sich leider zu oft; zum Spaß treffen sich viele – wenn es ernst wird, ist man allein. Zuverlässige Menschen genießen deshalb große Wertschätzung. Ihnen wird vertraut, weil sich gezeigt hat, dass solches Vertrauen gerechtfertigt ist. Und es lohnt sich für alle Beteiligten auf vielerlei Weise. Die wichtigsten Aufgaben werden nun mal den zuverlässigsten Menschen anvertraut. Jenen, die ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl besitzen und die nötigen Herausforderungen angehen.

 

 

 

Von wegen: Ich bin, wie ich bin!

 

Von wegen; Schluss mit Ausreden und Entschuldigungen. Zuverlässigkeit erfordert keine genetischen Voraussetzungen. Zuverlässigkeit ist in erster Linie eine Frage der Gewohnheit und damit der Selbstdisziplin. Wem es beispielsweise an Organisation fehlt, der kann das durch ein geeignetes Zeitmanagement und Routinen verbessern. Schon kleine Schritte haben große Wirkung. Wer im Kleinen nicht zuverlässig handeln kann, der wird es im Großen kaum besser machen. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. So steht es schon eine Weile im Lukas-Evangelium der Bibel. Also ist das Thema weder neu, noch bärtig, denn auch heute ist es ein häufiges Thema im Coaching und der Selbsthilfeliteratur. Was es wirklich erfordert, ist die Entscheidung, sich weiterzuentwickeln. Dann trainieren Sie Ihre Zuverlässigkeit. Und falls Sie einen Trainer wünschen…

Synonyme

 

Arbeitsethos, Fehlerfreiheit, Genauigkeit, Gewissen, Gewissenhaftigkeit, Korrektheit, Pflichteifer, Präzision, Richtigkeit, Pflichtgefühl, Pflichttreue, Sorgfalt, Sekurität, Sicherheit, Sekurität, Sicherheit, Treue, Ungefährlichkeit, Verantwortlichkeit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verantwortungsgefühl

Ursprung des Wortes

 

Der Begriff Zuverlässigkeit setzt sich zusammen aus den Worten „zu“ und „Verlass“. Somit besteht es aus dem mittelhochdeutsch „ze“ oder „zuo“ beziehungsweise dem althochdeutschem „zuo“, „zi“, „za“ sowie dem mittelhochdeutsch Wort „verlāʒen“ beziehungsweise dem althochdeutschen Wort „farlāʒan“ = entlassen, erlassen, fahren lassen, loslassen, überlassen, übergeben, übrig lassen, hinterlassen, unterlassen, preisgeben, verzeihen, zulassen.

Umfrageergebnis

 

Zuverlässigkeit ist heutzutage …

%

Glückssache

%

eine Selbstverständlichkeit

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n=917)

P.S.

 

Wort halten oder ist Zuverlässigkeit nicht mehr zeitgemäß?

Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke. Marc Aurel

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

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Geistige Werte müssen uns ansprechen wie Könige. Sie dürfen nicht aufgedrängt werden. Arthur Schopenhauer

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2012
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #25378
K:
Ü:X

NLP – Neurolinguistisches Programmieren: Nutzen, Grenzen und Methoden

NLP – Neurolinguistisches Programmieren

Nutzen, Grenzen und Methoden
NLP - Neurolinguistisches Programmieren: Richard Bandler und Karsten Noack

NLP – Neurolinguistisches Programmieren: Was davon heute noch hilfreich ist

 

NLP hat mich über viele Jahre begleitet.

Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, zahlreiche Modelle und Methoden kennengelernt und manches davon in meine Arbeit integriert.

Heute sehe ich NLP differenzierter als früher.

Einige Gedanken halte ich weiterhin für ausgesprochen nützlich.

Andere Aussagen erscheinen mir zu weitreichend.

Und bei manchen Versprechen lohnt sich ein kritischer Blick.

Deshalb soll dieser Beitrag weder Werbung für NLP sein noch eine Abrechnung damit.

Mich interessiert eine praktischere Frage:

Was davon hilft tatsächlich dabei, klarer zu kommunizieren, flexibler zu denken und bewusster zu handeln?

 

 

 

Was bedeutet NLP?

 

NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren.

Der Ansatz entstand in den 1970er-Jahren und wird vor allem mit Richard Bandler und John Grinder verbunden. Auch Frank Pucelik gehörte zur frühen Entwicklungsgeschichte.

Ausgangspunkt war unter anderem die Frage:

Was machen Menschen, die in Kommunikation und Veränderungsarbeit besonders erfolgreich erscheinen?

Dazu wurden beispielsweise Arbeitsweisen von Virginia Satir, Fritz Perls und Milton H. Erickson untersucht und modelliert.

Aus diesen Beobachtungen entstanden verschiedene Kommunikationsmodelle und Veränderungstechniken, die später unter dem Begriff NLP zusammengefasst wurden.

 

 

 

Neuro, linguistisch, programmieren

 

Der Name klingt wissenschaftlicher, als er verstanden werden sollte.

 

Neuro

Gemeint ist die Vorstellung, dass Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten mit unseren neurologischen Prozessen verbunden sind.

Das ist als allgemeiner Gedanke selbstverständlich.

Daraus folgt jedoch keineswegs automatisch, dass die spezifischen Erklärungsmodelle des NLP neurowissenschaftlich belegt sind.

 

 

Linguistisch

Sprache beeinflusst, wie wir Erfahrungen beschreiben, ordnen und miteinander teilen.

Welche Fragen wir stellen, welche Begriffe wir verwenden und wie wir Situationen beschreiben, kann unser Denken beeinflussen.

Dieser Bereich ist für meine heutige Arbeit weiterhin besonders interessant.

 

 

Programmieren

Dieser Teil des Namens gefällt mir heute am wenigsten.

Menschen sind keine Computerprogramme.

Verhalten lässt sich selten einfach umprogrammieren.

Wir können jedoch Gewohnheiten erkennen, Perspektiven erweitern, neue Reaktionsmöglichkeiten entwickeln und hilfreiche Verhaltensweisen einüben.

Das beschreibt für mich wesentlich besser, worum es gehen kann.

 

 

 

Die Landkarte ist nicht das Gebiet

 

Einer der bekanntesten Gedanken im Umfeld des NLP lautet sinngemäß:

Unsere Vorstellung von der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit selbst.

Wir erleben Situationen durch unsere Erfahrungen, Erwartungen, Werte, Aufmerksamkeit und Interpretationen.

Zwei Menschen können dasselbe Gespräch erleben und anschließend sehr unterschiedliche Geschichten darüber erzählen.

Das macht einen wichtigen Unterschied.

Wenn ich meine Interpretation für die einzig mögliche Wirklichkeit halte, wird Kommunikation schnell schwierig.

Wenn ich erkenne:

Das ist meine derzeitige Landkarte

entsteht Raum für Fragen.

Was hat der andere wahrgenommen?

Welche Information fehlt mir?

Welche andere Erklärung wäre möglich?

Was interpretiere ich gerade?

Dieser Gedanke ist weit über NLP hinaus wertvoll.

 

 

 

Menschen reagieren auf Bedeutungen

 

Stell dir vor, jemand antwortet mehrere Stunden nicht auf deine Nachricht.

Das ist zunächst eine Beobachtung.

Dann beginnt Interpretation.

„Er ignoriert mich.“

„Sie ist verärgert.“

„Ich habe etwas falsch gemacht.“

„Das ist respektlos.“

Oder:

„Vermutlich hat sie gerade viel zu tun.“

Dasselbe Ereignis.

Unterschiedliche Bedeutungen.

Und unterschiedliche emotionale Reaktionen.

Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:

Was ist tatsächlich geschehen – und welche Bedeutung gebe ich dem Geschehen?

Diese Trennung gehört für mich zu den wertvollsten Werkzeugen guter Selbstreflexion und Kommunikation.

 

 

 

Präziser fragen statt Gedanken lesen

 

Ein weiterer Bereich, den ich weiterhin nützlich finde, ist die Aufmerksamkeit für Sprache.

Menschen sagen beispielsweise:

„Das funktioniert niemals.“

„Alle erwarten das von mir.“

„Ich muss das tun.“

„Er respektiert mich nicht.“

„So etwas kann ich einfach nicht.“

Solche Aussagen enthalten häufig Verallgemeinerungen, Interpretationen oder ausgelassene Informationen.

Dann helfen Fragen.

„Niemals? Was ist bisher konkret geschehen?“

„Wer genau erwartet das?“

„Was würde geschehen, wenn du es anders machst?“

„Woran erkennst du fehlenden Respekt?“

„In welchen Situationen gelingt es dir bereits besser?“

Solche Fragen können aus einer scheinbar feststehenden Wirklichkeit wieder etwas Prüfbares machen.

Das ist für mich wesentlich interessanter als irgendein Etikett für die Technik.

 

 

 

Reframing: Eine andere Perspektive prüfen

 

Auch Reframing gehört zu den bekannten NLP-Begriffen.

Gemeint ist ein Wechsel des Bezugsrahmens.

Ein Beispiel:

„Ich bin viel zu kritisch.“

Vielleicht.

Vielleicht besitzt du gleichzeitig eine ausgeprägte Fähigkeit, Risiken und Schwachstellen zu erkennen.

Dann lautet die Frage weniger:

Ist diese Eigenschaft gut oder schlecht?

Sondern:

In welchem Kontext hilft sie – und wo braucht sie Ergänzung?

Reframing bedeutet für mich keineswegs, Schwierigkeiten schönzureden.

Es bedeutet:

Eine Situation aus mehr als einem Blickwinkel betrachten zu können.

Das erweitert den Handlungsspielraum.

 

 

Rapport: Beziehung lässt sich fördern

 

Ein weiterer bekannter NLP-Begriff ist Rapport.

Gemeint ist eine gute zwischenmenschliche Verbindung.

Auch hier wurden im NLP zahlreiche Techniken beschrieben.

Für mich ist heute der grundlegende Gedanke wichtiger als technische Anweisungen:

Menschen kommunizieren besser miteinander, wenn sie sich wahrgenommen und respektiert fühlen.

Dazu gehören:

aufmerksames Zuhören,

echtes Interesse,

angemessene Sprache,

Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven,

und die Bereitschaft, sich auf das Gegenüber einzustellen.

Rapport ist für mich deshalb weniger eine Technik, mit der jemand beeinflusst wird.

Er ist die Qualität einer Beziehung, in der Kommunikation leichter möglich wird.

 

 

 

Ziele klären

 

NLP hat traditionell großen Wert auf Zielarbeit gelegt.

Auch diesen Gedanken halte ich grundsätzlich für hilfreich.

Allerdings reicht ein positiv formuliertes Ziel kaum aus.

Bei wichtigen Entscheidungen interessieren mich heute zusätzliche Fragen:

Was möchtest du erreichen?

Warum ist dir das wichtig?

Was verändert sich dadurch?

Welche Nebenwirkungen könnte das Ziel haben?

Was müsstest du dafür aufgeben?

Passt das Ziel zu deinen Werten?

Und:

Ist es überhaupt dein Ziel?

Manchmal arbeiten Menschen ausgesprochen konsequent an Zielen, die sie bei genauerer Betrachtung kaum noch erreichen möchten.

Dann ist mehr Motivation selten die beste Lösung.

Mehr Klarheit schon eher.

 

 

 

Flexibilität statt der einen richtigen Reaktion

 

Ein weiterer Gedanke aus dem NLP gefällt mir weiterhin:

Wenn eine Strategie kaum funktioniert, erweitere deine Möglichkeiten.

Menschen entwickeln bevorzugte Reaktionen.

Manche argumentieren stärker.

Andere ziehen sich zurück.

Manche passen sich an.

Andere erhöhen den Druck.

Solche Strategien können in bestimmten Situationen hervorragend funktionieren.

Schwierig wird es, wenn wir ausschließlich diese eine Möglichkeit besitzen.

Deshalb lautet eine hilfreiche Frage:

Was könnte ich außerdem tun?

Vielleicht:

fragen statt erklären.

zuhören statt argumentieren.

eine Pause machen.

eine Grenze setzen.

Humor einsetzen.

einen Konflikt offen benennen.

oder die Situation verlassen.

Souveränität zeigt sich häufig weniger darin, immer richtig zu reagieren.

Sie zeigt sich in der Fähigkeit, zwischen mehreren angemessenen Reaktionen wählen zu können.

 

 

 

Modellieren: Was machen Menschen, die etwas gut können?

 

Auch der Gedanke des Modellierens bleibt interessant.

Wenn jemand etwas ausgesprochen gut kann, können wir untersuchen:

Was genau macht diese Person?

Worauf achtet sie?

Wie bereitet sie sich vor?

Welche Entscheidungen trifft sie?

Welche Fähigkeiten hat sie entwickelt?

Wie reagiert sie auf Schwierigkeiten?

Das nutze ich beispielsweise bei Kommunikation und Präsentationen.

Dabei reicht es kaum, sichtbares Verhalten einfach zu kopieren.

Was bei einer Person hervorragend funktioniert, kann bei einer anderen künstlich wirken.

Deshalb lautet die bessere Frage:

Welches Prinzip steckt hinter dem erfolgreichen Verhalten – und wie kann ich es auf meine Weise nutzen?

 

 

 

Ankern und Chaining

 

Auch Begriffe wie Ankern und Chaining beziehungsweise Ankerverkettung stammen aus dem NLP.

Beim Ankern wird versucht, einen bestimmten Reiz mit einem inneren Zustand zu verbinden.

Beim Chaining werden mehrere solcher Zustände beziehungsweise Reaktionen gedanklich miteinander verbunden.

Diese Modelle wurden im NLP teilweise mit sehr weitreichenden Wirkungsannahmen versehen.

Ich würde sie heute wesentlich nüchterner betrachten.

Menschen entwickeln selbstverständlich Assoziationen.

Musik kann Erinnerungen auslösen.

Ein Geruch kann uns innerhalb von Sekunden in eine frühere Situation versetzen.

Ein bestimmter Ort kann Ruhe oder Anspannung hervorrufen.

Solche Lern- und Assoziationsprozesse sind real.

Für die praktische Arbeit interessiert mich deshalb weniger das NLP-Etikett.

Interessanter ist:

Welche Reize, Gewohnheiten und inneren Prozesse beeinflussen einen Menschen – und welche davon lassen sich sinnvoll verändern?

 

 

 

NLP und Kommunikation

 

Besonders viele NLP-Ideen wurden im Bereich Kommunikation populär.

Zum Beispiel:

genauer zuhören,

sprachliche Verallgemeinerungen erkennen,

gute Fragen stellen,

Perspektiven wechseln,

Beziehungen gestalten,

Ziele klären,

Metaphern nutzen,

und die eigene Kommunikation flexibel anpassen.

Vieles davon findet sich ebenso in anderen Kommunikations-, psychologischen und therapeutischen Ansätzen.

Das ist für mich heute ein wichtiger Punkt.

Eine hilfreiche Idee wird weder besser noch schlechter, weil sie NLP genannt wird.

Entscheidend ist:

Ist sie plausibel?

Ist sie ethisch vertretbar?

Passt sie zum Menschen?

Ist sie für das konkrete Anliegen hilfreich?

Und wo erforderlich:

Wie gut ist sie wissenschaftlich abgesichert?

 

 

 

NLP und Körpersprache

 

Hier lohnt sich besondere Vorsicht.

Im Umfeld des NLP wurden teilweise sehr konkrete Zusammenhänge zwischen Blickrichtungen, Körpersprache, inneren Prozessen und Wahrheitsgehalt behauptet.

Solche einfachen Zuordnungen halte ich für problematisch.

Ein Mensch schaut nach links.

Was bedeutet das?

Vielleicht denkt er nach.

Vielleicht erinnert er sich.

Vielleicht lenkt ihn dort etwas ab.

Vielleicht ist das schlicht seine Gewohnheit.

Körpersprache liefert wertvolle Informationen.

Einzelne Signale sind jedoch selten eindeutige Übersetzungen innerer Vorgänge.

Deshalb arbeite ich lieber mit:

Kontext,

Veränderungen,

Mustern,

Beobachtung

und guten Fragen.

 

 

 

NLP ist keine Gedankenlesetechnik

 

Das ist mir wichtig.

Seriöse Kommunikation braucht keine Behauptung, man könne anhand bestimmter Signale zuverlässig erkennen, was ein Mensch denkt.

Wir können Hypothesen bilden.

Wir können aufmerksam beobachten.

Wir können Veränderungen bemerken.

Und dann können wir fragen.

Neugier ist häufig zuverlässiger als vermeintliche Menschenkenntnis.

 

 

 

NLP und Manipulation

 

NLP hat auch den Ruf bekommen, Menschen manipulieren zu können.

Manche Bücher und Seminare haben diesen Eindruck aktiv gefördert.

Versprochen wurden Formulierungen und Techniken, mit denen andere Menschen beinahe unbemerkt beeinflusst werden könnten.

Davon halte ich wenig.

Natürlich beeinflussen Menschen einander.

Jede Argumentation möchte etwas bewirken.

Jede Präsentation lenkt Aufmerksamkeit.

Jede Frage setzt einen Rahmen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

Beeinflusse ich?

Sondern:

Wie gehe ich mit meinem Einfluss um?

Respektiere ich die Entscheidungsfreiheit des anderen?

Bin ich transparent?

Vertrete ich meine Interessen offen?

Oder versuche ich, psychologische Mechanismen gegen die Interessen meines Gegenübers einzusetzen?

Für mich ist das vor allem eine Frage der Haltung.

 

 

 

Wie wissenschaftlich ist NLP?

 

Hier lohnt sich eine klare Antwort.

NLP wird seit Jahrzehnten in Coaching, Training, Kommunikation und teilweise auch im therapeutischen Umfeld eingesetzt.

Die wissenschaftliche Absicherung weitreichender NLP-Wirkungsversprechen ist jedoch begrenzt.

Insbesondere sollte aus der Bezeichnung „neurolinguistisch“ keineswegs geschlossen werden, NLP sei eine neurowissenschaftlich bestätigte Theorie menschlichen Denkens.

Das ist es nicht.

Einige unter dem NLP-Dach verwendete Gedanken überschneiden sich mit allgemein bekannten psychologischen, kommunikativen oder lerntheoretischen Prinzipien.

Andere spezifische Behauptungen sind wissenschaftlich deutlich schwächer abgesichert.

Deshalb halte ich eine differenzierte Haltung für angemessen:

Nützliche Gedanken prüfen und nutzen. Große Wirkungsversprechen kritisch betrachten.

 

 

 

Warum ich mich heute weniger über Methoden definiere

 

Im Laufe vieler Berufsjahre sammelt man Methoden.

Kommunikationsmodelle.

Coachingansätze.

psychologische Konzepte.

Hypnotherapeutische Verfahren.

Werkzeuge zur Entscheidungsfindung.

Erfahrungen aus Beratung und Unternehmenspraxis.

Irgendwann wird eine andere Frage wichtiger:

Was braucht dieser konkrete Mensch in dieser konkreten Situation?

Deshalb definiere ich meine Arbeit heute weniger über eine einzelne Methodenschule.

Eine Methode ist ein Werkzeug.

Sie ist kein Selbstzweck.

Wenn ein NLP-Modell hilfreich ist, kann ein Gedanke daraus einfließen.

Wenn ein anderes Vorgehen besser passt, nutze ich dieses.

Entscheidend ist der Mensch und sein Anliegen.

 

 

 

Was ich vom NLP behalten habe

 

Wenn ich meine heutige Sicht verdichte, bleiben einige Gedanken, die ich weiterhin wertvoll finde:

Die eigene Wahrnehmung ist eine Perspektive – nicht die gesamte Wirklichkeit.

Gute Fragen können festgefahrenes Denken öffnen.

Sprache beeinflusst, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Mehr Verhaltensmöglichkeiten erhöhen unseren Handlungsspielraum.

Andere Perspektiven können eine Situation verändern.

Gute Kommunikation braucht Beziehung und Aufmerksamkeit.

Erfolgreiches Verhalten lässt sich untersuchen und daraus lässt sich lernen.

Und vielleicht am wichtigsten:

Wenn etwas kaum funktioniert, lohnt es sich, etwas anderes auszuprobieren.

Dafür brauche ich heute das Etikett NLP kaum noch.

Die Gedanken dürfen trotzdem ihren Wert behalten.

 

 

 

Methodenkompetenz braucht Urteilskraft

 

Eine Methode kann hilfreich sein.

Sie kann gleichzeitig im falschen Moment vollkommen ungeeignet sein.

Deshalb interessiert mich heute stärker als die Frage:

„Welche Technik kann ich anwenden?“

die Frage:

„Was ist hier eigentlich los?“

Was braucht dieser Mensch?

Was ist das Ziel?

Welche Annahmen stimmen?

Was wurde übersehen?

Welche Konsequenzen hat eine Intervention?

Wo liegen Grenzen?

Und welche Vorgehensweise passt zu diesem Kontext?

Je größer der Werkzeugkasten wird, desto wichtiger wird diese Urteilskraft.

 

 

 

Fazit: NLP als Werkzeugkasten statt Weltanschauung

 

NLP hat viele Menschen für Sprache, Wahrnehmung, Ziele, Kommunikation und Veränderungsmöglichkeiten sensibilisiert.

Einige Modelle können interessante Denk- und Gesprächswerkzeuge liefern.

Andere Behauptungen verdienen kritische Distanz.

Für mich ist deshalb weder Begeisterung noch pauschale Ablehnung besonders hilfreich.

Ich bevorzuge einen pragmatischen Umgang:

Was ist hilfreich?

Was ist plausibel?

Was ist gut belegt?

Was passt zu diesem Menschen und dieser Situation?

Und was erweitert tatsächlich den Handlungsspielraum?

Methoden kommen und gehen.

Bezeichnungen verändern sich.

Am Ende zählt etwas anderes:

klarer wahrnehmen, besser verstehen, bewusster entscheiden und angemessener handeln.

NLP und Rhetorik in Gesprächen, Reden und Präsentationen

 

Manche Menschen mögen mit einer besonderen Gabe gesegnet zu sein. Solche Menschen finden selbst in heiklen Situationen die passenden Worte und Gesten, argumentieren schlagfertig und überzeugen. Die meisten Redner benötigen dafür die entsprechenden Techniken und Übung. Einige der Werkzeuge bietet das NLP.

Sprache ist schon in der Bezeichnung NLP als L für Linguistik enthalten. Neben der Sprache – als Bestandteil von Gesprächen, Reden und Präsentationen – hinaus, liefert NLP weitere hilfreiche Beiträge für Redner.

Beispiele für Themen, bei denen NLP Reden und Präsentationen bereichert:

  • Aktivieren und Ankern von Zuständen
  • Ausstrahlung
  • Blickkontakt
  • Durchsetzungsvermögen
  • Einsatz der eigenen Körpersprache (Körpersprache, Gestik, Mimik, Stimme, Rhythmus, Atmung)
  • Fragetechniken
  • Fremdwahrnehmung
  • Gedächtnistechniken für die Verinnerlichung der Rede
  • Geschichten
  • Gesprächsatmosphäre
  • Gesprächsführung
  • Pacing und Leading
  • Überzeugungskraft als Redner durch Auflösung einschränkender Überzeugung und Förderung hilfreicher.
  • Modellieren erfolgreicher Redner
  • Manipulation erkennen
  • Metamodell der Sprache
  • Metaphern
  • Miltonmodell
  • Umgang mit unbewussten Signalen
  • Reframing
  • Schlagfertigkeit
  • Selbstsicherheit
  • Selbstwahrnehmung
  • Sinne und Präsentationstechniken
  • Sprachmodelle
  • Strategien
  • Rapport: Förderung der Beziehung zum Publikum
  • Umgang mit Störungen
  • Lesen der Körpersprache des Publikums
  • Zustandsmanagement statt Lampenfieber

 

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet NLP?

NLP steht für „Neuro-Linguistisches Programmieren“. Es ist eine Sammlung von Techniken und Konzepten, die darauf abzielen, die Art und Weise zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet und wie diese Informationen dazu beitragen, Verhaltensmuster und Ergebnisse zu beeinflussen.

Wer hat mit der Entwicklung von NLP begonnen?

NLP wurde in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt und basiert auf der Annahme, dass Veränderungen im Verhalten und in den Ergebnissen durch Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen ihre Gedanken und Gefühle wahrnehmen und verarbeiten, erreicht werden können. Es umfasst verschiedene Techniken und Werkzeuge, die dazu verwendet werden können, um die Kommunikation und das Verständnis zwischen Menschen zu verbessern, Verhaltensmuster zu verändern und Ziele zu erreichen.

Wo wird NLP eingesetzt?

NLP wird häufig in Bereichen wie Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Verkauf, Führung und Therapie eingesetzt und kann auch für die Selbstverbesserung und die persönliche Entwicklung verwendet werden.

Welche Prinzipien gelten beim NLP?

Im NLP gibt es einige grundlegende Prinzipien, die als wichtige Grundlagen für das Verständnis und die Anwendung von NLP-Techniken und -Konzepten gelten. Dazu gehören:

  1. Das „Map-Territory“-Prinzip: Dies besagt, dass jeder Mensch seine eigene subjektive Interpretation der Welt hat, die sich auf seine persönlichen Erfahrungen und sein Weltbild bezieht. Dies bedeutet, dass jeder Mensch eine eigene „Landkarte“ hat, die er oder sie verwendet, um die Welt zu verstehen, und dass diese Landkarte nicht notwendigerweise der „Wirklichkeit“ entspricht.

  2. Das „Well-Formed Outcome“-Prinzip: Dies besagt, dass Ziele oder Ergebnisse, die man erreichen möchte, klar definiert und formuliert werden sollten, um erfolgreich zu sein.

  3. Das „Behavioral Flexibility“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, in der Lage zu sein, sich an neue Situationen anzupassen und verschiedene Verhaltensweisen anzuwenden, um Ziele zu erreichen.

  4. Das „Presuppositions“-Prinzip: Dies besagt, dass bestimmte Annahmen oder Voraussetzungen, die ein Mensch über die Welt hat, das Verhalten und die Ergebnisse beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise die Annahme, dass Veränderungen möglich sind, oder dass man selbst die Kontrolle über sein Leben hat.

  5. Das „Rapport“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, eine gute Verbindung und ein gutes Verständnis mit anderen Menschen zu haben, um erfolgreich zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.

Welche Technik des NLP ist am bekanntesten?

Eine der bekanntesten Techniken im NLP ist das „Reframing“. Diese Technik zielt darauf ab, das Verständnis einer Situation oder eines Problems zu verändern, indem man es aus einer anderen Perspektive betrachtet oder es in einem anderen Kontext sieht. Reframing kann dazu verwendet werden, negative Gedanken und Emotionen in positive umzuwandeln oder um herauszufinden, wie man eine schwierige Situation auf eine andere Weise betrachten kann.

Eine weitere bekannte Technik im NLP ist das „Anchoring“. Diese Technik zielt darauf ab, einen emotionalen Zustand oder eine Ressource, die man in einer bestimmten Situation erlebt hat, auf ein bestimmtes Signal oder eine bestimmte Handlung zu verknüpfen, damit man diesen Zustand oder diese Ressource jederzeit wieder abrufen kann.

Es gibt viele weitere Techniken im NLP, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können, wie beispielsweise die „Milton-Modell“-Technik zur Veränderung von Verhaltensmustern oder die „Meta-Modell“-Technik zur Verbesserung der Kommunikation. Es ist wichtig zu beachten, dass NLP eine Sammlung von Techniken und Konzepten ist, die nicht von wissenschaftlichen Studien unterstützt werden und deren Ergebnisse daher variieren können. Es ist wichtig, alle verfügbaren Informationen und Ressourcen zu berücksichtigen, bevor man sich entscheidet, NLP-Techniken anzuwenden.

Weshalb gibt es Kritik am NLP?

Es gibt verschiedene Gründe, warum es Kritik am NLP gibt. Einige der häufigsten Kritikpunkte sind:

  • Mangelnde wissenschaftliche Unterstützung
    Viele der Konzepte und Techniken im NLP basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien und werden daher von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht unterstützt.

  • Fehlende transparente Darstellung der Methoden
    Einige Kritiker argumentieren, dass die Methoden und Techniken im NLP nicht transparent dargestellt werden und dass es schwierig ist, zu verstehen, wie sie funktionieren.

  • Mangelnde Regulierung
    Da NLP keine offizielle therapeutische oder psychologische Methode ist, gibt es keine Regulierung oder Standards für die Ausbildung und den Einsatz von NLP-Praktizierenden. Dies kann dazu führen, dass es schwierig ist, die Qualifikationen und Erfahrungen von NLP-Praktizierenden zu beurteilen. Die Qualität der Ausbildungen ist sehr unterschiedlich und maßgeblich ist der persönliche Einsatz.

  • Mögliche negative Auswirkungen
    Einige Kritiker argumentieren, dass NLP-Techniken möglicherweise negative Auswirkungen haben können, wenn sie von unqualifizierten oder inkompetenten Praktizierenden angewendet werden. Es gibt auch Berichte über Menschen, die schlechte Erfahrungen mit NLP gemacht haben, einschließlich emotionaler oder körperlicher Belastungen.

 

Es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker von NLP.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026

11 Schritte zur Problemlösung mit Mind Maps

11 Schritte zur Problemlösung mit Mind Maps

Lösungsfindung

 

Schritt für Schritt zur Problemlösung mit Mind Maps

Problemlösung mit Mind Maps

 

Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Mind Maps helfen bei der Lösungsfindung.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Schritt für Schritt zur Problemlösung mit Mind Maps

 

Houston — wir haben ein Problem. Manche Probleme erscheinen derartig überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, klare Gedanken zu finden. Stressreaktionen machen das Denken nicht einfacher. Und nicht zu wissen, wo der Anfang zu machen ist, was die wesentlichen Ursachen und Lösungswege sind, ist durchaus belastend. Vor allem, wenn der Einsatz hoch ist, drückt es aufs Gemüt! So wird der Weg zur Lösung steiniger, als er sein muss.

Den Wald vor lauter Bäumen… Lineare Notizen – Satz für Satz – lassen bei zunehmender Komplexität den Kopf rauchen. Mind Maps erleichtern den Lösungsprozess aus mehreren Gründen. Mit ihrer Hilfe werden die Faktoren sichtbar, die an Problem und Lösung beteiligt sind. Mind Maps schaffen als Gedankenlandkarten den Überblick und fördern das Verständnis der Zusammenhänge. So lassen sich die Gedanken strukturieren und besser greifen. Das Vorgehen wird fokussierter.

Der Überblick fördert die Gelassenheit. Wenn die Situation zu verknotet wirkt, dominieren Sorgen, Verwirrung und Druck. Und das sind keine guten Voraussetzungen für das kreative Denken. Der Fokus ist dann auf das Problem und nicht auf mögliche Lösungen gerichtet, es werden leichter neue Wege beschritten. Mind Mapping entknotetet und sorgt für ein berechtigtes Gefühl, die Dinge selbstbestimmt im Griff zu haben. Aus dem Problem wird eine interessante Herausforderung und damit eine Gelegenheit sich kreativ zu betätigen. Klingt das gut?

 

 

 

11 Schritte zur Problemlösung mit Mind Maps

 

Für viele Menschen ist das Mind Mapping anfangs etwas ungewohnt. Deswegen folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

 

1. Ausgangspunkt

 

Ob auf Papier oder digital? Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Nehmen Sie, was immer Ihnen mehr Spaß macht und Ihre Kreativität fördert. Die Arbeit mit Stiften ist gerade anfangs empfehlenswert. Wenn Sie Ihr Wissen zum Mind Mapping auffrischen wollen, hilft Ihnen der Artikel Mind Mapping.

Die Aufgabenstellung ist der Mittel- und Ausgangspunkt des Mind Maps. Wenn ein Mind Map wie ein verästelter Baum aus der Vogelperspektive aussehen soll, ist das Thema der Stamm. Von ihm gehen die dicken Äste ab. Aus den Ästen wachsen Zweige, die zunehmend detailliertere Stichworte (Assoziationen) tragen.

 

 

 

2. Puzzlesteine finden

 

Nehmen Sie sich etwas Zeit, um über die verschiedenen Aspekte des Themas nachzudenken.

 

 

 

3. Aspekte visualisieren

 

Die gefundenen Aspekte des Themas werden zu geschwungenen Hauptzweigen des Mind Maps. Um Assoziationen zu fördern, sollte möglichst nur ein Wort verwendet werden.

 

 

 

4. Eigenarten

 

Die Einzelheiten der Aspekte werden zu deren Zweigen und Unterzweigen.

 

 

 

5. Ideensammlung

 

Haben Sie einen guten Überblick visualisiert, denken Sie über mögliche Ideen für die Probleme und Aufgaben nach. Dafür können Kreativitätstechniken genutzt werden.

 

 

 

6. Ideen zuordnen

 

Fügen Sie die Ideen als Zweige an.

 

 

 

7. Masse ist klasse!

 

Bleiben Sie in Sammellaune und verzichten Sie auf frühzeitige Bewertungen. Erst einmal lohnt es sich fleißig für Masse zu sorgen. Selbst recht schräge Ideen können zu brauchbaren führen.

 

 

 

8. Bewertung

 

Erst im Anschluss werden die Optionen bewertet.

 

 

 

9. Nächsten Schritt wählen

 

Wählen Sie die Option, mit der Sie als nächstes fortfahren wollen. Sollte das Mind Map in einem Bereich besonders belebt sein, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dort etwas zu holen ist.

 

 

 

10. Konkretisierung

 

Planen Sie mittels eigenem Mind Map die Umsetzung der Option. Jetzt wird die Lösung zum zentralen Punkt des Mind Maps. Spätestens jetzt ist es Zeit für das Tagträumen und Simulieren.

 

 

 

11. Alternativen

 

Spielen Sie mehrere Optionen durch. Und entscheiden Sie erst dann, welche Option oder Kombination tatsächlich zum Einsatz kommen soll.

Schritt für Schritt zur Problemlösung mit Mind Maps

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

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Houston — wir haben ein Problem.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43327
K:
Ü:

Lösungsorientierte Fragen

Lösungsorientierte Fragen

Durch lösungsorientierten Fragen lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen
Lösungsorientierte Fragen

Lösungsorientierte Frage

 

Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Durch sie lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen.

 

 

Überblick

 

 

 

 

Lösungsorientierte Fragen

 

Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Sie lassen sich auch im professionellen Bereichen sehr gut einsetzen, wenn sich Gespräche immer wieder um die Defizite eines Problems, eines Projekts oder einer Situation drehen. Durch lösungsorientierte Fragen wird der Fokus – weg vom Problemkrampf – hin zu möglichen Lösungen und vorhandene Ressourcen gelenkt. So lassen sich Diskussionen insgesamt positiv gestalten.

 

Lösungsfragen setzen die Fähigkeit und Bereitschaft zum lösungsorientierten Denken voraus, im Gegensatz zu defizitorientiertem Denken.

 

 

Beispiele

 

  • „Wann lief oder läuft es gut?“
  • „Was ist für einen guten Ablauf erforderlich?“
  • „Was hat bisher gut funktioniert?“
  • „Woran werde Sie merken, dass sich etwas verändert hat?“
  • „Wer unterstützt uns, eine Lösung zu finden?“
  • „An welche Möglichkeiten haben wir noch nicht gedacht?“
  • „Wie könnten wir die Bedingungen für die Entwicklung neuer Ideen fördern?“
  • „Womit finden wir schneller eine Lösung?“
  • „Was haben Sie schon unternommen, um die Herausforderung zu meistern?“

 

Durch solche lösungsorientierten Fragen lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen, mit denen sich neue Denk- und Lösungsansätze entwickeln lassen.

 

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Phasen der Veränderung Schritt für Schritt meistern

Phasen der Veränderung Schritt für Schritt meistern

Wohin soll die Reise gehen, und wie wollen wir dorthin gelangen? Auch bei Gegenwind Stufe für Stufe ...
Schritt für Schritt durch die Phasen der Veränderung

Phasen der Veränderung bei Problemen

 

Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen. Wer es lösen will, stellt sich besser darauf ein. Schritt für Schritt dem Ziel näher kommen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Vom Problem zur Herausforderung

 

Die Zeiten sind schnell und rasant, mal beeindruckender und mal beängstigender, oft irgendwie beides.  Wer in einem solchen Umfeld bestehen will, braucht Flexibilität und Resilienz. Und den Mut, aus Problemen und Potenzialen Herausforderungen zu machen, zu gestalten.

 

 

 

Mut, Teil der Lösung zu sein

 

Wohin soll die Reise gehen und wie wollen wir dorthin gelangen? Wer Teil der Lösung sein will, braucht gute Antworten auf gute Fragen. Und die Bereitschaft, Werte nicht nur für sich zu beanspruchen. Zu oft soll der Zweck die Mittel heiligen und so wird die im Grunde gute Idee schon in den Ansätzen verraten. So oder so, es ist mit Gegenwind zu rechnen, nicht jeder wird ebenso begeistert von Veränderungen sein. Schließlich haben selbst bedenkliche Umstände ihre Profiteure. Manch einem ist es auch lieber das zu behalten, was ihm bekannt ist, selbst wenn es nicht ideal ist. Lieber das unbequeme Bekannte, als das unsichere Unbekannte. Wer eine Idee trotz all der Massenträgheit ins Rollen bringen möchte, hat einige Stufen zu nehmen.

 

 

 

Phasen der Veränderung

 

Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:
In der ersten wird es lächerlich gemacht,
in der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.

Oscar Wilde

 

 

 

Schritt für Schritt durch die Phasen der Veränderung

 

Wer sich umschaut, findet viele Beispiele dafür, wie von wem Veränderungen zuerst lächerlich gemacht oder auf andere Weise diffamiert werden. Und wenn das noch nicht genügt, werden zunehmend direkter bekämpft. Das funktioniert mitunter leider auch recht gut, zumindest für eine Weile. Doch wenn das dahinterliegende Bedürfnis groß genug ist, wird die Idee irgendwann wieder auftauchen. Mit Schwung ist es leichter, die Massenträgheit zu überwinden. Wer diese Phasen überstehen will, legt sich gegebenenfalls lieber frühzeitig ein dickes Fell und langen Atem zu. Und wer offene Türen einrennt, darf sich umso mehr freuen.

 

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371
Überarbeitungsplan

Shit happens: Akzeptieren, was ist – und weitergehen

Shit happens

Akzeptieren, was ist – und weitergehen
Ausspruch von US-Amerikanern, wenn eine unerwünschte Situation eintritt, die sie locker hinnehmen.

Shit happens: Akzeptieren, was ist – und entscheiden, was jetzt zählt

 

Es ist passiert.

Die Gelegenheit ist weg.

Du hast einen Fehler gemacht.

Jemand hat anders entschieden, als du gehofft hattest.

Eine Zusammenarbeit ist gescheitert.

Der Plan funktioniert nicht.

Oder das Leben hat sich schlicht geweigert, deinem Plan zu folgen.

Jetzt gibt es zwei Fragen.

Die erste lautet:

Wie konnte das passieren?

Die zweite:

Was mache ich jetzt damit?

Beide können wichtig sein.

Doch irgendwann entscheidet vor allem die zweite darüber, wie es weitergeht.

 

 

 

Shit happens

 

Der Ausdruck ist ziemlich direkt.

Und gerade deshalb steckt etwas Interessantes darin.

Es ist passiert.

Damit ist keineswegs gesagt:

Es ist egal.

Es ist gut.

Es war unvermeidbar.

Oder du sollst dich darüber freuen.

Es bedeutet zunächst lediglich:

Die Realität ist jetzt so.

Und jede sinnvolle nächste Entscheidung muss von dieser Realität ausgehen.

 

 

 

Akzeptanz bedeutet, mit der Wirklichkeit zu beginnen

 

Wir verwenden das Wort Akzeptanz häufig so, als bedeute es Zustimmung.

Das sind zwei verschiedene Dinge.

Du kannst anerkennen:

„Diese Entscheidung ist gefallen.“

und sie trotzdem bedauern.

Du kannst anerkennen:

„Ich habe einen Fehler gemacht.“

und ihn trotzdem korrigieren wollen.

Du kannst anerkennen:

„Dieser Mensch verhält sich so.“

und daraus die Konsequenz ziehen, Abstand zu schaffen.

Akzeptanz bedeutet:

Ich höre auf, meine nächsten Entscheidungen von einer Wirklichkeit abhängig zu machen, die ich lieber hätte.

Das schafft Handlungsspielraum.

 

 

 

Der Kampf gegen das bereits Geschehene

 

Manche Probleme besitzen zwei Ebenen.

Da ist zunächst das Ereignis.

Und dann ist da unser Kampf damit.

„Das hätte nicht passieren dürfen.“

„Warum ausgerechnet jetzt?“

„Wenn ich damals doch …“

„Er hätte …“

„Sie hätte …“

Manche dieser Gedanken sind für die Auswertung wichtig.

Doch irgendwann verändern sie das Geschehene kaum noch.

Dann wird aus Nachdenken Kreisen.

Die Vergangenheit bekommt immer mehr Aufmerksamkeit.

Die Gegenwart immer weniger.

Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:

Gibt es hier noch etwas zu verstehen oder versuche ich gerade, das Geschehene nachträglich ungeschehen zu machen?

 

 

 

Akzeptanz ist keine Resignation

 

Resignation sagt:

„Es hat ohnehin keinen Sinn.“

Akzeptanz sagt:

„Das ist die Ausgangslage. Welche Möglichkeiten habe ich von hier aus?“

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Akzeptanz beendet den Kampf mit Tatsachen.

Und kann gerade dadurch Energie für Veränderung freisetzen.

 

 

 

Drei Bereiche unterscheiden

 

Wenn etwas schiefgegangen ist, hilft eine einfache Sortierung.

 

1. Was kann ich noch verändern?

Dann handle.

Führe das Gespräch.

Korrigiere den Fehler.

Verändere den Plan.

Bitte um Unterstützung.

Treffe eine neue Entscheidung.

 

 

2. Was kann ich beeinflussen?

Dann entscheide, wie viel Energie der Einfluss wert ist.

Vielleicht kannst du überzeugen.

Verhandeln.

Eine Entwicklung anstoßen.

Oder Rahmenbedingungen verändern.

 

 

3. Was kann ich nicht mehr verändern?

Dann besteht die Aufgabe darin, deine nächsten Entscheidungen auf die Realität auszurichten.

Genau hier wird Akzeptanz wichtig.

 

 

 

Fehler brauchen Verantwortung statt Selbstbestrafung

 

Besonders schwer fällt Akzeptanz, wenn wir selbst etwas verursacht haben.

„Wie konnte ich so dumm sein?“

„Das hätte ich wissen müssen.“

„Warum habe ich …?“

Eine ehrliche Auswertung ist wertvoll.

Selbstbestrafung liefert dagegen selten zusätzliche Erkenntnis.

Hilfreicher sind vier Fragen:

Was ist passiert?

Welchen Anteil habe ich daran?

Was kann ich noch korrigieren?

Was lerne ich für die nächste Entscheidung?

Verantwortung schaut auf Konsequenzen und Möglichkeiten.

Selbstvorwürfe können uns dagegen lange an derselben Stelle halten.

 

 

 

Was wäre jetzt hilfreich?

 

Diese Frage klingt unspektakulär.

Ich halte sie für ausgesprochen kraftvoll.

Wenn etwas schiefgeht, fragen wir schnell:

Wer ist schuld?

Warum ist das passiert?

Wie konnte das geschehen?

All das kann relevant sein.

Und dann braucht es irgendwann:

Was wäre jetzt hilfreich?

Vielleicht eine Entscheidung.

Vielleicht ein Gespräch.

Vielleicht eine Entschuldigung.

Vielleicht Abstand.

Vielleicht Schlaf.

Vielleicht professionelle Unterstützung.

Vielleicht die Erkenntnis:

Heute muss überhaupt nichts mehr entschieden werden.

 

 

 

Manche Dinge brauchen Zeit

 

Handlungsfähigkeit bedeutet keineswegs permanente Aktivität.

Nach manchen Ereignissen braucht es zunächst Zeit.

Trauer.

Enttäuschung.

Wut.

Erschöpfung.

Orientierung.

Dann kann die klügste Entscheidung sein, noch keine große Entscheidung zu treffen.

Auch das ist Selbstführung:

erkennen, wann Handeln dran ist – und wann Verarbeitung Raum braucht.

 

 

 

Vorsicht vor erzwungener Positivität

 

Nach Rückschlägen hören Menschen schnell:

„Wer weiß, wofür es gut ist.“

Vielleicht zeigt sich irgendwann tatsächlich etwas Wertvolles.

Vielleicht auch nicht.

Wir müssen einem Verlust keinen tieferen Sinn verleihen, damit wir mit ihm umgehen können.

Eine nüchternere Haltung reicht:

Es ist geschehen. Was möchte ich jetzt daraus machen?

Damit bleibt die Zukunft offen.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Ursache und Lösung

 

Die Ursache eines Problems und seine Lösung liegen keineswegs immer am selben Ort.

Vielleicht hat jemand anderes die Situation verursacht.

Trotzdem liegt ein Teil der Lösung jetzt bei dir.

Das kann ungerecht wirken.

Und trotzdem Handlungsspielraum schaffen.

Du musst keineswegs verantwortlich für das Problem sein, um Verantwortung für deinen nächsten Schritt zu übernehmen.

 

 

 

Der Realitäts-Kompass

 

Wenn etwas anders gelaufen ist als erhofft, helfen fünf Fragen.

 

1. Was ist tatsächlich geschehen?

Ohne Beschönigung und ohne zusätzliche Katastrophengeschichte.

 

2. Was lässt sich noch verändern?

Hier lohnt sich Handlung.

 

3. Was lässt sich beeinflussen?

Hier lohnt sich eine bewusste Entscheidung über den Einsatz deiner Energie.

 

4. Was ist bereits Realität?

Hier beginnt Akzeptanz.

 

5. Was ist jetzt der nächste hilfreiche Schritt?

Nicht die Lösung für alles.

Der nächste Schritt.

 

 

 

Gelassenheit braucht Urteilskraft

 

Die berühmte Idee, unterscheiden zu können zwischen dem, was wir verändern können, und dem, was wir annehmen müssen, trifft einen wichtigen Punkt.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt häufig in der Unterscheidung.

Wann kämpfe ich weiter?

Wann verändere ich meine Strategie?

Wann lasse ich los?

Wann brauche ich Geduld?

Wann eine klare Grenze?

Wann eine Entscheidung?

Dafür gibt es selten eine universelle Formel.

Es braucht Urteilskraft.

 

 

 

Shit happens – und dann?

 

Vielleicht ist genau das der wertvollere Teil des Satzes.

Shit happens. And then?

Was jetzt?

Was möchtest du bewahren?

Was verändern?

Was lernen?

Was loslassen?

Welche Entscheidung steht an?

Wo lohnt sich dein Einfluss?

Und wo verbrauchst du Kraft im Kampf gegen etwas, das bereits Realität ist?

 

 

 

Fazit: Beginne mit der Realität

 

Wir können sorgfältig planen.

Gute Entscheidungen treffen.

Risiken berücksichtigen.

Uns vorbereiten.

Und trotzdem wird manches anders kommen.

Dann beginnt eine andere Form von Kompetenz.

Nicht:

alles kontrollieren.

Sondern:

die Realität klar sehen und von dort aus weitergehen.

Akzeptiere, was bereits ist.

Verändere, was sich verändern lässt.

Lerne, was sich lernen lässt.

Und richte deine Aufmerksamkeit wieder auf die Frage, die jetzt zählt:

Was ist mein nächster guter Schritt?

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026