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Was jemand denkt, erkennen wir weniger an den Worten, als vielmehr am Verhalten.
Körpersprache wirkt.
Im Gespräch.
In Präsentationen.
In Meetings.
Vor Publikum.
Vor der Kamera.
Dabei geht es weniger darum, einzelne Gesten wie ein Wörterbuch zu übersetzen.
Ein verschränkter Arm bedeutet keineswegs automatisch Ablehnung.
Ein ausweichender Blick beweist keine Unsicherheit.
Und eine bestimmte Haltung verrät weniger zuverlässig, was ein Mensch denkt.
Körpersprache bekommt ihre Bedeutung im Zusammenspiel von Kontext, Situation, Person und weiteren Signalen.
Trotzdem gibt es Gewohnheiten, die deine Wirkung unnötig schwächen können.
Vor allem dann, wenn sie sich häufig wiederholen oder im Widerspruch zu deiner Botschaft stehen.
Hier sind 15 davon.
Bevor wir auf einzelne Verhaltensweisen schauen, ein wichtiger Grundsatz:
Ein einzelnes körpersprachliches Signal liefert selten eine zuverlässige Interpretation.
Interessant wird das Gesamtbild:
Mimik.
Blick.
Gestik.
Stimme.
Haltung.
Bewegung.
Abstand.
Situation.
Und die Frage, was für diese Person normalerweise typisch ist.
Deshalb geht es in diesem Beitrag weniger darum:
„Diese Geste bedeutet immer …“
Sondern:
„Welche Wirkung könnte dieses Verhalten in dieser Situation erzeugen?“
Blickkontakt hilft, Verbindung herzustellen.
Wenn du dein Gegenüber fast nie ansiehst, kann das je nach Situation als Unsicherheit, Desinteresse oder fehlende Verbindung wahrgenommen werden.
Das bedeutet weniger:
Du musst Menschen anstarren.
Hilfreicher ist natürlicher Blickkontakt mit Unterbrechungen.
Gerade bei Präsentationen kannst du den Blick bewusst im Raum verteilen.
An Schmuck spielen.
Den Kugelschreiber drehen.
Die Brille ständig anfassen.
Finger kneten.
Solche Bewegungen können Aufmerksamkeit von deiner Botschaft wegziehen.
Vor allem dann, wenn sie sich ständig wiederholen.
Deine Hände dürfen sichtbar sein. Sie brauchen weniger Dauerbeschäftigung.
Gestik kann Aussagen lebendiger und verständlicher machen.
Problematisch wird sie, wenn Hände ständig irgendetwas tun, ohne die Botschaft zu unterstützen.
Dann entsteht Bewegung ohne Bedeutung.
Besser:
Gesten dürfen Gedanken sichtbar machen.
Das Gegenteil kann ebenfalls Wirkung kosten.
Wenn Arme und Hände fast vollständig still bleiben, kann ein Auftritt zurückhaltender oder angespannter wirken, als du beabsichtigst.
Natürlich gibt es Menschen mit ruhigerer Gestik.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Entscheidend ist:
Passt deine Gestik zu deiner Persönlichkeit, deiner Botschaft und der Situation?
Bewegung kann Präsenz erzeugen.
Ungezieltes Auf-und-ab-Gehen kann dagegen Unruhe vermitteln und Aufmerksamkeit binden.
Gerade bei Präsentationen hilft:
Bewege dich mit einem Grund.
Wechsle beispielsweise die Position bei einem neuen Gedanken oder Abschnitt.
Dann bekommt Bewegung Bedeutung.
Auch völlige Bewegungslosigkeit kann einen Auftritt steif wirken lassen.
Ein stabiler Stand ist wertvoll.
Er bedeutet weniger, dass du dich kaum bewegen darfst.
Sicherheit und Beweglichkeit passen zusammen.
Zusammengesunkene Haltung.
Schultern nach vorn.
Kopf dauerhaft gesenkt.
Solche Haltungen können deine Präsenz reduzieren und zugleich deine Stimme weniger frei tragen lassen.
Es geht weniger um militärische Haltung.
Eher um:
Aufgerichtet, beweglich und gut im eigenen Körper stehen.
Mehr Raum bedeutet weniger automatisch mehr Autorität.
Sehr dominante Gesten, breit beanspruchter Raum oder demonstratives körperliches Überlegenheitsverhalten können je nach Kontext arrogant, aufgesetzt oder einschüchternd wirken.
Präsenz braucht weniger Inszenierung.
Nimm den Raum ein, der zu dir und zur Situation passt.
Du sprichst über etwas Wichtiges und lächelst gleichzeitig nervös.
Du willst Begeisterung vermitteln und dein Gesicht wirkt nahezu unbewegt.
Du hörst einer kritischen Frage zu und rollst mit den Augen.
Solche Widersprüche können die Botschaft schwächen.
Dabei gilt:
Mimik weniger kontrollieren – Botschaft und innere Haltung stärker miteinander verbinden.
Unter Druck spannen Menschen häufig unbewusst Kiefer, Stirn oder Gesichtsmuskeln an.
Das kann einen Auftritt härter oder angespannter wirken lassen.
Eine kurze körperliche Vorbereitung kann helfen:
Atmen.
Kiefer lösen.
Schultern bewegen.
Gesicht lockern.
Nicht für ein künstliches Lächeln.
Für mehr Beweglichkeit.
Lächeln kann Nähe, Offenheit und Wärme vermitteln.
Ein dauerhaftes Lächeln passt jedoch weniger zu jeder Botschaft.
Gerade bei ernsten Themen kann es irritieren.
Eine lebendige Mimik reagiert auf Inhalt und Situation.
Nähe beeinflusst Wirkung.
Wer Menschen sehr nahe kommt, kann Grenzen überschreiten.
Wer unnötig viel Abstand hält, kann distanziert wirken.
Die passende Distanz hängt von Kultur, Beziehung, Situation und persönlichem Empfinden ab.
Respektiere Raum – deinen und den der anderen.
Gesicht berühren.
Haare richten.
Kleidung korrigieren.
Hände am Hals oder Gesicht.
Solche Bewegungen können unter Anspannung häufiger werden.
Sie sind weniger ein eindeutiges „Nervositätssignal“.
Sie können jedoch die Aufmerksamkeit erhöhen, wenn sie ständig auftreten.
Video-Feedback hilft hier besonders gut.
Manche Körpersprachetipps empfehlen:
Spiegle exakt die Haltung.
Setze gezielt diese Geste.
Nimm jene „Power Pose“ ein.
Das kann schnell künstlich wirken.
Natürlich passen Menschen ihre Körpersprache im Kontakt ohnehin teilweise aneinander an.
Das braucht weniger mechanische Nachahmung.
Gute Körpersprache entsteht aus Aufmerksamkeit und echter Verbindung.
Das ist für mich der wichtigste Punkt.
Du sagst:
„Ich bin überzeugt davon.“
und wirkst gleichzeitig, als möchtest du möglichst schnell verschwinden.
Du sagst:
„Ihre Frage ist willkommen.“
und dein Gesicht signalisiert Ungeduld.
Du sagst:
„Wir schaffen das gemeinsam.“
und gehst körperlich auf Distanz.
Menschen registrieren solche Widersprüche häufig.
Dann hilft weniger kosmetische Korrektur.
Interessanter ist:
Was stimmt innerlich noch weniger mit meiner Botschaft überein?
Es gibt weniger die eine perfekte Körpersprache.
Ein guter Ausgangspunkt ist:
stimmig statt einstudiert.
Deine Körpersprache sollte zu deiner Persönlichkeit passen.
Zur Rolle.
Zur Situation.
Zum Publikum.
Und zu dem, was du tatsächlich sagen möchtest.
Dazu gehören häufig:
stabiler, beweglicher Stand
natürlicher Blickkontakt
Gestik, die Gedanken unterstützt
lebendige Mimik
bewusste Bewegung
passende Nähe und Distanz
eine Haltung, die freies Atmen und Sprechen ermöglicht
Selbstwahrnehmung hilft.
Sie reicht bei Körpersprache allerdings oft weniger weit.
Denn du erlebst dich von innen.
Andere sehen dich von außen.
Deshalb ist Video besonders wertvoll.
Nimm eine Präsentation oder Gesprächssituation auf.
Schau zunächst ohne Ton.
Was siehst du?
Wo wirkt etwas ruhig?
Wo unruhig?
Was unterstützt deine Botschaft?
Was zieht Aufmerksamkeit ab?
Dann schaue mit Ton.
Wie gut passen Inhalt und nonverbale Wirkung zusammen?
Genau daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte.
Rund um Körpersprache kursieren viele einfache Regeln.
Verschränkte Arme = Ablehnung.
Blick nach rechts = Lüge.
Berühren der Nase = Täuschung.
Breiter Stand = Macht.
Solche Übersetzungen sind in dieser Form wenig belastbar.
Körpersprache ist kontextabhängig.
Menschen unterscheiden sich.
Und viele Bewegungen haben zahlreiche mögliche Ursachen.
Ein Signal ist ein Hinweis. Kein Beweis.
Das gilt besonders dort, wo aus Körpersprache Absichten, Charakter oder Wahrheit abgeleitet werden sollen.
Manchmal reicht schon ein gutes Video und etwas Aufmerksamkeit.
Bei wichtigen Auftritten kann professionelles Feedback deutlich mehr sichtbar machen.
Wie wirkst du?
Was trägt bereits?
Welche Gewohnheiten lenken ab?
Welche kleinen Veränderungen verbessern Präsenz und Verständlichkeit?
Dabei geht es weniger darum, eine fremde Körpersprache zu lernen.
Es geht darum, deine eigene Wirkung klarer und stimmiger werden zu lassen.
→ Persönliche Wirkung, Ausstrahlung und Präsenz
Wenn ein wichtiger Vortrag oder eine Präsentation bevorsteht, lässt sich Körpersprache direkt im realen Kontext trainieren.
Stand.
Blickkontakt.
Gestik.
Bewegung.
Stimme.
Umgang mit Raum und Publikum.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Dein Publikum braucht weniger die perfekte Geste.
Es braucht Zugang zu dir und deiner Botschaft.
Wenn du jede Handbewegung kontrollieren möchtest, verlierst du möglicherweise genau das, worum es geht:
Kontakt.
Gute Körpersprache ist weniger eine Choreografie.
Sie ist die sichtbare Seite einer klaren, präsenten Kommunikation.
Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?
Welche Botschaften kommen klar an?
Wo entsteht Präsenz?
Wo verliert die Wirkung an Kraft?
Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?
Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.
Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.
Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,
Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.
Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.
Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.
Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
Ziel und Kernbotschaft
Struktur und Dramaturgie
Argumentation und Storytelling
Sprache und Formulierungen
Folien und Visualisierung
Stimme, Körpersprache und Präsenz
Lampenfieber und Auftrittssicherheit
kritische Fragen und Einwände
einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.
→ Executive Präsentationsvorbereitung
Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?
Ein Probelauf macht genau das sichtbar.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Zu diesen Verhaltensweisen, die als negative Körpersprache betrachtet werden, gehören: eine schlechte Haltung, unsicher Stand, Vermeiden von Blickkontakt, Schaffen von Barrieren, unangemessene Abstände zu anderen Personen, Schwitzen, Stirnrunzeln und der übermäßige Gebrauch von Geste, Inkongruenz.
Beispiele für positive Körpersprache:
Mehr im Beitrag So beruhigt gute Körpersprache, so schadet Ihnen Körpersprache
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #656443
Ü:
K:
Executive Presence bedeutet, dass Kompetenz, Haltung und persönliche Wirkung gerade dort sichtbar werden, wo Verantwortung und Druck zusammenkommen.
Manche Menschen betreten einen Raum und werden wahrgenommen.
Sie müssen dafür weder besonders laut noch dominant auftreten.
Sie vermitteln Klarheit.
Präsenz.
Orientierung.
Und den Eindruck:
Diese Person weiß, wofür sie steht.
Executive Presence zeigt sich im Gespräch.
Im Meeting.
Vor einem Gremium.
In einer Verhandlung.
Auf der Bühne.
Vor der Kamera.
Und besonders dann, wenn Druck entsteht.
Executive Presence wird gelegentlich auf Körpersprache, Kleidung, Stimme oder rhetorische Techniken reduziert.
Diese Aspekte können eine Rolle spielen.
Die eigentliche Wirkung entsteht tiefer.
Aus dem Zusammenspiel von:
Wer äußerlich Souveränität darstellen möchte, die innerlich wenig getragen wird, wirkt schnell inszeniert.
Deshalb geht es weniger darum, eine Führungspersönlichkeit zu spielen.
Es geht darum, die eigene Kompetenz und Haltung für andere Menschen klarer erlebbar zu machen.
Auf Geschäftsführungs-, Vorstands- und Inhaberebene gehört persönliche Wirkung unmittelbar zur Führungsaufgabe.
Du vertrittst Entscheidungen.
Du gibst Orientierung.
Du kommunizierst mit Mitarbeitenden, Kunden, Investoren und Gremien.
Du führst durch Unsicherheit.
Und andere Menschen beobachten, wie du unter Druck denkst, sprichst und handelst.
Deshalb arbeite ich mit:
bei Executive-Presence-Themen grundsätzlich im Rahmen des Executive Sparrings.
Das gilt auch dann, wenn gerade kein einzelner High-Stakes-Termin bevorsteht.
Executive Presence auf oberster Führungsebene ist ein Executive-Thema.
Häufig gewinnt die eigene Wirkung an Bedeutung, wenn Verantwortung und Sichtbarkeit wachsen.
Zum Beispiel:
Was in einer früheren Rolle hervorragend funktioniert hat, braucht auf einer höheren Ebene häufig eine neue Form.
Mit der Rolle verändern sich die Erwartungen.
An Kommunikation.
An Entscheidungsfähigkeit.
An Präsenz.
Und an die Fähigkeit, auch unter Druck Orientierung zu geben.
Menschen wirken besonders überzeugend, wenn sie selbst klar wissen:
Diese Klarheit verändert Kommunikation.
Sätze werden präziser.
Botschaften verständlicher.
Entscheidungen nachvollziehbarer.
Unnötige Erklärungen verlieren an Bedeutung.
Wer innerlich klarer ist, kann nach außen klarer wirken.
Präsenz entsteht durch mehr als Lautstärke oder Raumanspruch.
Auch ruhige Menschen können eine starke Executive Presence entwickeln.
Du kannst ruhig sprechen.
Aufmerksam zuhören.
Fragen stellen.
Eine Pause machen.
Unsicherheit klar benennen.
Eine Entscheidung überdenken.
Und trotzdem sehr deutlich vermitteln:
Ich weiß, wofür ich stehe.
Ich kann Verantwortung übernehmen.
Ich bleibe ansprechbar.
Souveränität entsteht häufig aus dieser Verbindung von Klarheit und innerer Beweglichkeit.
Mit wachsender Verantwortung verändert sich Kommunikation.
Weniger Zeit.
Mehr Interessen.
Größere Konsequenzen.
Komplexere Zusammenhänge.
Mehr Sichtbarkeit.
Eine zentrale Fähigkeit besteht deshalb darin, Komplexität zu reduzieren, ohne Wesentliches zu verlieren.
Was muss dein Gegenüber wissen?
Was gehört in diesen Moment?
Was gehört später?
Welche Botschaft braucht Klarheit?
Welche Information braucht Kontext?
Und wann ist ein kurzer Satz stärker als eine lange Erklärung?
In angenehmen Situationen fällt Präsenz vergleichsweise leicht.
Interessanter wird es, wenn etwas anders läuft als geplant.
Eine kritische Frage.
Widerspruch.
Ein Angriff.
Eine schlechte Nachricht.
Ein Konflikt.
Eine Entscheidung unter Unsicherheit.
Dann zeigt sich:
Wie gut kannst du deinen inneren Zustand regulieren?
Wie klar kannst du weiterdenken?
Wie aufmerksam kannst du zuhören?
Wie schnell findest du zurück zu deiner Kernbotschaft?
Wie gut kannst du Position beziehen?
Und wie sehr bleibst du mit den Menschen im Raum in Kontakt?
Auch erfahrene Führungskräfte können vor bestimmten Situationen stark aktiviert sein.
Zum Beispiel:
Dann kann der Körper deutlich reagieren.
Der Puls steigt.
Die Atmung verändert sich.
Die Stimme fühlt sich anders an.
Gedanken werden schneller.
Die Aufmerksamkeit wandert stärker zur eigenen Wirkung.
Die entscheidende Frage lautet dann weniger:
„Wie bekomme ich jede Nervosität weg?“
Hilfreicher ist:
„Wie bleibe ich auch mit dieser Aktivierung klar, präsent und handlungsfähig?“
Executive Presence bedeutet keine Emotionslosigkeit.
Du kannst spüren, dass eine Situation wichtig ist.
Und gleichzeitig:
Souveränität zeigt sich darin, auch unter Aktivierung Zugang zu den eigenen Fähigkeiten zu behalten.
→ Auftrittscoaching bei Lampenfieber
Natürlich spielt der Körper eine Rolle.
Wie stehst oder sitzt du?
Wie nutzt du Blickkontakt?
Wie bewegst du dich?
Was geschieht mit deiner Stimme unter Druck?
Wie setzt du Pausen?
Wie viel Raum gibst du deinen Aussagen?
Passt deine nonverbale Kommunikation zu deiner Botschaft?
Dabei geht es weniger um einstudierte Gesten.
Glaubwürdige Körpersprache unterstützt das, was du tatsächlich meinst.
Eine besonders sichtbare Form von Executive Presence zeigt sich bei wichtigen Präsentationen.
Vor Vorstand.
Vor Aufsichtsrat.
Vor Investoren.
Vor wichtigen Kunden.
Oder vor der eigenen Organisation.
Dort zählt mehr als ein guter Vortrag.
Du brauchst:
→ Wichtige Präsentationen und Reden vorbereiten
Eine kritische Frage kann innerhalb weniger Sekunden viel sichtbar machen.
Wie gehst du mit Widerspruch um?
Wie reagierst du auf Druck?
Wie gut kannst du zuhören?
Wie klar bleibt deine Position?
Wie schnell entsteht Rechtfertigung?
Gerade auf Executive-Ebene lohnt es sich, diesen Teil gezielt zu trainieren.
Eine starke Antwort beginnt häufig mit Zuhören.
Dann kommt Orientierung.
Dann die eigentliche Antwort.
Und manchmal auch ein klarer Satz wie:
„Dazu habe ich gerade keine belastbare Zahl. Ich reiche sie nach.“
Auch das kann souverän wirken.
Mit wachsender Verantwortung steht häufig weniger Zeit für Kommunikation zur Verfügung.
Eine wichtige Fähigkeit lautet deshalb:
Komplexität verdichten.
Was ist die Kernbotschaft?
Was ist die Entscheidung?
Was ist das Risiko?
Was empfiehlst du?
Warum?
Je klarer du diese Fragen beantworten kannst, desto leichter können andere Menschen dir folgen.
Prägnanz bedeutet dabei keine Oberflächlichkeit.
Sie bedeutet:
Das Wesentliche bekommt den Raum, den es verdient.
Eine besondere Situation entsteht beim Wechsel in eine deutlich verantwortungsvollere Position.
Die fachliche Kompetenz ist vorhanden.
Gleichzeitig verändern sich Erwartungen.
Menschen beobachten genauer.
Kommunikation bekommt mehr Gewicht.
Entscheidungen werden sichtbarer.
Beziehungen verändern sich.
Dann lohnt sich die Frage:
Wie möchte ich diese Rolle ausfüllen?
Welche meiner Stärken sollen deutlicher sichtbar werden?
Wofür möchte ich stehen?
Wie möchte ich führen?
Wie kommuniziere ich auf der neuen Ebene?
Und wie bleibe ich auch unter erhöhtem Druck erkennbar ich selbst?
Executive Presence und Leadership Brand gehören eng zusammen.
Deine Leadership Brand beschreibt, wofür du als Führungskraft für andere Menschen erkennbar stehst.
Für Klarheit?
Verlässlichkeit?
Mut?
Analytische Stärke?
Orientierung?
Ruhe in schwierigen Situationen?
Verantwortung?
Entscheidend ist weniger ein Claim.
Entscheidend ist, dass Menschen diese Qualitäten in deinem Verhalten erleben.
Executive Presence ist keine geheimnisvolle Eigenschaft, die manche Menschen besitzen und andere weniger.
Viele Aspekte lassen sich gezielt weiterentwickeln.
Zum Beispiel:
Entscheidend ist:
Welcher Hebel macht bei dir den größten Unterschied?
Bei persönlicher Wirkung ist Feedback besonders wertvoll.
Denn zwischen Absicht und tatsächlicher Wirkung kann ein Unterschied liegen.
Deshalb arbeite ich bevorzugt mit konkreten Situationen.
Zum Beispiel:
Wir simulieren die Situation.
Du erhältst differenziertes Feedback.
Dann verändern wir gezielt, was deine Wirkung verbessert.
Und wir testen erneut.
So entsteht Entwicklung an der Realität.
Für Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung.
Hier gehört die Entwicklung von Executive Presence grundsätzlich zum Executive Sparring.
Das gilt sowohl für langfristige Entwicklung als auch für konkrete Auftritte.
Executive Sparring gilt außerdem für andere Führungskräfte, wenn Executive Presence im Zusammenhang mit einer konkreten High-Stakes-Situation entwickelt werden soll.
Zum Beispiel:
Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung, die ihre Präsenz und berufliche Wirkung grundsätzlich weiterentwickeln möchten.
Zum Beispiel im Rahmen eines Karriereschritts, einer neuen Führungsrolle oder wiederkehrender beruflicher Situationen.
Beschreibe mir bei deiner Anfrage:
Ich ordne den passenden Rahmen ein.
Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber und vergleichbare Gesamtverantwortung → Executive Sparring.
Andere Fach- und Führungskräfte → Business 1:1 oder Executive Sparring je nach Tragweite.
Wenn du deine Executive Presence gezielt weiterentwickeln möchtest, schreib mir kurz, worum es geht.
Wir können von der ersten Sitzung an mit einer konkreten Situation arbeiten.
Es geht weniger darum, Eindruck zu machen.
Es geht darum, dass andere Menschen erleben können:
Da ist jemand klar.
Da ist jemand präsent.
Da ist jemand ansprechbar.
Da ist jemand, der Verantwortung tragen kann.
Und das, was diese Person sagt, passt zu der Art, wie sie es vertritt.
Das ist Wirkung mit Substanz.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Executive Presence (Führungspräsenz) setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Sie ist die Fähigkeit, einen Raum einzunehmen, eine Führungsrolle vor verschiedenen Menschen einzunehmen, die eigene Meinung selbstbewusst mitzuteilen und ein Gleichgewicht zwischen Reden und Zuhören zu finden, sodass der Kommunikationsstil sowohl überzeugend als auch wirkungsvoll ist.
Viele Aspekte lassen sich gezielt entwickeln.
Dazu gehören beispielsweise Klarheit und Prägnanz, Gesprächsführung, Stimme, Körpersprache, Präsentationsfähigkeit und der souveräne Umgang mit schwierigen Situationen.
Entscheidend ist weniger ein allgemeines Trainingsprogramm als die Frage, welche Faktoren deine persönliche Wirkung tatsächlich verbessern.
Executive Presence wird erreicht, indem wir
Charisma kann zur persönlichen Wirkung beitragen. Executive Presence geht weiter.
Gerade in Führungspositionen zählen auch Klarheit, Glaubwürdigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Kommunikation, Selbstführung und der Umgang mit anspruchsvollen Situationen.
Führungspräsenz ist wichtig, denn sie positioniert Sie als Autoritätsperson und hilft Ihnen, Vertrauen bei Ihrer Zielgruppe aufzubauen. Es ist eine mächtige Kraft, die es Ihnen ermöglicht, Herzen zu gewinnen und sogar die Aufmerksamkeit derer zu gewinnen, die Sie nicht unbedingt unterstützen.
Zu einer kraftvollen Präsenz gehört, dass sich der eigenen Gefühle, Motive, Absicht und Wertschätzung für die beteiligten Menschen bewusst sein. Die äußere Form beruht auf einer entsprechenden inneren Haltung und ist authentisch.
Executive Presence braucht keine besonders laute oder dominante Persönlichkeit.
Auch ruhige Menschen können sehr präsent wirken.
Ziel ist, deine eigene Art so weiterzuentwickeln, dass Kompetenz, Haltung und Persönlichkeit deutlicher erkennbar werden.
Körpersprache beeinflusst, wie Botschaften wahrgenommen werden.
Relevant sind beispielsweise Haltung, Blickkontakt, Gestik, Mimik, Stimme, Sprechtempo und Pausen.
Dabei arbeite ich weniger mit vermeintlichen Universalregeln. Entscheidend sind Gesamtwirkung, Kontext und die Übereinstimmung zwischen Botschaft und Auftreten.
Besonders relevant kann sie werden, wenn Verantwortung oder Sichtbarkeit wachsen.
Zum Beispiel beim Wechsel in eine Führungsposition, auf C-Level, in Geschäftsführung oder Vorstand sowie vor wichtigen Präsentationen, Verhandlungen, Gremiensitzungen oder Medienauftritten.
Am liebsten anhand realer Situationen.
Wir können beispielsweise ein wichtiges Gespräch, eine Präsentation, eine Verhandlung oder einen Auftritt simulieren.
Du erhältst differenziertes Feedback. Anschließend arbeiten wir gezielt an den Punkten, die für deine Wirkung den größten Unterschied machen.
BUSINESS 1:1 eignet sich für die gezielte Weiterentwicklung deiner Kommunikation, Präsenz und beruflichen Wirkung.
EXECUTIVE SPARRING passt besonders zu konkreten Situationen mit hoher beruflicher, strategischer oder wirtschaftlicher Tragweite.
Der passende Rahmen ergibt sich aus deinem Anliegen.
Resilienz für Geschäftsführer und Führungskräfte: innere Stabilität, klare Entscheidungen, gute Grenzen und wirksame Selbstführung unter hoher Belastung.
Was sind gefährliche Ideen? Warum unbequeme Fragen, Widerspruch und starke Gegenargumente zu klarerem Denken und besseren Entscheidungen führen können.
Chronisch kritische und abwertende Menschen im Unternehmen rauben Energie. Erfahre, wie du dich innerlich stärkst, klare Grenzen setzt und eine wertschätzende Leistungskultur förderst.
Drama-Persönlichkeiten, Triangulation, Lagerbildung: Erfahre, wie du als Führungskraft Dauerkonflikte erkennst, entschärfst und dein Unternehmen klar ausrichtest.
Passiv-aggressives Verhalten im Business erkennen | Karsten Noack
Wie du als Führungskraft mit kontrollierenden Menschen umgehst, Mikromanagement entschärfst, Dominanz einordnest und klare Grenzen lebst.
Emotionale Unreife erkennen: typische Muster, realistische Erwartungen, klare Grenzen und ein souveräner Umgang – privat und beruflich.
Unbequeme Rückmeldungen souverän prüfen: Kritik einordnen, Abwehrreaktionen erkennen und gerade in Verantwortung besseren Kontakt zur Realität behalten.
Veränderung beginnt im eigenen Einflussbereich: Muster erkennen, Handlungsspielräume nutzen und mit Selbstführung konkrete Veränderungen gestalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Juli 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
Zorn und Wut zerstören den inneren Frieden, das versperrt den Zugang zu hilfreichen Ressourcen. Zorn verzerrt die Sicht auf die Welt. Was wir im Zustand des Zorns wahrnehmen ist weit von der Wirklichkeit entfernt. Also sind Zorn und Wut unnütz? Was ist bei solchen Zuständen zu beachten?
Zorn gleicht einem vorübergehenden Wahnsinn, denn er ist, ebenso wenig wie dieser, Herr über sich selbst.
Lucius Annaeus Seneca
Gefühle lassen sich nur bedingt kontrollieren, besonders bei Ärger gehen leicht die Pferde mit einem durch. Manchmal droht das Messer in der Tasche aufzugehen. Bei manchen Zeitgenossen kann deren Gesprächsverhalten sogar gelassene Menschen in sehr engen Kontakt mit dem eigenen Aggressionspotenzial bringen. Nicht jeder Mensch ist in der Lage dann auf ein gutes Zustandsmanagement zurückzugreifen.
Ist der Ärger sehr stark, dann kann er sich zur Wut steigern. Diese Wut will raus aus dem Bauch und früher oder später abreagiert werden. Dann werden mitunter nicht nur Türen zugeschlagen. Bei einem Wutanfall sind manche Menschen unkontrolliert. Sie richten Schaden für sich und bei anderen an.
Wut zerstört den inneren Frieden, versperrt den Zugang zu hilfreichen Ressourcen. Wut verzerrt die Sicht auf die Welt. Was wir im Zustand der Wut wahrnehmen, ist oft weit von der Wirklichkeit entfernt. Verletztheit, Schmerz, Ohnmacht, Frustration, Verwirrung, Angst – all das und viel mehr kann in Wut enthalten sein, den Geist vernebeln.
Wut ist eine destruktive emotionale Reaktion. Von allen Emotionen vernebelt sie den Blick am meisten, wird mit jeder Steigerung nur noch schlimmer. Die Lage des wütenden Zeitgenossen wird stetig schlechter. Wut ist ein schlechter Ratgeber. Blind ausgelebter Zorn und Wut helfen uns nicht weiter, sondern wirken nur verschlimmernd. Es gilt deshalb solche Emotionen frühzeitig zu erkennen und den Ursachen konstruktiv zu begegnen, anstatt sich den Körpersäften ausliefern.
Noch so viele Selbsterfahrungskurse, Selbsthilfebücher und gute Vorsätze schützen allerdings nicht davor, dass trotzdem mitunter der Druck ansteigt. Aber sie helfen dann, wenn wir gelernt haben, wie in solchen Situationen damit umzugehen ist.
Wut ist oft Ausdruck von Ausgeliefertsein, von fehlenden Einflussmöglichkeiten und somit ein beachtenswerter Hinweis endlich an der Gestaltung teilzunehmen, anstatt unkontrollierten Druck abzulassen. Es wurde etwas verletzt, dass sich durch Aggression nicht heilen lässt. Eigene Grenzen wurden überschritten, wesentliche Bedürfnisse wurden nicht geachtet und unterdrückte Wut staut sich auf. Wenn das nicht erkannt und gehandelt wird, nimmt der Druck gefährlich zu. Er wird zum Explosivgemisch. Anfangs ist Ärger noch wie eine Warnleuchte, die allerdings, wenn wir rot sehen und der Wut verfallen, wie ein defekter Leuchtturm gefährlich in die falsche Richtung weisen kann.
So menschlich Emotionen sein mögen, so schnell geschieht es sich in Rage um Kopf und Kragen zu reden. Was zu viel ist, ist zu viel! Der Blutdruck steigt, der Kamm schwillt an, das Reptiliengehirn will übernehmen. Und es kommt zur Gefühlsexplosion. So menschlich, doch voller Risiken ist es sich vor Zeugen auszutoben, denn Souveränität sieht anders aus.
Selbstvertrauen ist wesentlich, um zu überzeugen. Begeisterung und Zuversicht wirken ansteckend, sie hinterlassen einen positiven Eindruck. Und das ist ja in der Regel bei öffentlichen Auftritten beabsichtigt. Zugegeben; das ist mitunter leichter gesagt, als getan. Einige Gedanken dazu finden Sie im Artikel Vorsicht vor ungezügelten Emotionen beim Medienauftritt.
Nicht schön, doch auf verschämende Weise unterhaltsam: Das Internet ist voller Zeugnisse explosiver Entgleisungen in Interviews. Besonders häufig sind dort Sportler, insbesondere Fußballer, vertreten. Sie benehmen sich vor laufender Kamera zwar häufig daneben, doch ihnen schadet das in der Regel wenig. Ihre Anhänger erwarten keine geistigen Höhenflüge, sondern physische Leistungen. Anders sieht es bei Unternehmern, Politikern und Personen des öffentlichen Interesses aus. Bei ihnen kann es zu länger sichtbaren Blessuren kommen. Da hängt einem das Image eines Rumpelstilzchens gegebenenfalls länger an und verhindert zukünftige Höhenflüge.
Die Ausnahmen sind wohl die Zeitgenossen, bei denen ein Ausbleiben von Ausrastern schon fast zur Publikumsenttäuschung führen würde. So manche Rockband macht eher durch ihre Anfälle bzw. Ausfälle von sich reden als mit ihrem Sound. Klaus Kinski war bekannt, gefürchtet und auch irgendwie gefragt, wegen seiner Wutausbrüche vor der Kamera.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Was bringt Selbsterkenntnis wirklich? Wie Selbstreflexion, Feedback und der Abgleich von Selbst- und Fremdbild bessere Entscheidungen und mehr Selbstführung ermöglichen.
Sanftmut ist ein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften keinen der vordersten Plätze belegen würde. Viele meinen, dass Sanftmut einer Schwäche, Furchtsamkeit oder Passivität entspringt. Doch sie ist eine persönliche Stärke.
Charakterstärke bedeutet mehr als Durchsetzungsvermögen: Mut, Werte, Verantwortung, Selbstreflexion und die Fähigkeit, auch unter Druck bei sich zu bleiben.
Was bedeutet Rücksichtnahme wirklich? Wie du andere berücksichtigst, ohne dich selbst zu übergehen – mit Empathie, Grenzen, Klarheit und Selbstrespekt.
Musst du dich zwischen Rechthaben und Freundlichkeit entscheiden? Erfahre, wann Widerspruch wichtig ist und wie du klar bleibst, ohne Beziehungen unnötig zu belasten.
Was ist Jähzorn? Erfahre, warum Wut schnell eskalieren kann, welche Warnsignale wichtig sind und wie du mit heftigen Wutausbrüchen konstruktiver umgehst.
Was bedeutet Hybris? Wie Erfolg, Macht und Selbstüberschätzung Entscheidungen beeinflussen können – und warum gute Führung Widerspruch und Korrekturfähigkeit braucht.
Nevengift und Messer für ein jüngeres Gesicht? Das Leben hinterlässt Spuren im Gesicht. Etwas Einfluss darauf haben wir Menschen. Was sagt Ihr Gesicht?
Was unterscheidet gesundes Selbstvertrauen von Arroganz? Erfahre, welche Rolle Überlegenheit, Selbstüberschätzung, Kritik und der Umgang mit anderen spielen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Mai 2015
Überarbeitung: 8. März 2019
AN: #67614
Ü:
K:
Wie steht es mit der Körpersprache und der Rhetorik von Markus Söder? Wie lässt sie sich interpretieren und was wirkt wie im Hinblick auf eine Kanzlerkandidatur?
Was jemand denkt, erkennen wir weniger an den Worten, als vielmehr am Verhalten.
Die Situation in Deutschland wird unterschiedlich bewertet und beeinflusst Wahrnehmung, Denken und Verhalten der Menschen. Es ist an vielen Stellen Verunsicherung spürbar. Wem es gelingt hier Sicherheit zu vermitteln, der kann damit als Politiker punkten. Und, weil das über die Erscheinung maßgeblich mit der Rhetorik und Körpersprache vermittelt wird, lohnt es sich bei Kandidaten genau hinzuschauen, ob das ihre Stärke ist. In der Wahrnehmung scheinen das viele Menschen Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder zuzusprechen. Zugegeben: Wahrnehmung wird von vielen Faktoren beeinflusst. Ich habe mir einige seiner Redeauftritte angeschaut. Dieser Beitrag (Work in Progress) konzentriert sich auf:
Markus Söder wirkt bei vielen Redegelegenheiten, als würde er frei sprechen. Das hat eine sehr positive Wirkung.
In seinen Redebeiträgen holt er das Publikum ab und fördert gleich zu Anfang Rapport.
Der Redeaufbau ist bei vorbereiteten Reden logisch, durchdacht und systematisch.
Er spricht häufig über aktuelle Themen, oft auf eine sehr vage Weise, die nicht wirklich greifbar ist. Das werden einige Zuhörer als Fluff empfinden, andere finden sich so leichter wieder.
Sprachlich setzt er sehr viele Weichmacher ein, was bei aufmerksamen Beobachtern die Glaubwürdigkeit senkt. So ist er weniger verantwortlich für das, was er äußert.
Er nutzt häufiger rhetorische Fragen, um Botschaften vorzubereiten.
Einige seiner Aussagen haben das Potenzial für Schlagzeilen und twitter.
Seine Gestik ist sicher und ausdrucksstark. Er beherrscht einige positive Gesten. Da er für das Bestehende und Kontinuität steht, ist seine Gestik passend, ruhiger und souveräner. Noch zurückhaltender darf seine Gestik jedoch nicht ausfallen. Es wirkt zwar stabiler, jedoch auch weniger kämpferisch und durchsetzungsstark.
Seine Mimik ist weitgehend freundlich und sympathisch.
Er lächelt häufig so, als würde er etwas wissen, das andere gerade übersehen. Dabei achtet er darauf, nicht arrogant zu wirken. Die Interpretation seines Lächelns wird wohl je nach Beziehung der Beobachter zu ihm unterschiedlich ausfallen; als spitzbübisch, freundlich oder arrogant.
Geht es um ein ernstes Thema, dann zieht er die Stirn oft in Falten und signalisiert so Ernsthaftigkeit.
Er ist sich der Wirkung von Blickkontakt durchaus bewusst und berücksichtigt das meist. In Interviews wandert sein Blick allerdings häufiger ins Nichts, so als würde er dort nach Antworten oder Worten suchen. Sein Umgang mit der Kamera hat Potenzial, verbessert zu werden. Erstaunlich, im Hinblick auf die umfangreichen Erfahrungen, die er schon mit Medien gemacht haben dürfte.
Bei zahlreichen Gelegenheiten ist zu sehen, wie Söder ihm unangenehme Menschen von der Seite anschaut. Das vermittelt nicht gerade Respekt und fällt auch Beobachtern auf.
Er nickt sehr häufig und das wirkt sowohl verstärkend als auch ansteckend.
Er verhält sich so, wie viele Wähler sich einen Kanzler wünschen, als Alphatier. Breiter Stand, massiver Gang unterstreichen seine Größe. All das unterstreicht Status, Sicherheit und Glaubwürdigkeit. Deshalb vermeidet er auch hektische schnelle Bewegungen, denn das würde dem beabsichtigten Eindruck schaden.
Demonstrativ steht er bei Pressekonferenzen in seiner Rolle als Ministerpräsident auf einem Bein, so als wäre er zuversichtlich, locker und keine Gefahr. Wenn es erforderlich ist, wechselt er zu einem ruhigen Stand auf beiden Beinen. Wann immer er kann vermittelt er Ruhe, Geradlinigkeit und Unaufgeregtheit.
Im Vergleich zu den meisten Konkurrenten vermittelt er Entschlossenheit und sogar Jugendlichkeit. Im Vergleich! Was er in der aktuellen Situation als Ruhe und Beständigkeit vermittelt, könnte außerhalb einer Krise als fehlender Enthusiasmus empfunden werden.
Er könnte seine vermittelte Souveränität steigern, indem er sich anderen Menschen ruhig etwas mehr zuwendet.
Der Stimmeinsatz ist lebendig. Seine Satzmelodie ist eigen. Doch da er langsam und ruhig spricht, wirkt das sympathisch.
Wenn er überbetont, dann auch als sogenannte analoge Markierungen.
Fülllaute, wie Ähhs, sind in vertretbarem Maße bei ihm zu hören.
Pausen werden von ihm vielfältig genutzt. Er steigert so die Wirkung von Aussagen. Häufig setzt er Pausen vor wichtigen Aussagen ein, um die Dramaturgie zu steigern und so die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
Wird er inhaltlich persönlicher, dann reduziert er wirksam sein Sprechtempo. So wirkt er nachdenklicher und menschlicher.
Körpersprache liefert Hinweise. Sie liefert selten eindeutige Übersetzungen.
Eine einzelne Geste, ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung bedeutet für sich genommen wenig. Wer daraus unmittelbar auf Gedanken, Gefühle oder Absichten eines Menschen schließt, macht es sich zu einfach.
Aussagekräftiger wird Körpersprache erst im Zusammenspiel:
Erst durch Kontext, Vergleich und mehrere Beobachtungen entstehen brauchbare Hinweise.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Juli2021
Überarbeitung: 13. April 2021
AN: #943
Ü:
K:
Wie steht es mit der Körpersprache der Kanzlerkandidaten der Grünen Annalena Baerbock und Robert Habeck?
Was jemand denkt, erkennen wir weniger an den Worten, als vielmehr am Verhalten.
Aus Anlass der Frage der Kanzlerkandidatur bei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN wurde ich gebeten ein paar Gedanken zur Körpersprache der Kandidaten zu äußern. An dieser Stelle sammle ich meine Notizen dazu. Respektvolle Kommentare sind willkommen. Work in Progress!
Wie steht es mit rhetorischen Merkmalen und jeweils typischer Gestik und Mimik bei Frau Annalena Baerbock?
Frau Baerbock redet häufiger in Bildern und verwendet visuelle Sprache. Damit spricht sie eine große Anzahl von Menschen an. Dabei setzt sie gerne emotionale Sprache ein, die bewegt. Ihre sprachlichen Formulierungen haben sich weiter entwickelt. Sie neigt eher zu überlegten und kontrollierten Formulierungen.
In Talkshow zeigt sie sich recht schlagfertig, engagiert und zugewandt. Auch vor sonstigem Publikum entfaltet sie Wirkung. Ohne Publikum, beispielsweise beim virtuellen Parteitag, ist davon deutlich weniger zu sehen. Da wirkt sie wie schlecht, weil falsch vorbereitet. Sie überbetont einige Worte, spricht meist zu langsam, so als hätte sie Angst sich zu versprechen. Ihre Pausen sind zu lang. Der direkte Umgang mit der Kamera ist ihr noch nicht so vertraut, was auf der Bühne gut funktioniert, sieht bei Nahaufnahme oder sogar Großaufnahme und unbestechlicher Hochauflösung weniger gut aus. Wobei Auftritte ohne Publikum für viele sonst gute Rednerinnen und Redner eine Herausforderung ist.
Sie kann auch bissig: Hühner, Schweine, Kühe melken, das sei Roberts Bereich, ich komme eher aus dem Völkerrecht. Der Seitenhieb in einem NDR-Interview war nicht erkennbar von Habeck provoziert. War das ein Ausrutscher oder war es das mit der Harmonie?
Ihre Auftritte sind insgesamt wirkungsvoll und das Beste daran: Bei Frau Annalena Baerbock sind einige rhetorische Potenziale zu vermuten, die sich durch entsprechendes Training aktivieren ließen.
Ihre Gestik ist sehr sicher und ausdrucksstark. Sie beherrscht viele positive Gesten. Sehr häufig zeigt sie ihre Handflächen, was als gebend und offen interpretiert werden kann. Negative Gesten sind mir nicht aufgefallen.
Die Mimik ist etwas zurückhaltend und ihr Lächeln ist seltener sehr ausgeprägt. Missfallen zeigt sie mimisch jedoch deutlicher. Auf der Politbühne ist ihre Mimik souverän und weitgehend kontrolliert.
Der Stand wirkt mitunter etwas unsicherer, möglicherweise liegt das an den Absätzen, die sie bei den von mir erinnerten Auftritten trug. Die geben ihr etwas mehr körperliche Größe.
Insgesamt wirkt sie meist kontrolliert.
Sie spricht oft sehr schnell und am Ende von Sätzen wird ihre Stimme häufiger höher. Dadurch wirkt sie weniger kompetent und mitunter gestresst. Noch immer überschlägt sich häufiger ihre Stimme. Ansonsten ist ihr Stimmeinsatz souverän und verständlich. Allerdings betont sie einige Worte falsch und sie verschluckt Buchstaben. Die Lautstärke ist im Allgemeinen angepasst. Ihre Stimme könnte insbesondere für den Einsatz vor großem Publikum Coaching und Training gebrauchen. Hier vermute ich großes Potenzial, deutliche positive Wirkung. Da die Stimme die Spiegelneuronen der Zuhörenden anregt und diese damit zumindest unbewusst Unbehagen verbinden, ist eine angenehme und überzeugende Stimme so wichtig.
Bei einige Gelegenheiten macht sie Pausen, doch könnten die ruhig auch mal länger sein. Bei Pressemitteilungen und ähnlichen Situationen wirkt es, als hätte sie die Worte auswendig gelernt und sie nicht im Kontakt mit deren jeweiligen Bedeutung ist. Dann wiederum können ihre Pausen, wie beim virtuellen Parteitag, unnötig lang ausfallen.
Wie steht es mit rhetorischen Merkmalen, typischen Gesten und der Mimik bei Herrn Habeck?
Er ist sehr stark auf der Beziehungsebene. Seine Äußerungen, selbst auf politische Fragen, sind oft recht leger. Überhaupt verwendet er weniger ausgefeilte Formulierungen, soweit ihm das möglich erscheint. Die in der Politik übliche Rhetorik meidet er, gibt sich pragmatisch und versöhnlich. Alltagsklamotten, Pulli und Jeans. Er wirkt, als würde er mit so gut wie jedem ins Gespräch gehen können.
Seine Satzstruktur ist nachvollziehbar und er kommt meist auf den Punkt. Wird er allerdings nervös, dann neigt er zu längeren Sätzen und Fülllauten. Will er zu einem Thema keine Aussage tätigen, dann wird das immer deutlicher. Was mal wie angenehme Plauderei wirkt, kann auch mal langatmig wahrgenommen werden.
Bei vielen Auftritten scheint er ohne Manuskript ans Werk zu gehen.
Wenn er rhetorische Wirkpausen einsetzt, dann strahlt er Ruhe und Souveränität aus.
Zu den von ihm verwendeten rhetorischen Stilmitteln gehören Metaphern, Anaphern, Analogien und Storytelling.
In den betrachteten Auftritten vor Publikum wirkt seine Gestik unterstreichend und ruhig. Er akzentuiert seine Worte mit den Händen. Seine Hände bewegen sich überwiegend eng in der Nähe der Hüfte.
Er zeigt eine lebhafte Mimik, schaut gerne und oft spitzbübisch lächelnd. Dabei wirkt er sehr sympathisch und glaubhaft.
Während er hüftbreit vor Publikum steht, wirkt er sicher. Mitunter könnte da etwas mehr Lockerheit und Begeisterung die Wirkung steigern.
Bei ihm unangenehmen Themen spricht seine Körpersprache sehr deutlich. Geübte Beobachter können ihn gut lesen.
Insbesondere sitzend achtet er eher auf den Oberkörper. In Interviews entzieht sich der Unterkörper etwas seiner Aufmerksamkeit und schließt sich bei unangenehmen Themen.
Die Stimme bei Reden ist klar, deutlich, teilweise etwas pastoral gepresst und auch dozierend. In Gesprächen ist er meist lockerer.
Welche Ähnlichkeiten zwischen dem Auftreten und Reden der beiden Grünen-Vorsitzenden gibt es, oder sind sie grundverschieden? Hmm. Beide haben sich innerhalb relativ kurzer Zeit professionalisiert.
Gerade Habeck gibt sich gerne locker und privat. Sie wird langsam lockerer und der Prozess dauert noch an.
Bei beiden sehe ich häufiger Präzisionsgesten.
Wer von beiden könnte vertrauenerweckender und bürgernaher wirken? Seine Inszenierung wirkt glaubhaft und echt, da er sich so gibt, als würde er sich nicht verstellen.
Noch ist die Wirkung der Souveränität bei beiden Kandidaten auf unterschiedliche Weise ausgeglichen.
Ihre Schuhe mit Absätzen gleichen die Größe aus, lassen sie jedoch weniger standhaft wirken als ihn. Eine ihrer Stärken ist die Gestik, ihre größte Schwäche ihre Stimme. Das lässt sich ändern, auch indem die Authentizität berücksichtigt wird, doch auf traditionellen Wegen erfordert das Zeit. Würde sie hier erste geeignete Schritte gehen, wäre das auch kurzfristig hör- und spürbar.
Er wirkt offener, neigt dadurch eher zu Ausrutschern. Sie kommt eher auf den Punkt als er. Er scheint mehr an Harmonie interessiert als sie. Sie wirkt kontrollierter und strategischer, er spontaner und offener. Was passt besser zu einem Kanzler / einer Kanzlerin? Und unter welchen Umständen wäre welche Persönlichkeit mehr gefragt?
Körpersprache liefert Hinweise. Sie liefert selten eindeutige Übersetzungen.
Eine einzelne Geste, ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung bedeutet für sich genommen wenig. Wer daraus unmittelbar auf Gedanken, Gefühle oder Absichten eines Menschen schließt, macht es sich zu einfach.
Aussagekräftiger wird Körpersprache erst im Zusammenspiel:
Erst durch Kontext, Vergleich und mehrere Beobachtungen entstehen brauchbare Hinweise.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. April 2021
Überarbeitung: 13. April 2021
AN: #243
Ü:
K:
Was hat es mit dem Zynismus auf sich und was hat er zur Folge? Hilft er Ihnen oder schadet er Ihnen in Gesprächen, Reden, Gesprächen?
Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur Erfahrung – und das ist so ziemlich dasselbe.
Oscar Wilde
1. Lebensphilosophie der Kyniker
2. Die Sichtweise, aufgrund absoluter Skepsis oder vermeintlicher Überlegenheit Anschauungen infrage zu stellen. Oft geschieht das in verletzender Weise denjenigen gegenüber, die diese Anschauung teilen.
Zynismus ist verbunden mit einer pessimistischen, lebensverneinenden Grundeinstellung, der Missachtung von Konventionen, einem Tabubruch, einem Angriff zur gezielten Verletzung des Adressaten. Äußerungen bekommen einen bitteren Beigeschmack. Im umgangssprachlichen Gebrauch werden Zynismus, Sarkasmus und Ironie häufig gleichgesetzt. Obwohl sie miteinander verwandt sind, lassen sie sich jedoch klar voneinander abgrenzen. Sarkasmus ist spöttisch und herabsetzend. Er kann, muss sich aber nicht zwingend als Ironie zeigen.
An wen denken Sie beim Begriff Zyniker? Mir kommt sofort Harald Schmidt in den Sinn. Harald Schmidt ohne Zynismus? So wären all die Jahre Late-Night-Show kaum denkbar. Mittlerweile hat sich auch das erledigt oder läuft sie noch? Auf jeden Fall hat es ziemlich lange funktioniert. Zumindest hatte Herr Schmidt ein genaues Gespür dafür, wer Hohn und Spott verdient, wer es verträgt und wer nicht.
Der Zynismus, so verabscheuungswürdig, so unangebracht er auch in der Gesellschaft sein mag, ist für die Bühne hervorragend geeignet.
Denis Diderot
Die Frage: Eignet sich Zynismus für Gespräche und überzeugende Reden oder schadet er?
Abgesehen von Harald Schmidt und dessen Talkshow-Format, wie ist das sonst so: Zynismus und Sarkasmus sind oft Mauern, die jemand aufbaut, um sich vor anderen Menschen zu schützen und sich den Umständen nicht so ausgeliefert zu fühlen. Insofern…
Dr. Gregory House ist zynisch, meistens schlecht gelaunt, behandelt alle Menschen, ob Patienten oder Kollegen, gleich schlecht – und er hasst es, mit Patienten zu reden. Er ist nicht gerade das Idealbild eines mitfühlenden Arztes, nichts mit Heilewelteinfühlsamkeit wie in der Schwarzwaldklinik. Allerdings ist der Eigenbrötler als phänomenaler Diagnostiker eine Koryphäe, der medizinische Herausforderungen liebt. Auf dem Fernsehschirm stellt er sich gemeinsam mit seinem Team unlösbar geltenden Aufgaben und rettet so einige Menschenleben. Zu seinen Markenzeichen gehören der Stock und sein beißender Zynismus. Bei all seinen Erfolgen gibt es Zuschauer, die meinen, das mit dem Zynismus wäre gar nicht so schlimm, und Zyniker fühlen sich bestätigt.
Was hat es mit dem Zynismus auf sich und was hat er zur Folge? Hilft er Ihnen oder schadet er Ihnen dabei, sich und Ihr Angebot überzeugend zu präsentieren?
Oscar Wilde meinte; Zynismus sei die Kunst, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten. Aber Zynismus ist kein Synonym für Realismus.
Wer im heutigen Sinne des Wortes zynisch ist, der ist im höchsten Maße spöttisch und verletzt mit seiner Geisteshaltung und entsprechenden Äußerungen andere Menschen, indem er ihre moralisch-ethischen Werte sowie die gesellschaftlichen Vereinbarungen missachtet oder auch lächerlich macht.
Zyniker entwürdigen, nehmen billigend in Kauf Menschen zu verletzen, mit Worten und manchmal auch mit Taten. Meist verletzt ein Zyniker aber nicht, weil er so große Freude daran hat. Zyniker fühlen sich selbst verletzt und es ist oft ein unbeholfener Versuch, auf diese Weise verletzend empfundene Umstände in die Aufmerksamkeit anderer Personen zu bringen.
Der Zynismus ist der Umsturz des Ideals, die Parodie der physischen und moralischen Schönheit, das Verbrechen des Geistes, die Vertiefung der Fantasie.
Alphonse de Lamartine
Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. (Horaz). Wenn dein Gewissen rein bleiben soll, darfst du es nicht benutzen (Otto von Bismarck). Zynismus liefert wohl keine ideale Basis für Beziehungen. So manchem polarisierenden Showmaster und Kabarettisten verhalf er zur Bekanntheit und zum Erfolg. Aber ansonsten ist Zynismus selten willkommen.
Die innere Haltung: Der Wunsch Unheil zu bekämpfen, erfordert ganzen Einsatz, Zurückhaltung ist da nicht angebracht. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Murphys Gesetze existieren schließlich nicht ohne Grund, Zyniker wissen das. Der Zweck heiligt aus ihrer Sicht die Mittel. Und wer auf Katastrophen vorbereitet ist, leidet weniger unter ihnen. Zynismus basiert meist auf Resignation. Gerade durch Abwertungen wird wenig positiv verändert; konstruktiv ist das nicht.
Zynismus reduziert den Einfluss. Zu viel Zynismus schadet dem Ansehen, es senkt den persönlichen Status, da er Ausdruck dafür ist Einfluss zu vermissen.
Zynismus ist das Ergebnis einer Verbindung von Bequemlichkeit mit Machtlosigkeit.
Bertrand Russell
Zynismus ist mit Ironie und Sarkasmus verwandt, wobei es erkennbare Unterschiede gibt. Zynismus beruht auf sehr kritischem Zweifel und verfolgt die Absicht, die Werte sowie Wahrheiten anderer Personen rücksichtslos herabzusetzen. Zynismus ist zutiefst respektlos.
Bei der Ironie ist das Gesagte das Gegenteil des eigentlich Gemeinten. Es wird so geäußert, dass trotzdem verstanden werden kann, was gemeint ist. Ironie repräsentiert oft unausgesprochene Erwartungen.
Sarkasmus ist stets spöttisch und herabsetzend. Er kann, muss aber nicht zwingend, als Ironie in Erscheinung treten. Hier wird die Verletztheit noch deutlicher.
Der Begriff Zynismus hat seine Bedeutung mit der Zeit gewandelt. Er bezog sich ursprünglich auf die philosophische Schule der Kyniker, die sich ca. 445 bis 365 v. Chr. auf Antisthenes gründete. Kyniker waren davon überzeugt, dass Glück nicht erreicht wird durch materielle Güter. Sie lehrten absolute Bedürfnislosigkeit und Entsagung als Weg zur persönlichen Freiheit. Es ging ihnen um Selbstdisziplin. Das hat vielen Beobachtern nicht so gut gefallen, weil es deren Weltbild störte. So wurden sie dafür angefeindet. Angriff ist die beste Verteidigung: Als Reaktion sollen die Kyniker (griech. kyon = Hund) sehr bissig vorgegangen sein, wenn sie ihre Weltanschauung verteidigten. Mit dem 18. Jahrhundert wurde der Begriff im deutschen Sprachraum dann zunehmend mit dem nach außen gerichteten Aspekt des Zynismus gleichgesetzt.
Falls Sie selbst zu Zynismus neigen; lohnt sich herausfinden, was Sie damit beabsichtigen, ob Sie es so bekommen und welche Nebenwirkungen dabei auftreten. Wenn es an tief sitzenden Enttäuschungen liegt, ist es möglich, daran zu arbeiten. Gerade, wenn es daran liegt, dass Bemühungen, sich für etwas einzusetzen, gescheitert sind, ist es an der Zeit, sich neu auszurichten. Vermutlich gibt es bessere Wege, die wirksamer und für Sie erfüllender sind. Oft genug gibt es eine bessere Strategie, die weniger selbst zerfleischend ist. Zynismus ist wie das Janusgesicht gescheiterter Missionare. Wenn etwas nicht so funktioniert wie erwartet, neigen viele Menschen zu mehr und mehr Aktionismus, stecken vehement immer noch mehr Energie in etwas und sind irgendwann frustriert. Führt das zu Zynismus, wird es zunehmend schwerer für das Anliegen, so zu werben, dass jemand interessiert zuhört. Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu besinnen, gerne auch mit meiner Hilfe. Kaum jemand hört gerne einem Zyniker zu. Und ich zeige Ihnen geeignete Wege, wie Sie sich und Ihr Anliegen überzeugend präsentieren.
Was bringt Selbsterkenntnis wirklich? Wie Selbstreflexion, Feedback und der Abgleich von Selbst- und Fremdbild bessere Entscheidungen und mehr Selbstführung ermöglichen.
Sanftmut ist ein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften keinen der vordersten Plätze belegen würde. Viele meinen, dass Sanftmut einer Schwäche, Furchtsamkeit oder Passivität entspringt. Doch sie ist eine persönliche Stärke.
Charakterstärke bedeutet mehr als Durchsetzungsvermögen: Mut, Werte, Verantwortung, Selbstreflexion und die Fähigkeit, auch unter Druck bei sich zu bleiben.
Was bedeutet Rücksichtnahme wirklich? Wie du andere berücksichtigst, ohne dich selbst zu übergehen – mit Empathie, Grenzen, Klarheit und Selbstrespekt.
Musst du dich zwischen Rechthaben und Freundlichkeit entscheiden? Erfahre, wann Widerspruch wichtig ist und wie du klar bleibst, ohne Beziehungen unnötig zu belasten.
Was ist Jähzorn? Erfahre, warum Wut schnell eskalieren kann, welche Warnsignale wichtig sind und wie du mit heftigen Wutausbrüchen konstruktiver umgehst.
Was bedeutet Hybris? Wie Erfolg, Macht und Selbstüberschätzung Entscheidungen beeinflussen können – und warum gute Führung Widerspruch und Korrekturfähigkeit braucht.
Nevengift und Messer für ein jüngeres Gesicht? Das Leben hinterlässt Spuren im Gesicht. Etwas Einfluss darauf haben wir Menschen. Was sagt Ihr Gesicht?
Was unterscheidet gesundes Selbstvertrauen von Arroganz? Erfahre, welche Rolle Überlegenheit, Selbstüberschätzung, Kritik und der Umgang mit anderen spielen.
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Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (n=957)
Ich meide zynische Menschen.
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Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (n=957)
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 4. Juni 2019
AN: #7624
K:
Ü:X
Gerade bei Wut ist es besser sich vor einer Reaktion zuerst sammeln und erst dann zu handeln. Professionelle Schlagfertigkeit erinnert nicht an einen Elefanten im Porzellanladen.
Autsch, das tat weh! Die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Reaktion die Beste ist, sinkt mit dem Grad des negativen emotionalen Einflusses. Wut ist kein guter Berater.
Umso intensiver die Emotion, desto einflussreicher das Stammhirn, das aus gutem Grund auch als Reptiliengehirn bezeichnet wird. Adrenalin wird großzügig ausgeschüttet und wirkt gemeinsam mit anderen unaussprechlichen Stoffen. Dann geht es nur um den Moment und spätere Auswirkungen bleiben unberücksichtigt. Kein guter Zeitpunkt für die Entscheidungsfindung. Schnell kann ein kurzfristiger Sieg nach Punkten über das Ziel und den Achtungserfolg hinaus ins Abseits führen. Das macht Sie so beliebt, wie den Elefanten im Porzellanladen.
Nimmer hat die Wut sich gut verteidigt.
William Shakespeare
Respekt und Achtung gehen bei Wut schnell verloren. Gerade bei Wut ist es besser vor einer Reaktion zuerst wieder zu sich zu finden und erst dann zu handeln. Lucius Annaeus Seneca meinte: „Das beste Mittel gegen Zorn ist Aufschub; fordere von deinem Zorn anfänglich nicht, dass er verzeihe, sondern nur, dass er nachdenkt.“ Manchmal genügt dafür die Dauer eines Atemzugs, manchmal ist es erforderlich eine Nacht darüber zu schlafen und manchmal auch länger.
Damit ist nicht gemeint, die Wut herunterzuschlucken, sondern umso konstruktiver eine Lösung anzustreben. Und manchmal ist es besonders lohnenswert, dafür persönliche Unterstützung zu haben.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
PowerPoint Karaoke ist weit mehr als nur Unterhaltung, es ist ein hervorragendes Training für ambitionierte Redner. Es reduziert übrigens auch Lampenfieber, wenn es wiederholt wird.
Für die Neutralisierung unfairer Angriffe lassen sich Brückensätzen einsetzen. Diese Tipps helfen, Beispiele verdeutlichen die Wirkung.
Was können wir von Keith Johnstone lernen? 14 Impulse für Präsenz, spontane Kommunikation, ImproRhetorik und souveränes Handeln unter Druck.
Musst du dich zwischen Rechthaben und Freundlichkeit entscheiden? Erfahre, wann Widerspruch wichtig ist und wie du klar bleibst, ohne Beziehungen unnötig zu belasten.
Wie funktionieren rhetorische Ausweichtechniken? Erfahre, wie Themenwechsel, Whataboutism und Gegenangriffe Fragen umgehen – und wie du souverän zurück zum Punkt führst.
Braucht es fiese Tricks, um Debatten zu gewinnen? Warum gute Argumente stärker sind, wie du unfaire Rhetorik erkennst und souverän darauf reagierst.
Was sind Zwillingsreime und wozu sind sie zu gebrauchen?
Wenn Angreifer mehr oder weniger gut vorbereitet auf eine Strategie setzen, ist es von Vorteil die beabsichtigten Spielzüge zu vereiteln. Verderben Sie Ihren Widersachern das unfaire Spiel. Reagieren Sie anders als Ihr Angreifer es von Ihnen erwartet, entziehen Sie ihm die Kontrolle. Der einzige Spielmacher, der zählt, sind Sie.
Das Zitat von Konfuzius beschreibt eine der grundlegenden Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und das Lernen. Damit sich bei Coaching und Training das Potenzial entfaltet, findet es auf mehreren Ebenen statt.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2017
Überarbeitung: 2. Juli 2019
AN: #2346
K:CNB
Ü:
Stimmübungen, Stimmpflege und Tipps für eine ausdrucksstarke Stimme für Reden und Präsentation. Durch Atem- und Sprechübungen entwickeln Sie eine wohlklingende Stimme.
Eine angenehme Stimme ist sehr oft mit sonst üblichen Eigenschaften des Leibes und der Seele verbunden.
Georg Christoph Lichtenberg
Ob im Gespräch, in Besprechungen oder als Redner auf der Bühne: Die Stimme – gekonnt eingesetzt – ist ein wesentliches Mittel andere Menschen von uns und unserem Angebot zu überzeugen.
Zuhörer leiten viele Annahmen über Redner und das, was sie sagen, davon ab, welchen Eindruck die Stimme auf sie macht. Vor allem für wie glaubwürdig und kompetent wir einen Redner halten, machen wir häufig an dessen Stimme fest. Unverständlicherweise wird die Bedeutung der Stimme jedoch von vielen Menschen unterschätzt. Damit es Ihnen in Zukunft nie wieder die Stimme verschlägt, im Folgenden ein paar Tipps für eine ausdrucksstarke Stimme.
Eine monotone Stimme signalisiert den Zuhörern, dass der Redner selbst kein großes Interesse am Thema oder dem Publikum hat. So vorgetragene Informationen und Botschaften gehen nicht ins Ohr, sie versickern im „Nichts“, kommen nicht an. Eine Stimme, die sich Gehör verschaffen will, betont abwechslungsreich und belebt. Pausen, Geschwindigkeitswechsel und variierende Betonung hauchen dem Gesagten Leben ein, Emotionen werden transportiert. So erlebt das Publikum das Gesagte, ist mittendrin im Geschehen, baut eine Verbindung zum Redner auf und schwingt mit.
Eine, die meiste Zeit über sehr leise Stimme lässt den Sprecher unsicher wirken. Eine ständig zu laute Stimme ist unangenehm; sie wirkt dominant und aufdringlich.
Die Lautstärke der Stimme kann gezielt dazu eingesetzt werden, eine Rede dynamisch wirken zu lassen. Der geschickte Wechsel von lautem, mittlerem und leisem Sprechen unterstützt die Aussagen, hilft Spannung aufzubauen und Akzente zu setzen.
Manchen Menschen ist beim Sprechen nur schwer zu folgen, da sie sehr undeutlich reden. Vielen ist nicht einmal bewusst, dass sie nuscheln, einzelne Silben verschlucken oder falsch betonen. Mit professioneller Unterstützung ist es leichter, solche Angewohnheiten zu entdecken und zu verändern.
Und ja. Die klassische Übung mit dem Korken im Mund ist tatsächlich wirkungsvoll. Nehmen Sie den Korken vorsichtig zwischen die Zähne und sprechen Sie trotzdem so verständlich wie nur möglich.
Es gibt Stimmen, bei denen man sich lieber die Ohren zuhalten will. Die Gründe für eine solche Stimme sind neben körperlichen Ursachen, für die Ärzte die passenden Ansprechpartner sind, Verkrampfung, Überanstrengung, fehlende Übung und schlechte Angewohnheiten. Häufig wird auch in einer Stimmlage gesprochen, die nicht der eigenen natürlichen Stimmlage entspricht.
Bei der Untersuchung der Sprechstimme gilt es, die sogenannte mittlere Sprechstimmlage eines Menschen zu finden. Gemeint ist die Frequenz, in welcher dieser am mühelosesten und resonanzreichsten spricht. Sie wird auch als Indifferenz- oder Wohlfühllage bezeichnet. Das ist der Stimmklang, bei dem die Stimmlippen im Kehlkopfbereich völlig entspannt schwingen und der von den anderen als angenehm empfunden wird. Diesen Eigenton verwenden jedoch in der Regel nur wenige Menschen. Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass Stimmen oft überanstrengt, zu hoch oder zu tief klingen.
Bei jedem Menschen ist die ideale Tonlage eine andere. Zur Orientierung:
Sprechen Sie möglichst bis maximal zu einer Quint um Ihre individuelle Indifferenzlage herum. Stimmen, die davon allzu weit abweichen, wirken schnell gekünstelt und unnatürlich. Außerdem werden dann die Sprechwerkzeuge unnötig strapaziert, was unter anderem zu chronischer Heiserkeit führen kann. Höhere Stimmlagen wirken überdies nicht so kompetent.
Wenn Sie Ihrer Stimme etwas Gutes tun wollen, gähnen Sie doch einfach mal ausgiebig. Schon der Gedanke an jemanden, der gähnt, sorgt bei vielen Menschen für einen entsprechenden Impuls. Die dadurch erzeugte Zwerchfellspannung sowie die Weitung des Mund- und Rachenraumes fördern die Artikulation und den Stimmumfang.
Nutzen Sie passende Übungen, um Ihr Stimmvolumen zu trainieren. Hilfreich für die Stimme sind auch Übungen, die die Körperhaltung fördern wie im Yoga, bei Pilates und Co.
Chleudert den Purchen zu Poden.
Das Leben des Brian
Üben Sie mit Zungenbrechern. Wechseln Sie dabei Tempo und Rhythmus und machen Sie gezielte Pausen.
Los geht’s!
Ist Ihr Interesse geweckt?
Lernen Sie Ihre Stimme noch gezielter einzusetzen, um sich und Ihr Angebot stimmig zu präsentieren, und arbeiten Sie an den Eigenschaften Ihrer Sprechstimme:
Ihr ganzer Körper bildet den Resonanzkörper Ihrer Stimme. Wenn Sie sich verkrümmen oder klein machen, verbiegen dann reduzieren Sie auch die Wirkung Ihrer Stimme. Es ist auch für den Stimmklang besser, wenn Sie sich gerade hinstellen oder hinsetzen und auf eine gerade Haltung achten. Machen Sie sich groß, dass vergrößert auch Ihren Stimmklang.
Das Leben ist wie eine Schachtel Routinen.
Die Stimme braucht Training und Pflege, um den Spiel- beziehungsweise Klangraum zu erkunden und auszubauen. Am besten Sie entwickeln für Sie passende Routinen. Zu festen Zeiten oder an bestimmten Orten, die Stimme zu pflegen, macht es leichter Routinen zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Wenn sich während der Präsentation die Schmetterlinge im Bauch melden helfen Atemübungen. Worauf Sie bei Ihrer Atmung achten sollten, wenn Sie zu Lampenfieber bei Auftritten wie Reden und Präsentationen neigen.
Jeder Mensch hat eine persönliche Wohlfühlstimmlage, in der besonders entspannt gesprochen wird. Wer sich bemüht, tiefer oder höher als in seiner natürlichen Art zu sprechen, klingt verkrampft. Finden Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Ihrer Wohlfühlstimmlage (Indifferenzlage).
Welche Wirkung hat ein Akzent in Gesprächen, Reden und Präsentationen?
Ein Vorstand, den kaum jemand versteht, eine Expertin die selbst bei ernsten Themen zum Lächeln anregt, der Vorgesetzte, fachlich und menschlich hervorragend; wenn nur dieser Dialekt nicht wäre.
Tipps für eine ausdrucksstarke Stimme. Stimmübungen, Stimmpflege für Redner. Durch Atem- und Sprechübungen entwickeln Sie eine wohlklingende Stimme.
So eine verlebte Stimme scheint auf manche Menschen anziehend zu wirken. 7 Wege zur Reibeisenstimme. Wollen Sie Ihre Stimme ruinieren?
Korkenübung für Artikulation: einfache Anleitung für bewusstes und deutlicheres Sprechen – mit Hinweisen zu Anwendung, Dauer und Grenzen.
Was löst Ihre Stimme bei anderen Menschen aus? Sprechen Sie schon mit der eigenen Stimme, also in Ihrer Wohlfühlstimmlage? Wenn nicht, oder Sie sich nicht sicher sind, finden Sie hier eine Anleitung.
Drei dicke Drachen dienen drei dünnen Damen. Und Zungenbrecher dienen dem Training engagierter Redner. Das schult die Sprechfähigkeit, Artikulation und Konzentration.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Januar 2015
Überarbeitung: 22. September 2019
AN: #726234
Englische Version:
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Sowohl strategisch als inhaltlich gibt es Einiges zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist die Körpersprache, die Sie in Gehaltsverhandlungen an den Tag legen.
Leistung ist das Eine, Anerkennung dafür zu bekommen oft etwas Anderes. Eine Form der Anerkennung für berufliche Leistungen ist das Gehalt.
Strategisch und inhaltlich gibt es einige Punkte zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist dabei die in Gehaltsverhandlungen an den Tag gelegte Körpersprache.
Oft sagt unsere Körpersprache etwas anderes, als unsere verbalen Äußerungen vermitteln sollen. Das ist besonders dann der Fall, wenn versucht wird sich zu verstellen oder etwas unterdrückt werden soll. So verstellen sich viele bei Gehaltsverhandlungen, um sich die Aufgeregtheit nicht anmerken zu lassen und sich so gut wie möglich zu präsentieren. Das Ergebnis entspricht dann oft nicht den Erwartungen, da der damit verbundene innere Druck zu groß ist. Es lähmt die Beweglichkeit körperlich und geistig, es verkrampft.
Anstatt schlecht zu schauspielern ist es viel besser authentisch und professionell aufzutreten. Schließlich geht es darum, sich selbst und das eigene Angebot überzeugend zu präsentieren.
Und dazu müssen das was gesagt wird, also der verbale Teil und die Körpersprache, als nonverbales Element der Kommunikation, übereinstimmen.
Vereinfacht ausgedrückt: Es geht darum sich auch körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zeigen.
Die Körpersprache spielt bei allen Verhandlungen eine sehr große Rolle. Nur, während professionelle Pokerspieler ebenso wie geschulte Zeitgenossen der Körpersprache entsprechende Aufmerksamkeit widmen, wird sie in Gehaltsverhandlungen oft außer Acht gelassen. Während die Argumente noch halbwegs gut vorbereitet werden wird die Körpersprache oft dem Zufall überlassen. Doch gerade die Körpersprache ist nicht zufällig. Sie wird vom Unbewussten gesteuert, was so wirkt, als wenn sie ein Eigenleben führen würde.
In diesem Artikel erfahren Sie:
Wer nicht kämpft, meinte Bertolt Brecht, hat schon verloren. Nur, was bedeutet das bei Gehaltsverhandlungen?
Sowohl übertriebene Zurückhaltung als auch zu forsches Vorgehen schaden bei Gehaltsverhandlungen. Selbstbewusstes Auftreten ist gut, es zu übertreiben schadet allerdings.
Letzteres ist gerade bei jungen Kandidaten oft zu beobachten. Da soll Unsicherheit durch übertriebene Lockerheit kaschiert werden und der Schuss geht nach hinten los. Das wirkt dann schnell unangemessen – es fehlt an Fingerspitzengefühl.
Andere benehmen sich wie beschämte Bittsteller und entschuldigen sich so auch körpersprachlich dafür, dass sie überhaupt gefragt haben.
Souveränes Auftreten mit Stil ist deutlich hilfreicher. Es gilt überzeugend und nachdrücklich die Bedeutung der eigenen Person und des Beitrags zu vertreten. Wenn Sie Ihren Wert für das Unternehmen kennen, dürfen Sie sich in dieser Situation wohlfühlen – Sie haben etwas für das Unternehmen wünschenswertes zu bieten.
Das darf Ihnen ein Lächeln in Ihr Gesicht locken. Mit einem freundlichen Gesichtsausdruck ist es leichter sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen – und dabei Zähne zu zeigen.
Während Gehaltsverhandlungen ist es förderlich sich körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zu zeigen. Zu vermeiden sind dabei vor allem Gesten, die als Unsicherheit und Unehrlichkeit interpretiert werden können. Besonders zu erwähnen ist da der Augenkontakt.
Unbewusst können sich körpersprachliche Fluchtwünsche zeigen. So interpretiert wird beispielsweise eine ungewöhnliche Fußausrichtung in Richtung Ausgang, obwohl der restliche Körper in eine andere Richtung zeigt. Oder das Sitzen auf der vordersten Kante eines Stuhls, um möglichst schnell flüchten zu können. Vieles mag so nicht gemeint sein, wird jedoch vom Beobachter unbewusst so gedeutet.
Sehr oft zu beobachten sind Sprunghandlungen. Wer sich nicht sicher über den nächsten Schritt ist, neigt zu unbewussten Bewegungen, die im Grunde keinen Sinn ergeben. Diese Bewegungen werden als Verlegenheitsgesten wahrgenommen. Sie sollen über etwas hinwegtäuschen, ablenken, etwas soll unterdrückt werden. Das Unterdrücken von Anspannungen ist beispielsweise nur bedingt möglich, denn irgendwo kommen Druck und Unsicherheit schließlich doch an die Oberfläche. Dann wird nervös die Krawatte hin- und hergerichtet, an den Manschetten oder den Fingern gespielt. Oder etwas anderes getan, dass wenig Selbstsicherheit vermittelt.
Nachfolgend ein paar Beispiele, was Sie besser unterlassen.
Fünf Dinge, die Sie bei Gehaltsverhandlungen lieber nicht tun sollten:
Es hilft, die angemessenen Gesten zu zeigen, die dem jeweiligen Status einer Stelle entsprechen. So zeigen Sie, dass Sie der Rolle gewachsen sind.
Schon bei der Begrüßung beginnt es mit einem sicheren Händedruck und Aufeinanderzugehen.
Ein natürlicher freundlich gemeinter Blick und ein echtes Lächeln kommen aus einer entsprechenden inneren Haltung. Die Betonung liegt auf “echtes” Lächeln. Ein eingefrorenes Lächeln wirkt unecht und ist genauso störend wie übertriebener Augenkontakt, der erstarrt ist.
Kräftemessen beispielsweise durch Wer-hat-den-stärkeren-Blick führt wohl eher selten zu besseren Ergebnissen. Ihr Gegenüber ist für Sie kein Gegner, machen Sie ihn/sie zum Partner für eine gemeinsame Lösung. Damit das gelingt vermeiden Sie konfrontative Faktoren und unterstreichen Sie Gemeinsamkeiten. Körpersprachlich unterstützen Sie das beispielsweise, indem Sie sich möglichst nicht gegenüber sitzen, sondern nebeneinander in offener Haltung.
Im NLP (Neurolinguistische Programmierung) existiert hierzu das Konzept des Rapport. Dessen Ziel ist es in schwierigeren Situationen auch die Körpersprache für förderliche Beziehungen einzusetzen. Verbale und nonverbale Elemente des Gesprächspartners werden in die eigene Kommunikation einbezogen. Oft empfehlen Bücher und Trainer dazu das direkte Spiegeln der Körpersprache. Gut gemeint, doch wirkt das dann allerdings schnell wie ein Nachäffen. Vielmehr geht es darum, Tendenzen aufzugreifen und auf angemessene Weise mit Respekt zu übernehmen. Zeigt Ihr Gesprächspartner beispielsweise nur minimal ausladende Gesten bleiben Sie selbst zurückhaltend, anstatt mit südländischer Gestenvielfalt viel Wind zu machen. Mit etwas Übung gelingt das dann auch in stressigen Situationen.
Welche Körpersprache hilfreich ist, deuten auch zahlreiche sprachliche Konstruktionen an:
Erstaunlicherweise investieren relativ wenige Menschen in diesen wesentlichen Bereich ihrer Karriere – die Masse verkauft sich unter dem Preis. Natürlich ist es wie bei jeder Investition eine Frage von Aufwand und erwartetem Ergebnis. Bei einer guten Investition stimmt schließlich das Verhältnis. Sie wissen selbst am besten, ob es sich lohnt.
Wenn ja, dann empfiehlt sich die hilfreichen Fähigkeiten hierzu zu trainieren. Relevante Trainings zur Körpersprache werden leider im Vergleich zu reinen Rhetoriktrainings relativ selten besucht. In meinen Trainings gehören diese Bereiche zusammen.
Wie bei jeder Verhandlung, ist es nicht nur hilfreich die eigene Körpersprache gezielt einzusetzen, sondern die Körpersprache des anderen zu lesen. Es ist ein wenig wie bei einem Pokerspiel, nur dass Sie dabei selbst kein unechtes Pokerface aufsetzen dürfen, schließlich geht es um Vertrauen. Dementsprechend ist ein passendes Training erforderlich, sonst geht es nach hinten los. Denn stur einstudiertes Auftreten wirkt schnell unecht und überzeugt nicht. Im Zentrum der Vorbereitung steht daher die innere Haltung. Ein wirkungsvoller Auftritt kommt schließlich von innen.
Der französische Schriftsteller François de La Rochefoucauld wusste schon:
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.
Bleiben Sie stimmig. Weil die Stimme unter Druck dazu neigt immer höher zu werden, lohnt sich auch diesem Element in der Vorbereitung Aufmerksamkeit zu widmen.
Und all das noch schnell bevor morgen das Gehaltsgespräch stattfindet?
Lieber nicht!
Wer erst kurz vor oder in der Gehaltsverhandlung an all die beteiligten Faktoren denkt, dürfte sich mehr schaden als es nutzt. Kurz vor einem Termin ist die Konzentration auf das Wesentlichste sinnvoller. Allein das kann schon sehr viel bewirken, doch wo möglich lohnt es sich strategischer ans Werk zu gehen.
Eine gute Vorbereitung beginnt so früh wie möglich. Dann geht es in das natürliche Verhalten ein und ist somit authentisch, anstatt nur so zu wirken.
Friedrich von Schiller:
Zu überzeugen fällt keinem Überzeugten schwer.
Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.
Entscheidend ist das Zusammenspiel.
Was möchtest du erreichen?
Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?
Wie klar ist deine Botschaft?
Wie wirkst du als Persönlichkeit?
Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?
Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:
eine klare Argumentation
verständliche und präzise Sprache
glaubwürdige persönliche Wirkung
stimmige Körpersprache
anschauliches Storytelling
überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten
ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.
Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.
Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23414
K:CNC
Ü:
Mit geeigneten Übungen aus dem Stimmtraining wird Ihre Stimme sofort klarer, verständlicher und authentischer. Resonanz in der eigenen Stimme zu haben, ist Voraussetzung, um klangvoll zu sprechen.
Hätten Sie gerne eine voluminöse, volltönende und kräftige Stimme?
Wie wäre es, wenn Ihre Stimme mit weniger Kraftaufwand noch besser gehört wird?
Hier erfahren Sie, wie Ihre Stimme mehr Resonanz bekommt. Lernen Sie Techniken mit deren Hilfe Sie lernen Ihre Stimme im Rahmen eines kleinen Stimmtrainings reicher an Resonanz und wohlklingender zu machen.
Das Wort Resonanz leitet sich von dem lateinischen Wort “resonare“ (wiederhallen, wiederschallen) ab. Dieses Wiederhallen, diese Resonanz in Ihrer Stimme bedeutet, dass sich eine resonanzreiche Stimme stets Gehör verschafft und ein wohlklingendes Echo erzeugt. Eine resonanzreiche Stimme nehmen wir als volltönend und kräftig wahr. Solch eine Stimme kann den gesamten Raum mit Klang erfüllen.
Lernen Sie mit Hilfe einfacher Stimmübungen, wie Sie sich die Luft- und Resonanzräume in Ihrem Körper erschließen, um Ihrem Stimmklang Raum zur Entfaltung zu bieten.
Akustisch erfolgt die Klangformung in erster Linie durch die Räume oberhalb der Stimmlippen bis hin zu den äußeren Lippen. Das was letztendlich der Stimme Klang, Raum und Fülle verleiht, sind die Artikulations- und Resonanzräume, auch Vokaltrakt bzw. Ansatzrohr genannt. Ganz banal lassen sie so die Lufträume in unserem Körper bezeichnen.
Es ist, wie bei vielen Musikinstrumenten, wie beispielsweise einer Akustikgitarre. So wie auch der Klangkörper der Gitarre mit Luft gefüllt ist und somit dem Ton zu seinem vollen Klang verhilft, ist das auch beim Menschen.
Es wird in der Literatur bei einer engeren Betrachtung zwischen Kopf- und Brustresonanz unterschieden. Insgesamt gehören alle Bereiche des Körpers (vom Brustbein bis zur Schädeldecke) in denen Vibrationen wahrnehmbar sind, zu den Resonanzräumen.
Zur Erschließung der Resonanzräume benötigen wir eine flexible, entspannte Weite des Ansatzrohres. Deswegen finden Sie auf dieser Seite auch dazu entsprechende Übungen.
Bevor es an die eigentlichen Übungen für mehr Resonanz geht lohnen sich Vorbereitungen, die der Lockerung des Körpers dienen.
Stellen Sie sich bequem, die Füße in etwa hüftbreit parallel zueinander auf den Boden. Achten Sie darauf, dass Ihre Knie gelöst und die Schultern entspannt sind. Heben Sie die Schultern mit dem Einatmen kräftig an und lassen diese mit dem Ausatmen auf einen kräftigen Seufzer wieder fallen. Wiederholen Sie diese Übung dreimal.
Führen Sie mit den Schultern kleine, kreisende Bewegungen im- und gegen den Uhrzeigersinn aus. Achten Sie darauf locker zu stehen, so dass Ihre Knie gelöst sind.
Kreisen Sie Ihr Becken mehrmals hintereinander in fließenden, runden Bewegungen im und gegen den Uhrzeigersinn. Achten Sie darauf, dass Sie weiterhin stabil und aufrecht stehen.
Ihr ganzer Körper bildet den Resonanzkörper Ihrer Stimme. Wenn Sie sich verkrümmen oder klein machen, verbiegen dann reduzieren Sie auch die Wirkung Ihrer Stimme. Es ist auch für den Stimmklang besser, wenn Sie sich gerade hinstellen oder hinsetzen und auf eine gerade Haltung achten. Machen Sie sich groß, das vergrößert auch Ihren Stimmklang.
Bei Übungen lassen sich Kopf- und Brustresonanz meist nicht eindeutig unterscheiden. Sie bedingen sich gegenseitig. Sie bekommen durch diese Übungen ein besseres Gespür für Ihre Resonanzräume. Achten Sie auf die feinen Vibrationen im Körper und wie sich Ihr Stimmklang bei diesen Übungen verändert.
Diese Übungen dienen der Öffnung der Resonanzräume.
Stellen Sie sich vor zu gähnen. Falls Sie nun nicht bereits automatisch gähnen müssen, öffnen Sie Ihren Mund und stellen Sie im Unterkiefer und Hals eine Weite her, die dem Gähnen gleicht. Bilden Sie ein langgezogenes, tiefes „aahh“ und spüren Sie die Weite in Ihrem Hals und Brustkorb, in der sich der Ton gleichmäßig ausbreiten kann. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals hintereinander.
Stellen Sie sich in Gedanken Ihr Lieblingsgericht vor und beginnen Sie genüsslich in weichen, weiten Bewegungen zu kauen. Dann begleiten Sie die Kaubewegung bei jedem dritten Kauen abwechselnd mit den Silben „mnjam“, „mnjom“, „mnjum“. Wiederholen Sie auch diese Übung solange bis Sie einen Unterschied im Stimmklang wahrnehmen können.
Atmen Sie über die Nase aus und summen Sie dabei. Achten Sie darauf Ihre Zunge und Ihren Hals locker zu lassen! Im zweiten Schritt öffnen Sie, Sie während Sie über die Nase ausatmen, langsam Ihren Mund und bilden dabei ein „moo“. (Behalten Sie die Weite im Hals bei, die Sie bereits bei der Gähnübung hergestellt haben)
Stellen Sie sich hüftbreit auf den Boden. Die Fußsohlen sollen bei dieser Übung stets guten Bodenkontakt haben. Die Knie sind gelöst, so dass sie leicht mitfedern können. Strecken Sie beide Hände vor den Körper aus und formen Sie eine liegende Acht. Sprechen Sie dazu im Rhythmus die Silben „mu-nung, mo-nong, mi-ning, me-neng, ma-nang“. Wiederholen Sie diese Übung drei- bis fünfmal hintereinander.
Stellen Sie ich Ihren Körper wie ein Segel im Wind vor, der die Bewegung der liegenden Acht federnd begleitet, so dass sich der Klang in Ihrem Körper von Kopf bis Fuß ausbreitet und sich darüber hinaus im Raum verteilt. Achten Sie stets darauf entspannt, rhythmisch und gleichmäßig zu sprechen.
Stellen Sie sich wieder hüftbreit, die Füße parallel zueinander auf den Boden. Achten Sie darauf, das Ihre Knie und Schultern gelöst sind. Atmen Sie mehrmals hintereinander locker aus und ein. Lassen Sie mit dem Ausatmen alle Anspannungen mit einem kräftigen Seufzer los.
Beim nächsten Ausatmen durch die Nase summen Sie laut und kräftig ein „mmmh“. Die Lippen sind dabei leicht aneinandergelegt. Spüren Sie die feinen Vibrationen, die Schwingungen in Ihren Resonanzräumen. Wiederholen Sie auch diese Übung drei- bis fünfmal. Im zweiten Schritt können Sie begleitend zum Summen mit hochgezogenen Wangen grinsen und somit die Vibrationen auch im Kopf spürbar machen.
Die stimmliche Resonanz bezieht sich auf die Fülle, Verstärkung und Qualität der Stimme. Die Resonanzräume im menschlichen Körper sind die Mund- und Nasenhöhlen sowie der Rachenraum. Wobei in gewisser Weise der gesamte Körper als Resonanzraum zum Einsatz kommen kann. Resonanzräume verstärken die Töne und geben ihnen ihren individuellen Klang.
Das Wichtigste, das Stimmen vermitteln, ist die Persönlichkeit ihrer Inhaber. Wir machen uns eine Vorstellung davon, ob jemand meint, was er sagt und was für ein Mensch es ist. Das geschieht weitgehend unbewusst und hat doch so großen Einfluss auf die Interpretation.
Artikulation, Aussprache, Dialekt, Tonfall, Tonhöhe und Betonung sind wichtige Aspekte der Stimme. Deren Qualität auf Übung. Als Markenzeichen lohnt es sich für Sprecher sie entsprechend deren Persönlichkeit zu entwickeln und einzusetzen.
Eine kräftige, deutliche Stimme ist wichtig, um sprechen zu können. Am besten lernen Sie, Ihre Stimme zu intensivieren, indem Sie üben. Verstärken bedeutet nicht schreien, sondern die Kraft Ihres Atems und die Verstärkung in Ihrem Mund zu nutzen, um die Stimme kräftig und deutlich zu machen.
Neben nonverbalen Hinweisen wie Körpersprache und Blickkontakt ist die Stimme ein wesentliches Element der Kommunikation, das oft mehr bewirkt als Ihre Worte es je könnten. Eine wirkungsvolle Stimme kann Ihnen helfen, Beziehungen aufzubauen, Verbindungen zu knüpfen, Angebote zu machen, Einfluss zu nehmen und so sich und Ihre Botschaften überzeugend zu präsentieren.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
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Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2008
Überarbeitung: 22. Mai 2019
AN: #8568