Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, Aufblähungen, nix Tacheles!

Die Flucht vor Wahrheit und Verantwortung: Manipulation, Sprachkompetenz, Beispiele, ...
Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, …

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lerne Schönfärberei schneller zu erkennen.

Video

Wie Euphemismen dich austricksen

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Euphemismen

 

Schönfärberei auf Wortebene:
Pflicht statt Zwang, Peanuts statt Kleinkram, naturidentisch statt künstlich.
Besser wird es dadurch nicht.

Schönfärberei

 

Ein paar Häuser weiter steht ein Gebäude, das seit heute in wunderschönen Farben erstrahlt. Vor wenigen Tagen sah es noch grau und abrissreif oder zumindest verkommen aus. Es ist schon erstaunlich, wie mit etwas Fassadenfarbe der äußere Schein beeinflusst werden kann.

Wie ich erfahren habe, sollen die einzelnen Einheiten nun als Eigentumswohnungen möglichst gewinnbringend an Frau und Mann gebracht werden. Vermutlich wird das nur bei Menschen gelingen, die das Objekt nicht kennen und hinter die Fassade schauen. Die Käufer tun mir leid, denn hinter dem oberflächlichen Farbauftrag verbirgt sich eine traurige Bausubstanz. Wie so oft, so ging auch hier der ganze Aufwand in die Verpackung, anstatt sich dem Inhalt zu widmen. Das wird ein trauriges Erwachen für diejenigen, die das nicht durchschauen.

Nach dem ersten Studium, als Dipl.-Ingenieur, hatte ich es selbst mit Gebäuden und deren Zustand zu tun. Heute begegnen mir Verschleierungsversuche anderenorts und statt Farbe kommen in erster Linie Worte zum Einsatz. Diese der Schönfärberei gewidmeten Worte nennen sich Euphemismen.

 

 

Was ist ein Euphemismus?

 

Der Begriff Euphemismus stammt aus dem Griechischen und heißt frei übersetzt „Worte von guter Bedeutung“. Ein Euphemismus ist ein Stilmittel, mit dessen Hilfe ein Sachverhalt, ein Gegenstand oder eine Person beschönigend umschrieben wird. Es gibt viele Zusammenhänge, in denen es erstrebenswert erscheint, unangenehme Wahrheiten positiver klingen zu lassen. So begegnen uns Euphemismen an vielen Stellen wie beispielsweise im Alltag, in der Politik, in der Werbung, in der Wirtschaft und in der Literatur.

Flucht vor der Wahrheit und Verantwortung

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei. Wer sollte etwas gegen mehr Farbe in der Welt haben?

Leider geht es bei Euphemismen seltener darum, der Welt etwas Gutes zu tun. Durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Wird beispielsweise statt von Entlassungen von Freisetzungen gesprochen, dann mit der Hoffnung, dass, wenn es nicht mehr so hässlich klingt, auch die Reaktionen weniger heftig ausfallen. Häufig wird der Versuch erkannt, denn nicht die Worte sind hässlich, sondern die Tatsachen, für die sie stehen. Deshalb bekommen die verwendeten Worte mit der Zeit eine neue Bedeutung, einen neuen Anstrich oder zumindest einen Beigeschmack. Allzu oft jedoch werden sie nicht als Nepp erkannt.

Solche Schönfärberei ist mehr als eine schlechte Angewohnheit. Sie ist verräterisch und in ihrer Wirkung hinsichtlich der Beziehungen destruktiv. Verräterisch ist sie deshalb, weil sie deutlich macht, dass jemand, wenn es kritisch wird, die Dinge nicht beim Namen nennt und zur Verantwortung steht, sondern versucht, die Folgen des eigenen Handelns zu verharmlosen.

Beispiele

Euphemismen A

 

  • aalglatt statt geschickt skrupellos
  • abenteuerlich statt unglaubwürdig
  • Abfallentsorgung statt Müllentfernung
  • abfüllen statt betrunken machen
  • abgetakelt statt alt und unansehnlich
  • abknüpfen statt kopieren
  • Ableben statt Tod
  • Abschreckungsmittel statt Atombombe
  • abstottern statt Raten zahlen
  • Allgemeinmediziner statt Hausarzt
  • alternative Verhörmethoden statt Folter
  • alternativlos statt nicht diskutierbar
  • antifachistischer Schutzwall statt Berliner Mauer
  • Asket statt Geizhals
  • ausradieren statt vernichten, umbringen

Euphemismen B

 

  • Bammel statt Angst
  • Baustelle statt Problem
  • Befreiung statt Unterwerfung
  • Beharrlichkeit statt Sturheit
  • Beitragsanpassung statt Beitragserhöhung
  • belastbar statt ausbeutbar
  • Belehrung statt Tadel
  • beratungsresistent statt uneinsichtig, dumm
  • Betreuer statt Vormund
  • bildungsferne Schichten statt ungebildete Menschen
  • blauer Dunst statt giftiger Zigarettenrauch
  • böhmische Dörfer statt Unverständliches
  • breit statt betrunken
  • Bürgernähe statt Populismus

Euphemismen C

 

  • Compliance statt Befolgung therapeutischer Empfehlungen

Euphemismen D

 

  • Dampf ablasen statt wütend toben
  • defekt statt kaputt
  • Demokratur statt als Demokratie getarnte Diktatur

Euphemismen E

 

  • Ehrenmord statt archaisch motivierter Mord
  • einbuchten statt einsperren
  • einfach statt dumm
  • einkommensschwach statt arm
  • eliminieren statt ermorden
  • entblättern statt ausziehen
  • Erfindung statt Lüge
  • erledigen statt ermorden

Euphemismen F

 

  • Fahrgestell statt Unterkörper
  • Facility Manager statt Hausmeister
  • Farbe ins Spiel bringen statt etwas interessanter machen
  • farbig statt dunkler Hautfarbe
  • Fehltritt statt Straftat
  • Fersengeld geben statt flüchten
  • Feuchtbiotop statt Sumpf
  • flatterhaft statt liederlich
  • Flitzer statt Exhibitionist
  • flüssiges Brot statt Bier
  • förderungswürdig statt schlecht
  • Frau in den besten Jahren statt ältere Frau
  • freie Mitarbeiter stat Scheinselbstständige
  • Freiheitsstrafe statt Gefängnisstrafe
  • Freitod statt Selbsttötung
  • Freisetzung statt Entlassung
  • fremdfinanzierten statt Schulden machen
  • fremdgehen statt außerehelich GV ausüben
  • Freudenhaus statt Bordell
  • Freudenmädchen statt Prostituierte
  • Freund und Helfer statt Polizist
  • Freundliches Feuer (Friendly Fire) statt Beschuss durch eigene Arme
  • Frontanpassung statt Rückzug
  • Fuchs statt schlauer Mensch
  • für sich behalten statt verschweigen
  • förderungswürdig statt schlecht

Euphemismen G

 

  • gefallen statt im Krieg gestorben
  • gehörlos statt taub
  • Geisterfahrer statt Falschfahrer
  • geistige Getränke statt alkoholische Getränke
  • geistige Umnachtung statt Wahnsinn
  • Gelackmeierter statt Benachteiligter
  • gemütskrank statt psychisch krank
  • Geopolitik statt Machtpolitik
  • Gerstenkaltschale statt Glas Bier
  • Gerstensaft statt Bier
  • Gerstentee statt Bier
  • Geschichten erzählen statt lügen
  • Geschwisterliebe statt Inzest
  • Gesichtserker statt große Nase
  • gesund statt geschmacklos, nüchtern
  • Gewinnwarnung statt Verlustankündigung
  • Gleichstellung statt Frauenförderung
  • glücklos statt erfolglos
  • Gottesacker statt Friedhof
  • Gotteshaus stat Kirche
  • gute Stube statt Wohnzimmer
  • guter Hoffnung statt schwanger
  • Gänsewein statt Mineralwasser
  • gutsituiert statt reich

Euphemismen H

 

  • Hahnrei statt betrogener Ehemann
  • Halbgott in Schwarz statt Richter
  • Halbgott in Weiß statt Arzt
  • Halbwelt statt kriminelles Milieu
  • halt die Luft an! statt Schweig!
  • Hand an sich legen statt sich umbringen
  • Handicap statt Behinderung
  • harte Spielweise statt unfaire Spielweise
  • Hasenfuß statt ängstlicher Mensch
  • Heilanstalt statt Irrenanstalt
  • Heiliger Krieg statt religiös gerechtfertigter Krieg
  • Heiliger Vater statt Papst
  • Heimgang statt Tod
  • heimgehen statt sterben
  • Heimkino statt Fernsehen
  • Herausforderung statt Problem
  • hinter schwedischen Gardinen statt im Gefängnis
  • hohe Stirn statt Halbglatze
  • hochpreisig statt teuer
  • Holocaust statt Völkermord
  • Hopfensaft statt Bier
  • horizontal herausgefordert statt fett
  • hopp gehen statt sterben
  • horizontales Gewerbe statt Prostitution
  • Hosenstall statt Hosenschlitz
  • Humankapital statt Menschen die für eine Sache zum Einsatz kommen

Euphemismen I

 

  • Individualist statt Sonderling
  • inhalieren statt gierig essen
  • Instandbesetzung statt Hausbesetzung
  • ins Gras beissen statt sterben
  • Interessengruppe statt Lobby
  • introvertiert statt kontaktscheu
  • Irritation statt Hautrötung oder Pickel

Euphemismen J

 

  • Jagdschein statt Unzurechnungsfähigkeit
  • Jägerlatein statt Lüge

Euphemismen K

 

  • kalt erwischt statt unvorbereitet überrascht
  • Kernenergie statt Atomkraft
  • Kernwaffen statt Atomwaffen
  • Kessel statt militärische Umzingelung
  • Kies statt Geld
  • Kinderspiel statt einfaches Vorhaben
  • Knacki statt Inhaftierter
  • Knacks stat Psychose
  • Knarre statt Schusswaffe
  • kognitiv herausgefordert statt dumm
  • Kollateralschaden statt beiläufige Tötung von Zivilisten
  • Konspiration statt Verschwörung
  • korpulent statt übergewichtig
  • korrekt statt pedantisch, pingelig
  • kostenintensiv statt teuer
  • kostenneutral stat umsonst
  • kreative Buchführung statt Bilanzfälschung
  • kräftig statt übergewichtig
  • Kunde der Polizei statt Krimineller
  • kühl statt feindselig

Euphemismen L

 

  • Landesverteidiger statt Soldat
  • Landwirt statt Bauer
  • lange Finger machen statt stehlen
  • Langfinger statt Dieb
  • Leasing statt Ratenzahlung
  • liebenswürdige Übertreibung statt Lüge
  • linken statt betrügen
  • Loch statt Gefängnis
  • Lohnangleichung statt Lohnsenkung

Euphemismen M

 

  • mental herausgefordert statt dumm
  • militärische Lösung statt Krieg
  • Mitbewerber statt Konkurrent
  • Moos statt Geld

Euphemismen N

 

  • Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit
  • nah am Wasser gebaut statt weinerlich
  • Nassauer statt Schmarotzer
  • naturidentisch statt künstlich
  • negativer Ertragsüberschuss statt Verlust
  • negatives Wirtschaftswachstum statt Wirtschaftsrückgang
  • nicht alle Latten am Zaun haben statt verrückt sein
  • nicht alle Tassen im Schrank haben statt verrückt sein
  • nicht auf dem Damm statt krank sein
  • nicht auf dem Posten statt krank sein
  • nicht auf der Höhe der Zeit statt veraltet
  • nicht auf der Höhe statt krank sein
  • nicht bei Trost sein statt verrückt sein
  • nicht mehr taufrisch statt alt
  • niederkommen statt gebären
  • Nullwachstums statt Stillstand der Wirtschaftsentwicklung

Euphemismen O

 

  • Ölteppich statt Ölpest
  • ohne Fortune statt glücklos
  • Ordnungshüter statt Polizist
  • ohne Stellung statt arbeitslos
  • orgeln statt schnarchen
  • Outsourcing statt Entlassung

Euphemismen P

 

  • Pazifizierung statt Unterwerfung
  • Peanuts statt Kleinkram
  • Perle statt Freundin
  • Pfeife statt Versager
  • Pferdeapfel statt Pferdekot
  • Pflicht statt Zwang
  • physisch herausgefordert statt körperlich behindert
  • Politik der Stärke statt militärische Aufrüstung
  • Politikverdrossenheit statt Desinteresse an Demokratie
  • positive Diskriminierung statt Benachteiligung von Männern
  • potjomkinsche Dörfer statt Vorspiegelungen
  • Preisanpassung statt Preiserhöhung
  • preisgünstig statt billig
  • preiswert statt billig
  • Prekariat statt Unterschicht

Euphemismen Q

 

Euphemismen R

 

  • Rachenputzer statt Schnaps
  • Rationalisierung statt Einsparung bzw. Entlassungen
  • Raumpflegerin statt Putzfrau
  • redaktionelle Entscheidung statt Zensur
  • Reibereien statt Konflikte
  • reif statt alt
  • Remis statt Unentschieden
  • Repräsentant statt Vertreter
  • requirieren statt beschlagnahmen
  • reserviert statt feindselig
  • Rückbau statt Abriss
  • Rückgang der Beschäftigtenzahl statt Zunahme der Arbeitslosenzahlen
  • Rückschlag statt Misslingen
  • rustikal statt einfach, eingeschränkt, ländlich

Euphemismen S

 

  • Säumniszuschlag statt Mahngebühr
  • Schadstoffemission statt Luftvergiftung
  • Schatten der Vergangenheit statt frühere Vergehungen
  • Schaumschlägerei statt Angeberei
  • schief geladen haben statt betrunken sein
  • schmieren statt bestechen
  • Schnee statt Kokain, Heroin
  • Schnellrestaurant statt Frittenbude
  • schräg statt eigenartig
  • Schutzgeld statt Erpressung
  • schwach belegt statt pleite
  • Schwarzes Gold statt Erdöl
  • Seemannsgarn statt Lügen
  • Seitensprung statt außerehelicher GV
  • Selbstbedienung statt Diebstahl
  • Selbstverwirklichung statt Egotrip
  • sexueller Übergriff statt Vergewaltigung
  • sinnfrei statt sinnlos
  • sozial schwach statt arm
  • Sozialreform statt Sozialabbau
  • steiler Zahn statt attraktive Frau
  • stellenlos statt arbeitslos
  • stellungslos statt arbeitslos
  • stempeln gehen statt arbeitslos gemeldet sein
  • sterbliche Hülle statt Leiche
  • stibitzen statt stehlen
  • stiften gehen statt flüchten
  • stubenrein statt moralisch einwandfrei
  • suboptimal statt schlecht
  • Stuhl statt Kot
  • super statt gut
  • Superwaffen statt Atomwaffen
  • Synergie-Effekte statt Einsparungen durch Zusammenlegung von Bereichen
  • sägen statt schnarchen

Euphemismen T

 

  • talentfrei statt untalentiert
  • textilarm statt nackt
  • textilfrei statt nackt
  • textillos statt nackt
  • thermisches Recycling statt Müllverbrennung
  • tilgen statt vernichten
  • Torte statt Frau
  • transpirieren statt schwitzen
  • Treue statt Gehorsam
  • türken statt fälschen

Euphemismen U

 

  • übersichtlich statt spärlich
  • umlegen statt ermorden
  • umsatteln statt sich verändern
  • Umsiedlung statt Vertreibung
  • Umstrukturierung statt Entlassung
  • Ungeziefer statt Insekten
  • unglückliche Äusserung statt Beleidigung
  • unschädlich machen statt töten
  • unter dem Pantoffel stehen statt in Beziehung unterdrückt werden
  • unter die Haube kommen statt heiraten
  • unterbelichtet statt dumm
  • unterkühlt statt temperamentlos
  • unterprivilegiert statt arm
  • untersetzt statt dick
  • Unterwelt statt kriminelles Milieu
  • unvernünftig statt dumm
  • unvorteilhaft statt schlecht
  • unwahr statt falsch

Euphemismen V

 

  • verbale Unrichtigkeit statt Lüge
  • Verbesserungspotential statt Schwäche, Fehler
  • verduften statt fliehen
  • verhaltensoriginell statt verhaltensgestört
  • Vergütung statt Gehalt, Lohn
  • Verhältnis statt Liebesbeziehung
  • verscheiden statt sterben
  • vermögend statt reich
  • Verteidigungsfall statt Krieg
  • Verteidigungsbündnis statt Militärbündnis
  • vertikal herausgefordert statt kleinwüchsig
  • Vertreibung statt Umsiedlung
  • Vitamin C statt persönliche Netzwerke
  • Vitamin B statt Beziehungen
  • volksnah statt populistisch
  • Volksvertreter statt Politiker
  • voll statt betrunken
  • voll wie eine Rakete statt sturzbetrunken
  • vollschlank statt dick
  • von allen übeln erlöst statt tot
  • vorprogrammiert statt erwartet
  • Vorstoß in den rückwärtigen Sektor statt Flucht
  • Vorwärtsverteidigung statt Angriffskrieg

Euphemismen W

 

  • Wachstumspause statt Wirtschaftsstillstand, Rezession
  • Waffengewalt anwenden statt Schusswaffeneinsatz
  • Wehrdienst statt Kriegsdienst
  • Wehrpflicht statt Zwangsrekrutierung
  • weiche Ziele statt Menschen
  • Werbung statt Reklame
  • Wertstoffe statt Müll
  • Wettbewerb statt Konkurrenz
  • windig statt unseriös
  • wohlgenährt statt dick
  • wohnsituiert statt reich
  • Wohlstandsrolle statt Bauch
  • Wohnpark statt Ghetto
  • Würfelhusten statt Erbrechen

Euphemismen X

 

Euphemismen Y

 

Euphemismen Z

 

  • Zeit ist abgelaufen statt sterben
  • zeitnah statt bald oder auch nicht
  • zierlich statt dürr
  • zu Papier bringen statt aufschreiben
  • zurückhaltend statt nichtssagend, langweilig
  • zurücktreten statt ein Amt aufgeben
  • zurückbauen statt abreissen
  • zwangspausierend statt gesperrt sein

Dysphemismen

 

Das Gegenstück des Euphemismus ist der Dysphemismus, auch Kakophemismus genannt. Der selten verwendete Begriff Dysphemismus beschreibt die Übersteigerung eines Tabus, während beim Euphemismus die negative Wirkung einer Aussage reduziert werden soll. Beide haben gemeinsam, dass sie beeinflussen wollen.

Rhetorischer Stilmittel und Tricks

 

Den zeitgemäßen Einsatz rhetorischer Stilmittel in Reden und. Präsentationen können Sie in den Kursen Rhetorik & Präsentation III und Training Rhetorik & Präsentation IV kennen, schätzen und einsetzen lernen. Und natürlich im Einzeltraining mit mir. Bei der Gelegenheit erfahren Sie auch, wie Sie gekonnt auf Manipulationsversuche reagieren können.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Kennst du weitere Euphemismen und wie stehst du zu ihnen?

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

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Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)

YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen ebenso guten Dienst, wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt. Heinrich Heine

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2006
Überarbeitung: 06. Januar 2025
AN: #323160
K: CNB
Ü:

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut!

Die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel für Stegreifreden, Reden und Präsentationen
Bessere Reden mit der Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

Die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

 

Ordnung in Rede und Präsentation? Eine der leichtesten Möglichkeiten einem Redebeitrag Struktur zu geben ist die Gestern-Heute-Morgen-Redeformel.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Gestern-Heute-Morgen als Redestruktur

 

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

 

 

 

Aufbau der Redeformel Gestern – Heute – Morgen

 

1. Gestern

 

Historie: Was war gestern? Erzählen Sie zunächst, wie etwas begonnen und sich entwickelt hat, was Sie erlebt haben oder welche Hürden bzw. Erfolge es auf dem Weg gab.

 

 

 

2. Heute

 

Ist-Situation, Problemstellung: Anschließend gehen Sie auf die aktuelle Situation ein und beschreiben zum Beispiel den Stand eines Projektes, die Ertragslage Ihres Unternehmens oder anstehende Aufgaben.

 

 

 

3. Morgen

 

Mögliche Lösungen, Ausblick: Der Blick in die Zukunft rundet Ihre Rede ab. Was wird morgen sein? Wohin soll die Reise gehen? Was wünschen Sie sich? Was fordern oder empfehlen Sie?

 

 

 

Vorteile

 

Mit den drei Schritten „Gestern – Heute – Morgen“ können Sie Ihre Meinung strukturiert zum Ausdruck bringen. Solch eine Struktur macht es den Zuhörern leichter zu folgen. Zusätzlich gewinnen Sie, insbesondere bei spontanen Redegelegenheiten, mit dieser Struktur zusätzliche Zeit, um Ihre Gedanken zu ordnen. So können Sie Ihre eigene Position klären und Ihr Ziel bestimmen.

Mit etwas Übung werden Sie selbst Stegreif-Situationen nicht mehr wirklich überraschen, denn Sie haben ein Gerüst, dass Ihnen Sicherheit gibt. So sind Sie in der Lage Ihre Gedanken in Windeseile zu ordnen und in einer nachvollziehbaren, leicht verständlichen Ordnung zu präsentieren.

 

 

 

Varianten

 

Die G-H-M-Formel ist eine Form des Dreischritts. Weitere ausgewählte dreistufige Strukturen sind beispielsweise:

 

  • Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft
  • Ist – Soll – Weg dahin
  • Erstens – Zweitens – Drittens
  • interessant – negativ – positiv
  • Pro – Contra – Kompromiss
  • Gegner – Befürworter – Eigene Lösung
  • Risiken – Chancen – Pläne
  • These – Antithese – Synthese
  • Theorie – Praxis – Maßnahmen
  • Erwartung – Angebot – Kompromiss

Video

Gestern-Heute-Morgen — Die einfache Redestruktur für überzeugende Präsentationen

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Hast du mit dieser oder einer anderen Redestruktur Erfahrungen gemacht?

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Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

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YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43338
K: CNB
Ü:

Storytelling: So erzählst du Geschichten, die wirken

Storytelling: Geschichten, die Botschaften tragen

Wie deine Botschaft lebendig, klar und erinnerbar wird
Storytelling

Storytelling: Geschichten, die Botschaften tragen

 

Manche Botschaften werden verstanden.
Andere bleiben im Raum hängen.
Und manche wirken noch lange weiter, weil sie als Geschichte erzählt wurden.

Zahlen informieren.
Geschichten bewegen.

Fakten erklären.
Geschichten verbinden.

Eine gute Geschichte macht aus einer Information eine Erfahrung. Sie gibt einer Botschaft ein Gesicht, eine Szene, einen inneren Weg. Sie sorgt dafür, dass Menschen zuhören, mitdenken, mitfühlen und sich später erinnern.

Wer eine Botschaft hat, möchte meist mehr als informieren.

Du möchtest gesehen werden.
Du möchtest gehört werden.
Du möchtest einen Unterschied machen.

Genau hier beginnt Storytelling.

Storytelling ist weit mehr als ein rhetorischer Effekt. Es hilft dir, Erfahrungen, Werte und Gedanken so zu ordnen, dass andere Menschen sie verstehen, fühlen und erinnern können.

Das gilt für Reden.
Für Präsentationen.
Für wichtige Gespräche.
Für Führungskommunikation.
Für Medienauftritte.
Für Videos.
Für Selbstmarketing.
Für persönliche Positionierung.
Für Situationen, in denen deine Botschaft Bedeutung hat.

 

 

 

Warum Geschichten wirken

 

Menschen denken in Geschichten.

Wir verstehen die Welt über Situationen, Personen, Entscheidungen und Wendepunkte. Einzelne Fakten werden greifbarer, sobald sie in einem Zusammenhang stehen.

Eine Geschichte beantwortet innere Fragen:

Worum geht es hier wirklich?
Wer ist betroffen?
Was steht auf dem Spiel?
Was verändert sich?
Welche Erkenntnis bleibt?

Eine trockene Aussage lautet:

„Gute Vorbereitung verbessert die Wirkung.“

Eine Geschichte zeigt:

Jemand geht in ein wichtiges Gespräch. Im Kopf ist alles klar. Dann kommt eine unerwartete Frage. Der rote Faden reißt. Die Stimme wird schneller. Der entscheidende Gedanke bleibt unausgesprochen.

Beim nächsten Mal ist es anders.
Der zentrale Gedanke steht fest.
Mögliche Einwände sind vorbereitet.
Ein Beispiel liegt bereit.
Die Botschaft hat Kontur.

Das Gespräch nimmt eine andere Richtung.

Die Botschaft bleibt dieselbe.
Die Wirkung ist eine völlig andere.

 

 

 

Storytelling ordnet Bedeutung

 

Gute Geschichten wirken, weil sie Bedeutung ordnen.

Sie verbinden Fakten mit Gefühl.
Erfahrung mit Erkenntnis.
Einzelne Ereignisse mit einem größeren Sinn.
Persönliche Erlebnisse mit einer Botschaft, die andere Menschen betrifft.

Eine Geschichte sagt:

„Schau, hier geschieht etwas, das auch für dich Bedeutung haben könnte.“

Sie schafft Nähe.
Sie schafft Orientierung.
Sie schafft Resonanz.

Gerade bei komplexen Themen, sensiblen Botschaften oder anspruchsvollen Situationen hilft eine gut gewählte Geschichte, den Zugang zu öffnen.

 

 

 

Storytelling braucht eine klare Botschaft

 

Eine Geschichte wirkt dann am stärksten, wenn sie einer klaren Botschaft dient.

Vor jeder Geschichte steht deshalb die Frage:

Was soll beim Publikum ankommen?

Geht es um Mut?
Um Klarheit?
Um Vertrauen?
Um Veränderung?
Um Verantwortung?
Um Selbstführung?
Um eine Entscheidung?
Um eine neue Perspektive?

Die Geschichte trägt diese Botschaft.

Sie ist Brücke.
Sie ist Bild.
Sie ist Einladung.

Professionelles Storytelling bedeutet: Die Geschichte bleibt lebendig, und die Botschaft bleibt klar.

 

 

 

Ethisches Storytelling: Wirkung mit Verantwortung

 

Geschichten haben Kraft.

Sie können berühren.
Sie können öffnen.
Sie können Mut machen.
Sie können einen Gedanken tief verankern.

Gerade deshalb braucht Storytelling Verantwortung.

Gute Geschichten dienen der Wahrheit.
Sie verdichten mit Sorgfalt.
Sie machen Bedeutung sichtbar.
Sie öffnen Menschen für einen Gedanken.
Sie respektieren die Würde aller Beteiligten.

Das ist besonders wichtig, wenn es um persönliche Erfahrungen, sensible Themen, Praxisbeispiele, berufliche Konflikte oder biografische Wendepunkte geht.

Eine gute Geschichte macht Menschen weder zum Material für eine Pointe noch zur Projektionsfläche für einfache Deutungen. Sie nutzt Emotionen verantwortungsvoll. Sie bleibt der Botschaft verpflichtet.

So entsteht Wirkung, die trägt.

 

 

 

Sorgfalt bei Praxisbeispielen und persönlichen Geschichten

 

Praxisbeispiele können sehr hilfreich sein.

Sie machen abstrakte Themen konkret.
Sie zeigen typische Dynamiken.
Sie helfen Menschen, sich wiederzuerkennen.
Sie geben komplexen Erfahrungen eine Form.

Gerade deshalb brauchen sie besondere Sorgfalt.

Wenn du mit echten Beispielen arbeitest, achte auf Anonymisierung, Würde und Diskretion. Persönliche Details gehören in eine Geschichte, wenn sie der Botschaft dienen und die Privatsphäre schützen.

Aus einer realen Situation kann auch eine verdichtete Beispielgeschichte entstehen.

Dann werden mehrere Erfahrungen zu einer typischen Szene verbunden. So bleibt die Botschaft klar, während Grenzen gewahrt bleiben.

Gutes Storytelling schafft Nähe.

Professionelles Storytelling schützt zugleich Grenzen.

 

 

 

Wann klare Sachinformation Vorrang hat

 

Storytelling ist stark, wenn Bedeutung, Orientierung oder Verbindung entstehen soll.

Manchmal braucht es vor allem Klarheit, Kürze und Fakten.

Bei organisatorischen Hinweisen.
Bei juristischen oder vertraglichen Informationen.
Bei Sicherheitsanweisungen.
Bei klaren Entscheidungen.
Bei Situationen, in denen Menschen zuerst präzise Orientierung brauchen.

Dann ist eine direkte Aussage oft die stärkste Form.

Die entscheidende Frage lautet:

Was dient in diesem Moment der Botschaft und dem Publikum?

Manchmal ist das eine Geschichte.
Manchmal ist es ein klarer Gedanke.

Professionelle Kommunikation erkennt den Unterschied.

 

 

 

Welche Geschichten passen zu dir?

 

Gutes Storytelling beginnt bei der Stimmigkeit.

Die beste Geschichte ist die, die zu dir, deiner Botschaft und deinem Publikum passt.

Hilfreiche Fragen sind:

Welche Erfahrung hat dich geprägt?
Welche Szene zeigt, worum es dir wirklich geht?
Welche Erkenntnis möchtest du weitergeben?
Welche Geschichte macht deine Haltung sichtbar?
Welche Situation kennen viele Menschen aus deinem Publikum?
Welche Wendung zeigt, dass Veränderung möglich ist?
Welche Geschichte passt zu deiner Persönlichkeit?

Eine authentische Geschichte wirkt stärker als eine perfekte Inszenierung.

Menschen spüren, ob eine Geschichte getragen ist.
Sie spüren, ob sie aus Erfahrung kommt.
Sie spüren, ob sie zur Person passt.

Genau das macht Storytelling glaubwürdig.

 

 

 

Was eine gute Geschichte braucht

 

Eine wirksame Geschichte braucht oft weniger, als viele denken.

Sie braucht einen Menschen.
Eine Situation.
Ein Anliegen.
Eine Herausforderung.
Einen Wendepunkt.
Eine Erkenntnis.
Eine Verbindung zur Botschaft.

Das Publikum möchte spüren:

Hier steht etwas auf dem Spiel.
Hier verändert sich etwas.
Hier lohnt es sich zuzuhören.

 

 

 

1. Eine Hauptfigur

 

Im Mittelpunkt steht meist eine Person.

Das kannst du selbst sein.
Eine Kundin.
Ein Mitarbeiter.
Eine Führungskraft.
Ein Team.
Ein Mensch aus einer Fallgeschichte.
Eine fiktive Figur, die typische Erfahrungen bündelt.

Wichtig ist: Das Publikum braucht Zugang.

Die Hauptfigur sollte etwas wollen, fürchten, lernen oder entscheiden.

Menschen folgen Menschen.
Selten folgen sie abstrakten Konzepten.

 

 

 

2. Eine Ausgangslage

 

Jede Geschichte braucht einen Anfang.

Wo beginnt sie?
Was ist vertraut?
Wie sieht die Situation aus?
Was scheint zunächst normal?

Diese Ausgangslage schafft Orientierung.

Je klarer der Anfang, desto stärker wirkt später die Veränderung.

 

 

 

3. Eine Herausforderung

 

Dann gerät etwas in Bewegung.

Ein Gespräch kippt.
Eine Präsentation verliert das Publikum.
Ein Team braucht Orientierung.
Eine Führungskraft muss Klarheit zeigen.
Eine Entscheidung steht an.
Ein Mensch spürt: Jetzt braucht es einen neuen Schritt.

Hier entsteht Spannung.

Die Herausforderung zeigt, weshalb diese Geschichte erzählenswert ist.

 

 

 

4. Ein innerer oder äußerer Konflikt

 

Gute Geschichten leben von Gegensätzen.

Sicherheit und Mut.
Anpassung und Klarheit.
Kontrolle und Vertrauen.
Stillhalten und Aussprechen.
Bequemlichkeit und Entwicklung.
Fassade und Wahrhaftigkeit.

Solche Gegensätze machen Geschichten menschlich.

Denn genau dort erkennen sich Menschen wieder.

 

 

 

5. Ein Wendepunkt

 

Der Wendepunkt ist der Moment, in dem etwas klar wird.

Eine Frage trifft.
Ein Gedanke ordnet sich.
Ein Gedanke verändert die Richtung.
Ein Blick ins Publikum zeigt: So erreiche ich diese Menschen.
Eine Entscheidung wird getroffen.

Der Wendepunkt gibt der Geschichte Energie.

Vorher war etwas offen.
Danach entsteht Richtung.

 

 

 

6. Eine Veränderung

 

Am Ende einer wirksamen Geschichte ist etwas anders.

Die Hauptfigur versteht mehr.
Sie handelt klarer.
Sie übernimmt Verantwortung.
Sie findet Worte.
Sie tritt präsenter auf.
Sie trifft eine Entscheidung.
Sie gewinnt Handlungsspielraum.

Diese Veränderung macht aus einem Erlebnis eine Botschaft.

 

 

 

Innere Bilder: Der wichtigste Wirkfaktor

 

Gute Geschichten lösen innere Bilder aus.

Das Publikum soll die Szene sehen können.

Statt zu sagen:

„Die Präsentation war langweilig.“

kannst du sagen:

„Nach zwölf Minuten wanderte der erste Blick zur Uhr. Dann zum Smartphone. Auf der Leinwand stand eine Zahl mit zwei Kommastellen. Im Raum war alles korrekt – und gleichzeitig war der Kontakt verloren.“

Das ist Kopfkino.

Die Zuhörer sehen den Raum.
Sie spüren den Moment.
Sie verstehen die Botschaft.

Innere Bilder entstehen durch konkrete Szenen, sinnliche Sprache und klare Details.

 

 

 

Vorher-Nachher: So wird aus einer Aussage eine Geschichte

 

Abstrakt klingt eine Botschaft oft richtig, doch wenig erinnerbar.

Zum Beispiel:

„Wir brauchen mehr Verantwortung.“

Als Geschichte wird daraus ein Moment:

„Im Meeting schauten alle zur Projektleitung. Auf dem Tisch lagen drei Optionen, auf der Leinwand stand der Zeitplan. Alle wussten, dass die Entscheidung überfällig war. Trotzdem blieb es still. Erst als eine Person sagte: ‚Ich übernehme den nächsten Schritt‘, veränderte sich die Energie im Raum. Plötzlich gab es Richtung.“

Die Botschaft ist dieselbe.

Doch die Geschichte macht sie erlebbar.

Sie zeigt Verantwortung in einer konkreten Szene.
Sie zeigt den Wendepunkt.
Sie zeigt Wirkung.

So bleibt der Gedanke hängen.

 

 

 

Die kleine Heldenreise für Reden und Präsentationen

 

Die klassische Heldenreise ist ein großes erzählerisches Muster.

Für berufliche Kommunikation, Vorträge und persönliche Positionierung reicht oft eine kompakte Form:

Vorher.
Herausforderung.
Wendepunkt.
Erkenntnis.
Neue Möglichkeit.

Diese Struktur ist einfach und wirkungsvoll.

Sie hilft, aus einem Beispiel eine Geschichte zu machen.

Vorher: So war die Ausgangslage.
Herausforderung: Dann entstand Spannung.
Wendepunkt: Dort wurde etwas klar.
Erkenntnis: Das habe ich daraus gelernt.
Neue Möglichkeit: Deshalb ist diese Botschaft für dich relevant.

So bleibt die Geschichte klar, menschlich und nützlich.

 

 

 

Storytelling für Menschen mit Verantwortung

 

Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten erklären oft sehr sachlich.

Sie liefern Fakten.
Sie zeigen Analysen.
Sie präsentieren Lösungen.
Sie begründen Entscheidungen.

Das ist wichtig.

Gleichzeitig braucht Wirkung mehr als Sachlichkeit.

Menschen wollen verstehen, weshalb etwas Bedeutung hat. Sie wollen spüren, wofür jemand steht. Sie wollen Orientierung, besonders in Veränderung, Unsicherheit und anspruchsvollen Situationen.

Storytelling hilft dabei, Bedeutung sichtbar zu machen.

Eine Führungskraft kann mit einer Geschichte Richtung geben.
Eine Expertin kann komplexe Inhalte zugänglich machen.
Ein Selbstständiger kann zeigen, welche Erfahrung hinter seiner Arbeit steht.
Ein Redner kann aus einem Gedanken einen Moment machen, der bleibt.

 

 

 

Storytelling in schwierigen Situationen

 

Geschichten helfen besonders dort, wo reine Erklärung zu wenig bewegt.

In Veränderungsprozessen.
In Konflikten.
Bei sensiblen Botschaften.
In Führungskommunikation.
In Gesprächen mit hoher Bedeutung.
Bei öffentlicher Positionierung.
Nach belastenden Erfahrungen, wenn Menschen wieder Sprache für sich finden.

Eine gute Geschichte kann Worte geben, wo vorher diffuse Eindrücke waren.

Sie kann Erfahrungen ordnen.
Sie kann Würde sichtbar machen.
Sie kann Orientierung stiften.
Sie kann Mut machen, den nächsten Schritt zu gehen.

Das macht Storytelling zu einem Werkzeug für Kommunikation, Selbstführung und Wirkung.

 

 

 

Eine einfache Storytelling-Formel

 

Für viele Reden, Präsentationen und Beiträge eignet sich diese Struktur:

 

1. Situation

Wo sind wir?
Wer ist beteiligt?
Was ist der Ausgangspunkt?

 

2. Spannung

Was steht auf dem Spiel?
Welche Herausforderung entsteht?
Welche Frage öffnet sich?

 

3. Wendepunkt

Was wird erkannt?
Welche Entscheidung verändert die Richtung?
Welche neue Perspektive entsteht?

 

4. Bedeutung

Was ist die Erkenntnis?
Was soll das Publikum mitnehmen?
Welche Botschaft wird sichtbar?

Diese Formel hilft, Geschichten klar und wirkungsvoll aufzubauen.

 

 

 

7 Tipps für gutes Storytelling

 

1. Kläre zuerst deine Botschaft

 

Was soll bleiben?

Ein Gedanke.
Ein Gefühl.
Eine Erkenntnis.
Eine Entscheidung.
Ein Impuls zum Handeln.

Wenn die Botschaft klar ist, findet die Geschichte leichter ihre Form.

 

 

2. Beginne nah am Menschen

 

Beginne mit einer konkreten Szene.

Ein Raum.
Ein Moment.
Ein Blick.
Ein Satz.
Eine Entscheidung.
Eine überraschende Wendung.

So ist das Publikum sofort dabei.

 

 

3. Erzähle aus der Perspektive des Publikums

 

Frage dich:

Was kennt mein Publikum?
Welche Situation ist vertraut?
Welche Sprache passt?
Welche Bilder erreichen diese Menschen?
Welche Frage bewegt sie bereits?

Gute Geschichten bauen eine Brücke.

Und eine Brücke beginnt dort, wo die anderen stehen.

 

 

4. Halte den roten Faden

 

Eine Geschichte braucht Führung.

Was dient der Botschaft?
Was erzeugt ein Bild?
Was bringt die Entwicklung voran?
Was stärkt die Wirkung?

Alles andere darf gehen.

So wird die Geschichte klarer.

 

 

5. Nutze sinnliche Sprache

 

Sinnliche Sprache macht Geschichten erlebbar.

Was sieht man?
Was hört man?
Was spürt man?
Wie verändert sich die Atmosphäre?

Statt:

„Die Situation war angespannt.“

Besser:

„Im Raum wurde es still. Niemand griff mehr zum Glas. Alle warteten auf den nächsten Satz.“

Das wirkt unmittelbar.

 

 

6. Setze Pausen bewusst ein

 

Pausen geben Bildern Raum.

Eine wichtige Szene braucht Luft.
Ein Wendepunkt braucht Stille.
Eine Erkenntnis braucht Nachklang.

Gerade beim Sprechen entfaltet Storytelling seine Wirkung durch Rhythmus.

 

 

7. Verbinde die Geschichte mit der Botschaft

 

Am Ende sollte klar werden:

Weshalb habe ich diese Geschichte erzählt?

Die Verbindung kann ausdrücklich sein:

„Genau darum geht es auch bei deiner Präsentation …“

Oder leise:

„Manchmal beginnt Wirkung in dem Moment, in dem wir aufhören, perfekt wirken zu wollen.“

Die Geschichte öffnet.
Die Botschaft führt.

 

 

 

Vor dem Erzählen prüfen

 

Bevor du eine Geschichte erzählst, prüfe:

Was ist meine Botschaft?
Dient diese Geschichte dieser Botschaft?
Passt sie zum Publikum?
Ist sie wahrhaftig?
Ist sie diskret?
Ist sie kurz genug?
Wird der zentrale Gedanke danach klarer?

Diese Fragen schützen vor Abschweifung, Übertreibung und unnötigen Details.

Sie helfen dir, die Geschichte auf Wirkung auszurichten.

 

 

 

Storytelling in Reden und Präsentationen

 

In Reden und Präsentationen hilft Storytelling besonders an zentralen Stellen.

Im Einstieg, um Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Bei komplexen Inhalten, um Bedeutung zu schaffen.
Bei Veränderungsthemen, um Orientierung zu geben.
Bei persönlichen Botschaften, um Glaubwürdigkeit zu stärken.
Beim Schluss, damit ein Gedanke bleibt.

Eine gute Geschichte kann eine Tür öffnen.

Sie macht aus einem Thema eine menschliche Erfahrung.

 

 

 

Storytelling im authentischen Selbstmarketing

 

Menschen interessieren sich für Angebote.
Noch stärker interessieren sie sich für Haltung.

Welche Erfahrung prägt deine Arbeit?
Welche Frage treibt dich an?
Welche Veränderung möchtest du ermöglichen?
Welche Werte sind dir wichtig?
Welche Geschichte erzählt, weshalb du tust, was du tust?

Authentisches Selbstmarketing wird stärker, wenn es auf echten Geschichten beruht.

Dann entsteht Vertrauen.

Menschen erkennen besser, ob sie zu dir, deiner Haltung und deinem Angebot passen.

 

 

 

Storytelling und Präsenz

 

Eine Geschichte wirkt auch durch die Person, die sie erzählt.

Stimme.
Pausen.
Blickkontakt.
Körperhaltung.
Tempo.
Innere Sammlung.

Wenn du eine Geschichte erzählst, erzählst du immer auch etwas über deine Präsenz.

Bist du mit der Geschichte verbunden?
Traust du ihr?
Gibst du den Bildern Raum?
Bleibst du beim Publikum?

Storytelling braucht deshalb innere Klarheit.

Je klarer du weißt, weshalb du diese Geschichte erzählst, desto ruhiger und wirkungsvoller kannst du sie präsentieren.

 

 

 

FAQ: Häufige Fragen zu Storytelling

 

Was ist Storytelling?

Storytelling bedeutet, eine Botschaft mit Hilfe einer Geschichte erlebbar zu machen. Eine gute Geschichte verbindet Fakten, Gefühle, Bedeutung und Erkenntnis. Dadurch wird eine Aussage verständlicher und erinnerbarer.

 

Warum wirken Geschichten stärker als reine Fakten?

Fakten informieren. Geschichten geben Fakten Bedeutung. Sie erzeugen Bilder, wecken Emotionen und helfen Menschen, sich mit einer Situation oder einer Botschaft zu verbinden.

 

Wie finde ich eine passende Geschichte für meine Präsentation?

Beginne mit deiner Botschaft. Frage dich dann: Welche Szene, Erfahrung oder Veränderung macht diese Botschaft sichtbar? Eine passende Geschichte entsteht dort, wo deine Aussage, dein Publikum und deine eigene Haltung zusammenfinden.

 

Was macht eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte hat eine klare Hauptfigur, eine Situation, eine Herausforderung, einen Wendepunkt und eine Erkenntnis. Sie führt zu einer Botschaft, die für das Publikum relevant ist.

 

Wie nutze ich Storytelling im Selbstmarketing?

Im authentischen Selbstmarketing zeigt Storytelling, wofür du stehst. Es macht sichtbar, welche Erfahrungen dich geprägt haben, welche Werte deine Arbeit leiten und welche Veränderung du für andere Menschen ermöglichen möchtest.

 

Wann passt Storytelling besonders gut?

Storytelling eignet sich besonders dort, wo Bedeutung, Orientierung, Verbindung oder Erinnerung entstehen soll. Bei rein organisatorischen, juristischen oder sicherheitsrelevanten Informationen kann eine klare Sachinformation Vorrang haben.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

Ich unterstütze Menschen dabei, wichtige Botschaften so zu klären, dass sie fachlich tragen, menschlich berühren und in anspruchsvollen Situationen wirksam bleiben.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Eine wichtige Rede vorbereiten.
Eine Präsentation klar strukturieren.
Einen Medienauftritt souverän gestalten.
Eine persönliche Positionierung entwickeln.
Storytelling gezielt einsetzen.
Persönliche Geschichten professionell einbinden.
Komplexe Inhalte verständlich machen.
Kernbotschaften schärfen.
Wirkung vor Publikum, Kamera oder Gremien verbessern.
Sensible Botschaften stimmig formulieren.
Führungskommunikation menschlicher und klarer gestalten.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Welche Geschichte hilft deiner Botschaft, wirklich anzukommen?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn du eine wichtige Botschaft, einen Vortrag, einen Medienauftritt, ein Video oder eine persönliche Positionierung vorbereitest, unterstütze ich dich dabei, die passende Geschichte zu finden, deine Aussage zu schärfen und souverän aufzutreten.

Gemeinsam klären wir:

Was ist deine Botschaft?
Wer ist dein Publikum?
Welche Geschichte trägt diese Botschaft?
Welche Bilder sollen entstehen?
Welche Struktur hält die Aufmerksamkeit?
Welche Formulierungen wirken natürlich, klar und überzeugend?
Wie bleibst du beim Erzählen präsent und glaubwürdig?

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

„Es war einmal …“

So beginnen viele Geschichten.

Doch gutes Storytelling ist weit mehr als ein schöner Anfang.

Es macht Botschaften erlebbar.
Es schafft Verbindung.
Es gibt Fakten Bedeutung.
Es macht Komplexes verständlich.
Es verankert Gedanken im Gedächtnis.

Wer wirksam sprechen will, braucht mehr als Informationen.

Er braucht Klarheit.
Struktur.
Bilder.
Spannung.
Präsenz.
Eine Botschaft, die zählt.

Und eine Geschichte, die diese Botschaft trägt.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du deine Botschaft überzeugender vermitteln möchtest, unterstütze ich dich gern dabei, passende Geschichten zu entwickeln, deine Aussage zu schärfen und deinen Auftritt wirksamer vorzubereiten.

In Berlin und online.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass du gesehen wirst, gehört wirst und mit deiner Botschaft einen Unterschied machst.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Wie stehst du zum Storytelling? Was macht gute Geschichten aus und wofür sind sie hilfreich?

.

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Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Begriffe rund um das Storytelling

 

An dieser Stelle sammle ich Begriffe rund um das Storytelling, die noch nicht im Glossar untergebracht wurden.

 

 

Agonist

 

Der Haupthandelnde einer Handlung wird als Agonist und auch als Antagonist bezeichnet.

 

 

Akteur

 

Der Urheber einer Handlung beziehungsweise einer Aktion wird als Akteur bezeichnet.

 

 

Antagonist

 

Der Antagonist ist in einer Geschichte der Widersacher, der Gegenspieler des Protagonisten. Er steht den Zielen und der Entfaltung des Protagonisten im Weg, er behindert und durchkreuzt dessen Pläne.

Der Protagonist benötigt den Antagonisten, damit er sich definieren und zum Held werden kann. Je mächtiger der Antagonist, desto mehr kann der Protagonist über sich hinaus wachsen, sich entwickeln. Er wächst mit seinen Aufgaben.

 

 

 

 

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 23. Oktober 2019
AN: #43310
Ü:
K:

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

Grenzen der Kommunikation

Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden
Barrieren

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

 

Manche Gespräche scheitern an Missverständnissen.
Andere scheitern an Absicht.

Wer diesen Unterschied erkennt, kommuniziert souveräner.

Gute Kommunikation kann viel bewirken. Sie kann Vertrauen schaffen, Orientierung geben, Menschen verbinden und schwierige Situationen in Bewegung bringen.

Gleichzeitig hat Kommunikation Grenzen.

Selbst eine klare Botschaft kann verdreht werden.
Selbst sorgfältige Vorbereitung kann auf unfaire Deutung treffen.
Selbst ein guter Gedanke kann verkürzt, zugespitzt oder gegen dich verwendet werden.

Diese Seite hilft dir, schwierige Kommunikationssituationen früher zu erkennen, deine Botschaft zu schützen und auch unter Druck souverän zu bleiben.

Denn wer verstehen will, braucht Bereitschaft.
Wer verdrehen will, findet Material.

 

Für wen diese Seite gedacht ist

 

Diese Seite ist besonders relevant für Menschen, die wichtige Gespräche führen, Verhandlungen vorbereiten, Führungsverantwortung tragen oder vor Publikum, Kamera beziehungsweise Gremien auftreten.

Sie richtet sich an Menschen, die mit schwierigen Gesprächspartnern umgehen, ihre Botschaft klarer vertreten, in Konflikten ruhig bleiben und ihre Wirkung in anspruchsvollen Situationen verbessern wollen.

Gerade wenn viel auf dem Spiel steht, braucht Kommunikation mehr als gute Worte.

Dann braucht es Klarheit.
Struktur.
Haltung.
Strategie.
Und ein gutes Gespür für den Rahmen.

 

 

 

Wenn Verständigung ausbleibt

 

Es gibt Gespräche, in denen echtes Verstehen möglich ist.

Menschen hören zu.
Sie fragen nach.
Sie prüfen ihre Eindrücke.
Sie lassen sich auf einen Gedanken ein.
Sie suchen gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung.

Solche Gespräche verdienen Einsatz.

Und dann gibt es Situationen, in denen Worte zu Spielfiguren werden.

Aus einer sachlichen Aussage wird ein Angriff.
Aus einer Grenze wird angebliche Härte.
Aus Klarheit wird Arroganz.
Aus einem differenzierten Gedanken wird ein bequemes Zerrbild.

Dann wird Kommunikation zum Machtspiel.

In solchen Momenten hilft es, den Rahmen zu erkennen.

Geht es um Verständigung?
Geht es um Klärung?
Geht es um die Sache?
Oder geht es darum, dich zu verunsichern, deine Botschaft zu schwächen oder vor anderen ungünstig erscheinen zu lassen?

Diese Unterscheidung verändert alles.

 

 

 

Wenn Kommunikation zum Machtspiel wird

 

Manche Kommunikationssituationen sind anspruchsvoll.
Andere sind gezielt manipulativ.

Dieser Unterschied ist wesentlich.

Anspruchsvolle Kommunikation braucht Geduld, Klarheit und gutes Zuhören.
Manipulative Kommunikation nutzt Verwirrung, Unterstellungen, Ablenkung und Druck.

Bei anspruchsvollen Gesprächen lohnt sich mehr Klärung.
Bei unfairen Mustern lohnt sich vor allem mehr Struktur.

Denn dort geht es oft stärker um Wirkung als um Wahrheit.
Stärker um Kontrolle als um Lösung.
Stärker um Eindruck als um Verständigung.

Wer diesen Unterschied erkennt, spart Kraft und trifft bessere Entscheidungen über den passenden Rahmen.

 

 

 

Professionelle Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort

 

In meiner Arbeit geht es häufig darum, Botschaften so zu klären, dass sie auch unter Druck tragfähig bleiben.

In wichtigen Gesprächen.
In Verhandlungen.
In Konflikten.
In Präsentationen.
In Führungsrollen.
In öffentlichen Situationen.
Bei Auftritten vor Publikum, Kamera oder Gremien.

Professionelle Kommunikation beginnt vor dem ersten Wort.

Was soll wirklich ankommen?
Wer hört zu?
Welche Interessen wirken im Hintergrund?
Welche Missverständnisse sind wahrscheinlich?
Welche Einwände verdienen Vorbereitung?
Welche Dynamiken könnten die Botschaft verzerren?

Gute Vorbereitung bedeutet, die eigene Botschaft zu klären, wahrscheinliche Einwände vorauszudenken, kritische Dynamiken zu erkennen und passende Formulierungen griffbereit zu haben.

 

 

 

Gute Botschaften brauchen gute Übersetzung

 

Wer eine wichtige Botschaft hat, sollte sie so formulieren, dass sie eine faire Chance bekommt.

Dazu gehören ein klarer Kerngedanke, passende Sprache, gute Struktur, Verständnis für die Zielgruppe, Bewusstsein für mögliche Einwände, Sorgfalt bei Beispielen und ein passender Ton.

Eine gute Botschaft verdient eine gute Form.

Gerade in beruflichen Situationen, in Verhandlungen, Präsentationen, Führungsgesprächen oder öffentlichen Auftritten entscheidet oft die Übersetzung:

Welche Worte erreichen dieses Publikum?
Welche Beispiele schaffen Verbindung?
Welche Begriffe brauchen Erklärung?
Welche Widerstände könnten entstehen?
Welche Missverständnisse lassen sich im Vorfeld reduzieren?

Hier lohnt sich Vorbereitung.

Denn viele Botschaften scheitern weniger am Inhalt als an der Form, in der sie präsentiert werden.

 

 

 

Wahrnehmung ist selten neutral

 

Menschen hören durch Filter.

Durch Erfahrungen.
Durch Vorannahmen.
Durch Sympathie oder Abneigung.
Durch Interessen.
Durch Zugehörigkeiten.
Durch innere Geschichten über sich und andere.

Deshalb hören zwei Menschen denselben Gedanken und verstehen Unterschiedliches.

Ein Mensch hört eine Einladung.
Ein anderer hört Kritik.
Ein Mensch hört Klarheit.
Ein anderer hört Angriff.
Ein Mensch hört Verantwortung.
Ein anderer hört Kontrolle.

Das macht Kommunikation anspruchsvoll.

Wer kommuniziert, sollte diese Filter ernst nehmen. Denn Wirkung entsteht immer im Zusammenspiel von Botschaft, Sender, Empfänger und Situation.

 

 

 

Unterschiedliche Ziele der Kommunikation

 

Kommunikation hat verschiedene Aufgaben.

Manchmal geht es um Verständigung. Dann stehen Zuhören, Fragen und gemeinsames Denken im Vordergrund.

Manchmal geht es um Klärung. Dann braucht es Struktur, Präzision und den Mut, Wesentliches auszusprechen.

Manchmal geht es um Wirkung. Dann zählt, was beim Publikum ankommt und welche Haltung sichtbar wird.

Manchmal geht es um Abgrenzung. Dann ist Klarheit wichtiger als Zustimmung.

Manchmal geht es um den passenden Rahmen. Dann kann ein Gespräch verlagert, vertagt, schriftlich festgehalten oder beendet werden.

Diese Unterscheidung schützt vor einer häufigen Falle:

Menschen versuchen Verständigung herzustellen, während das Gegenüber längst auf Wirkung, Dominanz oder Verunsicherung spielt.

Wer das erkennt, kommuniziert souveräner.

 

 

 

Woran du erkennst, dass ein Gespräch kippt

 

Ein Gespräch kippt oft schrittweise.

Zunächst wirkt alles sachlich.
Dann verschiebt sich die Dynamik.

Typische Hinweise sind:

Das Thema wird ständig gewechselt.
Deine Aussagen werden verkürzt wiedergegeben.
Nebensätze werden größer gemacht als der eigentliche Punkt.
Du sollst dich immer weiter rechtfertigen.
Fragen wirken wie Vorwürfe.
Es werden Motive unterstellt.
Deine Klarstellungen werden erneut verdreht.
Der Ton wirkt freundlich, die Wirkung zugleich abwertend.
Es geht zunehmend um Eindruck statt um Inhalt.
Das Publikum wird wichtiger als die Sache.

Dann lohnt sich ein innerer Schritt zurück.

Was geschieht hier gerade?
Dient dieses Gespräch der Klärung?
Oder entsteht gerade eine Bühne für ein anderes Spiel?

Diese Fragen helfen, den Rahmen wieder zu sehen.

 

 

 

Typische Muster unfairer Kommunikation

 

Unfaire Kommunikation zeigt sich oft in wiederkehrenden Mustern.

Ein Gedanke wird absichtlich verkürzt.
Ein Nebensatz wird zum Hauptthema gemacht.
Eine Formulierung wird aus dem Zusammenhang gerissen.
Der Gesprächsgegenstand wird ständig verschoben.
Es werden Motive unterstellt.
Fragen funktionieren wie Vorwürfe.
Details verdecken die Hauptbotschaft.
Empörung ersetzt Klärung.
Wirkung ersetzt Verständigung.

Dann entsteht ein Gespräch, das äußerlich wie Austausch aussieht und innerlich einem Wettkampf ähnelt.

In solchen Situationen bringt endloses Erklären selten Klarheit. Mehr Worte schaffen dann zusätzliche Angriffsfläche.

 

 

 

Erste Hilfe, wenn ein Gespräch kippt

 

Wenn ein Gespräch kippt, hilft eine einfache innere Struktur.

Innehalten.
Kernbotschaft erinnern.
Tatsache und Deutung trennen.
Auf den Punkt zurückführen.
Den Rahmen benennen.
Bei Bedarf das Gespräch verlagern.

Das klingt schlicht.
In angespannten Situationen ist genau diese Schlichtheit wertvoll.

 

 

 

Was dann sinnvoll ist

 

1. Kernbotschaft halten

 

Was ist dein zentraler Gedanke?

Formuliere ihn kurz.
Wiederhole ihn ruhig.
Bleibe beim Wesentlichen.

 

 

2. Tatsache und Deutung trennen

 

Viele Konflikte entstehen durch vermischte Ebenen.

Eine Aussage ist eine Aussage.
Eine Interpretation ist eine Interpretation.
Eine Unterstellung ist eine Unterstellung.

Hilfreiche Formulierungen sind:

„Das ist eine Deutung. Mein Punkt ist folgender.“

„Lassen Sie uns zwischen Aussage und Interpretation unterscheiden.“

„Ich komme gern zur Sachfrage zurück.“

 

 

3. Den Rahmen benennen

 

Manchmal braucht es einen Gedanken über das Gespräch selbst.

Zum Beispiel:

„Ich habe den Eindruck, wir entfernen uns vom eigentlichen Thema.“

„Für eine sinnvolle Klärung brauchen wir einen gemeinsamen Bezugspunkt.“

„Ich beantworte gern die Frage, wenn sie sich auf den konkreten Sachverhalt bezieht.“

 

 

4. Auf den Punkt zurückführen

 

Unfaire Kommunikation lebt oft von Ablenkung.

Darum ist Rückführung so wirkungsvoll.

„Der entscheidende Punkt ist …“

„Meine zentrale Aussage lautet …“

„Darauf möchte ich den Fokus legen …“

 

 

5. Das Publikum mitdenken

 

In manchen Situationen ist dein direktes Gegenüber kaum erreichbar.

Dann kommunizierst du vor allem für die Menschen, die zuhören.

Das gilt in Meetings.
In Verhandlungen.
In öffentlichen Diskussionen.
In Gremien.
In Konflikten mit mehreren Beteiligten.

Dann zählt, ob du ruhig, klar und glaubwürdig bleibst.

 

 

6. Den Rahmen wechseln

 

Manche Gespräche brauchen einen anderen Rahmen.

Einen kleineren Kreis.
Eine schriftliche Zusammenfassung.
Eine Moderation.
Eine klare Agenda.
Eine spätere Fortsetzung.
Eine bewusste Beendigung.

Das ist kommunikative Klugheit.

 

 

 

Wenn das Publikum wichtiger wird als das Gegenüber

 

In manchen Situationen ist dein Gegenüber kaum erreichbar.

Dann besteht die Aufgabe darin, die eigene Botschaft für die Zuhörenden klar zu halten.

Das gilt besonders für Führungskräfte, Selbstständige, Expertinnen und Experten sowie Menschen, die öffentlich sichtbar sind.

Dann geht es weniger darum, das Gegenüber zu überzeugen.

Es geht darum, Haltung zu zeigen.
Es geht darum, ruhig zu bleiben.
Es geht darum, den roten Faden zu halten.
Es geht darum, deine Botschaft vor Verzerrung zu schützen.

Ein klarer Gedanke kann dann mehr bewirken als lange Erklärungen.

Zum Beispiel:

„Ich komme gern zum eigentlichen Punkt zurück.“

„Meine Aussage war eine andere. Ich formuliere sie noch einmal präzise.“

„Das ist eine Interpretation. Mein Anliegen ist folgendes.“

„Ich beantworte gern die Sachfrage.“

„Lassen Sie uns zwischen Vermutung und belegbarer Aussage unterscheiden.“

Solche Formulierungen schützen den Rahmen.

 

 

 

Die Kunst, sich weniger verstricken zu lassen

 

Unfaire Kommunikation lebt oft davon, dass Menschen sich verstricken.

Sie rechtfertigen sich.
Sie erklären immer weiter.
Sie reagieren auf jede Spitze.
Sie verlieren den eigenen roten Faden.
Sie versuchen, jede Verdrehung vollständig zu korrigieren.

Das ist menschlich verständlich.

Souveräner wird es, wenn du innerlich sortierst:

Was ist der Kern meiner Botschaft?
Welche Reaktion verdient eine Antwort?
Welche Provokation darf vorbeiziehen?
Welche Grenze braucht Klarheit?
Welche Wirkung soll beim Publikum entstehen?

So entsteht kommunikative Selbstführung.

Du reagierst weniger aus Druck.
Du antwortest aus Haltung.

 

 

 

Gute Kommunikation braucht Haltung und Strategie

 

Wer fair kommuniziert, sucht Verständigung.

Wer unfair kommuniziert, sucht Wirkung.

Genau deshalb braucht es in schwierigen Situationen mehr als gute Worte.

Es braucht Haltung.
Strategie.
Innere Ruhe.
Klare Sprache.
Und die Fähigkeit, den Rahmen bewusst zu wählen.

Gute Kommunikation beginnt mit Klarheit.

Professionelle Kommunikation erkennt außerdem, wann Klarheit allein den Rahmen verändern sollte.

 

 

 

Vorbereitung schützt deine Botschaft

 

Wer sich und seine Botschaft überzeugend präsentieren will, sollte systematisch vorgehen.

Dazu gehört:

  • den eigenen Kern klar formulieren,
  • die Zielgruppe verstehen,
  • mögliche Einwände prüfen,
  • unfaire Deutungen vorhersehen,
  • prägnante Antworten vorbereiten,
  • persönliche Druckpunkte erkennen,
  • den Gesprächsrahmen bewusst wählen,
  • die eigene Wirkung reflektieren.

Gerade bei wichtigen Gesprächen, Präsentationen, Verhandlungen und öffentlichen Auftritten lohnt sich diese Vorbereitung.

Denn Klarheit entsteht selten zufällig.

Sie entsteht durch gutes Denken, passende Sprache und innere Ausrichtung.

 

 

 

Grenzen erkennen ist Stärke

 

Manche Menschen glauben, gute Kommunikation müsse jedes Gespräch retten.

Das klingt sympathisch.

In der Praxis führt es oft zu Erschöpfung.

Kommunikation braucht auf beiden Seiten ein Mindestmaß an Bereitschaft:

  • Bereitschaft zum Zuhören.
  • Bereitschaft zur Fairness.
  • Bereitschaft zur Genauigkeit.
  • Bereitschaft zur gemeinsamen Sache.

Wenn diese Bereitschaft fehlt, verändert sich die Aufgabe.

Dann geht es um Orientierung.
Um Schutz der eigenen Botschaft.
Um klare Grenzen.
Um einen passenden Rahmen.
Um die Entscheidung, welche Gespräche sich lohnen und welche Form der Kommunikation angemessen ist.

Das ist professionelle Klugheit.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

Ich unterstütze Menschen dabei, anspruchsvolle Kommunikationssituationen strategisch vorzubereiten: klar im Denken, präzise in der Sprache, souverän in der Wirkung.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Wichtige Gespräche vorbereiten.
Verhandlungen strukturieren.
Kernbotschaften präzise formulieren.
Auf Einwände souverän reagieren.
Unfaire Kommunikation erkennen.
Die eigene Wirkung verbessern.
In Konflikten den roten Faden behalten.
Präsentationen und öffentliche Auftritte vorbereiten.
Mit schwierigen Gesprächspartnern professionell umgehen.
Unter Druck ruhig und klar bleiben.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was willst du bewirken, und welche Kommunikation unterstützt dieses Ziel?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn es auf jedes Wort ankommt, lohnt sich gute Vorbereitung.

Das gilt für berufliche Gespräche.
Für Verhandlungen.
Für Präsentationen.
Für Konflikte.
Für Medienauftritte.
Für Führungsaufgaben.
Für Situationen, in denen deine Botschaft klar, glaubwürdig und wirksam ankommen soll.

Ich begleite dich dabei, deine Gedanken zu sortieren, deine Botschaft zu schärfen und dich auf anspruchsvolle Kommunikationssituationen vorzubereiten.

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

Kommunikation hat große Kraft.

Sie kann verbinden.
Sie kann klären.
Sie kann bewegen.
Sie kann Orientierung schaffen.

Und Kommunikation hat Grenzen.

Vor allem dort, wo Fairness, Zuhören und echtes Interesse fehlen.

Dann geht es darum, die Situation richtig einzuschätzen, die eigene Botschaft zu schützen und souverän zu bleiben.

Wer sich gut vorbereitet, erhöht die Chance, verstanden zu werden.

Wer die Grenzen der Kommunikation erkennt, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn andere unfair spielen.

Der entscheidende Punkt ist:

Du darfst deine Botschaft klären.
Du darfst deinen Rahmen wählen.
Du darfst mit Haltung kommunizieren.

 

 

 

 

Einladung

 

Wenn ein wichtiges Gespräch, eine Verhandlung oder eine öffentliche Situation bevorsteht, unterstütze ich dich dabei, deine Botschaft zu klären, mögliche Dynamiken vorauszudenken und souverän aufzutreten.

Gemeinsam klären wir, worum es wirklich geht, welche Botschaft ankommen soll und wie du glaubwürdig, ruhig und wirksam auftrittst.

In Berlin und online.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen dir zum Thema? Wie weit geht deine Vorbereitung und Bereitschaft dich für deine Botschaft einzusetzen?

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Missverständnis?

Ein Missverständnis liegt vor, wenn ein Kommunikationsvorgang misslingt, weil das, was die Sprechenden auszudrücken beabsichtigen, von dem abweicht, was die Hörenden glauben, dass ausgedrückt worden ist.

Was sind die Auswirkungen von Missverständnissen?

Missverständnisse können große Auswirkungen auf unsere persönlichen und beruflichen Beziehungen haben. In unserem persönlichen Leben können Missverständnisse zu Verbitterung, angespannten Beziehungen zu unseren Angehörigen oder sogar zu extremen Situationen wie Scheidungen und Trennungen führen. Auf der Basis von Missverständnissen werden Entscheidungen aufgrund falscher Annahmen getroffen.

Warum missverstehen sich Menschen?

Menschen missverstehen sich, weil wir uns nicht immer klar ausdrücken. Wir merken es vielleicht nicht, aber manchmal können unsere Worte unterschiedlich interpretiert werden. Das kann zu Missverständnissen und Konflikten führen. Ein weiterer Grund, warum wir missverstanden werden, ist, dass Gesprächspartner nicht hellsehen können, nicht wissen, was wir fühlen.

Was sind die häufigen Fehler in Gesprächen?

Es gibt viele häufige Fehler, die in Gesprächen auftreten können. Hier sind einige der häufigsten:

 

1. Nicht zuhören

 

Ein häufiger Fehler in Gesprächen ist, dass Menschen nicht wirklich zuhören, sondern stattdessen darauf warten, dass sie sprechen können. Dies kann dazu führen, dass wichtige Informationen verpasst werden oder dass der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht gehört oder verstanden zu werden.
Unterbrechen: Das Unterbrechen des Gesprächspartners ist ein weiterer häufiger Fehler, der dazu führen kann, dass wichtige Informationen verloren gehen und der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht respektiert zu werden.

 

 

 

2. Hellsehen und Annahmen treffen

 

Oft treffen Menschen Annahmen über den Gesprächspartner oder die Situation, bevor sie vollständig verstanden haben, was der Gesprächspartner sagt. Dies kann zu Missverständnissen und Konflikten führen.

 

 

 

3. Nonverbale Signale übersehen

 

Nicht auf nonverbale Signale achten: Nonverbale Signale wie Körpersprache, Augenkontakt und Tonfall können oft wichtige Informationen über die Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners vermitteln. Wenn diese Signale ignoriert werden, kann dies dazu führen, dass der Gesprächspartner das Gefühl hat, nicht verstanden oder respektiert zu werden.

 

 

 

4. Falsch kommunizieren

 

Es ist wichtig, sich klar und präzise auszudrücken, um Missverständnisse zu vermeiden. Wenn eine Person nicht in der Lage ist, ihre Gedanken oder Bedürfnisse klar auszudrücken, kann dies zu Frustration und Missverständnissen führen.

 

 

 

5. Destruktive Kommunikation, wie Kritik oder Angriffe

 

Kritik oder Angriffe können dazu führen, dass Gesprächspartner sich defensiv fühlen und das Gespräch abbrechen, direkt oder zumindest mental. Es ist wichtig, Feedback auf eine konstruktive und respektvolle Weise zu geben, um eine offene und positive Diskussion zu fördern.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Wer will, versteht uns falsch. - Karsten Noack

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 31. März 2020
Überarbeitung: 31. März 2020
AN: #345
K: CNC
Ü:

Präsentationsziel – Reden und Präsentationen niemals ohne klares Ziel!

Präsentationsziel - Reden und Präsentationen niemals ohne klares Ziel!

Ein klar formuliertes Ziel liefert die Voraussetzung für wirksame Redebeiträge
Präsentationsziel

Präsentationsziel – niemals ohne!

 

Ohne Ziel, keine Präsentation! Wozu auch? Es gibt sicher genug anderes zu tun. Also: Zuerst genauestens das Ziel definieren, erst dann die Rede planen.

 

 

 

Übersicht

 

 

 

 

Präsentationsziel

 

Ohne Ziel, keine Präsentation! Wozu auch? Es gibt sicher genug anderes zu tun. Deshalb: Die Frage nach dem Präsentationsziel will vor dem Start der weiteren Präsentationsvorbereitung beantwortet werden.

Ohne ein klares Ziel vor Augen kommt es zu mehr oder weniger ziellosem Gerede. Damit tun Sie weder sich noch dem Publikum einen Gefallen. Wenn du Aufwand betreibst, wird es dafür doch einen guten Grund geben, oder? Willst du erreichen, dass dein Publikum im Anschluss mit bestimmten Meinungen, Vorstellungen oder Wissen von dannen zieht?

 

 

 

So geht es besser

 

Erst, wenn du dir dein Präsentationsziel bewusst gemacht hast, kannst du kompetent entscheiden, wie du deine Präsentation aufbaust. Schließlich willst du überzeugen, willst deshalb, dass alle Elemente der Präsentation dem Ziel dienen und sich daraufhin ausrichten. So liefert das Präsentationsziel die Basis für Inhalt, Aufbau und Gestaltung.

Was nichts zur Zielerreichung beiträgt, gehört nicht in die Präsentation, wird gestrichen.

Schreibe das Präsentationsziel auf und behalte es während der gesamten Vorbereitung im Auge. Stelle dir bei jedem Schritt deiner Präsentationsvorbereitung immer wieder die Frage, ob etwas zur Erreichung des Präsentationszieles beiträgt. Sehr häufig tauchen bei der Vorbereitung durchaus ansonsten interessante Ideen auf, die hier aber keinen echten Beitrag leisten. Aus persönlicher Begeisterung ist der Hang dann groß in irgendwie unterzubringen, doch dienen solche Verliebtheiten nicht dem Präsentationsziel, ist es besser sie für spätere Gelegenheiten aufzuheben.

Video

Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Reden und Präsentationen: Redeziel

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Antworten auf häufige Fragen

Wie wichtig ist es bei Reden und Präsentationen ein klares ziel zu haben?

Es ist sehr wichtig, bei Reden und Präsentationen ein klares Ziel zu haben, da dies dazu beitragen kann, dass die Rede oder Präsentation fokussiert und zielgerichtet bleibt und dass das Publikum das Ziel besser versteht und sich von der Rede oder Präsentation angesprochen fühlt. Ein klares Ziel kann auch dazu beitragen, dass die Rede oder Präsentation strukturiert und organisiert bleibt und dass Sie als Redner oder Präsentator wissen, wohin Sie steuern.

Es ist wichtig, dass das Ziel der Rede oder Präsentation für das Publikum relevant und von Interesse ist und dass es klar und präzise formuliert ist. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass das Publikum das Ziel versteht und sich von der Rede oder Präsentation angesprochen fühlt. Es ist auch hilfreich, das Ziel der Rede oder Präsentation am Anfang der Rede oder Präsentation zu kommunizieren, damit das Publikum weiß, worauf es achten soll.

Das Ziel der Rede oder Präsentation steht in engem Zusammenhang mit der Art der Rede oder Präsentation und dem Publikum und kann je nach Situation variieren. Es ist jedoch immer wichtig, ein klares Ziel zu haben, um die Rede oder Präsentation zielgerichtet und fokussiert zu halten und das Publikum anzusprechen.

Was haben Ziel und Handlungsaufforderung in einer Rede oder Präsentation für Rollen?

Das Ziel einer Rede oder Präsentation ist der Grund, warum die Rede oder Präsentation gehalten wird, und es gibt an, was das Publikum am Ende der Rede oder Präsentation wissen oder tun soll. Die Handlungsaufforderung ist die konkrete Bitte oder Aufforderung, die an das Publikum gerichtet wird, um es dazu zu bewegen, eine bestimmte Handlung auszuführen.

Das Ziel und die Handlungsaufforderung haben in einer Rede oder Präsentation sehr wichtige Rollen, da sie dazu beitragen, dass die Rede oder Präsentation klar und zielgerichtet bleibt und dass das Publikum versteht, was von ihm erwartet wird. Ein klares Ziel und eine klare Handlungsaufforderung können das Publikum motivieren und inspirieren und dazu beitragen, dass die Rede oder Präsentation überzeugender wird.

Es ist wichtig, dass das Ziel und die Handlungsaufforderung der Rede oder Präsentation für das Publikum relevant und von Interesse sind und dass sie klar und präzise formuliert sind. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass das Publikum das Ziel und die Handlungsaufforderung versteht und sich von der Rede oder Präsentation angesprochen fühlt. Es ist auch hilfreich, das Ziel und die Handlungsaufforderung der Rede oder Präsentation am Anfang der Rede oder Präsentation zu kommunizieren, damit das Publikum weiß, worauf es achten soll.

Wird das Ziel einer Rede oder Präsentation immer offengelegt?

Das Ziel einer Rede oder Präsentation muss nicht immer offen gelegt werden, aber es ist in der Regel hilfreich, das Ziel der Rede oder Präsentation am Anfang der Rede oder Präsentation zu kommunizieren, damit das Publikum weiß, worauf es achten soll und was es von der Rede oder Präsentation erwarten kann. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen das Ziel der Rede oder Präsentation nicht offen gelegt wird, um das Publikum zu überraschen oder Spannung aufzubauen. In solchen Fällen ist es wichtig, das Ziel der Rede oder Präsentation am Ende der Rede oder Präsentation zu kommunizieren, damit das Publikum versteht, was von ihm erwartet wird.

Welche Ziele können Reden oder Präsentationen haben?

Reden und Präsentationen können verschiedene Ziele haben, abhängig von der Art der Rede oder Präsentation und dem Publikum. Einige Beispiele für mögliche Ziele von Reden und Präsentationen sind:

  1. Informieren: Das Ziel der Rede oder Präsentation ist es, das Publikum über ein bestimmtes Thema zu informieren oder neues Wissen zu vermitteln.

  2. Überzeugen: Das Ziel der Rede oder Präsentation ist es, das Publikum von einer bestimmten Idee oder Meinung zu überzeugen oder dazu zu bringen, eine bestimmte Handlung auszuführen.

  3. Unterhalten: Das Ziel der Rede oder Präsentation ist es, das Publikum zu unterhalten oder zu amüsieren.

  4. Ermutigen: Das Ziel der Rede oder Präsentation ist es, das Publikum zu ermutigen oder zu motivieren.

  5. Ehrlichkeit: Das Ziel der Rede oder Präsentation ist es, das Publikum über eine bestimmte Situation oder ein Problem aufzuklären oder ihm eine ehrliche Meinung mitzuteilen.

P.S.

 

Wie hältst du es mit der Zieldefinition bei Gesprächen, Reden und Präsentationen?

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Februar 2017
Überarbeitung: 20. Juni 2020
Englische Version:
AN: #349
K: CNB
Ü:

Für Reden und Präsentationen ist Empathie wesentlich

Für Reden und Präsentationen ist Empathie wesentlich

Wissen für Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Empathie

Was ist Em·pa·thie̱?

 

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in das Denken und die Einstellungen eines anderen Menschen hineinzuversetzen und so dessen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen.

 

 

 

Empathie, Rhetorik und Überzeugungskraft

 

Empathie versetzt Sie in die Lage, Ihre Zuhörer besser zu verstehen; deren Situation, Motivation und ihr emotionaler Zustand. So können Sie Ihre Worte darauf abstimmen. Wem es so gelingt, dem Publikum aus der Seele zu sprechen, dem glaubt das Publikum. Wobei die Überzeugungskraft besonders bei jenen sehr hoch ist, die meinen, was sie sagen. Erst dann werden gesprochene Sprache und Körpersprache im Einklang stehen. Basiert die Bereitschaft sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie zu verstehen, nicht nur dem Wunsch ihnen etwas unterjubeln zu wollen, dann ist es Ausdruck von Respekt. Und das spüren die Menschen. Leider versuchen immer wieder Redner, dieses Phänomen für sich auszunutzen. Und nicht jedes Publikum ist geübt, die Hinweise auf unehrliches Verhalten zu erkennen.

 

 

 

Erschwerte Bedingungen

 

Wer selbst emotional aufgewühlt ist, hat es deutlich schwerer sich auf andere Menschen einzustellen, ist viel zu sehr mit sich beschäftigt. Das ist dann auch ein sehr guter Grund, weshalb Sie in solchen destruktiven Zuständen lieber eine Pause machen, um sich zu sammeln. Sonst machen Sie es wie der Elefant im Porzellanladen und bereuen es anschließend vermutlich. Zu leicht laufen Sie Gefahr, ihre eigenen Befindlichkeiten zum Maßstab zu machen und Themen auf die Zuhörenden zu projizieren, mit denen sie nichts zu tun haben. Zwischen den Zeilen zu lesen, braucht ganze Aufmerksamkeit. Also gehen Sie gut aufgeräumt ans Werk! Im Tauchsport heißt es dazu: Anhalten, durchatmen und erst dann handeln.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Empathie?

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft sich in das Denken und die Sicht eines anderen Menschen hineinzuversetzen und so dessen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Einfühlungsvermögen ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn es darum geht, starke Beziehungen aufzubauen, Stress abzubauen und das emotionale Bewusstsein zu verbessern.

Wie lässt sich Einfühlungsvermögen in einer Rede oder Präsentation nutzen?

Eine äußerst wirksame und dennoch subtile Art, Empathie zum Ausdruck zu bringen, besteht darin, gut vorbereitet oder intuitiv zu wissen, was Ihr Publikum erfahren will, was es bewegt. Sie gewinnen Vertrauen und Glaubwürdigkeit, wenn Sie in der Lage sind, den Zuhörern zu geben, was sie brauchen, wenn diese danach fragen und noch viel besser, bevor sie danach fragen.

Weshalb ist Empathie wichtig?

Empathie ist wichtig, weil Einfühlungsvermögen uns dabei hilft zu verstehen, wie sich andere Menschen fühlen, damit wir angemessen auf die Situation reagieren können.

Wozu dient Empathie in Reden und Präsentationen?

Ihre Redebeiträge erfahren durch Empathie einen qualitativen Schub. Wenn Sie von einer Darbietung Abschied nehmen, bei der Sie als Redner oder Rednerin im Fokus stehen und stattdessen das Publikum im Mittelpunkt stellen, ist es wahrscheinlicher, dass Sie Ihre Zuhörer ansprechen und berechtigterweise deren Aufmerksamkeit und Vertrauen bekommen.

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Präsentationen & Gespräche: Warum persönliche Wirkung zählt

KI perfektioniert Bilder, Texte und Präsentationen. Umso wertvoller werden glaubwürdige Präsentationen und Gespräche, die Kompetenz erlebbar machen.

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Es geht um die Kunst der Überzeugung in Reden und Präsentationen. lerne von Aristoteles.

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Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten. Zenon von Elea

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack Mai 2007

Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

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Die Menge an Informationen in Reden und Präsentationen: Wie viele Informationen verträgt der Redeinhalt?
Singletasking

Informationsgehalt in Reden und Präsentationen

 

Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen.

Wenn wir eine Präsentation vorbereiten, vernachlässigen wir in unserem Enthusiasmus und unserer Fachkenntnis oft die Fähigkeit unserer Zuhörer, Informationen aufzunehmen. Viele Redner und Rednerinnen gehen von einer „Mehr ist besser“-Mentalität aus und wollen kein Detail auslassen, das irgendwie, vielleicht, vielleicht relevant sein könnte.

Das Ergebnis ist jedoch etwas ganz anderes als das, was wir beabsichtigen. Anstatt unsere Zuhörenden mit unserem Wissen und unserem tiefen Verständnis zu beeindrucken und sie zu motivieren, sich auf unsere Botschaft einzulassen, stiften wir nur allzu oft Verwirrung und Überforderung beim Publikum.

Es wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

Antworten auf häufige Fragen

Wie groß ist der menschliche Arbeitsspeicher?

Es sind sehr unterschiedliche Angaben zum Gesamtspeicher des menschlichen Gehirns zu finden.

Was besagt die Millersche Zahl?

Die Millersche Zahl besagt, dass Mensch maximal 7±2 an Informationseinheiten (auch „Chunks“ genannt) im Kurzzeitgedächtnisses handhaben kann.

Wie groß ist das Kurzzeitgedächtnis?

Das Arbeitsgedächtnis, auch Kurzzeitgedächtnis genannt, speichert Informationen etwa 20 bis 45 Sekunden entsprechend der Millerschen Zahl. Es ist jedoch möglich, diese Zeit zu verlängern, indem man die Zahlenfolge wiederholt, oder den Elementen eine Bedeutung gibt.

Was sagt die Vergessenskurve aus?

Die Vergessenskurve veranschaulicht den Grad des Vergessens innerhalb einer bestimmten Zeit. Insbesondere Rednerinnen und Redner überschätzen häufig die Aufnahme- und Erinnerungsfähigkeit des Publikums und wundern sich dann über die ausbleibende Wirkung.

Wie viele Informationen gehören in Reden und Präsentationen?

 

Ich möchte möglichst viel von meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Mir geht es genauso, wie vielen anderen Rednern. Darum ist oft zu viel Wissen in Präsentationen und Reden.

Das ist gut so. Doch es schadet. Eine Rede oder Präsentation ist nicht wirklich der ideale Weg, um viel Wissen zu vermitteln. In schriftlicher Form lässt sich viel besser und schneller Wissen aufnehmen. Menschen können meistens schneller lesen als Redner reden. Wenn eine Botschaft durch Reden oder Präsentationen verbreitet wird, dann weil es um etwas anderes geht. Und daran sollten wir denken. Jedes Medium hat seine eigenen Vorteile. Deswegen ist es wichtig, sich vor einer Rede oder Präsentation die Frage zu stellen, warum schreibe ich es nicht lieber auf und sende es per E-Mail? Wie sorge ich dafür, dass mein Redebeitrag nicht zu viele Informationen enthält?

Bei Redebeiträgen geht es hauptsächlich darum, bestimmte Aspekte hervorzuheben und durch persönliches Engagement die Bedeutung zu vermitteln. Das Publikum kann dann sehen, ob die Redner das glauben, was sie sagen. Und es kann selbst entscheiden, was sie denken.

Wer in der Lage ist, überzeugend vor Menschen zu sprechen, kann dies direkt vor Publikum tun.

Du solltest darüber nachdenken, welche Informationen besonders hilfreich sind. Ab einem gewissen Punkt führt jedes zusätzliche Wort dazu, dass ein Gedanke, der noch nicht verarbeitet und integriert wurde, hinten wieder hinausfällt. Das hilft nicht weiter und führt dazu, dass es irgendwann gar nichts mehr geht. Wir sind überlastet! Überlastet! Pappsatt!

 

 

 

Was beeinflusst die Aufnahmefähigkeit des Publikums?

 

 

 

1. Menge an Informationen

 

Die Menge an Informationen, die in einer Präsentation enthalten sind, haben einen großen Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit des Publikums.

Wenn du deine Präsentation vorbereitest, solltest du dich fragen:

  • „Was ist meine entscheidende Botschaft?“
  • „Was ist die eine Sache, an die sich die Leute erinnern sollen, wenn sie die Präsentation verlassen?“

 

Wenn du all deine Daten und Informationen durch diese Fragen filterst, wird dir klarer, welche Inhalte entscheidend sind und welche einfach nur gut zu wissen sind und in Handouts oder als Nachbereitung der Präsentation zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

 

2. Sprechgeschwindigkeit

 

Wenn du zu langsam sprichst, kann es sein, dass sich die Zuhörenden langweilen und den Kopf abschalten. Wenn du zu schnell sprichst, kann es sein, dass die Zuhörenden der Präsentation nicht folgen können, vor allem, wenn es sich um komplexe Inhalte handelt. Nimm deine Präsentation auf, wenn du sie probst, und sieh dir an, wie das Tempo klingt, wenn du sie abspielst. Da es für uns manchmal schwierig ist, unsere eigene Stimme objektiv zu beurteilen, solltest du einen Kollegen bitten, zuzuhören.

Mehr dazu im Beitrag Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen

 

 

 

3. Komplexität der Informationen

 

Je komplexer deine Daten sind, desto schwieriger wird es für dein Publikum, sie zu verarbeiten. Recherchiere bei deiner Vorbereitung, was deine Zuhörenden bereits über dein Thema wissen, damit du den angemessenen Komplexitätsgrad für deine Präsentation bestimmen kannst.

Achte auf nonverbale Hinweise des Publikums, wie Stirnrunzeln und verwirrte Blicke, damit du erkennst, wenn es. Klärungsbedarf gibt. Sei bereit, einen Punkt noch einmal zu erklären oder ein Beispiel zu geben, um das Verständnis zu verbessern.

 

 

 

4. Wahl der Sprache

 

Wähle Wörter, die es den Zuhörenden leicht machen, deine Informationen zu verstehen und sich zu merken. Vermeide Fachjargon, es sei denn, er wird von den Zuhörern gut verstanden. Verwende anschauliche, farbige Wörter. Sprich auf einem Wortschatzniveau, das für dein Publikum angemessen ist. Wenn die Zuhörenden viel Energie aufwenden müssen, um zu entschlüsseln, was du sagen willst, werden sie weniger Zeit haben, um zu verstehen, was du sagen willst.

 

 

 

5. Aufbereitung

 

Organisation des Materials. Selbst die komplexesten Informationen lassen sich leichter aufnehmen, wenn sie logisch und übersichtlich präsentiert werden. Erstelle eine Gliederung deiner Präsentation, wenn du sie entwirfst, denn eine Gliederung zeigt den Fluss und die Abfolge deutlicher. Gliedere dein Material so, dass es in logische Module zerfällt. Verwende Überleitungen zwischen den Modulen, um den Zuhörern den Übergang zu einem neuen Abschnitt zu erleichtern. Fasse häufig zusammen.

 

 

 

Die Aufnahmefähigkeit fördern

 

Du kannst Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit nehmen. Einiges kann einen Unterschied machen, ob die Zuhörenden deine Informationen verinnerlichen und sich daran erinnern können oder ob sie sich kurz, nachdem sie die Präsentation verlassen haben, nicht mehr an das erinnern können, was du gesagt hast.

 

 

1. Geschichten

 

Geschichten sind ein besonders wirkungsvolles Mittel, um den Zuhörern zu helfen, die wichtigsten Punkte im Gedächtnis zu behalten, denn sie sind von menschlichem Interesse: Charaktere, Szenarien, Spannung und Auflösung. Erfinde Geschichten, die deine Kernbotschaft unterstützen, und übe sie so oft, bis du das Timing und die Intonation perfekt drauf hast.

 

 

 

2. Visuelle Elemente

 

Wenn du relevante und ansprechende Bilder oder Diagramme auf deinen Folien verwendest, kann das Publikum deine Botschaft besser aufnehmen.

Eine Folie nach der anderen mit wortreichen Aufzählungspunkten wird nicht nur langweilig, sondern erschwert auch die Aufmerksamkeit der Zuhörenden, da sie ihre Aufmerksamkeit zwischen dem, was du sagst, und dem, was auf der Folie steht, aufteilen müssen. Requisiten und Bilder können das Verständnis und die Erinnerung fördern und lenken nicht wie gedruckte Wörter von der mündlichen Präsentation ab.

 

 

 

3. Beispiele

 

Beispiele sind von der Wirkung her eng mit Geschichten verwandt und helfen den Zuhörern, Relevanz und Anwendung zu verstehen. Wenn du deine Präsentation vorbereitest, entwickle zahlreiche Beispiele, die die Zuhörenden ansprechen, vielleicht anhand von Personen oder Arbeitssituationen, die ihnen vertraut sind.

 

 

 

Also; weniger ist meist mehr!

 

Also: Weniger ist mehr! Entscheide weise, was du vermitteln willst, was dem Anliegen dient und was schadet. Was bewegt das Publikum, was will und was sollte es hören, was ist relevant?

Du kannst trotzdem ausführlich informieren. Über das von normalen Menschen aufnehmbare Maß hinaus, können die Informationen und Details ja zusätzlich auch als Dokument angeboten werden.

Also, sorge dafür, dass dein Redebeitrag etwas leistet, das Papier so nicht könnte vermitteln kann.

 

 

 

Und woher weißt du, was wichtig ist?

 

Bevor du beginnst, deine Rede vorzubereiten, schreibe deine Kernbotschaft auf einem Stück Papier. Behalte diese Notiz bei der Vorbereitung deiner Präsentation im Auge. Menschen, die Dinge tun, ohne tatsächlich zu verstehen, was ihre wahre Absicht ist, erzeugen regelmäßig Verwirrung.
 
Alles in der Rede bezieht sich auf diese Absicht, diese Kernbotschaft. Überprüfe deine Rede genau, achte auf jede Phrase, jede Information, ob sie diesem Zweck dient. Das kann bedeuten, dass du Teile, die du am meisten magst, entfernst. Wie auch immer, wenn etwas nicht hilfreich ist und deine zentrale Botschaft unterstützt, lösche es. Füge keine Elemente ein, die nicht dem definierten Ziel dienen.

 

 

 

Fokus

 

Mache dem Publikum durch die Redestruktur deutlich, welche Aussagen besonders wichtig sind. Verwenden eine Redestruktur, um die wichtigsten Punkte in logischer Reihenfolge hervorheben. Wenn du lange bei einem unwichtigeren Aspekt verharrst, dann wird das Publikum vermuten, er wäre wichtig. Wiederhole die wichtigsten Aussagen. Die Wiederholung ist ein mächtiges Werkzeug in der Rede.

P.S.​

 

Wie viele Informationen verträgt der Inhalt von Reden und Präsentationen?​ Woran orientierst du dich? Welche anderen Techniken hast du eingesetzt, damit deine Zuhörenden deine Botschaft besser aufnehmen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Präsentationen & Gespräche: Warum persönliche Wirkung zählt

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Wie viel kann das Publikum in Reden und Präsentationen aufnehmen?

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Ein Redebeitrag steht an. Wenn ich von einem Thema wirklich begeistert bin und das vermitteln will, dann möchte ich möglichst viel von meiner Begeisterung und meinem Wissen mit dem Publikum teilen. Deswegen wird in Präsentationen und Reden oft viel zu viel Wissen gepackt. So weit, so verständlich. Weshalb sollte das eine weniger gute Idee sein und was ist besser? Hier kommt die Antwort.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 7. April 2020
AN: #217
K: CNC
Ü:

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen in Reden und Gesprächen eine Form geben

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen eine Form geben - in Gesprächen und Präsentationen

Genügen 5 Sinne? Mit allen Sinnen sinnlich kommunizieren und überzeugen.
Genügen 5 Sinne? Hoch leben die Spiegelneuronen!

In Gesprächen und Präsentationen alle Sinne ansprechen

 

Welche Erkenntnisse gewinnen wir aus Wissen zur Wahrnehmung und den menschlichen Sinnen? Wie lässt sich die Kommunikation fördern? Genügen 5 Sinne? Lerne mit allen Sinnen sinnlich zu kommunizieren, um in Gesprächen und Präsentationen zu überzeugen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ideen eine Form geben

 

Mutige Redner wagen es einen Schritt weiterzugehen, lassen ihrer Vorstellungskraft den Raum sich zu entfalten. Überzeugende Redner lassen mögliche Szenarien so lebendig werden, das sie zum Greifen nahe sind. Sie liefern so nicht nur Orientierung, sondern auch die ansteckende Begeisterung und Energie, damit sich Gleichgesinnte mit auf den Weg machen.

 

 

 

Wahrnehmung

 

Aus dem Essay des Autors Aldous Huxley „Die Pforten der Wahrnehmung“ (The Doors of Perception):

If the doors of perception were cleansed
everything would appear to man as it is:
infinite.

 

Wären die Pforten der Wahrnehmung bereinigt,
schiene jedes Ding wie es wirklich ist:
Unerschöpflich.

 

Wir gehen davon aus, dass wir mit 5 Sinnen die Realität wahrnehmen und so auch speichern. Das Gehirn hat keinen direkten Kontakt zur Außenwelt. Es geht somit nur über Umwege. Damit die Nervenzellen des Gehirns erregt werden können müssen elektromagnetische, mechanische, chemische und andere Reize durch die Sinnesrezeptoren in neuroelektrische oder neurochemische Signale umgewandelt werden.

Wir erleben auf diesem Umweg unsere Umgebung durch unsere fünf Sinne; wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Trocken werden unsere Sinne deshalb auch als Repräsentationssysteme (Sehen, Hören, Spüren, Riechen und Schmecken) bezeichnet, weil diese Sinneseindrücke die Realität repräsentieren.

Wie anders sollen wir uns auch einen Eindruck von der Wirklichkeit machen? Ist diese Auswahl überhaupt ausreichend, um als Realität bezeichnet zu werden?

  • Rund um diese Fragen sind schon viele Bärte von Philosophen ergraut.
  • Wie hängen die Inhalte unserer Wahrnehmungen mit den tatsächlichen Geschehnissen in der Welt zusammen?
  • Welchen Wahrheits- und Realitätsgehalt haben unsere Wahrnehmungen?
  • Woher weiß ich, dass ich es nicht träume?
  • Sehe ich vor allem, was ich zu sehen erwarte?
  • Was sind Konstruktionen?
  • Fragen über Fragen!

 

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Paul Watzlawick

 

Und auch Neurologen & Co. beschäftigen sich mit Fragen zur Wahrnehmung; wie verarbeiten wir Sinnesreize und welchen Anteil haben Interpretationen? Nehmen wir alle die Welt genauso wahr? Ist beispielsweise meine Farbwahrnehmung dieselbe wie bei allen anderen Menschen; ist mein Rot vielleicht für jemand anderen ein Blau?

Bildgebende Verfahren vermitteln tiefe Einblicke. Beispielsweise, dass die Augen nicht wie objektive Kameras funktionieren, die neutrale Aufnahmen der visuellen Umgebung machen, sondern dass schon der Sehprozess selbst davon abhängt was wir gerade hören, denken und fühlen.

Mit Hilfe der Sinne werden Informationen aufgenommen, organisiert und verarbeitet. Wahrnehmungen können somit visuell (Sehen), auditiv (Hören), kinästhetisch (Fühlen), olfaktorisch (Riechen) und gustatorisch (Schmecken) sein. Dabei bevorzugen Menschen oft in unterschiedlichem Maß bestimmte Sinneskanäle. Dominant dürfte in unserer Gesellschaft die visuelle Orientierung sein. Wir nehmen die meisten Informationen mit den Augen auf. Internet, gedruckte Medien, eBook-Reader, Smartphone, Video, … Visuelle Sinnesangebote dominieren und das prägt. Muskeln, die nicht genutzt werden, nehmen ab, Nervenverbindungen, die nicht aktiviert werden, lösen sich auf. So stabilisieren sich Tendenzen zunehmend.

 

Alle unsere normalen sprachlichen Ausdrücke tragen den Stempel unserer gewohnten Formen der Wahrnehmung.

Niels Bohr

 

Anstatt dem Reiz zu erliegen jetzt den philosophischen Aspekten dieses Themenbereiches weiter zu folgen; was können wir hier ganz praktisch lernen? Wie lässt sich die Kommunikation dadurch fördern?

Wenn du mit Einzelpersonen zu tun haben, kannst du beispielsweise lernen deren bevorzugte Wahrnehmungskanäle zu bedienen. Bei Gruppen – beispielsweise bei einer Präsentation – bieten Sie Ihre Angebote in verschiedenen Systemen an. Sonst erreichen Sie im Wesentlichen nur Menschen, mit denen du das selbst bevorzugte Repräsentationssystem teilen. Je wohlwollender das Publikum ist, desto bereitwilliger wird es auch selbst unbewusst Ihre Angebote für sich übersetzen. Wobei das Sprechen in der Sprache des Publikums die positive Beziehung zusätzlich fördert.

 

 

 

 

Beispiele für sinnliche Sprache:

 

 

1. Visuell (Sehen)

 

Wer die Augen offen hält entdeckt viele visuelle Worte.

 

Beispiele:

Absicht, Übersicht, sich vorstellen, ausmalen, beobachten, Perspektive, deutlich, einleuchtend, aufzeigen, betrachten, leuchten, Farben, unsichtbar, sichtlich, gucken, Weitsicht, anschaulich, Ansicht, schleierhaft, Einsicht, Perspektive, strahlend, Bild, Vision, Umriss, Rücksicht, Illusion, Vorstellung, düster, einleuchtend, unklar, verschwommen, deutlich, Fokus, ein heller Kopf, einen Blick werfen, anstarren, Vorsicht, Zeiger, ins Auge fallen, glänzend, unter die Lupe nehmen, fokussieren, offenbaren, überwachen, Projektion, Einsicht, Perspektivwechsel, Horizont, rot sehen, schwarz sehen, Gemälde, Vorschau, schleierhaft, Blitz, Ausblick, Lichtblick, die Zukunft sehen

 

 

 

2. Auditiv (Hören)

 

Welche auditiven Worte sind Ihnen schon zu Ohren gekommen?

 

Beispiele:

Ankündigung, Stimme, stimmig, hörbar, klingen, lauschen, summen, fragen, Harmonie, Missklang, seufzen, sagen, Einklang, scharfe Töne, knistern, harmonisch, das schreit zum Himmel, Donnerwetter, Anklang, unerhört, eine leise Ahnung, Akzent, Geräusch, harmonisch, kreischen, Zitate, die Stimme der Vernunft, die erste Geige spielen, Zustimmung, es macht Klick, sich einstimmen, pfeifen, schnurren, Sprachlosigkeit, in den höchsten Tönen, den Marsch blasen, rauschend, schrill, Lautstärke, stöhnen, tratschen, Antwort, Stimmung, trommeln, Musik, Töne, wispern, leise, Schall, Knall, Krach, das klingt wie Musik in meinen Ohren, Tratsch

 

 

 

3. Kinästhetisch (Fühlen)

 

Werden in einem Text Bewegungen beschrieben, aktiviert das den Motorcortex. Manche Menschen müssen etwas ergreifen, bevor sie es begreifen.

Hier habe ich entspannt ein paar kinästhetische Worte zusammengetragen.

 

Beispiele:

fühlen, spüren, erleben, warm, kalt, behalten, begreifen, glatt, zart, rau, den Eindruck haben, Berührung, Empfindung, berührt, prickelnd, hart, zugreifen, heiß auf etwas sein, schwerfällig, Begriff, überstürzt, unsensibel, Intensität, kühl, das Gefühl haben, raue Sitten, Belastung, handhaben, passend, Erleichterung, es lässt mich kalt, niedergeschlagen, ermüdend, schleichen, schlurfen, Rührung, voll, rund, umarmen, zerstreut, ausschließlich, müde, frisch, zerknirscht, körnig

 

 

 

4. Olfaktorisch (Riechen)

 

Welcher Organsinn ist der undankbarste und scheint auch der entbehrlichste zu sein?
Der des Geruchs.
Es belohnt nicht, ihn zu kultivieren oder wohl gar zu verfeinern, um zu genießen; denn es gibt mehr Gegenstände des Ekels, als der Annehmlichkeit, die er verschaffen kann und der Genuss durch diesen Sinn kann immer nur flüchtig und vorübergehend sein, wenn er vergnügen soll.

Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Von den fünf Sinnen

 

Die wenigsten Menschen schenken dem Geruchssinn große Beachtung, doch für manche ist er sehr wesentlich.

Ein sehr intensives Beispiel ist der Roman „Parfüm“ von Patrick Süßkind. Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille erlebt die Welt durch seinen Geruchssinn. Seine Fähigkeit olfaktorisch wahrzunehmen, übersteigt alles Dagewesene. Seine Wahrnehmung der Welt wird bestimmt durch diese eigenartige Besonderheit. Sehr sinnlich vermittelt der Roman, wie sich die olfaktorische Welt von derjenigen unterscheidet, in der sich die meisten von uns aufhalten. Grenouille kann sich bald vollständig von der eigenen Nase führen lassen.

Mit einem guten Riecher witterst auch du olfaktorische Worte schon von weitem.

 

Beispiele:

Riechen, schnuppern, muffig, schal, frisch, duftend, dufte, das stinkt zum Himmel, mir stinkt es, Parfüm, parfümiert, staubig, das riecht nach, etwas wittern, die Nase rümpfen, Schnüffler, Spürsinn, Spürnase, den richtigen Riecher haben, anrüchig, rauchig, eine delikate Angelegenheit,…

 

 

 

5. Gustatorisch (Schmecken)

 

Hoffentlich treffen diese gustatorischen Worte Ihren Geschmack.

 

Beispiele:

schmecken, essen, bitter, salzig, süß, sauer, Geschmack beweisen, die Schnauze voll haben, Leckerbissen, süß, sauer, geschmackvoll, scharf, fad, lecker, ein gefundenes Fressen, das schmeckt nach …, schmackhaft

 

 

 

VAKOG

 

Zusammenfassung aller Sinnesreize, für die Menschen Rezeptoren (Aufnahmeorgane) haben: visuell (Sehsinn), auditiv (Hörsinn), kinästhetisch (Gefühlssinn), olfaktorisch (Geruchssinn), gustatorisch (Geschmackssinn).

 

 

 

Persönliche Tendenzen

 

Wir bevorzugen unterschiedliche Sinnessystem. Im Gespräch lassen sich Tendenzen erkennen, doch gilt es flexibel und aufmerksam zu bleiben.
Das bevorzugte Sinnessystem kann je nach Situation wechseln. Je nach Kontext hinsichtlich eigener Rolle, Beziehung, persönlicher Stimmung (Freude, Stress, Angst, Panik) verändert sich mitunter die Rangfolge der Sinnessysteme und auch die Fähigkeit und Bereitschaft zu übersetzen. Entsprechend wird unter Druck die eigene Wahrnehmung verändert und Konflikte durch Missverständnisse wahrscheinlicher. Ein typisches Beispiel für die Veränderung der Wahrnehmung bei Stress ist der Tunnelblick.

Um die Kommunikation mit anderen Menschen – gerade in Stresssituationen wie Meinungsverschiedenheiten etc. - zu fördern, lohnt es sich genau zuzuhören und flexibel in der passenden Sprache zu antworten.

 

 

 

Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

Schon allein der Einsatz von Sprache, die den Sinnen nahe ist, macht Ihre Angebote lebendiger. Vergleichen Sie das mit eigenen Erfahrungen:

Wissenschaftliche Texte und Vorträge sind meist trocken. Ihnen fehlt oft jegliche Sprache, durch die unsere Sinne angesprochen werden.
Entsprechend anstrengend ist es dann, dem Gesagten zu folgen.

In der Werbung und spannenden Erzählungen hingegen zieht uns die Sprache in Ihren Bann. Es ist, als würden wir das Gesagte persönlich erleben.

 

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.

Arabisches Sprichwort

 

Deine Sprache wird lebendiger, wenn du einen hohen Anteil sinnlicher Worte, also solche wie sie oben bei den Beispielen stehen, verwendest. Deine Zuhörer erleben dann, was du beschreibst, weil sie es im Geist reproduzieren, es nachspielen. Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

 

 

Ideen sinnlich eine Form geben

 

Die folgenden Worte von Aristoteles lassen sich sehr gut auf die Eigenschaften guter Redner übertragen:

Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen, sondern das, was hätte geschehen können, dass heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit möglich ist.

 

 

1. Sprich alle Sinne an

 

Wir haben mindestens 5 Sinne, können sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Sorge dafür, dass für jeden menschlichen Sinn etwas Ansprechendes dabei ist, wenn du präsentierst. Das sorgt dafür das deine Botschaft in den Köpfen des Publikums zum Leben erweckt werden.

 

 

 

2. Beispiele

 

Liefere relevante Bespiele, in denen sich das Publikum wiederfindet. Beschreibe sinnlich was dein Angebot konkret für die Zuhörer bedeutet, wie es ihnen welche Vorteile bringt. Sorge dafür das es sich in deine Beschreibungen hineinversetzen kann.

 

 

 

3. Geschichten

 

Nimm das Publikum mit auf die Reise. Storytelling funktioniert, vorallem wenn alle Sinne angesprochen werden.

 

 

 

4. Identifikation

 

Sorge dafür, dass du selbst zuerst auf der inneren Leinwand das erleben, was du vermitteln wollen.

 

 

 

5 Sinne genügen dir nicht?

 

Allgemein sprechen wir von unseren fünf Sinnen. Diese Einteilung liegt auch deshalb nahe, weil wir für jeden Wahrnehmungsbereich sichtbare Sinnesorgane zur Verfügung haben; die Augen, die Ohren, die Haut und insbesondere die Hände, den Mund bzw. die Zunge und die Nase.

Für all jene, denen 5 Sinne nicht genug sind, hat beispielsweise Rudolf Steiner zwölf Sinne eingeteilt:

  • Tastsinn
  • Lebenssinn
  • Bewegungssinn
  • Gleichgewichtssinn
  • Geruchssinn
  • Geschmackssinn
  • Sehsinn
  • Wärmesinn
  • Gehörsinn
  • Sprachsinn
  • Denksinn
  • Ichsinn

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten. Novalis

P.S.

 

Welche Sinne sind dir am vertrautesten? Beziehst du alle Sinne in Gesprächen und Präsentationen mit ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2015
Überarbeitung: 6. Juli 2019
AN: #97629
Ü:X
K:

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Es sich verändert, ist die Sichtweise darauf.
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums

Perspektiverweiterung

 

Gute Redner und Rederinnen erweitern das Sichtfeld des Publikums. Weshalb tun sie das und wie kann es gelingen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Alles eine Frage der Perspektive

 

 

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Das Einzige, das sich verändert, ist die Sichtweise darauf.

Carlos Castañeda

 

Deshalb gehört es zu den Aufgaben überzeugender Redner, das Publikum einzuladen, weitere Sichtweisen zu erkunden als nur die bisher favorisierten. Es gilt, Licht dorthin zu tragen, wo bisher nicht hingesehen wurde.

Eine guter Redebeitrag lädt dazu ein zumindest für den Moment die Perspektive zu wechseln, sie zu erkunden, ihr eine Chance zu geben. Eine ehrliche Rede ist ein Angebot.

 

 

Respekt 

 

Wer meint, als einziger Mensch die Wahrheit zu kennen, wird schnell zum Fundamentalisten. Dann handelt es sich nicht mehr um Angebote, sondern die Bestrebung zur Zwangsbekehrung. Und auf die reagieren wenige Menschen erfreut, nicht einmal dann, wenn es um durchaus erstrebenswerte Ziele geht.

Themen haben oft viel viel Seiten, von denen aus, von denen aus sie betrachtet werden können. Die Welt ist komplex, sehr komplex. Berücksichtigen wir das, soweit es uns möglich ist. Gehen wir voran und laden wir dazu ein es uns gleich zutun. Wie können wir von anderen erwarten unserer Sicht eine Chance zu geben, wenn wir uns deren Betrachtung nicht einmal angesehen haben?

 

 

Innere Haltung statt Technik

 

Gute Redner und Rednerinnen würdigen andere Sichtweisen nicht nur, weil es eine gute Strategie ist, sondern aus Überzeugung. Respekt kann nur auf einer echten inneren Haltung beruhen, ein intelligentes Publikum merkt Schauspiel schnell.

Video

Kommt!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
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Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

P.S.

 

Was ist dein Standpunkt dazu?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #6760
K:
Ü:

Das braucht ein erstklassiger Elevator Pitch

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Im Jahr 2000 Referent Karsten Noack. Wenn Ihr Elevator Pitch davon profitieren soll ...

Die wichtigsten Elemente eines erfolgreichen Elevator Pitch

 

In diesem Beitrag geht es darum, was ein erstklassiger Elevator Pitch beinhaltet.

Die 7 wichtigsten Elemente eines erfolgreichen Elevator Pitch

 

Egal, ob du Unterstützung von einem Business-Angel oder von Risikokapitalgebern für dein Unternehmen bekommen willst, oder ob du einfach deine Geschäftsstrategie perfektionieren willst, ein solider Elevator Pitch ist ein wichtiges Instrument, um deine Ziele zu erreichen.

Ein Elevator Pitch, der dein Unternehmen kurz und bündig beschreibt, kann als Rede (idealerweise in 60 Sekunden oder weniger), als Präsentation oder als einseitiger Überblick über dein Unternehmen gehalten werden.
Du kannst dir deinen Elevator Pitch wie eine Zusammenfassung vorstellen, die einen schnellen Überblick über dein Unternehmen gibt und erklärt, warum du erfolgreich sein wirst.

So erstellst du einen erfolgreichen Elevator Pitch in 7 Schritten:

 

 

 

1. Definiere das Problem

 

Das Wichtigste ist, dass du ein Problem identifizierst, das es wert ist, gelöst zu werden. Wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung kein Problem löst, das potenzielle Kunden haben, hast du kein tragfähiges Geschäftsmodell. So einfach ist das.

Du musst kein großes Problem lösen, dessen Lösung die Welt verändern wird. Das ist toll, wenn du ein solches Problem angehst, aber für die meisten Unternehmen ist das nicht die Realität. Probleme können einfach sein – und das ist auch in Ordnung. Solange du als Unternehmer ein Problem löst, das die Kunden haben, kannst du ein Unternehmen aufbauen. Hier sind ein paar Beispiele für Problemstellungen, die in einem Pitch hervorgehoben werden könnten:

  • Das Übertragen von Fotos von Mobiltelefonen ist ein schwieriger und komplexer Prozess.
  • Es gibt keine veganen Bio-Kekse in Berlin“.
  • Die Vorbereitung von Präsentationen ist schwierig, zeitaufwändig und teuer.

 

Reduziere das Problem deines Kunden auf seine einfachste Form. Im Idealfall kannst du das Problem, das du löst, in ein oder zwei Sätzen oder vielleicht sogar in ein paar Aufzählungspunkten beschreiben. Langfristig kann dein Unternehmen mehrere Kundenprobleme lösen, doch anfangs wirst du erfolgreicher sein, wenn du dich nur auf ein Kernproblem konzentrierst.

 

 

 

2. Beschreibe deine Lösung

 

Zu viele Unternehmerinnen und Unternehmer beginnen ihren Elevator Pitch damit, ihre Lösung zu beschreiben: ein Produkt oder eine Dienstleistung, von der sie glauben, dass der Markt sie braucht. Sie überspringen Schritt 1 und nennen nicht das Problem, das sie lösen wollen. Als kluger Unternehmer kannst du diesen Fehler vermeiden, indem du zuerst sicherstellst, dass du ein echtes Problem löst, das die Kunden tatsächlich haben, bevor du deine Lösung definierst.

Sobald du das Problem, das du lösen willst, klar definiert hast, musst du deine Lösung erklären. Eine klare Problembeschreibung hilft dir, dich auf die Lösung dieses einen Problems zu konzentrieren und die Lösung nicht auf mehrere mögliche Probleme auszudehnen.

Auch hier solltest du versuchen, deine Lösungsbeschreibung auf so wenige Wörter wie möglich zu reduzieren. Du solltest in der Lage sein, deine Lösung in wenigen Sätzen oder Aufzählungspunkten auf einem hohen Niveau zu beschreiben.

 

 

 

3. Kenne deine Zielgruppe

 

Wenn du das Problem definierst, das du lösen willst, solltest du natürlich auch über die potenziellen Kunden nachdenken, die dieses Problem haben.

Im Abschnitt über den Zielmarkt deines Elevator Pitch legst du genau fest, wer das Problem hat, das du lösen willst, und findest heraus, wie viele potenzielle Kunden du ansprechen willst.

 

 

Marktsegmentierung

 

Du solltest deinen Zielmarkt in Segmente unterteilen – kleinere Gruppen von Menschen, die du ansprechen willst.
Es ist immer verlockend, einen möglichst großen Zielmarkt zu definieren, aber das macht dein Angebot nicht glaubwürdig.

Wenn du zum Beispiel ein neues Schulungsunternehmen hast, wäre es verlockend zu sagen, dass dein Zielmarkt „jeder“ ist. Schließlich hat ja jeder Bedarf und jeder braucht neue Kenntnisse, Wissen und Fähigkeiten, oder nicht?

Realistisch betrachtet richtet sich dein neues Schulungsunternehmen wahrscheinlich an eine bestimmte Zielgruppe, beispielsweise an Mitarbeiter von Unternehmen einer bestimmten Branche. Innerhalb dieser Gruppe von Unternehmen könntest du den Markt in weitere Gruppen wie unterteilen.

 

 

Wie groß ist dein potenzieller Markt?

 

Sobald du eine gute Liste mit Zielmarktsegmenten erstellt hast, musst du ein wenig Marktforschung betreiben und schätzen, wie viele Menschen zu jedem Segment gehören.

 

 

Was geben deine Kunden bereits aus?

 

Versuche als Nächstes zu schätzen, was eine durchschnittliche Person in jeder Gruppe derzeit pro Jahr für ihre aktuelle Lösung des Problems, das du lösen willst, ausgibt. Multipliziere nun einfach die Anzahl der Personen mit den aktuellen Ausgaben und du hast eine realistische Zahl für die „Marktgröße“ oder deinen Zielmarkt.

In deiner Präsentation solltest du über die Marktsegmente sprechen, auf die du abzielst, über die Anzahl der Personen in jedem Segment und über den Gesamtbetrag, den sie derzeit ausgeben. Diese Zahlen sind entscheidend und müssen Teil jeder guten Präsentation sein.
Wenn du mehr Hilfe bei diesem Abschnitt brauchst, sieh dir unseren Leitfaden zur Definition deines Zielmarktes an.

 

 

 

4. Beschreibe den Wettbewerb

 

Jedes Unternehmen hat Konkurrenz. Selbst wenn niemand eine ähnliche Lösung wie du entwickelt hat, lösen deine potenziellen Kunden das Problem, das sie haben, mit irgendeiner Alternative.

Zum Beispiel waren die Konkurrenten der ersten Personal-Computer keine anderen Rechner. Die Konkurrenz waren Schreibmaschinen, Taschenrechner, Karteikarten und dergleichen.

Wenn du über deine Konkurrenz und bestehende Alternativen nachdenkst, überlege, welche Vorteile deine Lösung gegenüber der Konkurrenz bietet.

Bist du schneller, billiger oder besser? Warum würde ein potenzieller Kunde deine Lösung der eines anderen Unternehmens vorziehen? Die Beschreibung deiner wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von der Konkurrenz ist eine gute Übung und stellt sicher, dass du eine einzigartige Lösung entwickelst, die die Kunden hoffentlich Alternativen vorziehen werden. Diese Unterscheidungsmerkmale helfen dir auch dabei, dein Marketing auf das wichtigste Wertversprechen zu konzentrieren, das du anbietest, aber deine Konkurrenten nicht.

 

 

 

5. Teile mit, wer in deinem Team ist

 

So toll deine Idee auch sein mag, nur das richtige Team kann sie effektiv umsetzen und ein großartiges Unternehmen aufbauen.

Im Teil „Team“ deines Elevator Pitch solltest du darlegen, warum du und deine Geschäftspartner das richtige Team für die Umsetzung deiner Vision sind und warum die Fähigkeiten deines Teams genau das sind, was du brauchst, um dein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Es wird oft gesagt, dass das Führungsteam eines Unternehmens wichtiger ist als die Idee – und das stimmt oft auch. Egal, wie großartig oder einzigartig deine Lösung ist, wenn du nicht die richtigen Leute an Bord hast, wirst du sie nicht verwirklichen können.

Es ist auch in Ordnung, kein ganzes Team zu haben. Wichtiger ist, dass du erkennst, dass du Lücken in deinem Führungsteam hast und dass du die richtigen Leute einstellen musst. Zu wissen, was deinem Team fehlt, und zu erkennen, dass du die richtigen Talente finden musst, um die Lücken zu füllen, ist eine wichtige Eigenschaft für jeden Unternehmer.

6. Füge eine Finanzübersicht hinzu

 

Für einen guten Pitch musst du nicht unbedingt eine detaillierte fünfjährige Finanzprognose vorlegen. Viel wichtiger ist, dass du dein Geschäftsmodell verstehst.

Das klingt vielleicht nach etwas Kompliziertem, ist es aber zum Glück nicht. Alles, was du wissen musst, ist, wer deine Rechnungen bezahlt und welche Ausgaben du haben wirst.

Wenn du zum Beispiel eine Online-Nachrichtenseite gründest, sind die Kunden, die die Rechnungen bezahlen, deine Anzeigenkunden. Deine Kosten sind Redakteure, Grafiker und Webhosting. Wenn du mehr über deine Branche erfährst, ist es sicherlich hilfreich, eine Umsatzprognose und ein Ausgabenbudget aufzustellen. Du willst sicherstellen, dass du auf der Grundlage deiner Annahmen ein rentables Unternehmen aufbauen kannst.

Für deinen Elevator Pitch brauchst du meist keine detaillierte Prognose. Du solltest aber auf jeden Fall eine Prognose erstellen, damit du über die Zahlen sprechen kannst, wenn du Fragen bekommst, und die Prognose vorlegen kannst, wenn deine potenziellen Investoren mehr über dein Unternehmen erfahren wollen.

 

 

 

7. Zeig mit Meilensteinen, dass du vorankommst

 

Das letzte Schlüsselelement deines Elevator Pitch ist die Darstellung der Meilensteine deines Unternehmens, also dein Zeitplan.
Hier sprichst du über deine bevorstehenden Ziele und wann du sie erreichen willst. Wenn du bereits bemerkenswerte Meilensteine erreicht hast, solltest du diese erwähnen. Wenn du zum Beispiel ein neues Produkt erfunden hast, werden potenzielle Investoren wissen wollen, wie weit du mit der Prüfung und notwendigen Zulassungen bist.

Wenn du Geschäftsräume benötigst, werden die Investoren wissen wollen, wie es um die Unterzeichnung des Mietvertrags, die Gestaltung der Inneneinrichtung und die Eröffnung des Geschäfts steht.

Wenn du in deinem Pitch über bevorstehende Meilensteine sprichst, wird dein Unternehmen zur Realität. Dieser Teil deines Pitches zeigt, wie gut du die einzelnen Schritte durchdacht hast, die nötig sind, um dein Geschäft zu eröffnen und Geld zu verdienen.

Wenn du das Glück hast, mit deinem Unternehmen voranzukommen und Beweise dafür hast, dass dein Unternehmen erfolgreich sein wird, solltest du auch darüber sprechen. Wenn du zum Beispiel Vorbestellungen für dein Produkt hast oder andere Belege für ein starkes Kundeninteresse, werden die Investoren von deinen Erfolgen hören wollen, das nennt sich Traktion.

 

 

 

Stelle alles in einer Präsentation zusammen

 

Wenn du Hilfe bei der Zusammenstellung deines Pitch Decks für eine Präsentation brauchst, schau dir meine Artikel dazu an, die genau beschreiben, welche Folien du in deine Präsentation aufnehmen solltest und was auf jeder Folie stehen sollte.

Du kannst auch einen Lean Plan erstellen, der sich hervorragend als Handout eignet, wenn du eine Elevator Speech hältst, und der auch eine gute Lösung ist, um einen Pitch per E-Mail zu versenden.

Professionelle Unterstützung

 

Die Gelegenheit nutzen und auf den Punkt überzeugen?

Bei der Vorbereitung deines Elevator Pitch helfe ich dir am besten 1:1. Den Umfang bestimmst du. Zumindest ein Probelauf mit professionellem Feedback solltest du dir und deiner Botschaft gönnen, weil du dann selbst schon vorher erfährst, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen solltest, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät.

Ich steige mit meinen Erfahrungen in Marketing, Psychologie und Rhetorik auch gerne mit in Ihr Boot. Zugegeben, eine solche professionelle Unterstützung hat bei wichtigen Anliegen einen geringen Preis. Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Im Gegensatz zu einer beliebigen Ausgabe rentiert sich eine Investition.

Profitiere vom Vorsprung. Das geht übrigens auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Videounterstützung über das Internet.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
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Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Was macht für dich einen erfolgreichen Elevator Pitch aus?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2011
Überarbeitung: 05. April 2024
AN: #493311
K: CNB
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