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Es lohnt sich Routinen und Überzeugungen regelmäßig zu hinterfragen, oft sind sie unantastbar und unnütz zugleich. Überzeugungen bestimmen unser Denken und Handeln. Hinterfragen und verändern Sie Routinen, Überzeugungen, Glaubenssätze, wenn sie sich nicht bewähren.
Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.
Jean de La Fontaine
Es ist ganz natürlich, dass wir gegen jede neue Ansicht, über deren Gegenstand wir irgendein Urteil uns schon festgestellt haben, uns abwehrend und verneinend verhalten. Denn sie dringt feindlich in das vorläufig schon abgeschlossene System unserer Überzeugungen.
Arthur Schopenhauer
Als „Heilige Kühe“ werden Glaubensgrundsätze, kurz Glaubenssätze beziehungsweise Überzeugungen bezeichnet, von deren Gültigkeit wir persönlich glauben, dass sie richtig sind. Diese Überzeugungen wirken auf unser Denken und Handeln wie ein Regelwerk an dem wir uns weitgehend unbewusst orientieren.
Überzeugungen, die wir nicht ausreichend hinterfragen, scheinen wie Heilige Kühe in Indien tabu zu sein. Doch, selbst wenn sie einmal hilfreich gewesen sein sollten, muss das nicht für alle Ewigkeit so sein. Was einst stimmte, kann heute wirklichkeitsfremd sein. Die Welt dreht sich weiter, wir entwickeln uns. Heilige Kühe schränken den Denk- und Handlungsspielraum ein und können so wünschenswerten Veränderungen im Wege stehen. Sie blockieren oder behindern uns zumindest.
Nicht nur im Coaching immer wieder eine wichtige Frage. Sind die Dinge schon deshalb richtig, weil wir sie tun? Oder sind wir nur manchmal zu bequem uns mit ihnen auseinanderzusetzen, weil wir uns dann ja auch anschließend mit den Konsequenzen beschäftigen müssen? So manche Heilige Kuh blockiert den Weg, verdeckt den Blick auf Optionen, macht blind. Wir können nicht wahrnehmen, was möglich wäre.
Es lohnt sich deshalb Routinen und Überzeugungen regelmäßig zu hinterfragen, oft sind sie unantastbar und unnütz zugleich. Heilige Kuh erkannt – heilige Kuh gebannt!
Ein spanisches Sprichwort meint; Gewohnheiten sind anfangs Spinnweben, später Drahtseile.
Glaubenssätze beziehungsweise Überzeugungen lassen sich nur schwer durch landläufige Regeln der Logik oder des rationalen Denkens verändern. Mit geeigneten therapeutischen Techniken können hinderliche Glaubenssätze aufgelöst, verändert und förderliche Glaubenssätze entwickelt und gestärkt werden. Gerade bei Glaubenssätzen, die zur Selbstsabotage beitragen lohnt sich die Arbeit.
Überzeugungen sind fest in unser persönliches Weltbild eingebettet, sind tief verwurzelt. Sie sind an Gefühle gekoppelt und es kann als schmerzhaft empfunden werden sie loszulassen. Es genügt deshalb nicht nur intellektuell umzudenken, es muss deutlich tiefer gehen, um zu wirken, bis an die Wurzel. Das geht beispielsweise, indem eine intensive neue, eine andere Erfahrung gemacht wird. Doch dazu können wir weder uns selbst noch andere Menschen zwingen oder überreden. Wir können dazu einladen, ermutigen und inspirieren – das Angebot machen, den Rahmen bieten. Dann können entsprechende Techniken, wie aus den Neurolinguistischen Programmieren (NLP), der Energetischen Therapie, dem Hypnobalancing und dem Mentaltraining, dazu beitragen Überzeugungen dauerhaft zu verändern.
Diese These bestätigt sich bei Einsatz passender Techniken nur sehr bedingt.
Viele Glaubenssätze sind je nach Kontext mehr oder weniger förderlich. Insofern gilt es nicht zwangsläufig jeden in einer Situation einschränkenden Glaubenssatz, ohne umfangreichere Betrachtung ersatzlos zu löschen. Vielmehr geht es in der Regel darauf den Einflussbereich zu vergrößern, also für mehr Wahlfreiheit und Flexibilität zu sorgen.
So hilfreich es sein kann die Ursachen zu kennen; oft geht es auch ohne umfangreiche Analyse mit Konzentration auf die Ziele.
Was ist der Unterschied zwischen Überzeugungen und Glaubenssätzen? Der Unterschied zwischen Überzeugungen und Glaubenssätzen kann subtil sein, da die Begriffe oft synonym verwendet werden. Überzeugungen sind bewusster und rationaler, während Glaubenssätze tiefer und emotionaler verankert sind. Überzeugungen können durch neue Informationen relativ leicht angepasst werden, Glaubenssätze hingegen erfordern oft tiefgreifendere innere Arbeit, um verändert zu werden.
Hier sind einige Unterscheidungen:
Eigenschaften:
Beispiel:
„Ich bin überzeugt, dass regelmäßiges Training gut für die Gesundheit ist.“
Beispiel:
„Man muss hart arbeiten, um im Leben erfolgreich zu sein.“
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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
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Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.
Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.
Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.
Eine Routine ist eine wiederkehrende Handlung, die regelmäßig durchgeführt wird. Sie kann beispielsweise eine feste Reihenfolge von Aktivitäten beinhalten, die man jeden Tag oder jede Woche durchführt, wie beispielsweise das Zähneputzen vor dem Schlafengehen. Routinen können dazu beitragen, den Alltag zu strukturieren und zu planen und können das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermitteln. Sie können auch dazu beitragen, Zeit und Energie zu sparen, indem man Dinge automatisiert, die man häufig tut.
Ja, Routinen können auch Nachteile haben. Wenn man sich zu sehr an Routinen hält, kann das dazu führen, dass man sich eingeengt oder eingeschränkt fühlt und keine Flexibilität oder Kreativität mehr hat. Man könnte auch die Möglichkeit verpassen, neue Erfahrungen zu machen oder sich zu entwickeln, wenn man immer nur dasselbe tut. Es ist daher wichtig, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Routinen und Abwechslung zu finden und auch gelegentlich aus der Routine auszubrechen, um neue Erfahrungen zu machen und sich weiterzuentwickeln.
Es kommt darauf an, wie welche Routinen genutzt werden. Einige Menschen finden, dass Routinen ihre Kreativität fördern, indem sie ihnen eine strukturierte Umgebung bieten, in der sie arbeiten können. Andere Menschen fühlen sich jedoch von Routinen eingeengt und finden, dass sie ihre Kreativität einschränken.
Es braucht ein gesundes Gleichgewicht zwischen Routinen und Abwechslung. Einige Routinen, wie beispielsweise regelmäßige Übung oder das Setzen von Schreibzeiten, können dazu beitragen, die Kreativität zu fördern, indem sie die Disziplin und Konzentration verbessern, die für kreatives Arbeiten erforderlich sind. Andere Routinen, wie beispielsweise immer dasselbe zu essen oder immer denselben Weg zur Arbeit zu nehmen, können jedoch die Kreativität einschränken, indem sie die Möglichkeit verringern, neue Erfahrungen zu machen und neue Ideen zu entwickeln. Nehmen Sie sich Zeit für Abwechslung und Neues, erlauben Sei sich gelegentlich aus der Routine auszubrechen, um die Kreativität zu fördern.
CORE Beliefs sind die wichtigsten Glaubenssätze eines Menschen. Sie sind sehr eng mit der eigenen Identität.
Glaubenssätze beruhen auf Generalisierungen, die ein Mensch sich über die Welt gemacht hat. Sie bezeichnen damit Einstellungen, die Arbeits- und Lebensprinzipien der jeweiligen Person darstellen und ihrem Verhalten zugrunde liegen. Glaubenssätze beeinflussen deutlich Wahrnehmung, Einstellungen, Gefühle, Verhalten und Fähigkeiten.
Überzeugungen sind Gefängnisse.
Friedrich Nietzsche
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. August 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #371
K:
Ü:X
Was kann die Kinesiologie?
Sie merken, dass Sie älter werden, wenn Sie bei dem Begriff „Tape“ automatisch an Kinesiologie und nicht mehr an Musik denken.
Kinesiologie leitet sich aus zwei altgriechischen Worten ab, „Kinesis“ und „Logos“, also von Bewegung und Lehre. Es handelt sich bei der Kinesiologie um eine Reihe von Techniken, bei denen der Muskeltest zur Anwendung kommt. Dafür wird auf körperlicher, geistiger, mentaler und emotionaler Ebene gearbeitet.
Kinesiologie beruht auf vier Pfeilern:
Die Kinesiologie wird eingesetzt bei Blockaden, um Auslöser von Stress oder Schwachstellen zu finden und dann die Balance wieder herzustellen.
Haben Sie Erfahrungen mit Kinesiologie?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Als positive Absicht wird der Vorteil oder der Gewinn bezeichnet, der hinter einer Verhaltensweise oder einer Situation steckt. Die positive Absicht kann bewusst oder auch unbewusst sein.
Menschen machen mitunter Dinge, die sie und andere schädigen, obwohl eine positive Absicht dahinter steckt. So gut wie jedem Verhalten kann eine positive Absicht unterstellt werden. Selbst Drogen, wie Nikotinmissbrauch, werden konsumiert, weil damit eine Absicht verfolgt wird. Nur halten die eingeschlagenen Wege nicht immer, was sie versprechen. Wer sich von einem einschränkenden Denk- und Verhaltensmuster lösen will, sollte die positive Absicht im Auge behalten.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Ist es erforderlich, zu leben, was wir vermitteln wollen? Gibt es Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?
Die Handlungen der Menschen sind die besten Interpreten ihrer Gedanken.
James Joyce
Kommunikation beinhaltet viele Gelegenheiten für Missverständnisse. Das macht den Austausch von Ideen und Angeboten schon von Hause aus nicht unbedingt leichter. Allerdings meint auch nicht jeder Sprecher, was er sagt. Allzu oft werden absichtlich oder leichtfertig Dinge behauptet, die dann nicht gehalten werden.
Vertrauen ist ein erlerntes Verhalten, es ist der Kit, der vertrauensvolle Beziehungen ermöglicht. Private genauso wie professionelle. Fehlt dieses Vertrauen, wird vieles komplizierter. Botschaften werden dann nur noch zögerlich oder gar nicht mehr in Betracht gezogen, wenn zu oft schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Die Menschen werden unempfindlicher und wollen sich durch entsprechende Filter schützen. So wird dem Gesagten nicht mehr das volle Vertrauen entgegengebracht. Manchmal geschieht es zu Recht und manchmal ist es schade, weil es ehrlich gemeint war.
Wer Wert darauf legt, auch zukünftig gehört zu werden und Vertrauen zu genießen, tut gut daran, eigenen Worten auch konkrete Taten folgen zu lassen. Überhaupt hilft es das auch selbst zu leben, was gepredigt wird. Wasser zu predigen und Wein zu saufen ist auch auf viele andere Weise möglich und schadet der eigenen Glaubwürdigkeit.
Glaubwürdigkeit (in Englisch Credibility) ist ein Maß der Bereitschaft, die Aussage einer anderen Person als gültig zu akzeptieren. Nur, wenn das ausreichend gegeben ist, wird der Person und ihren Handlungen Glauben geschenkt. Glaubwürdigkeit ist eine zugeschriebene attributionale, also verliehene Eigenschaft.
Behaupten lässt sich viel — und das ist deswegen auch eher die Regel als die Ausnahme. Nicht nur bei Werbebotschaften wird von vornherein davon ausgegangen, dass Versprechungen schmückendes Beiwerk sind und keine ernsthafte Aussage. Also wird immer höher und höher gestapelt — schwindelerregend hoch. Dass es dann mächtig wackelt, wundert niemanden ernsthaft, es ist eingepreist.
Wolkenkuckucksheim? Von der Theorie in die Praxis. Wer seine Botschaft lebt, zeigt auch, dass es möglich ist und hoffentlich auch mit Freude verbunden ist. Wer zu asketisch unterwegs ist, wirbt so zumindest nicht damit, dass es einen Beitrag für ein erfüllendes Leben liefert, der Botschaft zu entsprechen.
Ich liebe meine Berufung. Mit dem Rad zum Termin? Das hilft beim Denken. Flüge mitten in der Nacht mag ich weniger, die Gespräche, die sie mir ermöglichen schon. Schließlich geht es bei meiner Arbeit um Themen, die auf die eine oder andere Weise jeden Menschen betreffen, der sich entwickeln möchte. So profitiere ich selbst von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Unternehmen, Persönlichkeiten und Themen. Nein, deswegen verzichte ich trotzdem nicht auf mein Honorar. Schließlich profitieren davon ja alle Beteiligten.
Ein Teilnehmer stellte mir die Frage, wie ich selbst zu den Dingen stehe, die ich sage und schreibe. Die Antwort darauf gebe ich in einem Video auf YouTube™ (Externer Link). Der Titel: Menschen, die über Wasser laufen und wie wichtig ist Glaubwürdigkeit?
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 901)
Man erzieht durch das, was man sagt,
mehr noch durch das, was man tut,
am meisten durch das, was man ist.
Ignatius von Antiochia
Unsere Glaubwürdigkeit steht und fällt mit der Übereinstimmung unserer Gedanken, Worte und Handlungen. Wer sein Wort bricht, verliert seine Glaubwürdigkeit. Ja, ist die Glaubwürdigkeit einmal zerstört, dann ist es schwer, sie wiederherzustellen. „Walk your talk“ nennen die US-Amerikaner das, was so viel wie „Bleib auf dem Weg. Tue, was du predigst.“ Genau darum geht es beim Thema Glaubwürdigkeit.
Den Glauben an etwas kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Juli 2017
Überarbeitung: 18. Oktober 2019
AN: #43414
K:
Ü:
NLP hat mich über viele Jahre begleitet.
Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, zahlreiche Modelle und Methoden kennengelernt und manches davon in meine Arbeit integriert.
Heute sehe ich NLP differenzierter als früher.
Einige Gedanken halte ich weiterhin für ausgesprochen nützlich.
Andere Aussagen erscheinen mir zu weitreichend.
Und bei manchen Versprechen lohnt sich ein kritischer Blick.
Deshalb soll dieser Beitrag weder Werbung für NLP sein noch eine Abrechnung damit.
Mich interessiert eine praktischere Frage:
Was davon hilft tatsächlich dabei, klarer zu kommunizieren, flexibler zu denken und bewusster zu handeln?
NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren.
Der Ansatz entstand in den 1970er-Jahren und wird vor allem mit Richard Bandler und John Grinder verbunden. Auch Frank Pucelik gehörte zur frühen Entwicklungsgeschichte.
Ausgangspunkt war unter anderem die Frage:
Was machen Menschen, die in Kommunikation und Veränderungsarbeit besonders erfolgreich erscheinen?
Dazu wurden beispielsweise Arbeitsweisen von Virginia Satir, Fritz Perls und Milton H. Erickson untersucht und modelliert.
Aus diesen Beobachtungen entstanden verschiedene Kommunikationsmodelle und Veränderungstechniken, die später unter dem Begriff NLP zusammengefasst wurden.
Der Name klingt wissenschaftlicher, als er verstanden werden sollte.
Gemeint ist die Vorstellung, dass Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten mit unseren neurologischen Prozessen verbunden sind.
Das ist als allgemeiner Gedanke selbstverständlich.
Daraus folgt jedoch keineswegs automatisch, dass die spezifischen Erklärungsmodelle des NLP neurowissenschaftlich belegt sind.
Sprache beeinflusst, wie wir Erfahrungen beschreiben, ordnen und miteinander teilen.
Welche Fragen wir stellen, welche Begriffe wir verwenden und wie wir Situationen beschreiben, kann unser Denken beeinflussen.
Dieser Bereich ist für meine heutige Arbeit weiterhin besonders interessant.
Dieser Teil des Namens gefällt mir heute am wenigsten.
Menschen sind keine Computerprogramme.
Verhalten lässt sich selten einfach umprogrammieren.
Wir können jedoch Gewohnheiten erkennen, Perspektiven erweitern, neue Reaktionsmöglichkeiten entwickeln und hilfreiche Verhaltensweisen einüben.
Das beschreibt für mich wesentlich besser, worum es gehen kann.
Einer der bekanntesten Gedanken im Umfeld des NLP lautet sinngemäß:
Unsere Vorstellung von der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit selbst.
Wir erleben Situationen durch unsere Erfahrungen, Erwartungen, Werte, Aufmerksamkeit und Interpretationen.
Zwei Menschen können dasselbe Gespräch erleben und anschließend sehr unterschiedliche Geschichten darüber erzählen.
Das macht einen wichtigen Unterschied.
Wenn ich meine Interpretation für die einzig mögliche Wirklichkeit halte, wird Kommunikation schnell schwierig.
Wenn ich erkenne:
Das ist meine derzeitige Landkarte
entsteht Raum für Fragen.
Was hat der andere wahrgenommen?
Welche Information fehlt mir?
Welche andere Erklärung wäre möglich?
Was interpretiere ich gerade?
Dieser Gedanke ist weit über NLP hinaus wertvoll.
Stell dir vor, jemand antwortet mehrere Stunden nicht auf deine Nachricht.
Das ist zunächst eine Beobachtung.
Dann beginnt Interpretation.
„Er ignoriert mich.“
„Sie ist verärgert.“
„Ich habe etwas falsch gemacht.“
„Das ist respektlos.“
Oder:
„Vermutlich hat sie gerade viel zu tun.“
Dasselbe Ereignis.
Unterschiedliche Bedeutungen.
Und unterschiedliche emotionale Reaktionen.
Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:
Was ist tatsächlich geschehen – und welche Bedeutung gebe ich dem Geschehen?
Diese Trennung gehört für mich zu den wertvollsten Werkzeugen guter Selbstreflexion und Kommunikation.
Ein weiterer Bereich, den ich weiterhin nützlich finde, ist die Aufmerksamkeit für Sprache.
Menschen sagen beispielsweise:
„Das funktioniert niemals.“
„Alle erwarten das von mir.“
„Ich muss das tun.“
„Er respektiert mich nicht.“
„So etwas kann ich einfach nicht.“
Solche Aussagen enthalten häufig Verallgemeinerungen, Interpretationen oder ausgelassene Informationen.
Dann helfen Fragen.
„Niemals? Was ist bisher konkret geschehen?“
„Wer genau erwartet das?“
„Was würde geschehen, wenn du es anders machst?“
„Woran erkennst du fehlenden Respekt?“
„In welchen Situationen gelingt es dir bereits besser?“
Solche Fragen können aus einer scheinbar feststehenden Wirklichkeit wieder etwas Prüfbares machen.
Das ist für mich wesentlich interessanter als irgendein Etikett für die Technik.
Auch Reframing gehört zu den bekannten NLP-Begriffen.
Gemeint ist ein Wechsel des Bezugsrahmens.
Ein Beispiel:
„Ich bin viel zu kritisch.“
Vielleicht.
Vielleicht besitzt du gleichzeitig eine ausgeprägte Fähigkeit, Risiken und Schwachstellen zu erkennen.
Dann lautet die Frage weniger:
Ist diese Eigenschaft gut oder schlecht?
Sondern:
In welchem Kontext hilft sie – und wo braucht sie Ergänzung?
Reframing bedeutet für mich keineswegs, Schwierigkeiten schönzureden.
Es bedeutet:
Eine Situation aus mehr als einem Blickwinkel betrachten zu können.
Das erweitert den Handlungsspielraum.
Ein weiterer bekannter NLP-Begriff ist Rapport.
Gemeint ist eine gute zwischenmenschliche Verbindung.
Auch hier wurden im NLP zahlreiche Techniken beschrieben.
Für mich ist heute der grundlegende Gedanke wichtiger als technische Anweisungen:
Menschen kommunizieren besser miteinander, wenn sie sich wahrgenommen und respektiert fühlen.
Dazu gehören:
aufmerksames Zuhören,
echtes Interesse,
angemessene Sprache,
Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven,
und die Bereitschaft, sich auf das Gegenüber einzustellen.
Rapport ist für mich deshalb weniger eine Technik, mit der jemand beeinflusst wird.
Er ist die Qualität einer Beziehung, in der Kommunikation leichter möglich wird.
NLP hat traditionell großen Wert auf Zielarbeit gelegt.
Auch diesen Gedanken halte ich grundsätzlich für hilfreich.
Allerdings reicht ein positiv formuliertes Ziel kaum aus.
Bei wichtigen Entscheidungen interessieren mich heute zusätzliche Fragen:
Was möchtest du erreichen?
Warum ist dir das wichtig?
Was verändert sich dadurch?
Welche Nebenwirkungen könnte das Ziel haben?
Was müsstest du dafür aufgeben?
Passt das Ziel zu deinen Werten?
Und:
Ist es überhaupt dein Ziel?
Manchmal arbeiten Menschen ausgesprochen konsequent an Zielen, die sie bei genauerer Betrachtung kaum noch erreichen möchten.
Dann ist mehr Motivation selten die beste Lösung.
Mehr Klarheit schon eher.
Ein weiterer Gedanke aus dem NLP gefällt mir weiterhin:
Wenn eine Strategie kaum funktioniert, erweitere deine Möglichkeiten.
Menschen entwickeln bevorzugte Reaktionen.
Manche argumentieren stärker.
Andere ziehen sich zurück.
Manche passen sich an.
Andere erhöhen den Druck.
Solche Strategien können in bestimmten Situationen hervorragend funktionieren.
Schwierig wird es, wenn wir ausschließlich diese eine Möglichkeit besitzen.
Deshalb lautet eine hilfreiche Frage:
Was könnte ich außerdem tun?
Vielleicht:
fragen statt erklären.
zuhören statt argumentieren.
eine Pause machen.
eine Grenze setzen.
Humor einsetzen.
einen Konflikt offen benennen.
oder die Situation verlassen.
Souveränität zeigt sich häufig weniger darin, immer richtig zu reagieren.
Sie zeigt sich in der Fähigkeit, zwischen mehreren angemessenen Reaktionen wählen zu können.
Auch der Gedanke des Modellierens bleibt interessant.
Wenn jemand etwas ausgesprochen gut kann, können wir untersuchen:
Was genau macht diese Person?
Worauf achtet sie?
Wie bereitet sie sich vor?
Welche Entscheidungen trifft sie?
Welche Fähigkeiten hat sie entwickelt?
Wie reagiert sie auf Schwierigkeiten?
Das nutze ich beispielsweise bei Kommunikation und Präsentationen.
Dabei reicht es kaum, sichtbares Verhalten einfach zu kopieren.
Was bei einer Person hervorragend funktioniert, kann bei einer anderen künstlich wirken.
Deshalb lautet die bessere Frage:
Welches Prinzip steckt hinter dem erfolgreichen Verhalten – und wie kann ich es auf meine Weise nutzen?
Auch Begriffe wie Ankern und Chaining beziehungsweise Ankerverkettung stammen aus dem NLP.
Beim Ankern wird versucht, einen bestimmten Reiz mit einem inneren Zustand zu verbinden.
Beim Chaining werden mehrere solcher Zustände beziehungsweise Reaktionen gedanklich miteinander verbunden.
Diese Modelle wurden im NLP teilweise mit sehr weitreichenden Wirkungsannahmen versehen.
Ich würde sie heute wesentlich nüchterner betrachten.
Menschen entwickeln selbstverständlich Assoziationen.
Musik kann Erinnerungen auslösen.
Ein Geruch kann uns innerhalb von Sekunden in eine frühere Situation versetzen.
Ein bestimmter Ort kann Ruhe oder Anspannung hervorrufen.
Solche Lern- und Assoziationsprozesse sind real.
Für die praktische Arbeit interessiert mich deshalb weniger das NLP-Etikett.
Interessanter ist:
Welche Reize, Gewohnheiten und inneren Prozesse beeinflussen einen Menschen – und welche davon lassen sich sinnvoll verändern?
Besonders viele NLP-Ideen wurden im Bereich Kommunikation populär.
Zum Beispiel:
genauer zuhören,
sprachliche Verallgemeinerungen erkennen,
gute Fragen stellen,
Perspektiven wechseln,
Beziehungen gestalten,
Ziele klären,
Metaphern nutzen,
und die eigene Kommunikation flexibel anpassen.
Vieles davon findet sich ebenso in anderen Kommunikations-, psychologischen und therapeutischen Ansätzen.
Das ist für mich heute ein wichtiger Punkt.
Eine hilfreiche Idee wird weder besser noch schlechter, weil sie NLP genannt wird.
Entscheidend ist:
Ist sie plausibel?
Ist sie ethisch vertretbar?
Passt sie zum Menschen?
Ist sie für das konkrete Anliegen hilfreich?
Und wo erforderlich:
Wie gut ist sie wissenschaftlich abgesichert?
Hier lohnt sich besondere Vorsicht.
Im Umfeld des NLP wurden teilweise sehr konkrete Zusammenhänge zwischen Blickrichtungen, Körpersprache, inneren Prozessen und Wahrheitsgehalt behauptet.
Solche einfachen Zuordnungen halte ich für problematisch.
Ein Mensch schaut nach links.
Was bedeutet das?
Vielleicht denkt er nach.
Vielleicht erinnert er sich.
Vielleicht lenkt ihn dort etwas ab.
Vielleicht ist das schlicht seine Gewohnheit.
Körpersprache liefert wertvolle Informationen.
Einzelne Signale sind jedoch selten eindeutige Übersetzungen innerer Vorgänge.
Deshalb arbeite ich lieber mit:
Kontext,
Veränderungen,
Mustern,
Beobachtung
und guten Fragen.
Das ist mir wichtig.
Seriöse Kommunikation braucht keine Behauptung, man könne anhand bestimmter Signale zuverlässig erkennen, was ein Mensch denkt.
Wir können Hypothesen bilden.
Wir können aufmerksam beobachten.
Wir können Veränderungen bemerken.
Und dann können wir fragen.
Neugier ist häufig zuverlässiger als vermeintliche Menschenkenntnis.
NLP hat auch den Ruf bekommen, Menschen manipulieren zu können.
Manche Bücher und Seminare haben diesen Eindruck aktiv gefördert.
Versprochen wurden Formulierungen und Techniken, mit denen andere Menschen beinahe unbemerkt beeinflusst werden könnten.
Davon halte ich wenig.
Natürlich beeinflussen Menschen einander.
Jede Argumentation möchte etwas bewirken.
Jede Präsentation lenkt Aufmerksamkeit.
Jede Frage setzt einen Rahmen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:
Beeinflusse ich?
Sondern:
Wie gehe ich mit meinem Einfluss um?
Respektiere ich die Entscheidungsfreiheit des anderen?
Bin ich transparent?
Vertrete ich meine Interessen offen?
Oder versuche ich, psychologische Mechanismen gegen die Interessen meines Gegenübers einzusetzen?
Für mich ist das vor allem eine Frage der Haltung.
Hier lohnt sich eine klare Antwort.
NLP wird seit Jahrzehnten in Coaching, Training, Kommunikation und teilweise auch im therapeutischen Umfeld eingesetzt.
Die wissenschaftliche Absicherung weitreichender NLP-Wirkungsversprechen ist jedoch begrenzt.
Insbesondere sollte aus der Bezeichnung „neurolinguistisch“ keineswegs geschlossen werden, NLP sei eine neurowissenschaftlich bestätigte Theorie menschlichen Denkens.
Das ist es nicht.
Einige unter dem NLP-Dach verwendete Gedanken überschneiden sich mit allgemein bekannten psychologischen, kommunikativen oder lerntheoretischen Prinzipien.
Andere spezifische Behauptungen sind wissenschaftlich deutlich schwächer abgesichert.
Deshalb halte ich eine differenzierte Haltung für angemessen:
Nützliche Gedanken prüfen und nutzen. Große Wirkungsversprechen kritisch betrachten.
Im Laufe vieler Berufsjahre sammelt man Methoden.
Kommunikationsmodelle.
Coachingansätze.
psychologische Konzepte.
Hypnotherapeutische Verfahren.
Werkzeuge zur Entscheidungsfindung.
Erfahrungen aus Beratung und Unternehmenspraxis.
Irgendwann wird eine andere Frage wichtiger:
Was braucht dieser konkrete Mensch in dieser konkreten Situation?
Deshalb definiere ich meine Arbeit heute weniger über eine einzelne Methodenschule.
Eine Methode ist ein Werkzeug.
Sie ist kein Selbstzweck.
Wenn ein NLP-Modell hilfreich ist, kann ein Gedanke daraus einfließen.
Wenn ein anderes Vorgehen besser passt, nutze ich dieses.
Entscheidend ist der Mensch und sein Anliegen.
Wenn ich meine heutige Sicht verdichte, bleiben einige Gedanken, die ich weiterhin wertvoll finde:
Die eigene Wahrnehmung ist eine Perspektive – nicht die gesamte Wirklichkeit.
Gute Fragen können festgefahrenes Denken öffnen.
Sprache beeinflusst, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Mehr Verhaltensmöglichkeiten erhöhen unseren Handlungsspielraum.
Andere Perspektiven können eine Situation verändern.
Gute Kommunikation braucht Beziehung und Aufmerksamkeit.
Erfolgreiches Verhalten lässt sich untersuchen und daraus lässt sich lernen.
Und vielleicht am wichtigsten:
Wenn etwas kaum funktioniert, lohnt es sich, etwas anderes auszuprobieren.
Dafür brauche ich heute das Etikett NLP kaum noch.
Die Gedanken dürfen trotzdem ihren Wert behalten.
Eine Methode kann hilfreich sein.
Sie kann gleichzeitig im falschen Moment vollkommen ungeeignet sein.
Deshalb interessiert mich heute stärker als die Frage:
„Welche Technik kann ich anwenden?“
die Frage:
„Was ist hier eigentlich los?“
Was braucht dieser Mensch?
Was ist das Ziel?
Welche Annahmen stimmen?
Was wurde übersehen?
Welche Konsequenzen hat eine Intervention?
Wo liegen Grenzen?
Und welche Vorgehensweise passt zu diesem Kontext?
Je größer der Werkzeugkasten wird, desto wichtiger wird diese Urteilskraft.
NLP hat viele Menschen für Sprache, Wahrnehmung, Ziele, Kommunikation und Veränderungsmöglichkeiten sensibilisiert.
Einige Modelle können interessante Denk- und Gesprächswerkzeuge liefern.
Andere Behauptungen verdienen kritische Distanz.
Für mich ist deshalb weder Begeisterung noch pauschale Ablehnung besonders hilfreich.
Ich bevorzuge einen pragmatischen Umgang:
Was ist hilfreich?
Was ist plausibel?
Was ist gut belegt?
Was passt zu diesem Menschen und dieser Situation?
Und was erweitert tatsächlich den Handlungsspielraum?
Methoden kommen und gehen.
Bezeichnungen verändern sich.
Am Ende zählt etwas anderes:
klarer wahrnehmen, besser verstehen, bewusster entscheiden und angemessener handeln.
Manche Menschen mögen mit einer besonderen Gabe gesegnet zu sein. Solche Menschen finden selbst in heiklen Situationen die passenden Worte und Gesten, argumentieren schlagfertig und überzeugen. Die meisten Redner benötigen dafür die entsprechenden Techniken und Übung. Einige der Werkzeuge bietet das NLP.
Sprache ist schon in der Bezeichnung NLP als L für Linguistik enthalten. Neben der Sprache – als Bestandteil von Gesprächen, Reden und Präsentationen – hinaus, liefert NLP weitere hilfreiche Beiträge für Redner.
Beispiele für Themen, bei denen NLP Reden und Präsentationen bereichert:
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
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→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
NLP steht für „Neuro-Linguistisches Programmieren“. Es ist eine Sammlung von Techniken und Konzepten, die darauf abzielen, die Art und Weise zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet und wie diese Informationen dazu beitragen, Verhaltensmuster und Ergebnisse zu beeinflussen.
NLP wurde in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt und basiert auf der Annahme, dass Veränderungen im Verhalten und in den Ergebnissen durch Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen ihre Gedanken und Gefühle wahrnehmen und verarbeiten, erreicht werden können. Es umfasst verschiedene Techniken und Werkzeuge, die dazu verwendet werden können, um die Kommunikation und das Verständnis zwischen Menschen zu verbessern, Verhaltensmuster zu verändern und Ziele zu erreichen.
NLP wird häufig in Bereichen wie Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Verkauf, Führung und Therapie eingesetzt und kann auch für die Selbstverbesserung und die persönliche Entwicklung verwendet werden.
Im NLP gibt es einige grundlegende Prinzipien, die als wichtige Grundlagen für das Verständnis und die Anwendung von NLP-Techniken und -Konzepten gelten. Dazu gehören:
Das „Map-Territory“-Prinzip: Dies besagt, dass jeder Mensch seine eigene subjektive Interpretation der Welt hat, die sich auf seine persönlichen Erfahrungen und sein Weltbild bezieht. Dies bedeutet, dass jeder Mensch eine eigene „Landkarte“ hat, die er oder sie verwendet, um die Welt zu verstehen, und dass diese Landkarte nicht notwendigerweise der „Wirklichkeit“ entspricht.
Das „Well-Formed Outcome“-Prinzip: Dies besagt, dass Ziele oder Ergebnisse, die man erreichen möchte, klar definiert und formuliert werden sollten, um erfolgreich zu sein.
Das „Behavioral Flexibility“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, in der Lage zu sein, sich an neue Situationen anzupassen und verschiedene Verhaltensweisen anzuwenden, um Ziele zu erreichen.
Das „Presuppositions“-Prinzip: Dies besagt, dass bestimmte Annahmen oder Voraussetzungen, die ein Mensch über die Welt hat, das Verhalten und die Ergebnisse beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise die Annahme, dass Veränderungen möglich sind, oder dass man selbst die Kontrolle über sein Leben hat.
Das „Rapport“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, eine gute Verbindung und ein gutes Verständnis mit anderen Menschen zu haben, um erfolgreich zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
Eine der bekanntesten Techniken im NLP ist das „Reframing“. Diese Technik zielt darauf ab, das Verständnis einer Situation oder eines Problems zu verändern, indem man es aus einer anderen Perspektive betrachtet oder es in einem anderen Kontext sieht. Reframing kann dazu verwendet werden, negative Gedanken und Emotionen in positive umzuwandeln oder um herauszufinden, wie man eine schwierige Situation auf eine andere Weise betrachten kann.
Eine weitere bekannte Technik im NLP ist das „Anchoring“. Diese Technik zielt darauf ab, einen emotionalen Zustand oder eine Ressource, die man in einer bestimmten Situation erlebt hat, auf ein bestimmtes Signal oder eine bestimmte Handlung zu verknüpfen, damit man diesen Zustand oder diese Ressource jederzeit wieder abrufen kann.
Es gibt viele weitere Techniken im NLP, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können, wie beispielsweise die „Milton-Modell“-Technik zur Veränderung von Verhaltensmustern oder die „Meta-Modell“-Technik zur Verbesserung der Kommunikation. Es ist wichtig zu beachten, dass NLP eine Sammlung von Techniken und Konzepten ist, die nicht von wissenschaftlichen Studien unterstützt werden und deren Ergebnisse daher variieren können. Es ist wichtig, alle verfügbaren Informationen und Ressourcen zu berücksichtigen, bevor man sich entscheidet, NLP-Techniken anzuwenden.
Es gibt verschiedene Gründe, warum es Kritik am NLP gibt. Einige der häufigsten Kritikpunkte sind:
Mangelnde wissenschaftliche Unterstützung
Viele der Konzepte und Techniken im NLP basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien und werden daher von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht unterstützt.
Fehlende transparente Darstellung der Methoden
Einige Kritiker argumentieren, dass die Methoden und Techniken im NLP nicht transparent dargestellt werden und dass es schwierig ist, zu verstehen, wie sie funktionieren.
Mangelnde Regulierung
Da NLP keine offizielle therapeutische oder psychologische Methode ist, gibt es keine Regulierung oder Standards für die Ausbildung und den Einsatz von NLP-Praktizierenden. Dies kann dazu führen, dass es schwierig ist, die Qualifikationen und Erfahrungen von NLP-Praktizierenden zu beurteilen. Die Qualität der Ausbildungen ist sehr unterschiedlich und maßgeblich ist der persönliche Einsatz.
Mögliche negative Auswirkungen
Einige Kritiker argumentieren, dass NLP-Techniken möglicherweise negative Auswirkungen haben können, wenn sie von unqualifizierten oder inkompetenten Praktizierenden angewendet werden. Es gibt auch Berichte über Menschen, die schlechte Erfahrungen mit NLP gemacht haben, einschließlich emotionaler oder körperlicher Belastungen.
Es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker von NLP.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Durch sie lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen.
Lösungsorientierte Fragen kommen aus Therapie und Coaching. Sie lassen sich auch im professionellen Bereichen sehr gut einsetzen, wenn sich Gespräche immer wieder um die Defizite eines Problems, eines Projekts oder einer Situation drehen. Durch lösungsorientierte Fragen wird der Fokus – weg vom Problemkrampf – hin zu möglichen Lösungen und vorhandene Ressourcen gelenkt. So lassen sich Diskussionen insgesamt positiv gestalten.
Lösungsfragen setzen die Fähigkeit und Bereitschaft zum lösungsorientierten Denken voraus, im Gegensatz zu defizitorientiertem Denken.
Durch solche lösungsorientierten Fragen lassen sich bisher unberücksichtigte Ressourcen und Optionen erkennen, mit denen sich neue Denk- und Lösungsansätze entwickeln lassen.
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Bessere Kommunikation mit Ich-Botschaften. Sie-Du-Botschaften klagen an, provozieren Widerstand und Konflikte. So bilden Sie Ich-Botschaften.
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Bei der Sandwich-Technik wird Feedback oder gar unverdauliche Kritik zischen zwei positiven Bemerkungen verpackt. Ob das so eine gute Idee ist?
Ein Strohmann-Argument kann Redner und Rednerinnen aus dem rhetorischen Gleichgewicht bringen, wenn die Vorbereitung fehlt. Hier erfährst du, was du tun kannst..
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:
Zirkuläre Fragen lenken den Aufmerksamkeitsfokus auf die Wahrnehmung der Situation aus der Sicht einer anderen Person. So geht es.
Zirkuläre Fragen gehören zu den systemischen Fragen. Sie wurden in der systemischen Familientherapie von der Mailänder Schule um Mara Selvini Palazzoli Anfang der 80er Jahre beleuchtet. Zirkuläre Fragen dienen vor allem dazu, der aktuellen Situation eine neue Perspektive zu verleihen und daraus neue Ansätze und Ideen zu entwickeln. Dadurch wird der Aufmerksamkeitsfokus auf die Wahrnehmung der Situation aus der Sicht einer anderen Person gelenkt.
Es hat sich in vielen Bereichen gezeigt, dass diese Art von Fragen besonders effektiv ist, wenn eine Perspektive erkundet werden soll, über den üblichen Blick hinaus. So verlässt der Befragte seine eigene Perspektive und begibt sich in weitere. Außerdem erhalten benannte Person dadurch ein indirektes Feedback über ihre Wirkung auf andere Menschen.
Zirkuläre Fragen sind Fragen, die sich auf sich selbst beziehen oder die bereits in der Frage selbst beantwortet werden. Sie werden auch als rhetorische Fragen bezeichnet, da sie in der Regel nicht darauf abzielen, eine Antwort zu erhalten, sondern eher dazu dienen, das Publikum zu veranlassen, über eine bestimmte Sache nachzudenken oder sich darüber Gedanken zu machen.
Beispiele für zirkuläre Fragen sind:
Zirkuläre Fragen werden häufig in Reden oder Präsentationen verwendet, um das Publikum zum Nachdenken anzuregen oder um eine bestimmte Haltung oder Meinung zu verdeutlichen. Sie können auch dazu beitragen, dass sich das Publikum an bestimmte Informationen erinnert oder sich über eine bestimmte Sache Gedanken macht.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 30. April 2017
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43310
Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen. Wer es lösen will, stellt sich besser darauf ein. Schritt für Schritt dem Ziel näher kommen.
Die Zeiten sind schnell und rasant, mal beeindruckender und mal beängstigender, oft irgendwie beides. Wer in einem solchen Umfeld bestehen will, braucht Flexibilität und Resilienz. Und den Mut, aus Problemen und Potenzialen Herausforderungen zu machen, zu gestalten.
Wohin soll die Reise gehen und wie wollen wir dorthin gelangen? Wer Teil der Lösung sein will, braucht gute Antworten auf gute Fragen. Und die Bereitschaft, Werte nicht nur für sich zu beanspruchen. Zu oft soll der Zweck die Mittel heiligen und so wird die im Grunde gute Idee schon in den Ansätzen verraten. So oder so, es ist mit Gegenwind zu rechnen, nicht jeder wird ebenso begeistert von Veränderungen sein. Schließlich haben selbst bedenkliche Umstände ihre Profiteure. Manch einem ist es auch lieber das zu behalten, was ihm bekannt ist, selbst wenn es nicht ideal ist. Lieber das unbequeme Bekannte, als das unsichere Unbekannte. Wer eine Idee trotz all der Massenträgheit ins Rollen bringen möchte, hat einige Stufen zu nehmen.
Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:
In der ersten wird es lächerlich gemacht,
in der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.
Oscar Wilde
Wer sich umschaut, findet viele Beispiele dafür, wie von wem Veränderungen zuerst lächerlich gemacht oder auf andere Weise diffamiert werden. Und wenn das noch nicht genügt, werden zunehmend direkter bekämpft. Das funktioniert mitunter leider auch recht gut, zumindest für eine Weile. Doch wenn das dahinterliegende Bedürfnis groß genug ist, wird die Idee irgendwann wieder auftauchen. Mit Schwung ist es leichter, die Massenträgheit zu überwinden. Wer diese Phasen überstehen will, legt sich gegebenenfalls lieber frühzeitig ein dickes Fell und langen Atem zu. Und wer offene Türen einrennt, darf sich umso mehr freuen.
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Was hat es mit der Wut auf narzisstische Zeitgenossen auf sich, was tun?
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Obwohl sie häufig charmant wirken, entschuldigen sich Narzissten niemals. Sie machen angerichteten Schaden nicht wieder gut und geben niemals ihre Fehler zu. Und dann kommen da Nicht-Narzissten und geben sich der Illusion hin eine ehrlich gemeinte Entschuldigung zu bekommen.
Eine Sammlung der Dinge, die sich nicht mit Geld kaufen lassen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371
Überarbeitungsplan
Die meisten Menschen mögen Komplimente. Aber die wenigsten wissen damit umzugehen. Wie können wir Komplimente entspannter genießen.
Von einem guten Kompliment kann ich zwei Monate leben.
Mark Twain
Die meisten Menschen mögen Komplimente. Aber die wenigsten wissen damit umzugehen. Sind wir zu argwöhnisch? Wer einem schmeichelt, hat einen entweder betrogen oder hofft, es noch tun zu können. Ist das Kompliment überhaupt glaubhaft? Viele erwarten Beweis für die Echtheit eines Kompliments, bevor sie es vorsichtig anzunehmen gedenken. Befürchten wir stets eine Falle oder woran liegt es, dass uns weder das Annehmen noch das Geben von Komplimenten leicht fällt? Ein Interview, das Stefanie Jacob mit mir zum Thema Komplimente führte, wird heute (23. Juni 2016) auf SWR1 in der Sendung Der Abend zwischen 20 und 22 Uhr gesendet. Anschließend ist es als Podcast (externer Link) verfügbar.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
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