Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden, Präsentationen, Denken.

Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden, Präsentationen, Denken.

Was hat es damit auf sich?
Rosa-Elefant

Rosa-Elefanten-Effekt

 

Der Rosa-Elefanten-Effekt ist an vielen Stellen zu beobachten. Negatives Formulieren ist häufig in Gesprächen, Reden und Präsentationen. Eine Variante des Klassikers in Kommunikationstrainings: „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“ und schon ist es geschehen. Davon haben schon viele Menschen gelesen oder gehört. Weshalb es sich lohnt, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern? Deshalb! Mehr im Beitrag.

Video

Video im Schnitt!

Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden und Präsentationen.

 

Zugegeben, die meisten Menschen werden im Privatleben oder im Beruf seltener über rosa Elefanten sprechen. Da sind es dann eher Formulierungen wie; „Tun Sie das nie wieder.“, „Wir dürfen nicht so weitermachen wie bisher“, „Vergessen Sie alles Bisherige!“, „Seien Sie nicht so verkrampft!“ … In vielen Gesprächen und Präsentationen wimmelt es nur so von Negativ-Formulierungen. Wer darauf hinweist, etwas möge nicht berücksichtigt, gedacht oder getan werden, lenkt genau dorthin die Aufmerksamkeit. Es wird zusätzliche Denkleistung benötigt, um zumindest intellektuell zu verstehen, was erwartet wird. Das allein ist schon nicht sehr günstig, weil es gelten sollte den Zuhörern möglichst einfach zu machen, Botschaften im beabsichtigten Sinne zu verstehen.

Was dabei jedoch vergessen wird; Botschaften wirken im Unbewussten. Und das setzt sich nicht intellektuell mit Aussagen auseinander. Es fokussiert entweder auf das was ohne Negation gesagt wurde, „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“, ignoriert es oder spekuliert. So oder so ist das größtenteils nicht sehr hilfreich.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Welche Erfahrungen hast du bereits mit dem Rosa-Elefanten-Effekt gemacht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. April 2016
Überarbeitung: 6. Januar 2021
AN: #76739
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K:

24+ Tipps, um die Menschenkenntnis zu trainieren

24+ Tipps, um die Menschenkenntnis zu trainieren

Pflegen der eigenen Menschenkenntnis. Menschenkenntnis ist ein Fach, in dem wir täglich unterrichtet werden

24+ Tipps, um deine Menschenkenntnis zu trainieren

 

Wie gut kannst du Menschen einschätzen?

Vielleicht hast du manchmal schon nach wenigen Minuten ein klares Gefühl:

„Dieser Person vertraue ich.“

Oder:

„Irgendetwas stimmt hier weniger.“

Solche ersten Eindrücke können wertvolle Hinweise liefern.

Sie können ebenso gründlich danebenliegen.

Menschenkenntnis bedeutet deshalb weniger, andere blitzschnell zu durchschauen.

Gute Menschenkenntnis bedeutet, Menschen zunehmend genauer einschätzen zu können und gleichzeitig die Grenzen der eigenen Einschätzung zu kennen.

Das lässt sich trainieren.

 

 

 

Was bedeutet Menschenkenntnis?

 

Menschenkenntnis beschreibt die Fähigkeit, Verhalten, Persönlichkeit, Interessen, Motive und wahrscheinliche Reaktionen anderer Menschen möglichst treffend einzuschätzen.

Dazu gehören mehrere Fähigkeiten:

  • genau beobachten
  • aufmerksam zuhören
  • Kontext berücksichtigen
  • eigene Verzerrungen erkennen
  • Hypothesen bilden
  • Hypothesen wieder korrigieren

Menschenkenntnis ist deshalb weniger Gedankenlesen.

Sie ist eine Form sorgfältiger sozialer Urteilsbildung.

 

 

 

Menschenkenntnis bedeutet weniger, Menschen „durchschauen“ zu können

 

Das Wort klingt verführerisch.

„Ich durchschaue Menschen.“

Es vermittelt Sicherheit.

Und genau diese Sicherheit kann zur Falle werden.

Menschen sind komplex.

Sie verhalten sich:

  • in unterschiedlichen Rollen unterschiedlich
  • unter Stress anders als in Ruhe
  • bei vertrauten Menschen anders als bei Fremden
  • je nach kulturellem und sozialem Kontext verschieden

Deshalb ist eine gute Einschätzung weniger:

„Ich weiß, wie dieser Mensch ist.“

Und eher:

„Auf Grundlage dessen, was ich bisher beobachtet habe, halte ich diese Erklärung für wahrscheinlich.“

 

 

 

Kann der erste Eindruck stimmen?

 

Ja.

Menschen können aus kurzen Ausschnitten des Verhaltens tatsächlich manche Eigenschaften besser einschätzen, als reiner Zufall erwarten ließe.

Das bedeutet trotzdem weniger, dass jeder erste Eindruck verlässlich ist.

Die Treffergenauigkeit hängt unter anderem davon ab:

  • welches Merkmal beurteilt wird
  • wie viel Verhalten sichtbar ist
  • wie typisch die Situation ist
  • wie gut sich die Person beobachten lässt
  • welche Verzerrungen beim Beobachter wirken

Ein erster Eindruck ist eine Hypothese.

Kein Urteilsspruch.

 

 

 

Mehr Beobachtungen verbessern die Einschätzung

 

Wer einen Menschen in mehreren Situationen erlebt, erhält mehr Informationen.

Das ist wichtig.

Jemand kann im Vorstellungsgespräch:

  • freundlich
  • ruhig
  • aufmerksam

wirken.

Wie dieselbe Person unter:

  • Zeitdruck
  • Kritik
  • Macht
  • Konflikten

reagiert, kann zusätzliche Informationen liefern.

Menschenkenntnis wächst mit relevanter Beobachtung über Zeit.

 

 

 

Warum wir unsere Menschenkenntnis häufig überschätzen

 

Ein Problem:

Wir bekommen selten sauberes Feedback darüber, ob unsere Einschätzung richtig war.

Vielleicht denkst du:

„Ich wusste sofort, dass er unzuverlässig ist.“

Später vergisst du womöglich all jene Situationen, in denen dein erster Eindruck falsch war.

So kann das Gefühl entstehen:

„Meine Intuition liegt fast immer richtig.“

Das ist weniger zwingend dasselbe wie tatsächliche Treffergenauigkeit.

 

 

 

Menschenkenntnis beginnt mit Selbstkenntnis

 

Wer andere einschätzen möchte, sollte sich mit den eigenen Wahrnehmungsfiltern beschäftigen.

Denn du siehst weniger nur den anderen Menschen.

Du siehst ihn durch:

  • deine Erfahrungen
  • deine Erwartungen
  • deine Werte
  • deine Ängste
  • deine Hoffnungen

Genau deshalb ist Selbstreflexion ein wichtiger Bestandteil guter Menschenkenntnis.

 

 

 

24+ Tipps, um deine Menschenkenntnis zu trainieren

 

1. Behandle den ersten Eindruck als Hypothese

Dein erster Eindruck darf da sein.

Du musst ihn weniger ignorieren.

Doch frag:

„Was müsste ich beobachten, damit ich meine Einschätzung ändere?“

Damit verhinderst du, dass aus einer ersten Vermutung sofort eine feste Schublade wird.

 

2. Trenne Beobachtung und Interpretation

Das ist eine der wichtigsten Übungen überhaupt.

Beobachtung:

„Sie hat während meiner Antwort dreimal auf die Uhr gesehen.“

Interpretation:

„Sie findet mich langweilig.“

Die Interpretation kann stimmen.

Sie kann ebenso falsch sein.

Vielleicht erwartet sie einen wichtigen Anruf.

Vielleicht steht der nächste Termin an.

Vielleicht ist sie schlicht nervös.

 

3. Suche mindestens zwei alternative Erklärungen

Wenn du Verhalten interpretierst, frag:

„Welche anderen plausiblen Erklärungen gibt es?“

Diese kleine Übung reduziert vorschnelle Gewissheit.

 

4. Beobachte Menschen in unterschiedlichen Situationen

Eine einzelne Situation liefert einen Ausschnitt.

Interessanter wird:

Wie verhält sich jemand:

  • gegenüber Vorgesetzten?
  • gegenüber Mitarbeitenden?
  • unter Druck?
  • bei Kritik?
  • wenn niemand beeindruckt werden muss?

Muster über Situationen hinweg sind informativer als eine einzelne Szene.

 

5. Achte auf Verhalten, wenn etwas weniger gut läuft

Viele Menschen wirken angenehm, solange alles funktioniert.

Interessant wird:

Was passiert bei Frustration?

Kann jemand:

  • ruhig bleiben?
  • Verantwortung übernehmen?
  • neu denken?
  • andere respektvoll behandeln?

Solche Situationen liefern häufig mehr Informationen als ein perfekter erster Auftritt.

 

6. Beobachte den Umgang mit Menschen mit weniger Macht

Wie behandelt jemand:

  • Servicepersonal?
  • Assistenz?
  • Berufseinsteiger?
  • Dienstleister?

Das kann aufschlussreicher sein als das Verhalten gegenüber Menschen, von denen etwas erwartet wird.

 

7. Hör auf die Worte – und auf ihren Kontext

Was sagt jemand?

Wie konkret ist die Aussage?

Passt sie zum Kontext?

Zum Beispiel:

„Mir ist Teamarbeit sehr wichtig.“

Interessant wird:

Wie sieht Teamarbeit im tatsächlichen Verhalten aus?

 

8. Nimm Körpersprache als Hinweis, weniger als Übersetzungscode

Körpersprache ist relevant.

Menschen kommunizieren auch durch:

  • Mimik
  • Gestik
  • Haltung
  • Distanz
  • Stimme

Problematisch wird es, wenn daraus feste Regeln entstehen:

„Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung.“

Oder:

„Wer wegschaut, lügt.“

So einfach funktioniert nonverbales Verhalten weniger.

Kontext und Muster sind entscheidend.

 

9. Achte auf Veränderungen statt auf einzelne Gesten

Interessanter als:

„Was bedeutet diese Bewegung?“

ist häufig:

„Was hat sich gerade verändert?“

Zum Beispiel:

Die Stimme wird schneller.

Die Antworten werden kürzer.

Die Haltung verändert sich.

Das zeigt:

Hier ist möglicherweise etwas bedeutsam.

Was es bedeutet, muss noch geklärt werden.

 

10. Hör auf Zwischentöne, ohne sie zu überinterpretieren

Tonfall, Tempo und Wortwahl können Informationen liefern.

Sie sind weniger Beweise für innere Motive.

Frag lieber nach.

Zum Beispiel:

„Ich habe den Eindruck, dass dich das Thema beschäftigt. Stimmt das?“

 

11. Verwechsle Sympathie weniger mit Vertrauenswürdigkeit

Sympathische Menschen wirken häufig automatisch:

  • kompetenter
  • ehrlicher
  • vertrauenswürdiger

Das kann stimmen.

Es muss weniger stimmen.

Sympathie ist Information über deine Reaktion auf einen Menschen.

Sie ist weniger automatisch Information über dessen Charakter.

 

12. Verwechsle Antipathie weniger mit schlechtem Charakter

Dass du jemanden spontan weniger magst, kann viele Gründe haben.

Vielleicht erinnert dich die Person an jemanden.

Vielleicht unterscheidet sich ihr Kommunikationsstil stark von deinem.

Vielleicht berührt sie einen persönlichen Trigger.

Frag:

„Was genau löst meine Reaktion aus?“

 

13. Kenne den Halo-Effekt

Eine auffällige positive Eigenschaft kann andere Urteile färben.

Eine Person ist:

  • attraktiv
  • eloquent
  • erfolgreich
  • charismatisch

und plötzlich schreiben wir ihr zusätzlich Eigenschaften zu, die wir weniger überprüft haben.

Zum Beispiel:

„Dann wird sie sicherlich auch zuverlässig sein.“

Prüfe Eigenschaften möglichst getrennt.

 

14. Kenne den Horn-Effekt

Das Gegenteil geschieht ebenfalls.

Eine Eigenschaft stört dich.

Und plötzlich erscheint die gesamte Person negativ.

Auch das reduziert Urteilsqualität.

 

15. Kenne den Bestätigungsfehler

Du hast entschieden:

„Dieser Mensch ist arrogant.“

Danach fällt dir jedes arrogante Verhalten besonders auf.

Freundliche oder bescheidene Situationen werden leichter übersehen.

Deshalb frag:

„Welche Beobachtung widerspricht meiner bisherigen Einschätzung?“

 

16. Suche aktiv nach Gegenbelegen

Das ist eine ausgezeichnete Trainingsmethode.

Wenn du glaubst:

„Sie ist unzuverlässig.“

frag:

„Welche Situationen zeigen Zuverlässigkeit?“

Du musst dein Urteil weniger aufgeben.

Du prüfst es.

 

17. Kenne den fundamentalen Attributionsfehler

Wir erklären das Verhalten anderer schnell durch deren Persönlichkeit.

Zum Beispiel:

„Er kommt zu spät. Er ist unzuverlässig.“

Bei uns selbst berücksichtigen wir stärker die Situation:

„Ich komme zu spät, weil die Bahn ausgefallen ist.“

Frag deshalb:

„Welche situativen Faktoren könnten dieses Verhalten erklären?“

 

18. Achte auf projektive Täuschung

Wir neigen dazu, andere Menschen stärker nach unserer eigenen Logik einzuschätzen.

Zum Beispiel:

„Ich würde so etwas niemals tun. Also meint er es bestimmt genauso.“

Oder:

„Ich wäre in dieser Situation sehr nervös. Deshalb ist sie sicherlich ebenfalls nervös.“

Andere Menschen besitzen andere Motive, Werte und Strategien.

 

19. Lerne die eigenen Trigger kennen

Welche Menschen lösen bei dir besonders schnell:

  • Bewunderung
  • Misstrauen
  • Ärger
  • Schutzimpulse

aus?

Deine Reaktion kann wichtige Informationen enthalten.

Sie kann ebenso viel mit deiner eigenen Geschichte zu tun haben.

 

20. Unterscheide Persönlichkeit und Rolle

Eine Führungskraft verhält sich im Meeting möglicherweise anders als privat.

Ein Verkäufer anders im Kundengespräch als mit Freunden.

Das muss weniger Unehrlichkeit bedeuten.

Menschen passen Verhalten an Rollen an.

Menschenkenntnis berücksichtigt diesen Kontext.

 

21. Unterscheide Zustand und Eigenschaft

Jemand wirkt heute:

gereizt.

Das bedeutet weniger:

„Er ist ein gereizter Mensch.“

Vielleicht:

  • hat er schlecht geschlafen
  • steht unter Druck
  • hat Schmerzen

Eigenschaften zeigen sich eher über Zeit.

 

22. Prüfe Übereinstimmung zwischen Worten und Verhalten

Menschen sagen:

„Verlässlichkeit ist mir wichtig.“

Oder:

„Ich behandle alle Menschen mit Respekt.“

Solche Aussagen sind interessant.

Noch interessanter ist:

Passt das Verhalten langfristig dazu?

 

23. Beobachte den Umgang mit Verantwortung

Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Sagt jemand:

„Das war meine Entscheidung.“

Oder:

„Die anderen haben es schlecht umgesetzt.“

Ein einzelner Fall entscheidet wenig.

Wiederkehrende Muster sind interessant.

 

24. Beobachte den Umgang mit Grenzen

Ein besonders informativer Moment entsteht häufig bei einem Nein.

Kann jemand:

„Schade, das hätte ich mir anders gewünscht.“

sagen?

Oder folgen:

  • Druck
  • Schuldzuweisung
  • Abwertung
  • wiederholtes Übergehen der Grenze

Das Verhalten bei Grenzen liefert häufig wertvolle Informationen.

 

25. Beobachte den Umgang mit Kritik

Niemand liebt jede Kritik.

Interessant ist weniger die erste emotionale Reaktion.

Interessanter ist:

Was passiert danach?

Kann jemand:

  • nachdenken?
  • nachfragen?
  • einen berechtigten Punkt anerkennen?

 

26. Beobachte den Umgang mit Erfolg anderer

Kann eine Person sagen:

„Das hast du hervorragend gemacht.“

Oder wird Erfolg regelmäßig:

  • relativiert
  • abgewertet
  • überboten

Auch hier zählt das Muster.

 

27. Frag nach konkreten Beispielen

Menschen beschreiben sich häufig abstrakt:

„Ich bin ein Teamplayer.“

„Ich bin sehr loyal.“

„Ich kann gut mit Konflikten umgehen.“

Frag:

„Kannst du mir ein Beispiel nennen?“

Konkrete Situationen liefern mehr Informationen als Etiketten.

 

28. Stelle Fragen, deren Antwort du weniger vorgibst

Statt:

„Du findest den neuen Chef doch auch schwierig, oder?“

besser:

„Wie erlebst du die Zusammenarbeit?“

Offene Fragen liefern häufig sauberere Informationen.

 

29. Lass Menschen erzählen

Wer zu schnell interpretiert, sammelt weniger Daten.

Wer zuhört, erfährt mehr.

Manchmal ist eine der besten Methoden der Menschenkenntnis:

weniger sprechen.

 

30. Frag weniger nach Motiven als nach konkretem Verhalten

Motive sind häufig schwer überprüfbar.

Statt:

„Warum macht er das?“

beginne mit:

„Was macht er tatsächlich?“

Die Motivhypothese kann anschließend folgen.

 

31. Sei vorsichtig mit Persönlichkeitsdiagnosen

Es ist verführerisch, Menschen schnell einzuordnen:

„Narzisst.“

„Psychopath.“

„Borderliner.“

Solche Begriffe vermitteln scheinbar Klarheit.

Eine klinische Diagnose braucht jedoch einen fachlichen diagnostischen Rahmen.

Für deine Entscheidungen reicht häufig:

konkretes Verhalten zu erkennen.

 

32. Menschen gehören weniger in starre Schubladen

Persönlichkeitsmodelle können Orientierung geben.

Sie werden problematisch, wenn daraus entsteht:

„So ist dieser Mensch und deshalb wird er immer so handeln.“

Menschen bleiben kontextabhängig und entwicklungsfähig.

 

33. Berücksichtige kulturelle Unterschiede

Blickkontakt.

Distanz.

Direktheit.

Hierarchie.

Emotionale Ausdrucksformen.

All das kann kulturell unterschiedlich geprägt sein.

Was in einem Umfeld selbstsicher wirkt, kann in einem anderen unhöflich wirken.

 

34. Berücksichtige individuelle Kommunikationsstile

Auch innerhalb derselben Kultur unterscheiden sich Menschen stark.

Introversion ist weniger Desinteresse.

Direktheit ist weniger automatisch Aggression.

Zurückhaltung ist weniger automatisch Unsicherheit.

 

35. Achte auf Basisraten

Wenn du eine ungewöhnliche Erklärung vermutest, frag:

„Gibt es eine viel gewöhnlichere Erklärung?“

Ein Beispiel:

Jemand antwortet weniger auf Nachrichten.

Vielleicht manipuliert er dich.

Vielleicht ist er schlicht beschäftigt.

Beginne möglichst mit plausiblen Erklärungen und aktualisiere deine Einschätzung mit neuen Informationen.

 

36. Nutze Hintergrundinformationen dort, wo sie relevant sind

Bei wichtigen Entscheidungen darf Menschenkenntnis weniger nur aus Bauchgefühl bestehen.

Zum Beispiel bei:

  • Einstellungen
  • Geschäftspartnerschaften
  • größeren Investitionen

sollten überprüfbare Informationen hinzukommen.

Menschenkenntnis ersetzt weniger Due Diligence.

 

37. Frage nach der Vergangenheit, ohne sie zur Prophezeiung zu machen

Früheres Verhalten kann Informationen liefern.

Es legt die Zukunft weniger vollständig fest.

Interessant sind:

  • wiederkehrende Muster
  • Lernfähigkeit
  • Veränderungen

 

38. Unterscheide Vertrauen und Naivität

Vertrauen bedeutet weniger:

„Ich ignoriere Warnsignale.“

Und Menschenkenntnis bedeutet weniger:

„Ich misstraue grundsätzlich allen.“

Eine hilfreiche Haltung lautet:

offen und prüfend zugleich.

 

 

 

Intuition: wertvoll oder gefährlich?

 

Beides ist möglich.

Intuition kann auf sehr schneller unbewusster Mustererkennung beruhen.

Besonders bei viel relevanter Erfahrung kann sie wertvolle Hinweise liefern.

Intuition kann jedoch ebenfalls gespeist werden durch:

  • Vorurteile
  • alte Erfahrungen
  • Ängste
  • Wunschdenken

Deshalb behandle ich Intuition gern als Signal:

„Da ist etwas, das ich genauer prüfen möchte.“

Weniger:

„Mein Bauchgefühl beweist, dass ich recht habe.“

 

 

 

Warum Selbstsicherheit keine Garantie für gute Menschenkenntnis ist

 

Ein besonders interessanter Forschungsbefund:

Menschen wissen selbst nur begrenzt, wann ihre ersten Eindrücke besonders akkurat sind.

Du kannst dich also sehr sicher fühlen und trotzdem falsch liegen.

Deshalb gehört zur guten Menschenkenntnis:

Urteilssicherheit weniger mit Urteilsqualität zu verwechseln.

 

 

 

Kann Menschenkenntnis trainiert werden?

 

Ja, zumindest wesentliche Bestandteile davon.

Zum Beispiel:

  • genauere Beobachtung
  • Bewusstsein für Denkfehler
  • Selbstreflexion
  • besseres Fragen
  • aktiveres Zuhören
  • Hypothesenprüfung

Entscheidend ist weniger die Anzahl der Menschen, denen du begegnest.

Entscheidend ist, wie sorgfältig du aus deinen Erfahrungen lernst.

 

 

 

Erfahrung allein macht weniger automatisch gute Menschenkenntnis

 

Du kannst zwanzig Jahre denselben Fehler wiederholen.

Erfahrung wird erst dann besonders wertvoll, wenn du:

  • deine Einschätzung überprüfst
  • Feedback bekommst
  • Fehler anerkennst
  • deine Modelle korrigierst

 

 

 

Eine praktische Trainingsmethode

 

Wenn du einen neuen Menschen kennenlernst, notiere dir drei Dinge:

  1. Was habe ich tatsächlich beobachtet?
  2. Welche Interpretation habe ich daraus gebildet?
  3. Wie sicher bin ich mir auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent?

Einige Wochen später überprüfst du:

Was hat sich bestätigt?

Was musste ich korrigieren?

So bekommst du Feedback über deine tatsächliche Urteilsqualität.

 

 

 

Noch hilfreicher: Vorhersagen machen

 

Zum Beispiel:

„Ich vermute, dass diese Person bei Kritik eher defensiv reagiert.“

Dann beobachtest du eine reale Situation.

So wird aus dem diffusen Gefühl:

„Ich habe gute Menschenkenntnis.“

eine überprüfbare Lernschleife.

 

 

 

Menschenkenntnis bei Personalentscheidungen

 

Gerade bei Bewerbungen und Beförderungen kann das eigene Bauchgefühl gefährlich werden.

Ein überzeugendes Gespräch sagt weniger automatisch voraus, wer später am besten arbeitet.

Hilfreicher sind zusätzlich:

  • strukturierte Interviews
  • klare Kriterien
  • Arbeitsproben
  • relevante Referenzen

Je wichtiger eine Entscheidung, desto weniger sollte sie ausschließlich auf Menschenkenntnis beruhen.

 

 

 

Menschenkenntnis bei Geschäftspartnern

 

Auch hier gilt:

Sympathie ist angenehm.

Vertrauen ist wertvoll.

Und trotzdem braucht es bei relevanten wirtschaftlichen Entscheidungen:

  • Verträge
  • klare Zuständigkeiten
  • überprüfbare Informationen
  • Governance

Menschenkenntnis kann die Entscheidung unterstützen.

Sie ersetzt weniger die Struktur.

 

 

 

Menschenkenntnis und Narzissmus

 

Die bisherige Fassung dieser Seite hebt Narzissten besonders hervor.

Ich würde das anders gewichten.

Es ist sinnvoll, narzisstisch geprägte Verhaltensmuster zu erkennen.

Gute Menschenkenntnis bedeutet jedoch weniger:

„Ich erkenne Narzissten schnell.“

Hilfreicher ist:

„Ich erkenne problematisches Verhalten früher – unabhängig von der Diagnose.“

Zum Beispiel:

  • wiederholte Grenzüberschreitungen
  • Schuldumkehr
  • starke Abwertung
  • fehlende Verantwortungsübernahme
  • manipulative Kommunikation

→ Was ist Narzissmus?

 

 

 

Menschenkenntnis braucht weniger Zynismus

 

Wer schlechte Erfahrungen gemacht hat, entwickelt manchmal eine Haltung wie:

„Ich weiß inzwischen, wie Menschen wirklich sind.“

Und gemeint ist:

„Menschen sind egoistisch und unzuverlässig.“

Das ist weniger automatisch Menschenkenntnis.

Es kann ebenfalls eine verzerrte Generalisierung sein.

Menschenkenntnis bleibt offen für positive und negative Überraschungen.

 

 

 

Die Kunst besteht darin, Urteile aktualisieren zu können

 

Du denkst zunächst:

„Dieser Mensch ist arrogant.“

Dann lernst du ihn besser kennen.

Vielleicht erkennst du:

„Er war vor allem unsicher.“

Oder deine erste Einschätzung bestätigt sich.

Beides ist möglich.

Gute Menschenkenntnis zeigt sich weniger daran, dass der erste Eindruck immer richtig ist.

Sie zeigt sich daran, dass du dein Urteil korrigieren kannst.

 

 

 

Menschenkenntnis in Führung

 

Für Führungskräfte ist Menschenkenntnis wertvoll.

Sie hilft beispielsweise bei:

  • Delegation
  • Motivation
  • Konflikten
  • Besetzung von Rollen
  • kritischen Gesprächen

Gleichzeitig kann gerade Macht die eigene Menschenkenntnis verschlechtern, wenn weniger ehrliches Feedback ankommt.

Deshalb sollte Führung weniger auf die Vorstellung bauen:

„Ich kann Menschen hervorragend lesen.“

Hilfreicher ist:

„Ich schaffe Strukturen, die meine Einschätzung überprüfen.“

 

 

 

Eine starke Führungskraft muss weniger Gedanken lesen

 

Sie kann fragen.

Sie kann zuhören.

Sie kann beobachten.

Sie kann Feedback einholen.

Und sie kann ihre erste Einschätzung revidieren.

 

 

 

Wenn Menschenkenntnis beruflich besonders wichtig wird

 

Zum Beispiel bei:

  • Personalentscheidungen
  • schwierigen Mitarbeitenden
  • Verhandlungen
  • Geschäftspartnern
  • Konflikten auf Führungsebene
  • strategisch wichtigen Beziehungen

Dann lohnt sich eine strukturierte Betrachtung statt bloßer Intuition.

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es beispielsweise um Kommunikation, Führungsverhalten oder berufliche Menschenkenntnis geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Entscheidung hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Zehn Fragen für bessere Menschenkenntnis

 

  1. Was habe ich tatsächlich beobachtet?
  2. Was davon ist bereits meine Interpretation?
  3. Welche alternativen Erklärungen gibt es?
  4. Welche meiner eigenen Erfahrungen beeinflussen mein Urteil?
  5. Welche Informationen fehlen mir?
  6. Wie verhält sich die Person in unterschiedlichen Situationen?
  7. Welche Beobachtung würde meinem bisherigen Urteil widersprechen?
  8. Wie verhält sich die Person bei Kritik, Grenzen und Verantwortung?
  9. Wie sicher bin ich mir wirklich?
  10. Was müsste passieren, damit ich meine Einschätzung ändere?

 

 

 

Fazit: Gute Menschenkenntnis macht weniger sicher – sie macht genauer

 

Menschenkenntnis ist wertvoll.

Sie hilft dir:

  • besser zu kommunizieren
  • Beziehungen einzuschätzen
  • berufliche Entscheidungen zu treffen
  • problematische Muster früher zu erkennen

Doch die beste Menschenkenntnis besteht weniger darin:

Menschen möglichst schnell in die richtige Schublade zu stecken.

Sie besteht darin:

aufmerksam zu beobachten.

mehrere Erklärungen offenzuhalten.

eigene Wahrnehmungsfehler zu kennen.

Urteile an neuen Informationen zu prüfen.

Und manchmal zu sagen:

„Ich weiß es noch nicht.“

Das klingt weniger spektakulär als:

„Ich durchschaue Menschen sofort.“

Es ist jedoch häufig die bessere Menschenkenntnis.

Menschenkenntnis ist ein Fach,
in dem wir täglich unterrichtet werden.

 

 

Der nächste Schritt

 

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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2018
Überarbeitung: 29..September 2026

Wie empfänglich bist du für Inspiration? Welche Muse darf dich küssen?

Wie empfänglich bist du für Inspiration? Welche Muse darf dich küssen?

Professionelle Kreativität: Lass dich ab und zu von der Muse küssen!

Bist du bereit für Inspiration?

 

Bist du bereit, dich inspirieren zu lassen? Hast du eine Muse oder woher bekommst du deine Inspiration? Wenn du bereit bist, das mit dem Küssen als Metapher zu sehen, dann kannst du auch auf mich zurückgreifen. Im Gegenzug bekommst du von mir Anregungen und einige sehr effektive Techniken.

Überblick

 

 

 

 

Lass dich ab und zu von der Muse küssen!

 

Bist du empfänglich für Inspiration? Inspiration gibt uns Energie, Freude und Tatendrang. Jeder von uns braucht eine gute Portion Kreativität und hin und wieder eine zündende Idee, um erfolgreich zu sein. Leider fehlt uns die Inspiration oft gerade dann, wenn wir sie am dringendsten brauchen.

 

Woher nehmen und nicht stehlen?

Rotwein und andere, womöglich illegale Genussmittel, sind für den beruflichen Gebrauch eher ungeeignet. Lass dich lieber ab und zu von der Muse küssen! Hast du eine? Wenn du bereit bist, das mit dem Küssen als Metapher zu betrachten, kannst du mich gerne engagieren. Im Gegenzug bekommst du von mir Anregungen und einige sehr effektive Techniken.

Zitate

 

Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration.

Thomas Alva Edison

 

Dichter sind die Oberpriester einer unbegreiflichen Inspiration.

Percy Bysshe Shelley

 

Ego, das ist die perfekte Firewall gegen Inspiration.

Andreas Tenzer

 

Gute Gedanken sind die Inspiration einer gesunden Seele.

Franz Schmidberger

Synonyme

 

Intuition, Begeisterung, begeisternd, Motivation (intrinsisch), motivierend, Eingebung, eingebungsvoll, Idee , Idee gebend, Geistesblitz. Als Steigerung Erleuchtung, erleuchtend.

Ursprung des Wortes

 

Inspiration stammt von lateinisch „inspiratio“ = „Beseelung“, „Einhauchen“. Zusammengesetzt aus „in“ = „hinein“ und „spirare“ = „hauchen“ bzw. „spiritus“ = „Atem“, „Seele“, „Geist“.

P.S.

 

Wie empfänglich bist du für Inspiration? Und wo lässt du dich wie von der Muse küssen?

Nicht jeder ist empfänglich für Inspiration

Artikel zu Kreativitätstechniken

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2018
Überarbeitung: 3. Juni 2019
AN: #17865
Englische Version:

Entscheidungsangst: Wenn Entscheidungen Angst machen

Entscheidungsangst: Wenn Entscheidungen Angst machen

Was tun bei tiefsitzenden Ängsten im Zusammenhang mit Entscheidungen?
Ängste

Entscheidungsangst: Wenn Entscheidungen Angst machen

 

Was, wenn du längst entscheiden möchtest – und etwas in dir immer wieder auf die Bremse tritt?

Manche Entscheidungen brauchen Zeit.

Das ist gesund.

Andere Entscheidungen lösen so viel Angst aus, dass Denken, Abwägen und Handeln zunehmend schwerfallen.

Du prüfst noch einmal.

Und noch einmal.

Du suchst weitere Informationen.

Du fragst andere Menschen nach ihrer Meinung.

Vielleicht verschiebst du die Entscheidung.

Kurz entsteht Erleichterung.

Dann beginnt das Grübeln erneut.

Genau hier kann aus sorgfältigem Entscheiden eine belastende Entscheidungsangst werden.

Das eigentliche Problem ist dann häufig weniger die Entscheidung selbst als die Angst vor dem, was nach der Entscheidung geschehen könnte.

 

 

 

Was ist Entscheidungsangst?

 

Entscheidungsangst beschreibt eine ausgeprägte Angst vor dem Treffen von Entscheidungen.

Mitunter wird dafür auch der Begriff Decidophobie verwendet.

Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein.

Bei manchen Menschen betrifft sie vor allem große Lebensentscheidungen.

Zum Beispiel:

  • Bleiben oder gehen?
  • Job wechseln oder bleiben?
  • Eine Beziehung fortführen oder beenden?
  • Ein Angebot annehmen oder ablehnen?
  • Eine wichtige Investition tätigen?
  • Einen neuen Lebensabschnitt beginnen?

Bei stärker ausgeprägter Entscheidungsangst können bereits alltägliche Entscheidungen erheblichen Stress auslösen.

Dann wird aus:

„Welche Möglichkeit passt besser?“

schnell:

„Was, wenn ich die falsche Wahl treffe und anschließend alles bereue?“

 

 

 

Wann ist Unsicherheit bei Entscheidungen normal?

 

Unsicherheit gehört zu Entscheidungen.

Eine Entscheidung wäre schließlich kaum eine Entscheidung, wenn das Ergebnis vollkommen eindeutig wäre.

Gerade wichtige Entscheidungen enthalten Ungewissheit.

Du kennst selten alle Folgen.

Du verfügst selten über sämtliche Informationen.

Und mehrere Möglichkeiten können gleichzeitig gute Argumente für sich haben.

Ein gewisses Maß an Anspannung ist deshalb vollkommen verständlich.

Entscheidungsangst wird vor allem dann relevant, wenn die Angst deinen Handlungsspielraum zunehmend einschränkt.

Zum Beispiel, wenn du:

  • Entscheidungen regelmäßig vermeidest
  • stunden- oder tagelang grübelst
  • immer neue Informationen suchst
  • ständig andere Menschen um Rückversicherung bittest
  • selbst kleine Entscheidungen kaum treffen kannst
  • nach Entscheidungen lange weiterzweifelst
  • starke körperliche Angstreaktionen erlebst
  • wichtige Lebensbereiche wegen Entscheidungen vermeidest

 

 

 

Warum Entscheidungen Angst auslösen können

 

Entscheidungsangst hat selten einen einzigen Grund.

Mehrere Faktoren können zusammenwirken.

 

1. Angst vor Fehlern

 

Vielleicht lautet der innere Anspruch:

„Ich muss die richtige Entscheidung treffen.“

Dann bekommt jede Wahl enormes Gewicht.

Aus einer Entscheidung wird eine Prüfung.

Und aus einem möglichen Irrtum wird schnell ein persönliches Versagen.

Hilfreicher ist eine andere Perspektive:

Eine gute Entscheidung ist keine Garantie für ein perfektes Ergebnis. Sie ist eine verantwortungsvoll getroffene Wahl auf Grundlage der Informationen, die dir heute zur Verfügung stehen.

 

 

2. Angst vor den Konsequenzen

 

Vielleicht weißt du sogar ziemlich genau, was du möchtest.

Dann taucht die nächste Frage auf:

„Kann ich mit den Folgen leben?“

Das kann Beziehungen, Karriere, Geld, Familie, Status oder die eigene Identität betreffen.

Je größer die vermuteten Konsequenzen erscheinen, desto stärker kann der innere Druck werden.

 

 

3. Angst vor Verantwortung

 

Eine Entscheidung bedeutet:

Ich wähle.

Und damit übernehme ich Verantwortung für meinen nächsten Schritt.

Das kann Angst machen.

Besonders dann, wenn du früh gelernt hast, dass Fehler starke Kritik, Ablehnung oder andere unangenehme Folgen nach sich ziehen.

 

 

4. Angst vor Verlust

 

Jede Entscheidung für etwas bedeutet häufig gleichzeitig einen Abschied von anderen Möglichkeiten.

Du wählst A.

Damit verliert B zumindest vorläufig an Bedeutung.

Gerade Menschen, die viele attraktive Möglichkeiten sehen, können an diesem Punkt festhängen.

Sie möchten eine Tür öffnen und gleichzeitig alle anderen geöffnet lassen.

 

 

5. Perfektionismus

 

Perfektionismus kann Entscheidungen erheblich erschweren.

Denn die Suche lautet dann weniger:

„Welche Entscheidung ist tragfähig?“

sondern:

„Welche Entscheidung garantiert mir das bestmögliche Ergebnis?“

Diese Garantie existiert bei vielen wichtigen Lebensentscheidungen schlicht nicht.

 

 

6. Unsicherheit schwer aushalten können

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Umgang mit Ungewissheit.

Manche Menschen erleben offene Fragen besonders belastend.

Dann entsteht schnell der Wunsch, noch mehr Informationen zu sammeln, weitere Szenarien zu prüfen oder die Entscheidung aufzuschieben.

Kurzfristig kann das beruhigen.

Langfristig kann genau dieses Verhalten die Unsicherheit weiter verstärken.

 

 

7. Frühere Erfahrungen

 

Schmerzhafte Erfahrungen können zukünftige Entscheidungen beeinflussen.

Vielleicht hast du eine Entscheidung einmal bitter bereut.

Vielleicht wurdest du für einen Fehler stark kritisiert.

Vielleicht haben andere Menschen deine Entscheidungen regelmäßig infrage gestellt.

Oder du hast gelernt, Entscheidungen lieber anderen zu überlassen.

Solche Erfahrungen können das Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit schwächen.

 

 

Der Kreislauf der Entscheidungsangst

 

Entscheidungsangst kann sich selbst verstärken.

Ein typischer Kreislauf sieht ungefähr so aus:

  1. Eine Entscheidung steht an.
  2. Angst und Zweifel steigen.
  3. Du analysierst immer intensiver.
  4. Du suchst zusätzliche Sicherheit.
  5. Die Zahl der möglichen Szenarien wächst.
  6. Die Entscheidung fühlt sich immer gefährlicher an.
  7. Du schiebst sie auf oder überlässt sie anderen.
  8. Kurz entsteht Erleichterung.
  9. Dein Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit sinkt.

Beim nächsten Mal startet der Kreislauf schneller.

Vermeidung beruhigt kurzfristig. Gleichzeitig kann sie der Angst langfristig immer mehr Bedeutung geben.

 

 

 

Warum noch mehr Nachdenken irgendwann kaum weiterhilft

 

Gute Entscheidungen brauchen Informationen.

Mehr Informationen verbessern die Entscheidung jedoch nicht unbegrenzt.

Irgendwann entsteht ein Punkt, an dem zusätzliche Analyse kaum neue Erkenntnisse liefert.

Dann werden dieselben Argumente lediglich neu sortiert.

Du suchst nach einer Gewissheit, die diese Entscheidung möglicherweise gar nicht bieten kann.

Ein hilfreicher Wechsel lautet dann:

„Welche Information fehlt mir tatsächlich?“

Falls du darauf keine konkrete Antwort findest, liegt das Problem vielleicht weniger bei fehlenden Fakten als beim Umgang mit verbleibender Unsicherheit.

 

 

 

7 Schritte, wenn Entscheidungen Angst machen

 

1. Benenne die Entscheidung konkret

 

Formuliere in einem Satz, worüber du tatsächlich entscheidest.

Zum Beispiel:

„Ich entscheide, ob ich dieses Stellenangebot annehme.“

Das klingt banal.

Es verhindert jedoch, dass fünf weitere Lebensfragen gleichzeitig in dieselbe Entscheidung hineingezogen werden.

 

 

2. Trenne Fakten von Befürchtungen

 

Schreibe auf:

Was weiß ich?

Und:

Was befürchte ich?

Beides darf wichtig sein.

Die Trennung schafft Klarheit.

 

 

3. Kläre deine wichtigsten Kriterien

 

Welche drei bis fünf Kriterien sind für diese Entscheidung wirklich entscheidend?

Zum Beispiel:

  • Gesundheit
  • Freiheit
  • Sicherheit
  • Entwicklung
  • Beziehungen
  • finanzielle Tragfähigkeit
  • Sinn
  • Lebensqualität

Je klarer deine Kriterien sind, desto weniger Gewicht bekommen Nebenaspekte.

 

 

4. Frage nach einer tragfähigen statt perfekten Entscheidung

 

Perfektion blockiert.

Tragfähigkeit schafft Bewegung.

Frage dich:

„Welche Option passt mit meinem heutigen Wissen am besten zu meinen Werten, Prioritäten und Möglichkeiten?“

 

 

5. Prüfe, was korrigierbar ist

 

Viele Entscheidungen fühlen sich endgültiger an, als sie tatsächlich sind.

Frage:

  • Was ließe sich später korrigieren?
  • Welche Entscheidung wäre reversibel?
  • Was könnte ich zunächst testen?
  • Welcher kleine Schritt liefert mir neue Informationen?

Diese Fragen reduzieren unnötige Endgültigkeit.

 

 

6. Setze einen Entscheidungszeitpunkt

 

Endloses Abwägen erzeugt selten endlose Qualität.

Wenn ausreichend Informationen vorliegen, kann ein klarer Zeitpunkt helfen.

Zum Beispiel:

„Ich entscheide am Donnerstag um 18 Uhr auf Grundlage dessen, was ich bis dahin weiß.“

Das beendet die permanente innere Bereitschaftsschleife.

 

 

7. Erlaube dir, die Entscheidung anschließend zu leben

 

Eine Entscheidung braucht irgendwann deine Unterstützung.

Wer nach jeder Wahl sofort sämtliche Alternativen weiterprüft, bleibt innerlich im Entscheidungsraum gefangen.

Frage deshalb nach der Entscheidung:

Was kann ich jetzt dazu beitragen, dass diese Wahl zu einer guten Entscheidung wird?

Damit verlagerst du deine Energie von Kontrolle zu Gestaltung.

 

 

 

Was hilft bei akuter Entscheidungsangst?

 

Wenn dein Nervensystem stark aktiviert ist, kann die Qualität des Denkens leiden.

Dann hilft häufig zuerst Regulation und anschließend Analyse.

Das kann bedeuten:

  • Tempo reduzieren
  • bewusst langsamer atmen
  • körperliche Anspannung wahrnehmen und lösen
  • kurz den Raum wechseln
  • spazieren gehen
  • Gedanken schriftlich sortieren
  • die Entscheidung für einen definierten Zeitraum ruhen lassen

Die entscheidende Idee:

Du musst eine wichtige Entscheidung selten im Zustand maximaler Alarmbereitschaft treffen.

 

 

 

Entscheidungsangst oder schwierige Entscheidung?

 

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Eine schwierige Entscheidung darf sich schwierig anfühlen.

Wenn zwei Lebenswege wertvoll sind, gibt es möglicherweise keine eindeutig überlegene Wahl.

Wenn eine Entscheidung große Konsequenzen besitzt, darf sie Respekt auslösen.

Entscheidungsangst zeigt sich eher daran, dass die Angst selbst zunehmend zum zentralen Hindernis wird.

Dann geht es irgendwann kaum noch darum, welche Möglichkeit passt.

Es geht darum, überhaupt entscheiden zu können.

 

 

 

Wann kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein?

 

Unterstützung kann besonders hilfreich sein, wenn Entscheidungsangst deinen Alltag deutlich einschränkt.

Zum Beispiel, wenn:

  • selbst alltägliche Entscheidungen starke Angst auslösen
  • Entscheidungen regelmäßig vermieden werden
  • du ständig Rückversicherung brauchst
  • Grübeln viel Zeit und Energie bindet
  • körperliche Angstsymptome auftreten
  • berufliche oder private Entwicklungen blockiert werden
  • du deine eigenen Entscheidungen kaum noch vertraust

Dann lohnt sich der Blick auf die Angst selbst.

Welche Befürchtung steckt dahinter?

Welche Erfahrung wird aktiviert?

Was hält den Kreislauf aufrecht?

Und was braucht dein Nervensystem, damit wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum entstehen?

 

 

 

Psychotherapie bei ausgeprägter Entscheidungsangst

 

Wenn die Angst deutlich ausgeprägt ist und Leidensdruck oder Einschränkungen verursacht, kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.

Bei meiner therapeutischen Arbeit steht weniger die einzelne Entscheidung im Mittelpunkt als das Muster, das Entscheidungen so belastend macht.

Je nach persönlicher Situation können beispielsweise folgende Themen relevant sein:

  • Angst vor Fehlern
  • Angst vor Verantwortung
  • übermäßiger Perfektionismus
  • starke Selbstzweifel
  • belastende frühere Erfahrungen
  • überhöhte Erwartungen an Sicherheit
  • körperliche Angstreaktionen
  • Vermeidungsverhalten

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen, die unter Ängsten und Angststörungen leiden.

Dabei nutze ich je nach Anliegen und Voraussetzungen unter anderem hypnotherapeutische und weitere psychotherapeutische Ansätze.

Im Mittelpunkt steht das Ziel, wieder mehr innere Sicherheit, Flexibilität und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

 

 

 

Und wann geht es eher um Entscheidungscoaching?

 

Nicht jede schwierige Entscheidung ist ein therapeutisches Thema.

Du kannst psychisch stabil sein und trotzdem vor einer Entscheidung stehen, bei der sehr viel auf dem Spiel steht.

Zum Beispiel:

  • berufliche Neuorientierung
  • Führungsentscheidung
  • Unternehmensentscheidung
  • Partnerschaft und Lebensgestaltung
  • Umzug
  • strategische Weichenstellung
  • Übergang in einen neuen Lebensabschnitt

Dann geht es weniger um die Behandlung von Angst als um Klarheit.

Welche Optionen gibt es?

Welche Annahmen tragen?

Welche Interessen und Werte sind entscheidend?

Welche Risiken sind real?

Welche Konsequenzen kannst du tragen?

Und welche Entscheidung entspricht dem Leben, das du gestalten möchtest?

Genau hier kann Entscheidungscoaching beziehungsweise persönliches Sparring hilfreich sein.

 

 

 

Entscheidungsangst und Intuition

 

Menschen mit starker Entscheidungsangst wünschen sich häufig einen klaren inneren Impuls.

„Wenn mein Bauch mir endlich eindeutig sagen würde, was richtig ist …“

Doch auch Intuition kann unter starkem Stress schwer zugänglich sein.

Angst erzeugt ebenfalls intensive Körpersignale.

Deshalb lohnt es sich, zunächst einen ruhigeren inneren Zustand herzustellen.

Dann kannst du besser unterscheiden:

Was ist eine relevante Warnung?

Was ist ein Wert?

Was ist Erfahrung?

Und was ist schlicht die Angst vor Ungewissheit?

Du musst dir bei einer Entscheidung nicht vollkommen sicher sein

Das ist vielleicht einer der wichtigsten Gedanken.

Viele Menschen warten auf ein Gefühl von hundertprozentiger Sicherheit.

Bei bedeutsamen Entscheidungen kommt dieses Gefühl häufig erst später.

Manchmal sogar erst, nachdem du begonnen hast, den gewählten Weg zu gestalten.

Entscheidungsfähigkeit bedeutet nicht, jede Unsicherheit zu beseitigen. Sie bedeutet, trotz verbleibender Unsicherheit verantwortungsvoll handeln zu können.

 

 

 

Häufige Fragen zur Entscheidungsangst

 

Was ist Entscheidungsangst?

Entscheidungsangst bezeichnet eine ausgeprägte Angst vor dem Treffen von Entscheidungen. Sie kann sich durch starkes Grübeln, Vermeidung, Rückversicherung, körperliche Anspannung und große Angst vor möglichen Konsequenzen zeigen.

 

Was bedeutet Decidophobie?

Decidophobie ist eine gebräuchliche Bezeichnung für ausgeprägte Angst vor Entscheidungen. Für die therapeutische Einschätzung ist weniger das Etikett entscheidend als die konkrete Ausprägung, der Leidensdruck und mögliche Zusammenhänge mit anderen Ängsten oder psychischen Belastungen.

 

Warum kann ich mich plötzlich nicht mehr entscheiden?

Hoher Stress, Angst, Erschöpfung, Perfektionismus, widersprüchliche Ziele, Unsicherheit oder eine hohe Bedeutung der Entscheidung können Entscheidungsprozesse erschweren. Wenn die Veränderung ausgeprägt oder anhaltend ist, lohnt sich eine fachliche Abklärung.

 

Wie überwinde ich die Angst vor einer falschen Entscheidung?

Hilfreich ist unter anderem, den Anspruch an absolute Sicherheit zu reduzieren, klare Entscheidungskriterien festzulegen, Fakten von Befürchtungen zu unterscheiden und zu prüfen, welche Folgen tatsächlich korrigierbar sind. Bei ausgeprägter Angst kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.

 

Kann Entscheidungsangst mit Perfektionismus zusammenhängen?

Ja. Wer glaubt, die eine perfekte Entscheidung finden zu müssen, erzeugt erheblichen inneren Druck. Häufig hilft die Frage nach einer tragfähigen Entscheidung wesentlich mehr als die Suche nach einer perfekten Wahl.

 

Ist Entscheidungsangst dasselbe wie Entscheidungsschwäche?

Nein. Schwierige Entscheidungen, Unsicherheit oder gelegentliches Zögern gehören zum Leben. Entscheidungsangst beschreibt eine stärkere emotionale Belastung, bei der die Angst selbst das Entscheiden zunehmend erschwert.

 

Kann Hypnotherapie bei Entscheidungsangst eingesetzt werden?

Hypnotherapeutische Verfahren können im Rahmen einer individuell passenden Psychotherapie eingesetzt werden. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation, möglichen Ursachen, Begleiterkrankungen und therapeutischen Voraussetzungen ab.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Eine gute Entscheidung beseitigt die Zukunft nicht.

Sie öffnet sie.

Du wirst selten sämtliche Folgen kennen.

Du wirst gelegentlich Entscheidungen korrigieren.

Du wirst Erfahrungen sammeln, die dir heute noch fehlen.

Genau darin besteht Leben.

Die entscheidende Fähigkeit ist weniger, immer richtig zu entscheiden. Sie besteht darin, dir zuzutrauen, mit deinen Entscheidungen und ihren Folgen umgehen zu können.

 

 

 

Wenn Entscheidungsangst dich einschränkt

 

Wenn Angst das Entscheiden zunehmend bestimmt, können wir gemeinsam klären, was dahintersteht und welcher therapeutische Weg zu deinem Anliegen passt.

Im Mittelpunkt stehen dabei deine konkrete Situation, deine persönlichen Voraussetzungen und das Ziel, wieder mehr innere Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.

Psychotherapeutische Unterstützung ist online und persönlich in Berlin möglich.

 

 

 

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst

 

Vielleicht geht es bei dir weniger um eine Angststörung.

Vielleicht steht schlicht eine Entscheidung an, die erhebliche Konsequenzen hat.

Dann können wir sie im persönlichen 1:1 strukturiert betrachten:

  • Situation klären
  • Optionen sichtbar machen
  • Annahmen überprüfen
  • Werte und Prioritäten herausarbeiten
  • Risiken realistisch betrachten
  • Konsequenzen durchdenken
  • den nächsten Schritt bestimmen

Das Ziel ist keine Entscheidung, die ich dir abnehme.

Das Ziel ist eine Entscheidung, die du klarer und bewusster selbst treffen kannst.

P.S.​

 

Wie steht es mit dem Umgang mit Ängsten bei Entscheidungen?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. November 2007
Überarbeitung: 21. September 2020
Englische Version:
AN: #513
K: CNB
Ü:

Unehrliche Geschäftspartner: Warnsignale & Konsequenzen

Unehrliche Geschäftspartner

Warnsignale & Konsequenzen
Geschäfte mit unehrlichen Menschen

Geschäfte mit unehrlichen Menschen

 

Wann Vertrauen endet und klare Konsequenzen beginnen

 

Lohnen sich Geschäfte mit unehrlichen Menschen?

Die einfache Antwort wäre:

Wenn die Rechnung am Ende trotzdem aufgeht, vielleicht.

Die bessere Frage lautet aus meiner Sicht:

Was kostet dich die Unehrlichkeit wirklich?

Nicht nur finanziell.

Auch an Zeit.

Aufmerksamkeit.

Kontrollaufwand.

Nerven.

Vertrauen.

Reputation.

Und an Energie, die dir für gute Kunden und verlässliche Geschäftspartner fehlt.

Denn ein Geschäft kann auf dem Papier profitabel aussehen und trotzdem ein schlechtes Geschäft sein.

 

 

 

Nicht jeder Geschäftsverlust steht auf einer Rechnung

 

Ein Fachmagazin für Handwerker fragte mich einmal:

Muss man mit Menschen zusammenarbeiten, die es mit Ehrlichkeit und Verbindlichkeit weniger genau nehmen?

Und falls sich eine Geschäftsbeziehung kaum vermeiden lässt:

Wie schützt man sich?

Gerade Handwerker kennen Beispiele.

Die Leistung ist erbracht.

Die Rechnung gestellt.

Und plötzlich beginnt eine erstaunlich kreative Diskussion darüber, weshalb gerade diese Rechnung jetzt weniger bezahlt werden sollte.

Am Ende entstehen:

offene Forderungen,

Mahnaufwand,

Zeitverlust,

Ärger

und häufig zunehmendes Misstrauen.

Der finanzielle Verlust ist dabei lediglich ein Teil des Schadens.

 

 

 

Die rein wirtschaftliche Rechnung

 

Man könnte nüchtern kalkulieren:

Wie hoch ist der durchschnittliche Gewinn?

Wie groß ist das Ausfallrisiko?

Wie viel zusätzliche Absicherung brauche ich?

Wie hoch ist der Aufwand für Mahnungen, Kontrolle und Konflikte?

Bleibt danach genügend Ergebnis übrig, könnte man sagen:

Geschäft lohnt sich.

Rechnerisch stimmt das möglicherweise.

Strategisch kann es trotzdem eine schlechte Entscheidung sein.

 

 

 

Denn irgendjemand bezahlt für die Unehrlichkeit

 

Wenn ein Teil der Kunden Rechnungen weniger zuverlässig bezahlt, muss dieser Verlust irgendwo aufgefangen werden.

Durch höhere Preise.

Mehr Rücklagen.

Mehr Verwaltungsaufwand.

Mehr Kontrolle.

Oder geringere Gewinne.

Damit entsteht ein unangenehmer Nebeneffekt:

Verlässliche Kunden tragen indirekt einen Teil der Kosten unzuverlässiger Kunden mit.

Das ist ein guter Grund, weniger ausschließlich auf Umsatz zu schauen.

 

 

 

Umsatz ist weniger automatisch ein gutes Geschäft

 

Ein großer Auftrag kann attraktiv aussehen.

Wenn anschließend:

Zahlungen verspätet kommen,

ständig nachverhandelt wird,

Vereinbarungen verändert werden,

Zusatzleistungen selbstverständlich erwartet werden,

oder jedes Gespräch neue Unsicherheit erzeugt,

sieht die Rechnung irgendwann anders aus.

Dann lohnt sich die Frage:

Wie profitabel ist dieser Kunde nach Einrechnung des gesamten Aufwands wirklich?

 

 

 

Unehrlichkeit erkennen

 

Natürlich trägt niemand ein Schild:

„Vorsicht, ich werde Vereinbarungen später kreativ interpretieren.“

Deshalb lohnt sich Aufmerksamkeit für Muster.

Zum Beispiel:

  • Aussagen ändern sich auffällig häufig

  • klare Zusagen werden später relativiert

  • Verantwortung wandert zuverlässig zu anderen

  • Rechnungen werden erst nach mehreren Erinnerungen bezahlt

  • bereits Vereinbartes wird erneut verhandelt

  • Informationen werden selektiv weitergegeben

  • Druck soll sorgfältige Prüfung ersetzen

  • mündliche Zusagen werden ungern schriftlich bestätigt

  • kleine Grenzüberschreitungen werden selbstverständlich behandelt

  • bei Fehlern entstehen viele Erklärungen und wenig Verantwortung

Ein einzelnes Ereignis sagt wenig.

Wiederholung sagt deutlich mehr.

 

 

 

Verlässlichkeit zeigt sich in kleinen Dingen

 

Große Probleme kündigen sich manchmal früh an.

Wie geht jemand mit einer kleinen Vereinbarung um?

Kommt eine Rückmeldung wie angekündigt?

Wird ein Termin eingehalten?

Werden Unterlagen geschickt?

Werden Absprachen bestätigt?

Wie reagiert die Person auf eine Grenze?

Kleine Situationen liefern Informationen über spätere größere Situationen.

Deshalb lohnt es sich, frühe Irritationen weniger vorschnell wegzuerklären.

 

 

 

Was ist mit dem Bauchgefühl?

 

Ich nehme ein ungutes Gefühl ernst.

Als Entscheidung allein reicht es mir weniger.

Ein Bauchgefühl ist ein Signal:

Schau genauer hin.

Was hat dieses Gefühl ausgelöst?

Eine widersprüchliche Aussage?

Ungewöhnlicher Druck?

Ein zu gutes Versprechen?

Unklare Zahlungsbedingungen?

Eine Reaktion auf deine Grenze?

Wenn du das Gefühl in konkrete Beobachtungen übersetzen kannst, wird aus Intuition eine bessere Entscheidungsgrundlage.

 

 

 

Vertrauen braucht weniger Blindheit

 

Vertrauen ist im Geschäftsleben wertvoll.

Es reduziert Aufwand.

Beschleunigt Entscheidungen.

Macht Zusammenarbeit angenehmer.

Doch Vertrauen bedeutet weniger:

Ich verzichte auf sinnvolle Absicherung.

Ein guter Vertrag widerspricht Vertrauen weniger.

Klare Zahlungsbedingungen ebenfalls.

Dokumentierte Entscheidungen ebenso.

Professionelle Absicherung ist kein persönlicher Angriff.

Sie schafft Klarheit für beide Seiten.

 

 

 

Wer Vertrauen fordert, darf Verlässlichkeit zeigen

 

Besondere Aufmerksamkeit verdient für mich eine Situation:

Jemand pocht sehr energisch auf Vertrauen und reagiert gleichzeitig empfindlich auf nachvollziehbare Absicherung.

Zum Beispiel:

„Wenn Sie mir vertrauen würden, bräuchten wir das doch nicht schriftlich.“

„Unter Geschäftspartnern braucht man solche Klauseln doch wirklich nicht.“

„Warum sind Sie so misstrauisch?“

Dann lohnt sich Ruhe.

Du kannst antworten:

„Klare Vereinbarungen helfen uns beiden.“

Mehr braucht es häufig weniger.

 

 

 

Wenn du trotzdem zusammenarbeiten möchtest

 

Vielleicht ist der Auftrag wirtschaftlich interessant.

Vielleicht gibt es wenige Alternativen.

Vielleicht kennst du das Risiko und entscheidest dich bewusst dafür.

Dann gilt:

Mehr Unsicherheit braucht mehr Absicherung.

Zum Beispiel durch:

  • klare Leistungsbeschreibungen,
  • schriftliche Vereinbarungen,
  • Abschlagszahlungen,
  • Vorkasse,
  • Teilzahlungen,
  • definierte Meilensteine,
  • klare Abnahmeprozesse,
  • Zahlungsfristen,
  • Dokumentation,
  • und eindeutige Zuständigkeiten.

Welche rechtlichen Instrumente sinnvoll sind, gehört im konkreten Fall zu entsprechend qualifizierter juristischer Beratung.

 

 

 

Der Aufwand für Unsicherheit gehört in die Kalkulation

 

Ein Kunde mit höherem Risiko verursacht zusätzlichen Aufwand.

Das ist wirtschaftlich relevant.

Wenn du:

mehr kontrollieren,

häufiger erinnern,

Zusagen dokumentieren,

Zahlungen absichern,

oder Konflikte bearbeiten musst,

gehört dieser Aufwand in deine Entscheidung.

Risiko ist kein abstrakter Wert. Es kostet Ressourcen.

 

 

 

Vorsicht bei künstlicher Dringlichkeit

 

„Das müssen wir heute entscheiden.“

„Der Auftrag ist weg, wenn Sie jetzt zögern.“

„Wir brauchen sofort Ihre Zusage.“

Zeitdruck kann real sein.

Er kann ebenso dazu dienen, Prüfung zu verkürzen.

Je größer die wirtschaftliche Bedeutung, desto eher lohnt sich ein kurzer innerer Schritt zurück:

Was genau verliere ich, wenn ich diese Entscheidung erst prüfe?

Ein guter Geschäftspartner verträgt häufig eine vernünftige Prüfung.

 

 

 

Schriftlichkeit ist dein Freund

 

Gerade wenn Aussagen später unterschiedlich erinnert werden, ist Schriftlichkeit wertvoll.

Nach einem Gespräch beispielsweise:

Vielen Dank für das Gespräch. Ich halte kurz fest, was wir vereinbart haben …

Das wirkt sachlich.

Professionell.

Und schafft einen gemeinsamen Bezugspunkt.

Je schwieriger die Geschäftsbeziehung, desto wertvoller wird nachvollziehbare Dokumentation.

 

 

 

Bezahlt ein Kunde schlecht, ist das ebenfalls Kommunikation

 

Zahlungsverhalten ist mehr als Verwaltung.

Es zeigt:

Wie ernst werden Vereinbarungen genommen?

Welche Priorität besitzt die eigene Verpflichtung?

Wie reagiert jemand auf eine berechtigte Erinnerung?

Ein verspäteter Zahlungseingang kann passieren.

Ein wiederkehrendes Muster ist etwas anderes.

 

 

 

Der ideale Kunde ist mehr als zahlungsfähig

 

Ein guter Kunde bringt Umsatz.

Ein sehr guter Kunde bringt zusätzlich:

  • Verlässlichkeit.
  • Fairness.
  • Respekt.
  • klare Kommunikation.
  • realistische Erwartungen.
  • und eine Zusammenarbeit, bei der beide Seiten profitieren.

Deshalb lohnt es sich, weniger jeden Auftrag anzunehmen.

Du gestaltest auch durch Auswahl die Qualität deines Geschäfts.

→ Den idealen Kunden auswählen

 

 

 

Kann ich mir meine Kunden überhaupt aussuchen?

 

Manchmal lautet die Antwort zunächst:

Kaum.

Besonders wenn Aufträge fehlen oder wirtschaftlicher Druck hoch ist.

Genau dann kann ein problematischer Kunde besonders attraktiv erscheinen.

Das schafft ein Dilemma.

Kurzfristig brauchst du Umsatz.

Langfristig kann derselbe Auftrag zusätzliche Risiken erzeugen.

Deshalb lohnt sich eine realistische Betrachtung:

Welche Alternative habe ich?

Wie groß ist das Risiko?

Wie kann ich es begrenzen?

Welche Bedingungen brauche ich, damit der Auftrag vertretbar wird?

So wird aus einem scheinbaren Entweder-oder eine strategische Entscheidung.

 

 

 

Wann würde ich auf ein Geschäft verzichten?

 

Besonders aufmerksam würde ich werden, wenn mehrere Punkte zusammenkommen:

  • wiederholte Unwahrheiten,
  • gebrochene Zusagen,
  • große wirtschaftliche Risiken,
  • fehlende Transparenz,
  • Druck,
  • Ablehnung sinnvoller Absicherung,
  • ständige Veränderung von Vereinbarungen,
  • und geringe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Dann lautet die Frage weniger:

Kann ich diesen Auftrag noch irgendwie retten?

Sondern:

Warum möchte ich diese Geschäftsbeziehung unbedingt behalten?

 

 

 

Bereits investierte Zeit ist kein guter Grund weiterzumachen

 

Ein häufiger Denkfehler:

„Jetzt haben wir schon so viel Zeit investiert.“

Das kann dazu führen, dass weitere Zeit, Geld und Energie in eine ungünstige Geschäftsbeziehung fließen.

Die bessere Frage lautet:

Würde ich unter den heutigen Bedingungen diese Geschäftsbeziehung neu beginnen?

Wenn die Antwort klar ausfällt, liefert sie wertvolle Orientierung.

 

 

 

Fairness schützt auch gute Kunden

 

Ein weiterer Punkt ist mir wichtig.

Wenn du ständig Ressourcen für schwierige Kunden brauchst, fehlen diese Ressourcen an anderer Stelle.

Für:

  • gute Kunden.
  • Weiterentwicklung.
  • Qualität.
  • Mitarbeitende.
  • Akquise.
  • Erholung.
  • Innovation.

Deshalb bedeutet eine Grenze gegenüber problematischen Geschäftspartnern manchmal gleichzeitig:

mehr Aufmerksamkeit für die Menschen, mit denen Zusammenarbeit funktioniert.

 

 

 

Misstrauen darf weniger zum Geschäftsmodell werden

 

Nach schlechten Erfahrungen entsteht leicht:

„Man kann niemandem mehr vertrauen.“

Das wäre ein hoher Preis.

Denn funktionierende Geschäftsbeziehungen brauchen Vertrauen.

Die bessere Konsequenz lautet:

weniger Naivität.

mehr Klarheit.

bessere Auswahl.

gute Vereinbarungen.

und konsequenter Umgang mit Warnsignalen.

Erfahrung darf dich klüger machen, ohne dich grundsätzlich misstrauisch zu machen.

 

 

 

Ein einfacher Geschäftsbeziehungs-Check

 

Wenn du unsicher bist, helfen fünf Fragen:

 

1. Werden Vereinbarungen eingehalten?

Wiederholt und ohne ständigen Druck?

 

2. Werden Fehler offen angesprochen?

Oder braucht es jedes Mal einen Schuldigen?

 

3. Kannst du Grenzen setzen?

Wie reagiert dein Gegenüber darauf?

 

4. Ist die Geschäftsbeziehung nach vollständiger Kalkulation attraktiv?

Einschließlich Risiko, Zeit und Zusatzaufwand?

 

5. Würdest du diese Zusammenarbeit heute erneut beginnen?

Diese letzte Frage kann erstaunlich aufschlussreich sein.

 

 

 

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Manche Geschäftsentscheidungen sind weniger schwarz oder weiß.

Der Kunde ist schwierig und gleichzeitig wirtschaftlich bedeutend.

Ein Geschäftspartner ist unzuverlässig und besitzt zugleich wichtige Ressourcen.

Eine Trennung hat Konsequenzen.

Dann kann eine unabhängige Perspektive helfen.

Wir können:

Möglichkeiten betrachten.

Annahmen prüfen.

Risiken einordnen.

Prioritäten klären.

Handlungsoptionen entwickeln.

und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine.

Ziel ist eine klarere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

 

 

Wenn ein schwieriges Gespräch bevorsteht

 

Vielleicht ist deine Entscheidung bereits klar.

Jetzt muss sie kommuniziert werden.

Eine Zahlungsbedingung.

Eine Grenze.

Neue Vertragsbedingungen.

Die Ablehnung eines Auftrags.

Oder das Ende einer Zusammenarbeit.

Dann kann Vorbereitung besonders wertvoll sein.

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen

 

Noch ein Gedanke

Du brauchst weniger herauszufinden, warum jemand unehrlich ist.

Vielleicht liegt es an Angst.

Gier.

Gewohnheit.

Druck.

Oder etwas ganz anderem.

Für deine geschäftliche Entscheidung ist häufig eine andere Frage wichtiger:

Kann ich mich unter diesen Bedingungen auf diese Person verlassen?

Und falls die Antwort zunehmend ungünstig ausfällt:

Welche Konsequenz ziehe ich daraus?

Vertrauen ist wertvoll.

Gerade deshalb lohnt es sich, es dort zu investieren, wo Verlässlichkeit erkennbar ist.

Antworten auf häufige Fragen

Sollte ich mit unehrlichen Menschen Geschäfte machen?

Das hängt von Situation, Risiko und Absicherung ab. Wiederholte Unehrlichkeit erhöht jedoch den Aufwand und kann finanzielle, rechtliche und zwischenmenschliche Risiken erheblich vergrößern.

Woran erkenne ich einen unehrlichen Geschäftspartner?

Achte auf wiederkehrende Widersprüche, veränderte Zusagen, mangelnde Verantwortungsübernahme, Ablehnung schriftlicher Vereinbarungen und auffälliges Verhalten bei Zahlungen oder Grenzen.

Sollte ich meinem Bauchgefühl vertrauen?

Ein ungutes Gefühl kann ein wertvoller Hinweis sein. Besonders hilfreich wird es, wenn du prüfst, welche konkreten Beobachtungen dieses Gefühl ausgelöst haben.

Ist schriftliche Absicherung ein Zeichen von Misstrauen?

Nein. Klare Vereinbarungen schaffen Orientierung für alle Beteiligten und können Konflikte vermeiden.

Wann sollte ich eine Geschäftsbeziehung beenden?

Das lässt sich weniger pauschal beantworten. Wiederholte Unehrlichkeit, hohe Risiken, mangelnde Verbindlichkeit und fehlende Klärbarkeit sind wichtige Gründe, die Fortsetzung kritisch zu prüfen.

Video

 

Mit wem Geschäfte sich lohnen – und bei wem Abstand klug ist

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.

 

Wie stehst du zu Geschäften mit unehrlichen Menschen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel rund um die Selbstständigkeit

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2015
Überarbeitung: 9. August 2020
AN: #3450
K:
Ü:

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, also heiligt der Zweck die Mittel?

Heiligt der Zweck die Mittel?

Philosophieren formt den Charakter. Bleiben Sie Ihren Werten treu.
Wo gehobelt wird da fallen Späne, also heiligt der Zweck die Mittel?

Heiligt der Zweck die Mittel?

 

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, also heiligt der Zweck die Mittel? – Stimmt das, heiligt der Zweck die Mittel?

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet das Sprichwort "Der Zweck heiligt die Mittel?"?

Das Sprichwort „Der Zweck heiligt die Mittel?“ enthält, die Behauptung für einen guten Zweck dürfen auch fragwürdige Mittel eingesetzt werden. Etwas Falsches tut, um ein positives Ergebnis zu erlangen ist in Ordnung, denn das gute Ergebnis dient als ausreichende Begründung, als Rechtfertigung.

Was ist Moral?

Als Moral werden Werte, Sitten und Regeln bezeichnet, die in einer Gesellschaft als allgemein anerkannt gelten. Moralisches Verhalten ist somit, was die Masse der Menschen richtig und gut finden.

Was ist Ethik?

Ethik ist ein Bereich der Philosophie, der sich mit dem moralischen Handeln von Menschen beschäftigt. Sie soll Orientierung dafür liefern, damit sich wünschenswertes Verhalten durchsetzt.

Heiligt der Zweck die Mittel?

 

Es geschieht sehr häufig; um einem Wert zu dienen, werden anderen Werte verletzt. So oft ist zu hören; „der Zweck heiligt die Mittel“. Auch der Hinweis „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ zielt in diese Richtung. Toxische Zeitgenossen, wie Narzissten würden nicht auf die Idee kommen das für ihre eigenen Handlungen zu hinterfragen.

Wenn etwas sehr dringend erscheint, verengt sich der Fokus, was sonst wesentlich ist, gerät aus den Augen. Auch mit guten Absichten lässt sich immenser Schaden anrichten. Und das muss nicht immer sofort zu erkennen sein.

Durch solche Überzeugungen geschehen immer wieder sehr unrühmliche Dinge. Erst, wenn wir das Gesamtbild und die Zusammenhänge erkunden und berücksichtigen, kann das Ergebnis in sich schlüssig und lebenswert sein. Deshalb gilt es hier aufmerksam zu bleiben. Leicht ist das nicht, es erfordert stetige persönliche Klärung und Achtsamkeit, doch es ist grundlegend für eine lebenswerte Welt. Die Abwägung ist oft heikel und mitunter schmerzhaft. Nicht immer genügt das kleine Einmaleins, um eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Spielen ethische Fragen eine größere Rolle, wird es komplizierter und belastender zu entscheiden. Das kann auf der Seele lasten. Doch Leichtfertigkeit hat bei wichtigen Entscheidungen keinen Platz.

Der Zweck heiligt nicht die Mittel! Rücksichtslosigkeit, Ignoranz und Fanatismus machen die Welt nicht besser. Jeder einzelne Mensch ist gefordert.

Bleiben Sie Ihren Werten treu. Im Videobeitrag gibt es dazu noch ein paar weitere Gedanken und im Kommentarbereich ist Platz für weiter Sichtweisen.

Video

https://youtu.be/nUqqFNSzua8

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Heiligt der Zweck die Mittel?

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Schlechte Nachrichten überbringen | Führungskräfte

Schlechte Nachrichten als Führungskraft überbringen: 7 Strategien, klare Formulierungen und praktische Beispiele für schwierige Gespräche.

8 Tipps für Zuversicht: Es kommt der Tag, der alles lösen wird. (Friedrich von Schiller)

8 Tipps für Zuversicht: Es kommt der Tag, der alles lösen wird. (Friedrich von Schiller)

Sie ist mächtig: Die Kraft der Zuversicht. Hier sind 8 Tipps, um Zuversicht zu fördern. Die Hoffnung stirbt sprichwörtlich zuletzt. Und tatsächlich: Kaum etwas spornt Menschen so sehr an wie die Kraft der Zuversicht – die Aussicht, dass ihr Vorhaben gelingen kann, ihre Probleme beziehungsweise Herausforderungen überwunden werden. Mit dieser Aussicht gelingt es Menschen selbst Schicksalsschläge leichter und schneller zu überwinden und den Lebensmut nicht zu verlieren.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28.  März 2020
Überarbeitung: 28.  März 2020
Englische Version:
AN: #334
K: CNB
Ü:

Respekt: Darf es etwas mehr sein oder kann das weg?

Respekt: Darf es etwas mehr sein oder kann das weg?

Respekt zu bezeugen ist heutzutage fast ebenso schwer, wie Respekt zu verdienen. (Joseph Joubert)

Respekt

 

Unter Respekt wird eine wertschätzende, achtsame Haltung gegenüber anderen Menschen, Institutionen oder Moralansichten verstanden. Hat das noch Platz in der heutigen Zeit?

 

 

 

Überblick

 

 

Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen.

Benjamin Franklin

 

 

 

Was ist Respekt?

 

Die trockene Definition: Respekt ist die Achtung von Individuen und Ideen. Die Bedeutung von Respekt ist je nach Betrachtung mehr vergleichbar mit Wertschätzung oder ehrerbietender Aufmerksamkeit gegenüber einer anderen Person oder einer Gruppe. Der Begriff Respekt wird meist auf zwischenmenschliche Beziehungen angewendet, kann sich aber auch auf spezielle Herausforderungen oder Tiere beziehen.

Respekt basiert auf verschiedenen Motivatoren und kann sich auf unterschiedliche Personentypen ausrichten, wie beispielsweise untergeordnete, gleichgeordnete, übergeordnete oder imaginäre oder spezifische Personen. Die Steigerung von Respekt ist Ehrfurcht.

In der Alltagssprache hat der Begriff Respekt sehr unterschiedliche Bedeutung. Er reicht von Höflichkeit und Umgangsformen, über die Forderung zum Gehorsam in Hierarchien bis hin zur Angst.

Ich verstehe darunter Achtung und Anerkennung des Gegenübers. Respekt ist die Haltung, dass wir eine andere Person sowie ihre berufliche und soziale Stellung für wichtig halten und das im Verhalten zum Ausdruck bringen.

 

 

 

Viele wollen Respekt haben, wenige zeigen ihn

 

Jeder hat auf eine eigene Weise den Wunsch und das Recht, anerkannt zu werden. Respekt ist wichtig für unser Wohlbefinden und hat einen hören Stellenwert im Berufsleben als Geld und Status. Der respektvolle Umgang gehört zu den drei wichtigsten Kriterien einer guten Arbeit – neben der Jobsicherheit und einer interessanten Tätigkeit. Und im Privatleben sieht es ähnlich aus.

Es scheint allerdings so, als wenn er häufiger gefordert wird als er selbst an den Tag gelegt wird; Respekt. Und wenn er doch gezeigt wird, dann oft sehr selektiv. Die Suchmaschinen sind voller Empfehlung, was dazu beitragen kann mehr Respekt zu bekommen, wie Respekt gezeigt wird, ist seltener ein Thema. Wie so oft gibt es einen Spalt zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Viele fordern Respekt für sich ein, wenige sind bereit sich respektvoll zu verhalten. „Respekt zu bezeugen ist heutzutage fast ebenso schwer, wie Respekt zu verdienen“, meinte Joseph Joubert vor rund 200 Jahre. So neu ist das Thema also nicht.

 

 

 

 

Mangel an Respekt

 

Durch einen Mangel an Respekt werden Beziehungen zerstört. Es macht unglücklich und im schlimmsten Fall sogar krank, denn es nagt an der Seele. Das Selbstbewusstsein leidet.

Bei der Kommunikation spielt Respekt eine große Rolle. Empfinden die Empfänger das Fehlen von Respekt sich oder einem Dritten gegenüber, kann das zu Widerstand führen. Das ist auch ein häufiger Auslöser eines Shitstorms und kann schnell mit größeren Schäden verbunden sein.

 

 

 

Respektlosigkeit – ein neues Phänomen?

 

Die Formen verändern sich, das Phänomen und dessen Wahrnehmung kaum. Es ist schon eine Weile her, als Sokrates sich dazu äußerte: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

 

 

 

13 Tipps, wie Sie Respekt an den Tag legen

 

 

1. Zuhören

 

Die Fähigkeit, dem anderen aufmerksam zuzuhören, gehört dazu.

 

 

 

2. Mut, Anerkennung auszudrücken

 

Keine Kritik ist genug Lob! Von wegen: Drücken Sie Ihre Anerkennung respektvoll aus.

 

 

 

3. Perspektiven erkunden

 

Andere Perspektiven einzunehmen bedeutet nicht zwangsläufig sie zu übernehme oder gutzuheißen. Es bedeutet, sich mit den Gedanken und der Persönlichkeit eines anderen Menschen zu beschäftigen; jemanden wirklich wahrzunehmen.

 

 

 

4. Status

 

Wer aus Überzeugung Respekt zeigt, macht das aus einer Position der Stärke, es erhöht den Status. Wird er nur geschauspielert oder erzwungen, reduziert es den Status.

 

 

 

5. Respekt hat nicht mit Duckmäusertum zu tun

 

Da echter Respekt auf einer gewählten inneren Haltung basiert, lässt er sich nicht erzwingen, sondern im besten Fall kann Unterwerfung erzwungen werden.

 

 

 

6. Bedeutung und vorhandene Strukturen erkennen

 

Gerade frisch gebackene Führungskräfte übersehen gerne die Bedeutung vorhandener Strukturen. Oft mit guter Absicht sollen die Dinge verbessert werden. Achtsamkeit hilft dabei zu erkennen, welche Symbolik wie zu beachten ist. So lassen sich Veränderungen ohne Überraschungen gestalten.

 

 

 

7. Mit Respekt Einfluss nehmen

 

Respekt erfordert nicht, über dringend zu schützende Werte hinwegzusehen. Es ist sehr wohl möglich, sich auch für kontroverse Veränderungen und Sichtweisen einzusetzen. Wobei auch das möglichst respektvoll geschehen kann. Das wiederum reduziert nicht den Einfluss, sondern kann ihn deutlich erhöhen.

 

 

 

8. Respekt für Menschen, die Respekt zeigen

 

Menschen, die Respekt zeigen, statt nur darüber zu reden, erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit respektiert zu werden.

 

 

 

9. Werte und Selbstreflexion

 

Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muss man eigenen haben.

Arthur Schopenhauer

 

Wer sich selbst intensiver mit Werten beschäftigt, neigt dazu auch bei anderen achtsamer zu sein. Da Respekt ein Symptom gereifter Persönlichkeit ist, hat Selbstreflexion einen wichtigen Beitrag.

 

 

10. Konsequenzen bedenken

 

Jegliche Interpretationsmöglichkeit des eigenen Handels im Vorfeld zu erkennen und stets den richtigen Ton zu treffen, dürfte kaum möglich sein. Und doch lassen sich viele Fettnäpfchen mit akzeptablem Aufwand umschiffen. Ja, letztlich entscheidet der Empfänger über die Bedeutung einer Botschaft. Doch wer für entsprechenden Rapport sorgt reduziert die Reibung und wer sich in die Perspektive des Gegenübers begibt, sich mit dessen Sichtweise vertraut macht, erkennt einiges.

 

 

 

11. Gewaltfreie Kommunikation

 

Kommunikation ist voller Potenziale im guten wie im negativen Sinne. Die sogenannte Gewaltfreie Kommunikation in Anlehnung an Marschall Rosenberg liefert dazu einen hilfreichen Beitrag.

 

 

 

12. Geduld mit anderen Menschen

 

Respektvoller Umgang miteinander benötigt Ihre Geduld. Geduld zu haben, wenn ein Gesprächspartner etwas nicht sofort versteht oder anderer Meinung ist.

 

 

 

13. Geduld mit sich selbst

 

Erlauben Sie sich Geduld mit sich zu haben, wenn Sie sich beispielsweise in Verhandlungen nicht durchsetzen oder etwas länger brauchen, um gute Arbeit zu leisten. Machen Sie sich zum Vorbild, denn Ihre Ungeduld gegenüber sich selbst überträgt sich dann auch auf Ihre Umgebung. Seien Sie geduldig mit sich, Respekt beginnt bei uns selbst.

Synonyme

 

Achtung, Anerkennung, Anwert, Ästimation, Distinktion, Ehrerbietung, Ehrfurcht, Heidenrespekt, Hochachtung, Höflichkeit, Pietät, Reverenz, Schätzung, Scheu, Vorsicht, Wertschätzung.

Ursprung des Wortes

 

Der Begriff Respekt stammt aus dem Lateinischen von „respectus“ = „zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“ und auch „respecto“ = „zurücksehen, berücksichtigen“.

Der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist

P.S.

 

Wie stehst du zum Thema Respekt?

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet Respekt?

Respekt ist ein Gefühl der Zuneigung, des Vertrauens, der Anerkennung und der Wertschätzung, das Menschen füreinander empfinden. Es ist eine Einstellung, die beim Umgang mit anderen angebracht werden sollte, indem man ihre Meinung und ihre Würde respektiert. Respekt bedeutet auch, dass man einer Person ihre Rechte und Freiheiten zugesteht und sie nicht diskriminiert oder herabwürdigt. Respekt kann auch als eine Art Verpflichtung verstanden werden, die man einhalten sollte, um ein harmonisches Verhältnis zu seinen Mitmenschen zu haben.

Was hat Respekt mit Angst zu tun?

EAs gibt verschiedene Formen des Respekts. Respekt und Angst gehen Hand in Hand. Wir sind darauf programmiert, uns vor Gefahr und Unheil zu schützen, was oft dazu führt, dass wir Dinge respektieren, die wir fürchten. Wer beispielsweise vor einer Autoritätsperson Respekt hat, hat in gewisser Weise auch Angst vor ihr, denn man will nicht in Schwierigkeiten geraten. Auf der anderen Seite kann man Respekt auch durch Höflichkeit und Achtung zollen, die nicht unbedingt auf Angst basieren. Wenn Menschen einander respektieren, können sie gegenseitiges Vertrauen schaffen, ohne Angst voneinander zu haben.

Wie gelingt Respekt auf Augenhöhe?

Respekt auf Augenhöhe kann auf eine Reihe verschiedener Weisen erreicht werden. Zuerst müssen die Beteiligten ein Gefühl von Gleichwertigkeit haben. Bedenken Sie bei jeder Diskussion, dass Ihr Gegenüber genauso viel wert ist wie Sie selbst. Zweitens müssen alle Beteiligten ein Gefühl von gegenseitigem Respekt haben, d.h. dass Sie bereit sind, die Meinung des anderen zu akzeptieren und zu respektieren. Drittens müssen alle Beteiligten bereit sein, einander zuzuhören. Respekt kann nicht erreicht werden, wenn Beteiligte nicht bereit sind, den Standpunkt anderer zu verstehen und akzeptieren. Viertens müssen die Beteiligten bereit sein, Kompromisse einzugehen und einander zu unterstützen. Wer in der Lage sind, diese Prinzipien zu befolgen, wird es leichter habe, Respekt auf Augenhöhe zu erreichen.

Welche Synonyme gibt es für Respekt?

Respekt kann durch unterschiedliche Begriffe ausgedrückt werden, wie beispielsweise Achtung, Ehrerbietung, Hochachtung und Verehrung. Es gibt jedoch auch weniger formelle Synonyme wie Zuneigung, Bewunderung und Wertschätzung.

Wozu ist Selbstrespekt gut?

Selbstrespekt ist eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Beziehung zu sich selbst und für das eigene Wohlergehen. Es ist ein Zeichen von Selbstakzeptanz und der Fähigkeit, sich selbst anzuerkennen und zu schätzen. Wenn wir uns selbst respektieren, können wir uns selbst wertschätzen. Dies bedeutet, dass wir uns als Personen akzeptieren und uns gegenüber anderen respektvoll verhalten. Wenn wir mehr Selbstrespekt haben, können wir uns selbst für unsere Erfolge und Leistungen loben und uns über unsere Fortschritte und Erfolge freuen. Wir können uns auch selbst vergeben, wenn wir Fehler machen und uns selbst Mut machen, wenn wir unser Bestes geben. Selbstrespekt hilft uns, uns selbst zu lieben, was die Grundlage für ein gesundes und glückliches Leben ist.

Weshalb ist Respekt für das Miteinander so wichtig?

Respekt ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders. Es fördert das Verständnis für die Werte und Rechte anderer, die es uns ermöglicht, ein harmonisches Miteinander zu führen. Durch Respekt werden wir uns unserer Verantwortung als Mitglieder einer Gemeinschaft bewusst, und wir können uns gegenseitig unterstützen und einander respektvoll behandeln. Respekt bedeutet auch, dass wir die Ideen und Meinungen anderer anerkennen, ungeachtet unserer persönlichen Ansichten. Wenn wir Respekt voneinander erhalten, entwickeln wir ein Gefühl der Wertschätzung und des Vertrauens, das es uns ermöglicht, Ideen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Respekt ist für ein friedliches Miteinander daher unerlässlich.

Was ist respektloses Verhalten?

Respektloses Verhalten ist eine Form von Verhalten, die gegen die gesellschaftlichen Konventionen und Normen verstößt. Es wird oft als mangelnder Respekt gegenüber anderen definiert, da es dazu neigt, auf einer Einzelperson zu beruhen und nicht auf gesellschaftlich akzeptierten Regeln. Es kann sich auf viele verschiedene Arten äußern, wie zum Beispiel Beleidigungen, Beleidigungen, Spott, Demütigung, Lästern, ungerechtfertigte Kritik oder sogar körperliche Gewalt. Respektloses Verhalten kann auch in der Art und Weise gezeigt werden, wie jemand anderen behandelt, indem er sie unterbricht, beleidigt oder einschüchtert. Respektloser Verhaltensweisen können sowohl in persönlichen Situationen als auch in beruflichen Situationen vorkommen, und sie können zu schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen führen.

Wie erwerbe ich Respekt?

Respekt ist ein wichtiger Teil dessen, was uns Menschen als Gemeinschaft zusammenhält. Er kann als eine Art Gegenseitigkeit zwischen zwei Personen aufgefasst werden. Es gibt keine spezielle Methode, um Respekt zu erwerben, aber es gibt einige einfache Schritte, die du unternehmen kannst, um Respekt zu erlangen.

Am besten ist es, damit zu beginnen, sich selbst zu respektieren. Werden Sie sich bewusst, welche Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfahrungen Sie als Persönlichkeit ausmachen. Diese Dinge zu kennen, hilft dabei, Selbstvertrauen zu entwickeln. Dieses Selbstvertrauen ist der erste Schritt, um Respekt zu erwerben.

Respektieren Sie andere Menschen. Indem Sie anderen Menschen mit Achtung begegnen und sie wertschätzen, wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass einem selbst Respekt entgegengebracht wird. Sein Sie aufmerksam, hören Sie den Menschen zu und gebe Sie ehrliches Feedback. Behandeln Sie andere mit Respekt und Sie werden Respekt zurückbekommen.

Verbessern Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten. Menschen, die sich gut ausdrücken können, werden in der Regel höher geschätzt. Durch die Verbesserung Ihrer Kommunikationsfähigkeiten erhöhen Sie Ihre Chancen, Respekt zu erhalten. Befasse dich mit verschiedenen Fähigkeiten, wie z.B. Konfliktlösung, Debattieren, Verhandlungen und Kompromissbildung.

Wann verlieren wir den Respekt anderer Menschen?

Wir verlieren den Respekt anderer Menschen, wenn wir sie nicht ernst nehmen, nicht auf ihre Bedürfnisse eingehen und sie einfach ignorieren. Wir verlieren auch den Respekt anderer, wenn wir uns respektlos verhalten, indem wir uns über sie lustig machen, sie beleidigen oder sie respektlos behandeln. Wenn wir uns nicht an geltende Regeln und Normen halten, werden die Menschen uns weniger respektieren. Es ist auch wichtig, dass wir uns mit anderen Menschen verbunden fühlen, ihren Respekt zu schätzen wissen und uns bemühen, ihn zu erhalten und zu verdienen.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Körpersprache und Respekt?

Körpersprache spielt eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Respekt. Begegnen wir jemanden mit Respekt, zeigen wir das durch eine offene und angemessene Körperhaltung. Wir sollten uns nicht über den anderen beugen oder sich schlecht benehmen. Auch kleine Gesten, wie ein Lächeln, ein Kopfnicken oder ein gehobener Daumen, können ausdrücken, dass man den anderen schätzt. Ein freundlicher Blick oder ein sanftes Lächeln kann ebenfalls als Zeichen des Respekts gedeutet werden. Ein leichtes Augenzwinkern kann ein Zeichen der Wertschätzung sein und einen längeren Blickkontakt kann darauf hindeuten, dass man den anderen wichtig findet. Auch die Berührungen können Zeichen des Respekts sein, zum Beispiel ein Händeschütteln oder ein freundschaftlicher Klaps auf die Schulter. All diese Dinge können zeigen, dass man den anderen respektiert und schätzt.

Wie ist der Zusammenhang von Status und Respekt?

Der Zusammenhang zwischen Status und Respekt ist eng miteinander verbunden. Wenn ein Individuum einen hohen Status in der Gesellschaft hat, fühlt es sich in der Regel wertgeschätzt und respektiert. Dies bedeutet nicht nur, dass die Menschen, die einem hohen Status haben, mehr Aufmerksamkeit von anderen erhalten, sondern auch, dass sie mehr Respekt erfahren als ihre weniger privilegierten Mitmenschen. Daher ist es wichtig, dass Menschen, die einen hohen Status haben, diesen auch als Verpflichtung wahrnehmen, anderen Menschen gerecht und respektvoll zu begegnen. Dies hilft dabei, die soziale Gleichheit zu fördern und diejenigen zu respektieren, die weniger privilegiert sind.

Artikel

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität zeigt sich dort, wo Werte etwas kosten. Erfahre, was Integrität bedeutet und wie du Entscheidungen triffst, die zu deiner Haltung passen.

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Geistige Werte müssen uns ansprechen wie Könige. Sie dürfen nicht aufgedrängt werden. Arthur Schopenhauer

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 2. Mai 2017
Überarbeitung 11. Dezember 2018
#4

Leistungsträger, Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Leistungsträger und Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Führungskräfte im Ruhestand und plötzlich ist der Schreibtisch leer. Was tun?
Leistungsträger und Ruhestand, Empty-Desk-Syndrom und Alpha-Rentner

Die Freuden des Ruhestands

 

Anfangs sind die Gedanken zum Ruhestand selten oder harmlos. Kommt der Zeitpunkt näher, ist die Freude auf den Ruhestand nicht immer so groß. Gerade Führungskräfte vermissen schnell ihren bisherigen Lebensmittelpunkt. Was tun?

Überblick

Gerade Mensch mit Erfahrungen, Talenten und Fähigkeiten sind begehrt. 
Wer dazu bereit ist, kann Dinge beeinflussen und gestalten.
Wer es sich leisten kann, entledigt sich umso leichter von üblichen Zwängen und erlebt so Freiheit und Autonomie.
Davon profitieren dann alle Beteiligten.

Karsten Noack

Video

https://youtu.be/q3ayV6mLEwI

Leistungsträger und Ruhestand

 

Solange der Zeitpunkt noch in weiter Ferne scheint, sind die Gedanken zum Ruhestand selten oder zumindest harmlos. Kommt der Zeitpunkt näher, dann ist die Freude auf den Genuss des wohlverdienten Ruhestandes nicht immer so groß. Wenn der Abschied vom Berufsleben näher rückt, fühlen sich viele Führungskräfte plötzlich überflüssig. Wessen Leben durch Einfluss, Aktivität und Ansehen geprägt ist, empfindet das Ausscheiden bisweilen eher als Verzicht, die Aufforderung sich zu verabschieden als persönliche Kränkung. Arbeit bedeutet eben nicht nur Belastung, Druck und Stress, sondern auch Selbstverwirklichung und Anerkennung. Für Führungskräfte ist Ruhestand mit Status und Anerkennung verbunden. Dadurch wird der Ausstieg für manche Menschen zum einschneidenden Lebensereignis. Drastisch führt das zu gravierenden Veränderungen im Alltag und dadurch wird auch das eigene Selbstverständnis infrage gestellt.

Klienten berichten von einer unerwarteten seelischen Belastung, dem Gefühl des Scheiterns und einem ihnen unbekannten Gefühl der Leere. Es wird schmerzlich der bisherige Zustand vermisst. Besonders heftig erwischt es Personen mit einem hohen Status, der an die bisherige Aufgabe geknüpft war.

Pensionierungsschock; die Angst vor dem Bedeutungsverlust! Das Phänomen hat einen Namen, es wird EDS (Empty-Desk-Syndrom) oder auch LSC (Lost self-conception) genannt. Wird es ignoriert, dann leidet die eigene Lebensqualität ebenso wie das Umfeld. Die Folgen reichen bis hin zu Angstzuständen, Hilflosigkeit, Depression und sogar Suizid. Von ein Tag zum anderen wird das so lange Zeit antreibende Bedürfnis nach Anerkennung, Macht und Leistung nicht mehr befriedigt. Außerdem fehlen nun das soziale Zentrum und der Rahmen für die Tagesgestaltung.

 

 

 

Gestalten statt langweilen

 

Am besten ist es, sich frühzeitig auf die Veränderungen vorzubereiten. Leider kommen noch immer die meisten meiner Klienten, wenn sie schmerzhaft spüren, dass sie etwas ändern müssen. Je früher das Thema angegangen wird, desto besser. Dann ist auch der Spielraum noch größer. Also sammeln Sie frühzeitig Ideen, pflegen Sie Ihre Netzwerke und Interessen, Ihr privates Umfeld, planen Sie gegebenenfalls mit Unterstützung die Zukunft. Gerade jene, die das Privatleben vernachlässigt haben, leiden besonders unter dem Einschnitt.

Sie fühlen sich unruhig, es fehlen die Herausforderungen und Entfaltungsmöglichkeiten, die Sie ansprechen? Wir werden heutzutage zunehmend älter und bleiben dabei geistig und körperlich fit. Der Ruhestand ist kein Urlaub, der irgendwie vorübergeht und mit Ablenkung gefüllt werden müsste. Gestalten Sie aktiv Ihr Leben. Wer relevante Erfahrungen gesammelt hat, kann diese zur Verfügung stellen. Neue Herausforderungen fordern und fördern Geist und Körper.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und Sie können sich den Aufgaben widmen, an denen Sie auch interessiert sind. Der Druck ist weg und Ihr Spielraum größer. Aufsichtsräte, Berater:innen; Mentor:innen und erfahrene Unterstützung sind an vielen Stellen gefragt. Teilen. Sie Ihre Erfahrungen mit denen, die das zu schätzen wissen. Entfalten Sie Ihr Engagement doch dort, wo es Ihnen ein persönliches Anliegen ist. Wie wäre es, andere Menschen an den gesammelten Erfahrungen teilhaben zu lassen?

 

 

 

Anmerkungen

 

Beim Begriff „Ruhestand“ denken vermutlich viele Leser an einen Zeitpunkt Mitte der sechziger Lebensjahre. Bei vielen stimmt das auch, doch hatte ich schon einige Klienten, die deutlich jünger waren. Aus verschiedenen Gründen kann es zu einem recht frühen Ruhestand kommen. Und selbst, wenn die finanziellen Mittel gesichert sind, reicht das nicht für ein erfülltes Leben.

P.S.

 

Wie stehst du zum Thema Ruhestand beziehungsweise Ausstieg aus der bisherigen Position?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Juni 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #767
K:
Ü:

Versprechungen und Integrität: Wer kümmert sich um das Geschwätz von gestern?

Versprechungen und Integrität: Wer kümmert sich um das Geschwätz von gestern?

Aus den Augen, aus dem Sinn

 

Integrität

Welchen Wert haben Versprechen heute noch?

 

Shakespeare meinte zwar; ein gegebenes Versprechen ist eine unbezahlte Schuld, doch was ist von dieser Haltung heute noch übrig? Weit verbreitet ist heute wohl die Überzeugung; Versprechungen kosten nichts. Oder täuscht der Eindruck?

Versprechungen und Integrität

Versprechen und das Versprochene halten ist zweierlei.
Viele versprechen Berge und liefern Maulwurfshügel.

 

Video

Integrität – Wie du sie pflegst und welche Vorteile sie dir im Leben bringt

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Was zählt heute noch eine Versprechung?

 

Insbesondere die Werbung hat hier ihren Anteil daran, dass sich kaum jemand an übertriebenen Versprechungen stört.

Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, meinte Goethe. Wir haben uns irgendwie daran gewöhnt, dass viele Versprechungen nicht ernst gemeint sind. Es wird regelrecht unterstellt, dass sie nicht oder nur zum Teil gehalten werden.

So hat in manchen Bereichen die Aufrüstung mit großzügiger Inaussichtstellung paradiesischer Ergebnisse absurde Formen angenommen. Und das nicht nur bei der Vermarktung von Antifaltencremes, bei denen zwölfjährige Mädchen auf Frauen gestylt und wir davon überzeugt werden sollen, dass sich selbst tiefste Falten über Nacht auflösen.

Hemmungslos und weitgehend ungebremst wird höher und höher gestapelt, bis es wackelt und der Einsturz absehbar ist.

Wer viel verspricht, vergisst auch viel. Da hilft es, wenn Versprechen auch bei den Empfängern möglichst schnell ins Vergessen geraten. Die abnehmende Aufmerksamkeitsspanne kommt dem Phänomen dabei sehr entgegen. Da braucht einen das Geschwätz von gestern kurz darauf, nicht mehr zu kümmern. Das ist ungemein befreiend, vor allem von Hemmungen. Umso größer und lauter geht es zu.

An Versprechen ist jeder so reich, wie er will.

Ovid

 

Wer in einem solchen Umfeld ehrliche Versprechungen macht, geht dadurch das Risiko ein ungehört zu bleiben. Schließlich wird ein großer Anteil der Versprechungen schon mal aus Erfahrung abgezogen und dann bleibt zu wenig übrig. Andererseits besteht eine große Chance darin, in den berechtigten Ruf zu kommen gemachte Versprechungen auch zu halten. Wenige sind bereit diesen Weg zu beschreiten.

 

Gib nicht zu schnell dein Wort, so brauchst du’s nicht zu brechen; viel besser ist es mehr zu halten als zu versprechen.

Friedrich Rückert

 

Lieber eine Zusage weniger, denn wer leichtfertig ja sagt, hält selten Wort. Worte, denen auch Handlungen folgen? Authentizität? In einer Welt, in der wir das nur noch bedingt gewohnt sind, ist kaum etwas bemerkenswerter.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie halten Sie es mit Versprechungen, die Sie machen? Welche Bedeutung hat für Sie Integrität?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)

YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2015
Überarbeitung: 30. Juli 2019
AN: #7670
K: CNC
Ü:
ÜP

Entscheidungsangst (Decidophobie): Wann wird Unentschlossenheit zu einem Problem?

Entscheidungsangst (Decidophobie): Wann wird Unentschlossenheit zu einem Problem?

Hinweise auf tiefsitzende Ängsten im Zusammenhang mit Entscheidungen
Bitte wählen Sie!

Wann wird Unentschlossenheit zu einem Problem?

 

Von wegen „Hoch lebe die Wahlfreiheit!“, das empfinden einige Menschen ganz anders und sind alles andere als glücklich, wenn es um Entscheidungen geht. Es könnte sein, dass es an einer Decidophobie liegt, einer ausgeprägten Entscheidungsangst.

Video

Decidophobie: Wann wird Unentschlossenheit zu einem Problem?

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Entscheidungen

 

Als Coach unterstütze ich dabei gute Entscheidungen zu treffen, als Therapeut helfe ich Menschen mit Ängsten und Angststörungen.

Nicht jede Entscheidung im Leben hat so schwerwiegende Konsequenzen, dass langwierige Überlegungen erforderlich wären. Einige Entscheidungen können allerdings das gesamte Leben verändern. So etwas kann schon mal mit etwas Druck verbunden sein. Derartige Kopfschmerzen empfinden manche Menschen schon bei alltäglichen Entscheidungen.

Haben Sie beispielsweise schon einmal so lange überlegt, wohin Sie essen gehen sollen, dass Sie sich am Ende überhaupt nicht auf den Weg gemacht haben? Das ist zwar ärgerlich, weil dann der Magen knurrt, doch es gibt einen großen Unterschied zwischen einfacher Unentschlossenheit und einer Entscheidungsphobie, einer Decidophobie.

Decidophobie ist eine lähmende Angst, Entscheidungen zu treffen, eine Entscheidungsphobie, die das Leben immens einschränken kann.

 

 

 

Entscheidungsangst (Decidophobie): Wann wird Unentschlossenheit zu einem Problem?

 

Um die Decidophobie zu verstehen, ist es wichtig, die grundsätzlichen Mechanismen von Phobien zu verstehen. Angst ist ein natürlicher Teil des Lebens, doch Phobien zeichnen sich durch eine unverhältnismäßige Intensität und Unangemessenheit aus. Die Angst steht in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr, die von einer spezifischen Situation oder einem Objekt ausgeht. Im Fall der Decidophobie ist das die Angst vor Entscheidungen.

Obwohl es nachvollziehbar ist, sich vor einer wichtigen Lebensentscheidung mit Konsequenzen zu fürchten, hat jemand mit Decidophobie so viel Angst vor Entscheidungen, dass sie unbedingt vermieden werden sollen.

 

 

 

Anzeichen für eine Decidophobie

 

Im Videobeitrag geht es um fünf Anzeichen für Entscheidungsangst (Decidophobie)

 

 

Wie Sie leichter entscheiden können, sich helfen zu lassen

 

Denken Sie darüber nach, ob Sie professionelle Hilfe benötigen, um sich zu erholen? Sie könnten das Gefühl haben, dass Sie selbst in der Lage sein sollten, alleine mit den Dingen umzugehen, oder dass das Gespräch mit jemandem bedeutet, dass Sie keine starke Persönlichkeit sind. Sie könnten besorgt sein, dass das Sprechen über Ihr Thema während der Behandlung Ihre Symptome verschlimmert. Es ist wichtig all das zu klären.

Ein guter Therapeut lässt Sie das Tempo der Behandlung wählen und zwingt Sie nicht, Dinge zu besprechen, für die Sie nicht bereit sind. Emotionale Stärke beinhaltet, selbständig zu lernen und wissen, wie und wann Unterstützung hilfreich ist.

Eine der besten Möglichkeiten, um herauszufinden, ob Hilfe gut für Sie ist, ist zu überlegen, wie stark Ihre Symptome Ihren Alltag beeinträchtigen. Haben Sie Einschränkungen im Privatleben, bei der Arbeit? Können Sie sich konzentrieren? Ist es leicht für Sie erfüllende Beziehungen zu Menschen aufzubauen und zu pflegen? Genießen Sie Ihr Leben? Gibt es in Ihnen ein Gefühl, Ihr Leben könnte erfüllender sein?

 

 

 

Von wem helfen lassen?

 

Am einfachsten haben Sie es, wenn Sie jemanden kennen, dem ich schon geholfen habe. Dann erfahren Sie aus erster Hand, was Sie erwartet. Wenn das nicht der Fall ist, finden Sie auf diesen Seiten Informationen, die es Ihnen leichter machen sich einen Eindruck von mir zu machen. Vertrauen ist wichtig und deshalb setze ich auf Transparenz.

 

Terminreservierung

 

Bitte lesen Sie vor Ihrer Terminreservierung die wichtigen Informationen mit den Hinweisen zu den Kontraindikationen für Psychotherapie mit Schwerpunkt Hypnotherapie. Reservieren Sie nur dann Termine, wenn Sie mit den auf diesen Seiten veröffentlichten genannten Voraussetzungen einverstanden sind. Grundlegende Fragen habe ich hier für Sie schon an vielen Stellen beantwortet. Für den Erfolg Ihrer Behandlung sind diese Informationen von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie das anspricht, dann freue ich mich auf intensive Sitzungen mit Ihnen. Gut informiert können wir uns gezielt Ihnen und Ihrem Anliegen widmen.

Für Ihre Terminvereinbarung verwenden Sie bitte vorzugsweise das Kontaktformular oder per E-Mail mail@noack-hypnose.de (Datenschutz). Im Anschluss erhalten Sie dann eine Bestätigung Ihrer Vorreservierung per E-Mail. In dieser Antwortmail finden Sie die Hinweise für die erste Sitzung. Dies geschieht in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie keine Antwort erhalten, dann könnte es daran liegen, dass eine Mail im Spamfilter gelandet ist.

Es sind nur wenige Praxisstunden verfügbar und die wollen gut genutzt werden. Das Honorar für einzelne Sitzungsstunden ist deshalb stets mittels Überweisung vollständig mit Zahlungseingang spätestens 7 Tage vor Treffen zu begleichen. Details dazu sende ich Ihnen per Mail, damit Sie auch hier gut informiert sind.

Weshalb spätestens 7 Tage vorher? Termine, die nicht sieben Tage vorher mit Zahlungseingang bestätigt worden sind, fallen auffällig häufiger aus. Und die wiederholten Nachfragen nehmen sehr viele Zeit in Anspruch. Ich stehe deswegen gerade vor der Entscheidung, ob und wie ich die Honorare entweder deutlich anpasse, um das aufzufangen oder die Organisation konsequent so zu gestalten, dass es für alle Beteiligten fair ist. Aus diesem Grund biete ich auch testweise zwei Optionen hinsichtlich der Terminverschiebung bei den Honoraren an.

Es stehen hier in der Woche maximal 20 Stunden für Psychotherapie zur Verfügung und jeder ausgefallene Termin bedeutet für Betroffene, dass sie meine Hilfe nicht in Anspruch nehmen können. Ich verstehe, wenn es anders für Sie angenehmer wäre, doch ist diese Lösung für alle Beteiligten die fairste.

Sie können bei zeitnahen Terminen Echtzeitüberweisung nutzen und die Überweisung benötigt wenige Minuten oder wir vereinbaren einen Termin mit entsprechendem Vorlauf.

Wir können zuerst einen Termin vereinbaren oder noch einfacher und kurzfristiger; Sie überweisen das Honorar für eine Sitzung und sobald das Honorar eingegangen ist, finden wir den nächsten verfügbaren Termin.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und freue mich auf eine intensive Zusammenarbeit.

 

Was kostet Psychotherapie?

 

Häufig wird gefragt, „Was kostet Psychotherapie mit Hypnobalancing™?“, beziehungsweise „Wie lange dauert Hypnotherapie bei Angststörungen normalerweise?“

So verständlich diese Frage ist, sie unterstellt, dass Erfahrungen mit bisherigen Therapieverläufen sich auf unterschiedliche Menschen übertragen lassen. Was ich als Antwort auf solche Fragen anbieten kann, sind Vergleiche, mit früheren Patient:innen und ähnlichen Beschreibungen.

Die Gesamtkosten ergeben sich aus dem Honorar und der Dauer für die Psychotherapie mit Hypnobalancing™.

 

Es kommt der Tag, der alles lösen wird.

Friedrich von Schiller

 

 

 

Honorar für Psychotherapie

 

Zu den wesentlichen organisatorischen Fragen vor der Terminreservierung gehören die Kosten. Die Honorare je Sitzungsstunde Psychotherapie (60 Minuten) für Termine während der Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 17:00 Uhr:

  • A. Honorar bei Sitzungen per Telefon 179,- Euro oder online mit Videounterstützung 179,- Euro.
  • B. Honorar bei Sitzungen in der Praxis 219,- Euro.
  • C. Die genannten Optionen plus kurzfristigere Terminänderungen* einmalig bis zu 24 Stunden vorher zuzüglich 35,- Euro.

Die Honorare für Psychotherapie sind nach § 4 Nr. 14 a) UStG von der Umsatzsteuer befreit.

Die erste Sitzung dauert üblicherweise 90 Minuten.

Außerhalb der üblichen Geschäftszeiten erhebe ich einen Aufschlag von 20 bis 35 % (Wochenende, Feiertage).

Ist meine Anreise und Übernachtung erforderlich, stelle ich den Aufwand nach Absprache und schriftlicher Vereinbarung in Rechnung.

*Verschiebung von Terminen: Bei Stundenhonorar A. und B. können Sitzungen mit einer Dauer von bis zu 120 Minuten bis zu 72 Stunden vorher einmalig verschoben werden, wobei nur Werktage (Montag bis Freitag, ohne Feiertage) zählen, längere Sitzungen oder mehr als 120 Minuten innerhalb von 7 Tagen mindestens 14 Tage vorher. Sie werden sonst voll in Rechnung gestellt. Bei Option C. sind Terminänderungen einmalig bis zu 24 Stunden vorher möglich. Termine können innerhalb von 12 Monaten nachgeholt werden. Werden mehr als 5 Termine auf einmal reserviert, dann sind diese verbindlich, da das eine entsprechende zusätzliche Vorbereitung beinhaltet. Wünschen Sie anders, dann bitte die Termine entsprechend buchen.

Zahlungsweise: Das Honorar ist stets mittels Überweisung vollständig mit Zahlungseingang spätestens 7 Tage vor einem Termin zu begleichen. Details dazu sende ich Ihnen per Mail, damit Sie auch hier gut informiert sind.

Rücktrittsrecht: Erfolgt die Anmeldung durch Verbraucher für eine Veranstaltung per Telefon, Brief, E-Mail oder Onlineformular gelten die Bestimmungen des Fernabsatzgesetzes. Liegt der vorgesehene Beginn der Veranstaltung zum Zeitpunkt der Anmeldung innerhalb der Rücktrittsfrist nach Fernabsatzgesetz, so gilt die Anmeldung als Aufforderung, die Dienstleistung bereits innerhalb der Widerrufsfrist zu beginnen. Sie haben das Recht, ohne Angabe von Gründen, einen Leistungs-Auftrag/-Termin zu widerrufen. Dies ist innerhalb von 14 Tagen nach Beauftragung telefonisch und schriftlich möglich.

 

 

 

Kostenübernahme durch Krankenkassen und andere Versicherer

 

Das Honorar wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Kassen (Hinweise) getragen. Informieren Sie sich bitte bei Ihrem Versicherer über die Bedingungen. Klären Sie dies bitte schon im Vorfeld. Sie erhalten von mir eine Rechnung mit einer Klassifizierung nach ICD-10 und dem jeweiligen Stundenhonorar.

 

 

 

Therapiedauer / Anzahl der Sitzungen

 

Die erste Therapiesitzung hat eine Dauer von 90 Minuten, Folgesitzungen können auch 60 Minuten lang sein.

Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen ist so unterschiedlich, wie die Persönlichkeiten und Erfahrungen der Klienten. Bei Angststörungen sehe ich Klienten meist für 4 bis 8 Sitzungen. Die ersten 3 Sitzungen bauen als Einheit aufeinander auf. Häufig lässt sich das durch die Patient:innen nach den ersten Sitzungen selbst schon einschätzen. Ich werde Ihnen dann auch eine Einschätzung aufgrund bisheriger Erfahrungen geben.

Überwiegend sehe ich Klienten mit Angststörungen anfangs in wöchentlichen Sitzungen. So kann in kurzer Zeit sehr intensiv gearbeitet und Besserung erreicht werden. Manche Klienten benötigen nur eine geringe Anzahl von Sitzungen und andere kommen in größer werdenden Abständen mehrere Monate zur Therapie.

Die Dauer wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Einflussfaktoren sind beispielsweise die eingesetzten Techniken, die Fähigkeiten des Therapeuten, die Art der Angststörung und die Persönlichkeit von Patient:innen.

Je länger eine Angststörung besteht, desto hartnäckiger ist mitunter ihre Auflösung. Wobei dieser Zusammenhang sich in meiner Praxis nicht oft im allgemein erwarteten Umfang bestätigt.

Tatsächlich erschwerende Faktoren sind schwierige Lebensumstände und weitere Einschränkungen, die sich negativ bemerkbar machen können. Manche Umstände wollen parallel bearbeitet werden. Zeitliche und finanzielle Einschränkungen können ebenfalls die Dauer beeinflussen. Jegliche Form von Druck gilt es soweit möglich aufzulösen.

 

 

Einfluss der therapeutischen Kooperation auf die Therapiedauer

 

Einen guten Indikator für die Wirksamkeit liefert die Qualität der Zusammenarbeit, die sich spätestens nach der zweiten Sitzung einstellt. Dadurch wird der zu erwartende Umfang meist erstmals einschätzbar. Stimmt die Chemie zwischen Therapeut und Klient, dann macht sich das sehr förderlich bemerkbar. Wenn Sie sich schon mal mein Profil als Therapeut ansehen, können Sie sich vorab einen ersten Eindruck machen.

 

Vorbereitung auf die erste Sitzung

 

Mit Ihrer Terminbestätigung erhalten Sie Empfehlungen, wie Sie sich auf Ihre erste Sitzung mit mir vorbereiten können. Bei dieser Gelegenheit bekommen Sie auch einen Überblick darüber, welche Regeln im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bei Praxisterminen zu berücksichtigen sind und wie Sie sich am besten auf Onlinesitzungen vorbereiten.

 

 

 

Die erste Sitzung - Schritt für Schritt

 

Wichtige Weichen werden gleich zu Beginn gestellt. In der ersten Sitzung schaffen wird die Voraussetzungen für eine intensive Zusammenarbeit. Schritt für Schritt:

 

 

 

1. Vorbereitung

 

Die erste Sitzung ist meist 90 Minuten, damit genügend Zeit für ein ausführliches Vorgespräch ist, in dem offenen Fragen geklärt werden können. Dann beginnen wir mit einem ausführlichen Gespräch, mit der Anamnese, um den Behandlungsplan individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Wir klären dazu Ihre Ziele und Motive und besprechen das gemeinsame Vorgehen.

 

 

 

2. Erste Intervention

 

Sobald Sie bereit dafür sind, gehen wir ans Werk. Sie geben die Geschwindigkeit

vor. Im zweiten Teil der Sitzung finden wir heraus, wie Sie am leichtesten in einen angenehmen entspannten hypnotischen Zustand gelangen. Sie erleben eine erste Trance. Das ermöglicht den Zugang zu Ihrem Unbewussten und erlaubt erste Suggestionen. Wie weit wir dabei gehen ergibt sich aus Ihren Reaktionen. Schließlich führe ich Sie sicher wieder aus der Trance heraus.

 

 

 

 

3. Auswertung, Optionen und Ausblick

 

Anschließend beantworte ich Ihre Fragen und wir besprechen das weitere mögliche Vorgehen Ihrer Hypnotherapie. Oft erhalten Sie Empfehlungen, mit denen Sie die gemeinsame Arbeit auch außerhalb der Sitzungstermine ergänzen und fördern können. Entscheidend ist, dass Sie sich nicht nur in der Sitzung, sondern auch im Alltag besser fühlen. Umso besser wir zusammenarbeiten, desto schneller mache ich mich als Ihr Therapeut überflüssig. Gut so!

Sie sind nicht in Berlin bzw. wünschen sich eine Alternative zum Praxisbesuch?

 

Sie sind nicht in Berlin oder wollen bzw. können aus anderen Gründen nicht in die Praxis kommen? Dann lohnt es sich, die folgenden Informationen zu den Optionen zu lesen:

 

 

a. Anreise

 

Für Klienten, die anreisen, besteht bei frühzeitiger Reservierung die Möglichkeit, an aufeinander folgenden Tagen jeweils 2 Sitzungen an einem Tag durchzuführen. Es gilt in einem telefonischen Gespräch vorab zu klären, ob das eine empfehlenswerte Option ist, da hierfür entsprechende Voraussetzungen erforderlich sind. Jegliche Quellen zusätzlichen Drucks sind im Interesse des Therapieerfolgs zu vermeiden.

 

 

 

 

b. Onlinesitzungen

 

Manchmal ist ein persönliches Treffen nicht möglich. In solchen Fällen ist eine Telefonsitzung oder eine Sitzung mit Videounterstützung über das Internet eine Alternative oder Ergänzung. Seit vielen Jahren nutze ich dieses Setting und viele Klienten haben damit sehr gute Erfolge erzielt. Die Erfahrungen machen es leicht, auch auf diesem Weg sehr intensive Sitzungen zu realisieren. Sie sind flexibler und können auch sehr zeitnah meine Unterstützung nutzen. Es gelten aktuell reduzierte Honorare für solche Sitzungen.

Auch hinsichtlich des Coronavirus sind Sie auf der sicheren Seite. Wobei das auch eine Option ist, falls Sie einmal überraschend verhindert sein sollten.

Sicherheitshalber

 

Bei Fragen zu hypnotherapeutischen Sitzungen mit mir, freue ich mich auf die Kontaktaufnahme. Bitte vor der Kontaktaufnahme die ausführlichen Informationen zu Honorar, Buchung, Kontraindikationen, Kennenlernen und die Antworten auf häufige Fragen lesen. Gerne kläre ich dann persönlich noch speziellen Fragen.

Diese Seiten informieren, bei Interesse an einer Hypnotherapie bzw. Psychotherapie bei mir. Die Informationen ersetzen weder eine Psychotherapie bzw. persönliche Beratung noch die Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder die Eigenmedikation verwendet werden.

Die Tätigkeit als Hypnotherapeut (staatliche Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie nach dem HPG) grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Es werden weder medizinische Diagnosen gestellt, noch Heilungsversprechen abgegeben oder Medikamente verabreicht. Eine gegebenenfalls erforderliche medizinische oder psychiatrische Intervention soll durch die hypnotherapeutische Arbeit keinesfalls ersetzt werden.

P.S.​

 

Wie gehen Sie mit Ängsten bei Entscheidungen um und wann wird Unentschlossenheit zum Problem?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Antworten auf häufige Fragen

Wann handelt es sich bei Entscheidungsangst um eine Phobie?

Führt die Angst vor Entscheidungen zu einschränkendem Vermeidungsverhalten, kann es sich um eine Decidophobie oder Kairophobie handeln.

Was ist eine Kairophobie?

Als Kairophobie wird die übersteigerte Angst vor situativen Entscheidungen bezeichnet. Das daraus resultierende zögerliche und Entscheidungen vermeidende Verhalten ist sehr einschränkend.

Was ist eine Decidophobie?

Als Decidophobie wird die übersteigerte Angst vor Entscheidungen bezeichnet. Die Decidophobie führt zu Angstreaktionen, wenn eine Entscheidung ansteht.

Wann lohnt sich Coaching für gute Entscheidungen?

Im Grunde profitiert jede Entscheidung von einer fundierten Vorbereitung. Entscheidungen lassen sich vereinfacht in zwei Gruppen unterteilen; weitgehend bewusste und weitgehend unbewusste Entscheidungen. Unbewusste Entscheidungen haben dann eine hohe Qualität, wenn wir aufgeräumt unterwegs sind. Von ihnen bekommen wir oft nichts mit, weil klar ist, was zu tun ist. Bewusste Entscheidungen profitieren zusätzlich von einer geeigneten Klärung, der Optionen, Werte und Prioritäten.

In der Praxis orientiert sich die Entscheidung für die professionelle Unterstützung bei Entscheidungen am Verhältnis des erwarteten Nutzens zum Aufwand beziehungsweise den Konsequenzen.

Was kostet Coaching für gute Entscheidungen?

Die Angaben zum Honorar finden Sie hier.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. November 2007
Überarbeitung: 21. September 2020
Englische Version:
AN: #513
K: CNB
Ü: